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medienboard news 2.12 Informationen zum Film- und Medienstandort Berlin-Brandenburg

IntervIews mit Klaus Wowereit und Ralf Christoffers BoomBranche Games im Start-Up-Mekka Berlin aUs- UnD weIterBILDUnG In Der GamesBranche mit Girls’ Day und making Games talents mIt DGt VERANSTALTUNGSÜBERSICHT

Deutsche GamestaGe

Germany's LeadinG Game deveLopers event Berlin / April 24 – 28


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MIT SICHERHEIT BESTINFORMIERT. Medienboard News 2.12  Deutsche Gamestage


Editorial

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel DGT 12 in Berlin

kirsten niehuus

Elmar Giglinger

Nun ist es wieder soweit – die Szene trifft sich bei den Deutschen ­Games­tagen. Die ­Hauptstadtregion mit dem dichtesten ­Gamescluster Deutschlands und ­einer hervorragenden crossmedialen Vernetzung gehört zu Europas ­Digital Hot Spots und ist der ideale Schauplatz für die branchenübergreifende Kommu­ nikations- und Networking-Plattform für deutsche Spieleentwickler: Rund 130 Unternehmen, darunter Entwickler, Produzenten und Publisher, sind hier in den Bereichen Digital Entertainment, Online- und Browsergames, Serious ­Games, Virtuelle Welten und eLearning tätig. Games sind Innovationsmotor und hochpotenter Wirtschaftszweig mit stetig steigenden Umsatzzahlen, darüber hinaus verbinden sie Generationen und Kulturen durch alle Bildungs- und Einkommensschichten – eine integra­ tive Leistung, die bekanntlich nicht in allen Lebensbereichen so »spielerisch« ­gemeistert wird! Laut einer Studie des BIU spielen 23 Millionen Deutsche – das ist jeder Dritte – regelmäßig Computer- und Videospiele. Und davon sind 44 % mittlerweile weiblich – 10,8 Mio. deutsche Damen daddeln.

Inhalt Editorial Interview mit Klaus Wowereit Interview mit Ralf Christoffers Boombranche Games GDC und SXSW 2012 Deutsche Gamestage (DGT) 2012 Veranstaltungsübersicht DGT 2012 Aus- und Weiterbildung MEDIA Antenne

S. 3 S. 4 S. 5 S. 6 S. 11 S. 12 S. 13 S. 16 S. 21

Impressum Medienboard News erscheinen drei Mal im Jahr Herausgeber: Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH August-Bebel-Str. 26-53 14482 Potsdam-Babelsberg Tel.: 0049 (0)331-743 87-0, Fax: -99 E-Mail: info@medienboard.de www.medienboard.de Geschäftsführung: Elmar Giglinger (V.i.S.d.P.) und Kirsten Niehuus Leitung Kommunikation und Presse: ­Sigrid Herrenbrück Redaktion: Johanna Zettel und Valeska Hanel Tel.: 0049 (0)331-74387-62 oder -72 E-Mail: j.zettel@medienboard.de oder v.hanel@medienboard.de Redaktion MEDIA-Antenne: Susanne Schmitt, Uta Eberhardt, Mirja Frehse und Andrea Greul Gestaltung & Layout: Rik Watkinson Maurer

Das Medienboard hat das Potential der Gamesbranche frühzeitig erkannt und die akzelerierende Dynamik auf vielfältige Weise unterstützt. Wir ­fördern Games und vernetzen die Branche durch hochkarätige Events. Als ­Initiator und Koordinator der Dachmarke sowie Förderer zahlreicher Einzelveran­stal­ tungen freuen wir uns, die Deutschen Gamestage zum sechsten Mal herzlich ­willkommen zu heißen. Wir wünschen allen Teilnehmern erfolgreiche Tage und – 100 %igen Spiel­ spaß! Und drücken die Daumen: am 26. April für die vier Nominierungen der Hauptstadtregion im Rennen um den Deutschen Computerspielpreis im ­Umspannwerk. Und am 27. April für 15 Medienboard geförderte Filme mit ­insgesamt 46 Nominierungen im Rennen um die LOLA! It’s that time again! The DGT – Germany’s Leading Game Developers Event will once again provide an exciting platform for game developers in Berlin, which is now one of Europe’s digital hot spots and home to the most concentrated games cluster in the nation. Games are an engine of innovation and a booming economic sector. According to a recent BIU study, one in three Germans plays computer and video games on a ­regular basis. And 44 % of these 23 million players are female, which means that 10.8 million German women are gamers. The Medienboard has long since recog­

Kirsten Niehuus

nized the potential held by the games ­industry and supports its accelerating ­dynamic via industry networks and highend events. We’re delighted to welcome the GDT German Games Days for the sixth time to the capital region. We wish all participants much success and 100% gaming fun! And best of luck to the four nominees from the ­capital ­region up for the German Computer ­Games Award on April 26 and to the 15 Medienboard-funded films with a ­total of 46 ­nominations up for the “LOLA” ­German Film Awards on April 27!

Elmar Giglinger Medienboard News 2.12  Deutsche Gamestage

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Interviews

»Berlin macht Mut zum Schritt in die Selbständigkeit«   »Berlin encourages the step toward self-employment«

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin   Governing Mayor of Berlin

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Berlin wird als Start-Up Mekka bezeichnet, die Gamesbranche boomt, was bedeutet diese Entwicklung für die Gesamtwirtschaft der Hauptstadt? Der Gründungsboom zeigt: Berlin inspiriert und macht Mut zum Schritt in die Selbständigkeit. Mit ­jedem neuen Unternehmen wächst der Bedarf an Dienstleistungen. Hier floriert also nicht nur eine einzelne Branche, sondern ein Impulsgeber für Wirtschaft und Arbeit insgesamt. Welche Branchen profitieren nach Ihrer Einschätzung am meisten von dem Boom? Die Nähe zur Filmindus­ trie ist offenkundig. Aber z.B. auch in der Medizin- und der Verkehrstech­ nologie wird zunehmend mit Anima­ tionen und Steuerung durch Gesten und optische Signale gearbeitet. Wir stehen am Anfang einer vielverspre­ chenden Entwicklung. Welche Synergien mit Brandenburg entstehen im Bereich Games? Die Gamesbranche kennt keine Landes­ grenzen. Interessant ist die ­gesamte Hauptstadtregion mit ihrem innova­ tiven Klima, mit ihren Netzwerken

sowie mit ihren künstlerischen und technischen Hochschulen. Warum ziehen Ihrer Meinung nach viele Kreative Berlin anderen attraktiven Metropolen wie zum Beispiel London vor? In Berlin kann man ver­ gleichsweise günstig leben, trotzdem ist man am Puls der Zeit. Die Stadt zieht viele junge, kreative Köpfe aus aller Welt an. Das ist der ideale Nähr­ boden für Menschen mit Ideen und Tatkraft. Was wird getan, um diese Dynamik finanziell und kulturell weiter zu unterstützen? Das wichtigste ist, dass wir die Weltoffenheit pflegen, die Berlin so attraktiv macht. Wir haben die Kreativwirtschaft in den Fokus der Wirt­schaftsförderung gerückt. Als Land Berlin unterstützen wir die Ver­ netzung der kreativen Branchen – der Bereich Games ist eine ihrer wichti­ gen Säulen. Über unser Medienboard fördern wir Entwicklung und Produk­ tion neuer marktfähiger Inhalte, ins­ besondere für Games, aber auch für Web 2.0 und Mobile.

Berlin is referred to a Start-Up Mecca and the games industry is booming. What do these developments mean for Berlin’s economy as a whole? Each new company in Berlin increases the need for services, and when individual sectors flourish they act as an impetus for the entire economy. Which industries profit the most from the boom? The film industry, of course, but also medical and transport technologies. What synergies with Brandenburg are emerging in the field of games? The games industry knows no borders and the

entire capital region profits from our innovative climate, networks and leading universities. Why do so many creatives prefer Berlin over other major cities? Berlin is exciting, has a comparatively low cost of living and is the ideal place for people with ideas and enthusiasm. What’s being done to further support this dynamic financially and culturally? We’ve brought the creative industries to the fore of our business development activities and focus on the development of new market-ready content for games, Web 2.0 and mobile.

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»Gameswirtschaft ist ein wichtiger Katalysator bei der ­›Digitalisierung‹« »The games industry is an important catalyst in digitalization« Welche Rolle spielt die Gamesbranche in Brandenburg? Die Games­ wirtschaft ist ein wichtiger Katalysa­ tor bei der »Digitalisierung« und da­ mit bei der Zukunftsausrichtung des ­Medienstandortes. Außerdem schlägt die Branche eine wichtige Brücke ­zwischen Medien- und IT-Wirtschaft. Gibt es Bestrebungen, den »Spielraum« für die digitale Szene zu erweitern? Wir unterstützen die ­Szene überall, wo sie sich im Lande zu ­Hause fühlt. Einen Schwerpunkt bil­ det ­Babelsberg mit der etablierten Medienstadt und den Technologie­ zentren. Wo sehen Sie Anknüpfungspunkte zur stark aufgestellten ­IT-Branche? Einrichtungen wie das HPI auf der ­einen und die HFF auf der ande­ ren Seite bilden schon jetzt durch ­gemeinsame Projekte und Kooperati­ onen mit Unternehmen den Rahmen aus Medien und Informationstech­ nologien, in dem spannende neue ­Geschäftsideen und Formate ent­ stehen. Veranstaltungen wie »Media meets IT« und »Film meets IT« sorgen

ebenfalls für Impulse. Für die Ansied­ lung des SAP Innovation Centers in Potsdam gibt es viele gute Gründe. In welcher Weise profitieren die Stand­­punkte Berlin und Brandenburg ­Medien/Interactive voneinander? Wir entwickeln das Cluster IKT, ­Medien, Kreativwirtschaft gemeinsam mit ­Berlin weiter. So wird ein optimaler Informa­ tionsaustausch gewährleistet und der Boden für länderübergreifende Netz­ werke mit Kompetenzträgern beider Standorte bereitet. Brandenburg wurde vom Ausschuss der EU zur »Europäischen Unternehmerregion 2011« gekürt. Wie ist es Brandenburg gelungen die Jury zu überzeugen? Mit seiner Strategie zur Stärkung und Entwicklung der ­unternehmerischen Potenziale ins­ besondere von kleinen und mittle­ ren ­Unternehmen in der Region – im ­Sinne einer innovativen, ökologisch und sozial orientierten Wirtschaftsund Standortpolitik.

What role does the games industry play in Brandenburg? It’s an important catalyst in digitalization and creates a bridge between the media and IT industries. What efforts are being taken to open up more possibilities for the digital scene? We support the games sector as much as possible, especially at Babelsberg with its Media City and tech centers. Do you see potential links to the IT industry? Joint projects at institutions like the HPI and the HFF already form an ideal media and IT framework that generates exciting new business ideas and formats, such as “Media meets IT,” “Film

meets IT” and the SAP Innovation Center in Potsdam. In what way do Berlin and Brandenburg profit from one another in this field? We develop the IT, media and creative industries cluster together with Berlin, which enables an optimal level of exchange and a basis for joint networks of expertise. Brandenburg was named “European Entrepreneurial Region 2011.” How did you impress the jury? We showcased our promotion of the entrepreneurial potential of SMEs in terms of innovative, ecological and socially oriented economic and business policies.

Ralf Christoffers, Wirtschafts­ minister von Brandenburg   Brandenburg Economics Minister

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Boombranche Games  Boom years for the game industry

Boombranche Games  The Games ­Industry Boom Vom Start-Up zum Global Player: Der Markt für Online-, ­­­Mobileund Browsergames wächst rasant – in Berlin-Brandenburg und in ganz Deutschland  From Start-Ups to global players: the market for online, mobile and browser games is growing rapidly in BerlinBrandenburg and all of Germany  Von Peter Steinlechner Wer will, kann mit Software aus BerlinBrandenburg so gut wie den ganzen Tag Spaß haben: Morgens auf dem Weg zur Arbeit oder Universität mit Mobilegames wie Diamond Dash von Wooga. In der Mittagspause sorgt ein Musikspiel von Newstracks für ­frischen Schwung, am Abend eine Partie Galaxy Tales für Entspannung, dem browserbasierten Massively Multi­ player Online Game der Jo-Mei GmbH. Wer dann noch mag, taucht bis tief in die Nacht in Drakensang Online von Bigpoint Berlin oder in die Unter­ wasserwelt von Deep Black aus dem ­Hause Just A Game ab. Und falls dann ein bisschen Bewegung gut wäre: Am Wochenende lockt das Computer­ spielemuseum in der Nähe des Alex­ anderplatzes. So am Stück wäre das wohl selbst für hartgesottene Gamer ein biss­ chen viel des Guten. Aber es zeigt: Die Gamesbranche in Deutschland ist so breit aufgestellt wie nie zuvor. ­Besonders viele Unternehmen haben

Marco Dieckmann, Markus ­Melching, Thomas Elz und Tobias Gerliner, Geschäftsführer  CEO

Infernum Die Infernum Productions AG, ­gegründet im Sommer 2011, ist ein ­international agierender Entwickler und Publisher von Onlinespielen mit Cross-Plattform-Ansatz. Bekanntestes/neustes Spiel: ­Unser Cross-Plattform Onlinegame ­»Brick-Force«. Bereits vor Spielstart im Frühjahr können wir schon über 400.000 Registrierungen verzeichnen. Der Sandbox-Fun-Shooter lässt S ­ pieler Stein für Stein Welten und Maps ­erschaffen. Die virtuellen S ­ pielplätze können mit der Community geteilt werden und dienen als Austragungsort rasanter Shooter-Jagden. Welche Vorzüge hat Berlin ­gegenüber anderen Standorten? Für ­Infernum bietet Berlin als Standort optimale Voraussetzungen. Auch die große Medienlandschaft und der Branchennachwuchs (Stichwort ­Games Academy) sind von Vorteil. Was macht die Stadt besonders für transmediale Projekte a ­ ttraktiv? ­Berlin als Knotenpunkt verschie­ denster Medien. Welche Branchennetzwerke ­nutzen Sie und wie akquirieren Sie Investoren? Durch unser eigenes N ­ etzwerk, indem wir direkt und persönlich in Kontakt treten. ­Branchennetzwerke spielen für uns ­natür­lich eine ­Rolle. Unter a ­ ndrem ­nutzen wir Gamesmarkt, L­ inkedIn, und Xing und Social ­Media-Kanäle. »Brick-Force« , Infernum Productions AG

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These days, it’s possible to spend hours enjoying software made in Berlin-Brandenburg: play Diamond Dash from Wooga on the way to work or school; groove with Newtracks during your lunch break; and enjoy the evening with Galaxy Tales from Jo-Mei, Drakensang Online from Bigpoint Berlin or Deep Black from Just A Game. And why not top it all off with a visit to Berlin’s Computer Game Museum on the weekend. The games industry in Germany and especially in Berlin-Brandenburg is as diverse as ever. Thanks to talented young professionals, targeted funding and a first-class training system, Berlin has emerged as Germany’s key games clus-


sich in Berlin-Brandenburg angesie­ delt, sie leisten längst einen signifi­ kanten Beitrag zur Kreativwirtschaft der Region. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Spieleszene an der Spree dank hervorragend ausgebildeter Mit­arbeiter und gezielter Förderung zum zentralen deutschen Cluster mit erstklassigen Aussichten entwickelt. Über 130 Unternehmen dort haben ­mittel- oder unmittelbar mit interak­ tiver ­Unterhaltung zu tun. In Deutschland lag der Umsatz mit Computer- und Videospielen nach An­­ gaben des Bundesverbandes Inter­­ aktive Unterhaltung (BIU) im Jahr 2011 bei 1,99 Milliarden Euro. Wäh­ rend die Umsätze mit Datenträgern und Downloads stabil bei 1,57 Mil­ liarden Euro lagen, hat das Seg­ ment der Online- und Browserga­ mes stark zugelegt: Mit 416 Millio­ nen Euro ­Jahresumsatz verzeichnet es ein Wachstum von 25 Prozent. »Der deutsche ­Gamesmarkt profitiert vor allem von seiner Vielfalt erfolg­ reicher Plattformen und Geschäfts­ modelle sowie von der zunehmen­

Jo – Mei Die Jo-Mei GmbH, gegründet im November 2009, ist ein unabhängiger Hersteller von ­Computerspielen, insbesondere Browser­ games. Firmenphilosophie: Schöne Spiele für ­schöne Leute. Bekanntestes/neustes Spiel: » ­ Koyotl«. Das kostenlose Browserspiel ist ohne Download und gratis im Web-Browser spielbar. Dank der einzigartigen 3D-FlashTechnologie kann es von überall über das Internet gespielt werden! Welche Vorzüge hat Berlin gegenüber anderen Standorten? Die deutsche ­Gamesbranche ist vor allem hier in ­Berlin ansässig. Dadurch findet ein kontinuier­ licher Austausch mit anderen Entwicklern und Förderern statt, der viel ­Wissen, ­Kreativität und Ansporn, seine eigenen Projekte zu verbessern, fördert. Durch die hohe Dichte anderer Kreativbranchen ­findet sehr leicht eine Vernetzung und ­somit das Entstehen vieler interessanter ­Projekte branchenübergreifend statt. Was macht die Stadt besonders für transmediale Projekte attraktiv? Es ist durch die bloße Menge an unterschiedlichen Kreativen sehr einfach, Teams für transmediale Projekte zusammen zu stellen.

Boris Munser und Cornelia Geppert, Geschäftsführer   CEO

­ ußerdem gibt es zahlreiche AufführungsA und Präsentationsmöglichkeiten. Welche Branchennetzwerke nutzen Sie und wie akquirieren Sie Investoren? Der G.A.M.E.-Bundesverband ist die Anlauf­ stelle Nr.1 für für Berliner Spiele­entwickler und s­ omit auch für uns. Aber auch das ­media.net ist interessant für uns. Investoren sind bisher auf uns zugekommen, nicht ­umgekehrt. Aber wir sind aktuell nicht ­daran i­nteressiert, unsere Unab­hängigkeit aufzugeben.

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den gesellschaftlichen Relevanz von Games«, kommentierte Maximilian Schenk, Geschäftsführer des BIU, die Zahlen. Für die Zukunft erwartet er weiteres Wachstum. Davon dürfte besonders BerlinBrandenburg profitieren – keine an­ dere deutsche Wirtschaftsregion ist in der Gamesbranche ähnlich beliebt, wie die vielen Start-Ups an der Spree zeigen. Ein Beispiel ist die Infernum Productions AG: Das im Sommer 2011 unter anderem von Andreas Weiden­ haupt und Markus Melching – ehe­ malige Führungskräften des Berli­ ner Publishers Frogster – gegründete Studio will sich auf hochwertige Freeto-Play-Onlinegames konzentrie­ren. Infernum legt Wert darauf, dass ­seine ter within only a few years. Over 130 companies are now either directly or indirectly involved in interactive entertainment. In 2011, Germany’s Trade Association of Interactive Entertainment Software (BIU) reported a €1.99 billion tur-

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»Koyotl«, Jo-Mei GmbH

nover in computer and video games in Germany. While sales of storage media and downloads remained stable at €1.57 billion, turnover in the online and browser games segment grew by 25 percent to €416 million annually. BIU managing director Maximilian Schenk notes:

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Onlinegames eng verbunden mit mobilen Endgeräten und zusätzlich transmedial mit Comics, Büchern und Filmen verknüpft sind. Auf ein anderes, aber ähnlich ­erfolgversprechendes Konzept setzt Newtracks. Das vom Branchenvete­ ranen Hendrik Lesser mitgegründete Berliner Start-Up will vor allem Mu­ sikspiele für soziale Netzwerke und mobile Endgeräte entwickeln und vermarkten – und eröffnet damit zu­ gleich Artists und Labels einen neu­ en Verwertungskanal. Auch Zombie­ food verfolgt eine eigene Geschäfts­ idee: Das junge Team aus zwölf ­Mitarbeitern spezialisiert sich auf das Umsetzen von Stories aus klassischen Medien – etwa ­Bücher oder Filme – “The German games market profits from the diversity of successful platforms and business models as well as from the increasing social relevance of games.” And the trend is expected to continue. Berlin-Brandenburg is the most popular economic region in Germany for


in neue Medien wie Browser- und Mobile­games. Es gibt aber noch weitere StartUps mit vielversprechenden Ge­ schäftsmodellen: So baut die Neonga AG ein plattformunabhängiges Por­ tal für Massively Multiplayer Online Games (MMOGs) auf, dessen Spie­ ler in Titeln wie »World of Ants« und »A Mystical Land« spannende Aben­ teuer erleben. Das im Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof ansässige Start-Up Ludic Philoso­ physetzt auf Socialgames, die eine ­Mischung aus alten und neuen Me­ dien und besonders kommunika­ tiv, lebendig und reich an sozia­ len Interaktionen sind. Bright­ side Games hat mit seinem ­Actionspiel »Zeit2« auf An­ hieb eine Auszeichnung für das Beste Spiel­design 2011 bei der Verleihung des Deutschen Entwickler­ preises gewonnen. Und das Unternehmen Die Hobrechts konzen­triert sich darauf, andere Studios bei der Konzeption, dem Design, der Planung und Durchfüh­ rung von inter­aktiven Unterhaltungsund ­Bildungsprodukten zu beraten. Wie rasant sich die Start-Ups zu ­etablierten Branchengrößen ­wandeln können, zeigt die 2009 ­gegründete Wooga GmbH. Das Unternehmen ­betreibt auf Facebook Spiele wie »Bubble Island« und »Monster World«. Aber auch auf Smartphones und

­Tablets ist Wooga aktiv -und erfolg­ reich: Allein die iOS-Version seines Socialgames »Diamond Dash« haben mittlerweile über elf Millionen Spie­ ler aus aller Welt geladen. Eine wesentliche Ursache für den Erfolg der Berliner Spielemacher sind die Bildungsangebote für künftige

games Start-Ups. Infernum Productions AG, a studio founded in 2011, makes high-end free-to-play online games. Their first game “Brick-Force” received overwhelming attention even in its closed beta-testing phase. Newtracks, yet another Berlin-based Start-Up, develops music games for social networks and mobile devices and seeks to open up new value creation channels for artists and labels. The young team at Zombiefood specializes in transferring stories from traditional media into new media such as browser and mobile games. Neonga AG has created a cross-platform portal for MMOGs where users can play games like World of Ants and A Mystical Land. Ludic Philosophy con-

centrates on social games that mix old and new media with lively social interaction. Brightside Games won the 2011 Best Game Design Award at the German Developers Awards for Zeit2. Die Hobrechts provides development, design and planning advice on interactive entertainment and educational products. With its popular Facebook games Bubble Island and Monster World, Wooga GmbH, founded in 2009, is an excellent example of how a Start-Up can become an established industry giant almost overnight. The iOS version of Wooga’s Diamond Dash has been downloaded by over 11 million players all over the world. The company is also the world’s largest trader of interactive magic accessories, with players of Mons-

Roman Frank, Norbert Haacks und Daniel Bock, Geschäfts­ führer  CEO

Newtracks Newtracks, gegründet 2011, e ­ ntwickelt Social Games für Musik Fans. Ziel ist es casual gaming mit dem aktuellen ­Musikmarkt zu verbinden und gleichzeitig Labels, Künstler und Musik auf neuartige Weise zu monetarisieren.

»Iron Dawn«, Zombiefood GmbH

Bekanntestes/neustes Spiel: »Next Big Thing“! Hier gründen Spieler virtuelle Bands mit ihren Facebook Freunden. Dabei können sie ihre Bühne ­gestalten, ihre Lieblingsmusik hören und virtuelle Gegenstände bekannter Künstler kaufen. Was war ausschlaggebend für Ihre Entscheidung, Ihr Unternehmen in der Hauptstadt zu gründen? Wir ­lebten alle bereits vor der Gründung in Berlin und für uns stand es nie zur Debatte in einer anderen Stadt zu gründen oder gar den Firmensitz zu verlegen. Wir lieben Berlin! Was macht die Stadt besonders für transmediale Projekte attraktiv? Der Mix aus Kunst und Business, die ­schiere Anzahl von Filmemachern, Musikern, Künstlern und IT-Experten ist einmalig in ganz Europa. Welche Branchennetzwerke nutzen Sie und wie akquirieren Sie Investoren? Investoren akquirieren wir fast ausschließlich aus unserem Netzwerk. Wir hatten großes Glück früh in unserer Entwicklung als Firma sehr spannende Menschen zu treffen, die ­sowohl an uns als auch an unsere Idee glauben. Außerdem finden wir, dass sowohl das media.net als auch das Medienboard sehr gute Netzwerkarbeit ­leisten.

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Entwickler – ein großer Standortvor­ teil für eine Branche, die unter kons­ tantem Mitarbeitermangel leidet. Ein wichtiger Vorreiter ist die staatlich an­ erkannte Games Academy, die sich auf die ­Ausbildung von Berufen in der Spieleentwicklung spezialisiert hat – im deutschsprachigen Raum ist sie die größte und renommierteste Spezial­ schule in diesem Bereich. Aber auch die Universitäten und Fachhochschu­ len haben längst eigene Angebote für künftige Designer und Programmierer.

ter World already buying more than 100 million magic wands. One secret to the success of Berlin-based gamers is the city’s first-class training programs, including The Games Academy, the HTW and the Mediadesign Hochschule. Berlin is also home to key industry and networking bodies such as the German Entertainment Software Self-Regulation Body (USK), the BIU and the G.A.M.E. Computer and Video Game Developers Association.

Zombiefood Zombiefood, gegründet im Oktober 2011, hebt vorhandene und etablierte ­Medien­lizenzen in moderne, digitale und ­erfolgreiche Online-Spielewelten. Bekanntestes/neustes Spiel: »Iron Dawn« ist eine einzigartige Kombination aus MMO-Browsergame im Steampunk-­ Setting und Location-based Mobile App. Es bringt die erprobte Spielmechanik des Tabletop-Spiels »Götterdämmerung« und dessen vollentwickeltes Universum mit der 3D-Power der Unity3D Engine erstmals auf den Browser und nutzt die GPSMöglichkeiten von Mobilgeräten für ein einmaliges Spielerlebnis im realen Umfeld des Spielers. Welche Vorzüge hat Berlin im Vergleich zu anderen Standorten zu bieten? Berlin bietet eine qualitativ hochwertige Hochschullandschaft und ist zudem Knotenpunkt für Unternehmen im Medien- und Gamebereich. Besonders attraktiv für ­internationale Mitarbeiter ist die hohe ­Lebensqualität und relativ günstige ­Lebenserhaltungskosten. Was war ausschlaggebend für Ihre Entscheidung, Ihr Unternehmen in der Hauptstadt zu gründen? Die Startup-­

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Simon Gratwohl und Felix Dreyfus, Geschäftsführerer  CEO

Szene in Berlin ist sehr aktiv und wird vielseitig unterstützt. Neben zahlreichen Events, Vernetzungen und Weiterbildungen existieren gute Gründungsservices an den Universitäten. Das EXIST-Stipendium z.B. hat es uns ermöglicht, Zombiefood zu gründen. Was macht die Stadt besonders für transmediale Projekte attraktiv? Die ­Vernetzungsmöglichkeiten in Berlin sind vielfältig. Die Stadt bietet mit Messen, ­Tagungen und anderen Events ein b ­ reites Feld an transmedialen Kontakten an, das auch rege genutzt wird.


GDC und SXSW 2012

Keynote-Speaker Baratunde ­Thurston Neue Rekorde bei der diesjährigen GDC in San Francisco   New Records at GDC in San Francisco

SxSW Film, ­Interactive, Music

Fotos/Photos  Gdc, Mindy Tucker

GDC 2012: Old and New Economy  Von Michael Liebe Die diesjährige Game Developers Conference (GDC) hat erneut Rekorde gebrochen: 22.500 Teilnehmer, über 400 Vorträge, rund 300 Aussteller so­ wie der neue Marktplatz GDC Play und unzählige Networking Events machten San Francisco fünf Tage lang zum Mekka der Geeks und Gamer. Zeitgleich fand die Premiere des neuen iPad von Apple direkt gegen­ über der GDC-Messehallen statt – und erinnerte daran, dass sich die Branche im radikalen Wandel befin­ det. Passend dazu prophezeite Mark Rein (Epic Games) das Ende der klassi­ schen Konsolen: Er sieht Google und Apple an die Spitze drängen, zu Un­ gunsten etablierter Publisher wie EA oder Nintendo. Google nutzte auch gleich das Heimspiel in der Bay Area, um Reins These anschaulich zu un­ termauern und lud zur Premiere von Google Play, dem neuen Browser-ba­ sierten App-Store.

So manifestierte sich auf der GDC lang­ sam die Differenzierung zwischen »neuer« und »alter« ­Spieleindustrie. Die alte Branche ist fokussiert auf Konsolen und Triple-A-Titel für den PC. Die neue Branche konzentriert sich verstärkt auf Mobile-, Social- und Browser-Games. So wird deutsche Ex­ pertise im Free-to-Play-Markt immer gefragter. Und die deutsche Branche war gut vertreten, mit Ausstellern und Vor­ tragenden – von Crytek über Game­ forge und Wooga bis Bigpoint –, dem German Pavillon sowie der German Key Players Night. Zur NetworkingVeranstaltung luden IDG Media (Key Players) und das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in San Francisco gemeinsam mit G.A.M.E. ein. Unterstützt wurden sie von ­Atlas Interactive, der Kölnmesse (gamescom) sowie dem Medienboard Berlin-Bran­ denburg.

The Game Developers Conference (GDC) in San Francisco had another recordbreaking year in 2012 with 22,500 participants, over 400 lectures, roughly 300 exhibitors, the new GDC Play marketplace and many other networking events. The official premiere of Apple’s new iPad directly across the street reminded attendees that the industry continues to undergo a radical transformation. Mark Rein (Epic Games) prophesized the end of the traditional console and predicted that Google and Apple would prevail to the detriment of established publishers such as EA and

Nintendo. Google underscored Rein’s thesis by inviting everyone to the premiere of its new browser-based app store Google Play. The GDC served to showcase the differences between the “old” industry (consoles and triple-A games for PCs) and the “new” industry (mobile, social and browser games), in which German expertise in the free-to-play market is increasingly in demand. The German industry was wellrepresented at the GDC by Crytek, Gameforge, Wooga and Bigpoint as well as at various lectures, the German Pavilion and the German Key Players Night, a net-

Das Festival South by South-West (SXSW) in Austin, Texas, stellt New­ comer aus drei Kernbereichen vor: Film, Musik und »Interactive«. B ­ este Beispiele: die Keynote von Baratunde Thurston, die Screenburn-Ausstellung und das Start-Up-Village. In Austin starteten damals Foursquare oder Twitter ihren Siegeszug. Seither ist allein der Interactive-Teil auf über 20.000 Teilnehmer gewachsen. In d ­ iesem Jahr präsentierte sich die Hauptstadt mit insgesamt 17 Inter­ active- und 14 M ­ usik-Firmen und s­ tellte am ­Berlin-Stand frischen Content und neue G ­ eschäftsmodelle »Made in B ­ erlin-Brandenburg« vor. Um die ­hiesige i­nteraktive Szene erfolgreich ­international zu vernetzen, ermöglichte das Medienboard erstmalig vier ­ausgewählten Unternehmen die Teilnahme an der wichtigsten Messe der Branche. Mit von der Partie waren: ­ Exozet (exozet.com), fwli (fckweloveit. com), mashero (mashero.com) und vm-­people (vm-people.de). The SXSW in Austin, Texas showcases newcomers in the fields of film, ­music and “interactive.” This year featured a keynote by Baratunde Thurston, and the Start-Up Village. Berlin was ­represented in 2012 by 17 interactive and 14 music firms who presented new business models “Made in BerlinBrandenburg.” For the first time, the Medienboard funded the trip of four companies: Exozet (exozet.com), fwli (fckweloveit.com), mashero (mashero. com) and vm-people (vm-people.de).

working evening event organized by IDG Media (Key Players), Germany’s Consulate General in San Francisco and G.A.M.E. and supported by Atlas Interactive, the Cologne Fair gamescom and the Medienboard Berlin-Brandenburg.

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Deutsche Gamestage 2012

veranstaltungsübersicht event schedule Die Deutschen Gamestage sind die branchenübergreifende Kommunika­ tions­­ und Networking­Plattform rund um Games. ein umfassendes Programm aus Keynotes, workshops, events und Podiumsdiskussionen bietet Gele­ genheit zu intensivem Austausch und Networking. Das Medienboard ist Ini­ tiator und Koordinator der Dachmar­ ke sowie Förderer zahlreicher einzel­ veranstaltungen.

DGt eröffnung Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, 10178 Berlin matchmaking Dinner 37. Stock / Park Inn, Alexanderplatz 7, 10178 Berlin

the DGt offer five days of exciting games-related events! A comprehensive program consisting of keynotes, workshops, events and podium discussions provides the opportunity for intense exchange and networking. The Medienboard is the initiator and coordinator of this cross-industry communications and networking platform and also supports several individual events.

Quo vadis. create. Game.Business conference Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, 10178 Berlin Quo vadis party @ Games academy Rungestraße 20, 10179 Berlin

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Medienboard News 2.12

Deutsche Gamestage

Deutscher Computerspielpreis / LARA – Der Deutsche Games Award und Aftershowparty Umspannwerk Alexanderplatz, ­Voltairestraße­5,­ 10179­Berlin

Marktplatz Crossmediale Gamesprojekte Café Moskau, Karl-Marx-Allee 34, 10178 Berlin

ausstellung und Jump ’n’ run party What?! Club, Karl-LiebknechtStraße 11, 10178 Berlin Konferenz und award .HBC, Karl-LiebknechtStraße 9, 10178 Berlin

spielplatz schweiz und public play Computerspielemuseum Karl-Marx-Allee 93a, 10243 Berlin

making Games talents HTW Berlin, Campus Wilhelminenhof – Gebäude G, Wilhelminienhofstraße 75a, 12459 Berlin

Girls’ Day Games Academy Rungestraße 20, 10179 Berlin

www.DeUtscheGamestaGe.De


✱✱✱  Nur mit Einladung ✱✱✱  Mit Akkreditierung / Anmeldung ✱✱✱  Eintritt frei

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9:00

9 – 15:00 Girls’ Day Games Academy ✱✱✱

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10 – 18:15 Konferenz Quo Vadis. Create. Game. Business Café Moskau ✱✱✱

11 – 18:00 Marktplatz Crossmediale Gamesprojekte Café Moskau ✱✱✱

10 – 18:15 Konferenz Quo Vadis. Create. Game. Business Café Moskau ✱✱✱

10 – 20:00 Ausstellung Spielplatz Schweiz und Public Play Computerspielemuseum ✱✱✱

12 – 20:00 A MAZE. Indie Connect Exhibition What?! Club ✱✱✱

13:00

14:00 14 – 18:15 DGT Eröffnung Café Moskau ✱✱✱ 15:00

10 – 17:00 A MAZE. Indie Connect Konferenz .HBC ✱✱✱

14 – 18:15 Konferenz Quo Vadis. Create. Game. Business Café Moskau ✱✱✱

10 – 20:00 Public Play und Spielplatz Schweiz Ausstellung Computerspiele11 – 18:00 museum A MAZE. ✱✱✱ Indie Connect Konferenz .HBC 10 – 19:00 ✱✱✱ Making Games 12 – 20:00 Talents A MAZE. HTW Indie Berlin Connect ✱✱✱ Exhibition What?! Club ✱✱✱

14 – 20:00 Vernissage und Vorträge Spielplatz Schweiz und Public Play Computerspielemuseum ✱✱✱

16:00

17:00

17 – �. �. Opening Exhibition A MAZE. Indie Connect What?! Club ✱✱✱

18:00

19:00

20:00

20 – 22:00 Matchmaking Dinner . Stock / 21:00 Park Inn ✱✱✱

19 – O. E. Quo Vadis Party @ Games Academy Games Academy ✱✱✱

19:30 – 21:30 Deutscher Computerspielpreis / LARA – Der Deutsche Games Award Umspannwerk Alexanderplatz ✱✱✱ 22:30 – � � DGT und DCP/LARA Aftershowparty Umspannwerk Alexanderplatz ✱✱✱

20 – 21:00 A MAZE. Most Amazing Indie Game Award .HBC ✱✱✱ 21 – �. �. A MAZE. Jump ’n’ Run Bonus Cheat What?! Club ✱✱✱

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Deutsche Gamestage 2012

Danke an unsere partner und sponsoren! thank you for your support! veranstaLtUnGen

veranstaLter & KoorDInatoren

MEDIA GMBH

medienboard Berlin-Brandenburg GmbH

RIESEN BU HEI E N T E R T A I N M E N T

meDIenpartner

BEO

Branded Entertainment Online

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partner & sponsoren

Schweizerische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

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Aus- und Weiterbildung in Berlin/Brandenburg Professional Training in Berlin/Brandenburg

GIrLs’ Day Ladies First – Girls’ Day bei den Deutschen Gamestagen! Besonders im Berufsfeld der digitalen Spieleindustrie sind Frauen noch deutlich in der Unterzahl – dies soll sich jetzt ändern! Ein von BIU und der Games Academy organisierter Workshop ermöglicht Games-interessierten Mädchen, hinter die Kulissen einer Spielproduktion zu blicken, stepby-step ihre eigenen Levels am PC zu entwerfen und sich auf der Quo Vadis umzuschauen. Wann: Donnerstag, 26. April 2012, 9.00 – 14.00 Uhr Wo: Games Academy, Rungestr. 20, 10179 Berlin www.girls-day.de

Branche mit zukunft Industry with a future In der deutschen Games­Branche arbeiten derzeit über 10.000 Perso­ nen, t tendenz steigend. Bis ende 2012 sind hierzulande mehr als 800 Positi­ onen zu besetzen. Der Arbeitsmarkt kommt kaum hinterher. Bis vor einigen Jahren galt die spiele­ industrie noch als die Branche mit den meisten Quereinsteigern. sie war ein Betätigungsfeld für zahl­ reiche spieleaffine Autodidakten, die vorwiegend hobbyentwickler/in­ nen waren oder aus anderen Kreativ­ und Medien­Bereichen in die Games­ Branche wechselten. Konkrete Aus­ und weiterbildungsangebote gab es anfangs kaum.

taLents maDe In BerLIn-BranDenBUrG

maKInG Games Making Games Talents – 200 Stellen zu besetzen Deutschlands erfolgreichste Talentbörse der Spielebranche kommt nach Berlin – erstmals als Teil der Deutschen Gamestage und in Kooperation mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg sowie dem Studiengang Game Design der HTW Berlin. Making Games Talents unterscheidet sich grundlegend von anderen Recruiting-Events: Nicht die Talente bewerben sich bei den Firmen, sondern die Firmen bewerben sich bei den Talenten. U.a. mit dabei: yager, InnoGames, Bigpoint, die Goodgame Studios oder Travian. Wann: Samstag, 28. April 2012, 10.00 – 18.30 Uhr Wo: HTW Berlin, Campus Wilhelminenhof – Gebäude G www.makinggames.de

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Mittlerweile verfügt vor allem Berlin­ Brandenburg über ein einzigartiges Ausbildungsangebot. Neben der reno­ mmierten Games Adacemy haben fast alle universitären einrichtungen ihr Angebot um Ausbildungs­ und For­ schungsaktivitäten um das thema computerspiel erweitert. so verfügt die hFF über einen studiengang zum 3D­Grafikdesigner, die Fachhoch­ schule Potsdam lehrt Game­Design im Rahmen ihres studiengangs Inter­ over 10,000 people are already employed in the games industry alone, and more than 800 positions need to be filled by the end of 2012. Indeed, the labor market is having a hard time meeting demand and games industry has now recognized that it needs to enhance its concrete professional training opportunities. taLents maDe In BerLIn-BranDenBUrG Today, Berlin-Brandenburg boasts a wide and unique array of training programs for game professionals. The HFF has a 3D graphic design program, the Fachhochschule Potsdam teaches game design and the HTW Games Lab has its own motion capture studio. Other institutes that offer games training are the Macromedia Hochschule, the QANTM College/

Deutsche Gamestage

Von Felix wittkopf

facedesign, das htw Gameslab ver­ fügt über ein eigenes Motion­cap­ ture­studio. Das Ausbildungsange­ bot wird ergänzt durch Programme der Macromedia hochschule, des QANtM college/sAe Institute, L4­Ins­ titut für Digitale Kommunikation, der Mediadesign hochschule MDh oder der in 2011 neu gegründeten school for Games.

mItarBeIterweIterBILDUnG Im foKUs trotzdem ist es kaum möglich, dem bestehenden Fachkräftemangel erfolg­ reich entgegenzutreten, Mitarbeiter­ weiterbildung bei wachsenden struk­ turen ist ein Muss. Vor allem die größeren studios setzen auf schu­ lungsunternehmen, die trainings und seminare zu verschiedenen soft­skill­ (Kompetenzschulungen) sowie hard­ skill­themen (Fachschulungen) anbie­ ten. hier wäre aktuell nur die school for Games zu nennen. Im Bereich der Kompetenzentwicklung gibt es etablierte trainingsunternehmen wie profi.com, die Demos Gmbh, die haufe Akademie und die wBs trainings AG, die alle ihren sitz oder einen Ableger in Berlin und Brandenburg haben.

SAE Institute, the Games Academy, the L4 Institute for Digital Communication, the Mediadesign Hochschule MDH and the brand-new School for Games. focUs on empLoyee traInInG In order to stay competitive long-term, a constant flow of skilled workers with cutting-edge expertise is required to keep up with the highly differentiated job profiles that characterize today’s games industry. Berlin’s School for Games is one of the very few specialists in the field of hardskill professional training in games, while profi.com, Demos GmbH, Haufe Akademie and WBS Trainings AG offer soft-skill training in the capital region.


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GrĂśĂ&#x;er. Schneller. Hungriger. ÂŽ

WD VelociRaptor

ÂŽ

ÂŹ5MINÂŹ3!4! &ESTPLATTEN Die schnellste SATA-Festplatte auf dem Planeten. ÂŹ'"nÂŹ4"ÂŹsÂŹ3!4!ÂŹÂŹ'BSÂŹsÂŹÂŹ*AHREÂŹ'ARANTIE www.wdvelociraptor.com

Western Digital, WD, das WD-Logo, WD VelociRaptor und Put Your Life On It sind in den USA und anderen Ländern eingetragene Marken; IcePack, NoTouch und RAFF sind Marken von Western Digital Technologies, Inc. Andere hier genannte Marken gehĂśren den jeweiligen Unternehmen. Die gezeigten Bilder kĂśnnen vom tatsächlichen Produkt leicht abweichen. Eventuell sind nicht DOOH 3URGXNWH ZHOWZHLW HUKlOWOLFK bQGHUXQJHQ YRQ 3URGXNW XQG 9HUSDFNXQJVVSH]LÂżNDWLRQHQ vorbehalten. Š 2012 Western Digital Technologies, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Bei der Angabe von Speicherkapazitäten gilt: ein Megabyte (MB) = eine Million Bytes, ein Gigabyte (GB) = eine Milliarde Bytes und ein Terabyte (TB) = eine Billion Bytes. Wie groĂ&#x; die Speicherkapazität ist, auf die effektiv zugegriffen werden kann, hängt vom Betriebssystem ab. Bei der Angabe von Ăœbertragungsraten von Festplatten oder Schnittstellen ist ein Megabyte pro Sekunde (Mbit/s) = eine Million Bytes pro Sekunde und ein Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) = eine Milliarde Bits pro Sekunde

e Festplatte erster Wahl. 18 Medienboard News 2.12 

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GUCKSTE. HÖRSTE. KLICKSTE.

DEUTSCHE GAMESTAGE IM ALEX TV

BRANDHERD.NET / ROLAND BRÜCKNER

Feature von der Eröffnung und der Vernissage A MAZE Freitag, 4. Mai 2012, 20:15 Uhr Guckste ALEX TV. Klickste ALEX-Livestream: www.alex-berlin.de/tv

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! N E T L A H C S N I E T Z JET

Die Alternative im Radio - und im Netz.

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MEDIA Antenne

BORN DIGITAL/GROWN DIGITAL  

MEDIA Deadlines

Assessing the ­Future ­Competitiveness of the EU Video Games

MEDIA Development Call 21-2011 and 22-2011: April 13, 2012

Der Titel mag etwas trocken klingen, doch ein genauer Blick in die 2011 veröffentlichte Studie der EU-Kom­ mission lohnt sich. Denn sie gibt ei­ nen aktuellen Einblick in die wirt­ schaftlichen und politischen Struktu­ ren des europäischen Games-Sektors in Zeiten der (zusammen)wachsen­ den Kreativindustrien. Laut dieser Studie wächst der glo­ bale Spiele-Markt etwa vier Mal schnel­ ler als der restliche Medien- und Enter­ tainmentmarkt und soll bis 2015 einen weiteren signifikanten Wachstums­ schub erleben. Beispielsweise machten Frankreich, Deutschland, Italien, Spani­ en und Großbritannien 2009 im Spiele­ bereich einen Umsatz von 15,2 Milliar­ den US-Dollar, was ungefähr 30% des weltweiten Umsatzes entspricht. Die Studie beschreibt zunächst die Technologien, Mechanismen und Cha­ rakteristiken der Industrie, sowie die – national – unterschiedlichen politi­ schen Zielsetzungen. In der anschlie­ ßenden Analyse wird schließlich die Frage danach gestellt, wie die Wett­ bewerbsfähigkeit der europäischen In­ dustrie gestärkt werden kann: Unter­ sucht werden Wertschöpfungsketten, Marketingpotentiale und Geschäfts­ modelle.

Abschließend geht es um die Notwen­ digkeit öffentlicher Förderinstrumen­ te bzw. einer einheitlichen EU-Förder­ politik. Zum Beispiel denkt die EIB seit geraumer Zeit über Finanzierungsins­ trumente für die Branche nach und hat bereits eine EU2020-Task Force eingerichtet, um Strategien und Risi­ kominimierungsmöglichkeiten zu er­ örtern. Darüber hinaus gibt es Über­ legungen, ein EU-weites Branchen­ netzwerk zu bilden, um Universitäten und Trainingsinstitutionen zu beraten und den Know-How-Transfer zu be­ schleunigen. Denn ein gemeinsamer Faktor in den meisten europäischen Ländern ist, dass Spiele nicht nur als Wirtschafts- sondern auch als Kultur­ gut klassifiziert werden und entspre­ chend beachtet w ­ erden müssen. Die Studie steht hier zum ­kostenlosen Download bereit: http://ftp.jrc.es/EURdoc/JRC60711.pdf

This 2011 EU Commission study ex­ amines the economic and political structures of the European games industry in an era of tremendous creative-­industry growth and merging. The ­study shows that the global games market is grow­ing at a rate four times higher than in the rest of the media and entertainment ­industry and predicts another growth spurt by 2015. In 2009, France, ­Germany, Italy, Spain and Great Britain had a games-­ sector ­turnover of US$15.2 billion – roughly 30% of worldwide sales. The study describes the industry’s technologies, mechanisms and characteristics as well as the different national political goals. It also examines the ways in which Europe’s

games industry could be strengthened in terms of value creation chains, market­ ing opportunities and business models. The study also explores the need for public funding instruments and a unified EU funding policy, including new financing instruments from the EIB and its EU2020 Task Force. Also under consideration is the creation of an EU-wide network designed to advise training institutes and speed up knowledge transfer. According to the study, most European countries consider games to have both economic and cultural value – a fact that must be taken into account. Download the study for free at http://ipts.jrc.ec.europa.eu/ publications

TV Broadcast Call 23-2011: June 11, 2012 Selective Distribution Funding Call 30-2011: June 29, 2012 Festival Funding Call 29-2011: April 30, 2012 i2i Audiovisual Call 24-2011: June 6, 2012 Promotion Market Access Call 36-2011: June 30, 2012 VoD – Video on Demand Call 09-2012: June 25, 2012 Pilot Projects Call 10-2012: June 18, 2012 For up-to-date information, please v­ isit www.mediadesk-deutschland.eu or MEDIA Antenne Berlin-Brandenburg mediaantenne@medienboard.de

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MEDIA Antenne

Crossmedia heißt das neue ­Zauberwort  Crossmedia is the New Magic Word

The Borgias

The Pixel-Lab 2012

Mit dem MEDIA-geförderten Work­ shop Pixel-Lab hat die Initiative ­Power to the Pixel in den beiden ver­ gangenen Jahren ganze Pionierarbeit ­geleistet, was die Konzeption und Re­ alisierung von crossmedialen Pro­ jekten angeht. Zum dritten Mal wer­ den im Rahmen des Pixel Labs TV- und Filmproduzenten, Redak­teure, Auto­ ren und Games-Developer zusammen­ gebracht, um mit den inhaltlich und wirtschaftlich komplexen Zusam­ menhängen der crossmedialen Welt vertraut gemacht zu werden. Zwan­ zig Teilnehmer mit Projekt und zwan­ zig Teilnehmer ohne werden bei der Konzeption, der Entwicklung und dem Vertrieb ihrer multifunktionalen Projekte in mehreren Etappen unter­ stützt. ­Begonnen wird damit in einem einwöchigen Workshop in Potsdam (1. bis 7. Juli), dem ein individuelles Online-Coaching (Juli bis September) und ein Abschluss-Pitching (Oktober) in London beim Power to the Pixel Forum 2012 folgen. Weitere Informationen: www.powertothepixel.com

The pioneering MEDIA-funded workshop Pixel Lab will once again introduce TV and film producers, editors, authors and game developers to the complex world of crossmedia. A total of 40 participants will receive support for multifunctional projects in several stages. It all starts with a one-week workshop in Potsdam (July 1-7) followed by an individual online coaching (July to Sept.) and a final pitch in London (October) at the Power to the Pixel Forum 2012. Further information: www.powertothepixel.com Not “Just” Television The European TV Drama Series Lab (April

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Nicht einfach »nur« ­Fernsehen Das European TV-Drama Series Lab ist ein erstklassiger Workshop, von dem mittel- und längerfristig auch alle Serienjunkies profitieren dürften, nämlich als euphorische Zuschauer. Denn die zentrale Frage dieses Semi­ nars dreht sich darum, wie man euro­ päische TV-Serien entwickelt und pro­ duziert, die denen von US-amerikani­ schen Sender wie HBO qualitativ und international in nichts nachstehen. Natürlich wird es auch hier um die Vermarktung und Promotion selbi­ ger gehen. Anlässlich des Workshops (24. bis 29.4. / 2. bis 15.6. in Berlin), laden die MEDIA Antenne und das Erich Pommer Institut in Kooperation mit Medienboard und Media.net zu einem Panel zum Thema »Erfolgrei­ che TV Serien für den Europäischen Markt« ein. Mit dabei unter anderem »The X-Files«-Produzent Frank Spot­ nitz, der frühere »Law & Order: Spe­ cial Victims Unit«-Showrunner Neal Baer sowie Klaus Zimmermann, Pro­ duzent von »The Borgias«. Wir wün­ schen gute Unterhaltung! Weitere Informationen: www.epi-medieninstitut.de

24-29, 2012 and June 2-15, 2012 in Berlin) is a high-end workshop focusing on the development, production, marketing and promotion of European TV series that offer HBO-like quality and international appeal. To mark the occasion, MEDIA Antenne, the Erich Pommer Institute, the Medienboard and Media.net have organized a panel on the theme of “Successful TV Series for the European Market” featuring “X-Files” producer Frank Spotnitz, former “Law & Order: SVU” showrunner Neal Baer and “The Borgias” producer Klaus Zimmermann. Enjoy! Further information: www.epi-medieninstitut.de


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Reichweite pro Monat: 35 Millionen Zuseher (TV) 2 Millionen Unique User/Monat (Online) 500.000 Leser (Print) Detaillierte Mediadaten unter www.mediaxp.de

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Wir kommen nicht in jeden Club rein, aber bei VIVA!

Jeden Freitag 20:15

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viva.tv/partybruder facebook.com/party.bruder Deutsche Gamestage

medienboard News #2 - Deutsche Gamestage 2012  

Nun ist es wieder soweit – die Szene trifft sich bei den Deutschen Gamestagen. Die Hauptstadtregion mit dem dichtesten Gamescluster Deutsch...

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