Vorsorgen und Versichern
Foto: Bernadette Prassl
22. November 2019
Diversifikation Ein Erfolgsrezept für die Anleger
Private Vorsorge Oft braucht es nur einen Anstoß
Fondssparen Vorurteile über Bord werfen
2 Vorsorgen und Versichern
Freitag, 22. November 2019 Extra
„Vorurteile über das Fondssparen sollten über Bord geworfen werden“ Wie soll man in Niedrigzinszeiten noch Sparziele erreichen? Was wird aus den größeren Wünschen und dem guten Gefühl, sein Geld wachsen zu sehen, um auch die Kinder abzusichern und für den Ruhestand vorzusorgen? Ertragsmöglichkeiten bieten sich Sparern auch heute noch. Allerdings heißt es umzuden ken. Das Geld nicht einfach einzahlen, sondern investie ren. So können sich mit zeit gemäßen Ansparformen über Jahre selbst kleine monatliche Beträge zu einem stattlichen Vermögen entwickeln. Und dafür gilt es, Vorurteile über das Fondssparen über Bord zu werfen. Vorurteil Nummer 1: Fonds sind nur etwas für Menschen, die bereits ein Vermögen besitzen.
Die Raten sind nicht fix.
Der große Vorteil beim Fonds sparen ist, dass kein Vermö gen notwendig ist, um von der Entwicklung an den Kapital märkten zu profitieren. Denn ein Fondssparplan kann be reits ab 50 Euro monatlich be spart werden. Dabei ist diese Rate nicht fix, sondern kann jederzeit nach oben oder wie der, bis zum Mindestbetrag von 50 Euro, nach unten angepasst werden. Auch die Aussetzung von Zahlungen ist jederzeit möglich. Wie bei jedem Sparvorhaben ist es rat sam, regelmäßig einzuzahlen, es kann jedoch bei Notfällen oder sich ändernden Lebens umständen reagiert werden. Vorurteil Nummer 2: Mit einem Fondssparplan ist mein Geld für lange Zeit fest angelegt. Das Gegenteil ist der Fall: Fonds lassen sich börsentäg lich zum aktuellen Kurs ver kaufen. Sollte Geld benötigt werden, kann der Fonds über den Bankberater verkauft wer den. Grundsätzlich sollte je doch immer ein langfristiger Anlagehorizont gewählt wer den. Denn Fonds unterliegen Wertschwankungen und es kann sein, dass der Depotwert unterhalb des angesparten Betrages liegt. Zudem kommt der große He bel beim Fondssparen, der Zinseszinseffekt, erst über ei ne längere Laufzeit zum Tra gen. Dieser ist verantwortlich, dass bei einer angenom
menen Durchschnittsverzin sung von sechs Prozent p. a. aus 10.000 Euro nach 30 Jah ren 57.435 Euro werden. Wer hingegen nur durchschnitt lich zwei Prozent Jahresplus erzielt, erreicht lediglich 18.114 Euro. Der nicht lineare Anstieg beim Zinseszins entsteht durch die sich immer wieder mitverzinsenden vorherigen Zinserträge. Kleine Zinsunter schiede haben dabei über längere Laufzeiten eine große Auswirkung. Vorurteil Nummer 3: Fondssparen ist zu kompliziert und nur für Experten. Man muss kein Finanzprofi sein, um in Fonds zu investie ren, sondern lediglich ein Bankberatungsgespräch ver einbaren. Fonds werden un terschiedlich und je nach den Bedürfnissen des Anlegers zusammengesetzt. So kann für jeden Anleger die richtige Balance zwischen Er trag und Risiko gesucht wer den. Denn die passende Stra tegie hängt von verschie denen Faktoren ab: der individuellen Risikobereit schaft und Ertragserwartung, dem Lebensalter, dem verfüg baren Kapital und nicht zu letzt spielen auch die Ziele und Wünsche für die Zukunft eine maßgebliche Rolle. Umso wichtiger ist eine kompetente persönliche Beratung. Hierbei handelt es sich um eine Marketing mitteilung im Sinne des Wertpapieraufsichts gesetzes.
Für jeden Anleger wird die richtige Balance zwischen Ertrag und Risiko gesucht.
Aus einem Sparplan mit 100 Euro pro Monat werden ... Zins/Jahr 1 Prozent 2 Prozent 3 Prozent 4 Prozent 5 Prozent 6 Prozent
Laufzeit 10 Jahre Einzahlung Endbetrag (in Euro) (in Euro) 12.000 12.000 12.000 12.000 12.000 12.000
Quelle: Hypo Vorarlberg
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12.623 13.382 13.980 14.720 15.502 16.331
Laufzeit 20 Jahre Einzahlung Endbetrag (in Euro) (in Euro) 24.000 24.000 24.000 24.000 24.000 24.000
26.566 29.472 32.768 36.508 40.754 45.577
Laufzeit 30 Jahre Einzahlung Endbetrag (in Euro) (in Euro) 36.000 36.000 36.000 36.000 36.000 36.000
41.968 49.209 58.018 68.760 81.886 97.953
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„Oft braucht es nur einen Anstoß“ In einem Interview mit den VN nahm UNIQA-Landesdirektor Markus Stadelmann zu aktuellen Fragen des Bereichs Ver sichern und Vorsorge Stellung. Was heißt Vorsorgen für Sie? Vorsorge hat unterschiedliche Dimensionen: Gesundheit und Lifestyle einerseits und Vorsorge für finanzielle Themen andererseits. Wie kann Ihre Versicherung beim Lifestyle helfen? Oft braucht es einfach einen Anstoß. Wir bieten unseren Kundeninnen und Kunden in der Krankenversicherung – oder wie ich lieber sage: unseren Kundeninnen und Kunden, die ihre Gesundheit bei uns versichern, ein umfassendes Programm an: maßgeschneiderte Vitalprogramme, Beratungen durch unser Coaches, regemäßige Gesundheits-Checks, die LifestyleDNA-Analyse und natürlich beste medizinische Versorgung und Sicherheit im Ernstfall. Unser Service z. B. garan-
Direktor Markus Stadelmann.
tiert unseren Kunden am Abend, am Wochenende und an Feiertagen eine schnelle ambulante Akutversorgung.
wobei mir bewusst ist, wie schwierig das sein kann. Es geht um halbe-halbe – nicht nur im Haushalt, sondern auch bei der Pensionsvor sorge. Übrigens: Elternteilzeit ist auch partnerschaftlich möglich.
Und wie schaut es im finan ziellen Bereich aus? Die Anzahl derer, die für den dritten Lebensabschnitt vorsorgen wird noch nicht größer. Warum steigt der Anteil nicht? Viele lassen sich durch die aktuelle Zinsdiskussion und politische Risiken verunsichern und im Zweifel das Geld am Sparbuch liegen. Wenn es um Vorsorge geht, ist das reine Wertvernichtung. Das Schlechteste ist, nichts zu tun. Liegt das an der starken ers ten Säule? Das liegt am unerschütterlichen Glauben der Österreicher, dass der Staat für meinen dritten Lebensabschnitt vorsorgen muss. Es gibt ein wichtiges Zitat des früheren Finanzministers Hannes Androsch: ‚Bei uns sagt man, die Pensionen sind sicher. Das stimmt schon, wenn’s das Budget zahlt. Nur ist dann das Budget nicht mehr sicher.‘
mer wird das Ganze, wenn man sich anschaut, wie es um die Pension der Frauen in Österreich steht. Denn Frauen bekommen im Schnitt 34 Prozent weniger Pension als Männer.
Wieso stößt das staatliche Pensionssystem an die Gren zen der Finanzierbarkeit? Es ist Faktum, dass die Entwicklung der Bevölkerung dazu führt, dass immer weniger Erwerbstätige immer mehr Pensionsberechtigten gegenüberstehen. Die erste Säule ist und bleibt unverzichtbares Element, entwickelt sich aber zu einer Art Basis- und Grundsicherung. Aber: noch schlim-
Warum ist das so? Die Gründe dafür hängen teilweise mit klassischen Rollenbildern zusammen. Die Kindererziehung und Pflege von Angehörigen liegt nach wie vor primär in Frauenhänden. Solche Brüche in der Erwerbsbiografie haben deutlich spürbare Auswirkungen auf die Pension. Das führt zu ungleichen Rahmenbedingungen in der Pensionsvor-
Vorsorge hat einen Veranlagungshorizont von mindestens 15 Jahren. Damit kommt das Thema Kapitalmarkt ins Spiel. sorge und damit zum GenderPension-Gap. Frauen müssen die negativen Folgen von Karenzzeit und Teilzeitarbeit auf die eigene Pensions vorsorge aber allein tragen. Was können Frauen tun? Zuallererst ausreichend Pensionsversicherungszeiten sammeln – sprich: frühestmöglich Jobs mit Sozialversicherung annehmen. Die Pensionslücke kann nur durch ausreichend sozialversicherte Jahre und eine private Pensionsvorsorge so gering wie möglich gehalten werden. Jungen Menschen rate ich, auch während der Kindererziehung maximal dazuzuverdienen,
Laut Umfrage sehen 92 Pro zent aller Österreicher die Notwendigkeit privat vorzu sorgen, auch weil rund 70 Prozent damit rechnen, im Alter weniger Geld zur Verfü gung zu haben als im aktiven Erwerbsabschnitt. Was soll man tun, wenn es de facto keine Zinsen mehr gibt? Das ist die Herausforderung, weil mit einer kurz fristigen Zinswende ist nicht zu rechnen. Es wird immer Menschen geben, die zu 100 Prozent risikoavers sind und nur auf Konto und Sparbuchbasis ihr Geld veranlagen bzw. harte Garantien wollen. Für diese Zielgruppe haben wir nach wie vor die gute alte klassische Lebensversicherung mit einer Netto-Prämiengarantie und Gesamtverzinsung von nach wie vor zwei Prozent. Wenn es aber darum geht, werterhaltend und werterhöhend langfristig vorzusorgen, kommt man um den Kapitalmarkt nicht umhin. Kapitalmarkt ist aber für viele ein Fremdwort. Der Österreicher verbindet kapitalmarktnahe Veranlagungen – insbesondere in Aktien – mit Spekulation und Risiko. Jetzt geht es darum, das Thema Kapitalmarkt und das Thema Aktienveranlagung von diesem negativen Image
zu befreien. Vorsorge ist mehr als Veranlagung. Was heißt das konkret? Vorsorge richtig verstanden trägt das Element der Lang fristigkeit in sich. Wir reden hier von einem Veranlagungshorizont von 15 Jahren aufwärts, da kommt man um das Thema Kapitalmarkt nicht herum. Wenn man die Entwicklung der Märkte rückblickend beobachtet, gibt es keine Periode mit Kapitalverlust, wenn man 15 Jahre investiert war. Warum macht Kapitalmarkt veranlagung im Versiche rungsprodukt Sinn? Auf der langen Reise können existenzgefährdende Lebensrisiken schlagend werden, die den schönsten Vorsorgeplan zunichtemachen. Wenn da etwas passiert, dann kann man auch den schönsten Vorsorgeplan nicht mehr bedienen. Daher macht es Sinn auf dieser Vorsorgereise, die existenzgefährdenden Risiken wie das Ablebens- und Berufsunfähigkeitsrisiko abzusichern. Die Absicherung der existenziellen Lebensrisiken in der Ansparphase gehört zu unseren Kernkompetenzen. Wann sollte man mit pri vater Vorsorge beginnen? Man muss sofort handeln. Oft legen schon Eltern und Großeltern den Grundstein für ihre Kinder oder Enkel. Je früher desto besser, aber auch bei über 50-Jährigen macht es absolut Sinn – vielleicht auch mit Einmalerlägen – einzusteigen.
Das Pflegegeld wird valorisiert Pflegegeldbezieher Seit Einführung 1993*:
Von den Pflegegeldbeziehern ist die klare Mehrheit weiblich. In Österreich hat die Zahl der Pflegegeldbezieher erneut zugenommen. Ab dem Jahr 2020 soll das Pflegegeld jährlich valorisiert werden. Zuletzt wurde es 2016 erhöht. Die Zahl der Pflegegeldbezieher ist im Jahresvergleich neuerlich gestiegen. Zuletzt (Stand September 2019) erhielten 464.648 Personen die Geld leis tung, wie aus den aktuellsten Daten des Sozialministeriums hervorgeht. Das bedeutet einen Anstieg um 1,04 Prozent gegenüber September 2018 (459.888 Bezieher). Im Vergleich zum Vormonat August gab es einen kleinen Anstieg um 299 Personen. Aufteilung unverändert Die Aufteilung der Pflegebedürftigen je Stufe blieb nahe-
zu unverändert. So entfielen im September rund 28 Prozent auf Stufe 1, 21,5 Prozent auf Stufe 2, 18 Prozent auf Stufe 3, 15 Prozent auf Stufe 4, elf Prozent auf Stufe 5, vier Prozent auf Stufe 6 und zwei Prozent auf die Stufe 7, also jene mit dem höchsten Pflege bedarf (Rest auf 100 Prozent Rundungsdifferenz). Die Einstufung in die einzelnen Pflegestufen orientiert sich nach dem Pflegebedarf nach Stunden. Mehrheit erneut weiblich Von den 464.648 Pflegegeldbeziehern war erneut die klare Mehrheit weiblich. 292.330 Frauen (62,9 Prozent) und 172.318 Männer (37,1 Prozent) befanden sich im September unter den Betroffenen. Das Pflegegeld, das seit seiner Einführung 1993 kontinuier-
lich an Wert verloren hatte, soll laut einem Nationalratsbeschluss vom Juli ab dem Jahr 2020 jährlich valorisiert werden. Die Geldleistung wurde bisher erst fünf Mal erhöht, zuletzt 2016. Laut Experten soll das Pflegegeld in den vergangenen 25 Jahren rund 35 Prozent an Wert verloren haben. Neuer Anpassungsfaktor Die ab 2020 jährliche Erhöhung soll sich am Pensionsanpassungsfaktor orientieren. Bezieher des Pflegegeldes für die Stufe 1 dürften – wird von einem Anpassungsfaktor von 1,8 Prozent ausgegangen – ab kommenden Jahr statt 157,30 Euro nun 160,10 Euro monatlich erhalten. In der Stufe 7 wird die Leis tung von 1.688,90 Euro auf rund 1.719,30 Euro erhöht.
1/1993 – 230.344 1/1994 – 233.952 1/1995 – 242.097 1/1996 – 246.013 1/1997 – 258.391 1/1998 – 257.261 1/1999 – 261.221 1/2000 – 266.052 1/2001 – 271.457 1/2002 – 276.411 1/2003 – 282.220 1/2004 – 283.293 1/2005 – 296.210 1/2006 – 311.357 1/2007 – 322.907 1/2008 – 330.184 1/2009 – 345.543 1/2010 – 355.338 1/2011 – 359.521 1/2012 – 431.914 1/2013 – 432.248 1/2014 – 451.461** 1/2015 – 457.821 1/2016 – 452.828 1/2017 – 456.103 1/2018 – 458.636 1/2019 – 454.952 9/2019 – 464.648 9/2018 – 459.888 * 1) bis 1/2011 nur Bundespflegegeldbezieher (daneben noch bis zu 70.000 Landespflegegeldbezieher pro Jahr, ab 2012 vereinheitlicht)
Der Sitz von Plug and Play Tech Center im Silicon Valley.
Wiener Städtische und VIG docken im Silicon Valley an Die Vienna Insurance Group (VIG) und die Wiener Städtische Versicherung sind neuer „Founding Partner“ der weltweit führenden Innovationsplattform Plug and Play Tech Center aus dem Silicon Valley. Mit der Kooperation können VIG und Wiener Städtische interessensspezi-
**2) seit 2014 werden auch all jene Pflegebedürftige mitgezählt, die in Krankenhäusern in Betreuung sind und deren Pflegegeld-Bezug daher ruht. Außerdem wurde von einer Stichtags- auf eine Monatserhebung umgestellt Quelle: Sozialministerium
Elisabeth Stadler.
fische Themen mit Startups in Wien, München und im Silicon Valley erarbeiten und auf ein Netzwerk von über 15.000 vorab geprüften Start-ups zugreifen. Besonderer Vorteil „Der Vorteil zu anderen Innovationsplattformen liegt darin, dass wir genau unsere Anforderungen für digitale und innovative Lösungen festlegen, Plug and Play selektiert und präsentiert uns gezielt Start-ups, die dafür Lösungen anbieten bzw. in diese Richtung hinarbeiten“, erklärt Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der VIG. Robert Lasshofer, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung, sieht das Unternehmen in der besten Voraussetzung, die Innovationsführerschaft am heimischen Markt weiter zu forcieren.
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Die Unfälle sind keine Zufälle ... 782.200 Menschen verletzten sich im Jahr 2018 bei Unfällen aller Art in Österreich – Haushaltsunfälle haben dabei mit rund 800 Verletzten täglich den höchsten Anteil. „Betrachtet man die Unfall zahlen in Österreich, so zeigt sich deutlich, dass der höchste Anteil von rund 308.300 Ver letzten in die Kategorie der Haushaltsunfälle fällt, das sind mehr als 800 Unfälle in Österreichs Haushalten täg lich“, erklärt Prof. Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group und Vizepräsidentin des Roten Kreuzes. „Bei Haushaltsunfällen verun glücken mehr Menschen als im Straßenverkehr“, so Stadler. Detailanalysen des KFV vom Unfallgeschehen in Österreich zeigen, dass insgesamt 52 Pro zent der Verletzten im Jahr
2018 männlich waren, bei den Getöteten betrug der Männer anteil 56 Prozent. Während Männer vor allem bei der Arbeit (68 Prozent), in der Freizeit (58 Prozent) und im Straßenverkehr (56 Pro zent) verunglücken, verunfal len Frauen eher im Haushalt (59 Prozent). Jahreszeitliche Ursachen „In den kommenden Monaten werden vor allem die eigenen Stolperfallen zu Hause zur Gefahr. Außerhalb der eige nen vier Wände wird Ausrut schen auf glatten Oberflächen wie z. B. Herbstlaub, Eis und Schnee viele Menschen be treffen. Aber auch der Freizeit- und Sportbereich wird Präventi onsmaßnahmen, hier vor allem beim Wintersport, besonders wichtig machen“, erläutert KFV-Direktor Dr.
Othmar Thann. Rund 100.000 Sportunfälle erwartet das KFV allein in den nächsten sechs Monaten. Werner Gruber, wohl bekann tester Physiker Österreichs weiß: „Unfälle sind keine Zu fälle, sondern haben erklärund damit auch vermeidbare Ursachen.“ Im Fall von Leiter sturzunfällen ist es der falsch gesetzte Schwerpunkt, der zum Fall führt. Oder Herbstlaub ist aufgrund des geringen Reibungskoeffi zienten tatsächlich rutschiger als normaler Boden: So lassen Blätter die Reibung unter ei ner Schuhsohle deutlich sin ken. Damit erhöht sich die Rutschgefahr. Vermeiden lie ße sich dieser Unfall entweder durch einen ganz geringen Neigungswinkel des Beines beim Auftritt oder: „Ich emp fehle der Gefahrenquelle aus zuweichen“, schließt Gruber.
Tipps zur Vermeidung von Haushaltsunfällen: Der Mensch ist nur begrenzt multitaskingfähig. Daher sollte eine Tätigkeit nach der anderen erledigt und Prioritäten gesetzt werden. Zur Sturzprophylaxe rechtzeitig Bewegungsangebote nutzen, die auf den Aufbau bzw. Erhalt von Balance, Kraft und Ausdauer abzielen. Nicht hetzen lassen und z. B. bei Heimwerkerarbeiten bereits vorab genügend Zeit für die Erledigung der geplanten Tätigkeiten einplanen. Telefonate sollten während Haushaltstätigkeiten vermieden werden. Wenn das Mobiltelefon klingelt oder jemand an der Wohnungstür läutet, nicht hetzen lassen. Bei den meisten Anrufen reicht es, wenn man einige Minuten später zurückruft. Teppiche können ganz leicht und schnell mit Anti-Rutsch-Streifen rutschsicher gemacht werden. Regale sollten unbedingt mit Kippschutz montiert werden, ganz besonders dann, wenn auch Kinder im Haushalt sind. In allen Haushalten mit Kindern sollten Fenster und Balkontüren mit Fenstersperren versehen und Aufstiegsmöglichkeiten im Bereich von Balkonen und Fenstern entfernt werden.
Der Gebrauch des Handys während der Fahrt birgt große Unfallgefahren.
Breites Leistungsspektrum schafft eine Partnerschaft fürs Leben Das Gesundheitsbewusstsein und der Wunsch nach mehr Gesundheit im Alltag sind in Österreich groß.
Ein neuer Stadtteil entsteht.
Generali baut in Mailand Generali baut den neu er richteten Mailänder Stadt teil Citylife weiter aus, dessen Entwicklung der italienische Versicherungs konzern durch seine Inves titionen maßgeblich mit angeschoben hat. Geplant ist der Bau von zwei zusätz lichen Gebäuden unter schiedlicher Höhe, die durch einen Bogen vereint sind. Sie sollen den Zugang zum nördlichen Teil von Citylife bilden. Entworfen wurden die Ge bäude vom dänischen Ar chitekturstudio Bjarke In gels Group (BIG), das sich bei einem internationalen Wettbewerb durchsetzen konnte, berichtete Aldo Mazzocco. Die Investiti onen für das Projekt bezif ferte Mazzocco auf über 100 Millionen Euro.
Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti B ilder: Russmedia-Archiv, Agenturbilder, Börse Wien, Shut terstock A nzeigen: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach
bei Medikamenteneinnahme. Der GesundheitsCoach unter stützt auch in der Online- Videosprechstunde bei den Themen Ernährung, Bewe gung und mentale Fitness mit dem Ziel, Risikofaktoren zu reduzieren, auf einen gesün deren Lebensstil umzustellen bzw. beim Umgang mit neuen Lebenssituationen zu helfen. Die Versicherung nutzt das große Potenzial der Digitali sierung im Gesundheits bereich, ohne dabei die menschliche Komponente außer Acht zu lassen.
Die Generali nutzt den tech nologischen Fortschritt und baut ihre Serviceleistungen mit dem neuen GesundheitsCoaching deut lich aus. Laut einer Umfrage hat die Gesundheit für 95 Pro zent der Österreicherinnen und Österreicher eine große Bedeutung. Dennoch möchte eine deut liche Mehrheit von 85 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher mehr Gesund heit in ihren Alltag inte grieren. Für gesünderen Lebensstil Ziel ist ein gesünderer Lebens stil und letztendlich mehr ge sunde Lebensjahre. Denn hier liegt Österreich entsprechend einer Eurostat-Erhebung trotz einer hohen Lebenserwartung mit nur 57 gesunden Lebens jahren deutlich unter dem EUDurchschnitt von 64 Jahren und weit abgeschlagen hinter Spitzenreiter Schweden mit 74 Jahren. Digitale Services Immer mehr Menschen sind digital affin und wollen neue Möglichkeiten der Gesund heitsvorsorge selbstbestimmt nutzen. Insbesondere wenn es darum geht, schlechte Ge wohnheiten zu verändern oder neue Präventions möglichkeiten zu erkennen. Sehr groß ist auch der Wunsch, bei medizinischen Fragen ärztliche Hilfe unkompli
Markus Winkler Regional direktor für Tirol und Vorarlberg
Eine ganze Reihe von wichtigen Leistungen steht rund um die Uhr bereit. zierter, ortsunabhängig und rascher in Anspruch nehmen zu können, z. B. am Wochen ende, wenn Haus- oder Kin derarzt/Ärztin nicht erreich bar sind. Das Leistungsspektrum Über eine App und dem GesundheitsCoaching stehen unter anderem folgende Leis tungen rund um die Uhr bereit: 24h-h-Hilfe bei Notfällen in Österreich und im Ausland Medizinischer Rat – Rückruf einer Ärztin/eines Arztes in nerhalb von 30 Minuten
Unterstützung für ein ge sünderes Leben. Ein Gesund heitsCoach führt zu einem gesünderen Lebensstil, zum Beispiel in Hinsicht auf Ernäh rung, Stress, Rauchen oder Bewegungsmangel Persönliche Begleitung durch einen GesundheitsCoach bei notwendiger Änderung der Lebensweise nach einer schwe ren Erkrankung Unterstützung bei der Suche nach der besten Ärztin/dem besten Arzt oder Therapeutin/ Therapeuten Einholung einer ärztlichen Zweitmeinung
Informationen über medizi nische Einrichtungen und esundheitsdienste G Über eine App können gesundheitliche Fragen über eine vereinbarte OnlineVideosprechstunde mit einem Mediziner oder einem Ge sundheitsCoach besprochen werden. Ausführliche Beratung Allgemeinmediziner oder Ärzte anderer Fachrichtungen beraten ausführlich zum per sönlichen Gesundheitsthema, einem vorhandenen Befund oder über Wechselwirkungen
Wir möchten möglichst viele Menschen unterstützen, mehr gesunde Jahre zu erleben. Mit unserer App nutzen wir bereits erfolgreich das große Potenzial der Digitalisierung. Coaching-Testaktion Alle Leistungen des Gesund heitsCoaching können bis 31. Dezember 2020 uneinge schränkt von Gesundheitsvor sorge-Kunden in Anspruch genommen werden. Nach der Testaktion ist der Leistungs umfang vom jeweiligen Ge sundheitstarif abhängig.
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„Private Pensionsvorsorge ist für die Sicherheit im Alter unverzichtbar“ Erfreulicherweise steigt unsere Lebenserwartung von Jahr zu Jahr. Die demografische Entwicklung führt dazu, dass der Bestand an Personen über 65 deutlich zunehmen wird, die Geburtenzahlen sind hingegen stark rückläufig. Dies wird nicht nur finanzielle Auswirkungen auf die Pensions- und Pflegeversorgung im Alter haben. Daher ist es der Vorarlberger Landes-Versicherung V. a. G. (VLV) ein Anliegen, ihren Kunden bestmögliche Konditionen für die eigene Pensionsvorsorge bieten zu können. Trotz gesenktem Garantiezins, mit welchem die einbezahlten Sparbeiträge mindestens verzinst werden, bietet die VLV ihren Kunden laut e igenen Angaben dank hoher Gewinn beteiligung eine attraktive Gesamtverzinsung.
Sie hat sich entschieden, im Bereich der Lebensversicherung den Schwerpunkt zukünftig auf die Absicherung der biometrischen Risiken zu legen. Die Produktpalette reicht von der klassischen Ablebensversicherung, über die Absicherung der Berufsunfähigkeit bis hin zur Möglichkeit der Vorsorge für die private Pension oder die Pflege. Pflegefälle nehmen zu Statistisch gesehen werden wir über 80 Jahre alt und damit steigt auch die Anzahl der Personen, die im hohen Alter pflegebedürftig werden könnten. Man geht mittlerweile von fast 60 Prozent der über 80 Jährigen aus, die auf Pflege angewiesen sein werden. Damit diese finanziellen Belastungen abgefangen werden können, ist eine gemeinsame Absiche-
Die Direktoren Robert Sturn und Klaus Himmelreich.
rung durch staatliche und private Versicherungslösungen erforderlich. „Um im hohen Alter f inanziell möglichst selbst bestimmt und flexibel sein zu können, bedarf es neben der eigenen Gesundheit einer zusätzlichen Vorsorge durch eine private Pensionsund Pflegeversicherung“, unterstreicht Direktor Komm.Rat Robert Sturn die Bedeutung der Eigenverantwortung. Frühzeitig vorsorgen Wie so oft beschäftigt man sich in jungen Jahren ungern mit Themen wie Pflegebedürftigkeit und Altersvorsorge. Man sollte sich aber rechtzeitig Gedanken machen, wie man die staatlichen Leistungen durch private Vorsorgebausteine ergänzen kann, um für die Zukunft gerüstet zu sein. „Was in diesem Zusammenhang oft vergessen wird, ist das Risiko der Berufsunfähigkeit, welches jeden auch schon in jungen Jahren treffen kann. Es ist sehr wichtig, sich mit der eigenen Zukunft auseinanderzusetzen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen“, betont Direktor Sturn die Entscheidung, frühzeitig vorzusorgen. Bewusstsein schaffen Der Staat wird auch zukünftig eine wichtige Rolle in Bezug auf Pension und Pflege spielen. Die Ergänzung durch private Vorsorgebausteine ermöglicht wichtige individu-
Es ist sehr wichtig, sich schon in jungen Jahren mit der Zukunft auseinanderzusetzen. elle Freiräume und finanzielle Unabhängigkeit. Hohe Gewinnbeteiligung Für Kunden der VLV beträgt die Gesamtverzinsung (Garantiezinssatz plus Gewinnbeteiligung) laut Unternehmens angaben derzeit 3,5 Prozent pro Jahr. „Mit dieser Verzinsung erreichen wir eine
pitzenposition in Österreich. S Sie ist KEST-frei und eine gleichwertige Rendite mit dieser Sicherheit ist praktisch nicht zu finden. Wir als regionale Ver sicherung sind bemüht, unseren Kunden auch zukünftig beste Konditionen für ihre persönliche, maß geschneiderte Altersvorsorge zu bieten“, bekennt sich Direk-
tor Mag. Klaus Himmelreich zur hohen Gewinnbeteiligung. Welches andere Produkt leistet eine lebenslang garantierte Rente? Die Antwort ist für die VLV eindeutig: Es gibt kein anderes Produkt. Eine private Pensionsvorsorge ist daher gerade in der heutigen Zeit unverzichtbar für die finanzielle Absicherung im Alter.
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Die Gesundheit ist im Brennpunkt Weltweit hat sich zwischen 1950 und 2017 die durchschnittliche Lebenserwartung von rund 48 auf rund 71 Jahren bei Männern und von rund 53 auf rund 76 Jahren bei Frauen erhöht. Ein heute neugeborener Österreicher wird durch schnittlich rund 79 Jahre alt werden, eine neugeborene Österreicherin durchschnittlich das Lebensalter von rund 84 Jahren erreichen.
Ines Frei PrivateBanking- Expertin Sparkasse
Zu beachten ist auch, dass die Fondssparpläne einen Hebel beim langfristigen Vermö gensaufbau bieten können. Mit steigendem Alter nehmen aber auch die Erkrankungen zu. Kein Wunder also, dass das Thema „Gesundheit“ schon länger als Megatrend in der Geldanlage gilt. Biotechnologie steht als Sammelbegriff für eine Vielzahl von Verfahren und Methoden, die auf lebende Organismen, auf ihre Teile oder ihre Produkte Anwendung finden. Im Unterschied zu Pharmazeutika haben sie – anstatt einer chemischen – eine biologische Basis, also lebende Organis-
men wie Enzyme oder Bakterien. Einer Studie von Evaluate Pharma zur Folge beruhen mittlerweile knapp zwei Drittel der neu zugelassenen Medikamente auf Innovationen der Biotechnologie. Mit den meisten dieser Verfahren revolutionieren innovative Köpfe vor allem das Gesundheitswesen. Einsatz findet die Biotechnologie aber auch in der Landwirtschaft sowie in der Nahrungsmittel-, Reinigungsmittel-, Textil-, Leder-, Papierund Kosmetik industrie. „Die personalisierte Medizin gilt als neuer Schwerpunkt in der Forschung“, weiß Ines Frei, Private-Banking-Spezialistin der Sparkasse. Da jeder Mensch anders auf Medikamente reagiert, wirkt eine Behandlung natürlich deshalb, wenn Untersuchungen und Therapien maßgeschneidert auf die individuelle Erkrankung sowie die genetischen Grundfaktoren abgestimmt sind. Dank der Biotech-Forschung können gerade bei Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes oder Krebs nicht nur Symptome bekämpft, sondern auch positiv Einfluss auf den Krankheitsverlauf genommen werden. Branche mit Eigenheiten Experten prognostizieren einen Anstieg der Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf 9,2 Milliarden Menschen und Verdopplung der Anzahl der über 60-Jährigen bis dahin. „Die Aussichten für die Gesundheitsbranche sind gut, schon allein deshalb, weil durch die
Mit Biotech-Forschung kann auch positiv Einfluss auf den Krankheitsverlauf genommen werden. demografische Entwicklung die Ausgaben für Gesundheit weiter stark steigen werden“, ergänzt Frei. Kostentreiber ist dabei nicht nur eine immer älter werdende Bevölkerung, sondern vor allem auch der technologische Fortschritt der Gesundheitsversorgung. So kostet die weltweit teuerste Einmaldosis eines Medikaments zwei Millionen US-Dollar. Ein Schweizer Pharmakonzern erhielt im Mai die Zulassung für eine Gentherapie zur Behandlung der Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie, die vierteljährlich verabreicht werden muss. Dass Biotechnologie-Produkte nicht nur Leben retten, sondern ihre Erfinder auch wohlhabend machen, entzündet
nicht ganz zu Unrecht eine öffentliche Debatte über Ethik und Anstand. Einsatzmöglichkeiten Die Einsatzmöglichkeiten der Biotechnologie scheinen grenzenlos. In Ländern wie China, Japan, Russland und Südkorea scheint fast alles erlaubt, auch die gentechnische Veränderung von Menschen. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften anerkennt deshalb den Wert sorgfältig kontrollierter genetischer Forschung zur Therapierung gravierender Erbkrankheiten an, lehnt jedoch die genetische Optimierung des Menschen entschieden ab. „Als Maßzahl für die Performance der US-Branche gilt vor
allem der NASDAQ Biotechnology Index, der alle an der NASDAQ gelisteten Biotechnologie- und Pharmaunternehmen umfasst“, ergänzt die Private-Banking-Spezialistin. Branchengiganten wie der Weltmarktführer Amgen, Gilead Sciences, Novo Nordisk sowie Celgene freuten sich in den letzten Jahren über satte Gewinne. Beim letzten Fachkongress der American Society for Clinical Oncology, der weltweit bedeutendsten Plattform der Krebsmedizin, ließen vor allem auch mittelgroße und kleinere Unternehmen wie Mirati Therapeuthics mit innovativen Forschungsansätzen aufhorchen. Ein Investment in die Biotechnologie-Branche kann für risi-
kobewusste und -tragfähige Anlegerinnen und Anleger geeignet sein, die einen Anlagehorizont von mindestens acht bis zehn Jahren mitbringen. „Bei der branchenbezogenen Geldanlage sollte man allerdings beachten, dass BiotechUnternehmen häufig – bevor die Performance stimmt – lange und kostenintensive Prod u k te nt w i c k l u n g s p h a s e n brauchen, in denen oft auch Verluste auftreten“, so Frei. Ab einen monatlich verfügbaren Sparbetrag von 80 Euro aufwärts können Gesundheits titel auch in Form von Fondsplänen interessant sein. Hier kauft man in regelmäßigem Abstand Anteile an einem Investmentfonds individueller Wahl. Die Einzahlungshöhe kann jederzeit nach oben oder unten angepasst oder gänzlich ausgesetzt werden – ohne Bindungsdauer. Die Renditechancen sind hier im Vergleich zu den Sparbuchzinsen deutlich höher. Das Risiko beachten Da das Investment aber auch den Schwankungen des Kapitalmarktes unterworfen ist, sollte hier nur Geld angelegt werden, das erst später wieder benötigt wird. Da es sich um Aktienveranlagung handelt, sollte man sich auch dem Risiko eines Gesamtverlustes bewusst sein. „Alles in allem sollten sich bei einem längeren Veranlagungszeitraum die Kursschwankungen immer mehr ausgleichen, sodass ein güns tiger Mischkurs und damit Ertrag erzielt werden kann“, weiß die Sparkassen-Expertin.
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Es ist nie zu spät, um für sich selbst und die eigene Familie vorzusorgen. Allerdings gibt es hier nicht den einen richtigen Weg. Ingo Hämmerle, Ingo Hämmerle Landesdirektor Team s Versicherung Vorarlberg
Es braucht eine auf die Bedürfnisse zugeschnittene finanzielle Lebensplanung.
Landesdirektor Team s Versicherung Vorarlberg: „Es braucht eine auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene finanzielle Lebensplanung, die kurz-, mittel- und langfristige Anlageformen kombiniert. Und das so, dass auf der einen Seite finanzielle Sicherheit bei unerwarteten Ereignissen wie zum Beispiel Unfällen oder Erkrankungen gegeben ist, und auf der anderen Seite Vermögen für das Alter aufgebaut wird.“ Setzen Sie sich Ziele Um eine Strategie zu entwickeln, braucht es Ziele. Was will man mit einer privaten Vorsorge erreichen? Geht es um die private Altersvorsorge, sollten schon Mittel für das Studium der Kinder auf die Seite gelegt werden oder
braucht es doch ein neues Auto oder soll es eine schon lange geplante Weltreise werden? Gerade größere Anschaffungen brauchen eine gute Planung. Hämmerle: „Erst auf Basis der Ziele kennt man die Anlagezeiträume. Wir beraten Sie gerne Um hier grundsätzliche Fehler zu vermeiden und eine maßgeschneiderte Vorsorgestrategie zu entwickeln, ist ein Beratungsgespräch in Ihrer Sparkasse auf jeden Fall zu empfehlen. Mit einer auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmten Anlage- und Vorsorgestrategie ist man rundum nach Plan gut abgesichert.“ Weitere Informationen zum Thema „Vorsorgen und Versichern“ finden Sie online unter: ANZEIGE www.sparkasse.at
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Die Nachfrage nach den privaten Krankenversicherungen nimmt zu Die Nachfrage nach privaten Krankenversicherungen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und wird mit Sicherheit auch in den nächsten Jahren anhalten. Die Vorarlberger achten verstärkt auf ihre Gesundheit und setzen sich bewusst mit Themen wie z. B. Ernährung und Bewegung auseinander. In diesem Zusammenhang gewinnt auch die private Gesundheitsvorsorge immer mehr an Bedeutung. Denn auch wenn Österreich über ein sehr gutes öffentliches Gesundheitswesen ver-
Burkhard Berchtel Landesdirektor Wiener Städtische
Das Thema Gesundheits vorsorge ist für uns als eines der führenden Versicherungsunter nehmen ganz besonders wichtig. fügt, wollen Menschen weit mehr, als das gesetzliche System bietet: Zum Beispiel ein Einbettzimmer im Krankenhaus, einen raschen Termin beim Wahlarzt, attraktive Angebote zur Gesundheitsprä-
vention oder alternative Behandlungsmethoden. Ein besonderes Anliegen „Als eines der führenden Versicherungsunternehmen in Vorarlberg ist der Wiener Städtischen das Thema Gesundheitsvorsorge ein besonderes Anliegen“, sagt Landesdirektor Burkhard Berchtel. „Wir stehen unseren Kundinnen und Kunden als starker und verlässlicher Partner zur Seite, nicht nur im Krankheitsfall.“ Das Unternehmen bietet vielfältige Vorsorgelösungen, die sich flexibel an die persönlichen Bedürfnisse und Lebenssituationen anpassen. Lösungen für alle Bedürfnisse Als gute Rundumversorgung empfiehlt sich ein kombiniert Gesundheitsschutz. Dieser umfasst Gesundheitsbausteine von der Vorsorge inklusive Wellness über die Privatarztdeckung bis zur Sonderklasse alles – und das selbstbehaltsfrei bis zum 40. Geburtstag. Der Tarif bietet freie Arzt- und Spitalswahl und deckt europaweit die Krankenhauskosten in der Sonderklasse. Eine Variante bietet darüber hinaus Einzelzimmer, Leistungen für Heilbehelfe (z. B. Brillen), Medikamente und Physio- sowie Psychotherapie. Auch für alle, denen der Besuch beim Privatarzt wichtig ist, gibt es ein spezielles Angebot. Diese Versicherung inklu-
Die Gesundheit ist das wichtigste Gut der Menschen, gefolgt von der Sicherheit. diert schul- und alternativ medizinische Arztleistungen, alternative Heilbehandlungen und ambulante Operationen. Damit ist sie optimal für ein kleineres Budget geeignet. Digitale Services „Die Wiener Städtische überzeugt nicht nur mit vielfältigen Vorsorgelösungen, sondern hat für ihre Kundinnen und Kunden auch praktische digitale Services im Angebot.
Jüngster Zugang ist unsere neue Gesundheits-App“, erläutert Berchtel. Mit dieser App können ab sofort Rechnungen von Ärzten, aber auch für Medikamente rasch und mit nur wenigen Klicks übermittelt werden. Man muss lediglich die Behandlung auswählen, ein Foto der Rechnung hochladen oder das PDF einfügen, Angaben zur Leistung der Sozialver sicherung machen und absen-
den. Den Rest übernimmt die App. Wer sich mit dem Thema der privaten Gesundheitsvorsorge noch gar nicht beschäftigt hat, kann online mit der Bedarfsanalyse herausfinden, welche Vorsorgevariante am besten passt und sich anschließend mit dem OnlinePrämienrechner über den Preis informieren. Für Versicherte gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, sich mittels Online-Formular
eine digitale Zweitmeinung einzuholen – schnell, unkompliziert und für SonderklasseKunden je nach Tarif sogar kos tenlos. Ergänzt wird das umfassende Online-Angebot durch die digitale Sprechstunde, Facharztsuche und den Befunddolmetsch. Weitere Informationen zu unserer Gesundheitsvorsorge finden Sie auf unserer Website: www.wienerstaedtische.at
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Diversifikation ist ein Erfolgsrezept „Die Zeiten von sicheren, risiko armen Erträgen gehören der Vergangenheit an. Vielmehr empfehlen wir ein gut diversi fiziertes Gesamtportfolio, das aktiv Über- und Untergewich tungen der einzelnen Anlage klassen eingeht, um flexibel auf die aktuellen und noch kommenden Herausforde rungen reagieren zu können.“ So Karl-Heinz Strube, Leiter Asset- und Portfoliomanagement bei der Hypo Vorarlberg, gegenüber den VN. Die Finanzmärkte haben sich in den letzten Jahren maßgeblich verändert. Die extreme Staatsverschuldung und der reife Konjunkturzyklus zwingen die Notenbanken immer wieder zu außergewöhnlichen geldpolitischen Maßnahmen. Technischer wie auch demografischer Wandel stellen sowohl Wirtschaft als auch Politik vor neue Herausforderungen. Das 21. Jahrhundert
Karl-Heinz Strube Leiter Assetund Portfoliomanagement
Reine Aktienportfolios dürften sich weiterhin gut entwickeln, setzen den Anleger aber phasenweise einer höheren Volatilität aus. wird als „transformative age“ in die Geschichtsbücher eingehen. Strube: „Dies prägt die Märkte nachhaltig und sorgt unter Anlegern vielfach für Verunsicherung. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt hierbei ein zentrales Dilemma dar, haben durch dieses doch die risikoarmen Renditebringer der Vergangenheit massiv an Attraktivität eingebüßt. Die günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten treiben zu-
gleich die Preise für Immobilien in astronomische Höhen und wecken erste, böse Erinnerungen an die Jahre 2006/07.“ Verhalten muss sich ändern Und Strube weiter: „Auf der Suche nach Anlagealternativen müssen Anleger ihre bisherigen Denkmuster auf brechen. Hierbei bleibt eines aber weiterhin gewiss: Die bewährten Grundsätze des Portfoliomanagements werden nicht ihre Gültigkeit verlieren. So sollte nicht nur eine langfristig ausgerichtete Anlagestrategie verfolgt werden, sondern stets auch eine breite Diversifikation gewährleistet sein. Anleger sollten dabei jedoch keinesfalls ihre individuellen Präferenzen hinsichtlich gewünschter Rendite und verkraftbarem Risiko, sowie ihre finanziellen Verhältnisse außer Acht lassen. Vielmehr sollten diese in sich abgestimmt und stetig an die jeweilige Marktsituation angepasst werden.“ Langfristiger Anlagehorizont Mit einem langfristigen Anlagehorizont sollte ein höheres Schwankungsverhalten verbunden sein und umgekehrt. Eines ist gewiss, mit einer reinen Anlage auf Sparkonten wird man zukünftig keine Erträge erzielen. Berücksichtigt man die Inflation, verliert man sogar jedes Jahr einen erheblichen Teil seines Vermögens. „Reine Aktienport folios dürften sich weiterhin gut entwickeln, setzen den leger aber phasenweise An auch einer höheren Volatilität aus. Überdurchschnittliche Kursgewinne sind genauso wahrscheinlich wie starke Ein brüche. Hundertprozentige Anlagen im Bondbereich hingegen leiden massiv unter der ultra-expansiven Geldmarktpolitik der Notenbanken,“ stellt Strube fest. Die Aussichten auf positive Zinsen bleiben dabei auf lange Sicht hin schlecht. Investments in
Ein nach verschiedenen Kriterien gut diversifiziertes Gesamtportfolio kann flexibel auf auftretende Risiken reagieren. alternative Investments bieten teilweise hohe Renditechancen, bergen für sich allein genommen aber oft mals auch schwer bewertbare Risiken: undurchsichtige Anlagestrategien, fehlende Regulierung, geringe Liquidität. Also was tun? Dazu der Finanzfachmann: „In diesem hoch-volatilen und von geopolitischen Risiken überzeichneten Marktumfeld bieten sich derzeit besonders Multi-Asset-Strategien an, um regelmäßige Erträge zu erzielen und zugleich das einzugehende Risiko zu minimieren. Die Kombination und flexible Gewichtung verschiedener Instrumente aus einem breiten Spektrum an Regionen, Währungen und Assetklassen bietet dem Anleger attraktive Diversifikationseffekte. Von
zentraler Bedeutung ist, die Korrelation und Sensitivität der verwendeten Produkte untereinander als auch zum Gesamtmarkt möglichst gering zu halten.“ Dies reduziert einen etwaigen Gleichlauf und dadurch die Wahrscheinlichkeit der Bildung von unerwünschten Klumpenrisiken innerhalb des Portfolios. Was heißt das konkret? Dazu Karl-Heinz Strube zusammenfassend: „Klassische Multi-Asset-Strategien konzentrieren sich auf die vier Hauptanlageklassen: Geldmarkt, Anleihen, Aktien und Alternative Investments. Entgegen dem Volksmund gilt dabei nicht g enerell ,cash is king'. Dennoch sollte gerade in der angespannten Zeit ein begrenzter Rahmen an Liquidität
gehalten werden, um beispielsweise ungünstige Marktphasen abzuwarten und daraufhin investieren zu können. Durch marktnahe Analyseund Anlageprozesse eröffnen sich dem Anleger trotz der anhaltend expansiven Geld marktpolitik im Bondbereich geringfügige Renditechancen. Eine global ausgerichtete Anleihestrategie, welche u. a. auch in Fremdwährungen in-
Eine globale Anlagestrategie, die auch in Fremdwährungen investiert, kann langfristig einen positiven Beitrag leisten. Karl-Heinz Strube Leiter Asset- und Portfolio management
Luftfahrtunfälle werden für die Versicherer immer teurer Fliegen wird immer sicherer – doch die Versicherer müssen nach einer Studie der Allianz immer mehr für Schäden in der Luftfahrt zahlen.
Taifun „Hagibis“ in Japan.
2019 höherer G ewinn Der Rückversicherer Münchener Rück traut sich wegen großer Naturkatastrophen keine Prognose für 2019 zu. „Das vierte Quartal könnte sehr schadenträchtig werden“, sagte Finanzchef Jurecka. Er stellte in Aussicht, ein Jahresergebnis von über 2,5 Mrd. Euro zu erzielen. Das wäre deutlich mehr als 2018. Im dritten Quartal stiegen die Kos ten durch Großschäden um 64 Prozent auf 981 Mill. Euro an. Dabei schlugen die Stürme „Dorian“ mit 360 Mill. Euro und „Faxai“ mit 380 Mill. Euro ins Kontor. Taifun „Hagibis“, der über Japan hinweggezogen war, werde noch schadenträchtiger sein, sagte Jurecka.
In den vergangenen Jahren hätten die Leistungen der Versicherer regelmäßig die Prämien übertroffen, welche die Fluggesellschaften und Hersteller der Flugzeuge zahlten, sagte Dave Warfel, der bei der Allianz-Tochter AGCS in den USA für die Branche zuständig ist. Steigende Werte Das liege an steigenden Werten der Flugzeuge, kostspieligeren Materialien und Reparaturkosten. Katastrophen wie die tödlichen Abstürze von zwei Boeing-737-Max-Maschinen und das folgende Flugverbot für den Flugzeugtyp seien in der Rechnung noch nicht berücksichtigt. Die Boeing 737 Max werde voraussichtlich einer der größten Versicherungsschäden in der Luftfahrt-Geschichte, meint AGCS. Solche von den Behörden erzwungenen „Groundings“ werden in den nächsten Jahren noch zunehmen und länger dauern,
erwartet Till Kürschner, der bei AGCS für Luftfahrtschäden in Zentral- und Osteuropa z uständig ist. „Solche Vorfälle verdeutlichen, wie schwierig es mitunter ist, technische Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Daher rechnen wir in Zukunft mit häufigeren und län-
geren Flugverboten.“ Die Behörden für Zivilluftfahrt und Flugsicherheit seien mit Recht vorsichtiger geworden. „Sicherste“ Jahre Dabei gehören drei der vergangenen vier Jahre – gemessen an den tödlichen Unfällen – zu den sichersten in der
Auch der Klimawandel verursacht Schäden an Flugzeugen.
eschichte der kommerziG ellen Luftfahrt. 2017 habe es weltweit erstmals keinen tödlichen Unfall eines Verkehrsflugzeugs gegeben, 2018 waren es 15. Von mehr als 29.000 Toten bei 500 Flugzeugabstürzen, die AGCS seit 1957 zählt, entfielen gerade 2200 auf die Jahre seit 2007. Zusammenstöße und Abstürze von Flugzeugen machen dennoch den Löwen anteil der versicherten Schäden aus: 27 Prozent der gemeldeten Schadenfälle und 57 Prozent der Forderungen an die Versicherer. Zweithäufigste Ursache sind Produktions- und Wartungsfehler. Schadensuntersuchungen Insgesamt hat AGCS mehr als 50.000 Luftfahrtschäden in den vergangenen fünf Jahren untersucht, für die die Versicherer zusammen 14,8 Mrd. Euro zahlten. Doch auch Kleinvieh macht buchstäblich Mist: Allein in den USA gab es im vergangenen Jahr 14.600 Kollisionen von Flugzeugen mit Vögeln und anderen Tieren. In Deutschland habe ein Vogel, der sich in einem Triebwerk verfing, mehr als 18 Mill. Euro Schaden verursacht.
vestiert, kann langfristig einen positiven Beitrag leisten. Im Gesamtportfoliokontext zielt diese Anlageklasse jedoch aufgrund ihrer relativ geringen Volatilität in erster Linie auf Risikosenkung und nicht auf Renditeerzielung ab. Wer mit seiner Geldanlage attraktive Erträge erwirtschaften möchte, wird in Zukunft kaum mehr am Aktienmarkt vorbeikommen. Hierfür muss allerdings auch ein gewisses Maß an Schwankung akzeptiert werden. Aufgrund der momentan angespannten Wirtschaftslage ist eine untergewichtete Aktienquote zu empfehlen.“ Investments im alternativen Anlagebereich runden schließlich jedes breit diversifizierte Multi-Asset-Portfolio ab. Möglichkeiten bieten Rohstoff-ETFs sowie Gold und Immobilienfonds.
Versicherung gegen Dürre Die bayerische Initiative für eine staatliche Förderung der Dürreversicherung in der Landwirtschaft macht Fortschritte. Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) sagte: „Die Landwirtschaft ist immer häufiger Wetterextremen ausgesetzt“, Die Bauern müssten selbst die Verantwortung für das Risikomanagement tragen. Doch weil die Risiken infolge des Klimawandels kaum noch beherrschbar seien, müssten neue Wege gegangen werden. Staatszuschüsse für den Versicherungsschutz der Bauern gegen Dürre gibt es von Indien über Österreich bis in die USA.
Hohe Dürreschäden.
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„Vorsorge ist mehr als Veranlagung“ Ein Gespräch mit Walter Felizeter, Leiter der Raiffeisen Versicherung in Vorarlberg. Warum sorgen die Vorarlber ger nicht mehr für die Pen sion vor? Viele lassen sich durch die aktuelle Zinsdiskussion und politische Risiken verunsi chern und im Zweifel das Geld am Sparbuch liegen. Wenn es um Vorsorge geht, ist das rei ne Wertvernichtung. Das Schlechteste ist nichts zu tun und zu warten. Damit ist man zwar auf der sicheren Seite, aber was sicher ist, ist der Wertverlust. Je früher man sich zur langfristigen Vorsorge entscheidet, desto früher kann man sich dieser Wertvernich tung entziehen. Woran liegt das? Das liegt am unerschütter lichen Glauben der Vorarlber ger, dass der Staat für meinen dritten Lebensabschnitt vor sorgen muss. Es gibt einen su per Ausspruch von Hannes
Androsch: „Bei uns sagt man, die Pensionen sind sicher. Das stimmt schon, wenn’s das Budget zahlt. Nur ist dann das Budget nicht mehr sicher.“
Daher macht es Sinn, auf dieser Vorsorgereise, existenz gefährdende Risiken wie das Ablebens- oder Berufsun fähigkeitsrisiko abzusichern.
Was empfehlen Sie? Es geht darum die Themen Kapitalmarkt und Aktien veranlagung von ihrem nega tiven Image zu befreien. Wir versuchen im intensiven Dia log mit unseren Kunden zu vermitteln: Vorsorgen ist mehr als Veranlagung.
Was spricht noch für eine Vorsorge im Versicherungs mantel? Weil auch der Steuer gesetzgeber dieses wichtige Element der Langfristigkeit honorieren will, gibt es eine unterschiedliche steuerliche Behandlung. Bei Wertpapierdirektinvest ments beträgt die Kapitaler tragssteuer 27,5 Prozent, die Versicherungssteuer für In vestments in Versicherungs form liegt bei 4,0 Prozent. Je länger der Veranlagungshori zont und je höher die Perfor mance aus der Veranlagung, desto stärker greift dieser Steuervorteil.
Also vorsorgen über den Kapitalmarkt? Ja, wir empfehlen die fonds gebundene Lebensversiche rung. Diese verbindet nämlich beides: die Chance vom Kapi talmarkt zu profitieren und den Schutz einer Versiche rung. Bei einer Direktveranla gung in Wertpapiere und Ak tien ist die Versuchung viel größer, die Kursentwicklung laufend zu beobachten und bei Kurskorrekturen kurzfris tig zu reagieren. Die Buy-and-
Das Element der Langfristigkeit honoriert auch der Gesetzgeber. Hold-Strategie ist ganz ent scheidend, wenn es um lang fristige Vorsorge geht. Diese Schutzfunktion bewahrt den Vorsorger auch davor, bei kurzfristigem Bedarf voreilig Geld zu entnehmen.
Ist man auch gegen Risiken abgesichert? Ja, denn auf der langen Reise können existenzgefährdende Lebensrisiken schlagend wer den, die den schönsten Vor sorgeplan zunichte machen.
Was passiert am Ende der Ansparphase? Ab dem Erreichen des Vorsorgeziels hat man die
Wahlmöglichkeit, ob man das angesparte Kapital zur Gänze oder einen Teil davon ausge zahlt haben will oder die Rentenoption nutzt. Egal, wie alt ich werde, egal, wie viel Kapital vorhanden ist – ich bekomme die monatliche tung lebenslang garan Leis eben tiert. Als die Pension ein L lang.
Walter Felizeter, Raiffeisen.
Große Sorgen sind Krankheit und Pflege.
Die größte Sorge ist die finanzielle Absicherung Es sind vor allem finanzielle Themen, die Herrn und Frau Österreicher beim Blick in die Zukunft Kopfzerbrechen bereiten. Die drei größten Sorgen sind laut Erhebungen des Wirtschaftsanalyseinstituts Triconsult finanzielle Sorgen, Krankheit und Pflege bedürftigkeit sowie unzureichende Pension. Das Pensionssystem, wie es heute dasteht, stößt an die Grenzen der Finanzierbarkeit. Wer seinen Lebensstandard in der Pension halten will, muss privat vorsorgen. Die erste Säule – die staatliche Pension – ist zwar ein wichtiges Fundament, jedoch nur eine Grundsicherung. Problematisch sind die zu künftigen Pensionslücken, die zu einem sinkenden Lebensstandard in der Pension führen könnten. Experten gehen davon aus, dass man in der Pensionszeit mindestens 80 Prozent des letzten Netto gehaltes vor Pensionsantritt benötigt, um den Lebens standard halten zu können. Private Vorsorge wird zum Muss In Zukunft stehen immer weniger Erwerbs tätige immer mehr Pensionsberechtigten gegenüber. Die erste Säule, also die staatli che Pension, ist und bleibt unverzichtbares Element, entwickelt sich aber zu einer Art Basis- und Grundsicherung. Gerade für die Jüngeren heißt das: Sie dür fen sich die Vollversorgung aus der staat lichen Pension nicht mehr erwarten, wie wir sie heute größtenteils kennen. Alternative zur Pensionslücke Vorsorge richtig verstanden trägt das Ele ment der Langfristigkeit in sich. Wer vorsor gen will, muss einen langen Veranlagungs horizont im Auge haben. Da kommt man um das Thema Kapitalmarkt nicht herum. Gerade in der anhaltenden Niedrigzinspha se, in der das Geld am Sparbuch effektiv an Wert verliert. Über lange Zeiträume be trachtet ist die werthaltig wachsende Wirt schaft die beste Garantie dafür, dass ein nachhaltiger Substanzzuwachs entsteht. Ist jemand 15 Jahre investiert geblieben, gibt es tatsächlich keine Periode mit Kapitalver lust, wenn man die Entwicklung der Aktien märkte rückblickend beobachtet.
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10 Vorsorgen und Versichern
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In der Industrie setzt weltweit zunehmend die Automatisierung und die Roboterisierung ein. Auch hier zeichnet sich ein neuer Megatrend ab.
Megatrends bieten große Chancen Wer sich Gedanken über die Zukunft macht, sollte in die Megatrends veranlagen. „Auf kurzfristige Spareinlagen bekommen Sparer kaum noch Zinsen. Österreichweit im Durchschnitt gerade einmal 0,10 Prozent. Die Inflation in Österreich liegt derzeit bei 1,2 Prozent. Dies bedeutet, das angesparte Kapital verliert laufend an Kaufkraft. Wer sein Geld zehn Jahre lang nahezu zinslos anlegt, hat bei 1,20 Prozent Jahresinflation am Ende knapp über 11 Prozent des realen Geldwertes vernichtet.“ Das erläutert Jürgen Rupp, CFP, Finanz-/Kapitalmärkte bei der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg, im Gespräch mit den VN. Und Rupp weiter: „Trotzdem hat das Sparbuch aber auch seine Vorteile.
Jürgen Rupp Raiffeisen Landesbank
Durch die Megatrends entstehen neue Geschäftsmodelle, deren Potenziale bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sind.
Es gilt die Einlagensicherung bis 100.000 Euro sowie die Möglichkeit der sofortigen Verfügbarkeit des Geldes. Somit ist das Sparbuch als sichere und kurzfristige Liquiditätsvorsorge weiterhin zu empfehlen.“ Doch über die kurzfristige Liquiditätsvorsorge hinaus gibt es derzeit lukrativere Ansparmöglichkeiten. So ist das Fondsparen sicherlich die optimale Möglichkeit, mit überschaubarem Risiko schrittweise in Fonds zu investieren. Es gibt die Möglichkeit mit einer monatlichen Einzahlung ab 50 Euro in Investmentfonds zu investieren. Der Kunde kann selbst wählen, in welchen Abständen er einen bestimmten Betrag ansparen will. Selbstverständlich kann der Kunde jederzeit den gewählten Betrag ändern, die Ansparung einstellen oder auch für eine gewisse Zeit aussetzen. Wer monatlich anspart, kann mit relativ geringen Beträgen auf lange Sicht ein schönes Kapital aufbauen. Zudem hat man auch bei niedrigen Kursen den Vorteil, dass entsprechend mehr Fondsanteile für denselben Betrag an gekauft werden können, bei hohen Kursen weniger. Langfristig wird sich dies jedoch positiv auf Ihre Erträge auswirken, wenngleich dies kein Garant ist, und vorüber-
Roboter halten auch in Operationssälen Einzug. gehende Verluste nie ausgeschlossen werden können. „Fonds sind nicht gleich Fonds. Es gibt Aktienfonds, Anleihefonds und Mischfonds. Der Mischfonds setzt sich aus unterschiedlichsten Anlageinstrumenten zusammen. Der jeweilige Mix bestimmt auch die Performance und die Risikoklasse des jeweiligen Fonds. Um den passenden Fonds zu finden, erstellt der Berater gemeinsam mit dem Kunden ein RisikoErtrags-Profil“, erläutert Jürgen Rupp. Wer sich Gedanken über seine Vorsorge und seine finanzielle Zukunft macht, sollte jedenfalls an eine Veranlagung in die großen Megatrends denken. Als Megatrends werden besonders einschneidende und lange währende Trends
bezeichnet, die gesellschaftliche sowie auch technologische Veränderungen betreffen. Megatrends betreffen alle Ebenen der Gesellschaft. Die wichtigsten Megatrends Demografischer Wandel. Der Bedarf an Pflege und medizinischer Versorgung wird, aufgrund der höheren Lebens erwartung, steigen. Pharmakonzerne, Medizin techniku nternehmen und Pflegeheimbetreiber profitieren von der sogenannten „Silver Economy“. Klimawandel. „Clean-TechLösungen“, Investitionen in Geothermie, Biotreibstoffe oder CO2-Speicherung sowie Energieeffizienz, Elektromobilität bzw. Wind-, Solar- und Hydroenergie werden in Zukunft wesentliche Bausteine
sein, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Technologischer Wandel. Soziale Netzwerke und CloudLösungen gehören längst zu unserem Alltag, ebenso werden Smart-Home-Systeme bald selbstverständlich werden. Auch in der Industrie setzt zunehmend die Automatisierung und die Roboterisierung ein. Globale Wasserknappheit. Aufgrund der zunehmenden globalen Industrialisierung muss auf die richtige und verantwortungsvolle Nutzung des Wassers geachtet werden, um den Wasserbedarf der Weltbevölkerung erfüllen zu können. Mobilität. Mobile Commerce, Carsharing, mobile Arbeitsplätze bis hin zur Fuhrparkumstellung von Unternehmen auf Elektroautos, die Wandlung schreitet auch hier voran. Food Delivery. Essenslieferungen nach Hause oder ins Büro. Millionen von zubereiteten Gerichten werden derzeit schon täglich überall auf der Welt ausgeliefert. Die UBS geht in einer Studie davon aus, dass 2018 Essen im Wert von 30 Milliarden Euro online bestellt wurden. Schätzungen zufolge wird sich dieses Volumen bis 2030 mehr als verzehnfachen. Themen wie Automatisierung, soziale Netzwerke, das Internet der Dinge, Smart
Home oder künstliche Intelligenz (KI) – alleine an diesen Megatrends wird deutlich, dass neue Geschäftsmodelle entstanden sind, deren Potenziale noch bei Weitem nicht ausgeschöpft sind. Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, alle Aspekte des täglichen Lebens neu zu definieren. Ähnlich umfassend werden auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Gesellschaft sein. Als Reaktion darauf sehen immer mehr Menschen und Organisationen auf der ganzen Welt die Notwendigkeit, ihre CO 2- Bilanz zu verbessern und weitere Maßnahmen zu treffen, die die Erderwärmung stoppen können. Zukünftig wird der Klimaschutz und die damit verbundenen grünen Investitionsoffensiven Niederschlag finden. „In den letzten Jahrzehnten gab es viele wirtschaftliche Errungenschaften. Als Aktio när konnte man auch schon in der Vergangenheit von Entwicklungen profitieren. So hat der Weltaktienindex MSCI World trotz mehrerer Rezessionen in den vergangenen 43 Jahren eine Rendite von knapp neun Prozent pro Jahr erwirtschaftet. Für einen bisherigen Sparbuchsparer ist ein Fonds sparplan ein kleiner Schritt, aber es ist ein großer Sprung für seine Zukunftsvorsorge“, so Rupp abschließend.
Buchtipp: So funktioniert nachhaltiges Investment
Ein wachsender Markt
Sorgen um die Gesundheit Die Zahl der Führungskräfte, die für sich selbst kein gesundheitliches Risiko sehen, hat sich seit 2017 halbiert. Am meisten macht den Firmenlenkern Stress zu schaffen. Das staatliche Pensionssystem sehen nur 15 Prozent als ausreichend an. 88 Prozent haben privat vorgesorgt. 46 Prozent haben eine betriebliche zweite Säule.
Der Markt für nachhaltige Investments wächst weiterhin stark, das Thema wird von den Banken als potenziellen Anbietern immer mehr in den Vordergrund gestellt. Um erfolgreich investieren zu können, ist es jedoch wesentlich, die einschlägigen Begrifflichkeiten zu kennen. Experte Wolfgang Pinner, Leiter Nachhaltige Investments bei Raiffeisen Capital Management, Fachautor und Hochschullektor, erklärt in seinem Buch detailliert sinnvolle Vorgehensweisen und zeigt die Themenbereiche auf, die für eine nachhaltige Geldanlage aktuell relevant sind. Der Titel lautet: „Nachhaltiges Investie-
ren – Konkrete Themen und ihre Bewertung". Die 2. Auflage enthält neben weiteren Aktualisierungen Trends im Bereich Nachhaltiges Investieren, wie den EUAktionsplan, die UN Sustainable Development Goals, Green Bonds oder Divestment. Das Buch des Autors „Nachhaltig investieren und gewinnen“, war für den Deutschen Finanzbuchpreis nominiert. In dem Nachschlagewerk werden faire Alternativen des Geldverdienens aufgezeigt, die nach dem Prinzip der „doppelten Dividende“ funktionieren: Ertrag für den Anleger und Zusatzertrag für Umwelt und Soziales.
Wolfgang Pinner, Nachhaltiges Investieren – Konkrete Themen und ihre Bewertung. Linde Verlag, 2. Auflage 2019, 288 Seiten, ISBN 978-3-7093-0654-3
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Nur zeitgemäßes Sparen lohnt sich Man kann mit den richtigen Wegen auch heute noch seine Sparziele erreichen. Investmentfonds sind dafür gut geeignet. Bei Zinsen nahe null stellt sich die Frage: Was tun mit dem Geld? Moderne Anleger setzen auf die Kapitalmärkte, denn hier können sich attraktive Erträge ergeben. Den Weg zum persönlichen Sparziel können Fondssparpläne er leichtern. Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Wün sche und Ziele. So ist es viel leicht eine Traumreise in fer ne Länder, Haus und Garten könnten verschönert werden oder Kinder und Enkel sollen eine gute Ausbildung erhal ten. Häufig ist ein gewisser Geldbetrag dafür nötig, für den die Menschen dann auch gerne sparen. „Auch wenn die klassischen Sparformen so gut wie keine Zinsen mehr abwerfen, gibt es doch Wege, wie man seine Sparziele heute noch errei chen kann“, sagt Gerhard Ha mel, Vorstandsvorsitzender bei der Volksbank Vorarlberg. Dass Investmentfonds dafür gut geeignet sind, davon sind bereits viele Anlegerinnen und Anleger überzeugt. 37 Prozent der Befragten des An nion legerbarometers von U Investment, Fondspartner der Volksbank Vorarlberg, halten sie für attraktiv. Damit liegen Investmentfonds weit vor Tagesgeld, Festgeld oder Spar buch, ergab diese Studie mit 500 Telefoninterviews. Denn anders als diese Klassi ker investieren Investment fonds die Gelder an den
apital K märkten – etwa in Aktien, verzinsliche Wert papiere, Immobilien und Rohstoffe. „Langfristig gese hen bieten sie attraktive Er tragschancen“, sagt Hamel weiter. Investmentfonds sind also eine A lternative, über die nachzudenken es sich lohnen kann. Fonds streuen das Ver mögen über verschiedene Wertpapiere. Verlustrisiken Gerhard Hamel Vorstands vorsitzender Volksbank Vorarlberg
Es gibt nicht einen Fonds für alle, sondern für jeden den richtigen Fonds. Mit einem Fondssparplan spart man einfach, bequem und mit attraktiven Renditeaussichten. Bei den chancenreicheren Anlagen wie den Aktienfonds spielt die Zeit eine große Rolle. Das ist ein Vorteil für die Jugend. können so gemindert werden, die Chancen bleiben gewahrt. Hamel erklärt weiter: „Sparer können zwischen zahlreichen verschiedenen Fondspro dukten wählen. Ob sie chan cenorientiert oder eher auf Sicherheit bedacht sind: Ihre Einstellung zum Risiko lässt sich über passende Fonds be rücksichtigen.“ Die Zeit für sich nutzen Wer regelmäßig Geld anlegen will, kann dies mit einem Fondssparplan einfach und
flexibel tun, wobei jedoch eben dem Risiko markt n bedingter Kursschwankungen ein Ertragsrisiko bestehen kann. Gerade für junge Men schen oder Fondseinsteiger spielt das aber nur eine unter geordnete Rolle. Denn mit kleinen regelmäßigen Beträ gen (schon ab 50 Euro) kann man langfristig ein beacht liches Vermögen erzielen. „Flexibel bleibt man dennoch. Denn die Sparraten lassen sich einfach senken, steigern oder bei Bedarf auch aussetzen“,
sagt Vorstandsvorsitzender Hamel. Er ergänzt weiter, dass ein gewisses Risiko nicht aus zuschließen sei, beziehungs weise, dass das gewünschte Sparziel bei unvorhergese henen Marktentwicklungen nicht immer erreicht werden kann. Daneben nutzen Sparer den Durchschnittspreiseffekt. Durch die unterschiedlichen Einstiegszeitpunkte kaufen sie mit gleichbleibenden Sparbe trägen bei niedrigen Kursen mehr, bei höheren weniger Fondsanteile. „Sparer brau
chen sich also nicht darum zu kümmern, ob sie genau zum richtigen Zeitpunkt einstei gen“, so Hamel. Aktien werden beliebter Aktien gelten im Allgemeinen langfristig als ertragreichste Anlageform. Hierzu zeigt die Umfrage von Union Invest ment ein erfreuliches Ergeb nis: 39 Prozent der Befragten in dieser Studie sind offen für eine Geldanlage, die auch Aktien enthält. Die Aufs und Abs an den Börsen müssen
natürlich bedacht werden. Dennoch: Gerade junge Menschen haben viel Zeit, um in Fondssparpläne, etwa mit Aktien, anzusparen. Das zahlt sich aus, denn je länger die Anlagedauer ist, desto gerin ger fallen Kursschwankungen ins Gewicht. „Gerade bei chan cenreicheren Anlagen wie Aktienfonds spielt also die Zeit für sie“, sagt Hamel. „Mit einem Fondssparplan spart man einfach, bequem und mit attraktiven Renditeaus sichten“, fasst er zusammen.
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* Vergleich durchschnittlicher Nettopensionen von Frauen und Männern, ausgehend von den durchschnittlichen Bruttoalterspensionen in der gesetzlichen Pensionsversicherung laut Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. Quellen: Statistik Austria, Höhe der Durchschnittspensionen ohne zwischenstaatliche Teilleistungen in der gesetzlichen Pensionsversicherung 2017 (Online); Bundesministerium für Finanzen, Online Brutto-Netto-Rechner; Webseiten abgerufen am 19.8.2019. Die wesentlichen Informationen zu unseren Vorsorgeprodukten finden Sie auf www.uniqa.at in den jeweiligen Basisinformationsblättern.