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Diplomarbeit A PLACE UNDER THE SUN FOR EVERYONE
Planungsgrundlagen für integrative Stadtplanung und angepasste Architektur anhand der Analyse formeller und nicht-formeller Raumpraktiken in der Satellitenstadt Cosmo City, Johannesburg
ausgeführt zum Zwecke der Erlangung des akademischen Grades einer Diplom-Ingenieurin unter der Leitung von Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.sc.techn. Christian Kühn Univ.Ass. Dipl.-Ing. Dipl.-Soz. Harald Trapp E253 Institut für Architektur und Entwerfen / Abt. Gebäudelehre eingereicht an der Technischen Universität Wien Fakultät für Architektur und Raumplanung von Marlene Wagner 0026860 Tyrnauergasse 8/34 , 1100 Wien Wien, am
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CONTENT/INHALT
PAGE/SEITE
ABSTRACT / ZUSAMMENFASSUNG
4
1.0 INTRODUCTION JOHANNESBURG
7
/ VORSTELLUNG JOHANNESBURG
2.0 SURROUNDING AND SETTING OF THE COSMO CITY DEVELOPMENT
9
2.1 Introduction Spatial Patterns
9
/ LAGE UND EINBETTUNG DES ENTWICKLUNGSGEBIETES C.C. / Vorstellung Raummuster
3.0 SQUATTER CAMPS - SLUMS – INFORMAL SETTLEMENTS – NONFORMAL?
15
/ - INFORMELLE SIEDLUNGEN – NICHT-FORMELL?
3.1 Definitions and Typologies
15
/ Definitionen und Typologien
3.2 South African historical Context South Africa
3.3 Nonformal general Understanding / Nicht-formell generelles Verständnis 3.3.1 Nonformal is Normal / Nicht-formell ist normal 3.3.2 Nonformal is Universal / Nicht-formell ist universal 3.3.3 Nonformal is Here to Stay / Nicht-formell bleibt 3.3.4 Nonformal is Potential / Nicht-formell ist Potenzial
3.4 Nonformal local Understanding / Nicht-formell lokales Verständnis 3.4.1 Location / Ort 3.4.2 Form / Form
Gauteng Province
16
/ Südafrikanischer historischer Kontext
17 17 17 17 17 19
3.4.3 Infrastructure and Service / Infrastruktur und Service 3.4.4 Inhabitants / Bewohner 3.4.5 Dwellings / Behausung 3.4.6 Challenges and Voice / Herausforderungen und Stimme 3.5 Nonformal Service / Nicht-formeller Service 3.5.1 Definitions and Typologies / Definitionen und Typologien 3.5.2 South African Context / Süfafrikanischer Kontext 3.5.3 Understanding / Verständnis 3.5.4 Main Challenges / Primäre Herausforderungen
19 19 20 21 22 22 23 23 23 24 26
4.0 ADEQUATE HOUSING / ANGEMESSEN WOHNEN
29
4.1 Definitions and Laws / Definitionen und Gesetze 4.2 Housing is not just a House with a Title / Wohnbau ist nicht nur ein Haus mit Besitzurkunde 4.2.1 Challenge Image / Herausforderung Image
4.2.2 Challenge financial and administrative Capacities
29 29 31 31
/ Herausforderung finanzielle und administrative Kapazitäten
4.2.3 Challenge Subsidyscheme and House
32
/ Herausforderung Förderrichtlinien und Haus
4.2.4 Challenge Time and Process
32
/ Herausforderung Zeit und Prozess 4.2.5 Claims / Forderungen
33
Johannesburg 2
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5.0 THE DEVELOPMENT / DAS BAUPROJEKT
35
6.0 THE SPACE STUDY / Die Raum Studie
57
5.1 The Land / Das Land 5.2 The Process / Der Prozess 5.3 The Players / Die Akteure 5.3.1 Codevco 5.3.2 City of Johannesburg / Stadt Johannesburg 5.3.3 Province Gauteng / Provinz Gauteng 5.3.4 Beneficiaries / Nutznießer 5.4 The Layout / Der Entwurf 5.5 Sustainable Strategies / Nachhaltige Strategien 5.5.1 Ecological / Ökologisch 5.5.2 Social / Sozial 5.5.2 Economical / Wirtschaftlich 5.6 Challenges / Herausforderungen 5.6.1 Land / Land 5.6.2 Financial / Finanziell 5.6.3 Process / Prozess 5.6.4 Layout / Entwurf 5.6.5 Delay and Implementation / Verspätung und Umsetztung 5.4 The Houses / Die Häuser 5.4.1 The Give-Away House / Das geschenkte Haus 5.4.2 The Credit-Linked House / Das geförderte Haus 5.4.3 The Free-Market House / Das Haus für den freien Markt
35 35 36 36 36 36 36 38 41 41 41 41 41 41 42 42 42 43 44 45 45 45
6.1 Ideas and Aims / Ideen und Ziele 6.2 Strategy / Strategie 6.3 References and Principles / Referenzen und Grundlagen 6.4 The Outreach / Der Kontakt 6.5 Categories / Kategorien 6.6 Placing / Platzieren 6.7 Level of Alteration / Grad an Eingriff 6.8 Level of Separation and Security/ Grad an Separation und Sicherheit 6.9 Level of Service / Grad an Service 6.10 City Patterns reloaded / Stadtmuster reloaded
ANNEX / ANHANG
Sources and References / Quellen und Referenzen Credit Images / Zuschreibung Abbildungen Glossary / Glossar
57 57 58 59 62 63 66 78 84 94
104 104 106 107
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ABSTRACT Ziel dieser Arbeit ist es, aus dem eigenen Kontext der „gewachsenen Stadt“, Raumpraktiken und Raummuster der „geplanten Stadt“ und der „ungeplanten Stadt“ zu analysieren. Durch das Aufzeigen von Potentialen nicht-formeller Strukturen, vorhandener Kapazitäten und Bedürfnisse der BewohnerInnen, können Planungskonzepte für integrative Stadtplanung und angepasste Architektur in „strukturschwachen Gebieten“ generiert werden. 1.0 INTRODUCTION JOHANNESBURG Laut „State of the World‘s Cities 2008/2009“ – Report der UN führen Südafrikanische Städte die Liste der „World’s most unequal Cities“ an. Seit meinem ersten Aufenthalt 2006, im Rahmen eines „design - build“ Projektes mit der TU Wien in Orange Farm, einem Township im Süden von Johannesburg, bin ich von der enormen räumlichen Divergenz zwischen „Haves and Have-nots“ innerhalb einer Metropole fasziniert. 2.0 SURROUNDING AND SETTING OF THE COSMO CITY DEVELOPMENT Das Vorzeige - Wohnbauprojekt der Stadt und mein Untersuchungsfeld, Cosmo City widmet sich der hohen Nachfrage an erschwinglichem Wohnraum für den Mittelstand, die Einkommensschwachen und die urbanen Armen im Nordwesten der Metropole. Dabei soll das Verfassungsrecht auf adäquate Unterkunft für alle SüdafrikanerInnen eingelöst werden und gleichzeitig die Integration und Interaktion zwischen Einkommensklassen gefördert werden. In Südafrika ist, historisch bedingt, die selbst und fremd bestimmte Exklusion durch „Behaviour Settings“ und Skripte, gesellschaftlich stark verankert und verhindert mögliche Interaktion mit anderen Milieus. Eine erste Annäherung an lokale räumliche Praktiken und Muster erfolgt durch die Betrachtung essenzieller Beispiele zu Wohnraum, Stadt und Freizeit im Großraums des Entwicklungsgebiets. 3.0 SQUATTER CAMPS - SLUMS – INFORMAL SETTLEMENTS – NONFORMAL? / 4.0 ADEQUATE HOUSING Meiner Raumstudie im Wohnbaugebiet geht eine Auseinandersetzung mit der Lebenswelt der „urban Poor“ im südafrikanischen Kontext voraus. Definitionen, Forschungserfahrung und Grundsätze um Bedürfnisse und Zusammenhänge, Gesetze und Rolle des Staates, Entwicklungen und Planungskonzepte. Dadurch soll Basiswissen für die Analyse lokaler Raumpraktiken und Muster gebildet und der Kontext südafrikanischer Wohnbauentwicklung erörtert werden.
5.0 THE DEVELOPMENT Mit einem Forschungsaufenthalt in Cosmo City Anfang 2009, ermöglicht durch das Stipendium der TU Wien für kurzzeitiges, wissenschaftliches Arbeiten im Ausland, wurde das nötige Wissen erarbeitet und die Prozesse vor Ort untersucht. Viereinhalb Jahre nach Spatenstich und dreieinhalb Jahre nach der ersten Besiedelungsphase, konnten somit die Entwicklungen der Stadt beobachtet und Austausch mit diversen Beteiligten geführt werden. Das Gebiet bietet außergewöhnliches Potential, einerseits die formellen, „top down“ geplanten Strategien des südafrikansichen Wohnbaus von Seiten des Staates und Planern zu untersuchen, als auch die „ungeplanten“ bzw. nicht-formellen räumlichen, „bottom-up“ Prozesse zu analysieren. 6.0 THE SPACE STUDY In der Studie wird das Lesen der räumlichen Anordnungen und deren eingeschriebenen Verhaltensweisen im unbekannten kulturellen Kontext und Milieu erlernt. Dieses Grundvokabular dient der Erkennung wiederkehrender Muster, welche durch korrelierende Interpretation von Größe, Form und Funktion, in Kategorien eingestuft und zu Typologien (von Attraktoren) formuliert werden können. Diese bilden signifikante Stadtmuster zwischen formeller und nicht-formeller Raumgestaltung. Das erarbeitete Wissen soll, wie von staatlichen Wohnbaugesetzen, universitärem Diskurs und NGOs gefordert, neue Ansätze im Umgang mit informellen Siedlungen und Gebieten schwach an formeller (Infra-)Struktur anregen. Der Schwerpunkt muss im Überdenken von Landwidmung, Bebauungsplan und Baunormen für diese, durch fehlende formelle Kapazitäten, stark selbst gestalteten Räume liegen. Die Verwendung der Worte „Slum“, „Squatter Camp“ als auch „informelle“ und „nicht-formelle“ Siedlung, Sektor und Struktur stehen im folgenden Text für „ungeplante“, nicht über staatliche oder andere außen-stehende Instanzen reglementierte Netzwerke und räumliche Manifestationen. Die Einführung des Wortes „nicht-formell“ bzw. „nonformal“ soll einen wertfreien Zugang ermöglichen und aufzeigen das es sich nur um eine andere, nicht kategorisierte und normierte, Form von Organisation und räumlicher Konstitution handelt. Englischer Überschriften, Legenden und Beschriftung der Grafiken dienen dem Verständnis von Textstruktur und Inhalt nicht - deutschsprachiger Leser. Teilweise wird auch durch fehlende passende Übersetzung im Text auf englische Wörter zurückgegriffen. Im Anhang findet sich ein Glossar. Die Maßstabsangaben der Grafiken gelten nur für das Buch in A4 Format, in der skalierten Ausgabe A5 ist die Maßstabsleiste als Größen-Referenz zu verwenden.
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ABSTRACT The objective of this research is to analyze the spatial practice and spatial patterns of the unplanned and planned city within the context of the „evolved city“. By pointing out the potential of non formal structures, available capacities and the needs of the inhabitants, planning strategies for an integrated urban planning and appropriate architecture in underdeveloped areas can be generated. 1.0 INTRODUCTION JOHANNESBURG According to the „state of the world‘s cities report 2008/2009“ by the UN, South Africa tops „the world‘s most unequal cities“ list. Since my first stay in Orange Farm (a Township in the very south of Johannesburg) in 2006, with a „design - build“ course by the TU Vienna, i have been fascinated by the enormous spatial divergence between the haves and the have nots within a single metropolis. 2.0 SURROUNDING AND SETTING OF THE COSMO CITY DEVELOPMENT The showcase-housing project and my field of research , Cosmo City, is aimed at satisfying the high demand for affordable housing for the middle class, the low income class and the urban poor in the northwestern part of the city Johannesburg. In the process, the constitutional right to adequate housing for all south africans is being honoured and simultanously integration and interaction between different incomeclasses adressed. Due to its historical development, South Africa has a strong socio-cultural practice of heteronomous and self - determined exclusion through behavior settings and scripts which inhibit the interaction with other milieus. A primary approach to local spatial practice and patterns has to result from observation of essential examples of living space, city and leisure time within the greater territory of the developing area.
5.0 THE DEVELOPMENT A scholarship (for short-time scientific research abroad) granted by the TU Vienna has enabled me to spend a research period of three months in Cosmo City in 2009 in order to attain the necessary knowledge and examine different processes. It was four and a half years after the ground-breaking ceremony and three and a half years after the first settlements took place, when i could observe the urban development on the spot and get involved into an exchange with various participants. The above- mentioned area has remarkable potential to offer, on one hand to observe top down planned strategies common in south african housing carried out by the government and city planners, on the other hand, to analyze the unplanned or rather non formal spatial bottom up processes. 6.0 THE SPACE STUDY In this study we learn to read spatial configuration and the behavioral patterns assigned to them in an unfamiliar cultural context and milieu. This basic vocabulary serves the purpose of identifying recurring patterns, which can be categorized by correlating interpretation of size, form and function and later assigned to typologies. These typologies generate significant city patterns between formal and non formal spatial configuration. This acquired knowledge, as demanded by government housing laws, university discourse and NGOs, is supposed to encourage new approaches when dealing with informal settlements and areas with a weak formal infrastructure. The focus has to be on reconsideration of zoning regulations and plans as well as construction standards for these D.I.Y- designed areas, due to a lack of formal capacities. The original version of the book is A4, in a scaled formate please use the scaleruler for size relations.
3.0 SQUATTER CAMPS - SLUMS – INFORMAL SETTLEMENTS – NONFORMAL? / 4.0 ADEQUATE HOUSING The basis to my spatial survey in the housing area was the examination of the living conditions of the urban poor within the south african context. Definitions, research experience and principles of necessities and correlations, legislation and the role of the government, development and planning methods. All of the above-mentioned aspects are supposed to provide basic know-how for the analysis of local spatial practice and patterns as well as enable the evaluation of south african housing development within context.
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PEOPLE IN NUMBERS 42% are younger than 24 7% are foreign born 34% aged 25-29 are HIVinfect. 34% Nguni(zulu, xhosa, swati,) 26% Sotho 19% English 8% Afrikaans CRIME 729 Murders a year 1506 Rapes a year JOURNEYS TO WORK 32 % Car 34 % Minibustaxi 30 % Feet
ECONOMICS 70% of all Banks Headquater 16% of national Economy 55% Office Space of all SA 1% Employment growth 37% are unemployed 19% Wholesale and Retail Sectors 18% Finance, Real Estate and Service 17% Community, Social and Personal 12% Manufacturing 0.7 % Mining POVERTY 18% HH without any Income 24% live below Poverty line 22% live in informal Dwelling
Abb.01
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CITY FACT SHEET Gold discovery Establishment Area Elevation Population(2007) City Province Density
1880 1886 1 645 km2 1 753 m 3.8 m 10.3 m
2 364 ppl/km2 (range 0 – 38 500 ppl/km2)
Households Official languages Regions Mining belt Gated communities Informal settlements
1 006 930 11
Diepsloot Midrand
Randburg Sandton / Alexandra Roodepoort CBD Soweto
Orange Farm
7 120 km 600 182
1.0 INTRODUCTION JOHANNESBURG
JHB
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Laut „State of the World‘s Cities 2008/2009“ – Report der UN führen Südafrikanische Städte die Liste der „World’s most unequal Cities“ an. Seit meinem ersten Aufenthalt 2006, im Rahmen eines „design - build“ Projektes mit der TU Wien in Orange Farm, einem Township im Süden von Johannesburg, bin ich von der enormen räumlichen Divergenz zwischen „Haves and Have-nots“ innerhalb einer Metropole fasziniert.
Die politische Bedeutung von Raum und daraus resultierende politisierte Raumpraktiken sind in Südafrika extrem und abgesicherte Wohnzonen und die Kontrolle des öffentlichen Raumes, schon lange von Bedeutung. Separation zur Wohlstandsicherung und Privatisierung kommunaler Flächen haben die Segregation nach Farbenlehre abgelöst, erzeugen aber weiterhin homogenisierte, abgeschlossene Inseln.
Das Nebeneinander und die Gleichzeitigkeit so unterschiedlicher Existenzen und Lebenswelten – deren gleichzeitige Wahrnehmung nie erlent wurde, spannen kaum synchronen Raum auf. (Nassehi, 2002) Die geplante Apartheid, als Exklusionsmaschine in Zonen segregiert, monofunktional, „monoracial“, getrennt durch breite Straßen, Umweltbarrieren, Industrie und Pufferzonen soll nun, nach fast 20 Jahren, Demokratie leben und eine „first class African City“ sein. (Joburg, 2000)
Die Innenstadt wird im Sinne des „New Urban Management“ mit „Business Improvement Districts“ „aufgeputzt“ oder bleibt noch in der Hand von „Slumlords“. An den Grenzen wächst ein „urban Sprawl“ von „Housing Developments“ mit Unterhaltungs- und Konsumknoten an breiten Straßen. Dazwischen kämpfen die „urban Poor“ um Grenzen und Lücken in der Stadt.
Urbane Transformation ist ein globales Phänomen, hervorgerufen durch Urbanisierung, Migration, Globalisierung, Armut und Klimawandel. Der Effekt dieses Wandlungsprozesses hat unterschiedliche Wirkungen und Ausmaße, führt aber überall zu Polarisation und fehlender Balance zwischen Arm und Reich – zwischen verschiedenen Städten, aber auch innerhalb eines zusammenhängenden urbanen Gebietes. (Engelbrecht, o.J)
Das Vorzeige - Wohnbauprojekt der Stadt und mein Untersuchungsfeld, „Cosmo City“ widmet sich der hohen Nachfrage an erschwinglichem Wohnraum für den Mittelstand, die Einkommensschwachen und die urbanen Armen im Nordwesten der Metropole. Dabei soll das Verfassungsrecht auf adäquate Unterkunft für alle SüdafrikanerInnen eingelöst werden und gleichzeitig die Integration und Interaktion zwischen Einkommensklassen gefördert werden. 7
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1: 50 000 1 km
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15km Diepsloot
Muldersdrift 20km
Fourways 8km
Sandton 20km
Krugersdorp 20km
Roodepoort 22km
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Randburg 12km
CBD 32km 17.06.2010 19:09:59
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POLICE POLICE 8b
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2.0 SURROUNDING AND SETTING OF THE COSMO CITY DEVELOPMENT
000
A
Das Wohnprojekt Cosmo City liegt im Nord-Osten von Johannesburg in der Verwaltungsregion C, an der Grenze zum Provinzdistrikt „West Rand“ - dem sogenannten Tor zur Wiege der Menschheit - UNESCO Weltkulturerbe „Cradle of Humankind“.
C
D
Die Satellitenstadt erstreckt sich zwischen den Highways N14 und N1, ca. 30km von Johannesburgs „Central Business District (CBD)“. Durch das hügelige Umland bahnt sich einer der größten Flüsse Johannesburgs, der„Jukskei“, entlang typischer Wohnformen und Interaktionsorte der unterschiedlichen Einkommensklassen Südafrikas. Hauptattraktoren bilden im Westen und Norden vor allem Tourismus, Erholungsgebiete und Landwirtschaft, im Osten Industrie und weiter südlich unzählige, mehr oder weniger geschützte Wohngebiete. Die Bandbreite der „gated Communities“ reicht je nach Einkommensklasse von sogenannten „Security Villages“ (- großflächige, von privaten Entwicklungsgesellschaften angelegte Bauvorhaben, welche nach Außen komplett abgegrenzt sind und eine kontrollierte und bewachte Zufahrt besitzen) bis zu „Townhouse – Complexes“ verschiedener Größe, die reihenhausartig und mehrgeschossig das Wohnumfeld gegenseitig kontrollieren und somit die gewünschte Wohnsicherheit gewährleisten sollen. (Diercke 2008) Die sozialen und kommerziellen Infrastrukturen ordnen sich als „Shoppertainment Cluster“ entlang Hauptverkehrswegen oder bilden, z.B. als Einkaufscenter oder Kirche, eigene kleine segregierte Interaktionsinseln innerhalb der Wohngebiete. In der im Großraum liegenden Vorstadt quert man als Europäerin mehrere Male das Zentrum, auf der Suche nach dem Stadtkern, bis man realisiert, dass eine Reihung von Boxen in der geplanten Stadt auch als zentrales Raummuster reicht. Zwischen den Wohn- und Unterhaltungsinseln, mit eingeschlossenen privaten Verkehrswegen, gibt es außer den breiten Straßen, geplant für den Privaten Personenverkehr, gespeist durch Tankstellen alle 100 Meter, kaum gemeinsam genutzten Raum. Öffentlicher Transport ist quasi nicht existent, zwei konkurrierende Busunternehmen (staatlich vs. privat) können die hohe Nachfrage nicht annähernd erfüllen und das neue „Bus Rapid Transport (BRT) “ System wird auch in der dritten Ausbaustufe nicht bis nach Cosmo City führen. (Interview 2009 Nyambeni) Die Verkehrsauslastung ist enorm und genau wie die Probleme der Stromversorgung, liegt die Ursache im Apartheidregime. Dessen, nur einem Bruchteil der Bevölkerung verfügbare, Infrastruktur erschwert bis heute die Aufarbeitung des geplanten Rückstands.
E B
F
G
JHB, Regions
Das Minibustaxi stellt das Verkehrsmittel Nummer Eins für die 67% der Stadtbewohner ohne PKW. An jeder größeren Kreuzung befindet sich am Straßenrand eine semi-formelle Haltestelle, fast immer begleitet von informellem Straßenverkauf entlang der Taxirouten. Weder Gehwege noch Straßenquermöglichkeiten stehen Passanten zur Verfügung und das Fahrrad dient nur als Freizeitgerät im Safaripark, oder als ländliches Township - Programm. Für die „Haves“ ist der Öffentliche Raum kein Ort der Interaktion und so bleiben den „Have-nots“ die ungenutzten Freiflächen am Straßenrand, welche durch Aneignung, Bespielung und Serviceleistungen, als sogenannte „busy Corner“, parallele Interaktions- und Versorgungsorte bilden. Formelle Attraktoren – sei es Industrie, Tourismus oder Wohngebiete sind Anziehungspunkte für die sogenannten „urbanen Armen“, denn sie bedeuten Zugang zur Verbesserung der Lebensgrundlagen. So stehen sich, im direkten Nachbarschaftsverhältnis, sehr unterschiedliche Lebenswelten, Verfügbarkeiten, Abhängigkeiten, Nutzungen und generierte räumliche Strukturen gegenüber.
POLICE
enviroment (greenspace, rivers,rivers ridges)and ridges) enviroment (greenspace, urban development boundary (UDB) urban development boundary main transportroutes main transportroutes parcels ofof land parcels land
IIIIIIIII
IIIIIIIII
I IIIIIII
informal settlements informal settlements attractors attractors
Attractor Relations
IIIIIIII
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500m x 500m 1:10 000
9 % built-up 98 % private SOI/GRZ: 0,02 ca. 1-2 HH ca. 5 ppl.
100m x 100m 1:2000
4% built - up 15 % circulation 48 % natural 33 % residential
30 % built- up 60 % private 10 % semi public SOI/GRZ: 0,4 FSI/GFZ: 0,6 ca. 9 HH ca. 27 ppl.
3 % built - up 10 % circulation 60 % plannedgreen 27 % residential 26 % built- up 56 % private 18 % semi public SOI/GRZ: 0,4 ca. 13 HH ca. 40 ppl.
32 % built - up 53 % circulation 15 % planned green 54 % built- up 23 % private 23 % semi public SOI/GRZ: 0,5 FSI/GFZ: 0,7 ca. 38 HH ca. 110 ppl.
4 % built - up 7 % circulation 65 % planned green 24 % residential 32 % built- up 48 % private 20 % semi public SOI/GRZ: 0,4 ca. 26 HH ca. 82 ppl.
space of interaction
25 % built - up 65 % circulation 10 % residential
mainstream leisure time weekend by car to node “having fun” back to car driving home
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2.1 Introduction Spatial Patterns Die Untersuchung zwischen formellen und nicht-formellen Strukturen beginnt mit essenziellen Beispielen zu Wohnraum, Stadt und Freizeit um das Entwicklungsgebiet. Nach Einkommensklassen werden wiederkehrende Muster des bestehenden Gefüges und baulicher Ausformung extrahiert. Die verschiedenen Lebenswelten sind nicht unbedingt räumlich getrennt, als vielmehr parallel an einem Attraktor anzufinden und unterscheiden sich durch Raumpraxen, unterschiedliche Rhythmik und zeitliche Taktung. Vergleiche nach bebauter Fläche und Dichte, Separation und Sicherheit, Relation von Privatheit und Öffentlichkeit, ErTHE SETTLEMENT DAINFERN „Dainfern Golf and Residential Estate“ ist ein 1992 errichtetes eingeschlossenes Wohngebiet auf 320 ha rund um eine 81, 9265 ha große Golfanlage. 1230 Eigenheime der Größe 450m2 bis 800m2 gliedern sich auf 790m2 1600m2 Parzellen in dorfähnliche, thematische (Viktorianisch, Mediterran, Modern) Bereiche nach eigener Bauordnung und kontrolliert durch das „Architectural Review Committee“ (ARC). Interne soziale Infrastrukturen wie Volksschulen, College, Parks, Clubhaus, Sport- und Naturressorts rund um den Jukskei Fluß, werden von privaten Firmen instand gehalten und bieten ein komplettes „Lifestyle Paket“. Rund um das „Security Village“ entstanden diverse Dainfern – Kopien welche ebenfalls nur über kontrollierte Eingangstore erreichbar sind und sich, von der Stadtrealität abschottend, nach Innen orientieren.
„This convenient location provides residents and their families with an opportunity of being able to socialise without having to leave the security offered by an estate enviroment“ - „secure lifestyle living“ , Security Management Dainfern THE CITY RANDBURG Die nächstgelegene Vorstadt mit ca. 250 000 Einwohnern umfasst 32 Suburbs. Die Stadt entstand 1959 durch den Zusammenschluss mehrerer Wohngebiete, welche sich aus Afrikaanschen Ansiedlungen und Farmen entwickelt hatten. Unter den Gründungsvätern war auch der ehemalige Führer der Burenstaat – Partei und Besitzer des Farmlands auf dem heute Cosmo City entsteht. (Siehe Kapitel 5.1: The Land) Der Name wurde über einen Wettbewerb ermittelt und kommt von der Südafrikanischen Währung – dem Rand welcher sich wiederum von „Witwatersrand - Whitewatersridge“ also der Goldader und Ursprung der Stadt Johannesburg herleitet. Die „Geldburg“ wurde in den 60er und 70er Jahren als „White – Upperclass - City“ ,mit „Shopping-strip“ an der Jan Smuts Avenue und einer Mall im Zentrum, konzipiert. Sie durchlief, wie viele Stadtteile, einen demographischen Wandel durch den Zusammenbruch des Apartheidsystems. Das Zentrum wurde 2004 als CID (City Improvement District) eingestuft und erhielt für seine neuen Bewohner und Nutzerinnen einen Taxirank. Als alternativer Interaktionsort der Vorstadt wurde 1996 der artifizielle Entertainmentpark „Waterfront“ – eine Kopie der Cape Town Waterfront, welche wiederum eine Kopie der NY Waterfront ist (Chu 2002) entwickelt. Der Jukskei - River wurde zu einem 2,8 ha großen See inklusive schwimmendem Golfplatz aufgestaut und allseitig mit 33 000m2 Geschäftsfläche, Kinos und Theatern umschlossen. 2005 wurde die Waterfront ganz im Sinne des New Urbanism rund erneuert und als eine kleine Stadt am See soll die Anlage neue urbane Erfahrungen unter dem Namen „Brightwater Commons“ bieten.
„We are designing for a sense of wellbeing and creating an enabling framework for spontaneous social interaction. By virtue of the fact that you will be encircled by trees and breezes, water and sunlight, we have the ability to affect the psyche and encourage a positive sentiment from the moment you walk through the gates.“ Michael Frame, Architect, The Brightwater Commons
schließung, Nutzergruppen und Wirkungskreis sollen ein erstes, grundsätzliches Verständnis zum spezifischen urbanen Gebiet liefern. Hierbei zeigt sich bereits die Schwierigkeit einheitliche Parameter und Messfaktoren für formell und nicht-formelle Lebensräume zu erarbeiten. Wie kann man Gebiete unterschiedlicher formaler Baunormen, informeller Bebauungsregeln oder nicht vorhandener Grundstückparzellierung einander gegenüber stellen? Durchschnittswerte funktionieren für formelle/formale Gebiete, geben jedoch wenig Auskunft über nicht-formale/informelle Gebiete. Die in direktem Nachbarschaftsverhältnis stehenden Lebenswelten zeigen unterschiedliche räumliche Gefüge, welche durch milieuspezifische Nutzungsstrukturen und Relevanzkriterien bestimmt sind. Die Praxis des Anordnens, Empfindungen und Verhalten im Raum werden Klassen-, Kultur- und Geschlechtsspezifisch in den jeweiligen Sphären gelebt. (Löw 2006) Die monofunktionalen, homogenisierten Attraktoren und Wohnumfelder und die strukturierte soziale Ungleichheit verhindern die Kontaktaufnahme mit anderen „Mind-sets“ und halten die bestehende Differenzierung aufrecht. Inklusion und Exklusion funktionieren einerseits über Selbstausschluss durch Habituspräferenzen, aber auch über aktiv platzierte symbolische Schwellen und folglich über die Inszenierung von Atmosphären. (Löw 2006) In Südafrika ist, historisch bedingt, die selbst und fremd bestimmte Exklusion durch „Behaviour Settings“ und Skripte, gesellschaftlich stark verankert und verhindert mögliche Interaktion mit anderen Milieus. Selbstausschluss durch Angst bzw. fremdbestimmter Ausschluss durch Gesetze und Verbote, leiteten und leiten zum Rückzug von Attraktoren, sprich möglichen Interaktions- und Verhandlungsräumen, in die Privatheit. Dies führt zum Verschwinden des öffentliche Raumes, welcher einerseits nur mehr als Transitbereich (Nicht - Ort) besteht, oder von Konzernen konstituiert, nur kontrollierte, konsumorientierte „Scripts“ anbietet und seine Aufgabe als Raum, selbst bestimmter Abgleichung schichtspezifischer Syntheseleistungen, verliert. (Löw 2006, Klein 1999) Der öffentliche Raum, bzw. dessen Restflächen, werden jedoch sehr wohl genutzt. Der Zugang bleibt durch Schwellen unbekannter, eingeschriebener Verhaltensweisen und nicht lesbarer/identifizierbarer Attraktoren, einer exklusiven Nutzergruppe vorbehalten. So sind es die „Have-nots“ welche sowohl die formellen Attraktoren für sich nutzen, als auch den öffentlichen Raum aktiv (nicht-formell) gestalten. Den „Haves“ fehlt Einstieg in das öffentliche Leben und mit steigendem Einkommen und Formalisierung wächst der ungenützte Raum zwischen Heim und homogenisierten Attraktoren. Die Aktivierung von Raum als barrierefreier, repolitisierter Interaktionsraum zwischen den Parallelwelten ist also in erster Linie eine Frage der Wahrnehmung. Wenn Exklusion planbar ist bzw. Raumpraxen und Zielgruppen durch Skripte vorgegeben werden können, dann muss es auch möglich sein synchronisierte Räume zur Abgleichung schichtspezifischer Syntheseleistungen zu entwerfen. 11
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42 % built- up 40 % private 18 % public SOI/GRZ: 0,3 ca. 33 HH ca 100 ppl.
26 % built - up 59 % circulation 15 % residential 36 % built- up 46 % private 18 % public SOI/GRZ: 0,4 ca. 45 HH ca. 120 ppl
30 % built - up 48 % circulation 17 % residential 5 % leftover 36 % built- up 48 % private 15 % public SOI/GRZ: 0,3 ca. 60 HH ca. 150 ppl.
8 % built - up 18 % circulation 37 % residential 10 % industrial 27 % leftover 70 % built- up 30 % public SOI/GRZ: 0,7 ca. 150 HH ca. 300 ppl.
space of interaction
6 % built - up 10 % circulation 53 % residential 31 % industrial
daily by foot walking the area, no special point to go to, drinking at private shebeen, going home
residential structures residential landuse walls / separation commercial structures industrial landuse circulation natural space planned greenspace leftover space 12
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THE NODES Die dem Development nächstgelegenen großen Knotenpunkte – sogenannte „Nodes“ bilden an Hauptverkehrsadern Nahversorgungs- und Unterhaltungs - Attraktoren inmitten des monofunktionalen suburbanen Umfelds. FOURWAYS AND MONTE CASINO Fourways ist ein Entertainmentnode mit Shoppingmall, Clubs, Bars und Restaurants. Monte Casino, als eine der 10 lukrativsten Spielhöllen der Welt wurde im Jahr 2000, ganz im Sinne des Themeparkurbanism als „Italian Piazza“ für den „happy Prisoner“ (Klein o.J.), konzipiert. Unter artifiziellen Himmel und Wäscheleinen an denen Fußballtrikots hängen, spaziert man auf Pflastersteinwegen an Springbrunnen vorbei und genießt das „dolce Vita“ im szenisch aufgearbeiteten, abgesicherten, vorgetäuscht öffentlichen Raum. Auch von Außen wird die Kulisse aufrecht erhalten und die Fassade hinter der sich auf 2300m2 Hotels, Kinos, Theater, Vogelgärten und Geschäfte aneinanderreihen, greift auf umliegende Wohngebiete über. Wären nicht die breiten Straßen mit Linksverkehr man könnte meinen man befände sich irgendwo zwischen Rom und Neapel. NORTHGATE AND COCA COLA DOME Die Shoppingmall Northgate bildet neben Westgate, Southgate und Eastgate, das nördliche Stadttor und zählt 1.2 Millionen Einkäufer im Monat. Der Konsumanlage integriert sind indoor Freizeitangebote wie Eishalle, Paintball- und Fitnesscenter. Gleich nebenan bietet das Landmark des Limonadenkonzerns auf 11 000m2 Platz für Messen, Popkonzerte und andere Events.
THE SETTLEMENT DIEPSLOOT Diepsloot, die tiefe Schlucht, erstreckt sich über ca. 500 ha am Johannesburg - Midrand - Thswane (Pretoria) Verkehrskorridor, neben einer Kläranlage in einer vor allem landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Die Ansiedlung besteht aus mehreren formellen und informellen Teilgebieten, wobei nur ein Bruchteil der geschätzten 150 000 Einwohner in den legal geplanten Bereichen wohnt. Der Großteil (ca. 23 000 Haushalte) lebt zwischen den parzellierten Arealen in 5m2 Wellblechhütten im Hochwassergebiet des Jukskei Flusses oder ist in Hinterhöfen eingemietet. Die Arbeitslosenrate wird mit knapp 54% angegeben und fast ¾ der Einwohner leben unter der Armutsgrenze. (Himlin Engel Mathoho 2005). Die Ansiedlung begann 1994 mit der Errichtung von 1 124 Parzellen als Transitcamp für vertriebene Bewohner aus Zevenfontein und wurde bis 2001 immer wieder als Abladeplatz diverser Zwangsräumungen und Vertreibungen anderer Niederlassungen herangezogen.(Joburg, 2005) An kommunalen Einrichtungen gibt es 3 Volksschulen (jedoch keine höheren Ausbildungsmöglichkeiten), 10 Kirchen, eine Bibliothek, 3 Community Centres und 3 Kinderspielplätze. Ein Krankenhaus liegt in 25 km Entfernung, eine Polizeistation 10 km und die nächstgelegene Feuerwache ist ganze 20 km entfernt. (Himlin Engel Mathoho 2005) Diverse Wohnbau und Aufbauprogramme sind im Laufen bzw. in Planung aber die hohe Dichte, ständiges Wachstum und Probleme durch fehlende technische Infrastruktur als auch ungenügend soziale Einrichtungen erschweren die sozio – ökonomische Entwicklung.
Die Implementation von symbolischen Attraktoren (Saugern) und inklusiv inszenierten Atmosphären ermöglichen die Kreation von Orten zur aktiven Interaktion und Verhandlung verschiedener Stadtbewohner. Wie formuliert man einen solchen inklusiven, integrativen Attraktor architektonisch? Was muss er bieten ohne zum artifiziellen, abgesicherten und privatisierten Raum zu werden, welcher weder freies Handeln noch selbst bestimmtes Brechen der angebotenen Verhaltensweisen erlaubt? Erst mit einem systematischen Wissen um die geschlechts-, kultur- und klassenspezifisch institutionalisierten Räume und deren Ausformung können Planungskonzepte für gemeinsam aufgespannte Felder der pluralen städtischen Sphären entwickelt werden. (Thessin 2004)
Postcards from Johannesburg 13
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Abb.02 ŠSteiner 14
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3.0 SQUATTER CAMPS - SLUMS – INFORMAL SETTLEMENTS - NONFORMAL? Im Großraum des Entwicklungsgebiets Cosmo City liegen 14 informelle Siedlungen verschiedener Größe, Dichte, Versorgungsniveau und rechtlichem Status. Die illegalen Ansiedlungen Zevenfontein und Riverbend sind direkte Nutznießer und wurden in die neue Satellitenstadt umgesiedelt. Viele Städte, vor allem in Ländern des Südens, wachsen so schnell, dass die staatlichen Kapazitäten nicht ausreichen den neuen Stadtbewohnern auch adäquate Wohnverhältnisse zu bieten. Slums entstehen durch die Exklusion der „urban Poor“ vom formellen Zugang zu Land und Wohnraum. (Engelbrecht o.J.) In südafrikanischen Städten entstand die Problematik der Exklusion vom urbanen Raum nicht erst mit urbanen Transformationsprozessen, sondern wurde unter dem Apartheidregime mit Zugangsregelungen, Arbeitslagern und Schlafstätten – als gebaute Manifestation der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit, aktiv geplant. 1 Milliarde Menschen (31% der urbanen Bevölkerung) leben in Slums – 2030 wird sich diese Zahl verdoppeln und jeder 3. Städter in informellen Siedlungen leben. (UN – Habitat 2003). Die Millenium Development Goals (MDG) der UN aus dem Jahr 2000 fordern bis 2020 das Leben von 100 Millionen Slumbewohnern zu verbessern. Die südafrikanische Reaktion auf diese Vorgabe benennt das Ziel, mit der etwas unglücklichen Wortwahl, alle Slums im Land bis zum Jahr 2014 „auszurotten“ und eine „Shack free Society“ zu erreichen. In Südafrika betrifft dies 23 % der Bevölkerung bzw. 14,5 % aller Haushalte, also mehr als 7 Millionen Menschen. (Statistics SA 2007) Allein in der Provinz Gauteng zählte das Department of Housing 405 Informelle Siedlungen mit insgesamt fast 500 000 betroffenen Familien. Im Stadtgebiet Johannesburg sind es 70 000 Familien in 124 Siedlungen mit ca. 158 000 nicht-formellen baulichen Strukturen. (GDoH, 2005) Zahlen sind hier generell, mit dem Hintergrund von Auftraggeber und den unterschiedlichen Definitionen, Zählmethoden und Interpretationen von nicht-formellen Siedlungen, zu hinterfragen.
3.1 Definitions and Typologies UN – Habitat definiert Slums nach 6 Kriterien - insecure Tenure, - lack of Basic Services, - inadequat Building Structures, - overcrowding, - unhealthy and hazardous Conditions und - Poverty/Exclusion. Marie Huchzermeyer, Professorin an der Universität Witwatersrand, Johannesburg mit langjähriger Forschungserfahrung und Herausgeberin diverser Publikationen auf dem Gebiet informeller Siedlungen unterstreicht: „Settlements of the urban poor developed thru unauthorised occupation of land. Tenure insecurity as central characteristic with varring attributes of unhealthy and hazardous living conditions to which overcrowding and lack of basic services may contribute.“ (2006) A. formell B. formell a) private Mietwohnungen/Häuser a) Wohn- bzw. Mietshäuser a.a übernommene Wohnungen/Häuser b) Sozialwohnungen a.b Unterkünfte für Bedürftige b) sozialer Wohnungsbau B. informell c) Wohnheime, Herbergen, a) illegale Grundstückparzellierung a.a besetzt durch Besitzer billige Absteigen etc. a.b untervermietet b) Grundstücksbesetzungen A.informell a) Besetzersiedlungen b.a mit Genehmigung (inkl. Site-and-Service – Projekte) a.a mit Genehmigung a.b ohne Genehmigung b.b ohne Genehmigung b) Bürgersteigbewohner, Obdachlose B. Flüchtlingslager
In Johannesburg kommen alle von Davis (2006) beschriebenen Typologien vor. Wie Pithouse (2009) im Südafrikanischen Kontext bemerkt, darf es hier nicht zu einer Verwechslung von formellen, staatlich errichteten „serviced Townships“, mit Adresse und Grundversorgung, und tatsächlich informell selbst errichteten Siedlungen auf (formal) parzelliertem Land kommen. Auch wenn die Wohnstruktur unzureichend ist, gibt es in Townships zumindest für einen Teil der Bewohner Elektrizität, Wasser und Kanalsystem. Dies zeigt die Schwierigkeit von Trennung und Definition, denn auch innerhalb formalisierter Townships können sich wiederum informelle Strukturen ansiedeln. Neben den verschiedenen räumlichen Beschaffenheiten unterscheiden also Besitzverhältnisse und Landwidmung des Standorts über rechtlichen Status der Siedlung und somit auch über verfügbare Infrastrukturen und mögliche Qualifikation für diverse Wohnraumprogramme. (Siehe Kapitel 4: Adequate Housing)
Refugee Camp, Johannesburg 2008 15
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3.2 South African historical Context Die Stadt Johannesburg wuchs in knapp 20 Jahren von einer 3000 Goldschürfer Ansiedlung zu einer Stadt mit 250 000 Einwohnern. Mit der Stadtgründung 1886 kam es zu den ersten Rassen - Segregations Gesetzen und Einschränkung von Landbesitz und ökonomischen Aktivitäten für den Großteil der Bevölkerung. Am Beginn des 20. Jahrhunderts begann die Umsiedlung der nicht-weißen Bevölkerung in Arbeiterlager (Hostels) oder in periphäre Schlafstätten. 1931 wurden 1200 weiße Familien in innerstädtischen Slums registriert und in neue Wohngebiete umgesiedelt. (COHRE, 2005) Mit den Zwangsräumungen im Zuge des Slum Areas Act 1934, für Innerstädtische Bauvorhaben begann der Kampf um die Stadt. „By 1946, the housing backlog for Africans had grown to some 42,000 units. Yet only 2 per cent of building material available for public housing construction was assigned to Africans.“, COHRE 2005 Mit dem „Group Areas Act 1950“ und den „Homeland“ - Gesetzen wurde die Bewegungsfreiheit der indigenen Bevölkerung schließlich ganz auf ländliche Gebiete, periphere Townships und kontrollierte Arbeitsaufenthalte in der Stadt reduziert. Im Laufe der Geschichte kam es immer wieder zu Protestbewegungen und aktiven Landbesetzungen im Kampf um Wohnraum und städtischen Boden, doch staatliche Wohnbauprojekte für Afrikaner basierten immer nur auf Miet- oder Pachtverhältnissen. Die permanente Möglichkeit der Vertreibung legte den Grundstein des temporären, rechtlosen Lebens in Abhängigkeitsverhältnissen. Das South Western Township (Soweto), geplant im Sinne der Gartenstadt, aber ohne gewerbliche oder industrielle Infrastruktur und mit zusätzlichem Verbot selbst wirtschaftlich aktiv zu sein, diente als Abladeplatz für die ungewollten Stadtbewohner und wurde durch separate Verwaltungseinheiten kontrolliert. „Townships were laid out with winding roads, dead ends and few entrances or through-routes, in order to restrict movement and facilitate policing and control. This constituted a further brake on economic development in these areas.“, COHRE 2005 In den 60er und 70er Jahren begann, mit zunehmendem Bedarf an Arbeitskraft und der Gründung von „secondary urban Centres“ wie Randburg oder Sandton, die demographische Transformation und der Aufbau illegaler Infrastrukturen. (Siehe Kapitel 3.5: Non-formal Service) In den 80er Jahren führten Wirtschaftskrise und Mietboykotte schließlich zum Einsturz der Zutrittsrestriktionen und resultierten in einem rasanten Anstieg der städtischen Bevölkerung. Anfang der 90er Jahre reagierten Hausbesitzer auf die neuen rechtlosen Mieter mit hohen Preisen ohne Instandhaltung, gleichzeitig floh die weiße, wirtschaftliche Elite Richtung nördliche Vorstadt und es kam zur Verwahrlosung der Innenstadt. (COHRE 2005)
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MASAWA
alias Houtkoppen
Region A / Ward 94 / RSDF 2 ID A42 established 1995 structures 1500 landownership private land water tanks and communal tabs sanitation combination (VIPs450) refuse bags 2004 2008
10 04 2004
1.2 ha 9 ha
Attractors: farmwork opportunity, river, social facilities throuth near housing areas,
10 08 2006
Periphere Informelle Siedlungen entstanden durch fehlenden rechtlichen Zugang, Einwanderung aus ländlichen Gebieten oder staatlichen Umsiedlungen anderer illegaler Landbesetzer. Sie vervielfachten sich mit der Ausbeutung als Arbeitskraft, dem sogenannten „shackfarming“ und der kompletten Öffnung des urbanen Raums mit Ende der Apartheid. Der Umgang mit informellen Strukturen veränderte sich also von Repression und Determinsimus unter Apartheidzeiten, zu einer Mischung aus Ambivalenz und Toleranz mit Zusammenbruch des Regimes und nach gescheiterter Umstrukturierung folgte eine neuerliche Reglementierung in der jungen Demokratie. Erst mit dem Milleniumswechsel begann eine eingehendere, realistischere Auseinandersetzung mit Informellen Siedlungen. (Huchzermeyer, 2006) 1000m x 1000m 1 : 20 000
LION PARK
alias Nietgedachgt Thabo Mbeki
Region A / Ward 96 / RSDF 4 ID A27 established 1994 structures 1174 landownership public water communal stand pipes sanitation VIPs refuse non 2004 2008
18 04 2004
scattered on 3 ha 20 ha
Attractors: tourism, construction works, transport artery, will be formalised
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3.3 Nonformal general Understanding 3.3.1 Nonformal is Normal Nicht-formelle Netzwerke und Siedlungen sind als normales Phänomen und funktionale Notwendigkeit schneller Urbanisierungsprozesse in Ländern mit hohem Grad an Armut und Ungleichheit zu verstehen. (Cities Alliance o.J.) Sie bieten Einstieg in den städtischen Lebensraum mit geringem finanziellen Aufwand und niedrigen Barrieren und ermöglichen Zugang zu Einkommen und Infrastruktur. Die Manifestation in Siedlungen ist typisches Merkmal der südafrikanischen urbanen Landschaft und sichert das Überleben eines Großteils der Bevölkerung. (Misselhorn 2008) Nicht-formelle Strukturen sind keine Frage der staatlichen Kapazitäten, als viel mehr der Kapazitäten von formellen Systemen an sich. Denn Nachfrage an Wohnraum, Dienstleistungen und Arbeit ist größer als dass ihr formelle Organisation entsprechen könnte. (Huchzermeyer 2006) Weiters werden formelle Lösungen teilweise gar nicht als gesellschaftlich, wirtschaftlich oder kulturell passend angesehen und bedienen lokale Strukturen und Bedürfnisse oft besser. Dies gilt im Besonderen wenn formelle Systeme aus einem anderen kulturellen, historischen oder gesellschaftlichen Kontext importiert werden.(Jenkins 2006)
3.3.2 Nonformal is Universal Informalität als nicht (staatlich) - regulierte Form von sozialen, ökonomischen und kulturellen Handlungen dominiert in sich entwickelnden Ländern quasi alle Bereiche des täglichen Lebens. (Seabrook 2007) Nicht-formelle Systeme können sich, wie in informellen Siedlungen, sichtbar physisch manifestieren, oder bilden sich durch soziale und wirtschaftliche Netzwerke. Sie funktionieren nie eigenständig, sondern stehen immer in Beziehung zu formellen Systemen und reichen bis in die formellsten Bereiche der sogenannten Industriestaaten. 1000m x 1000m 1 : 20 000
ISOTSENG
Der regressive Umgang mit Migration zeigt Probleme des Zugangs zu formellem Wohnraum oder Arbeit deutlich auf, denn ohne Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitserlaubnis, Bankverbindung, etc. führt der Weg direkt in nicht-formelle Systeme. An Misselhorn (2008) angelehnt „we can not afford not to have informal “ Systems.
3.3.3 Nonformal is Here to Stay Solange eine Nachfrage besteht und nicht über formelle Strukturen bedient werden kann, bleiben alternative Angebote bestehen. Dies nennt Huchzermeyer (2006) das Problem der Perpetuation, also endlosen Fortsetzung informeller Systeme. Alle Bestrebungen nicht-formelle Siedlungen zu beseitigen werden fehlschlagen, wenn nicht die Ursachen für Armut und Ungleichheit bekämpft werden. Erst durch demographische, politische und sozio - ökonomische Wandlungsprozesse kann es sich eine große Mittelschicht leisten, innerhalb Großteils formeller Strukturen zu leben und zu arbeiten. (Misselhorn 2008) Mit steigender Ungleichheit der Kapitalverteilung, zunehmender Exklusion und dem Rückzug des Staates durch Privatisierung werden informelle Strukturen auch mehr und mehr in entwickelten Ländern ein Rolle spielen.(Jenkins 2006)
3.3.4 Nonformal is Potential Natürlich haben ungeregelte Systeme viele Nachteile was Sicherheit und Rechte betrifft und führen als kapitalistische Ausgeburt wiederum zu Ausbeutung und Ungleichheit. Es gilt hier jedoch die vorhandenen Potenziale zu erkennen und zu unterstützen, anstatt durch Strategien der Ignoranz und Ausrottung, Probleme und Missverhältnisse auszubauen. „Squatter camps – it´s not poverty it´s people getting out of poverty as fast as they can“ , Brand 2006
Region C / Ward 100 / RSDF 1 ID C2 established 2000 structures 2500 landownership private 10 04 2004 water combination sanitation combination refuse bags propertyowner isotseng community
2004 2008
22.5 ha 24 ha
Für die Bewohner informeller Siedlungen bedeutet das nicht-formelle Potenzial den Zugang zu Arbeit oder zu anderen Formen des Lebens. Zugang zu sozialen Einrichtungen (Bildung, Gesundheit), Zugang zum politischen System und Rechten, (lokale Verwaltung, Wahlstelle, Vertretung, Information) Zugang zu Unterkunft und Infrastruktur (legale oder illegale Serviceeinrichtungen und Anknüpfungspunkte) (Jenkins 2006) Für den Staat bedeuten nicht-formelle Siedlungen und Netzwerke Erleichterung, da sie eine vorhandene Nachfrage erfüllen, die über administrative Kapazitäten in diesem Maße nicht erreichbar ist. (Misselhorn 2008) Sie regulieren sich dabei quasi von selbst und bilden gleichzeitig einen Pool an Arbeitskraft.
Attractors: farm work opportunitites, strong com07 09 2008 munity, will be formalised - tenure 17
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RIVERBEND
LUCKY 7
INADAN
Region A / Ward 94 / RSDF 2 ID A45 established 1985 structures 220 landownership private land water communal standpipes sanitation chemical toilets refuse unknown
Region A / Ward 96 / RSDF 7 ID A28 established 1989 structures 427 land ownership private land water communal standpipes sanitation pit latrines land owner farm bultfontein
Region A / Ward 94 / RSDF 3 ID established structures landownership water sanitation refuse
Attractors: beneficiaries of Cosmo development, river,
Attractors: Lionpark, transport artery, farming
Attractors: industry, transport artery,
alias Meline Park, Bultfontein,
A16 1994 215 private land tanks chemical toilets skips
Non-adequat Housing, occupied Innercity Building in Hillbrow, formalised Site and Service Settlement in Orangefarm, unserviced Settlement in Ivory Park
Für PlanerInnen zeigt sich ihr Potenzial in ihrer baulichen Gestalt als verdichtete Räume, zu Fuß erschließbar, mit gemischter Nutzung und nachhaltiger Strukturen. (Neuwirth 2005) Sie demonstrieren funktionale, kompakte Formen der Raumorganisation über soziale Netzwerke, aktivieren und werten ungenützten Raum auf. Neuwirth (2005) beschreibt das Potential der Shadow Cities: „creating new forms of space that are responsive to the uncertainty and continual shifts of contemporary society, they are creating the cities of the future.“ Die nicht-formellen Lebenswelten der „urban Poor“ sollen hier aber nicht romantisiert, geschweige denn sich selbst überlassen werden. Vielmehr kann durch vertiefte Auseinandersetzung und die wertfreie Untersuchung formeller und informeller Beziehungen, den Strukturen entsprechend, nachhaltige Förderung stattfinden. Mit der Kenntnisnahme dass „nonformal“ normal, universal, von Dauer ist und Potenzial hat, kann auf die Zielgruppe zugegangen werden um Voraussetzungen zu schaffen, die auf rechtlicher als auch auf planerischer Ebene Möglichkeiten bieten, den Armutskreislauf selbst bestimmt zu durchbrechen.
„Slum dwellers have no choice but to concentrate on modifying themselves: adjusting their expectations from life to a minimum; surviving on a minimum of material means; learning how to deal emotionally with daily deprivations that would crush the pride and sense of self-worth of those accustomed to having even a modicum of material comfort and security. In the face of these conditions of existence, their resourcefulness is crucial. If the slum dwellers have admirable ingenuity in surviving under the most terrible of conditions, why should this same ingenuity not be the key to transforming slums and eventually eliminating them? “, Lebbeus Woods 2008 REASONS FOR MOVING, „push and pull“ - Faktoren laut Studien der NGO Urban Land Mark und Smit (2006), nach Häufigkeit der Nennung: 1 life improvement (closer to job, transport, school) 2 high rent/cheaper to live in ones own shack (no rent no water to pay) 3 some form of security of tenure 4 overcrowding/lack of space and privacy 5 eviction/nowhere else to go 6 conflict/violence 7 death or divorce from partner 8 to get RDP house 9 dont know
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3.4 Nonformal local Understanding
KAYA SANDS
Ausschlaggebend in der Auseinandersetzung mit ungeplanter Stadtentwicklung ist die Kenntnisnahme, dass Entstehung, Lage, Aussehen und Bewohnerprofil je nach Siedlung deutlich variieren und sehr stark auf lokale Faktoren und Zusammenhänge zurückzuführen sind. Weiters ist zu beachten, dass auch innerhalb einer Ansiedlung Mittelwerte (Einkommen, Haushaltsgröße,.. ) wenig Aussagekraft oder Aufschluss bieten, da auch hier das Spektrum meist sehr breit gefächert ist. So kann das lokale Potenzial nur durch Untersuchungen im und um das jeweilige Gebiet bestimmt werden. Folgender Überblick soll dafür Anhaltspunkte bieten.
Region A / Ward 94 / RSDF 3 ID established structures landownership water sanitation refuse propertyowner challenge
3.4.1 Location
Attractors: industry, middle class neighbourhood, river, waste side, will be formalised 1500m x 2000m 1 : 20 000
Orte informeller Siedlungen, als auch Wahl der Lokation, sind aktive Entscheidungen, denn sie bedeuten für ihre Bewohner immer noch mehr Möglichkeiten als die nächstbeste Option. (Royston 2006)
A25 1998 2989 combination communal stand pipe combination bags 81 valley settle on waste site
2004 3.8 ha 2008 15 ha
Nicht-formelle Siedlungen liegen oft in schwer zugänglichen, oder in, als Wohngebiet ungeeigneten, Gebieten mit schlechten Bodenverhältnissen, zwischen Industriegebieten, an Hauptverkehrsadern oder ähnlichen Wert mindernden Faktoren. Verschiedene „push“, also anziehende positive und „pull“, abstoßende negative Faktoren, aber allem voran die Aussicht auf Lebensunterhalt definieren den Standort nicht-formeller Siedlungen. (Smit 2006) Smit (2006) unterscheidet hier wiederum zwischen „well located“ (im städtischen Gebiet nah an Industrie und sozialen Einrichtungen) und „peripheral Areas“. Wobei auch hier Faktoren, wie Nähe zu Transportwegen, Wohngebieten (Erreichbarkeit von Schulen, Gesundheits- und Nahversorgung ) oder zu Naturraum (Erreichbarkeit von Holz, Wasser uä.) zum Tragen kommen. Die Entstehung, also die illegale Ansiedlung auf privatem oder öffentlichen Land, kann langsam mit einer kleinen Familienstruktur von Farmarbeitern zu kleinen Dörfern wachsen, oder entsteht durch aktive Besetzung, wenn ganze Siedlungen von anderem Land vertrieben werden. Oft tragen sie den Namen ihres Entstehungsgrunds – dem lokale Arbeitgeber z.B. Eskom (Stromanbieter), Lion Park (Safaripark), Kaya Sands (Industriegebiet) bzw. des ehemaligen Farmlandes.
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Landbesitzer dulden die Besetzer, beuten sie als Arbeitskraft aus oder leiten rechtliche Schritte ein, denn theoretisch darf ohne Gerichtsbeschluss keine Siedlung geräumt werden. Zu Konflikten kommt es vor allem wenn das besetzte Land andere Interessensgruppen entweder lockt, wie z.B. als Bauland für urbane Entwicklung, oder stört, wie zB. die „Bürger 1.Klasse“ der reichen Nachbargemeinde.
3.4.2 Form
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Die Form informeller Siedlung variiert ebenfalls bedingt durch Umwelteinflüsse, die Einkommensstrategie und soziale Netzwerke. Prinzipiell ist alles geregelter, als der erste Anblick dem ungeschulten Auge vermittelt. So bilden sich schnell Organisationsstrukturen und Autoritäten, welche bestimmen, wer wohin ziehen darf bzw. Parzellierungen durchführen und Konflikte lösen. Manchmal sind sich Bewohner gar nicht im klaren, dass sie illegal wohnen, weil sie Miete zahlen oder sogar Land erworben haben, aber eben vom Slumlord und nicht vom Landlord. 07 09 2008 19
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Die komplexen sozialen Zusammenhänge – also familiäre Strukturen und erweiterte Netzwerke gewährleisten ein klein wenig Privatsphäre und definieren gemeinschaftlichen halb-öffentlichen Freiraum. Sie bilden Versorgungseinheiten und sind Antrieb für Ausbauten Anbauten und Zubauten für Untermieter. Privater Außenraum existiert vermehrt in parzellierten Siedlungen mit definierten Grundstücksverhältnissen und weniger dichter Bebauung.
ZANDSPRUIT a)
Stärker frequentierte Bereiche innerhalb der Siedlung bieten z.B. die Wasserstelle, religiöse Stätten und Bildungseinrichtungen, Tavernen und Taxi – Haltestellen. Sie werden von privaten Geschäften und Straßenhändlern verstärkt und es bilden sich Versorgungskreuzungen und ganze Einkaufsstraßen gemischter Nutzung.
c)
a) Phase 2 Region C / Ward 0 / RSDF 8 ID C23 structures 5000 landownership private and public water standpipes and tanks sanitation VIPs refuse combination 2008 20 ha
b)
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b) Ext. 10 Region C / Ward 0 / RSDF 5 ID C21 landownership public land structures 123 water standpipes and tanks sanitation VIPs combination 2004 10 ha 2008 13.5 ha
c) Transitcamp Region C / Ward 0 / RSDF5 ID C22 landownership public land strucutres 1600 water standpipes and tanks sanitation VIPs combination 2008 8ha
a)
3.4.3 Infrastructure and Service Das Level an Infrastruktur und Serviceleistungen variiert ebenfalls stark und hängt vom rechtlichen Status der Siedlung ab. Von komplett „unserviced“ Gebieten, über die staatliche Bereitstellung von Grundversorgung, bis zu teilformalisierten „Site and Service“ Programmen mit Zugang zu Wasseranschluss, Kanal und (pre -pay) Elektrizität je Parzelle.
c)
b)
Attractors: industry, farming, transit camp, transport artery, farming, construction works,
Wachstum gestaltet sich, sofern möglich, als flächige Ausbreitung, entlang der stark frequentierten Bereiche und innerhalb des sozialen Netzwerks. In begrenzten, informellen, parzellierten Siedlungen führt die Nachverdichtung zu den sogenannten „Backyard Shacks“. In formal unstrukturierten Siedlungen führt Zuzug zu engen Erschließungsgassen mit Verlust des öffentlichen oder halb-öffentlichen Raums.
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Mobile Toiletten (VIP´s), kommunale Wasserstelle und Müllcontainer bilden die technische Grundversorgung um den größten Unannehmlichkeiten und Gefahren beizukommen. Probleme sind auch in formalisierten Gebieten, neben der baulichen Struktur, die schlechten Straßen und mangelhafte Entwässerung und es kommt zu Überschwemmungen und der Zerstörung von Besitz und Anlagegut. Kein Zugang zu Elektrizität heißt, es muss auf teurere und gefährlichere Mittel (Petroleum) zurückgegriffen werden. Wenn es brennt
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Zeventfontein 2009, numbered Shacks for Relocation, Community Watertab, Securitycompany on Site, chemical Toilets, Postboxes
fehlt Löschwasser und hohe Dichte erleichtert die Feuerausbreitung. Straßenbeleuchtung ist eine Frage der Sicherheit, wird jedoch meist nach alter Tradition als Meter hohe (schußsichere) Flutlichtanlage und wie Kanalsystem, erst mit Beschluss der „in situ“ - Aufwertung installiert. Die ersten sozialen Infrastrukturen sind Schulen, dann Bibliotheken und Gemeindezentren. Sie werden meist in größeren, teil-formalisierten, also parzellierten und gewarteten Gebieten implementiert. Die ersten Unternehmen, die sich in oder um nicht-formelle Gebiete ansiedeln, sind Tavernen mit Ausschanklizenz, Bestattungsunternehmen, billig - Supermarktketten, Altstoffsammelstellen und Baumärkte. Informelle Abkommen mit lokalen Arbeitgebern, bzw. anderen Bewohnern zur Mitnutzung diverser Leistungen, spiegeln wiederum die komplexen Netzwerke und Abhängigkeiten wieder. Auch der Großteil an Nahversorgung und Dienstleistungen ist selbst organisiert . (Siehe Kapitel 3.5: Nonformal Service) Verwaltung und Organisation bzw. notwendige soziale Einrichtungen, denen der Staat nicht nachkommt, werden über diverse kommunale Organisationen geregelt. „Because of the bad smell of running water in the streets and the pit latrines that we use in Zevenfontein we are even afraid to invite friends coming from outside because we are afraid of embarrassment“ Bewohner aus Zevenfontein bei Massenversammlung des CDF (Community Development Forum) via Planact
3.4.4 Inhabitants Die Bewohner nicht-formeller Siedlungen entstammen der „rural-urban“, „inter-urban“ und „intra-urban“ Migration. Innerhalb Städten meist aus anderen informellen Siedlungen, aus Backyard Shack - Mietverhältnissen oder Arbeiterquartieren. Manche verbringen ihr ganzes Leben in der selben Ansiedlung, um schlussendlich vielleicht sogar von einem Wohnbauprogramm zu profitieren, andere wiederum verweilen nur temporär aus individuellen Gründen. (Smit 2006) Durchschnittlich kann man mit 2-3 Personen pro Haushalt rechnen, doch die Bandbreite reicht von Single Haushalten bis zu 6 Personen und mehr. Es gibt Siedlungen mit vorwiegend Singlemänner – Haushalten und die aus Arbeitsgründen ihren Zweitwohnsitz in einer städtischen informellen Gemeinde haben. (Himlin, Engel, Mathoho 2005)
Dann wiederum Siedlungen mit vermehrt Frauen und Kindern, oder Gemeinden mit sehr jungen Bewohnern bzw. wiederum fast ausschlißlich Erwachsenen und kaum Kindern. Diese Angaben lassen sich jedoch nicht verallgemeinern und nach Studien kann nur angenommen werden, dass das Durchschnittsalter sehr jung ist und prozentual mehr Frauen in informellen Siedlungen leben als Männer (Bolnick, Prentice 2004). Die meisten Haushalte haben irgendeine Art von mehr oder weniger regelmäßigem Einkommen. Generell ist dieses aber sehr niedrig und bewegt sich zwischen 0 und 3000 Rand (knapp 300 Euro). Durchschnittswerte liegen laut Smit (2006) bei ca. 750 Rand (70 bis 75 Euro) pro Monat und Haushalt. Er unterscheidet innerhalb nicht-formeller Siedlungen zwischen „well off“, „better off“ und „poor and vulnerable“ Haushalten. Einkommensstrategien sind formelle Arbeitsverhältnisse, Tätigkeiten im informellen Sektor oder Selbstständigkeit. Wobei hier je nach Siedlung die Verhältnisse stark schwanken. Generell gehören Bewohner, die in formellen Angestelltenverhältnissen stehen, aber auch Besitzer informeller Tavernen (Shebeens) oder Greisler (Spaza oder Tuckshop) zu den well offs und better offs. Niedrigere informelle Tätigkeiten wie Frisör, Telefonzellen oder Müllsammler mit unregelmäßigem Einkommen bilden die poor and vulnerble Gruppe. Hier gilt laut Smit (2006) außerdem, dass besser gestellte Haushalte meist von Eheleute geführt werden und an das Stromnetz angeschlossen sind. Die Ärmsten, meist alleinstehende Frauen mit Kindern, leben von Sozialhilfe oder Pensionen und werden teilweise über Hilfseinrichtungen mit Essen versorgt. Verschiedenste Abmachungen und Unterstützungsformen ermöglichen in vielen Siedlungen ein funktionierendes Verwaltungs- und Sozialsystem. Stromanschlüsse, Mietbeiträge oder andere Leistungen werden oft über Arbeiten im Haushalt, Einkäufe oder sonstige Dienste vergolten oder umgekehrt erhält der Mieter mit seinem Beitrag ganz den Besitzer. Wichtige Positionen in der Gemeinde stellen der Ältestenrat, politische Parteien und religiöse Verbände. Die verschiedenen Einkommensklassen und Interessensgruppen innerhalb informeller Siedlungen schaffen jedoch auch ein hohes Maß an Konfliktpotenzial zwischen den Haushalten bzw. verschiedenen Zonen innerhalb der Ansiedlung.
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3.4.5 Dwellings Einkommen bzw. Vermögen der Bewohner informeller Siedlungen spiegelt sich stark in ihrer Unterkunft wieder und bestimmt soziale Stellung. So werden Baumaterialien als Anlagegut gesehen und das Gebäude nach und nach den Bedürfnissen entsprechend ausgebaut. Man unterscheidet Unterkünfte in nicht-formellen Siedlungen bzw. den Wohnstätten der urban Poor in - Shacks unserviced, - Shacks serviced, - RDP Houses, - Core Houses und - Houses. (Smit 2000) Man findet also auch in formalisierten Townships mit Adresse, Strom, Wasser und Kanalversorgung oft unzählige unangemessene Unterkünfte aus Wellblech die sogenannten „Shacks“. Materialien für die „Shacks“ sind meist Rundhölzer als Konstruktion und gebrauchtes Wellblech als Hülle und Aussteifung, hinzu kommen diverse Planen, Plastik, Metallreste und Papier. Die Durchschnittsgröße eines Shacks beträgt 21m2 (Smit 2000), fängt aber bei 2 mal 2 Metern an, ist meist zwischen 2 und 2.5 Meter hoch, mit flachem Dach und wird rechteckig oder L - förmig der Anzahl von Bewohnern angepasst. Die Wellblechhütte gibt es ebenfalls als Fertigteilvariante und die Wandelemente, die „Zozos“, können am Straßenrand erworben werden. Gesundheitliche Probleme, bzw. die schlechten Komfortwerte entstehen vor allem durch fehlende Dämmung und so heizt sich der Innenraum im Sommer extrem auf, bzw. ist im Winter kaum aufzuwärmen. Bei Regen findet sich immer ein Loch und die Erdfeuchte tut ihr übriges, außerdem sind Wellblechhütten Brand gefährdet und bieten keinerlei Schutz vor Einbruch. RDP Häuser in Selbstbauweise, oder über Bauträger errichtet, bestehen aus Betonziegeln, Wellblechdach, standardisierten Stahlrahmenfenstern und sind ebenfalls unzureichend nach klimatischen Bedingungen gestaltet. Im Laufe der Jahre gab es diverse Typen und Standards für die geschenkten Häuser und vor allem die Größe hat sich von den gesetzlich vorgeschriebenen 20 m2 auf 40 m2 vergrößert. Die sogenannten well offs, mit geregeltem Einkommen, wohnen meist in ganz „normalen“ Häusern oder, ihrem Budget entsprechend, umgebauten geförderten Unterkünften. Im Township sind der Häuselbauer-mentalität kaum Grenzen gesetzt und verschiedene Bauweisen und Stile werden gemischt. Besonders Säulen, prunkvolle Einfahrtstore und eine individuell gestaltete Mauer repräsentieren den Status der Bewohner nach Außen.
Zielgruppe von Gewalt bzw. Kriminalität sind hier primär Frauen, im öffentlichen Raum, als auch Zuhause, Straßenhändler und Arbeitnehmer die in den frühen Morgenstunden und Abends von/zu ihrer Arbeitsstelle pendeln.(Mathéy 2005) Unübersichtliche Gebiete werden wenn möglich vermieden und sogar Begrünung wie Büsche als mögliche Verstecke aus dem gemeinschaftlichen Raum entfernt. Als Konfliktherde gelten weiters Tavernen, Minibustaxis und verschiedene politische oder religiöse Gemeinschaften, aber auch Diskriminierung der verschiedenen Einkommensklassen innerhalb der Siedlung bzw. räumliche Segregation. (Seabrook 2007) Möglichkeiten einer aktiven rechtlichen bzw. politischen Vertretung oder gar Mitsprache erfolgt in den seltensten Fällen. Mit dem zuständigen „Ward Councellor“ (Bezirksrat) gibt es meist kaum Kommunikation und wenn sich die Gemeinde nicht mit NGO´s verbündet, bleiben ihre Probleme ungehört. Wie integrativ selbst organisierte Strukturen sind, hängt stark von den Machtverhältnissen innerhalb der Community ab. Es gibt regionale und lokale Zusammenschlüsse zu CBOs und CDFs (Community Board Organisations, Development Foundations) welche gemeinnützig Tätig sind und meist durch NGOs unterstützt werden. Organisationen die sich in Südafrika um die Rechte der urban Poor engagieren und vor allem gegen Zwangsräumungen unterstützend wirken sind z.B.: SA Homeless People Federation (SAHPF), Peoples Dialogue, SA National Civic Organisation (SANCO), Planact, DAG (Development Action Group), Coalition of the Urban Poor (CUP) , Abahlali baseMjondolo, Landless People‘s Movement (Gauteng), Poor People‘s Alliance und andere Netzwerke. (Bolnick, Prentice 2007) „When the politicians ask us to vote for them, they dont ask us if we are from the privately owned land, but when we ask them to assist us with the provision of services like water and toilets, they tell us we are from the private land and there is no help we can get.“ Mrs. Mokone Representantin des Bewohnerkomitees Zandspruit via Planact
Zozo, the prefab - Shack
3.4.6 Challenges and Voice Gesellschaftliche Exklusion und Armut führen ein Wechselspiel mit hoher Arbeitslosigkeit, mangelnder Gesundheitsversorgung, Bildungseinrichtungen, Freizeitaktivitäten, Alkoholismus und Drogen, Abhängigkeit von Sozialhilfe, „no go Areas“, Transportkosten und Kriminalität.
Electricity tapped
Street Lightning for Townships
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3.5 Nonformal Service Laut Statistiken von 2002 sind 31% der südafrikanischen Arbeitskraft im informellen Sektor tätig, davon sind wiederum 86% Afrikaner mit 45% Frauenanteil und erwirtschaften dabei bis zu 30% des GDP (Gross Domestic Product, BIP) (Lund 2003, Walther 2008) Wie schon erwähnt sind Einkommensmöglichkeiten die treibende Kraft nicht-formeller Strategien und so kommt es zu den unterschiedlichsten Formen von ökonomischen Aktivitäten wie Handel, Sammlungen, Dienstleistungen, Landwirtschaft und Produktion. Diese finden wiederum in verschiedenen Formen von Angestelltenverhältnissen statt, Selbständigkeit, bezahlte oder unbezahlte Arbeit und versteckte Lohnempfänger, mit wiederum verschiedenem wirtschaftlichem Potenzial zwischen Überlebenskampf und erfolgreichem Kleinunternehmertum. (Devey, Skinner, Valodia 2003)
3.5.1 Definitions and Typologies
3.5.2 South African Context
Die „International Conference for Labour Statistics“ - ICLS 1993, definiert den informellen Sektor nicht über in ihm handelnden Personen, sondern das Arbeitsverhältnis an sich bzw. den Arbeitgeber, nach folgenden Kriterien. - non registration of the enterprise in terms of national legislation such as taxation, other commercial legislation. - non-registration of employees of the enterprise in terms of labour legislation. - small size of the enterprise in terms of the numbers of people employed. (HSCR 2003)
Die historische Entwicklung und der staatlicher Umgang gleichen dem Umgang mit dem informellen Wohnungsmarkt . Von Überregulierung bzw. dem totalitären Verbot während der Apartheid zu fast gänzlicher Deregulation, mit dem Bussines Act von 1991, welcher der lokalen Verwaltung, im Sinne des Wirtschaftswachstums und des Demokratisierungsprozesses, gänzlich untersagte einzugreifen. (Zack 2008)
Brandt (2006) meint das es in informellen Siedlungen keine Arbeitslosigkeit gibt, da jeder irgendeiner Tätigkeit nachgeht und definiert 4 Sektoren der informellen Wirtschaft als rent (of undeeded property) construction (of undeeded buildings) employments (in unlicensed, untaxed business) services (unlicensed, untaxed) Altmann (2008) wiederum weitet die Problematik der prekären Arbeitsverhältnisse weiter aus und definiert den Begriff der „working Poor“ als all jene, welche weniger als 2 500 Rand (200 - 250 Euro) im Jahr verdienen, egal ob aus formellen oder informellen Arbeitsverhältnissen. Die offizielle Definition der Statistik Südafrika formuliert den informellen Sektor kurz als “…unregistered business, run from homes, street pavements or other informal arrangements” Man unterscheidet also zwischen Tätigkeitsfeldern, Arbeitsverhältnis als auch der Verortung im privaten Raum, öffentlichen Raum oder in formalen Räumen.
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In den Arbeiterlagern und Townships der Apartheid waren Unternehmertätigkeiten und Serviceleistungen untersagt, doch entwickelte sich in den 70er und 80er Jahren ein aktiver Boykott der Nahversorgungseinrichtungen der Elite. Die Errichtung illegaler Geschäfte in der privaten Unterkunft und Begründung des Taxi – Transportwesens definieren und dominieren bis heute die urbanen Raummuster. Im Gegensatz zu nicht-formellen Siedlungen, werden die Potentiale nicht-formeller Geschäftstätigkeit schon länger vom Staat erkannt. Der ehemalige Präsident Mbeki prägte 2003 den Begriff der „2nd Economy“ als Partner und treibende Wirtschaftskraft. (Devey, Skinner, Valodia 2003) Es gab jedoch nie formalen Raum für die informellen Geschäftstätigkeiten und erst seit dem Milleniumswechsel werden Infrastrukturen für nicht-formelle Wirtschaftszweige errichtet. Die sogenannten Taxi Ranks (Minibustaxi Bahnhöfe) und informellen Marktplätze sollen diese lukrative, zweite Ökonomie besser integrieren. Große Unternehmen wie z.B. Telefonanbieter nutzen das Potenzial der illegalen, nicht registrierten Geschäfte oder Straßenverkäufer als Vertrieb und generieren so einen Großteil ihres Umsatz. (Blaauw 2005)
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Die Formalisierung von Straßenhandel wird über Registrierungen, Lizenzen als auch Klein- und Mikrokredite vorangetrieben. Das Department of Economic Development kategorisiert Tätigkeitsfelder und identifiziert geeignete Orte. Die MTC (Metropolitan Trading Company) vergibt die sogenannte „Smart Card“ welche Tätigkeitsfeld, Standort und Mietbeitrag jährlich festlegt und sowohl Südafrikaner und Migranten mit Aufenthaltstitel, Zugang zu gewissen Rechten einräumt, als auch dem Staat Kontrollmechanismen, Hygienebestimmungen, und Finanzierung von Infrastruktur gewährleistet. (Department of Economic Development 2008) Weitere Strategien sind die Unterstützung von Gewerkschaften und Verbänden durch die Informal Trading Chamber (ITC), Lehrgänge um Nachhaltigkeit und Ausbau der Geschäftstätigkeit zu fördern, das Anbieten von Ausstiegsmöglichkeiten und Beteiligungsformen in lokale, formalisierte „Business Nodes“. (Dubasi 2008) „The City of Johannesburg acknowledges the relevance and contribution of informal trading to the economic and social life of the City. Informal trading provides some income to those who are unemployed as well as providing an alternative to established traditional formal sector retail options. The City aims to develop the sector and its participants into a commercially viable and dynamic economic sector, which contributes to the economic growth of the City and the quality of life of its citizens in a sustainable manner. Appropriate infrastructure support and services, entrepreneurial development and spatial planning will be the cornerstones to achieving such a policy goal.“ Department of Economic Development 2008
3.5.3 Understanding Die im Kapitel Nonformal general Understanding genannten Eigenschaften normal, universal, here to stay und potential gelten auch für die nicht-formelle Wirtschaftstätigkeit. Wie bei nicht-formellen Siedlungen entsteht der informelle Arbeitsmarkt durch fehlenden Zugang zu formellen Arbeitsverhältnissen. Einerseits durch die hohe Rate un- bzw. wenig ausgebildeter Arbeitskraft als auch wegen der fehlenden Angebote am Arbeitsmarkt. Nicht-formelle Einkommenstätigkeiten sind ebenfalls universal und passen sich den Gegebenheiten an. Die Verbesserung der Wohnverhältnisse heißt nicht, dass der Status der informellen Erwerbstätigkeit nachzieht, sondern ist vielmehr als Potenzial der sozio - ökonomischen Entwicklung, im Be-
SPAZA AND TAXI NONFORMAL BUSINESS AS RESISTANCE Die Errichtung illegaler Geschäfte in der privaten Unterkunft hat bis heute Tradition. Die Etymologie des Worts „Spaza“ von „Spaza Shop“ als informelles Nahversorgungsgeschäft zeigt den Ursprung im Township auf. Im Townshipslang bedeuted „spaza“ soviel wie „camouflaged“ or „hidden“ und der „Spaza Shop“ ist somit ein „verstecktes Geschäft“. Gleichzeitig kann das Wort aber auch wie „fake“ oder „to hoax“, also mit „Schwindel“ oder „übers Ohr hauen“, übersetzt werden. (Spiegel 2003) Großhändler beliefern die lokalen Vertreiber von Grundnahrungsmitteln und Süßigkeiten und je länger die Vertriebskette desto teurer wird das Produkt. Da es nach wie vor oft wenig lokale, formelle Versorgung gibt bzw. Supermärkte nur über kostspielige Taxifahrten erreichbar sind, bleiben Bewohner auf diese Form der Nahversorgung angewiesen, wer in Besitz eines Autos ist nutzt diese Einrichtungen also weniger.
„..short left short right, after robots baba..“ Lied der Gruppe Cashless Society Der aktive Widerstand, als auch der nicht existente formale Transportmöglichkeiten, führten Ende der 70er Jahre zur Begründung des Taxi - Transportwesens, welches bis heute semi-formell, ohne staatlichen Einfluss über Gesellschaften und Gewerkschaften organisiert ist und vom „Resistance“ Image profitiert. Von Beginn an ständig in Auseinandersetzungen mit Verwaltung und Transportdepartment verwickelt, kam es Anfang der 90er mit der staatlichen Deregulation zu den sogenannten „Taxi Wars“. Der Konkurrenzkampf um Passagiere und Routen zwischen den verschiedenen Organisationen führte zu 300 Toten im Jahr und die oft gewissenlose Fahrweise haben dem Image maßgeblich geschadet. Nur wenige der Fahrer, welche von einem Copiloten, der sich um das Geldeinsammeln kümmert, begleitet werden, sind selbstständig tätig. Meist arbeiten sie für den Minibusbesitzer über Gewinnbeteiligung oder nach fixierten Wochenlöhnen (ca. R 180 - R 300 pro Woche, ILO 2003) ohne Vertrag oder geregeltes Grundeinkommen. Zusätzlich müssen die Fahrer meist selbst für Benzin und Reparaturen aufkommen und so steigt der Druck auf Profit und so viele Fahrten und Kunden wie möglich. Sie operieren je nach Gesellschaft auf festgelegten Routen zwischen formellen oder informellen Taxibahnhöfen, aber ohne determinierte Stationen. Durch die große Konkurrenz kommt es zur gegenseitigen Kontrolle und wer sich nicht an die Regeln hält wird verwiesen oder angezeigt. Diese Form der Selbstregulierung führt jedoch auch zu vielen, sogar gewaltsamen Konflikten. An jeder Kreuzung wird gehupt und potenzielle Kunden zeigen ihr Reiseziel per Handzeichen, liegt es auf der Route bleibt das Taxi stehen. Meist kennen die Nutzer nur die Handzeichen ihrer Hauptdestinationen und viele greifen lediglich auf dieses Verkehrsmittel zurück da es keine andere Möglichkeit gibt. Das informelle Transportwesen ist dadurch im Laufe der Jahre zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige angewachsen und hat dabei verschiedenste Betätigungsfelder kreiert. Von administrativen Arbeiten wie Verwaltung oder Queue Marshalls, (bzw. Chain Masters - regeln die Reihenfolge am Taxirank) welche fixe Löhne bekommen, (~R250 pro Woche 2002, ILO 2003) bis zu Beschäftigungsmöglichkeiten in der Essensversorgung, an Waschplätzen, als Security usw. So stellen in Johannesburg 12 500 registrierte private Minitaxis, (meist 15 und 18 Sitzer) auf ca. 1250 festen Strecken, 30% der täglichen Fahrten zur Arbeitsstelle und generieren dabei einen täglichen Umsatz von geschätzten 11 Millionen Rand. (ILO 2003) Mit dem „Re-capitailsation Programme“ sollen nun größere Busse (18 bis 35 Sitzer) forciert werden (Verschrottungsprämien), die Anzahl auf die Hälfte reduziert, das Transportwesen reguliert und zusätzlich das BRT (Bus Rapid Transport) System eingeführt werden. Diese Reformversuche stoßen bei den Taxigesellschaften aber auf wenig Zuspruch und so kommt es immer wieder zu Protesten und Streiks und wenn Taxifahrer streiken dann steht Johannesburg still.
Bara Link Taxi Rank, formalised and nonformal use, Soweto
„As an employed taxi driver, you don‘t have time with your family. You work from 5 a.m. in the morning to 9 p.m. at night, 16 hours a day, seven days a week. Yet you‘re only paid R80 per week. That‘s what made us realize that a taxi drivers union‘s will help us.“ Mandla Msimang, Chairperson of the Vaal Taxi Drivers Union, Khosa 1994
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sonderen bei Aufwertungsprozessen, zu behandeln. Auch in mehrgeschossigen innerstädtischen Wohnblocks findet man die gängigen Geschäftszweige - im 3.Stock wird eine Wohnung zum Friseursalon umfunktioniert, im 2. Stock ein Liqourstore und im Erdgeschoss ein Greisler. Grundsätzlich reicht das Spektrum informeller Arbeit auch in Bereiche, welche eine gewisse Ausbildung voraussetzen, doch es überwiegen einfache Tätigkeiten die keine besonderen Fähigkeiten voraussetzen. (Straßenverkauf, Parkplatzwächter,...) Informelle Einkommensstrategien betreffen alle Altersstufen, im urbanen Raum überwiegen Männer und in ländlichen Gebieten Frauen. Gewissen Tätigkeiten wird fast äquivalent von beiden Geschlechtern nachgegangen, andere sind wiederum sehr rollenkonform verteilt, wie z.B. Handwerk, Baugewerbe oder Transportwesen für Männer und Kinderbetreuung, Imbissläden oder Textilindustrie bei Frauen. (Devey, Skinner, Valodia 2003) Frauen verdienen auch im informellen Sektor weniger, obwohl sie meist konstanter, den generell sehr temporären Arbeitsverhältnissen und Tätigkeiten nachgehen. Sie befinden sich am unteren Ende der niedrigen Einkommen und gehen oft Arbeiten mit den geringsten Fertigkeiten nach, welche wiederum wenig Möglichkeiten zu Selbstständigkeit oder Ausbau bieten. z.B. Haushaltsarbeit. (Lund 2003)
drinking Water, Alexandra
Carwash, Soweto
Brand (2006) kategorisiert die gängigsten Geschäftszweige Selbsständiger: food stall, cafe, bar, hair dresser, church, school, clothes shop, copy centre, videos(pirated), music (pirated) gadget shop, public phones, cell phones, public transport, day care, dentist, rubbish collection. Doch die Liste an Dienstleistungen und Angeboten ist endlos. Jede Fertigkeit und jeder Besitz ist eine Anlage, wird als Service angeboten, ermöglicht ein Einkommen und kreiert wiederum neue Dienste und Erwerbsmöglichkeiten. (Waschmaschine - Wäscherei, Stromanschluss - Stromverkauf, Handel – Transport und Lagerraum) Der Ort der Tätigkeit hat großen Einfluss auf die Wahl des Geschäftszweiges (z.B. Tourismus gebiete), aber genauso beeinflusst der Geschäftszweig seine Umgebung, im positiven als auch negativen Sinne. So bilden z.B. Shebeens einen hohen Grad an Konfliktpotenzial, auf der anderen Seite gewährleisten z.B. Straßenhändler oder Parkfotografen Sicherheit und gelebten öffentlichen Raum.
Mobile Church, CBD
Die Beachtung und Nutzung dieser lokalen Zusammenhänge, Potenziale und Gefahren entscheidet über Erfolg und Nachhaltigkeit planerischer Umstrukturierungsprozesse und Entwicklungen.
Taxi Evolution
Queuing at Metro Mall Taxi Rank, CBD Johannesburg
Spaza, nonformal business in a RDP House, Cosmo City 25
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3.5.4 Main Challenges Nicht vorhandene Rechte und Vertretung führen zu Ausbeutung, unregelmäßigem Einkommen ohne Lohnregelungen und gewährleisten weder finanzielle Sicherheit noch Gesundheitsversorgung. Fehlendes Wissen und Fertigkeiten verhindern Profit, Investitionsmöglichkeiten und sind durch die große Konkurrenz oft reine Überlebenstaktik. Hinzu kommen Gesundheitliche Risiken durch fehlende Hygiene bzw. Konsumenten- oder Arbeitnehmerschutz und Kontrollen von Mindeststandards. Die potenziellen Opfer von Kriminalität und fehlende Kapazitäten der Exekution, im Umgang mit „Opfer/Täter“, schwächen die Händler und Dienstleister zusätzlich. (Zack 2008) Unsensible, willkürliche städtische Säuberungsaktionen, als auch die Förderung formaler Selbständigkeit mit Schwerpunkt auf Franchiseunternehmen, ist kritisch zu betrachten. Es bleibt zu hoffen, dass Zugang und Vielfalt des urbanen Raums nicht auf Kosten globalisierter Kentucky Fried Chicken Monotonie verloren geht. Fehlende Verankerung nicht-formeller Arbeitstätigkeit in Raum- und Verkehrsplanung (breitere Straßen, Bürgersteige Mischnutzung in Wohngebieten,..) stellen das primäre Problem auf planerischer, als auch administrativer Seite. Die Formalisierungs-Prozesse von Straßenhandel durch die Metropolitan Trading Company und die Implementierung formaler, informeller Märkte scheitern an zu hohen Mietbeiträgen und Konkurrenzdruck, durch anhaltende informelle Tätigkeit neben formalisierten Orten des Handels. Die Anrei-
ze versperrbarer Kioske, Wasch- und Ruheräumen scheinen den finanziellen Mehraufwand nicht aufzuwiegen. Sogar die Taxiunternehmen weigern sich teilweise für formalisierte Bahnhöfe, in Verbindung mit Infrastruktur, Mietbeiträge zu zahlen. Ein noch fast gänzlich unbehandeltes Untersuchungsfeld stellt der nicht-formelle Service im privaten Bereich. So fehlen Langzeit Studien über ab Heim - Geschäftstätigkeit und Heim - Dienstleistungen, als auch Förderschemen oder Formalisierungs-Strategien abseits der schnell zitierten Mischnutzung. Herausforderung bieten das breite Feld an Tätigkeiten und fehlende Kategorien, neben bekannten Aktivitäten wie Spazashop und Shebeen. Laut der städtischen Abteilung für Entwicklung, Planung und urbanes Management sollen hier aber in Zukunft vermehrt Gelder für umfassende Studien akquiriert werden, um neue Wege einschlagen zu können. (Interviews 2009 Lentsoane) Ein Beispiel für die komplexe Problemstellung und Koordination der Verwaltungsebenen bilden die Tavernen, welche eine offizielle Ausschank-lizenz der Provinz haben, aber weder Standort noch bauliche Situation werden überprüft. Der Stadtverwaltung, als auch Planung sind an dieser Stelle die Hände gebunden, dabei stellen Tavernen oft Konfliktpotential in einer Siedlung. Grundlegendes Problem ist, das alle gut gemeinten gesetzlichen Strategien und partizipative Prozesse mit einem Mehraufwand (Betreuung vor, während und nach Implementierung) verbunden sind, aber von staatlicher Seite die finanziellen Mittel nicht gegeben sind.
WILLIAM, EXT. 6 RDP Lebt in Cosmo City in einem RDP Haus und arbeitet für RULLDTA (Randburg United Local and LongDistance Taxi Association) als Queue-Marshall, oder auch Chainmaster, auf Cosmo´s informellem Taxirank. (Die Taxiorgansiation managt ca. 5000 Taxis und ist vor allem im Nordwesten von Johannesburg mit Sitz in Randburg tätig.) In Cosmo schätzt er 200 bis 300 Taxis, vor allem 15 Sitzer, aber lokal sind auch kleinere Modelle unterwegs. RULLDTA teilt die Taxifahrer in Gruppen und Routen ein, was durch kleine Aufkleber an der Windschutzscheibe ersichtlich ist. Er, als Queue-Marshall, bestimmt über die Reihenfolge am Taxirank. Wer seine Route verlässt wird gemeldet. Die häufigsten Destinationen sind Fourways auf der Route zum Taxirank in Diepsloot und Northgate auf der Route zum großen Taxirank in Randburg, um dort Umzusteigen. Lokale kleinere Taxis fahren nach Zandspruit, Honeydew oder innerhalb der Siedlung. Sein Arbeitstag beginnt spätestens um 6 in der Früh. Manche Taxifahrer schlafen gleich in ihren Autos um die ersten zu sein. Zwischen 11 und 12 sind dann fast alle Taxis weg und auch sein Arbeitstag ist vorbei. Am Nachmittag ist nicht soviel los und es braucht keine Einteilung oder Schlichtung. Die meisten Fahrer warten in Randburg bis die Leute von der Arbeit kommen und bringen sie dann wieder zurück. Ungefähr um 8 sind dann fast alle Taxis verschwunden, denn sie müssen ihre Einnahmen abgeben. Die Fahrten innerhalb von Cosmo City zum Taxirank sind gratis, wenn man dort umsteigt und weiterfährt. Nach Randburg zahlt man ungefähr 10 R. To Fourways
To Randburg
To Diepsloot
To Cosmo City
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Spaza, no
Informal
Spaza, nonformal business in formal dwelling, non-formal business in informal dwelling
Informal market, Cosmo City
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4.0 ADEQUATE HOUSING „Everyone has the right to have access to adequate housing. The state must take reasonable legislative and other measures, within its available resources, to achieve the progressive realisation of this right. No one may be evicted from their home, or have their home demolished, without an order of court made after considering the relevant circumstances.“ Sektion 26 der Südafrikanischen Verfassung Mit dem Verfassungsrecht von 1996 auf adequate Unterkunft für jeden Südafrikaner wurden die Ziele der jungen Demokratie hoch gesteckt. Die Gesetzgebung sieht vor, dass nach einer Wohndauer von 6 Monaten in illegalen Verhältnissen ein Recht auf alternative Unterkunft besteht. Innerhalb von zehn Jahren nach dem Ende der Apartheid wurden dennoch 950,000 Südafrikaner illegal vom Farmland vertrieben.
4.1 Definitions and Laws „Adequate Housing“ definiert sich nach folgenden Kriterien: -legal security of tenure; -the availability of services; -materials, facilities and infrastructure; -affordability; -habitability; -accessability; and -location and cultural adequacy. (DAG 2008) Die Rolle des Staates, als Hauptverantwortlicher, diese Gesetze über Programme entsprechend der Verfassung umzusetzen, die dringendsten Unterstützungsempfänger zu identifizieren und effektive Linderungsmaßnahmen einzusetzen, wurde durch diverse Präzedenzfälle (z.B. Irene Grootboom und ihre Community) definiert. Südafrikanische Metropolen kämpfen seit 1994 zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung mit Entwicklungsprogrammen wie dem nationalen RDP (Reconstruction and Development Programme) und UDP (Urban Development Framework), dem IDP (Integrated Development Programme) und Planungsrichtlinien wie dem SDF (Spatial Development Programme) auf städtischer Ebene gegen die urbane Fragmentierung, Zersiedelung und Exklusion. Das „Reconstruction und Development Programm (RDP)“ von 1994 bedeutet in der Umsetzung 25 Haushalte pro Hektar (d.h. ca 100p/ha) auf jeweils bis zu 250m2 großen Grundstücken. Pro Grundstück ein 30m2 Haus mit 2 Schlafzimmern, einem seperaten Bad mit Dusche und WC, eine Wohnküche mit Waschbecken und Stromanschluß.(DAG 2008) Ein Hauptproblem in der Geschichte der Hauszustellung in Südafrika stellt der Fokus auf die gebaute Struktur aber nicht auf ganzheitliche Strategien zu Besitz und Erhaltung bzw. sozio – ökonomische Entwicklung gelegt wurde. Umsiedlungen ganzer Gemeinden an die Peripherie ohne Anschluß an Transport, Arbeits- oder Ausbildungsmöglichkeiten schaffen keine Vorraussetzungen den Armutskreislauf zu durchbrechen und erinnern eher an die Vorgehensweise unter Apartheidzeiten.
2004 wurden mit dem „Breaking New Ground“ (BNG) Programm und den Kapiteln 12 und 13 der Wohnbausubventionsrichtilinen (Housing Code) neue Regelwerke für eine nachhaltigere Wohnbauentwicklung eingeführt. „….The new human settlements plan reinforces the vision of the Department of Housing, to promote the achievments of a nonracial, integrated society through the development of sustainable settlements and quality housing.“ Department of Housing, DAG 2008 Hauptaugenmerk des BNG Programms richtet sich auf Zusammenarbeit und Finanzierungskooperationen der verschiedenen Verwaltungsebenen, Abteilungen und der Einbeziehung unterschiedlicher Interessensgruppen. Weiters die Förderung von verdichtetem und gemischten Wohnbau auf besseren Standorten durch das Füllen von Lücken im städtischen Raum und Erwerb von öffentlichem Land. Stadterneuerung und Verhinderung von Gentrifizierung, Entwicklung von technischer und sozialer Infrastruktur in Zusammenarbeit mit Gemeinden und NROs. Als auch Förderung alternativer (größerer 40m2) Haustypologien und Rahmenprogramme des RDP, um individuellen Bedürfnissen der Bewohner zu entsprechen. Seit 1994 (bis 2008) entstanden im Rahmen des RDP mehr als 2,5 Millionen Häuser für die unterste Einkommensklasse, davon fast 700 000 in der Provinz Gauteng (DAG, 2008) doch zeitgleich wachsen auch die Gebiete inadäquaten Wohnraums. Der nationale Bedarf an Wohnraum wird auf 1,2 Millionen Haushalte geschätzt, wobei alleine in Johannesburg 8000 Menschen (DAG, 2008) seit Jahren auf der Wohnbau–Warteliste von 1996/97 stehen. Die Erfassung nicht-formeller Siedlungen bzw. der tatsächliche Bedarf an entsprechender Unterkunft wird über „Shack counting“ mit Sattellitenbildern, als auch Registrierung vor Ort ermittelt und kann durch die komplexen, sich ständig ändernden Wohnerverhältnisse immer nur eine Annäherung an die Realität bieten.
4.2 Housing is not just a House with a Title Trotz teilweiser progressiver Gesetztesänderungen auf nationaler Ebene erfolgt die Umsetzung oft noch nach den altbewerten Schemen. Probleme der aktuellen „Slum eradiction“ und „Housing“ Gesetze bzw. deren Umsetzung, nach Experten diverser NGOs, Universitäten, staatlichen Forschungseinheiten und lokalen Communityorganisationen. „When it comes to building houses, we believe that people have the full capacity to build their houses. They only need to organise themselves in order to do that. Pepole should group themselves in different skills and then the governement should empower them to run their own businesses“ Nana Ndlovu, Built Enviroment Support Group (Bolnick Prentice 2004)
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INCREMENTAL HOUSING Housing marketbased programmes
RDP housing programmes
HOUSING PROGRAMMES Project linked Subsidy and Individual Subsidy
Rural housing programmes Indigenous technology grant
Project linked
People´s Housing Process (PHP)
Individual subsidy
SOCIAL / RENTAL HOUSING Social housing
Public rental housing
in situ upgrade informal settlements Emergency housing
STAATSBÜRGERSCHAFT / permanente AUFENTHALTSGENEHMIGUNG GESCHÄFTSFÄHIGKEIT (d.h. über 18 Jahre oder Verheiratet bzw. Geschieden und bei gesundem Verstand) VERHEIRATET, in einer Lebensgemeinschaft oder Single mit finanziell abhängigen Angehörigen MAX. EINKOMMEN R3 500/ Monat und Haushalt ERSTMALIG HAUSEIGENTÜMER ERSTANTRAG AUF UNTERSTÜTZUNG SUBSIDIES 07/08 in respective of a 40 m2 House, DAG 2008 Contribution
Product Price
Individual and Project Linked R 0 - R 1 500 R 1 501 - R 3 500 Aged, Disabled, Health Stricken R 0 - R 3 500
R 38 984 R 36 505 R 38 984
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R 38 984 R 38 984 R 38 984
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Institution must add capital
At least R 38 984
R 38 984 R 36 505 R 38 984
None R 2 479 None
R 46 484* R 46 484* R 46 484*
R 38 984
None
R 38 984
None
R 38 984
Consolidation R 0 - R 1 500 R 1 501 - R 3 500 Aged, Disabled, Health Stricken R 0 - R 3 500 Rural R 0 - R 3 500
Peoples Housing Process R 0 - R 3 500
„...the community builder programme aims to involve community builders in the building of houses – their own, their neighbours, others. It is based on African traditions, where communities helped each other during the harvesting season without financial reward - you only gave food.“ (Joburg 2007) In situ Upgrade Programme
Die wichtigste Erneuerung im Rahmen des BNG Wohnbauprogramms ist die Einführung von „in situ upgrade“ (vor Ort Aufwertung) informeller Gebiete um Umsiedelungen und die damit Verbunde Zerstörung existierender sozioökonomischen Netzwerke zu vermeiden. Das in situ Upgrade Programm wird als Gesamtpaket angeboten und gliedert sich intern in 4 Phasen, wobei die oben genannten Qulifikationskriterien erst in der 4. Stufe zu tragen kommen. In der Antragsphase 1 (gefördert mit R5 830/HH) beginnt der Prozess mit Gutachten zu Land Besitzverhältnissen und Eigenschaften, Regisitrierung der Bewohner, Erwerb des Landes und ersten technischen Eingriffen. Die Phasen 2 und 3, die Projekt Initiation und Implementation in Form von partizipativer Planung, Prozessabwicklung, Erschließung und Aufbau technischer Infrastruktur werden mit R 18 580/HH gefördert. Die 4. Phase behandelt schließlich die Aufstellung bzw. Ausbau der tatsächlichen Wohnstruktur und wird inklusive Erdarbeiten, Strom und Bauträgerprofit mit R43 506 pro HH budgetiert. Das Programm beinhaltet außerdem die Bereitstellung von Sozialer Infrastruktur wie Schulen, Community Centres und Grünraum.
Emergency Housing Programme
Institutional R 0 - R 3 500
Programm für Nutznießer diverser Programme vor 1994 welche in Besitz eines staatlichen Grundstückes mit Infrastruktur sind um ihre Unterkunft auszubauen. Das Haushaltseinkommen darf hier R1 500 nicht überschreiten.
Alternative um Gelder aus den 3 oben genannten Subventionsprogrammen, als auch der ländlichen Option, zu erhalten. Die Umsetzung aber in Selbstbauweise, oft Verbunden mit Ausbildungsprgrammen, auszuführen. In Johannesburg läuft ein integratives Ausbildungsprogramm unter dem Namen „Letsama“.
SUBSIDIES QUALIFICATION
Top Structure Funding
Consolidation Subsidy
Peoples Housing Process
Hostel upgrades
Housing Associations Co-operatives
Subsidies per household income
Die Förderung für ein sogenanntes „give-away“ Haus im Rahmen des ältesten RDP Wohnbauprogramms als indivdueller Antrag oder im Zuge eines Wohnbauprojekts mit der Umsiedlung ganzer nicht-formeller Wohngebiete. Die Kosten für technische und soziale Infrastruktur werden von der Stadt getragen, die bauliche Struktur und das Land vom „Department of Human Settlements“ der Provinz. Weiters werden anfallende Transportkosten und Ummeldungen im Umsieldlungsprozess mit einem sogenannten „relocation grant“ von R938/HH vergütet.
R 38 984
Dient der Unterstützung von Siedlungen in Gefahrensitutationen (z.B. Hochwassergebiete, Zwangsräumung) und Menschen welche durch äußere Umstände (z.B. Feuer) ihre Unterkunft verloren haben. Das Programm ermöglicht der Stadt lindernde Maßnahmen über technische Infrasturkuren oder temporäre Unterkünfte zu setzen, nicht aber formalen Wohnraum zur Verfügung zustellen.
Rural Subsidy
Ländliche Wohnbauprogramme für Bewohner in abgeklärten Besitzverhältnissen, meist auf staatlichem Land.
Institutional Subsidy
Für Wohnbauträger, die leistbaren Wohnraum auf Miet- oder Genossenschaftlicher Basis zur verfügung stellen. In Johannesburg über die Johannesburg Social Housing Company (Johsco) gemanagt und verwaltet. Die Förderung für verdichtetes Wohnen auf Mietbasis betrifft vorallem die Renovierung innerstädtischer Wohnhausanlagen, als auch den Umbau alter Bürogebäude und Neubauten. Die Förderung über R25 800 pro Wohnung für Familien mit einem monatlichen Einkomen von weniger als R3 500 erhält der Bauträger.
*incl. prev. acquired stand at R 7 500 30
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Community Residential Units Programme
Dieses Programm auch bekannt als ARA – Affordable Rental Accomodation fördert den Umbau der alten Arbeiterhostels zu Familien oder Single Einheiten bzw. andere Mietobjekte für die Einkommensklasse unter R3 500.
Fast tracking Programme
Zimmermiete in Wohnkomplexen als Übergangslösung bzw. für Einkommen unter R1 500 mit Gemeinschaftseinrichtungen wie Küche und Bad.
Formalising Programme
Eine weitere Initiative um dem Ziel der „slum eradiction“ zu entsprechen ist die Formalisierung von Townships. Dabei werden Besitzrechte registriert und Siedlungen offiziell als Township eingetragen und mit dem „fencing programme“ Grundstücke abgenommen, nummeriert und weiters Straßennahmen etabliert.
Housing market based Programmes/ Finance-linked individual Subsidy
Für den sogenannten „GAP-market“, also Haushalte mit zuviel Einkommen um Anrecht auf herkömmliche Wohnbauprogamme, welche aber nicht über genug Kapital verfügen um ganz selbstständig Wonraum zu erwerben, (Einkommen R3 501 - R7 500/Monat) gibt es über besondere Darlehen in Zusammenarbeit mit Banken Unterstützung. (fürs Eigenheim als auch für Mietwohnungen)
4.2.1 Challenge Image Vokabular wie Eliminierung und Ausrottung und die Kriminalisierung, grenzen Bewohner informeller Gebiete noch weiter aus, stärken das NIMBY Syndrom und verhindern integrative „mixed Income“ Projekte. Die Entscheidung welche Siedlungen aufgewertet oder umquartiert werden ist politisch motiviert und wird über den Faktor Sichtbarkeit entschieden bzw. im Vorwahlkampf als Bestechungsgeschenk eingesetzt.
4.2.2 Challenge financial and administrative Capacities Korruption, als immer wieder kehrende Herausforderung und Konfliktpotential. Finanzierungsprozesse verschiedener Vewaltungsebenen und städtischer Abteilungen sind nicht aufeinander abgestimmt und es werden weiterhin Wohngebiete ohne soziale Infrastruktur oder Transportmöglichkeiten umgesetzt. Gleichzeitig gibt es kaum Finanzierungsmöglichkeiten für nachträgliche Implementierung sozialer Einrichtungen oder Verdichtung in bestehenden „low Income“ Siedlungen. Raumplanerische Regelwerke wie z.B. der IDP, welcher Kriterien festlegt wo Aufwertung möglich ist, wurden nicht auf das neue Wohnbauprogamm abgestimmt, bzw. werden die Nationalen Gesetze auf Provinz- und Stadt Ebene konträr interpretiert. Unter dem Deckmantel der „Slum Clearance“ und „Land Invasion Management“ werden Siedlungen noch immer zwangsgeräumt und an den Stadtrand verfrachtet. Der Mangel an gut gelegenem Land, bzw. beschränkte finanzielle Mittel neues Land zu verstaatlichen, verhindert integrative Stadtplanung und es kommt zu unverdichteten, groß-
Subsidised Housing through different Programmes , Johannesburg 31
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flächigen Wohnbau - Projekten an der Peripherie mit hohen Erschließungskosten und Zersiedlung von Naturraum. Mangelndes Wissen um Lebenswelt und Bedürfnisse der uban Poor und fehlende gesetzliche Definitonen was z.B. well located Land bedeuted, führt zu standartisierten Lösungen. Fehlende Erfahrung im Management partizipativer Planungsprozesse, bzw. nicht existente Institutionen zur Kommunikation zwischen Verwaltung und Bedürftigen verhindern nachhaltige Projekte.
4.2.3 Challenge Subsidy scheme and House Durch die Qualifikationskriterien werden junge Menschen, insbesondere Frauen in die Ehe bzw. zur „Produktion“ von Angehörigen gedrängt. Weiters schließen sie die große Zahl an Zuwanderern in informellen Gebieten aus, ohne alternative Wohnmöglichkeit bereitzustellen. Subventionen sind auf Individuen fokussiert und bei Ableben ist der Antrag nicht auf Angehörige übertragbar. Im neuen vor - Ort Aufwertungsprogramm profitieren zwar ganze Siedlungen, abgesehen von Qualifikationskriterien der einzelnen Haushalte, doch in der 4. Phase, also der tatsächlichen baulichen Struktur, kommen die Förderrichtlinien zu tragen und für die Mehrkosten muss selbst aufgekommen werden. Fehlende Aufklärung zu den verschiedenen Programmen und Registrierungsmöglichkeiten bzw. nicht leistbare Antragsformalitäten (C-form) verhindern trotz Anspruch den Zugang zu leistbarem Wohnraum. Das Haus als Anlage funktioniert nur bedingt, da die Veräußerung auf 8 Jahre verboten ist, Anbauten nur nach formalen Baunormen und Genehmigung erfolgen dürfen und Einkom„[....]Our view is that shack settlements are communities to be developed and not slums to be eradicted. Our view is that the Slums Act is a clear return to colonial and apartheid style attempts to turn poverty into a security problem instead of a question of justice. Our view is that this Act is a clear attack on the poor and on our right to access the cities. Our view is that this Act is an attempt to develop the country in the interests of the rich by banishing the poor from the cities instead of doing the right thing which is to democratize the cities. […..] We do fear that those in government who seek to complete the removal of the poor from the cities, those who wish to sentence us to the prisons known as `transit camps`will take this judgement as a green light for massive evictions. The movement still believes that Amandla is still Awethu and that there is no one that can take that away from us. We will continue to protest the governments ongoing attacks on the poor against evictions called ,delivery´, against governments shacks called ,transit camps´ against rural human dumping grounds called ,housing opportunities´. Against the failure to provide services to settlements resulting in fires, endless water queues, sickness and attacks in dark nights [....] It ist the Movement´s mandate to fight for the right to the cities. This is why we exist. The order that we are living under does not accept our humanity. It does not accept our presence in the cities. It does not eccept our pressence in discussions about the future of this country or even in discussions about our own future. Therefore we are determined to create a new order from below. We realize that this makes us out of this order. We accept that long ago when we determined to be out of any order that excludes us from discussions obout our future and evicts us from the cities. A luta continua.“
Abahlali baseMjondolo Shack Dwellers Movement vor dem Obersten Gerichtshof in Durban 2009 gegen den „KwaZulu-Natal Elimination and Prevention of Re-Emergence of Slums Act 2007“
mensstrategien über Ab-Heim-Verkauf und -Dienstleistungen illegal sind. Zusätzlich erhalten die Nutznießer der Wohnbauprogramme zwar ein Besitzrecht auf das Haus, nicht aber auf das Grundstück, bzw. das Land auf dem ihr Haus steht. Dies verhindert Aufwertung von Wohnbiographie und Lebensstandard. Die bauliche Struktur, als auch technische Infrastruktur, ist teilweise sehr schlecht, da Bauträger fixe Subventionen kassieren und über billige Baustoffe Kosten sparen, anstatt alternativen zu erarbeiten. Zukünftige Bewohner haben keine Wahlmöglichkeit was Typologie, Bauweisen oder Material betrifft. Weiters gibt es kaum nachhaltige Energie- bzw. Kostensparmaßnahmen durch klimagerechtes Bauen, alternative Baustoffe oder Energiequellen. Das Versprechen, dass jedem Südafrikaner ein Haus zusteht kreiert eine künstliche Nachfrage nach einem Eigenheim um die Bauwirtschaft zu fördern und Antragsteller bestehen nun auf die altbewehrte Hauszustellung. Die nicht-formelle Wohnstruktur wird durch die großzügige Zerstörung im Umsiedlungsprozess weiter abgewertet und nicht als Kaptialanlage respektiert. Der Begriff „Social Housing“ meint in Südafrika ausschließlich Mietwohnungen, ist aber nur zu einem geringen Anteil für die unterste Einkommensklasse erschlossen denn sie erfordern ein Mindesteinkommen von über R2 500. Diese temporäre Wohnlösung, meist in Innerstädtischer Lage und somit leichtem Zugang zu Arbeit und Infrastruktur, würde sich eigentlich als Einstiegsmöglichkeit der urban Poor, oft in Stadt - Land Arbeitsbeziehungen, anbieten.
4.2.4 Challenge Time and Process Die konventionelle Bereitstellung von Wohnraum kann der hohen Nachfrage nur sehr langsam entgegenkommen und zwischen Antrag und Übergabe vergehen Jahre in denen sich die Haushalte und Siedlungssituation ändert. Die fortwährenden Gesetzesänderungen verlangsamen den Prozess zusätzlich und ganze Siedlungen verharren jahrelang in sogenannten „Transitcamps“ ohne Anrecht auf städtische Serviceleistungen. Meist gibt es keinerlei Kommunikationsmöglichkeit mit der lokalen politischen Verwaltung. Bewohner stimmen Umsiedlungen wegen R 250 „food support“ zu, wissen aber oft bis zuletzt nicht wo ihr neues Lebensumfeld liegt. Informelle Siedlungen, die für eine Aufwertung vor Ort in Frage kommen würden, oder die sich im Umsiedlungsprozess befinden, werden zum Anziehungspunkt und verdichten sich bis sie die Voraussetzungen eine teilweise Umsiedlung oder temporäre Umsiedlung erfordern. Unterschiedliche, nicht selbst bestimmte Wohnlösungen innerhalb einer Gemeinde führen zu Konflikten und zerstören lokale Netzwerke und soziales Kapital. Anstatt wie im BNG vorgesehen NGOs und das Einrichten von Community Organisationen für Siedlungserhebungen zu fördern, setzen vom Staat beauftragte Bauträger Securityfirmen ein um Räumung und Umsiedlung zu managen.
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4.2.5 Claims Viele der oben genannten Probleme sind altbekannt, wurden mit dem BNG Wohnbauprogramm von 2004 und aktuelleren Adaptionen theoretisch adressiert, doch die hohe Nachfrage erfordert grundsätzliche Änderungen. ExpertInnen diverser NGOs, Universitäten, staatlicher Forschungseinheiten und lokaler Gemeindeorganisationen fordern mehr Fokus auf folgende Punkte: Siedlungs bezogene Erhebungen, Implementierung lokaler administrativer Informationszentren, repräsentative Gemeindevertretung und Aufklärung um die lokalen Faktoren und Bedürfnisse zu erfassen, das soziale Kapital zu fördern und aktive Partizipation zu ermöglichen. Mehr Flexibilität bei Beihilfeprogrammen, entsprechende Finanzierungspläne und lokale Spargruppen um Selbstbauinitiativen, schrittweisen Ausbau und Individuelle bauliche Verbesserungen und somit selbst bestimmte Entwicklung und Unabhängigkeit zu gewährleisten. Hauptaugenmerk von staatlicher Seite, neben dem Ausbau eigener Kapazitäten, auf die Gewährleistung von sozialen Infrastrukturen und die Umsetzung mit lokaler Arbeitskraft schrittweise und arbeitsintensiv zur Bildung von Kompetenzen und Fertigkeiten. Stadtentwicklungspläne und Regelwerke mit Fokus auf Transportrouten, möglichen Subzentren und Nodes unter den Aspekten dichterer Bebauung, Mischnutzung und nicht motorisierten Verkehrs. Durch spezielle Zonierung die Anerkennung von Rechtsanspruch und flexible, auch kollektive Besitzverhältnisse zu fördern. Die radikale Umstrukturierung des Flächennutzungs und Bebauungsplans in nicht-formellen Siedlungen um Einkommensstrategien wie Ab-Haus- Verkauf oder Untermiete zu unterstützen. Des weiteren die Entwicklung eigener Baunormen (Dichte, Größe, Typologien und Materialien) um den räumlichen und wirtschaftlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.
„We are on a sincere listening campaign to have a proper discussion about the lives of the poor. I came here to sleep among them (shack dwellers) to experience how they live.“ Tokyo Sexwale, Minister of Housing, 2010 THE TRADITIONAL HOUSE Südafrika die Regenbogennation, das Land mit 11 offiziellen Sprachen und noch viel mehr Kulturen. Dieser kurze Einblick soll die vielfältigen Einflüsse der verschiedenen Kulturen auf den gebauten Raum widerspiegeln, hat aber weder ethnologische Relevanz oder Vollständigkeit und nimmt keinen regionalen Bezug. Die in Südafrika beheimateten Ethnien Ndebele, Sotho, Zulu, Xosa, Venda und Tswana, die Indischen Einwanderer, als auch die englischen und holländischen Kolonialmächte haben, unter Anderen, mit ihren eigenen Bautraditionen und Raumpraktiken die Baukultur des Landes beeinflusst und hybridisiert.
Abb.: 03
Zulu
Xhosa
Wie jedoch mit dem vorhandenen Kulturgut umgegangen wurde zeigt sich in dem Beispiel „indigenous House“ als Beschreibung einer staatlich errichteten Unterkunft. Die Rundhäuser weisen bauliche Merkmale auf, welche auch in meiner Analyse zu tragen kommen. Zeichen an der Fassade, Dachüberstand, Drainagering und die erweiterte Sockelzone als Sitzmöglichkeit. Traditionelle Materialien sind Gras als Deckmaterial, Lehm in Ziegelform als auch Füllelement und Verputz, Steine in Korbkonstruktionen aus Holz und geflochtenen Ästen. Da die Häuser sehr klein sind spielt der Raum zwischen den Gebäuden eine große Rolle und es wird den verschiedenen Tätigkeiten, der Freizeit und Arbeit, im Außenraum nachgegangen. Zu finden sind die traditionellen Südafrikanischen Rundhäuser aber nur mehr in armen ländlichen Gegenden bzw. in Freilichtmuseen.
Venda
Tswana
Die Europäer brachten unter anderem das Sichtmauerwerk, das Schilfdach, den Sandstein, den Viktorianischen Stil, Giebel und Erker und den Rückzug in die Privatheit mit großen Wohnküchen der Bauernhäuser. Ndebele Abb.: 04
Die Fortführung von Forschung und die Aktivierung alternativer Systeme, Formen und Verantwortlichkeiten der Hausbelieferung, Haustypen, Prozessteuerung und Finanzierung, Besitz und Erhaltung als auch Akquirierung von gut gelegenem Bauland. 33
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5.0 THE DEVELOPMENT
000
Das Wohnbauprojekt Cosmo City, dessen Kosten sich auf 3,9 Milliarden Rand (450 Millionen Euro) (Cowden 2009) belaufen, wird auf 1100 ha Land mit 12 300 Wohneinheiten 70 000 Menschen verschiedener Einkommensklassen beherbergen. (5,7 Personen/Wohneinheit) Die Satellitenstadt bildet das erste Großprojekt als „PublicPrivate-Partnership“ in Gauteng das nach Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung konzipiert ist. Durch einheitliche Implementierung sozialer Infrastrukturen und Leistungen, verdichteter Mischnutzung, integrativer Prozessabwicklung und verbesserter Bausubstanz soll erstmals Zugang zum formalen urbanen System für die „urban Poor“, im Sinne des BNG Programms, gewährleistet werden. Die Faszination lag für mich, vorerst in der Größe des Projekts – der Entwicklung einer ganzen Kleinstadt, mit fast so vielen Einwohnern wie meine Heimatstadt Klagenfurt. Es stellt sich dabei die Frage wie so ein Umsiedlungsprozess von mehr als 6 000 Haushalten vonstatten geht und wie durch planerische Strategien Inklusion und Interaktion zwischen den Einkommensklassen gefördert werden soll. Vor allem aber, wie die Bewohner nicht-formeller Siedlungen diesen formalen Raum für sich einnehmen.
einem Wohngebiet für den Mittelstand umwidmen lassen. Noch bevor er sich 1999, wegen Krebserkrankung das Leben nahm, verkaufte er schließlich ,gegen den Willen seiner jüngeren Kinder, Teile seines Farmlands an die Stadt Johannesburg. Nur sein ältester Sohn Hans Van Tonder war Befürworter des Verkauf und lebt bis heute am Land seines Vaters – in einem geförderten Haus in Cosmo City.
5.2 The Process Der Startschuss für die Entwicklung von Cosmo City wurde im Jahr 2000 nach einem Wettbewerb durch die Stadt Johannesburg und dem Zuschlag an Codevco als Generalplaner gelegt. Die große Nachfrage an Wohnraum im Norden von Johannesburg und wachsende informelle Siedlungen auf Privatland drängten die Stadt schon Anfang der 90er, durch einen Gerichtsbeschluss der Provinz Gauteng, zur Konzeption dieses großen Wohnbauprojekts.
Mit einen Forschungsaufenthalt in Cosmo City im Februar und März 2009, ermöglicht durch das Stipendium der TU Wien für kurzzeitiges, wissenschaftliches Arbeiten im Ausland, wurde das nötige Wissen erarbeitet und Prozesse untersucht. Viereinhalb Jahre nach Spatenstich und dreieinhalb Jahre nach der ersten Besiedlungsphase, konnten somit die Entwicklungen der Stadt vor Ort beobachtet und Austausch mit diversen Beteiligten geführt werden.
Für das sogenannte „Greenfield Project“, also „Projekt auf der grünen Wiese“, wurde 1999 von der Stadt privates Farmland erworben und innerhalb eines Jahres Rahmenbedingungen und Entwicklungsgrundlagen festgelegt. 2001 wurde dann ein Subventionsabkommen zwischen Generalplaner und dem Department of Housing der Provinz beschlossen und auch die Übereinkunft zwischen Codevco und Stadt bezüglich Landrechte vertraglich geregelt. Das „Department of Agriculture Conservation and Landaffairs (DACEL)“ verzögerte den Prozess. Eine Einigung, (EIA - Enviromental Impact Agreement wie unsere UVP - Umweltvertäglichkeitsprüfung) unter Berücksichtigung besonderer Auflagen, kam erst 2003 zustande.
“This is what the people of South Africa have asked for: a decent house. People of different incomes will live together, children will attend the same school, will use the same parks and recreation areas, and will grow up together without discrimination of income.“ Lindiwe Sisulu, Minister of Housing 2005 (Joburg 2008)
Einen weiterern Grund für den verzögerten Baubeginn erwirkte ein Einspruch der Anrainer – Vereinigung „Jukskei Crocodile Catchment Area Forum (JCCAF)“ 2001, gegen die Landumwidmung für das Wohngebiet. Erst 2004 wurde die Klage schließlich gerichtlich abgewiesen und mit Ende des Jahres kam es schlussendlich zum Spatenstich.
5.1 The Land Das ehemalige Farmland Zandspruit, auf dem heute Cosmo City entsteht, gehörte einst dem Autor von „Boerestaat“ (Burenstaat bzw. Bauernstaat) Robert Van Tonder. Er ist Gründer der „Boerestaat Party“, einer Rechtsradikalenpartei, der auch die „Afrikaaner Weerstandsbeweging“ unter der Führung des 2010 ermordeten Terré Blanches angehörte. Wie Blanches forderte er den eigenen Burenstaat und veranstaltete Treffen auf seiner Farm, die von der Afrikaanschen Presse als „rowdy, typical right-wing neo-nazi thuggery“ bezeichnet wurden. Er war Herausgeber der später verbotenen Zeitschrift „Die Stem (The Call)“ und Onkel des ehemaligen Südafrikanischen Präsidenten de Klerk. Van Tonder,der erste afrikaansche Autohändler in Johannesburg und Gründer der Vorstadt Randburg, wollte als Immobilienmarkler bereits in den 80er Jahren Teile seiner Farm zu
TIMETABLE 1995 Courtorder to provide affordable Housing 1997 Plans for a R 1,5 Billion Housingprojekt 1999 Land identification 2000 Assignment Codevco 2001 Land and Subsidy Agreement 2001 Appeal JCCAF NIMBY 2003 Enviromental Impact Agreement 2004 Dismissed Appeal JCCAF 2004 December Construction starts 2005 November first Beneficiaries move in 2006 December 1504 Houses and 3 Schools 2008 6500 Houses out of 12 500 (planned 9300) and 5 Schools, 1 temporary informal Market, 1 private Clinic 2009 March ca. 8000 Houses, 8 Churches, 7 Parks, 2 Garage sites sold, 2 Business sites sold, 2010 December planned Completion (should have been end of 2009) 35
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Envirom. Impact Decision
Subsidy Agreement CODEVCO
Aggreements Land Availability Services Level Subsidy Link Services
Agreements Development Bulk and Link Engineering Design and Construction
GDoH* GDoACEL**
MOES***
Region C
Joburg Water City Power Joburg Parks Pick it up
Project Manager
Steering Committee
Sub - Committees
Housing Economic Development Law Enforcement
Township Establishment Land Survey
Overall development -Housing -Infrastructure
Top Structures Give away social faciliation Credit linked & bonded marketing Internal Service
RDP (give-away) Credit-linked Social/Rental Bonded (free market)
Enviromental Monitoring & Mitigation Technical Abb.: 05
Der Planungs- und Entwicklungsprozess wird über ein „Steering Committee“ (Lenkungsausschuss) mit Vertretern der Stadt und des Generalplaners gesteuert. Weiters wurde ein „Interdepartmental Coordination Committee“ mit den verschiedenen beteiligten Abteilungen der Stadt, als auch 5 thematische (Urban Management, Housing, Technic, Enviroment und Economic) Unterkomitees für Verwaltung, Planer und Ausführende eingerichtet.
*Gauteng Department of Housing ***Municipal Owned Entities
an Eskom für Instandhaltung. Cityparks ist für Parks und die Verwaltung des Naturgebietes (in diesem Fall vor allem die Abzäunung) zuständig und Joburg Water für die Wasserversogung. Die sozialen Infrastrukturen wie Sport und Community Einrichtungen und Begrünung werden von der Stadt in Zusammenarbeit mit der Provinz getragen.
5.3.3 Province Gauteng 21%
5.3 The Players 5.3.1 Codevco 66% Codevco ist ein Zusammenschluss zu gleichen Teilen (50/50) von „Basil Read“, als einer der ältesten Baufirmen des Landes und dem „Kopano ke matla“- Konzern, als Treuhänder der Südafrikanischen Gewerkschaft COSATU (Congress of Southafrican Trade Union und Teil des ANC). Codevco fungiert als Generalplaner, steuert Prozessabwicklung mit allen Beteiligten, übernimmt technische Planung und Vergabe. Weiters die interne technische Infrastruktur und Konstruktion in den „credit linked Housing“ und „bonded“ Zonen. Die Konstruktion der Häuser und Finanzierung der „bonded“ bzw. „free market“ Häuser übernimmt Phuma/M5, Layout das Planungsbüro Urban Dynamics . Insgesammt arbeiten über 150 Subunternehmen in Cosmo City. Die Parzellen für verdichteten Wohnbau, gewerbliche, institutionelle (Kirchen) und industrielle Landnutzung inklusive der internen technischen Infrastruktur werden über, Codevco und Stadt an, Privatunternehmen verkauft.
5.3.2 City of Johannesburg 13% Stellt Auftrag, Land und technische Infrastruktur für die RDP Zonen über stadteigene Unternehmen. City Power konzipiert, installiert und managt die Stromversorgung und übergibt sie
Department of Housing und Department of Finance stellen die „Project Subsidy“ für die RDP bzw. „give-away“ Häuser. Das Department of Education stellt die Finanzierung für Bildungseinrichtungen und das Department of Health unterstützt eine „public-private“ Clinic. Department of Mineral and Energy Affairs finanziert Joburg Power. Weiters ist die Provinz für die Verwaltung von Kindergärten zuständig.
5.3.4 Beneficiaries Nutznießer dieses Wohnbauprojekts sind in erster Linie die Bewohner der informellen Siedlungen Zevenfontein und Riverbend, welche ein Jahrzehnt auf ihre versprochene Umsiedlung warteten. Aber auch die ehemaligen Farmarbeiter, darunter zwei Großfamilien der Ndebele, die auf dem Land des einstigen Besitzers und radikalen Burenparteigründer Robert van Tonder, lebten. “We feel strongly that the current efforts by the objectors are simply driven by racisms and the maintenance of the status quo. To this end, government has to assist in ensuring that the poor are protected so that transformation can be translated into reality for our people in Zevenfontein, River Bend and else where in the country. We have become so tired of this project (Cosmo City) because we have waited for almost five years now. We are even planning a demonstration on the day of the court case so that the voice of the poor and not the rich can be heard more loud and clear.” Jack Molepo, Zevenfontein CDF Secretary, via Planact
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ZEVENFONTEIN
Region A / ward 96 / RSDF 9 ID A53 established 1992 structures 2251 landownership private land water communal standpipes sanitation pit and chemical toilets refuse skips 2004 2006 2008
26 03 2003
1000m x 1500m 1 : 20 000
32 ha um 11.7 ha auf 44 ha umsiedlung nach Cosmo City 16.3 ha
JOSEPH, Zevenfontein
Attractors: jukskei river, high income neighbourhood, relocation process
Die Siedlung entstand 1989 durch ländliche Zuwanderung mit dem Fall der Passgesetze. Anfänglich ca. sechs Familien, die als Hausangestellte ihrem Arbeitgeber Miete zahlten, wuchsen in den frühen 90er Jahren mit dem Zuzug vertriebener Besetzer anderer informeller Ansiedlungen. Durch den ständigen Zuwachs und der Bedrohung durch Räumung organisierte sich die Gemeinschaft und forderte in Verhandlungen mit Landbesitzer und Stadtregierung den Stop der Aussiedlungen und die Errichtung elementarer Infrastrukturen. (Moloi 2008) Interne gewaltsame Konflikte zwischen verschiedenen politischen Parteien führten zu einigen Toten bis schließlich der ANC die Macht in der Gemeinde übernahm und die IFP Anhänger nach Diepsloot flüchteten. Da die in der Zwischenzeit auf ca. 12 000 Bewohner in 3500 informellen Bauwerken gewachsene Siedlung auf privatem Land liegt wurden über die Jahre nur Linderungsmaßnahmen wie (80) mobile Toiletten und (6000 Liter Wasser per Haushalt und Monat über) eine Kommunale Wasserstelle zur Verfügung gestellt. (Busang o.J.)
18 04 2004
10 08 2006
Mit Hilfe der NGO planact gründete sich 1999 ein unabhängiges Gemeinde Forum aller Community Organisationen Zevenfonteins (CDF) welches die Entwicklung der Umsiedlung vorantrieben und das Mitspracherecht gewährleisten sollte. Im selben Jahr kam es schließlich zum Beschluß, dass die Siedlung in die geplante Satelittenstadt Cosmo City umziehen werde doch die NGO wurde vom Generalplaner aus dem weiteren Prozess ausgeschlossen. Die über Codevco eingesetzte Sicherheitsfirma (Jambo Security) übernahm der Prozess der Registrierung (Shack numbering) der Bewohner und Management vor Ort. Zeitgleich kam es zu weiterem Zuzug in die Siedlung mit der Hoffnung vom Wohnbauprojekt zu profitieren und es dauerte noch weitere 6 Jahre bis die ersten Haushalte in ihre versprochenen Häuser ziehen konnten. (Moloi 2008)
Lebt schon lange hier und arbeitet manchmal auf Baustellen. Er wartet auf sein Haus, aber niemand weiß wann der Umzug weitergeht und es leben noch 5000 Leute in Zevenfontein. Die Firma sagt die Häuser sind noch nicht fertig. In der Siedlung wird es immer schlimmer und Frauen und Kinder trauen sich nicht mehr in den hinteren Teil. Untertags geht es ja noch aber in der Nacht liegt man zitternd im Bett und greift nach der Waffe. Jambo Security ist nutzlos und sie hätten besser Leute aus der Gegend eingestellt. Ausländer machen es aber für weniger Geld, das bringt Streit.
BONGANI, Zevenfontein
07 09 2008
Lebt schon lange hier und hat seinen Verkaufsstand gleich am EIngang der Siedlung neben der Wasserstelle. Er kauft selbst ein und verkauft dann weiter, vor allem Süßigkeiten und einzelne Zigeretten. Er hat keine Ahnung wann die Umsiedlung weitergeht. Mehr als die Hälfte sind schon weg aber es leben noch 3000 Leute hier. Er hat gehört es können nicht alle nach Cosmo City und der Rest soll nach Diepsloot. Er hofft, nach den Wahlen sind die Häuser fertig und dann will er in Cosmo sein Geschäft weiterführen. 37
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5.4 The Layout Die Lage von Cosmo City wird, wegen der Nähe zu Industriegebiet und Wohnsiedlungen als well located eingestuft. Die umliegenden Straßen werden ausgebaut und sollen das Gebiet über mehrere Einfahrten mit der Umgebung verbinden. Vier existierende Gebäude, darunter eine Kirche der ehemaligen Farm, werden in das Layout übernommen und eine Kultstätte der Ndebele wird innerhalb des Naturschutzgebietes erhalten. (Groenewald o.J.) Planungsgrundlage für den städtebaulichen Entwurf bilden einerseits Flutlinie und Hügelkamm, andererseits die Siedlung nicht als eigene Stadt, sondern viel mehr in Verbindung zu den Entwicklungen im Süden, zu verstehen. (Interview 2009 Groenewald) Das hügelige Gebiet wird in verschiedene Einkommensklassen und Haustypologien zoniert und durch großzügige Naturschutzgebiete geteilt. Eine mittig verlaufende Hauptstraße (South African Drive) erschließt das Wohngebiet und soll über die Platzierung von Infrastruktur an 4 Knotenpunkten, als Sammler und Verteiler funktionieren. Dies soll die Grundidee des „mixed income“ Wohnbaugebietes, mit gegenseitigen Austausch von Ressourcen und Serviceleistungen zwischen den verschiedenen Einkommensklassen fördern. Das Layout der Stadt soll durch maßstäbliche Ausrichtung an Fußgängern und öffentlichem Verkehr (Taxis) qualitativ hochwertigen Raum gewährleisten. (Basil Read 2007) Die Wohnparzellen sind fast ausschließlich in offener Bauweise, in Gruppen nach innen, orientiert und werden über ein hierarchisches Straßennetz mit Schleifen, Einhängen und Stichstraßen erschlossen. Dabei soll die Vermeidung einer einheitlichen Baulinie der Monotonie entgegenwirken und durch kleine Einheiten dörfliche Nachbarschaften gefördert werden. (Groenewald o.J.)
5000 RDP/give away Wohneinheiten (fully subsidised) Ext. 2, 4, 6, 3000 credit linked Wohneinheiten (partially subsidised) Ext. 0, 8, 10 1000 social/institutional housing Mietwohneinheiten (partially subsidised) Ext. 0, 2, 4, 6, 8 3300 bonded/free market Wohneinheiten Ext. 3, 5, 7, 9 250 ha eingezäuntes Naturschutzgebiet 43 Parks 32 Parzellen für gewerbliche Nutzung (darunter 3 Tankstellen) 18 Parzellen für industrielle Nutzung (40ha) 40 Parzellen für institutionelle Nutzung, davon 12 Parzellen für soziale Einrichtungen (Schulen, Community Centre, Taxi Rank, 4 Informelle Märkte)
An städtischen Einrichtungen waren zur Zeit meines Aufenthalts im März 2009, also über 3 Jahre nach Beginn der Besiedelung, nur 5 Schulen fertiggestellt. Ein temporärer informeller Markt diente als einzige legale Nahversorgung. Der im Norden der Haupterschließung situierte Taxirank (mit integrierten Verkaufsflächen), befand sich wie das Community Center, ebenfalls an der Haupterschließung, gerade in Bau. 8 Kirchen für verschiedene Glaubensrichtungen, 7 Parks, eine Privatklinik und eine HIV/Aidshilfe Organsiation, bildeten Anfang 2009 die einzigen sozialen Infrastrukturen und formellen Attraktoren. Das Department of Economic Development schätzte die Zahl der illegalen, informellen Händler 2008 auf ca 700.
Abb.06,07: Soweto in the 1950ies, Cosmo City 2008
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Abb.08: Do´s and Dont´s in Cosmo City, extracted from the „Information Brochure for the Residents of Cosmo City “
land use R4_residential R1,2,3_residential B1_business M_municipal I_institutional G_governement E1_educational P.S.O._public open space IN_industrial
Informal market temporary Taxi rank and market under construction
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Community centre under construction
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5.5 Sustainable Strategies Die folgenden Strategien, welche die Nachhaltigkeit des Development gewährleisten und vor allem die Integration und Interaktion zwischen den Bewohnern fördern sollen, waren Teil der Projekteinreichung von Basil Read. Zusätzlich wurden vom Department of Agriculture Conservation and Landaffairs Auflagen definiert. Eine Trainingsbroschüre für alle neuen formellen Siedler beinhaltet Regeln und Pflichten für die Bewohner, wie Mülltrennung, Wassermanagement, Umgang mit dem Naturgebiet, bis zu Regelungen zu Umbau und das Verbot von Geschäftstätigkeiten.
gistriering, Kartierung und Markierung als auch durch Zerstörung der verlassenen Strukturen zu erfolgen.(DACEL o.J.)
5.5.1 Ecological
Eine Sicherheitsfirma überwacht das ganze Wohngebiet während der Implementierungsphase, im besonderen die Bereiche um Bildungseinrichtungen. (Interview 2009 Letsoalo)
Die Orientierung aller subventionierten Häuser hat, wenn möglich, Richtung Norden zu erfolgen. Ist dieses nicht umsetzbar, sind sie mit zusätzlicher Dämmung, über externe Finanzierung auszustatten, um Kosten zu sparen und CO2 Ausstoß zu verringern.(DACEL o.J.) Nutzung von Sonnenenergie für Warmwasseraufbereitung soll mit der Installation von Solarboilern ermöglicht werden. (Interview 2009 Mahlalela) Die Durchführung von Trainingsprogrammen für die Nutznießer aus den informellen Siedlungen soll Regeln im formellen Miteinander vermitteln. Schwerpunkt wird hier auf Umgang mit Ressourcen und Umweltbewusstsein gelegt und soll mit der Förderung von alternativen Energiequellen (Smokeless Imbowulas) und Landwirtschaftsprogrammen umgesetzt werden. Auch Baufirmen und Subunternehmern werden über Lehrgänge im Bezug auf ökologisches Bauen und Baustellenmanagement aufgeklärt.(Interview 2009 Mahlalela) Joburg Parks als Manager des Naturschutzgebietes soll, durch Einzäunung den unkontrollierten Zugang, Jagd, Ernte und Müllablage verhindern und die bedrohte Tierwelt schützen. (Interview 2009 Piek) Weiters sollen gemeinschaftliche Baumpflanzungs – Aktionen, über Sponsoring von Banken, Firmen und Organisationen, die Begrünung der Stadt fördern. (Interview 2009 Mohlathe) Durch das Einsetzen eines „Enviromental Control Officer“ und „Mitigation Monitioring Committee“ zur Schadensbegrenzung, soll die ökologische Prozessabwicklung gewährleistet werden. (DACEL o.J.)
5.5.2 Social Die Rahmengesetze und der Township - Gründungsprozess wurden über ein Entwicklungsforum (Cosmo Development Forum) mit Interessenvertretern, lokaler Verwaltung, Stadt, Generalplaner und Bauträger organisiert, um Partizipation zu gewährleisten. (Interview 2009 Mulherron) Bereits in Zevenfontein wurde von Codevco eine lokale „Community Liason Officer“, als Ansprechpartnerin im Umsieldungsprozess eingesetzt und die Organisation von Gemeindeversammlungen, eingleitet. Der Generalplaner Codevco hat außerdem für die vollständige Räumung der informellen Siedlung Sorge zu tragen und mit der Sicherheitsfirma vor Ort weiteren Zuzug zu verhindern. Dies hat sowohl durch Re-
Innerhalb jeder Extension gibt es Vertreter und Meetings, welche sich wiederum alle gemeinsam einmal im Monat treffen, um Probleme zu diskutieren. (Interview 2009 Mbushe) Weiters werden soziale Aktivitäten auf Freiwilligenbasis wie eine Cosmo City Zeitung, Radiosender und HP, als auch „schönster Garten“ Wettbewerbe und kollektive „Keep your Neighbourhood clean“ - Aktionen gefördert. (Interview 2009 Mulherron)
5.5.3 Economical Der Bauprozess soll 8 500 Bewohnern Arbeitsmöglichkeiten bieten und Bauunternehmer verpflichten sich in erster Linie die Nutznießer des Wohnbauprojekts einzustellen. Ein „Community and Enviromental Liason Officer“ organisiert Vermittlung und Trainings zwischen Konstruktionsfirmen und der Gemeinde. (Interview 2009 Mbushe) Handel und andere Geschäftstätigkeiten sind ausschließlich auf entsprechend gewidmeten Land durchzuführen und sind im Wohngebiet verboten. Außerdem ist das Aufstellen von Containern, „Wendy Houses“ (Fertigteilhäuser) oder sonstigen informellen Gebäuden ob als Wohnraum oder als Geschäftsfläche untersagt. An-, Zu-, und Umbauten sind nur mit entsprechender Zulassung der Baupolizei genehmigt und werden kontrolliert.
5.6 Challenges Der Bau einer ganzen Stadt, inklusive Umsiedlung, wirft in einem langen Prozess viel Konfliktpotenzial auf. Einige der Problematiken wurden bereits allgemein in Kapitel 4.2 (Housing is not just a House and a Title), besprochen, doch die folgende Zusammenfassung soll hier noch einmal konkrete Hindernisse aus Sicht der Planer, Entwickler, involvierten städtischen Abteilungen und Gemeindevertretern (Interviews 2009) erläutern und die tatsächliche Qualität des Vorzeigeprojekts kritisch hinterfragen.
5.6.1 Land In Südafrika ist, historisch bedingt, das Thema Land eine wiederkehrende Herausforderung. Mit Ende der Apartheid wurden viele weiße Farmer enteignet um schwarzen Geschäftsleuten mit guten Konditionen einen Einstieg in die Wirtschaft zu erleichtern. („Black Economic Empowerment“ BEE) Es ist für Großprojekte generell schwierig geeignete Landflächen zu bebauen und auch in Cosmo City wurde durch Proteste der Anrainer, die Problematik, gutgelegenes Land für staatliche Wohnbauprojekte zu finden, offensichtlich. Die Mitglieder des JCCCF, argumentierten mit der Wertminderung ihres 41
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Grunds und Bodens durch das Wohnbaugebiet, doch spielten auch sicher alte Ressentiments eine Rolle. Weiters bleibt die Frage um das Potential verschiedener Formen von Landbesitz innerhalb der Stadt unerprobt. In den „free-market“ - Zonen kann das Grundstück sehr wohl erworben werden, in den Einkommensschwachen Gebieten mit Förderung, nur das Haus, das Grundstück bleibt in städtischer Hand. Abzuschwächen sind die viel gepriesenen Arbeitsmöglichkeiten vor Ort, denn das Industriegebiet Kaya Sands ist bereits mit eigenen informellen Arbeitskräften versorgt und das Problem liegt generell eher an fehlender gut ausgebildeter Arbeitskraft, die in informellen Siedlungen durch abwesende Ausbildungsmöglichkeiten, nicht ausreichend gegeben ist.
5.6.2 Finance Das Projektbudget wurde 1997 mit R 1,5 Millionen veranschlagt, mit Entwicklung 2002 dann auf R 2,5 Millionen erhöht und mit Letztstand 2009 auf R 3,9 Millionen geschätzt. Es kam also zu einer Kostensteigerung von 80% durch Verzögerungen und den Mehraufwand durch Bestimmungen der geänderten Gesetzeslage. (Interview 2009 Mulherron) Nachhaltige Strategien sind dabei aber nur ansatzweise verwirklicht worden wie z.B. die Solarboiler, die nur an 170 Häusern umgesetzt wurden und auch der partizipative Prozess stieß bald an seine Grenzen. Ein großes Problem in der Stadtentwicklung stellt die fehlende soziale Infrastruktur. Laut Vertrag wären Stadt und Provinz dazu verpflichtet diese umzusetzen doch scheitert es an gemeinsamen Finanzierungssträngen. (Interview 2009 Piek) Die Errichtung von grundlegender Infrastruktur wie Märkte und Taxiranks, verschiebt sich in jährlichen Abständen mit der Budgetverhandlung. Die nötigen Schulen (Gauteng Department of Education) wurden gebaut, doch die städtischen Einrichtungen bereits teilweise von privater Hand (Community Center von Basil Read) übernommen. Dies kann zu Problemen der Zugänglichkeit führen wie z.B. Die Klinik die, bis zu meinem Forschungsaufenthalt, nur Privatpatienten behandelt. Eine Ursache der Geldknappheit sind die hohen Umweltauflagen, insbesondere das Management des Naturressort und die Installation eines kilometerlangen Zauns für R 12 Millionen (zum Vergleich das Land hat R 24 Millionen gekostet ). Dabei wurden aber weder bestehende Wege, noch Zugänge oder alternative Nutzungsformen in Betracht gezogen und so wird das Gebiet nicht als Naturressort wahrgenommen, sondern als Müllabladeplatz verwendet und der Zaun von Bewohnern wieder durchbrochen. Generell wurden Gelder vermehrt für die Durchsetzung von Verboten ausgegeben, anstatt nachhaltige neue Strategien zu erarbeiten. Nun fehlt Geld sogar für die Exekution der Gesetze z.B. bezüglich illegal errichteter Strukturen, diese werden zwar kontrolliert aber bei Vergehen werden keine Konsequenzen gesetzt. (Interview 2009 Piek)
5.6.3 Process Der partizipative Prozess, mit der Implementierung des Entwicklungsforums, ist laut Bewohnern und Planern sehr einseitig verlaufen, denn die Nutznießer aus informellen Siedlungen hatten dabei kein Mitspracherecht. Sie wurden zwar theoretisch von ihrem „Ward Councellor“ vertreten, doch diese handelte nicht in ihrem Interesse und sie selbst hatten mit eigenen Organisationen keinen Zutritt. Es bleibt kritisch zu hinterfragen warum die NGO Planact aus dem Umsiedlungsprozess ausgeschlossen wurde und die Securityfirma des Generalplaners, über das Department of Housing, für das Management und die Arbeit mit Nutznießern beauftragt wurde. Die Gemeindeversammlungen in Cosmo City wurden sehr unterschiedlich bewertet und es bleibt offen inwiefern, Organisationen mit Codevco zusammenarbeiten oder sich selbst formiert haben und welche Entscheidungsmacht und aktive Mitgestaltung tatsächlich gegeben ist. Im Raum bleibt auch die Frage welche Organisationsstrukturen und politische Verwaltungformen bleiben bzw. entstehen, wenn der Generalplaner nach Beendigung des Projekts die Verantwortung ganz an die Bewohner übergibt. Die Projektmanagerin der Stadt kritisiert die Konzentration auf Ausbildung im Umweltschutz und die Vernachlässigung von Entwicklung neuer Regelungen für informelle Geschäftstätigkeit. Einkommen fördernde Strategien, unter Einbeziehung der Nutznießer, hätten von Anfang an forciert werden müssen. Nun gibt es generelle Verbote der Selbstorganisaton inklusive schlechtem Image, aber auch kein Geld für formalisierte Märkte oder die Exekution der illegalen Tätigkeiten. Die Integration der Bewohner als Arbeitskraft im Bauprozess wurde von zuständigen Baufirmen als Problematisch eingestuft und teilweise ignoriert. Durch fehlende Fertigkeiten, ohne finanzielle Mittel für entsprechende Ausbildungen, wurden billigere Arbeitskräfte von Außen eingestellt, was zu viel Missgunst und Konflikten innerhalb von Cosmo City führte. Verhandlungen wurden von Seiten der Stadt als auch Planern, als aufwändig und zeitraubend geschildert, nur der Generalplaner sieht Vorteile der „Public – Private – Partnership“ bezüglich der Gerichtsverhandlung mit der Anrainerorganisation und der Umweltverträglichkeitsprüfung.
5.6.4 Layout Nach der verantwortlichen Stadtplanerin Groenewald, war für die RDP Zone viel mehr verdichteter Wohnbau und in dem free-market Zonen eine dörfliche Abgeschiedenheit vorgesehen, außerdem der Fokus auf ein urbanes Zentrum in der Mitte des Developments und Einrichtungen bzw. Wohnformen in kollektiven Besitzverhältnissen. Der Bebauungsplan mit verteilten „Nodes“ ist nicht auf den hohen Bedarf an Mischnutzung eingegangen. Die für die Versorgung und Geschäfte vorgesehenen Parzellen sind viel zu klein für kommerzielle Supermarktketten und deren Mietund Pachtoption wurde erst nachträglich implementiert. Das Department of Development and Planning kritisiert im Interview ebenfalls das Verabsäumen der Integration der ab Haus Geschäfte und Dienstleister in der Landwidmung. Es fehlt hier aber grundsätzlich an Förderschemen und Langzeit Un-
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tersuchungen. (Siehe Kapitel 3.5: Non-formal Service) Probleme zeigen sich vor allem durch ungeeignete Landnutzungen im Nachbarschaftsverhältnis. (z.B.: Tavernen in der Nähe von Kindergärten). Die angepriesenen Orte der Integration, nämlich kommerzielle Treffpunkte an der Haupterschließung, funktionieren nicht, da außer Schulen kaum eine Infrastruktur errichtet wurde. Zusätzlich besuchen Kinder Einkommens stärkerer Haushalte vermehrt private Bildungseinrichtugen außerhalb der Siedlung. Die Lage des, 2009 gerade im Bau befindlichen, Taxiranks an der Haupterschließung, ganz im Norden der Siedlung, wurde von vielen Interviewpartnern kritisiert. Bewohner der Ext. 0 wollen die Einrichtung nicht in ihrer Nachbarschaft und die Taxiorganisation befürchtet starke Konkurrenz innerhalb der Siedlung durch Abfangen potentieller Kundschaft, noch bevor diese am offiziellen Bahnhof angekommen ist. Auch die Nahversorgung wäre, laut Projektmanagerin und dem Department of Urban Management, so abgesondert, fehl am Platz. Auch der einmal täglich fahrende Bus hält an einem zentralen Punkt.
5.6.5 Delay and Implementation Der lange Prozess war sicher für alle Beteiligten sehr ermüdend, doch vor allem die Bewohner der Siedlung Zevenfontein erhielten bereits vor 12 Jahren das Versprechen auf adäquate Unterkunft und warten seitdem auf ihre Umsiedlung. Dieser Schwebezustand unter unzureichenden Lebensbedingungen, führte in der Siedlung zu vielen Konflikten. Durch den jahrelangen Prozess wuchs die Siedlung immer weiter und es kommt zu Zwietracht zwischen Alteingesessenen und
Neuankömmlingen, was sich sogar auf die Struktur der Siedlung auswirkt. Da in Cosmo City nicht genügend Platz für alle Siedler ist, kommt es wiederum zu Unterscheidungen, Wertung und zusätzlichem Druck. Bis zu dem Zeitpunkt meiner Untersuchung Anfang 2009 war den Bewohnern weder klar wann sie umgesiedelt werden, noch wohin die nicht-Begünstigten kommen und das Management vor Ort führte durch die Securityfirma nur zu weiteren Auseinandersetzungen. Zusätzlich gab es auch keine lokale Information oder Ansprechpartner, da der zuständige „Community Liason Officer“, bereits nach Cosmo City gezogen war. Als Gründe für die Verzögerung wurden vom Generalplaner die Anrainerproteste, die Umweltverträglichkeitsprüfung, als auch die allgegenwärtigen Probleme in der Stromversorgung angegeben. Dies führte außerdem zu weiteren Problemen im Aufbau der Stadt, denn Dienstleister wie Eskom (Strom) sprangen ab, die Preise für Häuser der „free-market“ Siedlung stiegen und Kunden kündigten ihre Aufträge. (Interview 2009 Mulherron) In der Ausführung kam es laut Generalplaner ebenfalls zu Problemen durch unausgebildete Arbeitskräfte. In allen Teilgebieten der Siedlung finden sich schwere Mängel der technischen Infrastruktur als auch der baulichen Substanz. Die 36 m2 werden in alter Manier willkürlich hingesetzt, ohne Rücksicht auf Sonneneinstrahlung oder Ausrichtung zur Straße. Diese sind durch hohes Grundwasser und schlechte Entwässerungssysteme unterspült, der Straßenbelag zerstört und übrig bleiben schlammige Wege. Häuser die nicht bezogen sind werden gesquatted oder Bauteile entwendet und solche Ruinen schaden der ganzen Nachbarschft. („broken window theory“) In manchen Ecken der Stadt glaubt man kaum, dass sie erst vor knapp vier Jahren erbaut wurde.
Abb.09: The Relocation from Zevenfontein to Csomo City
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Anfänglich war das mediale Interesse groß, die Stadt präsentierte sich mit dem neuen Wohnbaugebiet, doch je länger der Prozess dauerte, desto leiser wurden alle Beteiligten. Man hat bei diesem Großprojekt verabsäumt neue Gesetze und nachhaltige Strategien in der Umsetzung zu erproben. So hätte Cosmo City ein spannendes und lehrreiches Experimentierfeld für integrative Planung, neue Formen der Bebauung und Landwidmung nach semi-formellen Strategien sein können, doch schon die anfänglichen Probleme haben zum wiederholten male zum Abspielen der bekannten Vorgehensweisen geführt. Grundsätzlich herrscht aber unter Bewohnern eine positive Stimmung und es wird immer wieder betont wie froh man hier in Cosmo ist. Die ganze Nachbarschaft sei viel friedlicher und gepflegter, denn als Hausbesitzer mit eigenem Garten steigt das Verantwortungsgefühl. Zu einem unversorgten Shack ist das Häuschen mit Toilette, Wasser und Stromanschluss sicher eine große Steigerung. Aber die Frage bleibt: Wie wird sich die Siedlung entwickeln, denn ein Haus alleine macht noch kein Wohngebiet.
Abb.: 10
THE LOW_RENT UNITS (Social Housing , R4) Die über den Bauträger Johannesburg Housing Company (JHC) und von ASA Architekten geplanten Mietwohnungskomplexe befanden sich zu meinem Forschungsaufenthalt gerade in Bau. Sie bilden die ersten nicht - innerstädtischen leistbaren Mietwohnungen auf einem 2.8 ha großen Grundstück an der Haupterschließung (South African Drive). Die Anlage wurde mit Oktober 2009 fertiggestellt und beherbergt 280 Einheiten von 1 Zimmer, 2 Zimmer bis zu 3 Zimmer Wohnungen welche Teil-subventioniert, also für den Mittel- bis Niedrigeinkommenssektor gedacht sind. (Siehe Kapitel Institutional Subsidy) Die maximal 4 geschossigen Wohnbauten mit gemeinschaftlichen Stiegenhäusern, umschließen einen Hof mit Spielplatz und Parkmöglichkeiten und sind um Wartungskosten zu sparen zu 75% Sichtmauerwerk ausgeführt. Zusätzlich zur maximalen Raumnutzung für Wohnungen, wurde eine Vorschule eingeplant. (ASA Architects, 2009) Insgesamt werden, mit Fertigstellung der Satellitenstadt Cosmo City, 1000 Wohnungen für die Einkommensgruppe von R 1 500 bis R 7 500 bereitgestellt.
5.4 The Houses 5.4.1 The Give-Away House (RDP, R1) Das RDP, also voll - subventionierte Haus, hat 36 m2 in einer Kubatur von ca. 6 x 6.8 m und steht auf ca. 11 x 20m großen Parzellen zwischen 180 bis 250 m2. Die verschiedenen Typen sind, bis auf eine Ausnahme welche zwei Einheiten koppelt, freistehend. Der Innenraum teilt sich in 2 separate Schlafzimmer, eine Wohnküche und ein Bad. Die Standardausführung beinhaltet Toilette, Badewanne, und ein Waschbecken. Jeweils einen Strom- als auch Wasseranschluss, beides über Vorauszahlung (pre-pay) geregelt. Strategien der Variation sind einerseits verschiedene MaueEinschnitte in die Grundkubatur, welche Anbauten unterstützen bzw. anregen sollen, andererseits auch Spiegelung, Giebeldrehung und je nach Lage, Ausrichtung und Aufteilung von Eingang und Fenstern (nach Sonneneinstrahlung oder Straße). Die Häuser sind den RDP - Standards entsprechend kostengünstig ausgeführt. Betonziegel (als gute Speichermasse beworben), im unverputzten Polstermauerwerk und mit Außendispersion in den Farben Peach, Terracotta, Kalahari, Biscuit, Burgundy und Mushroom gestrichen. Der Rotton ist etwas kräftig ausgefallen und wird von Bewohnern als zu auffällig beschrieben. Da es auch keinen Innenputz gibt, sind die weiß getünchten Wände sehr rau und kalt. Das Dach ist mit gewellten Eternitbahnen gedeckt, welche durch fehlende Decken zumindest etwas besseren Komfort bieten als Wellblech, aber von Baufirmen wegen ihrer leichten Brüchigkeit nicht geschätzt werden. Fenster und Türen sind die standardisierten Stahlrahmen Modelle NC2, einfach-verglast und exklusive Sicherheitsgittern (burglar bars). Jeder Haushalt erhält 6000L Wasser für Notfälle und 50 kW Strom frei-Haus. Zusätzlich haben ca. 170 Häuser einen Solarboiler am Dach installiert, danach ging für dieses Extra jedoch das Geld aus. Die Einrichtung variiert stark, je nach Einkommen seiner Bewohner. So sind manche Wohnzimmer dezent mit Glastisch, Couch und Fernseher bestückt, in anderen stapeln sich die Möbel im kleinen Raum, denn oft war das „shack“ um einiges größer als die auf 4 Räume aufgeteilten 36 m2 und das große Sofa verstellt den Eingang. Herzstück ist meist der Kühlschrank und jener bildet in manchen Haushalten kombiniert mit nur zwei Plastiksesseln bereits die Wohnküche. Oft wird auch ein Raum der Einkommesnstrategie gewidmet und zum Lagerraum oder Kiosk umfunktioniert.
THABO, EXT. 0, credit linked
Lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in einem der ersten Häuser der Satellitenstadt. Seine Arbeitsstelle liegt nicht weit entfernt und er bringt am Weg dorthin seine ältere Tochter mit dem Auto in die Schule.
steht darauf, dass es Idee und Engagement der Bewohner war und nicht von Codevco, die sehr wenig für die Gemeinde machen würden. Die zuständige politische Bezirksvorstehung (Councellor Ward 100) mache ihre Arbeit nicht gut bzw. ist das Verwaltungsgebiet viel zu groß. Es bräuchte mindestens 4 administrative Vertreter, denn es kämen ständig Leute mit Beschwerden zu ihm.
Er geht, seit seinem Umzug nach C.C. 2005, der freiwilligen Arbeit in der Gemeindevertretung nach (Chairperson Ext. 0), wurde aber nicht über das Community Liason Management des Generalplaners eingesetzt, sondern gewählt. Er be-
Die größten Probleme in Ext. 0 sieht er in baulichen Fehlern, wie das schlechte Kanal- und Entwässerungssystem, als auch die mindere Qualität der Häuser durch billige und schlechte Ausführung. Die Kommunikation mit der „First National Bank
Gemeindevertreter mit Stellvertreter und Mitgliedern
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5.4.2 The Credit-Linked House (partially financed, R2) Über eine Initiative des Radiosenders „702“ wurden 702 teilfinanzierte Häuser für den Einkommenssektor R 3 500 R 10 000 im Monat errichtet. Das DoH stellt wiederum die Subventionen für Bewohner, sowohl der umliegenden informellen Siedlungen, als auch für Kandidaten der Wohnbau – Warteliste von Gauteng. (Einkommen von bis zu R 7 000.) Die First National Bank (FNB) vergibt die nötigen Kredite für Anzahlung und die monatlichen Raten. Die sechs verschiedenen Hausgrößen ab 45 m2, auf 200 m2 bis 280 m2 großen Parzellen (ca. 13 x 20), verfügen im Gegensatz zu den RDP Häusern über den Komfort von Zimmerdecken, Dachziegeln und Regenrinnen, Innenputz und 2 Wasseranschlüssen. Strom und Wasser ist ebenfalls über Vorauszahlung geregelt. Sie haben je nach Größe 2-3 Schlafzimmer, Bad, Küche, Wohnzimmer bzw. Lounge und einen überdachten Eingangsbereich. Besonderer Beliebtheit erfreut sich hier das 45 m2 Haus, was den Bedarf an billigem Wohnraum für Haushalte knapp über den Qualifikationskriterien eines RDP bzw. „give-away“ Hauses aufzeigt. Hierbei erfolgt eine Anzahlung von R 27 000 und monatliche Raten über R 1 270. Das 70 m2 Haus mit zusätzlichem Esszimmer für 260 000 R kann von Haushalten mit monatlichen Einkommen von bis zu R 10 000 im Monat erworben werden, wird jedoch nicht gefördert. THE RDP NEIGHBOURHOOD
5.4.3 The Free-Market House (bonded, R3) Die insgesamt 3 300 Grundstücke der Zonen für den Mittelstand werden vom Generalplaner Basil Read in Paketen an verschiedene Baufirmen verkauft. Diese bebauen die 250m2 bis 600 m2 großen Parzellen mit Häusern von 40 m2 bis 120 m2, teilweise auf 2 Geschoßen und verwalten Verkauf oder Vermietung. Mauer und Garage bzw. Carport sind beim Kauf wahlweise inkludiert, ein besonderes Highlight bildet auch für die Mittelschicht ein extravagantes Einfahtstor. Die Haustypen und Wohnfläche variieren nach Bauträger, der mediterrane Raum und LA überwiegen hier jedoch in der Stilgebung. Alle Parzellen der Extension 0 und 5 sind verkauft, doch noch nicht alle bebaut bzw. sind durch steigende Preise einige Käufer abgesprungen und es gibt Leerstand der durch Zwischenmiete überbrückt wird. (FNB)“ wäre jedoch erfolgreich und nun gäbe es ein Gemeindekomitte welches gemeinsam mit dem Kreditgeber, Generalplaner, Regierung und nationaler Baubehörde (National Home Builders Registration Council, NHBRC) Verhandlungen führt. Als zweites Problem sieht er die hohe Kriminalität, doch auch hier werde man sich selbst als Gemeinde organisieren und gemeinschaftlich einen Sicherheitsdienst für das ganze Gebiet beauftragen. Vor allem wenn der Taxirank in Betrieb geht befürchtet er Abwertung und steigende Kriminalität im Viertel. An dritter Stelle beanstandet er die fehlenden Einrichtungen, welche eigentlich von Anfang
an in das Gebiet integriert werden hätten sollen. Keine Polizeistation, fehlende Ampeln an Kreuzungen und das nächste Krankenhaus wäre in Randburg, Fourways oder Diepsloot. Die informellen Geschäfte wären ja nur temporär bis die Nahversorgungseinrichtungen kommen und die Registrierungen für die formalen Marktstände wären schon im Gange. Die Verkehrsanbindungen wären gut und der öffentliche Verkehr über Taxi und Busse funktioniere. Ansonsten wäre er sehr zufrieden und mag die Mischung an Leuten.
Die Nachbarschaft in den RDP Zonen ist unter Tags durchgängig belebt. Die hohe Arbeitslosigkeit zwingt Leute dazu ihr Einkommen anders zu generieren und so beleben die unzähligen Shops und Dienstleister die Gegend. In der Früh ist die Taxihaltestelle Anlaufpunkt Nummer eins, Kinder laufen in die Schule, Arbeiter versuchen ihr Glück vor dem Gebäude des Developers oder gehen den South African Drive in Richtung Industriegebiet. Die Zuhause gebliebenen verbringen ihren Tag meist vor ihrer Unterkunft und an Straßenkreuzungen, tratschen, bauen an ihren Häusern, pflegen ihre Gärten, oder gehen anderen Tätigkeiten nach. Die Tavernen und Spazashops kriegen ihre Lieferungen und kleine Kinder spielen auf der Straße. Besonders nach der Schule um 14 Uhr strömen Massen an schuluniformierten jungen Leuten zu den Taxistationen, oder spazieren mit gekauften Süßigkeiten langsam nach Hause. Zu Mittag ist es im Sommer sehr heiß, man zieht sich ins Haus zurück und döst. Doch kühlt es um vier, fünf am Nachmittag ab, beginnt die Flanierzeit, Arbeiter kommen nach Hause, Taxis versuchen nochmal ihr Glück und ist man nicht Teil des Gesehen - werdens, wird die Straße vom „Porch“ aus beobachtet. Um sieben wird es dann aber schnell dunkel, die Leute verschwinden wieder in ihre Häuser und die spärlich beleuchteten Staßen sind fast Menschen leer. An Freitagnachmittag beginnt es in der Stadt zu vibrieren und alle bereiten sich aufs Wochenende vor. Bierkisten und Soundsysteme werden herumgeschleppt, im Hairsalon herrscht Hochstimmung, das Auto wird gewaschen, an der nächsten Taverne präsentiert und überall riecht es nach Braai (BBQ). 45
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The „give away“ House and Neighbourhood 36 m2 houses on 11m x 20m plots
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LINDIWE, EXT. 2 , RDP Lebt seit 2 Jahren mit Mann und Kind in Cosmo City. Sie arbeitet (wie vom Generalplaner vorgesehen) für Baufirmen an der Konstruktion weiterer Häuser, wurde jedoch nicht bezahlt. Deswegen war heute auch eine Demonstration vor dem Siteoffice des Developers, aber der spricht nicht mit ihnen, sagt hat keine Zeit. Nie haben die Offiziellen Zeit, aber sie schulden ihr jetzt schon 15 000 Rand für die Arbeit an 7 Häusern. Sie wird nicht mehr eingestellt und weiß nie ob sie arbeiten kann oder nicht. Mal heißt es ja mal nein. Sie fleht und sagt sie ist eine Frau, hat Kinder zu ernähren, sie ist in Besitz des Zertifikats und lebt in Cosmo City, aber sie stellen nur Fremde an. Deswegen marschieren sie jetzt. Sie profitiere kein bisschen von diesem Wohnprojekt. Diese Baufirma müsse weg. Und sie demonstriert mit den Leuten aus Zevenfontein die noch immer kein Haus bekommen haben. Sie sagt, die Leute von Außen kriegen die Jobs und schlafen in den Häusern die eigentlich für unsere Leute gebaut werden. Alles dauere zu lange und die Menschen warten und sterben indessen in Zevenfontein.
THEMBA, EXT. 4, RDP Lebt seit Dezember 2008 in Cosmo City. Er kommt aus Zevenfontein, aber nicht aus den Squattercamps, sondern wohnte in einem richtigen Haus. Er arbeitet in Fourways und wohnt alleine. Den Job hatte er schon vorher und kriegt ungefähr 80 Rand am Tag, muss aber auch die Transportkosten zahlen. Er überlegt ein Zimmer zu vermieten.
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The „credit - linked“ House and Neighbourhood 45 m2 to 70 m2 houses on 200 m2 to 280 m2 plots
45m2 for R 184 000
50m2 for R 200 100
55m2 for R 201 410
THE CREDIT-LINKED NEIGHBOURHOOD
60m2 for R 220 500
65m2 for R 244 000
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Die Nachbarschaft in den teil-subventionierten Gebieten ist etwas ruhiger. In der Früh fahren viele mit Taxi oder eigenem Auto in die Arbeit und kehren erst Abends wieder nach Hause. Unter Tags trifft man nicht viele Leute auf der Straße, wenige Spazashops sind geöffnet, ein paar Schulschwänzer spielen im Park, dessen Springbrunnen nur eingeschaltet wird wenn Joburg Parks ein Event hostet. Sogar ein Eiswagen bimmelt durch Suburbia. Einige Nannys machen ihre Besorgungen mit ihren Schützlingen und hier und da wird eine Mauer mehr um ein Grundstück errichtet. Viele die man am Nachmittag zu Gesicht bekommt wohnen im RDP Sektor und gehen hier nur einer Arbeit nach. Straßenverkauf gibt es nur an den Einfahrten und man muss generell genauer schauen wo die interne, illegale Infrastruktur zu finden ist. Gegen Abend füllen sich dann auch hier die Parks und ein Nachbar spielt laute Musik, doch die meisten sitzen in ihren eigenen Gärten oder vor dem Fernseher.
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MARY ROSE, EXT. 0 credit-linked Lebt seit eineinhalb Jahren in einem „credit linked“ Haus mit ihrer Tochter und ihrer Enkelin. Sie ist von Soweto hergezogen und würde eigentlich gerne wieder zurück, aber das Haus hat sie schon verkauft. Sie geht keiner Arbeit nach, hilft aber einem Freund, der gleich um die Ecke wohnt, mit seinem Spazashop. Die Enkelin geht auf eine Privatschule, das kostet mehr aber ist dafür eine bessere Ausbildung als hier in den staatlichen Schulen. Am Wochenende fährt sie meist nach Soweto und besucht dort ihre Kirchengenmeinde. Ihre Tochter fährt sie mit dem Auto, denn das dauert nur 30 min und mit dem Taxi ist es schrecklich umständlich. Erst nach Randburg, dann Johannesburg CBD und weiter nach Soweto, also zweimal Umsteigen. Ihre Einkäufe erledigt sie meist im Voraus fürs ganze Monat in Randburg oder Northgate, denn zum Glück haben sie ja ein Auto. Die Spazashops sind sehr wichtig, denn wo sollten die Leute denn sonst einkaufen, wenn mal das Salz ausgeht oder ähnliches. Trotzdem müssen die Geschäfte um ihr überleben kämpfen. Aus dem RDP Gebieten kennt sie niemanden wie sollte man die auch kennenlernen? Sie mag an Cosmo, dass es schön ruhig ist, aber es gibt einige Probleme wie die Qualität der Häuser. Es regnet rein, außerdem gibt es ja kaum einen Unterschied zu einem RDP Haus, dafür ist es zu teuer. Es gab schon einige Demonstrationen wegen der schlechten Qualität der Häuser und das niemand kommt um sie zu reparieren. Probleme mit der Kriminalität gibt es außerdem. Der Spazashop wurde schon viemal ausgeraubt und auch in Häuser wird immerwieder eingebrochen. In der Extension hat sich jetzt ein „Communitywatch“ gegründet, weil sonst hilft einem ja niemand. Die Gemeindeversammlungen sind umsonst, es wird viel diskutiert aber zu den wichtigen Leuten dringt das nicht vor. Die Vertreter werden bezahlt damit sie Schweigen. Man kriegt auch keine Information wie man einen legalen Marktstand kriegen könnte. In Soweto hat sie alle wichtigen Leute gekannt, da hat das alles viel besser funktioniert. Aber auch Cosmo wird besser, da ist sie sich sicher, es ist nur eine Frage der Zeit.
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The „free - market“ House and Neighbourhood 40 m2 to 120 m2 houses on 250 m2 to 600 m2 plots
40 m2 for R 300 000
50 m2 for R 400 000
70 m2 for R 500 000
90 m2 for R 600 000
120 m2 for R 800 000
THE FREE-MARKET NEIGHBOURHOOD Die Nachbarschaft der free-market Zone ist das typische Suburbia. Den ganzen Tag sind die Straßen wie ausgestorben, zwischen hohen Mauern erhascht man selten einen Blick in einen Garten und sofort kommt ein riesiger Hund angelaufen. Informelle Infrastruktur ist rein optisch selten auszumachen, wenn man Menschen über den Weg läuft dann sind das meist Arbeiterinnen aus den anderen Zonen oder Kinder. Dann und Wann fährt langsam ein Auto vorbei. Auffällig sind die leer stehenden Häuser, welche teilweise temporär bewohnt sind, meist noch ohne Mauer versehen und teilweise Bauschäden (Plünderung) vorweisen. Die Gemeinschaftsflächen wie Parks sind ebenfalls noch brachliegend und so gibt es auch wenig Raum für Interaktion.
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JACK, EXT. 5, free-market Kommt ursprünglich aus Simbabwe, lebt aber schon seit 20 Jahren in Südafrika und hat die Staatsbürgerschaft. Er bereitet gerade alles für den Umzug nach Cosmo City vor. Seine Frau, zwei Kinder und eine Nanny werden dann hier wohnen. Er arbeitet selbstständig von zu Hause aus und entwickelt pflanzliche, traditionelle Medizin und Kosmetik. Es ist das erstemal, dass er in einem schwarzen Wohngebiet lebt, zuvor waren sie in einer Mietwohnung. Den Vertrag für das Haus hat er bereits 2005 unterschrieben und eigentlich war das Haus schon länger fertig, aber die Ausführung so mangelhaft, dass es immer wieder was zu beanstanden gab. Er hat einen Kredit bei der Bank, die mit dem Generalplaner zusammenarbeitet, aufgenommen. Das Probelm ist, dass die Bauträger unausgebildete Leute einstellen, dann gehen sie pleite und am Ende hat Basil Read das Haus selbst fertig gebaut. Er kämpft nun um sein Recht bzw. fordert teilweise Geld zurück. Er meint hier werden viele Leute übers Ohr gehauen. Alle Grundstücke sind bereits verkauft, doch teilweise stehen Häuser leer, die Besitzer kümmern sich nicht und Vermieten, um an Geld zu kommen. Zum Einkaufen wird er wohl nach Northgate fahren und nur für kleine Besorgungen die Spazashops nutzen, denn die sind schon um einiges teurer. Es gibt weder eine Polizei noch ein Krankenhaus, seine Kinder wird er nicht in Cosmo zur Schule schicken und es gibt noch kaum Parks. Außerdem kommt es immerwieder zu Wasser und Strom Aussetzern - letztens gab es das ganze Wochenende keinen Strom und die Drainage funktioniert nicht. Wenn Infrastruktur nicht gestellt wird, ist klar das sich die Leute selbst organisieren. Kriminalität gibt es natürlich, es ist ja durch die Zonierung ersichtlich wo es was zu holen gibt. Leute kundschaften die Gegend aus und was nicht fest ist wird mitgenommen. Er verzichtet dennoch auf jegliche Sicherheitsvorkehrungen oder sogar einen Zaun, sondern will über eine aktive Nachbarschaft für Sicherheit sorgen. Wenn man die Leute kennt braucht man keine Securities bezahlen. Mauer und Garage wären im Hauspreis inkludiert gewesen, aber er wird sich die Garage lieber selbst bauen und mit einer Unterkunft für die Nanny verbinden. Er will sich aktiv an Gemeindearbeit beteiligen und die Leute unterstützen. Er bildet gerade einen Lehrling aus der ihm beim Bauen helfen wird. Falls sich die Infrastruktur nicht entwickeln sollte will er wieder wegziehen. 100 m x 100 m 51
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ITHUMELNG, EXT. 2, RDP Hat selbst für das Haus angesucht und lebt seit 2006, mit ihren zwei Kindern in Cosmo CIty. Sie arbeitet als Straßenhändlerin und verkauft Süßigkeiten, kleine Spielsachen und Schmuck vor der Schule. Ihre Kinder lässt sie derweil bei einer Freundin und der ältere kommt bald in die Schule. Immer in den Pausen setzt sie sich dann wieder vor den Eingang und wartet auf die Kinder. Das Geschäft wäre nicht so gut aber es reiche schon irgendwie. Am besten ist es um 2 Uhr wenn die Schüler nach Hause gehen, aber man muss schnell sein weil viele ihre Sachen verkaufen wollen und es ist heiß. Manchmal hilft sie auch einer Freundin im Hairsalon. Meistens sitzen sie gemeinsam zusammen und tratschen. Sie nutzt die Spazashops und mag Cosmo City, das Haus ist schön, nur manche würden sich zuwenig kümmern und es ist dreckig aber sonst hilft jeder jedem mal aus.
PATRICK, EXT. 2, RDP Lebt seit 2005 in Cosmo CIty, kommt aus Zevenfontein und teilt sein Haus mit seiner Schwester und deren Kind. Ursprünglich ist er aus der Region Kwa Zulu Natal und ist wegen der Arbeitsmöglichkeiten nach Johannesburg gekommen. Er arbeitet auf der Baustelle, für den Wohnbau Komplex, als Gerüstbauer, mehrmals die Woche von 7 bis 5 Uhr. Er pflegt Kontakte zu sehr vielen Leuten, vor allem hier in Extension 2 , einige haben einen Tuckshop, eine Freundin hat einen Kindergarten. Alle kennen ihn hier und er gibt auch gern mal 5 Rand wenn ihn wer fragt - schließlich muss man sich aushelfen - es kommt ja alles zurück. Er geht gerne in die Taverne oder sitzt mit Freunden vorm Haus.
THANDI, EXT. 6, RDP Hat selbst für das Haus angesucht und lebt mit ihrem Mann und 2 Kindern seit November 2008 in Cosmo City. Sie ist arbeitslos, hatte auch in Zevenfontein keinen Job. Sie nutzt die Spaza shops. und verbringt den ganzen Tag in Cosmo City. Manchmal fährt sie mit dem Taxi nach Fourways oder Randburg zum Einkaufen. Es besteht Kontakt zu Bewohnern in Ext. 2 aber nicht zu den „credit-linked“ oder „free market“ Zonen. Sie nutzt die Mitsprachemöglichkeit bei Community Meetings und findet diese sehr Hilfreich. Sie lebt gerne in Cosmo und sieht keine Probleme, wünscht sich aber ein Shoppingcenter, Polizeistation und Klinik.
AYANDA, Ext.2, RDP Lebt seit einigen Monaten in Cosmo City. Er ist ursprünglich aus Zimbabwe, deswegen hatte erauch Probleme mit dem vorherigen Vermieter. Nun teilt er sich ein Zimmer mit seinem Bruder für 650 Rand im Monat. Der Vermieter wohnt auch dort und sie nutzen die Küche gemeinsam. Er arbeitet in Monte Casino und für zwei Doppelschichten bekommt er 400 R. Sein Bruder hat einen Internetshop und repariert Computer. Manchmal gibt ihm sein Arbeitgeber eine Mitfahrgelegnehit, sonst nimmt er das Taxi. Wenn er etwas Geld übrig hat, fährt er zum Spaß nach Fourways oder Johannesburg. Weitere Geschwister leben in Ext. 6, die bauen gerade aus um dann zu vermieten. Er mag Cosmo City, es gibt wenig Kriminalität, es ist schön ruhig und er wäre ja nicht so der Partygänger.
RACHEL, EXT. 6, RDP Lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen seit Dezember 2008 in Cosmo City. Ihr gehört ein Spazashop, hat aber kein Zertifikat. Sie kauft selbst im Großhandel in Johannesburg ein und hatte bereits in Zevenfontein ein Geschäft. Ihr Mann arbeitet als Taxifahrer und ist deswegen nicht viel zu Hause. Sie hat Kontakt zu Leuten aus dem „bonded area“ und besucht die Gemeindeversammlungen. Manchmal fällt die Wasserversorgung 3-4 Tage aus und der Strom ist auch bis zu 2 Tage weg. Außerdem gibt es sehr viel Kriminalität am Wochenende. Sie hätte gern ein Shoppingcentre und ein Krankenhaus, denn im Moment braucht der Krankenwagen viel zu lange wenn etwas passiert. Und unbedingt eine Polizeistation.
THEBOGO, EXT.2 , RDP Lebt seit 2005 mit ihrem Hund und hatte schon in Zevenfontein ein kleines Geschäft. Ganz früher, bis ihr Mann starb hätte sie als Haushälterin gearbeitet. Auch in Cosmo war bisher ihr Einkommen über den kleinen Laden in ihrem Haus garantiert. Beim letzten Communitytreffen hatte man ihr aber erklärt, dass dies illegal sei und dass sie Probleme kriegen wird. Sie weiß nicht so genau was sie tun soll, aber sie will keine Probleme. Es war sogar schon jemand da und hat sie gefragt. Nebenan bauen sie gerade ein Geschäft und das versteht sie nicht.
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FRANK, EXT. 5, free-market
JAMES and NONHLANHLA
Securityguards am Eingang des Generalplaners Kommen aus Diepsloot und Zevenfontein und arbeiten für Jambo Security hier in Cosmo. Sie warten auch noch auf ihr Haus. Fahren je nach Dienst mit dem Taxi oder in der Gruppe mit dem Dienstwagen. Mögen ihren Job, aber wollen auch endlich ein Haus. Wenn sie nicht arbeiten müssten würden sie auch auf der Demonstration für Häuser und Rechte der Arbeiter mitmaschieren.
LOWIS, EXT. 2, RDP Lebt seit 2 Jahren in Cosmo City, kommt ursprünglich aus Simbabwe, aber lebt schon seit 11 Jahren in Südafrika, hat also Aufenthaltspapiere und ganz legal das Haus bekommen, da er zuvor in Zevenfontein wohnte. Er ist geschieden und teilt sein Haus mit mehreren Männern aus Simbabwe, welche hier nach Arbeit suchen bzw. einer Ausbildung nachgehen. Fragt sich was die Leute denn machen sollen um ein Haus zu kriegen? Jemanden überfallen? Hat einen Tuckshop bzw. einen kleinen Stand vor seinem Haus und verkauft hauptsächlich Süßigkeiten und Snacks. Gleich um die Ecke verkauft eine Lady Bier und hat ein kleines Shebeen, dort holt er sich gerne was zu trinken. Er hat keine weiteren Probleme wegen seiner Herkunft, fühlt sich respektiert in der Gemeinde und kennt viele Bewohner. Gleich eine Straße weiter lebt sein Bruder mit Familie. Die haben ihr Haus umgebaut bzw. richtig groß angebaut - das möchte er auch einmal machen. Er hofft auf einen längerfristigen Job, aber es gäbe nicht viel Aussicht in der Gegend. Ihm gefällt es in Cosmo, da es so ruhig ist und viele Leute aus Simbabwe da sind.
Kommt ursprünglich aus Deutschland und lebt seit April 2004 in Cosmo City. Ab und zu wohnt seine Tochter bei ihm sonst ist sie in einem Internat. Er ist Geologe und kam vor 20 Jahren nach Südafrika, ist aber am ganzen Kontinent tätig. Zuvor hatte er in einem Townhousekomplex gewohnt, aber da war alles so uniform und man konnte nichts verändern. Jetzt hat er um 90 000 Euro ein Haus mit zwei Schlafzimmern und zwei Bädern plus ein Grundstück zum Heimwerken. Er meint es leben nur ungefähr 2% Weiße in Cosmo City und es wäre ein Stigma in einer schwarzen Siedlung zu leben, doch es ist billiger und wenn er auf Geschäftsreisen ist lässt er Bekannte hier wohnen damit das Haus nicht leer steht. Zum Einkaufen fährt er nach Northgate, denn die Spazashops benutzt er nicht, denn die verkaufen nur „schwarze Produkte“ und sind außerdem viel teurer. Die Tavernen meidet er denn er will ja nicht ausgeraubt werden. Er kennt seine nächsten Nachbarn (bzw. man grüßt sich) und einen Hydrogeologen der in der RDP Siedlung lebt. Der hatte um ein Haus angesucht als er gerade arbeitslos war. Ansonsten fährt er nur mit dem Auto durch die Siedlung. Die städtischen Dienste funktionieren hier sehr gut, teilweise besser als in anderen Wohngebieten. Vor allem ist es sehr sauber und die Strom und Wasser Ausfälle sind seit 1,5 Jahren auch besser. Kriminalität gibt es wie überall, aber er ist gut versichert und der Beitrag hält sich in Grenzen wenn man ein gutes Alarmsystem, Sicherheitstüren und Kameras installiert hat. Außerdem hat er auch eine Waffe. Die kleinen Wachhäuschen an der Einfahrt der Siedlung sind lächerlich, aber es patrolliert ein Sicherheitsdienst und die Polizei aus Honeydew.
PALESA, EXT. 0 credit-linked Lebt seit zwei Jahren hier und besucht das letzte Jahr der Highschool in Cosmo City. Manchmal geht sie in der Mittagspause nach Hause zum Essen weil es so nah ist. Der Bruder geht nicht mehr in die Schule sondern hilft manchmal hier im „cellC“ - Container eines gemeinsamen Freundes bei den „bonded“ Häusern und zieht vielleicht in die Stadt. Irgendwie komme man immer an Geld. Sie findet Cosmo City ganz in Ordnung aber es sei schrecklich langweilig und es gäbe keine Orte für junge Leute. Die Parks sind für kleine Kinder aber am Wochenende treffen sie sich dort und machen Party oder fahren nach Fourways. Der Bruder bevorzugt die Taverne und hätte gern ein Auto. Sie hat Freunde aus allen Zonen aber meistens hängen sie hier ab, da kommen wenigstens Leute vorbei.
BULELANI, EXT. 6, RDP CHRISTOPHER, EXT. 0 , free-market Lebt seit einem Jahr mit seiner Frau in der „bonded“ Sektion und kommt ursprünglich aus Malawi. Zum feiern geht er in die RDP - Tavernen, denn die haben immer offen und machen Geschäfte. In seiner Gegend gibt es zwar auch Shebeens, aber erstens weiß man nie wann die offen haben und außerdem ist hier bei den Leuten aus den Squattercamps ja auch viel mehr los. Probleme der Kriminalität sieht er keine, er wäre ja selbst ein Gangster.
Hat selbst um das Haus angesucht und lebt mit seiner Frau und einem Kind seit Juni 2008 in Cosmo City. Er arbeitet als Securityguard und fährt mit dem Taxi in die Arbeit. Er nutzt die Spazashops oder fährt zum Einkaufen nach Randburg und Northgate. Er kennt ein paar Leute in der Gegend, jedoch niemanden aus den „credit linked“ oder „bonded housing“ - Gebieten. Er mag es hier, bis jetzt keine Kriminalität, nur mit der Strombox gäbe es manchmal Probleme und er hofft es kämen bald Polizeistation, Krankenhaus und Geschäfte. 53
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JACOB and THANDI, EXT. 6, RDP Wohnen im Haus der Mutter und warten noch auf ihre eigene Sozialwohnung, die sich gerade in Bau befindet. Sie leben seit Dezember 2008 mit ihrem Baby in Cosmo City, kommen aber wie sie betonen nicht aus den Squattercamps. Beide Eheleute gehen keiner Arbeit nach, hatten aber sehr wohl Arbeit als sie noch in Zevenfontein wohnten. Verbringen die meiste Zeit zu Hause oder besuchen Freunde in Diepsloot. Einkäufe erledigen sie per Taxi in Northgate, Randburg oder Fourways. Kennen noch keine Leute in Cosmo. Es gefällt ihnen hier, nur gibt es eben im Moment keine Arbeit und nicht viele Optionen. Probleme gäbe es keine, nur die Straßenarbeiten führen zu Unterbrechungen der Strom und Wasser Versorgung.
SENSILE, EXT. 6, RDP
PATIENCE, EXT. 6, RDP
Hat selbst für das Haus angesucht und lebt seit einem Jahr mit 4 Kindern in Cosmo City. Sie geht keiner Arbeit nach und nutzt meistens die Spazashops. Ab und zu fährt sie mit dem Taxi nach Randburg. Sie kennt Leute aus allen Zonen von Cosmo, auch dem „bonded area“ weil sie die Communitymeetings besucht. Das Haus ist klein aber es ist ja ein Geschenk. Es gibt wenig Privatsphäre, viel Kriminalität und Leute kommen einfach ins Haus. Sie hofft es kommt bald eine Polizeistation und wünscht sich auch eine Shoppingstraße und ein Krankenhaus.
Lebt seit Dezember 2008 in Cosmo City und wohnt mit ihrer Cousine im Haus ihres Bruders. Sie studiert in Johannesburg und fährt viermal die Woche mit dem Taxi in die Stadt. Die Fahrtdauer beträgt 45 Minuten inklusive Umstieg in Randburg und Kostet 20 Rand hin und retour. Sie nutzt Spazashops und Tavernen. Ansonsten besucht Sie Freunde in Diepsloot, Soweto oder Randburg. Kennt vor allem Leute in Ext. 2 weil sie dort die Kirche besucht, aber niemanden aus dem „bonded area“. Hofft, dass bald die Straße fertig gebaut ist, denn es gibt Probleme mit der Strom- und Wasserversorgung. Sie wünscht sich ein „Recreationcentre“ , Sporteinrichtungen und überhaupt mehr Raum für junge Leute.
Marching for Houses in Cosmo City
RONALD EXT. 0, credit-linked Lebt seit über 2 Jahren in Cosmo City in einem „credit linked“ Haus. Hat seinen eigenen Spaza shop im Garten. Er mag Cosmo gerne, vor allem seine Gegend, aber ärgert sich über die schlechte Bauweise der Häuser. Besonders das Drainagensystem hat nicht genug Kapazitäten und wenn es regnet sind alle Straßen überschwemmt. Leute kommen nur dann und wann um etwas zu reparieren. Bis jetzt hat es keine Probleme gegeben wegen des Geschäfts, er weiß es ist illegal aber es gibt ja keine andere Möglichkeit für die Leute, also ist es sein „business“. Er verkauft Telefonguthaben, kalte Getränke und Essen. Er besucht Gemeindeversammlungen denn „Spaza“ und co werden dort diskutiert .
MAPULE, EXT. 6, RDP Lebt seit einem Jahr in Cosmo City. Sie kommt aus Zevenfontein und wohnt mit ihren zwei Töchtern hier. Sie ist arbeitslos und verbringt die meiste Zeit zu Hause oder Besucht Freunde in Ext. 2. Ab und zu fährt sie mit dem Taxi nach Diepsloot oder Randburg. Ihre Tochter geht in Randburg in die Schule und benutzt den Bus der in der Früh die Leute von Cosmo abholt. Am Wochenende sei es gefährlich aber sie mag ihr Haus, es ist viel besser als in Zevenfontein.
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6.0 THE SPACE STUDY Das Entwicklungsgebiet Cosmo City bietet außergewöhnliches Potential, einerseits die formalen, „top down“ geplanten Strategien des südafrikansichen Wohnbaus von Seiten des Staates und Planern zu untersuchen, wie in Kapitel 5.0 bereits geschehen. Als auch die „ungeplanten“ bzw. nicht-formellen räumlichen, „bottom-up“ Prozesse zu analysieren. Wie im vorhergehenden Abschnitt beschrieben, sind nicht viele der nachhaltigen Strategien weder auf planerischer Ebene, noch in der Prozesssteuerung, eingesetzt worden, bzw. aufgegangen. Gerade weil die geplanten Infrastrukturen und Orte der Interaktion nicht verwirklicht wurden, sind die Bewohner gezwungen sich selbst zu organisieren und entsprechende Strategien zu entwickeln. Cosmo City bietet somit ein interessantes Untersuchungsfeld für nicht-formelle Raumdynamiken innerhalb eines sehr formalen Umfelds. Dies erleichtert die Übersetzung nicht-formeller Raumpraktiken in räumliche Muster, Kategorien und Typologien.
6.1 Ideas and Aims Ziel ist das Aufzeigen von Potentialen nicht-formeller Strukturen, vorhandener Kapazitäten und Bedürfnisse der Bewohner, um Planungskonzepte für integrative Stadtplanung und angepasste Architektur zu generieren. Wie bereits im Kapitel 1.2 formuliert, ist die Aktivierung von gemeinsamen Raum, für verschiedener Nutzer und Gestalter, in erster Linie eine Frage der Wahrnehmung. Mit einem systematischen Wissen, um die spezifisch institutionalisierten Räume und deren Ausformung, kann ein gemeinsames Vokabular, selbst gestalteter Raummuster, entwickelt werden.
6.2 The Strategy Im ersten Schritt wird das Lesen der räumlichen Anordnungen und deren eingeschriebenen Verhaltensweisen im unbekannten kulturellen Kontext und Milieu erlernt. Dieses Grundvokabular dient der Erkennung wiederkehrender Muster, welche durch korrelierende Interpretation von Größe, Form und Funktion, in Kategorien eingestuft und zu Typologien (von Attraktoren) formuliert werden können. Sie bilden die signifikanten Stadtmuster zwischen formeller und informeller Raumgestaltung. Die gefilterten Kategorien von Eingriffen (Level of Alteration, Level of Separation und Security) und typologisierten Attraktoren (Level of Service) werden verortet und gewährleisten, im größeren Maßstab betrachtet, das Erkennen von Relationen, Anordnung und Dynamiken potentieller Orte der Interaktion und Siedlungsentwicklung. Im nächsten Schritt soll dieses Wissen und die ausgearbeiteten Stadtmuster (City Patterns) als Kommunikationsmittel, also gemeinsamer Sprache im Planungsprozess mit verschiedenen Beteiligten und Interessensgruppen angewendet werden. Durch Rekombination und Ausprobieren von Anordnungen können mögliche Potentiale und Problemstellungen durchgespielt und Planungskonzepte definiert werden. Dies gewährleistet die Integration und Berücksichtigung von nicht-formellen Infrastrukturen, Einkommensstrategien und konkreten Bedürfnisse der BewohnerInnen und der staatlichen Ansprüche im Planungsprozess. Der letzte Schritt wäre dann die strategische Umsetzung des Konzepts, als gemeinsame räumliche Sprache und somit Erprobung ob lokaler Kontext und jeweilige Bedürfnisse tatsächlich verstanden und berücksichtigt wurden. Die Beobachtung der platzierten, rekombinieten Raummuster bzw. Formen der Nutzung und Aneignung, liefern somit weitere Ergebnisse für zukünftige, reagierende Planung innerhalb nicht-formeller, sich ständig modifizierender Systeme.
Dieses Wissen soll, wie von staatlichen Wohnbaugesetzen, universitärem Diskurs und NGOs gefordert, neue Ansätze im Umgang mit informellen Siedlungen und Gebieten schwach an formeller (Infra-)Struktur anregen. Der Schwerpunkt muss im Überdenken von Landwidmung, Bebauungsplan und Baunormen für diese, durch fehlende formelle Kapazitäten, stark selbst-gestalteten Räume liegen. Die Planungsgrundlagen zur Förderung bestehender Ressourcen können einerseits für semi-formelle Interventionen in bestehenden Siedlungen, also „upgrade“ Strategien, als auch in Planungsprozessen für zukünftige Wohnbaugebiete angewandt werden. Sie sind jedoch nicht universal anwendbar, oder direkt übertragbar, sondern als Anleitung zur Wahrnehmung räumlicher nicht-formeller Muster, im jeweiligen lokalen Kontext, zu verstehen. Sie sollen der Konzeption integrativer Planungsprozesse dienen und den Polylog unterschiedlicher Beteiligter ermöglichen.
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6.3 References and Principles Als Ressource dienen die, in Kapitel 3 und 4 formulierten Bedürfnisse und Relevanzkriterien der „urban Poor“ und die ausgearbeiteten „Challenges“, also gesammelten Herausforderungen, im staatlichen und planerischen Umgang mit nicht-formellen Strukturen.
Die Praxis des Anordnens, Empfindungen und Verhalten im Raum werden Klassen-, Kultur- und Geschlechtsspezifisch in den jeweiligen Sphären gelebt (Löw 2006). Die Übersetzung von räumlichen Mustern ist also reine Interpretation und kann nur eine Annäherung an die tatsächlich eingeschriebenen Bedeutungen bieten.
Dieses Basiswissen und die Forderungen der Experten, nach Ansätzen der transdisziplinären - also integrativen Forschung, werden durch die eigene Untersuchung des konkreten Beispieles Cosmo City ergänzt.
Hermanns sagt aber auch: “ We need to translate in order to study translation.“
Bezugspunkte für die Feldforschung sehe ich in der Raumsoziologie und Sozialraumanalyse bzw. Stadtbeobachtungen, wie der Burano-Methode, zur Beurteilung der Lebensqualität. Die Interpretation des analysierten Raums bezieht sich, mit der Ausarbeitung von Mustern, auf Alexanders „Pattern Language“ und durch die Übersetzung zwischen verschiedenen Kulturen auf „Cross-cultural Translations Studies“. „….every society which is alive and whole, will have its own unique and distinct pattern language; and further that every indiviudal in such a society will have a unique language, shared in part, but which as a total is unique to the mind of the person who has it.“, Christopher Alexander 1977 Raummuster, als sich wiederholende räumliche Praktiken, können nach Cristopher Alexanders „Pattern Language“ als Sprache gesehen werden. Deren Übersetzung kann aber nur auf dem eigenen kulturellen Kontext und den eigenen räumlichen Nutzungsstrukturen und Relevanzkriterien basieren. (Löw 2006). Das Lesen, Aufarbeiten und Wiedergeben von Raummustern in einer anderen Kultur, im fremden Umfeld, kommt daher einer Übersetzung gleich. „...we can only, pragmatically, try out certain instruments and see what they allow us to see and to what extent they remain open to critical self-examination.“ , Theo Hermanns 2003, Professor für „Cross – cultural Translation Studies“ am University College London (UCL).
own Photography of „Poverty Housing. Americus, Georgia“ MAK08 by Dorit Margreiter, about the Themepark that contains a Replica of an existing South African Slum
Ich muss mir also die passenden Kategorien in meinem eigenen Feld suchen, in dem ich gewohnt bin mich Auszudrücken. Den Raum selbst zu erleben, um zumindest eigene „behaviour patterns“ entwickeln und interpretieren zu können und über die Analyse gebauter Strukturen, der Darstellungen meiner Disziplin entsprechend, zu transportieren. Es können natürlich nicht alle Faktoren in die Untersuchung einbezogen werden da, z.B. gerade Mechanismen der Inklusion und Exklusion, durch persönliche Habituspräferenzen und symbolische Schwellen für mich gar nicht wahrnehmbar sind. Meine Position, als außen stehende Beobachterin, kann aber auch als positiv bewertet werden, da sie mir ermöglicht, mich freier im politisch aufgeladenen Raum zu bewegen. Die tief gehende Auseinandersetzung, mit den manifestierten Raumpraktiken der jeweiligen Sphären, kann über meine Übersetzung zu kollektiven Vokabeln und somit zu einer gemeinsamen Sprache für Austausch und Polylog im aufgespannten Raum beitragen. Alexander hebt hier den aktivierenden Faktor hervor: „...people will gradually become conscious of their own pattern languages and work to improve them.“ Die Verwendung von Satellitenbildern, bzw. die Verortung und Betrachtung im großen Maßstab beziehe ich aus der Slumforschung, als auch der Stadtmorphologie. So werden informelle Siedlungen über Satelittenbilder, Geographisches Informations System(GIS) und „Outreach programme“ analysiert um Entwicklungen bzw. (demographische) Daten für mögliche Aufwertungsprogramme zu sammeln. Der Blick auf Strukturen als Gesamtes und die Beobachtung der Entwicklungsmuster im großen Maßstab, erfolgt unter Berücksichtigung verschiedener Layer einer Stadt, im Besonderen mit der Einbindung der 4., also zeitlichen, Dimension. Meine Arbeit bedient sich außerdem transdisziplinärer Forschungsmethoden, wonach alle Gesprächspartner als Experten und aktive Gestalter in ihrer jeweiligen Position aufgefasst werden. Dieser Ansatz, als Architektin die sogenannte „ungeplante“ Architektur im Sinne von „what people want“ zu untersuchen, folgt der Tradition von Scott-Brown. Deren Forschung z.B. in Levittown, einer amerikanischen Suburbia, unterstreicht die Thematik der Auseinandersetzung mit dem „realen“ gebauten Raum neben dem architektonischen Diskurs, und den Prozess des Lernens – „….learning not loving – at most we recomended a hate-love relationship“, Denise Scott-Brown 1975
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6.4 The Outreach Meine Forschung im behandelten Gebiet, nach Methoden der qualitativen Sozialraumanalyse, erfolgte als teilnehmende Beobachterin. Der Einstieg in das Forschungsfeld ohne konkrete Thesen oder Fragestellungen und reflexiv zu Erfahrungen und Gefühl ermöglichte mir die räumliche Wahrnehmung durch aktives Erleben.
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Grundidee war das Untersuchen von Aneignungsprozessen, Raumnutzung und Identifizierung von Attraktoren im öffentlichen wie im privaten Raum. Erst im Laufe des Aufenthalts entwickelten sich Methoden bzw. Vorgehensweise der pragmatischen Analyse von Kategorien. Handlungsweisen waren die Erkundung per Auto, Stadtwanderungen als derivé ohne Ziel oder mit Karte, Plan und Fotoapparat und Fahrten mit dem Taxi, als öffentliches Verkehrsmittel.
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Die Stadtwanderungen und später systematisches Kartografieren (mapping), wurden ergänzt durch informelle Interviews mit BewohnerInnen, PlanerInnen, Verwaltung und anderen Beteiligten. Vor allem im Forschungsfeld kamen Gespräche weniger durch aktive Befragungen, als durch Angesprochen werden, bzw. Einführung in Netzwerke zustande. Mein Vorgehen bzw. Auftreten in der Siedlung, bedingt durch nonkonformes Verhalten, könnte man auch als performative Beobachtung im Sinne der Situationisten, oder als aktivierende Sozialraumanalyse, wie in der „vernetzenden Planung“ und Gemeinwesenarbeit beschreiben. Tageweise begleiteten mich Bewohner teils aus Sorge, teils aus Neugierde und führten mich in ihre sozialen Netzwerke und auf ihren Wegen durch die Siedlung. Ich saß in Wohnzimmern vor dem Fernseher, in Vorgärten, kaufte Süßigkeiten am Straßenrand, trank „Black Label“ in der Taverne, demonstrierte für Häuser und erlebte so gemeinsam mit lokalen Bewohnern den Raum. Ich suchte nach Schatten und Toilette, einer Sitzmöglichkeit und Orten des Austauschs, verirrte mich und suchte nach Orientierungspunkten .
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Ich wurde oft gefragt, und habe immer versucht mein Vorhaben zu erklären - für mein Projekt an der Universität, zu untersuchen wie die Siedlung funktioniert, um für die Zukunft zu lernen. Fast immer, bin ich auf Interesse und Hilfsbereitschaft gestoßen, bei BewohnerInnen und EntwicklerInnen. Ich wurde gebeten zu fragen wann die Häuser fertig werden, wie man einen Marktstand beantragen kann, um Sponsoren für soziale Einrichtungen, wie man das Haus umbauen könnte, ein Familienfoto zu machen und musste versichern, dass ich die Daten nur für mich selbst verwende und nicht an die Stadt oder Generalplaner weitergebe. Mein wochenlanger Aufenthalt mit aktivierenden Stadtwanderungen, zwischen „Social Planner or Radical Chic Architect“, nach Scott-Brown (1975), hat so temporär, gemeinsamen Raum aufgespannt.
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6.5 The Categories Bereits in Kapitel 2.0 zeigte sich die Schwierigkeit Parameter und Messfaktoren für formelle als auch informelle Strukturen zu definieren. Als Besucher lassen sich die wichtigen sozialen Netzwerke nicht wirklich erforschen und so bin ich auf die sichtbaren räumlichen manifestierten Veränderungen angewiesen. In Cosmo City habe ich in meiner Untersuchung vor Ort sowohl „top-down“ als auch „bottom-up“ Planung betrachtet, welche sich sichtbar auf den gelebten Raum, privat und öffentlich, auswirkt. Es wurden hauptsächlich die Gebiete der give-away Häuser bewandert bzw. kartografiert, aber um überhaupt Eigenheiten der ehemaligen informellen Siedler und Vergleiche zwischen den Gebieten der Einkommensklassen, zu gewährleisten, wurden neben Extension 2 und 6 auch dessen creditlinked Areale und die Ext. 0 mit credit-linked und free-market Sektor einbezogen. Dies diente der Definition der Kategorien, welche dadurch für formelle, als auch informelle Interventionen Gültigkeit bzw. Relevanz gewährleisten. Insgesamt wurden in den Untersuchten Extensions, neben dem öffentlichen Raum, 5174 Grundstücke privater Wohnnutzung und 78 Parzellen für formellen Service bzw. sozialer Infrastruktur aufgenommen. Zur Vereinfachung der Darstellung wurde der am Häufigsten vorkommende RDP - Haustyp gewählt. Die Form der Struktur, Lage innerhalb der Siedlung bzw. Nachbarschaft, als auch Grundstück wirken sich natürlich auf die Relevanz und Möglichkeit der Eingriffe aus. Zu beachten ist außerdem, neben der Wahrnehmung, vor allem die Sichtbarkeit, denn was sich auf Grundstücken und an Fassaden, eingeschlossen von hohen Mauern, befindet fließt nicht in meine Forschung ein. Weiterer ausschlaggebender Faktor, im zu untersuchenden Gebiet, ist die Dauer des Aufenthalts. So leben Bewohner schon seit Beginn, also Phase 1 Ende 2005 (Ext. 2 und 0 creditlinked), in der Siedlung, andere Teilbereiche sind erst seit einigen Monaten bezogen (Süden der Ext.6). Mit dem Einbezug dieses Faktors wurde wiederum das Bilden von Kategorien und ablesen von Entwicklungen erleichtert. Kategorien zur Messung des Aneignungsprozesses als „buttom-up“ Eingriff an der privaten, formalen Struktur, bzw. Grundstück Level of Alteration, Messung der Seperation, bzw. Interaktion von Privat und Außenraum Level of Separation Messung zusätzlicher privater Sicherheitsvorkehrungen Level of Security Identifizierung der Typologien von Infrastruktur und Service bzw. Attraktoren Level of Service Messung formaler Sicherheitsvorkehrungen und Barrieren im gemeinsamen Raum Level of Seperation and Security_public Messung der Aneignung des öffentlichen Raums durch mobilen nicht-formellen Service „Invading Attraktors“ Level of Service_public.
LOA Level of Alteration
altitude
scale LOA 5 >house
25 m
1.2
20 m
1.0
15 m
.8
LOA 3 mobile structure
10 m
.6
LOA 2 small use
5m
.4
LOA 1 identity
0m
.4
0m
.4
LOA 4 built space
LOA -1 empty house LOA -2 empty plot
LOSEP Level of Separation LOSEC Level of Security
altitude
scale
25 m
1.2
20 m
1.0
15 m
.8
10 m
.6
LOSEP 2 walled
5m
.4
LOSEP 1 visual link
0m
.4
0m
.4
LOSEC 2 additional intervent. LOSEC 1 security serviced
LOS Level of Service n op s t io ash nic a ic e od z v n r a o e ash s al mu ch ) fo rn /sp he rs he (fast tave c hur c réc c arw hair tuc k c om ot
LOSEP_pub Level of Separation Public LOS_pub Level of Service Public LOSEC_pub Level of Security Public altitude
scale .6
5m
.4
LOSEC 2 security check
4m 3m
LOSEC 1 security serviced
0m
LOSEP barrier
i tax
rad ett e r st
e
62
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6.6 Placing Die Verwendung von Google Earth bezieht sich auf die Slumforschung mit Geo Informations Systemen. Durch automatisierte Leseprozesse und Umwandlung in dreidimensionale Strukturen werden die Daten, des sogenannten „shack counting“, für Wahlkreis Eingrenzung, Infrastruktur-, Bodenuntersuchungen und mögliche Interventionen eingesetzt. Ausschlaggebend für die Wahl dieses Mediums, zu morphologischen Betrachtungen, war sowohl der Aspekt der Arbeit mit Satellitenbildern, welche, in Zusammenhang mit der Kategorisierung vor Ort, die Identifizierung und Interpretation von Strukturen ermöglichen (Lesen lernen). Als auch die zeitliche Dimension und demnach die Möglichkeit der kontinuierlichen Aktualisierung der Daten zur Siedlungsentwicklung. Die Daten bzw. Kategorien wurden im Outreach analog in eine Karte übertragen, als Excel Tabelle ausgewertet (.xls), mit Koordinaten versehen und über ein Makro in ein Google Earth File umgewandelt. (.xlm -> .klm). Diese Vorgehensweise hat sich als sehr zeitaufwändig herausgestellt, aber wenn die Koordinaten einmal erfasst wurden, kann jederzeit die Information in der Excel Tabelle aktualisiert und direkt erneut in Google Earth geladen werden. Für zukünftige Forschungen würde ich jedoch die Verwendung eines technischen Geräts zur interaktiven Aufnahme der Daten empfehlen. So würde sich z.B. schon ein „Smart Phone“ (automatisierte Verortung der Position durch Koordinaten, Foto, Level der Kategorie) eignen. Durch die Strukturierung in entsprechende Layer werden Kategorien in Beziehung zueinander und nach Einkommensklassen, gestellt und verglichen. Im Sinne der Stadtmorphologie können so die unterschiedlichen Faktoren, resultierenden Strukturen und Relationen von Anordnungen und Dynamiken in der Siedlungsentwicklung über längere Zeit beobachtet werden. Im Zugriff aus höherem Maßstab bleiben Proportionen erhalten und ermöglichen so die Auswertung von Gruppen in nächster Umgebung. Durch Veränderung des Blickwinkels lassen sich Eingriffe und Attraktoren im Höhenmodell veranschaulichen, was wiederum das Ablesen der Relationen von Alteration, Separation und Attractors erleichtert.
STAND NUMBER: ADRESS: LANDUSE: LOA: LOS: LOSEP: LOSEC:
XLS datasheet
Die Eingriffe (LOA, LOSEP, LOSEC, LOS), deren Level, Anordnung und Attraktion ist stark von Typ und Orientierung des Gebäudes, Bezug auf Sonne und Straße, Öffnungen wie Fenster und Eingang abhängig. Die Größe, Lage und Umgebung des Grundstückes ist ebenfalls wichtiger Faktor für bauliche Interventionen und ökonomische Relevanz, können in der Studie aber nicht individuell dargestellt bzw. analysiert werden. Über die Verortung und das erworbene grundlegende Wissen durch die Kategorisierung und Bildung von Typologien, also der ausgearbeiteten Sprache, können aber sehrwohl Raumpraktiken interpretiert und, Schlüsse gezogen werden. So entwickeln sich der Aus- oder Umbau bzw. Sicherheitsvorkehrungen an der eigenen Wohnstruktur oft in Gruppen innerhalb der Nachbarschaften. Es ist zu beobachten, dass wenn ein Haushalt anfängt auszubauen sich das auf das direkte Umfeld auswirkt und zur Nachahmung anregt. Vor allem bei Sicherheitsvorkehrungen, bzw. repräsentativen Mauern um das Grundstück, wird schnell nachgezogen, um nicht das scheinbar offensichtlich ungesichertste, und somit angreifbarste Eigenheim der Straße zu sein. Größten Einfluss auf bauliche Eingriffe und die Nachbarschaft haben wirtschaftliche Aktivitäten, denn sie bilden Attraktoren.
1742 83ASMARACRESCENT R1 4 communication 1 0
GE placemark 63
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COSMO CITY_march2009 EXTENSION Extension AREA LOA_residential LOS_residential LOSEP LOSEC LOS_public LOS_nonresidential
GE layer structure
LOA 5 LOA 4 LOA 3 LOA 2 LOA 1 LOA-1 LOA-2 LOSEP 2 LOSEP 1 LOSEC 2 LOSEC 1
LOS_communication LOS_tuckshop LOS_hairsalon LOS_carwash LOS_crech LOS_church LOS_tavern LOS_fast food LOS_o.s.
EXT. 0 LOS_pub
taxi streettrade
EXT. 2 LOS_pub
EXT. 0 LOS
EXT. 0 LOS
EXT. 0 LOSEP LOSEC
EXT. 2 LOSEP LOSEC
EXT. 0 LOA
EXT. 2 LOA
EXT. 0
EXT. 2
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2.indd 65
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6.7 LOA - Level of Alteration
altitude
scale LOA 5 >house
25 m
1.2
20 m
1.0
15 m
.8
LOA 3 mobile structure
10 m
.6
LOA 2 small use
5m
.4
LOA 1 identity
0m
.4
0m
.4
LOA 1A LOA 4 built space
LOA -1 empty house LOA -2 empty plot
Veränderungen am eigenen Haus (Kubatur 6.2 x 6.8 m) bzw. am privaten Grundstück (11 x 20 m). Die Abstufungen der Eingriffe nach Größe bzw. Aufwand, erfolgt von Level 1 – 5 von kleinen Interventionen der Aneignung durch Identität stiftende Markierungen (LOA 1) bis zu gebauten Strukturen, welche größer sind als das ursprüngliche Haus (LOA 5). Die verschiedenen Modifizierungen kommen auch in Kombination vor, werden für das Verständnis aber in einzelne Ebenen aufgeteilt. Unterschieden wird innerhalb eines Levels nach Ausformung und Gestalt a – q, z.B. Eingriff am Boden oder in gewisser Höhe, verschiedener „readymade“ Strukturen, direkt an das Haus angebaut (attached), oder Frei stehend (detached). Diese sind wiederum, nach Lage und Verortung am Grundstück, wertfrei durchnummeriert um Orientierung und Raumbeziehungen aufzuzeigen. Dabei werden mehrere Versionen, je nach Platz, in einer Graphik gezeigt. Grundsätzlich lässt sich Verallgemeinern das Private Nutzung, wie Verschattungen eher nach Innen in Richtung Nachbarschaft gerichtet sind, um das direkte Wohnumfeld beobachten zu können. Zubauten für Vermietung werden meist an der Grundstücksgrenze im hinterem Bereich situiert, Raum für Geschäftsflächen wiederum Richtung frequentierter Straßenbereiche. Die gesammelten Anordnung von Ausformungen werden wiederum fusioniert um die typischen Raummuster (patterns) A – Q des jeweiligen Levels of Alteration darzustellen. Die Raumstudie wird durch das Zusammenstellen der signifikanten Patterns of Alteration zu einem City Pattern of Alteration abgeschlossen und soll mögliche Formen für die Ausarbeitung von semi- formellen Bebauungsregeln aufzeigen.
LOA 1.1.a .1 A
.2
.3
.4
.5 LOA 1
B C
D
LOA 2
E F G H
I
LOA 3
J K L M LOA 4 N O
LOA 5 P
Q 66
m arc h_m
LOA
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LOA 1B
LOA 1C
LOA1_Identity Die ersten kleinen Interventionen der Aneignung und Repräsentation nach Außen.
LOA 1.1.b
LOA 1.1. c
LOA 1.2. c
Zeichen an, oder Anstrich der Fassade oder Fensterrahmen, als auch Gartengestaltung als erste räumliche Strukturierung. Wege und Markierungen der Grundstücksgrenzen durch Steine, als auch Dekoration. Die Nutzung der eigenen 250m2 Grund als Blumen oder Anbaufläche für Gemüse wie z.B. Mais. Gartenzwerge wurden nur ein einziges mal gesichtet aber entsprechende südafrikanische Versionen von Gartenschmuck kommen durchaus vor. Wiederkehrend war die Platzierung von Wasserflaschen im Garten, also der Aufbereitung von Warmwasser mit Hilfe von Sonnenenergie. Im credit linked Gebiet ist die erste Transformation der Struktur oft der Außenputz und individuelle Anstrich, im free market Bereich meist die Dekoration bzw. Gestaltung des Abstandsgrün, zwischen Mauer und Straße, welche ebenfalls der Repräsentation und Individualisierung nach Außen dient.
LOA
m arc h_m
aster_l ayout
2.indd 67
67
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ATTACHED
LOA 2D
LOA 2E
LOA 2F
LOA 2.1.d
LOA 2.1.e
LOA 2.1.f
LOA 2.2.d
LOA 2.2.e
LOA 2.2.f
LOA 2.3.d
LOA 2.3.e
LOA 2.3.f
LOA 2.4.f
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m arc h_m
LOA
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17.06.2010 18:57:16
DETACHED
LOA 2G
LOA 2H
LOA2_Small Use Die zweite Ebene der Modifizierung sind kleine Änderungen um den Komfort zu heben bzw., die eine gewisse Funktion erfüllen.
LOA 2.1.g
LOA 2.1.h
LOA 2.2.g
LOA 2.3.h
Beschattungen, Regenschutz über dem Eingang oder Fenster, insbesondere bei Geschäftstätigkeit, Pergolen und PKW Überdachung, als auch umzäunte, versperrbare Abstellflächen oder die, zum Sitzplatz erweiterte Sockelzone, in eingefärbtem Zement. Es kommt die Verfügbarkeit zu tragen und Materialien umfassen „readymade“ Bauteile aus dem Bauhaus oder Zweckentfremdete Wiederverwertung, als auch selbst gezimmerte Konstruktionen aus Holz, Blech, Plastik, Textilien, oft auch aus zweiter oder dritter Hand. Besonders Auffällig sind das „CarportNetz“ und Plastikplanen in Grün oder Blau aus dem Baumarkt. LOA 2 tritt auch in den anderen Einkommensgebieten auf, jedoch weniger häufig, vor allem die free market Grundstücke haben schon beim Kauf eine Garage, Wagenunterstellplatz oder Überdachung inkludiert und diese wird nur selten Fällen zweckentfremdet.
LOA
m arc h_m
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2.indd 69
69
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BOX
CAMPING HANGER
TELEPHONE BOX
LOA 3I
LOA 3J
LOA 3K
LOA 3.1.i
LOA 3.1.j
LOA 3.1.k
LOA 3.2.j
LOA 3.2.k
LOA 3.3.j
LOA 3.3.k
LOA 3.4.k
70
m arc h_m
LOA
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2.indd 70
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CONTAINER
TENT
LOA 3L
LOA 3M
LOA3_Mobile Structures Die verschiedensten mobilen Strukturen bzw. readymade Architekturen, wie kleine verkleidete Holzkonstruktionen, Wohnanhänger, Telefonboxen, Container und Zelte. LOA 3.1.l
LOA 3.1.m
LOA 3.2.l
LOA 3.2.m
LOA 3.3.l
LOA 3.3.m
Diese werden frei stehend, oft zur Straße ausgerichtet, auf dem Grundstück platziert und bieten meist Raum für Geschäftstätigkeiten oder Serviceeinrichtungen. In den credit-linked und free market Gebieten kommt fast nur die Ausformung als Container oder Telefonbox zu tragen.
LOA 3.4.l
LOA
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aster_l ayout
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71
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72
m arc h_m
ATTACHED
DETACHED
LOA 4N
LOA 4O
LOA 4.1.n
LOA 4.6.n
LOA 4.1.o
LOA 4.2.n
LOA 4.7.n
LOA 4.2.o
LOA 4.3.n
LOA 4.8.n
LOA 4.3.o
LOA 4.4.n
LOA 4.9.n
LOA 4.4.o
LOA 4.5.n
LOA 4.10.n
LOA 4.5.o
LOA
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17.06.2010 18:57:30
LOA4_Built Space Der tatsächliche An- oder Zubau, vorwiegend aus Betonziegel und Wellblechdach, als frei stehender Bau oder an das Haus angebaut.
LOA 4.6.o
LOA 4.7.o
LOA 4.8.o
Meistens mit Pultdach, aber auch als Satteldach, wenn direkt an das Haus angebaut wird. Lange, schmale frei stehende Baukörper reihen oft Zimmer an Zimmer zur Vermietung. Wird direkt an das Haus angebaut ist es meist die Vergrößerung des eigenen Wohnraums. Die Ausrichtung zur Straße erfolgt in der Regel bei einer merkantilen Nutzung oder als Garage. Die Mauereinschnitte des RDP Hauses werden ausgebaut und als Lagerraum oder zusätzliche Toilette benutzt. Ab und Zu wird die Grundstücksmauer als Auflager benutzt, meist aber das Gebäude direkt an die Grenze gesetzt um die Separation zu gewährleisten. Die bauliche Ausführung variiert stark und vor allem beim direkten Anbau kommt es zu zahlreichen Baufehlern. Die Ausbreitung von LOA 4 ist vor allem in den RDP Zonen sehr stark.
LOA 4.9.o
LOA 4.10.o LOA
m arc h_m
aster_l ayout
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73
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ATTACHED
DETACHED
LOA 5P
LOA 5Q
LOA 5.1.p
LOA 5.4.p
LOA 5.1.q
LOA 5.2.p
LOA 5.5.p
LOA 5.2.q
LOA 5.3.p
LOA 5.6.p
LOA 5.3.q
LOA 5.4.q
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LOA
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LOA5_Built Space > RDPHouse Der An- oder Zubau am Grundstück ist größer als das ursprüngliche Gebäude. Als einzelnes zusätzliches Gebäude mit über 36 m2 oder gebildet durch mehrere Strukturen. LOA 5 ist fast ausschließlich in den RDP Gebieten vorzufinden und kommt nur selten in den Sektoren anderer Einkommensklassen vor.
city pattern study ALTERATION A - Q 40 m x 99 m
city pattern study ALTERATION A - Q_base LOA
m arc h_m
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2.indd 75
75
17.06.2010 18:57:41
city pattern study ALTERATION A - Q_densification
city pattern study ALTERATION A - Q_alignment
city pattern study ALTERATION A - Q_space
76
m arc h_m
LOA
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17.06.2010 18:57:44
City LAYER_ALTERATION LOS -2 to LOS 5
500 m
LOA
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aster_l ayout
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77
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6.8 LOSEP LOSEC Level of Separation and Security altitude
scale
25 m
1.2
20 m
1.0
15 m
.8
LOSEC 1 security serviced
10 m
.6
LOSEP 2 walled
5m
.4
LOSEP 1 visual link
0m
.4
0m
.4
LOSEC 2 additional intervent.
LOSEP_Level of Seperation
LOSEP 1-2 A
LOSEP 1-2B
LOASEP 0.1.a
LOASEP 0.1.b
LOSEP 1.1.a
LOSEP 1.1.b
LOSEP 2.1.a
LOSEP 2.1.b
Bauliche Eingriffe als Maßnahmen der Separation bzw. möglichen Interaktion von Privat und Öffentlich am privaten Grundstück (11 x 20 m). Die Unterscheidung basiert hier auf reine Grenzmarkierungen, also fast fließendem Übergang zum Außenraum, das Aufstellen eines Zauns, welcher Sichtbezug gewährleistet (LOSEP 1) oder die komplette Abkapselung von der Umwelt bzw. vom Nachbargrundstück durch den Bau einer Mauer (LOSEP 2). Besondere Verbindung im Nachbarschaftsverhältnis zeigte sich kaum und wenn nur durch, jeweilig als Auflager genutzte Mauer, oder einer Wäscheleine von Haus zu Haus gespannt. In der
Verortung wird hierbei nur die Kategorie A - also den Bezug zum Außenraum berücksichtigt. .1 B
.2
.3 LOSEP 1-2B
A LOSEP1-2A
Zu Beobachten war die vermehrte Abgrenzung zu stark frequentierten Bereichen oder speziellen nicht-formellen Service Einrichtungen. Auffällig ist außerdem das zuerst die Abgrenzung durch Mauern zum Nachbargrundstück erfolgt, während zur Straße vermehrt Dekoration eingesetzt wird und erst danach eine bauliche Abgrenzung erfolgt. 78
m arc h_m
LOSEPLOSEC
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LOSEC 1
LOSEC 2
LOSEC 1.1.
LOSEC 2.1
LOSEC_Level of Security
Fenster und Türen angebracht werden. Die Einrichtung von Sicherheitsvorkehrungen unterscheidet sich stark nach der Höhe des Einkommens und treten in der RDP Zone nur in Relation mit großen Serviceeinrichtungen auf. LOSEC 1 – formelle Vorkehrungen durch einen Vertrag mit einer Sicherheitsfirma LOSEC 2 – Zusätzliche Vorkehrungen wie Kameras und Elektrozaun .1 LOSEC 1 LOSEC 2
Der Einsatz von zusätzlichen Maßnahmen zur Überwachung des privaten Grundstücks, durch einen Vertrag mit einer Sicherheitsfirma, ersichtlich über ein Schild an der Fassade (LOSEC 1), oder Interventionen wie Kamera, Elektrozaun, Wachhund und ähnliches (LOSEC 2). Maßnahmen der Sicherheit werden vor allem mit LOSEP 2, also der Separation ohne Sichtbezug, kombiniert. Generell werden, der Prävention wegen, viele sichtbare Barrieren aufgebaut. Andere Vorkehrungen wie Alarmsysteme oder Sicherheitstüren etc. ließen sich in meiner Feldforschung nicht feststellen. Die Installation von so genannten „burglar bars“ wurde ebenfalls nicht einbezogen, da sie fast flächendeckend an
Die Materialien für Eingriffe der Separation sind sehr vielfältig und reichen von Autoreifen, über herkömmliche Zäune aus dem Baumarkt bis zu kunstvoll geschweißten Metallresten. Mauern und Tore sind generell sehr repräsentative Elemente der Gestaltung und spielen somit in allen Einkommensklassen eine Rolle. Die Abschottung bzw. Verlust von Sichtbezug beginnt vermehrt in den credit linked Zonen und ist am gravierendsten im free market Bereich in dem der öffentliche Raum oft nur als Durchgangsschleuse zwischen hohen Mauern wahrnehmbar ist. LOSEP 1 – Abgrenzung aber Sichtbezug zwischen Privat und Öffentlich. LOSEP 2 – Abgrenzung ohne Sichtbezug zwischen Privat und Öffentlich. LOSEPLOSEC
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79
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LOSEP_LOSEC Public Level of Separation and Security in Public Space altitude
scale .6
5m
.4
LOSEC 2 security check
4m 3m
LOSEC 1 security serviced
0m
LOSEP barrier
Formale „top-down“ geplante Separation bildet die Umzäunung des Naturressorts und der sozialen Einrichtungen. (LOSEP_pub) Die Abgrenzung durch Betonpfeiler bietet zwar ein gewisses Maß an Sichtbarkeit, doch stellt sie eine große Behinderung für bestehende Wege und bietet keinerlei Nutzungsmöglichkeit. Sie verstärkt vielmehr die, bereits durch den Grünraum forcierte, Trennung und Zonierung der verschiedenen Einkommensklassen, hat aber sonst keine sichtbare Wirkung auf andere Interventionen. Formelle „top-down“ geplante Sicherheitsvorkehrungen durch die Überwachung des Öffentlichen Raums scheinen ebenfalls keine wahrnehmbare Auswirkung auf bauliche Interventionen oder private Sicherheitsvorehrungen zu haben. In den RDP Zonen werden Sicherheitszonen um Schulen durch große Schilder gekennzeichnet (LOSEC_pub 1).
LOSEP_public
In den credit linked und free market Zonen soll die Sicherheit durch Schranken und Wärterhütten an den Zufahrten des Gebietes gewährleistet werden (LOSEC_pub 2). Diese waren jedoch zur Zeit meines Aufenthalts nicht besetzt und Auswirkungen deren Anwesenheit wären nur Spekulation.
LOASEP_public .1
.1
Die gesammelten Anordnung und Ausformungen werden wiederum fusioniert um die typischen Raummuster des jeweiligen Level of Separation and Security darzustellen und dienen der Zusammenstellung signifikanter Patterns zu dem City Pattern of Separation and Security. Dieser kann in integrativen Planungsprozessen zur Definition wichtiger Grenzen, Sicherheitsinterventionen im Gemeinsamen Raum bzw. der Identifikation von Konfliktpotentialen dienen.
.2
LOSEPpub
LOSECpub
LOSEC_public
LOASEC_public .1
LOASEC_public .2 80
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LOSEPLOSEC
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city pattern study SEPARATION and SECURITY 80 m x 55 m
city pattern study SEPARATION and SECURITY_base
city pattern study SEPARATION and SECURITY_intensivication LOSEPLOSEC
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81
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city pattern study SEPARATION and SECURITY_alignment
city pattern study SEPARATION and SECURITY_space
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LOSEPLOSEC
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city Layer_SEPERATION and SECURITY LOSEP 1-2, LOSEC 1-2, LOSEP_pub, LOSEC_pub 1-2
500 m
LOSEPLOSEC
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9.0 LOS_Level of Service .1 O.S.
.2
.3
.4
.5 .1
LOA .2 LOSEP
F. T. n op s t io ash nic a ic e od z v n r a o h e l as mu ch ) fo rn /sp he rs sa he (fast tave c hur c réc c arw hair tuc k c om ot
CH. CR. C.W.
Die Ebenen nach Service sind nicht in Stufen eingeteilt, sondern bilden sich durch die wiederkehrenden Einkommensstrategien auf privatem Grund (C., T.S.S., CR., usw.) und werden in Relation zu LOA und LOSEP geordnet. C. communication, der Service eines öffentlichen Telefons und Guthabenverkauf T.S.S. Tuck oder Spaza Shop, Greisler bzw. Nahversorgung mit Grundnahrungsmitteln wie Öl, Mehl, Salz, Obst und Süßigkeiten, ect. H.S. Hairsalon, Friseursalon für Männer und Frauen C.W. Carwash, Autowaschanlage CR. Créche, Kindergarten CH. Church, Kirche T. Tavern, Taverne F. Food, Essen und Snacks O.S. Other service, Verschiedene Dienstleistungen mit Schwerpunkt auf Reparaturservice wie Schuster, Elektriker, Mechaniker
H.S. T.S.S. C.
Die Führung eines Geschäfts oder Dienstleistung auf Wohnland (R1 – R4) ist nicht gestattet, dennoch gibt es halb-legale Geschäftszweige wie Chréche und Taverne bzw. in den free market Extensions formelle Firmensitze auf Wohnland. Grundsätzlich kommen nicht-formelle Serviceangebote in allen Einkommensklassen vor, unterscheiden sich aber nach Sichtbarkeit und Gestalt. Fokus der Studie liegt im RDP Sektor. Wie für nicht-formelle Einkommensstrategien typisch wird alles Angeboten was in irgendeiner Form Geld einbringen könnte, die Studie beschäftigt sich aber mit der gemeingültigen Auswahl. Schwierige Punkte der Kategorisierung bieten z.B. Kirchen, da mir die verschiedenen Glaubensrichtungen und resultierenden Ausformungen nicht
erschlossen sind, ausschlaggebend ist nur ein Versammlungsraum. Die Nutzung als Geschäftstätigkeit, fordert meist die Sichtbarkeit bzw. Orientierung zur Straße und stark frequentierten Bereichen, ausgenommen sind wiederum Shebeens also illegale Tavernen und Kirchen, welche eher versteckt gehalten, bzw. im hinteren Teil des Grundstücks situiert sind. Serviceleistungen sind immer Orte der Attraktion und bilden einen Radius diverser Angebote für Interaktion um sich. Die verschiedenen Serviceeinrichtungen werden außerdem gerne kombiniert, vor allem kleine Strategien mit geringen Investitionskosten, wie communication, oder der Verkauf von Grundnahrungsmitteln und Süßigkeiten werden zusätzlich zu anderen Dienstleistungen angeboten. Häufigste hybride Nutzung sind tuckshop/communication, tuckshop/tavern, tuckshop hairsalon, carwash/other service. Wie bei nicht-formellen Siedlungen generell, ist die Bandbreite an Ausformung der verschiedenen Serviceeinrichtungen groß und in diversen Abstufungen baulicher Eingriffe (LOA/LOSEP) auszumachen. Um die Attraktoren zu typologisieren werden die Grundstücke in Relation zu Level of Alteration und Level of Separation geordnet und ermöglichen so die Wahrnehmung, als auch Rückschlüsse auf Interaktion und Dynamiken im Raum. Die Auswertung der typischen Raummuster zeigt das communication und carwash Typologien der niedrigsten In-
84
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LOS
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OTHER USE
(FAST) FOOD
TAVERN
LOS O.S.
LOS F.
LOS T.
LOS O.S.1.1
LOS F.1
LOS T.2
LOS O.S.2
LOS F.3.1
LOS T.3.2
LOS O.S.3.2
LOS F.3
LOS T.4.2
LOS T.5.2
LOS
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CHURCH
CRÉCH
CARWASH
LOS CH.
LOS CR.
LOS C. W.
LOS CH. 3.1
LOS CR.1.1
LOS C.W.2
LOS CR.4.1
LOS CR.4.2
terventionen bilden und sich auch auf leeren Grundstücken, nur durch eine Markierung definieren können. Other service und food gestalten sich meist durch mobile Strukturen aus. Tavernen bilden wiederum die Gruppe mit den höchsten Ausbaustufen (LOA und LOSEP). Nur Kindergärten erreichen ebenfalls einen so hohen Grad der Separation. Die größte Bandbreite an Typologien bieten die Tuckshops, welche von reiner Markierung bis zu Ausbauten, größer als die ursprüngliche Wohnstruktur, reichen. Im Anschluss werden die typischen Raummuster nach Service wieder zu ganzen City Patterns der Attraktion kombiniert und als eigener City Layer in der Siedlungsentwicklung betrachtet. 86
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LOS
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HAIR SALON
TUCKSHOP SPAZA
LOS H. S.
LOS T.S.S.
LOS C.
LOS H.S.2.1
LOS T.S.S.1
LOS C.1.1
LOS H.S.3.1
LOS T.S.S.2
LOS C.3.1
LOS H.S.4.2
LOS T.S.S.2.1
COMMUNICATION
LOS T.S.S.4.
LOS T.S.S.4.1
LOS T.S.S.5.1 LOS
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city pattern study SERVICE / ATTRACTOR 100 m x 99 m
city pattern study SERVICE / ATTRACTOR_base
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city pattern study SERVICE / ATTRACTOR_alignment
city pattern study SERVICE / ATTRACTOR_space
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LOSpub_Level of Service in Public Space
STREET
STREET CORNER
ST.
S.C.
ST.t
S.C.tss.1
Die mobilen Serviceeinrichtungen wie Taxi und Straßenhandel bilden Attraktoren, Akteure und Aktivierung des öffentlichen Raum. Sie sind Space Invader, sprich sie ermöglichen die Erkennung potentieller Interaktionsorte im Raum. Ihre Eigenschaft sich an stark frequentierte Bereiche zu hängen und sie gleichzeitig zu generieren muss im Planungsprozess als Werkzeug eingesetzt werden. So formieren sich z.B. Essensstände temporär neben Baustellen um die Arbeiter zu versorgen und verschwinden wiederum nach Fertigstellung bzw.Verlust der Kundschaft.
U.P. ST.C. ST.
t
c
tss hs
Häufigster Service ist das Taxi, also Transport und der Verkauf diverser Nahrungsmittel bzw. Essen und trinken (tuckshop und food) an mobilen Ständen im Straßenraum. Weiters gibt es auch fliegende Händler welche Telefonguthaben oder Haushaltsutensilien anbieten. Hairsalon und carwash bilden wiederum die Servicegruppe der Aktivierung ungenützter Parzellen.
So soll vor allem ihr Potential an Interaktion und somit Einfluss auf Siedlungsentwicklung dargestellt werden, als auch im Planungsprozess die Gewährleistung entsprechenden Raums unterstützen. (City pattern of Attractors und City Layer of Service/Attraction) 90
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os
cw S.C.tss.f.os
Die Unterscheidung wird hier über den Ort, als auch Tätigkeitsfeld definiert. So bilden sich Handel und Dienstleistungen einerseits mobil im Straßenraum, als auch auf ungenützten Grundstücken diverser Widmung.
Die Serviceeinrichtungen als Attraktoren im öffentlichen Raum werden zu den jeweiligen Raummustern fusioniert, zu Stadtmustern der Attraktion formuliert und verortet.
f
S.C.tss.2
S.C.tss.3 taxi communication tuck/spaza shop hairsalon food other service carwash
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UNUSED PLOTS
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city pattern study PUBLIC SERVICE / ATTRACTOR 44m x 60m
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U.P.h city pattern study PUBLIC SERVICE / ATTRACTOR_base
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city pattern study PUBLIC SERVICE / ATTRACTOR_intensification
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6.10 City Patterns RELOADED Im letzten Schritt meiner Studie zwischen formellen und nicht-formellen Raumpraktiken in der Satellitenstadt Cosmo City werden die analysierten Muster strategisch, zurück in das untersuchte Gebiet platziert.
Die reloaded city patterns bilden keinen endgültigen oder konkreten Lösungsvorschlag sondern sollen vielmehr eine Zusammenfassung des erworbenen Wissens repräsentieren und die Arbeit zu einem vorläufigen Abschluss bringen.
Durch die Betrachtung der verorteten Attraktoren lassen sich die potenziellen Orte der Interaktion und Siedlungsentwicklung erkennen. Durch fehlende formelle Nodes bilden sich punktuell, selbst gestaltete Interaktionsorte welche durch semi-formelle Interventionen potenziert werden sollen.
Sie bilden des weiteren Ausgangspunkt für weiterführende Forschung und Intervention im Gebiet semi-formeller, angepasster Planung innerhalb nicht-formeller, sich ständig modifizierender Systeme bieten.
Die sogenannten busy Corners werden extrahiert und mit den erworbenen Grundmustern neu zusammengesetzt. Dies soll die strategische Rekombination im integrativen Planungsprozess veranschaulichen bzw. simulieren. Dieses reloaden der Stadtmuster schult wiederum die Wahrnehmung, erprobt die eigene Interpretaion durch Anwendung und zeigt Szenarien der Entwicklung und entsprechenden Raumbedarf. Die Rekombination basiert auf dem, in der Analyse, erworbenen Wissen an Kombinationen, Relationen und Dynamiken der Attraktoren und Aneignung.
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BU SINESS 1
D IT E U N
214
AF
RIC
A
DR
A IC ER AM OF
E
IV
BU SINESS 1 0 ,5 8 h a
busy Corner SADb, informal Taxi Rank
GE 2009
5 6 7 2 5 5 7 2 CE
8 6 2
5 3 7 2
5 2 7 2
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8 6 2 5
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1 7 14
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9 6 6 8
AV EN 1 U E
35 6 9
6 m
33 6 9
34 6 9
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9 8 6 8
9 7 6 8
busy Corner EXT. 6a
8
3
5 4 7 2
0 7 3
8 6 2
100 m x 100 m
6 7 4
m 16
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100 m x 100 m
BU SINESS 1 0 ,8 1h a
U E EN AV
S
T H OU
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BU SINESS 1
5 7 14
4 7 14
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GE 2009
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EXT.2b EXT.2a SADa
EXT.2c SADc
SADb EXT.6a EXT.6b EXT.6c
1 km
1: 50 000
busy Corners
GE 2010
GE 2010 95
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100 m x 100 m BU SINESS 1 0 ,48 h a
ANG OL A AV E 20 m
19 20
SOU T H AF RICA DR
26 33 MU NICIPAL
IV E 30 m
5 7 7 4 G OV ERMENT 0 ,20 h a
7 28 5
7 28 6
6 5 7 9
6 5 8 1
CENT RAL AF RICAN REP.
6 5 8 2 AV ENU E 16 m
7 35 7
7 38 4
7 6 43
6 5 7 8
6 5 8 0
0 ,14h a
7 35 8
7 38 3
BANJU L CRESCENT 10 m
7 35 9
7 38 2
7 6 45
7 6 44
BU SINESS 1
7 38 5
6 0 7 7 6 0 7 6
6 0 7 4
6 0 7 5
SIERRA L EONE AV ENU E 16 m
6 0 7 3
busy Corner SADa
busy Corner EXT.6c 96
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100 m x 100 m
busy Corner SADa_RELOADED
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100 m x 100 m
SI
A
ES
13
16 m
m
20 22
20 21
AD
IS
INST IT U T IONAL 0 ,0 8 h a
ST
19 6 0 R.
10
m
AB
AB
20 20 A
19 6 1 19 6 2
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CR
20 26
AV EN U E
IA
13 10 13 11 13 12
14 44
ST
20 24 20 23
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20 19 ET
13
m
19 6 3
T A N
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14 45
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19 6 6
AU
19 6 5
M
13 30
13 6 9
busy Corner EXT.2c
U T O CRE
25 8 9
25 9 0
25 9 1 25 9 2
MAP
SC.
10 m
28 9 3
P.O.S. 0 ,49 h a
M Z A
AN A AV EN
9 3 25
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L G O 20 m
9 7 25
m 10
U E
9 4 25 9 5 25
A
BI
35 28
34 28 33 28
busy Corner EXT.2a, Informal Market 98
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100 m x 100 m
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22
228 3 1
84
228
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BU SINESS 1 0 ,13h a
22
T AN Z AN IA
BU SINESS 1 0 ,23h a
ANG OL A AV E NU E 20 m
AV E NU E 16 m
15 6 5
25 8 0 25 8 1
25 8 3
NAM IBIA AV E NU E 16 m
25 5 8
25 23
25 24
25 5 7
100 m x 100 m
busy Corner EXT.2b
16 8 5
5 7 7 0
16 8 3
BU SINESS 1 0 ,19 h a
16 m
5 8 7 5
5 8 7 6
4340 BU SINESS 1 0 ,19 h a
BENIN ST REET
5 8 7 4
16 m
SOU T H
L IBERIA ST REET
AF RICA DRIV E 30 m
INST IT U T IONAL 0 ,12h a
5 8 7 7
16 8 4
busy Corner SADc 100
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100 m x 100 m
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100 m x 100 m
6 9 5 2
6 9 5 1
6 9 7 5
6 9 7 6
6 9 5 0
6 9 7 7
7 19 4 7 19 5
7 19 3 7 19 6
SU DAN CRESC 10 m
6 9 49
CENT RAL AF RICAN REPU BL IC AV ENU E 16 m
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U G ANDA CRESCENT
7 10 5 7 10 4 7 10 3 13m
7 35 4 INST IT U T IONAL 0 ,16 h a
EDU CAT IONAL 0 ,16 h a7 35 5
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03 SQUATTERCAMPS - SLUMS - INFORMAL SETTLEMENTS - NONFORMAL?
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INTERVIEWS 2009: Daviena Piek, Project manager City of Joburg Brian Mulherron, Codevco General Manager Lynette Groenewald, Urban Dynamics Lebo Sekele Joburg, Regional Head Department of Housing Xolani Nxumalo, Joburg Department of Economic Development Bohlale Mohlathe, Joburg Parks Darius Nyambeni, Joburg Department of Transportation Tshepiso Lentsoane, Joburg Department of Development, Planning and urban Management Jennifer Mbushe Codevco, Community Liason Officer Stanley Mahlalela Codevco, Community and Enviromental Liason Officeer Thabo Letsoalo Community, Chairperson Ext.0
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GLOSSARY A luta continua The Struggle Continuous, Leitspruch der Postapartheid Amandla Awethu Power to the People, Leitspruch des Widerstands gegen die Apartheid ANC African National Congress, (Nelson Mandelas) führende Partei seit den ersten freien Wahlen 1994, Zusammenschluss mit South African Communist Party (SACP) und dem Congress of South African Trade Unions (COSATU) BEE Black Economic Empowerment, Quotenregelung und umstrittene Strategie der, unter der Apartheid, benachteiligten Bevölkerungsgruppen bessere Möglichkeiten bzw. leichteren Einstieg in Wirtschaftsaktivitäten zu bieten BID Business Improvement Districts, Zusammenschluss mehrerer lokaler Wirtschaftstreibende zur Stadtteilaufwertung BNG Breaking New Ground, Wohnbaustrategie von 2004 BRT Bus Rapid Transport, öffentlicher Transport, Bus auf eigener Fahrbahn mit fixen Stationen, dem System in Curitiba, Brasilien nachempfunden CBD Central Business District, Innenstadt, City CBO Community Board Organisation, Form der Gemeindeorganisation
Jukskei einer der größten Flüsse Johannesburgs, der Jukskei, benannt nach einem traditionellen Burenspiel mit Holzstöcken, fließt auch durch das innerstädtische Township Alexandra MDG Millenium Development Goals die Milleniumsziele der Unated Nations zur Bekämpfung von Armut Metrobus städtisches Transportunternehmen MTC Metro Trading Company, städtisches Unternehmen zur Verwaltung der Informellen Märkte, Taxi Ranks und Straßenhandel, gegründet 1999 New Urban Management Formen des Stadtorganisation in Form von Public-Private Partnerships, Zielgebieten und Stadteilaufwertungen, Einbindung verschiedener Interessensgruppen, ecc. NGO Non Governemental Organisation NIMBY Syndrome Not In My Backyard, Widerstand von Anrainern gegen lokale Entwicklungen und Bauprojekte Node kommerzieller Knotenpunkt NRO Nicht Regierungs Organisation, Deutsch für NGO
CDF Community Development Forum, Form der Gemeindeorganisation
Planact südafrikanische NGO mit Tätigkeitsfeld „urban Poor“ vor allem Landrecht und Informelle Siedlungen
CID City Improvement District, Stadtteilaufwertung
PPP Public-Private Partnerships, staatlich - privatwirtschaftliche Kooperation
COSATU Congress of South African Trade Unions, Vereinte Gewerkschaften, Teil der Regierungspartei (ANC, Communist Party)
Pucto privates Busunternehemen
DACEL Department of Agriculture Conservation and Landaffairs der Provinz Gauteng DAG Development Action Group, südafrikanische NGO mit Tätigkeitsfeld „urban Poor“ DoD Department of Economic Development der Stadt Johannesburg DoDP Department of Development Planning and urban Management der Stadt Johannesburg DoH Department of Housing auf nationaler Ebene DoT Transportation Department der Stadt Johannesburg EIA Enviromental Impact Agreement, Vergleichbar mit einer UVP, Umwelt Vertäglichkeits Prüfung FNB First National Bank, eine der größten Banken in Südafrika
Rand südafrikanische Währung, 1 EUR = 9.9138 ZAR / 1 ZAR = 0.1009 EUR (Mai 2010) 1 EUR = 13,071 ZAR / 1 ZAR = 0.076523 EUR (März 2009) RDP Reconstruction and Development Plan 1994, sozio ökonomisches Entwicklungsprogramm mit Fokus auf Wohnraum, Wasser- und Stromversorgung, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur und Landreform. RSDF Regional Spatial Development Framework, Raumentwicklungs Programme der einzelnen Regionen RULLDTA Randburg United Local and Long Distance Taxi Association, Taxiorganisation im Nordwesten Johannesburgs, als auch Langstrecken SDF Spatial Development Framework, übergeordnete Raumordnung auf Provinz Ebene Shack Wellblechhütte
GDoH Department of Housing der Provinz Gauteng
Township Verwaltungsbezirk,Wohngebiet, in Südafrika unter der Apartheid als Schlafstätte bzw. Arbeitslager für die unterdrückte Bevölkerung und noch heute oft strukturschwache Gebiete
GDoH Gauteng (Provinz) Department of Housing
UDP Urban Development Boundry, Stadtentwicklungs Grenze
GDP Gross domestic Product BIP Brutto Inlands Produkt
ULM Urban Landmark südafrikanische NGO mit Tätigkeitsfeld „urban Poor“ vor allem Landrecht und Informelle Siedlungen
GIS Geographisches Informations System IDP Integrated Development Plan, Stadtentwicklungsplan
VIP Ventilated Pit Latrine, Plumpsklo/Latrine mit Lüftungsrohr
IFP Inkatha Freedom Party, „Zulu Partei“ 1975 von Mangosuthu Buthelezi gegründet und noch immer von ihm geführt, Opposition zum ANC JCCAF Jukskei Crocodile Catchment Area Forum, Anrainer Organisation JDA Johannesburg Development Agency, städtisches Entwicklungsunternehmen, Koordination und Umsetzung von Stadtteilaufwertung JHC Johannesburg Housing Company, geförderter Wohnbauträger JOHSCO Johannesburg Social Housing Company, städtischer Wohnbauträger bzw. Verwalter für sozialen Wohnbau 107
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contact: magicmarlene@gmx.at; www.buildCollective.net
JOIN my diploma PRESENTATION 23.06.2010 8 o´clock in tha 108 mornin Sitzungszimmer Dekanat m arc h_m aster_ l ayout 2.indd
or better after for the CELEBRATION
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