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Meine Welt

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Beim Ferienplausch können Kinder unter anderem ein spezielles Gefährt ausprobieren.

Ferien auf dem Trampolin

Für Spiel, Spass und viel Bewegung sorgt der Ferienplausch vom Sportamt der Stadt Zürich. Das kostenlose Angebot in der ersten und letzten Sommerferienwoche richtet sich an «daheimgebliebene» Kinder und Jugendliche.

Text: Gabriel Zwicky Migros Zürich

Kinder und Jugendliche, die vom 18. bis 22. Juli und vom 15. bis 19. August zu Hause sind, kommen in der Stadt Zürich mit einem abwechslungsreichen Ferienprogramm auf ihre Kosten. Die Sportanlagen Im Birch und Utogrund heissen die Interessierten willkommen, sich während der beiden Wochen täglich von 10 bis 13 Uhr nach Herzenslust sportlich auszutoben. Ob auf der Wiese, dem Hartplatz oder in der Turnhalle – es gibt da viele Aktivitäten, etwa auf dem Trampolin hüpfen, in die Pedalen von Spezialzweirädern treten, auf dem Balken balancieren oder die Kletterwand erklimmen.

Vom Turnier ins Freibad Das Programm wird täglich neu gestaltet und auf die anwesenden Kinder und Jugendlichen zugeschnitten. Unter fachkundiger Leitung können Teilnehmende neue wie altbekannte Sportgeräte ausprobieren oder an kleinen Turnieren mitspielen. Für besonders heisse Tage gibts beim Standort Utogrund die Möglichkeiten, sich beim Badespass im benachbarten Freibad Letzigraben abzukühlen. Neben sportlicher Betätigung winken Tagespreise wie Trinkflaschen oder Springseile. Und die Chance, bei der Wochenverlosung Familientageskarten für den Zoo Zürich zu gewinnen.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, so steht auch spontanen Besuchen nichts im Weg. Kinder unter sieben Jahren sind in Begleitung eines Erwachsenen willkommen. MM

ZVV-FERIENPASS

Ferien im Kanton Zürich

Entdecken Sie den Kanton Zürich zur Sommerzeit. Mit dem «ZVV-FerienPass» haben Kinder und Jugendliche der Jahrgänge 2006 bis 2016 fünf Wochen freie Fahrt auf dem ganzen ZVV-Gebiet, mit Bahn, Bus, Tram, Schiff und Seilbahn. Zudem profitieren Sie von Vergünstigungen, Gutscheinen und speziellen Aktionen wie diesen:

• Gratiseintritt in den

Zoo Zürich • Vergünstigter

Eintritt in Kinos, ins

Fifa-Museum oder ins Alpamare • Gratis Glace-Coupe und Chicken

McNuggets

Mehr erfahren: zvv.ch/ferienpass

«Ein Hof soll wie ein Organismus funktionieren»

Demeter ist eines der strengsten Labels für nachhaltig und naturnah produzierte Lebensmittel. Aline Haldemann, Co-Geschäftsführerin in der Schweiz, über künftige Geflügelrassen und vergrabene Kuhhörner.

Text: Anja Metzger Hennen und Hähne im Glück: Auf einem Demeter-Hof orientiert man sich an den Bedürfnissen der Tiere.

Aline Haldemann, Bio und Demeter boomen. Stimmt diese Einschätzung? Ja. Bio verzeichnete 2020 einen Umsatzzuwachs von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; und Demeter 2021 sogar 30 Prozent. Bei Demeter hat es viel damit zu tun, dass immer mehr Filialen der grossen Detailhändler unsere Produkte anbieten. Dass aber auch Bioprodukte, die schon gut im Sortiment vertreten waren, so viel besser verkauft wurden, das heisst: Es gibt noch andere Gründe. Welche? Einerseits haben viele Menschen während der Pandemie gemerkt, dass ein guter Umgang mit Tieren und Natur wichtig ist und dies einen indirekten Einfluss auf die eigene Gesundheit hat. Da ist ein neues Bewusstsein für Qualität entstanden. Andererseits haben sich die Menschen in dieser Zeit weniger in Gastronomiebetrieben verpflegt und viel mehr zu Hause gekocht. Die bestehende Biokundschaft hat folglich mehr eingekauft. Was steckt überhaupt hinter dem Demeter-Label? Es geht darum, zu stärken: den Boden, die Pflanzen, die Tiere, und schliesslich auch den Menschen. Wir wollen nicht nur erhalten und nachhaltig bauern, sondern stärken. Ein Hof soll wie ein Organismus funktionieren und einen Kreislauf bilden. Deswegen muss er für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ab 40 Hektaren auch Tiere halten.

Also zurück zu früher, wo jeder seinen eigenen unabhängigen Hof hatte? Dieses Bild stört mich, weil das eine sehr ineffiziente Landwirtschaftsform war. Industrialisierung und Spezialisierung haben dazu beigetragen, Hungersnöte zu vermeiden. Man kann sehr wohl einen DemeterHof führen, der spezialisiert ist, beispielsweise als Wein oder Gemüsebauer – und trotzdem die Biodiversität und Vielfalt fördern und so einen gesunden Hofkreislauf bilden. Konkret muss man etwa als Gemüseproduzent genug tierischen Dünger produzieren, um den Boden zu ernähren und somit auch Gemüse anbauen zu können. Bei Schweinen und beim Geflügel müssen DemeterHöfe heute 25 und ab 2025 50 Prozent des Futters selbst produzieren oder aus der Schweiz beziehen. Aus gutem Grund: Extrem viel Landwirtschaftsfläche weltweit wird nur für die Sojaproduktion für Tierfutter genutzt, und doch

«Es geht darum, zu stärken: den Boden, die Pflanzen, Tiere und auch den Menschen.»

Aline Haldemann Co-Geschäftsführerin Demeter-Geschäftsstelle haben viele Menschen zu wenig zu essen. Wie wird man innerhalb der Demeter-Richtlinien effizienter? Wir investieren in Forschung. Wir entwickeln beispielsweise zusammen mit der ökologischen Tierzucht in Deutschland neue Geflügelrassen: eine Rasse, die ausgeglichene Leistung bei der Eier und Fleischproduktion erbringt, die auch extensiv, mit Produkten vom Hof, gefüttert werden kann. Das ist also kein Huhn, das Soja in rauen Mengen fressen muss. Auch bei Pflanzen ist die Genetik wichtig, dort brauchen wir neue, robuste Sorten. Diese Forschung braucht extrem viel Zeit, dessen sind sich Konsumentinnen und Konsumenten nicht immer bewusst.

Mit welchen Vorurteilen sehen Sie sich konfrontiert? Wir arbeiten mit biodynamischen Präparaten, die auf den Boden wirken wie probiotische Getränke auf den Darm. Diese können auf dem Hof selbst produziert werden, etwa Kuhhörner gefüllt mit Kuhmist, die man im Boden vergräbt. Danach gräbt man diese wieder aus, verdünnt sie mit Wasser und bringt das Gemisch auf den Feldern aus. Das ist, was die Leute so schräg finden – das sind doch die, die Kuhhörner vergraben. Man kann das belächeln, aber der Erfolg ist wissenschaftlich bewiesen: In einer grossen Schweizer Langzeitstudie konnten Forschungsteams in Demeter-Böden 60 Prozent mehr Bodenlebewesen nachweisen als beim konventionellen Anbau. Zudem können diese 60 Prozent mehr CO2 speichern. Wir können nicht alle feinen Mechanismen erklären, die zu diesem Resultat führen. Trotzdem wirken die Präparate und sind für uns das Herzstück des biologisch-dynamischen Landbaus. Als Vergleich: Im biologischen Landbau konnten nur 30 Prozent mehr Bodenlebewesen nachgewiesen werden. Wie sähe eine Welt aus, in der nur nach Demeter-Standards produziert wird? Die wäre super. Wir müssten uns aber definitiv anders ernähren: weniger tierische Produkte essen, und akzeptieren, dass Gemüse mal nicht ganz perfekt aussieht. Aber dann hätten wir klimatisch eine ganz andere Ausgangslage. Denn wir hätten gesündere Böden und gesündere Tiere. Das wäre der absolute Hammer. MM Das Label

Demeter ist das Label, das Konsumentinnen und Konsumenten garantiert, dass ein Produkt aus biologisch-dynamischem Landbau stammt und schonend verarbeitet wurde. Dabei basieren die Richtlinien in der Schweiz auf denjenigen von Bio Suisse, sind aber in vielen Punkten strenger. So gibt es mehr Biodiversitätsfläche und weniger erlaubte Pflanzenschutzmittel. Der Hof wird als Kreislauf angeschaut. Tiere werden nach ihren Bedürfnissen gehalten – Kühe werden nicht enthornt und männliche Küken nicht getötet, sondern grossgezogen. Die Verarbeitung passiert schonender als bei konventionellen und biologischen Lebensmitteln: Es wird mit wenig Druck, wenig Hitze und viel weniger Zusatzstoffen gearbeitet, damit die Qualität der DemeterLebensmittel vom Feld bis zum Teller erhalten bleibt.

Weitere Infos: demeter.ch

Demeter: ein Schwerpunkt bei Alnatura

Alnatura Bio Super Märkte führen ein breites Sortiment an Demeter-Produkten. Vom 27.Juni bis 9.Juli rücken die Filialen Demeter in den Fokus und kennzeichnen die Produkte speziell.

Infos: alnatura.ch/meinbiosommer Migros Zürich

GELATI GASPARINI Ein Schleck Tradition

Im heissen Sommer kommen neue Sorten von Gelati Gasparini gerade recht: Neu finden sich in ausgewählten Filialen der Migros Zürich das «Zolli Cornet» Erdbeer und Himbeer, zudem der StracciatellaStängel sowie die Sorten Bananen-Chocolat und Vanille-Himbeer im Multipackkarton. Gasparini produziert alle Glaces im baslerischen Münchenstein mit viel Handarbeit und bietet psychisch beeinträchtigten Menschen einen Arbeitsplatz.

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4 Fakten zum Grasland Schweiz

Es ist wie geschaffen für Kühe und hat auch sonst viele Vorteile – das Grasland. Gut, dass es in der Schweiz so viel davon gibt. Wussten Sie, dass…

…die landwirtschaftliche Nutzfläche der Schweiz mehrheitlich Grasland ist?

1044034 Hektare, so gross war die landwirtschaftlich nutzbare Fläche der Schweiz im Jahr 2020. Das ist über ein Viertel der gesamten Fläche des Landes. Diese Fläche ist sehr unterschiedlich beschaffen. Der Aufbau des Bodens, die Geländeform und die klimatischen Bedingungen in der Schweiz führen dazu, dass nur ein Teil dieser Fläche für den Anbau von Lebensmitteln genutzt werden kann. Der Rest sind Grasflächen, also Wiesen und Weiden, auf denen Futter für Milchkühe wächst. Dazu kommen sogenannte Sömmerungsweiden, die nur einen Teil des Jahres genutzt werden. Somit sind 81% der landwirtschaftlich genutzten Fläche Grasland. Viel Platz für die Milchwirtschaft. Oder umgekehrt: Die Milchwirtschaft passt perfekt zur Schweizer Landschaft.

…Kühe auch auf Äckern weiden?

Das, worauf eine Milchkuh steht und grast, nennt man Weide, richtig? Fast, denn manche Weide war im Jahr zuvor ein Acker oder wird es im nächsten Jahr vielleicht wieder sein. Die Anbaumethode dahinter nennt sich «Fruchtfolge». Dabei werden auf einer Fläche jährlich andere Kulturpflanzen angebaut, in einer strengen Reihenfolge, die auf den jeweiligen Boden abgestimmt ist. Diese ökologisch sinnvolle Methode wird im Acker- und Gemüsebau eingesetzt, um die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten, die Ausbreitung von Schädlingen und Krankheiten zu verhindern und die Wasser- und Nährstoffnutzung zu verbessern. Grasflächen sind Teil der Fruchtfolge, weshalb auch im Ackerbaugebiet Milchkühe zu finden sind und auch Sinn machen.

…Kühe längst auf Palmöl verzichten?

Was Milchkühe essen, ist nicht einerlei. Am besten ist für die Tiere sogenanntes natürliches Raufutter wie Gras, Heu, Silage und Mais. Dieses Futter ist qualitativ hochwertig und vor allem in der Schweiz reichlich vorhanden. Viel davon wächst auf unseren Wiesen und Weiden, dem Grasland. Und wenn diese einmal kein Raufutter fressen, ernähren sie sich trotzdem nach hohem Standard: In der Schweiz bekommen Kühe nur Futtermittel, das 100% frei von Palmöl und Palmfett ist. Seit 2018 verzichten die Schweizer Futtermittelhersteller darauf. Insgesamt stammt 90% des Futters aus der Schweiz.

…Grasland der Umwelt hilft?

Die Wiesen und Weiden in der Schweiz leisten viel. Sie sind nicht nur Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Milchkühe, sondern binden auch grosse Mengen CO2. Wenn man sich den Kohlenstoffvorrat in den Schweizer Landwirtschaftsböden anschaut, befindet sich rund die Hälfte im Dauergrünland und in den Alpweiden. Grasland spielt also eine wichtige Rolle für unsere Umwelt, und Milchkühe können dabei helfen, es nachhaltig und schonend zu bewirtschaften.

Unser Grasland: Was der Mensch nicht verdauen kann, verarbeitet die Kuh zu Milch.

Grasland im Podcast mit Prof. Dr. Urs Niggli. Jetzt reinhören!

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