Energiewirtschaft
Foto: illwerke vkw, studio22.at - marcel hagen
19. Februar 2021
Energiepolitik Klimaschutz mit Hausverstand
Vorreiterrolle Heimische Betriebe als Umweltpioniere
Elektrotechnik Abwechslungsreicher Berufsalltag
2 Energiewirtschaft
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Bei der Energiewende ist auch die Versorgungssicherheit ganz wichtig Längst ist man sich europaund vielleicht sogar weltweit darüber einig, dass die Dekarbonisierung des Energie systems hin zur klimafreundlichen Energieversorgung gut und richtig ist. Auch wenn es gar nicht schnell genug gehen kann: im Sinne der Versorgungssicherheit muss bedacht gehandelt werden. „Schuss vor den Bug“ Als „Schuss vor den Bug“ bezeichnen die beiden Vorstandsmitglieder des Vorarlberger Energiedienstleisters illwerke vkw in diesem Zusammenhang jene Ereignisse, die zu einem Beinahe-Blackout führten und die europäische Gesellschaft am 8. Jänner aufgerüttelt hatten. Was war passiert? In einem Umspannwerk in Kroatien kam es am 8. Jänner um kurz nach 14 Uhr zu einer Schutzauslösung und damit dem Ausfall einer sogenannten Sammelschienenkupplung. In weiterer Folge wurden die Stromflüsse im Nordwes ten und Südosten des Umspannwerks getrennt und auf benachbarte Leitungen verlagert, die dadurch überlastet wurden. In einer Kettenreak tion fielen daraufhin, ausgehend von Serbien, 14 Leitungen aus und das Strom system in Europa wurde in einer Linie durch Kroatien, Serbien und Rumänien getrennt. Aufgrund der fehlenden Verbindungen konnten Stromüberschüsse südlich der Grenzlinie nicht mehr nach Zentraleuropa gelangen.
Vorstand Christof Germann.
Im Sinne der Versorgungssicherheit muss bei der Dekarbonisierung des Energiesystems besonders bedachtsam gehandelt werden. Die Netzfrequenz, die jeweils ausgeglichen bei 50 Hertz gehalten werden muss, begann zu steigen. In der westlichen Insel mit Österreich fehlten nun die Erzeugungsmengen aus dem Süden. Netzstabilisierung In ganz Europa kam es zu Über- und Unterfrequenzen, die durch europäische Schutzmechanismen sowie durch die von den nationalen Übertragungsnetzbetreibern ge-
Vorstand Helmut Mennel.
setzten Maßnahmen zur Stabilisierung und Rückführung in den Normalbetrieb innerhalb einer Stunde behoben werden konnten. Wesentlichen Anteil hatten dabei auch die Kraftwerke der illwerke vkw, die automatisiert vom Pump- in den Turbinenbetrieb umgeschaltet und damit umgehend rund 120 Megawatt Leistung ins Netz gespeist haben. Österreichweit wurden die Primär- und Tertiärregelreserven mit 57 Megawatt bzw. 280 Megawatt ganzheitlich aktiviert und abgerufen. Das Schlimmste konnte dadurch verhindert werden. Unabsehbare Folgen 1,18 Milliarden Euro pro Tag wären die geschätzten Kosten, die ein großflächiger Stromausfall in Österreich verursachen würde. Ganz zu schweigen von den teilweise unabsehbaren Folgen, die ein solcher „Blackout“ hätte. Umso wichtiger ist es, beim Umbau des Energiesystems dafür Sorge zu tragen, die Ver
sorgungssicherheit mit zu bedenken. Gemeinsam mit der österreichischen Interessenvertretung in der Energiewirtschaft, „Österreichs Energie“ haben sich die Energieversorger und Netzbetreiber daher Gedanken gemacht und fünf Grundsätze zur Versorgungssicherheit entwickelt. Ein erster Schritt ist laut Experten die Schärfung des Bewusstseins. Die Versorgungssicherheit gehört auf die regelmäßige Agenda von Politik, Verwaltung, Branchenvertretern, Wissenschaft und weiteren Stakeholdern. Gesetzesvorhaben müssen vorab auf ihre Folgen für die Versorgungssicherheit untersucht werden. Ein regelmäßiger Dialog auf europäischer Ebene stellt sicher, dass diese Herausforderung gemeinschaftlich angegangen wird. „Unser Energiesystem steht vor einer grundlegenden Transformation. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird die Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen massiv zunehmen,
gleichzeitig werden gesicherte Kapazitäten in großem Umfang vom Netz gehen. Um unser Stromsystem sicher und stabil durch diesen Umbau zu bringen, müssen wir jetzt mit der Errichtung der notwendigen Infrastruktur beginnen. Neben dem Leitungsbau gehört dazu auch, die Rahmenbedingungen für Pumpspeicherkraftwerke zu verbessern, etwa durch den Entfall der doppelten Netzentgelte – denn deren zentrale Rolle zur Sicherung unserer Stromversorgung hat man am 8. Jänner deutlich gesehen“, so Christof Germann. Unterstützung aus Vorarlberg Unterstützung aus Vorarlberg bekommt auch die Forderung von Österreichs Energie, die Versorgungssicherheit durch den Einsatz grüner Gase voranzutreiben. Einen wesentlichen Hebel für eine sichere Stromversorgung sehen die Verantwortlichen aus Vorarlberg auch beim Thema Forschung und Innovation. Besonders mit der Digitali-
Notenbanken kämpfen gegen Klimawandel Führende Notenbanken verstärken ihren Einsatz für den Klimaschutz. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, kün digte die Schaffung eines Zentrums für Klimawandel bei der EZB in Frankfurt an. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) als Zentralbank der Zentralbanken legt einen weiteren Fonds auf, der in „grüne“ Wert papiere mit umweltschonendem Zweck investieren soll. Daran will sich die EZB beteiligen. Der Deutsche-Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnte unterdessen erneut vor zu hohen Erwar tungen an Notenbanken beim Kampf gegen den Klimawandel. Notenbanken seien eindeutig nicht die Hauptakteure,
wenn es darum gehe, die globale Erwärmung zu verhindern, sagte auch Lagarde bei einer Online-Konferenz. „Aber die Tatsache, dass wir nicht auf dem Fahrersitz sitzen, bedeutet nicht, dass wir den Klimawandel einfach ignorieren können oder dass wir keine Rolle bei seiner Bekämpfung spielen.“ Neues Zentrum startet Die Französin bekräftigte, die EZB werde im Rahmen ihres Mandats zu den Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel beitragen. „Bei der EZB starten wir jetzt ein neues Zentrum für Klimawandel, um die Fachkenntnisse und Arbeitsbereiche zum Thema Klima in der Notenbank effizienter zusammenzuführen“, führte Lagarde aus.
„Der Klimawandel betrifft alle unsere Politikbereiche. Das Zentrum für Klimawandel bietet die Struktur, die wir brauchen, um das Problem mit der Dringlichkeit und Entschlossenheit anzugehen, die es verdient“, sagte Lagarde. Die neue Einheit soll aus etwa zehn Mitarbeitern bestehen, die mit bestehenden Teams in der gesamten EZB zusammenarbeiten sollen. Mauricio Vargas von Greenpeace lobte, Lagarde schlage die richtige Richtung ein. Er kritisierte aber zugleich, die geplanten Schritte reichten nicht aus. „Die EZB muss einen klaren Plan entwickeln wie sie aus der Klimakrise resultierende Investitionsrisiken wirkungsvoll vermeiden kann. Sie muss auch dafür Sorge tragen, dass ihre milliardenschweren geld-
sierung haben wir Instrumente bei der Hand, mit deren Hilfe wir unsere Sicherheit erhöhen können. Entsprechende Projekte bei der illwerke vkw nennt Germann dabei auch: „Smart Grids, sogenannte intelligente Netze, sind eine Chance, die Überwachung und Steuerung unseres Netzes auf eine höhere Ebene zu bringen. Intelligente Trafostationen oder das sogenannte DemandManagement sind BeSide- reiche, in denen vorarlberg netz intensiv forscht“, so Germann. Einhergehend mit der Digitalisierung wird es natürlich zunehmend wichtiger, den Bereich der Cybersecurity weiter zu stärken. „Bereits seit 2016 besteht in Österreich im Bereich der Energiewirtschaft ein Computer Emergency Response Team ,Austrian Energy Cert‘. Die seit 2012 bestehende Risikoanalyse nationalen im Rahmen der C yber-Sicherheit-Strategie wird regelmäßig überarbeitet, erweitert und verbessert“, so Helmut Mennel. politischen Portfolien sowie der Sicherheitenrahmen für Bankkredite in Einklang mit den EU-Beschlüssen zur Klimaneutralität stehen“, forderte Vargas. Zweiter Fonds startet Unterdessen gab die BIZ in Basel den Start eines zweiten Fonds bekannt, der in „grüne“ Wertpapiere investieren soll. Im Unterschied zu einem bereits bestehenden Fonds in Dollar soll der neue Fonds auf Euro lauten. Nach BIZ-Angaben werden über die beiden Fonds zunächst insgesamt etwa zwei Milliarden Dollar verwaltet. Es werde jedoch erwartet, dass das Volumen weiter deutlich wachse.
Ein zweiter Fonds soll in „grüne“ Wertpapiere investieren.
Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti Bilder: Russmedia-Archiv, Philipp Steurer, Blum, L oacker Recycling/ Nadine Loacker, i llwerke vkw, Marcel Hagen, FH Vorarlberg, Oliver Lerch, Weissengruber, Stadtwerke Feldkirch, Agenturbilder Anzeigen: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach
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„Eines unserer Ziele ist die ständige Erhöhung der Energieeffizienz“ Blum setzt auf Wasserkraft, Solar und Energieeinsparung. Mit einer zielstrebigen Umweltund Energiepolitik strebt der Beschlägehersteller Blum nach einem klimaneutralen Unternehmensfußabdruck bis 2025. Dazu setzt das Familienunternehmen auf einen breiten und stetig wachsenden Mix aus Maßnahmen. Einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen hat sich der Höchster Beschlägehersteller Blum als Ziel gesetzt. Dazu implementiert das Traditionsunternehmen, das seit 1952 besteht, kontinuierlich neue Technologien und geht mit seinen
Pascal Fitz Umweltund Energie beauftragter bei Blum
Wir setzen laufend Maßnahmen. Mithilfe des Energiemanagementsystems reduzieren wir den Energieverbrauch und Treibhausgase. Maßnahmen oft über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. Sinnvolles ökologisches Verhalten hat Blum als einen seiner Unternehmens-
grundsätze definiert, um die Umwelt für nachfolgende Generationen zu erhalten und langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Bei seinen Umweltmaßnahmen stellt Blum den gesamten ProduktLebenszyklus in den Mittelpunkt – von der Herstellung über den Vertrieb bis zur langen Verwendung der eigenen Produkte. Vier Ziele für Nachhaltigkeit „Unsere Maßnahmen der Umwelt- und Energiepolitik fassen wir unter vier Zielen zusammen: die Energieeffi zienz erhöhen, den Einsatz von fossilen Energieträgern reduzieren, die CO2-Emissionen verringern und die nicht vermeidbaren Emissionen kompensieren“, erklärt Pascal Fitz, Umwelt- und Energie beauftragter bei Blum. Um diese Ziele konkret umzusetzen, führte das Unternehmen 1997 das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 ein. Es erfasst laufend Maßnahmen in einem Umwelt programm und setzt sie um. Externe Audits sichern und überwachen ständig die Einhaltung und Wirksamkeit. Mithilfe des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 reduziert Blum seinen verbrauch und Treib Energie hausgase. Eine Vision für 2025 Das Ziel aller Maßnahmen ist es, bis 2025 in Österreich kli-
Seine Werke (hier Werk 8 in Dornbirn) baut Blum nach modernsten Umweltstandards. maneutral zu agieren. Dazu gründete das Traditionsunternehmen zusammen mit anderen Betrieben das Klimaneutralitätsbündnis 2025, dem heute 184 Unternehmen und Organisationen angehören. Gemeinsam entwickeln die Mitglieder konkrete Schritte, um aktiv einen Teil zur Lösung der weltweiten Klimaprobleme beizutragen. Seinen Katalog an Maßnahmen vergrößert Blum kontinuierlich. So wird in den Werken 75 Prozent der Abwärme der Kompressoren, die die Produktionsmaschinen mit Druckluft
versorgen, umweltschonend zum Beheizen der Hallen und der Büros verwendet. In den Werken 7 und 8 in Dornbirn setzt der Höchster Beschlägehersteller als Teil eines Fernwärmenetzes erstmals Biomasse als umweltfreundliche Energieform ein. Bei Wärme überschuss wird die Energie dem Fernwärmenetz wieder zugeführt, sodass andere Betriebe die Wärme nutzen können. Nachhaltige Energie einsetzen Seit Anfang 2018 bezieht Blum die gesamte benötigte Strom-
menge aus 100 Prozent zertifizierter österreichischer Wasserkraft. Diese Art der Stromerzeugung ist frei von direkten Emissionen. An vielen Standorten nutzt der Beschläge hersteller Photovoltaik- und Solaranlagen auf den Gebäudedächern. Doch schon bei der Planung und dem Bau seiner Gebäude treibt Blum seine Energiepolitik voran. Kompakte, mehrgeschoßige Bauweisen und umweltschonende Gebäudetechnik ermöglichen, den Energiebedarf beim Beheizen, Kühlen und Belüften möglichst gering zu halten.
Julius Blum GmbH Herstellung und Vertrieb von Möbelbeschlägen Produktionsstandorte: Acht Werke in Vorarlberg, weitere in USA, Brasilien und Polen Mitarbeiter: weltweit 8300, in Vorarlberg 6200 Umsatz im Wirtschaftsjahr 2019/2020: 1.907 Mill. Euro Auslandsumsatz: 97 Prozent Tochtergesellschaften bzw. Repräsentanzen: 32 Weltweite Märkte: über 120
Vorarlberg schöpft seine Energie aus erneuerbaren Quellen.
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Wasserkraft ist sauber, erneuerbar und in Vorarlberg reichlich vorhanden. Daher nutzt die illwerke vkw diese Energiequelle ebenso innovativ wie nachhaltig – ein unverzichtbarer Beitrag zu Vorarlbergs Energieautonomie und zur europäischen Energiewende.
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Wasserkraft: Das Rückgrat unserer Stromversorgung Die Zukunft der Stromversorgung muss auf erneuerbaren Energieträgern aufgebaut sein, darüber sind sich alle einig. Die Erneuerbaren stehen jedoch nicht immer zur Verfügung, wenn Strom benötigt wird. So wie alle erneuerbaren Energieträger ist auch die Wasserkraft natürlichen Schwankungen ausgesetzt. Vorarlberg hat hier aber mit seiner Hochgebirgslandschaft einen besonderen Vorteil. In den Speicherseen kann Wasser gespeichert und zur Stromerzeugung herangezogen werden, wenn der Bedarf da ist. Pumpspeicherkraftwerke können darüber hinaus die stark schwankenden Einspeisungen aus Photovoltaik und Wind ausgleichen. Somit bildet die Wasserkraft zweifelsfrei das Rückgrat einer erneuerbaren Stromversorgung der Zukunft. Nutzung seit 1906 In Feldkirch nutzt man bereits seit 1906 das Wasser der Ill zur Stromproduktion. Derzeit wird das historische Kraftwerk am Mühletorplatz fit für die Zukunft gemacht. Zwei von vier Turbinen sind bereits generalüberholt, die dritte Turbine befindet sich gerade in der Revision und die vierte Turbine bekommt in einigen Monaten ein neues, strömungsoptimiertes Turbinenlaufrad. Wasserkraftwerke werden grundsätzlich langle-
big ausgelegt, denn der Aufwand für Revisionen ist zumeist erheblich. Insbesondere Flusskraftwerke, wie sie in Feldkirch im Einsatz stehen, sind zunehmend den Naturgewalten ausgesetzt. Das 2003 errichtete Kraftwerk Hochwuhr musste bereits nach zwei Betriebsjahren ein massives Hochwasserereignis überstehen, wie es normalerweise nur alle 40 Jahre einmal vorkommt. Nachdem auch der härteste Beton dem Angriff von solchen Hochwasserereignissen auf Dauer nicht standhält, wird ein Teil der Wehranlage bei diesem Kraftwerk gerade mit einer Stahlpanzerung verkleidet. Adaptierungen am Illspitz Das jüngste Kraftwerk der Stadtwerke Feldkirch befindet sich am Illspitz. In den ersten Betriebsjahren hat man das durch Kraftwerksbetrieb und Renaturierungsmaßnahmen geänderte Fließverhalten der Ill kennengelernt, jetzt werden Adaptierungsarbeiten zur Optimierung des Betriebes durchgeführt. Energiespar-Engagement Auch bei der Einsparung elektrischer Energie engagieren sich die Stadtwerke Feldkirch seit Jahren erfolgreich. So wurde in Feldkirch durch die Einführung von LED der Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung bereits halbiert.
Nun folgt die nächste Innovation. Der richtige Zeitpunkt zum Einschalten der Beleuchtung ist wesentlich für den Energieverbrauch und die Sicherheit. Hier haben die Stadtwerke Feldkirch gemeinsam mit dem Mobilfunk anbieter Magenta Telekom eine innovative Smart Lightning Lösung entwickelt, die nun bei einigen Gemeinden im Rheintal zur Anwendung kommen wird. Durch exakte Messung der natürlichen Lichtverhältnisse vor Ort und durch ferngesteuerte Schaltbefehle wird die öffentliche Beleuchtung bedarfsgerecht ein- und ausgeschaltet. Via Internet oder über alternative Funktechnologien werden Messwerte und Signale überwacht und auf eine webbasierte Plattform übertragen, wo sie verwaltet, dargestellt und weiterverarbeitet werden können. Auf einfache Weise können Messwerte erfasst und Alarme bei Fehlfunktionen versendet und technische Anlage ferngesteuert werden. Die Fernüberwachung technischer Prozesse ist eine Kernkompetenz der Stadtwerke Feldkirch, die in den Wasserkraftanlagen ihre Wurzeln hat, die aber mehr und mehr für den gesamten kommunalen Bereich ihre Anwendung findet. Alle aktuellen Informationen unter www.stadtwerke-feldkirch.at
Der Steuerungsraum des Kraftwerks Feldkirch-Mühletorplatz.
Arbeiten an einem der beiden Tosbecken des Kraftwerks Hochwuhr.
Energiebilanz auf Knopfdruck Das Energiemanagement von Unternehmen hat sich durch die Digitalisierung grund legend geändert. Verschwenderische Prozesse lassen sich heute binnen Sekunden identifizieren und dank moderner Energiemanagementsysteme schnell beseitigen. Die Rudolf Ölz Meisterbäcker GmbH & Co KG, Vorarlberger Familienunternehmen und österreichischer Marktführer im Bereich Brot- und Backwaren, setzt in seiner Nachhaltigkeitsstrategie einen klaren Schwerpunkt bei den Themen Energie und Umwelt. Beim Backen werden naturgemäß hohe Temperaturen benötigt. Daher ist ein sorgfältiges Monitoring des Energieverbrauchs die Basis, um ökologisch sinnvolle Prozesse zu
realisieren und wettbewerbsfähig zu sein. Moderne Unternehmen wie der Meisterbäcker setzen zu diesem Zweck auf verlässliche Energiemanagementsysteme und verschaffen sich stets einen Überblick über den Ressourcenverbrauch in der gesamten Produktion, aber auch der Verwaltung des Betriebs. Überwachte Energieflüsse Ein Energiemanagementsys tem unterstützt die Verantwortlichen bei Ölz dabei, dieses Monitoring aktuell zu halten und zu visualisieren. Kurz: Alle Energieflüsse im Unternehmen werden rund um die Uhr überwacht. Im Falle von Ölz durch ein modernes System des größten Vorarlberger Energiedienstleisters illwerke vkw. „Wir entscheiden uns
nach Möglichkeit für regionales Angebot und Knowhow“, so Florian Rusch, bei Ölz der Verantwortliche für das Energiemanagement. Die Eigenentwicklung der illwerke vkw kam in einem ers ten Schritt an den internen Standorten des Energieversorgers zum Einsatz. „Wir haben rasch erkannt, dass wir mit der konsequenten Weiterentwicklung unserer Software einen klaren Nutzen für unsere Kunden stiften können, daher haben wir das Produkt unter Hochdruck optimiert und bieten nun mit dem vkw Energiecockpit seit Jahren ein konkurrenzfähiges Produkt an, das zahlreiche Kunden überzeugt hat“, so Produktmanagerin Anna Maierhofer. Überzeugt war auch die deutsche Feneberg Lebensmittel GmbH:
Mit modernen Energiemanagementsystemen lassen sich Verschwendungen rasch orten.
„Wir haben uns ein Jahr Zeit genommen, ein geeignetes Energiedatenerfassungssys tem zu finden“, berichtet Energiemanager Nico Fischer. „Unsere insgesamt 125 Verbrauchsstellen haben sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Über das vkw Energiecockpit schaffen wir es, alle Anforderungen zu erfüllen.“ Gewaltige Herausforderungen Der Druck auf und die Herausforderungen für ein Unternehmen sind in der heutigen Zeit und über alle Branchen nicht nur coronabedingt gewaltig. Ein hart umkämpfter Markt, gesetzliche Regelungen oder umweltrechtliche Vor gaben haben den wirtschaftlichen Spielraum für die Player entscheidend minimiert. Auf diesem Grat machen gerade Feinheiten den Unterschied. Eine Energiemanagementsoftware visualisiert alle Energieflüsse zu einem Zeitpunkt und in einem gewünschten Zeitraum. Negative Ausschläge werden umgehend erkannt. Moderne Systeme unterstützen die Unternehmen aber auch im sogenannten Reporting. Für gesetzliche Bestimmungen, gezielte Einsparungen oder die notwendige Dokumentation für Zertifizierungen werden genormte Berichte gefordert, die mithilfe dieser Systeme nach Belieben und vor allem auf Knopfdruck erstellt werden. So sinkt der Aufwand, um etwa bei Audits für ISO 50001 (Energiemanagementsystem) oder 14001 (Umweltmanagementsystem) erfolgreich zu bestehen.
Das Aluminium wird in Landshut weiterverarbeitet.
BMW schmilzt Alu mit Wüstensonne BMW kauft künftig für seine Motoren- und Karosseriebauteile Aluminium ein, das mit Sonnenstrom aus der arabischen Wüste geschmolzen wird. Das spare in den nächsten zehn Jahren 2,5 Millionen Tonnen CO2 und sei ein wichtiger Schritt, um die CO2-Emissionen im Lieferantennetzwerk bis dahin um 20 Prozent zu senken, sagte Einkaufsvorstand Andreas Wendt in München. Heuer 43.000 Tonnen Der Konzern Emirates Global Aluminium (EGA) soll BMW allein dieses Jahr 43.000 Tonnen Aluminium für einen dreistelligen Millionenbetrag liefern. Als erstes Unternehmen der
Welt setze EGA auch Solarstrom für die kommerzielle Produktion von Aluminium ein – zunächst nur für den Kunden BMW. Der Strom für die Aluschmelze komme aus einem Wüstensolarpark bei Dubai. Die Herstellung von Aluminium verbraucht sehr viel Energie, aber mit seinem geringen Gewicht soll es in E-Autos das hohe Gewicht der Batterien teilweise ausgleichen. Das mit Solarenergie hergestellte Aluminium wird in der Leichtmetallgießerei von BMW in Landshut zu Karosserie- und Antriebskomponenten weiterver arbeitet und deckt dort fast die Hälfte des Jahres bedarfs ab.
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Energiepolitik und Klimaschutz mit Hausverstand und Vorbildfunktion Unser exportstarker und mit Schlüsseltechnologien ausgestatteter Wirtschaftsstandort hat das Potenzial, gleichermaßen marktfähige wie klimafreundliche und energieeffiziente Prozesse, Produkte, Dienstleistungen und Konsummuster in die Welt zu tragen. Das schafft nicht nur regionale Wertschöpfung, sondern trägt auch wesentlich zur Eindämmung des Klimawandels und zum Schutz unserer Umwelt bei. „Die Wirtschaft ist Teil der Lösung und nicht des Problems“, stellt WKV-Präsident Hans Peter Metzler einleitend fest. In dieser Hinsicht ist Vorarlberg ein internationaler Vorreiter: Die regionalen Betriebe liegen bei Energieeffizienz, Umwelt- und Klimaschutz seit vielen Jahren im weltweiten Spitzenfeld. „Damit das so bleibt, müssen in Sachen Energiepolitik die Rahmenbedingungen passen und realistische Möglichkeiten ausgelotet werden. Im Rahmen des breit angelegten Strategieprozesses „Dis.Kurs Zukunft“ und einer im Sommer eigens eingerichteten Fokusgruppe zum Thema Nachhaltigkeit arbeiten wir gemeinsam mit den heimischen Unternehmen an diesen zentralen Zukunftsthemen – und legen konkrete Handlungsfelder fest“, sagt WKV-Präsident Hans Peter Metzler. „Nachhaltigkeit ist ein klares Zielthema unseres
Teil seine Produktion, hat das massive Folgen für den Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort.“ Eine fortschrittliche Energie- und Klimapolitik muss auf einem Best-PracticeAnsatz beruhen, auf Austausch und der Einstellung, alles zu tun, was auch hilft. Aber sie muss unter Berücksichtigung von Wettbewerbsfaktoren und globalen Entwicklungen betrieben werden.
In Vorarlberg wird eine Klimapolitik betrieben, die unter Einbindung der Wirtschaft und Bevölkerung erfolgt. ,Dis.Kurs Zukunft‘ und keine leere Phrase.“ Richtige Maßnahmen setzen Es ist noch nicht lange her, da galt das EU-Klimaschutzziel mit minus 40 Prozent bis ins Jahr 2030 bereits als sehr ambitioniert. „Statt eines solchen Wettlaufs um immer höhere Ziele – was für jene, die ohnehin schon sehr viel leisten, eine unverhältnismäßige Mehrbelastung darstellt – sollten die richtigen Maßnahmen im Fokus stehen“, führt der Präsident aus und nennt als Beispiel den technologieoffenen Zugang beim Ersatz fossiler Energie-
Hans Peter Metzler Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg
Eine fortschrittliche Energiepolitik in Vorarlberg muss auf einem Best-Practice-Ansatz beruhen. Es gilt, alles zu tun, was auch hilft. träger durch nicht fossile oder die verstärkte Investition in
Zukunftstechnologien. Zudem muss konsequent Energieeffizienz gesteigert und die Energieversorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit abgesichert werden. Bevölkerung einbinden Das gelingt mit einer Klimapolitik, die unter Einbindung der Bevölkerung und der Wirtschaft erfolgt, „aber nicht mit einer Top-Down-Klimapolitik, die wesentlich betroffene Stakeholder außen vor lässt.“ Eine solche habe wenig Aussicht auf Erfolg, weshalb man sich fragen müsste: „Was ist machbar und vor allem wie – und das unter Erhalt der Wett
ENERGIEPOLITIK UND KLIMASCHUTZ MIT HAUSVERSTAND UND VORBILDFUNKTION
www.diskurszukunft.at
bewerbsfähigkeit? Zu steile Vorlagen ohne konkrete A bfederungsmechanismen und F ahrpläne verstärken Abwanderungstendenzen in Länder, in denen die CO2-Kosten und Produktionsstandards niedriger sind. Damit ist niemandem geholfen. Es braucht Maßnahmen, um die Unternehmen an den Standorten zu halten. Die Industrie ist einer unserer wichtigsten Wohlstandsgaranten, aber als energieintensive Branche eben auch hauptbetroffen von den immer schwierigeren Rahmenbedingungen“, führt Metzler aus und warnt zugleich: „Verlagert auch nur ein
Gegen Überregulierung Keinesfalls darf sie durch regionale Überregulierung, zunehmende gesetzliche Eingriffe und Auflagen erschwert werden. „In einem gemeinsamen Schulterschluss mit LR Marco Tittler machen wir Vorarlberg zur Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften. Unser Standort hat eine sehr gute Ausgangslage dafür. Wir können zeigen, wie es auch ohne sture Reduktionswettläufe gehen könnte und ruhen uns dabei auch nicht auf den bisherigen Erfolgen aus. Aber zur Erinnerung: Der österreichische Anteil an den globalen Emissionen beträgt nur rund 0,2 Prozent – von diesem Globalanteil fallen in Vorarlberg lediglich 0,006 Prozent an, das sind knapp drei Prozent der österreichischen CO2Emissionen. Das muss man uns erst einmal nachmachen – und das meine ich wörtlich“, betont der Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
6 Energie für unser Leben
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Ein toller Job: „Elektrotechnik – so vielseitig kann die Technik sein“ Die Elektrotechnikingenieurin Julia Lechthaler und der Elektrotechnikingenieur Josef Gschnitzer geben einen Einblick in ihren abwechslungsreichen Berufsalltag. Neben der Vielseitigkeit schätzen sie besonders den familiären Umgang im Team. Nach einem Praxissemester bei der illwerke vkw im Rah men des Bachelorstudiums „Regenerative Energien und Energieeffizienz“ war für Julia Lechthaler klar, dass sie in der Elektrotechnik arbeiten möch te: „Ich durfte zwei Monate bei der Revision im Kopswerk II in Partenen dabei sein – das war wirklich eindrucksvoll“, erin nert sie sich. Nachdem Julia ihre Bachelorarbeit bei dem Energiedienstleister verfasst hatte, bekam sie ein Jobange bot und arbeitete in der Kraft werksüberwachung. Im Zuge der Masterarbeit wechselte sie dann in die Elektrotechnik. Josef Gschnitzer war schon während seiner schulischen Ausbildung an einer HTL für Elektrotechnik in den Som
Stellenangebote Derzeit sucht die illwerke vkw einige Elektrotech niker(innen) (Fachkräfte, Meister, Hochschulabsol venten, Berufserfahrene). Alle aktuellen Stellenange bote und weitere Informati onen zur illwerke vkw als Arbeitgeber und Ausbil dungsunternehmen finden Sie hier: illwerkevkw.jobs
merferien als Elektriker tätig. Nach seinem erfolgreichen Masterabschluss mit Schwer punkt Hochspannungstech nik führte ihn sein Weg zur illwerke vkw: „Nach meinem Studium stand für mich fest, dass ich in einem Energiever sorgungsunternehmen arbei ten möchte. Seit eineinhalb Jahren bin ich jetzt bei der ill werke vkw – die Arbeit gefällt mir sehr gut.“ Vielseitiges Aufgabengebiet „In der Elektrotechnik ist es wie in der Medizin – es gibt unterschiedliche Fachgebiete“, erzählen die beiden. Die Pri märtechnik umfasst alles von Umspannwerken über Hoch spannungsleitungen bis zu Transformatoren – sozusagen die Betriebsmittel, die für die Energieerzeugung und den Energietransport notwendig sind: „In diesem Bereich sind wir tätig – kümmern uns um die Planung, die Fertigung auf der Baustelle sowie die End prüfung und Dokumentation. Wir sind vor allem bei Wasser kraftprojekten involviert und auch mit vorarlbergnetz stets in Kontakt“, berichtet Josef. Bei der Sekundärtechnik steht die Steuerung, die Über tragung von Messwerten, aber auch die Überwachung der Leitungen im Vordergrund. „Mit einem Abschluss in Elek trotechnik ist es genauso möglich, im Bereich E-Mobili tät oder Photovoltaik zu arbei ten. Darüber hinaus sind bei der illwerke vkw auch Elektrofachkräfte und Lehr linge in den Kraftwerken, bei der technischen Instand
Julia Lechthaler: „Die Vielfältigkeit bedeutet beachtliche Herausforderungen, denn kein Kraftwerk ist wie das andere.“
Das Kopswerk II ist auf dem letzten Stand der Entwicklung. haltung oder in der Haustech nik tätig“, schildert Julia. Mit Spannung „Inbetriebnahmen sind be sondere Highlights“, so Josef. Denn im Vorfeld gibt es ei
niges zu organisieren – sei es welche Fachkräfte benötigt werden oder wie viel Zeit für die einzelnen Arbeiten einge plant werden muss. „Zu sehen, ob bei der Inbetriebnahme dann alles glatt läuft, gerade
e-mobility ready – E-Mobilität im Wohnbau schreitet voran Das Tolle an einem E-Auto ist ja unter anderem, dass man es bequem zu Hause laden kann. Vorausgesetzt, die entsprechende Ladeinfrastruktur steht zur Verfügung. Vorarlbergs Wohnbau rüstet sich jetzt für die Mobilitäts wende – im Neubau wie im Bestand. Wichtige Ladefrage. Im Alltag können E-Autofahrer das dichte Ladenetz von vkw vlotte nutzen. Dieses umfasst mehr als 600 Ladepunkte und laufend kommen neue hinzu: bei Supermärkten, Restau rants, Hotels, in Ortszentren und in Wander- und Skigebie ten. Immer wichtiger wird für E-Autofahrer aber die „Tank stelle daheim“. Im Einfamili enhaus ist die Installation von Ladestationen vergleichswei se einfach, doch auch Wohn anlagen lassen sich fit für Elektromobilität machen. Zukunftsinvestition. Das Thema rücke bei den hei mischen Bauträgern vermehrt in den Fokus, berichtet Mobili tätsexperte Stefan Hartmann von vkw vlotte: „Gemeinsam mit lokalen Wohnbauträgern haben wir inzwischen über 70 neue Wohnanlagen mit unserer Infrastrukturlösung ‚e-mobility ready‘ ausgestat tet.“ Ebenso würden Hausver walter vermehrt mit Anfragen von Wohnungseigentümern konfrontiert, die entweder die gesamte Tiefgarage für die elektromobile Zukunft rüsten
Josef Gschnitzer: „Von der technischen Umsetzung bis zur Abstimmung mit Projektpartnern – wichtig ist, alles im Blick zu haben.“ wenn man so lange auf diesen Tag hingearbeitet hat, ist im mer wieder spannend“, erzählt Julia. Es kommt doch ab und zu vor, dass bei Wasserkraft werken plötzlich unerwartete Störungsmeldungen auftre
ten. „Dann ist rasches Han deln gefragt. Wenn der Fehler nicht gleich behoben werden kann, führen wir eine Analyse durch, um den Auslöser zu identifizieren“, erklärt Josef Gschnitzer.
Die Vorgangsweise Schritt für Schritt zur eigenen Wallbox im Mehrfamilienhaus Schritt 1: Die Anschaffung einer gemeinsamen E-Ladeinfrastruk tur wird bei der Hausverwaltung beantragt. Diese nimmt das Anliegen auf die Tagesordnung der Eigentümerversammlung. Schritt 2: Bei der Eigentümerversammlung wird über die Umsetzung sowie Förderungen informiert. Ein Kostenplan wird erstellt. Schritt 3: In der Folge gibt es eine Abstimmung über die notwendigen Maßnahmen – dabei ist eine dreimonatige Einspruchsfrist zu beachten! Schritt 4: Im Falle einer positiven Beschlussfassung kann die Hausverwaltung die vkw vlotte mit der Umsetzung der Betrei berlösung beauftragen. Schritt 5: Nun kann die persönliche vlotte-Wallbox bestellt werden. Die Installation erfolgt in der Regel durch einen Elektroinstallateur.
Daten & Fakten Kontakt Mobilitätszentrale Die vkw Mobilitätszentrale informiert über allgemeine The men der Elektromobilität, von Ladestationen und Ladedauer über Reichweiten bis zu E-Automodellen sowie über aktuelle Fördermöglichkeiten und Elektromobilitätsprodukte. Kontakt über www.vlotte.at
Auch Wohnanlagen lassen sich fit für die Elektromobilität machen. oder zumindest eine Wallbox am eigenen Stellplatz instal lieren wollen. Gemeinschaftliche Entscheidung. Stefan Hartmann weiß, dass ein Nachrüsten der Ladeinfrastruktur in Mehrpar teienhäusern zwar mit einem gewissen Organisationsauf wand verbunden, aber durch aus möglich ist. Wichtig zu wissen: Bei der Tiefgarage einer Wohnanlage handelt es sich um Gemein schaftseigentum. Soll eine La delösung eingebaut werden, ist dafür ein Mehrheits beschluss der Eigentümer nötig. Erste Anlaufstelle war deshalb auch für Stefan Hart mann der Hausverwalter, der
das Anliegen auf die Tagesord nung der nächsten Eigen tümerversammlung setzte. Information ist (fast) alles. „Es empfiehlt sich, vorab Kon takt mit der Mobilitätszentrale aufzunehmen“, rät Stefan Hart mann all jenen, die Lademög lichkeiten in einer Wohnanla ge schaffen wollen. „Wir stehen jederzeit für ein Informations gespräch mit der Hausver waltung zur Verfügung und stellen die Unterlagen für eine rasche Entscheidungsfindung bereit.“ Je besser die Miteigen tümer informiert sind, umso positiver ist deren Einstellung zu der geplanten Investition. Recht auf Ladesäule. Dass Ladestationen von Nachbarn
blockiert werden können, soll bald der Vergangenheit ange hören. Das Justizministerium hat angekündigt, die recht liche Situation für Wohnungs eigentümer zu verbessern. Deutschland ist uns schon vo raus. Seit 1. Dezember haben dort Eigentümer und Mieter Anspruch darauf, eine Lade station zu installieren. Und im Neubau sowie bei der Reno vierung mit mehr als zehn Parkplätzen ist künftig jeder Stellplatz verpflichtend mit Leerrohren auszustatten. Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der Vorarlberger Nachrichten mit Unterstützung von illwerke vkw.
Gewusst wo – vlotte-App macht e-mobil Aufladen leicht gemacht: Die neue vlotte-App begleitet E-Au tofahrer auf all ihren Wegen – ob beim Einkaufen, auf Ausflü gen oder Reisen. Unter anderem verschafft die App einen Über blick über alle öffentlich zugänglichen Ladepunkte und findet auch gleich die nächste freie Ladestation. Kostenloser Download: Apple App Store (Link: https://apps. apple.com/at/app/vlotte-app/id1523451386, Google Play Store (Link:https://play.google.com/store/apps/details?id=com.cir rantic.vkw.vlotteapp&hl=de_AT) Elektromobilität online – Alles neu auf www.vlotte.at Seit November ist die neue vkw-vlotte-Homepage online. Auf der Informationsplattform wird das komplexe Thema Elektromobilität in all seinen Facetten verständlich erklärt. Und Interessierte finden alle wichtigen Infos zu E-Autos, Ladelösungen und öffentlichen Ladestationen. Im Service- bereich werden FAQs beantwortet und Probleme mit den Lade stationen können mit wenigen Klicks gemeldet werden. Auch die Bestellung von z. B. Wallboxen und Co. lässt sich jetzt ganz einfach online abwickeln.
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Für nachhaltige Logistik-Lösungen Das Familienunternehmen Loacker Recycling hat eine wichtige Funktion beim Sammeln und Aufbereiten der Wertstoffe aus der Region. Loacker übernimmt aber auch im Bereich Logistik Verantwortung für den Umwelt- und Klimaschutz. Der Recyclingexperte Loacker mit Stammsitz in Götzis setzt beim Sammeln, Sortieren und Aufbereiten von Wertstoffen seit jeher auf umweltgerechte und energieeffiziente Lö sungen. Aber auch bei den Transportwegen des Materials und der Fahrzeugflotte des Unternehmens stehen ökolo gische Gesichtspunkte stets Christoph Ortner Leiter Umwelt, Sicherheit und Qualität
Mit meinem Team suchen wir laufend nach neuen, guten und nachhaltigen Lösungen in den Bereichen Energie und Umwelt. im Vordergrund. Konsequent werden ressourcenschonende sowie nachhaltige Lösungen entsprechend dem neuesten Stand der Technik verfolgt. Wichtiges Thema Energie Ein Hauptanliegen ist dabei auch ein verantwortungs voller Umgang mit dem The
ma Energie und das Nützen von alternativen Energieträ gern. Regelmäßig beschäfti gen sich unterschiedliche Teams damit, prüfen bzw. su chen nach Einsparungsmög lichkeiten und setzen diese dann um. Ein Beispiel sind et wa großflächige Photovoltaik anlagen, die inzwischen auf den Hallendächern an mehre ren Standorten installiert wur den. Loacker Recycling steuert diesen Prozess im Rahmen eines integrierten Energiema nagementsystems nach ISO 50001 und ist dafür zertifi ziert. Die Bahn als Partner Mit einem eigenen Bahnan schluss am Standort Götzis verfügt Loacker Recycling über eine ideale Anbindung an das Schienennetz der ÖBB. Ziel ist es, die Wertstoffe für weitere Recyclingschritte möglichst per Bahn abzu transportieren. Verschiedene Maschinen und Anlagen in Götzis – wie etwa die Schrott schere oder die Metallshred deranlage – sind daher eigens auf eine direkte Beladung der Waggons ausgerichtet. Das spart Zeit, reduziert innerbe triebliche Aufwände und ver ringert den Energieeinsatz insgesamt, da keine zusätz lichen Materialmanipulati onen mehr notwendig sind. Aktuell liegt der Transportan teil per Bahn im Materialaus gang bereits bei über 42 Pro zent. Gerade bei längeren Distanzen erweist sich die Schiene als bessere und auch energieeffizientere Alterna tive, da das Transportvolumen pro Fahrt im Vergleich zum
Bereits zwölf nachhaltige und schadstoffarme Gas-Lkw sind bei Loacker Recycling im Einsatz. Lkw deutlich höher ist. Zusätz lich reduziert der Vorarlberger Entsorgungsspezialist damit CO2-Emissionen und schont so die Umwelt. Der Recyclingkreislauf Loacker Recycling verfügt au ßerdem bereits über zwölf gasbetriebene Lkw, darunter auch Spezialfahrzeuge wie et wa ein Speisereste-Lkw, sechs Hecklader für die kommunale Sammlung oder einen für die Kleidersammlung. Das Gas für diese Fahrzeuge stammt zum Großteil aus der eigenen Biogasanlage am Standort Lustenau und ist bei spielhaft für einen perfekten
Berufliche Entwicklungschancen im Energiesektor
Recyclingkreislauf: Aus dem gesammelten Bioabfall der Vorarlberger Haushalte wird komplett CO2-neutrales Bio gas erzeugt. Dieses steht an der Betriebstankstelle für das Betanken der Gas-Lkw zur Ver fügung. Zudem wird am selben Stand ort eine Energiezentrale be trieben: Zwei unter anderem mit Biogas gespeiste Gaskessel erzeugen Wärmeenergie. Die se liefert Loacker Recycling über das Nahwärmenetz Hard an die angeschlossenen Haus halte und Verbraucher der Nachbargemeinde. Seit einigen Jahren setzt Loa cker Recycling auch bei den
Das interdisziplinäre, viersemestrige Studienprogramm richtet sich an Berufstätige, die zusätzliche Entwicklungschancen suchen. Studiengangsleiter Norbert Menke erläutert: „Unsere Studierenden erwerben Kernkompetenzen für die Gestaltung einer nachhaltigen Energieversorgung von Unternehmen und Gesellschaft. Dieser Sektor entwickelt sich ausgesprochen dynamisch. Energie wird digitaler, smarter und erneuerbarer. Unser berufsbegleitendes Masterstudium bildet Fachkräfte aus, die diese Entwicklungen mitgestalten.“ Tätigkeitsfelder bieten die Bereiche Energiema-
nagement, regenerative Energien, Digitalisierung, Produktengineering, Elektromobilität sowie Forschung und Entwicklung. „Der fundamentale Wandel von Energietechnik und Energiemärkten berührt viele Unternehmen und verändert deren Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle nachhaltig. Diese Entwicklung fördert auch die Entstehung neuer Unternehmen – häufig mit digitalen Geschäftsmodellen im
Start-up-Umfeld sowie in traditionellen Konzernen, zum Beispiel der Automobilwirtschaft oder Energiewirtschaft“, so Menke. ANZEIGE
Information Master „Nachhaltige Energiesysteme“ Abschluss Master of Science in Engineering (MSc) Berufsbegleitendes Studium, 4 Semester (120 ECTS)
Die Unternehmensgruppe Die Loacker Recycling GmbH mit Stammsitz in Götzis ist ein dynamisch wachsendes Vorarlberger Entsorgungsun ternehmen mit einer rund 140-jährigen Familientradi tion. Sie ist das Mutterunter
nehmen der Loackergruppe, zu der über 40 Betriebsstätten in sechs Ländern gehören. Komplettes Spektrum Die Loacker-Recycling-Gruppe deckt das komplette Entsor gungsspektrum ab: vom Con tainerservice bis zur Aufberei tung und Vermarktung der Wertstoffe Eisenschrott, Nichteisenmetalle und sonsti ger Wertstoffe wie etwa Kunst stoff, Papier u. v. m. Neben diesen wichtigen Geschäfts feldern ist das Recyclingunter nehmen Loacker in den Bereichen Dienstleistungen sowie erneuerbare Energien aktiv.
Ein Studium für die Umwelt Klimafreundlich produzieren. Ressourcen effizient nutzen. Produkte entwickeln, die man wiederverwenden kann. Bei all diesen Dingen wird Technik für den Umweltschutz genutzt. Und es sind Dinge, die dazu beitragen, unsere Welt zu verändern.
Das Masterstudium „Nachhaltige Energiesysteme“ der FH Vorarlberg öffnet Türen zu neuen, innovativen Tätigkeitsfeldern.
Fahrzeugen der Entsorgungs berater im Außendienst auf alternative und ökologisch sinnvolle Lösungen. Sie bera ten Kunden bei der effizienten Wertstoffentsorgung und sind im ganzen Land mobil. Mit insgesamt elf Elektroautos sind diese nicht nur klimaneu tral, sondern auch sehr ge räuscharm unterwegs.
Wer nach einem Studium sucht, das Sinn stiftet und zu einer gefragten Expertin oder einem Experten im Bereich „Umwelttechnik“ und „Umweltmanagement“ ausbildet, ist an der FH Vorarlberg genau richtig. Ab Herbst 2021 wird hier der neue Bachelorstudiengang „Umwelt und Technik“ angeboten.* Das interdisziplinäre Studium kombiniert Studieninhalte aus Umwelttechnik und Umweltmanagement. Im Zentrum steht die Ressourceneffizienz von Produkten und Prozessen in Unternehmen. „Mit dem Studiengang ‚Umwelt und Technik‘ qualifizieren wir junge Menschen für vielfältige Aufgaben, die der Wandel zu mehr Klimaschutz in Wirtschaft und Gesellschaft mit
Norbert Menke Projektleiter
Um dem Klimawandel beizukommen, braucht es Bewusstsein, Veränderungswillen und Fachkräfte mit dem nötigen Know-how. sich bringt. Dazu zählen unter anderem Dinge wie die Planung, der Bau und der Betrieb von umwelttechnischen Anlagen oder der effiziente Einsatz von Rohstoffen, Materialien und Energie zur Herstellung von Produkten“, erklärt der Projektleiter Norbert Menke. Die Tätigkeitsfelder der zukünftigen Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs sind z. B. in den Bereichen Umwelttechnik, Ressourcenmanagement, Einfüh-
rung und Steuerung von betrieblichen Umweltmanagementsystemen sowie der Digitalisierung von Umweltmanagementprozessen. *Arbeitstitel; vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria; geplanter Studienstart im Wintersemester 2021 ANZEIGE
Information Abschluss Bachelor of Science in Engineering (BSc) Vollzeitstudium, 6 Semester (180 ECTS) • Hoher Praxisbezug, Projekte in Teams • Möglichkeit zum weltweiten Auslandssemester • Technische Labors mit hohem Standard, die auch für eigene Umweltprojekte der Studierenden geöffnet sind www.fhv.at/technik Infos und Beratung: Patrizia Rupprechter +43 5572 792-5802 technik@fhv.at
www.fhv.at/technik Infos und Beratung: Birgit Berger T +43 5572 792 5700 energie-master@fhv.at
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Zusammen stark für Elektromobilität Beim vom Interreg Europe geförderten Projekt E-MOB arbeiten Land Vorarlberg, illwerke vkw und FH Vorarlberg erfolgreich zusammen. Die Anzahl an Elektrofahrzeugen ist steigend. Das könnte zukünftig zu Engpässen bei Trafostationen bzw. ganz allgemein im Verteilnetz führen. Das Forschungszentrum Energie an der FH Vorarlberg sowie die regionalen Partner verfolgen mit dem internationalen Forschungsprojekt E-MOB das Ziel, eine volkswirtschaftlich tragbare Lösung zu finden. Die Elektromobilitätsstrategie des Landes Vorarlberg ist zentrales Element des Projektes. Markus Preißinger Leiter Forschungszentrum Energie, FH Vorarlberg
Wir ziehen alle an einem Strang. Das ist unser Erfolgsgeheimnis. Ohne regionale Partner und die Industrie gäbe es dieses Projekt nicht. Beim Projekt E-MOB handelt es sich um ein großes europäisches Forschungsprojekt zum Thema Elektromobilität. Die insgesamt neun Projektpartner aus acht europäischen Ländern möchten bei diesem Thema in erster Linie voneinander lernen. Wie machen es die anderen? Können wir aus
den Erfolgen, aber auch aus den Fehlern lernen? Das Ziel ist es, Maßnahmen für eine verbesserte Integration der Elektromobilität zu ent wickeln und diese mit politischen Entscheidungsträgern umzusetzen. „Ohne unsere regionalen Partner hier vor Ort und die Industrieunternehmen würde dieses Projekt nicht funktionieren. Wir ziehen alle an einem Strang, das ist das Erfolgs geheimnis“, berichtet der Projektleiter seitens der FH Vorarlberg und Leiter des Forschungszentrums Energie Markus Preißinger.
binden“, erklärt Preißinger. Fabian Vogel studiert im Master Nachhaltige Energiesysteme an der FH Vorarlberg und wird sich im 2. Semester im Rahmen dieses Forschungsprojekts mit Elektromobilitätskonzepten bei Bussen in Vorarlberg beschäftigen: „Uns Studierenden wird ermöglicht, an aktuellen und relevanten Forschungsprojekten mitzuwirken. Mit dem Wunsch, mich zukünftig für die nachhaltige Entwicklung der Region einzusetzen, stellt das E-MOB-Projekt die ideale praktische Ergänzung zum Studiengang dar.“
Von den anderen lernen Das Forschungszentrum Energie analysiert in diesem Projekt die komplexe Wechselwirkung zwischen einer hohen Anzahl an Elektrofahrzeugen und dem elektrischen Verteilnetz und bewertet dies für zukünftige Szenarien. Seit Anfang dieses Jahres sind erstmals auch Elektrobusse auf Vorarlbergs Straßen unterwegs. Vorarlberg kann hier aber durchaus noch viel von anderen europäischen Regionen lernen: Amiens in Nordfrankreich ist hier Vorreiter in Europa. Das öffentliche Verkehrsnetz von Amiens Metropole wurde mit 43 Elektrobussen elektrifiziert. „Wir sind über das Projekt E-MOB im internationalen Austausch mit Frankreich. Wir können hier viel von ihnen lernen. Die dort erarbeiteten Konzepte sind auch auf Vorarl berg übertragbar. Wir wollen jedoch nicht nur bekannte Konzepte bewerten und neue
Amiens als Partner Und weiter: „Ich freue mich sehr darauf mit Partnern wie Amiens zusammenzuarbeiten. Amiens ist für uns ein spannender Partner, da sie große Investitionen in die Infrastruktur getätigt haben – 43 neue Elektrobusse. Da stellt sich die Frage: Wie wird eine Überlastung der Stromver sorgungsnetze während des Ladens vermieden und was können wir in Vorarlberg daraus lernen? Für solche Probleme suchen wir Lö sungen. Ich freue mich sehr, Teil dieses Forschungsprojekts zu sein.“
Gemeinsam stark: Beim Forschungsprojekt E-MOB arbeiten das Land Vorarlberg, illwerke vkw und die FH Vorarlberg erfolgreich zusammen. Ideen entwickeln. Stattdessen wollen wir vielversprechende Ansätze direkt umsetzen – in der Region und mit der Region“, so Preißinger. Und genau hier spielt der Partner illwerke vkw eine große Rolle. Christian Eugster von der Abteilung VLOTTE bei der illwerke vkw erklärt: „Als Pionier der Elektromobilität in Österreich freuen wir uns, in Zusammenarbeit mit der FH Vorarlberg unser großes Know-how als Umsetzer in das Projekt einbringen zu können und auch von anderen Regionen in Europa lernen zu können.“
Das E-MOB Projekt ist klar darauf ausgerichtet, die Erkenntnisse in die strategischen Planungen der beteiligten Regionen einfließen zu lassen. In Vorarlberg ist dies „elektrisch mobil“, die Elektromobilitätsstrategie Vorarlbergs, die im Jahr 2020 auslief und seither überarbeitet wird. Das Forschungszentrum Energie arbeitet daher eng mit dem Land Vorarlberg zusammen. „Die Elektromobilität spielt im Rahmen der Erreichung der Ziele der Energie autonomie 2050 eine wichtige Rolle. Ziele, die nicht alleine auf den Schultern des Landes
Vorarlberg ruhen – sondern gerade im Zuge der Elektromobilitätsstrategie mit starken Partnern wie der illwerke vkw und der FH Vorarlberg vorangetrieben werden“, berichtet Christian Vögel aus dem Fachbereich Energie und Klimaschutz vom Land Vorarlberg über die erfolgreiche Zusammenarbeit. Studenten sind eingebunden Darüber hinaus sind auch die Fachkräfte von morgen bei diesem Projekt mit an Bord. „Wir möchten immer auch unsere Studierenden in die praxisnahe Forschung ein
Kontakt FH Vorarlberg Forschungszentrum Energie Prof. (FH) Dr.-Ing. Markus Preißinger + 43 5572 792-3801 markus.preissinger@fhv.at
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Freitag, 19. Februar 2021 Extra
Vorarlberg in der Vorreiterrolle Eine gute Idee ist das eine, an der Sache dranbleiben das andere. In Sachen Energiebilanz kann Vorarlberg mit gutem Gewissen und selbstbewusst behaupten, dass beides vorhanden ist.
Netz als Schlüsselelement.
Milliarden für den N etzausbau Der Deutsche Bundestag hat grünes Licht für den milliardenschweren Aus bau der Stromnetze gege ben. Das Parlament verab schiedete einen neuen Bundesbedarfsplan, der un ter anderem 35 neue Vorha ben enthält – etwa einen neuen Gleichstromkorri dor von Schleswig-Holstein ins Ruhrgebiet. Durch den Bau von Tausenden Kilo metern Leitung soll der vor allem im Norddeutschland produzierte Windstrom in industrielle Zentren und in den Süden der Republik kommen. „Der Netzausbau ist ein Schlüsselelement für eine erfolgreiche Energiewen de“, sagte der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Mit dem weiteren Ausbau der erneu erbaren Energien müsse auch der Netzausbau zügig vorankommen.
„Bis zur Pandemie hatte sich Vorarlberg wirtschaftlich sehr gut entwickelt. Das Bruttoregi onalprodukt wuchs seit 2005 um mehr als 50 Prozent, wir verzeichneten mehr als 35.000 neue Hauptwohnsitze, mehr als neue 25.000 Arbeitsplätze und der Produktionsindex stieg ebenfalls fast um 50 Pro zent.“ So der Vorarlberger Wirtschaftslandesrat Marco Tittler zu den VN. 2007 Start Visionsprozess Und Tittler weiter: „Gleichzei tig startete Vorarlberg bereits 2007 den Visionsprozess zur Energieautonomie und war mit diesem Engagement der Zeit voraus. Durch diesen frü hen Start und den konse quenten Einsatz können wir trotz des skizzierten Wachs tums, welches zwangsläufig ei
Landesrat Marco Tittler.
nen höheren Bedarf in vielen Bereichen mit sich bringt, auf eine erfolgreiche Energiebilanz verweisen. So hat beispielswei se der Energiebedarf in der In dustrie seit 2005 nur um 15 Prozent zugenommen. Die Treibhausgasemissionen nach Klimaschutzgesetz betrugen 2018 rund 329 Kilotonnen ge genüber 312 Kilotonnen im Jahr 2005. Das entspricht nur einer Zunahme von rund sechs Prozent. Angesichts der dyna mischen wirtschaftlichen Ent wicklung war der Anstieg der Treibhausgase deutlich unter proportional. Auch die Ener gieintensität der Vorarlberger Wirtschaft, ausgedrückt als Energieverbrauch pro Brutto regionalprodukt, nahm im Zeitraum 2005 bis 2018 von rund 800 kWh pro 1000 Euro auf rund 500 kWh um rund 38 Prozent ab. Somit produziert die Vorarlberger Wirtschaft heute um über ein Drittel effi zienter als noch 2005.“ Erfolgreiche Projekte Solche Ergebnisse zeigen, wie stark sich Vorarlbergs Wirt schaft in diesen Bereichen en gagiert und einbringt. Das zeigt sich auch an der regen Teilnahme an Projekten und Netzwerken. Im Bereich In dustrie läuft derzeit bereits das 4. Energieeffizienz Netz werk, welches inzwischen 50 Großunternehmen in Vorarl berg umfasst. Über 100 Unter nehmen nehmen am „Klima neutralitätsbündnis“ teil. Mit dem Umweltprogramm „ÖKO PROFIT“, das die Landesregie rung seit rund 25 Jahren er folgreich betreibt, optimieren aktuell rund 180 zertifizierte
Vorarlbergs Wirtschaft produziert heute um ein Drittel effizienter als 2005. Betriebe ihre Ressourcen und lukrieren dabei vielfach auch wirtschaftliche Vorteile. Diese Netzwerke und Pro gramme helfen dabei Ziel setzungen konsequent zu verfolgen, Maßnahmen um zusetzen sowie von- und mit einander zu lernen. Dadurch haben sich viele kleine und große Betriebe aus verschie densten Branchen zu regel
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rechten Umweltpionieren ent wickelt und sind besonders engagiert im Energiebereich. „Die Koppelung der europä ischen Wirtschaftshilfen an den Green Deal der EU zeigen, in welche Richtung der Trend geht. Vorarlberg ist hier be reits seit Jahren voraus ge gangen, hat großes Potenzial und ist eine Vorzeigeregion für nachhaltiges Wirtschaften.
Dies ist nicht nur eine Chance für die einzelnen Unter nehmen, sondern auch für den Standort. Eine intakte Umwelt und eine erfolgreiche Wirtschaft müssen neben einander bestehen und sich entwickeln können, um diese hohe Lebensqualität am Standort Vorarlberg halten zu können“, so Marco Tittler abschließend.
Freitag, 19. Februar 2021 Anzeigen
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„Wer eine freie Dachfläche hat, sollte n zen“ sie auf alle Fälle nut Vorarlbergs PhotovoltaikMarktführer Hansesun ist Spezialist für nachhaltige Stromerzeugung. Zufriedene Kunden geben Einblicke, wie ihnen die Sonne beim Energie- und Geldsparen hilft. Sonnenstrom liegt voll im Trend und ist so günstig wie noch nie. Daher rät HansesunMarketingleiter Andreas Müller, besser heute als morgen zu investieren: „Wer jetzt ansucht, spart sich bis zu einem Viertel der Kosten – Unternehmen sogar noch mehr.“ Service von A bis Z „Durch unsere PhotovoltaikAnlage können wir nachhaltig Energiekosten sparen. Das ist wirklich eine Investition in die Zukunft“, freut sich Christine Kuperion, die gemeinsam mit ihrem Mann Helmut in Lustenau lebt. Vor etwa zwei Jahren beschlossen die beiden, auf Sonnenstrom umzusteigen und auf dem Dach ihres Hauses eine PV-Anlage zu installieren. Mit Hansesun fand das Ehepaar den idealen Partner: „Von der Förderung bis zu den berechneten Werten: Alles hat wie ausgemacht von A bis Z funktioniert!“
Die Montage der 20 Module fand im Oktober 2019 statt. Um Energie speichern zu können, wurde das System kurz darauf durch einen Stromspeicher ergänzt. Die Photovoltaik-Anlage wird zur Stromerzeugung und Warmwasseraufbereitung genutzt. „Damit konnten wir unsere Energiekosten von 100 auf 35 Euro im Monat reduzieren. Natürlich benötigen wir im Winter mehr Strom, aber am Ende des Jahres geht die Rechnung auf“, ist Christine Kuperion überzeugt.
Christine Kuperion Kundin von Hansesun
„Von der Förderung bis zu den berechneten Werten: Alles hat wie ausgemacht von A bis Z funktioniert!“ Perfekte Abwicklung Das Getränkeservice-Unternehmen Dallmayr setzt ebenfalls auf eine Photovoltaik-
Anlage von Hansesun. Für Betriebsleiter Stefan Schweiger war die Zusammenarbeit vom Beginn bis zur Fertigstellung sehr lobenswert. „Dallmayr setzt auf den ‚grünen Weg‘. Daher war es uns ein Anliegen, auf unserem freien Flachdach eine größtmögliche Photovoltaik-Anlage zu errichten und erneuerbare Energie zu nutzen.“ 1.000 Quadratmeter wurden es am Ende. 150.000 Kilowattstunden werden damit jährlich erzeugt. Was nicht selbst verbraucht wird, speist Dallmayr zurück ins Netz. Damit lassen sich die Nächte und der Winter perfekt überbrücken und sogar ein Überschuss erzielen. „Die Investition hat sich ausgezahlt. Wer eine freie Dachfläche hat, sollte sie auf alle Fälle nutzen“, rät Schweiger. Planung und Errichtung waren bei Hansesun in besten Händen, wie der Betriebsleiter betont. „Die selbstständige Abwicklung mit den Behörden und Förderstellen, der Statik und Elektrik war eine enorme Hilfe. Der Aufwand für Betriebe sollte so gering wie möglich gehalten werden – und das hat Hansesun perfekt gelöst.“ Stefan Sch iger Schwe Betriebsleiter Dallmayr Frastanz
„Die Investition hat sich ausgezahlt. Wer eine freie Dachfläche hat, sollte sie auf alle Fälle nutzen“,
Christine Kuperion und ihr Mann Helmut sparen sich mit der Photovoltaik-Anlage von Hansesun rund 65 Euro im Monat.
Ein klares „Sehr gut“ Die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage stand bei Christine Gander aus Mäder schon länger auf der Agenda. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Peter Watzdorf besuchte sie Messen, informierte sich im Internet und unter-
Dallmayr setzt seit Jahren auf den „grünen Weg“ und seit 2018 auch auf eine 1.000 Quadratmeter Fotos: Hansesun. Fotograf: Bernd Hofmeister. große PV-Anlage von Hansesun. hielt sich mit Freunden. „Bei der Suche sind wir immer wieder auf Hansesun gestoßen. Die kompetenten Mitarbeiter haben sich um alle Bewilligungen und Förderansuchen gekümmert. Wenn wir eine Note vergeben müssten, wäre das ein Sehr gut.“ Die am Dach ihres Einfamilienhauses in Mäder installierte Photovoltaik-Anlage liefert jährlich rund 12.000 Kilowattstunden. Knapp zwei Drittel davon verbrauchen sie selbst. „Obwohl wir im Winter circa 3.000 Kilowattstunden zukaufen müssen, bleibt am Ende des Jahres ein Überschuss. Es ist einfach cool zu sehen, wie die Anlage Strom erzeugt und wir damit weniger Ressourcen verbrauchen und CO2-Emissionen einsparen. Beinahe fünf Tonnen CO2 waren es allein im Vorjahr“, freut sich Christine Gander. Um die PV-Anlage optimal zu nutzen, entschieden sich die beiden noch für einen Stromspeicher. „Diese Lösung können wir allen empfehlen, die Wert auf Umweltschutz und eine enkeltaugliche Zukunft legen“, rät sie. ANZEIGE
Um ihre PV-Anlage optimal zu nutzen, entschied sich Christine Gander noch für einen Stromspeicher.
Hansesun-Gruppe Gründung: 2014 Mitarbeiter: 60, davon 30 in Vorarlberg Firmensitz: Röthis (Vorarlberg) Niederlassungen in Tirol, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz Installierte Photovoltaik-Anlagen: über 1200 Installierte Stromspeicher: über 700 Stromerzeugung: 20 Gigawattstunden pro Jahr
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* PV-Rate bis Ende Laufzeit. Ratenzahlung sind fixiert und werden nicht indexiert. vkw PV-Rate auf 50 Anlagen limitiert. ** 250 €/kWp erhält der Kunde nach Inbetriebnahme. Förderabwicklung übernimmt vkw. *** Bezieher der vkw Ökostrom profitieren derzeit zusätzlich von einer vkw Photovoltaik Förderung. Quelle: vkw.at 10.02.2021
Hansesun Austria GmbH photovoltaik Interpark Focus 21, 6832 Röthis zentrum T 05523 56015-0, www.hansesun.at vorarlberg