Skip to main content

Fit_Gesund_Nov_2019

Page 1

Fit & Gesund Gesundheitsbeilage

Freitag, 29. November 2019

Erste SprĂźnge Neben dem SpaĂ&#x;faktor verspricht der Skisport vor allem auch ein Rundum-Workout.


lindbergh.at

www.oculovision.at Anmeldung zu einer kostenfreien Kurzuntersuchung telefonisch oder im Internet

Lebensqualität ohne Brille Haben Sie als Brillenträger schon einmal bei Schneefall Ketten montiert? Fast unmöglich! Ich als Busfahrer stand allerdings sehr häufig vor diesem Problem. Als ich dann mit meinem Mountainbike auch noch einen Unfall hatte, weil ich den Boden ohne Brille nicht gut erkennen konnte, stand für mich fest: Ich lasse meine Augen lasern! Seitdem habe ich unendlich an Lebensqualität gewonnen. Und die Ketten montieren sich (fast) von alleine.

Helmut Urbansky, Lauterach

Informationsabende zur Augenlaserbehandlung Freitag, 6. Dezember, 19:00 Uhr, Augenlaserzentrum Bregenz Referent: Dr. med. Adrian Arbunescu-Pecher

Mithilfe präziser und technologisch modernster Methoden führen unsere Laserchirurgen und Fachärzte für Augenheilkunde jährlich rund 800 Behandlungen durch.

Anmeldung unter 05574/58179 oder info@oculovision.at.

Behandelt werden dabei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Altersweitsichtigkeit.

Alle Infoabende finden Sie stets aktuell auf unserer Website www.oculovision.at.

OculoVision Seestraße 6 // Haus am Hafen // 6900 Bregenz 05574 58179 // info@oculovision.at


Fit & Gesund 3

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten

Reizthema Reizdarm Der Darm spielt eine zentrale Rolle bei unserer Gesundheit und ist das Zentrum unseres Immunsystems. Ballaststoffe, ausreichend Flüssigkeit und Bewegung sind die drei Säulen der Darmgesundheit. Doch was tun, wenn Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall oder Blähungen trotzdem anhalten und andere organische Ursachen ausgeschlossen werden können? Diätologin Valentina Denti klärt auf. In so einem Fall spricht man vom sogenannten Reizdarmsyndrom. Jeder fünfte Österreicher leidet unter reizdarmartigen Symp­tomen, wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Der Schwerpunkt bei BREGENZ

Gemüse liefert Ballaststoffe, die Menge ist dabei entscheidend.

der Behandlung sollte auf einer individuell abgestimmten Ernährungstherapie liegen, denn die Ursachen der Beschwerden sind sehr unterschiedlich.

Mit Maß und Ziel Die Ballaststoffzufuhr ist einer der Eckpfeiler der Ernährung bei Reizdarm, dabei ist sowohl eine verminderte als auch eine übertriebene Zufuhr an Ballaststoffen zu vermeiden. Reich an Ballaststoffen sind etwa Obst und GemüEXPERTENTIPP

ERNÄHRUNG se, Vollkornprodukte, aber auch Hülsenfrüchte oder Nüsse. Die persönliche Verträglichkeitsgrenze auszutesten, ist hier wichtig und zielführend. Außerdem kann ein erhöhter Konsum von Fruchtzucker, Zuckeralkoholen (z. B. Sorbit) und Kaffee die Symptome eines Reizdarms auslösen oder verstärken. Um Nahrungsmittelintoleranzen wie die Milchzucker- oder die Fruchtzuckerunverträglichkeit ausschließen zu können, ist ein Wasserstoffatemtest bei Patienten mit Reizdarmsyndrom empfehlenswert. Weiteres ist es hilfreich, ein Ernährungstagebuch zu führen, indem das eigene Essverhalten festgehalten und sonstige Einflüsse wie Stress, Bewegung oder Beschwerden aufgeschrieben werden. Diese Informationen sind ein wertvoller Beitrag zur Therapie und können helfen, die Symptome des Reizdarms zu lindern oder zu vermeiden.

IMPRESSUM REDAKTION Heidemarie Netzer, Tel. 05552 62471-14, E-Mail: heidemarie.netzer@vn.at ANZEIGENBERATUNG Lisa Fröwis , Tel. 0676 88005440, E-Mail: lisa.froewis@russmedia.com BEITRÄGE, FOTOS, QUELLEN Manfred Scheel, VN-Archiv, Fotolia, Shutterstock, MedUni Wien/Kovic, Vorarlberger Kinderdorf, APA/ag, Oliver Lerch VERLEGER, MEDIENINHABER UND HERSTELLER Russmedia Verlag GmbH, 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße­1 ERSCHEINUNGSTAG 29. November 2019

Editorial

Heidemarie Netzer

Schweißtreibend Alle Jahre wieder stellt sich mit dem neigenden Jahr, aber gerade mit den frostigeren Temperaturen dieselbe essenzielle Frage: Wie komme ich fit und gesund durch die kalte Jahreszeit? Freilich geht es hier vordergründig um die gesund-

„Ausreden sind passé – das Trimm-dichfit-Angebot ist bunt und vielfältig.“ heitlichen Aspekte, mitunter um die Bekämpfung des einen oder anderen Infekts. Ganz in diesem Sinne und unter dem Motto „Wiederholung ist des Erfolgs Garant“ erinnern wir auf der Seite 12 an die Grundsätze eines gestärkten Immunsystems. Vorschlag: An Ihrer Pinnwand immer vor Augen gelingt Ihr achtsamer Alltag sicher umso besser. Achtsam, das ist wohl auch das rechte Attribut in Sachen Trimmen des eigenen Körpers (Seite 4 und 5). Klar zeigt sich: Persönliche, professionelle Betreuung und Ansprache stehen bei jeder Art, ob beim klassischen Krafttraining, beim trendigen Functional-Training, beim traditionellen Pilates, Yoga oder Co. ganz oben auf.

Neben dem Wunsch nach personalifiziertem Training trimmen sich Frau und Mann aber auch gerne im Rudel. Wen wundert es: Mit dem Trainingspartner an der Seite wird schon der Abschied von Couch und Co. erträglicher, spult es sich das Programm leichter, gar spaßiger ab und kann das unbeschreiblich befreiende Gefühl nach einer absolvierten Einheit in geselliger Runde geteilt werden. Ja, die soziale Komponente ist eindeutig der Gewinner im Fitness-TrendRanking – Einzelkämpfer ade, Teamplayer hallo. Ein Grundsatz, den schließlich auch ein Vortrag aus der Reihe „Wertvolle Kinder“ zum Thema Familienform offenbarte: Wird eine Familie neu durchmischt, gilt es die Stolpersteine gemeinsam auszuräumen (Seite 11), mit Geduld und einer gehörigen Portion Mut. Eine Portion Achtsamkeit, das wünsche ich Ihnen nun auch für die anbrechende Adventzeit – greifen Sie vielleicht zwischendurch zum Journal und geben sich in aller Ruhe dem Lesevergnügen hin. HEIDEMARIE NETZER heidemarie.netzer@vn.at 05552 62471-14

GEWINNER – Im Rahmen des „VN Fit & Gesund“Gewinnspiels hat Nicole Keckeis aus Hohenems einen Aufenthalt im Hotel „Die Wälderin“ in Mellau gewonnen. Auf Frau Keckeis und ihre Begleitung warten drei Übernachtungen im Doppelzimmer Premium inkl. Verwöhnpension und Benutzung der Sauna-Wellness-Welt. Katharina Schaffgotsch überreichte der glücklichen Gewinnerin (l.) den Gutschein.


4 Fit & Gesund

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten

Sportliches Ranking

Bewährt oder trendy – persönliche Betreuung und Trainieren in der Gruppe ist gefragt. FELDKIRCH Unbestritten, mit der kalten Jahreszeit rücken Indoor-Sportarten in den Fokus der Bewegungsfreudigen: Doch wie, wo und wann halte oder mache ich mich fit fürs Wintersportvergnügen oder einfach für den Alltag? Fit&Gesund begab sich auf die FitnessReise und entdeckte eine bewegte Vielfalt an Klassikern und Trends – das Fazit: Fitnessstudios schwören bei weniger Digitalisierung auf Personality und die wiederentdeckte Gruppendynamik; Vorarlbergs Schulturn-, Gemeinde- und Pfarrsäle sind allerorts Schauplatz von bewährten Bewegungseinheiten. Immer mehr Menschen schwören auf den Tanzsport in allen Facetten. Erwähnt seien hier auch die unterschiedlichen Ballsportarten sowie das Bouldern oder Schwimmen, denen nun im Indoor-Bereich gefrönt wird.

rade auch im Gespräch mit dem Sprecher der Vorarlberger Fitnessbetriebe, Bewegungstherapeut Manfred Scheel. Gemeinsam mit ihm gelang auch der Versuch, ein kleines Ranking in Sachen schweißtreibender Trends zu beschreiben.

Evergreens und News

Professionell und in der Gruppe betreut Beim Betrachten der Fülle an Fitnessmöglichkeiten steht auch die abnehmende Tendenz fürs Sporteln im stillen Kämmerchen; entgegen rückt die soziale Komponente in den Vordergrund. Man will sich mit Gleichgesinnten umgeben, sich unterhalten und gemeinsam Erfolge erzielen, und das am besten unter professioneller Anleitung und mit persönlicher Ansprache. Diese Einsicht ergab sich dabei nicht nur aus den gut gebuchten Vereins- und Volkshochschulkursen allerorts, sondern ge-

Persönliche, professionelle Betreuung ist gefragt.

Neben den herbstlichen Bewegungsklassikern wie Skitraining, CT (Zirkeltraining), Aerobic, Zumba, Bauch-Beine-Po-Training und wie sie auch alle lauten, scheint gerade der Run auf das klassische Kraft- und Körperbildungstraining auf Laufband, Crosstrainer, Drücker- oder Hantelbank ungebrochen. Nicht ganz neu, aber dennoch voll im Trend ist das sogenannte Functional-Training. Ganze Landschaften wurden mittlerweile in den Studios dafür eingerichtet. Bei allen Helferlein wie Rigs, Medizinbällen, Sprungboxen, Seilen, Tauen und Co. steht dabei das eigene Körpergewicht als Trainingsgerät im Mittelpunkt. Übrigens sei hier auch das Bodyweight-Training, besser bekannt unter Calisthenics, erwähnt. Wohl schon ein alter Hut, trifft es aber gerade den Nerv der jungen, vielbeschäftigten Fitness-Generation: Mit Push-ups, Klimmzügen Burpees und Co. lässt sich nämlich überall und jederzeit trainieren. Mit dem Attribut zeitsparend versehen ist ebenso das HIIT-Training (High-Intensity-


5

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten

Intervall-Training), das einmal pro Woche und in 60- oder 90-minütigen Intervallen rasch wechselnde Spannungs- und Entspannungsphasen und somit eine hohe Effektivität verspricht. In ruhigere Bahnen abgleiten lassen wiederum die Klassiker wie Pilates oder Yoga. Zwar sind bei der Diversität mittlerweile fast keine Grenzen gesetzt – Yoga mit Ziegen, im Wald oder zu Heavy-Metal-Musik – doch der Effekt bleibt immer derselbe: Mit den Entspannungstechniken kommen Körper, Geist und Seele in Bewegung. Ein Phänomen, das die jahrtausendealte Bewegungsform ungebrochen boomen lässt und den Zeitgeist nach mehr Entspannung auf den Punkt bringt.

FUNCTIONAL-TRAINING Das Ganzkörper-Workout trainiert Muskelaufbau, Koordination, Ausdauer, Balance, Stabilität und Flexibilität. Trainiert wird vorweg mit dem eigenen Körpergewicht; verschiedene Geräte unterstützen.

HIGH-INTENSITY-INTERVALL-TRAINING Hier wechselt sich ein hochintensiver Aktiv-Slot (Radeln, Krafttraining) mit moderaten Phasen bzw. Pausen ab; einmal pro Woche ein 60- oder 90-minütiges Intervalltraining scheint ideal.

AEROBIC Das Ausdauertraining in der Gruppe mit Elementen aus Gymnastik und Tanzen fördert Ausdauer, Koordination, Kraft und Beweglichkeit. Weitere AerobicArten sind etwa Dance-, Box- oder Aqua-Aerobic.

RÜCKENFIT Wichtigstes Ziel derartiger Programme ist die Kräftigung der Muskulatur, die für Wirbelsäule und Gelenke verantwortlich ist, besonders die Rumpfmuskulatur mit den tiefer liegenden Muskelschichten.

BOULDERN Dabei klettert man an einer Kletterwand bis zu einer Höhe, aus der man noch abspringen kann. Wichtig ist die richtige Technik, um die Wand mit Körperspannung, Kraft und Kreativität zu bewältigen.

YOGA Yogaübungen kräftigen die Muskulatur, verbessern die Beweglichkeit, das Gleichgewicht, mobilisieren die Wirbelsäule, stärken den Bewegungsapparat und unterstützen das seelische Wohlbefinden.

PILATES Ziel ist, die Wirbelsäule durch die lokale Muskulatur zu stabilisieren und so verspannte, verkürzte Muskeln zu dehnen sowie Hals-, Nacken- und Schultermuskeln zu entlasten; Stressabbau wird gefördert.

TANZEN Von Paartanz bis Breakdance, Linedance oder Zumba: Die Bewegung zur Musik beeinflusst Stimmung, Herzschlag, Blutdruck, Atemrhythmus, Immunsystem und Gehirnströme und senkt den Blutdruck.

BEST-AGE-TRAINING Mit angepasster Trainingsintensität wird die Übungswahl an die Bedürfnisse der Generation 50plus angepasst: Mobilitäts-, Stabilisations- und Koordinationstraining sind vordergründig.

SCHWIMMEN Mit den rhythmischen Bewegungen werden alle Muskelpartien bewegt, die Lungenfunktion gestärkt, die Durchblutung und das Immunsystem angekurbelt, dabei Gelenke besonders geschont.

Investition in die Zukunft Genau ins Schwarze trifft auch das Best-AgerTraining. Bewegungstherapeut Scheel, spricht hier von „Muskelhygiene“. Was damit gemeint ist? Die Generation 50plus pflegt, hegt und wartet ganz bewusst und ganz gezielt ihren Körper, sensibilisiert auf Mobilität, Stabilität und Koordination und mit Blick auf die Volkskrankheit Rückenbeschwerden. Denn gerade die Über 50-Jährigen sind es, die schon eine Rückenschmerzenkarriere hinter sich haben, die Folgen schmerzlich spüren und nun regelmäßig, unter professioneller Anleitung versteht sich, ihren Schmerzen in Lenden- und Nackenbereich an die Substanz rücken. Sie wollen auf der einen Seite ihre Lebensqualität im Hier und Jetzt potenzieren, vor allem aber in ihre gesundheitliche Zukunft investieren. Übrigens: Ein Phänomen, das sich ausnahmslos quer durch die Bewegungsbewegung zieht.


6 Fit & Gesund

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten

News für Diabetiker Zum Welt-Diabetes-Tag (14. November) lässt die MedUni in Wien aufhorchen. Mit einer kleinen Roboterkamera, die via Computer mit dem Internet verbunden ist, können Diabetespatienten in wenigen Minuten erfahren, ob sie eine bisher unbemerkte Netzhauterkrankung haben. So können viele Patienten vor dem Erblinden gerettet werden. Die MedUni Wien spricht in Österreich von circa 5600 Patienten jährlich, bei denen eine Diabeteserkrankungen zur Schädigung der Netzhaut führt.

Wehrhaft und natürlich

Forscher entdeckten neues Antibiotikum mit ungewöhnlichem Wirkmechanismus. BASEL, BOSTON Neue Hoffnung im Kampf gegen multiresistente Bakterien: Ein internationales Team mit Beteiligung der Universität Basel hat einen natürlichen antimikrobiellen Wirkstoff entdeckt, der einen ungewöhnlichen Angriffspunkt nutzt. In Tests erwies er sich bereits als wirksam gegen gefährliche Keime. Der Wirkstoff heißt Darobactin und wird von bestimmten Bakterien selbst produziert, um Konkurrenz durch andere Bakterien auszuschalten. Das neu entdeckte Antibiotikum wirkt gegen einen Bestandteil der Außenhülle von sogenannten gramnegativen Bakterien. Zu diesen gehören einige Keime, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als besonders gefährlich eingestuft werden.

tur einen Stoff gefunden haben, der dasselbe ungewöhnliche Ziel angreift, bestätigt deutlich, dass BamA ein geeigneter Angriffspunkt für Antibiotika ist“, erklärte Sebastian Hiller vom Biozentrum der Universität Basel gemäß einer Mitteilung zur nun veröffentlichten Studie. Hiller vermutet, dass sich gegen die neuen Antibiotika gegen BamA nicht so schnell Resistenzen bilden können. Das

BamA-Protein sei für die Bakterien schwierig zu verändern, um damit unempfindlich auf den Angriff durch Wirkstoffe an dieser Stelle zu werden. Zudem sitze es in der äußeren Membran der Bakterien, sodass diese es kaum durch Verteidigungsmechanismen vor einem Angriff schützen könnten. Forschende der Northeastern University in Boston konnten in Tests mit Mäusen bereits bewei-

Neue Antibiotika benötigt

Geeigneter Angriffspunkt Der Angriffspunkt von Darobactin ist ein Membranprotein namens BamA. Dieses ist für den Aufbau der äußeren Hülle der gramnegativen Bakterien wichtig. Ohne BamA können die Bakterien die äußere Hülle nicht aufbauen und sterben ab. „Dass wir in der Na-

sen, dass Darobactin gegen Infektionen mit verschiedenen antibiotikaresistenten Keimen wirkt, die als besonders gefährlich gelten. Darunter beispielsweise Klebsiella pneumonia, ein gramnegatives Bakterium, das Lungenentzündungen und andere nosokomiale Infektionen hervorrufen kann. Von diesen Erregern sind mehrere Stämme bekannt, die gegen viele Antibiotika immun geworden sind.

Im Kampf gegen bestimmte Erreger werden dringend neue Antibiotika benötigt; Resistenzen gegenüber bestehenden nehmen zu.

Nach Angaben der WHO sind vor allem gramnegative Bakterien eine Gefahr, die gegen Carbapenem- und Cephalosporin-Antibiotika resistent sind. Diese Erreger können lebensbedrohliche Infektionen wie Lungen- oder Hirnhautentzündungen, Wundinfekte und Blutvergiftungen verursachen. Die letzte neue Antibiotikaklasse, die gegen diese Bakterien auf den Markt kam, stammt noch aus den 1960erJahren. Neue Antibiotika werden dringend benötigt, zumal mittlerweile auch Resistenzen gegen das letzte Reserve-Antibiotikum Colistin zunehmen.


ÖSTERREICH, SO GEHT’S DIR. Wir haben Österreich gefragt: Wie geht’s dir? Und Österreich hat geantwortet. Erste Ergebnisse gibt es hier – und Lösungen, wie es besser geht. Aber das ist erst der Anfang: Gemeinsam werden wir gesund, Österreich. Seid dabei auf generali.at/sogehtsmir

JEDER 3. ÖSTERREICHER SITZT ZU VIEL. ÖSTERREICH, SO GEHT’S DIR BESSER:

Kleine aktive Pausen helfen schon viel. Sei es, um sich ein Glas Wasser zu holen, persönlich zur Kollegin zu gehen, statt ihr eine Mail zu schreiben, oder um sich einfach nur zu strecken. Und Generali Vitality Mitglieder werden für jeden Schritt in ein aktiveres Leben gleich doppelt belohnt: mit einem gesünderen Lebensgefühl und tollen Prämien bei zahlreichen Partnermarken.

JEDER 4. ÖSTERREICHER TRINKT, DAMIT ES IHM GUT GEHT. ÖSTERREICH, SO GEHT’S DIR BESSER:

Die Glückshormone Dopamin und Endorphin werden nicht nur beim Trinken von Alkohol ausgeschüttet, sondern auch beim Sport, Musikhören, nach ausreichendem Schlaf, einem Stück Bitterschokolade und Sex – also bei allem, was einem guttut. Unterstützend kann ein persönlicher GesundheitsCoach dabei helfen, negative Einflüsse auf die Gesundheit zu vermeiden. Er hilft, schlechte Gewohnheiten abzustellen, und führt so zu einem gesünderen Lebensstil.

DIE ÖSTERREICHER WARTEN LÄNGER ALS 1 STUNDE BEIM ARZT. ÖSTERREICH, SO GEHT’S DIR BESSER:

Manchmal weiß man von Anfang an, dass man länger im Wartezimmer sitzen muss. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, kann man mit der Sprechstundenhilfe vereinbaren, in der Zwischenzeit seine Besorgungen zu erledigen. Mit der Gesundheitsvorsorge kann man auf Privatärzte ausweichen und spart sich so lange Wartezeiten. Oder man führt über die App „Meine Generali“ die Sprechstunden mit einem Arzt ganz einfach per Videochat. Quelle: Meinungsumfrage Generali Versicherung AG, Umfragezeitraum: 09/2019, Stichprobe: 3.164 Pe

SO IST GESUNDHEIT NUR NOCH EINEN KLICK ENTFERN NT. Die App „Meine Generali“ vereint viele nützliche Funktionen rund um die eigene Gesun heit. Damit behält man den Überblick über vergangene und anstehende Untersuc chungen. Planen kann man diese auch direkt über die App. Oder man besucht ganz bequem eine Online Sprechstunde bei einem Arzt oder Spezialisten aus unterschiedlichen Fachgebieten. So geht GesundheitsCoaching.


Wellness, Sport & Natur

Vorweihnachtliche Auszeit im Impuls Hotel Tirol ****s Der Schnee knirscht unter den Schuhen, die Häuser und Gassen sind weihnachtlich geschmückt, es duftet nach Zimt und Keksen: Die Vorweihnachtszeit in Bad Hofgastein ist zauberhaft. Persönlich, genussvoll, mit Tradition und Stil – so feiern Gastgeber und Gäste auch im IMPULS HOTEL TIROL. Das Wellness- und Gesundheitshotel eröffnet am 12. Dezember 2019 die Wintersaison und bietet ein exklusives Weihnachtsprogramm. Eine faszinierende Spa- und Thermenwelt erwartet alle, die sich rundum erholen und entspannen möchten. Der Skibus in die Skiwelt Gastein startet direkt beim Hotel. Abseits der Skipisten entdecken die Winter- und Schneeschuhwanderer sowie die Langläufer den Gasteiner Winterzauber. Skifahren und Wellness Dieses Genusspaket gehört für viele Wintersportler einfach zusammen. Das IMPULS HOTEL TIROL****s hat diesbezüglich viel zu bieten. Gelegen inmitten von einem der größten und schönsten Skigebiete des Salzburger Landes setzt das Spahotel mit einer hauseigenen Therme, einem

Impuls Hotel Tirol ****s Grünlandstraße 55630 Bad Hofgastein, Österreich Tel: +43 6432 6394 Fax: +43 6432 8601 E-Mail: info@hotel-tirol.at www.hotel-tirol.at

großen Yoga- und TCM-Programm sowie Ayurveda und Detox ein klares Statement in Sachen nachhaltiger Erholung. Wer der Gesundheit Gutes tun möchte, wer tief entspannen

Jedes der Zimmer ist individuell ausgestattet.

Thermenadvent (13.–21. 12. 19): 2 Nächte, Vitalfrühstück, Nachmittagsjause, Spa- und Thermenwelt ab 238 Euro p. P. Christkindltage (18.–26. 12. 19): 3 Nächte, Vitalfrühstück, 1 Teilmassage pro Person, Spaund Thermenwelt ab 357 Euro p. P. Ski & Spa Woche (1.–29.2.20): 7 Nächte, Vitalfrühstück, tägl. Genussdinner, Spa und Thermenwelt ab 854 Euro p. P.

und die Seele stärken will, der findet im IMPULS HOTEL TIROL ein vielseitiges Angebot. Die Balance finden Das IMPULS HOTEL TIROL gibt neue Impulse, um in einer hektischen, leistungsorientierten Welt wieder in Balance zu kommen. Das gesunde Gasteiner Thermalwasser ist dabei ein guter Begleiter. Drei Becken innen und außen sind mit dem 32 Grad warmen, wohltuenden Wasser gefüllt. Eine exklusive Spawelt mit Bio- und finnischer Sauna, SoleDampfbad und Infrarotkabine und einem kuscheligen Ruheraum wärmt und entspannt. Wohlfühlmassagen, hochwertige Tuina-Massagen, heilsame Kräuter- und Heubäder, Hot Stone, Pantai-Luar-Massagen und

Kosmetikbehandlungen mit der exklusiven, alpinen Kosmetiklinie „pure Altitude“ sind die „Spa-Spezialitäten“ des IMPULS HOTELS TIROL. Himmlisch gebettet In seinem Umfeld ist jeder Mensch etwas Einzigartiges und er erlebt Räume und Umgebung unweigerlich in seiner unverwechselbaren Art und Weise. Und selbstverständlich sind Geschmäcker verschieden. „Genau deshalb gleicht keine unserer Unterkünfte der anderen. Die Zimmer und Suiten in Gastein sind individuell gestaltet und eingerichtet“, erklärt Geschäftsführerin Bibiana Weiermayer-Schmid. Jeder Gast im IMPULS HOTEL TIROL kann zwischen verschiedenen Typen wählen. Dabei stehen Unterkünfte für zwei sowie


Wellness, Sport & Natur

Gaumenfreuden „Wir verwöhnen unsere Gäste mit dem Besten aus Küche und Keller“, versichert Geschäftsführerin Bibiana

„Weihnachten im Impuls Hotel ist immer eine besondere Zeit!“ Bibiana Weiermayer-Schmid, Geschäftsführerin

Weiermayer-Schmid. „Unsere Küche ist zum einen bodenständig und zum anderen weltoffen. Naturbelassenheit und ein regionaler Bezug der Produkte aus dem Salzburger Land sind uns eine Selbstverständlichkeit.“ So verwöhnt das Wellnesshotel seine Gäste auf der ganzen Linie.

FOTOS: ATELIER WOLKERSDORFER

Wohnreiche für Familien und anspruchsvolle Urlauber zur Verfügung. Die neuen Zirbensuiten und Panorama-Spa-Studios geben zudem einen herrlichen Ausblick auf die Berge frei.

Jetzt einfach online teilnehmen!

Winterparadies Das Gasteiner Tal ist ein Paradies für Skifahrer. Die Skipässe lösen Gäste des IMPULS HOTELS TIROL praktisch an der Hotelrezeption. Abseits der Pisten nimmt der Winterzauber seine sanfte Fortsetzung. Auf unzähligen präparierten Winterwegen sind die Winterwanderer unterwegs. Auf die Langläufer warten Loipen für jeden Geschmack. Für Skifahrer und Nichtskifahrer gleichermaßen interessant ist die Aussichtsplattform Glocknerblick, von wo man sich über die 140 Meter lange Hängebrücke über den Abhang wagen kann.

GEWINNEN SIE 2 ÜBERNACHTUNGEN FÜR 2 PERSONEN

IMPULS HOTEL TIROL****S Bad Hofgastein

Das Wellness- und Gesundheitshotel eröffnet am 12. Dezember 2019 die Wintersaison und bietet ein exklusives Weihnachtsprogramm. Gelegen in mitten von einem der größten und schönsten Skigebiete des Salzburger Landes setzt das Spahotel mit einer hauseigenen Therme, einem großen Yoga- und TCMProgramm sowie Ayurveda und Detox ein klares Statement in Sachen nachhaltiger Erholung. Gewinnen Sie eine Gutscheinpaket für 2 Personen mit 2 Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Halbpension, eine Ayurveda Behandlung inklusive. Ein gutes Essen, ein sinnlicher Wein und die Wellnessauszeit ist perfekt.

Bilder: Impuls Hotel Tirol

Vorteilskarte

Das IMPULS HOTEL erwartet die Gäste mit stimmungsvollem Ambiente.

Ganz einfach online mitmachen und gewinnen mit dem Kennwort „Impuls Hotel“ unter VN.at/mitmachen! Einsendeschluss: 11.12.2019

IMPULS HOTEL TIROL****S Grünlandstraße 5 5630 Bad Hofgastein Tel.: +43 (0)6432 639 40 info@hotel-tirol.at www.hotel-tirol.at


10 Fit & Gesund

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten

Schenken Sie ein n tierisch tier ierisch sc h

gutes Bauchgefühl! g ühl! gefü hl! l!

Der Stress der Vorweihnachtszeit kann sich von Frauchen und Herrchen auf den geliebten Vierbeiner übertragen – und die Verdauung von Hund und Katz' rebelliert. Jeder Haustierbesitzer hat schon erlebt, dass der eigene Vierbeiner mit Darmproblemen kämpft, und besonders häufig äußert sich eine gestörte Verdauung in Durchfall. Mit der gehäuften Entleerung des Darms versucht der tierische Körper, fremde oder schädliche Stoffe so rasch als möglich wieder los zu werden. Durchfall ist jedoch keine eigene Krankheit, sondern meist ein Symptom.

Verdauung aus dem Gleichgewicht Denken Sie einmal an Ihren eigenen Darm: Wann rebelliert Ihre Verdauung? Ganz genau, wenn sich Ihre Ernährung verändert (z.B. wenn aus Zeitmangel zu fettreichem Fast-Food gegriffen wird), wenn Medikamente wie Antibiotika neben den schädlichen Keimen auch die nützlichen Bakterien dahinraffen oder Sie vermehrt Stress haben. Genauso verhält es sich bei Ihrem Haustier, wenn die Seele und der Darm gestresst sind: Dann kommt es nämlich zu einer sogenannten Dysbiose im tierischen Darm – die gesunde Zusammensetzung der nützlichen Darmbakterien ist gestört.

Tierisch gut für Ihren flauschigen Liebling Um die Balance im Darm wieder herzustellen und so Durchfall und Co beizukommen, eignen sich wissenschaftlich geprüfte Probiotika mit speziell für Tiere geeigneten Bakterien optimal. Schenken Sie Ihrem Liebling in diesem Jahr ein tierisch gutes Bauchgefühl – mit OMNi-BiOTiC® CAT & DOG: Das innovative Probiotikum mit zwei eigens für Katzen und Hunde geeigneten und wissenschaftlich geprüften Bakterienstämmen stabilisiert die sensible tierische Darmflora – damit auch Ihre vierbeinigen Familienmitglieder das Weihnachtsfest so richtig genießen können!

www.omni-biotic.com Institut AllergoSan Pharmazeutische Produkte Forschungs- und Vertriebs GmbH

Tauchen Probleme mit der Verdauung auf, dann bietet neben einer bewussten Ernährung auch die Homöopathie wertvolle Unterstützung.

Verdauung aktivieren

LINDAU Im Laufe eines Lebens tauchen immer wieder Probleme mit der Verdauung auf. Die Gründe sind mannigfach, aber gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht selten der negative Stress oder das zu üppige und falsch zusammengesetzte Essen, das uns auf den Magen schlägt und damit die Aktivität des Darms stört. Neben einer bewussten Ernährung können auch homöopathische Arzneien Gutes bewirken. Alumina ist das wichtigste homöopathisches Arzneimittel bei hochgradiger Verstopfung. Der Darm ist wie lahmgelegt. Dieser lähmungsartige Zustand zeigt sich nicht nur im Darm, sondern auch im verlangsamten Verstand und den Gefühlen – einfach alles ist ausgetrocknet und langsam. Verstopfung, bei der Colocynthis zur Anwendung kommt, hat häufig Ihren Ursprung im Arzneimittelmissbrauch sowie im regelmäßigen Verzehr von Käse. Dieser Verstopfung gehen häufig Krämpfe im Bauch voraus, die sich nur durch Krümmen oder Druck und Wärme bessern; der Stuhl ist hart wie Stein. Opium ist das Mittel der Wahl bei Obstipation, vor allem bei alten Menschen, die anästhesiert wurden. Die zu vielen Medikamente machen den Stuhlgang fast unmöglich. Opium ist dabei eben-

so bei Verstopfung von Neugeborenen oder Kleinkindern bei falscher oder künstlicher Ernährung angezeigt. Sie haben oft tagelang keinen Stuhlgang; wenn es funktioniert, dann meist in Kugelform. Unüberwindbare Schläfrigkeit kann begleitend auftreten. Nicht selten sehen wir bei Menschen, die sehr schüchtern sind und unter Erwartungsspannung leiden oder Angst vor neuen Anforderungen haben, eine Darmträgheit, die das homöopathische Arzneimittel Silicea verlangen. Hier ist der Darm inaktiv, der Stuhl ist hart. Beim Pressen tritt der Stuhl teilweise heraus, schlüpft aber wieder zurück. DieEXPERTENTIPP

HÖMOPATHIE se Arznei wirkt auch gegen die ­ rwartungsspannung. E Einnahme des homöopathischen Arzneimittels: 3 Globuli in der Potenz C200 unter der Zunge zergehen lassen. Anschließend 3 weitere Globuli in einer Tasse mit ¼ l kaltem Wasser auflösen und davon 3-mal täglich über zwei Tage einen Schluck einnehmen. Die Wiederholung der Einnahme des jeweiligen Mittels erfolgt bei Rückfall frühestens nach zwei Wochen. Elisabeth Majhenic ist Therapeutin und Dozentin in klassischer Homöopathie


11

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten

DIE FAMILIE IN DEN FOKUS GERÜCKT.

Buntes Familienleben

Die verschiedenen Zusammensetzungen brauchen Respekt, Liebe und Zeit. DORNBIRN Was Patchwork-Fa-

milien (mehr) können müssen, damit es allen gut geht. Paar- und Familientherapeut Henri Guttmann diskutierte in der Reihe „Wertvolle Kinder“ Chancen und Stolpersteine der bunten Familienform. Früher eine durch Schicksalsschläge erzwungene Lebensgemeinschaft, heute die Familienform der Zukunft? Ob Patchwork-, Lego-, Regenbogenfamilie – immer treffen unterschiedliche Wertesysteme und Erziehungs­ stile aufeinander, wenn sich Elternteile mit Kindern dazu entschließen, eine neue Lebensgemeinschaft einzugehen. Henri Guttmann kennt das aus eigener Erfahrung sowie aus seiner Praxis als Therapeut. Umso glaubwürdiger und nachvollziehbarer waren seine Ausführungen bei einem Vortrag aus der Reihe „Wertvolle Kinder“ des Vorarlberger Kinderdorfs.

Erwartungsdruck Das „bei weitem anspruchsvollste Familienmodell“ sei die Patchworkfamilie mit gemeinsamen Kindern. Diese durchlaufe verschiedene Phasen: Vom Abschied über die Neubildung bis zur Festigung könnten etliche Stolpersteine auftauchen. Nicht nur Rivalitäten, Schuldgefühle und alte Konflikte würden oft im Patchwork-Alltag brodeln. Auch ein hoher Erwar-

» ELTERN BILDUNG

kommt vor der Elternschaft“, hielt Henri Guttmann fest, der zu einer gemeinsamen Viertelstunde täglich, zwei Abenden pro Monat und einem Wochenende pro Jahr ohne Kinder riet. So könnten Nähe und Intimität aufrechterhalten werden. „Respekt und Liebe brauchen Zeit“, so der Schweizer Experte. „Realistische Erwartungen“ würden das Patchwork­ familienleben ebenso erleichtern wie eine gute Kooperation mit den abwesenden Elternteilen. Kindern müsse es zudem erlaubt sein, den eigenen Elternteil lieber zu mögen als den fremden.

Die sogenannte Patchworkfamilie ist in der heutigen Zeit keine Seltenheit, erfordert aber Zeit und Geduld, um gedeihen zu können.

tungsdruck, es besser als beim ersten Mal zu machen, erschwere das Zusammenleben. Sieht man dies alles vor dem Hintergrund, dass Paare laut Guttmann dann am glücklichsten sind, wenn sie noch keine Kinder haben, braucht es für das Projekt Patchworkfamilie eine gehörige Portion Mut. Vor allem aber auch Zeit, um in die veränderte Lebenssituation hineinzuwachsen. Dies sei besonders für die Kinder wichtig. Für sie bedeute die neue Familienform zuerst einmal einen Verlust, während die Eltern Gewinn und Chancen im Fokus hätten. „Kinder brauchen Raum für den Trauerprozess, denn meistens wünschen sie sich einfach nur die Wiederherstellung der alten Familie.“ Diese „Sehn-

Der Böse im Alltag

sucht nach Kernfamilie eins“ sei legitim und das Kind müsse diese auch aussprechen dürfen. Darüber hinaus sei es wichtig, dass sich die Eltern Zeit für sich als

Paar nehmen. Ritualisierte Zeitinseln würden die Beziehung festigen. „Eine gesunde Partnerschaft

Ein bis zwei Jahre dauere es in der Regel, bis sich die neue Familie stabilisiert und die Erwachsenen mit den fremden Kindern eine Freundschaft aufbauen konnten. Guttmann betonte, dass der fremde Elternteil im ersten Jahr keine erzieherischen Aufgaben übernehmen dürfe. „Die oder der Böse im Alltag muss immer der biologische Elternteil sein.“ Generell seien Patchworkfamilien umso einfacher, je kleiner die Kinder sind. „Kleine Kinder gewöhnen sich leichter an einen neuen Elternteil als große“, so der Therapeut, der zudem riet: „Seien Sie mutig und warten Sie nicht, bis Ihre Kinder in der Pubertät sind. Den Kindern geht es besser, wenn es den Eltern gut geht.“

Kinder und Medien Wir reden darüber Gespräche leiten eltern.chat-Moderatorin werden Mehr Infos unter: elternbildung@kath-kirche-vorarlberg.at www.kath-kirche-vorarlberg.at/elternchat


12 Fit & Gesund

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten

Und jährlich grüßt das Schniefen Zur Erinnerung: Einfache Tipps, um sein Immunsystem zu stärken.

Lange Nächte, kurze Tage, niedrige Temperaturen und trockene Luft. Alle Jahre wieder stellen Herbst und Winter unser Immunsystem vor große Herausforderungen. Alle Jahre wieder gilt es jetzt Gegenstrategien gegen aufkeimende Erkältungen oder im Fachjargon grippale Infekte zu beachten.

Wintersalate, Rote Rüben, aber auch Karotten, Pastinaken und Erdäpfel Saison. In Sachen Obst bieten sich Äpfel und Birnen bestens an. Auch Nüsse in all ihren Facetten sind gerade im Winter ein voller Genuss. Zu beachten ist aber, dass die Gemüsearten nicht zu Tode gekocht werden; sie verlieren ansonsten ihre Vitamine. Gerade im Winter sind auch so manche Vitamine rar. So gilt es insbesondere den Vitaminen C und D sowie dem Spurenelement Zink unter die Arme zu greifen.

SCHWARZACH

Feuchtigkeit Viren haben gerade in der Heizsaison leichtes Spiel. An trockenen Schleimhäuten können diese nämlich besser anhaften. Tägliches Lüften ist daher unerlässlich, um die empfohlene Luftfeuchtigkeit von 35 bis 55 Prozent zu erwirken und somit auch die Bakterien und Viren, die sich bereits im Raum befinden, nach draußen zu befördern. Eventuell könnte jetzt auch die Wäsche im Wohnraum aufgehängt werden. Luftbefeuchter können ebenfalls die erwünschte Wirkung zeigen. Mitunter als Keimschleuderer verschrien, sind die meisten heutzutage jedoch mit entsprechendem Filtern ausgestattet. Ganz unkompliziert ist auch das Aufstellen einer Schüssel mit Wasser – den Inhalt bestenfalls regelmäßig austauschen, da sich andernfalls Bakterien bilden können. In Sachen Befeuchtung der Schleimhäute sind Nasenduschen, Nasensprays und -cremes zu erwähnen. Das regelmäßige Ausspülen des Nasenbereichs wirkt nicht nur vorbeugend; bereits angedockten Viren geht es dabei an den Kragen.

Hygiene Nochmals zur Erinnerung: Erkältungen werden durch Kälte weder hervorgerufen noch begünstigt. Verantwortlich für grippale Infekte sind Viren oder Bakterien, die überall und vor allem in öffentlichen Räumen an Einkaufswagen, Rolltreppen, Türgriffen, auf Geldmitteln lauern. Daher: regelmäßig Händewaschen mit Seife, in die Ellenbogenbeuge statt in die Hände niesen, einmal gebrauchte Papiertaschentücher gleich entsorgen und eventuell einen kleinen Desinfektionsspray immer zur Hand haben. Damit kann der

Moderate Bewegung

Um Erreger erst gar nicht einzufangen, gilt es im Alltag achtsam zu sein.

Übertragungsweg der Viren an die Schleimhäute von Nase und Augen unterbrochen werden.

Viel Flüssiges In Sachen Trinken gilt auch im Winter ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen; mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag halten die Schleimhäute feucht. Hierbei eignen sich besonders Wasser und spezielle Tees. Auf heiße, al-

koholische Getränke wie Punsch und Glühwein sollte besser verzichtet werden. Alkohol erweitert die Blutgefäße, der Körper kühlt schneller aus.

Ausgewogene Ernährung Der Grundsatz saisonal, regional und biologisch hat selbstverständlich auch in der kalten Jahreszeit Gültigkeit. Jetzt haben die verschiedenen Kohl- und Krautarten,

WOHLTUENDE KRÄUTER FÜR WERTVOLLE HAUSMITTEL SALBEI Die Blätter sind reich an ätherischen Ölen und Bitterstoffen. Die ätherischen Öle Cineol und Camphen regen die Durchblutung an, wirken desinfizierend und keimtötend. Bei Husten löst Salbeitee so die Verschleimung in den Atemwegen und wirkt antibakteriell. KAMILLE Die Kamille wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend. Bei Erkältungen kann man mit Kamillentee inhalieren und so die Entzündungen in Nase und Atemwegen lindern. LINDENBLÜTE Die Blüten enthalten eine Kombination aus ätherischen Ölen, Gerbstoffen, Flavonoiden und Schleimstoffen. Diese Zusammensetzung ist der Grund für ihre vielfältig heilende Wirkung und Anwendung: reizlindernd, schweißtreibend und entzündungshemmend bei Erkältungen, Fieber und Husten.

MALVE Umgangssprachlich auch als Käsepappel benannt wirken die Blätter als auch die Blüten reizmildernd und entzündungshemmend SPITZWEGERICH Das Kraut entfaltet seine Wirkung bei Husten, Lungenund Bronchialleiden sowie bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, die antientzündliche Substanzen helfen bei Halsweh. SCHLÜSSELBLUME Durch die sekretomotorische und sekretolytische Wirkung werden Extrakte der Schlüsselblume bei akuter Bronchitis, Katarrhen der Atemwege, Husten, Entzündungen der Nebenhöhlen oder Erkältungskrankheiten eingesetzt. THYMIAN Das ätherische Öl des Thymians, Thymol, hemmt das Wachstum von Bakterien, Viren und wird deshalb bei Husten, Erkältungskrankheiten und Bronchitis angewendet.

Bewegung aktiviert in jeder Hinsicht. Durch tägliches Laufen, Nordic Walking, Langlaufen und Co. werden nicht nur die Muskeln in Schwung gebracht und trainiert. Viel besser noch, das Immunsystem erfährt dadurch einen täglichen Anstoß. Besonders wichtig ist hier, mit Maß und Ziel ans Werk zu gehen. Denn wer zu viel Sport treibt und seinen Körper unnötig schindet, der tut sich keinen Gefallen. Ein geschwächter Körper ist besonders anfällig für Infekte.

Raum für Erholung Gerade der Seele tun in der meist hektischen Zeit im Herbst Auszeiten wie Wellnessstunden, Entspannungsbäder oder einfach ein mittäglicher Spaziergang äußerst gut. Noch eines: Dunkelheit und Kälte wirken sich auch auf die innere biologische Uhr aus. Der Körper braucht jetzt mehr Schlaf; auch ein Nickerchen zwischendurch hilft, Energie zu tanken.

Kälteschutz Nicht zuletzt sollten unsere äußeren Schichten fürs Wohlbefinden gut eingepackt und eingecremt werden. Füße, Hände und Kopf in warme, isolierende Schichten packen. Die angenehme Wärme in den Füßen etwa regt die Durchblutung im ganzen Körper an, auch die der Schleimhäute im Hals- und Rachenraum. Der Haut sollte eine entsprechende Fettschicht verpasst werden, so ist auch unser größtes Organ am besten gegen die Kälte gewappnet.


13

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen

WWW.NEUROTH.COM

BESSER HÖREN. BESSER LEBEN.

Ihre Ohren in besten Händen. Über 110 Jahre Erfahrung machen Neuroth zu Ihrem treuen Begleiter für besseres Hören. Info-Tel.: 00800 8001 8001 Vertragspartner aller Krankenkassen

Symbolfoto

Neuroth: 5 x in Vorarlberg

Testen Sie jetzt kostenlos die neuesten Hörgeräte ab 0 Euro*

* Preise sind Zuzahlungspreise bei Kassenbewilligung nach HNO-fachärztlicher Verordnung. Tarife der Sozialversicherungen und Informationen zur Kassendirektverrechnung auf www.neuroth.com/sozialversicherung

HÖRGERÄTE HÖRBERATUNG GEHÖRSCHUTZ SEIT 1907

Fit durch den Winter mit Wassersport im Hallenbad lich mindestens eine halbe Stunde intensiv zu schwimmen. Die Stadtwerke Bregenz bieten im Bregenzer Hallenbad ergänzend ein umfangreiches Schwimmkursangebot auch für Erwachsene an. Die AquaKurse können ohne Anmeldung einfach besucht werden, für die Anfänger und Kraulkurse braucht ANZEIGE es eine Anmeldung.

Das Bregenzer Hallenbad bietet ein umfangreiches Kursangebot, vom Anfänger bis zum sportlichen Schwimmer. Schwimmen ist ein sehr gesunder Sport. Es werden dabei Muskeln beansprucht, die sonst kaum zum Einsatz kommen. So kann Verspannungen vorgebeugt werden, beziehungsweise können Verhärtungen einfacher zum Verschwinden gebracht werden. Sehnen, Bänder, Knochen und Gelenke werden viel weniger belastet durch den Auftrieb des Wassers. Wassersport ist für jede Altersgruppe und auch für jeden Fitnesslevel geeignet. Da das Körpergewicht durch das Wasser nicht belastet, ist es auch für Personen mit Gewichtsproblemen oder körperlichen Einschränkungen – beispielsweise nach Operationen – ideal geeignet. Um das Herz-Kreislauf-System auf Vordermann zu bringen, empfiehlt es sich mehrmals wöchent-

Daten & Fakten • Aqua-Fit – Montag 19.30 Uhr • Aqua-Gymnastik – Dienstag und Donnerstag 9.30 Uhr • Schwangerenschwimmen – Freitag 18.45 Uhr Anfänger – ab 23.1.2020 • Kraul-Anfänger – ab Jänner neue Durchgänge • Kraul-Fortgeschrittene – ab Jänner neue Durchgänge

Schwimmen hält im Winter fit.

Foto: Shutterstock

Mehr unter www.stadtwerkebregenz.at/baeder/kurse


14 Fit & Gesund

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten

Müdes Herz Herzschwäche wird von vielen Experten als Epidemie des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Wie lässt sich diese feststellen und was dagegen tun? Diese und andere Fragen beantwortet Primar Matthias Frick, Leiter der Inneren Medizin im LKH Feldkirch, beim MedKonkret-Vortrag am Dienstag, 10. Dezember, ab 19 Uhr im Panoramasaal des LKH Feldkirch. Eintritt und Parken sind frei.

Verborgene Kraft im Dunkeln

Im Herbst wird es nicht nur wieder dunkler, sondern auch etwas ruhiger und besinnlicher. Diese zunehmende Finsternis macht jedoch auch vielen Menschen zu schaffen, manchen bereitet sie sogar angstvolle Gefühle. Kerzen, Lichterketten und andere festliche Dekorationen sollen dabei helfen, diese dunkle Jahreszeit zu erhellen. KLAUS

Zur Ruhe kommen Doch wofür steht das Dunkel, welchen Wert, welche Botschaften? Die Dunkelheit ist nicht ohne ihre andere Seite, das Licht, vorstellbar. So wie Tag und Nacht sich in wiederkehrenden Rhythmen abwechseln, so haben beide Zustände ihre besonderen Qualitäten. Tiefenpsychologisch gesehen steht die Finsternis für den weiblichen Archetypus, ihr Zeichen ist der Mond. So wächst im Schoß der Mutter neues Leben heran, auch Pflanzensamen bereiten sich bereits im Winter in der Tiefe der Erde darauf vor, zu gegebener Zeit die Oberfläche zu durchbrechen. Die Dunkelheit beherbergt eine große Kraft, was Schöpfung und Regeneration anlangt, und besitzt die Eigenschaften des Beschützens und Einhüllens. Unbeobachtet und von visuellen Reizen ungestört können Entwicklungs-

und Reifeprozesse stattfinden. So bietet sich diese Jahreszeit im Besonderen dazu an, zur Ruhe zu kommen und bewusst von außen nach innen zu gehen, näher zu sich zu kommen. Vom wohlvertrauten Tun-Modus in den ZuEXPERTENTIPP

LEBENSBERATUNG stand des Bewusst-Seins zu treten, bedeutet die Bereitschaft und den Mut aufzubringen, sich auch mit seinen ungeklärten oder nicht akzeptierten Bereichen auseinanderzusetzen. So steht die Dunkelheit symbolisch auch für das Unterbewusstsein und die persönlichen Schattenseiten. Gerade in der Nacht melden sich diese Anteile häufig in Form von Träumen oder Ängsten und gestatten

tiefere Einblicke in das eigene Seelenleben.

Sensibilisiert Zudem ist der Mensch zu dieser Zeit insgesamt sensitiver, und so werden auch Sehnsüchte klarer, Gedanken lauter und körperliche Schmerzen sowie gefühlsmäßiges Leid stärker empfunden. Auch wenn diese inneren Wahrnehmungen und Bilder emotional aufwühlend sein können, so möchten sie gesehen werden – wenn nötig auch mit professioneller Unterstützung. Denn erst nach einer bewussten Betrachtung und Klärung kann wieder das Licht Einzug halten. So liegt hinter jedem unangenehmen Gefühl ein vergrabener Schatz, der darauf wartet, entdeckt zu werden. Dieser Prozess verhält sich im übertragenen Sinne so ähnlich wie die Betrachtung

Kerzen helfen, die dunkle Jahreszeit zu erhellen.

eines Nachthimmels – je dünkler er anfänglich auch erscheinen mag, desto heller leuchten allmählich der Mond und die Sterne.

Essenzielle Fragen Folgende Fragen sollen dazu anregen, sich langsam auch den eigenen tieferen Geheimnissen und Anteilen, die im Dunkel liegen, anzunähern: » Durch welche meiner Eigenschaften oder Verhaltensweisen verletze ich mich immer wieder selbst und/oder auch andere? » Bei welchen Themen „blocke“ ich, gehe lieber in die Ablenkung oder Vermeidung? » Worüber habe ich als Kind am schmerzlichsten geweint, und bei welchen Erinnerungen stockt mir noch heute der Atem? » In welchen meiner Lebensbereiche begegne ich Dunkelheit, und wie fühlt sich diese jeweils an? » Wo erlebe ich Finsternis im Außen, etwa in Form von Ungerechtigkeit oder Ausgrenzung, und wie reagiere ich darauf ? » Verbinde ich wunderbar mystische Erinnerungen mit der Dunkelheit ? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele erhellende Erkenntnisse und Einsichten und mehr Raum für Ihr inneres Licht. Mag. Sabine Fleisch MSc ist Psychologin und Psychotherapeutin


MedKonkret Treffpunkt Gesundheit

Eine Veranstaltungsreihe von

Prim. Doz. Dr. Matthias Frick

Herzschwäche auf dem Vormarsch! Dienstag, 10. Dezember 2019, 19 Uhr Panoramasaal LKH Feldkirch Herzschwäche wird von vielen Experten als Epidemie des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Warum wird das Herz müde? Wie kann man eine Herzschwäche feststellen? Was kann man dagegen tun? All diesen Fragen gehen wir auf den Grund.

Nächste Veranstaltung: Prim. Doz. Dr. Rene El Attal, OA Dr. Andreas Berger: Neue Gelenke – Neues Leben. Traumatologie & Orthopädie Dienstag, 14. Jänner 2020, 19 Uhr, Panoramasaal LKH Feldkirch Moderation: VN-Redakteurin Marlies Mohr. Eintritt frei.

Partner

Getränkesponsor


16 Fit & Gesund

Freitag, 29. November 2019 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen

Die Erfolge des Vorarlberger Darmkrebsvorsorgeprogramms Darmkrebs gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Erkrankungen in den Industrienationen. In Österreich erkranken daran pro Jahr zwischen 4517 (2016) und 5175 (2003) Personen. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern.

frühzeitige Erfassung von Krebsvorstufen ist es mit 190 Neuerkrankungen im Jahresdurchschnitt (2012 bis 2014) zu einem Anstieg der diagnostizierten Darmkrebsfälle gekommen. Seither ist die Neuerkrankungsrate jedoch wieder rückläufig. Die Darmkrebssterblichkeit ist in dieser Zeit von 50 auf 40 Prozent zurückgegangen, während die Sterblichkeit in Österreich immer noch 47 Prozent beträgt.

Vor Einführung der Darmkrebsvorsorge ist rund die Hälfte der Neuerkrankten an den Folgen gestorben. Seit Beginn des Programms im Februar 2007 haben in Vorarlberg bis 2019 rund 42.000 Personen das Angebot der Vorsorge-Koloskopie in Anspruch genommen. Berechnet auf die Zielgruppe der über 50-Jährigen (rund 122.000 Personen in Vorarlberg) sind das rund 34 Prozent. Durch diese Vorsorgemaßnahme konnte in vielen Fällen die Darmkrebserkrankung verhindert bzw. im Frühstadium behandelt werden. Somit konnte den Betroffenen ein langer Leidensweg erspart werden – bei gleichzeitiger Einsparung von hohen Behandlungskosten, die anfallen, wenn die Krebserkrankung zu spät diagnostiziert wird.

Das Ziel der Vorsorgeuntersuchung ist die Entfernung von Krebsvorstufen und bei Vorliegen einer Krebserkrankung die Diagnose möglichst früh zu stellen. Dieses Ziel wurde über die gesetzten Erwartungen erreicht: Seit Februar 2007 wurde bei 555 (1,3 %) Personen Darmkrebs im Vorstadium erkannt und ohne große Belastung geheilt. Bei 158 Menschen wurde Darmkrebs in einem frühen Stadium erkannt, die durch die Polypabtragung während der Vorsorgedarmspiegelung oder eine Operation geheilt werden konnten. 47 Patienten hatten ein weiter fortgeschritteneres Krebsstadium, bei dem eine Chemotherapie erforderlich war. Die Heilungschancen sind dadurch sehr hoch. In 16 Fällen war die Erkrankung bei der Diagnosestellung bereits fortgeschritten mit Metastasen in anderen Organen, sodass eine sehr belastende, aufwendige und teure Behandlung notwendig wurde.

Foto: Pitopia/Zerbor

Rückgang der Sterblichkeitsrate Vor Einführung des Vorsorgeprogramms im Jahre 2007 erkrankten in Vorarlberg jährlich durchschnittlich 124 Personen an Darmkrebs. Durch die Vorsorgekoloskopie und die

Große Einsparungen Die investierten Kosten rechnen sich um ein Vielfaches. Jeder Darmkrebsfall mit Metastasierung verursacht Kosten in Höhe von etwa 235.693 Euro. Bei einem Drittel dieser Patienten kommen zusätzliche Kosten für Operationen zwischen 28.616 Euro und 33.260 Euro dazu. Unter Berücksichtigung sämtlicher volkswirtschaftlicher Faktoren bedeutet dies für Vorarlberg innerhalb eines Zeitraumes von zehn Jahren eine Kostenersparnis von 75,5 Mill. Euro.

www.vgkk.at

Tipp

Manfred Brunner VGKK-Obmann

Darmkrebs ist die einzige Krebserkrankung, die durch eine Vorsorgeuntersuchung verhindert werden kann. Allein diese Tatsache sollte jedem von uns die Scheu davor nehmen, die kostenlose Darmkrebsvorsorge für Frauen und Männer ab 50 durchführen zu lassen. In verschiedensten Bereichen des Lebens wird Vorsorge großgeschrieben. Denken Sie nur an die Lebens-, Rechtsschutz-, Haushaltsversicherung, die Bergekostenversicherung etc., die Sie abgeschlossen haben. Schwieriger wird es mit der Vorsorge dann interessanterweise dort, wo es um die Gesundheit geht. Dabei gehört sie zum Wertvollsten, das jeder Einzelne besitzt. Und deshalb sollten wir alles daran setzen, sie uns so lange wie möglich zu erhalten. Das unterstützen auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Eine Früherkennung von Darmkrebs in einem Vor- oder Frühstadium weist eine nahezu 100-prozentige Heilungswahrscheinlichkeit auf. Vor Einführung des Darmkrebsvorsorgeprogramms wurde Darmkrebs (weil er lange keine Probleme bereitet und sich so unbemerkt entwickelt) meist erst sehr spät erkannt. Die Folge: 50 Prozent der Erkrankten starben und für alle Betroffenen waren extrem belastende und teure Behandlungen erforderlich. Das sind die hard facts – doch die gute Nachricht: durch die Früherkennung konnte seit Start des Programms bei 713 Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern Darmkrebs in einem Vor- oder Frühstadium erkannt und 100-prozentig geheilt werden. Das sind 713 Menschen, deren Lebensweg ohne Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge völlig anders verlaufen wäre. Übernehmen Sie selbst Verantwortung für Ihre Gesundheit und nehmen Sie unser Angebot der Darmkrebsvorsorge an.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Fit_Gesund_Nov_2019 by Russmedia Digital GmbH - Issuu