EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET
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TIERWOHL
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Natascha Wesiak Tierwohl geht uns alle an! Nachhaltige (Tier-)Gesundheit beginnt dort, wo wir Zusammenhänge erkennen und Verantwortung gemeinsam denken. Yvonne Bauer Haustiere sind Teil der Familie und geben im Tausch zur Verantwortung so ehrliche Treue und Liebe. Wenn sie gehen, bleibt genau das in Erinnerungen, die für immer bewahrt werden.
IN DIESER AUSGABE
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ALLTAG MIT KATZEN Influencer Lena und Chris berichten über ihre Abenteuer mit HalbBengalkatze Nala und Straßenkatze Mia. Natascha Wesiak (Business Development Manager), Yvonne Bauer (Senior Project Manager), Bob Roemké (Managing Director), Miriam Hähnel (Content and Production Manager), Lea Hartmann (Head of Design und Illustrationen im Heft), Cover: Sandra ©Privat Mediaplanet-Kontakt: de.redaktion@mediaplanet.com Alle Artikel, die mit “In Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet sind, sind keine neutrale Redaktion der Mediaplanet Verlag Deutschland GmbH. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Regelfall auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
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TIERWOHL BEGINNT, BEVOR TIERE KRANK WERDEN Text Dr. Sabine Schüller
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esundheit ist eine wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden von Tieren. Deshalb beginnt verantwortungsvolle Tierhaltung nicht erst mit der Behandlung einer Erkrankung, sondern mit Vorsorge. Dazu gehören eine tiergerechte Haltung und Fütterung, Hygiene, regelmäßige tierärztliche Betreuung, Parasitenkontrolle, frühzeitige Diagnostik und dem Bedarf und Bedürfnissen angemessen Impfungen. So lassen sich viele Erkrankungen verhindern oder früh erkennen. Das gilt für Haus- und Heimtiere ebenso wie für Nutztiere. In einem landwirtschaftlichen Betrieb schützt Prävention nicht nur das einzelne Rind, Schwein oder Huhn, sondern immer auch die Gesundheit des gesamten Bestands. Gerade dort können sich Infektionen rasch ausbreiten, wenn sie nicht früh erkannt und begrenzt werden. Impfungen sind dabei ein wichtiger Baustein: Gegen mehr als 100 verschiedene Tierkrankheiten kann heute durch Impfung vorgebeugt werden. Impfprogramme helfen, Infektionskrankheiten und Tierseuchen einzudämmen und können den Bedarf an Behandlungen, etwa mit Antibiotika, reduzieren. Krankheiten bedeuten zudem zusätzliche Behandlungen, einen höheren Ressourcenbedarf und Verluste. Gute Tiergesundheit trägt deshalb auch zu einer nachhaltigeren Tierhaltung und Lebensmittelproduktion bei.
kommt es darauf an, dass Tierhaltende sowie Tierärztinnen und Tierärzte geeignete Maßnahmen passend zur Tierart, zur Haltungsform und zur jeweiligen Krankheitssituation einsetzen können. Wie eng Tiergesundheit mit unserer eigenen Gesundheit verbunden ist, beschreibt der One-Health-Ansatz. Er betrachtet die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt gemeinsam. Besonders sichtbar wird das bei Zoonosen, also Infektionskrankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können. Wer Krankheiten bei Tieren verhindert, Übertragungswege unterbricht und Arzneimittel verantwortungsvoll einsetzt, schützt deshalb nicht nur Tiere. Prävention kann zugleich Menschen schützen und Ressourcen schonen.
“Tierwohl, Tiergesundheit und Gesundheitsschutz gehören zusammen.“ Dr. Sabine Schüller Geschäftsführerin, Bundesverband für Tiergesundheit e. V. (BfT) Tierwohl, Tiergesundheit und Gesundheitsschutz gehören zusammen. Je früher wir Krankheiten vermeiden oder erkennen, desto besser können wir Tiere schützen – ganz gleich, ob Haus- oder Nutztier.
Damit Vorsorge zuverlässig funktioniert, sind abgestimmte Strategien notwendig. Krankheitserreger halten sich nicht an Betriebs-, Länder- oder Staatsgrenzen. Gemeinsame Standards bei Überwachung, Biosicherheit und Prävention von Tierseuchen helfen, Risiken früh zu erkennen und im Ernstfall schnell zu reagieren. In der Praxis
INFO Weitere Informationen finden Sie unter: www.bft-online.de
Foto: Meike Böhm
VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT DIESER AUSGABE SEPTEMBER 2026
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ECHTER TIERSCHUTZ BRAUCHT VERBINDLICHE POLITIK. JETZT. Text Kathrin Kofent Geprägt durch das Staatsziel Tierschutz sprechen Politik und Handel seit den 2000er-Jahren vermehrt von „Tierwohl“. Zeitgleich erdulden in Deutschland rund 790 Millionen Tiere in der Landwirtschaft jedes Jahr aus Tierschutzsicht bedenkliche, nicht artgemäße Lebensbedingungen. Verantwortung dafür tragen Politik, Futter- und Düngemittelwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Tierhalter:innen und Verbraucher:innen gleichermaßen. Mit der Einführung der freiwilligen Haltungskennzeichnung des Handels im Jahr 2019 schien sich etwas im Nutztierschutz zu bewegen. Konsument:innen bekamen in einem zunächst vier- und inzwischen fünfstufigen System die Wahl – vom Schnitzel aus der Stallhaltung nach gesetzlichen Mindestanforderungen (Haltungsform 1) bis zum Bio-Strohschwein mit deutlich mehr Platz und Auslauf (Haltungsform 5). Die führenden Handelsunternehmen kündigten an, den Umbau zu mehr Tierwohl voranzutreiben. Nach den Plänen der Ampelregierung sollte der Staat dafür einen allgemeingültigen Rahmen schaffen: Eine gesetzlich verbindliche staatliche Haltungskennzeichnung, begleitet durch ein Bundesförderprogramm zum Umbau der Tierhaltung, sollte Landwirt:innen langfristige Planungssicherheit und finanzielle Unterstützung für tiergerechte Investitionen bieten. Doch das Gesetz wurde mehrfach verschoben, das Förderprogramm von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vorzeitig beendet und die Verantwortung hierfür an die Länder zurückgegeben. Damit der begonnene Wandel nicht rückabgewickelt wird, braucht es jetzt klare politische Entscheidungen. Die staatliche Haltungskennzeichnung, bislang nur für Schweinefleisch vorgesehen, sollte in den kommenden fünf bis zehn Jahren auf alle Tierarten und Produkte ausgeweitet werden.
Ebenso braucht es eine Reform des Tierschutzrechts: Amputationen wie Schnabelkürzen oder Schwanzkupieren, Qualzuchten und die Anbindehaltung von Rindern gehören beendet. Gleichzeitig sind konkrete und verbesserte Haltungsvorgaben für alle Tierarten und -gruppen sowie wirksame Kontrollen erforderlich. Mehr Personal in Veterinärämtern, Spezialstaatsanwaltschaften für Tierschutz und unabhängige Beratung für Landwirt:innen können die Umsetzung unterstützen. Ebenso wichtig sind verlässliche Förderprogramme und faire Erzeugerpreise, damit tiergerechte Ställe wirtschaftlich tragfähig werden.
“Die Politik sollte Anreize schaffen, die Tier-, Naturund Klimaschutz gemeinsam fördern.“ Kathrin Kofent Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft, PROVIEH e. V. Auch der Handel sollte Verantwortung übernehmen, indem er langfristige Abnahmeverträge zu angemessenen Preisen für Produkte aus höheren Haltungsstufen anbietet, diese bewirbt und Verbraucher:innen transparent informiert. Die Vorleistungsindustrie kann durch faire Preise und langfristige Lieferverträge dazu beitragen, dass tiergerechte Haltung sich rechnet. Landwirt:innen brauchen Unterstützung bei der Umgestaltung ihrer Betriebe.
Zusätzlich könnten intelligente Konzepte wie HöfeKooperationen, innovative Direktvermarktung oder solidarische Landwirtschaften unabhängige wirtschaftliche Perspektiven und mehr Tierschutz zusammenbringen. Die Politik sollte Anreize schaffen, die Tier-, Natur- und Klimaschutz gemeinsam fördern, statt sie gegeneinander auszuspielen. Denn Rinder wollen auf der Weide grasen, Schweine im Boden wühlen und Hühner im Freien scharren – Verhaltensweisen, die ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechen. Weniger Tiere pro Fläche, ein bewussterer Konsum tierischer Produkte sowie Kreislaufwirtschaft und extensive Beweidung sind weitere wichtige Bausteine einer zukunftsfähigen Landwirtschaft.
INFO Die Tierschutzorganisation PROVIEH e. V. setzt sich seit 1973 für eine artgemäße und wertschätzende Tierhaltung in der Landwirtschaft ein. Ziel ist eine Tierhaltung, die sich an den Bedürfnissen der Tiere orientiert – statt die Tiere an die Haltungsbedingungen anzupassen.
WEITERE INFOS FINDEN SIE ONLINE! www.provieh.de
Fotos: Privat
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Besonders deutlich wird mir das immer, wenn ich Tierheime im In- und Ausland besuche. Großartige Begleiter, die wundervolle Familienmitglieder sein könnten, warten dort teilweise über Jahre oder noch schlimmer, wurden dort „entsorgt“. Besonders deutlich wird das in Ländern wie Rumänien, in denen Haustiere getötet werden, weil keiner sie möchte.
“Wir tragen durch unser Verhalten und die Art, wie wir unser Leben gestalten, eben auch Verantwortung für das Wohl freilebender Tiere.“
TIERSCHUTZ BEGINNT MIT EINER PERSÖNLICHEN ENTSCHEIDUNG Verantwortung endet nicht an der eigenen Haustür. Im Gespräch erklärt Johanna te Dorsthorst Henkel von „Adoptieren statt Produzieren“, weshalb Haustierschutz und Artenschutz eng miteinander verbunden sind und wie jeder Einzelne dazu beitragen kann. Text Christine Thaler
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as sind die häufigsten Vorurteile, denen du begegnest, wenn es um Hunde oder Katzen aus dem Tierschutz geht? Das häufigste Vorurteil ist mit Abstand, dass Tiere aus dem Tierschutz schwierig seien und das allein schon deshalb, weil man nicht weiß, was sie alles schon erlebt haben. Aus meiner Erfahrung kann ich diese These jedoch nicht unterschreiben. Tiere aus dem Tierschutz sind nicht schwieriger, einfacher, unerzogener oder erzogener als andere Tiere auch. Ganz plakativ ausgedrückt: Erziehungs- und Verhaltensprobleme sehen wir bei allen Tieren gleich häufig, egal ob vom Züchter oder aus dem Tierheim. Der entscheidende Faktor ist der Mensch. Ich finde es jedoch problematisch, dass sich einige Menschen ein Tier bei einem Züchter kaufen, da sie dann annehmen, sie wissen „was sie bekommen“. Zunächst empfinde ich Tiere nicht als Ware, die ein Kaufversprechen erfüllen müssen oder sollen. Zudem finde ich das Argument offen gestanden ein bisschen seltsam. Bei einem erwachsenen oder älteren Tier kann ich mir einfacher ein Bild über den Charakter, das Verhalten oder den Trainingsstand machen, als bei einem Welpen, den ich unter Umständen Monate vor seiner Geburt bei einem Züchter reserviert habe.
“Für jeden Topf gibt es im Tierschutz den passenden Deckel.“ Welche Fragen sollte sich jeder stellen, bevor ein Tier einzieht – unabhängig davon, ob es vom Züchter oder aus dem Tierheim kommt? Also die wichtigste Frage ist, auch wenn sie manchmal weh tut: Kann ich wirklich die Verantwortung für ein Tier
über viele Jahre hinweg tragen? Das klingt erstmal profan, doch daran knüpfen viele weitere Fragen an. Ein Hund zum Beispiel kostet über ein Hundeleben hinweg gerne mal 15.000 Euro und mehr. Kann ich mir das leisten? Wer übernimmt die Betreuung, wenn ich mal keine Zeit habe? Und natürlich auch die Frage: wer springt ein, wenn ich mal längerfristig nicht in der Lage bin, das Tier zu versorgen. All das sind Dinge, die man sich gut überlegen muss. Und dann sollte man sich auch einmal ganz ehrlich eingestehen: Was kann ich dem Tier eigentlich jetzt bieten und welches Tier passt zu mir? Nicht selten werden Tiere abgegeben, weil man merkt, dass man die Anforderungen einfach nicht erfüllen kann. Mein Empfinden ist, dass die eigene Wahrnehmung, über sich selbst und das eigene Leben nicht mit dem wirklichen Ist-Zustand übereinstimmt. Mein Tipp: Bereits VOR der Anschaffung mit einer Expertin oder einem Experten sprechen und sich beraten lassen. Hier kommen häufig spannende Erkenntnisse zum Vorschein und die Gefahr, dass es am Ende nicht passt, wird minimiert. Warum ist Adoption aus deiner Sicht oft die bessere Entscheidung und welche Erfahrungen haben dich dabei besonders geprägt? Ich kann nur deutlich betonen, dass es für jeden Topf im Tierschutz den passenden Deckel gibt. Manchmal muss man ein bisschen suchen und sich Zeit lassen. Aber es gibt auf unserer Welt bereits so viele Tiere, die nach einem Zuhause suchen.
Viele Menschen denken beim Tierschutz zuerst an Tierheime. Welche anderen Bereiche des Tierschutzes bekommen deiner Meinung nach noch viel zu wenig Aufmerksamkeit? Grundsätzlich sollte der Tierschutz insgesamt mehr Aufmerksamkeit erhalten. Ich glaube, dass Menschen vielleicht ein falsches oder nicht vollständiges Bild von Tierheimen haben. Sie denken häufig an traurige Zwinger mit verstörten Tieren. Dabei sind Tierheime total lebensfrohe Orte. Man trifft auf engagierte Menschen, die häufig sogar ehrenamtlich die in Not geratenen Haus- und Wildtiere versorgen. Und nicht nur das, gleichzeitig stellen sie auch noch soziale Projekte, beispielsweise mit Kindern und Jugendlichen, auf die Beine. Sie leisten wichtige Aufklärungsarbeit, unterstützen Polizei und Ämter … Tierheime sind eine richtige Begegnungsstätte und ich empfehle wirklich jedem, dort mal vorbeizuschauen und sich vielleicht auch ehrenamtlich zu engagieren. Es ist wirklich bereichernd. Der Schutz von Haustieren und der Schutz wildlebender Tiere hängen oft enger zusammen, als viele vermuten. Welche Rolle spielt Artenschutz aus deiner Sicht für den gesellschaftlichen Tierschutz insgesamt? Ich glaube, es ist ein Thema des Mindsets. Grundsätzlich kann man sich schon fragen, warum wir unsere Haustiere schützen und lieben und mit den wildlebenden Tieren doch häufig sehr gleichgültig umgehen. Ich erlebe aber zum Glück nicht selten, dass man über das eigene Haustier plötzlich einen Zugang zu der Tierwelt insgesamt findet und auf einmal ein Bewusstsein für die Bedürfnisse aller Tierarten entwickelt. Das ist schön, denn wir tragen durch unser Verhalten und die Art, wie wir unser Leben gestalten, eben auch Verantwortung für das Wohl freilebender Tiere.
INFO
Weitere Informationen finden Sie unter: adoptieren-statt-produzieren.org
MEHR EINBLICKE GIBT ES AUF INSTAGRAM! @adoptieren.statt.produzieren
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Fotos: Privat
Weitere Informationen finden Sie unter: www.missyminzi.com
UNSERE
CO VERSTORY
MEHR EINBLICKE GIBT ES BEI INSTAGRAM! @missyminzi Heute wissen wir, dass unsere Hunde sich darauf verlassen, dass wir ihre Grenzen schützen. Das Tierwohl sollte wichtiger sein als der Wunsch, es allen recht zu machen.
„EIN HANDICAP MACHT EIN HUNDELEBEN NICHT WENIGER LEBENSWERT“
Ein Hund, der nicht laufen kann, ein tauber Welpe oder alte Hunde, die blind und gebrechlich werden: Für Sandra und Andre ist das kein Grund, einem Tier ein erfülltes Leben abzusprechen. Mit ihrem Instagram-Account @missyminzi geben sie Hunden mit besonderen Bedürfnissen eine Stimme und zeigen, wie viel Lebensfreude in ihnen steckt. Text Christine Thaler
H
unde sind für viele Menschen Familienmitglieder. Was macht das Zusammenleben mit deinen Hunden für euch so besonders? Unsere Hunde geben uns unglaublich viel. Sie lieben bedingungslos, sind ehrlich und bringen so viel Lebensfreude und Energie mit. Sie nehmen Situationen an, wie sie kommen, und hadern nicht damit, wenn etwas nicht perfekt läuft. Gerade unsere Hunde mit Beeinträchtigungen zeigen uns jeden Tag, wie resilient man sein kann und wie wenig es manchmal braucht, um glücklich zu sein. Wir Menschen können eine Menge von Hunden lernen.
Artgerechte Haltung bedeutet weit mehr als regelmäßige Spaziergänge. Worauf legt ihr im Alltag besonderen Wert, damit sich eure Hunde rundum wohlfühlen? Natürlich gehören körperliche und mentale Auslastung dazu, aber Hundehaltung ist so viel mehr: gesunde Ernährung, Tierarzt-Check-ups, soziale Kontakte und vor allem ein Blick dafür, was der einzelne Hund braucht. Unser Monty würde am liebsten den ganzen Tag schlafen und sich den Bauch
kraulen lassen – deshalb stehen überall kuschelige Bettchen. Für unsere Jüngsten haben wir dagegen einen kleinen Abenteuerpark mit Hügel, Sandkasten und Teich. Jeder Hund ist ein Individuum. Gerade kleinen Hunden wird das leider schnell abgesprochen. Aber auch sie haben Grenzen, Bedürfnisse und einen eigenen Willen. Ob Ernährung, Hundeschule, Tierarzt oder Reisen mit Hund: Welche Erfahrungen haben euch als Hundehalter besonders geprägt und welche Tipps gebt ihr anderen mit auf den Weg? Leider prägen einen oft gerade die negativen Erlebnisse. Der Fremde, der ungefragt einen Hund hochnimmt und fallen lässt, ein Tierarzt, der die Empfindlichkeit eines winzigen Hundes unterschätzt, oder ein lieber großer Hund, bei dem der Beutetrieb einsetzt. Wir haben dadurch vor allem eines gelernt: ihr seid die Stimme eures Hundes. Früher wollten wir immer höflich sein und niemandem auf die Füße treten.
Ihr gebt auch Hunden mit Handicap ein Zuhause. Viele Menschen trauen sich die Adoption eines Hundes mit Handicap oder Vorerkrankung aber gar nicht erst zu. Welche Vorurteile begegnen euch dabei am häufigsten – und was möchtet ihr diesen Menschen mitgeben? Das häufigste Vorurteil ist wohl, dass ein Leben mit Behinderung oder im hohen Alter automatisch nicht mehr lebenswert sei. Als unsere Omis mit 19,5 und 16 Jahren blind, taub und wackelig wurden, hörten wir oft, wir sollten sie einschläfern lassen – obwohl sie ihr Leben noch sichtbar genossen. Auch Murphy, der aufgrund einer Kleinhirn-Hypoplasie nicht laufen kann, sollte eingeschläfert werden. Eine Tierärztin kannte seine Behinderung nicht und deutete Tierarztstress als Leiden. Dabei ist Murphy einer der lebensfrohesten Hunde von allen. Zum Glück verändert sich etwas. Vor zehn Jahren galt selbst unsere dreibeinige Hündin als Kandidatin zum Einschläfern. Heute werden fehlende Gliedmaßen und Prothesen viel selbstverständlicher akzeptiert. Wir hoffen, dass diese Entwicklung weitergeht und künftig auch Tiere mit stärkeren Beeinträchtigungen mehr Akzeptanz erfahren. Was können Hundehalter ganz allgemein von Special Needs Dogs lernen – über Geduld, Respekt und den Umgang mit Tieren? Unglaublich viel. Viele Menschen schreiben uns, wie sehr Murphy und seine Lebensfreude sie inspirieren. Er verliert nie seinen Kampfgeist und hat so viele Freunde. Murphy ist mittendrin statt nur dabei. Seine Behinderung spielt für die anderen Hunde keine Rolle. Auch Lio ist dafür ein schönes Beispiel: Er ist taub und sein bester Freund Matti weckt ihn, wenn etwas passiert, damit er nichts verpasst. Unsere Hunde fragen nicht danach, wer „anders“ ist. Sie akzeptieren und lieben einander so, wie sie sind. Ich hoffe, dass wir Menschen davon etwas mitnehmen und ein Umdenken stattfindet. Tiere sind nicht zu unserer Belustigung auf der Welt und schulden uns nichts. Wir tragen die Verantwortung für sie, nicht andersherum. Gerade bei Zwergspitzen sehen wir die gesundheitlichen Folgen menschlicher Zuchtentscheidungen. Ein Tier dann wegen dieser Probleme abzugeben, ist besonders traurig. Respekt bedeutet für uns, Verantwortung zu übernehmen – gerade dann, wenn das gemeinsame Leben einmal nicht perfekt ist. Anzeige
Tierschutzverein und Tierheim Berlin: „Weil jedes Tier eine Chance verdient“ Alte, kranke oder gehandicapte Tiere haben es oft schwerer, ein neues Zuhause zu finden. Ihre Vermittlung braucht Zeit. Manche benötigen Medikamente, besondere Pflege oder einen Ort, an dem sie in Ruhe ihren Lebensabend verbringen können. Doch wir geben kein Tier auf. Im Tierheim Berlin bekommen auch Tiere mit besonderen Bedürfnissen die Unterstützung, die sie brauchen. So wie Lee, ein schwerkranker Senior-Hund, der heute bei einer liebevollen Hospizpflegestelle lebt, seine Waldrunden dreht und das Leben genießt. Als Tierschutzverein und Tierheim Berlin stehen wir für jedes Tier ein: unabhängig von Alter, Krankheit oder Handicap. Wir versorgen, behandeln und pflegen und suchen so lange nach einem Für-Immer-Zuhause, wie es nötig ist. Das kostet: Medikamente, tierärztliche Behandlungen, Spezialfutter und individuelle Betreuung sind für viele unserer Schützlinge unverzichtbar.
Tierschutzverein & Tierheim Berlin Hausvaterweg 39, 13057 Berlin 030 76 888 270 / helfen@tierschutz-berlin.de www.tierschutz-berlin.de
Damit wir auch weiterhin für Tiere wie Lee da sein können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Ihre Spende hilft, dass jedes Tier seine zweite Chance bekommt.
Spendenkonto Empfänger: Tierschutz Berlin IBAN: DE72 3702 0500 0001 0379 00 BIC: BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
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URLAUB MIT TIEREN: GEMEINSAM ENTSPANNT VERREISEN Text Christine Thaler
Fotos: Unsplash
Für viele Halter gehört der Vierbeiner auch im Urlaub zur Familie. Ob Ferienwohnung am Meer, Wanderurlaub in den Bergen oder ein speziell auf Haustiere ausgerichtetes Hotel: Wer mit seinem Tier verreist, sollte das Reiseziel und die Unterkunft möglichst an dessen Bedürfnisse anpassen. Besonders hundefreundliche Hotels bieten häufig Extras wie eingezäunte Ausläufe, Hundewiesen, Waschstationen, Futterplätze oder spezielle Spazier- und Wanderrouten. Bei Katzen kann dagegen eine vertraute, ruhige Umgebung wichtiger sein – hier ist eine Betreuung zu Hause für viele Tiere die stressärmere Alternative.
Auch am Urlaubsort sollte der gewohnte Rhythmus möglichst beibehalten werden. Ausreichend Ruhezeiten, vertrautes Futter und ein eigener Rückzugsort helfen dabei, die neue Umgebung langsam kennenzulernen.
Bei Ausflügen gilt: Nicht jede Aktivität ist für jedes Tier geeignet. Hitze, lange Wanderungen, volle Strände oder häufige Ortswechsel können schnell zur Belastung werden.
“Ob Ferienwohnung am Meer, Wanderurlaub in den Bergen oder ein speziell auf Haustiere ausgerichtetes Hotel: Wer mit seinem Tier verreist, sollte das Reiseziel und die Unterkunft möglichst an dessen Bedürfnisse anpassen. “ Besonders wichtig bei Hotels „Hundefreundlich“ bedeutet nicht automatisch, dass die Unterkunft für jeden Hund geeignet ist. Ein ruhiges Tier profitiert möglicherweise von einem kleinen, entspannten Hotel, während aktive Hunde einen direkten Zugang zu Spazierwegen oder einen Auslauf schätzen können. Vor der Buchung lohnt sich deshalb ein Blick auf die konkreten Bedingungen: Gibt es Grünflächen? Sind Hunde auch im Restaurant oder Wellnessbereich erlaubt? Gibt es Leinenpflicht auf dem Hotelgelände? Und stehen Futter- oder Wassernäpfe zur Verfügung? So wird aus einer Reise nicht nur ein Urlaub für den Menschen, sondern möglichst auch eine angenehme und stressarme Zeit für das Tier.
Checkliste für den Urlaub mit Hund oder Katze ☐ Unterkunft auswählen, die wirklich auf Tiere eingestellt ist ☐ Vorab klären, ob Tiere überall erlaubt sind und welche Zusatzkosten entstehen ☐ Auf tiergerechte Ausstattung achten: Rückzugsort, Auslauf, sichere Umgebung ☐ Futter und Wasser für die ersten Tage mitnehmen ☐ Vertraute Decke, Körbchen und Spielzeug einpacken ☐ Leine, Geschirr, Transportbox und ggf. Maulkorb mitnehmen ☐ EU-Heimtierausweis, Impfungen und Einreisebestimmungen prüfen ☐ Medikamente und kleine Reiseapotheke einpacken ☐ Tierarzt am Urlaubsort recherchieren ☐ Ausflüge und Aktivitäten an Alter, Gesundheitszustand und Temperament des Tieres anpassen ☐ Bei Hitze für Schatten, ausreichend Wasser und Pausen sorgen ☐ Immer einen ruhigen Rückzugsort ermöglichen
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Kraftquelle Gut Feuerschwendt Ein Paradies für Fellnasen Alles was das Hundeherz begehrt direkt vor Ort.
Vier Pfoten Willkommen Wir sind nicht nur hundefreundlich, wir lieben Hunde. Ihr Vierbeiner ist bei uns nicht nur geduldet, sondern herzlich willkommen. Mit eigener Hundehalle, Trainingsplatz und nahegelegener Badestelle an der Ilz. Gut Feuerschwendt ist kein gewöhnliches Hotel. Es ist ein familiär geführtes Refugium im Herzen des Bayerischen Waldes – gewachsen aus der Liebe zur Natur, zu gutem Essen und zu den Menschen, die es füllen. Wer hier ankommt,
findet mehr als ein Zimmer: einen Rhythmus, der wieder stimmt. Versteckt zwischen Wäldern, Wiesen und dem Flüsschen Ilz liegt unser Gut – weit genug weg vom Alltag, nah genug dran für einen spontanen Besuch. Hundehalle 800 m² Indoor-Fläche bei jedem Wetter BARF-Küche Frisches Futter aus eigener Küche Badestelle Ilz Direkter Zugang ans Flüsschen Freiläufe
Eingezäunte Wiesen zum Toben
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Wie schafft ihr ein Zuhause, das beiden gerecht wird und eine artgerechte Haltung ermöglicht? Wir bieten beiden eigene Rückzugsorte, erhöhte Liegeflächen und ausreichend Ressourcen. Auch Routinen und Veränderungen müssen individuell betrachtet werden. Beim Training finden beide zusammen, beim Spielen, Erkunden und bei körperlicher Nähe brauchen sie unterschiedliche Angebote. Hinzu kommen bedarfsdeckendes Futter, tierärztliche Kontrollen und ein genauer Blick auf Verhaltensänderungen, da Katzen Schmerzen oder Unwohlsein oft nur subtil zeigen.
Fotos: Lara Bien
Habt ihr den Eindruck, dass das Bewusstsein der Allgemeinheit für Tierwohl gewachsen ist? Wo seht ihr noch Aufklärungsbedarf? Ja, mehr Menschen beschäftigen sich mit Adoption, Ernährung, Beschäftigung und einer katzengerechten Gestaltung ihres Zuhauses. Gleichzeitig hält sich das Bild der anspruchslosen Katze, die einfach nebenherläuft. Besonders bei Körpersprache und sogenanntem Problemverhalten sehen wir noch Aufklärungsbedarf. Hinter Aggression, Rückzug oder Unsauberkeit stehen häufig Stress, Angst, Schmerzen oder unerfüllte Bedürfnisse. Je besser wir das Verhalten einer Katze verstehen, desto fairer und tiergerechter können wir mit ihr zusammenleben.
BUCHTIPP
ZWEI KATZEN, ZWEI GESCHICHTEN – UND EINE GEMEINSAME BOTSCHAFT FÜR MEHR TIERWOHL
Was deine Katze versteht, wenn du “runter vom Tisch“ sagst.
Mia, eine ehemalige Straßenkatze aus Kreta, und Nala, zur Hälfte Bengalkatze mit großer Abenteuerlust, könnten unterschiedlicher kaum sein. Gemeinsam zeigen sie Lena und Chris, dass artgerechte Haltung nicht nach einem festen Schema funktioniert, sondern immer die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Tieres in den Mittelpunkt stellen sollte.
Werfen Sie doch mal einen Blick in das Buch: nalathebengal.com
Text Christine Thaler
M
it Nala und Mia leben zwei Katzen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen bei euch. Wie hat das euren Blick auf Katzenhaltung und Tierwohl verändert? Sie zeigen uns jeden Tag, wie unterschiedlich Katzen sein können, obwohl sie vom Alter und Aktivitätslevel gut zusammenpassen. Beide lieben das Clickertraining. In vielen anderen Bereichen könnten sie jedoch kaum unterschiedlicher sein. Nala erkundet gerne mit uns die Welt und geht spazieren. Mia spielt wilder, bleibt lieber in vertrauter Umgebung und genießt vor allem Körpernähe. Auch ihre „Love Languages“ sind verschieden: Für Nala bedeutet Bindung, gemeinsam etwas zu erleben. Mia zeigt und sucht Nähe besonders durch Kuscheln. Nala kam als schlecht sozialisierte Angstkatze zu uns und wollte anfangs kaum angefasst werden. Für Mia gehörte es auf der Straße dagegen zur Überlebensstrategie, Menschen für sich zu gewinnen, um Futter und Schutz zu erhalten. Tierwohl kann man nicht an festen Vorstellungen festmachen. Eine Katze muss nicht kuscheln, spazieren gehen oder dieselben Routinen mögen wie eine andere. Entscheidend ist es, ihre Persönlichkeit, Geschichte und individuellen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Mia kommt als ehemalige Straßenkatze aus Kreta. Welche Herausforderungen gab es, bis sie sich bei euch eingelebt hat, und was habt ihr aus dieser Erfahrung mitgenommen? Die größte Herausforderung war die Zusammenführung mit Nala, die zuvor als unverträglich galt. Wir haben beide zunächst auf Kreta und später in Deutschland sehr behutsam aneinander gewöhnt. Trotz mehrerer tierärztlicher Untersuchungen auf Kreta wurde Mias
Schwangerschaft nicht festgestellt. Kurz nach ihrer Ankunft bekam sie fünf Kitten. Plötzlich musste Nala statt einer neuen Katze sechs Tiere in ihrem Revier akzeptieren. Dieses Ungleichgewicht machte die Zusammenführung besonders anspruchsvoll. Wir mussten individuell arbeiten und neue Wege entwickeln, die man so nicht in einem Ratgeber findet: kleinschrittig, mit positiver Verstärkung und dem Wohl aller Tiere im Mittelpunkt. Eine Adoption endet nicht mit dem Einzug. Sie braucht Geduld, medizinische Verantwortung und die Bereitschaft, eigene Pläne immer wieder an das Tier anzupassen
“Je besser wir das Verhalten einer Katze verstehen, desto fairer und tiergerechter können wir mit ihr zusammenleben.“ Ihr teilt viele Abenteuer mit Nala und Mia. Welche Erfahrungen habt ihr beim Reisen oder bei Ausflügen mit euren Katzen gemacht? Beide Katzen können reisen, benötigen aber unterschiedliche Bedingungen. Nala liebt Spaziergänge und neue Umgebungen. Mia fühlt sich am wohlsten, wenn sie jederzeit in einen vertrauten Rückzugsort zurückkehren kann. Deshalb sind Transportbox, Camper oder Unterkunft für sie sichere Anker. Wir haben beide langsam an Auto, Geschirr, Geräusche und Ortswechsel gewöhnt. Reisen mit Katzen sollte niemals Selbstzweck sein. Entscheidend ist, ob eine Katze neugierig und ansprechbar bleibt oder die Situation nur aushält. Deshalb planen wir mit Pausen, sicheren Rückzugsmöglichkeiten und der Option, eine Aktivität jederzeit abzubrechen.
Mit Clickertraining erschaffst du eine Bindung, die auf echtem Vertrauen und Freude basiert. Unser Buch du zum Thema Katzenenthält alles, was d training und Erziehung wissen musst.
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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Zoetis Deutschland GmbH entstanden.
ARTHROSE KENNT KEIN ALTER:
WARNSIGNALE BEI KATZEN FRÜH ERKENNEN Text Zoetis
Viele Katzenhalter*innen gehen davon aus, dass ein steifer Gang oder Bewegungseinschränkungen schlicht zum Altern gehören. Doch Alter an sich ist keine Krankheit – vielmehr sind es oft Schmerzen wie zum Beispiel durch die Gelenkerkrankung Arthrose, die hinter diesen Veränderungen stecken. Gerade weil Katzen Schmerzen sehr gut verbergen, werden erste Anzeichen oft übersehen oder als normale Alterserscheinung fehlinterpretiert. Aus diesem Grund klärt Zoetis Tierhalter*innen regelmäßig zu Schmerzanzeichen auf und lenkt im Schmerz-Awareness-Monat September besondere Aufmerksamkeit auf das Thema.
Steifheit kann also tatsächlich ein Anzeichen für Arthrosebedingte Schmerzen sein und sollte tierärztlich abgeklärt werden. Arthrose ist eine fortschreitende Gelenkerkrankung, die unabhängig vom Alter auftreten kann.
“Regelmäßige Check-ups in der Tierarztpraxis sind essenziell, um erste Anzeichen so früh wie möglich zu erkennen und richtig zu deuten.“
Fotos: Zoetis Germany © 2026
Mit steigendem Alter erhöht sich allerdings auch die Wahrscheinlichkeit an Arthrose zu erkranken. Aktuelle Studien zeigen, dass bis zu 40%1 der Katzen im Laufe ihres Lebens Anzeichen von Arthrose zeigen. Eine Arthrose kann durch ein primäres Problem am Gelenk, zum Beispiel durch die übermäßige Belastung durch Übergewicht, entstehen oder sich durch die abnutzungsbedingten Belastungen des Alltags entwickeln. Leider wird nur bei 18 %2 der betroffenen Katzen Arthrose wirklich diagnostiziert.
Betroffene Katzen zeigen oft subtile Bewegungs- oder Verhaltensänderungen: Sie springen weniger aufs Sofa, haben Schwierigkeiten beim Treppensteigen und verbringen mehr Zeit damit, sich auszuruhen oder zu schlafen. Manche können sich nicht mehr ordentlich putzen oder sind ungewöhnlich aggressiv gegenüber anderen Katzen, dem Tierhalter oder der Tierhalterin.
Regelmäßige Check-ups in der Tierarztpraxis sind essenziell, um erste Anzeichen so früh wie möglich zu erkennen und richtig zu deuten. Denn so kann mithilfe einer ganzheitlichen Therapie, bestehend aus kontinuierlicher und individualisierter Schmerzbehandlung, Physiotherapie, Ernährungsanpassung und Gewichtsmanagement, die Lebensqualität für die Katze zurückgewonnen werden – auch im höheren Alter.
Wer die Befürchtung hat, dass auch die eigene Katze an Arthrose-bedingten Schmerzen leiden könnte, sollte seine Samtpfote unbedingt in der Tierarztpraxis untersuchen und sich dort über innovative Behandlungsmöglichkeiten und einen multimodalen Therapieansatz beraten lassen. 1
Enomoto, M. et al., Vet Rec, 2019. 2 Godfrey, DR., et al. J Small Anim Pract, 2005.
ARTHROSE-CHECK
Hier geht es zum Arthrose-Check für Katzen! Weitere Informationen rund um das Thema Tiergesundheit finden Sie unter: www.zoetispets.com
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Wenn ein Tier geht, bleibt mehr als eine Lücke Der Verlust eines geliebten Tieres kann eine tiefe Trauer auslösen, die vom Umfeld häufig unterschätzt wird. Sätze wie „Es war doch nur ein Tier“ treffen Menschen in einer Zeit, in der sie nicht nur ein Haustier, sondern einen vertrauten Begleiter und oftmals ein Familienmitglied verloren haben.
Dafür werden zunächst verschiedene Elemente aus dem übergebenen Material extrahiert und anschließend in den Herstellungsprozess eingebracht und bei Temperaturen von über 2.000 Grad Celsius in den Kristall integriert. So entsteht Korund – jene Mineralfamilie, zu der Saphire und Rubine gehören.
Hunde, Katzen, Pferde und andere Tiere begleiten uns über viele Jahre. Sie sind da, wenn wir nach Hause kommen, erleben Veränderungen, Krisen und glückliche Momente mit uns. Sie urteilen nicht, stellen keine Bedingungen und schenken Nähe. Es entstehen Rituale, Tagesabläufe richten sich nach ihnen, ihre Geräusche und Gewohnheiten werden zu einem selbstverständlichen Teil unseres Lebens. Stirbt ein Tier, verschwindet deshalb nicht einfach nur ein Lebewesen aus dem Alltag. Es fehlt plötzlich eine Beziehung, die über viele Jahre gewachsen ist. Aus einem persönlichen Schicksalsschlag entstand eine besondere Idee Auch in der Familie Reiter entstand nach einem persönlichen Verlust der Wunsch, etwas Greifbares zu bewahren. Denn Trauer braucht für viele Menschen etwas, das hilft, das Unbegreifliche ein Stück weit begreifbar zu machen. Für manche sind es Fotos, für andere bestimmte Rituale, Gegenstände oder Orte, die eine Verbindung aufrechterhalten. Aus der Suche nach einer dauerhaften und zugleich sehr persönlichen Form der Erinnerung entstand schließlich die Idee hinter MEVISTO. Das oberösterreichische Familienunternehmen entwickelte ein Verfahren, mit dem personalisierte Saphire und Rubine aus Asche, Haar oder Fell gefertigt werden können.
Für die Herstellung benötigt MEVISTO in der Regel 50 Gramm Asche oder 10 Gramm Fell beziehungsweise Haar. Der fertige Saphir oder Rubin kann auch in ein Schmuckstück gefasst werden – und wird damit zu einer Erinnerung, die sich tragen und berühren lässt. Gerade nach dem Tod eines Tieres entsteht bei vielen Menschen das Bedürfnis, etwas bei sich zu behalten. Ein Erinnerungsedelstein kann den Verlust nicht kleiner machen und die Trauer nicht abkürzen. Aber er kann ihr einen Ort geben. Wo früher Fell durch die Finger glitt, eine Pfote auf dem Schoß lag oder ein vertrautes Tier an der Tür wartete, bleibt etwas Greifbares zurück. Denn für Menschen, die ein Tier wirklich geliebt haben, war es nie „nur ein Tier“.
Das Besondere: Die gewonnenen Elemente beeinflussen so die Farbintensität des Edelsteines. Man kann lediglich die Farbe Rot, Blau oder Natur wählen, den genauen Farbton entscheiden jedoch die Elemente. Deshalb gleicht kein Stein exakt dem anderen.
Mehr Informationen unter www.mevisto.com, auf Instagram unter mevisto_touchable_memories oder telefonisch unter: +43 67683760900
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E D ELSTEI NE AUS H AA R ODER ASCHE
Ein Saphir aus Muckis Fell... Weil Mucki mein Seelenkater war.
Durch die oft nicht verstandene Trauer um ein Tier in unserer Gesellschaft, hat sich Claudia nach ihrem Verlust auf Trauerhilfe konzentriert und „Pfotentrauer“ gegründet. Das Buch „Weil jede Trauer Liebe ist“ von Claudia Kolb ist auf Amazon verfügbar.
„Sechzehn Jahre lang war er an meiner Seite – durch Krankheit, Tierarztbesuche, Krisen und wunderschöne Momente. Mucki war mein Seelenkater. Wir waren durch unsere Liebe sehr stark verbunden. Er war auf mich fixiert, und ich habe mein Leben nach seinen Bedürfnissen ausgerichtet. Als er schließlich an einem aggressiven Hauttumor auf der Nase erkrankte, war es für mich eine schwere, aber bewusste Entscheidung, ihn gehen zu lassen. Ich wusste: Wenn es soweit ist, lasse ich aus seinem Fell einen Edelstein machen. Es entstand ein Saphir aus Muckis Fell und einer Haarlocke von mir - ein Stück von ihm und ein Stück von mir für immer verbunden.“ Manche Verbindungen enden nicht mit dem Abschied. Sie verändern nur ihre Form. MEVISTO fertigt aus Asche, Fell oder Haar personalisierte Saphire und Rubine. Dafür werden persönliche Elemente aus dem biogenen Material gewonnen und dauerhaft in die Kristallstruktur des wachsenden Edelsteins eingebunden. So entsteht ein Edelstein, der nicht nur an einen geliebten Menschen oder ein Tier erinnert. Er trägt nachweislich Elemente von ihm in sich – und macht aus einer Erinnerung etwas, das bleibt.
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