Digital Banking 14. Juni 2018
Kontaktlos zahlen Es gelten hรถchste Sicherheitsstandards
Wandel und Fortschritt Die Banken waren sehr oft die Vorreiter
Unverzichtbar Wichtige Dienste vor allem im Urlaub
2 Digital Banking
Donnerstag, 14. Juni 2018 Extra
Der Kunde soll entscheiden können „Überweisungen am Handy und weitestgehende Transparenz in Echtzeit. Ein verändertes Konsumentenverhalten, aber auch regulatorische Anforderungen stellen die Banken vor eine Challenge. Wie sieht das digitale Bankgeschäft von morgen aus?“
dendaten den Unternehmenswert möglichst rasch zu pushen und dann das Unternehmen schnellstmöglich gewinnbringend wieder zu verkaufen. Die regionalen Banken hingegen nutzen ihren großen Schatz an wertvollen Kundeninformationen, um den Kunden damit bestmöglich zu beraten.“ Das schlägt sich auch in der Aus- und Weiterbildung des heimischen Bankpersonals nieder, denn – so Hopfner – „unsere Mitarbeiter(innen) müssen hervorragend in der Beziehungspflege zu den Kunden sein, zugleich aber auch die neuen technologischen Möglichkeiten nutzen können.“
Diese Frage stellt das Beratungsunternehmen PwC auf der Homepage und kommt dabei zu folgenden Ergebnissen: Die neuen Herausforderungen Die Herausforderungen für die Banken liegen auf der Hand: • Die IT-Architektur von Banken ist umzustellen. • Die Kundenbedürfnisse verlangen rasch neue Produkte und Produktzyklen. • Das Bankgeschäft braucht Innovationen. Und weiter wird ausgeführt: Die Informationstechnologie (IT) sei einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für einen Finanzdienstleister, um Leis tungen zu erbringen und zu steuern. Kein Wunder sei es also, dass die Ausgaben für IT zu den größten Kostenfaktoren zählen. Genau deshalb stünden ein wirtschaftlicher IT-Einsatz und die Ausrich-
Wilfried Hopfner, Sprecher der Vorarlberger Banken.
Die Digitalisierung hat das Bankgeschäft sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt weiter entwickelt. tung der IT-Prozesse auf die Geschäftsziele im Blickpunkt der Entscheidungsträger. Das verlange ein rasches Handeln, das aber wohlüberlegt sein müsse. Banken müssten ihre Systeme analysieren, beurteilen und verbessern: Hier liege das Augenmerk auf dem komplexen Zusammenspiel zwischen Unternehmensstrategie und -organisation, Geschäftsprozessen und den IT-Systemen sowie dem internen Kontrollsystem innerhalb der Unternehmen. Die Bedürfnisse von Bankkunden und Bankkundinnen seien heute unterschiedlich. Lege der traditionelle Kunde besonderen Wert auf die Betreuung in der Filiale und das persönliche Gespräch, so wickle der internetaffine Kun-
de seine Geschäfte verstärkt über das Internet ab. Er suche auch dort nach allen Informationen und kaufe Bankprodukte über das Onlineportal der Bank. Die Banken müssten sich bewusst sein, dass beide Bedürfnislagen ihrer Kundinnen und Kunden ein Angebot bräuchten. Die Situation in Vorarlberg Der Sprecher der Vorarlberger Banken, Betriebsökonom Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, meint dazu gegenüber den VN über die Situation des Digital Banking in Vorarlberg, dass Banking und IT schon immer in einer sehr engen Beziehung gestanden sind. Die Digitalisierung habe es ermöglicht,
das Bankgeschäft sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt weiterzuent wickeln. Heute gelte es, vermehrt neue technologische Möglichkeiten so zu nutzen, dass diese den höchsten Kundenansprüchen optimal gerecht werden, und ein „look and feel“ sicherzustellen, welches zu einem starken Gefühl der Zufriedenheit führt. Und Hopfner verweist auf die gravierenden Unterschiede im Geschäftsmodell der etablierten Regionalbanken, wie sie in Vorarlberg überwiegend anzutreffen sind, und den sogenannten Fintech-Unternehmen, die vielfach von Startups betrieben werden: „Bei den etablierten Regionalbanken standen und stehen zum
Die Vorarlberger Banken haben alle in den ITBereich investiert, wobei die Budgets immer schon hoch waren. Wilfried Hopfner Vorarlberger Bankensprecher
einen die Weiterentwicklung der nachhaltigen Kundenbeziehungen und die Stärkung der Region zum anderen im Mittelpunkt. Natürlich auch immer mehr unterstützt und teilweise sogar ersetzt durch die digitalen Möglichkeiten. Die Fintechs aber haben ein völlig anderes Geschäftsmodell. Bei ihnen geht es darum, mit der Sammlung von Kun-
Große Investitionen „Die Vorarlberger Banken haben alle im IT-Bereich inves tiert, wobei die IT-Budgets schon immer sehr hoch waren und die zweithöchste Kostenposition nach den Personalkos ten darstellen. Es geht darum, nahe bei den Kunden zu sein, um rasch ihre veränderten Kundenwünsche befriedigen zu können. Der Kunde soll also entscheiden können, ob er das Bankgeschäft in der analogen oder in der digitalen Welt abwickeln will. Eines ist klar: Die heimische Wertschöpfung entsteht nur in der Zusammenarbeit mit den regionalen Banken. Alleine die regionale Wertschöpfungsleistung der Raiffeisen Bankengruppe errechnet sich jährlich mit rund 200 Mill. Euro.“ Was Raiffeisen selbst betrifft – so Hopfner abschließend – wird auch künftig die Beziehung zum Kunden weiter optimiert werden, digitale Lösungen sollen die Bankanwendungen noch praktischer machen und zugleich soll die Effizienz noch weiter gesteigert werden.
Leitfaden für die digitale Sicherheit Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat einen Leitfaden zur Sicherheit von Informations- und Kommuni kationstechnologien (IKT) in Kreditinstituten veröffentlicht. Mit der zunehmenden Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien in den Banken steigen auch die damit verbundenen Risiken. Wenn IT-Systeme ausfallen oder missbraucht werden, zum Beispiel durch technische Mängel oder Hackerangriffe, können ein zelne Institute, deren Kunden und sogar die Stabilität des Finanzmarktes erheblichen Schaden nehmen. „Die Chancen und Risiken der Digitalisierung am Finanzmarkt sind derzeit einer der großen FMA Schwerpunkte. Mit diesem Leitfaden stellen wir klar, was
wir von den Banken in Bezug auf IT-Sicherheit erwarten. Das schafft Transparenz für die Institute und fördert das Vertrauen der Bankkunden in digitale Technologien und in die Datensicherheit“, so die Vorstände der Finanzmarktaufsichtsbehörde, Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller. Der Leitfaden fasst die Erwartungshaltung der FMA an das IT-Sicherheitsmanagement der Institute zusammen: • Das Management von IT- Risiken hat im Rahmen einer IT-Strategie zu erfol gen. Dazu müssen Institute eine IT-Governance einrichten und entsprechende interne Sicherheitsrichtlinien erlassen. • Die Hard- und Software von IT-Systemen muss auf einem angemessenen Stand der Technik gehalten werden.
FMA-Vorstände Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller.
• Die Funktion des Informationssicherheitsbeauftragten ist einzurichten, die zentral für die Informationssicherheit innerhalb eines Instituts und gegenüber Dritten zuständig ist. Der Leitfaden nimmt außerdem Bezug auf die Anforderungen, die bei der Auslagerung von IT-Dienstleistungen an Drittanbieter – etwa auch Cloud-Anbieter – eingehalten werden müssen. Bei der Umsetzung des Leit fadens können Art, Umfang und Komplexität der Geschäfte sowie der Risikostruktur eines Instituts individuell berücksichtigt werden. Damit folgt die FMA konsequent dem Grundsatz der Proportionalität in ihren Aufsichtsanforderungen. Ein höheres Risiko ist mit höheren Anforderungen an das IT-Risikomanagement verbunden. Unternehmen am setzen immer Finanzmarkt mehr auf digitale Technologien, um e inerseits ihre internen Abläufe effizienter zu gestalten und andererseits dem gestiegenen Kundeninteresse nach digitalen Dienstleistungen entgegenzukommen. Das birgt – neben vielen Vorteilen – auch neue Gefahren und Risiken für die Unternehmen. In den vergangenen Jahren sind große Angriffe auf IT- Systeme von Unternehmen öffentlich geworden und h aben
Die FMA hat für Banken einen Leitfaden für die Sicherheit ihrer digitalen Geschäfte erstellt. die Verwundbarkeit von IT-Infrastrukturen verdeutlicht. Der „FMA-Leitfaden IKT-Sicherheit in Kreditinstituten“ ist der erste Schritt einer umfassenderen und sektorübergreifenden Initiative zur IT-Sicherheit am österreichischen Finanzmarkt. Noch im Frühsommer werden weitere Leitfäden für Versicherungsunternehmen und Pensionskassen sowie für Wertpapierfirmen und Asset Manager in die öffentliche Konsultation gehen. Seit Ende April ist die ußerdem aktives MitFMA a glied der im Bundeskanzleramt ansässigen Cyber-Sicher heit-Plattform. Dazu die FMAVorstände Ettl und Kumpfmüller: „Wir haben
(müssen), hat sich die Risiko lage dadurch deutlich verschärft. Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) ist sich der immer bedeutender werdenden Möglichkeiten und Risiken, welche aus der InforNeue Gefahren und Risiken mations- und KommunikatiDie zunehmende Digitalisie- onstechnologie (IKT) resultierung birgt – neben vielen Vor- ren, bewusst und sieht sich teilen im Wirtschaftsleben – aufgrund der gestiegenen Risineue Gefahren und Risiken, kolage einer intensivierten denen Unternehmen ausge- IKT-Aufsicht verpflichtet. setzt sind. Insbesondere die Aus diesem Grund wird den jüngsten Angriffe auf IKT- Instituten seitens der FMA ein Systeme von Unternehmen Überblick über Ausgestaltung, haben deutlich gemacht, wie Anforderungen und Vorkehverwundbar IKT-Infrastruk- rungen betreffend die IKT- turen sind. Vor allem für Kredi- Sicherheit von Kreditinstitinstitute, welche immer mehr tuten als Orientierungshilfe auf Digitalisierung setzen zur Verfügung gestellt.
in den vergangenen Jahren die IT-Kompetenz in der FMA ausgebaut und in einem Kompetenzzentrum für IT- Sicherheit und Digitalisierung gebündelt.“
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Das Beste aus zwei Welten vereinen Als vor 130 Jahren die Sparund Vorschusskassa Rankweil, der Vorläufer der Volksbank Vorarlberg, gegründet wurde, war Österreich noch Teil der Monarchie. „Die Stickerei war ein aufstre bender Industriezweig in Vorarlberg und die Dampf lokomotive kam erstmals auf der Arlbergstrecke zum Ein satz“, erläutert Gerhard Hamel, Vorstandsvorsitzender
Gerhard Hamel, VVB.
der Volksbank Vorarlberg. Und er führt weiters Folgendes aus: Die Bankgeschäfte wurden von einem nebenberuflich tä tigen Kassier im Hinterzim mer eines Gasthauses abge wickelt. Etwas später kam der Telefonanschluss – die Bank hatte die Rufnummer eins –, in den fünfziger Jahren die elektronische Additionsma schine, dann der erste Compu ter. Er kostete 260.000 Schil ling und verfügte über eine Speicherkapazität von 2000 Bit. Wandel und Fortschritt Was diese kurze Rückblende zeigen soll: Wandel und Fort schritt hat es in der Finanz branche schon immer gege ben, oft waren Banken dabei sogar Vorreiter. Jetzt also Digi talisierung und Vernetzung: Auch da sind die Kreditinsti tute ganz vorne mit dabei. So bietet die Volksbank Vorarl berg heute schon Überwei sungen per Drag & Drop, das Senden von Geldbeträgen an
Handy-Kontakte, Sicherheit per Fingerprint. All das macht das Leben der Kunden leich ter. Nicht wenige glauben, dass dadurch irgendwann Fili alen und Berater obsolet wer den könnten, dass Fintechs die Rolle von Banken einneh men. „Wir teilen diese Ansicht nicht – weil Geld- und Kreditge schäfte Vertrauenssache sind und Vertrauen nur durch zwi schenmenschliche Bezie hungen aufgebaut werden kann“, so Hamel. Hand aufs Herz: Würden Sie – nach den jüngsten Skandalen um Da tenmissbrauch – Ihre Konto auszüge Firmen wie Facebook oder Google anvertrauen? Würden Sie Ihre Zukunft – um nichts weniger geht es bei großen Kredit- und Investiti onsentscheidungen – in die Hände von jemandem legen, den Sie nicht kennen, den Sie bestenfalls über die Hotline eines Callcenters erreichen? Wohl kaum. Und aus meiner Perspektive als Bankvorstand:
Vertrauen entsteht nur durch zwischenmenschliche Beziehungen.
Würde ich mich trauen, einen Großkredit an einen Kunden zu vergeben, den ich nie per sönlich kennengelernt habe? Würde ich mir zutrauen, seri öse Anlageberatung durchzu führen, ohne im persönlichen Gespräch die Erwartungen und die Risikobereitschaft des Kunden ergründet zu haben? Das käme nie infrage, allein schon deshalb, weil ich als Lei ter einer Genossenschafts bank Verantwortung für mei ne Kunden trage, die zugleich meine Eigentümer sind. Die Kunst wird sein, das Beste aus beiden Welten zu verei nen: Digitalisierung überall dort, wo sie hilft, Effizienz zu steigern, dem Kunden Zeit zu sparen, sinnvolle Innovati onen hervorzubringen, aber menschlicher Kontakt weiter hin immer dann, wenn der Kunde dies wünscht und wenn in seinem Interesse wichtige Lebensentscheidungen best möglich zu treffen sind. Das ist heute nicht anders als 1888 beim Gastwirt in Rankweil.
„DSGVO bietet den Banken neue Wachstumschancen“ Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist in Kraft getreten. Sie gibt Ban ken rechtliche Orientierung, um datenba sierte Kundenservices umzusetzen. Aktu elle Ergebnisse zeigen, dass vor allem junge Kunden offen für die Nutzung ihrer Konto daten sind. Für Banken bedeutet das neue Wachstums- und Ertragschancen. Mit der DSGVO tritt ein Regelwerk in Kraft, das bei der kommerziellen Verwendung von Kundendaten die Transparenz für den Ver braucher in den Mittelpunkt stellt. Für Dr. Christoph Bauer, Partner in der Banking Practice bei Simon-Kucher & Partners, ist das der richtige Impuls für die Branche: „Die DSGVO macht klar, dass bei der Datenmo netarisierung kein Weg am Kundennutzen vorbeiführt. Und das ist auch richtig so.“ Denn eine aktuelle Erhebung zeigt, dass ak tuell nur den wenigsten Kunden bekannt ist, wozu Banken Kundendaten einsetzen. Haltungen gegenüber der Datennutzung Der Informationsmangel spiegelt sich auch in der zweigeteilten Haltung junger Bank kunden gegenüber der Datennutzung der Bank für unternehmerische Zwecke wider: 50 Prozent geben an, damit einverstanden zu sein, 50 Prozent lehnen dies ab. Dr. Chris toph Bauer warnt deshalb vor der pauscha len Strategie des Datensammelns: „Kein Kunde möchte sein Bankgeschäft bei einer ‚Datenkrake‘ führen. Datenservices werden dann akzeptiert, wenn die Kunden den kon kreten Mehrwert erkennen können.“ Denn die Ergebnisse zeigen auch: Gerade junge Kunden sind durchaus bereit, ihre Bankdaten zu öffnen, wenn sie dadurch ei ne passgenaue Beratung oder Preisvorteile erhalten.
UNSER DIGITALES BANKING Individuell - Übersichtlich - Schnell Das digitale Banking für Desktop, Tablet und Smartpho one ng bietet nun zahlreiche Funktionen wie die Kategorisierun der Umsätze, einfache Überweisung per Drag & Drop oder Push-Nachrichten bei Ereignissen.
https://banking.volksbank-vorarlberg.at Kundendaten müssen Nutzen stiften.
VOLKSBANK. Vertrauen verbindet.
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Kontaktlos zahlen liegt im Trend Jeder Zweite will künftig öfter kontaktlos bezahlen – Sparund Kreditprognose 1. Quartal/2018. Laut der aktuellen IntegralUmfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen wollen acht von zehn Österreicherinnen und Österreicher in den kommenden zwölf Monaten Geld zur Seite legen. Sie planen dabei durchschnittlich 6400 Euro zu veranlagen – 900 Euro mehr als im Vergleichszeitraum 2017. Das Ranking der Anlageformen führt in der Umfrage von Integral nach wie vor das Sparbuch mit 62 Prozent an, das trotz Niedrigzinsniveau an Beliebtheit sogar noch zulegen konnte (+7). Einen klassischen Bausparvertrag wählen 45 Prozent der Befragten (-3); eine Lebensversicherung wollen 34 Prozent (-6) abschließen. Wertpapierinvestments, die im 1. Quartal 2017 für 24 Prozent infrage kamen, sind nun für 27 Prozent in Österreich aktuell. Besonders stark stieg das Interesse an Aktien laut der Studie der Sparkassen: 15 Prozent der Österreicherinnen und Öster-
reicher wollen Geld damit anlegen. Vor genau einem Jahr waren es noch elf Prozent. „Hierzulande geht man bei der Geldanlage gerne auf Nummer sicher. Gleichzeitig
Selbstverständlich gelten beim kontaktlosen Bezahlen mit Sparkassen-Karten die höchsten Sicherheitsstandards. Werner Böhler Sprecher der Vlbg. Sparkassen
registrieren wir, dass man immer mehr auf einen Anlagemix mit Wertpapieren setzt, um eine attraktivere Verzinsung zu erzielen“, so Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Größere Anschaffungen Die Umfrage ergab außerdem, dass 37 Prozent (+5) der Befragten eine größere Investition wie beispielsweise eine Renovierung oder die Anschaffung von Wohneigentum planen. Acht von zehn wollen das mit eigenen Ersparnissen
Ältere Konsumenten bevorzugen nach wie vor Bargeld.
Hat sich im Handel etabliert. Kontaktloses Zahlen ist in zahlreichen Geschäften möglich. finanzieren. 14 Prozent benötigen dafür laut eigenen Aussagen einen Kredit: Mehr als ein Viertel (29 Prozent) davon plant einen Betrag über 100.000 Euro aufzunehmen. Die durchschnittliche Kreditsumme liegt dabei mit 69.900 Euro um sechs Prozent unter dem Vorjahreswert. Kontaktloses Zahlen beliebt Die Bezahlung für die Ausgaben des täglichen Lebens werden in Österreich immer öfters kontaktlos getätigt: Mittlerweile nutzt man bei fast jeder zweiten Zahlung an den heimischen Bankomatkassen die sogenannte NFC-Funktion. Allein im Vorjahr wechselten auf diese Art knapp sechs Milliarden Euro den Besitzer. Die
Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen, besteht in Österreich flächendeckend seit dem Jahr 2013. Mittlerweile sind bereits 70 Prozent aller Bezahlterminals NFC-fähig. Außerdem bieten immer mehr Bankomaten kontaktlose Bargeldbehebung an. „Wir wissen, dass bei Sparkassenkunden die Bereitschaft zum kontaktlosen Bezahlen über dem Österreich schnitt liegt“, ergänzt Böhler. Möglicher Grund dafür: Vor rund zwei Jahren haben Erste Bank und Sparkassen die kleinste Bankomatkarte der Welt in einem Armband sowie einen NFC-Sticker eingeführt und damit neue Maßstäbe beim Bezahlen gesetzt. Laut Umfrage kann sich fast jeder Zweite in Österreich vor-
stellen, in Zukunft verstärkt kontaktlos zu bezahlen. Zehn Prozent sind bislang noch unschlüssig und 17 Prozent stehen der neuen Technologie noch etwas skeptisch gegenüber. Rund ein Viertel der Befragten kann sich aktuell diese Form der Bezahlung nicht vorstellen. „Selbstverständlich gelten beim kontaktlosen Bezahlen mit Sparkassen-Karten die höchsten Sicherheitsstandards. So haben wir das Limit für Zahlungen ohne Codes bei 25 Euro festgesetzt. Nach jeweils fünf kontaktlosen Zahlungen in Folge ist wieder eine Code-Eingabe erforderlich. Bisher sind keine Fälle von NFC-Missbrauch bekannt“, räumt der Sprecher
der Vorarlberger Sparkassen etwaige Bedenken aus.
Daten und Fakten Zum Studiendesign: Integral hat 1000 Öster reicher(innen) (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren) mittels telefonischer Interviews nach ihren geplanten Sparund Anlageformen sowie ihrem Finanzierungsbedarf gefragt. Die Befragung fand im 1. Quartal im Zeitraum vom 1.–27. März 2018 statt. Soweit nicht anders angegeben, handelt es sich bei den Vergleichswerten um Zahlen aus dem gleichen Quartal des Vorjahrs.
Digital bezahlen: Erfolgsfaktor für die Zukunft Bezahlen wir in der Zukunft bar oder mit Karte oder überhaupt nur noch digital? Eine Frage, die in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen in der Zahlungsindustrie immer wieder kontrovers diskutiert wird. Doch es geht weniger darum, ob wir Bargeld brauchen oder nicht. Vielmehr stellt sich die Frage, wie das Bezahlen in einer immer digitaleren Zukunft ablaufen wird. Die Entwicklungen sind rasant und bereits in vollem Gange: Laut einer Studie des Handelsverbands und der KMU Forschung Austria haben im Betrachtungszeitraum Mai 2016 bis April 2017 4,1 Millionen Österreicher via Internet oder Smartphone eingekauft – Tendenz weiter steigend. Die Gesamtausgaben belaufen sich in diesem Zeitraum auf 6,8 Milliarden Euro, was einem Plus von 400 Millionen bzw. +6 Prozent entspricht, während der Offline-Versandhandel im selben Beobachtungszeitraum um knapp 100 Millionen Euro bzw. 11 Prozent geschrumpft ist. Barzahlung im digitalen Umfeld ist schlichtweg nicht möglich. „Es ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Unterneh men, wie sie zukünftig ihre Einkaufs- und Bezahlprozesse gestalten und digital unterstützen,“ sagt Gerald Gruber, General Manager Mastercard Austria.
„Digitale Transformation“ ist das Stichwort: ein heute allgegenwärtiges „buzz word“. Digitalisierung ist immer und überall, technologischer Wandel passiert schneller und schneller. Daraus entsteht eine Vielzahl an neuen Geschäftsmodellen – auch vermehrt im Bereich Payment. „In den letzten fünf Jahren hat sich im Bereich des Bezahlens schon mehr verändert als in den 50 Jahren zuvor“, konstatiert Gerald Gruber und ergänzt: „Die Start-ups von heute haben die Wichtigkeit des Zahlens in der digitalen Welt längst verstanden. Roland Berger hat letzten November rund 250 Fintechs in Europa identifiziert und befragt – mehr als 50 Prozent sehen „Payments“ zumindest als einen Teil ihres Geschäftsmodells, und die Anzahl von Neugründungen in diesem Be-
Gerald Gruber General Manager Mastercard Austria
In den letzten fünf Jahren hat sich im Bereich des Bezahlens schon mehr verändert als in den 50 Jahren zuvor.
reich ist immer noch ansteigend. Das beweist, dass Bezahlen ein Kernprozess für den Umsatz von Unternehmen im Netz ist.“ Vielseitige Bezahlarten Die Bezahlarten sind vielseitig. Worldpay ist der größte Payment Service Provider/ Acquirer (also eine Bank, die für Händler elektronische Zahlungen entgegennimmt) in Europa – rund 15 Mrd. Transaktionen – und führt rund 300 verschiedene Bezahlarten an. Neben den Klassikern, u. a. „Kreditkarte“, „Kauf auf Rechnung“, „PayPal“ etc. gibt es gleichzeitig immer mehr „Alternative Bezahlmethoden“, z. B. eWallets – zum Teil „mobile“, zum Teil aber auch nur im Browser. Ergänzt werden diese durch „globale“ Ansätze, wie ApplePay oder AndroidPay, sowie durch viele lokale Varianten, z. B. Zapp, eine mobile Wallet in Großbritannien. Diese digitalen Bezahlmethoden funktionieren zum Teil kartenbasiert, oft aber auch schon mit direktem Durchgriff auf Girokonten. Aktuelle europäische Regulierungsmaßnahmen – i.e. PSD2, die zweite Europäische Payment Service Direktive – verstärken diesen Trend noch zusätzlich. „Es wird in den kommenden fünf Jahren nicht ‚ruhiger‘ werden. Bezahlen wird immer mehr zum ,Hy gienefaktor’, d. h. einer Not-
Auch beim Internet-Banking müssen Sicherheitsregeln eingehalten werden. wendigkeit im Rahmen einer jeden kommerziellen Trans aktion, die so smart, also einfach, schnell und sicher wie möglich sein soll. Das Bezahlen verschwindet dabei vielleicht sogar im Hintergrund – das ,Kauf-Erlebnis’ steht im Vordergrund“, fasst Gerald Gruber zusammen. Neues Mindset Wesentlich für die Etablierung von neuen Bezahlsystemen ist die junge Generation – die sogenannten Millennials oder die „Digital Natives“. Generell zeigen Studien, dass die Bereitschaft der Verbraucher, neue Zahlungstechnologien zu nutzen (siehe auch Bericht oben), Schritt für Schritt wächst. Einer
der Schlüsselfaktoren dabei ist das Alter der Kunden. Während die Millennials bereit sind, neue Technologien auszuprobieren, geben sich ältere Kunden noch zurückhaltender. „Die Entwicklungen zum digitalen Bezahlen sind in vollem Gange. Unser Fokus liegt auf dem Abbau von Barrieren, wie mangelndes Vertrauen, Sicherheitsbedenken, fehlende Kenntnisse über die Technologie und deren Funktionsweise sowie fehlende technische Voraussetzungen bei Händlern bzw. Konsumenten“, sagt Gerald Gruber. Es zeigt sich, dass die Verbraucher neuen Technologien und Zahlungsmethoden aufgeschlossener gegen überstehen, wenn sich deren
Handhabung als einfach und problemlos erweist – und es ist bekannt, dass die junge Generation mit den neuen Technologien, mit denen sie zum Teil schon aufgewachsen sind, wesentlich problemloser um gehen können als die älteren Generationen. Laut Statistiken weisen jüngere Verbraucher stärkere Nutzungszahlen bei bereits etablierten, aber dennoch eher neuen Technologien aus – wie zum Beispiel bei kontaktlosem Bezahlen. Laut einer europäischen Studie nutzen 41 Prozent der unter 35-Jährigen kontaktlose Zahlungsmethoden, während es bei den über 55-Jährigen laut dieser Statistik nur 28 Prozent sind.
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Vor allem im Urlaub unverzichtbar 4,3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher (58 Prozent) erledigen heute ihre Bankgeschäfte im Internet, fast doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Besonders die Millennials erwarten einen unkomplizierten Zugang zu Bankgeschäften. Rund 80 Prozent der heute 20- bis 39-Jährigen nutzen Online-Banking auf PC, Laptop, Tablet oder Smartphone – gerne auch von unterwegs. Matthias Mathis, Sparkassen Filialleiter und O n l i n e - B a n k i n g - E x p e r te , nimmt das geänderte Kundenverhalten auch in seiner täglichen Beratungspraxis wahr. Matthias Mathis DigitalBanking- Experte Sparkasse
Digital-Banking muss ansprechend und am letzten Stand der Technik sein. Die Jungen wünschen sich eine Bank mit innovativem Image. Ist Digital Banking eine Modeerscheinung oder wird „die Bank im Internet“ das Filialgeschäft ersetzen? Einfache Online-BankingAnwendungen gibt es ja schon lange. Heute erwarten die Kundinnen und Kunden aber auch eine ansprechende Oberfläche und größtmögliche Be-
nutzerfreundlichkeit. Als Erste Bank und Sparkassen waren wir 2015 mit unserer damals neuen Online-Banking-Plattform George bei den Ersten mit dabei, die auch auf Design und Bedienungskomfort Wert gelegt haben. Mittlerweile ist George zum Standard für komfortables Digital-Banking geworden. Aber über eine übersichtliche, selbsterklärende und individuell gestaltbare OnlineBanking-Plattform zu verfügen, bedeutet für uns Sparkassen nicht zwangsläufig, dass wir davon ausgehen, dass alle in Zukunft sämtliche Bankgeschäfte ausschließlich online erledigen wollen. Bei Standard-Finanzdienstleis tungen wäre das ja weitgehend vorstellbar. Wenn es aber es um Entscheidungen mit großer Tragweite geht, beispielsweise um eine Wohnraumfinanzierung, verlassen sich unserer Erfahrung nach vor allem die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger lieber auf die Umsicht und Kompetenz eines Spezialisten. Schafft man mit Digital-Banking nicht nur ein Angebot für die Jungen? Natürlich gehen die jüngeren Generationen selbstverständlicher mit digitalen Angeboten um. Banken, die keine entsprechenden Online-Services anbieten, ziehen in dieser Altersgruppe schlicht den Kürzeren. Außerdem: Wenn es um komplexere Geldangelegenheiten geht, verschaffen sich die Millennials gerne vorab im Internet einen Überblick, bevor sie eine Entschei-
methode über App an, die die TAC-SMS ersetzen. Damit unterbinden wir, dass Passwörter und TAC-SMS „abgephisht“ oder mittels Trojaner umgeleitet werden. Die verschärfte EU-Sicherheitsrichtlinie für Zahlungsdienste, die im September 2019 in Kraft treten wird, erfüllen die Sparkassen bereits.
Gerade im Urlaub leistet Online-Banking eine Reihe von wichtigen Diensten. dung treffen. Das alles gilt weitgehend auch für die 40bis 60-Jährigen. In dieser Altersgruppe nutzen immerhin mehr als zwei Drittel digitale Bankservices. Ein Blick nach Skandinavien zeigt allerdings, dass es in Österreich bei der Nutzungsrate noch viel Luft nach oben gibt. Stichwort Mobile-Banking: Ist es wirklich ratsam, seine Bankgeschäfte von unterwegs zu erledigen? Sicherheit ist natürlich ein zentrales Thema, wenn immer es um Geld geht. Es macht
deshalb schon Sinn sich zu fragen, ob ein gut besuchtes Café tatsächlich der ideale Ort ist, um den Kontostand zu checken oder Überweisungen zu tätigen. Schließlich schätzt ja auch niemand aufdringliche Blicke am Bankschalter. Und ein frei zugängliches WLan ohne Passwortschutz bietet natürlich kein geeignetes Umfeld für hochsensible Bankgeschäfte. Wer jedoch wachsam ist, seine digitalen Devices auf den letzten Stand der Sicherheit upgedatet hat, einen gesicherten Internetzugang benutzt und einen Ort
Rund 1,6 Mio. Menschen in Österreich nutzen George. George. Das modernste Banking Österreichs. sparkasse.at
Was zählt, sind die Menschen.
wählt, der ausreichend Privatsphäre bietet, für den bietet Mobile-Banking enorme Möglichkeiten. Ich denke da etwa an die laufende Kontrolle des Konto- bzw. Kreditkartenstands bei einer ShoppingTour. Sicherheit ist für uns besonders wichtig. Deshalb entwickeln wir George und unsere Apps permanent weiter und investieren viel, um auch den höchsten Standards entsprechen zu können. Natürlich kommt uns gerade hier unser Erfahrungsvorsprung zugute. Wir bieten eine neue Freigabe-
Die heurige Urlaubssaison hat bereits begonnen. Welche Zahlungsformen empfehlen Sie Ihren Kundinnen und Kunden? Gerade im Urlaub leistet Online-Banking unschätzbare Dienste, denn es gibt bereits viele Regionen in Europa und Übersee, in denen die bargeldlose Zahlung Geldscheine und Münzen abgelöst hat. Neben dem Überblick über den Finanzstatus auf Konto und Kreditkarte bietet George die Möglichkeit, wichtige Reisedokumente wie Tickets oder Reisepässe digitalisiert im „Safe“ passwortgeschützt ab zuspeichern. Je nach Urlaubsdestination kann auch eine daumengroße Micro-Bankomatkarte eine ideale Ergänzung sein. Wasserfest und diskret in einem Kunststoffarmband verborgen, kann damit an allen NFCfähigen Bankomatkassen im In- und Ausland bezahlt werden. Niemand muss also beim Baden mehr zurückbleiben, um aufs Geld aufzupassen. Beim abendlichen Ausgehen greift man dann zum hochwertigen Lederarmband, das in mehreren Farben und Styles auf das Outfit abgestimmt werden kann.
6 Digital Banking
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Banking ist mobil und wird mobiler In Österreich nutzen laut einer Studie 77 Prozent der Besitzer von mobilen Endgeräten diese auch für den Einkauf oder für Bankgeschäfte. 33 Prozent gaben an, dass ihrer Meinung nach digitales Bezahlen immer sicherer wird. Dies geht aus der DigitalPayment-Studie des Kreditkartenanbieters Visa hervor, der dazu in Österreich rund 2000 Nutzer von M obiltelefonen, Tablets und Wearables befragt hat. Laut der Befragung, die im Vorjahr in 22 europäischen Ländern stattfand, verwenden 62 Prozent aller Europäer Banking-Apps. Online-Shopping Auch in Österreich sind es 62 Prozent. Unter den Millenials – dazu zählen Personen, die zwischen 1980 und 1999 geboren wurden – sind es sogar 72 Prozent, um 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Banking-Apps zählen zu den beliebtesten Aktivitäten des digitalen Bezahlens in Österreich. 48 Prozent der Befragten in Europa und 42 Prozent in Österreich nutzen ihr mobiles Gerät auch für OnlineShopping. Millennials haben auch hier mit 56 Prozent die Nase vorne, 43 Prozent tätigen Einkäufe des täglichen Lebens und 66 Prozent bezahlen mittels Kontaktlosfunktion. Die Geldüberweisung an Freunde oder Familienmitglieder wird von 35 Prozent der Befragten via mobilem Endgerät getätigt. Knapp über 50 Prozent der Österreicher sagen, dass digitales Bezahlen 2017 bequemer als im Jahr zuvor wurde. Das Vertrauen in digitale Bezahllösungen hat gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent zugenommen, bei den Millenials sind es sogar 38 Prozent. Am wenigsten vertraut wird sozialen Netzwerken. „Entscheidend für Wachstum und Akzeptanz des digitalen Bezahlens ist die zunehmende Wahr nehmung maximaler Sicherheitsstandards als Grundvoraussetzung“, so Visa-Country-Manager für Österreich Kurt Tojner. Laut Studie vertrauen 84 Prozent der europäischen Endkonsumenten auf biometrische Authentifizierung. Im Vorjahr waren es 59 Prozent. In Österreich werden der Fingerprint-Scan (75 Prozent) und der Iris-Scan (73 Prozent) am sichersten eingestuft. Die persönliche Unterschrift und der PIN liegen mit 29 Prozent bzw. 54 Prozent dahinter.
Bankgeschäfte am Handy. Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Andreas Scalet Umsetzung: Anja Schutti Bilder: Russmedia-Archiv, Fotolia, Agenturbilder, Shutterstock Anzeigen: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstr. 1, 6858 Schwarzach
Besonders die jüngere Generation nutzt moderne digitale Technik für ihre Bankgeschäfte.
Revolution im Bankgeschäft durch Multibanking Neue regulatorische Anforderungen verändern das Privatkundengeschäft der Banken maßgeblich und eröffnen auch im Bereich Multibanking neue Chancen. Eine aktuelle Analyse von Oliver Wyman, einer der weltweit führenden Managementberatungen, zeigt, dass rund 75 Prozent aller Kunden, die Multibanking kennen, dieses auch nutzen, wobei es sich vor allem bei der Altersgruppe der 18- bis 39-Jährigen wachsender Beliebtheit erfreut. Während viele Banken das Poten zial von Multibanking heute noch verkennen, bringen sich immer mehr Vergleichsportale in Position. Nicht zuletzt angetrieben durch die PSD II vollzieht sich in der „KundeBank-Beziehung“ nun ein Paradigmenwechsel. Den Kampf um die Kundenschnittstelle werden diejenigen Banken gewinnen, die sich konsequent den neuen Bedürfnissen zuwenden. Verändertes Kundenverhalten, technologische Innovationen und neue regulatorische Anforderungen hielten die Bankenlandschaft in den letzten Jahren auf Trab. Die Bankhäuser haben verstärkt auf die aktuellen Herausforderungen reagiert, Digitalisierungsprojekte initiiert und neue Kundenangebote auf den Weg gebracht. Doch bei den vermeintlich neuen Geschäftsmodellen handelt es sich heute mehr um eine Verbesserung bereits bestehender Modelle als um wahre Disruption. Und während eine Vielzahl von Banken bislang ausschließlich auf Cross-Selling-Strategien setzt, nutzen nur wenige Institute die sich aus den neuen regulatorischen Anforderungen ergebenden Chancen für eine Erweiterung oder Transformation des eigenen Geschäftsmodells. So bietet die Payment Services Directive II (PSD II) Bankhäusern unter anderem die Möglichkeit, die komplette Finanzsituation eines Kunden vollautomatisiert zu erfassen und zu bewerten, darauf basierend Fi-
Neuverträge durch Preisvergleichsportale beziehungsweise Marktplätze abgeschlossen. Banken sollten sich verstärkt auf die neuen Kundenbedürfnisse einstellen, um den Kampf um die Kundenschnittstelle zu gewinnen“, so René Fischer.
Die persönliche Beratung ergänzt das elektronische Banking. nanzplanungen zu erstellen, neue Produktangebote zu unterbreiten sowie über die Plattform eines Drittanbieters Zahlungen auf dem Girokonto seiner Bank auslösen zu lassen. „Die neue Möglichkeit zur Multibanking-Aggregation hat das Zeug, das Bankgeschäft von morgen nachhaltig zu verändern“, sagt René Fischer, Partner im Bereich Retailbanking bei Oliver Wyman: „Doch viele Bankhäuser haben das Potenzial von Multibanking noch nicht erkannt oder nutzen es zumindest noch nicht konsequent. Gleichzeitig bringen sich vor allem neue Wettbewerber in Position.“ Auf dem Vormarsch Multibanking bezeichnet die Möglichkeit, alle Kontoverbindungen gleich welcher Bank zentral aus einer Plattform heraus im Blick zu haben sowie zu steuern, das heißt Daueraufträge zu verwalten oder auch Überweisungen gebündelt zu tätigen. Dabei erfreut es sich wachsender Beliebtheit: Drei von vier Kunden, die Multibanking kennen, nutzen bereits das Angebot. Im Vergleich zu Robo-Advisory oder Mobile-Payment hat Multibanking dabei eine weitaus höhere Adaptionsrate. Ebenso auffällig ist die deutlich hö-
here aktive Nutzung durch jüngere Kunden: 20 Prozent aller 18- bis 39-Jährigen setzen bereits heute auf das Angebot, während bei den 40- bis 59-Jährigen der Anteil bei 13 Prozent liegt, wie die aktuelle Umfrage von Oliver Wyman zeigt, für die über 2000 Verbraucher zu ihren BankingNutzungsgewohnheiten befragt wurden. In puncto Multibanking ist die Hausbank traditionell in einer starken Position. So setzt über die Hälfte der Nutzer auf die eigene Hausbank und ist bereit, ihr persönliche Finanzdaten in der Erwartung maßgeschneiderter Angebote anzuvertrauen, während andere Anbieter wie FinTechs oder Versicherer weniger Zulauf erhalten. Gleichzeitig sind insgesamt 59 Prozent der Kunden bereit, bei ihrer Hausbank auch Bankprodukte anderer Anbieter zu beziehen. „In fünf bis zehn Jahren werden wir eine völlig andere Landschaft von Vertrieb und Produktion im Privatkundengeschäft sehen“, so Jürgen von der Lehr, ebenfalls Partner bei Oliver Wyman. Der Trend zur Nutzung von Online- und Mobile Banking-Angeboten ist dabei nicht neu, doch vor allem der Status als Hausbank ist ausschlaggebend für häufige Kontaktpunkte. Mehr als
die Hälfte der Kunden nutzt mehrfach wöchentlich digitale Kanäle für das Banking bei ihrer Hausbank, dabei setzen insbesondere Kunden unter 40 Jahren stärker auf mobile als auf stationäre OnlineKanäle. In Angriffsstellung Während bislang nur wenige Banken das volle Potenzial von PSD II nutzen, haben insbesondere Preisvergleichs portale die Chancen des Multi banking-Angebots früh erkannt. Diese setzen vor allem auf ihre starke Markenbekanntheit sowie vermeintliche Neutralität, werden von den meisten Kunden jedoch noch primär als Anbieter für Einzelfragen und weniger als Multibanking-Provider gesehen. Doch die Vergleichsportale und auch Aggregatoren aus der FinTech-Szene gewinnen im Multibanking an Bedeutung. So nutzen bereits heute 25 Prozent aller MultibankingNutzer die Funktion bei Nichtbanken - diese machen traditionellen Anbietern den Markt streitig. „Vergleichsmarktplätze gewinnen an Bedeutung. Sowohl bei Tagesgeld- oder Festgeldanlagen, der privaten Baufinanzierung als auch im Rahmen von Konsumentenkrediten werden immer mehr
Digitale Kundeninteraktion Multibanking gilt heute als Schlüssel zur regelmäßigen digitalen Kundeninteraktion. Bankhäuser müssen demnach verstärkt das Potenzial, das sich aus regulatorischen Rahmenbedingungen ergibt, nutzen, ein differenzierendes Multibanking-Angebot aufsetzen und eine klare strategische Ausrichtung wählen, um sich im neuen Wettbewerb langfristig behaupten zu können. Multibanking ist dabei weitaus mehr als eine reine Funktionserweiterung. René Fischer: „Das Angebot muss einen echten Mehrwert bieten, bei dem Kunden unter anderem Kosten sparen oder mehr Zinsen erhalten können. Kunden könnten beispielsweise daran erinnert werden, bei Konsumausgaben innerhalb eines bestimmten Budgets zu bleiben oder Kontoüberziehungen im Sinne des Kunden automatisch durch Übertragungen von Tagesgeldkonten auszugleichen, um Kosten zu sparen. Ebenso sind automatisierte Rabatte im Rahmen eines übergreifenden Loyalitätsprogramms denkbar.“ Daneben gilt es, die interne Banksteuerung besser miteinander zu verzahnen, das Incentivierungsmodell für Bankberater zu adaptieren sowie das Online-Banking der Zukunft von Grund auf neu zu denken. „Multibanking hat das Potenzial, das Bankgeschäft komplett zu transformieren. Banken müssen sich jetzt damit beschäftigen, welche Rolle sie in Bezug auf die Kundenschnittstelle einnehmen wollen, und eine Strategie für ein nachhaltiges profitables Geschäftsmodell, zum Beispiel durch Nutzung von Marktplatzlogiken und Kooperationen, entwickeln“, sagt Fischer.
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Donnerstag, 14. Juni 2018 Extra
Neue Trends, gewohnte Sicherheit Laufend werden neue Lösungen im Digitalen Banking präsentiert. Anbieter überbieten sich aktuell mit Innovationen. Was dabei nicht auf der Strecke bleiben darf, ist die Sicherheit.
daten. Hier gilt die generelle Regel vom Umgang mit Passwörtern: Dritte sollten keinen Zugriff darauf haben. Weder auf der Festplatte des eigenen Computers noch auf dem Smartphone sollten sie deshalb gespeichert werden.
Mit wenigen Handgriffen kann jeder die neuen Trends Akutelle Hinweise im Digitalen Banking ganz Manche Banken geben ihren Kunden regelmäßig aktuelle beruhigt nutzen. Online-Banking, mobile pay- Sicherheitshinweise und informieren mittels Banknachment, Handy-zu-Handy- Bezahlen – jede Menge prak- richten und der eigenen Webtische Möglichkeiten bietet site über akute Gefahren. Diedie digitale Welt im Finanz se Infos sollten unbedingt bereich. Doch während es beachtet werden, da Banken manchen nur darum geht, hier oftmals einen Wissensschnell die neuesten Innovati- vorsprung gegenüber den onen auf den Markt zu brin- Kunden haben. -Mail gen, garantieren andere auch Landet ein verdächtiges E im digitalen Bereich die im eigenen Posteingang, sollte Sicherheit, welche die Men- auf keinen Fall auf darin ent schen aus dem analogen Ban- haltene Links geklickt werden. Geheime Zugangsdaten dürking gewohnt sind. fen grundsätzlich nicht einTipps für sicheres Banking fach per Mail weitergegeben Online-Banking sollte immer werden. Am besten ist, man auf einer sicheren Seite statt- spricht seinen Berater auf das finden. Zu erkennen ist dies E-Mail an. für den Kunden einfach: Die Ob Handy, PC, Laptop oder URL der Log-in-Seite des eige- Tablet – auch bei seinem eigenen Online-Bankings sollte nen Gerät gilt es, Sicherheitsmit „https://“ beginnen. Das S maßnahmen zu setzen: So nach http zeigt ein gültiges hilft es, sein Device immer auf Zertifikat für die Website und dem neuesten Stand zu halgarantiert ihre Echtheit. ten: Aktuelle ProgrammversiEigene Bezahl-Apps sind im onen und die Installation von Mobile-Banking gang und Updates helfen, das Gerät gäbe: Der Download solcher sicher zu machen. Apps sollte ausschließlich Antivirensoftware, Spywareüber einen offiziellen App- Erkennung, eine Firewall sind Store vorgenommen werden. wichtige Softwares für ein So kann man darauf vertrau- sicheres Online- und Mobileen, sichere Apps von einem Banking. Ein zusätzlicher, verlässlichen Anbieter auf leichter Trick am Smartphone sein Handy zu laden. Online- ist eine Bildschirmsperre: Daund Mobile-Banking verlan- mit können Dritte nicht auf gen vom Kunden Zugangs- das eigene Handy zugreifen.
Auch Daria, Miss Vorarlberg 2018, nutzt die Vorteile des Digital Banking für ihre finanziellen Angelegenheiten. Kein Online-Banking wird so häufig verwendet wie jenes von Raiffeisen. Vor wenigen Monaten haben die Regionalbanken mit dem Giebelkreuz ihr neues „Mein ELBA“ vorgestellt. Laufend wird es erweitert und erhält zusätzliche Funktionen. Besonders beliebt ist es, weil das eigene Bankgeschäft so noch schneller klappt, individuell an die persönlichen Ansprüche angepasst werden kann und besonders einfach funktioniert. Dabei kommt jeder jetzt völlig unkompliziert
zu einem neuen Konto: online. Das Konto kann direkt auf der Website in wenigen Minuten eröffnet werden. Die Legitimierung erfolgt – je nach eigener Präferenz – praktisch und sicher mittels Video chat, Überweisung und Postversand (eps) oder direkt in der Bankstelle. Mobiles Bezahlen Immer mehr Vorarlberger bezahlen bargeldlos. Besonders im Trend liegt das Bezahlen mit NFC, bei dem die Ban komatkarte nur mehr an das
Bezahl-Terminal gehalten werden muss. Stecken ist nicht mehr notwendig. Noch einfacher hat es, wer die Bankomatkarte am Handy hat – mit einer digitalen Bankomat karte am Smartphone muss nicht mal mehr eine Karte aus der Geldtasche gekramt werden. Es genügt der Griff zum eigenen Handy, das jeder meist gleich parat hat. Ganz neu am Markt ist das Bezahlen von Handy zu Handy: Kein Eintippen von IBAN und Bankleitzahl, lediglich den Namen des
Bei Raiffeisen können Sie Ihr Konto jetzt online eröffnen. Die Legitimierung kann per Video oder bei Ihrem Berater erfolgen. Nutzen Sie auch den Online-Kontowechselservice. Ihr neues Konto gibt’s natürlich mit Mein ELBA, einem echten Berater und der gewohnten Sicherheit von Raiffeisen. Jetzt auf: online.raiffeisen.at
Empfängers im persönlichen Telefonbuch anklicken und Geld überweisen.
Daten und Fakten Kontaktperson für mehr Informationen: Mag. Raphael Kiene, MA, Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, PR und Werbung, Rheinstraße 11, 6900 Bregenz, Tel. +43 5574 405-224, Mobil +43 664 88343820, raphael.kiene@raiba.at
8 Digital Banking
Donnerstag, 14. Juni 2018 Anzeigen
Bankberatung der Zukunft Fortschreitende Digitalisierung kannibalisiert nicht zwangsläufig die Filiale, sondern ermöglicht es dem Berater, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – nämlich exzellente und leistungsfähige Beratung anzubieten. Die Digitalisierungswelle ist in vollem Gange und hat längst auch Banken erfasst. Immer mehr Prozesse verlagern sich von der realen in die digitale Sphäre: Der Kunde erwartet ein intelligentes und individuell auf ihn abgestimmtes Spektrum an Zu-
gangswegen zu seiner Bank: Vom Online-Angebot über Mobile-Banking bis hin zur persönlichen Beratung. Sämtliche Bankdienstleistungen verschmelzen so zu einem ganzheitlichen Angebot. Mehr und flexiblere Zugangswege „Unsere Herausforderung ist es den Kunden die Möglichkeit zu geben, so viel wie möglich digital zu erledigen und ihnen gleichzeitig anzubieten, jederzeit mit einem Berater sprechen zu können. Der Fokus liegt darauf, mehr und fle-
Bankberatung der Zukunft heißt für die Hypo Vorarlberg, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.
Markus Felder, Direktor Privatkunden der Hypo Vorarlberg: „Unser Anspruch auf beste Beratung impliziert verlässliche und ehrliche Beziehungen, Präsenz in der Filiale und nachhaltige, bedarfsorientierte Zusammenarbeit mit unseren Kunden.“
xiblere Zugangswege zu überlegener Beratung zu schaffen“, erklärt Markus Felder, Direktor Privatkunden der Hypo Vorarlberg. „Parallel arbeiten wir daran, den administrativen Teil des Geschäfts ins Digitale zu verlagern, um so den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Rücken freizuhalten – damit
diese dann das tun können, was Menschen vor Maschinen auszeichnet: Empathisch mit den Kunden ins Gespräch kommen, Perspektiven aufzeigen und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Gerade bei maßgeschneiderten, komplexen Veranlagungs- und Finanzierungsmodellen ein essenzieller Prozess“, so Felder.
SILICON MOUNTAINS.
KLINGT DOCH GLEICH BESSER.
WER VIEL VORHAT, KOMMT ZU UNS. Im Zeitalter der Digitalisierung sind Innovationskraft und Expertise gefragt. Zwei Eigenschaften, die Vorarlberg und unsere Bank gemeinsam seit 120 Jahren vorantreiben. Gehen Sie mit uns in Richtung Zukunft. Hypo Vorarlberg – 17 x in Vorarlberg sowie in Wien, Graz, Wels und St. Gallen (CH). www.hypovbg.at
Schröcken, Lechtaler Alpen
Der Kunde im Mittelpunkt Bankberatung der Zukunft heißt für die Hypo Vorarlberg den Kunden in den Mittelpunkt stellen und sich auf das Wesentliche konzentrieren – Beratung, Fachkompetenz und die persönliche Begegnung mit Vertrauenspersonen. „Der Kunde wünscht sich eine verständliche Darstellung von
Themen, verschiedene Angebotsalternativen, persönliche Ratschläge und Sicherheit bei Entscheidungen. Das erfordert, sich genügend Zeit zu nehmen, um die Bedürfnisse zu verstehen“, betont Felder. So gelingt es der Bank, ihrem Anspruch gerecht zu werden – nämlich die beste Beratung für alle, die etwas vorhaben zu bieten.