Vorsorgen und Versichern
Foto: Bernadette Prassl
9. Oktober 2020
Starker Wandel Corona verändert die Versicherungen
GrĂźne Investments Wer so investiert, der schaut auf die Zukunft
Veranlagungs-Tipps Die Finanzplanung braucht den Fachmann
2 Vorsorgen und Versichern
Freitag, 9. Oktober 2020 Extra
Die Höhe der Rente heute fixieren „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ – gilt dieser von un seren Eltern und Großeltern oft gehörte Ratschlag noch? Viel leicht befinden wir uns noch nicht gerade in einer Notsitua tion, aber jedenfalls in einer unsicheren, herausfordernden und schwierigen Zeit. Vor allem der bevorstehende Winter mit den zu befürchtenden Corona-Einschränkungen, die voraussichtlich noch länger andauernde Niedrigzinsphase und die allgemeinen Unsicherheiten begründen auf den ersten Blick keinen Anreiz auf „Sparen“ oder auf „Vorsorgen“.
KR Robert Sturn Direktor VLV
Wir können unseren Kunden garantieren, dass wir auch in der aktuellen Situation in der Lage sind, unseren Verpflich tungen nachzukommen. Wieder bessere Zeiten Aber: Die Zeiten werden sich mit Sicherheit wieder zum Besseren ändern – und jede Krise verstärkt die wirklich wichtigen Dinge im Leben. So hat sich die Regionalität in diesen Krisenzeiten als besonderer Wert herauskristallisiert. Ohne den regionalen Wirtschaftskreislauf hätten wir
diese Zeiten bisher noch nicht so gut überstanden. Das gilt auch für das nachhaltige Handeln sowohl im privaten als auch im wirtschaftlichen Bereich. Und stimmt dann auch noch die Qualität, dann können wir optimistisch in die Zukunft blicken. Der Vorarlberger Landes-Ver sicherung (VLV) ist es daher ein großes Anliegen – es ist praktisch in der Satzung festgeschrieben – ihren Kunden auch in Krisenzeiten Sicherheit und Versicherungsschutz zu bieten. Verantwortung für die Kunden Als Versicherung hat die VLV die Aufgabe, auch in schwierigen Zeiten insbesondere die Schadenzahlungen an die Kunden sowie die Leistungen aus Lebensversicherungen an die Bezugsberechtigten zu gewährleisten. Auch der Ver sicherungsschutz für die Kunden muss aufrecht bleiben, um nicht versicherte Schäden möglichst zu vermeiden. „Wir können unseren Kunden garantieren, dass wir auch in der aktuellen Situation in der Lage sind unseren Verpflichtungen nachzukommen“, informiert Direktor Komm.-Rat Robert Sturn. Auch die persönliche Vorsorgeplanung bleibt sehr wichtig und gibt Sicherheit im Alter. Heute dürfen wir trotzdem unsere private Vorsorge nicht außer Acht lassen. Man sollte sich rechtzeitig Gedanken machen, wie man die staatlichen Leistungen durch private Vorsorgebausteine nachhaltig ergänzen kann: Dies beginnt mit der richtigen Wahl einer privaten Vorsorge, einer ent-
Vi g n ette
Die persönliche Vorsorgeplanung bleibt sehr wichtig und gibt Sicherheit im Alter. sprechenden Risikoabsicherung im Todesfall und endet mit der Absicherung von Pflege und der letzten Ruhe. Statistisch gesehen steigt die Lebenserwartung stetig und man möchte auch im Alter einen gewissen Lebensstandard erhalten und so lange es die Gesundheit zulässt zu Hause leben. Es ist sehr wichtig sich mit der eigenen Zukunft auseinanderzusetzen und Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Der Staat wird auch zukünftig eine wichtige Rolle in Bezug auf
Mag. Klaus Himmelreich Direktor VLV
Wir sind als regionale Versicherung bemüht, unseren Kunden auch zukünftig beste Kondi tionen für ihre Alters vorsorge zu bieten.
Pension und Pflege spielen. Die Ergänzung durch private Vorsorgebausteine ermöglicht wichtige, individuelle Frei räume und finanzielle Un abhängigkeit. Private Pensionsvorsorge Eine private Pensionsvorsorge (Rentenversicherung) ist das einzige Vorsorgeinstrument, welches dem Kunden eine lebenslange Rente garantieren kann. Dies ermöglicht die Schaffung eines persönlichen Mehrwerts durch eine private Altersvorsorge als optimale
Ergänzung zur staatlichen Pension. Dabei kann die Höhe der Rente schon heute fixiert werden, auch wenn die Rentenauszahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnt. Damit wird die „Pensionslücke“ individuell geschlossen oder verringert. „Wir als regionale Ver sicherung sind bemüht, unseren Kunden auch zukünftig beste Konditionen für ihre persönliche, maßgeschneiderte Altersvorsorge zu bieten“, so Dir. Mag. Klaus Himmelreich.
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Tipps für optimale Finanzplanung Jede Lebensphase hat Herausforderungen. Individuelle Lebensziele und persönliche Umstände wandeln sich und sind oft mit finanziellen Zielen und Verpflichtungen verbunden. Der Prozess, den wir Leben nennen, läuft im Idealfall geradlinig, manchmal aber auch unabsehbar überraschend. Christof Kogler, regionaler
Ich sorge vor, damit ich für künftige Aufwendungen gewappnet bin, egal ob diese geplant sind, oder nicht. Christof Kogler Geschäftsleiter Privatkunden
Geschäftsleiter Privatkunden Vorarlberg der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV), erläutert gegenüber den VN, worauf es bei der optimalen Vorsorge ankommt.
Wichtig sind vorausschauende und lebensbegleitende Lösungen.
Was bedeutet finanzielle Vorsorge? Im Grunde ist die Antwort recht einfach. Ich sorge heute vor, damit ich für zukünftige Aufwendungen oder Engpässe gewappnet bin – ganz gleich, ob diese geplant oder unvorhergesehen sind.
Zeitpunkt zu unterstützen. Bei einem monatlichen Betrag von 100 Euro würde sie zu ihrem 20. Lebensjahr über 27.000 Euro erhalten. Er war überrascht, wie viel mit ein wenig Geduld und hoher Sicherheit erreicht werden kann.
Wofür sollten wir aus Ihrer Sicht vorsorgen? Jeder hat ganz bestimmte Vorstellungen und Wünsche, wofür man vorsorgen möchte. Viele sorgen vor, um die persönliche Lebensqualität in der Pension aufrechtzuerhalten. Unternehmer tragen Verantwortung für sich und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für Eltern kann es die Absicherung der eigenen Person oder Familie sein, für Jugendliche der Start in die Eigenständigkeit. Jüngst war ein Kunde bei mir, der Vater geworden ist. Er möchte für seine Tochter etwas ansparen, um sie beim Start in die Eigenständigkeit zu einem späteren
Welche konkreten Lösungen empfehlen Sie?
Daten & Fakten BTV-Vorsorgeexpertise • 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vorsorgebereich werden laufend geschult, weitergebildet und zertifiziert. • Die BTV verzeichnet aktuell 7000 Vorsorgekunden. • BTV-Kundinnen und -Kunden profitieren in der Vorsorge sowie auch bei allen anderen Anlageformen von der Anlageexpertise und Marktmeinung der BTV.
Christof Kogler, BTV.
Corona verändert die Risiken für die Versicherungen Weniger Unfälle, aber mehr Cyber-Attacken: Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Allianz langfristige Auswirkungen auf Versicherungen. Im ersten halben Jahr der Corona-Krise sind in manchen Bereichen des Firmenkundengeschäfts die Sach- und Haftpflichtschäden zurückgegangen, weil es weniger Unfälle gab. Auf der anderen Seiten steigen die Risiken von Hackerangriffen, wenn viele Arbeitnehmer in vergleichsweise schlecht gesicherten Heimbüros auf Firmennetzwerke zugreifen. Kosten von 110 Milliarden Dollar Nach einer Schätzung der britischen Ver sicherungsbörse Lloyd‘s könnte Covid-19 für die Branche in diesem Jahr weltweit Kosten von 110 Milliarden Dollar bedeuten.
btv.at/privatkunden
Zukunft denken Für morgen gemeinsam vorausplanen.
Weniger Schäden in der Luftfahrt. Die Allianz selbst hat bislang 450 Millionen Euro für Corona-Schäden zurückgestellt. Der Großteil davon entfällt auf die Ausfall versicherung von Filmen, Fernsehproduktionen und Großveranstaltungen, wie Vorstandsmitglied Thomas Sepp erläuterte. Weniger Schäden im Flugverkehr Einen starken Rückgang der Schäden um mehr als die Hälfte gab es dagegen in der Luftfahrtversicherung: Da der Flugverkehr im Frühjahr weitgehend zum Erliegen kam, gab es nicht nur weniger Schäden an Flugzeugen und Flughäfen – es gab auch sehr viel weniger Unfälle von Passagieren auf Flughäfen und in Flugzeugen. Die schwere Krise der Luftfahrt könnte nach Einschätzung der Allianz-Fachleute aber langfristig sogar Auswirkungen auf die Sicherheit haben, wenn Flughäfen, Wartungsfirmen und Fluggesellschaften Personal abbauen und erfahrene Mitarbeiter vor die Tür setzen: Das könne insgesamt „zum Verlust von Know-how und auch Praxis führen“, sagte Allianz-Schadenmanager Philip Cremer. Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti Bilder: Russmedia-Archiv, Shutterstock, Agenturbilder Anzeigen: Russmedia Verlag GmbH, G utenbergstraße 1, 6858 Schwarzach
Hier gibt es kein Patentrezept und die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. In unseren Gesprächen empfehlen wir vorausschauende und lebensbegleitende Lösungen auf Basis einer Bedarfsanalyse. Kriterien wie Wünsche, Risikoneigung, Anlegermentalität und Flexibilität führen zu e iner maßgeschneiderten Lösung.
Wir alle wissen nicht, was kommt. Aber den eigenen Lebensstil auch in Zukunft halten zu können, ist mehr als wünschenswert. Die richtige Vorsorge befreit und schafft mehr finanziellen Spielraum.
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Flexibel sein für alle Lebenslagen Persönliche Vorsorge ist wich tiger denn je. Mit dem „Life Plan“ hat die Generali eine flexible Vorsorgemöglichkeit für jede Lebenssituation ge schaffen. Selten verläuft das Leben so wie geplant, und leider bleibt auch Unvorhergesehenes nicht aus. Diesen sich ständig wechselnden Lebensbedin gungen eines Jeden ange passt, sowie dem heraus fordernden wirtschaftlichen Marktumfeld Rechnung tragend, hat die Generali ein laut Eigendefinition einzigartiges Produkt entwi
Markus Winkler, Generali.
ckelt: „Mit dem LifePlan ha ben wir eine lebensbegleiten de Vorsorge auf dem Markt, die nicht nur Flexibilität in Hinblick auf die Prämienein zahlung und Auszahlung bie tet, sondern auch ein flexibles Umschichten der Prämie und B estandes zwischen des fondsgebundener und klas sischer Veranlagung ermögli cht“, informiert Markus Wink ler, Generali Regionaldirektor für Tirol und Vorarlberg. So kombiniert der Plan die Sicherheit der klassischen Lebensversicherung mit zusätzlichen Ertrag schancen aus Invest mentfonds, wodurch sich das Produkt laut Aussendung auch ideal als sicherheits bewusste und den noch fruchtbrin gende Vorsorgemög lichkeit eignet.
Mit dem LifePlan wurde eine lebensbegleitende Vorsorge auf den Markt gebracht, die sich durch höchste Flexibilität auszeichnet. Im Zusammenhang mit der Pensionsvorsorge weist der Plan für Regionaldirektor Winkler aber noch einen wei teren wesentlichen Vorteil auf: seine Flexibilität beim Leistungsbezug. „Flexible und individuell entscheidbare Auszahlungsmöglichkeiten wurden bei der Entwicklung der neuen Vorsorgelösung groß geschrieben.“ Flexible Auszahlung So ist eine Auszahlung bereits bis zu fünf Jahre vor Vertrags ablauf möglich, sei es als vor
zeitige Kapitalauszahlung oder als Überbrückungspensi on bei Altersarbeitslosigkeit oder Altersteilzeit. Zudem kann ähnlich der rei nen klassischen Lebensver sicherung – ein Pensionswahl recht inkludiert werden. Statt einer einmaligen Kapitalaus zahlung entscheidet sich der Kunde zum Ablauf des Ver trages für eine laufende Zu satzpension. Oder sogar für einen Mix aus beidem. – Eben genau so flexibel, wie man sich auf das Leben selbst ein stellen muss.
Nachhaltigkeit als U nternehmensstrategie Die Generali ist sich ihrer Rolle und damit einher gehenden Verantwortung in der Gesellschaft bewusst und setzt wesentliche Maßnah men in den Dimensionen Ökonomie, soziales und ge sellschaftliches Engagement sowie Ökologie. Sie verän dert die Gesellschaft, in der
sie tätig ist, zum Besseren und unterstützt eine Vielzahl an Projekten sowie Partner schaften mit Spenden und anderem Engagement, zum Beispiel im ehrenamtlichen Bereich. Nachhaltiges Agie ren ist ein wesentliches Fun dament der Unternehmens strategie „Generali 2021“.
„Versicherer sollen mehr zum grünen Wandel beitragen“ Um die Investitionen in einen klimaschonenden Aufbau und Umbau der Wirtschaft anzu kurbeln, braucht es nicht nur staatliche Gelder, sondern ver mehrt auch private Mittel.
Mit Prognosen sind die Versicherer vorsichtig.
Lockdown brachte weniger Schäden Autoversicherer in Öster reich haben durch den Corona-Lockdown im Früh jahr Millionen weniger für Kfz-Schäden an ihre Kun den auszahlen müssen. Im Vorjahr hätten die KfzVersicherer insgesamt rund 2,5 Mrd. Euro an ihre Kunden ausgezahlt. Seit Ende des Lockdowns wird wieder mehr mit dem Auto gefahren, die Unfälle und Schäden steigen. Bisher günstiger Verlauf Bei der Oberösterreichi schen Versicherung sind die Leistungen für KfzSchäden im Halbjahr um 27 Prozent auf 27,5 Mill. Euro gesunken. Ende August haben die KfzSchäden 40 Mill. Euro betragen, um 21,5 Prozent weniger als im Vergleichs zeitraum des Jahres 2019. „Durch den Lockdown ist
das Jahr bei der Kfz-Ver sicherung bisher deutlich besser gelaufen als die Jahre davor“, so der stellv. Gen.-Dir. der Ober österreichischen Versiche rung, Othmar Nagl. Bisher deshalb, weil sich dieser „Vorsprung“ von Monat zu Monat relativiere. Vorläufiger Rückgang Doris Wendler, Vorständin der Wiener Städtischen, sagte, es habe im April bei den gemeldeten Kfz-Schä den einen „kurzfristigen und signifikanten Rück gang im mittleren zweistel ligen Bereich“ gegeben. Bei den Prognosen für das Gesamtjahr sind alle Ver sicherungen derzeit noch vorsichtig. „Viel Nebel im Herbst oder ein früher Wintereinbruch können ganz schnell auf die Bilanz durchschlagen“, so Nagl.
Eine wichtige Rolle wird dabei der Versicherungsbranche zu kommen, wo es um eine nach haltige Veranlagung von Prä mien geht. Hoffnungen ruhen auch auf anderen institutio nellen Anlegern wie Pensions fonds.
Ein kluger Klimaschutz kann den Weg aus der Krise weisen. Die Krise muss für die Klimawende genutzt werden.
ersicherer vor große Heraus V forderungen. Dass 2019 rund 150 Mrd. Dollar an Naturkata strophenschäden anfielen, war in den Augen von UNIQAChef Andreas Brandstetter schon dramatisch genug. Davon sei nur ein Drittel ver sichert gewesen. Für 100 Milli arden mussten Steuerzahler aufkommen. Neue Versicherungsmodelle Gemischte öffentlich-private Finanzierungsmodelle oder Naturkatastrophen-Pflichtver sicherungen werden vieler orts diskutiert, auch in Öster reich. Brandstetter ist dafür, das Übel an der Wurzel zu packen – also darauf zu a chten,
dass die europäische Versiche rungswirtschaft ihre riesigen Finanzinvestmentströme in die richtige Richtung lenkt. Finanzhäuser und Aufseher erklärten die Notwendigkeit, die Geschäftsmodelle der Finanzdienstleister auf mehr Nachhaltigkeit auszurichten. Dazu brauche man aber klare und verlässliche Kriterien und Klassifizierungen, was als nachhaltig einzustufen sei. Einerseits für die „Beprei sung“, anderseits um „green washing“ zu verhindern. Es sei nicht alles grün, was mit Sonnenblumen, Regenbögen und Bienen verpackt und verkauft werde, warnen die Aufseher mit Blick auf boo
Leonore Gewessler Klimaschutzministerin
Mittlerweile gibt es freiwillige Zusammenschlüsse von Fi nanzinstituten, die sich eige ne Klimaziele setzen. Kapital mobilisieren Die öffentliche Hand wird die anstehenden Finanzierungen für Klimaziele und nachhal tiges Wirtschaften nicht allei ne stemmen können. Klima schutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) will dafür auch Investitionskapital aus dem Privatsektor mobilisiert wissen. Corona- und Klimakrise h aben heuer die österreichische Auf sichtskonferenz beherrscht. Immer teurere Klimarisiken stellten auch Banken und
Die Klimakrise ist die bisher größte Herausforderung.
Leonore Gewessler bei den VN. mende grüne Produkte, die von ihren Anbietern nicht selten umgefärbt würden. Märkte etablieren Es müssten Märkte für nach haltige Finanz- und Finanzie rungsprodukte etabliert werden. Die FMA-Vorstände Helmut Ettl und Eduard Mül ler warnten aber davor, Regu lierung und Aufsicht zum Steuerungsinstrument für In vestitionen umzufunktionie ren, wie das – in Österreich und in der EU – zum Beispiel in Form bevorzugter gerin gerer Eigenkapitalanforde rungen bei Banken für „grüne Kredite“ unter dem Schlag wort „green supporting fac tor“ gefordert würde. Investiti onsanreize seien nicht Sache der FMA, sondern der Fiskalund Strukturpolitik. Gewessler und Müller wollen die tiefe Wirtschaftskrise, die die Corona-Pandemie ausge löst hat, nicht verstreichen lassen, ohne sie für die Klima wende zu nutzen.
DAVID B. BERATER
T S I T O R GIERT A G EN
ng. u t l a nt e H e m r e e g s a Eng s t un l i l o s v e , h e c Farb d au i e v r ten? a e a D s r n e e i u b w r n nde h t nu rat er u c e K i B n e r t h s e c i i Rot rn s e un s e i S m h m c ü u k a Deshalb unden. Wollen K BEN R E W E um ihre B LI.AT/ A R E N E WWW.G
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Die Industriebetriebe haben im September mehr neue Aufträge einbuchen können. Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland hat zur Belebung des Neugeschäfts beigetragen.
Die Erwartungen steigen deutlich Leichte Beschleunigung des Industriewachstums – Anstieg der Nachfrage, insbesondere aus dem Ausland – Beschäftigungsabbau verlangsamte sich deutlich – Erneute deutliche Verbesserung der Produktionserwartungen. Die mit Beginn des dritten Quartals 2020 eingesetzte leichte Erholung der Industrie konjunktur in Österreich setzt sich fort und hat sich im September sogar etwas beschleunigt. „Der UniCredit Bank Austria EinkaufsMana gerIndex übertraf mit 51,7 Punkten im September mitt lerweile den dritten Monat in Folge die Wachstumsschwelle von 50 Punkten und konnte auch gegenüber dem Vor monat um 0,7 Punkte zulegen“, meint Chefökonom Stefan Bruckbauer und ergänzt: „Die Aufwärtsentwicklung in der österreichischen Industrie steht im Einklang mit dem eu ropäischen Trend. Ausgehend von einer deutlichen Verbesse rung in Deutschland ist der vorläufige EinkaufsManager Index für die verarbeitende Industrie im Euroraum sogar auf 53,7 Punkte gestiegen.“ Die leichte Verbesserung der Industriekonjunktur in Öster reich spiegelt sich im Septem ber in fast allen Komponenten
des EinkaufsManagerIndex wider. „Mit mehr Rückenwind aus dem Ausland hat sich die Auftragslage verbessert. Die Produktion wurde erneut aus geweitet und der Beschäfti gungsabbau verlor zumindest an Tempo. Zudem weisen die geringeren Preisrückgänge und die aktuellen Lagertrends auf die Fortsetzung der schrittweisen Erholung hin“, nennt Bruckbauer die wich tigsten Details der monat lichen Umfrage unter hei mischen Einkaufsmanagern. Neugeschäft nahm stärker zu Die österreichischen Industrie betriebe haben im September mehr neue Aufträge ein buchen können. Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland hat zur Belebung des Neu geschäfts beigetragen. Der Index für die Exportaufträ ge, der im Vormonat erstmals seit Jahresbeginn die Wachs tumsschwelle von 50 Punkten überschritten hat, erhöhte sich auf 52,7 Punkte, den besten Wert seit dem Frühjahr 2018. „Die heimischen Industrie betriebe haben im September die Ausweitung der Produkti onsleistung im Vergleich zum Vormonat etwas zurück genommen. Der Produktions index sank auf 53,6 Punkte. Aufgrund der Beschleunigung
Stefan Bruckbauer Chefökonom
Die derzeitige Aufwärts entwicklung in der österreichischen Industrie steht ganz im Einklang mit dem europäischen Trend. der Nachfrage nach ‚made in Austria‘ haben sich dadurch Auftragsrückstände aufge baut“, so Ökonom Walter Pudschedl. Mit den bestehen den Produktionskapazitäten konnten die Auftragszuwächse im September nicht voll erfüllt werden. Das zeigt sich auch an den verlängerten Lieferzeiten. Jobabbau verlor an Tempo Trotz der im Juli eingesetzten Erholung setzte sich der Beschäftigungsabbau in der österreichischen Industrie den siebenten Monat in Folge fort, jedoch mit der nied rigsten Rate dieses Zeitraums. Der Beschäftigungsindex stieg immerhin auf 49,1 Punkte. „Die Anpassung der Personal
kapazitäten an die geringere Auslastung verlangsamte sich deutlich. Allerdings liegt die Kapazitätsauslastung der hei mischen Industrie aktuell um fast 10,0 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, während der Beschäftigten stand dank der Kurzarbeits regelungen in der Krise bisher nur um etwa 1,5 Prozent ge sunken ist. Zumindest in eini gen Branchen ist in den kom menden Monaten trotz der eingesetzten Erholung daher noch mit einem fortgesetzten Jobabbau zu rechnen“, meint Pudschedl. Gestiegene Nachfrage Aufgrund des Anstiegs des Neugeschäfts haben die hei mischen Industriebetriebe die Einkaufsmenge im September nach dem Rückgang im Vor monat wieder erhöht. Die La gerbestände an Vormaterialien und Rohstoffen sanken den noch so stark wie noch nie im laufenden Jahr. Gleichzeitig ha ben sich auch die Bestände in den Verkaufslagern erneut deutlich verringert. Die verbes serte Nachfragesituation be ginnt sich in der Entwicklung der Lagerbestände niederzu schlagen. Allerdings darf die Stärke des Abbaus der Lager nicht überbewertet werden. Die heimischen Betriebe agie
ren noch sehr vorsichtig, daher ist der Materialeinkauf derzeit noch niedriger als der Material einsatz in der Produktion und die Verkaufslager sind nach dem Shutdown überdurch schnittlich stark gefüllt. Auch bei der Entwicklung der Preise macht sich mittlerweile die Er holung der Industrie bemerk bar. „Sowohl die Einkaufs- als auch die Verkaufspreise san ken im September erneut ge genüber dem Vormonat. Die Preisrückgänge haben sich an gesichts der verbesserten Nachfrage allerdings deutlich verlangsamt. In beiden Fällen waren die Preisrückgänge die geringsten seit Mitte 2019“, so Pudschedl. Die Verkaufspreise nahmen im September mit
Walter Pudschedl Ökonom
Die Anpassung der Personalkapazitäten an die geringere Aus lastung verlangsamte sich deutlich. Auch die Preise erholten sich.
Pensionen: Druck auf die Finanzierbarkeit IHS-Chef Martin Kocher sieht die von der Regierung beschlossene Pensionserhöhung skeptisch. Die Anpassung liegt in Sum me über der Inflationsrate und kostet daher mehr als gesetzlich eigentlich vor geschrieben. „Es erhöht natür lich weiter den Druck auf die langfristige Finanzierbarkeit“, sagte Kocher. Bedenken kom men auch vom Vorsitzenden der Alterssicherungskommis sion der Regierung, Walter Pöltner. „Es wird eine Pensionsreform geben müssen“, betonte Ko cher. Er warnte vor der „Illusi on“, das Pensions system durch eine immer stärkere Steigerung der Versicherten zahl finanzieren zu können.
Dies sei in den letzten Jahren durch Zuwanderung und mehr Frauen am Arbeitsmarkt gelungen, aber: „Irgendwann werden wir sehen, dass die De mografie nicht mehr reichen wird. Dann ist es sehr spät für eine Reform.“ Falsche Vorstellungen Skeptisch beurteilt die aktu elle Pensionserhöhung auch Pöltner – und zwar, weil klei nere Pensionen um bis zu 3,5 Prozent steigen, während Be zieher höherer Renten nicht einmal die Inflationsrate ab gegolten bekommen. „Bei den Politikern steht die Vorstel lung im Raum, dass hinter je der kleinen Pension ein armer Mensch steht“, so Pöltner. Tat sächlich hätten Kleinstpensio nisten oft aber auch andere
Einkünfte. Außerdem sieht er langfristig das Versicherungs prinzip gefährdet, wonach höhere Einzahlungen auch höhere Pensionen bewirken müssten. Präsentiert wurde eine Studie über verhaltensökonomische Anreize im Pensionssystem. Das sogenannte „Nudging“ setzt auf psychologische Tricks statt Verbote und will so zu einem bestimmten Verhalten motivieren – in diesem Fall zu einem späteren Pensions antritt. So schlägt das IHS vor, künftig nicht nur auszuwei sen, wie viel die Frühpension kostet, sondern auch, wie viel das Weiterarbeiten bis 68 brin gen würde. Außerdem könnte die neutrale „ Korridorpension“ in „Abschlagspension“ um benannt werden.
etwa gleich hoher Rate wie die Einkaufspreise ab, wodurch sich im Durchschnitt wie schon im Vormonat keine Veränderung der Ertragssitua tion für die heimischen Unter nehmen ergab. Schrittweise zu alter Stärke Nach der Rückkehr der öster reichischen Industrie auf ei nen Wachstumspfad im Som mer setzte die heimische In dustrie den Expansionskurs im September fort. Zudem hat sich das Tempo der Erholung sogar etwas gesteigert. Der EinkaufsManagerIndex konn te das Niveau des Vormonats übertreffen und lag über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Wesentlichen Anteil daran hatte die Verbesserung des Exportumfelds, das vom Aufwind in der deutschen In dustrie profitierte, was sich im stärksten Anstieg der Aus landsaufträge seit 2,5 Jahren niederschlug. Angesichts der jüngsten Entwicklung der Pandemie mit wieder stei genden Infektionszahlen sind für die kommenden Monate weltweit zumindest lokale wirtschaftliche Beschränkun gen zu erwarten, die das Erholungstempo der stark ex portorientierten heimischen Industrie voraussichtlich dämpfen werden.
Kräftige Kreditvergabe
Es wird eine Pensionsreform kommen müssen.
Auch nach vielen Monaten der Corona-Pandemie hält die starke Kreditaufnahme von Firmen im Euroraum an. Im August vergaben die Banken im Währungs gebiet 7,1 Prozent mehr Darlehen an Unternehmen als ein Jahr zuvor, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. Damit fällt der Anstieg den dritten Mo nat in Folge so stark aus wie seit elf Jahren nicht mehr. Auch im Juni und Juli lag der Zuwachs bei 7,1 Prozent. Wegen der wirtschaftlichen Einschränkungen infolge der Pandemie in vielen Ländern haben sich viele Unternehmen vorsorglich mit Krediten eingedeckt. Damit wollen sie vermei den, dass sie trotz zum Teil erheblicher Einbußen in ihren Geschäften bei den Zahlungsverpflichtungen nicht in Verzug geraten.
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Wichtige dynamische Veranlagung Das Coronavirus stellt seit Wochen das Leben der Vorarlberger auf den Kopf. Dennoch sollten die Menschen nicht auf die eigene finanzielle Zukunft vergessen. Wie man die drohende Pensionslücke am besten schließt und für den Lebensabend am sinnvollsten Kapital anspart, weiß Walter Felizeter, Leiter der Raiffeisen Versicherung Vorarlberg. Online-Unterricht, Homeoffice, Kurzarbeit und seit Neuestem ein Ampelsystem, das den Weg weisen soll. Wer hätte noch vor wenigen Monaten gedacht, dass ein Virus das Leben der Menschen bestimmt. Doch Experten warnen davor, gerade in Zeiten von Corona nicht auf die eigene Pensionsvorsorge zu vergessen. Walter Felizeter: „Bei allen Sorgen zu unserer Gesundheit, zur Jobsicherheit und seinen Finanzen sollte niemand die Absicherung seiner eigenen Zukunft aus den Augen verlieren.“
Das österreichische Pensions system war schon lange vor dem Virus ein Sorgenkind. Viele sehen es kurz vor einem Kollaps. Andere vertrauen darauf, dass zum Zeitpunkt ihres eigenen Pensionsantritts alles in bester Ordnung sein wird und sie entsprechende Pen sionszahlungen empfangen werden. Felizeter rät zur Vorsicht: „Mit großer S icherheit muss man von einer Lücke zwischen dem letzten AktivEinkommen und der Leistung aus dem staatlichen Pensionssystem aus gehen. Was die Zukunft bringt, weiß nie mand.“ Aktuell veranschau licht Corona jedenfalls, wie schnell sich alles ändern kann. Der Spezialist betont daher: „Private Vorsorge ist wichtiger denn je, um sich in Zukunft und im Ruhestand einen entsprechenden Lebensstandard leisten zu können.“ Drei konkrete Tipps Besonders beliebt, um für später Kapital anzusparen, sind in
Wem die Zukunft wichtig ist, der greift zu Nachhaltigkeitsfonds.
Vorarlberg fondsgebundene Lebensversicherungen. Damit kann jeder von attraktiven Ertragschancen auf der einen Seite und von Steuervorteilen auf der anderen profitieren. Für alle, die sich zwischen unterschiedlichen Vorsorgeprodukten entscheiden müssen, hat Walter Felizeter drei Tipps: „Erstens sollte die fondsgebundene Lebensversicherung eine dynamische Veranlagung ermöglichen – das heißt, die Einlage sollte flexibel an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden können. Zweitens sollte man eine lebenslange Pension garantiert bekommen und Lösungen im Falle von schwerer Krankheit, Berufsunfähigkeit und Ableben inkludiert haben. Und drittens kann man mit seiner Vorsorge auch noch Gutes tun.“ Wem die Zukunft wichtig ist, der greift deshalb auf Nachhaltigkeitsfonds. Mit ihnen kann man seine Pensionslücke schließen und zugleich in
Unternehmen und Projekte investieren, die soziale, ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen. Seit Jahren gibt es zahlreiche Angebote rund um private Altersvorsorge. Viele verlieren dabei die Übersicht. Walter Felizeter hat dafür Verständ nis: „Sich im Dickicht der Angebote zurechtzufinden, ist nicht immer einfach. Am besten ist hier der Gang zum Berater seiner Hausbank.“
Walter Felizeter.
Ein Anstieg von Privatinsolvenzen droht.
80.000 Kredite sind gesetzlich gestundet Das gesetzliche Kreditmoratorium für Privatpersonen und Kleinstunternehmen wird gut genutzt. Noch höhere Beträge sind aber privat gestundet, sagt Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschafts kammer Österreich (WKÖ). Das staatliche Moratorium gilt nach zwei Verlängerungen inzwischen bis 31. Jänner 2021. Für das Frühjahr befürchten die Schuldnerberater einen Anstieg der Privatinsolvenzen. Laut Rudorfer sind derzeit unter dem gesetzlichen Moratorium für Private und Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten beziehungsweise zwei Mill. Euro Umsatz 80.000 Kredite mit einem Volumen von 6,6 Mrd. Euro gestundet. Dazu kommen 60.000 privat gestundete Kredite mit einem Volumen von über 17 Mrd. Euro. Denn die Banken haben mit Ausbruch der Corona-Krise noch ohne gesetzliche Grundlage Stundungen ermöglicht. Dies hätten vorwiegend Unternehmen in Anspruch genommen. Die meisten Stundungsanfragen gab es im März und April, teilweise können die Kunden inzwischen schon wieder ihre Kredite bedienen. So war die Zahl der gesetzlich gestundeten Kredite Anfang Juni mit rund 104.000 höher als jetzt. Auch die Wüstenrot Bausparkasse hat zwischen März und August eine höhere Nachfrage nach Stundungen verzeichnet, seit Juli laufen die ers ten Stundungen aber wieder aus und die Situation normalisiere sich langsam wieder.
EBZ warnt die Banken vor Nachlässigkeit EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria hat Geldhäuser dazu aufgefordert, bei Rückstellungen für faule Kredite nicht nachzulassen. Ein verzögertes Anerkennen und ein schwaches Management sich qualitativ verschlechternder Vermögenswerte müsse vermieden werden. Denn Nachlässigkeit könne leicht die Bilanzen der Geldhäuser mit faulen Krediten für lange Zeit belasten. Für die Institute werde es dann schwieriger, Kunden zu versorgen und zu einer schnelleren Erholung der Wirtschaft beizutragen.
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Vorsorgen mit Nachhaltigkeit – in eine bessere Zukunft investieren Immer mehr Anleger setzen als langfristige Vorsorge auf nachhaltige Geldanlagen. „Geht es um das Thema Geldanlage, fragen sich viele Menschen, wie sie ihre Sparziele heute am besten erreichen können“, sagt Wolfgang Walter, Bereichsleiter Privatkunden der Volksbank Vorarlberg. „Und das nicht nur in Zeiten der Pandemie, sondern auch angesichts der dauerhaft niedrigen Zinsen.“ Wer auch weiterhin sein Geld in Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld steckt, erhält bei Weitem nicht mehr die Erträge wie noch vor zehn Jahren. Ein Ausweichen auf effizientere Produkte wie das Fondssparen wird damit unausweichlich. Bei der Wahl des richtigen Fonds gibt es allerdings einiges zu beachten. Neben der Entscheidung, ob Anleger
Wolfgang Walter, Volksbank.
lieber verstärkt auf Chancen setzen oder sicherheitsorientiert anlegen wollen, stellt sich auch die Frage nach sozialen, ökologischen und ethischen Aspekten. „Nachhaltigkeit liefert ein zusätzliches Auswahlkriterium bei der Fondswahl und wir sehen, dass die Nachfrage dazu deutlich steigt“, so Walter und betont, dass Nachhaltigkeit und Rendite keinen Widerspruch in sich darstellen. Gerade in der COVID-19-Krise hat sich gezeigt, dass das auf nachhaltige Kriterien ausgerichtete Risikomanagement unbeständige Börsenentwicklungen besser verkraftet. Nachhaltigkeitsmanagement Diesem Prinzip des Nachhaltigkeitsmanagements folgt der Premium Selection Fonds der Volksbank Vorarlberg. Hier werden nicht nur die Bilanz und die Finanzstärke der U nternehmen untersucht, sondern ebenfalls deren Umgang mit klimaschonenden Zukunftstechnologien, die Verpflichtung zu einer transparenten Unternehmensführung sowie der schonende Umgang mit Ressourcen. „Mit der breiten, regionalen und thematischen Streuung der Einzelaktien verbessern wir zudem das Risikoprofil des Portfolios“, so Walter. Aber auch Anleger haben eine klare Vorstellung, auf welche Werte bei der Investition ihres Geldes geachtet werden soll.
Die Teilnehmer wurden zudem aufgefordert, einen fiktiven Anlagebetrag auf zuteilen. Dabei wurden rund 50 Prozent in Unternehmen investiert, die sich hin zu mehr Nachhaltigkeit ent wickeln. Die restliche Summe ging an Unternehmen und Staaten, die bereits mit gutem Beispiel vorangehen und sich besonders verantwortungsvoll verhalten.
Faire Entlohnung und menschenfreundliche Arbeitsbedingungen werden am meisten geschätzt. Dies zeigt eine neue Studie der Union Investment. Die wichtigsten Kriterien Union Investment, Fondspartner der Volksbank Vorarlberg, führte im Februar und März 2020 mit dem Markt forschungsinstitut „Produkt + Markt“ eine Studie mit deut-
schen Finanzentscheidern zwischen 18 und 69 Jahren durch. In dieser Studie wurden im Zusammenhang mit nachhaltigen Geldanlagen unter anderem die Ein- und Ausschlusskriterien erhoben. Die Ergebnisse zeigen, dass faire Entlohnung und menschenfreundliche Arbeitsbedingun-
gen bei den Einschlusskriterien am wichtigsten sind. Zu den absoluten Ausschlusskriterien gehören Kinderarbeit und Verstöße gegen die Menschenrechte. Laut der Studie möchten die Inves toren, die nachhaltig anlegen, grundsätzlich etwas Positives bewirken.
Soziale Faktoren sind wichtig „Nachhaltigkeit umfasst heute nicht mehr allein ‚grüne‘ oder ökologische Geldanlagen“, sagt Wolfgang Walter und ergänzt: „Unser Fondspartner Union Investment bewertet neben Umweltaspekten auch soziale Faktoren und die Führungsqualitäten von Unternehmen und Staaten, die sogenannten ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance).“ Diese schließen nicht nur Umweltfreundlichkeit und ökologische Produktionsweisen ein, sondern zum Beispiel auch die Wahrung von Menschenrechten oder den Ausschluss von Unternehmen, die Waffen herstellen. Ebenso spielen der Ruf eines Unternehmens und das Geschäftsmodell eine Rolle. Manche Unternehmen qualifizieren sich somit besonders für die Aufnahme in einen Fonds – andere schließen sich aus. Werden alle diese Punkte bei der Vorsorge berücksich tigt, lässt sich viel bewegen.
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