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2017 06 10 lebensraum garten

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Unsere Wirtschaft. Unsere Zukunft.

Lebensraum Garten

Besuchen Sie 81 wunderbare Gärten an den ,,Tagen der offenen Gartentür“ am 11. und am 25. Juni Foto: Verena Daum


Samstag, 10. JUNI 2017

2  Lebensraum Garten

Alberschwende (Dreßlen 238): Fiel Birgit und Knapp Reinhold

Alberschwende (Hof 702): Schulgarten NMS Alberschwende

Altach (Egethen 1B): Held Irmgard und Hans

Dornbirn (Brunnengasse 9): Hecht Irmtraud

Feldkirch (Austraße 27a): Fraisl Irene und Guenter

Frastanz (Schmittengasse 10): Sozialzentrum und OGV Frastanz

Götzis (Unter der Bahn 29): Joschika Peter

Götzis (Stegenwies 11): Klien Claudia und Mario

Götzis (Bahnhofstraße 25): Mayer Claudia und Ulrich

Hard (Lerchenauerstraße 48): Buchegger Monika und Walter

Hard (Lehenweg 14): Hofer Erika und Siegfried

Hard (Lerchenauerstraße 48): Kleiner Helga und Emil

Hard (Lerchenauerstraße 48): Medwed Resi und Walter

Klaus (Bregenzerweg 8b): Summer Brigitte und Robert

Koblach (Kiesweg 7): Wegwarte Biogemüsebau

Koblach (Dreiet 1): Wilhelm Elisabeth und Alexander

Lauterach (Bundesstraße 16a): Gunz Elmar

Lauterach (Klosterstraße 1): Klostergarten Lauterach

Lauterach (Thaläckerstraße 12a): König Thomas

Lauterach (Bundesstraße 16): Mayer Friedrich

Lauterach (Antoniusstraße 8): Stoppel Erna und Alfred

Lauterach (Hoheneggerstraße 33): Zambanini Brunhilde und Burkhard

Lochau (Hörbranzer Straße 19): Sohm Melitta

Lustenau (Forststraße 14d): Maier Cornelia und Rainer

Mäder (Neue Landstraße 4): Schulheim Mäder

3 Fragen, 3 Antworten. Agrarreferent und Landesrat Erich Schwärzler

„Wie früher jedem Hof wieder seinen Hausgarten“ Gesunde, essbare Land­schaften als Kraft­ quelle und Seelenschutzgebiet. Bregenz. Dass sich Vorarlberg von der Bevölkerung aus immer mehr zum Gartenland entwickelt, was 81 offene Gartentüren eindrucksvoll zeigen, freut den Agrarreferenten und Landesrat Erich Schwärzler besonders. Warum, das verrät er mit seinen drei Antworten auf unsere drei Fragen.

In Vorarlberg entstehen immer mehr essbare Landschaften im ökologischen Naturkreislauf. Bleibt das Trend bzw. wie sieht die Zukunft aus? Schwärzler: Der Vorarlberger Landtag hat sich in mehreren Entschließungen einstimmig für den verstärkten Bezug von Regionalprodukten – insbesondere solchen, welche dem 3-G-Herkunftsprinzip (z. B. bei Obst und Gemüse in Vorarlberg gesetzt, gewach-

Erfreulich ist, dass zuneh­ mend junge Familien den Wert des eige­ nen Gartens erken­ nen und durch den Anbau von Feld­ gemüse und Obst Nahrung für Körper und Geist finden.

weiter auszubauen. Dank der gezielten Initiativen des Verbands Obst- & Gartenkultur Vorarlberg sowie des Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrums Hohenems ist derzeit ein starker Trend in Richtung Spezialkulturen wie Obst und Gemüse festzustellen. Dies stärkt nicht nur die Selbstversorgung mit Feldfrüchten und das bäuerliche Einkommen, sondern auch die Vielfalt unserer attraktiven Kulturlandschaft.

Erich Schwärzler

Zurück zu den Wurzeln und zu regional-selbstbestimmter und natürlicher Lebensmittel­ produktion ist immer stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Was bedeutet das fürs Land? Schwärzler: Vorarlberg entwickelt sich immer mehr zu einem Gartenland. Erfreulich ist weiters, dass zunehmend junge Familien den Wert des eigenen Gartens erkennen und durch den Anbau von Feldgemüse und Obst Nah-

sen und geerntet) entsprechen – sowie von Bioprodukten ausgesprochen. Durch eine zukunftsfähige Regionalpartnerschaft zwischen Produzent, Verarbeiter, Vermarkter, Handel, Gastronomie und Tourismus im Sinne der Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg – regional und fair“ ist die Zeit gekommen, diesen Weg

rung für Körper und Geist finden. Gehörte früher ein Hausgarten zu jedem Bauernhof, so bin ich froh, dass heute eine große Sehnsucht in der Bevölkerung nach Regionalität, nach dem Kleinen und Überschaubaren wie dem Hausgarten als Kraftquelle und Seelenschutz­ gebiet besteht. Zum landwirtschaftlichen Aspekt: Die Menschen wollen zusehends weg von industrieller Billigfleisch- und Milchschwemme, weg von Tierqual, von Regenwaldrodung, von Round-up und Glyphosat, von Wachstumshormonen und Antibiotika in der Nahrung. Das fördert und fordert regionale Bewegungen zur gesunden Lebensmittelerzeugung. Wo will Vorarlberg diesbezüglich hin? Wo bekommt der Verbraucher diese guten Produkte? Schwärzler: Die Ziele und Handlungsfelder der Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg

– regional und fair“ sind für eine an unsere Bergregion angepasste Landwirtschaft ausgerichtet. Dementsprechend erfolgt eine gezielte Unterstützung von Biobetrieben sowie die Förderung und Auszeichnung einer naturnahen Bewirtschaftung von Wiesen, Weiden und Alpen einschließlich der Erzeugung von regionaltypischen Spezialitäten im Rahmen von Prämierungen wie der Wiesenmeisterschaft. Weiters steht die Unterstützung der verstärkten Erzeugung von Nischenprodukten, der Ausbau des Angebots an landwirtschaftlichen Ausund Weiterbildungen sowie die Stärkung der Partnerschaft mit Tourismus und Handel im Fokus. Ergänzend werden die Regionalinitiativen sowie die Bäuerinnen und Bauern von der Ländle Qualitätsprodukte Marketing GmbH und vom Verein Ländle Bur im Rahmen der Vertragslandwirtschaft, der

Direktvermarktung und bei Bauernmärkten unterstützt. Mit einem klaren Nein zur industriellen Billiglandwirtschaft und dem Bekenntnis zum Vorsorgeprinzip werden unsere Bauernhöfe zu Einkaufs-, Erlebnis- und Lernorten für die Konsumenten, welche durch ihr Vertrauen in die heimische Landwirtschaft zu echten Lebensraumpartnern werden. Die Produkte sind leicht zu finden. Mit dem Ländle-Einkaufsführer geht’s zu den Hofläden, wo unverwechselbare Regionalprodukte als ein Stück Heimat zum Genuss bereitstehen. Hochwertige Lebensmittel aus Vorarlberg sind insbesondere durch das Ländle bzw. Bio-Ländle-Gütesiegel mit 3-G-Herkunftsprinzip klar gekennzeichnet und geben durch die Qualitätskontrollen den Konsumenten die notwendige Sicherheit. www.laendle.at


Samstag, 10. JUNI 2017

3

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Offene Gärten am 11. Juni 2017 Ort

Name

Adresse

Gartentyp

Alberschwende

Fiel Birgit und Knapp Reinhold

Dresslen 238

Naturnaher Ziergarten

Alberschwende

Schulgarten NMS Alberschwende

Hof 702

Schulgarten

Altach

Held Irmgard und Hans

Egethen 1 B

Rosengarten

Dornbirn

Hecht Irmtraud

Brunnengasse 9

Naturgarten

Feldkirch

Fraisl Irene und Günter

Austraße 27 a

Ziergarten

Frastanz

Sozialzentrum und OGV Frastanz

Schmittengasse 10

Demenz- und OGV-Schulgarten

Götzis

Joschika Peter

Unter der Bahn 29

Kreativgarten

Götzis

Klien Claudia und Mario

Stegenwies 11

Kreativgarten

Götzis

Mayer Claudia und Ulrich

Bahnhofstraße 25

Kräuter- und Bauerngarten

Hard

Buchegger Monika und Walter

Lerchenauerstraße 48

Schrebergarten

Hard

Hofer Erika und Siegfried

Lehenweg 14

Nutz- und Ziergarten

Hard

Kleiner Helga und Emil

Lerchenauerstraße 48

Schrebergarten

Hard

Medwed Resi und Walter

Lerchenauerstraße 48

Ziergarten

Klaus

Summer Brigitte und Robert

Bregenzerweg 8 b

Nutz- und Ziergarten mit Rosen

Koblach

Wegwarte Biogemüsebau

Kiesweg 7

Kräuter- und Nutzgarten

Koblach

Wilhelm Elisabeth und Alexander

Dreiet 1

Ziergarten

Lauterach

Gunz Elmar

Bundesstraße 16 a

Kreativer Ziergarten

Lauterach

Klostergarten Lauterach

Klosterstraße 1

Nutz- und Bauerngarten

Lauterach

König Thomas

Thaläckerstraße 12a

Ziergarten

Lauterach

Mayer Friedrich

Bundesstraße 16

Nutzgarten mit Blumen

Lauterach

Stoppel Erna und Alfred

Antonius Straße 8

Zier- und Nutzgarten

Lauterach

Zambanini Brunhilde und Burkhard

Hohenegger Straße 33

Ziergarten mit Schwimmteich

Lochau

Sohm Melitta

Hörbranzer Straße 19

Nutzgarten

Lustenau

Maier Cornelia und Rainer

Forststraße 14 d

Kreativer Ziergarten

Mäder

Schulheim Mäder

Neue Landstraße 4

Ziergarten

Meiningen

Längle Christine

Agathaweg 5

Ziergarten

Nüziders

Gut-Jochum Andrea und Robert

Walgaustraße 40c

„Kreativer Nutz- und Staudengarten“

Rankweil

Beiser Wilma und Josef

Gotenweg 2

Nutz- und Ziergarten

Rankweil

Fuchsgarta am Fuchshus

Ringstraße 49

Kräutergarten

Rankweil

Gerstendörfer Maria und Jörg

Hartmanngasse 22

Naturnaher Ziergarten

Rankweil

Tschernig Hedi und Hans

Hartmanngasse 21

Nutzgarten mit Eigenkompostierung

Rankweil

Strolz Richard

Im Gässele 9

Ziergarten

Rankweil-Brederis

Huber Emmi und Arno

Broßwaldenweg 11

Nutz- und Ziergarten

Thüringerberg

Burtscher Hildegard

Thüringerberg 60 Bauerngarten

Nüziders (Walgaustraße 40c): Gut-Jochum Andrea und Robert

Rankweil (Gotenweg 2): Beiser Wilma und Josef

Verena Daum

Blühendes Leben Rankweil (Ringstraße 49): Fuchsgarta am Fuchshus

Rankweil (Hartmanngasse 22): Gersterndörfer Maria und Jörg

Rankweil (Hartmanngasse 21): Tschernig Hedi und Hans

Rankweil (Im Gässele 9): Strolz Richard

Rankweil (Broßwaldenweg 11): Huber Emmi und Arno

Gärten sind Erholungsoasen für Körper, Geist und Seele und pure Lebensfreude, da ganz bewusst im Einklang mit der Natur gearbeitet und gewirtschaftet wird. Wunderbare essbare Landschaften entstehen nicht nur für die Bienen, sondern für alle Lebewesen. Auf Initiative des Verbands „Obst- und Gartenkultur Vorarlberg“ können alle Interessierten an zwei Sonntagen herrlich vielfältige und ertragreiche Obst-, Gemüse-, Kräuter-, Blüh-, Wasser- oder Permakulturgärten erleben. Vom Boden bis zur Frucht live anschauen, Tipps holen, wie Öko-Kreislauf funktioniert. Der regionale Anbau von gesunden Futter- und Lebensmitteln – selbstverständlich frei von Gentechnik, Umweltgiften wie Glyphosat und künstlicher Überdüngung – fördert nicht nur die Arten- und Sortenvielfalt und erhöht den Grad an Selbstversorgung, sondern kann auch wirtschaftlich zu einem zusätzlichen Standbein werden. Regional, kleinstrukturiert und ganzheitlich nachhaltig lautet das Motto für eine gesunde Zukunft. Beim „Gärtnern“ haben nicht nur Kindergärtler und Schulkinder viel Spaß und lernen schon von Grund auf, dass das Essen nicht in den Regalen der Supermärkte wächst, es treffen sich auch wieder alle Generationen, tauschen altes Wissen und neue Ideen aus und lernen voneinander – von der Saatgutvermehrung übers Pflanzen, Ernten, Veredeln, Haltbarmachen bis zum Kochen. Die Natur ist unsere Lebensgrundlage und lädt alle ein, sie zu erfahren, zu erleben und zu genießen sowie achtsam und wertschätzend mit ihr umzugehen. Journalistin/Autorin Verena Daum, VN-Extra „Lebensraum Garten“, verena@progression.at

Bild: Landwirtschaftskammer Vorarlberg EEntgeltliche t ltli h Einschaltung Ei h lt des d Landes L d Vorarlberg V

Meiningen (Agathaweg 5): Längle Christine

Editorial

Gärten schaffen Bewusstsein für die lebendige Natur

Die vielfältigen Bauern-, Nutz- und Naturgärten bieten die Grundlage, kleinflächig gesundes Obst und Gemüse im Kreislauf der Natur anzubauen und zu ernten, die Seele baumeln zu lassen, den fleißigen Bienen zuzuschauen und dabei mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu genießen. Durch das große Engagement der Gartenbesitzer, Gartenfreunde, Gemeinden, Unternehmen und Bildungseinrichtungen entstehen bunte Blumen- und Gemüsebeete, wachsen heilende Kräuter, vielfältige Obststräucher und Bäume. Die Arbeit im Garten und das Erleben, wie aus einem Samen eine wunderbare Pflanze heranwächst, schafft mehr Bewusstsein für die lebendige Natur und die essbaren Landschaften, ganz im Sinne der Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg – regional und fair“. www.vorarlberg.at/oekoland


Samstag, 10. JUNI 2017

4  Lebensraum Garten

Altach (Kolumbanstraße 14): Hörburger Herbert

Batschuns (Schickengasse 2): Mathis Magdalena und Klemens

Bezau (Bahnhof): Bahnhofsgarten Bezau

Bezau (Unter Kirche Reuthe): Gemüse ohne Kilometer

Bizau (Oberdorf 24): Angerer Luitgard

Blons (Stutz 78): Erhart Helma und Alfred

Buch (Schwarzen 41): Kohler Daniela und Anton

Doren (Kirchdorf 128): Heinzle Bria und Christoph

Dornbirn (Badgasse 3): Alton Juliane

Dornbirn (Nachbauerstraße 26): Benedikt Ingrid

Dornbirn (Bürgle 8): Rusch Margit

Fontanella (Mittelberg 8): Martin Christiane

Frastanz (Brühlweg 4): Schmid Manuela

Göfis (Untern Berg): Scheidbach Marianne

Hittisau (Dorf 145): Garten Eden

Hittisau (Wirt 19): Kaufmann Daniela und Alfons

Hohenweiler (Ried 8): Kemter Pia und Christoph

Hörbranz (Grenzstraße 7): Sinz Xaver

Langenegg (Kuhn 133): Nussbaumer Renate

Ludesch (Rösleweg 1): Gemeinschaftsgarten Röslegarten

Lustenau (Pfarrweg): Permatop Lustenau

Raggal (Raggal 134/2): Burtscher Edith

Raggal (Raggal 166): Czitschatge Cornelia und Heimo

Raggal (Raggal 147): Müller Elisabeth

Riefensberg (Fischer 75): Dorn Maria und Leonhard

„Der essbare Garten ist das Sinnbild des Paradieses“ „Ein Ort zum Glücklichsein“, sagen Renate Moosbrugger und Markus Amann vom OGV. Dornbirn. „Willst Du ein Leben lang glücklich sein, dann lege einen Garten an“, besagt ein altes Sprichwort, auf das Obmann-Stellvertreterin vom Verband „Obst- und Gartenkultur Vorarlberg“, Renate Moosbrugger, verweist. „Ob bepflanzter Balkon oder durch­komponierte Parkland­ schaft – der Garten kann jede Form annehmen und alles sein: Ruheoase, Lebensgrundlage, Kunstwerk und Experimentierfeld zugleich. Der Garten ist Sinnbild des

Alle können durchs eigene Tun wunderbare Garten-, Natur-, Gesundheitsund Genusserfahrung machen. Markus Amann

Paradieses, wo Menschen nicht nur Freiheit und Ruhe finden, sondern auch sich selbst.“ Das Thema Garten sei zwar en vogue, „doch es ist zugleich weitläufig und sehr komplex“. Die vielen Vorarlberger Gemeinschaftsgärten sind für den OGV Vorarlberg besonders wichtig. „Nachhaltig, regional und saisonal wird immer mehr gewünscht und auch gesucht“, weiß Renate Moosbrugger. „In Schulgärten erlebt unsere Zukunft durch unser Tun, was essbare Landschaft bedeutet – abwarten und pflegen, Achtsamkeit, gemeinsames Werken und Wertschätzung, ernten und verwerten sowie Wissensvermittlung, Genuss und Sinnerfahrung durch Vielfalt.“ Sehnsuchtsort Garten Oder „wo die Seele aufblühen kann“, lautet für Renate Moosbrugger das Motto. Gesunde und selbstbestimmte Lebensmittelerzeugung ist trendy, denn das Vertrauen in die Industrie ist verloren gegangen. „Deswegen werden Nachhaltigkeit und ökologi-

Nachhaltig, regional und saisonal wird immer mehr gewünscht und auch gesucht. Renate Moosbrugger

scher Anbau immer wichtiger. Auch der Wunsch nach Natur wird immer größer. Weltweit leben mehr als 50 Prozent aller Menschen in Städten. Gärten und Parks werden immer wichtiger: als Naherholungsgebiet, als Anbaufläche, als Inspirationsquelle. Auf allen Kontinenten entstehen futuristische Grün-Welten, die nicht nur die Hausfassaden hochwachsen und Brücken überwuchern, sondern auch tief unter dem Boden erblühen“, informiert Renate Moosbrugger. „Wichtige Voraussetzung ist der Faktor Zeit. Zeit vor allem für gelingende Beziehungen: zu sich selbst, zu anderen, zur Natur. In lebendiger Interaktion mit

der Welt zu sein wird derzeit von einer neuen urbanen Gartenbewegung öffentlich erprobt. Sie verwandeln Brachflächen, Parkgaragendächer und andere vernachlässigte Orte in grüne, lebensfreundliche Umgebungen. Aus Euro­ paletten, Industrieplanen und Bäckerkisten bauen sie mithilfe einer breiten Beteiligung Gemeinschaftsgärten auf. Sie halten Hühner und Bienen, säen, ernten, kochen, reproduzieren Saatgut, bauen Lehmöfen und bringen sich gegenseitig handwerkliches Wissen bei und beleben Formen der Begegnung, die die Natur ebenso wie Menschen unterschiedlichster sozialer Herkunft einschließen.“ Erfahrungsschätze sammeln „Wir sind derzeit intensiv damit beschäftigt, die vielen gärtnerischen Erfahrungsschätze vergangener Jahrhunderte zu sammeln und sie entsprechend aufzubereiten und anschließend weiterzugeben“, ergänzt der OGV-Obmann Markus Amann. „Immer mehr jun-

ge Leute interessieren sich dafür, wie unsere Eltern und Großeltern ihre Gärten bewirtschaftet haben. Unser Schwerpunkt im Jahr 2018 bietet deshalb bewusst viele Weiterbildungsmöglichkeiten wie Gemüseseminar und Naschgarten. Stauden, Kräuter, Samenvermehrung – je-

der Naturliebhaber kann sich individuell für seinen Garten das Wissen aneignen und im eigenen Paradies oder gemeinsam mit anderen umsetzen. Alle können durchs eigene Tun wunderbare Garten-, Natur-, Gesundheits- und Genusserfahrung machen.“ ww.ogv.at

Sonja, David, Leo und Marc laden am 25. Juni auf den „Garten Eden“Permakulturhof in Hittisau, Im Dorf 145, ein.


Samstag, 10. JUNI 2017

5

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Offene Gärten am 25. Juni 2017 Ort

Name

Adresse

Gartentyp

Altach

Hörburger Herbert

Kolumbanstraße 14

Gemüse- und Obstgarten

Batschuns

Mathis Magdalena und Klemens

Schickengasse 2

Ziergarten

Bezau

Bahnhofgarten Bezau

Bahnhof

Schulgarten

Bezau

Gemüse ohne Kilometer

Unter Kirche Reuthe

Gemeinschaftsgarten

Bizau

Angerer Luitgard

Oberdorf 24

Schöner Bauerngarten

Blons

Erhart Helma und Alfred

Stutz 78

Bauerngarten

Buch

Kohler Daniela und Anton

Schwarzen 41

Gemeinschaftsgarten

Doren

Heinzle Bria und Christoph

Kirchdorf 128

Hinzlars Hortulus

Dornbirn

Alton Juliane

Badgasse 3

Kreativgarten

Dornbirn

Benedikt Ingrid

Nachbauerstraße 26

Nutzgarten

Dornbirn

Rusch Margit

Bürgle 8

Permakulturgarten

Fontanella

Martin Christiane

Mittelberg 8

Kräutergarten

Frastanz

Schmid Manuela

Brühlweg 4

Staudengarten

Göfis

Scheidbach Marianne

Untern Berg

Universalgarten mit Gemüse u- Obst

Hittisau

Garten Eden Hittisau

Dorf 145

Leo’s Permakulturhof

Hittisau

Kaufmann Daniela und Alfons

Wirt 19

Permakulturgarten

Hohenweiler

Kemter Pia und Christoph

Ried 8

Kreativer Bauerngarten

Hörbranz

Sinz Xaver

Grenzstraße 7

Nutzgarten

Langenegg

Nussbaumer Renate

Kuhn 133

Kreativer Naturgarten

Ludesch

Gemeinschaftsgarten Röslegarten

Rösleweg 1

Gemeinschaftsgarten

Lustenau

Permatop Lustenau

Pfarrweg

Gemeinschaftsgarten in Permakultur

Raggal

Burtscher Edith

Raggal 134/2

Gemüsegarten

Raggal

Czitschatge Cornelia und Heimo

Raggal 166

Kreativgarten

Raggal

Müller Elisabeth

Raggal 147

Ziergarten

Riefensberg

Dorn Leonhard und Maria

Fischer 75

Wassergarten

Riefensberg

Hirschbühl Regina

Meierhof 119

Kreativer Universalgarten

Riefensberg

Maurer Renate

Dorf 330

Ziergarten

Riefensberg

Wolf Lothar

Ernst 111

Wohngarten

Schwarzenberg

Kohler Petra

Loch 802

Kreativer Universalgarten

St. Gerold

Propstei St.Gerold

Klostergarten

Sulz

Verein „Garten Unser“

Aufeld

Gemeinschaftsgarten

Thüringen

Küng Gerlinde

Faschinastraße 34

Ziergarten

Thüringerberg

Bischof Erika und Thomas

Thüringerberg 63

Bauerngarten

Viktorsberg

Breuss Ingrid

Hauptstraße 28

Staudengarten

Viktorsberg

Marte Gabriel

Hauptstraße 14

Nutzgarten

Viktorsberg

Rojak Erika und Manfred

Hauptstraße 2

Kreativer Nutz- und Staudengarten

Wolfurt

Hirsch-Bellmann Ingeborg

Rosenstraße 7 c

Kreativgarten

Wolfurt

Gemeinschaftsgarten OGV Wolfurt

Flotzbachstraße 30

Riefensberg (Meierhof 119): Hirschbühl Regina

Riefensberg (Dorf 330): Maurer Renate

Schwarzenberg (Loch 802): Kohler Petra

St. Gerold: Probstei St. Gerold

Sulz (Aufeld): Verein „Garten Unser“

Thüringen (Faschinastraße 34): Küng Gerlinde

Thüringerberg (Thüringerberg 63): Bischof Erika

Viktorsberg (Hauptstraße 28): Breuss Ingrid

Gemeinschaftsgarten

Viktorsberg (Hauptstraße 14): Marte Gabriel

Viktorsberg (Hauptstraße 2): Rojak Erika und Manfred

Riefensberg (Ernst 111): Wolf Lothar

Wolfurt (Rosenstraße 7c): Hirsch-Bellmann Ingeborg

Wolfurt (Flotzbachstraße 30): Gemeinschaftsgarten OGV Wolfurt

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Samstag, 10. JUNI 2017

6  Lebensraum Garten

Offene Gärten an beiden Tagen – 11. + 25. Juni 2017 Dornbirn

Assmann Günter, Unterer Kirchweg 35 Ziergarten – Rosengarten

Feldkirch

Oldenburg Isolde und Rudi, Wolfgangstraße 22 Ziergarten

Götzis

Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast, Montfortstraße 8 Staudengarten

Langenegg Schulgarten Langenegg, Bach 126 Nutzgarten

Der sonnige Zier- und Rosengarten von Günter Assmann, Unterer Kirchweg 35, in Dornbirn.

In Feldkirch, Wolfgangstraße 22, ist der Ziergarten von Isolde und Rudi Oldenburg zu bewundern.

Nenzing

Latzer Christine und Ludwig, Illstraße 7 Zier- und Nutzgarten

Das Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast in Götzis, Montfortstraße 88, lädt die Besucher zum Verweilen an einem Staudengarten ein.

Einen ebenfalls besonderen Nutzgarten gibt es im Schulgarten Langenegg, Bach 126, zu sehen.

Zu guter Letzt lohnt sich auch ein Besuch des Zier- und Nutzgartens bei Christine und Ludwig Latzer in Nenzing, Illstraße 7.

„Gartenarbeit erdet im wahrsten Sinne des Wortes“ Eine erfreuliche Projektentwicklung sieht Garten-Koordinator Harald Rammel. Bregenz. Den Gartentrend mit Naturbewusstsein und Verzicht auf Chemie sieht der Koordinator der „Tage der offenen Gartentüre“, Harald Rammel von der Landwirtschaftskammer, rundum positiv. „Unsere Aktion ist eine sehr sympathische Art, spannende Gärten und nette Leute kennenzulernen. Viele Gleichgesinnte beschäftigen sich mit ihren Grünräumen und sehen darin eine sehr befriedigende Beschäftigung. Da man beim Gärteln im wahrsten Sinn des Wortes ‚geerdet‘ ist, ist der Umgang mit Pflanzen eine zutiefst entspannende Tätigkeit. Ein toller Ausgleich zur immer verrückter werdenden Welt mit immer mehr

Sehr erfreuliche Projekte tragen zur Vielfalt in Vorarlberg bei. Harald Rammel

Firlefanz und Terminen, die man eigentlich nicht wirklich braucht. Gärtnern ist somit ein Gegenkonzept zum Ständig-unter-Strom-Stehen und überall dabei sein zu müssen. Und es lässt sich ganz einfach und fast überall in den unterschiedlichsten Arten praktizieren. Low-Input-Kreislauf Eine positive Entwicklung vollzieht der regionale u. a. Obst-, Gemüse- und Dinkel­ anbau als Low-Input-Naturkreislaufwirtschaft bei Landwirten, die auf Vielfalt und mehrere Standbeine setzen. „Sehr erfreuliche Pro-

Harald Rammel im Rosengarten: Ein Gourmetmenü für die Bienen.

jekte tragen zur Vielfalt in Vorarlberg bei“, sagt Harald Rammel. „Ziel der Landwirtschaft muss es sein, das Land

nachhaltig zu bewirtschaften und damit auch ökonomisch Erfolg zu haben. Bleibt nach der Arbeit nichts zum Leben

übrig­, werden unrentab­le Wirtschaftsformen über kurz oder lang verschwinden. Somit wird das Zusammenspiel von Landwirt und Konsument entscheiden, ob und welche Art des Anbaus Zukunft hat. Der nachhaltige Anbau von Lebensmitteln ist für jeden Landwirt das Ziel, denke ich, schließlich lebt er ja von den Flächen und will das auch in Zukunft tun!“ Die Erhöhung der Eigenversorgung sei klar anzustreben, betont Harald Rammel: „Allerdings geht das nur in enger Kooperation zwischen Produzenten und Konsumenten. Vergessen darf man dabei aber nicht, dass unsere klimatischen Gegebenheiten nicht für alle Kulturen gleicher­ maßen geeignet sind.“ Bienen- und Menschenfutter „Vielfalt ist eine klare Kernkompetenz der Hausgärten“,

führt Harald Rammel aus. „Es rumpelt ja zum Glück auch nicht überall ein Mähroboter über die Grünflächen. Golfrasen brauchen nur Golfer, sonst reicht es, den intensiv genutzten Bereich öfters zu mähen und seltener genutzte Flächen eben nur hin und wieder. Dann stellen sich verschiedene Wildblumen von selbst ein. Der Mix aus Gehölzen, Stauden, Sommerblumen, Kräuter usw. bietet nachweislich einen gedeckten Tisch für Mensch und Tier. Die Vielfalt der Insekten in Gartensiedlungen ist die höchste in der Kulturlandschaft. Dementsprechend vielgestaltig und abwechslungsreich sollten wir unsere Gärten gestalten und möglichst umsichtig betreuen. Die ,Tage der offenen Gartentüre‘ geben viele schöne Anregungen dafür, wie es gelingen kann.“


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