Skip to main content

2017 09 16 extra klimachutz gesamt

Page 1

Zukunft gestalten! VN-Klimaschutzpreis 2018

Foto: illwerke vkw | www.fasching.photo

Wir alle haben es individuell und am kraftvollsten im Miteinander durch unser Verhalten in der Hand, eine gesunde und positive Zukunft zu gestalten und uns verantwortungsbewusst in Naturund Klimaschutz zu engagieren. Ideen, Innovationen und Initiativen von Vorarlberger SchĂźlern, Unternehmern, Privaten und Gemeinden sind auch fĂźr den VN-Klimaschutzpreis 2018 wieder gefragt. Viele Infos finden Sie auf den folgenden Seiten.

Auf InItIAtIve

Anzeige

PARTneR Vn-KlimAschuTzPReis 2018


2 VN-Klimaschutzpreis 2018

Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017 Vorarlberger Nachrichten

STATEMENTS Die Österreichische Post unterstützt auch 2016 wieder den VNKlimaschutzpreis. Alle Maßnahmen, die helfen, den CO2-Ausstoß zu verringern und die Umwelt zu entlasten, leisten einen wichtigen Beitrag. Die Post unternimmt große Anstrengungen, um einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Seit 2011 stellt die Post alle Sendungen in Österreich CO2neutral zu. Die Initiative CO2-NEUTRAL ZUGESTELLT ist spürbarer Beweis, dass im Logistikgeschäft wirtschaftliches Denken und umweltschonendes Handeln vereinbar sind. DI Dr. Georg Pölzl, Generaldirektor Österreichische Post AG

Die Menschen im Chocó wollen gesichertes Recht auf ihr Land, um ökologisch-sozial wirtschaften zu können – auch mit pflanzlicher Goldgewinnung ohne Quecksilber.

VERENA DAUM

Klimabündnis Vorarlberg-Chocó Solidarische Partnerschaft in Natur- und Klimaschutz sowie Ökolandwirtschaft.

BREGENZ, QUIBDÓ Seit 1993 unUmweltschutz und ökologische terstützt Klimabündnis Vorarlberg Landwirtschaft fokussieren. „Ab (KBV) die Menschen in der Part- 2018 sollen auch Initiativen zur Retnerregion Chocó, einem Regen- tung des durch illegalen Goldabbau waldgebiet an der kolumbianischen verschmutzten Rio Atrato gefördert Pazifikküste, in Zusammenarbeit werden“, informiert Daniel Sperl. mit der sehr engagierten Diözese von Quibdó. Im sogenannten Fluss des Lebens Autonomieprojekt wurde Seite an Der Rio Atrato ist der Hauptfluss Seite mit der Kirche sowie den in- des Chocó und Lebensader der Redigenen und afrokolumbianischen gion. In seinem Quellgebiet, an den Basisorganisationen für die territo- vielen Zuflüssen und seinen Ufern riale Selbstbestimmung gekämpft. leben die Menschen, denn befahr„Unser Ansatz war und ist, dass ein bare Landwege gibt es so gut wie effekiver Schutz der Regenwälder keine. Der Fischfang und in gewisnur aus einer starken lokalen Ba- sen Bereichen die Gewinnung von sis heraus gelingen kann“, erklärt Gold spielen seit jeher eine wichtige Rolle für die Projektleiter Daniel Sperl. Nach traditionell in 50 Jahren Krieg Subsistenzlandwirtschaft tätige haben sich im LandbevölkeFriedensprozess, rung. Durch die der vor einem Mechanisierung Jahr begann, viele Bürger- und des Goldabbaus Opferinitiativen „Werte und Perspekti- unter unkontrolgebildet, die das ven zur Bewahrung des liertem Einsatz Chemikalien Recht auf ihr ökologischen Reichtums von wie Quecksilber Land von der vermitteln.“ wurde dem Fluss Regierung gesichert sehen und bereits enormer Daniel Sperl Projektleiter selbstbestimmt Schaden zugefügt. Studien ökologisch-sozial wirtschaften wollen. „Die Men- eines regionalen Forschungsinstischen haben kein Vertrauen in die tutes belegen vergiftete FischbeRegierung“, wissen unsere Regio- stände und gesundheitliche Konnalkoordinatoren, die Sozialanth- sequenzen für die Bevölkerung. ropologin Claudia Howald sowie „Daher folgte heuer ein historisches Agrar- und Forstingenieur Olivo Urteil des Verfassungsgerichtshofs, Marmolejo, die auf die Notwendig- wonach der Rio Atrato und all seine keit gelebter Wirtschaftsethik ver- Zuflüsse mit sofortiger Wirkung als weisen: „Die Bevölkerung wurde Rechtssubjekt anerkannt wurden zwischen den Fronten zerrieben, und damit von öffentlicher Hand vertrieben und massakriert: im nicht nur besonders geschützt, Krieg der revolutionären FARC und sondern auch ökologisch saniert ELN gegen rechte Paramilitärs mul- werden müssen“, freut sich Daniel tinationaler Konzerne wie Chiquita Sperl über den ersten Schritt. Jeund die Staatsarmee. Zur Trauma- doch ist Papier bekanntlich gedultaverarbeitung ist jetzt ein gesamt- dig und der Staat bringt bisher nicht gesellschaftlicher Versöhnungspro- die Mittel auf, gegen die mit bewaffzess mit vorangehender offizieller neten Gruppen verbündeten illegaEntschuldigung des Staates beim len Goldschürfer vorzugehen. KBV Volk nötig. Gefolgt von staatlich ge- unterstützt die Fluss-Gemeinden sichertem Recht auf ein Leben und und will auch mit Medien- und LobWirtschaften im Einklang mit der byarbeit in Kolumbien und ÖsterNatur.“ Daher initiiert KBV durch reich politischen Druck erzeugen. gezielte Netzwerkarbeit seit Jahren Durch Umweltbildung an Schulen lokal verankerte Projekte, die sich werden Kindern und Jugendlichen inhaltlich auf die Bereiche Bildung, Werte und Perspektiven vermit-

Biokaffee aus dem Chocó für Vorarlberger Gemeinden. DANIEL SPERL

telt, die die Bewahrung des ökologischen Reichtums in den Vordergrund rücken. „Konkrete Projekte machen das sichtbar“, führt Daniel Sperl aus.

Programme erfolgreich umsetzen zu können. Seit einem Jahr gibt es auch wieder eine österreichische Botschaft in Bogotá und mit Marianne Feldmann eine engagierte Botschafterin, die KBV bestmögRegional-globale Agrarwende lich unterstützt. „Leider konnte sie Weltweit gehen kleinbäuerliche bisher unsere Regierung nicht für Familienbetriebe an den giftigen ein entwicklungspolitisches EngaMonokulturen der Agroindust- gement in Kolumbien gewinnen, rie zugrunde. Auch der Chocó ist weil das Land nicht zu den Schwernach dem Krieg und wegen einer punktregionen der Austrian Demarktwirtschaftlich orientierten velopement Aid (ADA) zählt. DaZentralregierung von einer Dyna- her leistet Österreich auch keinen mik der Landflucht betroffen. „Um Beitrag für den EU-Trust-Fonds, diesem Trend entgegenzuwirken, der zur erfolgreichen Umsetzung unterstützt KBV gezielt agroökolo- des Friedensabkommens benötigt gische Modellwird. Dem Land b a u e r n h ö f e“, fehlen die Mittel, sagt Daniel Sperl. um alle vereinbarten Vertrags„Sie zeigen als punkte ganzheitfunktionierende lich umzusetzen. Alternative auf, Im Budgetentwie und dass die wurf 2018 wernötige Agrar„Ein gesellschaftlicher den die Mittel wende im Naturkreislauf herbeifürs UmweltmiVersöhnungsprozess, nisterium um 60 geführt werden Wirtschaftsethik und Prozent gekürzt, kann. Auch der begleitende Auf- Agrarwende sind nötig.“ obwohl sich gebau von sanftem nau dort wichtiClaudia Howald Regionalkoordinatorin ge Agenden aus Ökotourismus dem Friedensleistet einen wichtigen Beitrag zum gesellschaft- abkommen ableiten. Ungeachtet lichen Umdenken und stellt eine dessen arbeitet der aus dem Chocó interessante Zusatzeinkommens- stammende amtierende Umweltquelle für die Campesinos dar.“ Um minister Luis Gilberto Murillo an auch im Chocó den Generations- wichtigen Programmen, um illegawechsel auf den arbeitsintensiven len Goldabbau und RegenwaldabKleinbauernhöfen sicherzustellen, holzung in den Griff zu bekommen. hat das Klimabündnis 2016 zusam- Gegenüber KBV ist das kolumbimen mit der Stadt Dornbirn und anische Umweltministerium um der lokalen Naturschutzorganisati- gute Kooperation bemüht. Der UNon Serraniagua ein konkretes Pro- Menschenrechtsbeauftrage Todd gramm mit den Kaffeebauern von Howland hob beim Treffen in BoEl Cairo gestartet. Ziel ist es, 2018 gotá im August gegenüber der KBVderen wohlschmeckendes Produkt Chocó-Delegation (VN-Bericht am per Direkthandel in die Vorarlber- 29.8.) die Bedeutung sogenannter ger Klimabündnisgemeinden zu Mikroprojekte für die lokale Bevölbringen und damit auch hierzu- kerung hervor: Die Situation in eilande Bewusstsein für die wich- ner der ärmsten und komplexesten tige Arbeit der kolumbianischen Regionen Kolumbiens lasse sich daPartner zu schaffen. Und natürlich durch zwar nur langsam, dafür aber kann sich jeder beim KBV enga- nachhaltig und seriöser als durch so gieren, als Mitglied oder durch die manches Großprojekt verbessern. Mitorganisation bewusstseinsbildender Veranstaltungen im Länd- VERENA DAUM le. Mitgliedsgemeinden stellen die redaktion@vn.at Basisfinanzierung, um die Chocó- 05572 501-263

Klimabündnis Vorarlberg hilft ab 2018 bei der Rettung des Rio Atrato, der durch illegalen Goldabbau mit Quecksilbereinsatz vergiftet wird. ANGELINA TSCHÖGL

Initiativen für Bioanbau und Schutz des Regenwalds. VERENA DAUM

Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen und Impulse für den Klimaschutz zu schaffen. Unverzichtbar ist aber auch das persönliche Engagement von Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen, um eine nachhaltige Veränderung für den gemeinsamen Lebensraum zu bewirken. Nach den Kriterien des Klimaneutralitätsbündnisses Vorarlberg ist die Hypo Landesbank seit 2016 klimaneutral. Zudem fördern wir als langjähriger Sponsor des VNKlimaschutzpreises gezielt innovative Projekte der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger für unsere Umwelt. Mag. Michel Haller, Vorstand Hypo Vorarlberg Klimaschutz und Klimawandel gehen uns alle an. Neben dem globalen Denken und Handeln muss aber ganz besonders auch regional Verantwortung übernommen werden. Durch das ambitionierte Ziel der Energieautonomie 2050 und über die Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg – regional und fair“ können wir alle einen wesentlichen Beitrag leisten. Der VN-Klimaschutzpreis gibt auch 2018 den vorbildlichen Leistungen, Initiativen und Projekten eine Bühne und verschafft ihnen die verdiente und wichtige öffentliche Aufmerksamkeit. Mag. Markus Wallner, Landeshauptmann Jeder, der mit der Bahn unterwegs ist, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Gerade die Vorarlberger(innen) sind dabei ein Vorbild, denn die Fahrgastzahlen haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Damit das Bahnfahren noch attraktiver wird, investieren wir in den kommenden Jahren rund 355 Millionen Euro in Vorarlbergs Bahninfrastruktur. Barrierefreie Bahnhöfe, leistungsfähige Güterterminals und der Ausbau der Digitalisierung sind die klaren Ziele, um die Bahn der Zukunft noch besser zu machen. Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender ÖBB Holding AG Umwelt- und Klimaschutz ist, wenn man bei seinen alltäglichen Taten nicht nur an den Moment, an das unmittelbare Ergebnis und den schnellen Erfolg denkt, sondern sich gleichzeitig bewusst darüber Gedanken macht, welche Auswirkungen das eigene Handeln auf die Zukunft hat. Die Menschen, die mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet werden, übernehmen Verantwortung und schauen nicht weg. Ganz im Gegenteil sorgen sie mit ihrem Handeln dafür, dass es die kommenden Generationen genauso gut beziehungsweise besser haben, wie die unsere. Dipl. Ing. Helmut Mennel, Vorstand illwerke vkw Viel guter Humus und gesundes Wurzelwerk im Boden, ausgiebige Grünmasse auf den Äckern, Wiesen und Alpen sowie bewirtschaftete vitale Wälder binden CO2 und liefern den lebensnotwendigen Sauerstoff. Unsere Vorarlberger Landund Forstwirtschaft leistet damit einen zentralen Beitrag zum Klimagleichgewicht. Sie ist aber auch die erstbetroffene Branche des Klimawandels. Wetterkapriolen vermiesen Arbeit und Ernte. Wir freuen uns daher, wenn vorbildliche Klimaleistungen zahlreicher Vorbilder die wichtige und notwendige öffentliche Aufmerksamkeit bekommen. Josef Moosbrugger, LK-Präsident, StR.


3

Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017 Vorarlberger Nachrichten

„Gesellschaft braucht Empathie und Mut“ Konsumentensolidarität hat enorme Kraft

Konsumenten sind nicht nur Entscheider darüber, was sie wollen und was nicht, sondern sind in der Lage, über den Kurs der Wirtschaft zu entscheiden. Dieses Statement von Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker hat sich der Verein „Konsumentensolidarität - jetzt“ zu Herzen genommen, nach dem Motto: Wenn immer mehr Menschen ihr Möglichstes tun, wird das Unmögliche möglich. Was jeder Einzelne von uns und vor allem was wir alle gemeinsam in Richtung einer ökologisch-sozialen Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung bewegen können, lautet die Ausgangsfrage jener Menschen, die verantwortungsbewusst und engagiert die gemeinsame Zukunft gestalten wollen. „Was können wir tun?“, ist daher auch die Kernfrage auf der Website des Vereins consolnow.org, dessen Herzstück der Konsumkodex ist, der jedes Jahr gemeinsam weiterentwickelt, aktualisiert, verbessert und erweitert wird, sowie eine Liste empfehlenswerter Produkte, Produzenten und wertvolle Tipps beinhaltet. Die dritte Säule des Vereins lautet: „Wir Konsumenten schließen uns zusammen“. Die Solidargemeinschaft stellt den Konsum schrittweise um, bis er den Kriterien „sozial, ökologisch und gerecht“ entspricht. Beim 15. Forum „Konsumentensolidarität - jetzt“ Ende Juni erklärte Kriemhild BüchelKapeller vom Büro für Zukunfts-

mehr Menschlichkeit, mehr Kooperation statt Konkurrenz, soziale und technische Entwicklungen, sowie mehr Mut jedes Einzelnen. Der Kassabon ist ein Stimmzettel.“

BREGENZ

„Alte Muster funktionieren nicht mehr, stattdessen braucht es soziale Innovationen.“ Kriemhild Büchel-Kapeller Zukunftsbüro des Landes

fragen des Landes Vorarlberg die großen Umbruchsphasen, in denen wir uns derzeit befinden: „Es wird sich in den nächsten 25 Jahre sehr viel mehr verändern als dies in den letzten 150 Jahren der Fall war. Alte Muster funktionieren nicht mehr, stattdessen braucht es soziale Innovationen. Offene Räume, in denen sich Menschen treffen, um Ideen und Visionen auszutauschen, um gemeinsam zukunftsweisende, kooperative Strukturen zu schaffen. Täglich sterben bis zu 150 Arten aus, pro Minute verschwinden vier Fußballfelder an Regenwald. Psychische Erkrankungen nehmen eklatant zu. Was unsere Gesellschaft braucht, sind gute Beziehungen,

Positive Wende Unser Konsumverhalten und unsere Empathiefähigkeit können die positive Wende bringen. Mit dem Titel „Das Leben ist da, das Leben zu mehren“ erläutert Hubert Feurstein in seiner Broschüre „Konsumentensolidarität - jetzt“ das Projekt CONSOL 2021. Mit Johannes Falch von Lebarte findet das 16. Konsumentensolidaritätsforum am 13. Oktober ab 18.15 Uhr im Gasthof Schäfle in Rankweil statt und um den „Klimacent“ geht es beim Vortrag von Hans Punzenberger von der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV) am 19. Oktober im Freihof in Sulz. „Die Smaragde im Walgau“ wird Rochus Schertler bei der Generalversammlung am 16. November um 19 Uhr im Eichamt Bludenz vorstellen und die Vorarlberger Plattform für Menschenrechte lädt am 10. Dezember am Nachmittag unter dem Motto „Ein gutes Leben für alle - für eine Wirtschaft der Menschenrechte“ zum Referat von Prof. Wolfgang Dietrich (UNESCO Chairholder for peacestudies) in den Rankweiler Vinomnasaal. Alle Informationen unter www.consolnow.org

Editorial

Verena Daum

Wirtschaftsethik … … hält durch besonnene Lebens- und Arbeitsweise Einzug in der Vorarlberger Bevölkerung - bei Schülern mit ihren Lehrern, Privaten, Bürgerinitiativen über EPU, mittelständische Firmen und exportorientierte Industriebetriebe bis hin zu Gemeinden und

„Empathisch leben und wirtschaften im Einklang mit der Natur.“ Solidargemeinschaften, aber auch in der planetarischen Zivilgesellschaft, die für Soziologe Jean Ziegler den „schmalen Grat der Hoffnung“ darstellt. Im entfesselten Kapitalismussystem mit seinem exponenziellen Wachstumswahn kommen weder Moral noch Mitgefühl oder der achtsame Umgang mit der Natur als unsere Lebensgrundlage vor. „Die Katastrophe ist der dadurch entstandene kollektive Egoismus, der sich auf alles auswirkt“, erklärte mir Altbischof Erwin Kräutler vor zwölf Jahren am Xingu in Brasilien, während Motorsägen der „Grünen Lunge“ Urwald unerbittlich zu Leibe rückten. „Ich wünsche mir Gerechtigkeit und dass das Göttliche, die Liebe(senergie), zum Ausgangspunkt einer neuen Weltwirtschaftsordnung wird.“ Mit Mahatma Gandhis Worten: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, nicht aber für jedermanns Gier.“ Ländle-Gemeinden

und Regenwald-Kommunen im Chocó in Kolumbien arbeiten als Klimabündnis miteinander am Friedensprozess der Versöhnung und staatlich garantierten Menschenrechten als Basis für ökologisch-soziale Marktwirtschaft. In seinem Buch „Geld, Gesellschaft und Gewalt“ ruft der Theologe Eugen Drewermann in Erinnerung, dass eine unbegrenzt wachsende Wirtschaft biologisch und physikalisch im begrenzten Biotop Erde definitiv unmöglich ist. Eine Gesellschaft des Gleichgewichts durch das Freiwerden des Einzelnen von der Macht der Gier sei überlebensnotwendig, genauso wie Kostenwahrheit, in der CO2-Emissionen und NaturRegenerierung im Preis der Produkte zu Buche schlagen müssen. Regionalmärkte vernichtende Agrarsubventionen der USA und EU für eigene Produkte gehören abgeschafft. Bei uns und in Partnerländern wachsen Ideen, Initiativen und Innovationen, die an die Wurzel des Übels gehen, sich dem Leben zuwenden, Leistungszwang hinterfragen und kritische Verbraucher hervorbringen und eine kraftvolle Bewegung für eine zukunftsfähige Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung. Solche Vorbilder werden mit dem VNKlimaschutzpreis 2018 gewürdigt. VERENA DAUM redaktion@vn.at 05572 501-263

potzblitz! Besuche uns beim 2. Vorarlberger E-Mobilitätstag und sichere dir 10 Blitze! www.potzblitz.io

eine Energiedienstleistung von

2. VO R E-MO ARLBERGE BILITÄ R TSTAG

Sa., 14 .10.20 17 illwerk , 9-16 Uhr e vkw Weida chstra ße 6900 Brege 6, nz

VKW Mobilitätszentrale Testen Sie die neuesten Elektroautos! Mit einem Elektroauto erleben Sie Fahrvergnügen mit einem guten Gewissen. Sie fahren energieeffizient und schonen unsere Umwelt. Testen Sie jetzt die neuesten Fahrzeuge und lernen Sie die Mobilität von morgen kennen – in der VKW Mobilitätszentrale. Öffnungszeiten: Mo/Mi 9-12 und 13-16.30 Uhr, Fr 9-13 Uhr in der Weidachstraße 6, 6900 Bregenz Alle Infos unter www.vlotte.at oder beim VKW Kundenservice Tel. 05574 9000.

Energiezukunft gestalten.


4 VN-Klimaschutzpreis 2018

Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017 Vorarlberger Nachrichten

Klima- und Umweltschutz heißt achtsam wirtschaften Um die Zukunft gemein- len und betrieblicher Gesundheitssam mit Kunden, Partnern und förderung, informiert Haller: „Wir Mitarbeitern zu gestalten, müssen engagieren uns seit Jahren in der Ökonomie, Ökologie und Soziolo- Kultur- bzw. Sportförderung und gie in Einklang gebracht werden, haben einen eigenen Spendenweiß Hypo-Vorstand Michel Haller. fonds eingerichtet. Hier zahlen wir „Unser Nachhaltigkeitsbericht, jährlich einen Teil unseres Gewinder jetzt im Herbst veröffentlicht nes ein und unterstützen mit diesen wird, hat entsprechend den Titel: Geldern gemeinnützige Projekte Achtsam wirtschaften.“ Die He- im Sozialbereich sowie in Wissenrausforderungen, vor die uns der schaft, Bildung und Kultur.“ Von der Rating­ Klimawandel stellt, müssen agentur oekom laut Haller aktiv research AG wurde die Hypo im angegangen werden: „Wir dürfen „Prime“-Bereich nicht auf Löeingestuft: „Mit sungen aus der dieser Beurteilung qualifizieren Politik warten. „Diese wichtigen Damit unsere sich unsere auf dem Markt geNachhaltigkeitsThemen sind künftig handelten Wertziele und -vorhaim Unternehmen papiere für ein ben strukturiert wegweisend.“ Investment aus geplant und umgesetzt werden, ökologischer und Mag. Michel Haller Vorstand Hypo Vorarlberg haben wir seit sozialer Sicht. Anfang 2016 eine Das ist gerade Stelle im Unternehmen eingerich- im Hinblick auf unsere geplante tet und ein entsprechendes Nach- Green-Bond-Emission im Herbst haltigkeitsprogramm ins Leben eine wichtige Grundlage.“ Eine gerufen. Seither wurden zahlreiche Befragung im Hinblick auf die ZuMaßnahmen umgesetzt, wie etwa kunft zeigt, „dass unsere Nachhaldie Installation von Photovoltaik- tigkeitsbemühungen sehr positiv anlagen, ein Filmabend zur Mit- aufgenommen werden“, informiert arbeitersensibilisierung oder die Haller. „Die wichtigsten Themen stehen Implementierung von noch umfassenderen Nachhaltigkeitsrichtlini- nicht nur im Nachhaltigkeitsproen für das Finanzierungs- und An- zess besonders im Fokus, sondern werden künftig auch in unterlagegeschäft der Hypo Vorarlberg.“ nehmensstrategischen Fragen als Spendenfonds Wegweiser herangezogen. Auch in Im sozialen Bereich sei die Hypo Zukunft werden wir gezielt Maßfür 800 Mitarbeiter verlässlicher nahmen setzen, um die BewusstArbeitgeber mit offenem und res- seinsbildung für den Klima- und pektvollem Umgang miteinander Umweltschutz weiter voranzutreisowie flexiblen Arbeitszeitmodel- ben.“ BREGENZ

Bereits 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern wie Wasser, Wind und Sonne.

ÖBB

Umweltfreundliche Bahn Die ÖBB sind jetzt noch attraktiver unterwegs.

BREGENZ, WIEN Während die Fahrgastzahlen in den letzten Jahren stiegen, reduzierten sich seit 2006 die Treibhausgasemissionen um rund 35 Prozent (187.201 Tonnen CO2) – das entspricht etwa dem Verbrauch von 49.300 Wohngebäuden pro Jahr. Gründe dafür sind die Effizienzsteigerungen, der Einsatz klimafreundlicher Techniken wie die Rückspeisebremse bei der Taurus-Lokomotive und beim TalentTriebwagen sowie durch energiebzw. spritsparende Fahrweise der ÖBB-Lokführer und der ÖBB-Postbuslenker möglich. Rund 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren

Energieträgern, der Großteil aus Wasserkraft. Aber auch die Sonnenenergie wird zunehmend zur Zugkraft. So wurde im vergangenen Jahr in der Nähe von Bruck an der Leitha (NÖ) eine etwa zwei Hektar große Photovoltaikanlage errichtet, die pro Jahr rund 1100 MWh liefern soll. Somit ist die Bahn zwölfmal klimafreundlicher als ein Pkw und 15 Mal klimafreundlicher als ein Flugzeug.

Hauptbahnhof der Zukunft Der CO2-Unterschied im Güterverkehr ist noch höher. Jede Tonne, die mit dem ÖBB-Güterverkehr auf der Schiene transportiert wird, emittiert um ungefähr 18 Mal weni-

ger CO2-Emissionen als der Gütertransport mit einem durchschnittlichen Lkw. Der neue Wiener Hauptbahnhof wurde als energiebewusster Bahnhof geplant bzw. errichtet. Die ÖBB decken am Wiener Hauptbahnhof ihren Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen (Wasser, Sonne, Erde, Wind). 13 Prozent des Gesamtenergiebedarfs (Strom, Wärme, Kälte) werden mit Hilfe von Photovoltaik- und Geothermie-Anlagen direkt am Hauptbahnhof generiert. Durch die ökologische Energieversorgung am neuen Wiener Hauptbahnhof werden gesamt rund 4200 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Klimaschutz ist Bodenschutz! 20. Oktober, 9:00 bis 13:00 Uhr, BSBZ Hohenems

Lebens-Raum Vorarlberg – Die Ansprüche an Boden und Landschaft Die Landwirtschaftskammer Vorarlberg setzt sich seit Jahren für den Schutz des Bodens ein – zur Produktion von Lebensmitteln, zum Klimaschutz und Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft. Seit 2015 steht auch das jährliche Agrarforum im Zeichen des Bodens, dazu sind alle Interessierten recht herzlich eingeladen.

Programm: Bauen, leben und wirtschaften im Raum Vorarlberg Mag. Dr. Verena Konrad, Geschäftsführerin des Vorarlberger Architektur-Institutes

Der Boden für die Vorarlberger Exzellenz MMag. Mathias Burtscher, Geschäftsführer der Vorarlberger Industriellenvereinigung

Der Boden – Wertvoll fürs Land StR. Josef Moosbrugger, Präsident der Vorarlberger Landwirtschaftskammer

Wie wird die Novelle zum Raumplanungsgesetz den zukünftigen Ansprüchen für den Lebens-Raum Vorarlberg gerecht? Mag. Karlheinz Rüdisser, Landesstatthalter von Vorarlberg


5

Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017 Vorarlberger Nachrichten

VN-INTERVIEW. Johannes Rauch (58), Landesrat für Umweltschutz

„Engagement schafft die Wende“ Jeder Einzelne kann aktiv zu Natur- und Klimaschutz beitragen und Zukunft gestalten.

Die Vorarlbergerinnen Energieträger frei wurden, gingen und Vorarlberger sind besonders im Zeitraum 2005-2015 um 10,6 engagiert, um die Ressourcen-, Prozent zurück. Entscheidend daEnergie- und Agrarwende herbei- für waren Erfolge beim Energiespazuführen. Es gibt noch viel zu tun, ren im Bereich der Gebäude, der aber alle gemeinsam sind wir auf ei- konsequente Ausbau erneuerbarer nem guten Weg, Energien und die betont UmweltMaßnahmen des „Statt mit dem Auto landesrat JohanLandes zur Attraktivierung von nes Rauch im Inzur Arbeit zu fahren, Bahn, Bus und terview. Zug, Bus oder Fahrrad Fahrrad. So lannehmen.“ ge aber der VerWas konnte die Vergabe des kehr der größte Johannes Rauch VN-KlimaschutzVerursacher von Landesrat preises in den T re i b h au sga s emissionen ist, sind wir gefordert, vergangenen Jahren bewirken bzw. Maßnahmen voranzutreiben, die in Bewegung bringen? RAUCH Der VN-Klimaschutzpreis den kompletten Verzicht auf fossile zeigt eindrucksvoll, wie viele Men- Kraftstoffe bis 2050 ermöglichen. schen, Betriebe und Gemeinden Dazu gehört ein Stopp von Neubereits wichtige Beiträge für eine zulassungen von Benzin- und Dieklimafreundlichere Zukunft leisten. selautos ab 2030. Auch Österreich Der VN-Klimaschutzpreis bietet hat sich mit der Ratifizierung des allen Bürgern, die ihre Ärmel für gemeinsamen Klimaabkommens den Klimaschutz hochkrempeln von Paris verpflichtet, bis 2050 und sich mit innovativen Projek- komplett emissionsfrei zu sein. Daten einbringen wollen, eine ideale von sind wir heute weit entfernt. Bühne. Das motiviert auch Um das Ziel noch zu erreichen, wieder andere Menschen mitzuma- spielt der öffentliche Verkehr eine Schlüsselrolle. Der Bahn-, Bus- und chen. Fahrradverkehr muss noch weiter Welche Entwicklungen hat es ausgebaut werden. Wir befinden seitens des Landes gegeben, welche uns in Vorarlberg auf gutem Weg: Rahmenbedingungen für zukunftsWir haben in Vorarlberg den dichfähigen Fortschritt wurden bereits testen und besten öffentlichen Pergeschaffen und was steht noch aus? sonennahverkehr nach Wien, eine RAUCH Die CO2-Emissionen, die Erfolgsgeschichte, die noch nicht durch die Verbrennung fossiler zu Ende ist. BREGENZ

i l

.

Alle Infos auf oebb.at/nachhaltigkeit

Projekt „Naturvielfalt in der Gemeinde“ für mehr naturnahe Flächen.

Wie können jeder Einzelne, Solidargemeinschaften, Bürgerinitiativen, Unternehmer, Gemeinden, Lehrer und Schüler die Ressourcen-, Energie- und Agrarwende mitgestalten? RAUCH Jede und jeder Einzelne kann wirksam zum Klimaschutz beitragen – sei es im privaten Umfeld oder auf lokaler Ebene, in der

VLK/W. MICHELI

Landwirtschaft genauso wie im Gewerbebetrieb. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten. Im Alltag können wir bereits auf vieles achten. Statt mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen mit dem Zug fahren, statt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, Zug, Bus oder Fahrrad nehmen. Beim Einkaufen regionale und

qualitative Biolebensmittel oder Biokleidung wählen. Das hilft auch den heimischen Biobauern und Biobäuerinnen. Nicht mehr benötigte Kleidung und Geräte recyceln statt wegwerfen. Gebäude mit Holz oder mit der Sonne heizen. Gemeinden können sich am e5-Programm beteiligen und sich engagieren, die regionalen Klimaschutzziele zu erreichen und eine Energiewende einzuleiten. Zudem können sie sich an dem Projekt „Naturvielfalt in der Gemeinde“ beteiligen und sich für mehr naturnahe Flächen einsetzen. Ein Segen für Insekten, Blumen und Kräuter, aber auch für die Bürger. Vorarlberger Unternehmen können aktiv die Energiewende mitgestalten, indem sie sich konsequent für Energieeffizienz, erneuerbare Energie und nachwachsende Rohstoffe einsetzen. Damit die Mitarbeiter gesund und ressourcenschonend zur Arbeit und nach Hause kommen, gibt es für Unternehmen und Gemeinden viele Projekte, wie zum Beispiel das Siegerprojekt des heurigen VCÖ-Preises „EcoPoints – Belohnungssystem für nachhaltige Mitarbeitermobilität“. So lange Menschen durch das gemeinsame Ziel des Energie- und Ressourcensparens inspiriert werden, sich zu engagieren und innovative Ideen zu entwickeln, bin ich zuversichtlich, dass wir in Vorarlberg die Ressourcen-, Energie- und Agrarwende schaffen können.


6 VN-Klimaschutzpreis 2018

Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017 Vorarlberger Nachrichten

Erschreckendes Ausmaß an Bodenverbrauch Josef Moosbrugger: „Bodenschutz ist Klimaschutz.“

Guter und gesunder Bo­ den ist nicht nur die Grundlage für die regionale Lebensmittel­ erzeugung, sondern auch für den aktiven Klimaschutz: „Deshalb setzt sich die Landwirtschaftskam­ mer Vorarlberg seit vielen Jahren mit Kampagnen, Aktionen und Diskussionsveranstaltungen für den Erhalt der Böden ein. Gerade die Hochwässer der letzten Jah­ re zeigen immer deutlicher, dass durch die Versiegelung der Böden das Wasser immer weniger Ab­ flussmöglichkeiten hat, und dies so vermehrt zu Hochwasserschä­ den führt. Zusätzlich sind die Bö­ den und ihr Bewuchs auch unver­ zichtbare CO2-Speicher“, erläutert Landwirtschaftskammerpräsident StR. Josef Moosbrugger. Deshalb steht auch das diesjährige Agrar­ forum der Landwirtschaftskam­ mer Vorarlberg am 20. Oktober im Bäuerlichen Schul- und Bildungs­ zentrum Hohenems unter dem Ti­ tel „Lebensraum Vorarlberg. Die Ansprüche an Boden und Land­ ­ schaft“ im Zeichen des Boden­ schutzes.

eine Reduktion des Verbrauchs von landwirtschaftlichen Flächen durch die Verbauung engagiert: „Der Klimawandel braucht einen Ge­ sinnungswandel. Wir werden auf viel Wohlstand verzichten müssen, wenn wir nicht jetzt in den Klima­ schutz investieren. Klug gemach­ ter Klimaschutz schafft und sichert auch Arbeitsplätze. Intelligente Volkswirtschaften und Unterneh­ men kombinieren längst Ökonomie und Ökologie“, erklärt Kurt Wein­ berger.

BREGENZ

Konsequente Senkung Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter strebt in seinem Mas­ terplan für den ländlichen Raum eine deutliche Senkung des Boden­ verbrauchs in Österreich an. Das unterstützt auch die Österreichi­ sche Hagelversicherung, die sich seit vielen Jahren konsequent für

„Aktiver Klimaschutz liegt im unmittelbaren Interesse der Landwirt­ schaft.“ StR. Josef Moosbrugger LK-Präsident

Klimaschutz sichert Ernährung „Aktiver Klimaschutz liegt im un­ mittelbaren Interesse der Land­ wirtschaft. Durch den Klimawan­ del kommt es immer häufiger zu Dürren, Unwettern und Über­ schwemmungen, deren Folgen sich vor allem auf die bäuerlichen ,Werkstätten unter freiem Himmel‘ und damit auf die Lebensmitteler­ zeugung auswirken“, betont Josef Moosbrugger. Dass bäuerliche Arbeit in un­ serer Land- und Forstwirtschaft auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet, werde in der öffentlichen Diskussion gerne übersehen. In Österreich sei die ­ Landwirtschaft bei der Reduktion der klimaschädigenden Emissio­ nen als einziger Sektor auf KyotoKurs. Petition gegen Bodenverbrauch abrufbar unter www.bodenlos-arbeitslos.at

Herrliche Vorarlberger Landschaft: Das Grün in Feld und Wald bindet große Mengen an CO2. FOTO: LK

Leidenschaftlich. Gut. Beraten.

Engagement für unser Klima. Jeder kleine Beitrag zählt. Auf dem Girokonto. Und beim Klimaschutz. Als unternehmerische Bank, die stark in Vorarlberg verwurzelt ist, geben wir den Menschen in der Region nicht nur finanzielle Sicherheit. Wir fördern Initiativen, die unsere Heimat schützen und weiterhin lebenswert machen: Als Partner des Klimaschutzbündnis 2025 und als Unterstützer des Klimaschutzpreises 2017/18. Hypo Vorarlberg 17× in Vorarlberg sowie in Wien, Graz, Wels und St. Gallen, www.hypovbg.at


7

Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017 Vorarlberger Nachrichten

Erfolgsmodell Klimaneutralitätsbündnis Der Klimawandel betrifft uns alle, die Illwerke VKW setzen auf Eigeninitiative.

BREGENZ Mit gutem Beispiel voran:

Das Bündnis, das als wichtige, aber zuerst noch überschaubare Initiative seinen Ursprung hatte, ist mittlerweile zu einer festen Größe in Sachen Klimaschutz gewachsen. 93 große, mittelgroße und auch kleine Unternehmen haben ihren CO2Fußabdruck mithilfe des Bündnisses mittlerweile klimaneutral gestellt.

Einfaches Prinzip Hinter dem ambitionierten Projekt steht ein einfaches Prinzip, mit dem die Grenzen des Bundeslandes bereits überschritten werden konnten. Unternehmen ermitteln mit einer validierten Berechnungsmethode ihren CO2-Ausstoß und versuchen in einem ersten Schritt, diesen über Einsparungen und höhere Effizienz zu reduzieren. Emissionen, die auf diese Weise nicht vermieden werden können, werden dann durch die Beteiligung an streng kontrollierten und zertifizierten weltweiten Klimaschutzprojekten kompensiert. Zum Wohle aller Am Ende bleibt unter dem Strich ein klimaneutrales Wirtschaften zum Wohle der Allgemeinheit, denn die Auswirkungen der Klimaerwärmung sind längst über den gesamten Globus spürbar. In Zusammenarbeit mit der Caritas Auslandshilfe haben die VKW nun erstmals auch ein eigenes Klimaschutzprojekt in Äthiopien auf die Beine gestellt. Die Infos dazu gibt es auf www. klimaneutralitaetsbuendnis2025. com/projekte. Als Energiedienstleister verfügen Illwerke VKW über

In Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Caritas Auslandshilfe haben die VKW nun erstmals auch ein eigenes Klimaschutzprojekt in Äthiopien auf die Beine gestellt.

das entsprechende Know-how, als Berater und Dienstleister wirkungsvolle Effizienzmaßnahmen vorzuschlagen und umzusetzen. Dies geschieht mehrfach auch durch die Organisation so genannter Energieeffizienz-Netzwerke. Derzeit ist bereits das dritte Netzwerk aktiv - in den bisherigen Netzwerken haben die Mitglieder mit Unterstützung der illwerke vkw im Durchschnitt

bis zu acht Prozent Energie eingespart.

Energie-App Nicht nur das vielfältige Know-how der Illwerke VKW kann genutzt werden, sondern jetzt heißt es auch Energie sparen und gewinnen mit der potzblitz-App: Was auf der geschäftlichen Ebene funktioniert, soll auch im Privaten gelingen. Zur

Unterstützung der Kunden gibt es seit Kurzem potzblitz: die VKWEnergie-App. Mit dieser App laden die VKW dazu ein, auf spielerische Art und Weise den heimischen Energieverbrauch zu optimieren. Der Einsatz in den eigenen vier Wänden bleibt dabei nicht unbelohnt. Die User können, indem sie Energie sparen, Blitze sammeln, die sie dann in den VKW-Online-

VKW

Services gegen tolle Produkte und Dienstleistungen eintauschen können. Fleißige Energiesparer nehmen außerdem alle zwei Monate an einem Gewinnspiel teil und haben die Chance auf tolle Preise. Die App gibt es als iOS und Android-Version in den jeweiligen App-Stores. Alle Informationen finden Sie unter www.potzblitz.io

Von Zweirad-Euphorie angesteckt Die beiden Arbeitskollegen Burkhard Mangold und Robert Hasler pendeln täglich mit dem E-Bike zu ihrem Arbeitsplatz. Gesund, umweltschonend und stressfrei: Burkhard Mangold und Robert Hasler braucht man von den Vorteilen eines E-Bikes nicht zu überzeugen. Der Hohenemser und der Wolfurter sind begeisterte E-Pedalisten – und pendeln beinahe täglich und somit bei Wind und Wetter auf zwei Rädern zu ihrem Arbeitsplatz bei der Firma Zumtobel in Dornbirn. „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, grinst Robert Hasler, der bereits vor 25 Jahren die Liebe zum Fahrrad entdeckt und sein Auto verkauft hat. „Über die Landrad-Aktion, ein Pedelec-Forschungsprojekt des Landes Vorarlberg, war ich vor wenigen Jah-

Robert Hasler und Burkhard Mangold (v. l.) vertrauen im Sommer wie Winter auf ihr E-Bike.

Mit dem E-Bike zu fahren, geht immer. Denn es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Robert Hasler Wolfurt

ren das erste Mal mit einem E-Bike in Kontakt und habe sofort erkannt, dass es für die Pendlerstrecke Wolfurt nach Dornbirn genau das richtige Fortbewegungsmittel ist“, erzählt der zweifache Familienvater. 30.000 Kilometer hat er damals mit dem Landrad zurückgelegt.

„Es hat mich beeindruckt zu sehen, wie Robert täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit gekommen ist. Im Rahmen einer E-Bike-Aktion unseres Unternehmens habe ich mich dann von seiner Euphorie anstecken lassen“, blickt Burkhard Mangold zurück. Seither bewältigt auch er die täglich rund zwölf Kilometer von seinem Wohnort Hohenems an seinen Arbeitsplatz in Dornbirn zu 95 Prozent mit dem E-Bike. Auch im Winter – speziellen Fahrrad-Spikes sei Dank. Schneller als mit dem Auto Warum er dem E-Bike auf dem Arbeitsweg mittlerweile den Vorrang einräumt? „Das hat unterschiedliche Gründe – der Gesundheitsaspekt

steht bei mir aber im Vordergrund“, sagt Mangold. Und Hasler ergänzt Komfort-Aspekte: „Ich sitze je Strecke 30 Minuten auf dem Fahrrad. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln benötige ich 45 Minuten, mit dem Auto zu Stoßzeiten ungefähr gleich lang wie mit dem Fahrrad. Rechnet man den Weg vom 300 Meter entfernten Parkplatz hinzu, ist das E-Bike für mich das schnellste und somit komfortabelste Verkehrsmittel“, rechnet er vor. Gute Nachrichten gibt es für alle, die mit der Anschaffung eines E-Bikes liebäugeln: Die VKW Ökostrom GmbH fördert den Kauf mit 100 Euro – Bezug von Vorarlberger Ökostrom und Kauf des E-Bikes bei einem Vorarlberger Fachhändler vorausgesetzt.

Fotos: EAV/Gmeiner

Daten und Fakten Förderung VKW: Die VKW Ökostrom GmbH fördert den Kauf eines E-Bikes mit 100 Euro. Voraussetzung ist der Bezug von „Vorarlberger Ökostrom“ sowie der Kauf des E-Bikes bei einem Vorarlberger Fachhändler. Weitere Informationen zur Förderaktion unter www.vkw.at/e-bike-aktion-oekostrom.htm Förderung Bund: Im Rahmen einer budgetär und zeitlich begrenzten Förderaktion profitieren Betriebe, Vereine, Gebietskörperschaften sowie konfessionelle Einrichtungen von einer Förderung für E-Bikes, E-Transporträder und Transporträder. Voraussetzung für die Förderung ist die Gewährung eines E-Mobilitätsbonus des österreichischen Sportfachhandels und dessen Nennung mit entsprechendem Informationstext auf der Rechnung. Weitere Informationen finden Sie unter www.umweltfoerderung.at

Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg


8 VN-Klimaschutzpreis 2018

Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017 Vorarlberger Nachrichten

Die Kernaussage der Initiativen der Preisträger 2016: Bodenhaftung und Empathiefähigkeit nicht verlieren und gesunden Menschenverstand einsetzen

D. STIPLOVSEK

„Brauchen besseres Beziehungsklima“

„Zurück zur Natur und zu gelebtem Miteinander“, lautete die Kernaussage der Klimaschutzpreisträger von 2016. Die Bodenhaftung, ders und viel besser nutzen, wir er­ die Vernunft und den gesunden sparen uns unnötige Wege, etwa zu Menschenverstand und die Em­ Gerichten, Ämtern, Behörden usw. pathiefähigkeit nicht verlieren, ist und behalten die Augen und Ohren zusammengefasst die Quintessenz offen für die wesentlichen Dinge. dessen, was die Klimaschutzpreis­ Wir erleben eine neue Lebensquali­ tät, sicher ein An­ träger 2016 mit satz für weitere ihrem Engage­ „Vernetztes Denken ment, ihren Ini­ Überlegungen.“ Dass vernetztes tiativen und Pro­ ist für ökologische Denken im Sin­ jekten vermitteln Kreisläufe wichtiger „Der ne der Förderung wollen. denn je.“ Mensch hat den ökologischer Kreisläufe wich­ größten Einfluss Gabriele Greussing tiger denn je ist, auf alle Ereig­ Klimabündnis und Juryvorsitzende nisse“, erläuterte betonte die Ju­ Kommerzialrat Werner Druml sen. ryvorsitzende Gabriele Greussing aus Dornbirn seine Klimaschutz­ vom Klimabündnis. idee: „Wenn wir von Klimaschutz reden, dann denken wir an Klima­ Persönlicher Wirkungsgrad wandel, Klimaerwärmung, Klima­ Eine saubere Unabhängigkeit in bündnis, Klimaschutzpolitik usw. Sachen Energie ist dem Ökopionier Meine Vorstellung geht in Richtung 2016, dem Gründer der ARGE Er­ Mensch: Gesprächsklima, Bezie­ neuerbare Energie, Walter Pfister, hungsklima, politisches Klima, besonders wichtig: „Best Practice Schüler-Lehrer-Klima. Wenn in findet Nachahmer. Deshalb kann all diesen Bereichen ein gutes und jeder in seinem Wirkungsbereich nachhaltiges Klima herrscht, ver­ seinen Beitrag leisten und erken­ brauchen wir weniger menschliche nen, dass dies unserer Heimatregi­ Energie, dann können wir diese an­ on, ganz Europa und letztlich un­ SCHWARZACH

serem Globus als Lebensgrundlage der Menschheit einen unschätz­ baren Nutzen bringt.“ So hat der Preisträger der Kategorie Private Haushalte, Fritz Trippolt aus Bre­ genz, eine ganzheitliche Lebensart im Einklang mit der Natur verinner­ licht. „Die Reparaturwerkstatt der Neuen Mittelschule Hittisau ist ein wunderbares Beispiel für einen le­ bensnahen und begeisternden Un­ terricht, in dem Schüler nicht nur praktische Fertigkeiten erlernen, sondern auch einen wichtigen Bei­ trag zum sorgsamen Umgang mit Konsumgütern leisten“, lautete die Jurybegründung für die Preisträger der NMS Hittisau, die Schüler und ihren Direktor Hanno Metzler. Den Themen „Erneuerbare Energie“, „Recycling“ und Klimawandel“ widmeten sich die Volksschüler in Partenen mit Ausstellung und Mu­ sical unter dem Motto „Rette dei­ nen Planeten“.

Erde und Mikroorganismen „Natur und Technik“ und wo unse­ re Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden, ana­

lysierte die MS Mittelweiherburg terbach, Schwarzach und Wolfurt Hard in einer ganzheitlichen Art bewusst mobil, sondern auch Tau­ und Weise, es ging auch um Mobili­ sende Menschen, die pro Umwelt, tät und das „Einkaufen heute“ und Klima und Lebensqualität unter­ ganz selbstverständlich wurde beim wegs sind. Mit einer sympathischen Projekt „EAThink“ praktisch via Kommunikationsidee für die Um­ setzung vieler Hochbeet gear­ beitet und bei der Energiethemen „Der Mensch hat in Zusammenar­ Erde und Effek­ beit mit den Bür­ tiven Mikroor­ den größten gern überzeugte ganismen (EM) Einfluss auf alle die Gemeinde begonnen. „Was Ereignisse.“ wir essen, muss Dalaas, und in natürlich sein“, Hohenems lau­ Werner Druml tete das Motto erläutert Fami­ Preisträger Klimaschutzidee lie Baumgartner umweltbewusst in „Gertrud’s Garten“ in Dornbirn „g’hörig feschta“. Neun Partnerun­ ihre Lebens- und Arbeitseinstel­ ternehmen setzen mit dem Projekt lung und betreibt umweltbewuss­ „Wirtschaft MOBIL“, durchgeführt ten, klimafreundlichen und nach­ vom Energieinstitut Vorarlberg, auf haltigen Ackerbau, was mit dem Ideen- und Erfahrungsaustausch Klimaschutzpreis 2016 in der Kate­ und die gemeinsame Entwick­ gorie Landwirtschaftliche Boden­ lung von gesunden Mobilitätspro­ jekten mit und für Tausende(n) kultur gewürdigt wurde. Mitarbeiter(n). „Der Stoffkreislauf Gemeinsam mehr bewegen der Natur ist geschlossen“, freu­ Durch den Einsatz des regionalen ten sich Tobias und Margit Ilg vom Mobilitätsmanagements plan b sind Energiewerk Dornbirn über den nicht nur die plan-b-Gemeinden Preis. Sie arbeiten energieneutral in Bregenz, Hard, Kennelbach, Lau­ ganzheitlicher Kreislaufwirtschaft.

Klimaschutz-Idee – jetzt mitmachen! Ihre Idee zum Thema Klimaschutz ist gesucht! Senden Sie Ihre neuen, innovativen Vorschläge ein. Die Durchführbarkeit stellt kein Bewertungskriterium dar. Machen Sie mit und erhalten Sie als Dankeschön eine original LEDON LED-Lampe! Senden Sie Ihre Idee an: VN-Redaktion, Kennwort: Klimaschutz-Idee, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach oder an klimaschutz@vn.at oder füllen Sie das Anmeldeformular online auf klima.vol.at aus.

AUF INITIATIVE

ANZEIGE

PARTNER VN-KLIMASCHUTZPREIS 2018


9

Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017 Vorarlberger Nachrichten

Ein weiterer Meilenstein für die Umwelt Alle Sutterlüty-Geschäftsleiter sind mit Elektroautos ausgestattet.

EGG Ab sofort sind alle 13 Geschäftsleiter der Sutterlüty Ländlemärkte mit Elektroautos unterwegs. Der BMW i3 als Geschäftsauto ist ein weiterer Schritt, den das Vorarlberger Lebensmittelunternehmen im Hinblick auf Umweltschutz und den verantwortungsvollen Einsatz von Ressourcen setzt. Bereits seit Jänner 2016 wirtschaftet das Gründungsmitglied des Vorarlberger Klimaneutralitätsbündnisses 2025 zu 100 Prozent klimaneutral. Der wichtigste Punkt in diesem Zusammenhang sind die regionalen Produkte im Sutterlüty-Sortiment. Als Vermittler zwischen Hersteller und Kunde übernimmt Sutterlüty die Rolle des modernen Ab-Hof-Verkaufs und verbindet so die Vorteile eines großzügigen Lebensmittelmarktes mit dem Angebot von hochwertigen Lebensmitteln aus natürlicher, regionaler Produktion. Ziel ist es, dass mit dem regionalen Angebot mehr und mehr Vorarlbergerinnen und Vorarlberger die b’sundrigen Produkte ihrer Heimat wiederentdecken.

Regionaler Kreislauf Der regionale Kreislauf wird weiter gestärkt und durch kürzere Transportwege wird die Umwelt mit weniger Kohlendioxid belastet. Auch im Geschäft selbst wird CO2 gewissenhaft eingespart, beispielsweise mit optimierten Leuchtmitteln, Baumaterialien aus der Region oder Erdwärmeanlagen, wie sie in Schwarzach, Hard, Hohenems, Lochau, Egg und Rankweil bereits installiert wurden. Dass die Geschäftsleiter nun Elektroautos auf ihrem

Geschäftsleiter Jörg Mayer mit dem neuen BMW i3.

Weg durch die Ländle-Genusskultur nutzen, soll nicht nur unserer Umwelt zugutekommen, sondern die leitenden Sutterlüty-Mitarbeiter zusätzlich honorieren. Alexander Kappaurer, einer der beiden Geschäftsführer von Sutterlüty, meint dazu: „Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes und wertvollstes Kapital. Deshalb setzen wir möglichst viele positive Anreize dafür, qualifizierte Mitarbeiter zu ge-

winnen und zu halten.“ Von den 23 Ländlemärkten werden heute bereits 13 von Geschäftsleitern praktisch wie ein eigenes Unternehmen geführt. Dieses zu Beginn 2016 eingeführte Geschäftsleitermodell fördert das unternehmerische Denken und Handeln und gewährt den Leitern mehr Einbindung in wichtige zentrale Entscheidungen. Zusätzlich stellt es eine Differenzierungsmaßnahme gegenüber den

B’sundrig. Sutterlüty ist 100% klimaneutral* Unser Klima geht uns alle an. Schließlich soll unsere Erde auch für unsere Kinder und Enkel noch ein lebenswerter Ort sein. Statt aber nur darüber zu reden, tun wir etwas: In den letzten Jahren haben wir über 1000 Tonnen CO2 eingespart. Und was wir nicht vermeiden können, kompensieren wir, indem wir zertifizierte Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt unterstützen. Damit können Sie jetzt in 100 % klimaneutralen Ländlemärkten einkaufen – und so bei jedem regionalen Einkauf ein kleines bisschen die Welt retten. Weitere Informationen und alle Details finden Sie auf unserer Website.

* Gemäß den Kriterien des Klima neutralitätsbündnisses Vorarlberg (Zertifizierung nach ISO 14064-1 – Treibhausgasbilanzierung)

SUTTERLÜTY

Lebensmittelkonzernen großen dar. Damit die Geschäftsleiter den vielfachen Anforderungen gerecht werden können, unterstützt die Sutterlüty-Akademie diese bei gezielten Aus- und Weiterbildungen. Für das Mehr an Verantwortung soll der BMW i3 als Geschäftsauto deshalb eine besondere Wertschätzung darstellen. Eine nachhaltigere Wirtschaftsweise ist für Sutterlüty ein fest verankerter Bestandteil der

Unternehmensausrichtung. Darunter versteht Sutterlüty, zu schätzen und zu fördern, was uns die Region zu bieten hat, sowie den respektvollen Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt. Mit der Umsetzung, seit Anfang 2016 alle Sutterlüty Ländlemärkte klimaneutral zu betreiben, leistet das Familienunternehmen aus dem Bregenzerwald einen Beitrag für eine enkeltaugliche Zukunft.

s r ü f a Prim Klima


10 VN-Klimaschutzpreis 2018

Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017 Vorarlberger Nachrichten

Kostenwahrheit und neues Bewusstsein AEEV, FH und AK laden am 4. Oktober zum Seminar „Rahmenbedingungen für die solare Energiewende“.

„Der vollständige Umstieg auf effiziente Nutzung erneuerbarer Energie in den nächsten 15 Jahren ist notwendig“, weiß Hans Punzenberger von der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV). „Das schaffen wir nur gemeinsam - insbesondere mit der Dynamik und Innovationskraft der Wirtschaft. Damit diese Lokomotive aber in Fahrt kommt, ist eine Planungs- und Investitionssicherheit unabdingbar. Alle rechtlichen, technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen so zur Verfügung stehen, dass sich die Unternehmer und wir alle darauf verlassen können. DORNBIRN

Die österreichische Post stellt CO2-neutral zu – ganz ohne Zusatzkosten für die Kunden. WERNER STREITFELDER/ÖSTERREICHISCHE POST AG

Erfolgreich durch soziale Unternehmensverantwortung BREGENZ, WIEN So gut wie jeder Österreicher ist Kunde der Post, die zukunftsorientiert wirtschaftet. Wenn es um Brief- und Logistikleistungen geht, dann ist die Post hierzulande die klare Nummer eins. Damit das auch zukünftig so bleibt, hat die Post im Jahr 2016 ihre Nachhaltigkeitsstrategie „PRO AKTIV! Die Post. Nachhaltig für Österreich.“ adaptiert. Durch die Initiative „CO2 neutral zugestellt“ hat die Post eine Vorreiterrolle in der Logistikbranche, wenn es um die klimafreundliche Gestaltung von Produkten bzw. Dienstleistungen geht. Die Initiative garantiert, dass Briefe, Pakete, Werbesendungen und Zeitschriften innerhalb Österreichs CO2-neutral zugestellt werden - und das ohne Zusatzkosten für die Kunden. Die Post sichert die flächendeckende postalische Grundversorgung im ganzen Land.

Dabei werden die gesetzlichen Vorgaben übererfüllt. Heute verlangen Kunden mehr Komfort und Flexibilität - daher werden ständig neue Lösungen entwickelt. Darüber hinaus übernimmt die Post mit zahlreichen Sozialprojekten Verantwortung und unterstützt beispielsweise das Projekt Ö3 Wundertüte. Mit einer breiten Palette an Initiativen und Maßnahmen kümmert sich die Post um ihre Mitarbeiter. Sie sind zentraler Erfolgsfaktor. Daher arbeitet die Post auch stetig an ihrer Unternehmenskultur und versucht, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Die Stakeholder schätzen dieses Engagement und die Post wird regelmäßig für ihre Beiträge in den Nachhaltigkeitsdimensionen Mitarbeiter, Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft ausgezeichnet.

Orientierung geben Ziel des Seminars am 4. Oktober um 14 Uhr in der Fachhochschule Dornbirn ist es, Firmen und Studierenden eine Orientierung zu geben, wie dringend Handlungs- und Korrekturbedarf im rechtlichen Bereich sind, welche technischen Lösungen vorhanden sind und wo Optimierungsbedarf besteht. Die Solarwende sei keine Hexerei, wenn „die Mittel der Volkswirtschaft bzw. der öffentlichen Hand, die derzeit in Atomindustrie sowie Öl/Gas/Kohle-Förderung samt Folgen gesteckt werden, der Betriebswirtschaft zukämen“. Institutionen wie der in-

„Es ist politisch unverantwortlich, diesem Treiben länger zuzusehen.“ Hans Punzenberger AEEV

ternationale Währungsfonds oder die Internationale Energieagentur zeigen bereits auf, dass der Markt durch diese indirekten Förderungen völlig verzerrt wird. So bereichern sich einige Wenige auf Kosten der Allgemeinheit“, sagt Punzenberger: „Wir brauchen Kostenwahrheit und eine verursachergerechte Einbindung der Allgemeinkosten in den Verbraucherpreis. Es ist politisch unverantwortlich, diesem Treiben länger zuzusehen.“ Bewusstseinsbildung müsse ganzheitlich praktiziert werden, ist Punzenberger überzeugt: „Es muss klar sein, dass wir zwei Drittel unserer verbrauchten Energie importieren, ohne dass wir mit den Folgen konfrontiert werden, daher geht es um die Kraft der Konsumenten, die etwa langlebige Produkte und regionale Biolebensmittel kaufen - wir alle sind die notwendige Veränderung. Genauso wie wir die Umsetzungskraft der Wirtschaft benötigen, brauchen wir funktionierende Gesetze. Mit dem Seminar sollte es gelingen, unter den Teilnehmern die Ernsthaftigkeit für den Einstieg in die Vollversorgung mit erneuerbarer Energie zu vermitteln und Mut zur Eigenverantwortung im eigenen Wirkungsbereich zu machen.“ Mehr Information: www.aeev.at www.energiefuerfrieden.at

█Es steckt viel█ █Grün im Gelb.██ r █COC-Neutrale CO2-Neutrale Logistik Logistik█ █für Klima.█ für unser Klima. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber der Umweltt bewusst. Deshalb setzen wir Maßnahmen, die unseren ökologischen Fußabdruck verringern. Wir hab ben die größte E-Fahrzeugflotte Österreichs, konsumieren „grünen“ Strom, produzieren mit zwei Photovoltaikanlagen auch selbst Energie und kompensieren alle anfallenden CO2-Emissionen. Darum sind wir das einzige Logistikunternehmen, das alle Sendungen in Österreich CO2-neutral zustellen kann. Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post.

www.post.at/co2neutral


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
2017 09 16 extra klimachutz gesamt by Russmedia Digital GmbH - Issuu