Digital Banking
Bild: Hartinger
Keine Angst vor eBanking Investitionen f端r die Kunden Smart-Banking f端r Vorarlberg
FREITAG, 19. JUNI 2015
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eBanking
„Keine Angst vor eBanking – vieles lässt sich unkompliziert erledigen“ Dipl.-Ing. Dr. Regine Bolter ist Studiengangsleiterin für Informatik an der FH Vorarlberg in Dornbirn. eBanking nutzt sie seit über 15 Jahren. Computersicherheit ist ein wichtiges Thema in ihren Studiengängen und taucht oft als Frage im Zusammenhang mit eBanking auf. Im Interview mit den VN klärt sie wichtige Fragen in diesem Zusammenhang. Die Banken machen derzeit viel Werbung zum Thema eBanking, raten ihren Kun-
Auch wenn ich mich für eBanking entscheide, kann ich noch Bankgeschäfte in der Filiale abwickeln. Regine Bolter Studiengangsleiterin FH
den zum Umstieg, andererseits gibt es immer wieder Bedenken bezüglich der Sicherheit. Was gilt denn nun? Erstens ist es kein Umstieg, sondern ein Einstieg. Nur weil ich mich für eBanking entscheide, heißt das ja nicht, dass ich dann keine Bankgeschäfte mehr direkt in der Filiale abwickeln kann. Aber es eröffnet einen direkteren Zugang zu meinen Konten. Viele Dinge kann man mit eBanking sehr unkompliziert selbst erledigen: die Abfrage des Kontostands zum Beispiel, Einrichten von Daueraufträgen, Kontrolle von Kreditkartenabrechnungen, Überweisungen durchführen, etc. Die Betonung liegt auf „kann“. Ich muss nicht alles selber machen, aber ich kann mir
damit einige Wege in die Bank sparen. Wenn ich in der Filiale bin, bleibt mehr Zeit für die tatsächliche Beratung. Was braucht man denn für diesen Einstieg? Einen Computer mit Internetzugang oder ein Smartphone und die Zugangsdaten von der Bank. eBanking läuft im Browser genauso wie z. B. www.vol.at. Heute ist es nicht mehr notwendig, ein eigenes Programm zu installieren, und es ist wirklich leicht zu bedienen. Das gilt nicht nur für die Generation der „digital Natives“, die generell keine Scheu haben und einfach ausprobieren, was geht. Meine Mutter ist über 70 und nutzt eBanking auch ganz selbstverständlich. Kontostand abfragen, Kreditkartenrechnung kontrollieren sind ja tatsächlich sehr praktische Möglichkeiten, aber selber eine Überweisung durchführen? Wie sieht es da mit der Sicherheit aus? Ähnlich wie bei einem Zahlschein gibt es ein Onlineformular für Überweisungen, da stehen dieselben Felder drauf wie auf dem Zahlschein. Wenn ich öfter etwas an denselben Empfänger schicke, kann ich
Regine Bolter: „Ich muss nicht alles selber machen, aber ich kann, wenn ich will.“
Computersicherheit ist ein wichtiges Thema in den Studiengängen der FH Vorarlberg. dafür auch eine Vorlage erstellen und beim nächsten Mal gleich die ausgefüllte Vorlage verwenden. Ansonsten kann hier wirklich nicht viel passieren, die IBAN-Nummer, die ich für die Überweisung angeben muss, hat eine Prüfziffer eingebaut, wenn ich mich hier vertippe, zeigt mir der Computer den Fehler an. Um eine Überweisung durchzuführen, reichen die Zugangsdaten zum Konto alleine nicht. Zur Sicherheit muss ich hier noch meine digitale Unterschrift abgeben, heute meist in Form einer mobilen Transaktionsnummer (mTAN). Das ist eine kurze Nummer, die ich per SMS aufs Handy bekomme. In der SMS stehen der Empfänger und der Betrag und die mTAN. Die gilt nur für genau diese Überweisung und nur für eine kurze Zeit. Diese mTAN gibt man im Brows e r
beim eBanking ein und löst erst damit die tatsächliche Überweisung aus. Sehr praktisch sind Onlineüberweisungen auch beim Einkaufen im Internet. Viele österreichische Unternehmen bieten die sogenannte EPSOnlineüberweisung. Wenn ich in einem Shop z. B. eine Wertkarte aufladen möchte, dann kann ich bei der Bezahlung meine Bank auswählen. Ich werde dann auf die Webseite meiner Bank weitergeleitet, logge mich dort mit meinen Zugangsdaten ein. Die Überweisung ist bereits fertig ausgefüllt, ich muss das nur noch mit einer digitalen Unterschrift über eine mTAN bestätigen. Das Unternehmen bekommt damit mein Geld, aber nicht meine Kontodaten. Bisher also nur Vorteile. Trotzdem jetzt nochmal die Frage nach der Sicherheit. Wie sicher ist eBanking und ,was muss man dabei beachten? Generell haben sich die Banken darauf eingestellt, dass die Computer ihrer Kunden nicht immer auf dem neuesten Sicherheitsstand sind, Virenschutz und Firewalls nicht hundertprozentig funktionieren. Trotzdem macht es natürlich Sinn, hier eine gewisse Sorgfalt walten zu lassen, beim eigenen Rechner automatische Updates für das Be-
triebssystem und den Browser zu machen (das ist aber auch standardmäßig so eingestellt), und eBanking vielleicht nicht von jedem öffentlichen Rechner in einem Internet-Café zu benutzen. Aus technischer Sicht ist eBanking über Internet heute sehr gut abgesichert, läuft verschlüsselt, sodass niemand anderer mitlesen oder Daten ändern kann. Die Gefahr sitzt tatsächlich eher vor dem Bildschirm. Keine Angst, wenn man ein paar Punkte beachtet, kann nichts passieren. Welche Punkte sind das? Das größte Problem sind sogenannte Phishing-Emails, aber auch gefälschte Telefonanrufe. Die Bank fordert ihre Kundinnen und Kunden nie auf, Kontozugangsdaten bekannt zu geben (warum auch, die Bank muss diese Daten ja selbst kennen, um den korrekten Zugang zu genehmigen), und schon gar keinen Grund gibt es, Testüberweisungen durchzuführen. Deshalb niemals aus einem Link in einer Email, auch wenn sie noch so echt nach einer Email der Bank aussieht, ins eBanking einsteigen, sondern direkt im Browser über die Homepage der Bank. Die Adresse im Browser muss mit https:// beginnen, ein grünes Schloss zeigt den gesicherten,
Positiver Einfluss auf das Geldmanagement Mobile Banking spaltet Bankkunden in Deutschland – Nutzer sehen positiven Einfluss auf Finanzmanagement, NichtNutzer haben Sicherheitsbedenken. Ein Blick über die Grenzen in das benachbarte Deutschland zeigt: Mobile Banking spaltet die deutschen Bankkunden in überzeugte Nutzer oder aber besorgte Skeptiker. Während Smartphone- und Tablet-Nutzer einen Mehrwert von Banking Apps feststellen, begründen die Nicht-Nutzer ihre ablehnende Haltung vor allem mit Sicherheitsbedenken.
Laut einer repräsentativen Umfrage von Ipsos im Auftrag der ING-DiBa nutzen 47 Prozent der Besitzer eines mobilen Geräts dieses für die Verwaltung ihrer Finanzen, 17 Prozent planen es für die kommenden Monate. Ein Drittel der Befragten (36 Prozent) lehnt die Nutzung bis auf Weiteres ab. Mehr Kontrolle Durch die Nutzung von Mobile Banking haben 43 Prozent mehr Kontrolle über ihre Finanzen, 23 Prozent verpassen keine Zahlungen auf ihrer Kontoübersicht und 20 Prozent zahlen ihre Rechnungen
verschlüsselten Zugang. Mit den Zugangsdaten zum Konto sollte man sorgfältig umgehen, diese also auch nicht automatisch im Browser speichern, sondern lieber jedes Mal eingeben. Wenn man alle Bankgeschäfte online erledigt hat, sollte man sich wieder ausloggen und am besten auch das Browserfenster schließen. Besonders wichtig ist das, wenn man von einem fremden Rechner aus eingestiegen ist. Sinn macht es auch, selbst ein Überweisungslimit einzustellen, also einen Maximalbetrag, der mit einer mTAN bestätigt werden kann. Wenn man tatsächlich einmal einen größeren Betrag überweisen möchte, kann man das Limit für diesen Anlass erhöhen und dann wieder zurücksetzen.
Regine Bolter Studiengangsleiterin FH Dornbirn
Es macht auch Sinn, selbst ein Überweisungslimit einzustellen, das man bei Bedarf auch wieder erhöhen kann.
Die Zukunft ist bargeldlos Mancher Volkswirt würde Bargeld am liebsten total abschaffen, doch davon ist beispielsweise Deutschland weit entfernt. Drei Viertel sind zwar noch gegen eine Abschaffung des Bargeldes. Aber Ludger Gooßens vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband bringt es auf den Punkt: „Ich bin überzeugt, die Zukunft des Bezahlens ist bargeldlos. Die Bargeldlos-Mentalität wird bei uns kommen.“
pünktlicher. Einige Bankkunden gaben auch an, mehr zu sparen und weniger häufig ihr Girokonto zu überziehen (Mehrfachnennungen waren möglich). Lediglich 23 Prozent stellten keinerlei Verhaltensänderungen durch das mobile Banking-Angebot fest. Die Verzichtsgründe Mangelndes Vertrauen in die Sicherheit ist der Hauptgrund auf Mobile Banking zu verzichten, gefolgt von einem von den Kunden nicht gesehenen Mehrwert der mobilen Applikation (17 Prozent). Acht Prozent der „Verweigerer“ halten es für zu kompliziert.
(Symbolfoto)
43 Prozent haben mehr Kontrolle über ihre Finanzen.
Impressum | Redaktion und Texte: Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Bilder: Russmedia-Archiv, Klaus Hartinger, Shutterstock Umsetzung: Anja Schutti Anzeigenberatung: Russmedia, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach
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Investitionen für die Bankkunden BAWAG P.S.K. eBanking „Scan & Transfer“-Funktion sowie IBAN-Scanner erleichtern ab sofort das Leben aller, die ihre Geldtransaktionen online erledigen. In der „digitalen Welt“ arbeitet die BAWAG P.S.K. laut einer Aussendung kontinuierlich an der Ausweitung ihrer Services und Funktionalitäten. Die zunehmende Anzahl von Kunden, die das eBanking der Bank häufig nutzen, spiegelt das geänderte Kundenverhal-
Durch unser Angebot loggt sich jeder aktive eBanking-Kunde elfmal pro Monat ein – mit steigender Tendenz. Markus Gremmel Leiter Marketing
ten wider und bestätigt demnach gleichzeitig die Wichtigkeit und Richtigkeit der Investitionen der Bank in diesem Segment. Bereits rund 44 Prozent der Girokontoinhaber und -innen wickeln ihre Transaktionen regelmäßig über eBanking ab. Dieses Online-Angebot umfasst nicht nur die klassischen Zahlungstransaktionen, sondern auch Konsumkredite, Sparprodukte und Anlageprodukte. Die über eBanking verfügbaren Angebote werden laufend erweitert und stoßen, wie es in der Aussendung weiter heißt, auf ausgezeichnete Kundenakzeptanz. „Unser attraktives Angebot führt dazu, dass sich jeder aktive eBanking-Kunde durchschnittlich elfmal pro Monat einloggt und unsere Maßnahmen im Bereich OnlineMarketing bewirken eine laufende Steigerung der
Die digitale Welt verbindet Banken und ihre Kunden Auch der diesjährige E-Day deckte wieder eine breite Themenpalette ab. Die digitale Welt und deren Angebote verbinden zunehmend Banken und ihre Kunden. „Das Internet und die Digitalisierung haben unser Leben bereits massiv verändert“, hielt Thomas Uher, Vorstandsvorsitzender der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, in seinen Eröffnungsworten zum Themenblock „digital Banking/Zahlen im Web/mobiles Bezahlen“ fest: Eine Beschleunigung habe das Thema Digitalisierung durch eine stark steigende mobile Nutzung unterschiedlichster Bankdienstleistungen erfahren. Sein Institut stellt sich der daraus resultierenden Herausforderung mit dem Erste Hub, ein „Do-Tank, der zur einen Hälfte Bankmitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen vereint, und zur anderen Hälfte Designer, Entwickler oder Innovationsstrategen beheimatet, die zuvor in völlig bankfremden Branchen gearbeitet haben.“
phones lassen sich Zahlscheine für Inlandszahlungen mit der Smartphone-Kamera scannen. Dabei werden die vorgedruckten Zahlungsdaten automatisch in die Maske „Inlandsüberweisung“ der App übernommen.
Höchste Sicherheitsstandards werden geboten. Besucheranzahl auf unserer Online-Plattform. So beweist beispielsweise die starke Zunahme unserer online abgeschlossenen Konsumkredite den Erfolg unseres innovativen Ansatzes in der digitalen Bankwelt“, freut sich Markus
Gremmel, Leiter Marketing und Produkte der Bank. Neu ist Scannen und Bezahlen mit der eBanking App 4.0. „Scan & Transfer“ Mit dieser neuen Funktion für (iOS- und Android-)Smart-
IBAN-Scanner Mit dieser Funktion kann die IBAN von gedruckten Vorlagen wie z. B. Zahlscheinen, Rechnungen usw., aber auch von Kontokarten direkt in die Maske „Inlandsüberweisung“ der App übernommen werden. Es brauchen nur die restlichen Daten ergänzt werden. Ein Startvorteil Seit 4. Mai 2015 können Neukunden speziell profitieren: Wer bis 30. Juni 2015 mit seinem Gehalts-/Pensionskonto zur BAWAG P.S.K. wechselt, bekommt ein vertragsfreies
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Die Nähe zu einer Bankniederlassung bleibt weiterhin ein wichtiges Kriterium.
Bankfilialen haben weiter eine Zukunft Deutsche Bankkunden wollen einer Studie zufolge trotz des boomenden Online-Bankings nicht völlig auf den Gang zu ihrem Berater verzichten. „Der Schwanengesang auf die Filiale ist übertrieben“, sagte Björn Bloching, der bei der Unternehmensberatung Roland Berger den Bereich „Digital“ leitet. Für die Untersuchung „Digitale Revolution im Retail-Banking“ befragten Roland Berger und der Kreditkartenanbieter Visa 2000 Personen in Deutschland und 1000 in der Schweiz. Der Preis ist ausschlaggebend Für 62 Prozent der Befragten sei die Nähe zu einer Niederlassung wichtig für die Auswahl einer Hausbank, hieß es in der Studie. Vor allem bei komplizierten Bank-Produkten bevorzugten Kunden das persönliche Gespräch. Allerdings sei für 69 Prozent der Preis das ausschlaggebende Kriterium. Bei gleichen Konditionen bevorzugten aber knapp zwei Drittel den Geschäftsabschluss von Angesicht zu Angesicht.
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Die Kunden sollen ihr komplettes finanzielles Leben mit George managen können. Sicherheit ist dabei ein bedeutendes Thema.
„Unser echter Wettbewerbsvorteil ist, dass unser Team funktioniert“ Erste Bank und Sparkassen haben mit George, der neuen digitalen Banking-Plattform, im Bankgeschäft Maßstäbe gesetzt. Hinter George steht Boris Marte und sein Team vom Erste Hub. Die Vorarlberger Nachrichten haben den Vorarlberger zum Gespräch getroffen. Was macht der Erste Hub? Wir sind das Innovationslabor für Erste Bank und Sparkassen und beschäftigen uns mit den digitalen Realitäten, die ein stark verändertes Kundenverhalten mit sich bringen. Der Erste Hub ist also ein Think-Tank? Nein. Wir sind ein Do-Tank, in dem auf Hochtouren produziert wird. Uns gibt es seit knapp drei Jahren. Neben dutzenden Projekten haben wir zum Beispiel alleine über 80 App-Ideen evaluiert und getestet, zwölf davon dann auch auf den Markt gebracht. Uns geht es dabei aber gar nicht so sehr um Einzelapplikationen, sondern vielmehr um ein völlig neuartiges digitales EcoSystem im Banking, das wir entwickeln, also um einen gesamthaften Transformationsprozess, den wir gemeinsam mit unseren Kunden bewältigen wollen. Der Erste Hub geht weit über das ,Turnschuh
Vertrauen ist im Vordergrund.
trifft Nadelstreif’-Klischee hinaus. Wir sind ein hochambitioniertes, interdisziplinäres Team von rund 50 Leuten, wobei etwa die Hälfte vorher noch nie für eine Bank gearbeitet hat. Das sind Designer, Entwickler, Gamification-Spezialisten sowie Kreative aus allen Branchen. Die vernetzen wir im Erste Hub mit den besten Kollegen, die bereits viele Jahre Bankerfahrung haben. Unser Wettbewerbsvorteil besteht darin, dass dieses gemischte Team funktioniert. Das ist aber unüblich für eine Bank. Warum ist denn so eine zusätzliche Struktur überhaupt notwendig? Ich sage etwas überspitzt: Um in einer digitalen Wis-
Wir beschäftigen uns mit den digitalen Realitäten, die ein stark verändertes Kundenverhalten mit sich bringen. Boris Marte Managing Director
sensgesellschaft, wo sich alles so rasch ändert, mithalten zu können, brauchen wir irgendwann so viele Designer wie Risikomanager in der Sparkassengruppe. An George ist man in den letzten Monaten ja kaum vorbeigekommen. Ist das Ihr erster großer Wurf? Nicht meiner, aber der eines großartigen Teams. Für uns ist die Digitalisierung ja keine Problematik, die wir einfach mit der nächsten App lösen. Mit George ist uns da schon was richtig Großes gelungen. Da müssen jetzt alle anderen am Markt erst einmal durchschnaufen. Immerhin haben wir nach nur sechs Monaten schon über eine Viertelmillion aktive User.
Natürlich ist Sicherheit ein großes Thema. Wir investieren laufend in die IT-Infrastruktur und haben bei George die modernsten Standards eingebaut. Neben dem, was wir da in der IT tun, ist George aber eine so individualisierte Plattform mit Fotos, unterschiedlichen Hintergrundbildern und Farben, dass wir
In den letzten vier Jahren ist die Zahl der Kunden, die digitales Banking nutzen, um 25 Prozent gestiegen.
Boris Marte beschäftigt sich mit den Veränderungen im Bankgeschäft durch Digitalisierung. Aber Ihre Konkurrenz wird ja auch nicht schlafen. Bei den anderen Banken sehe ich im digitalen Bereich bisher keine großen Sprünge. Da haben wir noch länger ein Alleinstellungsmerkmal. Aber es gibt immer mehr tolle Start-ups, die die Schwächen der Banken genau kennen und die smarten Apps und Ideen im Finanzbereich präsentieren. Einziger Unterschied, die machen bei 10.000 Nutzern schon die Champagnerflaschen auf. Warum aber musste eine ganz neue Plattform her? Unser bestehendes netbanking ist gut und zuverlässig, stammt aber aus den Neunzigerjahren. Um den Vergleich mit einem Auto zu bemühen: Wenn wir jetzt einfach neue Apps auf dieses bestehende System aufgesetzt hätten, wäre das gewesen, als hätten wir in einen VW Passat aus den Achtzigerjahren einen Spurhalteassistenten und Rückfahrkameras eingebaut. Das funktioniert einfach nicht. Wenn wir unsere Kunden wirklich in die digitale Zukunft mitnehmen wollen,
dann müssen wir sie neu verstehen und intuitive, integrierte Lösungen anbieten. Wie haben Sie entschieden, welche die wichtigsten Dienste für Kunden sind? Die Kunden einbinden, fragen und das umsetzen, was für sie relevant ist. Jede Organisation glaubt zu wissen, was Kunden brauchen. Diese Zeiten sind vorbei. Wir haben Methoden entwickelt, wie wir ,Kundenwissen’ schon früh in der Produktion integrieren.
Boris Marte Managing Director
Nein. Wir wissen, dass jeder fünfte George-Nutzer über Fünfzig ist. Es geht quer durch. Aber natürlich wissen wir auch, dass nicht alle Kundengruppen online Bankgeschäfte machen.
es damit Kriminellen im Netz echt schwer machen. Wenn Sie da von einem Phishingmail auf eine gefälschte Seite gelockt werden, sehen Sie in der Sekunde, dass das sicher nicht Ihr echtes Banking ist.
Aber was ist denn das Besondere an George? ,Bankgeschäft’ war für den Einzelnen noch nie so smart, einfach und intuitiv wie mit George. Und das ist erst der Anfang. George wächst ständig und je mehr Kunden mit ihm arbeiten, umso besser wird er.
Ist Österreich bereit für ,going digital’? Wir stehen in einer rasanten Entwicklung. Zwei Drittel haben ein Smartphone, die mobile Internetnutzung steigt parallel dazu sehr schnell. In den letzten vier Jahren ist die Zahl der Kunden, die digitales Banking nutzen, um 25 Prozent gestiegen. Und die wird in Zukunft noch schneller wachsen.
Wie geht das praktisch? Wir haben letztes Jahr 300 Kunden George vorab testen lassen. Dann 2000 in einer Betaphase noch vor dem offiziellen Start. So etwas war in der Finanzbranche noch nie da. Bei diesen Tests haben wir sehr viel Feedback bekommen, das wir dann auch in George eingebaut haben. Am Ende hatten Kunden am Gesamterscheinungsbild einen großen Anteil.
Wie wird denn George weiterentwickelt? In allen Bereichen. Zum Beispiel wird man künftig Wertpapiere in George handeln können oder ein intelligenter Assistent unterstützt bei der Arbeitnehmerveranlagung. Wir wollen George so weit bekommen, dass unsere Kunden ihr komplettes finanzielles Leben dort managen können.
Aber wollen Sie mit George nicht hauptsächlich Junge ansprechen?
Die Kriminalität im Internet nimmt laufend zu. Wie gehen Sie damit um?
Zur Person Ausbildung: Jurist Werdegang: unterschiedliche Funktionen in der Politik, inbesondere der Kulturpolitik, Managing Director und Vorstand der Erste Stiftung Familie: verheiratet, 2 Kinder Hobbys: Bücher und Berge
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eBanking
SmartBanking für die Vorarlberger Die Bank Austria hat in Vorarlberg eine Marktoffensive gestartet und setzt mit Onlineberatung über Videotelefonie und modernsten Apps neue Standards. Die Bank Austria ist laut eigenen Angaben Innovationsführer in der gesamten Branche – nicht nur im eBanking. In Vorarlberg wurde eine Marktoffensive gestartet. Einerseits erfolgen Investitionen in das gesamte Filialnetz in Vorarlberg, insbesondere in den Umbau der Filialen Bregenz und Dornbirn nach neuesten Standards mit verlängerten Öffnungszeiten. In allen Filialen können ab sofort österreichweit Experten per Videokonferenz zugeschaltet werden. Damit profitieren alle Kundinnen und Kunden von SmartBanking auch in der
Mario Konrad, Bank Austria.
täglichen Beratung in den Filialen. Mario Konrad, Privatkundenleiter für Vorarlberg und Tirol unterstreicht dazu gegenüber den VN: „Mit unseren Initiativen zeigen wir deutlich, dass wir auf innovative und einzigartige Weise modernste Services im eBanking mit den klassischen Dienstleistungen einer Universalbank im Dienste der Kundinnen und Kunden zu verbinden verstehen.“ Moderne Onlinefiliale Der Bereich eBanking ist eine wichtige Säule der Bank in Vorarlberg. Die Bank Austria ist laut Aussendung die einzige Bank mit einer vollwertigen Onlinefiliale. Denn SmartBanking bietet mit verlängerten Öffnungs- und Beratungszeiten wochentags von acht bis 20 Uhr persönliche Beratung über Videotelefonie sowie per Telefon, E-Mail, SMS und im Onlineund Mobilebanking. Mit einem Smartphone und den innovativen Apps hat man damit die Bankfiliale immer dabei: in der Hosentasche oder auch auf dem Computer, Laptop oder Tablet bequem zu Hause. „Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte online und mobil“, betont Mario Konrad. „Wir haben das Beste aus beiden Welten zusammen-
Das neue Design der Filialen, das auch in Bregenz und Dornbirn kommen wird. geführt: hochmoderne Filialen in den Ballungsgebieten, die neue Kundenerlebnisse mit Teambetreuung und persönlichem Service bieten, und die Onlinefiliale für modernstes eBanking, in der ebenfalls persönliche Beratung zur Verfügung steht. Das unterscheidet uns entscheidend von reinen Onlinebanken.“ Das Onlinekonto Denn die Bank macht mit dem Online-Konto für die Kontoführungsgebühr von 1,99 Euro im Monat allen Kundinnen und Kunden, die ihre Bankgeschäfte des täglichen Be-
darfs online und mobil erledigen, aber auf den Rückhalt und die Beratungskompetenz einer großen Universalbank nicht verzichten wollen, folgendes Angebot. „Wir bieten mit unseren Onlineservices einen Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden“, betont Mario Konrad, „denn unsere Kundinnen und Kunden entscheiden, wie, wann und wo sie mit uns in Kontakt treten wollen. Wir bieten in Vorarlberg auf allen Kanälen das führende Angebot dazu.“ Ein Beispiel für den Innovationsvorsprung ist der Schwerpunkt in der Im-
mobilienfinanzierung mit Angeboten in der Bau- und Wohnfinanzierung ab ein Prozent p. a. für hypothekarisch besicherte Kredite. Der in Vorarlberg implementierte Prozess, der Kreditentscheidungen innerhalb von zwei Werktagen garantiert, und bei dem in der Beratung Topexperten per Videokonferenz zugeschaltet werden können, wurde 2014 mit dem Preis für den besten Prozess der Gesellschaft für Prozessmanagement ausgezeichnet. Sandra Wilhelm, Filialleiterin der Bank Austria Am Korn-
marktplatz in Bregenz führt gegenüber den VN aus: „Unser Team freut sich sehr auf den Umbau unseres Beratungszentrums zur Flaggschifffiliale für Vorarlberg in ganz neuem Design. Wir bieten dort Beratung für alle Kundengruppen von Privatkunden über KMU bis zu Großbetrieben sowie vermögenden Privatkunden im Private Banking. Neu wird ein Empfangsmanager sein, der die Kundinnen und Kunden zu den Services leitet, die sie brauchen. Für Spezialfragen können wir Experten österreichweit per Videokonferenz zuschalten.“
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