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2017 06 15 extra digital banking

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Digital Business & Banking

Zahlen in Echtzeit Chancen fĂźr Wirtschaft Digitale GeldbĂśrse


Donnerstag/Freitag, 15./16. Juni 2017

2   Digital Business & Banking

„Regionalität bleibt personifiziert“ Über die Bedeutung der Digitalisierung für die Vorarlberger Bankenlandschaft sprachen die VN mit Spartenobmann Komm.-Rat Betriebsökonom Wilfried Hopfner, CSE, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg. Wir werden uns den neuen Möglichkeiten nicht verschlie­ ßen können und auch nicht dürfen. Wir müssen sie sinn­ voll so nutzen, dass wirt­ schaftliche Entwicklung im Land und die Vorteile der digi­ talen Welt sich parallel ent­ wickeln können. Wie gehen die Vorarlberger Banken mit dem Thema ­Digitalisierung um? Unsere starke Verwurzelung widerspiegelt sich insbeson­ dere im Bankstellennetz. Die Nähe zur Bank wurde daher bisher auch gemessen in der räumlichen Distanz zwischen Wohnort und Bankstelle. Die rasch fortschreitende Digitali­ sierung führt zu großen Ver­ änderungen im Kundenver­ halten. Sozusagen das Tages­

geschäft zwischen Kunde und Bank ist bereits digitalisiert, sodass die bisherige Nähe zur Bankstelle an Bedeutung ver­ liert. Regionales Banking war, ist und bleibt aber auch perso­ nifiziertes Banking. Die daraus resultierende Nähe schafft Kundennutzen und sie schafft vor allem auch regionale Wertschöpfung, nicht zuletzt auch durch die Arbeitsplätze, die wir Banken bieten. Welche Mehrwerte können durch die Digitalisierung für die Kunden geschaffen werden? Die digitale Welt kennt kei­ ne örtlichen oder zeitlichen Begrenzungen. Unsere Kun­ den können 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr Bank­ dienstleistungen in Anspruch nehmen, Bankgeschäfte abwi­ ckeln und sich auch immer aktuell informiert halten. Diese Unabhängigkeit schafft sicher in den StandardBankgeschäften höchste Flexi­ bilität und diese stehen dem Kunden eben dann zur Verfü­

gung, wenn er dies haben möchte. Die digitale Banken­ welt schafft aber auch hohe Transparenz und verbessert die Vergleichsmöglichkeiten. Wie werden durch digitale Lösungen die internen Abläufe verbessert? Wir können die sich rasch entwickelnden neuen tech­ nischen Möglichkeiten auch im stationären Vertrieb nut­ zen. Zum einen verkürzen sich, Entwicklungszyklen, zum anderen müssen die auf der Kundenseite zur Verfü­ gung gestellten Prozesse auch im bankinternen Ablauf Vor­ teile nach sich ziehen. Neue Technologien helfen aber auch bei den hausinter­ nen Informations- und Kom­ munikationsflüssen. Bei all der Verschlankung der Pro­ zesse und der verstärkten Durchgängigkeit derselben vom Kunden bis zur Abwick­ lung muss aber eines als höchstes Gut sichergestellt bleiben: Der Schutz vor uner­ laubtem Zugriff auf die uns anvertrauten Kundendaten.

Sind doch unsere hausinter­ nen Prozesse schon seit ge­ raumer Zeit digitalisiert. Was jetzt neu dazu kommt, sind die kundenseitigen Anforde­ rungen. Da sind unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sozusa­ gen Kunden und Anwender auf der einen Seite und gleich­ zeitig damit auch fit für die Informationsweitergabe an unsere Kunden. Aber wie alle Produkte und Dienstleis­ tungen einer Bank geschult werden, so gibt es auch spezi­ fische Schulungsangebote in der verbesserten Nutzung der digitalen Wege.

Spartenobmann Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender. Wie machen und halten die Vorarlberger Banken ihre Mitarbeiter für die Digitalisierung fit? IT-Nutzung ist für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiter­ rinnen schon seit Langem ­eine Selbstverständlichkeit.

Wo sehen Sie als Partner der Wirtschaft die großen Chancen durch die Digitalisierung in Vorarlberg? Die Digitalisierung wird unser Wirtschaftsleben, aber auch unser soziales Gefüge massiv verändern. Es ist daher für je­ des Unternehmen wichtig, die technischen Entwicklungen zu beobachten und sinnvoll für die eigene Wertschöpfung zu nutzen. Auf was wir bei

­ ller Euphorie und aller tech­ a nischen Möglichkeiten aber nicht vergessen dürfen, ist: Wir Menschen brauchen auch Beziehungen, die gepflegt werden müssen. Dass trotz Digitalisierung alles daran gesetzt werden muss, dass die Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land blei­ ben, ist aus meiner Sicht eine unabdingbare Notwendigkeit. Wir alle werden uns den neu­ en technischen Möglichkeiten nicht verschließen können und auch nicht dürfen. Wir müssen sie sinnvoll so nutzen, dass wirtschaftliche Entwicklung im Land und die Vorteile der digitalen Welt sich parallel entwickeln können.

Die Digitalisierung wird unser Wirtschaftsleben, aber auch unser soziales Gefüge massiv verändern. Wilfried Hopfner Spartenobmann

Neue Kanäle ergänzen persönliche Kontakte Die Digitalisierung ist in vollem Gange und hat längst auch Banken erfasst.

Praktisch, einfach und übersichtlich in der Optik – so soll das digitale Bankgeschäft sein.

Das Passende für Jeden Onlinebanking, Electronicbanking, Netbanking – das digitale Bankgeschäft boomt. Praktisch in den Möglich­ keiten, einfach in der Bedie­ nung und übersichtlich in der Optik soll es sein. Raiffeisen setzt genau darauf und ist Eigenaussage deshalb nach ­ online die Nummer eins. Der

Sektor leistet mit seinem Elec­ tronicbanking Pionierarbeit. Nicht umsonst ist ELBA mit über 1,7 Millionen Nutzern das meistgenutzte Online­ banking Österreichs. So geht Onlinebanking Raiffeisenbanken sind als per­ sönliche Ansprechpartner vor Ort bekannt. Doch ihr

Online-angebot steht dem um nichts nach: Mit ELBA-in­ ternet, ELBA-mobil und der ELBA-App ist für jeden Kun­ den das Passende dabei. Was dieses Angebot von anderen unterscheidet? Das Online­ banking sieht nicht nur gut aus, es bietet auch die Funkti­ onen, die den Menschen ­ utzen. n

Der Kunde im digitalen Zeit­ alter erwartet ein intelligentes und individuell auf ihn ab­ gestimmtes Spektrum an Zu­ gangswegen zu seiner Bank. Die Verschmelzung der Bank­ dienstleistungen zu einem ganzheitlichen Angebot und ein stimmiges Kundenerlebnis über sämtliche Kanäle steht dabei im Fokus. Flexiblere Zugangswege „Unsere Herausforderung ist es, unseren Kunden die Mög­ lichkeit zu geben, so viel wie gewünscht, digital zu erledi­ gen und ihnen an­zubieten, je­ derzeit mit einem Berater Kon­ takt aufnehmen zu können. Wie bzw. über ­welchen Kanal möchten die Kunden heute

selbst entscheiden. Der Fokus liegt darauf, mehr und flexib­ lere Zugangswege zu überle­ gener Beratung zu schaffen. So ergänzen neue Kanäle wie Mail, Chat oder ­Videokonferenz den klassischen persönlichen Kontakt“, erklärt Markus Feld­ er, Vertriebsdirektor der Hypo Vorarlberg. Bankberatung der Zukunft „Parallel arbeiten wir daran, den administrativen Teil des Geschäfts ins Digitale zu ver­ lagern, um so den Mitarbeite­ rinnen und Mitarbeitern den Rücken freizuhalten – damit diese dann das tun können, was Menschen vor Maschinen auszeichnet: empathisch mit den Kunden ins Gespräch kommen, Perspektiven auf­ zeigen und gemeinsame ­Lösungen erarbeiten“, so Feld­ er. „Bankberatung der Zukunft

Direktor Markus Felder. heißt auf Basis veränderter Technologien, vor allem aber verändertem Kundenverhal­ ten, den Wandel proaktiv zu gestalten und den Kunden mit seinen individuellen Bedürf­ nissen konsequent in den Mit­ telpunkt stellen.“

Für technologischen Fortschritt gerüstet

Mit Digital-Banking überall voll informiert

4,2 Millionen Österreicherinnen und Österreicher (57 Prozent) nutzen Onlinebanking.

den Foyers und OMV-Tank­ stellen, online über Website und George, per Telefon oder ­E-Mail.

Die digitale Plattform George, die vor zwei Jahren von Erste Bank und Sparkassen auf den Markt gebracht wurde, zählt aktuell über eine Million Kun­ dinnen und Kunden. „Mittlerweile zählen wir dop­ pelt so viele Log-ins auf Smartphones und Tablets im Vergleich zum PC“, erklärt Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Der Kontostand wird unterwegs schnell abgefragt, Karten mit einem Knopfdruck gesperrt oder dem Betreuer eine Nach­ richt geschickt. Die Sparkas­ sen bieten deshalb Bank­ services über unterschied­ liche Kanäle an: persönliche Betreuung und Beratung in den Filialen, SB-Angebote in

George wächst weiter George wurde als digitales Banking konzipiert, das für künftige technologische Ent­

Beim digitalen Banking der Volksbank kann jederzeit mit dem Fingerprint-Log-in (TouchID) auch von unterwegs das Banking geöffnet werden.

wicklungen gerüstet ist. Als einzige Onlinebanking-Platt­ form verfügt George über einen Plug-in-Store, in dem ­ man nicht nur individuelle Sparkassen-Zusatz-Features erwerben kann, sondern auch Services von Drittanbietern in Anspruch nehmen kann.

Die digitale Plattform George zählt über eine Million Nutzer.

Alternativ dazu gibt es auch die Anmeldung mit der QuickID – einem vierstelligen Zah­ lencode.  Die grafische Darstellung von Einnahmen und Ausga­ ben gibt einen Überblick über die Finanzen und deren Ent­ wicklung.  Besonders häufig genutzte Funktionen müssen nicht mehr gesucht werden. Die neue Startseite bietet Schnell­ zugänge (Favoriten) zu Fea­ tures und unterschiedliche Ansichten. Jeder Kunde kann die verfügbaren Widgets (klei­ ne Anwendungen) persönlich anordnen (verschieben, lö­ schen, hinzufügen). Mit dem eigenen Begrüßungstext,

einem persönlichen Verfügerund Hintergrundbild kann die Startseite individuell gestaltet werden. Diese Anpassungen gelten auch als persönliche S ­ icherheitsmerkmale.  Um zu wissen, wie viel Geld im Monat für Lebensmittel, Kleidung oder Wohnung ­anfallen, waren früher aufwen­ dige Haushaltsbücher notwen­ dig. Das Banking kategorisiert die Umsätze automatisch und die Zuordnung kann durch ei­ gene Regeln angepasst wer­ den. Zielerreichung wird überwacht  Wünsche können als persön­ liche Sparziele im Banking er­ fasst werden. Die Zielerrei­ chung bzw. eine Zielabwei­ chung ist einfach zu überwachen.  Mit der Überweisung kann am Smartphone oder Tablet ein Geldbetrag überwiesen

werden. Die Auftragserfassung umfasst nur jene Eingabe­ felder, die aus Kundensicht erforderlich sind, um einen ­ entsprechenden Geldbetrag zu überweisen.  Bei der Drag&drop-Überwei­ sung am Desktop wird einfach ein Geldbetrag eingegeben und das Eingabefeld auf ein Konto oder einen Kontakt ­gezogen. Das Banking merkt sich lau­ fend die verwendeten Kon­ takte und deren Kontodaten inklusive Daten historischer Aufträge.  Auf Wunsch informiert das Banking automatisch über Kontoereignisse, wie z. B. den Gehaltseingang oder über Ausgänge, die einen bestimm­ ten Betrag übersteigen. Die Verständigung kann via E-Mail oder als Push-Mitteilungen direkt auf das Smartphone ­ ­erfolgen.


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Die Herausforderung annehmen Vorarlberg nutzt die Chancen der Digitalisierung. Zahlreiche Projekte sind in Umsetzung.

Und ist auch schon aktiv. Das Forschungsinstitut V-Research bekam mit der TU Wien den Zuschlag für ein neues Kompetenzzentrum im Bereich Digitalisierung von Prozessen. Das WIFI Vorarlberg wird sein Programm stärker auf digitale Herausforderungen sowie die Ausbildung von IT-Fachkräften ausrichten. Zudem hat die Wirtschaftskammer ein Serviceangebot entwickelt, das den Unternehmen in Form von Workshops und Roadshows digitales Know-how in die Hand gibt.

Der digitale Wandel ist nichts Zukünftiges, er ist schon längst da und gleichzeitig eine riesige Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft. Künstliche Intelligenz in Form von selbstfahrenden Autos oder virtuellen Assistenten oder die digitale Vernetzung von Menschen und Maschinen schreitet voran. Davor kann man Angst haben oder sich der Herausforderung stellen. „Das ist eine globale Entwicklung, die bis Vernetzung von Start-ups ­ hin­ ein ins kleinste Dorf­ Ein großes Ziel ist auch die wirkt“, sagt Vernetzung von Start­-ups. ReVorarlberg Wirtschafts­kammerpräsident gionale Spezialisten sollen zuHans Peter Metzler. Um nicht sammenkommen und ihre ins Hintertreffen zu geraten, Kräfte bündeln. Ein „Start-upmüsse man dieser Herausfor- Ecosystem“ nennt es Metzler, derung begegnen. Nun wird der als Wegbereiter und Kümeine „Digitale Agenda“ für merer fungieren will. „Um neue Wege zu beschreiten, geVorarlberg ausgearbeitet.

hören Bildung und Mut dazu. Jene Projekte und Initiativen, die es bereits gibt, wie die Netzwerke für „Intelligente Produktion/Industrie 4.0“ oder für „Textile Kompetenz“ sollen vernetzt werden und in eine Strategie einfließen, kündigt Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser an. Genauso sei das Ziel, eine landesweite Glas­faservollanbindung zu erreichen. Was die Kommunen Vorarlbergs zur „Digitalen Agenda“ beitragen können, macht Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann deutlich. Digitale Stadt Dornbirn Nicht nur dass es alle Sitzungsunterlagen nur noch digital gibt. Dornbirn möchte die erste Stadt im Rheintal sein, die flächendeckend ein Sensornetzwerk anbieten kann. Das heißt über Sensoren werden Umwelt- und Verkehrs-

Logistik- und Datensystem installiert. Wenn ein Kunde in New York ein Hörgerät kauft, wird die Produktion in der Schweizer Firma vollautomatisch ausgelöst. Datentransfer heißt das Zauberwort, genauso wie Agententechnologie, die dazu führt, dass Maschinen miteinander kommunizieren und selbstständig Entscheidungen treffen.

Unternehmer Christian Beer zeigt vor, wie man die Digitalisierung nutzen kann. daten gesammelt, mit denen wiederum Apps für die Bevölkerung entwickelt werden können. In der alten Postgarage im Campus V ist das Zentrum für Digitalisierung ­ situiert. Unter den Unter-

nehmern im Land ist Christian Beer, Inhaber und Geschäftsführer der Heron Gruppe, ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Bereits vor acht Jahren wurde für den Schweizer Hörgerätespezialisten Phonak ein

Wie hungrig ist Vorarlberg? „Innovation ist das Einzige, was eine Gesellschaft reicher macht“, ist Beer überzeugt. Die große Frage sei nur, wie groß die Veränderungsbereitschaft ist. „Vorarlberg hinkt nicht so weit hinterher, aber es gibt Länder, die hungriger sind als wir“, sagt Beer. Für Hans Peter Metzler ist deshalb klar: „Wir müssen einen neuen Appetit entwickeln. Man muss sich nur ein Beispiel an Christian Beer nehmen.“

Leidenschaftlich. Gut. Beraten.

Echter Einstieg in die Programmierung.

„Junge Menschen fürs Digitale begeistern“ Du wolltest immer schon einmal wissen wie man eine Homepage programmiert, einen eigenen Blog erstellt oder Games und Apps entwickelt? Die Coding-Ausbildung – eine neue Initiative von Fachhochschule Vorarlberg und Russmedia – bietet dir die einmalige Gelegenheit dazu. Worum geht’s? Schüler oder Lehrlinge zwischen 13 und 17 Jahren erhalten im CodingCamp, das ab Sommer erstmals in den Räumlichkeiten von Russmedia stattfindet, Einblicke in die spannende Welt der Programmierung und des Web-Designs. „Unter Anleitung von Fachexperten aus der Praxis bieten wir einen echten Einstieg in die Programmierung von interaktiven, dynamischen Webapplikationen“, erklärt Studiengangsleiterin Regine Bolter von der FH Vorarl­ berg. Den Anfang macht das zweiwöchige ­kostenlose „Code Base Camp“ im August. Weitere drei Module finden jeweils am Freitag­ nachmittag verteilt über das Schuljahr statt. „Der Lehrgang ist sehr praxisorientiert, mit vielen Übungen am Rechner unterstützt von studentischen Tutoren“, gibt Bolter einen Vorgeschmack. Exkursionen mit interessanten Einblicken in Vorarlberger Betriebe ergänzen den Lehrgang. Da es zunehmend schwieriger wird, Fachkräfte im Bereich Web-Entwicklung zu finden, ist es Projektkoordinator Julian Halder von Russmedia ein Anliegen, junge Menschen für die digitale Technologie zu begeistern: „Digitales Know-how ist die neue Währung auf dem Arbeitsmarkt. Die Digitalisierung wird alle Branchen betreffen. Deshalb haben wir die Code Base als Plattform ins Leben gerufen, wo Politik, Wirtschaft und Lehre gemeinsame Initiativen für die digitale Zukunft entwickeln. Nur wenn wir es schaffen, junge Menschen für digitale Technologien zu begeistern, wird die Vorarlberger Wirtschaft in der Lage sein, im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu sein.“ Die Anmeldefrist auf www.code-base.at läuft bis 16. Juli. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Impressum | Texte: Ernest F. Enzels­berger, Redaktion VN Bilder: Russmedia-­Archiv, Agenturbilder, Fotolia, Shutterstock Umsetzung: Anja Schutti Anzeigen­ beratung: ­Russ­media, ­Guten­bergstr. 1, 6858 Schwarzach

Wir setzen auf die beste Beratung – persönlich und digital. Warum? Weil wir die Bedürfnisse unserer Kunden verstehen und ihnen so individuelle Lösungen anbieten. Markus Felder, Vertriebsdirektor Bereich Privatkunden Dr. Johannes Hefel, Mitglied des Vorstandes

Setzen wir uns zusammen. Hypo Vorarlberg 17 x in Vorarlberg sowie in Wien, Graz, Wels und St. Gallen www.hypovbg.at


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Zahlen mit dem Smartphone wird bei immer mehr Konsumenten zum Usus. Neue Dienste – ein neuer Standard ist in Entwicklung – sollen bald alltäglich sein.

„Zahlen in Echtzeit“ ist bald Realität Bezahlen beim Internetshopping und Überweisungen soll in Zukunft nicht mehr als zehn Sekunden dauern. Um der massiven Konkurrenz der Internetkonzerne paroli zu bieten, rüsten die Banken auch in Österreich – fürs „Zahlen in Echtzeit“. Erste Angebote sollen nach internationalen Medienberichten in Europa schon heuer marktreif sein, breiter im Einsatz sein soll dies bei den Banken ein bis zwei Jahre später. Die Einführung von Instant-Payment-Diensten in der Eurozone soll 2018 umgesetzt werden. An dem Projekt ist die Europäische Zentralbank zusammen mit Großbanken schon seit Langem dran. Ein entsprechender Standard ist in Vorbereitung. Digitale Geldbörse Die Berater von A.T. Kearney zählen nach jüngsten Umfragen Echtzeitzahlsysteme, also Mobile Wallets (die digitale Geldbörse am Handy) und Instant Payment, zu den größten externen Umbrüchen, die den (Banken-)Markt von außen

Nachfrage nach Data S­ cientists Der Digitalisierungsschub schreitet weiter rasch voran. Vor allem im Gesundheits- und Finanzbereich wird es in den kommenden Jahren digitale Umbrüche geben. Doch in vielen Unternehmen stockt die Umsetzung. Hauptgründe sind der Mangel an Talenten, die Trägheit großer Organisationen sowie interne Silostrukturen. Besonders schwerwiegend ist der Mangel an ausgebildeten Data Scientists (durchschnittlich 58 Prozent), die vor allem von großen Unternehmen gesucht werden, sowie an Softwareentwicklern. Starke Nachfrage bestehe bei Berufen, die den Brückenschlag zwischen IT und Business darstellen, wie beispielsweise Business Analysts, IKT-Berater und Test Specialists.

verändern werden. Einen weiteren Umbruch verspreche der sogenannte „Kontozugang für Dritte“. Ab 2018 werden Dritt­ anbieter berechtigt, Zugang zu Kontoinformationen zu bekommen und Überweisungen im Namen des Kontoinhabers zu veranlassen. 32 Prozent der befragten Zahlungsverkehrsexperten in Banken sehen ­darin die entscheidende Veränderung für ihr Geschäft, so A.T. Kearney. Für ihre aktuelle Studie haben die Berater 60 europäische Führungskräfte von Banken, Zahlungsdiensteanbietern und -händlern befragt. Fazit: „Bargeldloses Zahlen wird immer beliebter. Seit 2010 beobachten wir ein jährliches Wachstum von sechs Prozent“, so Andreas Pratz von A.T. Kearney. Die Einnahmen im Bereich der digitalen Bezahlsysteme dürften in den nächsten zehn Jahren von 80 auf 111 Mrd. Euro ansteigen. Österreich hinke da aber hinterher. Und die Banken profitierten von dem Boom jedenfalls bis jetzt kaum. „Wachstum können Finanzdienstleister fast nur noch im

Markt für Bezahlsysteme ­rwarten, wo die Digitalisiee rung stetig voranschreitet. Hier aber konkurrieren die Banken mit reinen Digitaldienstleistern und Angeboten großer Onlinehändler, die oft noch näher am Kunden sind“, befand Pratz. Das heißt nur wenn die Banken es schafften, ihre Bezahlangebote zu digitalisieren, würden sie diesem Wettbewerb standhalten. Die Geldhäuser müssten sich auf eine neue Innovationswelle einlassen. Bargeldlos Zahlen ist in Österreich bisher überhaupt erst vergleichsweise schwach ausgeprägt: Die Österreicher zahlten nur 72-mal im Jahr mit der Karte – Kunden in Norwegen dagegen 400-mal. Europaweit wird erwartet, dass sich die Anzahl der bargeldlosen Transaktionen bis 2025 auf knapp 238 Milliarden verdoppelt, heißt es in der Studie. Bargeldloses Zahlen im Trend Für die Kunden wird kontaktloses oder mobiles Bezahlen immer wichtiger, schreibt das Beratungsunternehmen,

Die Banken gehören zu den Vorreitern der digitalen Wirtschaft. Beratung wird es dennoch geben. ­erlagere sich der Bezahlvorv gang – v. a. durch Onlineshopping – doch zunehmend ins Internet. „E“- und „M“-Com­ merce wachsen drei- bis viermal stärker als der klassische Einzelhandel. Den Befund teilte in der Umfrage auch ein Drittel der befragten Führungskräfte, die dem Einkauf im Internet eine

Schlüsselrolle für die digitale Transformation der PaymentsFunktion beimessen. Klassische Einnahmequellen der Banken aus dem Geschäft mit traditionellen Zahlverfahren (Überweisung, Lastschriften) oder der Kartenausgabe wachsen indes nur schwach. Am stärksten zulegen dürften spezialisierte Zahlungsdienst-

leister im Händlergeschäft und im Geschäft mit alternativen Zahlungsmethoden. Da wird eine Verdopplung des Marktvolumens von 27 auf 52 Mrd. Euro erwartet. (Die Banken haben dabei von dem Kuchen, ihr Anteil am Payments-Umsatz (zur Zeit zwei Drittel Marktanteil) dürfte sich bis 2025 halbieren.)

Konjunkturbelebendes Wachstum durch Digitalisierung der Wirtschaft Der digitale Wandel beflügelt die IT-Wirtschaft im Land. Auftragsbücher sind prall ge­ füllt. Im vergangenen Jahr nahm die Digitalisierung international und auch im Land Vorarlberg ordentlich Fahrt auf. Industrie, Handel, aber auch ­ Gewerbe und Handwerk und der Tourismus rüsten sich für die Zukunft. Das macht sich auch in Zahlen bemerkbar. Für die im Vergleich mit anderen Branchen überdurchschnittlichen Wachstumszahlen in der Sparte Informa­ tion und Consulting der Wirtschaftskammer Vorarlberg, die so unterschiedliche Berufsgruppen wie die Ent­ sorger, Finanzdienstleister, Werber, Informationstechno-

logen, Drucker und Buchhändler umfasst, sieht deren Obmann Dieter Bitschnau ­ folgerichtig auch einen we­

sentlichen Grund: „Die Digitalisierung bewirkt ein konjunkturbelebendes Wachstum, das von den wissensbasierten

Dieter Bitschnau rechnet mit weiterem Wachstum.

Dienstleistern wesentlich mitbestimmt wird.“ Denn die Vorarlberger Dienstleistungsunternehmen im ­Bereich IT, Information, Kommunikation und Consulting gestalten die Digitalisierung mit ihren Innovationen und ihrem Gespür für den Markt aktiv mit, betont Sparten­ obmann Bitschnau den Strukturwandel in der Wirtschaft. Stimmung weiter positiv Dies bestätigen die prall gefüllten Auftragsbücher der mit der Digitalisierung beschäftigten Unternehmensberater, Buchhalter und Informationstechnologen im Land, die ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent (nominell + 4,1 Prozent) steigern konnten.

Die Stimmung der Branche bleibt auch weiterhin positiv: Wie eine Umfrage in den Unternehmen zeigt, erwarten diese für das Jahr 2017 ein neuerliches Umsatzwachstum von 2,4 Prozent. Wiederum gesteigert haben sich die Dienstleistungs­ exporte, die im Jahr 2016 in Vorarlberg bei 17,1 Prozent ­lagen, dies bedeutet ein Plus von 2,9 ­ Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Treiber der Exportquote im Dienstleistungssektor ­waren im Vorjahr die Kommunikationsbranche, die mehr als jeden fünften Euro im Ausland verdient hat, sowie die Unternehmensberater, Buchhalter und Informationstechnologen bzw. die Ingenieur­ büros, so Spartenobmann Bitschnau.


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Cybersicherheit für Unternehmen Mitglieder der Wirtschaftskammer Vorarlberg erhalten ab sofort kostenlose Erste Hilfe bei Cyberattacken aller Art. Verbrecherische Attacken auf Unternehmen über das Internet nehmen stark zu. Die Folgen von Cyberkriminalität und Betriebsspionage kosten die Wirtschaft in Österreich bereits 1,6 Milliarden Euro pro Jahr. Die Wirtschaftskammer Vorarlberg richtet daher eine Cyber-Security-Hotline ein: Unter der Nummer 0800 888 133 erhalten Mitglieder der Wirtschaftskammer Vorarlberg ab sofort kostenlose Erste Hilfe bei Cyberattacken aller Art. Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler löst damit ein erstes Reformversprechen ein: „Wir werden im Zuge der WKO-4.0-Reform nicht nur die Beiträge senken, sondern auch unsere Serviceangebote erwei-

Die Cyber-Security-Hotline ist ein Servicean­ gebot der Wirtschaftskammer im Rahmen unserer Digital Agenda. Hans Peter Metzler Präsident der WKV

tern. Die neue Cyber-SecurityHotline ist ein erstes solches Angebot im Rahmen unserer ,Digitalen Agenda.’“ Die Anzeigen im Bereich Cyberkriminalität in Vorarl­ berg sind von 452 (2015) auf 652 Fälle (2016) gestiegen. Die tatsächliche Zahl von Cybercrimeattacken ist aber wesentlich höher. Inklusive ­ Dunkelziffer spricht man in Österreich von 25.000 Angriffen am Tag. Und der daraus resultierende Schaden nimmt stetig zu: Sage und schreibe

1,6 Milliarden Euro kosten ­Österreichs Wirtschaft alljährlich die Folgen aus Cyberkriminalität und Betriebsspionage. „Ein Riesenproblem, das nicht nur hochtechnologische Start-ups betrifft, sondern auch den Hoteliers, die Werkstatt oder den Händler von nebenan. Aus diesem Grund weiten wir unsere Services und Dienstleistungen in diesem Bereich aus“, sagt WKVPräsident Hans Peter Metzler. Gemäß dem Motto „Unsere Reform – Ihr Vorteil“ wird damit eine eigene Cyber-Security-Hotline in Betrieb genommen. Unter der Nummer 0800 888 133 stehen den Mitgliedern der Wirtschaftskammer von nun an IT-Experten kostenlos mit Rat und Tat zur Seite. So funktioniert die Hotline Getragen und finanziert wird dieses Pilotprojekt gemein-

Angriffe auf Homepages, Clouds und Mailprogramme nehmen auch in Vorarlberg kontinuierlich zu. Beratung gibt es per Hotline. sam von den Wirtschaftskammern Vorarlberg, Steiermark, Burgenland, Kärnten, Ober­ österreich sowie Tirol und auch seitens der WKÖ gibt es volle Unterstützung. Die Cyber-Security-Hotline unterstützt in allen kritischen Fällen von Sicherheitsvorfällen

mit Bezug auf IKT-Infrastruktur (PC, Server, Handy etc.), beispielsweise bei Virenbefall, Verschlüsselungstrojanern oder digitaler Erpressung, zum Beispiel bei Zahlung mit Bitcoins – also bei allen Fällen, die unter dem Begriff Cyberkriminalität zusammenge-

fasst werden. Davon betroffenen Mitgliedern der Wirtschaftskammer Vorarlberg steht unter 0800 888 133 ab sofort eine kostenlose telefonische Notfallhilfe zur Verfügung. Diese „Erstver­ ­ sorgung“ ist rund um die Uhr, sieben Tage die Woche ­erreichbar. Für Hilfe darüber hinaus sorgt ein ebenfalls neu eingerichteter Bereitschaftsdienst von IT-Security-Experten (Montag bis Freitag: 8 bis 18 Uhr). „Drei hochspezialisierte IT-Unternehmen stehen in Vorarlberg zur Verfügung, die allesamt Mitglied der UBIT-Experts Group IT-Security sind. Auch hier ist das vom Callcenter zugewiesene Erstgespräch kostenlos, erst ein weiterer Einsatz muss dann vom Kunden an die Firma bezahlt werden“, erklärt UBITObmann Christian Bickel. Mehr Infos zur Hotline: www.cys.at

Zahlungen per Smartphone nehmen auch bei Kreditkartenanbeitern zu.

Kreditkartenanbieter sieht große Chancen im digitalen Wandel Der Kreditkartenanbieter Visa sieht sich gut gerüstet gegen mögliche Cyberattacken. ­Visa habe unter anderem ein mehrstufiges Sicherheitssystem, „das ständig von eigenen Hackern angegriffen wird“, sagt Albrecht Kiel, Visa-Chef für Zentraleuropa in Frankfurt. Die Erpressungs-Software „WannaCry“ hatte sich kürzlich auf hunderttausenden Rechnern weltweit eingenistet und dort Daten verschlüsselt. Nach Angaben des Managers liegen die Betrugsraten bei Visa-Transaktionen in Europa seit geraumer Zeit konstant bei 0,04 Prozent. Karteninhaber hafteten nicht für Zahlungen, die sie nicht autorisiert hätten. Visa habe die Haftungsgrenze auf 0 Euro gesenkt. Wachstumschancen rechnet sich Visa durch den Trend zum mobilen Bezahlen zum Beispiel mit dem Smartphone aus. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, den digitalen Wandel mitzumachen und darin führend zu sein“, sagte Kiel. In Europa hat sich nach seinen Angaben das kontaktlose Bezahlen im vergangenen Jahr vervierfacht. Absolute Zahlen nannte Kiel nicht. Er verwies auf eine Prognose des deutschen Handelsverbands HDE, wonach bis Ende 2018 bis zu 75 Prozent der Terminals im deutschen Einzelhandel für kontaktloses Bezahlen geeignet seien dürften. „Bargeld wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, aber es wird zurückgedrängt werden“, sagte Kiel voraus.

Einfach, bequem und sicher.

Beim Raiffeisen Online-Banking hat sich in den letzten 20 Jahren ganz schön viel getan. Es ist heute nicht nur einfacher, schneller und bequemer, sondern auch sicherer denn je. Darum ist das Raiffeisen Online-Banking auch die Nummer 1 in Österreich – mit über 1,7 Millionen Nutzern. Mehr unter www.raiba.at/online-banking.


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Bankgeschäfte und die Verwaltung der eigenen Konten ist in Österreich weitgehend Usus. Alle Banken bieten entsprechende Services an. Nicht so hoch ist der Durchsetzungsgrad im digitalen Haushalt.

Österreichern ist smartes Banking lieber als smarter Kühlschrank Nur 17 Prozent der Österreicher wären froh, wenn fehlende Lebensmittel automatisch via ­ Internet nachbestellt würden. Beim digitalen Banking sind die Österreicher bereits ein Stück weiter: Die automatische Überweisung vom Sparkonto auf das leere Girokonto ist 29 Prozent der Befragten recht. Computergesteuerte Anlageempfehlungen begrüßen 43 Prozent. So richtig wollen die Österreicher die Digitalisierung beziehungsweise Automatisierung allerdings noch

nicht in ihr Privatleben lassen. Was am Arbeitsplatz zusehends Standard wird, braucht privat zu Hause noch Zeit und Vertrauensaufbau. Deutlich wurde dies durch die vor Kurzem durchgeführte Umfrage der ING-DiBa Austria im Rahmen der ING International Survey, bei der in 13 Ländern Europas repräsentative Erhebungen durchgeführt wurden. Noch nicht alltäglich Digitale Alltagsservices werden noch misstrauisch beur-

teilt, selbst wenn es um ganz einfache Angelegenheiten geht. So wurde zum Beispiel nach der Einstellung gegenüber automatisierten Bestellvorgängen gefragt. Nur 17 Prozent der Österreicher – in Vorarlberg sind es genausoviele – würden sich wohl­ fühlen, wenn die zu Ende gehende Milch vom smarten Kühlschrank automatisch nachbestellt würde. Wobei es deutliche Unterschiede zwischen Jung und Alt gibt: 28 Prozent der 18- bis 24-Jährigen würden sich damit gerne anfreunden, bei den über 60-Jährigen sind es lediglich neun Prozent. Im Vergleich zu anderen Nationen gehören die Österreicher nach den Niederländern zu den größten Skeptikern: insgesamt 20 Prozent würden sich über automatische Nachbestellung von Milch in Deutschland freuen, 23 Prozent wären es in Frankreich, 34 Prozent in Spanien und sogar 46 Prozent in Italien. Beim digitalen Finanzmanage­ ment scheinen die Österreicher bereits einen Schritt

Das Ergebnis zeigt, dass die Menschen zusehends in digitale Finanzservices vertrauen. Nun geht es um das richtige Tempo. Luc Truyens CEO der ING.DiBa Austria

­ eiter zu sein. So meinten 29 w Prozent der Befragten, dass sie sich bei einem Minus am ­Girokonto mit einer automatischen Geldüberweisung von ihrem Sparkonto durchaus wohl­fühlen würden. 43 Prozent positiv Insgesamt 43 Prozent der befragten Österreicher stehen ­ computergesteuerten Investitionsprogrammen positiv gegenüber: So würde nahezu ­ ­jeder Dritte (genau: 30 Prozent) Anlageempfehlungen eines entsprechenden Bankingtools begrüßen und 13 prozent würden einen Robo-Advisor in Anspruch nehmen, wenn die ­ letztendliche Entscheidung bei ihnen liege. Luc Truyens, CEO

der ING-DiBa Austria, freut sich über dieses Ergebnis und meint: „Das Ergebnis zeigt, dass die Menschen zusehends in digitale Finanzservices vertrauen. Nun geht es darum, diese Entwicklung gemeinsam mit den Kunden Schritt für Schritt weiterzugehen. Es geht darum, das richtige Tempo zu finden und die Menschen nicht zu überfordern.“ Ein Robo-Advisor ist ein voll automatisierter Finanzservice, der für den Anleger auf Basis vorab definierter Parameter die Anlagestrategie festlegt sowie ein Depot startet und praktisch eigenständig investiert. Jedem zweiten Österreicher (52 Prozent) ist dieser Service noch suspekt.

abgeben. Fortan wird es noch mehr darum gehen, einfache Tools anzubieten, die zum sinnvollen Bestandteil des Lebens werden – ohne die Menschen zu überfordern. Im Einzelhandel, aber auch bei Banken gelingt dies in vielen Bereichen bereits sehr gut.“

„Einfache Tools anbieten“ Luc Truyens: „Letztendlich zeigen diese Ergebnisse, wie hoch die Akzeptanz von digitalisierten Bankingservices bereits ist. Empfehlungen bzw. entsprechende Tools werden gerne angenommen. Die Kontrolle über ihre Finanzen – wohl genauso wie darüber, was im Kühlschrank ist – möchten die Menschen aber (noch) nicht

Daten und Fakten Die Umfrage der ING-DiBa Austria ist Teil der ING ­International Survey – einer Studienserie, die im Auftrag der ING Group regelmäßig verschiedene Aspekte rund um die Themen „Umgang mit und Wissen über Geld“ beleuchtet. Für die aktuelle Umfrage wurden vom ­Institut Ipsos online in 13 Ländern Europas (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Türkei, Tschechien) knapp 13.000 Personen ab 18 Jahren befragt. In Österreich wurden 1000 Personen befragt.

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Die österreichischen Steuerberater stehen ihren Klienten mit ihrem Know How und ihrer Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite, damit diese sich auf ihre Arbeit bzw. ihr Unternehmen konzentrieren können. Steuerberater bieten ihren Klienten eine Vielzahl von unterschiedlichen Leistungen in allerhöchster Qualität. Das sehen auch die Klienten so: 95% der

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Digital Business & Banking

Der Treffpunkt der digitalen Szene Neue Location, doppelt so viele Speaker: Vierte Interactive West wird größte Digitalkonferenz am Bodensee. Inspiration, Weiterbildung, Networking und Unterhaltung: Die Interactive West (IAW) hat sich in den letzten drei Jahren von einer Nischenveranstaltung zu einem beachtlichen Treffpunkt der digitalen Szene entwickelt. Um dieser Rolle gerecht zu werden, begeht man heuer neue Pfade: Am 4. Juli 2017 wird das neue Messequartier in Dornbirn Schauplatz für ein regelrechtes Branchenfestival sein. Über zehn Speaker Mit über zehn Speakern wurde das Programm mehr als verdoppelt, dem Motto blieb man treu: Erfolge und Trends aus dem In- und Ausland blicken weit über den Tellerrand, der Vorarlberger Aspekt kommt

niemals zu kurz. Georg Burtscher, Geschäftsführer der Russmedia Digital GmbH und Mitgründer der IAW: „Vorarlberg ist digital und braucht digitales Know-how und somit auch die IAW, um Neues zu präsentieren, innovative Menschen vorzustellen und allen Interessierten die Möglichkeit zum Austausch und Kontakt zu bieten.“ Medienstars und Start-ups Das Programm wurde heuer dem größeren Rahmen angepasst. Da sich bereits eine Rekordzahl von Vorarlberger Unternehmen für die IAW angemeldet hat, werden Experten verschiedenster Branchen mit ihren Einblicken für inspirierende Aha-Momente sorgen. Die Themengebiete für heuer sind: Die Marke im Web (Wie wichtig ist sie, welche Kanäle brauche ich dafür?), Innovation durch Design-Thinking-

Prozesse, Design an sich im Internet (Usability) und vor allem Influencer – sprich: Medienstars auf YouTube, Instagram oder Snapchat, die ganze Generationen mit ihren Postings beeinflussen können: Es gibt sie nämlich sogar in Vorarlberg. Darüber hinaus wird man auch einigen Startups der Branche eine Plattform bieten. „Es gibt hier wirklich beeindruckende Beispiele, die mehr Aufmerksamkeit verdient haben“, so Burtscher. Gut aufgehoben Wer also Antworten auf Fragen sucht wie: „Brauche ich Facebook überhaupt? Muss ich Videos auf YouTube stellen? Welches Geschäftsmodell hat im Web eine Zukunft?“ wird bei der 4. Interactive West gut aufgehoben sein. Alle Infos zur Interactive West in Dornbirn auf www.interactivewest.at

Die Interactive West hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Branchenfestival entwickelt.

Die Digitalisierung bringt neuen „psychologischen Vertrag“ im Beruf mit sich.

Mitarbeiter über­nehmen mehr Verantwortung Industrie 4.0 lässt erwarten, dass sich die Anforderungen der Arbeitsplätze maßgeblich verändern. Denn, wenn die einzelnen Arbeitsschritte in der Fabrik nicht mehr von vorprogrammierten Maschinen erledigt werden, sondern das Werkstück seine Herstellung und alle Abläufe rundherum selbst organisiert, verändern sich die Tätigkeitsfelder und die Berufsbilder. Rudolf Wimmer, Professor für Führung und Organisa­ tion an der deutschen Universität Witten/ Herdecke, der kürzlich bei der internationalen Supervisionstagung in Bregenz referierte: „Ein neuer psychologischer Vertrag zwischen Mitarbeitern und Unternehmen zeichnet sich ab.“ Gemeint sind die Wahrnehmung gegenseitiger Erwartungen und Verpflichtungen in der Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung. Arbeitnehmer müssen sich zukünftig auf mehr verantwortungsvolle Aufgaben einstellen. Nach dem alten „psychologischen Vertrag“ erfüllt der Mitarbeiter nur seine Aufgabe und braucht sich um sonstige Belange des Unternehmens nicht zu kümmern. Das bleibt Sache des Managements. Diese stillschweigende Übereinkunft gehört, so ­ Wimmer, bald der Vergangenheit an. „Meines Erachtens werden wir in der neuen digitali­ sierten Welt insbesondere hochspezialisierte ,mobile‘ Experten und ,brückenbauende‘ Projektmanager benötigen – allerdings mit viel höheren Anforderungen an soziale und systemische Kompetenzen, als in der Vergangenheit notwendig waren.“ Das kommt vor allem qualifizierten und jungen Mit­ arbeitern entgegen. Außerdem bekommen sie die Möglichkeit, aktiv im Unternehmen mitzugestalten. Per Anordnung aus der Chefetage, so wie früher, kann man der Digitalisierung nicht begegnen. Durch den neuen „psychologischen Vertrag“ wandelt sich daher auch die Rolle des ­Managements. Der Chef ist nicht der Einzelkämpfer oder Alleskönner an der Spitze, der alle Entscheidungen selbst fällt. Er ist viel­ ystems Projekt“, der mehr der „Manager des S dafür sorgt, dass das System „Projektteam“ sich in Balance bewegt.

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Donnerstag/Freitag, 15./16. Juni 2017

8   Digital Business & Banking

„Auch bei den Versicherungen wird der Kunde aktiver eingebunden“ Industrie 4.0 und Digitalisierung sind aktuell die beherrschenden Schlagworte in der gesamten Wirtschaft. Über die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf die Versi­ cherungsbranche sprachen die Vorarlberger Nachrichten mit dem Spartensprecher der Vorarlberger Versicherungen, Robert Sturn, Vorstandsmit­ glied der Vorarlberger Landes­ versicherung (VLV). Es wird auf eine optimale Kombinati­ on zwischen persönlicher ­Beratung und digitaler Unter­ stützung ankommen. Grundlegende Änderungen „Die Digitalisierung wird un­ seren normalen Alltag grund­ legend verändern. Betroffen sind alle Bereiche unseres Le­ bens, von der Mobilität (auto­ nomes Fahren) über die Kom­ munikation in sozialen Netz­ werken und Automatisierung (Smarthome), den gesamten Arbeitsbereich (Homeoffice) bis hin zum Freizeitbereich (virtuelle Räume). Es wird bei­ nahe alles vernetzt sein und die Sammlung aller mög­ lichen Daten wird ungeahnte Ausmaße annehmen (Big Da­ ta). Dies alles wird aber auch erhöhte Anforderungen an den Datenschutz stellen“, er­ läutert Robert Sturn einlei­ tend. Und weiter: „Auch der Versicherungsbereich wird

­ etroffen sein. Die Kunden er­ b warten heute von allen Markt­ teilnehmern einfache, unbü­ rokratische und transparente Kommunikation. Der Postweg gilt als veraltet und die ­,persönliche‘ Kommunikation findet zunehmend mittels ­ Smartphone, Tablet oder PC statt.“ Online wird zum Alltag Die Möglichkeit Verträge on­ line abzuschließen, wird laut dem Spartensprecher deutlich zunehmen. Abschlüsse über

Robert Sturn Vorstands­ mitglied VLV

Die Möglichkeit, Verträge online abzuschließen, wird deutlich zunehmen. Neue Technologien bringen auch neue Geschäftsmodelle. Apps von einfachen Pro­ dukten oder für kurzfristige Deckungen (z. B. eine kurz­ fristige Unfallversicherung für einen Skitag in den Bergen) werden zum Alltag. Die Ent­ wicklung der Technologie

­rmöglicht auch neue Ge­ e schäftsmodelle. Vom Vertrauen geprägt Der Kunde wird aktiver einge­ bunden und entscheidet, was für ihn das Beste ist. Ein ent­ scheidender Unterschied zu allen anderen Branchen ergibt sich aber daraus, dass der Ver­ sicherungskunde vorab seine Leistung – in Form der Prämi­ enzahlung – erbringen muss und erst in der Zukunft darauf vertraut, dass er auch eine Leis­tung vom Versicherungs­ unternehmen erhält. In allen anderen Branchen bekommt der Kunde das gewünschte Produkt im Austausch von Geld sofort. Es bleibt also das Versicherungsgeschäft stark vom Vertrauen geprägt. „Auch im Gewerbe- und In­ dustriebereich werden die Kommunikationswege und der Austausch von Informati­ onen deutlich effektiver und automatisierter erfolgen. Die individuelle Beratung beim Abschluss sowie die Analyse der jeweiligen Risikosituation werden in diesen Bereichen allerdings eher zunehmen, da auch die regulatorischen Vor­ schriften an Umfang und Komplexität deutlich zuge­ nommen haben. Davor wird auch die Vorarlberger Wirt­ schaft nicht verschont blei­ ben. Allerdings eröffnen sich uns und der gesamten Vorarl­

Das Versicherungsgeschäft ist besonders stark von Vertrauen geprägt. berger Wirtschaft mit diesen Entwicklungen neue Möglich­ keiten. Viele junge Vorarlber­ ger Unternehmen bieten in diesen Bereichen bereits her­ vorragende Leistungen an“, führt Sturn weiter aus. Neue interne Abläufe Neben diesen Veränderungen in der Kundenkommunikati­ on wird die Digitalisierung aber vor allem Änderungen in den internen Arbeitsabläufen der Versicherungsunterneh­ men haben. Durch die Verbes­ serungen im Bereich der

künstlichen Intelligenz wer­ den bald Routineabläufe digi­ tal verarbeitet. Der Mensch wird dadurch zum Kontrolleur und Aufpasser. Große Kon­ zerne werden die Kommuni­ kation in der Beratung und in der Schadenabwicklung über Systeme mit künstlicher Intel­ ligenz abwickeln. Es werden zukünftig von Mitarbeitern andere Qualifikationen erfor­ derlich sein. „Aus meiner Sicht wird aber nach wie vor die persönliche Beratung bei Abschluss und auch im Schadensfall eine be­

deutende Rolle in der Versi­ cherungsbranche einnehmen. Gerade bei so komplexen Pro­ dukten wie Versicherungen, bei denen die Leistungen erst in der Zukunft erbracht wer­ den, ist das Vertrauen, die Kundenbeziehung und die ­Nähe zum Kunden ein wesent­ licher Faktor für den Versiche­ rungsabschluss. Eine Herausforderung wird es sein, eine optimale Kombina­ tion z­wischen persönlicher Beratung und digitaler Unter­ stützung zu finden“, so Robert Sturn ­abschließend.

Schon über

ÖsterreicherInnen nutzen George!

sparkasse.at


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