37. Vorarlberger Wirtschaftsforum 13. November 2020
Digital Edition Wirtschaftsforum heuer digital
Neue Werte Wie Corona das Denken verändert
Restart Wie Wirtschaft wieder startet
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Freitag, 13. November 2020 Vorarlberger Nachrichten
Kommentar
Gerold Riedmann
Corona v erändert uns Mutige Entscheidungen in unsicheren Zeiten sind gefragt. Opportunitäten ergreifen. Es ist die Zeit, in der Konzerne an Akquisitionen denken. Sei es, um den Markt zu bereinigen, sei es, um technologische Zugewinne verbuchen zu können. Dorothee Deuring, internationale Corporate-Finance-Expertin mit Vorarlberger Wurzeln, sprach das klar bei ihrem Vortrag gestern Abend aus. Corona wird unsere Gewohnheiten nachhaltig verändern. Die Gesundheitsausrichtung und Nachhaltigkeit wird zum neuen Statussymbol - Kernaussage von Zukunftsforscher Prof. Horst Opaschowski. Eine große Chance für die echten Familienbetriebe, die Vorarlbergs Wirtschaft und Industrie prägen. Bundeskanzler Sebastian Kurz stellte sich den Fragen von Chefredakteur Gerold Riedmann beim digitalen Vorarlberger Wirtschaftsforum.
Richtiges Thema zur richtigen Zeit 37. Vorarlberger Wirtschaftsforum: Restart! Mutige Entscheidungen in unsicheren Zeiten.
SCHWARZACH Zum 37. Mal ging am
Donnerstag das Vorarlberger Wirtschaftsforum, das von den Vorarlberger Nachrichten zusammen mit den Partnern Wirtschaftskammer Vorarlberg und Industriellenvereinigung Vorarlberg, ausgerichtet wird, über die Bühne. Heuer aufgrund der Coronagemengelage erstmals in diesen fast vier Jahrzehnten fand die größte Wirtschaftsveranstaltung im Bodenseeraum nicht analog, sondern digital aus dem VN-Studio. Moderiert wurde die Veranstaltung von VN-Chefredakteur Gerold Riedmann. Wichtig sei es, dass das Forum auch in solchen Zeiten stattfindet, sagte Mitveranstalter Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler, ein wichtiges Zeichen für die Wirtschaft, für die Menschen. „Das Thema ist heuer besonders wichtig“, nimmt er auf den Titel der Veranstaltung „Restart! Mutige Entscheidungen in unsicheren Zeiten“ Bezug. „Optimismus ist Pflicht“, so Metzler, das gelte auch für die Interessenvertretung, die jetzt den Mitgliedern Unterstützung biete, aber auch die Zukunftsthemen Bildung, Lehre, Fachkräfte und Digitalisierung intensiv weiterverfolge.
die Pandemie ausgelöst wurden, aber auch welche Chancen sich bieten, waren das Thema der hochkarätigen Referenten des Forums. Der österreichische Virologe Josef Penninger, der die Grundlagen für die Entwicklung eines Impfstoffes durch seine Forschung geschaffen hat, berichtete über die Forschung und die weitere Entwicklung, die Entspannung an der Covidfront verspricht. Zukunftsforscher Horst Opaschowski konnte konkrete Antworten auf die Veränderung der Werte und ihre Auswirkungen geben, die Unternehmer Antje von Das Team im VN-Studio sorgte für die professionelle Übertragung des Vorarlberger WirtschaftsDewitz, IV-Präsident Georg forums. Knill, Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer und Corporate Finance-Expertin Dorothee Deuring zeigten Wege für den Restart. Bundeskanzler Sebastian Kurz informierte die Teilnehmer des digitalen Wirtschaftsforums über die aktuelle Situation und die weitere Vorgangsweise der Regierung (siehe Beiträge auf den folgenden Seiten).
Hausverstand einsetzen „Unternehmer sind es gewohnt mit Unsicherheit umzugehen und mutige Entscheidungen zu treffen, sagt auch der Präsident der Industriellenvereinigung in seiner Begrüßung. Jetzt sei Die in der Schweiz tätige Vorarlberger Corporate-Finance-Expertin Dorothee Deuring berichtete es wichtig, dass alle - von der aus dem VN-Studio über die Restart-Möglichkeiten für Unternehmen. Bevölkerung über die Politik bis zur Wirtschaft - Entscheidun- ma, darauf nahm Gerhard Hamel, gerer Zeit in diesem Bereich engagen mit Hausverstand treffen, denn Vorstand der Volksbank Vorarlberg, giere und nun auch mit den Kunden das Virus werde uns noch weiter in seinem Grußwort Bezug. Das durch die Krise schreite. begleiten. Nachhaltigkeit ist jeden- zeigt sich auch jetzt im Agieren der Wie der Restart aussehen könnfalls auch jetzt ein wichtiges The- Volksbank, die sich bereits seit län- te, welche Entwicklungen durch
37. Vorarlberger Wirtschaftsforum Internationale Tagung
Eine Initiative von
Herausforderungen Die außergewöhnliche Situation, in der am Donnerstag das Wirtschaftsforum stattfand, zeigte sich auch in der Planung. Aufgrund der steigenden Covid-Zahlen war auch die Organisation vor Herausforderungen gestellt. So musste ORF-Journalistin Nadja Bernhard ihre Premiere als Moderatorin des Forums absagen. Ihren Part übernahm VN-Chefredakteur Gerold Riedmann. Auch KTM-Chef Stefan Pierer musste kurzfristig absagen. Das 38. Wirtschaftsforum sollte im nächsten Jahr wieder analog über die Bühne gehen. Die Veranstalter sind optimistisch.
Sponsoren
Gegenläufige Tendenzen werden sichtbar: Während der individuelle Freizeitbereich boomt, wie auch Antje von Dewitz vom Outdoor-Ausrüster Vaude erläuterte, gibt es kurzfristig für den gesamten Tourismussektor keine guten Aussichten und eine äußerst herausfordernde Wintersaison. Bundeskanzler Sebastian Kurz bereitete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine schwierige Wintersaison vor. Die Pharmabranche erlebt durch Covid-19 ihre größte Herausforderung, wie Genetiker Prof. Josef Penninger erklärte. Das weltweit größte Forschungsprojekt sorgt dafür, dass die Impfstoffproduktion bereits jetzt im Hintergrund läuft. Für das Vorarlberger Wirtschaftsforum war es eine glasklare Entscheidung, gerade jetzt da zu sein. Gerade jetzt eine Gemeinschaft zu bilden. Virtuell, trotz Lockdown. Unsere Unternehmen haben geöffnet, wir produzieren. Und jetzt ist es notwendiger denn je, uns auszutauschen, gemeinsam Mut zu fassen.
GEROLD RIEDMANN gerold.riedmann@vn.at 05572 501-320 Twitter: @gerold_rie Gerold Riedmann ist Chefredakteur der Vorarlberger Nachrichten.
IMPRESSUM TEXTE Matthias Rauch, Hanna Reiner, Andreas Scalet FOTOS Philipp Steurer, Industriellenvereinigung, Volksbank/Marcel Hagen, Wirtschaftskammer/Lisa Mathis, Sazel, VN-Archiv UMSETZUNG Valentin Ledoldis
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VN-Chefredakteur Gerold Riedmann koordinierte als Moderator die Gespräche quer durch die Welt.
Lea Sophie Cramer forderte ein gerechteres Wirtschaften ein.
Grußbotschaft von Gerhard Hamel (Volksbank).
Im Dunkeln arbeiten viele Hände daran, dass das Wirtschaftsforum virtuell wird.
Digitale Möglichkeiten des Austauschs
Auch beim virtuellen Wirtschaftsforum konnte man netzwerken. „Hallo zusammen, ein virtuelles Grüß Gott“, mit diesen Worten eröffnete VN-Chefredakteur Gerold Riedmann noch vor dem offiziellen Beginn dieses Wirtschaftsforum in neuem Gewand, als noch alle Bildschirme schwarz waren. Möglich war dies mit der Chat-Funktion des Onlinedienstes „Hopin“, über den dieses virtuelle Wirtschaftsforum veranstaltet wurde. Dieser Chat war nicht nur für Rückfragen an die Veranstalter offen, sondern ermöglichte ebenSCHWARZACH
falls den Austausch unter den Teilnehmern selbst - entweder für alle sichtbar im offenen Forum, oder untereinander als Direktnachricht oder als Videotelefonat zwischen einzelnen Teilnehmern und Zuschauern.
Netzwerken per Zufall Abseits der Chatfunktion gab es auch noch einen digitalen Nebenraum, der eine gewisse Zufallsfunktion bot. Die Rede ist vom „Netzwerken“: Wer sich dazu be-
reit erklärte, konnte dort mit einem weiteren Interessierten zu einem Videotelefonat zusammengeschalten werden. Eine Funktion, die gerade für jene interessant war, die sich nicht immer mit den selben Personen austauschen wollten. Dieser stand auch nach der Veranstaltung noch zur Verfügung - für alle, die keinen der Vorträge verpassen wollten. Auch wenn nicht alle Teilnehmer an einem Ort waren, zeigte das Wirtschaftforum, wie digitaler Austausch funktionieren kann.
Philipp Steurer (Ländle TV) sorgte in der Regie dafür, dass alles klappt und zur rechten Zeit auf Sendung geht.
Allgegenwärtig im Studio sind natürlich Desinfektionsmittel.
Hinter den Kulissen: Wer kommt als nächstes dran?
„Die nächsten Wochen werden noch einmal herausfordernd“
Bundeskanzler Sebastian Kurz ist zuversichtlich, dass 2021 wieder Normalität herrscht.
SCHWARZACH Zwar keine kurzfristigen, dafür aber mittelfristig und langfristig gute Nachrichten hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz beim Wirtschaftsforum mit im Gepäck. „Wir erleben gerade eine massive zweite Welle und die medizinischen Kapazitäten befinden sich an ihren Grenzen. Die Maßnahmen sind nicht angenehm, aber notwendig. Was mich aber optimistisch stimmt, ist der Fortschritt beim Coronaimpfstoff. Er kommt schneller, als erwartet wurde“, ist Kurz zuversichtlich, im ersten Halbjahr 2021 mit den ersten Impfungen beginnen zu können und die Pandemie dadurch in den Griff zu bekommen. Man habe auch bereits Gespräche über Zusatzeinkäufe geführt. Spätestens mit einer Impfung könne man auch schrittweise wieder zu einer Normalität zurückkehren.
nun aber noch einmal herausfordernd werden. So sei es beispielsweise fast unmöglich zu prognostizieren, was für ein Winter der diesjährige werde. Die Gefahr liege nämlich auch in einem zu schnellen Hochfahren. Das könnte dazu führen, dass die Infektionszahlen wieder ansteigen, was wiederum Einfluss auf die Reisewarnungen von wichtigen Ländern wie Deutschland habe. Der Zusammenarbeit mit den Grünen in der Bundesregierung stellt Bundeskanzler Kurz jedenfalls ein gutes Zeugnis aus. „Das Klima in der Koalition ist gut. Alles andere wäre in dieser Zeit auch nicht tragbar.“ Bundeskanzler Sebastian Kurz war aus Wien ins VN-Studio nach Schwarzach zugeschaltet.
Ob es weitere Verschärfungen geben wird? Da will und kann sich der Bundeskanzler nicht festlegen. Man sei gerade dabei, die aktuellen Maßnahmen zu evaluieren und könne in ein, zwei Tagen mehr dazu sagen. Das diene wiederum als Basis für weitere Entscheidungen. „Die Situation aktuell ist sehr ernst. Aber wir sehen auch in an-
deren Ländern wie zum Beispiel in Israel, dass dort die LockdownMaßnahmen ihre Wirkung gezeigt haben.“
Betriebe vorbildlich In den heimischen Betrieben sei die Disziplin sehr hoch, was die Einhaltung der Hygienemaßnahmen betrifft, attestiert Sebastian
Kurz. Hier gebe es vergleichsweise wenig Ansteckungen. „Diese finden hauptsächlich außerhalb des Arbeitsplatzes statt“, sagt der Politiker. Zudem würden die Unternehmen einen großen Beitrag zum Erhalt der Arbeitsplätze leisten. Zu Entlassungen würde es nur dann kommen, wenn es gar nicht anders gehe. Die nächsten Wochen werden
Zusammenarbeit mit Biden Auch zur Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden hat Sebastian Kurz eine positive Erwartungshaltung. Speziell was das Zugehen auf die Europäische Union, den Klimaschutz oder den Freihandel betrifft. Man dürfe aber nicht erwarten, dass ein Präsident Biden alle amerikanischen Positionen anders sehen wird. „Wer das glaubt, der irrt.“
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Nachhaltig Wirtschaften macht krisenstark Antje von Dewitz bringt bei Vaude Erfolg und Umwelt in Einklang.
Die Coronakrise hat auch den in Tettnang ansässigen Outdoor-Ausrüster Vaude zunächst schwer getroffen. „Wir sind super ins Jahr 2020 gestartet, dann kamen die Lockdowns in Europa. Optimistisch gedacht, haben wir mit einem Umsatzrückgang von zehn Prozent gerechnet“, sagt Geschäftsführerin Antje von Dewitz. Letztlich kam man aber doch sehr gut durch die Krise. Im Mai schrieb Vaude schon wieder schwarze Zahlen. Woran das liegt? „Die Leute gingen natürlich mehr in die Natur. Aber wir haben auch festgestellt, dass nachhaltiges Wirtschaften eine hervorragende Grundlage ist“. Corona sei nicht die einzige Baustelle auf der Welt. Überall gebe es Brandherde, die die Erde bedrohen. „Als Unternehmen muss man erkennen, wo man selbst Verantwortung trägt. Als Teil der Textilindustrie sind wir mitverantwortlich. Deshalb wollen wir Haltung zeigen und Teil der Lösung sein.“ Antje von Dewitz zeigt, dass ein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich und gleichzeitig sozial und ökologisch ausgerichtet sein kann. Vaude hat sich bereits vor über zehn Jahren auf SCHWARZACH
Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit fokussiert. „Zunächst war das Interesse nicht sehr groß. Erst mit der Friday for Future-Bewegung stieg die Nachfrage. Durch Corona wurde das noch einmal gestärkt. Vielen ist bewusst, dass eine Konsumentscheidung auch eine
Antje von Dewitz, Geschäftsführerin des Outdoor-Ausrüsters Vaude.
Entscheidung dafür ist, in welcher Welt man leben will“, sagt die Unternehmerin. Vaude sei eine Marke des Vertrauens geworden.
Kein leichter Weg Hilfreich bei der Ausrichtung war sicher, dass man ein Familienunternehmen ist. Dieses wurde über die Jahre zusammen mit Lieferanten, Kunden, Mitarbeitern und Handelspartnern in den „grünen Bereich“ gebracht. „Das heißt auch, auf schnelles Wachstum zu verzichten und sehr zu haushalten. Es ist kein leichter Weg, aber dafür ein krisenstarker Weg“, ist die Unternehmerin überzeugt. Zudem hat sich Vaude einen Namen als mitarbeiterorientierter und familienfreundlicher Arbeitgeber erarbeitet. Wichtig sind von Dewitz eine Vertrauenskultur zu den Mitarbeitern, die Transparenz, Information und Mitverantwortung beinhaltet. Seit 20 Jahren gibt es ein Kinderhaus, 25 Prozent arbeiten in Teilzeit. Auch mit den Handelspartnern und Lieferanten sind über die Jahre vertrauensvolle Partnerschaften entstanden. „Wir ernten also nun die Früchte, was wir uns in zehn Jahren erarbeitet haben.“ Antje von Dewitz gibt ihr Wissen und ihre Erfahrungen auch gerne weiter. Dazu hat sie ein Buch geschrieben. Es trägt den Titel „Mut steht uns gut!: Nachhaltig, menschlich, fair - mit Haltung zum Erfolg“.
Zukunftsforscher Horst Opaschowski gab den Teilnehmern des Wirtschaftsforums einen Einblick in die Veränderungen und den Wandel, der durch Corona ausgelöst wurde.
Gesundheit wird zum neuen Statussymbol
Zukunftsforscher Horst Opaschowski sieht einen Wertewandel durch Corona.
Der Wissenschaftler und Berater für Wirtschaft und Politik, Horst Opaschowski gilt als einer der renommiertesten Zukunftsforscher Europas, er lehrte von 1975 bis 2006 an der Universität Hamburg und leitete von 2007 bis 2010 die Stiftung für Zukunftsfragen. 2014 gründete er das Opaschowski Institut für Zukunftsforschung (O.I.Z) in Hamburg. Mit der Coronakrise befasst er sich seit dem ersten Lockdown. Seine wichtigste Erkenntnis: „Das Leben nach der Pandemie wird eine Werteexplosion mit sich bringen.“ Für 90 Prozent sei das inzwischen der wichtigste Wert, das sei durch verschiedene Umfragen auch untermauert. Gesundheit löse die dominante Konsumhaltung im SCHWARZACH
Leben ab. „Gesundheit wird zum neuen Statussymbol. Auch Familie werde wichtiger. Die Gesellschaft schwöre auf Familie und Freunde, sie gewähren Zusammenhalt. Mit dem neuen Zusammenhalt lassen sich Krisen gut bewältigen. Sie bringe Lebenserfüllung, die unbezahlbar sein. Auch die Nachbarschaft werde aufgewertet, die Hilfeleistungen „der kurzen Wege erlaubt“. Sicherheit werde so wichtig wie Freiheit, das sei ein weiterer Zukunftstrend und diese auch überflügeln. Wenn es um Sicherheit geht, so Opaschowski, nehme man auch Einschränkungen der bisherigen Freiheit in Kauf. Davon werde z. B. die Möbelindustrie profitieren. „Gemütlichkeit wird europaweit ein Trend sein“. Verändern werde sich auch die Reisetätigkeit. „Der Verzicht führt zu Schmerzen“, sagt der Zukunftsforscher, nun werde man sich auf neue Schwerpunkte konzentrieren an den Orten, wo man noch Urlauben kann: „Natur, Kultur vor Ort und Kulinarik.“
STADTWERK, Salzburg
KOMPETENZ IN DER QUARTIERS- UND STADTENTWICKLUNG #zukunftorten
Die PRISMA Unternehmensgruppe setzt vielfältige Initiativen und liefert nachhaltige Impulse für Lebens-, Begegnungs- und Arbeitsräume der Zukunft. Die Einbeziehung sozialer Aspekte, die Integration kultureller und traditioneller Werte und die Erfahrungen aus dem Management von 40 Standorten mit über 80 Gebäuden in Österreich und Deutschland führen laufend zu inhaltlichen, baulichen und organisatorischen Innovationen. Das ehemalige Stadtwerkeareal in Salzburg wurde zu einem pulsierenden, mit der Stadt vernetzten und zukunftsorientierten Quartier entwickelt. Der Fokus liegt auf Life Science, Bildung, Wirtschaftsdienstleistung und Kultur sowie Wohnen. www.prisma-zentrum.com/stadtwerk
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Der Übergang vom Sprint zum Marathon
Dorothee Deuring setzt für den Restart auf agile Planung. Die Vorarlbergerin Dorothee Deuring ist Corporate Finance Spezialistin mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in den Bereichen Biopharma, Fertigungstechnologie und Finanzwesen. Sie bringt ihre Erfahrungen im Verwaltungsrat mehrerer Unternehmen, darunter Axpo (Energie), Bilfinger (Fertigungstechnologie), Elementis (Spezialchemie) sowie der Lonza Group AG (Biopharma) ein. SCHWARZACH
aufrecht erhalten werden, ohne dass Mitarbeiter Schaden nehmen. „Es war also notwendig den Übergang vom Sprint zum Marathon in die Wege zu leiten“, betont Deuring. Für Unternehmen bedeute das: neu planen. „Als ehemalige Leistungsportlerin weiß ich, in Zei-
„Nachhaltiger aufgestellt“ Das Virus habe Abläufe in Höchstgeschwindigkeit digitalisiert, und damit transparenter und effizienter gestaltet. Unternehmen seien dadurch nicht zuletzt auch für Zukunft besser gerüstet und nachhaltiger aufgestellt. Sie stellte die von ihr als Verwaltungrätin betreuten Firmen vor, stellt aber auch fest, dass die gesetzten Maßnahmen trotz der unterschiedlichen Tätigkeiten fast deckungsgleich gewesen seien. Jede Massnahmen war aber von Planungsunsicherheit begleitet und Management und Teamleiter standen ständig unter Strom. Der Adrenalin-Level kann aber nicht ewig Dorothee Deuring: „Eine agile Planungsroutine ist wichtig.“
ten von Wettkampfpausen oder Unterbrüchen, ist gründliche Planung für den gezielten Aufbau jener Muskelgruppen gedacht, die der Sportler fur die Wiederaufnahme seines Wettkampfsports benötigt. Und die Beschäftigung mit der Planung mindert die Lethargie.“ Auf Unternehmen umgelegt sei intensive Planung ein Mittel, Mitarbeiter auf einen gemeinsamen Weg zu bringen.
Freiräume aufrechterhalten Für die Zukunft sei es besonders wichtig eine agile Planungsroutine zur Unterstützung von Teamkultur und Entscheidungsprozessen aufrecht zu halten und Investitionen in Digitalisierung zur Prozessunterstützung und Vereinfachung zu tätigen Die Mitarbeiterteams werden, so Deuring, flexibel zu organisieren und den während der Pandemie gewonnen Freiraum auch aufrecht erhalten. Die Verwaltungsrätin sagt voraus, dass die Unternehmen verstärkt zurück zu jenen Themen finden, die Konzerne bereits vor der Pandemie beschäftigt haben: Umwelt, Governance, Soziales, Initiativen, welche die nicht-finanziellen Parameter des Wirtschaftens, wie CO2-Verbrauch oder die Einhaltung von Sicherheitsstandards misst.
Josef Penninger und seine Kollegen arbeiten an einem Weg, dem Coronavirus den Zugang zu unseren Zellen zu versperren.
Wie Mäuse halfen, Covid-19 zu bekämpfen
Sein Medikament könnte Organversagen verhindern.
Alles begann mit der Erforschung von Mäuseherzen. Der Österreicher Josef Penninger forschte mit seinem Team in Kanada daran, welche Rolle ein Gen namens ACE2 spielt. Ihr Ergebnis: Das Gen reguliert Blutdruck, Herz-, Nieren- und Lungenfunktionen und verhindert nicht zuletzt einen Lungenkollaps bei einer Erkrankung. Dann kam 2002 der SARS-Coronavirus. Eine Pandemie von gerade einmal 8000 Fällen sorgte für 800 Todesfälle weltweit. Anhand von Penningers ACE2-freien Mäusen wurde bewiesen, dass der Coronavirus gerade die ACE2-Rezeptoren angriff, blockierte und so Lungenversagen förderte. Dies war eine der Hauptursachen, warum der Virus so tödlich war. Damit öffnete SCHWARZACH
aber auch eine Behandlungsmethode: Lösliches ACE2 könnte das Lungenversagen verhindern und Leben retten, nicht nur bei SARS. Der Virus würde das lösliche ACE2 angreifen, die Lunge könnte normal weiterarbeiten.
Von SARS zu Covid-19 Da der Virus schnell eindämmbar war, verlor dies an Bedeutung. Dies änderte sich erst mit dem Aufkommen von Covid19, die Pandemie nahm Ausmaße ungekannt seit der Spanischen Grippe an. Und auch dieser griff die ACE2-Rezeptoren an, in der Lunge und anderen Organen. Die letzten Monate forschten Penninger und seine Kollegen an der Behandlung mit künstlichem ACE2. Sein Medikament könnte nicht nur die Viruslast senken, sondern auch Multiples Organversagen verhindern. Derzeit laufen klinische Studien unter anderem in Wien, mit vielversprechenden Aussichten bislang.
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Plädoyer für Mut und Menschlichkeit
Amorelie-Gründerin Lea Sophie Cramer: „Müssen uns verändern.“ SCHWARZACH Sie hat die Sexspiel zeugbranche aus der Schmuddel ecke geholt, das Liebesleben ent tabuisiert und setzt sich für mehr Diversität, Mut und Offenheit ein. Für Lea Sophie Cramer, Gründe rin des Onlineshops Amorelie, sind diese Themen im heurigen Coronajahr noch wichtiger gewor den. „Selten haben wir soziale Un gleichheit so stark wahrgenommen wie 2020. Die einen konnten in ihr Landhaus flüchten, andere waren in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung ein gesperrt. Zehn Prozent der deut schen Bevölkerung gehören 67 Pro zent des Vermögens.“ Zudem habe man gesehen, dass Diversität nicht funktioniere und dass alle techni schen Tools, die wir im Homeoffice nutzen, aus Amerika oder Chi na kommen. „Europa spielt hier nicht mit“, sagt Cramer.
„Müssen uns verändern“ Für sie steht deshalb fest: „Wir können so nicht wei termachen, wir müssen uns verändern. Die Wirt schaft muss wieder bunter, mutiger und menschlicher werden.“ Das trage auch zum Er folg in den Unternehmen bei. Denn laut Studien ma chen beispielsweise diverse Amorelie-Gründerin Lea Sophie Cramer
Teams um 19 Prozent mehr Um satz. „Diversität zuzulassen, zahlt sich aus und macht uns zu einer besseren Gesellschaft“, so Cramer. Um das zu schaffen, müsse man Quoten von unten einführen. Das bedeute, wir müssen schon unsere Töchtern für Technik begeistern,
so dass sie später einmal selbst verständlich in Vorstandspositio nen sitzen. „Es dauert zwar länger, Frauen für Führungspositionen zu finden, aber es gibt sie.“
Mehr Mut gefragt Zudem plädiert Cramer für mehr Mut. „Gründer müssen mutiger sein und wir müssen es zugleich schaffen, dass junge Menschen Gründertum toll finden.“ Auch die Politik sei gefragt. Beispielsweise wenn es darum gehe, mehr Geld in Zukunftsthemen zu investieren. „Kritisiert wird man sowieso, aber Mut wird belohnt“, ist die Berline rin überzeugt. Genauso wie Menschlichkeit. „Vertrauen steigert die Team-Per formance. Die Menschen brauchen Sicherheit“, sagt Cramer, der bei Amorelie schnell bewusst wurde, dass der Verkauf der Produkte ein Geschäft zwischen zwei Menschen ist. Lea Sophie Cramer ist da von überzeugt, dass eines den großen Unterschied macht: „Wenn ich als Füh rungsperson Verände rung annehme, mutig und empathisch bin.“ Mit der Empathie könne man bereits morgen anfangen. „Wichtig ist, den Mensch zu sehen und nicht nur seine Leistung.“
Industriellenpräsident Knill: „Wir müssen die Digitalisierung weiter voranbringen und die öffentliche Verwaltung muss effizenter werden.“
„Wir sehen das Tal der Tränen durchschritten“
IV-Präsident Georg Knill setzt auf Quali fizierung und Digita lisierung.
31,5 Milliarden Euro betrage der Schaden durch die Co ronakrise, so der Präsident der ös terreichischen Industriellenverei nigung, Georg Knill, 8,5 Milliarden davon treffen die Industrie. Doch „das Tal der Tränen“ sieht er durch schritten, er rechne für 2021 mit ei nem Wacshstum von fünf Prozent, kompensiert sei der Schaden aller dings erst nach zwei Jahren. Jetzt sei es notwendig, dass die Firmen arbeiten können, aber auch dass die Grenzen offen bleiben. Ein wichtiger Baustein für den Restart der Industrie und der Wirt schaft allgemein sei die Investiti onsprämie, die, so habe es die Re gierung signalisiert, von zwei auf drei Milliarden aufgestockt wurde. 37.000 Anträge wurden bisher ge SCHWARZACH
stellt, die eine Investitionssumme von über 20 Milliarden Euro aus gelöst haben. Damit die Krise in der Wirtschaft überwunden werde, hoffe er auf den Impfstoff. Was jetzt wichtig sei, sei Optimismus. ER setzt auf zwei große Themen, die in der Industrie bereits jetzt verfolgt werden. Die Qualifizierung bleibe ein großes Thema, am Arbeitsmas rkt müsse es aber auch eine weite re Entlastung des Faktors Arbeit geben, so Knill beim Vorarlberger Wirtschaftsforum. Die Digitalisie rung sei ein weiteres Thema, das in der Industrie schon weit fortge schritten sei, aber es gelte auch die Digitalisierung im Bildungsbereich und in der öffentlichen Verwaltung voranzutreiben. „Da sind wir maxi mal Durchschnitt“, stellt er fest. Die öffentliche Verwaltung müs se auch Effizienzmaßnahmen ein leiten, denn „wir müssen die jetzt hohe Verschuldung auch wieder zurückverdienen.“ Weitere Belas tungen vertrage es jetzt nicht.
btv.at
Verantwortung wahrnehmen Nicht irgendwo, sondern hier bei uns. Die BTV kommt aus der Region und investiert in der Region. Das Richtige dort zu tun, wo wir alle leben und arbeiten heißt für uns, lokal zu handeln aber auch darüber hinauszudenken.
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Warum Optimismus Pflicht ist
Wirtschaftskammer Vorarlberg fordert Balance aus gesundheitlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Vernunft. FELDKIRCH Vor Corona hatten bestimmte Kräfte in der Gesellschaft keine Gelegenheit ausgelassen, um lautstark zu propagieren, dass die Wirtschaft nicht mehr als ein Selbstzweck und ohnehin ein Selbstläufer sei. Mit Corona sind diese Stimmen weitgehend verstummt. Denn mit der Pandemie ist einer breiteren Masse bewusst geworden, was Wirtschaft ist und was sie bedeutet; einer breiteren Masse ist bewusst geworden, dass Wirtschaft und Gesellschaft eben in der Tat unteilbar sind.
Gerechtigkeit und Fairness Die bereits schwer getroffenen heimischen Unternehmen haben in den letzten Wochen und Monaten vorbildlich gezeigt, wie man mit klugen und strikt umgesetzten Präventionsmaßnahmen die Ausbreitung des Virus im betrieblichen Umfeld verhindern kann. Somit geht es in der jetzigen Situation um Gerechtigkeit und Fairness für alle Betriebe – für jene, die offen haben, und für jene, die schließen müssen. Das bedeutet, es geht auch um die richtige Balance aus gesundheitlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Vernunft. Wenn Maßnahmen gesetzt werden, um diese zweite Welle rasch und nachhaltig zu brechen, gilt es ebenso vorausblickend die Stabilität unseres Wirtschaftsstandortes zu wahren. Und um es in den Worten von Ökonom David Stadelmann auszudrücken, müssen wir die Verhältnismäßigkeit zwischen „nackten“ Zahlen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen abwägen lernen. Planungssicherheit wird zum zentralen Element für die Wirtschaft. Klare Leitplanken, die planbares Wirtschaften überhaupt noch ermöglichen, sind mehr denn je gefragt. Die Fallzahlen steigen, die Bedrohung ist real: Die zweite Welle hat Vorarlberg voll erfasst, sie trifft Gesellschaft und Wirtschaft hart, und es ist mehr denn je ein gemeinsames Vorgehen notwendig, um in dieser beispiellosen Zeit der Herausforderung und Verunsicherung bestehen zu können. Natürlich dient der neuerliche Lockdown dem Ziel, Land und Leute bestmöglich durch diese Krise zu bringen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Die von der Politik neu verfügten Maßnahmen sind für die Wirtschaft allerdings nur schwer zu kompensieren, und das ist von der Öffentlichkeit und der entscheidenden Politik ebenso entsprechend zu berücksichtigen. Um die Liquidität der Betriebe und damit auch Tausende Arbeitsplätze im Land zu sichern, um den Unternehmen zumindest etwas Planbarkeit und Sicherheit zu geben, braucht es jetzt schnelle und unbürokratische finanzielle Hilfe. Wobei nach wie vor außer Streit steht, dass OpPräsident Metzler: „Wir werden diese Krise überwinden. Wenn wir zusammenhalten.“
Die Ausbildung junger Menschen ist der Wirtschaft ein Anliegen.
timismus „Pflicht ist“ und Pflicht bleiben muss, gerade in Zeiten wie diesen. Nur: Wir werden lernen müssen, mit und nicht gegen Corona zu wirtschaften und zu leben, und diese Erkenntnis ist zwingend auch als Appell an die Politik zu verstehen, künftig umfassender zu urteilen, breiter zu urteilen. Es muss, um das salopp zu formulieren, in jedem Fall vermieden werden, dass aus dem Lockdown ein
Knockdown wird. Vorarlberg hat die besten Voraussetzungen, um mittelfristig gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Warum? Weil die meisten Unternehmen bereits jetzt die Prinzipien einer resilienten und anpassungsfähigen Wirtschaft leben. Und auch wir als Interessenvertretung der Vorarlberger Unternehmen leisten unseren Beitrag zur Bewältigung dieser Krise. Die Wirtschaftskammer ist die Anlaufstelle für Unternehmerinnen und Unternehmer in der Krise. In unzähligen Beratungsgesprächen werden seit Monaten unzählige Fragen und Anliegen unserer Mitglieder zu Kurzarbeit, den diversen Hilfsmaßnahmen und -fonds sowie zu rechtlichen Themen bearbeitet. Das schafft Orientierung und Klarheit.
Restart als Ziel In enger Abstimmung mit den Branchenvertreten, den Sozialpartnern und natürlich der Vorarlberger Landespolitik werden die zentralen Themen und Probleme kontinuierlich gebündelt, analysiert und bearbeitet. Im „Stab der Vorarlberger Wirtschaft“, der regelmäßig tagt, werden aktuelle Fakten und Wirtschaftsdaten analysiert und die nächsten Schwerpunkte fixiert. Das erklärte Ziel: Restart! Auch das konzentrierte Bearbeiten der strategischen Standort- und Zukunftsthemen im Rahmen unseres Strategieprozesses Dis.Kurs Zukunft bleibt weiterhin im Fokus. Nicht trotz, sondern gerade wegen der Krise ist es von entscheiden-
Der Stab der Wirtschaft tagt regelmäßig, um die richtigen Maßnahmen in der Coronakrise zu setzen.
der Bedeutung, die strategischen Herausforderungen mit aller Kraft weiter zu bearbeiten. Bildung und Lehre, nachhaltiges Wirtschaften, digitale Innovation oder auch Regionalität sind in diesem Zusammenhang zentrale Erfolgsstrategien einer chancenreichen Vorarlberger Wirtschaft.
Mehr Krise Ökonom David Stadelmann sagt, dass Corona mittlerweile mehr Krise denn Krankheit sei. Der Wissenschaftler an der Universität Bayreuth erklärt aber auch: „Ich bin durchaus optimistisch, dass wir alles wieder in den Griff bekommen. Aber eben nur, wenn wir rasch zu einer vernünftigen gesamtgesellschaftlichen Risikoabwägung kommen.“ Es ist also, im wirtschaftlichen und im gesellschaftlichen Sinn, hoch an der Zeit, sich um einen sachlicheren Blick zu bemühen – und zu erkennen, dass die Schäden in wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Systemen, auf die Zukunft gerechnet, nicht minder bedrohlich sind. Es ist
dies ein Appell an die Politik. Es ist diese Erkenntnis aber auch massenmedial in die Mitte der Gesellschaft zu führen und dort zu diskutieren, in einer Debatte, die sich zurzeit oftmals nur zwischen den beiden Polen der Coronaleugner und der Coronahysteriker abspielt. Wir werden diese Krise überwinden. Wenn wir zusammenhalten. WIRTSCHAFTSKAMMER UND COVID STAB DER WIRTSCHAFT tagt regelmäßig, um die Lage für die Betriebe zu sondieren bzw. über geplante Maßnahmen der Regierung und ihre Umsetzung zu diskutieren, dazu werden auch externe Experten eingeladen. UMFRAGE In regelmäßigen Abständen werden die Unternehmen des Landes zu ihrer wirtschaftlichen Lage und wie die vom Staat bzw. vom Land aufgelegten Hilfe angenommen werden bzw. bei den Betrieben ankommen. AUSBILDUNG Unterstützung zur Erhaltung bzw. Schaffung von Ausbildungsplätzen. Innungen wie der Bau bzw. die Sparte Industrie unterstützen Ausbildungsbetriebe finanziell.
Freitag, 13. November 2020 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
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Fotos: Jürgen Krämer GmbH | Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg
EXPERIENCE
THE
DIFFERENCE
FÖRDERPROJEKT: JÜRGEN KRÄMER GMBH LUSTENAU Das Land Vorarlberg unterstützt in der Förderperiode 2014 – 2020 gemeinsam mit der EU und dem Bund innovative Projekte von Unternehmen. Diese Projekte stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Vorarlberg. Gefördert werden Investitionen von kleinen Unternehmen, wie Kosten zur Entwicklung einer innovativen Form der Metallbearbeitung bei der Firma Jürgen Krämer GmbH in Lustenau.
Informieren Sie sich auf unserer Homepage über Ihre Fördermöglichkeiten oder fordern Sie unsere kostenlose Broschüre an. T +43 5574 511 26105 | www.vorarlberg.at/wirtschaft-europa | www.efre.gv.at
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Freitag, 13. November 2020 Vorarlberger Nachrichten
VN-INTERVIEW. Gerhard Hamel (55), Vorstandsvorsitzender Volksbank Vorarlberg
Mit Weitblick und Verantwortung
Volksbank-Chef Gerhard Hamel über Banken im Covidmodus und die nachhaltige Ausrichtung seines Instituts. RANKWEIL „Nur wenn wir uns Her-
ausforderungen stellen, können wir uns weiterentwickeln“, ist Gerhard Hamel überzeugt. Die Coronakrise hat zu großen Anforderungen geführt, aber auch neue Lösungen vorangetrieben. „Wir haben diese Dynamik der Veränderung genutzt und zukunftsfähige Konzepte im Sinne unserer Kundinnen und Kunden entwickelt“, beschreibt der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Vorarlberg die Erfahrungen der letzten Monate. Herr Hamel, wir sind im zweiten Lockdown angekommen, was hat sich im Gegensatz zum ersten Lockdown verändert? HAMEL An den umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen hat sich nicht viel geändert. Neben der Herausforderung, einen professionellen Bankbetrieb und einen optimalen Kundenservice aufrechtzuerhalten, sehen wir jetzt vermehrt auch Chancen, die wir nutzen wollen. Das Kundenverhalten hat sich stark gewandelt und die Digitalisierung einen großen Schritt nach vorne gebracht. Kann modernes Banking digital und zugleich persönlich sein? HAMEL Wir beschäftigen uns intensiv mit den Bedürfnissen unserer Kunden. Die neu eröffnete Filiale in Götzis ist ein exzellentes Beispiel – hier trifft innovative Technologie auf beste persönliche Beratung. Wir kommen näher zu unseren Kunden,
wicklung der Erde in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt. Die Ziele, die wir mit unserer nachhaltigen Strategie bei der Volksbank Vorarlberg verfolgen sind einfach erklärt: Wir wollen unseren Kindern und Enkelkindern eine bessere
„Wir haben diese Dynamik der Veränderung genützt und zukunftsfähige Konzepte entwickelt. Gerhard Hamel Vorstandsvorsitzender Volksbank
Die Filiale der Volksbank Vorarlberg in Götzis wurde den Ansprüchen der Kunden entsprechend eingerichtet.
indem wir einen Mehrwert für die Zukunft schaffen: Die Bankfiliale wird zur regionalen Kommunikationsplattform. Wir wollen damit unseren Kunden etwas zurückgeben und positive Impulse für die gesamte Region setzen – ganz im Sinne unseres genossenschaftlichen Auftrags. Nachdem kaum mehr Bankfilialen besucht werden – wie sieht der neue Kundenservice aus?
Bankfilialen werden nur noch bei speziellen Anliegen aufgesucht. Durch die Covid-19-Pandemie ist die Bereitschaft der Menschen, ihre Bankgeschäfte online zu erledigen, massiv angestiegen. Dem haben wir Rechnung getragen und unser Angebot erheblich ausgebaut. Zusätzlich haben wir unser Kundenservice-Center an die veränderten Bedürfnisse angepasst und die Kapazität aufgestockt – sozusagen eine mobile Filiale mit erHAMEL
weiterter telefonischer Erreichbarkeit. Hier werden Dienstleistungen rund ums Konto erledigt, Termine mit Kundenberatern vereinbart, es gibt E-Banking-Support und Informationen zu allen Bankthemen. Ein wichtiges Thema für die Volksbank Vorarlberg ist Nachhaltigkeit – welche Bedeutung hat Nachhaltigkeit derzeit? HAMEL Eine sehr große: Covid-19 zeigt auf, dass eine nachhaltige Ent-
Welt hinterlassen. Eine Welt, in der es sich zu leben lohnt. Wir glauben, dass Geld ein Teil der Lösung sein kann. Denn sehen Sie: Während wir Biogemüse kaufen und grünen Strom nutzen, liegt unser Geld auf der Bank und finanziert vielleicht gerade ein neues Kohlekraftwerk. Mag sein, dass dieses Beispiel übertrieben klingt – es entspricht jedoch der Realität. Wir haben uns deshalb als erste Bank Österreichs bereits 2016 zur Nachhaltigkeit bekannt und den achtsamen Investmentansatz über sämtliche Produkt- und Anlagebereiche in der hauseigenen Vermögensverwaltung implementiert.
Einzigartig: Das Fonds Powerhouse zwischen Wien und Vaduz Mag. Harald Friedrich, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG, über die aktuellen Bedürfnisse institutioneller Anleger, die Vorteile des gruppenweiten Fonds Powerhouse und die Nähe der LLB zum Ländle.
Wo liegen dabei die Stärken der LLB Österreich? In der LLB Invest KAG kümmert sich ein mehrfach ausgezeichnetes Team um die Vermögensverwaltung. Daneben fokussieren wir uns auf die Servicierung externer Fondsmanager. Mehr als 80 nationale und internationale Vermögensverwalter, Banken und Family Offices wählen uns als verlässlichen Partner für ihre Fonds. Im September haben wir erstmals Platz 1 in der Statistik nach Anzahl der verwalteten Fonds in Österreich erreicht. Für uns bedeutet diese Top-Platzierung eine Bestätigung unserer Qualität in Betreuung und Abwicklung. Die LLB Immo KAG ist Innovations- und Wachstumsführerin bei Immobilieninvestments mit einer mehrfach ausgezeichneten Angebotspalette aus Publikums- und Spezialfonds, die ausschließlich in den stabilen Märkten Österreich und Deutschland investieren. Auch betreffend Nachhaltigkeit nimmt die Gesellschaft eine Vorreiterrolle ein und konnte unter anderem den ersten nachhaltigen Immobilienspezialfonds zertifizieren lassen.
Das Jahr 2020 hat die Weltwirtschaft vor gigantische Herausforderungen gestellt. Wie haben sich diese auf die LLB Österreich und die Bedürfnisse Ihrer Kunden ausgewirkt? Wir dürfen uns auch in diesem herausfordernden Jahr über substanzielle Nettoneugeldzuwächse freuen. In Zeiten von Marktverwerfungen und einem anhaltenden Negativzinsumfeld sind die Bonität des Hauses und die exzellente Betreuung von größter Bedeutung. Wir punkten mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell mit den Standbeinen Vermögensverwaltung und Beratung, Depotbank und Investmentfondsgeschäft sowie Immobilien und darüber hinaus mit dem Fonds Powerhouse der LLB-Gruppe. Stichwort Fonds Powerhouse: Was kann man sich darunter vorstellen? Unser Fonds Powerhouse ist ein einzigartiger, länderübergreifender One-Stop-Shop für Investmentfonds. Wir vereinen in den drei Heimmärkten der LLB-Gruppe –
Mag. Harald Friedrich im Interview: „Das Engagement der LLB Österreich in Vorarlberg hat eine Foto: LLB Österreich jahrzehntelange Tradition.“ Liechtenstein, Österreich und Schweiz – vier führende Fondsgesellschaften mit 670 Fonds und einem Volumen von rund 32 Milliarden Euro
unter einem Dach. So kann die Gruppe das gesamte Dienstleistungsspektrum in der Vermögensverwaltung und Fondsadministration bis
hin zu maßgeschneiderten Speziallösungen anbieten. Diese länderübergreifende Kompetenz ist ein einzigartiger Wettbewerbsvorteil.
Viele Kunden aus Vorarlberg vertrauen seit Jahren der LLB Österreich. Was macht Ihr Haus zur richtigen Wahl? Das Engagement der LLB Österreich in Vorarlberg hat bereits eine jahrzehntelange
Tradition. Das liegt nicht nur an der geografischen Nähe zu Liechtenstein. Mag. Johannes Wolf, Bereichsleiter im Private & Institutional Banking und seit über 15 Jahren im Haus, ist aus Lech und regelmäßig im Ländle bei Kunden vor Ort. In Vaduz zeichnet die Vorarlbergerin Mag. Natalie Flatz als Mitglied der Gruppenleitung für Institutionelle Kunden verantwortlich. Unsere Kunden schätzen unsere Präsenz in Vorarlberg, die wir übrigens auch mit kulturellem Engagement in der Region verbinden. So sind wir seit über zehn Jahren stolze Partnerin des Kammerorchesters Arpeggione in Hohenems und laden regelmäßig zu wunderbaren Konzerten ein. ANZEIGE
Daten & Fakten Die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG ist mit einem betreuten Vermögen von über 25 Mrd. Euro Österreichs führende Vermögensverwaltungsbank. Als 100-prozentige Tochter der Liechtensteinischen Landesbank AG, Vaduz, profitiert sie von der Stabilität und höchsten Bonität ihrer Eigentümerin und kann auf knapp 160 Jahre Erfahrung zurückgreifen. Österreich zählt zu den drei Heimmärkten der LLB-Gruppe. www.llb.at
Freitag, 13. November 2020 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen
12 38. Vorarlberger Wirtschaftsforum Internationale Tagung
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Ideen, die bestehen. Rhomberg Bau
Heutemorgendenken Wir wissen nicht, wie die Zukunft aussieht. Aber wir können viel dafür tun, sie aktiv mitzugestalten, indem wir bereits heute an morgen und übermorgen denken. Ob das die Renovierung eines bestehenden Gebäudes ist, der Bau einer modernen Wohnanlage oder die Entwicklung eines großen Industriekomplexes: Wir setzen auf eine nachhaltige Zukunft – mit Ideen, die bestehen. www.rhomberg.com
37 Vorarlberger Wirtschaftsforum 13
Freitag, 13. November 2020 Vorarlberger Nachrichten
Lernen, mit Corona umzugehen
Industriellenvereinigungspräsident Martin Ohneberg über Szenarien für den Restart. LUSTENAU Auch wenn die aktuellen Maßnahmen noch so einschneidend für Menschen und Betriebe sind – wir müssen lernen, mit Corona umzugehen. Wir können Schäden für Gesellschaft und Wirtschaft nur mit einem gemeinsamen Kraftakt minimieren. Das muss in den nächsten Wochen unser Ziel sein, um den Restart und das Comeback möglichst rasch zu schaffen. Noch Ende Oktober, als wir die letzte Konjunkturumfrage der Vorarlberger Industrie veröffentlicht haben, gab es – trotz unterschiedlichster Betroffenheit – bei vielen Betrieben tatsächlich „Licht am Ende des Tunnels“. Doch manche dieser Einschätzungen sind innerhalb kurzer Zeit wieder überholt. Der Geschäftsklimaindex der Vorarlberger Industrie wechselte damals nach einem beispiellosen Absturz im ersten Halbjahr 2020 vom Negativen ins Positive. Das lag vor allem daran, dass im Oktober Geschäftslage, Auftragsbestand und Auslandsaufträge deutlich positiver eingeschätzt wurden, als noch vor einigen Monaten.
Große Unterschiede Doch sind wir schon beim Start des Restarts angelangt? Seit Corona ist es deutlich schwieriger geworden, von Trends in Branchen zu sprechen. Die Auswirkungen auf die einzelnen Unternehmen weisen große Unterschiede aus. Stärker betroffen sind nachvollziehbarerweise Betriebe, die etwa stark mit Tourismus verbunden sind, von Neu- und Folgeaufträgen abhängig sind oder einen hohen Dienstleistungsanteil anbieten. Reisebeschränkungen und Unsicherheiten auf Absatzmärkten wirken sich hier überproportional negativ aus. Durch Corona ist die Welt tatsächlich wieder ein Stück unberechenbarer geworden. Wir Unternehmer müssen trotz allem mit Zuversicht die Zukunft
Die Industriellenvereinigung stellt die großen Zusammenhänge aller Maßnahmen, das Big Picture, für Vorarlberg in den Vordergrund.
angehen, ansonsten könnten wir uns nicht erfolgreich dem Wettbewerb stellen. Das fällt zugege-
benermaßen in Zeiten in der viele Politiker so manche schwer nachvollziehbare Entscheidung treffen, schwer. Warum entwickeln wir mit viel Steuergeld ein Coro„Was wir für den Restart na-App und schaffen es nicht, brauchen, ist etwas, was dass die Bevölkerung davon man sich nicht kaufen Gebrauch macht und es auch behördliche Beachtung findet? kann: Mut.“ Und das, obwohl wir seit Jahren Martin Ohneberg vom „digitalen Amt“ sprechen. Präsident Industriellenvereinigung Die Coronapandemie ist ein Weckruf, mutig neue innovative Wege zu gehen. Gemeinsam gilt es, Optimismus und Perspektive im Land zu verteilen. Gemeinsam gilt es zu lernen, mit Corona und diesen verrückten Zeiten umzugehen. Ob in diesen Zeiten die Politik richtig entschieden hat, werden wir erst in einigen Jahren beurteilen können. Bis dahin wissen wir auch, ob wir selber alle richtig entschieden haben. Ob es richtig war, solidarisch sich an die Verhaltensregeln zu halten, Rücksicht aufeinander zu nehmen, die Wirtschaft, Schulen und weitere Teile des Lebens größtmöglich am Laufen gehalten zu haben. Ich bin heute überzeugt, dieser gemeinsame Kraftakt lohnt sich.
Restart mit Marke Vorarlberg Eine Chance sollten wir keinesfalls beim Restart in Vorarlberg verpassen und das ist die Positionierung Vorarlbergs in der Zukunft. Mit der „Marke Vorarlberg“ wurde in den letzten Jahren eine einzigartige, mutige Positionierung geschaffen: 2035 ist Vorarlberg der chancenreichste Lebensraum für Kinder. Wann, wenn nicht jetzt, gilt es, diese Positionierung kraftvoll und gemeinsam mit Leben zu befüllen, unser aller Handeln danach auszurichten und die „Marke Vorarlberg“ als Steuerungsinstrument anzuerkennen. Wir alle – die Landespolitik, die 96 Gemeinden, die Betriebe, Institutionen, Organisationen und Menschen aus den Bereichen unterschiedlichsten des Lebens – sollten gemeinsam und aktiv auf diese Marke einzah-
Die Mitgliedsbetriebe der IV stellen Tausende Arbeitsplätze zur Verfügung.
In einer Broschüre stellt die Industrie ihren Beitrag für Vorarlberg vor.
len. Dazu gehört es auch manchmal Nein zu sagen, wenn es nur um Klein-Klein und nicht das große Ganze geht. Nützen wir diese besondere Chance, die uns jetzt ausgerechnet Corona bietet. Und was wir noch für den erfolgreichen Restart in Vorarlberg brauchen, ist etwas, was man sich nicht kaufen kann: Mut. Und diesen brauchen wir auf allen Ebenen. Mutige Entscheidungen sind die Keimzelle für Innovation. Mutige Entscheidungen sind damit für mich die Voraussetzung für soziale und wirtschaftliche Stabilität. Gerade in Zeiten der globalen Instabilität sollten wir uns alle das verstärkt zu Herzen nehmen. Wahrscheinlich war Mut noch nie so wichtig wie jetzt. Auch und gerade in Vorarlberg.
schaft und die Menschen im Land haben wir gemeinsam mit der Sparte Industrie in der WKV erarbeitet und im neuen Folder „Unsere Vorarlberger Industrie – Die wichtigsten Daten und Fakten“ veröffentlicht. Ein persönliches Exemplar der Broschüre kann einfach mittels QR-Code online heruntergeladen werden oder bestellt werden (auch in Englisch): Industriellenvereinigung Vorarlberg (vorarlberg@iv.at oder +43 5577 63030).
Unsere Vorarlberger Industrie Wissen Sie, wie stark Vorarlberg und seine Wirtschaft von der Industrie geprägt sind? Dass diese nahezu 40 Prozent der Wirtschaftsleistung erbringt und mehr als jeden dritten Erwerbstätigen beschäftigt? Dies und weitere Infos sowie aktuelle Standortthemen für die Wirt-
HOMEPAGE Industrie-Folder vorarlberg@iv.at INDUSTRIELLENVEREINIGUNG DIE INDUSTRIELLENVEREINIGUNG VORARLBERG ist ein freiwilliger Zusammenschluss von rund 150 Vorarlberger Unternehmen und 270 Persönlichkeiten aus Industrie und industrienahen Branchen. Sie ist Teil der IV Österreich, der größten freiwilligen Interessenvertretung österreichischer Unternehmer und Industrieller, und vertritt die Interessen der Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung, diversen Institutionen, Organisationen
Betretungsverbot Contact-Tracing Corona-Ampelsystem Entgeltfortzahlung Härtefall-Fonds Hilfs-Fonds Homeoffice Investitionsprämie Kontaktperson Kreditgarantien und Haftungen Kurzarbeit Lockdown Liquidität Neustartbonus Quarantäne Stundungen von Steuern und Abgaben Umsatzersatz Unterstützungsfonds ....
! k c i l b r be Ü n e d SIe n e t l a e! i S n Beh e z üt t s r e t n 55 7 Wir u 7 5 0 2/3 2 5 5 3 +4
CORONA-INFOPOINT FÜR UNTERNEHMEN Laufende Updates und umfassende Service-Angebote für von Covid-19 betroffene Betriebe wko.at/corona INFO-Hotline: +43 5522/305 77 55
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