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2020_10_24_Extra_Mein Geld

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Mein Geld 24. Oktober 2020

Früh beginnen Vermögensaufbau für die Kinder

Nachhaltige Anlagen Corona-Krise wirkte als Beschleuniger

Investitionen 100.000 Jobs durch erneuerbare Energie


2 Mein Geld

Samstag, 24. Oktober 2020 Extra

Corona macht die Österreicher bei ihren Geldanlagen vorsichtiger Eine aktuelle Umfrage von Marketagent.com zum Anlageverhalten der Österreicher zeigt, dass 20 Prozent während der Covid-19-Krise vorsichtiger geworden sind. Interessante Ergebnisse: • Das Einlagevolumen ist wäh­ rend der Krise sogar gestie­ gen, Gründe sind Zurückhal­ tung beim Konsum und nega­ tive Einschätzung der eigenen ­finanziellen Situation. • Menschen setzen auf Sicher­ heit, sparen vermehrt für das Alter, die Familie, und für Notsituationen. • Die Spekulation geht weiter zurück, seriöses, langfris­ tiges Veranlagen steht im Vordergrund. Die Veranlagung in Wert­ • papiere nimmt weiter zu, die Überzeugung nur so Rendi­ ten erzielen zu können, setzt sich weiter durch. • Obwohl Wertpapiere für viele höchst interessant sind, lässt eine weit verbreitete Schwel­ lenangst klassische Spar­ produkte weiterhin auf TopPosition landen. Die Umfrage hat vier wesent­ liche Anlegertypen heraus­ kristallisiert und zeigt eine

nach wie vor weit verbreitete Schwellenangst bei Anlage­ formen, die attraktive Rendite­ chancen bei einem gewissen Risiko versprechen. Auf Basis eines hohen Sicherheits­ bedürfnisses lassen weiterhin 66 Prozent der Befragten in ­Österreich ihr Vermögen auf traditionellen Spareinlagen liegen, obwohl diese Form der Veranlagung nur noch von 38 Prozent für interessant befun­ den wird, weil den Menschen bewusst ist, dass es kein „gutes Geschäft“ mehr ist. Interesse an „Betongold“ So finden zwar 45 Prozent der Befragten, dass Immobilien­ investments interessant und sinnvoll sind, aber nur 28 Pro­ zent können ihr Geld auch tat­ sächlich in Betongold anlegen, hier also 17 Prozentpunkte weniger als Interesse zeigen. ­ Gerade während der Corona­ Krise sind das Interesse an ­Immobilieninvestments (plus sechs Prozentpunkte PP) wie auch die Nachfrage nach Im­ mobilienkrediten (plus 14 PP) gestiegen. Vor allem weil die Menschen mehr auf Sicher­ heit setzen und andererseits nach Home-Office und Home-

28 Prozent ziehen Wertpapierveranlagungen in Betracht.

Weltbank will den Erlass von Schulden Die Coronavirus-Pandemie könnte nach Ansicht des Präsidenten der Weltbank, David Malpass, in den ärmsten Ländern eine Schuldenkrise auslösen. ­Einige Entwicklungsländer seien bereits in einer ­Abwärtsspirale von schwä­ cherem Wachstum und ­f inanziellen Schwierig­ keiten, sagte Malpass. Es sei offensichtlich, dass einige Länder nicht in der Lage sind, die aufgenom­ menen Schulden zurück­ zuzahlen. Wir müssen ­daher auch den Schulden­ stand senken.

Es droht eine Schuldenkrise.

Die Menschen setzen auf Sicherheit, sparen vermehrt für das Alter, die Familie und für Notsituationen. Schooling in ihre Wohnsitua­ tion investieren wollen. 28 Prozent ziehen Wertpapier­ veranlagungen in Betracht, aber lediglich 21 Prozent han­ deln auch danach. Für dieses Ergebnis sind in erster Linie drei Ursachen verantwortlich: Gewohnheit, Vermeidung von Komplexität und die Gewich­ tung von Risiken. Die Anlegertypologie Der Anteil der Befragten, die zur Gruppe der „Vorsichtigen“ zählen, denen Wertpapier­ veranlagungen schlicht zu un­ sicher sind und die aufgrund ihres hohen Sicherheits­ bewusstseins auch den realen Kaufkraftverlust ihres Vermö­ gens bewusst in Kauf nehmen, ist im Vergleich zum Vorjahr stabil (47 Prozent). Ebenso der Anteil der Befragten, die kei­

nesfalls gewillt sind, Risiken in der Veranlagung einzugehen. Diese sogenannten „Risiko­ vermeider“ (13 Prozent) haben in der Regel negative Erfah­ rungen in der Vergangenheit in erster Linie mit Invest­ ments in Einzeltitel und ­Aktien gemacht. Zu den „Moderaten“ zählen 35 Prozent, ein Plus von sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Diese Gruppe hat aufgrund persönlicher Finanz­ beratung positive Erfahrungen auch mit Wertpapierinvest­ ments und anderen alterna­ tiven Veranlagungen gemacht. Eine weitere, sehr kleine ­Gruppe sind die sogenannten „Risiko­ freudigen“, zu denen ­ efragten nur fünf Prozent der B zählen (ihr Anteil ist im Ver­ gleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte gesunken),

meist jung und mit positiven Investment-Erfahrungen, die häufig auch sehr erfolgreich veranlagt haben. Einlagen gestiegen Jede und jeder fünfte Befragte gaben an, aufgrund der wirt­ schaftlichen Entwicklung im Zuge der Corona-Pandemie bei Veranlagungen vorsichtiger geworden zu sein. Diese Zahl ist zwar bei Wertpapierbesit­ zern mit 22 Prozent sogar noch leicht höher, sie sichern ihr Vermögen aber vor allem (55 Prozent) durch ein zusätzliches Investment in Wert­papiere ab. So sind trotz der wirtschaft­ lich schwierigen Phase die Einlagen privater Haushalte bei Banken während der Corona­-Krise sogar noch ge­ stiegen. Menschen, die bereits in Wertpapiere investiert

­aben, ­ h nennen als Gründe dafür vor allem den lang­ ­ fristigen Erhalt der Kaufkraft Altersvorsorge (45 Prozent), ­ (42 Prozent) und Risikomini­ mierung (32 Prozent). In dieser Gruppe der Wert­ papieranleger scheint sich die Einsicht, dass man nur mit Wertpapieren lang­fristig Ren­ diten über der Inflation erzie­ len kann, durchgesetzt zu ha­ ben (53 Prozent). Gesamt gese­ hen ist der Anteil der Sparer, die neben den klassischen Sparformen auch noch andere Veranlagungen wie Wertpa­ piere haben, im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent­ ­ punkte gestiegen, während der Anteil derer, die glauben, mit gut verzinsten klassischen Sparprodukten auszukom­ men um sechs Prozentpunkte gefallen ist.

„Investition in erneuerbare ­Energie schafft 100.000 Jobs“ Der Ausbau von Produktion und Speicherung erneuerbarer Energie kann bis 2030 zur Schaffung und Absicherung von 100.000 neuen Jobs führen. Allerdings müssten dazu jähr­ lich 4,5 Mrd. Euro, rund ein Prozent der heimischen Wirt­ schaftsleistung, investiert werden. Zugleich könnten bis 2030 dadurch 13 Mill. Tonnen CO2 eingespart werden. Zu die­ sem Schluss kommt eine Stu­ die vom Energieinstitut an der Johannes-Kepler-Universität in Linz. Die CO2-Einsparung würde fast der Hälfte der bis 2030 notwendigen Reduktions­ mengen (Emissionshandelsund Nicht-Emissionshandels­ sektor) entsprechen, hält die Studie von Sebastian Goers, Friedrich Schneider, Horst Steinmüller und Robert Tich­ ler fest. Auch würde das hei­ mische Bruttoinlandsprodukt im Schnitt um 9,8 Mrd. Euro steigen. Förderungen entscheidend Förderungen und ein regula­ torischer Rahmen seien für den Erfolg entscheidend, ­wobei die Studie ausdrücklich

seien. Die Studie zeige, dass die Verknüpfung von Kon­ junktur- und Klimapolitik ein äußerst wirksamer Hebel zur Bekämpfung des Wirtschafts­ einbruchs sei.

Untersucht wurden auch Pumpspeicherkraftwerke. keine „detaillierte Finanzie­ rungsstrategie“ anbietet. Die Autoren gehen aber von der Möglichkeit einer aufkom­ mensneutralen Gestaltung aus. Die Studie wurde von der Johannes-Kepler-Universität gemeinsam mit dem Dach­

verband Erneuerbare Energie ­Österreich (EEÖ) präsentiert. Dessen Geschäftsführerin Martina Prechtl-Grundnig for­ derte „ambitionierte Ausbau­ pläne und Strategien“, die ge­ rade jetzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gefragt

Wertschöpfungseffekte Die Studie untersucht Biogas, Biomasse, Geothermie, Was­ serkraft, Photovoltaik, Solar­ thermie, Windkraft sowie Pumpspeicherkraftwerke auf ihre Wertschöpfungseffekte. Viele der Jobs entstehen in den Regionen, teilweise aus Unternehmen, „die als kleine Tüfteleien und mit viel Idealismus starteten und ­ durch Pioniergeist und Inno­ vationskraft zu erfolgreichen, hoch professionellen und auch international tätigen ­Unternehmen herangewach­ sen sind“, einige davon mit vielen Jobs in struktur­ schwachen Gegenden Öster­ reichs, hebt Prechtl-Grundnig hervor. Die Interessensvertretung der Windenergiebetreiber (IG Windkraft) verweist darauf, dass aus ihrer Sicht der Ent­ wurf zum „Erneuerbaren Aus­ bau Gesetz für Windkraft“ nicht optimal sei.

Händler in Frankfurt.

Deutsche ­Börse will DAX ändern Der deutsche Leitindex DAX soll nach dem Willen der Deutschen Börse künf­ tig 40 statt 30 Werte enthal­ ten. Außerdem sollten Unternehmen in Zukunft ­ nachweislich profitabel sein, um in den DAX aufge­ nommen werden zu dür­ fen. Die Konsultation der Mitglieder dauere bis zum 4. November. Das Ergebnis soll am 23. November prä­ sentiert werden. Mit den Neuerungen rea­ giert die Deutsche Börse auf die Kritik an den bis­ herigen DAX-Regularien. Hintergrund ist der Raus­ wurf des inzwischen insol­ venten Zahlungsdienst­ leisters Wirecard.


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Samstag, 24. Oktober 2020 Extra

„Wer früher anfängt, erreicht mehr“ Eltern und Großeltern wünschen sich für ihren Nachwuchs einen finanziell möglichst sorgenfreien Start ins ­Erwachsenenleben. Wer Vermögen für die nächs­ ten Generationen aufbauen möchte, sollte den allerstärks­ ten Verbündeten wählen: die Zeit. Mit einer ganzheitlichen Strategie kommt man dann auch im Niedrigzinsniveau bei schmälerer Börse weiter.

Beim Vermögensaufbau für Kinder und Jugendliche stehen zwei Aspekte im Vordergrund: Sicherheit und langer Horizont. KR Werner Böhler Sparkassensprecher

Eine gute Ausbildung, der Start in die Selbstständigkeit, eine Weltreise, die erste eigene Wohnung schick möblieren:

Junge Menschen sind voller Wünsche, die sie meist aus ei­ gener Kraft finanziell nur schwer realisieren können. Hilfreich ist es dann, wenn da­ für die älteren Generationen vorgesorgt haben. Wer dafür rechtzeitig mit dem Sparen beginnen möchte, kann dies in Form von Ein­ malzahlungen oder monat­ lichen Beträgen tun. „Beim Vermögensaufbau für Kinder und Jugendliche stehen zwei Aspekte im Vordergrund: die Sicherheit und der lange Horizont. Risikoreiche Geldanla­ gen sind für diesen Zweck ungeeignet – ebenso wie alles auf eine Karte zu setzen. ­Passend ist sicherlich ein Mix aus unterschiedlichen Sparund Anlageformen“, empfiehlt Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Sparbuch und Bausparvertrag Beliebteste Vorsorgeform der Vorarlbergerinnen und Vorarl­ berger ist immer noch das Sparbuch. Vom Sicherheits­

aspekt her ist das auch eine vernünftige Wahl – zumal hier die gesetzlich geregelte Ein­ lagensicherung zieht. Ähnliches gilt für den Bau­ sparvertrag, der nicht nur ei­ nen soliden Kapitalsockel schafft, sondern in weiterer Folge Darlehen für Wohnei­ gentum oder Ausbildungs­

maßnahmen ermöglicht. Böh­ ler: „Wer auf langfristen Ver­ mögensaufbau abzielt, sollte über die Sparklassiker hinaus seinen Fokus aber auf die Ka­ pitalmärkte legen, um einen Wertverlust zu vermeiden. Denn mit einem Zinsanstieg ist aus heutiger Sicht noch länger nicht zu rechnen.“

KR Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen.

Für Einsteiger in die Geldanla­ ge empfehlen sich in mehrer­ lei Hinsicht Investmentfonds. Eine Kapitalverwaltungsge­ sellschaft investiert hier das Fondsvermögen in einen oder mehrere Anlagebereiche und sorgt mit der überlegten Auf­ teilung in Einzelwerte schon von sich aus für eine Risi­ kostreuung. „In Form eines Sparplans könnte man mit Investment­ fonds bei monatlichen Beträ­ gen ab 50 Euro kontinuierlich Kapital erwirtschaften“, so Werner Böhler. Bei Fondssparplänen erwirbt man monatlich Anteile an einem oder mehreren Invest­ mentfonds, die selbst gewählt werden können. Aber auch ih­ re Flexibilität spricht für diese Anlageform: Wenn es finanzi­ ell knapp wird, kann die Ver­ anlagung reduziert oder kom­ plett ausgesetzt werden. Die monatlichen Einzahlungen mildern das Risiko eines un­ günstigen Einstiegskurses, denn bei niedrigen Kursen er-

wirbt man mehr und bei hö­ heren Kursen entsprechend weniger Fondsanteile. Das Angebot an Investment­ fonds ist mittlerweile so groß, dass man je nach Wunsch auf bestimmte thematische Schwerpunkte setzen kann. Da vor allem für die jungen Generationen eine öko-soziale Lebensführung eine enorm große Rolle spielt, könnten das Eltern und Großeltern auch bei der Geldanlage ­berücksichtigen. Pensionsvorsorge als Starthilfe Eine andere Form, eine solide Basis für später zu schaffen, könnte eine private Renten­ versicherung sein. Schon von Geburt an ist es möglich, für den Nachwuchs einzuzahlen. Und je früher man beginnt, desto größer die Prämie am Laufzeit­ende. Die Kinder und Enkelkinder können dann zwischen einer einmaligen Pensionsauszahlung und ­einer Pension auf Lebenszeit wählen.

Zu Ihrer Sicherheit:

Finanzielle Weichen rechtzeitig stellen.

Das Erbe sollte man rechtzeitig ordnen Auch wenn man gerade sein Leben genießt und noch viele gute Jahre vor sich hat, sollte man in Hinblick auf das Wohl der nächsten Generationen geeignete finanzielle Wei­ chen stellen. „Wenn man schon im Vorfeld weiß, wer wel­ che Wertpapiere erben soll, kann das Depot durch sogenannte Subdepots ergänzt wer­ den, die bestimmten Namen zugeordnet sind. Beachten sollte man jedoch, dass diese Gliederung nur dann rechtswirksam wird, wenn sie auch im Testament abgebildet ist. Ansonsten fallen die Depotwerte gesamt in die Erbmasse“, informiert Böhler. Vermögenswerte lassen sich auch zu Leb­ zeiten in Form von Schenkungen über­ tragen. So können Überbringersparbücher einfach übergeben werden, indem das ­Losungswort genannt wird. Bei der Behebung ist dann ein amtlicher Lichtbildausweis vorzuglegen. Wer bereits jetzt über Wertpapiere ­verfügt, kann sie na­ türlich bereits jetzt übertragen. Aktuell ist Schenken zwischen nahen Angehörigen, gefährten und eingetragenen Part­ Lebens­ nerinnen oder Partnern bis zu 50.000 Euro pro Person und Jahr meldefrei möglich. Für alle anderen Personen gilt eine Grenze von 15.000 Euro in fünf Jahren. Bei Überschrei­ tung dieser Grenzwerte muss eine Finanz­amtmeldung innerhalb von drei Monaten erfolgen. Veranlagung in Kindesnamen Eine Geldanlage offiziell Kindern zuzu­ schreiben, bringt eine Reihe von Verpflich­ tungen mit sich. So dürfen ausschließlich mündelsichere Papiere wie beispielsweise Spar­bücher oder Kapitalanlagen mit einem besonders hohen Sicherheitsniveau ge­ ­ wählt werden. In puncto Rendite darf man hier beim aktu­ ell niedrigen Zinsniveau ­jedoch nicht viel erwarten. „Beachten Sie aber, dass trotz der sicheren Ausrichtung mündelsichere ­Wertpapiere keine Kapitalgarantie bieten“, weist der Sprecher der Vorarlberger Spar­ kassen hin.

Zwei Weltsparwochen statt einem Weltspartag Diesmal ohne Rahmenprogramm, dafür mit genügend Abstand. Und mit mehr Zeit, um über Ihre kleinen und großen Sparziele zu sprechen.

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4 Mein Geld

Samstag, 24. Oktober 2020 Extra

Die Corona-Krise zeigt sich als Beschleuniger für nachhaltige Investitionen. Die Nachhaltigkeit ist kein Nischenthema mehr, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Eine nachhaltige Investition rückt immer weiter in den Vordergrund Investoren achten bei ihrer Geldanlage immer stärker auf Nachhaltigkeitskriterien. Längst ist die Nachhaltigkeit kein Schlagwort mehr. „Die Corona-Pandemie hat uns in Erinnerung gerufen, dass wir alle ein Teil eines großen Ganzen sind. Diese Krise hat bestehende Problemfelder in den Fokus gerückt und uns aufgezeigt, dass Nachhaltigkeit nicht einfach nur ein Schlagwort ist, sondern dass es dabei um Widerstandsfähigkeit auf Gesellschafts-, Unternehmens- und Umweltebene geht.“ So Jürgen Rupp, Teamleiter Finanz- und Kapitalmärkte, Wertpapier- und APM-Consulting bei der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, im VN-Gespräch. Trend wurde Notwendigkeit Und der Experte weiter: „Nachhaltigkeit ist längst kein Trend mehr, sondern eine Notwendigkeit. So zeigt sich die Corona-Krise auch als Beschleuniger für nachhaltige Investitionen. So soll auch der wirtschaftliche Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie nach dem Willen des UNOGeneralsekretärs mit nachhaltigen Technologien geschehen.“ Investoren achten bei ihrer Geldanlage immer stär-

ker auf Nachhaltigkeitskriterien. Damit steigt auch die ­Bedeutung von ESG-Ratings. Die Investoren verlangen nach einem Gütesiegel, dass ein

Gerade jetzt werden Unternehmen mit nachhaltiger Geschäftspraxis belohnt. Sorgen wegen der Rendite sind unbegründet.

Jürgen Rupp: „Entlastung der CO2-Bilanz, Mobilitätswandel und die Klimaerwärmung spielen für immer mehr Menschen eine Rolle. Vor diesem Hintergrund nimmt auch das Interesse der Anleger immer weiter zu und die Nachhaltigkeit wird auch in der Anlageberatung zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil.“ Hatte das Thema ESG zu ­Beginn vor allem eine primär ethische Triebfeder, ergaben Studien der vergangenen Jahre und auch die Entwick­ lungen während Corona einen klaren Trend. Nachhaltiges Investieren ist schon lange ­ kein N ­ischenthema mehr, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Unternehmen auch wirklich nachhaltig wirtschaftet. ESG steht für Environment, Social and Governance (Umwelt, Soziales und Unternehmens­ führung). Das „E“ beinhaltet Themen wie Umweltgefährdung, Energieeffizienz oder Treibhausgasemissionen. Zum „S“ zählen Themen wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz oder auch gesellschaftliches Engagement. Das „G“ umfasst Themen der nachhaltigen ­Unternehmensführung und Unternehmenswerte.

Soziale Verantwortung Dass Unternehmen Verantwortung im Bereich Soziales und Unternehmensführung übernehmen, wird immer wichtiger, auch in der öffentlichen Wahrnehmung und bei Fondsmanagern. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Mitarbeitern und der Gesellschaft ist dabei genauso wichtig wie ein ressourcenschonender Umgang mit der Umwelt. Gerade jetzt werden Unternehmen mit nachhaltiger Geschäftspraxis belohnt. Die nach ESG-Kriterien führenden Unternehmen haben

Jürgen Rupp Raiffeisen Landesbank Vorarlberg

Fondsmanager von Aktienfonds, die bei der Auswahl der Investments ESG-Aspekte berücksichtigt haben, eine deutlich robustere Wertentwicklung verzeichnen als konventionelle Vergleichsprodukte.

Nachhaltige Unternehmen kommen besser durch die Krise. oft ein sehr nachhaltigkeits­ orientiertes Geschäftsmodell. Unternehmen mit regionalen nachhaltigeren Lieferketten kamen beispielsweise besser durch die ersten Monate der Corona-Krise als andere mit globalen Lieferketten. „So ist auch die Sorge, dass man durch Investitionen in nachhaltige Unternehmen auf Rendite verzichten muss, unbegründet. Studien belegen, dass die Performance nachhaltiger Investments ertragreicher ist und diese auch besser durch Krisen kommen. Das ist nicht überraschend, denn die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien macht die ­Unternehmen widerstands­ fähiger und zukunftsfähiger“, bekräftigt Jürgen Rupp.

Nachhaltigkeit und Rendite sind also kein Widerspruch. Der nachhaltige Weltaktienindex MSCI World SRI (Socially Responsible Investment) hat im Vergleich mit seinem klassischen Pendant dem MSCI World in den letzten Jahren eine bessere Performance gebracht. So konnte der MSCI World SRI Index in den letzten drei Jahren mit 12,50 Prozent p. a. den MSCI World mit zehn Prozent p. a. um 2,50 Prozentpunkte p. a. übertreffen. Geringere Volatilität Sowohl im Jahr vor dem Beginn der Corona-Pandemie als auch seit dem Rücksetzer im Februar haben sich nachhaltige Investments auch weniger volatil gezeigt. So können

Siegel für Nachhaltigkeit Um auch einen Fonds mit Nachhaltigkeitsexpertise zu erkennen, gibt es das FNG-Siegel für nachhaltige Investmentfonds. Das Forum für nachhaltige Geldanlage hat gemeinsam mit Finanzfachleuten und anderen Akteuren dieses FNGSiegel erarbeitet. Die Glaubwürdigkeit des FNGSiegels wird durch ein unabhängiges Audit der Universität Hamburg und der zusätzlichen Überwachung durch ein externes Komitee, mit Vertretern des WWF Schweiz, der Universität Kassel, einer Landeskirche aus der Schweiz und der österreichischen ÖGUT, untermauert. Das FNG-Siegel ist der Qualitätsstandard für nachhaltige Investmentfonds im deutschsprachigen Raum. „Jedenfalls wird die Bedeutung nachhaltiger Investments auch nach der Corona-Krise weiter deutlich zunehmen. Nachhaltige Geldanlage ist ein Gewinn für Umwelt, Gesellschaft und auch für die persönliche finanzielle Zukunft“, so Jürgen Rupp abschließend.

Die Experten erwarten stabile Zinsen Experten erwarten in den nächsten Monaten stabile Zinsen und Wechselkurse. Die Realzinsen sollen vorerst sogar noch weiter fallen.

Neuer Rekordwert.

Milliardäre immer reicher Die Vermögen der Milliardäre haben im Zuge der Corona-Krise einen neuen Rekord erreicht. Ende Juli 2020 besaßen die 2200 Reichsten rund um den Globus 10,2 Billionen Dollar in Wertpapieren, Firmenanteilen, Immobilien und weiteren Vermögenswerten.

In ihrer Prognose im Rahmen des Alpbacher Finanzsymposiums gehen sie davon aus, dass am 30. Juni 2021 der DreiMonats-Zinssatz für den Euro von derzeit -0,51 Prozent auf -0,48 Prozent und der 10-Jahres-Zinssatz von -0,21 Prozent auf -0,14 Prozent gestiegen sein werden. Der Kurs des Euro zum Dollar soll bis dahin von 1,17 auf 1,21 zulegen. BrentÖl bleibt unter 50 Dollar je Fass. Die Analysten von Censeo, Commerzbank, RBI, UniCredit und Western Union schätzen im Schnitt, dass der Drei-Monats-Zinssatz für den Dollar mit 0,25 Prozent im Gegensatz zum Euro im Plus bleibt, der

Zehn-Jahres-Zinssatz für den Dollar dürfte dann bei 0,88 Prozent liegen, beide Werte bedeuten geringfügige Anstiege an der zweiten Stelle hinter dem Komma im Vergleich zum aktuellen Wert. „Einen Bogen spannen“ RBI-Analyst Peter Brezinschek sagte nach der Diskussion der Experten bei dem von ­Finanztrainer organisierten Alp­bacher Finanzsymposium, die Wirtschaftspolitik müsse „zwischen Maßlosigkeit und Verhältnismäßigkeit einen Bogen spannen“. Das gelte insbesondere für die Maßnahmen im Rahmen der Covid-19-Pandemie. Obwohl nur ein verschwindend geringer Anteil der Weltbevölkerung mit Symptomen betroffen sei, habe es ein noch nie dagewesenes gigantisches Fiskalprogramm gegeben - weder

für den Klimawandel noch für die Krebsforschung seien annähernd so hohe Mittel aufgewendet worden. Zugleich stellte er klar, dass die Maßnahmen in der ersten Phase „durchaus legitim“ gewesen seien, „wenn man in eine Nebelwand hineinfährt, muss man jederzeit stehen bleiben können“. „Unorthodoxe Maßnahmen“ Brezinschek geht davon aus, dass die Zentralbanken der USA und Europas noch längere Zeit auf „unorthodoxe“ Maßnahmen setzen werden. Diese dürften die Leitzinsen als Steuerungsinstrument verdrängen. Vorerst sei damit zu rechnen, dass die Realzinsen weiter fallen. In Summe sei dies „ein Eldorado für Finanzierungen, aber ein Fiasko für kapitalgedeckte Pensionen und Versicherungen“.

Die Leitzinsen als Steuerungselement könnten verdrängt werden.


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Samstag, 24. Oktober 2020 Extra

Bio zählt bei der eigenen Veranlagung 41 Prozent der Österreicher ist Nachhaltigkeit bei ihrer Geldanlage wichtig. Tendenz stark steigend. Raiffeisen baut deshalb das Angebot nachhaltiger Anlagemöglichkeiten weiter aus. Nachhaltigkeit ist aktueller denn je. Immer mehr Menschen legen großen Wert auf faire Produktion, umweltschonende Maßnahmen und zukunftsfähige Projekte. „Auch bei der Geldanlage wächst das Bewusstsein für ökologische und ethische Kriterien“, weiß Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg. „Uns kommt das entgegen, schließlich legen wir als genossenschaftliche Regionalbanken seit jeher großen Wert auf Nachhaltigkeit.“

rung gibt das ESG-Kenn­ zeichen. Damit kann man Nachhaltigkeitsfonds von herkömmlichen Wert­papieren unterscheiden. „ESG“ steht für Environment, Social und ­Governance, also für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. „Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht auf einen Aspekt, eine genaue Nachhaltigkeitsanalyse muss auf allen Ebenen stattfinden“, betont Wilfried Hopfner. Auch Raiff­ eisen-Analysten nutzen den ESG-Ansatz und bewerten damit, wie verantwortungsvoll Firmen agieren. Der Raiff­ eisen-Vorstand: „Auf diese Weise können wir Unternehmen ­ filtern, die tatsächlich nachhaltig handeln und den ­Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern entsprechende An­ lagemöglichkeiten bieten.“

Klare Richtlinien Das Angebot nachhaltiger Geldanlagemöglichkeiten wächst – und damit auch s­ eine Unübersichtlichkeit. Orientie-

Möglichkeiten aufzeigen Beim Einkauf im Supermarkt greifen die Vorarlberger längst vermehrt zu nachhaltigen Produkten. „Bio“ steht hoch im

Kurs. Auch bei der Kleidung schauen die Menschen immer mehr auf Herkunft und Herstellung. Entsprechend gaben in einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Spectra 72 Prozent der Österreicher an, beim Einkaufen ­generell nachhaltiger leben zu

wollen. Bei den eigenen Finanzen sind die Zahlen geringer. Wilfried Hopfner weiß auch warum: „Viele kennen die Möglichkeiten noch gar nicht, das eigene Geld nachhaltig an­ legen zu können. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, das zu ändern.“ Raiffeisen investiert

Die ganzheitliche Betrachtung von Unternehmen wirkt positiv.

daher massiv in den Ausbau des eigenen Angebots nach­ haltiger Geldanlagen. Außerdem leisten die Banken mit dem Giebelkreuz Aufklärungs­ arbeit: „Wir wollen die Menschen aufmerksam machen, sie informieren und ihnen die Wahl geben, was sie mit ihrem Geld machen.“ Corona als Beschleuniger Die Corona-Pandemie hat viele Menschen noch sensibler gemacht, wenn es um Regionalität und Nachhaltigkeit geht. „Das Virus könnte die schon seit Längerem zu beobachtende Tendenz bei den Menschen beschleunigen, das Kleingedruckte genauer zu ­lesen“, bestätigt Wilfried Hopfner. Auch bei der Geldanlage sei das in vielen Beratungs­ gesprächen zu spüren. Dabei besteht kaum ein Unterschied, wie alt die Menschen sind – Nachhaltigkeit ist bei Jüngeren ebenso gefragt wie bei Älteren, wie die Studie von Spectra deutlich macht. „Ver-

ständlicherweise wollen die Menschen auch bei einem nachhaltigen Investment nicht auf Rendite verzichten.“ Doch Wilfried Hopfner unterstreicht: „In Sachen Rendite stehen Nachhaltigkeitsfonds den herkömmlichen Anlagemöglichkeiten um nichts nach.“ Im Gegenteil wirke sich die ganzheitliche Betrachtung von Unternehmen positiv auf die zu erwartende Rendite aus.

Wilfried Hopfner.

Für die Studenten gibt es Verbesserungen.

Zuverdienstgrenze für Studienbeihilfebezug wird erhöht Nach der Zuverdienstgrenze für die Familien­beihilfe wird nun auch jene für die Studienbeihilfe von jährlich 10.000 auf 15.000 Euro erhöht. Die Änderung soll ­rück­wirkend bereits für dieses Kalenderjahr gelten. ­Studenten können neben ihrer Ausbildung damit mehr dazuverdienen, ohne ihre ­Beihilfe zu verlieren. Derzeit dürfen Bei­ hilfenbezieher nur 10.000 Euro pro Jahr ­dazuverdienen. Überschreiten sie diese Grenze, müssen diese Teile im entsprechenden Ausmaß zurück­ gezahlt werden. Bereits zuvor war be­ schlossen worden, diese Grenze bei der ­Familienbeihilfe um 5000 Euro anzuheben – Gleiches soll nun für die Studienbeihilfe gelten.

Emissionstätigkeit der Unternehmen sank Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat im zweiten Quartal 2020 weniger Prospekte gebilligt. Die Corona-Krise und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte hätten sich auch auf die Emissionstätigkeiten der ­Unternehmen niedergeschlagen, teilte die Aufsicht mit. Von April bis Ende Juni wurden 19 Prospekte zugelassen, das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Weiters wurden 27 Nachträge gebilligt, ein Minus von 15,6 Prozent zum zweiten Quartal 2019. Auch in anderen Ländern Europas schlug sich die Pandemie dämpfend auf die Emissionstätigkeit nieder. Aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) wurden 142 Pros­ pekte notifiziert (Q2 2019: 168 Prospekte). Die notifizierten Nachträge nahmen im ­Jahresvergleich um 163 auf 102 ab (minus 61,5 Prozent), so die FMA. Impressum | Redaktion/Texte: ­Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti ­Bilder: Russmedia-Archiv, Shutterstock, Matthias Rhomberg,Agenturbilder ­Anzeigen: Russ­media Verlag GmbH, ­Gutenberg­straße 1, 6858 Schwarzach

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6 Mein Geld

Samstag, 24. Oktober 2020 Extra

Gute Erträge, gutes Gewissen Jeder Kunde entscheidet für sich oder gemeinsam mit sei­ nem Berater, wie das eigene Geld veranlagt wird.

Gabriel Makhlouf.

„Keine neuen Hilfsschritte notwendig“ Die Lage im Euroraum rechtfertigt aus Sicht von Irlands Notenbankchef Ga­ briel Makhlouf keine neuen Stützungsschritte. „Aus meiner Sicht glaube ich nicht, was die Geldpolitik betrifft, dass es neue Hin­ weise gibt, die unsere Auf­ fassung ändern“, sagte das Ratsmitglied der EZB. Bis zum nächsten Treffen könne sich das aber noch ändern. Die nächste Zins­ sitzung der Währungshüter ist für den 29. Oktober an­ beraumt. Volkswirte rech­ nen damit, dass die EZB ­angesichts steigender Infek­ tionszahlen und neuer Ein­ dämmungsmaßnahmen in vielen Ländern bis zum Jah­ resende weitere geldpoli­ tische Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft beschließen wird. Makhlouf erwartet aber nicht, dass es zu den glei­ chen wirtschaftlichen Schä­ den kommt wie beim Lock­ down im April und Mai.

Dabei fällt zwangsläufig die Entscheidung darüber, ob ­Vermögen sich nicht nur ver­ mehren, sondern auch Gutes bewirken soll, wie beispiels­ weise ökologisches und sozi­ ales Handeln zu fördern. Mit dem ersten nachhaltigen ­Anlagekonzept Österreichs von der Volksbank Vorarlberg ist genau das möglich. „Banken besitzen nicht zuletzt durch die Beratung jedes ein­ zelnen Kunden eine wichtige Verantwortung“, wie Betr. oec. Gerhard Hamel, Vorstands­ vorsitzender der Volksbank Vorarl­b erg unterstreicht: „Jeder sollte sich die Frage ­ ­stellen, ob nicht soziale oder ethische Fragen bei der Geld­ anlage berücksichtigt werden müssten, in welche Unterneh­ men man investiert und ob man mit dem eigenen Vermö­ gensteil entweder Kohlekraft­

Gerhard Hamel, Vorstands­ vorsitzender der VVB.

Mit ihrer Anlagestrategie investiert die Volksbank in nachhaltig saubere Unternehmen. werke oder nachhaltige Ener­ gieformen unterstützen will. Das fängt schon bei kleinen Beträgen an.“ „(8)“ für Acht­ samkeit: Die Volksbank Vorarl­ berg vermittelt auf der Basis des selbst entwickelten An­ lagekonzeptes gezielt Invest­ ments in Unternehmen, die sich aktiv an der Erreichung nachhaltiger Entwicklungs­ ziele beteiligen. Als Grundlage dienen dafür die 17 SDGs (Su­ stainable Development Goals) von den Vereinten Nationen. Diese Ziele sollen weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökono­ mischer, sozialer sowie ökolo­ gischer Ebene dienen. Dreistufige Analyse Klare Ausschlusskriterien sor­ gen dafür, dass keine Emit­

tenten in ein Portfolio gelan­ gen, die den Zielen und Wer­ ten des Anlegers grundlegend widersprechen. Dazu zählen unter anderem die Verletzung von Arbeitsstandards, Waffen­ produktion, Tabakproduktion, Kohleförderung sowie Atom­ energie. Innerhalb der einzelnen, nicht ausgeschlossenen Branchen werden dann im zweiten Schritt diejenigen Unterneh­ men identifiziert, die sich in besonderer Weise in den Be­ reichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung enga­ gieren und dadurch als „Klas­ senbeste“ auffallen. Im dritten Schritt, dem „Impact Inve­ sting“, stehen die Sustainable Development Goals der Ver­ ­ okus. Die einten Nationen im F 17 nachhaltigen Entwicklungs­

ziele decken wichtige Themen wie nachhaltigen Konsum, ­erneuerbare Energien und die Bildung ab. Um diese hochgesteckten Ziele zu erreichen, ist jährlich ein Finanzierungs­ bedarf von rund fünf bis sieben Billionen US-Dollar nötig. ­Dieser kann jedoch nicht nur durch die Staaten allein abgedeckt ­werden.

Banken besitzen nicht zuletzt durch die Beratung jedes einzelnen Kunden eine wichtige Verantwortung. Betr. oec. Gerhard Hamel Vorstandsvorsitzender

Mit ihrer Geldanlage können die Kunden der Volksbank Vorarlberg zur Erreichung ­dieser Ziele beitragen. „Eine Philosophie“ „Das unabhängige, nachhal­ tige Investieren ist keine Werbe­ kampagne der Volks­ bank Vorarlberg – sondern ei­ ne Philosophie und echte Her­ zensangelegenheit, die sich auch aus den genossenschaft­ lichen Werten der Volksbank ableitet“, führt Betr. oec. Ger­ hard Hamel weiter aus. „Der Mensch steht im Mittelpunkt. Mit unserer Anlagestrategie schützen wir die Welt, mini­ mieren das Anlagerisiko und investieren gleichzeitig in nachhaltig saubere Unterneh­ men. Das verstehen wir unter Achtsamkeit.“

Mein Geld macht jetzt Sonnenenergie. Ihr Geld kann die Welt verändern. Wenn Sie es in die richtigen Anlageprodukte investieren, fördern Sie Unternehmen, die gut für alle sind. Wir geben 8 auf die Welt. Und auf Ihr Geld.

Mehr auf www.volksbank-vorarlberg.at/achtsam


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