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Fit & Gesund

VORARLBERGER NACHRICHTEN

GESUNDHEITSBEILAGE DER VORARLBERGER NACHRICHTEN

FREITAG, 21. OKTOBER 2011

ZEITUMSTELLUNG

AQUAGYMNASTIK

JETZT WIRD ES WINTER

MIT WASSER FIT BLEIBEN

Auch wenn der Herbst noch seine schönen Tage hat, ist das Ende der Sommerzeit doch besiegelt. Das bedeutet auch für den Körper eine Umstellung.

In der kühlen Jahreszeit bietet sich ein Besuch im Hallenbad geradezu an. Denn Wasser erweist, gezielt eingesetzt, auch der Fitness gute Dienste.


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Spinat schützt die Gene

KOMMENTAR

Marlies Mohr

Wiener Wissenschafter scheinen das Rätsel um die „Popeye-Diät“ gelöst zu haben.

Von wegen Winterschlaf

I

ch will ehrlich sein: Auch mir als leidenschaftliche Frühaufsteherin fällt es einigermaßen schwer, aus den Federn zu kommen, wenn draußen noch gähnende Finsternis herrscht. Es ist schon etwas anderes, mit Vogelgezwitscher und ersten Sonnenstrahlen in die Gänge zu kommen. Aber, so wie wir uns an das Licht gewöhnt haben, werden wir uns ebenso wieder an die Dunkelheit gewöhnen. Wobei ich Ihnen sagen kann: Es hat durchaus auch seinen Reiz, dem langsam erwachenden Morgen entgegenzulaufen, während sich die Füße durch raschelndes Laub pflügen und der Wind sachte die noch vorhandenen bunten Blätter an den Bäumen streichelt. Da hat sich die Überwindung doppelt gelohnt. Trotzdem: Es ist eine Umstellung und gar manche scheitern daran. Doch Winter sollte nicht mit Winterschlaf gleichgesetzt werden. Der Körper braucht auch in der kühlen Jahreszeit die regelmäßige Bewegung. Da erst recht, würde ich sagen, weil das Immunsystem noch stärker gefordert ist. Es muss schließlich jede Menge Viren abwehren. Kurzum: Das neue „Fit & Gesund“-Journal soll Sie bewegen, sich weiter auf Fitnesspfaden zu bewegen. Wobei man sich Fitness auch in wohliger Wärme aneignen kann. Mit der entsprechenden Ernährung lassen sich dunklere Tage gleichfalls besser bewältigen. Popeye, der Seemann mit dem Spinattick, beispielsweise hat gewusst, was er an dem Grünzeug hat. Und die Wissenschaft weiß es mittlerweile auch. Viel Spaß beim Lesen.

Unser Immunsystem muss gerade jetzt jede Menge Viren abwehren.

marlies.mohr@vn.vol.at

IMPRESSUM REDAKTION Marlies Mohr Tel. 0664 80588-385, E-Mail: marlies.mohr@vn.vol.at

VERKAUF Carina Wiedl Tel. 05572 501-278, E-Mail: carina.wiedl@medienhaus.at

BEITRÄGE, FOTOS UND QUELLEN: Marlies Mohr, Heidemarie Netzer, ameco, Ludwig Berchtold, Philipp Steurer, Roland Paulitsch, Shutterstock Verleger (Eigentümer), Herausgeber, Medieninhaber und Hersteller: Eugen Russ Vorarlberger Zeitungsverlag und Druckerei Gesellschaft mbH, Herstellungs- und Verlagsort, alle 6858 Schwarzach, Gutenbergstraße 1, Redaktion und Anzeigen: Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach

EINFLUSS. 1929 zeichnete der amerikanische ComicGestalter Elzie Segar erstmals die Figur von Popeye, dem Matrosen, der in Gefahr per Spinat zu jenen Kräften kommt, die Asterix und Obelix Jahrzehnte später über einen Zaubertrank bekamen. Nun scheint das Rätsel des Spinats wissenschaftlich geklärt: Wiener Krebsforscher wiesen nach, dass der Konsum von täglich 225 Gramm des passierten grünen Gemüses die Erbsubstanz von weißen Blutkörperchen vor Schäden bewahrt. „Die Studie wurde durchgeführt, um den Einfluss von Spinatkonsum auf die Stabilität der DNA von Lymphozyten (weißen Blutkörperchen) und auf gesundheitsrelevante, biochemische Parameter zu messen“, schrieb das Wissenschafterteam um Siegfried Knasmüller vom Institut für Krebsforschung der MedUni Wien jetzt in der Veröffentlichung der Ergebnisse einer Forschungsarbeit im

Ob Spinat tatsächlich Muskeln macht, ist nicht belegt, aber gesund ist er auf alle Fälle.

europäischen Fachjournal für Ernährung. Besserer Schutz Die Forscher „fütterten“ acht Teilnehmer an der Studie mit homogenisiertem Spinat. Die Dosis betrug 225 Gramm pro Tag. 16 Tage lang. Vor, während und nach der „Popeye-Diät“ wurde gemessen, wie die Erbsubstanz von Lymphozyten aus dem Blut auf die DNA schädigende Enzyme reagierte. Das Ergebnis, so die Fachleute: Schon sechs Stunden nach der ersten „Dosis“ zeigte sich, dass die DNA in ihrer Stabilität besser vor Schäden durch die Enzyme geschützt war. Das zeigte sich während der ganzen Studiendauer.

40 Tage nach dem Ende der Spinat-Zufuhr hatte sich der Effekt wieder verflüchtigt. Im Blut der Probanden wurden auch noch andere Veränderungen festgestellt: So erhöhte sich der Spiegel an Folsäure um 27 Prozent, die mit Gefäßschäden in Verbindung gebrachte Konzentration des Aminosäure-Abbauprodukts Homozystein nahm hingegen um 16 Prozent ab. Die Wissenschafter: „Die Resultate zeigen, dass ein moderater Spinatkonsum die DNA vor oxidativen Schäden schützt und dieses Phänomen von Veränderungen in gesundheitsrelevanten biochemischen Parametern begleitet ist.“

Ständige Snacks sind Gefahr für Kinder PROBLEM. Eltern sollten ihrem Nachwuchs nicht ständig Snacks zum Naschen geben. Davor haben deutsche Kinderärzte gewarnt. Man könne auch problemlos vier bis sechs Stunden nichts zu sich nehmen – abgesehen von Getränken. Doch die Nahrungsmittelindustrie überschütte die potenziellen Konsumenten mit Werbeaussagen wie etwa „für den kleinen Hunger zwischendurch“. Mit Sorgen beobachten die Ärzte, dass sich auch viele Schwangere schlecht

ernährten. Die Häufigkeit von Schwangerschaftsdiabetes steige ständig. Das bedeute für die betroffenen Kinder ein dreifach erhöhtes Risiko, selbst an Fettleibigkeit oder Diabetes zu erkranken. Besser werden muss nach Überzeugung der Kinderärzte auch die Ernährung in Gemeinschaftseinrichtungen wie etwa Schulen. Eltern sollten bei einem Arztbesuch auch mal die Wochenpläne der Angebote mitnehmen, um die Gerichte mit dem Mediziner auszuwerten.

Ein knackiger Apfel stillt den kleinen Hunger zwischendurch.


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Sich fit und gesund schwitzen Wir haben bei den

Experten nachgefragt

Ein Saunabesuch vereint viele positive Auswirkungen auf den Körper. Bei 95 oder 80 Grad „trocken“, bei 50 Grad „nass“ schwitzen – die Facetten eines Saunabades sind mannigfach. Die Auswirkungen auf den Körper ebenfalls: Neben der Stärkung des Immunsystems stehen die Reinigung der Haut, die Gewebestraffung und vor allem das Rundum-Wohlgefühl auf der Vorteilsliste. Und: Saunabesuche haben zu jeder Jahreszeit, in jedem Alter und in jeder Lebenslage Saison. Und das seit zweitausend Jahren.

Kommen Sie fit und gesund durch die kalte Jahreszeit.

IMMUNSYSTEM.

Poren öffnen sich Donnerstagabend im Val Blu in Budenz. Vier Männer sitzen in der „Bärenhöhle“ und schwitzen bei 82 Grad. Saunameister Didi Niedermayer gießt Wasser, versetzt mit Zitronenöl, auf die heißen Steine, fächelt den Saunisten gekonnt mit einem Handtuch die feuchte Luft zu. „Nun ab an die frische Luft und den Körper mit Salz einreiben“, lauten die Anweisungen. „Durch das Schwitzen sind die Poren geöffnet, das Salz kann somit viel besser seine Wirkung tun“, erklärt der Experte. Dann wird lauwarm geduscht, im Kaltwasserbecken abgekühlt und zum Schluss ausgiebig geruht. Anzahl individuell Die Anzahl der Saunagänge ist individuell. Der Ablauf jedoch sollte immer derselbe sein. Zuerst gründlich duschen. „Dann“, empfiehlt der Saunameister, „soll der Körper mit einem Fußwarmbad von innen her angewärmt werden.“ Der erste Saunagang kann starten – durchschnittlich für zehn Minuten Die Dauer soll von jedem Einzelnen abgestimmt auf sein Wohlbefinden gewählt werden. Nach dem ersten „Schwitzen“ wird lauwarm geduscht

In den klassischen, finnischen Saunen wird bei bis zu 100 Grad „trocken“ geschwitzt.

Ätherische Öle verleihen dem Saunabad das gewisse Etwas. DIDI NIEDERMAYER

– so können die SaunaZusatzstoffe optimal über die noch geöffneten Poren wirken und erst danach wird im Kaltwasserbecken abgekühlt. Eine ausgiebige Ruhephase rundet den Saunagang optimal ab. „Nass“ oder „trocken“ Die Sauna-Art soll den persönlichen Empfinden entsprechen. Bei bis zu 95 Grad in der herkömmlichen (finnischen) Sauna wird „trocken“ geschwitzt. Im Dampfbad oder der sogenannten Biosauna hingegen wirken niedrigere Temperaturen (bis zu 50 Grad), jedoch höhere Luftfeuchtigkeiten (Anteil des Wasserdampfes) – bis zu 95 Prozent – auf den Körper. Zusätze, wie äthe-

rische Öle, komplettieren das wohltuende Ergebnis in allen Saunaarten. „Eukalyptus beispielsweise“, weiß Niedermayer aus Lehrgängen, wie etwa dem „Riechkurs“, „wirken positiv auf unsere Atemwege. Orange macht munter, Melisse beruhigt.“ Auch neueste biologische Trends, wie ein Honig-Aprikosen-Peeling während des BiosaunaGanges erfreuen sich steigender Beliebtheit. Entspannter Schlaf Neben der gesundheitsfördernden Komponente gewinnt das Saunieren gerade im Wellnessbereich immer mehr an Bedeutung. Es bietet optimale Entspannung, fördert den Stressabbau, reinigt die Haut von innen, strafft das Gewebe, regt den Stoffwechsel und Kreislauf an, wirkt befreiend auf die Atemwege, fördert einen tiefen, entspannten Schlaf und stärkt insbesondere das Immunsystem und somit die physische und psychische Verfassung des Saunisten.

TIPPS FÜR DIE SAUNA Vorweg immer duschen – so werden die Poren befreit – das Schwitzen wird erleichtert Schmuck und Uhren ablegen – das Metall erhitzt und kann zu Verbrennungen führen Ein Fußwarmbad vorab erwärmt den Körper von innen Saunaart nach individuellen Vorlieben aussuchen Keine Kleidung tragen – ein Badehandtuch dient als Sitzunterlage Saunabaddauer nach persönlichem Einschätzen wählen – durchschnittlich dauert ein Saunagang zehn Minuten Aufgüsse erhöhen die Luftfeuchtigkeit Zugabe von ätherischen Ölen fördern Gesundheit und Wohlbefinden Beim Abkühlen die „Kneipp’schen Regeln“ beachten Gut abgetrocknet und warm eingepackt ausruhen

GUT SEHEN. Für den Körper ist die kalte Jahreszeit eine große Herausforderung: Klirrende Kälte, eisige Luft, überheizte Räume, Triefnasen und hustende Menschen schwächen unser Immunsystem. Viren und Bakterien haben dann leichtes Spiel. „Doch mit gesunder Ernährung lässt sich die körpereigene Abwehr stärken“, so Claudia Holzner vom Diätbüro am LKH Feldkirch.

Einfache Faustregel Vielfalt und Ausgewogenheit gelten auch im Winter als Garanten für eine gesunde Ernährung. Generell ist es in der kalten Jahreszeit empfehlenswert, vermehrt Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu verzehren, um unseren Körper und sein Immunsystem zu stärken. Als Faustregel gilt: • 5-mal pro Tag Obst oder Gemüse – eine Portion entspricht einer „Handvoll“ • bis 2-mal Fisch/Woche • max. 2- bis 3-mal eine Portion Fleisch/Woche • täglich fettarme Milchprodukte • täglich eine Portion Getreideprodukte und Kartoffeln • Süßigkeiten in kleinen Mengen • Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Bohnen öfters auf den Speiseplan setzen • hochwertige Pflanzenöle verwenden, z. B. Rapsöl, Olivenöl, Walnussöl. Sie enthalten Vitamin E und günstige Fettsäuren. Vitaminlieferanten Kleine Gesundheitshelfer sind Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die uns einen natürlichen Gesundheitsschutz bieten. Sie stärken z. B. unser Herz-Kreislauf-System und helfen uns, fit durch den Winter zu kommen.

Vitamine sind kleine Gesundheitshelfer. CLAUDIA HOLZNER, LKH FELDKIRCH

Ideale Vitaminlieferanten zur kalten Jahreszeit sind Kohlgemüse (wie Wirsing, Chinakohl, Endiviensalat, Weißkraut, Rotkraut), rote Rüben, Pastinaken, Karotten, Brokkoli, Karfiol, Knollensellerie, Kürbis, Petersilienwurzel, Rettich, Knoblauch und Zwiebeln. Als Alternative kann man TK-Gemüse verwenden. Aber Vorsicht: zubereitete Fertigmischungen haben oft zu viel Salz, Fett und Geschmacksverstärker. Viel trinken und Bewegung Versuchen Sie zu jeder Mahlzeit eine kleine Portion Gemüse, Salat oder Obst zu essen. Auch beim Obstkauf auf die Saison achten – Äpfel, Birnen haben jetzt Saison! Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte liefern Biotin, Folsäure, Pathothensäure (Vit. B 6), Selen, Eisen, Phosphor, Magnesium und sekundäre Pflanzenstoffe. „Peppen Sie Ihre Gemüsegerichte oder Salate mit Kürbiskernen, Walnüssen, Sonnenblumenkernen auf. Sie enthalten ebenfalls Vitamin E sowie Spurenelemente wie Zink und Selen“, rät Claudia Holzner. Um im Winter fit zu sein, ist es auch wichtig, ausreichend zu trinken. Mindestens 1,5 bis 2 Liter sollte die tägliche Trinkmenge ausmachen. Die besten Durstlöscher sind Leitungs- und Mineralwasser, ungezukkerte Kräuter- oder Früchtetees sowie stark verdünnte Fruchtsäfte (max. ⅓ Fruchtsaft und mind. ⅔ Wasser). Auch im Winter ist es wichtig, sich viel zu bewegen. Körperliche Aktivitäten trainieren das Immunsystem und tun der Seele gut.


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Eine Stunde länger schlafen: Fluch oder Segen? UMSTELLUNG. Am Sonntag, 30. Oktober, um drei Uhr nachts ist es wieder soweit: Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt. Was für die Eulen unter den Schläfern ein Segen ist, ist für die Lärchen ein Fluch. Bei vielen Menschen löst die Umstellung des Schlaf-WachRhythmus körperliche oder psychische Beschwerden aus. Der Schlafexperte Günther W. Amann-Jennson weiß, wie sich die Reaktionen mildern lassen. Wer die folgenden einfachen Tipps befolgt, tut sich zumindest leichter mit der Umstellung. G Wichtigster Grundsatz: keine übertriebenen Befürchtungen um den Schlaf. Der Schlaf reguliert sich selbst, wenn die elementaren Voraussetzungen stimmen. G Schlaffreundliche Tage (Bewegung, Wasser, Atmung, Entspannung etc.) kreieren. G Regelmäßiger Schlaf-WachRhythmus – erst ins Bett, wenn man wirklich müde ist. G Ganzheitliche Schlafunterlage, angenehme Umgebung: kühles Schlafraumklima, Licht- und Schalldämpfung, keine sichtbaren Stressfaktoren oder Uhren. G Kunstlicht mit hohem Blaulichtanteil (Laptop, PC, TV) speziell am Abend vermeiden oder Spezialbrille benutzen. Auch Energiesparlampen haben einen hohen Blaulichtanteil. G Den Schlafplatz mit AlphaPrevent-Sleeppads aufrüsten. Diese speziellen Kunststoffstreifen sind in der Lage, das natürliche Magnetfeld zu stabilisieren. G Sport macht müde: Wer vier bis sechs Stunden vor dem Schlafengehen körperlich aktiv war, schläft besser. Auch Sex wirkt eindeutig schlaffördernd. G „Den Tag abschalten“ vor dem Zubettgehen. Entspannungstechniken wie das autogene Training können bei Einschlafproblemen eine wirksame Hilfe sein. G Am Sonntagabend etwas später als gewohnt zu Bett gehen. G In den ersten Tagen nach der

Erst dann ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist. GÜNTHER W. AMANN-JENNSON

Zeitumstellung abends leichte Mahlzeiten und höchstens wenig Alkohol zu sich nehmen. Auf Kaffee, Tee oder andere aufputschende Getränke bis zu drei Stunden vor dem Schlafengehen verzichten. G Wer eine empfindliche Verdauung hat, sollte die Essenszeiten schrittweise anpassen. G Am Montag lieber eine halbe Stunde früher aufstehen als üblich und die Zeit für das richtige Erwachen nutzen: Frische Luft tanken, einen kleinen Spaziergang machen, Wasser trinken. Erst danach ein leichtes Frühstück. G Wenn Müdigkeit, Kreislaufschwäche oder Unkonzentriertheit auftreten, eine kleine Pause einlegen, an die frische Luft und für genügend Flüssigkeit sorgen. G Wenn das frühere Einschlafen Mühe bereitet, nicht sofort zu Schlafmitteln greifen. Lieber zuerst Kräuter wie Baldrian, Hopfen, Passionsblume oder Melisse in Form von Tees oder Dragees ausprobieren. G Auf einen Mittagsschlaf während der Umstellung verzichten. G Doppelte Vorsicht ist beim Autofahren geboten. Neben einem kleinen „Jetlag“-Syndrom müssen sich die Autolenker auch gegen die früher hereinbrechende Dunkelheit wappnen. Auch beim Arbeiten an Maschinen und im Umgang mit Werkzeugen sollte man während der Umstellungsphase aufpassen. G Im Winter sind wir hormonbedingt weniger unternehmungslustig, öfter niedergeschlagen und haben ein erhöhtes Schlafund Wärmebedürfnis. Was gibt es da Schöneres, als unter eine kuschelige Bettdecke zu schlüpfen und den Schlaf zu genießen? Daher lohnt es sich, auch die Bettausstattung rechtzeitig auf „Winterschlaf“ umzurüsten. Weitere Infos: www.gesunder-schlaf.at


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Influenza – jetzt vorsorgen! Impfung bietet den effektivsten Schutz gegen die Heimtücke Der erste Vorgeschmack auf den Winter ist da. Halsweh, Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen und gelegentlich Fieber sind die unangenehmen Begleiter einer Erkältungskrankeit. Man muss aber zwischen Erkältung und Influenza (Virusgrippe) unterscheiden. Erkältungskrankeit ist nicht gleich Influenza Obgleich die Ansteckungswege – durch Tröpfcheninfektion, also Husten, Niesen, Händedruck – bei der "echten" Grippe und ihrem kleinen Bruder, dem grippalen Infekt, völlig gleich sind, liegen doch zwischen beiden Infektionen Welten: Eine Verkühlung, ein grippaler Infekt, ist zwar unangenehm, Husten, Schnupfen, Heiserkeit und eventuell ein leichtes Fieber klin-

gen aber nach wenigen Tag wieder vollständig ab. MAG.PHARM. JÜRGEN REHAK, Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer

licher, tödlicher Ausgang. Besonders gefährdet sind über 55jährige Personen. Aber auch ein vollkommen junger Mensch kann an der Influenza schwer erkranken. Gerade deshalb empfiehlt es sich, dem aktuellen Erreger in jedem Herbst durch eine Impfung wirkungsvoll entgegenzuwirken.

„Die Influenza-Impfung Das Alarmsignal – mehrere ist sehr gut verträglich.“ Symptome gleichzeitig Influenza kann lebensbedrohend sein Die echte Grippe (Influenza) ist eine plötzliche, im Winter gehäuft auftretende Viruserkrankung, die sehr unterschiedlich ablaufen kann: Ein milder Verlauf ist ebenso möglich wie ein lebensgefähr-

Foto: Apothekerkammer

Typisch für die echte Grippe ist ein heftiger und plötzlicher Beginn. Nach der Übertragung der Influenzaviren dauert es nicht lange, bis sich die Infizierten jäh deutlich krank fühlen: Die Inkubationszeit der Influenza beträgt nur wenige Stunden bis drei Tage. Schon während dieser Zeit (also nach der Ansteckung mit dem Influenzavirus, aber bevor die ersten Symptome auftreten) sind die Betroffenen ansteckend. Nach dem Ausbruch der echten Grippe besteht die Ansteckungsgefahr dann noch etwa drei bis fünf Tage weiter (bei Kindern bis zu sieben Tage). Typische Anzeichen der Influenza sind! - hohes Fieber, - Husten und/oder - Schmerzen. Das bei einer echten Grippe hohe Fieber von mehr als 39 Grad Celsius kann über Tage anhalten. Darüber hinaus verursacht die Influenza oft folgende Symptome:

JETZT EIN SCHUTZSCHILD AUFBAUEN: • Der beste Schutz ist die jährliche Impfung • Vitamine C, A, E und B sowie Selen und Zink halten Sie fit • Regelmäßige Saunabesuche • Wechselduschen

Die regelmäßige Impfung schützt nicht nur gegen das aktuelle Virus, sondern erhöht insgesamt die Abwehrleistung gegen Influenza-Viren. Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie Sie sich jetzt richtig gegen Influenza schützen können.

• Genügend Schlaf • Viel Bewegung an der frischen Luft • Vollwertige Ernährung

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Schüttelfrost Kopfschmerzen Gliederschmerzen Rückenschmerzen Muskelschmerzen Luftnot massive Erschöpfung

Durch die Influenza wird das Abwehrsystem geschwächt und andere Krankheitserreger können sich ausbreiten. Gefährliche Komplikationen, d. h. Folgekrankheiten, sind z. B. Lungenentzündungen, Rippenfellentzündungen und Herzrhythmusstörungen. Jedes Jahr neu impfen – warum? Da sich die Influenza-Viren laufend verändern und jedes Jahr neue Virus-Typen entstehen, muss man sich in jedem Herbst aufs Neue vor den gerade aktuellen Erregern durch eine Impfung schützen. Neben einem Standard-Impfstoff, der für alle Menschen – Kinder ab dem 6. Lebensmonat, Jugendliche und Erwachsene – mit normal funktionierendem Immunsystem geeignet ist, gibt es für ältere Menschen über 65 Jahren einen speziellen Impfstoff, der das im Alter weniger leistungsfähige Immunsystem unterstützt. Die Impfung ist sehr gut verträglich; gelegentlich kommt es zu einer vorübergehenden Rötung, Schwellung und Schmerzhaftigkeit der Impfstelle.


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EXPERTENTIPP. Mag. Sabine Fleisch, Psychologische und Psychotherapeutische Praxis, Klaus

Von Elternglück und Babyblues ROLLENVERTEILUNG. Für die meisten Paare gibt es wohl kaum ein emotional bedeutsameres Ereignis als die Geburt ihres Kindes. Denn der neue Lebensabschnitt als Mutter und Vater ist mit vielfältigen Herausforderungen verbunden. Eines steht fest: Neben den starken positiven Gefühlen, die das Baby in uns auszulösen vermag, kann das kleine Bündel Glück aber auch jeden von uns an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen. Damit die Umstellung auf den neuen Lebensabschnitt leichter gelingen kann, ist es hilfreich, sich die Veränderungen im Rollengefüge von Mann und Frau vor Augen zu führen. Beginnen wir der Einfachheit halber mit dem Vater, für den sich augenscheinlich weniger verändert. Dieser geht in den

meisten Fällen weiterhin einem geregelten Berufsleben nach, nun meist aber in der neuen Funktion des Familienernährers. Neben dem gefühlten Zuwachs an Verantwortung können sein Anspruch, nach Dienstschluss für das Baby da sein zu wollen, sowie der Wunsch der Partnerin nach Entlastung, langfristig an den Energiereserven zehren. Zudem gilt es die Beziehung zur Kindesmutter bewusst zu gestalten und damit klarzukommen, dass nun der Sprössling Vorrang hat. Ein 24-Stunden-Job Die Rolle als Mutter ist nämlich ein 24-StundenJob. Das Kind kann jederzeit hungrig werden, gewickelt werden müssen oder herumgetragen werden wollen. Bis sich so etwas wie ein Rhythmus einzustellen beginnt, sind

Mann und Frau es schaffen als Vater bzw. Mutter klarzukommen, hat dies auch Auswirkungen auf die Paarbeziehung. Überanstrengung, verändertes sexuelles Verlangen und unterschiedliche Ansichten im Umgang mit Geld können zu Streitigkeiten und Frustration führen. Psychologin Sabine Fleisch.

viele Mütter bereits am Ende ihrer Kräfte. Neben der Tatsache, erst einmal die eigenen Bedürfnisse zugunsten jener des Kindes zurückzustellen, verändert sich für die Frau zudem ihre Stellung in der Gesellschaft. Die meisten Mütter sind vor der Geburt zumindest teilweise berufstätig, was den Selbstwert positiv beeinflusst. Die Umstellung zur Hausfrau und Mutter fällt nicht allen gleich einfach. Je nachdem, wie gut

Zeit für Umstellung Das Leben als Familie ist mit einigen Umstellungen verbunden. Deshalb sollte man sich genug Zeit geben, sich auf die neue Situation einstellen zu können. Reden Sie miteinander über die erfüllenden Seiten des Eltern-Daseins, aber auch darüber, was schwierig ist. Es ist keine Schande, sich und dem anderen einzugestehen, wenn Gefühle der Überanstrengung und Überforderung sich breit machen. Wenn man weiß, wie es dem anderen geht

und wo es eng wird, kann man gezielt nach Möglichkeiten zur Entlastung suchen und man nimmt nicht jedes Wort persönlich. Und noch etwas: Sie sind keine schlechten Eltern, wenn Sie gelegentlich an die Zeit vor dem Kind denken und sich kurzfristig ihr altes Leben zurück wünschen – denn tief im Herzen wissen sie, dass das Glück, Eltern zu sein, jede Anstrengung mehrfach aufwiegt.

Mütter verbringen mehr Zeit mit ihren Kindern als Väter.

Sexualität und Gesundheit sie sich austauschen und sich Wünsche und Bedürfnisse mitteilen können. Auch wird über sexuelle Einstellungen sehr selten reflektiert. Wenn Paare beginnen, über ihre persönlichen Prägungen und Einstellungen nachzudenken und dann eine Form des Austausches darüber entwickeln, wenn sie zu einer gemeinsamen, lustvollen Sprache finden und sich Vorlieben, aber auch Ängste oder Befürchtungen mitteilen können, wird Sexualität als erfüllt, bereichernd und lebensbejahend erANZEIGE lebt.

Ein erfülltes Sexualleben ist ein wichtiger Faktor für die Gesundheit. Jeder Mensch erlebt Phasen, in denen die Sexualität nicht in gewohnter Form verläuft. Das gehört zum Leben, trotzdem kann es sehr verunsichern. Sexuelle Probleme

Johannes Staudinger Psychotherapeut, Sexualtherapeut

Oftmals sind sexuelle Störungen eigentlich Störungen in der Kommunikation zwischen den Partnern.

oder Störungen können körperliche, psychische oder soziale Ursachen haben. Liegen körperlichorganische Störungen mit Auswirkungen auf das Sexualleben vor,

kann die Psychotherapie helfen, trotz der körperlichen Einschränkungen zu einer neuen/anderen Form der Sexualität zu finden.

ruflicher oder privater Überlastung etc. erfolgreich gearbeitet werden. Sexuelle Probleme lösen sich dann sehr oft auf.

Sexuelle Störungen als Symptome für tiefer liegende Probleme Liegen Sexualstörungen vor, die keine körperlichen Ursachen haben, so kann mit Hilfe von Psychotherapie an Beziehungsthemen, Ängsten, Stressfaktoren, be-

Eine Sprache finden Sehr häufig sind sexuelle Störungen eigentlich Störungen in der Kommunikation zwischen den Sexualpartnern. Paare haben selten eine gemeinsame Sprache über Sexualität entwickelt, in der

Daten & Fakten Weitere Informationen zum Vorarlberger Landesverband für Psychotherapie (VLP) gibt es unter Tel. 05572 21463, vlp@ psychotherapie.at oder im Internet www.psychotherapie.at/vlp Auch das Verzeichnis der Vorarlberger Psychotherapeutinnen und -therapeuten kann dort angefordert werden.


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Lärm kann die Gesundheit schädigen Regelmäßige Untersuchungen können das Gehör langfristig schützen. VORBEUGUNG. Lärm kann nicht nur lästig sein, sondern auch die Gesundheit schädigen. „Eine Hörschädigung tritt im Allgemeinen erst ein, wenn man regelmäßig hohen Lärmbelastungen ausgesetzt ist“, erklärt Dr.

Christine Klien, Leiterin der aks Arbeitsmedizin ameco. Andere Auswirkungen von Lärm können jedoch schon früher auftreten. Lärm verursacht Stress, stört den Schlaf, beeinträchtigt Konzentration und Kommunikation und kann bei Kindern zu einem verringerten Lernvermögen führen. Eine Studienauswertung im Forschungsverbund Lärm

TIPPS ZUR LÄRMVERMEIDUNG G Rücksicht: Machen Sie nicht mehr Lärm als unbedingt erforderlich und unter gegebenen Umständen vermeidbar ist.

G Schützen Sie sich: Tragen Sie immer Gehörschutz, wenn es

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vorgeschrieben oder ratsam ist. Benutzen Sie dafür ausschließlich Produkte mit optimaler Schutzfunktion. G Ohrschutz bereithalten: Überprüfen Sie vor jeder Tätigkeit, ob ein Hörschutz notwendig ist. Zum Beispiel beim Rasenmähen, Hecke-Schneiden oder Heimwerken. G Freizeitgestaltung: Unterlassen Sie Freizeitaktivitäten, die mit viel Lärm verbunden sind. G Zimmerlautstärke: Überprüfen Sie kritisch die Lautstärkeeinstellung an Ihren Radio- und Fernsehgeräten, von denen Sie täglich beschallt werden. G Kontrolluntersuchungen: Lassen Sie in regelmäßigen Abständen Ihr Gehör von Fachleuten überprüfen.

sind Gehöruntersuchungen vorgeschrieben. Jeder verursacht Lärm Lärm entsteht nicht von alleine, sondern wird von jedem Einzelnen verursacht. Den ersten Schritt gegen die Belästigung durch zu viel Lärm kann deshalb auch jeder selbst unternehmen, nämlich eigenen Lärm vermeiden.

Hörschäden durch Kontrollen vorbeugen.

& Gesundheit im Auftrag der WHO belegt: Bei Menschen, die durch Lärmbelästigung unter Schlafstörungen leiden, steigt das Risiko für Allergien, Herzkreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Migräne erheblich. Auch im Beruf kann Lärm zu einem ernsten Problem werden. Mit über 800 Neuerkrankungen im Jahr ist Lärmschwerhörigkeit nach wie vor die häufigste Berufskrankheit

in Österreich. Um solchen Erkrankungen vorzubeugen, müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verschiedene Auflagen erfüllen: Ab einem Dauerlärm von 80 Dezibel (dBA) muss der Arbeitgeber passenden Gehörschutz zur Verfügung stellen. Ab 85 dBA sind Arbeitnehmer verpflichtet Gehörschutz zu tragen. Vor Aufnahme der gehörschädigenden Tätigkeit und in regelmäßigen Intervallen

LAUTSTÄRKEN (in Dezibel)

1: Hörschwelle – der Mensch nimmt Geräusche wahr 10: Raschelndes Blatt 60: Normales Geräusch 80: Verkehrsreiche Straße, Autobahn 85: Schallwellen können die Gehörzellen schwächen, bei dauernder Belastung zerstören. 90: Schwerer Lkw 110: Diskothek 120: Schallwellen werden als Schmerz empfunden. 130: Flugzeuglärm

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Sport bei Blasenschwäche: Vieles ist auch mit Inkontinenz möglich Sport ist zwar gesund, aber er belastet den Körper auch, speziell den Beckenboden. Die Folge ist oft ungewollter Urinverlust. Umso wichtiger ist es, die individuell passende Sportart zu finden. Dazu hat das Info-Zentrum Inkontinenz jetzt den Ratgeber „Sport bei Blasenschwäche“ herausgegeben.

Gemütliches Wandern in schöner Umgebung geht immer.

Studie belegt Problem Viele junge Sportler haben Probleme mit ungewolltem Urinverlust. Anschaulich zeigt das eine dänische Studie mit Leistungssportlerinnen, gut 40 Prozent von ihnen litten während des Trainings unter unwillkürlichem Harnverlust. Auch Freizeitsportler haben zuweilen Schwierigkeiten, weil sie der Harnverlust bei der Bewegung stört. Experten sprechen

von der sogenannten Belastungsinkontinenz. Viele verzichten dann frustriert auf Sport und damit auf soziale Kontakte. Das muss nicht sein, denn mit den richtigen Hilfsmitteln gibt es keinen Grund, sich daheim zu vergraben! Wichtig ist die Wahl der richtigen Sportart. Empfehlenswert sind Sportarten, die den Beckenboden stärken oder entlasten. Gut eignet sich leichter Laufsport, bei-

RATGEBER.

Beim Ausprobieren kommen Kinder meist auf den Geschmack.

Sport und Spaß ANREGUNG. Kinder und Jugendliche für den Vereinssport zu motivieren und den Vereinen eine Möglichkeit zur Präsentation zu geben, ist das Ziel des ASVÖ-Familiensporttages. Ein solcher fand kürzlich im Aktivpark in Schruns-Tschagguns statt. Rund 450 Teilneh-

mer erlebten dabei einen bewegten Familiensporttag. Interessierte konnten an zwölf Bewegungsstationen verschiedene Sportarten ausprobieren. Außerdem gab es tolle Preise zu gewinnen. Aufgrund des großen Erfolges soll es nächstes Jahr eine Wiederholung geben.

spielsweise Gehen oder Walken. Auch Radfahren und Gymnastik sind möglich, Schwimmen und Aquafitness ebenfalls. Wer dabei Urin verliert, kann sich mit spezieller Inkontinenz-Badewäsche behelfen. Das sind unauffällige Shorts und Badeanzügen, die wasserdicht abschließen. Broschüre „Sport bei Blasenschwäche“ kostenlos zum Herunterladen unter http://tinyurl.com/44moomj

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Neue Behandlung bei Arthrose Die akute sowie chronische Schädigung des Knorpels ist für gewöhnlich ein natürlicher Prozess, der mit dem Älterwerden einher geht. Bis zu einem gewissen Grad sind diese Veränderungen vom Körper selbst noch reparabel – schreitet die Veränderung jedoch fort, entwickelt sich das volle Krankheitsbild der Arthrose. Bisherige Therapien Bisher gab es zwei Möglichkeiten der Behandlung: 1. Nichtoperative, medikamentöse Therapie: Mit schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten sowie durch Vermeidung von Belastungsbewegungen wird das Symptom beseitigt, die Ursache jedoch nicht. Durch das Ausschalten des Schmerzes werden weitere Schäden an den Gelenken provoziert. 2. Operative Therapie: Die Methoden reichen von Gelenkspiegelung über Achsenumstellung an den Gelenken bis hin zum künstlichen Gelenkersatz wie z. B. Hüft- oder Knieprothese. Die neue Behandlungsmethode Bereits 1986 gelang es einer amerikanischen Forschergruppe, die Ursache von Knorpelschäden sowie der daraus resultierenden Arthrose zu analysieren. Sie fanden einen neuen Eiweißstoff (Interleukin – 1 RA), der in der Lage ist, Zerstörungsprozesse an den Gelenken zu stoppen. Grundsätzlich besitzt jeder Mensch diesen Stoff, bei einem fortgeschrittenen Knorpelschaden ist das natürliche Gleichgewicht zwischen dem Auslöser und dem Hemmstoff in der Gelenkflüssigkeit allerdings gestört. Dieses Ungleichgewicht kann nun von außen wieder reguliert werden. Solange noch gesunde Knorpelzellen vorhanden sind, können die von außen zugeführten Eiweißhemmstoffe ihre natürliche Aufgabe erfüllen. Der Einsatz von körpereigenen Eiweißstoffen nennt sich Orthokin. Methode der Orthokin-Therapie Mit vorgefertigten Spezialspritzen, in denen sich bestimmte Monozyten befinden, wird Blut aus einer Vene entnommen. Dieses aus eigenem Blut hergestellte angereicherte Serum wird anschließend tiefgefroren. Bei Bedarf des Patienten wird der Hemmstoff

Dr. Hermann Leidolf erwarb auf dem Gebiet der Sport- und Unfallchirurgie beste Qualifikationen und behandelt in seiner Privatpraxis alle Indikationen rund um den Bewegungsapparat. (Fotos: F. Schneider) direkt in das betroffene Gelenk injiziert. Die Wirksamkeit des neuen körpereigenen Eiweißhemmstoffes zeigt sich in der Regel nach sechs Wochen – die Schmerzen lassen spürbar nach, die Entzündung wird gehemmt. Die Beweglichkeit des Gelenks wird dadurch entscheidend ver-

bessert, was wiederum die natürliche Regeneration unterstützt. Bereiche und Erfolgsdauer Grundsätzlich können alle Gelenke versorgt werden, am häufigsten sind dies: Gelenke der Wirbelsäule, Knie-, Hüft-, Finger-, Schultersowie Sprunggelenke. Die Dauer

des Erfolges liegt bei mindestens drei bis fünf Jahren. Zusätzlich zur Orthokin-Therapie sollten unterstützende Maßnahmen durchgeführt werden wie Physiotherapie, Bewegung, gesunde Ernährung (Vitamine, Spurenelemente, Kalzium) sowie gegebenenfalls auch Gewichtsreduktion. Die Sicherheit und Verträglichkeit der neuen Orthokin-Therapie erklärt sich von selbst. Es handelt sich hierbei um eine persönliche Medizin des eigenen Körpers, hergestellt aus eigenem Blut. In seiner Praxis in Innsbruck führt Dr. Leidolf diese Arthrose-Therapie schon seit vielen Jahren erfolgreich durch und hat so mehr als 3000 Patient(inn)en geholfen.

Daten & Fakten Dr. Hermann Leidolf Facharzt für Unfallchirurgie dr.leidolf@gmx.net www.unfallchirurgie.or.at Praxis in Liechtenstein: Landstraße 274, FL-9495 Triesen Tel. +423 388 01 92 Praxis in Innsbruck: Salurnerstraße 15, A-6020 Innsbruck; Tel. +43 512 90 83 83 30 LEISTUNGSSPEKTRUM – Behandlung von akuten und chronischen Muskel-, Sehnenund Gelenkverletzungen, inklusive operative Behandlung – Arthroskopische Behandlung von Schulter-, Knie-, Hand- und Sprunggelenken

Wissenswertes Entwicklungsstufen der Arthrose: 1. Gesundes Gelenk: Die Knorpelschicht (A) schützt den Knochen (B) und sorgt für reibungslose Bewegungen. 2. Mittleres Stadium: Die Knorpelschicht wird dünner, rauer und rissiger. Es entstehen Knorpelzerklüftungen, Bewegungen fangen an zu schmerzen. 3. Spätstadium: Die Knorpelschicht ist abgetragen, die Knochen haben sich verdichtet und verhärtet. Anbauten am Gelenkrand drücken gegen die Gelenkinnenhaut (C). Kalkablagerungen blockieren die Bewegung. Starke Schmerzen sind die Folge.

– Behandlung von Sportverletzungen – Fußchirurgie, spezialisiert auf Hallux-Operationen – Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Gutachter – Spezialist für konservative und operative Arthrosetherapie (Knorpelzellverpflanzung) VORANKÜNDIGUNG: Vortrag in der St. Georg Klinik, Goldach am Bodensee, am 27. 10. 2011 um 19.30 Uhr; Thema: Neue Therapiemöglichkeiten bei Arthrose. Die Teilnahme ist kostenlos, aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir um Voranmeldung unter Tel. +423 388 0192 oder +43 (0)512 9083 8330


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Kraft, die aus dem Wasser kommt Bewegung im kühlen Nass fördert das Herz-Kreislauf-System, Beweglichkeit und Ausdauer. Dienten die Übungen im Wasser einst als rein therapeutische Maßnahme, nutzen heute Fitnessbegeisterte die physikalischen Unterschiede des Wassers hinsichtlich Temperatur, Druck, Auftrieb und Widerstand für ihr Training. So auch die Generation 50 plus, bei der speziell die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems sowie die

STÄRKUNG.

Die Poolnudel verstärkt die Auftriebs- bzw. Widerstandswirkung des Wassers.

Steigerung von Beweglichkeit, Ausdauer und Balance an vorderster Stelle steht. „Und die Freude an der Bewegung und Begegnung nicht zu vergessen“, sagt Krista Frohnwieser. Die Übungsleiterin des Schwimmclubs Val Blu Bludenz arbeitet seit 30 Jahren mit und im Element Wasser. Derzeit gelten ihre Anweisungen einer Gruppe älterer Menschen, die sich am Aquafitnesskurs beteiligen, der im Rahmen des Projekts GEHE und in Zusammenarbeit mit der Sportunion Vorarlberg vom Bludenzer Schwimmclub organisiert wurde. Wassergewöhnung „Langsam auf der Stelle treten“, beginnt die Schwimmtrainerin die Übungsstunde. „Wichtig ist es, die Teilnehmer zuerst an das Wasser zu gewöhnen und damit eine

sichere Ausgangsposition zu schaffen“, erläutert Frohnwieser. Denn: Der Körper wiegt im Wasser zwar lediglich noch zehn Prozent seines Eigengewichts – die Gelenke und Sehnen werden entlastet. Doch geht mit dieser Leichtigkeit auch ein erhöhter Widerstand einher. Das Balancehalten wird schwerer – das eigentliche Training beginnt. „Knie abwechselnd hochziehen, beugen und strecken.“ Mit erlangter Sicherheit steigert die Trainerin das Tempo, der Wirkungsgrad der Übungen wird größer, die Anstrengung intensiver. „Durch das Mehr an Widerstand im Wasser kann die Kondition optimal gesteigert werden“, sagt Frohnwieser. Langsam zum Erfolg Vor allem aber wirkt sich Bewegung im kühlen Nass positiv auf die Leistung

Bewegung im Wasser ist schonend und anregend zugleich.

der inneren Organe aus. So reduziert sich etwa durch den erhöhten Druck und die höhere Leitfähigkeit des Wassers die Herzfrequenz um durchschnittlich fünf bis zehn Schläge pro Minute. Das Herz arbeitet ökonomischer: Es muss für die gleiche Leistung nicht mehr so oft schlagen. „Und das alles mit Bedacht auf die eigene Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden“, rät die versierte Schwimm-

trainerin zur Selbstkontrolle. Noch eines: Das Mehr an Druck spielt auch beim Thema „Gewebe und Haut“ eine gewichtige Rolle: Der Körper wird permanent von Wasser umspült, der Druck auf diesen verstärkt. Das Ergebnis: ein besser durchblutetes Gewebe und eine straffere Haut. „Ein kleiner, aber feiner Nebeneffekt, der bei länger andauerndem Training auftreten kann“, betont Frohnwieser.

„In kurzer Zeit beschwerdefrei“ Univ. Prof. Dr. Johann Langmayr – Primar und ärztlicher Leiter der Bandscheiben Cliniken im Interview. Herr Prof. Langmayr, sie sind gebürtiger Vorarlberger und betreiben in Tirol/Telfs und Salzburg/ Bad Dürrnberg Ihre Bandscheiben Cliniken. Bereits vor Jahren haben Sie einen neuen Weg bei der Behandlung von Bandscheibenproblemen mittels Endoskopie eingeschlagen – der Erfolg gibt ihnen recht! Prof. Langmayr: Ja, mein Team und ich bekommen tagtäglich die Richtigkeit dieser Behandlungsform durch äußerst zufriedene Patienten bestätigt. Wir sind stolz darauf, dass der Großteil unserer neuen Patienten auf Grund von Empfehlung den Weg zu uns findet. Herr Professor, viele Menschen leiden unter einem „nur kleinen Bandscheibenvorfall“, der anscheinend nicht operiert werden muss, da keine Lähmungserscheinungen vorliegen. Immer wie-

Univ. Prof. Dr. Johann Langmayr. Foto: Bandscheiben Cliniken

derkehrende Schmerzen reduzieren jedoch massiv die Lebensqualität. Prof. Langmayr: Erstens ist die Aussage „nur ein kleiner Bandscheibenvorfall“ absolut falsch, denn es kommt bei den Beschwerden nicht auf die Größe, sondern

auf die Lage des Vorfalles an. Zweitens, gerade mit unserer neuen Behandlungsform können wir Patienten mit Schmerzen in kürzester Zeit beschwerdefrei machen und ihnen damit langwierige Medikamenteneinnahmen und Infusionen ersparen.

Zwischenzeit an die siebenhundert Patienten mit diesem Verfahren behandelt und hatten noch keine einzige Nervenverletzung oder Blutung. Es handelt sich, in den richtigen und erfahrenen Händen, um ein sicheres und hervorragendes Verfahren.

Man hört auch immer wieder den Begriff „Bandscheibenvorwölbung“. Wie ist diese einzustufen ? Prof. Langmayr: Die Bandscheibenvorwölbung kann wesentlich mehr Beschwerden verursachen, als ein Vorfall. Es ist immer ein Zeichen dafür, dass sich die Druckverhältnisse in der Bandscheibe verändert haben. Wir können in so einem Fall ebenfalls mittels unserer Technik den Druck in der Bandscheibe senken und den vorgewölbten Bandscheibenanteil entfernen. Somit erhält der Nerv wieder genügend Platz und die Schmerzen vergehen.

Prof. Langmayr, könnte dieses spezielle Behandlungsverfahren auch andernorts durchgeführt werden. Prof. Langmayr: Prinzipiell kann, so denke ich, jeder alles erlernen. Aber es bedarf schon einer umfangreichen Beschäftigung und Erfahrung auf dem Gebiet der Bandscheibenbehandlung. So muss ein behandelnder Arzt mindestens zwei- bis dreihundert dieser Eingriffe selbständig durchgeführt haben, um diese spezielle Technik sicher zu beherrschen. Dies bedeutet wiederum eine sehr lange Lernstrecke für den Chirurgen.

Gibt es bei dem Behandlungsverfahren der Bandscheiben Cliniken auch Komplikationen? Prof. Langmayr: Wir haben in der

Herr Prof. Langmayr, herzlichen Dank für das interessante Interview. ANZEIGE


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Fit & Gesund 11

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BUCHTIPP

Schätze der Natur erkennen und genießen Als Förster in der Salzburger Bergwelt ist Walter Mooslechner mit der Natur, ihren Schätzen und Geheimnissen, eng verbunden. Seine Mutter, eine ausgezeichnete Köchin, hat ihre Kinder von klein auf mit dem Wissen um Genießbares und für Leib und Gesundheit Verwertbares aus der Natur vertraut gemacht. Das erforderliche Wissen und Können ist über Generationen gewachsen, gehütet und verbessert worden. Küche, Speis, Vorratskeller und Hausapotheke sind mit dem bevorratet worden, was die Natur an Gutem bereithält. Damit es schmeckt, wohltut, stärkt, reinigt, heilt und für ein langes Leben reicht. Walter Mooslechner hat diesen Erfahrungsschatz in dem Buch „G’sund und Guat – Früchte und Kräuter aus Wald und Flur – Natur – Küche – Gesundheit“ niedergeschrieben. Es finden

sich darin nicht nur köstliche Rezepte, sondern auch Rezepturen für Kosmetik und Gesundheit, allesamt übrigens von Pharmazeuten überprüft und für außerordentlich gut befunden.

Vier Sterne für Ihre Gesundheit

Mehr Vielfalt für Ihre Gesundheit!

Walter Mooslechner, „G’sund und Guat – Früchte und Kräuter aus Wald und Flur – Natur – Küche – Gesundheit“, 160 Seiten, 24 Euro

NIVEA hautnah erleben Gehen Sie mit der blauen Kultmarke auf Tuchfühlung: Ob kostenlose Hautanalyse, persönliche Pflegeberatung mit Tipps und Tricks der Hautexperten – tauchen Sie von 27. bis 29. Oktober im Messepark in Dornbirn in die NIVEA-Welt ein. Ob normale, trockene, ölige oder sensible Haut – der NIVEAHauttypen-Test erstellt ein auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Pflegeprogramm. Bestimmt werden der Feuchtigkeits- und Fettgehalt der Haut sowie die Elastizität. Neben den passenden Produkten für die tägliche Gesichtsreinigung und -pflege verraten die Hautexperten in der NIVEA-Hautnah-Lounge Tipps und Tricks für eine gesunde, strahlend-schöne Haut. Produkte testen und entspannen Im Rahmen der NIVEA-Hautnah-Tour können die passenden Produkte vor Ort und kostenlose Produktproben zu

NIVEA bietet für jeden Hauttyp die passende Pflege. Foto: NIVEA Hause getestet werden. Entspannung bietet die Saftbar und im iPad-Center kann mit Freunden geplaudert werden.

NIVEA IN DORNBIRN Die NIVEA-Hautnah-Tour stoppt von 27. bis 29. Oktober im Messepark in Dornbirn. Es werden je zwei Rihanna-Tickets für das Konzert am 8. Dezember 2011 in Budapest verlost. Nähere Infos: NIVEA.at/hautnah ANZEIGE

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Gesund essen in allen Lebensphasen Der November steht bei der Vorarlberger Gebietskrankenkasse ganz im Zeichen der gesunden Ernährung. Gesundes Essen und Trinken trägt in allen Lebensphasen und Lebensbereichen zu mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden bei. Durch die Ernährungsvorträge, mit denen vor allem Senioren, Berufstätige und Familien angesprochen werden sollen, führt Diätologin Julia Giacomuzzi.

Tipp

Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an Befinden Sie sich gerade in diesem besonderen Lebensabschnitt? Wissen Sie, dass auch die gesunde Ernährung vieles dazu beiträgt, um diesen Lebensabschnitt intensiv zu genießen. Bei einem kurzweiligen Vortrag möchten wir Ihnen wertvolle Tipps mitgeben – worauf man beim Essen und Trinken achten sollte und wie man genussvoll Körper und Gehirn in Schwung halten kann. Denken Sie daran: Mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluss. Gesund essen – ein Thema, das alle angeht. (Foto: pitopia/Valerie Thoermer) Mehr Genuss im Berufsalltag Vom Frühstück bis zum Abendessen . . . Stress, Hektik und Zeitdruck begleiten oft unseren Berufsalltag. Da greift man schnell mal zu Snacks, Fast Food oder Fertiggerichten aller Art. Wir wissen alle, dass Essen und Trinken unsere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit positiv aber auch negativ beeinflussen kann. Bei einem kurzweiligen Vortrag, verpackt mit alltagstauglichen Tipps, möchten wir Sie motivieren, auch unter der Woche – im Berufsalltag – auf gesundes Essen und Trinken zu achten.

Gesunde Ernährung für die ganze Familie Viele Lebensthemen werden in der Familie besprochen und diskutiert. Gesunde Ernährung im Familienalltag – für die einen selbstverständlich, für die anderen nicht der Rede wert. Wie wichtig ist Ihnen die Gesundheit ihrer Lieben? Wie setzt man gesundes Essen und Trinken einfach in die Praxis um? Muss man wirklich viel Geld dafür ausgeben? Wir möchten Ihnen praxisnahe Tipps mitgeben - für Sie und Ihre Lieben zu Hause. Das Motto soll lauten: „Gemeinsam macht es mehr Spaß, sich gesund zu ernähren!“

Die Termine im Überblick Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an Mehr Genuss im Berufsalltag Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an Gesunde Ernährung für die ganze Familie

Manfred Brunner VGKK Obmann

22. November 2011 22. November 2011 30. November 2011 30. November 2011

15–16 Uhr 19–20 Uhr 15–16 Uhr 19–20 Uhr

Die Vorträge sind kostenlos und finden in der VGKK Dornbirn, Sitzungssaal (1. Stock), statt. Anmeldung: Vorarlberger Gebietskrankenkasse Abteilung für zentrale Dienste – Gesundheitsförderung Carolin Amann, MSc, Tel. 050 84 55-1112 e-mail: gesundheitsfoerderung@vgkk.at

Für alle Medikamente, die Versicherte auf Kosten der Krankenkasse beziehen, ist eine Rezeptgebühr von 5,10 Euro zu bezahlen, was mitunter eine finanzielle Belastung darstellt. Chronisch kranke oder sozial schlechter gestellte Menschen haben die Möglichkeit einer Rezeptgebührenbefreiung, die es mit oder ohne Antrag gibt. Automatisch und ohne Antragstellung sind Rezepte gebührenbefreit für: Ausgleichszulagenbezieher, Zivildiener, AsylwerberInnen, Bezieher von Mindestsicherung und Menschen mit anzeigepflichtigen, ansteckenden Krankheiten bzw. für Medikamente, die zur Behandlung dieser Krankheiten verschrieben werden. Wer ein geringes Einkommen hat, kann sich über Antrag befreien lassen. Die Einkommensgrenzen liegen für Alleinstehende bei höchstens 793,40 Euro, für Ehepaare bzw. in Lebensgemeinschaft Lebende bei max. 1189,56 Euro netto pro Monat. Diese Beträge erhöhen sich pro Kind um 122,41 Euro. Besteht aufgrund einer Erkrankung ein erhöhter Medikamentenbedarf kann man sich auch befreien lassen. Alleinstehende dürfen max. netto 912,41 Euro, Ehepaare bzw. in Lebensgemeinschaft lebende Personen max. 1367,99 Euro pro Monat verdienen. Hier erhöhen sich die Beträge ebenfalls pro Kind um 122,41 Euro. Leben weitere Personen mit eigenem Einkommen im Familienverband, ist dieses hinzuzurechnen. Wer von der Rezeptgebühr befreit ist, bezahlt keinen Kostenanteil für Heilbehelfe und im Krankenhaus. Auch das e-card-Serviceentgelt wird nicht eingehoben. Die Obergrenze zur Entrichtung von Rezeptgebühren liegt generell bei zwei Prozent des Jahresnettoeinkommens. Die Befreiung erfolgt automatisch und ist für den verordnenden Arzt über des e-Card-System ersichtlich. Für Heilbehelfe und Hilfsmittel sowie Spitalskostenbeiträge nach dem Landesgesetz gilt hier keine Befreiung. Antragsformulare auf Rezeptgebührenbefreiung sind bei der VGKK-Hauptstelle in Dornbirn und in den Servicestellen erhältlich oder können über die VGKK-homepage www.vgkk.at heruntergeladen werden.

www.vgkk.at


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