Eine Themenzeitung von Mediaplanet
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TRANSPORT & SUPPLY CHAIN Univ.-Prof. Sebastian Kummer im Interview Seite 08–09
Mehr als Strom: Was entscheidet über die Transportwende?
Wie Unternehmen Flotten elektrifizieren und warum Ladeinfrastruktur und Energieplanung dabei entscheidend sind Seite 03 und 12
Vernetzte Logistik für einen starken Standort Wie intelligente Warenströme, Verkehrsträger und starke Netzwerke die Lieferketten der Zukunft sichern Seite 10–11
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KI, Elektromobilität und resiliente Lieferketten
2 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info IN DIESER AUSGABE
VORWORT
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04 Höhere Fuhrparkkosten ab 2027: Wie Unternehmen gegensteuern können - der Fuhrparkverband Austria berichtet
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Logistik als Schlüssel für Österreichs Zukunft
Vom saisonalen Reifenwechsel zum intelligenten Hightech-System
Damit Österreich als attraktiver Wirtschaftsstandort im Herzen Europas erfolgreich bleibt, braucht es eine starke und zukunftsorientierte Logistik.
Der VRÖ zeigt, was der Reifen kann
Die Elektrifizierung des Schwerverkehrs Ein Gastkommentar von Andreas Reinhardt, Vorsitzender BEÖ Project Manager: Annika Heim Business Developer: Anna Deisenhammer, BA Lektorat: Sophie Müller, MA Grafik und Layout: Juraj Príkopa Managing Director: Bob Roemké Fotocredits: wenn nicht anders angegeben bei Shutterstock Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße 4/23 · 1010 Wien · ATU 4759844 · FN 322799f FG Wien Impressum: mediaplanet.com/at/impressum/ Distribution: STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. Druck: Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co KG Kontakt bei Mediaplanet: Tel: +43 (0) 1 236 34 38 0 E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com ET: 25.09.2026
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Peter Hanke Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
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ie sorgt dafür, dass Unternehmen zuverlässig produzieren können, Waren verfügbar sind und Menschen miteinander verbunden bleiben. Das schafft die Grundlage für Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung. Mehr als 400.000 Menschen arbeiten in logistiknahen Bereichen – vom Transport und der Lagerung bis hin zu zentralen Aufgaben in Industrie, Handel und Gewerbe. Die Logistik zeigt besonders deutlich, dass Zukunft nur dann gelingt, wenn Digitalisierung, moderne Infrastruktur und nachhaltige Mobilität Hand in Hand gehen. Neue Technologien eröffnen zusätzliche Chancen, um die Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich zu bewältigen. Genau dafür schafft unser Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur bestmögliche Rahmenbedingungen. Unsere neue Logistikstandortstrategie konzentriert sich auf jene Bereiche, die für einen
starken Logistikstandort entscheidend sind – von der Ausbildung über die Wertschöpfung bis hin zu einer vorausschauenden Standortentwicklung. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung und den Sozialpartnern haben wir klare Ziele definiert und konkrete Maßnahmen erarbeitet, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden. Zukunft entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickelt werden. Genau diesen partnerschaftlichen Weg werden wir konsequent fortsetzen. Ich danke allen, die Österreichs Transport- und Logistikbranche so engagiert mitgestalten! Freuen Sie sich auf eine spannende und informative Lektüre, Ihr Peter Hanke Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
MEDIAPLANET | 3 Entgeltliche Einschaltung FOTO : S A BTO U R S | ST R O M Q U EL L E
Elektrische Flotten brauchen mehr als Ladestationen Elektromobilität wird auch im Transportwesen weiter an Bedeutung gewinnen. Entscheidend für den zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb von E-Flotten ist eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur – und eine vorausschauende Planung, wie Ing. Robert Pichler, CEO von Stromquelle, im Interview erzählt.
Die Ladeinfrastruktur am eigenen Betriebshof muss mit dem weiteren Ausbau der elektrischen Flotte mitwachsen und erfordert in Konzeption und Planung deutlich mehr als bisherige Betriebstankstellen. Laden unterwegs bedeutet meist zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand. Eine auf den Betrieb abgestimmte Depot-Ladelösung ist daher wesentlich für einen wirtschaftlichen Flottenbetrieb. Auch Kosten, Flächenbedarf, Energieversorgung, Netzanschluss und die Organisation am Betriebshof stellen Unternehmen vor Herausforderungen.
Wie unterstützt Stromquelle bei der Planung und Konzeption? Wir entwickeln ein Charging Management, das bei den Flotten- und Dispositionsanforderungen beginnt: Einsatzzeiten, Standzeiten und Energiebedarf der Fahrzeuge bilden die Basis. Darauf abgestimmt konzipieren wir die Ladeinfrastruktur, achten auf räumliche Erfordernisse und mögliche Energieversorgung, klären Netz- und Eigenversorgung sowie eine Ergänzung mit Batteriespeicher, erheben die Kosten und
arbeiten Ausbauvarianten aus. Schließlich kümmern wir uns um Netzanschluss, behördliche Genehmigungen und Förderungen.
Und welche Aufgaben übernimmt Stromquelle bei der Umsetzung? Wir führen als Generalunternehmer die Errichtung von Ladestationen und Infrastruktur aus – von der leistungsstarken Stromnetzanbindung, für die oft eine Trafostation erforderlich ist, über die Änderung der Stellplatzanordnung und Integration der Ladestationen bzw. Dispenser bis zur Lieferung der passenden Ladestationen.
Stromquelle ist seit 2019 im Bereich Ladeinfrastruktur tätig. Welche Services zeichnen Sie darüber hinaus aus? Stromquelle bleibt auch nach der Inbetriebnahme aktiv: von der technischen Betreuung über (Fern-)Wartung, Service bis zur Verwaltung der Ladevorgänge. Damit übernehmen wir Verantwortung für den laufenden Betrieb. Mit unserer Charge Point Management Software können Ladezeiten und -leistungen im Voraus geplant und die verfügbare Leistung ideal verteilt werden. Modular lassen sich auch Energiemanagement, Einkaufsoptimierung für die
Spotmarktverwaltung und Monitoring integrieren. Ein Beispiel ist Sabtours in Wels: Die 2026 in Betrieb genommene Anlage verfügt über eine zentrale Leistungseinheit mit 720 kW und vier Dispatcher-Ladepunkte für Overnight Charging und/oder High Power Charging bis 600 kW. Zum Einsatz kommt ein Charge Management System mit Smart Dispatch Charging. Wir realisieren aber auch kleinere Lösungen, etwa für Unternehmen, die zunächst nur ein oder zwei E-LKW einsetzen. Die DC-Ladeinfrastruktur kann dabei auf den aktuellen Bedarf abgestimmt und für eine spätere Erweiterung vorbereitet werden.
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Herr Ing. Pichler, welche Herausforderungen bringt die Ladeinfrastruktur am eigenen Betriebshof mit sich?
Ing. Robert Pichler CEO Stromquelle
Kann die Ladeinfrastruktur auch von Partnern/Dritten genutzt werden? Ja, Ladepunkte können für ausgewählte Partner mit definierten Berechtigungen und frei vereinbarten Kosten freigeschaltet werden. Stromquelle verwaltet dies inklusive Verrechnung und Auszahlung an den:die Standorteigentümer:in. Ergänzend können Ladepunkte für Dritte öffentlich freigeschaltet werden, die über Roaming-Ladekarten oder ein Kreditkartenterminal laden und bezahlen.
Referenzen finden Sie unter www.stromquelle. at/referenzenprojekte
4 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info INSPIRATION
Entgeltlic
Höhere Fuhrparkkosten ab 2027: So können Unternehmen gegensteuern Ein Sachbezug auf E-Dienstwagen und hohe Reparaturkosten verschieben ab 2027 die Kostenrechnung im Fuhrpark. Was davon nur politisch gelöst werden kann und wo Unternehmen selbst Handlungsmöglichkeiten haben, ordnet der Fuhrparkverband Austria (FVA) auf Basis erhobener Daten ein.
Änderungen beim Sachbezug ab 2027 Ab dem 1. Jänner 2027 werden privat genutzte Elektrodienstwagen mit einem Sachbezug besteuert. Dieser wird abhängig vom Anschaffungswert berechnet (Höchstbemessungsgrundlage 48.000 €) und beläuft sich 2027 auf 0,375 % der Anschaffungskosten (max. 180 €/ Monat). Ab dem 1. Jänner 2028 sind 0,625 % der Anschaffungskosten fällig (max. 300 €/Monat). Eine Befragung des FVA unter 143 Flottenverantwortlichen zeigt: 71 % bremsen, pausieren oder überdenken die Beschaffung von E-Fahrzeugen, 74 % bewerten die Planungssicherheit für ihre Investitionen als kritisch, 30 % erwägen, Verbrenner oder Hybride wieder in ihre Car Policy aufzunehmen. Aus Sicht der Fuhrparkverantwortlichen entsteht hier eine Investitionsbremse, wo zuvor ein klarer Anreiz war.
Sachbezug könnte Budget belasten Womöglich noch gravierender sind die finanziellen Auswirkungen. Während für das erste Jahr Einnahmen von 75 Mio. € und ab dem zweiten Jahr 160 Mio. € generiert werden sollen, rechnet der Rechnungshof mit Strafzahlungen von bis zu 9 Mrd. €. Der Zusammenhang: Die Zulassungen von lokal emissionsfreien E-Autos senken den CO2-Fußabdruck – bleiben diese aus, könnten die EU-Klimaziele verfehlt werden. Und: Da über 70 % der Elektro-Neuzulassungen auf Unternehmen entfallen und die Firmenflotten den späteren Gebrauchtwagenmarkt für Private speisen, wirkt eine Bremse doppelt. Der FVA spricht sich daher ausdrücklich gegen den geplanten Sachbezug aus.
Dienstwagen hängt an Steuerpolitik Dass die Kostenfrage zugleich eine Personalfrage ist, zeigt eine zweite Erhebung des Verbandes. 83 % der befragten Unternehmen setzen den Dienstwagen gezielt zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeiter:innen ein, nahezu alle halten ihn für eine attraktive Zusatzleistung. 77 % nennen die steuerlichen Rahmenbedingungen als den stärksten Einflussfaktor auf diese Attraktivität.
Proaktives Schadensmanagement und Car Policies Zwei der größten Kostenpositionen liegen innerhalb der Unternehmen. Zum einen rät der FVA zu Beschaffungsentscheidungen auf Basis
der Gesamtkostenrechnung (Total Costs of Ownership, TCO). Wer nur anhand der Leasingrate kalkuliert, lässt wichtige Kostentreiber außer Acht, etwa Energieverbrauch oder Erhaltungskosten, und zahlt über die Nutzungsdauer stetig drauf. Gleichzeitig wird proaktives Schadensmanagement für Fuhrparks immer wichtiger, um ausufernde Reparaturkosten und drohende Prämienerhöhungen der Versicherung in den Griff zu bekommen. So können Betriebe etwa verstärkt auf freie Werkstätten setzen. In einer FVA-Befragung sehen 87,9 % der Fuhrparkverantwortlichen mit Vergleichserfahrung freie und Markenwerkstätten qualitativ gleichwertig, ebenso viele halten freie Werkstätten für günstiger, niemand für teurer.
Leitfäden, Workshops und Netzwerk des FVA für 2027 Für die Flottenplanung 2027 ergibt sich eine klare Linie. Wo Kosten von außen kommen, setzt sich der FVA für Planbarkeit und Bestandsschutz ein und trägt die Erfahrung der Praxis in die politische Debatte. Wo Unternehmen selbst steuern können, unterstützt der Verband mit praxisorientierten Leitfäden, Workshops und fachlichem Austausch innerhalb des Netzwerks von ca. 100 Betrieben. Dieser Austausch verwandelt einzelne Betriebserfahrungen in belastbares Orientierungswissen.
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it 2027 kommen Änderungen auf Unternehmen zu, die sich auf das Fuhrparkbudget auswirken. Die bedeutendste ist die Einführung des Sachbezugs auf batterieelektrische Dienstwagen, die sich auf den Gehaltszettel der Mitarbeiter:innen niederschlägt und potenziell auch die Beschaffungsstrategie verändert. Außerdem wird proaktives Schadensmanagement für Fuhrparks wichtiger, um ausufernde Reparaturkosten bei Neuwagen zu managen und drohende Prämienerhöhungen der Versicherung zu vermeiden.
Erich Pomassl Generalsekretär Fuhrparkverband Austria
MEDIAPLANET | 5 Entgeltliche Einschaltung
Der VW ID. Polo Elektrisch unterwegs. Wirtschaftlich im Alltag. Bereit für den nächsten Termin.
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er ID. Polo bringt vieles zusammen, was Unternehmen von einem Fahrzeug erwarten: Er ist kompakt und wendig, bietet überraschend viel Platz und verbindet die Vorteile eines elektrischen Antriebs mit Komfort und professionellem Auftritt.
Wirtschaftlich unterwegs Der elektrische Antrieb des ID. Polo kommt mit deutlich weniger verschleißanfälligen Komponenten aus als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Dadurch reduziert sich der Wartungsaufwand spürbar. Zusätzlich sorgen kilometerunabhängige Wartungsintervalle von zwei Jahren für eine einfache Planung und weniger Werkstattaufenthalte. Auch bei den laufenden Betriebskosten punktet der ID. Polo. Strom ist in der Regel günstiger als Benzin oder Diesel. Unternehmen, die bereits eine Photovoltaikanlage nutzen, können einen Teil des Fahrstroms selbst erzeugen und ihre Energiekosten für das Fahrzeug zusätzlich reduzieren. Geladen wird dann, wenn das Fahrzeug ohnehin steht: über Nacht, während der Arbeitszeit oder während Kundenterminen. So wird das Laden zum Teil des Alltags statt zu zusätzlichem Aufwand. Für weitere Effizienz sorgt die Rekuperation: Beim Verzögern oder Bremsen wird
Bewegungsenergie zurückgewonnen und in die Batterie zurückgespeist. Mit der One Pedal Driving Funktion lässt sich dieser Effekt besonders komfortabel nutzen.
Kompakt in der Stadt, großzügig im Inneren In Österreichs Städten liegen Arbeitswege, Termine und tägliche Erledigungen oft mitten im dichten Verkehr. Hier spielt das kompakte Außenmaß seine Stärke aus. Der ID. Polo lässt sich wendig durch den Stadtverkehr bewegen. Parkassistent und Einparkhilfe unterstützen zusätzlich beim Einparken und sorgen für mehr Komfort im Alltag. Mit 441 Litern Kofferraumvolumen bietet der ID. Polo überraschend viel Platz für den Geschäftsalltag. Ob Werkzeugtaschen, Produktmuster, Messestandmaterialien oder Koffer für Kund:innentermine: Alles findet bequem Platz. Werden die Rücksitze umgelegt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.240 Liter. So verbindet der ID. Polo kompakte Außenmaße und hohe Wendigkeit mit einem Raumangebot, das man sonst häufig erst aus höheren Fahrzeugklassen kennt.
Mehr Komfort für lange Arbeitstage Wer viel unterwegs ist, verbringt einen beträchtlichen Teil des Arbeitstags im Auto. Komfort ist deshalb kein Luxus, sondern Teil
eines guten Arbeitsumfelds. Der ID. Polo bietet intuitive Bedienung, moderne Assistenzsysteme und optional ergonomische Active-Sitze, optional mit Massagefunktion. So wird er zum komfortablen Arbeitsplatz auf vier Rädern.
Professionell auftreten Der erste Eindruck zählt. Gerade im Geschäftsalltag sollte ein Fahrzeug Professionalität ausstrahlen, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Mit seinem klaren, modernen Design verbindet der ID. Polo zeitgemäße Elektromobilität mit den Werten, für die Volkswagen steht: Qualität, Verlässlichkeit und Seriosität. So entsteht ein Auftritt, der sowohl bei Kund:innen als auch bei Geschäftspartner:innen überzeugt und gleichzeitig Offenheit für Innovation vermittelt. Davon profitieren nicht nur große Unternehmen. Auch für KMU bietet der ID. Polo vielfältige Einsatzmöglichkeiten: als Fahrzeug für Geschäftsführung und Mitarbeiter:innen, für Kund:innentermine oder den täglichen Weg zwischen verschiedenen Einsatzorten. Der ID. Polo zeigt, dass kompakte Abmessungen und hoher Nutzwert kein Widerspruch sein müssen. Dank seines großzügigen Platzangebots, seiner Wirtschaftlichkeit und seines hohen Fahrkomforts erfüllt er die Anforderungen eines modernen Geschäftsalltags.
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Kompakt für große Aufgaben.
6 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info INSIGHT
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Der Reifen kann mehr, als man denkt Vom saisonalen Reifenwechsel zum intelligenten Hightech-System
Er ist rund, schwarz und wird häufig erst dann beachtet, wenn etwas nicht stimmt. Dabei ist der Reifen einer der wichtigsten Sicherheitsbauteile eines Fahrzeugs. In ihm steckt viel Technologie und Intelligenz. FOTO : R EN AT E O K ER M Ü L L ER
Renate Okermüller Managerin VRÖ – Verband der Reifenspezialisten Österreichs
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inken die Temperaturen, steht der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen an. Dabei geht es um weit mehr als einen saisonalen Routinetermin. Der Reifen ist die einzige direkte Verbindung zwischen Fahrzeug und Straße. Auf dieser kleinen Kontaktfläche entscheidet sich, wie gut ein Fahrzeug beschleunigt, bremst, lenkt und seine Spur hält. Winterreifen sind dabei nicht einfach „Reifen mit mehr Profil“. Ihre Gummimischungen bleiben auch bei niedrigen Temperaturen flexibel. Spezielle Profilgestaltungen und Lamellen sorgen für zusätzliche Griffkanten und helfen, Schnee, Matsch und Wasser aus der Kontaktfläche abzuleiten. Das ist bei winterlichen Bedingungen entscheidend. „Der Reifenwechsel sollte deshalb immer auch ein Sicherheitscheck sein. Profiltiefe, Luftdruck, Alter, Beschädigungen und gleichmäßiger Verschleiß gehören kontrolliert“, informiert Renate Okermüller, Managerin beim VRÖ (Verband der Reifenspezialisten Österreichs). „Denn auch der beste Reifen kann seine Eigenschaften nur dann optimal ausspielen, wenn er richtig dimensioniert, intakt und mit dem vorgeschriebenen Luftdruck gefahren wird“, ergänzt James Tennant (Obmann vom VRÖ
- Verband der Reifenspezialisten Österreichs). Moderne Pkw-Reifen müssen zahlreiche Anforderungen gleichzeitig erfüllen. Sie sollen bei Nässe sicher bremsen, auf trockener Straße präzise reagieren, bei Kälte funktionieren, komfortabel und leise abrollen und gleichzeitig möglichst wenig Energie benötigen. Besonders bei Elektrofahrzeugen kommen weitere Anforderungen hinzu: höhere Fahrzeuggewichte, hohe Antriebsmomente und der Wunsch nach möglichst geringem Rollwiderstand stellen die Reifenentwickler vor zusätzliche Aufgaben. Bei Transportern spielt die Beladung eine zentrale Rolle. Ein Fahrzeug, das morgens leer startet und später mehrere hundert Kilogramm Ladung transportiert, stellt andere Anforderungen an die Reifen als ein Pkw. Tragfähigkeit und korrekter Luftdruck sind deshalb besonders wichtig. Beim Lkw wird die Bedeutung des Reifens besonders deutlich. Ein einzelner Reifen muss hohe Lasten tragen und gleichzeitig Brems-, Antriebs- und Seitenführungskräfte übertragen. Lenk-, Antriebs- und Trailerachsen stellen dabei unterschiedliche Anforderungen. Der Reifen hat sich längst vom einfachen schwarzen Gummiring
zum Hightech-Produkt entwickelt. Unterschiedliche Gummimischungen, Stahl- und Textilcord, komplexe Karkassen und ausgefeilte Profilgeometrien bestimmen seine Eigenschaften. Jetzt kommt eine weitere Dimension hinzu. Der Reifen als Datenlieferant. Reifendruckkontrollsysteme warnen heute bereits vor Druckverlust. Moderne Sensorik kann darüber hinaus viel mehr erfassen. Der intelligente Reifen soll künftig nicht nur Kräfte übertragen, sondern auch Informationen über seinen eigenen Betriebszustand liefern. Veränderungen bei Temperatur, Druck, Belastung oder Verschleiß könnten frühzeitig erkannt und an das Fahrzeug oder Flottenmanagement weitergegeben werden. Die Entwicklung geht noch weiter. Reifenhersteller arbeiten an Lösungen, bei denen ein Reifen über seinen gesamten Lebenszyklus digital begleitet werden kann. Laufleistung, Belastung, Temperatur, Verschleiß und Einsatzbedingungen könnten miteinander verknüpft werden. Der Reifen wird immer intelligenter. Seine wichtigste Aufgabe bleibt jedoch erstaunlich bodenständig: den Kontakt zur Straße sicherzustellen.
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MEDIAPLANET | 7 Entgeltliche Einschaltung
Flotten effizient managen: Alles aus einer Hand Ob Reifenmanagement, Wartung oder saisonaler Radwechsel: BestDrive by Continental unterstützt Unternehmen mit umfassenden Services rund um ihre PKW- und Nutzfahrzeugflotten. Florian Welzl, Head of Sales, erklärt, worauf es beim modernen Flottenmanagement ankommt und warum PKW-Fuhrparks von gebündelten Services profitieren. FOTO : B EST D R I V E
Florian Welzl Head of Sales BestDrive
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Herr Welzl, welche Rolle spielt BestDrive im Flottenmanagement von Unternehmen?
Welchen Vorteil bietet es, mehrere Leistungen bei einem Partner zu bündeln?
BestDrive ist umfassender Mobilitätspartner für Unternehmen und unterstützt dabei, Fahrzeuge sicher, wirtschaftlich und möglichst ohne Standzeiten im Einsatz zu halten. Dafür verbinden wir unsere Expertise im Reifenservice mit einem breiten Werkstatt- und Autoserviceangebot. Unser österreichweites Servicenetz aus über 50 eigenen Standorten sowie mehr als 90 Franchise- und Partnerbetrieben ermöglicht es uns, auf die unterschiedlichen Anforderungen von PKW- und Nutzfahrzeugflotten einzugehen. Gerade für Fuhrparkverantwortliche ist es wichtig, einen verlässlichen Ansprechpartner zu haben, der die Betreuung ihrer Fahrzeuge ganzheitlich mitdenkt. An 22 Truck Center Standorten bieten wir zudem spezialisierten Reifenservice für LKW- und Busse. Mobiler Service, regelmäßige Flottenchecks, digitale Reifenverwaltung und Pannenservice ergänzen unser Angebot für Nutzfahrzeugflotten.
Es vereinfacht die Organisation und schafft Planungssicherheit. Reifenwechsel, Wartungsarbeiten oder andere Leistungen lassen sich besser koordinieren und nach Möglichkeit bei einem Werkstattbesuch erledigen. Gleichzeitig profitieren Fuhrparkverantwortliche von transparenten Prozessen, einheitlichen Abläufen und zentraler Betreuung. Auch bei größeren Fuhrparks können individuelle Anforderungen, etwa hinsichtlich Markensteuerung oder Freigabeprozessen, berücksichtigt werden. So wird der Fuhrpark effizienter und übersichtlicher.
Der saisonale Radwechsel steht wieder bevor. Warum sollten Unternehmen frühzeitig planen? Kurz vor Beginn der Winterreifenpflicht steigt die Nachfrage nach Werkstattterminen erfahrungsgemäß stark an. Wer rechtzeitig koordiniert, kann die Flotte auch bei plötzlichem Wetterumschwung einsatzbereit halten und den Radwechsel besser in die Einsatzplanung integrieren. Im Rahmen des Reifenmanagements prüfen wir außerdem
WIR HALTEN IHRE FLOTTE AM LAUFEN!
Profiltiefe, Alter und mögliche Beschädigungen. Ist ein Ersatz erforderlich, beraten unsere Reifenexpert:innen markenunabhängig passend zum jeweiligen Fahrzeug und Einsatzprofil. E-Fahrzeuge stellen durch ihr höheres Gewicht und das sofort verfügbare Drehmoment besondere Anforderungen an die Bereifung. Wichtig sind Tragfähigkeit, Grip und Bremsleistung. Auch der Rollwiderstand spielt eine Rolle für Reichweite und Effizienz. Da Motorgeräusche wegfallen, gewinnt zudem der Geräuschkomfort an Bedeutung.
Welche weiteren Services bietet BestDrive? Neben Reifenhandel und -management umfasst unser Portfolio zahlreiche Werkstattleistungen: Inspektionen, Öl-, Bremsen- und Klimaservice, §57a-Überprüfungen, Autoglas, Achs- und Spureinstellung sowie moderne Fahrzeugdiagnose. Alle Arbeiten werden im elektronischen Servicebuch dokumentiert. Unser Ziel ist, Unternehmen unabhängig von der Fuhrparkgröße möglichst viele Mobilitätsservices aus einer Hand bereitzustellen – effizient, zuverlässig und in hoher Qualität.
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8 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info COVERSTORY FOTO : W U W I EN | S EBAST I A N K U M M ER
„Innovation ist der einzige Weg, unseren Wohlstand zu sichern.“ Von resilienten Lieferketten über KI bis zu batterieelektrischen LKW: Die Logistik steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Univ.-Prof. Dr. Sebastian Kummer erklärt, welche Technologien die Branche verändern und welche Weichen Österreich jetzt stellen muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
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Die Transport- und Logistikbranche befindet sich im Wandel. Welche Entwicklungen werden die Branche in den kommenden Jahren am stärksten prägen? Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Automatisierung werden die Branche grundlegend verändern. Im Mittelpunkt steht die Abkehr von fossilen Energieträgern – vor allem im Straßengüterverkehr. Gleichzeitig beschäftigen Unternehmen akute Herausforderungen wie Fahrermangel, Infrastrukturengpässe oder geopolitische Krisen. Hinzu kommt eine immer dichtere Regulierung, die den Verwaltungsaufwand erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit belastet. Entscheidend wird sein, diese Entwicklungen nicht isoliert zu betrachten, sondern als tiefgreifende Transformation der gesamten Logistik. Unternehmen müssen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Automatisierung künftig gemeinsam denken.
Resiliente Lieferketten gelten heute als Schlüsselthema. Wie verändert sich modernes Supply-Chain-Management? Transparenz allein reicht künftig nicht mehr aus. Entscheidend ist die Verknüpfung operativer Daten mit taktischen und strategischen Entscheidungen. Digital Twins werden dabei eine Schlüsselrolle spielen: Sie ermöglichen es, Störungen frühzeitig zu simulieren und alternative Transportwege oder Verkehrsträger innerhalb kürzester Zeit zu bewerten. Multi- und Intermodalität schaffen zusätzliche Flexibilität und erhöhen die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten. Viele Unternehmen trainieren heute bereits Krisenszenarien, um im Ernstfall schneller und fundierter reagieren zu können.
Unternehmen bei Prognosen, Tourenplanung oder der Disposition und verarbeitet dabei
Gleichzeitig werden Transportunternehmen künftig zunehmend auch zu Energieunternehmen: Wer batterieelektrische Flotten betreibt, muss sich mit Ladeinfrastruktur, Energiespeichern und eigener Stromerzeugung auseinandersetzen wesentlich mehr Einflussfaktoren als klassische Optimierungsmodelle. Gleichzeitig ersetzt KI den Menschen nicht, sondern macht ihn produktiver. Die Systeme liefern Vorschläge, bewerten Alternativen und erkennen Muster – die strategische Entscheidung trifft weiterhin der Mensch. Langfristig entstehen digitale Leitstellen, in denen hochqualifizierte Fachkräfte gemeinsam mit KI komplexe Logistiknetzwerke steuern.
Wie realistisch ist der breite Einsatz autonomer und batterieelektrischer Nutzfahrzeuge – und wo liegen Chancen und Grenzen?
Wo verändern Automatisierung und KI Transport und Logistik bereits heute – und welches Potenzial sehen Sie künftig?
Batterieelektrische LKW sind für viele Einsatzbereiche bereits heute wirtschaftlich. Unternehmen, die sich frühzeitig mit der Technologie beschäftigen, verschaffen sich klare Wettbewerbsvorteile. Beim autonomen Fahren liegt die größte Hürde mittlerweile weniger in der Technik als vielmehr in der Regulierung und Wirtschaftlichkeit. Langfristig könnte die Kombination aus Elektromobilität, Automatisierung und KI die Logistikkosten real um 20 bis 30 Prozent senken. Deshalb wird sich die Branche Schritt für Schritt in diese Richtung entwickeln.
Die Grundlage jeder KI-Anwendung sind hochwertige Daten. Bereits heute unterstützt KI
Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit und Kostendruck setzen die
Branche unter Druck. Worauf kommt es jetzt besonders an? Technologie allein reicht nicht aus. Entscheidend sind qualifizierte Mitarbeiter:innen, die mit den neuen Systemen umgehen können. Lebenslanges Lernen wird zum Erfolgsfaktor. Gleichzeitig werden Transportunternehmen künftig zunehmend auch zu Energieunternehmen: Wer batterieelektrische Flotten betreibt, muss sich mit Ladeinfrastruktur, Energiespeichern und eigener Stromerzeugung auseinandersetzen. Gerade für KMU ist das eine große Herausforderung. Wer Digitalisierung, Automatisierung und Energiethemen konsequent zusammendenkt, wird sich langfristig Wettbewerbsvorteile sichern.
Österreich arbeitet an einer neuen Standortstrategie, gleichzeitig setzen europäische Vorgaben neue Rahmenbedingungen. Welche Weichen muss Österreich jetzt stellen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben? Zunächst müssen wir die Versorgung mit kritischen Rohstoffen und Energie langfristig absichern. Gleichzeitig braucht es eine Standortpolitik, die Innovation ermöglicht, statt Unternehmen durch immer neue Vorgaben zusätzlich zu belasten. Europa und Österreich leiden zunehmend unter einer Überregulierung: Für nahezu jedes neue Problem entstehen zusätzliche Vorschriften, die den Verwaltungsaufwand erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit schwächen. Wenn wir unseren Wohlstand sichern wollen, müssen wir Innovation wieder stärker in den Mittelpunkt stellen. Österreich bringt dafür gute Voraussetzungen mit – eine zentrale Lage in Europa, leistungsfähige Logistikunternehmen und große Kompetenz bei der Vernetzung internationaler Warenströme. Gerade deshalb bin ich für die österreichische Logistik deutlich optimistischer als für manche Bereiche der produzierenden Industrie.
10 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info EXPERTISE
Lieferketten sind Standortpolitik Mit rund einem Prozent Wachstum bleibt Österreichs Erholung fragil. Hohe Energie- und Vorleistungskosten, geopolitische Konflikte, Zölle und schwache Industrienachfrage belasten Unternehmen.
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FOTO : F H ST E Y R
Franz Staberhofer Präsident VNL, Leiter Logistikum / FH OÖ
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ogistik steuert Material-, Waren- und Informationsflüsse – von Beschaffung und Produktion bis Lagerung, Transport und Distribution. Sie verbindet die Stufen der Wertschöpfungskette, also jene Aktivitäten, durch die aus Vorleistungen Produkte und Dienstleistungen entstehen. Supply Chain Management (SCM) geht darüber hinaus: Es koordiniert diese Stufen über Unternehmensgrenzen – von Lieferant:innen bis zu Kund:innen – und integriert Beschaffung, Produktion, Logistik, Bestände, Kapazitäten und Partner. Logistik ist damit zentraler Bestandteil des SCM. SCM steuert die Lieferkette als Ganzes. Diese Integration schafft Resilienz. Die Zeit der billigsten und damit meist anfälligsten Lieferketten ist vorbei. Das bedeutet nicht, überall Lager aufzubauen oder jede Beschaffung zu regionalisieren.
Entscheidend sind Transparenz über kritische Abhängigkeiten, realistische Alternativen, belastbare Kooperationen und schnelle Entscheidungen. Eine widerstandsfähige Lieferkette kostet Geld. Doch Stillstand kostet meist wesentlich mehr – im Extremfall den Markt. Daten, künstliche Intelligenz, Automatisierung und Robotik schaffen nicht per se Erfolg. Sie müssen Prognosen, Bestände, Materialflüsse, Transporte und Kostenpositionen messbar verbessern. Basis dafür sind saubere Daten, klare Prozesse und qualifizierte Menschen. In der Realität bildet die Supply Chain ein Wertschöpfungsnetzwerk aus Lieferant:innen, Produzent:innen, Handel, Logistikdienstleister:innen und weiteren Partnern. SCM steuert dieses Netzwerk und Logistik sichert darin Material-, Waren- und Informationsflüsse zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Für Österreich sind leistungsfähige Logistik und professionelles SCM Kernelemente jeder Standortstrategie. Wertschöpfungsnetzwerke sichern Märkte, dämpfen Kosten durch abgestimmte Planung und verbinden Verkehrsträger intelligent. Dafür müssen Verladungsunternehmen, Logistikdienstleistungen und weitere Partner gemeinsam optimieren. Der VNL – als größtes Wirtschaftsnetzwerk der Logistik in Österreich – macht diese Vernetzung konkret. Wenn Industrie, Handel, Dienstleister:innen, Technologie, Forschung und Bildung ihr Wissen verbinden, wird aus Unsicherheit Handlungsfähigkeit. Wer Lieferketten aktiv gestaltet, sichert Versorgung, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und schließlich den Standort Österreich.
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VNL LogistikForum Wien 1.10.26
VNL LogistikForum Graz 5.11.26
Wie WENZEL Logistics Straße, Schiene und Lagerlogistik intelligent miteinander verbindet. *Visualisierung: KI-generiert auf Basis von Bildmaterial von WENZEL Logistics
Mit der intelligenten Verknüpfung von Straße, Schiene und Lagerlogistik schafft WENZEL Logistics durchgängige Lösungen, die komplexe Warenströme planbarer machen und Unternehmen mehr Flexibilität in ihrer Supply Chain geben. Komplexe Warenströme
Lagerlogistik zu durchgängigen
nach Strecke, Zeitfenster und
WENZEL Logistics versteht sich
Transport von A nach B. Gefragt
Verbindung von Straße und
werden Straßentransporte,
Transportdienstleister, sondern
verlangen heute mehr als den
sind flexible Logistikkonzepte, die unterschiedliche
Verkehrsträger intelligent
miteinander verbinden und sich an individuelle
Anforderungen anpassen lassen.
WENZEL Logistics kombiniert europaweite Landverkehre, intermodale
Transportlösungen und
Konzepten. Besonders die Schiene schafft neue
Möglichkeiten: Transporte
lassen sich effizient planen,
Kapazitäten gezielt nutzen und Warenströme verlässlich organisieren.
In der Praxis steht dabei nicht
ein einzelner Verkehrsträger im Mittelpunkt, sondern die
passende Lösung für die
jeweilige Transportaufgabe. Je
logistischer Anforderung
Schienenverbindungen und Lagerleistungen sinnvoll miteinander verknüpft.
So entstehen flexible und
planbare Lieferketten, die auch
dabei nicht nur als
als Logistikpartner für
abgestimmte Gesamtlösungen – von der Straße über die Schiene bis ins Lager.
bei komplexen Anforderungen
funktionieren. Gleichzeitig kann der gezielte Einsatz
intermodaler Lösungen dazu beitragen, Transporte
nachhaltiger zu gestalten.
Mehr bewegen. Mehr erfahren. Entdecken Sie die Logistiklösungen von WENZEL Logistics.
12 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info INTERVIEW
Entgeltlic
Ladefrage entscheidet über Transportwende Die Diskussion über die Elektrifizierung des Schwerverkehrs verändert sich. Heute steht die Frage, unter welchen Bedingungen E-Lkw wirtschaftlich betrieben werden können, im Fokus. Gastkommentar von Andreas Reinhardt, Vorsitzender Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) die öffentliche Hand den Flaschenhals Infrastruktur lösen. Sonst droht Österreich, ins Hintertreffen zu geraten. Die Transportwende
wird nicht an zu wenigen E-Lkw scheitern. Sie wird daran gemessen, ob sie unterwegs schnell laden können. G R A F I K : B EÖ, DAT EN : STAT I ST I K AU ST R I A
FOTO : B R EI T B I L D -AU ST R I A
DI Andreas Reinhardt Vorsitzender des Bundesverband Elektromobilität (BEÖ)
Ö
sterreich erlebt einen Wendepunkt. Immer mehr Logistikunternehmen stellen ihre Flotten auf emissionsfreie Antriebe um, weil Kund:innen und europäische Vorgaben den Wandel verlangen. Doch ausgerechnet jetzt droht Österreich an Tempo zu verlieren. Während Unternehmen Millionen in E-Fahrzeuge investieren, dauern Netzanschlüsse oft Jahre. Komplexe Genehmigungsverfahren bremsen den Ausbau leistungsstarker Ladehubs. Lärmgutachten und weitere Betriebsgenehmigungen werden verlangt, obwohl sie bisher nicht nötig waren. Teure netztechnische Anlagen im fünfstelligen Euro-Bereich kommen hinzu. Häufig scheitert der Ausbau nicht am Netzanschluss, sondern an überbordenden Vorgaben.
E-Lkw brauchen mehr als Strom
G R A F I K : B EÖ, DAT EN : L A D EST EL L EN . AT
Die Mitgliedsunternehmen des BEÖ investieren seit Jahren Millionen in die öffentliche Ladeinfrastruktur und treiben den Aufbau von Hochleistungsladepunkten für den Güterverkehr voran. Die Mobilitätswende entscheidet sich an Autobahnen, in Logistikzentren und an den Netzanschlüssen der Betriebe. Schwere Nutzfahrzeuge brauchen leistungsstarke Ladepunkte, die zuverlässig verfügbar sind und sich in den Betriebsalltag integrieren lassen. Die AFIR-Verordnung gibt den Rahmen vor. Österreich muss ihn konsequent umsetzen: aus wirtschaftspolitischem Eigeninteresse. Infrastruktur sichert Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit. Unternehmen und Energieversorger sind bereit, Hersteller:innen liefern. Nun muss
MEDIAPLANET | 13 Entgeltliche Einschaltung FOTO S : G R EEN C H EM
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In vielen Märkten im Praxiseinsatz
AdBlue® trägt dazu bei, schädliche Stickoxide (NOx) von Dieselfahrzeugen zu reduzieren. Bei niedrigen Abgastemperaturen kann die Reaktion im SCR-System jedoch beeinträchtigt sein. Bei geringer Motorlast oder häufigen Stopps können Harnstoffrückstände entstehen und zu kristallinen Ablagerungen führen. Diese können Injektoren und Dosierleitungen beeinträchtigen, den Wartungsaufwand erhöhen und Ausfallzeiten verursachen. EFFINOX® ist eine gebrauchsfertige Harnstofflösung mit 32,5 % Harnstoff und einem speziellen Reinigungsadditiv. Sie erfüllt die Reinheitsanforderungen der ISO 22241-1 für AdBlue®. EFFINOX® wurde entwickelt, um nicht nur die Bildung neuer Kristalle zu verhindern, sondern auch vorhandene Harnstoffablagerungen in Dosierleitungen und Injektoren aktiv zu lösen. So unterstützt die Lösung einen sauberen und effizienten SCR-Betrieb.
Weniger Ablagerungen können dazu beitragen, den Wartungsbedarf zu reduzieren, die Lebensdauer von SCR-Komponenten zu verlängern und unnötigen Kraftstoffverbrauch durch ein beeinträchtigtes Abgassystem zu vermeiden. Für Transportunternehmen bedeutet das: zuverlässigerer Fahrzeugbetrieb, weniger kristallisationsbedingte Unterbrechungen und mehr operative Autonomie. Im Stop-and-go-Verkehr kann EFFINOX® zur Fahrzeugverfügbarkeit beitragen und die Wartung effizienter gestalten. EFFINOX® eignet sich für unterschiedliche Fahrzeugtypen, von Nutzfahrzeugen und Bussen über Baumaschinen und Landmaschinen bis hin zu PKW und Transportern. Die Lösung ist in verschiedenen Gebinden erhältlich, als Kanister, Fässer, 1.000-Liter-IBC sowie als lose Ware mittels Tankwagen.
EFFINOX® ist seit 2021 erhältlich und wird inzwischen in mehr als zehn Ländern eingesetzt. Rund 1.000 Kund:innen vertrauen bereits auf die Lösung: Zu den Praxiserfahrungen zählen etwa Van Leeuwen Container Service in den Niederlanden, wo sich laut Unternehmen kristallisationsbedingte Injektorausfälle nach dem Einsatz von EFFINOX® erübrigten. Auch ÁREA EUROTRAK in Spanien und Dalioil in der Slowakei setzen auf EFFINOX®. Ein weiteres Beispiel: der Feldtest mit MOL Hungary Anfang 2025: Ein Euro-6-Bus mit serienmäßigem SCR-System wurde drei Monate lang im Stadtverkehr eingesetzt und legte rund 13.000 km zurück. Vor dem Test waren mäßige bis starke Harnstoffablagerungen sichtbar. Nach der Anwendung zeigte die Bildgebung ein deutlich saubereres System mit minimalen Rückständen und ohne Anzeichen verstopfter Injektoren. Auch in Österreich ist EFFINOX® erhältlich.
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