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Hope News

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HopeNews MCS - Rundbrief - Ausgabe 1 - 18

Wie ein Bauer ...

MCS 2018

+41 (0)71 279 14 86

MCS, Postfach 103, 9013 St.Gallen


Wie ein Bauer... Sät nach dem Maß der Gerechtigkeit, erntet nach dem Mass der Liebe! Macht einen neuen Anfang wie der Bauer, der ein neues, ausgeruhtes Stück Land unter den Pflug nimmt! Es ist Zeit, dass ihr zu mir, dem Herrn, kommt und fragt, was ich will. Dann komme ich zu euch und werde Glück und Segen auf euch regnen lassen! (Hos. 10,12) Herisau/St.Gallen, April 2018

Liebe Leserinnen und liebe Leser Die Sonne scheint und die erste Frühlingswärme dringt durch mein Bürofenster. Ich geniesse diese besondere Atmosphäre, sie hat etwas Wohltuendes nach den langen Wintermonaten, denn sie kündigt den Frühling an. Da wir etwas ausserhalb bei einem Bauernhof wohnen, sehen wir wie der Bauer und die Bäuerin beginnen, ihre Arbeiten im Freien zu verrichten. Alles wird vorbereitet, damit die Kühe bald wieder auf den Wiesen weiden können. Mist wird auf den Wiesen verteilt, Ackerfelder werden gepflügt, Erde wird gelockert und in Bahnen angelegt, bereit für die Aussaat… Ein kleiner bildlicher Eindruck begleitet mich schon seit einigen Tagen. Stellen wir uns vor, Jesus würde vor uns stehen und ein paar Samen in unsere Handfläche legen. Nicht jeder hat gleichviele Samen bekommen, doch die Menge ist unbedeutend. Die Samen sind unscheinbar klein, doch ich sehe, wie in jedem einzelnen Samen -- mit blossem Auge kaum zu erkennen -- die Zahl 2018 eingebrannt ist. Ich denke, dass Jesus uns mit diesem Bild auffordert, unsere volle Konzentration, Kraft und Gaben für das Aussäen dieser speziell datierten Samen zu verwenden. Sollten wir uns nicht weniger von den alltäglichen Dingen der Welt bestimmen lassen?? Dieser Eindruck ist der Grund für das Foto auf dem Titelbild. Die bildliche Sprache von Ackerbau und Saat ist uns allen ja nicht unbekannt. Wir feiern 2018 das 20-jährige Bestehen der MCS, darum beschäftigt uns das Thema Saat und Ernte auf besondere Weise.

20 Jahre MCS Als wir die MCS im März 1998 starteten, hatten wir nicht die geringste Vorstellung davon, was uns mit der Gründung einer

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messianisch-christlichen Gemeinde alles erwarten würde. Nach unserem Studienjahr in Israel (1996/97) waren wir beide einfach nur begeistert von der Lehre, die wir durch unsere messianischen Geschwister bekommen hatten und wie tiefgreifend unser Glaubensleben dadurch bereichert wurde. Diesen „Samen“ wollten wir in die Schweiz bringen. Mit der Gassenarbeit aufzuhören, sahen wir als eine Führung Gottes an. Wir konnten uns so ganz unserer neuen Aufgabe widmen, auf der Grundlage von Epheser 2 (siehe Kasten). In dieser Verantwortung (nach dem Studium in Israel) mussten wir das Empfangene irgendwie weitersagen, obwohl wir damals kaum eine Ahnung hatten von den Gedanken Gottes mit Israel. Folgender Vers aus dem Buch Esther bekam für uns eine immer grössere Bedeutung „Denke nicht, dass du dein Leben errettest, weil du im Palast des Königs bist, du allein von allen Juden. Denn wenn du zu dieser Zeit schweigen wirst, wird eine Hilfe und Errettung von einem anderen Ort her den Juden erstehen. Du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer weiss, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist?“ (4,1314) Die MCS sollte eine Plattform für die messianische Botschaft werden und zu einem Ort, wo sich jüdische Menschen wohl fühlen konnten. Wir erlebten viele kostbare Begegnungen und durften sehen, wie Geschwister durch die Botschaften unserer Freunde aus Israel tief berührt wurden. Wunder durften wir empfangen, besonders auch, dass wir immer wieder mit allem Nötigen versorgt wurden. Wir fingen ohne «Geldpolster» an, hatten nie Reserven, doch Monat für Monat durften wir die Treue Gottes erleben. Es gab natürlich auch andere, unterschiedliche Herausforderungen. Kämpfe und Fehlverhalten gehören auch zu unserer Geschichte! Vielleicht waren wir auch etwas naiv und nicht jedes Ackerfeld wurde wei-

Die Einheit der Gemeinde aus Juden und Heiden Vergesst nicht, dass ihr, die ihr keine Juden seid, aufgrund eurer Herkunft Aussenstehende wart. »Unbeschnittene« nannten euch die Juden, die das äußere Zeichen der Beschneidung tragen. Damals lebtet ihr getrennt von Christus. Ihr wart vom Volk Gottes, Israel, ausgeschlossen und wusstet nichts von den Zusagen, die er ihm gegeben hatte. Euer Leben in dieser Welt war ohne Gott und ohne Hoffnung. Aber nun gehört ihr Christus Jesus. Ihr wart fern von Gott, doch nun seid ihr ihm nahe durch das Blut seines Sohnes. Denn Christus selbst brachte Frieden zwischen den Juden und den Menschen aus allen anderen Völkern, indem er uns zu einem einzigen Volk vereinte. Er hat die Mauer der Feindschaft, die uns früher trennte, niedergerissen. Durch seinen Tod hat er dem Gesetz mit seinen Geboten und Verordnungen ein Ende bereitet und dadurch Frieden gestiftet, indem er beide in sich zu einem einzigen neuen Menschen schuf. Er hat sie in einem Leib vereint und durch das Kreuz mit Gott versöhnt, sodass die Feindschaft ein Ende fand. Er ist gekommen und brachte die Botschaft des Friedens euch, die ihr fern von ihm wart, und den Juden, die ihm nahe waren. Durch das, was Christus für uns getan hat, können wir jetzt alle, ob wir Juden sind oder nicht, in einem Geist zum Vater kommen. Epheser 2,11-18


Editorial

se angelegt für eine gute Saat…. Dass wir unseren 20. Geburtstag feiern dürfen, ist ein umso grösseres Geschenk. Jesus hat uns durchgetragen, wir haben vieles gelernt und auch in unseren schwachen Momenten liess ER uns nie allein. So wollen und dürfen wir vorwärts schauen. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir Freisetzung erfahren, um im Ackerfeld Gottes arbeiten zu können. Gerade in den letzten Monaten erlebten wir, wie schnell man z.B. durch Krankheit nicht mehr in der Lage ist, seine Aufgaben zu bewältigen. Jasmin erholt sich zurzeit gut von ihrer Hüftoperation und bei mir haben sich die Bakterien auf der Lunge, die mir im letzten Jahr ziemlich zusetzten, nicht mehr «zurückgemeldet» … möge es so bleiben! Wir freuen uns auf die kommende Zeit, auch weil das Bild von Acker und Saat etwas Stärkendes hat. Wir dürfen unserem gnädigen Gott weiter dienen! Prüfend zurückblicken soll man sicher, aber wir dürfen nicht dabei stehen bleiben. Unsere Vergangenheit gehört ans Kreuz, sowohl das Gute wie das Böse. Solange wir aber ein Morgen haben, wollen wir weiterwirken!

Was haben wir vor… Mit dem Marsch des Lebens in St. Gallen, den wir schon zum dritten Mal durchführen durften, haben wir bereits einen besonderen Anlass hinter uns (siehe Seite 4/5). Mitte Mai werden wir nach Israel reisen, um am „Marsch der Nationen“ in Jerusalem teil zu nehmen. Anschliessend benutzen wir die Gelegenheit für Besuche und knüpfen neue Kontakte. Wie schon erwähnt, feiern wir im November unser 20-jähriges Bestehen. Darum soll unser “Israel-Freundestag“ ein besonderer Festtag werden. Wir laden alle herzlich ein und hoffen, dass wir viele von euch sehen werden (siehe Flyer). Dazwischen gibt es einige Arbeiten zu erledigen bei uns an der Schulstrasse. Die Jahre haben in unseren Räumen ihre Spuren hinterlassen. Diverse Aufräumarbeiten und Teilrenovierungen von Küche und Saal stehen an. Da wir soweit wie möglich alles selber erledigen wollen, wird dies über einen längeren Zeitraum geschehen. Wir machen uns auch immer wieder Gedanken, wie wir unseren Dienst zukünftig

Jesus erzählte noch ein anderes Gleichnis: Das Himmelreich ist vergleichbar mit einem Bauern, der gutes Saatgut auf sein Feld säte (Matth 13,24). ... gestalten sollen, aber dazu mehr in der Herbstausgabe. In den Monaten Juli und August hoffen wir, etwas mehr Ruhe und Zeit für Gebet und Planung zu haben. So wie es zurzeit aussieht, werden wir auch nächstes Jahr einen «Marsch des Lebens für Israel» in St.Gallen vorbereiten. Wir glauben, dass wir damit immer noch am Anfang stehen und dass Gott durch diesen Marsch noch weitere Türen öffnen wird. Wir möchten auch wieder vermehrt Lehr-Seminare anbieten im Sinne von «Back to the Roots», weil wir darin immer noch eine Notwendigkeit sehen. Neben allen Plänen wollen wir leere Hände haben, damit wir entsprechend reagieren können, wenn sich plötzlich andere oder zusätzliche Ackerfelder für uns auftun sollten. Mit den Worten aus dem Römerbrief Kapitel. 8 bedanken wir uns bei allen und grüssen herzlich. Walter und Jasmin Bachmann

„Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt. Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blösse oder Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.« Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ Aus Römer 8

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Erinnern und Versöhnen > St.Gallen setzt ein Zeic Marsch des Lebens FÜR ISRAEL in St.Gallen Walter Bachmann

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Bereits zum dritten Mal durften wir auch diesen Frühling einen Gedenkmarsch in St.Gallen vorbereiten und durchführen. Da der diesjährige Termin auf einen Donnerstagabend innerhalb der Frühlingsferien fiel, waren wir schon sehr gespannt, ob wir eine ähnliche Teilnehmerzahl (ca. 130) wie in den letzten zwei Jahren erreichen würden. Ca. 80 Teilnehmer schlossen sich dem Marsch an. Wir sind sehr zufrieden und stellten mit Freude fest, dass unser grösstes Anliegen wachsende Zustimmung erfuhr: Christen und Gemeindeleiter aus der Region liessen sich für diesen Anlass gewinnen! Bei der Abschlussveranstaltung meinte ein Passant, man sollte nicht alles so schwarz sehen….Um die Themen Holocaust, Israel, Land und Volk gibt es bekanntlich viele Meinungen und Ansichten, und nicht zuletzt denken noch viele, man sollte die Vergangenheit doch endlich ruhen lassen. Gerade Schweizer sehen sich eher in der Opfer- als in der Täterrolle, wenn die Zeit des Zweiten Weltkriegs zur Sprache kommt – oder? Sicher gab es Schweizer, die sich mit ganzer Hingabe und voller Überzeugung für unser Land einsetzten. Auch dass die Kriegsjahre nicht einfach waren, steht ausser Frage. Dass die Schweiz aber von einer Machtübernahme durch das Naziregime verschont blieb, haben wir wohl

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letztlich nur der Gnade Gottes zu verdanken. Die Weltwoche schrieb dazu: „Obschon die Frage, warum die Schweiz im Zweiten Weltkrieg nicht erobert wurde, seit Jahrzehnten heftig diskutiert wird, hat sich keine eindeutige Antwort herausgeschält. Die möglichen Gründe für die Verschonung, die Historiker angeführt haben, sind ebenso umstritten wie vielfältig. Hat der «hohe Eintrittspreis», den die entschlossene Schweizer Armee von Eindringlingen gefordert hätte, eine abschreckende Wirkung gehabt? Fürchtete Deutschland die Unterbrechung der Transitverbindung zu seinem Verbündeten Italien? Oder war es die Nützlichkeit der Schweiz als Handelspartner, Waffenlieferant, Goldkäufer und Nachrichtenumschlagplatz, die Berlin von einer Besetzung der Schweiz abhielt?“

toriker sind sich wohl bis heute nicht einig und man spricht von rund 3000 bis 24‘000 Abgewiesenen an den Schweizergrenzen.

Zwischen diesen Zeilen können wir zumindest eine Schuld erahnen, die wir als Land auf uns geladen haben. Wir schauten auf unser Wohl, auf das was uns nützlich erschien. Dadurch aber klebt Blut von unschuldigen Menschen an uns. „Während jüdische Vertreter 1942 erkannten, dass Nazideutschland die Ermordung aller Juden plante, zeichneten Bundesrat und Parlament ein radikal anderes Bild der Lage – und schlossen vor den Verfolgten die Landesgrenze“ (Neue Zürcher Zeitung 2017). Die His-

Die Gegenwart zeigt es nur allzu deutlich, rassistische Äusserungen häufen sich wieder. Weltweite Unzufriedenheit wird auf Andere abgewälzt. Wenn dann noch Israel im Fokus der Diskussion steht, kann es richtig perfid werden und wahre Begebenheiten werden so verdreht dargestellt, dass Israel meistens am Pranger steht, und das undifferenzierte Urteil des „Otto Normal-Bürgers“ trägt das negative Bild weiter!!! Eine Jüdin sagte mir: “Es gibt in der Schweiz mehr Antisemitismus als wir wahrhaben

Diese Zahlen sind wichtig, doch wie viele es auch sein mögen--- es war und ist ein grauenhaftes Unrecht. Die Bibel sagt uns: „Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben, wer sie aber bekennt und lässt wird Erbarmen finden“ (Spr. 28,13 Elberfelder). Bleibt noch die Frage, wie oft oder wie lange wir dann Busse tun sollten? Ein bekannter Bibellehrer meinte dazu: „Wir müssen solange in einer Haltung der Busse bleiben, bis wir das Übel nicht mehr vor unseren Augen haben“. Es geht doch darum, dass uns diese Tragödie für immer zum Herzensanliegen wird.


Wider

das Vergessen...

chen der Freundschaft für Israel! wollen, doch wir Juden leben damit.“ Wie breit und tief diese rassistischen Wurzeln sich untergründig ausbreiten, wird wohl die Zukunft zeigen. Der „Marsch des Lebens für Israel“ ist eine grossartige Möglichkeit aus der Anonymität herauszutreten, um sich öffentlich gegen dieses Unrecht zu stellen. Wir leben in einer Zeit, in der es immer wichtiger wird, Wahrheit von der Lüge und Unrecht von Recht zu trennen. Die Durchführung des Anlasses in St.Gallen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden erleben wir als unproblematisch und unkompliziert. Wie lange werden wir bei uns noch solche Umstände vorfinden? Kürzlich hatte ich einen Traum: Ich stand in einer Kolonne von Menschen, zusammengepfercht wie die Juden zur Zeit der Deportationen. Wir konnten weder nach rechts

noch nach links ausbrechen. Auf beiden Seiten waren Leute, die uns bewachten und irgendetwas abmessen mussten. Ich verstand nicht ganz was das sollte. Das Gesicht meines Nachbarn erkannte ich klar. Eine Weile beobachtete ich alles und erstaunlicherweise war eine gewisse Ruhe und Entspanntheit in der ganzen Szenerie. Dann schaute ich meinen Nachbarn an und sagte ihm ganz ruhig: „Jetzt ist es Zeit, unser Leben hinzugeben!“ Dann klingelte der Wecker….. Jetzt dürfen wir noch im Frieden auf den Strassen unserer Stadt Zeugnis ablegen. Eines Tages könnte es uns aber mehr kosten – sind wir dann auch noch auf den Strassen? Nützen wird die Zeit! Es wäre eine gute Sache, wenn wir schon jetzt den Termin, „Marsch des Lebens für Israel 2019 in St.Gallen“ fest in unsere Jahresplanung miteinbeziehen würden.

Bilder: Links: Besammlung, KreuzbleichePlatz. Rechts: auf dem Weg in die Hintere Laube (Judengasse). Das Datum für 2019 ist noch nicht bekannt.

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Wächter auf den Mauern Jerusalem ... Den Juden zuerst ...

Ausschnitte aus einem Vortrag von Hanspeter Vogt aus dem Jahre 1998

Gnade sowohl als Gericht galt zuerst einmal den Juden, dann auch den Heiden aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen 1. die Verheissungen gelten zuerst für Israel und die Juden Henry Voucher sprach in einem Vortrag auf der christlichen LaubhüttenfestKonferenz von ungefähr 3000 Verheissungen im Alten Testament. Das Neue Testament erwähnt die „Verheissungsgüter“ (die versprochenen Reichtümer), die Gott in Aussicht stellt. Die meisten christlichen Bibelleser beziehen heute in der Praxis alle diese Verheissungen zunächst fraglos – wörtlich oder im übertragenden Sinn – auf sich selbst, um dann im besten Fall an zweiter Stelle zu fragen: „Gilt vielleicht auch noch etwas für dasjenige Israel, das bislang Jesus als seinen Messias ablehnt?“ Paulus geht in seiner „Israeltheologie“ genau anders herum vor, wenn er zunächst festhält, dass den „Israeliten“ die Verheissungen zuerst galten. Römerbrief 1,16: „Ich schäme mich nicht für die rettende Botschaft. Denn sie ist eine Kraft Gottes, die alle befreit, die darauf vertrauen; zuerst die Juden, aber auch alle anderen Menschen.“ Das Christentum missachtete das Erstgeburtsrecht Israels als Volk. In der christlichen Theologie fehlt das Denken – „Zuerst“. In den Gemeinden existiert das Denken „zuerst die Juden“ sehr selten. Dieses Denken wurde ersetzt mit „zuerst ich, die Gemeinde, die Heimat und die Nationen!“ Aber „Israel“ ist das erste von Gott auserwählte Volk. Ihm gilt Gottes Heilsplan zuerst und erst dann den Völkern und Nationen. Diese „zuerst Israeltheologie“ ist von Gott gegeben und deshalb gilt es diese Anordnung in den Gemeinden wieder ernst zu nehmen, wenn wir mithelfen wollen das Reich Gottes zu bauen. Bei all diesen Israelfragen geht es primär immer und zuerst um den Gott Israels, um den Heiligen Israels, um seinen Na-

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men. Hesekiel 36,22-26): Darum richte dem Volk Israel meine Botschaft aus. Sag ihnen: So spricht Gott, der HERR: Was ich für euch tun werde, geschieht nicht um euretwillen. Meine Ehre will ich retten, die ihr vor den Augen anderer Völker in den Schmutz gezogen habt. Ja, ich sorge dafür, dass mein Name wieder geachtet und geehrt wird. Alle Völker sollen sehen, dass ich, der HERR, ein heiliger Gott bin. Darauf gebe ich mein Wort! Ich hole euch zurück aus fernen Ländern und fremden Völkern und bringe euch in euer eigenes Land. Mit reinem Wasser besprenge ich euch und wasche so die Schuld von euch ab, die ihr durch euren abscheulichen Götzendienst auf euch geladen habt. Allem, was euch unrein gemacht hat, bereite ich dann ein Ende. Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist geben. Ja, ich nehme das versteinerte Herz aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges Herz. Mit meinem Geist erfülle ich euch, damit ihr nach meinen Weisungen lebt, meine Gebote achtet und sie befolgt.

Dieses wieder Einpfropfen der natürlichen Zweige in den jüdischmessianischen Ölbaum wirkt der Geist Gottes heute weltweilt – und in Israel. Zugleich gilt aber die Warnung an die Heidenchristen in den Denominationen: „Seid nicht hochmütig, sondern fürchte dich vor dem Gott Israels. Denn wenn er die natürlichen Zweige nicht verschont hat, wird er wohl auch dich nicht verschonen, (…) denn sonst wirst auch du herausgeschnitten werden“ (Röm 9.20f). Wir alle gehören in die grosse jüdische Messias-Familie im Hause David. Gottes Absicht mit seiner Gemeinde ist, dass wir Heidengläubige aus den Nationen herausgerufen wurden, um mit den gläubigen Juden zusammen Miterben zu sein. Sie zuerst – dann wir! Der Überrest der Gläubigen in Israel mit den Gläubigen aus den Nationen bilden die Kirche – seinen Leib. Wir sind Miteinverleibte.

Den Juden wurden zuerst die Verheissungen gegeben. Dann wurden wir mit den Juden zusammen zu Mitteilhabern. Wir haben uns unter Gottes Haus- und Familienordnung zu stellen, uns unter die gewaltige Hand Gottes zu beugen und zu demütigen; denn Gott wiedersteht den Hochmütigen. Den Demütigen aber gibt er Gnade. Dann fliessen die Segenskräfte auch zu uns. Wir sollten nicht den Gibeoniten (Jos. 9) gleichen. Diese erkannten, dass hinter Israel der mächtige Gott Israels steht. Sie erlisteten sich das „Bürgerrecht“ Israels. Mit ihrem Verstand beachteten sie den Gott Israels, aber sie wurden nie Vollbürger! Auch wenn viele Christen nur mit dem Kopf für Israel beten fliesst Segen. Aber die List der Gibeoniten und die Denkweise vieler denominationeller Christen haben Parallelen. Die Gibeoniten wollten ihr „Gemeinderecht“ behalten, sie gaben sich als demütige, untertänige Knechte aus, die im Bund mit Israel und ihrem Gott leben wollten. Äusserlich passten sie sich an, in den tieferen Schichten aber blieben sie unberührt – ich vergleiche sie mit fleischlichen Christen, ihre Wurzel stammt vom wilden Ölbaum. Wenn wir uns demütigen – und das meint einen Lebensstil – dann schenkt uns Gott die Offenbarung Israels und tut uns die Absichten mit seiner Kirche in unseren Herzen kund. Dann wird auch unser Denken erneuert, wächst der Glaube aus der echten, jüdisch-messianischen Glaubenswurzel. Dann steht unser Haus auf dem wahren Fundament! Erst dann werden wir verstehen, was es heisst: „an der Einheit werdet ihr sie erkennen.“ …


MCS St.Gallen

Termine

und Impressum

MCS 2018 Marsch des Lebens f체r Israel in St.Gallen Do. 12. April 2018 17.30 bis 20.30Uhr Infos und Flyer auf www.marschdeslebens-sg.ch

Solidarit채ts-Anlass (IWS) Auf dem Bundesplatz Bern So. 17. Juni 2018 14.30 bis 16.00 Uhr

Israel-Freundestag und 20 Jahre MCS Sa. 24. November 2018 09.30 bis 16.00 Uhr G채ste angefragt... Infos und Flyer auf www.mcs-sg.ch

Weitere Informationen MCS-B체ro: 079 / 771 45 33 MCS-Homepage: www.mcs-sg.ch E-Mail: mcs@mcs-sg.ch Impressum: Herausgeber: MCS St.Gallen, Postfach 103, 1913 St.Gallen Fotos: W. Bachmann, MdL-SG, M. Mogg Postcheckkonto Schweiz: Post-PC 90-21780-4 BIC: POFICHBEXXX IBAN Nr. CH84 0900 0000 9002 1780 4 Bankverbindung Deutschland: Postbank NL Karlsruhe Konto 606 520 753 Bankleitzahl 660 100 75 BIC: PBNKDEFF IBAN: DE42 6601 0075 0606 5207 53

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I s r a e l - F r e u n d e s ta g

Samstag, 24. November 2018 mi t Gä sten ... ae l r s I s au

Solidaritäts-Anlass Auf dem Bundesplatz Bern So. 17. Juni 2018, 14.30 bis 16.00 Uhr

Alles zum Marsch des Lebens für Israel in St.Gallen

www.marschdeslebens-sg.ch


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