So setzen wir ein Zeichen! Gemeinsam für mehr Lebensqualität Alle Preisträger im Extra
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PARTNER VN-KLIMASCHUTZPREIS 2016
FREITAG, 25. NOVEMBER 2016
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MIT UNSEREM HANDELN
Nachhaltigkeit ist ein Begriff mit vielen Facetten. Vermutlich denken die meisten in erstter Linie an ökolog gisch bewusstes Handeln. Doch Nachhaltigkeit trägt ebenso eine wirtschaftliche wie eine soziale Bedeutung. Für uns als Unternehmensgruppe sind alle Aspekte der Nachhaltigkeit wichtig, geht es dabei doch stets um eines: achtsames und bewusstes Handeln. Nur so können wir sinnvolle Entscheidungen treffen, sinnhafte Projekte umsetzen und mit unseren Taten Sinn entfalten – im wertschätzenden Umgang mit unseren Mitarbeitern ebenso wie im effizienten Einsatz von Ressourcen oder im Einsparen von CO 2 .
www.rhomberg.com
ENTFALTEN. Mit Unternehmungen in den Bereichen Bau, Bahn und Ressourcen ist die Rhomberg Gruppe in einer Branche tätig, die rund 40 Prozent aller Rohstoffe weltweit verbraucht. Wir wissen um unsere Aufgabe und unsere Verpflichtung. Wir wissen, dass bewusstes, nachhaltiges Handeln ein steter Weg ist. Einer, der Sinn entfaltet, wenn wir ihn gemeinsam kontinuierlich weitergehen.
FREITAG, 25. NOVEMBER 2016
VN-Klimaschutzpreis 2016 3 DIE JURY. VN-Klimaschutzpreis 2016
Jury: Josef Burtscher (Energieinstitut), Naturschutzanwältin Katharina Lins, Günter Mair (BSBZ), Juryvorsitzende Gabriele Greußing (Klimabündnis), Christian Rankl und Christian Vögel (Landesregierung), Verena Daum (VN).
„Kooperation zeigt bereits Wirkung“ Der VN-Klimaschutzpreis 2016 holt Beziehungsfähigkeit und gelebtes Miteinander vor den Vorhang. SCHWARZACH. An die positive menschliche Energie appellierte Werner Druml mit seiner Klimaschutzidee, die so viel Gutes bewegen kann: „Gesprächsklima, Beziehungsklima, Nachbarschaftsklima, Betriebsklima, politisches Klima, SchülerLehrerklima usw. – öffnen wir Augen und Ohren für die wesentlichen Dinge und erleben wir Lebensqualität.“
Nützen statt schaden Die Ursache für das vorherrschende globale Desaster ist für VN-Klimaschutzpreisreferent Roland Düringer die
Gier und unser Handeln aus Eigennutz auf Kosten anderer. „Der Neandertaler in uns, der sich eine hochkomplexe Welt geschaffen hat, in der er sich aber immer mehr und mehr verirrt, und trotz aller Möglichkeiten agiert wie ein Raubaffe. Damit meine ich nicht die anderen. Damit meine ich auch mich selbst. Zu glauben, beim Klimaschutzpreis mitzumachen und deshalb ein besserer Mensch zu sein als die anderen, wäre ein Selbstbetrug. Man ist nicht wertvoller, wenn man weniger schlecht ist und auf all jene mit dem Finger zeigt, die in der eigenen Wahrnehmung schlechter sind als man selbst. Weniger Schaden ist noch immer ein Schaden und kein Nutzen. Also sprechen wir doch darüber, wie wir uns vor uns selbst schützen kön-
nen. Nicht der Planet ist das Opfer, letztendlich ist es unsere Spezies. Nennen wir die Dinge beim Namen und stiften wir einen Selbstschutzpreis.“ Was wird die überfällige Ressourcen-, Energie- und Agrarwende einläuten? „Unser Denken, unser Plappern oder unser Handeln? Die Antwort kann sich jeder selbst geben“, sagt Düringer. Bewusstes Verhalten Die Juryvorsitzende Gabriele Greußing vom Klimabündnis Österreich: „Die Mitarbeit in der Jury für den Klimaschutzpreis der VN war auch in diesem Jahr eine sehr spannende Aufgabe. Die Vielfalt der Einreichungen war beeindruckend. Besonders gefreut haben mich die zahlreichen Einsendungen der Gemeinden in diesem Jahr. Es war schön
wieder zu sehen, wie engagiert sich viele Menschen um einen bewussten Umgang mit den Ressourcen bemühen. Gerade dieses wachsende Bewusstsein für eine angepasste Lebensweise gilt es zu stärken. Wir sind Teil der Natur und haben nur diese eine Erde zur Verfügung. So ist jedem Einzelnen, der bei sich und in seinem direkten Umfeld hier konsequent an die Folgen seines Handelns denkt, für sein Engagement zu danken.“ Ökologischer Kreislauf „Es war sehr schwierig Reihungen vorzunehmen, da die Einreichungen so unterschiedlich waren. In allen Projekten zeigte sich, dass Vernetzung und Kooperation die Wirkung sehr verstärken können, beziehungsweise der
Effekt überhaupt erst spürbar wird. Mehrere Gemeinden bemühen sich gemeinsam in einem Projekt, die täglichen kurzen Fahrten mit dem Fahrrad attraktiver zu machen. Oder Unternehmen überlegen grenzübergreifend, wie sie ihre Mitarbeiter für einen Umstieg vom Pkw auf andere Mobilitätsformen gewinnen können. Der Einsatz von moderner energiesparender
Technik ist die eine Seite. Genau so wichtig ist das vernetzte Denken, die Logistik im Sinne der Förderung von ökologischen Kreisläufen, die zur effizienten Verwendung und Einsparung von Energie führt“, sagt Gabriele Greußing. „Diese ökologischen Kreisläufe stehen bei den Projekten im Themenbereich „ landwirtschaftliche Bodenkultur“ natürlich im Zentrum. Ökologische und lebendige Vielfalt beginnt beim Umgang mit dem Boden. Die bäuerlichen Betriebe, die hier zum Teil schon seit vielen Jahren sehr sorgfältig mit ihren Ressourcen umgehen, sollen hier besonders hervorgehoben werden. Wir profitieren alle von den gesunden Produkten und von der Vielfalt der Kulturlandschaft“, schließt die Juryvorsitzende.
Umwelt- und Klimaschutz ist, wenn man bei seinen alltäglichen Taten nicht nur an den Moment, an das unmittelbare Ergebnis und den schnellen Erfolg denkt, sondern sich gleichzeitig bewusst darüber Gedanken macht, welche Auswirkungen das eigene Handeln auf die Zukunft hat. Die Menschen, die mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet werden, übernehmen Verantwortung und schauen nicht weg. Ganz im Gegenteil sorgen sie mit ihrem Handeln dafür, dass es die kommenden Generationen genauso gut beziehungsweise besser haben, wie die unsere. Dipl. Ing. Helmut Mennel, Vorstand illwerke vkw
Viel guter Humus und gesundes Wurzelwerk im Boden, ausgiebige Grünmasse auf den Äckern, Wiesen und Alpen sowie bewirtschaftete vitale Wälder binden CO2 und liefern den lebensnotwendigen Sauerstoff. Unsere Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft leistet damit einen zentralen Beitrag zum Klimagleichgewicht. Sie ist aber auch die erstbetroffene Branche des Klimawandels. Wetterkapriolen vermiesen Arbeit und Ernte. Wir freuen uns daher, wenn vorbildliche Klimaleistungen zahlreicher Vorbilder die wichtige und notwendige öffentliche Aufmerksamkeit bekommen. LK-Präsident StR. Josef Moosbrugger
Vernetztes Denken im Sinne der Förderung ökologischer Kreisläufe ist besonders wichtig. GABRIELE GREUSSING
VN-Klimaschutz 2016. Deshalb engagieren wir uns als Partner für den Klimaschutzpreis 2016 Die Österreichische Post unterstützt auch 2016 wieder den VN-Klimaschutzpreis. Alle Maßnahmen, die helfen, den CO2-Ausstoß zu verringern und die Umwelt zu entlasten, leisten einen wichtigen Beitrag. Die Post unternimmt große Anstrengungen, um einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Seit 2011 stellt die Post alle Sendungen in Österreich CO2-neutral zu. Die Initiative CO2-NEUTRAL ZUGESTELLT ist spürbarer Beweis, dass im Logistikgeschäft wirtschaftliches Denken und umweltschonendes Handeln vereinbar ist. DI Dr. Georg Pölzl, Generaldirektor Österreichische Post AG
Die Politik ist gefordert, Rahmenbedingungen und Impulse für den Klimaschutz zu schaffen. Unverzichtbar ist aber auch das persönliche Engagement von Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen, um eine nachhaltige Veränderung für den gemeinsamen Lebensraum zu bewirken. Nach den Kriterien des Klimaneutralitätsbündnisses Vorarlberg ist die Hypo Landesbank für 2016 klimaneutral. Zudem fördern wir als langjähriger Sponsor des VN-Klimaschutzpreises gezielt innovative Projekte der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger für unsere Umwelt. Mag. Michel Haller, Vorstand Hypo Vorarlberg
Klimaschutz und Klimawandel gehen uns alle an. Neben dem globalen Denken und Handeln muss aber ganz besonders auch regional Verantwortung übernommen werden. Durch das ambitionierte Ziel der Energieautonomie 2050 und über die Landwirtschaftsstrategie 2020 „Ökoland Vorarlberg – regional und fair“ können wir alle einen wesentlichen Beitrag leisten. Der VN-Klimaschutzpreis gibt auch 2016 den vorbildlichen Leistungen, Initiativen und Projekten eine Bühne und verschafft ihnen die verdiente und wichtige öffentliche Aufmerksamkeit. Mag. Markus Wallner Landeshauptmann
Jeder, der mit der Bahn unterwegs ist leistet, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Gerade die Vorarlberger(innen) sind dabei ein Vorbild, denn die Fahrgastzahlen haben sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Damit das Bahnfahren noch attraktiver wird, investieren wir in den kommenden Jahren rund 355 Millionen Euro in Vorarlbergs Bahninfrastruktur. Barrierefreie Bahnhöfe, leistungsfähige Güterterminals und der Ausbau der Digitalisierung sind die klaren Ziele, um die Bahn der Zukunft noch besser zu machen. Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender ÖBB Holding AG
FREITAG, 25. NOVEMBER 2016
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Die grüne Welt der gelben Post Die Österreichische Post übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Denn jede Handlung heute hat Auswirkungen auf morgen. Genau darum geht es bei Nachhaltigkeit. Sie richtet sich an unsere Zukunft, fordert aber unser Handeln in der Gegenwart.
Fahrzeuge bei der Post im Einsatz, bis Ende des Jahres sollen es 1300 sein. Mit dem Projekt „Grünes Wien“ geht die Post sogar noch einen Schritt weiter: In ganz Wien werden bis Ende 2016 alle Briefe und Werbesendungen an Privatkunden „grün“ bzw. CO2-frei zugestellt – entweder per E-Fahrzeug oder zu Fuß. Alle derzeit nicht vermeidbaren CO2-Emissionen werden in einem dritten Schritt durch die Unterstützung von zertifizierten nationalen und internationalen Klimaschutzprojekten kompensiert. Bei der Auswahl dieser Projekte wird neben den Emissionseinsparungen ein besonderes Augenmerk auf ökologische und sozioökonomische Aspekte gelegt, um dem Ansatz der ganzheitlichen Nachhaltigkeit in vollem Umfang Rechnung zu tragen. Diese Initiative ist der Beweis, dass man auch im Logistikgeschäft wirtschaftliches Denken und umweltschonendes Handeln vereinen kann.
Wir zählen zu den modernsten und erfolgreichsten Postgesellschaften weltweit. Die nachhaltige Ausrichtung unseres Geschäftsmodells spielt hierfür eine zentrale Rolle. Nachhaltigkeit betrifft in unserem täglichen Geschäft vier Bereiche: Mitarbeiter, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt.
DI Dr. Georg Pölzl Generaldirektor Österreichische Post AG
Die Post verkleinert ihren ökologischen Fußabdruck von Jahr zu Jahr durch konsequente Integration ihrer Umweltaktivitäten in das Kerngeschäft. Geht es um Umweltaspekte, ist die zentrale Herausforderung für ein Logistikunternehmen wie die Österreichische Post, klimawirksame Treibhausgase wie CO2 so radikal wie möglich zu vermeiden. Wir nehmen
Wissenswertes Mit 1200 E-Fahrzeugen ist die Post schon heute der größte E-Flotten-Betreiber des Landes. diese Herausforderung an und verkleinern unseren ökologischen Fußabdruck von Jahr zu Jahr durch konsequente Integration unserer Umweltaktivitäten in das Kerngeschäft. Mit der bereits seit 2011 bestehenden Initiative CO2 NEUTRAL ZUGESTELLT sind wir federführend in der internatio-
nalen Logistikbranche. Jede einzelne Sendung innerhalb Österreichs – egal ob Briefe, Werbesendungen, Zeitschriften oder Pakete – stellt die Post seither CO2-neutral zu. Visionäre Projekte Im Rahmen dieser Initiative werden in einem ersten
Schritt Maßnahmen für höhere Effizienz in den Kernprozessen gesetzt, etwa Gebäude und Beleuchtung energetisch optimiert und die Fahrzeugflotte kontinuierlich erneuert. Der zweite Schritt besteht in der verstärkten Nutzung von alternativen Technologien. Bereits seit 2012 setzt
Foto: Werner Streitfelder
die Post beim Bezug von elektrischer Energie ausschließlich auf Strom aus erneuerbaren Quellen. Zudem betreibt das Unternehmen zwei Solaranlagen. Und schon heute ist die Post der größte EFlotten-Betreiber des Landes – mit steigender Tendenz. Derzeit sind über 1200 E-
Seit 2011 CO2-neutrale Zustellung aller Sendungen in Österreich Reduktion der CO2-Emissionen um 21 % im Zeitraum 2010 bis 2015 Über 1200 E-Fahrzeuge im Einsatz Zwei Photovoltaikanlagen
█Wir tanken Sonne –█ █zu jeder Jahreszeit.█ Unsere hauseigene Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 882 Kilowatt auf dem Dach unseres Briefzentrums Wien-Inzersdorf ist eine der größten Anlagen dieser Art in Österreich. Zusammen mit einer zweiten Anlage am neuen Logistikzentrum Allhaming in Oberösterreich wird so in Zukunft die gesamte E-Flotte der Post, die bis 2016 auf rund 1.300 Fahrzeuge anwachsen wird, mit Strom aus sauberer Energie versorgt. Wenn’s wirklich wichtig ist, dann lieber mit der Post.
www.post.at/co2neutral
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VN-Klimaschutzpreis 2016 5 ÖKOPIONIER 2016. Gründer der ARGE Erneuerbare Energie, Walter Pfister aus Thüringen
Editorial
„Solarboom überraschte alle“ Unabhängigkeit ist dem Gründer der ARGE Erneuerbare Energie auch heute wichtig. „Der Start der Initiative im Jahr 1990, Solaranlagen im Selbstbau zu errichten, hat damals in Vorarlberg einen richtigen Solarboom ausgelöst“, erinnert sich Walter Pfister. „Bis Mitte der 90er-Jahre sind – soweit ich dazu Statistik geführt habe – ca. 1500 Solaranlagen in über 100 Selbstbaugruppen realisiert worden. Unser Verein ARGE Erneuerbare Energie Vorarlberg informierte, organisierte und betreute ehrenamtlich die zukünftigen Solaranlagenbesitzer. Es war und ist uns wichtig, dass wir mit den politischen Parteien und den Entscheidungsträgern in Kontakt sind, aber an finanzieller und ideologischer Unabhängigkeit festhalten.“ Der Solarboom überraschte alle: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. „Interessant war, dass die Politik sehr schnell reagiert hat und – ausgearbeitet vom damaligen Energiesparverein Vorarlberg, heute Energieinstitut Vorarlberg – eine finanzielle Unterstützung für den Bau von Solaranlagen einführte. Eine sehr kluge Entscheidung“, betont Pfister. „Die Wirtschaft – insbesondere Installateure – wurden von dieser Solarwelle völlig überrascht und reagierten erst einmal reserviert. Viele sahen darin eine Konkurrenz, und hinter vorgehaltener Hand lautete der Vorwurf sogar ,legalisierte Schwarzarbeit‘. Die Bevölkerung hingegen zeigte sich äußerst interessiert, und die Nutzung von Solarenergie wurde – und wird nach wie vor – sehr positiv gesehen. Rund 25 Jahre nach den Anfängen kann man sagen: Die Nutzung von Sonnenenergie über thermische Solaranlagen ist in der breiten Öffentlichkeit angekommen; mittlerweile sind fast 300.000 m2 Kollektorfläche in Vorarlberg
Ziel, welches von allen in Vorarlberg unterstützt und umgesetzt werden kann. Ich bin überzeugt, dass es gelingt. Auch gegen Widerstände, wie damals eben, als wir euphorisch in das Solarzeitalter aufgebrochen sind.“
THÜRINGEN.
Ökopionier Walter Pfister: „Vorarlberg kann das Energieautonomieziel 2050 gut erreichen, ja sogar übertreffen, und Vorbild für Regionen sein.“
auch klimaaktiv. Weiters finden die Stromgewinnung aus Solarenergie und passive Solarenergienutzung im Hausbau ungebremste Zustimmung. Energie aus der Sonne ist mehr als warmes Wasser in der Dusche oder in der Badewanne. Hier muss der Blick erweitert und z.B. auf die Thematik der begonnenen Klimaänderung gerichtet werden. Dies muss einen Denkprozess in der ge-
samten Bevölkerung in Gang setzen, welcher getragen ist von der Verantwortung gegenüber dem Nächsten und den nächsten Generationen. Vor diesem Hintergrund findet jeder sein Plätzchen, wo er die Vision von Nachhaltigkeit umsetzen kann. Die politischen Parteien in Vorarlberg haben sich auf ein Energieleitbild geeinigt, bis 2050 die Energieautonomie im Ländle zu erreichen! Ein
Aus Überzeugung handeln „Es gilt, sich aus Überzeugung auf den Weg zu machen. Menschen verändern sich dabei selbst und erreichen dann oft auch einen Wandel bei anderen Personen“, weiß Pfister aus Erfahrung. „Alle zusammen können im günstigen Fall eine Bewegung in Gang setzen, welche über die Region hinaus Wirkung erlangt. Und dabei spielt öffentliche Anerkennung wie z.B. in Form des VN-Klimaschutzpreises eine nicht unerhebliche Rolle. Es ist überhaupt notwendig und lobenswert, dass die Medien Positivbeispiele jeglicher Art einer breiten Bevölkerung bekannt machen. Mundpropaganda reicht nicht mehr aus. Die VN mit ihren unterschiedlichen Kanälen haben die Kraft, viele Menschen zu erreichen und sie zu informieren. Dabei tragen sie Verantwortung und nehmen diese in dem Fall auch wahr. Ich möchte an der Stelle anfügen, dass Marianne Mathis als VNRedakteurin maßgeblichen Anteil an der Publizität des Themas Sonnenenergie hatte und ihr Einfluss auf die Entscheidungen der Vorarlberger Landesregierung in Energiefragen erheblich war. Ihr müsste diesbezüglich noch posthum eine Anerkennung gegeben werden.“ Modellregion Vorarlberg „Mehr oder weniger ist jedem bekannt, dass unsere Welt eigentlich ein globales Dorf geworden ist“, sagt Pfister. „Globalisierung, Internet, Klimawandel, internationale Organisationen usw. verbinden die Länder auf unserem Globus. Es kann sich kein Land aus diesem Geflecht herausnehmen und einen
wirklich eigenständigen Weg gehen. Das heißt aber auch: Wir tragen alle Verantwortung. Hier gibt es keine Ausrede und keine Entschuldigung. Jeder ist Akteur und gleichzeitig Betroffener. In erster Linie besteht die Aufgabe im Zusammenleben der einzelnen Individuen – gleich welcher Gruppengröße und geografischer Lage – aufeinander Rücksicht zu nehmen. Dazu gibt es bereits genügend Steuerungsinstrumente durch Gesetze, Verträge, Religionen, Traditionen etc. Leider funktionieren diese Regelungen oft nur mangelhaft. Deshalb braucht es immer wieder neue Anstöße, welche von einzelnen Personen, Institutionen, Staaten etc. ausgehen, um Veränderungen auf lokaler, regionaler, nationaler oder sogar globaler Ebene einzuleiten. Das Ziel: Wir wollen die Welt verändern.“ Gemeinsam auf gutem Weg „Dieser hohe Anspruch ist in Vorarlberg nicht unbedingt vorrangiges Ziel. Aber es hat sich immer wieder gezeigt, dass ,best practice‘ eine Vielzahl von Nachahmern und ungeahnte Verbreitung findet“, erläutert Pfister. „Deshalb glaube ich, dass erstens Vorarlberg in der Lage ist, das selbst gesteckte Energieautonomie-Ziel 2050 zu erreichen und zu übertreffen, und zweitens ein Vorbild für andere Regionen sein kann. Dafür müssen aber eben alle in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich ihren Beitrag leisten und erkennen, dass dies unserer unmittelbaren Region, Europa und schließlich unserem Globus einen unschätzbaren Nutzen bringt. Wir sind in Vorarlberg auf dem Weg, einem akzeptablen und positiv stimmenden Weg, aber noch ist das Ziel ein großes Stück entfernt.“
Der Preis Der Vorarlberger Ökopionier Walter Pfister bekommt für ein langjähriges Engagement eine VN-Urkunde als Auszeichnung und eine Stein-Trophäe.
PREIS FÜR KLIMASCHUTZ-IDEE. KommRat Werner Druml sen. aus Dornbirn
„Der Mensch hat größten Einfluss auf alle Ereignisse“ Als Klimaschutz-Idee appelliert Werner Druml an unsere Beziehungsfähigkeit. DORNBIRN. „In meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit als Geschäftsführer in einem Dienstleistungsbetrieb hatte ich viel mit Menschen zu tun und gewann die Erkenntnis, dass der Mensch den größten Einfluss auf sämtliche Ereignisse und Bewegungen hat“, beschreibt KommRat Werner Druml sen. seinen Ansatz zur Klimaschutz-Idee, die
lautet: „Wenn wir von Klimaschutz reden, dann denken wir an Klimawandel, Klimaerwärmung, Klimaveränderung, Klimabündnis, Klimaschutzpolitik usw. Meine Vorstellung geht in Richtung Mensch: Gesprächsklima, Beziehungsklima, Nachbarschaftsklima, Betriebsklima, politisches Klima, SchülerLehrer-Klima usw. Wenn in diesen Bereichen ein gutes, nachhaltiges Klima herrscht, verbrauchen wir weniger menschliche Energie, können diese anders nutzen,
ersparen uns unnötige Wege – etwa zu Gerichten, Ämtern, Behörden usw. Wir haben die Augen und Ohren offen für die wesentlichen Dinge und erleben eine andere Lebensqualität. Dieser Ansatz ist selbstverständlich nicht zu Ende gedacht, wäre aber vielleicht ein Ansatz für weitere Überlegungen.“
Der Preis Werner Druml aus Dornbirn erhält für seine Klimaschutzidee eine komplette Ausstattung des Haushalts mit LED-Leuchten und eine VN-Urkunde.
„In einem guten Beziehungsklima miteinander, haben wir Augen und Ohren offen für die wesentlichen Dinge und erreichen Lebensqualität.“
BEGRÜNDUNG DER JURY: Sonderpreis Klimaschutz-Idee: Unser Gesprächs-, Beziehungs-, Nachbarschafts- und Betriebsklima, unser politisches Klima oder jenes zwischen Schülern und Lehrern einmal genau zu betrachten, lautet Herrn Drumls Anregung. Achtsamkeit und positive Energie von uns Menschen steht für Lebensschutz und Lebensqualität.
Verena Daum
Von Natur und Kultur Zwölf Initiativen, Unternehmer, Schüler, Private und Gemeinden sind mit dem VN-Klimaschutzpreis ausgezeichnet worden. Die Naturgesetze sind fix – da fährt der berühmte Zug drüber. Der Natur ist es egal, ob es eine Menschheit gibt oder nicht – denken wir an die Dinosaurier. Die Natur überlebt immer, ob wir nun als intelligente Spezies unsere eigene Lebensgrundlage zerstören oder nicht. Was wir aber positiv verändern können, ist unser Verhalten, unsere Lebens- und Arbeitsweise. Unsere Beziehungskultur – weg von Gier und Egoismus, hin zur Empathie, Menschlichkeit und Kooperation. Einfach zu erklären ist das mit den Prinzipien der Permakultur-Philosophie: Alle Elemente eines Systems stehen miteinander in Wechselwirkung; jedes Element erfüllt mehrere Funktionen; jede Funktion wird von mehreren Elementen getragen (Resilienz); effiziente Energienutzung – die menschliche ist die effizienteste; sinnvolle Zonierung bei Modellen bzw. kleinstrukturierte Regionalität vermeidet unnötige Wege; natürliche Ressourcen nützen – Kreisläufe schließen – Energie speichern! So entstehen in regionalen Gemeinschaften intensiv genützte Systeme und Abläufe in kreativer Vielfalt, im Miteinander und im Einklang mit der Natur. Dass Ökonomie, Ökologie und Soziologie harmonisch funktionieren können, zeigen unsere Preisträger sehr eindrucksvoll. Verena Daum ist Journalistin und Autorin, verena@progression.at, www.progression.at
Statement
Johannes Rauch
Gegen die Ignoranz Gerade weil die USA jetzt einen Präsidenten bekommen, der meint, so etwas wie Klimawandel gebe es nicht – was nicht weit von der Behauptung entfernt liegt, die Erde sei eine Scheibe –, ist es notwendiger denn je, mitzuhelfen, dass die Klimaschutzziele von Paris nicht einfach „entsorgt“ werden! Der Klimawandel entzieht Millionen von Menschen die Lebensgrundlage und zwingt sie zur Flucht. Mit dem Klimaschutzpreis werden jene gewürdigt, die seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag vor Ort leisten, damit konkrete Projekte umgesetzt werden. Ihnen gilt mein besonderer Dank – auch deshalb, weil sie unermüdlich gegen Ignoranz und Gleichgültigkeit ankämpfen, um etwas zu bewegen. Johannes Rauch, Umweltlandesrat der Vorarlberger Landesregierung
Impressum Projektleitung und Redaktion: Verena Daum Fotos: VN, VD, Handout, Shutterstock Layout: Christian Lorenz
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Für eine lebenswerte Region Ambitioniert, achtsam, verbunden – diese zentralen Werte sind die Basis für den Erfolg der Hypo Vorarlberg. Das gilt einerseits für das Bankgeschäft, aber vor allem auch dann, wenn es darum geht, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen und den eigenen Lebensraum mitzugestalten. Seit vielen Jahren engagiert sich die größte Vorarlberger Bank daher für den Umwelt- und Klimaschutz. Welchen Stellenwert hat Umweltengagement für die Hypo Vorarlberg? Michel Haller: Ich glaube, dass wir – genauso wie andere Unternehmen – eine große Verantwortung tragen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dass die Vorarlberger Wirtschaft dieses Thema ernst nimmt, zeigt die Entwicklung im „Klimaneutralitätsbündnis 2025“. Nachdem wir gemeinsam mit neun anderen Gründungsmitgliedern diese Initiative im Jänner 2015 gestartet haben, konnten bis heute fast 100 weitere Unternehmen dazugewonnen werden. Das wirkt sich aus, denn alle Mitglieder des Bündnisses verpflichten sich freiwillig, ihren Energieverbrauch und damit den CO2-Fußabdruck kontinuierlich zu reduzieren, um das Erreichen der Klimaziele sowie die Energieautonomie Vorarlbergs zu unterstützen. Dass dieses Thema auch längst in der Gesellschaft angekommen ist, zeigen die zahlreichen Projekte, die beim VN-Klima-
schutzpreis 2016 eingereicht wurden. Viele VorarlbergerInnen leben mit Überzeugung einen nachhaltigen Umgang mit der Natur und unseren Ressourcen. An dieser Stelle gratuliere ich allen PreisträgerInnen und TeilnehmerInnen herzlich zu ihren spannenden Ideen. Gibt es aktuelle Projekte der Hypo Vorarlberg? Neben unterschiedlichen Maßnahmen zur Reduzierung des Energie-, Papierund Wasserverbrauchs setzen
Mag. Michel Haller design. HypoVorstandsvorsitzender
Nach den Kriterien des „Klimaneutralitätsbündnis 2025“ sind wir mit unseren Vorarlberger Standorten für 2016 klimaneutral. wir künftig vermehrt auf erneuerbare Energien. Zu diesem Zweck werden wir noch in diesem Jahr drei neu errichtete Photovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Gebäude in Betrieb nehmen: Zwei Anlagen wurden auf unserer Zentrale in Bregenz errichtet, eine auf dem Hypo Office Dornbirn. Das Schöne daran ist, dass die nachhal-
Für Dienstfahrten steht in der Hypo-Zentrale Bregenz ein sparsames Elektroauto zur Verfügung. tige Wirkung dieser Sonnenstromanlagen sofort messbar ist, indem unsere CO2-Emissionen konkret verringert werden. Mit dem selbst hergestellten Ökostrom können wir künftig beispielsweise unseren Stromverbrauch in der Zentrale am Wochenende komplett selbst abdecken. Wie wichtig ist das Thema Ökologie für Ihre Kunden? Wir spüren, dass das Thema Nachhaltigkeit auch in der Geldanlage eine immer größere Rolle spielt. Daher wollen
wir unserer ökologischen Verantwortung auch auf der Produktseite gerecht werden. Im Privatkundenbereich befinden wir uns derzeit in der Entwicklungsphase für eine neue Vermögensverwaltungsstrategie, die Nachhaltigkeitsaspekte besonders berücksichtigt. Für institutionelle Kunden werden wir voraussichtlich im Frühjahr 2017 einen GreenBond auflegen. Aber auch im Finanzierungsbereich kommen wir unserer Verantwortung nach: Mit dem Hypo-Klima-Kredit erhalten Privatkun-
den günstigere Konditionen bei der nachhaltigen Sanierung ihrer Immobilie wie z. B. für Wärmepumpen, erneuerbare Energie oder Solaranlagen. Zudem werden die meisten unserer Broschüren und Produktfolder bereits klimaneutral gedruckt. Und wie sieht Ihr Blick in die Zukunft aus? Wir setzen bereits viele Nachhaltigkeitsmaßnahmen um – sei es im ökologischen Bereich oder bei ökonomischen oder sozialen The-
Foto: Hypo Vorarlberg
men. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden. Ein eigenes Projektteam in der Bank wird dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft gezielt Projekte umsetzen, um die Bewusstseinsbildung für den Klima- und Umweltschutz bei unseren Mitarbeitern und Kunden voranzutreiben. Um erfolgreich umgesetzte Maßnahmen, aber auch unsere Ziele sichtbar zu machen, planen wir im Laufe des Jahres 2017 unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen.
Leidenschaftlich. Gut. Beraten.
Achtsam und verbunden mit unserer Region und ihren Menschen. Wir gratulieren den Gewinnern des Klimaschutzpreises 2016 ganz herzlich und danken allen Teilnehmern für ihr Engagement. Als Landesbank, die stark in Vorarlberg verwurzelt ist, geben wir den Menschen in der Region nicht nur finanzielle Sicherheit. Wir fördern Initiativen, die unsere Heimat schützen und weiterhin lebenswert machen: Als Partner des Klimaschutzbündnis 2025, als Unterstützer des Klimaschutzpreises 2016 und mit unserem Spendenfonds „Hypo für Vorarlberg – Helfen. Fördern. Bewegen.“ Hypo Landesbank Vorarlberg 17× in Vorarlberg sowie in Wien, Graz, Wels und St. Gallen, www.hypovbg.at
Partner des
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VN-Klimaschutzpreis 2016 7 1. PLATZ PRIVATE HAUSHALTE: Fritz Trippolt aus Bregenz
Fritz Trippolt: „Am Waldrand erfreut uns mittlerweile ein erstaunlich ertragreicher Gemüse- und Obstgarten. Unser Ziel ist die Rundum-Selbstversorgung im Naturkreislauf mit Pflanzen und Tieren. Wir sind schon sehr weit.“
Ein Allrounder in Sachen „Natur pur“ Fritz Trippolt hat ganzheitliche Lebensart im Einklang mit der Natur verinnerlicht. BREGENZ. „Bereits vor 35 Jahren, als ich unser Haus in Bregenz baute, legte ich Wert auf biologisches Bauen, und das ganze Haus sollte mit einem großen Kachelofen, der im Zentrum des Hauses gebaut wurde, beheizt werden. Damals war die Idee, dass wir das Holz dafür aus dem See holen. Die ersten Jahre tat ich das auch, aber mit der Zeit musste ich erkennen, dass genau dann, wenn die Flüsse Hochwasser führten, ich an diesen Tagen keine Zeit hatte, um das Holz zu holen“, erzählt Fritz Trippolt. „Ein paar Tage später musste ich mich mit den letzten Brügeln in schlechter Qualität begnügen. Auf unseren Spaziergängen auf den Pfänder entdeckte ich immer wieder Wälder, die nicht bewirtschaftet wurden. Also nahm ich Kontakt mit diesen Waldeignern auf.“
Um den Wald kümmern „Einer davon, in Salzburg beheimatet, war froh darüber, dass ich mich um seinen Wald kümmerte, das Schadholz beseitigte und Durchforstungen durchführte. Uns beiden war geholfen. Dann ergab sich plötzlich die Situation, dass ein Wald verkauft wurde. Ich hatte Glück und konnte den Wald kaufen“, freut sich der Allrounder. „Mit der Zeit konnte ich umliegende Waldparzellen kaufen, und so haben wir heute eine Waldfläche, dass wir je-
des Jahr zwischen 50 und 100 Festmeter herausholen können und trotzdem nicht weniger Holz in unserem Wald ist, weil die Menge jedes Jahr zuwächst. Mittlerweile bauen wir Möbel, Hochbeete u.v.a. aus unserem eigenen Holz. Jeden Morgen freue ich mich bereits beim Frühstück über unseren wunderschönen Küchentisch, den wir aus einer abgestorbenen Ulme gebaut haben. Auch die Tischlampen darüber sind aus filigranen Weißtannenstäben – Design geklaut – selbst gebaut worden.“ Gute Zusammenarbeit „Das anfallende Brennholz wird zum Teil selbst verheizt oder verkauft. Im Winter finden an vielen Samstagen gemeinsame Holzertage statt, wo zusammen mit Freunden, die für ihre Hilfe Brennholz bekommen, geschlägert, entastet, aufgeräumt und Holz gespaltet wird“, führt Fritz Trippolt aus. „Am Waldrand
ten Jahren hatten wir Schafe, aber das Fleisch schmeckte nicht allen Familienmitgliedern. Deshalb haben wir heuer zwei Wollschweine, die zum einen den Boden für den Kartoffelacker aufbereiten – da bleibt keine Wurzel im Boden – und zum anderen freuen wir uns auf das Fleisch.“
„Mit Freunden habe ich das Holz-Segelboot mit dem Namen Runag in etwa 4000 Stunden eigenregie restauriert. Es ist ohne Motor mit zehn Tonnen Gewicht das schwerste Segelboot auf dem Bodensee“, ist Trippolt stolz.
erfreut uns mittlerweile ein Gemüse- und Obstgarten. Die Erträge sind erstaunlich,
und das Ziel ist, dass wir uns immer mehr von dem selbst Produzierten ernähren kön-
nen. Unsere fünf Hennen sorgen dafür, dass wir keine Eier kaufen müssen. In den letz-
Selbstversorger und Genießer „Zu meiner großen Freude habe ich zwischenzeitlich die Erlaubnis, in unserem Wald zu jagen. Ich habe dadurch einen guten Überblick über den Bestand an Wild und sehe am Verbiss der jungen Bäume, wo ich eventuell eingreifen muss. Daher gibt es bei uns auf dem Tisch immer wieder einmal Lasagne, Bolognese, Rehragout oder ein feines Stück Filet vom Reh“, informiert der Tierfreund. „Ein besonderer Stolz ist unser Segelboot ,Runag‘, das ich zusammen mit Freunden restauriert habe. Das 1902 gebaute Schiff haben wir in Eigenregie in etwa 4000 Stunden restauriert. Es ist zudem mit zehn Tonnen das schwerste Segelboot auf dem Bodensee, das ohne Motor ausgestattet ist.“ Und die Familie hat Spaß daran, „dass wir das ganze Jahr über den Großteil unserer Verkehrswege, auch bei Regen und Schnee, mit dem Fahrrad machen können“.
Der Preis „Unsere Wollschweine bereiten nicht nur den Boden wunderbar auf für unseren Kartoffelacker, wir freuen uns auch über ihr gutes Fleisch.“
„Unser Wald wird nicht nur gehegt und gepflegt, ich darf auch jagen, habe den Überblick über den Wildbestand und Rehragout auf der Speisekarte.“
Der Preisträger in der Kategorie „Private Haushalte“, Fritz Trippolt, darf sich über 2000 Euro von der Hypo Bank und eine Urkunde der VN freuen.
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Einsteigen, Zeit haben, Bahn fahren Mit dem Fahrplanwechsel ab 11. Dezember wird das Angebot auf der Schiene deutlich verbessert – mehr Züge, ein integraler Bahn-Taktfahrplan und mehr Qualität machen den Umstieg auf die Bahn künftig noch attraktiver.
über Feldkirch bis Bregenz verlängert. Zwischen Innsbruck und Feldkirch verkehren die Züge somit ab dem Fahrplanwechsel im Stundentakt. Tagsüber bieten die ÖBB dann täglich 15 Züge pro Richtung zwischen Vorarlberg und Tirol an. Vorarlberg wird durch kürzere Fahrzeiten und zusätzliche Verbindungen so besser als je zuvor an Salzburg, Oberösterreich und Ostösterreich angebunden. Auch bei den Nachtzügen setzen die ÖBB auf Qualität. Spätestens ab Weihnachten sind modernere Waggons unter dem Namen Nightjet zwischen Bregenz und Wien bzw. Feldkirch und Graz unterwegs.
Ab 11. Dezember 2016 tritt europaweit der neue Fahrplan in Kraft. Für die Vorarlberger Bahnkundinnen und Bahnkunden wird mit diesem Datum ein weiterer wichtiger Meilenstein umgesetzt. Innerhalb von 20 Jahren werden sich die Bahnkilometer im Vorarlberger Nahverkehr von 1,6 Millionen im Jahr 1996 auf 3,2 Millionen im Jahr 2017 verdoppeln. Täglich stehen dann 210 Züge für die Reisenden zur Verfügung. Viermal stündlich im Takt zwischen Bludenz und Bregenz Die aktuellste Neuerung für die Bahnkundinnen und Bahnkunden in Vorarlberg ist der integrale Bahn-Taktfahrplan, der in ganz Österreich neu und noch besser abgestimmt ist. Für die Reisenden stehen werktags in der Zeit von 6 bis 20 Uhr zwischen Bludenz und Bregenz jede Stunde zwei schnelle Railjetoder REX-Angebote sowie zwei S-Bahn-Verbindungen mit Halt in allen Stationen zur Verfügung. Zwölf neue REX-Verbindungen Gemeinsam mit dem Land Vorarlberg und dem Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV)
Mit Fahrplanwechsel ab 11. Dezember 2016 stehen in Vorarlberg täglich 210 Züge für die Reisenden zur Verfügung. haben die ÖBB mit dem neuen Fahrplan den größten Ausbauschritt im Bahnverkehr in Vorarlberg in den letzten Jahrzehnten umgesetzt. Aktuell sind an einem Werktag 54 Züge zwischen Bregenz und Bludenz für die Kundinnen und Kunden auf Schiene. Ab Fahrplanwechsel kommen
sieben Regionalexpress (REX)Kurse in Richtung Bludenz und fünf in Richtung Bregenz dazu. Die Railjet- und REXVerbindungen verkehren dabei in einem gut merkbaren und übersichtlichen Takt. So ergänzen beispielsweise ab Feldkirch Richtung Bregenz schnelle Verbindungen im-
mer zur Minute .17 und .47 die S-Bahn mit den Abfahrtszeiten zur Minute .00 und .30. In Richtung Schweiz wird der Halbstundentakt zwischen Bregenz und St. Margrethen an Werktagen komplettiert, zudem gibt es eine neue Spätverbindung am Wochenende.
Foto: ÖBB
Im Stundentakt über den Arlberg Ab 11. Dezember gibt es wie bisher alle zwei Stunden eine Railjet-Verbindung von Wien über Innsbruck und Feldkirch nach Zürich. In der jeweils anderen Stunde wird die bestehende Railjet-Verbindung von Wien nach Innsbruck
Ticketkauf noch einfacher Die ÖBB-App und der Ticketshop erleichtern den Ticketkauf erheblich. So sind jetzt nicht mehr nur ÖBB-Tickets, sondern auch die Einzeltickets aller Verkehrsverbünde online und mobile im ÖBBTicketshop erhältlich. Die Fahrgäste profitieren von einer einheitlichen Bedienlogik und Optik. Ab dem Fahrplanwechsel gibt es darüber hinaus Sparschiene-Tickets für Fahrten innerhalb Österreichs und in viele internationale Destinationen nicht nur mehr bis maximal drei Tage vor dem gewünschten Reisetag, sondern bis zu eine Minute vor Abfahrt des gewünschten Zuges. Damit sind die beliebten Tickets leichter erhältlich als bisher.
Bahnhof hat Zukunft
Fotocredit: ÖBB
Hier kommt man gerne an.
BAHNHOFSOFFENSIVE VORARLBERG: § 356 Mio. Euro an Bahninvestitionen bis 2022 in Vorarlberg § Modernisierung Rheintalbahnhöfe: u.a. Dornbirn, Hohenems, Rankweil § Grenzüberschreitender Streckenausbau St. Margrethen – Lauterach
MEHR KOMFORT UND KÜRZERE FAHRZEITEN FÜR GANZ ÖSTERREICH: § 15,2 Mrd. Euro Investition bis 2022 in den Ausbau und die Leistungsfähigkeit von Schienennetz und Bahnhöfen § 90% der Reisenden profitieren bis 2025 von modernen, barrierefreien Bahnhöfen § Rund 170 modernisierte Bahnhöfe seit 2010
oebb.at/infrastruktur
FREITAG, 25. NOVEMBER 2016
VN-Klimaschutzpreis 2016 9 1. PLATZ SCHULE UND JUGEND: MS Mittelweiherburg Hard
Über Mikroorganismen und die Erde Wie die 3b-Klasse der MS Mittelweiherburg in Hard das Projekt „EAThink“ umsetzte. Wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden, wollten die Schüler der 3b-Klasse der MS Mittelweiherburg in Hard ganz genau wissen und starteten nicht nur einen Fotowettbewerb zum Thema „Mein Lieblingslebensmittel“, sondern fertigten auch Zeichnungen und Comics zu den Gefühlen der Lebensmittel, wenn sie die ganze Welt „durchqueren“, sowie Mindmaps zum Thema „Lebensmittel“ und „Transport“ über die Wege, Kosten und den Energieaufwand der globalen Wirtschaft. Ein Hochbeet wurde skizziert und gebaut und Samen erst im Klassenzimmer gezogen und danach die Sämlinge ins Beet gepflanzt.
erörtert, das Mulchen, die natürliche Umwandlung der Stoffe im ökologischen Kreislauf mithilfe von Mikroorganismen wie Photosynthesebakterien.
HARD.
Bewusste Konsumenten Aktuell nehmen die Schüler an der IMST-Ausschreibung zum Thema „Mobilität – einkaufen heute“ teil und betreiben gerade Brainstorming.
Analytiker-Team: Die 3b-Klasse der MS Mittelweiherburg Hard mit Klassenvorstand Andrea Böhler (rechts) und Projektleiterin Anja Seidl (links).
Aber zurück zum Projekt „EAThink“: Die erste Frage, die erörtert wurde, war „Woher kommen unsere Lebensmittel, wie werden sie produziert und wie sind sie verpackt?“ Nach der Feststel-
lung der Ist-Situation sind die Schüler selbst aktiv geworden und bauten ihr Hochbeet. Sie stellten fest, dass die Erde lebt - und aus ihr wächst Nahrung für unsere Lebensenergie, im praktischen Fall der
Schüler Kürbisse vom Samen zur Pflanze zur Frucht und wieder zum Samen. Es folgte die Analyse unserer Erde: Sie ist ein Stoff aus Lehm, Ton, Ästen, Sand, Kohle, Stein (Mineralien), lebenden Stof-
2. PLATZ SCHULE UND JUGEND: NMS Hittisau
Durch die Reparatur sieht man, wie etwas funktioniert. Es ist ein guter Gedanke für die Umwelt. Samuel Willi, 11 J. Es macht mir viel Spass Dinge, die kaputt sind, zu reparieren. Ich werke sehr gerne. Thomas Lässer, 11 J.
Die reparaturfreudigen und kreativen Hittisauer Schülerinnen und Schüler mit ihrem Direktor Hanno Metzler.
Strahlende Kinderaugen An der NMS Hittisau wird seit dem Schuljahr 15/16 die unverbindliche Übung „Reparaturwerkstatt“
HITTISAU.
angeboten. Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulstufen treffen sich alle drei Wochen mit Direktor Hanno Metzler, um drei Stunden lang „Dinge“ zu reparieren. Die Schülerinnen und Schüler bringen diverse defekte Gegenstände mit in
Der Preis Die MS Mittelweiherburg Hard darf sich über eine Zugreise der ÖBB nach Wien mit zwei Übernachtungen und Besichtigung des neuen Hauptbahnhofs, eine VN-Urkunde und eine Stein-Trophäe freuen.
3. PLATZ SCHULE UND JUGEND: VS Partenen Statements.
„Bei uns wird nichts weggeworfen, kein Abfall produziert, sondern repariert.“
fen (organische Stoffe, Tiere, Kadaver, Exkremente) und sie ist „Bewegung“ durch Magnetismus, Energie, Wetter, Organismen usw. Die Erde birgt und braucht Nährstoffe. So wurde die Bodenkultur
EM und die Photosynthese Die kleinen, fleißigen Helferchen, die im Naturkreislauf ihre wichtige Aufgabe erfüllen, haben es den Schülern angetan: Effektive Mikroorganismen sind Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien. Sie werden für die Kompostzersetzung und natürliche Bodenaufbereitung gezüchtet. Kompost ist ein in sich arbeitender Organismus. Über Jahrzehnte hat die industrielle Landwirtschaft Böden ausgelaugt und durch Chemikalien zerstört. Zur Freude der Schüler schaffen es die EM, auch scheinbar kaputte Erde wieder zum Leben zu erwecken.
den Unterricht. Gemeinsam werden die Fehlerquellen gesucht und analysiert und im Idealfall repariert. Abgebrochene Hammerstiele, Kabel mit Wackelkontakt, kaputte Trittfliesen, defektes Tablet oder ferngesteuerte Roller – keine Herausforderung ist zu groß. Mit Begeisterung nehmen die Schülerinnen und Schüler auch die Inputs von Expertinnen und Experten, zum Beispiel von EDVExperten, Schulwart usw. in Anspruch. „Strahlende Augen sind für mich neben dem Effekt, die Langlebigkeit der Gegenstände erhöht zu haben, das schönste Geschenk“, freut sich Direktor Metzler.
Die Preise Die NMS Hittisau erhält einen Hypo-Scheck und Sparbuch über 1500 Euro und eine VN-Urkunde. Die VS Partenen darf sich ebenfalls über ein Hypo-Sparbuch mit 1000 Euro Einlage und eine VN-Urkunde freuen.
In der Reparaturwerkstatt gibt man defekten Gegenständen eine zweite Chance. Ich möchte Elektriker werden. Ufuk Saskin, 14 J. Es ist doch viel gescheiter, wenn man Sachen nicht einfach wegwirft und Müll produziert, sondern repariert und weiter verwenden kann. Samuel Sinz, 13 J. Dinge nicht wegwerfen, sondern reparieren, ist ein gute Sache. Ich arbeite gerne mit meinen Händen. Larissa Flöher, 12 J. Ich lerne gerne Neues. Man kann Sachen von zu Hause mitnehmen, die man selber nicht reparieren kann. Selina Saskin, 13 J. Dass, was man in der Reparaturwerkstätte lernt, kann man im Alltag gut gebrauchen. Leoni Lahr, 12 J.
Welt retten: Recycling und Energiewende Das hat sich die VS Partenen zur Projektaufgabe gestellt. PARTENEN. Das ganze Schuljahr beschäftigten sich die Schüler der VS Partenen, einer Kleinstschule mit Mehrstufenklasse von der 1. bis 4. Schulstufe mit insgesamt 19 Kindern, intensiv mit dem wichtigen und umfassenden Thema Energie, informieren die Klassenlehrerin Gabriele Arthofer und die begleitende Lehrerin Julia Heising: „Im Herbst wurde eine Exkursion in das Kopswerk gemacht, eine sehr kindgerechte Führung.“
Abfälle als Rohstoff In praktischer Arbeit wurden zum Thema „Recycling“ aus Abfällen wieder nützliche Dinge hergestellt. Danach stand ein Wettbewerb auf dem Programm mit dem Titel „Energie – rette deinen Planeten“. Dazu informierten sich die Kids über unser Planetensystem, gestalteten Plakate und hielten dazu Referate. Zur Veranschaulichung er-
Die Kinder der VS Partenen haben gute Ideen zur Rettung der Welt.
neuerbarer Energie erprobten die Schüler eifrig Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. Die Wichtigkeit der Pflanzen wurde im Rahmen eines Wandertags mit der Kräuterpädagogin Angelika ThalerZugg bewusstgemacht. Zum Abschluss führten die Kinder das Musical „Eisbär, Dr. Ping und seine Freunde der Erde“ auf. Eltern, Verwandte, Freunde und der Bürgi waren dabei.
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Nachhaltigkeit genießt in der Bio-Landwirtschaft der Familie Hehle aus Hörbranz einen übergeordneten Stellenwert. Sein Vater Franz war Mitte der 1980er-Jahre einer der ersten Vorarlberger, der mit der konventionellen Landwirtschaft gebrochen und vollständig auf Bio umgestellt hat. Ein Schritt, der vor 30 Jahren mit-
unter auch belächelt wurde – für Sohn Martin aber den Grundstein für den weiteren Ausbau des Familienhofs in Hörbranz gelegt hat. Und das, obwohl der heute 47-Jährige mit Übernahme der Landwirtschaft und anschließender Gründung einer Genossenschaft und Sennerei einen alternativen Weg eingeschlagen hat. „Zusammen mit fünf wei-
teren Bio-Landwirten aus Hörbranz war ich der Meinung, dass der Bio-Milch die Zukunft gehört. Wir haben uns deshalb gemeinsam um ein eigenes Konzept bemüht“, erinnert sich Hehle an die Anfänge zurück. Mit Erfolg, wie er heute und somit beinahe 20 Jahre später zu berichten weiß. „Es ist wirklich schön zu sehen, wie sich der Bio-Markt in
Bio als Erfolgsfaktor Eine Entwicklung, mit der Familie Hehle weiterhin Schritt halten wollte – und einen neuen Vertriebskanal in Form eines eigenen Bio-Ladens auf die Beine gestellt hat. „Wir hatten ursprünglich nur ein kleines Geschäft, wo wir die Produkte der Genossenschaftsmitglieder vermarktet haben. Mit dem vor zwei Jahren erfolgten Umbau und der entsprechenden Erweiterung haben wir auf Vollsortiment umgestellt“, erklärt Hehle. Obwohl längst nicht mehr alle Produkte im „Sieben Bauern“, wie der Laden und die Sennerei heißen, aus eigener Produktion stammen – mit dem Bio-Siegel dürfen sich diskussionslos alle schmücken. „Wir hatten bereits zuvor gute Voraussetzungen – das Gebäude und das Knowhow waren vorhanden. Was fehlte war eine ansprechende Präsentation. Das haben wir nachgeholt“, erklärt der Landwirt. Die Stammkunden jedenfalls freut’s – und davon sind dank der guten Grenzlage 40 bis 50 Prozent aus dem benachbarten Deutschland.
„Wir haben ungefähr 700 Quadratmeter ungenutzte Dachfläche. Damit wollten wir etwas Sinnvolles anstellen“, so Martin Hehle. Die PV-Anlage produziert gleich viel Strom, wie sechs durchschnittliche Vorarlberger Haushalte verbrauchen. Bürgerkraftwerk auf Stalldächern Das Thema Nachhaltigkeit spielt am Hof von Martin und Daniela Hehle aber auch in anderen Bereichen eine bedeutende Rolle. Als die mehr als 40 Jahre alten Dächer auf den Stallungen der Landwirtschaft zur Renovierung anstanden, galt der erste Gedanke auch hier einer Investition in die Zukunft. „Wir haben ungefähr 700 Quadratmeter ungenutzte Dachfläche. Damit wollten wir etwas Sinnvolles anstellen“, so der dreifache Familienvater. Gesagt, getan: Gemeinsam mit Allmenda, einer Organisation zur Intensivierung der regio-
nalen Zusammenarbeit, wurde ein Konzept für ein Bürgerkraftwerk ausgearbeitet. Die daraus resultierende Photovoltaikanlage mit 29 kWpLeistung ging vor rund zwei Monaten in Betrieb – und produziert gleich viel Strom, wie sechs durchschnittliche Vorarlberger Haushalte jährlich verbrauchen. Beim Hörbranzer Landwirt wird dieser zu einem großen Teil für die Eiswasserkühlung der Kühlräume des Ladens aufgebraucht. Das erste Fazit, soweit nach zwei Monaten zu beurteilen, fällt jedenfalls positiv aus. „Es war die richtige Entscheidung“, ist sich Hehle sicher.
Entgeltliche Einschaltung des Landes Vorarlberg
Alles Bio: Vor zwei Jahren wurde der Laden umgebaut und erweitert.
Vorarlberg weiterentwickelt hat“, so der Landwirt. Obwohl er seinen Betrieb mittlerweile von Milchwirtschaft auf Mastviehhaltung umgestellt hat – dem Bio-Gedanken ist er treu geblieben.
Fotos: Energieautonomie Vorarlberg/M. Gmeiner
Wo Mensch, Tier und Umwelt profitieren
h c o d s ’ Mach wie n a i r o l F d n u Heimo Heimo und Florian sind wahre Energiebündel. Deshalb nutzen sie die unerschöpfliche Kraft der Sonne. So erzeugen sie Energie für ihr Heim. Das schont die Umwelt und die Haushaltsrechnung. www.vorarlberg.at/energieautonomie
Schritt für Schritt zur Energieautonomie
FREITAG, 25. NOVEMBER 2016
VN-Klimaschutzpreis 2016 11 1. PLATZ GEMEINDEN & ÖFFENTLICHKEIT: Das regionale Mobilitätsmanagement plan b
plan-b-Gemeinden sind bewusst mobil Tausende Menschen bewusst unterwegs für Umwelt, Klima und Lebensqualität.
gemeinsam mit Lustenau und dem Land Vorarlberg, was Parkraum-Management zu funktionierenden Mobilitätslösungen beitragen kann. Über 70 GemeindevertreterInnen aus den sieben Gemeinden haben sich Mitte Oktober in Wolfurt gemeinsam mit der Thematik befasst. Die Erkenntnis: Das richtige Parken zu unterstützen, kann wichtige Beiträge zu bewusster Mobilität und Lebensqualität leisten. In den kommenden Monaten werden im Rahmen eines EUgeförderten, vom Energieinstitut koordinierten Projektes die konkreten Möglichkeiten untersucht.
BREGENZ. Die plan b-Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt setzen seit über zehn Jahren auf bewusste Mobilität. Die Region hat – auch dank intensivem Ausbau der Radrouten – einen der höchsten Anteile an Wegen per Fahrrad weitum, Tausende Menschen sind täglich mit Bus und Bahn oder zu Fuß unterwegs. An Infrastruktur und Klima für das UnterwegsSein auch ohne Auto wird kontinuierlich gearbeitet – der sprichwörtliche „plan b“ bietet gute Alternativen zum Auto für viele Gelegenheiten. Das Land Vorarlberg unterstützt die Gemeinden dabei.
Schoolwalker und Kinderzügle Gerade auch die jüngsten Verkehrsteilnehmer bindet plan b von Anfang an erfolgreich ein. Bestes Beispiel ist eines der ersten Projekte, der schoolwalker: Mit einem eigenen Ausweis dokumentieren Schulkinder jeden zu Fuß gegangenen Schulweg. Das Projekt ist inzwischen landesweit ein Erfolg und hat sogar den Sprung bis nach Oslo geschafft, wo auch kleine norwegische schoolwalker unterwegs sind. Die SchülerInnen der Volksschule Kennelbach sammeln damit schon lange gute Erfahrungen und arbeiten derzeit an einer Weiterentwicklung. In anderen Projekten lernten Kinder gemeinsam mit dem Kasperl das richtige Busfahren oder kommen mit dem „Kinderzügle“ in den Kindergarten: Entsprechend geschulte Eltern begleiten hier abwechselnd die Kinder ihres
Das regionale Mobilitätsmanagement plan b wird immer wieder als Vorbild auf internationalen Kongressen in europäischen Ländern vorgestellt.
Wohnbereichs zum und vom Kindergarten. Mobilität umfassend sehen Für die plan-b-Verantwortlichen ist Mobilität ein komplexes Thema mit vielen Ansatzpunkten. Attraktive Orts- und Stadtzentren mit funktionierenden Struktu-
ren und Aufenthaltsqualität – hier wird etwa gemeinsam mit der Wirtschaftsregion Hofsteig und dem Stadtmarketing Bregenz gearbeitet – oder Freizeitangebote in der Nähe sind nur einige Beispiele. „Gemeinsame Arbeit über Gemeindegrenzen hinaus macht speziell in der Mobili-
tät Sinn – unsere BürgerInnen und Gäste sind ja auch nicht nur im Ort unterwegs“, sind die plan-b-Gemeinden überzeugt. Immer dranbleiben Entsprechend lang ist auch die Liste der aktuellen Mobilitätsvorhaben, die auf Gemeinde- und auf regionaler Ebene in verschiedenen Planungs- und Umsetzungsstadien sind. Beispiele dafür sind etwa der Bahnhof in Hard, attraktivere Radverbindungen an verschiedenen Stellen, die Prüfung eines Rufbus-Systems oder die Konzepte rund um den Autobahn-Vollanschluss Wolfurt, die neben dem Auto auch andere Verkehrsträger intensiv berücksichtigen. Auch künftig will plan b wie bisher interessierte Bildungs-
einrichtungen, Unternehmen oder Veranstalter motivieren und unterstützen, wenn sie sich mit bewusster Mobilität auseinandersetzen. Verschiedene Veranstaltungen in den kommenden Wochen setzen ebenfalls Impulse. Richtiges Parken erleichtern Jede Autofahrt endet damit, dass das Fahrzeug irgendwo abgestellt wird. Während dieses „irgendwo“ im persönlichen Bereich meist klar geregelt ist, fehlen im öffentlichen Raum oft solche für alle sichtbaren Leitlinien. Entsprechend schwierig ist es manchmal, einen Parkplatz am richtigen Ort zu finden – und entsprechend groß sind Ärgernisse, Risiken und Probleme, die falsch abgestellte Autos verursachen. Die planb-Gemeinden prüfen derzeit
Interesse und Auszeichnungen „plan b“ ist ein nachahmenswertes Konzept. Deswegen wurde und wird es immer wieder auf internationalen Kongressen und bei Vorträgen in anderen europäischen Ländern als Vorbild vorgestellt. Viele Auszeichnungen sprechen für sich: Darunter waren der österreichische VCÖ-Mobilitätspreis für die Radroute Bregenz–Hard und die Glückspunkte-Sammelaktion ein.kaufen – rad.fahren, das Finale im Wettbewerb cc.alps der internationalen Alpenschutzkommission CIPRA, die Auszeichnung der Internationalen Bodenseekonferenz, der Österreichische Verkehrssicherheitspreis fürs Kinderzügle sowie der Climate Star des europäischen Klimabündnisses.
Die Preise Das regionale Mobilitätsmanagement plan b bekommt eine Auszeichnung des Landes Vorarlberg, eine VN-Urkunde und eine Stein-Trophäe. Die Gemeinde Dalaas und die Stadt Hohenems erhalten je eine Landesauszeichnung und eine VN-Urkunde.
2. PLATZ GEMEINDEN & ÖFFENTLICHKEIT: Gemeinde Dalaas
3. PLATZ GEMEINDEN & ÖFFENTLICHKEIT: Stadt Hohenems
Erleuchtung mit Sonja und Helmut
Hohenems feiert „g’hörig“
Und der Name Erik bedeutet: Elektrisch reisen im Klostertal. Aus dem „Erik“ ist inzwischen ein neuer Renault Zoe geworden, und enthusiastisch geht der Blick nach vorne. Zu den kreativen Namensgebungen erklärt der Dalaaser Bürgermeister Christian Gantner: „Uns war es wichtig, dass unsere Projekte nicht nur irgendwelche Aktionen oder Dinge sind, sondern dass sie zu ,Mitbürgern mit Namen‘ werden. Bei uns reserviert niemand das Elektroauto – es fragt jeder nur, ob der Erik frei ist. Die ,grafische Aufarbeitung‘ und die Namen selbst kommen
DALAAS.
Nachhaltig veranstalten und dabei das Klima schützen? Die Stadt Hohenems zeigt, wie es geht!
von mir – das ist ein bisschen ein Steckenpferd von mir.“ Tolle aktive Beteiligung „Wir holen die Bürger aufs Spielfeld“, freut sich der Bürgermeister. „Die Gemeinschaft ist kein Selbstbedienungsladen, das wissen unsere Bürger. Daher sind Ideen gefragt. Für die Projekte ,Sonja‘ und ,Helmut‘ konnten wir innert zehn Tagen mehr als 100.000 Euro auf die Beine stellen und hatten zudem eine lange Warteliste. Ich bin Optimist – aber das hat sogar mich überrascht.“ Ganz „normale“ Gemeinde „Die Klimaschutzauszeichnung freut uns sehr“, sagt
In Dalaas leisten alle gemeinsam ihren Klimaschutzbeitrag.
Christian Gantner. „Wir wollten bei der Einreichung zu diesem Wettbewerb unterstreichen, dass wir auch als ,normale‘ Gemeinde – nicht e5- und nicht KlimabündnisGemeinde – grundsätzlich die Möglichkeit haben, unseren Beitrag zu Energieautonomie 2050 zu leisten. Und ich gehe noch weiter: Jeder Einzelne ist gefragt. Es geht uns alle an, denn wir haben unsere Zukunft nur geliehen!“
HOHENEMS. Um Müllberge zu vermeiden, hat der Vorarlberger Umweltverband „ghörig feschta“ entwickelt. Veranstalter werden kostenlos beraten und unterstützt, um das Event umwelt-, klimaund gesellschaftsverträglich umzusetzen. Als e5- und NaturvielfaltStadt arbeiten Politik und Verwaltung beständig an Verbesserungen in diesen Bereichen – Veranstaltungen sind Teil des Ganzen. Die Stadtvertretung beschloss, alle Eigenveranstaltungen durch „ghörig feschta – nachhaltig
Die Verwendung von Mehrweggeschirr, Mülltrennung und das Einkaufen bei Nahversorgern gehören u. a. zu den Kriterien von „g‘hörig fescha“.
veranstalten“ zertifizieren zu lassen. Regionale Wertschöpfung „Nachahmer sind herzlich willkommen! Zudem ist uns ein sauberes Hohenems ein Herzensanliegen“, erklären Bürgermeister Dieter Egger und Umweltstadtrat Günter
Mathis. Hohenems achtet auf Wertschöpfung in der Region – durch kurze Transportwege profitieren das Klima und die Wirtschaft. Das Energiesparen, die Abfallvermeidung und die Öffis tragen zur CO2Einsparung bei. Infos zu „g’hörig feschta“ auf http://www.ghoerig-feschta.at
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20 Jahre garantierten Stromertrag Mit der VKW-Sonnenstromaktie 2016 erwerben Sie 20 Jahre garantierten Stromertrag im Ausmaß von mind. 450 Kilowattstunden pro Aktie und Jahr. Zur Finanzierung neuer Fotovoltaikanlagen bietet der größte Energiedienstleister Vorarlbergs eine attraktive Form der Bürgerbeteiligung: Mit der Neuauflage der VKW-Sonnen-
Zweifache VKW-Garantie Besitzer der VKW-Sonnenstromaktie 2016 profitieren von einer zweifachen Garantie: • VKW-Ertragsgarantie: Sie erhalten jährlich mindestens 450 kWh pro VKW-Sonnenstromaktie (½ kWp) vergütet. • VKW-Kapitalgarantie: Sie bekommen bis zum Ende der Laufzeit mind. den bezahlten Kaufpreis als Vergütung der Stromerträge zurück.
stromaktie haben VKW-Kunden die Möglichkeit, sich ein 20-jähriges Strombezugsrecht an einem ½ kWp-Anteil einer dieser Fotovoltaikanlagen zu sichern. Interessenten erwerben dazu eine Aktie durch Zahlung eines Baukostenzuschusses in Höhe von 1380 Euro. So schaffen Sie sich Ihr eigenes Solarkraftwerk, ohne sich darum kümmern zu müssen.
Wissenswertes
„Mit der VKW-Sonnenstromaktie 2016 schaffen wir auch für Menschen ohne Fotovoltaikanlage eine Möglichkeit, quasi eigene Solarerträge zu erwirtschaften. So unterstützen Sie die Investition in Fotovoltaikanlagen und sichern sich für 20 Jahre Vorteile beim Strombezug – garantiert und ohne Risiko“, verspricht Helmut Mennel, Mitglied des Vorstands der Vorarlberger Kraftwerke AG.
Ihr eigenes Sonnenkraftwerk: 20 Jahre garantierter Stromertrag aus Ihrer Fotovoltaik-Beteiligung • Unabhängigkeit von der Entwicklung der Strompreise Jede mit einer VKW-Sonnenstromaktie erzeugte Kilowattstunde ist so viel wert wie eine am Tag verbrauchte Kilowattstunde. • Vergütung zum Tagstrom-Preis Ihr Ertrag aus der VKW-Sonnenstromaktie wird mit dem jeweils gültigen VKW Privat24 Tagstrom-Preis vergütet – inkl. Netzentgelt, gesetzlichen Umlagen, Abgaben und Umsatzsteuer. • Fotovoltaik ohne Arbeit und ohne Risiko Die Verantwortung für Projektierung, Abwicklung, Betriebsführung und Instandhaltung liegt bei der VKW. • Hohe Erträge durch Fernüberwachung und Kontrollen Die laufende Fernüberwachung der Fotovoltaikanlage und regelmäßige Kontrollen lassen hohe Stromerträge erwarten. • VKW-Sonnenstromaktien sind übertragbar und vererbbar Sie können nach einer Sperrfrist von einem Jahr verkauft oder verschenkt werden. Informationsveranstaltung mit Verkaufsstart 29. November 2016, 19 Uhr, VKW-Mobilitätszentrale, Weidachstraße 6, Bregenz Standorte der Fotovoltaikanlagen Bregenz, Weidachstraße 6 (VKW-Mobilitätszentrale) 69 kWp Lauterach, Harder Straße 6 (Landesstraßenbauhof) 36 kWp Dornbirn, Rundfunkplatz 4 (ehemals VEG) 50 kWp Hohenems, Eisplatzstraße 2 (Vorarlberger Lebenshilfe) 12 kWp Bludenz, Pulverturmstraße 8 (Vorarlberg Netz) 14 kWp
Auch auf dem Dach der VKW-Mobilitätszentrale befindet sich eine Fotovoltaikanlage.
Verkaufsstart am 29. November Der Verkauf der VKW-Sonnenstromaktie 2016 startet im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 29. November um 19 Uhr in der VKW-Mobilitätszentrale in Bregenz. Bis 31. Dezember 2016 ist der Erwerb ausschließlich Haushalten mit eigenem Netzanschluss in Vorarlberg und im VKW-Versorgungsgebiet im Allgäu vorbehalten und vorerst auf zwei Stück begrenzt. Nach Ablauf dieser Frist können Haushalte und Betriebe in der genannten Region die restlichen „Aktien“ erwerben. Alle Infos auf www.vkw.at
eine Energiedienstleistung von
VKW-Sonnenstromaktie 2016 Die VKW hat im Herbst 2016 mehrere Fotovoltaikanlagen errichtet. Vorarlberger Haushalte können sich daran mit Strombezugsrechten beteiligen. - Fotovoltaikstrom ohne Arbeit und ohne Risiko - 20 Jahre garantierter Stromertrag - Jede Kilowattstunde wird zum Tagstrom-Preis vergütet Verkaufsstart bei der Informationsveranstaltung am Dienstag, 29. November 2016 um 19 Uhr in der VKW-Mobilitätszentrale, Weidachstraße 6, Bregenz und anschließend beim VKW Kundenservice, Tel.: +43 5574 9000, kundenservice@vkw.at, www.vkw.at
Energiezukunft gestalten.
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VN-Klimaschutzpreis 2016 13 1. PLATZ UNTERNEHMEN: Projekt Wirtschaft MOBIL, durchgeführt vom Energieinstitut Vorarlberg
Umweltschonend, gesund und sicher auf dem Weg zur Arbeit Sich gemeinsam weiter zu entwickeln: Darum geht es dem innovativen Netzwerk Wirtschaft MOBIL. Tausende Mitarbeiter sind in den neun Partnerunternehmen beschäftigt und um ein umweltfreundliches Mobilitätsverhalten bemüht. Inspiriert durch andere Unternehmensnetzwerke im Bereich Energieeffizienz wurde 2013 Wirtschaft MOBIL im Rahmen des EU-Projektes ALPSTAR ins Leben gerufen. Das Netzwerk wird fachlich und inhaltlich vom Energieinstitut Vorarlberg, DI Martin Reis und prozessbegleitend von FRITZ Führungskreise in Dornbirn betreut. Wirtschaft MOBIL schließt neun Unternehmen aus Vorarlberg und Liechtenstein zusammen, BREGENZ.
Neun Partnerunternehmen setzen auf Ideen- und Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Entwicklung von gesunden Mobilitätsprojekten.
um sie bei ihren Herausforderungen im Zusammenhang mit betrieblicher Mobilität zu unterstützen. Es geht um die nachhaltige Abwicklung der betrieblichen Mobilitätsaktivitäten, darum, voneinander
BEGRÜNDUNG DER JURY: Voneinander lernen und Verantwortung für das Thema Mobilität übernehmen. Mit kompetenter fachlicher und organisatorischer Unterstützung zeigt das Projekt „WirtschaftMOBIL“ des Energieinstituts Vorarlberg, dass man auch ohne Zwang, dafür aus Überzeugung, sehr viel tun kann.
zu lernen und gegenseitig zu profitieren. Die Arbeit der Mobilitätsbeauftragten aus den Unternehmen basiert auf drei Säulen: Ideen- und Erfahrungsaustausch, um persönliche Kompetenzen zu stärken; Umsetzung gemeinsamer Mobilitätsprojekte, um inhaltliche Fortschritte zu erzielen; Unterstützung in der externen und internen Kommunikationsarbeit, um Erfolge zu vermitteln. Themen und Aktionen Jedes Unternehmen wird durch einen Mobilitätsbeauftragten (siehe Infobox) vertreten. Ziele sind u. a. Ausbau der entwickelten Analysentools und Aktionen wie Fahrgemeinschaften, ECO-Miles, E-Bikes, Mitarbeiterbefragungen, Falträder, überdachte und eingangsnahe Fahrradabstellplätze,
Mobilitätszuschuss, Radlerfrühstück, VVV-Jahreskarte, E-Autos, Elektrotankstellen, Mobilitätslotto, BikerFahrsicherheitstraining und -Infrastruktur wie Garagen, Duschen und Umkleideräume. Neue Themen werden permanent umgesetzt wie „Mobilität & Gesundheit“, „Anbindung an Öffis“ oder „Kombination Bahn & Rad“. Die Partnerunternehmen sind Julius Blum GmbH in Höchst, Collini GmbH in Hohenems, Haberkorn AG in Wolfurt, Hil-
ti AG in Schaan, illwerke vkw in Bregenz, OMICRON electronics in Klaus, Zumtobel Group in Dornbirn und seit Herbst 2016 auch die Wolford AG in Bregenz und die Krankenhausbetriebsgesellschaft mbH in Feldkirch. Informationen unter: www.energieinstitut.at
Die Preise Sowohl das Projekt Wirtschaft MOBIL wie auch die Firma Tobias und Margit Ilg können sich über einen Klima-Tag der illwerke vkw im Montafon und eine VN-Urkunde freuen.
Die Mobilitätsbeauftragten der Firmen » www.blum.com: Pascal.Grosskopff@blum.com » www.collini.eu: Martin Netzer, netzer@collini.eu » www.haberkorn.com: gerhard.berlinger@haberkorn.com » www.hilti.com: Daniel.Oehry@hilti.com » www.vkw.at: sandra.lackner@vkw.at
» www.omicron.at: robert.hoschek@omicronenergy.com » www.zumtobel.com: burkhard.mangold@zumtobelgroup.com » www.wolford.com: martin.piller@wolford.com » www.lkhf.at: fabiola.vallaster@lkhf.at, » www.lkhh.at: josef.pfefferkorn@lkhh.at
2. PLATZ UNTERNEHMEN: Tobias und Margit Ilg, EnergieWerk Dornbirn
„Der Stoffkreislauf der Natur ist geschlossen“ Margit und Tobias Ilg arbeiten energieneutral in ganzheitlicher Kreislaufwirtschaft. die Frage nach der Lebensphilosophie sagt Tobias Ilg schlicht: „Nicht reden, sondern handeln. Ich hatte bei der Übernahme des väterlichen Hofs 1999 den Drang, etwas zu schaffen.“ Und das hat er. 2001 bauten Tobias und Margit den Biomassehof Unterland, 2002 folgte die Gründung der Biowärme Hatlerdorf GmbH mit Bruder Bernhard Ilg und die erste Vorarlberger landwirtschaftliche BiomasseContractinganlage Neugasse Klimmer Wohnbau. Schlag auf Schlag folgte 2003 die Firma Tobias Ilg TransporteHolzschlägerungen und 2004 die Biowärme Energieservice GmbH, 2005 der Bio-Gas-Hof von Margit und Tobias und der Bau der Biogasanlage Vordere Fängen sowie die Gründung der Biomasseerzeugung Dornbirn GmbH, 2006 wurde das Biomasseheizwerk in der Hatlerstraße gebaut, 2008
freut sich Tobias Ilg. Fünf Biomasseheizwerke made in Austria, Abwärmenutzung für die Hackguttrocknung, Wärmeeinspeisung ins Fernwärmenetz – höchsteffizient schließt sich der Kreis. „Zumtobel Leuchten hat bei uns angeschlossen“, informiert Tobias. Holzvergaser, Windrad auf dem Dach und die Photovoltaikanlage am Betriebsgebäude stehen für Eigendeckung und eine perfekte Energiebilanz.
DORNBIRN. Auf
Margit und Tobias Ilg betreiben erfolgreich Land-, Forst- und Energiewirtschaft im ökologischen Naturkreislauf.
folgte die Netzerweiterung im Heizwerk Hatlerdorf mit 110 Abnehmern und 2010 die Erweiterung der Heizzentrale und der Bau der Lagerhalle. „Es fruchtet!“ Schon für den Erbauer der Ilg’schen Landwirtschaft, den leidenschaftlichen „Holzer“ Großvater Ulrich, war die Forstwirtschaft von großer Bedeutung. 1968 übernahm Anton Ilg den Betrieb
und bewirtschaftete ihn mit 15 Milchkühen samt Jungviehaufzucht und 20 Hektar Wald im Vollerwerb. Im ZuErwerb wurden Holzschlägerungen durchgeführt. Als Tobias 1999 übernahm, setzte er auf nachhaltige Ökokreislaufund Energiewirtschaft und wollte nicht nur Holz, sondern auch Wärme anbieten. Aus den gewachsenen Strukturen heraus schaffte er den geschlossenen Ökokreislauf
und eine sensationelle Energiebilanz mit Ascheverwertung als Rückführung in den Boden, Bio-Kohle im Stoffkreislauf der Natur. Die Bodenwerte sind hervorragend. „Pflanzen speichern Sonnenlichtenergie, und diese geht in den Naturstoffkreislauf zurück. Wir brauchen keinen Fremd-Dünger. Unser Humusaufbau mit Bio-Kohle bringt top Erträge – es fruchtet, und die Bilanzen passen“,
Know-how für die Jugend Bewusstseinsbildung und Wissen an Schüler und Jugendliche weiterzugeben, ist Margit und Tobias sehr wichtig. „Mit dem richtigen Verständnis können wir alle gemeinsam Zukunft gestalten.“ Daher gibt es Führungen und Seminare. Einen interessanten Kurzfilm zur Naturstoffkreislaufwirtschaft des Betriebs hat Margit zusammengestellt. Das Unternehmen und Engagement der Familie Ilg wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Energy Globe.
Statements. Ideen und Innovationen, die Positives bewirken, auf viele Betriebe auszuweiten, damit alle profitieren, dafür steht das Netzwerk Wirtschaft MOBIL. Gemeinsam erhöhen wir den Einsatzbereich nachhaltigen Denkens. Dass das Beispiel Schule macht, freut uns sehr. Helmut Mennel, Vorstand illwerke vkw Als großer Arbeitgeber der Region spielt die Mobilität unserer Mitarbeiter eine große Rolle. Daher sind wir im Netzwerk Wirtschaft MOBIL mit anderen Betrieben verbunden, um gemeinsam umweltfreundliche Alternativen für den Arbeitsweg umzusetzen. Gerhard E. Blum, Julius Blum GmbH Mit 2100 Beschäftigten am Standort Dornbirn sehen wir die Unterstützung unserer Mitarbeiter zu einem umweltschonenden und gesundheitsförderlichen Mobilitätsverhalten als wichtige Aufgabe. Wir möchten künftig noch viele Menschen im wahrsten Sinnes des Wortes bewegen. Christian Ranacher, SVP Global Human Resources, Zumtobel Group Im Netzwerk Wirtschaft MOBIL ist ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen möglich. Dadurch können wir voneinander lernen und uns gemeinsam weiterentwickeln. Dir. Harald Maikisch, Landeskrankenhaus Feldkirch Das Vorarlberger Rheintal entwickelt sich dynamisch. Sowohl in der Bevölkerung als auch in der Wirtschaftsleistung. Diese erfreuliche Tatsache stellt uns gerade in der Mobilität vor große Herausforderungen, die wir gemeinsam viel besser bewältigen können. Johannes Collini, Vorstand Collini GmbH Gesunde und umweltfreundliche Mobilität unserer Mitarbeiter ist uns schon seit Langem ein großes Anliegen. Deshalb verstärken wir die Aktivitäten im Rahmen des Netzwerks Wirtschaft MOBIL, um von der Zusammenarbeit zu profitieren. Gerald Fitz, Vorstand Haberkorn AG Das Ziel von Wolford ist es, zukünftig Fahrten vermehrt mit dem öffentlichen Nahverkehr oder dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei helfen uns die Erfahrungen des Netzwerks Wirtschaft MOBIL. Gemeinsam werden wir weiterhin positive Impulse für die gesamte Region setzen! Axel Dreher, COO/CFO Wolford AG
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Bodenpolitik ist Klimapolitik Die Landwirtschaftskammer sieht im ungezügelten Bodenverbrauch gewaltige Herausforderungen. Denn Boden und Klima sind zwei wesentliche Parameter im Spiel der Natur. Veränderungen eines Parameters haben erhebliche Auswirkungen auf alle anderen. Das weiß neben der Wissenschaft vermutlich kaum eine Gruppe von Menschen so gut wie unsere Bauernfamilien. Sie leben in und mit der Natur. Das Wetter und jede Klimaveränderung haben direkten Einfluss auf ihre Arbeit und Erträge. Das Jahr 2016 mit dem Frühjahrsfrost, den vielen Überschwemmungen und Hagelunwettern hat gezeigt, dass der sorgfältige Umgang mit Natur und Boden ein Gebot der Stunde ist. Da ist vor allem die Landwirtschaft selbst, die so nahe an und mit dem Boden arbeitet, im Besonderen gefordert. Gute Bodenqualität Das Jahr des Bodens gab den Impuls, neuerliche Akzente zu setzen. Die Hofberatung der Landwirtschaftskammer stellt die Bodennutzung, -bearbeitung und -düngung in den Fokus ihrer Betrachtung. „Mit immer genaueren Erkenntnissen der Wissenschaft werden Zusammenhänge und Auswirkungen im Spiel der Natur besser erkennbar. Das gibt auch der Landwirtschaft immer mehr Möglichkeiten, den Umgang mit der Natur noch genauer zu verstehen und entsprechend anzupassen. Dafür
Der sorgfältige Umgang mit Natur und Boden ist ein Gebot der Stunde.
Foto: Landwirtschaftskammer Vorarlberg
sind z. B. die LK-Pflanzen- und Obstexperten direkt bei den Betrieben, um diese beratend zu unterstützen“, so LK-Präsident Josef Moosbrugger. „Eine im Jahr 2015 groß angelegte Bodenuntersuchung in Vorarl-
versiegelt. Da kann dann auch kein Wasser mehr versickern, was vermehrt Überschwemmungen zur Folge haben kann. Zudem wird dort auch kein CO2 gebunden, was wiederum zur Klimaerwärmung führt.
berg hat bei den landwirtschaftlichen Böden durchgehend gute bis sehr gute Ergebnisse im Bereich Humus- und Nährstoffgehalt erbracht, ein Beweis, dass unsere Bauern es gut verstehen, mit dem Boden
umzugehen“, ergänzt Josef Moosbrugger. Sorge bereitet der heimischen Landwirtschaft der große Bodenverbrauch. Rund 1,3 Hektar Boden werden in Vorarlberg täglich durch bauliche Maßnahmen
Sparsamer Umgang mit fruchtbarem Boden Das dritte Vorarlberger Agrarforum der Landwirtschaftskammer hat sich im Oktober genau mit diesem Thema beschäftigt. Die Experten, darunter auch ORF ZiB-Moderator Tarek Leitner, mahnten, dass der massive Bodenverbrauch bedenkliche Auswirkungen auf das Klima hat, die regionale Lebensmittelerzeugung gefährdet und unsere schöne Kulturlandschaft unwiederbringlich zerstört. Bodenpolitik ist gleich Klimapolitik und je mehr an den Stellschrauben von Bewusstseinsbildung, Grundverkehr, Raumplanung, Erhalt der Landesgrünzone oder der Mobilisierung brachliegender Gewerbe- und Wohnflächen in Richtung sparsamer Umgang mit dem fruchtbaren Boden gedreht wird, desto besser für uns alle. Die Versorgung der Bevölkerung mit eigenen Lebensmitteln darf nicht nur im Krisenfall zum Thema werden, das wäre zu spät. Der Erhalt von fruchtbarem Boden als Grundlage der Lebensmittelerzeugung und zum Schutz des Klimas ist eines der zentralen Anliegen einer zukunftsfähigen Gesellschaftspolitik. LK-Präsident Josef Moosbrugger: „Es tut sich einiges. Die Landwirtschaft ist nicht mehr der einsame Rufer in der Wüste. Die Mahner zum sorgsamen Umgang mit dem fruchtbaren Boden werden mehr, und das aus allen Bevölkerungsschichten.“
„Der fruchtbare Boden schützt das Klima und sichert die regionale Ernährung. Mit diesem kostbaren Gut haushälterisch und nachhaltig umzugehen ist ein Gebot der Stunde.“
Unsere Land- und Forstwirtschaft. Wertvoll fürs Land. Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Montfortstraße 9, 6900 Bregenz, T 05574/400-0, F 05574/400-600, E office@lk-vbg.at, vbg.lko.at
FREITAG, 25. NOVEMBER 2016
VN-Klimaschutzpreis 2016 15 1. PLATZ LANDWIRTSCHAFTLICHE BODENKULTUR. „Gertrud’s Garten“ der Familie Baumgartner in Dornbirn
Familie Baumgartner: „Wollen im ökologischen Naturkreislauf die Voraussetzung für eine gesunde Erde schaffen mit vielfältigem Anbau von Früchten und Pflanzen, mit eigenem Dünger, Fruchtfolge, Nützlingen und Blühflächen.“
„Was wir essen, muss natürlich sein“ Die Familie Baumgartner betreibt umweltbewussten, klimafreundlichen und nachhaltigen Ackerbau.
Die beiden großen Gewächshäuser werden nicht beheizt, der Aussaattunnel nur bei Bedarf. Im Hofladen werden als Verpackungsmaterial nur Papier- oder verrottbare BioPlastiktaschen verwendet, und die Kunden werden animiert, eigene Behältnisse mitzubringen. Hierzu lässt sich im Hofladen gut aufklären. „Viele Stammkunden sind schon so weit, dass sie auf saisonales Gemüse warten und nicht auf importiertes Gemüse zurückgreifen“, freut sich Gertrud. „Überzeugt werden konnten sie durch Geschmack, Konsistenz, Frische und natürliche Haltbarkeit. Das bedeutet auch ein großes Einsparungspotenzial in Sachen Transportwege.“ Familie Baumgartner setzt auf kurze Transportwege und ist Direktvermarkter in Dornbirn, auf dem Wochenmarkt und via Hofladen. Mit der Photovoltaik-Anlage wird ein großer Teil des Strombedarfs abgedeckt. Zur Aufklärung der Kinder aus den Dornbirner Spielgruppen und Kindergärten heißt das Motto „Vom Samen bis zum fertigen Gemüse“. „Wenn die Kinder den Geschmacksunterschied erkannt haben, dann wollen sie zu Hause das gesunde Gemüse“, weiß Gertrud.
Viele kennen ihn bereits, „Gertrud’s Garten“, und genießen die guten und natürlichen Lebensmittel. „Unsere Kinder sollen in einer intakten Umwelt aufwachsen und viel Freude an der Fortführung unseres Betriebes haben“, wünschen sich Gertrud und Helmut Baumgartner, die engagiert mit gutem Beispiel vorangehen. Als Mädchen hat Gertrud eine Zierpflanzenlehre absolviert, bevor sie mit 18 den Hof übernehmen musste. „Meine Mama ging immer schon mit dem Gemüse auf den Markt, und der Garten war immer schon meins“, erinnert sich Gertrud. „Wir sind mit dem Marktverkauf aufgewachsen.“ Vor 21 Jahren kam dann Helmut dazu. „Ich bin aus der Textil-Branche, war bei einer Hochzeit dabei und bin geblieben“, lacht er. „Ich bin in den Ackerbaubetrieb hineingewachsen und der handwerkliche, logistische und technische Teil.“
DORNBIRN.
Teamwork im Ökokreislauf „Wir ergänzen uns sehr gut“, freut sich Gertrud über das effiziente Teamwork auf dem Hof. „Im ökologischen Naturkreislauf wollen wir die Voraussetzung für eine gesunde Erde schaffen“, erklären die beiden. „Dazu gehören saisonaler, vielfältiger Anbau von Früchten und Pflanzen, eigener Dünger, Fruchtfolge, Nützlings-Einsatz und Schaffung von Blühflächen. Ein gesunder Boden nimmt entsprechend Regenwasser auf, er benötigt keine Intensivbewässerung und ist daher ressourcenschonend. Außerdem verwenden wir keine schweren Geräte und verhindern so die Verdichtung des Bodens sowohl beim Pflanzen wie auch beim Ernten.“ Ausschlaggebend für ein Umdenken war bei Helmut vor vielen Jahren eine Allergie gegen Spritzmittel. „Mit dem leben, was da ist“ Gertruds Motto lautet: „Das, was wir essen, muss natürlich sein. Ich will die Lebensmittel vom Strauch oder aus dem Boden nehmen und essen können.“ Von Wirtschaftswachstum ins Unendliche hält die Familie Baumgart-
Gertrud und Helmut Baumgartner mit Kindern und Opa: „Führen selbstbestimmt unseren Betrieb, ohne Förderungen, Forderungen, ohne Pestizide.“
ner nichts, denn „was mir die Eltern gegeben haben – den gesunden Boden –, von dem können wir gut leben und brauchen kein künstliches Wachstum, das genügt uns. Wir wollen verantwortungsbewusst ohne Förderungen und Forderungen unser Leben und den Betrieb führen.“ Wie wichtig aber Betriebswirtschaftslehre ist, die zum Ganzen dazugehört, betont Helmut: „Die EinnahmenAusgaben-Rechnung muss stimmen.“ Von der Natur lernen „Wir haben Freude daran, mit der Natur zu lernen und mehr über sie zu erfahren, daher Feldbaukurse besucht und auch ein ganzes Jahr bei Hans-Peter Bruchmann in Deutschland gelernt und erfahren, dass Bio funktioniert“, erzählt Gertrud. Das
Paar wollte auf Bio umstellen, zog aber die freie Entscheidungsmöglichkeit der Bürokratie vor, und „so sind wir offiziell ein konventioneller Betrieb, inoffiziell aber bio“. So gibt es nur hofeigenen Dünger für den Ackerboden aus Gemüseabfall, Grasschnitt, Hühner- und Pferdemist sowie Hackgut. Entsprechend gemischt wird er überdacht zur Reifung gebracht. Diese Zusammensetzung führt zu einer Konsistenz des Bodens, die dazu beiträgt, dass Regenwasser entsprechend aufgenommen, gespeichert und langsam an die Pflanzen abgegeben wird. Herbizide, Pestizide & Co. werden selbstverständlich nicht verwendet. Fruchtfolge und Nützlinge Wichtig für einen natürlichen und erfolgreichen Ertrag ist
die Fruchtfolge, also zum Beispiel beim Gemüseanbau Wurzelgemüse wie Karotten/ Doldenblütler, dann Gründüngung und danach Salate/ Korbblütler. Kartoffeln sind Starkzehrer, daher wird hier mindestens für zwei Jahre Grünhandgemenge angelegt. Danach erfolgt ein Flächenabtausch mit Gemüse. Es wird in Gertrud’s Garten aber auch mit Zwischenfrucht gearbeitet: Lanzbergergemenge, Ackerbohne, Wicke, Blatterbsen – sie werden sowohl im Sommer als auch im Winter eingesetzt. Auch Sonnenblumen werden angebaut. Im Folientunnel kommen wichtige Nützlinge unter der Aufsicht des Reichenau Gärtnercenters zum Einsatz. Für die jeweilige Gemüsesorte wird das passende Nützlingsprogramm erstellt. Im Freiland kommen Nützlings-
Blühstreifen zum Tragen, die direkte Förderung von heimischen Nützlingen wie Schwebfliegen, Florfliegen und Marienkäfer. Bienenund Schmetterlingspflanzen sind eine Selbstverständlichkeit, damit Nützlinge zwischen den Kulturen Nahrung finden und sich vermehren können. Bei Kohlpflanzen werden Blumen dazwischen gepflanzt. Energiesparmaßnahmen Familie Baumgartner hat den Großteil des Wohnhauses bereits in Eigenregie thermisch saniert, mit Energiesparlampen ausgestattet und eine Stückholzheizung eingebaut.
Der Preis Familie Baumgartner gewinnt eine „Unser Ländle“ Leserreise 2017 im Wert von 1200 Euro von der Landwirtschaftskammer, eine VN-Urkunde und eine Stein-Trophäe.
Erzeugung von Erneuerbaren Neben der Photovoltaik-Anlage für Wohnhaus und Betrieb hat die Familie die Dachflächen des Hühnerstalls, der Lager- und Gerätegebäude für die Errichtung einer GroßPhotovoltaik-Anlage genützt. Mitte 2012 wurden auf 1600 Quadratmetern in Eigenregie Paneele montiert. Das bedeutet im Jahr eine durchschnittliche Stromversorgung von 50 Haushalten. Damit verbunden war gleichzeitig die Sanierung der Dächer. Die Lagerräume sind so gebaut, dass eine zusätzliche Kühlung nur im Herbst zum Herabkühlen des Gemüses verwendet wird. Die Abwärme der Aggregate wird genützt und etwa für die Sauerkrautgärung und zur Trocknung von Nüssen verwendet. Der nächste Pkw wird ein E-Auto sein, auch der Transporter mit Ladefläche, sobald er auf den Markt kommt. „Eine Sorten-vielfältige Lebensmittelproduktion auf gesundem, nährstoffreichem Boden und die regionale Vermarktung ist unser Beitrag zum Klimaschutz“, sagt die Familie Baumgartner.
Sie alle haben ein Zeichen gesetzt
GANG! Projekt des E5-Team der Gemeinde Hittisau.
Private Haushalte Helmut Rüf Frühlingstraße 14/6, Dornbirn Fritz Trippolt Druckergasse 44, Bregenz Horst Fend Untere Gamsfeldstraße 1, Altach
Gemeinde Meiningen Schweizer Straße 58, Meiningen Erwin Steurer Dorf 1 , Sulzberg Harald Mark Kesseweg 73, Nenzing Rochus Schertler Am Bach 4, Dornbirn
Brigitte Schertler M.-Feldner-Straße 3, Bregenz
Christiane Eberle Reute 93b, Hittisau
Burkhard Schlachter Kotterstraße 9, Hard
Isabella Schnetzer Bahnhofstraße 15, Götzis
Markus Niederdorfer Schmiedgasse 17, Feldkirch
Gerold Ender Rathausstraße 4, Bregenz
Nicole Intemann Matengaweg 6, Dornbirn
Michael Schulz Rathausstraße 1, Lustenau
Schule und Jugend Herbert Thalhammer, Mittelschule Bludenz Schillerstraße 6, Bludenz Anja Seidl, Mittelschule Mittelweiherburg Hard Flurstraße 12, Hard Hanno Metzler, Neue Mittelschule Hittisau Platz 406, Hittisau Gabriele Arthofer, Volksschule Partenen Schulstraße 77, Partenen
Gemeinden und Öffentlichkeit Anna Waibel Kaiser-Franz-Josef-Straße 4, Hohenems Lydia Etzlstorfer Förstergasse 5, Dornbirn
Regionales Mobilitätsmanagement plan b Schulstraße 1, Wolfurt Gemeinde Dalaas Bahnhofstraße 40, Dalaas
Unternehmen und Innovationen Manuela Kopf Kapfstraße 57, Feldkirch Gabriel Nedinger Höfling 224, Buch
Jessica Hotz vom Yak Halden-Hof in Lochau.
Clemens Grabner Galinastraße 34, Frastanz Heidi Dolensky Wichnergasse 22, Feldkirch Markus Niederdorfer Schmiedgasse 17, Feldkirch Tobias Ilg Hatlerstraße 66a, Dornbirn
Landwirtschaftliche Bodenkultur Hubert Bär Kalchern 65, Andelsbuch Familie Baumgartner Josef-Ganahl-Straße 41, Dornbirn Gerhard Fischer Achstraße 21a, Wolfurt Nikolai Jochum Klostergarten Marienberg, Bregenz Anton und Daniela Kohler Schwarzen 41, Buch Susanne Hotz Halden 15, Lochau Gerhard Marlin Augasse 31c, Satteins
Friedrich Jäger Bahnhofstraße 3a, Hohenems Bruno Grober Hof 900, Egg Ernst Strieder Zürcherstraße 18, Bludenz Erwin Braumstein Wieden 100, Dornbirn Priska Böhler Augasse 25, Wolfurt Silva Pfanner Mozartstraße 11, Lustenau Amanda Nesensohn Mühlestraße 4, Laterns Katharina Mennel Froschauerstraße 2, Bregenz Magnus Hansjörg Marlin Spinnergasse 5a, Dornbirn Elfriede Juen Silvrettastraße 29a, St. Gallenkirch Hubert Kessler Binzig 17, Frastanz Gaby Schertler Eichenbrunnen 4, Dornbirn Sylvia Pfanner Mozartstraße 11, Lustenau
Wilfried Flatz Kreuzgasse 10, Dornbirn
KlimaschutzIdeen
Burkhard Schlachter Kotterstraße 9, Hard
Wilfried Flatz Bach 14, Buch
Peter Aberer Hauptstraße 38, Höchst
Werner Druml senior Porstmahd 6, Dornbirn
Markus Berchtold-Domig Wies 929, Schwarzenberg
Karl Lingenhel Huban 35, Doren
Irmgard Abbrederis Vorderlaufstraße 7a, Rankweil
Martin Reis Stadtstraße 33, Dornbirn
Wolfgang Zaplotnik Schweizer Straße 34/2, Altach
Robert Knütz Königshofsweg 15, Rankweil
Kurt Heinzle Bahnhofstraße 35c, Lustenau Dipl.-Vw. Friedrich Schneider Raggaler Straße 49, Ludesch Anna Kessler Blinzig 17, Frastanz
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