Mein Geld 20./21. Oktober 2018
Das erste Konto Experten-Tipps fĂźr Jugendliche
Hochwertige Beratung Grundlage der optimalen Finanzplanung
Kapitalmarkt Die Zeit ist der beste VerbĂźndete
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Samstag, 20. Oktober 2018 Extra
Österreicher nutzen die langfristige Ertragskraft des Kapitalmarkts nicht Trotz nahezu zehn Jahren Niedrigzinsumfeld sind die Österreicher ein Volk der Sparer geblieben. „Mit knapp über 90 Prozent ist in Österreich der Anteil derer, die laufend sparen deutlich höher als in anderen Ländern. Doch ist laut einer Umfrage auch die Gruppe derer, die mit ihren Erträgen unzufrieden sind, im Durchschnitt größer als in anderen europäischen Ländern“, so Jürgen Rupp, Wertpapier- und APMConsulting bei der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg, im Gespräch mit den VN. Sorge um Wertverlust Viele Sparer sind mit den überschaubaren Erträgen ihrer Sparanlagen unzufrieden und sorgen sich um den laufenden Wertverlust. Laut einer Untersuchung erzielten die österreichischen Haushalte mit ihrer Veranlagung im Durchschnitt der letzten sechs Jahre eine reale Rendite von weniger als ein Prozent. Dies ist eindeutig der tiefste Wert im gesamten Euroraum. Es gibt Nachholbedarf In Österreich werden Aktien und Investmentfonds nicht ausreichend für die Veranlagung genutzt. Über 60 Prozent der Österreicher nutzen die überzeugende langfristige Ertragskraft des Kapitalmarkts
noch nicht. Es gibt also Nachholbedarf für diejenigen, die ihre langfristigen Vorsorgeziele erreichen wollen. Rupp: „Im aktuellen Markt umfeld wird es für Anleger immer schwieriger, attraktive Erträge zu erzielen. Dividendenaktien haben bei Anlegern deutlich an Bedeutung gewonnen. So war auch die Wert entwicklung der letzten Jahre bei den Dividendenwerten entsprechend positiv.“ Wer Aktien kauft, denkt vor allem an Kursgewinne, doch
Jürgen Rupp Wertpapierund APM- Consulting
In Österreich werden Aktien und Investmentfonds nicht ausreichend für die Veranlagung genutzt. Es gibt also Nachholbedarf. Die New York Stock Exchange („Wallstreet“) ist einer der bedeutendsten Handelsplätze für Aktien. die Attraktivität einer Aktie wird jedoch maßgeblich auch von der Dividende bestimmt. Im langfristigen Durchschnitt stammt rund die Hälfte des Gesamtertrages einer Aktienanlage aus Dividenden zahlungen. Dividenden sind für die Aktien-Performance
Anleger sollten auf Dividendenfonds setzen.
insgesamt von eminenter Bedeutung. Inklusive Dividenden legte der amerikanische Aktienindex S&P 500 in den vergangenen 20 Jahren kumuliert um 238 Prozent (6,36 Prozent p.a.) zu. Ohne Hinzurechnung der Dividenden lag das Plus bei 132 Prozent (4,31 Prozent p.a.). Somit sollte ein Anleger für einen langfristigen Vermögensaufbau auf einen Dividendenfonds setzen, welcher die Erträge reinvestiert. Denn die Thesaurierung von Ausschüttungen, das sogenannte Compounding, also die sofortige Wiederveranlagung dieser Erträge, gilt als das eigentliche Erfolgsrezept. Die Dividendenrendite „Die Dividende ist der Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft, der in der Regel einmal im Jahr an die Aktionäre aus-
gezahlt wird. Das heißt, das Unternehmen beteiligt die Aktionäre in Höhe der Dividende am Gewinn. Unter der Dividendenrendite versteht man die Relation von ausgezahlter Dividende zum aktuellen Aktienkurs“, so Rupp weiter. Verhältnismäßig hohe Ausschüttungen eines Unternehmens zeugen meist von einer guten Ertragslage und werden von Investoren positiv gewertet. Folglich haben dividendenstarke Titel die Chance, ihre doppelte Stärke auszu spielen. Sie bieten Chancen auf Kursgewinne und einen höheren laufenden Ertrag als andere Aktien. Die Aktienkurse der verlässlichen Dividendenzahler entwickeln sich langfristig häufig stabiler als die der Konkurrenz. Die aktuellen Dividendenrenditen liegen bei Dividenden titeln wie Procter&Gamble,
Royal Dutch und Novartis im Schnitt bei 3,5 bis 5,0 Prozent. Damit sind die Dividendenrenditen verglichen mit den Renditen von festverzinslichen Papieren sehr attraktiv. So fällt die Dividendenrendite zahlreicher Aktien deutlich höher aus, als das, was sich mit Anleihen desselben Unternehmens erzielen lässt. Fondsziel bei Income-Fonds Income-Fonds haben das Fondsziel, eine laufende hohe Ausschüttung zu generieren und sind somit für Anleger, welche laufende Erträge wünschen. Income-Fonds investieren daher in jene Anlageklassen, die eine überdurchschnittliche Rendite bringen. Income-Fonds investieren neben Dividendenaktien auch in Anleihen von Schwellenländern, Unternehmensanleihen sowie Hochzinsanleihen.
Dividendenaktien haben bei Anlegern deutlich an Bedeutung gewonnen. Entsprechend groß war die Wertentwicklung. Jürgen Rupp Wertpapier- und APMConsulting
Income-Fonds eignen sich für Kunden, die sich ein regelmäßiges, planbares Einkommen wünschen, eine attraktive Rendite suchen und ihr Portfolio diversifizieren möchten. „Income-Fonds eignen sich aufgrund ihres Fokus auf die Ausschüttung primär für eine Einmalanlage. Für den lang fristigen Vermögensaufbau hingegen ist ein Dividendenaktienfonds die bessere Variante“, so Rupp abschließend.
Eine kleine Geschichte des „Sparefroh“ Der „Spargesinnungsmeister“ mit dem Namen „Sparefroh“ erlebte 1956 in Salzburg seine Geburtsstunde. Er ist also heuer 62 Jahre alt. Der österreichische Vater des Sparefroh war der Vorstandsdirektor der Salzburger Sparkasse, Franz Ruedl. Doch ohne Karl Damisch, den Werbeleiter der Zentralsparkasse der Gemeinde Wien, hätte diese Figur nie große Popularität erlangt – er wurde sozusagen sein „Manager“. Im Jahre 1956 stellte Ruedl im Zentralen Werbeausschuss des Sparkassenverbandes den Ur-Spare froh vor, doch erst aufgrund der Empfehlung von Damisch wurde diese Figur in den Mittelpunkt der Weltspartagswerbung gestellt. Der Sparefroh war somit geboren und wurde seither von Jahr zu Jahr populärer. Der Name „Sparefroh“ Sparefroh wurde der kleine Kinderfreund deshalb genannt, „weil das Sparen eine vergnügliche Sache ist, denn wenn man etwas eigenes Geld beisteuern kann, um eines Tages zu kaufen, was man sich
wünscht, dann hat man viel mehr Spaß daran“. Der Sparefroh sollte eine völlig neue Spargesinnung einleiten. Ein neues „frohes“ Weltbild Nach den schwierigen Kriegsund Nachkriegsjahren vermittelte Sparefroh der Jugend besonders in der Zeit um den Weltspartag ein neues, offenes
und „frohes“ Weltbild. Er gab Ratschläge für eine bessere Bewältigung der Umwelt, zu der auch der richtige Umgang mit Geld gehört. Als Titelfigur der Sparefroh-Zeitschrift wurde er von den Sparkassen vor allem in der Spar- und Wirtschaftserziehung eingesetzt. Nachdem er in den Neunziger jahren fast schon in Verges-
senheit geraten war, erlebte er zu seinem 50. Geburtstag 2006 eine Renaissance und vermittelt seither spielerisch die Werte, für die er nach wie vor steht – vor allem in der Finanzbildung der Sechs- bisZehnjährigen. Er hat neben dem Einsatz in „seiner“ Zeitschrift und der Verwendung in zahlreichen Werbemitteln
Der Sparefroh änderte im Laufe der Jahre mehrfach sein Äußeres, zuletzt war dies 2006.
auch längst Eingang in die Welt der modernen Kommunikation gefunden. Der Medienstar Bereits seit 1956 begeistert Sparefroh mit seiner eigenen Zeitschrift die Kinder, tauchte 2010 aber in ein neues Genre ein: das Sparefroh TV. In kurzen Filmen erklärt das Maskottchen Kindern die Wirtschaft und das Bank wesen im Besonderen. Die Filme werden auch in Schulen im Rahmen der F inanzbildung eingesetzt. Mittlerweile hat der Sparefroh seine eigene Homepage www.sparefroh.at und Facebook-Seite. Ein Maskottchen Der Sparefroh ist das Symbol der Erste Bank und Sparkassen für das Sparen und den sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Er vermittelt Kindern den richtigen Umgang mit Geld, schärft ihre Sinne für Werte und natürliche Reserven und zeigt ihnen die richtige Balance zwischen Geldaus geben und Sparen – Erkenntnisse, die heute wichtiger sind denn je.
Ölpreis sollte gleichbleiben.
Ökonomen: Zinsen steigen Zins- und Währungsexperten österreichischer Großbanken erwarten bis zur Jahresmitte 2019 anziehende Zinsen sowohl im Euro- als auch US-Dollarraum. Die kurzfristigen Zinsen in der Eurozone sollten aber noch negativ bleiben. Der Euro sollte gegenüber dem US-Dollar an Wert gewinnen, der Ölpreis wird kaum verändert erwartet. Der Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar sollte bis 30. Juni 2019 von aktuell 1,16 auf über 1,21 USDollar steigen.
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Die zeitgemäßen Sparformen nützen Die guten alten Zeiten mit attraktiven Zinsen sind vorbei. Gerhard Hamel, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Vorarlberg, erklärt im Interview, wie modernes Sparen aussehen kann. Der grundlegende Tenor heutzutage lautet: Sparen lohnt sich nicht. Bringt es wirklich nichts mehr, regelmäßig Geld zurückzulegen? Noch vor wenigen Jahren konnten Zinsen dazu beitra gen, das eigene Vermögen zu bewahren und wachsen zu las sen. Derzeit befinden wir uns jedoch in einer anhaltenden Niedrigzinsphase. Viele Veran lagungen führen bei Berück sichtigung der Inflation faktisch zur Vernichtung des aufgebauten Vermögens. Den noch lassen sich die Österrei cher ihre Sparlaune nicht ver derben. Mehr als 70 Prozent von ihnen sparen regelmäßig, wie eine repräsentative Umfra ge des Marktforschungsinsti tuts Elbe 19 im Auftrag unseres
Fondspartners Union Invest ment ergab. Doch viele von ih nen setzen auf nicht mehr zeit gemäße Anlageformen. Das Sparbuch und täglich fällige Bankeinlagen haben ihre be sten Zeiten hinter sich, denn sie bringen kaum mehr Zinsen. Dabei haben Befragte, die z. B. auf Fonds und Wertpapiere set zen, auch mehr Freude am Spa ren. Sie sind moderne Sparer und unterscheiden sich ganz klar von den traditionellen Sparern, die ausschließlich Ta gesgelder oder Sparbücher nutzen. Was ist mit einem Notgroschen? Ein Sparbuch als Notgro schen ist durchaus sinnvoll. Doch mehr sollte es nicht sein. Anleger sollten sich überle gen, was sie darüber hinaus zurücklegen könnten. Schafft man es, beispielsweise 50 Eu ro im Monat in eine zeitge mäße Sparform anzusparen? Finanzielle Möglichkeiten und Ziele lassen sich ausführlich
bei einem persönlichen Ge spräch mit dem Berater in der Bankfiliale besprechen. Wie kann modernes Sparen aussehen? Viele Sparer möchten dem Niedrigzins trotzen und die Chance auf Erträge nutzen. Wesentliche Motive sind da bei das Bedürfnis nach mehr Flexibilität und ein größeres Maß an finanzieller Freiheit. Ziel modernen Sparens ist, sich die Handlungsfähigkeit für die Zukunft zu erhalten. Konkret: Wer sich besondere persönliche Wünsche erfüllen möchte, für Kinder, Enkel oder sich selbst vorsorgen will, braucht zeitgemäße Sparfor men, die die Renditemöglich keiten der Gegenwart nutzen. Die Herausforderung unserer Zeit besteht darin, moderne Anlageformen unter Berück sichtigung der eigenen Risi koneigung sinnvoll zu nutzen. Mit Sparen 2.0 haben wir eine attraktive Alternative zum Sparbuch geschaffen, die indi
viduell auf Ihre persönlichen Ziele abgestimmt wird. Und wo liegen diese? Wer ein Vermögen aufbau en und möglichst erhalten möchte, braucht Erträge. At traktive Ertragschancen gibt es an den Kapitalmärkten. Die Österreicher sollten sich mei ner Meinung nach also mehr und mehr an Wertpapiere he ranwagen. Fondssparpläne können dafür die passende Lösung sein. Warum eignen sich gerade Fonds? Die Österreicher haben in fi nanziellen Dingen ein großes Bedürfnis nach Freiheit. Ein Vorteil von Fondssparplänen ist, dass sie keine großen Sum men erfordern und sich trotz dem ein Fondsmanager um die Veranlagung kümmert. So ermöglichen sie einen Einstieg schon mit kleinen Raten, die jederzeit verändert werden können. Zwar bestehen auch bei Fonds Risiken, zum Bei
spiel das Risiko marktbe dingter Kursschwankungen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass am Ende der An sparphase weniger Vermögen zur Verfügung steht, als insge samt eingezahlt wurde. Fonds sparen ist auch nicht von der gesetzlichen Einla gensicherung gemäß BWG umfasst. Dadurch, dass sich in einem Fonds grund sätzlich sehr viele Wert papiere befinden, kön nen negative Entwick lungen einzelner Papiere mitunter jedoch durch an dere kompensiert werden. Das kommt dem Sicherheitsbe dürfnis vieler Anleger ent gegen. Und es müssen ja nicht nur Aktien sein. Mischfonds setzen bei spielsweise
auf chancenreiche Aktien und verzinsliche Wertpapiere – und ändern das Verhältnis je nach Marktlage. Insgesamt ist die Auswahl an Fonds so umfang reich, dass für jeden Anleger ein passendes Produkt da bei sein dürfte. ANZEIGE
Volksbank- Vorstands vorsitzender G erhard Hamel.
Die Schulden Griechenlands betragen 180 Prozent seiner Wirtschaftsleistung.
Griechenland will Schulden früher als nötig zurückzahlen Griechenland will Schulden bei der Europä ischen Zentralbank (EZB) und dem Interna tionalen Währungsfonds (IWF) früher als nötig zurückzahlen. Damit sollten die Kos ten für die Schuldentilgung reduziert wer den, sagte Finanzminister Euclid Tsakalotos. Griechenlands Schulden belaufen sich auf 180 Prozent der Wirtschaftsleistung. Seit 2010 hat das südeuropäische Land im Rahmen von drei Hilfspaketen rund 280 Milliarden Euro an Krediten erhalten. Die EZB hält Schuldtitel Griechenlands im Wert von rund zwölf Milliarden Euro mit Lauf zeiten von im Durchschnitt vier Jahren, der IWF rund zehn Milliarden Euro mit Lauf zeiten von durchschnittlich drei Jahren. Tsa kalotos zufolge könnte Griechenland einen inzwischen aufgebauten Puffer von 24 Milli arden Euro für die Rückzahlung nutzen. Griechenland hat den europäischen Ret tungsschirm im August verlassen.
Personelle Änderung bei der „CA Immo“ Der Aufsichtsrat der CA Immobilien Anla gen AG („CA Immo“) und Dr. Hans Volkert Volckens haben sich vor dem Hintergrund der beendeten Fusionsgespräche mit der IMMOFINANZ AG und der Veräußerung der von der IMMOFINANZ Gruppe an der CA Immo gehalten Beteiligung in Höhe von 26 Prozent an einen von Starwood Capital ver walteten Luxemburger Fonds auf ein ein vernehmliches Ende der Vorstandstätigkeit geeinigt. Dr. Hans Volkert Volckens zog sich im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat zum 10. Oktober 2018 als Finanzvorstand aus der Führung der Gesellschaft zurück.
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Politische und geldpolitische Fehlentscheidungen können selbst ein Land mit den höchsten Ölreserven der Welt wie Venezuela in schwere Turbulenzen stürzen.
„Hyperinflation bei uns unmöglich“ „Droht uns infolge der un orthodoxen EZB Geldpolitik mit Nullzinsen und Anleihen kaufprogramm eine stark ansteigende Inflation?“ Diese Frage versucht im Folgenden Prokurist Roland Rupprechter, MBA, CPM, Leiter Asset Ma nagement in der Hypo Bank Vorarlberg, zu beantworten. Wie wuchtig Inflation auch heute noch ausfallen kann, zeigt sich am Beispiel Venezuelas. Der Internationale Währungsfonds (IWF) unter der Leitung von Christine Lagarde sagt für dieses Jahr eine unvorstellbare Preissteigerung von 1,37 Millionen Prozent voraus. Um sich vorstellen zu können, was eine Millionen Prozent Inflation heißt, rechnet Rupprechter vor: „Würde man beispielsweise für einen neuen Pkw am ersten Tag des Jahres 20.000 Euro bezahlen müssen, so wären es am letzten Tag des Jahres 274 Millionen Euro.“ Wirtschaftlicher Niedergang Mit der Hyperinflation einher geht ein atemberaubender wirtschaftlicher Niedergang. Der IWF schätzt, dass das Bruttoinlandsprodukt Venezuelas dieses Jahr um 18 Prozent schrumpfen wird. Es wäre das dritte Jahr in Folge, in dem die Wirtschaftsleistung der ölreichen Nation im zweistelligen Bereich abnimmt. Der Mindestlohn liegt derzeit bei 5,5 Millionen Bolivar im Monat. Das sind umgerechnet 1,50 Dollar. Aber allein für ein Kilo Fleisch muss man schon zehn Millionen Bolivar aufbringen. Und ein Brot kostet mancherorts 1,4 Millionen
Bolivar. Die Arbeitnehmer, die den Mindestlohn beziehen, werden also nicht satt und leiden Hunger: Das Durchschnittsgewicht der Venezolaner nahm im letzten Jahr nicht zufällig um 14 Kilogramm ab. Und selbst etwas wohlhabendere Venezolaner geben mittlerweile ihr gesamtes Einkommen nur für Nahrungsmittel aus, es gilt als Luxus, sich neue Kleidung zu kaufen oder auszugehen. Und Rupprechter weiter: „Wegen der Inflation muss zudem alles Geld schnell ausgegeben werden, weil es binnen Stunden an Wert verliert. Ohnehin
Roland Rupprechter Hypo Bank Vorarlberg
Eine Entwicklung wie in Venezuela kann in Europa nicht passieren. U. a. weil die EZB unabhängig von der Politik der EU-Staaten ist. gibt es ständig Probleme mit dem Bargeld: Da der höchstwertige Geldschein derzeit eine 100.000-Bolivar-Note ist, geben die Geldautomaten aus Platzgründen pro Person nur 5 Millionen Bolivar aus, was gerade einmal für einige Basis einkäufe reicht. Da die Geldscheine aber ohnehin so gut wie nichts mehr wert sind, werden sie zweckentfremdet. Findige Handwerker stellen
bereits Handtaschen aus ihnen her. Die Probleme mit dem Bargeld – wie soll man mit solchen Beträgen rechnen und wo soll man das viele Papier unterbringen – haben mit dazu beigetragen, dass mehr als zwei Drittel aller Zahlungen elektronisch statt finden. Venezuela erlebt also eine fast bargeldlose Hyper inflation – ein historisches Novum.“ Wie man am Beispiel Venezuelas sieht, können politische und geldpolitische Fehlentscheidungen selbst ein Land mit den höchsten Ölreserven der Welt in schwere Turbulenzen stürzen. Kann dies auch im Euroraum passieren? Rupprechter: „Die Antwort ist ganz klar nein. Erstens ist die Europäische Zentralbank unabhängig von der Politik der EU-Mitgliedsstaaten. Zweitens strebt die EZB eine Zielinflation von etwa zwei Prozent an, um Preisstabilität zu gewährleisten. Dafür setzt sie alle ihr zur Verfügung stehenden Instru mente ein. Mit zuletzt 2,2 Prozent Preisanstieg im Euroraum wurde dieses Ziel erreicht. Dafür verantwortlich war aber nicht die Nullzinspolitik und das vor allem in Deutschland heftig umstrittene Anleihenkaufprogramm der EZB, sondern der starke Ölpreisanstieg in diesem Jahr. Effekt nicht unterschätzen Der Effekt von zwei Prozent Inflation bei null Prozent Zins ist aber nicht zu unterschätzen. Eine Einmalzahlung von 100.000 Euro ist bei der Depotentnahme in 20 Jahren bei zwei Prozent jährlicher
Geldentwertung real dann nur noch 67.000 Euro wert. Bei vier Prozent Geldentwertung bleiben gerade einmal 46.000 Euro übrig. Wer 2030 die gleiche Kaufkraft von heutigen 100.000 Euro erzielen möchte, müsste im Oktober dieses Jahres 232.000 Euro in sein Wertpapierdepot einbringen. Muss bei Inflation mehr für das Alter angespart werden? „Ja“ – sagt Rupprechter. Der Preisanstieg mindert den realen Wert der Altersvorsorge. Denn je höher die Inflationsrate und je weiter der Beitragszahler vom Pensionseintritt entfernt ist, desto stärker nagt der Anstieg der Lebenshaltungskosten am realen Wert der späteren Leistungen. Die
Experten der Hypo empfehlen daher mehr als geplant in einen Fondsansparer oder ein anderes Ansparprodukt einzubezahlen. Eine Möglichkeit ist, den Beitrag jedes Jahr um einen festen Prozentsatz zu steigern. Liegt die Inflationsrate deutlich unter dem gewählten Satz, kann der Ansparer die Erhöhung aussetzen. Wie ist der Ausblick? Rupprechter abschließend: „Wie der IWF rechnen wir damit, dass sich das Weltwirtschaftswachstum in den kommenden Jahren leicht abschwächen wird. Dies wäre inflationsdämpfend. Dem steht eine alternde Bevölkerung mit inflationären Effekten in Europa gegenüber.
Vorstellbar ist für uns auch ein Tauziehen zwischen den Regies üdeuropäischen rungen, die sich durch höhere Inflation aus der in den vergangenen 40 bis 50 Jahren aufgebauten Schuldenfalle befreien wollen, und der derzeit unabhängigen EZB mit ihrem auf Preisstabilität ausgerichteten Mandat. Würde die Europäische Zentralbank die Monetisierung der Staatsschulden zulassen, wären höhere Inflationsraten und zunehmender Lohndruck infolge des schrumpfenden Erwerbspotenzials die Folge. Davon gehen wir aber nicht aus und rechnen mittelfristig weiterhin mit einer Inflationsspanne von null bis drei Prozent im Euroraum.“
Vererben über die Grenzen Ein Erbrechtsvergleich Öster reich, Deutschland, Schweiz und Liechtenstein mit Kom paktdarstellungen der steuer lichen Folgen. Unter diesem Titel ist bei Linde international ein neues Buch von Rechtsanwalt Harald Kronberger (Partner der Zumtobel Kronberger Rechtsanwälte OG in Salzburg) und dem Juristen Fabian Kronberger erschienen. Denn in einer immer stärker vernetzten Welt nimmt auch die Zahl der grenzüberschreitenden Erb-
fälle zu. Vor allem innerhalb der EU und in den unmittelbar aneinander grenzenden Ländern bestehen Verflechtungen, die die Abwicklung von Erbschaften schwierig machen können. Die Erbrechtsexperten Harald und Fabian Kronberger geben daher einen Überblick über die wesentlichen zivilrechtlichen Regelungen in Öster reich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein und zeigen, welche Bedeutung die EU-Erbrechtsverordnung in diesem Zusammenhang hat.
Das Buch erläutert den Ablauf von Verlassenschaftsverfahren und zeigt die steuerlichen Folgen von Erbfällen in den einzelnen Ländern auf. Es ist somit ein Nachschlagewerk für alle, die mit grenzüberschreitenden Erbrechtsthemen und Verlassenschaftsverfahren befasst sind. Die erwähnten Regelungen sind maßgeblich für die Frage, welches Recht für den Nachlassfall in einem länderübergreifenden Sachverhalt anzuwenden ist. Um die Darstellung der verschiedenen
Regelungen der Länder abzurunden, findet sich am Ende des Erbrechtsteiles eine Gegenüberstellung der Länder. Die Grundzüge des Steuerrechts der jeweiligen Länder werden praxisnah und in übersichtlicher Form dargestellt, damit dem Leser ein ers ter Eindruck vermittelt wird, welche steuerlichen Konsequenzen eine länderübergreifende Erbrechtsabwicklung in Österreich, Deutschland, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein für den späteren Erben hat.
Die Zahl der grenzüberschreitenden Erbfälle nimmt stark zu.
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Hochwertige Beratung als Grundlage Die eigenen vier Wände, die Ausbildung für die Kinder oder einfach ein Polster für die Pension – die Zukunftspläne der Vorarlberger sind so vielfältig wie die Möglichkeiten darauf zu sparen. Mit Blick auf die aktuelle Zins lage ist es heute wichtiger denn je, die Augen für die pas sende Sparform offen zu hal ten. Wilfried Hopfner, Vor
Wilfried Hopfner Raiffeisen Landesbank
Nur wer schon beim ersten Schritt auf die eigene Lebenssituation Rücksicht nimmt, kann die für ihn passende Finanzlösung finden.
standsvorsitzender der Raiff eisenlandesbank Vorarlberg, hat dafür die besten Tipps für Sparer. Bei der Auswahl der pas senden Sparform ist guter Rat entscheidend. Helfen kann hier vor allem eine kompe tente Beratung, weiß der Raiff eisen Vorstand: „Die qualitativ hochwertige Beratung eines persönlichen Ansprechpart ners und eine Bank, die eine breite Palette von Finanzlö sungen anbietet, ist für Sparer genau richtig.“ Klassisch ist modern „Der erste Schritt beim Sparen und Anlegen ist immer die so lide Grundlage“, betont Wil fried Hopfner. „Das bequeme Sparbuch als Basis für den Ver mögensaufbau, das komforta ble Online Sparen oder der at traktiv verzinste Bausparver trag sind Lösungen dafür.“ Doch Vorsicht ist geboten. Wichtig dabei ist es auch, nicht von der Stange zu kau fen. Ertrag, Risiko, Verfügbar
keit – schon der erste Schritt beim Sparen und Anlagen sollte die eigene Lebenssitua tion und die Erwartungen an Sicherheit, Rendite und Liqui dität beachten. Nur wer darauf Rücksicht nimmt, kann die passende Finanzlösung fin den. Neue Anlagemöglichkeiten „Wer heute spart, hat wesent lich mehr Möglichkeiten als früher“, weiß der Raiffeisen Vorstand. Hierbei ruft er auch die Kunden dazu auf, Lö sungen von ihrer Bank einzu fordern. „Bewährte Finanzpro dukte sind gute Möglich keiten, doch heutzutage gibt es Alternativen, die oftmals noch attraktiver sind.“ Regel mäßiges Fondssparen ist eine davon: Dabei kann der Kunde selbst festlegen, welche Beträ ge er über einen längeren Zeit raum in einem für seine Be dürfnisse passenden Fonds anlegen will. Sowohl bei den Einzahlungen als auch bei den Auszahlungswünschen gibt es
beim Fondssparen individu elle Gestaltungsmöglich keiten. Aufgrund von Kurs schwankungen sind je nach Ausstiegszeitpunkt Gewinne und Verluste möglich. Eine zeitliche Bindung gibt es bei
dieser Sparform nicht. Zusätz lich haben Sparer heute auch die Möglichkeit, Chancen am Kapitalmarkt wahrzunehmen, indem sie direkt in Aktien oder Anleihen investieren. Diese bieten Ertragsmöglich
Wer heute spart, hat wesentlich mehr Möglichkeiten als früher.
2019 soll das Wachstum 2,2 Prozent betragen.
IWF erhöht Prognose für das österreichische Wirtschaftswachstum Die weltweite Konjunktur verliert an Fahrt. Angesichts wachsender Risiken erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2018 und 2019 ein globales Wirtschafts wachstum von 3,7 Prozent, wie aus einer Prognose der UNO-Sonderorganisation her vorgeht. Zuletzt waren die Ökonomen noch von jeweils 3,9 Prozent ausgegangen. Erhöht wurde die Prognose für Österreich. Das Plus des österreichischen Bruttoinlandspro dukts (BIP) soll heuer real 2,8 Prozent betra gen. Im Frühjahr hatte der IWF für Österrei ch ein Plus von 2,6 Prozent prognostiziert. Kommendes Jahr soll das Wachstum 2,2 Prozent betragen, um 0,3 Prozentpunkte mehr als im April prognostiziert.
Ganz Europa feiert den Tag der Stiftungen und Österreich feiert mit Im Rahmen der Konferenz zum Tag der Stif tungen präsentierten österreichische und in Österreich tätige Stiftungen, wie etwa die People Share Privatstiftung, der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technolo giefonds oder die Blühendes Österreich – REWE International gemeinnützige Privat stiftung, ihre gemeinnützigen Aktivitäten der Öffentlichkeit. Stiftungen in ganz Euro pa engagieren sich in den Bereichen Sozi ales, Bildung, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung, Umwelt oder Tierschutz. Der österreichische Stiftungssektor hat allerdings noch Ausbaupotenzial. Die No vellierung des Bundesstiftungs- und Fonds gesetzes 2015 war ein wichtiges Signal zur Verbesserung des Standortes Österreich. Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti Bilder: Russmedia-Archiv, Klaus Hartinger, Agentur bilder, Fotolia, Shutterstock Anzeigen: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach
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keiten, aufgrund von Kurs schwankungen sind allerdings auch Verluste möglich. Wil fried Hopfner offen dazu: „Hier ist Rendite und Risiko immer abzuwägen. Einer grö ßeren Chance auf Ertrag steht auch das höhere Risiko gegen über. Jeder sollte darauf ach ten, von seiner Bank gut darü ber aufgeklärt zu werden.“ Investieren in bleibende Werte Immobilien als Wertanlage haben viele Vorteile. Als ver lässliches Zweiteinkommen mit stabiler Rendite und steu erlichen Vorteilen bieten sie hohe Sicherheit und mögliche Wertsteigerungen. Als dauerhafte Einnahme quelle mit Inflationsschutz sind sie damit eine ideale Pen sionsvorsorge. „Der Mix ist entscheidend“, so Wilfried Hopfner: „Sparer sollten nicht nur auf ein Pferd setzen. Sinn voll spart derjenige, der klas sische Sparmöglichkeiten mit modernen Anlageformen er gänzt.“
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Samstag, 20. Oktober 2018 Extra
Experten geben zehn Tipps für das erste Konto von Jugendlichen Heute kommt niemand mehr ohne ein Girokonto aus. So wohl Löhne und Gehälter als auch staatliche Leistungen werden darauf überwiesen, laufende Kosten werden direkt vom Konto abgebucht. Viele Zahlungen werden nur noch bargeldlos abgewickelt. Mit einem Jugendkonto können Kinder den Umgang mit der Bank und dem bargeldlosen Zahlungsverkehr üben. Sie lernen, wie Überweisungen und Online-Banking funktionieren und wie wichtig Sorgfalt und Sicherheit im Internet sind; besonders wenn es um das eigene Geld geht. Doch ab wann sollten Kinder ein Jugendkonto haben? Worauf sollten Eltern beim ersten Konto des Kindes achten? Experten fassen die zehn wichtigsten Tipps zusammen.
➊ Wann der richtige Zeitpunkt für das erste Bankkonto der ei genen Kinder ist, liegt im Er messen der Eltern. Die regelmäßige Überweisung des Taschengelds ab dem zehnten Lebensjahr oder der erste eigene Lohn bieten sich durchaus als passende Gelegenheiten an, um ein eigenes Konto für das Kind zu eröffnen. ➋ Vergleichen und einen Überblick verschaffen. Grundsätzlich handelt es sich bei einem Jugendkonto um ein gratis Girokonto auf Guthabenbasis, für unterschiedliche Dienstleistungen (Überweisung, Geldbehebung usw.) sind aber manchmal Gebühren zu zahlen. Von den Banken gibt es außerdem unterschiedliche Geschenke bei der Eröffnung sowie Services und Vorteile, die zusätzlich angeboten werden. Man sollte sich also gemeinsam mit dem Kind ei-
nen Überblick über die unterschiedlichen Angebote verschaffen.
➌
Überziehungen sind beim Jugendkonto nicht möglich. Von einem Jugendkonto kann nur so viel Geld abgehoben werden, wie darauf enthalten ist. Eine Überziehung ist nicht möglich, Schulden können somit nicht aufgebaut werden. Diese Einschränkung hilft den jungen Kontoinhabern, von Anfang an sorgsam mit dem eigenen Geld umzugehen.
➍
Der Wert der Bankomat karte muss erklärt werden. Die Bankomatkarte ist nicht mehr wegzudenken. Die Kinder beobachten bereits von klein auf sehr genau, dass die Eltern vermehrt mit Bankkarten zahlen. Dass das Geld aber nicht einfach so aus dem Bankomaten kommt, muss man ihnen erklären. Bei den meisten Jugendkonten ist eine Bankomatkarte enthalten – allerdings nur mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters. Den Kindern muss bewusst gemacht werden, dass eine Bankomatkarte so wie Bargeld zu sehen ist. Ein sorgsamer Umgang mit Karte und Code will von Beginn an gelernt sein. Dazu gehört auch das Wissen, dass die Karte bei Verlust sofort gesperrt beziehungsweise im Falle eines Diebstahls bei der Polizei angezeigt werden muss.
➎
Der gesetzliche Vertreter ist verfügungsberechtigt. Vor dem 14. Geburtstag des Kindes ist die Eröffnung eines Jugendkontos nur mit einem gesetzlichen Vertreter möglich. Somit ist dieser auch verfügungsberechtigt. Dadurch kann zum Beispiel ein Limit für die Bargeldbehebung für das Kind festlegt wer-
Der richtige Zeitpunkt für das erste Bankkonto der eigenen Kinder liegt im Ermessen der Eltern. den. Der junge Kontoinhaber kann somit bei seinem Geld leben unterstützt, und wenn es sein muss, kontrolliert werden.
➏
Die Kontobewegungen sollten besprochen werden. Kontoauszüge sind ein wesentlicher Aspekt, um den Überblick über die eigenen Ein- sowie Ausgaben zu behalten. Heute passiert das meist über Handy-Apps oder das Online-Banking am PC oder Tablet. Eltern sollten mit ihren Kindern üben, diese Kontoübersicht auch korrekt zu lesen.
➐
Das Kind soll den Geldweg nachvollziehen können. Ein eigenes Jugendkonto für Taschengeld oder Verdienst kann dem Kind helfen, den
Weg seines Geldes nachzuvollziehen und nachzuverfolgen.
➑ Den Umstellungsstichtag unbedingt beachten. Mit dem 18. Geburtstag ist das Kind unbeschränkt geschäftsfähig und kann selbst Bankgeschäfte und Verträge abschließen. Das Jugendkonto wird dann von der Bank oft automatisch in ein Girokonto umgewandelt. Diesen Stichtag sollten Eltern im Hinterkopf behalten, denn ab diesem Zeitpunkt kann das Konto umgestellt und überzogen werden. ➒ Prepaid-Kreditkarten auf Guthabenbasis zum Üben. Kreditkarten werden bei Jugendkonten nicht ausgegeben. Der Grund: Kinder und Jugendliche sind laut Gesetz
noch nicht kreditfähig. Der Wert von Bargeld ist für die Kids einfacher zu erfassen, wenn sie es in den Händen halten. Kreditkartenzahlungen in diesem jungen Alter bergen die Gefahr, schnell in eine Schuldenfalle zu tappen. Eine Möglichkeit zu üben, sind Prepaid-Karten, die auf Guthabenbasis laufen. Darauf können Eltern einen bestimmten Betrag einzahlen, über den das Kind selbst verfügen kann. Bezahlt wird im Geschäft einfach mit Karte und Code – bis der aufgeladene Betrag verbraucht ist. Eine Überziehung ist nicht möglich.
➓ Die Gelderziehung sollte im mer altersgerecht sein. Eltern sollten ihren Kindern von klein auf den richtigen
Umgang mit Geld vermitteln und das in altersgerechter Art und Weise. Je früher Kinder den verantwortungsvollen Umgang mit Geld und Bankkonten lernen, umso besser sind sie für einen Start in die Eigenständigkeit gewappnet. In den ersten Lebensjahren steht das Verstehen von Geldbeträgen und das Sparen auf einen besonderen Wunsch im Mittelpunkt. Ab dem sechsten Lebensjahr sollten Sinn und Ziel des Sparens, das Einschätzen von Bedürfnissen und Geldbeträgen sowie kritisches Konsum denken vermittelt werden. Ab dem Teenageralter steht unter anderem der Zusammenhang von Geld und Arbeitsleistung, aber auch der selbstständige Umgang mit den eigenen Euros am Erziehungsplan.
Eine flexible private Vorsorge ist heute wichtiger denn je Ihre Gehälter legen gegen über den Männern zu.
Frauen sind als Vorstände begehrt Frauen sind in den Chefetagen großer börsennotierter Konzerne in Deutschland immer noch rar - aber sehr begehrt. „In den Vorstandsetagen der Dax- und MDax-Unternehmen ist die Lohnlücke geschlossen und die Gleichberechtigung bei der Vergütung schon Realität“, sagte Vergütungsexperte Jens Massmann von der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young). Die Gesamt-Direktvergütung der 20 Frauen in den 30 Dax-Vorständen lag nach Berechnungen von EY 2017 im Schnitt bei 3,02 Mill. Euro, die der 126 Männer bei 2,99 Mill. Euro.
Persönliche Vorsorge ist wich tig. Mit dem „LifePlan“ hat die Generali eine flexible Vorsor gemöglichkeit für jede Lebens situation geschaffen. Den sich ständig wechselnden Lebensbedingungen angepasst, sowie dem schwierigen Marktumfeld Rechnung tragend, bietet die Generali ein laut Aussendung „einzigartiges Produkt“: „Mit dem LifePlan haben wir eine lebensbegleitende Vorsorge auf dem Markt, die nicht nur ein großes Maß an Flexibilität in Hinblick auf die Prämienein-
Markus Winkler, Regionaldirektor.
Ob als Ansparhilfe für eine größere Anschaffung oder als Vorsorge für die eigene Pension: Flexibilität und Sicherheit stehen bei diesem Produkt im Vordergrund. Markus Winkler Regionaldirektor Generali
zahlung und Auszahlung bietet, sondern auch ein flexibles Umschichten der Prämie und des Bestandes zwischen fondsgebundener und klassischer Veranlagung ermöglicht“, informiert Markus Winkler, GeneraliRegionaldirektor für Tirol und Vorarlberg. So kombiniert diese Variante die Sicherheit der Lebensversicherung mit zusätzlichen Ertragschancen aus Investmentfonds, wodurch sich das Produkt auch ideal als Vorsorgemöglichkeit eignet. Im Zusammenhang mit der Pensionsvorsorge weist dieses Produkt für Regionaldirektor
Das Produkt ist den sich ständig wechselnden Lebensbedingungen eines jeden angepasst. Winkler aber noch einen anderen, wesentlichen Vorteil auf: seine F lexibilität in Sachen Leistungsbezug. „Flexible und individuell entscheidbare Auszahlungsmöglichkeiten wurden bei der E ntwicklung der neuen Vorsorgelösung großgeschrieben.“ So ist eine vorzeitige
Auszahlung bereits bis zu fünf Jahre vor Vertragsablauf möglich, sei es als vorzeitige Kapitalauszahlung der Überbrückungspension bei Altersarbeitslosigkeit oder Altersteilzeit. Zudem kann – ähnlich der k lassischen Lebensversicherung – ein Pensionswahlrecht inkludiert wer-
den. Statt einer einmaligen Kapitalauszahlung entscheidet sich der Kunde zum Ablauf des Vertrages für eine Zusatzpension, oder sogar für einen Mix aus beidem. Informationen: Generali Vorarlberg Kundendienst, Tel. 05574 4941-0, E-Mail: office.vlbg.at@generali.com
SITZPLATZ. SCHLAFPLATZ.
Lebenssituationen sind vielfältig. Unsere Lösungen auch. Um zu verstehen, muss man zuhören. Sprechen Sie mit uns und wir finden die Lösung, die am besten zu Ihnen passt. www.generali.at Unter den Flügeln des Löwen.
8 Mein Geld
Samstag, 20. Oktober 2018 Extra
„Für den Vermögensaufbau ist die Zeit der allerstärkste Verbündete“ Für den Vermögensaufbau sollte man den allerstärksten Verbündeten wählen: die Zeit. Mit einer ganzheitlichen Strategie kommt man dann auch bei schmälerer Börse sehr weit. Während sich frühere Generationen erst mit Mitte dreißig den Kopf über ihre Zukunftsvorsorge zerbrechen mussten, kann die finanzielle Vorsorge im Niedrigzinsumfeld nicht früh genug beginnen. Die Herausforderung: Bei Vorsorge denkt man in erster Linie an den Ruhestand. Und solange dieser Lebensabschnitt noch in ferner Zukunft liegt, schiebt man die Beschäftigung damit gerne auf. „Aber auch aktuelle Bedürfnisse wie die Absicherung des Einkommens, die Versorgung der Familie oder das Abwenden finanzieller Engpässe sollte man nicht aus den Augen verlieren“, weiß Fi-
Mag. Bernd Simons Filialleiter Sparkasse
Wer nur konsumiert, riskiert einmal zu wenig Geld zu haben. Eine ideale Vorsorge ist deshalb auf lange Sicht unumgänglich.
nanzexperte Bernd Simons von der Sparkasse. Idealerweise geht man beim Vermögensaufbau schrittweise vor.
weise sollten 80 bis 100 Prozent des Restbetrages gleich in Vorsorge investiert werden“, rät Bernd Simons.
Schritt 1: Kurzfristig verfügbare Geldreserven bilden: Damit bei unvorhersehbaren Ausgaben wie eine Autoreparatur oder Ähnlichem kein finanzieller Engpass entsteht, sollte etwa das dreifache Netto-Monatseinkommen immer verfügbar sein. „Machen Sie es sich zur Gewohnheit, regelmäßig kleinere Summen zur Seite zu legen, die auf einem Sparkonto kurzfristig verfügbar sind. Laufende Anschaffungen, die einfach zum Leben gehören, können damit problemlos finanziert werden, ohne dass Sie Ihr Konto überziehen müssen“, betont Simons: „Verlassen Sie sich dabei aber nicht darauf, dass am Ende des Monats schon etwas übrig bleiben wird. Viel weiter kommen Sie mit der Abbuchung eines Fixbetrages vom Gehaltskonto aufs Sparbuch oder Sparkonto.“ Für besonders Sparsame eignet sich auch ein Abschöpfungsauftrag, der am Ende des Monats automatisch den Restbetrag am Konto auf ein Sparbuch oder eine Sparkarte überweist. Schritt 2: Für den Fall, dass etwas passiert: Die meisten verdienen ihren Lebensunterhalt durch die tägliche Arbeit. Ein Unfall oder eine schwere Krankheit kann schnell von
Wünsche erfüllen Früh sollte man auch den Grundstein zur Verwirklichung der eigenen Träume legen: Reisen, Wohneigentum oder eine besondere Ausbildung. Hier eignet sich z. B. ein Bausparvertrag, der nicht nur einen soliden Kapitalsockel schafft, sondern in weiterer Folge ein Darlehen für Wohneigentum oder Ausbildungsmaßnahmen ermög licht. Mit etwas mehr Risikobereitschaft kann auch ein Fondsplan interessant sein. Die Renditechancen sind im Vergleich zu den Sparbuchzinsen deutlich höher. Schon ab 50 Euro monatlich kann man so auf lange Sicht Kapital aufbauen. Bei Engpässen kann die Veranlagung reduziert oder ausgesetzt werden. Durch die monatlichen Einzahlungen wird das Risiko eines ungünstigen Einstiegskurses gemildert, denn bei niedrigen Kursen erwirbt man öheren Kursen mehr und bei h weniger Fondsanteile. Einlagegarantien wie bei Sparbüchern gibt es nicht. Da dieses Investment aber den Schwankungen des Kapitalmarktes unterworfen ist, sollte nur Geld angelegt werden, das erst in drei bis fünf Jahren wieder benötigt wird.
Eine ganzheitliche Strategie ist für die finanzielle Absicherung der Familie unerlässlich. dieser Geldquelle abschneiden. Und darum kommt die Sicherung der Einkünfte noch vor jeder weiteren VorsorgeÜberlegung. Schritt 3: Alterspension sichern: Auch wenn von Ruhestand noch lange keine Rede ist, sollte man diese Lebensphase gründlich vorbereiten. „Bauen Sie möglichst auf drei Säulen: die gesetzliche, die private und die betriebliche Altersvorsorge“, weiß der Kundenberater. Die Basis für ein geregeltes Einkommen im Alter legen die
gesetzlichen Pensionsansprüche aus einem Arbeitsverhältnis oder einer selbstständigen Beschäftigung. Aufgebessert kann dieser Sockel durch freiwillige Weiterversicherung bei Selbstständigen oder Selbstversicherung bei geringfügig Beschäftigten werden. Ergänzend zur gesetzlichen Pension leistet eine private Rentenversicherung einen wesentlichen Beitrag zur Altersvorsorge. Wer früh mit der Einzahlung beginnt, sichert sich höhere Prämien. Hat man die Wahl, so sollte man sich
unbedingt für Arbeitgeber entscheiden, die mit Einzahlungen in eine betriebliche Altersvorsorge den Lebens abend für ihre Mitarbeiter zusätzlich absichern. Schritt 4: Familienvorsorge: Eine Haushaltsrechnung und die laufende Kontrolle des Kontostands machen auf jeden Fall Sinn. So entsteht ein sehr genaues Bild über das eigene Ausgabeverhalten sowie eine Basis zur umfassenden Finanzplanung: Wie viel Fixkosten fallen an? Was bleibt frei zur Verfügung? „Idealer-
Was zählt, sind die Menschen.
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