Skip to main content

LandxStadt Edition Herbst 2026

Page 1

www.landxstadt.ch

HERBST

Regional. Nachhaltig. Vielseitig. Urban.

Gemütlichkeit, Kulturlust, Natur & Genuss

People

Denise Zumsteg Simon Libsig Christian Villiger

Gesellschaft

Nachhaltigkeit Personal Shopping KI & Bücher

Events

Sven Ivanic

Sport Forum Schlürf & Schlender Romeo & Julia

«Ich kann jeden nur ermutigen, nicht nach einem Drehbuch zu leben, das andere für dich geschrieben haben» Region Baden / Wettingen – Ausgabe Nr. 60 – Herbst 2026


New Kia Seltos 4×4 Weil das Leben Ecken und Kanten hat.

More technology performance craftsmanship Jetzt mit 1,49% Leasing.

Leasing Beispiele: Zeekr 7X Privilege AWD, CHF 64’990.–, Sonderzahlung 20%, Restwert gem. Richtlinien von Multilease AG, Leasingzins 1,49%, eff. Leasingzins 1,50%, Laufzeit 48 Monate (10’000 km pro Jahr), Rate CHF 590.–/Mt. Unverbindliche Preisempfehlung, alle Werte inkl. der gesetzlichen MWST. Preisänderungen jederzeit und ohne Vorankündigung möglich. Das Leasing Angebot ist gültig bei Immatrikulation bis 31.03.2026 oder auf Widerruf. Nur bei teilnehmenden Zeekr Partnern. Leasing Partner MulitLease AG. Treibstoffverbrauchskategorie C.

GROSS GARAGE BADEN

GROSS GARAGE WETTINGEN

Bruggerstrasse 194, 5400 Baden

Halbartenstrasse 7a, 5430 Wettingen

T 056 200 90 20, gross-garage.ch

T 056 430 08 88, gross-garage.ch

Mehr erfahren.


Editorial

Willkommen – Edition Herbst 2026

Regional. Nachhaltig. Vielseitig. Urban. «Der Schweizer lebt, als ob er gestern arm gewesen wäre», schmunzelt der Schweiz-Kroate Sven Ivanic. «Und der Kroate benimmt sich derweil so, als ob er gestern auf Erdöl gestossen wäre. Er geniesst den Moment.» Im Interview spricht der Jurist und Comedian über sein neues Programm «Luegemer Sponti» und freut sich darauf, mit den Leuten zu interagieren. Das ist auch im Physioflex und Vitalhaus bei Denise Zumsteg das Erfolgsrezept. «Zu uns finden die Leute nicht wegen den Fitnessgeräten, sondern wegen den Trainern.» Im Zentrum steht dabei ein gesunder Lebensstil, mit allem, was dazu gehört – von der richtigen Ernährung bis zur nötigen Erholung. Ein zentraler Aspekt sei die Diversität, betont Zumsteg: «Wer weiterkommen will, darf nicht immer das Gleiche tun, sondern muss abwechslungsreich trainieren.» Abwechslung bringt auch die neue Herbst- und Wintermode. «Kauft nicht gleich Neues, sondern stylt eure Lieblingsstücke neu. Kombiniert Jeans, Pullover oder Kleid einmal anders – mit neuen Schuhen, einem Gürtel oder Blazer – so entsteht ein völlig neuer Look», sagt Fashion-Expertin Stefanie Beerle vom Shoppi Tivoli. Der Herbst macht auch Lust auf Kultur. Patti Basler und Philippe Kuhn gehen mit ihrem neuen Programm Postmodern Talking auf Tour, die Ausstellung «Künstliche Kreativität» im Aargauer Kunsthaus widmet sich der Beziehung zwischen Mensch und Maschine oder das Kurtheater Baden feiert sein 75-Jahre-Jubiläum unter dem Motto BALANCEAKT! Der Herbst lädt auch dazu ein, einen Gang zurückzuschalten und die Schönheit der eigenen Umgebung neu zu entdecken. Ob ein Spaziergang durch den raschelnden Wald, eine Wanderung hinauf zur Hochwacht, zur Baldegg oder zum Schartenfels – Bewegung an der frischen Luft schafft Abstand zum Alltag und macht den Kopf frei. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit unserer Herbst Edition. Diesmal ist sie eine ganz besondere: Wir feiern die 60. Ausgabe und damit ein schönes Stück Magazingeschichte.

Regional: 2027 wird 800 Jahre Kloster Wettingen gefeiert. Das Kloster war ein Hort der Religion, Bildung und des Wissens, welche die westliche Kultur mitgeprägt haben. (S. 22)

Nachhaltig: Das Physioflex und das Vitalhaus gehören in Wettingen mittlerweile zum Inventar. Inhaberin Denise Zumsteg spricht über das breite Gesundheitsangebot . (S. 8)

Vielseitig: Die Ausstellung «Tourismus. Reiseziel Schweiz» erzählt die Geschichte des Schweizer Tourismus vom Zwischenhalt bis zum Sehnsuchtsort. (S. 56)

Herzlichst, Katja Bopp

Urban: Gemeinsam kochen und geniessen mit der Eventküche Baden im Fabrikareal Merker mit einer Prise Leidenschaft. (S. 5)

Machen Sie mit als LxS Supporter? Für unsere Region. 3/2026

3


Inhalt

Inhalt 06 l Zur Jahreszeit: Design Lovers 08 l Im Porträt: Denise Zumsteg, Inhaberin Physioflex und Vitalhaus 12 l Buch-Empfehlungen: Tapas, Brot aus aller Welt 16 l Sven Ivanic: Der Schweiz-Kroate ist Comedian und Jurist 22 l Gemeinde Wettingen: 800 Jahre Kloster Wettingen

16

28 l Familien-Tipps: Ruhe und Gelassenheit, Wunderwelt Natur, bunter Herbst 32 l Tägi Wettingen: Vorfreude auf kalte Jahreszeit 34 l Porträt: Christian Villiger, CEO libs 38 l Nachhaltigkeit: Tipps für den Alltag 44 l Tize.ch: Künstliche Intelligenz und Bücher 47 l SPORT Forum Aargau: Wenn Leistung mehr ist als Gewinn 48 l Badventskalender bestellen: Genuss aus der Region 52 l Personal Shopping 55 l Stroblhof Lake Garda mit mediterranem Lebensgefühl

08

56 l Ausstellung «Tourismus. Reiseziel Schweiz» 59 l Events: Kunst, Ballett, Musical, Langlauf und Blues 66 l Kolumne: Simon Libsig

Impressum

32 4

3/2026

Ausgabe 3/2026 (1. Erscheinungstag: 24.09.2026), 17. Jahrgang Verlag Makoli GmbH, Theaterplatz 4, 5400 Baden, Tel. 056 437 03 17, welcome@ makoli.ch, www.landxstadt.ch Herausgeber Daniel Zobrist Chefredaktorin Katja Bopp Grafik Tobias Wolleb Autoren Katja Bopp, Larissa Bucher, Simon Libsig, Stephan Santschi, Daniel Zobrist Fotografen Christian Doppler, Adrian Ehrbar, Foto Wagner Anzeigen Iris Zehnder Druck AVD Goldach AG Vertrieb Wettingen, Baden, Ennetbaden, Dättwil, Mülligen, Birmenstorf, Ehrendingen, Turgi, Freienwil, Rütihof Preis Abo für 4 Ausgaben: 35 Franken Copyright Nachdruck nur mit Genehmigung des Verlags Cover Sven Ivanic.


Advertorial

Gemeinsam kochen und geniessen – mit einer Prise Leidenschaft Mitten im Herzen von Baden, auf dem alten Fabrikareal Merker direkt hinter dem Bahnhof, liegt die Eventküche Baden – ein Ort, an dem Kochen weit mehr ist als gutes Essen. Hier wird gemeinsam gekocht, gelacht, ausprobiert und gefeiert. Seit über neun Jahren finden in der trendigen Profiküche im Industriedesign Kochevents, Teamkochen, Firmenanlässe, Geburtstagsfeste, Polterabende, Hochzeiten, Workshops und vieles mehr statt. «Gemeinsam kochen und geniessen liegt voll im Trend», sagt Geschäftsführerin und Co-Founder Britt Wetzel. Gemeinsam mit ihrem «Best Buddy» und Geschäftspartner Nils Aggett entstand die Idee, nicht nur für Gäste zu kochen, sondern sie aktiv einzubeziehen – eine Idee, die bis heute begeistert.

«Wir erleben jeden Abend glückliche und begeisterte Gäste und haben selbst riesig Spass an unserer Location und unserem Job.» Britt Wetzel, Geschäftsführerin und Co-Founder

Britt Wetzel bringt über 25 Jahre Erfahrung aus Gastronomie und Catering mit. Mit ihrem Cateringunternehmen La Cucina Catering verwöhnt sie gemeinsam mit ihrem Team Gäste an unterschiedlichsten Anlässen von 40 bis 400 Gästen. In der Eventküche darf es dagegen bewusst persönlicher zugehen: Mit Platz für 10 bis 26 Personen wird jeder Abend exklusiv für die jeweilige Gruppe gestaltet. Ein Abend, der verbindet Nach einem kleinen Apéro geht es gemeinsam an den Herd. Unter

professioneller Anleitung entstehen – ganz nach Wunsch der Gäste – kulinarische Köstlichkeiten. Ob mediterrane Spezialitäten, eine kulinarische Weltreise oder ein individuelles Menü: Hier darf entdeckt, ausprobiert und genossen werden. Ob Firmenanlass, Teamevent, Geburtstag oder Abend mit Freunden und Familie – gemeinsames Kochen verbindet und schafft Erinnerungen. Dabei zählt nicht nur das Essen. Es sind die Gespräche, das gemeinsame Lachen, kleine Missgeschicke und die Freude, etwas zusammen zu erschaffen. Anschliessend wird das selbst zubereitete Menü an den grossen Tafeln genossen. Wer möchte, lässt den Abend bei Kaffee oder Digestif gemütlich ausklingen. «Wir erleben jeden Abend glückliche, begeisterte Gäste und haben selbst riesig Spass an unserer Location und unserem Job», erzählt Britt Wetzel. Besonders schätzt sie die persönliche Atmosphäre: Die Gäste buchen die Location exklusiv, geniessen den gemeinsamen Abend – und das Team der Eventküche kümmert sich um den Rest. In der Eventküche Baden erlebt man unvergessliche kulinarische Abende, die verbinden – mitten in Baden und mit ganz viel Herzblut und einer Prise Leidenschaft. Weitere Infos: eventkuechebaden.ch oder meet@eventkuechebaden.ch oder 079 790 73 54 3/2026

5


Zur Jahreszeit

Design Lovers Bereit für neue Lieblingsstücke? Diese Highlights verbinden zeitloses Design, innovative Funktionen und besondere Materialien mit Stil und Alltagstauglichkeit. Ob luxuriöse Sleep-to-Lounge-Styles, vielseitige Küchengeräte, funktionales Reisegepäck, charakterstarke Eyewear, ikonische Sneaker oder skandinavische Möbel – sie setzen besondere Akzente und bringen frischen Stil in Alltag, Zuhause und für unterwegs. Von oben im Uhrzeigersinn: Die streng limitierte Sea Island Limited Linie verbindet die seltenste und hochwertigste Baumwolle der Welt mit raffinierter Mélange-Technik. Inspiriert vom Botanischen Garten auf der Insel Brissago verbindet die neue Kollektion von Zimmerli Natur und Jugendstil zu eleganten und komfortablen Sleep-to-Lounge-Styles. zimmerli.com Der Multifunktionsgrill von Smeg vereint Grillen, Braten und Backen in einem kompakten Gerät. Mit geriffelten und glatten Grillplatten sowie Waffelplatten lassen sich Steaks, Panini, Gemüse und süsse oder pikante Waffeln zubereiten. Drei Grillvarianten und individuell einstellbare Temperaturen sorgen für vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Das Gerät im ikonischen 50’s Style ist in Schwarz, Rot und Creme erhältlich. smeg.com

6

3/2026


Herbstzeit

TUMI begleitet Markenbotschafter und Formel-1-Fahrer Lando Norris durch die schottischen Highlands. Die raue Landschaft trifft auf die klare Ästhetik der neuen Herbst/Winter-Kollektion 2026 mit Deep Pine, Forest Camo und mineralischen Tönen. Neue Farben und Materialien treffen auf skulpturale Silhouetten, robuste Materialien und durchdachte Organisation – für Reise, Business und Alltag. tumi.com Die neue Brillen-Collection von VIU verbindet zeitloses Schweizer Design mit klaren Linien, weichen Konturen und markanten Silhouetten. The Shameless überzeugt mit selbstbewusster Formensprache, während The Savage mit markanten Konturen und überraschend softer Wirkung begeistert. Zeitgemässe Eyewear für klare Momente, bewussten Stil und mehr Präsenz. shopviu.com Der 471 von New Balance interpretiert das Laufsport-Erbe der 70er-Jahre als modernen Alltags-Sneaker neu. Die schlanke Low-Profile-Silhouette mit keilförmiger EVA-Zwischensohle und klassischer Fischgräten-Aussensohle sorgt für einen Retro-Look, während hochwertige Materialien wie Mesh und WildlederOverlays das Modell prägen. Ein vielseitiger Sneaker mit Vintage-Referenz und zeitgemässer Materialauswahl. newbalance.ch Die neue Möbelkollektion von Søstrene Grene verbindet skandinavisches Design mit zeitgemässem Stil. Im Fokus stehen komfortable Stühle in klassischen Designs – darunter der beliebte Esszimmerstuhl Harmony mit geflochtener Sitzfläche, der neu auch in dunkler Eiche erhältlich ist. sostrenegrene.com

3/2026

7


Denise Zumsteg, Inhaberin und Geschäftsführerin von Physioflex und Vitalhaus in Wettingen.

8

Land Stadt 1/2025


Physioflex & Vitalhaus

Bei ihr steht die Gesundheit im Zentrum Das Physioflex und das Vitalhaus gehören in Wettingen mittlerweile zum Inventar. Inhaberin Denise Zumsteg spricht über das breite Gesundheitsangebot und verrät, dass dank ihrer treuen Kundschaft auch schon Notfälle aufgedeckt worden sind. Text: Stephan Santschi Bild: Adrian Ehrbar

«Zu uns finden die Leute nicht wegen den Fitnessgeräten, sondern wegen den Trainern.» Denise Zumsteg sitzt im Physioflex an der Alberich-Zwyssig-Strasse und schwärmt von ihrem Team. Die Kunden kommen und gehen, die Sporttaschen sind geschultert, ebenso wie im benachbarten Vitalhaus an der Landstrasse herrscht reges Treiben. Zumsteg ist Inhaberin und Geschäftsführerin der beiden Institutionen, die mittlerweile zu Wettingen gehören wie die Limmat und die Lägern. Im Zentrum steht dabei ein gesunder Lebensstil, mit allem, was dazu gehört – von der richtigen Ernährung bis zur nötigen Erholung. Doch dazu später mehr. So sorglos wie heute ist in Zumstegs Fitnesszentrum nicht immer geschwitzt worden. «Puh, es war heftig. Zu Beginn war der Wurm drin», sagt sie und blickt zurück auf das Jahr 2001, als sie den Betrieb übernommen hat. Die Einrichtung war veraltet, das Computersystem wies Abonnenten aus, die es gar nicht gab, die Rechnung ging überhaupt nicht auf. Die Erneuerung musste deshalb querfinanziert werden. Zumsteg arbeitete nebenher als Primar- und Aerobic-Lehrerin, ihr in der Zwischenzeit verstorbener Ehemann als Fahrlehrer. «Sieben Jahre haben wir uns durchgekämpft.»

«Zu uns finden die Leute nicht wegen den Fitnessgeräten, sondern wegen den Trainern.» Denise Zumsteg, Inhaberin und Geschäftsführerin

Wundermittel gegen Erschöpfungserkrankungen Hinzu kamen spezielle Fitnessgeräte, wie etwa der Gürtel mit Luftkammern, der an eine Pumpe angeschlossen ist. «Der als Slim Belly bekannt gewordene Apparat erhöht mit einer Wechseldruck-Massage während des Ausdauertrainings die Durchblutung des Gewebes und fördert dadurch die Fettverbrennung», erklärt Zumsteg, die in ihrem Betrieb auch Lehrlinge ausbildet – sogenannte Fachfrauen und Fachmänner der Bewegungs- und Gesundheitsförderung. Auf der Visitenkarte des Vitalhauses steht zudem das Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training, kurz IHHT.

Vitalhaus basiert auf einem Pioniergedanken Ihr Trumpf: Bereits damals zählte das Physioflex auf eine treue Stammklientel. «Die Menschen sind bei uns gut aufgehoben, wir haben eine sehr grosse Kundenbindung», konstatiert Zumsteg. Man kennt und vertraut sich, auf diese Weise sind auch schon Notfälle aufgedeckt worden: «Wenn jemand nicht wie gewöhnlich zum Training kommt, schauen andere bei ihm zu Hause vorbei, um zu sehen, was los ist.» Das Durchschnittsalter ist mit 58 Jahren hoch, das Physioflex gilt als Rückenspezialist. Zunehmend nutzen aber auch junge Menschen das Fitnessstudio.

Hierbei handelt es sich um ein simuliertes Höhentraining, bei dem über eine Maske abwechselnd sauerstoffarme und sauerstoffreiche Luft eingeatmet wird. In Kombination mit therapeutisch verabreichten Nahrungsergänzungsmitteln hat sie bei Menschen mit Erschöpfungserkrankungen grosse Erfolge erzielt. «Ein Mann kam nicht mehr aus dem Bett, dachte bereits an Exit. Nun fährt er Velo und spielt während drei Stunden Petanque», erzählt Zumsteg strahlend. Mittlerweile ist das Vitalhaus zu einer Einrichtung für Menschen über 50 avanciert. Die ganzheitliche Gesundheit steht im Fokus; Themen wie Ernährung, Gewichtsregulation, Schlafrhythmus, Erholung, Sonnenlichtkonsum und Fitnesstraining. Damit man im Alter fit, beweglich und selbstständig bleibt.

Im Jahr 2009 gründete Zumsteg zusätzlich das Vitalhaus, vorerst mit dem Fokus auf Gewichtsabnahme. Entstanden ist es aus einem Pioniergedanken: «Wir waren in der Schweiz die Ersten, die Metabolic Balance anboten», berichtet Zumsteg, die sich zur Ernährungsberaterin, medizinischen Trainingstherapeutin und Fitness-Trainerin schulen liess. Bei Metabolic Balance geht es um einen Ernährungsplan, der auf einer Blutuntersuchung basiert. Bald boomte diese Szene jedoch, das Vitalhaus musste sich bereits wieder neu erfinden – und mutierte zum nachhaltigen Figurstudio.

Deshalb stehen ihr die Haare zu Berge Nicht jede Entwicklung bereitet Denise Zumsteg indes Freude, beispielsweise werden in unzähligen Instagram-, YouTube- und TikTok-Videos nicht nur sinnvolle Übungen angepriesen. «Allerdings kann man auf dem Handy dümmere Sachen anschauen. Auf diese Weise kommen mehr junge Leute ins Physioflex. Unsere Community wird dadurch etwas aufgemischt, diesen Trend finde ich gut», vermerkt Zumsteg und sie fügt an: «Viel schlimmer sind die Nahrungsergänzungsmittel, die achtlos eingenommen werden. Da stehen mir die Haare zu Berge.» 3/2026

9


Physioflex & Vitalhaus

«Wir bringen die Gesundheit hinaus zu den Firmen.» Denise Zumsteg, Inhaberin und Geschäftsführerin

Fest steht: Wer bei Zumsteg durch die Eingangstüre tritt, wird von ihr und ihrem Team in allen Bereichen kompetent unterstützt. Zuerst kommt es zu einem Beratungsgespräch, um die Intentionen des Mandanten zu erörtern. Anschliessend begeben sich rund 80 Prozent der Neueinsteiger auf den Milonzirkel. So heisst der Kreis aus Fitnessgeräten mit einem Kraft- und Ausdauertraining für den ganzen Körper. «In 30 Minuten ist man durch, alle Muskelfasern sind aktiv. Danach geht es in jene Richtung, die der Kunde will.» Kunden werden nicht alleine gelassen Der Fleissige wird nicht alleine gelassen: Nach sechs Wochen kommt es im Rahmen des Personal Trainings zu einem Folgetermin. Das stärkt die Disziplin und die Effektivität der Leibesübungen. «Wir testen Muskelzuwachs, Fettverlust, Wasserhaushalt und Stoffwechsel.» Wer seine Muskeln trainiert, fördert auch die Knochenmasse und wirkt der Osteoporose entgegen. «Der Muskel ist am Knochen befestigt. Beim Training zieht man am Muskel, und dadurch wird das Knochenwachstum angeregt.» Ein zentraler Aspekt sei die Diversität, betont Zumsteg: «Wer weiterkommen will, darf nicht immer das Gleiche tun, sondern muss abwechslungsreich trainieren.» Intervall- oder Steigerungsläufe, verschiedene Muskelpartien, andere Methoden, ver-

schiedene Gewichte – der Mix macht es aus. So kann der Körper alle Möglichkeiten ausnützen, mehr Leistung entwickeln und Verletzungen durch Überbelastung eines Bereichs verhindern. Sollte das gewünschte Ergebnis trotzdem ausbleiben, geht es ins Vitalhaus zum Metacheck. Metacheck: Ein Garant für die richtige Ernährung Im Vergleich zu Metabolic Balance, wo das Blut unter die Lupe genommen wird, ergibt diese genetische Stoffwechselanalyse ein noch detaillierteres Ergebnis. Ist der Kunde ein Kohlenhydrat- oder Eiweisstyp? Ist er empfänglich für Intervallfasten? Herrscht ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren? Wie gut sind die Fähigkeiten zum Abbau von Koffein und Alkohol? Wie ausgeprägt sind Hunger- und Sättigungsgefühl? Besteht die Tendenz zur Laktoseintoleranz? Welche Nahrungsmittel befinden sich im Ampelsystem bei Grün, Gelb und Rot? Dies und mehr wird ergründet, denn für Zumsteg steht fest: «80 Prozent des Erfolgs beruhen auf der Ernährung.» Der Erfolg gibt ihr recht, das unterstreichen zufriedene Kunden ebenso wie die Erfahrungen, die sie ausser Haus macht. Denise Zumsteg ist mit ihrem Unternehmen auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement tätig. «Wir bringen die Gesundheit hinaus zu den Firmen. Die Absenzenraten sinken dort kontinuierlich.» Im Gepäck hat sie medizinische Checks, wertvolle Tipps und, wie sie schmunzelnd anfügt, «ein gesundes Mittagessen». Nicht selten trifft sie die Mitarbeiter später wieder an – als Neukunden im regen Treiben ihres Fitnessstudios. Physioflex AG, Alberich-Zwyssig-Strasse 83, www.physioflex.ch Vitalhaus AG, Landstrasse 79, Wettingen, www.vitalhaus.ch

Anzeige

Die grösste Auswahl an Wohnraum finden Sie bei uns. markstein.ch

Werfen Sie hier einen Blick auf unsere Angebote.

10 Land Stadt 3/2026

Interessiert an topaktuellen Objekten in den Kantonen Aargau und Zürich? Regelmässig vorbeischauen lohnt sich.


Apotheken-Tipp

Wenn der Herbst müde macht Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und draussen wird es früher dunkel. Kein Wunder, dass sich viele Menschen im Herbst müder und weniger energiegeladen fühlen. Das fehlende Tageslicht spielt dabei eine wichtige Rolle und kann unseren Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen.

Mit diesen Tipps kann man die Herbstmüdigkeit lindern: Tageslicht tanken und in Bewegung bleiben Auch wenn der Himmel grau ist – ein Spaziergang an der frischen Luft bringt Bewegung und Licht zusammen und hilft, den Kreislauf in Schwung zu bringen. Regelmässige Bewegung hat einen positiven Effekt auf unser Wohlbefinden. Auf guten Schlaf achten Ein möglichst regelmässiger Schlafrhythmus, eine ruhige Abendroutine und wenig Bildschirmlicht kurz vor dem Schlafengehen unterstützen einen erholsamen Schlaf. Ebenfalls hilft es, das Schlafzimmer vor dem Schlafengehen nochmals gut zu lüften und die Raumtemperatur eher niedrig zu halten. Ausgewogen essen und genug trinken Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Gemüse, Früchten, Vollkornprodukten und Eiweiss liefert wichtige Nährstoffe. Ausreichend Flüssigkeit ist ebenfalls wichtig. Müdigkeit kann sich verstärken, wenn zu wenig getrunken wird.

Dr. Hans Jürg und Marion Engel (im Bild), Inhaber der Rathaus Apotheke in Wettingen, und ihr Team freuen sich über Ihren Besuch und beraten Sie gerne!

Und wann sollte man genauer hinschauen? Wenn die Müdigkeit über längere Zeit anhält, sehr ausgeprägt und einschränkend ist oder weitere Beschwerden dazukommen, ist es ratsam, eine Fachperson aufzusuchen. Unser Apotheken-Tipp Nutzen Sie die hellen Stunden bewusst, bewegen Sie sich regelmässig und gönnen Sie Ihrem Körper ausreichend Schlaf. So kommen Sie oft schon mit einfachen Massnahmen besser durch die dunklere Jahreszeit.

TopPharm Rathaus Apotheke

Landstrasse 77, 5430 Wettingen 056 426 77 44 toppharm.ch/rathaus-wettingen

Das Team der Rathaus Apotheke wünscht Ihnen gute Gesundheit und freut sich auf Ihren Besuch!

Anzeige

Besuchen Sie unsere neue Website!

Wir leben das Hören. Sie hören das Leben.

Landstr. 88 · 5430 Wettingen · Tel. 056 427 21 66 hoerberatung-wettingen.ch

3/2026

11


Buch-Tipps

MIT JEDER FASER GENIESSEN

Bücher zu gewinnen!

Japanische Tapas

©Emma Lee, AT Verlag, www.at-verlag.ch

Der Autor stellt 12 Pflanzen vor, die besonders reich an wertvollen Ballaststoffen sind. In seinen unkomplizierten, bekömmlichen Rezepten holt er aus den Gemüsen, Pilzen und Hülsenfrüchten das Beste heraus: Minimale Verarbeitung, optimaler Nährstoffgehalt und maximaler Geschmack treffen in Gerichten wie Karottenlasagne, gerösteten Pilzen mit Kimchi-Sauerteig-Sandwiches oder einer rauchigen Mais-Zucchini-Suppe aufeinander. Viele Gerichte kommen mit nur einer Pfanne aus und stehen im Handumdrehen auf dem Tisch. Mit zahlreichen Vorschlägen für Alternativen oder Ergänzungen zu den Zutaten der durchdachten Rezepte und einer Liste unverzichtbarer Vorratsprodukte ist das Buch ein unschätzbares Grundlagenwerk der nachhaltigen, ballast- und nährstoffreichen Aromaküche für jeden Tag.

12

3/2026

Ballaststoff Power

MAKA Magic

Hugh Fearnley-Whittingstall

Katrin Wondra & Max Hauf

at-verlag.ch

brandstaetterverlag.com

Modern, japanisch, anders. Willkommen bei MAKA, der Welt von Katrin und Max. Es begann als Lockdown-Experiment: Auf dem Fahrrad durch ganz Wien fanden die Ramen-Kits in Weckgläsern ihren Weg auf die Esstische. Schnell war MAKA kein Geheimtipp mehr und es folgten Pop-Ups in befreundeten Restaurants, bis die beiden schliesslich ihr eigenes MAKA-Ramen-Restaurant eröffneten. Gegessen wird, was das Herz erwärmt, ob Ramen-Suppen, die glücklich machen, Tapas wie Miso Melanzani und Korean Fried Chicken oder Mango Sticky Rice als krönender Abschluss. Inspiriert von der japanischen Küche kombinieren die beiden ihre liebsten Geschmacksrichtungen auf ganz eigene Art. Unkonventionell bringen sie zusammen, was ihnen schmeckt. MAKA Magic ist eine Sammlung von Wohlfühlgerichten und eine Einladung zum Anderssein. Mit Rezepten für alle, die einen Einstieg in die Welt der japanischen Tapas und Ramen suchen und neugierig auf mehr sind.


M A K A M a g i c , G e b ra n n t e B o h n e n , w w

s w.brand

r ve r ta e t te

com lag.

3/2026

13


Buch-Tipps

HERBSTLICHE UMARMUNG Wenn der Nebel über dem Tal liegt und der Zug der Kraniche den Herbst ankündigt, beginnt für die leidenschaftliche Gärtnerin und Köchin Theresa Baumgärtner eine ganz besondere Zeit. Es duftet nach Äpfeln und Quitten, getrockneten Kräutern und Pilzen. Nie schmeckt eine herbstliche Gemüsequiche oder ein saftiger Apfelkuchen besser als jetzt. Das Sammeln der reifen Samenstände der Blühwiese verheisst Freude und Farbe. Der Garten rund um das Hazelnut House ist für die Bestsellerautorin mit seiner Fülle an Kräutern, Gemüse, Streuobstwiesen und dem Blütenmeer ein wahrer Glücksort. «Marigold», der englische Name für Ringelblume, ist für Theresa Ausdruck dieser Pracht. Auf der Suche nach Inspiration reist sie nach England, wo das enge Band zwischen Garten und Küche Tradition hat, und beschenkt uns mit wunderbaren saisonalen Rezepten. Das Buch ist wie eine wärmende Umarmung!

Bücher zu gewinnen!

Knusprig Duftend

14

3/2026

Marigold

Brot aus aller Welt

Theresa Baumgärtner

Fulvio Marino

brandstaetterverlag.com

at-verlag.ch

Dieses Buch erzählt von der Bedeutung und Vielfalt des Brots auf den fünf Kontinenten: von nordischen Roggenbroten, die dunkel und lange haltbar sind. Von weichen, im Dampf gegarten Brötchen aus Asien. Von der Tradition der Fladenbrote im Nahen Osten. Von knusprigen französischen Baguettes und herzhaften südamerikanischen Maisfladen. Von Hirse- und Teffbroten aus Afrika und dem bekannten Sauerteigbrot aus San Francisco. Fulvio Marino nimmt uns mit auf eine einzigartige Reise um die Welt und in die Welt des Brots. Er gibt einen Überblick über 400 Brotsorten, lässt uns eintauchen in verschiedene Brotkulturen und erklärt grundlegende Techniken des Brothandwerks. Das Buch schliesst mit 70 Rezepten für herzhafte und süsse Brote, die ganz einfach im heimischen Backofen zubereitet werden können.


Advertorial

Nicht nur der spektakuläre Wandteppich oder die grosszügige Terrasse laden die Gäste ins Molino Baden zu Pizza aus dem Holzofen, Pasta «fatta in casa» oder einem Aperitivo ein, sondern auch die herzliche Gastfreundschaft.

Italianità im Herzen von Baden Benvenuti a Baden: Mitten in der Fussgängerzone an der Badstrasse 16 hat die Pizzeria Ristorante Molino ihr erstes Restaurant im Kanton Aargau eröffnet. Gäste erwartet ein Restaurant, das modernes Design mit warmem, italienischem Flair verbindet. Auf rund 280 Quadratmetern dürfen sich Gäste über einen Ort zum Ankommen, Geniessen und Zusammensitzen sowie einen neuen Treffpunkt für Italianità, frische Pasta «fatta in casa», Pizza aus dem Holzofen und genussvolle Momente freuen. Ushi Tamborriello, die aus Baden stammende Innenarchitektin, ist für das Design aller Molino Restaurants verantwortlich und verleiht auch dem Molino Baden jene gekonnte Balance aus moderner Italianità und warmer italienischer Atmosphäre. Hier treffen Murano-Glas-Lampen in Pasta-Form auf Horgenglarus-Stühle und schaffen einen Rahmen für das, was Molino im Kern ausmacht – Handwerk, Qualität und das gemeinsame Geniessen. Als zusätzliches Element findet sich ein Wandteppich der Schweizer Illustratorin und Mural Artistin Sarah Furrer im Restaurant. Zusammensitzen, geniessen, teilen Molino versteht sich in Baden nicht nur als Restaurant, sondern als Teil des urbanen Lebensraums. Ein Ort, der den Alltag bereichert, Begegnungen ermöglicht und die italienische Esskultur in all ihren Facetten spürbar macht – von der ersten Vorspeise bis zum letzten Espresso. Hinter dem neuen Standort steht das engagierte Team rund um Gérant Vitor Nunes. Mit viel Erfahrung, Herzlichkeit und Passione sorgt es dafür, dass jeder Besuch zu einem kleinen Ausflug nach Italien wird. Ob spontaner Lunch, entspanntes Dinner oder ein langer Genussabend mit Amici: Das Molino Baden ist der Treffpunkt für alle, die gutes Essen und eine warme Atmosphäre schätzen. Besondere Highlights sind der formschöne und prominent platzierte Holzofen sowie die grosszügige Terrasse mit 70 Sitzplätzen. «Für uns ist Molino ein Ort, an dem Menschen zusammen-

«Im Molino Baden schaffen wir für unsere Gäste diesen ganz bestimmten Genussort – lebendig, herzlich und geprägt von echter italienischer Gastfreundschaft.» Vitor Nunes, Gérant, Pizzeria Ristorante Molino Baden

kommen und sich willkommen fühlen», sagt Daniel Reimann, CEO der Ospena Group AG. Gérant Vitor Nunes ergänzt: «In Baden schaffen wir genau diesen Ort – lebendig, herzlich und geprägt von echter italienischer Gastfreundschaft. Wir freuen uns darauf, die Gäste damit zu begeistern.» Mit «Storie di Molino» hat die Pizzeria Ristorante Molino zudem ihre eigene Hauszeitung lanciert und nimmt die Gäste mit hinter die Kulissen der Molino-Famiglia. Dabei geht es um mehr als Kulinarik: um Herkunft, Handwerk, Qualität und die Liebe zum Detail. «Storie di Molino» lädt dazu ein, Italianità über den Restaurantbesuch hinaus zu entdecken – als kulturelles Gefühl und als Welt, in der Essen immer auch Begegnung bedeutet, und als jenes herzliche Verständnis von Gastlichkeit, das Molino seit über drei Jahrzehnten prägt. Pizzeria Ristorante Molino Baden, www.molino.ch Öffnungszeiten: So bis Do: 9 bis 23 Uhr / Fr & Sa: 9 bis 24 Uhr 3/2026

15


Cover-Story – Sven Ivanic

«Der Schweizer lebt, als ob er gestern arm gewesen wäre» Sven Ivanic ist Jurist und Comedian. Der 36-jährige Schweiz-Kroate erklärt, wie diese Bereiche zusammenpassen, wo Humor seine Grenzen hat, weshalb unsere Fussball-Liga zu den attraktivsten in Europa gehört und er verrät, wo es bei ihm auf der Bühne zum Paradigmenwechsel kam. Text: Stephan Santschi Bilder: zVg.

Sie treten am 21. November in Obersiggenthal auf. Ihre Premiere im Schulhaus Unterboden? Sven Ivanic: Im Schulhaus ist es eine Premiere, aber Obersiggenthal kenne ich. Vor acht, neun Jahren, also ganz am Anfang meiner Comedy-Karriere, nahm ich dort an einem Open Mic teil. Es war eine Bühne, auf der man Dinge ausprobieren konnte. Es war wild, chaotisch, und die Organisatoren waren mega herzlich – genau so, wie ich es mag. Ihr neues Programm heisst «Luegemer Sponti». Was können Ihre Fans erwarten? Wie im letzten Programm «Stilbruch» werde ich nicht nur vorne stehen und etwas erzählen, sondern mit den Leuten interagieren. Ich möchte aus ihnen spannende Geschichten herausholen. Hinzu kommt etwas Musik. Sie kreiert eine Atmosphäre, die mit Worten gar nicht möglich ist. Wie finden Sie den Spagat zwischen spontan und geplant? Spontan zu sein, ist mega wichtig, allerdings brauche ich dazu eine Struktur. Ich muss wissen, was funktioniert, sonst hätte ich gegenüber dem zahlenden Publikum ein schlechtes Gewissen. Dieses solide Fundament erlaubt mir den Luxus für jene Inselchen, auf denen ich Dinge ausprobieren und vom Programm abweichen kann. Sie sind studierter Jurist und Comedian. Wie passen das Planende und das Spontane zusammen? In beiden Bereichen muss ich eloquent sein, die Sprache nutzen. Wenn in der Juristerei ein Komma falsch gesetzt oder ein Satz anders formuliert wird, verändert sich die Bedeutung ebenso wie auf der Bühne, wo die Wortreihenfolge Witze zerstört oder gut macht. Ein Anwalt bereitet viel vor, muss vor Gericht aber auch improvisieren, wenn es nicht nach Plan läuft. Den Bachelor Ihres Jura-Studiums machten Sie auf Französisch in Genf. Das hat etwas Masochistisches. Stimmt (lacht). Es war damals eine Mischung aus Abenteuerlust und

«Der Versuch, perfekt zu sein, tötet die Kreativität, also schrieb ich einfach drauflos.» Sven Ivanic

Ego – ich glaubte, alles schaffen zu können. Ich war sehr fasziniert von Sprachen, wollte aber in der Schweiz bleiben. Genf hat für mich am meisten ausländisches Flair. Den Master machte ich anschliessend jedoch in Zürich. Begann der Start in den Berufsalltag danach zeitgleich mit jenem auf der Bühne? Fast, ja. Die erste Gage als Comedian erhielt ich ein, zwei Tage nach der Diplomfeier und damit vor dem ersten Juristenlohn. Die Jobsuche dauerte noch ein paar Monate. Wie kam es zum vorübergehenden Doppelleben? Zunächst hatte ich ein schlechtes Gewissen, schliesslich hört man in den Motivationsvideos ständig, dass man voll auf eine Sache setzen sollte. Ich war aber so frech und verlangte beides vom Leben. Die Entwicklung war ganz natürlich, Comedy wurde immer mehr. Ich merkte, dass ich darin besser bin. Dass ich für meinen 100-prozentigen Einsatz mehr zurückbekomme als bei der Arbeit in der Rechtsschutzversicherung. Es hat mehr geflowt. Seit 2022 setzen Sie voll auf Comedy. Wer oder was hat Sie inspiriert? Im Skilager oder am letzten Tag vor den Ferien machten wir in der Schule Sketches und ich merkte, dass ich andere begeistern kann. Im Kinderzirkus Pippistrello war ich der Clown. Während des Jus-Studiums ging es im Fach Rhetorik darum, frei zu reden und jemanden von seinem Punkt zu überzeugen. Das lag mir, also wollte ich an ein 3/2026

17


Cover-Story – Sven Ivanic

Open Mic. Im Zug nach Genf versuchte ich, einen Witz zu schreiben. Und hatte nach dreieinhalb Stunden keinen Buchstaben auf dem Papier. Tatsächlich? Der Versuch, perfekt zu sein, tötet die Kreativität, also schrieb ich einfach drauflos. Über das, was ich sah oder fühlte. So mache ich es noch heute. Aus der ersten Fassung bleiben drei Prozent übrig, aus der nächsten wiederum. Solange bis etwas Ganzes entstanden ist. Welche Rolle spielt der Humor in Ihrer Familie? Eine grosse. Ich erinnere mich sogar, wie meine Urgrossmutter Witze erzählt hat. Gleichzeitig ist meine Familie sehr belesen und kulturaffin. Ich konnte mit meinem Vater auf MTV «Jackass» schauen, ein andermal las er mir einen Artikel aus der NZZ vor. Ist Humor für Ihre Familie auch ein Mittel, um die Flucht vor dem Jugoslawien-Krieg zu verarbeiten? Ja, sicher. Für einen Flüchtling kommt es zum Bruch in der Familiengeschichte, der ihn während seines ganzen Lebens begleitet. Humor, Selbstironie und Sarkasmus geben Kraft, halten dich positiv. Spätestens seit dem SRF-Format «Das VAR´s» ist Ihre Liebe zum Sport bekannt. Wofür interessieren Sie sich besonders? Ich spiele selber gerne Basketball. Und ich bin ein Fan der Super League, unsere Fussball-Liga ist eine der geilsten in Europa. Man weiss nie, was passiert. Heute ist Thun Meister, morgen vielleicht Lugano. Es gibt keine Dynastien wie mit den Bayern in Deutschland oder weltfremde Verhältnisse wie in England. Sie sind 1,96 Meter gross. Welche Sportkarriere verpassen Sie gerade? (lacht). Ich habe NLB-Basketball gespielt. Ich war mega ambitioniert und hatte als Kind den Traum vom Profisport. Ich haderte etwas damit, dass ich es nicht geschafft habe. Heute ist Basketball für mich ein toller Ausgleich, bei dem ich auch neue Menschen kennenlerne. Eines Ihrer Steckenpferde ist die Migra-Comedy, Humor zum Thema Ausländer und Schweizer. Im neuen Programm mache ich dazu etwas weniger, irgendwann hat man darüber genug erzählt. Das Thema ist sehr breitgetreten, Jokes sollten nicht 20-mal wiederholt werden. Es ist sehr wertvoll, verschiedene Perspektiven einzunehmen, allerdings sollte es etwas sein, das noch nicht so bekannt ist. Mein Kollege Fabian Volkart, der in Altstet-

«Heute kann ich jeden nur ermutigen, nicht nach einem Drehbuch zu leben, das andere für dich geschrieben haben.» Sven Ivanic

ten aufgewachsen ist, erzählt beispielsweise, wie er seine Schulzeit als einziger Schweizer in der Klasse erlebt hat. Genial. Wo liegt in der Migra-Comedy die Grenze? Es soll selbstironisch, aber nicht gemein oder respektlos sein. Wenn ich Dinge erzähle, die wahr sind, muss der Witz umso lustiger sein. Man soll mit einem guten Gewissen darüber lachen können. An die heiklen Themen wie Religion oder Politik traue ich mich aber nicht heran, dafür fühle ich mich noch nicht bereit. Wer sitzt bei Ihnen im Publikum? Sind es, um den Fussballer Stephan Lichtsteiner zu zitieren, «richtige Schweizer» oder die «anderen Schweizer»? (lacht). Es kommt darauf an, wo die Show stattfindet. Grundsätzlich sind es mehr Schweizer, weil sie es sich gewohnt sind, ins Theater zu gehen. Wenn dich nie jemand dorthin mitgenommen hat, ist eine Hemmschwelle vorhanden und es entsteht eine Selektion. Auch ich kannte zum Beispiel das Tabourettli in Basel früher nicht. Allerdings kommen auch immer mehr Schweizer mit Migrationshintergrund. Das freut mich sehr. Das beeinflusst meine Comedy. Inwiefern? Vor der Premiere mache ich jeweils Testshows. Täte ich dies immer vor der gleichen Art Publikum, würde es nur über ein Genre lachen, und ich müsste alle anderen Witze streichen. Wechseln sich die Zuschauer jedoch ab, prägt mich das sehr. Was ist typisch kroatisch an Ihnen? Was schweizerisch? Wie in der Schweiz unterscheiden sich auch in Kroatien die Menschen, jene im Süden sind anders als jene im Norden. Schweizerisch an mir ist wohl das Bodenständige, das Bescheidene, während das Verspielte, die Gastfreundschaft und die Eigenschaft, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, eher kroatisch sind.

Anzeige

3/2026

19


Cover-Story

«Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine lustige Erinnerung daran, wie scheisse es gelaufen ist.» Sven Ivanic

System ist etwas weniger vorhanden und man ist sich gewohnt, vieles selber machen zu müssen, damit es funktioniert. Das prägt auch den Humor. Wie schafften Sie es, nicht mehr einem bestimmten Bild entsprechen zu wollen? Das kommt mit dem Alter. Als Teenager identifiziert man sich sehr damit, woher man kommt. Es gibt ungeschriebene Gesetze wie: Ein Ausländer fährt nicht Ski oder Skateboard. Später bin ich rebellisch geworden. Ich hatte keine Lust, etwas zu verpassen, nur weil man im sprichwörtlichen Dorf über mich reden würde. Heute kann ich jeden nur ermutigen, nicht nach einem Drehbuch zu leben, das andere für dich geschrieben haben.

Was finden Sie jeweils eigenartig? Wenn ich laut denken müsste, würde ich sagen: Der Schweizer lebt, als ob er gestern arm gewesen wäre. Selbst wenn er genug Geld auf dem Konto hat, überlegt er sich, ob er ein vier Franken billigeres Abo kaufen soll. Der Kroate benimmt sich derweil so, als ob er gestern auf Erdöl gestossen wäre. Er geniesst den Moment. Das macht durchaus Sinn, im Balkan weiss man oft nicht, wie das Leben in drei Monaten aussieht. Und worin unterscheidet sich der Humor? Wie in der Schweiz unterscheidet er sich auch in Kroatien zwischen Stadt und Land. Die Kroaten sind aber bestimmt zynischer und drücken sich manchmal vulgärer aus als es gemeint ist. Das Vertrauen ins

Wie hat sich Ihre Comedy entwickelt? Früher dachte ich: Nur Stand-up ist cool. Mitte 20 war ich für einen Auftritt in den Bergen der Surselva, dort interessierte sich keiner für einen Zürcher mit Migrationshintergrund. Also habe ich mit der Gitarre improvisiert. Es kam zum Paradigmenwechsel. Es geht nicht darum, dass ich mich cool fühle, sondern darum, eine geile Stimmung zu machen und mich anzupassen. Seither interagiere ich auch mit dem Publikum und mache Musik. Wie soll Ihre Zukunft aussehen? Ich wünsche mir, dass weiterhin immer mehr Leute in meine Shows kommen und den Podcast «da & dunne» anhören. Alles, was jetzt läuft, soll noch etwas besser werden. Übrigens: Wenn jemand Bock hat, sich auf der Bühne auszuprobieren, findet er dienstags in der Stubä Comedy in Zürich eine Plattform. Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine lustige Erinnerung daran, wie scheisse es gelaufen ist (lacht).

Anzeigen

COIFFURE LA BIOSTHETIQUE TEAM NIGG

www.mb-w.ch Winernstr. 4 • 5430 Wettingen • 056 430 10 30 20

3/2026

Antoniusstr. 2 5430 Wettingen Tel. 056 426 82 60 nigg04@bluewin.ch coiffeur-team-nigg.ch


Sven Ivanic

Zwischen Paragraph und Pointe Sven Ivanic kam als Sohn kroatisch-serbischer Eltern in Zagreb zur Welt. Als er einjährig war, flüchtete seine Familie vor dem Jugoslawien-Krieg in den Kanton Zürich. Ivanic wuchs im Säuliamt auf, absolvierte ein JuraStudium, arbeitete ein Jahr am Zürcher Bezirksgericht und fünf Jahre bei einer Rechtsschutzversicherung, bevor er sich Ende 2022 als Comedian selbstständig machte. Neben seiner Tour und dem Engagement bei SRF entwickelte er mit seinem Comedy-Kollegen Jozo Brica den Podcast «da & dunne». Richtig lanciert hat er seine Karriere in Arosa, wo er im Jahr 2017 am Humorfestival den Newcomer-Award gewann. Diese Ehrung bezeichnet der heute 36-jährige Schweiz-Kroate als Ritterschlag, aber nicht als Durchbruch: «Es läuft immer besser, aber den Moment, nach dem alles anders war, gab es in meiner Karriere noch nicht.» Nach JUSländer (2019) und Stilbruch (2023) geht Ivanic bald mit seinem dritten Programm «Luegemer Sponti» auf Tournee. Weitere Infos und Tourdaten unter www.sven-ivanic.ch

Anzeige

CHLAUSSÄCKE VON HERZEN GEFÜLLT FREUDE DIE ANKOMMT! Die arwo Chlaussäcke entstehen von Hand, in mehreren Arbeitsschritten. Im Nähatelier wird die Jute oder Baumwolle zugeschnitten und genäht, in der Siebdruckerei das Sujet aufgedruckt, im Industrieatelier werden die Säckli gefüllt und mit einem roten Bändeli verschlossen.

HAND

MADE

Von Menschen mit Beeinträchtigung mit viel Sorgfalt gefertigt. Geschenk & Genuss Atelier Badenerstrasse 11, 5442 Fislisbach Öffnungszeiten Montag – Freitag: 8 – 12 Uhr | 13 – 17 Uhr Jetzt online bestellen www.arwoshop.ch

arwo Stiftung Wettingen 056 437 48 48 | admin@arwo.ch | www.arwo.ch

3/2026

21


Gemeinde Wettingen

Wettingen feiert: «Lueg ine»! Das Klosterjahr 2027 im Kanton Aargau lädt dazu ein, in eine faszinierende Welt einzutauchen, die unsere Region über Jahrhunderte geprägt hat. Anlass sind zwei bedeutende Gründungsjubiläen: 1000 Jahre Kloster Muri, 800 Jahre Kloster Wettingen. Diese Klöster waren ein Hort der Religion, der Bildung, des Wissens, der Macht; sie haben unsere westliche Kultur entscheidend mitgeprägt – und sollen es in vielerlei Art und Weise auch noch lange tun. Mit einer von Januar bis Dezember 2027 gebotenen «Perlenkette» an Veranstaltungen, Projekten, Ausstellungen, Aufführungen und kirchlichen Anlässen will Wettingen sein Kloster der Bevölkerung und allen Interessierten aus nah und fern näherbringen. Am 21. Januar 2027 erscheint dazu ein ausführliches Programm in Form der «Klosterwelle». Ganz nach dem vom Kanton geschaffenen Motto «Lueg ine». Text: Philippe Rey Bild: Michel Jaussi / Aargau Tourismus AG

Klosterlandschaft Aargau ist kulturelles Erbe Rund zwanzig Klöster, Chorherrenstifte und Ritterordensniederlassungen prägten über Jahrhunderte die historischen Entwicklungen, die Gesellschaft und die Landschaft auf dem heutigen Kantonsgebiet. Der Kanton Aargau feiert im Jahr 2027 das kantonale Themenjahr «Klosterjahr 2027» anlässlich der grossen Jubiläen der beiden bedeutenden Klöster, Kloster Muri (1000 Jahre) und Wettingen (800 Jahre). Die Aargauer Klöster sind regional, kantonal sowie gesamtschweizerisch als Orte des Glaubens, aber auch der Macht und des Wissens von Bedeutung. Mit ihrem ausgedehnten Grundbesitz waren sie über Jahrhunderte bedeutende Wirtschaftsfaktoren für die Region und teils weit darüber hinaus. Über ihre Besitzungen, Herrschaftsrechte und seelsorgerischen Tätigkeiten wirkten die Klöster in unzählige Gemeinden und Städte des heutigen Kantons Aargau hinein. Nachdem der Grosse Rat die Aufnahme von Novizen verboten und die Klosterschulen aufgehoben hatte, stellte er 1835 die Klöster vollständig unter staatliche Verwaltung. Im Jahr 1841 erfolgte die Aufhebung aller Aargauer Klöster. Dieser Moment markiert eine tiefgreifende Zäsur in der Geschichte des noch jungen Kantons Aargau. Trotzdem sind die Klöster bis heute als Zentren der Kultur, Bildung und Spiritualität bedeutsam, sei es als aktive Klöster oder als öffentliche Institutionen und Organisationen in umgenutzten Klosterräumlichkeiten. Die Klosteranlagen zählen zu den wichtigsten Baudenkmälern im Kanton Aargau, die

22

3/2026

1841 wurde im Grossen Rat in Aarau die Auflösung der Aargauer Klöster beschlossen. Die Wettinger Zisterzienser fanden in Mehrerau bei Bregenz (A) eine neue Heimat.

unter kantonalem und teils nationalem Denkmalschutz stehen. Daher ist die Klosterlandschaft Aargau ein wichtiges Kulturerbe. Anlässlich des kantonal orchestrierten «Klosterjahrs 2027» werden die Geschichte und die kulturelle Bedeutung der Aargauer Klöster gewürdigt und einem breiten Publikum zielgruppengerecht vermittelt. Neben Erwachsenen und Kulturtouristinnen und -touristen werden gezielt auch Familien, Jugendliche, Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Gruppen wie Schulklassen, Vereine und Unternehmen angesprochen. Für das Jahr 2027 ist seitens des Kantons zudem ein quartalsweise erscheinendes Magazin vorgesehen, in dem auch alle Anlässe der Standortgemeinden redaktionell aufbereitet und vorgestellt werden.


Klosterjahr 2027

Das 1227 gegründete Zisterzienserkloster Wettingen hat eine bewegende Geschichte hinter sich und feiert 2027 das 800-Jahre-Jubiläum.

Gründung des Klosters Wettingen Das zisterziensische Kloster Wettingen wurde 1227 von Heinrich II. von Rapperswil gestiftet. Eine Legende will, dass er in Seenot Maria, die Mutter Gottes, um Hilfe anrief und ihr bei Rettung ein Kloster versprach. Der Sturm legte sich. Am Himmel erschien ein heller Stern (Stella Maris), den Heinrich als Zeichen der Mutter Gottes deutete. Nach dem Kauf der Liegenschaft der Herren von Dillingen, der Zustimmung des zisterziensischen Generalkapitels und des Bischofs von Konstanz erfolgte die Gründung. Wie üblich wurde ein Mutterkloster gesucht, welches einige Mönche ins neue Kloster sandte. So kamen die ersten zwölf Mönche aus dem Zisterzienserkloster Salem bei Überlingen nach Wettingen. Sie begannen 1227 mit dem Bau der Klosteranlage. Heute befindet sich darin die Kantonsschule Wettingen. Nachdem das Kloster 1507 einem verheerenden Brand fast vollständig zum Opfer fiel, war das klösterliche Leben durch die Reformation 1529 schon wieder in Gefahr. Die meisten Mönche traten zum neuen Glauben über und heirateten. Bis sie jedoch finanziell selbständig sein konnten, lebten sie

Das 1227 gegründete Zisterzienserkloster Wettingen zelebriert 2027 ein Jubiläumsjahr mit verschiedensten Events, Konzerten, Publikationen und Projekten. weiterhin im Kloster. Ein monastisches Leben in Stille und im Glauben war nicht mehr möglich. Kaum hatten die katholischen Mönche «ihr» Kloster zurück, wurden sie von einer weiteren Pestwelle erfasst. Peter Schmid wurde 1594 zum Abt des Klosters Wettingen gewählt. Er trat an, um dem Kloster wieder zur Blüte zu verhelfen. Viele neue Gebäude entstanden. Er setzte aber auch neue Regeln auf, um das klösterliche Leben wieder in die Gemeinschaft zu bringen. Eine gute Ausbildung der Mönche war für ihn sehr wichtig. Für die Einnahmen sorgten nach 1651

3/2026

23


Gemeinde Wettingen

Das Jubiläumslogo: Die Meerjungfrau wird im Kloster Wettingen teils mit Beinen, teils mit zwei Fischen dargestellt.

die beiden römischen Katakombenheiligen Getulius und Marianus. Dieser Kauf brachte Pilger nach Wettingen und mit ihnen auch Spenden in Form von Geld. Noch heute zeugen die mitten in der Altstadt von Zürich stehenden «Wettinger Häuser» von diesem grossen Reichtum. 1841 wurde im Grossen Rat in Aarau die Auflösung der Aargauer Klöster beschlossen. Die Wettinger Mönche hatten 48 Stunden Zeit, um ihr Heim zu verlassen. 13 Jahre dauerte es, bis die Wettinger Zisterzienser in Mehrerau bei Bregenz (A) eine neue Heimat finden konnten. Sie leben bis heute dort. In Wettingen zog 1843 das Lehrerseminar ein, seit 1976 ist das Kloster eine Kantonsschule.

24

Eine «Perlenkette» mit kulturellen, pädagogischen, soziokulturellen, theatralischen, aber auch sportlichen, religiösen und interdisziplinären Anlässen soll im Jubiläumsjahr 2027 ein möglichst grosses Publikum erreichen.

Wettingen plant Festjahr für alle Das 1227 gegründete Zisterzienserkloster Wettingen zelebriert darum im Jahr 2027 ein Jubiläumsjahr mit verschiedensten Events, Konzerten, Publikationen und Projekten. Statt das krampfhaft Belehrende zu präsentieren, hat das OK Ideen gesammelt und bietet eine Entdeckungsreise in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft einer Institution, die acht Jahrhunderte überdauert hat.

einzigen Anlass nicht gerecht werden könne. Vielmehr sollte mit einem Strauss von Aktivitäten und Projekten einem breiten Publikum gezeigt werden, dass das Kloster Wettingen nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart grossen Einfluss auf Glauben, Macht und Wissen hatte und bis heute von grosser Bedeutung ist. Und dass dieser Einfluss auch für die Zukunft wichtig ist.

Im September 2025 erteilte der Wettinger Einwohnerrat dem Gemeinderat einen offiziellen Auftrag, das Klosterjubiläum 2027 würdig zu zelebrieren und damit ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Dafür wurde ein bescheidenes Budget bewilligt, verbunden mit dem Auftrag, eine entsprechende Organisation vorzunehmen. Dem einige Tage später gegründeten OK unter dem Präsidium von Philippe Rey war zwar bewusst, dass der Zeit- und Finanzdruck engste Rahmenbedingungen setzen würde. Aber es galt auch, hohen Erwartungen an das Zelebrieren von immerhin 800 Jahren Geschichte zu genügen. Dem OK wurde rasch bewusst, dass dem Klosterjubiläum mit einem

In der für Wettingen typischen pragmatischen Vorgehensweise wird von Januar bis Dezember 2027 eine «Perlenkette» mit verschiedenen Projekten geboten, mit kulturellen, pädagogischen, soziokulturellen, theatralischen, aber auch sportlichen, religiösen und interdisziplinären Aspekten, die insgesamt ein möglichst grosses Publikum erreichen sollen. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit und der bescheidenen Ressourcen verfolgt das Organisationskomitee mit dem Klosterjubiläum insgesamt ein klares Ziel: Haltung zu zeigen, das Bewusstsein für Geschichte und Gegenwart zu fördern und stärken sowie unser kulturelles Erbe zu feiern – mit einem ganzjährigen Fest für alle.

3/2026


Vandalismus

Wenn kleiner Schaden grossen Aufwand verursacht Vandalismus im öffentlichen Raum ist mehr als ein Ärgernis. Hinter einem zerstörten Spielgerät, einer demolierten Statue oder beschädigten Infrastruktur stehen nicht nur Reparaturarbeiten, sondern es entsteht zusätzlicher Aufwand für die Gemeinde – und damit für die Allgemeinheit. Text: Corine Lüthi Bild: Gemeinde Wettingen

Es ist ein normaler Nachmittag. Kinder spielen auf dem Schulareal, Familien nutzen die Parkanlage. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Etwas wurde beschädigt. Ein Seil an einem Spielgerät ist zerstört, ein Ping-Pong-Tisch beschädigt oder eine öffentliche Einrichtung demoliert. Für die Bevölkerung ist das ärgerlich. Und für die Gemeinde beginnt damit eine Kette von Arbeiten: Der Schaden muss beurteilt, die Sicherheit geprüft und die Reparatur organisiert werden. Je nach Schaden braucht es Material, Ersatzteile oder eine Fachfirma. Vandalismus hat viele Gesichter Im ersten Halbjahr 2026 wurden zahlreiche öffentliche Einrichtungen mutwillig beschädigt. Betroffen waren unter anderem Schulanlagen, Kindergärten, öffentliche WC-Anlagen, Grillstellen und Parkanlagen. Die Schäden reichen von zerstörten Spiel- und Sportgeräten über Sprayereien und Brandbeschädigungen bis hin zu einem mutwillig zerstörten Baum. Einen Überblick finden Sie in der separaten Box. Sicherheit geht vor Beschädigte Spielgeräte oder Einrichtungen können zur Gefahr werden. Ist eine sichere Nutzung nicht mehr gewährleistet, muss eine Anlage möglicherweise vorübergehend gesperrt werden. Deshalb müssen bestimmte Schäden kurzfristig behoben werden. Was man nicht sieht: Die Arbeit dahinter Der Werkhof beurteilt Beschädigungen, organisiert Material und Reparaturen und koordiniert bei Bedarf externe Fachfirmen. Muss eine mutwillige Beschädigung dringend behoben werden, wird häufig eine andere Arbeit verschoben. Zeit, Personal und Material, die für die Behebung solcher Beschädigungen eingesetzt werden, stehen für andere Aufgaben nicht gleichzeitig zur Verfügung. Mehr Schäden bedeuten nicht automatisch mehr Personal oder ein grösseres Budget. Die zusätzlichen Einsätze müssen mit den vorhandenen Ressourcen bewältigt werden. Besonders belastend sind Wiederholungsschäden: Eine Einrichtung wird repariert – und kurze Zeit später wieder beschädigt. Das verursacht zusätzlichen Aufwand und erschwert die Arbeitsplanung. Öffentliche Anlagen gehören allen Ein Spielplatz, eine Parkanlage, eine Grillstelle oder eine öffentliche WC-Anlage steht der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Wer eine solche Einrichtung mutwillig beschädigt, beeinträchtigt deshalb nicht nur die Gemeinde, sondern alle, die sie nutzen möchten. Vandalismus verursacht mehr als einen sichtbaren Schaden. Er bindet Ressourcen, verursacht organisatorischen Aufwand und kann die Nutzung des

Ein Baum in Wettingen, der mutwillig demoliert wurde.

öffentlichen Raums beeinträchtigen. Eine Gemeinde kann Vandalismus nicht vollständig verhindern. Sie kann Beschädigungen rasch erkennen und beheben. Auch die Bevölkerung kann beitragen: Ein sorgfältiger Umgang mit öffentlichen Anlagen und eine schnelle Meldung von Schäden helfen, dass diese sicher, sauber und möglichst lange nutzbar bleiben. Was wir gemeinsam sorgfältig behandeln, bleibt länger für alle nutzbar.

Viele Schäden – zusätzlicher Aufwand für die Gemeinde Im ersten Halbjahr 2026 wurden zahlreiche öffentliche Anlagen mutwillig beschädigt. Betroffen waren Schulen, Kindergärten, öffentliche WC-Anlagen, Grillstellen und Parkanlagen. Die Schäden im Überblick: Schulanlagen Tischtennistische, Balanciergeräte, Seile von Spielgeräten, Metallschranken, Baumpfähle und weitere Einrichtungen zerstört oder beschädigt; zudem eine Brunnenstatue demoliert und Dachwasser-Fallstränge beschädigt. Kindergärten Sitzgelegenheiten verbrannt, Sandkastennetz, Rabattenumrandungen und Holzelemente zerstört. WC-Anlagen Wasserhähne und Spülkasten demoliert, Sprayereien, Kompotoi angezündet. Grillstellen Grillroste und Halter verbogen. Parkanlagen Baum, Pfosten, Seile und Holzelemente zerstört.

3/2026

25


Raiffeisenbank Lägern-Baregg

Anlagekompetenz der Raiffeisen nutzen und Vermögen gezielt und langfristig aufbauen Wer sein Geld anlegen möchte, steht heute vor zahlreichen Möglichkeiten. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, die persönlichen Ziele, die individuelle Risikobereitschaft und den eigenen Anlagehorizont im Blick zu behalten. Genau hier setzt die Anlagekompetenz der Raiffeisenbank Lägern-Baregg an: Mit persönlicher Beratung, fundiertem Fachwissen und Lösungen, die auf die jeweilige Lebenssituation abgestimmt werden.

Das Team der Vermögensberatung, von links: Oliver Ivljanin (Leiter Vermögens- und Vorsorgeberatung), Stephan Vogt, Jasmin Haslimeier, Bettina Van Puyenbroeck, Hanspeter Baumgartner, Stefan Meier.

Eine gute Anlageberatung beginnt nicht mit einem Produkt, sondern mit den persönlichen Bedürfnissen. Egal, ob man Vermögen aufbauen, für die Zukunft vorsorgen, eine grössere Anschaffung finanzieren oder bestehendes Vermögen langfristig erhalten und weiterentwickeln möchte: Die Beraterinnen und Berater der Raiffeisenbank verfügen alle über langjährige Erfahrung mit viel Fachwissen und nehmen sich Zeit, die individuelle Situation sowie die Ziele ihrer Kundinnen und Kunden kennenzulernen. Daraus entsteht eine Anlagestrategie, die zur persönlichen Situation, zum Anlagehorizont und zur gewünschten Risikobereitschaft passt. 26

3/2026

Fachwissen für fundierte Anlageentscheidungen Die Finanzmärkte sind komplex und verändern sich laufend. Für private Anlegerinnen und Anleger ist es deshalb nicht immer einfach, Chancen und Risiken richtig einzuschätzen. Die Anlageberatung verbindet Marktkenntnisse mit einer persönlichen Perspektive. Dabei geht es nicht darum, kurzfristigen Trends hinterherzulaufen. Vielmehr steht eine strukturierte und langfristige Planung im Vordergrund. Eine breit abgestützte Anlagestrategie kann dabei helfen, Chancen zu nutzen und Risiken sinnvoll zu verteilen.

«Je nach persönlicher Situation kann eine Kombination verschiedener Anlageklassen sinnvoll sein.» Oliver Ivljanin, Leiter Vermögens- und Vorsorgeberatung, Raiffeisenbank Lägern-Baregg

Vermögen verdient eine Strategie Wer sein Geld nicht einfach liegen lassen, sondern seine finanziellen Möglichkeiten ge-


Advertorial

zielt nutzen möchte, sollte sich frühzeitig mit dem Thema «Anlegen» auseinandersetzen. Die Anlagekompetenz der Raiffeisenbank bietet dafür eine Kombination aus persönlicher Beratung, Fachwissen, langfristiger Planung und individuellen Lösungen. Diversifikation als wichtiger Grundsatz «Nicht alles auf eine Karte zu setzen, gehört zu den grundlegenden Prinzipien einer ausgewogenen Geldanlage», meint Oliver Ivljanin, Leiter Vermögens- und Vorsorgeberatung bei der Raiffeisenbank Lägern-Baregg. Er ergänzt denn auch: «Je nach persönlicher Situation kann eine Kombination verschiedener Anlageklassen sinnvoll sein.» Gemeinsam mit der Beratung lässt sich prüfen, wie das Vermögen auf unterschiedliche Anlagen verteilt werden kann und welche Lösung zum persönlichen Risikoprofil passt. So entsteht eine Anlagestrategie, die nicht nur auf die aktuelle Situation, sondern auch auf die längerfristigen Ziele ausgerichtet ist. Persönliche Beratung – auch bei Veränderungen Lebenssituationen verändern sich. Ein Immobilienkauf, die Pensionierung, eine Erbschaft oder neue finanzielle Ziele können Auswirkungen auf die persönliche Anlagestrategie haben. Deshalb sollte eine Anlagelösung regelmässig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Die Raiffeisenbank Lägern-Baregg begleitet ihre Kundinnen und Kunden dabei persönlich und langfristig. So bleibt die Vermögensstrategie auch dann im Blick, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern. Ein weiterer Vorteil ist die persönliche Nähe. Dazu nochmals Oliver Ivljanin: «Als regional verankerte Bank mit Geschäftsstellen in Baden, Wettingen, Birmenstorf und Ehrendingen pflegen wir eine vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden.» Ein persönliches Gespräch kann der erste Schritt sein, um die eigenen Ziele zu definieren und herauszufinden, welche Anlagestrategie zur persönlichen Situation passt.

App Raiffeisen Rio nutzen und profitieren Raiffeisen hat seine digitale Vermögensverwaltung «Rio» weiterentwickelt. Neu erhalten Kundinnen und Kunden bereits ab 500 Franken eine professionelle, rein digitale Vermögensverwaltung. Das gemäss dem individuellen Risikoprofil zusammengesetzte Portfolio wird, wie bei einer klassischen Vermögensverwaltung, systematisch überwacht und optimiert. Das Kernportfolio ist neu automatisch global ausgerichtet und entsprechend breit diversifiziert. Die bisher zusätzlich zu «Global» verfügbaren Ausrichtungen «Swissness» und «Futura» bleiben als optional wählbare Fokusthemen verfügbar. Erweitertes Anlageportfolio Zudem wurde das Angebot an Fokusthemen im Bereich der alternativen Anlagen erweitert. Neu können Kundinnen und Kunden ihr Portfolio um die Bausteine Kryptowährungen, Gold und Immobilien ergänzen. Die bisherigen Fokusthemen wie «Smart Healthcare», «Robotics», «Green Energy» oder «Dividenden» bleiben bestehen. Die Fokusthemen ermöglichen es, das Kernportfolio gemäss individuellen Präferenzen um spezifische Anlagethemen zu ergänzen. Jedes Fokusthema erhält eine Gewichtung von fünf Prozent des investierten Kapitals. «Mit der Modernisierung unserer digitalen Vermögensverwaltungslösung und der neuen Möglichkeit, das eigene Spar- und Anlageverhalten zu automatisieren, optimieren wir unser Angebot für alle, die mit kleinen Beträgen gezielt Vermögen aufbauen möchten», sagt Oliver Ivljanin, Leiter Vermögens- und Vorsorgeberatung bei der Raiffeisenbank Lägern-Baregg. Das Risikomanagement basiert auf der Parametrierung der Risiken in Abhängigkeit des gewählten Profils. Die Risikoüberwachung der Portfolios erfolgt täglich durch Raiffeisen mit Hilfe eines digitalen Risikomanagement- und Risikoüberwachungssystems. Eine ständige Überwachung des Portfolios, Re-Balancing sowie eine FINMA-zertifizierte Lösung sind garantiert. Zusätzlich erfolgt ein Risikomanagement innerhalb der ausgewählten Anlageprodukte. Einfacher Eröffnungsprozess für Raiffeisen-Kunden Sie haben bereits einen Raiffeisen E-Banking-Account? Super, denn damit können Sie direkt starten: 1. App herunterladen 2. Mit Ihrer bestehenden Raiffeisen E-Banking-Vertragsnummer und Passwort einloggen 3. Fragen zum Risikoprofil beantworten 4. Anlagebetrag festlegen und investieren

Ihre Bank in Baden – Birmenstorf – Ehrendingen – Wettingen Raiffeisenbank Lägern-Baregg www.raiffeisen.ch/laegern-baregg Telefon 056 437 47 47

3/2026

27


Familie

IM KINDERDORF PESTALOZZI Papa Moll übernimmt einen neuen Auftrag: Im neuen Band der beliebten Schweizer Kinderbuchreihe reist er mit seiner Familie ins Kinderdorf Pestalozzi nach Trogen. «Papa Moll im Kinderdorf» ist in Kooperation mit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi entstanden, welche dieses Jahr das 80-jährige Bestehen feiert.

Wie mit Stress umgehen? «Wie mit Stress umgehen» ist Erzählung, Ratgeber, Tagebuch und Protokoll gleichzeitig. Der Musiker Stress, der Andres Andrekson heisst, schreibt über die Bewältigung seines Kindheitstraumas, seiner Depression, die ihn ans Bett fesselte, und die Zeit, als ihm in Indonesien endlich das Gras ausging. Seine Ex-Frau Melanie Winiger, sein Produzent, sein Manager und seine Mutter Siiri erzählen ihre eigene Version derselben Jahre. Sie widersprechen sich, das gehört dazu. Mit Stress umzugehen, ist nicht immer einfach. Andres Andrekson: Wie mit Stress umgehen 34 CHF oder 49 CHF (+ How To Heal, Download neues Album)

Als Papa Moll den Auftrag erhält, vorübergehend als Hausmeister im Kinderdorf Pestalozzi einzuspringen, macht sich gleich die ganze Familie auf den Weg nach Trogen. Dort warten nicht nur zahlreiche handwerkliche Aufgaben, sondern auch viele neue Begegnungen und unerwartete Erlebnisse auf die Molls. Und wie so oft meint Papa Moll es besonders gut und sorgt gerade damit für einige Turbulenzen. Ganz nebenbei erfahren die kleinen und grossen Leserinnen und Leser, wofür das Kinderdorf Pestalozzi steht, wer dort arbeitet und was Kinder und Jugendliche im Kinderdorf erleben und lernen können. Die Geschichte verbindet Wissen über die Arbeit des Kinderdorfes mit den gewohnt abwechslungsreichen und humorvollen Abenteuern der Familie Moll. Erzählt wird sie wie immer in Reimform. «Das Kinderdorf Pestalozzi und Papa Moll begleiten seit Jahrzehnten Generationen von Kindern in der Schweiz. Umso mehr freuen wir uns, diese beiden Schweizer Institutionen zum 80-jährigen Bestehen des Kinderdorfes in einer gemeinsamen Geschichte zusammenzubringen», sagt Globi-Verlegerin Gisela Klinkenberg. Weitere Infos unter globi.ch/ueber-papa-moll

28

3/2026

ÜBUNGEN FÜR MEHR RUHE UND BALANCE Stress abschütteln – den Körper wieder in Balance bringen Stellen Sie sich mit den Füssen etwa hüftbreit hin und beugen Sie die Knie leicht. Beginnen Sie, locker Ihre Hände und Arme auszuschütteln, anschliessend die Beine. Nach etwa einer Minute darf die Bewegung den ganzen Körper erfassen. Wippen Sie sanft in den Knien und lockern Sie auch Schultern und Oberkörper. Nach rund zwei Minuten kommen Sie langsam zur Ruhe und nehmen sich mit geschlossenen Augen einen Moment Zeit, um bewusst nachzuspüren. Ruhig atmen – den Kopf klären Setzen Sie sich entspannt hin. Atmen Sie vier Sekunden lang langsam durch die Nase ein, halten Sie den Atem vier Sekunden, atmen Sie anschliessend vier Sekunden lang durch den Mund aus und halten Sie den Atem erneut vier Sekunden. Wiederholen Sie diese Abfolge etwa fünfmal. Diese Atemtechnik wird als Box-Atmung bezeichnet. Sanft klopfen – Anspannung loslassen Die Übung kann auch wirken, wenn die Meridianpunkte nicht exakt getroffen werden. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was Sie momentan beschäftigt, atmen Sie ruhig und klopfen Sie nacheinander jeweils fünf- bis achtmal sanft mit zwei Fingern auf den Scheitel des Kopfes, den inneren Ansatz der Augenbraue, deren äusseres Ende, die Mitte des Knochens unter dem Auge, die Vertiefung zwischen Nase und Oberlippe sowie jene zwischen Unterlippe und Kinn. Wiederholen Sie die Klopfrunde, bis Sie spürbar zur Ruhe kommen.


Wissen & Tipps

Beschwerdefreie Wechseljahre Ab 40 verändert sich für viele Frauen vieles – und sie können diese Phase aktiv mitgestalten. Die Ernährungsexpertin Susanne Liedtke und die Gynäkologin Dr. med. Christina Enzmann schreiben offen und einfühlsam darüber, was Frauen in der Lebensmitte erwartet und wie sie ihren Körper und ihre Gesundheit positiv beeinflussen können. Ein wichtiger, oft unterschätzter Faktor ist dabei die Ernährung. Das Buch vermittelt Wissen über die Veränderungen vor, während und nach den Wechseljahren und zeigt, wie eine gezielt gewählte Ernährung präventiv wirken, Beschwerden lindern und neue Energie schenken kann. Denn der hormonelle Umbau beginnt häufig bereits ab 40 und kann sich unter anderem durch Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Haarausfall, Energieverlust, Gelenkschmerzen, Herzrasen oder Hitzewallungen bemerkbar machen. Mit Checklisten, Fragebögen und praktischen Alltagstipps hilft das Buch Frauen, ihren Körper besser zu verstehen und diese Lebensphase selbstbestimmt zu gestalten. Somebody told me Susanne Liedtke und Christina Enzmann brandstaetterverlag.com Anzeige

Laternen · Geschäfte · Begegnungen · Genuss

Unterstützt durch den

Medienpartner

Samstag, 14. November 2026 15–19 Uhr Landstr. 26–Dorfstr. 20 in Wettingen

Durch Wettingen schlendern und die Vielfalt des lokalen Gewerbes entdecken. Die Schlender-Route führt am 14. November vom «Toscanini» über den Zentrumsplatz bis zur «Lägere Blueme». Sie erkennen die teilnehmenden Geschäfte an der Laterne vor der Tür. alle Pop-ups und alle besonderen Aktionen. Sammeln Sie unterwegs Stempel und gewinnen Sie eine von vielen Überraschungen des lokalen Gewerbes.

Mitschlendern und Infos:

schluerf_schlender · hgvw.ch/schluerf-26 3/2026

29


WUNDERWELT NATUR Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass die Schönheit der Natur im Chaos liegt. Doch aussergewöhnliche geometrische Beispiele (im Bild Köpfchen eines Löwenzahns) zeigen, dass ihre Vielfalt strengen Gesetzen und Prinzipien folgt. Dieses Buch enthüllt eine faszinierende Welt wiederkehrender Strukturen, Formen und Symmetrien und erklärt, wie und warum sie entstanden sind. Geordnet nach Formen verbinden die Kapitel Geometrie und Funktion und zeigen ausgewählte Beispiele wie Schneckenhäuser oder die mit Schiffsankern tätowierte Haut einer Seegurke – mit Kamera und Worten festgehalten vom renommierten Fotografen und Wissenschaftler David Maitland. Mit aussergewöhnlichen Aufnahmen und spannenden Informationen enthüllt er die Meisterwerke der Natur und die Prinzipien, die ihrer Entstehung zugrunde liegen. Die Formen der Natur David Maitland, at-verlag.ch

30

3/2026


Wissen & Tipps

«Von den Jahreszeiten treibt es der Herbst am buntesten» Willy Meurer

Reichere Klangwelt

Der Herbst lädt dazu ein, einen Gang zurückzuschalten und die Schönheit der eigenen Umgebung neu zu entdecken. Ob ein Spaziergang durch den raschelnden Wald, eine Wanderung hinauf zur Hochwacht, zur Baldegg oder zum Schartenfels – Bewegung an der frischen Luft schafft Abstand zum Alltag und macht den Kopf frei. Und was gibt es Schöneres, als eine Tour mit einer genussvollen Pause zu verbinden? Ein warmes Getränk, ein feines Essen und der Blick über die herbstliche Landschaft machen den Ausflug perfekt. Auch entlang der Limmat lässt sich wunderbar entschleunigen. Das fliessende Wasser und die ruhige Bewegung am Fluss schaffen Raum für neue Gedanken. Vielleicht führt der Weg bis zur Kajüte und von dort weiter zu einem gemütlichen Ausklang im Fortyseven. Der Herbst zeigt: Manchmal braucht es keine grosse Reise, um neue Energie zu tanken.

Hören ist mehr als Worte verstehen: Es ist das Lachen am Nebentisch, das Vogelzwitschern im Park, das Klirren von Gläsern beim Apéro oder die Musik auf dem Heimweg. Mit Oticon Reveal™ lanciert Demant Schweiz das weltweit erste Hörsystem mit Dual AI-Technologie. Zwei KI-Systeme arbeiten dabei gleichzeitig und in Echtzeit: Eine KI sorgt für kristallklare Sprache, die zweite bewahrt die bedeutungsvollen Geräusche der Umgebung. Dadurch können Menschen mit Hörverlust nicht nur Gespräche klarer verstehen, sondern auch eine reichere Klangwelt erleben. Gleichzeitig verbindet das diskrete, wiederaufladbare Hörsystem modernes Hören mit nahtlosem Streaming, freihändigem Telefonieren, Bluetooth® LE Audio und Auracast™ – und setzt mit der neuen Farbe Pflaume auch optisch ein selbstbewusstes Statement. Weitere Informationen unter www.oticon.ch/reveal

Anzeige

Das tapfere Schreiberlein 24. / 25. Oktober

Papier, Papyrus & Pinsel 31. Oktober / 1. November

Code & Geheimschrift 7. / 8. November

Schreibwerkstat t

3/2026

31


Tägi Wettingen

Zu den Tägi-Events

Im Tägi wird im beliebten und gemütlichen «White Socks Saloon» ab Ende Oktober wieder Fondue aufgetischt. Nach der erfolgreichen Zeltnacht im Sommer geht es schon bald aufs Eis. Ob Eisstockschiessen, Plausch-Eishockey-Match oder Pirouetten drehen, buchen Sie einen vielseitigen Teamevent im Tägi.

Vorfreude auf die kalte Jahreszeit im Tägi Wettingen Im Tägi Wettingen steht die kalte Jahreszeit mit allem, was dazu gehört, vor der Tür. Ab Ende Oktober öffnet der beliebte «White Socks Saloon» wieder seine Türen für gemütliche Fondue-Abende in geselliger Runde. Ergänzt wird das Winterangebot durch ein vielseitiges Programm auf dem Eis und stimmungsvolle, einzigartige Events. Der Hitzesommer 2026 bescherte dem Tägi eine aussergewöhnliche Badi-Saison und unvergessliche Events, wie die zweimal ausverkaufte Zeltnacht ide Badi, präsentiert von der Aargauischen Kantonalbank, oder der Bounce Circus, präsentiert von der CSS. Unvergessliche Festivals, Sommerfeste und Sportanlässe haben das Sommerprogramm abgerundet. Nun richtet sich der Blick im Freizeit-, Sport- und Eventzentrum auf die bevorstehenden kühleren Monate, in denen eine ebenso abwechslungsreiche Agenda auf die Gäste wartet. 32

3/2026

Gemütlichkeit auf der Terrasse Der «White Socks Saloon» kehrt ab dem 30. Oktober 2026 auf die Terrasse beim Treffpunkt 74 zurück und bleibt bis zum 30. Januar 2027 geöffnet. Der rustikale Western-Saloon bietet die ideale Kulisse für gesellige Abende bei Käsefondue oder Fondue Chinoise. Ob für Firmenanlässe, Vereinsausflüge oder ein feierliches Treffen im Freundeskreis – ab 20 Personen stehen individuelle Gruppenpauschalen zur Auswahl.


Advertorial

Aktiv auf und neben dem Eis Kombiniert wird der kulinarische Genuss im Saloon idealerweise mit einer Aktivität im Freien. Bevor es an den gedeckten Tisch geht, sorgen eine Partie Eisstockschiessen, ein unterhaltsames Plausch-Eishockeyspiel oder entspannte Runden auf den Schlittschuhen für Bewegung und gute Laune an der frischen Luft. Das gemeinsame Erlebnis schweisst Teams zusammen und schafft ungezwungene Gesprächsmomente. Das Eisstockschiessen kann ab 8 Personen zudem auch als Einzelanlass gebucht werden. Eiszeit ab dem 10. Oktober 2026 Ab Samstag, 10. Oktober 2026, heisst es im Tägi wieder: Ab aufs Eis! Die Eisfelder öffnen ihre Tore für die neue Saison und bieten für Gross und Klein den passenden Rahmen. Vom gemütlichen Schlittschuhlaufen unter freiem Himmel bis hin zum spontanen «Chneble». Ein besonderes Highlight für alle Wintersportfans ist das Wochenende vom 11. bis 13. Dezember 2026: Am Freitag findet der Aargauer Schlittschuhtag statt. Der Eintritt auf die Eisfelder, die Schlittschuhmiete und die Eislaufhilfen für Kinder sind den ganzen Tag kostenlos. Ermöglicht wird dies durch die Stiftung Lebensraum Aargau der Aargauischen Kantonalbank. Einem spontanen Ausflug auf die Eisbahn steht also nichts im Weg. Am Samstag findet die Eisdisco «Tägi on Ice» statt. Die Eisfelder verwandeln sich in eine Tanzfläche unter freiem Himmel. Zu mitreissenden Rhythmen drehen nachmittags Familien ihre Runden,

während abends das erwachsene Publikum das Eis übernimmt. Am Sonntag ist dann wieder vorweihnachtlicher Alltagsbetrieb für Jung und Alt auf den Tägi Eisfeldern. Programm-Highlights im Herbst und Winter Auch abseits der Eisbahn stehen im Winter stimmungsvolle Veranstaltungen auf dem Programm: Schweizermeisterschaften TV Wettingen Am 7. und 8. November 2026 verwandelt sich die Sporthalle im Tägi Wettingen in den Hexenkessel der Schweizer Turnelite. Bei den Schweizer Meisterschaften im Einzelgeräteturnen der Turnerinnen und den Gerätefinals kämpfen die besten Athletinnen und Athleten des Landes um die begehrten Meistertitel. Jahreskonzert Harmonie Wettingen Am Samstag, 21. November 2026, zeigt die Harmonie Wettingen-Kloster mit «Frequenz HWK – Blasmusik neu eingestellt», dass ihre Musik keineswegs verstaubt ist. Mit dem Unterhaltungsprofi Michel Birri wird ein Mix aus Tradition und Moderne auf die Bühne gebracht. Sauna-Event mit Müller Bräu Am Donnerstag, 3. Dezember 2026, lädt die Saunalandschaft zu einem besonderen Genussabend ein. Entspannende Saunagänge werden mit einer geführten Bier-Degustation und passenden kulinarischen Häppchen kombiniert.

Geniessen im White Socks Saloon Runde deinen unvergesslichen Team-Event oder deine Weihnachtsfeier mit einer Partie Eisstockschiessen, Plausch-Hockey oder Eislaufen ab.

Attraktive Gruppen Pauschalen

Dein Weihnachtsessen, Geschäftsanlass oder Afterwork im Tägi ab 20 Personen. Winterlicher Outdoor-Apéro, Käsefondue oder Fondue Chinoise. Dein unvergessliches Winterabenteuer im Tägi wartet auf dich.

30.10.2026 bis 30.01.2027

Buche jetzt deinen Event! events@taegi.ch 3/2026

33


34 Land Stadt 1/2025


libs

«Wir möchten Lebensunternehmer fördern» Sie ziehen Lernende an wie ein Magnet – die Industriellen Berufslehren Schweiz, kurz «libs». CEO Christian Villiger spricht über grosse Kundenversprechen, den Wandel der Jugend und er erklärt, wie die Zusammenarbeit mit Partnerfirmen funktioniert. Interview: Stephan Santschi und Katja Bopp Bild: Christian Doppler

«libs» feiert in diesem Jahr das 30-Jahr-Jubiläum. Was bietet ihr den Kunden an? Christian Villiger: Für unsere Partnerfirmen übernehmen wir alle Themen der Lernenden-Ausbildung. Beispielsweise sagt «Accelleron», dass sie nächstes Jahr eine bestimmte Menge an Polymechanikern braucht, also machen wir uns auf die Suche nach den Lernenden. Wir werben also nicht für ein Produkt, sondern für die Lehrstelle. Jedes Jahr besetzen wir gegen 400 Lehrstellen in 21 Berufen und erhalten dafür 8000 bis 10'000 Bewerbungen. Das ist eine riesige Zahl. Wie ist dies möglich? Zum einen, weil wir einen grossen Fokus auf dem Lehrstellenmarketing haben. Zum anderen geben wir unseren Partnerfirmen ein grosses Nutzerversprechen ab. 97 Prozent der jungen Menschen, die bei uns eine Lehre beginnen, werden diese auch beenden. Das ist unglaublich hoch. Halten Sie dieses Versprechen ein? Es ist tatsächlich so, die Zahlen liegen vor. In den letzten zehn Jahren belief sich die Ausfallquote im Schnitt auf 3,1 Prozent und ist damit fünf Mal besser als der sonstige Industrie-Durchschnitt, der bei 15 Prozent liegt. Aktuell stehen wir bei 4 Prozent – da läuten bei uns sofort die Alarmglocken, und wir fragen uns: Was müssen wir ändern, um das Versprechen weiterhin einzuhalten? Derweil fragen wir uns: Wie lautet euer Erfolgsrezept? Zunächst beobachten wir, wie sich der Bewerber in der Oberstufe entwickelt. Unsere Ausbildungsverantwortlichen richten sich dabei nicht nur nach dem Anforderungskatalog, sondern entwickeln auch ein Gespür für die Kandidaten. 70 Prozent der Lernenden sind im Verlauf der ersten beiden Lehrjahre komplett bei uns, die Kaufleute und Logistiker für sechs Wochen. Es herrscht eine coole CampusAtmosphäre mit wenigen Lernenden pro Berufsbildner. Zum Beispiel? Bei den Automatikern fallen zehn Lernende auf einen Berufsbildner. So entstehen kleine Teams und es ist für die Jugendlichen einfacher, als wenn sie direkt in einem Industrie-Unternehmen einsteigen müssen. Während der Grundausbildung bereiten wir sie fachlich sowie in Sozial- und Selbstkompetenzen auf die grosse Welt vor. Wir vermitteln ihnen den Spass am Lernen oder wie sie Feedbacks geben und

«Ich bin überzeugt: Die Berufslehre ist in der Ausbildung weiterhin der Königsweg.» Christian Villiger, Geschäftsführer der libs

annehmen können. Danach sollen sie in der Berufswelt bestehen und ihren Weg gehen können. Wir möchten Lebensunternehmer fördern. Wie sehen die Ausbildungen inhaltlich aus? Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation definiert, was zum Beispiel ein Elektroniker am Ende der Lehre können muss. Wir sorgen dafür, dass der junge Mensch diese Anforderungen erfüllen kann. Daneben richten wir ein Auge auf seine Resilienz. Jeder Berufsbildner macht auch einen Erste-Hilfe-Kurs für psychische Gesundheit. Je früher Probleme erkannt werden, desto weniger können sie sich akzentuieren. Und am Ende der Grundausbildung…? … bereiten wir sie in den letzten drei bis sechs Monaten konkret auf eine der insgesamt 186 Partnerfirmen vor. Was erwartet den Lernenden dort? Passt der Automatiker zum Beispiel eher in die Montage, Programmierung oder in den Service? Auch innerhalb eines Berufs gibt es schliesslich viele verschiedene Anforderungen. Ich bin überzeugt: Die Berufslehre ist und bleibt in der Ausbildung weiterhin der Königsweg. Danach ist man für alles offen. Auch für einen zweiten Bildungsweg via Berufsmatura, an einer Fachhochschule oder per Studium. Wie erleben Sie die Jugendlichen generell, wenn sie bei euch anfangen? Sie haben etwas weniger praktische Fähigkeiten als früher. Wahrscheinlich flicken sie weniger das eigene Velo oder frisieren nicht mehr das Töffli, wie wir es vielleicht noch getan haben. Auch das Lese- und Hörverständnis ist nicht besser geworden. Aber: Wie sie sich vor Leute hinstellen und präsentieren, ist fantastisch – sie treten mit einem ganz anderen Selbstverständnis auf. Was gefällt Ihnen an diesem Job am besten? Es ist toll, junge Menschen weiterzubringen. Ich selber gebe nicht viel Unterricht – ausser im Unternehmerhaus, ... 3/2026

35


libs

«Eine der wichtigsten Säulen ist die Kommunikation.» Christian Villiger, Geschäftsführer der libs

Weshalb nicht? Weil sich Lernende für ganzheitliches Denken, für das gesamte Bild interessieren sollten. So können sie später in einer Firma ihre Ideen präsentieren, wenn sie bessere Vorgehensweisen sehen. Deshalb stampften wir das Unternehmerhaus aus dem Boden. Jeder Lernende absolviert diese Ausbildung und lernt, wie man eine Produktidee vom Prototyp bis zur Lancierung entwickelt. Dafür engagieren wir CEO’s von Start-ups, wobei aus solchen Kursen auch schon neue Start-ups entstanden sind. KMU’s bleiben das Rückgrat der Wirtschaft. Christian Villiger ist Geschäftsführer der libs.

… welches Sie initiiert haben. Worum geht es dabei? Zur Erläuterung gibt es eine lustige Geschichte: Als ich in meiner ersten Woche durch eine Lehrwerkstatt ging, fragte ich einen Lernenden, was er gerade mache. Er gab mir eloquent Auskunft über den Bau von Swissair-Trolleys, über die Kosten und die Qualitätssicherung. Als ich ihn fragte, wie viel wir daran verdienen, antwortete er aber, dass er keine Ahnung habe. Sein Job sei, das Frontblech sauber zu fräsen. Das war zwar korrekt, aber nicht das, was ich hören wollte.

Welche Qualität ist dabei zentral? Eine der wichtigsten Säulen ist die Kommunikation. Deshalb lernt man bei uns neben den Office-Tools wie Word, Excel oder PowerPoint auch das richtige Telefonieren. Heute schicken sich die Menschen eher Sprachnachrichten oder schreiben E-Mails. Bei der spontanen Konfrontation am Telefon muss man zuweilen aufpassen, dass sie nicht vom Stuhl fallen. Dazu gehört Triviales, wie etwa der Name der Person am anderen Ende der Leitung. Den sollte ich auch am Ende des Gesprächs noch wissen. Dabei kommt mir eine lustige Story in den Sinn.

Anzeige

Alles ist möglich.

kaeufeler.com Spenglerei

36 Land Stadt 3/2026

Sanitär

Heizung

Service


libs

Bitte gern. Jüngst präsentierte ein amerikanischer Historiker am Industrietag sein Buch über die Stabilität des Schweizer Frankens zwischen 1748 und 2052. Aus den ersten 50 Jahren hatte er keine Zahlen, bis er im dritten Untergeschoss einer Nationalbibliothek fündig wurde. Er sagte: «Die künstliche Intelligenz kann nicht dort runter gehen, also musste ich es tun.» Das zeigt: Wer überzeugen will, muss auch ein wenig Entertainer sein. «libs» beteiligt sich auch an der Initiative Baden 4.0 zur Stärkung der Innovation. Weshalb? Vernetzung und die Förderung des Wirtschaftsstandorts Baden sind unsere Hauptziele. Das tun wir nicht nur uneigennützig. Auf dieser Plattform können wir uns in einem kreativen Umfeld mit aktuellen und potenziellen Partnern über die Lernendenausbildung austauschen, das ist mega wertvoll. Baden 4.0 wächst zunehmend. Und «libs»? Stösst ihr neben den Kantonen Aargau, Zürich und St. Gallen in neue Gebiete vor? Wir haben die Zentralschweiz und Bern genauer untersucht. Wenn wir einen neuen Standort aufbauen, brauchen wir dort zuerst eine grosse Partnerfirma, um einzusteigen – mit 20 KMU’s zu starten, ist sehr kompliziert. Doch in diesen Regionen haben wir den grossen Partner noch nicht gefunden.

libs auf einen Blick 1300 Lernende, 186 Partnerfirmen, 120 Mitarbeiter, 21 Berufe und 97 Prozent Abschlussquote: Das sind die Zahlen von «libs», Industrielle Berufslehren Schweiz; mit Standorten in Baden, Zürich, Heerbrugg und Rapperswil. Entstanden aus dem Elektrotechnik-Konzern ABB Schweiz feiert das Ausbildungsunternehmen für die Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie in diesem Jahr den 30. Geburtstag. Ausgezeichnet mit dem ESPRIX Award 2005, ist «libs» bei der Rekrutierung und Ausbildung von Lernenden in der Hightech-Branche zur Nummer eins avanciert. Die Lernenden sind bei «libs» angestellt und wechseln nach einer Grundausbildung zu einer Partnerfirma. Geschäftsführer ist Christian Villiger, der nach der Ausbildung zum Fernmelde- und Elektronikapparatemonteur in Industrie (ABB), Privatwirtschaft (Zürich Versicherung, CSC) und Verwaltung (Stadt Baden) in verschiedenen Führungspositionen amtete. Daneben leistete er beim TV Endingen, einem früheren NLA-Handball-Klub, langjährige Funktionärsarbeit als Sportchef und Präsident. Verheiratet mit Chantal ist der 58-jährige Endinger Vater von zwei Kindern. Weitere Infos unter www.libs.ch

Anzeige

IHR STIL. UNSERE BRILLEN-MARKEN. Modisch, funktional oder sportlich – wir haben Ihr Lieblings-Brillengestell. Versprochen. Ihre neue Brille ist mehr als nur eine Sehhilfe. Sie ist auch ein modisches Accessoire passend zu Ihrem persönlichen Style oder Ihr perfekter Partner beim Sport und in der Schule. Brillenfassungen haben eine Menge Jobs: Sie sollen zu Ihrem Lifestyle passen, zu Ihrer Gesichtsform, funktional sein und nicht zuletzt optimal zu den Brillengläsern passen. Lassen Sie sich inspirieren von der Vielfalt unserer Auswahl an Brillenfassungen von tollen Marken und Designern. Schwelgen Sie in Farben, Formen und Materialien mit unseren Experten, und wir sind uns sicher, wir finden Ihr Lieblings-Brillengestell.

Landstrasse 81, 5430 Wettingen Tel. +41 56 426 56 44, wettingen@vision-center.com www.zeissvisioncenter.com/wettingen

3/2026

37


Nachhaltig leben

Zwischen Wissen und Handeln Nachhaltigkeit ist mehr als Klimaschutz – sie ist eine Frage der Verantwortung. Wie gehen wir mit Ressourcen um, welche Folgen hat unser Konsum für Mensch und Natur und wie lassen sich ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen miteinander verbinden? Zwischen Wissen und tatsächlichem Handeln liegt dabei oft eine Lücke. Umso wichtiger sind Lösungen, die Nachhaltigkeit konkret und verständlich machen: von der Erforschung unsichtbarer Mikroplastikpartikel über innovative Energiespeicherung mit erneuerbarem Methanol bis zu klimafreundlichem Reisen und dem Weg von Unternehmen zu Netto-Null. Nachhaltigkeit bedeutet, Konsequenzen mitzudenken, Interessen abzuwägen und dort zu handeln, wo Veränderungen möglich sind. Denn entscheidend ist nicht nur, was machbar ist, sondern welche Folgen unser Handeln hat. Text: Katja Bopp Bilder: zVg.

«Es ist nicht schwer, das Gute zu erkennen, aber wohl, es in die Tat umzusetzen.» Konfuzius

38

3/2026

Nachhaltigkeit eine Frage der Ethik Ethik beschäftigt sich mit einer grundlegenden Frage: Was ist richtig? Sie fragt, wie Menschen handeln sollen und was als gut, gerecht und verantwortungsvoll gilt. Genau deshalb ist Nachhaltigkeit weit mehr als eine technische oder wirtschaftliche Herausforderung. Sie ist auch eine ethische Frage. Denn unser Handeln hat Folgen – für andere Menschen, für die Natur und für die Gesellschaft. Wie viele Ressourcen dürfen wir verbrauchen? Wie viel Natur dürfen wir für unseren Wohlstand verändern? Damit rückt die Frage nach Verantwortung und globaler Gerechtigkeit ins Zentrum. Ressourcen und Umweltbelastungen sollten fair verteilt werden, ohne Menschen oder Regionen auszubeuten. Gleichzeitig gilt es, ökologische, soziale und wirtschaftliche Interessen miteinander in Einklang zu bringen. In der Praxis zeigt sich jedoch ein Widerspruch: Viele Menschen wissen, was nachhaltig wäre, handeln aber nicht immer entsprechend. Zwischen ethischem Anspruch und tatsächlichem Verhalten klafft eine Lücke. Hinzu kommt, dass kurzfristiger Gewinn oder persönlicher Komfort langfristige Auswirkungen oft in den Hintergrund drängt. Nachhaltigkeit stellt deshalb nicht nur die Frage, was möglich ist, sondern auch, was wir verantworten können. Sie fordert dazu auf, Konsequenzen mitzudenken, Interessen abzuwägen und bewusste Entscheidungen zu treffen.


Wissen & Tipps

SOMMERSTROM FÜR WINTER SPEICHERN

Swisstainable Die «Grand Train Tour of Switzerland» (GTToS) kombiniert alle berühmten Panoramastrecken auf einer atemberaubenden Bahn-Rundreise und bringt die Besucher:innen bequem zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Von Gletschern zu Seen und von Bergen zu Städten: Jede Etappe der GTToS

Darum schadet Mikroplastik Mikroplastik ist winzig klein und trotzdem fast überall – im Meer, in Flüssen und sogar auf Berggipfeln. Die kleinen Plastikteilchen gelangen über Regen, Abwasser oder Müll in die Umwelt. Warum wird Mikroplastik für Meerestiere zum Problem? Und wie gelangt es sogar in unseren Körper? Forschende haben eine neue Methode entwickelt, die auch die winzigsten Partikel im Wasser findet. Mithilfe von KI werden diese erkannt und von natürlichen Stoffen unterschieden. Das Video «Was Mikroplastik überhaupt ist und warum es schadet» erklärt kindergerecht, was wir mit blossem Auge nicht sehen.

hat einen einzigartigen Charakter. Da wäre zum Beispiel die Etappe von Montreux nach Zermatt, von der Riviera am Genfersee zum Berg der Berge – dem Matterhorn. Oder etwa die Strecke St. Moritz – Lugano, aus dem ewigen Eis hinunter zu den Palmen mit UNESCO-Welterbestrecke der Rhätischen Bahn inklusive. Entdecken Sie so auf 1’280 Kilometern und 8 Etappen die Top-Erlebnisse der Wie lässt sich überschüssiger Solarstrom vom Sommer

Schweiz! Buchen Sie jetzt Ihre individuelle Zugreise durch

für den Winter speichern? Ein innovatives Energieprojekt

die schönsten Gegenden der Schweiz und berücksichtigen

der Stiftung Umwelt Arena Schweiz in Bassersdorf macht

Sie die Swisstainable-Betriebe und -Destinationen.

wichtige Fortschritte. Im Zentrum steht eine Hybridbox, die

www.myswitzerland.com

erneuerbares Methanol nutzt, um bei Bedarf wieder Wärme und Strom zu erzeugen. Das Methanol soll künftig aus der KVA Horgen stammen. Dort entsteht im Rahmen des InnosuisseFlagship-Projekts «Green Energy Hub» ein Living Lab zur Produktion von erneuerbarem Methanol. Das Engineering ist weit fortgeschritten, erste Baugruppen sind angeliefert und das Baugesuch wurde bewilligt. Parallel wird die Methanolaufbereitung optimiert. Die Umwelt Arena Schweiz begleitet das Projekt als Plattform für Innovation und macht Zukunftstechnologien bereits heute erlebbar: Die Dauerausstellung «Wohnen ohne Energiekosten» zeigt das Zusammenspiel von Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe und Methanol-Hybridbox. Ziel ist ein saisonaler Energiespeicher, der künftig zur Schliessung der Winterstromlücke beitragen könnte. Die Umwelt Arena in Spreitenbach zeigt in über 45 interaktiven Ausstellungswelten, wie nachhaltige Lösungen im Alltag umgesetzt werden können. Themen

Zum Video SRF school «Was

wie Energie, Mobilität, Ernährung, Konsum und Bauen

Mikroplastik überhaupt ist

werden gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und

und warum es schadet»

Wissenschaft vermittelt. www.umweltarena.ch

Anzeige

UNSER TRAUM :

EIN KLIMAFREUNDLICHER FINANZPLATZ. Gemeinsam für nachhaltige Investitionen. Jetzt aktiv werden: greenpeace.ch/dreampeace

3/2026

39


Nachhaltig leben

Netto-Null beginnt jetzt

NACHHALTIG HEISST ZUKUNFTSFÄHIG

Wie könnte der Weg eines Unternehmens zu Netto-Null im Jahr 2050 aussehen? Dieser Frage widmet sich myclimate im neuen Kurzfilm «Backwards – Netto-Null beginnt jetzt!». Die Geschichte wird dabei aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt: Ausgehend vom Jahr 2050 blickt der Film zurück und zeigt Schritt für Schritt, wie ein fiktives Unternehmen sein Klimaziel erreicht hat. Statt den komplexen Begriff Netto-Null wissenschaftlich zu erklären, macht

Nachhaltigkeit bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne die Fähigkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Im entsprechenden englischen Wort sustainable ist dieses Prinzip wörtlich erkennbar: to sustain im Sinne von «aushalten» bzw. «ertragen». Mit anderen Worten: Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Mass an Ressourcennutzung «dauerhaft aushalten», ohne Schaden zu nehmen. Das Prinzip wurde zuerst in der Forstwirtschaft angewendet: Im Wald ist nur so viel Holz zu schlagen, wie permanent nachwächst. «Zukunftsfähigkeit» und seit 2009 «Enkeltauglichkeit» sind Synonyme für Nachhaltigkeit.

myclimate ihn anhand einer Erfolgsgeschichte greifbar. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel zahlreicher Massnahmen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten Wirkung entfalten. Eine klare Strategie, ein konkretes Zielbild sowie die richtige Kombination aus kurz- und langfristigen Massnahmen bilden dabei die Grundlage für den Weg zur Klimaneutralität. Netto-Null ist das erklärte Ziel des Pariser Klimaabkommens, dem sich mehr als 190 Staaten völkerrechtlich verpflichtet haben. Bis spätestens Mitte des Jahrhunderts soll eine Balance zwischen menschengemachten Emissionen und deren Aufnahme durch Kohlenstoffsenken erreicht werden. Für Unternehmen bedeutet dies eine grosse Herausforderung – aber auch die Chance, heute

Kurzfilm myclimate

die entscheidenden Schritte für die Zukunft einzuleiten.

«Backwards – Netto-Null beginnt jetzt!»

Anzeige

«Z’Kloschters dunä gwinne mer in denä Imibütte ünschnä duchli Schwinbluämähung, dopnä von Schlappin giz der häll Alpärose-Imihung där bluämiger ischt.»

Kauderwelsch? Nur wenn man nicht richtig hinhört. Wir engagieren uns für eine belebte Bergwelt. berghilfe.ch

40

3/2026


HIMA Kaffeemaschinen

Kaffeemaschine kaputt? Für HIMA kein Problem. Ob Wartung, Reparatur oder technische Beratung: Die Kaffeemaschinen werden von ausgewiesenen Fachleuten repariert, damit der Kaffeegenuss wieder zelebriert werden kann. Je nach Bedarf lassen sich die Systeme individuell ausbauen und auf den jeweiligen Einsatz abstimmen.

For Coffee Lovers HIMA Kaffeemaschinen steht seit über 30 Jahren für Qualität, persönliche Beratung und fachkundigen Service. Das Familienunternehmen wird von Marco Hirt und Doris Müller in zweiter Generation geführt und begleitet Privatkunden wie Unternehmen rund um die Kaffeemaschine – vom Kauf und der individuellen Einrichtung bis zu Wartung und Reparatur. Dabei setzt HIMA auf langjährige Erfahrung, ein breites Sortiment und persönliche Lösungen. Offizielle Servicestelle für JURA Eine besondere Stärke von HIMA ist die Verbindung von Verkauf und professionellem Service. Als offizielle Servicestelle u.a. von JURA verfügt das Unternehmen über speziell geschultes und autorisiertes Fachpersonal. Ob Wartung, Reparatur oder technische Beratung: Die Kaffeemaschinen werden von ausgewiesenen Fachleuten betreut. Reparaturen werden in Rüfenach durchgeführt. Bei Bedarf stellt HIMA sogar ein geeignetes Ersatzgerät zur Verfügung. Auch beim Verkauf setzt HIMA auf eine breite Auswahl namhafter Hersteller. Neben JURA gehören unter anderem ECM, Lelit, De’Longhi, Saeco, und Melitta zum Sortiment. Neben Neugeräten werden auch Occasionsmaschinen, Zubehör und ausgewählte Kaffeebohnen angeboten. Viele Geräte können zudem für besondere Anlässe wie Familienfeiern, Veranstaltungen oder Tagungen gemietet werden. Passende Lösung für Unternehmen Auch für Unternehmen entwickelt HIMA individuelle Kaffeelösungen. Ob Büro, Werkstatt, Retail, Coffee-to-go oder grössere Einrichtungen wie Spitäler und Heime: Die

Professional-Kaffeevollautomaten von JURA eignen sich für einen täglichen Bedarf von rund 30 bis 200 Tassen.

und Wartungsservice sowie Zubehör, Kaffee und Occasionsgeräte.

Kaffeegenuss mit richtiger Beratung Auch zu Hause soll die Kaffeemaschine genau zu den eigenen Bedürfnissen passen. HIMA nimmt sich Zeit für eine persönliche Beratung, programmiert Neugeräte auf Wunsch individuell und nimmt sie direkt in Betrieb. Dazu kommen ein umfassender Reparatur-

Service

Beratung

Für Firmen und Private

www.hima.ch

Denn für HIMA ist eine Kaffeemaschine mehr als ein Haushaltsgerät: Sie ist Teil des täglichen Lebens und steht für Genuss, Geselligkeit und kleine Auszeiten. Mit persönlicher Beratung, technischem Know-how und einem umfassenden Service sorgt HIMA dafür, dass aus jeder Tasse ein Stück echter Kaffeegenuss wird.

Verkauf 056 284 22 32 5234 Rüfenach 3/2026

41


All-new SANTA FE. Plug-in Hybrid. 4×4. Bereit für das Abenteuer.

Jetzt Probe fahren. Abb.: all-new SANTA FE Plug-in 6P Vertex® Calligraphy, 186 kW/253 PS, 4×4, mit Sonderausstattung, CHF 76’900.–, inkl. MwSt. Unverbindliche Preisempfehlung, Preisänderungen vorbehalten. – * Die europäische Hyundai 5-Jahres-Werksgarantie ohne Kilometerbeschränkung gilt nur für Fahrzeuge, die ursprünglich vom Endkunden bei einem offiziellen Hyundai-Partner (in der Schweiz und dem Europäischen Wirtschaftsraum) * ** erworben wurden, entsprechend den Bedingungen im Garantiedokument. – ** Nur Hochvoltbatterie. – Abbildung: Symbolbild. Es besteht keine Haftung für Fehler und mögliche Auslassungen.

Parkgarage Baden AG, Oberrohrdorferstr. 1a, 5405 Baden-Dättwil Tel +41 56 222 94 33, parkgarage-baden.hyundai.ch

BALLETT 26.–28.02.2027

OtraDanza Ballettkompanie

ALTE REITHALLE AARAU

Asun Noales

Regie und Choreografie

Josep Vicent Chefdirigent

argovia philharmonic

Chefdirigent Josep Vicent

42

3/2026

argoviaphil.ch

Foto: © Germán Antón | Gestaltung: zeitgeist.ch

JETZT TICKETS BUCHEN


Roger Loosli Schmuck & Uhren

Die neue TAG Heuer Monaco TH20-11 gibt es mit dem edlen blauen opalisierenden Zifferblatt und dem berühmten durchbrochenen Kalbslederarmband.

Monaco – eine Ikone neu interpretiert Ikone von Steve McQueen überarbeitet: Die TAG Heuer Monaco TH20-11 verbindet das legendäre Design der 1970er-Jahre mit modernster Uhrentechnik. Mit der TAG Heuer «Monaco TH20-11» schreibt eine Legende ihre Geschichte fort. Ihr ikonisches Vorbild aus den 1970er-Jahren wurde durch Steve McQueen im Kultfilm «Le Mans» weltberühmt. Charakteristisch ist die links positionierte Krone, die schon beim Original als Erkennungsmerkmal des automatischen Chronographen diente. Das Design bleibt dem Klassiker eng verbunden, während die Technik konsequent auf die Gegenwart ausgerichtet ist. Das leichte Titangehäuse, kratzfestes Saphirglas und das hauseigene Manufaktur-Chronographenwerk vereinen in der Uhr Tradition, Innovation und höchste Präzision. Das Chronographenwerk ist durch den Saphirglasboden sichtbar und verkörpert das Streben von TAG Heuer nach Höchstleistung und technischer Exzellenz. Das Calibre TH20-11 garantiert mit

seinem beidseitigen Aufzug eine Gangreserve von 80 Stunden. Das edle blaue opalisierende Zifferblatt unterstreicht die charakteristische Optik. Ein schwarzes, durchbrochenes Kalbslederarmband – eine Hommage an die Vintage Heuer Monaco – garantiert Tragekomfort und unterstreicht den sportlichen Charakter der Uhr. Jetzt erhältlich bei Roger Loosli in Wettingen.

ROGER LOOSLI AG, LANDSTR. 84, 5430 WETTINGEN | 056 426 44 38 | LOOSLISCHMUCK.CH

3/2026

43


tize.ch

EINE STORY VON TIZE.CH: JUNG, FRECH UND DYNAMISCH

Künstliche Intelligenz und Bücher Zwischen Zensur und Digitalisierung In den USA wird derzeit über zwei verschiedene Themen rund um Bücher diskutiert: Einerseits werden immer wieder Bücher aus Schulen und Bibliotheken entfernt, andererseits kaufen KI-Unternehmen grosse Mengen alter Bücher auf, um sie für das Training künstlicher Intelligenz zu nutzen. Text: Larissa Bucher Bild: iStock

Zensur in den USA In den USA wird darüber diskutiert, welche Bücher Kindern und Jugendlichen zugänglich gemacht werden sollen. Unter Zensur versteht man die Einschränkung oder Unterdrückung von Informationen und Meinungen. Im Zusammenhang mit Büchern bedeutet dies, dass Werke aus Bibliotheken oder Schulen entfernt werden oder deren Zugang eingeschränkt wird. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Besonders häufig geht es um religiöse Ansichten, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Rassismus, Gewalt oder politische Themen. Befürworter solcher Massnahmen argumentieren, dass Kinder vor ungeeigneten Inhalten geschützt werden sollen. Kritiker sehen darin hingegen eine Gefahr für die Meinungsfreiheit und den freien Zugang zu Wissen. 44

3/2026

Die Liste der American Library Association Die Organisation veröffentlicht jährlich eine Liste mit den am häufigsten angefochtenen Büchern. Darauf finden sich häufig Werke zu Themen wie sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Rassismus oder gesellschaftliche Konflikte. Warum interessieren sich KI-Firmen für alte Bücher? Einige Unternehmen, die an künstlicher Intelligenz arbeiten, kaufen grosse Mengen gebrauchter und älterer Bücher auf. Auf den ersten Blick könnte man sich fragen, warum die Firmen nicht einfach Inhalte aus dem Internet verwenden. Der Grund ist, dass viele Internetseiten dieselben Informationen enthalten oder qualitativ unterschiedlich sind und die USA andere rechtliche Bestimmungen haben. Bücher


KI und Bücher

durchlaufen dagegen meist einen längeren Veröffentlichungsprozess mit Autorinnen, Autoren, Lektoraten und Verlagen. Dadurch gelten sie oft als qualitativ hochwertigere Datenquellen. Zudem enthalten viele ältere Bücher Wissen, Sprachformen und Informationen, die im Internet gar nicht oder nur teilweise verfügbar sind. Der SRF-Bericht über alte Bücher Im SRF-Beitrag wird beschrieben, wie Unternehmen ganze Bestände von Antiquariaten und Buchlagern aufkaufen. Die Bücher werden eingescannt, damit ihre Inhalte für das Training künstlicher Intelligenz verwendet werden können. Hinter dem Phänomen könnte ein umstrittenes Konstrukt aus dem US-amerikanischen Urheberrecht stecken. Wer digitale Texte im Netz kopiert, riskiert Schadensersatzklagen. Kaufen KI-Unternehmen die Bücher hingegen physisch und vernichten sie nach dem Einlesen, gilt dies in der Branche als Versuch, sich auf das sogenannte Fair-Use-Prinzip zu berufen. Dieses erlaubt die Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material ohne ausdrückliche Erlaubnis des Rechteinhabers – sofern sie der öffentlichen Bildung und der Anregung geistiger Produktionen dient. Anschliessend stellt sich noch die Frage, was mit den gedruckten Büchern geschieht. Warum ist das problematisch? Ein häufig genannter Kritikpunkt lautet, dass Bücher nach ihrer Digitalisierung entsorgt werden. Wie im SRF-Beitrag beschrieben wird,

sind vernichtete Bücher «nicht mehr im Umlauf». Das bedeutet, dass sie für Leserinnen und Leser, Bibliotheken oder Sammler nicht mehr verfügbar sind. Welche positiven Seiten gibt es? Künstliche Intelligenz benötigt grosse Mengen hochwertiger Daten. Bücher gelten oft als sorgfältig recherchierte und sprachlich gut ausgearbeitete Quellen. Durch die Nutzung solcher Bücher kann eine KI mit qualitativ hochwertigen Informationen trainiert werden. Dadurch könnten die Systeme präzisere Antworten liefern und auf Wissen zugreifen, das im Internet nur schwer zu finden ist. Zudem bleibt der Inhalt eines Buches nach dem Einscannen digital erhalten. Selbst wenn ein gedrucktes Exemplar selten geworden ist, können die Informationen weiterhin genutzt werden. Fazit Obwohl es sich um zwei unterschiedliche Entwicklungen handelt, zeigen sowohl die Diskussion über Zensur als auch jene über die Digitalisierung von Büchern, wie wichtig Bücher für unsere Gesellschaft sind. In den USA wird darüber gestritten, welche Inhalte zugänglich sein sollen und wie mit Büchern umgegangen werden darf. Gleichzeitig eröffnet die künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten, Wissen zu speichern und zu nutzen. Die Herausforderung besteht darin, einen Weg zu finden, der sowohl den Zugang zu Wissen ermöglicht als auch den Wert von Büchern als Kulturgut respektiert.

Anzeigen

Neue Fassade?

Ski, Board, Langlauf... Ab dem 1. Oktober ist unsere WintersportVermietung geöffnet!

achts.

Bürgler m

buerglerag.ch

3/2026 Bürgler_Ins_86x125_200318.indd 3

20.03.18 07:59

45


Killer AG – Glas- und Gebäudereinigung

Mehr Sauberkeit, weniger Kosten Wenn in den Wintermonaten Räume weniger genutzt werden, ist dies der ideale Zeitpunkt für eine gründliche Reinigung im Innenbereich. Das Reinigungsunternehmen Killer AG bietet deshalb in dieser Zeit attraktive Konditionen: Auf Grundreinigungen in Innenräumen erhalten Kundinnen Winter -Aktion und Kunden bis zu 20 Prozent Rabatt auf die üblichen Konditionen. 01.11.26 01.03.27 bis zu 20 % Rabatt!

Ob stark beanspruchte Böden, Teppiche oder Sanitäranlagen – bei einer Grundreinigung geht es um mehr als die tägliche Pflege. Hartnäckige Verschmutzungen werden gezielt entfernt und Räume werden wieder hygienisch sauber. Böden und Aufenthaltsräume auffrischen Bodenbeläge sind im Alltag einer hohen Belastung ausgesetzt. Eine professionelle Grundreinigung kann dazu beitragen, hartnäckige Verschmutzungen und Ablagerungen zu entfernen und den Boden wieder gepflegt erscheinen zu lassen. Auch Teppiche können durch eine professionelle Schamponierung intensiv gereinigt und von tief sitzendem Schmutz befreit werden. Besonders geeignet ist eine Grundreinigung auch für Aufenthaltsräume, Garderoben und Duschen, die im Laufe der Zeit stark beansprucht werden, so dass diese wieder ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild erhalten.

anlagen sollten regelmässig kontrolliert und gereinigt werden. Wer wissen möchte, ob bei der eigenen Anlage Handlungsbedarf besteht, kann von einer kostenlosen Kontrolle profitieren. So lässt sich unkompliziert feststellen, ob eine Reinigung sinnvoll ist.

Jetzt Winteraktion nutzen Die Wintermonate bieten eine gute Gelegenheit, Reinigungsarbeiten in den Innenräumen nachzuholen und diese wieder gründlich Küche, WC-Anlagen und Lüftungsreinigung aufzufrischen. Mit bis zu 20 % Rabatt auf die KOMPETENZ UND VIELFALT DER In Küchen werden Arbeitsbereiche, Böden üblichen Konditionen machen wirAN die profesund weitere Flächen detailliert gereinigt. sionelle Grundreinigung besonders attraktiv. BAHNHOFSTRASSE 88 IN WETTINGEN Bei WC-Anlagen können auch hartnäckige Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und stehen Ihnen gerne für weitere Informationen, Verschmutzungen und Ablagerungen gezielt eine persönliche Beratung oder ein individuelentfernt werden. Nicht nur sichtbare Flächen les Angebot zur Verfügung. verdienen Aufmerksamkeit, auch LüftungsAnzeige

KOMPETENZ UND VIELFALT AN DER BAHNHOFSTRASSE 88 IN WETTINGEN

Killer AG: +41 56 210 28 80 info@killer-tiptop.ch www.killer-tiptop.ch

Kompetenz und Vielfalt an der Bahnhofstrasse 88 in Wettingen

BURGLER INVEST

AG

WETTINGEN

46

3/2026


Sport Forum Aargau

Robin Gemperle, Ronja Hofstetter und Pascal Jenny (von links) sprechen über Leistung, Druck und Weiterentwicklung am SPORT Forum Aargau in Wettingen.

Wenn Leistung mehr ist als Gewinn Was treibt Menschen an – jenseits von Medaillen, Zahlen und Erfolg? Und was können Sport, Wirtschaft und Gesellschaft voneinander lernen? Antworten gibt es am SPORT Forum Aargau im Tägi Wettingen. Unter dem Motto «Sport und Wirtschaft – Leidenschaft. Leistung. Lernen. – treiben unsere Gesellschaft an» bringt das Forum Persönlichkeiten zusammen, die Leistung aus unterschiedlichen Perspektiven kennen. Denn im Sport zählen neben Talent auch Ausdauer, Teamgeist, der Umgang mit Druck und Rückschlägen sowie die Bereitschaft zur Weiterentwicklung – Fähigkeiten, die ebenso in Unternehmen, Politik und im persönlichen Leben gefragt sind. Wie unterschiedlich diese Erfahrungen sein können, zeigen die Referenten des Abends. Pascal Jenny, ehemaliger Handball-Nationalspieler, ist heute Präsident des Schweizerischen Handballverbands, Vizepräsident von Swiss Olympic, Präsident von Arosa Tourismus und Unternehmer. Robin Gemperle gehört als Aargauer Ultracycling-Profi zur Weltspitze und bewältigt Rennen über Tausende Kilometer – eine Herausforderung für Körper, Kopf und Strategie. Auch Ronja Hofstetter weiss, was es heisst, neue Wege einzuschlagen. Nach Jahren im Turnen und Fussball entdeckte sie 2024 den Laufsport und verfolgt seither ambitionierte Ziele auf der

Langstrecke. Einen anderen Blick auf Leistung und persönliche Entwicklung bringt Prof. Dr. Christian M. Rutishauser ein. Der Jesuit, Theologe und Professor an der Universität Luzern beschäftigt sich mit Spiritualität, Dialog und innerer Stärke. Durch den Abend führt Yannick Ngarambe. Der Event- und Radiomoderator verbindet seine Erfahrung am Mikrofon mit seiner Leidenschaft für den Sport und kennt als ehemaliger Basketballspieler auch die Perspektive auf dem Spielfeld. Das Programm beginnt um 18 Uhr mit Einlass und Networking. Ab 18.30 Uhr folgen Referate, bevor bei der Verpflegung der persönliche Austausch im Mittelpunkt steht. Den Abschluss bilden der Aargauer Sporttalk und ein zweiter Referatsteil. Das SPORT Forum richtet sich nicht nur an Menschen aus dem Spitzensport. Willkommen sind alle, die sich für Sport, Wirtschaft und gesellschaftliche Themen interessieren, neue Perspektiven suchen oder ihr Netzwerk erweitern möchten. SPORT Forum Aargau: 22. Oktober, ab 18 Uhr, Tickets für 60 Franken (inkl. Verpflegung) gibt es unter igsportaargau.ch/sportforum

Anzeige

3/2026

47


Badventskalender

Jetzt Badventskalender bestellen! Von Schokolade über Getränke und Gebäck bis zu salzigen Überraschungen: Im Badventskalender, dem Genuss-Adventskalender der Region, sind in der Adventszeit im Dezember 24 ausgewählte Köstlichkeiten aus Baden und Umgebung zu entdecken.

Im Mittelpunkt des Badventskalenders stehen der Inhalt und seine Qualität – nicht eine aufwendige Verpackung. Gleichzeitig verbindet der Kalender regionalen Genuss mit Wertschätzung gegenüber dem regionalen Handwerk, sozialem Engagement und der Freude daran, die Vielfalt vor der eigenen Haustür neu zu entdecken. Warum ist es eigentlich so schwierig, einen Adventskalender zu finden, der persönlich ist, überrascht und gleichzeitig einen Bezug zur eigenen Region hat? Aus dieser Frage heraus entstand bei den drei Gründerinnen Melanie Eberhardt, Sandra Humbel und Lina Isenring zuerst der Aarventskalender und seit 2024 der Badventskalender. «Uns war von Anfang an wichtig, dass der Kalender nicht nur Genuss bringt, sondern auch das lokale Gewerbe sichtbarer macht und soziale Verantwortung übernimmt», sagt Mitgründerin Melanie Eberhardt. So entwickelte sich die Advents-Geschenkidee zu einer kulinarischen Entdeckungsreise durch Baden und Umgebung. Entstanden sind 24 Säckchen, gedacht für den 1. bis 24. Dezember, gefüllt mit sorgfältig ausgewählten Spezialitäten regionaler Produzentinnen und Produzenten. Die arwo Stiftung ist mit dabei Für Melanie Eberhardt und Sandra Humbel gehört die jährliche Suche nach den passenden Produkten zu den schönsten Aufgaben des Projekts. Entscheidend sind Regionalität und Qualität – und vor allem: Es muss schmecken. 2026 sind die folgenden 15 Produzentinnen und Produzenten aus Baden und Umgebung dabei: Geschenk & Genuss Atelier der arwo Stiftung, Bäckerei Spitzbueb, Bäckerei-Konditorei Frei, Chrättli, CVL Brewers, Eiseule, Fabian Rimann Chocolatier, Gewürzprofi, Imkerei Schuller, Kafi Florence, Kafi Zweisam, LägereBräu, Lindmühle, Ohne und wugu Wein & Gemüse Umbricht. Manche sind alte Bekannte, andere gehören zu den neuen Entdeckungen. Wieder dabei ist die arwo Stiftung, welche erwachsene Menschen mit Beeinträchtigung auf ihrem Weg zu einem möglichst selbstständigen und selbstbestimmten Leben begleitet. Sie bietet 120 Wohnplätze sowie 280 Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit einer IV-Rente an. Geschäftsführer Roland Meier freut sich über die erneute Zusammenarbeit: «In unserer Lebensmittelproduktion entstehen auch für den diesjährigen Badventskalender mehrere der 24 Überraschungen. Die Produkte werden gemeinsam mit Menschen mit Beeinträchtigung hergestellt. Es freut uns besonders, dass ihre Arbeit ganz selbstverständlich Teil dieser regionalen Vielfalt ist.» Ressourcenschonende Verpackung Beim Badventskalender soll das Wertvolle im Säckchen und nicht rundherum stecken. Deshalb verzichten die Initiantinnen bewusst auf eine aufwendige Verpackung und zusätzliches Füllmaterial. Alle Produkte werden ressourcenschonend und doch schlicht festlich verpackt: Für die Säckchen wird ultraleichtes, 100 % recyceltes Druckausschusspapier verwendet, und diese wiederum werden sorgfältig in eine upgecycelte 48

3/2026

Der Badventskalender kann unter www.badventskalender.ch bestellt werden. Auch das Geschenk & Genuss Atelier der arwo Stiftung (im Bild) ist dabei, dazu das Kafi Zweisam, die Imkerei Schuller, die Eiseule und viele mehr.

Weinkiste gepackt. Die Arbeiten für den Badventskalender laufen auch bei den Lernwerk Betrieben in Windisch inzwischen auf Hochtouren. Die Institution begleitet Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt und ist seit Beginn Partnerin des Projekts. Sie ist für die Verpackung aller Produkte verantwortlich. Die Teilnehmenden sind daran, die rund 7'200 Papiertüten zu nähen, diese zu stempeln und anschliessend mit den 24 Köstlichkeiten zu füllen. Ausserdem gilt es, die 300 Weinkisten – so viele entstehen für den Verkauf – mit Logo und Schleife bereit zu machen und die je 24 Säckchen darin zu verpacken. Die ersten beiden Ausgaben des Badventskalenders waren jeweils rasch ausverkauft, darum lohnt es sich, sofort über www.badventskalender.ch zu bestellen. Preis: CHF 189.–, inklusive Produktionsbeiträge für die Manufakturen und Bezahlung der Arbeit in den sozialen Betrieben. Ab dem 19. November 2026 kann der Kalender in mehreren ProjektpartnerGeschäften in Baden und Umgebung abgeholt werden. Alternativ ist ein Versand per Post möglich.


Regional einkaufen und sparen – dank CSS Coins

Lokale CSS Coin-Partner in Ihrer Nähe:

Wer bei der CSS eine Zusatzversicherung abgeschlossen hat, profitiert von einem besonderen Vorteil: den CSS Coins. Mit diesem digitalen Guthaben lassen sich alltägliche Einkäufe bezahlen – ob neue Laufschuhe, ein Wanderrucksack, das Fitnesscenter-Abo oder Produkte aus der Drogerie.

Tägi Wettingen Ein besonderer Coin-Partner in der Region: eines der grössten Freizeit-, Sport- und Eventzentren der Schweiz. Hallen- und Gartenbad, Saunalandschaft, Eisbahn, Minigolf und mehr.

Der digitale Franken mit echtem Mehrwert 1 Coin hat den Wert von 1 Franken – bezahlt werden dafür aber maximal 70 Rappen, also 30 Prozent Rabatt. CSS Vereinsmitglieder sparen zusätzliche 10 Prozent. Einlösbar bei rund 1500 Partnern schweizweit – darunter auch direkt in der Region.

Weitere Partner ∞ Grieder Sport Baden ∞ Vita Drogerie Baden ∞ Dropa Drogerien ∞ BONOCLER Optik Baden ∞ ZEISS VISION CENTER Wettingen ∞ Optik Huber Würenlos ∞ Bike Zone Baden ∞ Bike Corner Würenlos ∞ Padelta Baden ∞ Schweizer Kindermuseum Baden

CSS Agentur Baden – persönlich und kompetent Vedran Zrno und sein Beraterteam stehen Kundinnen und Kunden in der CSS Agentur Baden für alle Fragen rund um den passenden Versicherungsschutz zur Verfügung. Das Angebot der CSS geht dabei weit über die Krankenversicherung hinaus: Hausrat, Gebäude, Privathaftpflicht, Reiseund Rechtsschutz sowie Lebensversicherung – massgeschneiderte Lösungen für jede Lebenslage.

Ihr Kontakt: Vedran Zrno Generalagent 058 277 37 00 vedran.zrno@css.ch Agentur Baden Mellingerstrasse 18 5400 Baden

Alle Informationen und Partner unter css-coin.ch

3/2026

49


Beauty Level

BEAUTY LEVEL Intercoiffure 20 Jahre Leidenschaft, Kompetenz und Innovation Vom Start im Shoppi Tivoli Spreitenbach im Jahr 2006 bis zum etablierten Salon in Wettingen mit wichtigen Fachbereichen neben dem klassischen Haarschnitt: Der BEAUTY LEVEL Intercoiffure feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Firmenjubiläum.

«Innovation, Weiterbildung, Nachwuchsförderung und persönliche Beratung bleiben dabei unsere zentralen Werte.» Ivana und Carlo Invernale feiern das 20-jährige Jubiläum.

Im Jahr 2006 begann die Erfolgsgeschichte von BEAUTY LEVEL Intercoiffure im Shoppi Tivoli in Spreitenbach. Nach dem Umzug nach Wettingen im Jahr 2010 hat sich das Unternehmen nun einen Namen als Coiffure-Fachgeschäft etabliert, das für Qualität, persönliche Beratung und höchste fachliche Kompetenz steht. Heute beschäftigt das Unternehmen neun Mitarbeitende, darunter zwei Lernende. Die Ausbildung und Förderung des Nachwuchses haben für das Inhaberehepaar Ivana und Carlo Invernale einen besonders hohen Stellenwert. Junge Talente werden gezielt begleitet und auf ihrem beruflichen Weg unterstützt, auch aktuell sucht BEAUTY LEVEL eine weitere Mitarbeiterin. Gleichzeitig wird auch die kontinuierliche Weiterbildung des gesamten Teams grossgeschrieben. Regelmässige Fachseminare und Weiterbildungen im In- und Ausland sorgen dafür, dass das Team stets am Puls der Zeit bleibt. Auch über den eigenen Salon hinaus engagiert sich das BEAUTY LEVEL aktiv für die Branche. Carlo Invernale ist im Vorstand des prestigeträchtigen Verbandes «Haute Coiffure Française» tätig und engagiert sich zudem aktiv bei den nationalen Verbänden Coiffure Suisse sowie Intercoiffure Suisse. Kompetenz weit über den klassischen Haarschnitt hinaus Der BEAUTY LEVEL Intercoiffure bietet heute ein vielseitiges Dienstleistungsangebot, das weit über das klassische Schneiden, Färben und Stylen 50

3/2026

Carlo Invernale

hinausgeht. Ein besonderes Fachgebiet sind Make-ups mit den Produkten von Cent Pur Cent. Diese eignen sich unter anderem für Menschen, die sich einer Chemotherapie unterziehen. Da herkömmliche Kosmetikprodukte in solchen Situationen nicht immer geeignet sind, braucht es besonders abgestimmte Produkte und eine fachkundige Beratung. Auch die professionelle Kopfhautanalyse gehört zum Angebot. Mithilfe modernster Analysetechnologie von Kérastase und L'Oréal wird die Kopfhaut mit einer speziellen K-Scan-Kamera untersucht. Dadurch können mögliche Probleme und individuelle Bedürfnisse erkannt und gezielt behandelt beziehungsweise die passende Pflege empfohlen werden. Ein weiteres Spezialgebiet ist das fachgerechte Waschen und die Betreuung nach einer Haartransplantation, dies auch in Zusammenarbeit mit der «The Gentlemen's Clinic Zürich». Gerade in dieser sensiblen Phase sind Erfahrung, Fingerspitzengefühl und speziell geschultes Personal entscheidend. Das Team von BEAUTY LEVEL verfügt über das notwendige Know-how und begleitet Kundinnen und Kunden professionell. Styling für besondere Momente Ob Hochzeit, Gala, Firmenanlass oder Bühnenauftritt – Das BEAUTY LEVEL Team sorgt für den passenden Look. Dabei nehmen zunehmend auch Männer professionelle Styling- und Grooming-Angebote in An-


20-Jahre-Jubiläum

Im lichtdurchfluteten BEAUTY LEVEL Salon an der Landstrasse 132 in Wettingen fühlt sich die vielseitige Kundschaft bestens aufgehoben.

spruch. Zum Kundenkreis gehören unter anderem Führungspersönlichkeiten, Mitglieder von Geschäftsleitungen, CEOs sowie Personen aus der Politik, die für wichtige Auftritte bestens vorbereitet sein möchten. Klare Aufgaben, gemeinsames Ziel Hinter dem Erfolg von BEAUTY LEVEL Intercoiffure steht ein eingespieltes Inhaber-Ehepaar mit klaren Verantwortlichkeiten. «Wir danken an dieser Stelle auch allen Mitarbeitenden, die uns teilweise seit den Anfängen begleiten, sowie unserer Kundschaft für ihre grosse Treue und das Vertrauen», sagt Ivana Invernale, welche als Chefin im Salon und als kreative Leiterin direkt an der Front tätig ist. Mit Leidenschaft, Kreativität und einem Gespür für Trends prägt sie die tägliche Arbeit im Salon. Ihr Ehemann Carlo Invernale kümmert sich schwerpunktmässig um Administration, Marketing, Kommunikation, Weiterbildung und Personal. Gemeinsam mit dem Team sorgen beide dafür, dass sich Kundinnen und Kunden nicht nur fachlich bestens betreut, sondern auch persönlich willkommen fühlen. «Anstelle eines Jubiläumsfestes spenden wir an ein Projekt in Afrika (asante-schweiz.ch), das mir sehr am Herzen liegt und wo ich ebenfalls mitwirke», führt Carlo Invernale aus.

Motiviert in die Zukunft Nach 20 erfolgreichen Jahren blickt der BEAUTY LEVEL Intercoiffure mit viel Motivation in die Zukunft. «Innovation, Weiterbildung, Nachwuchsförderung und persönliche Beratung bleiben dabei zentrale Werte», führt dazu Carlo Invernale aus. Und das Team soll weiterwachsen: «Bewerbungen von motivierten Fachpersonen und engagierten Nachwuchstalenten sind bei uns jederzeit herzlich willkommen». Wir freuen uns auf Sie! www.beautylevel.ch

BEAUTY LEVEL Intercoiffure Landstrasse 132 5430 Wettingen 056 427 27 27 beautylevel.ch

3/2026

51


Shoppi Tivoli

Modern stylen ohne jedem Trend zu folgen Wie wird ein Herbst-/Winterlook 2026 modern, ohne jedem Trend zu folgen? Mit den richtigen Proportionen, starken Basics und gezielten Akzenten. Fashion-Expertin Stefanie Beerle vom Shoppi Tivoli in Spreitenbach verrät ihre liebsten Styling-Tricks für mehr Stil.

Was macht einen Herbst-/Winterlook 2026 sofort modern? Mein Tipp: Nicht versuchen, den kompletten Look einem Trend anzupassen. Viel moderner wirkt es, wenn man klassische Basics mit einem aktuellen Element kombiniert. Das kann zum Beispiel ein moderner Oversize-Mantel, ein schöner Ledergürtel, eine burgunderrote Tasche oder ein Schuh mit einer etwas markanteren Form sein. 2026 geht es meiner Meinung nach sehr um gute Proportionen und bewusstes Styling. Welche drei Teile reichen aus, um einen schlichten Look in ein richtig gutes HerbstOutfit zu verwandeln? Für mich wären das: Ein guter Mantel, ein schöner Gürtel und ein besonderer Schuh. Gerade der Mantel prägt im Herbst und Winter den gesamten Look. Ein Gürtel bringt Struktur in einen eher lässigen Look und ein schöner Schuh gibt dem Ganzen den letzten Schliff. Was ist dein Trick für stilvolles Layering, ohne unförmig zu wirken? Mein wichtigster Trick ist: Nicht einfach mehrere voluminöse Teile übereinanderziehen, sondern mit unterschiedlichen Silhouetten arbeiten. Wenn der Pullover etwas weiter ist, darf die Hose beispielsweise gerader oder schmaler geschnitten sein. Oder man trägt unter einem voluminösen Mantel eher feine, körpernahe Schichten. Und eine sichtbare Schicht darf ruhig bewusst hervorblitzen – zum Beispiel ein Hemdkragen, ein T-Shirt-Saum oder ein Schal. Dadurch wirkt Layering gestylt und nicht zufällig. Welche Farbkombinationen werden wir diesen Herbst und Winter häufiger sehen? Brauntöne werden uns definitiv weiterhin begleiten. Ich liebe Schokoladenbraun mit Creme oder Bordeaux – das wirkt sofort warm und hochwertig. Auch Oliv, Grau und dunklere Rottöne lassen sich super kombinieren. Was 52

3/2026

ich persönlich empfehlen würde: Nicht immer nur innerhalb einer Farbfamilie bleiben. Gerade die Kombination aus Braun, Bordeaux und einem hellen Creme-Ton finde ich richtig schön und sehr herbstlich, ohne altmodisch zu wirken. Welches Kleidungsstück aus dem Sommer stylt man wintertauglich? Das Sommerkleid. Ich liebe es, Sommerkleider im Herbst und Winter weiterzutragen. Mit einem feinen Rollkragen darunter, einem Blazer oder einer Lederjacke darüber und Boots wird daraus sofort ein komplett neuer Look. Auch eine Strumpfhose und ein schöner Mantel machen aus einem luftigen Sommerkleid ein richtig tolles Winteroutfit. Was ist dein persönlicher «Gamechanger», wenn ein Outfit langweilig wirkt? Accessoires. Wenn ein Outfit aus Jeans und Pullover plötzlich langweilig aussieht, würde ich nicht als Erstes ein neues Oberteil kaufen. Ich würde den Look mit einem Gürtel, einer auffälligen Tasche, Schmuck, einem Schal oder einem besonderen Schuh verändern. Oft fehlt einem Outfit nicht ein neues Kleidungsstück, sondern einfach ein guter Styling-Impuls. Welche kleinen Styling-Tricks lassen ein Outfit sofort hochwertiger wirken, ohne dass man viel Geld ausgeben muss? Für mich sind es vor allem drei Dinge: Ärmel hochschieben, Kleidung bewusst in Form bringen und Schuhe/Accessoires aufeinander abstimmen. Ein Mantel, der offen getragen wird, ein leicht hochgeschobener Blazerärmel oder ein sichtbarer Gürtel können einen Look sofort interessanter machen. Und ganz wichtig: Kleidung sollte gepflegt sein und gut sitzen. Welche Herbst-/Winter-Kombination wird deiner Meinung nach unterschätzt und ver-


Interview Personal Shopping

dient definitiv mehr Aufmerksamkeit? Rock oder Kleid mit einem richtig guten, eher maskulinen Schuh. Zum Beispiel ein fliessender Midi-Rock mit einem groben Loafer oder einem markanten Stiefel und dazu ein Oversize-Strickpullover. Ich mag diesen Kontrast aus Feminin und etwas Maskulin sehr gerne. Gerade solche Gegensätze machen einen Look modern, ohne trendig zu wirken. Welche Styling-Regel darf man diese Saison ruhig einmal brechen? «Alles muss zusammenpassen.» Ich finde, ein Outfit darf ruhig ein bisschen Spannung haben. Tasche und Schuhe müssen nicht exakt dieselbe Farbe haben, Schmuck muss nicht komplett aufeinander abgestimmt sein und elegante Teile dürfen mit sehr lässigen kombiniert werden. Gerade diese kleinen Stilbrüche machen einen Look oft persönlicher.

rade Schnitte oder Oversize-Modelle. Bei der Farbe gilt: Lässt er sich mit 70 Prozent meiner Garderobe kombinieren, ist er eine gute Wahl.

Was sollten wir beim Kauf eines neuen Wintermantels beachten? Ich würde weniger auf Trends und mehr auf Schnitt, Material und Passform achten. Ein guter Mantel bietet Platz für einen Pullover und hat trotzdem eine schöne Silhouette. Zeitlos sind Wollmäntel, ge-

Wenn du unseren Leserinnen und Lesern nur einen einzigen Styling-Tipp mitgeben dürftest, welcher wäre es? Kauft nicht sofort etwas Neues – stylt zuerst das, was ihr bereits im Schrank habt, neu. Nehmt eure Lieblingsjeans, den alten Pullover oder das Kleid, das ihr

schon seit Jahren besitzt, und kombiniert es einmal völlig anders. Mit einem neuen Schuh, einem Gürtel, einem Blazer oder einer anderen Tasche kann ein bekanntes Kleidungsstück plötzlich komplett neu wirken. Ich finde, guter Stil bedeutet nicht, jede Saison einen neuen Kleiderschrank zu brauchen. Vielmehr geht es darum, zu wissen, was einem steht und wie man die eigenen Sachen immer wieder neu kombinieren kann.

Anzeige

WENN NUR NOCH DIE KLEIDER SCHRANK FLÜSTERIN HELFEN KANN.

ONAL PERSPPING SHO buchen : Jetzt rschenken e d o er vppitivoli.ch o h s

FOL LOW US

3/2026

53


Genussoasen

FÜR EINEN FUNKELNDEN JAHRESAUSKLANG. FÜR GENUSSVOLLE TEAM-MOMENTE.

LICHTERZAUBER Unter freiem Himmel vor der prachtvollen Villa Boveri, im Lichterzauber des funkelnden Weihnachtsbaumes. Kulinarisches Heisse Suppe, Brezel, hausgemachter Glühwein und Weihnachtstee Anzahl Gäste ab 8 Personen

Schon an Weihnachten gedacht? Die festliche Jahreszeit rückt mit grossen Schritten näher. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, den Teamevent oder die Weihnachtsfeier zu planen. Ein stimmungsvoller Jahresausklang in einzigartiger Atmosphäre. Vor der prachtvollen Kulisse der historischen Villa Boveri in Baden entfaltet sich ein festliches Ambiente unter freiem Himmel. Eingehüllt in das Funkeln des Weihnachtsbaumes entsteht ein Zauber, der zum Innehalten, Feiern und Wertschätzen einlädt - der perfekte Rahmen für einen Jahresabschluss als Gruppen- oder Teamevent. Stiftung Villa Boveri, Ländliweg 5, 5400 Baden | www.villaboveri.ch

Kosten CHF 25* pro Person Rahmenprogramm - unser AngebotPLUS (Kosten auf Anfrage) • Apéro oder Dessertvariationen • Apéro riche • Hausführung • Kulturelle Angebote/Gastkonzert Gerne beraten wir Sie persönlich, damit Sie stimmungsvoll geniessen können. *Preisanpassungen vorbehalten

Perspektiven für Jugendliche

Sie haben das letzte Wort.

Foto iStock

Mit einem Testament bestimmen Sie, wie Ihr Nachlass zu teilen ist. Sie können Ihre Liebsten begünstigen und jungen Menschen eine lebenswerte Zukunft hinterlassen.

54

3/2026

Testament-Ratgeber bestellen und Info: QR-Code scannen, Webseite aufrufen oder 061 338 91 36 wählen. Gerne beraten wir Sie. Kasernenhof 8 | 4058 Basel | www.terredeshommesschweiz.ch/testament


Genussoasen

Stroblhof Lake Garda - Weitblick neu definiert Hoch über dem Westufer des Gardasees, oberhalb von Gargnano, liegt ein exklusiver Rückzugsort: der neue Stroblhof Lake Garda. Das Fünf-Sterne-Resort vereint mediterranes Lebensgefühl mit modernem Luxus und dem Spirit der Südtiroler Gastgeberfamilie Pircher.

Anzeige

81 stilvolle Zimmer und Suiten mit Seeblick bieten viel Platz für Paare und Familien. Highlights sind der Adults-only Sky Pool, das Laguna Spa, ein 25 m Infinity-Pool im Naturbadeteich und der Kids Water Park mit Indoorrutsche. Yoga mit Blick auf den See, Panoramasauna, Innenpool, ganzjährig beheizte Aussenpools und feine Küche – mit italienischer Raffinesse – machen das Resort zum idealen Ort für Erholung in jeder Jahreszeit. Ein unvergessliches Erlebnis wartet diesen Oktober auf die Gäste: Star-Koch Roland Trettl kreiert ein besonderes Menü mit passender Weinbegleitung im Stroblhof Lake Garda.

Mehr Infos unter rpb.ch

www.stroblhof-gardasee.com

Herzlich willkommen im «LIMMAT RECHTS» Entdecken Sie den neuen Treffpunkt für Jung und Alt in Baden.

Ob zum Zmorge, Znüni, Zmittag, Zvieri oder zum Znacht - wir freuen uns auf Ihren Besuch. Montag - Sonntag 8.00 - 18.30 Uhr

Das Ganze leben.

3/2026

55


Tourismus. Reiseziel Schweiz

Vom Zwischenhalt zum Sehnsuchtsort Wie wurde die Schweiz vom Zwischenhalt adliger Bildungsreisender zum Sehnsuchtsort, Ferienklassiker und Selfie-Hotspot von Reisenden aus aller Welt? Die neue Ausstellung «Tourismus. Reiseziel Schweiz» im Forum Schweizer Geschichte Schwyz erzählt die Geschichte des Schweizer Tourismus von seinen Anfängen bis heute. Sie zeigt, wie Hotelpaläste, Bergbahnen und touristische Bilder das Reiseland Schweiz geprägt haben, und fragt, wohin die Reise künftig geht.

Wie reisen Touristinnen und Touristen durch die Schweiz – und wie sind wir selbst als Reisende unterwegs? Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Aspekte des Tourismus: den Aufstieg vom Zwischenhalt für Adlige auf dem Weg nach Italien bis zum eigenständigen Reiseziel sowie Fragen zu Nachhaltigkeit und zum Übertourismus. Der Rundgang ist mit einer Prise Nostalgie und vielen installativen Details gestaltet. Die Wechselausstellung bietet eine kulturhistorische Einordnung und schafft Raum, über die Zukunft des Reiselands Schweiz und aktuelle Herausforderungen wie Digitalisierung und Klimawandel nachzudenken. Check-in mit Ferienbudget Das Erlebnis beginnt am Eingang: Der Empfangsbereich präsentiert sich als Hotelrezeption. Die Gäste erhalten beim «Check-in» ein Ferienbudget in Form von Jetons, die sie an interaktiven Stationen einsetzen können – für eine Postkarte im Souvenir-Shop oder den Zugang zu einem exklusiven Selfie-Spot. Der Einstieg in die Ausstellung erfolgt über ein Werk des Künstlerduos Studer/van den Berg. Das Bergpanora56

3/2026

ma aus der Serie «Vue des Alpes» präsentiert ein makelloses, nostalgisches Ferienerlebnis abseits von Massentourismus und Lärm. Doch der Schein trügt: Das Bild entpuppt sich auf den zweiten Blick als rein digitale Konstruktion. Das führt direkt zur Kernfrage: Was ist reale Natur – und was ein sorgfältig inszeniertes touristisches Idealbild? Von hier aus beginnt für die Besucherinnen und Besucher eine «Gratwanderung», welche die Entwicklung des Ferienlandes mit all seinen Wachstumsschüben, Treibern und Zäsuren vom 18. Jahrhundert bis heute zeigt. Von der Grand Tour zur Demokratisierung des Reisens Die Ursprünge reichen bis zu den «Grand Tours» des ausgehenden 17. Jahrhunderts zurück. Junge englische Aristokraten legten auf ihrem Weg nach Italien einen Zwischenhalt in der Schweiz ein. Erst im Zuge von Aufklärung und Romantik wandelte sich die Schweiz vom Transitland zum Reiseziel. Die alpine Landschaft wurde von Künstlern und Literaten als Ort unberührter Natur und Sicherheit idealisiert. Dieses Bild prägt das touristische Selbstverständnis der Schweiz bis heute.


Ausstellung

Aufbruch in die Ferien (oben), Comet Photo AG (Zürich), vermutlich Zug, 1962. Rechts: Renate Wachsmann mit ihrem Sohn auf der Terrasse des Ferienhauses mit Blick auf den Luganersee, Foto: Paul Igor Swiridoff, Monte Brè, ca. 1965. Postkarte mit Touristen auf Rigi-Kulm mit Blick auf die Berner Hochalpen, Edition Photoglob, um 1910. Neue Verkehrsmittel setzen den Massentourismus nach dem Zweiten Weltkrieg in Gang: Reisecars, Autos und später das Flugzeug machen das Reisen schneller und günstiger. Spielerische Elemente wie dieser Selfie-Spot greifen in der Ausstellung touristische Bildwelten auf und laden zugleich dazu ein, über ihre Wirkung nachzudenken.

Boom in der Belle Époque Zwischen 1854 und 1865 prägten die «Goldenen Jahre des Alpinismus» die Entwicklung des Tourismus. Die Erstbesteigungen der Viertausender kurbelten den Bergtourismus an und brachten wirtschaftliche Impulse bis in entlegenste Täler. Dieser Boom kulminierte am Ende des 19. Jahrhunderts in der Belle Époque mit dem Bau von spektakulären Bergbahnen und luxuriösen Hotelpalästen. Die Ausstellung dokumentiert aber auch die bereits damals kritisierte «Verschandelung der Landschaft» durch die wachsende Zahl an Touristinnen und Touristen. Wohin geht die Reise? Im letzten Teil der Ausstellung rückt die Gegenwart in den Fokus: Soziale Medien prägen heute touristische Bildwelten und ersetzen den klassischen Reiseführer. Das Reiseverhalten folgt zunehmend dem Prinzip «öfter, weiter, kürzer» – mit drastischen Folgen: Themen wie selten genutzte Ferienwohnungen, das Schmelzen der Gletscher und der ökologische Fussabdruck wachsender Mobilität werden ebenso aufgegriffen wie die Frage, wie der Tourismus in Zukunft aussehen könnte. Vermittlung für alle Generationen Die Ausstellung richtet sich an ein breites Publikum – von Gross bis Klein. Während für Kinder eine spezielle Rätselspur mit Bernhardiner «Beni» entwickelt wurde, bietet das Museum massgeschneiderte Workshops für Schulen an. Für Erwachsene gibt es ein reiches Angebot an Dialogführungen mit Expertinnen und Experten. Spaziergänge in Schwyz, Brunnen und Morschach, szenische Führungen mit der Figur der englischen Reisenden Jemima Morell sowie Familienprogramme ergänzen das Angebot. So wird das Forum Schweizer Geschichte Schwyz zum Ort der Begegnung und Reflexion über ein Thema, das uns alle angeht. Ausstellung Tourismus. Reiseziel Schweiz bis 02.05.2027, Forum Schweizer Geschichte, Schwyz, Öffnungszeiten: Di–So, 10:00–17:00, www.forumschwyz.ch

3/2026

57


Grieder Sport

Geschäftsführer Philipp Strebel von Grieder Sport freut sich, seine langjährige Lauf- und Langlaufkompetenz im Geschäft und in Kursen weiterzugeben.

Laufend in Hochform mit Grieder Sport Mit der Übernahme von Grieder Sport durch Philipp Strebel und sein Team hat das Fachgeschäft in Baden nichts von seiner grossen Erfahrung und der Freude am Sport eingebüsst. Weiterhin können Sie sich bei einem Besuch auf die langjährige Lauf- und Langlaufkompetenz und das breite, qualitativ hochwertige Sortiment freuen. Grieder Sport bleibt auch unter der neuen Führung der Laufspezialist Nr. 1 auf dem Platz Baden. Eine breite Auswahl von Laufschuhen verschiedener Marken für nahezu jede Anforderung und jeden Stil, von Trailrunning-Schuhen über Spikes für die Bahn bis zu Walkingund Hallenschuhen, lässt Sie genau den Schuh finden, der zu Ihnen und Ihrem Sport passt. Gleiches gilt für die funktionale wie elegante Laufbekleidung der führenden Labels. Daneben ergänzen Running-, Wander-, Hallensport- und Velobekleidung sowie trendige Streetwear fürs ganze Jahr das breite Sortiment. Und natürlich darf zum Training auch eine passende Sportuhr der Marke Polar nicht fehlen. CSS-Zusatzversicherte können auch ihre CSS Coins zur Zahlung einlösen. Grosses Langlauf-Sortiment und Kurse Mit der passenden Langlaufausrüstung von den Ski bis zum kompletten Outfit ist Grieder Sport Baden auch im Winter Ihr kompetenter Ansprechpartner! Wer diese Saison auf die Loipe will, profitiert von noch mehr Auswahl, Erfahrung und fachkundiger Beratung, ergänzt durch ein breites Kursangebot. Als neuer Inhaber bringt Philipp Strebel seine Leidenschaft und sein langjähriges Know-how für den Langlaufsport mit ein. Zu seiner Philosophie meint Philipp Strebel: «Jede und jeder soll mit dem richtigen Material und der passenden Technik auf die Loipe gehen. Beim Material hilft die Beratung im Laden weiter, an der Technik lässt sich in unseren Langlaufkursen feilen.» Ob Einsteiger oder ambitionierte Langläuferin: Das eingespielte Team berät fachmännisch und individuell: von der passenden Ski-Länge 58

3/2026

über Schuhe und Bindung bis zur richtigen Wachspflege. Im Angebot stehen Ski, Schuhe, Stöcke und Markenbekleidung, dazu kommt ein umfassender Service: Wachsen und Pflege, Reparaturen und Montage sowie Belags-Steinschliff, damit die Ski optimal auf Schnee und Loipe vorbereitet sind. Ergänzt wird das Angebot durch Wanderschuhe und Zubehör für Schneeschuhtouren. Auch für Firmen und Vereine bleibt Grieder Sport Baden Ihr bewährter Partner im Bereich Team-Bekleidung. Im Zentrum steht dabei stets dasselbe Versprechen: umfassende Beratung und ein Service, der über den reinen Verkauf hinausgeht.

Langlaufkurse – jetzt anmelden 4.–8. Dezember 2026 «GenussSport» Langlauftage Lenzerheide 17.–20. Dezember 2026 «SportPur» Langlauftage Obergoms 9. Januar – 21. Februar 2027 Studen SZ «Richtig langlaufen» – die Tageskurse Einsteiger & Fortgeschrittene, Skating & Klassisch Details und Anmeldung: griedersport.ch/grieder-events Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag: 9 - 12.15 Uhr / 13.30 bis 18.30 Uhr / Samstag 9 bis 16 Uhr Grieder Sport Baden, Mellingerstr. 1, 5400 Baden 056 222 22 28, info@griedersport.ch


Romeo & Julia Ballett Es gibt Geschichten, die kennt man – und erlebt sie trotzdem jedes Mal neu. «Romeo & Julia» gehört dazu. In Aarau wird Shakespeares berühmteste Liebestragödie nun zu einem intensiven Gesamterlebnis aus Tanz und Musik: Sergei Prokofjews ikonische Ballettmusik, gespielt durch das argovia philharmonic, trifft auf die ausdrucksstarke Choreografie der Spanierin Asun Noales. Gemeinsam mit zwölf Tänzern der renommierten spanischen Ballettkompanie OtraDanza erzählt Noales die Geschichte zweier Menschen, deren Liebe an einem tief verwurzelten Konflikt zerbricht. Leidenschaft und Hass, Nähe und Gewalt, Hoffnung und Tod liegen dabei unmittelbar nebeneinander. Prokofjews Musik gibt diesen Gegensätzen eine unverwechselbare Klangidentität – mal zart und lyrisch, mal überwältigend und dramatisch. «Romeo & Julia» ist damit weit mehr als ein romantisches Ballett. Es ist eine Geschichte über festgefahrene Feindschaften, die zerstörerische Kraft von Hass – und die Frage, ob Liebe tatsächlich stärker sein kann als alles, was Menschen trennt. Das argovia philharmonic und die Bühne Aarau spannen zusammen und bringen das Ballett in einer einmaligen Koproduktion auf die Bühne der Alten Reithalle Aarau. Geleitet werden die drei Aufführungen durch Josep Vicent, Chefdirigent des argovia philharmonic. Wer die berühmteste Liebesgeschichte der Welt einmal nicht nur hören oder lesen, sondern mit allen Sinnen erleben möchte, ist bei dieser Ballettproduktion genau richtig. Aufführungsdaten Fr, 26. Februar 2027, 19.30 Uhr, Alte Reithalle Aarau Sa, 27. Februar 2027, 19.30 Uhr, Alte Reithalle Aarau So, 28. Februar 2027, 17.00 Uhr, Alte Reithalle Aarau Tickets: www.argoviaphil.ch | 062 834 70 00, Di-Fr 14-17 h | Aarau Info | Info Baden Tourist Office | Tourismus Rheinfelden Anzeige

3/2026

59


Events

Ausgewogen in die neue Saison 75 Jahre Kurtheater Baden! Das von der Badener Architektin Lisbeth Sachs entworfene Haus heisst seit 1952 Künstler*innen aus aller Welt willkommen. Dabei hat das Team dahinter es stets geschafft, eine gute Balance zu halten, sei es im künstlerischen, kulturellen oder finanziellen Bereich. Unter dem Motto BALANCEAKT begeht das Kurtheater seine Jubiläumsspielzeit, die in allen Sparten mit grossartigen Produktionen aufwartet. Den Anfang macht am 16. Oktober das Schauspiel BLIND von Lot Vekemans: Nach dem Tod seiner Frau lebt Richard (gespielt von Manfred Zapatka) abgeschottet in einer streng bewachten Gated Community. Nun nimmt er seine einzige Tochter Helen (Juliane Köhler) in die Pflicht, ihn zu versorgen, da er zunehmend pflegebedürftig wird. Zwischen Vater und Tochter herrschte lange Funkstille, trennt die beiden doch mehr, als sie verbindet. Nach einem technischen Defekt in Richards Haus sind die beiden gezwungen, miteinander auszuharren. «Wie sollen wir miteinander leben?», fragt die meistgespielte niederländische Dramatikerin Lot Vekemans in ihrem neuen Stück und trifft damit den Nerv der Zeit. Am 22. Oktober geht David Coria in der ersten Tanzproduktion der Saison BABEL. TORRE VIVA der Frage nach, wie wir in einer Zeit, die weitgehend von gesellschaftlicher Spaltung geprägt ist, dem entgegenwirken und uns weiterentwickeln können: Was wäre, wenn der Bau eines symbolischen Turms ein kollektiver Akt wäre – eine Gelegenheit, sich daran zu erinnern, dass Gemeinschaft noch existiert? David Coria ist eine Symbolfigur der spanischen Flamenco-Avantgarde und in unserer Region kein Unbekannter. Seine Compañía David Coria gastierte zuletzt im Dezember 2021 mit ¡FANDANGO! im Kurtheater. Zudem war er im Sommer 2025 in der Klosterkirche Königsfelden als Don José in Filipe Portugals erfolgreicher «Carmen»-Choreografie zu sehen. Die erste Oper der Saison ist am 14. November FALSTAFF, eine Schweizer Erstaufführung in der Inszenierung vom TOBS! (Theater Orchester Biel Solothurn). Shakespeares berühmter Geniesser und seine missglückten Liebesabenteuer haben viele Komponisten inspiriert, von Salieri über Nicolai bis Verdi. Eine echte Neuentdeckung ist Michael William Balfes Vertonung: Der Ire, selbst ein gefeierter Opernsänger und persönlich mit Rossini bekannt, war als Komponist äusserst erfolgreich. Das Kurtheater Baden bietet dem Publikum ein ausbalanciertes Programm, wo für alle etwas dabei ist. Den ganzen Spielplan und Tickets finden Sie unter: www.kurtheater.ch/spielplan/

Schauspiel BLIND

Tanzproduktion BABEL

Oper FALSTAFF

Anzeige

Professionelle Lüftungsreinigung für Privathaushalte, Geschäftsräume und Unternehmen.

Wir bringen frische Luft zurück in Ihre Räume. Sauber gereinigte Lüftungssysteme für mehr Komfort, Hygiene und Werterhalt. Kontakt: Markus Neckermann I 056 210 28 80 I killer-tiptop.ch

60

3/2026

sen ostenlo Jetzt k gscheck Lüftun rn! siche


Mummenschanz Abschiedstournée Seit 1972 begeistert MUMMENSCHANZ die internationale Theaterwelt und ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. Nach 55 Jahren verabschiedet sich die preisgekrönte Schweizer Formation nun mit einer letzten Tournee und dem Programm «Adieu!» von ihrem Publikum. Die Abschiedstournee ist eine Hommage an ein einzigartiges Lebenswerk und lädt noch einmal alle Generationen ein zu einer Reise voller Fantasie, Poesie und Staunen. Premiere ist am 3. Dezember 2026 in Zürich. Gegründet 1972 in Paris, steht MUMMENSCHANZ weltweit für zeitgenössisches Jetzt Tickets Maskentheater jenseits von Sprache, Kultur und Nationen. Ohne gesprochene gewinnen! Worte, ohne Musik und Bühnenbild, allein mit Masken, Körpern und schwarzem Hintergrund, erschufen die Gründer eine völlig neue Dimension der Bühnenkunst. Mit «Adieu!» geht diese aussergewöhnliche Reise nun zu Ende. Für die Abschiedstournee hat Floriana Frassetto ein Programm zusammengestellt, das Höhepunkte aus 55 Jahren MUMMENSCHANZ vereint: «Ich will unser kreatives Universum nochmals in all seinen Facetten zu den Menschen bringen und damit einen Kontrapunkt setzen zur lauten Welt ausserhalb des Theaters». Zu sehen sind beliebte und ikonische Nummern aus dem grossen Repertoire. Gewinnen Sie 2 x 2 Tickets für die Aufführung vom 03.12.2026 im Theater 11 in Zürich und 2 Tickets am 15.12.2026 im Musical Theater Basel. Jetzt QR-Code scannen oder eine E-Mail an welcome@makoli.ch senden mit Ihrer Adresse und dem Vermerk «Adieu!». Viel Glück! Weitere Infos und Tickets: www.musical.ch und www.ticketcorner.ch

Riklin & Schaub Riklin & Schaub machen aus ihren Songs kleine Gesamtkunstwerke: Lieder, die ins Auge gehen. In ihrer dritten Konzertshow verbinden die beiden Multiinstrumentalisten musikalische Comedy mit überraschenden Video-Einspielungen und verwandeln ihre Lieder in multimediale Erlebnisse. Witzig, berührend und mit einer gehörigen Portion Tiefenschärfe. Mit viel Spielfreude besingen Roman Riklin und Daniel Schaub den Kabelsalat, erklären, wie sich eine Banane am schnellsten schälen lässt, erzählen von gehäkelten Weihnachtsgeschenken der Göttikinder und von Salmonellen auf den Seychellen. Ein Selfie darf dabei natürlich nicht fehlen. Hinter dem scheinbaren Nonsens steckt ihre «Unterhaltung mit Haltung»: Alltägliche Beobachtungen werden zu pointierten Geschichten, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregen. Die beiden ehemaligen Mitglieder des Kult-Trios Heinz de Specht feierten auch als Duo grosse Erfolge. Mit «Emoji» und «Kuckuck» landeten sie virale Hits und wurden 2024 mit dem Swiss Comedy Award ausgezeichnet. Bekannt sind sie auch als Köpfe hinter dem preisgekrönten Secondhand Orchestra. Erleben Sie einen Abend voller Musik, Humor und überraschender Perspektiven. Baden: 16./17. Oktober 2026 und 4. April 2027. Wohlen: 5. November 2026 und 7. Mai 2027. Zürich: 9. - 19. Dezember 2026. Zofingen: 4. März 2027. Villmergen: 11. März 2027. Aarau: 24. April 2027. www.riklinschaub.ch 3/2026

61


Events

Stefi Huser (links) und Manuela Surateau, die Organisatorinnen des Adventsevents Schlürf & Schlender, freuen sich auf Ihren Besuch!

Schlürf & Schlender: Flaniermeile Landstrasse Bereits zum dritten Mal verwandelt sich die Landstrasse in Wettingen am 14. November für ein paar Stunden in eine Schlender-Route voller Überraschungen. Geschäfte öffnen ihre Türen länger, Pop-ups ziehen mit ein und zeigen ihre Produkte und Dienstleistungen. Degustationen, Apéros, Grilldüfte sowie die eine oder andere Überraschung laden zum Verweilen und Entdecken ein. Passend zur Jahreszeit eröffnen an diesem Samstag auch Wettingens Blumenläden ihre Adventsausstellungen: Kreative Gestecke, Adventskränze und weihnachtlicher Schmuck umrahmen Schlürf & Schlender und sorgen für vorweihnachtliche Stimmung. Die Route führt vom «Toscanini» über den Zentrumsplatz bis zur «Lägere Blueme». Laternen mit gelben Nummernsternen markieren den Weg zu den teilnehmenden Geschäften. Wer sich von Laterne zu Laterne treiben lässt, kann gleich am Wettbewerb teilnehmen: In jedem teilnehmenden Geschäft gibt es eine Stempelkarte. Auf dem Rundgang lässt sich bei jedem Nummernstern ein Stempel sammeln – und damit Geschenke aus dem lokalen Gewerbe gewinnen. «Im Vordergrund steht der Genuss: Neues entdecken, sich begegnen und tolle Gespräche führen. Eine schöne Art, Wettingen zu erleben», sagen die Organisatorinnen Stefi Huser und Manuela Surateau voller Vorfreude.

Entstanden ist Schlürf & Schlender aus einer Idee von Stefi Huser von «Stefis Sichtbar», die vor rund drei Jahren mit dem Konzept eines Genussevents an den HGV (Handels- und Gewerbeverein Wettingen-Neuenhof) herantrat – mit dem Ziel, die Vielfalt des lokalen Gewerbes zu zeigen und zu vermitteln, dass sich lokales Einkaufen lohnt. Mit der finanziellen Unterstützung des Gewerbevereins wurde daraus Realität. Organisiert wird der Anlass von Stefi Huser gemeinsam mit Manuela Surateau, Vorstandsmitglied des HGV. «Während der Organisation sehen wir uns so oft, dass wir WG-Gspöndli sein könnten», witzeln die beiden Frauen. Nehmen Sie sich am 14. November Zeit zum Schlendern und werfen Sie einen Blick in die Angebote und Vielfältigkeit des lokalen Gewerbes. Geniessen Sie die eine oder andere Schlemmerei und entdecken Sie Geschäfte, die Sie vielleicht noch nicht kannten. Wir heissen Sie herzlich willkommen zu Schlürf & Schlender! Wann: Samstag, 14. November 2026, 15 bis 19 Uhr Wo: Zwischen Landstrasse 26 und Dorfstrasse 20 in Wettingen Mehr Infos: Instagram @schluerf_schlender und www.hgvw.ch/schluerf-26

Anzeige

R ü t l i s t r a s s e 7 | 5 4 3 0 Wet t i n g e n | T E L . 05 6 4 2 6 51 4 6

w w w.r ek l a m e - f a b r i k.c h 62

3/2026


Postmodern Talking Patti Basler textet, dichtet, slammt und bringt gereimte Ungereimtheiten auf die Bühne. Philippe Kuhn spielt, singt, fabuliert und setzt Pointen musikalisch in Szene. Während Basler die Welt wortgewaltig zerlegt, liefert Kuhn den passenden Soundtrack dazu – irgendwo zwischen ironischem Pop-Zitat und virtuoser Begleitung. Beide touren ab Herbst 2026 mit ihrem vierten, abendfüllenden Programm «Postmodern Talking» durch die Schweiz. Die Welt ist ein abgedrehter Wettbewerb. Gene konkurrieren bei der Evolution. Seit der Steinzeit gab es da keine Entwicklung mehr. Unsere Triebe lieben Höhlen und stampfende Beats. Learnings konkurrieren in der persönlichen Entwicklung. Heute helfen Online-Coaches. Doch die Hits unserer Kindheit bleiben die prägendsten. Im gesellschaftlichen Wettbewerb jedoch gewinnen oft die dümmsten Ideen. Postfaktische Posts im Netz, statt Postfilialen-Netz: Die Welt scheint dem Wahnsinn verfallen. Das Comedy-Award gekrönte Duo Basler/Kuhn wehrt sich dagegen mit musikalischem Wortwitz in Hochform. Postmodern Talking - Nie wurde das Ende der Evolution lustvoller gefeiert. Premiere ist am 25. September im Kurtheater Baden. Weitere Termine und Tourneedaten: www.pattibasler.ch

Emmanuelle Castellan Das Museum Langmatt zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung der in Berlin lebenden französischen Künstlerin Emmanuelle Castellan (*1976 in Aurillac) in der Schweiz. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie im Bereich Malerei und Zeichnung, oft auch mit ortsspezifischen, malerischen Installationen. Nach einer Professur für Malerei am Institut Supérieur des Arts de Toulouse von 2012 bis 2019 unterrichtet Emmanuelle Castellan seit 2019 als Professorin für Malerei und Zeichnung an der Haute École des Arts du Rhin in Strasbourg. Ihre Malerei balanciert traumwandlerisch zwischen Figuration und Abstraktion. Personen, Gesichter, Innenräume und Vasen erscheinen skizzenhaft, zerbrechlich und durchlässig – wie in einer Traumwelt, fern unserer Alltagswirklichkeit. Ihre Werke strahlen eine bemerkenswerte, teils befreiende, teils beklemmende Stille und Einsamkeit aus. Wie hinter Schleiern entziehen sie sich der Lautstärke und rasenden Geschwindigkeit unserer Gegenwart. Die Künstlerin war im Museum Langmatt bereits in zwei Gruppenausstellungen vertreten: Langmatt, Licht, Libellen – Impressionismus gestern und heute (2016) und Liebe Grüsse (2022). In ihrer Einzelausstellung wird sie überwiegend neue Arbeiten zeigen. Zur Ausstellung erscheint eine überblicksartige Publikation mit Texten von Clara Pacquet, Kunstkritikerin und Dozentin, und Markus Stegmann, Kurator der Ausstellung.

Mi 21.10. 12.15–13.15 Uhr, Führung mit Daniela Minneboo / Do 19.11. 18.30–19.30 Uhr, Künstlerinnengespräch mit Emmanuelle Castellan und Markus Stegmann Weitere Infos unter www.langmatt.ch

Emmanuelle Castellan, «The Necklace of Shame», 2024, Öl auf Leinwand, 32 × 48 cm

3/2026

63


Events

Liebe ist alles Das Erfolgsmusical Das preisgekrönte Erfolgsmusical Romeo & Julia – Liebe ist alles von Peter Plate und Ulf Leo Sommer und der Musik von Rosenstolz geht erstmals auf grosse Tour und spielt vom 24. bis 29. November im Theater 11 in Zürich. Über 400´000 Zuschauer*innen haben sich im Berliner Theater des Westens vom Musical «Romeo & Julia – Liebe ist alles» verzaubern lassen, wo diese radikal neue, poetische und emotionale Version des berühmtesten Liebesdramas der Welt von 2023 bis 2026 für Furore sorgte. Denn: So wurde Romeo und Julia noch nie erzählt. Nie war Julia so leidenschaftlich, so furchtlos, so heute. Nie war Romeo so verletzlich. Nie war Verona so gefährlich – und so verführerisch. Die Geschichte ist bekannt: ein Maskenball in Verona, ein Blick, ein Kuss – und zwei Liebende, die sich gegen die Welt stellen müssen. Doch was Peter Plate und Ulf Leo Sommer daraus machen, ist modernes Musiktheater mit Herzschlag. Kraftvoll, sinnlich, wild, verletzlich – und mit einem Soundtrack, der berührt. Das Besondere an dieser Version des Klassikers: Gesprochen wird hier in der historischen Schlegel-Übersetzung von Shakespeares Originaltext. Die Musik? Ein Wechselspiel aus neuen Pop-Songs und emotionalen Arien – voller Sehnsucht, Tempo und Kraft. Gewinnen Sie 2 x 2 Tickets für die Vorstellung vom 24.11.2026 im Theater 11 in Zürich. Jetzt QR-Code scannen oder eine E-Mail an welcome@makoli.ch senden mit Ihrer Adresse und dem Vermerk «Romeo & Julia». Viel Glück! Weitere Infos und Tickets: www.musical.ch und www.ticketcorner.ch

Jubiläum Der BLUUS CLUB Baden feiert 35 Jahre Blues, Groove und musikalische Begegnungen mit einem besonderen Konzertprogramm. Am 29. Oktober tritt Ronny Rast (im Bild), Gewinner der diesjährigen Swiss Blues Challenge, in der Stanzerei Baden auf. Das 20-jährige Ausnahmetalent überzeugt mit stilsicherem Gitarrenspiel, ausdrucksstarkem Gesang und einer grossen Leidenschaft für die Klassiker des Blues. Gemeinsam mit seiner Band bringt er den Sound, der ihn seit seiner Kindheit begleitet, authentisch auf die Bühne. Blues und Louisiana-Flair verspricht das Konzert von Ludwig Seuss am 26. November im Nordportal. Mit 15 CDs, zahlreichen TV-Auftritten und einer hochkarätigen Allstarbesetzung zählt seine Band zu den spannendsten deutschen Blues- und Zydeco-Formationen. Seuss, Pianist, Akkordeonist und festes Mitglied der Spider Murphy Gang, sorgt für mitreissenden Sound – hier klingt es nach Louisiana. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist die Geburtstagsparty am 17. Dezember im Nordportal. Ein Abend voller Blues, Begegnungen und Überraschungen erwartet das Publikum. Wer als Hauptact auftritt, bleibt vorerst ein gut gehütetes Geheimnis. Infos und Tickets unter www.bluusclub.ch 64

3/2026


Künstliche Kreativität Was bedeutet Kreativität, wenn Maschinen mitgestalten und dabei selbst kreativ zu sein scheinen? Die Ausstellung «Künstliche Kreativität» im Aargauer Kunsthaus widmet sich ab dem 26. September 2026 der Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Kunstschaffende präsentieren Werke, die zeigen, wie KI kreative Prozesse verändert – als Werkzeug, als Teil des Schaffensprozesses oder als System mit eigenen Spielräumen. Interaktive Installationen machen Bilder, Stimmen und Räume auf neue Weise erfahrbar und laden die Besuchenden dazu ein, die Grenzen zwischen menschlicher und künstlicher Kreativität zu hinterfragen. Im Zentrum stehen Fragen nach Autorschaft, Kontrolle und Verantwortung: Wer ist Urheber eines Werkes, wenn eine Maschine daran beteiligt ist? Und wie verändert KI unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit? Die Ausstellung zeigt, dass Kreativität nicht einfach vom Menschen zur Maschine wandert. Vielmehr entsteht sie im Zusammenspiel von Menschen, Daten, technischen Systemen und kulturellen Einflüssen. «Künstliche Kreativität» macht damit einen tiefgreifenden Wandel sichtbar, der längst nicht nur die Kunst, sondern unsere gesamte Gesellschaft betrifft. Do, 01.10.26, 18.30 Podiumsgespräch: KI und Natur / Do, 22.10., 18.00 Vortrag: KI und Kreativität / Weitere Infos unter www.aargauerkunsthaus.ch

Oben: Theresa Reiwer, Lasting Generation, 2024, Videostil aus MehrkanalVideoinstallation, in Zusammenarbeit mit David Egger, HAU Hebbel am Ufer, Hauptstadtkulturfonds. Unten: Monica Studer (*1960), Christoph van den Berg (*1962), HALLUC (still #163), 2024, Screenshot aus VR-Animation.

Anzeige

GEMEINSAM MIT LIBS DURCHSTARTEN!

JETZT BEWERBEN

libs.ch

FREIE LEHRSTELLEN ALS Anlagen- & Apparatebauer/in EFZ

Anlageführer/inEFZ EFZ Automatiker/in

Automatiker/in EFZ

Elektroniker/in EFZ

Konstrukteur/in EFZ

Polymechaniker/in EFZ Und noch viele weitere...

VORTEILE MIT LIBS ALS LEHRBETRIEB Anstellungsbedingungen mit hohen Massstäben Wir bieten dir im 1. Lehrjahr 7 Wochen Ferien und du erhälst CHF 700.- für Lehrmittel.

Digitalisierung und Innovation Technik bestimmt unseren Alltag – in Zukunft immer mehr. Entsprechend breit sind die Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bei unseren über 170 Partnerfirmen.

3/2026

65


Kolumne

Simon Libsig ist Wortzauberer, Autor und Geschichtenerzähler. Neben Auftritten und journalistischen Publikationen veröffentlicht Libsig Tonträger und Bücher und tritt auch mit eigenen Produktionen im Kurtheater Baden auf.

Menschen wollen Menschen Vor ein paar Tagen traute ich meinen Augen kaum. Ich musste zweimal hinsehen. Und dann hätte ich sie am liebsten umarmt. Was für ein schönes Bild. Es tat mir einfach gut. Da schlenderten zwei Jugendliche an mir vorbei, die Kennelgasse hinunter, und beide trugen eine Angelrute. Ja. Die zwei gingen fischen. Mir ging das Herz auf. Soll das von mir aus ein neuer TikTok-Trend sein, wie mir unterdessen ein Freund erklärte. Ist mir doch egal, dann ist es für einmal wenigstens ein guter Trend. Klar werden die zwei jetzt nicht Tom-Sawyer-und-Huckleberry-Finnmässig tagelang durch die Natur streifen und sich fernab der gehetzten digitalen Welt statt mit dem WLAN wieder mit sich selber verbinden – aber ein klein wenig vielleicht doch. Mir jedenfalls gibt das Hoffnung. Ich glaube nämlich, wir haben jetzt genug. Genug vom passiven Zuschauen hinter einem Bildschirm. Genug von künstlich und fake. Genug von Highspeed und ohne Pause und immer mehr. Und vor allem haben wir genug vom Alleinsein. Ich sehe es ja überall. Quartierfeste, Fantoche, Lauftreffs, Hallo Halle, Bagno Popolare, Padelta … Menschen wollen Menschen treffen. Sie treffen sich mitten am Tag zum Tanzen oben im Schartenfels oder machen zusammen Yoga im Park der Langmatt. Sie rennen zusammen der Limmat entlang, lauschen einem 66

3/2026

Slampoeten in einem privaten Garten oder schauen, alle strickend, einen Film im Trafo Kino. Die Chrättli-Wiese, da, wo ich wohne, ist ein Magnet für junge und ältere Kicker. Das Chrättli selber hat sich von einem reinen Quartier-Lädeli zu einem Begegnungsort gewandelt. Unterdessen trifft man sich hier zu Kaffee und Kuchen, zum Mittagessen oder Apéro und kauft zwischendurch noch ein, was man braucht. Schauen Sie sich um. Bierwanderung zum Känzeli. Urban Golf. SprachCafé in der Bibliothek. Jass-Abende. Kunst über Mittag. Afterwork-LiveMusik. Streetfoodfestival. Theater. Natürlich wird die technologische Entwicklung rasant weitergehen. Wahrscheinlich noch viel rasanter, als wir uns das heute vorstellen können. Aber solange wir selber noch keine Roboter sind, wollen wir vor allem etwas. Wir wollen fühlen. Wir wollen uns und andere spüren. Wir wollen präsent sein. Und zusammen. Vielleicht hingen die beiden Fischer während des Fischens auch die ganze Zeit am Handy. Vielleicht wollten sie nur ihren Fang filmen und damit möglichst viele «Likes» kriegen. Wer weiss. Vielleicht haben sie auch gar nichts gefangen. Mich jedenfalls schon.


Abb.: Pierre-Auguste Renoir, Das Boot, um 1878, Museum Langmatt (Ausschnitt)

CÉZANNE, MONET, RENOIR – GANZ NAH

MUSEUM LANGMATT, STIFTUNG LANGMATT SIDNEY UND JENNY BROWN, RÖMERSTRASSE 30, 5401 BADEN, SCHWEIZ LANGMATT.CH


RENAULT SO VIELFÄLTIG WIE NOCH NIE

ALLE MODELLE JETZT BEI UNS PROBEFAHREN Daniel Müller AG Mellingerstrasse 200 5405 Baden-Dättwil 056 484 70 00 www.renault-mueller.ch


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook