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Nutzfahrzeuge_2019

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Transport & Logistik Nutzfahrzeuge

Bild: Hämmerle Spezialtransporte GmbH

19. April 2019

Logistik 2.0 Die Schwarmintelligenz nutzen

Hybrid-Lkw Ein Meilenstein fĂźr die Umwelt

Autonom fahren Die aktuellsten Entwicklungen


2 Transport & Logistik

Freitag, 19. April 2019 Extra

Künstliche Intelligenz revolutioniert Transport- und Logistiksektor Künstliche Intelligenz, kurz KI, gibt es bereits seit den fünfziger Jahren. 1956 prägte John McCarthy den Begriff „artificial intelligence“.

„Die Frage, wer die Kontrolle über Daten habe, ist entscheidend, wer die Innovationspotenziale nutzen kann, die die Technologie bietet“, so Matthias Weber, Leiter des AIT-Center for Innovation Systems and Policy. Laut Weber befarf es außerdem nach Personen, die sowohl juristisches als auch KI-Verständnis haben. „Dies ist notwendig, um die Rahmenbedingungen zu definieren, wie sich die Künstliche Intelligenz entwickeln soll.“

Mit Hilfe „Künstlicher Intelligenz“ lernen Maschinen und Systeme, sich selbst zu verbessern und eigenständig zu handeln. Auch in der Logistik- und Transportbranche nimmt die künstliche Intelligenz einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Die Logistik-Netzwerke bilden ein ideales Anwendungsfeld für künstliche Intelligenz. Die schlanken Lieferkettenbeziehungen sind klar und direkt, sodass Ursachen in einem Teilabschnitt sofortige Auswirkungen mit nur wenigen Verzerrungen (durch Redundanzen oder Puffer) auf weitere Abschnitte haben. Die Ursache-Wirkungsbeziehung ist also sehr gut berechen- und vorhersagbar. Langsame Umstellung möglich In der Logistikbranche muss nicht gleich das gesamte globale Logistiknetzwerk digital abgebildet werden, es lässt sich auch mit einzelnen Lagerstandorten beginnen. Nach und nach kann das in Echtzeit berechnete digitale ProzessModell zu immer größeren Transportstrukturen hochskaliert werden. Noch viel Arbeit notwendig Doch bei der Akzeptanz künstlicher Intelligenz unter den

Die künstliche Intelligenz bringt viele Vorteile mit sich, birgt aber auch Gefahren. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Logistiksektor hapert es laut Trend-Index noch. Auch fehlt in Europa oft noch die digitale Infrastruktur, um im Bereich der künstlichen Intelligenz mithalten zu können. Eine solche Infra-

struktur würde auch „bestimmen, ob wir Daten kontrollieren oder wir kontrolliert werden“, so Petra Schaper-Rinkel vom Austrian Institute of Technology (AIT) im vergangenen August bei der Präsentation des Jahrbuchs zu den

diesjährigen Alpbacher Technologiegesprächen nächste Woche. Juristisches Verständnis fehlt Eine neue Studie von INFORM attestiert der künstlichen Intelligenz zwar eine große

Relevanz für die Logistik heraus: Immerhin begrüßen 80 Prozent der Befragten die künstliche Intelligenz als wichtiges Zukunfts- und Innovationsthema. Juristisch gesehen besteht aber noch Nachholbedarf:

Die Zukunft Der Einsatz künstlicher Intelligenz im Bereich der Logistik ist besonders reizvoll, wo man Vorhersagen über mögliche zukünftige Zustände des Logistik-Netzwerks machen kann, die sogenannte Predictive Logistics. Und auch die Steuerung autonom fahrender Lastkraftwagen, der sogenannten Future Trucks, wird durch die künstliche Intelligenz überhaupt erst sinnvoll möglich. Die Transport-Wirtschaft bietet strukturell gesehen die ideale Umgebung für die Anwendung künstlicher Intelligenz. Daher kann sie im Bereich der Digitalisierung und im KI-Einsatz dem produzierenden Gewerbe vorausgehen. Die Zukunft vieler Anwendungen, die später auch von anderen Wirtschaftssektoren übernommen werden können, entscheidet sich derzeit im Logistikbereich.

Augmented Reality bringt in der Logistikbranche viele Vorteile.

Augmented Reality in der Logistik Digitale Assistenten, HighTech-Sensoren oder Augment e d - R e a l i t y - A nw e n du n g e n werden auf Baustellen und im Transport- und Logistikbereich immer beliebter. Augmented Reality (kurz AR) steht für die computergestützte Erweiterung der menschlichen Realitätswahrnehmung. Technisch betrachtet verschmelzen die reale und virtuelle Welt also miteinander. Historie und Entstehung Bereits in den 60er-Jahren gab es erste Gehversuche in der visuellen Darstellung von Informationen. So entwickelte der Elektroingenieur Ivan Sutherland 1968 eine Art Daten-

brille, die einfache digitale Muster auf das Auge des Nutzers projizierte. Allerdings war der große Nachteil, dass diese Entwicklung mit einem Computer gekoppelt sein musste. Sutherlands Entwicklungen verliefen schleppend und aufgrund fehlender praktischer Anwendungen erfolglos. Erst in den 1990er-Jahren änderte sich das, als eine der ersten AR-Anwendungen für die Boeing entwickelt wurden. Zwei Seiten der Medaille Die technologischen Entwicklungen bieten viele Vorteile, aber auch Herausforderungen. Zum einen können den Anwendern durch den Einsatz von Kameras, Sensoren und hochauflösenden Displays

virtuelle Aspekte wie Textbausteine, Zusatzinformationen als Bild oder Videos zu realen Situationen eingeblendet werden. Dies hilft beispielsweise 3D-Simulationen für komplexe logistische Abläufe bereitzustellen. Zum anderen ist der Einsatz dieser Technologie in der Praxis häufig noch schwierig: In einer industriellen Umgebung benötigt man beide Hände für die Arbeit. Es ist also nicht möglich, mit einer Hand das Smartphone oder Tablet zu bedienen. AR in der Intralogistik AR findet besonders bei der Kommissionier-Art Pick-byVision Anwendung. Der Kommissionierer erhält über seine Datenbrille Informationen an-

gezeigt, die für den weiteren Vorgang entscheidend sind: Dazu zählen Informationen über die zu entnehmende Ware, eindeutige Koordinaten zu Stellplatz und Lagerfach sowie die zu entnehmende Menge. Für Prozesse, bei denen der Nutzer beide Hände benötigt, gibt es auch Technologien mit Gesten-, Wisch- oder Sprachbefehl, auf den der Scanner automatisch das Sichtfeld des Nutzers scannt und so etwa einen Barcode erfasst. Die so erfassten Daten können über das integrierte WLAN-Modul direkt an das Lagerverwaltungssystem beziehungsweise den Host weitergeleitet werden. So ist lokal eine Bestandsverwaltung sogar in Echtzeit umsetzbar.

Wissenswertes Vorteile von AR • Hohe Qualität und geringe Fehlerquellen in der Kommissionierung • Möglichkeit zur parallelen Anzeige von verschiedenen Informationen • Leistungssteigerung durch Verringerung der Totzeit Nachteile von AR • Ältere Generationen haben Schwierigkeiten mit AR • Neuer Anspruch an die Energieversorgung – in der Regel muss ein dafür vorgesehenes Akku-Pack genutzt werden • Brillenträger benötigen Sichtglas mit Stärke • Gefahr gesundheitlicher Beeinträchtigung bei intensiver AR-Nutzung, wie zum Beispiel Schwindel oder Kopfschmerzen • Aktuell vorhandene Endgeräte sind nicht immer industrietauglich, da beide Hände für die Arbeit benötigt werden


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Freitag, 19. April 2019 Extra

Von den Ameisen lernen: Logistikprozesse in Zukunft optimieren

Ameisen sind gute Logistiker. Doch die Betonung liegt auf dem Plural „Ameisen“. Denn ihre erstaunlichen Leistungen bei der Orientierung und der Wegeoptimierung vollbringen diese Tiere immer im Kollektiv. Schwarmintelligenz nennt man das. Übersetzt in Computer-Algorithmen ist diese Schwarmintelligenz ein leistungsstarkes Verfahren zur Optimierung von logistischen Prozessen. Ameisen haben ein höchst effizientes System entwickelt, um ihren Bau so sicher wie möglich mit Nachschub zu versorgen. Dabei arbeiten sie mit Schwarmintelligenz und teilen ihr Wissen. Was die Ameisen in Jahrmillionen entwickelt haben, inspiriert heute Forscher im Bereich der Logistik und des Transports. Flexibel im Lager Die Prinzipien der Schwarmintelligenz lassen sich auch

auf die Anwendungsfelder der Logistik ausdehnen. Ausgangspunkt ist folgende Einsicht: Kein Individuum verfügt über ein Gesamtbild seiner Umgebung. Es reagiert nur auf lokale Reize einschließlich der Signale der Nachbartiere. Diese direkte Kommunikation ist der Anstoß des selbstorganisierenden Prozesses, der das kollektive Verhalten des gesamten Schwarms koordiniert. An die Stelle hierarchischer Steuerung treten also dezentrale Regelungsprinzipien. Wie kann so etwas beispielsweise beim Transport innerhalb eines Lagers aussehen? Intralogistiklösungen bestehen heutzutage meist noch aus stationären Fördertechnikanlagen. Sie fördern Waren u. a. in die Kommissionierzonen. Der festgelegte Transportweg ist dabei meist nicht der direkte. Flexibel anpassen lassen sich solche Förder-

Ameisen sind gute Logistiker.

Künftig kann die Logistik mittels moderner Technologie und am Vorbild der Natur verbessert werden. strecken ebenfalls nicht. Im Sinne der Schwarmintelligenz werden die starren Fördersysteme durch Flotten fahrerloser Transportfahrzeuge ersetzt. Anlagen, Fahrzeuge sowie der Bediener werden sich dazu über WLAN- und Bluetooth-Schnittstellen austauschen. Die Entscheidung, welche Transporteinheit eine anstehende Aufgabe übernimmt, wird direkt und dezentral unter den beteiligten Komponenten ausgehandelt. So kann im

Normalfall das am nächsten gelegene Transportsystem den Job übernehmen. Urbane Lösungen Effiziente urbane Mobilität wird immer wichtiger. Millionen Menschen wollen in den Städten und auf dem Land mobil sein, auf sicheren und zuverlässigen Transportwegen. Ganz ähnlich wie im Ameisenschwarm sollen künftig mathematische Algorithmen den Weg von Bussen und Bahnen berechnen, Lichtzei-

chen schalten und Straßen sperren. Wie Ameisen arbeiten Wie die kleinen Tiere mit Schwarmintelligenz umgehen, zeigt sich bei der Futtersuche: Auch in unübersichtlichen Umgebungen finden Ameisen sehr schnell den kürzesten Weg vom Nest zur nächsten Futterquelle. Auch dann, wenn dies nicht der direkte Weg ist, weil Hindernisse den Zugang blockieren. Wie das geht? Auf Futtersuche hinterlassen die

Tiere eine wahrnehmbare Pheromonspur. Die übrigen Ameisen bevorzugen Wege mit höherer Pheromonkonzentration. Ameisen, die einen kürzeren Weg gefunden haben, kommen auf demselben Weg auch wieder schneller zum Nest zurück. Dabei geben sie erneut Duftstoffe ab. Auf diesen besonders kurzen Wegen steigt also die Pheromonkonzentration schneller. Das „riechen“ die anderen und die bekannten Ameisenstraßen entstehen.

Herausforderungen gut meistern

Viel Knowhow, ein tipp-topp gewarteter Fuhrpark und höchste Zuverlässigkeit machen die Profis von Hämmerle Spezialtransporte zum idealen Transportpartner. Spezialtranspor te durchzuführen ist im Grunde eine absolute Vertrauenssache. Fabian Hämmerle: „Die Abwicklung im Sinne des Kunden benötigt eine akribische Planung und Organisation. Auftraggeber müssen sich auf Vereinbartes verlassen können. Da die Industrie nach immer größeren und schnelleren Lösungen sucht und die Voraussetzungen bei Zu- und Abfahrtswegen meist grenzwertig sind, sind dementsprechend auch genaue Streckenprüfungen erforderlich, welche auf die optimale Transportlösung abzielen.“ Und genau dies leistet das Harder Unternehmen bereits in zweiter Generation. Dienstleistungsqualität Die Hämmerle Spezialtransporte GmbH in Hard bietet ihren Kunden diese Dienst-

leistungen in Top-Qualität an und liefert den Kunden die für kleine wie größere Aufträge notwendige Vertrauensbasis. Die Grenze der Realisierbarkeit ist sowohl für Seniorchef Reinhard Hämmerle als auch für Sohn Fabian Hämmerle das Maß der Dinge und bietet dem gesamten Team den Reiz, das Unmögliche möglich zu machen. Das Knowhow des HämmerleTeams ist auch ein wesentlicher Grund, wieso Hämmerle national und international ein sehr gefragter Partner bei der Umsetzung dieser Spezial-Dienstleistungen ist.

Modernster Fuhrpark Eine Grundvoraussetzung für Sicherheit und Vertrauen ist der in absolut modernem Zustand befindliche Fuhrpark. Jährliche Investitionen in beträchtlichem Umfang sind notwendig, dass die Technik wirklich alle notwendigen Stückchen spielen kann. So sind alle Fahrzeuge nach modernster Motorentechnik Euro 6 ausgestattet, um keinerlei Leistungsbeschrän-

kungen oder Beanstandungen von der Behörde infolge veralteter Technik zu unterliegen. Auch beim Transport von Holzmodulen steht Hämmerle täglich im Projektgeschäft der produzierenden Wirtschaft und dem Gewerbe zur Verfügung. Reinhard Hämmerle stolz: „So wurden innerhalb von dreiTagen in Schruns 52 Einheiten mit Sonderdimensionen perfekt für Kunden und Montageteam punktgenau nach Erfordernis angeliefert. Zum Teil erledigen wir die Anlieferung schneller, als dies vom Kunden vorgesehen war und ist.“

Spezialequipment Um den Anforderungen der Industrie ideal gerecht zu werden, wurde ein neuer Tieflader mit einer Nutzlast von bis zu 105 Tonnen angeschafft. Mit dem „Chamäleon 2.0“, entwickelt von der BigMove Gruppe, ist die Hämmerle Spezialtranspor te GmbH mit dem perfekten Fahrzeug für den Spezialtiefbau, Großmaschinentrans-

porte wie auch z. B. Trafotransporte ausgestattet. In puncto Eigengewicht, Lenkvoraussetzungen, aber auch variabler Einsetzbarkeit gibt es auf dem Markt kein besseres Gerät. Der ebenfalls angeschaffte Spezialkran konnte sich schnell auf dem Markt etablieren und ist die perfekte Ergänzung für den besonderen Hämmerle-Fuhrpark. Fabian Hämmerle: „Verladungen, Ein- und Ausbringungen von Maschinen sind somit ein Leichtes für unser Montageteam.“ Die Qualität der Dienstleistung ist letztendlich der Garant des Unternehmenserfolges. Diese Qualität ist nur dann möglich, wenn zwischen Auftraggeber, den Organisatoren in der Disposition und bei der Genehmigungsbeschaffung bei den zuständigen Behörden sowie bei den Mitarbeitern – das sind die Spezialisten auf den Spezialfahrzeugen – ein perfekter Einsatz für die Leistung stattfindet. Vater und Sohn sind sich einig: „Jeder Einzelne bei Hämmerle Spezialtransporte ist täglich gefordert und freut sich, wenn der Kunde mit einem Lächeln die Leistung quittiert. Darum geht es und dies ist die Prämisse der Dienstleistungserbringung!“ ANZEIGE

Kontakt Hämmerle Spezialtransporte GmbH Grafenweg 15 6971 HARD Tel. 05574 85300 www.haemmerle-spez.at


4 Transport & Logistik

Freitag, 19. April 2019 Extra

Mobile Softwarelösungen im Fokus

Mit zahlreichen Neu- und Weiterentwicklungen präsentierte sich die Logistische Informationssysteme AG (LIS) am 10. und 11. April auf der Logistics & Distribution in Zürich. In den Fokus seiner Leistungsschau stellt der Entwickler für Logistik-Software seine neue mobile Anwendung „AppSped“.

Die App ermöglicht, Transportaufträge schnell und einfach über mobile Endgeräte abzuwickeln. Zudem unterstützt die App das Fahrpersonal bei sämtlichen Abläufen, von der Kommunikation bis hin zur Schadensdokumentation. Darüber hinaus präsentierte LIS in Zürich das speziell für den Ladungsverkehr konzipierte FTL-Modul. Ebenfalls am LIS-Stand (B13) zu sehen war das ETA-Center für die Überwachung von Ankunftsund Abfahrtszeiten sowie zahlreiche weitere WinSpedFeatures. „Wir registrieren noch immer eine wachsende Nachfrage nach mobilen Lösungen für das Auftragsmanagement. Darauf haben wir nun mit der Entwicklung von AppSped und dem Ausbau unserer webbasierten Produktfamilie reagiert“, sagt Rolf Hansmann, Vorstand der Logistische Informationssysteme AG. Wichtiges Kriterium dabei war die Entwicklung moderner, intuitiv bedienbarer Oberflächen, mittels derer sich auch komplexe Zusammenhänge einfach abbilden lassen. Das sei die Voraussetzung dafür, dass AppSped ohne lange Vorlauf- und Einarbeitungszeiten einsetzbar ist. Zusätzlich bietet das neue Tool zahlreiche Funktionen,

die die Fahrer in ihrem Arbeitsalltag unterstützen – von der Kommunikation bis hin zur Schadensdokumentation. Integriert wurde außerdem ein Workflow-Manager, über den sich sämtliche Prozesse individuell definieren lassen. Vorteile hält AppSped aber auch für die Disponenten bereit. So erlaubt es die Anwendung beispielsweise, Aufträge auf elektronischem Weg direkt an die Fahrer zu senden. Außerdem stellt die App alle relevanten Informationen über die jeweiligen Arbeitsschritte und Prozesse in Echtzeit zur Verfügung. Großen Wert gelegt hat LIS auch auf die Datensicherheit. „Uns war wichtig, dass der Anwender stets die volle Kontrolle über seine Daten behält. Deswegen sind sämtliche Informationen ausschließlich über den WebSped-Server zugänglich“, erklärt Hansmann. FTL-Modul 2.0 Großen Nutzen im Speditionsalltag verspricht auch das kürzlich eigens für den Ladungsverkehr eingeführte FTL-Modul der zweiten Generation. Neben der beliebten Wochenansicht ermöglicht die Anwendung eine schnelle Planung mittels direkter Eingabe der Daten in die Dispositionstabelle. Zeitraubende Umwege über vorgelagerte Menüs bleiben den Disponenten auf diese Weise erspart. Als Ergänzung zur kürzlich überarbeiteten grafischen Disposition präsentierte LIS auf der Logistics & Distribution außerdem das ETA-Center. Dieses Feature ermöglicht die Überwachung von Ankunfts-

Auf der Logistics & Distribution präsentiert die LIS AG unter anderem ihre mobile Anwendung AppSped, mit der Transportaufträge über Smartphones und Tablets abgewickelt werden können. und Abfahrtszeiten auf Basis aktueller Verkehrsinformationen sowie der Ruhe-, Be- und Entladezeiten. „Mit dem ETACenter entsprechen wir dem Wunsch unserer Kunden, sich jederzeit über die voraussichtlichen Ankunftszeiten ihrer Sendungen informieren zu können“, erläutert Hansmann. Mithilfe eines aktiven Warnsystems unterrichtet das Modul den Anwender zudem über verspätete Be- oder Entladungen. Ergänzend dazu wird für Disponenten im ETACenter ein Workflow generiert, über den Verspätungen

abgearbeitet und ausgewertet werden können. Am Messestand von LIS gab es darüber hinaus die Gelegenheit, einen Blick auf das neu entwickelte Modul für die Abwicklung intermodaler Transporte zu werfen. Mit der WinSped-Projektverwaltung, von der in diesem Jahr die zweite Version auf den Markt kommt, lassen sich intermodale Frachten unabhängig von den jeweiligen Verkehrsträgern noch einfacher steuern. Weitere Informationen über die LIS AG: www.lis.eu

Wissenswertes Die Logistische Informationssysteme AG (LIS) entwickelt und installiert seit über 39 Jahren Transport-Management-Software. Mit der WinSped-Produktfamilie bietet sie bewährte Speditionssoftware für eine optimale Disposition und einen reibungslosen automatisierten Ablauf der Geschäftsprozesse. Modular strukturiert und mit einer Vielzahl von Schnittstellen ausgestattet, lässt sich die vielfach bewährte Lösung in nahezu jedes Umfeld problemlos integrieren. LIS beschäftigt aktuell mehr als 110 Mitarbeiter und unterhält Niederlassungen in Memmingen, Pinneberg, Hasselt (Niederlande), Pszczyna (Polen) und La Rochelle (Frankreich). Sitz des Unternehmens ist Greven.

Neues 5-Punkte-Programm für die Zukunft des Alpentransits Die Transportwirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen, um die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene attraktiver zu machen. Das Schwerverkehrsaufkommen steigt kontinuierlich. Die Sparte präsentierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz ein 5-Punkte-Programm für die Zukunft des Alpentransits. Denn der Ausbau der Infrastruktur – vom Brenner-Basistunnel bis zum Semmeringtunnel – reiche nicht. „Es geht auch darum, diese Infrastruk-

tur optimal nutzbar zu machen“, so Klacska. Konkret fordert die Transportwirtschaft Maßnahmen zur Verbesserung des kombinierten Verkehrs, eine Erhöhung des Gewichtslimits für kranbare Sattelauflieger, eine Harmonisierung von Fahrverboten, den Ausbau der Zulaufstrecken zum BrennerBasis-tunnel sowie verbesserte Systemvoraussetzungen. Wiederbelebung der rollenden Landstraße Regensburg–Trento Im Bereich des kombinierten Verkehrs gelte es etwa, die rol-

lende Landstraße zwischen Regensburg und Trento wiederzubeleben. Damit könnten pro Jahr rund 100.000 Lkw zusätzlich auf die Schiene verlagert werden. Langfristiges Ziel sei es jedoch, „so viele kranbare Sattelauflieger wie möglich zu haben“, sagt Klacska. Dadurch könnten kombinierte Verkehre vereinfacht und wie Container direkt auf die Bahn verladen werden. Derzeit jedoch sind nur etwa fünf Prozent der Sattelauflieger kranbar, da es ein Gewichtslimit für Sattelauflieger von 40 Tonnen

gibt. Eine Anhebung auf 41 Tonnen würde das erhöhte Gewicht dieser für die Transporteure wieder wettmachen und so das Verlagerungspotenzial auf die Schiene erhöhen. Eine bessere Abstimmung von Fahrverboten wiederum würde dafür sorgen, „dass sich der Verkehr besser verteilt, und sich das rollende Equipment nicht länger an der Grenze staut, um dann gleichzeitig auf Städte wie Innsbruck losgelassen zu werden“. Beim Ausbau der Zulaufstrecken wünscht sich Klacska, dass auch auf

Das 5-Punkte-Programm der Transportwirtschaft soll dabei helfen, die negativen Effekte des Verkehrsaufk fkommens auf die Umwelt und die Lebensqualität der Anrainer einzudämmen.

deutscher Seite gut nutzbare Anschlussstrecken zum Brenner-Basistunnel entstehen. Was die Systemvoraussetzungen betrifft, fordert die Verkehrswirtschaft einerseits höhere Förderungen für regionale Anschlussbahnen. Andererseits brauche es bessere steuerliche Rahmenbedingungen. „Es ist für den Schienenverkehr nicht gerade förderlich, wenn die ÖBB eine Energieabgabe von 15 Euro je Megawattstunde zahlt, der EUDurchschnitt für Bahnstrom aber nur 1,81 Euro beträgt“, so Klacska. Nachsatz: „Es geht darum, jeden Verkehrsträger wettbewerbsfähig zu machen, denn wir brauchen alle.“ Konjunkturtest zeigt positives Gesamtbild Neben dem 5-Punkte-Programm präsentierte die Bundessparte zudem ihren aktuellen Konjunkturtest. Dieser zeigt ein positives Gesamtbild, allerdings auf leicht niedrigerem Niveau als zuletzt. Konkret bewerten die befragten Unternehmen der Branche sowohl die Nachfrage als auch ihre derzeitige Geschäftslage überwiegend positiv. Im Vergleich zum vierten Quartal hat der Optimismus aber etwas nachgelassen. Ihren Auftragsbestand bewerten acht von zehn Befragten als „zumindest ausreichend“.

Und drei von zehn Unternehmen nennen den Mangel an Arbeitskräften als häufigste Behinderung ihrer Geschäftstätigkeit. „Hier brauchen wir Anreize, damit sich wieder mehr junge Menschen für den Beruf des Lokführers oder Lkw-Lenkers entscheiden“, so Klacska. Unter anderem fordert er – analog zum Pkw – die Einführung eines L(kw)17Führerscheins auch für Lkw. Mehr Neugründungen in der Branche Überwiegend positiv sind auch die neuen Branchen-Statistiken. So hat die Zahl der Neugründungen laut Erik Wolf, Geschäftsführer der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, „erstmals die 2000er-Marke überschritten“. Konkret gab es im Vorjahr 2013 Gründungen, allen voran im Bereich Kleintransporte, gefolgt vom Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen und Garagen- und Tankstellenbetreibern. Aber auch die Insolvenzen haben sich mit 409 im Jahr 2018 „auf niedrigem Niveau stabilisiert“. International hingegen zeichnet sich eine leichte Eintrübung der Konjunktur ab: Der für die Branche sehr wichtigen Containerumschlag-Index zeigt seit November eine Seitwärtsbewegung.

Impressum | Redaktion und Texte: Sabrina Galehr, Jasmin Quast Bilder: LIS AG, Walter Ebenhofer, Esther Horvath/cargo-partner, Autohaus Gerster, Shutterstock Anzeigenberatung: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach


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cargo-partner: 35 Jahre Erfahrung in Transport und Info-Logistik

Der internationale Transportund Info-Logistik-Anbieter cargo-partner ist seit Jahrzehnten ein wesentlicher Bestandteil der globalen Transportindustrie und feierte 2018 sein 35-jähriges Bestehen.

1983 als Luftfrachtspezialist in Wien gegründet, ist cargopartner zu einem internationalen Info-Logistik-Anbieter heran gewachsen. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 3000 Mitarbeiter und ist mit über 130 Niederlassungen in 30 Ländern in Europa, Asien und den USA vertreten. In den vergangenen Jahren hat sich cargopartner verstärkt auf die Erweiterung seines weltweiten

Expansion des cargo-partner-Netzwerks Der Expansionskurs der letzten Jahre wird mit Erfolg weitergeführt. Im Sommer 2018 erfolgte der Markteintritt in die Türkei. Bereits im Februar 2019 eröffnete das Unternehmen seinen dritten Standort und ist neben Istanbul und Mersin jetzt auch in Bursa vertreten. cargo-partner in Ungarn, mit über 140 Mitarbeitern in drei Büros, wird seine Position vor Ort zusätzlich stärken und Ende 2019 mit seiner Flughafenniederlassung in das neu errichtete Logistikzentrum BUD Cargo City umziehen. Zu den jüngsten Investitionen in das KontraktlogistikNetzwerk zählt neben dem nachhaltigen iLogistics Center in Holzbauweise bei der Unternehmenszentrale in Fischamend (Gesamtfläche von über 12.200 m²) auch das iLogistics Center in Sofia, Bulgarien (16.500 m²). Beide haben im Juni 2018 den Betrieb aufgenommen. Auch der Bau eines neuen iLogistics Centers in Ljubljana, Slo-

Im Juni 2018 eröffnete cargo-partner das nachhaltige iLogistics Center in Holzbauweise in der Nähe des Wiener Flughafens. wenien, verläuft nach Plan. Das neue Lager wird ab Sommer 2019 über 20.000 Palettenstellplätze auf mehr als 25.000 m² Lagerfläche bereithalten. Ebenfalls Neueröffnungen oder auch Erweiterungen bestehender Lager gab es in Hamburg, Dunajska Streda, Clarksville, Chicago, Bangkok, Singapur und Hongkong.

Büroeröffnung Vorarlberg Sommer 2019 Auch in Österreich ist cargopartner auf Expansionskurs. Im Sommer 2019 wird die operative Niederlassung in Vorarlberg eröffnet, um die Positionierung im Westen zu stärken. Die Personalsuche läuft auf Hochtouren. Vorrangig werden Disponenten mit Erfahrung in der Luft- und/

oder Seefracht gesucht. Martin Schenzel, Managing Director von cargo-partner Austria, erläutert seine Motivation hinter der Ergänzung des Netzwerks: „Wir sehen hier großes Potenzial, vorallem durch die geografische Lage im Dreiländereck Österreich-Deutschland-Schweiz. Unser Wachstum in Vorarlberg war in den letzten Jahren

beachtlich und die Prognosen sind vielversprechend. Der nächste logische Schritt ist die Eröffnung einer eigenen operativen Niederlassung. ‚We take it personally‘ heißt für uns auch, unseren Kunden geografisch nahe zu sein und gezielt auf die speziellen Anforderungen deren SupplyChains und des Marktes einzugehen.“

Seefracht-Container

Martin Schenzel ist schon 20 Jahre bei cargo-partner tätig und seit 2018 Managing Director Austria.

Lagernetzwerks konzentriert und maßgebliche Innovationen in IT-Lösungen getätigt. Der Logistiker bietet eine Vielzahl an Lösungen für den elektronischen Datenaustausch, mit denen alle Prozesse und Parteien entlang der Lieferkette integriert werden können.

Büroeröffnung Vorarlberg Sommer 2019

we take it personally | transport + iLogistics | www.cargo-partner.com

Ihr starker Partner für Luftfracht, Seefracht und Kontraktlogistik Moderne Logistiklösungen. 130 Standorte in 30 Ländern.


6 Nutzfahrzeuge

Freitag, 19. April 2019 Extra

Der Kampf gegen die Emissionen

Schwere Lastkraftwagen sollen künftig emissionsfrei oder zumindest emissionsarm fahren. Statt aus Batterien kommt der Strom bei der neuen MIT-Innovation aus Flex-Fuel-Motoren. Daniel Cohn und Leslie Bromberg vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben hierzu einen neuen Hybridantrieb konzipiert, mit dem sich die gleiche Reichweite erzielen lässt wie mit einem Diesel-Lkw. Es ist eine Kombination aus Elektround einem Flex-Fuel-Motor, der einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Letzterer kann mit Ethanol, Methanol, Benzin oder beliebigen Gemischen aus diesen Kraftstoffen betrieben werden. 90 Prozent weniger NOx Derartige Hybridfahrzeuge emittieren 90 Prozent weniger Stickoxide (NOx) als Diesel-Lkw. In hohen Konzentrationen sind diese Stickoxide gesundheitsschädlich, weshalb laut den Forschern schon seit Jahren nach Wegen gesucht wurde, Lkw umweltverträglicher zu machen. Von Anfang an war klar, dass dieses Ziel nur mit Verbrennungsmotoren erreicht werden kann, deren Kraftstoffgemisch mit Zündkerzen gezündet wird. Denn diese seien von vornherein umweltverträglicher als Dieselmotoren, so das Forschungsteam. In Flex-FuelMotoren fanden die Experten den idealen Antrieb. Die zusätzlichen Kosten für einen Hybrid auf dieser Basis schätzen die Wissenschaftler gering, ebenso jene für Batterien. Verglichen mit einem

rein elektrisch angetriebenen Lkw mit hoher Reichweite, dessen Akkus zehn bis 15 Tonnen wiegen müssten, benötigt der Hybrid-Lkw nur einen kleinen Batterieblock, sodass er ähnlich viel Nutzlast transportieren kann wie DieselLkw. Er dient vor allem dazu, Bremsenergie zu speichern. Flex-Fuel-Motoren seien in den vergangenen Jahren so effizient geworden, dass sie mit Dieselantrieben konkurrieren könnten, nicht zuletzt wegen der gestiegenen Dieselpreise. Da der Verbrennungsmotor Michael Zimmermann Obmann, Fachgruppe für das Güterbeförderungsgewerbe, WKV

Umweltfreundliche Alternativen zu fossilen Brennstoffen werden von uns auf jeden Fall begrüßt. Hybride Technologien, wie der neue Kombinationsmotor des MIT, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Der neue Dieselantrieb des MIT soll einen Meilenstein in Sachen Umweltverträglichkeit bedeuten. im MIT-Konzept ständig mit optimaler Drehzahl läuft, seien die Emissionen geringer, als wenn sich bei einem direkten Antrieb die Drehzahl häufig ändere. Hybrid-Lkw löst Probleme Die Wissenschaft ist sich uneinig, ob die Reduzierung von Klimagasen oder die Emissi-

onen von gesundheitsgefährdenden Schadstoffen Priorität hat. In den USA gehe es vor allem um den Kampf gegen den Klimawandel, in Ländern wie Indien oder China sei die Luftverschmutzung das größere Problem. Mit dem neuen Hybridantrieb lässt sich laut den Forschern beides lösen.

Nachfrage nach neuen Technologien sehr hoch Auch in Vorarlberg wird daran gearbeitet, den Nah- und Ferntransport umweltfreundlicher zu gestalten. Denn Gebiets- bzw. Fahrzeiteinschränkungen, welche Fahrzeuge mit veralteter Motorentechnik mit sich bringen, seien wirtschaftlich nicht tragbar,

so Fabian Hämmerle, Gesellschafter der Hämmerle Spezialtransporte GmbH. „Im Bereich der Hybridtechnik ist im Schwerlast- und Fernverkehr zurzeit noch kein brauchbares Produkt auf dem Markt, das beschränkt sich momentan noch sehr auf den Nahverkehr und auf die niedrigen Gewichtsklassen“, er-

klärt Hämmerle. Eher würden im Wasserstoffsektor immer mehr Fortschritte gemacht werden, welche für die Zukunft sehr wohl interessant, jetzt aber noch nicht vertrauenswürdig genug seien. Der Wille bei Zeiten in neue, umweltfreundliche Technologien zu investieren, sei jedoch stark gegeben.

Zukunftsmusik „autonome Lkw“

Die Trucks der Zukunft sind autonom unterwegs und elektrisch. Zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis ist das alles nicht so einfach – aber dennoch sehr spannend.

Wer im Flieger zum Beispiel in die USA reist, denkt nicht darüber nach, dass die Maschine einen Großteil der Strecke vom Autopiloten gesteuert wird. Auf der Straße dagegen sind die Sorgen groß, obwohl die meisten Studien zu dem Ergebnis kommen, dass autonomes Fahren nicht mehr, sondern deutlich weniger Unfälle produziert. Neun von zehn Unfällen werden statistisch gesehen vom Menschen verursacht. Nimmt man ihn aus der Gleichung, entsteht demnach ein deutliches Plus an Sicherheit. Das gilt insbesondere für den Schwerlastverkehr. Dass Systeme nie müde werden und sich nie ablenken lassen, ist nicht deren einziger Vorteil. Sie sparen auch viele Kosten. Ein Autopilot muss keine Ruhezeiten einhalten. Er kann rund um die Uhr eingesetzt werden, was wiederum die Auslastung eines Trucks steigert. Heute stehen die oft mehr als 100.000 Euro teuren Zugfahrzeuge mehr als die Hälfte der Zeit still. Ein weiterer Ansatz ist, die automatisierten Lkw vorwiegend zu verkehrsarmen Zeiten auf die Straße zu schicken – bei einer erwarteten Verdoppelung des Güterverkehrs von 2015 bis ins Jahr 2050 sicher keine schlechte Idee. Bleiben die Trucker dabei auf der Strecke? Experten vermuten, dass sich der Trucker-Beruf verändern

Autonomes Fahren ist im Lkw viel schwieriger als im Pkw, schon allein deshalb, weil das Fahrzeug vielfach größer und schwerer ist. Und: Der Trailer bleibt eine riesige Unbekannte. Der Anhänger kann, da er in der Regel oft wechselt, in die Entwicklung erst gar nicht einbezogen werden. Auch an die Zuverlässigkeit stellt das harte Truck-Business ganz andere Anforderungen. Fünf Jahre und 800.000 Kilometer muss die Elektronik mindestens halten – kein Vergleich zu den Geräten, wie sie Otto Normalverbraucher kennt.

Der „Freightliner Inspiration Truck“ ist das erste automatisierte Nutzfahrzeug mit einer Straßenzulassung, doch ganz ohne den Mann am Steuer geht es trotzdem noch nicht. wird, im großen Stil abgeschafft wird er aber nicht. Schöne neue Welt also? Nicht ganz, denn das Vorhaben des autonomen Fahrens strotzt vor Komplexität. Schon heute besitzt ein moderner Truck 400 Sensoren. Seine Software besteht aus 100 Millionen Zeilen. Die Datenbank wächst zwar mit jedem gefahrenen Testkilometer, aber „die Welt ist unendlich“, wie die Entwicklungsingenieure sagen. Die Crux liegt vor allem darin, dass das System richtig erkennt, was es vor sich hat und was nicht. Ist ein plötzlich vor der Kühlerhaube auftauchen-

des Objekt nur eine vom Winde verwehte Plastiktüte oder ein Kinderwagen? Im Jahr 2015 erhielt Daimlers „Freightliner Inspiration Truck“ die bis dato erste Straßenzulassung für ein teilautomatisiertes Nutzfahrzeug. Er repräsentiert bis heute den Stand der Technik, nur dass diese inzwischen die Serienreife erreicht hat. „Freightliner Cascadia“ heißt das entsprechende neue Daimler-Modell in den USA. Dieser Truck kann selber beschleunigen, bremsen und lenken. Eine Armada an Sicherheitsassistenten wacht zum Beispiel über die

Spur, den toten Winkel oder leitet Notbremsungen ein, wenn etwa ein Fußgänger kreuzt oder der Truck auf ein Stauende zufährt. Rollende Lkw mit schlafenden Fahrern Trotzdem bleibt der Fahrer in der Verantwortung. Die „Fahraufgabe“, so der Fachbegriff, wird ihm nicht abgenommen. Die Maschine unterstützt den Menschen lediglich. Das soll sich mit der kommenden Generation ändern. Das nächste Automatisierungslevel sieht vor, dass „das System nicht erwartet, dass ein Benutzer auf

eine Aufforderung zum Eingreifen reagiert“. So die technische Definition. Im Klartext: Der Fahrer kann schlafen, während der Truck rollt. Dass dies nur auf ausgewählten Routen funktionieren kann, liegt auf der Hand. Daimler konzentriert sich zunächst nur auf die Strecke zwischen zwei Autobahn-Anschlussstellen und nur auf US-Highways. Doch selbst bis der Truck diese an sich simple Übung alleine bewältigen kann und die Technik dafür marktreif und bezahlbar ist, werden nach Prognosen der Forscher noch zehn Jahre vergehen.

Steiniger Weg zur E-Mobilität Was die Kosten und die Effizienz betrifft, führt derzeit kein Weg am Diesel vorbei. Zum einen ist ein Elektro-Lkw in Anschaffung und Betrieb mindestens 50 Prozent teurer als ein konventioneller und zum anderen läuft ein Lkw nicht selten weit mehr als eine Million Kilometer, was sich mit der Lebenszeit der derzeit erhältlichen Akkus nicht abbilden lässt. Außerdem fehlt zur Umsetzung noch die notwendige Ladeinfrastruktur. Es ist jedoch nicht alles verloren: So verfügen die ersten Prototypen, darunter ein Schulbus, über respektable Reichweiten von bis zu 400 Kilometern und lassen sich mit entsprechenden Schnellladern in 60 bis 90 Minuten „auftanken“. Für den Lieferverkehr auf der letzten Meile etwa in Diesel-geplagten Innenstädten kann das eine vielversprechende Lösung sein. 2021 sollen die ersten DaimlerElektrotrucks die Marktreife erlangen.


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Top-Firmenwagen Mit den Marken Ford und Opel ist Auto Gerster sowohl im Nutzfahrzeug- als auch im Firmenfahrzeugsegmet bestens aufgestellt!

Bis 2030 müssen die Abgaswerte sinken.

Neue Abgaswerte

Das EU-Parlament billigte die Absenkung der Abgaswerte bis 2030. Was bedeutet dies konkret für Hersteller und Verbraucher?

Nach harten Verhandlungen stimmte das Europaparlament neuen Vorgaben zu. Demnach muss der Kohlendioxidausstoß von Neuwagen um 37,5 Prozent im Vergleich zu 2021 sinken. Für leichte Nutzfahrzeuge ist eine CO2-Reduzierung um 31 Prozent vorgesehen. Als Zwischenetappe muss bis 2025 in beiden Fahrzeugklassen eine Minderung um 15 Prozent erreicht sein. Nachdem die EU-Staaten Anfang Oktober für eine Senkung des CO2-Werts bei neuen Autos und leichten Nutzfahrzeugen um durchschnittlich 35 Prozent plädiert hatten, ist dies nun zumindest ein kleiner Erfolg. Formell müssen nun noch die EUMitgliedstaaten zustimmen.

Umstieg auf Elektro Von den bis 2021 zu erreichenden Vorgaben sind viele Hersteller noch weit entfernt: Rund ein Viertel aller Klimagase der EU stammen aus dem Verkehr; Autos und Lastwagen haben daran den größten Anteil. Zu erreichen sind die Zielwerte nur, wenn Autohersteller neben Dieseln und Benzinern immer mehr Fahrzeuge ohne Ausstoß schädlicher Klimagase verkaufen, also zum Beispiel Elektro-Pkw und Elektro Nutzfahrzeuge.

Förderungen Seit 1. März dieses Jahres gibt es im Rahmen der österreichischen Klima- und Energiestrategie das neue Förderungspakat „E-Mobilität“. Es wurde vom Umwelt- und Verkehrsministerium in Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern ins Leben gerufen und ist für einen Zeitraum von zwei Jahren gültig.

So erhalten Betriebe z. B. für ein E-Nutzfahrzeug der Klasse N2 20.000 Euro Förderung. Für einen E-Bus mit 39 bis 120 zugelassenen Personen gibt es 60.000 Euro. Wer ein E-Nutzfahzeug oder einen E-Bus in Kombination mit einer Ladestation erwirbt, erhält zudem 20.000 Euro. Privatpersonen dürfen sich bei Anschaffung eines E-Pkw mit reinem Elektro- und Brennstoffzellenantrieb über eine Förderung in Höhe von 3000 Euro freuen. Projekt Praxis Der Klima- und Energiefonds der österreichischen Bundesregierung fördert im Rahmen des Projektes „Elektromobilität in der Praxis“ elektrisch betriebene Lieferautos, damit diese jeweils einen Monat lang im Laufe des gesamten Kalenderjahres 2019 getestet werden können. Mehr Infos gibt es online unter e-fahrzeuge.info.

Echte Teamplayer für den Fuhrpark. Ob Transit Courier, Transit Connect oder Transit Custom, die neuen Ford-Transit-Modelle bestechen durch ihr großes Raumangebot, ihre hohe Funktionalität und sind spezialisiert auf Transporte aller Art. Opel ist im Bereich Nutzfahrzeuge ebenfalls bestens aufgestellt. Mit dem Opel Combo Cargo, kürzlich zum Van of the Year 2019 gekürt, wird die Nutzfahrzeugmodellpalette neben dem Opel Vivaro und Opel Movano komplett. Modelle für jeden Anspruch Aber nicht nur mit Nutzfahrzeugen, sondern auch mit Firmenwagen glänzen die Marken Ford und Opel bei Auto Gerster. Die sportlichen Allrounder stehen jederzeit für eine Probe-

Der Opel Vivaro: Optimal für Familien, die viel Platz brauchen, aber nicht auf Komfort verzichten wollen. fahrt bereit. Beim Ford Focus und beim Opel Astra sowie bei vielen anderen Modellen, stimmen sogar die Co2-Werte. Als Firmenwagennutzer steigt man richtig gut aus. Oder besser: ein! Denn neben innovativer Technik und jeder Menge Komfort können viele der Fahrzeuge einen CO2-Ausstoß von weniger als 124 g/km vorweisen. Das bedeutet einen klei-

nen Sachbezug von nur 1,5 Prozent der Anschaffungskosten pro Monat. Mit der vielseitigen Produktpalette und den vorsteuerabzugsfähigen Modellen hat Auto Gerster für jedes Unternehmen das passende Firmenfahrzeug verfügbar. Im Ländle besonders wichtig ist die extrem breite Allradpalette im Hause Gerster mit rund 16 Modellen.

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8 Nutzfahrzeuge

Freitag, 19. April 2019 Extra

Beim Kauf von gewerblich genutzten Gebrauchtwagen gilt es einiges zu beachten.

Gebraucht kaufen: So wird’s was

Unternehmen brauchen Pkw, Lkw oder andere kleinere Nutzfahrzeuge. Man muss dafür aber nicht immer zum Neufahrzeug greifen, gebrauchte Fahrzeuge sind ebenfalls gut für den betrieblichen Einsatz. Beim Kauf von Gebrauchtwagen sollte man allerdings einige Punkte beachten.

noch lange nicht, dass das Fahrzeug auch wirklich in Ordnung ist! Bei der Pickerlüberprüfung werden viele Teile nicht überprüft, außerdem besagt das „Pickerl“ lediglich, dass das Fahrzeug zum Zeitpunkt der Überprüfung in Ordnung war (und das kann meist schon Monate her sein)!

Zu allererst sollte man den Zustand des Fahrzeuges überprüfen. Wer sich das selbst nicht zutraut, kann zum Beispiel auch auf die Kaufüberprüfung beim ÖAMTC zurückgreifen. Als nächstes gilt es festzustellen, ob das Fahrzeug eine gültige Begutachtungsplakette („Pickerl“) besitzt. Doch Vorsicht: Das heißt

Wer lesen kann ... ... ist klar im Vorteil. Vor Kauf gilt es also den Kaufvertrag aufmerksam zu lesen, besonders auch das Kleingedruckte auf dem Vertrag. Man sollte niemals einen Blankovertrag! unterschreiben, denn hinterher lässt sich schlecht das Gegenteil beweisen. Darüber hinaus sollte geprüft werden,

wer als Verkäufer im Kaufvertrag erscheint und ob der schriftliche Vertrag auch mit der mündlichen Vereinbarung übereinstimmt.

Zug-um-Zug-Geschäft Wichtig beim Kauf von gebrauchten Fahrzeugen ist das sogenannte Zug-um-Zug-Geschäft. Das bedeutet, der Käufer bezahlt erst gegen die gleichzeitige Aushändigung des Typenscheines. Ist die Zahlung erfolgt, so sollte man sich den Eingang des Kaufpreises unbedingt schriftlich bestätigen lassen. Nach dem Vertragsabschluss Wenn dennoch ein Schaden eintritt oder ein Mangel offen-

kundig wird, dann sollte man zunächst dies beim Verkäufer oder zuständigen Fahrzeughändler reklamieren, damit dieser die Behebung der Mängel durchführt. Auf keinen Fall darf eine fremde Werkstatt mit der Schadenreparatur beauftragt werden, ohne dass der Verkäufer etwas vom Schaden weiß. Kommt es zu keiner einvernehmlichen Lösung bzw. zur Behebung der Mängel, sollte ein Profi oder ein Sachverständiger hinzugezogen werden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Bevor man ein Sachverständigengutachten in Auftrag gibt, sollten die Erfolgsaussichten geprüft werden, da solche Gutachten mitunter sehr teu-

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er werden können und man die Kosten meist selbst tragen muss.

Staatliche Förderung von Elektrofahrzeugen Seit dem 1. März erhalten Firmen zudem einen Zuschuss beim Kauf von Elektro-Nutzfahrzeugen. So gibt es für ein E-Nutzfahrzeug der Klasse N2 zum Beispiel 20.000 Euro Förderung. Für einen E-Bus mit 39 bis 120 zugelassenen Personen gibt es 60.000 Euro und für ein Plug-In-Hybrid Fahrzeug gibt es 1500 Euro. Wer ein E-Nutzfahzeug oder einen E-Bus in Kombination mit einer Ladestation erwirbt, erhält zudem 20.000 Euro. Die Förderungen gelten auf Bun-

desebene und für einen Zeitraum von zwei Jahren, von 2019 bis 2020. Voraussetzungen für die Förderung ist zum einen 100 Prozent Strom bzw. Wasserstoff aus erneuerbaren Energieträgern. Zum anderen sind die Förderhöhen Pauschalsätze, die mit maximal 30% der förderfähigen Kosten begrenzt sind. Im Rahmen der Klima- und Energiestrategie von Österreich hat das Umwelt- und Verkehrsminister-ium in Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern das Förderungspaket, genannt „E-Mobilität“, zusammengestellt. Die Förderungen gelten auf Bundesebene und für einen Zeitraum von zwei Jahren, von 2019 bis 2020.

Ford

Ford Ranger Wildtrack 3.2 AT

/ 37.981 Euro

Nächster Erscheinungstermin:

Opel

Freitag, 18. Oktober Mehr Informationen Opel Corasavan 1.3 CDTI

Vivaro Kastenwagen Edition

Transit Custom Kasten Trend

Vivaro Combi 1.6 CDTI .

12.847 Euro

19.942 Euro

21.956 Euro

27.856 Euro

Renault

Renault Kangoo Express Z.E. Elektro

Renault Kangoo Express L1 Energy dCi

9.900 Euro 15.500 Euro

Renault Kangoo Maxi Express Z.E. 2-Sitzer Elektro

25.300 Euro

Renault Trafic Kastenwagen L2H1 dCi

28.900 Euro

Renault Master Pritsche L3H1 Energy dCi EU6

29.900 Euro


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