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2,50 Euro
davon 1,25 Euro für die Verkäuferin/ den Verkäufer
Straßen-Blues Ein Mann mit Gitarre, Mundharmonika, Tamburin, einem Schlagzeug-Becken und einer Holzbox sitzt am Hohenemser Schlossplatz und spielt Blues. Das Außergewöhnliche: Er bedient seine Instrumente alle gleichzeitig. Der Mann ist eine lebende Legende. Walter Batruel (69) gründete 1965 seine erste Band „The Gamblers“ und gilt als der Erfinder der Bluesmaschin. Mit einer Mini-Variante (Foto) tourt er als neuestes Projekt durchs Ländle und spielt auf Straßen und Plätzen auf.
Foto: Frank Andres
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Mittendrin in V 4-5 Bild des Monats 6-7 Caritas-Seelsorger Norman Buschauer Wie eine Messerattacke sein Leben veränderte 8 „Ich liebe Schnee“ marie-Verkäufer Yesir Akadiri aus Benin im Porträt 8 Impressum 10-11 Durch Angst zur Freiheit Daniela Lais plädiert für eine vergane Lebensweise 12-13 Facebook-Beauftragte Schwester Anastasia öffnet Tor ins Kloster Gwiggen 14 Bonetti-Garten Bewohner ernten Früchte ihrer eigenen Arbeit 16-17 Schräge Vögel Eine Reportage vom Freiluft-Schach am See 18-19 Armutsgefährdete Jugendliche Weniger Chancen, weniger Bildung, weniger Geld 20-21 „Hunde werden zu sehr vermenschlicht“ Hundetrainer Dieter Prettenthaler im Interview 22 Wo schenken nichts kostet Im kostnix-Laden kommen alle auf ihre Kosten 23 Rezept Vegane Lasagne
Gsi 24-25
Ein Ebenbild Jesu Christi Bettler galten früher als unverzichtbar im Heilsplan
Kultur 26-27 Soundtrack einer Flucht Erstes Solo-Album von Robert Malakov 28-30 Veranstaltungskalender
marie ist Mitglied im Weltverband der Straßenzeitungen. www.insp.ngo
Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, so farbenfroh der Herbst, so bunt auch der Themenmix der Oktober-marie: Wir berichten vom Geben und vom Vergeben, vom Spiel auf der Straße und vom Vertonen einer Flucht. Wir erzählen vom Öffnen der Klostertore durch Facebook und vom Vertreiben der Angst durch Veränderung. Vom Vergeben: Caritas-Seelsorger Norman Buschauer, heute 60-jährig, wurde vor 39 Jahren von einem jungem Mann niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Erstmals spricht der Priester in einem Interview über diese Tat und erklärt, wie wichtig Vergebung und Versöhnung sind (Seiten 6 und 7). Vom Geben: Immer wieder wird dieser Tage über die Bettler auf Vorarlbergs Straßen diskutiert, ja oft auch geschimpft. Viele fühlen sich von ihnen bedrängt und belästigt. In früheren Zeiten – bis ins Spätmittelalter hinein – hatten Bettler einen ganz anderen Stellenwert: Sie galten als Ebenbild von Jesu Christi (Seiten 24 und 25). Vom Öffnen: Schwester Anastasia (42) ist Facebook-Beauftragte im Kloster Mariastern-Gwiggen in Hohenweiler und berichtet über den Alltag inner- und außerhalb der Klostermauern. Sie ist überzeugt, dass die Kirche eine solche Kommunikation nach außen braucht. Dies und weshalb die Schwester auf diesen besonderen Pfaden Gottes wandelt, lesen Sie auf den Seiten 12 und 13. Vom Spielen: In Bregenz an der Seepromenade treffen sich Originale zum Freiluft-Schach. Hier wird gespielt, getrunken, gestikuliert und diskutiert. Mitreden und -fiebern der Zuschauer sind ausdrücklich erwünscht (Seiten 16 und 17). Das ist Leben auf der Straße! Viele abwechslungsreiche Stunden bei der Lektüre der marie wünscht Ihnen Elisabeth Willi, Redaktionsleiterin P.S.: Beim Fotoshooting für das Titelbild hat die Blueslegende Walter Batruel ein Ständchen für die Leserinnen und Leser der marie gespielt. Das Video dazu finden Sie auf unserer Facebook-Seite: facebook.com/marie.strassenzeitung
Kontaktieren Sie uns Sie haben Anregungen, Wünsche oder Beschwerden, dann schreiben Sie uns doch einfach. marie – Die Vorarlberger Straßenzeitung, Hintere Achmühlerstraße 1a, 6850 Dornbirn. E-Mail: kontakt@marie-strassenzeitung.at oder Sie rufen uns an unter 0677/61538640. Internet: www.marie-strassenzeitung.at. Wir freuen uns über Ihre Zuschriften!
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Bild des Monats
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Hundeliebe geht unter die Haut Foto: Christine Hemlep/ hemlepfotografie.de
Dieter Prettenthaler hat sich ein Bild eines Wolfes, umringt von verschiedenen Hunderassen, auf seinen Rücken tätowieren lassen. Darunter geschrieben steht canis lupus familiaris, der lateinische Name für „Haushund“. In seinen Armen hält er Jindalee und Jorek, seine beiden Australian Shepherds. Für den 48-jährigen Harder ist der Hund „der beste Freund des Menschen“. Die marie hat den erfahrenen Hundetrainer zum Interview getroffen. Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten 20/21.
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Als Seelsorger begleitet Norman Buschauer Mitarbeiter und Klienten aus den unterschiedlichsten Bereichen der Caritas. Wie heilsam es ist, sich begleitet zu fühlen, weiß er aus eigener Erfahrung.
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VOM VERGEBEN UND VERGELTEN Caritas-Seelsorger Norman Buschauer (60) hat im Juli 1977 eine Messerattacke überlebt. Eine Erfahrung, die sein Leben geprägt und seinen Blick auf die Themen Vergebung und Vergeltung verändert hat. Text: Simone Fürnschuß-Hofer Fotos: Frank Andres
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ls Sofie Buschauer am 4. Juli 1977 die Tür ihrer Wohnung in Götzis öffnet und einen jungen Mann erblickt, weiß sie nicht, dass ein psychisch kranker Mensch vor ihr steht. Sie ordnet den Fremden dem Bekanntenkreis ihres 21-jährigen Sohnes Norman zu, der an der Pädak studiert und sich gerade auf eine Semesterarbeit vorbereitet. Ohne Umschweife bittet sie ihn in die Wohnung. Während sie sich wieder dem Wäschewaschen widmet ereignet sich im Nebenzimmer eine Szene wie aus „Der Pate“: Der 22-jährige Besucher, den auch Norman Buschauer nicht kennt, erklärt sich nicht lange. „Dein Vater hat mich auf dem Gewissen
und jetzt bist du dran“, sind seine Worte bevor er dem jungen Studenten ein Messer in den Bauch rammt. Der Schrei, der darauffolgt, ist so markerschütternd, dass ein Arzt in der Nachbarschaft sofort seine Arzttasche zusammenpackt und Erste Hilfe leistet. In Folge ist die Rettung schnell zur Stelle, das Opfer wird in Feldkirch notoperiert. Milz und Zwerchfell sind durchschnitten, aber Glück im Unglück: Der Einstichkanal führt am Herzen vorbei, die Lebensgefahr ist somit nach einigen Tagen gebannt. Für die marie erinnert sich der heute 60-jährige Caritas-Seelsorger Norman Buschauer an den Mordanschlag und die Zeit danach. In einem erstmaligen Interview erzählt er uns von den Hintergründen, wie es zu der Tat kam und wie ihn dieser Angriff geprägt hat.
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marie: Herr Buschauer, wieso Sie? Gab es dafür eine Erklärung, ein Motiv? Norman Buschauer: Erst auf den zweiten Blick. Im ersten Moment konnte ich es mir nicht erklären. Im Grunde war der Akt eine Entladung jahrelang angestauter Wut- und Hassgefühle. Mein Vater war damals leitender Angestellter bei der Firma Eisen Rhomberg und musste die Agenden des Personalleiters übernehmen, wenn dieser im Urlaub war. So kam es, dass er die Kündigung für den Lehrling aus Rankweil, dem späteren Täter, unterschrieb. Allerdings war das zum Zeitpunkt der Tat bereits drei Jahre her. Der junge Rankweiler fand jedenfalls nach dieser Kündigung keine Anstellung mehr und machte wohl meinen Papa für seine Arbeitslosigkeit verantwortlich. Der Anschlag auf mich kann also als Racheakt interpretiert werden. Anscheinend soll er auch ein paar Mal meinem Vater aufgelauert haben, hatte aber nie den Mut, ihn zu konfrontieren bzw. zu attackieren. In der NEUE von damals ist zu lesen, dass sich der Täter kurz nach der Tat freiwillig am Gendarmerieposten in Rankweil gemeldet hat und dort nachgefragt hat, ob sein Messerstich tödlich war. „Wenn er tot ist, dann gehe ich unter die Eisenbahn“, soll er gesagt haben. Hilft es im Nachhinein zu wissen, dass er Sie nicht umbringen wollte? Nein, wieso? Was hätte sein Selbstmord an der Situation verändert? Muss dieser Mensch doch damals verzweifelt gewesen sein. Im Rückblick tut er mir eigentlich nur leid. Wie war es nach der Tat um Ihre körperliche wie auch seelische Gesundung bestellt? Was die physischen Verletzungen angeht, ist es schnell aufwärtsgegangen.
Außer der fehlenden Milz habe ich keine bleibenden Schäden zu beklagen. Was die seelische Befindlichkeit angeht, hätte ich mir eine professionelle Begleitung gewünscht, aber ein Angebot wie das heutige KIT (Krisenintervention und Notfallseelsorge) gab es damals nicht. Als zusätzlich sehr belastend empfand ich einen Artikel in den VN, der quasi aus dem Gerichtssaal berichtet hat und meinen Vater als eigentlichen Täter skizziert hat. Das war eine Verzerrung der Wahrheit, die unsere Familie zu Unrecht mit Schuld beladen hat. Sind nach so einem Akt nicht Angst und Unsicherheit ständige Begleiter? Anfangs ja. Natürlich ist da die Angst, dass er wiederkommt. Man will niemanden mehr ins Haus lassen. In dunklen Räumen wird mir bis heute mulmig zumute. Auf Berührungen am Bauch, auch völlig unbeabsichtigte wie beispielsweise in großen Menschenmengen, reagiere ich oft aus dem Impuls heraus abwehrend. Das Urteil im Jänner 1978 lautete „schuldig obwohl unzurechnungsfähig“. B. wurde in die Haftanstalt für psychisch abnorme Straftäter eingewiesen. Wissen Sie, wie es mit dem Täter weitergegangen ist? Ich hatte kein großes Interesse, seinen Werdegang weiterzuverfolgen und bin ihm nie mehr begegnet. Anscheinend soll er Jahre später in der Schweiz ums Leben gekommen sein. Waren Prozess und Urteil für Sie in Ordnung? Ich kann vor allem sagen, wie ich heute darüber denke. Im Rahmen meines späteren Theologiestudiums habe ich eine Vorlesung von Pater Herwig Büchele besucht, die mich sehr berührt hat und direkt an mein Erlebnis an-
dockt. Es ging um Strafe und Gerichtsbarkeit und um den Gedanken, wie sehr unser Strafrecht von Rache betont ist, anstelle von echter Hilfe für beide Seiten. Die meisten Täter begehen ihre Verbrechen, weil sie sich in eine Situation hineingetrieben fühlen, aus der sie sich nicht mehr befreien können. Wenn es dann zum Äußersten kommt und eine schlimme Tat begangen wird, ist wohl auch das „Einsitzen“ das Sinnloseste. Damit ist niemandem geholfen. Vielmehr braucht es Therapie. Gefängnis darf immer nur die allerletzte Möglichkeit sein. Klingt, als hätten sie dem jungen Mann vergeben können? Anfangs ist das gar nicht im Raum gestanden. Jetzt ja, weil er mir im Erkennen all dessen leidtut. Mein Blick hat sich verändert. Es ist traurig, dass es damals keine Möglichkeit gab, dass ihm schon davor geholfen werden hätte können. Letzte Frage: Welche Rolle spielte diese Erfahrung später als Pfarrer und spielt sie heute in Ihrer Tätigkeit als Seelsorger? Gesellschaftlich gesehen sind wir vom biblischen Auftrag was das Verzeihen und Vergeben angeht sehr weit weg. Diese Haltung, dass Rache nichts bringt außer noch mehr Verletzung, dass wir uns mehr im Verzeihen, Versöhnen und Brückenbauen üben müssen, bringe ich in meine Arbeit ein. Vielleicht gelingt das umso besser, weil ich weiß, wovon ich rede. Eine große Hilfe in der Seelsorge ist mir auch die Erfahrung, in dunkler Zeit getragen und geführt gewesen zu sein. Ich bin dankbar, dass alles gut ausgegangen ist, dass ich Heilung erfahren durfte. Spüren zu dürfen, man ist begleitet, stärkt fürs Leben. Herzlichen Dank für das Gespräch.
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Impressum
Seit März verkauft Yesir Akadiri die marie. Sein Stammplatz ist beim Lidl in Frastanz.
„ICH LIEBE SCHNEE“ marie-Verkäufer Yesir Akadiri (31) mag den Winter und rodelt gerne.
Grundlegende Richtung Die Straßenzeitung marie versteht sich als Sprachrohr für die Anliegen von Randgruppen unserer Gesellschaft. marie ist ein Angebot zur Selbsthilfe für Menschen an oder unter der Armutsgrenze, die ihren Lebensmittelpunkt in Vorarlberg haben. Ziel ist die Förderung des Miteinanders von Menschen am Rande der Gesellschaft und der Mehrheitsgesellschaft. Die Hälfte des Verkaufspreises von 2,50 Euro verbleibt den Verkäufern. marie ist ein parteiunabhängiges, soziales und nicht auf Gewinn ausgerichtetes Projekt. Redaktion marie – Die Vorarlberger Straßenzeitung, Campus V, Coworking Hintere Achmühlerstraße 1a, 6850 Dornbirn Telefon: 0677 61538640 eMail: redaktion@marie-strassenzeitung.at Internet: www.marie-strassenzeitung.at Redaktion: Elisabeth Willi (Leitung), Frank Andres, MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Christine Mennel, Daniela Lais, Gernot Hämmerle, Robert Thoma, Simone Fürnschuß-Hofer, Thorsten Bayer, Wolfgang Scheffknecht Zeitungsausgabe
Text: Elisabeth Willi, Foto: Frank Andres
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s ist Mitte September, und die Sonne zieht noch einmal alle Register: Beinahe 30 Grad werden gemessen. marie-Verkäufer Yesir Akadiri (31) trägt dennoch einen langärmligen Pullover. Er stammt aus dem westafrikanischen Benin – genauer gesagt aus der Hauptstadt Porto Novo, wo die Durchschnittstemperaturen im Jahr nur zwischen 28,8 und 34,7 Grad pendeln. Kein Wunder, dass ihm der Vorarlberger Sommer eher kühl vorkommt. Dennoch: Er mag den hiesigen Winter. „Ich liebe Schnee“, erklärt er. Der Mann mit der Rastafrisur zieht sein Handy aus der Tasche und präsentiert stolz ein Handy-Foto. Darauf ist er auf einem Rodel zu sehen. „Rodeln ist toll“, erklärt er in gebrochenem, aber durchaus verständlichem Deutsch. Dass der Winter hier so kalt ist, mache ihm nichts aus: Er ziehe einfach mehrere Pullis und Jacken übereinander an. Seit März zählt Yesir zum marie-Team. Er verkauft die Straßenzeitung vor dem Lidl in Frastanz. Kollegen hatten ihm zuvor von der Zeitung erzählt, sie erzählten: „marie ist schön“. Um hier zu arbeiten, nimmt der junge Westafrikaner täglich einen weiten Weg auf sich: Er wohnt in Landeck, fährt dort frühmorgens mit dem Zug nach Vorarlberg und kehrt spätabends zurück. Abgesehen von Sonntag sowie Montag und Freitag – an den beiden Wochentagen besucht er den Deutschkurs – steht er täglich mit der marie vor dem Lidl. Durch diesen Job hat er viele nette Menschen kennengelernt, was ihm sehr gefällt. Manchmal kann das Verkaufen aber auch anstrengend sein. Yesir sagt: „Nicht jeden Tag ist die Arbeit gut.“ Wohl jeder kann das vom eigenen Job auch bestätigen. Yesir lebt seit einem Jahr und acht Monaten als Asylwerber in Österreich. In seiner Heimat sei er bedroht worden, ein sicheres Leben sei nicht mehr möglich gewesen. Mehr möchte der junge Mann zu dem Thema nicht sagen. In Benin arbeitete er als Tischler. Das würde er hier auch gerne tun. Yesir ist Moslem. Fünfmal täglich betet er, einmal pro Woche besucht er in Frastanz die Moschee. Er ist also sehr gläubig – doch keineswegs engstirnig. Als das Gespräch auf andere Religionen kommt, sagt er: „Alles ist derselbe Gott.“
Ausgabestelle Dornbirn Kaplan Bonetti Sozialwerke Gilmstraße 7 Montag und Mittwoch 14 bis 15 Uhr und Freitag von 8 bis 9 Uhr Ausgabestelle Bregenz dowas, Quellenstraße 18 Montag und Donnerstag 8.30 bis 10.30 Uhr Ausgabestelle Bludenz do it yourself, Kasernstraße 5-7/3b Montag und Mittwoch 14 bis 16 Uhr Ausgabestelle Feldkirch Caritas-Cafe, Wohlwendstraße 1 Dienstag und Freitag 10 bis 12 Uhr Anzeigen Kontakt: anzeigen@marie-strassenzeitung.at Medieninhaber und Herausgeber Verein zur Förderung einer Straßenzeitung in Vorarlberg, ZVR-Zahl 359044778 6833 Klaus eMail: kontakt@marie-strassenzeitung.at Externe Beiräte Mag. Peter Mayerhofer, DSA Markus Hämmerle DSA Heidi Lorenzi, Dr. Claudio Tedeschi Druck: Russmedia Verlag GmbH, Schwarzach Auflage 20.000 Exemplare Erscheinungsweise monatlich Gestaltungskonzept Mario Lorenz (www.die3.eu) Layout/DTP Alexander Grass (www.die3.eu) Bildbearbeitung Fitz Feingrafik Bankverbindung & Spendenkonto Raiffeisenbank im Rheintal IBAN: AT94 3742 0000 0648 3580 BIC: RVVGAT2B420 © 2016 marie. Alle Rechte vorbehalten.
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Trauercafés
LIEBESERKLÄRUNG AN DIE FINNEN
Zeit und Raum für trauernde Menschen
Es ist gewiss nicht alltäglich, dass eine Vorarlbergerin ein Buch über Finnland schreibt und dafür noch von den Kritikern im ganzen deutschsprachigen Raum fast schon euphorisch gefeiert wird. „111 Gründe, um Finnland zu lieben“ (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) ist das Erstlingswerk von Tarja Prüß (47), die seit über 20 Jahren als Radio- und Fernsehredakteurin beim ORF in Dornbirn arbeitet. Als leidenschaftliche Fotografin mit finnischen Wurzeln bereist sie seit mehreren Jahren das ganze Land und veröffentlicht ihre Finnland-Erlebnisse auch in einem Blog. Die marie fragt sich: Liebe Frau Prüß, wann schreiben Sie das Buch „111 Gründe, Vorarlberg zu lieben“? Tarja Prüß: 111 Gründe, um Finnland zu lieben, Schwarzkopf & Schwarzkopf, 12,99 Euro
Ausweisnummer
Name für den Verein zur Förderung einer Straßenzeitung in Vorarlberg
Unterschrift
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26.11.15 08:05
26.11.15 08:05
Liebe Leserin, lieber Leser! Alle lizensierten marie-Straßenverkäufer sind mit einem Ausweis ausgestattet, den sie während ihrer Arbeit sichtbar am Körper tragen. Auf Verlangen werden sie diesen jederzeit gerne vorzeigen. Die marie-Straßenverkäufer verstehen sich nicht als Almosenempfänger, sondern als Teil eines wichtigen Projektes. Daher mögen sie mitunter kontaktfreudig sein. Sie werden aber nicht aufdringlich sein oder betteln. Herzlich, das marie-Team
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Trauernde sollen und dürfen sich jedoch die Zeit nehmen, ihre Trauer zu leben. Dabei kann der Austausch mit anderen Betroffenen hilfreich sein. Hospiz Vorarlberg lädt Sie ein, bei einem gemeinsamen Frühstück bzw. Nachmittagskaffee, sich mit Menschen zu treffen, denen das Gefühl der Trauer vertraut ist. In einer geschützten Atmosphäre sind Sie willkommen mit all Ihren Fragen und Gefühlen. Das Angebot richtet sich an trauernde Menschen – unabhängig davon, wie lange der Verlust zurückliegt und unabhängig von Konfession und Nationalität.
Der/die Inhaber/in dieses personalisierten Ausweises ist berechtigt die Vorarlberger Straßenzeitung marie im Rahmen der vereinbarten Richtlinien zu verkaufen. Verein und Projekt sind bei den Behörden des Landes Vorarlberg angezeigt. Weitere Information unter www.marie-strassenzeitung.at
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Die Trauer um einen nahestehenden Menschen bedeutet für die Zurückbleibenden oft nicht nur eine schwere, sondern manchmal auch sehr einsame Zeit.
Nähere Informationen und Termine in Dornbirn, Feldkirch, Lochau, Rankweil, Bludenz, Riezlern und Krumbach: Hospiz Vorarlberg T 05522-200 1100 E hospiz.trauer@caritas.at www.hospiz-vorarlberg.at
eine Aufgabe der Bezahlte Anzeige
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Durch Angst zur Freiheit Die Hörbranzerin Daniela Lais (35) lebt seit 15 Jahren vegan und ist Autorin von veganen Kochbüchern. Anlässlich des Weltvegantag am 1. November hat sie für die marie ein Plädoyer geschrieben. Sie erklärt, weshalb Menschenrechte und Veganismus so eng verknüpft sind und erzählt von ihren Erfahrungen. Text: Daniela Lais, Foto: privat
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enn man 15 Jahre vegan lebt, dann hat man Geschichten zu erzählen. Meine Geschichte ist eine, in der ich viele Hürden durchlaufen bin. In einer Zeit, in der Veganismus ein Fremdwort war, gehörte der tägliche Erklärungsmarathon zum Alltag. Darauf folgte verständnisloses Kopfschütteln meines Gegenübers. Die Einkäufe waren geprägt von hilflosen Versuchen, an pflanzliches Joghurt zu kommen. Heute erinnere ich mich noch an die langen Bestellzeiten, die mich oft vier Wochen warten ließen, bis ich endlich Sojajoghurt über mein Frühstücksmüsli kippen konnte. Der Job als Journalistin machte es nicht einfacher, man ist halt Außenseiterin, als Veganerin: Auf dem Fest zum „Senner des Jahres in Vorarlberg“ tut man sich nicht nur am Buffet extrem schwer. Zuerst vegetarisch, dann vegan, das war mein Weg auf dem Land, umzingelt von Milchkühen und Bauernhöfen, getrieben von ethischer Überzeugung und prallend auf die Verständnislosigkeit meines Umfelds. Selbst den Geschmack von Fleisch und Käse liebend, habe ich mich durchgekämpft, um das zu machen, was für mich richtig war und ist. Ein täglicher Balanceakt an Inhaltslisten-Leserei, Nahrungsmittelsuche und Rechtfertigung. Wenn dieser Tage Menschen meine Bücher kaufen, dann schmunzle ich. Nicht etwa darüber, weil ich meine Verkaufszahlen im Bild habe, ich schmunzle über die Tatsache dass die Leute wissen, was Veganismus ist und dass sie sich dafür interessieren. Es macht mich glücklich. Wenn man die Geschichte betrachtet, dann ist dieses Leben ein Prozess. Wir haben ein Frauen-Wahlrecht seit 1918 in Österreich, wir haben für Menschenrechte gekämpft und zum Teil gewonnen, für eine Befreiung der Sklaven im 19.Jahrhundert, für Demokratie und für Gleichberechtigung. Wenn ich von „wir“ spreche, dann spreche ich von der Welt. Das ist meine Anschauung der Dinge. Ich denke global, ich lebe global. Ich reise viel und gerne, und ich tauche in Kulturen ein.
Menschenrechte versus Veganismus
Aber was hat das eigentlich mit Veganismus zu tun? Veganismus bedeutet, das sagt zumindest Wikipedia, das Vermeiden
Daniela Lais reist gerne und lernt neue Kulturen kennen. Sie ist überzeugt davon, dass es sich lohnt, aus der Routine auszubrechen.
aller Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, oder aber die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten insgesamt. Ich sehe Veganismus als einen Prozess. Es ist eine stetige Entwicklung von etwas, das so viel Positives und Gutes in die Welt bringt, auch wenn wir uns damit vielleicht unseren täglichen Alltagskram verdrehen müssen. Ich bin mir sicher, es war immer so. Es war in jedem Prozess dieser Geschichte ein „raus aus den alten Normen und rein in Neues“. Wir sind verdammt noch mal nicht gut darin, weil wir Alltagstiere sind. Wir trotten jeden Tag in unser Stammcafé und trinken dort meistens das Gleiche (ich schließe mich da nicht aus), wir trotten zur Arbeit, wir haben unsere Routine und unseren Plan. Wie hart ist es, diesen zu durchbrechen. Wir haben keine Lust drauf, weil der gewohnte Gang der einfachere ist. Unser Leben läuft geregelt, und wir dulden keine Ausfälle, die diese Periode ins Wanken bringt. Ich möchte hier nicht nur ein Plädoyer für Veganismus
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schreiben, sondern parallel dazu ein Plädoyer für Veränderung. Wir mäandern durch den Tag, und die Wurst aufs Jausenbrot ist Teil davon, der Leberkäs-Semmel zu Mittag oder das Schnitzel am Wochenende. Wenn wir hinterfragen, dann fängt es an, weh zu tun, vielleicht nimmt es uns eine gewisse „Coolness“ oder es löst ein Abwehrverhalten in unserem Bekanntenkreis oder Familien aus. All das wollen wir vermeiden. Weil wir sind wie wir sind, Menschen die Angst vor Veränderung haben, Angst vor Wandel. Und das ist der Punkt. Hier trifft der Veganismus fast exakt die Flüchtlingsthematik. Wir haben Angst davor, dass unser Alltag zerbricht und wir ihn nicht mehr kitten können. Aber – ich plädiere für Veränderung, und Angst ist ein Teil davon. Es ist genau dieses eine Gefühl, durch das wir durch müssen, um an den Punkt zu gelangen, wo wir frei sind. Es gibt fast keine Freiheit ohne Angst und fast keine Freiheit ohne Veränderung.
Besserer Fußabdruck
Es wäre zu umfangreich, hier zu erklären wofür der Veganismus steht, er steht in Kürze für den besseren Fußabdruck (1 Kilogramm Rindfleisch erzeugt Treibhausgase wie bei einer 1600 Kilometer langen Autofahrt), für mehr Nahrung für die ganze Welt (78 Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche wird für Tierhaltung verwendet) und gegen Tierquälerei. Es gibt viele Formen von Veganismus, mein persönlicher ist ethischer Natur. Mein Veganismus ist umfassend, ich esse und trage nichts vom Tier, aber mache auch vor Menschenrechten nicht halt. Ich versuche, offen in Kulturen zu tauchen, ich fahre Rad statt Auto, ich steige zwar in den Flieger, um zu reisen, versuche aber, wann immer es geht, meinen Fußabdruck zu reduzieren. Ob es der Einkauf von Bio-Lebensmitteln ist, das Volunteering-Projekt, bei dem ich Burritos für Obdachlose in den USA rolle, mein Support von kleinen Businesses, mein Anti-Plastik-Vermeidungstick oder mein Mitgefühl für Menschen, die aus Kriegsgebieten fliehen. Alles ist vernetzt und verbunden. Tierrechte mit Menschenrechten und Ängste mit Freiheit. Es ist alles eine Frage der Zeit und des Mitgefühls, und je schneller wir Veränderung angehen, umso schneller können wir das Rad der Zeit drehen, für eine bessere Zukunft, für Menschen, aber auch Tiere.
Ja,
ich werde Mitglied im marie-Freundeskreis. Damit unterstütze ich die Arbeit von marie. Meine Jahresspende beträgt: 60,- Euro (Mindestbeitrag für Schüler/Studenten/Senioren) 100,- Euro
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Wir versichern, dass Ihre Angaben nur für interne Zwecke bei marie verwendet werden. Ihre Mitgliedschaft im Freundeskreis ist jederzeit kündbar.
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Geboren am 20. April 1981 in Bregenz, aufgewachsen in Hörbranz. Ihr Hauptwohnsitz ist in Hörbranz, einen weiteren Teil des Jahres verbringt Daniela Lais in Graz, den dritten Teil in den USA, in Portland, Oregon. Sie arbeitet als Autorin und freie Journalistin. Zwei Bücher hat die Vorarlberger Veganerin bereits herausgebracht: „Einfach vegan backen“ und „Vegane Lunchbox“. „Vegane Lunchbox“ wird im Frühjahr 2017 auch in den USA und Großbritannien auf den Markt gebracht. In Vorarlberg gibt es beide Bücher in jeder Buchhandlung zu kaufen.
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Facebook öffnet Tor ins Kloster
Das Leben im Kloster Mariastern-Gwiggen in Hohenweiler folgt klaren Ritualen und Regeln. An diesen hat sich seit der Gründung der Zisterzensierinnen-Abtei im Jahr 1856 wenig geändert. Doch gravierend gewandelt hat sich die Form der Kommunikation zwischen den Nonnen und den Menschen außerhalb der Klostermauern. Mit Schwester Anastasia (42) hat das Kloster sogar eine eigene Facebook-Beauftragte.
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Text und Foto: Frank Andres
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in Freudentag im Kloster Mariastern-Gwiggen. Schwester Emmanuela legt im Rahmen einer feierlichen Zeremonie ihre ewigen Ordensgelübde ab. Mitschwester Anastasia hält dieses selten gewordene Ereignis mit der Kamera fest. Am selben Abend postet sie ein Foto und einen kurzen Text auf der Facebook-Seite des Klosters. Die Resonanz ist überwältigend. Den Bericht „liken“ 71 Personen, über 6000 sehen ihn. „Das ist ein absoluter Spitzenwert. Über solche Zahlen kann ich nur staunen“, freut sich Schwester Anastasia. Seit einem Jahr ist Schwester Anastasia Facebook-Beauftragte des Klosters. „Ich habe das Gefühl, dass die Kirche diese Form der Kommunikation nach außen braucht. Wir erreichen damit auch Menschen, die der Kirche ansonsten fern stehen“, betont die gebürtige Schweizerin, die seit zehn Jahren in der Zisterzensierinnen-Abtei in Hohenweiler lebt. Facebook gebe ihr und den Mitschwestern die Möglichkeit, anderen mitzuteilen, „wie wir leben, was wir
machen, was es zu kaufen gibt“. Apropos kaufen: Kürzlich war auf der Facebook-Seite des Klosters – sie hat fast 700 Fans – folgendes zu sehen bzw. zu lesen: „Unsere süßen, jungen Laufenten verkaufen wir ab sofort für 15 Euro pro Stück. Ihre Lieblingsspeise sind Schnecken. Vielleicht wäre das auch etwas für Ihren Garten?“
„Ich hatte schon bei der Erstkommunion Klostergedanken.“ Durchschnittlich einmal pro Woche postet Schwester Anastasia einen Bericht auf Facebook. „Das ist die Vorgabe unserer Äbtissin“, betont die gebürtige Schweizerin. Dabei erlebe sie immer wieder sehr besondere Momente. „Es berührt mich, wenn jemand um ein Ge-
bet bittet. Manchmal gelingt es auch, einem Menschen einen sprituellen Impuls mitzugeben.“ Schwester Anastasias Interesse für moderne Medien kommt nicht von ungefähr. Journalismus war schon immer ihr großes Steckenpferd. Als Jugendliche gestaltete sie in ihrer Heimatstadt Solothurn die Jugendseite des Kirchenblatts, absolvierte ein Radio-Praktikum und arbeitete bei einem lokalen Fernsehsender. Aber, so fragt man sich, wie kommt eine junge Frau auf die Idee, als Nonne ins Kloster zu gehen? „Ich bin religiös erzogen worden und wurde Ministrantin. Ich hatte schon bei der Erstkommunion Klostergedanken. Ich empfand eine besondere Nähe zu Gott“, erinnert sich die heute 42-Jährige. Als Jugendliche entdeckte sie dann ihre große Liebe, die Liebe zu Jesus.
Existenzielle Krise
Aber erst ein schwerer Skiunfall vor 20 Jahren weist ihr den Weg ins Kloster. „Ich bin zehn Meter tief abgestürzt. Ich dachte in dem Moment, ich müsse jetzt sterben.
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TAGESABLAUF IM KLOSTER An Werktagen: 05.15 Uhr Vigil (Nachtwache) 05.45 Uhr Betrachtung 06.15 Uhr Frühstück 06.45 Uhr Laudes 07.15 Uhr Heilige Messe anschließend Terz, Arbeitszeit 11.05 Uhr Mittagshore 11.30 Uhr Mittagessen, Erholungszeit 13.15 Uhr Gemeinsame Rekreation 13.45 Uhr Arbeitszeit 16.40 Uhr Geistliche Lesung 17.20 Uhr Vesper 18.00 Uhr Abendessen 19.20 Uhr Komplet, Rosenkranz
An Sonn- und Feiertagen: 05.15 Uhr Vigil 06.20 Uhr Laudes 07.00 Uhr Frühstück 07.50 Uhr Terz 08.15 Uhr Heilige Messe 10.45 Uhr Mittagshore 11.30 Uhr Mittagessen 14.55 Uhr Rosenkranz 15.30 Uhr Gemeinsamer Kaffee 17.00 Uhr Stille Anbetung 17.20 Uhr Vesper 18.00 Uhr Abendessen 19.10 Uhr Komplet
Den Blick nach oben gerichtet: Schwester Anastasia lebt seit Jänner 2007 im Kloster Mariastern-Gwiggen in Hohenweiler.
Die Szenen meines bisherigen Lebens liefen wie im Film vor mir ab“, erzählt sie so lebhaft, als ob es gestern passiert wäre. Sie wird mit einer Gehirnerschütterung und einer Gelenkskapsel-Verletzung im Knie zum Arzt gebracht. „Dieser Vorfall hat mich in eine existentielle Krise gestürzt“, erklärt Schwester Anastasia. Erst als sie beginnt, Theologie und Ältere Deutsche Literatur zu studieren, kehrt der Friede in ihr Herz zurück. Nach dem Studium wird sie Pastoralassistentin, arbeitet mit Jugendlichen
zusammen. Im Rahmen eines FirmungsProjektes kommt sie 2005 zum ersten Mal ins Kloster Mariastern-Gwiggen. Ein Jahr später verbringt sie in der Abtei in Hohenweiler einen dreiwöchigen Urlaub. „Als ich die Heilige Messe besuche, weiß ich, das ist es.“ Sara Franz, so lautet ihr bürgerlicher Name, tritt am 6. Jänner 2007, im Alter von 32 Jahren, ins Kloster ein. Sie erhält bei der Einkleidung den Ordensnamen Schwester Maria Anastasia (die Auferstandene). Seitdem ist ihr Alltag von klaren Regeln
Das Kloster Gwiggen-Mariastern
die derzeit 18 Nonnen einen Klosterladen und ein Gästehaus. Das Wirtschaftsergebnis des Klosters wird unterstützt durch Einnahmen aus Paramentenstickerei, Wäscherei, Teppichweberei, Kunstgewerbe, Gartenbau und Obstkultur sowie wissenschaftlicher Tätigkeit, Veranstaltungen und der Aufnahme von Gästen. Für Frauen und Männer werden
Die Abtei Mariastern ist das Nachfolgekloster der drei im 13. Jahrhundert gegründeten Zisterzienserinnenabteien (Kalchrain, Feldbach und Tänikon) im Schweizerischen Thurgau. Neben den innerklösterlichen Tätigkeiten, wie beispielsweise der Hauswirtschaft, betreiben
und Abläufen (siehe Infobox) bestimmt. Sieben Tage die Woche heißt es um 4.45 Uhr aufstehen, Nachtruhe ist um 21 Uhr. „Dieser Rhythmus trägt mich. Ich möchte kein anderes Leben“, sagt Schwester Anastasia im Brustton der Überzeugung. Schließlich habe sie sieben Jahre Zeit gehabt, sich zu überlegen, ob sie wirklich Klosterschwester werden will. So lange dauert es vom Eintritt ins Kloster bis zum Ablegen des Ordensgelübdes.
ganzheitliche, also sowohl spirituelle als auch körperorientierte Kurse angeboten. Spezielle Programme sind Mitleben im Kloster für Frauen außerhalb der Klausur, Teilnahme am Chorgebet, Urlaub im Kloster, Einzelexerzitien, geistliche Begleitung, Tage der Stille. Mehr Infos: www.mariasterngwiggen.at oder auf Facebook
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Ein Team im gärtnerischen Einsatz (von links): Poldi, Hakim, Maik, Zivildiener Pascal und Reinhard. Seit Beginn des Projekts haben die BewohnerInnen des Bonetti-Hauses bereits über 600 Stunden in die Gartenarbeit investiert.
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Bonetti-Gärtner ernten Früchte ihrer eigenen Arbeit „Willst du einen Tag lang glücklich sein, betrinke dich! Willst du ein Leben lang glücklich sein, werde Gärtner!“ Getreu diesem chinesischen Sprichwort sind Bewohner des Bonetti-Hauses seit Sommer im gärtnerischen Einsatz. Foto: Frank Andres
A
us einer ursprünglich dschungelartig verwachsenen Fläche neben dem Parkplatz des Bonettihauses ist in den letzten vier Monaten ein kleines Gartenparadies entstanden. BewohnerInnen des Bonetti-Hauses haben auf freiwilliger Basis, ohne Budget und aus vielen geschenkten Materialien, Hoch- und Flachbeete gebaut. Nächstes Ziel ist die Errichtung einer Gartenhütte. Das Funadament aus Pflastersteinen ist bereits gelegt.
Schwarm-Intelligenz
Die Gestaltung des Bonetti-Gartens funktioniert nach dem Prinzip der
Schwarm-Intelligenz. Das bedeutet: Täglich sind andere Experten im Einsatz, fix im Team ist jeweils nur ein diensthabender Zivildiener. „Ich versuche zwar, die grobe Richtung vorzugeben, aber genieße es richtig, wenn ich sehe, dass das Projekt selbstständig funktioniert“, betont Bohuslav Bereta, der Initiator und Leiter der Kaplan Bonetti Wohnprojekte. Ziel sei es, nicht einen perfekten Vorzeige-Garten zu schaffen, vielmehr solle die Arbeit und Gemeinschaft Freude bereiten. „Durch die Arbeit im Freien sollen unsere BewohnerInnen in ihrer jetzigen Not auf andere Gedanken kommen. Zudem erhalten sie ein kleines Taschengeld“, erläutert Bereta. Wenn
ein Langzeitbewohner sich auf die Fertigstellung der Gartenumfassung am nächsten Tag freue, dann habe Bereta das Gefühl, dass es eine gute Idee war. Mehrfach seien auch Mitarbeiter im Garten in ein geregeltes Arbeitsverhältnis vermittelt worden. Ein wichtiger Nebeneffekt des Gartenprojekts ist die Versorgung der Bonetti-Küche mit frischem Gemüse. Heuer wurden bereits verschiedene Salate geerntet. Und wenn der Herbst halbwegs warm bleibt, dann können auch Spätkartoffeln dazukommen. Für das nächste Jahr wurde in Absprache mit dem Koch bereits einen ganze Liste von Gemüsesorten zusammengestellt, darunter Klassiker wie Karotten, Zwiebeln oder Tomaten.
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„Weil es einfach Sinn macht!“ Es gibt ein Leben nach dem Dachboden. Zumindest in Bregenz, wo in zwei Siebensachen-Kaufhäusern auch allerlei Gebrauchtes auf Re-Use, also auf sinnvolle Wiederverwendung, wartet. Betreiber INTEGRA setzt dabei auf Qualität und nachhaltige Wertschöpfung für die Region. „Es gibt Artikel, die sind gerade mal zwanzig Minuten bei uns ehe sie verkauft und wieder in Gebrauch sind“, so Alexander Riedl, seit 1. September neuer Bereichsleiter für Handel bei INTEGRA, der gemeinnützigen Gesellschaft für langzeitarbeitslose Menschen in Vorarlberg. Gemeinsam mit Arbeitsanleiterin Irene Matha führt er die Siebensachen-Kaufhäuser und hat dabei ein Ziel: „Wir wollen ein nachgefragtes Kaufhaus sein, in dem der kritische, umwelt- und qualitätbewusste Kunde ebenso fündig wird wie der Schnäppchenjäger, der Raritätensammler oder Menschen mit gerade knappem Haushaltsbudget.“ Basis dafür ist ein hochwertiges, immer wieder aktuelles und auch saisonal abgestimmtes Produktprogramm, das von Möbeln
über Kleidung, Textilien, Hausrat- und Dekoartikeln bis hin zur besonders nachgefragten Kinderabteilung reicht. Auch Eigenprodukte aus den INTEGRAFachbereichen wie Bilderrahmen, Selbstgenähtes oder Geschmiedetes sowie ökologische und fair gehandelte Produkte aus der Region werden bei Siebensachen verkauft. „Alles, was nachhaltig ist und im wörtlichen Sinne preiswert, also den Preis wert ist“, so Riedl.
Sinn macht Freude
Sinn macht das Siebensachen-Arbeitsprojekt von INTEGRA auf vielen Ebenen: Neben dem ökologisch wertvollen Gedanken der Abfallvermeidung und Wiederverwertung ist es vor allem die sinnvolle Beschäftigung für Menschen,
die aus verschiedenen Gründen in die Langzeitarbeitslosigkeit gerutscht sind. Aber auch Flüchtlinge oder aus dem Ausbildungssystem gefallene Jugendliche schnuppern hier erstmals oder wieder Arbeitsluft, bekommen Tagesstruktur, gesellschaftlichen Kontakt mit Menschen und eine neue Chance. Für Alexander Riedl und Irene Matha war das auch der Grund, nach langjährigen Karrieren in der Privatwirtschaft diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen: „Es macht einfach Sinn, und das macht Freude. Unseren Kunden und Mitarbeitern genauso wie uns selbst.“ Öffnungszeiten und weitere Infos zu Warenspenden oder Kooperation unter www.integra.or.at
Bild links: Arbeitsanleiterin Irene Matha und der Bereichsleiter für Handel bei INTEGRA, Alexander Riedl.
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Bild rechts: Das Team des Siebensachen-Kaufhauses in Bregenz.
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SCHRÄGE VÖGEL UND SCHACH BIS ZUM ABWINKEN Beim Freiluft-Schachbrett neben dem Wirtshaus am See in Bregenz wird Schach gelebt. Mit Zigarre im Mund, einer Bierdose in der Hand oder wild gestikulierend und lautstark diskutierend. Zuschauen, mitreden und mitfiebern ausdrücklich erwünscht.
16 / Johann Pühringer (linkes Bild) und Urs Wintschnigg (r.) vom Schachklub Bregenz gehören quasi zum Inventar beim Freiluft-Schachbrett beim Wirtshaus am See. Text und Fotos: Gernot Hämmerle
M
it Schach assoziiert der Durchschnittsbürger höchste Konzentration, Stille, Ernsthaftigkeit. Ganz anders, wenn man spätnachmittags oder abends bei den beiden Freiluft-Schachbrettern beim Wirtshaus am See in Bregenz vorbeischaut. Beim Lokalaugenschein der marie an einem angenehm warmen Septembernachmittag belagern 15 bis 20 Herren – die jüngsten Mitte 20, die Ältesten seit Jahren im Ruhestand – die beiden zirka vier mal vier Meter großen Schachbretter, bestehend aus weiß bzw. schwarz angemalten Steinplatten. Beim vorderen Spielfeld hat es sich Hund „Axi“ auf den freien Feldern a4 und a5 gemütlich gemacht. Der Spieler am hinteren Schachbrett, der offenbar gerade am Zug ist, sinniert
so laut vor sich hin, dass es selbst für schwerhörige Kiebitze (so nennt man die Zuschauer bei Brettspielen) kaum zu überhören ist: „Kann ich mir das erlauben? Zwei Bauern für eine schwache Königsstellung? Nein ich kann es mir nicht erlauben!“ Er macht einen Zug und beißt danach in seinen mitgebrachten Wurstsemmel. Heftiges Kopfschütteln und Gestikulieren bei den zuschauenden Experten am vorderen Schachbrett. Weiß hat soeben mit seinem Springer den schwarzen Springer geschlagen, Schwarz hat ohne zu überlegen zurückgenommen. „Was hättest du gemacht, wenn Weiß Te8 Schach gespielt hätte, hä?“ richtet ein Kiebitz seine Frage direkt an den Führer der schwarzen Steine. Dieser antwortet prompt: „Dann wäre ich mit dem König auf h7 ausgewichen, und der Angriff ist abgewehrt.“
Bei den Freiluft-Schachbrettern in Bregenz verstoßen die Schachspieler und auch die Kiebitze so ziemlich gegen alle Regeln des professionellen Schachspiels: Noch während die Partie im Gange ist, werden Züge in Anwesenheit der Spieler analysiert und diskutiert. Nur wenn einer gar zu viel dreinredet, hört man mal ein „Halt die Pappn“. Rauch- und Alkoholverbot existieren nicht. Harry Amann vom Schachklub Bregenz ist einer der Stammgäste bei den Schachbrettern am See: „Am frühen Nachmittag fangen meistens die Pensionisten an, dann kommen einige nach der Arbeit hierher zum Schachspielen oder Zuschauen. Manchmal gibt‘s auch noch Flutlichtspiele bis nach Mitternacht.“ „Und früher haben sie bei strömendem Regen mit Regenschirm bis in die Nacht hinein gespielt. Da sind schon ein paar
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„Früher haben sie bei strömendem Regen mit Regenschirm bis in die Nacht hinein gespielt.“ schräge Vögel dabei“, ergänzt Armin, ein leidenschaftlicher Hobbyschachspieler mittleren Alters, der keinem Verein angehört, weil er „einfach kein Vereinsmensch“ ist. Mache kommen extra mit dem Fahrrad aus dem benachbarten Deutschland, um genau hier beim Wirtshaus am See ein paar Schachpartien zu spielen, denn „diese Atmosphäre gibt‘s eben nur hier“. Sprach‘s und nimmt einen kräftigen Schluck aus seiner Bierdose. Der etwas vorlaute Führer der weißen Steine am hinteren Brett glaubt offenbar, in der Zwischenzeit eine Gewinnstellung erreicht zu haben. Stolz und lautstark verkündet er den Kiebitzen, wie er nun
in wenigen Zügen die Partie gewinnen wird: „Meine Idee ist es, diesen Bauern auf a5 zu holen, so einfach ist das. Und seine Dame steht ziemlich schlecht.“ Nach einem kurzen Schlagabtausch auf dem Brett gibt Weiß triumphierend und lautstark ein „Schach“ und gewinnt tatsächlich den Bauern a5. Doch ausgerechnet die „schlecht“ stehende schwarze Dame gibt dann ein überraschendes Schach mit darauf folgendem Figurengewinn. Der Vorlaute gibt auf und fordert gleich „Revanche“. Wenige Minuten später, nach den Zügen 1. e4 c5 2. Lc4 a6 3. Sf3 b5 4. Ld5 Sc6 5. Se5 Lb7 wird er aber schon im 6. Zug durch Lxf7+! matt gesetzt. „Revanche!“
Vorarlberger Schachtage vom 14. bis 18. Oktober Mit den Vorarlberger Schachtagen vom 14. bis 18. Oktober feiert der Schachklub Hohenems seinen 90. Geburtstag. Einer der Höhepunkte: Montag, 17. Okt, von 17.30-18.15 Uhr im Jüdischen Museum, die österreichische Schachlegende Andreas Dückstein im Gespräch mit Hanno Loewy. Montagabend (ab 20 Uhr) und Dienstag (ab 15 Uhr) ist ein Schnellschachturnier u.a. mit GM Rozentalis, GM Rotstein und IM Georg Fröwis. Dienstag 18.15 Uhr: Blitzschachturnier. / 17
S C HAC H - E C K E Filguth - De La Garza Mexiko, 1980
Bagirow - Cholmow Aserbaidschan, 1961
Gipslis - Kostro Russland, 1976
Weiß könnte die Damen tauschen, den Bauern auf f5 erobern und würde das Endspiel wohl gewinnen. Stattdessen fand Weiß einen überraschenden Gewinnzug, nach dem Schwarz sofort die Waffen streckte.
Materiell steht die Partie gleich und auf der einzigen offenen Linie scheinen sich die Türme zu neutralisieren. Und doch fand Schwarz einen studienartigen Zug, der die Partie sofort zu seinen Gunsten entschied.
Schwarz hatte soeben seine Dame von d8 auf d5 gezogen und damit die weiße Drohung Th3 verhindert (wegen Dxg2 matt). Welchen effektvollen kombinatorischen Schlag hat Schwarz dabei offensichtlich übersehen?
Weiß zieht und gewinnt
Schwarz zieht und gewinnt
Weiß zieht und gewinnt
Lösung 1. Dxh7+! Kxh7 1. 2. Th3+ Kg6 (oder Kg8) 3. Sxe7+ matt!
Lösung 1. ... Te2!! 0:1. Wegen 2. TxTe2 3. DxDc3 oder 2. DxDf6 TxTe1+ nebst gxDf6 oder 2. Da1 Dxf2+ nebst Dxg2 matt!
Lösung 1. Dh1!! und Schwarz verliert die Dame oder wird matt. 1. ... Dh5 2. g4! oder 1. ... Df6 2. Lg5 hxLg5 3. hxg5 Dxg5 4. Dh7+ matt!
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Nicht jeder ist seines Glückes Schmied Die gender-impulstage 2016 widmen sich im Oktober dem Thema Jugendarmut. Mindestens 1.045 junge Menschen in Vorarlberg waren im vergangenen Jahr armutsgefährdet. Der Schlüssel zur Lösung liegt in der Bildung - doch die ist für Jugendliche, die aus finanzschwachem Elternhaus stammen, oft schwierig zu bekommen. Text: Elisabeth Willi Foto: Frank Andres
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eder ist seines Glückes Schmied. Diese Redensart möchte Martin Hagen, Geschäftsführer der Offenen Jugendarbeit Dornbirn (OJAD) so nicht stehen lassen. „Er gilt nur für Menschen mit guten Voraussetzungen“, sagt er. Er muss es wissen, denn Martin Hagen arbeitet seit 25 Jahren mit Jugendlichen, die – wie er es nennt – armutsgefährdet sind. Den Begriff „arm“ verwendet der Jugendarbeiter nicht, er ist ihm zu stigmatisierend. Armutsgefährdete Jugendliche stammen zu einem überwiegenden Teil aus einem finanzschwachen Elternhaus. Sehr oft haben deren Eltern einen niedrigen Bildungsabschluss. Die jungen Menschen selbst besuchen meist ebenfalls keine weiterführenden Schulen. Eine gute Bildung jedoch würde das Risiko vermindern, in Armut zu geraten. Dass diese Jugendlichen keine großen Schulkarrieren anstreben, ist laut Martin Hagen keine Frage des nicht Wollens oder der Intelligenz: „Die Menschen sind alle gleich intelligent – der eine hat hier, der andere dort seine Talente. Diese Jugendlichen finden wegen verminderter Chancen nicht zur Bildung.“ Armutsgefährdete Eltern können sich weniger Bücher und kaum Nachhilfe für ihre Kinder leisten. Es ist ihnen oft auch nicht möglich, ihrem Nachwuchs bei den Hausübungen oder beim Lernen zu helfen.
Armut grenzt aus
Arm zu sein, bedeutet für Jugendliche viel mehr, als kein Geld für neue Klei-
Beim Qualifizierungsprojekt „job ahoi“ der Offenen Jugendarbeit Dornbirn werden Jugendliche unterstützt, eine Lehrausbildung oder eine Arbeit zu finden.
dung oder das neueste Smartphone zu haben. Jugendarmut grenzt aus. „Du kannst nicht mit auf Skiwoche, nicht in die Disko, nicht mit ins Kino. Dadurch gehen deine Freunde ohne dich aus“, sagt Martin Hagen. Smartphones besitzen die meisten Jugendlichen, auch armutsgefährdete. Aber: Junge Menschen verständigen sich heutzutage über Messenger-Dienste am Smartphone und brauchen dafür Internetzugang. Diesen können sich armutsgefährdete Jugendliche weniger leisten – und sind damit von der Plattform, wo sich ihre AltersgenossInnen digital treffen, ausgeschlossen. Weitere Auswirkungen der Armut sind laut Studien: erhöhte Krankheitsgefahr und längere Krankheitsdauer, Übergewicht, aber auch ein erhöhtes Risiko für Essstörungen. Der einzige Ausweg aus der Armut ist laut Martin
Hagen: Bildung, Bildung und nochmal Bildung. Der Geschäftsführer der OJAD plädiert deshalb auch für den Ausbau der Ganztagesschulen: „Hier haben alle dieselben Bedingungen fürs Hausübungen machen und zur Vorbereitung auf die Prüfungen“, erklärt Martin Hagen. „Das würde die Chancengerechtigkeit sehr erhöhen.“ Viele Kinder, die in einem finanzschwachen Elternhaus in kleinen Wohnungen aufwachsen, hätten nicht einmal einen eigenen Arbeitstisch, wo sie ihre Hausübungen erledigen können. Oft fänden sie auch keine Ruhe zum Lernen, da der Fernseher durchgehend laufen würde. In einer Ganztagesschule wäre das anders, ist Martin Hagen überzeugt, und Kinder aus armutsgefährdeten Elternhäusern würden die gleichen Lernbedingungen vorfinden wie Kinder aus reicheren Haushalten. „Dann würden sie exakt die selben Bildungs-
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Das Herz sprechen lassen
Bei der OJAD wird einiges angeboten, um die Situation armutsgefährdeter Jugendlicher zu erleichtern: Das beginnt damit, dass in dem Jugendhaus – wie auch in allen anderen in Vorarlberg – kein Konsumzwang herrscht. Da finanzschwache Jugendliche oft zu wenig Geld besitzen, um ihren Geburtstag oder ähnliche Anlässe zu feiern, bietet ihnen die OJAD Räume sowie Hilfe bei Organisation und Programm an. Beim Qualifizierungsprojekt „job ahoi“ renovieren junge Menschen alte, edle Holzschiffe
gender:impulstage 2016: Thema Jugendarmut Die heurigen gender:impulstage sind dem Thema „Jugendarmut“ gewidmet. Wie immer bei den gender:impulstagen geht es nicht nur um Mädchen, sondern um beide Geschlechter. Die Hauptveranstaltung findet am Dienstag, 25. Oktober, ab 13 Uhr, im Foyer der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn statt. Neben Fakten, Informationen und theoretischen
und Mädchen fertigen unter fachkundiger Anleitung Designertaschen. Und schließlich gibt es noch das Projekt Albatros, bei dem der Pflichtschulabschluss gratis nachgeholt werden kann. Und was kann jeder einzelne tun, wenn er bemerkt, dass ein Jugendlicher armutsgefährdet ist? „Man sollte sein Herz fragen und dieses auch sprechen lassen. Hilfreich sind kleine aufrichtige Gesten und Unterhaltungen, die zeigen ‚Ich sehe dich, ich bin da, wenn du etwas brauchst‘“, sagt Martin Hagen. Er warnt jedoch vor zu schnellen Urteilen und ungeschickten Almosen: „Armut ist immer auch mit viel Scham belastet“. Ganz praktisch könne über die Ju-
gendberatung abgeklärt werden, ob alle Unterstüztungsleistungen ausgeschöpft und beantragt wurden.
Inputs werden Methoden zur praktischen Umsetzung geboten. Zudem geben Good Practice Projekte einen Einblick in Möglichkeiten und Herausforderungen in der Arbeit mit Jugendlichen zum Thema Armut und Geschlecht. Die gender:impulstage werden vom Verein Amazone und dem Referat für Frauen und Gleichstellung veranstaltet. Im Rahmenprogramm stellen verschiedene Institutionen ihre Projekte zum Thema Armut vor – unter anderem auch die marie.
Die Teilnahme an den gender:impulstagen ist kostenlos. Anmeldung bis 18. Oktober beim Verein Amazone unter office@amazone.or.at oder 05574 45801. Im Vorfeld werden in Kooperation mit dem Spielboden Dornbirn von 18. bis 20. Oktober drei Filme zum Thema Mädchen- und Frauenarmut gezeigt: „Suffragette“, „Precious“ und „We want Sex“. Die Filme starten um 10 und um 19.30 Uhr. Weitere Infos unter www.spielboden.at
Foto: Offene Jugendarbeit Dornbirn Fotostudio Christine Kees
abschlüsse erzielen“, ist Martin Hagen überzeugt.
Martin Hagen, Geschäftsführer der OJAD.
Lösen Sie es in 60 Sekunden Beginnen Sie die Kopfrechnung mit der Zahl im Feld ganz links. Rechnen Sie von links nach rechts. Die Lösung im leeren Feld rechts eintragen. Jede Rechnung unabhängig von der Schwierigkeit sollte in weniger als 60 Sekunden gelöst werden. Keinen Taschenrechner verwenden! Die Lösung finden Sie am unteren Rand des Rätsels. Lösung
Für Anfänger
27
+19
÷2
+10
÷3
×9
-38
+25
÷2
-14 Lösung
Für Fortgeschrittene
13
zum Quadrat
+57
÷2
-43
+20%
÷3
×11
-168
10% der Summe
Lösung
Für Genies
÷3
zum Quadrat
-50% -209
Anmerkung der Redaktion: In der Aufgabe für Genies in der September-Ausgabe hat sich ein Fehler eingeschlichen: Es sollte heißen „+120%“ und nicht „120% der Summe“. Wir bitten um Entschuldigung!
÷3
+137 15% der Summe
+118
Quersumme davon
Lösungen: Für Anfänger = 29, Für Fortgeschrittene = 14, Für Genies = 10
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Dieter Prettenthaler mit seinen zwei Australian Shepherds Jorek und Jindalee (sind Geschwister, acht Jahre) und dem Norwegischen Lundehund Fengr (ein Jahr).
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„Hunde werden zu sehr vermenschlicht“ Dieter Prettenthaler (48) aus Hard ist seit sechs Jahren Hundetrainer. Die marie hat anlässlich des Welthundetages am 10. Oktober mit ihm über soziale Übersättigung, die Grenzen der Hundeliebe und was den Hund zum besten Freud des Menschen macht, gesprochen. Interview: Frank Andres, Foto: Christine Hemlep/hemlepfotografie.de
marie: Wie sind Sie auf den Hund gekommen? Dieter Prettenthaler: (lacht). Das ist ganz einfach. Ich bin als Kind schon mit Hunden aufgewachsen. Er war mein ständiger Begleiter. Der Hund gehörte zur Familie. Was macht den Hund zum besten Freund des Menschen? Seine Treue und Loyalität zum Menschen. Das ist ein Segen, aber gleichzeitig auch ein Fluch. Ich beobachte oft Leute, die schlecht mit ihren Hunden umgehen. Und trotzdem stehen die Tiere dem Menschen loyal zur Seite. Gibt es dafür eine Erklärung?
Der Hund ist über tausende von Jahren domestiziert worden. Er wurde vom Jagdgehilfen zum Partner des Menschen und steht ihm immer bei. Egal ob er ungerecht behandelt wird. Auf ihrer Homepage www.teamcaninvorarlberg.at findet sich ein Zitat des berühmten Verhaltensforschers Konrad Lorenz: „Es gibt wohl keinen Glauben, der niemals gebrochen wurde – außer dem Glauben eines treuen Hundes an seinen Herrn.“ Verbindet Hund und Mensch eine Art Liebe? Es ist eine Symbiose zwischen Hund und Mensch. Der Hund hat gelernt, dass der Kontakt zum Menschen vie-
le Vorteile bringt. Die Koexistenz mit dem Menschen bedeutete, dass sich der Hund im täglichen Leben weniger anstrengen musste. Mit welchen Sorgen und Problemen kommen Frauchen bzw. Herrchen zu Ihnen? Die meisten Menschen, die zu mir kommen, verstehen ihren Hund schlichtweg nicht. Ist die Problematik vergleichbar mit Problemen in einer menschlichen Partnerschaft? Das kann man nicht so einfach miteinander vergleichen. Wir sind Menschen und stammen vom Affen ab und
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„Den meisten Hunden, die in Griechenland, Spanien oder Portugal auf der Straße leben, geht es gut. Die laufen herum, holen sich ihr Futter aus den Mülltonnen und den Rest des Tages chillen sie.“
der Hund vom Wolf. Früher war der Mensch intensiver mit der Natur verbunden. Heute entfernt er sich immer mehr von ihr. Der Hund hingegen hat sich seine natürlichen Instinkte bewahrt. Das führt zu einer zunehmenden Kluft zwischen Hund und Mensch. Hund und Mensch verbringen oft viele Stunden am Tag gemeinsam. Besteht da nicht die Gefahr einer sozialen Übersättigung beim Hund? Das ist ein großes Thema. Heutzutage wird der Hund oft überallhin mitgenommen. Ins Gasthaus oder zum Einkaufen. Er wird permanent gestreichelt. Ihm fehlt jeglicher Freiraum. Er hat nicht die Möglichkeit, sich eine halbe Stunde zurückzuziehen und sich zu entspannen. Und da muss man sich dann nicht wundern, wenn der Hund beim gemeinsamen Spaziergang plötzlich davonrennt, um endlich einmal seinen Freiraum, seine Ruhe zu haben. Der Mensch setzt das Instrument der sozialen Zuwendung, des Streichelns, der Liebe, der Güte nicht gezielt ein. Hunde werden zu sehr vermenschlicht. Viele ältere Menschen in Alters- und Pflegeheimen haben kaum soziale Kontakte, fühlen sich einsam. Wie sehr kann ein Hund helfen, diese Isolation zu durchbrechen? Da leisten Hunde großartige Hilfe. Vor allem in Deutschland ist die tiergestützte Therapie viel weiter fortgeschritten, als bei uns in Österreich. Da kommen Teams mit ihren Hunden in Altenheime. Ich erkläre es Ihnen am besten an einem Beispiel: Ein älterer Patient soll nach einem Schlaganfall zum Physiotherapeuten. Er wird aufgefordert, mit seiner Hand einen Ball zu kneten. Doch
er weigert sich mitzumachen. Legt man aber stattdessen die Hand des Patienten auf ein Hundefell, beginnt er automatisch das Fell zu streicheln und zu kneten. Dann ist der Mensch ganz anders zu motivieren. Der Patient nimmt den Ball selbst in die Hand, wirft ihn und der Hund bringt ihn zurück. Was löst das Streicheln eines Hundefelles eigentlich beim Menschen aus? Beim Streicheln, Liebkosen und Kuscheln kommt es zur Ausschüttung des Kuschel-Hormons Oxytocin. Und was passiert beim Hund? Dasselbe. Aber wenn ich den Hund permanent streichle und knete, ihn also sozial übersättige, dann wird es ihm zu viel. Das richtige Maß ist entscheidend. Brauchen Hunde, die in Alters- bzw. Pflegeheimen im Einsatz sind, eine spezielle Ausbildung? Es ist grundsätzlich nicht jeder Hund dafür geeignet. Aber wenn ich ihn als Welpen so erziehe, dass er im Umgang mit Menschen gelassen und ruhig ist, dann braucht der Hund für das Altersheim keine Extra-Therapieausbildung. Ich mache öfters die Beobachtung, dass Hunde, die quasi gemeinsam mit Menschen auf der Straße leben, sehr entspannt sind. Täuscht dieser Eindruck? Nein. Ich gebe Kunden, die mit ihrem Hund fünf Mal die Woche zum Training gehen, den einfachen Tipp, sich einmal eine Reportage über Punks in Berlin im Fernsehen anzuschauen. Wenn Menschen am Rande unserer Gesellschaft mit ihren Listen- bzw. Kampfhunden unterwegs sind, dann sind diese Tiere völlig entspannt. Und diese Hunde haben noch nie eine Hundeschule besucht. Die Punks machen das einzig
Richtige. Sie lassen ihre Hunde ruhig und entspannt liegen, teilen sich das Essen miteinander, gehen gemeinsam eine kleine Runde und legen sich danach entspannt unter einen Baum. Sie machen im Prinzip nichts mit dem Hund. Auch den meisten Hunden, die in Griechenland, Spanien oder Portugal auf der Straße leben, geht es gut. Die laufen herum, holen sich ihr Futter aus den Mülltonnen und den Rest des Tages chillen sie. Diesen Hunden fehlt es eigentlich an nichts. Wo liegen für Sie die Grenzen der Hundeliebe? Ein Hund soll kein Partner- oder Kinderersatz sein. Ein Hund ist immer noch ein Tier. Ich liebe meine Hunde über alles. Sie dürfen zu mir auf die Couch, wenn ich sie dazu einlade. Sie dürfen auch Sonntagvormittag zu mir ins Bett, weil an diesem Tag wechsle ich meine Bettwäsche. Dann genieße ich es zehn Minuten lang mit meinen Hunden zu kuscheln. Die Hunde bekommen auch Essensreste vom Tisch. Das ist alles machbar und gut. Aber es gibt auch Regeln und Grenzen. Der Hund darf nicht einfach machen, was ihm gefällt. Wenn sich der Hund quasi für sein Tun immer selbst belohnt, ohne Sanktionen zu befürchten, dann ist der Mensch dem Hund nicht mehr Herr. Dann kann es passieren, dass Herrchen bzw. Frauchen vom Hund angeknurrt wird, wenn er von der Couch verscheucht wird. Ist für Sie ein Leben ohne Hund vorstellbar? Das ist für mich undenkbar. Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Der Hund steht mir immer zur Seite.
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Wo schenken nichts kostet
Im kostnix-Laden in Hard kommt jeder auf seine Kosten. Und das ganz umsonst. Text: Christine Mennel Foto: Frank Andres
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ama, ich brauche eine Tasche!“, ruft der blonde Knirps und saust durch die knapp hundert Quadratmeter des kostnix-Ladens in Hard. Heute ist Freitag, das heißt Großkampftag. Am Freitag kann jeder von 17 bis 19 Uhr gratis jeweils drei Dinge des täglichen Bedarfs mitnehmen. „Die Ersten stehen bereits um 15 Uhr vor der Tür“, erzählt Kurt Engstler. Er ist einer der Helfer und Teil eines 16-köpfigen Teams, das sich ehrenamtlich engagiert. Philosophie des Ladens ist es, Dinge weiterleben zu lassen und nicht wegzuwerfen, Bedürftige zu unterstützen und Menschen eine Beschäftigung zu verschaffen. Neben den ehrenamtlichen Helfern sind viele Flüchtlinge zur Stelle, die dem Team regelmäßig unter die Arme greifen. Seit 14 Monaten kommt Valid aus dem Irak, seit drei Monaten der Afghane Nasir Ahmat Refahi. Besonders wenn Übersetzer gebraucht werden, ist das Team froh über ihre zusätz-
lichen Helfer. „Die Kundschaft teilt sich auf “, sagt Kurt Engstler. Ein Drittel der Kunden sind Einheimische, ein Drittel kommt aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien und der Rest sind Flüchtlinge, die nicht alle deutsch sprechen.
Geben und nehmen
Jeden Dienstagvormittag, am Freitagabend und gegen Terminvereinbarung können Wertsachen gespendet werden. Alles wird angenommen, außer Möbel. Im Keller türmen sich Kleider, Geschirr, Bücher, Bilder. Im Laden wartet sogar ein altes Porzellan-WC auf seinen neuen Besitzer. Brigitte Schwendinger ist seit Beginn des Ladens vor zweieinhalb Jahren quasi die Bibliothekarin. Sie sortiert in einem Raum unermesslich viele Bücher, DVD´s und Spiele und kennt den Bestand genau. Monika Nenning ist zweimal in der Woche in der „Kleiderkammer“ im Einsatz, die um diese Zeit, nach über hundert Besuchern, einem Schlachtfeld gleicht. „Im Großen und Ganzen sind die Leute diszipliniert,“ re-
lativiert sie und ordnet einen Berg von durchwühlten Pullovern. „Toll ist, dass niemand den anderen Sachen neidig ist“. Der Besucherstrom reißt nicht ab. Jeden Freitag füllen sich die Räume aufs Neue. Mit Geschirr, Kleider, Spielsachen. Aber auch mit Menschen, für die der kostnix-Laden ein Mekka ist. Nicht nur, weil es alles gratis gibt, sondern weil eine besondere Atmosphäre in den Räumen herrscht. Hier wird angepackt, zusammengestanden, geholfen. Bernadette Hellein vom Organisations-Team bringt es auf den Punkt: „Es ist schön, wenn man etwas bringt. Aber es ist auch schön, wenn man etwas mitnimmt. So bekommt das Schenken eine ganz besondere Qualität. HINWEIS: Der kostnix-Laden hat jeden Freitag, 17 bis 19 Uhr, geöffnet. Er befindet sich im ehemaligen „Alma“-Gebäude in Hard, Oberer Achdamm 1. Jeden Dienstag, 8 bis 11 Uhr, am Freitag ab 18 Uhr und gegen Terminvereinbarung können Wertsachen gespendet werden.
Flohmarkt Zweimal im Jahr gibt es einen Flohmarkt, bei dem besondere Stücke verkauft werden. Mit dem Erlös werden Hilfspakete finanziert, die Menschen aus der Umgebung zugute kommen, die aber auch in die ganze Welt verschickt werden. Der nächste Flohmarkt findet am 21. und 22. Oktober , 9 bis 17 Uhr, im kostnix-Laden statt. Bei Fragen: 0677/61668426. Ohne sie läuft nichts. Die ehrenamtlichen Helfer im kostnix-Laden.
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Fabienne Landerer kocht und fotografiert leidenschaftlich gerne. Sie ist 19 Jahre alt, in Vorarlberg aufgewachsen und reist jetzt nach der Matura für ein Jahr in Europa herum. Sie verzaubert uns auch aus dem Ausland mit kunterbunten Rezepten. Aus ethischen und ökologischen Gründen verzichtet sie auf tierische Produkte. Fabienne verwendet Fleischimi–tate. Der Grund dafür: „Der Fleischgeschmack einer Soja-Wurst geht nicht auf Fleisch zurück, sondern auf ‚Umami‘, das herzhaft schmeckt. Ich möchte auch als Veganerin einmal etwas Herzhaftes, Deftiges essen.“
VEGANE LASAGNE Für 4 Personen. Kostet pro Person ca. 1,20 Euro. Werden die Zutaten als Bio-Produkte gekauft, belaufen sich die Kosten pro Person auf etwa 2,50 Euro.
Zubereitung:
Zutaten:
• 2 Packungen passierte Tomaten • ca. 100 g Sojagranulat • eine halbe Packung Lasagneblätter • Sojamilch oder Sojasahne • ein paar Knoblauchzehen • eine Zwiebel
• 2 EL Mehl • 1 EL Maizena • Salz • Pfeffer • Paprikapulver • Fleischgewürz • Italienische Kräuter • Pflanzliche Margarine oder Öl
Zuerst das Sojagranulat mit Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Fleischgewürz kräftig würzen, mit kochendem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten einweichen lassen. Dann mit einer klein geschnittenen Zwiebel und einer Knoblauchzehe in einer Pfanne mit Öl anbraten, bis es eine schöne dunkle Farbe bekommt. Anschließend die Tomatensauce hinzugeben, mit einem TL Zucker und etwas Salz und Pfeffer würzen und bei schwacher Hitze köcheln lassen. Am Schluss noch 2 EL getrocknete italienische Kräuter hinzugeben. Das Backrohr auf 180° C vorheizen. Für die Bechamelsauce in einem kleinen Topf auf schwacher Hitze vorsichtig etwas pflanzliche Margarine schmelzen lassen oder Öl erwärmen und 2 gepresste oder kleingeschnittene Knoblauchzehen kurz darin andünsten. Dann 2 EL Mehl und einen EL Maizena dazugeben und mit Sojasahne mit einem Schneebesen gut verrühren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer würzen und 10 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Dann eine Auflaufform abwechselnd mit einer Schicht Lasagneblätter, einer dünnen Schicht Bechamelsauce und einer Schicht Tomaten-Soja-Mischung füllen. Wenn fast alles aufgebraucht ist, die restliche Bechamelsauce über die gesamte Lasagne leeren und für rund 40 Minuten in den Ofen geben. Mit frischem Basilikum garnieren. Guten Appetit!
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Gsi
Bettler als Ebenbild von Jesu Christi 24 /
Bettler galten bis ins Spätmittelalter als unverzichtbar im Heilsplan. An ihnen konnten die Christen Nächstenliebe üben. Gegen Ende des Mittelalters änderte sich dies: Die Almosenvergabe wurde genau geregelt und auf die einheimischen Armen eingeschränkt. Text: Wolfgang Scheffknecht, Gemeindearchivar Lustenau; Bilder: Wikipedia
A
rmut ist in allen Epochen präsent, aber ihre Definition unterliegt einem ständigen Wandel. In der Antike und im frühen Mittelalter galt als arm, wer gezwungen war, für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten. Arbeit wurde negativ beurteilt. Unter dem Eindruck der christlichen Religion änderte sich das. In der Benediktinerregel wurde Arbeit als gottgefällig angesehen, und der berühmte Theologe Thomas von Aquin bewertete sie dann ausgesprochen positiv: Durch sie würde das zum Leben Notwendige geschaffen, und die Menschen würden vom Müßiggang und anderen Lastern abgehalten. Auch die Einstellung gegenüber Armut und Bettlern änderte sich. Bis ins Spätmittelalter galt der Bettler als Ebenbild Christi. In ihm konnte einem der
Das Bild „Verschiedene Arten der Kunst des Bettelns“ von Hieronymus Bosch zu Beginn der Neuzeit.
Herr entgegentreten. Bettler galten als unverzichtbar im Heilsplan. Sie ermöglichten es den Christen, tätige Nächstenliebe zu üben und halfen ihnen so, das Seelenheil zu erlangen. Die Vergabe von Almosen galt als individuelle Pflicht. Danach, ob der Bettelnde wirklich bedürftig war oder aus welchem Grund er in Armut geraten war, wurde nicht gefragt. Gegen Ende des Mittelalters änderte sich das grundlegend. Nun wurde die Almosenvergabe genau geregelt, und es wurde definiert, wer Anspruch auf Unterstützung hatte. Die Almosenvergabe wurde auf die einheimischen Armen eingeschränkt, fremde Bettler wurden dagegen davon ausgeschlossen. Diese Neubewertung von Armut und Betteln machte sich seit etwa 1500 auch im Bodenseeraum bemerkbar. 1524 beschloss der Rat von St. Gallen, dass es nur es noch den einheimischen Armen erlaubt sein solle, von Haus zu Haus
zu gehen, um Almosen zu erbitten. Ein Mandat für das österreichische Vorarlberg aus dem Jahr 1551 weist in dieselbe Richtung: In allen Städten, Gemeinden, Dörfern und Flecken mussten die einheimischen Armen in Listen erfasst werden, um „würdige“ von „unwürdigen“ Armen unterscheiden zu können. Als „würdig“ galten lediglich diejenigen, die ohne eigenes Verschulden in Armut geraten waren. Nur sie hatten Anspruch auf eine „gepürende handraichung“.
Ohne eigene Schuld verarmt
Fremde Bettler durften nur noch dann ins Land eingelassen und unterstützt werden, wenn sie nachweisen konnten, dass sie ohne eigene Schuld verarmt waren. 1557 wurden die Spielregeln noch weiter verschärft. Die einheimischen Armen, die auf Almosen angewiesen waren, mussten nun nicht nur überall aufgelistet und beschrieben werden, sie
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Ein Holzschnitt von 1485. Die Unterstützung von Hilfsbedürftigen wird hier als Christenpflicht dargestellt.
mussten überdies noch durch das Tragen eines Bettelzeichens kenntlich gemacht werden. In der Stadt Bregenz trugen die zugelassenen Armen im 17. Jahrhundert ein Täfelchen mit dem Stadtwappen an ihrer Kleidung, in der Herrschaft Bregenz eines mit dem österreichischen Wappen. Überall im Bodenseeraum traten ähnliche Regeln in Kraft. In Ravensburg mussten die geduldeten Armen Messingmarken mit dem Stadtwappen oder einem eingeprägten „R“ an ihren Gewändern tragen. Derartige Bettelzeichen wurden nicht unkontrolliert vergeben. Es wurden Kommissionen eingerichtet, welche die Armen begutachteten und entschieden, ob sie unterstützungswürdig waren und was sie als Unterstützung erhalten sollten. Auch die Vergabe der Unterstützung wurde zentral geregelt: In Vorarlberg mussten 1557 in jeder Pfarrei zwei ehrbare Männer ausgewählt werden, die jeden Sonntag stellvertretend für die Hausarmen von den Pfarrgenossen das Almosen erbaten und es anschließend unter den Armen verteilten. Nun wurden von den Almosenempfängern auch ganz bestimmte Gegenleistungen gefordert: Sie mussten tugendhaft leben, durften keine Wirtschaften besuchen und keinen Alkohol trinken. Nur an hohen kirchlichen Feiertagen war ih-
nen dies – allerdings sehr eingeschränkt – erlaubt. Außerdem mussten sie regelmäßig die Gottesdienste besuchen. Daher wurde das wöchentliche Almosen unmittelbar nach der Sonntagsmesse verteilt. Doch auch der Besuch zusätzlicher Gottesdienste war oft verpflichtend. In Bregenz mussten die Hausarmen die Jahrtagsmessen der Spender besuchen. Diese Regelung knüpfte zum einen an das alte Prinzip von Gabe und Gegengabe an. Wer Almosen spendete, konnte den Anspruch erheben, dass der Empfänger für sein Seelenheil betete. Gleichzeitig sollte sichergestellt werden, dass nur die Mitglieder der eigenen Konfession unterstützt wurden.
Fremde Bettler abgeschoben
Was aber geschah mit den fremden Armen? Sie verschwanden nicht einfach von der Bildfläche. Der sich langsam entwickelnde frühmoderne Staat wandte erhebliche Mühen auf, um sie aus dem Land zu weisen. Seit dem 18. Jahrhundert wurden regelmäßig so genannte Streifen durchgeführt, bei denen das ganze Land systematisch nach fremden Bettlern durchkämmt wurde. Die Aufgegriffenen wurden im günstigsten Fall über die Grenze abgeschoben. Aber auch schwere Strafen wie Ausstäupen (= eine Art Prügelstrafe), Brandmarkung, Verstümmelungen, Zwangsrekrutierung
zum Militär sowie in späterer Zeit Zuchthaus und anderes mehr drohten. Ja sogar mit der Todesstrafe mussten die Betroffenen im Extremfall rechnen. Freilich konnten die Zeitgenossen die Augen vor der Not Fremder nicht ganz verschließen. Konnten diese nachweisen, dass sie unschuldig in Not geraten waren und ein religiöses, ehrsames und fleißiges Leben führten, wurde ihnen ein befristeter Aufenthalt erlaubt und eine Unterstützung gewährt. Ihre Höhe wurde nicht nach dem Grad der Armut, sondern nach deren Grund bemessen. Als besonders unterstützungswürdig galten jene, die aus Treue zum rechten Glauben verarmt waren. In Vorarlberg waren das beispielsweise Evangelische, die zum katholischen Glauben konvertiert waren und deshalb ihre angestammte Heimat verlassen mussten, oder Juden, die zum Christentum übergetreten und daher aus ihrer Gemeinde ausgeschlossen worden waren. Hinter allen diesen Bestimmungen stand das Bestreben der normengebenden Gesellschaft, ihre Grundwerte wie Frömmigkeit, Fleiß, Disziplin und Mäßigung für alle verbindlich zu machen. Es ging darum, die Armen gewissermaßen zu erziehen und die soziale Kontrolle über sie zu gewinnen.
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Kultur
DER SOUNDTRACK EINER FLUCHT Der Frastanzer Musiker Robert Malakov (31) widmet sein erstes Solo-Album dem Thema der Stunde. Ende Oktober wird die erste Single des neuen Albums veröffentlicht.
Text: Thorsten Bayer Fotos: Petre Mathislav
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obert Matlaszkovszky – mit Künstlernamen Malakov – musiziert schon lange: Als Kind hatte der 31-jährige Frastanzer Klavierunterricht, es folgte ein Intermezzo an der Akustikgitarre. Seit sieben Jahren konzentriert er sich wieder auf das Piano, als Autodidakt. 2006 begann der gebürtige Hohenemser, in Wien Geschichte zu studieren. Doch die Musik ließ ihn nicht los: Kurz nach Studienbeginn entstanden die ersten Fragmente eigener Songs. 2009 nahm er mit einer Bekannten die ersten Demos auf. „Bis dahin hatte ich nicht gewusst, in welche Richtung es beruflich gehen soll“, sagt er heute. Nun hatte sich der Nebel gelichtet: Musik wurde das klare Ziel. Danach entstanden erste EPs und ein größeres Projekt mit dem Gitarristen Ekkehard Breuss, das gemeinsame Album „Acoustic Sessions“.
Wegweisende Begegnung
Vor fünf Jahren kam Malakov – sein Vater stammt aus Ungarn, der Name ursprünglich aus Polen – bei einer Zugfahrt auf das Thema seines nächsten Albums. Er hatte sich auf den Weg von Innsbruck nach Wien gemacht, um Freunde zu besuchen. Ein junger Mann, etwa Ende 20, setzte sich zu ihm, man kam ins Gespräch. Er war aus Afgha-
nistan geflohen und wollte in Wien als Erstes zur Polizei gehen. „Das ist keine gute Idee“, ahnte Malakov, der zunächst nicht wusste, was er tun sollte. Schließlich fiel ihm das Flüchtlingsprojekt Ute Bock ein: ein gemeinnütziger Verein in Wien, der unter anderem kostenlose Rechtsberatung anbietet. Ein Freund von Malakov holte die beiden am Westbahnhof ab und brachte sie zum Verein in die Zohmanngasse. Ein guter Schritt für den Afghanen, wie sich zeigen sollte: „Heute lebt er in Wolfsberg in Kärnten und ist verheiratet“, erzählt Malakov. Die beiden halten über E-Mail und Facebook sporadischen Kontakt.
Ausgereifter Pop mit Substanz
Das war die Initialzündung für ein neues Werk: „Wie verarbeite ich das Thema Flucht musikalisch?“ Entstanden ist in fünf Jahren das Konzeptalbum „Last Dance On This Earth“, das er als „Momentaufnahme der derzeitigen sozialen und ökologischen Umstände“ versteht: „Es bietet keine Lösungen, ich will auch niemanden belehren.“ Den Beitrag, den er als Künstler leisten kann, sieht er im Versuch, „die Welt von außen zu betrachten, eine andere Perspektive einzunehmen.“ Ein Singer-Songwriter, der politische Themen aufgreift, ohne selbst den Anspruch auf das Etikett „Politischer Künstler“ zu erheben. Stattdessen soll das Album Pop-Musik bleiben, Pop
mit Substanz. Musik, die nicht im großen Stadion, sondern eher im kleineren, intimeren Rahmen ihre Wirkung entfaltet. Die Musik ist zweifellos düster, die Endzeitstimmung beabsichtigt. Neben dem Thema Migration drehen sich die Songs um Gier und Ökologie. Momentan arbeitet Malakov, der seinen Lebensunterhalt durch einen Job im Supermarkt, als Tischtennistrainer und als Musiker bestreitet, noch im Studio von Manfred „Little“ Konzett in Eschen am Feinschliff. Der Studio-Inhaber und Co-Produzent, der mit Künstlern wie Marque, Peter Madsen und Matt Boroff zusammengearbeitet hat, ist viel beschäftigt und kann Malakov nur kurze Blöcke anbieten. Dadurch dauert das Ganze lange, doch für Robert hat dieser Rhythmus einen großen Vorteil: „Das kommt der Musik zugute, so kann sie reifen.“
Wurzeln in Pop, Blues und Soul
Zunächst komponiert Malakov die Musik, die Texte entstehen danach. „Ein Song ist wie ein Lebewesen, dem man die passende Nahrung zukommen lassen muss“, sagt er. Seine musikalischen Einflüsse sind sehr breit. An den Beatles schätzt er ihre „unglaubliche Kreativität“, Jimi Hendrix bezeichnet er als „Urgewalt, keiner zuvor hat auch nur ansatzweise die Gitarre so eingesetzt wie Hendrix“. Als weitere Referenzgrö-
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Lied „Scared“ vom neuen Album „last dance on this earth“ Scared of the dark Blood is running cold I freeze in the dark No one has been told This guy’s like a shark Selling our souls Making money out of lives Like a devil in disguise Bad smell’s in the air We are starving Ocean salt in our hair Life doesn’t mean a thing There’s nothing to share They have taken everything We have lost our dignity Now give us rights to be free
Malakov im Studio bei den Aufnahmen für „last dance on earth“. Die Lieder handeln nicht nur von Flucht, sondern auch den momentanen sozialen und ökologischen Umständen.
Freeze in the night On a boat very lost I can see death around I have no choice Give me some hope In this nightmare of life today Give me some faith To find a better place / 27
Deutsche Übersetzung des Liedes „Scared“
Studiobesitzer Manfred „Little“ Konzett und Robert Malakov. Das neue Album des Singer-Songwriters besteht aus Popmusik mit Substanz.
ßen nennt er die frühen Alben von Elton John und nicht zuletzt Soul-Größen wie Marvin Gaye, Curtis Mayfield und Aretha Franklin. Die Arbeit an diesem Album hat ihn – nicht nur wegen ihrer Dauer – viel Kraft gekostet: „Ich bin an Grenzen gegangen und daher froh, wenn es fertig ist“, gibt er zu. Doch seine Motivation in diesem langwierigen Prozess ist immer geblieben: „Vielleicht liegt es an meiner eigenen Familiengeschichte – mein Vater ist Anfang der 1970er Jahre aus Ungarn geflüchtet – , dass ich diese große Sensibilität für das Thema Flucht habe.“
HINWEIS: Hörproben von Robert Malakovs gesamten bisherigen Schaffen gibt es online auf www.soundcloud.com/malakov-art. Im Oktober wird die erste Single des neuen Albums auf Youtube (mit Video) und bandcamp.com veröffentlicht.
Angst vor der Dunkelheit Blut läuft kalt Ich friere im Dunkeln Niemandem ist erzählt worden Dass dieser Typ wie ein Hai ist Der unsere Seelen verkauft Und aus Leben Geld macht Wie ein Teufel in Menschengestalt Ein übler Geruch hängt in der Luft Wir verhungern Meersalz in unseren Haaren Leben bedeutet gar nichts Es gibt nichts zu teilen Sie haben alles genommen Wir haben unsere Würde verloren Jetzt gib uns Rechte frei zu sein Frösteln in der Nacht Auf einem ganz verlorenen Boot Ich sehe Tod um mich herum Ich habe keine Wahl Gib mir etwas Hoffnung In diesem Albtraum von Leben heute Gib mir etwas Glauben daran Einen besseren Ort zu finden
Veranstaltungskalender
VERANSTALTER AKZEPTIEREN DEN KULTURPASS FÜR FREIEN/ERMÄSSIGTEN EINTRITT Infos über den Kulturpass unter www.hungeraufkunstundkultur.at/ vorarlberg.html
Do., 6. Oktober, 19:30 Uhr, Spielboden Dornbirn, Eintritt: VK 6,-/AK 7,Euro
Fr., 7. Oktober, 19:30 Uhr, Sonnenbergsaal Nüziders, Eintritt: 25,-
PUTSCHVERSUCH IN DER TÜRKEI: URSACHEN, AKTEUERE, AUSWIRKUNGEN
Diesmal probiert der Kabarettist Josef Hader etwas, was viele Kollegen machen, er aber normalerweise nicht: Nummern spielen und dazwischen Lieder singen. Eine Benefizveranstaltung im Rahmen von Kultur.LEBEN.
Der Putschversuch von Teilen des türkischen Militärs hat die Türkei tief erschüttert. Die harte Antwort der Regierung ist eine „Säuberungsaktion“ gegen die Gülen-Bewegung und andere Oppositionelle. Wie ist die Türkei zu diesem Punkt gekommen und wohin steuert sie? Diese Fragen erörtert der Istanbuler Journalist Ercan Coskun, der als Redakteur für die Deutsche Welle in Bonn tätig ist.
Fr., 7. Oktober, 20:30 Uhr, Kammgarn Hard, Eintritt: Eintritt: 25,-/23,- Euro Foto: Veranstalter
Mi., 5. Oktober, 20 Uhr, Altes Kino Rankweil, VVK 15,- Euro
AYNSLEY LISTER
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Blues & Rock War der Sänger und Gitarrist in den Neunzigern noch ein absoluter Geheimtipp, so ist er mittlerweile ein echter Trendsetter in Sachen Blues und Rock. Zwischen Feuerzeug-Melancholie und Geradeaus-Rock ist bei Aynsley Lister alles dabei. Er variiert gekonnt zwischen den Genres, von Blues über Rock und Pop. Über 100.000 verkaufte Alben und Tourneen mit Legenden wie Lynyrd Skynyrd oder Robert Cray kann Aynsley Lister vorweisen.
BITORI
Die lebende Legende des Funaná, der fetzig-ekstatischen Tanzmusik der Insel Santiago (Kapverde). Der Meister des diatonischen Akkordeons ist mit diesem – von den portugiesischen Kolonialherren lange Zeit verbotenen – Musikstil groß geworden. Sein Begleiter, der charismatische Sänger Chando Graciosa, gilt als bester Funaná-Interpret aller Zeiten. Sitzenbleiben unmöglich. Dem Vorarlberger Verein „Nos ku Nhos“ ist es zu verdanken, dass diese herausragenden Künstler in der Kammgarn spielen.
ACH, ÖSTERREICH!
Sa., 8. Oktober, 20 Uhr, Egg Museum, Eintritt: 7,-/5,- Euro (Kulturpass frei)
BERGHOFER LIEST, SPRICHT UND LEBT SHAKESPEARE
„Den mach ich zum Gespenst, der mich zurückhält!“ In seinem neuesten Programm zeichnet Gerd Berghofer Shakespeares Leben nach. Der Zuschauer begegnet dem Königsmörder Macbeth ebenso wie dem König Lear, Julius Cäsar und Shylock aus „Der Kaufmann von Venedig“. Natürlich steht fest, dass es „die Nachtigall und nicht die Lerche“ war, denn auch das Liebespaar überhaupt, Romeo und Julia, darf ebenso wenig fehlen wie der Widerspenstigen Zähmung. Und, um mit Hamlet zu sprechen: Der Rest ist Schweigen. Doch nicht ganz. Das Programm präsentiert einen bunten Reigen an Figuren und viele Hintergründe zu den Stücken.
Mo., 10. Oktober, 20 bis 22:30 Uhr, Altes Kino Rankweil, Eintritt: VVK 7,80 Euro (zzgl. Gebühr)
WELLENTÄLER
Mi., 5. Oktober, 20:15 Uhr, Theater am Saumarkt, Feldkirch, Eintritt: 10,-/8,Armin Thurnher, Vortrag & Gespräch In seinem fulminanten Essay zeigt Armin Thurnher was es mit der Europaverdrossenheit auf sich hat und was man der Rechten politisch entgegensetzen sollte. Armin Thurnher, geboren 1949 in Bregenz, ist Mitbegründer, Miteigentümer und Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung Falter.
HADER SPIELT HADER
Foto: Veranstalter
Fr., 7. Oktober, 21 Uhr, Spielboden Dornbirn, Eintritt: VVK 12,-/ AK 15,Euro
AVEC & MANI ORRASON
Beeindruckende Songs entstehen oft Zuhause, aus dem Leben heraus. Avec verarbeitet oft schwierige persönliche Erfahrungen und Gefühle, die ihrer oft schwerwiegenden Bedeutung nach im Gegensatz zu den behutsam gezupften Saiten stehen. Support gibt‘s vom isländischen Singer/Songwriter Mani Orrason.
Der Dokumentarfilm „Wellentäler“ setzt sich damit auseinander, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen stetig von der Gesellschaft mit Vorurteilen und Barrieren belastet werden. Dieses Projekt wurde vollständig von drei Studierenden der Fachhochschule St. Pölten umgesetzt. Die Mitwirkenden im Film setzen sich aus Betroffenen, Angehörigen und ExpertInnen (Sozialarbeiterinnen, Ärzte, etc.) zusammen.
Di., 11. Oktober, 15 bis 16:30 Uhr, vorarlberg museum, Bregenz, Eintritt: frei
HOBBYS UND LEIDENSCHAFTEN
Erzählcafé Die Freizeitmöglichkeiten sind heute unüberschaubar. Wie war das früher? Wofür haben Sie sich interessiert: für Sport, Kultur, den eigenen Garten? Oder waren und sind Sie ein Sammler? Blieb überhaupt Platz für Hobbys oder galt vielmehr: „Schaffa, schaffa, Hüslebaua“? Das Publikum ist am Wort! Das Erzählen ist natürlich freiwillig, Zuhören hingegen Pflicht! Moderation: Manfred Welte.
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Mi., 12. Oktober, 19 Uhr, inatura Dornbirn, Eintritt: frei
Fr., 21. Oktober, 21 Uhr, Spielboden Dornbirn, Eintritt: VVK 13,-/AK 16,Euro
ERNÄHRUNG – EINFACH, GESUND, ABWECHSLUNGSREICH
Wieviel Wasser sollte ich denn nun am Tag trinken? Fünf Portionen Obst und Gemüse schaffe ich doch nie an einem einzigen Tag!? Und wieviel Zucker versteckt sich nun eigentlich in meinem Kirsch-Joghurt? Diese und andere Fragen, sowie Tipps für die Umsetzung von gesunder Ernährung erwarten Sie beim Vortrag mit Diätologin Kathrin Prantl. Voranmeldung unter naturschau@inatura. at oder +43 676 83306 4770.
Fr., 14. und Sa., 15. Oktober, 19:30 Uhr, Spielboden Dornbirn, Eintritt: VVK 7,-/AK 9,- Euro
WORTFÄRBEREI – LITERATUR TRIFFT SPIELBODEN
Die Wortfärberei, das frische Literaturformat am Spielboden, präsentiert Literatur in all ihren Formen. So trifft dieses Mal Literatur auf Illustration und Musik. Zwei Abende, die zeigen, dass Literatur Pfeffer im Hintern hat, zwei Abende, die uns von Indien und dem Iran über die Schweiz wieder nach Dornbirn bringen. Am 14. Oktober: Bianca Tschaikner: SAVARI (Illustrationen und Text) und Petra Nachbaur: LELE. SCHUNDHEFT NO. 11. Am 15. Oktober folgt Arno Camenisch: DIE KUR und DIE LAUNEN DES TAGES und Faber: ABSTINENZ. Programm und Moderation: Katharina Leissing
Mi., 19. Oktober, 19 Uhr, inatura Dornbirn, Eintritt: 5,- Euro
CHEMIKALIEN AUF UNSERER HAUT
Sind die Materialien unserer Bekleidung unbedenklich? Bunt, bügelfrei, wasserdicht und schadstofffrei – ist das überhaupt möglich? Worauf kann ich als Konsument achten, um qualitätsvolle und schadstoffgeprüfte Textilien zu erhalten? Dr. Michael Grünwald, Abteilungsvorstand Chemie und Umwelttechnik der HTL Dornbirn, gibt uns in seinem Vortrag Antworten darauf. Um Voranmeldung unter naturschau@inatura.at oder +43 676 83306 4770 wird gebeten.
TRÜMMER & FLUT
Foto: Veranstalter
Do., 20. Oktober, 19:30 Uhr, Spielboden Dornbirn, Eintritt: 8,- Euro
WE WANT SEX
Die Filmreihe, die der Verein Amazone gemeinsam mit dem Spielboden im Vorfeld der gender:impulstage 2016 zeigt, beleuchtet Lebenssituationen von Frauen und Mädchen, die Benachteiligungen erfahren und sich Rechte erkämpfen. In den 1960er-Jahren treten britische Näherinnen in einen Streik, um in Sachen Löhne und Arbeitsbedingungen wie ihre männlichen Kollegen behandelt zu werden. Der Film macht aus dem historischen Arbeitskampf eine unterhaltsame, von der Aufbruchsstimmung der 1960er-Jahre geprägte Sozialkomödie. Großbritannien 2010, 114 min, engl. O.m.U.
Do., 20. Oktober, 20 Uhr, Galerie allerArt Bludenz, Eintritt: frei
Das zweite Album der Hamburger Gruppe Trümmer heißt „Interzone“, und man spürt mit jeder einzelnen Note, dass die Basis dieser wahnhaften Explosionsmusik in zahlreichen Hamburger Nächten gelegt wurde. Zwar immer noch eindeutig im Post-Punk verhaftet, haben Trümmer ihr musikalisches Repertoire auf eine deutlich breitere Basis gestellt. Die österreichische Band „Flut“ lehnt sich mit ihrem Sound und der Art der Texte etwas an den oberösterreichischen Bandkollegen und Top-Aufsteiger „Bilderbuch“ an, aber ohne diese zu sehr abzukupfern.
Sa., 22. Oktober, 15 Uhr, Theater Kosmos, Bregenz, Eintritt: frei
FORTSETZUNG FOLGT...
Knapp 100 SchülerInnen aus Lustenau, Feldkirch, Bludenz und Friedrichhafen beteiligen sich beim Schreibprojekt „Fortsetzung folgt . . .“. Woche für Woche reichen sich die Klassen im Deutschunterricht eine Geschichte zum Weiterschreiben weiter. Begonnen wurde Mitte September. Es werden zwei gemeinsam geschriebene Fortsetzungsgeschichten entstehen, die nun bei einer Lesung vorgestellt werden. Veranstalter: Stadt Friedrichshafen und literatur:vorarlberg netzwerk.
KIRSTEN HELFRICH
Ende und Beginn In ihren Installationen, Videoarbeiten und Zeichnungen befasst sich Kirsten Helfrich vorwiegend mit existentiellen Erfahrungen. Sie thematisiert Schönheit und Hässlichkeit, Vergänglichkeit, Erinnerung und Tod. Die Materialien sind oft natürlich, und damit vergänglich. Sie kontrastieren den Anspruch der Kunst, die ewig sein will. Kirsten Helfrich lebt und arbeitet in Bregenz. Die Ausstellung dauert bis 27. November.
Do., 20. Oktober, 20:30 Uhr, Kammgarn Hard, Eintritt: 22,-/19,- Euro
DIE SCHURKEN
Odyssee „Die Schurken“ auf der Suche nach der schönsten Musik auf der Welt. Dabei müssen sie sich durch einen hohen Stapel Musik durchspielen: barocke Tänze, übermütige türkische Lieder, verträumte französische Musettes, Tango Nuevo aber auch Volksmusik! Ein berührender, witziger und fröhlicher Musikabend. Martin Scheling (Klarinetten), Stefan Dünser (Trompeten), Goran Kovacevic (Akkordeon), Martin Deuring (Kontrabass).
Foto: Veranstalter
Sa., 22. Oktober, 20 Uhr, Remise Bludenz, Eintritt: VVK 19,-/AK 16,Euro
TEVANA DUO, KAREN LUGO & ABBOS KOSIMOV
fremde.nähe Mit atemberaubender Virtuosität und spielerischer Leichtigkeit grooven Ingvo Clauder und Claudio Spieler lustvoll in ihrem urbanen Klanggarten umher. Zu einer innovativen Zusammenarbeit lädt das Duo Tevana die international renommierte Flamenco-Tänzerin Karen Lugo aus Mexiko und den musikalischen Botschafter Usbekistans – Doira-Maestro Abbos Kosimov – ein. Ihre Performance ist mitreißend, grenzüberschreitend und vor allem eins: ausgesprochen rhythmisch.
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Veranstaltungskalender
Di., 25. Oktober, 19:30 bis 21:30 Uhr, Jüdisches Museum Hohenems, Eintritt: 8,-/5,- Euro
BROKEN GERMAN
Lesung und Gespräch mit Tomer Gadi Der israelische Autor Tomer Gardi sorgte beim diesjährigen Bachmann-Preis für die eigentliche Überraschung – und eine ratlose Jury. Sein Buch „Broken German“ wäre ein ganz normaler, übermütiger und ungenierter Großstadtroman, wäre da nicht seine Sprache, die Sprache all dieser Migranten, die wie der Erzähler – »Das ist kein Deutsch!« – aus ihrer Sprache deportiert wurden. Um Reservierung wird gebeten. office@jm-hohenems.at, +43 5576 73989-0.
Mi., 26. Oktober, 17 Uhr, Frauenmuseum Hittisau, Eintritt: inkl. Führung: 10,- Euro
ICH, AM GIPFEL. EINE FRAUENALPINGESCHICHTE
Öffentliche Führung anlässlich der Finnisage der Ausstellung. Keine Anmeldung erforderlich.
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Hip Hop. Mit einer Mischung aus Hip Hop, Elektro und Punk klingt das auch noch extrem tanzbar. Saul Williams beschert ihm nicht nur in seiner Heimat großen Erfolg, sondern er schafft damit auch den Sprung über den großen Teich.
SPIELRUNDE AM MONTAFONERTISCH
Wir laden zur Spielrunde und wollen dabei schon fast vergessene Brett-, Karten-, Geschicklichkeits- oder lustige Unterhaltungsspiele neu beleben. Wer Interesse hat, kann auch gerne dazu seine Ideen inkl. Spielematerial einbringen oder sich neugierig auf diesen Spielenachmittag einlassen. Foto: Veranstalter
Fr., 28. Oktober, 20 Uhr, Remise Bludenz. Eintritt, Eintritt: VVK 10,-/ AK 12,- Euro
ROBB LIVE
Als Anlauf zum Debüt-Album im Herbst 2016 veröffentlichen ROBB im April ihre zweite EP namens „HEAT“. Die Songs sind die konsequente Weiterentwicklung des bisherigen ROBB-Sounds: Progressiver Soul mit starken Elektro Funk- und R&B-Einflüssen. Support: Urban Dedrite.
Sa., 29. Oktober, 21 Uhr, Spielboden Dornbirn, Eintritt: VVK 16,-/AK 19,Euro
AUSTROFRED ACADEMY
Foto: Veranstalter
Do., 27. Oktober, 21 Uhr, Spielboden Dornbirn, Eintritt: VVK 19,-/AK 22,Euro
SAUL WILLIAMS
Saul Williams, 1972 in Newburgh als Sohn eines Priesters und einer Lehrerin geboren, fordert auf seine rebellische und radikale Art politische Neuerungen in den USA und verurteilt den modernen
Derzeitige Fixtermine in der Tankstelle Bregenz, Deuringstraße 9 ZVIERE-KINDERCAFÉ
jeden Montag von 15 bis 17 Uhr / Weil die Jause der anderen immer besser schmeckt!
Jeden ersten Mittwoch im Monat, 15 bis 17 Uhr, Frühmesshaus Bartholomäberg. Eintritt: frei
Konzert, Kabarett Du träumst von der großen Karriere? Wenn du das hier liest, dann bist du deinem Ziel, ein Star zu werden, schon ein gewaltiges Stück nähergekommen. Denn Kursleiter Austrofred ist einer, der genau weiß, wovon er redet. Der Mann, den seine Fans nur den „Champion“ nennen, hat sich den Beruf des Rockkünstlers selbst beigebracht und es mit viel Disziplin ganz an die Spitze gebracht. Jetzt möchte er sein Wissen und seine Expertise mit angehenden Talenten teilen.
MEDITATIONSGRUPPE
jeden Montag um 18.30 Uhr
FRAUENCAFÉ
jeden Dienstag von 9.30 bis 11 Uhr zum Kennenlernen, Austauschen, Sprache lernen, gemeinsam Essen
SPORTNEIGUNGSGRUPPE
jeden Mittwoch ab 19 Uhr in der Turnhalle der HTL Bregenz, Michl-Felder-Str. 9
Jeden ersten Samstag im Monat, 9 bis 12 Uhr, Polytechnische Schule Feldkirch. Eintritt: frei
REPARATUR CAFE FELDKIRCH
Wenn Sie ein defektes Haushaltskleingerät, Kleinmöbel, Spielzeug oder etwas ähnliches zuhause haben, das sie gerne reparieren möchten, kommen Sie damit vorbei. Im Reparatur Café helfen ihnen Fachleute dabei. Kosten? Eine freiwillige Spende. Infos: Joachim Breuss, Tel. 0699 192 87 066.
Jeden ersten Montag im Monat, 19 Uhr, Theater am Saumarkt in Feldkirch. Eintritt: frei
KONTAKTCHOR LÄDT EIN ZUM „OFFENEN SINGEN“
Seit ein paar Monaten singen asylwerbende Menschen und anerkannte Flüchtlinge mit sangesfreudigen Leuten vor Ort in Feldkirch. Dieser neue Chor wird vom erfahrenen Chorleiter, Kolumnisten, Musiker und Autor Ulrich Gabriel geleitet. Jede/r ist eingeladen, sich dazu zu gesellen, zuzuhören, mitzusingen, Kontakt aufzunehmen.
MITTAGSTISCH
jeden Freitag mitkochen ab 10.00 / mitessen ab 12.00 – Bio-Regional-Fair / gib was es dir wert ist
LITERATUR TANKSTELLE
jeden 1. Dienstag im Monat, 19 bis 21 Uhr
NÄHWERKSTATT
jeden 1. Freitag im Monat, 15 bis 18 Uhr. Nähmaschinen und Know-How vorhanden, Material selbst mitbringen!
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VORARLBERGRÄTSEL 15 13
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1. Fluss durch Bludenz und Feldkirch 2. Standort des Güterbahnhofs 3. Landespatron Vorarlbergs (Heiliger...) 4. Berg im Rätikon 5. Dichter und Komponist der Landeshymne (Anton...) 6. Wahrzeichen von Feldkirch (siehe Bild) 7. Sitz des Gerichtsbezirks Montafon 8. Bezeichnung für Vize-Landeshauptmann 9. Mädchenzentrum in Bregenz 10. Bevölkerungsreichstes Großraumgebiet 11. Sehenswürdigkeit in Rankweil 12. Landesstraße 200 2 13. Erstes Wort der Landeshymne 14. Westlichstes Bergdorf im Klostertal 15. Häufigster weiblicher Vorname in Vbg (1984 - 2014) 16. Vorarlberger Edelschnapsbirne
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14 Lösung 1. Ill, 2. Wolfurt, 3. Josef, 4. Zimba, 5. Schmutzer, 6. Schattenburg, 7. Schruns, 8. Landesstatthalter, 9. Amazone, 10. Rheintal, 11. Basilika, 12. Bregenzerwaldstrasse, 13. Du, 14. Stuben, 15. Julia, 16. Subira
Foto: Schlaier
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schuster-grafik.at
Ganz Lustenau trägt Pink 1. bis 16. Oktober 2016 Lustenau ist 2016 die Vorarlberger Gastgeberin für die Pink Ribbon Tour der Österreichischen Krebshilfe. Mit Information und Unterhaltung stellt sich die Gemeinde zwei Wochen in den Dienst der guten Sache. Mit dem Pink Bändli, einem exklusiv in und für Lustenau designten Stickerei-Armband, setzen Sie ein sichtbares Zeichen gegen Brustkrebs und unterstützen Brustkrebspatientinnen direkt. Erhältlich bei 15 Lustenauer Händlern, bei der Information im Rathaus, in der Bibliothek und bei allen Veranstaltungen gegen eine Spende von 5 Euro. Der gesamte Erlös geht an die Krebshilfe Vorarlberg. Freitag, 30. September Austria Lustenau trägt Pink 18.30 Uhr, Reichshofstadion Die Ballkinder gehen in Pink, der Austria Kurier berichtet und die Krebshilfe Vorarlberg informiert im Austria Dorf. Tipp des Tages: Erstehen Sie ein Pink Bändli im fliegenden Verkauf oder beim Infostand! Samstag, 1. Oktober Pink Ribbon Tour Stopp 8-12.30 Uhr, Kirchplatz 11.30 Uhr: 230 pinke Luftballons steigen in den Himmel als Zeichen der Solidarität mit jeder im Vorjahr neu an Brustkrebs erkrankten Frau in Vorarlberg. Mit vielen Gästen und Informationen, Pink Bändli und Verkostung des eigens kreierten Pink Riebl. Samstag, 1. Oktober Femail trägt Pink 10-12 und 14-16 Uhr Kindergarten Rheindorf Weibliche Krebserkrankungen Kostenlose Beratung durch Dr.in Karin Frischeis-Bischofberger und Dr.in Elif Kizilboga in den Sprachen Deutsch und Türkisch (14-16 Uhr), übersetzt ins Arabische (10-12 Uhr) Montag, 3. Oktober Fachvortrag Prim. Dr. Hans Concin Frauen-Vorsorge und Brustkrebsfrüherkennung 19 Uhr, Im Schützengarten Eintritt frei! freiwillige Spende zugunsten der Krebshilfe Dr. Hans Concin, Vorstandsmitglied der Krebshilfe Vorarlberg, informiert umfangreich zum Thema Vorsorge für Frauen, Brustkrebsfrüherkennung sowie das Mammographieprogramm und HPV. Im Anschluss an den Vortrag sind Sie herzlich eingeladen, dem Referenten Ihre Fragen zum Thema zu stellen.
Bezahlte Anzeige
Dienstag, 4. Oktober Film „Ma Ma“ 20 Uhr, Kinothek Eintritt 8 Euro
Sonntag, 16. Oktober Ganz Lustenau trägt Pink Charity-Jazz-Brunch mit der Swing-WerkBig-Band, 10.30 Uhr, Reichshofsaal
Magda (Penélope Cruz), die Mutter eines kleinen Sohnes, verliert nach der Krebsdiagnose zwar eine Brust, doch sie findet dafür etwas anderes: Eine neue Liebe. Bei den Goya Awards 2016 wurde Penélope Cruz als beste Schauspielerin und Alberto Iglesias für die beste Filmmusik nominiert. Sonntag, 9. Oktober Die Luschnouar Kilbi trägt Pink 10.15 Uhr im Zentrum Pink Riebl, Rosé-Wein, Pink Luftballons und Pink Bändli am Stand der Krebshilfe Vorarlberg. Der Kilbikrôm für die gute Sache: Erstehen Sie ein Pink Bändli im fliegenden Verkauf oder beim Infostand!
HERN! K A R T E N S IC Eintritt 25 Euro für Erwachsene zugunsten der Krebshilfe Vorarlberg, freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre! Kartenvorverkauf bei allen Pink Ribbon-Veranstaltungen, bei der Information im Rathaus und bei der Krebshilfe Vorarlberg 17 Musiker an vier Trompeten, fünf Saxophonen, vier Posaunen und einer Vierer-Rhythmusgruppe spielen ein „Tribute to Freddie Mercury“. Schmuggler-Wirt Marcel Lerch verspricht einen köstlichen Brunch.
Dienstag, 11. Oktober Dokumentation „Rope of Solidarity“ 20 Uhr, Kinothek Eintritt frei! freiwillige Spende zugunsten der Krebshilfe in Anwesenheit von Filmemacherin Gabriele Schärer Hundert von Brustkrebs Betroffene aus ganz Europa steigen auf das 4.192 Meter hohe Breithorn bei Zermatt. Ihre Geschichten schildern, wie eine schwere Krankheit das Leben verändern kann.
www.lustenau.at
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