Ischler Nachtwächterruf „Alle meine Herren lasst euch sagen, Der Hammer, der wird neun Uhr schlagen. Gebt acht aufs Feuer und aufs Licht Damit euch kein Unglück gschiecht! Bitt' für uns heiliger Florian! Daß uns das Feuer nicht schaden kann. Weil nun die Nacht vorhanden ist, Schlafts nun in Gottes Namen! Wird neun Uhr schlagen“ Beim anbrechenden Morgen sang er: “Alle meine Herren lasst euch sagen, Der Hammer der wird vier Uhr schlagen! Alle meine Herren seids munter und wach, Der Tag vertreibt die finstre Nacht. Drum loben wir Gott und heilige Jungfrau Maria. Gelobt sei Jesus Christus! Weil nun der Tag vorhanden ist, Wacht nun in Gottes Namen! Wird vier Uhr schlagen!”
Bild 1. Umschlagseite: „Brand im Ortsteil Gries am 13.Juni 1709“ Votivbild im Heimatmuseum Bild 2. Umschlagseite: Graffito des hl. Florians, geschaffen 1974 von FW-Kamerad Mathias Loidl
Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr
Bad Ischl aus Anlass des 150j채hrigen Bestandsfestes
1865
2015
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Festablauf 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl Samstag, 12. September 2015 16:30 Uhr
Abmarsch vom Zeughaus der FF Bad Ischl HFW zur Defilierung am Schröpferplatz. Anschließend Fahrzeugweihe und Fahnenbandübergabe, Ansprachen und Ehrungen im Kurpark.
18:30 Uhr
Empfang der Ehrengäste durch den Bürgermeister von Bad Ischl in den Arkaden des Kongress- u. Theaterhauses; gleichzeitig Verabreichung eines kleinen Imbisses im Kurpark an die übrigen Festteilnehmer durch das Team der Feldküche der FF Strobl.
20:00 Uhr
Festabend im großen Saal des Kongress- u. Theaterhauses mit gemütlichem Festausklang
Bei Schlechtwetter entfällt die Defilierung. Die übrigen Programmpunkte des Festes werden in die Räumlichkeiten des Kongress- u. Theaterhauses verlegt und der Empfang der Ehrengäste sowie der Festabend um eine Stunde nach vorne verschoben.
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Herzliche Gratulation und aufrichtigen Dank für die unermüdlichen Einsätze! Wenn eine Feuerwehr ihr 150-jähriges Bestandsjubiläum feiert, so verdeutlicht das die hohe, dauerhafte und verlässliche Einsatzbereitschaft der Kameraden. Denn in den Reihen der Feuerwehren stehen Menschen, die jederzeit bereit sind, ihr eigenes Leben und ihre Gesundheit für das Allgemeinwohl aufs Spiel zu setzen. Auf Grund der umfassenden Aufgabenstellung sind unsere Feuerwehren nicht nur ein Garant für die allgemeine Sicherheit, sondern auch ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Lebens. Der Anlass für die Gründung der FF Bad Ischl war tragisch. Noch ganz im Bann des großen Brandes vom Juli 1865 meldeten sich zwei Monate später bereits 200 Mann zum Feuerwehrdienst. Rund 280 Feuerwehrleute mit etwa 250 Einsätzen im Jahr bilden heute die Basis für die Sicherheit in Bad Ischl. Die Einsätze, die Menschen bei der Freiwilligen Feuerwehr für die Allgemeinheit erbringen, sind unbezahlbar und können nicht oft genug lobend erwähnt werden. Anlässlich des Jubiläumsfestes möchte ich allen Mitgliedern für ihre verlässliche Einsatzbereitschaft meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Mein Dank richtet sich auch an die Familienangehörigen, die viel Verständnis aufbringen. Herzlichen Glückwunsch zum stolzen Bestandsjubiläum! Viel Kraft für die neuen Herausforderungen der Zukunft und stets unfallfreie Einsätze wünscht
Ihr
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
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Grußworte des Landesfeuerwehrkommandanten Die Bevölkerung von Bad Ischl kann im Jahr 2015 mit besonderem Stolz auf die Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl blicken – es sind nun 150 Jahre vergangen, seit sich nach einem großen Marktbrand am 21. Juli 1865 einige beherzte Menschen zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr entschlossen haben. Die FF Bad Ischl gehört als drittälteste Feuerwehr in Oberösterreich zu den Gründungsmitgliedern des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes. Neben der Hauptfeuerwache Bad Ischl sorgen die 5 Feuerwachen Ahorn-Kaltenbach, Perneck, Reiterndorf, Rettenbach-Steinfeld-Hinterstein, Sulzbach für die Sicherheit der Stadt. Seit 15 Jahrzehnten setzen ihre Mitglieder nun die Idee des Helfens in die Tat um. Seit den Gründungstagen hat sich unsere Gesellschaft enorm verändert – hat eigentlich schon mehrere technische Revolutionen erlebt und steht heute im Spannungsfeld von Information und Kommunikation – nutzt sie und leidet auch darunter. Dieser Wandel in unserer Gesellschaft hat natürlich auch unser Feuerwehrsystem beeinflusst, seine Ideale aber nicht verändert. Menschen, in gleicher Weise traditionsverbunden und zukunftsorientiert, tragen die Idee des Helfens, der Kameradschaft und des gegenseitigen Vertrauens weiter und bewahren damit nicht nur die Ideale voriger Generationen, sondern verstärken noch ihre Bemühungen für die Mitmenschen. Damit die Hilfe für die Bad Ischler Bevölkerung rasch und effizient erfolgen kann, müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Die Ausbildung der Mannschaft und ihre Ausrüstung müssen den heutigen Anforderungen entsprechen, um das Grundgerüst für erfolgreiche Hilfeleistung zu sichern. Ich bedanke mich beim Kommando und allen Kameraden der FF Bad Ischl, die das Sicherheitskonzept Feuerwehr mittragen und weiterentwickeln. Sie geben den Menschen ihrer Heimatgemeinde Zeit und Hilfe – als Mitglieder einer der eindrucksvollsten Einrichtungen unseres Landes – als Mitglieder einer oberösterreichischen Feuerwehr. Zum 150jährigen Jubiläum meine besten Glückwünsche
Euer Landes-Feuerwehrkommandant
LBD Dr. Wolfgang Kronsteiner 6
150 Jahre Feuerwehr Bad Ischl Grußworte Zu allererst gratuliere ich der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl zum 150 Jahre-Jubiläum. Ein derartiger „Runder Geburtstag“ ist besonders dazu geeignet, auf die großen Leistungen in der Vergangenheit zurückzublicken, die gegenwärtige Situation zu würdigen und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Die Feuerwehren sind ein unersetzbarer Bestandteil für die Sicherheit unserer Region. Sie geben den Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl beschützt zu sein und leisten im Falle des Falles professionelle Hilfe. Die Feuerwehren sind im Bewusstsein der Bevölkerung breit verankert und geschätzt. Das darf allerdings nicht dazu führen, dass sich die Menschen von ihrer Eigenverantwortung völlig zurückziehen. Die Feuerwehr als Organisation mit vielen ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden ist ein Vorbild dafür, was der Einzelne oder die Einzelne für andere im Sinne der Gemeinschaft tun kann. Es gibt sicher noch einige andere gesellschaftliche Themen und Anforderungen, bei denen das Beispiel der Feuerwehren auch umgesetzt werden können. Ich danke allen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl für ihren selbstlosen Einsatz im Dienste der Mitmenschen. Ich wünsche für die Feierlichkeiten am Jubiläumswochenende ein gutes Gelingen und für die Zukunft viel Kraft, viel Freude und auch das nötige Glück, um vor Schäden bewahrt zu werden.
Euer
Alois Lanz Bezirkshauptmann von Gmunden
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150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl bedeutet 150 Jahre im Dienste der Bevölkerung von Bad Ischl, im Kampf gegen Feuer, Naturkatastrophen wie Schnee und Wasser und bei technischen Einsätzen. Ein Jubiläum dieser Art ist immer ein besonders schöner Anlass zu feiern und ein außerordentliches Fest für eine Freiwillige Feuerwehr. Durch meine jahrelange Tätigkeit als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pfandl und die dadurch entstandene enge Zusammenarbeit und Freundschaft mit der Stadtfeuerwehr ist es mir eine besonders große Freude der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl zu diesem großartigen Jubiläum zu gratulieren. Es bedarf immer wieder engagierter Männer mit großem Einsatz und Tatendrang, um die Maschinerie einer freiwilligen Einsatzorganisation am Laufen zu halten. Den Feuerwehrmännern wird bei jedem Einsatz Großes abverlangt – sie begeben sich oft in gefährliche Situationen und müssen dafür perfekt ausgebildet sein. Dieses Engagement und die zeitlichen Ressourcen dafür sind zu 100 % freiwillig und werden in der Freizeit aufgebracht. Die Freiwillige Feuerwehr beweist nunmehr seit 150 Jahren eine perfekte Organisation und einwandfreies Funktionieren. Ich gratuliere dazu sehr herzlich und wünsche für die weitere Zukunft nach wie vor so viel Einsatz, Freude und Kraft.
OBR Stefan Schiendorfer Bezirksfeuerwehrkommandant
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150 Jahre im Einsatz für die Bad Ischlerinnen und Bad Ischler! Dass vor 150 Jahren engagierte Bad Ischler aktiv geworden sind und "unsere" Feuerwehr gegründet haben, ist unbestritten ein historisches Ereignis und wir können respektvoll und dankbar von einer Pionierleistung sprechen. Bis heute spielt die Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl eine große und bedeutete Rolle als Einsatzorganisation für die Sicherheit unserer Bevölkerung und als gelebte Nachbarschaftshilfe. Vieles hat sich in dieser Zeit verändert, vor allem die technische Entwicklung war rasant. Und so versehen unsere Feuerwehren nicht nur mit Gerätschaften und Fahrzeugen Dienst, die für die Gründerväter unseres Feuerwehrwesens wohl unvorstellbar waren. Auch die Art der Einsätze und die täglichen Herausforderungen für unsere Feuerwehrkameraden haben sich verändert, sind größer geworden und erfordern viele fachliches Wissen und professionelle Kompetenz. Was aber heute, 150 Jahre später gleich geblieben ist: Die Menschen, die bereit sind, sich in den Dienst der Allgemeinheit ehrenamtlich und freiwillig zu stellen, sind die Grundsäule unseres Feuerwehrwesens! Damals wie heute gibt es Helfer, die sich in den Dienst der guten Sache stellen, die bereit sind, ihre Zeit für professionelle Ausbildung genauso wie für verantwortungsvolle, ja gefährliche Tätigkeiten im Rahmen ihrer Einsätze zur Verfügung zu stellen. Die Bad Ischlerinnen und Bad Ischler wissen, dass die Feuerwehren und Feuerwachen im Pflichtbereich Bad Ischl den hohen Anforderungen, die an sie gestellt werden, aufs höchste entsprechen. Unsere Feuerwehrkameraden sind auf ihre vielfältigen Aufgaben bestens vorbereitet. Gerade die Großeinsätze in den vergangenen Jahren haben gezeigt, auf welch hohem Ausbildungs- und Ausrüstungsstand sich die FF Bad Ischl befindet. Bei Hochwassereinsätzen, Waldbränden, Sturmschäden oder Schneedruck konnten dies unsere Kameraden der Feuerwehr immer aufs Neue eindrucksvoll unter Beweis stellen. Als Bürgermeister, der weiß, dass die Qualität des Feuerwehrwesens in unserer Heimatstadt ein hoher Wert ist, gratuliere ich der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl zu ihrem 150jährigen Bestandsjubiläum, verbunden mit den Dank für ihre Einsatzbereitschaft an alle Kameraden, die in dieser Wehr ihren freiwilligen Dienst engagiert und kompetent tun!
Hannes HEIDE Bürgermeister 9
150 Jahre Feuerwehr Bad Ischl – 150 Jahre Kameradschaft und Freiwilligkeit Zum Jubiläumsjahr „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl“ wurde ich ersucht für die Festschrift ein Vorwort zu schreiben. Für den Referenten kann das ja keine Schwierigkeit bedeuten. Tut es aber trotzdem. Zuviel verbindet mich nach 20 Jahren politischer Zuständigkeit mit den Kameraden der Hauptfeuerwache und der Feuerwachen. Meine Gedanken sind bei Persönlichkeiten die wesentliches zum Funktionieren des Feuerwehrwesens in Bad Ischl beigetragen haben. Unzählige Einsätze durfte ich beobachten, auch gesellige Stunden kamen sicher nicht zu kurz, auch mit Kameraden die heute leider nicht mehr unter uns sind. Als ich 1995 zum Referenten gewählt wurde, hat mich der damalige Pflichtbereichskommandant Ernst Struber in das Feuerwehrwesen eingeführt. Im Vordergrund stand bei ihm immer das Funktionieren der Feuerwehr und nicht etwa persönliche Interessen und schon gar nicht eine politische Partei. Selbstverständlich wurde auch nie an der Freiwilligkeit gezweifelt, es war für Ernst Struber und den Feuerwehrkameraden gar keine Frage sich ohne Selbstzweck zu engagieren, das war im Einsatz so und auch bei den großen Umbaumaßnahmen, welche in der Hauptfeuerwache durchgeführt wurden. Diese Einstellung wird auch beim amtierenden Pflichtbereichskommandanten Franz Hochdaninger so weitergeführt. Er und seine Kommandomitglieder sind es, die es verstehen, die Feuerwehrkameraden zu motivieren, damit auch in Zukunft ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet ist. Dabei ist es oft sicher nicht einfach, die Zeichen der Zeit zu erkennen, den Modernisierungsschub mitzumachen bzw. notwendige Schulungen auch durchzuführen und abzuhalten. Viele Zuständigkeiten und Notwendigkeiten sind dabei in Betracht zu ziehen. Das dabei eine gute Gesprächsbasis zwischen Politik und Feuerwehr gewährleistet ist, steht auch zum Großteil in der Verantwortung der Kameraden. Diese Einstellung leben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl seit nunmehr 150 Jahren. Ging es damals hauptsächlich um den „Roten Hahn“ so geht es heute auch um ein Funktionieren der Sicherheit, bei all den Änderungen in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben. Nur eines hat sich nicht geändert in diesen 150 Jahren. Die unentgeltlichen Leistungen die unsere Kameraden tagtäglich erbringen. Sei es bei Schulungen, Einsätzen, notwendige Baumaßnahmen und auch gesellschaftspolitischen Einsätzen, auf die Kameraden der FF Bad Ischl können wir uns immer verlassen. Dafür darf ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken.
Josef Reisenbichler Vzbgm. und Feuerwehrreferent
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Haltet den Geist der Gründerzeit lebendig! Nach dem katastrophalen Brand im Jahre 1865 sind beherzte und tatkräftige Bürger in idealistischer Weise dem Aufruf des Bürgermeisters Wilhelm Seeauer und der Gemeindevertretung gefolgt und haben unsere Feuerwehr unter dem Motto „Einer für alle – alle für einen“ gegründet. Bedingt durch die Vorbildfunktion der Gründungsmitglieder erfreute sich die Feuerwehr eines regen Zuspruches durch die Bevölkerung, von denen jeder einen Ehrendienst in der Feuerwehr leisten wollte. So wuchs diese mit den Jahren zu einer stattlichen Organisation heran. Mit dieser historischen Festschrift wird versucht, über die verdienstvolle Arbeit der Feuerwehr Bad Ischl in den 150 Jahren ihres Bestandes zu berichten und zu zeigen, was ein selbstloser Dienst für den Nächsten zu leisten imstande ist. Heute, 150 Jahre nach der Gründung unserer Wehr, stellt sich die Frage; warum diese auch schlechte Zeiten unbeschädigt überstanden hat und jetzt noch immer junge Bürger und auch Bürgerinnen bereit sind, sich um Gottes Lohn einer umfangreichen Ausbildung zu Feuerwehrmitgliedern zu unterziehen. Die Antwort darauf wurde bereits vor 150 Jahren in der Gründungsschrift unserer Feuerwehr festgeschrieben und von den Gründungsvätern und später von den Führungskräften der Feuerwehr penibel eingehalten. Sie besteht aus drei unverzichtbaren Säulen: Freiwilligkeit ohne finanziellen Gewinn – Sie ist ein Ehrenamt und wird heute als Tätigkeit bezeichnet, die freiwillig ohne finanziellen Gewinn zugunsten der menschlichen Gemeinschaft geleistet wird. • Politikfreiheit – Die Feuerwehr ist eine politisch neutrale Vereinigung, in der jeder unbescholtene Bürger unabhängig von seiner Weltanschauung willkommen ist. Die parteipolitische Einflussnahme in das interne Geschehen der Feuerwehren ist hier streng verpönt! • Religionsfreiheit – Diese besteht vor allem in der Freiheit eines Menschen, sein weltanschauliches Bekenntnis frei zu bekennen oder keiner bestimmten Religion angehören zu müssen. Noch ein weiterer, ganz wesentlicher Aspekt der zwischenmenschlichen Beziehung kommt in der Feuerwehr zum Tragen. Hier sind wir alle Kameraden, Gleiche unter Gleichen, ohne Rücksicht auf Stand und Herkunft. Unsere Vorgesetzten sind von uns gewählte Feuerwehrmitglieder, denen wir unser Vertrauen schenken und die von uns in freier Wahl, aufwärts bis zum Landesfeuerwehrkommandanten, gewählt werden. Diesbezüglich von „außen“ angeklungenen Änderungswünschen können wir nur eine strikte Absage erteilen! Wenngleich auch zur zweiten Säule bereits überörtliche Begehrlichkeiten festgestellt wurden, so hoffe ich, dass uns die hehren Motive der Gründungsväter in den nächsten Jahrzehnten erfolgreich begleiten werden. •
Mit kameradschaftlichem Gruß!
Franz Hochdaninger Pflichtbereichskommandant und Kommandant der FF Bad Ischl 11
Unseren verstorbenen Kameraden zum Gedenken
Durch ihren selbstlosen Einsatz hinterlieĂ&#x;en sie uns ein Erbe, das wir in ihrem Sinne weiterfĂźhren wollen. Ihre Kameradschaft und Treue seien uns ein Vorbild. 12
Bad Ischl Ein Gott schuf dieses Land in guter Laune, Das schlicht wir Kammergut zu nennen pflegen, Ein wundersames Land voll Pracht und Schönheit. Gleich einem bunten Teppich ziehen Matten, Von Blumen hell geschmückt, sich hin die Täler, Aufleuchtend wie Smaragd an sanften Hängen — Der dunkle Wald, er strebt hinauf zur Höhe, Wo Fels und Firn den blanken Himmel grüßen. Von weiter Hochwacht trutzig wilder Berge Schweift sinnend hin das schönheitstrunkene Auge – Und schaut die Heimat. — Wortlos sind die Lippen. Nur heißer Dank flammt auf in stillen Herzen Dem Schöpfer, der das Schöne hat gespendet. Die klaren Bäche kommen ursprungnehmend Aus dunklen Höhlen an das Licht des Tages. In ungehemmter Lust, der Jugend gleichend, Enteilen hoffnungsfroh sie trauter Heimat. Der Seen dunkles Auge blickt den Himmel Und finsterer Tann und wildes Felsgeschröffe Beschauen sich in spiegelglatter Fläche. — Inmitten all der wundersamen Schönheit Liegt still des holden Kammergutes Herrin In Märchenpracht — Bad Ischl — selbst ein Märchen. Gleich einer Wunderfee weist sie die Wege Nach Nord und Süd — nach Osten und nach Westen. Die schönste unter allen — und umgeben Von Köstlichkeiten — kaum zu Überbieten. — Nicht Funkelgold und kostbar edle Steine Verbirgt die braune Erde! Nein! — das höchste, 13
Was Menschen nur besitzen und ersehnen. Gesundheit — schenkt ein reicher, kühler Brunnen Den Siechen und den Kranken. Er verleiht Den wegemüden Pilgern neues Hoffen, Den Abgehetzten Mut zu frohem Schaffen. Der reiche Fremde kommt, genießt die Schönheit, Die unser Land in Gastfreundschaft ihm bietet, Beneidet die Bewohner dieses Landes. Mit Recht! — Ein Kammergut sein Eigen nennen, Des rühmt sich nicht ein zweites Volk der Erde.
Franz Nöbauer1
Ischls Feuerschutz in alter Zeit Die Feuersgefahr war in früheren Zeiten viel größer als heute2. Die Häuser des Marktes standen größtenteils ebenso dicht wie jetzt, aber nur größere Bürgerhäuser waren aus Stein und Ziegeln erbaut. Zum Teil hatten auch sie noch einen Aufbau aus Holz. Die übrige, weitaus größere Zahl der Häuser war bis zu den Grundmauern in Holz aufgeführt. Daher war auch die Angst vor den Bränden und die Sorge, sie zu verhüten, sehr groß.
Küchen nur offene Herde. Selbstverständlich sorgte auch das Verwesamt4 für Brandbekämpfung, denn das riesige Feuer unter der Sudpfanne war an sich schon feuergefährlich, besonders bei Wind. Bei Kanzler (Chronik des Marktes und Curortes Ischl, 1881) lesen wir Seite 257, daß „den Nachtwächtern und Türmern der Kammergutsorte vom Ärar im Jahre 1656 ein Gnaden oder Hilfsgeld bewilligt wurde, wofür dieselben auch beim Pfannhaus nachsehen, das Feuer beachten und durch Glockenstreich lautbar machen sollten". Wiederholt beschwerten sich die Umwohner wegen unvorsichtigen Hantierens mit Glut und Asche. Die sogenannte Feuerhütte der Saline stand in der Gegend des Ostflügels der Trinkhalle. Sie enthielt die Löschgeräte5.
Zu den wichtigsten Feuerschutzmaßnahmen gehörten die Feuerbeschauen, die jährlich viermal vorgenommen wurde. Das Marktgebiet war in vier Viertel geteilt: Marktviertel
(Auböckplatz, Pfarrgasse, Esplanade);
Eglmoosviertel (Salzburger Straße, untere Leitenbergerstraße, untere Stiegengasse, Herrengasse). Kreuzviertel
(Kreuzplatz, Götzstraße, Kaiser FranzJosef-Straße, Bahnhofstraße)
Zur Bekämpfung der Feuersgefahr hatte das Salzamt 1796 für die Verwesämter vom Wiener Kupferschmied Anton Schauer je eine „Buttenspritze“ angekauft
Viertel enthalb der Traun (Gries); Bis zur Errichtung der Saline (1571) und des Verwesamtes (Berg-, Salinen- und Forstverwaltung) nahmen je ein Ratsbürger und ein Vertreter der Inwohnerschaft (Viertelmann) diese Feuerbeschau vor. Später entsandte das Verwesamt zwei bis drei Vertreter, meist den Hofmaurer- und den Hofzimmermeister und einen Beamten (Verweser, Fuderzahler oder Zuseher). Als Ischl um 1735 einen Rauchfangkehrer bekam, nahm auch dieser an der Feuerbeschau teil3.
Der Salzamtmann in Gmunden legte bei seinen jährlichen Visitationen dem jeweiligen Marktrichter die sorgsame Durchführung der Feuerbeschau sehr nahe. Nach dem Brand im Gries (13. Juni 1709) wurde vom Salzoberamt in Gmunden eine eigene, streng durchzuführende Feuerbeschau angeordnet, die folgende Ergebnisse brachte (hier auszugsweise wiedergegeben):
Die zur Feuerbeschau Verordneten hatten nachzuschauen, ob der Rauchfang gekehrt und von Pech gereinigt sei, ob kein Holz beim oder auf dem Ofen liege, der Rauchfang nicht zu eng wäre, ob die Herdstelle in Ordnung oder der etwa vorhandene Zimmerofen nicht schadhaft sei. Bis weit ins 18. Jahrhundert gab es in den 14
Frau Spielrueber hat zu kehren. Beim Schulhaus ist alles ungekehrt. Bei Jakob Neblinger ist der Rauchfang zu ändern; seine Mutter soll die Scheiter wegtun. Bei Gottfried Gabanzer, beim Seidlschuster, item beim Rinntaller und Edlmoser ist zu kehren. Christoph Strubreiter hat statt des hölzernen ein eisernes Ofentürl zu machen. Jakob Pupelle, Bräu auf der Leiten (Kaltenbachstr. 8) soll ein eisernes Ofentürl machen lassen. Lorenz Wallner soll die Bretter in der Kuchl weggeben und die Kuchltür besser verwahren. Balthasar Weiß u. Elisabeth Baumgartner haben hohe Ursache zu kehren. Josef Baumgartner soll unverzüglich kehren und die Mauer erheben. Gottlieb Ramsauer hat die Kuchl besser zu versehen. Bei Georg Rettenbacher sind Bretter beim Rauchfang. Bei Martin Hasenknopf ist in der Kuchl ein eingemauerter Baum. Bei Georg Wasner ist ein zerrissener Rauchfang. Hans Ahorner hat keinen züglichen Rauchfang. Balthasar Finster hat den aus Stein aufgeführten Rauchfang besser auszuführen und die Scheiter wegzutun. Josef Neideggen, Seilermeister, hat den Backofen besser zu versehen oder gar abzutun und das um den Rauchfang liegende Werg wegzutun. Beim Rechenmeister gehet das Kehren ab. Hans Grattwohl hat die völlige Feuerstatt zu erneuern. Hans Voglhuber hat die hülzernen Teile im Rauchfang zu erneuern. Philipp Weinberl hat den Ring abzubrechen und alles in einen Rauchfang zu legen. Philipp Pichler observant (=gehorsam ) gefunden. Balthasar Lang hat ein Mäuerl zur Sicherheit zu setzen. Bei Steger, Pfannhauser‘s sel. Witwe, sind die um den Rauchfang liegenden Scheiter wegztun.
„Am 23. Juni 1709 hat sich eine ganz unverhoffte Feuerbeschau ereignet, zu besserer Sicherstellung des Gemeinen Markts. Das kaiserliche Marktgericht hat folgende Personen dazu verordnet: Herrn Franz Kreuzberger, Herrn Johann Georg Seeauer, Herrn Georg Sarsteiner, alle des Rats. Balthasar Lang, Tischler, Gottlieb Rettenbacher, Bschlager (Viertelleute). Im Eggerhaus ist große Gefahr wegen der Scheiter in der Kuchl und oben beim Rauchfang und andere unzulässige Sachen. Beim Hans Spangl ist das "hölzerne" Brett abzutun und durch Eisen zu ersetzen. Beim Paul Strubegger sind die Bretter auf dem Backofen samt den umliegenden Scheitern abzutun, Tobias Preissens Bretter auf dem Backofen sind wegzutun. Simon Weiß soll in der herunteren Kuchl kehren lassen. Bei Herrn Johann Sarsteiner (heute Hotel Kreuz) ist das eingemauerte hülzerne Brettl abzutun. Beim Lorenz das Tobaksaufen (=Tabakrauchen) abzutun. Herr Zaller hat bei seinem Rauchfang besser nachzusehen. Frau Marie Seeauer hat die Scheiter beim Rauchfang wegzutun. Herr Winkler hat das beim Rauchfang aufgezeinte buchene Holz wegzutun. Herr Adam Seeauer hat die Sechtlkuchl (Waschküche) zu verbessern und die Nachbarn vor Schaden zu bewahren. Herr Achaz Lidl hat die Feuerstatt mit einem Zieglmäuerl zu verbessern und sich unterm Dach des gefährlichen Tobaksaufens zu enthalten. Bei Herrn Christoph Tembl, Lebzelten, ist das Kuchlgewölb, so ganz zerkloben, zu verbessern und das Holz wegzutun. Herr Tasch hat im neuen Gebäude den zum Schaden eingeführten Herd wegzutun.
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Außer diesen Feuerbeschauen traf man noch andere Maßnahmen, um bei Feuersgefahr einigermaßen Abhilfe zu schaffen. So musste jeder neu aufgenommene Bürger einen ledernen Wassereimer zum Marktgericht stellen, der im Rathaus aufbewahrt wurde. Bei einem Brand reichte man die gefüllten Eimer in langer Kette von der Wasserstelle bis zur Brandstätte. Ein Weitergreifen des Brandes suchte man auch durch das Abreißen der Schindeln von den Dächern der gefährdeten Nachbarhäuser zu verhindern. Brunnen gab es im Marktgebiet nur wenige. Im 17. Jahrhundert wird der Marktbrunnen (Pfarrgasse) errichtet, ebenso um 1720 ein Brunnen im Eglmoos (Berggasse). Als älteste Brunnen werden erwähnt: der Ploderbrunn auf der Leiten (Kaltenbachstraße 12), der Poigerbrunn im Gries und der Königsbrunn (Salzburger Straße 30). Nach dem großen Brand im Jahre 1777 erbat der Markt die Erlaubnis6 bei künftigen Bränden den ärarischen Sulzstren (Soleleitung) anzapfen zu dürfen. Dies wurde vom Salzamt auch gewährt.
Viele Häuser hatten an ihren Giebelwänden ein Votivbild mit dem Hl. Florian angebracht, um damit einen „himmlischen“ Feuerschutz für Ihre Häuser zu erflehen. Diese (neu restaurierte) Votivtafel war am Haus Tänzelgasse 4, der ehemaligen Brauerei von Max Pott, nachfolgend Weinkellerei Lauko, angebracht und befindet sich jetzt im Museum der FF-Bad Ischl
Nur ganz wenige Bürgerhäuser hatten einen Hausbrunnen, und so dürfte sich die Löscharbeit bei Brandkatastrophen sehr schwierig gestaltet haben. Wie wenig erfolgreich die Bekämpfung eines bereits ausgebrochenen Brandes in alter Zeit gewesen ist, beweist eine Eintragung in das Urbar von Wildenstein im Jahre 1551, welche von einem Häusl berichtet, „so auf der Pruggen gestanden und abgebrunnen ist".
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Laut Protokollauszug und Ratschluß sind den hiesigen 1777 verunglückten Abbrändlern auf deren Anhalten, wie in mehr anderen Orten üblich, welche dergleichen Unglück getroffen, zu einiger Aushilf, weil die Sammlung schlecht ausgefallen, die Fürsten- und Wachtsteuer auf drei Jahre nachgesehen worden.
Ausführlich erfahren wir aus den Kammeramtsrechnungen des Marktes Ischl über die Beschaffung neuer Löschgeräte nach dem großen Brand vom 22. April 1777. Hier folgt ein kurzer Auszug:
1777
für 13 neue Feueramper á 2 Gulden 20 Kreuzer. Von den Wachtern, die durch vier Monate bei den abgebrannten Häusern Wache hielten, an Unschlitt und Kerzen gebraucht 5 Gulden 12 Kreuzer.
1782 dem Marktzimmermeister wird jährlich für das Reinigen der Feuerrequisiten ein Entgelt ausgesetzt.
1778
dem Binder für zwei neue Wasserbodingen ins Rathaus 9 Gulden 50 Kreuzer (Wasserbehälter am Dachboden). dem Sattler für 9 Gulden neue Feueramper ins Rathaus.
1782 dem Binder für Ausbesserungen der Feuerrequisiten und für eine neue Wanne für eine Feuerspritze 4 Gulden. Dem Ignaz Weinberger für eine neue Wasserspritze 4 Gulden. Dem Schlossermeister Julius Pichler, um die Spritze inwendig mit Messing zu beschlagen, 19 Gulden.
1779
Dem Hans Stadler, Marktzimmermann, für Machung der Feuerspritzen u. a. 4 Gulden 30 Kreuzer. Dem Waldforstner (Förster) Josef Loidl zu Ebensee für eine neue Feuerspritze 11 Gulden 17 Kreuzer.
1783 dem Glasermeister Moser für zwei große und zwei kleine Laternen zu den Feuerrequisiten, dem Drechslermeister Georg Ybbser für drei einfache und fünf doppelte Feuerspritzen á 30 Kreuzer und 1 Gulden 30 Kreuzer.
Auszug aus der Feuerbewahr- und Lösch- Ordnung für den Markt Ischl aus dem Jahr 1783
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1784
Wasseramper 23 Gulden 20 Kreuzer. (Diese 10 Amper sind laut Oberamtsverordnung dem Markt Lauffen für die zu hiesigem Markt Beihilf anno 1777 gewesenen leidigen Brunst abgebenen 16 übergeben worden). Dem Glaser Moser für 8 große Laternen 6 Gulden 30 Kreuzer. Dem Seilermeister für Einhängleinl und 5 Büschel Schnüre zu den Fußeisen 5 Gulden 30 Kreuzer.
Die Unkosten auf Erbauung der zwei Hütten zu den Feuerrequisiten in der Ischlleiten (nahe der ehemaligen Wagnermühle, Salzburger Straße 14) und enthalb der Traun im Griebl (Gries) an Zimmerarbeit, Holz und Material, für Herbeischaffung verschiedener Feuerrequisiten, der Schlossermeisterswitwe Pichler für zwei Schlösser samt Zubehör für die Hütten auf der Ischlleiten und enthalb der Traun 3 Gulden 57 Kreuzer, dem Amtsschmiedemeister für Feuerhaken u. a., Beschlagung der Wasserschaffel (20 Stück) mit eisenen Reifen 33 Gulden 9 Kreuzer, wiederum dem Schlossermeister für 6 Paar hochstellige Fußeisen 5 Gulden, dem Bindermeister Joh. Wimmer für 34 neue Wasserfässer und 10 Schöpfsechterl, 6 Schöpfsechter und Ausbesserung 7 Gulden 30 Kreuzer. Dem Sattler für 10 lederne
1785
für 7 neue Feuerleitern, die Wasserbodingen an allen Orten nachzufüllen u. a. 2 Gulden 36 Kreuzer.
1788
Wiederherstellung der durch die Wassergüß gänzlich ruinierten Feuerhütten im Griebl (Gries), Ausbesserung der Requisiten.
Bis zur Gründung der Feuerwehr im Jahre 1865 enthalten die Marktrechnungen nichts wesentlich Neues7
Links im Bild: Die Laterne des letzten Nachtwächters von Bad Ischl. Sie befindet sich im Museum der FF Bad Ischl Rechts im Bild: Hölzerne Feuerlöschspritze. Ausgestellt im Stadtmuseum Bad Ischl Bildmitte: Krückenspritze, Vorläufer der Kübelspritzen. Ausgestellt im Museum der FF Bad Ischl
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Die FF Bad Ischl verf端gt 端ber ein kleines, jedoch mit h旦chst interessanten Exponaten versehenem Museum. Dieses Museum wird von unserem Archivar, Kamerad HBM Josef Stadler mit viel Liebe musterg端ltig betreut.
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Große Brände in Ischl (Auszugsweise - Übersicht) 1490
um das Jahr 1490 brannte der ganze Markt und auch die Kirche ab.
1593
brannte am 24. August die Burg Wildenstein erstmals ab.
1709
im Ortsteil Gries brannten am 13. Juli die Häuser des Grübl-Wirtes (Grazer Straße 13), des Grübl-Bäckers (Grazer Straße 11) und des Grübl-Schmiedes (Grazer Straße 9) ab. Ein Votivbild dieses Brandes befindet sich im Stadtmuseum Bad Ischl und ein Foto davon auf der Umschlagseite dieser Festschrift.
1715
preisgegeben.
brannte die Burg Wildenstein zum zweiten Mal ab und wurde anschließend dem Verfall
1777
vernichtete am 22. April ein katastrophaler Marktbrand 31 Häuser (Nordseite der Pfarrgasse und Esplanade).
1857
brannten am 4. September 3 Häuser in der Gegend des Franz-Karl-Brunnens ab.
1865
vernichtete am 21. Juli wiederum ein großer Marktbrand 21 Häuser (Pfarrgasse und Esplanade)-> siehe detaillierte Berichte über dieses Ereignis auch am Ende des Abschnittes „Große Brände“ Im Banne dieses großen Brandes beschließt die Marktgemeinde Ischl die Gründung einer Feuerwehr. 1882 am 2. Mai wurde die Redlich Brauerei in der Salzburger Straße 32 sowie 3 Nachbarhäuser (Hinteregger, Sarsteiner, Simmer) ein Raub der Flammen. 1908 am 1./2. November brannte das Wagnergut in Reiterndorf Nr. 43 ab. 1912 Brand am 13. Februar beim Bachwirt-Gasthaus in der Grazer Straße Nr. 70.
Aufruf der Gemeinde, in dem die Bevölkerung vom Bürgermeister aufgerufen wird, sich bei der, im Banne des Marktbrandes 1865 neu gegründeten Feuerwehr, anzumelden.
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Bild rechts: Am 5.September 1931 brannte die „Teufelmühle“ (später Bäckerei Vogtenhuber) in der Maxquellgasse bis auf die Grundmauern nieder. 1921
brannte am 10. Dezember der Zeugstadl der Saline an der Traun ab.
1925
am 12. April Brand beim Hubbauer / Reiterndorf Nr. 41 (Voglhuber) im August brannte das Lüftenegger-Gütl, Reiterndorf Nr. 7 ab.
1926
am 19. Juli brannte erstmals der "Münchnerhof", Kaltenbachstraße 17 (Internat der HBLA – Margaretenhof).
1927
Brand beim Zopf-Woferl in Ahorn am Pfingstmontag.
1928
am 14. November brannte das „Alte Bräuhaus“ in Lauffen Nr. 42 ab.
1931
gab es einen Waldbrand im Bereich der Zimnitz, am 5. September brannte die „Teufelmühle“, Maxquellgasse 1 und am 17. September brannte es in Reiterndorf Nr. 39, beim Hütter.
1941
brannte es am 10. September bei Franz Kranabitl in Perneck und am 26. Oktober in Obereck Nr. 11 bei Leopold Schiendorfer
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1945
am 31. Jänner brannte das alte Gemeindegebäude am Auböckplatz Nr. 10 (ehemaliger Wochenmarktplatz) ab und wurde nicht wieder aufgebaut am 22. Juni brannte es in der Tischlerei Koller in der Salzburger Straße Nr.32. 70 Personen verlieren bei diesem Brand ihre Wohnungen. Brand im Hotel Münchnerhof am 13. Dezember in der Kaltenbachstraße 17.
1949
brannte am 17. Dezember die historische Schießstätte in Rettenbach ab.
1954
am 30. Jänner Brand beim MannbergerSchlosser in der Herrengasse 11 und am 18. Oktober Brand der Eisenhandlung Artweger in der Pfarrgasse Nr. 4
1961
brannte das Textil-Geschäft "Wiesauer" an der Esplanade.
1965
Im 100. Jahr nach Gründung der Feuerwehr, an einem sehr kalten Wintertag zerstörte ein Großbrand das Kurhaus.
90 Jahre nach der Errichtung des Kurhauses wurde es bei Renovierungsarbeiten am 25. Februar ein Raub der Flammen.
Sämtliche eingesetzte Feuerwehren konnten trotz heroischem Einsatz das Ischler Traditionsgebäude nicht retten. Als der Brand in den frühen Morgenstunden entdeckt wurde, war es für eine wirksame Brandbekämpfung bereits zu spät. Außerdem war es derart kalt, dass Pumpen und Schläuche während der Löscharbeiten ständig eingefroren sind.
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Das blieb vom „Ballsaal“ übrig, in dem sich die Ischler und einst Kaiser und Könige, sowie der Hochadel von ganz Europa vergnügten. Die Stadt Bad Ischl beschloss noch am selben Tag den Wiederaufbau.
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Bilder links: Brand eines Paketwagens der legendären Salzkammergut – Lokalbahn im Mai 1955 Bilder rechts: Brand des Dachsstuhles der Hotel-Pension Sonnhof am Wolfshügel am 1. März 1979
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Bilder links: Brand der zum Großteil aus Holz errichteten Villa Waldeck im Jahr 1989
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1969
in diesem Jahr gab es mehrere Großbrände zu bewältigen. Es brannte beim Jodlerbauer in Reiterndorf und bei der Familie Unterberger (Rechermann) in der Kreutererstraße.
1974
Brand nach Blitzschlag in der sogenannten "Dichtlmühle" in Haiden.
1976
vom 2. bis 5 Juli bekämpften 723 Mann der FuB- Bereitschaften I, II und III einen Waldbrand auf der Zimnitz. Insgesamt leisteten sie 8.506 Einsatzstunden. Kurz darauf brannte es beim Landwirt Matthias Müllegger, vulgo Heißlbauer.
1977
am 6. März Brand im Bauernhaus Haiden 52, Schenner Walter (Sueß) am 7. Dezember steht ein Lagerschuppen der Spedition Bruckschlögl am Traunkai in Flammen.
1979
am 1. März vernichtet ein Brand den Dachstuhl der Hotel Pension Sonnhof am Wolfshügel in der Bahnhofstraße.
1980
Brand des Bauernhauses Hütterweg 11, Höhfurtner, am 5. September
1981
am 1. Juni ereignete sich durch eine defekte Gasleitung eine Gasexplosion in der Brennerstraße 19, wo leider zwei Tote Hausbewohner zu beklagen waren.
1982
am 25. November brannte der Dachstuhl der Szilany Villa in der Sulzbachfelderstraße12.
1983
brannte das Bauernhaus von Edmund Komaz im Köhlerweg und am 28. August entstand auf der Katrin ein Brand nach einem Blitzschlag.
Bild links oben: Brand am 10. August 1992 im landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Zierler in Jainzen. Bei der Ankunft der Feuerwehren stand das Haus bereits im Vollbrand. Bilder Mitte: Brand am 25. Mai 1996 in der Frauengasse im Haus von Dr. Thomas Huemer. Die Brandbekämpfung war sehr schwierig und aufwändig, da erst das heiße Blechdach aufgeschnitten werden musste um an den Brandherd zu gelangen.
1985
brannte es im "Club 41" in der Kreutererstraße und am 30. April brannte der Dachstuhl bei der Fa. Panzl in der Götzstraße Nr. 5 am 7. Juni wurde wiederum ein Dachstuhlbrand am Schröpferplatz Nr. 5 (Palmers) bekämpft.
1989
Brand in der Villa Waldeck in Kaltenbach.
1992
am 10. August brannte es im landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Zierler in Jainzen.
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1994
gab es am 11. März einen gefährlichen Brand bei Familie Neff, Zimnitzbachweg, bei dem leider ein Todesopfer (Hausbewohner) zu beklagen war.
1996
am 16. Mai brannte das Gasthaus in der Rettenbachalm ab und 9 Tage später brannte es bei Dr. Thomas Huemer in der Frauengasse. Am 6. September brannte der Dachstuhl beim Haus Grazer Straße 20 (Winkler's Einkehr).
Bilder oben: Wenige Tage nach dem Brand in der Frauengasse stand am 6. September 1996 der Dachstuhl bei „Winkler´s Einkehr“ in Flammen. Bild links: Am 13. Dezember 2000 brannte das Vereinsheim des Ischler Faschingvereines bei der Explosion einer 33 kg Gasflasche wurde gottlob niemand verletzt. Am 19. April brannte es im Objekt Kreuzplatz 19 (Heimatwerk). 1999
brannte es im Gebiet der Hohen Schrott (5. bis 6. Juli).
2000
Brand im Objekt Kaltenbachstraße 25 b am 28. Oktober und am 13. Dezember brannte das Vereinsheim des Ischler Faschingvereines in der Lindaustraße.
2001
ein Großbrand am 20. Jänner äscherte das bekannte Gasthaus "Zum Molkensieder" ein. Großes Glück hatten die Einsatzkräfte, denn 27
2002
brannte es im Objekt Brennerstraße 50. Am 2. Juni musste Alarmstufe II ausgelöst werden, als im Objekt Erlenweg 5 brannte und knapp 3 Wochen später, am 23. Juni, kam es im Objekt Auböckplatz 7 zu einem Brand.
2003
Alarmstufe II musste am 21. März ausgelöst werden als ein Nebengebäude in der Perneckerstraße einem Brand zum Opfer fiel und total eingeäschert wurde
Waldbrand auf der hohen Schrott vom 5. bis 6. Juli 1999. Die Brandbekämpfung wurde mittels Hubschrauberunterstützung seitens des österreichischen Bundesheeres durchgeführt.
2004
2005
ein Brand in der Müllumladestation der Firma AVE am 30. April und ein Brand im Hotel Schenner in der Schulgasse am 24. Juni machten innerhalb von nur 2 Monaten die Auslösung der Alarmstufe II notwendig. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren konnten größere Schäden verhindert werden.
gelöst werden. Das Gebäude stand beim Eintreffen der Feuerwehreinsatzkräfte bereits in Vollbrand und wurde völlig zerstört. 2006
am 31. Mai brannte es in einem Geschäftslokal am Leharkai 2. Ende Juli unterstützte man die Einsatzkräfte in Ebensee bei einem groß ausgedehnten Waldbrand im Bereich "Brombergalm"
am 15. Oktober brannte es in der Jainzendorfstraße 15. Es musste Pflichtbereichsalarm aus28
Auszug aus dem Einsatzbericht der FF-Bad Ischl vom 20.1.2001: Großbrand in Bad Ischl. Zu einem Brand wurde die FF Bad Ischl am Samstag, 20. Jänner 2001 um 00.26 Uhr durch die Brandmeldestelle Bad Ischl alarmiert. Als Einsatzadresse wurde der Gasthof „Zur Molken“, Mastaliergasse 4 gemeldet. Als erstes Einsatzfahrzeug traf um 00.35 Uhr das RLF-A 2000 der FF Bad Ischl am Einsatzort ein. Aufgrund des bereits fortgeschrittenen und in Vollbrand stehenden Gastlokales ordnete der Gruppenkommandant, HBM Manfred Zeppezauer, die Auslösung der Alarmstufe II des Pflichtbereiches Bad Ischl an. Beim Erkunden der Schadenslage ereignete sich eine Explosion, die so heftig war, dass durch die Druckwelle eine Mauer auf der anderen Gebäudeseite einstürzte......
HBM Manfred Zeppezauer wurde durch die Druckwelle erfasst und mehrere Meter nach rückwärts zu Boden geschleudert. Unmittelbar danach raste über ihn eine Flammenwalze hinweg. Dass er diese Explosion unverletzt überstand, hat er seiner Schutzausrüstung und der tatkräftigen Mithilfe unseres Schutzpatrons St. Florian zu verdanken. Die Explosion wurde durch eine 33 kg Propangasflasche verursacht, die sich im Gebäude befand und in der Brandhitze geborsten ist. (Die Reste der Gasflasche sind im Bild mitte-rechts zu sehen). Dies war einer der gefährlichsten Einsätze der letzten Jahre und dass dabei niemand zu Schaden kam, muss man als Wunder bezeichnen. 29
2007
ein Vollbrand zerstörte ein neu renoviertes Wohngebäude am 27. Juni im Traxleckerweg. 6 Feuerwehren bzw. Feuerwachen waren bei diesem Brand im Einsatz.
Ein ausgedehnter Waldbrand im Bereich „Brombergalm“ im Gemeindegebiet von Ebensee. Im Zuge eines überörtlichen FuB- Einsatzes (Feuer u. Bergebereitschaft) war auch die FF- Bad Ischl vom 25. bis 28. Juli 2006 zur Waldbrandbekämpfung eingesetzt. Anmerkung: Die Feuerwehren, bzw. Teile davon sind in überörtlichen Einheiten, jeweils auf Bezirksebene zusammengefasst und können im Bedarfsfall z.B. bei Katastrohen unmittelbar zu einer Einsatzleistung alarmiert werden. 30
Bild oben links: Brand in der Müllumladestation der Fa. AVE am 30. April 2004 Bilder links unten und rechts oben: Brand am 15. Oktober 2005 in der Jainzendorfstrasse 15. Das Gebäude stand beim Eintreffen der Feuerwehreinsatzkräfte bereits in Vollbrand und wurde völlig zerstört. 2008
Alarmstufe II musste nach einem Blitzschlag in Sulzbach 185 am 26. Juni nach einem Blitzschlag ausgelöst werden am 4.12. wurden wir zu einer Hilfeleistung bei einem Wohnungsbrand in Ebensee gerufen.
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2009
am 1.Mai. brannte eine Almhütte auf der Schüttalm ab. In der Egelmoosgasse 4 musste am 15. Oktober ein Saunabrand gelöscht werden
2012
am 24. Jänner brannte eine Tischlerei in Mitterweißenbach 22 am 19.Juni wurden wir zu einem Hotelbrand in Traunkirchen (Annerlhof) zu Hilfe gerufen.
Der Waldbrand vom 3. bis 4. August 2013 im Höllbachgraben im Weissenbachtal verlangte den eingesetzten Mannschaften das Letzte ab. Bei größter Hitze wurden die Löschgeräte zur Einsatzstelle gebracht. Mittels Pendelverkehrs der Tankwagen wurde das Löschwasser soweit als möglich transportiert und dann mit dem Bekämpfen des Brandes begonnen. Mit zusätzlicher Hilfe eines Löschhubschraubers des Bundesheeres wurde am folgenden Tag der Brand endgültig gelöscht.
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Vom großen Pech verfolgt wird die Familie Höhfurter im Hütterweg 11. Das Bauernhaus brannte bereits im September 1980. Am 2. Dezember 2013 entstand abermals ein Brand, der einen riesigen Schaden verursachte.
2013
am 3. August entstand ein Waldbrand im Höllbachgraben. Die äußerst schwierige Brandbekämpfung dauerte bis zum 4. August an. - am 10. August musste wiederum ein durch Blitzschlag verursachter Waldbrand in der Wirtsgrabenstraße gelöscht werden
Im anschließenden Abschnitt wird über den für Bad Ischl so verhängnisvollen Stadtbrand im Jahre 1865 genauer berichtet, der zur Gründung der Feuerwehr Ischl führte. In weiterer Folge werden chronologische Daten der Feuerwehr angeführt.
- Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens am 2. Dezember im Hütterweg 11
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Der Brand von Ischl 1865 Über dieses „große Unglück erschien in Nr.168 der "Linzer Tagespost“ vom 25.7.1865 ein ausführlicher Artikel eines Augenzeugen. In gekürzter Form wird der Aufsatz hier wiedergegeben: 8
rers Hillmann (heute Lackner) bildete eine riesige Flammensäule und bedrohte den hart angebauten Pfarrhof. Da der aber bedeutend höher gebaut war, außerdem an der dem Brand zugekehrten Seite keine Fenster, dazu noch eine Feuermauer hatte, blieb er verschont. Wohl hatte der Pfarrhof rückwärts zweimal
Ich befand mich auf einen Spaziergang an der Salzburgerstrasse, als die dumpfen Töne der Feuersignale ertönten. und gleichzeitig eine hohe Rauchsäule aufwirbelte. Ich eilte zum Brandplatz, hatte aber die Schulgasse noch nicht erreicht, als auch schon ein Teil der Pfarrgasse in hellen Flammen stand. Das Haus des Tapezie-
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Feuer gefangen, aber die Flammen konnten jedes Mal unterdrückt werden. Dadurch war eine große Gefahr für das Mastalier-Kurhaus (heute Sparkasse), für die Kirche, das Hotel Post und das Theater abgewendet worden. Das Feuer hatte sich inzwischen über die ganze Pfarrgasse bis in die Wirerstraße ausgebreitet. Dort standen bereits vier Häuser in Flammen. Die Salinenspritze, die dort aufgestellt war, vollbrachte Wunder von Energie und aufopfernder Tätigkeit. Es gelang das Feuer von der Villa Graf Dietrichstein (anm.:bis vor wenigen Jahren Forstamt) und vom Salinenhaus abzuwenden. Die Marktspritze stand an der Traunbrücke, um das Übergreifen des Feuers auf die Häuser der Esplanade zu verhindern. Bei der (alten) Gemeinde stand eine dritte Spritze, um das Feuer auch hier zu lokalisieren. So war der Feuerherd um 9 Uhr abend so ziemlich abgegrenzt.
um 1/2 6 Uhr entdeckt worden war. Schon um 1/2 10 Uhr erschienen von Gmunden drei Feuerspritzen und eine aus Ebensee. Der Artikelschreiber erklärt nicht, wieso die fremden Feuerwehren so schnell in Ischl waren. Wahrscheinlich waren sie telegraphisch alarmiert worden; es gab ja in Ischl schon seit 1855 ein Telegraphenamt und die Sonnsteinstraße (Ebensee - Traunkirchen) war auch schon 1856 erbaut worden. Die Stallungen, Remisen und hölzernen Gebäude, die hinter den Häusern der Pfarrgasse lagen, brannten lichterloh und bedrohten das Schulhaus und das Hotel Post von rückwärts her. Die Hausleute des Hotels überschütteten das bedrohte Objekt mit Salzsole. Große Sorge machte das Hotel Elisabeth. Es hielt ziemlich lange stand, da es hoch gebaut und mit Blech gedeckt war. Aber das Dachgesims war nicht aus Ziegel, sondern aus Holz. Dadurch gelang es der Gluthitze und den Flammenzungen, die Gesimse zu entzünden. Bald war das mächtige Gebäude von einem Flammenkranz umgeben der dann den Dachstuhl in Brand setzte. Da es in Ischl nicht Sitte zu sein schien, die Dippelböden zu beschottern, so kam das Feuer rasch von oben bis in die unteren Räume. Unter donnerähnlichem Gekrache stürzten die Zimmerböden ein, das Hotel war in seinen inneren Räumen vollkommen ausgebrannt.
Im Artikel der Tagespost lesen wir allerdings nicht, wann der Brand ausbrach. Aber Prochaska schreibt in seiner "Geschichte des Badeortes Ischl", dass der Brand
Den Sommergästen waren große Werte verbrannt, vielen blieb nur, was sie am Leibe trugen. Auch die Verluste. der Ischler an Hab und Gut waren sehr beträchtlich; es war den wenigsten gelungen, etwas zu retten, da das Feuer mit beispielloser Heftigkeit um sich gegriffen hatte. (Dem Brand war eine Reihe heißer Sommertage vorausgegangen die die Dächer und alle hölzernen Gebäude stark ausgetrocknet hatten, und außerdem herrschte zur Zeit des Feuers ein starker Wind,
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Bild links: Blick auf die Brandruinen am Schröpferplatz. Rechts im Bild die Überreste des 1844 eröffneten Hotels Tallachini (später Hotel „Kaiserin Elisabeth“) in dem Kaiser und Könige zu Gast waren. Bild unten: Die unversehrt gebliebene hölzerne Hauptbrücke über die Traun. Dahinter das Hotel Tallachini Bild vorige Seite: Das Zentrum von Ischl besteht nur mehr aus 21 Brandruinen schreibt der Ischler Chronist Riedler, der den Brand erlebt hatte). Dem Kaufmann Stöger verbrannten alle seine Warenvorräte, dem Buchhändler Hülverding die Bücher, dem Juwelier Pollak ein namhafter Teil seiner Goldwaren. Ein Wiener Modegeschäft verlor das Warenlager und die ganze Garderobe. Von einigen Häusern blieben nur die Hauptmauern stehen. Insgesamt waren 21 Häuser samt Nebengebäuden und 2 Magazine dem Feuer zum Opfer gefallen. Dieser verheerende Brand war in einer Remise des Gasthauses zum "Türkischen Kaiser" (heute „Trachten Schauer“) wahrscheinlich durch einen betrunkenen Fiakerknecht entstanden.
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Bild Links: Das Hilfs-Comité für die Brandopfer unter dem Vorsitzenden Otto Graf Fünfkirchen ersucht in einem Spendenaufruf um Hilfe für die Brandopfer.
Bild unten: Das Faksimile eines Spendenbriefes für die Brandopfer
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Ein weiterer Augenzeugenbericht vom Marktbrand 18659 „Zum türkischen Kaiser“ stand ihrem Haus schräg gegenüber. Da sah sie schon die Flammen über das ganze Dach springen und über die Gasse her auf ihr eigenes Haus und die anderen Häuser zu.
Diese Schilderung greift das Schicksal des Hauses Pfarrgasse Nr. 3 (heute Reithofer ) heraus, in dem sich seinerzeit das blühende Spezereigeschäft Buschgiasi, genannt „zum Wallischen“ befunden hatte. Der Vater der Franziska Seeauer war ein altösterreichischer Kaufmann, der in Ischl sesshaft geworden war. Ihre Mutter eine geborene Seitner aus Goisern. Franziska hatte den Hallstätter Salzfertiger und Gastwirt Franz Pius Seeauer (Bräuhaus) geheiratet, war aber bereits mit 39 Jahren verwitwet. Von 8 Kindern blieben zwei am Leben: Franz Karl und Anna. Als ihr Sohn im Jahre 1851 geheiratet hatte, und nicht lange darauf ihre ledig gebliebenen Schwestern, die Jungfern Nanni u. Kathi gestorben waren, zog Franziska Seeauer wieder ins Vaterhaus nach Ischl zurück und führte nun selbst das Spezereigeschäft weiter. Ihr zur Seite stand ihre Tochter Anna, die einen Fellerer aus Frankenmarkt geheiratet hatte.
„Mein Gott ! Mein Gott“ der Ruf war jetzt Gebet. Franziska schloss geistesgegenwärtig die eisernen Flügeltüren vor ihrem Geschäft. Dann ging sie schnell durch das ganze lange Gewölbe zurück und sperrte dort auch zwei eiserne Türen und einen Fensterbalken zu. In Ischl war damals noch keine Feuerwehr und die sommerliche Trockenheit hatte für das Feuer alles gut vorbereitet. Franziska eilte nach dem rückwärtigen Keller. Dort hatte sie den erlaubten Schießpulvervorrat, Öl- und Spiritusfässer. Auch da mussten die eisernen Türen sorgsam geschlossen werden. Mit dem frommen Spruch „In Gottes Namen“ war die alte Frau gerade dabei, als noch ihre Tochter Anna mit einem Arm voll schöner Kleider daherkam, die sie schnell in das schützende Gewölbe warf.
In Ischl musste Frau Franziska noch den großen Brand erleben. Es war am 21. Juli 1865, als die 14jährige Kathi Lidl, ein Nachbarskind, zu ihr kam und sagte: "Frau Nachbarin, mir ist so übel, bitt schön, geben Sie mir doch geschwind von ihrer, Guten Magentropfen!“
Dann verriegelten die Frauen auch diese Tür. Durch diese Besonnenheit haben sie beide Ischl vor einer Explosion bewahrt.
Frau Franziska willfahrte freundlich der Bitte und sagte noch:" Wenn dir schlecht ist, Kathi, leg dich doch bei mir ein bisserl aufs Sofa“.
Das Feuer griff so rasch um sich, dass niemand schnell genug sein konnte, die Nachbarn davon zu benachrichtigen. Als Frau Anna Fellerer zum zweiten mal in die oberen Stockwerke hinaufwollte, um Schmuck und das alte Griesengeld zu retten, trieb ihr schon so viel, Rauch und Qualm entgegen, dass sie zurück musste und alle die schönen, gediegenen Sachen verbrannten. Nur eine Garnitur der alten Möbel konnte gerettet werden. Ein wunderschöner eingelegter Kasten, worauf Figuren zu sehen waren, "Manderln, die sogar Augenbrauen hatten“, wurde zu Asche.
"Nein", meint das Mädel, "nein, nein, - ich muss gleich wieder heim, denn es brennt bei uns im Stall" und es enteilte, gestärkt durch Frau Franziskas Medikament. Die aber war blass geworden, doch war sie gleich wieder gefasst. "Mein Gott“, rief sie, „man hört ja nichts! kommen denn keine Leut zu Hilf?" Sie war allein im Geschäftslokal. Sie ging zur Gewölbetür. Das Haus der Lidl von Lidlsheim, das Gasthaus
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Feuersglut und Hitze wüteten dämonisch. Zu dem furchtbaren Brand kamen auch die Goiserer. Anton Rosenbauer schreibt in einem Artikel „Am 29. Juli 1865 wanderten abermals 55 Goiserer nach Amerika aus. Diesen letzten Auswanderern, welche auf Salzschiffen Traun abwärts fuhren, bot sich vor dem Verlassen der Heimat noch ein schreckliches Bild dar. Als sie gegen Ischl kamen, stand nämlich gerade der Markt in hellen Flammen. Auch die an den Ufern stehenden Holzstöße waren riesige Flammenherde geworden, die durch ihre sengende Glut ein Durchfahren unmöglich machten. Die Auswanderer landeten und fuhren erst nach der Dämpfung des Feuers weiter“.
Blick in die Pfarrgasse nach dem Brand
Als man im Buschgiasi-Haus das Kellergewölbe öffnete, war alles Gefährliche: Öl, Spiritus und Pulver wohl verschont geblieben, aber von den hineingeworfenen Staatskleidern, darunter auch das Schwarzseidene, das über und über mit goldenen Sternlein bestickt war, war vieles unbrauchbar geworden, denn die Salamiwürste, die reihenweise über ihnen vom Gewölbe niederhingen, waren in der Hitze soweit geschmolzen, dass sie ihr Fett tropfenweise fast ganz von sich gegeben hatten.
Es brannte die ganze Nacht. Das Feuer war im Gasthaus der Lidl v. Lidlsheim ausgebrochen und zwar soll es durch einen Knecht, der mit der brennenden Pfeife im Heu geschlafen hat, verursacht worden sein. Dem Brand fiel auch Frau Katharina v. Lidl zum Opfer. Das Buschgiasi-Haus brannte bis auf das gewölbte Erdgeschoß nieder. Als Franz Karl Seeauer, der die Nachricht erst spät erhalten, am anderen Morgen an der Unglücksstätte eintraf, fand er Mutter und Schwester im rauchgeschwärzten Garten.
Ischl erholte sich bald wieder von diesem Schlag. Auch Frau Franziska baute wieder auf und arbeitet sich aufs Neue empor. Nach einigen Jahren aber übergab sie das Ischler Geschäft doch ganz ihrer Tochter, Frau Anna Fellerer. Sie selbst zog nach Hallstatt zu ihrem Sohn Karl. Sie wurde 85 Jahre alt. Am Nachmittag eines Februartages 1877, nachdem sie noch mit Appetit ihre Jause gegessen hatte, entschlief sie plötzlich friedlich.
"Ich habe geweihte Ostereier in die Flamm geworfen“, sagte die alte Frau, „und da hat´s Feuer doch wenigstens das stehn lassen“.
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Die Gründungsgeschichte der Ischler Feuerwehr des Kommandanten bei der Feuerwehr zu übernehmen. Dieser dankte für das Vertrauen und erklärte sich bereit, die Ausbildung des jungen Korps zu überwachen, die auch sofort in Angriff genommen wurde. Ein geprüfter Fachmann aus Innsbruck leitete den Unterricht, welcher durch den Eifer und die Geschicklichkeit der jungen Leute sehr erleichtert, in kurzer Zeit für beendet erklärt wurde.
Diesen Bericht über die Gründungsgeschichte der Ischler Feuerwehr, verdanken wir der Chronistin Franziska Krupitz geb. Lidl v. Lidlsheim, der Tochter des ersten Kommandanten10: Nach dem großen Brand in Ischl vom 21. Juli 1865, welcher die ganze Pfarrgasse, Hotel „Elisabeth“, einen Teil des Kaiser-Ferdinand-Platzes (heute Auböckplatz) und der Wirerstraße einäscherte, sah man auch hier die Notwendigkeit ein, baldmöglichst eine regelrechte Feuerwehr zu gründen.
Bald wollte Alt und Jung Mitglied der Feuerwehr werden. Täglich kamen neue Anmeldungen zum Eintritt, und in kurzer Zeit war das erste kleine Häuflein zur ansehnlichen Korporation angewachsen.
Nun galt es, den richtigen Mann zu finden, dem das Kommando über die erst einzuschulende Korporation anvertraut werden konnte. Da dachte man daran, dass während des Brandes Herr Ferdinand Lidl sen. unerschrocken und der eigenen Gefahr nicht achtend die noch möglichen Rettungsarbeiten geleitet hat, im Verein mit den ihm blind gehorchenden freiwilligen Helfern. Auf diese Weise blieb der furchtbare Brandherd wenigstens begrenzt.
Der Herren, die seit der Gründung der Feuerwehr angehören und getreu dem Spruch ,Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr' ihre Kräfte dem schönen Zweck weihten, sei hier gedacht: Herr Carl Brandhuber, Benedikt Dogmeier, Franz Edlinger, Benedikt Fellfinger, Johann Größwang, Engelbert Gruber, Hermann Hillmann, Josef Huber, Josef Kaiser, Ferdinand Kogler, Ferdinand von Lidl, Theodor von Lidl, Johann Neu-
Gleich nach dem großen Brande hatte sich ein Hilfskomitee gebildet, welches eifrig bemüht war, die reichlich einlaufenden Spenden an die Abgebrannten zu verteilen. Dieses Komitee bestand aus Pfarrer Ferdinand Auböck, Dr. Josef Brenner, Hermann Freiherr von DillerHeß, Franz Graf Fünfkirchen als Obmann, Dr. Moritz Fürstenberg, Franz Graf Montecuccoli, General Schweigen von Dürnstein und Bürgermeister Wilhelm Seeauer. Im August beantragte Graf Fünfkirchen, im Namen des Hilfskomitees Herrn von Lidl zu ersuchen, die Stelle
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böck, Josef Neuböck, Josef Schneeweiß, Karl Schweitzer, Christian Stadler, Franz Weinberger, Josef Weinberger, Josef Wimmer, Michael Wimmer.
Bild mitte: Zu den größten Gönnern und Förderern der Feuerwehr von Ischl gehörte Seine k. k. Hoheit Erzherzog Franz Carl. Zur Gründung der Feuerwehr spendete er 1000 fl (Florin=Gulden)
Der erste Brand, bei dem die neugegründete Feuerwehr antrat, war am 7. Oktober 1865, 8 Uhr abends, signalisiert durch das Anschlagen der großen Glocke. Es brannte der Ziegelstadel in Kaltenbach. Trotz der noch mangelhaften Löschgeräte gelang es in kurzer Zeit, des Feuers Herr zu werden.
Bild unten links: Die Kaiserin Elisabeth (im Bild mit ihrem Gatten Kaiser Franz Josef) spendete ebenfalls 1000 Gulden und die Königin Elisabeth von Preußen 500 Gulden. Die Ölgemälde befinden sich im Stadtmuseum Bad Ischl.
Am 2. November d. J. wurde vor Seiner kaiserlichen Hoheit, Erzherzog Franz Carl, im Hof des Hotels zur Post eine Probeübung vorgenommen. Für die kurze Zeit der Schulung waren die Leistungen des erst im Entstehen begriffenen Verbandes wirklich staunenswert. Die Pumpenspritzen und Leitern wurden prompt und sicher gehandhabt, alles war rasch am richtigen Platze aufgestellt, und die Aktion konnte beginnen. Die Steiger kletterten mit höchstem Mut und Verwegenheit auf dem drei Stöcke hohen Dache herum,
sich durch ihre Unerschrockenheit den Beifall des zahlreichen Publikums erwerbend. Schon wurde Retraite geblasen, als einer der Steiger, Engelbert Gruber, auf dem nassen Dach mit dem Standrohr ausglitt und abrutschte. Ein Schreckensschrei ertönte aus der Menge. Schon schien der Brave rettungslos verloren, als es ihm gelang im Fall den Spross der Leiter zu ergreifen und mit jugendlicher Elastizität den Körper vollends auf die Leiter zu schwingen. Ein vielstimmiges Bravo erschallte und alles gratulierte dem jungen Mann, dessen Leben schon verloren gegeben war. Auch Seine kaiserliche Hoheit sprach sich sowohl über die Geistesgegenwart des Gruber als auch über die ganze Übung sehr lobend aus und spendete 20 Dukaten zur Verteilung an die aktiven Mitglieder. Die Kasse ist gewöhnlich ein wunder Punkt bei der Gründung eines Unternehmens, nicht so in diesem Falle. Durch Spenden des allerhöchsten Hofes, des Kurpublikums und der opferwilligen Einwohner von Ischl sowie durch Dilettantenvorstellungen und Konzerte war in kurzer Zeit eine Summe beisammen, die die nötigen Anschaffungen ermöglichte. Der Kommandant
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Bild links: Im Beisein von Seiner kaiserlichen Hoheit, Erzherzog Franz Carl wurde die erste Großübung vorgenommen. Dabei kam es, wie im nebenstehenden Bild ersichtlich, fast zu einem Unfall. Im letzten Moment konnte der Steiger Engelbert Gruber eine Sprosse der Leiter ergreifen und einen Absturz verhindern. Bild unten rechts: Frachtbrief für die aus Innsbruck angekauften Feuerlösch- Gerätschaften
reiste nach Wien und besorgte sich im Verein mit Männern vom Fach zeitgemäße Löschrequisiten und die übliche Adjustierung für die Mitglieder. Am 11. März 1866, dem 400 jährigen Gründungsfest des Marktes Ischl, marschierte im Festzug die Feuerwehr in der neuen Ausrüstung mit. Nach einigen Jahren legte Herr von Lidl die Vertrauensstellung, deren gewissenhafte Ausübung ihm bei zunehmendem Alter zu beschwerlich wurde, zurück. Doch blieb er zeitlebens der Feuerwehr ein getreuer Freund, was er übers Grab hinaus durch ein Legat von 400 Kronen bewies.
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Er wohnte jedem ihrer Feste bei, besuchte ihre Bälle auf eine Stunde und marschierte noch im Alter von 84 Jahren am Florianitag stramm im Zug zum Festgottesdienst in die Kirche mit. Dafür brachte auch jeder dem ersten Kommandanten Liebe und Achtung entgegen. Im September 1888 ernannte man ihn einstimmig zum Ehrenmitglied und erfreute ihn durch Überreichung eines reich ausgestalteten Diploms. Am 14. September 1890 besuchte er noch das Feuerwehrfest in Pfandl. Es sollte sein letztes sein. Für die am 25. September 1890 stattfindende 25 jährige Gründungsfeier der Ischler Freiwilligen Feuerwehr, an der sich Wehren von nah und fern in großer Zahl beteiligten, war eine Ovation für Herrn von Lidl geplant. Leider sollte er sie nicht mehr erleben. Als am Vorabend der Fackelzug an seinem Hause (Esplanade 6) vorüberzog, lag droben seit wenig Stunden ein stiller Mann, dem es nicht mehr gegönnt war, den Ehrentag des schönen Unternehmens, zu dessen Gründung und Emporblühen er so eifrig beigetragen hatte, mitzufeiern. Die zahlreichen Musikbanden unterbrachen ihr klingendes Spiel, sämtliche Fahnen senkten sich und brachten dem ersten Feuerwehrkommandanten von Ischl die letzte Ehrenbezeigung dar.
Hatten sich die Fahnen vor diesem hochverdienten ersten Kommandanten auch gesenkt, immer waren bis auf den heutigen Ehrentag tapfere Hände bereit, die Fahne der Ischler Feuerwehr durch die Jahrzehnte zu tragen, bis sich die ersten 150 Jahre des Bestandes erfüllten. Möge es auch weiterhin so bleiben!
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Die Kommandanten der FF Bad Ischl seit der Gründung am 28. August 1865
1865 – 1867
Ferdinand von Lidl
1941 – 1945
Florian Jäger
1867 – 1868
Matthias Ramsauer
1945 – 1947
Josef Dallinger
1868 – 1872
Friedrich Büchl
1947
Josef Reithofer
1872 – 1879
Friedrich KARL
1947 – 1950
Alois Stadler
1879 – 1885
Josef Huber
1950 – 1965
Franz Hocker
1885
Adolf Krupitz
1965 – 1968
Leopold Sams
1885 – 1901
Karl Rehagen
1968 – 1978
Johann Zeppetzauer
1901 - 1907
Leopold Sams
1978 - 1992
Ernst Zeppetzauer
1907 – 1922
Peter Bandzauner
1992 - 2003
Ernst Struber
1922 – 1937
Alois Stadler
seit 2003
Franz Hochdaninger
1937 – 1941
Albin Roth
Die ersten 3 Kommandanten wurden von der Gemeindevertretung gewählt Karl Rehagen war auch der erste Obmann des am 15.12.1889 gegr. Bezirksfeuerwehrverbandes
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Die Entwicklung des Feuerwehrwesens im Gemeindegebiet von Bad Ischl11 Bedingt durch die überwiegende Holz-Bauweise mit Ausnahme einiger Bürgerhäuser, gab es immer wieder große Brände in Ischl. Um die Feuersgefahr zu minimieren, wurden bereits, lange vor Gründung der Feuerwehr, zahlreiche Vorsorgen getroffen. So musste jeder Gemeindebürger einen ledernen Löscheimer im Rathaus deponieren, mit denen im Brandfall eine EimerLöschkette zur Wasserversorgung gebildet wurde. Auf den Dachböden einiger Häuser (u.a. Rathaus) wurden vorsorglich Wasserbottiche aufgestellt. Des Weiteren wurde an verschiedenen Stellen des Ortes „Feuerlöschhütten“ errichtet, in denen die verschiedensten Feuerlösch-Requisiten deponiert wurden. Ein Nachtwächter sorgte dafür, dass die Bevölkerung ohne Angst vor einem Schaden-Feuer ruhig schlafen konnte. Auch das Verwesamt steuerte etliche Feuerlöschgeräte bei, da von ihrer Sudpfanne eine immense Feuergefahr ausging. Bereits im Jahre 1783 wurde eine umfangreiche „Feuerbewahr - und Lösch - Ordnung für den Markt Ischl“ seitens der Gemeinde erlassen. Außerdem wurde mittels Feuerbeschau in den Häusern ein vorsorgender Brandschutz betrieben. Was allerdings fehlte, war eine ausgebildete Feuerlöschmannschaft. Im Brandfall standen vor allem Arbeiter der Saline und sonstige tatkräftige Bürger zur Verfügung. Nach dem Brand von 1865 haben verantwortungsbewusste Männer beschlossen, den zerstörerischen Elementen ein organisiertes Feuerwehrwesen entgegenzustellen. So kam es zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Ischl. Bald nach Gründung der Feuerwehr Ischl erkannte man, dass aufgrund der Größe des Gemeindegebietes
sowie wegen der schwierigen topografischen Verhältnisse, vor allem im Winter, wo entlegene Ortsteile oft nicht erreichbar waren, weitere Feuerwehren unbedingt notwendig sind. Diese wurden zuerst als Filialfeuerwehren oder Löschrotten der Stammfeuerwehr Ischl gegründet. Später wurden auf eigenem Wunsch einige davon als selbständige Feuerwehren in das O.Ö. Feuerwehrbuch eingetragen, die übrigen Einheiten verblieben als externe Feuerwachen im Verband der FF Bad Ischl. Heute sind diese externen taktischen Einheiten nicht mehr wegzudenken. Sie erledigen bestimmte, in der Alarmierungsordnung festgelegte Einsätze in Eigenverantwortlichkeit und sind bei Großereignissen eine wertvolle Ergänzung und Hilfe bei der Einsatzabwicklung. Die Bekämpfung von Waldbränden, bei uns meist im hochalpinen Gelände, Hochwassereinsätze und sonstige Katastropheneinsätze (z. B. Schneechaos 2006) wären nur mit der Mannschaft der Hauptfeuerwache allein unmöglich zu bewältigen. So aber können binnen Minuten bis zu ca. 150 zusätzliche Einsatzkräfte (je nach Tageszeit) mobilisiert werden. Außerdem haben diese externen Feuerwachen und örtlichen Feuerwehren in der Zwischenzeit eine heute äußerst wichtige gesellschaftspolitische Funktion übernommen. Sie fungieren nicht nur als Feuerwehr, sondern sind auch ein soziales Zentrum ihres Ortsteiles mit dem sich die gesamte Bevölkerung identifiziert. Und dies fast alles zum „Nulltarif“, da sich diese Einheiten mit Eigenleistungen und diversen Aktionen (Zeltfeste, Garten- u. Straßenfeste u.a.m.) fast selbst finanzieren. Eine von „außen“ verfügte Änderung dieses Zustandes würde daher nur zu einer generellen Schwächung der Schlagkraft der Feuerwehren führen.
(Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 19,6 km, von West nach Ost 17,8 km. Die Gesamtfläche beträgt 163,06 km²),
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Die Gründungsdaten der Ischler Feuerwehren Die Freiwillige Feuerwehr Ischl mit ihren Feuerwachen: 1865
Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl – Hauptfeuerwache (ehemals Stammfeuerwehr Ischl)
1891
Feuerwache Reiterndorf
1894
Feuerwache Perneck
1902
Feuerwache Rettenbach – Steinfeld – Hinterstein
1906
Feuerwache Ahorn – Kaltenbach
1926
Feuerwache Sulzbach
1931
Feuerwache Eck – der örtliche Wirkungsbereich wurde 1983 nach Auflösung der Feuerwache auf die Feuerwachen Perneck, Reiterndorf und Sulzbach aufgeteilt.
Weitere Feuerwehren des Gemeindegebietes Bad Ischl: 1889
Freiwillige Feuerwehr Pfandl
1891
Freiwillige Feuerwehr Lauffen
1896
Freiwillige Feuerwehr Jainzen
1897
Freiwillige Feuerwehr Mitterweißenbach
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Geschichtliches über die Errichtung des neuen Feuerlösch - Requisiten Depots! pot abzulassen, und den ganzen Bau auf eigene Kosten herzustellen.
Über Darstellung der dringenden Notwendigkeit von Seiten des Feuerwehrkommandos an die löbliche Gemeindevertretung wurde in der Plenarsitzung im Monat Februar 1873 2000 Gulden zur Erbauung eines Depots präliminiert.
Über dieses glänzende Resultat waren alle aufrichtigen Anhänger der Feuerwehr und Vertreter der Gemeinde höchst erfreut und alle erfühlten nun den herzlichen Wunsch, recht bald den Bau desselben, aus dem mit künstlichem Pfahlrost verbesserten Grundbau, emporwachsen zu sehen. Mit Anfang Juni 1873 begonnen, wurde bis 19. Oktober 1874 dieser Bau vollendet und das man noch am selben Tage zur allseitigen größten Zufriedenheit nach der durchgeführten Hauptübung der Hauptfeuerwehr, frei mit allen Geräten bezog. Eine Deputation mehrerer Kommandomitglieder, unter der Führung des Herrn Kommandanten begaben sich Tags vorher zum Herrn Karl Herzfeld, dankten für dessen humanes Wirken und den schönen Besitz in feierlichsten Worten und stellten schließlich die Bitte, der hochherzige Spender möge der Hauptübung beiwohnen. Herr Karl Herzfeld beehrte die Feuerwehr durch seine Gegenwart bei dieser Hauptübung. Er äußerte sich über die gelungene Übung sehr beifällig, und verordnete schließlich auf eigene Kosten, dass die gesamte Mannschaft nach Einrückung ins neue Depot 3 Eimer Bier aus der Pottischen Brauerei zum Vertilgen herbeischaffen soll.
Auf schriftliches Ersuchen des Kommandos hat dann im Monat März 1873 das Gemeindebaukomitee, unter Deputation der Feuerwehrvertretung ein Lokalaugenschein zur Eruierung eines hierzu geeigneten Platzes vorgenommen, dessen Resultat die Überlassung eines Teiles, des zum neuen Kurhaus angekauften Gemeindekomplexes war. Nach Zustimmung derselben wurden sogleich durch Kommandant Friedrich Karl die nötigen Pläne zur Vorlage an die löbliche Gemeindevertretung angefertigt und eingebracht, sodass man baldigst mit dem Bau beginnen könne. Mittlerweile kaufte Herr Karl Herzfeld Besitzer des Hauses 311 in der Neustrasse einen Bauplatz von Herrn Franz Aigner Haus Nr. 81 in der Absicht dort ein Gebäude zum jetzigen Bazar zu errichten. Für dieses Projekt war es für Herrn Karl Herzfeld wünschenswert, einen Weg oder Straße in den Kurhauspark zu erlangen, dem aber der vorgesehene Baugrund für das Depot entgegenstand. Herr Karl Herzfeld setzte sich bezüglich der Erwerbung dieses Grundes mit Mitgliedern der Gemeindevertretung, hauptsächlich mit Herrn Franz Koch, Besitzer des Hotels Elisabeth, ins Einvernehmen. Im Einverständnis mit den übrigen Vertretern und dem Feuerwehrkommando brachte Herr Franz Koch endlich die Sache so zum Austrag, dass Herr Karl Herzfeld auf die gestellten Bedingungen, einen entsprechenden Grundteil von seinem angekauften Grund, an der Stelle des jetzigen De-
Diesen Eimern folgten von anderen Spendern noch einige, und so floss das Nass des Gerstensaftes in Strömen. Es folgten Toasts auf die edlen Spender, Herrn Karl Herzfeld und die löbliche Gemeindevertretung, die Mitglieder des Kommandos, wie doch auch auf die gesamte Feuerwehr. 47
Für die Richtigkeit aus dem Protokollbuch 1871--1877
Die Entstehungsgeschichte unseres neuen Depots schloss somit mit dem so nassen Akte. Es möge dieser schöne Bau sich lange so erhalten!
Der Archivar.
Bild links: Das vom Karl Herzfeld erbaute Zeughaus in der Tänzelgasse 14 im 60. Jubiläumsjahr 1925. Es blieb 100 Jahre, bis 1974, die Heimstätte der Ischler Feuerwehr. Bereits im Jahre 1923 erhielt die Feuerwehr ihr erstes Auto. Dieses Einsatzfahrzeug war ein Austro-Fiat mit Spritzenanhänger.
Die Feuerwehr war auch für den Rettungsdienst zuständig und gründete im Jahre 1907 dafür eine eigene Rettungsabteilung. Corpsarzt Dr. Adolf Höchsmann bildete dazu die Mannschaft aus. Am Anfang war man noch mit einem Pferdebespannten Rettungswagen, einer Räderbahre und Rettungsschlitten unterwegs. Im Jahre 1925 wurde dann das nebenstehend abgebildete erste Rettungsauto angeschafft. 1910 übersiedelt die Rettungsabteilung in ihre neue Heimstätte in der Herrengasse 32. Im Jahr 1938 wurde diese Abteilung aus der FF ausgegliedert und vom Roten Kreuz übernommen. 48
Aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl Am 28. August beschließt die Marktgemeinde Bad Ischl unter Bürgermeister Wilhelm Seeauer - als erste Gemeinde des Bezirkes Gmunden die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr. Noch steht alles im Banne des Brandes vom 21. Juli und so meldeten sich in kurzer Zeit 200 Mann zum Feuerwehrdienst. Der erste Kommandant war Ferdinand Lidl und wurde von der Gemeindevertretung gewählt.
1882
Einführung einer Feuerwache im Theater.
1887
Beschaffung einer Dampfspritze. Die Finanzierung dieser Maschine erfolgte durch ein Parkfest, sowie durch großmütige Spenden, worunter in erster Linie die Sparkasse Bad Ischl dazu beitrug, dass die Finanzierung über 3.878 Gulden sichergestellt werden konnte.
1889
Bildung eines Bezirksverbandes der Feuerwehren des inneren Salzkammergutes.
1874
Carl v. Herzfeld erbaut für die Feuerwehr ein Depot (Tänzlgasse 14).
1894
1875
wird eine Feuerwehr-Apotheke eingerichtet.
1877
am 17. Juni wurde die erste Fahne, gespendet von Anna Herzfeld geweiht.
Errichtung der neuen gusseisernen WildensteinHochquellen-Leitung. Im Zuge des Austausches der bis dahin bestehenden hölzernen Rohrleitungen in Gusseisenleitungen wurden auch die ersten Hydranten errichtet und im Kurpark bei der Herbstübung der Feuerwehr
1865
Am 4. September1887 wurde die lang ersehnte „Dampffeuerspritze“, hergestellt von der Firma Knaust in Wien, im Zuge eines eigens zur Finanzierung dieser Maschine veranstalteten Parkfestes erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, an dem auch die hohe Gönnerin Ischl´s, Frau Erzh. Marie Valerie teilnahm. Bei diesem Fest wurde im Kurpark die Spritze vor den Ehrengästen und zahlreichen Besuchern in Betrieb gesetzt. Wie das Ischler Wochenblatt berichtet, dauerte es nur 12 Minuten von der Feuerung bis zur Wirkung der Dampfkraft, mit der das Wasser in zwei mächtigen Strahlen über den Kurpark geworfen wurde.
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der Bevölkerung vorgeführt, wobei sie infolge der erstaunlichen Leistungsfähigkeit bei den Zuschauern ungeteilte Anerkennung fanden. Bild links: Oberflur-Hydrant aus dem Jahre 1894 (Museum der FF Bad Ischl) Ischl war eine der ersten Gemeinden, die ein leistungsfähiges Hydrantennetz hatte. Derzeit (2015) sind ca. 200 Hydranten in Betrieb
1896
Ankauf einer Magirusleiter (915 Gulden), Ausbau des Hydrantennetzes.
1899
Gründung einer Wasserwehrabteilung anlässlich der Hochwasserjahre 1897/99. Das Gemeindegebiet von Ischl wurde regelmäßig von Hochwässern der Traun und des IschlFlusses heimgesucht. Daher entschloss man sich, zur besseren Bewältigung der Hochwasserschäden dazu eine eigene Abteilung innerhalb der Feuerwehr einzurichten (siehe auch Bildbericht über die Hochwässer)
1901
Dr. Adolf Höchstmann wird nach Dr. Pfost Corpsarzt der Feuerwehr.
1905
Anschaffung eines Rettungswagens für Pferdezug
Bild links: Am 23.April 1888 erhielt die Feuerwehr von Aussee ebenfalls eine Dampfspritze.
Die Maschinisten der Ausseer Spritze wurden zuvor von den Kameraden aus Ischl eingeschult.
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Bild links: Hydrophor, besser bekannt unter Wasserzubringer. Diese Saugund Druckspritze war die erste Feuerwehrspritze, die mit einem Saugwerk ausgestattet war und konnte damit das Löschwasser selbst ansaugen. Sie war mit einem doppelt wirksamen Zylinder ausgestattet. Es gab auch kleine tragbare Modelle. In der Regel wurden sie für Handzug oder Pferdezug erzeugt. Das abgebildete Modell, das sich im Museum der FF Bad Ischl befindet, stammt von der Feuerwehrgerätefabrik Justus Christian Braun in Nürnberg und wurde ca. 1890 – 1900 erzeugt Bild unten: Die neue Eichhornleiter mit Pferdezug und das1928 neu in Dienst gestellte Löschfahrzeug Type Austro Fiat
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Traun-Hochwasser am 30./31. 7.1897 Bild links oben: Die hölzerne Hauptbrücke wird von der Traun weggerissen. Bildmitte links: Nur der Brückenpfeiler in der Mitte des Flusses hielt den Wassermassen stand. Bild links unten: Die Traun überflutet auch die Grazer-Straße beim Casino. Bild rechts: Die Esplanade steht ebenfalls unter Wasser.
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Links: Das alte Gemeindeamt und das Gisela Bad (1897) Rechts: Die Holzbrücke über die Traun gibt es nicht mehr. Bilder links u. unten, sowie nächste Seite li u. re oben: Die Jahrhundertflut im Jahre 1920. Die Wassermenge die vom Hallstättersee durch das Trauntal herunterstürzte übertraf alles bisher Dagewesene und setzte fast ganz Bad Ischl unter Wasser und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Gries, Schröpferplatz, Esplanade, Pfarrgasse und Auböckplatz standen, nebst anderen Ortsteilen, zur Gänze unter Wasser. Nur die neu errichtete, eiserne Traunbrücke hielt den Fluten Stand. Anm: Am 2. Juni 2013 wurde die zweithöchste Hochwasserdurchflußmenge der vergangenen hundert Jahre registriert! Dank Traunabsenkung keine gravierenden Schäden im Stadtzentrum.
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Links Mitte: Hochwasser 1954 in der Götzstraße Links unten: Hochwasser 1959 im Gries Briefmarkenserie anlässlich Hochwassers 1920
des,
Bild unten: Zukunftszenario – Einsätze als Folge des Klimawandels! Totale Vermurung und Verklausung der ÖBB-Strecke Bad Ischl - Ebensee nach Starkregen am 5.7.2010 Lokalaugenschein des ORF mit Kdt Hochdaninger
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1907
Errichtung einer eigenen Rettungsabteilung. Innerhalb der freiwilligen Feuerwehr bildete sich eine eigene Rettungsabteilung, welche die Aufgaben der Ersten Hilfe und der ärztlichen Notversorgung flächendeckend ausübte.
1910
die Rettungsabteilung erhält ihre Heimstätte, Herrengasse 32 (Hausankauf durch die Gemeinde).
1922
Ankauf des ersten Rettungsautos.
1923
Ein Löschfahrzeug und eine Motorspritze (40.000.000 Gulden) werden von der Gemeinde für die Stammfeuerwehr (Hauptfeuerwache) beschafft.
1925
60jähriges Gründungsfest; Ankauf einer Sirene.
1928
Ankauf eines weiteren Löschfahrzeuges Type Austro-Fiat.
Bild linkes: Das erste 1923 angeschaffte Feuerwehrauto der FF Ischl Bild rechts: Das 1928 angekaufte Einsatzfahrzeug. Beide Einsatzfahrzeuge wurden auf Austro-Fiat Fahrgestellen aufgebaut 55
1929.
Eine fahrbare Leiter für den Pferdezug von der Fa. Eichhorn wird neu angeschafft.
1938
Nach der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich wurde durch das Inkrafttreten reichsdeutscher Gesetze der organisatorische Aufbau der Feuerwehren geändert. Die freiwilligen Feuerwehren wurden als Vereine bzw. Körperschaften öffentlichen Rechts aufgelöst und zu einer Einrichtung der Gemeinde ohne Rechtspersönlichkeit umgewandelt. Die Organisation in Feuerwehrverbänden wurde beseitigt und dem allgemeinen reichsdeutschen Verwaltungssystem angepasst. Diese nunmehrige Gemeindefeuerwehr wird Teil der Polizei und untersteht dem Bürgermeister. Der Rettungsdienst, bisher zweites Standbein der Feuerwehr, wurde ausgegliedert und alleine dem Deutschen Roten Kreuz übertragen12.
1945
Ein LKW, Steyr 1500 A, wird vom ehemaligen Wehrmachtsbestand übernommen, provisorisch in Dienst gestellt und 1947 zu einem Tanklöschfahrzeug umgebaut. Die Rechtsvorschriften für die Feuerwehren nach dem Stand der Gesetzgebung vom 13. 3. 1938 treten wieder in Geltung.
Bild links oben und Mitte: Steyr 1500A mit Allradantrieb, 8 Zylinder V-Motor, Luftgekühlt 90 PS, die landläufige Bezeichnung war „Afrika Steyr“ wurde in Eigenregie zu einem Tanklöschfahrzeug mit 1000 Lt. Tank umgebaut. Bild rechts: Schweres Löschfahrzeug LF 15 Type Mercedes Benz Baujahr 1942 Bild links unten: Ehemaliges Wehrmachtsfahrzeug Steyr 640 (G-Wagen) Bj. 1941 wurde 1946 in Eigenbau zu einem Löschfahrzeug mit Tragkraftspritze umgebaut
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1946
Ein schweres Löschfahrzeug, LF 15, wird aus Wehrmachtsbeständen übernommen und in Dienst gestellt.
1947
Ein geländegängiger Rüstwagen, Steyr 640, wird ebenfalls aus Wehrmachtsbeständen übernommen und zu einem Feuerwehrfahrzeug umgebaut und in Dienst gestellt.
Landesrat u. LFKdt Hartl – Ansprache u. Kranzniederlegung
Schlagen der Ehrennägel durch die Fahnenmütter Viktoria u. Maria Brandhuber
Diese Fahne befindet sich jetzt im Museum der FF Bad Ischl
Aufstellung vor dem Kriegerdenkmal 57
1952
Am 3. Mai 1952, am Festtag des Heiligen Florians fand neben der Florianifeier und Fahnenweihe auch der O.Ö. Landesfeuerwehrwettbewerb in Bad Ischl statt. 117 Feuerwehrmänner erwarben bei dieser praktischen Leistungsprüfung das Abzeichen in Bronze.
Von insgesamt 35 Feuerwehren nahm auch aus Bad Ischl eine Leistungsgruppe am Wettbewerb teil. Bild unten: Die Gruppe beim Angriffsbefehl Bild rechts oben: Endaufstellung nach erfolgreichem Aufbau der Löschleitungen Bild rechts Mitte: Defilierung der Feuerwehren im Kurpark.
Bild unten: Eine Löschgruppe der FF Bad Ischl zur Ausbildung in der Landes- Feuerwehrschule.
Bild unten: Feuerwehr- Schauübung am Auböckplatz
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1953
Errichtung eines Löschteiches in Perneck. Erster Hydrant und Sirene in Lauffen.
1954
Die Stadtgemeinde bestellt über Ersuchen des Kommandos zur Instandhaltung der Geräte einen hauptamtlichen Zeugwart. Die Feuerwehrzeugstätte wird renoviert und bekommt neue Kipptore.
1955
Das 90jährige Gründungsfest wurde vom 7. bis 8. Mai gefeiert. Die Wehr erhält ein neues Tanklöschfahrzeug, aufgebaut auf „Opel Blitz“.
1963
Eine mechanische Kraftdrehleiter (Magirus) aufgebaut auf SteyrFahrgestell wird angekauft.
1964
Zwei Puch-Haflinger Geländefahrzeuge wer-
den angekauft und als Bergland-Löschfahrzeuge (BLF) ausgerüstet. 1965
Bild links: Tanklöschfahrzeug „Opel Blitz“ Bild rechts oben: Eine gebrauchte Drehleiter der BF Wien wurde generalüberholt und auf ein ebenfalls gebrauchtes Steyr Fahrgestell aufgebaut. Bild rechts unten: Ein „Pumpen-Haflinger“ (Bild) und ein „Schlauch-Haflinger“ bilden eine Löschgruppe und haben sich im alpinen Gelände bestens bewährt. Sie befinden sich derzeit als Leihgabe im TechnikMuseum Bad Ischl.
59
Anschaffung von Sprechfunkgeräten und eines Rüstfahrzeuges Marke „Land Rover“, mit Vorbaupumpe anlässlich des 100jährigen Bestandsjubiläums.
Österreichs die mit Meldeempfänger ausgerüstet wurde. In der Folge wurde die Alarmierung der Mannschaft auf eine „Stille Alarmierung“ mittels Pager umgestellt. Die Sirenen werden nur mehr ab Alarmstufe 2 ausgelöst. Der Schlaf der Bevölkerung und der Kurgäste wird daher nur mehr selten durch Sirenengeheul gestört.
1968
1970
1972
Ankauf der ersten Umluft unabhängigen Pressluftatmer als Ersatz für die bisher verwendeten Sauerstoffgeräte. Ankauf einer Tragkraftspritze RK35 Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges, Mercedes 1115. Herr Alfred u. Frau Gertrude Mayr spenden eine neue Fahne für die FF-Bad Ischl.
Baubeginn für eine neue Zeugstätte und Ankauf der im Kurzwellenbereich (40 MHz) arbeitenden Personenrufanlage ERICALL. Die Mannschaft der Hauptfeuerwache der FF Bad Ischl ist eine der ersten Feuerwehren 60
1974
Übersiedlung in die neue Zeugstätte am Adalbert Stifterkai. Die Feuerwachen Lauffen und Mitterweissenbach werden auf eigenen Wunsch selbständige Feuerwehren und in das OÖ Feuerwehrbuch eingetragen.
1975
Ankauf eines VW Busses und Umrüstung zu einem Kommandofahrzeug.
1976
Übergabe eines Kleinrüstfahrzeuges (KRF-E) aus Mittel des OÖ Katastrophenhilfsdienstes.
1978
Kauf eines Tanklöschfahrzeuges TLF 2000 Trupp, Steyr 590.
1980
Nachdem sich die AM-Modulierten Meldeempfänger (Pager) mit der Zeit als sehr störungsanfällig und wartungsintensiv zeigten, wurde die Personenrufanlage gegen eine neue Generation der Meldeempfänger (Frequenzmoduliert im 2 Meter-Band) von ELIN /SWISSPHONE ausgetauscht. Gleichzeitig wurde die neue Brandmeldestelle / Notrufstelle 122 bei der Ortsstelle Bad Ischl des Österreichischen Roten Kreuzes errichtet.
1981
Ankauf und Montage einer Funksirenensteuerungsanlage mit der alle 15 Sirenen des Pflichtbereiches Bad Ischl über Funk gezielt ausgelöst werden können. Anschaffung eines Atemluftkompressors für den Pflichtbereich Bad Ischl zur Füllung der Atemschutzflaschen.
1983
Ankauf einer Drehleiter mit Korb, Magirus DLK 23-12/30
Das neue Alarmierungskonzept wurde von Technikern der FF-Bad Ischl entworfen und größtenteils in Eigenregie, gemeinsam mit der Fa. ELIN, errichtet. Mittels der neuen Pageranlage und der Funksirenensteuerung war es erstmals möglich, die Feuerwehren und Feuerwachen von Bad Ischl selektiv zu alarmieren. Je nach Art und Umfang des Ereignisses wurden gezielt nur jene Taktischen Einheiten von der Notrufstelle bzw. Hauptfeuerwache alarmiert, die für den Einsatz benötigt wurden. Dies war eine bahnbrechende Neuerung im Alarmierungswesen.
Auszug aus dem Blockschaltplan der Pager- u. Sirenenalarmierung 1980 61
1983
Die Mannschaft bekommt eine neue und sicherere Einsatzbekleidung (Sicherheitsstiefel, feuerhemmende Overalls und graue Schutzjacken).
1986
Ein neu angekaufter VW-Bus mit Allradantrieb wird durch Eigenleistungen zu einem Kommandofahrzeug adaptiert.
1988
Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges LFB-A mit hydraulischer Bergeausrüstung und Tragkraftspritze TS FOX. Neuaufstellung der Jugendgruppe mit 12 Burschen.
1989
Kauf eines Gasspürgerätes. Feier des 100jährigen Bestandsjubiläums des "Bezirksfeuerwehrverbandes Nr. 5 - inneres Salzkammergut", der am 15. Dezember 1889 in Bad Ischl gegründet worden war.
1990
Erweiterung der Personenrufanlage und Anschaffung einer Computeranlage.
1991
Ankauf eines Rüstlöschfahrzeuges (RLF-A 2000)
1994
Indienststellung eines schweren Rüstfahrzeuges (SRF) auf Steyr-Fahrgestell mit neu entwickelter Bergomatic zur rascheren Vornahme der hydraulischen Rettungsgeräte. Beschaffung eines dringend benötigten Kleinlasters (Mercedes 410 D). Für Gefahrenguteinsätze übergibt uns die ÖBB 3 Vollschutzanzüge.
1996
Installierung einer neuen Telefonanlage und Erweiterung der Computeranlage.
1997
Ein neues Kommandofahrzeug, VW Bus mit Allradantrieb, wird angekauft und in Eigenleistungen mit den für die Einsatzlenkung erforderlichen Einrichtungen umgerüstet.
1998
Vom O.Ö Katastrophenhilfsdienst werden 3 St. Langzeitatemschutzgeräte nach Bad Ischl verlagert.
2000
Feier des 135jährigen Bestandsjubiläums der FF Bad Ischl in kleinem Rahmen. Anschaffung einer Digitalkamera zur schnelleren Einsatzberichterstattung. Erstellung der unter www.ff-badischl.at erreichbaren Homepage. Das Rote Kreuz teilt der FF-Bad Ischl mit, dass die Ortsstelle Bad Ischl des RK aufgrund einer internen Organisationsänderung für den Feuerwehrnotruf, sowie für die Alarmierung der Ischler Feuerwehren ab 2002 nicht mehr zur Verfügung stehen wird.
2001
62
Bedingt durch die beengten Verhältnisse in den Technik- u. Verwaltungsräumen der Feuerwehr, sowie durch die bevorstehende komplette Neuorganisation des Alarmierungswesens mit zusätzlichem Platzbedarf wird ein Zubau an die bestehende Zeugstätte beschlossen. dieser Zubau enthält die dringend benötigte neue Einsatzzentrale, sowie Räumlichkeiten für die Technik, Katastrophenleitstelle, Notstromversorgung, Lastenaufzug und Verwaltung der Feuerwehr. Die Planungsentwürfe für den Hochbau und für die technische Ausrüstung, sowie ein großer Anteil deren Realisierung erfolgt durch Eigenleistungen.
Bilder der neuen Einsatzzentrale Die Gesamtkonzeption vom Hochbau bis zur technischen Ausstattung wurde von Technikern der FF-Bad Ischl entworfen. Der Zubau beinhaltet neben der Einsatzzentrale einen eigenen Technik-Raum, Info-Raum, Besprechungsraum für das Kommando oder Einsatzleitung bzw. Katastrophenstab, Kommandoraum, Raum für die Feuerwehrverwaltung (Schriftführer, Kassenführer, Öffentlichkeitsarbeit). Im Keller ist ein Maschinenraum untergebracht in dem eine vollautomatische Notstromanlage mit einer Leistung von 80KVA untergebracht ist. Dadurch ist die FF bei Stromausfall unabhängig vom öffentlichen Netz. Zusätzlich befinden sich im Maschinenraum noch ein 300 Bar-Kompressor zum Befüllen der Atemschutzflaschen und ein Werksattkompressor. Auch eine Schlauchwerkstätte befindet sich im Keller. Ein Lastenaufzug wurde ebenfalls eingebaut.
63
2002
datenbank) für den gesamten Pflichtbereich erstellte, sowie auch die gesamte EDV-Anlage und die Telefonanlage fast im Alleingang in unzähligen Tag- u. Nachtschichten installiert und konfiguriert hat. Er war mir auch in allen anderen technischen Belangen meine wertvollste Stütze und Berater.
Im Mai 2002 erfolgte die Verlegung des Feuerwehr-Notrufes von der Ortstelle Bad Ischl des Roten Kreuzes zur OÖ Landeswarnzentrale, die beim OÖ Landesfeuerwehrkommando in Linz eingerichtet ist. Die Alarmierung der Einsatzkräfte für Bad Ischl erfolgt jetzt auch seitens der Landeswarnstelle erstmals selektiv und Objektbezogen, d. h., dass nur jene taktische Einheiten alarmiert werden, die für den jeweiligen Einsatzfall benötigt werden. Das technische Konzept für diese Alarmierungsart, sowie die dafür erforderliche Datenbank wurde ebenfalls seitens der FF Bad Ischl erarbeitet. Durch die Erbringung unzähliger freiwilliger Arbeitsstunden seitens der Feuerwehrmannschaft wurde das Projekt gemeinsam mit der Fa. Zehetner-Elektronik realisiert.
Kamerad Ernst Struber, ohne dessen Organisationsfähigkeiten, Umsichtigkeit und Hartnäckigkeit wäre der Bau noch lange nicht vollendet. Er war als Bauaufsicht schlechthin der „Kümmerer vom Dienst“. Alle Anliegen die an ihn herangetragen wurden, wurden von ihm promptest organisiert oder von ihm selbst erledigt. Lieber Ernst, ohne deine „Praxistricks“ hätten wir auch beim Kabelziehen nur die Hälfte der Kabel in die Installationsrohre hineingebracht…..“. Dieses von uns entwickelte selektive Alarmierungskonzept hat sich bestens bewährt und wurde später in das neue Warn-u. Alarmsystem für ganz O.Ö. übernommen.
Anlässlich der provisorischen Inbetriebnahme der neuen Einsatzzentrale führte der für Funk und Alarmierung zuständige Techniker, Kamerad Gerhard Kößler unter anderem aus:
2003
„….Voll Stolz kann ich daher heute berichten, dass durch unsere umsichtige und kostenbewußte Vorgangsweise und vor allem durch unsere umfangreichen Eigenleistungen bei der Planung und bei der Realisierung das vorgesehene Budget nicht nur eingehalten, sondern erheblich unterschritten wurde. Ich möchte mich daher an dieser Stelle bei allen, die bei der Errichtung unserer neuen Einsatzzentrale mitgeholfen haben, für ihren Arbeitseinsatz auf das herzlichste bedanken. Wenn sie mir erlauben, so möchte ich 2 Freunde und Kameraden, die sich um die Errichtung unserer Einsatzzentrale ganz besondere Verdienste erworben haben, stellvertretend für alle anderen Kameraden, die ebenfalls mit großem Fleiß und Eifer bei der Sache waren, ganz besonders hervorheben. Es sind dies:
Am 28. Februar 2003 erfolgte die offizielle Inbetriebnahme der neuen Einsatzleitzentrale der Hauptfeuerwache im Beisein hochrangiger Politiker und zahlreicher Feuerwehrfunktionäre.
Der Kommandant der Feuerwehr Bad Ischl, Abschnittsbrandinspektor Ernst Struber, der uns leider allzu früh verlassen hat, hält hier voll Stolz die Eröffnungsrede anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Einsatzzentrale.
Kamerad Harald Leimer, der nicht nur den elektronischen Alarmplan (Objekt-
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2003
Nach der Errichtung eines Provisoriums – der Betrieb musste möglichst störungsfrei weiterlaufen – wurde am 27. Mai mit den Arbeiten begonnen.
Im Zuge der Umbauarbeiten, welche für die Errichtung der Einsatzzentrale und der Technikräume durchgeführt wurden, ist unter anderem auch die Atemschutzwerkstätte auf den neuesten Stand gebracht worden. Nach der Zusage entsprechender Finanzmittel wurden zunächst die Planungsarbeiten –- nachstehenden Raumbedarf berücksichtigend – bis Ende des Frühjahrs bewerkstelligt. Neben einem Raum für die Aufbewahrung der Reserve- und Spezialausrüstung, sowie der Füllstelle, waren auch einer für die Wartungsund Reparaturarbeiten, sowie einer für die Durchführung administrativer Tätigkeiten erforderlich. Weiters musste so viel Platz vorhanden sein, dass nach größeren Übungen und Einsätzen, sowie in Katastrophenfällen das gleichzeitige Arbeiten der Atemschutzwarte des Pflichtbereichs möglich ist.
Sämtliche Planungsarbeiten sowie die Errichtung der neuen, modernst ausgestatteten Atemschutzwerkstätte wurde von unserem Atemschutz-Team unter Atemschutzwart Feuerwehrtechniker Ing. Schummel Helmut als Eigenleistung erbracht. Bild links: Planung Übersicht über die Räumlichkeiten und Großteil des Inventars Bild rechts: Vorraum Füllstelle für Atemschutzflaschen. Es können 200 Bar als auch 300 Bar Flaschen mit Atemluft befüllt werden. Zusätzlich Lagerbereich für Reserve und Spezialausrüstung.
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Bild links: Arbeitsraum 1 – Nasszeile mit Waschbecken, Ultraschall Reinigungswanne und Trockenschränke Bild rechts: Arbeitsraum 2 – Wartungs und Reparaturbereich Im Anschluss an die Anpassung der Raumaufteilung und der Erneuerung der Unterputzhaustechnik konnten die Räumlichkeiten - wie für Nass- bzw. Hygienebereiche erforderlich - bis Mitte Juli verfliest werden. Es folgten die Aufputzinstallationen, die Montage der Einrichtung, sowie der technischen Ausrüstung. Am 20. Dezember war es dann soweit, die neue Atemschutzwerkstätte konnte nach einer Unzahl von Arbeitsstunden - allesamt in Eigenleistung erbracht - ihren Betrieb aufnehmen. An dieser Stelle sei nochmals all jenen Kameraden gedankt, die zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben. 2003
te Tanklöschfahrzeug 4000 übergeben, welches als Stützpunktfahrzeug nach Bad Ischl verlagert wurde.
Am 2. April wurde der FF Bad Ischl durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Landesfeuerwehrkommandant LBD Johann Huber das neue, für Tunneleinsätze ausgerüste66
2004
Der Ö3-Verkehrsaward wird durch Innenminister Dr. iur. Ernst Strasser an die FF Bad Ischl verliehen. Im November erfolgte die Umstellung der Sirenensteuerung auf das neue OÖ Warn- und Alarmsystem, welches im Krisenfall die Bevölkerung mit den Zivilschutzsirenensignalen warnt.
2005
Auf Anregung von Kameraden der Hauptfeuerwache der FF Bad Ischl, sowie dank der guten Zusammenarbeit mit dem Amt der OÖ Landesregierung wurden im November vom Hydrographische Dienst 2 Pegelmessstellen für Traun und Ischl installiert. Somit wurde die Hochwasserwarnung für Bad Ischl entscheidend verbessert.
2006
Das Schneechaos Zwischen 8. u. 17. Februar kam es infolge katastrophaler Schneefälle zum größten Hilfseinsatz der je in Bad Ischl geleistet wurde. Zum Einsatz kamen 156 Freiwillige Feuerwehren, 5 Feuerwachen, 1 Berufsfeuerwehr sowie 3 Betriebsfeuerwehren. Zusätzlich leistete die Bergrettung 168 Manntage Sicherungsarbeiten, Das Rote Kreuz 69 Mann/Frauentage Verpflegungstätigkeit sowie das Österr. Bundesheer 2015 Einsatztage. Bereits im Dezember 2005 setzten in Bad Ischl heftige Schneefälle ein. Das darauffolgende übliche Tauwetter ist ausgeblieben, und die Schneehöhen wuchsen und wuchsen und wurden zu einem massiven Problem.
Die Schneehöhen erreichten beängstigende Ausmaße
Anfang Jänner waren erst einzelne Objekte von einer Einsturzgefahr infolge des hohen Schneedruckes betroffen. Diese Einsätze konnten von den Ischler Feuerwehren vorerst selbständig erledigt werden. Als aber Anfang Februar die Schneefälle immer intensiver wurden, und der verdichtete Schnee am 7. Februar auf den Objekten Höhen bis zu 2 Meter erreichte, stand
fest, dass die vorhandenen Kräfte die Einsatzflut nicht mehr bewältigen konnten, da allein in Bad Ischl ca. 7500 Gebäude davon betroffen waren. Die sich abzeichnende, katastrophale Lage wurde rechtzeitig erkannt und Maßnahmen für einen Großeinsatz getroffen.
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> > > >
Einrichtung eines Katastophenabwehrstabes Anforderung zusätzlicher Feuerwehreinsatzkräfte Anforderung des Österreichischen Bundesheeres Anforderung des Roten Kreuzes (Feldküche)
Da wird einem warm ums Herz, wenn 160 Feuerwehren aus Oberösterreich auf unseren Hilferuf antworten: „WIR KOMMEN“. So etwas nennt man tätige Nächstenliebe. Wir wussten, dass wir uns auf unsere Feuerwehrkameraden in der Stunde der Gefahr verlassen können! Eine schier endlose Kolonne von Feuerwehrfahrzeugen fährt Richtung Bad Ischl – bereit zur Hilfeleistung. Eine logistische Meisterleistung war dann die Aufteilung der anrückenden Einsatzkräfte auf die einzelnen Objekte unter Berücksichtigung der Dringlichkeit bezüglich deren Einsturzgefahr. Hier wurde eine perfekte Organisationsarbeit geleistet. Obwohl Großereignisse nicht realitätsnah geübt werden können, konnte in weiterer Folge das Einsatzgeschehen „bilderbuchmäßig“ abgewickelt werden. Die perfekte Zusammenarbeit der Ischler Feuerwehreinheiten, der anrückenden überörtlichen Fu.B-Feuerwehreinheiten,
Rotes Kreuz, Bergrettung, Bundespolizei, Bundesheer, Statiker, Bezirkshauptmannschaft Gmunden und Stadtgemeinde Bad Ischl mitsamt städtischem Bauhof garantierten schlussendlich den Einsatzerfolg. (Fortsetzung auf Seite 73) 68
Die auf den Dächern arbeitenden Einsatzkräfte mussten gegen Absturz gesichert werden. Dazu leisteten die ebenfalls herbeigeeilten Bergrettungsmänner wertvolle Hilfe und sicherten, ebenso wie die ausgebildeten Höhenretter der Feuerwehr, die Einsatzmannschaften. Auch mittels Autokränen und Drehleitern wurden die Einsatzkräfte gegen einen Absturz gesichert.
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Zuerst mussten die Objekte mit Flachd채chern abgeschaufelt werden, da diese ihre statische Belastungsgrenze schon bei weitem 체berschritten hatten. Hochbetrieb hatte auch die Einsatzzentrale (Bild links). Hier wurden die Hilfeanforderungen entgegengenommen und die Einsatzkr채fte per Funk koordiniert. Der Katastrophenstab KAST (Bild unten) tagte ebenfalls in Permanenz. Hier wurde u.a. die Dringlichkeit der Hilfebegehren in Absprache mit den vor Ort befindlichen Statikern festgelegt.
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Bild links oben: Das Bundesheer hat ebenfalls eine provisorische Einsatzleitstelle im Feuerwehrhaus eingerichtet. Bild links Mitte: Mobile Verpflegung der Mannschaften. Bild links unten: Der Landesfeuerwehr-Kdt. LBD Johann Huber überzeugt sich vor Ort über den Einsatzablauf. Bild rechts oben: Verteidigungsminister Günther Platter besucht seine Soldaten und den von BGM Helmut Haas geleiteten Katastrophenstab im Feuerwehrhaus. Bild rechts unten: Ein Reporterteam des ORF war während der kritischen Tage ständig anwesend und berichtete täglich mehrmals live im Fernsehen. Im Bild ein Interview mit dem Haupteinsatzleiter ABI Franz Hochdaninger.
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Während der gesamten Einsatztage wurden sämtliche eingesetzten Helfer, einschließlich der Soldaten des Bundesheeres von den Feldküchen der Rotkreuzteams aus Ebensee und Vöcklabruck unter der bewährten Führung von Gerhard Wolferseder, sowie von freiwillige Helferinnen, die sich spontan in den Dienst der guten Sache stellten, als auch vom bewährten Küchenteam der Hauptfeuerwache unter Franz Schusterbauer, Josef Pilstl u. Karl Ecker verpflegt. Es wurden täglich mehrere hundert Portionen warme Mahlzeiten, sowie Kaltverpflegung, warmer Tee und andere Getränke verabreicht. Das Ganze war eine logistische Meisterleistung des gesamten Küchenteams und deren verantwortlichen Teamleiter. den. Alle kritischen Stimmen, die eine derartige Einrichtung für unnötig, sowie deren Ausstattung für überzogen bekrittelten, wurden anhand der Situation eines Besseren belehrt.
(Fortsetzung von Seite 68) Lediglich bei 3 alten, unbewohnten Objekten kam es zu größerem Schaden. Alle übrigen gefährdeten Objekte und das waren fast alle in Bad Ischl, konnten rechtzeitig von der Schneelast befreit werden.
Aufgrund der vom Einsatzleiter ABI Franz Hochdaninger rechtzeitig getroffenen Entscheidungen konnte ein größeres Schadensausmaß verhindert werden.
Bestens bewährt hat sich auch die im Jahr 2002 errichtete Einsatzleitzentrale. Bei diesen Einsatztagen hat sie ihre „Feuertaufe“ bestanden. Nur dank der weitsichtigen Planung und Realisierung der hierfür erforderlichen Infrastruktur konnten die anfallenden Kommunikations-u. Koordinationsaufgaben bestens bewältigt wer-
Von den Ischler Feuerwehreinheiten wurden in den 10 Einsatztagen 9.323 Stunden bzw. von den FuBEinheiten in 8 Einsatztagen 17.176 Stunden freiwillig und unentgeltlich zum Wohle unserer Bevölkerung ge73
leistet. Das entspricht einer Gesamtsumme von 26.499 Feuerwehreinsatzstunden.
Nachfolgend die größten Traunhochwässer seit 1901
Dazu kommen noch 574 geleistete Stunden der Bergrettung, 781 Stunden vom Roten Kreuz und das Österr. Bundesheer leistete ebenfalls 21.865 Stunden. Das sind insgesamt 49.719 Stunden, die für die Bevölkerung von Bad Ischl geleistet wurden! 2013
Traunhochwasser Am 2. Juni wurde an der Traun die zweitgrößte Durchflußmenge bei einem Traun-Hochwasser seit 113 Jahren gemessen. Unsere Stadt schrammte dabei nur knapp an einer weiteren Jahrhundert-Katastrophe vorbei. Wäre nicht wenige Jahre zuvor die Flusssohle der Traun, entgegen den Widerstand von so manchem Bürger, stark abgesenkt worden, so wäre das Stadtzentrum von Bad Ischl, so wie z. B. in den Jahren 1920 und 1959 im wahrsten Sinne des Wortes wiederum „baden gegangen“. So aber hielt sich der Schaden, auch dank tausender Sandsäcke die von den Feuerwehrmännern gefüllt und ausgebracht wurden, in Grenzen. Seitens des Hydrographischen Dienstes des Landes O.Ö. wurden seit 1901 insgesamt 198 Traunhochwasser, unterschiedlicher Intensität registriert. Diese Daten wurden uns in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Die Durchflußmengen beziehen sich auf die Messstelle: Traun-Maxquelle. Leider besitzen wir keine Werte bezüglich des Hochwassers im Jahre 1897. Es ist aber zweifellos eines der größten der vergangenen Jahrhunderte und war Anlass, dass seitens der Feuerwehr eine eigene Wasserwehr-Abteilung gegründet wurde.
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Datum
Q m³/s
07.09.1920 02.06.2013 13.08.2002 13.08.1959 03.08.1991 03.06.2010 13.12.1961 20.07.1997 24.06.2009 21.03.2002 05.07.2010 02.07.1975 20.07.1981 05.07.1918 07.08.1985 01.08.1977 11.07.2005 22.10.1996 08.08.2006 08.07.1997 16.08.1949 07.09.2007 23.11.1992 23.12.1991 26.06.1995 09.07.1914 23.05.1949 20.10.1941
930,00 582,00 501,00 496,00 449,00 376,00 365,00 365,00 365,00 360,00 357,00 351,00 344,00 342,00 340,00 333,00 330,00 324,00 323,00 312,00 310,00 309,00 308,00 295,00 291,00 290,00 290,00 283,00
Unsere Jugend in der Feuerwehr Seit 22. Juni 1988 gibt es bei der Hauptfeuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl eine Jugendgruppe. Sie umfasst derzeit 8 Jungfeuerwehrmänner. Gemäß den Bestimmungen können Mädchen u. Burschen, die sich für den Feuerwehrdienst interessieren, ab dem 10 Lebensjahr der Feuerwehr beitreten. In der Zeit bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres erfolgt die feuerwehrtechnische Ausbildung. Diese umfasst: Gerätekunde, Löschgruppenausbildung, Knotenlehre, Handhabung der Funkgeräte. Vorbereitung für Jugendleistungswettbewerbe und Wissenstests. Auch sportliche und gesellschaftliche Veranstaltungen werden besucht, hier ist vor
allem das Jugendlager zu nennen. Mit der Vollendung des 16. Lebensjahres werden die Jugendlichen in den aktiven Dienst übernommen. Bei Zusammenzählung aller Aktivitäten ist ein Jungfeuerwehrmann im Jahr 2014 insgesamt 284 Stunden im Dienst der Feuerwehr gestanden. Die Verantwortlichen der Feuerwehr, das Kommando sowie die Betreuer sind bemüht, die Jugendlichen zu richtigen Feuerwehrmännern heranzubilden, denn: "Die Jungfeuerwehrmänner von heute sind die Gruppenkommandanten und Kommandanten von morgen.“
Die Ausbildungsziele sind: Menschlich - charakterliche Formung Die besten Eigenschaften für die Feuerwehr wecken u. fördern. Begeisterungsfähigkeit nützen. Die Bildungsbereitschaft stärken. Soziale Kompetenzen erlernen. Bilder: Jugendlager Erste Löschübung Besuch im Technik-Museum Bad Ischl 75
Motive für die Feuerwehrjugend sind: Freude an der Gruppe und der Gemeinschaft. Interesse an der Technik. Der Wunsch, etwas leisten zu wollen. Kameradschaft erleben. Mit Freunden / Freundinnen auch in der Feuerwehr beisammen zu sein.
Die Mitglieder der Hauptfeuerwache der FF Bad Ischl im Jubiläumsjahr 2015 Feuerwehrkommando Hochdaninger Franz sen, Abschnittsbrandinspektor (Kommandant) Pernecker Christian, Hauptbrandinspektor (Kommandant-Stellvertreter) Eisl Jochen, Oberbrandinspektor (1. Zugskommandant) Stibl Hannes, Brandinspektor (2. Zugskommandant) Leithner Franz, Amtswalter (Kassenwart) Dubszka Helmut, Amtswalter (Zeugwart) Pesendorfer Martin, Amtswalter (Schriftführer)
Mitglieder des erweiterten Feuerwehrkommandos (Sachbearbeiter) Ing. Schummel Helmut, Feuerwehrtechniker-B (Atemschutzwart) Lindner Walter, Brandinspektor (Fahrzeug- u. Geräte Ausbildner) Leimer Harald, Brandinspektor (Sachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit) Kranabitl Michael, Brandinspektor (Lotsen und Nachrichtenkommandant) Huber Alexander, Hauptbrandmeister (Gruppenkommandant) Keuschnig Johann, Hauptbrandmeister (Gruppenkommandant) Ing. Hochdaninger Franz jun MBA, Hauptbrandmeister (Gruppenkommandant) Schmoigl Philip, Hauptbrandmeister (Gruppenkommandant) Laimer Bernhard, Hauptbrandmeister (Jugendbetreuer) Stadler Josef, Hauptbrandmeister (Archivar)
Ehrendienstgrade Kößler Gerhard, Ehren-Hauptbrandinspektor Schusterbauer Franz, Ehren-Oberbrandinspektor Glatz Ernst, Ehren-Brandinspektor Zeppezauer Manfred, Ehren-Brandinspektor Leimer Ferdinand, Ehren-Amtswalter
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Oberbrandmeister Ecker Karl Loidl Andreas
Gschwandtner Christian
Haas Roman Pilstl Josef
Brandmeister Blohberger Hubert Mühlbacher Alexander
De Bettin Padolin Andreas
Feichtinger Jürgen Pernecker Rudolf
Hauptlöschmeister Ehrnstorfer Markus
Oberlöschmeister Rothauer Felix
Wacek Christian
Löschmeister Hayböck David Robin Erik
Hofinger Stefan Schusterbauer Stefan
Müller Bernhard Thaller Markus
Hauptfeuerwehrmann Hochdaninger Laurenz Stadler Christof
Lindner Wolfgang Traschwandtner Dominik
Putz Nino Wieder Lukas
Röhrenbacher Markus Zeppezauer Michael
Oberfeuerwehrmann Eisl Christian Rothauer Kevin
Eisl Florian
Landl Richard
Stadler Kay
Gollowitzer Rene Schiendorfer Michael
Langer Wolfgang Schweiger Dominik
Feuerwehrmann Stadler Rainer
Wieder Stefan
Probefeuerwehrmann Gamsjäger Michael Reindl Alfred
Hauser Reinhard Rutzinger Stefan
Laimer Martin Schiffer Florian
Feuerwehrjugend Ehrnstorfer Floian Lindenthaler Clemens
Hayböck Lukas Mayer Maximilian
Huber Josef Mühlbacher Jakob
Krupitz Matthias Pernecker Felix
Reseve aus Altersgründen Flegel Fritz, OBM Bgm a.D. Helmut Haas, LM Schenner Herbert, OBM Stadler Franz, OBM Vogtenhuber Max, LM Ing. Wagner Klaus, HLM Zeppezauer Franz, OBM
Reserve aus sonstigen Gründen Bartl Gerhard, Huber Franz, Pesendorfer Stefan, Pilstl Josef MSc., Schmalnauer Maximilian, Mag. Stücklschwaiger Ferdinand, Wallersdorfer Harald
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Die Mannschaft der Hauptfeuerwache im Jubil채umsjahr
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Das erweiterte Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl
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Die Einsatzfahrzeuge der Hauptfeuerwache der FF Bad Ischl vor der Kaiservilla
Fahrzeugtypen (von links) Löschfahrzeug Schweres Rüstfahrzeug Rüstlöschfahrzeug Lastenfahrzeug
(LF-A) (SRF) (RLF-A) (LAST)
Stand Okt. 2014 BJ 1987 BJ 1993 BJ 1991 BJ 2004
Kommando- u. Einsatzleitfahrzeug (KDOF) Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) Tanklöschfahrzeug Tunnel (TLF-A 4000) Drehleiter mit Korb (DL-K 23/12)
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BJ 1996 BJ 1997 BJ 2002 BJ 2009
Die Feuerwache Ahorn - Kaltenbach
Im Jahr 1906 gründeten 25 entschlossene Männer eine Löschrotte. Schon im Jahre 1907 begann man mit dem Bau einer Zeugstätte. 1910 bestand die Rotte schon aus 70 aktiven Feuerwehrmännern und sie waren ständig bemüht, die Gerätschaften zu erweitern und zu moder-
nisieren. 1964 wurde das jetzige Zeughaus errichtet. 1966 wurde ein selbst umgebauter Jeep als erstes Einsatzfahrzeug in Betrieb genommen. Die Feuerwache hat sich stets mit viel Idealismus weiterentwickelt und ist heute bestens ausgerüstet und bereit zu helfen.
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Die Feuerwache Perneck
Die Feuerwache Perneck feierte 2014 ihr 120-jähriges Bestehen mit einem Festakt und einem Jubiläumskellerfest. Das am Foto ersichtliche Zeughaus wurde 1986 eingeweiht, zwei Jahre zuvor wurde der Löschzug Eck der Feuerwache Perneck angeschlossen. 1996 wurde unter Kommandant BI Franz Vockner die erste Jugendgruppe mit gleich 8 Jungfeuerwehrmännern gegründet. 2013 hat nach 40 Jahren verdienstvoller Tätigkeit BI Franz Vockner sein Amt als Kommandant der Wehr zurückgelegt. Unter seiner Führung wurde die Wehr kontinuierlich weiterentwickelt. Die Mannschaft besteht aktuell aus 25 aktiven Feuerwehrmännern, 29 Reservisten und 7 Jungfeuerwehrmännern.
Derzeit stehen 2 Einsatzfahrzeuge sowie 1 Anhänger zur Bewältigung der Einsätze zur Verfügung. Dazu kommen Spezialgeräte wie z.B. eine Materialseilbahn mit Motorsägenwinde, eine Wespeneinsatzausrüstung und erst kürzlich angeschafftes Material und Gerät für Hochwassereinsätze. Im Frühjahr 2014 wurde mit dem Zubau eines Kommandoraumes inkl. EDV- und Funkanlage im Zeughaus unter der Führung des neuen Kommandanten BI Hans-Peter Feichtinger begonnen. Neben dem eigentlichen Feuerwehrdienst organisiert die Feuerwache jährlich ein Maibaumaufstellen und das Kellerfest in Perneck, welches seit über 40 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung liefert. 82
Die Feuerwache Reiterndorf
1891 wurde die Filialfeuerwehr Reiterndorf der Gemeindefeuerwehr Bad Ischl gegründet. Unter dem damaligen Kommandanten Franz Mannert wurde bereits ein Jahr später die neue errichtete Zeugstätte eröffnet, welche noch heute am gleichen Standort steht. Die verantwortlichen Kommandos der jeweiligen Ära waren und sind bis heute sehr bemüht, die stetig steigenden Anforderungen an die Schlagkraft der Feuerwehr gerecht zu werden. So wurde bereits 1913 eine fahrbare Schiebeleiter angekauft. Mit der Erweiterung der technischen Geräte bis 1956, wie Motorsspritze, Sirene und dem ersten Löschfahrzeug (Armeejeep), konnten die Einsatzmöglichkeiten gesteigert werden. Um die persönliche Sicherheit zu erhöhen, wurde bereits 1973
ein Mobilfunkgerät und in weiterer Folge ein schwerer Atemschutz für die Einsatzkräfte angeschafft. Seit Anfang 1980 gibt es eine Jugendfeuerwehr. Heute besitzt die Feuerwache Reiterndorf eine moderne Florianifunkstation, ein Vorauslöschfahrzeug mit Anhänger und ein neues Kleinlöschfahrzeug mit modernster Zusatzausrüstung. Dieses moderne Fahrzeug wurde nach unseren Bedürfnissen angeschafft, um den heutigen Anforderungen entsprechen zu können. Die Umbauten bzw. Anschaffungen wurden Großteils in Eigenregie und mit Eigenmitteln durchgeführt. Der aktuelle Mitgliederstand besteht aus 5 Jugendfeuerwehrmänner/frauen, 30 Aktiven und 2 Reservisten. BI Jochen Schnitzler Kommandant
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Die Feuerwache Rettenbach - Steinfeld - Hinterstein
Im Jahre 1902 wurde die Wehr gegründet. 1903 wurde mit Hilfe der Gemeinde und der Sparkasse ein eigenes Depot erbaut. Nach den beiden Weltkriegen wurde ein Kriegerdenkmal Nähe der Steinfeldbrücke errichtet, welches noch heute an die gefallenen Feuerwehrkameraden erinnert. 1972 wurde ein Allradfahrzeug mit Vorbaupumpe angeschafft. Zwischen 1994 und 2002 wurde unter der Lei-
tung von E-BI Gerhard Laimer sen. ein neues Zeughaus am jetzigen Standort errichtet, sowie der Fuhrpark modernisiert. Insgesamt wurden mehr als 22.000 Stunden ehrenamtlich von den Feuerwehrmännern in den Zeughausbau investiert. Derzeit zählt die Feuerwache Rettenbach – Steinfeld – Hinterstein 30 aktive Mitglieder. 84
Die Feuerwache Sulzbach
Die Feuerwache Sulzbach wurde im Jahr 1919 als Löschrotte der damaligen FF Reiterndorf gegründet und wurde im Jahr 1926 eine selbständige Feuerwehr. Im Jahr 1938 erfolgte die Eingliederung in die Gemeinde-Feuerwehr Bad Ischl als Löschzug Sulzbach.
1991 wurde das noch immer in Dienst stehende Kleinlöschfahrzeug (KLF) angekauft. Von 2000 bis 2001 wurde die Zeugstätte der Feuerwache Sulzbach zur Gänze umgebaut und modernisiert. Stefan Verwagner BI, Kommandant
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Bilder aus dem Feuerwehralltag13
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Fahrzeugbergungen bei Hochwasser und nach Sturz in die Traun. Auch zum Schlangen einfangen werden wir gerufen. Rechts Mitte: Übung an einem Kessel Waggon der ÖBB Rechts unten: Die Feuerwehrjugend sammelt den leider achtlos weggeworfenen Müll der Erwachsenen. 88
Bild oben links: Übungstätigkeit – Bergung einer Verletzten Person aus einer kontaminierten Umgebung. Bild unten links: PKW Bergung Bild oben rechts: Verkehrsunfall im Kaiserparktunnel. Bild Mitte: Übernahme des Tunneleinsatzfahrzeuges durch die Hauptfeuerwache der FF Bad Ischl. Bild unten rechts: Brand eines Wohngebäudes in St. Wolfgang. Nachbarschaftshilfe durch die FF Bad Ischl.
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Das Navi-Problem! Seit der Verwendung von GPS-Geräten in KFZ, kommt es immer öfter vor, dass vor allem ortsunkundige LKW Lenker, die unmöglichsten Wege befahren möchten, die sie ohne „Navi“ nie befahren würden! Dieser Umstand kommt daher, dass sie mit ungeeigneten PKW-„Navis“ zu ihrem Fahrziel kommen möchten. Bei LKW Navis werden alle Fahrzeugdaten (Länge, Breite, Höhe, Gesamtgewicht des LKW u. ev. Hänger) ins Gerät einprogrammiert und das wird dann bei der Routenauswahl vom Gerät berücksichtigt. B. oben: Ein Personenzug rammt einen LKW, da dieser in der Kurve stecken geblieben ist (erstes Bild – Sekundenbruchteile vor dem Zusammenstoß). Im rechten Bild gerät ein LKW-Lastzug auf den Gleiskörper der ÖBB. Beide Fahrzeuge wurden von PKWNavis „geleitet“. Die Feuerwehr musste wiederum zu Hilfe eilen. 90
B. oben: Bergung eins verlaufenen Rehs in der Kurhausstraße Bild unten: Brand im Hochofen des Kalkwerkes
Bild oben: Bergung eines Rindes aus einer Jauchegrube (1970) Bild unten: Falsch verstandenes „Drive in“
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Bild links oben: Behebung eines Chlorgasaustrittes im Parkbad. Bild links unten: Stabilisierung einer Hangrutschung. Bild rechts oben: Montage des renovierten Kreuzes am Kreuzstein in der Traun. Bild rechts unten: Bergung eines HeiĂ&#x;luftballons im unwegsamen Gelände.
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Feiern im Festkreis eines Jahres Die Feuerwehren sind im Stadtgeschehen ein gesellschaftspolitischer Faktor. Sie beteiligen sich auch an den Feierlichkeiten im Festkreis eines Jahres. Ganz besonders gefeiert wird von uns der heilige Florian. Er war ein Offizier der römischen Armee und Oberbefehlshaber einer Einheit zur Feuerbekämpfung. Er starb am 4. Mai 304 in Lorch/Enns den Märtyrertod und gilt als Schutzpatron der Feuerwehr. Seit 2004 ist er auch Landespatron von Oberösterreich. Sein Namensfest wird von uns in feierlicher Form mit gemeinsamen Kirchgang und Totengedenken begangen. An diesem Tag werden auch Auszeichnungen an verdiente Kameraden feierlich überreicht.
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Die Kameradschaftspflege in der Feuerwehr Für die Bewältigung von oftmals gefährlichen Einsatzaufgaben ist eine ausgeprägte Kameradschaft und gegenseitiges blindes Vertrauen unabdingbar. Einmal im Jahr festigen wir diese Kameradschaft zusätzlich mit einem gemeinsamen Wandertag oder Ausflugsfahrt, sowie einem Grillabend mit unseren Familien. Dies soll auch ein Zeichen der Dankbarkeit sein, da unsere Angehörigen oftmals viele Stunden allein verbringen müssen, während wir für die Feuerwehr tätig sind. Auch unsere altgedienten Kameraden treffen sich einmal monatlich im Feuerwehrhaus zu einer Stammtischrunde im „Florianistüberl“, um den Kontakt zur Feuerwehr und vor allem untereinander nicht zu verlieren.
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IMPRESSUM Freiwillige Feuerwehr Bad Ischl ABI Franz Hochdaninger, Kdt der FF-Bad Ischl Archiv der FF Bad Ischl, Stadtmuseum Bad Ischl, Archiv des Stadtamtes Bad Ischl, Ing. Gustav Heger, Leopold Wiesinger, Ing. Helmut Schummel, Christoph Lenzenweger, Dominik Traschwandtner, Hannes Rohn u. Gerhard Kößler. Josef Stadler u. Gerhard Kößler Gerhard Kößler WIGO Druck-Gesellschaft m.b.H. A-4820 Bad Ischl
Herausgeber Für den Inhalt verantwortlich Fotos
Konzept Gestaltung u. Layout Druck
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E-HBI Gerhard Kößler
den verbliebenen Kameraden fortsetzt, die jetzt noch immer hinter dem Fähnlein der Nächstenliebe hermarschieren, so kann dies für den Nachwuchs im Feuerwehrdienst in ferner Zukunft kritisch werden. Schon jetzt gibt es, trotz hohem Mitgliederstand, vereinzelt Probleme bei der Tagesbereitschaft, da viele der aktiven Feuerwehrmänner tagsüber auspendeln, beruflich unabkömmlich sind bzw. bei so manchen Kameraden ein „Ausrücken“ während der Arbeitszeit von einigen Betrieben nicht gerne gesehen wird. Hier spielt auch die Angst um den Arbeitsplatz eine große, mitunter entscheidende Rolle. Daher vermisse ich im jüngst beschlossenen Feuerwehrgesetz eine seit langem geforderte Regelung, mit der die allseits bekannte Problematik der „Ausrückungen während der Arbeitszeit“, in der sowohl die Belange der Arbeitgeber sowie die der ausrückenden Feuerwehrmänner, einer praktikablen und dauerhaften Lösung zugeführt wird. Diejenigen Mitbürger, die in eigener Verantwortung jederzeit selbst entscheiden können, ob sie tagsüber bei einer Alarmierung ausrücken, werden immer weniger und sind daher nur mehr sporadisch in der Feuerwehr vertreten! Andererseits wird es aber von der Allgemeinheit als selbstverständlich empfunden, dass im Notfall, auch tagsüber, sofort „eine Armee von Helfern“ bereit steht, um jedem Hilfebedürftigen uneingeschränkt zu helfen! Um dies auch langfristig zu gewährleisten, sollten sich auch unsere Mitbürger künftig mehr am Idealismus unserer Vorfahren orientieren und im Rahmen ihrer Möglichkeiten, ein paar Jahre im Feuerwehrdienst oder in einer anderen freiwilligen Hilfsorganisation tätig sein. Oder sollen wir solange zuwarten, bis die Feuerwehr erst nach Dienstschluss löschen kommt, oder die Bergrettung ebenfalls erst nach Arbeitsende einen Verunglückten aus der Gletscherspalte birgt? Nachdem auch noch vor einiger Zeit der Versuch gestartet wurde, nach einer Prüfung durch den Landesrechnungshof, das gesamte Feuerwehrwesen des Landes mit gezielten Vorgaben von Organen, die keine Kenntnisse
Nachschrift Nachdem ich einige Jahre stellvertretender Kommandant der Feuerwehr und des Pflichtbereichs von Bad Ischl war und auch eines der ältesten Mitglieder der FF bin, möchte ich zum Schluss, auch als Gestalter dieser Festschrift, aus der Sicht eines „altgedienten“ Kameraden mit mehr als 50 Feuerwehrdienstjahren ein paar Gedanken über die Zukunft der Feuerwehren anfügen. Vor 150 Jahren haben beherzte und verantwortungsvolle Bürger von Bad Ischl im Banne der katastrophalen Feuersbrunst unsere Feuerwehr gegründet und auch selbst in dieser neu geschaffenen Organisation freiwillig und unentgeltlich mitgearbeitet. Durch diese Vorbildfunktion der Gründer und durch den Aufruf des Bürgermeisters meldeten sich daher binnen kürzester Zeit Jung und Alt aus allen Bevölkerungsschichten, und wollten Mitglied der Feuerwehr werden. Diese „Armee der Nachbarschaftshilfe und Nächstenliebe“ wurde gerade wegen der Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit immer größer und es war eine Ehre, Mitglied der Feuerwehr zu sein. Im Laufe der folgenden Jahre und Jahrzehnte wurden die Feuerwehrmitglieder immer mehr, und es wurden auch, aufgrund der Größe des Ortsgebietes und der topografischen Lage dezentrale Zeughäuser zusätzlich errichtet. Bis heute ist unsere schlagkräftige Organisation im gesamten Pflichtbereich Bad Ischl, einschließlich Feuerwehrjugend sowie der altgedienten Kameraden im Reservestand, auf einige Hundert Mann – und auch schon einigen Frauen – angewachsen. Leider kann man seit etlichen Jahren feststellen, dass von den Bevölkerungsschichten, die bei der Gründung der Feuerwehr am aktivsten waren, heute immer weniger Bürger bereit sind, einen Ehrendienst in der Feuerwehr zu leisten. Vielleicht bedürfte es bei einigen nur eines Anstoßes, um die Bereitschaft zur Hilfeleistung zu wecken. Bei anderen ist diese Bereitschaft vermutlich, dem allgemeinen Trend der Zeit folgend, anderen Interessen gewichen. Wenn sich diese Tendenz auch unter
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und Erfahrungen des praktischen Feuerwehrdienstes mitbringen, neu zu gestalten und dies nur dem Zweck der Kostenminimierung dienen sollte, so ist das ein herber Schlag gegen die Motivation der freiwilligen Helfer. Eine freiwillige und ohnehin unentgeltlich tätige Organisation kann man nicht, so wie heutzutage in manchen Betrieben üblich, von „betriebsfremden Managern“, ohne die Zustimmung der Betroffenen umorganisieren lassen, und man darf sich auch nicht der trügerischen Hoffnung hingeben, dass dies von allen Feuerwehrmitgliedern so hingenommen würde! Eine aufgezwungene, gegen den Willen einer freiwilligen Organisation exekutierte Umorganisation bedeutet wahrscheinlich deren Ende, denn niemand kann gezwungen werden, einen freiwilligen Dienst in einer Organisation leisten, zu der er seine Beziehung verloren hat. Wenn es auch dem O.Ö. Landesfeuerwehrverband durch sachliche, von der täglichen Praxis des Feuerwehrdienstes geprägten Argumentation gelungen ist, die aus unserer Sicht teilweise unannehmbaren Vorgaben für das neue Feuerwehrgesetz weg zu verhandeln bzw. abzumildern, so sind doch viele Kameraden nachhaltig verärgert, dass man die Feuerwehren in „Sonntagsreden“ einerseits bei jeder Gelegenheit in höchsten Tönen lobt und anführt: „wir haben ein Feuerwehrwesen, um das und die ganze Welt beneidet“, um uns dann wieder im nächsten Moment als „Kostenfaktoren“, die man minimieren muss, abzutun. So etwas haben wir wahrhaftig nicht verdient! Die Feuerwehrmitglieder, haben es geschafft, das Feuerwehrwesen in den letzten 150 Jahren, trotz manchmal widrigster Umstände wie allgemeine Not, Kriege und Diktaturen durch Idealismus, Improvisation und unzähligen Stunden von Eigenleistungen zu modernisieren, zu vergrößern und einsatzbereit zu halten. In unseren Reihen sind auch genügend kluge, verantwortungsvolle und kostenbewusste Köpfe vorhanden, die in der Lage sind, die nötigen Schritte zu setzen, damit wir die Zukunft der Feuerwehren weitgehend selbst gestalten können!
Danksagung Zum Schluss dieser Festschrift möchte ich mich bei allen, die an ihrer Entstehung mitgewirkt haben, herzlichst bedanken. Mein besonderer Dank gilt unserem Archivar, HBM Josef Stadler, der in unzähligen Stunden unser Archiv durchwühlt und das Rohmaterial beigesteuert hat. Er ist unser „lebendes Geschichtsbuch“ und war mir auch bei der Gestaltung dieser Festschrift meine wertvollste Unterstützung. Bedanken möchte ich mich auch bei allen, die durch die Beistellung von Fotos es uns ermöglichten, die Festschrift etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Leider sind beim Brand der Redlich´schen Brauerei (2. Mai 1882) interessante Unterlagen für die Geschichte der Feuerwehr zugrunde gegangen. Das dort befindliche Vereinslokal der Feuerwehr mit seltenen Fotographien und Diplomen wurde ebenfalls ein Raub der Flammen. Wir bitten auch zu entschuldigen, dass so manches Foto den heute angelegten Qualitäts-Maßstäben nicht mehr ganz entspricht. Einerseits handelt es sich teilweise um Bilder aus den Anfängen der Fotografie, andererseits wurden so manche Schnappschüsse unmittelbar während eines Einsatzes, ohne lange Einstellmöglichkeiten „geschossen“. Maßgeblich war für uns nur deren historischer Wert. Ein weiterer Dank gilt allen Korrektoren, die die Festschrift auf Fehler überprüft haben. Es waren dies vor allem die Feuerwehrkameraden BGM a.D. Helmut Haas und RDir. Rainer Stadler. Ein Dankeschön auch Herrn Wilhelm Gollowitzer von der Fa. WIGO-Druck für seine fachliche Beratung.
Ohne die großzügige Unterstützung der Sparkasse Bad Ischl, wäre es uns nicht möglich gewesen, diese Festschrift in Umlauf zu bringen. Dafür ebenfalls ein herzliches „vergelt‘s Gott“
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Fußnoten und Quellenangaben 1
Gründung der Feuerwehr eine „Feuerbewahr- und Löschordnung für den Markt und Badeort Ischl" aufschlussreich ist. (Vergleiche Mitteilungen des Ischler Heimatvereines, Folge 3, Seite 17), die unter Bürgermeister Wilhelm Seeauer im September 1857 erschienen ist. Sie regelt die Vierteleinteilung, gibt Brandschutzmaßnahmen, eine ausführliche Feuerlöschordnung und die Einteilung der Löschenden zu den besonderen Leistungen. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind auch beim Brand der Redlichschen Brauerei (2. Mai 1882) interessante Unterlagen für die Geschichte der Feuerwehr zugrunde gegangen, befand sich doch dort das Vereinslokal der Feuerwehr mit seltenen Photographien und Diplomen. Über die Feuerversicherung berichtet Schraml im 111. Band, Seite 4. In Ischl wurde der „Wechselseitige BrandschadenVersicherungsverein" für Ischl, Strobl und St .Wolfgang im Jahre 1861 gegründet. 8 Beitrag von Leo Reiter in Folge 3 der „Mitteilungen des Ischler Heimatvereines" (1955)
Gedicht von Franz Nöbauer (1882-1962) Lehrer u. Heimatschriftsteller Schulleiter Volksschule Mitterweißenbach (1911-1921) Quelle:O.Ö. Landesbibliothek 2 Beitrag von Maria Zierler in Folge 3 der „Mitteilungen des Ischler Heimatvereines" (1955), ergänzt durch neue Forschungen und Hinweise bei Kanzler und Schraml, sowie neue Bearbeitung durch die FF Bad Ischl (2015)
3
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5
Schraml, Das oberösterreichische Salinenwesen, Band 11/534. Nun hatte im ganzen Kammergut allein der Rauchfangkehrermeister in Gmunden (im 18. Jahrhundert) das Gewerberecht, das nach alten Satzungen in Oberösterreich nur auf bestimmte Orte beschränkt war. Als die Untersuchungskommission die Errichtung einer Rauchfangkehrerwerkstätte in Ischl anordnete, widersetzte sich die Gesamtheit der Kaminfegermeister des Landes, und mit Erfolg, da man in Wien die alten Privilegien nicht übergehen wollte. Der vom Ischler Verwesamt bestellte Kaminfeger Barthel Holzinger durfte nur als Geselle des Gmundner Meisters Baptist Ruzit, nicht aber als selbständiger Meister arbeiten. Von den Achtzigerjahren an nahm Franz Karl Hochenbichler diese Monopolstellung ein. Er beschäftigte drei bis fünf Gesellen, die in Ebensee, Ischl und Hallstatt wohnten und auch in den ärarischen Gebäuden die Kehrung der Rauchfänge besorgten.
9
Anmerkung des Verfassers der Festschrift: Das Hofschreiberamt in Hallstatt und die Verwesämter in Ischl und Ebensee waren die Vollzugsbehörden erster Instanz im Kammergut und zuständig für die allgemeine Salzverwaltung, die Wirtschaftsverwaltung, die politische Verwaltung und die niedere Gerichtsbarkeit. Die unterschiedliche Bezeichnung ist historisch bedingt, ansonsten erfüllen sie die gleiche Funktion. 1834 kam es zu einer Neuordnung der Verwaltung im Kammergut. Die Verwesämter wurden in der Folge als "k. k. Salinenverwaltung" bezeichnet.
10
Schraml, 11/533 1793 kaufte das Salzamt auch für Traunkirchen und Ischl Feuerlöschrequisiten um 481 Gulden an."
6
Schraml 11/145 „Großen Schaden richtete die Feuersbrunst in Ischl im Jahre 1777 an, der mehrere Verwaltungsobjekte zum Opfer fielen: deren Wiederaufbau kostete 7145 Gulden."
7
Ergänzend sei hier noch hinzugefügt, dass für die Zeit vor der
Studienrat Dr. Hans Stögner bewahrt im 3. Band seiner handschriftlichen Aufzeichnungen „Du liebes Ischl“ (Erlebtes, Geschautes, Erlauschtes - Erinnerungen, und Skizzen aus verklungener Zeit) einen interessanten Bericht über „Franziska Seeauer und der Brand von Ischl ", erzählt von Lina-Nowak (Linzer Tagespost, Beilage „Welt und Heimat“, Nr. 39 vom 26. Sept. 1942).
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Gekürzte Wiedergabe aus „Alt-Ischl", Stimmungsbilder aus der Vergangenheit des Marktes Ischl, von Franziska Krupitz, geb. Lid von Lidlsheim, Wien 1909, Seit 38-42. Diese verdienstvolle Chronistin lebte von 1841 bis 1911. Grabstätte auf dem Ischler Friedhof.
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Beitrag von G. Kößler
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Adolf Schinnerl, ÖBV, Rechtsformen der Feuerwehren
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Die Alltagsbilder stellen nur eine unvollständige Übersicht des Einsatzgeschehens dar. Im Archiv der FF Bad Ischl befinden sich noch unzählige Fotos tragischerer Einsätze, die wir allerdings den Betrachtern dieser Festschrift nicht zumuten möchten.