Energie und Umwelt
Bild: illwerke vkw AG/Patrick Saely
31. Oktober 2020
Rodundwerk I Mehr Sicherheit durch GroĂ&#x;investition
Vorreiterrolle Vorarlberg wird zur Modellregion
Umweltpioniere Nachhaltigkeit liegt Vorarlbergern im Blut
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Samstag, 31. Oktober 2020 Extra
Vorarlberg hat eine Vorreiterrolle Vorarlberg bleibt in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz Vorreiter. Das verdanken wir vor allem auch den starken und freiwilligen Bemühungen der heimischen Wirtschaft. Die Wirtschaft kann den Klimawandel vor allem des halb meistern, weil bereits früh erkannt wurde, dass Kreativität, Kompetenz und Innovation, Forschung und Entwicklung, Netzwerkpflege und das Mitwirken bei der Ge staltung von Rahmenbedin gungen der Schlüssel zum Er folg sind. Dazu kommt die Tatsache, dass die Wirtschafts kammer das Thema Nachhal tigkeit nicht nur als Trend be trachtet, sondern ständig an allen möglichen Stellschrau ben justiert. Energieintensität verbessert Vor allem aber die heimische Wirtschaft ist in Sachen Ener gieeffizienz und Treibhaus gasausstoß seit vielen Jahren bemüht. „So nahm der Pro duktionsindex der Wirtschaft
Hans Peter Metzler Präsident der WKV
Vorarlberg soll eine international ange sehene Modellregion für nachhaltige Ent wicklung und Energieeffizienz werden. um 45 Prozent zu und das Bruttoregionalprodukt stieg um 64,3 Prozent. Demgegen über steht eine Zunahme am Endenergieverbrauch von 2,7 Prozent im selben Zeitraum“, betont Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschafts kammer Vorarlberg. Der Energieverbrauch ist bei gleichzeitigem Bevölkerungsund Wirtschaftswachstum a lso kaum gestiegen und konnte in Bezug auf die Wirtschafts
Die Unternehmen erlangen überregionale Strahlkraft.
leistung sogar deutlich gesenkt werden. Denn die E nergieintensität der heimischen Wirtschaft – also der Energieverbrauch pro Brut toregionalprodukt – wurde um rund 40 Prozent verbessert. Dazu kommt, dass durch den Ausbau erneuerbarer Energie träger und das nur gering fügige Wachstum des Energie verbrauchs die energie bedingten CO2-Emissionen um 5,5 Prozent gesunken sind. „Es zeigt sich einmal mehr, dass der Weg der Vorarlberger Wirt schaft mit den großteils frei willigen Maßnahmen der rich tige ist. Der nachhaltige, ver antwortungsvolle und effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen wurde schon lange als zentraler Standortund Wettbewerbsfaktor er kannt“, stellt Metzler klar. Keine Überregulierung Eine fortschrittliche Energie politik kann aber nicht ohne Berücksichtigung von Wett bewerbsfaktoren und globa len Entwicklungen betrieben werden. Und sie darf auch keinesfalls durch Überregulierung, zu nehmende gesetzliche Ein griffe und Auflagen erschwert werden. Immer wieder wer den Abgaben und Steuern auf Treibhausgase gefordert, die den vermeintlich effizientes ten Weg zur Reduktion des Ausstoßes darstellen. Die „Modellregion Vorarlberg“ zeigt, wie es auch ohne zusätz liche bürokratische Hürden ge hen könnte und ruht sich auch hier nicht auf den bisher er zielten Erfolgen aus. Unter konsequenten Bemühungen auf meist freiwilliger Basis
Vorarlbergs Unternehmer zeigen vor, dass man ökologisch und ökonomisch erfolgreich sein kann. eisten die heimischen Be l triebe mit kreativen und inno vativen Ansätzen sehr viel. Vorarlberg kann heute vor zeigen, dass man ökologisch und ökonomisch erfolgreich sein kann. „Beispielgebende WKV“ Die Wirtschaftskammer Vorarl berg unterstützt und begleitet etwa Ökoprofit seit vielen Jah ren als Träger, ist maßgeblich an der Entwicklung des Nach haltigkeitsmoduls ÖKOPROFIT Plus beteiligt und selbst zertifi ziert. „Wir können mit gutem Beispiel vorangehen und hin terfragen, was wir selber noch
an unseren Standorten verbes sern können“, sagt der WKVPräsident. Auf dem großen Dach am WIFI-Standort in Dornbirn wurde nun eine Pho tovoltaik-anlage in Betrieb ge nommen, die in Zusammenar beit mit der illwerke vkw im Rahmen eines Contractings re alisiert wurde. Auf einer Fläche von über 400 Quadratmetern sollen 244 Photovoltaikmodule mit einer Gesamtleistung von rund 81 „Kilowatt-Peak“ für einen jährlichen Ertrag von etwa 81.000 Kilowattstunden sorgen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 17 Haushalten.
„Dreh- und Angelpunkt in un seren Bemühungen bleibt die Vision: Vorarlberg soll eine in ternational angesehene Mo dellregion für nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz und Energieeffizienz werden und seine wirtschaftliche In novationskraft für enkeltaug liche Lösungen nutzen. Dazu braucht es eine Positionie rung, die mit der umfas senden Kommunikation der Themen forciert werden muss. Das gelingt dann, wenn die Leistungen unserer Unterneh men sichtbar sind und so überregionale Strahlkraft er langen“, führt Metzler aus.
Ergebnis einer europaweiten Studie: Pandemie befeuert den Klimaschutz Europaweite Studie – 86 Prozent fordern mehr Maßnahmen für die Umwelt.
Prozent finden, dass die Wirt schaft jetzt Priorität haben sollte und der Umweltschutz nur eine untergeordnete Rolle spielt – ein klares Bekenntnis.
Die große Mehrheit der euro päischen Bevölkerung ist der Meinung, dass Umweltschutz und Recycling wichtiger denn je sind. Mehr als 91 Prozent haben in einer europaweiten Studie der Initiative „Every Can Counts“ angegeben, dass sie gerne mehr tun würden,
Ziel: 100 Prozent Recyclingrate Seit 2009 engagiert sich Every Can Counts, um das Bewusst sein für richtiges Recycling von Getränkedosen zu erhö hen und somit dem Ziel einer 100-Prozent-Recyclingrate al ler in Europa konsumierten Dosen näherzukommen. 2017 betrug die europaweite Recy clingrate 74,5 Prozent, 90 Pro zent aller Befragten finden das noch nicht ausreichend.
Das Bewusstsein für Recycling in der Bevölkerung steigt und Corona hat die Entwick lung beschleunigt. David Van Heuverswyn Direktor Every Can Counts Europe
um einen Beitrag zu leisten. Die Studie wurde in 14 europä ischen Ländern vom Markt forschungsinstitut Lucid durchgeführt. Nachhaltige Veränderung Viele haben vorhergesagt, dass die Coronavirus-Pande mie unsere Welt nachhaltig verändern wird. Die vor Kurzem durchgeführte Studie von Every Can Counts – hier zulande ist die Initiative unter dem Namen „Jede Dose zählt“ bekannt – ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das ins besondere für Umwelt- und Klimaschutz zutrifft. „Die Ergebnisse zeigen, dass das Bewusstsein für Recycling
Die Aluminiumdose ist die am häufigsten recycelte Getränkeverpackung der Welt. in der Bevölkerung steigt und Corona diese Entwicklung zusätzlich befeuert hat. Die Menschen in Europa erken nen, wie ernst die Lage ist und wollen mehr Möglichkeiten, um e inen Beitrag zur Kreis laufwirtschaft zu leisten“, er klärt David Van Heuverswyn, Director von Every Can Counts Europe. Die Initiative hat das Ziel, das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Getränke dosenrecycling nachhaltig zu stärken und über die positiven Eigenschaften von Recycling zu informieren. Obwohl sich viele Länder aktuell in einer wirtschaft lichen Notlage befinden, ga ben 52 Prozent der Befragten
Die Menschen in Europa erkennen, wie ernst die Lage ist und wollen Möglichkeiten für eine Kreislaufwirtschaft. David Van Heuverswyn Direktor Every Can Counts Europe
an, dass die Wirtschaft den noch nicht über den Umwelt schutz gestellt werden sollte. Zwei von drei sehen Recycling gar als Verpflichtung, die für alle gelten sollte, und finden, dass man sich mit den Proble men in diesem Zusammen
hang endlich befassen sollte. Mehr als zwei Drittel der Studienteilnehmer(innen) ge ben an, ihre Getränkedosen immer oder meistens zu recy celn – nicht umsonst ist die Aluminiumdose die am häu figsten recycelte Getränke verpackung der Welt. Österreich im Schnitt Sieht man sich die Zahlen für Österreich an, so decken sich diese ziemlich exakt mit dem europäischen Durchschnitt. Etwas mehr als die Hälfte, nämlich 52 Prozent, haben in den vergangenen Monaten mehr Verpackungen in die Re cyclingtonne geworfen als noch vor Corona. Und nur 38
Fast 14.000 Befragte Bei der Studie wurden insge samt 13.793 Personen ab 16 Jahren in 14 Ländern (Belgien, Serbien, Österreich, Ungarn, Griechenland, Rumänien, Polen, Tschechien, Irland, Niederlande, Großbritannien, Spanien, Italien, Frankreich) befragt.
David Van Heuverswyn.
„Neue Stromautobahn“.
Mittelachse ist in Betrieb Nach fünf Jahren Bauzeit ist die Höchstspannungslei tung Mittelachse zwischen Dänemark und Hamburg in Betrieb genommen wor den. Mit der neuen Leitung könne im Vergleich zu früher das Siebenfache an grünem Strom für Nord deutschland, Dänemark und Europa transportiert werde, sagte Tennet-Ge schäftsführer Tim Meyer jürgens beim symbolischen Knopfdruck im Umspann werk Handewitt bei Flens burg. Schleswig-Holsteins Ener giewendeminister Philipp Albrecht (Grüne) betonte, die moderne und leistungs starke Stromautobahn Mit telachse sei ein zentraler Baustein für die Energie wende. „Mit ihr können neue Rekordmengen er neuerbarer Energien durch unsere Netze transportiert werden. Nach Angaben des Ministers sorgt sie dafür, dass künftig weniger Wind kraftanlagen abgeregelt werden müssen.
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Flächenschonend und nachhaltig Höchst, Österreich, Oktober 2020: Die Ressource Fläche ist in Vorarlberg ein hohes und vor allem begrenztes Gut. Um den Flächenverbrauch möglichst gering zu halten und den vorhandenen Raum effizient zu nutzen, setzt der Beschlägehersteller Blum auf eine mehrgeschossige Bauweise. Diese ist mit vielen Mehraufwänden, aber auch Vorteilen verbunden. Verdichtetes Bauen Bei der Erweiterung seines Werks 4 in Bregenz setzt der Beschlägehersteller Blum erneut auf verdichtetes Bauen. Der neue Gebäudeteil hat in den Hauptflächen bis zu fünf Geschoße, in Nebenflächen bis zu neun – Tiefgarage inbegriffen. Dahinter steckt ein ausgereiftes bauliches Konzept, wie Christoph Sohm, Leiter des Bau- und Infrastrukturmanagements bei Blum, erklärt: „Wir nutzen die Fläche ideal:
Christoph Sohm, Leiter Baumanagement bei Blum.
Wir nutzen die Fläche ideal und sind überzeugt, dass sich der Mehrauf wand langfristig aus zahlen wird. Christoph Sohm Leiter Baumanagement
Auf knapp 14.000 m² bebautem Grund, etwa zwei Fußballfelder groß, schaffen wir über 49.000 m² Nutzfläche, was sieben Fußballfeldern entspricht.“ Eingeschoßige Gebäude mögen einfacher zu planen und günstiger umzusetzen sein, so der Experte, er ergänzt aber: „Wir sind überzeugt, dass sich der Mehraufwand des mehrgeschoßigen Bauens langfristig auszahlt.“ Lohnende Aufwände Schon in die Planung des Bauprojektes fließt dabei mehr Anstrengung, die statischen Herausforderungen eines hohen, mehrstöckigen Gebäudes zu lösen. Die Verbindung der Infrastruktur aus Haustechnik, Elektrotechnik und der Förderanlagen im Gebäude ist komplexer und erfordert eine kluge strukturelle Planung. „Wir können dadurch unsere Hochregallager besser an die Produktion anschließen. Rohstoffe und Halbteile kommen so schneller und effizienter an den Ort, an dem wir sie ver arbeiten“, erklärt Sohm. Kürzere Logistikwege Die Logistikwege im Gebäude sind durch diese kompakte Bauweise kürzer, effizienter
Mit einem mehrgeschoßigen, kompakten Bau erweitert Blum sein Werk in Bregenz. und sparen Energie. Vor dem Bau steht jedoch eine intensive und speziell an den Standort angepasste Bodenverbesserung an. Der Blum-Experte sagt: „Die Verhältnisse in Vorarlberg sind sehr unterschiedlich und herausfordernd. Von gut tragendem Grund aus Kies über sehr wasserreichen Boden fast ohne tragende Schichten finden wir an unseren Standorten alles vor. Die Bodenverbesserung
ist da vor allem bei mehrgeschoßigen Gebäuden aufwendig, aber essenziell.“ Daher prüft Blum die geologischen Beschaffenheiten intensiv und passt die Baumaßnahmen individuell an. Auf lange Sicht geplant Die mit diesem Baukonzept verbundenen Mühen zahlen sich letztlich aus, ist sich Blum sicher. Neben der Flächenschonung entstehen zwei
eitere positive ökologische w Effekte: „Erstens erhalten wir
Wir glauben an unseren Standort Vorarlberg und planen auf lange Zeit mit positiven ökologischen Effekten voraus. Christoph Sohm Leiter Baumanagement
so sehr energieeffiziente Gebäude. Die vergleichsweise geringeren Außenflächen geben weniger Wärme ab und die Energieströme im Gebäude sind kürzer und verlustfreier“, so Christoph Sohm. Außerdem entstehe so ein kompakter, witterungsbeständiger Bau mit einer hohen Haltbarkeit, fügt er hinzu. „Wir glauben an unseren Standort Vorarlberg und planen daher auf lange Zeit.“
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Rodundwerk I – neuer Anschluss Rodundwerk I bringt mehr Zukunftssicherheit
Das Rodundwerk I der illwerke vkw AG wird über ein neues, unterirdisches Wassersystem n der erstenan Jahreshälfte 2023Latschau und die Speicher tpunkt wirdRodund auch eineangebunden. Entleerung Die illen. Die Erschließung desinvestiert Stolwerke vkw 68 Mill. Hilfe einerEuro Tunnelbohrmaschiam Standort Montafon.
Druckstollen rd. 300 m Einlaufbauwerk
Druckschacht Steilstrecke 36°, rd. 470 m
llens treiben die Mineure mittels gelöste Felsmaterial Beinaheabtransporversteckt in den erhält, wird der Druckschacht eines altehrUntergeschoßen
würdigen Gebäudes sind die vier Maschinen des Rodundwerks über I der illwerke vkw AG rschüsse werden Stahlseilituiert. Seit der Anschluss swird der Raum zwi-ErstinbetriebnahmeVerbund vor rund für den optimalen zwi- 80 Jahren b etreibt Vorarlberger ahlleitung innen sind dieder Arbeiten Energied ienstl eister das Pumpspeicherwasserkraftwerk in usammengebaut undVandans. dann mit Das Werk ist Teil der Kraftrrichtet. werksgruppe Obere Ill-Lünersee und liefert wertvolle Spitzen- und Regelenergie für das europäische Verbundnetz. Die Kraftwerksanlage besteht aus dem Staubecken Latschau I, das mit dem Staubecken Herstellung Latschau Leitungstrasse II gemeinsam betrieEinbau Leitung ben wird. Ein Einlaufbauwerk im Becken und ein Druck2023 schacht mit anschließender bilden die Q2 Q3 Verteilrohrleitung Q4 Oberwasserführung. HerzBeton stück der Anlage sind die vier horizontal ausgerichteten Beton Maschinensätze mit einer Leistung von 198 Megawatt im Turbinen- und 41 Megawatt im Pumpbetrieb. Die Unterwasserführung mündet in das Pumpspeicherbecken Rodund ndung ans I. Dieses wird mit den Becken twerk Rodund II und III betrieben.
Becken Latschau 1000 müA
Druckschacht Flachstrecke, rd. 120 m
Zufahrt Latschau Zugangsstollen Latschau, rd. 320 m
Zugangsstollen Rodund, rd. 100 m
Zufahrt Rodund
Alter Druckschacht In Betrieb bis 2023
Rodundwerk I Krafthaus izm Verteilrohrleitung 5 Stichleitungen
Becken I
Rodundwerk II
Becken II 650 müA
650 müA
etriebnahme
ng
Am Ende der Betriebszeit Der seit den 1940er-Jahren bestehende Druckschacht sowie die in den sechziger Jahren errichtete Verteilrohrleitung des Rodundwerks I werden derzeit im Zuge eines 68-MillionenEuro-Projekts erneuert. Die Bauarbeiten laufen seit Mai und dauern bis 2023. In den letzten Wochen seit dem Baustart im Mai ist auf der Baustelle bereits einiges vorangegangen. Bis Mitte August wurde im Bereich Rodund eine Tunnelbohrmaschine aufgebaut und in guter alter Bergmannstradition beim ersten Andrehen getauft. Das Wunderwerk der Technik erhielt von Kindern der Ferienbetreuung der illRodundwerk I, Maschinensätze werke vkw den Namen „Serafina“ und versah bereits verlässlich seine ersten Dienste. Nach der Fertigstellung eines Zugangsstollens in Vandans ist die Tunnelbohrmaschine „aus
Der Kraftabstieg (Übersicht). dem Stollen zurückgeschrit- wurden Löcher gebohrt, die Rohr mit Beton vergossen. gen dafür, dass die umweltZementinjektionen mit ho- freundlichen Wasserkraftten“ und hat nachfolgend Sprengmittel eingesetzt und auch die untere Flachstrecke gezündet und im Anschluss hem Druck sorgen in einem werke noch lange in Betrieb das gelöste Material abtrans- weiteren Arbeitsschritt für den des Druckstollens gefräst. Technische Informationen optimalen Verbund zwischen Derzeit ist Serafina wieder in portiert. der Stahlpanzerung und dem der Startgrube und wird umFels. Nach dem Auftragen des gebaut, bevor sie im Februar/ Auskleidung der Abschnitte • Druckstollen, Länge rd. 300 m, Innendurchmesser 4,5 m, Betonauskleidung, teilweise mit zusätzlicher Foliendichtung, März 2021 in den 36 Grad stei- Nach dem Ausbruch erfolgt Korrosionsschutzes auf die geum Wasseraustritte in das Gebirge zu verhindern. len Schrägschacht aufbricht. die Auskleidung der Stollenab- samte Stahlleitung innen sind • Druckschacht Steilstrecke, Länge rd. 470 m, 36° Gefälle, Innendurchmesser 3,6 m, Stahlpanzerung mit Tragwirkung Der mit der Tunnelbohrma- schnitte. Während der Druck die Arbeiten am Druckschacht • Druckschacht Flachstrecke, Länge rd. 120 m, Innendurchmesser 3,3 m, Stahlpanzerung mit Tragwirkung schine gefräste Querschnitt stollen eine Betoninnenschale abgeschlossen. •des Verteilrohrleitung aus Stahl, fest einbetoniert einem und 5 Stichen zum Krafthaus erhält,mit wird derHauptstrang Druckschacht Die Verteilrohrleitung in der Zugangsstollens Rodund wird mit kleineren Spren- nach dem Ausbruch mit Stahl großen Baugrube direkt beim Krafthaus des Rodundwerks I gungen im zyklischen Vor- gepanzert. trieb zu einem befahrbaren Zu diesem Zweck werden die wird in mehreren Abschnitten Tunnelprofil aufgeweitet. Zu- sogenannten Rohrschüsse – zusammengebaut und dann sätzlich werden eine Ausbau- das sind Einzelteile, die außen mit Beton vergossen. rohrnische und eine Schacht- schließlich zu Rohren zusam- Das Gewicht des Betons bringt mengesetzt werden – über dem Leitungssystem Stabilifußkaverne ausgebrochen. Stahlseilwinden vom Schacht- tät. Abschließend werden die Ausbruch im Sprengvortrieb kopf ausgehend in die Tiefe sogenannten Portalbauwerke Den Ausbruch des Druckstol- abgelassen. Dort werden sie in bei den Zugangsstollen errichlens im Sprengvortrieb in Position gebracht und ver- tet. Die Investitionen in den Latschau konnten die Mineure schweißt. Im Anschluss wird neuen Kraftabstieg bringen bereits abschließen. Dabei der Raum zwischen Fels und Zukunftssicherheit und sor- Die Tunnelbohrmaschine.
sein können und zuverlässig sauberen Strom produzieren oder aus dem Netz nehmen.
Aufschwung mit Windkraft
42 Prozent aller Windkrafthersteller sind europäisch.
Der von WindEurope veröffentlichte Flagship-Report weist auf die großen Möglichkeiten der Windbranche in Europa für einen Wiederaufbau der durch die Corona-Pandemie geschwächten Wirtschaft hin.
dass die Ziele erreicht werden können und die Windbranche Arbeitsplätze und heimische Wertschöpfung zur Verfügung stellen kann“, so Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.
Der Report zeigt: Setzt die Politik die zu den selbst gesteckten Zielen passenden Maßnahmen beim Ausbau der Windkraft um, können die Arbeitsplätze um 50 Prozent und der Beitrag zum BIP um 35 Prozent wachsen. Bleiben die Ziele politische Sonntagsreden, wird die Windbranche in Europa 20.000 Arbeitsplätze verlieren. Auch die öster reichische Politik ist mit der Umsetzung des EAG gefordert, die passenden Rahmenbedingungen für den Ausbau zu schaffen. „Derzeit reicht der Gesetzesentwurf nicht aus,
Der Flagship-Report Von WindEurope, dem Dachverband der Windenergie in Europa, wird der Flagship-Report „Wind energy and economic recovery in Europe – How wind energy will put communities at the heart of the European recovery“ präsentiert. Derzeit arbeiten 300.000 Personen in Europa in der Windbranche und diese steuert pro Jahr 37 Mrd. Euro zum BIP bei. Darüber hinaus fließen fünf Mrd. Euro an Steuern in die europäischen Finanzministerien. Vom jährlichen Umsatzvolumen von 60 Mrd. Euro
bleiben 65 Prozent an heimischer Wertschöpfung in Europa. 42 Prozent aller Windkrafthersteller sind euro päisch. Von den größten zehn Herstellern haben fünf ihre Zentrale auf unserem Kontinent. Auch die Zulieferindustrie ist in Europa mit einem Umsatzvolumen von 13 Mrd. Euro stark vertreten. 31 Prozent aller Produktionsstandorte stehen in Europa. „Die Windbranche bringt so die Gewinne in den ländlichen Raum“, bemerkt Giles Dickson, Geschäftsführer von WindEurope. Aber nur wenn die Politik in Europa die zahlreichen Maßnahmen umsetzt, die zu den selbstgesteckten Zielen passen, könnte die Windbranche bis 2030 rund 450.000 Arbeitsplätze bereitstellen und würde so 50 Mrd. Euro
zum Brutto-Inlands-Produkt beitragen können. Nicht genutzte Potenziale Dabei wird aber deutlich, dass die politischen Klimaschutzmaßnahmen beim Ausbau der Windkraft in Europa bei Weitem nicht ausreichen, um die Ziele zu erreichen. Jedes Jahr müssten 21 GW tung bis 2030 Windkraftleis hinzukommen. Derzeit sind es mit 12 GW pro Jahr 40 Prozent weniger. „Ziele allein machen noch keinen Klimaschutz“, bemerkt Moidl. „Der Green New Deal auf europäischer Ebene muss den Anstoß geben, die enormen ungenutzten Potenziale der Windkraft in Europa zu erschließen. Dies bietet Chancen für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und schutz“, so Moidl abKlima schließend.
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Samstag, 31. Oktober 2020 Anzeigen
Die Zukunft ist CO2-neutral – die Ölheizung bald auch Klares Ergebnis einer Petition des Energiehandels der Wirtschaftskammer: Ölheizungsbesitzer in Vorarlberg wollen ihre Anlage behalten. In Zukunft bekommt diese sogar eine klimafreundliche Perspektive – dank synthetischer Brennstoffe aus erneuerbaren Quellen. Für über 29.000 Haushalte in Vorarlberg bedeutet Heizen mit Öl verlässliche Wärmebereitstellung, Sicherheit durch störungsfreien Betrieb und Unabhängigkeit in der Lieferantenwahl. Dass flüssige Energieträger eine bedeutende Rolle in der Energiewende spielen werden, ist für den Energiehandel der Wirtschaftskammer Vorarlberg unumstritten. Er startete daher eine Initiative gegen ei-
nen drohenden zwangsweisen Umstieg von Ölheizungen auf alternative Heizsysteme. Mit Erfolg, wie Peter Aberer, Fachgruppenobmann des Energiehandels, berichtet: „28 % der kontaktierten Haushalte haben unterzeichnet.
Mag. Jürgen Roth IWO Vorstandsvorsitzender
Die Vision eines leistbaren, CO2-neutralen, flüssigen und genormten Brenn- und Kraftstoffes, 100 % made in Austria, wird bald Realität. Wir sehen die hohe Rückmeldequote als deutlichen Auftrag an uns gemeinsame Lösungen für die Zukunft der Ölheizung zu entwickeln – jenseits einer Politik von Verboten und ohne Eingriff in das Privateigentum.“
CO2-Einsparungen durch Heizöleinsparungen bei Umstieg auf moderne Öl-Brennwerttechnik.
-40 % Einsparung durch Ölbrennwerttechnik „Die Mineralölwirtschaft bekennt sich zu den Pariser Klimaschutzzielen und setzt seit über einem Jahrzehnt Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Reduktion von CO2-Emissionen um“,
Die Ölheizung wird zukunftsfit durch moderne Ölbrennwerttechnik, Hybridlösungen und erneuerbare Flüssig-Brennstoffe. erklärt Martin Reichard, Geschäftsführer von IWO (Institut für Wärme und Öltechnik). Damit verweist er auf 2 Millionen Tonnen CO2-Einsparungen aufgrund einer Branchenförderinitiative für den Umstieg von alten Heizkesseln auf moderne und effiziente Ölbrennwerttechnik. Auch Hybridlösungen, also die Kombination von herkömmlichen Ölbrennwertgeräten mit erneuerbaren Energieressourcen, wie einer Photovoltaikanlage, bringen enormes Einsparungspotenzial. Vertrauen in Zuverlässigkeit Das langfristige Ziel ist die Produktion von massenmarkttauglichen und leistbaren Flüssig-Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen für
die Wärmebereitstellung. Die neuen Brennstoffe können in bestehenden Anlagen verwendet werden. Teure und aufwendige Umbaumaßnahmen im Bestand sind somit nicht nötig. „Österreichs
Peter Aberer Fachgruppenobmann Energiehandel, WKV
Der hohe Rückmeldequote und der Erfolg unserer Petition zeigen: Die Verbraucher wünschen sich eine sichere Zukunft für ihre Ölheizung.
Ölheizungsbesitzer wollen nicht bevormundet werden, sondern setzen ihr Vertrauen weiterhin in die Zuverlässigkeit ihres bestehenden Heizsystems“, betont Reichard.
len Rohstoffmarkt, sondern auch eine grüne und umweltfreundliche Zukunft“, berichtet IWO Vorstandsvorsitzender und Projektleiter Mag. Jürgen Roth.
Brennstoff-Innovation statt Ölheizungs-Verbot Möglich wird dies durch innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte wie die Errichtung einer Power-toLiquid-Anlage (PtL) in Österreich. Der Projektname „Innovation Flüssige Energie“ ist Programm. Gemeinsam mit der Grazer AVL List GmbH wird ein CO2-neutraler, flüssiger Energieträger aus elektrischer Energie in Verbindung mit einem Kohlenstoff produziert. „Diese Innovation bringt nicht nur mehr Unabhängigkeit vom internationa-
Daten & Fakten Petition: 2607 Vorarlberger gegen das geplante Ölheizungsverbot! Ein Verbot der Technik ist kontraproduktiv. Ohne sie kann künftig kein flüssiger, erneuerbarer Brennstoff für die Raumwärmegewinnung verwendet werden.
Um Österreichs Ölheizungsbesitzer weiterhin zuverlässig mit Wärme zu versorgen, forscht die Mineralölwirtschaft mit Hochdruck an der Entwicklung
von
klimafreund-
lichen, flüssigen Brennstoffen aus erneuerbaren Quellen (XtL=X-toLiquid). Dieser soll zukünftig in bestehenden Anlagen verwendet werden können. Aufwendige und
Ölheizung? So geht’s weiter! Wir geben flüssiger Energie Zukunft
kostspielige
Umrüstungen
auf
teure Alternativen bleiben den Verbrauchern damit erspart.
w w w. i w o - a u s t r i a . at
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Samstag, 31. Oktober 2020 Extra
Das Glasrecycling ist in Österreich schon seit 40 Jahren erfolgreich Abfallwirtschaft und Glasrecy cling sind systemrelevant. Sie leisten unverzichtbare Dienste für Sauberkeit und Hygiene im öffentlichen Raum. 127.000 Tonnen Altglas wurden im ers ten Halbjahr 2020 gesammelt.
• Klare Rahmenbedingungen, weitsichtige und ambitionierte Vorgaben seitens des Gesetzgebers (Abfallwirtschaftsgesetz, Verpackungsverordnung und Begleit verordnungen).
Angesichts der COVID-19-Pandemie gilt es, die Weichen mögCircular lichst rasch Richtung Economy zu stellen. Für die Gesundheit der Menschen, eine intakte Umwelt und eine starke Wirtschaft. Im ersten Halbjahr 2020 sammelte austria glas recycling in Österreich
Eindeutige Verantwortung • Eindeutige und nachvollziehbare Verantwortlichkeiten (regelmäßige Berichtspflichten der austria glas recycling an das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, I nnovation und Technologie.) • Wettbewerbsfähiger Lizenztarif, verursachergerechte und solidarische Kostenübernahme für Sammlung und Verwertung seitens der Wirtschaft. • Abnahmegarantie der österreichischen Glasindustrie. • Gemeinschaftliche Gestaltungskompetenz und Optimierung des Systems durch austria glas recycling mit allen Partnerunternehmen. • Stärkung der Innovationskraft im System dank Stakeholder-Dialogs. • Hoher Synergienutzen innerhalb der ARA-Gruppe. • Bestbieterprinzip und Kooperation mit regionalen spezialisierten Unternehmen. • Dem regionalen Bedarf entsprechende Entsorgungsinfrastruktur und -logistik. • Green Logistics, Qualitätssicherung und Umweltschutz in der gesamten Entsorgungsund Lieferlogistik.
Die Abfallwirtschaft ist zentral für Sauberkeit und Hygiene. Das zeigt sich besonders jetzt in Zeiten der Krise. Harald Hauke Geschäftsführer
rund 127.000 Tonnen Altglas. Das ist ein Plus von knapp drei Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2019. Harald Hauke, Geschäftsführer von austria glas recycling und ARAplus zeigt sich erfreut, warnt aber zugleich: „Daraus lässt sich keine Prognose für die Jahresleistung ableiten. Es ist zu erwarten, dass der private Konsum zurückgeht, da viele Menschen in Kurzarbeit oder gar arbeitslos sind. Bisher haben wir
Im ersten Halbjahr sammelte austria glas recycling 127.000 Tonnen Altglas. esehen, dass die Menschen g in Österreich trotz der großen Krise und existenzieller Nöte Altglas sauber und sorgfältig entsorgen. Herzlichen Dank dafür.“ „Unermüdlicher Einsatz“ Beeindruckt zeigt sich Hauke auch vom unermüdlichen Einsatz der österreichischen Entsorgungsbetriebe. Deren Mitarbeiter arbeiteten sogar in den Zeiten von höchster Vorsicht, des allgemeinen
‚Lock-Downs‘, mit voller Kraft und sorgten für die Entsorgung der Glasverpackungen. Hauke: „Die Abfallwirtschaft ist zentral für Sauberkeit und Hygiene. Stellen Sie sich vor, Altstoffbehälter würden mehrere Wochen lang nicht geleert werden. Das wäre – neben COVID 19 – eine weitere Gefährdung für unsere Gesundheit.“ Die Erfolgsfaktoren Über 21 Milliarden Glasver packungen sind seit den sieb
ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Österreich recycelt worden. Im Durchschnitt besteht jede der in Österreich hergestellten Glasver packungen immerhin zu zwei Dritteln aus Altglas. Österreichs Unternehmen stehen hinter dem Glasrecyclingsystem der austria glas recycling. Die Lizenzquoten sind hoch, der Lizenztarif ist stabil. Dieser dauerhafte Erfolg b asiert auf einer Vielzahl von Faktoren:
• Konsequente zielgruppen adäquate Öffentlichkeits- und Informationsarbeit der austria glas recycling. • Transparenz und glaubwürdige Berichterstattung über das gesetzliche Maß hinaus mittels eines jährlich streng geprüften Nachhaltigkeitsberichts. • Kontinuierliche Verbesserung der Leistungen auf der Grundlage eines konsequent normenbasierten Umweltund Nachhaltigkeitsmanagements. Kreislaufwirtschaftspaket Harald Hauke abschließend: „Im Sinne des Kreislaufwirtschaftspaketes der Europäischen Union ist es die Aufgabe unserer Generation, für möglichst hohe und ökonomisch sinnvolle Recyclingund Wiederverwertungsquoten zu sorgen.“
Geschäftsführer Harald Hauke.
Bioabfallsammlung in Vorarlberg Bioabfall wird in Vorarlberg zu Biogas verarbeitet: Dieses schont das Klima, ist vielseitig einsetzbar und hat kurze Transportwege. Doch immer mehr Fehlwürfe im Bioabfall, vor allem Plastiksäcke, stören die Gasgewinnung. Das aus dem Vorarlberger Bioabfall gewonnene Biogas ist eine CO2-neutrale und speicherbare Energiequelle. Damit lassen sich ebenso gut Gebäude beheizen wie Fahrzeuge betreiben. Rund 1,1 Kilogramm biogene Hausabfälle braucht es, um eine Kilowattstunde Energie zu gewinnen. Zur Erinnerung: Eine Kilowattstunde Energie wird gebraucht, wenn ein Gerät mit einer Leistung von 1000 Watt – z. B. ein Fön, ein Heizlüfter – eine Stunde in Betrieb ist. Bakterien schaffen Biogas Um Biogas zu gewinnen, wird der Bioabfall aus dem Haushalt „vergärt“. Dabei zersetzen Bakterien die orgaTipps zum richtigen Umgang Kühl und trocken lagern. Innerhalb von 6 Monaten aufbrauchen. An gut belüftetem Ort aufstellen. Belüfteten Behälter mit Deckel verwenden. Zugebunden oder in einem großen Eimer (ca. 20-25 l) bereitstellen, damit der Abfall im Sack oder Eimer bleibt. Fleisch- und Fischreste in Zeitungspapier wickeln. So können Fliegen keine Eier ablegen und Flüssigkeit wird aufgesaugt.
nischen Teile des Bioabfalls und erzeugen Biogas. Fehlwürfe wie Medikamente, Katzenstreu oder Kunststoff stören die Bakterien und den Prozess, erhöhen die Kosten und führen mitunter auch zu Betriebs-
l l a f b a o i B n e d n i k i t s Kein Pla
Bgm. Ing. Rainer Siegele Präsidiumsmitglied Gemeindeverband
Die neuen Bioabfallsäcke bewähren sich sehr. Sie sind praktisch, halten viel aus – und sind biologisch abbaubar. ausfällen. Daher ist möglichst „sortenreiner“ Bioabfall ohne Fremdstoffe so wichtig. Nur Bioabfall zum Bioabfall Je nach Wohnsituation sammeln die Vorarlbergerinnen Das gehört nicht hinein Keine Flüssigkeiten in den Bioabfall. Weniger Flüssigkeit bedeutet weniger Gerüche und Insekten! Keine Kunststoffsäcke in den Bioabfall. Plastik und andere Fehlwürfe stören die Verarbeitung und machen die Entsorgung teurer. Kein Katzenstreu und Kleintiermist. Katzenstreu wird nicht abgebaut. Es stört die Verarbeitung. Keine Medikamente in den Bioabfall. Medikamente werden nicht vollständig abgebaut. Sie finden sich anschließend in unseren Böden.
www.umweltv.at/bioabfall und Vorarlberger ihren Bioabfall mit Sack oder Tonne. Bei beiden Systemen sind die Kosten für Sammlung, Verwertung und Entsorgung in den Gebühren enthalten. Egal wie im Haushalt Bioabfall gesammelt wird: Alles außer echtem Bioabfall stört. Auch Knochen, Eierschalen oder Katzenstreu gehören nicht zum Bioabfall. Plastiksäcke sowieso nicht. Diese blockieren Pumpen, verstopfen Leitungen und bremsen die Verwertung. Daher kann auch bei der Sammlung mittels Biotonne ein belüfteter Eimer als Vorsammelgefäß dienen. Bei Bedarf mit einem Papier- oder Stärkesack ergänzen.
Neues Material für Bioabfallsäcke Seit Kurzem sind in Vorarlberg neue biologisch abbaubare Bioabfallsäcke verfügbar, die deutlich reißfester als ihre Vorgänger sind. Es stehen zwei Größen mit acht bzw. 15 Liter Fassungsvermögen zur Verfügung. Der Vorarlberger Gemeindeverband empfiehlt, den AchtLiter-Sack in Kombination mit einem belüfteten Eimer zu verwenden. Dieser lässt überflüssige Feuchtigkeit entweichen und verhindert gleichzeitig, dass Insekten in den Bioabfall gelangen. Sehr nassen Bioabfall, Fisch und Fleisch bitte in Papier einpa-
cken – das reduziert die Geruchsbelästigung. Bioabfall im Restabfall – nein danke! Landet Bioabfall im Restabfall, braucht es bei der Verbrennung viel Energie, bis das Wasser darin verdampft. Erst danach kann das Material verbrennen – viel Energie geht verloren. Daher macht es Sinn, Bioabfall separat zu sammeln. Nur so lässt sich in der Verwertungsanlage in Lustenau Biogas gewinnen. Sie haben Fragen rund um Abfall und Altstoffe? Die Gemeinden und Altstoffsammelzentren stehen gern zur Verfügung. Speziell zum rich-
tigen Sammeln von Bioabfall in Sack oder Tonne gibt es dort auch eigene Infofolder. Umfassende Informationen finden Sie auch im Internet unter https://www.umweltv. ANZEIGE at/bioabfall
Daten & Fakten • Bioabfallmenge aus Vorarlbergs Haushalten 2019: 17.700 Tonnen • 2.800.000 m³ Biogas oder 1.500.000 m³ Erdgas • 16.000.000 kWh Energie • 4.199.000 km Fahrleistung (Quelle: www.biogas.org)
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Die Energiewende sorgt für einen Fokus auf regionale Bioenergie Biomasse wird zum wichtigsten Energieträger. Musterbeispiel in Schetteregg. „Bioenergie ist aktuell knapp hinter Erdgas und mit einigem Respektabstand zur Wasser kraft der drittbedeutendste Energieträger des Landes. Kommt Österreich seinen in ternationalen Verpflich tungen zum Klimaschutz nach, wird sich die Bioenergie bereits mittelfristig zum wich tigsten Energieträger des Lan des entwickeln.“ Mit diesen Zeilen in seinen Begleitworten zum „Österrei chischen Bioenergie Atlas 2019“ setzte Franz Tischen bacher, Präsident des österrei chischen Biomasse-Verbands, ein wichtiges Zeichen. Holzvorrat ist riesig Im Rahmen der Energiewende muss sich Österreich – und damit auch Vorarlberg – auf jene Ressourcen konzentrie ren, die man auch langfristig zur Verfügung hat. Österreich ist eines der waldreichsten Länder der EU. Der Holzvorrat ist in Gesamtösterreich seit den 60er-Jahren um 50 Pro zent auf eine Rekordmarke von beinahe 1,2 Milliarden Festmeter gestiegen. Die Holz nutzung liegt deutlich unter dem Zuwachs. Es gibt in Öster reich rund 2500 Nahwärme anlagen und Heizkraftwerke, rund 300 Biogasanlagen und mehr als 1,5 Millionen Scheit holz-, Pellets- und Hackschnit
schon das erste „Anheizen“ des Biomassekessels erfolgen. Nach der Inbetriebnahme wird die Anlage rund 930.000 Kilowattstunden Wärmeener gie pro Jahr liefern. Dazu wird die Vorarlberger Holzwirtschaft rund 1400 Schüttraummeter Holzhack schnitzel zur Verfügung stel len.
zelheizungen sowie Kamin öfen, Herde oder Kachelöfen. Auch in Vorarlberg hat die Wärmeenergieversorgung mit Holz eine lange Tradition. Der
Christian Meusburger Leiter der Wärmeservices
Genau solche Nah- und Fernwärmeversorgungen nehmen für die Dekarbonisierung des Wärmesektors eine bedeutende Rolle ein. Energiedienstleister illwerke vkw ist hier seit den 90er- Jahren mit den ersten Bio masse-Nah- und Fernwärme anlagen engagiert und verfügt über jahrzehntelanges Knowhow. Dieses Wissen fließt In Egg-Schetteregg geht demnächst ein besonders spannendes Nahwärmeprojekt in Betrieb. derzeit in ein besonders span nendes Nahwärmeprojekt in Gewerbepark R200 GmbH füllen“, so der Geschäftsführer regionale Wertschöpfung be und der Egger Liftgesellschaft der Liftgesellschaft, Hannes sonders wichtig“, berichtet Pro Egg–Schetteregg. baut die illwerke vkw eine Waldner. jektleiter Thomas Hammerer Kostengünstige Anlage Wärmeanlage, die im Sinne Über ein multifunktionales von der illwerke vkw: „Regio Das Biomasseheizwerk Schet der Nachhaltigkeit und Ener Gebäude im Zentrum werden nale Partner werden das Hack teregg wird das Ski- und Wan giewende rund 50.000 Liter ab dem Winter sechs Parteien gut als Brennstoff liefern. Mo dergebiet im Bregenzerwald Heizöl und 125 Tonnen CO2 mit Wärme versorgt – darunter dernste Anlagentechnik sorgt ab diesem Winter zuverlässig pro Jahr einsparen wird. „Wir auch die neue Ferienlodge für eine sichere und nachhal mit Wärme versorgen. Die Öl haben nach einem ressour Fuchsegg, ein sechsteiliger Ge tige Wärmeversorgung. heizung der Gebäude der Lift censchonenden und kosten bäudekomplex direkt am Fuße anlagen ist in die Jahre gekom günstigen Weg gesucht, alle der Skipiste. „Neben der res Erstes Anheizen im November men und musste erneuert Bedürfnisse für Schetteregg sourcenschonenden Funktio Bereits demnächst in der ers ovemberwoche wird werden. Gemeinsam mit der und unsere Gesellschaft zu er nalität der Anlage war uns die ten N
Nachhaltige Lösungen aus Aluminium für die Zukunft
Fokus auf Biomasse Aktuell ist die illwerke vkw an sechs Biomasse-Nah- und Fernwärmeversorgungen be teiligt. Mit der Anlage in EggSchetteregg gehen wir einen neuen Weg und positionieren uns verstärkt als Wärme anbieter. „Genau solche regionalen Nah- und Fernwärmeversor gungen nehmen für die Dekarbonisierung des Wär mesektors eine bedeutende Rolle ein – und dieser Verant wortung für unsere Energie zukunft stellen wir uns gern“, so Christian Meusburger, Leiter der Wärmeservices bei Vorarlbergs größtem Energie dienstleister.
Bioenergie ist hinter Erdgas und mit einigem Abstand zur Wasserkraft der drittbedeutendste Energieträger. Franz Tischenbacher Präsident Biomasseverband
Ressourcenschonung und Emissionsreduzierung als Schlüsselfaktoren Hydro ist eine Familie. Was uns vereint, ist unsere Leidenschaft, das Bestmögliche aus Aluminium zu machen. Für unsere Kunden und alle, mit denen wir zu tun haben. Verantwortungsbewusst und innovativ, flexibel und nachhaltig. Die Welt von morgen braucht uns – als treibende Kraft der Aluminiumindustrie. Nachhaltigkeit ist eine der größten Herausforderungen für die moderne Gesellschaft. Produkte müssen länger halten und am Ende ihrer Nutzung recyclebar sein. Wir stellen Aluminium mit hohem Recyclinganteil her, produziert mit geringen CO2-Emissionen. Damit reduzieren wir gemeinsam Emissionen und unterstützen die Kreislaufwirtschaft von morgen.
Hydro Nenzing Austraße 16 6710 Nenzing www.hydro.at
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Samstag, 31. Oktober 2020 Extra
„Viele kleine und große Betriebe im Land wurden Umweltpioniere“ „Eine wegweisende Entscheidung war der Beschluss der Energieautonomie. Festgelegt wurde, dass in Vorarlberg bis 2050 in gleichem Ausmaß Energie aus erneuerbaren Energieträgern bereitgestellt wie auch verbraucht wird. Mit ,101 enkeltauglichen Maßnahmen‘ wird dieser Zielpfad verfolgt.“ Das erläutert den VN gegen über Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Und weiter: „Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Landes förderungen entsprechend ad aptiert. Neben den bewährten Wirtschaftsförderungen für neue Betriebsanlagen gibt es auch eine breite Palette spezia lisierter Förderungen. So wur de im Rahmen des Landesför derprogramms ,Energiesparen in kleinen und mittleren Be trieben‘ bisher etwa rund drei Mill. Liter Heizöleinsparung gefördert. Ebenso gibt es eine Förderung für E-Taxis, ergän zend dazu werden Energie-, Umwelt- und Mobilitätsbera tungen angeboten. Auch Maß nahmen wie Liberalisierung und Entbürokratisierungen im Anlagenrecht tragen zur Zieler reichung bei und erleichtern z. B. die einfache Errichtung großer Photovoltaikanlagen.“ Große Standortvorteile Die Nachhaltigkeit liegt der Vorarlberger Bevölkerung im Blut: Hohe Naturverbunden heit, Qualität und Langlebig keit bei Produkten, sparsamer
die von der Wirtschaft getrie ben werden“, fährt Tittler fort.
Die Wasserkraftnutzung in Vorarlberg ist ein wichtiger Beitrag für die Erreichung der Energieautonomie. Ressourceneinsatz und Stand orttreue sind weitverbreitet und geschätzt. Re-Use, Recy cling oder Up-Cycling prakti zierten – wenn auch unter an deren Bezeichnungen – schon unsere Großeltern bei der „Reschtleverwertung“. Vor dem Hintergrund dieses Bewusstseins der Vorarlberger investiert die Landesregierung seit Jahrzehnten in nachhal tige Infrastruktur und setzt Impulse. Früh wurde in mo derne Abfall- und Abwasser behandlungsanlagen inves
Nachhaltigkeit liegt der Vorarlberger Bevölkerung im Blut. Unter anderen Bezeichnungen wurde sie immer betrieben. Marco Tittler Wirtschaftslandesrat
tiert, Lufthygieneziele wurden konsequent verfolgt, auf Was serkraft, Holzbau und Quali tätstourismus wurde gesetzt.
Bereits 1985 wurde das Ener gieinstitut Vorarlberg gegrün det und das Thema Energie wirtschaft Energie in der Fachhochschule Vorarlberg integriert. Das Ergebnis heute ist ein nachhaltiger, produkti onsorientierter Wirtschafts standort inmitten einer intak ten Naturlandschaft mit höchster Lebensqualität. Engagement für die Umwelt „Viele Unternehmen in Vorarl berg sind besonders engagiert im Energie- und Umwelt
ES STECKT VIEL GRÜN IM GELB. CO2 neutrale Logistik für unser Klima. post.at/co2neutral
Da unsere Umwelt wirklich wichtig ist, beziehen wir nur „grünen“ Strom aus Österreich, haben die größte E-Fahrzeugflotte Österreichs und produzieren mit unseren eigenen Photovoltaikanlagen selbst Energie. Darum sind wir das einzige Logistikunternehmen, das alle Sendungen in Österreich CO2 neutral zustellt. Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post.
bereich. Die Koppelung der europäischen Wirtschafts hilfen an den Green Deal der EU zeigen, in welche Richtung der Trend geht. Vorarlberg ist hier bereits seit Jahren vorausgegangen, hat großes Potenzial und ist eine Vor zeigeregion für nachhaltiges Wirtschaften. Dies ist nicht nur eine Chance für die einzelnen Unterneh men, sondern auch für den Standort. Gleichzeitig zeigt sich, dass Nachhaltigkeit und Ökologisierung Themen sind,
Motivation zur Umsetzung Auch Netzwerke sollen Betrie ben eine Motivation zur Um setzung geben: Mit gemein samem Ziel geschieht dies bei „LEEN“ (lokal lernendes Ener gieeffizienznetzwerk) beim Energiesparen, bei „Wirtschaft Mobil“ geht es um Mobilität. Mit dem Umweltprogramm „ÖKOPROFIT“ optimieren ak tuell 177 zertifizierte Betriebe ihre Ressourcen und lukrieren dabei vielfach auch wirtschaft liche Vorteile. „Solche Netz werke und Programme helfen dabei, Zielsetzungen konse quent zu verfolgen, Maßnah men umzusetzen sowie vonund miteinander zu lernen. Dadurch haben sich viele klei ne und große Betriebe aus ver schiedensten Branchen zu Umweltpionieren entwickelt“, so Tittler abschließend.
Marco Tittler, Landesrat.
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Hydro Nenzing lebt Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist ein großer Begriff und bedarf neben gro ßer Projekte auch vieler kleiner Beiträge, damit Nachhaltigkeit konsequent gelebt werden kann. Traditionelle Wege ver lassen, Mut zeigen und neue Maßstäbe für die Zukunft set zen: ehrlich und transparent. Aluminium ist ein Metall der Zukunft mit einzigartigen Eigenschaften und unend lichen Anwendungs- und G estaltungsmöglichkeiten. Der Vorarlberger Standort des norwegischen Aluminiumkonzerns gilt als Kompetenzzentrum für Industrieanwendungen aus Aluminium. Aluminium ist ein Schlüsselbaustein für eine klimafreundlichere Kreislaufwirtschaft. Es gilt die Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu meis tern, um die Zukunft nachhaltiger zu gestalten. Vielschichtige Aktionen Ende des Jahres 2019 konnte der Hydro-Konzern frühzeitig das Ziel der CO2-Neutralität über den gesamten Produktlebenszyklus erreichen. Das motiviert vor allem auch den Standort in Nenzing, das Thema der standortbezogenen Nachhaltigkeit voranzutreiben und vielschichtige Maßnahmen und Aktionen umzusetzen. Dazu gehört neben der Erweiterung des Metallport folios mit greener brands und Umstellung auf Trocken bearbeitung die Arbeit an einer eigenen Umweltprodukt deklaration, damit dem Kunden individuelle und validierte Informationen zum
ökologischen Fußabdruck seines Produktes zur Verfügung gestellt werden kann. Greener brands Hydro setzt auf umweltfreundlicheres Aluminium und hat dabei die komplette Wertschöpfungskette im Blick. Dabei kommt es beim ökologischen Fußabdruck grundlegend darauf an, ob Aluminium durch Energie aus Kohlekraftwerken oder durch erneuerbare Energiequellen hergestellt wird. Im Vergleich
Manfred Rotschne Geschäftsführer Hydro Aluminium
Das Zertifikat unter mauert, dass wir unter umweltfreundlichen Bedingungen produzie ren und respektvoll mit den Menschen umgehen. Aluminium ist ein Schlüsselbaustein für eine klimafreundliche Kreislaufwirtschaft. verursacht Aluminium aus China derzeit rund 20 Kilo an CO2-Emissionen in der Produktion für ein Kilogramm produziertes Aluminium sowie durchschnittlich 6,7 Kilo, wenn es in Europa produziert wird. Hier setzt Hydro an und kann branchenweit neue Maßstäbe für Aluminium mit niedrigen Emissionen setzen. Hydro bietet Material an, welches unter vier Kilo an CO2Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette verurs-
acht. Dieses Material wird aktuell unter der Marke Hydro Reduxa vertrieben. Das Recyclingprodukt Hydro Circal kommt durch den Einsatz von mindestens 75 Prozent Verbraucherschrott sogar auf einen Wert von nur 2,3 Kilo CO2 pro Kilo Aluminium. Hohe Glaubwürdigkeit Hydro Nenzing wurde im Oktober nach dem Chain of Custody Standard von ASI (Aluminium Stewardship Initiative) zertifi-
ziert. Bereits letztes Jahr hatte das Unternehmen die Zertifizierung nach dem ASI Performance Standard erhalten. Das ASI-Zertifikat ist beispielsweise mit dem FSC-Label für Holzprodukte vergleichbar. „Das Zertifikat untermauert, dass der Standort unter umweltfreundlichen Bedingungen produziert und belegt, dass respektvoll mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Partnern und den Ressourcen umgegangen wird. Auf diese Weise fördern wir
Stück für Stück eine Gesellschaft, die verantwortungsvoll mit ihren Ressourcen umgeht“, so Geschäftsführer Manfred Rotschne. Im Werk wird das Ziel der Nachhaltigkeit konsequent verfolgt und diesem auch in täglichen Entscheidungen maßgebliches Gewicht gegeben. Produktionsabläufe werde im Hinblick auf ihren Ressourcenbedarf hinterfragt, auf die Art und Herkunft der verwendeten Betriebsmittel, ihre
Auswirkung auf die Umwelt und auf ihre Recyclingfähigkeit. Seit Jahren gibt es vereinzelt Unternehmen, die ihre Aluminiumhalbzeuge teilweise trocken zerspanen. Experten waren sich einig: „Ohne Schmierstoff sägen? Das kann nicht funktionieren.“ Hydro hat den Mut gefasst, auch andere Bearbeitungsstufen trocken auszuführen. Nur so kann dem Kunden das Label „100 Prozent trocken bearbeitet“ garantiert werden.
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10 Energie und Umwelt
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vkw vlotte weiter auf Erfolgskurs Das Vorarlberger Elektromobilitäts-Know-how ist weiterhin international gefragt.
Postbus-E-Busse unter der Flagge des Vorarlberger Verkehrsverbunds (VVV).
Dezember 2009 – auf dem Rådhusplads (Rathausplatz) in Kopenhagen ist eine beinahe gespenstische Stille eingekehrt. Die Band auf der riesigen Hauptbühne des Weltklimagipfels COP 15 hat aufgehört zu spielen. Die Menge ist beinahe verstummt, als sich direkt neben dem Rathaus ein Korso aus Elektrofahrzeugen flüsterleise über den Asphalt durch die Menschen bewegt. Zu diesem Zeitpunkt eine absolute Neuheit, denn so viele E-Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller auf einen Schlag hat man bis dahin nicht zu Gesicht bekommen. Angeführt wird der Autokorso von einem schwarzen Think City aus Vorarlberg, einem Elektro flitzer mit einer Karosserie aus thermoplastischem Kunststoff, auf der in großen Lettern „VLOTTE elektrisch mobil“ zu lesen ist.
Eine erste positive Bilanz Seit Februar 2020 sind vier Elektrobusse des französischen Herstellers Iveco Heuliez im Vorarlberger ÜberlandLinienverkehr im Einsatz. Der Einführung der E-Busse war eine intensive Zeit der Vorbereitung vorangegangen. Nach acht Monaten kann eine erste, sehr positive Bilanz gezogen werden. „Die Vorgaben an unsere Infrastruktur waren klar. Für einen sicheren Busbetrieb sind hohe Verfügbarkeiten und schnelle Reaktionszeiten notwendig. Hier konnten wir als verlässlicher Partner voll punkten“, freut sich Philipp Österle, Projektleiter der vkw vlotte. „Durch unser kontinuierliches Live-Monitoring können Störungen bereits im Vorfeld erkannt und somit rasch und unkompliziert behoben werden. Über die gesamte Lebensdauer des Busses können wir auf diese Art und Weise 90 Prozent CO2 im Vergleich zu einem ,Euro VI’-Dieselbus einsparen. Mit dem intelligenten Lastmanagement sorgen wir dafür, dass die Busse zu ihren Einsatzzeiten verfügbar sind und erkennen sogar noch Potenzial nach oben, was die Einsatzmöglichkeiten angeht. Darüber hinaus ist das System so ausgelegt, dass es bei Bedarf mit weiteren Bussen erweitert werden kann“, so Österle.
Einst belächelt – jetzt gefragt Dieses Bild mit Symbolcharakter ist kein Zufall, denn Vorarlberg ist mit dem VLOTTE Projekt der illwerke vkw zu diesem Zeitpunkt die größte Modellregion für Elektro mobilität Europas. Martin Seeberger, für Elektromobilität zuständiger Leiter des Geschäftsfelds Versorgung und Dienstleistung der illwerke vkw, erinnert sich: „Zu Beginn wurden wir für unser Engagement belächelt, denn
Vorzeigeprojekt aus Vorarlberg – Vorarlbergs VLOTTE beim Weltklimagipfel in Kopenhagen. die Vorstellung, dass Elektromobilität im Individual verkehr einmal eine tragende Rolle spielen könnte, wurde nicht überall geteilt. Wir haben allerdings fest daran geglaubt und sehen uns mit dem heutigen Wissensstand vollauf bestätigt.“ Für den Vorarlberger Energiedienstleister galt es zu diesem Zeitpunkt, Know-how und Erfahrung zu sammeln und diesen Wissensvorsprung mit in eine Zeit zu nehmen, in der diese Fähigkeiten am Markt stark gefragt sind – und genau das ist dem Unternehmen mit Hauptsitz in Bregenz gelungen. Auch wenn sich die Strukturen der Elektromobilität in
Martin Seeberger Geschäfts feldleiter Versorgung
Unser großer Vorteil in diesem Geschäft ist es, dass wir in den letzten zehn Jahren vielfältige Erfahrungen gesammelt haben. Österreich stark verändert haben, ist vkw vlotte nach wie vor in aller Munde. Als Exper-
ten sind die Mitarbeiter auch über die Grenzen hinaus gefragt. Regional hat man eine leistungsfähige und dichte Infrastruktur für Elektromobilität geschaffen und ist als Ladenetzbesitzer und -betreiber stark im Geschäft. Die Expertise der vkw vlotte erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität. Dazu gehört auch ein leistungsfähiges Backend-System zur Steuerung und Abrechnung der Ladeinfrastruktur. Aber auch ein Kundenportal und weitere IT-Dienstleistungen gehören zum Portfolio. „Unser großer Vorteil in diesem Geschäft ist es, dass wir in
den letzten zehn Jahren vielfältige Erfahrungen auf allen Ebenen gesammelt haben, die es uns jetzt ermöglichen, unseren Kunden eine funktionierende, effiziente und überzeugende Lösung anzubieten. Andere machen jetzt vielleicht Fehler, aus denen wir lange gelernt haben“, so Seeberger. Infrastruktur für Elektrobusse Die Produkte und Dienst leistungen im Infrastrukturbereich – sowie das Serviceund Beratungsangebot in der hauseigenen Mobilitätszentrale in Bregenz – sind am Markt äußerst erfolgreich. Jüngstes Beispiel: die Full-Service-Ladeinfrastruktur für die
Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Bettina Maier-Ortner, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti Bilder: Russmedia-Archiv, Agenturbilder, Matthias Rhomberg, Austria Glas Recycling GmbH, Wolfgang Fürst, Every Can Counts, Illwerke vkw/Patrick Saely Photography, Illwerke vkw/thomas girardelli, Shutterstock Anzeigen: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach
Neue Studiengänge im Bereich Umwelt und Energie Master „Nachhaltige Energiesysteme“ Das Masterstudium richtet sich an Berufstätige, die zusätzliche Entwicklungschancen suchen. Norbert Menke erläutert: „Unsere Studierenden erwerben Kernkompetenzen für die Gestaltung einer nachhaltigen Energieversorgung von Unternehmen und Gesellschaft. Dieser Sektor entwickelt sich ausgesprochen dynamisch. Energie wird digitaler, smarter und erneuerbarer. Unser berufsbegleitendes Master-studium bildet Fachkräfte aus, die diese Entwicklungen mitgestalten.“ Tätigkeitsfelder bieten die Bereiche Energiemanage-
ment, regenerative Energien, Digitalisierung, Produktengineering, Elektromobilität sowie in Forschung und Entwicklung. Der fundamentale Wandel von Energietechnik und Energiemärkten berührt viele Unternehmen und verändert deren Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle nachhaltig. „Diese Entwicklung fördert auch die Entstehung neuer Unternehmen – häufig mit digitalen Geschäftsmodellen im Start-up-Umfeld sowie in traditionellen Konzernen, zum Beispiel der Automobilwirtschaft oder Energiewirtschaft“, ANZEIGE so Menke.
Studiengänge Bachelorstudium „Umwelt und Technik”* •
Abschluss Bachelor of Science in Engineering (BSc)
•
Vollzeitstudium, 6 Semester (180 ECTS)
*vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria; geplanter Studienstart im Wintersemester 2021
Die FH Vorarlberg bietet den Bachelor „Umwelt und Technik“ und den Master „Nachhaltige Energiesysteme“ an. „Studieren, um die Welt zu verändern“ – das ist das Ziel vieler junger Menschen. Die FH Vorarlberg bietet dazu den Bachelor „Umwelt und Technik“ und den Master „Nachhaltige Energiesysteme“ an. Ausgemusterten Batterien von Elektroautos ein zweites Leben einhauchen. Eine Kleinwindkraftanlage bauen. Oder Menschen in Entwicklungsländern beim Bau einer Photovoltaikanlage helfen. Das sind Dinge, die dazu beitragen, unsere Welt zu verändern. Und es sind Dinge, die Studierende der FH Vorarlberg im Rahmen ihres Studiums bereits realisiert haben. Wer also nach einem Stu-
dium sucht, dass sowohl Sinn stiftet als auch zu gefragten Experten im Bereich „Umwelt“ oder „Energie“ ausbildet, ist an der FH Vorarlberg richtig.
Prof. Dr.-Ing. Norbert Menke Studiengangsleiter
Um dem Klimawandel beizukommen, braucht es Veränderungswillen und Fachkräfte mit dem nötigen Know-how.“
Ab Herbst 2021 gibt es hier die Möglichkeit für ein neues Bachelorstudium „Umwelt und Technik“ sowie für ein bereits etabliertes Masterstudium „Nachhaltige Energiesysteme“. Bachelor „Umwelt u. Technik“ Prof. Dr. Norbert Menke ist für den neuen Bachelor verantwortlich. Er hat viele Berufsjahre in Unternehmen der Umweltwirtschaft verbracht und kennt den Fachkräftebedarf: „In den nächsten 20 Jahren wollen wir in Österreich den Wandel zur Klimaneutralität schaffen. Gleiches gilt für Europa bis 2050. Mit dem neuen Studiengang qualifizieren wir junge Men-
FHV
schen für die vielfältigen Aufgaben, die dieser Wandel mit sich bringt. Dazu zählen unter anderem Dinge wie die Planung, der Bau und der Betrieb von umwelttechnischen Anlagen oder der effiziente Einsatz von Rohstoffen, Materialien und Energie zur Herstellung von Produkten.“ Die Tätigkeitsfelder der zukünftigen Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs sind z. B. in den Bereichen Umwelttechnik, Ressourcenmanagement, Einführung und Steuerung von betrieblichen Umweltmanagementsystemen sowie der Digitalisierung von Umweltmanagementprozessen.
Beratung und Anmeldung
Patrizia Rupprechter T +43 5572 792 5802 technik@fhv.at www.fhv.at/technik Infoabend@home Bachelor
11. Nov., 17–20 Uhr www.fhv.at/infoabend-bachelor
Master „Nachhaltige Energiesysteme“ •
Abschluss Master of Science in Engineering (MSc)
•
Berufsbegleitendes Studium, 4 Semester (120 ECTS)
Beratung und Anmeldung
Birgit Berger T +43 5572 792 5700 energie-master@fhv.at www.fhv.at/technik Infoabend@home Master
12. Nov., 17–20 Uhr www.fhv.at/infoabend-master
Energie für unser Leben 11
Freitag, 21. Februar 2020 Extra
Für helle Freude beim Einkaufen Wie der ADEG-Markt in Rankweil mit dem „vkw“-Licht- Contracting in neuem Glanz erstrahlt. Der Laternser Stefan Kogler ist Kaufmann aus Leidenschaft. Der 50 Jahre alte Marktleiter betreibt den rund 700 Quadratmeter großen ADEGMarkt in Rankweil gemeinsam mit seiner Frau Gabi und weiteren 17 Mitarbeitern. Als typischer Nahversorger hat er sich auf eine große Palette an regionalen Pro dukten direkt von Bauern aus Rankweil und dem Vorderland sowie auf eine große Auswahl an Bioprodukten spezialisiert. „Unser Markt besteht seit 19 Jahren an diesem Standort. Im Dezember 2018 haben wir das Geschäft im Innenbereich auf den neuesten Stand des ADEG-Konzeptes umgebaut. Nun erstrahlt unser Geschäft in neuem Glanz, wobei das mit dem Erstrahlen nicht so den Tatsachen entsprach“, so Kogler und erklärt anschließend seine Intention für ein „vkw“-Licht-Contracting. „Es wurde schnell klar, dass an der recht alten Geschäftsbeleuchtung etwas getan werden muss.“ Ein guter Freund habe den Markt betreiber auf das Licht-Contracting von illwerke vkw aufmerksam gemacht.
Wissenswertes Was bedeutet Contracting? Contracting bezeichnet eine Kooperationsform mittels eines Vertrags zwischen Contractingnehmer und einem Contractinggeber (Dienstleistungsunternehmen). In der Anwendungsform des Liefer-, Anlagen-, Energie-, Licht-, Photovoltaik- oder WärmeContractings bezieht sich der Begriff auf die Bereitstellung bzw. Lieferung von Betriebsstoffen (Wärme, Kälte, Strom, Dampf usw.) und den Betrieb zugehöriger Anlagen.
Teil durch Energieeinsparung und Förderungen in den nächsten Jahren zurückzahlen und so entstehen keine zusätzlichen Kosten für die neue Beleuchtung“, freut sich der Kaufmann. „Zusätzlich haben wir noch eine Komplettgarantie für die Vertragslaufzeit auf die gesamte Beleuchtung und die Lichtstärke. Ich kann das Licht-
Otto Vögel illwerke vkw
Zumtobel hat jahrzehntelanges Know-how auf dem Lichtsektor. Ist alles installiert, zahlt sich das Licht über die Einsparungen selbst. Auch von den Kunden hat der ADEG-Markt ein positives Feedback für die adaptierte Beleuchtung erhalten. „Ich habe im Internet recherchiert und bei illwerke vkw angerufen.“ Beim Thema Licht ist das Einsparpotenzial groß. Quick-Scan Nach einem Erstgespräch war Stefan Kogler vom „vkw“Licht-Contracting begeistert. „Durch die Zusammenarbeit der vkw mit Zumtobel, unserem Hauselektriker und mir als Betreiber entstand ein perfektes Beleuchtungskonzept für unseren Markt.“ Die bestehende Anlage wurde vom vkw-Kundenbetreuer evaluiert, ein Lichtkonzept erstellt und präsentiert. „vkw und Zumtobel Group Services betreuen Gewerbe- und Industrieobjekte in allen Belangen rund um das Thema Beleuchtung“, informiert Otto Vögel von illwerke vkw. „Zumtobel hat jahrzehntelanges Knowhow auf dem Lichtsektor. Ist alles installiert, zahlt sich das Licht über die Einsparungen selbst“, sagt Vögel. „Aufgrund der längeren Haltbarkeit ist
Stefan Kogler ADEG-Marktleiter Rankweil
Das Ergebnis ist der Wahnsinn! Jetzt erstrahlt unser Geschäft in neuem Glanz oder besser gesagt Licht! LED-Licht störungsarm.“ Ist die Contracting-Laufzeit beendet, geht das Licht in das Eigentum des Kunden über. „Die neuen LED-Leuchtmittel sparen gegenüber Halogenstrahler in Werkshallen circa 80 Prozent und gegenüber Leuchtstoffröhren 50 Prozent der benötigten Energie ein“, weiß Vögel. Das Erstgespräch fand im Jänner 2020 statt, die Umset zung erfolgte im Mai. „Durch
die gute Zusammenarbeit aller Partner war die Umsetzung im Markt in rund zwei Wochen erledigt“, freut sich Kogler. Das Licht-Contracting umfasst die Adaptierung von immerhin über 120 Leuchtmittel im ganzen Markt inklusive aller Nebenräume (wie Kühlräume). Hier habe sich die Kooperation mit dem Hauselektriker sehr bewährt, so Kogler. Bei der Umsetzung wurde darauf geachtet, dass das tägliche Verkaufs geschäft möglichst wenig gestört wird. „Das Ergebnis ist der Wahnsinn! Jetzt erstrahlt unser Geschäft in neuem Glanz oder besser gesagt Licht! Auch von unseren Kunden haben wir nur positives Feedback bekommen und unsere Mit arbeiter sind nach wie vor begeistert“, ist der ADEG-Marktleiter vom Licht-Contracting überzeugt. „Gerade in Supermärkten spielt die richtige Beleuchtung mit Farbtemperatur und Farbechtheit eine große Rolle, hierbei gewinnen LEDs gegenüber
den klassischen LeuchtstoffVögel. Kogler: röhren“, weiß „Ich freue mich jeden Morgen über unsere Beleuchtung, wenn ich das Licht im Geschäft einschalte.“ „Wir können das
Contracting der vkw jedem Selbstständigen, egal welcher Branche, nur empfehlen“. Und Kogler lädt jeden ein sich selbst vom LED-Licht in seinem Markt zu überzeugen.
Daten & Fakten Licht-Contracting ADEG-Markt • 121 energieeffiziente Leuchten umgerüstet • Stromverbrauch um 52 Prozent reduziert • Durch diese Einsparung finanziert sich das Licht größtenteils von selbst • Die elektr. Anschlussleistung reduziert sich um 7 kW, Contracting-Laufzeit acht Jahre • Förderung von der Kommunalkredit Public Consulting (KPC) 600 Euro pro installierte 1000 Watt LED-Leistung Vorteile der LED gegenüber herkömmlichen Leuchtstoffröhren: • wesentlich längere Lebensdauer 50.000 h • wesentlich bessere Farbwiedergabe >Ra 80 => sehr gewichtiges Argument in einem Lebensmittelmarkt • keine Einschaltverzögerung • flackerfrei (kein 100 Hz flackern) • Schadstofffreiheit (kein Quecksilber) • gerichtetes Licht (Abstrahlung) • dimmbare Ausführungen erhältlich nergieeffizienter •e
Wie ein Druckrohr verschwindet Die 80 Jahre alte Wasser führung in der Silvretta wird derzeit abgetragen.
Die bestehende Druckrohrleitung wird Stück für Stück abgebaut. Die obsolet gewordenen Rohre werden nach und nach verladen und abtransportiert.
Bis Ende März 2019 hat die historische Wasserführung, die 3,3 Kilometer lange Druckrohrleitung, die vom Silvretta stausee zum Obervermuntwerk I führt, ihren Dienst getan. Seit 1943 steht sie sinnbildlich für die Entwicklung der Wasserkraft in der Landschaft und ist der markante Bezugspunkt der technischen Revolution. Im Zuge der Realisierung des Obervermuntwerks II wurde die rund 80 Jahre alte Wasserleitung unterirdisch an den neuen Silvrettastollen angebunden. Als eine der Auflage für den Bau des neuen Kraftwerks wurde im Umweltverträglichkeits-Prüfungsverfahren unter anderem die Demontage besagter Druckrohrleitung verankert. Für illwerke vkw eine weitere Mammutaufgabe, so gilt es doch die immensen Stahlrohre mit einem Innendurchmesser von bis zu 2,40 Meter ebenso wie die Festpunkte, insgesamt 18 massive Betonquader, die die Rohre auf ihrem Weg bergab stützen, abzutragen. Zudem haben es die Arbeiter mit zwei grundlegend unterschiedlichen Baupassagen zu tun. „Im Bereich Silvretta gibt es eine ausreichend zugängliche
Flachstrecke, die auch mit seitlichen Wegen und Betriebsstraßen gut erschlossen ist. Im Teilstück oberhalb des Krafthauses Obervermuntwerk I gibt es hingegen eine nur sehr schwer zugängliche Steilstrecke. Diese stellt eine große Herausforderung dar“, informiert Projektleiter Hansjörg Schwarz. Flachstück noch heuer abbauen „Die Arbeiten sind inzwischen seit dem Frühjahr im Gang. Stück für Stück werden sowohl die riesigen Stahlrohre auf Lkw verladen und abtransportiert
Hansjörg Schwarz Projektleiter
Die Rohrsegmente gehen dann an ein Stahlwerk, das daraus wieder neuen Stahl herstellt. als auch die massiven Betonfundamente zerkleinert und als Auffüllung in jene Bereiche eingebaut, wo damals zum Bau der Druckrohrleitung tiefe Einschnitte hergestellt werden mussten“, sagt Projektleiter Hansjörg Schwarz. Diese Verfüllungen werden mithilfe von
vorhandenem Zwischenboden und Humus rekultiviert und standorttypisch begrünt. „Solange es das Wetter zulässt wird weitergearbeitet. Heuer soll noch die Flachstrecke bis zur Kehre 30 abgebaut werden. Im nächsten Jahr folgt dann die Steilstrecke“, informiert Bauleiter Michael Rettenberger seitens der illwerke vkw. Die ursprüngliche Überlegung, die Rohre im Steilstück über eine Materialseilbahn abzutransportieren, habe man inzwischen verworfen. „Diese werden wohl über die Trasse abgearbeitet“, so Bauleiter Michael Rettenberger. Ende kommenden Jahres sollten die Arbeiten gänzlich abgeschlossen sein. Recycling der Stahlrohre „Wir sind gefordert, die beschichteten Stahlteile in transportfähige maximal acht Meter lange Stücke zu zerteilen. Das geht aus Umweltsicht am besten mit einer langsam laufenden Säge, bei der eine Rauchentwicklung nicht zu befürchten ist. Wir achten sorgfältig darauf, dass alle Säge späne mithilfe von ausgelegten Folien aufgefangen werden. Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einzelne Späne ins Gras fallen, werden sie mit Handmagneten sauber aufgelesen“, weist Schwarz auf die zu berücksichtigenden Maßnahmen hin. Die aus Transport-
gründen maximal neun Tonnen schweren Rohrstücke werden an einen befugten Sammler und Behandler übergeben, der sie in einer eigens errichteten Sandstrahlanlage von der Außenbeschichtung befreit und dann weiter zerteilt. „Die Rohrsegmente gehen dann an ein Stahlwerk, das daraus wieder neuen Stahl herstellt“, berichtet Schwarz. Als ökologisch wirksame Ausgleichsmaßnahme werden zum Abschluss der finalen Bauetappe die freiwerdenden Flächen in der Folge so naturnah wie möglich rekultiviert. „Die Rekultivierungen der heuer abgebrochenen Bau abschnitte finden auch heuer statt und sind inklusive Mähdecksaat bereits nahezu f ertig“, so Schwarz. Die Reinhaltung der Baustelle und die ökologischen Aktivitäten sowie die aufrechte Begleitung durch ökologische Baubegleitung und strenge ökologische und gewässerökologische Sachverständige müssen von den Beteiligten beachtet werden. „Wir müssen entlang der Rohr trasse, wo es sich anbietet, zusätzliche Feuchtflächen und damit Lebensraum für Amphibien schaffen“, so Schwarz. Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der Vorarlberger Nachrichten mit Unterstützung von illwerke vkw.
12 Energie und Umwelt
Samstag, 31. Oktober 2020 Anzeige
Sonnenstrom wird für jeden leistbar Emona PV-Pakete deutlich günstiger als Elisa PV-Pakete Marktführer Hansesun tritt mit günstigen Finanzierungsmodellen gegen großen Mitbewerber an. Peter Z.* überlegte schon länger die Investition in eine Photovoltaikanlage für sein Einfamilienhüsle im Rheintal. „Tut der Geldtasche gut, tut der Umwelt gut“, dachte er sich. „Und auf der Bank gibt’s eh keine Zinsen mehr.“ Als g’höriger Vorarlberger informierte er sich gewissenhaft, ließ sich beraten und nahm dann zwei renommierte Anbieter in die engere Auswahl: den landeseigenen Stromversorger und den Vorarlberger Marktführer Hansesun aus Röthis. Drei Varianten mit einer Leistung von 4, 5 oder 6 kWp standen zur Auswahl. Module und Wechselrichter waren vergleichbar, die Dachmontage jeweils inbegriffen. Peter Z. staunte nicht schlecht. In allen drei Varianten war Emona von Hansesun günstiger als die Elisa-Pakete des Mitbewerbers. Über die Laufzeit summiert sich die Differenz auf bis zu 2500 Euro! Zudem garantiert Hansesun die staatliche Förderung bis zu 5 kWp und auch bei der Wahl des Stromanbieters bleibt Peter Z. weiter flexibel. Sonnenstrom vom Spezialisten Der sparsame und vorsichtige Vorarlberger Peter Z. fragte nach: Wie kann ein Unternehmen mit gut 30 Mitarbeitern
den riesigen Stromversorger unterbieten? Gibt es Abstriche bei Qualität oder Leistung? Weshalb sind die Pakete beider Unternehmen genau vergleichbar? Hansesun-Marketingleiter Andreas Müller beruhigt: „Als Vorarlberger Marktführer bei Photovoltaik erhalten wir im Einkauf gute Konditionen. Die geben wir gerne an unsere Kunden weiter.“ Seit der Gründung 2014 hat Hansesun mehr als 1000 Photovoltaik-Anlagen in Vorarlberg realisiert. Sie liefern 15 Gigawattstunden Strom pro Jahr, mehr als ein kleines Kraftwerk. Photovoltaik aus einer Hand Einen Vorteil sieht Müller auch in der Spezialisierung seines Unternehmens: „Bei uns kommt alles aus einer Hand, das ermöglicht uns eine effiziente Abwicklung ohne Subunternehmer. Auch das schlägt sich in den Preisen nieder.“ Bei seinen Angeboten greift Hansesun auf die Erfahrung aus der Photovoltaikaktion im Vorderland zurück, wo dank einer Nullprozentfinanzierung über 400 Anlagen realisiert wurden. Man agiere nicht mit Kampfpreisen, versichert Müller: „Dass die Angebote in Leistung und Laufzeit genauso aufgebaut sind, ist natürlich kein Zufall. Wir haben bewusst dieselben Pakete geschnürt, damit die Kunden perfekt vergleichen können.“ Und natürlich, ein
Marktführer Hansesun bietet hochwertige Photovoltaik-Pakete mit günstigen Finanzierungsmodellen. bisschen sportlicher Ehrgeiz sei im Wettbewerb mit dem großen Mitbewerber dabei, sagt der Hansesun-Sprecher. Individuelle Beratung ist wichtig Seinen Kunden empfiehlt Müller eine individuelle Beratung im Vorarlberger Photovoltaik-Zentrum in Röthis: „Jedes Dach ist anders, jeder Kunde hat eine andere Charakteristik beim Stromverbrauch und andere Prioritäten.“ Meist rechnet sich beispielsweise die Kombination
Foto: Hansesun
von Photovoltaik und Stromspeicher. Immer öfter sind auch Steuerungen gefragt, die eine vollständig autarke Stromversorgung bei einem Stromausfall ermöglichen. Müller: „Wichtig ist, dass die Planung ganz auf die Bedürfnisse des Kunden angepasst ist. Dann freuen sich Umwelt, Geldtasche und der Kunde lächelt wie Mona Lisa auf dem berühmten Gemälde.“ (*Name der Redaktion beANZEIGE kannt)
Individuelle Beratung im Vorarlberger Photovoltaik-Zentrum in Röthis: Jedes Dach ist anders, jeder Kunde setzt andere Prioritäten. Foto: Jan Glatzel
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Pakete der
Sonnenrate
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Photovoltaik-Anlage (Leistung: 4 kWp) monatl. Rate € 100,- (inkl. USt.)* zeichen Laufzeit: 4 Jahre Bis zu € 30,- Einsparung / Monat** Anfangsinvestition (inkl. USt.)*** € 3.600,-
Photovoltaik-Anlage (Leistung: 4 kWp) monatl. Rate € 135,- (inkl. USt.)* Laufzeit: 4 Jahre Bis zu € 30,- Einsparung / Monat** Anfangsinvestition (inkl. USt.)*** € 3.600,-
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Photovoltaik-Anlage (Leistung: 5 kWp) monatl. Rate € 100,- (inkl. USt.)* Laufzeit: 5 Jahre Bis zu € 34,- Einsparung / Monat** Anfangsinvestition (inkl. USt.) ***€ 3.600,-
Photovoltaik-Anlage (Leistung: 5 kWp) monatl. Rate € 135,- (inkl. USt.)* Laufzeit: 5 Jahre Bis zu € 34,- Einsparung / Monat** Anfangsinvestition (inkl. USt.)*** € 3.600,-
EMONA 6
ELISA 6
Photovoltaik-Anlage (Leistung: 6 kWp) monatl. Rate € 100,- (inkl. USt.)* Laufzeit: 6 Jahre Bis zu € 38,- Einsparung / Monat** Anfangsinvestition (inkl. USt.)*** € 3.600,-
Photovoltaik-Anlage (Leistung: 6 kWp) monatl. Rate € 135,- (inkl. USt.)* Laufzeit: 6 Jahre Bis zu € 38,- Einsparung / Monat** Anfangsinvestition (inkl. USt.)*** € 3.600,-
* Preise gültig für alle Kunden. ** Monatliche Einsparungen durch die Sonnenrate aufgrund von Stromkostenersparnis und Einnahmen durch Überschuss-Einspeisung. *** Abzüglich Förderung aus dem Klima- und Energiefonds (KLIEN), garantiert (€ 250,-/kWp [bis max. 5 kWp]).
* Preise gültig für Vorarlberger Ökostrom-Kunden. Für Nicht-Kunden entfällt der Rabatt in Höhe von 10%. ** Monatliche Einsparungen durch die Sonnenrate aufgrund von Stromkostenersparnis und Einnahmen durch Überschuss-Einspeisung. *** Abzüglich Förderung aus dem Klima- und Energiefonds (KLIEN), sofern verfügbar (€ 250,-/kWp [bis max. 5 kWp]).
Hansesun Austria GmbH Interpark Focus 21, 6832 Röthis T 05523 56015-0, www.hansesun.at
photovoltaik zentrum vorarlberg