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aufg'weckt 2011

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Weckrufzeitung der Stadtkapelle Friedberg I 5. Ausgabe I Jahrgang 2011 I www.stadtkapelle.friedberg.at

Die Stadtkapelle Friedberg im Wechsel der Jahreszeiten 1


Durch das Jahr mit der Stadtkapelle Friedberg Fad wird uns nicht. Das stellen wir spätestens dann fest, wenn jedes Jahr im Februar bei unserer Jahreshauptversammlung die Proben- und Ausrückungsstatistik des abgelaufenen Jahres vorgetragen wird. Im Schnitt treffen wir uns nämlich drei Mal pro Woche zum gemeinsamen Musizieren. Bereits nach den Weihnachtsfeiertagen beginnt die Probenarbeit für unser alljährliches Frühjahrskonzert. Im Anschluss an das Konzert ist unser musikalischer Alltag von Prozessionen und Weckrufen geprägt. Konzertwertungsspiele bzw. Marschwertungen finden meist ebenfalls im Frühling oder im Frühsommer statt. Im Sommer gibt es dann eine kurze musikalische Pause – abgesehen von einigen Frühschoppen oder sonstigen Festivitäten wie vereinsinterne Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder dergleichen. Unser traditionelles Oktoberfest veranstalten wir im September. Im vergangenen Herbst haben wir intensiv an unserem CDProjekt gearbeitet, was eine besondere Herausforderung für uns war. Ja und dann sind wir bereits fast im Advent angekommen … und so neigt sich das Jahr mit dem Adventsingen und unserer Weihnachtsfeier dem Ende zu! In der vorliegenden Ausgabe unseres Weckrufmagazines finden Sie einen Querschnitt unserer Aktivitäten des letzen Jahres. Hier erfahren Sie, was wir machen, wenn Sie uns nicht musizierenderweise in unserer schönen Tracht vor Ihrem Haus erblicken.

Inhaltsverzeichnis

03 Die Bayern kommen!

45 Jahre Städtepartnerschaft

04 Musikerportrait:

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Johann Prenner

Wertungsspiele für Blasmusik: Bezirks-Marschmusikwertung in Friedberg

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Der musikalische Nachwuchs der Stadtkapelle Friedberg

Trompete und Flügelhorn

09 Instrumentenvorstellung: 10

Gastkommentar von Thomas Hofstädter: The Making of „fried(berg)liche Weihnacht“

12 Azis Kolumne

„Die 4 Jahreszeiten“

Musikerausflug nach Prag

Hochzeitspaare 2010

Was für's Köpfchen Humor und Denksport

12 Reisebericht:

14 Society-Report: 15

Diese aufg‘weckt-Ausgabe widmen wir daher dem musikalischen Jahr – von Frühjahrskonzert bis Adventsingen und allem, was sich dazwischen sonst noch so ausgeht! Wir wünschen Ihnen einen schönen Sonntag und vor allem viel Freude beim Lesen der Weckrufzeitung! Ihre aufg‘weckt-Redaktion

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Impressum Aufg’weckt – Weckrufzeitung der Stadtkapelle Friedberg, 5. Ausgabe, Jahrgang 2011, Erscheinungsweise: 1 x jährlich, Erscheinungsort: Friedberg, Herausgeber: Stadtkapelle Friedberg, Verteilung bei den Weckrufen in Friedberg, Schwaighof und Ehrenschachen; Redaktion: Maria Bischof, Martin Auerböck, Thomas Kremnitzer, Michaela Reiterer; Konzeption und Layout: Maria Bischof; Fotos: Stadtkapelle Friedberg, Privatarchive, MV Dechantskirchen, Johannes Peter Piebel, iphotostarkl, Fotolia; www. stadtkapelle.friedberg.at


Stadtkapelle Friedberg

Oktoberfest in der Festhalle Friedberg 24. – 25. September 2011 Juni 1994: großes Musikertreffen in Friedberg (Stmk.) mit Gästen aus dem bayerischen Friedberg, die sich im Gegensatz zu den übrigen Musikkapellen von einem plötzlichen Regenschauer nicht einschüchtern ließen!

„Ein grenzenloses Vergnügen“ für mehrere hundert Zuhörer war das Jubiläumskonzert in der Stadthalle, welches neben den Gastgebern von den Partnerschaftskapellen aus Völs und Friedberg/Stmk. bestritten wurde. Zum Trommelwirbel von Hans Rabl marschierten 110 Musiker in den geschmückten Saal … Die Gäste aus der Steiermark und aus Südtirol hatten jeweils ein Fässchen Wein mitgebracht, was dem Vorsitzenden Dietmar Limmer fast schon unangenehm war und zu der Klarstellung veranlasste: „Wir können auch nüchtern spielen.“ (Zitat aus dem Buch „Die Stadtkapelle“ von Hans Rabl und Ingo Aigner)

45-jähriges Jubiläum:

Steirisch-bayerische Freundschaft So wie in diesem Ausschnitt wirklich gut beschrieben, pflegt unsere steirische Stadtkapelle mit der Stadtkapelle Friedberg/Bayern eine nun schon jahrzehntelange Partnerschaft. Seit vielen Jahren ist die Freundschaft geprägt durch gemeinsames Musizieren und so mancher geselliger Feierstunde. Eine Vielzahl von Besuchen in Bayern und in der Steiermark zu unterschiedlichsten Anlässen wie Konzerten und Frühschoppen, aber auch Hochzeiten vertieften die Freundschaft immer aufs Neue.

Die Partnerschaft der beiden Städte, die 1966 mit dem Fußballturnier „Viermal Friedberg“ begann feiert im heurigen Jahr 2011 Jubiläum. Aus diesem Anlass wird es einige Veranstaltungen in den beiden Friedbergs geben. Auch die Freundschaft der beiden Kapellen kommt dabei nicht zu kurz. Die Stadtkapelle aus Friedberg/Bayern wird uns beim Oktoberfest besuchen und zum zünftigen bayerischen Frühschoppen aufspielen.

Die Stadtkapelle Friedberg/Bayern mit ihrem Dirigenten Friedrich Michelitsch und ihrem Vorsitzenden Oliver Limmer ist eine Kapelle, die bei ihren Auftritten traditionelle und moderne Blasmusik gut unter einen „klingenden Hut“ bringt. Ist für uns steirische Musiker das Frühjahrskonzert der Höhepunkt des Jahres, so haben sich die Bayern den Herbst für ihr Konzert als Highlight des Jahres ausgesucht. Die Musikerinnen und Musiker in Bayern sind natürlich das ganze Jahr musikalisch im Einsatz, wie eine lange Liste an Terminen auf der Homepage unserer bayerischen Freunde zeigt. Das blasmusikalische Leben in Bayern und der Steiermark ist also zur Freude des Publikums hier und dort wohl dasselbe.

All diese Gemeinsamkeiten verbinden die beiden Kapellen und die beiden Städte. Wir freuen uns daher im heurigen Jahr das 45-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Friedberg/ Bayern und Friedberg/Steiermark mitfeiern zu können und unsere bayerischen Musikfreunde begrüßen zu dürfen.

Samstag, 24.09. ab 16 Uhr: Musi-Heuriger Musik: Die Steirische Streich anschließend Tanz und Unterhaltung

Sonntag, 25.09. ab 10 Uhr: Bayerischer Frühschoppen mit der Stadtkapelle Friedberg (Bayern) und bayerischen Köstlichkeiten

Gutschein für eine Bayerische Brezel Kupon ausschneiden und beim Oktoberfest-Frühschoppen am 25. September 2011 einlösen!

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Die Töchter gratulieren zum 50er

Keine Feier ohne Musik!

Auf diesen M

Musikerportrait: In seiner musik vorübergegangen. Und trotzdem und Ausrückungen dabei zu sein.

Wir haben im Familienalbum geblättert und einige Erinnerungen an vergangene Zeiten gefunden! links oben: Natalie als aktive Musikerin beim Faschingsumzug als Feuerwehrmusikerin rechts oben: Daniela ganz stolz mit Querflöte in ihrer ersten Musikertracht links: Familie Prenner (Daniela, Ludmilla, Hans und Natalie) unten: mittlerweile musizieren auch schon die Enkelkinder!

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Wie bist du eigentlich zur Blasmusik gekommen? Hans: Eigentlich durch meinen Bruder. Dieser lernte Bariton und spielte im Bereich der Tanz- und Unterhaltungsmusik, war aber auch Mitglied bei der Kapelle meines Heimatortes, St. Lorenzen am Wechsel. In musikalischer Hinsicht war mein Bruder quasi ein Vorbild. Er war um sechs Jahre älter, und ich habe bereits als kleiner Junge versucht ein Blasinstrument zu erlernen.

War es früher schwieriger ein Instrument zu erlernen als heute? Hans: Auf jeden Fall. Grundsätzlich war es sehr schwer einen Lehrer, d.h. Kapellmeister, für die Ausbildung zu finden. Mein Bruder konnte damals den Ka-pellmeister von St. Lorenzen Norbert Faustmann (vlg. Wolfschneider) überreden mich zu unterrichten. Es war damals keine einfache Zeit. Mein Vater war eigentlich dagegen, da am Hof immer wieder Arbeit anfiel, und keine Zeit für musikalische Dinge war. Als Musiker ist man oft unterwegs und natürlich wenig zu Hause. So versuchte ich im Geheimen Unterricht zu nehmen. Abends kletterte ich aus dem Fenster, um nach einem dreiviertelstündigen Fußmarsch durch den Wald meinen Lehrmeister zu besuchen. Ich habe mich oft gefürchtet, es war stockfinster und besonders im Winter bei Eiseskälte war diese Zeit sehr anstrengend. Begonnen habe ich eigentlich mit der Trompete, bis meine Mutter mir vom „Eigeld“ ein Flügelhorn kaufte. Wir hatten damals Sommergäste aus Wien auf unserem Hof. Einer der Gäste brach-


Frühschoppen in den frühen 1980er Jahren.

Hans und sein ehemaliger Registerkollege Franz Riegler

Mann ist Verlass!

kalischen Laufbahn sind schon mehr als 40 Lenze wird er nicht müde, so oft es geht bei allen Proben . Johann Prenner im aufg‘weckt-Interview! te mir das Instrument mit. Dieses Instrument gibt es auch heute noch und zwar hat es mir Franz Putz aus Schwaighof abgekauft.

Was hat sich in den letzten 40 Jahren in der Blasmusik verändert? Merkt man diese Unterschiede auch bei uns in der Kapelle? Hans: Es hat sich eigentlich sehr viel verändert. Was mich beeindruckt, ist die tolle Jugendarbeit. Im Gegensatz zu früher erhalten die Jugendlichen eine tolle Ausbildung. Dadurch ist auch das Niveau angestiegen. Es gibt vielmehr zu spielen und es ist natürlich schwierig diesen Standard zu halten, speziell wenn man ins fortgeschrittene Alter kommt.

Was genau gefällt dir bei der Blasmusik bzw. beim Musizieren? Hans: Mir gefällt vor allem die Abwechslung in der Musik. Aber auch die Zusammenarbeit und Kameradschaft mit den MusikerInnen.

Wie beschreibst du den Zusammenhalt zwischen Alt und Jung in unserer Kapelle? Hans: Jeder ist per „Du“, das hat es früher nicht gegeben. Wir mussten erfahrene Musiker immer mit „Sie“ ansprechen. Also die Zusammenarbeit

zwischen älteren und jungen Musikern ist toll. Ich glaube auch einzigartig.

Wie geht es dir damit, dass unsere Kapelle in den letzten Jahren immer „jünger“ wird? Gibt es einige Tipps für unsere ganz jungen Mitglieder? Hans: Eigentlich genau das, was ich bereits früher sagte: Man sollte immer ehrlich zueinander sein, Ehrgeiz in der Kapelle zeigen und sich stets mit der Musik identifizieren.

Deine beiden Töchter spielen auch ein Instrument bzw. beide waren sehr lange als aktive Mitglieder bei der Stadtkapelle tätig. Ist es dir wichtig, dass junge Menschen ein Instrument erlernen? Hans: Ja, auf alle Fälle. Speziell bei meinen Enkelkindern merke ich, dass Musik sehr wichtig ist und viel Spaß macht. Es sollte aber auf keinen Fall Druck ausgeübt werden.

Gibt es eine interessante Geschichte aus deinem Musikerleben? Hans: Es gibt so viele Sachen und Geschichten zu erzählen, da wird die Zeit zu knapp. Ich kann nur sagen, dass das Musikerleben von schönen und lustigen Dinge geprägt wird. Leider werden viele Dinge sehr schnell vergessen, wobei sich nur die älteren Kameraden daran erinnern können.

Johann Prenner stellt sich vor: Geburtsdatum: 12.05.1951 Sternzeichen: Stier Beruf: Hafner Familie: verheiratet mit Frau Ludmilla, 2 Töchter (Daniela spielt Querflöte, war 20 Jahre aktives Mitglied und Natalie spielt Flügelhorn und war 15 Jahre aktives Mitglied in der Stadtkapelle) Instrument: Flügelhorn (seit 1962) Mitglied der Stadtkapelle: seit 1967 Hobbies: neben der Musik noch Reisen, Unternehmungen mit der Familie, Enkelkinder Lieblingsmusik: Klassische Musik sowie Böhmische Blasmusik Lieblingsgetränk: Mineralwasser, Spritzer Lieblingsspeise: Mehlspeise, Wiener Schnitzel Was im Kühlschrank nicht fehlen darf: Er sollte auf jeden Fall voll sein, wichtig ist Joghurt Eigenschaften, die ich an anderen schätze: Ehrlichkeit, Kameradschaft Was ich gar nicht mag: Falschheit, Verlogenheit, „Hinterrucks“ Lebensmotto: So oft es geht, lustig zu sein …

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Im Gleichschritt Marsch!

Wertungsspiele für Blasmusik:

Qualitätsbeweis der österreichischen Blasmusik Wenn wir heute durch die Welt der Fernsehprogramme zappen, begegnet uns eine Unzahl an Casting- und Wettbewerbshows. Jeder kennt Starmania, Deutschland sucht den Superstar, Helden von morgen, Dancing Stars, Das Supertalent, Konzertwertung im Musikbezirk Hartberg, Marschmusikwertung in Friedberg u.s.w. – Was, die letzten beiden Shows kennen Sie nicht?

Marsch Musik Wertung 18. Juni Friedberg Die Marschmusikwertung für den Blasmusikbezirk Hartberg findet heuer in Friedberg statt. Der neu gestaltete Hauptplatz eignet sich hervorragend für die Austragung dieses Wettbewerbes und wird am 18. Juni zur Showbühne für zahlreiche MarschVorführungen unserer Gastkapellen. Selbsverständlich wird die Stadtkapelle Friedberg als Gastgeber auch unter den Teilnehmern sein. Freuen Sie sich mit uns auf dieses besondere Ereignis! 6

Seit mehr als vierzig Jahren werden vom österreichischen Blasmusikverband in allen Bundesländern und Musikbezirken Wertungsspiele ausgetragen. Dabei stellen sich die Blaskapellen in zwei völlig unterschiedlichen Kategorien – der Konzertwertung und der Marschmusikwertung – einer Jury, um ihr Können zu beweisen.

Im Musikbezirk Hartberg findet jedes Jahr ein Wertungsspiel statt. Abwechselnd werden ein Konzwertwertungsspiel und die Marschmusikwertung ausgetragen. Doch warum stellen sich die KapellmeisterInnen mit ihren MusikerInnen neben der Vielzahl an Ausrückungen im Jahreskreis auch noch einer Jury um ihr Können zu beweisen? Warum halsen sich die Kapellen noch mehr intensive Probenarbeit auf? Die österreichischen Landesblasmusikverbände sind sich einig, dass Wertungsspiele zu den wichtigsten Fortbildungsveranstaltungen für MusikerInnen und deren KapellmeisterInnen zu zählen sind. Es geht nicht darum andere Kapellen zu übertrumpfen und Sieger zu werden, sondern darum, das Wertungsspiel als Zielsetzung im musikalischen Jahr und als Ansporn für die gemeinsame Pro-

benarbeit zu sehen. Schon die Teilnahme ist für die einzelne Musikkapelle ein Erfolg: Man hat ein gemeinsames Ziel auf das man sich konzentriert und mit viel Einsatz vorbereitet. Dieses Engagement führt natürlich zu einer Steigerung des gesamten Niveaus der Kapelle. Konzertwertungsspiel

Beim Konzertwertungsspiel bewerten drei Juroren, je nach dem musikalischen Niveau der Kapelle, zwei Musikstücke (ein Pflichtstück und ein Selbstwahlstück) in vier Stufen. Von der Grundstufe über die Mittelstufe bis zur Ober- und Kunststufe werden die musikalischen Leistungen in verschiedenen Kategorien bewertet: • Stimmung und Intonation • Ton- und Klangqualität • Phrasierung und Artikulation • Spieltechnische Ausführung • Rhythmik und Zusammenspiel • Dynamische Differenzierung • Tempo und Agogik • Klangausgleich und Registerbalance • Interpretation und Stilempfinden • Künstlerisch-musikalischer Gesamteindruck

Im Jahr 2008 durften wir den Robert-Stolz-Preis in Empfang nehmen und bereits zweimal (2001 und ebenfalls 2008) wurde die Stadtkapelle mit dem Steirischen Panther ausgezeichnet.


Gewertet wird nach einem Punktesystem. Jedem Juror stehen bei der Bewertung der zehn Kriterien pro Bereich 10 Punkte zur Verfügung. Die Durchschnittswerte jedes einzelnen Jurors ergeben die Gesamtpunkteanzahl und danach werden die Erfolge eingeteilt:

Vollste Konzentration: Im letzten Jahr nahmen wir an der Konzertwertung in der Oberstufe teil und erzielten einen ausgezeichneten Erfolg. Die Freude war riesig!

• b is 60 Punkte Erhalt einer Teilnahmebestätigung • 61 – 70 Punkte: Zufriedenstellender Erfolg • 71 – 80 Punkte: Guter Erfolg • 81 – 90 Punkte: Sehr guter Erfolg • 91 – 100 Punkte: Ausgezeichneter Erfolg

Die MusikerInnen der Kapellen erhalten dabei ein Feedback. Man erfährt wo man sich verbessert hat und wo noch Potentiale stecken würden. Und nicht zu letzt steigert die gemeinsame Arbeit das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt in der Musikkapelle. Marschmusikwertung

Eine ganz andere Seite der musikalischen Qualität wird bei den Marschmusikwertungen von den Musikkapellen dargeboten. Dabei werden in den gleichen Stufen und mit dem gleichen Punktesystem folgende Kriterien bewertet:

• Auftreten des Stabführers • Ausführung der von diesem gegebenen Kommandos durch die Mitglieder der Musikkapelle, • die musikalische Leistung • der optische Gesamteindruck

Eine Besonderheit bei Marschmusikwertungen bietet die Stufe E, bei der von der Kapelle ein besonders anspruchsvolles Showprogramm gezeigt und von den Juroren bewertet wird. Besondere Auszeichnungen

In der Steiermark wurden zur Würdigung von ausgezeichneten Leistungen der Blaskapellen bei Wertungen zwei besondere Preise zur Verfügung gestellt. Eine Musikkapelle erhält vom Landeshauptmann den Steirischen Panther, wenn sie innerhalb von fünf Jahren bei drei Wertungen angetreten ist und mindestens einen guten Erfolg erreicht hat. Dabei müssen die Kapellen sowohl bei Konzert- als auch bei Marschmusikwertungen teilnehmen. Gelingt einer Kapelle die besondere Leistung alle Wertungen mit ausgezeichnetem Erfolg zu absolvieren wird zusätzlich zum Steirischen Panther der Robert-Stolz-Preis verliehen.

Wertungsspielteilnahmen der Stadtkapelle:

Konzertwertungen: 1963 1974 1980 1982 1984 1987 1990 1992 1996 1998 2000 2004 2006 2010

1. Wertungsspiel des Musikbezirkes Hartberg Pöllau Vorau Oberstufe Waldbach Oberstufe Pinggau Oberstufe Friedberg Oberstufe Waldbach Oberstufe Pinggau Oberstufe Hartberg Oberstufe Kaindorf Oberstufe Waldbach Oberstufe St. Magdalena Oberstufe Grafendorf Oberstufe Grafendorf Oberstufe

1. Rang 1. Rang sehr guter Erfolg ausgezeichneter Erfolg sehr guter Erfolg ausgezeichneter Erfolg ausgezeichneter Erfolg ausgezeichneter Erfolg ausgezeichneter Erfolg sehr guter Erfolg sehr guter Erfolg ausgezeichneter Erfolg ausgezeichneter Erfolg ausgezeichneter Erfolg

Kpm. Trummer Kpm. Trummer Kpm. Seidl Kpm. Krinner Kpm. Krinner Kpm. Krinner Kpm. Haas Kpm. Piebel Kpm. Piebel Kpm. Piebel Kpm. Piebel Kpm. Piebel Kpm. Piebel Kpm. Piebel

ausgezeichneter Erfolg ausgezeichneter Erfolg ausgezeichneter Erfolg ausgezeichneter Erfolg sehr guter Erfolg ausgezeichneter Erfolg

Kpm. Trummer Kpm./Stabf. Krinner Kpm./Stabf. Krinner Kpm./Stabf. Krinner Kpm. Piebel, Stabf. Auerböck Kpm. Piebel, Stabf. Auerböck

Marschmusikwertungen: 1969 1983 1987 1989 2003 2007

Waldbach Mönichwald Oberstufe Pinggau Obertstufe Hochneukirchen Kunststufe Rohrbach Oberstufe Wenigzell Mittelstufe

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Neben anderen Neuzugängen ist auch Herbert Kogler in diesem Jahr der Stadtkapelle beigetreten. Vor einigen Jahren erst hat er, als Erwachsener, begonnen ein Blasinstrument zu lernen. Wir haben ihn interviewt, um herauszufinden, was seine Beweggründe für das Erlernen eines Blasinstrumentes waren: Was waren deine Gründe als Erwachsener noch ein Instrument zu lernen und der Stadtkapelle beizutreten? Herbert: Blasmusik hat mir immer gefallen. Ich habe schon lange davon geredet selbst ein Blasinstrument zu lernen, doch ich konnte mich zuerst nicht überwinden. Entscheidend für mich war dann auch, als mein Sohn Peter beschloss ein Blasinstrument zu lernen. Meine Frau Marianne hat dann die Initiative ergriffen und uns angemeldet. Was war für dich beim Erlernen des Tenorhorns schwierig – was war leicht? Herbert: Schwierig war für mich alles miteinander zu kombinieren: das Noten lesen, das Erkennen der Noten und dann das Ganze so umzusetzen, dass es den richtigen Ton ergibt. Ebenso hatte ich anfangs Schwierigkeiten mit dem Rhythmus. Leicht war für mich die Zusammenarbeit mit dem Lehrer. Wie oft übst du zu Hause? Herbert: Je nach Gegebenheit und in wie weit es mein Beruf mir erlaubt.

Hast du früher mal ein Instrument gespielt? Herbert: Ja, Konzertgitarre. Unsere neuen Musikkollegen: v.l.: Tanja Reitgruber (Querflöte), Herbert Kolger (Tenorhorn), Magdalena Glatz (Querflöte), Katrin Putz (Trompete), Hannes Dunst (Posaune), Franz Riegler (Tuba), Andreas Reithofer (Tenorhorn), Thomas Trausmüller (Waldhorn)

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Du hast ja auch das Musikerleistungsabzeichen für Erwachsene gemacht. Wie hast du die Vorbereitung für diese Prüfung und die Prüfung selbst erlebt? Herbert: Die Vorbereitungszeit habe ich sehr intensiv erlebt. Am Prüfungstag selbst hatte ich Nervenflattern und eine große Anspannung, als Erwachsener geht man ja nicht so unbekümmert zu so einer Prüfung. Lustig war auch, dass ich am Prüfungstag in Pöllau einige Eltern von Friedberger-JungmusikerInnen getroffen habe, die dachten, dass Peter ein Abzeichen macht. Als ich ihnen erklärte, dass ich eines mache, waren sie erstaunt.

Es hat uns auch interessiert, wie nun ein Unterricht mit einem Erwachsenen so abläuft, also haben wir den Musiklehrer Bernhard Moser dazu befragt: Gibt es Unterschiede in Hinblick auf die musikalische Bildung zwischen einem Jugendlichenund einem Erwachsenen? Bernhard: Ja. Kinder gehen viel natürlicher und unbekümmerter an das Erlernen eines Instrumentes heran. Ein Erwachsener analysiert alles viel mehr und will alles genauer wissen. Gestaltest du deinen Unterricht bei einem Erwachsenen anders als bei einen Kind/ Jugendlichen?

Üben müssen wir das ganze Jahr

Was bedeutet diese Prüfung für dich? Herbert: Das Abzeichen war für mich die Einstiegshürde in die Stadtkapelle. Ohne Abzeichen, würde ich dort nicht mitspielen, das habe ich für mich so entschlossen.

Bernhard: Einem Erwachsenen muss man die körperlichen Abläufe (z.B. Atmung) viel genauer erklären. Bei Kindern wird das Ganze viel spielerischer gemacht. Bei Erwachsenen funktioniert das nicht.

Was gefällt dir an der Stadtkapelle? Herbert: Die Stadtkapelle ist eine tolle Gemeinschaft, das habe ich schon bei meinem Sohn Peter gesehen. Es ist sehr kameradschaftlich und ich bin nicht wie ein Neuling in die Gemeinschaft aufgenommen worden, sondern als ob ich ein Wiedereinsteiger wäre.

Was kannst du zu Herbert als Schüler sagen? Bernhard: Ehrgeizig; chaotisch bezüglich Notenmaterial; doch auch sehr gewissenhaft; talentiert – aber ein wenig ungeduldig.

Wie geht es dir beim Musizieren in der Stadtkapelle? Herbert: Gut, es ist schon eine große Herausforderung für mich. Aber es dauert einige Zeit bis man in alles so richtig hineinkommt.

In welchen Bereichen liegen bei einem Erwachsenen die Herausforderungen? Bernhard: Erwachsene denken, es muss eigentlich alles viel schneller gehen, obwohl es ganz normal ist, dass Dinge länger dauern. Erwachsene haben auch viele Selbstzweifel und da bedarf es immer wieder Motivation.


Das Flügelhorn Das Flügelhorn hat seinen Ursprung im Signalhorn. Bereits im 18. Jhdt. bezeichnete „Flügelhorn“ das Instrument des Flügelmeisters, der die Funktion hatte, mit seinen Signalen die verschiedenen Flügel einer Jagdgesellschaft zu koordinieren. Gleichzeitig wurde es auch beim Militärs als Signalinstrument verwendet. Heute wird es sowohl im Blasorchester als melodieführendes Instrument, als auch im Jazz und vereinzelt in der Kunstmusik eingesetzt. Man unterscheidet zwischen dem Jazz-Flügelhorn mit Périnet-Ventilen (Pumpventilen) und dem Flügelhorn in deutscher Bauart (Konzertflügelhorn) mit Drehventilen, welches bevorzugt in der traditionellen Blasmusik Verwendung finden.

v.l.: Johann Prenner, Manfred Pichlbauer, Josef Faustmann, Thomas Kremnitzer, Johann Dinbauer, Martin Glatz

links: Flügelhorn mit Drehventilen rechts: Flügelhorn mit Pumpventilen

Das hohe Blech Flügelhorn und Trompete – wo ist hier der Unterschied? Über das Zusammenspiel dieser beiden Register: Die Zusammenarbeit zwischen den KollegenInnen im Flügelhorn- und Trompetenregister ist ziemlich spannend. Beginnen wir bei den „Häuptlingen“ d.h. bei unseren beiden Stimmführern Manfred Pichlbauer und Erwin Ehrenhöfer. Interessanterweise haben sie einige Gemeinsamkeiten: Beide arbeiten schon jahrelang im selben Unternehmen, beide bekommen im selben Monat Nachwuchs und noch bis vor kurzer Zeit waren sie Nachbarn. Bereits aus diesen Erkenntnissen kann man schließen, dass eine enge Verbindung zwischen Flügelhorn und Trompete besteht. Aufgrund des Altersschnittes ist ersichtlich, dass das junge Trompetenregister klar die Nase vorne hat. Katrin Putz wurde heuer als Jungmusikerin aufgenommen und spielt mit Begeisterung Trompete. Zusammen mit Lisa Reitgruber übertrumpft das Trompetenregister in punkto Frauenquote das Flügelhornregister. Es kam aber auch vor, dass MusikerInnen wie z.B. Martin Glatz während der Ausbildung von der Trompete zum Flügelhorn gewechselt haben. Betrachtet man die Erfahrenheit und die damit verbundene Weisheit eines Registers geht der Punkt an die Flügelhörner. Mit dem ältesten aktiven Musiker (Johann Prenner, Mitglied seit 1967) haben wir einen ausgezeichneten Flügelhornisten in unserer Mitte. Das Flügelhornregister überzeugt mit weichen Tönen, harmonischen Klängen sowie schönen Melodien. Geht es um Brilliance, Erhabenheit sowie gestochen scharfe Töne, so fällt die Wahl auf das Trompetenregister, welches für punktgenaue Einsätze und Begleitung, aber auch für die majestätischen Klänge zuständig ist. Im Großen und Ganzen lassen sich die groben Unterschiede schnell erklären. Im Detail ist es aber immer sehr schwer, welches Instrument besser oder schlechter für ein musikalisches Stück ist. Überzeugen Sie sich selbst und besuchen Sie unsere Veranstaltungen! Flügelhorn

Trompete

Stimmung

Stimmrohr am Mundstück

Stimmzug

Klang

weich, breit

scharf, spitz

Bauform

breit, offen

schmal, eng

Blechstärke

dünnes Blech

dickeres Blech (schwerer als das Flgh.)

Schallstück

Ø 140 bis 170 mm

Ø ca. 130 mm

Mensur

weitmensuriert

engmensuriert

Bauart

Bügelhornfamilie

Hornfamilie

v.l.: Taschentrompete, Piccolotrompete, Trompete mit Drehventilen, Trompete mit Pumpventilen

Die Trompete Bereits die alten Ägypter spielten trompetenartige Instrumente aus Metall und im Mittelalter galt die Trompete sogar als Herrschaftssymbol. Trompeter waren damals oft hoch angesehene Beamte. Nur zu hohen kirchlichen Festen war es erlaubt, dass sie mit anderen Musikern zusammen spielten. Seit 1830 ist die heutige Bauform mit drei Ventilen bekannt. Die heute gebräuliche B-Trompete wird in vielen Bereichen, unter anderem als Soloinstrument, in der Kammermusik sowie in der Jazz- und Popmusik verwendet. Von der Bauform unterscheidet man Naturtrompeten, Klappentrompeten und Ventiltrompeten (mit Dreh- oder Pumpventilen).

v.l.: Erwin Ehrenhöfer, Thomas Ringbauer, Lisa Reitgruber, Katrin Putz, Markus Glatz

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Hat ganz schön lange gedauert: das gesamte Orchester war am Vormittag dran …

J et z t s an Weih chon nach denken? ten Warum nicht!

Die erste gemeinsame CD der Friedberger Instrumental- und Gesangsgruppen

Herbstprojekt:

Mitte September – spätsommerliche 25 Grad plus – Die Stadtkapelle probt Weihnachtslieder für die CDProdukt rechtzeitig zur Adventzeit auf den Markt ko verrät uns der Tonmeister unseres Vertrauens!

Eines ist sicher – Weihnachten findet auch in diesem Jahr wieder statt! Und für all jene, die sich die heurige Adventzeit mit musikalischen Klängen aus Friedberg verschönern möchten, gibt es die friedbergliche Weihnachts-CD mit Instrumentalstücken und Liedern, gespielt bzw. gesungen von der Stadtkapelle Friedberg, dem Kirchenchor sowie dem Männergesangsverein Friedberg, dem Vokalensemble Pamontes, der Schwaighofer Stubnmusi, von Monika Pfeifer und der Punk-Rock-Band FRAIZ. Der reguläre CD-Verkauf startet wie gewohnt mit Adventbeginn. Aber schon jetzt können Sie den Tonträger per Telefon unter 0699 / 12 55 48 13 oder E-Mail (claus.putz@gmail.at) bestellen. Preis pro CD: € 14,-

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Die Stadtkapelle Friedberg und ich haben eine recht intensive Phase der gemeinsamen Arbeit an dem CD-Projekt „friedbergliche Weihnacht“ hinter uns, die im Oktober des Vorjahres über die Bühne gegangen ist. Maria Bischof hat daher – als eine der Hauptverantwortlichen für die Organisation des Projektes – sehr zeitgerecht vorher mit mir diesbezüglich Kontakt aufgenommen und so haben wir uns am 4. Juli 2010 zu einem Erstgespräch getroffen. Mich persönlich hat es sehr gefreut, dass die Stadtkapelle mit dem Projekt an mich herangetreten ist und mich schließlich auch mit der Durchführung der Aufnahmen beauftragt hat. Mein Tätigkeitsbereich bei solchen CD-Produktionen ist sehr umfangreich. Anfangs versuche ich, mir ein genaues Bild zu machen, von dem was da so auf mich zukommt, d.h. welche Musikgruppen liefern Beiträge, in welcher Besetzung musizieren die Ensembles und natürlich was aufgenommen werden soll. Mit diesen Informationen erstelle ich dann gemeinsam mit den Projektverantwortlichen einen Aufnahmeplan: wer nimmt wann und vor allem wo auf. Bei diesen Überlegungen kommt mir meine Firmenphilosophie zugute. Ich möchte meinen Kunden größtmögliche Flexibilität bei der Auswahl der Aufnahmeorte geben und daher bin ich größtenteils mit meinen

Aufnahmegerätschaften mobil unterwegs. Wichtig dabei ist mir, dass ich bei Aufnahmen vor Ort dieselbe technische Ausrüstung dabei habe, wie im Studio. Denn nur so ist es mir möglich, mobil den selben Arbeitsablauf zu garantieren wie in einem Tonstudio! Das mobile Tonstudio: Laptop, Mikrofone, Kabel …

Durch die rasante Entwicklung gerade auf dem Gebiet der Audio- und Tontechnik der letzten Jahre ist die Technik, die man zur Herstellung professioneller Tonaufnahmen benötigt sehr „geschrumpft“ und das, wofür man noch vor einigen Jahren riesen Mischpulte und wartungsanfällige Bandmaschinen benötigt hat, lässt sich heute im Prinzip mit einem Laptop erledigen. So besteht mein technischer Aufbau bei einer CD-Aufnahme lediglich aus einem Computer und einem Kastl, das auf jedem Schreibtisch Platz findet. Vergessen darf man natürlich nicht die Mikrofone, Stative und die dazugehörende Verkabelung. Musikheim als Aufnahmestudio

Für die Tonaufnahmen der Stadtkapelle und deren Ensembles haben wir also den Proberaum der Musikkapelle ausgewählt. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass die vielen Musiker zu den Aufnahmen nicht weit fahren müssen


Das „antike“ Mischpult mit den vielen Reglern wird heutzutage gegen einen Computer mit modernster Software getauscht.

Thomas Hofstädter … … ist geboren am 26. August 1973 … wohnt in Obersaifen (Pöllau) … ist verheiratet mit Monika und hat eine Tochter (Christiane) … spielt Saxophon, Klarinette, Klavier … ist Mitglied der Kernstock-Kapelle Pöllau … hört am liebsten Big-Band-Musik der 50er und 60er Jahre

CD-Aufnahme

men profitieren kann, denn bei einer CD wird doch sehr genau gearbeitet und man möchte ja am Ende einen schönen Tonträger in Händen halten.

– O du fröhliche … wie passt das zusammen? -Aufnahme im Oktober, damit das fertige ommt! Was dabei noch alles dahinter steckt, Ein Beitrag von Thomas Hofstädter und in gewohnter Umgebung musizieren können, was sich unmittelbar auf die musikalische Qualität der Aufnahmen auswirkt. Diese Tatsache hat sich in den letzten Jahren meiner Tätigkeit immer wieder bestätigt! Die Musiker kommen zur CD-Aufnahme wie quasi zu einer „ganz normalen Probe“. Nachdem ich mich durch den vorangegangenen Aufbau der Technik versichert habe, dass technisch alles funktioniert, also die Mikrofone, Computer Hard- und Software einwandfrei arbeiten, und die Musiker auf ihren Plätzen sind, kann‘s losgehen. Disziplin, Konzentration und Geduld

Ab jetzt ist für mich höchste Konzentration angesagt sowohl in tontechnischen als auch in musikalischen Belangen. CD-Aufnahmen mit großen Orchestern sind durchaus anstrengend, denn da ist es ja so, dass ich ca. 30 Mikrofone und eine dementsprechende Partitur vor

mir liegen habe und die Kapelle gemeinsam mit dem Kapellmeister als Aufnahmeleiter im wahrsten Sinne des Wortes „durch die Aufnahme leite“. Meistens geht das sehr gut und manchmal bedarf es eines großen Fingerspitzengefühls, meine Verbesserungsvorschläge zum Dargebrachten so zu deponieren, dass eindeutig klar wird, wo die (meist musikalischen) Verbesserungen notwendig sind. Wichtig ist mir auch, die Leute während der Aufnahmen immer wieder zu loben und zu motivieren, denn ich weiß nur zu gut, wie anstrengend es ist bzw. sein kann, im Orchester zu sitzen und die Stelle nochmal und nochmal und nochmal zu spielen. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Aufnahmen mit der Stadtkapelle sehr diszipliniert und mit viel Geduld der einzelnen Musiker bei der Arbeit an dem Projekt abgelaufen sind! Viele waren sicher das erste Mal bei einer CD-Aufnahme dabei. Ebenso weiß ich auch, dass ein Klangkörper von der Arbeit an Tonaufnah-

… das Holzbläserensemble am Nachmittag …

Mit den Chören (Männergesangsverein und Kirchenchor) sind wir für die Aufnahmen in die Stadtpfarrkirche gegangen. Dort sind uns schöne Aufnahmen unter Ausnützung der Akustik in der Kirche gelungen. Ebenso in einer Kirche, diesmal St. Lorenzen, sind die Gesangsaufnahmen mit Monika Pfeifer entstanden. Durch die Übernahme des ehemaligen Knöbl-records Tonstudio in Thalberg im April des Vorjahres habe ich ja auch ein „richtiges“ Tonstudio. Dort haben wir das Vokalensemble Pamontes und die Punk-Band Fraiz aufgenommen.

Und schließlich die „Post-Production“

Wenn sämtliche Tonaufnahmen erledigt sind und alles im berühmten „Kasten“ ist, mache ich die Nachbearbeitung der Tonaufnahmen ganz entspannt in meinem Studio in Pöllau. Dort habe ich mir in meinem Haus Räumlichkeiten zurechtgerichtet, wo ich die Nachbearbeitungen in Ruhe machen kann. Das ist nochmal eine sehr intensive Phase, in der ich den Aufnahmen den letzten Schliff aber vor allem den Klang gebe, den man letzlich auf der fertigen CD hört.

… und das Klarinettenquintett am Abend

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Azis Kolumne

Die 4 Jahreszeiten Liebe Leserinnen und Leser von „aufgweck´t“, kennen Sie die „4 Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi? Es ist wohl das bekannteste Werk des italienischen Komponisten. Es handelt sich um vier Violinkonzerte mit musikalischen Programmen. Jedes Konzert porträtiert eine Jahreszeit. Der Komponist beschreibt dabei die Natur und das Leben in den 4 Jahreszeiten. Über die 4 Jahreszeiten der Stadtkapelle Friedberg ließe sich vielleicht auch ein musikalisches Werk schreiben. Also stellen Sie sich beim Lesen der folgenden Zeilen vielleicht einfach eine passende Melodie vor! Im Gegensatz zu Vivaldi, wo der Frühling den 1. Satz seines Konzertes bildet, ist der Auftakt im Jahr der Stadtkapelle der Winter. Hektisch, aufregend und erwartungsvoll ertönt diese Jahreszeit. So mancher Ton klingt dann noch falsch, wenn die Proben fürs Frühjahrskonzert starten. Doch wenn es Richtung Frühling geht, kommt Harmonie in die Klänge und die Symphonie der Stadtkapelle nähert sich musikalisch ihrem Höhepunkt. Zweiter Satz: Zu Beginn erreichen die musikalischen 4 Jahreszeiten ihren Höhepunkt und das Werk präsentiert sich in vollen Klängen. Nachdem das forte furioso ein wenig verklungen ist, erklingen im Stück Melodien, die den Alltag der MusikerInnen beschreiben: Frühling – Prozessionen, Weckrufe und andere Alltagsmelodien. Der dritte Satz unserer 4 Jahreszeiten ist dem Sommer gewidmet. Jetzt, liebe Leserinnen und Leser, wird es für Sie einfach sich die passende Melodie vorzustellen. Denn dieser Satz unserer Stadtkapellen-Symphonie klingt fröhlich, lustig, heiter und gemütlich – wie ein Frühschoppen. Doch auch ruhigere Klänge mischen sich unter die fröhlichen Melodien. In einem besonderen Zusammenklang vermischt sich die fröhliche Stimmung mit etwas Entspannung und ein wenig musikalischem Faulenzen. Unsere 4 Jahreszeiten enden mit dem vierten Satz. Der Herbst beschließt unser musikalisches Werk. Noch einmal erreicht unser Musikstück einen Höhepunkt, wenn zwischen den Tönen, in Oktoberfest-Dur, Bierkrüge, Weingläser, Grillhendl und Feststimmung vernommen werden. Doch der Komponist unseres Musikstücks schafft es plötzlich aus voller Stimmungsmusik andächtige Musik zu machen und sanfte Klänge der Weihnachtszeit beenden die 4 Jahreszeiten der Stadtkapelle. Unsere 4 Jahreszeiten sollen Sie, liebe Leserinnen und Leser, durchs Jahr begleiten und wie bei Vivaldi einen bleibenden Eindruck hinterlassen, meint Ihr

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Herzliche Urlaubsgrü ße rg sendet die Stadtkapelle Friedbe

n schmeckt natürlich he se Es s da d un h lic rr he ist r te Das Wet Neben einer Stad n. he ge t gu ig ht ric so er hi s Wir lassen es un r Besichtigung der Pra de d un au old M r de f au t hr ner Schiffa anten zu lausch ik us nm ße ra St n ele vi n de , eit noch genü gend Z en! Auf der Heimr eß ni ge zu n te är tg as G n de in e Atmosphär nhaugsdorf – lei K i be ity C ur lib ca Ex in pp einen Zwischensto ?! Schnäppchen wir dort finden


Sommerzeit ist Reisezeit – auch für die Stadtkapelle! Am Wochenende vom 30. Juli auf 1. August durften wir zwei wunderschöne, sonnige Tage in der „Goldenen Stadt“ Prag verbringen. Unsere Instrumente haben wir diesmal aber zu Hause gelassen!

ervorragend! dtführung, eiager Burg bleibt hen und die gute reise machen wir – wer weiß, welche

Nachdem der letze gemeinsame Vereinsausflug nun schon einige Jahre zurückliegt (Slowenien im Jahr 2005), haben wir beschlossen, wieder einmal gemeinsam zu verreisen. Bei der Programmplanung legten wir natürlich großen Wert darauf, dass sowohl die älteren, aber auch die ganz jungen MusikerInnen Freude daran haben und dass für alle Interessen etwas dabei ist. Die Auswahl des Zieles war insofern nicht leicht, da wir aus mehreren interessanten Destinationen wählen durften. Schließlich fiel die Wahl auf Prag: Die Reise bestand aus Busfahrt, Übernachtung im 4*Hotel inkl. Halbpension, einer Moldau-Schifffahrt, Führungen durch die Altstadt und die Burg sowie einer abschließende Shoppingtour im Outletcenter in Kleinhaugsdorf.

Das traumhafte Sommerwetter und die gute Stimmung tragen natürlich dazu bei, dass uns der Ausflug noch sehr lange in guter Erinnerung bleibt!

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Zwei große Musikerhochzeiten im Jahr 2010: li. Claudia und Mandi, oben Babsi und Wuz mit dem MV Dechantskirchen und der Stadtkapelle Friedberg

Unter der Haube Im Sommer wird geheiratet! Das haben sich unsere Musiker-Ehepaare gedacht und das schöne Wetter ausgenutzt, um mit Familie, Freunden und Vereinskollegen ihre Hochzeiten zu feiern. Am 3. Juli 2010 feierten Barbara geb. Pausackl (Flügelhornistin aus Dechantskirchen) und unser Erwin Ehrenhöfer Hochzeit! Bei exzellentem Wetter fand der Gottesdienst unter freiem Himmel statt. Anschließend lud das Brautpaar zur Feier auf ca. 1.000 m Seehöhe ein. Claudia (geb. Honeck) und Manfred

Pichlbauer gaben sich am 28. August 2010 in Friedberg das Ja-Wort. Die Stadkapelle durfte natürlich auch hier nicht fehlen und setzte von früh bis spät musikalische Akzente! Beide Ehepaare dürfen sich bereits über bevorstehenden Nachwuchs freuen! Und wir freuen uns natürlich mit ihnen.

Aufg‘schnappt bei einem sommerlichen Frühschoppen Der Mann kommt spät in der Nacht von der Feuerwehrversammlung nach Hause. Er sagt zu seiner Frau: „Schatz wir spielen heute Feuerwehr. Ich schreie ‚Kommando 1‘ und du rennst ins Schlafzimmer, ich schreie ‚Kommando 2‘ und du ziehst dich nackt aus, ich schreie ‚Kommando 3‘ und dann schlafen wir miteinander, ok?“ Sie ist einverstanden. Sie liegen im Bett, sagt die Frau „Kommando 4“. Er fragt ganz verdutzt, was das bedeutet. Sie: „Mehr Schlauch, mehr Schlauch!“ „Kannst du am Nachmittag zu mir kommen? Ich habe Arbeit für dich.“, sagt der Pfarrer zum Maurer Hans. Der Maurer kommt und richtet die Schäden 14

in der Wand. Nach der Arbeit verlangt er vom Pfarrer 100 Euro. Doch dieser sagt: „Du bist Gottes Sohn, du brauchst keinen Lohn!“ Verärgert geht Maurer Hans davon und überlegt, wie er dies dem Pfarrer heimzahlen kann. Und so schleicht er sich in der Nacht zum Pfarrhof und stiehlt aus dem Stall die Hühner des Herrn Pfarrer. An der Tür hinterlässt er einen Zettel für den Pfarrer. Als dieser am Morgen kommt, stellt er entsetzt fest, dass seine Hühner weg sind. Dann sieht er den Zettel mit der Aufschrift: „Du bist Gottes Diener, du brauchst keine Hühner!“ Die Lehrerin fragt den kleinen Franzi in der Schule: „Na Franzi, warum hast denn gestern gefehlt?“. Sagt der Fran-

zi: „Frau Lehrerin, stöllns eahna vor! Unser Stoll hot brennt!“ Die Lehrerin: „Das is aber schlimm! Und wo warst du vorgestern?“ Drauf der Franzi: „ Jo, do hab´n ma den Stoll ausräumen miaßn!“ Al-bum = Explosion des Ganzen Was heißt Tonmeister auf arabisch? Ali Mach-ma-mal-hall-an Steigt einer auf die geöffnete Eisenbahnschranke. „Was willst du denn da oben?“ „Ich will die Schranke messen.“ „Das kannst du doch unten besser!“ „Nein, ich will die Höhe messen, nicht die Länge!“


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1. Wie lautet der Nachname des ältesten aktiven Musikers? 2. Wie lautet das Thema unserer heurigen Musikerzeitung? 3. Martin Auerböck verfasst immer wieder seine …? 5. Ali Mach-ma-mal-hall-an heißt auf Deutsch? 7. Herbert Kogler spielt auch die … 8. Wie viele Hochzeiten feierte die Stadtkapelle im Jahr 2010? 11. Welches Instrument spielt der "älteste" Jungmusiker? 12. Wie viele Mitglieder umfasst das Flügelhornregister? 14. Wie lautet der Name des Lehrmeisters von Johann Prenner? 15. Welches Reiseziel hatte die Stadtkapelle im Sommer 2010? 16. Wie lautet der Name des Aufnahmeleiters für die Weihnachts-CD? 17. Wo befindet sich die Partnerkapelle in Deutschland?

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Waagrecht

3. Welcher musikalischer Kurs fand im Jahr 2010 in Friedberg statt? 4. Welches Instrument ist sehr eng mit dem Flügelhorn verwandt? 6. Wo findet heuer die Marschwertung statt? 9. Wie viele Mitglieder umfasst das Trompetenregister? 10. Ab wann kann man die Friedberger Weihnachts-CD kaufen? 12. In welchem Monat findet das Oktoberfest der Stadtkapelle statt? 13. Vorname des Registerführers im Trompetenregister. 15. Nachname des Registerführers im Flügelhornregister.

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Suchbildrätsel Ein bunter Haufen von allem, was man das ganze Jahr über so braucht. Findest du alle 17 Instrumente, die hier versteckt sind? Blockflöte, Waldhorn, Schlagzeug, Tuba, E-Bass, Posaune, Fagott, Oboe, Querflöte, Gitarre, Saxophon, Akkordeon, Klarinette, Trompete, Marakas, Tenorhorn, Violine, Piccoloflöte

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v.l.: Bgm. Karl Mathä, Vizebgm. Richard Gremsl, Josef Buchegger, Obmann Gerhard Riegler, Hannes Hofer, Maria Bischof, Johannes Piebel, Kapellmeister Bruno Piebel, Bezirksobmann Franz Berger

Ausgezeichnet! Begonnen hat unser Vereinsjahr mit der Jahreshauptversammlung am 12. Februar 2011, wie üblich in sehr feierlichem Rahmen, aber diesmal im Gasthof Stögerer. Unser Obmann und unser Kapellmeister durften unter Anwesenheit von Bürgermeister Karl Mathä, Vizebürgermeister Richard Gremsl sowie Bezirksobmann Franz Berger wieder zahlreiche Ehrungen verdienter MusikerInnen vornehmen: 10 Jahre (Bronze) • EDV- und Pressereferentin Maria Bischof • Anna Strobl • Birgit Grill • Johannes Piebel

20 Jahre (Silber GolD) • Finanzreferent Stellvertreter Hannes Hofer • Martin Pichlhöfer Verdienstkreuz Silber am Band • Josef Buchegger • Obmann Gerhard Riegler

Im Anschluss an die offizielle Veranstaltung wurde noch genüsslich diniert, bevor der Abend seinen geselligen Ausklang fand.

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