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2015 05 14 extra vorsorgen und versichern

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Vorsorgen und Versichern

Foto: Klaus Hartinger

Vorsorgen im Niedrigzinsumfeld Finanzplanung bei Berufsantritt Einbruchschutz nicht vergessen


DONNERSTAG, 14. MAI 2015

2 Vorsorgen und Versichern

Auswahl der richtigen Geldanlage Der Verfall bei den Renditen für sichere Anlagen am EuroRentenmarkt scheint kaum zu bremsen zu sein. Allein 2015 hat sich die Verzinsung zehnjähriger österreichischer Bundesanleihen auf 0,60 Prozent praktisch nochmals halbiert.

tiv gesehen heute so attraktiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Derzeit werfen die Aktien der notierten Großkonzerne zumeist höhere Erträge ab als deren langlaufende Anleihen – eine historisch gesehen seltene Konstellation. Auch spricht die im langfristigen Schnitt faire Bewertung für Aktien. Zudem werden sich im laufenden Jahr die gesunkenen Rohstoffkosten und die Euro-Abwertung in Österreich positiv auswirken. Vorsorgesparer, die sich nicht aktiv mit der Titel- und Fondsauswahl beschäftigen wollen, können mit Absolute Return Fonds eine teilweise deutlich bessere Rendite als am Staatsanleihemarkt erzielen. Ziel der Absolute Return Fonds ist es, durch breite Diversifikation und Anwendung dauerhafter Wertsicherungsstrategien einen stetigen Wertzuwachs zu generieren. Unterstützt wird dieses Anlageziel oft auch durch Investments in long/ short Anleihen- und Aktienindexfutures. Gewinne sind dann nicht nur in steigenden, sondern auch in fallenden Märkten möglich.

„Bis in den dreijährigen Laufzeitenbereich bieten österreichische Staatsanleihen keine positive Rendite mehr. Das sind Eckdaten eines neuen Paradigmas auch für private Pensionsvorsorger, die eine Auswahl geeigneter Geldanlagen nur noch unter erschwerten Bedingungen treffen können“, so zu den VN Prok. Roland Rupprechter MBA, Leiter Asset und PortfolioManagement bei der HypoLandesbank Vorarlberg. Ursprünglich als temporäre Krisenmaßnahme zur Ankurbelung der Wirtschaft gedacht, scheint die expansive Geldpolitik der wichtigen Zentralbanken immer mehr zum Dauerzustand zu werden.

Roland Rupprechter HypoLandesbank Vorarlberg

Private Pensionsvorsorger können die Auswahl geeigneter Geldanlagen nur noch unter erschwerten Bedingungen vornehmen. Erst kürzlich wurde das Staatsanleihenkaufprogramm der Europäischen Notenbank gestartet. Dieses soll bis September 2016 laufen bzw. solange, bis der Inflationstrend mit der EZB-Zielrate von „unter, aber nahe zwei Prozent“ vereinbar ist. Weiter sinkende Renditen Unter der Annahme, dass rund zwei Drittel der angekündigten EZB-Anleihekäufe ab März 2015 auf Staatsan-

Es ist damit zu rechnen, dass die US-Notenbank in den USA die Zinswende einläutet. leihen entfallen, dürfte die EZB bis Herbst 2016 rund 760 Mrd. Euro an Staatstiteln erwerben. „Das Kaufvolumen entspricht damit rund 16 Prozent der infrage kommenden ausstehenden Staatsanleihen. Deshalb bekamen Spekulationen über eine zunehmende Knappheit am Staatsanleihemarkt und in der Folge weiter sinkenden Renditen neue Nahrung“, so Rupprechter. Viele Staatsanleihen aus dem Euroraum liegen in Depots von Pensionsfonds und Versicherern, die wegen ihrer Sicherheitsauflagen nicht einfach auf andere Vermögenswerte ausweichen können. Und Rupprechter weiter: „Die Renditen, welche Pensionsvorsorger an den Euro-Staatsanleihemärkten, selbst in den riskanteren Peripheriemärkten, noch erzielen können, befinden sich schon länger fast im freien Fall. So gelang es dem österreichischen Staat

bereits, sich für drei Jahre Geld zu einer negativen Rendite zu leihen. Zehnjährige österreichische Bundesanleihen bieten dem Pensionsvorsorger noch eine Rendite von gut 0,60 Prozent.“ Zinswende in den USA Es ist damit zu rechnen, dass die US-Notenbank in Amerika die Zinswende einleitet und damit weltweit eine gewisse Sogwirkung in Richtung höherer Bondrenditen entfalten wird. „Wir gehen davon aus, dass dadurch auf Jahressicht die Rendite zehnjähriger USTreasuries von 2,1 Prozent auf 2,9 Prozent und diejenige von österreichischen Bundesanleihen in Richtung ein Prozent klettern können“, fährt der Experte fort. Dabei sollten allerdings vor allem diesseits des Atlantiks mit der permanenten Anleihen-Nachfrage seitens des EZB-Systems die dämpfenden

Effekte spürbar bleiben. Dies bedeutet eher magere Aussichten für Pensionsvorsorger, die auf der Suche nach auskömmlichen Renditen sind. Die Vorsorgestrategie Derzeit spricht vieles dafür, dass eine Flucht in Sicherheit, etwa eine Veranlagung in österreichische Staatsanleihen oder Euro-Geldmarktanlagen, weniger angeraten ist. Die konjunkturelle Lage in Europa und in Österreich hat sich etwas aufgehellt. Italienische und spanische Staatsanleihen notieren genauso wie österreichische und deutsche auf rekordtiefen Renditeniveaus und sind wenig attraktiv. Demgegenüber bleiben bonitätsstarke Unternehmensanleihen im Niedrigzinsumfeld als Beimischung attraktiv. Eine kleine Beimischung von Schwellenländeranleihen so-

Die Fahrräder sind vielfach nur unzureichend gesichert Fahrräder sind in Österreich ein begehrtes Diebesgut. Dennoch sichern viele Fahrradbesitzer ihre Fahrräder nicht richtig bzw. nur sehr unzureichend. Das zeigt eine Erhebung des österreichischen Versicherungsverbandes VVO. Leicht aufzubrechende Schlösser oder zwar gut abgeschlossene, aber frei stehende Räder sind für Diebe oft kein Hindernis. Rund 77 Fahrräder pro Tag wurden im Jahr 2014 gestohlen – damit stieg die Zahl mit 28.274 der angezeigten Fälle um 6,1 Prozent zum Vorjahr an. Laut einer Erhebung des österreichischen Versicherungsverbandes VVO sichern mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten ihr Fahrrad nur mit einfachen bzw. billigen Schlössern. „Einfache Nummern- oder Spiralschlösser sind sehr simple Sicherungen, die innerhalb weniger Sekunden geknackt werden können. Sie

In Österreich werden pro Tag im Schnitt 77 Fahrräder gestohlen. stellen für Diebe in der Regel kein Hindernis dar“, erklärt Mag. Herwig Lenz von der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes (BK). Nur rund fünf Prozent der Befragten halten es für sehr

wahrscheinlich, dass das eigene Fahrrad gestohlen wird. „Ich sichere mein Fahrrad nur, wenn ich länger abwesend bin“ oder „Mein Fahrrad ist schon älter, das stiehlt mir keiner mehr“ werden oft als

Gründe angeführt, sein Fahrrad nicht zu sichern. „Fahrräder, die nicht an festen Gegenständen gesichert sind, können schnell abtransportiert werden, Sicherungen werden dann in Ruhe an

wie hochverzinslichen Unternehmensanleihen empfiehlt sich wegen der verbesserten politischen Stabilität der Schwellenländer sowie die derzeit niedrigere Ausfallsquote der High Yield Bonds. Attraktive Aktien Unter dem Gesichtspunkt der Dividenden sind Aktien rela-

Monatlich ansparen „Wie auch immer die Zusammensetzung und Auswahl der Vorsorgeanlagen erfolgt, monatliches Ansparen ist der Einmalanlage vorzuziehen. Denn der Durchschnittskosteneffekt sorgt dafür, dass Kurseinbrüche abgemildert im Depot ankommen“, so Rupprechter abschließend.

Aktien sind derzeit fair bewertet.

einem anderen Ort entfernt. „Ein großes Problem bei der Aufklärung von Fahrraddiebstählen ist, dass viele Bestohlene die Seriennummer nicht wissen. Wir können ohne diese individuelle Nummer nicht nach dem Diebsgut fahnden. Und wenn wir Diebe fassen, können wir die Räder nicht zuordnen“, erklärt Lenz. Fahrradpass ist sehr hilfreich Das bestätigt auch die Erhebung: Zwar würden knapp 80 Prozent der Befragten sofort bei der Polizei Anzeige erstatten, aber gerade einmal ein Drittel (33 Prozent) der vom VVO befragten Fahrradbesitzer können Fragen nach Rahmen- oder Seriennummer beantworten (Farbe: 95 Prozent; Marke: 78 Prozent). „Der Fahrradpass der Polizei, in dem die wichtigsten Daten – vor allem Seriennummer, Marke und Farbe ihres Fahrrades eingetragen werden, ist hier sehr praktisch!“, so Lenz. Darüber hinaus können einfache Maßnahmen das Risiko eines Diebstahls deutlich reduzieren: Stellen Sie das Fahrrad nach Möglichkeit immer in einem versperrbaren Raum (Fahrradraum) ab. Und benutzen Sie qualitativ hochwertige

Fahrradabstellanlagen – vor allem wenn Sie Ihr Fahrrad länger abstellen. Sperren Sie Ihr Fahrrad immer an einen fix verankerten Gegenstand und verwenden Sie dabei immer Qualitätsschlösser. Darüber hinaus sollten teure oder moderne Fahrräder nicht immer am selben Platz abgestellt werden.

Daten und Fakten Diebstahl von Fahrrädern 2014 nach Bundesländern (angezeigte Fälle): Österreich Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien

28.274 390 1.520 4.081 3.965 2.072 3.932 2.196 687 9.431

Quelle: BK/polizeiliche Kriminalstatistik

Impressum | Redaktion und Texte: Ernest F. Enzelsberger, Russmedia Bilder: VMH-Archiv, Klaus Hartinger, Shutterstock Umsetzung: Anja Schutti Anzeigenberatung: Russmedia GmbH, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach


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Sorgenfrei in die Zukunft blicken Vorsorgen ist heute wichtiger denn je. Wer seine Zukunft selbst gestalten möchte, sichert sich finanziell ab.

Wolfram Littich.

Pensionisten haben hohe Fixkosten Wie eine Analyse der Allianz Gruppe in Österreich von 32 Ländern zeigt, geben über 60-Jährige im Schnitt 60 Prozent ihres Einkommens für monatlich anfallende Fixkosten aus. Österreichs Pensionisten benötigen mehr als die Hälfte ihres Einkommens – 51,7 Prozent – zur Deckung ihrer Fixausgaben. „Vor allem die Kosten für Wohnen sind in Österreich in den letzten 20 Jahren stärker gestiegen als die Inflation. Grund genug, auch im Hinblick auf die Pension seine Fixkosten frühzeitig abzusichern“, erklärt Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe. Die Pensionisten in Österreich geben über ein Viertel ihres Einkommens für Wohnen aus.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, gute Beratung zahlt sich aus. Dazu Helgar Helbok, Filialleiter Privatkunden in der Hypo-Bank Lustenau im VN-Interview. Hat sich das Vorsorgeverhalten Ihrer Kundinnen und Kunden seit dem ,Pensionskonto neu’ geändert? Das neue Pensionskonto und die damit verbundenen Diskussionen haben das Bewusstsein für Vorsorge geschärft. Nicht nur für Pensionsvorsorge, sondern generell dafür, Rücklagen zu bilden, um auf die Höhen und Tiefen des

Helgar Helbok, Hypo-Bank.

Lebens vorbereitet zu sein. Finanziell vorsorgen ist in jedem Alter sinnvoll. Zum Beispiel, weil man Wohneigentum erwerben oder den Kindern mit einer guten Ausbildung einen optimalen Start ins Leben ermöglichen möchte, für eine gute gesundheitliche Versorgung oder auch um den Enkelkindern den Führerschein oder das erste Auto zu finanzieren. Die Sparziele sind verschieden und die Prioritäten verschieben sich mit dem Alter. Doch für alle gilt: Je früher man mit dem Ansparen beginnt, umso besser. Mein Tipp ist, gleich zu Beginn des Monats mittels Dauerauftrag einen bestimmten Betrag für die Vorsorge einzuzahlen. Entscheidend ist es auch dem Sparziel konsequent treu zu bleiben. Das heißt, was ich für meine Altersvorsorge auf die Seite gelegt habe, darf ich nicht für andere Wünsche verwenden. Was empfehlen Sie für die private Pensionsvorsorge? Grundsätzlich ist fast jede Anlageform für die Ansparung geeignet. Wir empfehlen zwei Arten der Vorsorge: Ansparen mit Fonds und Versicherungslösungen. Versicherungen punkten mit hoher

Sicherheit und sind gut geeignet, eine zusätzliche Grundversorgung aufzubauen. Bei der klassischen Rentenversicherung kann die Prämie einmalig oder laufend bezahlt werden. Ein einzigartiger Vorteil dieser Versicherung besteht darin, dass die Privatpension ab dem Pensionsalter lebenslang ausbezahlt wird. Auch wenn das angesparte Kapital aufgebraucht ist, bleiben die Zahlungen aufrecht. Alternativ kann sich der Versicherungsnehmer für eine einmalige Auszahlung entscheiden. Da die Rentenversicherung in der Regel an eine Mindestlaufzeit gebunden ist, ist es empfehlenswert in jungen Jahren mit der Vorsorge zu beginnen. Die optimale private Vorsorge ermöglicht es, heute und morgen gut zu leben. Das heißt, für finanzielle Freiheit im Alter vorzusorgen, ohne sich im Erwerbsleben zu stark einzuschränken. Dieser Spagat ist möglich, wenn man früh genug startet. Welche Ansparformen lohnen sich heute noch – angesichts der niedrigen Zinsen? Bei einem längeren Ansparhorizont von mindestens fünf Jahren ist Ansparen mit Fonds sehr aussichtsreich, da die Chancen des Kapitalmarktes genutzt werden. Ein Fonds

Finanziell vorsorgen ist in jedem Alter sinnvoll. besteht aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Wertpapieren. D. h. die Ertragschancen sind breiter gestreut und das Risiko ist besser verteilt als bei Einzelinvestments. Reine Anleihenfonds weisen ein geringeres Risiko auf und sind auf Kapitalerhaltung und Stabilität ausgelegt. Aktienfonds versprechen höhere Wertzuwächse durch Dividenden und Kursgewinne, sind aber gleichzeitig mit einem höheren Risiko verbunden. Einige Fonds bieten auch Kapital- oder Höchststandsgarantien an, die entweder das

eingelegte Kapital oder historisch erreichte Erträge zu einem gewissen Prozentsatz absichern. Es ist wichtig, für jeden Anleger eine individuelle und richtige Balance zwischen Ertrag und Risiko zu finden. Auch können sich die Kundenbedürfnisse im Laufe der Jahre verändern. Ich empfehle deshalb eine regelmäßige Überprüfung der eigenen Anlagestrategie. (Hierbei handelt es sich um eine Marketingmitteilung im Sinne des Wertpapieraufsichtsgesetzes.)

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ROBERT, 48 Pensionsvorsorge. Nicht warten. Jetzt starten. Gut, wenn Sie bereits für Ihre finanzielle Freiheit im Alter ansparen. Besser, wenn Sie Ihren Vorsorgeplan regelmäßig überprüfen – schließlich kann sich im Leben manches ändern. Unsere Vorsorgespezialisten beraten Sie gerne. Hypo Landesbank Vorarlberg, Zentrale Bregenz Hypo-Passage 1, 6900 Bregenz, T 050 414-1000, info@hypovbg.at

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Vorsorge mit Gesundheitscoaching Mit einer Reihe an neuen Produkten steht das Jahr 2015 bei der Generali im Zeichen der Gesundheitsvorsorge. Im Mittelpunkt dabei – das neue Gesundheitscoaching.

gaben der gesetzlichen Krankenkassen von 1990 bis 2013 nahezu verdreifacht. Die Sozialversicherungen müssen daher sparen.

„Gesundheit ist ein Thema, das die Menschen bewegt. Jeder will aktiv und gesund leben. Daher haben wir heuer den Schwerpunkt auf die Gesundheitsvorsorge gelegt. Wir zeigen auf, dass wir für jede Altersgruppe eine Vielzahl an attraktiven Vorsorgelösungen bieten“, verdeutlicht Markus Winkler, Generali Regionaldirektor für Tirol und Vorarlberg. Rund 15 Milliarden Euro gab die Österreichische Sozialversicherung 2013 für die Gesundheit von 8,4 Millionen Versicherten aus. Damit hat Österreich eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Der Preis dafür sind steigende Kosten. So haben sich die Aus-

Eine private Krankenversicherung wird nicht mehr als Luxusgut gesehen. Der Markt wächst ständig.

Markus Winkler, Direktor Tirol und Vorarlberg.

Direktor Markus Winkler Generali Tirol und Vorarlberg

Auch die Anzahl der niedergelassenen Ärzte mit Kassenvertrag sinkt stetig. Gab es im Jahr 2000 noch insgesamt 8592 Ärzte mit einem Kassenvertrag, so waren es 2012 um knapp 1000 weniger. Die Anzahl der niedergelassenen Ärzte ist jedoch im gleichen Zeitraum von rund 13.000 auf rund 16.700 gestiegen. Das heißt, dass 54,5 Prozent der Ärzte in Österreich nur mehr privat ordinieren. Kein Wunder also, dass Zeit in Praxen von Kassenärzten ein immer knapperes Gut ist. Ein Wachstumsmarkt Ein Mehr an Zeit und Zuwendung sind daher wohl die wichtigsten Gründe, warum bereits rund 35 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher eine private Zusatzver-

sicherung haben. „Eine private Krankenversicherung wird nicht mehr als Luxusgut gesehen“, verdeutlicht Winkler. So konnte der Markt für die private Gesundheitsvorsorge in den letzten Jahren eine jährliche Steigerung von über drei Prozent verbuchen. Wir halten mit 250 Millionen Euro Prämie einen Marktanteil von 13,5 Prozent. „Bestseller“ sind die Tarife für Sonderklasse, für das Krankenhaus-Tagegeld sowie für Privatarzt & Alternative Vorsorge. Viele Einflussfaktoren Trotz eines neuen Gesundheitsbewusstseins ist ein ungesunder Lebensstil noch immer ein wesentlicher Faktor für viele Todesursachen. So gehen 42 Prozent der Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück und 26 Prozent der Menschen sterben aufgrund eines Krebsleidens. Vor allem Ernährung und Bewegung spielen bei der Prävention dieser Erkrankungen eine wesentliche Rolle. Experten gehen davon aus, dass der Lebensstil, das soziale und wirtschaftliche Umfeld sowie der Zugang zu Gesundheitsvorsorgesystemen einen Anteil von 65 Prozent der Einflussfaktoren auf Gesundheit darstellt. Gesundheitscoaching Das neue Gesundheitscoaching, das bei Abschluss einer Sonderklasse-Versicherung angeboten wird, setzt genau bei dieser Eigenvorsorge an.

Individuelle Bewegungs- und Ernährungsprogramme werden entwickelt. Im Rahmen eines achtwöchigen Programms bietet das Gesundheitscoaching eine fundierte Unterstützung bei der Veränderung von eingelernten Verhaltensmustern. Individuelles Programm Anhand eines Fragebogens erarbeitet der persönliche Gesundheitscoach der Europ Assistance mit dem Kunden ein maßgeschneidertes Programm im Bereich Bewegung oder Ernährung. In regelmäßigen Beratungsgesprächen wird dieses reflektiert und gegebenenfalls angepasst. Ein Gesundheitsbrief mit dem bisher Erreichten soll als zu-

sätzliche Motivation dienen. Als kleines Geschenk gibt es ein Gesundheitsbuch mit wichtigen Infos inklusive Übungsanleitungen und Rezeptideen. „Das Gesundheitscoaching entspricht ganz den modernen Anforderungen einer Gesundheitsvorsorge, denn wir unterstützen unsere Kunden damit, möglichst lange fit und gesund zu bleiben“, verdeutlicht Winkler. Bei der Risikobewertung von Anträgen in der Krankenversicherung gibt es wichtige Änderungen. Damit diese genau erfolgt, gibt es ein Risikobewertungstool. Dabei wer-

den Informationen aus Leistungsfällen verwendet, um die künftigen Behandlungskosten einzuschätzen. Zuschläge gesenkt Aufgrund neuer Daten und Fakten konnten bei einigen Vorerkrankungen die Zuschläge bei der Prämie gesenkt werden. Als weitere Verbesserung bei der Risikoprüfung wurde das Tele-Underwriting eingeführt. Dieses wird eingesetzt, wenn es Unklarheiten bei Vorerkrankungen gibt. Dann kontaktieren die Ärzte der Versicherungsmedizin den Kunden telefonisch, um offene Fragen abzuklären.

„Fangen Sie heute an, gesund zu bleiben.“ Dr. Vera Russwurm

ac undheitsco

ng

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Die Pflege ist keine Frage des Alters Die Bevölkerung erkennt nur zögernd den erhöhten finanziellen Bedarf nach Pflegeleistung bzw. Hilfestellung im hohen Alter. „Pflege ist keine Frage des Alters, sondern des Geldes. Ob Jung oder Alt, jeder kann pflegebedürftig werden. Der Pflegebedarf und die Altersvorsorge steigen rapide. Jeder wünscht sich körperliche und geistige Fitness auch im hohen Alter. Durch die stets steigende Lebenserwartung wird dies noch untermauert. Die Bevölkerung erkennt nur zögernd den erhöhten finanziellen Bedarf nach Pflegeleistung bzw. Hilfestellung im

Markus Salzgeber Akademischer Finanzdienstleister

Die Hauptlast der Pflege ruht nach den bisherigen Erfahrungen auf den Schultern der jeweiligen Familienangehörigen. hohen Alter. Abhilfe können eine private Pflegeversicherung oder sonstige Vorsorgeprodukte schaffen“, so der akademische Finanzdienstleister und unabhängige Finanz- und Vermögensberater Markus Salzgeber zu den VN. Und Salzgeber weiter: „Die Absicherung kann in Form einer Pflegerenten-, Pflegetagegeld-, Pflegekosten- oder Zusatzversicherung erfolgen.“ Nach bisherigen Erfahrungen ruht die Hauptlast der Pflege meist auf den Schultern von Familienangehörigen. Inwieweit diese Pflegeleistungen auch künftig unentgeltlich von der Gattin oder dem Gat-

ten bzw. Lebenspartner(in), Kindern oder sonstigen Angehörigen erbracht werden, ist mehr als fraglich. Die Kostenfalle Der monatliche Aufwand für Pflegepersonal ist hoch. Eine Pflege rund um die Uhr kann bereits mehrere hundert Euro pro Monat betragen. Auch wenn Pflegebedürftige einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegegeld haben, so müssen Betroffene für deren Aufwendungen mit ihrem Einkommen (meist Pension) und Vermögen (z. B. Sparbücher, Wertpapiere usw.) bezahlen. Reicht dies nicht aus, zahlt der Sozialhilfeträger die Differenz. Haben Pflegebedürftige einen Ehepartner, muss sich dieser – soweit es in dessen Möglichkeiten liegt – an den Zahlungen beteiligen. Zu beachten ist für Salzgeber auch Folgendes: „Sollte der/ die Pflegebedürftige noch kurz vor der Pflegebedürftigkeit größere Geldbeträge oder Liegenschaften (z. B. ein Haus) an Kinder oder andere Begünstigte übergeben bzw. überschrieben haben, so könnten auch diese für die Pflegeaufwendungen herangezogen werden. Die rechtlichen Voraussetzungen bzw. Schenkungsfristen (Schenkungsrückforderungen) unterscheiden sich jedoch von Bundesland zu Bundesland.“

Zutreffen der übrigen Anspruchsvoraussetzungen, wenn aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung oder einer Sinnesbehinderung der ständige Betreuungs- und Hilfs-/ Pflegebedarf voraussichtlich mindestens sechs Monate andauern wird oder würde.

Die Grundlagen Die Rechnungsgrundlagen für die Pflegeversicherung zur Pflegebedürftigkeit beruhen in Österreich auf der Einstufung gemäß dem BPGG (Bundespflegegeldgesetz). Diese berücksichtigen die altersabhängigen Wahrscheinlichkeiten pflegebedürftig zu werden sowie die Lebenserwartung, abhängig vom jeweiligen Pflegegrad. Das Pflegegeld gebührt gemäß Paragraf 4 BPGG. Abs. 1 bei

Vermögenserhalt „Wer daher“ – so Salzgeber, „Vermögen und/oder Liegenschaften besitzt und diese für die Erben erhalten möchte, sollte dies lange vor seiner Pflegebedürftigkeit weitergeschenkt haben oder mittels einer privaten Pflegeversicherung vorsorgen. Diese Art von Vorsorge bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass sämtliches Vermögen unangetastet bleibt. So kann es vorkommen, dass bereits subjektiv

Niemand ist davor gefeit, ein Pflegefall zu werden. Private Vorsorge ist daher empfehlenswert. Bedarf an einer Pflegeleistung besteht, solange jedoch dieser nach dem Bundespflegegesetz nicht als pflegebedürftig eingestuft wird, werden auch von den privaten Versicherungen meist keine Leistungen erbracht.“ Untersuchungen diverser Anbieter zeigen, dass es große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern in Bezug auf die Einstufung der Pflegebedürftigkeit (Orientierung nach der gesetzlichen Einstufung der Pflegebedürftigkeit oder den alltäglichen Verrichtungen), beim Leistungsanspruch, den Leistungseinschränkungen und Ausschlüssen/Einschränkungen des Versicherungsschutzes und den Prämien, gibt. „Die Leistungen und Tarife sind daher kaum vergleichbar“, meint der Finanzexperte abschließend.

Tipps vom Experten Die Vorteile einer privaten Pflegevorsorge-Versicherung auf einen Blick:  Absicherung des finanziellen Mehrbedarfs für umfassende Pflege  monatliche, lebenslange Pflegerente  Leistung unabhängig vom staatlichen Pflegegeld  keine Regressansprüche bei den Angehörigen Was Sie vor einem Abschluss beachten sollten:  Mehrere Angebote einholen und sich ganz sorgfältig beraten lassen.  Lange Vertragsdauer bedenken.  Es gibt unterschiedliche Tarife und Modelle für die verschiedensten Bedürfnisse.  Nicht nur den Preis, sondern auch die Leistungen und Zusatzleistungen beachten.  Bei Bestehen einer Lebens- oder Krankenversicherung zuerst prüfen, ob Sie einen Pflegezusatz-Baustein einbauen lassen können. Dies ist meist günstiger als ein Neuabschluss.  Auch andere Vorsorgesparformen wie Sparbuch, Bausparen, Investmentfonds und Lebensversicherungen berücksichtigen.

95 Prozent der Betriebsbrände durch menschliches Versagen Hauptursachen sind Selbstüberschätzung und mangelnde Kenntnis des Brandschutzes. Der Brandschutz ist Chefsache.

Notfallprogramme sollen finanziert werden.

Das Klimarisiko soll versichert werden Die Bundesregierung will die großen Industrienationen für die Subventionierung von Klimarisiko-Versicherungen gewinnen. Diese Versicherungen sollen dazu dienen, Bauern und anderen Betroffenen nach Überschwemmungen oder Dürreperioden schnell und preiswert über Versicherungen zu helfen, anstatt später große UN-Hilfsprogramme aufzulegen. Ein Beispiel, das die Staatsund Regierungschefs beim G7-Gipfel im Juni in Bayern von dieser Idee überzeugen soll, ist eine afrikanische Ver-

sicherungsgesellschaft, die im Falle einer Dürre Notfallprogramme finanziert. Die African Risk Capacity war 2014 mit jeweils 50 Millionen US-Dollar Startkapital aus Deutschland und Großbritannien gegründet worden und hat bisher vier Kunden: Mauretanien, Kenia, Niger und Senegal. Die Versicherungsgesellschaft hatte laut Entwicklungsministerium nach der Dürre in der Sahelzone Ende 2014 rund 26 Millionen US-Dollar an Mauretanien, Niger und Senegal ausgezahlt. Damit konnten neues Saatgut, Nahrung und Futter beschafft werden.

95 Prozent der Brände in Betrieben sind auf menschliches Versagen zurückzuführen, in 40 Prozent der Großbrände schafft es das Unternehmen nicht mehr zurück in den Markt, rechnet der Brandschutzexperte Alfred Pölzl vor. Selbstüberschätzung Hauptursachen seien Selbstüberschätzung und mangeln-

Dr. Alfred Pölzl: „Brandschutz ist Chefsache“.

de Kenntnis des Brandschutzes. Besonders bitter wird es dann, wenn die Vorgaben der Versicherung nicht beachtet wurden. „Brandschutz ist Chefsache und kostet fast nichts“, betonte Pölzl. Die gesetzlichen Auflagen müssten sowieso eingehalten werden, vielmehr gehe es im Bewusstseinsbildung von oben nach unten. Nur wenn der Brandschutzbeauftragte auch den Rückhalt des Managements habe, werde dieser Schutz von den Mitarbeitern auch gelebt, gibt Pölzl, Autor des Buches „Brandschutzmanagement – Neue Wege im betrieblichen Brandschutz“, zu bedenken. 80 Stunden pro Jahr Für ein mittelständisches Unternehmen wären dafür rund 80 Stunden im Jahr erforderlich. Angesichts der drohenden Pleite nach einem Großbrand ein überschaubarer Betrag. Dass 40 Prozent der abgebrannten Unternehmen nicht mehr auf die Beine kommen, hänge damit zusammen, dass deren Aufträge an andere Betriebe vergeben würden und

Beim Brandschutz geht es vor allem um Bewusstseinsbildung. man nur noch über den Preis wieder zurück ins Geschäft komme. Wie schnell eine kleine Unachtsamkeit in einer Katastrophe enden kann, zeigte Pölzl an zwei Beispielen auf. So hätten in einer Großdruckerei Schweißarbeiten stattgefunden, ohne das eine Freigabe für gefährliche Arbeiten gegeben war – der Brandschaden habe fast 100 Mill. Euro betragen. In einem anderen Unternehmen wurden

Betriebsmittel geändert, ohne dass auf das Sicherheitsdatenblatt geachtet wurde – die Folge war eine Explosion. Der gesamte Brandschaden habe im Vorjahr rund 260 Mill. Euro betragen. 89 Mill. Euro entfielen auf die Industrie, 57 Mill. Euro auf das Gewerbe, 47 Mill. Euro auf die Landwirtschaft und weitere 56 Mill. Euro auf den Privatbereich. Auf „sonstige Brände“ (z. B. auf Verkehrswegen) entfielen 9 Mill. Euro.


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Berufsunfähigkeit kann alle treffen Berufsunfähigkeit ist ein existenzbedrohendes Risiko, wird aber in Österreich noch immer stark unterschätzt. Eine private Versicherung bietet Schutz vor Einkommenseinbußen. Das neue Pensionskonto zeigt erstmals klar und deutlich die drohende Pensionslücke – die Differenz zwischen Letztbezug und staatlicher Pension – auf. Damit erhalten die Österreicherinnen und Österreicher relevante Informationen, um sich auf die finanzielle Situation in der Pension vorzubereiten und geeignete Maßnahmen für die persönliche Eigenvorsorge zu treffen. Dabei ein wichtiges Thema: die Berufsunfähigkeit. „Treffen kann es jeden: psychische Erkrankungen, Krankheiten des Bewegungsapparates, Unfälle, Herz- und Kreislauferkrankungen sind die

häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit – ein existenzbedrohendes Risiko, das in Österreich immer noch stark unterschätzt wird“, so Wiener Städtische Landesdirektor Burkhard Berchtel. „Im schlimmsten Fall kann man so in eine Situation kommen, in Burkhard Berchtel Landesdirektor Vorarlberg der Wiener Städtischen

Eine Kaskoversicherung für das Auto ist für viele selbstverständlich. Aber die Notwendigkeit der Existenzabsicherung ist vielen nicht bewusst.

der es nicht mehr möglich ist, den eigenen Lebensstandard und den seiner Familie zu erhalten und abzusichern, da die staatlichen Sicherungssysteme dafür oft nicht ausreichen.“ Die Existenz absichern Derzeit sind mehr als 200.000 Österreicherinnen und Österreicher auf eine staatliche Berufsunfähigkeits-Pension (BU-Pension) angewiesen, das sind fast zehn Prozent aller Pensionen. Allerdings ist diese wesentlich geringer als das Erwerbseinkommen. Dadurch entstehen Versorgungslücken mit möglicherweise schwerwiegenden finanziellen Folgen. Kann in dem ausgeübten Beruf nicht mehr gearbeitet werden, können Angestellte und Facharbeiter(innen) vom Staat dazu verpflichtet werden, einen ähnlichen Beruf zu ergreifen, der ihnen aufgrund ihrer Qualifikationen noch zugemutet werden kann – Einkommensverluste müssen die Betroffenen dabei in Kauf nehmen. Selbstständige, Landwirte und Hilfsarbeiter sind noch schlechter gestellt, so müssen sie im Worst Case jede Arbeit annehmen, die ihnen auszuüben möglich ist. Dazu kommt noch, dass nach einer Gesetzesänderung für unter 50-Jährige seit 1. Jänner 2014 keine befristete Berufsunfähigkeitspension mehr möglich ist, eine Invaliditätspension gibt es nur mehr bei dauerhafter Invalidität.

Berufsunfähigkeit ist ein oft unterschätztes existenzbedrohendes Risiko.

(Symbolbild)

Stattdessen wird Rehabilitations- bzw. Umschulungsgeld ausbezahlt, das bei 50 bzw. 60 Prozent des letzten Bruttoverdienstes liegt.

Der „Work-Life-Airbag“

Privat vorsorgen „Die Berufsunfähigkeitsversicherung der Wiener Städtischen, der ,Work-Life-Airbag’, bietet Schutz vor finanziellen Einbußen, wenn Versicherte ihren Beruf krankheits- oder unfallbedingt nicht mehr ausüben können. Bereits ab einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit wird die versicherte Pension in voller Höhe für die vereinbarte Versicherungsdauer ausbezahlt“, erläutert Burkhard Berchtel.

Zertifizierte Pensionsexpert(inn)en der Wiener Städtischen können auf Basis des derzeitigen Pensionskontoauszuges den persönlichen, individuellen Vorsorgebedarf berechnen.

Daten und Fakten  Garantierte Berufsunfähigkeits-Rente bereits ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit  Neustarthilfe in Höhe von sechs Monatsrenten, bis maximal 6000 Euro  Nachversicherungsoption bei speziellen Ereignissen (z. B. Hochzeit, Geburt) ohne erneute Gesundheitsprüfung  Sofortschutz bei Unfall von bis zu 1000 Euro Monatsrente  Assistanceleistungen und vieles mehr

Terminvereinbarung beim persönlichen Versicherungsberater(in) der Wiener Städtischen Versicherung, telefonisch unter 050 350-47000 oder per E-Mail an ld-vorarlberg@staedtische.co.at


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Finanzplanung beim Berufsantritt Für den Vermögensaufbau sollte man den allerstärksten Verbündeten wählen: die Zeit. Der Berufseinstieg ist deshalb ideal, um die Weichen fürs finanzielle Leben zu stellen. Mit einer ganzheitlichen Strategie kommt man dabei auch bei schmaler Börse sehr weit. Die Generation der heute 20bis 35-Jährigen hat sehr konkrete Vorstellungen über ihre Zukunft: Da in der politisch und wirtschaftlich unsicheren Welt von heute der Job fürs Leben der Vergangenheit angehört, wird in gute Aus- und Weiterbildung so viel investiert wie nie zuvor. Viele streben dabei aber weniger die große Karriere an, sondern vor allem eine Balance zwischen Beruf und Freizeit. Welche Auswirkungen hat das auf die persönliche Finanzplanung? Mit wenig viel erreichen Während sich frühere Generationen erst mit Mitte dreißig den Kopf über ihre Zukunftsvorsorge zerbrechen mussten, kann finanzielle Vorsorge im Niedrigzinsumfeld nicht früh genug beginnen. „Beim ersten selbstverdienten Geld denken die Wenigsten daran, wie sie in 50 oder 60 Jahren leben werden. Aber wer jetzt startet, hat genügend Zeit, nach und nach Wohlstand aufzubauen“, weiß Vorsorge-Expertin Isabella Türtscher. Für Berufsanfänger ist das Budget oft knapp. Genaue Planung in Form einer Haus-

haltsrechnung und die laufende Kontrolle des Kontostands macht deshalb großen Sinn. Wer die intelligenten Banking APPs für sich nutzt, hat auch unterwegs Übersicht. So entsteht ein sehr genaues Bild

Isabella Türtscher VorsorgeExpertin Sparkasse

Wer nur konsumiert, riskiert, früher oder später zu wenig Geld zu haben. Eine ideale Vorsorge ist auf lange Sicht unumgänglich. über das eigene Ausgabeverhalten sowie eine Basis zur umfassenden Finanzplanung: Wie viel Fixkosten fallen an? Was bleibt frei zur Verfügung? „Idealerweise sollten 80 bis 100 Prozent des Restbetrages gleich in Zukunftsvorsorge investiert werden“, rät die 29-jährige Filialleiterin. Kurzfristige Vorsorge „Schaffen Sie sich zuallererst eine kurzfristig verfügbare Geldreserve in der Höhe von drei Netto-Monatseinkommen. Damit können Sie größere Ausgaben auch ohne Kontoüberziehung und Kredit finanzieren“, empfiehlt Türtscher weiters: „Verlassen Sie

sich dabei aber nicht darauf, dass am Ende des Monats schon etwas übrig bleiben wird. Viel weiter kommen Sie mit der Abbuchung eines Fixbetrages vom Gehaltskonto aufs Sparbuch oder Sparkonto“. Interessant sind auch jene innovativen Sparformen, die es erlauben, bei jeder Bankomatund Kreditkartenzahlung auf die nächsten Euros aufzurunden. So passiert Sparen ganz nebenbei. Für besonders Sparsame eignet sich auch ein Abschöpfungsauftrag, der am Ende des Monats automatisch den Restbetrag am Konto auf ein Sparbuch oder eine Sparkarte überweist. Wenn etwas passiert . . . Junge Menschen sind auch in ihrem Freizeitverhalten risikobereiter als ältere. Aber Unfälle, die nicht auf dem Weg und während der Arbeitszeit passieren, sind nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Diese Lücke kann eine private Unfallvorsorge schließen. Wünsche erfüllen Früh muss man auch den finanziellen Grundstein legen, um seine Träume zu verwirklichen: Reisen, Wohneigentum oder eine besondere Ausbildung. Hier eignet sich beispielsweise ein Bausparvertrag, der nicht nur einen soliden Kapitalsockel schafft, sondern in weiterer Folge ein Darlehen für Wohneigentum oder Ausbil-

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst …“ Ein frommer Bibelspruch, der in Zeiten von Pensionsreformen und einer rasch voranschreitenden Überalterung der Bevölkerung nichts an Aktualität eingebüßt hat. Interview mit Ingo Hämmerle, Landesdirektor der s Versicherung für Tirol und Vorarlberg, über Weitblick und Verantwortung gegenüber der jungen Generation. Schon seit Jahren warnen Experten davor, dass die Finanzierbarkeit des staatlichen Pensionssystems an seine Grenzen stößt. Wie ernst ist die Lage? Diese Warnungen sollte man sehr ernst nehmen und ehrlich gesagt mache ich mir Sorgen um die finanzielle Zukunft unserer Jugend. Das durchschnittliche Lebensalter hat sich in den letzten drei Jahrzehnten um etwa 10 Jahre erhöht. Das Pensionsantrittsalter hingegen kaum verändert. Das hat zur Folge, dass die jährlichen Pensionszuschüsse aus Steuermitteln die 20 Mrd. Euro-Grenze bereits überschritten haben und weiter steigen.

Mit dem s Lebens-Plan ab 30 Euro monatlich für den NachFoto: Fotolia wuchs sorgen.

Zeit ist Geld, wer früh mit der Vorsorgeplanung anfängt, hat mehr davon. dungsmaßnahmen ermöglicht. Mit etwas mehr Risikobereitschaft kann auch ein Fondsplan sehr interessant sein, bei dem man monatlich Anteile an einem Investmentfonds seiner Wahl erwirbt. Die Renditechancen sind hier im Vergleich zu den Sparbuchzinsen deutlich höher. Da das Investment aber auch den Schwankungen des Kapitalmarktes unterworfen ist, sollte hier nur Geld angelegt werden, das erst in drei bis fünf Jahren benötigt wird. Vorbereitung auf lange Sicht Auch wenn von Ruhestand noch lange keine Rede ist, sollte diese Zeit gründlich finanziell vorbereitet werden.

www.s-versicherung.at

schenkt, das im Grunde eine Halbwertszeit von wenigen Tagen hat und das Spielzeug ist schon vergessen. Um das gleiche Geld kann man einem Kind aber auch ein Stück finanzielle Unabhängigkeit schenken.

Ingo Hämmerle, Landesdirektor der s Versicherung für Tirol Foto: Sparkasse und Vorarlberg. Das heißt, Sie glauben nicht an die Zukunft der staatlichen Pension? Natürlich glaube ich an die staatliche Alterspension und diese ist auch wichtig. Aber ich gehe auch davon aus, dass diese zunehmend zu einer Art Basisversorgung werden wird. Wer ein sorgenfreies Alter genießen will, sollte möglichst früh mit der privaten Vorsorge beginnen. Zeit ist bei der Vorsorge der entscheidende Faktor! Bei der Geburt für das Alter vorsorgen. Wie soll das gehen? Natürlich kann man nicht als Baby selbst vorsorgen, aber es gibt Vorsorgelösungen, die hier Eltern oder Großeltern die Möglichkeit geben, wirklich etwas Gutes für den Nachwuchs zu tun. Wie viel wird den Kindern bei Geburtstagen oder auch zu Weihnachten ge-

Bietet die s Versicherung hier eine konkrete Lösung an? Über unsere Partner, die Sparkassen, bieten wir hier den s Lebens-Plan. Dieser ist dafür konstruiert worden, hier schon in jungen Jahren die Basis für später zu legen. Ab 30 Euro monatlich kann hier für den Nachwuchs vorgesorgt werden. Gleichzeitig kann bei Bedarf für das Studium, bei Gründung einer Familie oder für den Führerschein Geld aus dem LebensPlan entnommen werden. Wird zusätzlicher Schutz für die eigene Familie gebraucht, kann eine Unfall-, Ablebensoder Pflegeversicherung dazugebucht werden. Das Produkt bietet maximale Sicherheit bei höchstmöglicher Flexibilität. Wie wird das einbezahlte Geld verzinst? Beim s Lebens-Plan handelt es sich um eine Pensionsversicherung und diese bietet derzeit einen Garantiezinssatz von 1,5 Prozent. Was aber in Wirklichkeit zählt, ist der effektive Zinssatz inklusive Gewinnbeteiligung und dieser liegt trotz Niedrigzinsphase bei uns noch über drei Prozent. Die Zinsen werden jährlich gutgeschrieben und können auch nicht mehr verfallen. ANZEIGE

Pr

„Bauen Sie möglichst auf drei Säulen: die gesetzliche, die private und die betriebliche Altersvorsorge“, weiß die Kundenberaterin. Die Basis für ein geregeltes Einkommen im Alter legen die gesetzlichen Pensionsansprüche aus einem Arbeitsverhältnis. Aufgebessert kann dieser Sockel durch freiwillige Weiterversicherung bei Selbstständigen oder Selbstversicherung bei geringfügig Beschäftigten werden. Ergänzend zur gesetzlichen Pension leistet eine private Rentenversicherung einen wesentlichen Beitrag zur Altersvorsorge. Wer früh mit der Einzahlung beginnt, sichert sich höhere Prämien. Hat man

(Symbolbild)

die Wahl, so sollte man sich unbedingt für Arbeitgeber entscheiden, die mit Einzahlungen in eine betriebliche Altersvorsorge den Lebensabend für ihre Mitarbeiterinnen zusätzlich absichern. Keine Zeit für Ausreden Aktuelle Umfragen belegen, dass mehr als die Hälfte der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger Armut im Alter fürchtet. Angesichts der niedrigen Sparbuchzinsen kommen dennoch viele ins Grübeln. „Wir müssen hier kräftig Überzeugungsarbeit leisten und die Augen für die Bedeutung finanzieller Vorsorge öffnen“, ist sich Isabella Türtscher sicher.


DONNERSTAG, 14. MAI 2015

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Vorsorgen und Versichern

Den Einbruchschutz nicht vergessen Bei den Wohnungseinbrüchen richten die Täter, die schwer zu finden sind, einen Schaden von durchschnittlich 2200 Euro an. Einbrecher kommen immer nachts und bei mir ist eh nichts zu holen? Weit gefehlt. Experten des österreichischen Versicherungsverbandes VVO, KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) und des Bundeskriminalamtes (BK) räumen mit den gängigen Mythen rund um das Thema Einbruch auf und zeigen effektive Sicherheitsmaßnahmen zum Einbruchschutz. Im Jahr 2013 brachen Kriminelle 16.548 Mal in Wohnungen und Wohnhäuser ein

Die Polizei muss die Öffentlichkeit einbinden, damit sie uns verdächtige Wahrnehmungen öfter meldet. Franz Lang Bundeskriminalamt

– damit stieg die Zahl der Einbrüche erstmals seit den letzten vier Jahren wieder an. Jede Stunde zwei Einbrüche „Das bedeutet, dass beinahe zwei Mal innerhalb einer Stunde ein Einbruch in Österreich verübt wird“, erklärt VVO-Vizepräsident Vorstandsvorsitzender Hartwig Löger. Vielen Bewohnern sind mögliche Sicherheitsrisiken im-

mer noch nicht bewusst und sie unterschätzen die Gefahr. Dabei zählen Wohnungseinbrüche zu den fünf Kriminalitätsfeldern, die den größten Einfluss auf das Sicherheitsempfinden der Gesellschaft haben. Fakt ist: Mehr als die Hälfte der Spontantäter würden sich schon durch sehr einfache Sicherheitsmaßnahmen abschrecken lassen. „Leider wird die Einbruchswahrscheinlichkeit immer noch unterschätzt. Unzureichende Sicherungsmaßnahmen machen es Dieben oft zu leicht, in Wohnobjekte einzudringen. Im Schnitt richten Täter einen Schaden in Höhe von rund 2200 Euro pro Einbruch in privaten Objekten an“, so Löger. „Bei mir ist nichts zu holen“ Wie eine Umfrage des KFV zum Informationsstand der Österreicher in Bezug auf Einbrüche zeigt, gibt es tatsächlich einige Mythen und Fehlinformationen, die in der österreichischen Bevölkerung stark verankert sind“, erläutert Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). „So zeigt unsere Umfrage, dass rund 76 Prozent der befragten Österreicher subjektiv von einer Zunahme der Einbrüche in den letzten Jahren ausgehen, aber nur 41 Prozent der Menschen Vorsorgemaßnahmen für die eigene Sicherheit treffen. Auch der Irrglaube: ‚Bei mir gibt es sowieso nichts zu holen, daher sind Schutzmaß-

Mehr als ein Drittel der Einbrüche werden im Anfangsstadium abgebrochen, auch wegen der Sicherheitsmaßnahmen. nahmen nicht notwendig‘, ist in der Bevölkerung weit verbreitet (45 Prozent). Die Einbrecher wissen nämlich in der Regel vor ihrer Tat nicht, welches Diebesgut sie erwartet“, so Thann. Sicherheit durch Prävention Dass man sich vor Einbruch schützen kann, beweist die Erfahrung der Polizei. „Mehr als ein Drittel der Einbrüche werden im Anfangsstadium abgebrochen, nicht zuletzt auch wegen der Sicherheitsmaßnahmen der Bewohner. Aber ebenso durch richtiges Verhalten und die Aufmerksamkeit

der Nachbarschaft werden Einbrüche verhindert“, weiß General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamtes. „Wir setzen bei unserer Arbeit auf vier Säulen: 1. Analyse, Erkenntnisaustausch und Datenpflege, 2. Allgemeine Fahndungsmaßnahmen, 3. Ermittlungsmaßnahmen 4. auch sehr wichtig, die Öffentlichkeitsarbeit und Prävention. Die Polizei muss die Öffentlichkeit einbinden, damit sie uns beispielsweise verdächtige Wahrnehmungen öfter meldet“, erläutert Lang.

Tipps zur Einbruchsprävention:  Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig.  Zusammenhalt schreckt Täter ab.  Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial. Es soll kein unbewohnter Eindruck entstehen. Das Engagement der Nachbarschaft ist hier besonders wichtig.  Schließen Sie Fenster, Terrassen- und Balkontüren.  Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht. Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht nützen können (beispielsweise eine Leiter).  Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren und installieren Sie eine Außenbeleuchtung.  Sichern Sie Terrassentüren durch einbruchshemmende Rollbalken oder Scherengitter.  Lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.

Je früher begonnen wird, umso besser

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Die Aussendung der Pensionskonto-Mitteilungen hat etwas sehr Wesentliches auf den Punkt gebracht: Es herrscht erstmals Transparenz in Sachen Pensionshöhe. Die Pensionslücke, sprich die Differenz zwischen dem letzten Aktiveinkommen und der Pension, ist schwarz auf weiß sichtbar. Die Folge: Die Nachfrage nach Vorsorgeprodukten steigt. Die VN sprachen darüber mit Donau-Landesdirektor Komm.-Rat Engelbert Wiedl. Welche positiven Auswirkungen hatte die Einführung des Pensionskontos in der Donau Versicherung? Unsere Kundinnen und Kunden haben sich deutlich stärker nach Vorsorgeprodukten erkundigt. Gleichzeitig verzeichnen wir mehr Abschlüsse bei Lebensversicherungen. Für unsere Beraterinnen und Berater ist die Altersvorsorge auch zentrales Thema in ihren Beratungsgesprächen. Wir sehen es als unsere Pflicht, unsere Kundinnen und Kunden über die Risiken im Alter aufzuklären. Das Pensionskonto hat positiv zur Bewusstseinsbildung für die private Vorsorge beigetragen. Es führt allen klar vor Augen, wie es um die jeweilige individuelle Pension zu einem Stichtag X bestellt ist.

Welche Vorsorgeinstrumente bietet die Donau Versicherung? Ich empfehle sehr gerne den SmartGarant. Das ist eine Lösung, die sowohl sicherheitsaffine als auch renditeorientiertere Personen anspricht. Dabei wird die Sicherheit einer klassischen Lebensversicherung mit den Chancen auf starke Renditen am Aktienmarkt kombiniert. Man kann bei steigenden Aktien gewinnen, aber bei fallenden nicht verlieren. Wer von einer staatlichen Förderung profitieren möchte, ist mit der Prämiengeförderten Zukunftsvorsorge, unserer BonusPension, gut beraten. Diese Vorsorgelösung bietet drei verschiedene Varianten von sicherheitsorientiert bis risikofreudig. Auch die klassische Lebensversicherung bleibt bewährt. Wir bieten einen Garantiezins von aktuell 1,5 Prozent. Die Gesamtverzinsung der Sparprämien im Deckungsstock im Bereich der klassischen Lebensversicherung lag 2014 bei starken 3,25 Prozent. DonauLandesdirektor Engelbert Wiedl

Was ist bei der Auswahl der Produkte zu beachten? Grundsätzlich soll jeder das Produkt erhalten, das zu seinen eigenen Lebensumständen am besten passt. Man sollte sich also jeweils auf ,maßgeschneiderte’ Lösungen konzentrieren. Für jede Vorsorgelösung gilt, je früher damit begonnen wird, desto weniger muss dafür aufgewendet werden und desto mehr schaut am Ende heraus. Auch mit niedrigen Prämien kann nach Jahren bzw. Jahrzehnten ein stattliches Kapital heranwachsen. Das Wichtigste ist, sich aktiv mit seiner Altersvorsorge auseinanderzusetzen, egal, wie weit entfernt sie auch heute noch erscheint.


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Vorsorgen und Versichern

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Richtig vorbauen mit der Vorsorgevollmacht Über die Vorsorgevollmacht und ihre Möglichkeiten sprachen die VN mit Johannes Böhler, Landesdirektor der BA.

Jeder verhinderte Unfall spart viel persönliches Leid.

Die Arbeitswelt wird immer noch sicherer Die Statistikabteilung der Allgemeinen Versicherungsanstalt (AUVA) hat soeben die Auswertung der Daten aus dem Kalenderjahr 2014 abgeschlossen. Demnach wurden von der AUVA im vergangenen Jahr 161.884 Schadensfälle anerkannt – 104.625 Arbeitsunfälle Erwerbstätiger, 56.030 Unfälle von Schülern, Studenten und Kindergartenkindern und 1229 Berufskrankheiten. Weniger Arbeitsunfälle Damit sinkt die Absolutzahl der Arbeitsunfälle Erwerbstätiger um 1209 gegenüber dem Jahr 2013, die der Berufskrankheiten um 98, was eine Verringerung um 7,4 Prozent bedeutet. Relevanter ist das Verhältnis von Arbeitsunfällen zu Versicherten: Die Unfallrate auf 1000 Versicherte beträgt 2014

28,71 (ohne Wegunfälle), im Vorjahr lag sie noch bei 29,07 – gemessen über alle Branchen. Wichtige Prävention „Die AUVA sieht die Prävention – also die Verhinderung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten – als ihre zentrale Aufgabe an. Jeder verhinderte Unfall spart dem Betroffenen viel persönliches Leid und Schmerzen, trägt aber auch zur Reduktion von Kosten für uns als sozialen Unfallversicherer, aber auch für die öffentliche Hand und für die Wirtschaft bei. Dass unsere Präventionsmaßnahmen wirksam sind, stellt die Unfallstatistik 2014 erneut unter Beweis“, erläutert dazu der Obmann der AUVA, Ing. Thomas Gebell. Die positive Entwicklung ist in den verschiedensten Bereichen feststellbar.

Werden keine Vorsorgen getroffen, tritt die gesetzliche Vertretungsbefugnis in Kraft. Als Landesdirektor Private Banking der Bank Austria für Vorarlberg und Tirol betreuen Sie Kunden mit einem Anlagepotenzial von mindestens 500.000 Euro. Hat Ihre Kundschaft Angst vor der Situation, sich nicht mehr um ihr Vermögen oder ihre Pflege selbst kümmern zu können und auf die Hilfe anderer Personen angewiesen zu sein?

Johannes Böhler, Private Banking, Bank Austria.

Exzellente Beratung alleine genügt Ihnen nicht. nicht

Natürlich stellt auch für vermögende Kundinnen und Kunden die Sorge vor dieser Situation eine Bedrohung dar. Falls keine Vorkehrungen getroffen werden, könnte im Fall des Verlustes der Geschäftsfähigkeit, der Einsichts- und Urteilsfähigkeit oder der Äußerungsfähigkeit durch Krankheit oder Unfall eine Sachwalterschaft durch das Gericht ausgesprochen werden oder es tritt die gesetzliche Vertretungsbefugnis der nächsten Angehörigen ein. Wozu raten Sie Ihren Kunden, die diese Situation vermeiden wollen? Wir raten unseren Kundinnen und Kunden rechtzeitig einer Person ihres Vertrauens eine Vorsorgevollmacht zu erteilen. Grundsätzlich kann jeder den Inhalt seiner Vorsorgevollmacht nach Belieben gestalten. Oftmals werden der Vertrauensperson Entscheidungen und Maßnahmen in Angelegenheiten wie beispielsweise • Vermögensangelegenheiten und Bankgeschäfte • Vertretung vor Behörden und anderen Institutionen • Gesundheits- und Pflegeangelegenheiten • Aufenthalts- und Wohnungsangelegenheiten

Jeder kann in die Lage kommen, die Hilfe anderer zu brauchen. übertragen. Es ist auch möglich, mehrere Personen zu bevollmächtigen, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen. In der Vorsorgevollmacht sollte auch festgelegt werden, wann sie wirksam wird und wie lange sie gilt. Zur Erstellung einer auf die persönlichen und individuellen Wünsche und Bedürfnisse abgestimmten juristisch einwandfreien und durchsetzbaren Vorsorge-

vollmacht empfehlen wir unseren Kundinnen und Kunden mit einem Notar oder einem Rechtsanwalt Kontakt aufzunehmen. Damit sichergestellt ist, dass die Vorsorgevollmacht im Bedarfsfall auffindbar ist, ist es sinnvoll, diese im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis der österreichischen Notariatskammer zu registrieren. Die anfallenden Kosten sind vom Einzelfall abhängig.


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Vorsorgen und Versichern

Starker Trend zur Regionalisierung VLV stellt auf laufende Provisionierung um – Warnung vor Überregulierung der Versicherungen. „Der Trend zur Regionalisierung macht auch vor der Versicherungswirtschaft nicht Halt. Das zeigt sich daran, dass u. a. die Vorarlberger Landesversicherung VaG (VLV) von 2013 auf 2014 Marktanteile dazu gewinnen und leicht über dem österreichischen Durchschnitt wachsen konnte.“ So im Gespräch mit den VN VLV-Vorstand Robert Sturn, zugleich SpartenobmannStellvertreter und Sprecher der in Vorarlberg tätigen Vers i c h e r u n g s u nte r n e h m e n . Durch die starke Regionalität werde bei der VLV alles in Vorarlberg entschieden. Man sei nah am Kunden und im Schadensfall sofort zur Stelle. Zugleich warnt er vor einer Überregulierung der Versiche-

Robert Sturn Vorstand der VLV

Bei uns wird alles hier in Vorarlberg entschieden. Wir sind immer nahe am Kunden und im Schadensfall sofort zur Stelle.

Mag. Klaus Himmelreich Vorstand der VLV

Wir können unseren Kunden nach wie vor eine höhere Gewinnbeteiligung gewähren als viele von unseren Mitbewerbern. rungen durch die Aufsichtsbehörden und verlangt die Berücksichtigung der Proportionalität. Und Robert Sturn weiter: „Bei der Lebensversicherung ist die laufende Prämienzahlung wichtig für die Pensionsvorsorge. Die private Lebensversicherung ist dafür das ideale Instrument, denn kein anderes Produkt kann garantierte Renten bezahlen und zwar genau auf jene Lebenszeit, die eine betreffende Person noch zur Verfügung haben wird. Das kann weder ein Sparbuch leisten (es kann ja der Fall eintreten, dass das Geld verbraucht ist und der Sparer noch lebt), noch eine Anlegerwohnung, denn wenn kein Mieter vorhanden ist, dann gibt es auch keine Pension.“ Die VLV hat mit einer Gesamtverzinsung von 3,5 Prozent eine sehr hohe Gewinnbeteiligung in der Lebensversiche-

rung. „Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit können wir statt Dividendenzahlungen an Aktionäre unseren Kunden eine höhere Gewinnbeteiligung gewähren“, meint Sturn weiter. Eine laut Sturn in Österreich einzigartige Neuigkeit im Bereich Lebensversicherung stellt die konsequente Umstellung der Lebensversicherungstarife auf die laufende Kostenverteilung dar. Die Abschlusskosten werden bei der Wert-Pension im aktuellen Tarif über die gesamte Vertragslaufzeit anteilig aufgeteilt. Dadurch ergibt sich ab dem ersten Jahr eine deutliche Verbesserung der Rückkaufswerte (über 80 Prozent der bezahlten Beträge stehen zur Verfügung). Steigendes Interesse Wie aus dem aktuellen Versicherungs-Journal, auf das VLV-Vorstand Klaus Himmelreich verweist, hervorgeht, stoßen Sparen und Anlegen bei den Österreichern auf steigendes Interesse. Deutlich an Aktualität zulegen können neuerlich die Lebensversicherungen und die Pensionsvorsorge. Rund 44 beziehungsweise 39 Prozent wollen heuer dafür Geld in die Hand nehmen. Die durchschnittliche Höhe der geplanten Geldanlage für die kommenden zwölf Monate in Euro zeigt folgende Entwicklung: 1. Quartal 2014 – 6200 Euro 2. Quartal 2014 – 5100 Euro

Versicherungen aus der jeweiligen Region sind im Schadensfall rasch zur Stelle. 3. Quartal 2014 – 4800 Euro 1. Quartal 2015 – 4500 Euro Sparbuch in Führung Bei der Frage, welche Form des Sparens und Anlegens bereits in den kommenden zwölf Monaten angedacht ist, egal ob es sich um eine bereits bestehende Sparform oder eine Neuveranlagung handelt, gibt es zwei klare Sieger: Wenig unerwartet liegen weiterhin das Sparbuch und der Bausparvertrag voran. Es gibt aber auch zwei deutliche Gewinner auf den Plätzen drei und vier. Die Lebensversicherung steigert sich abermals und kommt nun auf 44 Prozent. Im ersten und vierten Quartal 2014 war sie jeweils von 38 Prozent

genannt worden. Die Pensionsvorsorge kann ihre Attraktivität ebenfalls weiter heben. Nach 33 Prozent vor einem

Jahr und 36 Prozent im vierten Quartal 2014 kann sie derzeit 39 Prozent der Nennungen auf sich vereinen.

Daten und Fakten Prämienentwicklung 2014 (im Vergleich zu 2013): Österreich  Leben: 3,9 Prozent (Leben laufend –3,9 Prozent, Leben Einmalerlag +41,7 Prozent)  Schaden und Unfall: +2,8 Prozent  Gesamt: +3,3 Prozent (auf 17,1 Mrd. Euro) Vorarlberg  Leben: +3,4 Prozent (Leben laufend +0,6 Prozent, Leben Einmalerlag +27,2 Prozent)  Schaden und Unfall: +2,5 Prozent VLV-Daten  Leben: +14,6 Prozent (Leben laufend +5,5 Prozent, Leben Einmalerlag +200,0 Prozent)  Schaden und Unfall: +3,1 Prozent


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