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Fit & Gesund FREITAG, 27. APRIL 2012

VORARLBERGER NACHRICHTEN

GESUNDHEITSBEILAGE DER VORARLBERGER NACHRICHTEN

SPORTLICH ENGAGIERT

MUNDHYGIENE

BESONDERE INITIATIVE

TABUTHEMA MUNDGERUCH

Unter dem Motto „Bewegung und Begegnung“ formiert sich in Hohenems eine buntgemischte Gruppe für den diesjährigen Frauenlauf.

Spezifische Bakterien sorgen zuweilen für üblen Atem. Selbiger gilt als Liebeskiller schlechthin. Schon einfache Maßnahmen helfen.


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VORARLBERGER NACHRICHTEN

Kommentar

Marlies Mohr

Von Bewegung und Begegnung Im Duden finden sich unter dem Begriff „Integration“ erstaunlich viele Erklärungen: Vervollständigung, Eingliederung, Vereinigung, ergänzend, zu einem Ganzen gehörend. Man hätte vielleicht noch „dazugehörig“ anfügen können. Denn das sollte Integration in erster Linie bewirken, dass Menschen sich anderen Kulturen zugehörig fühlen. Es gibt in Vorarlberg viele Bemühungen, diesem Ansinnen gerecht zu werden. Am besten funktioniert das immer noch bei Kindern, weil die weder sprachliche noch andere Grenzen kennen oder ernstnehmen. Aber auch der Sport vermag unterschiedliche Menschen zusammenzuführen. Das zeigt sehr eindrucksvoll die Initiative „Bewegung und Begegnung“, ins Leben gerufen von zwei engagierten Frauen. Es ist schön zu sehen, wie junge Türkinnen selbstbewusst in Kopftuch und Laufschuhen auftreten. Und wie sich eine immer größer werdende Gruppe aus „Einheimischen“ und „Zweiheimischen“, wie es heutzutage auch schon heißt, formiert. Ein Beispiel, das wärmstens zur Nachahmung empfohlen werden kann. Es sind übrigens noch ambitionierte Läuferinnen gesucht, denn die Damen trainieren für den Frauenlauf. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 9 des Journals. Körperliche Aktivitäten tun auch unserer Lebenspumpe, dem Herzen, gut. Wie Sie das in Schuss halten, erfahren Sie ebenfalls in dieser Ausgabe. Daneben finden Sie noch eine Fülle an Informationen zu verschiedenen Themen, die Ihnen helfen sollen, Gesundheit und Wohlbefinden zu bewahren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Integration sollte bewirken, dass Menschen sich anderen Kulturen zugehörig fühlen.

Im Winter angesetzte Kilos kann man natürlich nicht wegschmelzen, indem man sich in die heiße Sauna-Kabine setzt. Aber man kann den Stoffwechsel ankurbeln.

Frühjahrskur für Körper und Geist Auch wenn es wärmer wird, leistet die Sauna wertvolle Dienste fürs Wohlbefinden. LEBENSGEISTER. Im Frühjahr kehren die Lebensgeister zurück. In der Natur regt es sich, und auch der menschliche Organismus lebt wieder richtig auf. Jetzt heißt es sich vom Winterballast befreien, um sich wohlzufühlen und um spätestens im Sommer wieder in gewohnter Fitness zu präsentieren. Eine gute Möglichkeit, den Stoffwechsel anzukurbeln, bietet die Sauna. Heute gibt es Sauna-Varianten für jeden Geschmack, die einen nachhaltigen und wissenschaftlich belegten Effekt auf die Gesundheit haben.

Im Sanarium mit SaunaPur beispielsweise ist die Temperatur zwischen 46 bis 80 Grad niedriger als in der klassischen finnischen Sauna. Man schwitzt trotzdem gut, eventuell sogar frühzeitiger, denn dafür ist die Luftfeuchtigkeit mit 40 bis 55 Prozent höher. Außerdem kann sich im Sanarium jeder seinen persönlichen Wohlfühlbereich wählen, egal ob das dann eher die klassische Sauna oder SaunaPur, ein Tropenbad, Aroma- oder Warmluftbad ist. Tiefgehende Erholung Wie funktioniert das aber genau mit der Entschlackung in der Sauna? Durch die höheren Temperaturen werden Durchblutung und Kreislauf angeregt. In der Abküh-

lungsphase stellen sich die Blutgefäße in Haut und Unterhaut eng, um keine Wärme zu verlieren. So läuft die Durchblutung auf Sparflamme und ausscheidungspflichtige Stoffe können sich ansammeln. Die vermehrte Durchblutung in der Sauna spült sie frei. Dass sie auch aus dem Körper ausgeschwemmt werden, das unterstützt man am besten durch ausgleichendes Trinken. Die tiefgehende Erholung rundet den positiven Effekt der Sauna auf den Menschen ab: Saunieren kommt der Figur und dem Wohlbefinden zugute. Es verscheucht die Frühjahrsmüdigkeit und nebenbei wird, das haben verschiedene Studien bereits gezeigt, das Immunsystem aufpoliert.

marlies.mohr@vn.vol.at

Impressum Redaktion Marlies Mohr Tel. 0664 80588-385, E-Mail: marlies.mohr@vn.vol.at

Verkauf Carina Wiedl Tel. 05572 501-278, E-Mail: carina.wiedl@medienhaus.at

Beiträge, Fotos und Quellen: Marlies Mohr, Heidemarie Netzer, Klaus Hartinger, Bernd Hofmeister, Shutterstock Verleger (Eigentümer), Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Eugen Russ Vorarlberger Zeitungsverlag und Druckerei Gesellschaft mbH, Herstellungs- und Verlagsort, alle 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Redaktion und Anzeigen: Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

Kinderernährung (k)ein leidiges Thema GESCHMACK. Wir essen, was wir gewohnt sind, weil wir gewohnt sind, was wir essen. Das ist auch bei Kindern nicht anders. Allerdings müssen Kinder nach der Milchphase ihren Geschmack erst entwickeln. Auch gibt es Zeiten, in denen die ungesunden und deshalb von Eltern unerwünschten Nahrungsmittel bei den Kleinen einfach mehr Zuspruch finden. Trotzdem muss das Thema nicht zu

Machtkämpfen am Tisch führen. Mit ein paar Tricks lässt sich die Situation für beide Seiten entspannen. So hilft es, Neues mit Bekanntem zu kombinieren. Frische Früchte können zunächst püriert unter Joghurt oder Quark angeboten werden. Und auch das Gemüse ergibt püriert eine gesunde Beilage. Denn auch an die Konsistenz eines Nahrungsmittels müssen sich Kinder erst gewöhnen. Sind die

Kinder schon älter kann die Form des Essens für Akzeptanz sorgen. So werden in Stifte geschnittene Möhren als „Gemüsepommes“ oft besser angenommen. Dennoch dürfen ungesunde, aber geliebte Speisen einen festen Platz im Speiseplan haben. Meist ist es ja die Menge und das Verhältnis zu anderen Nahrungsmitteln, was ein Gericht letztlich gesundheitsschädlich werden lässt.


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VORARLBERGER NACHRICHTEN

EKG gegen Herzinfarkte aus heiterem Himmel Diese Art der Vorsorge wird vor allem für ältere Personen derzeit diskutiert. Menschen über 70 können auch ohne verdächtige Symptome Herzattacken erleiden. Als einfaches Frühwarnsystem könnte sich das altbewährte Elektrokardiogramm (EKG) eignen. Dies haben Forschende aus Bern, Lausanne und San Francisco herausgefunden.

FRÜHWARNSYSTEM.

Weniger Aussagekraft Wenn bei einem gesunden Senior der Herzschlag stockt oder der Vorhof flimmert, gilt es aufzupassen: Herzrhythmusstörungen können bei dieser Altersgruppe auf ein künftiges Herzinfarktrisiko hinweisen. Bei

Menschen über 70 Jahren sind die gängigen Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen wie hoher Blutdruck, Altersdiabetes oder Rauchen nicht so aussagekräftig wie bei Leuten mittleren Alters. So kann es auch ohne die typischen Symptome wie Brustenge, starkes Schwitzen oder Atemnot zu einem Herzinfarkt kommen. Auffälligkeiten im Elektrokardiogramm (EKG) könnten jedoch bei der Frühwarnung dieser Altersgruppe helfen, berichtete ein Team um Reto Auer vom Universitätsspital Lausanne und der University of California in San Francisco. Auch Mediziner vom Inselspital Bern waren an der Studie beteiligt. Die Mediziner analysierten während acht

Jahren die EKG von fast 2200 gesunden Testpersonen im Alter von 70 bis 79 Jahren. Senioren mit leichten oder schweren Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern erlitten mehr Herzattacken als jene ohne solche Anomalien. Dieser Befund blieb auch bestehen, als die Forscher alle anderen bekannten HerzinfarktRisikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterolwerte mit berücksichtigten. Zwar verbesserten die EKG-Daten die Vorhersage für Herzinfarkte nur geringfügig, schrieben die Forscher nun im Fachblatt „Journal of the American Medical Association“ (JAMA). Doch weil die Methode günstig, weit verbreitet und sicher sei, könne ein Vorsorge-EKG

Das EKG ist als Herzinfarktvorsorge im Gespräch.

bei gesunden Menschen über 70 sinnvoll sein. Das EKG diente bisher eher der Diagnose von Herzrhythmusstörungen oder eines akuten Herzinfarktes. Kontroverse Empfehlungen Die Empfehlungen zur EKG-Vorsorge gehen derzeit allerdings auseinander. Die präventionsmedizinische Fachgesellschaft „U.S. Preventive Services Task Force“ hat sich weder für noch gegen routine-

mäßige EKG zur Vorbeugung von Herzinfarkten ausgesprochen. Es gebe noch keine Beweise für ihren Nutzen. Die Fachgesellschaft „American Heart Association“ (AHA) hingegen empfiehlt die EKG-Untersuchung bei Erwachsenen mit erhöhtem Blutdruck oder Diabetes. Laut der Autoren der aktuellen Studie seien nun weitere Studien über den Nutzen von EKG-Scans nötig.

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VORARLBERGER NACHRICHTEN

Mit Petersilie gegen den Liebeskiller Mundgeruch muss nicht sein. Entsprechende Mundhygiene löst viele Probleme. TABUTHEMA. Es handelt sich um ein wahrlich anrüchiges und deshalb immer noch weitgehend tabuisiertes Thema. Denn nach wie vor ist es in erster Linie der Zahnarzt, der Patienten die „üble“ Botschaft überbringen muss, dass sie Mundgeruch verströmen. In den meisten Fällen steckt hinter Halitosis, so der medizinische Fachbegriff, aber keine Erkrankung. „Zu 90 Prozent liegt die Ursache in einer mangelnden Mundhygiene“, bestätigt Dr. Wolfgang Burger, Zahnarzt in Feldkirch. Verbessert sich diese, sind sehr viele Probleme schon gelöst. Zum Beispiel solche, die Beziehungen betreffen. Denn Mundgeruch gilt als der Liebeskiller schlechthin.

Ärztlichen Rat einholen Die häufigsten Gründe, warum man den anderen buchstäblich nicht riechen kann, liegen im Mund selbst: Schlechte Mundhygiene, Entzündungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates (Parodontitis), Karies sowie Beläge auf der Zunge zählen dazu. „Dort befinden sich übrigens 60 Prozent der oralen Mikroorganismen“,

unterstreicht Wolfgang Burger die Bedeutung der Zunge im Zusammenhang mit Mundgeruch. Und er betont: „Bei Symptomen sollten Betroffene nicht lange zögern und ärztlichen Rat einholen.“ Ansprechpartner sind Zahnarzt und HNO-Arzt, da weitere Ursachen im Rachen, in den Atemwegen und zuweilen auch im Magen gegeben sein können. Vor allem Mandelund Rachenentzündungen sorgen für schlechten Atem. Nach einer Therapie sollte sich das Problem jedoch nicht mehr stellen. „Außerdem muss an Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, an bestimmte Medikamente und Rauchen gedacht werden“, empfiehlt Burger. Was Arzneimittel betrifft, so können diese als Nebenwirkung einen verminderten Speichelfluss haben,

Mit einem Zungenschaber aktiv gegen Bakterien.

Im Notfall kann auch ein Blättchen der Zitronenmelisse für einen frischen Atem sorgen.

was Halitosis begünstigt. Fasten, Mundtrockenheit, Stress, Dehydration, Schnarchen und spezielle Nahrungsmittel wie Knoblauch und Zwiebel sind ebenfalls Wegbereiter des Mundgeruchs. Spezifische Bakterien Der schlechte Geruch selbst entsteht häufig durch spezifische Bakterien. „Sie siedeln sich vor allem auf der Zunge und in krankhaft vertieften Zahnfleischtaschen an, wo sie sich auch vermehren“, erklärt Dr. Wolfgang Burger. Diese Bakterien verstoffwechseln Eiweiße, was zur Entstehung flüchtiger Schwefelverbindungen führt, die ihrerseits nach „faulen Eiern“ riechen.

Mundgeruch kann mit einem sogenannten „Halimeter“ gemessen werden. Er zeigt die Konzentration dieser flüchtigen Schwefelverbindungen an. Umfassende Zahnhgyiene Das Um und Auf zur Vermeidung von Mundgeruch ist eine entspre-

chende Mundhygiene mit verlässlicher Zahnpflege. Dazu gehört auch die Verwendung von Zahnseide und desinfizierend wirkenden Mundspülungen. Außerdem sollte ein- bis zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchgeführt werden.

Tipps für frischen Atem ➔ Achten Sie auf eine gründliche Zahnpflege und regelmäßige professionelle Zahnreinigung (Mundhygienesitzungen) bei Ihrem Zahnarzt. ➔ Die Reinigung der Zunge mit einem speziellen Zungenschaber reduziert deutlich die Zahl der geruchsbildenden und krankmachenden Bakterien. ➔ Nehmen Sie immer ausreichend Flüssigkeit zu sich, z. B. Wasser oder ungesüßten Tee ➔ Gegen schlechten Atem helfen zusätzlich zur täglichen Zahnpflege antibakterielle Mundspülungen oder Salbeitee. Empfehlung: „Meridol-Halitosis“ oder Teebaumöl-Produkte. ➔ Bei einer „Knoblauchfahne“ helfen Milch, frische Petersilie, Zitronenmelisse, Kaffeebohnen oder zuckerfreier Kaugummi.

Thymian und Efeu bei trockenem Husten Verschiedene Tees aus Heilpflanzen können Patienten mit trockenem Husten Linderung verschaffen. „Bei Hustenreiz sind Aufgüsse aus Thymian und Efeu besonders empfehlenswert“, sagt HNO-Facharzt Wolfgang Hornberger. Sie wirkten zugleich hustenstillend und -lösend. Noch wirksamer als Tees sind oft Extrakte, die entweder als Pastillen,

LINDERUNG.

Sirup, Saft oder Tropfen eingenommen werden. Sie sind nämich höher dosiert. „Generell ist es bei Reizhusten wichtig, viel zu trinken, die Stimme nicht zu stark zu strapazieren, das Husten nicht zu provozieren und Rauchen sowie zu kalte Luft zu meiden. Weiters sollte durch regelmäßiges Stoßlüften und durch feuchte Handtücher oder Wasserschalen auf der Heizung

auf eine nicht zu trockene Raumluft geachtet werden“, rät Hornberger. Hält sich ein trockener Husten länger als eine Woche, schmerzt das Husten sehr oder treten andere Beschwerden wie Fieber oder Halsschmerzen auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann die Ursache des Hustens, zum Beispiel eine Infektion der oberen Atemwege, abklären und behandeln.

Blüht schön und heilt auch noch: der Thymian.


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Gute Nahrung sorgt für starke Nerven Die richtige Zusammenstellung sorgt für geistiges und körperliches Wohlbefinden. GEGENSTRATEGIEN. Stress: ein Schlagwort, das heutzutage nicht nur in aller Munde, sondern in aller Leben ist. Gegenstrategien werden viele beschrieben: Entspannung suchen, körperliche Bewegung, das Leben verlangsamen, gute soziale Kontakte pflegen. Auch und insbesondere wirkt sich vollwertige Ernährung positiv auf das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden aus. Besser gesagt: Mit nährstoffreicher Nahrung kann der Körper besser auf Stress reagieren, Stress bewältigen, Stressattacken abwehren.

Mangelerscheinung Jeder kennt diese Situationen zur Genüge: Der Chef verlangt ein sofortiges Ergebnis, der nächste Geschäftstermin steht an, der Terminplan der Kinder drängt zur Eile, das Essen sollte längst auf dem Tisch stehen. Der

Für eine gesteigerte Stresstoleranz lieber in einen Apfel als in einen Schokoriegel beißen.

Nüsse überzeugen durch ihren hohen Anteil an wertvollen Inhaltsstoffen. FOTOS: HP

Herzschlag beschleunigt sich, die Muskeln spannen sich an, die Atmung wird schneller. „Diese Aktivierung ist durchaus positiv“, erläutert Ernährungswissenschafterin Mag. Angelika Stöckler. Doch bei langandauerndem Stress kann dies ins Gegenteil umschwenken. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfungszustände sind die Folgen. Die Gesundheit wird massiv beeinträchtigt. Dabei „schwächelt“ nicht nur das Immunsystem. Auch das Risiko für Bluthochdruck steigt und mit ihm die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall. Zudem können Typ-2-Diabetes, Magengeschwüre und Osteoporose begünstigt werden. Gute Zusammenstellung „Eine gut zusammengestellte Ernährung kann uns widerstandsfähiger und damit auch resistenter gegen Stress machen“, vermittelt die Ernährungsexpertin jedoch Hoffnung. So empfiehlt sie Lebensmittel, die reich an komplexen Kohlenhydraten und Mineralstoffen,

Mit einem morgendlichen Müsli mit Obst und Haferflocken die Nerven stärken.

Hafer gilt als klassisches gehirn- und nervenstärkendes Getreide.

wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Phosphor sind. „Eine besondere Gewichtigkeit in stressigen Zeiten haben zudem Vitamine der Gruppe B, C und E sowie Schutzstoffe, die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe und Omega-3-Fettsäuren“, erläutert Stöckler. Im selben Atemzug rät die Ernährungswissenschafterin, eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren, Eier, Käse und andere Milchprodukte nur in Maßen zu konsumieren.

Mahlzeiten in entspannter Atmosphäre haben großen Erholungswert. ANGELIKA STÖCKLER

Mediterrane Küche Für die Umsetzung einer solch angereicherten Ernährung sieht die Expertin, die unter anderem auch für die aks-Gesundheitsvorsorge tätig ist, generell große Vorteile in der mediterranen Küche: Dort bilden kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Reis, Polenta, Kartoffeln, Gemüse, Salat und Obst die Basis der täglichen Mahlzeiten. Die Speisen werden meist mit wertvollen pflanzlichen Ölen wie Raps-, Oliven-, Walnuss- oder Sojaöl zubereitet. Omega-3-fettsäurehaltiger Fisch und Geflügel werden gegenüber rotem Fleisch und Wurstwaren bevorzugt. Wichtige Vitamine, Mineralstoffe und schützende sekundäre Pflanzenstoffe liefern zudem Hülsenfrüchte, Nüsse, Kerne und Samen und ergänzen somit den gesundheitsfördernden Speiseplan. Aufheller für zwischendurch Einen Plan, den wir gerade in hektischen Zeiten

Vorschlag für eine gesunde Hauptmahlzeit: Reis, Geflügel, dazu gedünstetes Gemüse.

allzu oft mit schnellen, belastenden Imbissen und Fastfood durchkreuzen. „Nicht nebenbei oder in Eile essen. Dies verstärkt Stresssymptome und wirkt belastend“, sagt Stöckler und rät gegenteilig zu bewusstem Zeitnehmen fürs Essen in angenehmer Atmosphäre. „Legen Sie während des Tages auch kurze Pausen für Zwischenmahlzeiten ein.“ Denn: So können nicht nur stressbedingte Heißhungerattacken vermieden, sondern auch Leistungstiefs deutlich abgeschwächt werden. Als kleine Stimmungsaufheller für zwischendurch eignen sich

neben Obst, Gemüse, Joghurt und Nüssen auch belegte Vollkornbrote mit Gemüse, Schinken oder Käse. Getränke wie Wasser, Kräuter- und Früchtetees, Milchgetränke oder reine Fruchtsäfte verdünnt mit Wasser sorgen für die optimale flüssige Ergänzung. „Wohlbefinden, gesteigerte Leistungsfähigkeit und Stresstoleranz sind der Dank dafür.“

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Nervenfutter ➔ Frühstück: Ungezuckerte Müsli, Getreidebreie (vorzugsweise Hafer), Vollkornbrot mit fettarmen Belag, Obst, Joghurt, Soja-, Reis- und Hafermilch ➔ Mittag- und Abendessen: Salate und Gemüse jeder Art, Nudeln mit Gemüsesugo, Kartoffeln mit Beilagen wie Spiegelei und Gemüse, Omelett aus Vollkornmehl, Fisch, helle Fleischsorten ➔ Zwischendurch: Bananen, Beeren, Trockenfrüchte, Nüsse, fettarmes Joghurt, Buttermilch, Vollkornbrot mit Schinken, fettarmen Käse oder Topfenaufstrich, leicht gesüßte Müsliriegel ➔ Getränke: Wasser und magnesiumhaltiges Mineralwasser, Kräuterund Früchtetees, frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte, Molke

Weniger empfehlenswert ➔ Frühstück: Semmel mit Butter und Marmelade, Kuchen, Plunderund Blätterteiggebäck, Speck, fettreiche Wurst- und Käsesorten ➔ Mittag- und Abendessen: Frittierte und panierte Speisen, große Fleischportionen, Gemüsegerichte mit Sahnesauce, Nudeln mit Fleischsause ➔ Zwischendurch: Leberkäse-Semmel, Pizzaschnitten, Pommes frites, Kuchen, Kekse, Schokolade, Eis ➔ Getränke: Kaffee und koffeinhaltige Getränke, zuckerhaltige Limonaden, Alkohol


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Dieses Team pfeift auf die Kleiderordnung Besondere Initiative möchte viele verschiedene Frauen zum Frauenlauf bringen. MOTIVATION. Kleiderordnung? Gibt es keine. Hinter dieser Feststellung finden sich vier Rufzeichen. „Jeder Frau darf sich so kleiden, wie sie möchte, auch mit Kopfbedeckung“, betonen Andrea Gross und Vildan Ucar. Denn im Team „Bewegung und Begegnung“, das sich derzeit für den Frauenlauf am 9. Juni formiert, haben kulturelle Ein- und Beschränkungen keinen Platz. „Uns ist wichtig, möglichst viele, vor allem auch migrantische Frauen zu Bewegung zu motivieren“, sagen Gross und Ucar. Wobei die Pläne durchaus ehrgeiziger Natur sind. Man will in diesem Jahr das größte Team beim Frauenlauf stellen.

Sport und Sprache Andrea Gross war im vergangenen Jahr eine von 120 Frauen, die im „Vorarlberg bewegt“-Team den Frauenlauf am Bodensee bestritten haben. „Dabei entstand die Idee, selbst eine Gruppe zu gründen“, erzählt die Fitnesstrainerin. Was ihr besonders auffiel damals: Es gab insgesamt nur sehr wenige bzw. gar keine Frauen migrantischer Herkunft bei dieser Laufveranstaltung. Also machte sie sich auf die Suche nach Gleichgesinnten, fragte im Fitnessstudio herum und traf dabei Vildan Ucar. Die

Flotten Schrittes gemeinsam unterwegs: Sportliche Frauen wollen kulturelle und sprachliche Grenzen überwinden.

zeigte sich sofort begeistert. „Sport ist bei jungen migrantischen Frauen schon ein Thema, aber der Anfang meist schwierig“, weiß Ucar. Doch der Frauenlauf soll nicht nur Anstoß zu regelmäßiger körperlicher Betätigung sein. Mit der Gruppe wollen Andrea Gross und Vildan Ucar ebenso Begegnungsmöglichkeiten schaffen. „Verbale Integration ist der Schlüssel zu allem“, meint Ucar, die Deutschkurse gibt. Auf diese Weise könnten die Frauen auch ihre Sprachkenntnisse erweitern und „man begegnet sich auf Augenhöhe“.

sind die „Ein- und Zweiheimischen“, die nun fleißig für den 5-Kilometer-Lauf entlang des Bodensees trainieren. „Viele von ihnen nehmen zum ersten Mal an einem solchen Bewerb teil“, weiß Vildan Ucar. Eine spezielle Trainingsgruppe gibt es nicht. Die angemeldeten Frauen trainieren, wie und in welcher Form es ihnen behagt. Die meisten sind im Rahmen der Lauftreffs von „Vorarlberg bewegt“ bereits aktiv. Die

Gruppengröße bleibt daher bis zum Schluss ein Geheimnis. Gelüftet wird es erst beim Start zum Frauenlauf. „Dort treffen wir uns dann zum ersten Mal“, freut sich Andrea Gross schon auf diesen Augenblick.

ihr natürlich mehr. Deshalb rührt die Initiative „Bewegung und Begegnung“ überall kräftig die Werbetrommel. Auch in Unternehmen, die laut Andrea Gross zugesagt haben, ihre Mitarbeiterinnen auf diese besondere Aktion hinzuweisen.

Werbetrommel aktiv Zur Zahl der Teilnehmerinnen wagt sie keine Prognose. Im Gegensatz zu Vildan Ucar. „100 sollen es mindestens sein“, sagt sie. Aber lieber wären

Infos und Anmeldung: Andrea Gross, Tel. 0680 1205773, E-Mail: training@andreagross.at Vildan Ucar, Tel. 0699 19790327, E-Mail: vildan@gmx.at oder auf Facebook „Bewegung und Begegnung“

Ich laufe sehr gerne. Vildan Ucar hat mich dann noch überzeugt, bei diesem Team mitzumachen. Ich freue mich schon auf den Frauenlauf.

Ich bin ab und zu unterwegs, aber nicht regelmäßig. Diese Initiative finde ich äußerst interessant und eine gute Form der Integration.

Sport macht Spaß. Ich finde es auch wichtig, in der Gemeinschaft etwas zu unternehmen. Dort soll auch jeder so sein können wie er ist.

Sahin Sercan (30) Lustenau

Özlem Güler (34) Hohenems

Sabine Schmid (41) Hohenems

Umfrage

Geheimnis Gruppengröße Derzeit zählt das Team 42 Frauen. Ab 18 aufwärts

Andrea Gross (li.) und Vildan Ucar hoffen auf rege Beteiligung.


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Gegen Hepatitis schützt nur Impfen Apotheken bieten die Impfstoffe noch bis 31. Mai deutlich günstiger an. SCHUTZ. Leberentzündungen, verursacht durch Hepatitis-Viren, gehören zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. Es gibt nur einen verlässlichen Schutz, und das ist die Impfung. Die Impfstoffe gegen Hepatitis A und Hepatitis A/B für Kinder und Erwachsene sind im Aktionszeitraum in allen Apotheken um über 20 Prozent billiger. Mit rund 52 Prozent ist die Durchimpfungsrate gegen Hepatitis nach wie vor viel zu gering. Umso wichtiger sind Impfaktionen, um bei der Bevölkerung mehr Bewusstsein für Krankheiten, die Hepatitis A und B auslösen können, zu erzeugen. Mag. pharm. Dr. Christiane Körner: „Ziel der Hepatitis-Impfaktion

und der Aufklärungskampagne ist, allen Bürgern bewusst zu machen, dass es auf die HepatitisGefahr nur eine einzige Antwort gibt, nämlich die Impfung. Hepatitis A Hepatitis A ist eine hoch ansteckende Virusinfektion der Leber, die durch das Hepatitis A-Virus hervorgerufen und durch verunreinigte Lebensmittel und Schmierinfektion übertragen wird. Typische Symptome sind Fieber, Übelkeit, Oberbauchbeschwerden und Gelbsucht. Der Schweregrad der Krankheit ist stark altersabhängig. Während die Krankheit bei Kindern eher mild verläuft und aufgrund der grippeähnlichen Symptome oft nicht diagnostiziert wird, ist der Krankheitsverlauf bei Jugendlichen und Erwachsenen meist

schwerer. Eine wirksame Behandlung gegen Hepatitis Typ A gibt es nicht, der Körper muss in einer bis zu acht Wochen langen „Abwehrschlacht“ selbst damit fertig werden. Die Hepatitis A gilt als zweithäufigste Reiseerkrankung nach der Malaria und kommt weltweit vor allem in Regionen niedriger Hygienestandards vor. Aber auch in Ferienregionen im Mittelmeerraum sowie in osteuropäischen Ländern besteht ein Infektionsrisiko. Selbst in Österreich kommt es jedes Jahr zu Ausbrüchen. Hepatitis B Auch bei Hepatitis B handelt es sich um eine durch Virusinfektion hervorgerufene Leberentzündung. Bereits ein einziger Tropfen mit Hepatitis B infiziertem Blut kann ausreichen, um jeden Wassertropfen einer randvollen

Ein kleiner Stich mit großer gesundheitlicher Wirkung.

Badewanne ansteckend zu machen. In vielen Fällen führt Hepatitis B zu einer chronischen Leberentzündung. Hepatitis B ist eines der größten Gesundheitsprobleme, weltweit sind mehr als 2 Milliarden Menschen infiziert. Allein in Österreich leben 42.000 Menschen, die an chronischer Hepatitis B erkrankt sind und – oft ohne es zu wissen – eine hohe Ansteckungsgefahr für andere darstellen. In

Österreich musste in den vergangenen Jahren ein starker Anstieg dieser Erkrankung verzeichnet werden. Hepatitis BViren können über alle Körperflüssigkeiten – vor allem aber über Blut und Speichel – übertragen werden. Impfstoff-Preise Hepatitis A/B für Erwachsene: 55 statt 70,60 Euro Hepatitis A/B für Kinder: 35 statt 44,20 Euro.

Übungen für eine starke Mitte Inkontinenz kann zu großen Einschränkungen im Leben führen. Ein gesunder und kräftiger Beckenboden hingegen verleiht ein positives Lebensgefühl. Die Muskulatur des Beckenausganges wird als Beckenboden bezeichnet. Vereinfacht ausgedrückt, ist der Beckenboden eine etwa 1 cm dicke „Muskelschale“, die in der Mitte des Beckens liegt und das Becken nach unten abdichtet. Die Funktionen des Beckenbodens sind vielseitig. Eine Aufgabe ist das Tra-

Edith Schrott Physiotherapeutin

Regelmäßige Beckenbodenübungen beugen nicht nur Inkontinenzerscheinungen, sondern auch Rückenschmerzen vor.

gen und Stützen unserer Beckenund Unterleibsorgane. Die intakte Muskelspannung ermöglicht uns die Kontrolle über Stuhl und Harn (Kontinenz). Weiters bildet der Beckenboden eine wichtige funktionelle Verbindung zwischen der Bauch- und Rückenmuskulatur. Ohne Beckenbodenmuskulatur können wir weder stehen, gehen noch sitzen. Im Alltag ist der Beckenboden ständig wechselnden Druckverhältnissen ausgesetzt. Verschiedene Kräfte, die z. B. beim schweren Tragen auftreten, drücken über unseren Bauchinnenraum nach unten gegen den Beckenausgang. Der gesunde Beckenboden baut automatisch die notwendige Muskelspannung auf, um den einwirkenden Kräften gegenhalten zu können. Ein schwacher Beckenboden hingegen verliert mit der Zeit seine spontane Reaktionsfähigkeit. Inkontinenz, aber auch Rücken-, Gelenks- und Organbeschwerden, können die Folge sein. Regelmäßige Übungen Fehlfunktionen des Beckenbodens und die daraus resultierenden Fol-

Verbesserung der Beckenbodenmuskulatur durch regelmäßige Übungen. gen lassen Ärzte und Physiotherapeuten zusammenarbeiten. Anhand der ärztlichen Diagnose erstellt der Physiotherapeut zusammen mit dem Patienten ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept. Ein ganzheitliches Beckenbodentraining beginnt mit der eigenen Wahrnehmung der „unsichtbaren“ Muskulatur, welche tief im

Körperinneren liegt. Als Grundlage werden begleitend anatomische Zusammenhänge und Funktionen erklärt. Bei sehr ausgeprägter Beckenbodenschwäche bewährt sich zusätzlich die Elektrostimulation als ergänzendes Therapieverfahren. Aber auch auf Übungsfehler wird hingewiesen. Unter anderem auf die immer noch weit verbreitete Meinung, dass häufiges Unterbrechen des Harnstrahls während dem Wasserlassen eine muskelkräftigende Übung sei. Im Gegenteil, diese Vorgehensweise steht im Widerspruch zur natürlichen Funktion der Blasenentleerung und kann eine bestehende Inkontinenz verstärken. Das Ziel der urogenitalen Rehabilitation und Prävention ist, dass eine optimale Halte- und Schließfunktion der Beckenbodenmuskulatur in allen Alltagssituationen geANZEIGE währleistet wird.


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Pollenbelastung steigt europaweit Laut Studie muss man sich auf eine höhere Allergiebelastung einstellen. Die Pollenmenge sei in den vergangenen Jahren europaweit deutlich gestiegen: Das berichtet ein internationales Forscherteam um die Ökoklimatologin Prof. Annette Menzel von der Technischen Universität München im Fachjournal „PLoS ONE“. Städte seien besonders betroffen. Im Durchschnitt habe der Zuwachs der Pollenmenge in urbanen Gebieten bei drei Prozent im Jahr gelegen, in ländlichen

KLIMAWANDEL.

Gegenden sei es ein Prozent pro Jahr gewesen. Mit dem Klimawandel werde sich dieser Trend noch verstärken, erläuterten die Wissenschafter. Wahrscheinlichste Ursache für die Zunahme sei die steigende CO2-Konzentration. Laborversuche und einige Freilandstudien hätten gezeigt, dass eine höhere KohlendioxidKonzentration in der Luft das Pflanzenwachstum und damit die Pollenproduktion beschleunigen könne. Mildere Temperaturen und zugewanderte Pflanzenarten sorgten zudem für eine längere Pollenflugsaison.

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Tipps für Allergiker ➔ Gehen Sie als Pollen-Allergiker abends duschen und waschen Sie sich die Haare. Dies verhindert, dass die Pollen mit ins Bett genommen werden. ➔ Während der Pollenflugzeit nur wenig lüften bzw. zu den Zeiten, wo die Pollenkonzentration am niedrigsten ist. Bewohnern der Stadt ist zu raten das Fenster morgens gründlich zu öffnen, den Bewohnern auf dem Land dagegen abends. ➔ Blühende Wiesen und Felder meiden. ➔ Sport auf Tage verlegen, an denen es geregnet hat. Kopfbedeckung und Brille tragen. ➔ Rasen regelmäßig schneiden, vermindert die Pollenverbreitung. ➔ Pollenfilter für Lüftung bzw. Klimaanlage im Auto verwenden.

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Gutes Gehör macht aktiver und zufriedener Internationale Studie „Hören ist Leben“ bietet überraschende Einblicke. ASPEKTE. Was hat unser Ge-

hör damit zu tun, wie wohl wir uns in unserer Haut fühlen und wie gesund wir sind? Oder wie häufig wir Sport treiben? Oder wie wir unseren Urlaub planen? Diesen und weiteren bislang wenig bekannten Aspekten rund um das Thema Hören ist „Hear the World“ mit der Studie „Hören ist Leben“ auf den Grund gegangen. Mit überraschenden Ergebnissen: Menschen mit Hörverlust, die mit einem Hörgerät versorgt sind, berichten von einem positiven Einfluss des Hörgeräts auf ihre Lebensqualität, ihre allgemeine Gesundheit und ihr Selbstwertgefühl. Darüber hinaus haben die Befragten wieder mehr Spaß an Sport und Reisen.

Auch zeigt die Studie, dass die Neigung zu Depressionen bei Menschen mit einem unversorgten Hörverlust deutlich höher ist als bei Hörgeräteträgern oder normal hörenden Menschen. Von zentraler Bedeutung Das menschliche Gehör ist ein faszinierendes Sinnesorgan, das für viele Facetten unseres Lebens eine zentrale Bedeutung hat. Es beeinflusst unser körperliches sowie seelisches Wohlbefinden und entscheidet mit darüber, wie aktiv wir unseren Alltag gestalten. Wer schlecht hört, tut sich immer schwerer im Leben, zieht sich zurück und läuft so Gefahr, depressiv zu werden. Prof. Dr. Martin Ohlmeier, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Kassel, dazu: „Menschen mit Hörminderung fehlen

wichtige Möglichkeiten, um mit anderen unkompliziert in Kontakt zu treten. Folge dieser Isolation können eine depressive Entwicklung und erhöhte Ängstlichkeit, aber auch zunehmendes Misstrauen gegenüber anderen sein. Während die Depressionsneigung bei Menschen mit einem unversorgten Hörverlust deutlich höher ist, sind die Unterschiede zwischen Menschen mit Hörgerät und normal hörenden Menschen nur marginal.“ Wer so hinhören muss, sollte sich das Gehör testen lassen.

Mehr Lust am Leben Eine weitere Erkenntnis der Studie: Das Gehör hat einen deutlichen Einfluss darauf, wie mobil und aktiv wir unser Leben gestalten. So bestätigen 69 Prozent der befragten Hörgeräteträger eine verbesserte Mobilität im Alltag. Und auch auf die Freizeitgestaltung wir-

ken sich Hörgeräte aus: 74 Prozent haben wieder mehr Spaß an Theaterund Kinobesuchen. Was im Alltag beginnt, setzt sich in der Fremde fort: 83 Prozent geben an, dass sie dank Hörgerät wieder genauso reisen können wie sie wollen. 62 Prozent der befragten

Hörgeräteträger haben wieder generell mehr Spaß am Reisen. Freude an Sport und Reisen, ein aktiveres und gesünderes Leben: Eine zentrale Erkenntnis der Studie „Hören ist Leben“ ist der positive Einfluss guten Hörens auf die Lebensqualität.

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Alltagslärm als Gesundheitsrisiko Öfter mal die Stille suchen und regelmäßige Kontrollen tun dem Gehör gut. Das Gehör ist für das soziale Miteinander unerlässlich, denn wer schlecht hört, kann auch schlecht mit anderen kommunizieren. Die Möglichkeit, soziale Kontakte aufzunehmen und zu pflegen wird eingeschränkt. Vereinsamung und Isolation können drohen. Der Hör-

RISIKO.

sinn warnt und alarmiert uns außerdem wenn Gefahren auftauchen. Verschiedene Störungen Lärm ist also nicht nur lästig, sondern kann auch die Gesundheit schädigen. „Eine Hörschädigung tritt im Allgemeinen erst ein, wenn man regelmäßig hohen Lärmbelastungen ausgesetzt ist“, erklärt die Fachärztin für Arbeitsmedizin, Dr. Daniela Pejic. Andere Auswirkungen

Tipps zur Lärmvermeidung ➔ Rücksicht: Machen Sie nicht mehr Lärm als unbedingt erforderlich und unter gegebenen Umständen vermeidbar ist. ➔ Ohrschutz bereithalten: Überprüfen Sie vor jeder Tätigkeit, ob ein Hörschutz notwendig ist. Zum Beispiel beim Rasen mähen, Hecken schneiden oder Heimwerken. ➔ Ruhige Freizeitgestaltung: Unterlassen Sie Aktivitäten, die mit viel Lärm verbunden sind. ➔ Zimmerlautstärke: Überprüfen Sie kritisch die Lautstärke an Radio- und Fernsehgeräten. ➔ Kontrolluntersuchungen: Lassen Sie regelmäßig Ihr Gehör von Fachleuten überprüfen. ➔ Öfter mal Stille: Überdenken Sie Ihre Gewohnheiten: Muss der CDPlayer, das Radio oder Fernsehgerät im Hintergrund laufen?

von Lärm können jedoch schon früher auftreten. Lärm verursacht Stress, stört den Schlaf, beeinträchtigt Konzentration und Kommunikation und kann bei Kindern zu einem verringerten Lernvermögen führen. Die Wirkung hängt nicht nur von der Lautstärke ab. Auch die Art des Lärms und die Einstellung des Betroffenen spielen eine Rolle. Berufskrankheit Im Berufsleben kann Lärm ebenfalls zu einem ernsten Problem werden. Mit über 800 Neuerkrankungen im Jahr ist Lärmschwerhörigkeit nach wie vor die häufigste Berufskrankheit in Österreich. Um solchen Erkrankungen vorzubeugen müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verschiedene Auflagen erfüllen: ● Ab einem Dauerlärm

Laute Arbeiten nie ohne entsprechenden Gehörschutz verrichten.

von 80 Dezibel (dBA) muss der Arbeitgeber passenden Gehörschutz zur Verfügung stellen. ● Ab 85 dBA sind die Arbeitnehmer verpflichtet, einen solchen Gehörschutz zu tragen. ● Vor Aufnahme einer gehörschädigenden Tätigkeit und in regelmäßigen Intervallen sind arbeitsmedizinische Untersuchungen des Gehörs vorgeschrieben. Lärm entsteht nicht von alleine, sondern wird von

> Winzig klein – kaum zu sehen

jedem einzelnen von uns verursacht. Den ersten Schritt gegen eine Belästigung durch zu viel Lärm kann deshalb auch jeder selbst setzen, nämlich eigenen Lärm vermeiden. „Schalten Sie den CDPlayer oder das Fernsehgerät doch einfach einmal ab und lassen Sie die Ruhe auf sich wirken. Sie sind es, die durch Ihren Lebensstil entscheiden, ob es um Sie herum leiser wird oder nicht“, so Dr. Daniela Pejic.

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Ein gesundes Herz will umsorgt sein Ausgewogene Ernährung und Bewegung halten die Lebenspumpe am Laufen. Es ist gerade einmal faustgroĂ&#x;, wiegt nicht einmal ein halbes Kilogramm und leistet dabei GroĂ&#x;artiges: an die 100.000 Mal am Tag pumpt das Herz insgesamt mehr als 7000 Liter durch den Organismus. Das Herz ist der Motor des Lebens – ein Leben lang. Vorausgesetzt es wird gut behandelt. Denn Nikotin, Bewegungsmangel, Ăœbergewicht, Bluthochdruck, Cholesterin, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Stress schaden der Lebenspumpe. Zahlen belegen: Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems fĂźhren am häufigsten zum Tode. Schutz bietet einzig der bewusste und respektvolle Umgang mit dem Herzen – sich bewegen, gesund essen und regelmäĂ&#x;ige Kontrollen.

HERZENSSACHE.

Zeiterscheinung Dies fällt oft schwer. Die Wandlung der Zeit und mit ihr die Veränderung des Lebensstils und der

Das Wunderwerk Herz: bei guter „Behandlung“ hält es uns lange ďŹ t.

-gewohnheiten haben nicht nur Gutes mit sich gebracht. Ständiger Zeitdruck belastet, steigende Mobilität schwächt, schnelles Essen schadet. Dabei gelten gerade gesunde Kost und Bewegung zu den Eckpfeilern fĂźr ein funktionierendes Herz. „Treppen nehmen statt in den Lift zu steigen, mit dem Rad fahren oder zu FuĂ&#x;

Erkrankungen des Herzens treffen oft Frauen nach der Menopause, vor allem, wenn diese rauchen. PRIMAR WOLFGANG DICHTL

gehen statt das Auto zu starten“, nennt Dozent DDr. Wolfgang Dichtl, Facharzt fĂźr Innere Medizin und Kardiologie, als Beispiele fĂźr eine einfache, aber effiziente UnterstĂźtzung des Herzens. Dem Primar der kardiologischen Abteilung der Reha-Klinik in Schruns

Der Blutdruck kann auch selbst regelmäĂ&#x;ig kontrolliert werden.

Schon von Kindesbeinen täglich Bewegung einplanen, das Herz wird so vorbeugend gestärkt.

Zum Wohle des Herzens: jeden Tag moderate Bewegung an der frischen Luft.

und Mitarbeiter im LKH Feldkirch sind die „negativen“ Nebenerscheinungen der veränderten Lebensgewohnheiten nichts Unbekanntes. So nennt Dichtl neben dem Mangel an kĂśrperlicher Aktivität auch „ungesunde Kost und die damit einhergehende mĂśgliche Ăœbergewichtigkeit“, als die grĂśĂ&#x;ten Feinde eines gesunden Herzens. „Zudem“, stellt er fest, „gehĂśren Bluthochdruck und insbesondere der Genuss von Nikotin ebenfalls zu den herzschädigenden Faktoren.“

Anders hingegen verhält sich die Wahrnehmung bei zu hohem Blutdruck. Ein Drittel weiĂ&#x; von der das Herz belastenden Diagnose nichts, ein Drittel ist sich der Tatsache bewusst, tut aber nichts dagegen. „Nur jeder Dritte wird einigermaĂ&#x;en zufriedenstellend behandelt“, bringt Dichtl das mangelnde Bewusstsein auf den Punkt. „Dabei fĂźhrt diese Krankheit auf Dauer unweigerlich zur Schädigung des Herzens und gilt zudem als Risikofaktor fĂźr einen Schlaganfall“, so der Internist. Daher empfiehlt er dringend zur regelmäĂ&#x;igen Kontrolle des Blutdrucks bzw. zum Check bei einem Facharzt. „Der Blutdruck wie auch weitere herzschädigende Faktoren, beispielsweise erhĂśhte Blutzucker- und Cholesterinwerte, werden aussagekräftig bei der jährlich anzuratenden Vorsorgeuntersuchung gemessen“, erklärt Primar Dichtl.

Mangelndes Bewusstsein Die Auswirkungen eines „angeschlagenen“ Herzens sind fĂźr Betroffene spĂźrbar. „Atemnot und der Druck im Brustbereich bei Belastung sind die ersten Anzeichen“, erläutert Wolfgang Dichtl und empfiehlt bei dauernden und grĂśĂ&#x;eren Beschwerden dringend einen Arzt zu konsultieren.

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Fastfood vermeiden Vorbeugend kann jeder tätig werden. „Täglich eine Viertel- bis halbe Stunde Bewegung in den Alltag einbauen, nicht rauchen, regelmäßiger Schlaf, Zeitdruck vermeiden und vor allem auf sein Gewicht achten“, betitelt Dichtl als geeignete Maßnahmen. In Sachen Essen favorisiert der Herzmediziner mediterrane Kost mit viel Gemüse, Obst und fettarmem Fleisch bzw. Fisch. Gleichzeitig warnt er vor dem allzu üppigen Konsum von Fastfood. Gerade mit Blick auf die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. „Nicht nur, dass es heutzutage oft an Bewegung fehlt. Der Faktor ungesundes Essen verstärkt noch das Risiko, dass das Herz mit zunehmenden Alter kränkelt.“ Keine reine „Managererkrankung“ Verstärkt beobachtet Wolfgang Dichtl, dass eine Erkrankung des Herzens bzw. die Folge daraus, etwa der Herzinfarkt, nicht mehr

hauptsächlich – wie dies in den letzten Jahren oft beschrieben wurde – die Gruppe der „Manager“ trifft. „Insbesondere Menschen aus sozial schwächeren Schichten mit Migrationshintergrund und Frauen nach der Menopause, die einer Mehrfachbelastung ausgesetzt sind und rauchen, zählen heute zur Risikogruppe“, erläutert der Kardiologe die Folgen der veränderten gesellschaftspolitischen Situation. Als häufigste Erkrankungen des Herzens nennt er die Koronare Herzerkrankung (Gefäßerkrankung), verschiedene Formen der Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen sowie die Herzmuskelschwäche und ergänzt: „Durch das gesteigerte Lebensalter nehmen Rhythmusstörungen und Muskelschwäche gegenüber dem akuten Infarkt immer mehr an Aktualität zu. Denn durch die bessere medizinische Versorgung konnte die Sterberate beim Infarkt von 30 Prozent auf 5 Prozent reduziert werden.“

Häufigste Erkrankungen des Herzens ➔ Koronare Herzerkrankung: Die Herzkranzgefäße versorgen das Herz mit Blut. Sind diese verengt, spricht man von Koronarer Herzerkrankung (KHK). Dabei bilden sich an den Gefäßwänden Entzündungen und Ablagerungen. Das Gefäß wird enger, es fließt weniger Blut. Dem Herzmuskel mangelt es an Nähr- und Sauerstoff. ➔ Herzinfarkt: Die meisten Herzinfarkte entstehen, weil ein Blutgerinnsel ein bereits verengtes Herzkranzgefäß verschließt. Die Folge: Ein Teil des Herzmuskels wird nicht mehr mit Blut, Sauer- und Nährstoff versorgt, vernarbt und droht abzusterben. ➔ Herzrhythmusstörungen: Das Herz schlägt im Normalfall 50 bis 100 Mal pro Minute. Abweichungen, Unterbrechungen und zusätzliche Schläge werden als Herzrhythmusstörungen bezeichnet. ➔ Herzmuskelschwäche: Durch ein „kraftloses“ Herz werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt.

Herzgesunde Ernährung ➔ Gemüse: alle Gemüsearten, ob frisch oder tiefgefroren ➔ Obst: Früchte aller Art ➔ Kartoffeln: regelmäßig essen, als Beilage oder Hauptgericht, vorzugsweise nicht oder nur eingeschränkt mit Fetten zubereitet ➔ Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen, Linsen und andere eignen sich sehr gut ➔ Getreideprodukte: bevorzugt aus Vollkorn, z. B. Vollkornbrot, Vollkornnudeln etc. ➔ Milch und Milchprodukte: vorzugsweise magere und fettarme Varianten, nicht geeignet: Sahne, Käsesorten mit mehr als 30 Prozent Fettanteil ➔ Fisch: bevorzugt Magerfische wie Hering, Makrele, Thunfisch (nicht Konserven) und Lachs ➔ Fleisch: höchstens zweimal pro Woche, fettarmes Fleisch wie Geflügel, Kalb, Kaninchen, Lamm oder Wild bevorzugen ➔ Fette und Öle: auf hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren achten (Rapsöl, Olivenöl) Vermeiden: Öle mit gehärteten Fetten (Trans-Fette), Butter, Schmalz ➔ Nüsse: frisch und ungeröstet empfehlenswert: Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Erdnüsse, Esskastanien ➔ Getränke: Wasser, Tee, ungesüßte Fruchtsäfte, Gemüsesäfte, Wein in Maßen

Das sollten Sie sich zu Herzen nehmen.

Dem Rauchen abschwören: das Herz wird es danken.

Ein gesundes Herz schlägt 100.000 Mal pro Tag ZENTRALE. Das

Herz galt im Volksglauben lange als Sitz der Seele und Liebe. Der Theologe Durandus (gest. 1296) bezeichnete das Herz als einen „mystischen Altar“ und Hildegard von Bingen (1098–1179) als „domus animae“, also Haus der Seele. Medizinisch gesehen ist das Herz das zentrale Pumporgan des menschlichen Blutkreislaufes. Bei einem erwachsenen Menschen schlägt es rund 70 Mal pro Minute, das sind rund 100.000 Herzschläge am Tag. Dabei befördert es etwa fünf Liter Blut pro Minute durch den Körper, wodurch die Organe – vor allem das Gehirn – mit lebens-

wichtigem Sauerstoff versorgt werden. Das Herz besteht aus zwei Hälften, die durch die Herzscheidewand (Septum) getrennt sind. Beide Hälften bestehen jeweils aus dem Vorhof (Atrium) und der Herzkammer (Ventrikel), die über Herzklappen miteinandere verbunden sind. Die erste Herzverpflanzung gelang 1967 am Groote-SchuurHospital im südafrikanischen Kapstadt. Der Patient überlebte 18 Tage. Heute liegt die FünfJahres-Überlebensrate bei über 62 Prozent, vor allem durch Medikamente, die eine Abstoßung des Organs verhindern sollen.

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EXPERTENTIPP: Mag. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis, Klaus

Klare Spielregeln für das Familienglück BELASTUNG. Eine Frau, Mitte 30, verheiratet, halbtags berufstätig und Mutter von zwei Kindern, kommt in Beratung, weil der Familienalltag für sie zunehmend zur Belastung wird. So romantisch ihre Vorstellung war, so sehr hat sie die Realität eingeholt. Ihre Kinder entwickeln immer klarere Vorstellungen darüber wie sie leben möchten und vertreten diese auch vehement. Jeder noch so gut gemeinte Ratschlag stößt auf Widerstand. Ihr Mann verhält sich meist diplomatisch, um die Situation nicht zusätzlich anzuheizen. Diskussionen um die Schlafenszeiten, das Wegräumen der eigenen „sieben Sachen“, das Erledigen von Hausaufgaben, um Zeiten für das Fernsehen und Compu-

terspielen, Streitigkeiten um Süßes sowie ums Essen allgemein gehören, in Abhängigkeit vom Lebensalter der Kinder, in den meisten Familien ein Stück weit zum Alltag. Nehmen die Debatten um bestimmte Themen jedoch an Häufigkeit und Intensität zu, können sie das Familienklima vergiften. Eltern fühlen sich verunsichert und ratlos. Die Frage, wer Schuld an der Situation trägt, stellt sich oft, ist aber nicht hilfreich. Voraussetzung für Veränderung ist, dass Mutter und Vater an einem „Strang“ ziehen und konsequent mit den Kindern an den Auslösern von Problemsituationen arbeiten. Kindliche Bedürfnisse Sind einige der Anlässe für konflikthafte Ausei-

Psychologin Sabine Fleisch.

nandersetzungen klar, überdenken Sie einen Teilbereich genauer, z. B. warum die Situation gerade beim Essensthema eskaliert. Fragen Sie sich, ob es feste Essenszeiten gibt oder ob jeder dann isst, wenn er gerade Hunger hat. Gemeinsame Mahlzeiten, zu regelmäßigen Zeiten eingenommen, schaffen so etwas wie eine Struktur, geben den Kindern Orientierung. Aber auch in der Situation bei

Tisch gibt es einiges zu berücksichtigen: Sorgen Sie für eine ruhige und entspannte Atmosphäre, schalten Sie den Fernseher aus und vermeiden Sie andere störende Reize, die ablenkend wirken und verhindern, miteinander ins Gespräch zu kommen. Welche Tischsitten wichtig sind, gilt es gemeinsam zu besprechen. Denn auch die Bedürfnisse der Kinder dürfen nicht zu kurz kommen. In den meisten Familien kommen folgende kindgerechte Interventionen gut an: Wenn Sie als Eltern Wert auf Obst und Gemüse legen, lassen Sie die Kinder zum Beispiel mithelfen, einen „gesunden Jausenteller“ zuzubereiten. Weiters punkten Sie bei Kindern fast jeden Alters auch mit der Aussicht auf einen Nachtisch nach dem Mittagessen,

sofern Süßigkeiten nicht den ganzen Tag über verfügbar sind. Besonders am Anfang des Veränderungsprozesses werden das elterliche Vorbild und die Konsequenz im Handeln gefragt sein. Für die Mühen werden Sie jedoch bald belohnt – mit dem Glück, das es bedeutet, als Familie gerne Zeit miteinander zu verbringen.

Harmonie bei den Mahlzeiten ist nicht immer die Regel.


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Moderne Behandlung Eine Tagesklinik im Tiroler Oberland setzt österreichweit medizinische Maßstäbe. Die minimal invasiv endoskopischen Behandlungen sind schonend und für den Patienten kaum belastend.

Was ist eine Protrusion und was kann sie verursachen? Bei einer Bandscheibenvorwölbung kommt es zu einer Überdehnung des schmerzempfindlichen hinteren Längsbandes, weiters zu Reizungen von Nervenendigungen am hinteren Rand der Bandscheibe. Die äußere Ringstruktur der Bandscheibe bleibt jedoch, im Unterschied zum Bandscheibenvorfall, intakt. Die Folgen sind für gewöhnlich Kreuzschmerzen, welche lokalisiert sind und sich oft mit Husten und Pressen verstärken, aber auch Schmerzen ins Bein. Mittels Endoskop kann Gewebe direkt aus der Bandscheibe entfernt und dadurch eine Druckentlastung hervorgerufen werden.

Die Bandscheibe ist ein wesentlicher Bestandteil der Wirbelsäule und einem stetigen Wandel von Behandlungsmöglichkeiten unterworfen. Durch modernste bildgebende Verfahren, aber auch durch das „Mehrwissen“ über die Bandscheibe ist es möglich geworden, neue, schonendere und schlussendlich auch effektivere Maßstäbe in der Behandlung zu setzen. Vorreiterrolle Die erste österreichische Tagesklinik für Bandscheibenbehandlungen, welche vor knapp 10 Jahren entwickelt wurde, hat bis heute eine Vorreiterrolle in der Behandlung von Bandscheibenerkrankungen. So war die Bandscheiben Clinik Tirol die erste Abteilung, welche ausschließlich minimal invasiv, endoskopisch den Bandscheibenvorfall behandelt hat. Durch unterschiedliche Zugänge zur Bandscheibe kann auch jeder noch so unangenehm erscheinende Vorfall auf diese Art behandelt werden. Diese Spezialisierung bedurfte sehr großer Aufbauarbeit und der exklusiven Auseinandersetzung mit der Thematik Bandscheibe, ihrer Beschwerdebilder und den möglichen Behandlungstechniken. Fehlmeinung Bei vielen Menschen gilt heute noch der Bandscheibenvorfall und die Bandscheibenvorwölbung als ein nur in letzter Konsequenz zu operierendes Beschwerdebild. So werden Patienten Wochen und Monate lang konservativ therapiert, „weil ja keine Lähmung vorliegt“. Viele schmerzgeplagte Pati-

Vorteile der endoskopischen Behandlungstechnik: - Komplikationsarm - Keine Vollnarkose - Gewebeschonend - Keine Narbenbildung - Kurzer Klinikaufenthalt

Univ.-Prof. Dr. Johann Langmayr (rechts) und Dr. Wolfgang Kreil sind sich einig: „Wirbelsäulenbehandlungen müssen noch schonender werden, das ist auch weiter unser höchstes Ziel.“ enten, welche keine herkömmliche Bandscheibenoperation durchführen lassen wollten, konnten mit der endoskopischen Technik in kürzester Zeit schmerzfrei gemacht und schnell wieder ins Berufsleben reintegriert werden. Dabei wird mittels Endoskop der Vorfall entfernt, jedoch die Bandscheibe in ihrer Struktur belassen. Der Zugang zur Bandscheibe ist eine nur 7 mm messende Hautöffnung sowie die natürliche Austrittstelle des Nerven an der Wirbelsäule, das Nervenloch (Neuroforamen). Bei mehreren hundert Eingriffen in

der Bandscheiben Clinik Tirol und der Zweitniederlassung Wirbelsäulenzentrum Salzburg kam es zu keinen wie immer gearteten schweren Komplikationen. Protrusion In der Bevölkerung herrscht leider oft noch die Unkenntnis, dass eine Vorwölbung oder ein kleiner Bandscheibenvorfall nicht operiert werden muss. Prinzipiell kann aber eine Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) wesentlich mehr Probleme machen als ein Bandscheibenvorfall.

Zukunftsvision Es wäre zu wünschen, dass in Zukunft diese Technik generell zum Standardrepertoire wird. Die Bandscheiben Clinik Tirol ist internationales Ausbildungs- und Weiterbildungszentrum für endoskopische Bandscheibenbehandlungen. „Immer zuerst schonend minimal invasiv und erst bei absoluter Notwendigkeit maximal invasiv“ – so lautet das Behandlungsmotto des Ärzteteams Dr. Wolfgang Kreil, Dr. Markus Donat und Univ.-Prof. Dr. Johann Langmayr, drei äußerst erfahrene und mit exzellenter Reputation versehene Fachärzte für Neurochirurgie. Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei der Bandscheiben Clinik Tirol, Marktplatz 7, 6410 Telfs, Tel. 05262 67205, www. bandscheibenclinik.at


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Da wandern auch Kinder gerne mit SPASS. 50 buchstäblich „kinderleichten“ Wanderungen bietet die Neuauflage des erfolgreichen Wanderführers „Vorarlberg – Mit Kindern unterwegs“. Diese aktualisierte und um fast 20 brandneue Touren ergänzte Ausgabe stellt abwechslungsreiche und familienfreundliche Wanderrouten in Vorarlberg vor. Kurze Wanderungen für alle Altersgruppen, mit moderaten Anstiegen – oftmals auch mit einer Liftfahrt kombiniert – mit landschaftlichen Besonderheiten und vielen Möglichkeiten für unmittelbares Naturerlebnis verstehen es, auch bei Kindern die Freude am Wandern zu wecken.

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Dieter Buck: Vorarlberg – Mit Kindern unterwegs; 168 Seiten mit 48 Tourenvorschlägen, Tyrolia-Verlag, InnsbruckWien 2012, Preis: 15,95 Euro

Spieletipps für unterwegs Ob der Besuch einer Adlerwarte, die Erkundung einer Ruine, die Bewältigung eines wackeligen Stegs oder Spielmöglichkeiten am Bachbett: Spaß, Spannung und Abenteuer kommen bei diesen kindgerechten Unternehmungen nie zu kurz. Und mit den anregenden Spieletipps und Kreativ-Ideen für unterwegs wird der Ausflug zu einem tollen Erlebnis für die

Ein Tag für die Gesundheit und das Wohlbefinden Der 4. Leiblachtaler Gesundheitstag morgen in Lochau bietet informatives Programm. LOCHAU. Gesundheit und Wohlbefinden stehen morgen Samstag, 28. April, im Mittelpunkt des 4. Leiblachtaler Gesundheitstages. Im Schulzentrum Lochau erwartet die Besucher ein bunter Mix aus verschiedenen Anbietern, interessanten Vorträgen und einem attraktiven Rahmenprogramm. Auch die Vorarlberger Gebietskrankenkasse, das aks, pro mente und zwei Schulen präsentieren ihr breitgefächertes Angebot und informieren kostenlos.

Wir machen Mamis und Papis fit + gesund.

ganze Familie. Der Autor, Dieter Buck, leitender Redakteur von „Schwaben Alpin“, ist als Journalist, Fotograf und Buchautor tätig.

Direkte Ansprache Für die interessierte Bevölkerung ist es oft nicht einfach, den Überblick über das vielfältige Angebot im Gesundheitsbereich zu bewahren. Daher gewinnt die direkte Ansprache und Information vor Ort immer mehr an Bedeutung. An diesem Tag geben Experten fachkundige Ratschlä-

ge, wie erfolgreich etwas für das Wertvollste getan werden kann – die Gesundheit. Daneben gibt es Vorträge und Vorführungen sowie Workshops zu den Themen Yoga, Feldenkrais, Babymassage, Musiktherapie für Kinder. Außerdem offerieren die Leiblachtaler Apotheken Gesundheitstests, es gibt Seh- und Hörtests und auch die Krankenpflegevereine stellen sich vor. Vortragsprogramm 11 Uhr: „Chronische Schmerzen – muss das heute noch sein?“ mit Dr. Bernhard Schwärzler, LKH Hohenems 12.30 Uhr: Finanzielle Unterstützungen und Förderungen bei der Pflege eines Angehörigen mit Edith Ploss (Seniorenberatung) 14 Uhr: „Rheumatismus – Osteoporose – Arthrose“ mit Mag. Rudolf Pfeiffer, Stadtapotheke Dornbirn 15.30 Uhr: „Gesunde Zähne – ein Leben lang“ mit Dr. Thomas Bischof, Zahnarzt in Bregenz Leiblachtaler Gesundheitstag: Geöffnet 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei.


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FREITAG, 27. APRIL 2012

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VORARLBERGER NACHRICHTEN

Inanspruchnahme privater Spitäler kann teuer werden

Manfred Brunner VGKK Obmann

Tipp Vorsorge ist ein Schwerpunktthema der sozialen Krankenversicherung. Diesem Anspruch kommt die VGKK in verschiedenen Bereichen nach. Gerade jetzt stellt sich wieder die Frage nach der FSME-Zeckenschutzimpfung.

Klare Regeln zur Krankenbehandlung.

(Foto: pitopia/Alexander Raths)

Die soziale Krankenversicherung garantiert ihren Versicherten die Krankenbehandlung, aber nicht bei jedem Anbieter um jeden Preis. Es gelten dafür ganz klare Regeln. Immer wieder unterliegen Patientinnen und Patienten dem Irrtum, dass die VGKK die Kosten für in privaten – also nicht über den Landeskrankenanstaltenfonds finanzierten - Krankenhäusern vorgenommene operative Eingriffe, Behandlungen etc. zur Gänze übernimmt. Das führt bei Betroffenen in der Folge öfter zu unliebsamen finanziellen Überraschungen. Und zwar dahingehend, dass sie die Kosten zum überwiegenden Teil selbst zu tragen haben. Diese Problematik gibt es in mehreren Bereichen, aktuell zum Beispiel immer wieder im Zusammenhang mit Behandlungen in der Bandscheibenklinik in Telfs. Patientinnen oder Patienten suchen private Einrichtungen auf und sind, wenn sie die Rechnung bei der VGKK einreichen und eine nur geringe oder keine Kostenerstattung erhalten, verärgert. Um das und möglicherweise folgende, langwierige Gerichtsverfahren zu vermeiden, empfiehlt die VGKK dringend, sich vor der Inanspruchnahme von Leistungen in privaten Einrichtungen zu informieren, ob dafür die Kosten auch übernommen werden. Es genügt schon die Einreichung eines Kostenvoranschlags an die VGKK, um abzuklären, ob die geplante Behandlung bezahlt wird oder nicht. Sich vorab zu informieren, kostet einen Anruf oder eine e-mail, Rechnungen erst im Nachhinein einzureichen, kostet dagegen mitunter viel Geld, Zeit und Ärger.

www.vgkk.at

Zur aktiven Immunisierung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) leistet die VGKK pro Impfung für ihre Versicherten und mitversicherte Angehörigen einen Zuschuss von 3,63 Euro. Dieser Zuschuss wird beim Bezug des Impfstoffes in der Apotheke vom Verkaufspreis abgezogen und direkt mit der VGKK verrechnet. Wird der Zuschuss von der Apotheke nicht direkt mit der VGKK verrechnet, kann dieser bei allen Servicestellen – auch im Postweg – unter Vorlage der Originalrechnung unter Angabe des Namens, der Versicherungsnummer und der Bankverbindung beantragt werden. Zwischen 1. Jänner und 31. Juli ist der FSME-Impfstoff in den Apotheken zu einem günstigeren Preis erhältlich. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von Zecken übertragen. FSME ist eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Zentralnervensystems führt. Die Symptome der FSME können einer Grippe ähnlich sein, wie z. B. Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit. Die Erkrankung kann zu bleibenden Schäden, wie Lähmung oder lang andauernder Rekonvaleszenz führen, aber schlimmstenfalls auch tödlich enden. Gehen Sie deshalb unbedingt zur Zeckenschutzimpfung und sichern Sie sich so gegen eine mögliche Erkrankung ab.


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