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18.7.2022 | 53 Migros Ostschweiz
Franziska Grob und Peter Affentranger in der Werkstatt der Affentheater Theaterhandwerk GmbH mit einem Bühnenelement für «Frau Holle»
Alles eine Frage der Perspektive
Ab dem 10. August verwandelt sich der Innenhof des Wasserschlosses Hagenwil in die Kulisse der Schlossfestspiele. Damit die Verwandlung gelingt, braucht es das perfekte Bühnenbild. In Hagenwil muss man für dessen Gestaltung um Ecken denken können.
Text und Bild: Rahel Bachmann
Peter Affentranger und seine Mitstreiterin Franziska Grob in wenigen Worten zu beschreiben, ist schwierig. Sie sind so vielseitig wie die Bühnenbilder, die sie unter dem Namen Affentheater regelmässig zum Leben erwecken. Seit der zweiten Produktion der Schlossfestspiele Hagenwil 2011 sind sie verantwortlich für den Bühnenbau.
«Die Erarbeitung eines Bühnenkonzepts verläuft jedes Mal anders. Es gibt Theaterschaffende, die haben bereits eine genaue Vorstellung, wie das Endergebnis aussehen soll. Da wird dann einfach ausgeführt», sagt Peter Affentranger. Mit den Hagenwiler Theaterleuten läuft das anders. Rund einen Monat vor dem Bühnenaufbau Mitte Juni gibt es im Winterthurer Atelier noch nichts zu sehen.
«Mit den Jahren haben wir gemerkt, dass es sinnvoll ist, zuerst mit den Proben fortzuschreiten. Denn dabei sieht man erst, was wirklich benötigt wird. Zeitgleich findet dann auch der für uns wichtige Austausch mit den kreativen Köpfen des Affentheaters statt», sagt der Regisseur Florian Rexer.
Theater von zwei Seiten Für Peter Affentranger und Franziska Grob ist das Arbeiten für die Schlossfestspiele Hagenwil herausfordernd, und zwar im positiven Sinn. Die Bühne muss nämlich viele Anforderungen erfüllen. Das Publikum sieht das Theater von zwei Seiten und nicht wie in einem klassischen Theatersaal von vorn. Auch werden auf derselben Bühne zum gleichen Zeitpunkt zwei unterschiedliche Stücke gespielt. In diesem Jahr werden das Kinderstück «Frau Holle» und Kleists Komödie «Amphitryon» aufgeführt.
Beim Kinderstück müssen die einzelnen Elemente zudem leicht und gut zu transportieren sein, da das Märchen jeweils ab Herbst auf Tournee durch Ostschweizer MigrosEinkaufszentren geht. Für Florian Rexer ist klar: Das Affentheater und die zwei Personen dahinter sind einzigartig. «Es gibt viele Designer und Menschen mit guten Ideen. Aber es gibt nicht viele Leute, die gute Ideen auch in die Tat umsetzen können.» MM
Tickets zu gewinnen
Das MigrosKulturprozent verlost als Presenting Partner 5×3 Tickets für das Kinderstück an einem Abend nach Wahl. Die Teilnahme ist bis 24.Juli 2022 möglich. Und so gehts: EMail mit «Frau Holle», Vorname und Nachname an wettbewerb@gmos.ch
Infos und Tickets: schlossfestspielehagenwil.ch Theater für alle
Das Kulturprozent der Migros Ostschweiz hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst vielen Menschen den Zugang zu Theateraufführungen zu ermöglichen. Deshalb bietet es vergünstigte Abonnements in den vier grossen Theaterhäusern der Region an.
Genossenschafterinnen und Genossenschafter können im Theater St.Gallen, Theater Winterthur, Stadttheater Schaffhausen und Theater Chur ein MigrosAbo beziehen. Beim Theaterverein Frauenfeld profitieren Genossenschafterinnen und Genossenschafter von einer Ermässigung von 20 Franken pro Abonnement.
Weitere Informationen: theatersg.ch theaterwinterthur.ch stadttheatersh.ch theaterchur.ch theatervereinfrauenfeld.ch
Szene aus dem Stück «Nein zum Geld!» des Renaissance-Theaters Berlin, das vom Theaterverein Frauenfeld ins Casino Frauenfeld geholt wurde.
«Urdinkel – unverfälscht ehrlich»

So beschreibt Beat Grüter das Kraftpaket unter den Getreiden. Seit neun Jahren stellt er zusammen mit seinem Team die feinen AdR-Urdinkel-Spaghetti für die Migros Ostschweiz her und ist stolz auf die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Text und Bilder: Teresa Schäppi
Es ist 8 Uhr morgens, und das Frühstück liegt noch nicht lange zurück, als sich die Tür zu den Hallen der Pasta Premium AG in Frauenfeld öffnet. Am Empfang steht kein anderer als der CEO selbst, Beat Grüter, ein herzlicher Mann mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Schon bei den ersten Schritten im Gebäude steigt ein herrlich feiner Pastaduft in die Nase, und die Rezeptoren im Gehirn schmelzen geradezu dahin, ignorieren die morgendliche Uhrzeit und den vollen Frühstücksbauch und verlangen ohne zu hinterfragen nach einem Teller Pasta: Einmal die AdRUrdinkelSpaghetti mit einer feinen Tomatensauce bitte!
Der gebürtige Luzerner, dessen Herz ausser für Pasta auch für die «Lozärner Guggenmusik» schlägt, ist ein Chef, mit dem man gern seine Spaghetti teilt. «Ich mag es meist ganz einfach, manchmal ist ein Teller Spaghetti mit Butter gerade richtig oder an einer saftigen, nach Sommer duftenden Tomatensauce», schwärmt der «Forz», wie er an der Lozärner Fasnacht genannt wird.
Wetter spielt eine wichtige Rolle Die UrdinkelTeigwaren von Ernst professional im Label «Aus der Region. Für die Region.» (AdR) – dazu gehören Spaghetti, Hörnli, Spiralen und Müscheli – werden seit 2013 in der Pasta Premium AG in Frauenfeld hergestellt, und seither konnte das Produktionsvolumen signifikant gesteigert werden. In knapp sieben Jahren stieg die Nachfrage nach den AdRUrdinkelSpaghetti um mehr als das Doppelte. «Das Schöne am Urdinkel ist, es ist ein absolutes Naturprodukt, denn es ist unverfälscht ehrlich», lobt Beat Grüter das Getreide. Und weil es eben genau das ist, habe das Wetter einen enormen Einfluss auf den Geschmack, fügt er hinzu. Dinkel kann man nicht einfach so mit anderen Getreiden mischen, und schon gar nicht Urdinkel. «UrDinkel» fungiert als Marke, die Schweizer Qualität aufweist und bezeichnet alte, nicht mit Weizen gekreuzte Schweizer Dinkelsorten. Ihr Anbau ist ausschliesslich auf IPSuisse und Bio Suisse anerkannten Betrieben erlaubt. Über die Jahre hinweg hat sich der Dinkel als Getreide nicht nur bei gesundheitsbewussten, sondern gesamthaft bei der breiten Bevölkerung durchgesetzt, da mit Dinkel weniger Allergien einhergehen.
Alte, nicht mit Weizen gekreuzte Dinkelsorten
Für die Marke UrDinkel sind nur alte, nicht mit Weizen gekreuzte Sorten (zurzeit Oberkulmer und Ostro) zugelassen. Diese Sorten bewähren sich seit Jahrzenten in der Verarbeitung, und sie sind bei der Kundschaft sehr beliebt. (Quelle: urdinkel.ch)
Fingerspitzengefühl ist gefragt Sobald die Maschinen die geschmackvollen AdRUrdinkelSpaghetti produzieren, fliessen in der Stunde 300 Kilometer

Spaghetti durch die Halle. An einem Tag ist das eine Gesamtdistanz von 2400 Kilometern, was einer Strecke von Frauenfeld nach Kairo entspricht.
Auch eine nicht gerade kurze Distanz legt der vielseitige CEO jeden Tag zurück, denn er pendelt von seinem Wohnort in Luzern nach Frauenfeld, und das seit 2006. Damals ist er der Pasta Premium AG beigetreten, und er liebt seine Arbeit mit den 40 Mitarbeitenden: «Wir sind ein familiärer Betrieb und arbeiten gern zusammen.»
Man könnte vermuten, dass das Produzieren der AdRUrdinkelSpaghetti keine grosse Wissenschaft ist. Jedoch Fingerspitzengefühl benötigt man schon, denn auch hier haben das Wetter und die Luftfeuchtigkeit ihren Einfluss. So wissen die Mitarbeitenden genau, wann und wie viel Wasser sie dem lokalen Dinkelmehl hinzufügen müssen, bis die richtige Konsistenz erreicht wird und der Teig durch die Maschinen wandern kann. «Jeder Tag ist anders, jeden Tag muss das Verhältnis überprüft und reguliert werden. Und das geht nur mit einem guten Team, das Bescheid weiss und Erfahrung hat», sagt Beat Grüter stolz.
Der «Lozärner» ist auch stolz darauf, dass die UrdinkelSpaghetti unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» in der Migros Ostschweiz verkauft werden. Diese Zusammenarbeit ist für ihn ein starker Beweis, dass die Pasta, die in Frauenfeld produziert wird, wirkliche Qualität hat. Und weil der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, ist auch Beat Grüters Tochter in die Produktion von Urdinkel involviert. Ihr Bauernhof ist auf eine reine BioUrdinkelProduktion ausgerichtet. Der (Ur) Dinkel hat seinen Weg in die Familie von Beat Grüter gefunden und ist hier nicht mehr wegzudenken. Ebenso wenig wie von den Tellern der Ostschweizerinnen und Ostschweizer. MM
18.7.2022 | 55 Migros Ostschweiz

Beat Grüter, CEO Pasta Premium AG, ein Chef, der immer mit anpackt

Bevor die Spaghetti ihre reguläre Länge haben, sind sie noch dampfende Meterware (oben). Zum Abpacken, damit sie später in den Regalen der Migros Ostschweiz bereitstehen (rechts).
Die AdR-UrDinkel-Spaghetti und Co. von Ernst professional, wie sie in der Migros Ostschweiz zu finden sind