WERTVOLL
Ökologische Initiativen für eine lebenswerte Zukunft
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21. September 2019
Bewusstsein für planetarische Prozesse entwickeln
Ökotechnologie hält Wertstoffe im (Natur-)Kreislauf
Achtsamkeit im Umgang mit Ressourcen
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Samstag/Sonntag, 21./22. September 2019 Vorarlberger Nachrichten
VN-INTERVIEW. „Buchdruckerei Lustenau“-Geschäftsführerin Christine Schwarz-Fuchs (45), IV-Vizepräsidentin in Vorarlberg
Christine Schwarz-Fuchs: „Die Politik muss überparteiliches Interesse am Klimaschutz haben. Als Interessenvertreterin weiß ich, dass es nur gemeinsam geht – dafür setze ich mich ein.“
„Die IV steht zum Klimaschutz!“ „Wir wollen gemeinsam klug gestaltete Maßnahmen pro-aktiver antreiben!“
LUSTENAU Die ökologisch orientierte Unternehmerin und IV-Vizepräsidentin in Vorarlberg, Christine Schwarz-Fuchs, will für eine lebenswerte Zukunft unserer Nachkommen gemeinsam erarbeitete ganzheitliche Konzepte umsetzen und konkrete Schritte setzen.
Das BULU-Energieteam: Christine Schwarz-Fuchs, Bernd Grabher, Ralph Kogler, Daniel Weiskopf.
Kurs. Wir garantieren klimaneu trales Drucken, sind unter anderem nach FSC sowie PEFC zertifiziert und haben unsere Produktion u. a. mittels Biofarben auf Pflanzenölbasis und umweltfreundlichem PUR-Leim auf Green Printing umgestellt.
„Mutige Vorreiter in Industrie und Wirtschaft sind wesentlicher Teil der Lösung.“ Christine Schwarz-Fuchs IV-Vizepräsidentin Vlbg.
dass andere Länder auf der Welt noch einen sehr großen Aufholbedarf haben und es in unser aller Interesse ist, dass sie unsere Standards übernehmen. Wie soll Bewusstseinsbildung bei der gesamten Bevölkerung erreicht werden, einerseits was die Industrie besonders in Sachen zukunfts
weisende Ökologie leisten kann und leisten wird, und andererseits welche Rahmenbedingungen seitens der Politik dafür nötig sind – nicht zuletzt auf Druck aus der Bevölke rung? SCHWARZ-FUCHS Ich möchte möglichst viele Unternehmen dazu motivieren, einen nachhaltigen Weg einzuschlagen bzw. laufend daran zu arbeiten, weitere Umweltschutzmaßnahmen umzusetzen. In meiner Funktion als Interessenvertreterin bin ich überzeugt, dass es nur gemeinsam geht. Die Politik sollte das Thema nicht nur parteipolitisch nutzen, sondern überparteiliches Interesse haben. Die Industrie bzw. die Wirtschaft als Gesamtes ist nicht Teil des Problems, sondern wesentlicher Teil der Lösung. Denn der entscheidende Hebel für die notwendigen Veränderungen sind mutige Vorreiter, Innovation und Technologie im Energie- und Klimabereich – und das geht nur gemeinsam, dafür setze ich mich ein. Foto: Ludwig Berchtold
Was will die IV-Vizepräsidentin für den Standort Vorarlberg im globalen
viele betriebliche Initiativen, die müssen wir noch viel transparenter machen. Ich halte auch das Projekt Energieautonomie 2050 für den richtigen Weg in Vorarlberg. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass es entscheidend sein wird,
Wir achten auf unsere Umwelt.
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Wie lautet die visionäre Grund ausrichtung des eigenen Unterneh mens? SCHWARZ-FUCHS Im Sinne unserer Kinder und Kindeskinder liegt uns die Umwelt sehr am Herzen, weshalb der Umweltschutzgedanke seit jeher ein zentraler Teil unserer Firmenphilosophie ist. Nur wenn wir Verantwortung übernehmen, können wir einen Beitrag zum Schutz unseres Planeten leisten. Aus diesem Grund setzen wir konsequent auf Umweltschutz und damit auf ökologische Innovationen und nachhaltiges Energiemanagement. Zahlreiche Zertifizierungen und Auszeichnungen bestätigen diesen
Kontext im Sinne von Umwelt- und Klimaschutz sowie Erhaltung der Lebensgrundlage Natur verankern – Ökologie fruchtbar verbunden mit Forschung und Technik in Design-, Produktions- und Verwertungs prozessen? SCHWARZ-FUCHS Für mich ist ganz wesentlich zu betonen, dass wir in der Industriellenvereinigung voll und ganz zum Klimaschutz stehen. Wir unterstützen bereits bisher klug gestaltete Maßnahmen und möchten diese zukünftig noch proaktiver antreiben. Dabei ist uns ein sachlicher Zugang und eine ehrliche Diskussion wichtig. In Vorarlberg können wir noch mehr für die Vermeidung des Klimawandels leisten – in den unterschiedlichen Branchen, jeder Betrieb für sich, durch neue Geschäftsmodelle, insgesamt durch ein klimafreundliches Mobilitätsverhalten, bei der Sanierung von Gebäuden und auch in unserem Konsumverhalten – das sind laufende Prozesse. Es gibt
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Samstag/Sonntag, 21./22. September 2019 Vorarlberger Nachrichten
Klimawandel trifft die Ärmsten zuerst
Editorial
Verena Daum
Frauen wirtschaften ganz bewusst im Einklang mit der Natur. MEKI/ÄTHIOPIEN „Wenn man in Südäthiopien arbeitet, kommt man in Regionen, in denen die Folgen des Klimawandels auch von den schlimmsten Ignoranten nicht mehr geleugnet werden können“, bringt es der Bildungsbeauftragte der Vorarlberger Caritas Auslandshilfe auf den Punkt. Er ist regelmäßig vor Ort im Einsatz. Dürren und Ernteausfälle kosten die Menschen die Existenz und treiben sie in den Hunger. Frauen sind im gesellschaftlichen Leben für alles zuständig: fürs Wasserholen, Feuerholzsammeln, Kinbetreuen. Sie derernähren, Tiere kämpfen täglich ums Überleben. Im versteppten Gebiet gibt es fast keine Bäume mehr, und dennoch muss jeder Ast gesammelt werden, da das Holz zum Kochen benötigt wird. Was die ökologische Katastrophe noch verstärkt. Eines der Caritas-Projekte versorgt derzeit Tausende Haushalte mit regional produzierten Energiesparöfen, mit denen sich der Verbrauch von Holz um zwei Drittel reduziert. Das „Eselprojekt“ bestückt die bedürftigsten Frauen mit einem Lasttier und einem Karren, um deren enorme Arbeitsbelastung zu verringern. In Schulungen werden das Anlegen von Hausgärten, einfache landwirtschaftliche Fähigkeiten wie Bewässerungsanbau, Jungpflanzenaufzucht, Kompostierung und Aufforstung („Mango Tree for Family“) vermittelt. Auch die Bereitstellung von Kleintieren
Alles ist Wertstoff Das sollten wir uns als die heutige Konsum- und Wegwerfgesellschaft, die von der Wissenschaft treffend als „Panne der Evolution“ bezeichnet wird, ins Stammbuch schreiben. Als Menschheitsfamilie haben wir nur diesen einen Planeten als Lebensgrundlage. Hören
„Schließen wir die Wertschöpfungskette im Naturkreislauf.“
Kleintiere bilden die Überlebensgrundlage.
„Frauen sind die tragenden Säulen der Gesellschaft und wirtschaften mit Vernunft.“
Wir
Michael Zündel Caritas Auslandshilfe
wie Hühnern, Schafen oder Ziegen ermöglicht den Haushalten einen Neustart mit richtiger Tierhaltung für eine bessere Überlebenschance der Kleinkinder durch gesunde Ziegenmilch, Nahrungssicherheit und ein kleines Einkommen. „Während etwa in den USA und in Europa Klimaschutz nach wie vor weniger als halbherzig umgesetzt wird, gelingt den Menschen im globalen Süden, die unter den Folgen am meisten zu leiden haben, eine bewusste ökologische Wende in ihrem direkten Umfeld verhältnismäßig effizient. Vielleicht sollte man sich hier ein Beispiel nehmen?“, betont Michael Zündel. Danke für Ihre Spende, „Hungerhilfe“ Caritas Feldkirch, IBAN AT32 3742 2000 0004 0006
wir also auf mit Schuldzuweisungen und dummen Befindlichkeiten á la Bolsonaro/Macron. Hören wir auf, unnötigerweise Abfall zu produzieren, unsere Gewässer und Böden zu vergiften, unsere grünen Lungen – die Wälder – zu verbrennen. Schluss mit dem Agrochemie-Wahnsinn, seiner toxischen Futtermittelindustrie und unerträglichem Tierleid. Abgesehen davon, dass wir den Planeten nachhaltig zerstören, stehen wir bekanntlich am Ende der Nahrungskette. Unsere Landschaften, Meere und Ozeane ersticken im Müll. Das Wertvollste sind die
Kinder und die Natur, die sie für ein gutes und menschenwürdiges Leben brauchen. Unsere Jugend will gesamtheitliche Konzepte umgesetzt sehen, die sowohl regional wie auch im globalen Kontext nachhaltig greifen. Wir sind für unsere Nachkommen und deren Wohl verantwortlich. So gehört das Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur ins kollektive Bewusstsein, ökologischsoziale Steuerreformen verpflichtend in Regierungsprogramme, Littering gesetzlich verboten und unter Strafe gestellt, vorbildliche Unternehmen öko-steuerlich „belohnt“, Einsatz und Entwicklung von Ökotechnologien gefördert, Wiederaufforstung in natürlicher Vielfalt effektiv vorangetrieben, die Wertschöpfungskette im Naturkreislauf geschlossen. Was brauchen wir wirklich? Mahatma Gandhi: „Es gibt genug für jedermanns Bedürfnisse, nicht aber für jedermanns Gier!“ VERENA DAUM redaktion@vn.at 05572 501-263
IMPRESSUM PROJEKTLEITUNG/REDAKTION Verena Daum FOTOS Verena Daum, Michael Zündel/Caritas, Bertsch.at, Rhomberg.com, bulu.at, Reinhard Fasching, illwerke vkw, BIO Vorarlberg GESTALTUNG Stefan Eder
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Samstag/Sonntag, 21./22. September 2019 Vorarlberger Nachrichten
Durch neue Technologien und ein anhaltendes Bekenntnis zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unterstützt das Unternehmen seine Kunden in dem Bestreben, dass die Eingangsmilch komplett verarbeitet wird um eine restlose Rohstoffverwertung zu verwirklichen.
BERTSCHfoodtec: Anlagen für restlose Rohstoffverwertung in der Milchwirtschaft Die BERTSCHgroup setzt mit zukunftsweisenden Ökotechnologien auf top Qualität, „zero waste“ und Effizienz. wird die Milch filtriert, gekühlt, gelagert, separiert und thermisch behandelt. Danach wird entschieden, ob die Milch im so genannten weißen Bereich (= Trinkmilch, Joghurt, Sahne, Butter) oder im gelben Bereich (= Käse) weiterbearbeitet wird. Alle Maschinen und Anlagen für die weitere Verarbeitung in der weißen Linie werden ebenfalls von BERTSCHfoodtec geplant und geliefert. Es wird genau auf die Wünsche des Kunden eingegangen, weil bei den verschiedenen Herstellungsarten von Trinkmilch, Joghurt, Sahne oder Butter jeweils ein anderer Prozess zugrunde liegt.
Wertvolle Molke Bei der Herstellung verschiedenster Käsesorten (gelbe Linie) ist der BERTSCH Käsefertiger das Herzstück. Weitere für die Qualität entscheidende Anlagen sind die Käsepresse und die Salzbadanlage, die zu fixen Bestandteilen des BERTSCH-
foodtec Lieferspektrums gehören. Das spannende bei der Käseproduktion ist, dass ein wertvolles „Abfallprodukt“ anfällt: die Molke,
„Unsere Ökotechnologien leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.“ Ing. Hubert Bertsch CEO BERTSCHgroup
die immer im warmen Zustand gewonnen wird. Damit die angefallene Molke weiterverwendet werden kann und nicht verdirbt, wird sie gekühlt. Die entnommene Wärme
wird wiederum dafür verwendet, die Milch für die Bearbeitung im Käsefertiger zu erwärmen. So entsteht ein effizienter Energie-Kreislauf und die Molke kann weiterverarbeitet oder an eine artverwandte Industrie verkauft werden. Sodann können aus der Molke neben den bekannten Molkegetränken wertvolle Grundstoffe wie Eiweiß oder Laktose gewonnen werden. Dies erfolgt ebenfalls in Filtrationsanlagen der BERTSCHfoodtec. Die restlose Rohstoffverwertung des kostbaren Naturprodukts Milch ist in beiden Linien gegeben und wird durch Innovationen in den weiteren Jahren sowie in den zugehörigen übergreifenden Prozessen vorangetrieben.
Technologien der Zukunft Eine der drei Säulen der BERTSCHgroup sind Kraftwerksanlagen und Prozessapparate. Hier zählt BERTSCHenergy als europäischer Marktführer bei Biomassekraftwer-
ken und den zukunftsweisenden Abhitzekesseln zu den führenden Unternehmen im internationalen Kraftwerks- und Anlagenbau. Als internationaler Generalunternehmer für die Nahrungsmittelindustrie ist BERTSCHfoodtec kompetenter Partner in der Milchindustrie mit Molkerei- und Käsereianlagen, welche international hohes Ansehen genießen. BERTSCHlaska ist seit Jahrzehnten top in der fleischverarbeitenden Industrie - von der Lieferung einzelner Maschinen bis zum Komplettangebot inklusive Montage, Schulung und Betreuung. „Mit zukunftsweisenden Ökotechnologien, besonders im Energiebereich, leistet unser Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele“, bringt es BERTSCHgroup-CEO Ing. Hubert Bertsch auf den Punkt. www.bertsch.at
Foto: Daniel Gollner
BLUDENZ BERTSCHfoodtec stattet als langjähriger und international angesehener Partner für die moderne Milchindustrie Kunden mit sämtlichen Technologien, Anlagen und Maschinen aus. Der schonende Umgang mit dem Naturprodukt Milch, höchste technische Standards und erstklassige Qualität zeichnen die Molkerei- und Käsereianlagen aus. Durch neue Technologien und ein anhaltendes Bekenntnis zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unterstützt das Unternehmen seine Kunden in dem Bestreben, dass die Eingangsmilch komplett verarbeitet wird, um eine restlose Rohstoffverwertung zu verwirklichen. In jedem Fall ist der erste Schritt nach der Milchannahme in einem Betrieb die Vorbereitung der Milch für eine entsprechende Weiterbehandlung. Dies geschieht in der Verarbeitungslinie, welche komplett von BERTSCHfoodtec geplant und geliefert wird. Hier
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Samstag/Sonntag, 21./22. September 2019 Vorarlberger Nachrichten
illwerke vkw haben Klimaschutz im Fokus illwerke vkw stehen für zukunftssichere Lösungen - Projekte/Angebote dienen vor allem dem Klimaschutz.
BREGENZ Der heimische Energiedienstleister illwerke vkw ist in den Geschäftsfeldern Wasserkraft, Versorgung und Dienstleistungen, Netze und Tourismus tätig. Zentrales Thema bei allen Aktivitäten ist der Klimaschutz. Am deutlichsten wird dies beim Ausbau der Wasserkraft. Um den Anteil an erneuerbarer Energie im Land zu steigern, werden in den nächsten Jahren mehrere Projekte umgesetzt. In Bau befindet sich derzeit das Kleinwasserkraftwerk Argenbach im Bregenzerwald. Geprüft werden aber auch größere Kraftwerke an der Meng, der unteren Bregenzerache und an der unteren Ill. Ziel ist es, die Stromversorgung in Vorarlberg durch 100 Prozent erneuerbare Energiequellen zu gewährleisten.
Energiewende schaffen Mit dem gerade eröffneten Obervermuntwerk II erfüllt die illwerke vkw aber noch eine weitere wichtige Aufgabe, die den Klimaschutz
schutz ist es aber ebenso wichtig, weniger Energie zu verbrauchen. Mit Angeboten wie dem Klimaneutralitätsbündnis 2025 und dem Energieeffizienznetzwerk begleitet die illwerke vkw Unternehmen auf ihrem Weg zu mehr Effizienz und schließlich Klimaneutralität.
Wie eine grüne Batterie nimmt das Obervermuntwerk II überschüssige Energie aus dem Netz auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab.
in einem größeren Rahmen unterstützt. Das modernste Pumpspeicherkraftwerk der Welt dient als schneller und flexibler Ausgleich bei Netzschwankungen, die durch den verstärkten Einsatz von Son-
nenenergie und Windkraft entstehen. Wie eine riesige grüne Batterie nimmt das Obervermuntwerk II überschüssige Energie aus dem Netz auf und gibt sie wieder ab, wenn sie dringend benötigt wird.
So leistet die illwerke vkw einen wertvollen Beitrag zur Versorgungssicherheit im europäischen Verbundnetz und schafft die Voraussetzungen für ein Gelingen der Energiewende. Für den Klima-
Klimaneutral wirtschaften Nachdem der CO2-Fußabdruck erhoben wurde, werden gemeinsam Maßnahmen gesetzt, um Energie einzusparen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Als letzte Stufe können unvermeidbare Emissionen kompensiert werden. In Zusammenarbeit mit der Caritas Vorarlberg werden dabei Projekte in Äthiopien unterstützt, die nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch das Leben der eingebundenen Familien erleichtert. Damit setzt sich die illwerke vkw auf regionaler, europäischer und globaler Ebene mit konkreten Maßnahmen für den Klimaschutz ein.
Klimaneutralitätsbündnis BREGENZ Das von den VKW koordinierte Klimaneutralitätsbündnis 2025, eine Kooperation von engagierten und innovativen Unternehmen, die das 100prozentig klimaneutrale Wirtschaften zum Ziel haben, hat bereits 133 Bündnispartner und rund 390.000 Tonnen CO2 kompensiert. Vor fünf Jahren riefen zehn Unternehmer das Klimaneutralitätsbündnis 2025 ins Leben. „In Kooperation mit Prof. DDr. F. J. Radermacher wurde ein Weg erarbeitet, der allen Interessierten ermöglicht, ihren freiwilligen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Bedeutet, die Kräfte zu bündeln, um das 1,5 Grad Celsius Ziel der Vereinten Nationen zu erreichen“, so die Ansprechpartnerin von illwerke vkw DI Anna Maierhofer.
Hausgemacht in der Region. Vorarlberger Ökostrom
klimaneutralitaetsbuendnis2025.com
Konsumentensolidarität ZWISCHENWASSER Die Ausgangsfrage des gemeinnützigen Vereins „Konsumentensolidarität JETZT“ lautet: Was können wir tun? Das Herzstück des Vereins ist der Konsumkodex: hier wird miteinander der Regionale Konsumkodex entwickelt und jährlich aktualisiert, verbessert und erweitert. Dieser beinhaltet eine Liste empfehlenswerter Produkte, Produzenten und wertvolle Tipps. Im Endeffekt geht es darum, sich zusammenzuschließen, um viel bewirken und gemeinsam Zukunft gestalten zu können: Die Solidargemeinschaft stellt den eigenen Konsum schrittweise um, bis er möglichst vollständig den Kriterien „sozial, ökologisch und gerecht“ entspricht. consolnow.org
Partnerschaft Vorarlberg/Chocó Seit 1993 besteht die solidarische Partnerschaft der Vorarlberger Klimabündnis-Gemeinden und des Landes mit den Menschen in der Regenwald-Region Chocó im Nordwesten Kolumbiens. Ziel: Stärkung der lokalen Bevölkerung mit Unterstützung beim Gestalten ihres Lebensraums durch nachhaltiges Bewirtschaften für gesunde Natur - fürs Überleben. Die Projektpartner sind wichtige Verbündete im globalen Kampf für den Schutz des Weltklimas. Nur wenn den Menschen vor Ort die Perspektive einer lebenswerten Zukunft erhalten bleibt, können sie den Umweltbedrohungen wie Wasservergiftung durch Bergbau, großflächige Waldrodungen, etc. dauerhaft Einhalt gebieten. MÄDER
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„Nahversorger“ für Baumaterialien: Im Steinbruch Unterklien gewinnt Rhomberg unter anderem Rohstoffe für neuen Wohnraum im Ländle.
Was ist eigentlich regional? Was bedeutet Regionalität und was hat ein Steinbruch damit zu tun?
„Die Regionalität eines Produktes ist für viele Konsumenten mittlerweile ein zentraler Faktor bei ihren Kaufentscheidungen“, weiß DI Hubert Rhomberg, CEO der Rhomberg Gruppe. Aber was genau bedeutet „regional“ eigentlich? Und was hat ein Steinbruch damit zu tun? „Das Gute liegt so nah“, an dieser Weisheit orientieren sich immer mehr Österreicher.
Vor allem in einer Grenzregion wie dem Rheintal ist diese Frage für viele nicht so einfach zu beantworten. Ist der Speck aus Tirol regional, der
Kurze Transportwege Laut einer Umfrage von Statistik Austria legen 80 Prozent von ihnen großen Wert auf die regionale Herkunft ihres Einkaufs. Viele aus Rücksicht auf das Klima und die Umwelt: Nur tatsächlich regionale Produkte gewährleisten einen geringeren Transportaufwand, wenig CO2-Emmissionen und garantieren, dass die Wertschöpfung innerhalb der Region erhalten bleibt. Aber, was heißt „regional“ eigentlich?
„Regionalität ist längst zentraler Faktor bei Kaufentscheidungen geworden.“
BREGENZ
DI Hubert Rhomberg CEO Rhomberg Gruppe
Apfel vom deutschen Bodenseeufer aber nicht? Das Bregenzer Traditionsunternehmen Rhomberg hat für sich eine klare Regelung gefunden: „Regional heißt: so nah wie mög-
lich. Der Weg vom Produkt zum Käufer muss kurz gehalten werden“, erklärt Rupert Grienberger, als Geschäftsführer der Rhomberg Bau GmbH auch für Ressourcen und damit für die Materialbeschaffung der Bauvorhaben zuständig. Und die belastet die Umweltbilanz jedes Einzelnen erheblich: Rund 60 Prozent aller Transportbewegungen gehen auf das Konto von Bauunternehmen. Das sorgt für jede Menge CO2-Ausstoß.
Effizient organisiert Umso wichtiger ist es, frachtintensive Materialien wie etwa Steine möglichst direkt vor Ort gewinnen zu können. So wie die Rhomberg Gruppe. „Dank unseres Ressourcen-Centers und des Steinbruchs Unterklien haben wir die kürzesten Transportwege in ganz Österreich“, erklärt Grienberger. Etwa 60 Prozent des Materials aus Unterklien
bleiben im Bezirk Dornbirn, die restlichen 40 Prozent gehen in die direkte Nachbarschaft: rund 20 Prozent nach Bregenz, weitere rund
„Kürzeste Transportwege dank RessourcenCenter und Steinbruch Unterklien.“ Rupert Grienberger Ressourcenmanager
20 Prozent auf die Schweizer Seite des Rheintals. „Durch diese Nähe haben wir durchschnittlich nur neun Kilometer Transportweg bis zum Kunden. Im Rest Österreichs
ist diese Strecke über 30 Kilometer lang“, erklärt Rupert Grienberger. „Jahr für Jahr sparen wir so rund 800 Tonnen CO2 ein.“ Zudem betreibt Rhomberg auf dem Areal eine Deponie, in der Bodenaushub abgelagert werden kann. Das spart durch Gegenfuhren ebenfalls Transportkilometer. Durch den Anschluss an das Schienennetz der ÖBB ist ein umweltfreundlicher Anund Abtransport möglich. Der Export in die benachbarte Schweiz ist für Grienberger übrigens kein Widerspruch. Im Gegenteil: „Der Weg nach St. Margarethen oder Widnau ist deutlich kürzer, als wenn wir innerhalb Vorarlbergs in den Bregenzerwald oder das Montafon liefern würden“, erklärt er. „Auch beim Thema Regionalität lohnt sich der Blick über den Tellerrand.“ www.rhomberg.com
„Cradle to Cradle“-Prinzip bei Mary Rose
„Gold“ ist nicht genug! Das Unternehmen auf bestem Weg zu „Platin“.
„Ganz vorne ansetzen, schon beim Produktdesign – schlussendlich muss alles biologisch abbaubar sein, ohne Negativimpact“, betont Stefan Grabher.
DORNBIRN Die Firma Mary Rose von Andrea und Stefan Grabher hat sich in den vergangenen Jahren einen guten Namen gemacht, sowohl als bekannte Heimtextilienmarke wie auch als Vorreiter im Bereich ökologisch und sozial fair produzierter Heimtextilien. Die Eigenmarke Mary Rose ist in den Shops Dornbirn und Innsbruck sehr erfolgreich, aber auch im Großhandel, in der Belieferung verschiedenster Vertriebslinien wie Möbel- und Versandhandel. Da sich in den letzten Jahrzehnten die Produktion von Textilien marktbedingt in Länder der Dritten Welt bzw. in Schwellenländer verlagert hat, sind auch die Herausforderungen für ökologisch motivierte Unternehmer heute andere als vor 30 Jahren. Wesentliche Herausforderungen sind die Sozialbedingungen, die Gewinnung der Rohstoffe wie beispielsweise die Baumwolle, der Produktionsprozess im Färbungsund Veredelungsverfahren und die energietechnische Herausforderung, der ökologische Fußabdruck sozusagen. Da in diesen Ländern nur geringe Umwelt- und Sozialstandards vorhanden sind, liegt es
im Engagement jedes einzelnen Unternehmers begründet, hier aktiv zu werden. „Alleingänge bringen keinen Erfolg“, wissen Andrea und Stefan Grabher und sind auf ihrer Suche nach Kooperationen auf Zertifizierungs- und Labelingsysteme gestoßen. Unter hunderten Labels gibt es einige hervorragende, die aber jeweils nur einen Teilbereich besonders gut abdecken.
Alles biologisch abbaubar Und so begann das Team von Mary Rose mit dem Global Organic Textile Standard (GOTS) Label für biologische Baumwolle den Rohstoffbereich abzudecken. Es folgte die Mitgliedschaft bei Fair Wear, einem Label, das gute Arbeitsbedingungen und Entlohnung kontrolliert, auditiert und gemeinsam mit den Betrieben vor Ort weiterentwickelt. Es gibt lediglich rund 80 Mitglieder in Europa. Mary Rose ist das einzige Unternehmen aus Österreich und das einzige in der Heimtextilien branche weltweit. Ein wichtiger Baustein stellt auch das „Cradle to Cradle“-Label dar, mit dem die gesamte Produktionskette ökologisch verändert und anschließend zertifiziert wird. „Ziel unserer umfassenden Bemühungen ist es, Produkte zu führen, die in einem biologischen Kreislauf gehalten werden und am Ende des Lebenszyklus als biologischer Rohstoff der Natur zu-
rückgegeben werden können“, erläutern Andrea und Stefan Grabher. „Für eine zukunftsweisende Kreislaufwirtschaft im Einklang mit der Natur muss ganz am Anfang angesetzt werden. Ganz vorne beim Produktdesign. Schlussendlich muss alles biologisch abbaubar sein – also ohne Negativimpact zurück in die Natur gelangen“, präzisiert Stefan Grabher. In allen drei Labels hat Mary Rose durch viel finanzielles und persönliches Engagement aus Lieferanten in den Lieferländern inzwischen Partner gemacht, die diesen Weg mitgehen und mit tragen. Es ist vieles erreicht, es sind aber immer noch viele Herausforderungen zu bewältigen. Damit die Labels als Grundlage einer Kaufentscheidung herangezogen werden, ist es wichtig, dass das Vertrauen in die Labels und Zertifizierungen gegeben ist. „Als Mary-Rose-Team unternehmen wir alle Anstrengungen in der Kommunikation, aber auch, um die Produkte bzw. die erreichten Labelstufen weiterzuentwickeln“, führen Andrea und Stefan Grabher aus. Beispielsweise hält Mary Rose im Label „Cradle to Cradle“ bereits den Goldstandard und ist auf dem besten Weg zu Platin, dem höchsten erreichbaren Standard. www.maryrose.com
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Samstag/Sonntag, 21./22. September 2019 Vorarlberger Nachrichten
Gemeinsam Plastik sparen Fünf Tipps, wie der plastiksparende Einkauf bei SPAR möglich ist.
DORNBIRN Vielen Menschen ist die Vermeidung von Plastikverpackungen beim Einkauf ein wichtiges Bedürfnis. Bei SPAR kann deshalb bei jedem Einkauf Plastik gespart werden. Die folgenden fünf einfachen Tipps zeigen den KonsumentInnen wie es geht. Eigene Behälter mitbringen. 1 Die eigene Tragetasche zum Einkauf mitzubringen, ist für viele bereits selbstverständlich. Bei SPAR können Kundinnen und Kunden außerdem ihre eigenen Frischebehälter für Käse, Wurst, Fisch, Fleisch und Antipasti mitnehmen, die an der Feinkostbedientheke gerne befüllt werden. Besonders im Vergleich zur vorverpackten Selbstbedienung spart das deutlich Plastik ein. Wer in den INTERSPARRestaurants und Café Cappuccino seinen eigenen Becher für den Coffee to go mitbringt, erhält sogar 20 Cent Nachlass. Offenes Obst und Gemüse. Die 2 meistgekauften Obst- und Ge-
müsesorten wie Äpfel, Zitrusfrüchte, Bananen, Tomaten, Gurken und Paprika bietet SPAR in mindestens einer Variante unverpackt an. Insgesamt kommen bei SPAR rund 40 Prozent des Obst- und Gemüseangebots gänzlich ohne Verpackung aus. Viele Früchte sind plastikfrei verpackt und gekennzeichnet, wie die Bio-Avocados in Kartonschale oder die Bio-Mangos mit LaserBranding. Wer das eigene wiederverwendbare Netz für den Einkauf vergessen hat, kann zu gratis Papier- und kompostierbaren Sackerln greifen. Getränke in Mehrwegflaschen. 3 SPAR führt in jedem Markt regionales Bier, Mineralwasser, Fruchtsäfte sowie Limonaden und Jogurt in Mehrweggebinden. Die Wahl der Mehrwegflasche spart im Vergleich zu PET deutlich Plastik ein. Auf Mikroplastik verzichten. 4 Alle Kosmetik- und Pflegeprodukte der SPAR-Eigenmarken sind
Mehrwegflaschen für Getränke DORNBIRN Bei Getränken wird in allen SPARLäden auf Mehrwegglasflaschen gesetzt, um so viel Plastik wie möglich einzusparen. Ein Button an den Regalen informiert die Kunden darüber. So kann der Konsument effektiv mithelfen, Plastik einzusparen.
Der Kunde kann Glas statt Plastik wählen.
Unverpacktes Obst und Gemüse DORNBIRN Die meistverkauften Obst- und Gemüsesorten bietet SPAR unverpackt an. Für den Transport nach Hause stehen gratis Papier- oder kompostierbare Sackerl zur Verfügung. Immer mehr Konsumenten kaufen bewusst umweltschonend ein.
Gratis Papier- und kompostierbare Sackerl bei SPAR.
In der Feinkostabteilung kann man für Käse, Wurst, Fisch oder Antipasti eigene Behälter mitnehmen. Das spart Verpackungspapier und Plastik!
frei von festem Mikroplastik. Mit der Wahl von BEAUTY KISS, SUN KISS und S-BUDGET können Konsumenten sicher sein, dass kein festes Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Kennzeichnung beachten. Vie5 le plastikfreie oder -sparende Produkte hat SPAR direkt im Markt mit dem neuen Logo „Gemeinsam Plastik sparen mit SPAR“ gekennzeichnet. Beispielsweise bei Getränken in Mehrweggebinden, Nudeln in Kartonverpackung oder Spülmitteln in Flaschen aus 100% Altplastik werden Konsumenten auf die plastiksparende Verpackung hingewiesen und somit die Entscheidung direkt beim Kauf vereinfacht. Das Angebot für plastiksparenden Einkauf ist bei SPAR vorhanden, aber nur wenn Konsumenten dieses auch nutzen, wird tatsächlich Plastik vermieden. Plastiksparen mit SPAR ist also nur gemeinsam möglich.
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Samstag/Sonntag, 21./22. September 2019 Vorarlberger Nachrichten
„Landgenossen“ für ein „Bio-Ländle“
BUCH-NEUERSCHEINUNG
Gemeinsam ein schlagkräftiges Netzwerk bilden mit dem „Bioland“ als Ziel.
BREGENZ Der „Ökopionier“ (VN 17. Septem-
Verena Susanne Daum
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Unser innerer Kampf zwischen materieller Gier und universaler Liebe
September 2019 Bucher Verlag ISBN: 9783990184967 232 Seiten 18 Euro Dreisprachig (Deutsch, Englisch, Russisch) im Sinne der Völker verständigung für freundschaftliche Kooperation, um planetarische Herausforderungen gemeinsam meistern zu können. ZUM INHALT Niemand überlebt den Ökozid auf unserem Planeten oder einen wirtschaftlich/ militärischen Weltkrieg um Macht und Ressourcen, auch nicht die Verursacher und Nutznießer des verheerenden (Geld)Systems, das immer noch vorherrscht. Mutter Erde braucht keine Menschheit, aber wir brauchen sie – als Teil eines intakten Ökosystems. Alles ist Energie in ihren verschiedensten Erscheinungsformen und Dimensionen. Die Liebe(senergie) ist Leben. Sie kommt aus dem Kosmos und kehrt nach unserem kurzen organischen Gastspiel dorthin zurück. Das Paradies und das Leben selbst gründen auf dem „Baum der Erkenntnis“ in der Mitte des Gartens. Herzensweisheit, Vernunft und gesunder Menschenverstand sorgen seit Menschengedenken für sozialen Zusammenhalt und Kooperation, für eine Lebens- und Arbeitsweise nach den planetarischen Naturgesetzen und dadurch für Frieden. Als Individuum, aber vor allem gemeinsam als globale Zivilgesellschaft haben wir täglich die Wahl zwischen Gut und Böse – entweder der Verlockung der Dunkelheit (Gier) oder dem Segen der Erleuchtung (Liebe) zu folgen und unseren Garten Eden „Erde“ in Harmonie zu halten.
ten die „Landgenossen“ rund um Obmann ber) Hans Kremmel hat die gemeinnützige Arnold Feurstein in der Dornbirner Inatura Stiftung „Üsa Bodo“ aus der Taufe gehoben, einmal mehr, dass Bio die Grundlage allen parallel dazu wurden die „Landgenossen“ als Lebens ist. Dementsprechend stellt die biogemeinnützige Genossenschaft gegründet. logische Bewirtschaftung unseres Bodens „Vorarlberg ist als Bioland von vielen Ein- die Lebensgrundlage für zukünftige Generationen dar. Es geht grundzelkämpfern geprägt. Was sätzlich ums Arbeiten im fehlt ist eine vernetzte Beschaffungs- und VertriebsNaturkreislauf und die struktur zur Unterstützung Umstellung z. B. auf Gemüseanbau anstatt Monovor allem kleiner Betriebe. wirtschaft. Bauern werden Die Landgenossen befinden sich in der Aufbaubei der Umstellung und phase und brauchen die Zertifizierung auf Bio un„Wir fördern die terstützt. Die LandgenosUnterstützung aller Biobauern im ganzen Land, sen pachten von GrundKooperation kleindie nicht mehr unabhängig von Standort strukturierter regionaler besitzern, bäuerlich tätig sind, ihre und Produkten. Wir laden Betriebe.“ landwirtschaftlichen Flädaher alle Biobauern, Bechen, um sie biologisch zu und Verarbeiter, produArnold Feuerstein Obmann zierende Unternehmen, bewirtschaften. Partner ist Bioläden, BiokonsumenBIO AUSTRIA Vorarlberg. ten, Gastronomen, Gemeinschaftsverpfleger Unterstützung allein ist aber zu wenig. Zuund verantwortungsvolle Betriebe ein, sich sammenarbeit wird großgeschrieben. So bleiben alle Biorinder und Biokälber als Genossenschaftsmitglied bei den Landgenossen einzubringen“, heißt es da auf der im Ländle! Die Landgenossen wollen nicht Homepage landgenossen.at. Stiftungszweck nur umstellen, sie haben ein Netzwerk für sind die Förderung und der Ausbau boden- die Verarbeitung, Vermarktung und den schonender, ökologisch nachhaltiger und en- Vertrieb aufgebaut und erweitern es für die keltauglicher Maßnahmen Gastronomie und private und Initiativen mit dem Abnehmer. Seit August Ziel, Leben und Arbeiten 2019 können z.B. frische auf gesunden, giftfreien Biorindfleisch- und Biokalbfleischpakete in eiund fruchtbaren/humusnem eigenen Onlineshop reichen Böden, auch für (www.uesabio.at) bequem zukünftige Generationen zu ermöglichen. „Die bestellt werden. „Wir se„Landgenossen sind hen die Landgenossen als Landgenossen setzen sich wichtigen Partner für ein ein für flächendeckende wichtiger Partner für zukunftsfähiges Vorarlund nachhaltige, sprich ein zukunftsfähiges berg. Ihre Ziele sind auch enkeltaugliche biologiLändle.“ sche Landwirtschaft. Sie die unseren, auch der OGV fördern die Kooperation setzt vermehrt auf die Markus Amann Obmann Stv. kleinstrukturierter regiBodenfruchtbarkeit und onaler Betriebe von Berg Bodengesundung durch und Tal mit dem Ergebnis klima- und boden- organisch-biologische Wirtschaftsweise in schonender regionaler Wertschöpfung. Dazu der Viehwirtschaft und im Ackerbau“, betont gehören Viehhalter genauso wie Gemüse-, OGV-Chef und Landgenossen-Vizeobmann Getreide-, Obstbaubetriebe“, betont Ob- Markus Amann. mann Arnold Feuerstein. www.landgenossen.at Beim ersten Informationsabend für inte www.üsabio.at ressierte Bio- und Umstellbetriebe erläuter-
Das Sachbuch „Verbotene Frucht“ der Humanistin und Gründerin der Info- und Austauschplattform „Garden Eden Organisation“ beschreibt deren persönlichen Zugang zur Entstehung einer Bewegung mit Ursprung in kleinen regionalen Gemeinschaften auf der ganzen Welt für selbstbestimmte und nachhaltig gesunde Ernährungssicherung im Einklang mit der Natur. Für die Ressourcen-, Agrar- und Energiewende ist ein kollektives Bewusstsein für das Prinzip von Ursache und Wirkung nötig. Das Buch zeigt Beispiele zukunftsfähiger Lebens- und Verhaltensweisen – bei uns selbst beginnend – im jeweils eigenen Wirkungsbereich für eine empathische und ökologisch-soziale Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung, die im globalen Kontext greifen kann. VERENA SUSANNE DAUM Autorin/Journalistin/Publizistin, geboren 1964 in Bregenz; seit 35 Jahren in der Medienbranche tätig u. a. als Chefredakteurin der Vorarlberger Nachrichten; Projektentwicklung, -umsetzung und -begleitung sowie humanitäre Einsätze u. a. in Belarus, Armenien, Ruanda, Burkina Faso, Äthiopien, Mosambik, Südafrika, Brasilien, Ecuador, Kolumbien, Nicaragua, Indien und Asien. Geopolitischer Blog www.progression.at Info- und Vernetzungsplattform www.garden-eden.org (work in progress) ANZEIGE
Mitglied bei den „Landgenossen“ werden – einer Kooperation zur Förderung der Vorarlberger Biolandwirtschaft eGen.
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Samstag/Sonntag, 21./22. September 2019 Vorarlberger Nachrichten
t Ing. Klaus Thalers Engagement für eine saubere Nahrungskette und seine umweltfreundliche Milchpfandflasche wurde mit dem Umweltschutzpreis und dem Landesverdienstzeichen ausgezeichnet.
Der ökologische Fußabdruck
rePET als Milchverpackung am besten. Aber wenn Glas, dann Braunflasche mit Lasche! DORNBIRN Im Jänner 2006 überreichte Ing. Klaus Thaler im Stadtarchiv Dornbirn seine Sammlung zur Molkereigeschichte Dornbirns an die damalige Stadträtin und heutige Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann und an Stadtarchivar Mag. Werner Matt. Klaus Thaler war über 40 Jahre in der Großmolkerei tätig und wollte durch diesen Schritt sein Molkereiarchiv der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Andrea Kaufmann betonte damals die Bedeutung dieses Schrittes, durch Aufbewahrung im Archiv werden Geschichtsdokumente allen Interessierten zugänglich gemacht. Klaus Thaler hat sich als Kenner der Dornbirner Molkereigeschichte einen Namen gemacht. Er erforschte als Erster die Molkerei Oberdorf, die älteste genossenschaftliche Molkerei der österreichischungarischen Monarchie. Sein Wissen hat er nicht nur in zahlreichen Vorträgen, sondern auch in seiner Publikation über die Geschichte der Großmolkerei Dornbirn festgehalten.
Klaus Thaler. Im Sinne des Umweltgedankens ist der positive ökologische Fußabdruck für die Milchglaspfandflasche erst dann gegeben, wenn sie 50-mal abgefüllt werden kann, da das Recycling von Glas aufwendiger ist als jenes von Kunststoff. „Damals war ich der Auffassung – und bin es heute noch – wenn schon Glasflasche, dann mit Lasche. Das heißt: Ich wollte schon damals die Berge von Papierschlamm durch die Etiketten bei den Waschvorgängen vermeiden. Ich entwickelte ein Verfahren für eine Minimalbelastung der Waschlauge, sodass diese 20-al länger wiederverwendet werden konnte.“
100 Prozent Recycling Anfang September präsentierte NÖM per Aussendung die Milchflasche aus 100 Prozent rePET. Das ist nachhaltig und hinterlässt den geringsten CO2-Fußabdruck. So funktioniere ein Mehrwegsystem am besten mit der rePET-Flasche. „Diese Argumentationen sind richtig“, sagt Ing. Thaler. „Das Umweltengagement wird sich meines Erachtens schlussendlich Ing. Thaler hat sich immer schon für eine sau- auch durchsetzen. Aber wenn man regional bere Nahrungskette und den Umweltschutz teilweise auf Glaspfandflaschen umstellen eingesetzt. In den 70er-Jahren kämpfte er möchte, dann macht das nur bei mindestens dafür, dass kein Penicillin in die Milch und 50 Abfüllungen Sinn und ohne Etiketten – die Milchprodukte gelangt. Infos sollten auf der Kappe oder auf Papierlaschen „Die menschliche Gesund„Im Endeffekt muss der Platz finden. Aufkleber heit lag mir am Herzen – ganz besonders dachte ich positive ökologische und Klebstoffe sind umder blandabei an die Kinder“, erinFußabdruck gesichert welttechnisch nert sich Klaus Thaler. Er ke Horror“, warnt Klaus sein.“ sorgte dafür, dass in DornThaler. Für seine Idee birn Statuten eingeführt und Innovation in Sachen Ing. Klaus Thaler wurden, die Milchproben umweltfreundliche GlasUmweltschutzpionier pfandflasche idealerweise vor der Verarbeitung vorschreiben. Das hat sich dann in ganz Öster- aus blankem Braunglas, erhielt er 1994 den reich und auch in Deutschland durchgesetzt. Umweltschutzpreis des Landes Vorarlberg. Heute ist das Standard, die Sammel-Lkw Und noch heute kämpft Ing. Klaus Thaler können Proben nehmen und den Schnelltest gegen Marketingüberschriften und politidurchführen. Für seine Pionierleistung er- schen Populismus zu diesem Thema und hielt Ing. Thaler 2018 das Landesverdienst- fordert, das Ökosystem und Produktionszeichen. Im Jahr 1986 forderte die Umwelt- und Recyclingprozesse immer vollständig journalistin der Vorarlberger Nachrichten, und ganzheitlich zu sehen, damit der poMarianne Mathis, die Glasflasche. „Dagegen sitive ökologische Fußabdruck nachhaltig hat man sich erst heftig gewehrt“, erzählt gesichert werden kann.
MO-FR 8.30 - 18.00 UHR SA 8.30 - 17.00 UHR
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Samstag/Sonntag, 21./22. September 2019 Vorarlberger Nachrichten
„Eine schöne Aufgabe – gemeinsam mit unseren bäuerlichen Partnern gesunde Lebensmittel in Vorarlberg herzustellen“, freut sich Familie Martin in Buch.
Wohlergehen der Erdbevölkerung Regionaler Strukturwandel mit bäuerlichen Partnern – immer das große Ganze im Blick!
BUCH „Vorarlberg war vor einer Generation noch ein Bauernland. Ein Drittel der Bevölkerung war in der Landwirtschaft beschäftigt. Inzwischen hängt jeder zweite Arbeitsplatz vom Export ab, in manchen Branchen sind wir sogar Weltmarktführer. Wie hat sich doch unser Leben und unser Umfeld in dieser kurzen Zeit so verändert“, resümieren Claudia und Bertram Martin vom Martinshof in Buch. „Was ist aus diesen vielen kleinen Bauernhöfen und den Nachkommen von diesen Bauern geworden? Nach Angaben der Statistik Austria sind in Österreich bereits 74 % der
Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich, 22 % in der Sachgütererzeugung und nur noch knapp 4 % in der Landwirtschaft beschäftigt.
Gesunde Kooperativen „Die Zeit“ ist geprägt von einem permanenten Strukturwandel. Pointiert ausgedrückt: Wir müssen und immer wieder neu ausrichten, uns fokussieren, wir müssen konkurrenzfähig sein, dürfen nichts verschlafen, nicht dass der Zug ohne uns abfährt und die „bösen Chinesen und Amerikaner“ uns alle platt machen.“ In der Hitze des Gefechts, inmitten von Handelskrie-
gen, brauchen wir aber auch die Zeit uns zu besinnen, um zu reflektieren und uns mit dem „Kleingedruckten“ zu beschäftigen, betont die Familie Martin. „Betrachtet man den Strukturwandel in der Landwirtschaft, so hat dieser vor allem eines, nämlich die Betriebe spezialisierter, effizienter und vor allem größer gemacht. Größere Betriebe brauchen größere vor– und nachgelagerte Bereiche. Die Wirkungskreise der Systeme vergrößern sich und eines Tages landen wir im globalen Freihandel mit TTIP, CETA, MERCOSUR und vielen mehr. Wir haben dann eines geschafft. Wir
haben den kleinsten Preis! Leider berücksichtigt dieser kleinste Preis weder Tierwohl, noch Umweltstandards oder das gemeinsame Wohlergehen der Erdbevölkerung.“
Blick aufs große Ganze „So wird zum Beispiel eine ukrainische Hühnerbrust mit einem Knochen, welcher dann in Dänemark entfernt wird, plötzlich ganz legal zur EU-Hühnerbrust und das im Wissen der Gesetzgeber! Mit schönen Bildern und diversen Floskeln wie ,streng kontrolliert, aus bäuerlicher Produktion’ upgegradet, weiß niemand, wo dieses Fleisch
dann schlussendlich landet! In diesem Kontext ist es eine äußerst spannende und schöne Aufgabe, gemeinsam mit unseren bäuerlichen Partnern Lebensmittel für die Vorarlberger Bevölkerung herzustellen. Wir kommunizieren direkt mit unseren Kunden, wir öffnen unsere Türen und freuen uns über Fragen und Anregungen. Auch das mündet in Strukturwandel, in Veränderung, aber auch im Bemühen, den Blick auf das große Ganze zu bewahren.“ www.martins-hof.at
Regionalität ist aktiver Klimaschutz Unsere Bauernfamilien stehen vor der größten Klimaveränderung aller Zeiten. Die Dramatik in der Land- und Forstwirtschaft nimmt täglich zu, und den Wenigsten ist bewusst, wie extrem betroffen davon auch Acker-, Grünlandund Waldbauern sind.
ereignissen wie beispielsweise Dürreperioden“, so der Bodenforscher Martin Gerzabek, von der Universität für Bodenkultur in Wien. Deshalb muss der massive Bodenver-
Josef Moosbrugger LK-Präsident
Dürre und Schädlinge wirken sich unmittelbar auf die landwirtschaftliche Produktion und somit negativ auf das Einkommen von Bäuerinnen und Bauern aus. Das spiegelt sich auch in den neuesten Zahlen des „Grünen Berichtes“ zu den bäuerlichen Einkommen wider. Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern mussten gegenüber dem Vorjahr ein Minus von zehn Prozent verkraften. Hauptursache des Einkommensrückgangs ist laut Bundesministerin Maria Patek der Klimawandel, der verstärkt Dürren, Hochwasser und Unwetter mit sich bringt.
brauch endlich eingedämmt und vorhandene Gewerbeflächen müssen mobilisiert werden, fordert LK-Präsident Josef Moosbrugger.
Klimawandel und Verbauung Dabei leistet gerade die Sicherung landwirtschaftlicher Flächen einen enormen Beitrag zum Klimaschutz. „Fällt der Boden durch die fortschreitende Verbauung, sprich Versiegelung, als Wasserspeicher weg, kann das Wasser bei Starkniederschlägen nicht mehr versickern, Schäden durch Hochwasser häufen sich. Der Bodenverbrauch hat auch unmittelbaren Einfluss auf den Klimawandel. Wenn derart große Flächen des C02Speichers Boden versiegelt werden, beschleunigt dies die Erderwärmung und damit die Zunahme von Wetterextrem-
Regionalität und beste Qualität „Ein wesentlicher Schritt zur Bewältigung der Energiefragen liegt in der Nutzung des Potenziales der erneuerbaren Energien. Das Ziel ‚Raus aus den fossilen Energieträgern‘ ist dabei ein wesentlicher Baustein. Um unnötige Transportwege zu vermeiden, müssen regionale Bau- und Heizstoffe aus nachhaltiger Waldwirtschaft und auch der Kauf regionaler Lebensmittel Vorrang haben. Das alles bieten unsere Bauernfamilien in bester Qualität. Auf Tierschutz achten bedeutet, auf die Herkunft zu achten. Regional erzeugte, hochwer-
Der Kauf regionaler Lebensmittel muss Vorrang haben. Wer dies beim Einkauf berücksichtigt, stärkt die heimische Wertschöpfung.
Regionale Lebensmittel von regionalen Produzenten schonen die Umwelt. tige Lebensmittel sind eindeutig die beste Wahl. Wer dies beim Einkauf berücksichtigt, stärkt nicht nur die heimische Wertschöpfung, sondern leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz“, so Moosbrugger. Direktvermarktung steigt Die Nachfrage in der Direktvermarktung wächst und es steigen immer mehr Betriebe
in diese Vermarktungsmöglichkeit ein. Der direkte Verkauf bietet viele Vorteile, der Preis passt und es besteht ein enger Kundenkontakt. Der „Verein vom Ländle Bur“ ist eine Vereinigung der Vorarlberger Direktvermarkter. Mit ca. 120 Mitgliedern bieten sie ein großes Spektrum an verschiedenen Produkten an. Eine Auflistung der Mitglieder sowie Bezugsquellen für den
Fotos: Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Christine Kees
direkten Verkauf sind unter www.laendle.at/par tner/ bur/ verfügbar. Zeit, um dankbar zu sein Die zahlreichen Bauernmärkte sind die Gelegenheit, regionale Lebensmittel direkt vom Bauernhof oder der Sennerei zu verkosten und einkaufen zu können. Traditionell ist der Herbst die Zeit der Ernte und des Dankes, deshalb
laden wir Sie recht herzlich zu den Erntedankfesten ein: Am 21. September von 9 bis 14 Uhr in der Sturnengasse und in der Mühlgasse in Bludenz und am 28. September von 9.30 bis 12 Uhr auf dem Dornbirner Marktplatz. ANZEIGE
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Ganz bio. Ganz sicher. Ganz regional.
Mit diesem Slogan bringt BIO AUSTRIA Vorarlberg das Wesen heimischer Biolebensmittel auf den Punkt. „Biolebensmittel sind nicht nur in Bezug auf ihre UmweltKlima- und Biodiversitätsleistungen hervorragend. Sie unterliegen auch einem strengen und durchgehenden Qualitätssicherungssystem, was ihre vorzügliche Qualität gewährleistet. In Verbindung mit regionaler Herkunft stellen sie den Goldstandard im Bereich der Lebensmittel dar“, betont Gertraud Grabmann, Obfrau der österreichischen Biobauern. Verbandsmitglieder bewirtschaften ihren gesamten Hof biologisch, erfüllen zusätzlich zu der EU-Biogesetzgebung strengere Richtlinien und werden jährlich von einer unabhängigen Kontrollstelle kontrolliert. Dieses 100-prozentige und durchgehende Kontrollwesen ist in dieser Form einzigartig in der Lebensmittelbranche. Regionalität wird auf BIO AUSTRIA-Betrieben großgeschrieben, was bedeutet, dass auf Biobetrieben Kreisläufe bestmöglich geschlossen werden und nur wenige externe Betriebsmittel und diese nur in begrenztem Umfang eingesetzt werden. Stichwort: Kraftfutter, Pflanzenschutz, Gentechnikfreiheit usw. Bioqualität und Regionalität sind Zwillinge, die unweigerlich zusammengehören. Während Bio ein Gesamtsystem beschreibt, meint Regionalität im besten Fall das „Sich-Einsetzen“ für eine ganze Region. BIO AUSTRIA Vorarlberg konzentriert sich voll und ganz auf den lokalen Heimmarkt, aufs Ländle. Wer also keinen Kompromiss in Sachen Produktions- und Produktqualität und heimischer Herkunft machen möchte; greift zum BREGENZ
lems und Biolandwirtschaft Teil der Lösung.
Vorarlberger Bioprodukt und vertraut auf knapp 300 BIO AUSTRIAProduzent(innen)mitglieder.
Konsumenten bestimmen Die BIO AUSTRIA-Familie inkludiert seit eh und je auch engagierte und kritische Konsumenten. Mit einem kleinen Jahresbeitrag unterstützen fast 500 Vorarlberger jährlich die heimischen Biobauern in ihrem Tun. Topaktuelle Bio-News, ermäßigter Zugang zu biospezifischen Veranstaltungen und persönliche Beratung zu Biothemen sind nur einige der vielen angenehmen „Begleiterscheinungen“ der BioUnterstützung. Gemeinsam wird so die Landwirtschaft der Zukunft gestaltet. Und weil es zwischen Heugabel und Besteckgabel doch noch ein paar Schritte in der Wertschöpfungskette gibt, gibt es seit einigen Jahren die sogenannte BIO AUSTRIA Partnerschaft. Tatsächlich nachhaltig agierende Unternehmer können so auch Mitglied im größten Bioverband Europas sein. In Vorarlberg sind dies einige Molkereien, Getreidemühlen, Bäcker, Metzger und Gärtner. Gemeinsam wurde in den letzten 30 Jahren viel erreicht. 30 Jahre Nachhaltigkeit Schon früher als in anderen österreichischen Regionen konnte sich die Biolandwirtschaft in Vorarlberg entwickeln. Bereits Ende der 80er Jahre wurden die ersten Bioverbände im Ländle gegründet. Die kritischen Konsument(innen) schlossen sich mit fortschrittlichen Bauern zusammen und fixierten ihre eigenen
Fürs Ländle: BIO AUSTRIA Vorarlberg GF Manuel Kirisits-Steinparzer.
Spielregeln, die sie auch gegenseitig kontrollierten. Die Direktvermarktung, das Denken in Alternativen, Hintergrundinformationen und ein Lernen aus den Erfahrungen standen bereits damals im Zentrum der Betrachtung. Bald schon wurde der damalige Ernteverband unter dem ersten Obmann Hubert Vetter gegründet. Biovermarktungsprojekte wurden erfolgreich etabliert und öffentliche Gelder für die Bio-Szene lukriert. 2006 wurde der Verband
in BIO AUSTRIA umbenannt und sämtliche Bioorganisationen unter einem Dach vereint. Heute ist die BIO AUSTRIA Vorarlberg unter Obmann Jürgen Bereuter gemeinsam mit der BIO Vorarlberg Vermarktungsgenossenschaft mit Obmann Kaspar Kohler zentrale Anlaufstelle für sämtliche Biobelange im Land. Ein gemeinsames Biobüro unter der Leitung von Manuel KirisitsSteinparzer ist in Bregenz situiert. Landwirtschaft ist Teil des Prob-
Gelebter Klimaschutz Industrielle Intensivlandwirtschaft ist global für den Ausstoß von etwa 25 Prozent der klimarelevanten Emissionen verantwortlich. Das ist eine Tatsache, die sich nicht leugnen lässt. Die Landwirtschaft hat daher großes Potenzial, zur Lösung beizutragen – auch das steht außer Frage. Beispielsweise ist die Bodenkohlenstoffbindung auf Bioflächen besonders ausgeprägt, die Erosionen auf diesen reduziert und durch den Kunstdüngerverzicht der Energieeinsatz deutlich verkleinert. Auch Gentechnikverbot und höhere Grundfuttergaben – Kraftfutterlimits bei Wiederkäuern führt zu mehr Grünland, welches wieder mehr CO2 speichern kann – leisten ihren Beitrag. Klimaschutz muss mitgedacht werden. Die Herausforderung wird darin liegen, den Output/Ertrag zu steigern, ohne die Input-Optimierung des Biolandbaus aufzugeben. Das heißt nichts anderes, als dass wir vorhandene Ressourcen noch effizienter nutzen, Systeme und ihre Zusammenhänge noch besser verstehen und unsere Nahrungsgewohnheiten überdenken und gegebenenfalls anpassen müssen. Herausforderungen, die gemeistert werden können, wenn wir am gemeinsamen Strang der Nachhaltigkeit ziehen! Der Biolandbau zeigt vor, wie es gehen kann. www.bio-austria.at
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