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Energie_Umwelt_Okt_2019

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Energie und Umwelt 1. Oktober 2019

Elektromobilität Zehn Jahre Vorsprung in der Entwicklung

Solarenergie Photovoltaik wird flexibler

Energiewende Vorarlberg ist sehr gut aufgestellt


Dienstag, 1. Oktober 2019 Vorarlberger Nachrichten | Anzeigen

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Energieinstitut Vorarlberg: Wer wir sind, was wir tun

Unser Veranstaltungsprogramm rund ums Bauen und Wohnen:

Vortrag & Exkursion: Lehmbau Sie lernen verschiedene Lehmbautechniken kennen und erfahren, wie Lehm als hochwertiger und gesunder Baustoff eingesetzt werden kann. Termin: Sa., 5.10.2019, 9 bis 14 Uhr Kosten: 45 Euro/Person (65 Euro/Paar) Ort: Schlins Anmeldung erforderlich

Fotos: Markus Gmeiner, Reinhard Fasching

sparen 25,VN-Leser(innen) den PraxisEuro! Besuchen Sie freier letik las „P op sh work zahlen Sie be d un eit zw ben“ zu Bei der is. pre zel nur den Ein Rabatt“ ins Anmeldung „VNreiben. Bemerkungsfeld sch

Gut in die Sanierungsplanung starten Unser Infoklassiker für alle, die vor einer möglichen Gebäudesanierung stehen. Termin: Mo., 14.10.2019, 17.30 bis 19 Uhr Kosten: keine Ort: Dornbirn Anmeldung erforderlich

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Energieinstitut Vorarlberg erarbeiten Lösungen für und gemeinsam mit Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung, Profis aus Planung und Handwerk sowie für engagierte Bürgerinnen und Bürger. Wir beraten, bilden und forschen für sinnvollen Energieeinsatz und erneuerbare Energieträger. Das Energieinstitut Vorarlberg wurde 1985 als „Energiesparverein“ gegründet – und ist auch heute noch ein gemeinnütziger Verein mit der Hauptaufgabe, für sinnvollen Energieeinsatz und erneuerbare Energieträger zu beraten, zu bilden und zu forschen. Das Energieinstitut Vorarlberg wird von zehn Mitgliedern – allen voran Land Vorarlberg, illwerke vkw, Vorarlberger Energienetze und Vorarlberger Raiffeisenbanken – getragen. Es handelt sich dabei um wichtige Institutionen aus dem thematischen Umfeld, die ihrerseits Schlüsselrollen auf dem Weg zur Energieautonomie einnehmen. Die Vielfalt der Vereinsmitglieder strahlt weit in die Arbeit des Instituts hinein und liefert wichtige Impulse und Denkanstöße.

Plastikfreier leben: Vortrag und Workshop Leben ohne Plastik – geht das? Corinna Amann erzählt von ihren Erfahrungen und gibt Tipps und Tricks. Beim Praxisworkshop werden selbst plastikfreie Alternativen hergestellt. Vortrag: Di., 15.10.2019, 17.30 bis 19 Uhr Workshop: Di., 22.10.2019, 17.30 bis 19.30 Uhr Kosten: Vortrag keine, Workshop 25 Euro inkl. Material Ort: Dornbirn Anmeldung erforderlich Anmeldung und Infos Energieinstitut Vorarlberg Campus V, Stadtstraße 33, 6850 Dornbirn 05572 31202-0 bildung@energieinstitut.at www.energieinstitut.at

Das Energietelefon im Energieinstitut ist eine erste Anlaufstelle für alle Fragen zu Themen wie Bauen, Sanieren, Heizen, Solarthermie und Photovoltaik sowie zu aktuellen Förderungen von Bund, Land und Gemeinden. Fünf Berater beantworten Ihre Fragen produktneutral und mit viel Praxiserfahrung.

Obmann Energieinstitut Vorarlberg

Das Energieinstitut begleitet Vorarlberg fachkundig und engagiert auf dem Weg zur Energieautonomie.

zur Klimawandelanpassung, Architekten zu Wärmebrücken, Bauträger zu Mobilitätslösungen, das Land zur Wohnbauförderung, Bauleute zu PV- und Solaranlagen, Hote-

Sie möchten Ihre Ölheizung ersetzen, sind aber nicht sicher, wodurch? Ein neues OnlineWerkzeug aus dem Energieinstitut Vorarlberg hilft dabei, die passende Alternative zum Ölkessel zu finden. „Hexit – der Öl-raus-Kompass“ erstellt basierend auf den technischen Möglichkeiten und Ihren eigenen Anforderungen ein auf Sie abgestimmtes Ranking aller Alternativen. Inklusive Übersicht über Invest- und Betriebskosten, Förderungen und Umweltauswirkung. Fast so gut wie eine Energieberatung.

Willi Schlader Haustechnikexperte im Energieinstitut

‚Hexit‘ hilft einfach, spielerisch und produktneutral. Probieren Sie’s aus! Schnell reinklicken und ausprobieren unter www.energieinstitut.at/hexit

Wir bilden Von praktischen Lehrgängen über kostenlose Infoabende bis hin zu Veranstaltungsformaten zum Austausch von persönlichem Wissen und Erfahrungen für Profis, Entscheidungsträger, Bürger(innen) und Kinder: Das Energieinstitut Vorarlberg bietet ein breites Programm, um den Wissensstand zu Themen rund um die Energieautonomie zu erhöhen. Wir forschen Seit seiner Gründung als Energiesparverein engagiert sich das Energieinstitut Vorarlberg in Forschungsfragen und ist an zahlreichen Projekten von Land, Bund und Europäischer Union beteiligt. Die Forschung ist stets anwendungsorien-

Drei Maßnahmen, die dabei helfen, Gebäude für die kommenden Anforderungen zu rüsten. Der vergangene Sommer hat einen weiteren Vorgeschmack darauf geliefert, wie das Klima in Vorarlberg in den nächsten Jahrzehnten ausschauen wird. Höhere Temperaturen und stärkere Niederschlagsereignisse erfordern Anpassungen an Gebäuden, die im Zuge einer Sanierung oder eines Neubaus unbedingt berücksichtigt werden sollten. 1) Schutz vor der Sonne Vier Faktoren entscheiden darüber, wie „sommertauglich“ ein Gebäude ist. Neben der Wärmedämmung reduziert die Abschattung der Fenster den Wärmeeintrag. Ausreichend Gebäudemasse und die Möglichkeit, das Gebäude nachts ordentlich durchzulüften helfen dabei, die dennoch eingetragene Wärme im Zaum zu halten.

Fotos: Energieinstitut Vorarlberg, Shutterstock

Das Energietelefon erreichen Sie werktags von 8.30 bis 12 Uhr unter 05572 31 202 - 112 und rund um die Uhr unter energieberatung@energieinstitut.at

Christian Gantner

liers zu Energieeffizienz, die ÖBB zu Radabstellanlagen, Haustechniker zur Gebäudesteuerung und viele andere zu allen Themen rund um die Energieautonomie.

tiert und bestrebt, bleibenden Nutzen zu stiften. Sie erstreckt sich – auch wenn die Mehrzahl der Projekte im Gebäudebereich angesiedelt ist – über einen weiten Themenbogen. Dieser reicht von nachhaltigen Mobilitätslösungen über den Wissenstransfer in der Ge-

meindeentwicklung bis hin zu ressourcenleichten Lebensstilen. Mehr über die Arbeit im und vom Energieinstitut Vorarlberg sowie einen Überblick über die Angebote und Leistungen finden Sie auch online unter www.energieinstitut.at

Das Energieinstitut Vorarlberg Gründungsjahr: 1985 Rechtsform: Gemeinnütziger Verein Jahresbudget: ca. 4,5 Millionen Euro Vereinsmitglieder: Land Vorarlberg* illwerke vkw* Vorarlberger Energienetze GmbH* Vorarlberger Raiffeisenbanken* Arbeiterkammer Landwirtschaftskammer Wirtschaftskammer Umweltverband Stadtwerke Feldkirch Vorarlberger Gemeinnnützige Wohnungsbauund SiedlungsgmbH *Förderer über den Mitgliedsbeitrag hinaus

Raus aus Öl – Ist Ihr Gebäude fit rein in was? für ein neues Klima?

Kostenloser Rat am Energietelefon

Christoph Rettenbacher beantwortet gemeinsam mit seinen Energieberaterkollegen rund tausend Anfragen im Jahr.

Wir beraten Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Energieinstitut Vorarlberg beraten unter anderm Bürger zu Energiefragen, Gemeinden zum nachhaltigen Bauen, Unternehmen

„Hexit. Der Öl-raus-Kompass“ ist eine produktneutrale OnlineOrientierungshilfe zum Ersatz von Ölheizungen.

2) Schutz vor Starkregen Die steigenden Temperaturen führen sehr wahrscheinlich zu verstärkten Regenfällen, die so

intensiv sind, dass das Wasser nicht mehr an Ort und Stelle versickern kann und im Gefälle abfließt. Im schlechtesten Fall zur Haustür hinein. Nach Möglichkeit sollte das Gefälle daher vom Haus weg verlaufen. Auch Terrassen sollten mit Rinnen vom Haus getrennt werden. Rinnen, die vor vierzig Jahren eingebaut wurden, sind in der Regel nicht mehr ausreichend. 3) Schutz vor Rückstau Läuft bei einem starken Regen der Kanal voll, kann das Abwasser in den Schächten bis auf Straßenniveau steigen. Von hier drückt das Wasser in die Abwasserleitungen innerhalb

der Gebäude bis zur Rückstauebene (dem Straßenniveau) zurück. Abflüsse oberhalb der Rückstauebene zu positionieren, ist der beste Schutz vor Rückstau. Wo das nicht möglich ist, muss auf technische Hilfsmittel zurückgegriffen werden. Konkrete Lösungen, wie Sie Ihr Gebäude im Zuge einer Sanierung oder eines Neubaus fit für die kommenden Klimaherausforderungen machen können, erfahren Sie im Fachbereich „Energieeffizientes Bauen“ im Energieinstitut Vorarlberg: 05572 31 202-0 oder info@ energieinstitut.at


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Dienstag, 1. Oktober 2019 Extra

„Gemeinsam erreichen wir das Ziel“ Für Energielandesrat Christian Ganter ist klar, es gibt keine Alternative zum Erreichen der Energieautonomie Vorarlberg 2050. Im Gespräch erörtert Gantner, was bereits bewirkt wurde und was noch getan werden muss. 2009 wurde die Energieauto­ nomie Vorarlberg vom Land­ tag beschlossen, dieses Jahr feierte sie ihr Jubiläum. Wo steht die Energieautonomie nach der ersten Dekade? Es gibt Bereiche wie die CO2Reduktion, den Ausbau erneuerbarer Energieträger und der Gebäudebereich, in denen bereits viel erreicht wurde. Aber es besteht kein Grund sich auszuruhen. Das Ziel ist, bis zum Jahr 2050 in Vorarlberg in gleichem Ausmaß Energie aus erneuerbaren Energieträgern bereitzustellen, wie verbraucht wird. Um dem näher zu kommen, haben wir dieses Jahr bestehende Maßnahmen

Es kann nicht oft genug gesagt werden, es geht um unsere eigene und die Zukunft der nachfol­ genden Generationen. Christian Gantner Energielandesrat

ausgebaut und um neue ergänzt. Allen muss klar sein, es ist noch ein weiter Weg. Nur gemeinsam können wir das Ziel erreichen. Welche Maßnahmen meinen Sie hier konkret? Mit dem im Juli 2019 vom Vorarlberger Landtag beschlossenen „Klimanotstand“ war es uns wichtig, nicht nur ein Ausrufezeichen zu setzen, sondern vor allem ein breites Maßnahmenpaket vorzulegen. Damit wurde auch die Bedeutung der Notwendigkeit

Christian Gantner, Energielandesrat.

des aktiven Handelns vom Landtag unterstrichen. Die dazu ausgearbeiteten Begleitmaßnahmen unterstützen alle Parteien. Eine ambitionierte Maßnahme ist die Forderung, dass der Anteil der erneuerbaren Energieträger bis 2030 mindestens 50 Prozent des Gesamtenergiebedarfs beträgt. Die Stromversorgung soll bis 2030 bilanziell sogar zu 100 Prozent auf Basis erneuerbarer Energieträger erfolgen. Ein aktueller Schwerpunkt ist der Ersatz bestehender Ölkessel. Beim Umstieg auf ein Heizsystem basierend auf erneuerbaren Energieträgern sind Förderungen von bis zu 12.000 Euro möglich. Wir sind froh, dass der Bund unserer Forderung nachgekommen ist und diese Förderung im Herbst nochmal um 6.000.000 Euro aufgestockt hat. Diese Förderung kann ergänzend zur verlässlichen Förderung des Landes lukriert werden. Beim Verkehr stehen der Ausbau und das Attraktivieren des öffentlichen sowie des Radverkehrs, zukunftstaugliche Konzepte für den Güterverkehr und die E-Mobilität auf der Aufgabenliste ganz oben. Seit Anfang 2019 wird mit der MissionZeroV die Vorarl­ berger Landesverwaltung ös­ terreichweit als erste kli­ maneutral organisiert – Pio­ nierarbeit mit Wirkung? Zweimal Ja: Ja, zur Pionierarbeit. Wir übernehmen so wie damals bei der Energieautonomie die Vorreiterrolle und zeigen, die gesamte Landes-

Das Obervermuntwerk II ist ein wichtiger Beitrag für die angestrebte Energieautonomie. verwaltung von Gebäuden bis zum Fuhrpark kann klimaneutral betrieben werden. Die Landesgebäude werden konsequent bis 2040 saniert, die noch vorhandenen Ölkessel ausgetauscht und verstärkt erneuerbare Energien eingesetzt. Und: Ja, zur Wirkung. Die MissionZeroV ist ein klares Signal und zeigt die Dringlichkeit dieses Themas. Wir gehen als gutes Beispiel voran. Vorangehen heißt auch im­ mer, ein Weg wird nicht allei­

Vorarlberg schöpft seine Energie aus erneuerbaren Quellen.

Wasserkraft ist sauber, erneuerbar und in Vorarlberg reichlich vorhanden. Daher nutzt die illwerke vkw diese Energiequelle ebenso innovativ wie nachhaltig – ein unverzichtbarer Beitrag zu Vorarlbergs Energieautonomie und zur europäischen Energiewende.

ne beschritten. Das haben Sie eingangs schon erwähnt. Wer sind die Wegbegleiter zur E­nergieautonomie Vorarl­ berg 2050? Wir haben starke und engagierte Partner: Institutionen, Gemeinden, Unternehmen und motivierte Bürgerinnen und Bürger. Ich wünsche mir, dass diese Motivation hin zu einer lebenswerten Zukunft – denn das ist schlussendlich das Ziel der Energieautonomie – bald in allen Köpfen verankert ist und wir alle gemeinsam den Weg weitergehen.

Daten und Fakten 2009 beschloss die Vorarl­ berger Landesregierung ­einstimmig die Energieauto­ nomie Vorarlberg. Bis zum Jahr 2050 soll der Energie­ bedarf in Vorarlberg voll­ ständig durch erneuerbare Quellen abgedeckt werden. Die Energieautonomie fußt auf vier Säulen: Energie­ sparen, erneuerbare Ener­ gien, Bildung und Energie­ effizienz.


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Dienstag, 1. Oktober 2019 Extra

Energie wird smarter und digitaler Seit 1. Mai 2019 ist Prof. Dr.-Ing. Norbert Menke, Leiter des Studiengangs Energietechnik und Energiewirtschaft an der FH Vorarlberg. Der erfahrene Energiemanager sieht Vorarlberg in der Energiewende sehr gut aufgestellt. Die Vorarlberger Nachrichten führten mit ihm das folgende Gespräch. Warum glauben Sie, gilt Vorarlberg als Vorzeige­ region? Vorarlberg mit seiner Wasserkraft ist eine Energieregion mit Tradition und geht mutig in die Zukunft. Mit den Beschlüssen zur Energieautonomie vor über zehn Jahren gibt es starken politischen Rückenwind für den Wandel zu einem nachhaltigen Energiesystem in Vorarlberg. Die FH Vorarlberg unterstützt diesen Prozess als das überbetriebliche Innovationsund Wissenschaftszentrum für Energietechnik und Ener-

Dr.-Ing. Norbert Menke.

Förderung für Energiesparen Die CSU will den Kauf energiesparender Kühlschränke, Waschmaschinen oder Trockner kräftig steuerlich fördern: Wer sich höchst energieeffiziente Haushaltsgeräte zulegt, soll künftig 20 Prozent der Kosten bei der Steuer er­ stattet bekommen. CSU-Chef Markus Söder sieht in der Idee ein großes Potenzial für effektiven ­Klimaschutz. Man wolle jeden Einzelnen ermuntern, seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, sagte ­Söder. Der „Klimabonus“ soll nach dem Willen der CSU bis zu einer Höhe von maximal 10.000 Euro jährlich gewährt werden. Gefördert werden sollen neben dem Kauf energieeffizienter Haushaltsgeräte auch energetische Gebäudesanierungen an selbst genutztem Wohneigentum und der Austausch alter Heizungsanlagen bis 2030.

Hoher „Klimabonus“.

­nergiemanagement in InE dustrie und Verwaltung bis zur technischen Beratung in Ingenieurbüros.

Energieautonomie ist eine Chance für nach­ haltige Wertschöpfung und Wohlstand in Vorarlberg.

Welche Zukunftsvision ha­ ben Sie für das Land Vorarl­ berg? Das Bundesland Vorarlberg als Vorzeigeregion für eine Energiewende zu stärken, die der Wirtschaft und den Menschen im Land und auch darüber­ hinaus nutzt.

Dr.-Ing. Norbert Menke Studiengangsleiter

giewirtschaft. Dazu kommt noch das Energieinstitut, das die Umsetzung im Land vorantreibt. Diese Kombination ist einzigartig und kann als Vorbild gelten, wie die Energiewende erfolgreich gestaltet werden kann. Was ist das Besondere am Masterstudiengang Energie­ technik und Energiewirt­ schaft? Die enge Vernetzung von Technik, Forschung und Wirtschaft. Der Energiesektor entwickelt sich ausgesprochen dynamisch. Man kann sagen: Energie wird digitaler, smarter und erneuerbarer. Unser berufsbegleitendes Masterstudium bildet Fachkräfte aus, die diese Entwicklungen mitgestalten. Wir haben im Sommer das Studienprogramm komplett überarbeitet und bauen diesen Vorteil weiter aus. Wen sprechen Sie mit dem berufsbegleitenden Studium an? In erster Linie sprechen wir Fachkräfte aus den regionalen Unternehmen an, die sich im Energiebereich weiterentwickeln wollen. Energie effizient zu nutzen und erneuerbare Energie einzusetzen, ist heute eine zentrale Herausforderung für Unternehmen, Kom-

Ich freue mich, meine Kompetenzen und Erfahrungen aus Berufspraxis und Lehre weiterzugeben. Dr.-Ing. Norbert Menke Studiengangsleiter

Die Absolventen des Studiengangs haben in Zukunft vielfache Tätigkeitsfelder. munen, Politik und private Haushalte. Wichtige Ansprechpartner für uns sind deshalb auch die Unternehmen. Für sie ist die Kombination aus Job und Masterstudium einerseits interessant für die Bindung von Fachkräften an das Unternehmen. Andererseits lassen sich dadurch auch geeignete Fachkräfte für eine Tätigkeit in Vorarlberg gewinnen. Was ist das zukünftige Tätig­ keitsfeld der hoffentlich zahlreichen Absolventinnen

und Absolventen dieses ­Masterstudiengangs? Die Energiewende berührt viele Unternehmen und verändert dort Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle. Bei energieintensiven Industrieunternehmen, Herstellern und Zulieferern von Elektrotechnik, Energie- und Fahrzeugtechnik sowie bei Kommunen, Ingenieurbüros und Unternehmen der Energiewirtschaft. Tätigkeitsfelder reichen von Forschung und Entwicklung, über Produktengineering,

Dazu möchte ich in der kommenden Dekade beitragen – mit Engagement für ein attraktives Masterstudium sowie für die Vernetzung von Studium, Forschung und Umsetzung im Land.

Zur Person Prof. Dr.-Ing. Norbert Menke Leiter des Studiengangs ­Energietechnik und Energie­wirtschaft an der FH Vorarlberg  1981: Abschluss der ­Berufsausbildung zum Elektroinstallateur  1988: Dipl.-Ing. Elektrotechnik, Universität Paderborn  1995: Promotion zum Dr.-Ing., Universität Paderborn  1995 bis 2019: Fach- und Führungsfunktionen in ­privaten und öffentlichen Energieunternehmen  1998: MBA in Finance and Strategy, Bradford University  seit 2008: Honorarprofessor für Energiewirtschaft, TU Chemnitz  seit 2019: Studiengangsleiter an der FH Vorarlberg

Österreich ist bei knapp zehn Prozent Kreislaufwirtschaft Österreichs Wirtschaft ist zu 9,7 Prozent zirkular. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von „Circle Economy“ im Auftrag der Altstoff Recycling Austria (ARA). Bei dieser wurde zum ersten Mal weltweit für eine nationale Volkswirtschaft der sogenannte „Circularity Gap“ berechnet – die „Lücke“ in der Kreislaufwirtschaft. Um diese sukzessive zu schließen, fordert die ARA einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern, Design for Recycling auch für Gebäude und lang­ lebige Produkte, den Ausbau von Recycling sowie Forschung und internationale Technologiepartnerschaften mit den „CO2-Importländern“. „Wir haben mehr erwartet“, bringt ARA-Vorstand Chris­ toph Scharff im Rahmen der Studienpräsentation das Ergebnis auf den Punkt. Zum Vergleich: Die Weltwirtschaft ist zu 9,1 Prozent zirkular. ­Dieses Ergebnis wurde 2018 beim Weltwirtschafts­ forum in Davos von der holländischen Plattform Circle Economy der Öffentlichkeit präsentiert. Allerdings, so Scharff, gelte es, für Österreich die richtigen Schlüsse zu ziehen: „Eine Volkswirtschaft, die – direkt oder indirekt, das heißt über importierte Waren – stark auf fossile Energieträger setzt, kann nicht zirkular sein. Eine wachsende Volkswirtschaft, die Güter akkumuliert, die erst in Jahren zurück

in den Kreislauf kommen, kann ebenfalls nicht zirkular sein. Und eine stark importierende Volkswirtschaft, die den Fußabdruck der Importgüter mittragen muss, kann auch nicht zirkular sein.“ Mit einer Recyclingquote von 58 Prozent des Siedlungs­ abfalls liegt Österreich im EUSpitzenfeld. Betrachtet man allerdings den gesamten Ressourcenverbrauch aus Metallen, Mineralstoffen, Biomasse und fossilen Energieträgern von 424 Mill. Tonnen, sinkt dieser Wert auf 9,7 Prozent. 55 Prozent des Ressourcenverbrauchs Österreichs entstehen durch Importe jenseits der Landesgrenzen. Eine Priorität der EU „Kreislaufwirtschaft ist eine umwelt- und rohstoffpolitische Priorität der Euro­ päischen Union und ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz. Wir wollen mit dieser Studie die Kreislaufwirtschaft messbar machen. Nur so kommen wir zu den richtigen Prioritäten und können den ­ Fortschritt messen,“ erläutert Christoph Scharff. Mit dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern, forciertem Recycling, der Wiederverwendung von Bauten und Baustoffen bei Infrastruktur-Erhaltungsmaßnahmen sowie einer deutlichen Verbesserung des Recyclings in den Herkunftsländern ließe sich die Zirkularität der heimischen Volkswirtschaft auf über 37 Prozent steigern.

Bei der Firma Rondo in Frastanz gehört das Kreislaufdenken zur Unternehmensphilosophie.


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Dienstag, 1. Oktober 2019 Extra

Gasspeicher sind gefüllt Die Gasspeicher in Öster­ reich sind bereits jetzt zu mehr als 97 Prozent gefüllt. Die Energieversorgung für den Winter ist gesichert. „Die Bedeutung von Gas wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen – vor allem auch von erneu­ erbarem Gas“, sagt DI Peter Weinelt, Obmann des Fach­ verbands Gas Wärme (FGW) und stellvertretender Ge­ neraldirektor der Wiener Stadtwerke. Denn Mitte kommenden Jahres schließt das letzte mit Koh­ le betriebene kalorische Kraftwerk Österreichs im steirischen Mellach. Österreich ist reich an Gas­ speichern. In acht unterir­ dischen Speichern können 8,0 Mrd. Kubikmeter Gas gelagert werden. Eine Men­ ge, die dem Jahresbedarf entspricht.

Deutschland: „Erneuerbare“ im Vormarsch Mehr Strom aus Sonne, Wind und Co. – in Deutsch­ land ist der Anteil erneuer­ barer Energien an der ein­ gespeisten Strommenge im zweiten Quartal 2019 auf 46 Prozent gestiegen (Vor­ jahresperiode: 41 Prozent). Insgesamt wurden 56 Mrd. Kilowattstunden Ökostrom erzeugt und in das Netz eingespeist – um 6,3 Pro­ zent mehr als ein Jahr zu­ vor, wie aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Vorarlberger Fahrgäste fahren heuer häufiger mit der Bahn Bahnfahren liegt im Trend. Beim diesjährigen VCÖ-Bahntest gaben 39 Prozent der Vorarl­ berger Fahrgäste an, heuer häufiger mit der Bahn unterwegs gewesen zu sein als im Jahr davor. Aus Sicht von zwei Drittel der Fahrgäste entwickelt sich die Qualität des Bahnfahrens in Österreich in die richtige Rich­ tung. Das ist österreichweit der höchste Wert. Verbesserungen wünschen Vorarlbergs Fahr­

Markus Gansterer VCÖ-Experte

Die Mehrheit der Vorarl­ berger Fahrgäste erlebte in den vergangenen zwölf Monaten Ver­ besserungen bei der Benützung der Bahn. gäste vor allem bei den ­Anschlussverbindungen und beim Handyempfang, wie der VCÖ-Bahntest zeigt. Das Zug­ personal ist den Fahrgästen wichtig und wird am besten bewertet. „Die Bahnen haben aufmerksame Kundinnen und Kunden. Die Mehrheit der Vorarlberger Fahrgäste erlebte in den vergangenen zwölf Mo­

Die besten Noten in Vorarlberg erhielt das Zugpersonal für Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. naten Verbesserungen beim Bahnfahren. Die Fahrgäste wei­ sen aber auch auf jene Bereiche hin, wo es noch Verbesse­ rungen braucht“, fasst Markus Gansterer die Ergebnisse des Bahntests zusammen. Gesamtnote 1,7 Die Fahrgäste aus Vorarlberg gaben der aktuellen Bahnfahrt die Gesamtnote 1,7. Die besten Noten erhielt das Zugpersonal für Hilfsbereitschaft (1,4) und Freundlichkeit (1,5). Die Pünkt­ lichkeit des Zuges wurde mit

1,8 bewertet, Sauberkeit des Sitzplatzes, Sitzplatzangebot und Anzahl der Zugverbin­ dungen erhielten die Note 1,9. Mit der Verständlichkeit der Durchsagen war man am we­ nigsten zufrieden, dafür gab es die Note 2,2. Positive Entwicklung Die Fahrgäste wurden nicht nur zur aktuellen Zugfahrt be­ fragt, sondern auch, wie sich aus ihrer Sicht das Bahnfahren in Österreich in den vergange­ nen zwölf Monaten entwickelt

DIE SCHÖNSTE GEGEND,

UM BERGE ZU VERSETZEN.

WER VIEL VORHAT, KOMMT ZU UNS. Mit der Hypo Vorarlberg an Ihrer Seite können Sie alles erreichen – von privaten Zielen bis hin zum Aufbau eines internationalen Unternehmens. Sie werden staunen, was ausgezeichnete Beratung und schnelle Entscheidungen alles bewirken können. Also: Welcher Berg darf’s sein? Hypo Vorarlberg – Ihre persönliche Beratung in Vorarlberg, Wien, Graz, Wels und St. Gallen (CH). www.hypovbg.at

Bodenseepromenade Bregenz

hat. 65 Prozent der Vorarlber­ ger Fahrgäste meinen, die Qualität des Bahnfahrens ent­ wickelt sich in die richtige Richtung. Das ist im Bundes­ ländervergleich der höchste Wert. Zwei Prozent meinen, es ginge in die falsche Richtung. Der VCÖ-Bahntest zeigt auch deutlich, wo die Vorarlberger Fahrgäste noch Verbesse­ rungsbedarf sehen. Zum ei­ nen erlebte jeder fünfte Fahr­ gast die Züge in Österreich unpünktlicher, ebenso viele erlebten schlechteres Service

und Wagenmaterial. „Pünkt­ lichkeit und Servicequalität sind zentrale Kriterien für die Qualität beim Bahnfahren. Dem Ziel, dass kein Fahrgast in diesem Bereich Verschlech­ terungen erlebt, sollte so nahe wie möglich gekommen wer­ den“, betont Gansterer. Was der VCÖ-Bahntest auch zeigt: Vorarlbergs Fahrgäste fahren zunehmend mehr Bahn. 39 Prozent der Fahr­ gäste gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten häufiger Bahn ge­ fahren zu sein als davor.


6 Energie und Umwelt

Dienstag, 1. Oktober 2019 Extra

Elektromobilität – zehn Jahre und ein gewaltiger Entwicklungssprung Elektromobilität hat sich seit dem VLOTTE Projekt enorm weiterentwickelt. Vorarlberg ist immer noch unter den Top-Adressen für nachhaltige ­ Mobilität. Es war im Dezember 2008, als der Energiedienstleister illwerke vkw die Öffentlichkeit erstmals über seine Pläne als Modellregion für den Ausbauund die Erprobung der Elektromobilität präsentierte. Damals teilweise belächelt, bewies das Unternehmen in den Folgejahren die Alltagstauglichkeit der E-Fahrzeuge. Vor allem Unternehmen und Institutionen erkannten früh das Potenzial und unterstützten die Idee, sodass Vorarlberg rasch zu einer der größten Modellregionen in Europa wuchs. „Heute, mit zehn Jahren Abstand, zehrt man noch immer von diesem Vorsprung“, so „illwerke vkw“Vorstandsmitglied Helmut Mennel. Entwicklung in Wellen Die Entwicklung der Elektromobilität verlief in den letzten

Jahren keineswegs linear nach oben. Zu vorsichtig agierten die großen Hersteller. Um es im Sportjargon auszudrücken: Die Teams agierten arg defensiv – keiner wollte den ersten Schritt machen. Freilich sah es hinter den Kulissen ganz anders aus. Die Entwicklungs­ ingenieure holten ihre Visionen aus der Schublade und arbeiteten fieberhaft an überlebensfähigen Konzepten. Geprägt von mutigen Pionieren wie Tesla oder auf regionaler Ebene eben auch der illwerke vkw, erhielt die Elektromobi­ lität gerade im letzten Jahr einen enormen Schub. Jeder ­ renommierte Hersteller hat mittlerweile leistungsfähige Fahrzeuge mit Elektroantrieb im Programm. Auch auf der Infrastrukturseite hat sich sehr viel getan. Beispiel Vorarlberg: Mit über 450 AC-Ladepunkten und 30 Schnellladestationen verfügt das westlichste Bundesland über ein leistungsfähiges und flächendeckend ausgebautes Ladenetz. Die öffentlichen stationen in Ortszentren Lade­

Reichweite und Ladezeiten haben sich zum Positiven entwickelt.

Vorarlberg ist immer noch unter den Top-Adressen für nachhaltige Mobilität. oder vor Supermärkten können mit der „vlotte“-Ladekarte sowie anderen Ladekarten, wie PlugSurfing, NewMotion, Audi oder BMW genutzt werden. Ein Auto für jeden Geschmack Die Palette an Elektrofahrzeugen ist mittlerweile so breit, dass sie für alle Anwendungsfälle Lösungen bietet. Die Bandbreite reicht vom spritzigen Kleinwagen, über den kraftvollen Elektro-SUV bis zum großzügigen Transportfahrzeug. Auch für die gängigsten Vorbehalte zur Elektromobilität haben die Ingenieure immer bessere Lösungen parat: Die

Reichweite hat sich dabei genauso zum Positiven entwickelt wie die Ladezeiten bis zur erneuten Fahrbereitschaft. „Gerade im Bereich der Lade­ infrastruktur gibt es auch für Privatinteressenten spannende Produkte“, so Stefan Hartmann, Produktmanager für Elektromobilität bei der ­illwerke vkw. Überblick beim E-Mobilitätstag Die gesamte Modellpalette kann am 5. Oktober 2019 beim 3. Vorarlberger E-Mobilitätstag in Bregenz begutachtet werden. Eine Probefahrt mit den von den Fahrzeugherstellern und Händlern in Kooperation

mit der vkw vlotte zur Verfügung gestellten Fahrzeugen

Helmut Mennel „illwerke vkw“Vorstands­ mitglied

Heute, mit zehn Jahren Abstand, zehrt man noch immer von dem Vorsprung Vorarlbergs als Modellregion in Europa.

Ein wertvoller Beitrag für die Umwelt Mit unseren vorhandenen Ressourcen schonend umzugehen, heißt auch, sie wiederzuverwerten. Das Sammeln und professionelle Recyceln der Alt- und Wertstoffe liefert wertvolle, sogenannte Sekundärrohstoffe, die wiederum für die Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden können. In Vorarlberg gibt es mit dem Entsor-

Karl Loacker Geschäfts­ führer

Durch das Recycling der Alt- und Wertstoffe reduzieren wir CO2 und leisten einen wichtigen Beitrag für das nachhaltige Wirtschaften. gungsunternehmen Loacker einen erfahrenen Recycling­ experten. Unsere Konsumgüter und Gebrauchsartikel bestehen aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Materialen. Wird ein Gegenstand nicht mehr gebraucht oder ist das Gerät defekt, ist es aber immer noch mehr als nur Abfall. Richtig getrennt bzw. entsprechend aufbereitet können daraus die einzelnen Wertstoffe großteils wieder herausgearbeitet werden. Loacker Recycling mit Stammsitz in Götzis

hat sich auf diesem Gebiet zu einem wichtigen Partner und modernen Umweltunternehmen entwickelt. Mit mehr als 140 Jahren Erfahrung im Recycling und weiteren heimischen Standorten in Frastanz, Feldkirch und Lustenau beschäftigt die Firmengruppe heute in sechs Ländern insgesamt rund 1300 Mitarbeiter und ist damit auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Wertstoffkreislauf erhalten „Die Lebenszyklen unserer Produkte werden immer kürzer. Früher hielt eine Waschmaschine 20 Jahre oder mehr, heute ist sie oftmals schon nach fünf Jahren zu ersetzen“, erklärt Christoph Ortner, Leiter Umwelt, Sicherheit und Qualität bei Loacker Recycling. Dementsprechend wachsen auch die Mengen an entsorgten Alt- und Wertstoffen. „Der nachhaltige Wertstoffkreislauf beginnt dabei aber schon bei jedem Einzelnen mit der richtigen Entsorgung und bei uns durch professionelles Sammeln der unterschiedlichen Fraktionen wie Eisenschrott, Nichteisen­ metalle, Kunststoff, Papier, Glas, Holz, Bauschutt und viele mehr“, so Ortner. An den Firmenstandorten werden diese Materialien dann unter Einsatz von modernsten Anlagen und Verfahren getrennt sowie für die weitere Verarbeitung zu Sekundärrohstoffen aufbereitet. Diese ersetzen die ursprünglichen Rohstoffe im Produktionsprozess und machen die Industrie

Stammsitz von Loacker Recycling in Götzis mit moderner Unternehmenszentrale. weniger abhängig von Importen. „Durch das Recycling der gesammelten Alt- und Wertstoffe reduzieren wir CO2 und auch andere Treibhausgase, die bei der Herstellung von Primärrohstoffen entstehen und leisten so einen wichtigen Beitrag für ein nachhaltiges Wirtschaften“, bekräftigt Karl Loacker, Geschäftsführer. Loacker setzt beim Sammeln, Sortieren und Aufbereiten von Wertstoffen auf seine ­Erfahrung, nutzt aber auch die neuesten Technologien. „Wir möchten nicht nur die Wertstoffe der Digitalisierung recyceln, sondern auch das Recycling selbst digitalisieren. ­Dabei braucht es sowohl die technische Umsetzung als auch neue organisatorische Ansätze“, so Loacker. Deshalb hat Loacker einen eigenen Be-

reich für „Digitalisierung und Innovation“ in der Zentrale in Götzis geschaffen. Online-Containerbestellung Innovationen sind dabei nicht nur beim eigentlichen Recy-

Christoph Ortner Bereichsleiter Umwelt und Sicherheit

Der notwendige nachhaltige Wertstoffkreislauf beginnt schon bei jedem Einzelnen von uns mit der richtigen Entsorgung.

cling möglich. Als Recyclingspezialist, der das komplette Entsorgungsspektrum abdeckt, von Containerservice bis zur Aufbereitung und Vermarktung der Wertstoffe, sucht Loacker auch nach besseren Lösungen im Service­ bereich. Bestes Beispiel dafür ist der neue Online-ContainerShop: Kunden können damit den für sie passenden Container für die Entsorgung von unterschiedlichen Wertstoffen und Abfällen online bestellen – richtige Containerwahl, Terminplanung, Angabe des Stellplatzes via GoogleMaps und Abrechnung inklusive. Dadurch ist der Kunde nicht mehr länger auf Öffnungszeiten angewiesen, sondern kann rund um die Uhr über die Loacker-Website auf den Service zugreifen.

bringt Aufschluss über das Leistungsvermögen. Wer zu diesem Termin nicht kann, dem steht am selben Standort in der Weidachstraße in Bregenz ganzjährig die „vkw vlotte“-Mobilitätszentrale zur Verfügung. Auf knapp 500 m² beraten die Experten der illwerke vkw kompetent und herstellerunabhängig zu verfügbaren Fahrzeugen, lukrativen Förderungen und innvovativen Dienstleistungen rund um das E-Auto. Infos zu den Angeboten und alle Details zum 3. Vorarlberger E-Mobilitätstag gibt es auch im Netz auf www.vlotte.at

Investition in Klimaschutz Mit der UniCredit Bank Austria kann man jetzt in das Thema „Klimaschutz“ investieren:  Der Investmentfonds Amundi CPR Climate Action investiert weltweit in Aktien von Unternehmen, deren Ziel es ist, CO₂Emissionen zu reduzieren.  Der Fonds wurde mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert.  Eine exklusive Zeichnungsmöglichkeit für UniCredit-Bank-Austria Kundinnen und -Kunden besteht bis 15. November 2019. Veranlagt wird in Aktien von Unternehmen, die in ihrem Sektor mit dem Management von Klima­ risiken am weitesten fortgeschritten sind. Bei der Auswahl der Unternehmen werden strenge Filterkriterien angewandt.

CO2-Emissionen reduzieren.


Dienstag, 1. Oktober 2019 Anzeigen

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„Das Studium passt zu mir“ Für Elias Kernbichler war die FH Vorarlberg die erste Wahl: „Mein Lebensmittelpunkt ist in Vorarlberg. Dass ich hier auch studieren kann, ist perfekt.“ Er ist 26 Jahre alt und studiert im Masterstudiengang Energietechnik und Energiewirtschaft an der FH Vorarlberg. Nach seiner Lehre bei der Zumtobel Gruppe entschied sich der Wahl-Lustenauer für die Berufsreifeprüfung. Anschließend absolvierte er das Wirtschaftsingenieurstudium an der FH Vorarlberg. Ausschlaggebend dafür war, neben der räumlichen Nähe und den ansprechenden Lehrinhalten, die Möglichkeit, das Studium auch neben dem Beruf absolvieren zu können.

Prof. Dr.-Ing. Norbert Menke MBA Studiengangsleiter

Klassische Tätigkeitsfelder in der Energietechnik werden zunehmend durch Aufgaben in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen ergänzt. Dem entsprechend bieten wir in unserem berufsbegleitenden Masterstudiengang eine Fülle von Wahlmöglichkeiten an.

typen. Die FH Vorarlberg stellt dafür einen Werkstatt- und Computerraum zur Verfügung. Gemeinsam mit sechs Studienkollegen arbeitete Elias an einem spannenden EnergieProjekt am Arlberg. Ein Hotelier wollte den ökologischen Fußabdruck seines Hotels verringern. „Wie wir mit dem Thema Energie umgehen, ist entscheidend für unsere wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft. Unser Master-Studiengang liefert die notwendigen Grundlagen und Kompetenzen, um für die Herausforderungen im Bereich Energie gerüstet zu sein“, erklärt der Studiengangsleiter Prof. Dr.Ing. Norbert Menke MBA.

Persönliche Beratung Elias hat sich im letzten Jahr seines Bachelorstudiums Wirtschaftsingenieurwesen für den berufsbegleitenden Master Energietechnik und Energiewirtschaft entschieden. Das persönliche Gespräch bei der StudienberatunghatteEliasbeeindruckt: „Ich habe es sehr wertgeschätzt, dass die Betreuung so gut funktioniert und dass man sich Zeit für jeden Einzelnen nimmt, auch wenn ich zu dem Zeitpunkt nur ein Interessent war.“ Praxisorientiert Der Aufwand für ein berufsbegleitendes Studium darf nicht unterschätzt werden, aber es bietet den Vorteil, dass während des Studiums auch Praxiserfahrung gesammelt wird. Das Gelernte fließt direkt in das Unternehmen ein und wird dort umgesetzt. „70 Prozent von dem, was ich im Studium bisher gelernt habe, betreffen mich auch an meinem Arbeitsplatz“, weiß Elias. „An der FH Vorarlberg habe ich erfahren, dass der Fokus auf Praxisbeispielen und Übungen und nicht nur auf Theorie gelegt wird.“ Elias ist vom gut strukturierten Studium überzeugt, denn nur so lässt es sich vereinbaren, einen Beruf nebenher nachzugehen. Auch der Arbeitgeber hat nach einem vereinbarten Zeitraum einen vollausgebildeten und wertvollen Absolventen. Nachhaltige Projekte Über zwei Semester hinweg entwickeln Studierende im Team ein energietechnisches oder energiewirtschaftliches Produkt von der Idee bis hin zum Proto-

Information Masterstudium Energietechnik und Energiewirtschaft Dauer: 4 Semester Organisationsform: berufsbegleitend Abschluss: Master of Science in Engineering (MSc) www.fhv.at/etw Kontakt Prof. Dr.-Ing. Norbert Menke MBA 0 5572 792 5701 norbert.menke@fhv.at

Nächste Info-Termine: · Check it out, Vorarlberger Bildungstag: 10. 10. 2019, 9–17 Uhr · Infoabend aller Studiengänge: 12. 11. 2019, 17–20 Uhr

Elias Kernbichler: „Der Studiengang Energietechnik und Energiewirtschaft passt zu meiner Person Fabrizio Pritzi und zu meinen Vorstellungen über die Zukunft.“

Ideen, die bestehen. Rhomberg Bau

Heutemorgendenken Wir wissen nicht, wie die Zukunft aussieht. Aber wir können viel dafür tun, sie aktiv mitzugestalten, indem wir bereits heute an morgen und übermorgen denken. Ob das die Renovierung eines bestehenden Gebäudes ist, der Bau einer modernen Wohnanlage oder die Entwicklung eines großen Industriekomplexes: Wir setzen auf eine nachhaltige Zukunft – mit Ideen, die bestehen. www.rhomberg.com


8 Energie und Umwelt

Dienstag, 1. Oktober 2019 Extra

„Ein Großteil der Autos muss überflüssig gemacht werden“ Test zu Ridesharing gestartet: Plattform V nimmt sich auch der steigenden Verkehrs­ belastung in Vorarlberg an.

Rohölverarbeitung in einem deutschen Werk.

Deutschland importiert weniger Rohöl Deutschland hat voriges Jahr so wenig Rohöl eingeführt wie nie seit der Wiedervereinigung. Gut 84,8 Millionen Tonnen des Rohstoffs, der zu Heizöl, Sprit und Kerosin verarbeitet wird, wurden 2018 aus dem Ausland eingekauft, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit sank die importierte Menge im dritten Jahr in Folge: 2016 waren es noch rund 91,8 Millionen Tonnen, 2017 knapp 90 Millionen Tonnen. Der Trend zu rückläufigen Rohöl-Importen hält bereits seit einigen Jahren an und hat sich auch im laufenden Jahr fortgesetzt. In den ersten sieben Monaten reduzierten sich die Einfuhren gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 4,4 Prozent auf 49,7 Millionen Tonnen, wie aus den vorläufigen Daten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkon­ trolle (BAFA) hervorgeht.

Vorarlberg leidet unter immer mehr Individualverkehr. Rund ein Viertel davon entfällt auf Berufspendler. Hier will die Industrie nun auch selbst ansetzen. Einige innovative Unternehmen des Open-Inno­vationVereins „Plattform V“ testen jetzt Möglichkeiten, mit denen ihre Mitarbeitenden alternativ und vor allem nachhaltig zur Arbeit kommen.

Hubert Rhomberg Mitbegründer der Plattform V

Unser Anspruch ist es, Mitarbeitende mit neuen Mobilitätsangeboten zu begeistern und so nachhaltigen Mehrwert zu schaffen. Dazu haben die Firmen Rhomberg, Blum, Haberkorn, Gebrüder Weiss und Zumtobel „Mobility V“ gebildet und ­ko­operieren mit Avimo Consulting. „Unser Anspruch ist es, Mitarbeitende mit neuen Mobilitätsangeboten zu begeis­ tern und so nachhaltigen Mehrwert für die Unternehmen und ganz Vorarlberg zu schaffen“, bringt es Mitgründer Hubert Rhomberg

Gemeinsam stark: Die Plattform-V-Unternehmen testen nachhaltige Mobilitätskonzepte. auf den Punkt. Mit dabei ist auch Carsharing-Anbieter Caruso. Das Vorgehen erfolgt gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Vorarlberg. Gemeinsame Anreise Der Ansatz: Ridesharing, also die Nutzung eines Fahrzeugs für die gemeinsame Anreise zum Arbeitsplatz. Via App können die Mitarbeitenden unternehmensübergreifend nach Kolleginnen und Kollegen mit wegen suähnlichen Arbeits­ chen und Fahrgemeinschaften

bilden. Diese werden ergänzt mit anderen Mobilitätsan­ geboten wie etwa Bus, Bahn, Carsharing und E-Roller. „Die Roller helfen dabei, kürzere Distanzen, etwa zwischen ­ meinem Startpunkt und dem meines Fahrers, schnell und unkompliziert zu über­ brücken. Der Roller kommt dann zusammengeklappt in den Kofferraum“, so Rhomberg. Der Clou: Für jede gemeinsame Fahrt gibt es Punkte, die bei Unternehmen und Freizeit­ einrichtungen in

Konkrete Initiativen und klares Bekenntnis Viel wird derzeit über den Kli­ mawandel und die Konse­ quenzen für Mensch und Um­ welt geredet.

Wichtiger „Jobmotor“.

Klimaschutz: 3,7 Millionen Beschäftigte „Klimaschutz gelingt nur mit den 3,7 Millionen Beschäftigten in Österreich“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. Zusätzlich zehn Milliarden Euro müssten im Laufe der nächsten zehn Jahre investiert werden, ­davon allein 5,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Öffis, zwei Milliarden in saubere Heiz- und Kühl­ systeme und eine Milliarde in die thermische Sanierung. „Wir müssen an vielen Schrauben drehen.“

Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Gernot Schweigkofler, Bettina Maier-­ Ortner Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti B ­ ilder: Russmedia-Archiv, Agenturbilder, Loacker Recycling/Nadine Loacker Veröffentlichung honorarfrei, VCÖ/ Rita Newman, illwerke vkw, Bernd Hofmeister, Bruno Klomfar, Shutterstock Anzeigen: Russmedia ­Verlag GmbH, ­Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

Umweltschutz steht – nicht zuletzt dank Greta Thunberg und ihrer „Fridays für Future“Bewegung – im Fokus des öffentlichen Interesses. Die ­ Hypo Vorarlberg, einer der größten Arbeitgeber im Land, bekennt sich seit Jahren klar zum Thema Nachhaltigkeit und setzt konkrete Zeichen. CO2-Fußabdruck reduzieren Seit 2014 reduziert sie ihren CO2-Fußabdruck stetig. Einerseits durch größere Investitionen wie Photovoltaikanlagen in der Zentrale in Bregenz sowie dem Hypo Office Dornbirn. Andererseits durch kleinere Maßnahmen wie den Tausch oder die Reduktion von Druckern und Multifunktionsgeräten, den Einsatz von LED-Leuchtmitteln oder die Optimierung von Regelungen bei Wärme- und Kälteerzeugungsanlagen. Die verbleibenden Emissionen werden durch Klimaschutzprojekte kompensiert. Dadurch ist der gesamte Konzern sowie die Tochtergesellschaften seit 2016 nach den Kriterien des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 klimaneutral. Nachhaltige Investments Darüber hinaus spielt die ethische und soziale Verantwortung auch in der Produktent-

Ein Schritt ist die Schärfung des Bewusstseins für Nachhaltigkeit. wicklung der Bank eine immer größere Rolle. So wurde das Spektrum an Eigenemissionen im Herbst 2017 durch einen Green Bond erweitert. ­ Der Emissionserlös von Green Bonds wird dazu verwendet, nachhaltige Investitionsprojekte zu finanzieren bzw. zu refinanzieren. Sie bieten damit die optimale Möglichkeit, nachhaltige Aspekte des ­Geschäfts mit gezielter Inves­ torennachfrage zu verbinden und die Investorenbasis zu ­ rweitern. e Im Finanzierungsbereich werden mit dem Klimakredit ­e nergiesparende Investitionen im Wohnbau gefördert. Mit besonders günstigen Konditionen unterstützt die Bank

umweltfreundliche Sanierungsmaßnahmen wie beispielsweise die Anschaffung erneuerbarer Energieversorgungstechnologien (Wärmepumpen, Solaranlagen etc.) oder die thermische Gebäudesanierung im Privatkunden­ bereich. Bewusstsein schärfen Neben konkreten Investitionen und Initiativen wird auch darauf gesetzt, unter ihren Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern das Bewusstsein zu schärfen. Kleine Verhaltensänderungen können eine große Wirkung haben. Wer beispielsweise die Treppe statt den Lift benützt, tut nicht nur seiner Gesund-

der Region eingelöst werden können. Ein erster Test, in dem ausgewählte Mitarbeitende der beteiligten Unternehmen verschiedene RidesharingApps ausprobieren, startet bereits kommende Woche. Umfassende Plattform Doch die Idee geht weiter: Ziel des Zusammenschlusses ist die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Mobilitätslösungen. So soll die Testapp zukünftig zu einer umfassenden Plattform ausgebaut

werden, die allen Vorarlbergern über das ganze Ländle hinweg passgenaue Mobilitätsangebote für ihre Wege macht – ohne ein eigenes Auto benutzen zu müssen. „Ich gebe meinen Start- und meinen Zielort an und bekomme auf Knopfdruck den besten Weg via Bus, Bahn, E-Roller oder eben Fahrgemeinschaft angezeigt“, erklärt Rhomberg. Sein Fazit: „Um den Verkehr wieder flüssig zu machen, müssen wir einen Großteil der Autos überflüssig machen.“

heit etwas Gutes, sondern spart auch Energie. Veranstaltungen werden sofern möglich, nach den Kriterien für Green Events durchgeführt. 2016 wurde in der Bank zur strukturierten Planung ihrer Nachhaltigkeitsziele und ­-vorhaben einer eigene Stelle eingerichtet und ein ent­ sprechendes Nachhaltigkeits­ programm ins Leben gerufen. Grünes Rating Die nachhaltigen Bestrebungen zeigen nicht nur ökologische Wirkung. Als erste Vorarlberger Bank wurde die Hypo Vorarlberg von ISS-oekom, eine der führenden Ratingagenturen im nachhaltigen Anlagesegment, im Mai 2017 mit dem „Prime“-Status bewertet. Auch im Jahr 2019 konnte diese gute Bewertung gehalten werden. Damit qualifiziert sie sich auch im Besonderen für Investments aus ökologischer und sozialer Sicht. Mit dem Bewusstsein, dass noch ein weites Stück des Weges zu gehen ist, hat sich die Bank auch für die Zukunft einiges vorgenommen.

Die Zentrale in Bregenz.

Präsident Georg Strasser.

Biomasse ist essenziell für Klimawende „Mit Biomasse, Biogas, Photovoltaik, Windkraft und Wasserkraft in eine CO2neutrale Zukunft investieren, das wollen jetzt alle Parteien. Eine bedeutende Einigung auf den entsprechenden Antrag der ÖVP gab es im Nationalrat. Unser Antrag wird von allen Parteien unterstützt. Für den Kampf gegen den Klimawandel ist das ein eindeutiges Signal. Angesichts steigender Schadholzmengen durch Borkenkäfer gibt es noch viel zu tun. Wir sind aber auf einem guten Weg, das große Potenzial erneuerbarer Rohstoffe aus Land- und Forstwirtschaft besser zu nutzen“, ist Bauernbundpräsident Georg Strasser zufrieden. „Insgesamt fließen 540 Mill. Euro in Erhalt und Ausbau von Ökostrom. ­Davon profitieren auch die Biomasseanlagen.


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Dienstag, 1. Oktober 2019 Extra

Die Post wird immer grüner Umweltbewusstsein steht im Zentrum des Handelns der Österreichischen Post AG – und das erfolgreich seit vielen Jahren. Als verantwortungsvolles heimisches Unternehmen trägt die Post mit ihren nachhaltigen Maßnahmen maßgeblich zur Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes bei. So wird unter anderem seit 2011 eine CO2-neutrale Zustellung von Briefen, Paketen, Werbesendungen und Zeitschriften für Kunden in ganz Österreich garantiert – und das ohne zusätzliche Kosten und vom TÜV Austria geprüft. Mit mittlerweile 1600 Fahrzeugen verfügt die Post über den größten E-Fuhrpark des Landes, mit eigenen Photovoltaikanlagen erzeugt das Unternehmen grünen Strom für seine Flotte selbst. Bis 2030 soll die Zustellung auf der letzten Meile zu 100 Prozent CO2-frei erfolgen. Eine Verdopplung der Photovoltaikanlagen steht ebenfalls auf der Agenda.

Weitere Photovoltaikanlagen in Planung Mittels dreier Photovoltaikanlagen auf den Logistikzentren Allhaming und Inzersdorf sowie einer in 1220 Wien erzeugt die Post selbst jährlich rund 1,4 Millionen kWh saubere Energie, mit der der gesamte E-Fuhrpark versorgt werden kann. Zwei Anlagen auf den neuen Logistikzentren in Kalsdorf und Hagenbrunn befinden sich aktuell in Bau, weitere sind in Planung. Bereits seit mehreren Jahren bezieht die Post ausschließlich grünen Strom aus Österreich.

Für eine zukünftig klimaneutrale Zustellung sind mittlerweile schon mehr als 1600 Elektrofahrzeuge im Einsatz. Grüne Landeshauptstädte und Umgebung Haupteinsatzgebiet für die EFahrzeuge sind derzeit noch Ballungsräume und insbesondere Wien. 180 E-Fahrzeuge sorgen dafür, dass in Wien die Zustellung von Brief- und Werbesendungen an Privatkunden zu 99 Prozent mit E-Fahrzeugen passiert. Dadurch können globale CO2-Emissionen und lokale Schadstoffemissionen und Lärmimmissionen vermieden und die Lebensqualität in der Stadt weiter erhöht werden. Die Zustellung in Eisenstadt erfolgt bereits gänzlich

mittels E-Fahrzeugen. In St. Pölten, Innsbruck oder auch Wiener Neustadt wird bereits zu über 90 Prozent „grün“ zugestellt, die weiteren Landeshauptstädte befinden sich am besten Weg dahin. Bereits seit 2018 intensiviert die Post in den Einsatz von E-Fahrzeugen auch in ländlichen Regionen. Da die Reichweiten der Fahrzeuge immer besser werden, ergeben sich breitere Einsatzmöglichkeiten. So kann noch mehr CO2 eingespart und Schadstoff- und Lärmbelästigung auch außerhalb der Ballungsräume vermieden werden.

Für die Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft und Mitarbeiter Neben Maßnahmen im Bereich gesellschaftlicher, sozialer und wirtschaftlicher Verantwortung liegt ein Schwerpunkt der Post vor allem auf der Ökologisierung des Unternehmens. Seit 2007 ist die Post Mitglied beim UN Global Compact und orientiert sich bei der Umsetzung ihrer Ziele und Aktivitäten an dessen Prinzipien bezüglich Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umweltschutz und Antikorruption. So bekennt sich die Österreichische Post auch zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen,

Foto: Post AG

den Sustainable Development Goals (SDGs), die seit Jänner 2017 gültig sind, und hat diese in ihre Nachhaltigkeitsstrategie integriert. Auch aus Sicht des Kapitalmarktes agiert die Post nachhaltig, das zeigen die vielen ausgezeichneten Ratings im Bereich Environment, Social und Governance. Mit dem Beitritt zur Initiative „Science Based Targets“ 2016 wurde noch einen Schritt weitergegangen, indem man sich verpflichtet hat, zum globalen Klimaziel des Klimaabkommens in Paris beizutragen und die CO2-Emissionen um 14 Prozent bis 2025 zu verringern. ANZEIGE

Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg

Ausbau der E-Mobilität Bereits 2011 hat die Österreichische Post die Initiative „CO2 NEUTRAL ZUGESTELLT“ gestartet, um den CO2-Fußabdruck des Unternehmens schrittweise zu verringern. Was auch gelingt: So wurden die CO2-Emissionen von 100.000 im Jahr 2009 auf rund 71.500 Tonnen CO2 im Jahr 2018 gesenkt. Dazu werden Energieeffizienzmaßnahmen in den internen Prozessen umgesetzt als auch selbst in alternative Umwelttechnologien investiert. Mittlerweile verfügt die Post mit mehr als 1600 Elektrofahrzeugen über die

größte E-Flotte Österreichs und ist damit Vorreiter in der grünen Logistik. Erst vor Kurzem wurde die größte Einzelbestellung Österreichs getätigt und 249 neue E-Fahrzeuge wurden angeschafft, bis Ende 2019 soll die Flotte auf rund 1900 E-Fahrzeuge ausgebaut werden. Bereits zwischen 1913 und 1985 hatte die Österreichische Post E-Fahrzeuge im Einsatz. Nach Ausscheiden der letzten Fahrzeuge wurde 2012 der Neustart der E-Mobilität eingeleitet. Neue elektrobetriebene Fahrzeuge sollen konventionelle weiterhin sukzessive ersetzen und bis 2030 im Zuge der Initiative „Electric Vehicle 100“, zu der sich die Post bekennt, die Zustellung auf der letzten Meile zu 100% „grün“ erfolgen. Dazu testet die Post laufend neue Wege in der Zustellung, wie mit dem aktuell laufenden Pilotprojekt im 3. Wiener Gemeindebezirk: Die Zustellung erfolgt dort im Zeitraum von drei Monaten mittels E-Lastenrädern über ein zentral gelegenes City Hub.

e n i e r Fü e h c i l g u a t l e k n e t f n u k Zu Schritt für Schritt zur Energieautonomie

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10 Energie und Umwelt

Dienstag, 1. Oktober 2019 Extra

Vorarlberg netz rüstet das Stromnetz für die Herausforderungen der Energiewende.

Netzinfrastruktur wird zukunftsfit Neue Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende und Elektromobilität.

fähiges Netz steigen ständig und mit ihnen auch die Kreativität der Netzplaner.

Läuft man dieser Tage bei einem Spaziergang durch Batschuns in der Gemeinde Zwischenwasser, würde man wohl kaum vermuten, was sich hinter dem frisch renovierten Gemäuer der alten Trafostation verbirgt. In der noch in Turmform errichteten Station wird eifrig Forschung betrieben, um das Stromnetz für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen. Neben dem allgemein steigenden Strombedarf stellen neue, zusätzliche Herausforderungen die Ingenieure der Vorarlberger Energienetze GmbH, kurz: vorarlberg netz, ständig auf die Probe: War es anfänglich vor allem die starke Zunahme von dezentralen Erzeugungsanlagen, so sind es in jüngster Zeit vor allem Fragestellungen in Bezug auf die Elektromobilität oder neue Speichersysteme. Kurz, die Anforderungen an ein leistungs-

Kapazitäten ausnützen In Batschuns haben sich die Experten etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um der Energiezukunft zu begegnen. Sie haben eine neue, intelligente Ortsnetzstation entwor-

fen. Mit deren Hilfe sollen die bereits verfügbaren Kapazitäten des Stromnetzes besser ausgenützt und damit die Erfordernisse zusätzlicher Leitungsverstärkungen deutlich verringert werden. Kernstück in Batschuns ist ein neuer, regelbarer Ortsnetztrafo. Das bedeutet, dass vorarlberg netz an der Nahtstelle

Der regelbare Ortsnetztrafo in Batschuns.

zwischen dem Mittelspannungs- und dem Niederspannungsnetz noch einmal eine Regelungsebene eingezogen hat. „So kann das Spannungsband in seiner gesamten Breite ausgenutzt werden“, erklärt Projektleiter Thomas Hilbe von vorarlberg netz. Doch damit alleine ist es noch nicht getan. In der Ortsnetzstation in Batschuns messen Sensoren ständig die unterschiedlichsten Ströme und Spannungen. Eine spezielle Software nutzt die Daten unter Einbindung eines digitalen Netzabbilds für eine dynamische Lastabschätzung – oder vereinfacht gesagt: Der Zustand des Netzes kann für jeden Zeitpunkt berechnet und damit die Spannung je nach Bedarf ständig angepasst werden. „Unsere e5 und Klima­ bündnisgemeinde entwickelt sich stetig weiter. Wir freuen uns, dass wir mit vorarl­berg netz einen Partner an der Seite haben, der im Bereich Forschung und Entwicklung voranschreitet und damit die

Überschussabnahme des privat erzeugten Photovoltaikstroms auch zukünftig garantieren kann.“, so Kilian Tschabrun, Bürgermeister von Zwischenwasser. Mission 2030 Die neue Netzintelligenz ist aber nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen vorarlberg netz seine Infrastruktur zukunftsfit gestaltet. Viele weitere Ansätze hat die illwerke-vkw-Tochter in dem Projekt mit dem Namen „Netzentwicklung – mission 2030“ zusammengefasst. Das Ziel: Die Auswirkungen der steigenden Elektrifizierung und der erneuerbaren, dezentralen Erzeugung auf das Strom- und Gasnetz zu untersuchen und mit den Erkenntnissen Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die für die Netzentwicklung bis 2030 umgesetzt werden sollen. Unterstützt wird das Unternehmen auf der mission 2030 unter anderem von der FHV und der Forschungsstelle für Ener-

giewirtschaft (FfE) in München. „Dieses Projekt und die in Batschuns umgesetzte Lösung zeigt, dass vorarlberg netz bei der Forschung und Entwicklung intelligenter Netzlösungen eine Vorreiterrolle einnimmt“, so Johannes Türtscher, Geschäftsführer der Netzgesellschaft von illwerke vkw. Perfekte Bedingungen „Batschuns bietet aufgrund der Beschaffenheit der Energienetze und Erzeugung eine optimale Testumgebung“, berichtet Thomas Hilbe. „Mit einer installierten Photovoltaikleistung von 320 Kilowatt peak bei einer Leistung der Station von rund 350 Kilowatt im Winter halten sich Erzeugung und Verbrauch beinahe die Waage. Da die Anlagen gut im Ort verteilt sind und eine hohe ­ Bandbreite bieten, finden wir hier eine Situation vor, die das Stromnetz der Zukunft perfekt repräsentiert“, so der Experte.

Vorarlbergs Haushalte sammelten im ersten Halbjahr 28.450 t Verpackungen und Altpapier Erfreuliche Halbjahreszahlen meldet die Altstoff Recycling Austria AG (ARA AG): In Vorarlberg wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 28.450 Tonnen Verpackungen und Altpapier getrennt gesammelt. Die Sammelbilanz liegt damit um 3,4 Prozent unter dem Vorjahresergebnis (Vergleichszeitraum 1. Halbjahr 2018). Die Ergebnisse für Vorarlberg im Detail: Die Sammelmenge an Leichtverpackungen liegt bei 5520 Tonnen, das ist ein leichtes Minus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei

Werner Knausz Vorstand der ARA

Laut IMAS-Daten sammeln 98 Prozent der Österreicheri­ nnen und Österreicher getrennt. Ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.

Glas sinkt das Ergebnis um 4,2 Prozent auf 6900 Tonnen. Die Christoph Erfassungsmenge von MetallScharff verpackungen steigt um 1,5 Vorstand Prozent auf 1370 Tonnen. Der der ARA Rückgang bei der Altpapiersammlung von 4,2 Prozent auf 14.660 Tonnen ist darauf zurückzuführen, dass vermehrte Die „Friday for Future“Online-Nutzung den Bereich Demos leisten mit Druckerzeugnisse stark beeinPolitik und Unternehflusst – ein Trend der letzten Jahre. Der Verpackungsbereich men sowie Gemeinden ist hier allerdings nicht betrofund Entsorgern wichtige fen. Weiterhin steigen die Bewusstseinsbildung. erfassten sortenreinen Ver­ ­ packungen aus Karton oder Pappe an. Insgesamt sammelten die ös- Mehr als je kommt es heute terreichischen Haushalte in auf das Engagement jedes Eindiesem Zeitraum 539.520­ zelnen an, betont ARA-VorTonnen Verpackungen und stand Werner Knausz: „Laut ­ Altpapier (minus 0,8 Prozent aktuellen IMAS-Daten samim Vergleich zum Vorjahr) meln 98 Prozent der Österreiund leisteten damit einen cherinnen und Österreicher wichtigen Beitrag zur Kreis- getrennt. Trotzdem müssen wir alle gemeinsam noch härlaufwirtschaft. ter daran arbeiten, die europäEngagement des Einzelnen ischen Recyclingziele zu erreiMit der getrennten Ver­ chen. Daher gilt auch weiterpackungssammlung leisten hin: Noch mehr sammeln und alle Österreicherinnen und richtig trennen“. Österreicher einen wichtigen Österreich liegt mit den HausBeitrag zum Umweltschutz – haltssammelergebnissen stets und tragen wesentlich zu ei- im europäischen Spitzenfeld. ner erfolgreichen Kreislauf- Besondere Motivation zu wirtschaft bei. noch mehr Sammeln und

Wir haben eine Vorreiterrolle in Bezug auf das Recycling. ­ ecyceln bringen sicher auch R Auftritte der Klimaaktivistin Greta Thunberg und die weltweiten „Friday for Future“-Demos, die auch in Österreich gut besucht und viel diskutiert werden. „Diese von der

jungen Generation getragenen Aktivitäten leisten gemeinsam mit dem langjährigen intensiven Engagement von Politik, Unternehmen, Gemeinden und Entsorgern einen wichtigen Beitrag zur

Bewusstseinsbildung. Wir sind überzeugt, dass Öster­ reich seine Vorreiterrolle in Sachen Recycling weiter halten kann,“ kommentiert ARAVorstand Christoph Scharff die Halbjahresbilanz.


Dienstag, 1. Oktober 2019 Anzeigen

Foto: Ludwig Berchtold

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WERTSTOFF ZUKUNFT Das Thema Nachhaltigkeit erfasst längst sämtliche Bereiche unseres Lebens und Wirtschaftens. Deshalb setzt Loacker Recycling verstärkt auf alternative Energien und Elektro-Mobilität. Die Loacker Entsorgungsberater legen auf ihrem Weg zu unseren Kunden jährlich etwa 50.000 km zurück – mit der hauseigenen E-Auto Flotte geschieht das nahezu emissionslos. Für umfassende Dienstleistungen mit Blick auf die Umwelt und einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen.

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Da unsere Umwelt wirklich wichtig ist, beziehen wir nur „grünen“ Strom aus Österreich, haben die größte E-Fahrzeugflotte Österreichs und produzieren mit unseren eigenen Photovoltaikanlagen selbst Energie. Darum sind wir das einzige Logistikunternehmen, das alle Sendungen in Österreich CO2 neutral zustellt. Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post.


12 Energie für unser Leben

Dienstag, 1. Oktober 2019 Extra

Ein unscheinbares Gebäude, das für warme Winternächte sorgt illwerke-vkw-Tochter vorarlberg netz erneuerte diesen Sommer die wichtige Erdgashochdruckreduzierungsstation in Rankweil komplett. 800.000 Euro wurden in die Anlage ­investiert. Der Herbst ist da, die Tage werden wieder kürzer und kühler. Die Heizsaison be­ ginnt also wieder. Viele Vorarl­ berger setzen dabei auf Erd­

Simon Winder Projektleiter vorarlberg netz

Wir haben eine kom­ plette Erneuerung der Anlage vorgenommen. Lediglich die Gebäude­ hülle blieb unverändert. Das Projekt läuft seit zweieinhalb Jahren. gas. 32.700 Anschlüsse zählt vorarlberg netz im Land. Sie alle sind über ein ausgeklü­ geltes Netz verbunden, das von der 100-prozentigen ill­ werke-vkw-Tochter betrieben wird. Bis das Gas im Haushalt ankommt, muss nämlich ­einiges passieren. Das lässt sich gut an der Erd­ gashochdruckreduzierungs­

station in Rankweil erklären. Das unscheinbare Gebäude in Nähe zur Autobahnauffahrt spielt eine wichtige Rolle in der Erdgasversorgung des Landes. Die Anlage besteht seit 1983 und wurde diesen Sommer um 800.000 Euro komplett erneuert: Lediglich die Gebäudehülle ist dieselbe geblieben. Simon Winder von vorarlberg netz hat die Sanie­ rung der Anlage federführend geplant und geleitet und hat den VN einen Einblick in das Innere der Station gewährt. Gasgeruch wird beigemengt In der Station wird das Gas, das im Hochdrucknetz mit bis zu 64 Bar Druck geführt wird, auf das Mitteldrucknetz, das mit maximal fünf Bar geführt wird, heruntergeregelt. Dazu gibt es zwei redundante Regel­ strecken, so ist auch bei Pro­ blemen in einem Kreislauf immer ein zweiter vorhanden. Im Kreislauf wird erst der Druck gemessen, dann geht das Gas in eine Filteranlage, um etwaige Verunreinigungen zu entfernen. Ein wichtiger Schritt ist dann die Odorie­ rung: Damit es bei einem Gas­ verlust einen ­ Geruch als Warnsignal gibt, wird nämlich ein Duftstoff zum prinzipiell geruchslosen Erdgas beige­ mengt. Das passiert vollautomatisch und ­ jeweils auf die herr­ schende Erdgasmenge abgestimmt.

Im Inneren des unscheinbaren Gebäudes wurde die komplette Anlage runderneuert. Im nächsten Schritt folgt dann das Vermindern des Drucks. Aufgrund des JouleThompson-Effektes kühlt Gas bei Druckreduzierung stark ab. Ohne Vorwärmen des Gases würde die Anlage des­ halb innerhalb e ­ iner Viertel­ stunde dick gefrieren. Des­ halb gibt es eine eigene

Am Computer wurden die Installationen vorgeplant und dann im ­Sommer neu eingebaut.

Vorwärm-station. In Rankweil nutzt man dazu in einem Heizraum das vorhandene Erdgas so wie eine Solaranla­ ge am Dach des Gebäudes, wenn die S ­ onne scheint. „Das erhöht die Energieeffizienz“, erklärt Winder. Mitteldruck in Gemeinden Im Mitteldruckbereich führt das Gasnetz jetzt in die umlie­ genden Gemeinden, dabei kann das Netz immer von mehreren Seiten erreicht wer­ den. Auch hier ist die Redun­ danz wichtig. Für umliegende Gebäude wird zudem auch direkt in der Anlage das Gas noch auf die haushaltsüb­ lichen maximalen 0,1 Bar he­ runtergeregelt. Von Rankweil aus wird aber auch das Hoch­ drucknetz weitergezogen. Hier passiert der Haupt­ strang, der von Lindau nach Nüziders führt, es zweigt aber auch ein Strang ab, der mit dem Schweizer (via Bangs) bzw. Liechtensteiner (via Rug­ gell) Gasnetz verbunden ist. Aufwendige Arbeiten Eine derart zentrale Anlage abzuschalten ist aufwendig.

Die Arbeiten können nur im Sommer erfolgen, wenn der Gasverbrauch niedriger ist. Denn dann können andere Stationen viele Aufgaben übernehmen. Für den Neuan­ schluss musste aber die Ver­ bindung in den Walgau unter­ brochen werden. Das geschah an einem Samstag im August. Damit Betriebe, die am Gas­ netz hängen, weiterarbeiten konnten, musste schnell gear­ beitet werden, denn die konn­

ten an diesem Tag nur auf das Gas zugreifen, das in der abge­ trennten Leitung nach Nüzi­ ders übrig war. Die Anlage ist schon lange wieder am Netz, läuft aber noch im Test- und Abstim­ mungsbetrieb. Sie ist vollauto­ matisch funktionsfähig – die Überwachung erfolgt über die Hauptschaltzentrale in Bre­ genz, bei Notfällen ist jeder­ zeit schnell ein Serviceteam vor Ort.

Der neue Anschluss ans Gasnetz wurde im Sommer eingebaut.

Umweltfreundliche Solarenergie für jeden Mit flexiblen Photovoltaik­ paneelen zur elektrischen E ­ nergieautonomie. Das Ziel des Pariser UN-Klimaabkommens ist, die Erhitzung unseres Planeten auf „deutlich unter 2 Grad“ zu begrenzen, möglichst auf 1,5 Grad Celsius. Wenn man alles zusammen­ nimmt, was die Staaten bisher

Andreas Vonblon Stromify

Die Photovoltaikpaneele Solmate und Lightmate sind mit wenigen Handgriffen am Balkon installiert oder im Garten aufgestellt.

zugesagt haben, steuert jedoch unsere Erde mit hoher Wahr­ scheinlichkeit auf rund 3 Grad Celsius mehr zu. Die Folgen werden eklatant sein. Wissen­ schaftler prognostizieren eine Zunahme an Extremwettern mit Dürren und Überschwem­ mungen und in der weiteren Folge Ernteausfälle und ­Armutsmigration. Zusiche­ rungen und Verpflichtungen der an der Weltklimakonferenz in New York teilnehmenden Länder, Unternehmen und Banken lassen eine positive Trendwende erkennen. UNGeneralsekretär António Guterres resümierte: „Schritt für Schritt wendet sich das Blatt. Aber wir haben einen weiten Weg zu gehen. Wir sind noch nicht angekommen.“ Also ist jeder gefragt, seinen ­ Beitrag zu leisten. Vielleicht auch bei der Energiegewin­ nung? Einfache und günstige Lösungen stehen in Vorarlberg bereit.

Das kleine eigene Sonnenenergiekraftwerk kann überallhin ­flexibel mitgenommen und angebracht werden. „Viele Vorarlberger wohnen nicht mehr in Einfamilienhäu­ sern, sondern in Mehrfamili­ enhäusern, und konnten daher in der Vergangenheit keine Photovoltaikanlage in Erwä­ gung ziehen oder sich die An­ schaffung einer großen Photo­

illwerke vkw aufmerksam. „Die Photovoltaikpaneele Solmate (mit Speicher) und Lightmate (ohne Speicher) sind mit weni­ gen Handgriffen am Balkon installiert oder im Garten auf­ gestellt, in eine Steckdose ein­ gesteckt; und die Wohnung wird sofort mit eigenem er­ neuerbaren Strom versorgt“, erklärt er. Die Paneele sind leicht wieder abzubauen und durch das geringe Gewicht gut zu transportieren. „Der An­ schaffungspreis ist auch für junge Energiesparer interes­ sant. Je nach Energiepreisent­ wicklung hat sich dieser nach rund zehn bis 15 Jahren amorti­ siert.“

voltaikanlage nicht leisten. Flexibler Lebensstil Durch die einfache Lösung der Das kleine eigene Energiekraft­ Solmate- und Lightmate-­ werk kann somit überallhin Paneele können nun auch mitgenommen werden, was Wohnungen immer mehr elek­ dem heutigen flexiblen Le­ trisch autonom werden“, bensstil entspricht. Die intelli­ macht Stromify-Produktma­ genten Paneele haben je nach nager Andreas Vonblon von Größe eine Leistung von bis zu

600 kW/h pro Jahr. „Der Strom wird abgegeben, wenn man ihn in der Wohnung z. B. für WLAN, Kühlschrank und Lade­ geräte braucht. Den Rest spei­ chert Solmate.“ Vonseiten der Bundesregierung wurde das nachhaltige Ziel festgelegt, bis zum Jahr 2030 bilanziell 100 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Energiequel­ len zu erzeugen. Um das errei­ chen zu können, muss noch einiges getan werden. Um die­ se 15 Gigawatt Peak installierte Leistung zu schaffen, wäre ein österreichweiter Ausbau von jährlich 1800 Megawatt not­ wendig. „Das entspricht in ­etwa der zehnfachen Leistung, die derzeit jährlich installiert wird“, hofft Andreas Vonblon auf einen Mitmacheffekt in ­Sachen Umweltschutz. Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der Vorarl­berger Nachrichten mit Unter­stützung von illwerke vkw.


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