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2018 02 23 energiewirtschaft

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Energiewirtschaft

Foto: illwerke vkw

23. Februar 2018

Alpine Wasserkraft Nutzen und Zusatznutzen dieser Energiequelle

Energieeffizienz Vorarlberger Unternehmen führend

Zählertausch Im Land kommen 180.000 neue Geräte


2 Energiewirtschaft

Freitag, 23. Februar 2018 Extra

Vorarlberg hatte 2017 den höchsten E-Pkw-Anteil in ganz Österreich Innerhalb Vorarlbergs ist Bregenz Spitzenreiter – VCÖ: ECarsharing forcieren – Anteil der E-Pkw bei Firmenflotten rascher erhöhen. Zwei Prozent der Pkw-Neu­ zulassungen waren im Vorjahr in Vorarlberg E-Autos. Im Bundesländervergleich ist das der höchste Anteil, macht der VCÖ aufmerksam. Aber Vorarlberg ist das einzige Bundesland, wo im Vorjahr weniger E-Pkw zugelassen wurden als im Jahr 2016. Innerhalb Vorarlbergs ist der Bezirk Bregenz mit 2,7 Prozent Spitzenreiter. Firmenflotten sind wichtig Eine zentrale Rolle beim Durchbruch der E-Mobilität spielen zudem die Firmenflotten, betont der VCÖ. Auch ECarsharing, etwa bei Wohnhausanlagen, ist zu forcieren. Ganze 327 Pkw, die ausschließ-

lich mit Strom fahren, wurden im Vorjahr in Vorarlberg neu zugelassen. Das waren 2,0 Prozent der Pkw-Neuzulassungen. Damit war Vorarlberg im Bundesländer-Vergleich Spitzenreiter, macht der VCÖ aufmerksam. Der Österreich-schnitt lag im Vorjahr bei 1,5 Prozent. Spitzenreiter Bregenz Aber während in allen anderen Bundesländern die Zahl der E-Pkw gestiegen ist, gab es in Vorarlberg einen Rückgang um 7,9 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2015 hat sich aber die Zahl der neuen E-Pkw mehr als verdreifacht. Innerhalb Vorarlbergs ist der Bezirk Bregenz mit 2,7 Prozent E-Autos Spitzenreiter, im Bezirk Dornbirn waren 2,3 Prozent der neu zugelassenen Pkw „Stromer“ und im Bezirk Feldkirch 1,6 Prozent, so die VCÖ-Analyse. Die Universität für Bodenkultur in Wien startet ein Forschungsprojekt für Elektro-Lkw. Es läuft bis 2021.

Daten und Fakten Neuzulassungen

E-Auto-Anteil

E-Pkw-Neuzulassungen in Vorarlberg

Im Bezirk Bregenz höchster E-Auto-Anteil in Vorarlberg.

Jahr 2017: 327 E-Pkw Jahr 2016: 355 Jahr 2015: 90 Jahr 2014: 52 Jahr 2013: 33 Jahr 2012: 38 Jahr 2011: 270 Jahr 2010: 32

Bezirk Bregenz: 2,7 Prozent (119) Bezirk Dornbirn: 2,3 Prozent (84) Bezirk Feldkirch: 1,6 Prozent (79) Bezirk Bludenz: 1,4 Prozent (45) Vorarlberg: 2 Prozent (327)

Quelle: Datafact, VCÖ 2018

Quelle: Datafact, VCÖ 2018

Den niedrigsten Anteil an E-Autos weist der Bezirk Bludenz mit 1,4 Prozent auf. Österreichweit führt Wien Österreichs Bezirk mit dem höchsten E-Auto-Anteil war im Vorjahr Wien-Innere Stadt. Als erster Bezirk Österreichs wurde dort ein Anteil von 10,0 Prozent E-Pkw an den Neuzulassungen erreicht. „Betriebe und Unternehmen spielen eine zentrale Rolle beim Tempo der Energiewende im Autover-

kehr. Denn fast zwei Drittel ­ller Neuwagen werden auf a Firmen oder andere juristische Personen zuge­ lassen“, stellt VCÖ-Expertin Rasmussen fest. Bei neu zugelassenen DieselPkw beträgt der Anteil der Firmen und anderer juristi­ scher Personen 67 Prozent, bei E-Pkw ist der Anteil mit 70 Prozent nur unwesentlich höher. Zuletzt hat VW-Chef Matthias Müller festgestellt, dass die Steuerbegünstigung von Diesel ein Hemmschuh für den

Durchbruch der E-Mobilität ist. Neben der Abschaffung der Steuerbegünstigung von Diesel ist der Sachbezug für Firmenwagen, die beim F ­ahren CO2 ausstoßen, zu erhöhen. Carsharing hat Potenzial Der VCÖ weist darauf hin, dass E-Autos auch für Regionen sehr gut geeignet sind und für Carsharing, wie das in Vorarlberg Caruso-Carsharing zeigt. Bei Betrieben und bei Wohnhausanlagen ist das Potenzial

Im Land werden bis zum Jahr 2022 rund 180.000 Zähler ausgetauscht Der Technologiesprung ist etwa mit dem Wechsel vom Wählscheibentelefon auf ein Smartphone zu vergleichen. In Vorarlberg müssen bis 2022 rund 180.000 Zähler ausgetauscht werden.

gespeichert. Mit der Freigabe dieser Daten an den Netzbetreiber erhalten Kunden die Möglichkeit, ihren Verbrauch zukünftig genau zu analysieren und so mögliche Stromfresser im Haushalt zu entdecken. Wer möchte, dem stellt der Stromlieferant diese Daten dann optisch aufbereitet in einem eigenen Onlineportal zur Verfügung. Außerdem arbeiten viele Anbieter bereits an eigenen, individuell auf die Kunden zugeschnittenen Stromprodukten. Auch ohne Opt-in haben die Kunden die Gelegenheit, ihre Daten jederzeit einzusehen: entweder direkt am Geräte­ display, über ein Webportal des Netzbetreibers oder über die eventuell angebotenen Online­services des Stromlieferanten.

Die Zeiten, in denen der Stromzähler zu Hause einmal im Jahr händisch abgelesen werden musste, sind bald vorbei. Die Vorarlberger Energienetze GmbH arbeitet unter Hochdruck an der Umsetzung einer EU-Vorgabe, die nun auch für Österreich gilt: Bis Ende 2022 müssen 95 Prozent aller Haushalte mit einem Stromzähler ­i ntelligenten ­ausgestattet sein. Hohe Ansprüche Die Ansprüche an das neue, digitale Messgerät sind hoch. Der intelligente Stromzähler muss hoch gesteckte Kriterien in den Bereichen Sicherheit, Zuverlässigkeit und auch Wirtschaftlichkeit erfüllen. Aus diesem Grund hat sich die

Johannes Türtscher Vorarlberg Netz

Für den Stromkunden ist die höchstmögliche Datensicherheit gewähr­ leistet. Der gesamte Prozess geschieht voll­ automatisiert.

Der Austausch der Zähler erfolgt ab 2019 und dauert in der Regel nur 20 Minuten. Vorarlberger Energienetze GmbH, europäischer Spitzenreiter in puncto Netzsicherheit, mit den Netzbetreibern aus Tirol und Salzburg zusammengeschlossen, um mit gebündeltem Wissen das beste Gerät für seine Kunden auswählen und konfigurieren zu können. Mit A1 Telekom konnte nun ein Partner gefunden werden, der diese hohen Ansprüche erfüllt. Der Kunde entscheidet „Standardmäßig wird der intelligente Stromzähler zukünftig einmal am Tag den Zählerstand des Vortags ent-

weder über das Stromkabel oder über ein gesichertes Mobilfunknetz an den Netzbetreiber übertragen. Erst im EDV-System in Bregenz werden diese Verbrauchs­ daten schließlich dem jeweiligen Kunden zugeordnet, sodass höchstmögliche Datensicherheit gewährleistet ist“, erklärt Vorarlberg-Netz-Geschäftsführer Johannes Türtscher. Der gesamte Prozess geschieht vollautomatisiert, sodass Kunden keinen Termin mehr mit einem Stromableser vereinbaren müssen. Besondere Vorteile bietet der neue Zähler für unterjährige Abrechnungen, z. B. im Zusam-

menhang mit einem Wohnungswechsel. Auf Knopfdruck können die Zählerwerte punktgenau von der Ferne abgelesen werden. Wie detailliert der Netzbetreiber – und in weiterer Folge der Stromanbieter – die Daten erhalten, entscheidet alleine der Kunde. Wer sich für eine so­ genannte „Opt-in-Variante“ entscheidet, dem steht eine Vielzahl neuer Möglichkeiten zur Verfügung. Neue Tarife möglich Im intelligenten Messgerät selbst werden laut gesetzlicher Vorgabe Werte im 15-Minuten-Intervall für 60 Tage

Austausch in 20 Minuten Der Austausch der Zähler ab 2019 erfolgt laut Vorarlberg Netz eher unspektakulär. Lediglich 20 Minuten wird es im Regelfall dauern, bis ein alter Zähler durch ein neues Gerät ersetzt wurde. Über den Tauschtermin werden die Kunden rund vier Wochen vorher informiert. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend sein kann, erhält nach Rücksprache mit dem Kundenservice kostenlos einen ­Ersatztermin. Der Gerätetausch für Kunden im Netzgebiet von Vorarlberg Netz ist kostenlos. Dem höheren Gerätewert stehen Einsparungen durch die Vermeidung einer persönlichen Zählerablesung gegenüber.

für Carsharing besonders hoch. Vor allem bei Neubauten sollte statt der bestehenden Pkw-Stellplatzverpflichtung verstärkt E-Carsharing für die Bewohnerinnen und Bewohnern angeboten werden. „Im Idealfall stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern verschiedene Modelle, vom Kleinwagen bis Familien­ wagen, zur Verfügung, ebenso E-Mopeds und Transportfahrräder“, so VCÖ-Expertin Rasmussen.

Rekord beim Wechsel der Lieferanten Immer mehr Österreicher suchen sich einen neuen Strom- und Gaslieferanten. Die Wechselzahlen erreichten im Vorjahr erneut einen Rekord. Mit 341.300 Kunden haben im Vorjahr so viele Haushalte und Unternehmen ihren Anbieter gewechselt wie nie zuvor, teilte die Energieregulierungsbehörde E-Control mit. „Die Wechselzahlen 2017 sind im Vergleich zum Vorjahr neuerlich gestiegen, nämlich um 19 Prozent und haben den höchsten Wert seit Beginn der Liberalisierung im Jahr 2001 erreicht. 2017 war also das Jahr der Wechselrekorde“, so E-Control-Vorstand Wolfgang ­Urbantschitsch. Einen neuen Stromlieferanten suchten sich im Vorjahr 261.000 Kunden, darunter 213.000 Haushalte. Am seltensten wechselten übrigens die Vorarlberger ihren Strom- oder Gas­ anbieter.

Am seltensten wechselten die Vorarlberger.


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Freitag, 23. Februar 2018 Extra

Nutzen und Zusatznutzen der alpinen Wasserkraft Energieeffizienz ist gefragt.

Sportstätten als Leuchtturmprojekt Vor allem große Sportanlagen wie Stadien, Sporthallen oder Hallenbäder bieten sich an, als Vorbilder in Sachen Klimaschutz zu fungieren. Das ist das Ergebnis der Studie „Innovative Energietechnologien für Sportstätten“ im Auftrag des Klimaund Energiefonds. Sie wurde 2017 im Zeitraum von sechs Monaten von dem Forschungs- und Beratungsunternehmen „e7 Energie Markt Analyse GmbH“ mit dem Österreichischen Institut für Schul- und Sportstättenbau (ÖISS) durchgeführt. Um Impulse für Sportstätten zu setzen, wurden natiointernationale nale und ­ „Best Practice“-Beispiele ­dokumentiert. Die Beispiele zeigen, wie innovative und klimaschonende Energietechnologien sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung von Sportstätten eingesetzt werden können.

Ungeachtet des rasanten Ausbaus der geförderten erneuerbaren Erzeugungstechnologien (im Speziellen Wind- und Sonnenenergie) bleibt die Wasserkraft auch auf absehbare Zeit das Fundament der Strom­ wirtschaft im Alpenraum. Diese zentrale Rolle wird auch durch einen vielfältigen (Zusatz-)nutzen der Wasserkraft unterstützt, der weit über die reine Stromerzeugung hin­ ausgeht. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. • Wasserkrafttechnik ist eine technisch ausgereifte und langjährig erprobte europäische Technologie. • Wasserkraft ist jene großtechnische Erzeugungstechnologie mit dem höchsten elektrischen Wirkungsgrad (80 bis 90 Prozent, ver­ glichen mit 25 Prozent bei PV und etwa 45 Prozent bei Windenergie). • Die hohe Flexibilität der ­Wasserkraft unterstützt und ermöglicht die Integration volatiler erneuerbarer Energien (Sonne und Wind) in das Stromsystem. • Emissionsfreie Wasserkraft­ erzeugung unterstützt maßgeblich die Erreichung der europäischen und nationalen Klima- und Luft­ reinhalteziele. Durch alpine ­Wasserkraftwerke können jährlich 57 Millionen Tonnen Kohlendioxid in der Stromerzeugung eingespart werden.

Das Kopswerk II der Illwerke ist eines der modernsten Pumpspeicherkraftwerke der Welt. • Wasserkraftnutzung schont weltweit die natürlichen Ressourcen. 166 TWh/a Wasserkrafterzeugung im Alpenraum substituieren durch ihren hohen Wirkungsgrad fossile Energieträger im Ausmaß von rund 300 TWh/a. • Umfangreiche Maßnahmen z. B. in Bezug auf Durchgängigkeit der Gewässer, Reduktion von Schwall-Sunk-Auswirkungen, Renatur­­ierungen,

Verbesserung der Auenanbinstellung von Grundwasser­ und stellen ausreichende dungen machen die Wasserniveaus usw. Wasserstände sicher. kraft in vielen Fällen zu Part- • Große Alpenflüsse sind wich- • Wasserkraftwerke sind Besunern von Natur- und Gewästige Transportwege. Große chermagneten und werden serschutz. Wasserkraftwerke an diesen seit Langem vielfach touris­ tragen Flüssen sind schiffpassierbar • Wasserkraftwerke tisch genutzt. durch flexible Steuerungen Die Fakten sind der Studie „Status und Zukunft der alpinen Wasserkraft“, maßgeblich zum Hochwasderen Auftraggeber die Arbeitsgemeinschaft Alpine Wasserkraft (AGAW) ist, serschutz bei und nehmen entnommen. Die Fakten basieren auf einer umfassenden Erhebung vielfältige technische Funktiin den Jahren 2016 und 2017. Diese Erhebung stellt die bisher onen wahr, beispielsweise umfassendste Datensammlung über die alpine Wasserkraft dar. die Hintanhaltung von GeStudien­autoren sind Mag. Martin Schönberg und Dipl.-Ing. Dr. Armin ­Baumgartner, VUM Verfahren Umwelt GmbH. wässereintiefungen, Sicher-

ein Unternehmen von

Vorarlbergs Strom- und Erdgasnetz. Mit Sicherheit bestens versorgt Fortschrittlichste Technik und engagierte Mitarbeiter sorgen für einen zuverlässigen und preisgünstigen Netzbetrieb auf höchstem Niveau. Weitere Informationen auf www.vorarlbergnetz.at


4 Energiewirtschaft

Freitag, 23. Februar 2018 Extra

Die Biomasseheizkraftwerke sind wichtig für den Winterstrom FH Vorarlberg forscht im Projekt BioFlex wie Biomasseheizkraftwerke sinnvoll einsetzbar sind. Biomasseheizkraftwerke stehen in Österreich derzeit vor einer großen Herausforderung. Für einen Großteil der Kraftwerke laufen zwischen den Jahren 2019 und 2021 die fixen Einspeisetarife aus. „Dies wurde zum Anlass ge­

DI Babette Hebenstreit Hochschul­ lehrerin

Biomasseheizkraftwerke können nach Auslaufen der fixen Einspeisetarife nur bestehen, wenn entsprechende Maßnahmen getroffen werden. nommen, um die Teilnahme von Biomasseheizkraftwerken am Strommarkt zu untersuchen“, so DI Babette Hebenstreit, Hochschullehrerin und Forschungsmitarbeiterin im Forschungszentrum Energie der FH Vorarlberg. Mathematisches Modell Die FH Vorarlberg erstellte dazu ein mathematisches Mo-

Hackschnitzelprobe.

Genug Gas in den Speichern Die heimischen Erdgas­ speicher sind ausreichend gefüllt für die aktuelle Kälte. Zu Beginn des letzten Drittels der Heizperiode, am Höhepunkt des heurigen Winters, seien die Speicher zu rund 44 Prozent gefüllt, erklärte der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunter­ nehmungen (FGW). Versorgung gesichert Die Versorgung der Menschen und der Industrie sei über die aktuellen Kältetage hinaus gesichert. Zu Beginn der Heizperiode seien mehr als acht Milliarden Kubikmeter Erdgas in den heimischen Speichern eingelagert gewesen – etwa ein Jahresbedarf. Impressum | Redaktion/Texte: Ernest F. Enzelsberger, Heidemarie Netzer, Russmedia Verlag GmbH Umsetzung: Anja Schutti Bilder: Russmedia-Archiv, VKW, NEUE/Lisa Mathis, Agenturbilder, Bernd ­Hofmeister, Oliver Lerch, FH Vorarl­berg, Babette Hebenstreit, Shutterstock Anzeigen: Russmedia Verlag GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

dell, in das die Kenndaten des Kraftwerks (z.B. Wirkungsgrad) und die Börsenstrompreise der letzten Jahre gespeist wurden. Zusätzlich wird dem Modell mitgegeben, zu welcher Stunde wie viel Wärme über das Fernwärmenetz bezogen wurde. Das Modell bestimmt dann rückwirkend, wann das Heizkraftwerk welche Leistung liefern muss, um die höchsten Erlöse am Strommarkt zu erzielen und gleichzeitig immer genug Wärme ins Fernwärmenetz zu liefern, sodass es in allen am Fernwärmenetz angeschlossenen Häusern angenehm warm ist. Erste Erkenntnisse Die erste Erkenntnis aus dem Projekt war, dass Biomasseheizkraftwerke bereits jetzt zu Zeiten Strom produzieren, an denen die Strompreise am Markt hoch und damit auch der Strombedarf hoch ist. Das sind vor allem die Morgenund Abendspitzen im Winter, da zu diesen Zeiten am meis­ ten geheizt wird. Zu diesen Zeiten scheint gleichzeitig wenig Sonne für Photovoltaikstromproduktion, und auch der Wasserstand der Flüsse für die Wasserkraftproduktion ist niedrig. Das heißt Biomasseheizkraftwerke füllen die Lücke der erneuerbaren Stromproduktion im Winter. Für höhere Erlöse an der Strombörse ist es wichtig, dass

Die Wärmeverteilung.

Biomasseheizkraftwerke füllen die Lücke der erneuerbaren Stromproduktion im Winter. das Heizkraftwerk flexibel ist. Das heißt es sollte schnell genug zwischen hoher Leistung und niedriger Leistung wechseln können, damit bei hohen Strompreisen die Leistung hoch und bei niedrigen Strompreisen die Leistung niedrig sein kann. Im Projekt wurde untersucht, wie Heizkraftwerke noch flexibler werden können. Dazu kann einerseits ein Fernwärmespeicher eingebaut werden. Durch den Fernwärmespeicher wird die Produktion der Wärme vom Bedarf der Wärme zeitlich entkoppelt. Andererseits sollte das gesamte Heizkraftwerk schneller geregelt werden können. Der langsamste Teil des Heizkraftwerks ist die Ver­ brennung, da Holz einige Zeit zum Verbrennen braucht, und nicht wie zum Beispiel Erdgas von einem Moment auf den nächsten abgedreht werden kann.

Daher wurde untersucht, wie stark die Erlöse steigen, wenn die Verbrennung von der Strom­erzeugung entkoppelt wird. Das Modell zeigt, dass durch die Flexibilisierungsmaßnahmen die Erlöse um etwa zehn Prozent gesteigert werden können. Das heißt der mittlere Erlös konnte im Modell von 2,9 c/kWh auf 3,3 c/ kWh erhöht werden. In einem weiteren Schritt, bis zum Projektende im Mai, sollen die Erlöse den zusätzlichen Kos­ ten durch Investitionen und stärkere Abnutzung gegen­ übergestellt werden. Niedrige Erlöse Allerdings sind, trotz der Steigerung von zehn Prozent, die Stromerlöse so niedrig, dass schon jetzt klar ist, dass Biomasseheizkraftwerke unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht wirtschaftlich geführt werden können. Die fixen Einspeisetarife, die

bisher vom Staat gezahlt wurden, lagen bei rund zehn bis 20 c/kWh, also etwa fünf Mal so hoch wie die derzeitigen Börsenpreise. Zurzeit als die Biomasseheizkraftwerke gebaut wurden (etwa 2007), waren die Börsenpreise bei rund fünf bis sieben c/kWh, also fast doppelt so hoch, und außerdem war die Tendenz steigend. Aus damaliger Sicht war das Weiterbetreiben der Kraftwerke auch nach dem Auslaufen der fixen Einspeisetarife interessant. Positive Nebeneffekte Das Projekt zeigt daher schlussendlich, dass die Politik bzw. die Gesellschaft vor der Entscheidung stehen, ob sie Biomasseheizkraftwerke weiterhin fördern wollen, um deren Bestehen zu sichern, oder ob in Zukunft im Winter mehr Strom nach Österreich importiert werden muss, der zum Großteil nicht aus erneuer-

barer Energie hergestellt wird. Außerdem würden weitere positive Nebeneffekte der Biomasseheizkraftwerke wie die Nutzung des heimischen Waldes und die vielen regionalen Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft sowie die komfortable Versorgung mit Fernwärme bei gleichzeitiger Produktion des hochwertigen Energieträgers Strom weg­ fallen.

Daten und Fakten Forschungszentrum Energie illwerke vkw Stiftungsprofessor für Energie­effizienz Campus V, Hochschulstraße 1, 6850 Dornbirn Kontakt DI Babette Hebenstreit +43 5572 7925702 babette.hebenstreit@fhv.at http://www.bioflex.cc

Drei Fragen, drei Antworten

„Einzig möglicher Weg“ Markus Preißinger spricht über die Energieforschung in Vorarlberg.

rausforderungen zu bewältigen. Wichtig ist dabei, dass die Studierenden nicht nur das fachliche Wissen, sondern auch das nötige kritische Denken lernen. Nur so können sie im vielseitigen Energiesektor erfolgreich und gestaltend tätig sein. Das zu erreichen, ist mein Ziel als Dozent im berufsbegleitenden Masterstudiengang Energietechnik und Energiewirtschaft.

Seit August ist Markus Prei­ ßinger Inhaber der illwerke vkw Stiftungsprofessur für Energieeffizienz und leitet das Forschungszentrum Energie an der FH Vorarlberg. Ein halbes Jahr nach seinem Wechsel von der Universität Bayreuth nach Vorarlberg ist es Zeit über die Energieforschung in Vorarlberg zu sprechen.

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Was halten Sie von der ­Energieautonomie 2050? Die Energieautonomie Vorarlberg 2050 war für mich ein wichtiger Grund, mich für die Stelle an der FH Vorarlberg zu bewerben. Ich denke, dass Vorarlberg hier nicht nur den richtigen Weg, sondern den einzig möglichen Weg für eine lebenswerte Zukunft eingeschlagen hat. Jetzt müssen wir daran arbeiten, dass wir die gesetzten kurz- und mittel­

Daten und Fakten Markus Preißinger: „Studierende müssen kritisch denken.“ fristigen Ziele gemeinsam erreichen.

➋

Wie trägt Ihre Forschung zum Gelingen bei? Wir wollen die Energiezukunft aktiv mitgestalten und spannen daher den Bogen von der Grundlagenforschung bis zum anwendbaren Produkt. Für den Standort Vorarlberg

forschen wir dabei intensiv an zukunftsträchtigen Technologien und entwickeln parallel dazu kurzfristig umsetzbare Lösungen.

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Welche Rolle spielt dabei die Lehre? Wir brauchen gutausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure, um die zukünftigen He-

Forschungszentrum Energie illwerke vkw Stiftungsprofessor für Energie­effizienz Campus V, Hochschulstraße 1, 6850 Dornbirn Kontakt Prof. (FH) Dr. Markus ­Preißinger Leiter Forschungszentrum +43 5572 7923801 markus.preissinger@fhv.at

Unsicherheit trotz Rekord.

Immer mehr Windenergie 2017 sind in Europa 560 neue Windräder am Meer mit einer Leistung von 3148 Megawatt installiert worden, ein Plus von 50 Prozent. Die Gesamtleistung der Offshore-Windenergie legte damit um ein Viertel auf 15.780 MW zu. Die Branche ist aber verunsichert, sind doch die Inves­ titionen um 60 Prozent auf 7,5 Mrd. Euro einge­brochen. Grund dafür sind neue, weniger lukrative Förder­ ­ systeme.


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6 Energiewirtschaft

Freitag, 23. Februar 2018 Extra

Vorarlberger Unternehmer stehen für eine hohe Energieeffizienz „Der Energie- und Monitoringbericht des Landes belegt es: Die Vorarlberger Wirtschaft hat in den letzten zehn Jahren eine sehr gute Performance bei der Energieeffizienz hingelegt.“ So Mag. Marco Tittler, Direktor-Stv. der Wirtschaftskammer Vorarlberg, zu den VN. Und weiter: „Einen wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung haben die Leistungen der Vorarlberger Unternehmen im Bereich des Energieeinsatzes für die Produktion. Zwischen 2006 und 2016 konnte die Wirtschaft in Vorarlberg ihre Bruttowertschöpfung – das ist der Ge-

Mag. Marco Tittler Dir.-Stv. der WKV

Einen wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung haben die Leistungen der Vorarl­ berger Unternehmen beim Energieeinsatz. samtwert aller produzierten Waren und Dienstleistungen abzüglich der sogenannten Vorleistungen (alle Waren und Dienstleistungen, die während der Produktion verarbeitet oder verbraucht wurden) – von 10,9 auf 15,3 Milliarden Euro steigern.“ Mit dieser Entwicklung gehört Vorarlberg zu

den wachstumsstärksten Bundesländern in diesem Vergleichsraum. 2016 war Vorarlberg mit einem Wachstum von zwei Prozent sogar an der Spitze. „Doch nicht das Wachstum allein zeichnet Vorarlberg aus, sondern zudem die Tat­ sache, dass dies mit einem geringeren Energieaufwand bzw. einer hohen Effizienz einhergeht“, unterstreicht Tittler. Effiziente Betriebe Auf den Energieverbrauch umgerechnet bedeuten die Zahlen, dass die Bruttowertschöpfung pro eingesetzten Terajoule um 15,4 Prozent erhöht werden konnte. Entscheidend ist der Output, der pro eingesetzter Einheit Energie erwirtschaftet wird. Bezogen auf die Vorarlberger Wirtschaft konnte die gesamte abgesetzte Produktion in diesem Zeitraum um 31,7 Prozent erhöht werden. Rein auf die Vorarlberger Industrie und das Gewerbe ­ bezogen, wurde im selben ­ ­Zeitraum die abgesetzte Produktion um 38,2 Prozent gesteigert. Pro Terajoule (TJ) ­ konnte die abgesetzte Produktion (in Euro) um 14,3 Prozent nach oben geschraubt werden. Tittler dazu: „Die Wirtschaft produziert heute um ein Drittel effizienter als noch vor zehn Jahren.“ Diese Zahlen belegen nun eine weitere Effizienzsteigerung der Unternehmen und beweisen, dass Vorarlbergs Betriebe für nachhaltiges, umwelt­ schonendes und energieeffizientes Wirtschaften stehen. Die Vorarlberger Wirtschaft

Vorarlberg ist auf dem besten Weh, zu einem Leuchtturm eines nachhaltigen Produktions- und Wirtschaftsstandortes zu werden. hat damit ihre Hausaufgaben gemacht und die Vorgaben im Rahmen der Energiezukunft Vorarlberg erfüllt. Zudem zeigt sich, dass die gesetzten Aktionen ihre Wirkung ent­falten. Gemeint sind Aktionen wie der Europäische E n e r g ie­m a n a g e r le h r g a n g (EUREM), die Neustrukturierung des WIFI-Angebotes im Energie­bereich, der neue Masterstudiengang Energietechnik und Energiewirtschaft an der FH, die ersten österreichischen Energieeffizienznetzwerke oder Netzwerkveranstaltungen wie „Live im Betrieb“.

Dass Klimaschutz in Vorarlberg ernst genommen wird, beweist nicht nur der Energieund Monitoringbericht des Landes. Klimafreundlich aufgestellt Auch der Klimaschutzbericht des Umweltbundesamts belegt, dass die Vorarlberger Wirtschaft im nationalen Vergleich besonders klimafreundlich aufgestellt ist. So beträgt der Anteil an den gesamten nationalen TreibhausgasEmissionen trotz der überaus dynamischen Wirtschaftsentwicklung lediglich zwei Prozent. Bei den Pro-Kopf-Emissi-

onen im Sektor Energie und Industrie nimmt Vorarlberg obgleich der starken Produktionsleistung einen Spitzenplatz ein. Bezogen auf das Bruttoregionalprodukt – also der emit-

Selbst im Verkehrssektor fiel die Emissionssteige­ rung seit 1990 im nationalen Vergleich am geringsten aus. . Mag. Marco Tittler Dir.-Stv. der WKV

tierten Tonnen CO2 pro Millionen Euro Bruttowertschöpfung – ist Vorarlberg gar das führende Bundesland. Doch auch im Gebäudesektor konnte der CO2-Ausstoß pro Kopf von rund 1,9 Tonnen auf 1,1 Tonnen stark reduziert werden. Und selbst im emissionsintensiven Verkehrssektor fiel die Emissionssteigerung seit 1990 im nationalen Vergleich am geringsten aus. Vorarlberg rangiert somit auch hier an der nationalen Spitzenposition und liegt mit ca. 1,6 Tonnen CO2 pro Kopf weit unter dem österreichischen Durchschnitt (ca. 2,5 Tonnen).

„Energiewende heißt auch Wärmewende“ Die Salzburg AG liefert ihren Kunden in Salzburg Energie, Fernwärme, Wasser, Kabelfernsehen, Telefonie, Internet und Mobilität. „Österreich muss Klima- und Energieziele erreichen und dafür muss Strom in Zukunft fossile Energieträger ersetzen. Damit unser Energiesystem umweltfreundlicher wird, werden wir künftig mehr Strom benötigen. Dieser erhöhte Strombedarf muss aus

Leonhard Schitter Vorstands­ sprecher

Unsere Lebensumgebung verändert sich durch neue Technologien und digitale Innovationen. Die Energiewende bringt neue Herausforderungen. erneuerbaren Quellen kommen. Bisher war die Energiewende eine reine Stromwende, weg von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien. Energiewende bedeutet aber auch Mobilitätsund Wärmewende.“ Das sagt Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG. Und er setzt fort: „Unsere Leben-

sumgebung verändert sich durch neue Technologien und digitale Innovationen. Zudem stellt uns die Energiewende vor neue Herausforderungen. Wir nutzen diese Entwicklung, um unseren Kundinnen und Kunden durch neue Produkte mehr Lebensqualität zu bieten und noch nachhaltiger mit den Ressourcen umzugehen.“ Die Zukunft ist elektrisch Die Salzburg AG, laut Eigen­ angaben größter Mobilitätsdienstleister im Bundesland Salzburg, befördert mit Obus, Salzburger Lokalbahn und Pinzgauer Lokalbahn rund 50 Millionen Passagiere pro Jahr. Das Unternehmen setzt seit 2012 auf Elektromobilität. Heute werden rund 60 öffentliche Ladestationen und sechs Schnellladestationen im ganzen Land Salzburg betrieben. Die Salzburg AG definiert drei strategische Säulen in ihrer Elektromobilitäts-Offensive: • die Stärkung der öffentlichen Ladeinfrastruktur •m aßgeschneiderte Produkte für privates Laden zu Hause und • All-in-Lösungen für Unternehmen. Digitalisierung nimmt zu „Die zunehmende Verschmelzung von realer und virtueller Welt – die Digitalisierung – verändert unsere Gesellschaft und deren Rahmenbedingungen.

„Damit werden sich auch die Kundenbedürfnisse verändern. Für die Energiewirtschaft wird es daher entscheidend sein, sich den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen und diese aktiv für sich zu nutzen, auch wenn das bedeutet, Traditionelles in Frage zu stellen“, sagt Leonhard Schitter weiter und meint: „Die Digitalisierung ermöglicht neben Modernisierung auch die Entwicklung neuer innovativer Service­ angebote, Produktwelten und Dienstleistungen. Wir nutzen sie als Chance und entwickeln für unsere Kunden eine einzigartige Produktwelt.“ Herausforderung Innovation „Im Jahre 2016 wurde ein ­unternehmenseigenes Inno­ vationsprogramm ins Leben ge­ ­ rufen, in dem neue Zukunftstechnologien und Geschäftsfelder entwickelt werden. Die Digitalisierung ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Denn der Umbau des Energie­ erfordert eine systems ­deutliche Erhöhung der Inves­ titionen in Energieforschungsprojekte, intelligente Energie­ systeme – und -netze, ebenso wie soziale Innovationen“, sagt Schitter. Die unternehmenseigene Innovationsoffensive trägt laut Aussendung Früchte: Wartungsarbeiten mit Augmented-Reality-Brille, der Einsatz von Drohnen bei der Überprüfung von Stromleitungen sind

Innovation – Einsatz der Augmented-Reality-Brillen bei der Kraftwerkswartung. ebenso unter diesen Ideen wie die Weiterentwicklung von Schwungradspeichern, die Verbrauchsspitzen ausgleichen und damit das Stromnetz entlasten können. Auch für die Kunden soll mit den digitalen Diensten ein Mehrwert verbunden sein – mehr Service, höhere Qualität oder schnellere Erledigung. So wie der eigene WhatsApp-Kanal, der ebenfalls im Rahmen dieses Programms 2017 entstanden ist. Verantwortungsvoller Partner Die Energiewende kann nach Ansicht der Verantwortlichen der Salzburg AG nur gemeinsam geschafft werden. Sie ­begleitet dabei mit Produkten,

Dienstleistungen und Förder­ anreizen. So gibt es z. B. Förderungen, wenn alte Heizungen durch energieeffiziente Geräte ausgetauscht oder Wärmepumpen installiert werden. Tragbare Photovoltaik Für alle, die keine eigene Photo­ voltaikanlage am Dach anbringen können, gibt es das Minikraftwerk „Simon“ für zu Hause. Es macht die Strom­ gewinnung aus Sonnenenergie auch auf kleinster Fläche ­möglich. Auch bei der effizienten Energienutzung ist die Salzburg AG ein Partner. Mit der Smart-Home-Anwendung Heimo, e ­iner intelligenten Haussteuerung, kann man von unterwegs per

Der Umbau des Energie­ systems erfordert eine deutliche Erhöhung der Investitionen in Forschungsprojekte. Leonhard Schitter Vorstandssprecher

Handy oder Tablet Beleuch­ tung und Wärme steuern oder die L ­eistung der eigenen Photo­voltaikanlage ablesen. Die mobile App meldet per SMS oder E-Mail sofort, wenn daheim Türen oder Fenster ­ ANZEIGE geöffnet werden. www.salzburg-ag.at


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Freitag, 23. Februar 2018 Anzeigen

Energie mit Kopf, Herz und Händen lernen Energie erneuerbar zu erzeugen und effizient einzusetzen ist DAS Thema der Zukunft! Die Möglichkeiten dafür werden immer vielfältiger: Schon heute bieten sich Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft und Biomasse, Wärmerückgewinnung, LEDs, Passivhäuser, Elektromobilität etc. dafür an.

Studierende eine neuartige Kleinwindkraftanlage mit einem H-Rotor aus Holz. Die ausschlaggebenden Punkte für diese Auswahl sind das Verhalten bei turbulentem Wind und die höheren Designfreiheiten bei der Konstruktion. Die Anlage soll einerseits den technischen Anforderungen entsprechen und sich andererseits formschön in die Umgebung einbetten. Der Prototyp wird in den kommenden Wochen im Windkanal getestet werden.

Das berufsbegleitende Masterstudium Energietechnik und Energiewirtschaft bietet eine ideale Ausbildung für dieses Berufsfeld der Zukunft! „Wir fordern und fördern unsere Studierenden. Sie lernen und erfahren in unserem Masterstudiengang das Thema Energie sozusagen mit Kopf, Herz und Händen“, erklärt Studiengangsleiter Klaus Rheinberger. Denn neben den technischen und wirtschaftlichen Grundlagen, die nicht nur für Berufe im Energiebereich erforderlich sind, können sich die Studierenden in Team-Projekten und in der Masterarbeit ganz ihren eigenen Energieinteressen widmen. Die vier Beispiele zeigen, welch vielfältige Themen die Projekte abdecken.

Projektarbeiten sind ein wichtiger Teil des berufsbegleitenden Masterstudiums Energietechnik und Energiewirtschaft.

Strom für Benin Mehr als 50 % der in Benin lebenden Menschen haben keinen Zugang zu elektrischem Strom. Jene, die über eine Anbindung an das Stromnetz verfügen, müssen tägliche Stromausfälle in Kauf nehmen. Ziel des Studierendenprojekts „Strom für Benin“ ist die Si-

cherstellung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung für ein Gebäude der technischen Fakultät in der Stadt Cotonou. Dies soll mit Hilfe einer Photovoltaikanlage und Energiespeichern realisiert werden. Die Speicher werden durch die Photovoltaikanlage untertags geladen und versor-

gen bei Netzausfällen das Gebäude. Ein weiteres Ziel ist der Wissenstransfer zwischen den Vorarlberger und Beniner Studierenden. Die Montage der Anlage erfolgt gemeinsam, und es finden Schulungen für die Studierenden vor Ort statt. So soll eine ordnungsgemäße Wartung der Anlage gewährleistet werden und die Studierenden sollen motiviert und befähigt werden, weitere Photovoltaikanlagen zu realisieren. Die Energietechnik und Energiewirtschaft-Studentin HeleDr. Klaus Rheinberger Leiter Studiengang Energietechnik und Energiewirtschaft

Elena Käppler beschäftigte sich mit der Ökobilanz eines Holzkraftwerks.

Wir fordern und fördern unsere Studierende. Sie lernen und erfahren in unserem Masterstudiengang das Thema Energie sozusagen mit Kopf, Herz und Händen.

na Frick meint dazu: „Die Umsetzung und die Kontakte mit den Studierenden vor Ort sind für mich wichtig, weil ich damit einen realen Beitrag zur Förderung und Verbreitung von erneuerbaren Energien leisten kann.“ Die Studierenden konnten die Materialkosten selbständig durch die Akquise von öffentlichen Förderungen und Firmen-Unterstützungen decken. Nach ihrem Aufenthalt in Benin von Mitte Februar bis Anfang März werden die Studierenden am 5. April von ihrem Projekt bei der Veranstaltung „Energie Update 2018“ an der FH Vorarlberg berichten. Elektro-Buggy Das Projektteam „Emiro“ arbeitet daran, einen ursprünglich mit Benzin betriebenen Buggy auf Elektroantrieb umzurüsten. Dazu wenden die Studenten ihr Wissen in Elektrotechnik an und legen beim Umbau der Karosserie und des Antriebs selber Hand an. Student Johannes Wilhelmer erklärt: „Ziel ist es, einen effizienteren Antrieb umzusetzen und eine Entwicklungsplattform für Studenten und Folge-

projekte zu starten.“ Unterstützung erhalten die Energie-Studenten im kommenden Semester daher von ihren Kollegen aus dem Master Mechatronics der FH Vorarlberg. Am Ende des Projekts soll der EBuggy auf der Straße fahren dürfen, wozu zudem noch einige rechtliche Hürden zu nehmen sind. Kleinwindkraftanlage Im Rahmen ihres Masterstudiums Energietechnik und Energiewirtschaft erarbeiten fünf

Ökobilanz eines Holzkraftwerks Die Absolventin Elena Käppler beschäftigte sich im Rahmen ihrer Masterarbeit mit der Ökobilanz eines Holzkraftwerks in Dornbirn und stellte sich die Frage: „Was kann Strom aus Holz zum Klimaschutz beitragen?“ Käppler wies unter anderem nach, dass aus jeweils 0,45 kg waldfrischem Holz eine Kilowattstunde Energie erzeugt wird, die in Form von Strom ins Netz beziehungsweise in Form von Wärme an Dornbirner Haushalte und Betriebe geliefert wird. Zusätzlich werden derzeit 0,1 Kilowattstunden fossile Energie benötigt, die hauptsächlich in Form von Treibstoffen für das Holzfällen, Radlader und Hacker benötigt werden. „Der Treibhausgasausstoß von 28,1 g CO2-ÄquivalentEmissionen liegt ähnlich hoch wie andere erneuerbare Technologien, die meist höhere Emissionen bei der Herstellung und geringere Emissionen im Betrieb verursachen als Biomasse“, erklärt ihre Betreuerin Babette Hebenstreit, die mit der Masterarbeit sehr zufrieden ist.

Info Masterstudium Energietechnik und Energiewirtschaft Dauer: 4 Semester Organisationsform: berufsbegleitend Abschluss: Master of Science in Engineering (MSc) Web: www.fhv.at/etw Kontakt: Dr. Klaus Rheinberger, T. 05572 792 5701 klaus.rheinberger@fhv.at Termine: • FH offen – Tag der offenen Tür: März 2018, 15–20 Uhr • Infoabend aller Studiengänge: 23. April 2018, 17–20 Uhr • Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2018/19: 15. Mai 2018

Energie Update in Forschung, Transfer und Lehre Energie ist ein Zukunftsthema. Der radikale Wandel in der Energiewirtschaft, die fortschreitende Digitalisierung und neue technische Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energien bringen neben Herausforderungen auch Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit sich.

hochinteressante Ressource für die Zukunft. Obwohl Technologien zu deren Verwertung verfügbar sind, fehlt es meist an wirtschaftlichen Lösungen“, so Preißinger. Der Vortrag beleuchtet die Möglichkeiten der Verwertung und gibt einen Ausblick, welche der Technologien

zukünftig auch wirtschaftlich am Markt angeboten werden können. „Strom für Benin“ Neben dem Vortrag von Markus Preißinger stellen Studierende des Masterstudiums Energietechnik und Energiewirtschaft

ihr Projekt „Strom für Benin“ vor. Die Studierenden hatten sich das Ziel gesetzt, die kontinuierliche Stromversorgung eines Gebäudes der Ecole Polytechnique d’Abomey-Calavi in Benin mit Hilfe einer Photovoltaikanlage und einem Energiespeicher zu gewährleisten. Beim Energie

Technische Fachkräfte auf akademischem Niveau sind besonders gefragt. Daher ist Forschung, Entwicklung und Bildung eine der vier Säulen der Vorarlberger Energieautonomie. Am 5. April 2018 informiert die FH Vorarlberg beim Energie Update wieder über aktuelle Entwicklungen aus Forschung, Transfer und Lehre im Bereich Energie. Energie Update 2018 Beim diesjährigen Energie Update wird Markus Preißinger, illwerke vkw Stiftungsprofessor für Energieeffizienz und Leiter des Forschungszentrums Energie an der FH Vorarlberg über die Nutzung industrieller Abwärme berichten. „Industrielle Abwärme ist energetisch eine

Studierende des Masterstudiums Energietechnik und Energiewirtschaft stellen ihr Projekt „Strom für Benin“ vor.

Update werden sie das Projekt vorstellen und von ihren Erfahrungen in Afrika berichten. E-Mobilitätsprojekt VLOTTE Christian Eugster, Leiter des EMobilitätsprojekts VLOTTE in Vorarlberg, wird einen Vortrag zum Thema Ladelastmanagement in der E-Mobilität halten. Die Elektrifizierung des Personenverkehrs reduziert zwar die CO2-Emissionen, falls der Strom aus erneuerbaren Energien stammt, doch die Infrastruktur des Stromnetzes ist durch die hohen Ladelasten vor große Herausforderungen gestellt. Masterstudium Energietechnik und Energiewirtschaft Den Energieverbrauch zu senken und erneuerbare Energie effizient einzusetzen, stellt Unternehmen, Kommunen, Politik und private Haushalte vor große Herausforderungen. „Die technischen und wirtschaftlichen Aufgaben im Bereich Energie werden in den nächsten Jahrzehnten noch vielfältiger“, erklärt Klaus Rheinberger, Leiter des Masterstudiengangs Ener-

gietechnik und Energiewirtschaft an der FH Vorarlberg. „Dem entsprechend bieten wir in unserem berufsbegleitenden Masterstudiengang eine Fülle von Wahlmöglichkeiten an.“ Die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Organisationen im Rahmen von Projekten und Masterarbeiten macht zudem einen wichtigen Teil des Studiums aus. Ausschreibungen von Werkstudentenjobs ermöglichen insbesondere Studierenden von weiter weg das Studium und bieten den Vorarlberger Firmen eine attraktive Akquisemöglichkeit.

Info Energie Update 2018 Donnerstag, 5. April 2018 17.30 Uhr Gebäude Achstraße, Aula FH Vorarlberg Campus V Hochschulstraße 1 6850 Dornbirn


8 Energie für unser Leben

Freitag, 23. Februar 2018 Extra

Die „Vlotten“-Fahrzeuge – etwa der Marken VW, BMW, Renault, Citröen, Hyundai, Nissan und Co – können in der Mobilitätszentrale für Testfahrten entlehnt und unter die Lupe genommen werden.

Mit Vollgas zu noch mehr E-Mobilität Die vkw VLOTTE ist weiter auf Erfolgskurs – die Zahlen sprechen für sich, die Entwicklungen lassen auf mehr hoffen. Geballte E-Mobilität auf 400 Quadratmeter. Die Mobilitätszentrale der vkw in Bregenz demonstriert eindrucksvoll, was in Vorarlberg in Sachen energieeffiziente und umweltfreundliche Antriebskonzepte in den vergangenen Jahren geschehen ist: Im Jahre 2009 als Projekt gestartet, hat sich die VLOTTE heute längst als Marke etabliert und die E-Mobilität ist in aller Munde. Die VN sprachen dazu mit Stefan Hartmann, E-Mobilexperte bei den vkw und Verfechter der mobilen Alternative.

Stefan Hartmann E-Mobilexperte

Elektroautos sind bereits heute eine echte Alter­ native zu den herkömm­ lichen Verbrennern. Was überzeugt Sie, elektrisch mobil zu sein? Seit Dezember 2013 bin ich mit meinem Renault Zoe elektrisch unterwegs und fahre am Tag nicht mehr wie 50 Kilo­meter. Somit ist das Elektroauto für mich eine super Alternative zu den herkömmlichen Verbrennern. Da ich mein E-Auto zu Hause und bei der vkw aufladen kann, ist für mich das Aufladen auch kein Problem. Bei Ausflügen in Vorarlberg nutze ich aber auch die öffentliche Ladeinfrastruktur wie beim Skigebiet Golm.

Die Mobilitätszentrale ist ein Treffpunkt für alle E-AutoInteressierte. Was passiert bzw. was wird in diesem Zentrum angeboten? Bei uns kann man sich produktneutral zu E-Autos ­ beraten lassen. Neben den ­ klassischen Anfragen kann ­ man uns auch persönlich einen Besuch in Bregenz abstatten. Interessierte können sich über die aktuellen Fahrzeuge informieren lassen. Darüber hinaus kann man auch die E-Autos Probe fahren. Derzeit stehen sieben verschiedene Modelle zum Tes­ ten bereit. Zudem finden in der vkw Mobilitätszentrale ­regelmäßig Veranstaltungen zum Thema E-Mobilität statt. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen hier Schulklassen, Studenten, Unternehmen, Gemeinden und Interessierte. Dass dieses Angebot auch Anklang in der Bevölkerung und bei Unternehmen findet, zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr. So haben wir letztes Jahr über 300 Probefahrten durchgeführt und rund 1400 Interessierte haben sich zum Thema E-Mobilität beraten lassen bzw. an einer der Veranstaltungen teilgenommen. Otto Normalverbraucher interessiert sich für ein E-Auto. Welche Vorgangsweise empfehlen Sie ihm? Grundsätzlich empfehlen wir, sich im Vorfeld gut zu informieren und selber ein ­E-Auto zu testen. Hierzu bieten wir die Möglichkeit, ein Elektroauto für einmalig fünf Euro ein ganzes Wochenende lang zu testen. Über diesen längeren Zeitraum kann man sich mit dem Elektroauto intensiver vertraut machen. ­ Zudem empfehlen wir, sich

Infrastruktur wächst Flächendeckend und wachsend. Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte der vkw Vlotte liegt aktuell bei 400.

Dabei werden gerade weitere Ladestationen im öffentlichen Bereich wie vor Supermärkten, Tourismusbetrieben, Wohnanlagen und mehr geschaffen; bei den Skigebieten Golm und Diedamskopf erfolgte dies bereits. Auch das Laden zu Hause soll schneller, sicherer und komfortabler werden. Die Alternative zur üblichen Steckdose, die Heimladestation oder Wallbox genannt, kann in der Mobiliätszentrale gekauft

oder gemietet werden. Geladen und abgerechnet ­ wird mittels vkw Vlotte Ladekarte – bei der Mobilitätszentrale bestellbar, Rechnung erfolgt monatlich – oder der vkw eFinder App. Letztere bietet die Möglichkeit des Direkt-Payments und zeigt europaweit die Ladestationen auf.

Aktuelle Zahlen Öffentliche Ladepunkte Bludenz: 82 Bregenz: 87 Dornbirn: 46 Feldkirch: 45 Schnellladestationen: 17

günstiger zu gestalten. Aufgrund der großen Nachfrage werden die Preise künftig noch deutlich sinken und somit auch das Elektroauto deutlich günstiger machen. Parallel dazu wird die Energiedichte noch zunehmen. Selbst beim Thema ausgemusterte Akkus wird es zukünftig so sein, dass diese ein zweites Leben in Form eines stationären Batteriespeichers erhalten werden und erst dann recycelt werden. Die Rohstoffe, die in einem Akku stecken, können dann wieder für neue Akkus verwendet werden.

Mit Heimladestationen, den sogenannten Wallboxen, ist das Laden zu Hause noch schneller, komfortabler und vor allem sicherer – die Ladestationen können übrigens gekauft oder gemietet werden. mit dem Thema des Ladens des Elektroautos frühzeitig auseinanderzusetzen und die Möglichkeit für das Laden im Eigenheim abzuklären. Die Frage über die Kosten, Finanzierung sowie mögliche Förderungen sind ohnehin ein wichtiger Bestandteil bei der Anschaffung, welche im Vorfeld abgeklärt gehören. Bei all diesen Fragen unterstützen wir Interessierte für E-Mobilität natürlich gerne. Ein weiteres E-Auto ist gekauft. Können Sie uns die aktuellen Zahlen nennen? Vergangenes Jahr wurden in Vorarlberg 327 reine batterieelektrische Elektroautos neuzugelassen. Übrigens, allein 2016 war der Wert an Neuzulassungen im Land doppelt so hoch wie im österreichweiten Vergleich. Initiativen wie die E-Pendlerförderung durch die vkw haben sicherlich zu diesem Anstieg geführt. In Vorarl­

berg kann man deshalb behaupten, dass wir auch weiterhin Spitzenreiter in Sachen Elektromobilität sind. Was soll die Zukunft bringen? Erkennbar ist bereits heute, dass es bei den Autoherstellern zu einem Umdenken in Richtung Elektromobilität kommt. Laut Volkswagen soll 2025 jedes vierte verkaufte ­Auto rein elektrisch sein. Auch andere Autohersteller haben ähnliche Ambitionen. Entscheidend für die Elektromobilität wird sein, dass die Ladeinfrastruktur für die E-Autos in den nächsten Jahren ausreichend geschaffen wird. Lademöglichkeiten im Eigenheim, bei Wohnanlagen, geber oder an beim Arbeit­ Plätzen, wo sich E-Auto­fahrer für einen längeren Zeitraum aufhalten wie beispielsweise bei Supermärkten, Einkaufszentren, Tourismusbetrieben,

usw., sind dabei von entscheidender Bedeutung. Zudem ist es wichtig, die Bevölkerung, Unternehmen und Gemeinden weiterhin für das Thema der Elektromobilität zu sensibilisieren. Projekte, wie das im Walgau (siehe Text untenstehend), wo es um die Schaffung von L ­ ademöglichkeiten sowie um die Bewusstseinsbildung geht, sind hier wichtige Initiativen, welche die E-Mobilität in Vorarlberg weiterbringen werden. Immer wieder wird die Batterie der E-Autos als schwächelndes Glied in der Kette, gerade wegen ihres Gewichts, der Kosten, Ladekapazität, Umweltbelastung und Recyclingmöglichkeiten, genannt. Was tut sich in dieser Hinsicht? Derzeit wird von vielen Unternehmen viel Geld in die Hand genommen, um den Akku effizienter und preis­

Und zu guter Letzt: Wem würden Sie die Anschaffung eines E-Autos im Speziellen empfehlen? In Vorarlberg sind 95 Prozent aller täglichen Autofahrten kürzer als 50 Kilometer. Aus diesem Ansatz heraus ist für viele das Elektroauto auch mit den heutigen Reichweiten von etwa 150 bis 250 Kilometern eine echte Alternative. Zudem werden sich die künftigen Reichweiten in ein paar Jahren bei 300 bis 400 Kilometer einpendeln. Für Unternehmen lohnt sich die Anschaffung eines Elektroautos bereits heute. Neben den steuerlichen Vorteilen sowie der Sachbezugsbefreiung für Elektroautos für Dienstfahrten und den Förderbedingungen sind Elektroautos bei einer Vollkosten­ betrachtung bereits günstiger als der vergleichbare Verbrenner. Viele Unternehmen in Vorarlberg haben aus diesem Grund auch schon größere Fuhrparkumstellungen auf Elektro­autos vorgenommen. Weitere Informationen sind unter www.vlotte.at, elektromobil@vkw.at oder unter Tel. 059 110 9011 erhältlich.

Der Walgau auf „Vlottem“ Weg Laufendes Projekt im Walgau soll die E-Mobilität in der Region forcieren. Initiiert durch die „Wirtschaft im Walgau“ hat sich die Region Walgau zum Ziel gesetzt, im Bereich der Elektromobilität noch schneller voranzuschreiten und eine führende Rolle einzunehmen. Das Team der vkw Vlotte tritt dabei als Partner des vom Klima- und Energiefonds geförderten Vorhabens auf. „Die Ziele sollen durch eine Verbesserung der Kooperation mit den Akteuren in der Region und die Bewusstseinsbildung von Betrieben, Mitarbeitern und Bewohnern erreicht wer-

Das Team von Tomaselli Gabriel Bau aus Nenzing ist bereits seit dem Jahr 2015 erfolgreich elektrisch mobil. den“, erläutert S ­tefan Hartmann von der vkw Mobilitätszentrale. Ziel des Vorhabens,

das im Februar startete und ein Jahr dauert, ist es, die Zahl der Elektrofahrzeuge in der Region

zu steigern. Pendelnden Mit­ arbeitern soll zudem der Umstieg durch Lademöglichkeiten bei den Betrieben erleichtert ­werden. Weiters werden den Interessierten Veranstaltungen, Testfahrten, ein Gewinnspiel und mehr die Vorzüge der Elektromobilität erläutern. Die Initiative zielt auch darauf ab, dass Unternehmen den Beispielen von Tomaselli Gabriel Bau, der Brauerei Frastanz und Co folgen und ihren Fuhrpark künftig elektrifizieren. Die Serie „Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der Vorarlberger Nachrichten mit Unterstützung von Illwerke VKW.


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Freitag, 23. Februar 2018 Extra

Abgestimmte Speichersysteme aus einer Hand Stromify – ein Pilotprojekt des Innovation Lab von illwerke vkw – erledigt für seine Kunden Antrag und Abwicklung und bietet abgestimmte Speichersysteme aus einer Hand. 12 Millionen Euro Fördermittel Insgesamt bis zu 12 Millionen Euro an Bundesfördermitteln werden 2018 und 2019 in den Bereich Batteriespeicher aufgewendet und über die ­ OeMAG Abwicklungsstelle für

Autark dank Batteriespeicher.

Ökostrom verwaltet. Das Fördergeld wird nach dem „First Come First Served“-Prinzip ausgeschüttet. Das bedeutet, wer sich zuerst registriert, erhält eine Förderung – so lange, bis das Budget erschöpft ist. Förderung in Vorarlberg Mithilfe von Stromify soll ein Gutteil der Fördermittel nach Vorarlberg fließen. Stromify ist eine Plattform, auf der interessierte Haushalte die passende Technologie, umfangreiche Beratung und weitere Services rund um die „persönliche Energiewende“ erhalten. Wer sich für die Anschaffung eines Batteriespeichersystems interessiert, kann sich bis spätestens 11. März 2018 um 20 Uhr auf stromify.at/batteriespeicherfoerderung registrieren. Durch die fristgerechte Einreichung und Gesamt­ abwicklung steigen die Chancen der Interessenten auf die lukrative Unterstützung des Bundes. Warum Batteriespeicher? Je nach Dimension kann eine Fotovoltaikanlage einen beträchtlichen Anteil des persönlichen Energiebedarfs ­decken. Das Problem: Der erzeugte Strom kann nicht immer genau dann verbraucht werden, wenn er erzeugt wird

Moritz Hagen Technischer Projektmanager, Stromify

Mithilfe eines Batteriespeichers erhöht man die Unabhängigkeit – wir kümmern uns um den Förderantrag und die Abwicklung. und muss ins öffentliche Stromnetz gespeist werden. Abhilfe schafft ein leistungs­ fähiger Batteriespeicher, der die Energieautonomie eines Haushalts auf bis zu 60 Prozent anwachsen lässt. Anschaffung wird attraktiver In den vergangenen Jahren hat sich diese Technologie ­rasant entwickelt – die hohen Anschaffungskosten schrecken allerdings viele Interessenten ab. Die Wirtschaftlichkeit eines Batteriespeichers ist derzeit auch mit der Förderung noch nicht gegeben und hängt von der Entwicklung der Strompreise ab, die niemand voraussagen kann. Jedoch steigern Kunden durch

Stromspeicherung ist bei Photovoltaikanlagen besonders geeignet. Symbolbild einen Batteriespeicher ihre Unabhängigkeit und sichern sich gegen steigende Strompreise ab. Batteriespeicher mit einer Kapazität von mindestens 0,5 Kilowattstunden (kWh) und maximal 10 kWh pro Kilowattpeak installierter PV-Leistung werden nun mit bis zu 500 Euro pro kWh Speicherkapazität gefördert. Komplettangebot Neben der Förderabwicklung bietet die Plattform eine Speichertechnologie, die von erfahrenen Technikern zusam-

mengestellt wurde. Für den Einbau der Komponenten sorgen Vorarlberger Fachpartner. Registrierte Kunden verpflichten sich bei einer Förderzusage und der Entscheidung zur Umsetzung zur Zusammenarbeit mit Stromify. Sie erhalten rund sechs Wochen nach Ende der Einreichfrist für die Förderung eine Information, ob sie die Förderung erhalten. Im Falle einer Zusage vereinbart der Kunde mit Stromify einen Vor-Ort-Termin zur Analyse der Einbaubedingungen und Erstellung eines Angebots.

Daten und Fakten Informationen und ­Beratung auf der com:bau Weitere Informationen zum Stromify-Komplettangebot, Berechnungsbeispiele, ­technische Details und ­ausführliche Beratung er­ halten ­Interessenten und I­ nteressentinnen auf www.stromify.at oder auch persönlich vom 9. bis 11. März 2018 auf der com:bau in Dornbirn.

Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg

Die Anschaffung und der Einbau eines Batteriespeichers für Privathaushalte werden ab März 2018 erstmals vom Bund gefördert.

s e d t f a r Die K n e z t u n s r Wasse Vorarlberg setzt auf erneuerbare Energie und auf den Ökostrom von inzwischen mehr als 150 Kleinwasserkraftwerken. Damit machen wir einen weiteren Schritt hin zur Energieautonomie. Und in eine enkeltaugliche Zukunft. www.vorarlberg.at/energieautonomie

Schritt für Schritt zur Energieautonomie


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Freitag, 23. Februar 2018 Anzeigen

Nachfrage nach sonnenBatterien steigt Bereits im letzten Jahr konnte sonnen mit dem Exklusivpartner Hansesun in Röthis seinen Umsatz in Vorarlberg vervierfachen. sonnen, der weltweit führende Hersteller von Stromspeichern und Betreiber der größten StromsharingPlattform, ist mit der sonnenBatterie seit 2011 im österreichischen Markt vertreten. Die sonnenBatterie ist ein intelligenter High-Tech-Solarstromspeicher für die eigene, saubere Energieversorgung. Die Energieautarkie mit der sonnenBatterie liegt für einen durchschnittlichen Haushalt bei rund 85 Prozent des jährlich benötigten Stroms. Die von sonnen verwendeten Li-

kie noch wirtschaftlicher wird“, so Andreas Müller , Vertriebsund Marketingleiter bei Hansesun. Mit dem bayerischeren Hersteller aus Kempten haben wir den Weltmarktführer praktisch vor der Haustür, so Müller weiter. sonnen arbeitet schon viele Jahre mit zahlreichen regionalen PV-Installateuren zusammen, die in den jeweiligen Regionen Österreichs die Installation der sonnenBatterien übernehmen.

Andreas Müller Hansesun Röthis

Unser Ziel ist saubere und bezahlbare Energie für alle. thiumeisenphosphat-Zellen gelten als besonders sicher und langlebig. sonnen garantiert dabei eine Leistung von mindestens 10.000 Ladezyklen. „Immer mehr Menschen sind fasziniert von der Möglichkeit, ihren Strom selbst zu produzieren, der überdies auch noch sauber ist. Die 2018 anlaufende Speicherförderung in Österreich ist sehr sinnvoll und sorgt jetzt nochmal dafür, dass die private Energieautar-

Starke Allianz Mit Hansesun und sonnen konnte eine starke Allianz in Vorarlberg gebildet werden. Wir rechnen, dass heuer an die 300 sonnenSpeicher in Vorarlberg installiert werden. Hansesun hat das Elektrikergewerbe und bereits drei eigene Elektriker welche eine hochwertige Installierung garantieren. Im Vorarlberger Photovoltaikzentrum der Firma Hansesun im

Vorarlberger PV-Zentrum beherbergt große Stromspeicherausstellung.

Fotos: Hansesun

PV-Anlage mit Black Module. Interpark Focus in Röthis, welche auch die größte Speicherausstellung Vorarlbergs beheimatet, ist die Nachfrage nach Stromspeichern sprunghaft angestiegen. Dort besteht für den Kunden die Möglichkeit, sich über nachhaltige und wirtschaftliche Möglichkeiten der PV-Anlagen und Speicher nach den neuesten Trends zu informieren und sich im Direktgespräch mit den Energieberatern auszutauschen. Unser Ziel ist saubere und bezahlbare Energie für alle. Die Verunsicherung bei den PV-Interessenten in Sachen Förderung ist groß und der Beratungsaufwand ist enorm, so Andreas Müller von Hansesun. Selbst für uns, als PV-Spezialisten, war es eine große Herausforderung zeitgerecht die richtige Information zu bekommen. Bei der gewohnten Tarifförderung der OeMAG, welche am 09.01.2018 startete, war der Topf in kurzer Zeit wieder ausgeschöpft. Trotzdem konnten wir alle unsere Kunden erfolgreich anmelden. Stromspeicher werden leistbar Nun gibt es eine zweite Chance, so Müller weiter. Den absolut neu ist eine Investitionsför-

derung seitens der OeMAG. Hierbei werden PhotovoltaikAnlagen mit 250,00 EUR/kWp und Strom-Speichersysteme mit 500,00 EUR/kWh einmalig gefördert. Ein 12 kWh Speicher wird zum Beispiel mit 6.000,00 Euro gefördert. Damit werden Stromspeicher für alle PV-Besitzer leistbar und wirtschaftlich. Antragstellung startet am 12. März 2018 Vermutlich wird der Fördertopf in wenigen Minuten wieder leer sein. Selbstverständlich unterstützen wir Interessenten von Stromspeichern und PV-Anlagen bei der Antragstellung. Wir sind mit dem Antragsprozedere der OeMAG bestens vertraut. Keiner schafft mehr positive Förderantrage als Hansesun. Bei uns sind alle Stromspeicherinteressenten bestens versorgt! „Die Sonne schickt keine Rechnung.“ Diese Ressource gilt es zu nutzen. Dabei spielt nicht nur die Energiegewinnung und die Energieeffizienz eine wichtige Rolle, sondern ist auch der Umweltgedanke ein wichtiger Faktor. „Unsere Erde ist lebens-

wert und vielfältig. Wir sind auf sie angewiesen – in all ihren Facetten. Bemühen wir uns daher gemeinsam um eine enkeltaugliche Zukunft in unserem Lande“ so Müller abANZEIGE schließend.

Wichtige Termine 9. bis 11. März com:bau in Dornbirn 12. März 17 Uhr Start OeMAG Speicherförderung 22. März 19 Uhr Vorträge zum Thema: Die Photovoltaik – Ihr Einstieg in die Unabhängigkeit Der Stromspeicher – Ein „Muss“ für jede PV-Anlage wird leistbar. Wichtiger Hinweis: Vergewissern Sie sich beim Vorarlbergnetz (www.vorarlbergnetz.at) ob der Speicher zugelassen ist! Zugelassen: sonnenBatterie eco 8.0, SMA Sunny Island, Varta Storage, Fronius Symo Hybrid keine Zulassung: BYD mit Kostal Piko BA, Tesla Powerwall 2 AC, LG-Speicher, E3DC, Schrack Lionic Stand 21.02

Strom, wenn man ihn braucht sonnenBatterie – Stromspeicher: Der meist verkaufte Stromspeicher in Deutschland und Vorarlberg – exklusiv bei Hansesun Qualität Made in Germany Sichern Sie sich bis zum 12. März 2018 die OeMAG Stromspeicherförderung bis zu € 500,- / kWh z.B.: 12 kWh € 6.000,- Förderung

Vorarlbergs größte PV-Anlagen und Stromspeicherausstellung im

photovoltaik zentrum vorarlberg

Interpark Focus 21, 6832 Röthis T 05523 560156, office@hansesun.at www.hansesun.at Öffnungszeiten Mo. bis Fr. von 09:30 bis 12:00 Uhr und von 13:30 bis 17:00 Uhr

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Röthis: Die kommende Speicherförderung in Österreich sorgt bereits in den ersten Wochen des neuen Jahres für einen starken Anstieg der Nachfrage nach sonnenBatterien.


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