Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
1. Ausgabe Juli 2017
C A R M EN Georges Bizets berühmte Oper als Spiel auf dem Bodensee
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Interview mit Elisabeth Sobotka Alles zum Bühnenbild Kultur rund um den See
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VORARLBERGER LANDESTHEATER
TH E S ITUATI O N YAEL RONEN & ENSEMBLE 1 9 . J U L I – 2 0 . AU G UST 2 0 1 7
Bild: Bregenzer Festspiele Bühnenbild Carmen © Anja Köhler
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Publikumsliebling Carmen sorgt für ausverkaufte Aufführungen.
Festspielprogramm. Auf vier Seiten erfahren Sie in dieser Ausgabe außer dem alles über das Bühnenbild, was für technische Geheimnisse dahinter stecken und wie es entstanden ist. Ein paar Details bleiben bis zur Premiere aber natürlich streng geheim. Schließ lich soll die Aufführung bis zur letzten Minute spannend bleiben. Ich wünsche allen Leser(inne)n viel Freude mit die ser Ausgabe und eine schöne Zeit bei den Bregenzer Festspielen.
Mit einer der weltweit beliebtesten Opern starten die Bregenzer Festspiele am 19. Juli in ihre 72. Saison. Schon vor Eröffnung der Festspiele sind so gut wie alle Karten für Carmen verkauft. Warum das den Druck für Festspielin tendantin Elisabeth Sobotka aber noch vergrößert, erfahren Sie im großen In terview ab Seite 8. Aber auch abseits der großen Bühne gibt es wieder viel zu sehen. Mit Moses in Ägypten kommt eine über 3000 Jahre alte Geschichte und ein immer noch brandaktuelles Thema auf die Bühne im Festspielhaus. Nach einigen Jahren Pause bringt ein Gastspiel des Berliner Maxim Gorki Theaters das Schauspiel zurück ins
Herzlichst Ihre
Beate Rhomberg
INHALT
Tolle Oper im Haus Moses in Ägypten
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Schauspiel: Interview mit Yousef Sweid von The Situation
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Interview mit Festspielintendantin Elisabeth Sobotka
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Musik und Konzerte rund um den Bodensee
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Reportage: Alle Infos und Fakten zum neuen Bühnenbild
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Ausstellung: Bilderwelten von Paul Klee im Stadtmuseum Lindau
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Crossculture-Programm Festspiele für die Jugend
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Gastgeberstadt Bregenz Kultur und Erholung am See
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Impressum
Festspielzeitung. Herausgeber: Russmedia Verlag GmbH; Redaktion und Layout: Beate Rhomberg (beate.rhomberg@russmedia.com); Fotos: Beate Rhomberg (Titelbild), Philipp Steurer, Bregenzer Festspiele, Anja Köhler, Dietmar Mathis, Bregenz Tourismus & Stadtmarketing, Esra Rotthoff, Lisa Kloos, Zeppelin Museum/Tretter, Dietmar Lipkovich, Sebastian Stadler; Anzeigenberatung: Manfred Schmid (manfred.schmid@russmedia.com), Boris Sinn (boris.sinn@russmedia.com); die nächste Ausgabe erscheint am 28. Juli 2017. Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
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Fotos: Beate Rhomberg
CARMEN ALS SPIEL AUF DEM SEE
In diesem Sommer gelangt Georges Bizets erfolgreiche Oper Carmen als Spiel auf dem See zur Aufführung. Sie wird von allen begehrt und faszi niert die Wachsoldaten in ihrem All tag zwischen Rauchen und Karten spielen: Carmen. Eigentlich soll der Soldat Don José sie nach einer Aus einandersetzung verhaften, doch sie wickelt ihn um den Finger. Für seine Schwäche wird er verhaftet, kommt aber schnell wieder frei. Die Blume, die Carmen ihm zugeworfen hat, versteht er als Zeichen ihrer Liebe und träumt von einer gemeinsamen Zukunft, wofür er sogar seine Stel lung aufs Spiel setzt. Er verschanzt sich mit ihrer Schmugglerbande,
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überhört Micaëlas mahnende Worte und sieht sich selbst dem stolzen Stierkämpfer Escamillo überlegen. Dieser hat aber längst Carmen er obert und bringt Don Josés Eifer sucht zum Rasen...
sessenheit“ von „zwei Menschen, die als Außenseiter behandelt werden, deren Wege sich kreuzen und die sich in einer leidenschaftlichen, aber ungesunden Beziehung aneinander klammern.“
BÜHNENBILD VON ES DEVLIN Georges Bizets mitreißende Musik mit ihren spanisch anmutenden Klängen eroberte die Welt: Carmens Habanera und Seguidilla sind ebenso wie Escamillos Couplet in aller Oh ren. Für die erfolgreichste Oper des französischen Komponisten entwarf die britische Künstlerin Es Devlin das Bühnenbild im Bodensee. In ih ren Kulissen traten schon Popstars wie Adele, U2, Take That, Pet Shop Boys und Kanye West auf. Gemein sam mit dem Regisseur Kasper Hol ten, Intendant des Londoner Royal Opera House, arbeitete sie bereits an den Opernhäusern in Helsinki und Kopenhagen, im Theater an der Wien und am Royal Opera House Covent Garden. Für den dänischen Regisseur handelt diese „Oper über Schicksal und Be
„Carmen“ von Georges Bizet
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Musikalische Leitung: Paolo Carignani, Jordan de Souza Inszenierung: Kasper Holten Bühne: Es Devlin Kostüme: Anja Vang Kragh Chorleitung: Lukáš Vasilek, Benjamin Lack Choreografie: Signe Fabricius Dramaturgie: Olaf A. Schmitt Carmen: Gaëlle Arquez, Lena Belkina, Annalisa Stroppa Don José: Daniel Johansson, Martin Muehle, Arnold Rawls Escamillo: Andrew Foster-Williams, Scott Hendricks, Kostas Smoriginas Micaëla: Cristina Pasaroiu, Melissa Petit, Elena Tsallagova Frasquita: Jana Baumeister, Soniá Grané Aufführungen: jeweils um 21.15 Uhr: 19., 21., 22., 23., 25., 26., 27., 28., 29., 30. Juli jeweils um 21 Uhr: 1., 2., 3., 4., 5., 6., 8., 9., 10., 11., 12., 13., 15., 16., 17., 18., 19., 20. August
OPER IM HAUS: MOSES IN ÄGYPTEN
An drei Terminen wird Gioachino Rossinis Oper im Festspielhaus aufgeführt.
„Moses in Ägypten“ Gioachino Rossini Musikalische Leitung: Enrique Mazzola Inszenierung: Lotte de Beer Bühne u. Kostüme: Christof Hetzer Theaterkollektiv: Hotel Modern Chorleitung: Lukáš Vasilek Dramaturgie: Peter te Nuyl, Olaf A. Schmitt Faraone: Andrew Foster-Williams Amaltea: Mandy Fredrich Osiride: Sunnyboy Dladla Elcia: Clarissa Costanzo Mambre: Taylan Reinhard Mose: Goran Juric Aufführungen: 20. Juli (Premiere), 19.30 Uhr 23. Juli, 11 Uhr, 31. Juli, 19.30 Uhr
Finster lässt es Moses in ganz Ägypten werden, damit die Israeliten endlich aus der Gefangenschaft freigelassen werden. Der Pharao zeigt sich schließ lich nachgiebig und verkündet ihnen die Freiheit. Sein Sohn aber fürch tet nun um seine heimliche Liebe zu einer Hebräerin und stachelt seinen Vertrauten auf, den Pharao von sei nem Beschluss abzubringen. Der Plan gelingt, den Israeliten bleibt nur die Klage um ihren ausweglosen Zustand. Moses bittet seinen Gott um noch bru talere Hilfe. Mit der Wahl des alttesta mentarischen Stoffs umging Gioachino Rossini das herrschende Verbot, Opern während der Fastenzeit aufzuführen. Tatsächlich enthält Moses in Ägypten (Mosè in Egitto) aber sämtliche Zutaten einer großen Oper, vor allem durch die verborgene Liebesgeschichte des ägyp tischen Thronfolgers. INSZENIERUNG VON LOTTE DE BEER Mit einem einzigartigen Inszenie rungskonzept nähert sich die nieder ländische Regisseurin Lotte de Beer
Die Puppenspieler agieren quasi als Götter und projezieren tolle Bilder live auf die Videowand. 6
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diesem selten zu erlebenden Werk: Gemeinsam mit dem Theaterkollek tiv Hotel Modern, das mit abgefilmten Objekten und Miniaturpuppen eine eigene Realität entstehen lässt, bringt sie den biblischen Stoff von Plagen und der Spaltung des Roten Meeres auf die Bühne. Die erschütternd berührenden Aufführungen von Hotel Modern wie The Great War und Kamp sind welt weit zu erleben. Herman Helle ist von der Arbeitsweise seiner Gruppe immer wieder selbst überrascht: „Du baust mit deinen Händen etwas vor der Kamera auf und siehst diesem Entstehungspro zess zu. Wir fanden heraus, dass man auf einfache Weise sehr realistische Szenen herstellen kann.“ ALTBEKANNTER BÜHNENBILDNER Rossinis ergreifende Musik dirigiert der in Spanien geborene Italiener En rique Mazzola. Mit Christof Hetzer als Ausstatter kehrt der Bühnenbild ner von Stefan Herheims „Hoffmanns Erzählungen“Inszenierung zurück an den Bodensee.
Fotos: Beate Rhomberg
Wo WUNDERKINDER und WUNSCHKINDER den Ton angeben. Die Werke eines WUNDERKINDES, Wolfgang Amadeus Mozart, begeistern immer wieder zahlreiche Besucher der Bregenzer Festspiele. Die Gedanken an ein WUNSCHKIND, an ein eigenes Kind, veranlasst Paare aus der ganzen Welt in die IVF Zentren Prof. Zech nach Bregenz zu kommen.
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„WIR WOLLEN SCHON WAS BEWEISEN“ Elisabeth Sobotka erzählt, warum sie am liebsten jeden Abend beim Spiel auf dem See ist und warum der Druck trotz ausverkaufter Aufführungen steigt. Die berühmte Oper Carmen wird dieses Jahr auf dem See gespielt. Die Entscheidung dafür ist ja gemeinsam mit Kasper Holten und Es Devlin gefallen. Wie kam es dazu bzw. welche Opern standen noch zur Wahl? Elisabeth Sobotka: Ich hab natürlich erst auch Stücke vorgeschlagen, die noch nicht am See waren. Wir haben einfach ein sehr offenes Gespräch be gonnen und dann hat sich ziemlich schnell Carmen als der Wunsch des Teams herauskristallisiert. Im Nach hinein muss ich sagen ich verstehe auch warum, denn beide sind sehr stark eingestiegen. Ich würde sagen mit großem künstlerischen Feuer. Hatte Es Devlin vorher schon Ideen für das Bühnenbild? Elisabeth Sobotka: Nein, so war es nicht. Sie erzählt ja die Geschichte davon, wie sie und Kasper in ihrem Studio gesessen sind und einen Tisch voller Souveniere von Es Devlins SevillaUrlaub vor sich hatten. Also ein Kartenspiel, einen Fächer, die Blüten ..., alles, was eben Requisiten für Carmen sind. Und sie erzählt, dass sie irgendwann die Karten in die Höhe geworfen hat und dann beide si 8
cher waren, dass genau dies das Bild sein muss. Es Devlin kam dann sehr früh zur ersten Besprechung, in der wir eigentlich nur Ideen besprechen
„Der wirtschaftliche Druck ist weg, aber da entsteht ein ganz anderer: Dass es richtig gut sein muss!“ ELISABETH SOBOTKA Intendantin, Bregenzer Festspiele
wollten, und hat uns bereits fertige Modelle hingestellt. Wir waren alle begeistert. Natürlich gab es noch ganz viele Veränderungen, aber ich denke das war ein Wurf. Gleichzeitig ist das Stück natürlich sehr beliebt beim Publikum. Der Juli ist bereits ausverkauft. Ist man da als Intendantin sehr erleichtert, wenn man die Zahlen hört? Nimmt das den Druck? Elisabeth Sobotka: Ich glaube es ist inzwischen alles so gut wie aus verkauft. Es sind nur noch etwa 400
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Karten übrig, das freut mich natürlich sehr. Klar, der wirtschaftliche Druck ist weg, aber da entsteht ein ganz an derer! Nämlich, dass es richtig gut sein muss! (lacht) Der künstlerische Druck ist immer gleich groß, aber auch dadurch, dass das Stück schon einmal auf der Seebühne gezeigt wur de, ist er wirklich riesig. Wir wollen hier schon wirklich was beweisen. Die geworfenen Karten im Bühnenbild stehen für den Moment des Schicksals. Glauben Sie selbst an Schicksal? Elisabeth Sobotka: Das ist eine schwere Frage. Ich glaube, dass man bis zu einem gewissen Grad sein Le ben bestimmen kann. Allerdings eher in dem Sinn, dass man Gele genheiten ergreift und Möglichkeiten nutzt. Dass man, wenn einem etwas geschickt wird, damit offen und pro duktiv umgeht. Warum das so ist, dass Menschen in total unterschied lichen Zusammenhängen auf die Welt kommen und manche wirklich auf unerklärliche Art und Weise geprüft werden das kann man nicht erklären und das wird für mich auch immer eine riesige Frage bleiben. ››
Das Thema, dass Menschen auf der Flucht sind, ist für mich im Moment auch durch Moses (Anm. Moses in Ägypten) besonders nah. Ist das Schicksal? Auf alle Fälle ist es kein selbst verschuldetes Schicksal. Stichwort Moses in Ägypten: Was erwartet die Zuschauer dieses Jahr bei der Oper im Haus? Elisabeth Sobotka: Da bin ich im Moment im besten Sinne total be fangen. In den Proben stellt sich für mich heraus, dass diese Kombination von allen Teilen, die wir zusammen geführt haben, also das tolle Orches ter, der musikalische Leiter Enrique Mazola, die unglaublich fantasievolle und energiegeladene Regisseurin Lotte de Beer, der Bühnenbildner Christof Hetzer und die Theatergrup pe Hotel Modern, wirklich etwas ganz Besonderes ist. Diese Oper funkti oniert so unglaublich gut mit dem Puppentheater. Man muss sich vor stellen, diese Puppen sind nur 15 cm groß und leben und spielen in großen Modellwelten. Da entstehen, wie ich finde, wirklich unglaubliche Bilder. Regisseurin Lotte de Beer lässt die Puppenspieler als Götter in die Ge schichte eingreifen, das gibt wirklich unglaublich tolle Momente und das sogar schon in den Proben. Ich war gestern wirklich erschüttert, weil für 10
mich in dieser Produktion das Wun der Theater einfach funktioniert. Wir alle wissen, es ist nicht real, aber man ist trotzdem betroffen und es macht etwas mit einem. Ich hoffe natür lich auch, dass es beim Publikum so ankommt. Natürlich bin so sehr drinnen, habe die Entwicklung mit
„Das Thema Flucht über das Meer ist so aktuell, dass es einem manchmal den Hals zuschnürt.“ ELISABETH SOBOTKA Intendantin, Bregenzer Festspiele
bekommen, kenne die Musik und so weiter. Vielleicht hab ich da auch eine gewisse Hinneigung, aber ich hoffe sehr, dass sich für das Publikum das überträgt, was wir jetzt hier spüren. Das Thema Flucht zieht sich durch große Teile des Programms. War das aufgrund der Aktualität des Themas geplant oder hat sich das erst später so ergeben? Elisabeth Sobotka: Es ist sozusagen zusammengekommen. Beim Zusam menstellen des Programms ist uns schon aufgefallen, dass sogar Carmen
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und Moses in Ägypten Parallelen ha ben, mit der ausgegrenzten Grup pe der Schmuggler, der Zigeuner, der Juden. Schmuggeln, Menschen schmuggeln, Flucht, das ist ja alles leider ein riesiges Thema heute. Wie aktuell Moses ist, wird uns sozusagen immer mehr bewusst. Einerseits ist der Nahostkonflikt bis zum heutigen Tag ungelöst und es wird nicht bes ser, sondern eher schlechter, hat man das Gefühl. Die Oper spielt, wie ich gelernt habe, etwa 1200 vor Christus. Also die Teilung des Roten Meeres ist wahrscheinlich nicht bewiesen (lacht), aber man geht davon aus, dass der Auszug aus Ägypten nun seit etwa 3000 Jahren die Menschen begleitet. Da ist man ja irgendwie vollkommen erschüttert, denn das Thema „Flucht über das Meer“ ist so aktuell, dass es einem manchmal den Hals zuschnürt. Es fällt immer wieder auf, dass Opern, die vor langer Zeit geschrieben wurden, heute immer noch sehr aktuell sind. War das schon immer so oder betrifft das speziell die heutige Zeit? Elisabeth Sobotka: Ich glaube es kommt immer darauf an, wie man es anschaut, und man kann Opern ganz sicher auch ohne jeden aktuellen Be zug inszenieren. Man muss es auch nicht finde ich. Das ist ein persön
licher Prozess eines Teams, sich zu überlegen, wie man die Oper gestalten möchte. Da gibt es ganz unterschied liche Herangehensweisen. Es war mir schon klar, dass es mit Lotte de Beer keine ganz klassische Herange hensweise wird, die auch für Moses in Ägypten nicht funktionieren kann, denn man kann auf der Bühne das Rote Meer ganz einfach nicht klas sisch teilen. Ich glaube fest, dass Oper und Theater und eigentlich jede Form von Kunst immer aktuell ist, weil sie immer eine Auseinandersetzung mit unserem Sein in der Welt ist. So gese hen muss auch nicht jede Oper wirk lich aktualisiert werden, weil auch in einem ganz klassischen Figaro kann man sich in den Rollen eventuell er kennen. Wenn man zum Beispiel ge rade ein Eifersuchtsproblem hat und den Grafen herumtoben sieht, wird man sich denken, das kenn ich. Das Schauspiel ist wieder zurück. The Situation passt thematisch ja perfekt zum diesjährigen Programm – vor allem auch zu Moses in Ägypten. Haben Sie es deshalb ausgewählt? Elisabeth Sobotka: Ja, ich freue mich wahnsinnig, dass das gelungen ist. Auch wieder speziell zu Moses. Uns ist eben aufgefallen, dass dieses Problem der Flucht schon so lange ungelöst in der Welt ist, und da wollte ich wirklich bewusst einen aktuellen künstlerischen Bezug setzen oder einen Gegensatz. Es sozusagen mit diesem Stück beleuchten, das auf eine unglaublich kluge, witzige und traurige Art das Ganze einfängt. Es ist wahnsinnig schnell und man lacht bis es einem im Hals stecken bleibt. Dieser Umgang mit menschlichen De
fiziten auf eine sehr witzige Art und Weise, die aber der Katastrophe, die beleuchtet wird, nichts nimmt. Was darf man sich unter „Der Ring in 90 Minuten“ vorstellen? Elisabeth Sobotka: Da ist der Name wirklich Programm! Es ist in unserer Beschäftigung mit Hotel Modern ent standen. Ich kannte andere Stücke von ihnen, aber dieses nicht, und als wir in Rotterdam waren und die erste Besprechung hatten, sind wir in den Ateliers herumgestromert und haben einen Aufbau mit Insekten gesehen und wollten wissen, was das ist. Die
sagten dann nur, ach – das ist für „Der Ring in 90 Minuten“ und da hab ich im Spaß gesagt, wenn ihr schon in Bregenz seid, dann müsst ihr doch bitte das Stück mitbringen. Das war dann ein bisschen eine größere He rausforderung, weil die (Anm. Hotel Modern) einfach ganz anders arbei ten. Die haben keine fertigen Stücke, die sie aus der Kiste holen, sondern müssen das erst erarbeiten und das war auch in Kooperation mit dem niederländischen Bläserensemble ein längerer Weg. Es wirft jetzt aber noch
einmal einen ganz spannenden As pekt auf die Arbeit von Hotel Modern. Wie sieht bei Ihnen die Zeit nach den Festspielen aus? Haben Sie da erstmal Urlaub? Elisabeth Sobotka: Das ist die ein zige Chance für unsere Familie, gemeinsam Urlaub zu machen. Un ser Sohn wird jetzt bald 13 und da machen wir etwa zweieinhalb Wo chen Urlaub. Mit Schulbeginn bin ich dann auch wieder hier und dann geht’s weiter mit der Vorbereitung für die nächsten Jahre. Müssen Sie während der Festspiele bei jeder Aufführung oder auch bei vielen Proben anwesend sein? Elisabeth Sobotka: Ich will! (lacht) Am liebsten bei jeder. Ich versuche, möglichst viele Aufführungen mit zubekommen, weil witzigerweise ja auch wirklich jede anders ist. Das ist in Bregenz ein größerer Unterschied als in einem Opernhaus. Natürlich sind die Besetzungen unterschied lich, die Stimmung im Team ist un terschiedlich und bei uns verändert sich ja jeden Abend das Bühnenbild durch himmlische Beleuchtungsver änderungen. Ich genieße es unglaub lich, an dieser Atmosphäre teilzuha ben, wenn sich die Tribüne füllt und auch draußen am Vorplatz. Das ist ja wirklich auch ein unglaublich schö ner Platz, gerade dafür geschaffen, dass viele Menschen miteinander sind und sich begegnen, und das möchte ich schon möglichst viel miterleben. Natürlich versuch ich auch alle ande ren Aufführungen zu sehen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich in jeder Aufführung bin, aber ich bin jeden Abend in einer Aufführung.
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Fotos: Beate Rhomberg (4)
AUFWENDIGES BÜHNENBILD
Über Monate wurde auf der Bühnenbaustelle im Akkord gearbeitet, um die spektakuläre Kulisse für Carmen entstehen zu lassen.
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Bevor das verhängnisvolle Schick sal der verführerischen Carmen auf der Seebühne seinen Lauf nehmen kann, sich Arbeiterinnen der Ziga rettenfabrik, Polizisten, Schmuggler und Toreros lieben, hassen und töten werden, bestimmten auf der Bregen zer Seebühne Handwerk und Technik das Geschehen. Ihr Part war das Su chen nach einem Mittelweg zwischen künstlerischer Vision und technischer Machbarkeit. „Es ist immer wieder ein Spiel zwischen Konstruktion und Op tik“, erklärt Technikdirektor Wolfgang Urstadt.
minutiös aufeinander abgestimmt an der Bilderwelt, die sich die britische Szenografin Es Devlin für Bregenz aus gedacht hat. Schon im Frühling dieses Jahres entpuppte sich die Baustelle als
AUSGEFEILTE CHOREOGRAFIE Kräne, Lastwagen, Arbeitsboote und Hubstapler folgten auf der Bühnen baustelle einer ausgefeilten Choreo grafie. Jeder Handgriff auf der Bühne musste sitzen. Stahlbauer, Holzbauer, Kascheure, Maler, Steuerungstechni ker und Maschinenbauer arbeiteten
Kunstwerk und ließ zahlreiche Schau lustige erahnen, was die Besucher an den Festspielabenden erwarten wird.
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„Das Bühnenbild ist immer wieder ein Spiel zwischen Konstruktion und Optik.“ WOLFGANG URSTADT Technikdirektor
BÜHNENBILDNERIN ES DEVLIN Es Devlin wechselt als Stagedesignerin zwischen den Genres. Sie stattet Büh nen für Adele und U2 ebenso aus wie
PLATZ FÜR INTERPRETATION Zwei Frauenhände mit roten Finger nägeln an Unterarmen mit zarten Rosentattoos halten ein Kartenspiel. Oder eher: Sie versuchen die Karten zu halten, vielleicht probieren sie aber auch den berühmten Fächer trick, diesen rasanten Wechsel der Spielkarten von einer in die andere Hand. Der Trick scheint nicht ganz gelungen, denn auf dem Boden häu fen sich Karten. Heruntergefallen oder bereit für ein nächstes Spiel? „Da kann man viel hineininterpre tieren. Es Devlin lässt der Fanta sie des Publikums viel Spielraum“, meint Wolfgang Urstadt. ARBEIT MIT VIDEOTECHNIK Devlin schafft Imaginationsräume und arbeitet intensiv mit Videotech nik. Für die Ideen, die im Londoner
gleich, die Karten. 43 Meter breit und 24 Meter hoch ist das fertige Bild geworden. Den Stützapparat, die Hohlräume in den Armen und Fingern, die Türen und Leitern, die hinauf zu den höchsten Karten führen, sind für das Publikum jetzt nicht mehr sichtbar. Die Karten und Finger mutieren im spannenden Spiel um Liebe und Verrat zu Fluchtwegen für Schmugg ler und werden zu Einsatzorten für spektakuläre Stunts. Die Zuschauer der Bregenzer Festspiele dürfen sich wie immer auf eine actionreiche und außergewöhnliche Aufführung am Bodensee freuen.
Studio entwickelt und digital nach Bregenz übermittelt werden, müs sen die Spezialisten im Festspiel haus die entsprechende technische Ausstattung bereitstellen. BAUARBEITEN IM WINTER Während der Wintermonate wurden die überdimensionierten Frauen hände, jede aus rund 190 Einzel teilen, von Kascheur Frank Schulze und seinem Team in der Werkstatt gefertigt. Die rechte Hand ragt 18 Meter aus dem Wasser, die linke ist insgesamt 21 Meter hoch. Für das Publikum nicht sichtbar, stützt ein Stahlgerüst, einem riesigen Baum
Foto: Dietmar Mathis
für große Opernhäuser. Für Georges Bizets Liebesdrama Carmen hat sie ein besonderes Setting entworfen. Eine filigrane Szenerie, die Raum für den Hauptdarsteller lässt, nämlich den See mit all seinen wunderschö nen, wetterbedingten Bildern.
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ÜBERMENSCHLICHE HANDARBEIT
Schritt für Schritt entstanden in Vorarlberg die riesigen Hände.
UNTERSCHIEDLICHE FARBTÖNE Diese wurden anschließend mit Fas saden und Spritzputz bearbeitet und anschließend grundiert. Zum Schluss wurden einige Schichten unterschiedlicher Farbtöne aufge tragen, um dem menschlichen Haut ton möglichst nahe zu kommen. Das Obermaterial, die sogenannte Ka schur, der Hände besteht aus einem
Fassadenputz, Styropor, mehreren Farbschichten und Lack. Dass die am PC auf den Millimeter genau be messenen Einzelteile sich in der Re alität nicht genauso erstellen lassen, davon berichtete Kascheur Frank Schulze: „Zwischen den Styroporel ementen gab es beim Zusammenset zen bis zu zehn Zentimeter breite Spalten, die überbildhauert werden mussten.“ Seine „größte Challenge“ sei es aber gewesen, die neun Laut sprecher pro Hand zu verstecken.
Fotos: Dietmar Mathis
Zwei Hände zu schaffen, die hautnah und realistisch aussehen, war für das Team eine große Herausforde rung mit unglaublich vielen Entste hungsschritten. Als Vorlage diente ein Handmodell der britischen Sze nografin Es Devlin, übrigens der ersten weiblichen Bühnenbildnerin bei den Bregenzer Festspielen seit 1946. Die Grundstruktur in der Aus führung, die rund sieben Monate in Anspruch nahm, bildet eine Stahl HolzKonstruktion. Darauf befinden sich pro Hand rund 200 Teile, die in Styropor gefräst wurden.
FLIEGENDE KARTEN
Drei Kartenarten brachten große Herausforderungen für die Techniker mit sich.
Aus Platten wurden Karten gemacht.
Drei Kategorien von Karten unter scheiden die Bühnenbauer: Die Fly ing Cards, die unsichtbar am Stahl baum, quasi zwischen den Händen schweben. Die Beach Cards auf dem Boden, die in leichter Neigung zum Wasser führen, und das Mesh, das Gitter mit seinem rutschfesten, 14
rauen Gitterkarten unter der Was seroberfläche. In der Bühnenmit te, auf einer eigens konstruierten Drehbühne von zehn Meter Durch messer, stehen zwei weitere Karten, die einzigen, die mechanisch bewegt werden können. Bei allen anderen ist die Mobilität computergeneriert. 2,5 TONNEN SCHWER Jede dieser 59 Karten würde mit ih ren 30 Quadratmetern ein kleines Appartement ausfüllen, es bräuchte jedoch einen Riesen, sie zu bewegen,
Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
denn die Karten sind im Ursprung massive Holzplatten, von denen jede etwa 2,5 Tonnen wiegt. PROJEKTIONSFLÄCHEN Die Karten zeigen dem Publikum ihre sorgfältig gestaltete Rückseite. Ein feines, orientalisch anmutendes Muster in zarten Beigetönen auf weißem Untergrund bietet je nach Tageszeit und Lichteinfall magische Schattenspiele. Bei der Vorstellung werden die Karten zu Projektions flächen, Videoprojektionen erwe
cken sie zum Kartenleben. Herz oder Karo, schwarz oder rot, Liebe, Leidenschaft, Tod. RIESIGE SOUNDWÄNDE Die Flying Cards haben noch eine Zusatzfunktion als Soundwände. Wie in den Händen und Armen sind in den Karten Lautsprecher ver steckt. Die Kunst der Kascheure macht die Membranen für das Pu blikum unsichtbar. „Sie müssen auf die Ferne wirken, aber auch der Betrachtung durch Teleobjektiv nd Opernglas standhalten“, beschreibt Wolfgang Urstadt die Herausforde rung für die Kaschur. GROSSE HERAUSFORDERUNG UNTER WASSER Eine besondere Aufgabe für das Technikteam war das Aufschichten der Beach Cards, die ja aussehen sollen wie hingeworfen. Es galt die verschiedenen Ebenen der überein anderliegenden Karten so auszu gleichen, dass sie von den Darstel lerinnen und Darstellern gefahrlos bespielt werden können.
Die Gitterkarten wiederum bekamen einen besonderen Putzanstrich, der weder Tanzende noch Sänger rut schen lässt. „Es wird einige Szenen im und unter Wasser geben, da muss die Sicherheit der Künstler gewähr leistet sein“, so Urstadt. Wie von Zauberhand werden die Unterwas serkarten bewegt und können mü helos dem sich ändernden Wasser stand angepasst werden. „Das klingt einfach und ist es auch. Aber man muss erst mal draufkommen. So
was schafft nur unsere Spezialfirma für Steuerungstechnik“, betont Ur stadt. Für das Absenken des Gitters wurde ein eigener Umlenkantrieb, dessen Seile in Piloten verborgen sind, entwickelt. Die Hydraulik be findet sich im Bühnenhintergrund. Die Unterwasserwelt des Bodensees wird bei Kasper Holtens Carmen Inszenierung eine dramatische Be deutung bekommen. Details bleiben allerdings bis zur Premiere ein gut gehütets Geheimnis.
Zahlen und Fakten zur Festspielbühne im Überblick
Beteiligte: 37 Technikfirmen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz waren an den anspruchsvollen Aufbauarbeiten beteiligt. Gleichzeitig waren auch 18 Festspieltechniker inklusive Kranführer mit dem Bühnenaufbau beschäftigt. Holzpfähle: Die Seebühne ist auf rund 119 Pfählen errichtet, die bis zu sechs Meter tief in den Seegrund gerammt sind. Sie bestehen entweder aus Fichtenholz oder aus Stahl. Flying Cards: Die insgesamt 15 Flying Cards sind jeweils knapp 7 x 4,30 Meter groß. Der höchste Punkt der Flying Cards liegt bei rund 24 Metern. In den Händen und den Flying Cards sind insgesamt 57 Lautsprecher eingebaut. Karten und Kern: Der Drehscheibendurchmesser misst zehn Meter. Hinter der Dreh-
scheibe befinden sich drei statische Karten, in denen fünf Lautsprecher versteckt sind. Gitter: Die bewegliche Gitterplattform misst rund 14,3 x 10,6 Meter und besteht aus sechs Karten. Die Geschwindigeit, um die Karten auf und ab zu bewegen, beträgt ca. drei Meter in drei Minuten. Beach Cards: 28 Karten, sogenannte BeachKarten liegen am Boden und im Wasser verstreut. Die Beach-Hauptspielfläche besteht aus 18 Karten. Die Karten sind als Kartendeckblatt bemalt und werden mit Projektionen bespielt. Außerdem gibt es sechs unsichtbar verbaute Feuerschalen auf dem „Beach“. In den Beach-Karten sind 14 Lautsprecher versteckt. Hände: Die linksseitige „Hand Lindau“ erreicht an ihrer höchsten Stelle rund 21 Meter und wiegt rund 24 Tonnen inklusive Unterarm. Die rechtsseitige „Hand Bregenz“ ist knapp 18 Meter hoch und bringt ein Gewicht von rund 20 Tonnen inklusive Unterarm auf die Waage. Die Hände sind ca. 30 Meter voneinander entfernt.
Foto: Philipp Steurer
Bauzeit: Von der Fertigung über die Montage bis hin zu technischen Endkorrekturen vergingen etwa zehn Monate. Die Planung erstreckte sich über zwei bis drei Jahre.
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BREGENZ
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A 22
SEHENSWÜRDIGKEITEN 1
Festspielhaus mit Seebühne
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Gefangenenhaus
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Vorarlberg Museum
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Ehreguta-Platz
3
Kunsthaus Bregenz
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Deuringschlössle
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Theater am Kornmarkt
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Seeanlagen
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Pfänder (Talstation)
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Stadtpfarrkirche St. Gallus
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Oberstadt
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Herz-Jesu-Kirche
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Rathaus
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Seekapelle
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Leutbühel
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Nepomukkapelle
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Vorarlberger Landhaus
20
Martinskapelle/Martinsturm
10
Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis
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Evangelische Kreuzkirche
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Altes Rathaus
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Strandbad
1
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KUB Billboards Simon Fujiwara „Campaign“ (bis 7. Jänner 2018)
G/2 Vorarlberg Museum Sonderausstellung: Ich, Felder. Dichter und Rebell
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Sonnenkönigin White Night (15. Juli), Premium Festspielfahrt (22. Juli)
M/5 Pfänder Greifvogel-Flugschau, AlphornFrühschoppen, Mariä-Himmelfahrts-Kapellenwanderung N
Magazin4 Bregenzer Kunstverein
O/8 Leutbühel Jeden Mittwoch und Samstag findet ein regionaler Markt statt P
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Galerie Arthouse Ausstellung: Luzia Simons „Stockage“ (bis 6. September 2017)
Q /6 Martinsturm/Oberstadt Ausstellung: „Bregentz. Stadt am Bodensee“
Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
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Bregenz Tourismus Tickets für die Bregenzer Festspiele und diverse andere Veranstaltungen, Stadtpläne, Stadtführungen, Zimmeranfragen
Galerie Lisi Hämmerle Leo Peschta „Uncertain Dimensions“ (bis 22. Juli)
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K/4 Theater am Kornmarkt Schauspiel, Bregenzer Festspiele The Situation, Die Hochzeit des Figaro
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Hohentwiel Festspiel-Gourmetfahrten
Kunsthaus Bregenz Ausstellung: Adrián Villar Rojas (bis 27. August 2018)
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A/1 Festspielhaus mit Seebühne Bregenzer Festspiele „Carmen“
Dornbirn, Laauterach
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Lochau, Lindau (D)
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13 Wolfeggstraße
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Landeskrankenhaus Bregenz
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PROGRAMMPLAN 19. JULI – 20. AUGUST 2017 Infos und Tickets erhalten Sie unter Tel. +43 5574 407-6 • www.bregenzerfestspiele.com
18
Termin Mi. 19. Juli
10.30 Uhr
Veranstaltung Eröffnung
Veranstaltungsort Festspielhaus
Mi.
19. Juli
21.15 Uhr
Carmen, Premiere
Seebühne/Festspielhaus
Do.
20. Juli
19.30 Uhr
Moses in Ägypten, Premiere
Festspielhaus
Fr.
21. Juli
21.15 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Sa.
22. Juli
21.15 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
So.
23. Juli
11.00 Uhr
Moses in Ägypten
Festspielhaus
So.
23. Juli
19.30 Uhr
Musik & Poesie
Seestudio
So.
23. Juli
21.15 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Mo.
24. Juli
19.30 Uhr
Orchesterkonzert
Festspielhaus
Di.
25. Juli
21.00 Uhr
Konzerte im Kub
Kunsthaus Bregenz
Di.
25. Juli
21.15 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Mi.
26. Juli
19.30 Uhr
The Situation, Premiere
Theater am Kornmarkt
Mi.
26. Juli
21.15 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Do.
27. Juli
19.30 Uhr
The Situation
Theater am Kornmarkt
Do.
27. Juli
21.15 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Fr.
28. Juli
21.15 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus Werkstattbühne
Sa.
29. Juli
10.00 Uhr
Der Ring in 90 Minuten, Premiere
Sa.
29. Juli
21.15 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
So.
30. Juli
11.00 Uhr
Orchesterkonzert
Festspielhaus
So.
30. Juli
19.30 Uhr
Musik & Poesie
Seestudio
So.
30. Juli
20.00 Uhr
Der Ring in 90 Minuten
Werkstattbühne
So.
30. Juli
21.15 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Mo.
31. Juli
19.30 Uhr
Moses in Ägypten
Festspielhaus
Di. 1. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Mi. 2. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Do. 3. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Fr.
4. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Sa.
5. August
19.30 Uhr
Musik & Poesie
Seestudio
Sa. 5. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
So. 6. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Mo. 7. August
19.30 Uhr
Orchesterkonzert
Festspielhaus
Mo. 7. August
22.00 Uhr
Musik & Poesie Special
Werkstattbühne
Di. 8. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Mi. 9. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Do. 10. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Fr.
11. August
19.30 Uhr
Opus XXI
Seestudio
Fr. 11. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Sa. 12. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
So. 13. August
11.00 Uhr
Brass Espagnole
Festspielhaus
So. 13. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Mo. 14. August
19.30 Uhr
Die Hochzeit des Figaro, Premiere
Theater am Kornmarkt
Di. 15. August
19.30 Uhr
Die Hochzeit des Figaro
Theater am Kornmarkt
Di. 15. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Mi. 16. August
20.00 Uhr
To the Lighthouse, Premiere
Werkstattbühne
Mi. 16. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Do. 17. August
19.30 Uhr
Die Hochzeit des Figaro
Theater am Kornmarkt Seebühne Festspielhaus
Do. 17. August
21.00 Uhr
Carmen
Fr. 18. August
20.00 Uhr
To the Lighthouse
Werkstattbühne
Fr. 18. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Sa. 19. August
19.30 Uhr
Die Hochzeit des Figaro
Theater am Kornmarkt
Sa. 19. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
So. 20. August
11.00 Uhr
Orchesterkonzert
Festspielhaus
So. 20. August
21.00 Uhr
Carmen
Seebühne/Festspielhaus
Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
MIT BUS UND BAHN ZU DEN FESTSPIELEN Das Festspielticket ist gleichzeitig eine Gratis-Fahrkarte für Bus und Bahn. Genuss bereits bei der Anreise ga rantiert das Festspielticket: Es gilt als GratisFahrkarte für Bus und Bahn in ganz Vorarlberg sowie ab Lindau am Tag des Aufführungsbe suchs. Bequem und entspannt er reichen Festspielgäste den Bahnhof Bregenz, der nur drei Gehminuten von der Seebühne entfernt liegt. Nach Vorstellungsende bringen die „Öffis“ die Besucherinnen und Be sucher zum Ausgangspunkt zurück, teilweise stehen dafür Sonderlinien zur Verfügung. Neu sind eine Gül tigkeit auch für Scheidegg im Allgäu sowie eine um zwanzig Minuten kür zere Fahrzeit in den Bregenzerwald.
EINFÜHRUNGEN Um 19 und um 19.30 Uhr vor dem Spiel auf dem See geben Beteiligte der Aufführung auf der Seebühne einen Überblick über die Entste hungsgeschichte, die Handlung und die Komposition des Werks. Gäste erfahren Geheimnisse der Inszenie rung und technische Details.
KONZERT IM KUNSTHAUS BREGENZ
Auch im Festspielsommer 2016 erfreuten sich die Konzerte im KUB größter Beliebtheit.
Mit dieser Melodie, was das Wort im Hebräischen bedeutet, gedenkt der Musiker der jüdischen Gemeinde seiner Heimatstadt Bromberg, deren
jahrhundertelange Tradition 1939 von den Nationalsozialisten beendet wurde. Aufführung am 25. Juli, um 21 Uhr im Kunsthaus Bregenz.
2. Juni – 15.Oktober 2017
SEESTRASSE 22 88045 FRIEDRICHSHAFEN TÄGLICH 9 – 17 UHR WWW.ZEPPELIN-MUSEUM.DE
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innovativ | individuell | nachhaltig Biedenkapp Stahlbau GmbH
Pettermandstr. 24, 88239 Wangen im Allgäu www.biedenkapp-stahlbau.de
Kulturpartner
gefördert durch die
Dani Gal Christoph Girardet Benedikt Hipp Josh Kline Johannes Paul Raether Jeremy Shaw Aby Warburg
© Archiv der Luftschiffbau Zeppelin GmbH Friedrichshafen
Wie kein anderes Instrument ist die Violine mit dem Judentum ver bunden. Das handliche und mobile Instrument, dessen historischer Vor läufer in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in Spanien erfunden worden ist, mag den Juden, die über Jahrhunderte auf der ganzen Welt unterwegs waren, als musikalischer Begleiter gedient haben. Der pol nische Geiger Paweł Zalejski, Kon zertmeister des Symphonieorchester Vorarlberg und Primarius des Apol lon Musagète Quartett, widmet sich im Kunsthaus Bregenz der großen Tradition jüdischer Violinmusik. Neben Musik von Joseph Achron, Mieczysław Weinberg und Ernest Bloch wird sein selbst komponiertes Niggun zum ersten Mal zu hören sein.
Foto: Anja Köhler
Am 25. Juli widmet sich Pawel Zaljeski der jüdischen Violinmusik.
STEWARD UND KASPERLE ZUGLEICH
Fünf Fragen an den Company-Manager Florian Karlsreiter. Was seine Aufgaben sind und wie die Mitarbeit bei dem Festival am Bo densee zustande kam, lesen Sie hier im KurzInterview.
niert. Außerdem habe ich zaghafte Bekanntschaft mit dem Festspiel haus gemacht, als ich bei Tournee Produktionen tätig war.
Was macht ein Company-Manager? Florian Karlsreiter: Er ist eine Art Conférencier, er vertritt die Bregen zer Festspiele bei den Künstlern und führt sie in die Gegebenheiten des Festivals ein. Wenn wir Solisten mit individuellem Zeitmanagement ha ben, ist er eine Art Zerberus, der sie an die allgemeine Festivalzeitzone gewöhnt. Ein bisschen Steward, da mit sich alle wohlfühlen, mit einem Spritzer Kasperle.
Gab es einen persönlichen Höhepunkt bei den Bregenzer Festspielen? Florian Karlsreiter: Einen spezi ellen Höhepunkt auszumachen wäre schwer und unfair gegenüber all den erlebnisreichen bereichernden Erfah rungen, die dadurch unerwähnt blie ben. Allgemein kann man sagen: Die Bregenzer Festspiele zählen generell zu meinen Höhepunkten im Jahr.
Reiz aus, zwischen verschiedenen Lebensstilen zu vermitteln.
Was ist das Besondere an deinem Job hier? Florian Karlsreiter: Ich glaube, eine der größten Herausforderungen ist, dass in der idyllischen Vorarlberger Landeshauptstadt im Sommer sehr viele unterschiedliche Menschen aus aller Welt bei dem Festival zu sammenkommen. Dies macht den
Was machst du, wenn du nicht bei den Bregenzer Festspielen arbeitest? Florian Karlsreiter: Ich arbeite viel für die Theatergesellschaft BBPro motion, mache Musicals und Tour neen in ganz Europa. Außerdem fröne ich meiner Leidenschaft: der Natur, den Bergen und meinen Tieren.
Wie bist du zu den Bregenzer Festspielen gekommen? Florian Karlsreiter: Die Festspiele in Bregenz waren mir durch meine Tä tigkeit als Sängerknabe schon früh bekannt, auch hat mich schon im mer das Spannungsfeld Kunst in der Natur oder Natur in der Kunst faszi
Florian Karlsreiter.
Foto: Breg. Festspiele
MUSIK UND POESIE
Das Konzert des Middle East Peace Ensembles findet am 23. Juli im Seestudio statt.
Foto: Breg. Festspiele/Achim Mende.
Musikalische Welten, literarische Di mensionen und weitere Perspektiven der Opern auf der Seebühne und im Festspielhaus sind in der Kammer musikreihe Musik & Poesie zu entde cken. Das Middle East Peace Ensem ble steht am Sonntag, dem 23. Juli, um 19.30 Uhr im Seestudio auf dem 20
Programm. Die beiden Kulturen, die sich in Rossinis Moses in Ägypten gegenüber stehen, vereinen sich in diesem Konzert. Musiker des Middle East Peace Orchestra spielen tradi tionelle jüdische und arabische Mu sik, die sie mit zeitgenössischen Stü cken aus unterschiedlichen Ländern kombinieren. Die Sängerin Fatma Zidan gehört zu den erfolgreichsten Botschaftern ihrer Musik in Euro pa. Die Ägypterin wurde in Saudi Arabien geboren, sang mehrere Jah re im Chor des Cairo Opera House
Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
und beherrscht sämtliche Stile der arabischen Musik. Henrik Gold schmidt ist SoloOboist im Königlich Dänischen Orchester und wurde als KlezmerOboist vielfach ausgezeich net. Als künstlerischer Leiter des Middle East Peace Orchestra wird er durch den Abend führen. Gesang: Fatma Zidan Oboe | Gesang | Klarinette: Henrik Chaim Goldschmidt Akkordeon: Anders Singh Vesterdahl Oud: Bilal Irshed
Käse direkt aus der Bergsennerei Kenner kaufen Käse am liebsten dort, wo er gemacht wird. In der Alma Bergsennerei können Sie dem Senner über die Schulter schauen. Hier entsteht in traditioneller Handarbeit der vielfach ausgezeichnete Vorarlberger Bergkäse g.U.
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Genießen Sie die unvergleichliche Atmosphäre am See und überzeugen Sie sich von unserer kreativen Küche. Unser hausgemachter Apfelsaft wurde mit der Genusskrone 2014/2015, Landessieger Vorarlberg, ausgezeichnet. Die Genusskrone ist neben der Vorarlberger Landesprämierung die höchste Auszeichnung für regionale Lebensmittel. Seerestaurant Glashaus Am See 1 I 6973 Höchst Tel. 05578 72590 info@seerestaurant-glashaus.at www.seerestaurant-glashaus.at
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Bilderwelten
Zwischen Himmel und Erde
Lindau
1. April bis 27. August 2017 Stadtmuseum
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„Töneschmugger on Tour“ wurde vom 7. bis 9. Juli von Musikschülern der Musikschule Bregenz aufgeführt.
Fotos: Anja Köhler (2)
FESTSPIELE FÜR DIE JUGEND
Foto: Philipp Steurer
Das erfolgreiche und abwechlsungsreiche Crossculture-Programm weckt bei Kindern und Jugendlichen die Lust auf Musik und Theater. Kunst als Erlebnis! Von Workshops über Musiktheater, Führungen bis zum Spektakel auf der Seebühne: Mit dem CrosscultureProgramm möchten die Bregenzer Festspiele bei Kindern und Jugendlichen Lust auf Musik und The ater wecken. Junge Menschen werden durch kreative Impulse gefördert und gefordert: aktiv mitzugestalten, zu zuschauen, zuzuhören. Noch bis zum Ende des Festspielsommers werden die kostenlosen Crossculture Tours angeboten, bei denen das junge Pu blikum jede Menge Hintergründe und Geheimnisse der Bregenzer Festspiele erfährt. Die 50minütige Tour führt an spannende Orte, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt, und wird speziell für Schulklassen, Kinder und Jugend gruppen angeboten. ZWEI TOLLE PROGRAMMPUNKTE Mit „Die Verblecherbande“ und „Töne schmuggler on Tour“ sind im Juli be reits zwei tolle Projekte über die Bühne gegangen. Was Musik alles kann und was sie mit uns macht, war Thema der 22
Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
turbulenten und lustigen Musik komö die „Die Verblecherbande“. Die Mitglie der der Verblecherbande sind fröhliche und mutige Menschen. Sie träumen von immer neuer Musik, die sie sich um je den Preis besorgen. Bei der Vorstellung ernteten die Jugendlichen für ihren tollen Auftritt jede Menge Applaus vom Publikum. Nach der Verblecherbande bestiegen die Töneschmuggler die Bühne. Die jungen Musiker der Musikschule Bre genz machten mit instrumentalem Theater das Publikum zu Augenzeu gen und Mitwissern. Inspiriert von den Schmugglern in Georges Bizets Oper Carmen befragten junge Menschen das Phänomen „Schmuggeln“ aus heutiger Sicht. CROSSCULTURE NIGHT Ein Highlight des CrossculturePro gramms war wie jedes Jahr die Crosscul ture Week. Als Abschluss der kreativen Woche wurde, exklusiv für Jugendliche, das Spiel auf dem See unter freiem Him mel erstmals vor Publikum präsentiert.
Mein Hotspot. Meine Festspiele.
für Besucher der Festspiele
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Foto: Esra Rott tthhoff
YOUSEF SWEID IN „THE SITUATION“
Das Schauspiel gehört dieses Jahr wieder zum Programm der Bregenzer Festspiele. Aufgeführt wird unter anderem „The Situation“.
2016 wurde The Situation zum „Stück des Jahres“ gekürt. Die Bre genzer Festspiele zeigen das Schau spiel eine Woche nach Festivalstart im Kornmarkttheater. Der arabisch israelische Schauspieler Yousef Sweid, manchem aus der Erfolgsse rie Game of Thrones bekannt, spielt Amir. Im Berliner Stadtteil Neukölln treffen in einem Deutschkurs Paläs tinenser, Israelis und Syrer aufei nander. Der Konflikt, dem alle ent fliehen wollten, findet nun mitten in Berlin seine paradoxe Fortsetzung. Die Stücke der Regisseurin Yael Ronens entstehen von Anfang an in enger Zusammenarbeit mit dem Ensemble, so auch The Situation. Wie ist das als Schauspieler so in den Entstehungsprozess eingebunden zu sein? Yousef Sweid: Ich habe mit Yael schon früher zusammengearbeitet. Deshalb kenne ich ihr System. Ich liebe ihre Art zu arbeiten. Über ei nen Monat lang gibt sie uns Recher chearbeiten. Das ganze Team ist vereint und erforscht zusammen das Thema. Wir reden, diskutieren und erzählen uns viel Persönliches. Und wir improvisieren. Probieren vieles aus. Greifen Geschichten aus un seren eigenen Leben auf und spielen damit. Dabei entstehen interessante Szenen. Yael gibt uns Input und bringt die Szenen auf eine Ebene, zu der jeder eine Beziehung aufbauen kann. Bei den Proben zu „The Situ ation“ improvisierten wir zum Bei spiel einen Streit zwischen einem Palästinenser und einem Israeli, natürlich über den Nahostkonflikt. Yael meinte, wir sollen den Konflikt mit dem Streit eines Ehepaares, das sich einfach nicht mehr erträgt, ver
gleichen. So entsteht das Stück Sze ne für Szene. Sie spielen die Rolle des Amir. Wie viel von Ihnen und Ihrer Biografie steckt in Amir? Yousef Sweid: Amir ist mir sehr ähn lich. Er ist zwar aggressiver als ich und hadert mehr mit der neuen Spra che, seine Biografie ist aber eng mit meiner verknüpft. Er war in seiner Heimat ein berühmter Schauspieler. Seine Besonderheit: Er war der paläs
„Die Biographie von Amir ist eng mit meiner verknüpft. Er war der palästinensische Star in einer jüdischen Community. Das ist mein Leben.“ YOUSEF SWEID Schauspieler, The Situation
tinensische Star in einer jüdischen Community. Das ist mein Leben. Wie er war auch ich auf den Covern ei niger großer Hochglanzmagazine in meiner Heimat. In Berlin muss sich Amir neu erfinden, sich fragen: „Was kann ich in Berlin sein?“ Auch damit musste und muss ich mich noch aus einandersetzen. Ist es nicht schwierig, so viel von seinem eigenen Leben auf der Bühne zu zeigen? Yousef Sweid: Ja, wir verwenden unsere Biografien als Basis für das Stück. Wir bringen aber keine reinen Wiedererzählungen auf die Bühne. Wir wählen sehr bewusst aus, was in der Inszenierung verwendet wird.
Teile unseres Lebens werden so zu einem theatralen Werk. Unsere Le ben verwandeln sich dadurch zu Kunst. Vieles, was man auf der Büh ne sieht, ist Fantasie. Und vieles ist Realität. Das Spiel auf der Bühne ist für mich deshalb nicht wirklich schauspielen, da ich ja in Teilen ge nauso bin wie ich bin. Trotzdem bleibt es Schauspielerei. Die Realität verschwimmt mit der Fiktion. Warum ist gerade Berlin der Handlungsort von The Situation? Yousef Sweid: Berlin ist der Ort an dem alle Ensemblemitglieder – mit Ausnahme von Dimitrij Schaad – als erstes angekommen sind. Wir sind aus Israel, Palästina und Syrien ge kommen. Und die meisten von uns haben tatsächlich in Neukölln, wo auch das Stück angesiedelt ist, ge wohnt. Wenn du durch Berlin spa zierst hörst du so viele verschiedene Sprachen, du triffst auf so viele unter schiedliche Kulturen. Berlin ist eine Stadt, die das zulässt. Berlin ist das, was wir von Deutschland kennen und ist mit unseren Geschichten verbun den. Deshalb war Berlin für uns der einzig mögliche Handlungsort. Von Berlin geht es im Juli zu den Bregenzer Festspielen. Ist das ein besonderes Gastspiel für Sie? Yousef Sweid: Ich freue mich darauf Teil der Festspiele zu sein. Mittler weile weiß ich auch genau, wo Bre genz liegt. Ich weiß aber nicht, was uns erwarten wird, wir waren noch nie hier. Das heißt ich bin überaus gespannt, wie das Publikum in Bre genz auf The Situation, seine Viel sprachigkeit und seinen eigenen Hu mor reagieren wird. Und: Ich freue mich sehr auf die Stadt und den See.
Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
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Foto: Breg. Festspiele/ Dietmar Mathis
REICHTUM DER EUROPÄISCHEN MUSIK
In vier Orchesterkonzerten zeigen die Bregenzer Festspiele den Reichtum der europäischen Musik seit dem 19. Jahrhundert.
Programm 24. Juli, 19.30 Uhr, Festspielhaus Wiener Symphoniker, Dirigent: Antonio Méndez, Klavier: Javier Perianes Dauer: 1 h 50 min, inkl. Pause 30. Juli, 11 Uhr, Festspielhaus Wiener Symphoniker, Dirigent: Philippe Jordan Dauer: 1 h 40 min, inkl. Pause 7. August, 19.30 Uhr, Festspielhaus Wiener Symphoniker, Dirigent: Constantinos Carydis, Schlagzeug: Dimitris Desyllas 20. August, 11 Uhr, Festspielhaus Symphonieorchester Vorarlberg, Dirigent: Gérard Korsten Einführungsvortrag: jewiels 45 Minuten vor Beginn (Eintritt frei) 26
Raffinierte Klangfarben, überra schende Effekte, überwältigende Aus maße: Die Orchesterkonzerte lassen in diesem Festspielsommer den Reich tum der europäischen Musik seit dem 19. Jahrhundert erahnen. Wie der fran zösische Komponist Bizet spanische Klangwelten in Carmen erfand, verban den später Claude Debussy, Maurice Ravel und Manuel de Falla französische und spanische Elemente in ihrer Musik. DIRIGENT ANTONIO MÉNDEZ Am 24. Juli geben die Wiener Sympho niker unter dem Dirigenten Antonio Méndez das erste von vier Orchesterkon zerten im Festspielhaus. Gespielt wer den Claude Debussy – „Iberia. Images für Orchester Nr. 2“, Manuel de Falla
Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
– „Nächte in spanischen Gärten“, Mau rice Ravel – „Konzert für Klavier und Orchester GDur“ und Manuel de Falla – „Der Dreispitz. Suiten Nr. 1 und 2“. SPANISCHER KOMPONIST Aus Andalusien, wo Bizets Carmen spielt, stammt der spanische Kompo nist Manuel de Falla. Die raffiniert ein fachen Klänge seiner Heimat verarbei tete er in seinen Nächten in spanischen Gärten. Berühmt wurde de Falla für sein Ballett Der Dreispitz. Mehrere Jah re lebte er in Paris, wo er mit Claude Debussy befreundet war. Dieser wollte in seinem Orchesterwerk Iberia die »Düfte der Nacht« Spaniens einfangen. Spanisches Kolorit ist auch in Maurice Ravels Klavierkonzert GDur zu hören.
KONZERT-HIGHLIGHTS IM RHEINTAL 15. Juni bis 14. September Kultursommerfestival, Conrad Sohm, Dornbirn
28. Juli Adam Franklin Marktplatz, Dornbirn
13. September Sting, Open-Air, Rankweil Marktplatz
7. Juli bis 15. August Poolbarfestival, Altes Hallenbad Feldkirch
3. bis 5. August Szene Openair, Alter Rhein, Lustenau
13. Oktober Russkaja, Conrad Sohm, Dornbirn
20. Juli bis 20. August FOEN-X Festival, Kammgarn, Hard
10. bis 12. August Bezau Beatz, Remise des Wälderbähnles
20. Oktober Fink, Conrad Sohm, Dornbirn
25. Juli Morcheeba, Conrad Sohm, Dornbirn
11. August Mimo, Kirchplatz, Lustenau
1
4
7. November K‘s Choice, Conrad Sohm, Dornbirn
2
3
1. Fink gastiert am 20. Oktober im Conrad Sohm in Dornbirn. 2. Die wunderbaren Pixies sind zu Gast beim Poolbar Festival. 3. Der Auftritt von Clueso beim Szene Openair wird vor allem Frauenherzen höherschlagen lassen. 4. Sting tritt am 13. September am Marktplatz in Rankweil auf.
SZENE OPENAIR UND KULTURSOMMER
Int. Künstler beim Szene Openair und beim Conrad-Sohm-Kultursommerfestival. Zum 28. Mal findet vom 3. bis 5. Au gust das nachhaltig und ehrenamtlich organisierte Jugendkulturfestival in Lustenau statt. Headliner, neue Trends und regionale Newcomer werden mit der atemberaubenden Atmosphäre am Alten Rhein vereint – ein Erlebnis für jeden Besucher und Künstler. Zahl reiche Größen wie Billy Talent, Dub FX, SDP, Clueso oder Jennifer Rostock und viele mehr werden von Donners tag bis Samstag beim Szene Openair das Gelände am Alten Rhein rocken und für Festivalstimmung sorgen. PREISGEKRÖNTES KONZEPT In den letzten 28 Jahren hat sich das Szene Openair, das mit seinem mehr fach preisgekrönten Ökologiekonzept großen Wert auf den sorgsamen Um gang mit der Natur legt, zum größten Jugendkulturfestival Westösterreichs
entwickelt und gibt neben interna tionalen Künstlern auch dieses Jahr wieder zahlreichen Vorarlberger Musi kern die Möglichkeit, sich im Newco merZelt zu präsentieren. HOCHKARÄTIGES LINE-UP Am Donnerstag werden ab 17 Uhr un ter anderem die Vorarlberger KIN, die jungen Österreicher Nihils, die mit ihrem elektronischen AlternativePop derzeit die Welt erobern, die austra lische PostHardcoreBand The Amity Affliction oder Bonez MC und Raf Ca mora – eine deutschösterreichische Hip Hop/DancehallLiaison und Dub FX auf der Bühne stehen. Am Freitag geht es schließlich mit wunderbarem Blues vom Vorarlberger Prinz Grizzley mit seinen Beargaroos weiter. Außer dem spielen SDP, Clueso, Eskimo Call boy und viele mehr. Am Samstag wird
mit den Österreichern Granada, den angesagten Newcomern 257ers, den New Yorkern Lucky Chops, den legen dären Rockern Billy Talent, Jennifer Rostock oder Alle Farben noch einmal so richtig eingeheizt. KULTURSOMMERFESTIVAL Zwar nicht unter freiem Himmel, dafür genauso hochkarätig wie das Szene Openair ist das ConradSohm Kultursommerfestival, das dieses Jahr bereits zum sechsten Mal und noch bis 14. September im Dornbirner Conrad Sohm stattfindet. Highlights werden hier unter anderem noch die Kon zerte von Morcheeba, Archive, Live of Agony, Farewell dear Ghost, Kadavar und viele mehr sein. Alle genauen In fos zum Programm und Tickets sind auf www.szeneopenair.at oder auf www.conradsohm.com zu finden.
Programm FOEN-X Festival 2017 20. Juli bis 20. August
Kabarett 21. Juli, 21 Uhr Leo Lukas und Simon Pichler „Fremde Federn“ 22 Juli, 21 Uhr Schüttelreim „Die Galanacht des Schüttelreims“ 27. Juli, 21 Uhr Philipp Weber „Weber N°5: Ich liebe ihn!“ 29. Juli, 21 Uhr Eure Mütter „Bloß nicht menstruieren jetzt!“ 5. August, 21 Uhr Theatro Necessario „Clown in Libertà“, Herbert & Mimi „Night Fieber“ 11. August, 21 Uhr Christoph und Lollo „Das ist Rock‘n‘Roll“ 12. August Heinz Marecek „Das ist ein Theater“ Kinder 6. bis 8. September, 9 bis 12 Uhr Pantomime-Workshop Tickets Karten sind an der Abendkassa sowie im VVK beim Musikladen (www. musikladen.at) erhältlich. Kartenreservierungen telefonisch unter +43 (0)5574 6970 oder +43 (0)5574 82731 sowie per Mail an kammgarn@hard.at. Die Theke und der Außenbereich laden an Veranstaltungstagen ab 19.30 Uhr zum Verweilen ein. Für kleine kulinarische Leckerbissen ist gesorgt.
Parkmöglichkeiten Bitte den Seeparkplatz nutzen bzw. mit dem Fahrrad oder Bus anreisen. Bushaltestelle Linie 17, Haltestelle Sägewerkstraße Alle weiteren Infos auf www.kammgarn.at/foen-x 28
Foto: Dietmar Lipkovich
Musik 20. Juli, 21 Uhr Ernst Molden & Der Nino aus Wien 26. Juli, 21 Uhr Soneros de Verdad 4. August, 21 Uhr Thomas Blug 9. August, 21 Uhr Gabriela Mendes 18. August, 21 Uhr Falco – Platinum
FOEN-X FESTIVAL IN HARD
Das Harder Kleinkunstfestival FOEN-X bietet vom 20. Juli bis 20. August wieder ein tolles Programm. Das kleine, aber feine FOENX Festival in Hard am Bodensee bietet im Juli und August wie gewohnt ein wunder bares, abwechslungsreiches Sommer programm. Von Rock, Pop, Wienerlied über Kabarett und Comedy bis hin zum Kindertheaterworkshop ist ein breites Spektrum abgedeckt. Kulturgenuss für alle ist garantiert.FOENX 2017 startet gleich voll durch: Mit Ernst Molden und dem Nino aus Wien hat das Kleinkunst festival in Hard einen fulminanten Auftakt. Wer die beiden Wiener Mu siker schon einmal gesehen hat, lässt sich diese Gelegenheit bestimmt nicht entgehen. Und für alle, die die beiden noch nicht kennen, ist dieser Abend ein Muss. Die Gelegenheit, Ernst Mol den als arrivierten und den Nino aus Wien als jungen Wiener Liedermacher kennenzulernen. FALCO – PLATINUM-SHOW Auch der Abschluss des Festivals am 20. August ist in Wiener Hand: Am letz ten Abend des Festivals beschert die Falco – PlatinumShow einen Abend mit fulminanter Bühnenshow und un verwechselbarem FalcoSound pünkt
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lich zum 60. Geburtstag des zu früh verstorbenen Wiener Musikgenies. Musik von den Kapverden von Gabrie la Mendes, Rock aus Deutschland von Thomas Blug sowie kubanischer Sound von Soneros de Verdad am Mittwoch, den 26. Juli, vervollständigen das Mu sikprogramm dieses Sommers. KABARETT UND COMEDY Klassische Kabarettprogramme, eine Nacht des Schüttelreimes, musikalische Miniaturreportagen, abstruse Come dy oder Anekdoten und Geschichten über kleine Missgeschicke und große Katastrophen am Theater: Auch im Kabarett und Comedyprogramm gibt es jede Menge Abwechslung. Mit dabei sind unter anderen: Schüttelreim, Phi lipp Weber mit seinem Programm „We ber N°5: Ich liebe ihn!“, Eure Mütter mit „Bloß nicht menstruieren jetzt!“, Christoph und Lollo mit ihrem Pro gramm „Das ist Rock’n’Roll und Heinz Marcek mit „Das ist ein Theater“. Für Kinder gibt es im Anschluss an das Festival die Möglichkeit, ihr kreatives Potenzial bei einem PantomimeWork shop zu erweitern.
ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE
Bilderwelten von Paul Klee im Stadtmuseum Lindau – bis 27. August 2017. Der in der Schweiz geborene Künstler (1879 – 1940) ging als Malerpoet mit einer unverwechselbaren Bildspra che in die Kunstgeschichte der Klas sischen Moderne ein. Sein Werk of fenbart eine überbordende motivische und thematische Fülle, vielstimmige Farbkompositionen sowie eine große Experimentierfreude. Als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Kunst hinterließ Paul Klee ein enorm vielseitiges Spektrum von rund 9500 Werken. Dabei war er kein exzentri sches Künstlergenie, sondern ein phi losophisch und mit ironischer Distanz auf die Welt blickender Charakter. LICHT UND SCHATTEN Die Ausstellung zeigt mit Werken aus verschiedenen Schaffens und Lebens phasen Klees zentrale Aspekte seines Gesamtwerks: So werden die Kunst der Zeichnung, der virtuose Umgang mit der Farbe, die häufig mit einem ironischen Augenzwinkern darge botene Themen und Formenvielfalt seiner fantasievollen Bildschöpfungen ebenso beleuchtet wie das charakteri stische zeichenhafte Vokabular seiner Bilderwelten. Zur Anschauung kommen Bilder aus der Zeit von Klees Militärdienst im Ersten Weltkrieg, aber auch Arbei ten, welche seine lichtvollen und sein Werk stark prägenden Reisen nach Tunis und Ägypten thematisieren. Auch seine lebenslange Leidenschaft für die Welt der Musik und des Thea ters kann die Schau mit bedeutenden Exponaten beleuchten. Illustriert wird schließlich das beeindruckende Spät werk des Künstlers, der im Jahr 1933 zurück in die Schweiz nach Bern emi grieren musste.
PAUL KLEE IN LINDAU Für eine KleeAusstellung in Lindau sprechen nicht zuletzt biografische Aspekte: Häufig überquerte der in Deutschland arbeitende Paul Klee bei seinen Heimfahrten in die Schweiz den Bodensee, indem er am Lindauer Hafen ein Schiff nach Rorschach oder Romanshorn bestieg. Auch die Rück reisen fanden über Lindau statt. SERIE ZUR KLASSISCHEN MODERNE Mit der Schau setzt der Kurator Prof. Dr. Roland Doschka seine Serie zur Klassischen Moderne im Stadtmu seum Lindau fort, die bisher rund 350.000 Besucher zählen konnte. Wie bei den vergangenen Projekten (Pi casso, Chagall, Miró, Matisse, Nolde) erlauben Leihgaben aus bedeutenden europäischen Privatsammlungen, Mu seen und Kunststiftungen einen breit gefächerten Blick auf das Werk eines Jahrhundertmalers. Zu besichtigen sind die „Bilderwelten von Paul Klee“ noch bis zum 27. August 2017.
Paul Klee, Kleiner Dampfer, 1919, 6. Foto: Nachlass Erich Heckel
Ausstellung Paul Klee Zwischen Himmel und Erde. Bilderwelten von Paul Klee. Stadtmuseum Lindau 1. April bis 27. August 2017 Mo.–So. 10–18 Uhr Öffentliche Führungen Mo.–So. 10.30 und 14 Uhr Gruppenführungen nach Vereinbarung, T 08382 260033 museum@kultur-lindau.de
Paul Klee, Tänzerpaar, 1923, 126. Foto: Sebastian Stadler, St. Gallen, Kunstmuseum
Stadtmuseum Lindau Marktplatz 6, 88131 Lindau T 08382 944073 www.kultur-lindau.de Festspielzeitung :: Kultur und Freizeit während der Bregenzer Festspiele
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Die Ausstellung „KULT! Legenden, Stars und Bildikonen“ ist noch bis zum 15. Oktober zu sehen.
Fotos: Zeppelin Museum/Tretter
ZEPPELIN MUSEUM FRIEDRICHSHAFEN Austellung: „KULT! Legenden, Stars und Bildikonen“
In seiner großen Sommerausstellung „KULT! Legenden, Stars und Bild ikonen“ untersucht das Zeppelin Museum 100 Jahre nach dem Tod des Volkshelden Graf Ferdinand von Zep pelin und 80 Jahre nach dem Unglück von LZ 129 Hindenburg in Lakehurst das Phänomen des Kults rund um den Zeppelin in Gesellschaft, Politik, Religion und Popkultur. ASPEKTE DER HEROISIERUNG Im ersten Teil der Ausstellung wer den die Aspekte der Heroisierung, Sakralisierung und Ironisierung des Luftschiffs über 100 Jahre hinweg in verschiedensten Objekten und Medi en analysiert. Vom CocktailShaker bis zur Propaganda mit Zeppelinen im Bombenkrieg, vom Kinderspiel zeug bis zur KondomWerbung, vom kaiserlichpatriotischen Marsch bis zum Debutalbum von Led Zeppelin: Der Zeppelin ist Kult – bis heute. Im zweiten Teil der Ausstellung thema tisieren zeitgenössische Künstler die 30
Kulte der Gegenwart. Sie widmen sich dem Mythos Zeppelin (Ken neth Anger, Christoph Girardet, Aby Warburg), der Entstehung bzw. Umwidmung politischer Kulte (Halil Altindere, Yael Bartana, Aleksandra Domanovi, Dani Gal), dem Fan bzw. Starkult in der Popmusik (Candice Breitz, Josh Kline), der Renaissance religiöser Kulte (Benedikt Hipp), dem Kult um Ereignisse und Orte (Julius von Bismarck). In den Blick genom men werden aber auch die Anhänger von Kulten und deren ritualisierte Handlungen. KULTE SIND WEIT VERBREITET Die Ausstellung macht deutlich, wie verbreitet und mächtig die Entwick lung von Kulten auf allen Ebenen unserer Gesellschaft ist. Kulte stif ten Gemeinschaft und geben Halt in Zeiten der Unsicherheit und des glo balen Wandels – können aber auch Potenziale der Gleichschaltung und damit der Entmachtung des Ein
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zelnen entwickeln. Eine interaktive Webdokumentation mit dem Titel „Ferdinands Traum“, die in Zusam menarbeit mit dem Fachbereich Me dienwissenschaften der Universität Konstanz entstanden ist, nimmt die Ausstellungsbesucher mit auf eine multimediale Weltreise. TICKETS ZU GEWINNEN! Für die Ausstellung im Zeppelin Mu seum verlosen wir 10 x 2 Tickets. Teil nahme bis zum 12. August per Mail an beate.rhomberg@russmedia.com oder per Post an Russmedia GmbH, Heimat Dornbirn, z. H. Beate Rhom berg, Gutenbergstraße 1, A6858 Schwarzach. Kennwort: Zeppelin.
Informationen
Ausstellung bis 15. Oktober 2017 Zeppelin Museum, Friedrichshafen Öffnungszeiten: Täglich von 9 bis 17 Uhr Kontakt und Information: Seestraße 22, Friedrichshafen www.zeppelin-museum.de
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1 Ausstellungen im Vorarlberg Museum. 2 Der Martinsturm in der Bregenzer Oberstadt. 3 Romantischer Fischersteg am Bodensee. 4 Mit der Bahn auf den Pfänder fahren. 5 Das Festspielhaus mit dem Platz der Wiener Symphoniker. 6 Der Kornmarktplatz. 7 Sonne genießen bei den Sunset-Stufen am Bodensee.
KULTUR UND ERHOLUNG AM SEE
Bregenz steht auch abseits der Festspiele für Kultur, Emotionen und Erlebnisse. Eine attraktive Kleinstadt mit einem überproportional großen Kulturan gebot. Das belegen die Bregenzer Festspiele, die vielen Galerien, das Vorarlberg Museum sowie der für eine Kleinstadt ungewöhnliche Um stand, dass es mit dem Vorarlberger Landestheater und dem Theater Kos mos zwei Theaterhäuser gibt. HOHE TOURISTISCHE RELEVANZ Das breite Angebot fördert auf der einen Seite den Wirtschaftsstand ort Bregenz und sorgt andererseits für eine hohe touristische Relevanz: Die Substanz der historischen Ober stadt, außergewöhnliche zeitgemäße
TIPPS DER REDAKTION
Das sollten Sie gesehen haben!
Architektur, das sommerliche Ange bot rund um die Bregenzer Festspiele und zahlreiche Veranstaltungen prä gen die Landeshauptstadt. Neben ei ner vielfältigen Eventszenerie stehen hier auch das bunte gastronomische Angebot sowie ein außergewöhn liches Angebot an Händlern im Fo kus. Fachgeschäfte, Boutiquen und Concept Stores inmitten der weitläu figen und autofreien Innenstadt bil den einen innovativen Handel in der Vorarlberger Landeshauptstadt. Das Zentrum einer lebendigen Stadtge sellschaft bildet der seit 2013 beste hende Kornmarktplatz, der vor allem aufgrund seiner modernen Konzepti
on das urbane Bild unterstreicht und sich in die zeitgemäße Architektur landschaft einfügt. Veranstaltungen wie das Bregenzer Jazzfestival, Wo chen und Themenmärkte oder auch ein Kinderkunstfestival bekommen hier einen modernen Raum zwi schen See und Berg. INTERNATIONALE AUSSTELLUNGEN Das direkt am Platz gelegene Vorarl berg Museum und das Kunsthaus Bregenz profilieren sich durch ihre international anerkannten Ausstel lungen. Die Bregenzer Festspiele bringen jedes Jahr aufs Neue spekta kuläre musikalische Werke.
Top-Sonnenuntergänge beispielsweise vom Fischersteg aus, am neuen Badesteg an der Pipeline oder auf einem der Schiffe.
Fotomotiv: Die schmalste Hausfassade Europas – mit nur 57 Zentimetern – finden Sie in der Kirchstraße 29. Ein echter Hingucker!
Oberstadt mit Martinsturm: Das Wahrzeichen von Bregenz – und zugleich die größte Turmzwiebel Europas.
Das Kloster Mehrerau ist das bedeutendste Zisterzienserkloster am Bodensee: Die jahrhundertealte Bibliothek und die prächtigen Räume sind beeindruckend.
Die älteste Badeanstalt am Bodensee strahlt ein besonderes und erlebenswertes Flair aus. Hier kann man sich an heißen Tagen im Bodensee erfrischen.
Ein Kleinod aus vergangener Zeit ist die Villa Raczynski in der Schlossbergstraße: Als kleines, feines Tagungshaus bietet es Raum für exklusive und private Events.
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Lebe den Genuss! Mohren Pilsner
www.mohrenbrauerei.at facebook.at/Mohrenbrauerei