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08/2020 | Ausgabe N° 2

Ländle Alpschwein Wochen Ländle Gemüse vom Rohrspitz Eine neue Ära am Sennhof Schlinser Ländle Äpfel Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll fürs Land.

Alpe genießen


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N° 2 | 08/2020

Inhalt

Alpwirtschaft Tradition, Handwerk & Instagram Die jungen Pächter der Alpe Stongen produzieren Käse und viele weitere hochwertige Produkte. Auch Ländle Alpschweine werden gehalten. Alles Gute kommt von oben Auf ca. 130 Sennalpen in Vorarlberg werden typische Käsespezialitäten wie Alpkäse und Montafoner Sura Kees hergestellt.

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ZWEI JUNGE ALPGESICHTER Nicole Steurer und Matthias Giselbrecht erzeugen Käse, füttern Ländle Alpschweine und bewirten Gäste auf der Alpe Stongen in Bezau. Seite 6

Regionale Produkte Ländle Alpschwein Wochen Vom 28. August bis 19. September gibt es das feine Fleisch vom Ländle Alpschwein – praktisch vakuumiert im 5 kg Vorratspaket.

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Wo ehrliches Gemüse erzeugt wird Martin Brunner produziert am Mahlerhof u.a. Gemüse und Kräuter. Nach 40 Jahren übergibt er nun den Betrieb an Tochter Jenny.

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Begehrte Gustostücke Rund 240 Ländle Wiesenhühner wachsen bei Norbert Schedler in Alberschwende in Freilandhaltung unter völlig natürlichen Bedingungen auf.

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Opa wusste, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt Jungbauer Simon Matt aus Schlins setzt, neben der Milchproduktion, vor allem auf den Ländle Apfel, der jetzt wieder Saison hat.

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Eine neue Ära am Sennhof Johannes und Mathias Allgäuer übernahmen vor kurzem die Geschäfte des größten Vorarlberger Eier-Produktionsbetriebes in Rankweil.

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Immer um einen Whisky voraus Die Familie Broger aus Klaus produziert, neben Gin und verschiedenen Edelbränden, „Hoamat“-Whiskys aus regionalem Getreide.

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EHRLICHES GEMÜSE VOM ROHRSPITZ Über 500 Pflanzensorten werden am Mahlerhof in Höchst angebaut, darunter Ländle Gemüse, Ländle Kräuter u.v.m. Seite 10

„nochgfrogt“ luag sprach mit der neuen Geschäftsführerin von Spar Vorarlberg, Carina Pollhammer, über ihre persönliche Einstellung zur Regionalität.

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EINE NEUE ÄRA AM SENNHOF

www.laendle.at

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Die neuen Geschäftsführer Johannes und Mathias Allgäuer werden den Sennhof in Rankweil erfolgreich weiterführen. Seite 22


Auf ein gutes Miteinander D

as Jahr 2020 ist für uns alle, Bäuerinnen, Bauern und Konsumenten ein besonders schwieriges und alle haben mit der Coronakrise und deren Folgen zu kämpfen. Ein Ende ist noch nicht in Sicht, und wer weiß, wie es weitergeht. Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen den vielen Menschen im Land im Namen unserer Bauernfamilien für ihr Vertrauen und ihre Verbundenheit zu danken, weil sie in dieser Krise verstärkt auf regional erzeugte Lebensmittel und unsere regionalen Dienstleistungsangebote zurückgreifen. Gerade in Zeiten von Kurzarbeit und höherer Arbeitslosigkeit ist es nicht selbstverständlich, dass so viele Menschen gerade bei hochwertigen Lebensmitteln keine Abstriche machen. Gerne geben wir das in Form von höchster Qualität und gepflegten Kulturlandschaften zurück. Das führt mich auch zu einem besonderen Anliegen. Unsere Alpen und Weiden sind gerade in Zeiten von Corona noch mehr geschätzte Ausflugs- sowie Erholungsziele aber auch wichtige Wirtschaftsräume. Im Sommer werden Tiere auf die Weiden getrieben, sie sind neugierig, aber grundsätzlich nicht aggressiv. Wenn sie sich bedroht fühlen oder ihre Kälber dabeihaben, ist Vorsicht geboten. Mutterkühe beschützen ihre Kälber, das ist ein natürlicher Instinkt. Im letzten Jahr hat das Urteil des tragischen Zwischenfalls mit einer Kuh in Tirol zu Verunsicherung bei Bauern und Alpbesuchern geführt. Tierhalter wurden dabei stark in die Verantwortung genommen. Um solche gefährlichen Ereignisse zu vermeiden, wurden einfache Verhaltensregeln erarbeitet. Ruhiges Verhalten, Weidevieh nicht erschrecken, Abstand zum Weidevieh halten und im Notfall umgehen, Zäune und Absperrungen beachten, beim Durchgehen wieder schließen sowie Hunde an der Leine führen sind einige davon. Zehn Regeln und viele Tipps für ein gutes Miteinander auf den Alpen finden Sie unter: www.sichere-almen.at Leider werden diese wichtigen Verhaltensregeln nicht immer eingehalten, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Darum bitte ich, diese im Sinne eines respektvollen Verhaltens in den Alpen, zu beachten. Nur wenn auch in Zukunft die Alpen bewirtschaftet und Tiere aufgetrieben werden, bleibt die Naturlandschaft erhalten und frei zugänglich. Dann können Mensch und Tier die wunderbaren Alpgebiete gemeinsam genießen. So wünsche ich Ihnen noch viele schöne Stunden in unserer herrlichen Natur und freue mich auf ein gutes Miteinander auf unseren Alpen.

Wissen Geflügel | Fakten Geflügelfleisch ist sehr beliebt. Die Qualität hängt jedoch stark von den Haltungsbedingungen ab. Interessante Infos zur regionalen und internationalen Produktion u. v. m.

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Fressen und gefressen werden Die Gärtnerei Angeloff setzt bei der Schädlingsbekämpfung auf Nützlinge. Auch im eigenen Garten können die kleinen Helfer eingesetzt werden.

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Gemüse neu entdeckt Die Mischung aus tollem Geschmack und wertvollen Inhaltsstoffen machen den Brokkoli zum Star unter den Gemüsen.

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Vorarlberg am Teller Regionales aus der Schulküche Alexander Heer, Küchenleiter der Landesberufsschule Lochau, über Regionalität in Großküchen und wie man Schüler für Heimisches begeistert.

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Service Die vierte Gemüsesaison Wintergemüse übersteht tiefe Temperaturen und steckt voller Vitamine. Wertvolle Tipps zur Sortenauswahl, Pflanzmöglichkeiten und Pflege. Rezepttipps Kotelett vom Ländle Alpschwein mit Würzbutter Brokkoli-Crust-Pizza

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8 32

Aktuell Dornbirner Herbstmesse Kosten – gewinnen – informieren – kaufen! Die Ländle Halle 4 hat Einiges zu bieten.

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Wandertipp Das Vorderland bietet viele Möglichkeiten zum Wandern. Ein Ziel ist der Buschenschank der Familie Nachbaur in Röthis.

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QUIZ Z

Zeig wie Zeig, schlau du bist!

Dornbirner Herbstmesse, Ländle Halle 4 Josef Moosbrugger Präsident der Landwirtschaftskammer

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Tradition, Handwerk & Instagram

„Meor ehrod das Ault, und grüssed das Nü“

Nicole Steurer und Matthias Giselbrecht haben sich für das Alpleben entschieden. Das junge Paar erzeugt Käse, füttert Ländle Alpschweine und bewirtet Gäste. Und sie genießen den Ausblick, den die Alpe Stongen in Bezau zu bieten hat. Wie ein sanfter grüner Teppich breitet sich im Sommer das Gras aus. „Besonders schön ist es im Herbst, wenn sich alles verfärbt und das Moor zu leuchten beginnt“, schwärmt Dietmar, der Vater von Nicole. So wie er helfen auch Nicoles Mama und die Eltern von Matthias tatkräftig mit, wenn Unterstützung gefragt ist.

Zwei junge „Alpgesichter“ Die angenehme Frische, die hier auf 1.380 Metern herrscht, spiegelt sich in den jungen Gesichtern des Paares wider. Dass eine 25-Jährige und ein 27-Jähriger den Sommer gemeinsam auf der Alpe verbringen, böte idealen Stoff für einen Heimatroman à la Ludwig Ganghofer. Doch das wäre nicht mehr als verklärte Romantik. „Viele setzen das Alpleben mit Idylle gleich“, weiß Nicole Steurer zu berichten. „Dabei stecken viel harte Arbeit und Handwerk dahinter.“ Der Tag beginnt meist um halb sechs und endet oft erst nach 22 Uhr. Herzstück des Gebäudes ist die Sennerei, in der der gelernte Zimmermann Matthias Giselbrecht täglich zwei bis drei Laib Käse produziert. Die Milch wird direkt von der Melkmaschine über Leitungen in den Sennkessel weitergeleitet. Die Molke – oftmals als „Abfallprodukt“ bei der Käseerzeugung betrachtet – wird an die 15 Alpschweine verfüttert. Die stets hungrigen Borstentiere lieben die eiweißreiche

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Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer

A

llein schon der Platz, auf dem die Alpe Stongen steht, strahlt etwas Mystisches aus. Denn am Fuße der zum Gemeindegebiet Bezau gehörenden Alpe erstreckt sich in einem Talkessel eine Moorlandschaft. Kein Wunder, dass sich um die kleine Hütte sogar eine Sagengeschichte rankt, die sich vor vielen Jahrhunderten abgespielt haben soll. Im Jahr 1450 wurde die Alp erstmals historisch erwähnt. Doch das ist Vergangenheit.


Überhaupt ist die 25-jährige Wälderin sehr kommunikativ. Deshalb freut sie sich auch, wenn Gäste kommen, die sie bewirten kann. An schönen Tagen sind es hauptsächlich die Wanderer und Wochenendausflügler, die von der Mittel- bzw. der Bergstation der Bergbahnen Bezau zur Alp kommen. Aber auch Mountainbiker schätzen die Gastfreundlichkeit sehr. „Fast alles ist selbstgemacht“, bekräftigt die junge Älplerin. Wenn es die Zeit zulässt, sucht sie im Moorgebiet nach Pflanzen und Kräutern. „Hier wachsen Blumen für mein Kräutersalz. Auch die Schnittlauchblume gedeiht hier wunderbar.“ Mit dem Schnittlauch würzt sie den selbstgemachten Ziegenkäse.

„Hock“ mit Nachbarn

und nahrhafte Flüssigkeit über alles. Gierig stecken sie ihre Rüssel in die Tränke, als der Senner diese mit der Molke füllt. Schon bald ist die Tränke leer, doch Nachschub kommt sofort.

Ein schönes Schweineleben Die Schweine kamen als Ferkel Ende Mai direkt auf die Alp. Dort haben sie ein Leben, das leider nur wenigen ihrer Artgenossen vergönnt ist. Sie haben einen geräumigen Stall mit viel Einstreu und Beschäftigungsmöglichkeiten. Zudem steht ihnen ein eigener Auslauf zur Verfügung. „Das Wühlen im Boden lieben sie besonders“, bemerkt Matthias Giselbrecht.

Auch oben in den Bergen gibt es Nachbarschaft. Und zwar zu den anderen Älplern, mit denen man sich ab und zu auf einen Hock trifft. Schließlich haben alle hier oben dieselben Interessen. „Ich denke, jedem von uns ergeht es gleich. Im Frühjahr freut man sich, wenn man auf die Alp darf, im Herbst freut man sich nach viel getaner Arbeit wieder auf zu Hause“, bringt es Matthias auf den Punkt. Für die Ländle Alpschweine endet spätestens dann ihr Leben. Sie kommen direkt von der Alp in den Schlachthof. Ihr Fleisch kann ruhigen Gewissens genossen werden. Nicht nur, weil es sich durch eine besondere Qualität auszeichnet, sondern auch, weil die Tiere ein schönes Dasein hatten – so wie es eigentlich sein sollte.

Alpe Stongen, 6870 Bezau T 0664/113 12 10, steurer.nicole@gm

Beigebracht hat ihm das Käsen ein erfahrener Senner auf der Alpe Hintere Niedere, wo das Alpleben von Matthias und Nicole vor vier Jahren begann. „Das waren für mich richtig gute und wertvolle Erfahrungen des Älpler- und Sennerlebens.“ Die kleine kompakte Hütte bietet zwar nicht allzu viel Platz, dennoch ist sie funktional eingerichtet. Nicole achtet auf kleine liebevolle Details und ist mit viel Empathie bei der Sache, wenn es um die Tiere geht. Neben 43 Milchkühen und 15 Ländle Alpschweinen gehören noch drei Ziegen, zwei Ponys und mehrere Hühner dazu. „Es fehlt uns hier oben an nichts“, ist sich das Paar einig. Auch Pfister Johannes gehört zum Team. Es gibt Strom, Dusche, WC, eine Stube und zwei Schlafräume, aber keinen Fernseher. Auch das Internet funktioniert nur zeitweise. Um die modernen Kommunikationsmittel nutzen zu können, steigt Nicole schon mal auf den angrenzenden Hügel. „Dort ist der Empfang besser“, sagt die angehende Wirtschaftsstudentin, die auf Instagram (alpe_stongen) aktiv ist.

ail.com

• Produkte auf der Alpe: Alpkäse, Butter, Ziegenkäse, Pesto, Kräutersalz, Brettljausen, hausgem achte Getränke, Kuchen und Fruchtjoghurt ... Verkauf: direkt auf der Alpe von Anfa ng Juni bis Anfang September, Verkauf von Alpkäse auße rhalb der Alpsaison in Sulzberg, Engelspitz 400, SPAR Langen, ENI-Tankstelle Lustenau • Produkte mit Ländle Gütesiegel: Ländle Alpschwein Verkauf & Infos: www.laendle.at/alp schwein

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www.laendle.at/rezepte

Kotelett vom Ländle Alpschwein mit Würzbutter und Cornbread Zutaten: Cornbread: 120 g Ländle Riebel* 125 g Ländle Dinkel Mehl* 1 gehäufter TL Backpulver Salz 120 g geschmolzene Butter* 1 EL Ländle Honig* 1 Ländle Ei* 240 ml Buttermilch*

Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform ausbuttern und mit Mehl stauben. Trockene Zutaten mischen. Geschmolzene Butter und Honig untermengen. Ei und Buttermilch einrühren. Alles vermengen, nicht zu fest verrühren. Teig in die vorbereitete Kastenform geben und ca. 20 Minuten backen. In Stücke schneiden und warm oder kalt zum Fleisch servieren.

Würzbutter: 100 g weiche Butter* Abrieb von 1 Bio-Zitrone 2 EL fein gehackte Petersilie* 1 – 2 TL Zitronensaft Salz, Pfeffer

Butter hell cremig mixen. Zitronenabrieb und Petersilie untermixen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Im Kühlschrank kalt stellen.

Koteletts: 2 Koteletts vom Ländle Alpschwein* Salz Pfeffer

* Produkte mit Ländle Gütesiegel erhältlich (je nach Saison), www.laendle.at

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Zubereitung:

Koteletts von jeder Seite ca. 3 Minuten scharf anbraten. Immer wieder wenden, damit sie eine leichte Kruste bekom-men. Bei einer Kerntemperatur von 55 °C sind sie besonders saftig. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.

Rezept & Foto: Nadin Hiebler www.diegluecklichmacherei.com


Feine Sauerei!

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Foto: © Ludwig Berchtold

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Das 5-kg-Vorratspaket mit Schnitzel, Braten, Kotelett, Geschnetzeltem usw. wird in kleinen Portionen vakuumiert. So kann es auch gut eingefroren werden.

www.laendle.at/alpschwein

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Wo ehrliches Gemüse erzeugt wird Am Mahlerhof in Höchst endet eine 40-jährige Ära. Denn Seniorchef Martin Brunner verabschiedet sich in den Ruhestand. Doch bei Tochter Jenny und deren Gatten Dominik Lumaßegger ist der auf Ländle Gemüse, Ländle Kräuter und verschiedene Pflanzen spezialisierte Hof in besten Händen. ein, mit dem Komponisten Gustav Mahler hat der Mahlerhof in Höchst nichts zu tun. Obwohl dessen bekannte Symphonie „Das Lied von der Erde“ bestens zu einem Gärtnereibetrieb passen würde. Der Hofname ist vielmehr anderen Ursprungs. Doch dazu etwas später. Vielmehr wagen wir einen Zeitsprung zurück in die 1960er-Jahre. Das war die Zeit, als die Supermärkte begannen, regionales Gemüse in die Regale zu nehmen. Deshalb entschloss sich Oswald Brunner gemeinsam mit zwei anderen Landwirten auf seinem Hof Gemüse anzubauen. Sein Sohn Martin war damals noch ein kleiner Bub. „Während die anderen in meinem Alter baden gingen, musste ich Salat schneiden“, war er verständlicherweise gar nicht davon begeistert. Doch es kam noch schlimmer. Einmal war der Junge dazu eingeteilt, Obst von Bäumen zu schneiden. Als dann sein Vater jedoch feststellte, dass ein Virus das Obst zunichtegemacht hatte und es unbrauchbar war, stieß der Junior regelrecht einen Jubelschrei aus. Und eines stand für den „kleinen Martin“ damals ebenso fest: „Gärtner werde ich nie im Leben.“ Doch der Schwur hielt nur, bis der Handelsschulabsolvent merkte, dass es im Grünen doch am schönsten ist. „Die Gärtnerlehre, die ich an die Schule dranhängte, hat mich umgestimmt.“ Heute, kurz vor dem Ruhestand stehend, kann der 60-jährige „So-Gut-WiePensionist“ über diese Anekdote herzhaft lachen. luag 10

Mehrere Höhen und Tiefen Genau 40 Jahre nach dem Einstieg in den elterlichen Betrieb endet eine Ära am Mahlerhof. Geprägt wurde sie von mehreren Auf und Abs. Speziell der Umzug an den jetzigen Standort im Jahr 1989 wurde zur besonderen Herausforderung. Um den sogenannten Aussiedlerhof, der in der Nähe des bekannten Fußacher Rohrspitzes liegt, bauen zu können, musste Martin Brunner Schulden machen. Hinzu kam noch, dass der Betrieb anfangs nicht so lief wie geplant. Harte Zeiten für den damals knapp 30-Jährigen, der sich nicht nur mit den Tücken der Natur, sondern auch mit der Unberechenbarkeit des Geschäftslebens auseinandersetzen musste. Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer

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Doch Aufgeben wäre nicht in seinem Sinne gewesen, vielmehr bewies er jene Zähigkeit, die letztlich für den Erfolg entscheidend ist. Zumal Brunner wusste, dass er die handwerklichen Fähigkeiten und sonstigen Voraussetzungen für den Gemüseanbau besaß. Er arbeitet seit damals nach den Prinzipien des Integrierten Pflanzenbaus (IP), erhielt dafür 1991 den Vorarlberger Innovationspreis und wurde 1992 mit dem österreichischen Agrarmarketingpreis ausgezeichnet. Gemüse und Kräuter werden am Mahlerhof nach den Richtlinien des Ländle Gütesiegels angebaut.

Ende der 1990er-Jahre klopfte dann die Lebensmittelkette Sutterlüty bei ihm an. Eine Partnerschaft, die bis heute besteht und die – so Martin Brunner – auf Handschlagqualität basiert. „Wir erzeugen ehrliches Gemüse“, bringt er seine Philosophie auf den Punkt. Pflanzenschutzmittel werden nur so wenig wie nötig eingesetzt und im geschlossenen Bereich wird hauptsächlich mit Nützlingen gearbeitet. Grünendes und Blühendes wird unter Beachtung ökologischer und ökonomischer Erfordernisse angebaut. Zu den angewendeten Verfahren gehört die Auswahl krankheitsresistenter Sorten, eine umweltschonende Bodenbearbeitung sowie eine vielgestaltige Fruchtfolge.

Beet- und Balkonblumen aber auch Obst- und Beerenpflanzen. Neu ist die zertifizierte Bio-Gemüseerde.

Übergabe mit bestem Gewissen Dem Ruheständler in spe war die Eigenständigkeit von jeher sehr wichtig. Sein Vater habe ihn damals schon „machen lassen“, wie

er es nennt. Dasselbe gilt für Tochter Jenny, die mit ihrem Gatten Dominik das Zepter in dem Betrieb mit zwölf Mitarbeitern nun endgültig übernimmt. Der scheidende Seniorchef tut dies mit bestem Gewissen. „Die beiden wissen, was sie tun.“ Eigentlich ist sie gelernte Verwaltungsassistentin und ihr Mann Tischler. Doch beide haben „so wie einst der Vater“ die Gärtnerlehre nachgeholt und sogar den Meisterbrief gemacht. Für Jenny ist es auch eine Rückkehr zu den Familienwurzeln. Passend zu einem Gärtnereibetrieb und zu Gustav Mahlers Komposition „Ich ging heut' Morgen übers Feld.“

Warum Mahlerhof? Doch zurück zu der Geschichte, wie der Mahlerhof zu seinem Namen kam. „Normalerweise ist es üblich, dass der Hof nach dem Gebiet benannt wird, auf dem er gebaut wird. In unserem Fall hätten wir ihn dann Suha-Hof nennen müssen.“ Kein Wunder, dass sich der Hofbesitzer wenig mit dieser Bezeichnung anfreunden konnte. Doch auch sein Nachname Brunner kam nicht infrage. „Zum einen gibt es bereits eine gleichnamige Gärtnerei und zweitens kommt es immer wieder zu Verwechslungen, weil der Name Brunner in Höchst so häufig vorkommt.“ Deshalb wurden früher – ähnlich wie in Lustenau – auch spezielle Hausnamen vergeben, um die Personen zuordnen zu können. „Im Dorf waren wir als die Mahler bekannt.“ Damit konnte der Hof aus der Taufe gehoben werden. Mittlerweile werden weit über 500 Pflanzensorten angebaut. Beim Ländle Gemüse werden am Hof hauptsächlich Kohlsorten, Salate, Lauch, Sellerie, Tomaten, Paprika und vieles mehr angebaut. Bekannt ist der Mahlerhof auch für seine große Auswahl an Ländle Kräutern (über 100 Sorten) sowie

6973 Höchst, Birnbaumstraße 20 .at, www.mahlerhof.at T 05578/753 44, office@mahlerhof • Produkte mit Ländle Gütesiegel: Ländle Gemüse, Ländle Kräuter onblumen, • Weitere Produkte: Beet- und Balk f Holdersirup lerho Obst- und Beerenpflanzen, Mah • Gärtnerei Öffnungszeiten: 14:00 – 18:00 Uhr Montag bis Freitag 8:00 – 12:00 und Samstag 8:00 – 12:00 Uhr ber): • Verkauf auf Märkten (März bis Okto nerstag in Lustenau, Don , Hard Mittwoch in Dornbirn und birn und Lustenau Freitag in Bregenz, Samstag in Dorn

t/pflanze

dle.a www.laendle.at/gemuese, www.laen

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Ländle Wiesenhühner sind begehrte Gustostücke

Fleischhühner, die in Freilandhaltung unter völlig natürlichen Bedingungen aufwachsen: Das Programm Ländle Wiesenhuhn macht dies möglich. Norbert Schedler aus Alberschwende ist mit Begeisterung dabei.

Es geht auch anders – das Ländle Wiesenhuhn Auf dem Hof von Norbert Schedler in Alberschwende können sich die Hühner frei bewegen. Mehr noch: Sie dürfen sogar ins Freie und nach Herzenslust im Gras herumpicken. Also ganz so, wie es die Natur vorgesehen hat. Das ist für Geflügel, das für die Fleischproduktion bestimmt ist, außergewöhnlich. „Wenn ich etwas anfange, will ich es 'ghörig' machen“, beschreibt der Nebenerwerbsbauer, warum er sich im Vorjahr entschloss, beim Ländle Wiesenhuhn Programm einzusteigen. Unter dem speziellen Vorarlberger Begriff 'ghörig' versteht der Bregenzerwälder, dass die Hühner ein schönes und artgerechtes und auch längeres Leben fühluag 12

ren können. Denn Schedlers Hühner sind erst nach zehn bis zwölf Wochen schlachtreif, weil sie nicht so schnell an Gewicht zunehmen und langsamer wachsen. „Merkbar wird das an der Fleischqualität.“ Ländle Wiesenhühner sind – im wahrsten Sinne des Wortes – begehrte Gustostücke, die es zu bestimmten Zeiten exklusiv bei Interspar zu kaufen gibt.

Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer

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an mag sich gar nicht vorstellen, unter welch erbärmlichen Umständen Masthühner meist ihr kurzes Leben verbringen. Einziges Ziel ist es, dass die Hühner möglichst schnell an Gewicht zunehmen, sodass sie innerhalb von vier, fünf Wochen auf dem Teller landen können. Nur 1,6 Kilogramm Futter muss ein typisches Masthuhn zu sich nehmen, um 1 Kilogramm an Gewicht zuzunehmen. Am Ende der kurzen Aufzucht können sich die Federtiere kaum mehr bewegen. Sie müssen so viel Brustfleisch wie möglich angesetzt haben, denn nur das ist begehrt. Ein Genusserlebnis schaut wohl anders aus.


Harter Preiskampf in der Geflügelmast Rund 240 Junghühner tummeln sich auf dem Hof in Alberschwende. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass in den großen Hühnermastbetrieben bis zu 40.000 Hühner auf engstem Raum leben. Die Zahlen verdeutlichen es. Auf einem Quadratmeter Stallfläche dürfen in Ös-

Ländle Wiesenhuhn – Auszug aus den Richtlinien: • • • • •

Auslauf zur Wiese ständige Einstreu im Stall Beschäftigungsmaterial im Stall (Strohballen, Picksteine) gentechnikfreie Fütterung längeres Leben (70 % länger als beim herkömmlichen Masthuhn) • gehalten + gefüttert + geschlachtet in Vorarlberg Infos & Richtlinien: www.laendle.at/wiesenhuhn

Gute Partnerschaft

terreich bis zu 20 Hühner (max. 30 kg Tiergewicht) gehalten werden. Das entspricht etwa der Größe einer Duschwanne. Also so viel Platz, wie wir für die tägliche Körperpflege zur Verfügung haben. EU-weit ist das mit max. 42 kg Tiergewicht pro Quadratmeter sogar noch viel „großzügiger“ bemessen. Heimische Geflügelmäster berichten davon, dass ihnen am Ende pro Huhn rund 30 Cent Ertrag bleibt. Allerdings nur, wenn nicht viel schiefgeht. Um im Vollerwerb leben zu können, muss ein Bauer mindestens 40.000 Hühner halten. Die Landwirtschaft – ein pickelhartes Geschäft und ein Preiskampf, der leider allzu oft auf Kosten der Tiere stattfindet.

Schließlich ist der gelernte Tischler voll berufstätig und bei der Gemeinde Buch beschäftigt. Dort ist er hauptsächlich für das Wasserwerk und die Biomasse-Anlage zuständig. Die Gelegenheit, beim Ländle Wiesenhuhn Programm mitzumachen, sieht er als große Chance. „Wenn die Nachfrage da ist, möchte ich das sogar ausbauen.“ Platz genug hätte er noch im Stall. Mit Josef Ruloff und Markus Casagrande, die in Hörbranz ebenfalls Ländle Wiesenhühner aufziehen, pflegt er mittlerweile eine Art Partnerschaft. Ja, es ist sogar eine Freundschaft entstanden. So wird etwa das Futter gemeinsam bestellt. „Wir sind keine Konkurrenten, sondern haben ein gemeinsames Ziel. Nämlich, dass es den Tieren gut geht und die Konsumenten ein hochwertiges Produkt bekommen.“ Da gackern selbst die Hühner vor Begeisterung.

Großer Zusammenhalt in der Familie Norbert Schedler könnte mit seiner Form der Aufzucht niemals mit den „Big Playern“ in der Branche mithalten. Das ist auch gar nicht seine Absicht. Vielmehr schauen der 41-Jährige und seine um ein Jahr jüngere Frau Ramona täglich nach, ob im Stall auch alles passt. Zweimal pro Tag wird frisch eingestreut. Die Hühner haben eigene Wassertränken und Stroh- und Heuballen, auf denen sie sitzen können. Sie können auch jederzeit scharren und haben Unterschlupfmöglichkeiten. „Meiner Frau macht die Arbeit mit den Tieren viel Spaß. Sie kümmert sich sehr darum. Alleine könnte ich das nicht machen.“ Der Zusammenhalt wurde in der Familie von jeher großgeschrieben.

Norbert Schedler 6861 Alberschwende, Ahornach 61, T

0660/632 17 66

Produkte: Ländle Wiesenhuhn, Länd

le Ziegenkitz

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www.laendle.at/ziegenkitz luag 13 1


Geflügel

Geflügel ist der Oberbegriff für alle Vogelarten, die zum menschlichen Verzehr geeignet sind. Man unterscheidet helles Geflügelfleisch vom Mastgeflügel (Huhn/Küken und Pute) und dunkles Fleisch vom Wildgeflügel (Strauß, Fasan, Rebhuhn, Wildente, Wachtel) sowie von Ente, Flugente, Pekingente, Gans, Taube, und im weiteren Sinne auch Wassergeflügel.

In Österreich ist Hühnerfleisch mit Abstand das beliebteste Geflügel. Hühnerfleisch ist fettarm, eiweißreich, enthält viel Magnesium sowie Vitamin A und B-Vitamine. Das helle, leicht bekömmliche Fleisch ist oft fester Bestandteil einer gesundheitsbewussten Ernährung. Die Fleischqualität hängt jedoch sehr von den Haltungsbedingungen des Geflügels ab. Der Griff zum regionalen Fleisch gibt Ihnen Sicherheit!

FLEISCH-VERZEHR ALLGEMEIN

GEFLÜGELFLEISCH-VERZEHR

pro Kopf-Verbrauch/Jahr in Österreich

pro Kopf-Verbrauch/Jahr in Österreich

12,9 kg 9,3 kg Hühner 37,2 kg 12,1 kg 2,8 kg Truthühner

1 kg 0,5 kg

Sonstiges

1 kg

Sonstiges

0,2 kg 0,1 kg

Enten

Gänse

Quelle: www.landschafftleben.at, Statistik Austria, Versorgungsbilanz 2018

Quelle: ZAG, Statistik Austria, Versorgungsbilanz 2018

ASSOZIATIONEN ZU GEFLÜGELFLEISCH

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an Geflügelfleisch denken?

fettarm

22 %

gesund

20 %

bekömmlich, leichte Küche

10 %

guter Geschmack

10 %

helles Fleisch schnelle Zubereitung

luag 14

9% 7%

Quelle: RollAMA Motivanalyse April/Mai 15/AMA-Marketing 1.709 Befragte, spontane Nennungen


MASTHÜHNER | Fakten im Vergleich Österreich

EU

Welt

WUSSTEN SIE, DASS ...

Bewegung Besatzdichte

Haltung in bäuerlichen Betrieben

überwiegend nein

100 %

... ein Suppenhuhn immer weiblich, ein Hähnchen aber nicht immer männlich ist?

überwiegend keine Regelungen

30 % mehr Platz als in der EU

Legehennen haben nach einem Jahr „ausgedient“. Ihr Fleisch eignet sich auf Grund des Alters am besten für Suppen (Suppenhuhn).

stark überwiegend nein

Gentechnikfreies Futter überwiegend nein

stark überwiegend nein

100 %

teilweise

kaum

100 %

teilweise

kaum

Die Bezeichnung Hähnchen stammt noch aus der Zeit, als Hennen zum Eierlegen gehalten und nur die Hähne geschlachtet wurden. Heute bezieht sich „Hähnchen“ auf ein junges Masttier – unabhängig vom Geschlecht.

TierarzneimittelAufzeichnung

Mitglied beim Tiergesundheitsdienst

Quelle: eatsmarter.de

INHALTSSTOFFE | Hühnerbrust 0,7 %

23,55 % seit 2012 – 60 %

Antibiotische Leistungsförderer

Fett

Eiweiß

AntibiotikaEinsatz kaum Einschränkungen

kaum Einschränkungen

Kalium

0,26 % nein

nein

Wasser

überwiegend erlaubt

74,55 %

Quelle: ZAG – Zentrale Arbeitsgemeinschaft Geflügelwirtschaft

Quelle: www.landschafftleben.at

konventionell

HÜHNER-MASTBETRIEBE | Bundesländer-Vergleich Steiermark

116

14

Oberösterreich

80 81 18

2 6

Salzburg

Burgenland

91

50

Kärnten

Tirol

118

59

Niederösterreich

Vorarlberg

bio

2 3 2

Bei 82 Prozent ... ... liegt der Selbstversorgungsgrad bei Hühnerfleisch in Österreich. Quelle: Statistik Austria, Versorgungsbilanzen, 2018

In verarbeiteten Produkten gelangt sehr oft nicht österreichisches Geflügelfleisch in den Verkauf. Das Fleisch stammt dabei häufig aus osteuropäischen Ländern. Die Herkunft ist oft nicht nachverfolgbar.

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6

Quelle: ZAG, Mastregister, 2020

Quelle: ZAG, 2020

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„nochgfrogt“

Mit der Reihe „nochgfrogt“ lässt luag Personen zu Wort kommen, die bei regionalen Lebensmitteln in Vorarlberg eine zentrale Rolle spielen. Carina Pollhammer, die neue Geschäftsführerin der SPAR Vorarlberg sprach mit uns über Regionalität im Handel und die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Kaufverhalten.

Sie haben mit Jahresanfang die Nachfolge von Gerhard Ritter als Geschäftsführerin der SPAR Vorarlberg angetreten. Was machte den Reiz aus, nach Vorarlberg zu übersiedeln und diese Herausforderung anzunehmen? Carina Pollhammer: Vorarlberg kannte ich auch schon vor meiner Übersiedlung von seiner vermutlich schönsten Seite, da ich bereits einige Schiurlaube hier verbracht habe. Dabei konnte ich die Vielfalt des Landes und die netten Leute kennenlernen. Beruflich war ich zuvor zehn Jahre bei SPAR in Salzburg tätig und wurde mit verschiedenen spannenden Aufgaben im In- und Ausland betraut. Ich liebe Neues, Veränderung und übernehme gerne Verantwortung. Mit großer Freude und nach reiflicher Überlegung habe ich daher Anfang des Jahres die Aufgabe als Geschäftsführerin der SPAR Vorarlberg angetreten. Die Corona-Krise hat das Jahr 2020 geprägt. Ihre bisher größte Herausforderung im Management? Carina Pollhammer: Während meiner Zeit in Vorarlberg ist dies auf jeden Fall die größte Herausforderung. Gerade in so einer Situation bietet die Struktur unseres Unternehmens den großen Vorteil, dass bei SPAR frühzeitig und österreichweit ein Krisenmanagement installiert wurde, welches wesentliche Entscheidungen koordiniert. Zusätzlich sind wir zwischen unseren Bundesländer-Regionalzentralen in ständigem Austausch. Und ganz wichtig: Wir haben hier in Vorarlberg ein eingespieltes Team – gemeint sind unsere Kaufleute, Führungskräfte und Mitarbeitenden – die gezeigt haben, dass man sich auf sie verlassen kann. Die Beifallsbekundungen für Mitarbeiter/-innen im Gesundheitswesen, der Pflege oder im Handel sind größtenteils wieder verstummt. Werden derlei Jobs zu wenig geschätzt und zu schlecht bezahlt? Carina Pollhammer: Das glaube ich nicht. Niemand bekommt in seinem Job ständig Beifall. Das ist auch nicht notwendig. Dass in dieser Krise gerade die Mitarbeitenden im Handel, der Pflege und im Gesundheitswesen besonders wertgeschätzt wurden und öffentlichen Beifall erhalten haben, haben sie ohne Zweifel verdient. luag 16

Hat die Corona-Krise aus Ihrer Sicht einen Schub für das Thema Regionalität bedeutet? Carina Pollhammer: Ja, ganz bestimmt. Jeder hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und gerade während der ersten Wochen ganz bewusst regionale Produkte gekauft. Man hat gemerkt, dass viele wieder vermehrt zu Hause kochen und frische Produkte aus dem Ländle bevorzugen. Ich hoffe, dass davon viele neue Gewohnheiten bei der Bevölkerung hängen bleiben und nicht alle wieder ins „alte Fahrwasser“ zurückfallen. Wie regional kann ein Supermarkt mit zehntausenden Artikeln sein und was ist der diesbezügliche Anspruch von SPAR? Carina Pollhammer: Ein Supermarkt sollte möglichst alle Bedürfnisse abdecken. Die Breite und Tiefe eines Sortimentes entwickelt sich ständig weiter. Es gibt daher Produkte für die kleine Geldtasche, die mittlere und die größere, Produktgrößen für Single-Haushalte, mittlere und größere Familien, Produkte für Personen mit Unverträglichkeiten, diverse Geschmacksrichtungen eines Produktes, das ganze Bio-Sortiment und vieles mehr. Die Liste könnte noch lange fortgesetzt werden. Aber so erklärt sich die große Anzahl an Artikeln. Ein großer Anteil davon – nämlich über 3.000 – sind regionale Produkte. Salat, frisches Obst und Gemüse, Brot von den regionalen Bäckereien, Ländle Fleisch, Käse von den Sennereien, Honig aus der Nachbarschaft, Ländle Eier … Der Kunde bestimmt bei jedem Einkauf, für welches Produkt er sich entscheidet. Allerdings muss sich der Kunde auch bewusst machen, dass – je nach Jahreszeiten – nicht jedes Ländle Produkt das ganze Jahr über erhältlich ist. SPAR ist ein international agierender Konzern mit verschiedenen Geschäftsfeldern. Wie gelingt es in einem solch großen Unternehmen, Regionalität zu verankern und täglich zu leben. Worin liegen die Herausforderungen? Carina Pollhammer: Wir sind so aufgestellt, dass es z. B. in Österreich sechs Regionalzentralen gibt. Unsere Zentrale in DornbirnWallenmahd ist zuständig für Vorarlberg. Mit dieser regionalen Schaltzentrale sind wir nahe an den Bedürfnissen der Vorarlberger

Foto: © Helge Kirchberger Photography

Unsere Zentralen vor Ort ermöglichen viel Regionalität.


Konsumenten. Unsere Mitarbeiter kommen aus allen Regionen, sie lieben „ihr“ Ländle und agieren regional. Unsere Einkaufsabteilung in Dornbirn kann auch kleine Lieferanten aus Vorarlberg persönlich betreuen. Durch die Struktur unserer Märkte und die unterschiedlichen Betriebstypen haben wir die Möglichkeit, verstärkt auf die Lokalität einzugehen. Kleine und sogar kleinste Betriebe, wie beispielsweise lokale Bäcker, lokale Sennereien und sonstige Kleinmanufakturen, liefern direkt in unsere Märkte ihrer Umgebung. Dadurch werden sie gefördert und auf einem zusätzlichen Absatzweg unterstützt. Unterscheidet sich der Vorarlberger Konsument von anderen Konsumenten in Österreich und wenn ja, wie? Carina Pollhammer: Das Einkaufsverhalten der Österreicher/-innen ist überall dasselbe. Wer heimische Produkte bevorzugt, greift zuerst zum regionalen, wenn möglich zum regionalen Bio-Produkt. Ist dieses nicht verfügbar, wird der Radius ausgeweitet auf Österreich. Auch der Handel steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Neue Konzepte und Anbieter drängen in den Markt und setzen Althergebrachtes unter Druck. Wird es den stationären Handel in seiner heutigen Form in zehn Jahren noch geben? Carina Pollhammer: Die Veränderungen lassen sich sicher nicht aufhalten. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass es den stationären Handel auch in zehn Jahren noch geben wird. Wer gerne einkauft, möchte mit allen Sinnen einkaufen. Der möchte ein Produkt sehen, evtl. riechen, die Qualität spüren, sich beraten lassen, mit anderen Konsumenten kommunizieren, eben alles, was zu einem Einkaufsvergnügen beiträgt.

Die Vorarlberger Landwirtschaft ist sehr klein strukturiert und kann preislich nicht mit internationalen Großbetrieben in Holland oder Deutschland mithalten. Wo sehen Sie Chancen für heimische Produkte und was müssen diese Produkte leisten? Carina Pollhammer: Heimische Produkte erzählen oft eine Geschichte. Sie überzeugen durch herausragende Qualität, Geschmack, Vielfalt und Liebe zum Detail. Meistens sieht man bereits bei der Verpackung eines regionalen Produktes, wie viel „Ländle“ wirklich drinsteckt. Der Kunde greift dann gerne nach diesem Produkt, unabhängig vom Preis. Wir machen sehr viel für regionale Produkte und wissen auch um die Verantwortung. Die Landwirtschaft in Vorarlberg produziert nicht nur hervorragende Produkte, sondern ist zudem für die Landschaftspflege verantwortlich. Auch für kleinere Produzenten wird Marketing immer wichtiger, aber nicht jeder hat die Mittel dazu. Gerade auf dem Fleischsektor bietet sich für viele unserer kleinen Lieferanten die Möglichkeit, dass wir sie quasi unter dem Namen TANN mitvermarkten. Ihr Lieblingsprodukt mit Ländle Gütesiegel? Carina Pollhammer: EIN Produkt wird schwierig bei so einer großen Auswahl. Gerade jetzt im Sommer frische Salate von Walter Gehrer aus Höchst und als Tagesstart das Bio-Naturjoghurt der Vorarlberg Milch. Und ganz wichtig: die super TANN-Produkte – im Speziellen unser Ländle Rind. Hier bieten wir mit der TANN ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal, welches uns in der Fleischwirtschaft im Ländle zu DEM regionalen Partner vor Ort macht.

Beste Rindfleischqualität

Foto: © Michael Gunz

von Vorarlberger Landwirten

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Der Opa wusste, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt Vor einem Jahr hat sich Simon Matt entschlossen, hauptberuflich Landwirt zu werden. Für den 28-jährigen Schlinser ein mutiger Schritt. Neben Milch setzt der Walgauer vor allem auf Ländle Äpfel. Damit wirkt der junge Mann dem Trend des allgemeinen Bauernsterbens entgegen. Denn lediglich 1,5 Prozent der Gesamtbevölkerung Vorarlbergs – also rund 4.500 Personen – sind noch landwirtschaftlich tätig. Davon weniger als 1.200 im Vollerwerb. Eine Zahl die von Jahr zu Jahr sinkt. Gerade in industriell stark aufstrebenden Regionen wie im Walgau ist der Rückgang spürbar. „In Schlins gibt es gerade noch sieben hauptberufliche Landwirte“, kennt Simon Matt die genaue Zahl. Dass er einer davon ist, hängt mit einer mutigen Entscheidung zusammen – und letztlich auch mit den Memoiren des Großvaters, der den Enkel schon früh in der Landwirtschaft sah. „Der wird einmal den Hof übernehmen“, war sich der Opa sicher. Ein eher ungewöhnliches Statement, zumal Simon der Jüngste von vier Geschwistern ist und es eher üblich ist, dass der Älteste übernimmt.

Landwirt aus Leidenschaft Doch Simon Matt wurde die Begeisterung für das bäuerliche Arbeiten offenbar in die Wiege gelegt. „Schon als Kind wollte ich das machen.“ Die Liebe zur Natur und mit dieser zusammenzuarbeiten sowie das Herstellen der eigenen Produkte sind die ausschlaggebenden Aspekte, warum der Schlinser nun den Weg des Landwirtes luag 18

Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer

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anchmal manifestieren sich Berufswünsche bereits in den Memoiren der Vorfahren. So war es auch bei Simon Matt, der mit 28 Jahren zu den Jungbauern im Land zählt. Der Schlinser entschied sich vor vier Jahren den seit Generationen betriebenen Balottahof weiterzuführen. Zuerst nebenbei und seit rund einem Jahr nun hauptberuflich. Seine Tätigkeit als Elektriker bei den E-Werken Frastanz hat er dafür an den Nagel gehängt.


eingeschlagen hat. „Als Angestellter bekommt man jeden Monat sein Geld. Als hauptberuflicher Landwirt sieht man erst am Ende des Jahres was hängengeblieben ist“, beschreibt er den Unterschied. Die Haupteinnahmequelle des sehr engagierten jungen Landwirtes ist die Milchlieferung an die Dorfsennerei Schlins-Röns. Drei Dutzend Milchkühe hält er, der Gesamtbestand an Vieh beträgt rund 70 Stück.

Ein Brand zu Beginn

Ländle Äpfel ab Hof Außerdem produziert Simon Matt auf einem 70 Ar großen Feld, das gleich neben dem Hof liegt, Äpfel nach den Richtlinien des Ländle Gütesiegels. Die Hauptsorten sind Boskoop, Topaz, Elstar, Gala, Jonagold und Pinova. Aber er baut auch seltenere wie den Glockenapfel an. Der allergrößte Teil davon ist Tafelobst, welches direkt ab Hof

verkauft wird. In einem guten Jahr liegt der Ernteertrag zwischen 15 und 20 Tonnen. In einem Frostjahr kann die Menge aber auch auf vier Tonnen sinken. Und dann gibt es noch Schädlinge, die zur Gefahr werden können. Die bekanntesten sind Läuse, Apfelwickler und die sich auf dem Vormarsch befindenden Baumwanzen. Ende August sind die ersten Äpfel reif. Herrscht Hochbetrieb, helfen Vater Alfons, Mutter Maria sowie die gesamte Familie eifrig mit. „Ohne Familieneinsatz wäre das nicht zu schaffen“, ist Simon Matt froh über jede Unterstützung. Bewusst haben sich die Matts auch für die Ab-Hof-Verkaufsschiene entschieden. „Dadurch haben wir direkten Kontakt mit den Konsumenten und können ihnen so die Landwirtschaft etwas näher bringen.“ Die Nachfrage nach heimischem Obst ist groß. Auch Schulen haben Interesse an seinen Ländle Äpfeln. Für den Absolventen der Landwirtschaftsschule ist dies eine Bestätigung, dass seine Entscheidung richtig war.

Dabei ist die Geschichte des Balottahofes durchaus schicksalsträchtig. Anno 1912 brannte der Hof bis auf die Grundmauern nieder. Der damalige Besitzer Josef Rauch verkaufte das Grundstück nach dem Brand an Josef Matt, der an gleicher Stelle einen Hof aufbaute. Die Grundmauern blieben erhalten und weisen noch heute eine Mauerstärke von ca. 70 Zentimetern auf. 104 Jahre nach der vollständigen Zerstörung des Balottahofes brannte der Wirtschaftstrakt erneut. Heu hatte sich entzündet. Das Stallgebäude wurde vollkommen zerstört. Zwar blieb das angrenzende Wohhnhaus verschont, durch die Löscharbeiten war es aber zu einem großen Wasserschaden gekommen. Das alles passierte im September 2016. Gerade zu jener Zeit, als sich Simon Matt entschloss, im Betrieb einzusteigen. „Mein Anfang war also sehr turbulent“, blickt der Schlinser auf eine „aufregende“ Zeit zurück. Der Rückschlag konnte aber nicht entmutigen. Zu sehr ist er mit der Landwirtschaft verbunden. Und dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, hat sein Großvater schon erahnt, der einst mit dem Obstanbau begonnen hatte.

Balottahof, Simon Matt 6824 Schlins, Hauptstraße 37 otmail.com T 0664/560 73 72, simon.matt@h • Produkte mit Ländle Gütesiegel: Ländle Apfel, Apfelbrand Jonagold • Weitere Produkte: lbrände Zwetschken, Birnen, Süßmost, Ede Verkauf ab Hof: und 15:00 – 18:00 Uhr Mittwoch bis Freitag 9:00 – 11:00 Samstag 8:30 – 11:30 Uhr

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MANFRE D NÄGE APFELBA LE, UER IN G AISSAU

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Fressen und gefressen werden Weshalb wir tierische Helfer einsetzen –

Gärtnerei Angeloff 6830 Rankweil, Rüggelen 3, T 055 22/423 51 info@gaertnerei-angeloff.at, www.gae rtnerei-angeloff.at • Produkte mit Ländle Gütesiegel: Ländle Kräuter, Ländle Pflanzen • Bestellung von Nützlingen: T 055 22/4

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Gärtnerei Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8:00 – 18:00 Uhr Samstag 8:00 – 16:00 Uhr

und warum Sie dies auch tun sollten!

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er einen saftig grünen Rasen und einen prächtigen Garten mit üppig blühenden Blumen, buschigen Sträuchern und einer reichen Ernte im Gemüsebeet sein Eigen nennen kann, weiß wie viel schweißtreibende Arbeit dahintersteckt. Klar, dass lobende Worte von Bewunderern sowohl dem Profi-Gärtner als auch dem Hobby-Gärtner ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Doch nicht immer kann sich das Ergebnis des stundenlangen Pflanzens und Pflegens auch sehen lassen, denn schon nach nur einer Nacht können Schädlinge für ein böses Erwachen sorgen. Die Enttäuschung ist dann natürlich sehr groß.

Erfolgsfaktor Nützlinge

Fotos: © Angeloff

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„Zum Schutz unserer Pflanzen setzen wir Nützlinge ein. Diese Art der Schädlingsbekämpfung ist clever, effizient und ohne chemische Rückstände“, so Gärtnermeister Alexander Angeloff. Als Nützlinge werden Organismen bezeichnet, die Pflanzen – auf natürliche Weise durch Fraß oder Parasitieren – von Schädlingen befreien. So gelingt es, ohne Nebenwirkungen, Pflanzen zu schützen. Und übrigens, die meisten Nützlinge sind mit freiem Auge kaum erkennbar. Wenn an ledrigen Blättern von Flieder, Rhododendron, Kirschlorbeer und Obstgehölzen halbkreisförmige Fraßstellen entlang der Blattränder sichtbar sind, handelt es sich dabei wahrscheinlich um den charakteristischen Buchtenfraß des Dickmaulrüssler (Schädling) Dickmaulrüsslers. Das ist unschön, aber nicht problematisch. Das wirkliche Problem verursachen die heranwachsenden und gefräßigen Larven des ca. eineinhalb Zentimeter großen, nachtaktiven Käfers. Sie zerstören die Wurzeln der Pflanzen und verhindern somit die Wasser- und Nährstoffaufnahme. Dadurch kann es zu Welkerscheinungen und Wuchsverkümmerungen bis hin zum Absterben der Pflanze kommen. Gute Erfolge erzielen wir mit „Nematop“. Nematop enthält parasitierende Fadenwürmer (Nematoden), die – ganz ohne Gefahr für Menschen, Haustiere oder Pflanzen – völlig biologisch die Schädlinge bekämpfen.

Die im Mittel enthaltenen winzigen Würmer werden im Gießwasser verteilt ausgegossen. Diese Nützlinge dringen in die Larven ein und sondern dort ein symbiotisches Bakterium ab, das innerhalb weniger Tage zum Tod der Plagegeister führt. Noch im leblosen Körper des Schädlings vermehren sich diese Nematoden und suchen sich einen neuen Wirt. Klingt brutal, ist aber ganz natürlich.

Sie brauchen Nützlinge? Wir beraten Sie gerne! Auch gegen wurzelfressende Maulwurfsgrillen und Wiesenschnakenlarven gibt es eine umweltverträgliche Lösung. Erkennbaren Erfolg erzielen wir hier mit den Nematoden „Nemastar“. Diese wirken auch gegen Engerlinge und Erdraupen. „Sie können die Nützlinge telefonisch bei uns bestellen. Unser geschultes Fachpersonal berät Sie gerne zur korrekten Anwendung“, so Alexander Angeloff.

Die Bauarbeiten haben begonnen! Unser Betrieb bleibt trotz des Bioladen Neubaus und dem Komplettumbau der Gärtnerei aufrecht!

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Bioladen ANGELOFF

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Eine neue Ära am Sennhof Am 1. Juli 2020 übergab Gebhard Flatz die Geschäftsführung des Sennhofes an die beiden Brüder Johannes und Mathias Allgäuer. Damit wurde beim größten Eierproduzenten des Landes eine neue Ära eingeleitet.

Doch bevor es so weit war, reicht der Blick in die Historie noch viel weiter zurück. Die Anfänge des Sennhofes gehen auf das Engagement des Pfarrers Jochum zurück. Der Geistliche gründete 1858 die „Landesirrenanstalt Valduna“ zur Pflege geistig kranker Menschen, wie es damals genannt wurde. Der spätere Anstaltsleiter Peter Paul Pfausler setzte ab 1900 die Landwirtschaft als Therapie für die luag 22

Valduna-Bewohner ein. Und zwar am Sennhof, der zu jener Zeit unter der Obhut der Zisterzienserinnen stand. Viele Jahrzehnte war der Hof ein Musterbetrieb der Landwirtschaft. 1963 löste das Land der Valduna den Hof ab. Neuer Träger wurde die Stiftung Jupident, die bis heute Eigentümer ist. Vor 20 Jahren jedoch entschied sich die Stiftung, den Sennhof zu verpachten. Gebhard Flatz nutzte die Gunst der Stunde und übernahm die Geschäftsführung.

Das Ende der Käfighaltung Das war auch jene Zeit, als sich in Vorarlberg die Ära der Käfighaltung dem Ende neigte. Dennoch setzte Flatz voll auf die Hühnerhaltung. „Dafür wurde ich anfangs belächelt, weil niemand glaubte, dass dies funktionieren würde.“ Für den ausgebildeten Landwirtschaftsmeister war der Umbruch aber nicht nur eine neue Herausforderung, sondern eine Chance. Zumal nach dem EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 ohnehin ein starker Preisverfall einsetzte. In der Boden- und der Freilandhaltung sah Flatz zusätzliche Möglichkeiten. Mit seiner Übernahme war die Legebatteriehaltung am Sennhof Geschichte, obwohl sie noch bis zum Jahr 2003 gesetzlich erlaubt

Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer

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s war vom Wetter her kein besonders guter Tag, als Gebhard Flatz am 1. August 1977 als Lehrling im Rankweiler Sennhof begann. Doch auf dem großen Bauernhof, bei dem es neben 120.000 Käfighühnern noch klassische Schweine- und Rinderhaltung gab, wäre ein „heißer Einstand“ ohnehin nicht ideal gewesen für den jungen Burschen, der damals gerade mal 15 Jahre zählte. Dass er später einmal für zwei Jahrzehnte die Geschichte und die Geschicke des größten Eierproduzenten des Landes maßgeblich prägen wird, hätte sich der Wolfurter selbst nicht gedacht.


Ein engagiertes Duo übernimmt

gewesen wäre. Im Jahr 2002 waren alle Käfige verschrottet. Dafür baute er eigens die Ställe um und Freiflächen dazu. Gleichzeitig automatisierte der Technikbegeisterte den Betrieb. Das Sennhof-Lädele nahm seinen Betrieb auf – geleitet von seiner Frau Monika. Doch es dauerte seine Zeit, bis auch bei den Konsumenten ein Umdenken erfolgte und „Eier von glücklichen Hühnern“ nachgefragt wurden. Diese waren naturgemäß etwas teurer als das Käfigei. Nach und nach ergriff auch der Lebensmittelhandel die Initiative. Weitere innovative Ideen wie die Einführung eines „Sennhof-Brunchs“ oder „Nudelfeste“ verstärkten das regionale Denken.

Viele innovative Schritte

Nach 43 Jahren, in denen Gebhard Flatz am Sennhof tätig war, entschloss sich der 58-Jährige, die Geschäftsführung an die Feldkircher Landwirtfamilie Allgäuer zu übergeben. Und damit auch ein Umsatzvolumen von fünf Millionen Euro. Der Wolfurter, der auch Kammerrat ist, will in Zukunft der Landwirtschaft in beratender Funktion erhalten bleiben. Flatz war immer schon sehr engagiert und unter anderem auch Obmann des Gefügelzuchtverbandes. „Es war eine sehr schöne Zeit für mich, aber auch eine sehr anstrengende. Ein solcher Betrieb bedeutet einen Sieben-Tage-Job. Der Anzug gehörte für mich ebenso dazu wie die Gummistiefel“, fasst er das breite Spektrum zusammen. Mit Johannes (31) und Mathias Allgäuer (24) ist nun ein junges engagiertes Duo am Werk. „Sie werden den Sennhof erfolgreich weiterführen“, ist der scheidende Chef überzeugt. Sein größter Dank gilt den 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die allesamt übernommen wurden.

Die einstige Batterien-Hochburg in Rankweil-Brederis entwickelte sich unter Gebhard Flatz zu einem landwirtschaftlichen Gutshof, in dem nur noch hochwertige und regionale Produkte hergestellt wurden und werden. Den nächsten mutigen Schritt setzte Flatz im Jahr 2005, als er mit einer Nudelproduktion ohne chemische Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und künstliche Farbstoffe startete. Vielmehr setzte er auf eine spezielle Herstellungsmethode, damit wertvolles Protein erhalten bleibt. Rund 50 Tonnen Nudeln pro Jahr werden mittlerweile am Sennhof produziert.

Eier mit Ländle Gütesiegel Das Kerngeschäft liegt aber nach wie vor bei den Ländle Eiern. Das Gackern von 50.000 Hühnern klingt wie Musik in den Ohren. Rund die Hälfte der Hühner lebt in Freilandhaltung. Immer wieder hat der langjährige Geschäftsführer neue Akzente gesetzt. So wurde beispielsweise die Bio-Haltung eingeführt und auch Partnerschaften mit anderen Eierproduzenten aus Vorarlberg geschlossen. Der Sennhof nimmt die Eier ab und verkauft sie weiter. Eine „Win-win“-Situation, die auch neue Geschäftsfelder zutage bringt. Ein neuer Ansatz ist das Ländle Flüssigei aus Freilandhaltung im TetraPack für die Gastronomie. Das jüngste Kind ist das Projekt Gockelaufzucht, an dem sich einige Partnerbetriebe beteiligen. Die Bauern müssen mehr für die Hühner bezahlen, dafür werden auch die männlichen Küken aufgezogen. Den höheren Preis zahlt der Konsument, sofern er bereit dazu ist.

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Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH auf der

Dornbirner Herbstmesse Am Stand der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH kommen Sie voll auf Ihre Kosten:

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Köstlichkeiten zum Probieren

Kinder-Messe-Rallye

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Essen & trinken: Für hungrige Besucher/-innen zaubert die Ländle Gastronomie Köstlichkeiten aus besten regionalen Lebensmitteln. Machen Sie eine Pause vom Messetrubel und verweilen Sie z. B. bei würzigen Kässpätzle oder der berühmten Ländle Kalbsbratwurst vom Grill. www.laendlegastronomie.at

Grafik: iStock, © dra_schwartz

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Was wir täglich essen und trinken, ist oftmals nicht das Beste für uns: zu viel Zucker, Fett oder auch Fleisch. An unserer Kinderstation gibt es Vitaminreiches aus dem Ländle zu gewinnen. Mach mit bei unserem Gewinnspiel!


Die Dornbirner Herbstmesse 2020 steht vor der Tür! Von Mittwoch, 9. bis Sonntag, 13. September hat die Ländle Halle 4 Einiges zu bieten.

Halle 4 Probieren – informieren – kaufen! Auch unsere Aussteller freuen sich auf Ihren Besuch:

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„Mit Hand und Herz das Echte pflegen“: Kulinarische Leckerbissen erwarten Sie am Stand der KäseStrasse Bregenzerwald. Probieren Sie die herrliche Vielfalt an Käsespezialitäten und regionalen Produkten. Nehmen Sie ein Stück „weißes Gold“ unserer Mitglieds-, Dorf- und Alpsennereien mit nach Hause. www.kaesestrasse.at

Sei den regionalen Lebensmitteln auf der Spur und entdecke die Vielfalt der Vorarlberger Landwirtschaft. Mit etwas Glück und Wissen gewinnst du eine Kiste mit frischen regionalen Produkten aus Vorarlberg. vbg.lko.at, www.vorarlberg.at

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Immer um einen Whisky voraus In Klaus ist ein ganzer Familienclan am Werk, um Whisky „Made im Ländle“ herzustellen. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Elf Köpfe bei der Arbeit Eines ist gewiss: Dem Zufall wird im Hause Broger nichts überlassen. Der Auftritt nach außen ist hochprofessionell, das wird auch bei der eigenen Website ersichtlich, die knackig und übersichtlich beschreibt, wofür die kleine Destillerie steht. Und wer die Köpfe zählt, die alle hinter der Produktion und dem Vertrieb stecken, kommt auf elf Personen. Doch es sind vor allem die „inneren Werte“, die den Erfolg der Privatbrennerei ausmachen. Und die lagern in Dutzenden Fässern im Keller eines umgebauten Stadels. „Es war 2008, als wir uns dachten, dass es lässig wäre, Getreide zu brennen“, erzählen die für das Marketing zuständigen Cousinen Katrin und Anna wie die Geschichte der Whisky-Produktion begann. Dazu musste der Betrieb aus gesetzlichen Gründen zuvor auf eine Teilverschlussbrennerei umgestellt werden. Denn ansonsten hätte keine Ware zugekauft werden dürfen. Anschließend wagten die beiden Brüder Bruno und Eugen den Versuch. „Am Anfang haben wir natürlich etwas Lehrgeld gezahlt.“ Doch schon bald waren die Ergebnisse zufriedenstellend. Immer wieder gingen sie dabei in den Keller, um den Duft des Single Malt einzuatmen und ein Schlückchen zu probieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich der hochprozentige Inhalt auch so entwickelt, wie er soll. luag 26

Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer

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an muss dem Leben immer um mindestens einen Whisky voraus sein, meinte einst der berühmte Filmschauspieler Humphrey Bogart. Ein Zitat, das in der kleinen Privatdestillerie Broger in Klaus auch tatsächlich umgesetzt wird. Denn die brennende Begeisterung für hochprozentige Köstlichkeiten lässt den Familienclan ständig nach Verbesserung und Neuheiten streben. Und das alles mit ganz viel „Ländle-Inhalt“.


Koblach, von Bruno Nachbauer aus Klaus, dem Sennhof in Rankweil und Richard Dietrich aus Lauterach. Vier „Hoamat-Sorten“ werden angeboten. Die hauptberuflich als Grafikerin tätige Anna Broger hat dafür ein eigenes Etikett entworfen. Hier steckt – symbolisch gesprochen – viel Vorarlberger Blut drinnen.

Drei Jahre später – so lange muss ein Whisky mindestens reifen – konnten die ersten Flaschen abgefüllt werden. Die Reifung erfolgt in unterschiedlichen Fässern. Auf den Beginn einer neuen Ära konnte damit im wahrsten Sinne des Wortes angestoßen werden.

Internationale Auszeichnungen Gut ein Jahrzehnt nach den ersten Versuchen darf sich der kleine Betrieb bereits über internationale Auszeichnungen freuen. Das renommierte amerikanische Advocate Magazin zeichnete einen Jahrgang sogar zum „World Whisky 2014“ aus. Die Brogers hätten damals gleich ihren ganzen Jahrgang in die USA verkaufen können. Doch der Familie ist die Bodenständigkeit lieber, zumal das Brennen von Whisky, Gin und Edelbränden trotz höchster Professionalität nur als Hobby betrieben wird. Das Geld, das sie einnehmen, wird unter anderem dafür investiert, um Neues zu kreieren und dabei auch unkonventionelle Wege zu gehen. Womit Humphrey Bogarts Spruch, dass man immer einen Whisky voraus sein sollte, zu 100 Prozent erfüllt wird. Oder sollte man besser schreiben: 42 Prozent. Denn mindestens so viel Alkohol enthalten die Broger Whiskys. „Wir experimentieren gerne“, betont Brennmeister Bruno Broger, der auf internationalen Wettbewerben auch als Verkoster tätig ist und immer wieder seine scharfsinnige Zunge unter Beweis stellt. So laufen derzeit Versuche, aus Einkorn Whisky herzustellen. Insgesamt drei Brennmeister und mit Ulrike auch eine Brennmeisterin sind für das Gelingen verantwortlich. Der jüngste Destillateur Hannes – Sohn von Bruno – ist zudem der Fassverwalter. Er weiß genau, welcher Schatz in welchem der Fässer reift. Als Mathegenie berechnet er die hochprozentigen Destillate auf Strich und Komma genau.

Eigene „Hoamat-Linie“ Mit dem „Hoamat-Whisky“ wurde auch eine eigene Ländle-Linie konzipiert. Bezeichnet werden sie als Single Grains. „Begonnen hat dies vor elf Jahren mit Vorarlberger Riebelmais – dem Ländle Riebel – von Richard Dietrich aus Lauterach.“ Diese Regionalität wurde nach und nach ausgebaut. Neben Riebelmais beziehen sie auch Braugerste, Weizen, Roggen und Ländle Dinkel von Vorarlberger Landwirten. Die Produkte stammen von Michael Heinzle aus

Die Einbindung regionaler Erzeuger ist dem Familien-Clan sehr wichtig. Unterstreicht er doch ihre Affinität zum Ländle, die auch beim Gin sichtbar wird. Neben dem klassischen Wacholderbrand gibt es nun eine zweite Sorte namens „Gin Gold“, der eine goldig-gelbe Farbe aufweist. Der Grund dafür: Er ist mit Safran, der von den Familien Fleisch-Halbeisen und Marte in Viktorsberg angebaut wird, angereichert. Insgesamt werden acht Whiskysorten vertrieben. Besonders beliebt ist der aus Gerstenmalz gewonnene Triple-Cask oder der rauchige „Burnout“, dessen Gerste über Torf getrocknet wurde. „Es ist der stärkste Stier im Stall“, sind sich alle einig. Bärenstark ist es jedenfalls, was in der kleinen Privatdestillerie in Klaus entsteht. Da hätte wohl sogar Winston Churchill seine helle Freude gehabt, der einmal meinte: „Ich habe aus Alkohol mehr herausholen können, als er aus mir.“

Broger Privatbrennerei 6833 Klaus, Dammweg 43 33, office@broger.info T 05523/535 46 oder 05523/552 www.broger.info Vorarlberger Riebelmais • Produkte mit Ländle Gütesiegel: Vorarlberger Weizen Whisky, Vorarlberger Dinkel Whisky, sky Whisky, Vorarlberger Gersten Whi sky, Medium Smoked Whi k Cas e • Weitere Produkte: Tripl s Edition, Whisky Cream, Whisky, Burn Out Whisky, Distiller’ , diverse Edelbrände Gin Original, GinSalaBim, Gin Gold Verkauf: inbarung • ab Brennerei nach vorheriger Vere Sattelberg 99 s, Klau 3 683 e: stell • Zweite Verkaufs

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Alles Gute kommt von oben Dieses Zitat aus den Jakobus Briefen trifft sicher auch für die Vorarlberger Alpkäsespezialitäten zu,

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uf rund 130 Sennalpen wird, so wie auch von der Familie Kartnig oder der Familie Nigsch, köstlicher Alpkäse und feinster Montafoner Sura Kees hergestellt. Die Vorarlberger Alpwirtschaft ist ein unverzichtbarer Teil der regionalen Kreislaufwirtschaft die vom Tal, über die Vorsäße bis hinauf in die Berge betrieben wird. Während unten

im Tal das Futter für den Winter wächst und eingebracht wird, genießen rund 40.000 Kühe und Rinder sowie viele Schweine, Schafe und Ziegen die köstlichen Gräser und Kräuter der Alpen. In den Alpsennereien werden dann vor Ort die vielen Alpspezialitäten erzeugt.

Veronika und Christian Kartnig betreuen mit ihrem Team 28 Kühe, sechs Kälber und einen Stier auf der Alpe Garnera im hinteren Montafon. Trotz der wunderschönen Lage darf man aber den enormen Arbeitsaufwand auf der Alpe nicht unterschätzen. Das Hüten der Tiere, die Stallarbeit, die tägliche Erzeugung von Käse, Butter oder Joghurt sind nur einige Aufgaben, die auf der Alpe zu bewältigen sind. Auch Gäste sind willkommen und können die Landschaft und Köstlichkeiten aus der Sennerei genießen.

Tobias Nigsch aus Fontanella veredelt auf der Alpe Leue im Laternsertal täglich rund 600 Kilogramm Milch zu Alpkäse und Butter. Unterstützt wird er von seiner Frau Herlinde, den Kindern Julia und Florian und den zwei Junghirten Aron und Magnus. Auf der Alpe Leue kehren immer wieder viele Wanderer und Radfahrer ein. Neben den 35 Kühen und 40 Stück Jungvieh leben auf der Alpe Leue auch gut 20 Schweine. Deren Fleisch wird zum Teil auch zu Würsten und Landjägern verarbeitet und selber vermarktet.

Alpe Garnera, Garneratal, Montafon Familie Veronika und Christian Kartnig

Alpe Leue, Laternsertal Familie Herlinde und Tobias Nigsch

Alpprodukte: Sura Kees Spezialitäten Butter Joghurt Saladiner Weichkäse

Alpprodukte: Alpkäse Butter

Vermarktung: • direkt auf der Alpe • Kühlschrank beim Maisäß Ganeu • Ferdis Hofladen in Gaschurn, Bauernmarkt Gaschurn • Bestellmöglichkeit und Infos unter www.garnera.at

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Vermarktung: • direkt auf der Alpe • am Hof in Fontanella • ADEG Laterns • bei Partnerbetrieben der Region Vorderland

Fotos: © Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Text Bernhard Ammann

die unsere Meistersennerinnen und -senner mit viel Können und Liebe erzeugen.


Diese zwei Alpen stehen stellvertretend für die rund 130 Sennalpen des Landes, auf denen viele verschiedene Milch- und Käsespezialitäten erzeugt werden. Insgesamt werden aber auf über 500 Vorarlberger Alpen im Sommer Tiere gehalten. Die rund 50.000 Hektar Alpflächen werden durch diese Bewirtschaftung gepflegt und bilden somit auch die unverzichtbare Grundlage für den erfolgreichen Tourismus unseres Landes. Je nach Witterung und Lage der Alpe dauert die

Alpsaison von Mitte Mai bis Ende September und mit der Rückkehr ins Tal schließt sich der natürliche Kreis dieser besonderen Art der Viehhaltung im Land. Der beste Weg um diese herrlichen Berglandschaften und Spezialitäten zu genießen, ist eine Wanderung zu einer der Sennalpen, ein besonderes Erlebnis für Gaumen und Seele, das man sicher nicht vergisst.

Alpwirtschaft in Vorarlberg | Fakten & Zahlen

520 130 1.000 40.000 4.000 1.000 600

bewirtschaftete Alpen in Vorarlberg (ca.) davon sind Sennalpen Personen sind im „Alpeinsatz“ (ca.) Kühe und Rinder (ca.)

450.000 80.000

kg Alpkäse (ca.) kg Montafoner Sura Kees (ca.)

Schafe (ca.) Alpschweine gesamt (ca.) davon Alpschweine mit Ländle Gütesiegel (ca.)

Erhältlich sind die Käsespezialitäten auf den Alpen, verschiedenen Bauernmärkten und im ausgesuchten Lebensmittelhandel.

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Gabriele Moosbrugger, Bio-Bäuerin aus Lochau

Wie aus einem „Igitt, was ist das?“ ein „Mmh, was ist das?“ wird ... Seit 2017 ist Alexander Heer Küchenleiter der Landesberufsschule Lochau. Sein Engagement für gesunde Küche aus hochwertigen regionalen Lebensmitteln wurde bereits zum zweiten Mal mit 4 Gabeln bei „Vorarlberg am Teller“ ausgezeichnet – für eine Schulküche einzigartig. Schuldirektorin Andrea McGowan unterstützt das Projekt in allen Bereichen. Im Intervew mit „luag“ erzählt der

Die LBS Lochau ist als einzige Schulküche mit 4 Gabeln bei „Vorarlberg am Teller“ zertifiziert. Was hat Sie motiviert, an diesem Projekt teilzunehmen? Alexander Heer: „Vorarlberg am Teller“ zeigt eindrucksvoll auf, wie man auch in der Gemeinschaftsverpflegung die Regionalität in den Vordergrund rücken kann. Hier im Land werden viele hochwertige Lebensmittel erzeugt. Als Küchenleiter und Lehrlingsausbilder sehe ich es sogar als Verpflichtung, den Schülern zu zeigen, woher die Produkte kommen, was bei der Herstellung dahintersteckt und wie sie verarbeitet werden. Sie sollen sehen, wie kostbar und wertvoll Lebensmittel sind. Alles was möglich ist, wird verwendet und verwertet. luag 30

Sie bilden die „Köche und Köchinnen von morgen“ aus. Wenn die Lehrlinge zum ersten Mal hierher kommen, welche Vorstellung haben sie im Allgemeinen vom Kochen und von Lebensmitteln? Alexander Heer: So wie sie es halt vielfach vom vorherigen Schulalltag kennen. Vormittags ist Schule, zu Mittag geht man sich schnell etwas holen und dann geht es wieder in die Schule. Bei vielen ist am Anfang schon eine Ablehnung für gesunde Kost zu spüren. Es kommt darauf an, ihnen diese schmackhaft zu machen. Über diese Problematik habe ich sogar meine Facharbeit zum ausgezeichneten Ausbilder geschrieben.

Fotos: © Weissengruber & Partner; Text: Dietmar Hofer

leidenschaftliche Koch, wie er die Schüler/-innen für gesunde, heimische Kost begeistert.


Und wie wird aus dem „Igitt“ ein „Mmh“? Alexander Heer: Schnitzel, Pommes, Burger, Dürüm etc. – das steht auf der typischen Wunschliste der Jugendlichen. Aber auch das kann auf andere Art und Weise zubereitet werden. Zum Beispiel bereiten wir einen vegetarischen Falaffel-Dürum zu, der bei den Schülern super ankommt. Manchmal braucht das natürlich schon viel Überzeugungskraft, dass dies genauso gut, wenn nicht sogar besser schmeckt. Die Hälfte unseres wöchentlichen Menüplanes ist vegetarisch. Auch das ist für viele gewöhnungsbedürftig. Wir bieten auch durchgehend eine Obstschale an. Warum ist diese Philosophie so wichtig für Sie? Alexander Heer: Kochen in der Gastronomie bedeutet etwas Anderes, als wenn man zu Hause hinter dem Herd steht. Bei uns geht es jeden Tag darum, die maximale Leistung zu erbringen. Kochen in der Gastronomie ist eine harte und schwere Arbeit. Wir arbeiten mit Rohwaren, die immer wieder aufs Neue zubereitet werden. Hinzu kommen noch der Stress, der Kostendruck und die unterschiedlichen Bedingungen in den Lehrbetrieben. Diese reichen von feiner Haubenküche bis zur Großküchen-Gastronomie. Wenn ich von 100 Schülerinnen und Schülern einige erreiche, die unsere Philosophie der Regionalität und hochwertigen Zubereitung später weitertragen, wurde viel geschafft. Wie sieht denn Ihr regionaler Einkaufsplan aus? Alexander Heer: Wir beziehen Produkte von 28 Bauern aus der Region. Aber es geht nicht nur ums Einkaufen, sondern auch um die Zusammenarbeit. Ich besuche jeden Produzenten vor Ort und schaue mir den Betrieb genau an. So entstehen Kontakte, die über das rein Geschäftliche hinausgehen. Um das weiter zu vertiefen, besuchen unsere Lehrer mit den Schülern die Höfe. Dadurch wird der Bezug zum Regionalen weiter verstärkt. Und in der Schule bieten wir auch spezielle Weiterbildungsstunden an. Über den Verein BOCCA laden wir immer wieder bekannte Kochgrößen ein, wie zuletzt den aus Vorarlberg stammenden Spitzenkoch Dieter Koschina.

„Es freut mich sehr, dass die Landesberufsschule Lochau schon zweimal in Folge 4 von 5 möglichen Gabeln verliehen bekam. Unser erklärtes Ziel ist es aber, auch noch die 5. Gabel zu erreichen. Als Berufsschule haben wir Vorbildcharakter für die angehenden Gastronomen und mit dem Land Vorarlberg als Schulerhalter auch den notwendigen Rückhalt und das Budget um den regionalen Weg in der Lebensmittelbeschaffung zu gehen.“ Andrea McGowan, Direktorin

Nach welchen Kriterien suchen Sie die Betriebe aus? Alexander Heer: Entweder sie melden sich bei mir oder ich schaue im Online-Einkaufsführer (www.laendle.at/einkaufsfuehrer), was es Neues im regionalen Bereich gibt. Wenn etwas interessant klingt, schaue ich mir das Ganze vor Ort an. Wenn es passt, kann sich dadurch eine Zusammenarbeit ergeben. Inwiefern kann die Regionalität noch weiter ausgebaut werden? Entstehen aus diesen persönlichen Kontakten auch spezielle Projekte? Alexander Heer: Die Regionalität ist noch lange nicht ausgereizt. Es ergeben sich immer wieder neue Kooperationen. So baut die Familie Moosbrugger aus Lochau beispielsweise eigens Bio-Gemüse und -Obst nur für unsere Schule an. Einzigartig ist auch, dass wir sogar Safran aus Vorarlberg beziehen, der in Viktorsberg von der Familie Halbeisen angebaut wird. Sehr beeindruckt hat mich auch der Martinshof. Die Hühner führen dort wahrlich ein glückliches Leben. Der Flötzerhof in Wolfurt, bietet mit seinen Duroc-Schweinen eine fabelhafte Fleischqualität. Seine Produkte aus Ziegenmilch werden bei uns zum Frühstück täglich angeboten. Ich möchte aber auch allen anderen Lieferanten für ihr Engagement ein Lob aussprechen. Wieso bevorzugen Sie Produkte aus Vorarlberg? Alexander Heer: Weil hier im Ländle einfach hochwertige Lebensmittel erzeugt werden und das auch jederzeit nachvollziehbar ist. Fast 90 Prozent unserer verwendeten Milch stammt aus Vorarlberg, beim Fleisch sind es 73 und beim Gemüse 32 Prozent.

Landesberufsschule Lochau 74/42906 6911 Lochau, Althofenweg 1, T 055 lochau.at direktion@lbslo1.snv.at, www.lbs4 Gabeln Mind. 50 % der Lebensmittel, welche die LBS Lochau bezieht, sind regional, wobei mind. 25 % der Lebensmittel davon nach dem 3G-Prinzip

Bernd Hörfarter vom Flötzerhof in Wolfurt mit Duroc-Schweinen

hergestellt wurden.

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Gemüse neu entdeckt

Brokkoli, der Star Die Mischung aus tollem Geschmack und wertvollen Inhaltstoffen ist bei Gemüse begehrt. So wurde das grüne südländische Kohlgemüse fixer Bestandteil in unseren Gärten und Küchen.

einen Siegeszug trat die blühende Spielart der Kohlfamilie vor fünf Jahrzehnten nördlich der Alpen an. Brokkoli eroberte erst Europa und dann den Rest der Welt. Sogar Kinder mögen ihn, unglaublich! Irgendwas dürfte der grüne Busch aus knospigen Blüten samt essbarem Stil an sich haben, was anderen Kohlarten fehlt. Ist es der feine Geschmack oder seine zarte Konsistenz? Oder ist die südländische Küche dafür verantwortlich? Vermutlich alles zusammen.

Ein Star unter den Gemüsen An Brokkoli kommt man nicht vorbei. Sein hoher Gehalt an Vitamin C, Vitamin K, Protein und Ballaststoffen ist höchst willkommen. Zudem liefert er Kalzium zur Knochenstärkung, Magnesium und Phosphat. Den Schwefelstoffen und Betacarotin sagt man eine krebshemmende Wirkung nach. Sie bremsen freie Radikale aus und bekämpfen kranke Zellen. Das ist nicht zu verachten! Wer ihn selbst anpflanzen möchte, sollte folgendes beachten: Brokkoli baucht gehaltvolle, humusreiche, kalkhaltige Böden, die gut mit Nährstoffen versorgt sind. Kräftige Kompostgaben sowie zusätzlich Hornspäne und Schafwollpellets liefern die benötigte Energie. Eine Mulchschichte aus Gras hält den Boden bedeckt, bis die Blätter den Boden schützen. Damit werden auch Unkräuter unterdrückt. Schnecken, Schmetterlingsraupen und Larven lassen sich einfach durch ein feinmaschiges Insektenschutznetz abhalten. Frisch geerntet hat das Gemüse den höchsten Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen. Brokkoli lässt sich zwar einige Tage kühl und dunkel lagern, doch mit jedem Tag verliert er etwa zehn Prozent seines Vitamin C-Gehalts. Daher am besten frisch genießen oder einfrieren.

Mehr als nur Beilage Ob als Gemüsesuppe, als bunte Zutat auf Gratin, Frittata, Gemüsetarte oder Quiche, in Kombination mit Pasta, Garnelen, Fisch, Fleisch, Brokkoli-Strudel, in grünen Smoothies oder einfach als Teil einer bunten Gemüsebeilage – Brokkoli ist enorm vielseitig verwendbar, wertet durch seine Inhaltsstoffe jedes Gericht auf und seine grüne Farbe macht gute Laune!

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Brokkoli-Crust-Pizza Zutaten für 1 Pizza: Teig: 1 Brokkolikopf* | 2 Ländle Eier* | 1 Knoblauchzehe* 2 getrocknete Tomaten klein gehackt | evtl. 1 – 2 EL Ländle Dinkel Mehl* | 150 g Vorarlberger Bergkäse* | Salz und Pfeffer ¼ Wirsing* | 2 EL Olivenöl | Meersalz Belag: 2 Ländle Eier* | 5 EL Tomatensauce | 5 Cherrytomaten* ¼ Bund Basilikum* | ein paar Zweige frischer Oregano Backofen auf 200 °C Umluft (220 °C O/U) vorheizen. Brokkoli in Röschen teilen, waschen, fein hacken und in eine Schüssel geben. Käse reiben. Knoblauch schälen und fein hacken. Brokkolibrösel mit 100 g Käse (der restliche Käse wird für den Belag benötigt), Eier, Knoblauch, getrockneten Tomaten und Salz in einer Küchenmaschine vermengen bis eine homogene Masse entsteht. Falls der Teig zu flüssig ist, etwas Mehl unterrühren. Wirsingblätter waschen, trockenschütteln und in kleine Stücke reißen. Teig rund auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen. Daneben Wirsingblätter mit geOlivenöl und Salz auf das Backpapier g ben. Alles im Ofen auf mittlerer Schiene caa. 15 – 20 Min. (bzw. bis der Teig fest ist; Wirsing kann evtl. etwas kürzer im Ofen sein) backen. Cherrytomaten waschen und halbieren. Pizza aus dem Ofen nehmen und Tomatensauce sowie Cherryto-maten darauf verteilen. Eier über der Pizzza Pizza aufschlagen, Käse darüber streuen und P eben erneut für ca. 10 – 15 Min. in den Ofen geben. Pizza aus dem Ofen nehmen und mit frischem Basilikum, Oregano und den knusprigen Wirsingblättern garniert servieren. * Produkte mit Ländle Gütesiegel erhältlich (je nach Saison). Rezept & Foto: Eva Fischer, www.foodtastic.com

Text: Harald Rammel, Fotos unten: gettyimages

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Die vierte Gemüsesaison Auf Frühlings-, Sommer- und Lagergemüse folgt die vierte Saison: Frisches Wintergemüse. Legen Sie jetzt den Grundstein dafür! „Wintamine“ bescheren uns eine vierte Ernte im Jahr. „Wintamine“, also frisches Wintergemüse voller Vitamine, überstehen tiefe Temperaturen und leichte Fröste völlig unbeschadet. In milden Regionen werden sie im Freien kultiviert. Zudem eigenen sich gut gelüftete Frühbeete und offene, ungeheizte Gewächshäuser als Kulturfläche. Selbst Hochbeete mit und ohne Abdeckung sind geeignet. Die Kultur selbst ist einfach.

Zuckerhut, Winterendivie, Winterheckenzwiebel usw. Wer zudem Karotten, Sellerie, Rettich, Wurzelpetersilie und Pastinaken in Sand eingeschlagen lagert und Räben, Einschneidekraut, Chinakohl usw. einsäuert, darf sich den ganzen Winter über frische Lebenmittel aus eigenem Anbau freuen. Probieren Sie es aus!

Will man zu Weihnachten frisches Gemüse ernten, sind spätestens Ende der Sommerferien letzte Direktsaaten oder Pflanzungen notwendig. Etwa bis Allerheiligen legt Wintergemüse täglich an Größe und Volumen zu. Danach entwickeln sich die Pflanzen mangels ausreichend Licht nur mehr langsam. Allerdings sind die „WintamineKulturen“ frostfest und können problemlos am Beet bleiben. Solange die gefrorenen Pflanzen nicht berührt werden, sind die Pflanzen nach dem Auftauen einwandfrei genießbar. Gemüsefreunde kennen Nüssli-Salat und Spinat als klassische Winterkulturen. Auch Kohlsprossen und Grünkohl sowie Winterlauch sind für lange Standzeiten am Beet bekannt. Weitgehend unbekannt sind asiatische Blattkohlarten, die Vorarlbergs Gärtner unter dem Sammelbegriff „Asia-Salate“ zusammenfassen. Mizuna, Wasabino, Senfkohle, Tasoi usw. heißen diese fernöstlichen Kohlarten. Noch Anfang September in gelockerte, unkrautfreie Beete gepflanzt, sind sie ab November mehrfach beerntbar. Asia-Salate sind auch im Hausgarten rentable Kulturen.

Asia-Salate

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Einfache Pflege Das Nährstoffangebot in der Erde reicht im Spätanbau für die meisten Kulturen aus. Kritischer ist ein Zuviel an Feuchtigkeit. Ständige Blattfeuchte ist zu vermeiden, da sie Pilzkrankheiten begünstigt. Daher ist der Schutz vor zu viel Niederschlag wichtiger als der Schutz vor der Kälte. Gießen sollte man erst, wenn die Erde wirklich ausgetrocknet ist – idealerweise am Vormittag. So können die Pflanzen tagsüber wieder abtrocknen. Sind starke Fröste angekündigt, deckt man die Kulturen mit mehrere Lagen Gartenvlies ab. Es spielt keine Rolle, wenn die Pflanzen darunter leicht frieren, sie erholen sich nach dem Auftauen rasch wieder.

Grünkohl

Text & Fotos: Harald Rammel

Letzte Pflanzmöglichkeit In den nächsten Tagen findet man in gut sortierten Gärtnereien eine schmackhafte und winterfeste Auswahl von Blattgemüse. Die Pflanzen wurden im Erdpresstopf vorkultiviert. Der letzte Pflanztermin ist Anfang September. Auf diese Art vervollständigen Asia-Salate, Babyleaf-Salate, grüner Eichblattsalat, Hirschhornwegerich, Japanischer Salatkohl, Nüsslisalat, Pak Choi, Spinat, Rucola die bereits im Frühsommer gepflanzten Grünkohl, Röschenkohl, Kohlsprossen,

Wasabino luag 33


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Einkehr im Buschenschank

Foto: © Landwirtschaftskammer Vorarlberg

Das Vorderland bietet viele Möglichkeiten zum Wandern. Ein Ziel ist der Buschenschank der Familie Nachbaur in Röthis.

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m Waldrand über den Weinbergen von Röthis liegt der Hof der Familie Nachbaur, die schon seit vielen Generationen Weinbau und Landwirtschaft betreibt. An diesem ruhigen Platz, in der Nähe des Waldparks Ganta (großer Kinderspielplatz) und Vitaparcours, hat man einen herrlichen Blick über das Vorderland und ins Rheintal. Der Weinbau wird auf zwei Hektar Steillagen nach biologischen Richtlinien betrieben. Die Weine der Sorten Weißburgunder, Chardonnay, Rheinriesling, Grauburgunder, Blauburgunder und neuerdings auch Regent werden im eigenen Buschenschank ausgeschenkt. Apfelsaft von Hochstammbäumen, verschiedene prämierte Edelbrände, Winzerteller, Verhackertbrot, Speckbrot, Haussulz usw., alles aus hofeigener Produktion, machen das Buschenschankerlebnis perfekt. Auf dem Hof werden auch noch Mutterkühe, Schweine und Hühner gehalten.

1. Route ab Weiler Gemeindeamt Ab Bushaltestelle Weiler Gemeindeamt in Richtung Fraxern – Herrengasse – Anstieg bis Hanenberg – Abzweigung (beim Forsthaus Agrargemeinschaft Weiler) rechts Richtung Röthis – bei der Waldwandertafel 94.33 wieder rechts zum Hof Hüntlen dann links dem Wald entlang zum Buschenschank. Gehzeit: ca. 40 Minuten.

Foto: © Nachbaur

Buschenschank Nachbaur, Ganta 1, Röthis T 05522/43251 und 0650/6693639, info@weingut-nachbaur.at Öffnungszeiten: jeweils Mai und September Dienstag bis Sonntag 15:00 bis 22:00 Uhr, Montag Ruhetag

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3. Route ab Röthis Bushaltestelle Kästenholz (besonders für Kinderwagen) Mit dem Landbus 63 Viktorsberg bis Bushaltestelle Röthis Kästenholz – links Kästenholzstraße bis Abzweigung Gantawaldpark, links Richtung Ganta bis zum Buschenschank. Gehzeit: ca. 15 Minuten.

Text: Armin Schwendinger

2. Route ab Röthis Hotel Rössle Ab Bushaltestelle Rössle über Schulgasse bis zur Kirche St. Martin – links über Torkelweg bis Abzweigung Röslegasse – rechts hoch steiler Anstieg bis zum Buschenschank. Gehzeit: ca. 30 Minuten.


Biofest 20. September 2020 Festspielhaus Bregenz 10 bis 16 Uhr

GRATIS AN- & ABREISE Tickets unter: vmobil.at/veranstaltertickets

Impressum Medieninhaber, Herausgeber und Redaktion: Landwirtschaftskammer Vorarlberg und Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, Montfortstraße 11/7, 6900 Bregenz, T 05574/400-700, laendle@lk-vbg.at, www.laendle.at, vbg.lko.at; Redaktion: Bernhard Ammann, Sabine Hagspiel, Harald Rammel, Armin Schwendinger, Dietmar Hofer, Martin Wagner Layout: Sabine Hagspiel, Bildbearbeitung: Christoph Pallinger Bildnachweis: LK Vorarlberg, Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH, Gärtnerei Angeloff, Ludwig Berchtold, Eva Fischer, Michael Gunz, Nadin Hiebler, Marion Hofer, KäseStrasse Bregenzerwald, Helge Kirchberger Photography, LK Österreich, Lisa Mathis, Nachbaur, Weissengruber & Partner, iStock, gettyimages

MIT UNTERSTÜTZUNG VON

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Foto: Michaela Theurl

Die Biobäuerinnen & Biobauern www.bio-austria.at


Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg | Bildrecht: ©Ermolaev Alexandr/stock.adobe.com

Regionalität in aller Munde

Frische und qualitativ hochwertige Lebensmittel tragen zur Gesundheit bei. Gerade in der derzeitigen Coronavirus-Pandemie haben immer mehr Menschen den besonderen Wert von Lebensmitteln aus der Region erkannt. Die Nahversorgung von landwirtschaftlichen Produkten ist gesichert und wird auch seitens Küchen der Gemeinschaftsverpflegung geschätzt. Denn Lebensmittel, die aus der Region kommen, bringen nicht nur viel Genuss und Abwechslung auf den Teller, sondern schonen durch kurze Transportwege das Klima und tragen zur Wertschöpfung im eigenen Land bei. Die Initiative Vorarlberg am Teller zeichnet Betriebe aus, welche auf Produkte aus regionaler und bäuerlicher Hand setzen, ganz im Sinne der Landwirtschaftsstrategie „Landwirt.schafft.Leben“.

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www.vorarlberg.at/landwirtschafftleben


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