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2012_08_31_Fit_und_Gesund

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Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

GESUNDHEITSBEILAGE DER VORARLBERGER NACHRICHTEN

FREITAG, 31. AUGUST 2012

POSITIVE WIRKUNG

VORSORGE

GESUNDE BOHNE

MÄNNER GEFORDERT

Frohe Botschaft für alle Kaffee-Vieltrinker: Eine große Studie bescheinigt dem Getränke eine positive Wirkung auf das Diabetesrisiko.

Männer gelten noch immer als Vorsorgemuffel. Einmal im Jahr sollte sich aber auch das starke Geschlecht einem Gesundheitscheck unterziehen.


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Aktive Diabetiker starten mit Schwung in den Herbst

Kommentar

Marlies Mohr

Der Genuss und seine Vielfalt Der Kaffee ist fertig: So, wie er jetzt da steht, klingt der Satz, zugegeben, ein bisschen trocken. Das ändert sich jedoch schlagartig, wenn ihn Peter Cornelius in den Mund nimmt. Denn niemand vermag so schön die Lust auf das Kultgetränk zu schüren wie der Wiener Liedermacher. Finden Sie nicht auch? Mir jedenfalls steigt schon beim bloßen Zuhören der Duft frisch gemahlener Bohnen in die Nase. Aber es gibt noch andere gute Nachrichten für uns Kaffeefreunde. Die dunkle Brühe ist nämlich erwiesenermaßen auch gesund. Eine deutsche Langzeitstudie hat den positiven Einfluss von Kaffee auf das Diabetesrisiko bestätigt. Außerdem sollen auch mehrere Tassen am Tag der Gesundheit nicht abträglich sein. Glauben wir das Ergebnis. Bei 43.000 Studienteilnehmern kann sich nicht einmal die Wissenschaft irren. Oder? Lesen Sie dazu mehr auf Seite 12 dieser Ausgabe. Weniger Opulenz braucht das Wissen, dass Bewegung allen etwas bringt. Sie macht auch keine Unterschiede zwischen behindert und nicht behindert. Davon erzählt ein neues Projekt, das demnächst startet. Da ist nicht nur die Begeisterung, mit der gehandicapte Menschen zu Werke gehen, einmalig, wie Sie auf Seite vier lesen können. Und wenn wir schon bei körperlichen Aktivitäten sind: Herbstzeit ist in unseren Breiten naturgemäß auch Wanderzeit. Genuss, den man sich unbedingt gönnen sollte. Wie Sie mit Kind und Kegel sicher unterwegs sind, davon berichtet eine andere Geschichte. Viel Vergnügen mit der Lektüre bei einer schönen Tasse Kaffee.

Weniger Opulenz braucht das Wissen, dass Bewegung allen etwas bringt.

marlies.mohr@vn.vol.at

Impressum Redaktion Marlies Mohr Tel. 0664 80588-385, E-Mail: marlies.mohr@vn.vol.at

Verkauf Carina Wiedl Tel. 05572 501-278, E-Mail: carina.wiedl@medienhaus.at

Beiträge, Fotos und Quellen: Marlies Mohr, Heidemarie Netzer, forum.ernährung.heute, Philipp Steurer, Bernd Hofmeister, Shutterstock Verleger (Eigentümer), Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Eugen Russ Vorarlberger Zeitungsverlag und Druckerei Gesellschaft mbH, Herstellungs- und Verlagsort, alle 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Redaktion und Anzeigen: Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

Es gilt als gesichert: Mit regelmäßiger Bewegung lässt sich der Blutzucker leichter und vor allem dauerhaft senken. Diesen Umstand machen sich auch die „Aktiven Diabetiker“ zunutze. Das Herbstprogramm der Vorarlberger Selbsthilfegruppe startet am 19. September. ● 3 x wöchentlich Nordic Walking: Dienstag, ab 19 Uhr, Rankweil, Sportplatz Gastra; Donnerstag, ab 9 Uhr, Feldkirch-Altenstadt, Sportplatz hinter dem Kloster; Samstag, ab 14

PROGRAMM.

Uhr, Feldkirch-Altenstadt, Ardetzenberg-Bahnschranken. ● 1 x wöchentlich Turnen mit Edith: Montag, 18 bis 19 Uhr, Fuchshaus Rankweil. ● 1 x wöchentlich Wassergymnastik mit Sporttherapeutin Barbara im LKH Rankweil: Mittwoch, 18.30 bis 20 Uhr und Montag, 16.45 bis 17.30 Uhr (es gibt noch freie Plätze); von September bis November und März bis Mai. Für Diabetiker mit Übergewicht, denen Nordic Walking zu anstrengend

ist, hat sich Wassergymnastik bewährt. ● Neu: Im Winter wird bei Bedarf und guter Witterung jeden Donnerstag Schneeschuhwandern angeboten. ● Zielgruppe: bewegungsfreudige Diabetiker und Partner sowie Personen, die Gewicht reduzieren wollen und Freude an der Bewegung in freier Natur haben. Infos: Tel. 0680 1187231, E-Mail: arthur.walter@aon.at sowie arthur.walter@ aktive-diabetiker.at

Wichtig: Augencheck zum Schulbeginn Beinahe jedes dritte Schulkind sieht schlecht. Sehschwächen erschweren das Lernen. BELASTUNGEN. Kinderaugen sind im schulischen Alltag oft ungewohnten Belastungen ausgesetzt. Lesen, Schreiben und Rechnen verlangen nicht nur Konzentration, sondern setzen auch gutes Sehen voraus, da das Gehirn 86 Prozent aller Informationen über die Augen aufnimmt. „Bereits die kleinste Fehlsichtigkeit kann zu Lernschwierigkeiten führen“, informiert Rudi Präg, Landesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker in Vorarlberg. Diese raten daher verantwortungsvollen Eltern, rund um den Schulbeginn unbedingt die Sehleistung ihrer Kinder überprüfen zu lassen. Denn ebenso wie bei Erwachsenen, entwickelt sich eine Fehlsichtigkeit meist schleichend und wird deshalb von den Kindern, aber auch von

Auch Kinderbrillen sind heutzutage ein modischer Hingucker.

deren Umfeld, nur selten wahrgenommen. Sitz der Brille prüfen Aber auch die Sehkraft älterer Schulkinder sollte bei häufigem Blinzeln, wiederholtem Reiben und Zusammenkneifen der Augen, bei Konzentrationsschwierigkeiten und Auftreten von Kindermigräne sowie einer Rechtschreib- und Leseschwäche kontrolliert werden, rät Präg. Für weiterführende Untersuchungen

wird an die Augenärzte verwiesen. „Da sich während der Wachstumsphase ebenso die Größe des Kopfes verändert, muss unbedingt auch der Sitz der Brille regelmäßig überprüft werden, denn Kinder wachsen nach ein bis zwei Jahren aus den Brillen heraus und dann stimmt der optische Mittelpunkt nicht mehr“, warnt Präg. Kostenlose Sehtests vom 1. bis 29. September bei allen Augenoptikern


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Eine Handvoll Gesundheit

Gesund dank Nüssen: Forscher wollen Röstprozess optimieren

Zahlreiche Studien belegen schon die positiven Auswirkungen des Granatapfels. NUTZEN. Von Mutter Natur ist der Granatapfel, umgangssprachlich auch als „Paradiesapfel“ bezeichnet, mit zahlreichen Vitalstoffen wie Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen und Fettsäuren ausgestattet. Aufgrund der Bioverfügbarkeit von 95 Prozent wirken etwa die zellschützenden Polyphenole im Granatapfel um ein Vielfaches besser als die anderen Heilpflanzen.

250 Studien zum Thema Mittlerweile existieren rund 250 Studien, die dem Granatapfel eine positive Wirkung auf die menschliche Gesundheit nachsagen. Beispielsweise im Zusammenhang mit oxidativen Stress und Arteriosklerose. Der oxidative Stress gilt als wesentlicher Faktor für die Entstehung der Arteriosklerose. Mehrere Langzeitstudien konnten nachweisen, dass der Granatapfelsaft oxidative Merkmale im Blut signifikant senken konnte. Selbst nach drei Jahren kontinuierlichen Granatapfelsaftkonsums konnte der Zustand aufrechterhalten werden. Einer im „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlichten Untersuchung zufolge konnte der antioxidative Schutz bei ei-

nem Konsum von nur 60 ml Granatapfelsaft pro Tag nach bereits einer Woche um durchschnittlich 9 Prozent verbessert werden. Eine weitere Studie konnte nach einem Konsum über ein Jahr eine Steigerung des antioxidativen Schutzes um beachtliche 130 Prozent nachweisen. Der Granatapfel hat eine intensive, blutrote Farbe und wiegt bis zu 500 Gramm. Die harte, 3 bis 4 mm dicke Schale schützt den Apfel vor Frost und äußerer Gewalt. Sie macht Konservierung weitestgehend unnötig. Als Nachteil erweist sich dies lediglich im Handling, man kann den Granatapfel, der übrigens in der Botanik als Beere eingestuft wurde, nicht eben mal wie einen normalen Apfel essen. Der essbare Anteil des Granatapfels sind die Granatapfel-Samen. Eine einzige Frucht verfügt über 400 bis 600 Samen, diese sind ummantelt von weißem Gewebe, das etwas bitter schmeckt – je nach Reifungsgrad schmecken die Samen des Granatapfels leicht säuerlich bis süß.

PROJEKT. Ernährungswissenschafter der Universität Jena wollen in einem neuen Forschungsprojekt die gesundheitsfördernden Effekte von Nüssen ganz genau unter die Lupe nehmen. Die Ergebnisse könnten zu neuen Röstverfahren beitragen, meinen die Forscher. Nüsse sind eine wichtige Quelle lebenswichtiger Makro- und Mikronährstoffe wie Fette, Vitamine und Mineralien.

Schützende Wirkung Dennoch wird laut aktueller nationaler Verzehrstudie weniger als ein Zehntel der empfohlenen Tagesmenge konsumiert. „Möglicherweise liegt dies daran, dass Nussprodukte traditionell wegen ihres hohen Fettgehaltes für ungesund gehalten werden“, sagt Prof. Stefan Lorkowski. Er verweist auf neue Untersuchungen, die das Gegenteil belegen: „Der regelmäßige Verzehr von

Nüssen vermindert bedingt durch ein günstiges Fettsäuremuster nicht nur das Risiko für koronare Herzerkrankungen, sondern hilft auch, Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht vorzubeugen sowie die Wirksamkeit von Diäten zu unterstützen.“ Es gebe zudem Hinweise auf eine vor Darmkrebs schützende Wirkung. Da Nüsse in Deutschland vorwiegend im gerösteten Zustand verzehrt werden, will das Jenaer Team jetzt den Einfluss des Röstprozesses auf die gesundheitsrelevanten Inhaltsstoffe und Wirkungen von Nüssen untersuchen.

Das sollten Sie sich zu Herzen nehmen.

Der Brokkoli im Einsatz gegen Darmerkrankungen Bei Gemüse gilt gerade Brokkoli als besonders gesund. Ein Freiburger Wissenschafter hat dessen schützende Wirkung nachgewiesen, seine Forschung wird jetzt mit einem hohen Betrag gefördert. Nach Angaben der Uni Freiburg erhält der Mikrobiologe und Immunologe Prof. Andreas Diefenbach 1,5 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat (ERC) für das Projekt „NutrImmune“, das den Einfluss von Nahrungsstoffen auf das Immunsystem des Darms untersucht. Viele Gemüsesorten wie Brokkoli oder Rosenkohl enthalten Senfölglykoside, die zur Gruppe der Phytochemikalien gehören. Das Projekt des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hy-

IMMUNSYSTEM.

giene am Universitätsklinikum Freiburg untersucht die molekularen Mechanismen, mit denen die Nahrung die Funktion bestimmter Zellen beeinflusst. Die Zellen sind wichtig für den Schutz des Deck- und Drüsengewebes am Darm. Die Klinik will künftig solche Phytochemikalien oder aus ihnen entwickelte Substanzen zur Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn einsetzen. Der Granatapfelsirup von Darbo: Noch feiner als der Geschmack sind nur die vielen wertvollen Inhaltsstoffe.

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Wo die Stärken im Mittelpunkt stehen Integrativer Faktor. Bewegungsangebot für Menschen mit Behinderung. SELBSTBESTIMMT. Szlatan (23) ist eine Sportskanone. Obwohl er aufgrund seiner Mehrfachbehinderung nur mit Krücken laufen kann, beteiligt er sich an allem, was Aktivität verheißt. Szlatan spielt Rollstuhl-Basketball und nimmt an einem Bewegungsprogramm teil, das die Sportunion Vorarlberg in Kooperation mit dem IfS-Spagat ab Herbst an drei Standorten im Land anbietet. „Langfristiges Ziel ist es, Menschen mit Behinderung in das lokale Sportgeschehen einzubinden“, erklärt Projektleiter Mathias Bechter. Allein um Integration dreht es sich bei „spagatissimo“ jedoch nicht. Es geht auch um die Motivation zu regelmäßiger Bewegung. „Denn viele körperliche Einschränkungen stehen in keinem Zusammenhang mit der Behinderung“, weiß Bechter.

Herausforderung für alle Der Probelauf ist jedenfalls gelungen. In der Turnhalle des Sozialpädagogischen Zentrums in Dornbirn hat sich im Frühjahr regelmäßig eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum gemeinsamen Training getroffen. Zu ihnen gehörte auch Caroline (25), eine stark sehbehin-

Wir möchten Menschen mit Behinderung ins lokale Sportgeschehen einbinden. MATHIAS BECHTER

Diese Sportgruppe schiebt keine ruhige Kugel. Jede Übung ist eine besondere Herausforderung.

derte junge Frau. Mit Unterstützung von Conny, die als Assistenz fungiert, schafft sie manche sportliche Hürde. „Es gefällt mir“, sagt sie stolz, gibt jedoch auch zu, dass ein Anstoß nötig war. Sarah, Peter und Thea ist der Spaß ebenfalls anzusehen, wiewohl Trainer Florian Rupp ihnen viel abverlangt. „Es soll schon eine gewisse

Herausforderung sein“, meint er. Und seine Mitspieler lassen sich gerne darauf ein.

Caroline (li.) hat in Conny eine hilfreiche Begleiterin gefunden.

Offenes Sportangebot Mathias Bechter sieht es mit Freude. „Leider stellt die Gesellschaft noch viel zu oft die Behinderung und damit verbundene Einschränkungen, Defizite und Unterschiede in den Mittelpunkt“, bedauert er. Das Projekt „spagatissimo“ rückt die Stärken von Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt. Auf diese Weise sollen deren Kompetenzen gefördert und Selbstbestimmtheit sowie Eigenverantwortung und Gesundheit gestärkt werden. „Gerade der Sport bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten, die eigenen Grenzen zu erforschen und zu er-

weitern und Stärken sowie Fähigkeiten auszubauen“, erklärt Mathias Bechter. Die Projektzielgruppe konzentriert sich schwerpunktmäßig zwar auf Menschen mit Behinderung, die im Rahmen eines integrativen Arbeitsplatzes vom Fachdienst des IfS-Spagat begleitet werden. Ein weiterer Aspekt

Voller Einsatz bei allen.

Szlatan ist das, was landläufig eine Sportskanone genannt wird.

ist, diese Personen belastbarer im Job zu machen. „Mangelnde körperliche Fitness, geringe Ausdauer und Übergewicht hängen nämlich nicht unbedingt mit einer Behinderung zusammen“, so Bechter. Das Sportangebot ist dennoch für alle zugänglich. Start mit Schulbeginn Spezifische Zielsetzungen werden jeweils gemeinsam mit den Teilnehmern, IfS-Beratern und geschulten Trainern individuell für jede Person festgelegt. Zur bewegungsorientierten Gesundheitsförderung können zählen: Verbesserung der Alltagsmotorik und Kondition oder Verbesserung der persönlichen Kompetenzen, zum Beispiel die Angst vor der Höhe abbauen. Laut Bechter gilt es aber auch, die Angehörigen dahingehend zu sensibilisieren, mehr mit ihren Kindern zu unternehmen. Die Bewegungsgruppen starten mit Schulbeginn. Standorte gibt es in Dornbirn, Feldkirch und Gantschier (Montafon). Pro Gruppe werden maximal 12 Teilnehmer aufgenommen. Infos und Anmeldungen: Mathias Bechter, Tel. 0699 11119036; E-Mail: m.bechter@sportunion.at


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Vorsorgecheck ist auch Männersache Einmal jährlich sollte die Untersuchung ins Gespräch kommen, auch in der Männerwelt. Seit 38 Jahren können sich Frau und Herr Österreicher beginnend ab dem 18. Lebensjahr kostenlos vom Hausarzt bzw. von Fachärzten durchchecken lassen. Dabei spielen Früherkennung von Risikofaktoren und Krankheiten sowie Aufklärung und Beratung die entscheidenden Rollen. Während Frauen das Angebot regelmäßig annehmen, hinkt die Männerwelt nach wie vor hinterher.

BEWUSSTSEIN.

„Vorsorge-Muffel“ Von „60 zu 40 Prozent“ spricht Dr. Kurt Jenny, wenn es um das Verhältnis zwischen Frau und Mann bei Vorsorgeuntersuchungen geht. Der Bludenzer Allgemeinmediziner erlebt in seiner Praxis den Begriff „Vorsorge-Muffel Mann“ hautnah. Doch er

gibt Hoffnung: „In den letzten Jahren hat sich die Bereitschaft zum Gesundheitscheck auch bei Männern gebessert.“ Eine Entwicklung, die von großer Bedeutung ist: Belegt die Statistik doch, dass Männer anfälliger für Erkrankungen sind, ihr Leben mit einer höheren Risikobereitschaft führen und

Jedes Auto wird regelmäßig überprüft. So sollten sich auch Männer einmal im Jahr durchchecken lassen. DR. KURT JENNY

Nicht vergessen: Einmal jährlich zum kostenlosen Gesundheitscheck!

dabei einen sorgloseren Umgang mit Körper und Psyche pflegen. Bei alldem zögern sie, über Beschwerden zu reden, gehen daher spät oder zu spät zum Arzt. Eine Vorsorge untersuchung könnte aber meist früher

helfen. Greifen gerade hier die Ziele des jährlichen Gesundheitschecks: Neben der persönlichen Risikoanalyse (Krankengeschichte, Lebensgewohnheiten auf dem Prüfstand) liegen die Schwerpunkte des Vorsorgeprogramms in der Früherkennung von Herz-Kreislaufund Stoffwechselerkrankungen (Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker etc.) und eventueller Krebserkrankungen. „Labortests, klinische Checks und bei Bedarf weiterführende Untersuchungen wie EKG, Sonografie und andere liefern die Informationen“, beschreibt Dr. Kurt Jenny und ergänzt: „Spezielle geschlechtsspezifische Untersuchungen komplettieren den jährlichen Check.“

Stichwort: Prostata Bei der Prostata handelt es sich um eine Drüse, die sich direkt unter der Harnblase befindet und Sekrete bildet. Diese beinhalten zahlreiche Eiweißkörper (Enzyme), die für die Aufgabe der Samenzellen unerlässlich sind. Ohne diese wären die Samenzellen nicht in der Lage, die weibliche Eizelle zu erreichen. Da sowohl die Harnröhre als auch die Samenleiter die Prostata

INTRO.

durchlaufen, kann es bei einer Veränderung der Prostata zu Problemen – unter anderem beim Harnlassen – kommen. Die Untersuchung der Prostata erfolgt durch Tasten oder Ultraschall. Zudem besteht ab dem 50. Lebensjahr auf Wunsch des Patienten die Möglichkeit, die Konzentration des Prostata-spezifischen Antigens (eines der Eiweißkörper) im Blut zu bestimmen.

Bei der Vorsorge zeigt sich das männliche Geschlecht nach wie vor als das schwächere.

Der „Andro-Check“ Bei Frauen stehen schon ab dem Teenager-Alter Gebärmutter und Brust regelmäßig im Visier; Prostata, Nieren, Blase und Hoden sollten es bei Männern ab dem 45. Lebensjahr sein. Bei einer urologischen Untersuchung, dem sogenannten „Andro-Check“,

FOTOS: HP

Männer-Vorsorge-Angebot Ab 45 Jahren: „Andro-Check“ mit Untersuchung der Prostata, Hoden, Hormonhaushalt Ab 50 Jahren: Prostatakrebs-Früherkennung mit PSA-Test auf Wunsch; Darmkrebs-Früherkennung mit Darmspiegelung (alle zehn Jahre)

werden Hoden und Prostata mittels Tasten auf Veränderungen geprüft. „Die Untersuchung ist zwar unbeliebt, aber letztendlich unproblematisch“, sagt Vorsorgemediziner Jenny. Zusätzliche Informationen in der Früherkennung von Prostataerkrankungen liefern Ultraschalluntersuchungen und PSA-Test (die Konzentration des

P ro s t at a - s p e z i f i s c h e n Antigens im Blut wird bestimmt). Der „AndroCheck“ umfasst zudem einen Hormonstatus. Denn allzu oft verschweigen und verdrängen Männer Symptome wie schwindende Muskelmasse und -kraft, Gelenkund Muskelschmerzen, Hitzewallungen, Gereiztheit, Ängste und Anderes mehr.

Auch intensives Sporteln schützt nicht unbedingt vor erhöhten Cholesterinwerten.


Wo Sie Ihre Gesundheit beflügeln KURZENTRUM UMHAUSEN IM ÖTZTAL Wo Ihre Gesundheit vier Sterne hat und die Radonheilquelle des Ötztals ihre Wirkung entfaltet, bietet das Kurzentrum Umhausen im Ötztal neben ei nem vielfältigen Therapieangebot, das von der Radontherapie über Naturfango bis hin zur Ganzkörperkältetherapie reicht, nun auch die Mögl ich keit m it einer Basenfastenwoche seinen Körper zu entlasten und zu vitalisieren. HEILVORKOMMEN UND THERAPIEANGEBOT Das Radonheilwasser, welches aus den Tiefen des Ötztales entspringt, zeigt vielfältigste Wirkung. Es empfiehlt sich besonders bei degenerativen Wirbelsäulen- und Gelenksbeschwerden, ebenso bei Beschwerden des rheumatischen Formenkreises sowie bei Erkrankungen der Haut und der Atemwege. Unser Therapieangebot: Radoninhalatorium Wannenbäder wie Radon-, CO2- und Fichtennadelbad

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„Wir sind ganz Ohr“ Das empfindlichste aller Sinnesorgane ist Tag und Nacht im Einsatz. REIZE. Die moderne Welt ist stark durch visuelle Reize geprägt. Daher werden die Bedeutung des Hörens und auch die Leistungsfähigkeit der Ohren oft unterschätzt. Aber das Gehör ist das empfindlichste und dynamischste Sinnesorgan des Menschen. Tag und Nacht, pausenlos sind die Ohren im Einsatz. Ein Leben lang. Und leisten dabei Unglaubliches. ● Alarmieren: Der Hörsinn alarmiert und warnt. Telefonklingeln, Türläuten, Knalle, Rufe, Donner oder Hupen können uns auf Gefahren aufmerksam machen, besonders im Straßenverkehr. ● Orientieren: Das Gehör unterstützt die Orientierung im Raum. Bei ge-

schlossenen Augen hören wir, ob wir uns in einem großen Raum oder in einem kleinen Zimmer befinden. Da wir mit zwei Ohren hören, können wir einschätzen, aus welcher Richtung Geräusche kommen. ● Verständigung durch Sprache ermöglichen: Dank unseres Gehörs können wir sprechen lernen. Mit gesundem Gehör sind Gespräche auch unter ungünstigen Bedingungen – Hintergrundgeräusche, schlechte Telefonverbindung, hallende Räume – möglich. ● Informieren: Über die Ohren nehmen wir viele Informationen auf: Gespräche, Telefon, Radio, Fernsehen. ● Stimmungen transportieren: Bei Gesprächen hören wir mehr als nur Worte. Wir nehmen auch Lautstärke, Sprachmelodie oder Tonhöhen wahr

und entschlüsseln damit die Stimmungen und Gefühle der Sprecher, wie zum Beispiel Ironie, Erstaunen, Aggressionen. Auf Sehen fokussiert Trotz allem geben Erwachsene dem Sehen den Vorrang. Dies macht eine Studie von Prof. Vladimir Sloutsky von der Universität Ohio deutlich. Er zeigte Vierjährigen und Erwachsenen ein Bild und spielte ihnen gleichzeitig drei Töne vor. Später sollte diese Kombination aus Bild und Tonfolge wiedererkannt werden. Während sich alle Erwachsenen ausschließlich auf das richtige Bild konzentrierten, orientierte sich gut die Hälfte der Kinder (53 Prozent) vor allem an der Tonfolge. Obwohl sie – wie ein weiterer Test zeigte – ebenso problemlos in der Lage waren, sofort das richtige Bild zu erkennen.

Töne sind kleinen Kindern lange viel näher als Bilder.

Während Erwachsene auf die visuelle Wahrnehmung setzen, legen Kinder den Schwerpunkt offenbar auf das Hören. Der Wissenschafter geht

davon aus, dass kleine Kinder sich stärker auf Töne konzentrieren, weil es ihnen sonst nicht möglich wäre, sprechen zu lernen.

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Schwimmschutz hält die Ohren gesund Rund 10 Prozent der Bevölkerung hat bei intensivem Kontakt mit Wasser Gehörgangsprobleme. BADESPASS. Ob noch im Freibad oder später dann im Hallenbad: Wer gesund bleiben will, achtet auch auf seine Ohren. Eindringendes Wasser kann nicht nur ein unangenehmes Gefühl nach dem Baden hinterlassen, sondern auch zu Erkrankungen im Gehörgang führen. Kinder, die aufgrund von Entzündungen vom HNO-Arzt ein sogenanntes Paukenröhrchen eingesetzt bekommen, müssen im Umgang mit Wasser besonders vorsichtig sein. Schwimmen ist ihnen zwar nicht völlig untersagt, doch um wiederholt Entzündungen zu vermeiden, ist etwa das Untertauchen von mehr

als einem Meter unter die Wasseroberfläche nicht empfehlenswert. „Man kann Kinder nicht ständig vom Schwimmen abhalten und das ist auch nicht notwendig“, meint Oliver Lux, Geschäftsführer von Hansaton. „Mit einem maßgefertigten Schwimmschutz steht dem uneingeschränkten Badespaß nichts mehr im Weg“, so Lux weiter. Genaues Anpassen Ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung hat bei intensivem Kontakt mit Wasser Gehörgangsprobleme. Besonders bei engen Gehörgängen, vermehrter Ohrwachsbildung und schuppendem Gehörgangsekzem ist ein maßgefertigter Schwimmschutz hilfreich. Eine HNO-ärztliche Untersuchung und eine genaue Anpassung garantieren den wirksamen Einsatz

Vor allem kleine Kinder leiden beim Freizeitspaß im Wasser häufig unter Mittelohrentzündung.

des Schwimmschutzes, so die fachärztliche Empfehlung. Für den maßgefertigten Schwimmschutz wird eine Ohrabformung gemacht, die exakt auf die Anatomie des Ohres abgestimmt ist. Durch die individuelle Anpassung

an den Gehörgang entsteht kein unangenehmes Gefühl im Ohr. Der Schwimmschutz zeichnet sich durch hohen Tragekomfort und einfache Handhabung aus. Sensible Kinderohren werden besonders dankbar sein. Durch die perfekte Pass-

Hörmessung schafft Klarheit Ob man wirklich noch gut hört, klärt eine kostenlose Hörmessung bei HANSATON. Jetzt dient diese sogar einem guten Zweck! HANSATON spendet für jede bis 15. Oktober 2012 durchgeführte Hörmessung zwei Euro an die ROTE NASEN Clowndoctors.

Für jede Hörmessung, die bis 15. Oktober 2012 durchgeführt wird, spendet HANSATON zwei Euro an die ROTE NASEN Clowndoctors! In Österreich gibt es zwischen 600.000 und 1 Million Menschen mit Hörminderung. Viele wissen gar nicht, dass sie betroffen sind. Anfangs fällt nur in bestimmten Situationen das Verstehen schwer. Man glaubt, es liegt an der undeutlichen Aussprache der anderen. Grund dafür ist, dass oft nur

die hohen Töne nicht mehr gehört werden. Dadurch können die Buchstaben s, t, f, v, k, h, p und g nicht mehr unterschieden werden. Einzelne Wörter werden falsch verstanden. Da andere Töne normal gehört werden, glauben die Betroffenen, dass sie noch gut hören.

Für ein Lachen im Spital Der gemeinnützige Verein verhilft kleinen und großen Patienten in Spitälern und Pflegeheimen zu neuer Lebensfreude. Ausgebildete Künstler gehen als Clowndoctors verkleidet auf Visite – mit dem wohl wirksamsten Medikament der Welt: dem Lachen. HANSATON unterstützt die ROTE NASEN Clowndoctors. Alle Interessierten können sich jetzt zur kostenlosen Hörmessung anmelden und so Lachen spenden.

form besteht auch keine Gefahr, den Schwimmschutz beim Wassersport oder Spielen zu verlieren. Die individuelle Schwimmschutz-Lösung ist langlebig und leicht zu reinigen, außerdem in vielen Farben erhältlich und für Allergiker geeignet.

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EXPERTENTIPP: Mag. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis, Klaus

Von Krisen als Wendepunkte im Leben Schicksalsschläge passieren täglich und niemand ist vor ihnen gefeit. Von einem Augenblick auf den anderen steht unsere Welt Kopf. Die Gefühle fahren Achterbahn und reichen von der Hoffnung, dass „alles wieder wird“ bis zur Überzeugung, dass „nichts mehr geht“. Wut, Traurigkeit und Ohnmacht sind Wegbegleiter, das Annehmen der neuen Lebenssituation fordert die ganze Kraft und Energie. Auch wenn die Pläne für die Zukunft vage sind und Strategien für den Umgang der neuen Bedingungen noch fehlen, ist es dennoch wichtig, sich mit dem Neuen auseinanderzusetzen. Indem man sich dem Leben und manchmal auch dem bevorstehenden Tod „stellt“, nimmt man sich aus der

HALTUNG.

Opferrolle und das Neue, das Unbekannte in die eigenen Hände. Dies ist eine Haltung, die persönliche Reife fordert und vieles verändert, auch wenn man sonst vielleicht nicht viel „tun“ kann. Schicksalsschläge konfrontieren uns mit der Zerbrechlichkeit, manchmal mit der Begrenztheit und Endlichkeit des Lebens. So überdenken Menschen in Krisensituationen oft ihren bisherigen Lebensstil und verändern ihn – und nicht zuletzt sich selbst. So ist auch zu verstehen, dass das Schriftzeichen im Chinesischen für Krise und Chance dasselbe ist. Eine Krise ist gleichzeitig eine Möglichkeit für Veränderung – nicht jene der Lebensumstände, aber in jedem Fall in dem Sinn, selbst ein anderer, eine andere zu werden.

Psychologin Sabine Fleisch.

Was können aber nun die vom Schicksal Verschonten von den Krisengeschüttelten lernen, im Sinne von Lebensweisheit? Fragen wir uns dazu nun selbst: Stimmen die Prioritäten nach denen wir leben? Was gibt es in unserem Leben zu überdenken, zu verändern? Oftmals scheuen wir die Auseinandersetzung mit diesen Fragen, weil sie unangenehm sind, an schwierige Themen

rühren. Einfacher ist es zweifellos darüber hinwegzusehen und weiterzumachen wie bisher. Ist es aber auch erfüllend? Ist das „unser Leben“? Was sind unsere „zehn Schätze“, nach denen wir uns ausrichten und orientieren? Wo wurden wir vom Leben oder von Menschen beschenkt und konnten Fülle erleben, und an welcher Stelle haben wir dies wieder an das Leben und unseren Mitmenschen zurückgegeben? Wodurch konnte die Welt um uns herum „reicher“ werden? In welchen unserer Beziehungen gibt es noch Ungeklärtes, Unausgesprochenes? Wo steht noch ein „Danke“ oder eine „Entschuldigung“ an, auszusprechen? Was würden wir im „Hier und Jetzt“ tun bzw. mit wem

würden wir bewusst Zeit verbringen, im Wissen, dass wir nur mehr kurz zu leben hätten? Warum vertagen wir so viel vermeintlich Wichtiges auf später? Langsame Veränderungen Die Antworten auf diese Fragen brauchen Zeit. Sie werden diese auch nicht mit dem Verstand lösen, sondern in ihrem Herzen finden. Und langsam wird sich ihr Leben verändern, mehr zu „ihrem Leben“ werden, weil sie sich verändern und sich selbst wichtig nehmen. Auch wenn man durch solch eine bewusste Lebensführung nicht „krisensicher wird, so wird man mehr sich selbst und kann ruhigen Gewissens, alles in seiner Macht stehende getan zu haben, dem Schicksalhaften begegnen.

Wenn der Rücken schmerzt... ... dann ist das nicht nur ein Handicap für den Patienten, sondern auch immer wieder eine große Herausforderung für den Physiotherapeuten. Mit einer guten Therapie in Zusammenarbeit mit Arzt und Therapeut ist eine Genesung bzw. Linderung auf jeden Fall absehbar. In der Physiotherapie ist gerade das Schmerzbild „Rückenschmerzen“ weit verbreitet und nimmt in der täglichen Arbeit des Therapeuten einen beachtlichen Stellenwert ein. In der Akutphase steht primär die Beseitigung bzw. Linde-

Die Physiotherapie verfügt über viele Techniken, die Schmerzen zu bekämpfen. Foto: Shutterstock

rung der Schmerzen im Vordergrund. In dieser Phase ist es ganz besonders wichtig, den Patienten über den richtigen Weg einer möglichen Behandlung zu informieren.

Martin Steiner Vertreter der freiberuflichen Physiotherapeuten

Mein Tipp: Never change a winning team. Verändern Sie zudem Ihren Alltag mit kleinen Bewegungsänderungen.

Zu viele Meinungen führen zu Verunsicherung Jeder, der schon mal unter Rückenschmerzen gelitten hat, kennt die Problematik. Egal wo man sich gerade befindet oder mit wem ein Gespräch geführt wird, der Schmerz wird zum Thema und damit beginnen auch die gut gemeinten Ratschläge in unserer unmittelbaren Umgebung. Sätze wie „das hatte ich auch schon mal“

stehen an der Tagesordnung. Darauf folgen dann die Tipps, was denn zu tun sei und zu welchem Arzt, Physiotherapeuten oder Heiler man doch gehen solle. In der Vielzahl der Angebote verliert der eine oder andere schnell den Überblick und ist verunsichert. Das richtige Team ist entscheidend Eine erfolgreiche Therapie wird immer getragen von einer guten Zusammenarbeit zwischen Arzt, Physiotherapeuten und Patienten. Wer als Patient einen Arzt und einen Physiotherapeuten seines Vertrauens gefunden hat, sollte konsequent seinen Weg mit die-

sem Team gehen. Ein ständiger Wechsel und immer wieder neue Meinungen und Therapien bringen in der Regel keine guten Ergebnisse. Patienten, welche sich auf dieses Spiel einlassen, drehen sich im Kreis und nicht selten endet dies in Frustration. Der Patient muss wissen, dass es in Sachen Rückenschmerzen, besonders im Zusammenhang mit Bandscheibenproblemen, oft keine schnelle Lösung gibt. Nur Geduld und konsequentes Arbeiten im Team bringen die gewünschten Ergebnisse. Auch sollte im Laufe der Behandlung klar werden, ob eine Verhaltensänderung des Patienten im täglichen Leben sinnvoll wäre. Nur so ist wirklich dauerhaft eine Verbesserung zu gewährleisten. Die vom Arzt verordnete Physiotherapie bei Rückenschmerzen ist die eine Sache. Im täglichen Alltag Veränderungen einzubauen, sich von Gewohnheiten zu lösen, eine Bewegungsform oder einen Sport für sich zu entdecken, um nicht bald wieder beim Arzt vorstellig zu werden, ist eine zweite. ANZEIGE


FREITAG, 31. AUGUST 2012

12 Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

Gesunder Lebensstil wirkt auf Blutdruck FAKTOREN. Ein gesunder Lebensstil verringert das individuelle Bluthochdruckrisiko auf ein Drittel, so eine Studie aus Finnland mit mehr als 21.000 Teilnehmern. Gesunde Lebensstilfaktoren wurden definiert als Alkoholkonsum unter 50 Gramm pro Woche, Bewegung in der Freizeit mindestens dreimal pro Woche, täglicher Gemüsekonsum und Normalgewicht (BMI unter 25 kg/m2). Die Ergebnisse der Studie mit 9637 Männern und 11.430 Frauen wurde von Prof. Pekka Jousilahti auf dem europäischen Kardiologenkongress in München vorgestellt.

Für Behandlung anwenden Die Studienteilnehmer hatten zu Untersuchungsbeginn normale Blutdruckwerte, nach durchschnittlich 16 Jahren hatten 709 Männer und 890 Frauen Bluthochdruck entwickelt. „Das Bluthochdruckrisiko betrug bei jenen Teilnehmern, die alle vier gesunden Lebensstilfaktoren aufwiesen, nur ein Drittel des Risikos der Teilnehmern ohne einen einzigen gesunden Lebensstilfaktor“, so Prof. Jousilahti. „Selbst wer ein bis drei gesunde Lebensstilfaktoren aufwies, hatte ein deutlich verringertes Bluthochdruckrisiko. Zum Beispiel hatten Männer mit zwei gesunden Lebensstilfaktoren ein fast halbiertes

Bluthochdruckrisiko, bei Frauen betrug die Reduktion fast ein Drittel.“ Die Schlussfolgerung des Forscherteams: „Unsere Studienergebnisse sollten sich auch auf die Behandlung von Bluthochdruckpatienten anwenden lassen, die ihren Blutdruck durch die Beeinflussung von vier Lebensstilfaktoren alleine senken könnten, oder gleichzeitig blutdrucksenkende Medikamente einnehmen.“ Lebenseinstellung „Eine Botschaft dieser Studie ist, dass der ‚Lebensstil‘ eben eine Lebenseinstellung ist und keine kurz- oder mittelfristige Maßnahme – daher auch die langen Beobachtungszeiten der finnischen Studie“, so Univ.-Prof. Dr. Thomas Stefenelli, Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung des Kaiserin ElisabethSpitals in Wien. „Dahinter stehende Fragen sind zum Beispiel: Findet jemand in der körperlichen Betätigung eine persönliche Befriedigung, bereitet jemandem der maßvolle und kontrollierte Genuss von Nahrungsmitteln oder Alkohol mehr Befriedigung als der exzessive und unkontrollierte Konsum? Fitnesstraining und Askese, die man nur lustlos und widerwillig der Gesundheit zuliebe betreibt, können da wohl nicht die Antwort sein.“

Bewegung auch im Alter ist ein Schlüssel zum Wohlbefinden.

Laut neuester Studie steht einem unbeschwerten Kaffeegenuss nichts mehr im Weg.

Kaffee senkt Diabetesrisiko Neue Erkenntnisse aus einer großen deutschen Studie belegen Wirksamkeit. PRÄVENTION. Frohe Kunde für „Kaffeetanten“: Kaffee dient nicht nur dem Genuss, sondern wirkt auch präventiv gegen Diabetes mellitus Typ 2 – das fanden Wissenschafter aus Deutschland heraus. Mehr als vier Tassen pro Tag senken das Risiko deutlich. Das Forscherteam um die Epidemiologin Anna Flögel (Deutsches Institut für Ernährungsforschung in PotsdamRehbrücke) analysierte Daten der EPIC-Studie, an der deutschlandweit zirka 43.000 Frauen und Männer teilnehmen. Zu Beginn der Studie erfassten die Wissenschafter die Ernährungs- und Lebensstildaten der Probanden, zudem wurden sie medizinisch untersucht. Weiters gaben die Probanden an, wie viel Kaffee sie im Durchschnitt pro Tag trinken.

Effektiver ohne Koffein Während der Beobachtungszeit von neun Jahren entwickelten rund 1400 Teilnehmer Diabetes mellitus Typ 2, zirka 400 Personen erlitten einen Herzinfarkt und 1800 Probanden erkrankten an Krebs. Bei Kaffeetrinkern

zeigte sich dabei Folgendes: Diejenigen, die mehr als 600 ml (ca. vier Tassen) Kaffee pro Tag zu sich nahmen, wiesen ein um 23 Prozent geringeres Diabetesrisiko auf als Personen, die lediglich eine Tasse Kaffee täglich konsumierten. Noch effektiver scheint der Konsum von koffeinfreiem Kaffee zu sein: Vier Tassen täglich verringerten das Diabetesrisiko sogar um 30 Prozent. Bei Rauchern wurde diesbezüglich kein präventiver Effekt festgestellt – weder bei koffeinhaltigem noch koffeinfreiem Kaffee. Mehr Eiweiß im Blut Zudem wurde deutlich, dass mehrere Tassen Kaffee pro Tag weder das Risiko für Herz-KreislaufErkrankungen noch jenes für Krebs steigern. Welchen Kaffeeinhaltsstoffen die präventive Wirkung in Bezug auf Diabetes zugeschrieben werden kann,

ist bislang nicht bekannt. Allerdings dürfte Kaffee das Eiweiß SHBG (sexual binding globuline) im Blutplasma erhöhen, welches indirekt den Blutzuckerspiegel und damit das Diabetesrisiko beeinflusst. Dunkle Bohne – eisgekühlt Übrigens: Die weit verbreitete Meinung, koffeinhaltige Getränke würden dem Körper Wasser entziehen, ist längst überholt. In moderaten Mengen genossen, trägt Kaffee sogar zur täglichen Flüssigkeitsversorgung bei. Auf das obligate Glas Wasser dazu sollte trotzdem nicht verzichtet werden. Denn gerade im Sommer ist es wichtig, genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Wer es in der warmen Jahreszeit lieber eisgekühlt mag, kann den Muntermacher auch als „leichten“ Eiskaffee mit Eiswürfel – statt Eis und Schlagobers – genießen.

Factbox ● Kaffee braucht einen kühlen, trockenen und geruchsfreien Aufbewahrungsort. Am besten wird der Kaffee in einem luftdicht verschlossenen Gefäß im Kühlschrank gelagert. Das gilt nicht nur für Kaffeepulver, sondern auch für Kaffeebohnen. ● Am besten schmeckt frisch gemahlener Kaffee. Für Filterkaffee empfiehlt sich ein mittlerer Mahlgrad. Für Espresso ist fein gemahlener Kaffee zu bevorzugen. ● Ideales Kaffeewasser ist frisch und kalt. Dann ist der Sauerstoffgehalt am größten, was Einfluss auf den Geschmack des Kaffees hat. Auch zu hartes Wasser eignet sich nicht zum Kaffeekochen. ● Lässt die Kaffeemaschine auffällig viel Dampf ab, wird das Wasser zu sehr erhitzt; das Ergebnis ist bitterer Kaffee. In diesem Fall sollte die Maschine entkalkt werden.


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Fit & Gesund 13

Handy am Berg NOTFALL. Die Technik macht auch vor der Natur nicht halt. In diesem Fall gut so. Denn mit einem Handy kĂśnnen im Notfall schnell Helfer alarmiert werden. Voraussetzung: das Handy ist eingeschaltet, geladen, die Anrufumleitung ausgeschaltet und die Notrufnummern sind gespeichert. Ă&#x2013;sterreichweit wurde die Nummer 140 eingerichtet, in Vorarlberg funktioniert zudem die Nummer 144. Kann aus irgendwelchen GrĂźnden â&#x20AC;&#x201C; Funkschatten, Hindernisse zwischen Handy und Mobilfunkstation, widrige Witterungsverhältnisse oder Wertkartenhandy ohne Guthaben â&#x20AC;&#x201C; keine Verbindung aufgebaut werden, kann die Wahl der Euro-Notrufnummer 112 entscheidend sein. Wichtig: Das Handy ausschalten und noch bevor der PIN-Code eingegeben wird direkt die Euro-Notrufnummer wählen. Das Handy sucht sich dann automatisch das stärkste verfĂźgbare Betreibernetz. Klappt es nicht, den Standort wechseln und die Nummer 112 wählen. Zudem: FĂźr den Euro-Notruf wird nicht einmal eine SIM-Karte be-

nÜtigt. Eine gßltige ist trotz allem von Vorteil: Im Notfall ist es den Rettungsorganisationen gestattet, sich an den Mobilfunkbetreiber zur Feststellung des Standortes zu wenden. Die Ortung ist jedoch nicht genau genug, um den Unglßcksort präzise zu finden. Daher gilt grundsätzlich: Das Handy eingeschaltet lassen. Der Rettungsdienst kann sich so jederzeit mit dem Verunglßckten in Verbindung setzen.

2 Jahre Reha-Klinik Montafon Die erste Reha-Klinik Vorarlbergs bedankt sich fĂźr Ihr Vertrauen! sČŠ "ISHERȊġBERČŠ ČŠBETREUTEČŠ0ATIENT)NNEN sČŠ ČŠGANZJĆ&#x160;HRIGEČŠ!RBEITSPLĆ&#x160;TZE sČŠ -INDESTENSČŠ ČŠ4HERAPIEEINHEITENČŠPROČŠ!UFENTHALT

Reha im Montafon Seit nunmehr zwei Jahren bereichert die Reha-Klinik Montafon in Schruns die Gesundheitslandschaft Vorarlbergs.

Vielfältige MÜglichkeiten Das Angebot der Reha-Klinik Montafon umfasst gesamt 150 Betten fßr orthopädische, kardiologische und neurologische Rehabilitation. Die Vorzßge liegen auf der Hand, zählt Primar Thomas Bochdansky, ärztlicher Leiter, auf: Rund-um-dieUhr-Versorgung durch medizinisches und pflegerisches Personal, FachärztInnen direkt im Haus und umfangreiche dia-

sȊ 2UNDȊUMȊDIEȊ5HRȊMEDIZINISCHEȊUNDȊPmȊEGERISCHEȊ6ERSORGUNG sȊ 2EHA #AFdzȊFġRȊ0ATIENT)NNENȊUNDȊ"ESUCHER)NNEN sȊ :ENTRALEȊ,AGEȊINȊ3CHRUNSȊMITȊIDEALERȊ !NBINDUNGȊANȊDASȊ¨FFENTLICHEȊ6ERKEHRSNETZ

Beste Betreuung in Schruns. gnostische und therapeutische MĂśglichkeiten. Die Reha-Klinik Montafon ist Vertragspartner der meisten Sozialversicherungen. Dadurch entstehen fĂźr PatientInnen bei Bewilligung durch die Kasse â&#x20AC;&#x201C; bis auf einen kleinen Selbstbehalt â&#x20AC;&#x201C; keine Kosten. FĂźr Georg Posch besonders nennenswert ist die gute Vernetzung mit der Gemeinde Schruns, den Krankenhäusern in Vorarlberg und Tirol sowie den niedergelassenen Ă&#x201E;rztInnen. Weitere Informationen: www.rehaklinik-montafon.at ANZEIGE

Gerne beantworten wir Ihre Fragen: 2EHA +LINIKČŠ-ONTAFONČŠ"ETRIEBS 'MB(ČŠ 7AGENWEGČŠ A ČŠ ČŠ3CHRUNSČŠ 4EL ČŠ ČŠ ČŠ OFlČŠCE REHAKLINIK MONTAFON AT WWW REHAKLINIK MONTAFON AT

Meine Reha im Ländle

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Als Sonderkrankenanstalt fßr Rehabilitation ist dies die einzige MÜglichkeit fßr stationäre Reha-Aufenthalte direkt im Ländle. Geschäftsfßhrer Georg Posch berichtet von der erfreulich konstanten Auslastung von 100% im aktuellen Jahr. Trotzdem betrage die Wartezeit nicht mehr als rund drei Wochen.

sČŠ &ACHĆ&#x160;RZT)NNENČŠFġRČŠ/RTHOPĆ&#x160;DIE ČŠ0HYSIKALISCHEČŠ-EDIZINČŠUNDČŠ 2EHABILITATIONČŠSOWIEČŠ.EUROLOGIEČŠUNDČŠ+ARDIOLOGIEČŠDIREKTČŠ IMČŠ(AUS


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Chronische Kreuzschmerzen Wenn über Kreuzschmerzen gesprochen wird, denkt man unweigerlich an einen Bandscheibenvorfall. Es gibt aber, insbesondere beim jüngeren Menschen, Veränderungen an der Bandscheibe, welche nichts mit einem Vorfall oder einer Vorwölbung zu tun haben. Immer wiederkehrende, sprich chronische Kreuzschmerzen sind zermürbend und reduzieren die Lebensqualität. Patienten mit diesem Beschwerdebild haben meist einen langen Leidensweg hinter sich. Mit der herkömmlichen CTUntersuchung konnte lange Zeit keine Erklärung für diese chronischen Kreuzschmerzen gefunden werden. Erst durch die Entwicklung der Magnetresonanztomografie wurden an der Bandscheibe Verände-

rungen festgestellt, welche als „Black Disc – Schwarze Scheibe“ bezeichnet werden. Dabei handelt es sich vermutlich um einen Bindegewebsdefekt, welcher bewirkt, dass es zu einem Strukturverlust der Bandscheibe kommt, d. h. die Bandscheibe löst sich auf (brennt aus) und wird dadurch weicher. Schwarzverfärbung sichtbar In der MRT-Aufnahme ist dies durch eine Schwarzverfärbung der Bandscheibe erkennbar. Funktionell kommt es zu einer Mehrbeweglichkeit des betroffenen Bewegungssegmentes, was wiederum die Ursache für die immer wiederkehrenden Kreuzschmerzen ist. Diese Veränderungen treten insbesondere bei jüngeren Menschen auf und sind oft nur auf eine Bandscheibe beschränkt. Diagnose Die Patienten klagen über immer wiederkehrende, in Ruhe als auch unter Belastung auftretende Kreuzschmerzen. Dabei kommt es meist zu keiner Ausstrahlung in beide Beine. Physikalische Therapien und Schmerzmedikamente führen zu einer leichten Linderung der Beschwerden. Dies ist allerdings nur von kurzer Dauer.

Eine MRT-Aufnahme mit Darstellung einer „Schwarzen Bandscheibe – Black Disc“ in Höhe L4/L5.

Therapie Die Therapie besteht, sofern der Patient konservativ austherapiert ist, in der operativen Versorgung. Dabei wird über einen minimal invasiven Zugang, d. h. ohne großen Schnitt, eine perkutane Stabilisierung mit Ersatz der Bandscheibe mittels eines Käfigs durchgeführt. Durch die Implantation des Käfigs erhält der Bandscheibenraum wieder die notwendige Höhe und die Wirbelsäule ist in sich wieder stabil. Die oft medial propagierte Diskusprothese (Bandscheibenersatz) hat die an sie gestellten Erwartungen vielfach nicht erfüllt und wird

Prof. Langmayr und seinem Fachärzteteam ist es sehr wichtig, Bandscheiben- und Wirbelsäulenerkrankungen möglichst schonend zu behandeln. heutzutage europaweit nur mehr in seltenen Fällen eingebaut. Möglichst schonend Das Team der Bandscheiben Clinik Tirol, sowie des Wirbelsäulenzentrums Salzburg verfügt über große Erfahrung auf dem Gebiet der minimal invasiven perkutanen Stabilisierungstechniken und kann durchwegs auf sehr gute Erfolge und Ergebnisse verweisen.

In Österreich sind sie führend in diesem Bereich. Prof. Langmayr und seinem Fachärzteteam ist es sehr wichtig, Bandscheiben- und Wirbelsäulenerkrankungen möglichst schonend, nach Möglichkeit minimal invasiv, zu behandeln. Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei der Bandscheiben Clinik Tirol, Marktplatz 7, 6410 Telfs, Tel. 05262 67205, www. bandscheibenclinik.at


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Wandern: Naturerlebnis für alle Sinne Vorbereitung, Ausrüstung und Abstimmung auf die Kondition geben Sicherheit.

Die Tour dem Wetter anpassen, bei Gewitter erst gar nicht aufbrechen.

GUT GERÜSTET. Was im 18. Jahrhundert als „Sommerfrische“ für Auserwählte begann, bedeutet heute für Tausende Menschen eine willkommene Abwechslung zu ihrem meist hektischen Alltag: Der Aufbruch in die Natur – befreiend, stressabbauend, krafttankend, Kondition, Kräfte und Gesundheit stärkend. Und das mit geringem Aufwand. Doch bei aller Einfachheit sollten für ein sicheres Erlebnis bestimmte Grundregeln beachtet werden.

te vorwiegend durch die Bergwelt der Silvretta, des Verwalls und Rätikons. Die 59-Jährige nennt „Wetterberichte, Kartenmaterial und ihre eigenen Erfahrungen, aber auch die anderer“ als bevorzugte Wegweiser, die „gut durchdachte und passende Ausrüstung“ als unbedingte Begleiter.

Akkurat vorbereiten „Die Planung einer Tour hat oberste Priorität“, betont Wanderführerin Monika Vonier. Die Vandanserin steht dem Montafoner Wanderführerverein „Bergaktiv“ vor und begleitet seit neun Jahren Wanderbegeister-

Kondition einschätzen So zählt sie knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle zur logischen Ausstattung und ergänzt: „Die Kleidung sollte dem Wetter entsprechend gewählt werden. Auf jeden Fall ist Funktionsbekleidung, möglichst bunt und

MONIKA VONIER

damit sichtbar, ratsam.“ Auch empfiehlt sie eine Kopfbedeckung. Sonnenbrille und -schutz sollten ebenfalls nicht fehlen. Gut sind darüber hinaus Wanderstöcke. „Sie helfen das Gleichgewicht zu halten und dienen beim Abwärtsgehen als Stütze und Entlastung für die Gelenke“, erläutert Vonier. In den Rucksack wiederum gehört: „Verbandszeug, Feuerzeug, Taschenlampe, Trillerpfeife, Taschenmesser, Kartenmaterial und Handy“, zählt die Wanderführerin auf. Wind-, Regen und Kälteschutz sollten ebenfalls verstaut werden. „Die Trinkflasche wird idealerweise mit Wasser, verdünnten Fruchtsäften, Tee oder isotonischen Getränken gefüllt“, so Monika Vonier. Beim Proviant rät sie ebenfalls zur Leichtigkeit. „Nüsse, Riegel oder Trockenfrüchte geben Energie.“ Bei längeren Wanderungen ergänzen Käse, Speck, Wurst und Brot die Proviantbox.

Der Ausblick auf die unberührte Natur und deren Gebilde entschädigt für allen Mühen. FOTOS: HP

Auf dem Weg bleiben Nun kann das eigentliche Vergnügen beginnen. Aber: „Seien Sie bei der Planung realistisch und wählen Sie eine Tour entsprechend der Kondition“, mahnt die „Bergaktiv“-Obfrau. Das inkludiert auch das Tempo. „Langsam beginnen, sich dann steigern und nicht von anderen zum schnelleren Gehen verleiten lassen“, nennt sie als Grundregel und ergänzt: „Aufwärts bewusst lang-

sam gehen und abwärts die Geschwindigkeit wiederum drosseln. Immer mit Blick auf den Weg.“ Regelmäßige Pausen sind weitere Garanten für eine genussvolle und sichere Wanderung. Noch eines: „Verlassen Sie niemals die markierten Wege“, fordert Vonier auf. „So sorgen Sie nicht nur für ihre eigene Sicherheit. Sie schützen gleichzeitig die einmalige Pflanzenwelt und den Lebens- und Rückzugsraum der Tiere.“

Rucksack-Checkliste

Am Höhepunkt einer jedenr Wanderung steht die gemeinsame Jause.

Niemals den markierten Weg verlassen.

Orientierungshilfen unterwegs Wegweiser geben einen wichtigen Hinweis auf den Schwierigkeitsgrad und die Dauer einer Wanderung. Während die Kennzeichnung mit den Farben Gelb-Weiß (in der Wanderkarte mit einer durchgezogenen roten Linie gekennzeichnet) einen breiten, bequemen Wanderweg bezeichnet, weisen die

HINWEISE.

Farben Rot-Weiß-Rot (in der Wanderkarte strichliert dargestellt) auf einen Wanderweg oder Wanderpfad, der ausschließlich mit gutem Schuhwerk (Profilsohle) begangen werden sollte. Unterschiedliche Dauer Die Farben Blau-WeißBlau (in der Wanderkarte punktiert signalisiert)

sollten nur von wirklich geübten Wanderern, die trittsicher und schwindelfrei sind, in Angriff genommen werden. „Bei der Dauer“, betont Wanderführerin Monika Vonier aus Erfahrung, „können Unterschiede bestehen. Im Montafon jedenfalls kann man sich auf die Zeitangabe verlassen. Sie liegt im Mittelmaß.“

Entspannt wandern mit einem gut gepackten Rucksack.

Getränke Proviant Verbandszeug Handy Wanderkarte Regenschutz Sonnenschutz Feuerzeug oder Streichholz Taschenlampe Trillerpfeife Taschentücher Wanderstöcke

Wandern mit Kindern ABENTEUER. Bei Kindern steht nicht die Leistung, sondern das Abenteuer im Mittelpunkt. Einen Murmeltierbau entdecken, den Duft der Bergblumen riechen, die Beeren direkt vom Strauch pflücken: das sind Erlebnisse, die den Kindern das Wandern schmackhaft machen. Auch die Aussicht auf den Abenteuerspielplatz Bach

oder eine gute Jause lassen die Kleinen tatkräftig voranschreiten. Achtung bei der Planung der Wegzeit: Das Entdecken der Natur und kleine Trinkpausen beanspruchen Zeit. Daher gilt als Faustregel: doppelte Zeit einplanen. Auch beim Proviant und beim Trinken sollte mehr eingepackt werden.


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Ressourcen und Geld sparen

Manfred Brunner, VGKK-Obmann

Tipp Wenn es um die Pflege zu Hause geht, ist die Hauskrankenpflege Vorarlberg mit ihren 66 privaten Krankenpflegevereinen der richtige Ansprechpartner. Mit einem vergleichsweise geringen Mitgliedsbeitrag – derzeit durchschnittlich 27 Euro jährlich – kann sich jeder im Bedarfsfall das Recht auf Pflege und Betreuung sichern. Abhängig von den örtlichen Krankenpflegevereinen fällt dabei nur ein geringer Pflegebeitrag an.

VGKK setzt auf erneuerbare Energien. (Foto: Pitopia/Andi Nowak)

Energie einsparen ohne spürbaren Qualitätsverlust – dieses Ziel hat die VGKK mit dem Projekt „Energieeinsparung“ im Jahr 2011 erreicht. Insgesamt wurden dabei 135.266 kWh an elektrischer Energie eingespart. Was das konkret heißt, wird beim Vergleich deutlich: tatsächlich ist das nämlich der Stromverbrauch von 27 Einfamilienhäusern. Das geschätzte Einsparpotenzial wurde damit um mehr als das Doppelte übertroffen. Größere Einsparungen konnten außerdem im Bereich Wärmeerzeugung (Pellets, Gas) erzielt werden – und zwar insgesamt rund 94.000 kWh. Beide Maßnahmen hatten neben dem Effekt der Ressourceneinsparung auch um rund 20.000 Euro geringere Kosten (rund 15.000 Euro beim Stromverbrauch und rund 5000 Euro bei Gas und Pellets) zur Folge. Mit der Umsetzung des Projekts „Energieeinsparung“ wurde Anfang dieses Jahres auch in den Servicestellen der VGKK begonnen. Dem Umweltgedanken hat sich die Vorarlberger Gebietskrankenkasse schon seit 2003 verschrieben. Damals wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 20 kW in Betrieb genommen. Bis Ende 2011 wurden rund 183.000 kWh erneuerbarer Energie in das Netz der VKW eingespeist. Der Bau dieser Anlage hat sich innerhalb von acht Jahren amortisiert. Aufgrund der bisherigen, sehr positiven Erfahrungen ist für 2013 auf dem Dach der Servicestelle Bregenz der Bau einer weiteren Anlage mit einer Kapazität von 50 kw geplant.

www.vgkk.at

Die VGKK unterstützt die Hauskrankenpflege einerseits, um deren hervorragende Arbeit zu fördern, und andererseits, um sicher zu stellen, dass Menschen ein leistbares Pflegeangebot zur Verfügung haben. Besonders auch dann, wenn es um langfristige Pflege geht oder in Bereichen wie der Wundversorgung, die bei Inanspruchnahme privater Angebote die finanziellen Möglichkeiten der meisten Betroffenen übersteigt. Die Hauskrankenpflege erhält von der VGKK neben der vertraglichen Leistungsabgeltung für die zu erbringende medizinische Hauskrankenpflege, auf die Versicherte einen Anspruch haben, auch eine jährliche freiwillige Förderung. Außerdem werden den Vereinen kostenlos Heilbehelfe und Heilmittel zur Verfügung gestellt. Informieren Sie sich über die Angebote Ihres örtlichen Krankenpflegevereins. Sie werden überrascht sein über das breite Leistungsspektrum, das Sie im Bedarfsfall zur Verfügung haben. Mehr Infos finden Sie unter www.hauskrankenpflege-vlbg.at


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