Sprungturm, Glacé, Menschen, Events & Genuss SOMMER
«Erfolg ist nicht nur Geld. Es geht auch darum, etwas zu tun, das dich befriedigt und erfüllt.»
Anna Rossinelli
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Willkommen – Edition Sommer 2026
Regional. Nachhaltig. Vielseitig. Urban.
«Viele Menschen haben das Gefühl, nur weil ich am ESC gespielt habe, müsste ich zu Hause einen Pool haben», erzählt uns Anna Rossinelli im Interview. «Doch Erfolg ist nicht nur Geld. Es geht auch darum, etwas zu tun, das dich befriedigt und erfüllt», ist die 39-jährige Musikerin überzeugt. Ein Pool im Garten für den Sommer? Durchaus verlockend. Wären da nur nicht die Kosten und der Unterhalt … Da gehe ich doch lieber in die Badi, ziehe meine Runden und werfe zwischendurch gerne mal einen Blick zum Sprungturm. Denn da fühlt sich Wasserspringerin Michelle Heimberg zuhause. Die Europameisterin auf dem Einmeter- und Dreimeter-Sprungbrett, geboren in Wettingen und aufgewachsen in Fislisbach, lädt Ende Juni im Tägi Wettingen zum Splash Day ein. «Die Absicht, jeden Tag näher an die Perfektion zu kommen und die Frage, wie gut man werden kann, faszinieren mich.» Das hat sich auch Nicolas Vuille von Caffé Uno gefragt. Hinter dem Start-up stehen echte Nerds, die sich mit Leidenschaft, Fachwissen und ehrlicher Arbeit in einem anspruchsvollen Markt etabliert haben. Sehr zu empfehlen ist auch das Interview mit Luigi Ponte, Präsident des Aargauer Fussballverbandes. Er spricht über die 88 Vereine, rund 24’000 Lizenzen und die Zukunft des Fussballs im Aargau. Dazu präsentieren wir in der Infografik die Weltmeister seit 1930, die Top 5 der erzielten WM-Tore oder die Sieger der Auszeichnung «Goldener Ball». Mit 48 teilnehmenden Nationen, 104 Spielen und den erstmals ausgetragenen Sechzehntelfinals soll die Fussball-WM in den Gastgeberländern USA, Kanada und Mexiko das grösste Turnier aller Zeiten werden. It’s Summertime! Wir freuen uns, wenn wir Sie mit unserer LANDxSTADT Edition inspirieren können.
Herzlichst, Katja Bopp
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Nachhaltig: «Wer den Igel schützen will, muss auch die Biodiversität schützen.» Die Igelhilfe Schweiz setzt sich für den Schutz des Igels und seines Lebensraums ein.
Regional: Das Angebot der Hilfsmittelwelt in Wettingen von Eliane Walter und Sandra Eglin sorgt für mehr Sicherheit und Selbständigkeit im Alter. (S. 8)
Urban: Kaffeegenuss von der Bohne bis zur Tasse gibt es bei Caffé Uno auf dem Gleis 1 und ab nächstem Frühjahr auch im Müllerbräu-Areal. (S. 32)
(S. 42)
Vielseitig: Mitte Juni verwandelt FIGURA Baden, Wettingen und neu auch Aarau in eine Bühne aus Wunder und Widerspruch. (S. 58)
Inhalt
06 l Z ur Jahreszeit: Sommer-Vibes
08 l I m Porträt: Eliane Walter und Sandra Eglin von der Hilfsmittelwelt
10 l B uch-Empfehlungen: Amalfi, Mexico und Hitzefrei
16 l Anna Rossinelli: Strassenmusik, ESC und Argovia Fäscht
22 l G emeinde Wettingen: Zukunft Schulraum 2040, Kurs Steuererklärung
30 l Familien-Tipps: Jugendstudie, Lieferengel, Hock dich fit
32 l I m Porträt: Nicolas Vuille, Gründer Caffè Uno
34 l I nfografik: Fussball-WM 2026
36 l I nterview Luigi Ponte: «Der Fussball bleibt eine Lebensschule»
40 l N achhaltigkeit: Tipps für den Alltag
42 l I gelhilfe Schweiz: Das Wildtier braucht unsere Hilfe
44 l Michelle Heimberg: Europameisterin im Wasserspringen
48 l G enussoasen: Erholung in der Natur
52 l T ize.ch: Mensch, Maschine, Nachahmung
58 l F igura: Welten aus Wunder und Widerspruch
61 l C artoon-Ausstellung: Ende der Debatte?
62 l E vents: Kunst, Hausgeflüster, Cartoons und Musical
66 l K olumne: Simon Libsig
Impressum
Ausgabe 2/2026 (1. Erscheinungstag: 04.06.2026), 17. Jahrgang Verlag Makoli GmbH, Theaterplatz 4, 5400 Baden, Tel. 056 437 03 17, welcome@makoli.ch, www.landxstadt.ch Herausgeber Daniel Zobrist Chefredaktorin Katja Bopp Grafik Tobias Wolleb Autoren Katja Bopp, Olivia Glatz, Valentin Lehmann, Simon Libsig, Jonas Manouk, Stephan Santschi, Alexander Wagner, Daniel Zobrist Fotografen Christian Doppler, Adrian Ehrbar, Foto Wagner Anzeigen Iris Zehnder Druck AVD Goldach AG Vertrieb Wettingen, Baden, Ennetbaden, Dättwil, Mülligen, Birmenstorf, Ehrendingen, Turgi, Freienwil, Rütihof Preis Abo für 4 Ausgaben: 35 Franken Copyright Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlags Cover Anna Rossinelli, Foto: Fabio Martin
Sommerlicher Genuss auf dem Hertenstein
Mit Hochgenuss bei traumhafter Aussicht über Baden wirbt das Restaurant Hertenstein über sein Refugium. Zur Sommerzeit lädt die begrünte Terrasse unter lauschigen Bäumen zum Tête-à-Tête, Familienfeiern oder feinem Lunch ein. Die Gartenterrasse wurde rechtzeitig auf die Sommersaison neu gestaltet und erstrahlt nun in einem komplett neuen Glanz. Eine moderne Holz-Stahl-Konstruktion überspannt den Aussenbereich und eine umlaufende Markise schützt vor Wind und spendet Schatten. Der charmante Familienbetrieb auf dem Hertenstein-Felsen steht für Authentizität und Herzlichkeit. Und das seit 1985, als die Familie Ettisberger aus einer Ruine eines der beliebtesten Panorama-Restaurants der Region aufbaute. Seit 2015 führt die nächste Generation mit Tochter Daniela und ihrem Mann Martin mit grosser Leidenschaft, Freude und Gastfreundschaft das kulinarische Erbe
weiter. Dies geben sie als Lehrbetrieb auch der nächsten Generation mit auf den Weg. Erleben Sie mit Familie, Freunden oder Geschäftspartnern unvergessliche Genussmomente bei bester Sicht über die Stadt Baden. Entdecken Sie die köstlichen Speisen aus vorzüglich regionalen Zutaten und lassen Sie sich dazu einen Wein empfehlen aus der mehrfach prämierten Weinkarte mit über 300 Positionen. Das herzlich kompetente Hertenstein-Team und die Familie Ettisberger freuen sich auf Ihren Besuch, ob zum Lunch, Abendessen oder zu einer Feier jeder Art.
Öffnungszeiten und Infos unter hertenstein.ch
Hallo Halle ist eröffnet
Die neue «Hallo Halle», die Markthalle für Essen, Trinken und Gastfreundschaft am Brown Boveri Platz in Baden, ist seit Mai geöffnet. Die zentrale Bar mit Kaffee, Wein, Bier und Drinks, dazu Foodstände, mit Angeboten von lokal bis international und von herzhaft bis süss, laden die Gäste zum Verweilen und Geniessen ein. Die lebendige Hallo Halle erfreut sich bereits grosser Beliebtheit und kann auch für Events genutzt werden. Mitten in
Baden, nur drei Gehminuten vom Bahnhof entfernt, wurde so auch ein Angebot für private Feiern, Firmenevents und kreative Formate aller Art geschaffen. Flexibel, lebendig und immer auf den Anlass abgestimmt, sorgt das Hallo-Team dafür, dass auch Ihr Event ein voller Erfolg wird - ab Frühling zusätzlich mit Terrasse für Apéros und entspannte Momente im Freien. Öffnungszeiten und Infos unter hallohalle.ch
Sommer-Vibes
Bereit für den Sommer? Diese Highlights vereinen innovative Materialien, nomadisches Design und pure Lebensfreude für warme Tage und laue Abende. Ob kühlende Funktionsshirts, stilvolle Champagnerkühler, wandelbare Taschen, bunte Uhren, ikonische Sneaker oder praktische Picknick-Begleiter – sie machen Lust auf sonnige Momente und spontane Auszeiten unter freiem Himmel.
Von oben im Uhrzeigersinn: Das Sun DriftTM Cooling Shirt von Mountain Hardwear verbindet funktionelle Performance mit einem lässigen Look für Outdoorabenteuer. Das innovative Material mit LSF 50 schützt vor schädlichen UVA- und UVB-Strahlen und sorgt dank HeiQ Cool-Technologie für einen spürbaren Kühleffekt. mountainhardwear.ch
Im Mittelpunkt der Kollektion «Chasing the Sun» Kollektion von Veuve Cliquot steht der Sun Holder, eine zeitgenössische Neuinterpretation des traditionellen Champagnerk ühlers. Inspiriert von der Form der Kalebasse hat der britisch-nigerianische multidisziplinäre K ünstler und Designer Yinka Ilori den Champagnerk ühler in einem nomadischen Design gestaltet und daf ür haupts ächlich recycelte Materialien verwendet. veuveclicquot.com
Die neuen FREITAG Easy Riders sind f ür Fussgänger und Fahrradfahrende gleichermassen gedacht. Die drei Crossbody Bags aus robusten, wasserabweisenden LKW-Planen lassen sich mit wenigen Handgriffen zu Velotaschen umfunktionieren und sorgen so f ür stilsichere, urbane Fortbewegung. freitag.ch
Die Freedom Chrono Enjoy Life «Sprinkles» von NORQAIN, inspiriert von bunten Sommerleckereien, feiert Lebensfreude und Spontanit ä t . Der 40mm Chronograph aus Edelstahl in zwei Zifferblattvarianten «Strawberry» und «Blue Raspberry» zeichnet sich durch lebendige Sprinkle-Details sowie Super-LumiNova® aus, die im Dunkeln blau leuchten. norqain.com
Mit der Neuauflage des 1000 bringt New Balance einen markanten Klassiker der Jahrtausendwende zurück. Im Jahr 1999 lanciert, verkör perte er den futuristischen Designgeist seiner Zeit, stromlinienf ör mig, technisch und voller markanter Details. Das neu interpretierte Design kombiniert Mesh und synthetische O verlays in einer umgekehrten Konstruktion. newbalance.ch
Lange Sommertage laden zu Ausflü gen und gemeinsamen Mahlzeiten im Freien ein. Mit den praktischen Begleiter wie K ühltaschen, Trinkflaschen und Lunchboxen von S østrene Grene für Picknicks, lassen sich die kleinen Freuden der warmen Jahreszeit unkompliziert üb erall mitnehmen – ob an den Strand, in den Park, in den Garten oder in den Wald. sostrenegrene.com
Eliane Walter (links) und Sandra Eglin von der Hilfsmittelwelt in Wettingen bieten praktische Helfer wie Gehstöcke, Rollatoren oder Aufstehhilfen an.
Mehr Sicherheit, mehr Selbstständigkeit
Hilfsmittel leisten weit mehr als praktische Unterstützung: Sie schaffen Sicherheit, erhalten Selbstständigkeit und entlasten Angehörige im Alltag. Wie wichtig dabei die richtige Beratung ist, erleben Eliane Walter und Sandra Eglin von der Hilfsmittelwelt in Wettingen jeden Tag.
Interview: Katja Bopp Text: Valentin Lehmann Bild: Christian Doppler
Wenn Unterstützung Freiheit schafft
Viele Menschen bringen Hilfsmittel vor allem mit hohem Alter oder Pflegebedürftigkeit in Verbindung. Für Eliane Walter und Sandra Eglin greift dieses Bild zu kurz. Ihre Kundschaft besteht zwar oft aus Seniorinnen und Senioren, doch auch jüngere Menschen kommen in die Hilfsmittelwelt, etwa nach Erkrankungen oder bei körperlichen Einschränkungen. Im Zentrum stehe nie das Produkt selbst, sondern die Frage, wie Menschen möglichst lange selbstständig bleiben können.
«Viele möchten heute länger zuhause leben und ihren Alltag möglichst eigenständig meistern», sagt Eliane Walter. Genau dafür gebe es einfache Lösungen, lange bevor ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung zum Thema werde. Die Hilfsmittelwelt in Wettingen hat sich auf diesen Bereich spezialisiert und bietet vom Gehstock über den Rollator bis zum Pflegebett ein grosses Sortiment an Unterstützung. Besonders häufig nachgefragt werden Mobilitätshilfen wie Rollatoren oder Standardrollstühle. Doch auch praktische Helfer wie Sockenanzieher, Öffnungs- oder Aufstehhilfen können im Alltag einen grossen Unterschied machen.
Die Beratung macht es aus Wer erstmals ein Hilfsmittel braucht, ist oft unsicher. Häufig recherchieren Angehörige bereits online und kommen mit konkreten Vorstellungen ins Geschäft. Der Entscheid für oder gegen ein Produkt wird aber meist erst nach dem persönlichen Gespräch im Laden von der Person gefällt, welche das Hilfsmittel nutzen wird. «Es ist ein Prozess. Wir versuchen, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen und gemeinsam ein passendes Hilfsmittel zu finden», erklärt Sandra Eglin. Gerade wenn ältere Menschen einem Hilfsmittel zunächst ablehnend begegnen, könne eine neutrale Fachperson oft mehr bewirken als die eigene Familie. Häufig sei dies jedoch gar nicht nötig, denn viele Seniorinnen und Senioren kämen von sich aus mit dem Wunsch nach Unterstützung in die Hilfsmittelwelt.
Ein gutes Beispiel ist der Rollator. Von aussen wirken viele Modelle ähnlich, in der Praxis gibt es aber deutliche Unterschiede. Grösse, Gewicht, Bereifung oder Material entscheiden darüber, ob das Modell zum individuellen Alltag passt. Wer viel draussen unterwegs ist, braucht andere Eigenschaften als jemand, der den Rollator hauptsächlich zuhause nutzt. «Wir haben Modelle, die sind fast schon Off-Road-Rollatoren. Damit kommt man auch noch über ein Feld», sagt Walter. Selbst bei Rollatoren spielt die Optik heute eine Rolle: Sie sind in verschiedenen Farben erhältlich und bieten damit für jeden Geschmack das passende Modell.
«Es ist schön, wenn wir etwas anbieten können, das den Alltag wirklich erleichtert.»
Eliane Walter, Mitinhaberin Hilfsmittelwelt
Hilfe in schwierigen Momenten
Ein besonderer Bereich der Hilfsmittelwelt ist die Vermietung von Pflegebetten. Gerade nach einem Spitalaufenthalt oder in palliativen Situationen muss es oft schnell gehen. In solchen Fällen liefert die Hilfsmittelwelt innerhalb kurzer Zeit ein Bett nach Hause und übernimmt sowohl den Aufbau als auch den späteren Abbau. Angehörige können sich so auf das Wesentliche konzentrieren.
«Man begleitet manche Menschen über Jahre hinweg», sagt Eglin. «Vom Gehstock über den Rollator bis hin zum Pflegebett – irgendwann kennt man ihre Geschichte sehr gut.» Das schaffe Vertrauen und eine enge Bindung zu den Menschen und verleihe der Arbeit zusätzliche Sinnhaftigkeit. Beide Geschäftsführerinnen betonen zudem, wie wichtig die persönlichen Beziehungen zur Kundschaft sind. Oft gebe es viel zu lachen, und die langjährigen Bekanntschaften mit den Kundinnen und Kunden bereicherten ihre Arbeit besonders.
Diese Nähe prägt auch den Arbeitsalltag. Viele Begegnungen bleiben in Erinnerung. Neben schwierigen Situationen sei es vor allem die Dankbarkeit, die den beiden immer wieder zeige, wie viel ein passendes Hilfsmittel bewirken kann, führt Eliane Walter aus.
Was dabei auffällt: Hilfsmittel haben sich verändert. Sie sind leichter geworden, funktionaler und auch optisch ansprechender. Farben und Design spielen heute eine grössere Rolle als früher. Denn wer täglich auf ein Hilfsmittel angewiesen ist, möchte nicht nur Sicherheit, sondern auch ein Produkt, das sich selbstverständlich ins eigene Leben einfügt.
Donna Hay zelebriert die moderne australische Küstenküche: erfrischende Sommergerichte mit köstlichen A romen – und alles vor der atemberaubenden Kulisse des glitzernden Hafens von Sydney. Sie zeigt, wie sie unkomplizierte Mahlzeiten für ihre Familie zubereitet und mit ihrem Freundeskreis besondere Momente feiert. Hier finden Sie Inspiration für schnelle, einfache Mahlzeiten unter der Woche, aber auch Menüvorschläge für unbeschwerte, gemütliche Sommernachmittage, entspannte Abendessen am Strand und gelungene Gartenpartys unter funkelndem Sternenhimmel. Neben gelingsicheren Rezepten verrät Donna Hay auch ihre Food-Styling-Tipps. Dieses Buch ist ein unkompliziertes Sommerfest des Geschmacks – wie ein erfrischender Tag am Meer.
Ob fruchtige Gurkenkaltschale mit Walnuss, Panzanella mit Pfirsich und Kapern oder Schoko-Haselnuss-Nicecream, Katharina Seiser weiss, was bei Hitze wirklich schmeckt. Die Autorin sammelt unter #gutbeihitze Rezepte, die Körper und Geist erfrischen und trotzdem sättigen. Im Buch präsentiert sie neue alltagstaugliche Lieblingsgerichte für den Hochsommer: kalte Suppen, schnelle Salate, warme Gerichte mit viel Gemüse, Fermentiertes und kühlende Drinks. Die Rezepte sind unkompliziert und saisonal. Für alle, die auch an Hitzetagen ohne viel Aufwand gut essen wollen: knackig, saftig, aromatisch und frisch!
ZWEI GENERATIONEN
Sunshine, Lemons and Sea Salt
Eine Enkelin begleitet ihre Grossmutter, ihre Nani, durch alle vier Jahreszeiten und kocht mit ihr. Maluns, Kohlwickel, Suurbrate, Birnenbrot, Rhabarberkuchen oder Rötali: 80 Bündner Klassiker und Lieblingsgerichte aus Nanis Rezeptsammlung zeigen die Vielfalt ihrer traditionellen Küche mit viel Gemüse und Früchten frisch aus dem eigenen Garten. Die nachhaltige, saisonale und regionale Küche, für immer mehr Menschen heute eine bewusste Entscheidung, war für die Generation der Grossmutter eine Selbstverständlichkeit – gegessen wird, was Jahreszeit und Garten für uns bereithalten.
Die Mexikanische Küche ist weit mehr als nur Essen, sie ist Ausdruck von Tradition, Gemeinschaft und Lebensfreude. Mit «Mexico mi Amor» lädt Luis Fernando Gonzalez Cortes zu einer sinnlichen Reise durch die kulinarische Vielfalt seiner Heimat ein und zeigt, wie tief Geschmack, Kultur und persönliche Erinnerungen miteinander verwoben sind. Von dampfenden Tamales über aromatische Mole bis zu frisch gerösteten Chilis entfaltet das Buch die ganze Bandbreite der mexikanischen Küche. Das Buch zeigt fundiertes Wissen über t ypische Zutaten, Zubereitungsweisen und kulturelle Hintergründe der Gerichte. Authentische Geschichten, moderne Eigenkreationen und kulinarische Erinnerungen verbinden sich zu einem facettenreichen Porträt der mexikanischen Esskultur. Das Buch ist eine leidenschaftliche Hommage an eine der vielseitigsten Küchen der Welt.
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Amalfi!
Zu Gast an der Amalfiküste ist eine kulinarische Reise entlang Italiens berühmtester Küste. Die Amalfiküste zählt zu den faszinierendsten Landschaften Italiens: eine Region, in der steile Klippen, leuchtende Zitronenhaine und das tiefblaue Meer eine einzigartige Bühne für mediterrane Genusskultur bilden. Mit «Zu Gast an der Amalfiküste» von Christine von der Pahlen erscheint ein besonderes Buch, das die kulinarische Seele dieser aussergewöhnlichen Küstenlandschaft einfängt. Das Werk vereint exklusive, aber auch klassische Rezepte der Region, wie Spaghetti alle vongole, hausgemachten Limoncello oder duftende Sfogliatella, mit lebendigen Geschichten und persönlichen Begegnungen. Jede Speise erzählt von der Tradition der Küstenküche, von einfachen Zutaten, jahrhundertealten Handgriffen und der tiefen Verbundenheit der Menschen mit ihrer Region. Porträts authentischer Restaurants, lebendiger Märkte und kleiner Familienbetriebe eröffnen Einblicke in eine Welt, in der Kochen, Gastfreundschaft und Lebensfreude untrennbar miteinander verbunden sind. Das Buch lädt dazu ein, die mediterrane Lebensart mit allen Sinnen zu erleben –als Inspiration für die nächste Reise, mit Geheimtipps zwischen Positano und Cetara, oder als kulinarischer Kurzurlaub in der eigenen Küche.
Zu Gast an der Amalfiküste Christine von der Pahlen callwey.de
Mexico mi Amor Luis Fernando Gonzalez Cortes callwey.de
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Griechenlands Reichtum an Inseln ist legendär. Jede Insel hat ihre eigene kulinarische Tradition und ist von anderen Einflüssen geprägt: Im Ionischen Meer spürt man in den Gerichten die Nähe Italiens, in der Ägäis zeugen orientalische Gewürze oder süsse Gebäcke vom Einfluss Kleinasiens, und Kreta, grösste Insel und Heimat alter Mythen, überrascht mit erstaunlichen, unerwarteten Gerichten. Lazaros Kapageoroglou hat die griechischen Inselgruppen besucht, Menschen getroffen, mit ihnen gekocht, geredet, gelacht, hat fotografiert, probiert und gelernt. Seine Rezepte erzählen von Aroma, Einfachheit, Zusammengehörigkeit und Freude. Eine kulinarische Inselreise, die in Text, Bild und zahlreichen authentischen Rezepten an einen Tisch mit aromatischen Speisen und warmherzigen Menschen einlädt, umgeben von Meer und dem Duft von Olivenöl.
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Von Insel zu Insel Lazaros Kapageoroglou at-verlag.ch
Gepflegte Füsse
Sie tragen uns den ganzen Tag unermüdlich umher. Sind mal gebettet in bequeme Turnschuhe, mal eher eingeschlossen in engen Wanderschuhen und mal zur Schau gestellt in schönen High Heels – unsere Füsse. Oft geht die Pflege dieser beiden fleissigen Helfer eher vergessen, zumindest solange sie sich nicht bemerkbar machen.
Zur täglichen Pflege empfiehlt sich auf jeden Fall eine gute Fusscrème – damit wird die beanspruchte Haut gut genährt und es entstehen weniger Hornhaut oder gar Risse in der Haut. Gerade auch kleine R isse dienen oft als Nährboden für beispielsweise Fusspilzerkrankungen. Je gepflegter also die Haut, desto kleiner ist das Risiko für Infektionen.
Gut passendes Schuhwerk ist ebenfalls wichtig –sowohl für die Füsse, wie auch für die Fussnägel. Zu eng sitzende Schuhe können zu Verformungen und Verfärbungen von Fussnägeln führen. Oftmals wird das Erscheinungsbild dann mit einem Nagelpilz verwechselt.
In den Füssen laufen zudem viele Nervenstränge zusammen. Oft hört man den Begriff «Fussreflexzonenmassage» – dabei werden definierte Bereiche d es Fusses mit bestimmten Bereichen des Körpers verbunden. Durch Massieren dieser Zonen kann man also Impulse im ganzen Körper setzen. Eine Fussreflexzonenmassage geht auch ganz einfach zu
Dr. Hans Jürg und Marion Engel (im Bild), Inhaber der Rathaus Apotheke in Wettingen, und ihr Team freuen sich über Ihren Besuch und beraten Sie gerne!
Hause oder draussen. Versuchen Sie mal, barfuss über verschiedene Untergründe zu gehen – das ist am Anfang sicher ungewohnt, hat jedoch einen belebenden Effekt!
Sollte sich doch mal ein Hühnerauge, eine Hornhautschwiele, eine Blase oder ein Fusspilz bemerkbar m achen, hat unsere persönliche Beratung auf jeden Fall Hand und Fuss.
Das Team der Rathaus Apotheke wünscht Ihnen gute Gesundheit und freut sich auf Ihren Besuch!
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«Wir sind lebendig, gesund und echt»
Anna Rossinelli tritt mit ihrer Band am 5. September erstmals am Argovia Fäscht auf dem Birrfeld auf. Im Interview erzählt die 39-jährige Sängerin aus Basel, weshalb während ihrer Zeit als Strassenmusikerin regelmässig die Polizei vorbeischaute, wie sie den abrupten Sprung ins Rampenlicht erlebte. Und sie verrät, welche Entwicklung ihr im Musikbusiness Angst macht.
Text: Stephan Santschi Bilder: Fabio Martin
Am 5. September treten Sie im Rahmen der Heat-Tour am Argovia Fäscht auf. Eine Premiere?
Anna Rossinelli: Ja, ich war noch nie dort. Es soll krass sein und abartig viele Leute haben. Das wird eine Riesennummer, deshalb kann ich es kaum erwarten.
Was gefällt Ihnen auf der Openair-Bühne?
Auf einer so grossen Bühne zu spielen, ist eine Wucht. Wenn wir mit der Band auf Tour sind, zum Beispiel in Kleintheatern, ist das mega herzig und hat seinen Charme. An einem Festival, wenn viele Menschen vor der Bühne stehen, fühlt es sich aber eher so an, wie die Konzerte, die ich in meiner Kindheit im Fernsehen sah. Ich kann rumrennen, tanzen, die ganze Bühne für mich einnehmen. Ich spüre: Hier bin ich genau richtig.
Wo liegt der Ursprung Ihrer Leidenschaft für die Musik?
Musik hat mich schon immer sehr angezogen. Mein Vater ist früh gestorben, doch ich erinnere mich, wie er Klavier gespielt hat. Ich liebte d ie Sister-Act-Filme. Lauryn Hill war die Person, zu der ich aufschaute. Ihre Latzhose und die Art und Weise wie sie sang, waren mega-toll. Ich wollte so werden wie sie. Auch die Kelly Family hörte ich gerne, doch das ist eher peinlich (lacht).
Wie schafften Sie Raum für Ihre Liebe zur Musik?
Parallel zu meiner Ausbildung zur Fachfrau Betreuung mit Fachrichtung Menschen mit Beeinträchtigung ging ich in die Jazzschule – im Stundenplan standen Theorie, Piano und Gesang. Später ging ich mit meinem damaligen Freund nach New York. Wir lernten Englisch, traten mit vielen Menschen aus der Musikszene in Kontakt und stellten fest: Niemand wartet auf Dich. Wir wurden auf den Boden der Tatsachen geholt.
Wie entwickelte sich aus dem Hobby trotzdem ein berufliches Ziel?
Das kam schleichend. Ich war der Rosarote-Brillentyp und dachte, das klappt einfach so. Als ich nach einem Gig 300 Franken auf die Hand
«Auf einer so grossen Bühne zu spielen wie am Argovia Fäscht, ist eine Wucht.»
Anna Rossinelli
erhielt, war dies das Grösste; ich dachte, ich hätte mega-viel Geld verdient. Wir machten Strassenmusik, David Klein hörte uns und wollte m it uns an den Eurovision Song Contest. Ich reagierte so, wie ich bin und wie es mich meine Mutter lehrte: Ich muss offen für Neues sein, Dinge ausprobieren. Schlägt man Türen sofort zu, gehen nicht viele andere auf.
Wie war die Zeit als Strassenmusikerin?
Uns kannte niemand, also erhielten wir an Konzerten keinen Slot. Auf der Strasse kann man sich einfach hinstellen, und es ist auch eine gute Übung, um Ängste abzubauen. Wenn mir ein junger Typ sagt, dass er mir einen Stutz gibt, wenn ich aufhöre, ist das nicht so toll. Doch auch wenn uns die Leute scheisse fanden, machten wir weiter. Das gab uns Kraft. Es ist ein langer Weg, bis man sich auf einer Bühne wohlfühlt. Auch die Polizei kam regelmässig bei uns vorbei…
Weshalb?
Als Strassenmusiker muss man alle 30 Minuten den Platz wechseln, damit sich die Geschäfte nicht belästigt fühlen. Aber wenn es gerade lief und 100 Menschen um uns herumstanden, waren das schöne Momente. Dann schauten wir natürlich nicht auf die Uhr.
Von der Strasse auf die ESC-Bühne: Wie haben Sie diesen grossen Sprung erlebt?
Es war ziemlich heavy, das Leben war vom einen auf den anderen Tag anders. Plötzlich interessierte es die Leute, was ich esse, anziehe
oder wann ich ins Bett gehe. Darauf war ich nicht scharf. Man wird verglichen, bewertet, teilweise zerrissen. Ich landete einfach in diesem Hamsterrad und lernte, mich darin zu drehen. Ich war nie verbissen oder überaus ehrgeizig, ich wollte nie etwas auf Biegen und Brechen erreichen. Doch nun bin ich in meinem Traumberuf, und dafür bin ich mega dankbar.
Sie erreichten 2011 den ESC-Final, belegten dort aber den letzten Platz. Wie gehen Sie mit Misserfolgen um?
Ich kann auch über Sachen reden, die nicht glänzen. Ich war immer ehrlich, erzähle keine Märchen. Vor dem ESC-Final als neue Céline Dion gehypt zu werden und dann Letzter zu werden, war hart. Die Konkurrenz spielte teilweise Schni-Schna-Schnappi-Lieder, ich fragte mich, was schief gelaufen war. Ich zweifelte an mir, definierte mich aber nie nur über den ESC-Auftritt. Also stand ich wieder auf.
Trotz des letzten Platzes war die Tür zur Karriere geöffnet. Welches Erlebnis ist unvergesslich?
Es gibt so viele schöne Momente mit meinen Buben in der Band, seit 2012 sind wir regelmässig auf Tour. Das sind bald 15 Jahre, das ist mega lang. Wir haben alle Drei mittlerweile Kinder. Die Musik ist für uns auch eine Möglichkeit, aus dem Trott des Alltags herauszukommen, die Auftritte schaffen eine Befreiung. Nach einem Konzert bin ich immer glücklicher als davor, egal wie viele Leute zuhören.
«Erfolg ist nicht nur Geld. Es geht auch darum, etwas zu tun, das dich befriedigt und erfüllt.»
Anna Rossinelli
Kein Highlight also?
Das Leben ist so facettenreich. Ich habe auch kein Lieblingsessen, die Vielfalt macht es aus. Die Gespräche mit den Leuten an kleinen Konzerten. Wenn alle eine Kerze anzünden. Wenn an der Gitarre eine Saite reisst. Wenn wir wegen des Regens in eine Scheune müssen, und
«Nach einem Konzert bin ich immer glücklicher als davor, egal wie viele Leute zuhören.»
Anna Rossinelli
den Auftritt unplugged fortsetzen – das alles sind Magic Moments. Es gibt kein Funkeln, das alles überstrahlt.
Zum Kern der Band gehören neben Ihnen auch Gitarrist Manuel Meisel und Bassist Georg Dillier. Wie lautet das Erfolgsrezept für die lange Zusammenarbeit?
Wir können über alles reden, vertrauen uns wie in einer kleinen Familie, alle Gefühle haben Platz. Wir sind hartnäckig, mutig und stur. Manchmal gehen wir uns auf die Nerven, manchmal werden wir hässig, weil wir viel Zeit für Social Media aufwenden müssen. Letztlich wollen wir aber alle das Gleiche: Immer wieder auf der Bühne sein.
Mit Georg Dillier bildeten Sie früher ein Paar. Wie entstand daraus eine echte Freundschaft?
Die Musik ist unser gemeinsames Baby. Es dauerte eine Weile, bis die Wogen geglättet waren, doch das ist nun Schnee von gestern. Nach 12 Jahren als Paar hatten wir eine tiefe Verbindung. Uns war es mega wichtig, dass wir nach unserer Beziehung nicht auch noch die Musik verlieren. Nun bin ich das Gotti von einem seiner Zwillinge.
Ihr Lebenspartner ist Italiener, kennengelernt haben Sie sich in Rom. Rossinelli tönt auch italienisch…
Mein Ur-ur-Grossvater kam aus dem Tessin. Auf Vatersseite sprach man aber Französisch. In meinem Pass kann ich den Heimatort jeweils auswählen. Nun steht Neuchâtel drin.
Im Text zur SRF-Dokumentation über Ihre Karriere heisst es: Der grosse Durchbruch blieb bis heute aus. Empfinden Sie das so? Das finde ich gar nicht, nein. Wenn ich meine Geschichte anschaue, stelle ich fest: Ich bin extrem erfolgreich geblieben. Klar, es gab nicht Anzeige
Fassadenreinigung
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Baureinigung
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«Wenn ich meine Geschichte anschaue, stelle ich fest: Ich bin extrem erfolgreich geblieben.»
Anna Rossinelli
den «Up-in-the-sky»-Überhit, wie ihn 77 Bombay Street hatte. Wir waren nie im Himmel, aber wir nehmen kleine Schritte, steigen auf der Treppe kontinuierlich nach oben und haben unsere Freundschaft in der Band erhalten. Viele Menschen haben das Gefühl, nur weil ich am ESC gespielt habe, müsste ich zu Hause einen Pool haben. Doch Erfolg ist nicht nur Geld. Es geht auch darum, etwas zu tun, das dich befriedigt und erfüllt.
Wie entwickelt sich Ihrer Meinung nach das Musikbusiness?
Es gibt in der Zwischenzeit viele KI-Musiker auf dem Markt, das macht es sehr schwer. Klar, auch ich möchte mit der Zeit gehen, aber das Schönste ist doch das Song-Writing. Ich möchte selber etwas kreieren, das es vorher nicht gegeben hat, und nicht einfach KI fragen, damit es einfacher geht. Diese Entwicklung macht mir eher Angst. Generell frage ich mich, wie ich weitermachen soll. Konzeptalben sind immer weniger gefragt, nur noch einzelne Songs interessieren.
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Viel Musik, etwas Schauspiel
Mit 13 stand sie erstmals auf der Bühne, mit 14 gründete sie eine A-cappella-Band, mit 16 ging sie auf eine Jazzschule – die Liebe zur Musik war bei A nna Rossinelli früh tief verankert. Mittlerweile ist die 39-jährige Sängerin mit Gitarrist Manuel Meisel und Bassist Georg Dillier ein fester Bestandteil der Schweizer Musikszene. Mit der Final-Teilnahme am Eurovision Song Contest 2011 spielte sich die Band erstmals ins Rampenlicht. Seither veröffentlichte sie sieben Alben, die alle in den Top 10 der Schweizer Charts l andeten.
Aktuell ist das Trio, ergänzt mit dem Pianisten David Cogliatti und dem Schlagzeuger Simon Kistler, auf der Heat-Tour, welche am 5. September am Argovia Fäscht gastiert. Auf sich aufmerksam machte Rossinelli auch auf anderen Parketts. Zum Beispiel coachte sie 2020 Gesangstalente bei «The Voice of Switzerland». Oder sie übernahm in der Schweizer TV-Serie «Tschugger» die Rolle einer Polizistin. Gemeinsam mit ihrem Partner und der dreijährigen Tochter lebt die Baslerin in der Stadt am Rhein. (ss)
Weitere Infos und Tourdaten unter www.annarossinellimusic.com
Was verändert sich nicht? Was soll in Ihrer Musik erhalten bleiben? Das Herzblut und die Emotionalität. Unsere Musik ist wie ein Bild, das zu Hause an der Wand hängt, und das man auf viele verschiedene Arten anschauen kann. Wir sind extrem authentisch geblieben, wir sind lebendig, gesund und echt. Wir möchten die Leute mit unserer Musik berühren.
Sie haben eine dreijährige Tochter. Wie kombinieren Sie Beruf und Mutterschaft?
Recht gut. Wenn man selbstständig ist, muss man sehr flexibel sein, wie eine Maschine ist man ständig am Funktionieren. Ist mein Kind, mein Partner oder ich selbst krank, wird das ganze Konstrukt auseinandergerissen. Ich habe mich für ein Kind entschieden, mit zweien könnte ich es nicht machen. Mir ist es weiterhin mega wichtig, dass ich arbeiten kann.
Wie finden Sie zu Entspannung?
Das ist die härteste Challenge. Wenn ich müde bin, freue ich mich manchmal einfach auf den Abend, um eine TV-Serie zu schauen. Mit Kolleginnen habe ich ein Töpferatelier, wo ich etwas mit den Händen tun kann. Ich kreiere, bastle, koche und wohne gerne. In der Gartenarbeit kann ich stundenlang Blättchen abzupfen, Wasser geben und Neues einpflanzen. Ich liebe es auch, mit Freunden in ein Restaurant zu gehen. Oder auf Flohmärkte, ich habe ein Faible für Schnickschnack.
Welche Ziele haben Sie noch?
In einem richtigen Spielfilm mitspielen. Ein Konzert nur mit Frauen machen. Und mehr im Ausland spielen, wie früher auf unserer internationalen Strassentour, als wir irgendwo landeten, zum Beispiel in Marrakesch.
«Unsere Musik ist wie ein Bild, das zu Hause an der Wand hängt, und das man auf viele verschiedene Arten anschauen kann.»
Anna Rossinelli
Winernstrasse 4 5430 Wettingen Telefon 056 430 10 30
In der «Schullandschaft Margeläcker» profitieren nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern die Schule Wettingen wird dadurch auch eine attraktive Arbeitgeberin, um qualifizierte Fachkräfte zu finden.
Schule neu gedacht: Wettingen investiert in die Zukunft
Wie sieht die Schule von morgen aus? Diese Frage beschäftigt viele Städte und Gemeinden, so auch die Gemeinde Wettingen. Im Zuge der ganzheitlich und breit abgestimmten Masterplanung «Zukunft Schulraum Wettingen 2040», entstand auch das Projekt «Schullandschaft Margeläcker». Ein zeitgemässes Bildungszentrum, das nicht nur den aktuellen Bedürfnissen gerecht wird, sondern auch kommenden Generationen beste Voraussetzungen bietet.
Die Architektur unterstützt den Unterricht aktiv. Offene Lernbereiche, kurze Wege und flexibel nutzbare Räume ermöglichen neue pädagogische Ansätze - von Gruppenarbeiten bis zu projektorientiertem Lernen.
Mehr Platz für eine wachsende Zukunft
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bis 2040 wird die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Wettingen weiter steigen. Gleich zeitig verändern sich die Anforderungen an den Unterricht. Mehr individuelle Förde rung, neue Lernformen und zusätzliche ausserschulische Betreuungsangebote benötigen vor allem eines, nämlich Raum.
Genau hier setzt das Projekt an. Geplant ist eine neue Oberstufe auf dem Areal Margeläcker, ergänzt durch die Weiterentwicklung des bestehenden Primarschulstandorts.
Damit wird nicht nur dringend benötigter Schulraum geschaffen, sondern auch eine durchdachte, langfristige Lösung für die gesamte Gemeinde umgesetzt.
Moderne Architektur trifft auf moderne Pädagogik
Das Herzstück des Projekts bilden drei neue Schulgebäude. Jedes funktioniert als eigenständige Einheit, gleichzeitig sind alle miteinander verbunden. Dieses Konzept schafft überschaubare Strukturen und fördert zugleich Austausch und Zusammenarbeit.
Besonders bemerkenswert: Die Architektur unterstützt den Unterricht aktiv. Offene Lernbereiche, kurze Wege und flexibel nutzbare Räume ermöglichen neue pädagogische Ansätze - von Gruppenarbeiten bis zu projektorientiertem Lernen.
Auch langfristig ist gedacht: Die Gebäude sind so konzipiert, dass sie sich einfach anpassen lassen. Neue Unterrichtsformen oder veränderte Bedürfnisse können ohne grossen
Die Gebäude werden so konzipiert, dass sie sich auf neue Unterrichtsformen einfach anpassen lassen.
Aufwand umgesetzt werden - ein entscheidender Vorteil in einer sich ständig wandelnden Bildungswelt.
Bessere Bedingungen für alle Beteiligten Das Projekt bringt nicht nur Vorteile für Schülerinnen und Schüler. Auch Lehrperso-
nen profitieren von einer modernen Arbeitsumgebung. Attraktive Schulräume stärken d ie Schule als Arbeitgeberin und helfen, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Für Eltern bedeutet die neue Schulstruktur mehr Sicherheit und Übersichtlichkeit: kürzere Schulwege, altersgerechte Einteilungen und
Mit der Schullandschaft Margeläcker zeigt
Wettingen Weitsicht. Statt kurzfristiger Provisorien entsteht eine nachhaltige Lösung, die Bildung, Lebensqualität und Gemeinschaft gleichermassen stärkt.
Das plant Wettingen für unsere Lebensqualität von morgen.
Das Siegerprojekt der «Schullandschaft Margeläcker» der Burkard Meyer Architekten BSA, Baden.
genügend Platz für Betreuungsangebote. Kinder können in einem stabilen Umfeld lernen, oft über mehrere Jahre hinweg am gleichen Standort. Und nicht zuletzt profitiert die gesamte Gesellschaft: Gute Bildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft. Wer in moderne Schulen investiert, investiert direkt in die nächste Generation.
Ein Gewinn für die ganze Gemeinde
Die neue Schullandschaft Margeläcker ist mehr als nur ein Ort zum Lernen. Sie wird auch ein Treffpunkt für das Quartier. Aussenbereiche, Mehrzweckräume und Turnhallen stehen Vereinen, Institutionen und der Bevölkerung zur Verfügung und stärken das gemeinschaftliche Leben. Gleichzeitig bleibt das Projekt bewusst massvoll: Bestehende Gebäude werden sinnvoll erweitert und saniert,
Wettiger Fäscht
der Flächenverbrauch bleibt im Verhältnis, und die Planung berücksichtigt sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Aspekte.
Heute entscheiden für morgen
Mit der Schullandschaft Margeläcker zeigt Wettingen Weitsicht. Statt kurzfristiger Provisorien entsteht eine nachhaltige Lösung, die Bi ldung, Lebensqualität und Gemeinschaft gleichermassen stärkt. Kurz gesagt: Dieses Projekt ist mehr als ein Bauvorhaben. Es ist ein klares Bekenntnis zur Zukunft - und eine Investition, von der alle profitieren werden.
Nächste Schritte
Falls der Projektierungskredit an der Volksabstimmung am 14.6.2026 genehmigt wird, kann mit der Ausarbeitung von drei Teilphasen - Vorprojekt, Bauprojekt und Bewilli-
Vom 3. bis 5. Juli wird Wettingen wieder zum Zentrum für alle, die gute Musik, einen attraktiven Lunapark und eine unvergessliche Festatmosphäre erleben möchten. Der traditionelle Sprintwettbewerb «De schnällscht Wettiger / Di schnällscht Wettigerin» bildet am Freitagnachmittag den sportlichen Auftakt. Der beliebte Lunapark wird mit seinem ganzen Spektrum an Bahnen aufwarten, dazu wird es auf der Konzertbühne eine Reihe hochkarätiger Pop-Konzerte geben. Egal ob Pop, Rock oder die besten Klassiker – für musikalische Vielfalt ist gesorgt. Auch das kulinarische Angebot wird von den lokalen Vereinen mit viel Liebe und Engagement zubereitet. Unbedingt in Agenda eintragen!
gungsverfahren – gestartet werden. Im Früh ling / Sommer 2028 folgen die Abstimmungen zum Baukredit im Einwohnerrat und durch die Stimmbevölkerung. Nach dem Baubeginn anfangs 2029 soll der geplante Bezug auf den Schuljahresbeginn 2032/2033 erfolgen.
Informationen
Sie wollen mehr über das Projekt erfahren? Scannen Sie den QR-Code oder besuchen Sie die Website www.zukunft-wettingen.ch. Unter «Schullandschaft Margeläcker» sind sämtliche Informationen und Dokumente rund um das Projekt zu finden.
Hinweis
Detaillierte Unterlagen sind auf www.zukunft-wettingen.ch abrufbar.
Erfolgreicher Steuerkurs für Neulinge
Der erstmals durchgeführte Kurs zum Ausfüllen der Steuererklärung für junge Erwachsene stiess auf grosses Interesse. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden gleich zwei Abende angeboten. Geleitet wurde der Kurs von Fachpersonen des Steueramts.
Für viele junge Erwachsene ist das Ausfüllen der ersten Steuererklärung eine Herausforderung. Genau hier setzte der im März 2026 durchgeführte Kurs «Wie fülle ich eine Steuererklärung korrekt aus?» an. Das Angebot richtete sich gezielt an Personen mit Geburtsjahr 2007, die im Jahr 2026 zum ersten Mal eine Steuererklärung einreichen müssen. «Offensichtlich haben wir mit diesem Angebot einen Nerv getroffen», freut sich Nina Crameri, die Leiterin der Fachstelle Gesellschaft, die den Kurs initialisiert hat. Die Nachfrage war so gross, dass der Kurs kurzerhand an zwei Abenden durchgeführt wurde. Mit je rund 20 Personen waren beide Termine sehr gut besucht.
Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Zwei Fachpersonen des Steueramts führten Schritt für Schritt durch alle Bereiche der Steuererklärung und erklärten, welche Angaben zwingend sind, wo häufig Fehler passieren und wie sich mögliche Abzüge optimal nutzen lassen.
Ein zentraler Bestandteil des Kurses war die direkte Unterstützung: Die Teilnehmenden
Text: Corine Lüthi Bild: Nina Crameri
brachten ihre eigene Steuererklärung mit allen erforderlichen Dokumenten mit und die Fachpersonen standen für Fragen zur Verfügung oder halfen individuell beim Ausfüllen vor Ort weiter. «Es war sehr erfreulich, dass so viele Fragen gestellt wurden - wir hatten alle
Sommerzeit – Reisezeit
Sie verreisen im Sommer in die lang ersehnten Ferien? Prüfen Sie frühzeitig, ob ihre Identitätskarte oder der Reisepass noch gültig sind und erkundigen Sie sich über die Einreisebestimmungen Ihrer Feriendestination. Die Lieferfrist für einen neuen Ausweis beträgt max. 10 Tage. Je
nach Ausweisart betragen die Gebühren zwischen Fr. 35.00 und Fr. 158.00. Wenn Sie Ihren Ausweis verloren haben oder dieser gestohlen wurde, melden Sie den Verlust auf einer Polizeistelle. Allgemeine Fragen zu Pass oder ID beantwortet das Ausweiszentrum des Kantons Aargau.
Hände voll zu tun», meint Sandro Wüst, Mitarbeiter Steueramt.
Gemäss Stefan Keller, Stv. Leiter Steueramt, fielen auch die Rückmeldungen positiv aus. «Der Grossteil der Anwesenden war sehr motiviert und hat aktiv mitgearbeitet. Ganz vereinzelt hat man aber auch gemerkt, dass einige eher von den Eltern geschickt worden sind», schmunzelt er.
Die Organisatoren ziehen eine durchwegs positive Bilanz. Der grosse Andrang und das engagierte Mitmachen zeigen deutlich, wie wichtig solche Angebote sind und welchen Stellenwert sie in Wettingen, der UNICEF kinderfreundlichen Gemeinde, haben. Gerade für junge Menschen bietet der Kurs eine wertvolle Grundlage, um künftig selbstständig und korrekt mit dem Thema Steuern u mzugehen.
Aufgrund des Erfolgs ist geplant, den Kurs im nächsten Jahr erneut anzubieten. Ziel bleibt es, auch zukünftigen Erststeuerpflichtigen den Einstieg zu erleichtern und ihnen Sicherheit im Umgang mit ihrer Steuererklärung zu geben.
Über den QR-Code gelangen Sie zu weiteren Informationen.
Die Markstein ist erfahrener Vermarktungspartner von Immobilien in den Kantonen Aargau und Zürich.
«Wir
finden den richtigen Preis für ihre Immobilie»
Der richtige Preis entscheidet über Erfolg oder Stillstand beim Immobilienverkauf. Karin Hochuli von Markstein erläutert im Gespräch, warum Erfahrung, Marktkenntnis und ein neutraler Blick hierbei entscheidend sind. Denn oft reicht das Bauchgefühl nicht aus.
Text: Valentin Lehmann Bilder: zVg.
Wer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen möchte, steht schnell vor der zentralen Frage: Was ist meine Immobilie heute eigentlich wert? Gerade wenn der Kauf viele Jahre zurückliegt, fehlt die Orientierung. «Viele Hauskäufe liegen 20 bis 30 Jahre zurück. Jetzt steht man da und fragt sich: Wieviel ist meine Immobilie heute wert?», sagt Karin Hochuli von Markstein. Diese Unsicherheit ist nachvollziehbar, denn der Angebotspreis ist weit mehr als nur eine Zahl. Er beeinflusst, wie eine Immobilie am Markt wahrgenommen wird, wie viele Interessenten sich melden und letztlich, ob ein Verkauf gelingt oder ins Stocken gerät. Ein zu hoher Preis schreckt ab, ein zu tiefer kann Misstrauen auslösen. Beides reduziert die Erfolgschancen deutlich.
Viele Eigentümer versuchen dennoch, den Preis eigenständig einzuschätzen. Im Umfeld hört man dann oft: «Ich brauche keine Hilfe, ich verkaufe das dann schon.» Doch genau hier liegt laut Hochuli ein
häufiger Denkfehler: «Eventuell hätte die Immobilie ja mehr Wert, als angenommen.» Gleichzeitig besteht auch das Risiko, den Preis zu hoch anzusetzen wodurch das Objekt zum Ladenhüter werden kann, was wiederum auch der Reputation des Verkäufers schadet. Der Markt ist in Bewegung, verändert sich laufend. «Wir haben tagtäglich mit der Evaluation der Verkaufspreise zu tun und kennen den Markt. Diese verändern sich auch immer wieder», erklärt Hochuli. Gerade in den letzten Jahren seien die Preise teilweise stark gestiegen, auch künftig erwartet sie eine ähnliche Entwicklung. «Wenig verfügbares Land führt beispielsweise auch in Zürich dazu, dass Wohnraum knapp und entsprechend teuer ist, was wiederum den Aargau und insbesondere die Region Baden attraktiver macht.» Die Nachfrage verschiebt sich so weg von den klassischen Zentren hin zu angrenzenden Regionen. Speziell rund um die Ballungsräume werden Immobilien und Land immer interessanter und damit wertvoller.
«Meine Mitarbeitenden und ich sind mit Leidenschaft und Freude im Einsatz und kennen den regionalen Immobilienmarkt und die Menschen.»
Karin Hochuli, Leiterin Vermarktung, Markstein Baden
Mehrere Faktoren bestimmen Wert
Doch was bestimmt den Wert einer Immobilie konkret? Es ist das Zusammenspiel vieler Faktoren: Lage, Zustand, Grösse, Ausbau, Infrastruktur und Zukunftspotenzial. «Wie gross ist die Nachfrage? In welchem Zustand ist das Objekt? Was sind Renovationsbedürfnisse? Was muss in der Zukunft investiert werden?», zählt Karin Hochuli auf. Auch weniger offensichtliche Aspekte spielen eine Rolle, etwa das Entwicklungspotenzial der gesamten Region oder des Quartiers.
Onlinetools geben Richtwert vor Viele Verkäufer greifen zusätzlich auf Online-Bewertungstools zurück. Diese können eine erste Orientierung bieten, ersetzen aber keine fundierte Einschätzung. «Diese Tools geben einen Hinweis», so Hochuli. «Am Ende erhält man einen Richtwert. Dieser kann aber oft unter- oder auch übertroffen werden.» Der Grund: Individuelle Details lassen sich kaum abbilden und 1:1 in ein Onlinesystem integrieren. «Hat es beispielsweise eine «gäggeligääli» Küche, die mittlerweile vollkommen aus der Mode gefallen ist, sich aber noch in einem guten Zustand befindet, macht das einen erheblichen Unterschied.»
Ein weiterer entscheidender Faktor sind Emotionen. Wer viele Jahre in einer Immobilie gelebt hat, verbindet Erinnerungen damit. Genau diese Verbundenheit zum Objekt kann die Preisvorstellung beeinflussen. «Wir stehen als Markstein wie eine neutrale Person dazwischen. Wir sind nicht emotional an die Objekte gebunden und können Menschen, die sehr an ihrer Immobilie hängen, gut beraten.» Diese Distanz hilft, realistische Entscheidungen zu treffen, auch dann, wenn der Verkaufsprozess ins Stocken gerät. «Ebenfalls können wir helfen, wenn jemand bei ausbleibendem Verkauf kalte Füsse bekommen sollte. Unsere Erfahrung schützt so vor Schnellschussreaktionen.»
Wir kommen von hier und kennen die Region Wer bei Markstein als Vermarkter tätig ist, kennt die Region. «Fast alle in unserem Team sind hier aufgewachsen und leben noch immer im Grossraum Baden.» sagt Karin Hochuli. «Meine Mitarbeitenden und ich sind mit Leidenschaft und Freude für Immobilien und die Region Baden im Einsatz. Wir kennen die Umgebung, den lokalen Markt und die Menschen.» Der Weg zum Verkauf zu einem marktgerechten Preis ist dabei kein einmaliger Schritt, sondern ein Prozess. Bei Markstein erfolgt dieser oft etappenweise. «Einschätzungen von Immobilien nehmen wir im Rahmen des Kennenlernens und als Dienstleistung vor und sind nicht verbindlich», erklärt Hochuli. Erst danach entscheiden Eigentümer, ob sie den Verkauf gemeinsam angehen möchten. «Wir schätzen Offenheit und dazu gehört auch die klare Rückmeldung, wenn ein Preis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nicht realistisch ist.»
Ein marktgerechter Immobilienverkauf erfordert keine spontane Entscheidung, sondern eine durchdachte, schrittweise Planung.
Neben der Preisfindung unterstützt eine professionelle Vermarktung auch organisatorisch. Vom ersten Entscheid bis zum Abschluss vergehen meist mehrere Monate. «Oft zwischen drei und sechs Monaten, bis das Geschäft erledigt ist», sagt Hochuli. In dieser Zeit gilt es, viele Schritte zu koordinieren, von der Aufbereitung der Immobilie bis zur finalen Vertragsabwicklung. Auch rund um den Verkauf betreut Markstein umfassend. Kontakte mit Banken oder Unterstützung bei der Suche nach Anschlusslösungen sind möglich. Bietet sich bei einem Objekt die Möglichkeit, durch einen Neubau oder Umbau eine Wertsteigerung zu erreichen, ist Markstein ebenfalls der geeignete Partner i n der Region. Dabei zeigt sich auch, dass nicht jede Immobilie den heutigen Anforderungen entspricht. «Es gibt Häuser, die nicht mehr zeitgemäss sind, sei es energetisch oder vom Aufbau her.» Wohnbedürfnisse haben sich verändert, Grundrisse ebenso. Diese Faktoren fl iessen direkt in die Bewertung ein und beeinflussen die Preisstrategie. Was bleibt, ist eine Empfehlung an die Eigentümer: den Verkaufsprozess nicht zu unterschätzen und sich frühzeitig Klarheit zu verschaffen. Eine fundierte und neutrale Einschätzung schafft dabei Sicherheit und bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte. Oder, wie es Karin Hochuli zusammenfasst: «Markstein trägt massgeblich zum Prozess der optimalen Preisfindung bei.»
Wer bei der Preisfindung seines Hauses eine unverbindliche und professionelle Zweitmeinung einholen möchte, kann sich direkt an Frau Karin Hochuli wenden.
Kontakt: karin.hochuli@markstein.ch oder 056 203 50 50.
Bei Matthias Dudler steht der Mensch im Mittelpunkt
Wer Matthias Dudler, dem CEO der Detlefson Anlageberatung AG in Wettingen begegnet, merkt schnell: Hier steht nicht allein die Finanzwelt im Mittelpunkt, sondern vor allem der Mensch. Der erfahrene Vermögensverwalter spricht sieben Sprachen und verbindet internationale Erfahrung mit einer persönlichen, individuellen Kundenansprache. Für ihn gilt seit jeher ein einfacher Grundsatz: «Der Kunde ist König, und seine Ansprüche wollen wir unbedingt erfüllen.»
Der Vermögensverwalter Matthias Dudler ist auf dem Landgut Hütteguet im Eigi Wettingen zuhause und empfängt da auch seine Kundinnen und Kunden.
«Jeder Mensch hat andere Ziele, Wünsche und Lebensgeschichten. Darauf muss eine gute Vermögensberatung eingehen.»
Matthias Dudler, CEO der Detlefson Anlageberatung AG
Seine berufliche Laufbahn führte Matthias Dudler rund um die Welt. Stationen in New York City, Buenos Aires, São Paulo, Rio de Janeiro, Genf und Mexiko prägten seinen Blick auf Menschen, Märkte u nd Kulturen. Ob für 200‘000 Franken oder einen mehrstelligen Millionenbetrag: Diese Auslandserfahrungen lässt er heute bei der Finanzberatung seinen Kundinnen und Kunden zugutekommen. Unterschiedliche Mentalitäten zu verstehen, aufmerksam zuzuhören und individuelle Lösungen zu entwickeln, gehört für ihn zu den w ichtigsten Grundlagen erfolgreicher Beratung. Dabei setzt seine von der FINMA lizenzierte Detlefson Anlageberatung AG bewusst auf individuell angepasste Angebote statt Standardlösungen. Seine Kunden u nd Partner schätzen insbesondere die Zeit, die er sich für persönliche Gespräche im Kornspeicher (Baujahr 1769) auf seinem Anwesen i m Eigi Wettingen nimmt. «Jeder Mensch hat andere Ziele, Wünsche und Lebensgeschichten. Genau darauf muss eine gute Vermögensberatung eingehen», lautet eine seiner Überzeugungen. Unterstützende Begleitung, langfristiges Vertrauen und massgeschneiderte Strategien stehen dabei im Zentrum seiner Arbeit, «Old Style Swiss Private Banking» im besten Wortsinn.
Auch das breite Angebot an Dienstleistungen zeichnet seine Firma aus, welche der Aufsichtsorganisation für Vermögensverwalter (AOOS) angeschlossen ist. Diese Selbstregulierungs-Organisation überwacht die Einhaltung eines hohen Standards in der Qualität der Arbeit und Beratung. Von klassischer Vermögensverwaltung (Anlageklassen, Nachfolgeplanung, Immobilien, Schweizer Kunst) bis hin zu strategischer Finanzplanung, welche beispielsweise rund um eine Pensionierung oder Erbschaft wichtig werden kann, begleitet er zusammen mit seinem Team seine Kundinnen und Kunden umfassend u nd transparent. Regelmässige Reports sorgen dafür, dass Entwicklungen nachvollziehbar bleiben und Entscheidungen auf einer soliden Basis getroffen werden können. «Die uns anvertrauten Kundenvermögen verwalten wir bei renommierten Partnerbanken in der Schweiz».
Der besondere Firmensitz mitten im Grünen Besonders aussergewöhnlich ist jedoch der Ort, an dem viele Gespräche stattfinden. Mitten im Grünen, im Eigi in Wettingen, steht das L andgut Hütteguet, wo Matthias Dudler seine Kundinnen und Kunden ins «Stöckli» einlädt. Umgeben von drei Pferden, zwei Zwergeseln u nd zwei Hunden, fernab von Hektik und Termindruck, entsteht eine Atmosphäre der Ruhe. Für Matthias Dudler ist dieser Ort weit mehr als nur ein Büro – er ist ein Kraftort für gute Gespräche, Konzentration und die richtigen Gedanken. Die Natur spielt dabei eine zentrale Rolle, denn der Vermögensverwalter bezeichnet sich selbst als echten Natur- und Familienmenschen, der gerne wandert, im Stall arbeitet und die Umgebung hegt und pflegt, zusammen mit seiner Frau, einer Tierärztin. Die beiden haben zwei Söhne, denen Matthias Dudler viel Zeit widmet. Neben seiner Leidenschaft für Finanzen begeistert
Kundengespräche finden im «Stöckli» statt (oben). Matthias Dudler ist Natur- und Familienmensch und geniesst die Zeit mit seinen Tieren.
sich der weit Gereiste für klassische Musik und Geschichte. Gerade diese Interessen, so sagt er, helfen ihm auch beruflich. Wer Geschichte verstehe, erkenne Entwicklungen früher und könne Zusammenhänge besser einordnen. Die Kombination aus kulturellem Verständnis, internationaler Erfahrung und persönlicher Nähe macht seinen Beratungsstil unverwechselbar.
In einer Branche, die oft von Geschwindigkeit geprägt ist, setzt Matthias Dudler neben seiner grossen Fachkenntnis, basierend auf seiner langjährigen Erfahrung, bewusst auf Ruhe, einen vertrauensvollen Austausch und Menschlichkeit. Werte, die seine Kundinnen und Kunden besonders schätzen.
Mit «Globi bei den Papageien» ist der 100. Abenteuerband der beliebten Kinderbuch-Reihe erschienen. Aus Anlass des Jubiläums gibt es mit «De Globi bi de Papageie» zum ersten Mal auch eine Ausgabe in Schweizer Mundart. Witzig illustriert, in Reimform frisch erzählt und mit überraschenden Wendungen sind beide Ausgaben echtes Globi-Abenteuer für grosse und kleine Fans.
Globi besucht seinen Freund, den Storch Ademar. Der ist wieder in seinem Sommerquartier im Zoo Zürich. Aber was passiert hier gerade? Nanu? Flamingos werden herumgetragen, Bäume herumgefahren?! Globi erfährt: Hier entsteht eine riesige Voliere für die in der Natur gefährdeten Hyazintharas. Und bald stellt sich ihm eine Frage: Ist er etwa verwandt mit den blauen Papageien? Das muss geklärt werden! Und schon steckt er mittendrin in einem neuen Abenteuer. Er besucht das Naturschutzprojekt des Zoo Zürich in Brasilien, der Heimat der Hyazintharas. Dort darf er die Personen begleiten, die im weltweit grössten Feuchtgebiet die schönen grossen Vögel vor dem Aussterben bewahren. Es sind aufregende Tage, in denen Globi viel erfährt – und manchmal auch viel Glück hat. Was für ein Abenteuer. Eine neue Geschichte, ganz nach Globis Geschmack.
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Der Mahlzeitendienst Lieferengel ist ein kleiner Familienbetrieb aus der Region – und genau so wird auch gearbeitet: persönlich, nah und mit viel Herz. Bei Lieferengel wird so gekocht, wie man es für die eigene Familie tun würde – frisch, regional und mit grosser Sorgfalt zubereitet. Täglich werden warme, frisch gekochte Mahlzeiten nach Baden, Wettingen, Neuenhof, Würenlos und in die umliegenden Gemeinden direkt an die Haustüre geliefert.
Stephanie Iten steht jeden Tag selbst in der Küche und legt grossen Wert auf hochwertige Zutaten sowie eine liebevolle Zubereitung. Denn eine warme Mahlzeit bedeutet weit mehr als nur Essen: Sie bringt Struktur in den Tag, bereitet Freude und schenkt ein Stück Geborgenheit. Gleichzeitig gibt sie auch den Angehörigen die Sicherheit, dass ihre Liebsten gut versorgt sind. Das Menü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert kostet 23 Franken inklusive Lieferung und wird auf der Website www.lieferengel-mahlzeitendienst.ch wöchentlich veröffentlicht. Von Montag bis Sonntag kann eine Mahlzeit jeweils bis 17 Uhr am Vortag bestellt werden.
Dem Lieferengel-Team ist es ein grosses Anliegen, dass jeder Mensch im Alltag unkompliziert eine frische und warme Mahlzeit geniessen kann – besonders dann, wenn das Kochen einmal schwerfällt. Deshalb wird jede Mahlzeit in einer hochwertigen, isolierten Wärmebox direkt bis an die Haustüre geliefert. So bleibt das Essen während des Transports lange warm, frisch und optimal geschützt. Ob Vorspeise, Hauptgericht oder Dessert: Die beiden Söhne von Stephanie Iten liefern die Mahlzeiten persönlich zu den Kundinnen und Kunden nach Hause. So kommt jedes Gericht zuverlässig, servierbereit und in bester Qualität an.
Bestellungen: telefonisch unter 076 566 29 00 oder online unter www.lieferengel-mahlzeitendienst.ch und info@lieferengel-mahlzeitendienst.ch, 7 Tage die Woche / CHF 23 pro Mahlzeit
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WIE GEHT ES DEN JUGENDLICHEN?
Die neue repräsentative Jugendstudie von Pro Juventute, welche gemeinsam mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) der Universitätsklinik Zürich entwickelt wurde, liefert Antworten. Sie bietet die bislang umfassendste Bestandsaufnahme zu Sorgen, Stressfaktoren und Bewältigungsstrategien von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz und zeigt, was Jugendliche beschäftigt.
Die wichtigsten Ergebnisse:
Die grosse Mehrheit der Jugendlichen fühlt sich psychisch grundsätzlich wohl.
Schul- und Ausbildungsstress bleibt der grösste Stressfaktor.
Sorgen um die berufliche Zukunft und globale Krisen nehmen zu.
Mädchen und junge Frauen stehen unter besonders grossem psychischem Druck.
Jugendliche mit Migrationshintergrund sind stärker belastet.
Jede zehnte junge Person wendet sich bei Sorgen an eine künstliche Intelligenz.
Die Anforderungen in Schule und Ausbildung nehmen stetig zu und der Leistungsdruck steigt. Fühlen sich Schülerinnen und Schüler langfristig überfordert, entsteht Stress. Erfahren Sie, wie Sie Kinder und Jugendliche dabei unterstützen können, einen guten Umgang mit Schulstress zu finden.
Sind Sie offline verbunden?
Positive soziale Kontakte sind weit mehr als angenehm – sie sind biologisch essenziell. Als soziale Wesen reagiert unser Körper unmittelbar darauf, ob wir uns verbunden oder isoliert fühlen. In Begegnungen mit anderen werden wichtige Botenstoffe freigesetzt: Oxytocin stärkt Vertrauen und Zugehörigkeit, Dopamin vermittelt Motivation und Belohnung, Serotonin stabilisiert die Stimmung, und Endorphine fördern Wohlbefinden und lindern Schmerzen. Diese Prozesse wirken Einsamkeit aktiv entgegen. Fehlen solche Kontakte, steigt dagegen das Stresshormon Cortisol an – mit negativen Folgen für Psyche und Gesundheit. Gemeinschaft signalisiert dem Körper Sicherheit, reduziert Stress und stärkt langfristig das seelische Gleichgewicht.
HOCKE DICH FIT
Die tiefe Hocke und das Hinsetzen auf den Boden gehören zu den grundlegendsten Bewegungen des Menschen – und doch gehen sie im Laufe des Lebens oft verloren. Christiane Figura zeigt in ihrem Buch, warum gerade diese Fähigkeit entscheidend für Beweglichkeit, Kraft und Schmerzfreiheit ist. Sie erklärt anschaulich die biomechanischen Zusammenhänge und kritisiert den Übergang vom natürlichen Bodensitzen zum dauerhaften Stuhlsitzen als gesundheitliche Belastung. Mit ihrem Konzept NIM (Natural Intelligent Movement) bietet sie einen praxisnahen Weg zurück zu natürlichen Bewegungsmustern. Hock dich fit, Christiane Figura, vindobonaverlag.com
Dabei richtet sie sich an alle – vom Einsteiger bis zum Leistungssportler, vom Büroarbeiter bis zum Schmerzpatienten. Schritt für Schritt begleitet sie die Leser mit klaren Anleitungen sowie ergänzendem Bild- und Filmmaterial. Das Buch versteht sich als motivierender Trainingsbegleiter, der zeigt: Es ist nie zu spät, verlorene Beweglichkeit zurückzugewinnen. Figuras Ansatz ist ganzheitlich, alltagsnah und konsequent auf nachhaltige körperliche Gesundheit ausgerichtet – ganz im Sinne ihres Mottos: Always ready to move!
Kaffeegenuss von der Bohne bis zur Tasse
Zwischen Pendlerströmen, Brezelkönig und Starbucks hat sich am Bahnhof Baden eine Espressobar etabliert. Caffé Uno bietet am Gleis 1 eigenhändig geröstete Bohnen rund um die Welt an und kann so mit einzigartiger Qualität überzeugen. Diese Geschichte erzählt über die Eigensinnigkeit, Individualität und Liebe zum Produkt.
Interview: Katja Bopp Text: Valentin Lehmann Bild: Christian Doppler
Kaffee zeigt sich heute in vielen Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. Varianten wie Pumpkin Spice Latte, Yuzu Coffee oder Gingerbread Latte haben längst Einzug in die Sortimente grosser Ketten gehalten. Dabei rückt eines in den Hintergrund: Die Qualität der Kaffeebohne. Ganz anders hält es sich bei Caffè Uno aus Baden. Das Jungunternehmen betreibt eine eigene Rösterei, kümmert sich um den Import, ist im Austausch mit den Farmern aus den Ursprungsländern und betreibt die beliebte Espressobar am Gleis 1. Der Kaffee ist hier nicht einfach ein Produkt, er ist das Zentrum und das Objekt der Begierde. Hinter Caffè Uno stehen echte Nerds, die sich mit Leidenschaft, Fachwissen und ehrlicher Arbeit in einem anspruchsvollen Markt etabliert haben.
«Wir machen keinen Kaffee, den stellen die Farmer her» CEO Nicolas Vuille bereiste in seiner Zeit als Kanu-Profi im Schweizer Nationalteam während langer Zeit den ganzen Globus. Auch mit Caffè Uno stehen Reisen in die Ursprungsländer an: Besuche auf Kaffee-Farmen, Kennenlernen der Menschen vor Ort und Testen der Kaffeebohnen. Vuille sagt ganz direkt: «Wir machen keinen Kaffee, den stellen die Farmer her.» Er vergleicht die Arbeit in der Rösterei mit dem Keltern in der Weinbranche. Diese Analogie zieht Caffè Uno auf verschiedenen Ebenen weiter. Wie beim Wein sollen Kundinnen und Kunden nachvollziehen können, woher der Kaffee kommt, wie er schmeckt und wie beeindruckend vielfältig die Welt des Kaffees tatsächlich ist.
Mehr als nur Arabica und Robusta Vuille meint zum aktuellen Stand in der Kaffeebranche: «Die Bezeichnungen ‹Arabica› oder ‹Robusta› sagen etwa gleich viel aus wie ‹Rotwein› und ‹Weisswein›». Die Kunden seien schlichtweg noch nicht gleich Tief in der Materie drin wie beim Wein. Caffè Uno hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, diesen Umstand zu ändern. «Mit klarer Kommunikation, insbesondere auf den Verpackungen unserer Bohnen, können wir viel bewirken.» Das neue Design bietet auch die wichtigen Informationen zum Kaffee wie Herkunft, Geschmacksnoten, Säure und Röstgrad, sowie Zubereitungsprozess und Anbauart an. Unaufdringlich und informativ werden dort die Schritte von der Bohne bis zur Tasse abgebildet.
Wachstum ohne grossen Masterplan
Was im Jahr 2023 am Bahnhof Baden mit der Eröffnung der Espressobar begann, wurde stetig weiterentwickelt. Heute werden Gastronomiebetriebe, Büros und Privatpersonen mit Kaffeebohnen beliefert und
«Wir haben in der Schweiz ein völlig falsches Bild von Kaffeefarmen und den Menschen, die dort arbeiten.»
Nicolas Vuille, CEO Caffé Uno
Baristakurse oder Teamevents angeboten. Geröstet wird der Kaffee aktuell noch im Oederlin-Areal. Im Frühjahr 2027 wird ins neue Müllerbräu-Areal umgezogen. Dann wird es neben der Rösterei auch einen grösseren Bereich für Schulungen sowie eine weitere Espressobar geben. Nicolas Vuille sieht diesen Schritt nicht als Expansion, sondern als eine logische, organische Weiterentwicklung. «Es fühlt sich richtig an, keine grosse Vision zu haben. Natürlich haben wir ein halbfertiges Puzzle, wohin wir wollen.» Statt starrer Planung setzt das Unternehmen auf organisches und natürliches Wachstum. Seit der Gründung ist Caffè Uno heute auf 16 Mitarbeitende gewachsen, welche in unterschiedlichen Funktionen und Anstellungsprozenten tätig sind. Und das hat seinen Grund. «Ich will nicht, dass jemand Vollzeit hinter der Bar arbeitet», sagt Vuille. Er kennt den Job aus eigener Erfahrung und weiss wie Kaffeemachen in der Rush-hour ausbrennen kann. Genau das wolle man weder der Belegschaft noch den Kundinnen und Kunden zumuten. Denn nur zufriedene Mitarbeitende können authentisch und glaubwürdig ein besonderes Genussprodukt zubereiten.
Kaffee als Beziehungsgeschäft
«Wir haben in der Schweiz ein völlig falsches Bild von Kaffee-Farmen und den Menschen, die dort arbeiten», sagt Nicolas Vuille. So gehen wir oft davon aus, dass Kaffeebauern unter prekären Bedingungen leben und von europäischen Abnehmern ausgebeutet werden. «Ich wurde schon gefragt, wie ich denn mit den Farmern in Kontakt stehe. Dass diese wie wir iPhones haben und uns teilweise sogar selber kontaktieren, können sich viele nicht vorstellen.» Kaffeebauern aus Brasilien waren schon in Baden zu Gast. So entstehen Kontakte, die auf gegenseitiger Wertschätzung und Verständnis beruhen. Caffè Uno zeigt den Weg transparent auf, wie die Kaffeebohne aus den Urspungsländern in die Tasse kommt und dabei Qualität, Wissen und Genuss bei jedem Schluck vereint wird.
caffè UNO - Espressobar & Rösterei , Oederlin Areal und Bahnhof Baden, Gleis 1. Bestellungen unter: caffe-uno.ch.
Fussball-WM 2026
Die Fussball-WM findet vom 11. Juni bis am 19. Juli in den drei Gastgeberländern USA, Kanada und Mexiko statt und soll das grösste Turnier aller Zeiten werden. Erstmals nehmen 48 statt 32 Nationen teil. In den 12 Gruppen mit je 4 Teams qualifizieren sich die beiden Erstplatzierten sowie die acht besten Gruppendritten für die erstmals ausgetragenen Sechzehntelfinale (mit 32 Teams). In Kanada wird in Vancouver und Toronto gespielt, in Mexiko in Zapopan, Guadalupe und Mexiko-Stadt und in den USA u.a. in Atlanta, Dallas (grösstes Stadion der WM mit 94'000 Zuschauern), Houston, Philadelphia oder Seattle. Total werden an dieser XXL-WM 104 Spiele ausgetragen, das Finale findet am 19. Juli 2026 in New York im MetLife Stadion statt. Von den 48 Startplätzen wurden 16 Startplätze an Europa (+ 3 gegenüber 2022), 9 an Afrika (+4), 8 an Asien (+3.5), 6 an Südamerika (+2.5), 6 Plätze an Nord- und Mittelamerika & Karibik (+ 2,5) und 1 Platz an Ozeanien (+0.5) vergeben. Die beiden letzten Startplätze wurden bei einem Play-off-Turnier unter sechs Ländern ausgespielt, wo sich der Kongo und Irak qualifizieren konnten.
1930 Uruguay Uruguay – Argentinien 4:2
1934 I talien I talien – Tschechoslowakei 2:1 n.V.
2006 Deutschland I talien – Frankreich 1:1 n.V. / 5:3 n.P.
2010 Südafrika Spanien – Niederlande 1:0 n.V.
2014 Brasilien Deutschland – Argentinien 1:0 n.V.
2018 Russland Frankreich - Kroatien 4:2
2022 Qatar Argentinien - Frankreich 3:3 n.V. / 4:2 n.P.
8 Messi & Ronaldo
Acht Länder konnten seit 1930 Fussball-Weltmeister werden.
5 Länder aus Europa und 3 Länder aus Südamerika.
Unter den Best-of-Spielern (Rang 1- 6), welche am meisten WM-Einsätze haben, befinden sich nur deren zwei, welche keinen WM-Titel gewinnen konnten: Cristiano Ronaldo (POR/22) und Wladyslaw Zmuda (POL/21).
Brasilien & Italien
Nur zwei Teams konnten ihre WM-Titel verteidigen: Brasilien (1958/1962) und Italien (1934/1938).
WM-Auszeichnungen seit 1994
FIFA Fair Play Award
1994: Brasilien
1998: England & Frankreich
2002: Belgien
2006: Brasilien & Spanien
2010: Spanien
2014: Kolumbien
2018: Spanien
2022: England
Goldener Ball
1994: Romario (BRA)
1998: Ronaldo (BRA)
2002: Oliver Kahn (GER)
2006: Zinedine Zidane (FRA)
2010: Diego Forlan (URG)
2014: Lionel Messi (ARG)
2018: Luka Modric (CRO)
2022: Lionel Messi (ARG)
Einzig Lionel Messi wurde 2 Mal an einer WM mit dem «Goldenen Ball», bester Spieler des Turniers, ausgezeichnet. Die Auszeichnung «Goldener Schuh», am meisten Tore an einer WM-Endrunde, erhielt Ronaldo (BRA) 2 Mal. Rekord!
An der WM 1958 wurden im Finale 7 Tore erzielt. Brasilien gewann gegen Schweden (in Schweden) mit 5:2. Rekord!
Von sieben Torhütern, welche seit 1994 mit dem «Goldenen Handschuh» ausgezeichnet wurden, konnten nur deren drei den WM-Titel im gleichen Jahr nicht gewinnen.
Luigi Ponte prägt den Aargauer Fussball seit vielen Jahren: seit 2019 als Verbandspräsident, zuvor 20 Jahre als Präsident der Schiedsrichterkommission und bis vor kurzem als Schiedsrichter mit rund 50 Jahren Erfahrung und über 2’000 Spielen. Im Interview spricht er über 88 Vereine, rund 24’000 Lizenzen und die Zukunft des Fussballs im Aargau.
Interview: Jonas Manouk Bilder: ZVG.
Luigi Ponte, wie steht der Aargauer Fussballverband aktuell da –insbesondere bei der Anzahl Vereine und Lizenzen?
Luigi Ponte: Der AFV steht sehr stabil da. Mit 88 Vereinen und rund 24’000 lizenzierten Spielerinnen und Spielern sind wir einer der grössten Sportverbände im Kanton. Das zeigt, wie stark der Fussball im Aargau verankert ist. Gleichzeitig bringt diese Grösse Verantwortung mit sich: Wir müssen optimale Rahmenbedingungen für den Spielbetrieb und die Weiterentwicklung der Vereine schaffen.
Welche Herausforderungen beschäftigen den Verband momentan am meisten?
Die grössten Herausforderungen sind Infrastruktur, Ehrenamt und Fairplay. Viele Vereine wachsen, doch die Platzkapazitäten halten nicht überall Schritt – hier sind vor allem die Gemeinden gefordert. Gleichzeitig wird es schwieriger, genügend ehrenamtliche Funktionärinnen und Funktionäre zu finden. Dazu kommen Themen wie Respekt und Verhalten auf und neben dem Platz.
Luigi Ponte, Präsident des Aargauer Fussballverbandes, an der AFV-Gala im Trafo Baden.
«Der Nachwuchs ist unser Fundament. Von rund 24’000 Lizenzen entfallen etwa 16’000 auf Kinder und Jugendliche. »
Luigi Ponte, Präsident
AFV
Wie viele Junioren und Juniorinnen sind aktuell im AFV aktiv –und wie hat sich diese Zahl in den letzten Jahren entwickelt?
Der Nachwuchs ist unser Fundament. Von rund 24’000 Lizenzen entfallen etwa 16’000 auf Kinder und Jugendliche. Die Entwicklung ist stabil steigend. Besonders erfreulich ist die Dynamik bei den Mädchen – auch dank der höheren Sichtbarkeit des Frauenfussballs.
Welche Nachwuchsprojekte oder Förderprogramme verfolgen Sie derzeit?
Wir setzen auf den gesamten Weg: Kinderfussball, Nachwuchsbetrieb, Trainerbildung und gezielte Projekte. Mit dem «Aargauer Weg» haben wir gemeinsam mit dem FC Aarau ein Fördermodell geschaffen, das Breiten- und Leistungsfussball verbindet. Nach dem Prinzip «In der Region aufgewachsen, in der Region ausgebildet, für die Region unterwegs» stellen wir die Entwicklung der Kinder ins Zentrum. Eine Herausforderung bleibt neben der Förderung auch die Bindung.
Gibt es im Aargau genügend Fussballplätze? Nicht überall. Viele Vereine stossen an Kapazitätsgrenzen, was teilweise sogar zu Wartelisten für Kinder führt – das darf nicht sein. Der Bedarf an Trainingsflächen und Infrastruktur ist enorm hoch.
Welche Rolle spielen Kunstrasenplätze und moderne Infrastruktur?
Dank der Unterstützung des Kantons kann mit dem Förderprogramm für Kunstrasenplätze sowie neuen mobilen Kunstrasenlösungen gezielt in zusätzliche Trainingskapazitäten investiert werden. Kunstrasen ermöglicht eine ganzjährige Nutzung und entlastet die bestehenden Anlagen spürbar – genau solche Lösungen brauchen wir für die Zukunft, um dem Wachstum gerecht zu werden.
Wie entwickelt sich der Frauen- und Mädchenfussball im AFV?
Wir sehen einen positiven und stetigen, wenn auch nicht sprunghaften Trend. Die Zahl der Vereine mit Mädchenfussball ist von 28 (Saison 23/24) auf aktuell 36 gestiegen. Auch die Anzahl lizenzierter Spielerinnen nimmt leicht zu: Ende 2024 waren es 3’043 (13,0 %), Ende 2025 bereits 3’146 (13,3 %). Einen eigentlichen «Boom» sehen wir – ähnlich wie in anderen Regionen – nicht, aber eine kontinuierliche Entwicklung. Die Frauen-EM hat zur Steigerung beigetragen, vor allem aber die Sichtbarkeit erhöht und wichtige Vorbilder geschaffen. Entscheidend ist für uns, nachhaltige Strukturen weiterzuentwickeln. Der AFV engagiert sich im Rahmen der WEURO-Legacy mit gezielten Projekten, insbesondere in der Ausbildung von Trainerinnen sowie mit Mini-Schiedsrichterinnen-Kursen.
Was braucht es, um noch mehr Mädchen langfristig für Fussball zu begeistern?
Vorbilder, passende Teams, gute Trainerinnen und Trainer sowie ein Umfeld, in dem Mädchen sich willkommen fühlen. Entscheidend ist, dass Mädchen nicht nur «mitmachen dürfen», sondern echte Perspektiven haben – als Spielerinnen, Trainerinnen, Schiedsrichterinnen oder Funktionärinnen.
Der Aargauer Regionalfussball sorgt für spannende Spiele, gut besuchte Publikumsränge und tolle Emotionen.
Wie ist die Situation beim Schiedsrichtermangel?
Während und kurz nach der Corona-Pandemie hatten wir einen Engpass, da einige Schiedsrichter ihre Tätigkeit beendet haben. Dank gezielter Rekrutierung und der Unterstützung unserer Vereine hat sich die Situation jedoch deutlich verbessert. Aktuell zählen wir wieder über 360 Schiedsrichter – eine solide Basis für den Spielbetrieb. Wir investieren weiterhin in Ausbildung, Betreuung und Förderung, etwa mit Neu-Schiedsrichterkursen, Mini-SR-Angeboten und Programmen auch für Frauen. Entscheidend bleibt der Respekt: Wer Schiedsrichter gewinnen will, muss dafür sorgen, dass sie fair behandelt werden.
Wie fördert der AFV Fairness und Respekt?
Mit klaren Regeln, Prävention, Kommunikation und konsequentem Handeln. Der AFV hat deutlich gemacht, dass physische und verbale Gewalt keinen Platz auf unseren Fussballplätzen hat. Wir haben ein gesellschaftliches Problem im Umgang, Respekt und Verhalten – und das
zeigt sich auch im Fussball. Deshalb müssen Vereine, Trainer, Eltern, Spieler und Verband gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Welche Werte vermittelt Fussball jungen Menschen?
Fussball ist eine Lebensschule. Kinder lernen Teamgeist, Disziplin, den Umgang mit Niederlagen, Respekt vor Regeln und Verantwortung. Talent allein reicht nicht – entscheidend sind Einsatz, Fairness und Verlässlichkeit. Diese Werte gehen weit über den Sport hinaus. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie viel mir der Fussball gegeben hat – als Schiedsrichter, Funktionär und Mensch. Genau deshalb ist es mir ein grosses Anliegen, diese Werte an die nächste Generation weiterzugeben.
«Jedes Kind soll durch den Fussball Gemeinschaft, Freude und Entwicklung erleben.»
Luigi Ponte, Präsident AFV
Gibt es aktuelle Nationalspielerinnen oder Nationalspieler mit Aargauer Wurzeln?
Ja, der Aargau hat immer wieder Spielerinnen und Spieler hervorgebracht, die den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft haben. Ein aktuelles Beispiel bei den Männern ist Silvan Widmer, der in Würenlos und beim FC Aarau ausgebildet wurde. Im Frauenfussball freuen uns besonders Alayah Pilgrim, Julia Stierli, Seraina Piubel und Noemi Ivelj. Pilgrim beispielsweise wurde früh im AFV entdeckt und gefördert und ist ein tolles Beispiel für unseren Nachwuchs. Solche Geschichten machen uns stolz. Gleichzeitig beginnt unser Auftrag an der Basis: Jedes Kind soll durch den Fussball Gemeinschaft, Freude und Entwicklung erleben.
Niemand ist zu klein für den beliebten Fussballsport.
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Die Klosterhalbinsel Wettingen wird einmal mehr zu einem vielseitigen Erlebnisort für Geschichtsinteressierte, Familien und neugierige Entdecker.
Neue Angebote auf der Klosterhalbinsel Wettingen
Nach einjähriger Restaurierung erstrahlen die Klosterkirche Wettingen und das Museum im neuen Glanz. Besucherinnen und Besucher können die Klosterhalbinsel auf einer neuen Audiotour entdecken und bei der Rätseltour in alte Geheimnisse eintauchen.
Die einst nur für Mönche und Geistliche geöffnete Mönchskirche ist nach der Restaurierung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Bekannt ist das reich geschnitzte Chorgestühl, das mit seiner klaren, rechtwinkligen Gliederung den Stil der Renaissance widerspiegelt. Wer genau hinschaut, entdeckt überraschende Motive: Einen Hund, der Flöte spielt oder eine Katze, die sich die Ohren zuhält. Mit der Wiedereröffnung präsentiert Museum Aargau ausgewählte Objekte aus seiner Sammlung, ergänzt durch Leihgaben der Römisch-Katholischen Kirchgemeinde Wettingen. Im Zentrum stehen kostbare Stücke aus dem Klosterschatz, die einen seltenen Einblick in das religiöse und kulturelle Leben der Mönche geben.
Neue Audiotour «Historia», eine Rätsel- und eine Entdeckungstour Museumsgäste können die Klosterhalbinsel Wettingen zudem neu auf der Audiotour «Historia» entdecken. 21 Stationen führen durch die Klosterkirche, den Kreuzgang, den Heilkräutergarten sowie weitere Aussenbereiche. Auf dem Rundgang erfahren Besucherinnen und Besucher Wissenswertes aus 800 Jahren Klostergeschichte.
Die Rätseltour «Die verborgene Botschaft» für Erwachsene und Familien führt durch das ganze Klostergelände und in die historischen Gebäude. Ein spannendes Abenteuer für alle, die gerne Karten lesen, rätseln und forschen. Nur wer die Aufgaben löst, erfährt, was am 29. Mai 1762 im Kloster Wettingen geschah.
Museum Aargau lädt 2026 Familien zudem zur Entdeckungstour durch die Klosterhalbinsel Wettingen ein. Klosterkauz Ophelia soll Zutaten fürs Festessen der Mönche zusammentragen und benötigt dabei Hilfe. Familien lösen dazu Rätsel rund um Feste und können mit etwas Glück einen tollen Preis gewinnen.
Die Entdeckungstour wird auch auf den Schlössern Lenzburg, Hallwyl, Habsburg und Wildegg angeboten. Diese Angebote sind jeweils i m Museumseintritt inbegriffen.
Museum Aargau, Klosterhalbinsel Wettingen www.klosterhalbinselwettingen.ch
Gemeinsam nachhaltig
Würden alle Menschen so leben wie wir, wären über 2,8 Erden nötig. Ob beim Wohnen oder in der Freizeit, unser Lebensstil ist eng mit Energie- und Ressourcenverbrauch verbunden. Besonders sichtbar wird das bei Gebäuden und Architektur, die über ihren gesamten Lebenszyklus enorme Mengen an Materialien und Energie beanspruchen, sowie beim steigenden Elektroschrott, der wertvolle Rohstoffe ungenutzt bindet. Der Swiss Overshoot Day macht klar, wie stark wir über unsere Verhältnisse leben. URBANISTICA, der Schweizer Thinktank für Siedlungsentwicklung und Raumplanung, fordert einen breiten Diskurs über unsere gebaute Zukunft. Nachhaltiges Wohnen, bewusster Konsum und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen sind zentrale Herausforderungen der Gegenwart.
Text: Katja Bopp Bilder: zVg.
RAUMPLANUNG SCHWEIZ
URBANISTICA ist die Vereinigung für guten Städtebau und der einzige Schweizer Thinktank für Siedlungsentwicklung und Raumplanung. Ziel ist es, qualitativ hochstehende Innenentwicklung voranzubringen und den öffentlichen Diskurs darüber zu stärken. URBANISTICA hat auf das «Raumkonzept Schweiz» des Bundes, welches unter der Federführung des Bundesamts für Raumentwicklung ARE im März veröffentlicht wurde, mit der «Raumstrategie Schweiz 2070» reagiert. Diese baut auf ihrem Manifest und ihrer Resolution auf, ist jedoch eine eigenständige Weiterentwicklung. Sie ist eine knappe und verständliche Lektüre für alle Bürger, die sich um eine nachhaltige, räumliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes sorgen. Entlang von zwölf Schwerpunkten setzt sie Impulse für einen strategischen Raumplanungsansatz und einen vertiefenden Diskurs.
Weitere Infos unter urbanistica.ch
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«Unser Schicksal hängt nicht von den Sternen ab, sondern von unserem Handeln»
William Shakespeare, englischer Dramatiker und Lyriker
Swiss Overshoot Day
Am 11. Mai war der Swiss Overshoot Day. Ab diesem Zeitpunkt hat die Schweiz die natürlichen Ressourcen verbraucht, die uns rechnerisch für das ganze Jahr zustehen. Danach leben wir auf Kosten anderer Länder und künftiger Generationen. Würden alle Menschen so leben wie in der Schweiz, bräuchte es über 2.8 Erden. Je weiter hinten im Kalender der Overshoot Day liegt, desto geringer der Ressourcenverbrauch. Der Overshoot Day basiert auf den jährlichen Berechnungen des Global Footprint Network. Verglichen wird der ökologische Fussabdruck eines Landes mit den weltweit verfügbaren natürlichen Ressourcen. Die Schweiz tritt dabei auf der Stelle. Zwar verbrauchen wir im Inland tendenziell weniger Ressourcen, was unter anderem zu einem geringeren CO2-Ausstoss führt, doch die importierten Emissionen sind rund 3,75 Mal so hoch wie die inländischen Emissionen. Damit sich das ändert, braucht es systemische Veränderungen und ein ganzheitliches Verständnis, wie Umwelt und Mensch miteinander agieren.
Gewusst?
Die Menge an Elektroschrott hat sich seit 2010 nahezu verdoppelt. Dabei steckt in alten Geräten weit mehr als Abfall: wertvolle Rohstoffe, die dringend benötigt werden. Darunter befinden sich rund eine Million Tonnen kritischer Materialien, die für die Wirtschaft essenziell sind, bislang jedoch nur zu einem kleinen Teil zurückgewonnen werden. Wer alte Geräte korrekt entsorgt, repariert oder weiterverwendet, trägt dazu bei, wertvolle Ressourcen zu sichern und die Umwelt zu entlasten. Kreislaufwirtschaft beginnt im Haushalt: Durch die Rückgabe alter Elektronikgeräte über offizielle Sammelsysteme leisten Konsumentinnen und Konsumenten einen direkten Beitrag zur Rohstoffversorgung, zur Reduktion von Umweltschäden und zur Schaffung grüner Arbeitsplätze.
ZUKUNFT DES WOHNENS
Reisen Sie mit dem Buch «Sustainable Living» durch Kontinente und Klimazonen und erleben Sie Architektur, welche die Regeln der Nachhaltigkeit neu definiert. Jedes der 63 Kapitel öffnet die Fenster und Türen eines einzigartigen Wohnhauses, dessen Bauweise von den Herausforderungen und Möglichkeiten einer sich erwärmenden Erde mit endlichen Ressourcen inspiriert ist. So ergibt sich eine dokumentarische Gesamtschau nachhaltiger Baupraxis, in der Architektinnen und Architekten – von Norman Foster bis zum Büro Snøhetta – ihre Strategien zum Schutz der ökologischen Systeme offenlegen, die für das Leben auf unserem Planeten so wichtig sind. Vorgestellt werden Wohnhäuser, die darauf ausgerichtet sind, über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg den geringstmöglichen ökologischen Fussabdruck zu hinterlassen: von der Gewinnung der Materialien bis zu ihrer Rückführung in natürliche Kreisläufe. Energieeffiziente Gebäudehüllen, ressourcenschonende Konstruktionen, recycelte und biologisch abbaubare Materialien sowie Entwürfe, die auf Sonne, Wind und Regen reagieren, stehen dabei im Mittelpunkt.
Homes for Our Time, Sustainable Living, Philip Jodidio, taschen.com
Schwimmbad Aarburg
Freibäder sind wichtige Zeugnisse der Bau-, Freizeit- und Hygienekultur der Schweiz. Die dritte, vollständig überarbeitete Auflage der erfolgreichen Publikation des Schweizer Heimatschutzes versammelt Badeanstalten aus der ganzen Schweiz. Bewährte Einträge wurden geprüft und aktualisiert und um zahlreiche Neuentdeckungen ergänzt. Dieser Bäderführer gehört in jede Strandtasche und lädt dazu ein, das baukulturelle Erbe und unsere Wasserlandschaften bewusst zu schätzen und zu schützen.
Gemeinsam für nachhaltige Investitionen. Jetzt aktiv werden: greenpeace.ch/dreampeace
Geben wir dem Igel seine lebenswichtigen Lebensräume zurück, erhalten wir dadurch auch die so wichtige Biodiversität.
Igel brauchen unsere Hilfe
Der Igel gehört zu den bekanntesten Wildtieren der Schweiz und steht dennoch unter starkem Druck. Seine Bestände sind in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Die Igelhilfe Schweiz setzt genau hier an. Mit einer Auffangstation, konkreten Projekten und gezielter Aufklärung engagiert sich der Verein für den Schutz des Igels und seines Lebensraums und zeigt, wie viel jeder Einzelne von uns beitragen kann.
Text: Valentin Lehmann Bilder: iStock
Der Igel ist in der Schweiz ein beliebtes Tier und doch zunehmend gefährdet. Was für viele nach einem vertrauten Gartenbewohner klingt, ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Lebensräume werden kleiner, Nahrungsquellen knapper und das Überleben schwieriger. In den letzten zehn Jahren ist die Population um mehr als 40 Prozent zurückgegangen. Gründe dafür sind unter anderem stark befahrene Strassen, eine intensive Landwirtschaft und Gärten, die kaum noch Nahrung oder Unterschlupf bieten.
Rettung für 600 Igel jährlich
Die Igelhilfe Schweiz wurde 2021 gegründet und in Niedergösgen betreibt der Verein eine Auffangstation für verletzte, geschwächte oder verwaiste Tiere. Hier werden Igel gepflegt, aufgepäppelt und wenn möglich wieder ausgewildert. Ein Team aus Fachpersonen und Freiwilligen kümmert sich täglich um die Tiere und investiert viel Zeit und Erfahrung. Im vergangenen Jahr konnten auf diese Weise über 600 Igel gerettet werden. Vor allem im Frühjahr stösst die Station
«Leider erhalten wir als Verein keine staatlichen Gelder, weshalb wir auf tierliebe Privatpersonen angewiesen sind.»
Piet Umiker, Gründer Igelhilfe Schweiz
regelmässig an ihre Grenzen. Nach dem Winterschlaf sind viele Tiere stark geschwächt und haben bis zu 30 Prozent ihres Körpergewichts verloren, gleichzeitig ist das Nahrungsangebot noch gering. Viele Igel finden ohne Hilfe nicht zurück in ein stabiles Leben. Die Betreuung ist aufwendig und kostenintensiv, finanziert wird sie ausschliesslich durch Spenden. «Leider erhalten wir als Verein keine staatlichen Gelder, weshalb wir auf tierliebe Menschen angewiesen sind», sagt Gründer Piet Umiker.
«Wer den Igel schützen will, muss auch die Biodiversität schützen.»
Piet Umiker, Gründer Igelhilfe Schweiz
Verlust geeigneter Lebensräume
Neben der direkten Hilfe spielt die Prävention eine zentrale Rolle. Denn der Rückgang der Igelpopulation hängt stark mit dem Verlust geeigneter Lebensräume zusammen. In vielen Siedlungsgebieten fehlen Strukturen wie Hecken, Laubhaufen oder naturnahe Flächen. Stattdessen dominieren aufgeräumte Gärten und versiegelte Flächen. Für den Igel bedeutet das weniger Nahrung und weniger Schutz. Dabei braucht es oft nur kleine Anpassungen, um die Situation zu verbessern. Wer im Garten Laub liegen lässt, auf Chemikalien verzichtet oder kleine Durchgänge in Zäunen schafft, hilft dem Igel direkt. Auch Massnahmen wie gesicherte Schächte oder flache Ausstiege bei Teichen können Leben retten. Viele unterschätzen, wie nah der Igel tatsächlich lebt.
Erhalt der Biodiversität
Die Igel Hilfe Schweiz setzt deshalb auch auf Aufklärung. Mit Informationsmaterialien, Führungen und Besuchen von Schulklassen vermittelt der Verein Wissen über den Igel und seinen Lebensraum. Ziel ist es, das Bewusstsein zu schärfen und langfristig Veränderungen anzustossen. Gerade junge Menschen sollen verstehen, welche Rolle sie für den Erhalt der Biodiversität spielen. «Wer den Igel schützen will, muss auch die Biodiversität schützen», sagt Umiker. Der Igel ist mehr als ein vertrauter Gartenbewohner. Er erfüllt eine wichtige Funktion im Ökosystem, indem er Insekten, Käfer und Würmer frisst und so natürliche Gleichgewichte stabil hält. Verschwindet er, gerät dieses Gefüge aus der Balance. Sein Rückgang ist deshalb nicht nur ein Verlust eines einzelnen Tieres, sondern kann weitläufige Folgen für andere Arten haben.
Die Igelhilfe Schweiz zeigt, dass Engagement konkrete Wirkung haben kann. Sie verbindet praktische Hilfe mit langfristigem Denken. Der Schutz des Igels beginnt im Kleinen und betrifft uns alle. «Wir Menschen sind Teil des Problems, aber auch Teil der Lösung.» meint Piet Umiker.
Spenden Igelhilfe Schweiz
Als ehrenamtlicher Verein erhält die Igelhilfe Schweiz keine staatlichen Unterstützungen. Der Verein finanziert all seine Tätigkeiten durch grosszügige Privatspenden sowie wenige Stiftungsgelder. Die Aufrechterhaltung der Igelstation ist äusserst aufwändig und kostenintensiv. Um die Igelstation ausreichend zu unterhalten und auszubauen, ist jeder Zustupf willkommen. Helfen auch Sie mit!
Sämtliche Spenden dürfen bei den Steuern abgezogen werden, der Verein ist gemeinnützig und steuerbefreit.
Postfinance AG, IBAN CH11 0900 0000 1581 8871 2
Verein Igelhilfe Schweiz, 5013 Niedergösgen
Gewusst?
Der heimische Igel zählt zu den ältesten Säugetieren. Der Geruchssinn von Igeln ist in der Tierwelt unübertroffen. Achtung, Igel sind laktoseintolerant! Bitte geben Sie deshalb keine Milch, sondern nur Wasser zum Trinken. Die Stachelritter sind explizite Insektenfresser. Sie fressen kein Obst und kein Gemüse. Bereits bei der Geburt haben Babyigel 100 Stacheln. Igel sind Einzelgänger und Igel-Mamas alleinerziehend. Schwimmen stellt für die Stachelzwerge kein Problem dar. Im Winterschlaf schlägt das Herz eines Igels nur fünf bis zehn Mal in der Minute. Im Sommer sind es 180 bis 200 Schläge. Nicht alle Igelarten machen einen Winterschlaf.
Weitere Infos via QR-Code oder www.igel-hilfe.ch
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Michelle Heimberg ist Europameisterin auf dem Einmeter- und Dreimeter-Sprungbrett.
Sie will möglichst nahe an die Perfektion kommen
Michelle Heimberg ist die beste Wasserspringerin in der Schweizer Sportgeschichte. Um sich für neue Ziele zu rüsten, brauchte die 26-jährige Fislisbacherin aber eine sechsmonatige Auszeit. Nun strebt sie nach einer Medaille an den Olympischen Spielen.
Text: Stephan Santschi Bilder: ZVG.
«Eigentlich bin ich ein Gfrörli», sagt Michelle Heimberg und lacht. Obwohl sie rasch friert, hat sie das nasse Element für sich entdeckt. Die 26-jährige Aargauerin, geboren in Wettingen, aufgewachsen in Fislisbach, ist professionelle Wasserspringerin. Nicht nur irgendeine, sondern die beste, welche die Schweiz jemals hatte. Bereits als 17-Jährige gewann sie an der Europameisterschaft vom Dreimeter-Sprungbrett die Silbermedaille. Nie zuvor in unserer Historie gab es in dieser Sportart einen Podestplatz an einem internationalen Grossturnier. Am 27. Juni kehrt sie wieder zurück zu ihren Wurzeln, am Splash Day im Tägi Wettingen wird Heimberg in einem Training allen Wasser-
ratten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Welchen Tipp hat sie für jene K inder, die beim nächsten Badi-Besuch der Star auf dem Sprungturm sein wollen? Die Weltklasse-Athletin antwortet mit einem Schmunzeln: «Es braucht etwas Mut und Vertrauen. Je höher, umso gefährlicher, deshalb sollte man auf einem Meter beginnen.»
Im Kunstturnen brechen die Kniescheiben Heimberg weiss, wovon sie spricht, auch bei ihr sass freilich nicht jeder Sprung auf Anhieb. «Es gab blaue Flecken und auch mal ein blaues Auge», erzählt sie in Gedanken an unsanfte Landungen auf der
«Die Absicht, jeden Tag näher an die Perfektion zu kommen und die Frage, wie gut man werden kann, faszinieren mich.»
Wasseroberfläche. Aber: «Brechen kann man sich eigentlich nichts. Das ist lässig und animiert dazu, Neues auszuprobieren.» Knochenbrüche erlitt sie hingegen bei ihrer ersten Leidenschaft: Michelle begeisterte sich fürs Kunstturnen und entschied bereits als Achtjährige vor dem TV-Gerät, dass sie dereinst an den Olympischen Spielen für Furore sorgen wird. Zweimal brach allerdings die Kniescheibe, zuerst links, später rechts. Die Ärzte rätselten. Ihr Körper war der Belastung offenbar nicht gewachsen, und so war bereits mit Zwölf Schluss. Der Traum von den Olympischen Ringen hatte sich aber tief in ihre Seele eingebrannt, und so machte sie sich, unterstützt von sportbegeisterten Eltern, auf die Suche nach einem Ersatz. Leichtathletik und Mountainbike waren ein Thema, auch Schwimmen oder Rudern. Klick machte es aber erst, als sie Wasserspringen auf einer Liste entdeckte.
Mit 16 Jahren zieht sie nach Genf
Beim Schwimmclub Aarefisch in Aarau hiess es zunächst zwar, dass sie zu alt für den Einstieg sei, ihre Vorkenntnisse aus dem Kunstturnen kamen ihr jedoch zugute. «Sprungkraft, Körperspannung, Orientierung und Bewegung in der Luft sind sehr ähnlich. Ich musste nicht bei null anfangen.» Das grösste Hindernis: Im Wasserspringen landet sie kopfüber, im Kunstturnen war dies tunlichst zu vermeiden. «Doch wenn ich mir etwas in den Kopf setze, will ich es richtig machen. Ich verfüge über viel Durchhaltewillen und Disziplin.»
Michelle Heimberg machte jedenfalls schnell Fortschritte und zog mit 16 aus, um sich in Genf noch gezielter schulen zu lassen. «Die Absicht, jeden Tag näher an die Perfektion zu kommen und die Frage, wie gut man werden kann, faszinieren mich.» Bald stellten sich die ersten Schweizer Meistertitel ein, 30 sind es mittlerweile insgesamt. 2021 erfüllte sie sich in Tokio den Traum von Olympia, stand als Elftklassierte im Final. Regelmässig gewann sie EM-Medaillen, 2023 war es auf dem Einmeter-Sprungbrett die goldene. Dann kam es zum Rückschlag.
Auf mentale Krise folgt Top-Saison
Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin verpasste Olympia 2024 wegen eines einzigen missglückten Sprungs in der Qualifikation und fiel in ein Motivationsloch. Sie nahm eine Auszeit, sah während sechs Monaten kein Hallenbad von innen. «Ich brauchte Abstand, entdeckte die Spontaneität und stellte fest: Der Sport ist für mich ein unglaubliches Privileg, aber es gibt Wichtigeres im Leben.» Der Alltag war für einmal nicht durchgetaktet, Heimberg fand zu Lockerheit, aber auch zur Erkenntnis: «Ich habe noch nicht alles erreicht, was ich will.»
Prompt folgte nach dem Comeback die bisher beste Saison in ihrer Karriere. Heimberg gewann an der EM 2025 erstmals Gold in der olympischen Disziplin aus drei Metern Höhe. Jeweils fünf Sprünge sind zu absolvieren, womit sie netto während etwa zehn Sekunden
Oben: Konzentration und Perfektion beim Sprung.. Unten: Beim perfekten Eintauchen am Diving Worldcup in Montreal im Februar 2026.
abrufen muss, was sie sich in monatelangem Training erarbeitet hat. «Der mentale Druck ist riesig. Die Sprünge kann ich alle, 80 Prozent entscheiden sich im Kopf.» Mehrfache Salti vorwärts und rückwärts, zum Teil gepaart mit einer Schraube – Heimberg bewegt sich am obersten Limit ihres Potenzials.
Geringer Verdienst, aber grosse Träume
Reicht dies, um auch an den Olympischen Spielen, wenn das dominierende China dazustösst, vorne mitzuspringen? Oder muss Heimberg schwierigere Kunststücke einstudieren, um 2028 in Los Angeles eine Chance auf eine Olympia-Medaille zu haben? «Bis dahin werde ich nichts ändern. Ein neuer Sprung bedeutet immer auch ein Risiko», erklärt Heimberg und sie fügt an: «Viele bewegen sich auf einem hohen Niveau, es braucht sehr wenig, und es kippt auf die eine oder andere Seite.» Anders formuliert: Ja, sie hat die Qualität für ganz oben. Im Sommer findet die nächste EM statt, 2027 beginnt die OlympiaQualifikation. Ihr Aufwand ist gross, neben täglichen Einheiten mit jeweils bis zu 50 Sprüngen stehen Kraft-, Pilates- und Mentaltraining auf dem Programm. Hinzu kommt die finanzielle Belastung: Flug und Unterkunft zahlt sie auf ihren Reisen selbst. Neben den Anstellungen als Zeitsoldatin und Projektleiterin der IG Sport Aargau ist sie deshalb auf Sponsoren angewiesen. Das grosse Geld mache sie nicht, sagt Michelle Heimberg. Der Moment, wenn Kindheitsträume wahr werden, ist ohnehin unbezahlbar.
Shoppi Tivoli: Wandel statt Krise
Das Shoppi Tivoli zeigt, dass stationärer Handel funktioniert – wenn das Konzept stimmt. Mit mehr als sieben Millionen Besuchern jährlich und Fokus auf Erlebnis, Gastronomie und Services setzt das Center auf Wandel statt Krise und denkt sich konsequent als lebendiges Quartier neu. CEO und Centerleiter Patrick Stäuble gibt Einblick in Strategien, Trends und warum Lage und Offenheit gegenüber Neuem relevant sind.
Interview: Katja Bopp Bild: zVg.
Viele sprechen vom «Sterben des Detailhandels». Sie führen das grösste Einkaufszentrum der Schweiz sehr erfolgreich, wie geht es dem Shoppi Tivoli aktuell? Das «Sterben» sehe ich so nicht. Was wir erleben, ist eine Transformation und ja, an gewissen Standorten einen Rückgang der Retailer. Dem Shoppi Tivoli geht es aktuell sehr gut. Wir liegen 2026 deutlich über dem Markt, während der Schweizer Detailhandel bei rund 101–103 Prozent wächst, sind wir bei etwa 106–107 Prozent. Das zeigt auf, dass gute Standorte mit klarem Konzept funktionieren. Der Unterschied liegt nicht mehr im Ob, sondern im Wie.
Wie sind die Erfahrung mit der neuen Organisationsstruktur? Sehr positiv. Wir haben bewusst alles aus einer Hand organisiert, Center, Wohnen und Büro. Früher wurde in Silos gedacht, heute denken wir das ganze Areal als Quartier. Das ermöglicht schnellere Entscheidungen, klarere Verantwortlichkeiten und vor allem bessere Lösungen für Kunden und Mieter. Das ist für mich ein zentraler Erfolgsfaktor.
Wie viele Kundinnen und Kunden besuchen das Shoppi Tivoli und wie
sieht die Umsatzentwicklung aus? Wir sprechen von über 7 Millionen Besucherinnen und Besuchern pro Jahr. An Spitzentagen bewegen wir uns im Bereich von über 50’000 Personen. Beim Umsatz haben wir 2025 einen Index von über 103 gegenüber dem Vorjahr erreicht und lagen 2 Prozent über dem Marktwachstum.
Sie setzen stark auf Events, Gastronomie und Dienstleistungen. Ist klassischer Retail allein heute überhaupt noch überlebensfähig? Allein? Nein. Klassischer Retail mit einem klaren USP bleibt wichtig, aber es reicht nicht mehr. Der Kunde erwartet heute mehr: Erlebnis, Aufenthaltsqualität, Service. Gastronomie, Events und Dienstleistungen sind keine «Nice-to-have» mehr, sondern ein Muss. Sie bringen Frequenz und ohne Frequenz funktioniert auch Retail nicht. Die Läden eröffnen heute da, wo sich die Menschen aufhalten.
Sie haben viele Begegnungszonen mit Sitzgelegenheiten und GastroAngeboten. Suchen die Menschen wieder mehr die Gemeinschaft? Absolut. Ein Einkaufszentrum ist heute ein Ort der Begegnung. Menschen
Die Mall im Tivoli (links) und Patrick Stäuble (rechts), CEO und Centerleiter des Shoppi Tivoli Spreitenbach.
«Ein Einkaufszentrum ist heute ein Ort der Begegnung. Menschen kommen nicht nur zum Einkaufen, sondern zum Verweilen, Treffen und Essen. »
Patrick Stäuble, CEO und Centerleiter Shoppi Tivoli
kommen nicht nur zum Einkaufen, sondern zum Verweilen, Treffen, Essen. Wir sehen klar: Die Leute suchen wieder Gemeinschaft. Deshalb investieren wir bewusst in Aufenthaltsqualität mit Sitzgelegenheiten, Aussenplätzen, Gastronomie und Dienstleistungen.
Wenn wir 10 Jahre in die Zukunft schauen, wie wird das Shoppi Tivoli als Einkaufszentrum dastehen? Der Handel lebt, aber er hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. Wo wir in zehn Jahren stehen, kann ich nicht abschliessend sagen. Was ich aber sagen kann: Wir beobachten den Markt sehr genau, entwickeln uns laufend weiter und passen uns konsequent an. Wir denken nicht in Silos, sondern ganzheitlich. Genau diese Offenheit und Beweglichkeit war in den letzten 10 Jahren entscheidend und wird entscheidend sein, damit das Shoppi Tivoli auch in zehn Jahren erfolgreich sein wird.
Wie wichtig ist der Bereich Nachhaltigkeit? Das Thema Umwelt gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen setzen sich immer stärker mit ihrem ökologischen Fussabdruck auseinander. Genau dort setzen wir schon mehr als 10 Jahre an. Wir achten gezielt darauf, die Technik im Center möglichst umweltfreundlich einzusetzen, den Energie- und Wasserverbrauch kontinuierlich zu reduzieren und mit modernen, effizienten Technologien zu arbeiten. Gleichzeitig investieren wir bewusst, beispielsweise mehrere Millionen in Infrastruktur, Energieoptimierungen oder die Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Unser Ziel ist klar: Betriebskosten senken und gleichzeitig die Qualität für unsere Besucherinnen und Besucher steigern. Unter www.shoppitivoli.ch/umweltbewusstsein informieren wir über unsere Aktivitäten der letzten Jahre.
Welche beeinflussbaren Faktoren kann das Shoppi Tivoli in Zukunft noch besser machen? Wir müssen uns ständig weiterentwickeln. Der wichtigste Faktor ist der richtige Nutzungsmix und das richtige Marketing. Dazu kommen Themen wie Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit, Events und die richtige Mieterstruktur. Die Reise geht klar Richtung «Quartier statt Mall».
Und wie real ist die eingangs erwähnte Krise im stationären Detailhandel aus Ihrer Sicht wirklich? Die Krise im stationären Detailhandel ist selektiv. Schlechte Standorte und austauschbare Konzepte haben es zunehmend schwer, das ist Realität. Gleichzeitig sehen wir, dass gut positionierte Standorte mit einem klaren Profil weiterhin wachsen. In den letzten Jahren hat sich diese Entwicklung sogar verstärkt: Die Schere geht deutlich auseinander. Man sieht auch, dass gewisse Innenstädte unter Druck geraten, unter anderem durch veränderte Rahmenbedingungen wie Erreichbarkeit oder fehlende klare Positionierung. Am Ende entscheidet nicht der Kanal «stationär oder online», sondern die Qualität des Angebots, die Frequenz und die Relevanz für den Kunden.
Sie haben selbst prognostiziert, dass in der Schweiz rund 20 bis 25 Prozent der Retailflächen verschwinden könnten. Welche Faktoren neben dem Standort entscheiden über Verbleib oder Verschwinden? Entscheidend sind: Lage, Frequenz, Nutzungsmix, Anpassungsfähigkeit und Offenheit gegenüber Neuem. Mein Tipp für Ladenbesitzer: Nicht nur Fläche mieten, sondern ein Teil eines funktionierenden Systems sein. Und sich konsequent auf den Kunden ausrichten.
Inwiefern ist der Online-Handel noch Gegner für Einkaufzentren wie das Shoppi Tivoli? Der Online-Handel ist kein Gegner mehr, sondern Teil der Realität. Online und stationär wachsen zusammen, und die starken Händler nutzen heute beide Kanäle konsequent. Was aber klar gesagt werden muss: Es gibt Wettbewerbsverzerrungen, insbesondere bei gewissen internationalen Online-Anbietern, etwa aus China. Diese profitieren teilweise von Rahmenbedingungen bei Zoll, Regulierung oder Standards, die wir in der Schweiz so nie akzeptieren dürfen. Das ist aus meiner Sicht nicht fair und hier ist die Politik gefordert. Unabhängig davon bleibt entscheidend, dass ein Einkaufszentrum einen klaren Vorteil hat. Denn Erlebnis, Begegnung, Gastronomie, Beratung und Emotion lassen sich online nicht ersetzen.
Welche Branchen stehen unter Druck und welche werden weiter wachsen? Klassische Textilkonzepte ohne Profil oder austauschbare Anbieter stehen weiterhin unter Druck. Ein Wachstum sehe ich bei der Gastronomie und Dienstleistungen wie Fitness, Beauty und Gesundheit sowie bei Erlebnis- und Freizeitangeboten.
Ihr Wunsch an die Zukunft? Mein Wunsch an die Zukunft ist, dass wir mutig bleiben. Die Branche darf nicht verwalten, sie muss gestalten. Wenn wir Orte schaffen, an denen Menschen gerne Zeit verbringen, dann hat der stationäre Handel eine sehr starke Zukunft. Gleichzeitig wünsche ich mir von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen und den nötigen Handlungsspielraum für den stationären Handel. Es braucht faire Wettbewerbsbedingungen, insbesondere im Zusammenspiel mit dem Online-Handel aus China. Der Wandel ist Realität, und das Rad lässt sich nicht zurückdrehen. Umso wichtiger ist es, dass wir den Wirtschaftsstandort Schweiz stärken und die richtigen Voraussetzungen für die Zukunft schaffen.
Die Richtung für die Zukunft ist noch mehr «Quartier statt Mall».
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Unterhaltungsprogramm Übernachten im Zelt
Zmörgele ide Badi Überraschung für AKB-Kund:innen
Ein Sommerabend, der in Erinnerung bleibt Für Familien und Campingfreunde
IHR STIL. UNSERE BRILLEN-MARKEN. Modisch, funktional oder sportlich – wir haben Ihr Lieblings-Brillengestell. Versprochen.
Ihre neue Brille ist mehr als nur eine Sehhilfe. Sie ist auch ein modisches Accessoire passend zu Ihrem persönlichen Style oder Ihr perfekter Partner beim Sport und in der Schule. Brillenfassungen haben eine Menge Jobs: Sie sollen zu Ihrem Lifestyle passen, zu Ihrer Gesichtsform, funktional sein und nicht zuletzt optimal zu den Brillengläsern passen.
Lassen Sie sich inspirieren von der Vielfalt unserer Auswahl an Brillenfassungen von tollen Marken und Designern. Schwelgen Sie in Farben, Formen und Materialien mit unseren Experten, und wir sind uns sicher, wir finden Ihr Lieblings-Brillengestell.
Dolomitenblick und alpine Wohlfühlmomente: Das Excelsior Dolomites Life Resort vereint Naturerlebnisse, Entspannung und Genuss auf höchstem Niveau. Wenn der Sommer die Dolomiten in warmes Licht taucht, wird das Vier Sterne Superior-Hotel in St. Vigil zum idealen Rückzugsort für aktive Geniesser.
Direkt vor der Haustür starten Wanderungen und Bike Touren zu blühenden Almwiesen, klaren Bergseen und den schönsten Plätzen des UNESCO Welterbes – begleitet von den Excelsior Guides und der Gastgeberfamilie Call, die ihre Leidenschaft für die Berge mit den Gästen teilt. Nach erlebnisreichen Stunden in der Natur lädt das Dolomites Sky Spa mit Rooftop Infinity Pool, Panorama Saunen und Ruhebereichen zum Entspannen ein. Familien geniessen im Dolomites Family Spa Wasserwelten und grosszügige Relaxzonen.
Kulinarisch verwöhnt das Resort mit alpiner Gourmetküche, mediterraner Leichtigkeit und ladinischer Tradition. Ein nachhaltiges Sommerrefugium, in dem Natur, Genuss und Erholung harmonisch verschmelzen.
myexcelsior.com / belvita.it
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Sommerferien im Südtirol
Wenn die Sonne über den Dolomiten aufgeht und die Wiesen in goldenes Licht taucht, scheint die Zeit im Green Luxury Hotel Pfösl einen Moment innezuhalten. Auf 1'375 Metern Höhe, eingebettet in 35 Hektar unberührter Natur auf dem Hochplateau von Deutschnofen, ist das Vier-Sterne-Superior-Haus ein Refugium für alle, die Ruhe und authentische Naturerlebnisse suchen. Stets begleitet von der beeindruckenden Kulisse des UNESCO-Weltnaturerbes Dolomiten.
Die Philosophie «More Pfösl» verbindet gesunden Genuss, Naturerlebnis und mentale Balance: Yoga, geführte Wanderungen oder Waldbaden bringen Gäste wieder in Einklang mit sich und der Natur. Im 2'000 Quadratmeter grossen Naturaspa öffnet der Panorama-Infinity-Solepool den Blick über Wälder und Gipfel; Saunen, Ruheräume und Anwendungen mit Südtiroler Naturprodukten sorgen für tiefe Entspannung.
Kulinarisch steht Regionalität im Mittelpunkt, wie beispielsweise saisonale Zutaten, Kräuter aus dem eigenen Garten und selbstgebackenes Brot aus dem über 300 Jahre alten Steinofen. Die besondere Architektur aus Zirbe, Lärche und Glas verbindet das Pfösl harmonisch mit der umliegenden Landschaft. Ein Ort, der entschleunigt und lange nachwirkt – und als Mitglied der Belvita Leading Wellnesshotels Südtirol für höchste Qualität in einer der schönsten Ferienregionen der Alpen steht.
pfoesl.it / belvita.it
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Persönliche Begegnungen statt Generalversammlung
Daniel Notter neu im Verwaltungsrat
Mitte Mai lud die Raiffeisenbank Lägern-Baregg zu einer weiteren, exklusiven Member Session ins Tägi Wettingen ein. Verwaltungsratspräsident Roland Michel und Iwan Suter, Vorsitzender der Bankleitung, begrüssten knapp 600 gut gelaunte Mitglieder zu einem musikalischen Abend voller Emotionen und Energie. Die Member Session sowie die Meet & Greet-Events sind Teil des neuen Konzepts der Raiffeisenbank Lägern-Baregg, den persönlichen Austausch mit ihren Mitgliedern gezielt zu fördern. Anstelle der früheren klassischen Generalversammlung, die heute digital als Urabstimmung erfolgt, setzt die Bank bewusst auf mehrere Veranstaltungen, die Begegnungen ermöglichen und gemeinsame Erlebnisse schaffen.
Magischer Konzertabend
Den Auftakt an der diesjährigen Member Session machte die im Aargau und insbesondere im Raum Baden bestens bekannte Coverband azTon. Mit beliebten Rock- und Popsongs der 70er- und 80er-Jahre sorgte die Band von Beginn an für ausgelassene Stimmung. Im Anschluss begeisterte die Schweizer Band Baba Shrimps das Publikum mit ihrem unverwechselbaren Stil. Adrian Kübler, Moritz Vontobel und Luca Burkhalter überzeugten mit gefühlvollen Balladen, mitreissenden Hymnen sowie überraschenden Showelementen und musikalischen Soli – unterstützt von einem Gastgitarristen.
Auch kulinarisch wurden die Gäste verwöhnt: Feines Chili con und sin Carne an den Foodständen, eine vielfältige Getränkeauswahl sowie süsse Desserts wie Doughnuts und Churros rundeten den gelungenen Anlass ab.
Daniel Notter neu für André Siegrist im Verwaltungsrat
Im Rahmen der Urabstimmung 2026 wurde der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Lägern-Baregg für die Amtsdauer 2026–2030 bestätigt beziehungsweise neu gewählt. Dem Gremium gehören weiterhin Roland Michel als Präsident, Claudia Maurer, Simone Gröbli Arioli und Franz-Beat Schwere an. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Daniel Notter (im Bild oben), der die Nachfolge von André Siegrist (im Bild unten) antritt, der nach zehn Jahren zurücktrat. Der Verwaltungsrat bedankte sich herzlich bei ihm für sein langjähriges, grosses Engagement sowie seinen wertvollen Beitrag zur Entwicklung der Raiffeisenbank Lägern-Baregg und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute. Das neue Verwaltungsratsmitglied Daniel Notter verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Personal- und Unternehmens beratung und ist Inhaber beziehungsweise Geschäftsführer mehrerer Unternehmen. Er besitzt einen Executive MBA FH, ist Mitglied des Grossen Rates und lebt in Wettingen. Mit seiner unternehmerischen, betriebswirtschaftlichen und politischen Erfahrung wird er wertvolle Perspektiven in die Arbeit des Verwaltungsrats einbringen.
Oben: Coverband azTon und die Schweizer Band Baba Shrimps. Iwan Suter, Vorsitzender der Bankleitung und Roland Michel, Verwaltungsratspräsident. Tolle Stimmung und musikalische Unterhaltung im Tägi Wettingen.
Mensch, Maschine, Nachahmung
Die Fortschritte in der Robotik geschehen immer schneller. Was vor wenigen Jahren noch wie ScienceFiction wirkte, steht heute bereits in Fabrikhallen, Laboren oder sogar auf unseren Strassen. Intelligente Köpfe auf der ganzen Welt entwickeln immer robustere, flexiblere, schnellere und präzisere Maschinen. Ob Drohnen, Roboterhunde oder hochspezialisierte Industrieroboter – sie alle treiben eine Entwicklung voran, die unseren Arbeitsmarkt und letztlich unser gesamtes Leben grundlegend verändern könnte.
Text: Paloma Spiess Bild: istock
EINE STORY VON TIZE.CH: JUNG, FRECH UND DYNAMISCH
Besonders grosse Aufmerksamkeit bekommt dabei eine bestimmte Kategorie: Humanoide Roboter. Maschinen, die uns nicht nur unterstützen, sondern uns ähneln. Unternehmen wie Tesla mit seinem humanoiden Projekt «Optimus» oder zahlreiche Robotikfirmen in China, wie beispielsweise Unitree, treiben diese Entwicklung mit enormem Tempo voran. Die Bewegungen werden natürlicher, die Interaktionen flüssiger, die Erscheinung immer menschenähnlicher. Doch genau hier stellt sich eine grundlegende Frage: Warum orientieren wir uns so stark am Menschen? Auch wenn moderne Roboterhände bereits Bewegungen ausführen können, die schneller und präziser sind als alles, was ein Mensch je könnte, bleiben sie oft dem menschlichen Vorbild treu: fünf Finger, zwei Hände, zwei Arme. Selbst dort, wo Maschinen uns längst übertreffen könnten, halten wir an bekannten Strukturen fest. Warum? Warum beschränken wir uns auf zwei A rme, wenn zusätzliche Gliedmassen in der Produktion enorme Effizienzgewinne bringen könnten? Warum bauen wir Roboter mit zwei A rmen, obwohl vier oder sechs Arme viel mehr erledigen könnten?
Warum denken wir in menschlichen Kategorien, wenn Maschinen diese Grenzen gar nicht haben müssten?
Das Nachahmen der Natur – ein ewiges Menschenprojekt Seit jeher blickt der Mensch zur Natur auf – als Vorbild, als Lehrmeister, als Inspirationsquelle. Vom Vogelflug, der zur Entwicklung des Flugzeugs führte, bis hin zu neuronalen Netzen, die lose an unser Gehirn angelehnt sind: Fortschritt entsteht oft durch Beobachtung und Nachahmung. Doch diese Orientierung hat zwei Seiten. Einerseits bietet sie uns eine verständliche Grundlage. Wir wissen, wie ein Mensch f unktioniert – also bauen wir Maschinen, die ähnlich funktionieren. Das macht sie berechenbar, intuitiv nutzbar und gesellschaftlich leichter akzeptierbar. Andererseits könnte genau diese Denkweise uns einschränken. Vielleicht sind wir nicht nur von der Natur inspiriert –vielleicht sind wir auch von ihr gefangen. Ist unsere Vorstellungskraft begrenzt durch das, was wir kennen? Denken wir in Formen, die uns vertraut sind, weil wir uns ausserhalb dieser Formen unsicher fühlen? Ein Roboter mit zwanzig Tentakeln mag effizient sein – aber er wirkt fremd. Vielleicht zu fremd.
Die Komfortzone des Bekannten Menschen vertrauen dem, was sie verstehen. Ein humanoider Roboter kann Werkzeuge benutzen, Türen öffnen, Treppen steigen, weil unsere Welt genau für solche Körper gebaut ist. Unsere Infrastruktur ist auf den Menschen optimiert: Türgriffe auf Handhöhe, Treppen statt Rampensysteme, Werkzeuge für fünf Finger, Fahrzeuge für zwei Arme und z wei Beine. Ein Roboter, der aussieht wie wir, kann sich ohne grosse Anpassungen in diese Welt integrieren. Ein Roboter mit sechs Armen hingegen? Der wäre vielleicht effizienter, aber unsere Welt ist nicht für ihn gemacht. Das bedeutet: Die Entscheidung für humanoide Roboter ist nicht nur technisch, sondern auch praktisch. Und vielleicht sogar wirtschaftlich.
Warum überhaupt Hände?
Wenn wir ehrlich sind, ist die Frage nicht nur: Warum zwei Hände? Sondern auch: Warum überhaupt Hände? Die menschliche Hand ist ein Meisterwerk der Evolution – vielseitig, feinfühlig, unglaublich präzise. Aber sie ist nicht perfekt. Sie ist ein Kompromiss. Entwickelt für Klettern, Greifen, Werkzeugnutzung, aber nicht für maximale Effizienz in jeder denkbaren Aufgabe. Und genau hier wird es spannend. Warum bauen wir Roboter, die Dinge greifen, wenn sie Dinge auch
ansaugen könnten? Warum setzen wir auf Finger, wenn eine Greifzange präziser und robuster wäre? Warum versuchen wir, Schrauben «wie ein Mensch» einzudrehen, statt ein Werkzeug zu entwickeln, das diese Aufgabe fundamental anders – und vielleicht besser – löst? In der Industrie sehen wir bereits Ansätze davon: Sauggreifer, magnetische Systeme, spezialisierte Klemmen. Maschinen, die nicht versuchen, menschlich zu sein – sondern effizient. Und trotzdem: Sobald es um «fortschrittliche» oder «zukunftsweisende» Robotik geht, kehren wir zurück zur Hand. Vielleicht, weil sie sich richtig anfühlt. Weil sie vertraut ist. Oder vielleicht, weil wir uns selbst darin wiedersehen wollen.
Jenseits der menschlichen Form
Was wäre, wenn wir wirklich neu denken würden? Nicht «bessere Hände» und auch nicht «mehr Finger». Sondern komplett andere Konzepte. Ein Roboter, der Objekte durch Unterdruck bewegt. Ein System aus flexiblen Stäben, das sich um Formen legt, statt sie zu greifen. Modulare Werkzeuge, die sich je nach Aufgabe komplett verändern. Oder Maschinen, die gar nicht mehr «halten», sondern ihre Umgebung so manipulieren, dass Greifen überflüssig wird. Das Problem ist nicht, dass wir es nicht könnten. Das Problem ist, dass wir es selten denken. Denn echte Innovation beginnt oft dort, wo wir aufhören zu kopieren.
Wer imitiert hier eigentlich wen? Am Ende bleibt eine fast schon unbequeme
Frage: Wenn wir der künstlichen Intelligenz vorwerfen, nur zu imitieren –und gleichzeitig Maschinen bauen, die uns imitieren. Wer steckt dann wirklich im Kreis der Nachahmung fest?
Die Ironie der Kreativität
Und genau hier schliesst sich ein faszinierender Kreis. Wir kritisieren moderne KI-Systeme dafür, dass sie «nicht wirklich kreativ» seien. Dass sie nur das reproduzieren, womit sie trainiert wurden. Dass sie Muster erkennen, kombinieren, optimieren, aber nichts wirklich Neues erschaffen. Doch ist das bei uns so anders? Auch wir lernen durch Beobachtung. Auch wir bauen auf dem auf, was bereits existiert. Auch wir kombinieren Bekanntes zu scheinbar Neuem. Ein Ingenieur, der einen Roboterarm entwickelt, hat unzählige bestehende Designs im Kopf. Erfahrungen. Vorbilder. Grenzen, die er kennt – und selten bewusst hinterfragt. Wir nennen es Innovation. Aber oft ist es Iteration. Eine Verbesserung. Eine Optimierung. Ein nächster Schritt. Wer i mitiert hier eigentlich wen? Am Ende bleibt eine fast schon unbequeme Frage: Wenn wir der künstlichen Intelligenz vorwerfen, nur zu i mitieren – und gleichzeitig Maschinen bauen, die uns imitieren. Wer steckt dann wirklich im Kreis der Nachahmung fest? Vielleicht ist der Unterschied zwischen menschlicher und künstlicher Kreativität kleiner, als wir denken. Beide Systeme – biologische wie künstliche –lernen aus Daten, erkennen Muster, treffen Entscheidungen innerhalb eines Rahmens. Der Unterschied liegt vielleicht nicht in der Fähigkeit zur Kreativität, sondern in der Bereitschaft, die eigenen Grenzen zu
hinterfragen. Henry Ford soll einmal gesagt haben: «Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde.» Menschen formulieren Bedürfnisse oft innerhalb dessen, was sie bereits kennen. Sie denken in Verbesserungen – nicht in Alternativen.
Fortschritt ist nicht immer Revolution
Bei all der Begeisterung für radikal neue Ideen stellt sich eine unbequeme, aber wichtige Gegenfrage: Muss Fortschritt immer darin bestehen, alles neu zu erfinden? Wir sprechen oft über Innovation, als wäre sie gleichbedeutend mit Disruption. Als müsste jede gute Idee das Bestehende ersetzen, um wertvoll zu sein. Doch in der Realität sieht Fortschritt häufig ganz anders aus. Leiser, unspektakulärer –und oft näher am Bekannten, als wir zugeben wollen. Wie viel hat doch die minimale Transistor-Verbesserung verändert – und uns zu den Handys gebracht, wie wir sie jetzt haben. Wie viel hat doch die minimale Verbesserung von Lithium-Ionen-Batterien verändert – und uns zu Elektroautos und Smartphones gebracht, die heute u nseren Alltag bestimmen. Wie viel hat doch die stetige Optimierung von Algorithmen verändert – und uns zu Suchmaschinen, Navigation und Empfehlungen geführt, die heute wie selbstverständlich wirken. Wie viel hat doch die kleine Effizienzsteigerung in Flugzeugtriebwerken verändert – und Fliegen sicherer, günstiger und für Millionen Menschen überhaupt erst zugänglich gemacht. Wie viel hat doch die präzisere Steuerung in Produktionsmaschinen verändert – und uns zu einer Welt geführt, in der Produkte in riesigen Mengen und gleichbleibender Qualität entstehen. Nicht jeder Roboter muss die menschliche Form verlassen, um besser zu sein, und braucht völlig neue Prinzipien, um einen echten Mehrwert zu liefern. Manchmal liegt der grösste Fortschritt nicht im Bruch, sondern in der Verfeinerung. Ein minimal schnellerer Greifarm. Ein Algorithmus, der Bewegungen effizienter plant. Ein System, das Fehler um wenige Prozent reduziert. Das klingt so unscheinbar. Doch genau solche Verbesserungen verändern Industrien. Vielleicht überschätzen wir die Rolle der «grossen Idee» – und unterschätzen die Kraft der kleinen Schritte. Denn echte Kreativität zeigt sich nicht nur darin, etwas völlig Neues zu denken, sondern auch darin, das Bestehende so gut zu verstehen, dass man es präzise verbessern kann.
Die unterschätzte Kunst der Optimierung «Das Rad neu erfinden» gilt oft als Ideal – dabei ist es in vielen Fällen schlicht unnötig. Die menschliche Hand ist kein perfektes Werkzeug, aber sie ist ein extrem gut funktionierendes. Der menschliche Körper ist nicht maximal effizient. Aber er ist vielseitig, anpassungsfähig und millionenfach erprobt. Warum also alles verwerfen? Vielleicht liegt der wahre Fortschritt nicht darin, den Menschen zu ersetzen, sondern darin, ihn gezielt zu ergänzen. Nicht darin, bekannte Systeme komplett neu zu denken, sondern sie so weit zu optimieren, bis sie an ihre natürlichen Grenzen stossen. Und erst dann lohnt sich der nächste grosse Sprung.
Zwischen Kopie und Innovation
Am Ende bewegen wir uns immer in einem Spannungsfeld: Zwischen dem Mut, neu zu denken, und der Weisheit, Bewährtes nicht vorschnell aufzugeben. Zu viel Orientierung am Bestehenden führt zu Stillstand. Zu viel Drang nach Neuem führt zu unnötiger Komplexität. Fortschritt entsteht genau dazwischen. Nicht als radikaler Bruch, sondern als Balance genau dazwischen. Die eigentliche Frage – für
Vielleicht liegt der wahre Fortschritt nicht darin, den Menschen zu ersetzen, sondern darin, ihn gezielt zu ergänzen. Nicht darin, bekannte Systeme komplett neu zu denken, sondern sie so weit zu optimieren, bis sie an ihre natürlichen Grenzen stossen.
wen bauen wir diese Roboter? Am Ende führt all das zu einer tieferen Frage: Geht es bei Robotern wirklich darum, das technisch Beste zu erschaffen? Oder geht es darum, etwas zu bauen, das in unsere Welt passt? Ein Roboter könnte theoretisch völlig anders aussehen als wir – effizienter, stärker, schneller. Aber wenn er sich nicht in unsere Umgebung integrieren lässt – oder wenn wir ihm nicht vertrauen –verliert er einen Grossteil seines Wertes. Vielleicht bauen wir keine menschenähnlichen Roboter, weil es die beste Lösung ist. Vielleicht bauen wir sie, weil es die menschlichste Lösung ist.
Ein Blick in die Zukunft
Stell dir eine Welt vor, in der beide Konzepte verschmelzen: Humanoide Roboter, die dort arbeiten, wo Anpassungsfähigkeit gefragt ist. Maschinen mit völlig neuen Formen, die dort eingesetzt werden, wo Effizienz zählt. Vielleicht werden wir eines Tages Roboter sehen, die je nach Aufgabe ihre Form verändern. Vielleicht wird «menschlich» nur eine von vielen möglichen Konfigurationen sein. Und vielleicht werden wir dann erkennen: Die grösste Grenze war nie die Technik. Sondern unsere Vorstellung davon, wie Technik aussehen sollte.
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Das Grand Casino Baden wird umgebaut, bleibt aber offen und wird zum ersten und einzigen Pop-Up-Casino der Schweiz.
Das Grand Casino Baden baut um – bleibt aber offen
Ab Juli 2026 wird das Grand Casino Baden umfassend modernisiert. Nach Erhalt des definitiven Behördenentscheids im September 2025 wurden die Baupläne finalisiert, wobei sich der Baubeginn um rund 1 Jahr verzögerte. Dies wegen der denkmalgeschützten Hofmanndecke, was zu Anpassungen der Pläne führte. Während der rund eineinhalbjährigen Umbauphase bleibt das Casino aber offen, wobei der Spielbetrieb ins benachbarte Coco und in die extra dafür aufgebaute Containerlandschaft ausweicht und so zum ersten und einzigen Pop-Up-Casino der Schweiz wird.
Text: Daniel Zobrist Bilder: zVg.
Der Umbau des Grand Casino Baden nimmt immer mehr konkrete Formen an. Ende März 2026 begann die Gross AG mit den Fundamentarbeiten für das Pop-Up-Casino auf der Terrasse des Coco. Seither sind im Bereich rund um das Grand Casino Baden vermehrt Bautätigkeiten sichtbar. Im Juli starten nun die eigentlichen Umbauarbeiten im Kursaal, einem der ältesten und bedeutendsten Unterhaltungsgebäude der Schweiz. «Bis zur Badenfahrt im August 2027 soll der erste grosse Umbauteil abgeschlossen sein, nach der Badenfahrt folgt dann noch bis Februar 2028 der 2. Teil», führt zum bevorste-
henden Zeitplan Christian Aumüller, CEO der Stadtcasino Baden AG, im Detail aus.
150 Jahre alt – bereit für die nächste Ära Das Investitionsvolumen beläuft sich auf insgesamt CHF 25 Millionen. Rund drei Viertel davon fliessen in die dringend nötige Erneuerung der Gebäude-Infrastruktur des inzwischen 150 Jahre alten Kursaals, also zum Beispiel in die Sanierung von Heizung, Lüftung, Brandschutz, Klima oder die Erneuerung der Kälteanlagen. Das verbleibende Viertel wird in die Modernisierung der Architektur und in die Renovation
der bespiel- und nutzbaren Flächen investiert. Dabei wird das Foyer offener, die historische Kursaalfassade wird wieder mehr hervorgehoben. Dies mit dem Ziel, dass das Grand Casino Baden nach dem Umbau wieder als «Trendsetter und Massstab für ein einzigartiges House of Entertainment mit 5-Sterne-Dienstleistungsqualität steht», wie es Carsten Grabner, Chief Hospitality & Infrastructure / Gastro, Grand Casino Baden AG, ausdrückt. Das Atelier West aus Baden zeigt sich für die Architektur verantwortlich, die Gross Generalunternehmung aus Brugg ist für die Umsetzung zuständig.
Der Spielbetrieb wird ins Coco und in eine zusätzliche Containerlandschaft verlegt.
Alle Beteiligten sind sich der Verantwortung gegenüber der Nachbarschaft und der Badener Bevölkerung bewusst und werden die nötigen Massnahmen ergreifen, um Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Spielbetrieb geht im Pop-Up-Casino weiter Während der Umbauarbeiten werden einige Räumlichkeiten des Grand Casino Baden temporär nicht bespielbar sein. Das Grand Casino Baden hat dafür eine attraktive Lösung entwickelt: Der Spielbetrieb wird ins Coco verlegt, dem Club des Casinos, der sich im selben Gebäude befindet und in die extra dafür aufgebaute Containerlandschaft. Das eigentliche Herzstück der Übergangslösung ist jedoch ein absolutes Novum in der Schweizer Casinolandschaft: Das Pop-Up Casino. Dieses besteht aus Grand Jeu 2, Club COCO und Containerlandschaft auf der Terrasse. Das Pop-Up-Casino wird während der Umbauzeit zum Dreh- und Angelpunkt des Grand Casino Baden. Davon unbeeinflusst ist das mit 14 Gault Millau Punkten ausgezeichnete Restaurant Plü, welches weiterhin geöffnet hat.
Die Stadtcasino Baden AG baut um für Baden
Der Umbau des Grand Casino Baden ist mehr als eine Investition in ein einzelnes Unterneh-
men. Er ist ein klares Bekenntnis zur Stadt Baden und ihrer Bevölkerung. «Wir bauen für die Zukunft und wir bauen für Baden. Das Grand Casino Baden ist ein Stück Badener DNA, und dieser Umbau ist unser Beitrag dazu, dass diese Strahlkraft noch viele Jahrzehnte anhält. Dem Substanzwert der Liegenschaft und der Attraktivität des Standorts kommt dies gleichermassen zugute», führt dazu Hubertus Thonhauser,
«Der Umbau des Grand Casino Baden ist das grösste Einzelprojekt in der Geschichte unserer Unternehmensgruppe seit der Eröffnung 2002. Wir freuen uns darauf, ab 2028 ein vollständig erneuertes House of Entertainment zu präsentieren. Bis dahin sorgen das Coco und unser schweizweit einzigartiges Pop-Up-Casino dafür, dass der Spielbetrieb und das Erlebnis auf höchstem Niveau weiterlaufen.»
Carsten Grabner, Chief Hospitality & Infrastructure/Gastro, Grand Casino Baden AG
Präsident des Verwaltungsrates Stadtcasino Baden AG, aus. Als Arbeitgeber, als kulturelle Institution und als einer der bedeutendsten Standortfaktoren der Region ist das Grand Casino Baden Teil der Badener Identität. Die Investition kommt so der gesamten Stadt zugute, da sie die Attraktivität Badens als Freizeit- und Erlebnisstandort stärkt und so wichtige, lokale Wertschöpfung schafft.
Planeten suchen neuen Standort
Im Grand Casino Baden befindet sich an der Decke des Spielbereichs der «Casino Dome». Diese 360-GradKuppel mit zehn Metern Durchmesser zeigt immersive Projektionen des Universums und wurde bei ihrem Einbau durch eine physis che Planeteninstallation ergänzt. Die einzelnen Planeten müssen nun weichen und suchen einzeln oder mehrere zusammen nach neuen Besitzern. Interessierte Privatpersonen oder auch Vertreter von Institutionen oder Vereinen, welche Planeten weiter verwenden möchten, melden sich bitte bei marketing_tc@grandcasinobaden.ch.
Welten aus Wunder und Widerspruch
Vom 16. bis 21. Juni 2026 verwandelt FIGURA zum 17. Mal Baden, Wettingen und neu auch Aarau in eine Bühne voller überraschender Welten. Zwischen starken gesellschaftlichen Themen und poetisch-punkigen Inszenierungen zeigt das internationale Theaterfestival eine breite Vielfalt des zeitgenössischen Figurentheaters.
Vielseitiges Figuratheater an der Figura 2026 im Uhrzeigersinn: Loco motiv (17. Juni), Stoffen, Thauma (19. Juni) oder Bovenkamers – Oberstübchen(19./20.21. Juni).
Wer bei Figurentheater einzig an Chasperli denkt, entdeckt an FIGURA ein facettenreiches Universum voller Überraschungen. Am Festival begegnet man einer magischen Miniaturstadt aus 35 Puppenhäusern, einem mittelmässigen Magier und seiner besessenen Bauchrednerpuppe, Holzklötzen, die zum Leben erweckt werden, einem mobilen Karussell mit tierischen Totenschädeln und einem partizipativen Game-Theater. Ein Teppich wird zur Hauptfigur, begleitet von einem seltsamen Wesen in Unterhosen. Knackige Kurzgeschichten erzählen von Superman beim Zahnarzt, gefährliche Reisen führen ins kalte Grönland oder ans andere Ende der Welt. Ein Schauspieler singt gemeinsam mit 35 Plastikkanistern im Chor und bereits vor Festivalbeginn wird Besuchenden des Badener Wochenmarkts ein Stückchen Welt in Miniatur auf den Kopf gezaubert.
Innovative Kunstgattung
FIGURA gilt als das bedeutendste Festival seiner Art in der deutschsprachigen Schweiz und geniesst internationale Beachtung. Ausgewählte Produktionen der in- und ausländischen Figurentheaterszene zeigen, dass das zeitgenössische Figurentheater eine höchst eigenständige und innovative Kunstgattung ist. Die Produktionen stellen kluge Fragen: Was passiert, wenn man die Sicherheit seines Nestes verliert? Was bedeutet es, ein guter Mensch zu sein? Was ist eigentlich Quantenphysik? Dabei geht es um Liebe, Mut und Transphobie, um Krieg und humanitäre Krisen, aber auch um die Frage, w arum wir zu viel Natur verbrauchen und was wir dagegen tun können.
Plattform für junge Künstlerinnen
Seit zwölf Festivalausgaben schafft das Festival mit dem Grünschnabel-Preis zudem eine Plattform für junge Künstler:innen im Figurentheater. Aus über 50 internationalen Eingaben wurden fünf Produktionen ausgewählt, die während des Festivals präsentiert werden. Eine Jury vergibt den begehrten Preis, der vom Regierungsrat des Kantons Aargau ausgelobt wird. FIGURA setzt sich ausserdem dafür ein, Kultur möglichst niederschwellig zugänglich zu machen. Inklusion wird dabei umfassend verstanden – vor, auf und hinter der Bühne. Hinweise im Programm machen sichtbar, welche Angebote beispielsweise für gehörlose oder mobilitätseingeschränk te Personen zugänglich sind. KOMPETENZ UND
FIGURA FESTIVAL
16. - 21. Juni 2026
Baden, Wettingen & Aarau
Im Zentrum von FIGURA steht die Fähigkeit zum Staunen. Das Festivalprogramm bietet Produktionen für unterschiedliche Altersgruppen – von ersten T heatererlebnissen ab 3 Jahren bis zu vielschichtigen Inszenierungen für Erwachsene.
Am 20. Juni wird nach einer langen Theaterwoche erschöpft, aber glücklich im Werkk bis in die Puppen getanzt. Am 21. Juni spricht im PhiloThiK ein Philosoph über die Gründe, die uns zum Lachen bringen.
KOMPETENZ UND VIELFALT AN DER
Wir verlosen 2 × 2 Tickets für die Vorstellung «Arctic Tall Tales» vom 16.06.2026 im Kurtheater Baden. Jetzt QR-Code scannen oder eine E-Mail an welcome@makoli.ch senden, mit Ihrer Adresse und dem Vermerk «FIGURA».
BAHNHOFSTRASSE 88 IN WETTINGEN
Weitere Infos, Programm und Tickets unter www.figura-festival.ch
VIELFALT AN DER
BAHNHOFSTRASSE 88 IN WETTINGEN
Kompetenz und Vielfalt an der Bahnhofstrasse 88 in Wettingen
BURGLER INVEST AG WETTINGEN
INDIVIDUELLES RAHMENPROGRAMM.
Die Villa Boveri bietet einen einzigartigen Rahmen für Seminare, Sitzungen sowie kulturelle und gesellschaftliche Anlässe.
Mit unserem AngebotPLUS wird jede Veranstaltung und jeder Teamevent zu etwas ganz Besonderem. Ein individuelles Rahmenprogramm, gewählt aus attraktiven Einzelangeboten, setzt jedem Anlass die Krone auf!
Sommer-Events im Tägi
Die Gartenbad-Saison im Tägi ist eröffnet. Ein besonderes Highlight sind die beiden Durchführungen der «Zeltnacht ide Badi» am 20. Juni und 8. August 2026. Nach der ausverkauften Zeltnacht im vergangenen August, freut sich CEO Urs Kamberger bereits auf die kommende Austragung des beliebten Familienevents: «Wir sind stolz, dass dieser Badeplausch bis Mitternacht, dazu mit Übernachtung unter freiem Himmel und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, so gut ankommt. Es wird auch diesmal ein echtes Sommer-Highlight werden.» Die grösste Hüpfburg der Schweiz, «Bounce Circus», kommt vom 29. Juli bis am 9. August wieder ins Tägi Wettingen. Bounce Circus ist der perfekte Ort für Jung und Alt, um in eine Welt voller Spass, Action und Abenteuer einzutauchen! Erlebe die grösste Hüpfburg der Schweiz, klettere, rutsche und spiele in einer sicheren und unterhaltsamen Umgebung. Ob du ein Kind bist oder das Kind in dir wiederentdecken möchtest, Bounce Circus bietet ein unvergessliches Erlebnis für alle!
Weitere Infos zum Sommer-Programm im Tägi Wettingen unter taegi.ch
Frühstücksvariationen
Lunchangebot
Teatime
Apéro mit Stil Hausführungen
Picknick im Park
Bogenschiessen
Parkführungen
Kulturelle Formate Lichterzauber
Stiftung Villa Boveri Ländliweg 5, 5400 Baden | www.villaboveri.ch
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Die Cartoons im Uhrzeigersinn von Tom Werner, Schlorian, Stephan Luetolf, Silvan Wegmann, Christoph Biedermann, Mario Lars und Annika Frank.
Ende der Debatte?
Was steht für unsere Gesellschaft auf dem Spiel, wenn ein Ende der Debatte droht? Humorvoll-bissige Antworten zur Presse- und Meinungsfreiheit lieferte die Cartoon-Ausstellung «Ende der Debatte» von Bissfest an der Badstrasse in Baden.
Über 100 Cartoonist*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten Werke zum hochaktuellen Thema «Presse- und Meinungsfreiheit» eingereicht. Das Thema wurde von den Organisatoren aufgrund des aktuellen Jubiläums von «Disput(N)ation» gewählt. Vor 500 Jahren waren Disput, Dialog und Debatte den Grundpfeiler der Disputation in Baden. «Heute sind diese Werte durch autokratische Tendenzen wieder vermehrt bedroht», führte Silvan Wegman alias SWEN als Mitorganisator an der Vernissage aus. Die Ausstellung zeigte 190 ausgewählte Werke von rund 90 Künstler*innen, welche auf mobilen Plakatständern in der Fussgängerzone an der Badstrasse in Baden kostenlos und frei zugänglich präsentiert wurden. Die Cartoons regten die Besucher zum Austausch und Nachdenken an und zeigten auf, wie facettenreich die Welt von Satire, Witz und Humor sein kann. Drei Cartoons wurden von der Jury ausgezeichnet (im Bild rechts): Tom Fiedler aus Koblenz (1. Rang), Meta Bene aus Berlin (2. Rang) und Schlorian aus (Zürich), erhielten ein Preisgeld von 500 bis 3000 Franken. Weitere Infos unter bissfest.ch
Shamiran Istifan Manor Kunstpreis
Shamiran Istifan (im Bild rechts oben) ist Trägerin des Manor Kunstpreis Aarau 2026, der alle zwei Jahre zur Förderung junger Kunst aus der Schweiz vergeben wird. Die Auszeichnung bietet Anlass für die Einzelausstellung mit Publikation im Aargauer Kunsthaus. Die Künstlerin verknüpft dabei Erinnerungen an ihr Aufwachsen im Aargau mit übergeordneten sozialen und strukturellen Fragestellungen. In neuen Werken setzt sie sich mit kulturellem Gedächtnis, (Un-)Sichtbarkeit und imaginären Orten auseinander. Die Ausstellung entfaltet sich als räumliche Erzählung, in der sich persönliche Erfahrungen, vergangene Prägungen und zukünftige Projektionen überlagern. Shamiran Istifan erforscht in ihren installativen Werken soziale Systeme. Dabei nu tzt sie unterschiedliche Medien wie Skulptur, Textil oder Video. Ästhetisch nimmt sie Bezug auf Popkultur, Social Media, suburbane Räume und visuelle Codes des Alltags. Bildsprachen der Inszenierung werden zu formalen Mitteln, die die Wahrnehmung verschieben. Im Rahmen der Ausstellung entstehen neue Arbeiten, für die der Aargau als Resonanzraum dient. Shamiran Istifan ist in Baden geboren und Angehörige der assyrischen Exilgemeinschaft – einer Minderheit aus dem Nahen Osten, die auch im Kanton Aargau präsent ist. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Zürich.
Anlässlich der Ausstellung erscheint die erste Monografie von Shamiran Istifan in Form eines Künstlerinnenbuchs . Als Archiv, Sammlung und Montage vereint es persönliche Fragmente sowie Werkabbildungen und Installationsansichten.
Die Preisübergabe an Shamiran Istifan erfolgt an der Vernissage am Donnerstag, 11. Juni 2026 ab 18 Uhr im Aargauer Kunsthaus.
Weitere Infos unter aargauerkunsthaus.ch
Der Manor Kunstpreis ist einer der wichtigsten Förderpreise des zeitgenössischen Kunstschaffens in der Schweiz. Er wurde 1982 von Philippe Nordmann ins Leben gerufen, um jungen Schweizer Kunstschaffenden eine Plattform zu bieten. Er wird von einer Fachjury jährlich und alternierend in den Städten Aarau, Basel, Biel, Chur, Genf, Lausanne, Luzern (für die Zentralschweiz), Lugano, Schaffhausen, Sitten, St. Gallen und Winterthur vergeben. Weitere Infos: manor.ch/de/u/kunstpreis
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Die Künstlerin Shamiran Istifan (oben) ist in Baden geboren. Mitte: The Hanging Garden (Sugar Wax Fountain), 2021. Videoinstallation Ex Amore Vita: Ladies’ Room, 2021 (unten).
LEICHTER SOMMERGENUSS
Der perfekte Apéro für warme Tage
Knusprige mediterrane Cracker treffen auf aromatische Tomaten-Tapenade und bringen echtes Ferienfeeling auf den Tisch. Ideal für einen leichten Sommer-Apéro mit Familie und Freunden. Damit verwöhnen Sie nicht nur Ihren Gaumen, sondern unterstützen auch Menschen mit Beeinträchtigung, die im «Genuss Atelier» der arwo Stiftung Lebensmittel herstellen und so sinnvolle Arbeit erhalten.
Genuss Atelier
Badenerstrasse 11, 5442 Fislisbach
Öffnungszeiten
Montag – Freitag: 8 – 12 Uhr | 13 – 17 Uhr
Neugierig? Wirfreuenuns aufIhren Besuch!
Unsere Produkte finden Sie auch online. www.arwoshop.ch
Das Team hinter «Hausgeflüster» (v. l.): Claudia Nabholz, Nadine Tobler, Myriam Meyer, Jan Durrer. Vorne: Manuela Luterbacher und Reana Hostettler-Durrer.
Hörspaziergang
Altstadt Baden
Was flüstern die Wände? Die Halde verändert sich. Baustellen prägen das Bild, Lokale öffnen, schliessen und ziehen um. Doch hinter den Fassaden, zwischen Türen und Schaufenstern liegen Geschichten – leise, unscheinbar, fast vergessen. Geschichten von Menschen, die hier leben, arbeiten, gearbeitet, gelacht, gestritten und geträumt haben. «Hausgeflüster» macht diese Stimmen hörbar und lädt ein, langsamer zu werden. Hin zu hören, wo man sonst vorbeigeht. Die Halde nicht nur zu sehen, sondern zu erleben und mehr über den wunderschönen Altstadtbereich zu erfahren. «Hausgeflüster» ist mehr als ein Spaziergang. Es ist eine Einladung, Verbindung zu spüren. Zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zwischen Orten, Menschen und der Stadt.
Der Hörspaziergang durch die Untere Halde und die Kronengasse in der Stadt Baden ist kostenlos und jederzeit zugänglich. So funktioniert's: Den QR-Code bei den verschiedenen Stationen scannen, Audio starten und durch die Halde spazieren. «Hausgeflüster» kann auch via der Website halde-baden.ch/hausgefluester gehört werden.
Wiedereröffnung Museum Langmatt
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Das Museum Langmatt wurde 1990 eröffnet und 2024 bis 2026 umfassend renoviert. Es besitzt eine der bedeutendsten Privatsammlungen des französischen Impressionismus in Europa. Der unverwechselbare Reiz der Jugendstilvilla liegt in der Präsentation von herausragenden Bildern der Kunstgeschichte in historischen Wohnräumen, umgeben von einem idyllischen Park. Es ist damit einzigartig in der Schweizer Museumslandschaft und verbindet Kunst, Geschichte und Genuss. Nach einer zweijährigen Europatournee ist die Impressionismus-Sammlung der Langmatt wieder zurückgekehrt. Erstmals in ihrer Geschichte war sie ausserhalb Badens zu sehen. Während der Renovation des Museums 2024 bis 2026 präsentierten bedeutende europäische Museen die Sammlung von rund 50 Gemälden des französischen Impressionismus, ergänzt um weitere Bilder. Mehr als 302'000 Besucher:innen in der Fondation de l’Hermitage Lausanne, im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Köln und im Belvedere Wien waren begeistert. Das überwältigende Medienecho bestätigt den internationalen Rang der Sammlung. Besuchen Sie nach dem zweijährigen Umbau die folgenden Austellungen:
9.5.2026–10.1.2027 – Welcome back – Die Sammlung kehrt zurück
Die Ausstellung zeigt die Impressionismus-Sammlung im Kontext anderer Sammlungsschwerpunkte der Browns. Bibliothek und Gemäldegalerie bilden dramaturgisch den Höhepunkt: Alle wichtigen impressionistischen Werke sind hier versammelt. Dabei sind die Bilder in einer neuen Hängung und im selben Licht zu sehen, wie zu den Zeiten der Browns.
09.05. - 13.09.2026 - BiglerWeibel
Das Künstlerinnenduo BiglerWeibel (Jasmin Bigler, *1993 in Bern, lebt dort, und Nicole Weibel, *1990 in Niederhünigen, lebt in Bern) wurden während der Renovation zu einem Langzeit-Kunstprojekt eingeladen. Mit sichtbarer Freude am Dekontextualisieren rütteln sie in ihrer Videoinstallation an festgefahrenen Vorstellungen grossbürgerlichen Wohnens und verwandeln das historische Ensemble in ein fluides Bühnenbild.
Silvan Wegmann, bekannt als SWEN, (*1969 in Solothurn, lebt seit 1978 in Baden) gilt als einer der wichtigsten Schweizer Cartoonisten. Silvan Wegmann war eingeladen, regelmässig Cartoons zu den baulichen Veränderungen während der Renovation der Langmatt zu zeichnen. Als unabhängiger, kritischer «Geist» sollte sich Silvan Wegmann alle Freiheiten nehmen, um der Langmatt gelegentlich auch gerne «gegen den Strich zu bürsten».
Öffnungszeiten: Di–Fr: 14–17 Uhr und Sa/So: 11–17 Uhr
Infos zu den Ausstellungen und Führungen: langmatt.ch
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Kult-Musical Grease
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Vom 8. Juli bis 22. August 2026 präsentieren die Thunerseespiele das Kult-Musical GREASE auf der Openair-Bühne vor Eiger, Mönch und Jungfrau. GREASE – Sinnbild für Rock’n’Roll, Rebellion und Romantik – wird die Thuner Seebühne rocken und das Publikum auf eine Zeitreise in die wilden 1950er-Jahre entführen. Neu werden die Lieder in Thun erstmals in englischer Originalversion gesungen, gesprochen wird wie immer in deutscher Sprache. Das temporeiche Spektakel wird mit 26 hochkarätigen Musicaldarstellerinnen und -darstellern auf der Thuner Seebühne umgesetzt. Die in Zürich und Baden aufgewachsene Jeannine Wacker spielt die Hauptrolle der braven Sandy, die sich im Verlauf des Stücks zu einer selbstbewussten jungen Frau entwickelt und für die Liebe ein mutiges Ich zeigt. Der Deutsch-Mexikaner Matt Posada schlüpft in die männliche Hauptrolle Danny, der unter seiner harten Rockabilly-Schale ein romantisches Herz besitzt und sich trotz Coolness seinen Gefühlen
nicht verschliessen kann. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der coole Danny und die schüchterne Sandy, die sich in den Sommerferien ineinander verliebt haben. Doch als sie sich plötzlich im Schulalltag an der Rydell High School wiedersehen, prallen Welten aufeinander: Er der Anführer der T-Birds, sie das brave Mädchen von nebenan. Zwischen Rock’n’Roll, Teenager-Turbulenzen und jeder Menge Tanzspass stellen sich Danny und Sandy die grosse Frage: Muss man sich verändern, um zueinander zu finden? Tickets unter: ticketcorner.ch
Wir verlosen 2 x 2 Tickets für die Vorstellung am 08.07.206. Jetzt QR-Code scannen oder eine E-Mail an welcome@makoli.ch senden mit Ihrer Adresse und dem Vermerk «Grease».
Sommer-Events
In der Kajüte Café-Bar an der Limmat trifft man sich ganztags zu gemütlichen Treffen mit Freunden. Feiner Kaffee, frische Gipfeli und Birchermüsli oder auserlesene Limonaden, Craft-Biere und leckere Snacks laden zum Geniessen ein. www.kajuete-baden.ch
Auf zum Public Viewing! Vom 11. Juni bis 19. Juli findet die Fussball-WM statt. Sei es in der Henry´s Bar, im OscarOne oder in der LägereBräu, für Stimmung ist gesorgt!
Der Räbhüsli-Sonntig im Wettinger Rebberg findet dieses Jahr am 26. Juni statt. Ab 11 Uhr können feine Wettinger Weine degustiert werden. Jedes «Hüsli» hat sein eigenes Angebot. Ob Pizza, Grilladen oder Kuchenbuffet, ein Ausflug in die Rebberge lohnt sich.
Das Freiluft Kino Baden feiert vom 8. bis 18. Juli die 20. Ausgabe wie gewohnt auf dem Parkhaus Gartenstrasse. Wer nicht nur Filme in luftiger Höhe sehen möchte, kann auch ein Apéro in der Sommerbar geniessen. freiluftkino-baden.ch
Simon Libsig ist Wortzauberer, Autor und Geschichtenerzähler. Neben Auftritten und journalistischen Publikationen veröffentlicht Libsig Tonträger und Bücher und tritt auch mit eigenen Produktionen im Kurtheater Baden auf.
Plus Balkon!
Unsere Vermieterin weiss natürlich nichts davon. Aber seit kurzem teilen wir die Wohnung mit Familie Meierhofer und den Bärtschis. Nicht, weil wir das ums Verrecken möchten. Sondern weil es einfach nicht mehr anders geht. Die Mieten in unserem Quartier sind in den letzten Jahren noch stärker gestiegen als mein Blutdruck.
Nun bündeln wir unsere insgesamt sechs Einkommen und ermöglichen damit allen drei Familien ein Zuhause. In 3.5 Zimmern. Plus Balkon.
Die Meierhofers und die Bärtschis wohnten vorher in der grossen Überbauung etwas weiter unten an der Strasse. Dann wurden sie leergekündigt und konnten sich die doppelte Miete nach der sanften Renovation nicht mehr leisten. Das alte Parkett wurde entfernt und durch Linoleum ersetzt.
Wir sind alle hier aufgewachsen, kennen uns seit der Primarschule. Und wir würden gerne bleiben.
Das bedarf allerdings einer gewissen Logistik. Montag und Mittwoch gehört das Wohnzimmer uns, Dienstag und Donnerstag den Meierhofers, Freitag und Samstag den Bärtschis. Am Sonntag gilt einfach: «De Schnäller isch de Gschwinder.»
Wir sind zwei Banker, zwei Lehrerinnen, eine Forscherin und ein Autor. Homeoffice ist manchmal eine Herausforderung. Phasenweise sitzen zwei im Wohnzimmer, zwei auf dem Balkon, eine in der Küche und einer im Auto.
Aber glücklicherweise kommen die Kinder gut miteinander aus. Sie schlafen alle
zusammen im Reduit. Dort haben wir mit Yogamatten einen kleinen Massenschlag eingerichtet.
Dass die beiden Häuser vis-à-vis leer stehen, hat uns am Anfang natürlich schon etwas geärgert. Das eine ging für drei Millionen weg, das andere für knapp fünf. Beide im Bieterverfahren.
Die neuen Besitzer haben wir bisher nie gesehen. Sie besitzen Immobilien auf der ganzen Welt. Und auch noch ein paar weitere in unserem Quartier.
Vor zwei Wochen erhielten wir eingeschrieben die Bitte via Anwalt eines Eigentümers, dass die Kinder den Garten meiden sollen. Ausserdem gäbe es so etwas w ie Ruhezeiten. Offenbar hatte die Hauskamera sie beim «Räuber und Poli»-Spielen aufgezeichnet.
Aber ich möchte mich nicht beklagen. Es geht uns grundsätzlich gut. Auch die Existenzängste sind im Grunde unbegründet. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir alle relativ gut verdienen. So können wir uns gemeinsam die 90 Quadratmeter leisten. Es bleiben jeweils sogar noch 20 Franken übrig. Jeden Monat darf eine andere Familie bestimmen, wie wir sie einsetzen.
Krypto? Gold? Immobilien?
Auch hier sind wir uns einig: Wir machen ein Quartierfest. Mit Grill und Bier und Sirup. Und alle sind eingeladen.