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2020_03_20_Klimaschutzpreis_2020

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Für ein intaktes Ökosystem:

Packen wir’s an!

Bild: Bernd Hofmeister

20. März 2020

Klimaschutzpreise werden im November 2020 vergeben.

Ökotechnologien für nachhaltigen Kraftwerksbau.

A Trillion Trees in regionalen MischWäldern pflanzen. ANZEIGE

PARTNER VN-KLIMASCHUTZPREIS 2020


2 Klimaschutzpreis 2020

Freitag, 20. März 2020 Vorarlberger Nachrichten

Die Ökopioniere auf einen Blick 2014 Arnold Feuerstein, „Der Dorfinstallateur“ in Götzis

2014 Gertrude und Peter Grabher, Bioladen, Biogemüseanbau, Koblach

2014 Walter Dona, Raumausstatter in Schlins

2014 Raimund ­Wachter, Vorarlberg Milch, Feldkirch

2014 Susanne Denk, H ­ otel Schwärzler, Bregenz

2014 Gerhard Stübe, Kongresskultur Bregenz

2014 Gerhard Ritter, D ­ irektor/Geschäftsführer, SPAR Vorarlberg

2015 Andrea Mennel, Richard Hutter, F8 Energieautonom leben

2015 Markus Stadelmann, Bäckerei Stadelmann, Dornbirn

2015 Angelika und Gabriele Fetz, Naturkostmarkt „bio bin ich“

2015 Josef Burtscher, Energieinstitut ­Vorarlberg

2015 Rembert Zortea, Z ­ ortea Gebäude­technik, Hohenems

2016 Leo Simma, P ­ ermakultur-Hof Hittisau

2016 Stefan Grabher, Paptex Textil GmbH – Mary Rose, Dornbirn

2016 Walter Pfister, Arge Erneuerbare E ­ nergie Vorarlberg

2016 Jürgen ­Sutterlüty, Klimaneutralität, ­Sutterlüty Egg

2016 Karl Heinzle, ­Solarstrompionier, Zwischenwasser

2017 Othmar Bereuter, Milchwirtschafts­ referent LK

2017 Dr. Matthias Ammann, Holzbaukunst Vorarlberg

2017 Gernot JochumMüller, Allmenda Social Business

2017 Manuela Kopf, ­Elektrofuhrpark, t­ axi4you Feldkirch

2017 DI Betr.oec. Johann Punzenberger, G ­ eschäftsführer AEEV

2017 Franz Karl Meusburger, Kleinwasserkraftwerke

2017 Josef Mathis, ­Plattform Baukultur­ politik, Zwischenwasser

2018 Simone König, Netzwerk „Blühendes Vorarlberg“

2018 Hubert Feurstein, „Konsumenten­ solidarität JETZT“

2018 Angelika Stöckler, Ernährungsexpertin, „Mehrwert für alle“

2018 Bgm. Rainer Siegele,­ ­Obmann Umweltverband Vlbg.

2018 Dorothea und Armin Rauch, BioBergVielfalt in Dünserberg

2018 Clemens Grabher und Thomas Schwarz, GF 11er, Klimaneutralität

2018 Ingo Metzler, Molkeprodukte Egg, Ziegen-Pionier

2018 DI Ernst Schwald, Geschäftsführer B ­ odensee Akademie

2018 CEO Ing. Hubert Bertsch, Ökotechnologien/Kraftwerksbau

2019 Stefan Koch, Integra, Hof-Projekt Heidesand

2019 Christine SchwarzFuchs, GF Buchdruckerei Lustenau

2019 Hubert Rhomberg, Bauen 4.0, K ­ lima­neutralität

2019 Tobias Ilg, ­Energielandwirt in Dornbirn

2019 Claudia und ­Bertram Martin, ­Martinshof in Buch

2019 Conrad Amber, „Bäume auf Dächer …“, Autor/Berater

2019 Hans Krempel, Stiftungsgründer und -präsident „Üsa Bodo“

Mit gebündelter Kraft ans Werk! Nicht die Fehler der Vergangenheit vorhalten, sondern gemeinsam Zukunft gestalten!

SCHWARZACH In den letzten Jahren wurden in den Vorarlberger Nachrichten 40 Ökopioniere vorgestellt – bis zur Klimaschutzpreisverleihung im November in Mäder werden noch weitere folgen. Stellvertretend für jene, die 2017/18 vorgestellt wurden, ist 2018 der ehemalige Bürgermeister von Zwischenwasser, Josef Mathis, ausgezeichnet worden, dessen Motto lautet: „Ressourcen nutzen, ohne den Planeten auszubeuten“. Im globalen Kontext regional aktiv sein. Bei sich selbst beginnen ist das eine: „Ein Vorleber ist besser als 1000 Vorbeter!“ Doch der große Wurf gelingt uns nur gemeinsam. Es geht um Wirtschaftsethik, leben und arbeiten im Einklang mit der Natur, klimaneutrale saubere Produktionsprozesse, Recycling und geschlossene Wertstoffketten, neue Baukultur, Green Cities, Aufforstung, Biodiversität … Tue Gutes, rede darüber, schließe dich mit anderen zusammen – so der Sinn etwa eines Klimaschutzpreises.

Unsere Möglichkeiten nutzen Oscar-Preisträger Joaquin Phoenix nützte seine Auszeichnung für eine beeindruckende Rede, der nichts hinzuzufügen ist: „Ich denke, das größte Geschenk, dass mir und vielen in dieser Branche gegeben wur-

de, ist die Möglichkeit, unsere Stimme für die Stimmlosen zu erheben. Ich habe über einige der belastenden Probleme nachgedacht, mit denen wir alle konfrontiert sind. Oft setzen wir uns für die verschiedensten Anliegen ein, wir sollten uns zusammentun und gemeinsam kämpfen. Ob wir über die Ungleichheit der Geschlechter, Rassismus, die Rechte der Ureinwohner oder Tierrechte sprechen, es geht um

unseren gemeinsamen Kampf gegen Ungerechtigkeit. Es muss ein Kampf gegen den Irrglauben sein, dass eine Nation, ein Volk, eine Rasse, ein Geschlecht oder eine Spezies das Recht hat, eine andere ungestraft zu beherrschen, zu kontrollieren, zu benutzen oder auszubeuten. Wir haben uns sehr von der natürlichen Welt abgekoppelt. Viele von uns machen sich einer egozentrischen Weltanschauung

schuldig und glauben, dass wir das Zentrum des Universums sind. Wir plündern die Ressourcen der Natur. Wir fühlen uns berechtigt, eine Kuh künstlich zu besamen und ihr Baby zu stehlen trotz ihrer Angstschreie. Dann nehmen wir ihre Milch, die für ihr Kalb bestimmt ist, und geben sie in unseren Kaffee und unser Müsli. Wir fürchten die Idee der persönlichen Veränderung, weil wir glauben, auf etwas verzichten

zu müssen. Aber die besten Menschen sind kreativ und erfinderisch genug, um Veränderungssysteme zu entwickeln, zu schaffen und zu implementieren, die für alle fühlenden Wesen und die Umwelt von Nutzen sind.“

Gemeinwohl statt Egoismus „Ich war selbst ein Schuft“, sagte Phoenix, „egoistisch, oft grausam, es war schwer, mit mir zu arbeiten. Aber ich bin dankbar, dass so viele von euch mir eine zweite Chance gegeben haben. Wir sind dann in unserer Bestform, wenn wir uns gegenseitig unterstützen, uns nicht die Fehler der Vergangenheit vorhalten, sondern uns gegenseitig helfen zu wachsen und uns zur Erlösung führen. Mit 17 schrieb mein Bruder (River, starb mit 23, Anm.) denText: Rettet die Welt mit Liebe - und Frieden wird folgen.“ Wer uns weitere Vorschläge für verdiente Ökopioniere machen möchte, der kann uns diese gerne via E-Mail an jael.lins@russmedia. com schicken.

Alle Klimaschutzpreisträger 2018 im J.J.-Ender-Saal in Mäder: Kinder, Schüler, Gemeinden, Vereine, Initiativen, Unternehmer.

IMPRESSUM | Leitung/Redaktion Verena Daum Fotos Bernd Hofmeister/VLK, Frederik Sams, VN-Archiv, Michael Zündel/ Caritas, BIO AUSTRIA/Edler, bertsch.at, handout, Dietmar Stiplovsek Umsetzung Stefan Eder


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Freitag, 20. März 2020 Vorarlberger Nachrichten

Regionalität in aller Munde!

Editorial

Verena Daum

„Vorarlberg am Teller“ steht für gesundes regionales Essen. Unsere Gesellschaft hat große Sehnsucht nach intakter Natur und frischen, hochwertigen regionalen Produkten. Herausforderung und Chance zugleich für die Vorarlberger Landwirtschaft. Im Arbeitsprogramm 2019 – 2024 hat die Landesregierung unter dem Motto „Mehr Vorarlberg am Teller“ das Ziel formuliert, die Großküchen und Kantinen im Land überwiegend auf eine saisonale, vitalstoffreiche, regionale Frischeküche – nach Möglichkeit auf biologischer Basis – umzustellen. Mit dem Regierungsbeschluss „Regionalität in aller Munde!“ hat das Land am 10. März 2020 im eigenen Wirkungsbereich messbare Vorgaben festgelegt. BREGENZ

Wertvolles Miteinander! „Dies ist ein wichtiger Schulterschluss für mehr Vorarlberg am Teller in Landesküchen, landesnahen Küchen und bei Landesevents“, betont Landesrat Gantner, der die Zertifizierung „Vorarlberg am Teller“ als starkes Zeichen für mehr regionale Lebensmittel in Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen weiter auszubauen will. Es geht um regionale Produkte, die dem 3G-Herkunftsprinzip – das heißt Fleisch: „gehalten–gefüttert–­ geschlachtet in Vorarlberg“, Milch: „gehalten– gefüttert– gemolken in Vorarlberg“, Obst & Gemüse: „gesetzt–gewachsen–geerntet in Vorarlberg“, Eier: gehalten–gefüt-

Erst wenn der letzte Baum gerodet … … der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann. Die indianische Weissagung bringt es auf den Punkt. Die Machthaber der sogenannten

„Vorarlberg am Teller“ orientiert sich an den Vorgaben des Ländle Qualitäts- und Herkunftsiegels.

tert–gelegt in Vorarlberg“, Honig: gehalten–gesammelt–geschleudert in Vorarlberg“ sowie Vorarlberger Bio-Gütesiegel-Lebensmittel (EUBio-Siegel, Bio-Austria etc.) – entsprechen, verwendet werden und das Land Vorarlberg damit eine besondere Vorbildfunktion wahrnehmen kann.

Wertschöpfung im Land Regionale Lebensmittel bringen frischen Genuss und vermeiden durch kurze Transportwege auch hohe CO2-Ausstöße sowie lange Tiertransporte. Arbeitsplätze in den Regionen werden erhalten, Wertschöpfung wird generiert und den Regionen Perspektive und Zukunft gegeben. Das im Jahr 2017 initiierte und zwischenzeitlich gut eingeführte Projekt „Vorarlberg am Teller“ bie-

tet dafür realisierbare Vorgaben, wie die bisher ausgezeichneten Betriebe belegen. „Vorarlberg am Teller“ orientiert sich an den Vorgaben des Ländle Qualitäts- und Herkunftssiegels sowie der Vorarlberger Bioprodukte. „Die Erfahrungen belegen, dass durch diese Initiative wertvolle Partnerschaften zwischen produzierenden Betrieben, Küchen und ihren Kunden bzw. Gästen begründet bzw. weiter ausgebaut werden können“, so Landesrat Gantner. Im Interesse der heimischen Land- und Regionalwirtschaft sowie des Klimaschutzes sind so viel Lebensmittel wie möglich aus Vorarlberger Erzeugung zu verwenden! Ländle-Produkte haben Vorrang vor österreichischen – und nur wenn nicht anders möglich, wird auf den EU-Markt zurückgegriffen.

„Die drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales harmonisieren!“ „Krönung der Schöpfung“ sind dabei, aus purer Geldgier den Ast abzusägen, auf dem die Menschheit sitzt – die eigene Lebensgrundlage Natur zu zerstören. Unsere Weltwirtschaft muss in Einklang mit dem planetarischen Ökosystem gebracht werden. Eine „Industrie mit Zukunft“ kann und will wesentlicher Teil der Lösung und nicht das Problem sein. Die Wertstoffkette muss künftig sauber geschlossen werden. Überflussproduktion von Dingen, die niemand braucht, muss beendet werden. Stichwort: „Fast Fashion“! Ökotechnologien sind auf dem Vormarsch, hier ist Wasserstoff zu erwähnen, der überall auf der Welt mit rein erneuerbarer Energie ohne Atomstrom generiert werden kann. Und die effizientesten Retter der Natur: Die Bäume als wert-

volle Mischwälder. Der „Trillion Trees“-Bewegung von Plant-forthe-Planet.org kann sogar Donald Trump etwas abgewinnen, wie er in Davos verlauten ließ: Weltuntergangs-Pessimismus á la Greta rette die Welt nicht und es gebe weitaus schlimmere Umweltverschmutzer als die USA, aber Milliarden Bäume zu pflanzen, klar, da machen die USA gerne mit, man sei ja schließlich für Naturschutz. Pflanzen wir Bäume! Es braucht allerorts mutige Politik, die für die Bevölkerung sozial verträglich die richtigen Weichen stellt, um Ökonomie, Ökologie und Soziales zu harmonisieren. Im regionalen Wirkungsbereich und im planetarischen Kontext. Zahlreiche Innovationen, Initiativen und Verhaltensweisen von Kindern, Jugendlichen, Schülern, Gemeinden, Vereinen, Unternehmern und Landwirten werden bei der Verleihung des VNKlimaschutzpreises 2020 vor den Vorhang geholt. Mitmachen und einreichen auf klima.vn.at! Referieren wird Plant-for-the-Planet. org-Gründer Felix Finkbeiner. VERENA DAUM redaktion@vn.at 05572 501-263

Mutige Jugend geht voran

Unsere Kinder und Schüler sind beispielgebend und checken Zusammenhänge.

Mutig und mit Vorbildwirkung sei es wichtig, gemeinsam die notwendigen Forderungen an Wirtschaft und Politik zu stellen, betont die Juryvorsitzende Gabriele Greußing vom Klimabündnis: „Junge Menschen zeigen Engagement und Aktivität vor. Dabei wird bewusst, welche Zusammenhänge zwischen unseren Lebensbedingungen und denen in anderen Regionen unserer Erde bestehen. Schüler pflanzen anpassungsfähige Mischwälder, in den Städten entstehen essbare Gärten in öffentlichen Räumen. U. a. halten Reparaturcafés, bewusst gestaltetes Verkehrsverhalten sowie bewusstes Einkaufen von regionalen Produzenten die SCHWARZACH

CO2-Bilanz niedriger und stärken die regionalen Kreisläufe. Wenn junge Menschen in unserer Klimabündnis-Partnerregion Chocó in Kolumbien sich darum bemühen, ihren Fluss Atrato als Lebensader zu schützen oder sich für nachhaltige Produktionsmethoden bei Lebens- und Genussmitteln einsetzen, macht das Mut und braucht gleichzeitig unsere Unterstützung durch unser bewusstes Konsumverhalten.“

» Innovative Technologien zur nachhaltigen und effizienten Energieversorgung «

„Wir können nur gewinnen!“ „Wir gewinnen täglich Lebensqualität“, sagt Greußing. „Den eigenen Handlungsspielraum erkennen heißt fähig werden, einen persönlichen Beitrag zu leisten, sich fragend: Was geht’s mich ganz persönlich an – und was kann ich tun? Dann wird deutlich: Die Themen Umwelt, Bildung, Armut, Gerechtigkeit, Frieden stehen in Verbindung miteinander.“

Kraftwerke

Tierschutzpreisträger Elmar Weissenbach (BSBZ)

Christian Vögel, Landesltg. Energie und Klimaschutz

Verena Daum, VN-Klimaschutzpreis-Projektleiterin

Prozessapparate

Seit 95 Jahren stehen wir als Familienunternehmen für Qualität und Know-how auf höchstem Niveau. Innovative Technologien und die individuelle Betreuung jedes Projekts sorgen dafür, dass BERTSCHenergy und BERTSCHservice zu den führenden Unternehmen im internationalen Kraftwerksbau zählen und aktiv zur Eingrenzung des Klimawandels beitragen.

Josef Burtscher, Leiter des Energieinstituts Vlbg.

» Wir ermöglichen es unseren Kunden, Reststoffe energieoptimiert und umweltneutral zu verwerten. «

Juryvorsitzende Gabriele Greußing, Klimabündnis

Komplexe Abhitzesysteme

Mit unseren Anlagen, Systemen und Prozessapparten bieten wir Lösungen für die Herausforderungen in der Energieversorgung. Wir arbeiten permanent an innovativen Technologien und setzen damit Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele. www.bertsch.at

Katharina Lins, Naturschutzanwältin Vorarlberg BER_20-024_Bertsch-Energy_Inserat_138x210_P.indd 1

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Postzustellung in Graz wird CO2 frei laden und dann an mehreren Plätzen zur Übernahme durch den Zusteller bereitstehen – verteilt über die Grazer Innenstadt. Durch diese „Rendezvous-Logistik“ müssen die Zusteller für die Aufnahme von neuen Sendungen nicht mehr an einen zentralen City-Hub zurückfahren, sondern können die gesamte Zustelltour ohne Unterbrechung durchführen. Dabei kommt eine innovative Anhängerlösung mit flexiblen Modulen zum Einsatz, die den Ansatz der „Containerisierung“ der letzten Meile verfolgt. Das heißt, die Pakete werden in Behältern vorbeladen, in die Stadt transportiert und direkt daraus zugestellt. Das Pilotprojekt CityHub Graz ist auf drei Monate angesetzt.

Bereits seit 2011 stellt die Österreichische Post alle Sendungen innerhalb Österreichs CO2-neutral zu und war damit Vorreiter unter den Postgesellschaften. Das nächste Ziel ist eine CO2-freie Zustellung bis zum Jahr 2030, was bedeutet, dass bis dahin auf der letzten Meile ausschließlich E-Fahrzeuge oder Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Einsatz sind. Dieses Ziel wird in der steirischen Landeshauptstadt schon deutlich früher erreicht – bereits ab August 2021 wird die gesamte Postzustellung in Graz CO2-frei erfolgen. „Als Klimainnovationsstadt unterstützen wir natürlich auch innovative, klimaschonende und dabei praktikable Stadtlogistikkonzepte. In der Stadt der kurzen Wege wird in Zukunft emissionsfrei zugestellt. Hier setzen wir mit der Post neben Elektroantrieb auch auf sanfte Mobilität, also E-Lastenräder, statt Diesel-Transporter“, so Mag. Siegfried Nagl, Bürgermeister von Graz. Erneuerung des Fuhrparks Erreicht wird die CO2-freie Zustellung durch eine Erneuerung und Elektrifizierung des Fuhrparks der Post. Aktuell besteht der Fuhrpark der Briefzusteller in Graz aus 13 Fahrrädern, 26 E-Mopeds, 38 Klein-Lkw (davon 21 E-Fahrzeuge) und 25 Transportern. Bis Mai 2020 wird die für den E-Fuhrpark benötigte Ladeinfrastruktur der Briefzustellung verfügbar sein. Dann wird mit dem Rollout der neuen 42 E-Fahrzeuge begonnen und bis September 2020 wird

Fotos: Österreichische Post

Die Österreichische Post will bis 2030 CO2-frei zustellen. die komplette Flotte auf batterie-elektrische Fahrzeuge umgerüstet sein. Neues Logistikzentrum Mit der Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums in Kalsdorf, Steiermark, wird auch mit der Modernisierung des Fuhrparks der Paketzustellung begonnen und es werden rund 100 neue E-Fahrzeuge angeschafft. Die Umstellung

wird im August 2021 abgeschlossen sein, sodass dann auch Pakete im Stadtbereich Graz CO2-frei zugestellt werden können. Gesamt werden dann in Graz rund 160 E-Fahrzeuge für die Post im Einsatz sein. Unterstützt wird die Umstellung durch Förderungen des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. „Als verantwortungs-

volles Unternehmen integrieren wir seit vielen Jahren Klimaschutz in unser Kerngeschäft. Seit beinahe zehn Jahren stellen wir CO2neutral zu, betreiben die größte E-Flotte des Landes, die laufend ausgebaut wird und beziehen ausschließlich Grünstrom aus Österreich. Nun gehen wir einen Schritt weiter und mit Graz wird erstmals in einer Großstadt gänz-

ES STECKT VIEL GRÜN IM GELB. CO2 neutrale Logistik für unser Klima. post.at/co2neutral

Da unsere Umwelt wirklich wichtig ist, beziehen wir nur „grünen“ Strom aus Österreich, haben die größte E-Fahrzeugflotte Österreichs und produzieren mit unseren eigenen Photovoltaikanlagen selbst Energie. Darum sind wir das einzige Logistikunternehmen, das alle Sendungen in Österreich CO2 neutral zustellt. Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post.

lich CO2-frei zugestellt“, so DI Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik der Österreichischen Post. „City Hub Graz“ Im Rahmen des Pilotprojekts „City Hub Graz“ wird ab Juni 2020 die Paketzustellung testweise in der Grazer Innenstadt mit E-Lastenrädern erfolgen. Die Pakete werden im Logistikzentrum Kalsdorf vorbe-

Erfolgreiche Testversuche Das Projekt setzt auf den Erkenntnissen des Tests „City Hub Wien“ auf. Hierbei wurden im vergangenen Jahr im 3. Bezirk Pakete von einem zentralen Umschlagplatz (City Hub) aus per E-Lastenrad zugestellt. Ein Lkw brachte die Pakete konsolidiert in das City Hub, von wo aus die Zusteller direkt mit speziellen E-Lastenrädern losgestartet sind. Die Zustellung mit dem E-Lastenrad konnte eine komplette Tour mit dem Transporter ersetzen. Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert und im Rahmen des Programms – Logistikförderung – durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) abgewickelt. ANZEIGE


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Freitag, 20. März 2020 Vorarlberger Nachrichten

GEMEINDEN UND ÖFFENTLICHKEIT

Gelebte Achtsamkeit in der Gemeinschaft Sanft mobil, aktiv in Sachen Müllvermeidung und Aufforstung - u.a. von „essbaren Gärten“!

DORNBIRN In der Kategorie „Gemeinden und Öffentlichkeit“ wurden 2018 der GF Landbus Unterland Michael Strabodin mit dem ANRUFBUS, die Caritas-Jugendbotschafter mit ihrem Projekt „Mango Tree for Family“ und das Reparaturcafé Nenzing-Team um Harald Mark mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet.

Abfall als Rohstoff! Den Müllbergen sagt das Reparaturcafé Nenzing-Team um Harald Mark den Kampf an. Aktiv wird die Ökobilanz durch Breitenwirkung verbessert. Mit Freude wird repariert und gerne Know-how und Unterstützung an Neugründer weitergegeben. Auch in Feldkirch, Rankweil, Riefensberg und Höchst konnten Reparaturcafés eröffnet

STATEMENT

Der ANRUFBUS vom Gemeindeverband Personalverkehr unteres Rheintal wurde ausgezeichnet.

Den Dingen eine zweite Chance geben heißt es beim Nenzinger Reparaturcafé-Team um Harald Mark.

werden. Nachahmer sind willkommen. Die Idee, auf öffentlichen Flächen, Schulhöfen, Privatgrundstücken, Dächern und Terrassen

„Mango Tree for Family“ lautet das Motto der Aufforstaktion der Caritas-Jugendbotschafter.

„essbare Gärten“ anzulegen, gibt es nicht nur in Vorarlberg. Im Vorarlberger Partnerland Äthiopien der Caritas Auslandshilfe haben die JugendbotschafterInnen die Jury

mit ihrem Projekt „Mango Tree for Family“ als eine der zahlreichen Initiativen für selbstbestimmte Ernährungssicherung überzeugt. In der Baumschule vor Ort werden

Den Fokus verstärkt auf den Klimaschutz zu richten bedeutet, für unsere Kinder und künftige Generationen Verantwortung zu übernehmen. Mit der Energieautonomie 2050 hat Vorarlberg frühzeitig einen ehrgeizigen Weg beschritten. Neben globalen Bemühungen im Rahmen von staatenübergreifenden vertraglichen Übereinkommen ist es wichtig, regional und lokal voranzugehen. Die vielfältigen Anstrengungen gehen dabei weit über Lippenbekenntnisse hinaus. Hierzulande werden ein schonender Umgang mit Ressourcen und der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern als Gebote der Stunde verstanden. So setzt Vorarlberg zum Erreichen des Energieautonomieziels insbesondere auf den Ausbau von Wasserkraft und Photovoltaik sowie auf mehr Effizienz im Stromverbrauch. Allen Vorarlberginnen und Vorarlbergern danke ich, dass sie diesen Kurs aktiv mittragen.“Mag. Markus Wallner, Landeshauptmann

Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg | Foto: ©Adolf Bereuter

Klimafreundlich mobil! Der ANRUFBUS vom Gemeindeverband Personennahverkehr unteres Rheintal bringt Anrufer von der Öffi-Haltestelle zur Haustüre. „So wird in den plan-b-Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt mit Bildstein und Buch das Angebot von Bus und Bahn für die Nutzer ausgeweitet“, erläuterte Michael Strabodin. Der ANRUFBUS ist unter der Woche bis drei Uhr in der Früh und an Wochenenden sogar bis fünf Uhr im Einsatz. „Das fördert nicht nur umweltfreundliche Mobilität, sondern auch das soziale Miteinander“, betont Strabodin.

Setzlinge für Obst- und Schattenbäume gezogen, die dann gemeinsam mit der Bevölkerung und dem Caritas-Team vor Ort gepflanzt werden. Im Fokus: Naturkreisläufe. Wasserhaushalt, Bodenfruchtbarkeit, Obst- und Früchte. Gemeinden, Vereine, Solidargemeinschaften, Initiativen sind auch heuer wieder aufgerufen, beim VN-Klimaschutzpreis mitzumachen.

Gesunde Lebensmittel Fabienne schafft‘s. Als eine von 200 Vorarlberger Gemüse- und Obstproduzentinnen.

Vorarlberger Landwirtschaftsstrategie 2020

Unsere Bäuerinnen und Bauern sind Garanten für eine attraktive Kulturlandschaft. Sie produzieren und vermarkten gesunde Lebensmittel. Mit bestem Fleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukten sorgen sie für Lebensqualität in der Region. www.vorarlberg.at/landwirtschafftleben


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illwerke vkw: Gesteigerte Nachfrage beim Sonnenstrom richten zu können, bietet vkw eine Alternative. Mit der Sonnenstromaktie können die Käufer sich an im Herbst 2019 errichteten Anlagen in Vorarlberg beteiligen – und das ohne Aufwand und Risiko. Denn die Sonnenstromaktie bietet 20 Jahre garantierten Sonnenstrombezug mit einer Ertrags- und Kapitalgarantie.

Die Faszination der Menschen, ihre eigene Energie auf dem heimischen Hausdach zu produzieren und zu nutzen, ist auch im vergangenen Jahr weiter gestiegen. So vermeldet Vorarlbergs Landesenergieversorger illwerke vkw eine verstärkte Kundennachfrage 2019/20. „Wir registrieren ein Umdenken der Andreas Vonblon Produktmanager Photovoltaik bei illwerke vkw

Wir registrieren ein Umdenken der Menschen – das liegt zum einen an der fortlaufenden Klimaschutzdebatte, die viele Menschen zum Nachdenken anregt, zum anderen an der steigenden Wirtschaftlichkeit der Anlagen.

Menschen – das liegt zum einen an der fortlaufenden Klimaschutzdebatte, die viele Menschen zum Nachdenken anregt, zum anderen an der steigenden Wirtschaftlichkeit der Anlagen, erklärt Andreas Vonblon, Produktmanager für Photovoltaik bei der illwerke vkw.

Eine vkw-Photovoltaikanlage liefert Strom für Generationen. Strom für Generationen Die langjährige Erfahrung bei der Planung und Errichtung von PV-Anlagen auf eigenen Gebäuden und Landesgebäuden nutzt das Unternehmen jetzt für eine Erweiterung der Dienstleistung für Kunden im Rahmen einer breiten Photovoltaikoffensive. Ganz im Zeichen von Klimaschutz und

Nachhaltigkeit bietet vkw technisch ausgereifte Komplettlösungen zur Nutzung der Sonnenenergie. Eine vkwPhotovoltaikanlage liefert Strom für Generationen. Mit einer Lebensdauer von rund 30 Jahren und einem geringen Wartungsaufwand liefert bereits eine Anlage mit 30 m² Modulfläche ca. 5000 Kilo-

Fotos: illwerke vkw

wattstunden pro Jahr. Das entspricht dem Jahresverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts. Mit einer auf den Kunden und dessen Wohnsituation abgestimmten PV-Anlage kann ein Eigenverbrauchsanteil von rund 30 % erreicht werden. Kombiniert mit einem Batteriespeicher kann der Eigenverbrauchsan-

teil sogar verdoppelt werden. Eine vkw-Photovoltaikanlage wird von den Experten des Unternehmens vom Start bis zum Ende begleitet. Von der Planung bis zur Installation erfolgt alles aus einer Hand. Garantierter Ertrag Wenn die Dachfläche fehlt, um eine eigene PV-Anlage er-

PV-Contracting Neben dem Verkauf von PVAnlagen bietet der Energiedienstleister eine Contractinglösung an. Auf diese Weise profitieren Unternehmen ohne Investitionskosten ab dem 1. Tag der Inbetriebnahme der neuen Anlage. Das theoretische Potenzial im Bereich Industrie und Gewerbe ist hoch. Mit dem Steuerreformgesetz 2020 wird vom Gesetzgeber die Erzeugung von elektrischer Energie aus Photovoltaik, die am Standort verbraucht wird, begünstigt. Für diese Strommengen ist zukünftig keine Elektrizitätsabgabe zu bezahlen. Für das Jahr 2020 ist die Umsetzung von 3000 kWpeak an PV-Leistung geplant. Das entspricht ungefähr einer Erzeugung von 3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Der verstärkte Ausbau von PV-Anlagen ermöglicht die Schaffung weiterer Erzeugungskapazitäten – zum Wohle der Energieautonomie und als wichtige Maßnahme für den Schutz ANZEIGE des Klimas.

Saubere Energie und exzellenter Service.

vkw Produkte verbinden saubere Energie mit bestem Service. Weil für uns die Kundenbeziehung nicht am Stromzähler endet.

Energie für Generationen.


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Freitag, 20. März 2020 Vorarlberger Nachrichten

INNOVATIVE UNTERNEHMEN

Die drei tragenden Säulen

Die 11er-CEOs Clemens Grabher (47) und Thomas Schwarz (49) betreiben ökologischen Prozesskreislauf.

Das Gesicht der Welt verändern in vielen kleinen Schritten ist das Motto von KRAMERs-Spar-Team in Doren.

Wirtschaftsethik verbindet Natur- und ­Klimaschutz mit wirtschaftlichem Erfolg. LUSTENAU Eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise bringt die drei tragenden Säulen einer funktionierenden und gesunden Gesellschaft – Ökonomie, Ökologie und Soziales – in Harmonie. Dem haben sich innovative Vorarlberger Unternehmen verschrieben. In dieser Kategorie wurden 2018 das Team der Buchdruckerei Lustenau um GF Christine Schwarz-Fuchs, der PARTNERSTATEMENT Zu keiner Zeit war das Bewusstsein für Belange des Klima- und Umweltschutzes so hoch wie jetzt. Gerade im Energiebereich vergeht kein Tag, an dem das Engagement der Menschen – ob Alt oder Jung – nicht deutlich spürbar wäre. Wir freuen uns, wenn das Gefühl der Verantwortung durch große und kleine Initiativen immer breiter verteilt wird. Mit dem Klimaschutzpreis streuen wir Ideen, die durch die breite Öffentlichkeit hoffentlich Nachahmung finden. Wir gehen gerne mit guten Beispielen voran. Helmut Mennel, Mitglied des Vorstands illwerke vkw

geschlossene Produktionskreislauf für Klimaneutralität der 11erNahrungsmittel GmbH in Frastanz um die Geschäftsführer Clemens Grabher und Thomas Schwarz, das Team der Uni Sapon GmbH in Feldkirch mit GF Marion Reichart sowie das Team von KRAMER’s Spar in Doren um den Chef Klaus Kramer mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet.

Arbeiten im intakten Ökosystem „Umwelt und Nachhaltigkeit liegen uns am Herzen und klimaneutrales Drucken ist unser Ziel“, betont die BULU-Chefin Christine SchwarzFuchs: „Die CO2-Einsparung ist enorm!“ „Wir sind ein kleines Familienunternehmen, das seit 1984 ökologische Wasch- und Reinigungsmittel herstellt und das NullMüll-Konzept mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum erfolgreich umsetzt“, beschreibt die „Uni Sapon“-Chefin Marion Reichart die nachhaltige Arbeit der Feldkircher Firma. Der Leitsatz des Teams von KRAMER’s Spar in Doren lautet: „Ikoufa – guat leaba – gnüßa – im Dorf!“ Energieeffizienz

Ökologische Reinigungsmittel nach dem Null-Müll-Konzept von Uni Sapon Feldkirch wurden ausgezeichnet.

Christine Schwarz-Fuchs mit Team: „Umweltbewusstes Handeln ist in der Buchdruckerei Lustenau Pflicht.“

mit Wärmerückgewinnungs- und Photovoltaikanlage sowie durch regionale Ökostromanlagen sind sind wichtiger Teil des Gesamtkonzepts, genau wie E-Mobilität, Service für ältere Menschen und natürlich „Mehrweg statt Einweg“.

Um Klimaneutralität geht es dem Team der 11er-Nahrungsmittel GmbH. „Und zwar durch Vermeidung, Reduktion und Ausgleich von CO2-Emissionen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette“, informiert GF Thomas Schwarz.

Das Unternehmen ist Mitglied des Klimaneutralitätsbündnisses, das von illwerke vkw koordiniert wird. Ab sofort sind auch wieder alle engagierten Unternehmen auf­ gerufen beim VN-Klimaschutzpreis 2020 mitzumachen.

BERTSCHservice für mehr Nachhaltigkeit im Kraftwerksbau

Neues zukunftsstarkes Unternehmen in der BERTSCH Gruppe.

BLUDENZ Tradition, Qualität, Know-how. Seit 95 Jahren sind das die bekannten Pfeiler der Bludenzer BERTSCH Gruppe. Das Unternehmen ruht sich aber nicht auf seiner geschichtsträchtigen Vergangenheit aus, sondern legt einen Fokus auf zukunftsorientierte Prozesse, Projekte und Personen. Ein Vorzeigebeispiel für diese Haltung ist das mit Jahreswechsel neugegründete Unternehmen der Gruppe: BERTSCHservice (BERTSCH Service GmbH). Das neue Unternehmen wurde nicht einfach aus dem Boden gestampft, sondern hat sich aus einer Abteilung der BERTSCHenergy entwickelt. Diese Abteilung ist in den vergangenen Jahren über sich hinausgewachsen und bündelt bedeutungsvolle Aspekte, die für eine Aufwertung zu einem eigenen Unternehmen sprechen.

Gutes Fundament Zu einem guten Kundendienst gehört, dass die Kunden in der Betriebsphase nach der Abnahme betreut werden, Wartungs- und Serviceleistungen vornehmen und aber auch Reklamationen bearbeiten. BERTSCHservice begleitet alle Anlagen bis zur vollständigen Zufriedenheit der Kunden – und das schon als Abteilung der BERTSCHenergy. Dadurch kann das Unternehmen mit einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil starten, nämlich mit zahlreichen Referenzen, die wiederum die Grundlage für potenzielle neue Aufträge bilden. BERTSCHservice setzt klare Schritte in Richtung Nachhaltigkeit

Team mit einer Mission: Die BERTSCHservice-Spezialisten.

im Kraftwerksbau. Ein zentrales Thema im neuen Unternehmen sind Umbau- und Modernisierungsarbeiten, welche alles von Biomassekraftwerken über die Optimierung, Minimierung und den Ersatz von fossilen Brennstoffen

BERTSCH Anlage zur CO2-Minderung durch Biomasse.

abdecken. Die strikten Klimavorgaben der EU schreiben die Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 40% vor sowie die Steigerung der Energieeffizienz um mindestens 32,5%. Genau da setzt BERTSCHservice an. Auch der Kohleausstieg Deutschlands bis 2038 ist ein hochaktuelles und für das Bludenzer Unternehmen äußerst relevantes Thema. In der Vergangenheit wurden bereits Umbauten von Kohle- auf Gaskraftwerke von BERTSCHservice realisiert, durch welche die Einsparung von jährlich 9400 Tonnen CO2 ermöglicht werden. „Mit unseren Anlagen setzen wir Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele, unter anderem ganz konkret durch die Einsparung von CO2“, betont Ing. Hubert Bertsch, Eigentümer der BERTSCH Gruppe. Die Nähe zum Kunden wird zunehmend wichtiger und stellt einen

weiteren entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Als ehemalige Service-Abteilung nimmt das Unternehmen essenzielle Kundenkon-

„Mit unseren Anlagen setzen wir Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele.“ Ing. Hubert Bertsch Eigentümer der BERTSCH Gruppe

takte mit und baut diese nun als Unternehmen aus. Ausschlaggebend für die Kundennähe sind die Personen, die für das Unternehmen nach

außen treten. Bei BERTSCHservice arbeiten in einem jungen und dynamischen Team ausschließlich Personen, die sich der Sache verbunden fühlen.

Personenstark Geschäftsführer der BERTSCHservice ist DI Jürgen Morawa. Er ist seit vielen Jahren als Führungskraft bei BERTSCHenergy tätig und hat den Auf- und Ausbau der Service-Abteilung maßgeblich geleitet. Jürgen Morawa zeichnet sich durch seine langjährige, weltweite Erfahrung sowie seine Expertise und Kontakte in Projektabwicklung und Vertrieb in der Branche aus. Besonders hervorzuheben ist seine Leidenschaft, mit der er sich täglich für eine nachhaltigere Zukunft im Kraftwerksbau einsetzt. www.bertsch.at


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Gemeinsam für eine enkeltaugliche Zukunft Viel wird derzeit über den Klimawandel und die Konsequenzen für Mensch und Umwelt diskutiert. Umweltschutz steht – nicht zuletzt dank Greta Thunberg und ihrer Fridays for Future-Bewegung – im Fokus des öffentlichen Interesses. Für die Hypo Vorarlberg ist ihr Nachhaltigkeitsengagement seit jeher ein unternehmerisches Selbstverständnis, welches sich in sämtlichen UnMag. Michel Haller Vorstandsvorsitzender der Hypo Vorarlberg

Es ist der Hypo Vorarlberg ein großes Anliegen, das Land Vorarlberg bei einem besonders ambitionierten Projekt zu unterstützen – der Energieautonomie 2050. Ziel dabei ist es, den regionalen Energiebedarf in Vorarlberg bis 2050 vollständig mit erneuerbarer Energie abzudecken.

ternehmensbereichen widerspiegelt. Dabei legt die Bank größten Wert auf die Vereinbarung von wirtschaftlichem Er-

folg und ökologischer Verträglichkeit. Ganz im Sinne ihres Unternehmensmottos „Gemeinsam Großes Leisten“, arbeitet das größte Einzelinstitut Vorarlbergs zusammen mit Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern intensiv an einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung.

Bewusstsein schärfen Neben konkreten Investitionen und Initiativen setzt die Hypo Vorarlberg auch darauf unter ihren Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern das Bewusstsein zu schärfen. Kleine Verhaltensänderungen können eine große Wirkung haben. Wer beispielsweise die Treppe statt den Lift benützt, tut nicht nur seiner Gesundheit etwas Gutes, sondern spart auch Energie. Veranstaltungen werden von der Hypo Vorarlberg, sofern möglich, nach den Kriterien für Green Events, also möglichst ressourcenschonend durchgeführt.

Gründungsmitglied Klimaneutralitätsbündnis So wurde 2015 gemeinsam mit neun weiteren Vorarlberger Firmen das Klimaneutralitätsbündnis 2025 gegründet, welches heute aus rund 120 Mitgliedern besteht. Ein klares Bekenntnis, denn alle teilnehmenden Unternehmen verpflichten sich freiwillig, ihren CO2-Fußabdruck kontinuierlich zu reduzieren, um die Initiative Energieautonomie 2050 des Landes Vorarlberg zu unterstützen. Nachhaltigkeitsprogramm 2016 wurde in der Bank zur strukturierten Planung ihrer Nachhaltigkeitsziele und -vorhaben eine eigene Stelle eingerichtet und ein entsprechendes Nachhaltigkeitsprogramm ins Leben gerufen. Seither wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt wie beispielsweise die Installation von Photovoltaikanlagen, bewusstes Mobilitätsmanagement, Filmabende zur Mitarbeitersensibilisierung oder die Implementierung von umfassenden Nachhaltigkeitsrichtlinien für das Finanzierungs- und Anlagegeschäft.

Die Hypo Vorarlberg Zentrale in Bregenz.

Nachhaltige Investmentmöglichkeiten Darüber hinaus spielt die ethische und soziale Verantwortung auch in der Produktentwicklung der Bank eine immer größere Rolle. So wurde das Spektrum an Eigenemissionen im Herbst 2017 durch einen

Green Bond erweitert – die Hypo Vorarlberg war damit die erste Bank Österreichs mit einer „grünen“ Anleihe. Diesen März hat die Hypo Vorarlberg, als erste nichtschweizerische Bank, erfolgreich ihren ersten Green Bond in Schweizer Franken am Markt platziert. Der Emissionserlös von Green

Fotos: Hypo Vorarlberg

Bonds wird dazu verwendet, nachhaltige Investitionsprojekte zu finanzieren bzw. zu refinanzieren. Sie bieten damit die optimale Möglichkeit, nachhaltige Aspekte des Geschäfts mit gezielter Investorennachfrage zu verbinden und die Investorenbasis zu erweitern.

Ausgezeichnetes Grünes Rating Die nachhaltigen Bestrebungen zeigen nicht nur ökologische Wirkung. Als erste Vorarlberger Bank wurde die Hypo Vorarlberg von ISS ESG, eine der führenden Ratingagenturen im nachhaltigen Anlagesegment, im Mai 2017 mit dem „Prime“-Status bewertet. Auch im Jahr 2019 konnte diese gute Bewertung gehalten werden. Damit qualifiziert sie sich auch im Besonderen für Investments aus ökologischer und sozialer Sicht. Mit dem Bewusstsein, dass noch ein weites Stück des Weges zu gehen ist, hat sich die Hypo Vorarlberg auch für die Zukunft einiges vorgenommen und wird ihr Nachhaltigkeitsengagement kontinuierANZEIGE lich vorantreiben.

ACHTSAM UND VERBUNDEN

MIT UNSERER REGION UND IHREN MENSCHEN.

Wir gestalten unsere Zukunft nachhaltig mit. Denn als Bank für die Menschen in der Region sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Aus diesem Grund sind wir Gründungsmitglied beim Klimaneutralitätsbündnis 2025 und langjähriger Partner beim VN Klimaschutzpreis. Hypo Vorarlberg – Ihre persönliche Beratung in Vorarlberg, Wien, Graz, Wels und St. Gallen (CH). www.hypovbg.at

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Schwarzenberg, Bregenzerwald

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BEWUSSTE LEBENSWEISE IM PRIVATEN HAUSHALT

Es geht ums Leben und Lebensqualität

Die Besinnung auf das Wesentliche und ein tägliches Verhalten, das der Gemeinschaft nützt und nicht schadet. So lautet die Kernaussage der 2018 mit dem VN-Klimaschutzpreis in der Kategorie „Bewusste Lebensweise im privaten Haushalt“ Ausgezeichneten: Marion Faltejsek-Lederhoser und ihre vier Kindern aus Dornbirn, Konsumentensolidarität JETZTGründer Hubert Feuerstein aus Zwischenwasser und EnergiesparSpezialistin beim Kochen, Franziska Lang aus Dornbirn. Es brauche eine Wirtschaftsethik, sprich Lebens- und Arbeitsweise, die Nutzen stiftet und keinen Schaden verursacht - zum Wohle aller. Biologische und regionale Ernährung gehören im Haushalt Faltejsek-Lederhoser genauso zum gelebten Alltag wie der Energiesparherd und das Backen mit Heißluft, akribische Mülltrennung, das Zu-Fuß-Gehen und die Nutzung der Öffis, lange getragene Kleidung aus Biobaumwolle und Energiesparlampen.

ung vom Überfluss“ und spricht von Genügsamkeit, von Suffizienz. Damit meint er souveräne Selbstversorgung: selber machen, gemeinsam nutzen, reparieren, tauschen. Und natürlich geht es um regionale und fair produzierte Ökoprodukte wie Lebensmittel, Kleidung, Ökostrom, Naturkosmetik, Waschmittel, Möbel - nahezu alles ist möglich. Franziska Lang aus Dornbirn überzeugte die Jury mit ihrer bevorzugten Art zu „kochen im Garsack“, was Energie spart und das Essen frisch und warm hält für die ganze Familie. Alle, die ihre bewusste Lebensweise im privaten Haushalt der Allgemeinheit aufzeigen möchten, sind herzlich eingeladen, beim VN-Klimaschutzpreis 2020 mitzu­ machen.

DORNBIRN/ZWISCHENWASSER

Solidarität ist gefragt! Consolnow.org-Gründer Hubert Feuerstein hat mit seiner und einer befreundeten Familie Taten gesetzt: „Als strategisches Ziel hatten wir den Aufbau einer Solidargemeinschaft zur Förderung einer gerechten, sozialen und ökologischen Wirtschaft durch bewussten Konsum. Wir wollen unsere imperiale Lebensweise (Ulrich Brand) in eine nachhaltige umgestalten - in allen Lebensbereichen.“ Die „Postwachstumsökonomie“ von Niko Paech biete hierfür eine hilfreiche Struktur: Einen Großteil unseres Konsums könnten wir zugunsten von mehr Lebensqualität einfach weglassen. Niko Paech nennt das die „Befrei-

Ökoprofit: Wirkungsvolles Instrument für Ressourcenoptimierung, Kostensenkung und Nutzen für die Umwelt. BREGENZ Das Programm der Vorarlberger Landesregierung bildet zuallererst Mitarbeiter im Rahmen einer Workshopserie aus. Daneben erfolgt eine individuelle Beratung mit Potenzialanalyse durch erfahrene Berater im Betrieb. Der Betrieb erfasst seine Ressourcenverbräuche, Umweltauswirkungen und Leistungen in einem Umweltbericht. Gleichzeitig geht es an‘s Tun: Die Vorgabe, jedes Jahr mindestens drei Maßnahmen bis zum Audit umgesetzt zu haben sowie eine Begleitung durch Berater sorgen dafür, dass ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess entsteht. Für die Implementierung dieses Umweltmanagementsystems erhalten Betriebe das Ökoprofit-Zertifikat.

Ökoprofit-Umweltpioniere Konkret werden bei Ökoprofit-Betrieben Stoffströme im Unternehmen analysiert, Abfälle reduziert und getrennt. Große Energiefresser werden identifiziert und Energieeinsparungsmaßnahmen gesetzt, verstärkt Energie aus erneuerbaren Energieträgern eingesetzt, selbst Strom produziert. Der Einsatz von Rohstoffen wird optimiert, umweltfreundliche Alternativen gesucht, mehr kreislauffähige Materialien und Produkte eingesetzt, Kreisläufe geschlossen, umweltfreundliche

Marion Faltejsek-Lederhoser und ihre vier Kinder leben Natur- und Klimaschutz im Alltag. PARTNERSTATEMENT

Hubert Feurstein gründete mit Familie und Freunden den Verein „Konsumentensolidarität JETZT“.

Gute Tipps für die Alltagspraxis hat Franziska Lang aus Dornbirn für alle Interessierten.

Auch den Banken kommt beim Erreichen der Nachhaltigkeitsziele eine immer größere Rolle zu. Wir als Hypo Vorarlberg investieren daher in ­nachhaltige Projekte bzw. Unternehmen und vermeiden CO2-intensive Branchen. Mit dem Green Bond, speziellen Anlagefonds oder dem Hypo-Klima-Kredit bieten wir den Kunden attraktive Finanzprodukte, die zugleich nachhaltig sind. Als Gründungsmitglied des „Klimaneutralitätsbündnis 2025“ reduzieren wir kontinuierlich unseren ökologischen Fußabdruck. Dass wir mit unseren Bemühungen auf dem richtigen Weg sind, zeigt die ausgezeichnete Bewertung der renommierten Nachhaltigkeitsagentur ISS ESG. Mag. Michel Haller, Vorstand Hypo Vorarlberg

Vorbildliche Ökoprofit-Betriebe im Land! Verfahren angewandt, entwickelt. Manche Betriebe sind schon seit über 20 Jahren Ökoprofit-Betrieb und haben sich über die Jahre zu echten Umweltpionieren mit

„Wir befassen uns jedes Jahr intensiv mit unseren Umweltauswirkungen.“ Alois Schwendinger Autohaus Gerster

großartigen Leuchtturmprojekten entwickelt. Bei der Firma 11er etwa– seit 14 Jahren Ökoprofit-Betrieb – wird mittlerweile komplett in Kreisläufen gedacht. Die Firma

Die Ökoprofit-Zertifikatsverleihung.

REWIN Austria GmbH entwickelte den bioBoy, ein hygienisches Bioabfallsystem für Großküchen, die Firma Getzner einen hochwertigen chemiefreien Hemdenstoff und die Firma Müller Bau ist Vorreiter bei gesundem Wohnbau. Das Autohaus Gerster, seit 1996 bei Ökoprofit, weist etwa eine riesige Maßnahmenliste auf. „Dadurch, dass wir uns jährlich mit unseren Umweltauswirkungen befassen und neue Maßnahmen überlegen, bleiben wir am Thema dran“, sagt Alois Schwendinger, Ökoprofit-Beauftragter der Firma Gerster.

Wichtige Maßnahmen Dass ihnen auch nach 24 Jahren immer noch Verbesserungen einfallen, zeigt ein Auszug der Maßnahmen des vergangenen Jahres: der Heizwärmebedarf wurde um 20% gesenkt, Investitionen in eine neue Waschanlage mit 30% weniger Wasserverbrauch getätigt, 200

bienenfreundliche Sträucher gepflanzt, Secondhand-Büromöbel aufgestellt usw. Neben beachtlichen Umwelteffekten ergeben sich vielfach auch wirtschaftlich starke

„Ich bin sehr beeindruckt vom Engagement in den Betrieben.“ Verena Lässer-Kemple Ökoprofit-Koordinatorin

Effekte. Beispiele: 30.000 Euro Kostenersparnis verzeichnet das Vorarlberger Landhaus jährlich bei der Warmwasseraufbereitung, Zumtobel erwirtschaftet in man-

chen Jahren bis zu 700.000 Euro mit „Abfällen“, Micheli Transporte spart 25.000 Euro bei Treibstoffen, das Autohaus Gerster reduzierte durch den Umstieg auf LEDs die jährlichen Kosten für Beleuchtung um 20.000 Euro. Die Landeskrankenhäuser Rankweil und Hohenems senkten den CO2-Ausstoß im letzten Jahr um rund 20%, das Landeskrankenhaus Hohenems legte einen bienenfreundlichen Garten an, der Messepark Dornbirn produzierte auf 7650 m2 Solarstrom im Ausmaß des Jahresbedarfs von 300 Einfamilienhäusern.

Positive Umwelteffekte Weitere Vorteile: Mit dem Ökoprofitzertifikat gibt es bei regionalen Ausschreibungen oftmals Pluspunkte und auch bei vielen internationalen Kunden findet das Zertifikat Anerkennung. Zudem ist Ökoprofit eine ideale Basis für andere Umweltmanagementsysteme wie etwa ISO oder EMAS. Mit- und voneinander Lernen im Netzwerk mit über 170 anderen Betrieben sowie interessante Vorträge, Betriebsbesichtigungen, Workshops usw. geben den Betrieben zusätzlich immer wieder Impulse zur kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Umweltleistungen. Mit aktuell 177 zertifizierten Betrieben aus allen Branchen ist Ökoprofit das am weitesten verbreitetste Umweltmanagement in Vorarlberg. Ökoprofit Vorarlberg: Amt der Vorarlberger Landes­ regierung, Abteilung für allgemeine Wirtschaftsangelegenheiten; oekoprofit@vorarlberg.at; www.vorarlberg.at/oekoprofit


10 Klimaschutzpreis 2020

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In der Gemeinde Zwischenwasser, zu der die Volksschule Dafins gehört, haben die Klimameilen schon Tradition.

Volksschule Dafins ist Klimameilen-Sieger 28.816 Kinder aus 250 Bildungseinrichtungen machten österreichweit bei der Klimabündnis-Aktion mit.

WIEN Man muss nicht groß sein, um Großes zu leisten. Das bewiesen die Kinder der Volksschule Dafins in Vorarlberg. 4794 Klimameilen sammelten die 20 Kinder im Frühjahr 2019. Als Vorbilder für klimafreundliche Mobilität ließen sie vier Wochen lang das Elterntaxi stehen und legten den Schulweg aktiv zurück. Dabei befasste sich die Kleinschule auch im Unterricht mit dem Thema. Die Großeltern wurden über ihre Schulwege interviewt, das Schulumfeld detektivisch untersucht und der Gemeinde Verbesserungen vorgeschlagen.

Zu Fuß gehen ist gesund! All das verhalf der Volksschule Dafins unter 250 Schulen aus ganz

Österreich zum Gesamtsieg der Klimameilen-Kampagne 2019. „Manche unserer Schülerinnen und Schüler haben einen recht langen Schulweg, aber selbst Kinder, die am Berg wohnen, ließen es sich während der Aktion nicht nehmen, zu Fuß zu gehen. Sehr oft haben wir das Argument gehört: Der Schulweg meiner Großeltern war ähnlich lang oder länger und damals gab es keine Alternative – Sommer wie Winter wurde gegangen“, so Direktorin Gerlinde Stadelmann-Kopf.

Jede 5. Klimameile aus Österreich In der Gemeinde Zwischenwasser, zu der die Volksschule Dafins gehört, haben die Klimameilen bereits Tradition. Seit vielen Jahren betei-

ligen sich auch die anderen Volksschulen und die Kindergärten der Gemeinde an der Kampagne. Der Preis – eine Show mit Klimaclown Hugo – wurde mit der Volksschule Muntlix geteilt. „Es freut mich, dass alle Kindergärten und Volksschulen aus Zwischenwasser wiederum fleißig Klimameilen gesammelt haben. Der österreichische Gesamtsieg für die solare Volksschule Dafins bestätigt die klimafreundliche und umweltbewusste Lebenseinstellung unserer Volksschuleltern.“ Damit gratuliert Bürgermeister Kilian Tschabrun bei der feierlichen Überreichung der Urkunde vor der Show im Gemeindesaal. Bei der UN-Klimakonferenz im Dezember wurden insgesamt

3.254.649 Klimameilen aus ganz Europa an den stellvertretenden Exekutivdirektor des UN-Klima­ sekretariats, Ovais Sarmad, übergeben. Mit diesem Rekordergebnis könnte man 80-mal die Welt umrunden. „Unsere Kinder setzen damit ein klares Zeichen, dass sie bereit sind für eine Veränderung. Besonders stolz macht mich, dass jede 5. Klimameile aus Österreich kommt“ freut sich Markus Hafner-Auinger, Geschäftsführer des Klimabündnis Österreich.

Die Klimabündnis-Aktion Die Klimameilen-Kampagne findet seit 2003 jährlich statt und wird durch das Bundesminister­ ium für Nachhaltigkeit und Tou-

rismus (BMNT) gefördert. Eine „Klimameile“ entspricht einem umweltfreundlich zurückgelegten Schul- oder Kindergartenweg. Wurde ein Weg ohne Auto bewältigt, so kann eine Klimameile in Form eines Aufklebers in das Sammelheft geklebt werden. Das Klimabündnis bietet kostenfreie Materialien wie Sammelpässe und -plakate inkl. Klimameilen-Sticker für jedes teilnehmende Kind. Die Kampagne richtet sich jährlich von März bis November an Kindergärten und Schulklassen sowie Freizeiteinrichtungen zwischen der 1. und 5. Schulstufe. www.klimabuendnis.at/­ klimameilen

Umweltschutz darf komfortabel sein

Der ÖBB Cityjet TALENT3 ist ein Quantensprung für den öffentlichen Verkehr.

Bahnfahren ist umweltund klimafreundlich. Seit Februar ist der neue Cityjet regelmäßig in Vorarlberg unterwegs. Im komplexen Prozess der Einführung des neuen ÖBB Cityjet TALENT3 haben nun auch Testfahrten in Vorarlberg begonnen, bei denen die Betriebssoftware auf Herz und BREGENZ

Das ÖBB-Team freut sich auf viele zufriedene Fahrgäste.

Nieren getestet wird. Österreichweit finden solche Testfahrten ohne Fahrgäste bereits seit November 2019 statt, am 5. Dezember reichte Bombardier die finalen Dokumente für die Betriebsbewilligung beim Verkehrsministerium ein.

Familienfreundlich „Wir haben intensiv an der Optimierung der Betriebssoftware gearbeitet“, schildert Christian Diewald, Geschäftsführer Bombardier Transportation Austria. Diewald ist weiterhin zuversichtlich, dass der Probebetrieb mit Fahrgästen im ersten Halbjahr 2020 aufgenommen wird. Viel Platz und Komfort „Dann werden auch die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger in den Genuss der neuen Zuggarnituren kommen“, schildert ÖBB-Regionalleiter Marcus Ender. Die ÖBBCityjets TALENT3 bieten rund 300 Sitzplätze – ein Plus von 50 Prozent – und deutlich höheren Komfort mit größeren Sitzabständen, Armlehnen, Fußrastern, Steckdosen, intelligente Klimaanlagen und vieles mehr. Ein Highlight ist zudem der neue Multifunktionsbereich mit mehr als 42 Radabstellplätzen im Sommer sowie zusätzlichen Sitzplätzen und Halterungen für Skier und Snowboards im Winter. „Nach

Kinder, Familien und Fahrradfahrer kommen komfortabel von A nach B und zeigen sich begeistert vom neuen ÖBB-Cityjet TALENT3.

dem Ärger über die Verzögerung überwiegt nun die Vorfreude auf die neuen Züge, die einen Quantensprung für den öffentlichen Verkehr in Vorarlberg bringen“, kommentiert Mobilitäts-Landesrat Johannes Rauch, „Die neuen Züge bringen deutlich mehr Platz und

Komfort für alle.“ Durch die gute Zusammenarbeit mit den ÖBB sei es auch in den vergangenen Monaten trotz spürbarer Kapazitätsengpässe gelungen, „die hohe Qualität des öffentlichen Verkehrs in Vorarlberg zu gewährleisten“, ergänzt der Geschäftsführer des

­Verkehrsverbundes Vorarlberg, Christian Hillbrand. Man werde die Einführung „mit der nötigen Vorsicht umsetzen“, damit diese hohe Qualität in jeder Phase gesichert ist. Beim Mobilitätstag hatten besonders die Kinder einen großen Spaß mit den tollen neuen Zügen.


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SCHULE UND JUGEND

Kinder haben sich Naturschutz einverleibt Aktiv erfahren sie Naturkreisläufe, fertigen Stofftaschen und pflanzen Setzlinge …

RAGGAL Schon 2018 lauteten Idee und Projekt des Jugendteams der Raggaler Walserbibliothek „Plastiktaschen RAUS – Stofftaschen REIN“, ganz nach dem „Cradle to cradle“-Prinzip, für das die jungen Leute mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet wurden. „KLIMA, LECKER, LOS!“ hieß das Klimaschutzprojekt der Energieregion Vorderwald – eines von 22 Klimaschulprojekten des Klima- und Energiefonds, die man auf www. energieregion-vorderwald.at anPARTNERSTATEMENT „Der nachhaltige Umgang mit Natur, Ressourcen und Lebensraum ist nicht nur Grundbedingung einer hohen Lebensqualität, sondern stellt ein zentrales Kriterium für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg dar. Mit einer vorausschauenden und ambitionierten Umweltpolitik wird eine unverzichtbare Basis für die zukunftsfähige Entwicklung der gesamten Gesellschaft geschaffen. Es ist daher entscheidend, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um auf die zentralen Themen Umwelt- und Klimaschutz aufmerksam zu machen und die Bewusstseinsbildung auf allen Ebenen zu fördern. Auch in unserem Strategieprozess Dis.Kurs Zukunft ist das Thema fest verankert, denn als Multiplikator haben wir enormes Potenzial, in Vorarlberg vieles in diesen Themenbereichen zu bewirken.“ Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg

Klimaschutz der Volksschulen Krumbach, Riefensberg und Langenegg durch ihre engagierte Baumpflanzaktion.

schauen kann. Ihre Baumpflanzaktion haben die Volksschulen Krumbach, Riefensberg und Langenegg eingereicht und einen Preis erhalten. Für die Vorarlberger Mittelschule Frastanz ist Natur-, Umweltund Klimaschutz 365 Tage im Jahr in den Alltag integriert. „Unsere Schüler leben Klimaschutz“, informierte die Einreicherin Gerlinde Wiederin. Mehrere Klassen nahmen als Moordetektive das nahe gelegene Frastanzer Ried genau unter die Lupe und forschten, entdeckten und achteten darauf, dass es dem Ried gut geht. Die ökologisch nachhaltigen Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen sind bewusstseinsbildend und die SchülerInnen sind Multiplikatoren in ihrem Familienund Freundeskreis.

Durch das Projekt „Plastiktaschen RAUS - Stofftaschen REIN“ ...

... des Jugendteams der Walser­ bibliothek ist der ...

Dir. Walter Ess, Mittel­ schule Frastanz.

... Biosphärenpark Großes Walser­ tal plastiktaschenfrei!

MIT VERANTWORTUNG FÜR DAS GROSSE GANZE Vorarlberg soll eine international angesehene Modellregion für nachhaltige Entwicklung werden.

www.diskurszukunft.at

Gerlinde Wiederin, Mittelschule Frastanz.


12 Klimaschutzpreis 2020

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Jugendbotschafterinnen der Caritas Auslandshilfe beim Workshop für wiederverwertbare Binden in Äthiopien.

SDGs-Jugendforum Vorarlberg

Sustainable-Development-Goals-Forum initiiert von den Caritas Jugendbotschafterinnen. Die regionalen Herausforderungen in Sachen Kinder- und Menschenrechte sowie im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz lassen sich nur in einem gesellschaftlichen Miteinander bewerkstelligen. Die Sustainable Development Goals (SDGs) der UNO sind dafür eine wertvolle Orientierungshilfe, ein Kompass in eine nachhaltige Zukunftsbewältigung. „Wie alle weltweit tätigen NGOs orientiert sich auch die Caritas an den 17 globalen Zielen nachhaltiger Entwicklung. Vernetzung und gemeinsames Vorgehen in den relevanten Themen, die die SDGs definierten, ist ein klares Bekenntnis der Caritas, wobei sich die Zielsetzungen sowohl auf Vorarlberg als auch auf die fünf Schwerpunktländer Äthiopien, Mosambik, Ecuador, Haiti und Armenien beziehen“, betont der Bildungsbeauftragte der Vorarlberger Caritas Auslandshilfe, Michael Zündel. Einer der entscheidenden Ausgangsimpulse für das Ins-Leben-Rufen des SDG-Forums Vorarlberg ist die seit Jahren äußerst aktive Initiative der Jugendbotschafterinnen für Globale Ziele (SDGs) und die UNDORNBIRN

Kinderrechte. Mit dem SDG-Forum Vorarlberg soll nun der aktive Austausch verschiedenster AkteurInnen und Interessierten in der Bodenseeregion intensiviert und ermöglicht werden. Das Forum bietet allen Interessierten Raum, um sich zu begegnen, um Erfahrungen auszutauschen, sich als Wissens­teilerInnen

„SDGs sind unser Bekenntnis zu Menschenrechten und Naturschutz.“ Michael Zündel Caritas Auslandshilfe

einzubringen. Die Wahrnehmungstransparenz der SDGs in der Öffentlichkeit, die derzeit noch sehr bescheiden ist, soll durch das Forum deutlich verstärkt werden, die SDGs sollen wesentlich stärker in das

Bewusstsein der Handlungskomponenten einfließen und dadurch in ihrer Komplexität auch besser erkannt werden. Das SDG Forum wird mehrmals im Jahr zum Austausch einladen, aus dem sich konkrete Aktivitäten entwickeln sollen. Ein Beispiel für die Komplexität der SDGs zeigt das Projekt der Jugendbotschafterinnen der Caritas Auslandshilfe im vergangenen Sommer in Äthiopien. Zwei Wochen waren zwölf der Jugendbotschafterinnen in Äthiopien im Einsatz und vermittelten in mehreren Workshops zahlreichen Mädchen nicht nur die Bedeutung von Hygiene beim Händewaschen oder nach dem Toilettenbesuch, sie gaben auch Nähkurse zur Herstellung von wasch- und wiederverwendbaren Monatsstoffbinden. Aktuelle Zahlen zeigen, dass mangels Hygieneartikeln während der Menstruation Mädchen in ländlichen Gegenden Äthiopiens in drei Jahren bis zu acht Monaten Unterrichtszeit versäumen! Die Gefahr des hohen Infektionsrisikos und von Erkrankungen bei nicht vorhandenen Monatshygieneartikeln kommt zur Tragik dieser enormen Schul-

zeitverluste für Mädchen noch erschwerend hinzu. Allein in dieser Aktivität finden sich zahlreiche der 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung wieder: Gesundheit und Wohl­ergehen, hochwertige Bildung, Geschlechtergleichstellung, weniger Ungleichheiten. SDG-JUGENDFORUM WIRKRAUM Bahnhofstraße 9, 6850 Dornbirn; Ort für Projektpräsentatio­ nen und Impulse zu den SDGs. ERSTES SDG-FORUM VORARLBERG April 2020; Fachleute, PraktikerInnen, Dialog PET PARADE 2.0: Großveranstaltung am 10. Juni 2020 auf dem Marktplatz in Dornbirn mit dem Fokus SDG 12 – Nachhaltiger Konsum und Produktion AUSSTELLUNG „SDG THE LARGEST LESSON OF THE WORLD“ zur Sensibi­ lisierung der Bevölkerung im Rahmen der Herbstmesse im September 2020 ZWEITES SDG-FORUM VORARLBERG Oktober 2020, Fachleute, Prakti­ kerInnen und Interessierte im Dialog MUSICAL „SOLVE IT!“ – PACKENDE STORY RUND UM DIE SDGS Überarbei­ tete Fassung, Workshops und Auffüh­ rungstermine im Frühling 2020

Warum uns die Partnerregion Chocó kümmern sollte

In der Klimabündnis Vorarlberg-Partnerregion in Kolumbien droht eine humanitäre Katastrophe.

QUIBDO/KOLUMBIEN „Menschen sollen wirtschaftlichen Interessen Platz machen und werden aus ihrer Heimat im Regenwald vertrieben. Besonders alarmierend sind die Morde an AktivistInnen sozialer Bewegungen und die mangelnde Umsetzung des Friedensabkom-

mens“, informiert der Chocó-Projektleiter Daniel Sperl des Klimabündnis’ Vorarlberg. „Insgesamt 29 Klimabündnis Gemeinden, das Land Vorarlberg sowie der Biosphärenpark Großes Walsertal unterzeichneten vergangenen Dezember eine solidarische Stellungnahme zur kritischen Menschenrechts­ situation in der kolumbianischen Regenwaldregion Chocó. Ende Jänner wurden die Unterschriften durch die österreichische Botschafterin Marianne Feldmann der Regierung von Präsidenten Ivan Duque übergeben. Dieser beteuert

Friedenspfahl als Zeichen der Solidarität mit der indigenen Schule im Nachbardorf von Bojayá.

zwar, ausreichende Maßnahmen für die Bewältigung der Situation zu ergreifen, doch internationale Beobachter – darunter auch das Klimabündnis Vorarlberg – zeichnen ein ganz anderes Bild. Einmal mehr im Zentrum der Gewalt steht die Gemeinde Bojayá, in der sich schon 2002 eines der größten Massaker des kolumbianischen Bürgerkriegs ereignete. Zu Jahresbeginn marschierten 300 Mitglieder des paramilitärischen Golf-Clans in mehreren Dörfern rund um Bojayá auf, nachdem sie sich in dieser Region bereits über Monate Gefechte

mit der Guerillagruppe ELN geliefert hatten. Es geht dabei um die Sicherung wichtiger Routen für den Drogenhandel. Auch wirtschaftliche Interessen im Zusammenhang mit der rechtswidrigen Aneignung von Grund und Boden, etwa für die von Ausweitung von Palmölplantagen in den nördlich angrenzenden Gebieten spielen eine Rolle. Die lokale und in Subsistenzwirtschaft lebende Bevölkerung wird dabei wieder einmal zum Spielball systematischer Vertreibungen, während sie vom Staat weitgehend alleine gelassen werden.“

Heimatdorf verlassen und wurde unter Schutz gestellt. Anfang März wurde einer seiner Leibwächter am helllichten Tag mit 18 Schüssen niedergestreckt. In Kolumbien wurden seit Jahresbeginn bereits rund 60 Morde an sozialen Führungspersonen und MenschenrechtsverteidigerInnen verübt. „Es ist Gebot der

Erhalt des Regenwaldes „Dabei wären genau diese Menschen wichtige Verbündete in den internationalen Bemühungen zum Erhalt des Regenwaldes, was erwiesenermaßen auch als eine der effektivsten KlimaschutzMaßnahmen gilt“, betont Daniel Sperl. „Die Klimakrise betrifft uns alle und umso mehr müssen wir uns auch hier in Vorarlberg um die Wahrung der Menschenrechte im Chocó kümmern!“ Wie ernst die Lage ist, zeigte sich Anfang Jänner, als mehrere soziale Führungspersonen der Region Morddrohung von den Paramilitärs erhielten, darunter auch Leyner Palacios, einer der wichtigsten Friedensaktivisten des Landes. Darauf hin musste er sein

„Klimakrise, Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen gehen uns alle an!“ Daniel Sperl Chocó-Projektleiter KlimabündnisV

Menschlichkeit, diesen Menschen mit internationaler Solidarität zur Seite zu stehen“, so Sperl. Ungeachtet der Umstände unterstützt das Klimabündnis seine langjährigen Partner, im Chocó mit konkreten Projekten die ihnen ein würdiges (Über-)Leben im Einklang mit der Natur ermöglichen sollen. vorarlberg.klimabuendnis.at


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Klimaanpassung durch Wald und Moore Der Klimawandel wird an unseren Wäldern nicht spurlos vorbeigehen, darin sind sich alle einig.

Naturverjüngung ist aus Sicht des Naturschutzes heimischen Baum­ arten der Vorzug zu geben, da sie in die vielfältigen Wechselbeziehungen der heimischen Ökosysteme vollständig eingepasst sind.

Angesichts der prekären Lage wird der Wunsch nach einfachen Lösungen verständlich. Der Wald ist komplex. Bei der Klimawandelanpassung leisten u.a. die im Vorderwald verbreiteten Plenterwälder einen wichtigen Beitrag, ebenso wie unsere Moore. Davon überzeugte sich letzten Sommer auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen vor Ort in Krumbach. Er appellierte bei seinem Besuch „die Maßnahmen im Kampf gegen die Klimakrise energisch voranzutreiben. Dazu müssen wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen“. KRUMBACH

Naturhaushalt in Feuchtgebieten Den Mooren kommt eine besondere Bedeutung beim Klima- und Naturschutz zu: Ein Viertel aller Moore Österreichs liegen in Vorarlberg. So speichern Moore und Feuchtgebiete gewaltige Mengen CO2 und sichern gleichzeitig einen für uns Menschen günstigen

PARTNERSTATEMENT

Landesrat Johannes Rauch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen.“

Naturhaushalt. Als Wasserspeicher sichern sie zudem das Grundwasser, bilden Luftfeuchtigkeit in Trockenphasen und schützen uns vor Hochwasser. Außerdem bieten sie Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Ihr Schutz hat oberste Priorität. Es liegt an uns allen, dass die Vorarlberger Moore auch

noch für zukünftige Generationen erhalten bleiben. „Wer die Natur schützt, schützt die Menschen“, ist sich Umweltlandesrat Johannes Rauch sicher. Auch die komplexe Biodiversität in den Wäldern ist von der Klimakrise betroffen. So bestimmen die Faktoren Klima, Boden, Wasserhaushalt, Seehöhe

etc. maßgeblich, welche Baumart an einem Ort vorkommen kann.

Natürliche Verbreitungsmuster Wenn sich diese Faktoren durch den Klimawandel verändern, kommt es zu Verschiebungen in den bisherigen natürlichen Verbreitungsmustern der Baumarten. Bei der

„Wer sich heute schon darüber Gedanken macht, wie die Welt morgen oder übermorgen aussieht und wie man ein Unternehmen daher gestalten muss, damit es seine Aufgaben langfristig erfüllen kann, ist auch ein verantwortungsvoller Unternehmer. Wir setzen daher schon seit Jahren auf Grünstrom aus Österreich, bauen den größten E-Fuhrpark weiter aus und sind bereits seit 2011 CO2-neutral unterwegs. Wir wollen aber auch mithelfen, die Gesellschaft zu sensibilisieren. Daher unterstützen wir schon seit vielen Jahren den VN-Klimaschutzpreis.“ DI Dr. Georg Pölzl, Generaldirektor Post AG

Hunger.Macht.Profite. DORNBIRN Bis zum 28. April finden österreichweit die „10. Filmtage zum Recht auf Nahrung“ statt. Das globale Ernährungssystem befindet sich in einer tiefgreifenden ökologischen Krise, Welthunger, Umweltzerstörung und Klimawandel verschärfen sich. Die rücksichtslose Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen gefährdet das Leben von Menschen durch Mangel- und Unterernährung und zerstört unseren Planeten. Jene Konzerne, die für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden verantwortlich sind, stellen den wirtschaftlichen Profit über das Wohl der Menschen.

Natürliche Kreislauflandwirtschaft nötig! Die Konzentration von natürlichen Ressourcen in den Händen einiger weniger Profiteure „organisiert“ den Hunger neu. Multinationale Konzerne sind zur alles bestimmenden Macht in der Landwirtschaft geworden. „Bittere Ernte – Bauern weltweit in Not“ zeigt, wie Bauern unter widrigen Bedingungen arbeiten müssen und oft selbst unter Mangelernährung leiden. Auch „Seeds of Profit“ dokumentiert die Macht der Großkonzerne, denn Obst- und Gemüsesamen sind in Besitz multinationaler Unternehmen. Kleinbäuerliche Betriebe ernähren die Welt gesund. Programm und Spielorte: www.HungerMachtProfite.at

8. Hypo-Bauherrenpreis Als starker Finanzierungspartner im Land wollen wir das Bewusstsein der VorarlbergerInnen für hochwertige und innovative, aber auch ressourcenschonende Architektur fördern und beispielgebende Projekte der Öffentlichkeit näherbringen“ erklärt Vorstandsvorsitzender Michel Haller. Einreichungen für den 8. Bauherrenpreis, der mit 30.000 Euro dotiert ist, sind bis 30. April 2020 möglich. BREGENZ

Ökologisch nachhaltig bauen! Im Rahmen des Bauherrenpreises werden innovative Projekte vorgestellt und Entwicklungen in der Vorarlberger Baukultur aufgezeigt. Bauherren erhalten neue Impulse für die eigenen vier Wände. In Kooperation mit dem Vorarlberger Architektur Institut (vai) werden beispielhafte Vorarlberger Bau- und Wohnprojekte ausgewählt. Die Einreichung der Projekte erfolgt online vom 28. Februar 2020 bis 30. April 2020. „Wir freuen uns auf rege Teilnahme sowie eine hohe Qualität quer durch alle Kategorien des Bauens“, so Michel Haller. Die feierliche Auszeichnung mit dem 8. Bauherrenpreis der Hypo Vorarlberg erfolgt am 25. September 2020 im Werkraumhaus Bregenzerwald in Andelsbuch. Alle Details sind online verfügbar unter www.hypovbg.at/bauherrenpreis

Das aktuelle Buch „Verbotene Frucht – unser innerer Kampf zwischen materieller Gier und universaler Liebe“ völkerverbindend in drei Sprachen von Verena Susanne Daum informiert investigativ über geopolitische Vorgänge und zukunftsfähige Lebensweisen und ist BEREITS IN 2. AUFLAGE im Online- und Fachhandel erhältlich. Wer das Buch im Caritas Vorarlberg Shop kauft - bestellbar via auslandshilfe@caritas.at – unterstützt damit die laufenden Projekte der Caritas Auslandshilfe und der Caritas Jugendbotschafter in Sachen Aufforstung sowie Wasser-, Boden- und Ernährungssicherung im regionalen Naturkreislauf in Partnerländern wie Äthiopien www.caritas-vorarlberg.at/mithelfen/auslandshilfe ANZEIGE


14 Klimaschutzpreis 2020

Freitag, 20. März 2020 Vorarlberger Nachrichten

Biolandbau als gelebter Klimaschutz Warum der Griff zum heimischen ­Bio-Produkt dem Klima hilft.

In den letzten Monaten wurde über den Klimawandel in einer noch nie dagewesenen Intensität diskutiert. Die Klimakrise beschäftigt die Menschen rund um den Globus. Der Tenor ist eindeutig: Die Zeit ist reif für klimafreundliches Handeln, sowohl für uns BürgerInnen als auch für alle Wirtschaftsbranchen. Auch der Agrarbereich kann einen wichtigen BREGENZ

„Der Griff zu saisonalen heimischen Produkten ist Klimaschutz!“ Manuel Kirisits-Steinparzer GF BIO AUSTRIA Vorarlberg

Beitrag leisten, ist er doch global betrachtet auch einer der größten Emittenten von Treibhausgasen. Es besteht somit ein hohes Potenzial, dem Klimawandel aktiv entgegenzuwirken, ist das Team von BIO AUSTRIA Vorarlberg überzeugt.

Zur Herstellung mineralischer Düngemittel – sogenannter Kunstdünger – und chemischPflansynthetischer zenschutzmittel ist ein beachtlicher Energieeinsatz notwendig. Zudem emittieren mit Kunstdünger behandelte Böden große Mengen an Lachgas (N2O), welches rund 300-mal klimaschädlicher ist als CO2. Einer jüngst im Fachjournal Nature Climate Change veröffentlichten Studie (https://www.nilu.no/ en/2019/11/the-greenhouse-gas-nitrousoxide-is-on-the-rise/) zufolge steigt die Konzentration von N20 in der Atmosphäre wesentlich schneller an als In der Bio-Landwirtschaft werden keine Futtermittel aus gedacht. Verantwortlich Südamerika verwendet. dafür ist laut Forschern der hohe Einsatz von Kunstdün- synthetische Pflanzenschutzmittel gern, vor allem in Ostasien und nicht zum Einsatz kommen, hat z.B. Südamerika. der Bio-Ackerbau um 66-90% geringere CO2-äquivalente EmissioGesundes Essen – gutes Klima nen/Hektar. Außerdem hat der BioAlleine dadurch, dass im Bio-Land- Landbau im CO2-Bereich die Nase bau Kunstdünger und chemisch- auch deshalb deutlich vorne, weil

Permanenter Humusaufbau ist bei Bio-Böden eine Selbstverständlichkeit.

keine Futtermittel aus Südamerika verwendet werden. Schließlich werden für deren Anbau vor Ort große Flächen des Regenwalds vernichtet. Da die Bodenkohlenstoffbindung auf Bio-Böden – aufgrund des permanenten Humusaufbaus – besonders ausgeprägt ist, besteht auf biokonform bewirtschafteten Flächen noch zusätzliches C02Speicherpotenzial.

Immer mehr Menschen wollen BIO Mehr Bio-Flächen in Österreich in Verbindung mit einer gesunden und nicht verschwenderischen Ernährungsweise könnten die gesamten Treibhausgasemissionen in Öster-

reich um bis zu 5-10 % minimieren, wie eine Studie des Zentrums für Globalen Handel der Universität für Bodenkultur in Wien besagt. „Wer kauf also auch beim Lebensmittel­ zum Klimaschutz beitragen möchte, greift zu möglichst saisonalen heimischen Bio-Lebensmitteln, achtet auf möglichst wenig Lebensmittelverschwendung und genießt noch dazu Fleisch in Maßen, aber in höchster Bio-Qualität“, schließt „BIO AUSTRIA Vorarlberg“-Geschäftsführer Manuel KirisitsSteinparzer. www.bio-austria.at

Foto: Ivo Vögel

Klima, Tiere, Vielfalt sind Motto der Umweltwoche

Die Vorarlberger Umweltwoche findet heuer vom 1. bis 11. Juni im ganzen Land statt.

DORNBIRN Die Umweltwoche steht unter dem Motto „Klima, Tiere, bunte Vielfalt“ und ist ein Schaufenster der Umweltaktivitäten und -aktionen, die während des ganzen Jahres in allen Vorarlberger Gemeinden stattfinden. „Je mehr Aktionen es gibt, desto besser. Die Termine sind alle öffentlich und wunderbare Impulse, wie wir jeden Tag etwas für unsere Umwelt tun können“, wirbt Bürgermeister Rainer Siegele, Mitglied des erweiterten Präsidiums des Vorarlberger Gemeindeverbands und Obmann des Umweltverbands, dafür, die Gelegenheit zu nützen.

Weltumwelttag „Alle Aktionen, die bis 14. April im Kalender der Umweltwoche unter www.umweltv.at/ kalender eingetragen sind, kommen auch in den Printkalender und werden über die verschiedenen Kommunikationskanäle der Umweltwoche beworben“, berichtet Siegele. „Mit der Vorarlberger Umweltwoche ist un-

ser Land in guter Gesellschaft“, spielt Umweltlandesrat Johannes Rauch auf den Weltumwelttag an, der am 5. Juni stattfindet. „150 Staaten und Millionen Menschen setzen sich an diesem Tag bewusst mit unserer Umwelt auseinander.“ Thema des Weltumwelttages 2020 ist die Biodiversität. „Die Biodiversität ist die Basis unseres Lebens. Deren Schutz und Erhalt sollte unser aller Ziel sein“, erklärt Rauch und verweist auf die immensen Ressourcen, die uns die Natur zur Verfügung stellt: Nahrung, Brennmaterial, Baustoffe oder Substanzen für Medikamente.

Schwerpunkt Insekten Einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten die Insekten. „80 Prozent der heimischen Wildpflanzen und 84 Prozent der europäischen Kulturpflanzen sind auf Bestäubung angewiesen“, betont der Umweltlandesrat. Ihr Überleben zu sichern, sei deshalb ein wichtiges Thema. 2020 habe man Insekten als einen Schwerpunkt des Landes definiert. „Bei unseren Biotop-Exkursionen – einige fallen in die Umweltwoche – kann man sich ein Bild von der wichtigen Arbeit der kleinen Lebewesen machen“, stellt Rauch fest.

* Bio-Böden haben ein 26% größeres Potential CO2 langfristig zu speichern als Böden unter herkömmlicher Bewirtschaftung.*1 Bio-Böden speichern durchschnittlich 450 kg/ha mehr CO2 pro Jahr als konventionelle Flächen.*2 *1 Advances in Agronomy 2017 *2 Gattinger et al. 2012

Vom 1. bis 11. Juni heißt es im ganzen Land wieder Umweltwoche. Infos unter www.umweltv.at


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Freitag, 20. März 2020 Vorarlberger Nachrichten

LANDWIRTSCHAFTLICHE VIELFALT

Wertvolle bäuerliche Landwirtschaft

Für Ernährungssicherheit mit gesunden Lebensmitteln beim Einkauf zu regionalen Produkten greifen! DÜNSERBERG „Im Garten wächst alles im Naturkreislauf, das heißt düngen mit eigenem Kompost, Mulchschicht aufbringen, damit der Boden nicht austrocknet, und somit Gießwasser sparen und das Bodenleben schützen. Nützlinge einsetzen, damit man keine Schädlinge bekämpfen muss …“, erläutern die Vorarlberger Permakulturpioniere Dorothea und Armin Rauch aus Dünserberg einerseits die Vielfalt der Permakultur und die einhergehende Harmonisierung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem in einer gesunden bäuerlichen Landwirtschaft. 2018 erhielt das engagierte Paar den VN-Klimaschutzpreis, denn Naturschutz ist Umweltschutz, ist Klimaschutz! Sich von Saatgutkonzernen unabhängig zu machen und Samen selbst zu ernten, war von Anfang an das Ziel.

Gesundheit, Selbstbestimmung „Unsere Landwirtschaft BioBergVielfalt wird seit 1995 kontrolliert biologisch bewirtschaftet. Mit 20 Aufzuchtrindern als Einstelltiere und zwei Ochsen für die Selbstversorgung mit Fleisch können wir unsere 13 Hektar steiles Grünland bewirtschaften, ohne die Natur durch Leistungsdruck belasten zu müssen. Mit 60 Legehennen, 20 Zierhennen und Hähnen haben wir genug Eier für uns selbst und für den Verkauf. Über 100 Hochstämme im Streuobstbereich und 150 kleinwüchsige Bäume und Sträucher bringen guten Süßmost,

Daniela und Martin Hehle aus Hörbranz wurden 2018 ausgezeichnet.

Die Permakulturpioniere Dorothea und Armin Rauch.

Enten und Kaninchen halten und zuvor schon den Vorarlberger Tierschutzpreis erhielten: „Wir haben den auf Quantität ausgerichteten Weg bewusst verlassen. Weg von industrieller Massenproduktion von Milch und Fleisch! Und das unabhängig davon, ob irgendwelche Fördergelder fließen oder nicht. Wir wollen im Einklang mit der Natur und den Tieren leben, die wir artgerecht und liebevoll am Hof halten.“ Auch das Vorarlberger Biobier durch den Biobraugersteanbau von sechs innovativen Biobauern und Mitgliedern von BIO AUSTRIAVorarlberg wurden 2018 mit dem VN-Klimaschutzpreis gewürdigt. STATEMENT

Familie Caprice und Stefan Innauer aus Eichenberg.

Gärmost, Marmelade, Chitins und Edelbrände aus alten Obstsorten sowie aus neuen exotischen Früchten. Die ganze Vielfalt am Hof und unser Wissen geben wir gerne weiter“, informiert Armin Rauch. Achtsamer Umgang mit Menschen, Tieren und Natur

Manuel Kirisits-Steinparzer (links), BIO AUSTRIA Vlbg.

lautet die Lebensphilosophie der Tierschutzpreisträger Daniela und Martin Hehle aus Hörbranz, die 2018 in der Kategorie „landwirtschaftliche Vielfalt“ ebenfalls ausgezeichnet wurden: „Bio und regional ist optimal. Die Frage muss in Zukunft sein: Was ist uns

Landbewirtschaftung wert und wie können wir sie beeinflussen, damit der Landwirt und der Konsument gleichermaßen davon profitieren?“ Eine Auszeichnung erhielten 2018 auch Caprice und und Stefan Innauer, die auf ihrem Hof am Eichenberg Biorinder, Hühner,

„Die heimische Landund Forstwirtschaft ist klimaschonend. Als Landwirtschaftskammer verfolgen wir mit unseren Bäuerinnen und Bauern das Ziel, unsere Produkte im Land regional zu vermarkten und die Wertschöpfung im Land zu unterstützen. Jeder Liter Milch, jedes Stück Käse und Fleisch, jedes Gemüse und jeder Christbaum, die regional erzeugt und gekauft werden, ersparen weite Transportwege und sind somit ein aktiver Beitrag zur CO2-Reduzierung. Das ist aktiver Klimaschutz zu dem jede und jeder von uns beim Griff ins Regal beitragen kann.“ Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer

Vorreiter beim Klimaschutz Die regionale Land- und Forstwirtschaft leistet bei der täglichen Arbeit in der freien Natur seit langem einen enormen Beitrag zum Klimaschutz.

belegen zudem, dass Österreichs Landwirtschaft pro Jahr dreimal mehr CO2-Äquivalente bindet, als sie ausstößt, und gleichzeitig als einziger Wirtschaftssektor die heimische Ernährungsgrundlage sichert. „Die heimischen Landwirte versorgen uns mit Lebensmitteln und sind gleichzeitig aktive Klimaschützer. Unsere bäuerlichen Familienbetriebe sind Teil der Klimalösung und europaweites Vorzeigemodell im Kampf gegen den Klimawandel“, so Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger.

Nicht verbaute Flächen und große Waldbestände sind unverzichtbar für die Aufnahme Josef Moosbrugger Präsident Landwirtschaftskammer Vorarlberg

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Lebensmittelerzeugung und Klimaschutz gehen in der Landwirtschaft Hand in Hand.

von CO2 und großen Wassermengen. Gerade die Menschen, die in der Natur arbeiten und Naturlandschaften pflegen, sind die ersten Opfer

Daten & Fakten Wussten Sie dass, • in den letzten 50 Jahren über 300.000 Hektar Felder und Wiesen verbaut wurden.

Aktuelle Studien belegen, dass Österreichs Landwirtschaft pro Jahr dreimal mehr CO2-Äquivalente bindet als sie ausstößt.

Immer weniger Flächen, müssen immer mehr Wasser aufnehmen, was nicht funktioniert. Die Folgen sind Überschwemmungen und Ernteverluste. Fotos:Landwirtschaftskammer/Ludwig Schedl

bei Dürre, Sturm und Hochwasser. Schnell ist eine Ernte vernichtet oder ein Wald zerstört. Die größte Gefahr für diese Flächen ist daher die zunehmende Bodenversiegelung im Land. „Fällt der Boden durch die fortschreitende Verbauung, sprich Versiegelung als Wasserspeicher wegfällt, kann das Wasser bei Starkniederschlägen nicht mehr versickern, Schäden durch Hochwasser häufen sich. Der Bodenverbrauch hat auch unmittelbaren Einfluss auf den Klimawandel. Wenn derart große Flächen des C02Speichers „Boden“ versiegelt

werden, beschleunigt dies die Erderwärmung und damit die Zunahme von Wetterextremereignissen wie beispielsweise Dürreperioden“, so der Bodenforscher Martin Gerzabek von der Universität für Bodenkultur ın Wien. Aus diesem Grund engagiert sich auch die Landwirtschaftskammer seit vielen Jahren öffentlich im Kampf gegen die Bodenverschwendung. Sind Teil der Lösung Die in Vorarlberg klimatisch und topografisch bedingte Grünlandwirtschaft funktioniert als nachhaltige Kreis-

laufwirtschaft und trägt somit aktiv zum Klimaschutz bei (eine animierte Beschreibung für die Kreislaufwirtschaft finden Sie unter vbg.lko.at mit der Suchfunktion „Kreislaufwirtschaft im Ländle“). Gleichzeitig wird den bäuerlichen Betrieben durch die LK-Hofberater ein umfangreiches Kursangebot zum Thema Landwirtschaft und Umwelt, energieeffiziente Betriebsführung und Verbesserung der Biodiversität bereitgestellt. Laufende Bodenuntersuchungen bestätigen die gute Biodiversität der in Vorarlberg bewirtschafteten Böden. Aktuelle Studien

• Österreich jährlich rund 4000 Hektar durch Verbauung verliert. Das entspricht z. B. 24 Millionen Kilogramm Brotgetreide oder dem jährlichen Brotverbrauch von 300.000 Österreicher(innen). (Quelle: Österr. Hagelversicherung). • Rund 40.000 Hektar (= Fläche von Wien) Immobilien österreichweit leer stehen und zeitgleich neue Flächen verbaut werden. (Quelle: Umweltbundesamt)


Klimaschutz beginnt hier, mit mir! Sie engagieren sich für unsere Umwelt? Dann sind Sie vielleicht schon der nächste VN-Klimaschutzpreisträger.

#KEINPLAN(ET)B Jetzt handeln, statt Klima wandeln. Bewerben Sie sich in einer der 5 Kategorien für den VN-Klimaschutzpreis 2020. Alle in Vorarlberg realisierten Projekte sind willkommen und werden von einer unabhängigen Fachjury bewertet. Nicht die Größe des Projektes ist entscheidend, sondern Kreativität und Umsetzung. Pro Kategorie gibt es drei Preisträger.

1. Kategorie: Bewusst leben im privaten Haushalt Gewinnen Sie einen Hypo-Scheck mit Sparbuch im Wert von je 1500 Euro.

2. Kategorie: Schule und Jugend aktiv Die Gewinner dürfen sich über einen ÖBB-Reisegutschein im Wert von je 1000 Euro freuen.

3. Kategorie: Gemeinden und Öffentlichkeit Für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz wird den Gewinnern eine Auszeichnung verliehen.

4. Kategorie: Innovative Unternehmen Die Preisträger dürfen sich über einen Klima-Tag im Montafon mit Besichtigung der Anlagen der illwerke vkw freuen.

5. Kategorie: Landwirtschaftliche Vielfalt Die Gewinner erhalten Bildungsgutscheine vom Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg.

Infos und Anmeldung: klima.vn.at

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