Vorsorgen und Versichern
Bild: Philipp Steurer
Steuerliche Veränderungen VermÜgen richtig weitergeben Vorsorge mit Fondssparen
FREITAG, 13. NOVEMBER 2015
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Der garantierte Zinssatz bei den Lebensversicherungen wird gesenkt Mit 1. Jänner 2016 wird der garantierte Zinssatz in der Lebensversicherung gesenkt. Daher empfiehlt die VLV, sich noch heuer über die optimale Vorsorge-Lösung beraten zu lassen.
tragslaufzeit anteilig aufgeteilt. Dadurch entstehen eine höhere Ablaufleistung sowie deutlich höhere Rückkaufswerte – vor allem in den ersten Jahren nach Vertragsbeginn. Durch die neue Kostenaufteilung beträgt der Rückkaufswert bereits nach dem ersten Jahr über 80 Prozent der einbezahlten Prämien. Nach fünf Jahren hat der Kunde einen Rückkaufswert, welcher die einbezahlten Beiträge (ohne Versicherungssteuer) deutlich übersteigt. Auch auf die Ablaufleistung wirkt sich die neue Kostenstruktur positiv aus. Je länger die Laufzeit ist, umso positiver fällt die Auswirkung der neuen Kostenverteilung aus.
Mit dem garantierten Zinssatz werden in der Lebensversicherung die garantierten Leistungen berechnet. Eine Senkung des Zinssatzes bedeutet, dass die garantierte Versicherungssumme für Neu-Verträge ab 1. Jänner 2016 geringer ausfallen wird. Ist der Abschluss einer Lebensversicherung oder einer Pensionsvorsorge ohnehin geplant, ist es ratsam, den Vertrag noch im heurigen Jahr abzuschließen. Die Regelung der Finanzmarktaufsicht (FMA) sieht vor,
Robert Sturn Vorstandsdirektor VLV
Die Vorarlberger Landesversicherung schlägt mit der Wert-Pension einen fairen und vor allem kundenorientierten Weg ein.
Individuelle Beratung führt zu maßgeschneiderten Lösungen. dass mit Anfang 2016 der maximal garantierte Zinssatz von 1,5 Prozent auf 1,0 Prozent gesenkt wird. Die Abschlusskosten Beim Abschluss einer Rentenversicherung entstehen sogenannte Abschlusskosten, welche alle mit dem Abschluss einer Versicherung verbundene Kosten beinhalten. Diese werden dem Versicherungs-
nehmer nicht gesondert in Rechnung gestellt, sondern üblicherweise auf die ersten Jahre der Beitragszahlung umgelegt. Die Versicherungsgesellschaft verwendet somit einen Teil der Beitragszahlungen des Versicherungsnehmers zur Finanzierung der angefallenen Abschlusskosten. Als Folge steht in den Anfangsjahren ein geringerer
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Rückkaufswert zur Verfügung. Außerdem schmälert diese Vorgehensweise den Zinseszinseffekt, da in den Anfangsjahren weniger Beiträge in den Sparvertrag fließen. Die Vorarlberger Landesversicherung VaG (VLV) schlägt mit der Wert-Pension seit diesem Jahr einen fairen und vor allem kundenorientierten Weg ein: Die Abschlusskosten werden über die gesamte Ver-
Höhere Ablaufleistung Konnte die VLV aufgrund ihrer Organisationsform als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und der guten Veranlagungserfolge bereits in der Vergangenheit eine höhere Gewinnbeteiligung gewähren als viele Mitbewerber – derzeit ergibt sich eine Gesamtverzinsung (Garantie- und Gewinnbeteiligungszinssatz) von 3,5 Prozent – so zeigt sich, dass die Aufteilung der Abschlusskosten über die gesamte Vertragslaufzeit durchaus zu einer noch besseren Ablaufleistung für den Kunden führt.
Mag. Klaus Himmelreich Vorstandsdirektor VLV
Die Vorarlberger Landesversicherung kann nach wie vor eine höhere Gewinnbeteiligung als viele Mitbewerber gewähren. Solvency II Ein zentrales Thema der Versicherungsbranche in den letzten Jahren wird nun für alle verbindlich umgesetzt. Der österreichische Gesetzgeber hat mit der Veröffentlichung des ab dem 1. Jänner 2016 geltenden neuen Versicherungsaufsichtsgesetzes den Startschuss für die unter „Solvency II“ bekannten neuen Aufsichtsregeln gesetzt. Dadurch wird das bisher statische System zur Bestimmung der Eig e n m i t te l a n fo r d e r u n g e n durch ein risikobasiertes System ersetzt. Mit Solvency II soll die schon bestehende gute Eigenmittelausstattung der Versicherer weiter erhöht werden und somit die Sicherheit der Kundengelder gewährleistet sein.
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Vermögenswerte richtig weitergeben Je früher man beginnt, über seine finanzielle Zukunft nachzudenken, umso entspannter kann man diese auf sich zukommen lassen. „Verantwortungsvolle Vermögensweitergabe beginnt mit Information und Planung. Die Werte, die wir im Laufe unseres Lebens geschaffen haben, leben mit unseren Erben weiter. Eine sorgfältige Weitergabe der Dinge, die uns am Herzen liegen, und der Werte, die wir uns erarbeitet haben, liegt in unserer Verantwortung. Wichtig ist, diese Werte nicht ungeregelt der Nachwelt zu überlassen.“ So Mario Konrad, Leiter Privatkunden Österreich West bei der Bank Austria, gegenüber den VN. Vorausschauend handeln Die gesetzlichen Regelungen bestimmen ganz genau, wer
Erbe ist und wie viel wem zusteht. Ein Testament, das den gesetzlichen Formvorschriften entspricht, lässt einen gewissen Spielraum bei der Vermögensweitergabe. „Wenn der Erblasser kein Testament errichtet oder das Testament ungültig ist, bestimmt das Gesetz, wer Erbe wird. Der Ehegatte erhält ein Drittel, die Nachkommen den übrigen Teil. Neben den Eltern bzw. Geschwistern des Erblassers oder neben dessen Großeltern erbt der Ehepartner zwei Drittel“, erläutert Konrad. Auch im Falle eines gültigen Testaments steht bestimmten Personen ein Mindestanteil am Wert der Verlassenschaft zu – der Pflichtteil. Pflichtteilsberechtigt sind Ehegatten oder eingetragene Partner und die Nachkommen. Der Pflichtteil ist ein Anspruch in Geld und muss gegen die
Jährlich werden 350 Personen bei Wild(Symbolbild) unfällen verletzt.
Erben geltend gemacht werden. Die Schenkung Auch Schenkungen bieten interessante Möglichkeiten. Die vorweggenommene Erbfolge wird immer beliebter. Bevor man eine Sache verschenkt,
Mario Konrad.
sollte man sich aber der Auswirkungen bewusst sein. Es gilt nämlich unter anderem die Beachtung verschiedenster Fristen und – geschenkt ist geschenkt. Lebensversicherungen Jede Lebensversicherung mit einer oder mehreren namentlich genannten Personen im Ablebensfall fällt nicht in die Verlassenschaft. Damit sind Lebensversicherungen eine gute Lösung für die Absicherung der Familie, der Angehörigen oder nahestehender Personen: Als Pflichtteilvorsorge und Vermögensweitergabe, aber auch als Bestattungsvorsorge. Mit einer Risiko-/Ablebensversicherung sichert man zum Beispiel die Familie im Ablebensfall in Höhe der selbst ge-
wählten Versicherungssumme ab. Jede Er- und Ablebensversicherung (z. B. Capital Classic/Active Capital Classic) mit namentlichem Bezugsrecht eignet sich als Pflichtteilsvorsorge oder Vermögensweitergabe. Auch eine Bestattungsvorsorge fällt durch ein namentliches Bezugsrecht nicht in die Verlassenschaft und das benötigte Kapital für die Bestattung steht sofort zur Verfügung. Was man beachten muss Im Interesse der Angehörigen sollte man einige Punkte beachten: • Treffen Sie möglichst früh Ihre letztwilligen Anordnungen. • Erstellen Sie ein Verzeichnis aller Vermögenswerte. • Sichern Sie rechtzeitig Ihren Lebensstandard und den Ihrer Angehörigen.
• Prüfen Sie die Vor- und Nachteile des Schenkens und Vererbens. • Sorgen Sie für entstehende Kosten und Steuerbelastungen vor. • Klären Sie die Auswirkungen des Wegfalls der Sparbuchanonymität auf die Verlassenschaft. So kann man rechtzeitig klare Verhältnisse schaffen und spätere Probleme vermeiden. Höhere Garantieverzinsung „Bis 31. Dezember 2015 kann man sich eine höhere Garantieverzinsung sichern und zwar für alle klassischen Lebensversicherungen“, stellt Konrad abschließend fest. *) Die UniCredit Bank Austria AG ist in der Versicherungsvermittlung im Nebengewerbe vertraglich gebundener Versicherungsagent der ERGO Versicherung AG. GISA-Zahl: 27506127.
Für manche ist die Zukunft ungewiss.
Versicherung und Wildunfälle Wildunfälle sind gar nicht selten. Jährlich werden mehr als 350 Personen und bei Verkehrsunfällen mit Wildtieren verletzt, hauptsächlich verunglücken aber die Tiere: Rund 80.000 Rehe, Hasen und andere Waldbewohner verenden auf der Straße. Wenn ein Tier auf die Straße springt, heißt es: Ruhe bewahren, bremsen, abblenden und hupen. „Wenn ein Stück Wild wie aus dem Nichts auftaucht, hängt das Ausmaß der Kollision vor allem von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs und dem Gewicht des Tieres ab. Das vervielfacht sich nämlich, sodass etwa das Aufprallgewicht eines Rehbocks etwa eine Tonne beträgt“, warnt Christoph Berghammer, Obmann-Stellvertreter und gleichzeitig privater Jäger.
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Wenn doch ein Unfall passiert Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammenprall, halten Sie unbedingt am Straßenrand, ziehen Sie die Warnweste an und sichern Sie die Unfallstelle mit Warnblinkanlage und Pannendreieck ab. Keinesfalls dürfen Sie das Tier mitnehmen, Sie müssen aber bei Wildunfällen in jedem Fall die Polizei verständigen. Wer das angefahrene Tier einfach zurück lässt – auch wenn es weiter läuft – macht sich wegen Fahrerflucht strafbar. Zudem ist die polizeiliche Meldebestätigung für die Kaskoversicherung notwendig. Ist durch den Unfall ein Schaden entstanden, muss eine Meldung bei der Versicherung durchgeführt werden. Eine Kaskoversicherung ersetzt den Schaden am eigenen Fahrzeug. Hat man nur die gesetzliche Haftpflichtversicherung, muss der Fahrer für den gesamten Schaden selbst aufkommen. Dennoch gibt es von Versicherung zu Versicherung Unterschiede, vor allem, bei der Frage, welche Wildtiere in den Unfall verwickelt waren. So decken viele Versicherungen nur Schäden durch sogenanntes Haarwild ab – darunter fallen Rehe, Hasen, Füchse und Wildschweine – andere wiederum beziehen auch Federwild (z. B. Fasane) und Haustiere (neben Hunden und Katzen auch Kühe und Pferde) mit ein. Impressum | Redaktion und Texte: Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Bilder: Russmedia-Archiv, Shutterstock, Bernd Hofmeister, Bildagenturen Umsetzung: Anja Schutti Anzeigenberatung: Russmedia, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach
* Gilt bei Abschluss einer VorsorgePlus-Pension, CapitalClassic, LifeInvest-Plus, JuniorCare oder eines PensionsManagement der ERGO Versicherung AG im Aktionszeitraum 21.9. bis 31. 12. 2015. Versicherungsbeginn zwischen 1.10.2015 und 1.1.2016. Laufende Versicherungsprämie mindestens EUR 80,- monatlich, EUR 240,- pro Quartal oder EUR 960,- pro Jahr. Die Vignette erhalten Sie nach Annahme Ihres Versicherungsantrags durch die ERGO Versicherung AG im Dezember per Post zugesandt. Bei Prämienfreistellung, Stornierung oder Beendigung des Versicherungsvertrages bzw. Reduktion der vereinbarten Prämien innerhalb von 24 Monaten ist der Vignettenpreis von EUR 85,70 zurückzuzahlen. Erstellt von der UniCredit Bank Austria AG, 1010 Wien, Schottengasse 6-8, die in der Versicherungsvermittlung im Nebengewerbe vertraglich gebundener Versicherungsagent der ERGO Versicherung AG ist. GISA-Zahl: 27506127
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„Männer als Vorsorgemuffel“ Regelmäßige Vorsorge ist bei der Mehrheit noch nicht Realität geworden. Theorie und Praxis klaffen auseinander.
Die Angst vor Cyber-Attacken nimmt stark zu.
Versichert auch gegen Cyber-Risiken Die großen Rückversicherer Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück wollen angesichts des Preiskampfs in der Branche künftig stärker an Risiken der Digitalisierung verdienen. Versicherungen gegen Hackerattacken und die Haftungsfragen rund um selbstfahrende Autos treiben die Unternehmen um. Beim jüngsten Branchentreffen ging es aber vor allem um Preisverhandlungen: Der Gebäudeversicherung machen in Deutschland Hagel- und Sturmschäden zu schaffen, und Autofahrer müssen sich erneut auf höhere Prämien einstellen. Die Nachfrage nach Versicherungslösungen gegen Cyber-Risiken wird rapide zunehmen.
Das Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com hat in Kooperation mit Movember, einer Fundraising- Organisation für Männergesundheit, Österreichs Männer zwischen 20 und 69 Jahren rund um ihr Vorsorgebewusstsein in puncto Gesundheit befragt. Positive Einstellung Das Ergebnis: Das Thema ist in den Köpfen der Männer präsent. Sechs von zehn Männern machen sich Gedanken über ihre Gesundheit, die Mehrheit befürwortet regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Die Praxis zeigt allerdings ein anderes Bild: Ein Fünftel der Männer war letztendlich noch nie bei einer Vorsorgeuntersuchung. Nur 36,5 Prozent unterziehen sich jährlich einer solchen. Der Vorsorgeuntersuchung als Maßnahme für ein gesundes Leben stehen die österreichischen Männer zumindest in
Primäres Motiv für die Inanspruchnahme einer Vorsorgeuntersuchung ist die Früherkennung einer Krankheit. Aus der Studie der Marketagent.com in Kooperation mit Movember.
Ein oft genanntes Motiv ist: Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten. der Theorie positiv gegenüber, denn immerhin rund 58 Prozent denken, dass zumindest einmal im Jahr eine Vorsorgeuntersuchung gemacht werden sollte. Das in die Praxis umzusetzen, scheint dann doch etwas schwieriger zu sein: Nur rund 37 Prozent gehen wirklich in dieser Regelmäßigkeit zur Vorsorgeuntersuchung. Ein Fünftel hat diesen Gang noch nie gewagt (20,4 Prozent). Partnerschaft förderlich Förderlich dürfte sich in diesem Zusammenhang eine Partnerschaft auswirken, denn während der Anteil der Vorsorgemuffel bei den Sin-
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gle-Männern auf 31,4 Prozent steigt, liegt der Anteil der Verweigerer bei Männern in einer Partnerschaft bei „nur“ 17,0 Prozent. Früherkennung Als primäres Motiv für die Inanspruchnahme einer Vorsorgeuntersuchung wird die Früherkennung von Krankheiten genannt, die mit höheren Heilungschancen einhergeht (55,2 Prozent). Die Tatsache, dass Vorsorge prinzipiell nie verkehrt ist, wird als zweithäufigster Grund angegeben (53,7 Prozent). 47,4 Prozent begründen die Entscheidung für eine Vorsorgeuntersuchung damit,
dass sie die Gewissheit haben möchten, gesund zu sein. Ebenfalls ein oft genanntes Motiv: „Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten“ (41,6 Prozent). Trotz dieser schlüssigen Motive für die Vorsorgeuntersuchung ist das vermeintlich starke Geschlecht eher nachlässig in der Umsetzung. Hauptgründe dafür sind, dass ein Arzt erst im Beschwerdefall aufgesucht wird (43,5 Prozent), sich die Untersuchung einfach nicht ergeben hat (29,8 Prozent), gefolgt von dem Argument, man fühle sich einfach noch zu jung für diesen Schritt (17,1 Prozent). 15,6 Prozent haben sich noch
nie ernsthafte Gedanken über dieses Thema gemacht. Einsicht ist vorhanden Positiv anzumerken ist, dass den Herren der Schöpfung durchaus bewusst ist, dass sie im Vergleich zu Frauen die größeren Vorsorgemuffel sind (82,1 Prozent). Und Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Gedanken sind die eine Sache, das Reden darüber ist eine andere: Für drei von zehn Männern sind Gespräche über Männerkrankheiten wie Prostata- und Hodenkrebs oder psychische Krankheiten im Freundeskreis tabu (31,6 Prozent).
Änderungen bei den Sonderausgaben Es kommen Änderungen bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Sonderausgaben. Daher lohnt es sich, jetzt vorzusorgen. Das neue Pensionskonto ist eine einheitliche Berechnungsgrundlage für alle Österreicher. Mit Hilfe des Pensionskontoauszuges lässt sich überprüfen, wie groß die Lücke zwischen dem Letztgehalt und der voraussichtlichen Pension ist. Mit einer zusätzlichen privaten Vorsorge kann man diese Pensionslücke schließen, um auch in der Pension auf nichts verzichten zu müssen. „Egal ob man schon in jungen Jahren mit dem Ansparen beginnen möchte oder der Ruhestand bereits in greifbarer Nähe ist, die Volksbank Vorarlberg bietet für jeden eine passende Vorsorge- oder Versicherungsvariante“, weiß Dietmar Reicht, Leiter der Volksbank Vorarlberg VersicherungsMakler GmbH im Gespräch mit den VN. Die Sonderausgaben Nicht vergessen werden sollte dabei die nahende Steuerreform. „Mit 1. Jänner 2016 treten aufgrund der Steuerreform Änderungen bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Sonderausgaben ein“, so der Versicherungsexperte. Pensions-, Risiko-, Unfallund Krankenversicherungsverträge, die nach dem 31. Dezember 2015 neu abgeschlossen werden, können nicht mehr steuermindernd
geltend gemacht werden. Die gute Nachricht: Prämien für bestehende Verträge bzw. jene Verträge, die noch vor Jahresende abgeschlossen werden, sind bis zum 31. Dezember 2020 steuerlich absetzbar. Staatlich geförderte Vorsorge Die Berater berechnen die tatsächliche Höhe der Pensionslücke und helfen dabei, einen individuellen Vorsorgeplan auszuarbeiten. Für junge Kunden eignen sich flexible Varianten mit geringen Einstiegsprämien, wie beispielsweise monatliches Fondssparen oder die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge. „Die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge ist eine sichere Veranlagung nach gesetzlichen Vorschriften, die individuell gestaltet werden kann“, meint Dietmar Reicht. Für Späteinsteiger Viele Menschen befinden sich in der Situation, erst im fortgeschrittenen Alter über genügend Kapital zu verfügen, um die staatliche Pension „aufzustocken“.
Für solche Späteinsteiger empfiehlt Dietmar Reicht eine einmalige Pensionsvorsorge. Dabei kann der Kunde wählen, ob er diesen Einmalerlag als lebenslange bzw. auf einen gewissen Zeitraum beschränkte Privatpension oder als einmalige Kapitalauszahlung nach einigen Jahren in Anspruch nehmen möchte. Letztere Variante bietet die Option, das Geld erst noch einige Jahre arbeiten zu lassen. Betriebliche Altersvorsorge „Die betriebliche Altersvorsorge im Rahmen einer Pensionszusage ist für Geschäftsführer von GmbHs oder Kapitalgesellschaften auch nach Eintreten der Steuerreform interessant“, ergänzt Dietmar Reicht abschließend. Unternehmen können bis zu 300 Euro pro Jahr völlig steuerfrei und ohne Lohnnebenkosten als freiwillige Sozialleistung für alle Mitarbeiter oder bestimmte Gruppen in Vorsorgelösungen investieren. Mitarbeiter können auch bestehende Gehaltsbestandteile in dieses Modell umwandeln (ebenso steuerfrei, allerdings sozialversicherungspflichtig). Dietmar Reicht, Volksbank Vorarlberg.
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Flexible private Pensionsvorsorge Die Mehrheit der Bevölkerung ist sich der Pensionsproblematik inzwischen bewusst. Und dennoch hat knapp die Hälfte aller Österreicher für deren persönliche Zukunft noch immer keine Maßnahmen gesetzt. „Und das, obwohl eine private Pensionsvorsorge als Mittel, seinen Lebensstandard im Alter halten zu können, unabdingbar ist“, erklären die Experten der Generali. Und sie fahren fort: „Die klassische Lebensversicherung bietet mit ihren auf Sicherheit und kontinuierlichen Ertrag ausgerichteten Aspekten (Garantiezinssatz und Gewinnbeteiligung) für jedes Kundenbedürfnis die passende Produktvariante, so nicht zuletzt für die private Pensionsvorsorge. Bei der Gesamtverzinsung zählt das Unternehmen
Regionaldirektor Winkler.
Markus
dabei seit jeher zu den Spitzenreitern am österreichischen Markt.“ Gültige Rententafeln „Ein gewaltiger Vorteil der klassischen Pensionsvorsorge ist“, erklärt Markus Winkler, Regionaldirektor der Generali
Das Bewusstsein für die Möglichkeit einer Berufsunfähigkeit ist in der Bevölkerung kaum verankert. Markus Winkler Regionaldirektor
für Tirol und Vorarlberg im Gespräch mit den VN, „dass sich Kunden bereits heute die gültigen Rententafeln und Kalkulationsgrundlagen für ihre Privatpension sichern. Damit schließen sie das Risiko der steigenden Lebenserwartung, die zu geringeren Pensionszahlungen führt, für ihren Vertrag aus.“ Durch das im Produkt inkludierte Kapitalwahlrecht müsse man sich zudem nicht für zum Teil Jahrzehnte im Voraus definitiv entscheiden, sondern bleibe flexibel. Selten verläuft das Leben so wie geplant, und leider bleibt auch Unvorhergesehenes nicht aus. Diesen sich ständig wechselnden Lebensbedingungen eines Jeden angepasst, sowie dem derzeit schwierigen wirtschaftlichen Markt-
umfeld Rechnung tragend, hat die Generali ein spezielles Produkt entwickelt: „Mit dem Generali LifePlan haben wir eine lebensbegleitende Vorsorge auf den Markt gebracht, die nicht nur ein großes Maß an Flexibilität in Hinblick auf die Prämieneinzahlung und Auszahlung bietet, sondern auch ein flexibles Umschichten der Prämie und des Bestandes zwischen fondsgebundener und klassischer Veranlagung ermöglicht“, informiert Markus Winkler. So kombiniert dieses Produkt die Sicherheit der klassischen Lebensversicherung mit zusätzlichen Ertragschancen aus Investmentfonds, wodurch sich das Produkt auch ideal als sicherheitsbewusste und dennoch fruchtbringende Vorsorgemöglichkeit eignet. Die Prämienaufteilung Diese Vorsorgelösung ist ideal für Konsumenten, die Wert auf garantierte Leistungen legen und darüber hinaus flexibel auf den Kapitalmarkt reagieren möchten. Wie die zu investierende Prämie aufgeteilt wird, legt der Kunde selbst fest und kann dies auch zu jeder Prämienfälligkeit ändern. Die Aufteilung im Bestand kann ebenso individuell festgelegt und jederzeit umgeschichtet werden. Für jenen Teil, der in Fonds veranlagt wird, kann sich der Kunde ein individuelles Portfolio aus fünf Fonds zusammenstellen. Ab dem zweiten Versicherungsjahr können die
Die Sicherheit der klassischen Lebensversicherung wird mit weiteren Ertragschancen gekoppelt. Fonds einmal pro Jahr kostenlos gewechselt werden. Angeboten werden neben Fremdfonds von Kapitalanlagegesellschaften vor allem prämierte Publikumsfonds der 3 Banken-Generali Investment-GmbH und der Generali Investments SICAV. Flexibler Leistungsbezug Für Regionaldirektor Winkler weist diese Versicherungsmöglichkeit im Zusammenhang mit Pensionsvorsorge aber noch einen ganz anderen Vorteil auf: seine Flexibilität in Sachen Leistungsbezug. „Flexible und individuell entscheidbare Auszahlungsmöglichkeiten wurden bei der Ent-
wicklung der neuen Vorsorgelösung großgeschrieben.“ So ist eine Auszahlung bereits bis zu fünf Jahre vor Vertragsablauf möglich, sei es als vorzeitige Kapitalauszahlung oder als Überbrückungspension bei Altersarbeitslosigkeit oder Altersteilzeit. Zudem kann – ähnlich der reinen klassischen Lebensversicherung – ein Pensionswahlrecht inkludiert werden. Statt einer einmaligen Kapitalauszahlung entscheidet sich der Kunde für eine laufende Zusatzpension oder sogar für einen Mix. Berufsunfähigkeit „Neben Unfällen führen in erster Linie Krankheiten zu
Berufsunfähigkeit“, erklärt dazu Winkler. Ganz oben auf der Liste stehen angesichts der steigenden Herausforderungen in der Arbeitswelt psychische Erkrankungen, gefolgt von Rheuma, Wirbelsäulenund Knochenerkrankungen sowie Herz- und Kreislaufbeschwerden. „Unser Unternehmen hat ihre Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung optimiert. Als Zusatzbaustein von Generali LifePlan zahlt das Unternehmen die Prämien der Lebensversicherung weiter oder bietet für die Dauer der Berufsunfähigkeit eine laufende Berufsunfähigkeitspension“, so Winkler abschließend.
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„Fairer Dialog mit den Menschen“ Vorsorge, Pensionslücke, Einkommensverlust – davon reden viele. Wilfried Hopfner gibt gegenüber den VN Tipps, wie sich jeder auf die eigene finanzielle Zukunft vorbereiten kann. „Wer ein paar Dinge beachtet, kann beruhigt in die Zukunft blicken und sich auf seine Pension freuen“, so der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg. Mit praktischen Ratschlägen kommen Vorarlberger zu ihrem optimalen Vorsorgeplan. Laut aktueller Studie halten neun von zehn Österreichern die finanzielle Vorsorge für wichtig oder sehr wichtig. Über 70 Prozent nehmen dabei an, die staatliche Pension werde nicht dafür ausreichen, den gewohnten Lebensstil auch später aufrechtzuerhalten. „In der Pension hat man Zeit für vielerlei Dinge. Doch viele
befürchten, ihnen fehle genau dann das Geld dafür“, kennt Wilfried Hopfner die Sorgen. Abhilfe verschafft ein cleverer Vorsorgeplan: Erster Schritt dazu ist die persönliche Beratung. Wilfried Hopfner dazu: „Eine optimale Vorsorge gibt es nicht von der Stange – jeder verdient ein maßgeschnei-
Wilfried Hopfner Raiffeisen Landesbank Vorarlberg
Eine optimale Vorsorge gibt es nicht von der Stange. Jeder verdient ein maßgeschneidertes Paket aus mehreren Bausteinen.
dertes Paket.“ Eine solide Vorsorge besteht immer aus mehreren Bausteinen. Angebote aus den Bereichen Bankprodukte, Bausparen und Fonds bis zu Versicherungen stehen zur Auswahl. Ein zweiter wichtiger Tipp ist es, den Vorsorgeplan dabei individuell und flexibel zu gestalten. „Vorsorge ist immer eine Planung auf viele Jahre hinaus. Weil keiner genau weiß, was das Leben für sie und ihn bereithält, sollte bei der Vorsorge stets ein Spielraum bleiben. Falls es irgendwann zu einem finanziellen Engpass kommt oder auch einmal mehr Geld zur Verfügung steht – mit einem flexiblen Vorsorgeplan kann man darauf reagieren“, so der RLB-Vorstand. Es ist nie zu spät Je früher man mit der eigenen Vorsorge beginnt, umso besser. Dadurch können Anspa-
Moment. Wer in seine Vorsorge investiert, sollte darauf bestehen, alle Möglichkeiten und auch Risiken, alle Kosten und schließlich den eigenen Vorsorgeplan genau vom Bankberater seines Vertrauens erklärt zu bekommen. Der vierte und besonders wichtige Tipp: Transparenz und klare Kostenstruktur müssen gelten.
Neun von zehn Österreichern halten die finanzielle Vorsorge für (Symbolbild) wichtig oder sogar sehr wichtig. rung und Verzinsung über einen langen Zeitraum genutzt werden. „Allerdings ist es nie zu spät. Speziell die Jahre zwischen 50 und 60 bieten ausreichend Chancen, für die Pension vorzusorgen. Gerade zu dieser Zeit kann eine ehr-
liche Zwischenbilanz gezogen werden und oftmals sind manche finanziellen Verpflichtungen bereits abgelegt“, weiß Hopfner. Dritter Ratschlag also: Egal, wie Jung oder Alt man ist, für die Vorsorge ist „jetzt“ immer der richtige
Keine versteckten Kosten Wilfried Hopfner unterstreicht abschließend: „Undurchsichtige Produkte und versteckte Kosten darf es nicht geben. Alle Vorarlberger haben sich eine vernünftige Vorsorge verdient. Die persönliche und verlässliche Beratung sowie individuelle Lösungen sind dafür genauso notwendig wie ein fairer Dialog mit den Menschen. Damit jeder Vorarlberger seine eigene Pension genießen kann.“
Fondsbranche für privates Vorsorgedepot Zur Stärkung der privaten Alters- und Pflegevorsorge schlägt die heimische Investmentfondsbranche die Einführung eines privaten Vorsorgedepots vor. Das staatliche Pensionssystem bedürfe einer Ergänzung durch private und betriebliche Vorsorge, so der Experten-Tenor. Der Fondsbranche geht es dabei vor allem um die Schaffung von garantiefreien Varianten. Eine staatliche Förderung, wie es sie derzeit etwa bei der Zukunftsvorsorge gibt, hält man dabei nicht für nötig. Für wichtig erachtet wird eine steuerliche Gleichstellung. Geben solle es etwa eine Steuerbefreiung in der Ansparphase sowie eine Nachversteuerung bei nicht-widmungsmäßiger Entnahme, so Heinz Bednar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) und Erste-Sparinvest-Chef.
Private Altersvorsorge soll gestärkt werden.
Marke Allianz für Mobilfunkprodukt
Jeder hat individuelle Ziele im Leben. Und sorgt anders vor. Das Gute: Sie können selbst bestimmen, wie und mit welchem Tempo Sie Ihre Ziele erreichen wollen. Fragen Sie jetzt Ihren Raiffeisenberater, welche Produkte am besten zu Ihnen passen. vorsorgen.raiffeisen.at
Mehr Infos zum Vorsorge-Rennen.
Die Allianz Österreich hat eine wichtige strategische Entscheidung für ihre Markenwelt getroffen: Sie lizenziert erstmals ihre Marke für ein Produkt außerhalb der Finanzwelt – Allianz SIM, ein Mobilfunkangebot. Hintergrund ist der technologische Wandel mit seinen Wechselwirkungen auf die Menschen und die Gesellschaft. Die Marke Allianz findet somit ihre Präsenz in einer neuen virtuellen Welt und in neuen Communitys. „Die Interaktion mit unseren Kunden ist bereits in hohem Maße digitalisiert – ob E-Polizze, elektronischer Antrag oder Schadenerledigung. Aber inzwischen sind die wichtigsten Gegenstände im Leben der Menschen Handy, Tablet und Co. Die ständige virtuelle Vernetztheit zwischen Menschen und auch Dingen bringt es daher mit sich, wollen wir unseren Kunden in ihrem Alltag begegnen, dass wir das ‚mobil‘ tun müssen“, erklärt Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender Wolfram Littich, der Allianz Gruppe in Vorstandschef. Österreich.
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„Vorsorge mit Fondssparen“ Viele Vorarlberger Sparer und Anleger sind der Meinung, sie seien noch viel zu jung, um sich über ihre Altersvorsorge Gedanken zu machen.
Die Gefahr von Einbrüchen wird unterschätzt.
Schutz vor Einbrechern 17.109 Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser sind im Vorjahr in Österreich angezeigt worden. Das war ein Anstieg um 3,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013. Zur Sensibilisierung der Bevölkerung hat das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BK) eine Computersimulation entwickelt. In dem Spiel kann jeder aus der Sicht eines Einbrechers in ein Zuhause eindringen. Die Simulation zum Thema Einbruchschutz kann unter www.bewusst-sicher-zuhause.at heruntergeladen werden. Der Spieler steigt beispielsweise aus dem Blickwinkel eines Einbrechers in eine virtuelle Dachgeschoßwohnung ein.
„Wenn sie sich aber intensiv mit ihren Finanzen auseinandersetzen, wird ihnen klar, dass es sinnvoll ist, sich möglichst früh damit zu beschäftigen. Ein ,normaler‘ Angestellter leistet heute einen Pensionsbeitrag von 22,80 Prozent inklusive Arbeitgeber“, so Roland Rupprechter, MBA Leiter Asset- und Portfolio Management bei der Hypo-Landesbank Vorarlberg. Und weiter: „Trotzdem wird die Pension voraussichtlich nur etwa 50 Prozent bis 60 Prozent des letzten Nettogehalts betragen, was zu einer erheblichen Verschlechterung des Lebensstandards führen wird. Daher ist eine Vorsorge durch eine private Altersvorsorge dringend notwendig.“ Bewährte Fondssparpläne Bisher sehr bewährt hat sich dazu die laufende Einzahlung in einen Fondssparplan. Bei solchen Sparplänen investieren Sparer monatlich oder vierteljährlich 100 Euro oder mehr in einen bestimmten Anlagefonds. Dadurch wächst über die Jahre hinweg ein Vermögen heran. Einen Sparzwang gibt es bei dieser Anlageform nicht, dennoch wird ihr ein gewisser disziplinierender Faktor zugeschrieben. Die große Flexibilität gegen-
über Anlageformen wie beispielsweise Lebensversicherungen ist aber zweifellos ein Plus. Verändert sich etwa die Lebenssituation, so kann ein Fondssparplan problemlos ausgesetzt werden. Viele Vorteile Zu den Vorteilen des Fondssparplans zählt zudem der Zinseszinseffekt. Wenn die Zinserträge oder Ertragsausschüttungen wieder investiert werden, vergrößert sich der Anlagebetrag, und anschließend wird dann dieser höhere Betrag verzinst bzw. partizipiert an der Entwicklung der Aktienmärkte. So können Vermögen schneller wachsen. Dies wird vielfach unterschätzt. Als weiterer Vorteil der Fondssparpläne gilt der „Durchschnitts-Kosten-Effekt“. Dieser zielt darauf ab, dass bei Investition von gleichen Geldbeträgen über einen längeren Zeitraum hinweg bei
Roland Rupprechter Hypo Landesbank Vorarlberg
Vorarlberger Anleger und Sparer sollten so früh wie möglich mit dem Ansparen beginnen. So lässt sich die Pensionslücke schließen.
Wer seinen Lebensstandard auch in der Pension halten will, der muss rechtzeitig vorsorgen. niedrigeren Aktien- bzw. Fondskursen automatisch mehr Fondsanteile und bei höheren weniger gekauft werden. Dies hilft Schwierigkeiten beim sogenannten Market-Timing zu beseitigen. „Viele Anleger wählen an der Börse einen ungünstigen Einstiegszeitpunkt – da bei Fondssparplänen die Investition über einen längeren Zeitraum hinweg gestreut wird, wird diese Gefahr verringert“, erklärt der Experte. Eigeninitiative ist also gefragt. Wer zum Beispiel mit 22 Jahren jeden Monat 150 Euro in einen Fondssparplan einzahlt und über 43 Jahre (Pensionseintritt mit 65 Jahren) eine
VORSORGE?
durchschnittliche Rendite von fünf Prozent erzielt, hat sich ein Vermögen von 270.000 Euro aufgebaut. Wird dieses Vermögen bei zwei Prozent p. a. angelegt, kann der Sparer für 20 Jahre monatlich 1360 Euro entnehmen, um seine Pension aufzubessern. Die Auswahl der Fonds Wer langfristig eine Altersvorsorge aufbauen will, der kommt an Aktien und breit diversifizierten Multi-AssetKlassen-Konzepten bzw. Absolute-Return-Fonds eigentlich nicht vorbei. Denn: So schwankend wie diese Anlagen auch sein mögen: Langfristig sind Dividenden-
papiere und Multi-Asset-Strategien nicht zu schlagen. Speziell für die Anlage in einem Sparplan eignen sich Aktienfonds und breit gestreute Absolute-Return-Fonds am besten. „Ziel der noch relativ jungen Absolute-Return-Fonds ist es, auf Jahresbasis eine stetig positive Rendite zu erzielen. Unterstützt wird dieses Anlageziel oft durch Investments in Long-/Short Anleihen- und Aktienindexfutures. Gewinne sind daher grundsätzlich nicht nur in steigenden, sondern auch in fallenden Märkten möglich“, stellt Roland Rupprechter abschließend im VNGespräch fest.
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Vorsorgen und Versichern
„Die Megatrends berücksichtigen“ Da sich eine Vorsorge teils über mehrere Jahrzehnte zieht, sollte man sich als Anleger nicht den Investmentchancen der langfristigen globalen Megatrends verschließen. Die langfristige Vorsorge beinhaltet ein breit gestreutes zukunftsweisendes Portfolio mit einem ausgewogenen RisikoErtrags-Profil. Das erläutert Jürgen Rupp, Teamleiter Wertpapier Consulting in der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg gegenüber den VN. Und: „Die Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Bevölkerungswachstum, demografischer Wandel sowie Vernetzung sind hier nur einige Schlagwörter. Nachhaltiges Investment bedeutet Verantwortung und Risikoreduktion. Das heißt, dass beim Investieren nicht nur rein wirtschaftliche Interessen im Mittelpunkt stehen, sondern auch soziale und ökologische Sichtweisen berücksichtigt werden. Das Ziel ist es, menschliche und umweltbezogene Ressourcen zu erhalten.“ Zukunftsfähigkeit Durch die zusätzliche Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsinformationen (wie Umwelt-, Unternehmensführungs- und soziale Informationen) kann sich der Anleger ein erweitertes, umfassenderes Bild vom Unternehmen machen. Dabei geht es um die Dimension der Zukunftsfähigkeit der Unternehmen. Portfolios mit
aus nachhaltiger Sicht führenden Unternehmen erzielen einen nachhaltigeren Ertrag und sind in der Regel deutlich stabiler. Bevölkerungswachstum „Ein weiterer Megatrend ist“ – so Rupp – „das globale Bevölkerungswachstum. Die meisten Industrienationen altern. Anders ist jedoch der Trend in den Schwellenländern mit ihren hohen Geburtenraten. Rund 130 Millionen Menschen kommen jedes Jahr auf die Welt. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung laut Prognose von rund sieben auf über
Jürgen Rupp Raiffeisen Landesbank Vorarlberg
Ziel ist es, menschliche und umweltbezogene Ressourcen zu erhalten. Ausbau und Erneuerung der Infrastruktur sind ein großer Trend. neun Milliarden Menschen anwachsen. 97 Prozent dieses Wachstums wird in den Schwellenländern stattfinden. Dort wächst auch die Mittelschicht rasant. Dies bewirkt eine lang anhaltende Veränderung in der Wirtschaft und Gesellschaft.“
Dies stellt Regierungen und auch Unternehmen vor große Herausforderungen. Diese Herausforderungen sind die steigenden Infrastrukturausgaben, die aufgrund der stark zunehmenden Bevölkerung erforderlich werden. Den wachsenden Bedarf an Finanzdienstleistungen und die sich verändernden Konsumgewohnheiten in den aufstrebenden Ländern. Immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt. Die wachsende Bevölkerung braucht Häuser, Stromversorgung und Straßen. Der Müll muss entsorgt, Krankenhäuser und Schulen müssen gebaut und Telekommunikationsnetze gelegt werden. „Wachstum und Wohlstand sind nur möglich, wenn auch die Infrastruktur im gleichen Maße mithält. Während die Schwellenländer die Infrastruktur vor allem ausbauen, müssen die Industriestaaten sie wieder erneuern. Daher sind der Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur ein weiterer großer Trend“, fährt der Finanzexperte fort. Immer mehr Senioren Auch der demografische Wandel wirkt sich unmittelbar auf die Nachfrage und die Unternehmen in den Industrieländern aus. Trotz der vielen Neuankömmlinge wird es 2050 doppelt so viele über 65-Jährige auf der Welt geben wie heute. Unternehmen, die ihre Produkte an die Bedürfnisse älterer Menschen adap-
Wachstum und Wohlstand sind nur möglich, wenn auch die Infrastruktur mithält. tieren, haben in Zukunft überdurchschnittlich gute Chancen auf Wachstum. Die Gewinner sind Biotechnologie- und Pharmawerte, die von einer älter werdenden Bevölkerung profitieren. Und weil die Gesellschaft immer älter wird, werden Rentner zum Megatrend. Menschen über 65 Jahre benötigen im Schnitt viermal so viele Medikamente wie Jüngere. Die Nachfrage nach medizinischen Dienstleistungen und somit die Gesundheitsausgaben werden deutlich steigen. Wachsende Vernetzung Ein weiterer dynamischer Trend ist die Vernetzung. Ob
Energiesparen, Haushaltsgeräte oder Sicherheitstechnik sowie vernetztes und autonomes Fahren. Egal ob Haushaltsgeräte mit eingebauten Funkchips, LEDLampen mit WLAN-Anschluss oder elektronische Heizungsventile, die den Energieverbrauch automatisch regeln. Die elektronische Vernetzung von Geräten in Privatwohnungen und Bürogebäuden ist ein starker Trend. Eine Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte geht davon aus, dass das Marktvolumen im Bereich Vernetzung in den nächsten Jahren um jährlich 20 Prozent zulegen wird. Gewinnen werden Unterneh-
men, die von diesen Trends im besonderen Maß profitieren. „Unabhängig von kurzfristigen weltwirtschaftlichen Entwicklungen wird die Bedeutung fundamentaler Megatrends in Zukunft immer mehr zunehmen. Mit einem in die Zukunft gerichteten Fonds, der auf Nachhaltigkeit sowie auf die globalen Megatrends setzt, können Anleger die höchst aussichtsreichen globalen Anlagethemen bündeln. Mit diesen Fonds lassen sich attraktive Anlagechancen nutzen und stellen einen soliden Baustein für ein der Zukunft zugewandtes Portfolio dar“, rät Rupp abschließend.
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