WERTVOLL
Ökologische Initiativen für eine lebenswerte Zukunft 18. September 2020
Transformation Kein Negativimpact im Lebenszyklus
Öko-Know-how 100 % Erneuerbare mit Zukunftstechnik
Klimaschutzpreis Heute anmelden auf klima.vn.at
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Freitag, 18. September 2020 Extra
STATEMENTS „Cradle to Cradle“-Prinzip in Wirtschafts- und Produktionskreisläufen verankern!
in regenerativer Umgang mit unserem Planeten ist ohne funktionierende Kreislaufwirtschaft undenkbar. Die Politik muss die Vereinbarkeit mit unserem System klären sowie die Etablierung solcher Prozesse umsetzen: etwa entschieden einschreiten, wenn Ölbosse wie Rainer Seele behaupten, Recycling von Petrochemieprodukten voranzutreiben, zeitgleich aber größere Ölfördermengen für die Branche im Auge haben.“
ornbirn hat seit 25 Jahren ein Umweltleitbild. Wir pflanzen jedes Jahr Bäume und schenken jedem Neugeborenen einen. Städtische Gebäude werden mit 100 % Ökostrom betrieben. Rund 80 % des kommunalen Energieverbrauchs wurde auf erneuerbare Energiequellen umgestellt. Der CO2-Ausstoß konnte so in 15 Jahren um 85 % verringert werden. Der Stadtbus änderte das Mobilitätsverhalten im Land. Es geht noch mehr!“
s ist an der Zeit, die Augen der Öffentlichkeit für das „Cradle to Cradle“-Prinzip – ,vom Ursprung zum Ursprung‘ als Ansatz für durchgängig konsequente Kreislaufwirtschaft – zu öffnen und Raum für Diskussionen darüber zu schaffen. Wir brauchen einen Perspektivenwechsel und ein Umdenken in den Köpfen der Menschen, um Produkte, die von Beginn an für Kreisläufe designt sind, nachhaltig in unser aller Leben einzuführen.“
ine gute Kreislaufwirtschaft ist essenziell für nötigen Wandel. Photovoltaikanlagen, Recycling, Fassadenbegrünung etc. müssen Normalität und gesetzlich verankert werden. Die Klimakrise ist auch eine soziale Frage. Unser derzeitiges Wirtschaftssystem beruht auf Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt. Das muss sich ändern! Maßnahmen kennen wir, jetzt geht es um die Umsetzung. Und hier ist die Politik gefragt.“
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Aaron Wölfling Fridays4Future Vorarlberg
Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann Bürgermeisterin von Dornbirn
Claudia Bertsch Head of Marketing BERTSCHgroup
Leah Birnbaumer, Landessprecherin der Grünen Jugend
Bgm. Rainer Siegele, Obmann Gemeindeverband für Abfallwirtschaft und Umweltschutz
it dem ,End of Pipe’-Denken hat der Gemeindeverband vor 20 Jahren aufgehört. Mit ,Nachhaltig:Bauen in der Gemeinde’ wurden über 100 zukunftsweisende, öffentliche Gebäude errichtet. Gemeinden und Institutionen kaufen jährlich um vier Mill. Euro nachhaltige Produkte über unseren ökologischen Beschaffungsservice. ,Ghörig feschta‘ ,Lebensmittel sind kostbar‘, ,Umweltwoche‘ … sind Zukunftsprojekte.“
INTERVIEW Stefan Grabher (55), Gründer/Inhaber/GF Mary Rose/Paptex Textilhandels GmbH Dornbirn
Kompostierbare Qualitätsstoffe
Eine ganzheitliche Unternehmenstransformation nach dem 4-Säulen-Prinzip.
und mir gepflegt wird. Dort erhalten wir wertvolle Informationen und Ideen. Für Kunden aus Regionen, die nicht durch stationäre Partner abgedeckt sind, haben wir einen kleinen feinen Onlineshop eröffnet, der es ihnen ermöglicht, trotzdem nachhaltige Waren zu beziehen.
DORNBIRN Positiver Impact vom Rohstoffanbau über den gesamten Produktionsprozess bis hin zu Recycling/Kompostierfähigkeit unter Berücksichtigung bzw. Einhaltung von Naturkreisläufen umfasst die Firmenphilosophie und aktive Unternehmenstransformation der Mary Rose/ Paptex Textilhandels GmbH. Gründer und Geschäftsführer Stefan Grabher setzt mit seinem Team und der Heimtextilien- und Wohnaccessoires-Eigenmarke „Mary Rose“ auf das „4-Säulen-Prinzip der Nachhaltigkeit“, das unter anderem „Cradle to Cradle“ GOLD-Textilien beinhaltet. Das Unternehmen wurde dafür für den deutschen Nachhaltigkeitsund Designpreis nominiert. „Es gilt das Null-SchadstoffPrinzip von A-Z: Keine negativen Einflüsse während des gesamten Entstehungs- und Lebenszyklus der Ware“, erläutert Grabher im VN-Interview. Wie decken sich aufwendige ökologische Bemühungen mit unternehmerischem Erfolg? GRABHER Wir sind mit unseren C2C-Produkten/Lösungen bereits auf dem Markt und seit Jahren aktiv im gesamtheitlichen Transformationsprozess im globalen Kontext. Unsere Unternehmenstransformation nach dem 4-Säulen-Prinzip ist eine enorme Herausforderung, da die Umstellung nicht nur Eigenmarkenprodukte wie Bettwäsche im Speziellen umfasst, sondern das Gesamtunternehmen – von internationalen Zulieferern bis zum Endverbraucher. Es geht nicht nur um die Optik, sondern alle Materialien im gesamten Prozess. Nicht nur der Rohstoff Baumwolle, sondern alle Teile – vom Knopf, übers Garn bis zum Reißverschluss – müssen neu gedacht werden. Wir müssen durchgängig durch Transparenz Vertrauen vermitteln. 90 Prozent unserer Partner sind inzwischen Fair Wear auditiert oder zumindest unter Monitoring und 60 Prozent unseres Baumwollsortiments ist bereits GOTS-zertifiziert. Die bisher am Markt angewendeten
„Qualitätsprodukte in schönem Design, in Naturkreislaufproduktion im intakten Ökosystem ergeben wieder Nährstoffe, auf denen man Bäume pflanzen kann.“ Konzepte beinhalten oftmals sehr viele Probleme. Wie zum Beispiel, dass sich während der Verwendung des Produktes beim Waschen Mikroplastik herauslöst und in den Wasserhaushalt gelangt. Beim Recycling werden gute Produkte mit schlechten Produkten vermischt, der Lebenszyklus wird zwar verlängert, aber die Schadstoffproblematik am Ende des Lebenszyklus wird nicht beseitigt. Und das sind nur ein Teil der Probleme, die sich aus der Nutzung von konventionellen Textilien er-
geben. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden einer Gesinnung Rechnung tragen, die nicht nur wertvolle Qualitätsprodukte in schönem Design schafft, sondern in Naturkreisläufen und einem intakten Ökosystem etwa kompostierbare Nährstoffe ergibt, aus denen man wieder neue „Bäume“ pflanzen kann. Es geht darum, aus negativen positive Effekte zu machen. Das gilt selbstverständlich einhergehend auch für den sozialen Bereich: Wir tragen unseren
Teil bei, indem wir an Themen wie Fairness für unsere Produktionsmitarbeiter in den unterschiedlichsten Ländern sowie Stärkung ihrer Rechte und den Erhalt eines existenzsichernden Lohnes arbeiten. Wo kein Negativ-Input, da auch kein Negativ-Output! Die 4-Säulen-Transformation ist als laufender Prozess eine permanente Herausforderung und die Konsumenten mit dem entsprechenden Bewusstsein sind wesentlicher Teil dieser positiven Entwicklung.
Wie entfaltet der Öko-Einsatz und das breite Bewusstsein dafür Wirkung? GRABHER Der Markteintritt ist ganz bewusst mit unterschiedlichen Handelsunternehmen/Partnern in Österreich, Deutschland und der Schweiz erfolgt. Teilweise mit stationären Händlern, teilweise mit Versandhändlern und klarerweise mit den eigenen Geschäften, wo der direkte persönliche Kontakt zum Kunden bzw. Endverbraucher im Verkaufsgespräch mit meinem Team
Was sind die Beweggründe für diese Transformation? Hauptsächlich GRABHER meine eigene Erfahrung. Ich bin seit Anfang der 80er-Jahre im Textilhandel tätig und habe in verschiedensten Ländern immer wieder die oft negativen/fatalen Auswirkungen der Textilindustrie auf den Menschen und die Umwelt erlebt. Auch kann ich mich noch an Zeiten erinnern, als diese Auswirkungen bei uns in Österreich spürbar waren. Mittlerweile haben wir sie in unserem Land vermeintlich repariert, allerdings durch Weiterführung der negativen Kreisläufe in anderen Ländern. Also durch Outsourcing. Diese Beobachtungen und Erfahrungen haben zu dem Wunsch nach einem Paradigmenwechsel geführt. Alles natürlich ganz klar im Rahmen unserer Möglichkeiten. Hier sehen wir unser „Cradle to Cradle“-Konzept als mögliches Leuchtturmprojekt, da es für den Erhalt der Rohstoffressourcen in Naturkreisläufen steht. Das C2CPrinzip ist nicht nur regional, sondern länder- und kontinenteübergreifend – also global – angelegt. Denn das Problem ist ja auch global. Also findet unser Projekt in verschiedenen Ländern in Asien und Europa statt. Neben der ökologisch-sozialen Ausrichtung und Umsetzung sind zudem gutes Design und Funktionalität sowie wirtschaftlicher Erfolg tragend. So wird das Credo des 21. Jahrhunderts heißen: Kein gutes Design ohne Funktionalität und Nachhaltigkeit! Infos: www.mary-rose.at Titelbild Seite 1: Um die ganzen Errungenschaften auch wissenschaftlich zu belegen, hat die Mary Rose/Paptex Textilhandels GmbH ein Projekt zusammen mit der Universität Innsbruck zum Thema Kompostierung gestartet – im Bild Antonia Grabher mit Livia Hökl von der Uni Innsbruck
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Alles wird Rohstoff
Kreislaufwirtschaft ist in Vorarlberg wichtiges Thema, aber auch eine große Herausforderung.
EDITORIAL Verena Daum
C2C: gesunder Lebenszyklus
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hne Übertreibung: Für unser Überleben muss sich ein zukünftig ethisches Wirtschaftssystem – eine „Cradle to Cradle“-Kreislaufwirtschaft, vor allem in der Nahrungsmittelproduktion, an die planetarischen Prozesse und die Naturkreisläufe halten. Eine tibetische Weisheit besagt: „Das Gelingen ist eine Frucht der vollkommenen Kenntnis deiner selbst und der Mechanismen der
BREGENZ „Wo werden mineralische Rohstoffe gewonnen, wo Bauschutt und Aushubmaterial deponiert? Diese Fragen halten uns auf Landesebene, aber auch die Kommunen bis hin zu den Anrainern an betroffenen Zubringerstraßen auf Trab“, verweist Bernie Weber, Wirtschaftssprecher der Grünen, auf die Demo in Al-
Abg. Bernie Weber
„Geboren aus der Erde über den Lebenszyklus zurück zum Ursprung als Nähr-/Rohstoff.“
Wirtschaftssprecher der Grünen
„Abfallmaterial und Schutt als Rohstoff wiederverwerten anstatt teuer entsorgen.“ tach, die gezeigt hat, wie emotional dieses Thema in der Bevölkerung ist. Ein Blick in die Nachbarschaft: In Zürich wurde bereits 2013 ein 14-stöckiges Bettenhaus des Stadtspitals mit Recyclingbeton errichtet.
Kreislaufwirtschaft: Grüner Spitalbau in Zürich aus Recyclingmaterial.
Bauen mit Recyclingmaterial 2017 entstand ein neues Gebäude der Humboldt-Universität in Berlin Mitte – gebaut mit recyceltem Bauschutt. Bei uns im Land seien die Herstellung von Recyclingbeton, Aushubwasch- und Aushubwie-
de rau f b e re i tu n g s a n l a g e n oder Bauschuttrecycling vielfach noch nicht angekommen oder werden ignoriert. „Das muss sich ändern“, betont Weber. Auch in Vorarlberg gelte es, Rahmenbedingungen für den
Einsatz von Sekundärrohstoffen – also Rohstoffe, die durch Recycling aus entsorgtem Material gewonnen werden – zu schaffen. Hier spielen Vorgaben und Anforderungen in öffentlichen Ausschreibungen eine große
Rolle. „Wir haben nicht unendlich viel Sand, Kies oder Stein. Das heißt, wir müssen sorgsam mit den Rohstoffen umgehen und sie wiederverwerten, statt sie teuer zu entsorgen“, pocht Weber auf Recycling.
ES STECKT VIEL GRÜN IM GELB. CO2 neutrale Logistik für unser Klima. post.at/co2neutral
Da unsere Umwelt wirklich wichtig ist, beziehen wir nur „grünen“ Strom aus Österreich, haben die größte E-Fahrzeugflotte Österreichs und produzieren mit unseren eigenen Photovoltaikanlagen selbst Energie. Darum sind wir das einzige Logistikunternehmen, das alle Sendungen in Österreich CO2 neutral zustellt. Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post.
Welt.“ Der bengalische Philosoph Rabindranath Tagore zur Basiserkenntnis: „Wer Bäume setzt,, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.“ Direkter sagte Mahatma Gandhi: „Die Welt hat genug für unsere Bedürfnisse, nicht aber für unsere Gier.“ Der ehemalige Präsident von Uruguay, José Mujica: „Der Wahnsinn unserer Gesellschaft ist die Vergeudung von Lebenszeit. Die Geld- und Besitzgier dient nur dem Kapitalismussystem und nicht dem menschlichen Glück.“ Die indische Physikerin und Trägerin des Alternativen Nobel-
preises Vandana Shiva (www. navdanya.org) beschreitet mit ihren Öko-Frauen im Agrarbereich den Weg „vom Ursprung zum Ursprung“ (C2C), um die Verbrechen der Chemie- und Agrarmultis zu beenden, mit den Worten: „We are either going to have a future where women lead the way to make peace with the earth or we are not going to have a human future at all.“ In vielen Regionen der Welt, auch bei uns, wächst das Bewusstsein für eine ganzheitlich nachhaltige Kreislaufwirtschaft mit viel Engagement in der Produktentwicklung nach dem Prinzip „von/aus der Erde ohne Negativimpact im Lebenszyklus zurück zum Ursprung als Nähr- oder Rohstoff – biologisch, technisch …“. In der Natur entsteht und vergeht alles in einem „gesunden Kreislauf des Lebens“, stiftet Nutzen und verursacht keinen Schaden. Als eine Menschheitsfamilie und Teil der Natur sollten wir eine funktionierende Kreislaufwirtschaft nach dem „Cradle to Cradle“Prinzip zustande bringen: vom Designer über den Produzenten bis hin zum Konsumenten – jeder in seinem Wirkungsbereich. Verena Daum redaktion@vn.at 05572 501-263
IMPRESSUM | Redaktion: Verena Daum Fotos: VN-Archiv, Handout, Mary Rose/ Paptex, Bertsch, Rhomberg, BuLu, Alpla, VKW, Layout: Stefan Eder
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BERTSCHenergy realisiert den Kohleausstieg Neues Projekt in Deutschland unterstützt den Weg zur Klimaneutralität. BLUDENZ Der Bludenzer Kraftwerks- und Apparatebauer ist stolz auf die Beteiligung an einem neuen Projekt des langjährigen und geschätzten Kunden SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG. Der Kunde trifft mit seinem Modernisierungsprojekt in Kaiserslautern, RheinlandPfalz, den Zahn der Zeit. Im Heizkraftwerk wird ein Kohlekraftwerk stillgelegt. Stattdessen werden zur Energieversorgung der Stadt vier effiziente Gasturbinen mit nachgeschalteten Abhitzedampferzeugern errichtet. Mehr elektrische Leistung BERTSCHenergy ist verantwortlich für die Lieferung, Montage und Inbetriebsetzung von diesen vier Abhitzedampferzeugern, welche als zentrale Bindeglieder jeweils zwischen den Gasturbinen und der Dampfturbine platziert sind. Die heißen Abgase der Gasturbinen werden durch die BERTSCHenergyAbhitzedampferzeuger geleitet. Die Restwärme im Abgas wird dabei zur Erzeugung von
Dampf genutzt, welcher auf einer Dampfturbine entspannt. Dadurch wird zusätzlich elektrische Leistung generiert. Zudem versorgt das nachgeschaltete Fernwärmeregister die Stadt Kaiserslautern mit Fernwärme. Dies führt zu einem wesentlich höheren Brennstoffausnutzungsgrad und senkt die spezifischen Ing. Hubert Bertsch CEO/Eigentümer BERTSCHgroup
„Unsere Technologien und Anlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der EU-Klimaziele.“ CO2-Emissionen enorm. Die Fertigung der vier Abhitzedampferzeuger in der BERTSCHenergy-Produktionsstätte in Nüziders hat bereits begonnen. Energieeffizienz steigern Die Anlagen werden nach höchsten technischen Stan-
dards geplant und errichtet. Das Heizkraftwerk erhöht dadurch nicht nur seine Effizienz, es reduziert dabei sogar seine CO2-Emmissionen enorm. Auch die restlichen Emissionen werden durch die Stilllegung des Kohlekraftwerks signifikant verringert. Interessant ist, dass das stillzulegende Kohlekraftwerk im Jahr 2007 von BERTSCHenergy selbst bei SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG errichtet wurde. Es war die einzige Kohlereferenz des Bludenzer Kraftwerkbauers. BERTSCHenergy ist über den Verlust dieser Referenz aber nicht traurig. Die weltweiten Entwicklungen der letzten Jahre, die immer strenger werdenden Emissionsvorgaben der EU und die Umsetzung des Kohleausstiegs Deutschlands bis 2038 geben die Richtung der Zukunft der Energiewirtschaft an. Klimaziele erreichen „Mit unseren eigenen Technologien, Anlagen und Prozessapparaten leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der EU-weiten Klimaziele“, betont Ing. Hubert Bertsch, CEO und Eigentümer der BERTSCH Firmengruppe.
Die Sicherstellung einer stabilen Energieversorgung für die Industrie und regionale Energieversorger gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Das Bestreben nach Energieeffizienz und die Rücksichtnahme auf unsere Umwelt nimmt zunehmend eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft ein. BERTSCHenergy hat diese Entwicklungen früh erkannt und bereits in Lösungen umgesetzt und anschließend in zahlreichen Projekten angewandt. Neben Gasund Dampfkraftwerken ist BERTSCHenergy auf Biomassekraftwerke spezialisiert und in der industriellen Abhitzenutzung tätig. Diese erhöhen den erneuerbaren Energieanteil, senken Treibhausgase und steigern die Energieeffizienz. BERTSCHenergy Abhitzedampferzeuger für die SWK Stadtwerke Kaiserlautern.
INTERVIEW Kate Sowa (25), Gründerin/Sprecherin Cradle to Cradle NGO Ehrenamt, Regionalgruppe Wien
„Positives Menschenbild und gute Lösungen“ Österreichs erste C2C-Regionalgruppe als Bildungs- und Vernetzungsplattform für Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. WIEN Die 25-jährige Kate Sowa hat getreu ihrem Lebensmotto „let’s leave a positive footprint“ die erste österreichische Regionalgruppe „Cradle to Cradle NGO Ehrenamt“ nach deutschem Vorbild in Wien gegründet. Ihr Ausbildungsweg zeigt deutlich ihr Engagement für die Natur, von der wir Menschen ein Teil sind: Bachelor Marketing & Sales an der FH Wien der WKW, Master Organic Business & Marketing an der FH Wr. Neustadt Campus Wieselburg, Bachelor Deutsche Philologie an der Uni Wien. Was war ausschlaggebend, ein Pionierprojekt wie die erste
C2C-Regionalgruppe in Österreich zu gründen? SOWA Bereits in meiner Diplomarbeit habe ich mich aus Überzeugung mit dem C2CKonzept befasst. Das positive Menschenbild und die Lösungsorientierung von Cradle to Cradle haben mir die Augen für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft unserer Gesellschaft geöffnet. Nach dem Studium habe ich dann eine Zeit lang in der Geschäftsstelle der C2C NGO in Berlin gearbeitet. Währenddessen ist in mir die Idee gereift, die NGO mit einer Regionalgruppe in Österreich zu verankern und so eine Bildungs- und Vernetzungsplattform für Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft bei uns zu etablieren. Mit der Unterstützung der Geschäftsstelle und den rund 800 ehrenamtlichen Mitgliedern im
deutschsprachigen Raum können wir als Regionalgruppe Wien einen wesentlichen Beitrag zu einem positiven ökologischen Fußabdruck leisten. Gehört das C2C-Prinzip fix und gesetzlich in Wirtschafts- und Produktionsprozessen verankert? SOWA Um die Mehrheit der Unternehmen zu einer Implementierung von C2C zu bewegen, braucht es definitiv gesetzliche Rahmenbedingungen. Politisch sind die übergeordneten Rahmenbedingungen der EU sehr wichtig, aber auch der Bottom-upApproach auf lokalpolitischer Ebene. Der europäische Green Deal ist ein Schritt in die richtige Richtung. Aber für eine echte und gesunde Kreislaufwirtschaft nach C2C greift Klimaneutralität als Ziel einfach
Qualität als Naturprinzip Die Buchdruckerei Lustenau arbeitet nun schon seit mehr als 20 Jahren an einer lebenswerten Zukunft. Mit jedem Ihrer Druckprojekte helfen Sie dabei mit!
Bei der Buchdruckerei Lustenau – im Ländle besser als BuLu bekannt – handelt es sich nicht, wie der Name es im ersten Moment suggeriert, um eine reine Buchdruckerei, sondern um eine der umweltfreundlichsten Full-Service-Druckereien im ganzen deutschsprachigen Raum! Egal ob es sich um ein edles Hochglanz-Magazin oder um den einfachen Flyer handelt: Seit mehr als 20 Jahren wird in Lustenau mit HochDRUCK daran ge-
zu kurz. Das Streben danach, einen klimapositiven Beitrag zu leisten, statt nur weniger schlecht zu sein, muss in der Politik ankommen. Es braucht mehr Anreize für innovative
Kate Sowa C2C Ehrenamt Wien
„Es braucht mehr Anreize für innovative Geschäftsmodelle und Bildungsangebote.“ Geschäftsmodelle und eine stärkere Berücksichtigung des Bildungsbereichs, um die Voraussetzungen für eine C2CKreislaufwirtschaft zu schaf-
fen. Auf lokalpolitischer Ebene ist die öffentliche Beschaffung ein großer Hebel. In Deutschland gibt es bereits einige Modellkommunen, die ihre Beschaffung nach C2C ausrichten. Eine Zukunftsperspektive, die auch in österreichischen Städten und Gemeinden großes Potenzial hat. Was hat die C2C-Regionalgruppe Wien bisher umgesetzt, was ist geplant und wie kann man mitmachen? SOWA Anfang Mai hat unser offizielles Digital-Kick-off stattgefunden, das auf großen Anklang gestoßen ist. Mittlerweile hat unsere Regionalgruppe 25 ehrenamtliche Mitglieder. Im letzten Monat haben wir einen Runden Tisch mit C2C-Akteuren aus dem Alpenraum veranstaltet und Unternehmen aus verschie-
Cradle to Cradle NGO Ehrenamt – aktiv für einen positiven Fußabdruck:
Foto: Bulu Lustenau
Jedes „Gut zum Druck“ ist ein kompromissloses „Gut zur Umwelt“ Je nach Anforderung und Projekt hat der Kunde bei der Bulu die Möglichkeit, seine Umweltbelastungen
auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Durch eine individuelle Beratung – unabhängig von Größe und Aufwand des Projektes – bekommt der Kunde bei der BuLu alle Möglichkeiten gezeigt, wie auch sein Projekt Teil einer lebenswerteren Zukunft werden kann.
Infos: www.c2c-ev.de/wien, „Als gemeinnützige und spendenbasierte NGO freuen wir uns über jede finanzielle Unterstützung (GLS BANK: DE74 4306 0967 2036 5496 00). Wir sind auch immer gespannt auf Kooperationsanfragen von Unternehmen und anderen Organisationen: wien@ehrenamt.c2c.ngo.“
Wissenswertes
Die Cradle to Cradle NGO hat das Ziel, C2C Denkschule & Designkonzept in Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Politik und Gesellschaft, zu etablieren. Mit einem 18-köpfigen Geschäftsstellenteam in Berlin und mehr als 700 Aktiven in 50 Initiativen bundesweit werden die Ideen von C2C in die Gesellschaft getragen.
arbeitet, einen kaum noch sichtbaren CO2-Fußabdruck zu hinterlassen.
denen Bereichen zusammengebracht. Am 27. und 28. November 2020 sind wir Teil der 1. Wiener MehrWeg-Messe und für nächstes Jahr stehen Kooperationen mit Design Austria und der Fachhochschule Wr. Neustadt Campus Wieselburg an. Zudem sind wir sehr aktiv auf Instagram und Facebook (@c2c_wien). Das Interesse an einer C2CPlattform in Österreich ist enorm und wir freuen uns über jede Unterstützung aus Vorarlberg. Wer sich aktiv beteiligen möchte, kann Mitglied bei uns werden.
Die C2C Denkschule steht für ein positives Menschenbild mit einem positiven Fußabdruck: Der Mensch ist als Nützling Teil der Natur. Alte Denkmuster werden gesprengt und neue Pfade beschritten. Das C2C Designkonzept fußt auf drei Prinzipien: „Abfall ist Nährstoff“, „Regenerative Energie“ und „Vielfalt feiern“. Nutzungsszenarien werden definiert und in biologischen sowie
technischen Kreisläufen zirkulieren gesunde und definierte Materialien in umfassender Qualität.
Das C2C LAB in Berlin ist die weltweit erste umfassende Bestandssanierung nach „Cradle to Cradle“-Kriterien und macht sie auf 400 m² als Bildungszentrum, NGO-Office und Reallabor inhaltlich und praktisch erlebbar. Eine stark sanierungsbedürftige Mieteinheit in einem Ost-Berliner Plattenbau wurde dazu umgebaut: Innovation durch Bauen im Bestand trifft auf DDR-Stahlbeton.
Der C2C Congress ist die weltweit größte Plattform ihrer Art – hier trifft die C2C Community jährlich auf zentrale Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Politik und Gesellschaft. Foren, Vorträge und Expert(inn)engespräche bieten Raum für Austausch und Vernetzung.
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Umweltschutz: gelebte Tradition In der Buchdruckerei Lustenau sind Natur- und Klimaschutz zentraler Bestandteil der Firmenphilosophie. LUSTENAU „Umweltbewusstes Handeln bedeutet für die Buchdruckerei Lustenau unternehmerische Pflicht. Über Jahrzehnte hat das Unternehmen die Geschäfts- und
GF Christine Schwarz-Fuchs Buchdruckerei Lustenau/BuLu
„Umweltbewusstes Handeln ist für uns unternehmerische Pflicht.“ Produktionsprozesse im Sinne des ökonomischen und ökologischen Gedankens optimiert und ausgebaut. Der effi-
ziente Umgang mit Energie sichert langfristig die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens“, betont die Geschäftsf ü h re r i n C h r i st i n e Schwarz-Fuchs. Bereits bei der Planung des Neubaus im Jahr 2000 wurde besonders darauf geachtet, dass langfristig eine autarke Energieversorgung möglich ist. Für die BuLu sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit gelebte Tradition. Man setzt auf recyceltes Papier, Farben auf Pflanzenölbasis und nachhaltige Produktion. Das Holz für die Papierherstellung aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist Selbstverständlichkeit. Umweltzeichen belegen nachhaltige Rohstoffe. Der große Vorteil bei Recyclingpapier besteht darin, dass für die Herstellung kein neues Holz benötigt wird. Bis zu sieben Mal können Papierfasern wiederverwendet werden, bevor sie durch neue Holzfasern ersetzt werden müssen. Farben auf
Wirtschaften nach dem „Cradle to Cradle“-Prinzip hat das BuLu-Team längst verinnerlicht. Pflanzenölbasis basieren etwa auf Soja, Leinen oder Baumharzen. Diese sind leicht abbaubar, wasserlöslich und wachsen stetig nach. Geschlossener Kreislauf Darüber hinaus können diese Inhaltsstoffe leicht ohne Rückstände und emissionslos entfernt werden. Umweltschädliche und teils giftige Metalle
wie Blei, Quecksilber und Chrom sind dadurch obsolet geworden. Die Produktionsbedingungen sowie das Unternehmensumfeld sind wesentliche Faktoren im Natur- und Klimaschutz und für klimaneutrale Produktionsprozesse. So steht das Gebäude der BuLu auf 430 thermoaktiven Energiepfählen, die für Heizung im Winter
und Kühlung im Sommer sorgen. Langfristig ist damit eine autarke Energieversorgung möglich. Die Abwärme der Druckmaschinen und Kompressoren wird für die Gewinnung von Warmwasser und für die Beheizung des Gebäudes genutzt. Die „Green Printing“-Ausstattung der Druckmaschinen sorgt für ein Minimum an
Ressourcenverbrauch, Emissionen und Papierabfall. In einem internen Ranking der Klimaschutzagentur natureOffice stellte sich zudem heraus, dass die BuLu eine der klimafreundlichsten Druckereien im deutschsprachigen Raum ist. Das alles sorgt für einen Druckprozess, der die BuLu mit einem guten Gewissen zurücklässt.
Setzen Sie ein Zeichen für unser Klima! Vorarlberger Ökostrom
Die Photovoltaikanlage wird 7650 m² Dachfläche einnehmen und in Kürze in Betrieb gehen.
Messepark investiert in Nachhaltigkeit DORNBIRN Die größte Photovoltaikanlage Vorarlbergs entsteht auf den Dächern des Messeparks. So wird das Einkaufszentrum selbst zum Energieproduzenten und nützt seine Dachflächen sinnvoll im Sinne des Umweltschutzes. Erzeugung von Ökostrom Um selbst Energie aus Sonnenlicht zu gewinnen, installiert der Messepark eine großflächige Photovoltaikanlage. Auf 7650 m² werden 4500 Module Platz finden, die ca. 1400 kWp (Kilowatt peak) Leistung erbringen. „Mit dieser Anlage können wir 1,4 Mio. Kilowatt Stunden Sonnenstrom erzeugen, was einem Jahresstrombedarf von ca. 300 Einfamilienhäusern entspricht. Pro Jahr können wir so 500 Tonnen CO2 einsparen. Wir investieren hier ganz bewusst in die emissionslose, lärmfreie und geruchsneutrale Erzeugung von Ökostrom“, freut sich Messepark-Geschäftsführer Burkhard Dünser über die Anschaffung, die auf das Konto des Umweltschutzgedankens einzahlt. 1250 Tonnen CO2-Ersparnis „Wir versuchen stetig in Sachen Umweltschutz unser Möglichstes zu leisten. Neben vielen Maßnahmen, die in den 32 Jahren seit Bestehen des Messeparks getroffen wurden, haben wir im Jänner 2017 auf VKWÖkostrom aus heimischen Wasserkraftwerken umgestellt. Diese Umstellung minimiert unseren jährlichen CO2-Ausstoß bereits um 750 Tonnen. Nun sind wir stolz, bald selbst erneuerbare Energie zu erzeugen. Mit der weiteren CO2-Einsparung von 500 Tonnen aus Sonnenenergie können wir nun den jährlichen CO2-Ausstoß um insgesamt 1250 Tonnen reduzieren“, so Dünser. Die Anlage wird in Kürze in Betrieb genommen, durchgeführt wird die Installation von der Firma Hansesun aus Röthis.
10.000
ÜBER VORARLBERGER SIND BEREITS DABEI
Hausgemacht in der Region: Mit Vorarlberger Ökostrom erhalten Sie erneuerbare Energie, die in Photovoltaik- und Kleinwasserkraftanlagen in Vorarlberg entsteht. Jetzt informieren und bestellen: vkw.at/oekoenergie oder 05574 9000
5.500
ÜBER SONNENENERGIEANLAGEN IN DER REGION
RUND
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KLEINWASSERKRAFTWERKE LIEFERN VORARLBERGER ÖKOSTROM
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Ressourcencenter: der richtige Dreh
Rhomberg setzt mit dem Ressourcen Center Rheintal auf Kreislaufwirtschaft.
aufgearbeitet und recycelt werden.
Das Ressourcen Center Rheintal (RCR) von Rhomberg ist ein wichtiger Baustein für die wohnortnahe Versorgung der Vorarlberger Bevölkerung mit Baumaterialien und anderen Rohstoffen. Dies soll und wird auch so bleiben – unabhängig von der Fortführung des lokalen Steinbruchs. Dafür sorgt der nachhaltige Ansatz, den Rhomberg auf dem Areal verfolgt: den der lückenlosen Kreislaufwirtschaft! Rhom-
DI Hubert Rhomberg CEO Rhomberg Gruppe
„Wir setzen auf Rohstoffversorgungssicherheit am Standort Vorarlberg.“ berg arbeitet intensiv daran, die Rohstoffe nicht mehr (nur) durch Abbau zu gewinnen, sondern zunehmend auch durch Recycling, Upcycling und Urban Mining. Die Logik hinter diesem Ansatz ist bestechend: „Wir üben weniger Druck aus auf die Umwelt, erhöhen unsere Rohstoffversorgungssicherheit, steigern die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Vorarlberg und tun auch noch unserem Klima etwas Gutes“, bringt es Hubert Rhomberg auf den Punkt. Schon heute gewinnt Rhom-
Aus Alt mach Neu: Mit dem unternehmenseigenen Ressourcen Center Rheintal setzt die Rhomberg Gruppe auf die zukunftsweisende Kreislaufwirtschaft. berg bis zu 50 Prozent seiner Baustoffe aus recycelten Sekundärrohstoffen. Ziel des RCR ist es nun, durch neue Technologien mit weniger Energieverbrauch die Qualität und die Menge der aufberei-
ACT
teten Rohstoffe zu steigern. Mit dem Start-up WoodRocks will Rhomberg außerdem in seinem Kerngeschäft, dem Wohnbau, ansetzen und mit Holz hauptsächlich nachwachsende Rohstoffe verwen-
den und so bauen, dass das Gebäude am Ende des Lebenszyklus Rohstoff für Neues sein kann („cradle 2 cradle“). Dies gelingt mit einem cleveren Holzsystembau, hoher Vorfertigung und einer optimalen
Planung. Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert,
SUSTAINABLY.
Wir sind ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, unser Produktportfolio nachhaltiger zu machen. Als Familienunternehmen wollen wir sicherstellen, dass unsere Welt auch für künftige Generationen lebenswert bleibt.
Längerer Lebenszyklus Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert. In der Praxis bedeutet dies, dass Abfälle auf ein Minimum reduziert werden. Nachdem ein Produkt das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, bleiben die Ressourcen und Materialien so weit wie möglich in der Wirtschaft. Sie können immer wieder produktiv genutzt werden, um weiterhin Wertschöpfung zu generieren. Im Urban Mining ist eine Stadt oder Gemeinde nichts anderes als ein wertvolles Rohstofflager – Straßen und Gebäude werden dabei als „Lagerstätten“ betrachtet. Der Ansatz ist daher, das in den Städten enthaltene Material – Beton, Asphalt, Steine, Bauschutt, Metalle, Glas, Papier oder Mischkunststoffe – zu erfassen, um es zukünftig weiter- und wiederzuverwenden, statt alles einfach abzureißen und zu entsorgen. Cradle to Cradle bedeutet übersetzt „Von der Wiege zur Wiege“. Nach dem C2C-Konzept existiert Müll nicht mehr, weil alles Nährstoff ist. Produkte werden so designt, dass ihre Materialien kontinuierlich in biologischen und technischen Kreisläufen zirkulieren können. Abfall ist so immer Nährstoff für etwas Neues. Dabei wird mit erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser und Erde produziert und Diversität unterstützt. Infos: www.rhomberg.com
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Ökologische Aufwertung …
… Hochwasserschutz und Ökostrom aus Vorarlberger Wasserkraft - illwerke vkw Vorzeigeprojekt mit Industriegeschichte.
BLUDESCH/GAIS In den 60erJahren, zu Zeiten der Hochblüte der Textilindustrie und – am Standort Bludesch/Gais,
Helmut Mennel Mitglied des Vorstands illwerke vkw
„Kleinwasserkraftwerk liefert sauberen Ökostrom für 130 Haushalte.“ des Textilveredlers Degerdon – wurde kräftig in das Betriebsgebiet im Walgau investiert. Wie damals üblich, blieben langfristige Auswir-
kungen in der Raumplanung oder im Umweltbereich mehrheitlich unberücksichtigt. Die Fläche wurde großzügig verbaut, Bäche verrohrt oder in harte, gerade Fließtrassen verfrachtet. Nach dem Aus der Textilindustrie und dem unrühmlichen Konkurs des Nachfolgenutzers Delunamagma Industries GmbH lag das Betriebsgebiet lange brach, bevor es vom Energiedienstleister illwerke vkw übernommen wurde.
Öko-Gesamtkonzept Das illwerke vkw Gesamtkonzept macht das attraktive Gelände im Zentrum Vorarlbergs nachhaltig nutzbar. Heute beweist ein Lokalaugenschein eine klare Win-win-win-Situation für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. „Wir haben die Situation vor Ort perfekt genutzt, um die drei Bäche Schwarzbach, Gießenbach und Dabaladabach optimal in ein neues Gewässersystem einzubinden, das
Optimale Lösung für ein neues Gewässersystem, Ökostrom und Rückkehr der Fische. den hohen ökologischen Anforderungen entspricht“, berichtet Thomas Blank, Leiter der Wasserwirtschaft des Landes Vorarlberg. Diese Aufwertung bietet zukünftigen Betrieben die Möglichkeit, architektonischen Mehrwert in der Ansiedelung für Mitarbeiter(innen) zu schaffen. Ein neues Kleinwasserkraftwerk wurde vom Zen-
trum des Areals weitsichtig an den Rand verlegt. „Es liefert seit Ende Juli 2020 sauberen Ökostrom für rund 130 Haushalte und wartet in der Wasserkraftnutzung in Vorarlberg mit einer Neuheit auf. Eine sogenannte archimedische Schnecke – eine Art verlängerte Propellerturbine – ermöglicht auch Fischen eine ungefährliche Reise bachabwärts
durch das Kraftwerk“, erklärt Helmut Mennel, Mitglied des Vorstands der illwerke vkw AG. Bei der Konzeption wurde aber auch die Rückkehr der Fische in den oberen Bachlauf berücksichtigt. Dazu wurde eine Fischtreppe mit insgesamt 16 kleinen Becken geschaffen und renaturiert. Hochwassersituation berücksichtigt: Be-
ginnend mit einem neuen Wehr an der Ill gelang es durch die neue Wasserführung den Grundwasserspiegel zu senken. Gemeinsam mit einem großzügigen unterirdischen Überlaufgerinne entschärft sich die Hochwassergefahr für das Gebiet selbst und die Anrainer“, so „Alt“-Bürgermeister Michael Tinkhauser.
dm will seine Kunden zum Umstieg auf Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen motivieren.
drogerie markt: 100 % Ökostrom SALZBURG-WALS Bereits seit zehn Jahren bezieht dm drogerie markt Ökostrom vom österreichischen Energieunternehmen MyElectric. Die Teilkonzernzentrale in Salzburg-Wals, das Verteilzentrum in Enns sowie fast alle der 388 dm-Filialen in Österreich werden mit grünem Strom versorgt. Der Ökostrom von MyElectric wird zu 85 % aus Wasserkraft und zu über 10 % aus Windenergie gewonnen, den Rest liefern feste oder flüssige Biomasse, Sonne und sonstige erneuerbare Energiequellen. Auf diese Weise spart dm rund 4400 Tonnen CO2 pro Jahr ein – damit könnte eine Person 290-Mal mit dem Flugzeug die Erde umrunden. „Überall wo wir den Strombezug selbst in der Hand haben, setzen wir selbstverständlich auf Ökostrom. Denn die Energiewende, der Umstieg von fossilen Energieträgern auf nachhaltige Energiequellen, ist dringend notwendig, um den CO2-Ausstoß zu minimieren und damit die Erderwärmung einzudämmen“, betont dm-Geschäftsführer Thomas Köck. Dreifach profitieren Ein durchschnittlicher Haushalt mit 3500 Kilowattstunden Jahresverbrauch kann durch den Wechsel auf Ökostrom rund eine halbe Tonne CO2 pro Jahr einsparen. Das entspricht einer Fahrt von mehr als 3000 Kilometern mit einem modernen Pkw. „Wir möchten unsere Kunden motivieren, dieses Einsparungspotenzial zu nutzen und auf grünen Strom umzusteigen“, so dm-Geschäftsführer Harald Bauer. Außerdem ist der Energiepreis von 8,2 Cent/kWh inklusive Umsatzsteuer um rund 10 % günstiger als das Angebot eines typischen Landesenergieversorgers. Peter Hochleitner, Geschäftsführer der MyElectric, ergänzt: „Gerade für uns als Energielieferant ist die Energiewende das große Thema – wir liefern grünen Strom, um nachhaltig für unsere Kunden auf Klima und Umwelt zu schauen.“ Wer sich bis 30. September 2020 für Ökostrom von MyElectric entscheidet, erhält als Dankeschön eine dm-Geschenkkarte im Wert von 100 €, einzulösen in allen dm-Filialen. Einfach auf myelectric.at/dm-oekostrom informieren und bei der Bestellung den Aktionscode „dm-oekostrom“ eingeben. Alle weiteren Formalitäten zum Wechsel übernimmt MyElectric. www.myelectric.at
ie g e R h c i r h ü f k r Im Messepa ! e i g r e n E e n ü r g r und sorg‘ fü HALLO, ICH BIN DER FRIDOLIN! Ich bin Botschafter für alles, was im Messepark mit grünem V VKW-Ökostrom betrieben wird. Nämlich alles! Diese saubere Energ rgie beziehen wir seit 2017 ausschließlich aus heimischen Kleinw wasserkraftwerken, was unseren CO2-Ausstoß um
jährlich ch
750
Tonnen minimiert.
Zusätzlich verbessern wir seit letztem Jahr diese Umweltbilanz nochmals erheblich: mit der größten Photovoltaikanlage Vorarlbergs! Ihre 4.500 Solarmodule mit 7.650 m2 erzeugen auf unserem Dach ca. 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom – lärmfrei, emissionslos und mit einer CO2-Einsparung von 500 Tonnen. Mit allen Ökostrom-Aktivitäten zusammen verringert der Messepark den jährlichen CO2-Ausstoß um mindestens
1.250 Tonnen!
Sauber, oder? Ich freu mich drauf! www.messepark.at
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Freitag, 18. September 2020 Extra
Projekt: „Landwirt.schafft.Neues“ Innovative landwirtschaftliche Projekte für regionale Selbstversorgung und Wertschöpfung sind gefragt.
BREGENZ Das Land Vorarlberg verfügt mit der Landwirtschaftsstrategie „Landwirt. schafft.Leben“ über ein zukunftsfähiges Programm mit klaren Handlungsfeldern und Maßnahmen, welche sich an den aktuellen Herausforderungen orientieren und dem Arbeitsplatz und Familienunternehmen Bauernhof, aber auch der Vielfalt unserer Kulturlandschaft eine enkeltaugliche Perspektive geben. Es geht um Produktion, Vermarktung, Dialog, Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Digitalisierung. Die Vielfalt der Vorarlberger Landwirtschaft kommt neben den unterschiedlichen Ausprägungen der Grünland- und Viehwirtschaft auch in der Produktvielfalt wie bei Obst, Gemüse, Getreide und Sonderkulturen zum Ausdruck. Inzwischen hat sich die Anbaufläche von Mais seit 2012 um rund 8 % verringert. Gleichzeitig haben die Anbauflächen von Dinkel um 136 %, von Gemüse um 42 % und von Kartoffeln um 29 % zugenommen. In einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) wird der Naturschutzanteil in für Vögel wichtigen Naturlandschaften untersucht und nicht nur hier kommt die Birdlife-Studie zum Schluss: „Herausragend ist Vorarlberg mit über 50 % Naturschutzflächen.“ Besonders erwähnenswert ist im Zusammenhang
Transparente Lebensmittel- und Herkunftskennzeichnung soll über den Konsumenten mithelfen, den „Cradle to Cradle“-Kreislauf zu schließen. mit der Biodiversität, dass ¼ der österreichischen Moore in Vorarlberg liegen. Sie haben für den Klimaschutz als CO2Speicher eine hohe Bedeutung. Ein weiterer CO2-Speicher ist der Humus in unseren Böden. Ein diesbezügliches Pilotprojekt wurde in Schnifis gestartet. Regional einkaufen Die landeseigene Initiative „Vorarlberg am Teller“ zielt darauf ab, den Einsatz regionaler
Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Pflegeheimen und Krankenhäusern zu erhöhen. Regionale Lebensmittel sind ressourcenschonend hergestellt, garantieren Frische und haben kurze Transportwege. Sie fördern somit das Tierwohl und schonen das Klima. Regionales Einkaufen ist somit Tierschutz und Klimaschutz zugleich. Der Griff zu regionalen bäuerlichen Produkten ist ein wich-
tiger Beitrag, zur Erhaltung lebendiger ländlicher Räume und kleinbäuerliche Strukturen, für nachhaltig gepflegte Kulturlandschaften und Alpen, für die Bewahrung von traditionell hergestellten Spezialitäten sowie für die Sicherung von Wertschätzung und Wertschöpfung für die Leistungen des Arbeitsplatzes und Familienunternehmens Bauernhof. „Jeder Einkaufszettel ist somit ein Stimmzettel, ob ich weiter-
hin eine funktionierende Landwirtschaft in Vorarlberg möchte oder nicht“, betont Landesrat Christian Gantner. Der regionale Einkauf trägt im Wesentlichen auch dazu bei, längere Transportwege hintanzuhalten, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und den „Cradle to Cradle“Naturkreislauf ganzheitlich zu schließen. Erklärtes Ziel ist es, mit einer transparenten und klaren Lebensmittel- und Herkunfts-
kennzeichnung dem Konsumenten die Möglichkeit zu geben, sich gezielt für oder gegen regional produzierte Lebensmittel zu entscheiden. Unter dem Titel „Landwirt.schafft. Neues“ sind Landwirte dazu eingeladen, innovative landwirtschaftliche Projekte, die vorrangig auf regionale Wertschöpfung, Selbstversorgung sowie Nischenprodukte abzielen, voranzubringen. Um dies in eine breitere Öffentlichkeit zu bringen, werden seit diesem Jahr Innovationen aus dem landwirtschaftlichen Bereich landesseits unterstützt.
Bioabfall: Neue Säcke im Herbst Nicht nur unsere Ozeane versinken im Plastikmüll, auch unser Bioabfall ist Jahr für Jahr mit mehr Plastik verunreinigt. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind immens. Es gibt jedoch Alternativen. Mikroplastik findet sich nicht nur in den Weltmeeren. In unseren Böden, in unseren Flüssen, in Lebensmitteln und sogar in den Körpern von Tieren und Menschen wird es immer öfter nachgewiesen. Auch Vorarlberg ist mittlerweile nicht mehr davon verschont, belegen Untersuchungen des Vorarlberger Umweltinstituts. Anteil an Plastik nimmt zu In den meisten Fällen gelangen die Kunststoffe über Bioabfall-, Klärschlammkompost oder Gärrückstände in unsere Äcker. Ursache für deren Verunreinigung ist die häufige Verwendung von Plastiksäcken in der Bioabfallsammlung. Laut den Berechnungen des Vorarlberger GemeindeTipps zum richtigen Umgang Kühl und trocken lagern. Innerhalb von 6 Monaten aufbrauchen. An gut belüftetem Ort aufstellen. Belüfteten Behälter mit Deckel verwenden. Zugebunden oder in einem großen Eimer (ca. 20-25 l) bereitstellen, damit der Abfall im Sack oder Eimer bleibt. Fleisch- und Fischreste in Zeitungspapier wickeln. So können Fliegen keine Eier ablegen und Flüssigkeit wird aufgesaugt.
verbands landen jährlich rund 1800 Tonnen Kunststoffe im Bioabfall. „Die Menge hat in den vergangenen Jahren leider stark zugenommen“, berichtet Bürgermeister Rainer Siegele, Präsidiumsmitglied des Gemeindeverbands.
l l a f b a o i B n e d n i k i t s Kein Pla
Bgm. Ing. Rainer Siegele Obmann Gemeindeverband
Unserer Umwelt und unseren Mitmenschen zuliebe gilt: Kein Plastik in den Bioabfall! „Mikroplastik wirkt im Boden wie ein Magnet. An ihm reichern sich Schadstoffe an. Mitunter landen diese über die Nahrung in unseren Mägen“, sagt Rainer Siegele. Der Vorarlberger GemeindeDas gehört nicht hinein Keine Flüssigkeiten in den Bioabfall. Weniger Flüssigkeit bedeutet weniger Gerüche und Insekten! Keine Kunststoffsäcke in den Bioabfall. Plastik und andere Fehlwürfe stören die Verarbeitung und machen die Entsorgung teurer. Kein Katzenstreu und Kleintiermist. Katzenstreu wird nicht abgebaut. Es stört die Verarbeitung. Keine Medikamente in den Bioabfall. Medikamente werden nicht vollständig abgebaut. Sie finden sich anschließend in unseren Böden.
www.umweltv.at/bioabfall verband verzichtet bereits bei der Bioabfallsammlung komplett auf Plastik. Beziehungsweise dort, wo es nicht anders möglich ist, wird Plastik durch biologisch abbaubare Säcke ersetzt. So sind etwa die neuen Säcke für die Bioabfallsacksammlung aus diesem Material. Damit man auf Einstecksäcke in den Biotonnen verzichten kann, werden diese während der Sommermonate in vielen Gemeinden nach jeder Leerung gewaschen. Wo das nicht möglich ist und während des Winters werden die Einstecksäcke aus Kunststoff ebenfalls durch biologisch abbaubare ersetzt.
Neue abbaubare Säcke ab Herbst: Noch reißfester Die neuen Bioabfallsäcke entsprechen der EN-Norm 13432. Sie garantiert, dass der Sack ohne Rückstände, wie Mikroplastik, zersetzt wird und die Farben darauf keine gefährlichen Inhaltsstoffe enthalten. Im Herbst kommt bereits die zweite Generation dieser Säcke in Vorarlberg zum Einsatz. Ihre Folie ist um 50 Prozent stärker als bisher. „Der biologisch abbaubare Sack hält Flüssigkeiten deutlich besser stand als ein Papierbeutel“, macht Siegele deutlich. Er habe aber natürlich nicht die Zähigkeit von Kunststoffsäcken, räumt er ein. Am besten sollte
der neue Sack deshalb in einem belüfteten Eimer verwendet werden. In diesem verdunsten Flüssigkeiten besser und der Bioabfall stinkt weniger. „Unserer Umwelt und unseren Mitmenschen zuliebe gilt: Kein Plastik in den Bioabfall! Weder bei der Vorsammlung noch in den Biotonnen und auf keinen Fall zur Verstärkung der biologisch abbaubaren Säcke“, ruft Siegele die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger zur Mithilfe auf. Folder und Homepage informieren umfassend Tipps für die richtige Sammlung von Bioabfall in Sack oder Tonne liefern neue Fol-
der. Sie sind bei der Gemeinde oder in den ASZ erhältlich. Umfassende Informationen finden sich auch im Internet unter https://www.umweltv. ANZEIGE at/bioabfall
Daten & Fakten • Bioabfallmenge pro Jahr (2019): 17.700 Tonnen • Plastikanteil: 13 Prozent • Biotonnen in Vorarlberg: rund 15.000 • Biosäcke pro Jahr: rund 800.000 • zehn Fahrzeuge sammeln täglich Bioabfall
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Freitag, 18. September 2020 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
Klimafreundlich mit Holz
Mit dem bei uns nachwachsenden Rohstoff Holz steht uns ein klimafreundlicher Baustoff und Energieträger zur Verfügung, dessen nachhaltigen Zuwachs wir bei Weitem noch nicht nutzen.
Den Gesundheits- und Wohlfühleffekt, eigentlich allein schon Grund genug, gibt es dazu! Mit „Wald und Holz“ steht eine sehr effiziente Klimaschutzmaßnahme zur Verfügung. Der Wald stellt eine wichtige CO2-Senke dar, im Produkt Holz wird CO2 während der Verwendung gespeichert und große Mengen von CO2 können durch die Substitution anderer klimaschädlicher Bau- und Energiestoffe ersetzt werden. Schlussendlich kann Holz auch noch CO2-neutral energetisch eingesetzt werden, womit wiederum fossile klimaschädliche Energieträger ersetzt werden können. Damit können wichtige Beiträge zur Energieautonomie des Landes Vorarlberg, aber auch zu den Dekarbonisierungszielen von Land, Bund und EU geleistet werden.
Klimafreundliches Verhalten muss sich lohnen Vorarlberg gilt als Holzbauland. Aber auch hierzulande wird noch viel zu viel „klimaschädlich“ auch im öffentlichen Bau gebaut. Es kann nicht und muss auch nicht komplett auf Stahlbeton ver-
DI Thomas Ölz Landwirtschaftskammer
Eigentlich genial: Mit Wald und Holz reduzieren wir unsere „Klimasünden“ und tun gleichzeitig etwas für unser Wohlbefinden. zichtet werden, aber eine Verschiebung in Richtung klimafreundlicher Rohstoffe wäre ohne große Probleme umsetzbar. Wie die „Mission Zero V“
CO2-Effekte • Großer Waldspeicher • Speicher in allen Holzprodukten • Ersatz anderer klimaschädlicher Bau- und Rohstoffe • Substitution fossiler klimaschädlicher Energieträger Holzsysteme sind gute Alternativen.
Mit Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft klimafreundlich bauen. Es geht noch wesentlich mehr! (Beschluss des Landtages zur Umsetzung einer klimaneutralen Verwaltung) brauchen wir eine „Mission – wood first“, bei der wie in Britisch Kolumbien in Kanada die Durchführbarkeit von öffentlichen Gebäuden in Holz geprüft werden muss. Wir haben in Vorarlberg positive Beispiele. Wir brauchen aber flächendeckend ein klimafreundliches Bauen. Positive Ansätze sind in der Wohnbauförderung bereits vorhanden. Diese müssen weiter konsequent ausgebaut werden. Klimaschädliches Bauen muss teurer werden und klimafreundliches Bauen muss sich dagegen für den Bauherren oder die Bauherrin lohnen.
Inzwischen gibt es auch in deutschen Städte eigene Förderprogramme. So fördert z. B. die Stadt München im Rahmen eines Klimabonusprogramms Bauherren bei besonders klimafreundlichem Bauen. Bei Verwendung von Holz werden 30 Cent/kg Holz gefördert, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Das kann bei einem privaten Holzhaus einen Bonus von immerhin 5000 Euro pro Haus ausmachen. Die Stadt Freiburg fördert mit einem eigenen Holzbauförderprogramm Bauherren sogar mit 1,2 Euro/kg Holz. Das kann bei einem durchschnittlichen Haus eine Unterstützung von etwa 20.000 Euro ausmachen.
Dazu: Gesundheitsund Wohlfühleffekt Das Beste kommt zum Schluss. Neben der genialen Klimaschutzmaßnahme bietet Holz noch einen anderen guten Grund für den Anwen-
der, den nachwachsenden Rohstoff zu verwenden: Der Gesundheits- und Wohlfühleffekt von Holz kommt sozusagen gratis dazu. Eigentlich allein schon Grund genug, Holz anzuwenden! ANZEIGE
Holzenergie bei „Raus aus Öl” nützen! • Derzeit bis zu 11.000 Euro Förderung • Förderbare Holzsysteme: Pelletskessel, Hackschnitzelanlage, Stückholzzentralheizung, neue Kombikessel Pellets/Stückholz, Kachelofenganzhausheizung, Anschluss an ein Holznahwärmeprojekt • Klimafreundlich und Unterstützung regionaler Wertschöpfung in der Wald- und Holzwirtschaft • Vorteil: Kein steigender Winterstromverbrauch (Betriebskosten) im Vergleich zu den Wärmepumpensystemen
„Sonnenstrom war nie günstiger“ Klug geplante PhotovoltaikAnlagen rechnen sich in wenigen Jahren. Vorarlbergs Marktführer Hansesun setzt auf FullService für Unternehmen und Private.
Seit 2014 hat Hansesun mehr als 1000 Photovoltaik-Anlagen in Vorarlberg realisiert. Sie liefern 15 Gigawattstunden Strom pro Jahr, mehr als ein kleines Kraftwerk. Marketingleiter Andreas Müller erklärt, warum Sonnenstrom intelligente Lösungen braucht und wie er sie umsetzt. Sie haben im vergangenen Jahr auf dem Dach des Messeparks die größte Photovoltaik-Anlage Vorarlbergs installiert. Warum investiert ein großes Einkaufszentrum in Strom aus der Sonne? Müller: Die meisten unserer Kunden möchten einen sinnvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Das ist sowohl den Unternehmern als auch Privaten ein echtes Anliegen. Der zweite Grund ist die Wirtschaftlichkeit: Die Investition
rechnet sich, je nach Anlage, in fünf bis zehn Jahren. Die Photovoltaik-Anlage am Messepark liefert 1,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Andreas Müller Hansesun MarketingLeiter
Sonnenstrom braucht intelligente Lösungen. Was lernen Sie aus so einem Großprojekt für andere Anlagen? Müller: Die hohen Standards, die wir beim Messepark gesetzt haben, gelten für alle unsere Anlagen, vom Einfamilienhaus bis zum großen Industriebetrieb: Jedes Photovoltaikmodul arbeitet für sich. Fällt eines aus oder liegt es im Schatten, bringen alle anderen trotzdem die volle Leistung. Wir messen Leistung und Ertrag jeder Anlage
Komplettanbieter für Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher
Am Dach des Messeparks hat Hansesun die größte Photovoltaik-Anlage Vorarlbergs realisiert. in Echtzeit rund um die Uhr und können die Anlagen so immer weiter optimieren.
den bekommen hervorragende Anlagen ohne Zusatzkosten.
Wie hoch sind die Kosten für solche Qualitätsmerkmale? Müller: Es sind einige Prozent. Und die machen wir über die Rabatte wieder wett, die wir als Marktführer im Einkauf erhalten. Unsere Kun-
Ist eine Eigenversorgung von 80 oder sogar 90 Prozent wirklich realistisch? Müller: Mit einer Kombination aus Photovoltaik, Wärmepumpe und Batteriespeicher geht das. Dank unseres
Monitorings können wir das hundertfach belegen. Der Schlüssel ist die intelligente
Fotos: Jan Glatzel
Steuerung von Haushaltsstrom, Wärmepumpe, Batteriespeicher und Elektroauto.
Tipp zum Schluss Unternehmen sollten unbedingt heuer noch die Covid-Investitionsprämie von 14 Prozent nützen. Sonnenstrom war noch nie günstiger. ANZEIGE
Hansesun Austria GmbH photovoltaik Interpark Focus 21, 6832 Röthis zentrum T 05523 56015-0, www.hansesun.at vorarlberg ANZEIGE
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Freitag, 18. September 2020 Extra
Frische top Qualität aus dem Ländle Regionale Partner-Lieferanten von SPAR garantieren frische und gesunde Lebensmittel wie den Ländle-Apfel.
DORNBIRN „Wir produzieren sechs verschiedene Apfelsorten, jedoch erfreut sich der Elstar größter Beliebtheit bei den Vorarlbergern. Frische und Qualität stehen bei uns an oberster Stelle“, sagt der Höchster Apfelproduzent Jens Blum. Ob Topaz, Boskoop, Gala, Jonagold oder Elstar – der Apfel ist eine der beliebtesten und meist gegessensten Obstsorten im Ländle. Kurze Transportwege Und wenn der Apfel noch dazu aus der Region kommt, überzeugt er die Vorarlberger zusätzlich mit absoluter Frische und kurzen Transportwegen.
Gesetzt, gewachsen, geerntet … … lautet das 3G-Herkunftsprinzip fürs Ländle-Gütesiegel, damit werden die Wertschöpfungsschritte, die in Vorarlberg stattfinden müssen, definiert. Seit über 40 Jahren ist SPAR ein zuverlässiger Abnehmer der Ländle-Äpfel und verkauft das Kernobst seit 2005 exklusiv in den SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPARMärkten. Die Familie Blum ist Profi in Sachen Apfelanbau und kann zur Saison mit sechs heimischen Apfelsorten glänzen. Vom Gala bis zum Boskoop, alle gelangen sie auf schnellstem Wege in die 98 SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR-Märkte im Land. „Unsere täglich ofenfrischen Brot- und Backwaren für SPAR werden nach alter Tradition auf Steinplatten gebacken. Diesen kleinen aber feinen
Unterschied schmeckt man“, informiert der Geschäftsführer der Bäckerei Hutter in Lauterach, Christian Hutter. Im traditionell aufgebauten Familienunternehmen wird seit dem Jahr 1875 Brot nach qualitativ hochwertiger Backmethode zubereitet. Mit Rezepten aus „Opas Zeiten“ bieten die Teigwaren einen Hochgenuss in fünfter Generation. Auch das Backen selbst wird im Lauteracher Betrieb zur Besonderheit. Der Großteil der Brote wird auf echten Steinplatten gebacken – das sieht man heute nicht mehr alle Tage.
Bester Geschmack Frisch bei SPAR: Neben Kopfsalat, Mixsalat, Eisbergsalat und Kohlrabi liefert der Höchster SPAR-Partnerlieferant Walter Gehrer noch wei-
tere Gemüsesorten. Die geschmackvollen Vitaminbomben werden auf dem Hof in Höchst täglich frisch geerntet und noch am selben Tag verpackt und ausgeliefert. Die Folge davon sind kurze Transportwege, die die Umwelt schonen und zugleich vollen Geschmack versprechen. Bei Fabienne und Walter Gehrer wird Nachhaltigkeit großgeschrieben: So werden nur selbst ausgesäte Setzlinge gepflanzt, wodurch die einzigartige heimische Qualität garantiert werden kann. Da wundert man sich nicht, dass sämtliche seiner Produkte das Ländle Qualitätsgütesiegel tragen. „Die Langenegger Heumilch, aus der unser Käse zu hundert Prozent besteht, ist absolut gentechnikfrei. Unser Käse ist garantiert auf traditionelle Art
Spezialist für beste Apfelkulturen – natürlich gesund: Manfred Nägele, Gaißau. und ganz ohne künstliche Zusätze hergestellt“, versichert Anton Bader, Geschäftsführer der Dorfsennerei Langenegg. Die Qualitätsstandards sind dabei streng: Viermal im Mo-
nat wird die Heumilch stichprobenartig geprüft, die Milchabholung und die Käseerzeugung finden täglich unter strengsten Hygienestandards statt.
Werte schaffen – Regionen stärken
Naheliegend, dass wir zu unseren regionalen Partner-Lieferanten stehen!
Christian Hutter,
.. Backerei Hutter in Lauterach
Fabienne und Walter Gehrer, .. .. Gemusebauern in Hochst
Jens Blum,
.. Apfelbauer in Hochst
Christoph Schwarzmann, Sennerei in Langenegg
ST. ARBOGAST 9. Konferenz der gentechnikfreien Regionen am Bodensee vom 11. bis 13. November 2020: Es geht um eine zukunftstaugliche Landwirtschaft, die Resilienz und den (weltweiten) Mehrwert von Regionalität & Nachhaltigkeit und die Umsetzungskraft von echten Wertschöpfungspartnerschaften. Das hohe Ziel: eine Kultur mit der Natur und ein neues Miteinander. Es gibt viele gute Gründe für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und für eine Landwirtschaft, die gesunde Lebensmittel produziert und damit das Fundament für die Ernährungssicherheit bildet; aber auch für eine Landwirtschaft, die auf die Bodenfruchtbarkeit und die Ökosysteme achtet und dadurch wesentlich zur Erhaltung und Stärkung der Biodiversität und der vielfältigen Kulturlandschaft beiträgt. Gesamtheitlich denken Allein dies alles nur von der Landwirtschaft einzufordern, wäre zu kurz gedacht. Es gilt das Gesamtsystem, das Wohl und das Handeln aller Beteiligten im Blick zu halten. Was sind uns gesunde Lebensmittel und all die von der bäuerlichen Landwirtschaft erbrachten Leistungen wirklich wert? Wie kommen wir zu guten und fairen Preisen und Leistungsentgelten für die Bauern und Bäuerinnen, aber auch für all die anderen Partner dieser Wertschöpfungsprozesse? Welche Wertehaltungen und Handlungsansätze erwirken eine nachhaltige Wertschöpfung bei allen Beteiligten – ökonomisch, ökologisch, sozial und kulturell; in den Regionen des Alpenbogens und weit darüber hinaus? Wie finde ich für mich die stimmigen Antworten und wie bilden sich die für die Transformationsprozesse so wichtigen Allianzen?
Daten & Fakten Die Thementage „Bildung, Beratung, Wissenstransfer“ Vorprogramm • Mi., 11. Nov. 2020, 8 bis ca. 19.30 Uhr, Gut Rheinau CH: Exkursion zu Martin Ott und ausgewählten Betrieben der Stiftung Fintan, Rheinau CH • Do., 12. Nov. 2020, 8.30 bis 12 Uhr im Bildungshaus St. Arbogast: Workshop „Bildung, Beratung, Wissensvermittlung“ mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien – HAUP
SPAR fördert heimische Betriebe aus allen österreichischen Regionen und forciert ihre Produkte nach Kräften. Durch den Kauf heimischer Produkte unterstützen auch Sie diese Unternehmen und helfen mit, die Nahversorgung Österreichs zu sichern und tausende heimische Arbeitsplätze zu erhalten.
1. Tag: Do., 12. Nov. 13.30 bis 18.30 Uhr: Mit: Martin Ott, Präs. FiBL Schweiz; Helmy Abouleish, GF Sekem Ägypten; Joseph Wilhelm, Fa. Rapunzel; Gottfried Härle, Härle Brauerei Leutkirch; Antonio Andrioli, UFFS Brasilien; Angelika Hilbeck, ETH Zürich u. a. ... 2. Tag: Fr., 13. Nov. 8.30 bis 16.30 Uhr: Mit: Dr. Ewald Glaser, Aspich Hof im Schwarzwald; DI Bruno Krieglstein, MLR Baden-Württemberg; Joseph Amberger, Ökomodellregion Pfaffenhofen u. v. a. Infos: www.bodenseeakademie.at
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Freitag, 18. September 2020 Extra
Volksbank V: achtsame Geldanlage
RANKWEIL Ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung setzt auf eine nachhaltige Lebensweise. Während dabei in der Regel als Erstes an Elektromobilität oder regionale Lebensmittel gedacht wird, kommt das Thema Nachhaltigkeit bei der Geldanlage oft zu kurz. Laut dem Forum „Nachhaltige Geldanlagen“ werden in Österreich rund 16 Prozent aller Investmentfonds und Mandate unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien verwaltet. Das Volumen nachhaltiger Investmentfonds und Mandaten hat sich alleine in Österreich von 2017 bis 2019 verdoppelt (von rund 15 Mrd. auf knapp 30 Mrd. Euro) und mehr als die Hälfte aller nachhaltigen Investmentfonds besitzen bereits eine unabhängige Zertifizierung wie das FNG-Siegel oder das Österreichische Umweltzeichen. Obwohl Nachhaltigkeit im österreichischen Finanzmarkt immer mehr an Bedeutung gewinnt, besteht
im europaweiten Vergleich weiterhin großes Aufholpotenzial: Mit bereits zwei Billionen Euro investierten Geldern in nachhaltigen Geldanlagen ist Großbritannien aktueller Spitzenreiter in Europa. Die Volksbank Vorarlberg hat sich das Ziel gesetzt, ihren Kundinnen und Kunden nachhaltige und gleichzeitig erfolgreiche Veranlagungsmöglichkeiten anzubieten und zur Förderung von Nachhaltigkeit bei der Geldanlage beizutragen. „Als erste österreichische Bank berücksichtigen wir dafür bereits seit 2016 ökologische, wirtschaftliche und soziale Gesichtspunkte. Wir wollen einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten“, so der Vorstandsvorsitzende Betr. oec. Gerhard Hamel.
„Wir sind überzeugt, dass nachhaltiges Handeln zukünftig unumgänglich sein wird“, sagt der Volksbank-Vorstandsvorsitzende Gerhard Hamel.
Nachhaltigkeitsanalyse Wie nachhaltig ein Anlageprodukt ist, entscheidet die ihm zugrunde liegende Anlagestrategie. Die Bewertung
der Volksbank Vorarlberg basiert auf einer dreistufigen Nachhaltigkeitsanalyse. Zunächst werden klare Ausschlusskriterien definiert. Un-
ternehmen, die den Zielen und Werten des Anlegers grundlegend widersprechen, werden so aus dem Portfolio ausgeschlossen. Dazu zählen
unter anderem die Verletzung von Arbeitsstandards, Waffenproduktion, Tabakproduktion, Kohleförderung sowie Atomenergie. Innerhalb der
einzelnen, nicht ausgeschlossenen Branchen werden dann im zweiten Schritt diejenigen Unternehmen identifiziert, die in besonderer Weise die ESG-Kriterien berücksichtigen und sich somit in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung auszeichnen. Im dritten und letzten Schritt, dem „Impact Investing“, werden Unternehmen ausgewählt, die zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen beitragen. Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele decken wichtige Themen wie nachhaltigen Konsum, erneuerbare Energien und Bildung ab. „Wir sind davon überzeugt, dass nachhaltiges Handeln zukünftig unumgänglich sein wird. Wir wollen maßgeblich zu einer besseren Zukunft beitragen und die Chance nutzen, gemeinsam unsere Zukunft neuzugestalten“, ist die klare Botschaft vom Vorstandsvorsitzenden Gerhard Hamel.
Einfach intelligent produzieren BREGENZ Nach dem „Cradle to Cradle“Prinzip die Wirtschaft nachhaltig transformieren mit der Natur als Vorbild: C2C hält Einzug im Bewusstsein von Unternehmern, Landwirten, Solidargemeinschaften, Privatpersonen, in Städten und Gemeinden in Vorarlberg. „Cradle to Cradle – einfach intelligent produzieren“ lautet der Titel des Buches von Michael Braungart und William McDonough: „Autos aus Autos? Schuhe als Düngemittel für unsere Balkonblumen? Zukünftig gibt es nur noch zwei Arten von Produkten: Verbrauchsgüter, die vollständig biologisch abgebaut werden können, und Gebrauchsgüter, die sich endlos recyceln lassen. Produktkreisläufe schließen Nicht weniger müssen wir produzieren, sondern in technischen und biologischen Kreisläufen. Eine ökologisch-industrielle Revolution steht uns bevor, mit der Natur als Vorbild. Professor Dr. Michael Braungart ist Professor an der Leuphana Universität Lüneburg, Gründer von EPEA Internationale Umweltforschung in Hamburg, der Wiege von Cradle to Cradle, Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter von McDonough Braungart Design Chemistry (MBDC) in Charlottesville, Virginia (USA) sowie Gründer und wissenschaftlicher Leiter des Hamburger Umweltinstituts (HUI). Seit Jahrzehnten pioniert er das „Cradle to Cradle“-Designkonzept und entwickelt Werkzeuge zur Gestaltung öko-effektiver Produkte, Geschäftsmodelle und intelligentes Material Pooling. William McDonough war Professor für Architektur an der University of Virginia und ist Pionier für umweltverträgliche und menschenfreundliche Architektur. Unsere endliche Welt „Postwachstumsökonomie: Wohlstand ohne Wachstum in einer endlichen Welt“ und „Agrarwende JETZT“ brachte Nico Paech heraus und sagt: „Wir verbrauchen so viele Ressourcen, als hätten wir drei Erden zur Verfügung, mit bekannten ökologischen und sozialen Auswirkungen. Bisher sind alle Versuche gescheitert, unser Bruttosozialprodukt von den ökologischen Schäden abzukoppeln.“ Die einzige Möglichkeit sei es, die Wirtschaft nachhaltig zu transformieren – gute Ansätze gibt es viele, beginnend damit, regional und ökologisch erzeugte Lebensmittel zu konsumieren. „Wundersamer Überfluss – ein Hektar Land, zwei französische Bauern und genug Lebensmittel, um die Welt zu ernähren“, beschreiben Perrine und Charles Hervé-Gruyer im Buch „Miraculous Abundance“ den Erfolg ihres Vorzeige-Permakultur-Hofes. „Verbotene Frucht – unser innerer Kampf zwischen materieller Gier und universaler Liebe“ lautet der Buchtitel von Verena Susanne Daum. Sie beschreibt C2C aus ganzheitlicher Sicht: die Zusammenhänge von Geopolitik, Finanzcasino-System, Krieg, Hunger, Klimawandel, Umweltzerstörung und Naturkreisläufen im planetarischen Kontext.
An den Abfüllstationen können ganz umweltfreundlich je zwei verschiedene Bio-Wasch- und Geschirrspülmittel abgezapft werden.
Fotos: dm
Plastikfrei bei dm einkaufen
Noch ist es viel zu oft im Haushalt zu finden: Plastik. Dabei ist es gar nicht schwer darauf zu verzichten. Viele Produkte lassen sich durch „grüne“ Alternativen ersetzen.
Die feste Alternative in Karton Das nachhaltige Gegenstück zum Shampoo aus der Flasche: Die festen Shampoos in den Duftrichtungen Mandarine-Basilikum, Kokos und Mandel pflegen das Haar. Auch für den zweiten Step braucht es kein Plastik mehr – dank der festen Spülung von alverde. Holz auf den Zähnen Die vegane Holzzahnbürste besteht aus FSC-zertifiziertem Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in der Schweiz. Die Borsten sind aus bis zu 100 Prozent biologischen und nachwachsenden Rohstoffen auf Basis von Rizinusöl. Die umweltfreundliche Verpackung besteht aus Kraftkarton und ist recycelbar.
Comeback des Seifenstücks Die Seife im Karton avanciert zum Kultprodukt und hat ein weiteres Plus: Die neue Generation ist dank reichhaltiger Öle sanft zur Haut – wie die Pflanzen-Ölseife mit B i o - Ve r v e i n e von alverde. Die Haut wird regeneriert und vor dem Austrocknen geschützt.
Langlebiger Spülhelfer Pfannen, Töpfe und Geschirr lassen sich mühelos mit der Profissimo Holzspülbürste zum Glänzen bringen. Das Holz stammt zu 100 Prozent aus Europa, der Borstenbesatz ist pflanzlichen Ursprungs. Ist der Bürstenkopf mit der Zeit abgenutzt, gibt es bei dm Ersatzköpfe, die sich ganz leicht austauschen lassen. Umweltfreundliche und besonders stabile Stäbchen Papier statt Plastik – auch beim Entfernen von Schminkpatzern. Der Schaft der Wattestäbchen von ebelin ist nicht nur umwelt-
freundlich, sondern auch stabil. Die Baumwolle ist besonders weich und reinigt sanft.
Plastikverpackungsfrei Obst und Gemüse einkaufen Das klassische Plastiksackerl hat bereits seinen Rückzug angetreten. Loses Obst und Gemüse wandert beim Einkaufen aber nach wie vor in kleine Einwegsackerl. Eine nachhaltige Alternative bietet das Profissimonature Obst- und Gemüse-Netz. Es besteht zu 100 Prozent aus Baumwolle, ist wiederverwendbar und lässt sich mit einem Zugband verschließen. Selbst an eine Extrafläche für das Wiegeetikett wurde gedacht.
benutzt werden. Damit können die Einkäufe ganz umweltfreundlich transportiert werden – und das viele Male.
Einmal nachfüllen bitte! In insgesamt 35 dm Filialen in Österreich gibt es Abfüllstationen, an denen Kunden zwei Bio-Waschmittel und zwei BioGeschirrspülmittel von Planet Pure abzapfen können. Ganz ohne Plastik geht es nicht: Das passende Leergebinde wird einmalig gekauft, kann dann aber nahezu unbegrenzt wiederverwendet werden. Pro Nachfüllung werden so bis zu 70 Prozent Plastikmüll eingespart.
Nachhaltig getragen Die „Neue“ im Taschensortiment heißt „Durabag“: Die praktische Mehrwegtasche besteht zu 90 Prozent aus recycelten Altfolien. Im Vergleich zum Vorgängermodell verursacht sie 60 Prozent weniger CO2-Belastung und kann bis zu 1000-mal öfter ANZEIGE
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Freitag, 18. September 2020 Extra
INTERVIEW Ökologin Elisabeth Edler (35), Fassadenbegrünung in Kooperation mit dem Ökologieinstitut Vorarlberg
„Erwarte einen innovativen Schub“
In Sachen Fassadenbegrünung hinkt das Ländle noch hinten nach. DORNBIRN Elisabeth Edler ist in der Steiermark geboren, hat in Wien und Barcelona studiert, in London Fassaden begrünt und in Dornbirn eine Familie gegründet. Der Themenschwerpunkt der Ökologin ist „Nachhaltigkeit in Städten“. Nun arbeitet sie in Kooperation mit dem Ökologieinstitut Vorarlberg an Fassadenbegrünungen. Welche Vorteile haben begrünte Fassaden? EDLER Begrünte Fassaden – egal ob flächendeckende Kletterpflanzen, teilweise Begrünungen durch Schlingpflanzen an Rankgerüsten oder moderne vertikale Begrüngssysteme – bringen viele Vorteile: sie senken die Temperatur im und um Gebäude an
extremen Hitzetagen, sie dämmen Gebäude zusätzlich und senken so Energieverbrauch und Betriebskosten, sie schaffen Lebensräume und Nahrung für Insekten und Vögel, sie speichern CO2 und schützen damit das Klima, durch Sauerstoffproduktion und Feinstaubbindung verbessern sie die Luftqualität und fördern die Gesundheit, sie reduzieren Lärm, indem sie den Schall brechen, sie verlängern die Lebensdauer von Fassaden durch Schutz vor Starkregen, UV-Licht und extremen Temperaturen und sie steigern Wohlempfinden, Produktivität und Regenerationsfähigkeit der Menschen. Warum geht‘s diesbezüglich im Ländle nur schleppend voran? EDLER Während Dachbegrünung in Vorarlberg bereits zum guten Ton zeitgemäßer
Architektur gehört, hinkt das Ländle in puncto Fassadenbegrünung im internationalen Vergleich hinterher. Das mag einerseits an der ländlichen Umgebung und unmittelbaren Nähe zur üppigen Natur liegen, andererseits aber auch an dem fehlenden politischen Willen und der fehlenden Sichtbarkeit begrünter Fassaden. Sobald die gesamtgesellschaftlichen Vorteile von Fassadenbegrünung für die Energieautonomie, für Klima- und Artenschutz und für die Förderung der Gesundheit von politischer Seite erkannt und gefördert wird, erwarte ich mir einen innovativen Schub und internationale Vorreiterrolle, wie wir sie in so vielen anderen Bereichen von der Vorarlberger Architektur kennen. Da sind Land und Gemeinden gefordert, Förderungen für Fassadenbegrünung bereitzustellen und
auch in ihrem eigenen Wirkungsbereich die landes- und gemeindeeigenen Gebäude zu begrünen.
Fenstern und Eingangstüren, duftende Kletterrosen an Hausecken und Blauregen an Balkonen haben in Vorarlberg durchaus Tradition. Den Sprung heraus in die moderne Architektur, in den Siedlungs-, Industrie- und Gewerbebau haben sie, soweit mir bekannt ist, noch nicht oder sehr selten geschafft. Dabei zeigen Projekte wie der MFO-Park in Zürich, das Swiss-Re-Gebäude in München oder die BeRTA-Module in Wien bereits den Weg der traditionellen Fassadenbegrünung in die zeitgemäße Architektur. Hier heißt es Vorurteile abzubauen – jede begrünte Fassade wird zum Hingucker und Erfolg.
Welche positiven Beispiele gibt es in Vorarlberg? EDLER Bauwerksbegrünung durch Kletterpflanzen wie Efeu oder Wilden Wein, Obstspaliere, Weinreben über
Gehören Gründächer/Grünfassaden ins Bau- und Raumplanungsgesetz? EDLER Flachdächer gehören ab einer bestimmten Größe, mindestens ab 600 m² be-
„Vorarlberg sollte auch bei Fassadenbegrünungen eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagt Elisabeth Edler.
grünt. Hier braucht es durchaus gesetzliche Vorgaben. Für südseitig ausgerichtete Wände und Aufenthaltsorte, vor allem im öffentlichen Raum, muss eine zukunftsfähige Architektur bereits in der Planung die steigenden Hitzetage und extrem hohen Temperaturen, die durch die Klimakrise auf uns zukommen, in der Fassadengestaltung berücksichtigen. Anreize und gute Beispiele finde ich grundsätzlich am wirkungsvollsten. Sehe und rieche ich blühende Dächer, höre ich Insekten und Vögel in grünen Fassaden, spüre ich die kühle Umgebung und saubere Luft der Blühflächen und koste ich schon im Kindergarten und in der Schule die essbaren Gärten, dann lerne ich die positiven Auswirkungen der Pflanzen auf mein Lebensumfeld wertzuschätzen und sie im Alltag zu integrieren.
Bio, sicher und regional BREGENZ Vielen Menschen ist es wichtig, dass es den Tieren gut geht und sie ein würdevolles Leben führen können - für Biobauern eine Selbstverständlichkeit, denn BioBetriebe haben sich dem Tierwohl verschrieben. Zum Beispiel bekommen Bio-Tiere regelmäßig Auslauf und dürfen auf die Weide – und das verpflichtend. Durch den Verzicht auf künstliche Düngemittel mit weiten Transportwegen, agieren Biobauern umwelt- und klimafreundlich. Sie sind dadurch unabhängiger von großen Konzernen und verwenden eigenen Wirtschaftsdünger wie Kompost & Mist für einen geschlossenen Stoffkreislauf. Hinzu kommt, dass Bio-Produkte ohne chemischsynthetische Pestizide erzeugt werden und garantiert gentechnikfrei sind, denn Pflanzenschutz geschieht in der biologischen Landwirtschaft vorbeugend und bei den eingesetzten Mitteln handelt es sich ausschließlich um natürliche Substanzen. Biodiversität zu erhalten ist nicht nur ein wichtiges Ziel für Vorarlberg, sondern auch für jeden Bio-Landwirt ein Selbstverständnis. Durch die biologische Wirtschaftsweise werden auch Wasser und Boden geschützt und erhalten. Die Gesundheit des Ökosystems trägt zum Wohlbefinden eines jeden Einzelnen bei - denn was wir essen, ist nicht nur entscheidend für unsere Gesundheit, sondern auch für die Lebensqualität von Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten und hat weitreichende Auswirkungen auf einen Großteil aller Lebewesen. Bio-Fest am Sonntag Heimische Bio-Produzenten tragen ihren Teil zu einer funktionierenden Versorgungssicherheit im Lande bei und bieten eine große Vielfalt von innovativen BioProdukten. Der Verzicht auf künstliche Zusatz- und Hilfsstoffe steht für die hohe Qualität von biologischen Lebensmitteln. Bio ist die zukunftsfähigste Form der Landwirtschaft, die auf das Wohl der Tiere, Pflanzen und Menschen achtet. Sämtliche Biobetriebe und alle Stufen der Wertschöpfungskette werden mindestens einmal jährlich von einer unabhängigen Kontrollstelle geprüft. Vorarlberger Biobauern laden ein zum Bio-Fest in Bregenz, am 20. September 2020 von 10 bis 16 Uhr auf dem Vorplatz des Bregenzer Festspielhaues.
Das aktuelle Buch „Verbotene Frucht – unser innerer Kampf zwischen materieller Gier und universaler Liebe“ völkerverbindend in drei Sprachen von Verena Susanne Daum informiert investigativ über geopolitische Vorgänge und zukunftsfähige Lebensweisen und ist BEREITS IN 2. AUFLAGE im Online- und Fachhandel erhältlich. Wer das Buch im Caritas Vorarlberg Shop kauft - bestellbar via auslandshilfe@caritas.at – unterstützt damit die laufenden Projekte der Caritas Auslandshilfe und der Caritas Jugendbotschafter in Sachen Aufforstung sowie Wasser-, Boden- und Ernährungssicherung im regionalen Naturkreislauf in Partnerländern wie Äthiopien www.caritas-vorarlberg.at/mithelfen/auslandshilfe ANZEIGE
Bio-Fest am 20. September 2020 von 10 bis 16 Uhr, Vorplatz Festspielhaus Bregenz.
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Freitag, 18. September 2020 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
Auf Holz bauen mit „Wohnen 500“ Das gemeinnützige Wohnbauprogramm „Wohnen 500“ verbindet erfolgreich leistbares Wohnen mit Tradition, Klimaschutz und Regionalität.
Vor der modernen Holzbausiedlung spielen Kinder im gemeinsamen Garten, durch moderate Baukosten sind die Mieten leistbar, jede Wohnung hat einen eigenen Balkon oder Garten, es gibt Gemeinschaftsräume und die Busstation ist direkt vor der Haustüre.
Grünes Wunschdenken? Nein, „Wohnen 500“ in gemeinnützigen Wohnanlagen z. B. in Mäder, Lustenau, Feldkirch oder Rankweil zeigt vor, wie es geht. Innovativ am Konzept „Wohnen 500“ im gemeinnützigen Wohnbau ist, dass es durch intelligente Planung, Modulbauweise aus Holz und dem Verzicht auf Unterkellerung Wohnen leistbar macht. Ziel ist es, die monatliche Miete für eine 65 m² große Wohnung auf 500 Euro zu beschränken.
Holzbau = Klimaschutz … und stärkt zudem die heimische Wirtschaft! „Wohnen 500“ ist die Antwort auf mehrere Herausforderungen unserer Zeit: „Mit dem wertvollen Rohstoff Holz zu bauen, verbindet moderne Ansprüche mit Vorarlberger Bautradition, speichert CO2 und stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe“, so Christoph Metzler, Wohnbausprecher der Grünen. Denn Holz wächst in der Region und wird vor Ort verarbeitet – das heißt, Holzbau
schafft regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Außerdem sind die Transportwege kurz und die Bauunternehmen können den Verbrauch von Rohstoffen wie Kies und Zement deutlich verringern. So kann man den CO2-Verbrauch um die Hälfte reduzieren und trägt zum Klimaschutz bei.
Niedrige Betriebskosten … und moderne Mobilität: „Mit Holz zu bauen hat auch den Vorteil, dass bei gleichen Kosten
eine bessere Energieeffizienz erreicht wird. Das ist nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für die Mieterinnen und Mieter, die weniger Betriebskosten zahlen“, hebt Metzler hervor. Mit energieeffizienten Konzepten wie „Wohnen 500“ können Bruttomieten (Miete inkl. Steuern und Betriebskosten) von ca. 9 Euro pro Quadratmeter erreicht werden. Das ist um ein Drittel günstiger als bei Neubauprojekten von privaten Errichtern im Rheintal und Walgau, wo derzeit
pro Quadratmeter 15 Euro und mehr zu bezahlen sind.
Leistbar und nachhaltig Die Grünen setzen sich dafür ein, dass leistbares und nachhaltiges Wohnen zum Standard wird: Zwischen 2015 und 2019 wurden 3056 gemeinnützige Wohnungen in Vorarlberg errichtet. Davon 190 im Rahmen des Projekts „Wohnen 500“. Im Rahmen der Wohnbauoffensive hat sich die Vorarlberger Regierung zum Ziel gesetzt, Christoph Metzler Wohnbausprecher der Grünen
Mit Holz bauen bedeutet nachhaltigen und leistbaren Wohnraum schaffen. Das muss zum Standard werden, auch im gemeinnützigen Wohnbau. So verbinden wir Tradition, Klimaschutz und Regionalität!
Ideen, die bestehen. Rhomberg Bau
Fotos: Metzler/Grüne Vorarlberg
Die Biobäuerinnen & Biobauern www.bio-austria.at
Biofest Nachhaltigkeitsvordenken Für einen kompletten, nachhaltigen Kreislauf von Roh- und Wertstoffen. Gut für die Wirtschaft und das ganze Land. www.rhombergrcr.at
20. September 2020 Festspielhaus Bregenz 10 bis 16 Uhr
*findet Corona-bedingt heuer als Markt statt
*
GRATIS AN- & ABREISE Tickets unter: vmobil.at/veranstaltertickets
Foto: Michaela Theurl
Diese von der VOGEWOSI realisierte „Wohnen 500“-Anlage ist 2017 in Rankweil entstanden.
zumindest 4000 neue „Wohnen 500“-Wohnungen bis 2024 zu errichten. „Die Richtung stimmt, aber da geht noch mehr. Und es ist Zeit, dass Holzbau und innovative Konzepte wie „Wohnen 500“ zum Standard im gemeinnützigen Wohnbau werden!“, betont Christoph Metzler, wie dringend es ist, leistbaren, nachhaltigen und qualitätsvollen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. ANZEIGE
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Freitag, 18. September 2020 Extra
VN-Klimaschutzpreisträger seit 2012 auf einen Blick. Projektleiterin Verena Daum und Referent 2016 Roland Düringer: „Cradle to Cradle: Nutzen stiften statt Schaden verursachen!“
Das Überlebensthema Nummer 1
Im November 2020 verleihen die VN zum 7. Mal den Klimaschutzpreis an vorbildlich engagierte Menschen.
MÄDER Schüler und Jugendliche, innovative Unternehmer, engagierte Private, Initiativen, Solidargemeinschaften, Vereine und Gemeinden werden am 19. November im J.-J.Ender-Saal in Mäder mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Heute einreichen Noch heute, 18. September, haben alle für Natur- und Klimaschutz Engagierten die Möglichkeit, sich auf dem Formular unter klima.vn.at
anzumelden und ihr Projekt bzw. ihre Innovation/Initiative einzureichen.
„Kinder an die Macht“ … sang vor Jahrzehnten Herbert Grönemeyer und gab so sein Statement gegen Krieg, Grenzen und Zerstörung ab. VN-Klimaschutzpreis-Referent 2018, Ozeanologe und Klimaforscher Prof. Stefan Rahmsdorf, betonte: „Ich beobachte immer wieder, wie Kinder in der Natur so richtig aufblühen. Hier können wir Erwachsene das kindliche Bewusstsein von Anfang an zu einem Verständnis schärfen, dass die Menschheit als eine große Familie auf einem begrenzten und fragi-
len Planeten lebt, dessen Klimasystem und Biosphäre mas-
Daniele Ganser Historiker/ Autor
„Wasser, Sonne, Wind, Geothermie, Biogas, Effizienz und Ökotechnologien sind die Zukunft.“ siv unter Druck sind.“ Dass wir als Teil der Natur in Natur-
kreisläufen im planetarischen Kontext leben und wirtschaften müssen, um unsere Lebensgrundlage zu erhalten, beschreibt Klimaschutz-Projektleiterin Verena Daum seit Jahren die Notwendigkeit zur Systemwende bzw. Umsteuerung – in der Landwirtschaft ist hier die Permakultur als positives Beispiel anzuführen, ganzheitlich gesehen wäre das die globale Ausrichtung nach dem „Cradle to Cradle“-Prinzip.
„Gute“ Globalisierung „Die Globalisierung könnte großartig sein, wäre da nicht unser katastrophales Verhalten“, wetterte Referent 2016,
Kabarettist Roland Düringer. „Wir müssen nicht das Klima, sondern uns vor uns selbst schützen“, legte er nach und beschwor ein sofortiges gemeinsames Handeln „welches die Ressourcen-, Energie- und Agrarwende umgehend herbeiführt“. Symptombehandlung bringe nichts: „Weniger Schaden ist immer noch Schaden. Wir müssen Nutzen stiften, anstatt Schaden zu verursachen.“ Zu einer „guten“ Globalisierung ist es auch sofort notwendig, auf Kooperation anstatt Konfrontation zu setzen, sprich: sämtliche medialen, wirtschaftlichen und militärischen Kriege einzustellen.
„Vor vielen Jahren habe ich mit Noam Chomsky über die US/ GB-geführten Ressourcenkriege gesprochen“, informierte Klimaschutzpreis-Referent 2012, Daniele Ganser, Autor von u. a. „Peak Oil“ und „Illegale Kriege“. „Nach Peak Oil 2016 herrscht der Kampf um Fracking und wer über die restlichen Ressourcen verfügt. Wir kennen alle die Erdölbeutezüge der USA und Großbritanniens u. a. in Libyen, Irak, Kuwait. Wasser, Sonne, Wind, Geothermie, Biogas, Effizienz und Ökotechnologien sind die Zukunft.“ Einreichungen VN-Klimaschutzpreis noch heute unter Klima.vn.at
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Freitag, 18. September 2020 Extra
In Kreisläufen denken
Kreislaufwirtschaft bei ALPLA: Gemeinsames Verständnis entlang der Wertschöpfungskette nötig! HARD Die Recyclingziele des internationalen Verpackungsherstellers ALPLA Group sind klar formuliert: Bis 2025 sollen alle vom Unternehmen produzierten Kunststoffverpackungen zu hundert Prozent recycelbar sein und der Anteil der verarbeiteten Post-Consumer-Recyclingmaterialien am gesamten Materialeinsatz soll auf 25 Prozent steigen. Design for Recycling und der Ausbau der Recyclingaktivitäten sind hier die Schwerpunkte. Aber auch ein gemeinsames Verständnis entlang der Wertschöpfungskette ist notwendig. Die Nachfrage nach Verpackungslösungen mit höherem Rezyklatanteil nimmt stark zu. Die politischen Vorgaben verlangen höhere Sammelund Recyclingraten für Kunststoff und auch auf Kundenseite gewinnt das Thema Kreis-
laufwirtschaft an strategischer Bedeutung. Ehrgeizige Ziele in Form festgeschriebener Recyclingquoten stehen nicht nur bei ALPLA auf der Nachhaltig-
Günther Lehner CEO ALPLA Group
„An einer intakten Kreislaufwirtschaft müssen alle in der Wertschöpfungskette Beteiligten arbeiten.“ keitsagenda, sondern mittlerweile auch bei zahlreichen Anbietern von Konsumgütern. Um diese Ziele zu erreichen, ist ALPLA Gründungsmitglied der 2019 in Österreich gegründeten Plattform „Verpackung mit Zukunft“. Hier haben sich
Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, darunter Coca-Cola Österreich, der Maschinenhersteller Engel oder auch der Umweltdienstleister Interseroh, zusammengeschlossen, um gemeinsam die Idee der Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Die vier Eckpunkte einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft, Reduce, Replace, Reuse und Recycle, werden von den Mitgliedern der Plattform in vielen Bereichen bereits umgesetzt. Gemeinsam können Innovationen aber noch mehr vorangetrieben werden, um Österreich als Vorzeigeland in Sachen Nachhaltigkeit bei Verpackungen zu positionieren. Sachliche Diskussion Gleichzeitig möchten die Mitglieder der neuen Plattform „Verpackung mit Zukunft“ einen sachlichen Dialog mit allen Stakeholdern im Spannungsfeld der emotional geführten Verpackungsdiskussion ermöglichen. Denn in
der Debatte um Kunststoffverpackungen gehen rationale Argumente oft verloren. „Wir verschließen nicht die Augen vor dem globalen Umweltproblem“, so lautet ein zentrales Statement des im Mai 2020 verkündeten Zusammenschlusses. Gleichzeitig sollten Kunststoffverpackungen jedoch nicht als wertloser Müll, sondern als Wertstoff anerkannt werden. Dieses Bewusstsein soll mit der neuen Plattform geschaffen und ein sachlicher Dialog über diese Themen in der Gesellschaft gefördert werden.
Design for Recycling Ein Forschungsschwerpunkt bei ALPLA liegt in der Entwicklung und Herstellung von bestmöglich recycelbaren Verpackungen mit möglichst hohem Rezyklatanteil (Design for Recycling). Wie müssen nachhaltige Verpackungslösungen aussehen? Welche Auswirkungen hat ein hoher
Bis 2025 sollen alle von ALPLA produzierten Kunststoffverpackungen zu 100 % recycelbar sein. Rezyklatanteil? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Bei den gemeinsamen Entwicklungen mit Kunden gilt es, die bestmögliche Balance zwischen der Leistungsfähigkeit und Wiederverwertbarkeit der Verpackung zu finden. Ein wichtiger Faktor ist auch die Materialwahl. PET ist hier sicher der am besten geeignete Kunststoff für das Recycling. Aber auch bei der Wiederverwertung von HDPE gibt es große Fortschritte. Auch der Ausbau der Recyclingaktivitäten zur Wiederaufbereitung des Wertstoffs Kunststoff wird vorangetrieben. ALPLA
verfügt über langjährige Erfahrung im Recycling und hat bereits frühzeitig damit begonnen, Kunststoff wieder aufzubereiten. Nach einem Joint Venture in Mexiko (2005) folgten 2010 und 2013 eigene in PET-Recyclingwerke Wöllersdorf (Niederösterreich) und Radomsko (Polen). Eine Kooperation in Wolfen (Deutschland) startete 2018 und geht 2020 in Betrieb. Mit dem Kauf von zwei Recyclingwerken in Spanien stieg ALPLA 2019 in das Recycling von HDPE ein und in Thailand wird mit dem Partner PTT Global Chemical ein Werk für PETund HDPE-Recycling gebaut.
Projektwerkstatt Gemüseallmende am 16. und 17. Oktober 2020.
Projektwerkstatt Gemüseallmende DORNBIRN Wie können wir förderliche Rahmenbedingungen für gemeinschaftlichen Gemüseanbau in Vorarlberg schaffen? Am 16. und 17. Oktober geht es um die Frage, wie in der Gesellschaft und in der Politik mehr Bewusstsein für gemeinschaftliches Gemüsegärtnern entstehen kann. Die Potenziale wären riesig, aber da und dort bräuchte es noch etwas mehr Unterstützung, etwa bei der Frage, wie Flächen langfristig abgesichert werden können. Es geht also um die äußeren Rahmenbedingungen für gemeinschaftlichen Gemüseanbau in Vorarlberg. Bei der „Projektwerkstatt Gemüseallmende“ treffen sich Gemeinschaftsgärnter(innen), CSA-Bauern7Bäuerinnen und Interessierte, um Projekte und Ideen wachsen zu lassen, die das Bewusstsein in Gesellschaft und Politik für gemeinschafltiche Gemüseprojekte fördern sollen. Teilnahme kostenlos Die Veranstaltung ist eine Initiative von Vorarlberger Gemeinschaftsgärnter(inne)n mit freundlicher Unterstützung der Impulse-Stiftung, des OGV-Obst- und Gartenbauvereins, der Bodensee-Akademie und des Vereins Bodenfreiheit. Angesprochen werden neben kreativen Gärtner(inne)n vor allem Vertreter(innen) von Gemeinden und Verwaltung, von denen sich die Initiative in der Zukunft mehr Unterstützung für „Gemüseallmenden“ erwartet. Die Teilnahme ist kostenlos. Super, aber kein Muss ist, wenn du an beiden Tagen dabei sein kannst. Am Freitag, 16. Oktober, ab 13.30 Uhr gibt’s spannende Inputs von Pionierprojekten und kreatives gemeinsames Ideen-entwickeln. Am Samstag, 17. Oktober ab 9 Uhr werden entstandene Projekte weitergeplant und erste Schritte gesetzt. Der Wirkraum in Dornbirn bietet großzügig Platz um auch mit Abstand gut und gemeinsam ins kreative schaffen zu kommen. wir bitten jedoch um Anmeldung, weil die Teilnehmer(innen)Anzahl beschränkt ist! Anmeldung und Fragen an Stefan Schartlmüller, Mail: gemueseallmende@riseup.net, Tel. 0699/1811 6683, http://gartenpolylog.org/gemueseallmende
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2. Kategorie: Schule und Jugend aktiv
Die Gewinner dürfen sich über einen ÖBB-Reisegutschein im Wert von je 1000 Euro freuen.
3. Kategorie: Gemeinden und Öffentlichkeit
Für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz wird den Gewinnern eine Auszeichnung verliehen.
4. Kategorie: Innovative Unternehmen
Die Preisträger dürfen sich über einen Klima-Tag im Montafon mit Besichtigung der Anlagen der illwerke vkw freuen.
5. Kategorie: Landwirtschaftliche Vielfalt
Die Gewinner erhalten Bildungsgutscheine vom Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg.
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