79. Jahrgang 80.
www.lvh.it
04 11 2024 2025
I. R.– Poste Italiane SpA | Spedizione in Abbonamento Postale D. L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 no 46) | art.1, comma 1 CNS Bolzano Tassa Pagata – Taxe Percue | mensile, edizione nr° 1 2
manufakt Fachzeitschrift für die Südtiroler Wirtschaft
LVH: IHR PARTNER Das massgeschneiderter Service-Angebot für Ihren Handwerksbetrieb Seite 14
BAUKONGRESS
300 Fachleute aus Wirtschaft, Architektur und Baugewerbe in Brixen. Seite 24
LEHRLINGE
Weniger Bürokratie bei der Einstellung von minderjährigen Lehrlingen. Seite 42
„ER IST UNVERZICHTBAR“ SO STÄRKEN AUSLÄNDISCHE FACHKRÄFTE DAS HANDWERK
7 Stopps bei Vorzeigebetrieben in deiner Nähe. 90 Minuten, die sich lohnen.
Erlebe die neue Version von ERGO, der Bau- und Handwerkersoftware von INFOMINDS, direkt bei unseren Referenzkunden/Partnern. Kompakt, praxisnah, ohne Schnickschnack!
BRUNECK 11. November bei Ploner GmbH KLAUSEN BOZEN
12. November bei Beton Eisack
13. November bei TopHaus
Bei allen 7 Vorführungen gilt: Geeignet für alle Handwerksbranchen und Betriebsgrößen
MAREIT/RATSCHINGS 14. November bei Wild Metal BOZEN
25. November bei Selectra
KORTSCH/SCHLANDERS 26. November bei Mair Josef & Co. ST. MARTIN IN THURN 27. November bei Isifer ANMELDUNG UND INFOS → Scan QR-Code DAS ERWARTET DICH: → Ein kompakter Überblick, was moderne Software heute kann → Praxisdemo: Von der Baustellen-Kalkulation bis zur Abrechnung → Ideen für mobiles Arbeiten (Apps) auf der Baustelle → Austausch mit anderen Betrieben und direkte Fragerunde
Ideal für Bau- und Handwerksbetriebe, ungeachtet der Branche und Betriebsgröße: Hoch- & Tiefbau, Elektriker, Hydrauliker, Maler, Zimmerer, Fliesen-/Bodenleger, Metallbau, Schlosser, Spengler – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Generalunternehmer.
VIELE HÄNDE, EIN ZIEL: QUALITÄT IM HANDWERK
EDITORIAL
3 11|2025
Handwerk macht Stolz – Handwerk verbindet: Diese gelebte Realität wird durch die Zahl an ausländischen Fachkräften in unseren Handwerksbetrieben bestätigt. Anhand von drei Unternehmen zeigen wir, dass das Südtiroler Handwerk von Menschen getragen wird, die anpacken, voneinander lernen und gemeinsam wachsen – ganz gleich, woher sie kommen oder welche Sprache sie sprechen. Der lvh ist ein starker Partner für Handwerksbetriebe. Wir stellen den umfassenden Service des Verbands vor und erklären, wie er die Unternehmen aktiv und tagtäglich unterstützen kann. Das Handwerk ist immer aktiv und bereit Begeisterung zu wecken. So auch bei den SkillsDays die zuletzt in Sterzing und Lana stattgefunden haben. Der Baukongress bot rund 300 Fachleuten aus Wirtschaft und Baubranche die Gelegenheit sich auszutauschen und über fachliche Themen zu diskutieren. Die Progress AG in Brixen bot dabei nicht nur den Rahmen für den Kongress selbst, sondern auch für Jahresversammlungen, verschiedener Berufsgemeinschaften. Gemeinsam mit dem Arbeitsinspektorat der Autonomen Provinz Bozen hat der lvh zudem das Verfahren zur Zusatzgenehmigung für die Einstellung minderjähriger Lehrlinge vereinfacht und praxisgerechter gestaltet. Im Haus des Handwerks fand kürzlich auch der Tag des Handwerks statt. Thema war das Wachstum, worüber Unternehmer/innen und Fachleute diskutierten. Eindrücke der Auszeichnung von 19 Meister/innen des Südtiroler Handwerks gibt es ebenfalls. Außerdem berichten wir über aktuelle Förderungen, die finanzielle Vorteile für Handwerksbetriebe bringen und über die Aktivitäten der Junghandwerker/innen im lvh, sowie der Frauen im Handwerk. Viel Spaß beim Lesen! Die Redaktion manufakt
10–13 GEMEINSAM STARK: VIELFALT SCHAFFT ZUKUNFT
IMMER FÜR SIE DA! lvh.apa Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister
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4 11|2025
Impressum manufakt – Fachzeitschrift für die Südtiroler Wirtschaft Auflage 10.000 Exemplare für 40.000 Leser/innen hgb. und Verwaltung lvh.apa Bildung & Service Gen. mbH Mitterweg 7 39100 Bozen Tel. 0471 323 200 manufakt@lvh.it Jährliche Abo-Gebühr 55 Euro (Inland) 65 Euro (Ausland) Koordination: Dr. Ramona Pranter, MBA Redaktion: Leslie Wiss (lw) Maria Vittoria Gambelli (mg)
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Verantwortliche Werbung/Sponsoring Themen in Bewegung, Im Blick: Dr. Margareth M. Bernard (mb) Lektorat: Julia Ranigler, MBA Presserechtlich Verantwortlicher: Dr. Bernhard Christanell, MA Reg. Tribunal Bozen Nr. 24 am 11. Mai 1948. ROC 9592 Grafik und Layout: Longo AG Druck: Athesiadruck GmbH Bozen
DAS HANDWERK ENTDECKEN: SKILLSDAY IN STERZING + LANA
BAUKONGRESS 2025: TREFFEN IN DER PROGRESS IN BRIXEN
INHALT
Inhalt NEWS
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F ÖRDERBEITRÄGE: FRIST LÄUFT AB! Was Sie jetzt tun müssen um noch finanziell zu profitieren.
WIRTSCHAFT & POLITIK
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HANDWERK & GESELLSCHAFT
FOKUS
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W ERTVOLLE MITARBEITER/INNEN Wie internationale Fachkräfte unsere Handwerksbetriebe bereichern.
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BETRIEB
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WAS DER LVH LEISTET So macht der Verband seine Mitglieder stark und unterstützt sie - Tag für Tag.
S O GEHT ZUKUNFT Europäisches Kammertreffen zur Berufsbildung.
TAG DES HANDWERKS 2025 Ein Tag im Zeichen von Wachstum, Verantwortung und Freiheit.
THEMEN IN BEWEGUNG
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WEITERBILDUNG
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W ICHTIGE VERBESSERUNG Der Senat in Rom kündigt Anpassung bei einheitlicher Werbesteuer an.
W EIHNACHTEN IM BETRIEB So organisieren Sie Weihnachten erfolgreich.
IM BLICK
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M ÄRKTE UND TRENDS Art Bonus, Raiffeisenverband, Puls-air GmbH, IDM: Südtirol Marke für den Holzsektor, Gasser GmbH und Siebenförcher GmbH
BRANCHEN & BEZIRKE
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V OLGGER 1957 Orthopädieschuhmacher mti Passion.
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WAS DU BAUST, BEWEGT DIE WELT Maschinenbaumechaniker/innen und Werkzeugmacher/innen starten durch.
Impulse 07
KLARTEXT von Martin Haller
16
ZUKUNFTSTRENDS und Tipps
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KURSE Das Angebot des lvh
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IM GESPRÄCH MIT... Petra Piffer
FRAUEN & JUNGES HANDWERK
10. MEISTEREMPFANG: MEISTER/INNEN GEEHRT manufakt
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G ELDANLEGEN ABER RICHTIG Die Frauen im Handwerk haben zu dem Thema einen Vortrag organisiert.
5 11|2025
NEWS AKTUELLES IM ÜBERBLICK: Was bewegt die Welt des Handwerks und der Dienstleister in Südtirol?
FAKT des Monats
Frist für Abrechnung der Förderbeiträge läuft aus © shutterstock/ Watchara Ritjan
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25.11.2025 INTERNATIONALER TAG GEGEN GEWALT AN FRAUEN
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Beiträge 2024: Frist nicht verpassen! BETRIEBE, DIE IM JAHR 2024 EIN BEITRAGSGESUCH EINGEREICHT HABEN, SOLLTEN DIE FRISTEN FÜR DIE AUSZAHLUNG IM BLICK BEHALTEN. Wir erinnern daran, dass einige Förderbeiträge, die 2024 genehmigt wurden, innerhalb 31.12.2025 abgerechnet werden müssen, sonst verfällt der Beitrag. Diese Pflicht trifft auf verschiedene Förderbeiträge zu. Im Genehmigungsschreiben finden Sie alle Details zu den Abrechnungsfristen. Wir empfehlen, den Auszahlungsantrag noch vor Weihnachten abzuwickeln. Bei Bedarf unterstützen wir Sie in der Vorbereitung oder Einreichung des Auszahlungsantrages. Wichtig ist, dass bis Ende 2024 mindestens 20 Prozent der genehmigten Investitionssumme als Anzahlung geleistet wurden. Außerdem gilt: Wenn im ursprünglichen Antrag 30 Punkte für einen bestehenden Lehrvertrag angerechnet wurden, muss die betreffende Person zum Zeitpunkt des Auszahlungsantrags noch im Betrieb beschäftigt sein. Für Fragen oder Unterstützung steht die zentrale Supportstelle für Förderungen und Finanzierungen oder die Abteilung Innovation & Neue Märkte jederzeit zur Verfügung: Tel.: 0471 323 267 – E-Mail: kredit@lvh.it
Am 25. November wird weltweit der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen. In Südtirol rufen Politik und Verbände zu erhöhter Wachsamkeit und aktiver Zivilgesellschaft auf. Die Maßnahmen fokussieren sich darauf, Bewusstsein zu schaffen, Präventionsangebote auszubauen sowie Opfer schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Petra Holzer, Landesobfrau der Frauen im Handwerk im lvh, unterstreicht: „Gewalt gegen Frauen ist kein Randthema – sie betrifft uns alle. Unsere Betriebe können Orte des Respekts, des Vertrauens und der Sicherheit sein.“ Südtirol zeigt sich engagiert: In Schulen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen wird am 25. November der Blick auf dieses gesellschaftliche Thema gelenkt. Das Handwerk steht geschlossen für Respekt, Gleichberechtigung und ein sicheres Miteinander.
KLARTEXT
Eindruck vom Stand der Dachdecker/innen im lvh auf der Klimahouse 2025 © lvh.apa
Klimahouse 2026 VOM 28. BIS 31 JANUAR 2026 FINDET DIE KLIMHOUSE IN BOZEN STATT. AUCH DAS HANDWERK IST WIEDER STARK VERTRETEN. Die Berufsgemeinschaft der Dachdecker/innen im lvh nutzt die Fachmesse, um aktuelle Innovationen, praxisnahe Lösungen und neue Materialien zu präsentieren – und damit zu zeigen, wie das Handwerk aktiv zur Energiewende beiträgt. Mit dabei sind zudem mehrere lvh-Mitgliedsbetriebe, die ihre Produkte und Dienstleistungen einem internationalen Fachpublikum vorstellen: Beikircher Grünland, Agosti Nanotherm, GeoSun, Workplus und Reichhalter Treppen. Die Messe bietet damit nicht nur eine Plattform für den fachlichen Austausch, sondern macht auch die Innovationskraft und Kompetenz des Südtiroler Handwerks sichtbar.
„She matters!“ SÜDTIROLS WIRTSCHAFT ZEIGT HALTUNG UND SETZT MIT EINER GEMEINSAMEN INITIATIVE EIN DEUTLICHES ZEICHEN. Unter dem Titel „She matters – gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ fand am Sitz der Progress Group in Brixen eine Veranstaltung statt, die sich mit der Rolle von Unternehmen im Kampf gegen Gewalt an Frauen befasste. Ziel war es, den Arbeitsplatz als sicheren Ort zu stärken – frei von Gewalt und offen für Unterstützung. Organisiert wurde das Treffen von den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern im Unternehmerverband Südtirol gemeinsam mit den Partnerverbänden des Südtiroler Wirtschaftsrings: lvh, hds, HGV, Südtiroler Bauernbund und der Vereinigung der Freiberufler. Die Initiative soll dazu beitragen, das Bewusstsein für ein respektvolles Miteinander zu stärken.
MARTIN HALLER lvh-Präsident
Liebe Handwerkerinnen, liebe Handwerker, Das Südtiroler Handwerk lebt von Menschen, die mit Leidenschaft, Können und Einsatzbereitschaft arbeiten – unabhängig davon, woher sie kommen. Viele Menschen aus dem Ausland entscheiden sich dafür sich und ihrer Familie, in Südtirol ein neues Leben aufzubauen. Viele zeigen Engagement auch im Handwerk. Dabei handelt es sich um Auszubildende, Hilfsarbeiter/ innen, und Fachkräfte. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass unsere Betriebe auch in Zukunft stark und wettbewerbsfähig bleiben. Diese Menschen bringen nicht nur Enthusiasmus, sondern auch berufliches Know-how und neue Perspektiven, Ideen und Erfahrungen mit. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels zeigt sich, wie wichtig es ist, qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland den Einstieg zu erleichtern und sie langfristig in unsere Betriebe und Gemeinschaft zu integrieren. Das Handwerk ist traditionell ein Ort, an dem Leistung, Zuverlässigkeit und Können zählen – und kein Herkunftsland. Integration bedeutet hier gelebte Praxis: gemeinsames Arbeiten, Lernen und Wachsen. Wenn Betriebe und Beschäftigte offen aufeinander zugehen, entstehen echte Erfolgsgeschichten – für die Menschen selbst, für die Betriebe und für Südtirol als Wirtschaftsstandort. Euer Präsident
Die Teilnehmerinnen © lvh.apa
7 11|2025
MANUFAKT NEWS
Digital Connect 2025 – KI als Chance für Südtirol DIE DIESJÄHRIGE DIGITAL CONNECT IN BOZEN ZEIGTE EINDRUCKSVOLL, WIE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ (KI) BEREITS HEUTE WIRTSCHAFT UND ARBEITSWELT VERÄNDERT – UND WELCHES POTENZIAL SIE AUCH FÜR DAS HANDWERK BIETET. Unter dem Motto „KI im Praxiseinsatz“ bot die Veranstaltung, organisiert von IDM Südtirol, dem NOI Techpark und den Wirtschaftsverbänden – darunter auch dem lvh – praxisnahe Einblicke in die Anwendung moderner Technologien. Während große Unternehmen KI längst in der Produktion, Logistik oder im Marketing nutzen, zeigte die Digital Connect, dass auch kleine und mittlere Betriebe – vom Handwerks-
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Eindruck der Veranstaltung © IDM / Alan Bianchi
betrieb bis zum Dienstleister – profitieren können. Ob zur Optimierung von Arbeitsabläufen, zur digitalen Kundenkommunikation oder zur Fehlererkennung und Qualitätssicherung: KI kann helfen, Zeit zu sparen, Ressourcen effizienter zu nutzen und neue Geschäftsideen zu entwickeln. Besonders interessant für Handwerksbetriebe waren die Best-Practice-Beispiele aus Südtirol: So nutzt ein Betrieb KI-Modelle, um Wartungsarbeiten besser zu planen und ein anderer erstellt virtuelle 3D-Rundgänge zur Präsentation seiner Produkte. Diese Beispiele verdeutlichen, wie Digitalisierung und Handwerk Hand in Hand gehen können – nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug für mehr Qualität und Wettbewerbsfähigkeit. Im Rahmen der Veranstaltung diskutierten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Forschung und Praxis über den verantwortungsvollen Einsatz von KI, Chancen für Betriebe und die Notwendigkeit, ethische und datenschutzrechtliche Aspekte zu berücksichtigen.
11|2025
Tag der offenen Tür SÜDTIROLS BERUFSSCHULEN LADEN IM NOVEMBER ZUM TAG DER OFFENEN TÜR. Im November öffnen zahlreiche Berufs- und Fachschulen in Südtirol ihre Tore — ein idealer Einstieg insbesondere für junge Menschen mit Interesse an handwerklichen Berufen. Für das Handwerk bietet dieser Tag eine herausragende Gelegenheit, Nachwuchs zu gewinnen, Betriebe frühzeitig sichtbar zu machen und praxisnah die Vielfalt handwerklicher Berufe darzustellen. Wer Interesse an einer Lehre in einem Meisterbetrieb hat oder einfach mal „Handwerk live“ erleben möchte, sollte diesen Termin nutzen.
Hier geht es zu den verschiednenen Aktionen
„DEN VERBAND VORANBRINGEN – GEMEINSAM UND LOYAL. BINDEGLIED NACH INNEN UND AUSSEN.“ Roland Tscholl hat Agrarwirtschaft und Technik studiert und einen internationalen Master in Englisch erfolgreich abgeschlossen. Seit 2023 ist er als Koordinator des Direktionssekretariates tätig. In dieser Rolle fungiert er als Bindeglied zwischen Direktion, Präsidium, Vorstand und Rat des Handwerks. Eine effiziente Koordination des Direktionssekretariats ist ihm genauso wichtig wie Vernetzung und Teamgeist.
ROLAND TSCHOLL
Koordinator Direktionssekretariat
MANUFAKT NEWS
Schon gewusst? LANDESFÖRDERUNG FÜR VIDEOÜBERWACHUNG UND EINBRUCHSSCHUTZ
Unternehmen in Südtirol können derzeit von einer attraktiven Landesförderung für den Ausbau ihrer Sicherheitsinfrastruktur profitieren. Gefördert werden die Installation von Überfall-, Einbruchsmelde- und Videoüberwachungsanlagen, die zum Schutz von Betrieben und Mitarbeitenden beitragen. Die Maßnahme, beschlossen von der Südtiroler Landesregierung, soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre Betriebsstätten technisch zu sichern und so das Risiko von Diebstahl, Vandalismus und Übergriffen zu senken.
BIS ZU 50 PROZENT ZUSCHUSS FÜR INVESTITIONEN
Betriebe, die in moderne Sicherheitssysteme investieren, können eine Förderung von bis zu 50 Prozent der anerkannten Ausgaben beantragen. Die Mindestinvestition beträgt 1.000 Euro pro Betriebssitz, die Höchstsumme der förderfähigen Ausgaben liegt bei 8.000 Euro. Damit ist ein maximaler Zuschuss von 4.000 Euro möglich. Ein entscheidendes Kriterium: Beitragsgesuche müssen vor Beginn des Vorhabens eingereicht werden. Unternehmen, die bereits mit der Umsetzung gestartet sind, können rückwirkend keine Förderung mehr beantragen.
ANTRAGSTELLUNG BIS JAHRESENDE MÖGLICH
Förderansuchen können noch bis zum 31. Dezember 2025 eingereicht werden. Danach endet die laufende Förderperiode. Der lvh begleitet interessierte Betriebe bei der gesamten Antragsbwicklung – von der Einreichung bis zur Auszahlung der Beiträge. „Wir übernehmen für unsere Mitglieder die komplette Abwicklung des Beitragsgesuchs“, erklärt lvh-Direktor Walter Pöhl. „Damit stellen wir sicher, dass die Förderung rasch und unkompliziert bei den Betrieben ankommt.“ Die Supportstelle für Förderungen und Finanzierungen des lvh steht jederzeit zur Verfügung: Telefon: 0471 323 267– E-Mail: kredit@lvh.it
manufakt
WILLKOMMEN IN DER GENERATION H > Lechthaler Matthias | Tischler/innen | Prad am Stilfserjoch > Autoservice Ascher des Ascher Tobias | KFZ-Mechatroniker/innen | Tiers > Karosserie Brunner OHG des Brunner Simon & Co. | Karosserietechniker/innen | Freienfeld > Termogeneral Srls | Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen | Laifers > Egger Heizungs- und Sanitär GmbH | Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen | Mölten > Fink Johann | Baumeister/innen und Maurer/innen | Natz-Schabs > Eligocoffee des Moritz Hofer | Nahrungsmittel | Branzoll > Élégance Hair Studio by Martina di Hrustic Martina | Friseure/Friseurinnen | Bozen > Arqon GmbH | Elektrotechniker/innen | Klausen > Wohlfühlen Beauty der Lanz Verena | Schönheitspfleger/innen | Toblach > Mittelberger Antonia | Mietwagenunternehmer/innen | Mölten > Moscon Walter | Maler/innen und Lackierer/innen | Kurtinig > Schenk Martin | Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen | Klausen > Elmak Service GmbH | KFZ-Mechatroniker/innen | Abtei > Hilber Holz KG des Hilber Damian & Co. | Warentransporteure/Warentransporteurinnen | Pfalzen > Pichler Alexandra | Mediendesigner/innen | Ritten > Pixner Kurt | Bauwerksabdichter/innen | St. Martin in Passeier > Reichhalter Treppen KG | Tischler/innen | Jenesien > Elektro Tissot Benjamin & Haller Peter OHG | Elektrotechniker/innen | Partschins > Trenker Johannes | Konditoren/Konditorinnen | Prags > Lavanderia Francisca di Ribeiro Pocas Francisca Lucilene Lima | Reinigungsunternehmer/innen | Bruneck > Zimmerei Unterhofer OHG | Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen | Klobenstein/Ritten > Unterhuber Johannes | Schmiede/Schmiedinnen und Schlosser/innen | Vintl
Vielfalt stärkt das Handwerk OHNE SIE WÜRDE VIELES STILLSTEHEN: AUSLÄNDISCHE MITARBEITENDE SIND LÄNGST EIN UNVERZICHTBARER BESTANDTEIL DES SÜDTIROLER HANDWERKS.
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FOKUS
S
ie arbeiten auf Baustellen, in Werkstätten und Ateliers, stehen an Maschinen, montieren, lackieren, polstern, sanieren. Sie bringen Erfahrung, Lernbereitschaft und oft auch eine große Portion Dankbarkeit mit – und prägen damit eine Branche, die wie kaum eine andere von Vielfalt lebt.
EIN WACHSENDER ANTEIL, EIN WACHSENDER BEITRAG
Immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln tragen dazu bei, dass Betriebe funktionieren, Aufträge erfüllt werden und Qualität gesichert bleibt. Sie sind längst keine Randerscheinung mehr, sondern eine tragende Säule der Südtiroler Wirtschaft. Gerade das Handwerk gilt laut WIFO als einer der zentralen Beschäftigungsmotoren Südtirols mit über 45.000 Arbeitsplätzen, davon rund 18 Prozent mit ausländischem Hintergrund. In einzelnen Gewerken – etwa im Bau-, Metall- oder Installationsbereich – liegt der Anteil teils deutlich höher. Diese Mitarbeitenden übernehmen nicht nur körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten, sondern bringen vielfach auch Fachausbildung, praktische Erfahrung und neue Perspektiven mit. Zugleich verdeutlichen die Daten: Der Fachkräftemangel bleibt eine der größten Herausforderungen für Südtirols Wirtschaft. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen gab laut WIFO-Erhebung an, derzeit mit einem akuten Mangel an qualifizierten Fachkräften konfrontiert zu sein. Besonders betroffen sind Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, die auf präzises handwerkliches Können angewiesen sind. Der demografische Wandel verstärkt diesen Trend zusätzlich: Die Zahl älterer Beschäftigter steigt, während junge Nachwuchskräfte knapper werden. Vor diesem Hintergrund gewinnen internationale Mitarbeitende weiter an Bedeutung. Sie füllen nicht nur Lücken, sondern bringen neue Dynamik und interkulturelle Kompetenz in die Betriebe. Laut Arbeitsmarktbericht der Landesregierung entfallen inzwischen zwei von drei Neueinstellungen in Südtirol auf Personen mit ausländischer Herkunft – ein klarer Indikator dafür, dass Integration längst betriebliche Realität ist. Die wirtschaftliche Leistungskraft dieser Gruppe ist messbar: Im Handwerkssektor liegt die durchschnittliche Wertschöpfung pro Beschäftigtem bei rund 89.500 Euro, der Umsatz pro Kopf bei über 92.000 Euro. Diese Kennzahlen der WIFO zeigen, dass der Beitrag internationaler Fachkräfte weit über den Arbeitsplatzerhalt hinausgeht – sie sichern Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und Wachstum. Kurz gesagt: Ohne den Einsatz ausländischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würde in den Werkstätten, auf
Baustellen und in Dienstleistungsbetrieben heute vieles stillstehen. Sie sind zu einem unverzichtbaren Teil der Südtiroler Wirtschaft geworden – und zeigen, dass Vielfalt nicht nur bereichert, sondern Zukunft sichert. lvh-Präsident Martin Haller betont die große Bedeutung dieser Entwicklung: „Das Südtiroler Handwerk lebt vom Miteinander. Ohne ausländische Fachkräfte wäre der Fachkräftemangel in vielen Betrieben noch deutlich spürbarer. Sie bringen nicht nur Arbeitskraft, sondern neue Denkweisen, Perspektiven und kulturelle Vielfalt mit – das stärkt unsere Betriebe und unsere Gesellschaft.“ Auch lvh-Vizepräsident Hannes Mussak unterstreicht die positiven Effekte: „Im Handwerk zählt, was jemand kann und mit wie viel Leidenschaft er oder sie anpackt – nicht, woher jemand kommt. Wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenarbeiten, entstehen neue Ideen, ein anderer Blick auf Prozesse und oft auch eine größere Offenheit.“ Für lvh-Direktor Walter Pöhl ist gelebte Integration nicht nur ein gesellschaftlicher Wert, sondern auch Teil des Arbeitsalltags: „Auch im Verband selbst arbeiten Kolleginnen und Kollegen mit ausländischen Wurzeln. Manche sind schon hier geboren und aufgewachsen. Sie bereichern unser Team mit unterschiedlichen Perspektiven und zeigen, dass Vielfalt ganz selbstverständlich funktionieren kann, wenn man sie zulässt.“
DREI BETRIEBE, DREI GESCHICHTEN
Doch was bedeutet das konkret im Alltag eines Unternehmens? Wie funktioniert Integration, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Lebensgeschichten zusammenarbeiten? Drei Südtiroler Handwerksbetriebe geben Einblick, wie das Zusammenspiel aus Tradition und Vielfalt in der Praxis gelingt und welche Herausforderungen gemeistert werden müssen. Ihre Erfahrungen zeigen: Integration ist keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Prozess, der Offenheit, Geduld und Respekt verlangt – und am Ende alle bereichert.
HANDWERK MIT WEITBLICK
Bei der Fischnaller B. & Partner GmbH entstehen Polstermöbel mit Konzentration, Präzision und Kreativität – umgesetzt von einem vielfältigen Team, das ebenso individuell ist wie seine Produkte. Für Geschäftsführer Hubert Fischnaller ist klar: „Durch ihre unterschiedlichen kulturellen Hintergründe und Erfahrungen erweitern ausländische Fachkräfte unseren Blick auf Arbeitsprozesse und Lösungsansätze“, erklärt Fischnaller. „Das stärkt nicht nur unsere Flexibilität, sondern vor allem auch unsere Kreativität im Handwerk, welche in unserem
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Sektor fundamental ist.“ Die Zusammenarbeit im Team funktioniert, weil gegenseitiger Respekt und Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. „Respekt, Offenheit und Loyalität sind für uns die zentralen Werte für ein harmonisches und starkes Miteinander.“ Dass dabei nicht immer alles reibungslos läuft, verschweigt Fischnaller nicht: „Die größten Herausforderungen liegen im Bereich Sprache und Mobilität“, erklärt Fischnaller. Viele Mitarbeitende hätten Schwierigkeiten, den Führerschein zu erwerben, was im Arbeitsalltag problematisch sei. Daher wünscht sich Fischnaller mehr politische Unterstützung, etwa durch praxisnahe, berufsbegleitende Sprachkurse für das Handwerk. Dennoch überwiegt die positive Bilanz: „Unsere internationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereichern den Betrieb jeden Tag. Sie bringen Motivation, Ideen und neue Blickwinkel mit. Integration gelingt, wenn man gemeinsam an Lösungen arbeitet – mit Geduld und gegenseitigem Vertrauen.“ Einer, der diese Haltung verkörpert, ist Faraman Jafari aus Pakistan. Der gelernte Polsterer arbeitet seit mehreren Jahren im Betrieb und schätzt besonders die abwechslungsreiche und kreative Arbeit: „In Südtirol kann ich aktiv mitgestalten und eigene Ideen einbringen. Besonders Freude bereitet mir das Herstellen dekorativer Polstermöbel – ich sehe direkt, was ich mit meinen Händen geschaffen habe.“ Für ihn bedeutet Vielfalt im Team, voneinander zu lernen: „Jeder bringt seine eigenen Erfahrungen und Ideen ein, und ich kann von älteren Kollegen mit langjähriger Erfahrung unglaublich viel lernen.“ Auch seine persönliche Entwicklung ist eng mit dem Handwerk in Südtirol verbunden: „Ich lerne hier mein Handwerk auf höchstem Niveau und sammle Erfahrungen, die mir neue Chancen eröffnen. Vielleicht kann ich dieses Wissen eines Tages in meiner Heimat weitergeben und mich selbstständig machen.“ Für Fischnaller steht fest: Menschen wie Faraman Jafari
Im Bild (v.l.n.r.): Nadin Gemassmer, Hetem Hetemi und Herbert Gemassmer © Gemassmer Bau
Im Bild (v.l.n.r.): Hubert Fischnaller und Faraman Jafari © Jasmin Fischnaller
zeigen, dass das Handwerk Brücken baut – über Länder, Sprachen und Kulturen hinweg. „Das Handwerk lebt vor allem von praktischen Fähigkeiten – von der Leidenschaft fürs Tun. Diese verbindet – unabhängig von Herkunft oder Muttersprache.“
LERNEN ÜBER GRENZEN HINWEG
Das Familienunternehmen Gemassmer Bau vGmbH aus dem Vinschgau, 1999 von Herbert Gemassmer gegründet und seit 2016 gemeinsam mit Tochter Nadin Gemassmer als vGmbH geführt, hat sich auf Sanierungen und Renovierungen spezialisiert – vom historischen Stadel bis zum modernen Wohnhaus. Sieben Mitarbeitende sorgen dafür, dass alte Bausubstanz in neuem Glanz erstrahlt. Für Nadin Gemassmer ist die internationale Zusammensetzung ihres Teams längst ein natürlicher Bestandteil des betrieblichen Alltags. „Fachkräfte aus dem Ausland füllen bei uns Lücken, die sonst schwer zu schließen wären, und bringen wertvolle neue Impulse in die Arbeitsabläufe. Durch ihre Erfahrungen und Herangehensweisen können festgefahrene Situationen gelockert und oft sogar verbessert werden“, erklärt sie. Vielfalt versteht sie als Chance – besonders auf der Baustelle, wo viele Sprachen, Ideen und Arbeitsstile aufeinandertreffen. „Jede und jeder bringt eigene Stärken ein – das schafft Mehrwert, auch für uns als Unternehmen. Man lernt voneinander, kombiniert die besten Ideen und entwickelt sich als Team weiter“, so Gemassmer. Ein Beispiel für gelungene Integration ist Hetem Hetemi, Maurer aus dem Kosovo, der bereits seit über 20 Jahren Teil des Teams ist. „Am Anfang war es nicht einfach – Sprache und Kultur waren neu für mich. Aber mit der Zeit bin ich hier angekommen, habe den Dialekt gelernt und fühle mich heute in Schlanders wie zu Hause“, erzählt er. „Wir verstehen uns gut, helfen einander und haben
FOKUS
ein gutes Verhältnis. Das macht die Arbeit leichter und angenehmer.“ Damit dieses Miteinander funktioniert, setzt Gemassmer auf ein Arbeitsumfeld, das auf Vertrauen, Toleranz und sozialer Kompetenz beruht. „Die Rolle des Vorarbeiters ist hier entscheidend. Er muss zuhören, verstehen was die Mitarbeitenden brauchen, und flexibel reagieren. Nur wer sich gehört fühlt, bleibt motiviert und engagiert.“ Auch Konflikte gehören für sie zum Arbeitsalltag – entscheidend ist, wie man mit ihnen umgeht. „Es geht darum, Unterschiede nicht als Problem zu sehen, sondern als Bereicherung. Wenn man offen miteinander spricht, findet man fast immer eine Lösung.“ Nadin Gemassmer ist überzeugt: Vielfalt und handwerkliche Qualität gehen Hand in Hand. „Wir haben auf unseren Baustellen Menschen aus Südtirol, Italien und dem Ausland – das ist heute völlig normal. Wichtig ist, dass alle dasselbe Ziel verfolgen: gute Arbeit zu leisten und stolz auf das Ergebnis zu sein.“
ZUSAMMENWACHSEN BRAUCHT ZEIT
Bei der Gruber Tür GmbH in Bruneck treffen Erfahrung, Präzision und Vielfalt aufeinander. Das Unternehmen steht für maßgefertigte Qualität und innovative Holzlösungen – getragen von einem Team, das so international ist wie Südtirol selbst. Für Inhaber Michael Gruber ist klar: Ohne ausländische Fachkräfte wäre die Entwicklung in dieser Form nicht möglich. „Wenn ein Betrieb wachsen will, ist er auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Bei einem Bauprojekt, an dem wir beteiligt sind, arbeiten derzeit rund 80 Prozent ausländische Mitarbeiter“, erklärt Gruber. „Das funktioniert, weil man mit der Zeit zusammenwächst.“ Der Betrieb beschäftigt Mitarbeitende aus Bangladesch, Mali und Osteuropa. Für Gruber ist die Vielfalt im Team Chance und Herausforderung zugleich: „Ein Team braucht Zeit, um zu entstehen – und es gibt auch verschiedene Gruppen innerhalb des Teams. Das muss zusammenwachsen. Aber gerade dieser Prozess ist spannend, weil man voneinander lernt und gemeinsam über sich hinauswächst.“ Ein wichtiger Faktor dabei ist gegenseitiger Respekt. „Es handelt sich um eine Herausforderung, aber mit der Zeit und einem guten Mix aus einheimischen und ausländischen Mitarbeitenden entsteht ein wertschätzendes und kollegiales Miteinander. Das ist die Grundlage, damit Integration funktioniert.“ Einer, der diesen Weg seit fast zwei Jahrzehnten mitgeht, ist Nizam Mollah, Lackierer aus Bangladesch. Sein Vater kam mit der Familie nach Südtirol, als Nizam zehn Jahre alt war. Seit 19 Jahren arbeitet er im Betrieb – seine erste und einzige Arbeitsstelle. „Ich habe hier meine Ausbildung gemacht, und mir gefallen meine Arbeit, das Umfeld und mein Chef. Ich bin glücklich hier zu arbeiten manufakt
und dankbar, Teil dieses Teams zu sein.“ Mollah arbeitet in einem multikulturellen Team aus Einheimischen, sowie Mitarbeitenden aus Osteuropa und Afrika zusammen. „Es ist wie in einer Familie zu leben – jeder lernt von jedem. Wir sind 30 Mitarbeitende in der Produktion und man lernt jeden Tag 30 neue Dinge – über die Arbeit, über die Menschen, ihre Kultur und ihren Glauben.“ Auch Herausforderungen gehören für ihn dazu: „Natürlich gibt es manchmal Konflikte, aber dann setzen wir uns zusammen und klären das Problem. Ein Team wächst langsam zusammen, das braucht Zeit – aber es funktioniert.“ Für Gruber sind Mitarbeitende wie Mollah unverzichtbar. „Viele unserer Fachkräfte sind hervorragend ausgebildet, fleißig und engagiert. Sie bringen Erfahrung, Ideen und Loyalität mit – und bereichern den Betrieb jeden Tag.“ Die unterschiedlichen Perspektiven und Arbeitsweisen seiner Mitarbeitenden sieht Gruber als großen Gewinn: „Langfristig ist das eine echte Stärke für den gesamten Betrieb. Wir fahren in die halbe Welt in Urlaub – warum sollten wir dann nicht auch offen sein, bei uns zu Hause andere Sitten und Kulturen kennenzulernen? Wir alle können voneinander lernen.“
HANDWERK VERBINDET
Das Südtiroler Handwerk lebt von Menschen, die anpacken, voneinander lernen und gemeinsam wachsen – unabhängig von Herkunft oder Sprache. Ob als Unternehmer/in, Lehrling oder Fachkraft: Wer hier arbeitet, gestaltet aktiv die Zukunft einer Branche, die auf Zusammenhalt und Vielfalt baut. Martin Haller fasst es treffend zusammen: „Integration ist im Handwerk keine Theorie, sondern gelebte Praxis – jeden Tag, in jeder Werkstatt und auf jeder Baustelle.“
Michael Gruber © Daniel Demichiel
Nizam Mollah © Daniel Demichiel
13 11|2025
BETRIEB ERFOLGREICHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG: Mit dem richtigen Know-how in Management, Produktion, Verkauf, Marketing und Organisation zum Erfolg.
14 11|2025
Ohne Service kein Fortschritt der lvh zeigt wie‘s geht DER WIRTSCHAFTSVERBAND HANDWERK UND DIENSTLEISTER (LVH.APA) BEGLEITET ÜBER 8.000 HANDWERKS- UND DIENSTLEISTUNGSBETRIEBE IN SÜDTIROL – MIT EINEM BREITEN SPEKTRUM AN BERATUNGS-, SERVICE- UND UNTERSTÜTZUNGSLEISTUNGEN. Das Serviceangebot des lvh reicht von der Beratung zu Unternehmensentwicklung bis hin zu rechtlichen und sozialen Fragen. Ziel ist es, Betriebe in ihrer täglichen Arbeit mit spezifischem Fachwissen zu unterstützen und zu begleiten sowie durch gezielte Beratungsleistungen auch bürokratisch zu entlasten und sie in ihrer langfristigen Entwicklung zu stärken. „Das Handwerk ist das Rückgrat unserer Wirtschaft – aber gerade kleine Betriebe brauchen verlässliche Partner, um im komplexen Umfeld von Vorschriften, Digitalisierung und Marktveränderungen bestehen zu können“, betont lvh-Präsident Martin Haller. „Genau hier setzt unsere Arbeit an: Wir schaffen Rahmenbedingungen, die den Betrieben den Rücken freihalten und ihre Entwicklung fördern.“
UNTERNEHMENSENTWICKLUNG ALS STRATEGISCHER PARTNER
Im Mittelpunkt steht die praxisnahe Unterstützung von Betrieben bei Innovation, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Ausbildung und Mitarbeiterentwicklung, Marktpositionierung und Nachfolgeplanung. Der Bereich Unternehmensentwicklung bietet
dazu maßgeschneiderte Beratung, Workshops und Weiterbildungen, inklusive Unterstützung bei passenden Förderprogrammen.
STEUERBERATUNG, BUCHHALTUNG UND LOHNWESEN AUS EINER HAND
Für viele kleine und mittlere Betriebe sind administrative Aufgaben eine große Belastung. Der lvh bietet daher spezialisierte Steuer- und Buchhaltungsdienste, erstellt Jahresabschlüsse, unterstützt bei der elektronischen Fakturierung und berät bei der Gründung und steuerlichen Optimierung – alles aus einer Hand und mit Branchenkenntnis. Auch angehenden Gründerinnen und Gründer berät der lvh und gibt Antworten auf Fragen wie: Welches Rechtssubjekt passt bei mir? Was sind berufsspezifische Vorschriften? Wie kann ich meine Investitionen bestmöglich fördern?
RECHT, SICHERHEIT UND BERATUNG
Auch im juristischen Bereich profitieren Mitglieder von Rechtssicherheit und gezielter Beratung – etwa bei Arbeitsrecht, Datenschutz oder Vergabeverfahren. Gleichzeitig unterstützt der Verband bei Förderungen,
BETRIEB
Im Bild (von links) lvh-Direktor Walter Pöhl und lvh-Präsident Martin Haller © Harald Wisthaler
FAMILIE, SOZIALES UND UNTERSTÜTZUNG IM ALLTAG
Über die rein wirtschaftlichen Fragen hinaus unterstützt der Verband auch in sozialen und familiären Belangen. Dazu zählen Beratungen zu Renten, Familienleistungen, Unfall- und Erbschaftsfragen. Mitglieder profitieren außerdem von praktischen Services wie Lehrstellenbörse, digitalen Tools zur Betriebsführung oder speziellen Konventionen mit Partnern aus dem Energie-, Mobilitäts- und Versicherungssektor.
WEITERBILDUNG, VERNETZUNG UND INFRASTRUKTUR
Krediten und Investitionsprojekten – von der Antragstellung bis zur Auszahlung. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist die richtige Förderung ein Schlüssel zur Stabilität“, betont Pöhl.
FÖRDERUNG, FINANZIERUNG UND STANDORTENTWICKLUNG
Investitionen sind ein zentraler Bestandteil unternehmerischer Zukunftsplanung. Der lvh bietet Beratung zu öffentlichen Förderungen, Finanzierungen und Krediten – von der Antragstellung bis zur Auszahlung. Betriebe bekommen Antworten auf die Fragen: welche Fördermöglichkeiten gibt es für meine geplanten Investitionen? Auch beim Thema Gewerbeflächen und Betriebsansiedlung unterstützt der Verband mit Informationen zu Flächenverfügbarkeit, Raumordnung und Standortplanung. So werden wirtschaftliche Interessen und lokale Entwicklung in Einklang gebracht. „Viele unserer Betriebe investieren in Innovation und Nachhaltigkeit. Wir helfen ihnen, die passenden Förderinstrumente zu finden und erfolgreich zu nutzen“, so der lvh-Direktor. „Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist das ein wichtiger Beitrag zur Stabilität.“ manufakt
Der lvh fördert nicht nur Fachwissen, sondern auch den Austausch. Mitgliedsbetriebe können Seminarräume und Tagungsinfrastruktur nutzen, sich an EU-Projekten beteiligen und von einem breiten Weiterbildungsangebot profitieren. Damit wird der Verband zu einem Ort des Wissensund Erfahrungstransfers, der Innovation fördert und Betriebe vernetzt. Dies wird unter anderem auch online angeboten, um Mitgliedsbetriebe schnell, konkret und unkompliziert zu informieren und zu unterstützen. Konkrete Angebote sind beispielsweise die Webinarreihe „Nachhaltigkeit kompakt“ oder „Förderungen im Überblick“. Fachinhalte in einer Stunde zusammengefasst, um sich auf den neuesten Wissensstand zu bringen.
EIN VERLÄSSLICHER PARTNER DES HANDWERKS
Mit seinem breiten Leistungsspektrum schafft der lvh stabile Rahmenbedingungen, entlastet Betriebe im Alltag und stärkt ihre Wettbewerbsfähigkeit. „Unser Anspruch ist es, die unternehmerische Realität zu verstehen – nicht aus der Distanz, sondern mitten aus dem Alltag der Betriebe heraus“, fasst Pöhl zusammen. „Das macht den lvh zu einer starken Gemeinschaft, die das Handwerk in Südtirol aktiv voranbringt.“
Hier geht es zu allen Service-Leistungen des lvh
15 11|2025
BETRIEB
ZUKUNFTSTRENDS
Mit klarem Blick in die Zukunft DAS GRENZÜBERSCHREITENDE PROJEKT SUNRISE (INTERREG VI-A ITALIEN-ÖSTERREICH) ERMÖGLICHT ES, UNTERNEHMENSNACHFOLGER/INNEN IM ZUGE EINER PILOTAKTION ZU UNTERSTÜTZEN.
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Die jungen Geschäftsführer der Schwarz GmbH, Claudia, Andreas und Alexander Schwarz, berichten, wie das Projekt neue Impulse für Strategie, Teamarbeit und Zukunftsplanung gebracht hat: Was hat Sie zur Teilnahme am Pilotprojekt motiviert? Wir wollten Zeit für strategische Themen schaffen, im operativen Tagesgeschäft bleibt dafür oft kein Raum. Wie haben Sie die drei Termine erlebt? Jeder Termin hatte einen klaren Fokus: Analyse des Ist-Zustands, Zieldefinition, Maßnahmenplanung. Besonders positiv war die professionelle Begleitung durch das lvh-Team. Was nehmen Sie konkret mit? Die Workshops brachten neue Motivation und Klarheit.
Im Bild (v.l.n.r.): Kathrin Pichler (lvh.apa), Alexander Schwarz, Claudia Schwarz, Andreas Schwarz, Johanna Mühlögger (lvh.apa) © Schwarz GmbH
Wir wollen uns künftig bewusst Zeit für die Unternehmensziele nehmen und das ganze Team stärker einbeziehen. So haben wir auch direkt nach Projektende unsere Ziele im Team vorgestellt und diskutiert.
11|2025
TIPP JETZT FÖRDERUNGEN ABHOLEN UND DIGITAL DURCHSTARTEN
Die Autonome Provinz Bozen unterstützt auch 2025 Südtirols Kleinstunternehmen aktiv bei der Digitalisierung. Gefördert werden unter anderem Beratungsund Schulungsmaßnahmen, Projekte im Bereich Social Media und Online-Kommunikation, die Erstellung und Optimierung von Webseiten, der Erwerb von Software-Lizenzen sowie Investitionen in digitale Systeme. Die Förderquote liegt bei 60 Prozent, bei einer Mindestinvestition von 2.000 Euro und einer Maximalinvestition von 15.000 Euro. Der lvh unterstützt seine Mitgliedsbetriebe bei der vollständigen Abwicklung der Förderan-
suchen – von der Antragstellung bis zur Auszahlung. Interessierte Mitgliedsbetriebe können sich an die Ansprechpartner im Bereich Förderungen & Finanzierungen wenden: Tel.: 0471 323 267 E-Mail: kredit@lvh.it. Zusätzlich bietet das Team Innovation & Neue Märkte individuelle Unterstützung bei der digitalen Weiterentwicklung, der Auswahl geeigneter Technologien und bei Fragen zu Online-Auftritt, E-Commerce oder Social Media: Tel.: 0471 323 245 / 225 / 490 E-Mail: innovation@lvh.it.
BETRIEB
SMARTES HANDWERK – PRAKTISCH UMGESETZT
Nachhaltigkeit geht auch online weiter WÄHREND VIELE UNTERNEHMEN ÜBER NACHHALTIGKEIT SPRECHEN, SETZT DIE TISCHLEREI TAMMERLE AUS AFING SIE BEREITS KONSEQUENT IN ALLEN UNTERNEHMENSBEREICHEN UM – DAZU GEHÖRT AUCH, UND VOR ALLEM, DER ONLINEAUFTRITT DES FAMILIENUNTERNEHMENS. „Nachhaltigkeit darf nicht nur auf einzelne Bereiche reduziert werden – sie muss das gesamte Denken und Handeln eines Betriebs prägen“, betont Emil Tammerle, Tischler im Familienunternehmen. Ein Beispiel dafür ist der Internetauftritt der Tischlerei. Das Team hat bei der Gestaltung der Website bewusst auf energieintensive Elemente wie Animationen oder Videos verzichtet. Stattdessen setzt man auf ein klares, informatives und minimalistisches Design mit dunklem Hintergrund, statischen Inhalten und einem eigens ent-
wickelten Farbfilter für Bilder – das reduziert den Energieverbrauch. Laut dem unabhängigen „Website Carbon Calculator“ verursacht die Website der Tischlerei bei 1.000 monatlichen Aufrufen einen jährlichen Stromverbrauch, der 108 Handy-Ladungen entspricht – im Vergleich zum Verbrauch einer durchschnittlichen Website von 845 Handy-Ladungen. Damit ist die Website sauberer als 90 Prozent aller Websites weltweit. „Ganz wichtig ist“, so Tammerle, „dass Nachhaltigkeit so geplant und designed wird, dass sie keine Nachteile
für die User hat. Nur dann ist sie wirklich zukunftsfähig.“ Die Tischlerei Tammerle beweist, dass auch Websites nachhaltig gestaltet werden können. Auch online nachhaltig: www.tammerle.it © Tischlerei Tammerle
17 11|2025
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WEITERBILDUNG ERFOLGSFAKTOR BILDUNG: Kontinuierliche Aus- und Weiterbildung sowie die Stärkung des Meistertitels sind das Fundament für hochwertiges Südtiroler Handwerk.
SkillsDay in Sterzing und Lana: Wo das Handwerk rockt! 18 11|2025
HANDWERK ZUM ANFASSEN, BEGEISTERUNG ZUM MITNEHMEN: IN STERZING UND IN LANA FAND EIN „SKILLSDAY“ STATT – ORGANISIERT VON DEN JEWEILIGEN LVH-ORTSGRUPPEN, UM JUGENDLICHEN DIE VIELFALT DES HANDWERKS PRAXISNAH NÄHERZUBRINGEN. Ziel der sogenannte „SkillsDays“ ist es, Jugendlichen praxisnahe Einblicke in handwerkliche Berufe zu ermöglichen und ihnen zu zeigen, wie vielfältig, kreativ und zukunftssicher diese Berufsfelder sind. In den vergangenen Wochen fanden gleich zwei dieser Aktionstage statt – in Sterzing und in Lana – beide mit großem Erfolg und vielen begeisterten Schülerinnen und Schülern.
Einige Betriebe und Schüler/innen beim SkillsDay in Sterzing © lvh.apa
STERZING: HANDWERK ZUM ANFASSEN IM WIPPTAL
Zahlreiche Betriebe aus dem Wipptal präsentierten ihr Handwerk: Die Gebrüder Ciceri zeigten die Welt der Kfz-Mechatronik, Manuel Gschnitzer führte in den Tiefbau ein, während die Fliesenleger/innen von Das Bad – Il Bagno GmbH und die Zimmerer/innen von Holzbau Brugger praktische Einblicke gaben. Auch Plank
Berufe entdecken, bedeuet auch zu experimentieren © lvh.apa
WEITERBILDUNG
SkillsDay in Lana: Jugendliche legen selbst Hand an. © lvh.apa
Voller Einsatz beim SkillsDay in Lana © lvh.apa
Bau, Tischlerei Brunner, Elektro Haller und die Metzgerei Loasner waren mit dabei. Ergänzt wurde das Angebot durch die Spenglerei Stampfer, LiVa Kosmetik und die Hairboutique OHG, die die Vielfalt der Handwerksberufe eindrucksvoll zeigten. In Kleingruppen konnten die Jugendlichen selbst Hand anlegen – beim Fliesenlegen, Arbeiten mit Holz, Frisieren oder Zubereiten von Speisen. Das Mitmachen sorgte für Begeisterung und weckte bei vielen das Interesse an einem handwerklichen Beruf. „Berufsorientierung funktioniert am besten, wenn man sie hautnah erleben kann. Nur so erkennen Jugendliche, welche Möglichkeiten das Handwerk bietet und wie spannend diese Tätigkeiten in der Praxis sind“, betonten die Organisatorinnen und Organisatoren. Der SkillsDay in Sterzing zeigte eindrucksvoll, wie Schule und Wirtschaft gemeinsam Talente fördern und Zukunftsperspektiven schaffen können.
LANA: SCHÜLER/INNEN ERLEBEN ECHTES HANDWERK IM SCHULHOF
Nur wenige Tage später stand auch in Lana alles im Zeichen des Handwerks. Im Pausenhof der Mittelschule Lana wurde gesägt, gehämmert, gemauert, frisiert, gemessen und gebaggert – ein Schulvormittag voller Tatendrang. Beim SkillsDay der lvh-Ortsgruppe Lana konnten 161 Schülerinnen und Schüler aus acht dritten Klassen verschiedenste Tätigkeiten selbst ausprobieren. 16 Betriebe aus Lana und Umgebung stellten ihre Gemanufakt
werke vor, darunter Parth Andreas (HLS-Techniker), Nature Lifestyle der Sheila Schwienbacher KG (Friseurin und Schönheitspflegerin), Spenglerei Husnelder, Müller Thomas Sascha KG, Tanja Breitenberger Isoliertechnik, Höllrigl GmbH, Tischlerei Weiss, Vieider Hannes, Schwienbacher Erdbewegungen, Hofer Markus vGmbH, Winkler GmbH, WEGA Technik GmbH, Unterholzner S. & D. GmbH, Gamper Dach KG, Braun GmbH und Alexander Schötzer Holzbau. lvh-Ortsobfrau Renate Husnelder zeigte sich begeistert: „Es war schön zu sehen, mit welcher Begeisterung und Geduld unsere Handwerker/innen den Schüler/ innen ihre Tätigkeiten erklärt haben. Nur so gelingt es, jungen Menschen einen echten Einblick in die Welt des Handwerks zu geben.“ Besonders betonte Husnelder die enge Zusammenarbeit mit dem Mittelschulsprengel Lana und Lehrkraft Maria Baumgartner, die das Projekt tatkräftig unterstützt hat. „Ein großes Dankeschön gilt dem gesamten Lehrerkollegium, das den SkillsDay ermöglicht hat. Solche Aktionen zeigen, wie lebendig Berufsorientierung sein kann.“
HANDWERK HAT ZUKUNFT – UND PERSPEKTIVE
Ob in Sterzing oder in Lana: Beide SkillsDays machten deutlich, dass Handwerk Begeisterung, Kreativität und Teamgeist weckt. Durch das aktive Mitmachen entdecken Jugendliche Talente, die in klassischen Unterrichtssituationen oft verborgen bleiben. Das gemeinsame Ziel bleibt klar: junge Menschen für handwerkliche Berufe zu gewinnen und ihnen Perspektiven in der Region aufzuzeigen. Denn eines wurde an beiden Tagen spürbar – Handwerk hat Zukunft, Handwerk hat Perspektive.
19 11|2025
WEITERBILDUNG
KURSKALENDER 2025 Anmeldung und weitere Informationen unter www.lvh.it/kurse oder direkt über nebenstehenden QR-Code: KURS Arbeitssicherheit für Arbeitgeber/innen
Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer/innen
ORT
16,5
16.|17.01.2026
Bozen
Arbeitssicherheit für Arbeitgeber/innen Zusatzmodul Baustelle
6,5
21.01.2026
Bozen
Arbeitssicherheit für Leiter/in der Dienststelle für Arbeitsschutz
8,5
23.01.2026
Bozen
Arbeitssicherheit für Leiter/in der Dienststelle für Arbeitsschutz - Spezifisches Modul Baugewerbe
16,5
30.|31.01.2026
Bozen
Grundkurs (ATECO-Kodex hoch)
16,5
25.|26.11.2025
Vahrn
Grundkurs (ATECO-Kodex hoch, spezifisches Modul)
12,5
02.|03.12.2025
Bozen
Grundkurs (ATECO-Kodex mittel)
12,5
14.|15.11.2025
Bozen
6
19.11.2025
Meran
Grundkurs (Level 2)
8,5
27.11.2025
Vahrn
Grundkurs (Level 2)
8,5
09.12.2025
Bozen
5
19.11.2025
Bozen
9,5
01.12.2025
Bozen
Auffrischungskurs (Level 2) Erste-Hilfe
DATUM
Grundkurs Arbeitssicherheit für Arbeitgeber/innen
Auffrischungskurs Arbeitssicherheit (Berufsgruppe Bau/Produktion) Brandschutz
STUNDEN
Grundkurs 12 UE Bereiche Dienstleistung-Verwaltung/ Transport-Verkehr Auffrischungskurs 6 Stunden
6
03.12.2025
Bozen
Auffrischungskurs 4 Stunden
4
24.11.2025
Vahrn
Einweisung in die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (3. Kategorie) Einweisung in die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (3. Kategorie) Einweisung in die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (3. Kategorie)
4
05.12.2025
Bozen
4
28.01.2026
Vahrn
4
29.01.2026
Meran
Befähigungskurs für Baggerfahrer/innen (Theorie und Praxis)
17
11.|12.12.2025
Bozen/Naturns
Befähigungskurs für Hebebühnen (Theorie und Praxis)
11
11.|12.12.2025
Online/Sinich
Auffrischungkurs für Baukran
4
04.12.2025
Bozen
Photovoltaik: Alles was man dazu wissen muss
4
15.11.2025
Bozen
Wasseraufbereitung in geschlossenen Systemen
2
21.11.2025
Bozen
Moderne Tartelettes und Tartes
8
28.11.2025
Bozen
FER-Kurs | Erneuerbare Energien
16
28.11.2025
Bozen
Unternehmensführung
WEBINAR: Förderungen im Überblick
1,5
26.11.2025
Online
Selbstständig - tret kürzer - leb länger
7
13.11.2025
Bozen
Marketing und Innovation
Smartphone-Fotografie
Absturzsicherung
20 11|2025
Befähigungskurse
Beruf & Technik
WEBINAR: Nachhaltige Lieferketten verstehen & umsetzen Farb- & Stilberatung WEBINAR: SPID, digitale Unterschrift und Co
7
04.11.2025
Bozen
1,5
13.11.2025
Online
5
15.11.2025 13.11.2025
Bozen Online
1,5
ANDWERK TRIFFT SCHULE
Zukunft! Jetzt! ATTRAKTIVITÄT DER BERUFSBILDUNG DISKUTIERT. EUROPA LEGT FUNDAMENT FÜR EINE SICHERE ZUKUNFT.
Die Teilnehmer/innen des Treffens © lvh.apa
Kürzlich fand in Bern das Europäische Kammertreffen statt, bei dem Berufsbildungsexpertinnen und -experten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Ostbelgien, Luxemburg und Südtirol zusammenkamen – auch der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh) war vertreten. Unter dem Leitmotiv „Attraktivität und Zukunft der Berufsbildung in Europa“ wurden aktuelle Herausforderungen und innovative Ansätze für die Weiterentwicklung der beruflichen Ausbildung diskutiert. „Südtirol hat eine starke Berufsbildung. Diese gilt es gemeinsam mit allen Akteuren weiterzuentwickeln und unserer Jugend damit die besten Chancen zu bieten“, betont lvh-Präsident Martin Haller. lvh-Direktor Walter Pöhl ergänzt: „Durch die Vernetzung der Bildungsexpertinnen und -experten in Europa können wir voneinander lernen und so die Berufsbildung noch attraktiver machen.“ Im Mittelpunkt des mehrtägigen Treffens standen die Stärkung der Ausbildungsqualität, die europaweite Anerkennung beruflicher Qualifikationen sowie Strategien, um die Attraktivität von Berufsausbildungen für junge Menschen
„Treffpunkt Schule“ in Bozen Im Rahmen der lvh-Reihe „Treffpunkt Schule“ besuchten kürzlich lvh-Obmann Andreas Gögele, lvh-Obmann Wolfgang Töchterle und lvh-Direktor Walter Pöhl die Landesberufsschule Gutenberg in Bozen. Ziel des Besuchs war es, den Austausch zwischen Berufsschule, lvh und Handwerksbetrieben zu vertiefen und die Zusammenarbeit weiter auszubauen.
NICHTS MEHR VERPASSEN @lvh.apa
21 11|2025
zu erhöhen. Ziel war es, gemeinsame Lösungsansätze für eine zukunftsfähige und starke Berufsbildung zu entwickeln. Andreas Mair, lvh-Büroleiter für Unternehmensentwicklung und Tanja Enderle, lvh-Mitarbeiterin der Abteilung Berufsbildung stellten im Rahmen des Treffens die aktuelle Situation in Südtirol vor. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass der grenzüberschreitende Austausch künftig noch stärker intensiviert werden muss. Nur so lassen sich die Herausforderungen erfolgreich bewältigen und die berufliche Bildung als gleichwertige Alternative zur akademischen Ausbildung nachhaltig fördern.
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BRANCHEN & BEZIRKE DIE VIELFALT DES HANDWERKS: Neuigkeiten, Trends, die Projekte der lvh-Berufsgemeinschaften und aktuelle Wirtschaftsthemen auf einen Blick.
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11|2025
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Volgger 1957: Jeder Schritt ein Stück Geschichte ORTHOPÄDIESCHUHMACHER/INNEN: SIMON VOLGGER IST PASSIONIERTER ORTHOPÄDIESCHUHMACHER. SCHUHE SIND FÜR IHN MEHR ALS GEBRAUCHSGEGENSTÄNDE – SIE SIND AUSDRUCK VON PERSÖNLICHKEIT, PRÄZISION UND LEIDENSCHAFT.
Simon Volgger, Inhaber des Traditionsbetriebs Volgger 1957 in St. Leonhard in Passeier, führt das Handwerk seiner Familie in dritter Generation weiter – mit derselben Hingabe, mit der sein Großvater 1957 den Grundstein legte und sein Vater den Betrieb weiterentwickelte.
Simon Volgger in seinem Element © Thomas Tutzer
VOM SPIELZIMMER ZUR WERKSTATT
„Wir Kinder sind praktisch in der Werkstatt aufgewachsen – das war unser Spielzimmer“, erzählt Simon Volgger. Schon als Kind beobachtete er fasziniert, wie aus Leder, Holz und Garn handgefertigte Meisterstücke entstanden. Diese frühe Begeisterung hat ihn nie losgelassen. „So habe ich den Beruf lieben gelernt“, sagt er. Da das Schuhmacherhandwerk heute zu den seltenen Berufen zählt, absolvierte Volgger seine Lehre im elterlichen Betrieb. „Wir hatten immer viel Arbeit, jede Hand wurde gebraucht – und so habe ich direkt dort gelernt, wo echte Handwerkskunst gelebt wird.“ Seit dem 18. Januar 2022 leitet er das Familienunternehmen offiziell – mit Respekt vor der Tradition und dem Mut, sie weiterzuentwickeln.
MASSARBEIT MIT CHARAKTER
Heute fertigt Volgger gemeinsam mit seinem Team maßgeschneiderte Schuhe, dazu passende Gürtel und Taschen, die mit edlen Holzelementen verziert werden. Jeder Schritt – vom ersten Maßnehmen bis zur finalen Politur – entsteht in sorgfältiger Handarbeit. „Mich fasziniert, dass kein Auftrag dem anderen gleicht“,
BRANCHEN
...ist ein Zeichen von Präzision und Leidenschaft... © Thomas Tutzer
Jeder einzelne Arbeitsschritt... © Thomas Tutzer
erklärt Volgger. „Jeder Kunde bringt eine neue Herausforderung mit sich – und genau das treibt mich an. Ich kann mich in jedem Stück neu entfalten.“ Seine Lieblingsarbeit? Ganz klar: das Anfertigen eines Maßschuhs von Anfang bis Ende. „Da sieht man, wie aus einer Idee ein Stück Handwerkskunst entsteht – individuell, funktional und schön zugleich.“
HANDWERK SCHREIBT GESCHICHTE
In der Werkstatt in St. Leonhard in Passeier entstehen handgefertigte Unikate – von Maß- und orthopädischen Schuhen bis zu Einlagen und Reparaturen –, die traditionelle Handwerkskunst mit modernem Design und hoher Funktionalität verbinden. Die Liebe zum Detail zeigt sich in jedem Arbeitsschritt – von der Auswahl hochwertiger Materialien bis hin zur individuellen Beratung. „Wir nehmen uns Zeit für unsere Kundinnen und Kunden. Denn nur so entstehen Produkte, die wirklich passen – nicht nur an den Fuß, sondern auch zur Persönlichkeit“, betont Volgger. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt im Betrieb eine zentrale Rolle: Gearbeitet wird ausschließlich mit langle-
Einfach melden Werden Sie mit einer E-Mail zum Betrieb des Monats: manufakt@lvh.it manufakt
...und führt zum hochwertigen, einzigartigen Endprodukt. © Thomas Tutzer
bigen Naturmaterialien, die regional bezogen und schonend verarbeitet werden.
PRÄZISION UND LEIDENSCHAFT
Für Simon Volgger sind Genauigkeit, Sauberkeit und Kundenzufriedenheit mehr als Grundsätze – sie bedeuten Haltung. Gleichzeitig bleibt das Menschliche nicht auf der Strecke. Inspiration zieht er aus dem Austausch mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch aus ganz anderen Bereichen: „Ich besuche gern Messen, die nichts mit Schuhen zu tun haben. Da entstehen oft die besten Ideen.“ In seiner Freizeit findet der Handwerker Ausgleich beim Wandern, Skifahren und Radfahren – oder wenn er Zeit mit seiner Freundin und Freunden verbringt.
HERAUSFORDERUNGEN UND ZUKUNFT
Die größte Herausforderung? „Mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten und gutes Personal zu finden“, sagt Volgger offen. „Es ist nicht leicht, Menschen zu finden, die dieses Handwerk mit derselben Leidenschaft leben.“ Trotzdem blickt er optimistisch in die Zukunft. Seine Vision ist klar: das Handwerk weiterentwickeln, ohne seine Seele zu verlieren. „Wir wollen zeigen, dass echtes Handwerk zeitlos ist – weil es mit Herz, Kopf und Händen entsteht.“ Simon Volgger führt eine Tradition fort, die in Südtirol einzigartig ist – und beweist, dass wahre Qualität nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen.
23 11|2025
BRANCHEN
Baukongress: Bauen neu denken BAU: RUND 300 FACHLEUTE AUS WIRTSCHAFT, POLITIK, ARCHITEKTUR UND BAUGEWERBE HABEN SICH KÜRZLICH IN DER PROGRESS IN BRIXEN ZUM ZWEITEN SÜDTIROLER BAUKONGRESS VERSAMMELT.
24 11|2025
Unter dem Leitgedanken „Handwerk trifft Planung“ wurde die Veranstaltung von der lvh-Baugruppe gemeinsam mit der Architektenkammer Südtirol organisiert. Der Kongress hat sich einmal mehr als zentrale Plattform etabliert, um die Brücke zwischen handwerklicher Praxis und planerischer Vision zu schlagen – zwei Säulen, die für Qualität, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit im Bauwesen entscheidend sind. Während der Vormittag den Jahresversammlungen der Berufsgemeinschaften der lvh-Baugruppe gewidmet war, stand der Nachmittag im Zeichen neuer Impulse für die Kooperation zwischen Bauhandwerk und Planung. Offiziell eröffnet wurde der Kongress von Fritz Ploner, Obmann der Baugruppe im lvh, lvh-Präsident Martin Haller sowie Verena Unterberger, Präsidentin von arch.academy Südtirol. Die Moderation hatte Pietro Polidori inne. „Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit sichtbar zu machen und zu stärken“, betonte Ploner. „Planung und Handwerk gehören untrennbar zusammen – nur durch gemeinsames Entscheiden und Handeln entstehen Lösungen, die effizient, nachhaltig und praktisch wertvoll sind.“ Auch Haller unterstrich die Rolle des Kongresses: „Die Bauwirtschaft ist einer der wichtigsten Motoren für Südtirols Wohlstand. Entscheidend für die Zukunft wird sein, wie eng Handwerker/innen, Planer/innen und Unternehmer/
innen kooperieren. Der Baukongress zeigt eindrucksvoll, dass dieser Schulterschluss möglich und notwendig ist, um Innovation und Qualität zu sichern.“ Unterberger hob die Bedeutung des Dialogs hervor: „Architektur lebt von Ideen, die erst durch handwerkliche Präzision Wirklichkeit werden. Der Baukongress ist ein Ort, an dem gegenseitiges Verständnis wächst – und genau das ist die Basis für zukunftsfähiges Bauen.“ Ehrengäste der Veranstaltung waren die Landesräte Ulli Mair und Christian Bianchi, welche die wichtige Rolle der Südtiroler Bauunternehmen unterstrichen und auf gemeinsame Herausforderungen der Branche eingingen. Unter den Ehrengästen waren außerdem Landesrätin Magdalena Amhof, lvh-Vizepräsident Hannes Mussak und lvh-Direktor Walter Pöhl. Ein zentrales Thema des fachlichen Programms war die enge Partnerschaft zwischen Planer/innen und Handwerker/ innen. Rechtsanwalt Paul Lintner gab in seinem Vortrag wertvolle Einblicke in Rechte und Pflichten von Bauherren und Planern. Er beleuchtete die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Zuständigkeiten und Haftung und bot damit wichtige Orientierung für die Praxis.
BAUWIRTSCHAFT ALS SÄULE
Dass der Baukongress auf großes Interesse stieß, ist nicht überraschend – die Baubranche zählt seit jeher zu den tragenden Säulen der Südtiroler Im Bild (v.l.n.r.): Roland Ploner, Hannes Mussak, Christian Bianchi, Verena Unterberger, Wirtschaft. Ulli Mair, Fritz Ploner, Markus Bernard, Martin Haller und Walter Pöhl © Alan Bianchi Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 1.960 Bauunternehmen aus dem Bauhandwerk und der Bauindustrie sind im Land tätig, sie beschäftigen rund 17.400 Arbeitnehmende und erbringen pro Jahr über 17,3 Millionen Arbeitsstunden. Damit trägt die Branche nicht nur wesentlich zur Sicherung von Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung bei, sondern gestaltet aktiv den Wirtschaftsund Lebensraum Südtirol. Begleitet wurde die Tagung von einer Ausstellung der Sponsoren, die die Innovationskraft und Vielfalt der Bauwirtschaft sichtbar machte. Diese Präsentationen boten den Teilnehmenden Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu vertiefen.
BRANCHEN
Verantwortung die trägt – im Bau und darüber hinaus BAUMEISTER/INNEN UND MAURER/INNEN: MIT LEIDENSCHAFT FÜR DAS BAUEN, EINEM KLAREN BEKENNTNIS ZU QUALITÄT UND EINEM STARKEN FOKUS AUF DIE AUSBILDUNG DER NÄCHSTEN GENERATION TRAF SICH DIE BERUFSGEMEINSCHAFT VOR KURZEM ZU IHRER JAHRESVERSAMMLUNG. Zahlreiche Bauunternehmerinnen und -unternehmer folgten der Einladung von Obmann Martin Gebhard, der in seiner Einführungsrede die Bedeutung von Qualität, Zusammenhalt und Nachwuchs in den Mittelpunkt stellte: „Unsere Arbeit ist das Fundament, auf dem Zukunft gebaut wird – dafür brauchen wir qualifizierten Nachwuchs und die Stärke unserer Gemeinschaft.“
NACHWUCHS ALS SCHLÜSSELTHEMA
Eines der zentralen Themen der Versammlung war die Nachwuchsgewinnung. Wettbewerbe wie die Landesmeisterschaft der Berufe, die EuroSkills und die WorldSkills seien, so Gebhard, eine wertvolle Plattform, um junge Talente für das Handwerk zu begeistern. Ein Paradebeispiel dafür ist Raffael Stenico aus St. Ulrich, der bei den EuroSkills den Europameistertitel in der Berufskategorie „Baumeister/innen und Maurer/innen“ errang – ein Erfolg, der die Ausbildungsqualität und das Engagement der Südtiroler Betriebe eindrucksvoll unterstreicht. „Wir wollen junge Menschen für das Bauhandwerk begeistern und ihnen zeigen, dass unsere Berufe Zukunft haben – im wahrsten Sinne des Wortes“, betonte Gebhard.
INNOVATION UND NACHHALTIGKEIT
Neben dem Thema Ausbildung standen auch technologische Innovationen und Nachhaltigkeit im Vordergrund. Im Impulsreferat „Effizienz, die sich auflädt“ präsentierte das Unternehmen Niederstätter neue Akkulösungen, die mehr Effizienz und Flexibilität auf der Baustelle ermöglichen – ein Beispiel dafür, wie Digitalisierung und moderne Technik die Branche verändern. Darüber hinaus wurde die Imagekampagne „Helden der Baustelle“ vorgestellt, die das Selbstbewusstsein der Branche stärken soll und die Leistungen der Bauhandwerkerinnen und Bauhandwerker in den Vordergrund rückt. Auch die Teilnahme an der Nachhaltigkeitsinitiative „Massiv gut“ verdeutlicht das Engagement der Berufsgruppe für umweltbewusstes Bauen und Ressourcenschonung. Damit setzt das Bauhandwerk ein starkes Zeichen für die Zukunft: Qualität und Nachhaltigkeit schließen einander nicht aus, sie gehören zusammen.
VERANTWORTUNG UND ENGAGEMENT
Die Berufsgemeinschaft engagiert sich aktiv in verschiedenen Gremien, darunter die Kommission für Gesellen- und Meisterprüfungen sowie bei der Ausarbeitung des Richtpreisverzeichnisses – ein weiterer Beitrag zur Sicherung von Qualitätsstandards und fairen Rahmenbedingungen in der Branche. Auch die Zusammenarbeit mit Architektinnen und Architekten, sowie Planerinnen und Planern wird weiter gestärkt – ein wichtiger Schritt, um ganzheitliche Baukonzepte zu fördern, die traditionelle Handwerkskunst mit modernen Ansprüchen verbinden. Die Jahresversammlung machte deutlich: Südtirols Baumeister/innen und Maurer/innen stehen für Stabilität, Qualität und Innovationskraft – und bauen damit im wahrsten Sinne des Wortes an der Zukunft des Landes. Ihr Engagement zeigt, dass Tradition und Fortschritt kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken. Im Bild (v.l.n.r.): Ernst Seeber (Experte), Fabian Fischnaller (Goldmedaille WorldSkills Lyon 2024), Obmann Martin Gebhard, Raffael Stenico (Goldmedaille EuroSkills Herning 2025) und Josef Telser (Experte) © lvh.apa
25 11|2025
BRANCHEN
Ausbildung und Sichtbarkeit BAUWERKSABDICHTER/INNEN: DIE BERUFSGEMEINSCHAFT TRAF SICH KÜRZLICH ZUR JÄHRLICHEN VERSAMMLUNG, UM AKTUELLE ENTWICKLUNGEN, HERAUSFORDERUNGEN UND ZUKUNFTSSTRATEGIEN DER BRANCHE ZU DISKUTIEREN. Neben technischen Themen wie dem Richtpreisverzeichnis und neuen Verlege-Richtlinien stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Stärkung des Berufsbildes und die Ausbildung junger Fachkräfte. Obmann Stefan Reichegger zog in seinem Bericht eine positive Bilanz über das vergangene Jahr und unterstrich die Bedeutung gemeinsamer Initiativen: „Unser Beruf ist anspruchsvoll, vielseitig und unverzichtbar. Abdichtung ist mehr als reine Baustellenarbeit – sie verbindet technisches Know-how, handwerkliche Präzision und nachhaltiges Denken.“ Trotz der zentralen Rolle im Bauwesen ist das Berufsbild Bauwerksabdichter/ in in der Öffentlichkeit noch wenig bekannt. Die Berufsgemeinschaft will das ändern – etwa durch Informationskampagnen und Schulkooperationen. „Es ist wichtig, jungen Menschen zu zeigen, wie spannend und zukunftssicher die Arbeit im Bereich der Bauwerksabdichtung ist“, so Reichegger.
26 11|2025
Die Teilnehmenden © lvh.apa
Handwerk mit solidem Fundament BODENLEGER/INNEN: DIE BERUFSGEMEINSCHAFT BLICKTE BEI IHRER JAHRESVERSAMMLUNG AUF EIN ERFOLGREICHES UND DYNAMISCHES JAHR ZURÜCK. ENGAGEMENT, TEAMGEIST UND ZUKUNFTSORIENTIERUNG PRÄGEN DAS SELBSTVERSTÄNDNIS DIESER BERUFSGRUPPE. Ein zentrales Anliegen der Bodenleger/ innen ist die Nachwuchsarbeit. Mit gezielten Informationskampagnen, Aktionen und der Teilnahme an Berufswettbewerben will die Gemeinschaft junge Menschen für das Handwerk begeistern. Besonders stolz zeigte sich Obmann Markus Hofer über den Erfolg von Jo-
Einblick in die Versammlung © lvh.apa
nas David Hofer, der bei den EuroSkills 2025 in Herning (Dänemark) die Goldmedaille errang: „Jonas ist ein Vorbild für viele junge Menschen – sein Erfolg zeigt, welches Potenzial in unserer Branche steckt und wie attraktiv der Bodenleger-Beruf ist“, so der Obmann.
Bauprojekte. Auch die Mitarbeit am Richtpreisverzeichnis spielt dabei eine wichtige Rolle: Sie schafft Transparenz, Vergleichbarkeit und faire Rahmenbedingungen in der Branche.
WEITERBILDUNG UND QUALITÄT
Abgerundet wurde die Versammlung durch ein Fachreferat zum Thema Schadensfälle, das praxisnahe Einblicke und Lösungsansätze bot. Ein anschließender offener Austausch ermöglichte es den Teilnehmenden, Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Die Jahresversammlung zeigte deutlich: Südtirols Bodenleger/innen stehen für Präzision, Innovation und Zusammenhalt – ein Handwerk, das auf solidem Boden steht.
Neben der Förderung des Nachwuchses setzt die Berufsgemeinschaft auf kontinuierliche Weiterbildung. In praxisorientierten Schulungen vertiefen die Mitgliedsbetriebe ihr Wissen über neue Materialien, moderne Verlegetechniken und aktuelle Normen. Diese konsequente Ausrichtung auf Qualität und Fachkompetenz macht Südtirols Bodenleger/innen zu gefragten Partnern für private wie öffentliche
ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
BRANCHEN
Über den Dächern Südtirols DACHDECKER/INNEN: DIE BERUFSGEMEINSCHAFT BLICKTE BEI IHRER JAHRESVERSAMMLUNG AUF EIN EREIGNISREICHES UND BEWEGTES JAHR ZURÜCK. NEBEN EINEM RÜCKBLICK AUF DIE ZAHLREICHEN INITIATIVEN 2025 STAND DIE ZUKUNFT DES BERUFS IM MITTELPUNKT.
Eindruck der Jahresversammlung © lvh.apa
Ob Neubau, Sanierung oder Denkmalschutz – das Dachdeckerhandwerk vereint traditionelle Präzision mit modernster Technik. Stefan Pinter, Obmann der Berufsgemeinschaft, zog ein positives Fazit: „Solche Veranstaltungen zeigen, wie innovativ unser Handwerk ist und stärken unsere Gemeinschaft.“ Damit spielte Pinter auf die aktive Teilnahme am Internationalen Dachdeckerkongress sowie an der Klimahouse-Messe in Bozen an – zwei Plattformen, auf denen Südtirols Dachdecker/innen ihre Kom-
petenz und Innovationskraft eindrucksvoll unter Beweis stellten. Ein zentrales Anliegen bleibt die Nachwuchsarbeit. Durch gezielte Projekte, Schulkooperationen und Wettbewerbe will die Berufsgruppe junge Menschen für das Dachdeckerhandwerk begeistern. Gleichzeitig wird die enge Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Denkmalamt weiter vertieft – ein wichtiger Schritt, um traditionelles Handwerk mit modernen Anforderungen in Einklang zu bringen.
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Beruf mit Perspektive FLIESENLEGER/INNEN: DIE BERUFSGEMEINSCHAFT TRAF SICH KÜRZLICH ZU IHRER JAHRESVERSAMMLUNG UND ZOG EINE RUNDUM POSITIVE BILANZ. DER BLICK RICHTETE SICH DABEI NICHT NUR AUF DAS ERREICHTE, SONDERN VOR ALLEM AUF DIE ZUKUNFT. Ein zentrales Thema der Versammlung war die Nachwuchsarbeit. Durch gezielte Informationsinitiativen, Schulprojekte und die Teilnahme an Berufswettbewerben will die Berufsgruppe jungen Menschen die vielfältigen Möglichkeiten des Handwerks aufzeigen. „Unsere jungen Talente sind der beste Beweis für die Zukunftsfähigkeit unseres Handwerks“, betonte Dietmar Heiss, Obmann der Berufsgemeinschaft. „Wenn Leidenschaft, Kreativität und Präzision zusammenkommen, entstehen Meisterwerke, die Generationen überdauern.“ Südtirols Fliesenlegerinnen und Fliesenleger zählen regelmäßig zu den besten ihres Fachs – das zeigte sich zuletzt bei den WorldSkills Lyon 2024, wo Dominik Capovilla die Landesfarben würdig vertrat. Seine Leistung wurde im Rahmen der Versammlung besonders gewürdigt und steht stellvertretend für das hohe Ausbildungsniveau und die handwerkliche Exzellenz im Land. Ein Fachreferat zur Software ViSoft zeigte zudem eindrucksvoll, wie digitale Werkzeuge den Berufsalltag bereichern können – vom Entwurf bis zur Visualisierung des fertigen Raums. Die Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und moderner Technik öffnet neue Perspektiven für die gesamte Branche. Die Jahresversammlung machte deutlich: Das Fliesenlegerhandwerk in Südtirol steht auf einem festen Fundament. manufakt
Im Bild (v.l.n.r.): Experte Philipp Rabanser, Dominik Capovilla und Dietmar Heiss während der Jahresversammlung © lvh.apa
11|2025
BRANCHEN
Wo immer Feuer brennt HAFNER/INNEN: DIE BERUFSGEMEINSCHAFT BLICKTE BEI IHRER DIESJÄHRIGEN JAHRESVERSAMMLUNG AUF EIN AKTIVES UND RICHTUNGSWEISENDES JAHR ZURÜCK. IM ZENTRUM STANDEN DABEI DIE THEMEN NACHWUCHS, NACHHALTIGKEIT UND IMAGEPFLEGE.
Im Bild: Obmann Christian Gross (stehend) bei der Jahresversammlung © lvh.apa
28 11|2025
Ob Kachelöfen, Kaminanlagen oder innovative Heizsysteme – das Handwerk der Hafner/innen steht für Wärme, Geborgenheit und höchste Qualität. „Wir wollen zeigen, wie hochwertig und vielseitig unser Beruf ist – und gleichzeitig junge Menschen dafür begeistern, den Hafnerberuf zu erlernen“, erklärte Christian Gross, Obmann der Berufsgemeinschaft. Um dieses Ziel zu erreichen, präsentierte Gross eine neue Imagekampagne, die das Handwerk authentisch in Szene setzt – mit starken Bildern, emotionalen Botschaften und einem klaren Fokus auf die Verbindung von Tradition und Innovation. Ein weiteres Schwerpunktthema war die saubere Verbrennung. Im Einklang mit den europäischen Klimazielen setzen sich Südtirols Hafner seit Jahren für effiziente und umweltfreundliche Heizlösungen ein. Durch modernste Technik, optimierte Luftführung und regelmäßige Wartung leisten sie einen wichtigen Beitrag zu sauberer Luft und nachhaltiger Energieversorgung.
Bauen mit Holz – Innovation im Handwerk HOLZBAUMEISTER/INNEN UND ZIMMERER/INNEN: BEI DER JAHRESVERSAMMLUNG DER BERUFSGEMEINSCHAFT STAND ALLES IM ZEICHEN VON NACHHALTIGEM BAUEN, QUALITÄTSORIENTIERTER WEITERBILDUNG UND DER STÄRKUNG DES BERUFSBILDES. Ein besonderer Schwerpunkt der Jahresversammlung lag auf der Nachwuchsarbeit und der aktiven Unterstützung von Berufswettbewerben wie den WorldSkills und den Landesmeisterschaften der Berufe. „Nur wenn wir junge Menschen früh für Holzbau und Zimmerei begeistern, sichern wir die Zukunft unseres Handwerks“, betonte Obmann Richard Nagler. Auch im Bereich der Transparenz und Vergleichbarkeit wurden Fortschritte erzielt: Das überarbeitete Richtpreisverzeichnis bietet Betrieben und Auftraggebern künftig noch mehr Orientierung und Fairness. Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Entwicklung einer neuen Imagekampagne, die das handwerkliche Können und die Innovationskraft der Branche in den Mittelpunkt stellt.
Ein Höhepunkt des Jahres war der Holzbaukongress, der in Zusammenarbeit mit der Kammer der Architekten und Ingenieure organisiert wurde. Das große Interesse an der Veranstaltung habe deutlich gemacht, „wie stark die Im Bild: Obmann Richard Nagler während seines Vortrags © lvh.apa
Nachfrage nach nachhaltigem und zukunftsfähigem Bauen wächst“, so Nagler. Besonders die enge Zusammenarbeit zwischen Handwerk, Planung und Architektur wurde dabei als Schlüssel für erfolgreiche Bauprojekte hervorgehoben. Neben dem Kongress beteiligte sich die Berufsgemeinschaft auch an der Wohnbaumesse, wo sie die Vorteile des Holzbaus einem breiten Publikum präsentierte. Den fachlichen Schlusspunkt der Versammlung bildete ein Vortrag der Firma Tophaus über die neuesten Normen zur Absturzsicherung, ein Thema, das im Baualltag zunehmend an Bedeutung gewinnt. „Bauen mit Holz verbindet Nachhaltigkeit, Funktionalität und Emotion“, so Richard Nagler abschließend.
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Farbe von und für morgen MALER/INNEN UND LACKIERER/INNEN: MIT FRISCHEN IDEEN UND KLAREN ZIELEN BLICKT DIE BERUFSGEMEINSCHAFT IN DIE ZUKUNFT. Ein Schwerpunkt der Versammlung war die Nachwuchsgewinnung – ein Thema, das der Branche besonders am Herzen liegt. Durch die aktive Teilnahme an Berufswettbewerben wie den Landesmeisterschaften der Berufe, den EuroSkills und den WorldSkills wollen die Südtiroler Malerbetriebe jungen Menschen den Weg in dieses vielseitige Handwerk eröffnen. Heuer wurde außerdem die neue Kampagne „MAL DU“ gestartet. Ziel ist es, den Beruf des Malers und Lackierers als moderne, kreative und zugleich zukunftssichere Tätigkeit sichtbar zu machen. „Wir wollen zeigen, dass unser Beruf Kreativität, Präzision und beste Zukunftschancen verbindet“, betonte Florian Mayr, Obmann der Maler/innen und Lackierer/innen im lvh. Besonders wichtig sei es, Jugendlichen praxisnahe Einblicke in den Berufsalltag zu ermöglichen – sei es durch Schulkooperationen, Betriebsbesichtigungen oder Lehr-
Eindruck der Jahresversammlung © lvh.apa
lingsinitiativen. Inhalt der Versammlung waren außerdem die Mitgestaltung des Richtpreisverzeichnisses sowie die intensivierte Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt. Dessen Abteilungsdirektorin Karin Dalla Torre informierte über „Historische Bausubstanz und Malerhandwerk“, und Tim Rekelhoff referierte zu restauratorischen Untersuchungen und Bauforschung.
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manufakt
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In Stein gemeißelt STEINMETZINNEN / STEINMETZE UND STEINBILDHAUER/INNEN: NEBEN KLASSISCHEN THEMEN WIE FACHQUALITÄT UND TECHNISCHE ENTWICKLUNGEN STAND BEI DER JAHRESVERSAMMLUNG DER BERUFSGEMEINSCHAFT VOR ALLEM DIE NACHWUCHSARBEIT IM FOKUS – EIN BEREICH, DER VON ZENTRALER BEDEUTUNG IST. Obmann Hans Karl Trojer betonte die Verantwortung der Steinmetzinnen / Steinmetze und Steinbildhauer/innen, junge Menschen frühzeitig für das Handwerk zu gewinnen: „Nur wenn Kinder und Jugendliche die Faszination unseres Berufs erleben, können wir sie für eine Ausbildung begeistern.“ Um das zu erreichen, beteiligte sich die Berufsgemeinschaft aktiv an Initiativen wie „Abenteuer Handwerk“ in Bruneck und Meran, wo Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, selbst Hand anzulegen und die Kunst der Steinbearbeitung hautnah zu erleben. Solche Projekte zeigen, wie vielfältig und kreativ das Arbeiten mit Stein sein kann – von der Restaurierung historischer Denkmäler bis hin zu modernen Gestaltungskonzepten. Neben der Nachwuchsförderung wurden auch technische und branchenspezifische Themen diskutiert. Der regelmäßige Austausch über neue Materialien, Maschinen und Bearbeitungstechniken sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.
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Die Berufsgemeinschaft im Gespräch mit lvh-Präsident Martin Haller (1. von links), ganz rechts Obmann Hans Karl Trojer. © lvh.apa
Nachwuchs und Qualität im Blickfeld TIEFBAUUNTERNEHMER/INNEN: BEIM DIESJÄHRIGEN BRANCHENTREFFEN WURDE DEUTLICH: DER TIEFBAU IST WEIT MEHR ALS FUNDAMENTARBEIT – ER STEHT FÜR TECHNISCHES KNOW-HOW, NACHHALTIGE INFRASTRUKTUR UND SICHERE ARBEITSPLÄTZE. Die Tiefbauunternehmer/innen im lvh arbeiten mit Nachdruck daran, ihre Branche zukunftsfähig aufzustellen. Ein zentrales Anliegen der Berufsgemeinschaft bleibt die Nachwuchsgewinnung. Durch gezielte Informationsveranstaltungen, Betriebsbesuche und Im Bild: Obmann Michael Hofer © lvh.apa
Praktika wollen die Tiefbauunternehmer/innen junge Menschen früh für den Beruf begeistern. Auch die Teilnahme an den Landesmeisterschaften der Berufe als Schauberuf spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie zeigt praxisnah, wie vielfältig und modern der Tiefbau ist. „Wir brauchen junge Menschen, die mit Begeisterung anpacken. Der Tiefbau bietet ihnen eine stabile Perspektive und eine starke Zukunft, geprägt von Chancen und Sicherheit“, betont Michael Hofer, Obmann der Tiefbauunternehmer/innen im lvh. Neben der Ausbildung steht auch die Modernisierung der Branche im Mittelpunkt. Mit einer erfolgreichen Imagekampagne und der Teilnahme am Projekt „Master of Machine“ rücken die Tiefbauer/inenn ihre Innovationskraft
und Leistungsfähigkeit ins öffentliche Bewusstsein. Ziel ist es, zu zeigen, dass Tiefbau Hightech, Präzision und Verantwortung vereint. Große Bedeutung misst die Berufsgemeinschaft der Zusammenarbeit mit Schulen und öffentlichen Körperschaften bei – allen voran mit der Landesberufsschule Schlanders, die als wichtiger Partner in der Ausbildung junger Fachkräfte gilt. Nur durch die enge Verbindung von Theorie und Praxis könne die hohe Qualität der Südtiroler Tiefbauunternehmen langfristig gesichert werden. Der Branchentreff machte deutlich: Südtirols Tiefbau blickt optimistisch in die Zukunft – mit klaren Zielen, starker Gemeinschaft Kompetenz, Engagement und Innovationsgeist.
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Mit wichtigen Partnern zum Erfolg HEIZUNGS-, LÜFTUNGS- UND SANITÄRTECHNIKER/INNEN: GEMEINSAM DIE ZUKUNFT DER HLS-BRANCHE GESTALTEN. Die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen im lvh trafen sich kürzlich mit ihren Partnerbetrieben zu einem regen Austausch über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsthemen der Branche. Der Abend bot Raum für Diskussionen über neue technische Trends, Fördermaßnahmen und Ausbildungsinitiativen – immer mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Handwerks langfristig zu sichern. Ein zentrales Thema war die jüngste Entscheidung der Landesregierung zur Erhöhung der Fördermittel für den Austausch alter Holzheizungen. Damit wurde einer langjährigen Forderung der Berufsgemeinschaft entsprochen. Künftig profitieren Betriebe und Privatpersonen von höheren Zuschüssen und klareren Richtlinien, was mehr Planungssicherheit und Investitionsanreize schafft. Die neuen Fördersätze – 65 Prozent für Holzheizungen und Wärmepumpen, 55 Prozent für mittlere Unternehmen – sind ein deutliches Signal für den Klimaschutz und die technologische Modernisierung der Branche. Für die HLS-Betriebe bedeutet das nicht nur zusätzliche Aufträge, sondern auch eine Stärkung ihrer Rolle im Rahmen der Energiewende. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung der Ausbildung im Bereich Gebäudetechnik. In Bruneck wurde mit der Einführung der neuen Gebäudegrundstufe ein wichtiger Schritt gesetzt. Künftig soll sie auch an weite-
Im Bild: Obmann Harald Kraler © Armin Huber
ren Schulen umgesetzt werden, um jungen Menschen den Einstieg in Berufe wie Heizungstechnik, Lüftungsbau und Kältetechnik zu erleichtern. Der Fokus liegt dabei stärker auf modernen Technologien – von Wärmepumpen über Flächenkühlung bis hin zu nachhaltigen Lüftungssystemen – und weniger auf klassischer Metallbearbeitung. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften, Betrieben und Berufsgruppen weiterentwickelt. Ziel ist eine praxisorientierte Ausbildung, die direkt auf die Anforderungen der Betriebe abgestimmt ist. Sowohl in der Förderpolitik als auch in der Ausbildung zeigt sich: Der Erfolg der Branche hängt maßgeblich von der Zusammenarbeit ab – zwischen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Stellen – mit einem klaren Ziel: gemeinsam eine starke Zukunft für das Südtiroler Handwerk zu gestalten.
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BRANCHEN
E-Marken-Tagung 2025 ELEKTROTECHNIKER/INNEN: KÜRZLICH TRAFEN SICH IM HAUS DES HANDWERKS IN BOZEN ZAHLREICHE ELEKTROTECHNIKERINNEN UND ELEKTROTECHNIKER ZUR E-MARKEN-TAGUNG 2025, UM AKTUELLE TECHNISCHE UND RECHTLICHE ENTWICKLUNGEN ZU DISKUTIEREN.
Die geehrten Mitglieder bei der Veranstaltung © lvh.apa
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Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Themen digitale Gebäudeinfrastruktur und Notbeleuchtung. Elektrobetriebe tragen künftig, auch bei nicht projektpflichtigen Anlagen, Verantwortung für die Planung, Dokumentation und technische Zertifizierung. „Diese Entwicklung zeigt, wie sehr sich unser Berufsbild wandelt“, betont Obmann Herbert Kasal. „Wir sind heute nicht mehr nur Handwerkerinnen und Handwerker, sondern Systemplaner, Sicherheitsberater und Innovationstreiber zugleich. Umso wichtiger ist es, dass die Betriebe auf diese neuen Pflichten vorbereitet sind.“ Hans Duffek, Vorsitzender der E-Marke, unterstrich in seinem Vortrag die Wichtigkeit regelmäßiger Wartung und klarer Dokumentation: „Sichere Anlagen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Pflege und fachlicher Kompetenz.“ Im Anschluss an die Fachvorträge wurden verdiente Mitglieder der E-Marke für ihr Engagement ausgezeichnet.
Klares Bekenntnis zu Qualität, Ausbildung und Klimaschutz KAMINKEHRER/INNEN: DIE SÜDTIROLER KAMINKEHRERINNEN UND KAMINKEHRER HABEN SICH KÜRZLICH ZU IHRER TRADITIONELLEN JAHRESVERSAMMLUNG GETROFFEN, DIESMAL BEI DER FIRMA RIWEGA IN NEUMARKT. Unter der Leitung von Obmann Christian Resch blickte die Berufsgruppe auf ein intensives Jahr zurück – geprägt von Ausbildung, Digitalisierung, Umweltschutz und einem starken Gemeinschaftsgeist im Handwerk. Ein zentrales Thema der Versammlung war die Förderung des Nachwuchses. Obmann Resch lobte die hervorragenden Leistungen im Meisterkurs, der bei der Firma Alpfire stattfand. Die Prüfung umfasste sowohl theoretische als auch praktische Module – von der Abgaskontrolle bis zum Fachgespräch. Besonders geehrt wurden die neuen Gesellinnen und Geseller, sowie Meister/innen: „Die Ausbildung bleibt das Rückgrat unseres Berufsstandes. Nur mit gut geschulten Fachleuten können wir Sicherheit, Qualität und Umweltbewusstsein gewährleisten“, betonte Resch.
Mit großem Applaus wurden langjährige Mitglieder für ihre Treue und ihren Einsatz ausgezeichnet: Daniel Tecilla für 30 Jahre Berufstreue sowie Harald Wieser, Manfred Dorfmann und Markus Fischer für jeweils 40 Jahre im Dienst des Handwerks. Ein weiterer Höhepunkt der Versammlung war der Vortrag von Georg Pichler, Amtsdirektor im Amt für Luft und Lärm. Er berichtete über den aktuellen Stand des Projekts „Heizen mit Holz – aber richtig!“ und die Förderung zum Austausch alter Holzheizungen. Neben den Fachthemen kam auch der Gemeinschaftssinn nicht zu kurz: Die Kaminkehrerinnen und Kaminkehrer beteiligten sich erfolgreich an der Veranstaltung „Abenteuer Handwerk Meran“, bei der über 800 Schüler/innen das Handwerk hautnah erleben
Im Bild (v.l.n.r.): Walter Pöhl (lvh-Direktor), die Geehrten: Markus Fischer, Daniel Tecilla, Harald Wieser, Manfred Dorfmann und der Obmann der Kaminkehrer/innen im lvh, Christian Resch © lvh.apa
konnten. Zum Abschluss dankte die Berufsgemeinschaft den Beiratsmitgliedern Martin Resch, Moriz Kostner und Richard Schupfer. Ein besonderer Dank gilt der RIWEGA für die Gastfreundschaft.
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Dialog, der Wissen schafft KÄLTE- UND KLIMATECHNIKER/INNEN: GRENZÜBERSCHREITENDER AUSTAUSCH UND GEGENSEITIGES LERNEN STANDEN IM MITTELPUNKT EINES FACHTREFFENS DER BERUFSGEMEINSCHAFT DER KÄLTE- UND KLIMATECHNIKER/INNEN IM LVH MIT ZWEI FACHLEHRERN DER BERUFSSCHULE BSZ LINDAU. Kürzlich besuchten die Lehrkräfte Martin Baur (Kälte- und Klimatechnik) und Michael Mayer (Elektrotechnik) ihre Südtiroler Kolleginnen und Kollegen in Bozen, um Einblicke in die Ausbildung, Technik und Praxis der heimischen Branche zu gewinnen. Während des Treffens wurden insbesondere Unterrichtsdidaktik, Ausbildungsmethoden und neue technische Entwicklungen im Bereich der Kälte- und Klimatechnik thematisiert. Ergänzt wurde der Austausch durch Betriebsbesuche in Südtiroler Unternehmen, wo moderne Anlagen zur Obstkühlung, in Bäckereien, Metzgereien und Kellereien besichtigt wurden. „Solche Begegnungen sind enorm wertvoll – sie erweitern den Horizont, schaffen Verständnis für unterschiedliche Ausbildungssysteme und fördern die Weiterentwicklung unserer Branche“, betonte Obfrau Heidi Röhler. Beide Seiten
zeigten sich überzeugt, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt werden soll – ein Gegenbesuch in Lindau ist bereits geplant. Im Bild: Der Berufsbeirat mit Gästen aus Lindau © lvh.apa
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„Was du baust, bewegt die Welt“ MASCHINENBAUMECHANIKER/INNEN UND WERKZEUGMACHER/INNEN: ZIEL DER CORSSMEDIALEN IMAGEKAMPAGNE IST ES, JUNGE MENSCHEN FÜR DAS HANDWERK ZU BEGEISTERN UND IHNEN ZU ZEIGEN, DASS HINTER MASCHINENBAU UND WERKZEUGMACHEN WEIT MEHR STECKT ALS SCHRAUBEN, FRÄSEN UND STAHL. Unter dem Motto „Was du baust, bewegt die Welt – werde Maschinenbaumechaniker/in & Werkzeugmacher/in“ beleuchtet die Kampagne die Faszination und Vielfalt dieser Berufe. Herzstück ist ein emotionales Hauptvideo, das die Arbeitsschritte, Motivation und Leidenschaft junger Fachkräfte zeigt. Ergänzend dazu sorgen acht dynamische Kurzvideos auf Social Media für Aufmerksamkeit und Nähe zur jungen Zielgruppe. Die Videos zeigen authentische Einblicke in den Arbeitsalltag: vom Zeichnen und Montieren über das Schweißen bis hin zum CNC-Fräsen. Dabei kommen echte Lehrlinge und Fachkräfte zu Wort – etwa Obmann Andreas Falser, der den Beruf mit einem Augenzwinkern manufakt
beschreibt: „Wir als Maschinenbauer sind wie eine kleine Lego-Fabrik. Nur machen wir großes Lego.“ Die neue Imagekampagne soll nicht
WAS DU BAUST, BEWEGT DIE WELT WERDE MASCHINENBAUMECHANIKER/IN & WERKZEUGMACHER/IN
nur Aufmerksamkeit schaffen, sondern auch Nachwuchs sichern und Vorurteile abbauen – etwa die Vorstellung, diese Berufe seien nur etwas für Männer oder technisch Versierte. Ein spezielles POV-Video zeigt daher den Berufsalltag aus Sicht einer Maschinenbaumechanikerin und vermittelt: Das Handwerk ist vielfältig, modern und offen für alle. Die Kampagne startet am 10. November und wird über Instagram, Facebook, YouTube und die lvh-Webseite ausgespielt. Hier geht’s zur Kampagne
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Meisterausbildung: Weichen sind gestellt! BAU- UND GALANTERIESPENGLER/INNEN: DIE MEISTERAUSBILDUNG FÜR BAU- UND GALANTERIESPENGLER/INNEN IN SÜDTIROL NIMMT KONKRETE FORMEN AN. IM AMT FÜR LEHRLINGSWESEN UND MEISTERAUSBILDUNG IN BOZEN WURDEN KÜRZLICH ZENTRALE ECKPUNKTE FESTGELEGT.
Die Meisterausbildung startet © shutterstock
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Der Start der Meisterausbildung ist für das Frühjahr 2027/2028 vorgesehen, bereits im Herbst 2025 wird mit dem Modul „Unternehmensführung“ ein erster Teil der Ausbildung angeboten. Die Gesamtdauer wird mit rund 500 Unterrichtsstunden veranschlagt und soll in Blockkursen zwischen Januar und März abgehalten werden. Eine Mindestteilnehmerzahl von zehn Personen ist Voraussetzung für den Start. Die Kursplanung erfolgt in enger Abstimmung mit Arbeitgebenden, sowie ausgewiesenen Fachexpertinnen und -experten, um die Praxisnähe und inhaltliche Qualität sicherzustellen. Gleichzeitig wird ein Rahmenlehrplan nach DACHS-Standard angefragt, um die Vergleichbarkeit der Ausbildung über die Grenzen hinweg zu gewährleisten. Mit der Einführung der Meisterausbildung wird ein bedeutender Schritt gesetzt, um die Professionalität und Wettbewerbsfähigkeit des Bau- und Galanteriespenglerhandwerks in Südtirol nachhaltig zu stärken.
Zwischen Technik und Sternenhimmel KOMMUNIKATIONSTECHNIKER/INNEN: UNTER DEM MOTTO „BLICK IN DIE ZUKUNFT“ FAND KÜRZLICH DIE JAHRESVERSAMMLUNG DER BERUFSGEMEINSCHAFT IN EINEM AUSSERGEWÖHNLICHEN RAHMEN STATT: IN DER STERNWARTE MAX VALIER IN GUMMER. Obmann Peter Pliger begrüßte die anwesenden Mitglieder herzlich zur Jahresversammlung. In seinem Jahresbericht rückte er die berufliche Qualifikation und Weiterentwicklung der Kommunikationstechniker/innen in den Mittelpunkt. Das Berufsbild, so Pliger, befinde sich im Umbruch: „Kommunikationstech-
Die Teilnehmenden in der Sternwarte © lvh.apa
nik ist längst nicht mehr auf klassische Installationsarbeiten beschränkt“, erklärte der Obmann. „Heute geht es um Netzwerke, Gebäudetechnik, Smartsystems und digitale Infrastrukturen. Das verlangt neue Kompetenzen und ein Umdenken – von der Ausbildung bis zur täglichen Praxis.“ Der Austausch unter Kolleginnen und Kollegen zeigte deutlich: Der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften in diesem Bereich wächst, ebenso wie die Anforderungen an Wissen über IT, Automatisierung und energieeffiziente Technologien. Im Anschluss an die Versammlung folgte ein besonderes Highlight: eine Abendführung durch die Sternwarte. Unter fachkundiger Anleitung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spannende Einblicke in die Welt der
Astronomie – gekrönt von einem eindrucksvollen Blick in den Sternenhimmel über dem Eggental. Der Abend klang beim traditionellen Törggelen im Gasthaus Unteregger in geselliger Atmosphäre aus. Bei Südtiroler Spezialitäten, Kastanien und Wein wurde weiter gefachsimpelt, diskutiert und gemeinsam auf die Zukunft des Berufsstandes angestoßen. Die Jahresversammlung machte einmal mehr deutlich, dass die Kommunikationstechniker/innen im lvh nicht nur auf technische Innovation setzen, sondern auch auf den Zusammenhalt innerhalb der Branche. Mit Themen wie Digitalisierung, Energieeffizienz und smarter Gebäudetechnik blickt die Berufsgemeinschaft optimistisch in die Zukunft – getreu ihrem Leitmotiv: Kommunikation verbindet.
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Ein Kunstwerk als Brücke KUNSTHANDWERK: BOZEN BEREITET SICH AUF EIN SYMBOLTRÄCHTIGES EREIGNIS VOR – DIE ENTHÜLLUNG VON ARMIN GRUNTS WERK „VERSÖHNUNG“ AM 29. NOVEMBER 2025 AUF DEM RATHAUSPLATZ VERBINDET KUNST, MENSCH UND NATUR. Mit seiner Skulptur „Versöhnung“ widmet der Südtiroler Künstler Armin Grunt den Olympischen Spielen ein Werk, das eine Einladung zur inneren Einkehr und zur Wiederentdeckung der Verbindung zwischen Mensch und Natur darstellt. Im Zentrum steht ein großer, ausgehöhlter Baumstamm – Sinnbild für die Natur, Ursprung und Heimat der menschlichen Erfahrung. Wer den Stamm durchschreitet, begibt sich sinnbildlich auf eine Reise zu den eigenen Wurzeln. Umgeben wird
das Werk von Holzskulpturen, die die Energie, die Spannung und die Widersprüche großer Ereignisse spiegeln. Während der UNIKA-Messe blieb der Stamm noch verhüllt – ein Tuch, das zur Metapher einer gespannten Erwartung wird. Mit dem Durchzug der olympischen Fackel soll diese Spannung ihre Erfüllung finden. Grunts „Versöhnung“ ist ein Appell – still, kraftvoll und universell – an das, was uns alle verbindet.
„Versöhnung“ © Armin Grunt
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Linse und Leidenschaft FOTOGRAFINNEN / FOTOGRAFEN UND FILMER/INNEN: BEI IHRER JAHRESVERSAMMLUNG IN BOZEN ZEIGTE DIE BERUFSGEMEINSCHAFT EINDRUCKSVOLL, WIE SIE QUALITÄT, INNOVATION UND VERANTWORTUNG MITEINANDER VERBINDET. Vizeobmann Hannes Niederkofler führte durch die Versammlung und zog eine positive Bilanz des vergangenen Jahres: Die Berufsgemeinschaft habe sich stark für die rechtliche Absicherung der Mitglieder, bessere Rahmenbedingungen und mehr Sichtbarkeit des Berufs eingesetzt. Ein zentraler Punkt war die Sensibilisierung rund um das Urheberrecht. Hier wurde ein stärkerer rechtlicher Schutz für Bildmaterial und Medienproduktionen eingefordert. Darüber hinaus wurde die enge Zusammenarbeit mit IDM Südtirol hervorgehoben. Gemeinsam sollen neue Wege gefunden werden, um die Sichtbarkeit professioneller Fotografinnen und Fotografen, sowie Filmer/ innen zu stärken und deren Beitrag zur visuellen Identität Südtirols gezielt hervorzuheben. Für 2026 sind außerdem mehrere Fachkurse und Workshops geplant, darunter Weiterbildungen zu Social Media, sowie ein praxisorientierter Kurs über künstliche Intelligenz in der Bildproduktion. Zum Abschluss lud Niederkofler alle Mitglieder ein, die Zukunft der Branche aktiv mitzugestalten – mit Mut, Professionalität und einem offenen Blick für neue Technologien. Obmann Harald Wisthaler erklärt zusammenfassend: „Bei unserer Arbeit geht es um Qualität, Urheberrecht und faire Bedingungen für professionelle Bildgestaltung. Wir wollen unsere Kundinnen und Kunden, sowie Partnerbetriebe informieren und aufklären“. manufakt
Die Teilnehmenden vor dem Merkantilmusem © Florian Andergassen
11|2025
BRANCHEN
Inspiration, Austausch und neue Impulse TEXTIL: MIT NEUEN IDEEN, STARKEN STIMMEN UND EINEM BLICK IN DIE ZUKUNFT ZEIGTE DAS TEXTIL-EVENT 2025 IN DER SALEWA IN BOZEN, WIE INNOVATIV UND LEBENDIG SÜDTIROLS TEXTILHANDWERK HEUTE IST. Rund um die Jahresversammlungen kamen die verschiedenen Berufsgemeinschaften, die in der Berufsgruppe
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Im Bild (v.l.n.r.): Walter Pöhl, Michi Klemera, Greta Ballerini, Melanie Trafojer, Martin Silbernagl und Christian Prinoth © lvh.apa
„Textil“ versammelt sind zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, Trends und Herausforderungen auszutauschen. Berufsgruppenobfrau Melanie Trafojer zeigte sich begeistert vom großen Interesse und der positiven Resonanz: „Die diesjährige Textiltagung war auch heuer wieder ein voller Erfolg! Dank eures Engagements entstand eine inspirierende Atmosphäre, die gezeigt hat, wie lebendig und vielfältig die Textilbranche in Südtirol ist.“ Im Mittelpunkt standen spannende Diskussionen zu Handwerk, Fachkräftenachwuchs und Innovation. „Das Handwerk bleibt ein Berufsfeld mit Zukunft. Künstliche Intelligenz kann vieles, aber sie wird Kreativität, Fingerspitzengefühl
und das Verständnis für Materialien nie ersetzen“, unterstrich lvh-Direktor Walter Pöhl in seinem Beitrag. Ein besonderes Highlight war die 30-jährige Erfolgsgeschichte der Luis Trenker GmbH, präsentiert von Michi Klemera, Managing Director des Modeunternehmens. Anschließend folgte eine Podiumsdiskussion mit Vertreter/innen aus verschiedenen Textilberufen, darunter Maßschneiderin Greta Ballerini, Textilreiniger-Obmann Martin Silbernagl, Tapezierer-Raumausstatter Christian Prinoth sowie Klaus Dander vom lvh-Patronat. Die Tagung zeigte erneut, wie vielfältig, zukunftsorientiert und voller Leidenschaft das Textilhandwerk ist.
Rette, was auf dem Teller bleibt NAHRUNGSMITTEL: WIE KÖNNEN SÜDTIROLS LEBENSMITTELABFÄLLE SPÜRBAR REDUZIERT WERDEN? DIESE FRAGE STAND IM MITTELPUNKT DES JÜNGSTEN TREFFENS DES KOORDINIERUNGSTISCHES UND FACHBEIRATES GEGEN LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG. Landesrätin Rosmarie Pamer lud kürzlich Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft ins Landhaus 12 nach Bozen ein. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, wirksame Maßnahmen zur Reduktion von Lebensmittelabfällen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu entwickeln und umzusetzen. Ein zentraler Punkt des Treffens war die Vorstellung eines Erhebungstools der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), das künftig auch in Südtirol zur Anwendung kommen soll. Ziel ist eine systematische Datenerfassung, um das tatsächliche Ausmaß der Le-
bensmittelverschwendung zu messen und in Zukunft vergleichen zu können. Aktiv vertreten war auch die lvh-Berufsgruppe Nahrungsmittel, die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen einsetzt. „Lebensmittel sind das Ergebnis harter und nachhaltiger Arbeit – vor allem für uns Handwerker“, betonte Klaus Kofler, Obmann der Berufsgruppe Nahrungsmittel im lvh. „Für uns im Handwerk ist Nachhaltigkeit kein Schlagwort, sondern gelebte Verantwortung. Daher bringen wir uns gerne in diese Arbeitsgruppe ein und tragen unsere Erfahrungen aus der Praxis bei.“
Im Bild: Landesrätin Pamer mit einigen Teilnehmenden des Koordinierungstisches © lvh.apa
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Neues Konzept für Bozner Schlachthof METZGER/INNEN: OBMANN KLAUS KOFLER UND LVH-VIZEPRÄSIDENT HANNES MUSSAK TRAFEN KÜRZLICH LANDESRAT GALATEO. Die Aussprache zwischen der Berufsgemeinschaft, vertreten durch Obmann Klaus Kofler und lvh-Vizepräsident Hannes Mussak mit Landeshauptmannstellvertreter Marco Galateo verlief konstruktiv: Politik und Handwerk wollen beim neuen landesweiten Konzept für Schlachtbetriebe eng zusammenarbeiten. Anlass war die Genehmigung des Beschlussantrags Nr. 263/2025, der die Ausarbeitung eines solchen Konzepts innerhalb von sechs Monaten vorsieht. Im Fokus steht die Sanierung des Schlachthofs in Bozen und die Ausschreibung für einen neuen Betreiber. „Wir wollen beim neuen landesweiten Konzept eingebunden werden – schließlich sind fast alle Schlachthofbetreiber Mitglieder im lvh“, betonte Obmann Klaus Kofler beim Treffen. Auch lvh-Vizepräsident Mussak unterstrich die Bedeutung einer gemeinsamen Strategie: „Das Metzgerhandwerk ist ein zentraler Bestandteil der regionalen Wertschöpfung. Nur wenn Betriebe Planungssicherheit haben, können sie
Im Bild (v.l.n.r.): lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, Landesrat Marco Galateo und Obmann Klaus Kofler © lvh.apa
in Qualität, Tierwohl und Nachhaltigkeit investieren.“ Die Landesregierung stärkt das Metzgerhandwerk auch im Bildungsbereich: Mit der offiziellen Genehmigung der neuen Bildungsordnung und des Lehrabschlussprüfungsprogramms wird eine moderne und praxisnahe Ausbildung für junge Fachkräfte sichergestellt.
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Rückblick auf ein starkes Jahr BEZIRK UNTERPUSTERTAL/GADERTAL UND OBERPUSTERTAL: GEMEINSAME BEZIRKSVERSAMMLUNG ZEIGT VIELE FUNKTIONÄRINNEN UND FUNKTIONÄRE AN.
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Davide Complojer, Bezirksobmann des Unterpustertals und Gadertals, dankte zu Beginn allen gewählten Vertreterinnen und Vertretern aus den beiden Bezirken – insgesamt 32 Personen, die sich bei den Gemeindewahlen erfolgreich engagiert haben. In seinem Rückblick erinnerte er an ein ereignisreiches Jahr mit zahlreichen Initiativen, darunter der Generation H Aperitif mit drei goldenen Ehrungen, die KidsAcademy in Bruneck mit über 50 teilnehmenden Kindern sowie das große Familienprojekt „Abenteuer Handwerk“. lvh-Präsident Martin Haller lobte die starke Aktivität der Bezirke: „Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig der Zusammenhalt und die gemeinsame Stimme des Handwerks sind.“ lvh-Vizepräsident Hannes Mussak verwies auf die Bedeutung der Jugendförderung – von der Aktion „Zukunft in deiner Hand“ über 2Handwerk trifft Schule2 bis hin zu den Tagen der offenen Tür in den Berufsschulen. lvh-Direktor Walter Pöhl wiederum lenkte den Blick auf die interne Weiterentwicklung des Verbands: den Ausbau der Bezirksbüros, Investitionen in
Frischer Wind BEZIRK UNTERPUSTERTAL/ GADERTAL: JUNGHANDWERKER/INNEN GRÜNDEN BEZIRKSGRUPPE. Davide Complojer, lvh-Bezirksobmann vom Unterpustertal/Gadertal, Priska Reichhalter, die Landesobfrau der Junghandwerker/innen und Patrick Gampenrieder, der Vizelandesobmann freuten sich über die Grüdung der Bezirksgruppe der Junghandwerker/innen Unterpustertal/ Gadertal. Im Mittelpunkt stand David Zimmerhofer, der Bezirksobmann der neuen Gruppe: Mir ist wichtig, dass wir als Junghandwerker/innen zusammenhalten, Ideen einbringen und zeigen, wie viel Energie im Handwerk steckt“, erklärte Zimmerhofer enthusiastisch. Der lvh wünscht der neuen Gruppe viel Erfolg! Die Teilnehmenden bei der Gruppengründung © lvh.apa
Im Bild (v.l.n.r.): Walter Pöhl (lvh-Direktor), Robert Alexander Steger (Präsident der Bezirksgemeinschaft Pustertal), Hannes Mussak (lvh-Vizepräsident), Ester Demetz (lvh-Büroleiterin Berufe und Bezirke), Davide Complojer (lvh-Ortsobmann Unterpustertal/Gadertal), Martin Haller (lvh-Präsident) und Felix Nagler (Bürgermeister Wengen) © Reinhard Wenger
Digitalisierung, Weiterbildung und moderne Kommunikation. Mit großem Applaus wurde Isidoro Clara für seine drei Amtsperioden als Ortsobmann in St. Martin in Thurn mit der goldenen Ehrennadel des lvh ausgezeichnet. Als Ehrengast sprach Robert Alexander Steger, Präsident der Bezirksgemeinschaft, über die Bedeutung des Handwerks für die regionale Entwicklung: „Das Handwerk hält unsere Gemeinden lebendig und ist Motor für Innovation und Beschäftigung.“ Auch Felix Nagler, Handwerker, Bürgermeister und Vizepräsident des Gemeindenverbands, unterstrich in seinen Grußworten den hohen Stellenwert der handwerklichen Berufe für Südtirols Wirtschaft. Die Bezirksversammlung endete mit einem klaren Signal: Das Handwerk in den Bezirken steht geschlossen hinter seinen Betrieben.
Wichtiges Zeichen BEZIRK BURGGRAFENAMT: ERFOLGREICHE PREMIERE DES 1. FÖRDERPREISES JUNGES HANDWERK IN LANA. Insgesamt zehn junge Handwerkerinnen und Handwerker hatten sich für den Förderpreis „Junges Handwerk Lana“ angemeldet und mit handwerklicher Qualität, Innovationsgeist und Leidenschaft überzeugt. Ziel der Initiative war es, dem jungen Handwerk in Lana eine Bühne zu bieten und dessen Bedeutung für die lokale Wirtschaft und Gesellschaft hervorzuheben. Die Vertreter/innen der Partnerorganisationen – Bürgermeister Helmut Taber (Marktgemeinde Lana), Obmann Harald Werth (Raiffeisen Lana) sowie lvh-Ortsobfrau Renate Husnelder (Handwerk Lana) – zogen ein durchwegs positives Fazit. Im Bild (v.l.n.r): Florian Kaserer (Direktor RK Lana), Harald Werth (Obmann RK Lana), Manuel Mairhofer (3. Platz), Franz Bräuning (1. Platz), Bianca Günter (2. Platz), Renate Husnelder (lvh-Ortsobfrau Handwerk Lana), Helmut Taber (Bürgermeister Lana), Jürgen Zöggeler (Referent), Priska Reichhalter (Landesobfrau Junghandwerker/innen im lvh) © Raiffeisen Lana
BEZIRKE
Gassltörggelen BEZIRK KLAUSEN: 20-JÄHRIGES JUBILÄUM: HANDWERK MITTENDRIN BEIM FESTUMZUG. Das Gassltörggelen in Klausen fand heuer zum 20. Mal statt und verwandelte die Altstadt erneut in ein buntes Zentrum voller Musik, Tradition und Genuss. Ein Höhepunkt des dreitägigen Festes war wie jedes Jahr der große Festumzug. Mit dabei war auch heuer wieder die lvh-Ortsgruppe Klausen, die seit vielen Jahren fester Bestandteil des Umzugs ist. Mit einem Festwagen und einer Vespa-Gruppe präsentierten die Handwerkerinnen und Handwerker die Vielfalt und den Gemeinschaftssinn des lokalen Handwerks. „Das Gassltörggelen ist für uns mehr als ein Volksfest – es ist ein Stück Identität“, betonten die Mitglieder der Ortsgruppe. „Hier zeigen wir, dass Handwerk in Klausen lebendig ist, zusammenhält und Tradition Der Festwagen mit Mitgliedern der lvh-Ortsgruppe © lvh-Ortsgruppe Klausen mit Freude weiterträgt.“
„Sarnar Kirchte“ BEZIRK BOZEN LAND: HANDWERK MITTEN IM FESTGESCHEHEN – LVH-ORTSGRUPPE BEIM SARNER KIRCHTAG. Beim diesjährigen „Sarnar Kirchte“ (Sarner Kirchtag) – dem traditionellen Höhepunkt im Sarntaler Veranstaltungskalender – zeigte sich auch die lvh-Ortsgruppe Sarntal wieder von ihrer besten Seite. Beim großen Festumzug, der von der Fest- Der Festwagen der lvh-Ortsgruppe messe in St. Zyprian bis zum © lvh-Ortsgruppe Sarntal Marktplatz führte, präsentierten sich die Handwerkerinnen und Handwerker stolz mit einem liebevoll geschmückten Wagen und sorgten für Begeisterung entlang der Straßen. Der Kirchtag vereint Musik, Brauchtum und Gemeinschaft – und das Handwerk ist dabei fester Bestandteil. „Der Sarnar Kirchte ist ein Stück gelebte Tradition, und wir Handwerker/innen tragen unseren Teil dazu bei“, 11|2025 betonte die Ortsgruppe.
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Wirtschaftstisch Bozen: Stadt und lvh im Dialog BEZIRK BOZEN STADT: BEIM JÜNGSTEN WIRTSCHAFTSTISCH BOZEN STANDEN ZENTRALE THEMEN DER STÄDTISCHEN ENTWICKLUNG IM FOKUS: RAUMORDNUNG, MOBILITÄT, STADTBILD UND WIRTSCHAFTLICHE PERSPEKTIVEN. Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft diskutierten mit Bürgermeister Claudio Corrarati über Strategien, um Bozen als dynamischen Wirtschafts- und Lebensraum zu stärken. Der lvh, vertreten durch Vizepräsident Hannes Mussak, Direktor Walter Pöhl und Ester Demetz, Leiterin der lvh-Abteilung Bezirke udn Berufe, präsentierte konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Handwerksbetriebe und lokale Unternehmen. Ein zentrales Anliegen war der Mangel an Produktions- und Wohnflächen. Eine interne Umfrage unter Mitgliedsbetrieben hatte gezeigt, dass besonders kleine und mittlere Unternehmen unter Platzmangel leiden. Auch die Verkehrssituation wurde kritisch beleuchtet. Der Verband schlug vor, den Abschnitt der A22 zwischen Bozen Nord und Neumarkt vorübergehend mautfrei zu stellen, um den innerstädtischen Verkehr zu entlasten. Schließlich schlug der Verband die Einführung von Förderbeiträgen manufakt
zur Unterstützung neuer Handwerksbetriebe in der Landeshauptstadt vor. Der lvh bekräftigte seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Nur durch einen kontinuierlichen und lösungsorientierten Dialog zwischen Institutionen und Wirtschaft könne eine nachhaltige Entwicklung Bozens gelingen.
Die Teilnehmenden des Wirtschaftstisches © Gemeinde Bozen
FRAUEN & JUNGES HANDWERK DIE GRUPPEN IM LVH: Frauen und Junghandwerker/innen: Ihre Initiativen, Projekte, Unternehmungen und ihr Einsatz für das Handwerk.
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Handwerk trifft Handwerk: Junge Köpfe, frische Ideen JUNGHANDWERKER/INNEN: KÜRZLICH WAR EINE DELEGATION DER HANDWERKSJUNIOREN DEUTSCHLANDS ZU GAST BEI DEN JUNGHANDWERKER/INNEN IM LVH. ZIEL DES TREFFENS WAR ES, ERFAHRUNGEN ZU TEILEN UND GEMEINSAME PERSPEKTIVEN ZU ENTWICKELN. Priska Reichhalter, die Landesobfrau der Junghandwerker/innen und Vizeobmann Patrick Gampenrieder begrüßten die Gäste und stellten die Arbeit, Struktur und Ziele des lvh vor. Im Anschluss präsentierten die
Die Teilnehmenden © lvh.apa
Handwerksjunioren Deutschlands ihre Organisation und ihre Aktivitäten. Im Mittelpunkt stand das Südtiroler Handwerk in seiner Vielfalt. Im Sarntal wurden mehrere Traditionsbetriebe besucht – darunter die Drechslerei Fritz, die Sarner Goldschmiede, die Wollmanufaktur Unterweger, die Bildhauerei Runggaldier Isak und die Sarner Federkielstickerei. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Unternehmens Sarner Holz, wo die Gruppe sich über nachhaltige Holzverarbeitung austauschte. Anschließend führte die Reise mit der Rittner Seilbahn nach Oberbozen, wo der Tag beim traditionellen Törggelen im Lobishof gesellig ausklang – mit Südtiroler Spezialitäten, Wein und viel Gelegenheit zum Netzwerken. Die Begegnung machte deutlich, dass Handwerk nicht nur regionale Identität, sondern auch internationale Verbundenheit bedeutet. „Solche Treffen zeigen, wie stark das Handwerk über Grenzen hinweg zusammenhält“, betonte Priska Reichhalter. Der Austausch soll keine einmalige Aktion bleiben – vielmehr ist er der Startschuss für eine langfristige Zusammenarbeit.
FRAUEN & JUNGES HANDWERK
Geldanlage ist (k)ein Thema FRAUEN IM HANDWERK: IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER SÜDTIROLER VOLKSBANK HABEN DIE FRAUEN IM HANDWERK EINEN VORTRAG ORGANISIERT. DAS INTERESSE DER WEIBLICHEN UNTERNEHMERINNEN WAR GROSS. Zu Beginn der Veranstaltung erklärte Mariano Paris, Leiter der Unternehmenskommunikation und des Marketings in der Volksbank: „Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit dem lvh zu vertiefen und gemeinsam Themen aufzugreifen, die für Unternehmerinnen und Unternehmer von praktischem Nutzen sind.“ Unter dem Im Bild (von links): Mariano Paris, Petra Holzer und Laura Oberbörsch © lvh.apa
Leitgedanken „richtige Entscheidungen bei Geldanlagen zu treffen“ stand der Informationsabend der Frauen im Handwerk im lvh in Kooperation mit der Südtiroler Volksbank. Über 40 interessierte Unternehmerinnen und Handwerkerinnen folgten der Einladung. lvh-Frauenchefin Petra Holzer betonte: „Finanzielle Unabhängigkeit und entsprechende Kompetenzen sind für Frauen enorm wichtig. Jede Frau sollte sich mit den eigenen Finanzen auseinandersetzen, um bewusst und autonom Entscheidungen treffen zu können.“ Sie dankte der Volksbank für die wertvolle Partnerschaft und die Organisation der Fachreferentin. Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Laura Oberbörsch, Portfolio Director Multi Asset bei der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch Ag und Expertin für Finanzplanung und Vermögensaufbau. Sie erläuterte, was die Kapitalmärkte bewegt, und gab praxisnahe Tipps zur Geldanlage. Bei entsprechendem Interesse wird es weitere Informationsabende geben.
ALS QUEREINSTEIGERIN ANS ZIEL
QuereinsteigerIn Dagmar Krapf Was hast du ursprünglich beruflich gemacht? Nach der Matura am Wissenschaftlichen Lyzeum in Brixen studierte ich Architektur in Innsbruck, arbeitete in Architekturbüros und plante Innenräume für unsere Tischlerei – eine Leidenschaft, die mich seit meiner Jugend begleitet. Was hat dich dazu bewogen in den Betrieb einzusteigen? Die Begeisterung zur Gestaltung von Innenräumen und die Möglichkeit dies auch konkret in der Tischlerei bewirken zu können, war ein großer Reiz und Ansporn. Auch die Möglichkeit Planungen für Kunden direkt Im Familienbetrieb bedienen und umsetzen zu können, begeisterte mich. Dadurch steigerte sich die aktive Projektarbeit im Betrieb ständig und bewirkte 2013 den Einstieg in die Geschäftsleitung. manufakt
Dagmar Krapf, Tischlerei Krapf Gottfried GmbH © Dagmar Krapf
Wie sehr hat sich dein Leben durch diese Entscheidung verändert? Ich bin im elterlichen Betrieb aufgewachsen und mit dem Handwerk groß geworden. Die größte Veränderung war für mich, Verantwortung für den Betrieb, die Mitarbeitenden und die Zukunft zu übernehmen. Was hast du im neuen Beruf über dich selbst gelernt? Auch ohne formale Tischlerausbildung kenne ich die Arbeitsabläufe genau und kann Qualität und Ausführung beurteilen. Zudem habe ich gelernt, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und flexibel auf die Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden, sowie Mitarbeitenden einzugehen.
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WIRTSCHAFT & POLITIK HANDWERK BESTIMMT MIT: Auf lokaler, nationaler und auch internationaler politischer und wirtschaftlicher Ebene hat das Handwerk eine wichtige Stimme.
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Weniger Bürokratie – mehr Ausbildung LVH UND ARBEITSINSPEKTORAT ERZIELEN GEMEINSAMEN ERFOLG: DIE EINSTELLUNG MINDERJÄHRIGER LEHRLINGE WIRD EINFACHER – EIN SCHRITT, DER BETRIEBE UND JUNGE MENSCHEN ENTLASTET. Während der Zugang zu Betriebs- und Sommerpraktika im Handwerk in den letzten Jahren laufend erweitert wurde – zuletzt mit der Möglichkeit, schulisch begleitete Betriebspraktika ab 14 Jahren und Sommerpraktika ab 15 Jahren zu absolvieren –, war die bürokratische Abwicklung rund um die Genehmigung für die Beschäftigung Minderjähriger bislang oft ein Hindernis.
VEREINFACHUNG IM SINNE DER BETRIEBE
Bislang mussten Handwerksbetriebe für jede minderjährige Person, die im Rahmen einer Ausbildung mitarbeiten wollte, ein umfangreiches Formular ausfüllen. Dieses wurde nun deutlich vereinfacht und nutzerfreundlicher gestaltet. Dank eines neuen, klar strukturierten Formulars, das über die Plattform „myCIVIS.bz.it“ abrufbar ist, können Betriebe den Antrag nun schneller einreichen. Zusätzlich steht ein leicht verständliches Tutorial zur Verfügung, das Schritt für Schritt durch die Beantragung führt. „Das neue Formular schafft Klarheit und ist für die Be-
triebe einfach handhabbar. Zugleich bleibt die Sicherheit der Jugendlichen gewahrt“, betont Amtsdirektorin Petra Piffer vom Arbeitsinspektorat, die sich für den offenen Dialog mit dem lvh bedankt. „Wir sparen den Betrieben Zeit und Bürokratie – gleichzeitig sorgen wir für Rechtssicherheit“, betont auch lvh-Präsident Martin Haller. „Das ist ein wichtiger Beitrag, um die praktische Ausbildung im Handwerk zu stärken und jungen Menschen den Einstieg in ihren Wunschberuf zu erleichtern.“ lvh-Direktor Walter Pöhl unterstreicht die Bedeutung der Neuerung: „Die Vereinfachung ist ein entscheidender Schritt, um den Zugang von Jugendlichen zur Ausbildung zu erleichtern und die Unternehmen bei der Nachwuchsarbeit zu unterstützen. Jeder Abbau unnötiger Hürden hilft unseren Betrieben, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: gute Ausbildung und sichere Arbeitsbedingungen.“
SICHERHEIT BLEIBT OBERSTES GEBOT
Trotz der Vereinfachung bleibt der Schutz minderjähriger Praktikantinnen und Praktikanten im Mittelpunkt. Das Gesetz Nr. 977/1967 schreibt vor, dass Jugendliche
WIRTSCHAFT & POLITIK
UNTERSTÜTZUNG UND BERATUNG FÜR BETRIEBE
Im Bild (v.l.n.r.): Hannes Mussak, Walter Pöhl und Martin Haller © Harald Wisthaler
grundsätzlich keine gefährlichen Tätigkeiten ausüben dürfen. Eine Ausnahme ist nur möglich, wenn diese Tätigkeiten für die Ausbildung zwingend erforderlich sind – und unter klar definierten Sicherheitsauflagen stattfinden. Dazu gehören unter anderem die Pflicht zur Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen, die Reduktion von Gefahren auf ein Minimum sowie die enge Betreuung durch geschulte Tutorinnen und Tutoren. Die Genehmigung wird nach Einholung des arbeitsmedizinischen Gutachtens ausgestellt und enthält berufsbildspezifische Bedingungen, um eine qualitativ hochwertige und zugleich sichere Ausbildung zu gewährleisten.
PRAKTIKA ALS TÜRÖFFNER FÜR DAS HANDWERK
Die bürokratische Entlastung reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen der lvh den Zugang junger Menschen zum Handwerk erleichtern will. Seit Frühjahr 2025 können Schülerinnen und Schüler bereits ab 14 Jahren ein schulisch begleitetes Betriebspraktikum absolvieren, um frühzeitig handwerkliche Berufsfelder kennenzulernen. Ab 15 Jahren sind zudem Sommerpraktika möglich, die zwei Wochen bis drei Monate dauern und praktische Erfahrungen im Betrieb bieten. „Je früher Jugendliche reale Einblicke in die Arbeitswelt bekommen, desto besser gelingt die Berufsorientierung“, erklärt lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, der sich seit Jahren für die Erweiterung der Praktikumsmöglichkeiten starkmacht. manufakt
Der lvh begleitet Betriebe bei allen Fragen rund um Praktika und die Beschäftigung von Jugendlichen. Auf der Website „www.lvh.it/ausbildung“ finden Handwerksbetriebe praxisnahe Leitfäden, Checklisten und Kontaktpersonen. So können sie sich informieren, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, welche Sicherheitsauflagen gelten und wie sie ihre Praktikantinnen und Praktikanten bestmöglich betreuen. Dazu zählen auch Informationen zur Zusatzgenehmigung für minderjährige Praktikantinnen und Praktikanten, die nun digital beantragt werden kann. Für Rückfragen stehen die Expertinnen und Experten des lvh in den Bereichen Arbeitsrecht, Arbeitssicherheit und Ausbildung zur Verfügung.
EIN SCHRITT IN DIE ZUKUNFT
Mit der neuen Zusatzgenehmigung, den erweiterten Praktikumsmöglichkeiten und der konsequenten Entlastung der Betriebe setzt der lvh ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte Bildungs- und Ausbildungspolitik. „Wir müssen jungen Menschen den Weg ins Handwerk so einfach und attraktiv wie möglich machen“, resümiert lvh-Präsident Martin Haller. „Denn wer heute Jugendlichen Chancen gibt, sich auszuprobieren und zu wachsen, legt den Grundstein für die Fachkräfte von morgen.“
Bürokratieabbau bringt Vorteile für Betriebe und Lehrlinge © lvh.apa
43 11|2025
WIRTSCHAFT & POLITIK
Reden wir drüber! WIE KANN DAS HANDWERK AKTIV ZUR ENTWICKLUNG VON SÜDTIROLS GEMEINDEN BEITRA� GEN? DIESE FRAGE STAND IM MITTELPUNKT ZWEIER JÜNGSTE STATTGEFUNDENEN GESPRÄ� CHE, ZWISCHEN DEM LVH UND DEN BÜRGERMEISTERN VON STERZING UND ULTEN.
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Beim Austausch mit Bürgermeister Peter Volgger in Sterzing betonte die lvh-Spitze die zentrale Rolle des Handwerks für die städtische Entwicklung. Ein Schwerpunkt lag auf der Verbesserung der Wohnqualität in Gewerbegebieten. Gemeinsam sollen Lösungen für zeitgemäße Dienstwohnungen entwickelt werden, die sowohl den Bedürfnissen der Betriebe als auch der Mitarbeitenden gerecht werden. Außerdem soll das Handwerk stärker ins Stadtleben eingebunden werden, um durch kurze Wege Synergien für alle zu schaffen. Auch im Ultental fand ein intensiver Dialog zwischen der lvh-Führung und Bürgermeister Stefan Schwarz statt. Dabei wurde die Bedeutung des Handwerks für die wirtschaftliche Entwicklung des Tales hervorgehoben. Die Gemeinde unterstützt die Ansiedlung neuer Handwerksbetriebe aktiv, stellt geeignete Flächen zur Verfügung und arbeitet mit dem Verband an langfristigen Standortstrategien. Auch die Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Tourismus soll verbessert werden.
GEMEINSAM FÜR STARKE GEMEINDEN
Beide Treffen machten deutlich: Das Handwerk ist ein zentraler Partner für die nachhaltige Entwicklung von Südtirols Gemeinden. Es schafft Arbeitsplätze, sichert regionale Kreisläufe und trägt wesentlich zur Lebensqualität bei. Mit Initiativen wie diesen setzt der lvh ein starkes Zeichen für Dialog, Kooperation und Zukunftsorientierung. Austausch in Sterzing © lvh.apa
Austausch im Ultental © lvh.apa
SANIBAU – der Fonds für Bauleute DER LVH ERINNERT SEINE MITGLIEDSBETRIEBE IM BAUGEWERBE DARAN, IHRE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER ÜBER DEN LOKALEN GESUNDHEITSFONDS SANIBAU ZU INFORMIEREN UND ZUR EINSCHREIBUNG ZU MOTIVIEREN.
SANIBAU der Gesundheitsfonds für das Baugewerbe © Hannes Niederkofler
Der im Jahr 2024 gegründete Fonds ist eine regionale Alternative zum nationalen Sanedil, verursacht keine zusätzlichen Kosten für die Betriebe und wird wie bisher über die Bauarbeiterkasse Bozen abgewickelt. Im Gegensatz zum zentralistisch verwalteten Sanedil wird SANIBAU lokal und zweisprachig geführt, was eine einfache, transparente und bürgernahe Abwicklung ermöglicht. Schon im ersten Jahr haben sich über 6.000 Mitglieder eingeschrieben – ein Zeichen für das große Vertrauen in das Modell. Besonders hervorzuheben ist die hohe Rückerstattungsquote von mehr als 80 Prozent der eingezahlten Beiträge, während beim
nationalen Fonds nur rund 20 Prozent zurückfließen. SANIBAU bietet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gleichwertige oder bessere Leistungen bei freier Arztwahl und wird für viele Unternehmen auch zu einem wertvollen Instrument zur Mitarbeiterbindung. Die Anmeldung erfolgt freiwillig und unkompliziert: Das Beitrittsformular kann direkt von den Beschäftigten oder über den Betrieb an die Bauarbeiterkasse Bozen übermittelt werden, alternativ auch durch den Arbeitsberater / die Arbeitsberaterin. Individuelle Beratung und Unterstützung gibt die lvh-Abteilung Personalentwicklung und Sozialpartnerschaft: Tel. 0471 323279.
POLITIK & WIRTSCHAFT
Werbesteuer in Südtirol LVH BEGRÜSST ANGEKÜNDIGTE VERBESSERUNGEN BEZÜGLICH BÜRO� KRATIEABBAU UND ENTLASTUNGEN. Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) zeigt sich erfreut über die vom Senat angekündigten direkten Verbesserungen im Bereich der Werbesteuer. Besonders positiv bewertet der Verband die geplante Befreiung bestimmter Werbemaßnahmen von der Steuerpflicht, was für zahlreiche Handwerksbetriebe eine spürbare Erleichterung bedeuten wird. Die Werbesteuer ist in Italien eine kommunale Abgabe, die für die Nutzung öffentlicher Flächen oder das Anbringen von Werbeanlagen – etwa Firmenschilder, Plakate oder Werbung an Baustellen – erhoben wird. Gerade für kleinere Betriebe führte diese Abgabe in der Vergangenheit zu erheblichem Verwaltungsaufwand und teils unverhältnismäßigen Kosten. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass nun ein erster konkreter Schritt in Richtung Vereinfachung und Entlastung erfolgt“, betont lvh-Präsident Martin Haller. „Die angekündigte Befreiung ist ein wichtiges Signal an die Betriebe und ein Beitrag, um Bürokratie abzubauen und unternehmerische Tätigkeit zu erleichtern.“ Viele Handwerksbetriebe haben sich seit Jahren über die unübersichtlichen Regelungen und die teils unterschiedlichen Auslegungen in den Gemeinden beklagt. Dass nun eine Vereinheitlichung und Befreiung vorgesehen ist, ist ein längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung. Der lvh hatte das Thema bereits mehrfach auf Landes- und Gemeindeebene eingebracht und wird den Prozess weiterhin konstruktiv begleiten. „Wir werden uns auch künftig dafür einsetzen, dass der Bürokratieabbau im Interesse der Betriebe konsequent fortgesetzt wird. Großer Dank gilt Senator Meinrad Durnwalder für die konstruktive Zusammenarbeit und das Einbringen der Gesetzesänderung“, so Haller abschließend. manufakt
Im Gespräch mit... Petra Piffer Direktorin des Arbeitsinspektorats 01 Welche Vorteile bringt die neue, vereinfachte Genehmigung zur Anstellung Minderjähriger mit sich? Die neue, präzisere Formulierung schafft Klarheit darüber, welche gefährlichen Tätigkeiten Minderjährige nicht ausüben dürfen. Das erleichtert Betrieben und Jugendlichen das Verständnis der Vorgaben und führt zu mehr Rechtssicherheit sowie einem höheren Schutzniveau.
02 Ist eine weitere Digitalisierung von Formularen des Arbeitsinspektorates geplant? Ja. Wir arbeiten derzeit am Verfahren zur Genehmigung der Videoüberwachung. Noch heuer vereinfachen wir die bestehende Prozedur, im kommenden Jahr folgt die vollständige Digitalisierung, die ein komplett online abgewickeltes Verfahren ermöglichen wird.
03 Welche Schwerpunkte setzt das Arbeitsinspektorat in nächster Zeit? Wir wollen Verwaltungsabläufe weiter vereinfachen und für klare, nachvollziehbare Prozesse sorgen. Gleichzeitig setzen wir auf verstärkte Präventionskampagnen auch in Zusammenarbeit mit den Arbeitgeberverbänden, um durch Wissenstransfer, Transparenz und wirksame Kontrollmechanismen den Schutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz nachhaltig zu stärken.
45 11|2025
HANDWERK & GESELLSCHAFT ARBEIT ALLEIN BESTIMMT NICHT DAS LEBEN: Geselliges Beisammensein und gute Unterhaltung werden im Handwerk groß geschrieben.
Südtiroler Meisterempfang KÜRZLICH FAND IN DER HANDELSKAMMER BOZEN DER 10. MEISTEREMPFANG DES SÜDTIRO� LER MEISTERBUNDES STATT. IM ZUGE DES EVENTS WURDEN 19 MEISTERINNEN UND MEISTER AUSGEZEICHNET, DIE SEIT ÜBER 30 JAHREN IM BESITZ DES MEISTERBRIEFES SIND.
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Eindruck der Veranstaltung © Alan Bianchi
Obermeister Horst Pichler bei seiner Ansprache © Alan Bianchi
Im Bild (von links): Maria Stella Falcomatà (Vizeobermeisterin) und Priska Reichhalter (Landesobfrau der Junghandwerker/ innen im lvh) © Alan Bianchi
Obermeister Horst Pichler betonte in seinen Grußworten: „Südtiroler Meisterinnen und Meister stehen für Qualität und fachliche Kompetenz. Sie garantieren eine qualitativ hochwertige Arbeit und Dienstleistung.“ Landesrat Philipp Achammer hob das Engagement und die langjährige Treue der Meisterinnen und Meister zu ihrem Beruf hervor. Anschließend überreichte Obermeister Horst Pichler gemeinsam mit Landesrat Philipp Achammer und dem Generalsekretär der Handelskammer Bozen, Alfred Aberer, die Auszeichnungen. Für den 30-jährigen Besitz des Meisterbriefes geehrt wurden Alois Ausserer, Martin Biasion, Carlo Bonaventura, Hubert Felderer, Karin Fössinger, Alexander Gruber, Michael Gruber, Andreas Hofer, Georg Marschall, Patrizia Merlante, Erich Obkircher, Helmuth Profanter, Markus Psenner, Gerhard Resch, Alois Schötzer, Horst Thaler, Renato Tozzi, Hartmann Weinreich und Christof Weissteiner. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde Stella Falcomatà zum erhaltenen Verdienstkreuz des Landes Tirol gratuliert.
Die ausgezeichneten Meister/innen © Alan Bianchi
HANDWERK & GESELLSCHAFT
Tag des Handwerks 2025 DIE ALLJÄHRLICHE VERANSTALTUNG FAND KÜRZLICH IN BOZEN, UNTER DEM MOTTO „WACHSEN UM JEDEN PREIS?“ STATT UND STAND IM ZEICHEN VON QUALITÄT, VERANTWORTUNG UND ZUKUNFT. lvh-Präsident Martin Haller eröffnete die Veranstaltung mit einem eindringlichen Appell an Selbstbewusstsein und Verantwortung: „Das Handwerk steht für Beständigkeit, Qualität und Verlässlichkeit. Wir müssen nicht um jeden Preis wachsen, sondern unser Fundament festigen, indem wir die Werte leben, die uns ausmachen.“ In einer Videobotschaft hob Landeshauptmann Arno Kompatscher die zentrale Rolle der Handwerkerinnen für Gesellschaft und Wirtschaft hervor. Auch Landeshauptmann-Stellvertreter und Wirtschaftslandesrat Marco Galateo würdigte den Beitrag der kleinen Betriebe zur heimischen Wirtschaft. Im ersten Programmpunkt kamen Vertreter aus Bayern, Tirol und Südtirol zu Wort. Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Jirka, Spartenvertreter für Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Tirol, und lvh-Vizepräsident Hannes Mussak beleuchteten die aktuellen Chancen und Herausforderungen des Handwerks zwischen Wettbewerbsdruck und gesellschaftlicher Wertschätzung. Der Schweizer Ökonom Prof. Mathias Binswanger, plädierte für neue Formen nachhaltigen Wirtschaftens: „In Im Bild (v.l.n.r.): Franz Jirka (Spartenvertreter für Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Tirol), Franz Xaver Peteranderl (Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern), Hannes Mussak (lvh-Vizepräsident) und Moderatorin Verena Pliger © evvvolution
Im Bild (v.l.n.r.): Tania Marcadella (Marcadella Tania), Sara Perathoner (Da Toni KG), Thaddäus Mader (Mader GmbH), Jessica Schwienbacher (Schwienbacher Erdbewegungen GmbH) und Verena Pliger © evvvolution
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Im Bild: Martin Haller während seiner Rede © evvvolution
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Im Bild (v.l.n.r.): Hannes Mussak (lvh-Vizepräsident), Angelika Wiedmer (lvh-Vorstand), Priska Reichhalter (Landesobfrau der Junghandwerker/innen im lvh), Johanna Santa Falser (lvh-Vorstand), Franz Xaver Peteranderl (Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern), Daniela Bortolon (Vizelandesobfrau der Frauen im Handwerk), Martin Haller (lvh-Präsident), Jasmin Fischnaller (lvh-Vorstand) und Walter Pöhl (lvh-Direktor) © evvvolution
einer kapitalistischen Wirtschaft ist Wachstum kein Dürfen, sondern ein Müssen. Doch dieser Zwang setzt viele Unternehmen unter Druck – auch jene, die gar nicht expandieren wollen“. In einer lebendigen Gesprächsrunde berichteten anschließend vier Unternehmerinnen und Unternehmer über ihre Wege zwischen Stabilität, Innovation und Teamgeist. Tania Marcadella, Fotografin, Sara Perathoner, Karosserietechnikerin, Jessica Schwienbacher, Geschäftsführerin eines Tiefbauunternehmens und Thaddäus Mader, Geschäftsführer der Mader GmbH. Zum Abschluss zog lvh-Direktor Walter Pöhl ein klares Resümee: „Die Zukunft des Handwerks liegt nicht im schnellen Wachstum, sondern in der qualitativen Weiterentwicklung – im Entfalten jedes einzelnen Betriebes im Einklang mit seinen Werten.“ Bei einem anschließenden Brunch bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit, weiter zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen.
THEMEN IN BEWEGUNG GROSSE THEMEN: Bis Weihnachten ist es nicht mehr lange. In den Handwerksbetrieben laufen die Vorbereitungen auf das große Fest bereits auf Hochtouren.
Weihnachten im Betrieb 48
WENN DAS JAHR ZU ENDE GEHT, BEGINNT IM BETRIEB DIE ZEIT DER STARKEN ZEICHEN. WEIHNACHTEN VERLANGT PLANUNG – NICHT FÜR GLANZ, SONDERN FÜR GESTEN. WIE DIE ZEIT ZWISCHEN BILANZ UND BESINNLICHKEIT ZUR HALTUNG WIRD.
11|2025
Kaum ist Allerheiligen vorüber, beginnt in vielen Betrieben eine Phase, in der die Gedanken langsam, aber unaufhaltsam zum Jahresende wandern. Auch wenn die ersten Lichterketten und Adventsanzeigen im November manchem verfrüht erscheinen mögen, hat diese zeitliche Verschiebung wenig mit Hast zu tun. Wer im Unternehmen eine stimmige Weihnachtszeit gestalten möchte – für Mitarbeitende, Kunden und Partner –, muss früh beginnen. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern um dem Fest Raum für Dank, Gemeinschaft und wichtige Gesten zu geben.
VORWEIHNACHTLICHE BETRIEBSAMKEIT
In vielen Betrieben beginnt die Weihnachtszeit nicht mit Ruhe und Besinnlichkeit, sondern mit einem Höhepunkt an Arbeit. Gerade für Handwerksbetriebe und Dienstleister ist der Dezember eine Hochsaison, in der Aufträge abgeschlossen, Projekte fertiggestellt und Kundenwünsche erfüllt werden wollen. Zwischen Jahresendgeschäft, Termindruck und betrieblichen Verpflichtungen droht jener Raum verloren zu gehen, den Weihnachten eigentlich ein-
Individuelle Geschenkideen aus Leder © Federkielstickerei Thaler Geschenkidee aus Meisterhand: Persönliche Pendeluhren aus Holz © Holzbildhauer Isak Runggaldier
Weihnachten im Betrieb | THEMEN IN BEWEGUNG
fordert – ein Raum für Dankbarkeit, Gemeinschaft und innere Einkehr. Umso wichtiger ist es, diese Phase nicht dem Zufall zu überlassen, sondern bewusst zu gestalten: nicht, um festliche Fassaden zu errichten, sondern um trotz Betriebsamkeit Platz für Haltung und Wertschätzung zu schaffen.
WEIHNACHTEN IM BETRIEB VORBEREITEN
Weihnachten im betrieblichen Kontext ist mehr als ein Termin im Kalender. Es ist ein Moment, in dem sich Unternehmenskultur zeigt – jenseits von Zahlen und Strategien. Genau deshalb lohnt es sich, die festliche Zeit bewusst zu planen. Fünf Handlungsfelder helfen dabei, den Spagat zwischen Organisation und Atmosphäre zu meistern.
FEIER UND GEMEINSCHAFT
Die betriebliche Weihnachtsfeier bildet oft den emotionalen Schlusspunkt eines Geschäftsjahres. Ob in einem Gasthaus, im firmeneigenen Rahmen oder als ungezwungene Zusammenkunft: Der Charakter der Veranstaltung sollte zur Unternehmenskultur passen. Ein rechtzeitiger Termin ist unerlässlich, denn in der Hochsaison sind viele Orte vergeben. Auch inhaltliche Akzente – eine kurze Ansprache, ein Jahresrückblick, eine symbolische Ehrung – tragen dazu bei, dass die Feier nicht nur gesellig, sondern bedeutsam wird.
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Feinstes Edelmetall für Verlobungs- und Eheringe © Sarner Goldschmiede
RAHMEN SETZEN: BUDGET UND ORGANISATION
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Festliche Momente entstehen nicht zufällig. Ein klar definierter organisatorischer Rahmen bewahrt vor Hektik. Dazu gehört ein Budget, das alle Aspekte umfasst: Feier, Dekoration, Geschenke, gegebenenfalls Spenden. Wichtig ist auch eine klare Aufgabenverteilung. So entsteht kein Druck auf Einzelne, und der Ablauf bleibt transparent.
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THEMEN IN BEWEGUNG | Weihnachten im Betrieb
WERTSCHÄTZUNG IM INNEREN: GESCHENKE FÜR MITARBEITENDE
Die Geste des Schenkens im Betrieb folgt keiner Verpflichtung, sondern dem Bedürfnis, Verbundenheit auszudrücken. Persönliche Aufmerksamkeiten – sei es ein regionales Produkt, ein individuell gewählter Gutschein oder ein kleines Symbol mit Bezug zum Jahr – gewinnen durch Haltung, nicht durch Größe. Ein beiliegender Gruß, handschriftlich oder individuell formuliert, verleiht auch schlichten Präsenten Bedeutung. Dabei sollten Betriebe auch auf steuerliche Rahmenbedingungen Acht geben, ohne das Wesentliche zu überlagern.
BEZIEHUNGEN NACH AUSSEN: AN KUNDEN UND PARTNER DENKEN
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Auch im geschäftlichen Umfeld besitzt Weihnachtspost immer noch einen leisen und nachhaltigen Charakter. Ein gut gewähltes Präsent kommuni-
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ziert Respekt und Verlässlichkeit. Wer keine materiellen Geschenke versenden möchte, findet in Spenden oder symbolischen Gesten – etwa Baumpatenschaften, Unterstützung sozialer Initiativen – sinnvolle Alternativen. Entscheidend bleibt der Ton: Persönliche Zeilen wiegen mehr als Logos und Standardfloskel.
KOMMUNIKATION UND JAHRESAUSKLANG
Es ist immer noch eine schöne Tradition, dass Betriebe diese Zeit nutzen, um nach innen und außen ein Wort des Dankes zu sprechen. In Newslettern, Social-Media-Beiträgen oder internen Rückblicken
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Weihnachten im Betrieb | THEMEN IN BEWEGUNG
lässt sich der Ton des Hauses vernehmen. Wer über Erfolge oder Prozesse berichtet, tut gut daran, den Menschen dahinter Anerkennung zu schenken. Ein verhaltener Ausblick auf das kommende Jahr kann Zuversicht vermitteln – ohne Pathos, doch mit Haltung.
NOVEMBER, DER RICHTIGE ZEITPUNKT
Der November ist im betrieblichen Jahreslauf weniger ein Vorgriff auf Weihnachten als vielmehr ein notwendiger Vorlauf. Es geht nicht darum, die festliche Zeit künstlich zu verfrühen, sondern ihr Raum zu geben, damit sie sich echt entfalten kann. Wer früh plant – sei es für eine Weihnachtsfeier, für Jahresgrüße an Kunden oder für besondere Gesten für die Mitarbeitenden – beschleunigt nicht die Zeit, sondern schenkt ihr Tiefe.
EINE FRAGE DER HALTUNG
Denn Festlichkeit ist kein plötzliches Ereignis, das erst am Kalenderdatum entsteht. Sie ist ein Zustand, der dort wächst, wo Organisation auf Aufmerksamkeit
Schlaf-gut-Dose zum Wohlfühlen © drechslereifritz Bestellungen bei: Drechslerei FritzTel. · 0471 623 313 · Mobil: 347 316 77 87 · info@drechslerei-fritz.com · www.drechslerei-fritz.com
trifft: wenn Einladungen mit Bedacht formuliert werden, wenn Wertschätzung spürbar wird, wenn Termine rechtzeitig abgestimmt sind und niemand unter Druck gerät. So wird aus Vorbereitung keine Pflichtübung, sondern ein Zeichen von Fürsorge – für Kolleginnen und Kollegen, für Partnerinnen und Partner und für den gemeinsamen Jahresabschluss. Wer im November beginnt, plant nicht voraus, sondern ermöglicht, dass Gemeinschaft und Dankbarkeit zum Jahresende ihren Platz finden.
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THEMEN IN BEWEGUNG | Weihnachten im Betrieb
Checkliste Weihnachten: So wird Ihr Betriebsfest ein Erfolg!
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1. Weihnachtsfeier & Essen planen > Termin frühzeitig festlegen > Location oder Catering buchen (Restaurants sind schnell ausgebucht) > Rahmenprogramm überlegen: Rede, Spiele, Dankesworte, Ehrungen
4. Präsente für Kunden & Geschäftspartner > Hochwertige, aber neutrale Geschenke (z. B. Feinkost, Kalender, Spenden im Namen) > Versandtermine einplanen (Lieferzeiten!) > Dankesbotschaft mit persönlicher Note
2. Budget & Zuständigkeiten klären > Gesamtbudget definieren (Feier, Geschenke, Spenden) > Aufgaben verteilen: Organisation, Einladungen, Dekoration, Geschenklogistik
5. Kommunikation & Jahresabschluss > Weihnachtsgruß oder Newsletter vorbereiten > Social-Media-Weihnachtspost planen > Interne Botschaft: Rückblick und Ausblick sowie Dank an das Team
3. Geschenke für Mitarbeitende > Einheitliche Aufmerksamkeit (z. B. Gutscheine, Genussbox, Personalisierung) > Steuerliche Grenzen beachten > Persönliche Karte oder Dankeswort hinzufügen, für Wertschätzung
Tipp: Setze einen Zeitplan bis spätestens Mitte November – so bleibt Luft für Nachbestellungen und Feiertagsstress.
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Weihnachten im Betrieb, Produktplatzierung | THEMEN IN BEWEGUNG
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HIGHLIGHT DER KELLEREI MERAN
Das neue Highlight der Kellerei Meran in diesem Herbst und Winter ist der Extra Brut Riserva „72“ metodo classico. Bereits der Name (6 Jahre bzw. 72 Monate auf der Feinhefe gereift) erzählt eine Geschichte von Geduld, Sorgfalt und Hingabe. Der langsame, präzise Reifeprozess bringt einen Schaumwein von vollendeter Eleganz hervor: feinste Mousseux, raffinierte Aromen und eine überraschende Tiefe, getragen von mineralischen und fruchtigen Noten, die die Herkunft aus Südtirol widerspiegeln. Ein wahres Meisterstück!
KONTAKT Kellerei Meran Kellereistraße 9 39020 Marling Tel: 0473 447137 info@kellereimeran.it www.kellereimeran.it
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manufakt
IM BLICK TRENDS: Marktneuheiten, Produktvorstellungen, Betriebsporträts, Public Relation, Werbung
Die Referentinnen/Referenten (v. l.) Walter Holzer, Gerhard Herbst, Ulrike Nicolussi-Leck, Prof. Erwin Rauch, Moderatorin Vicky Rabensteiner und Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol © Raiffeisenverband
Unternehmen der Zukunft NACHHALTIGKEIT IM FOKUS
Rund 100 Unternehmerinnen und Unternehmer folgten Anfang Oktober der Einladung der Raiffeisenkassen Südtirols zum zweiten Impulsabend, der zukunftsorientiertes Wirtschaften in den Mittelpunkt stellte. ART BONUS: MIT DEM ART BONUS KÖNNEN SÜDTIROLER UNVier Referenti/-innen/Referenten aus BanTERNEHMEN DIE KULTURSZENE UNTERSTÜTZEN UND GLEICHkenwesen, Wissenschaft und lokalen UnterZEITIG VON STEUERVORTEILEN PROFITIEREN. nehmen zeigten verschiedene Perspektiven auf, wie Weitsicht und Nachhaltigkeit TransDer Art Bonus bietet Südtiroler Unternehmen die formationsprozesse unterstützen. Möglichkeit, kulturelles Engagement mit steuerliUlrike Nicolussi-Leck von der Raiffeisen Mit dem Art Bonus unterstützen Sie die Kultur in Südtirol chem Vorteil zu verbinden. Der vom italienischen Landesbank betonte die Bedeutung strateund erhalten Sie 65 % Ihrer Spende als Steuergutschrift Kulturministerium eingeführte Art Bonus gewährt gischer Risikoabschätzung und nachhaltiger zurück. eine Steuergutschrift von 65 Prozent auf Spenden, Planung in Unternehmen. die mit der Steuererklärung verrechnet werden – Prof. Erwin Rauch von der Freien Universität Nehmen Sie an der Informationsveranstaltung am verteilt über drei Jahre. So wird ein Teil ohnehin fälBozen stellte Best-Practice-Beispiele zur 19. September um 17:30 Uhr im Trevi-Zentrum liger Abgaben gezielt in die lokale Kultur investiert. Kreislaufwirtschaft vor und erläuterte (Kapuzinerstraße 28, Bozen) teil. Strategien zur Optimierung von MaterialEINFACHE UMSETZUNG und Stoffströmen. Mehr erfahren unter: artbonus.gov.it Eine Spende über den Art Bonus ist unkompliziert: Der Betrag wird über einen Zahlungsweg überBEISPIELHAFTE UNTERNEHMEN wiesen, die Quittung aufbewahrt und die Spende Zwei Südtiroler Unternehmen präsentierim offiziellen Portal registriert – transparent und ten konkrete Umsetzungen: TopHaus zeigte sicher. Auf Wunsch kann der Name des Unterneherfolgreiche Bauwerksbegrünungen und mens öffentlich sichtbar gemacht werden. energieeffiziente Lösungen, während Walter Holzer vom Berghotel Sexten auf die Vorteile Für Kultur spenden und Steuervorteile genießen WARUM MIT ART BONUS SPENDEN kleiner regionaler Kreisläufe im Hotelbetrieb © Art Bonus Mit einer einzigen Geste erzielen Sie eine dreifache hinwies. Der Abend in der Gärtnerei Schullian Wirkung: Sie stärken ihr Image, Sie profitieren von klang mit einem regen Austausch aus. Die Steuervorteilen, die Kultur im Lande wird unterRaiffeisenkassen Südtirols setzen damit ihre stützt. Initiative fort, Firmenkundi/nnen/-kunden Impulse für zukunftsorientiertes WirtschafKULTUR BRAUCHT PARTNERSCHAFT ten zu geben. Die Südtiroler Kulturszene ist ein wertvolles Gut. KONTAKT & INFO Mit dem Art Bonus können Unternehmen zur Bewahrung und Weiterentwicklung dieses kulturellen www.raiffeisen.it Erbes beitragen – und zeigen, dass wirtschaftlicher www.artbonus.gov.it Erfolg und Gemeinwohl kein Widerspruch sind.
Eine Chance für Unternehmen
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Puls-air: Heiztechnik aus Tirol PULS-AIR, NORDTIROL: DIE INNOVATIVE HALLENHEIZUNG HAT EINEN WIRKUNGSGRAD VON BIS ZU 97 PROZENT. DIE PULSIERENDE VERBRENNUNG SENKT HEIZKOSTEN UM BIS ZU 50 PROZENT. SIE WURDE IM FAMILIENBETRIEB AUS GOING AM WILDEN KAISER ENTWICKELT. Puls-air zählt zu den wenigen gewerblichen Heizsystemen, die mit dem österreichischen Staatspreis für Innovation ausgezeichnet wurden. Ausschlaggebend war der Transfer einer luft- und triebwerkstechnischen Technologie in ein praxistaugliches Heizgerät für Werkstätten und Hallen – ein Konzept, das heute angesichts hoher Energiekosten aktueller ist denn je.
PULSIERENDE VERBRENNUNG ALS TECHNOLOGISCHE BASIS
Das Kernprinzip von Puls-air ist die patentierte pulsierende Verbrennung. Eine schwingende Gassäule erzeugt bis zu 62 Impulse pro Sekunde und wandelt Energie nahezu vollständig in Wärme um. Mit einem Wirkungsgrad von rund 97 Prozent erreicht das System Werte, die herkömmliche Heizanlagen selten erzielen. Die Technologie entstammt der Triebwerksforschung und wurde speziell für den stationären Heizbetrieb adaptiert.
HEIZKOSTENREDUKTION, TÄGLICH
Viele Anwender aus Handwerksbetrieben berichten von Einsparungen bis zu 50 Prozent. Entscheidenden Anteil hat die Wärmeabgabe auf Bodenniveau: Die warme Luft verteilt sich im Arbeitsbereich, steigt kontrolliert auf und zirkuliert wieder zurück – ohne Verluste unter dem Hallendach. So entsteht ein gleichmäßiger Wärmekreislauf ohne Hitzeschichten oder kalte Zonen. Verantwortlich dafür ist der Funktionsansatz auf Bodenniveau. Während herkömmliche Heizungen warme Luft unter dem Dach verlieren, setzt Puls-air die Wärme dort frei, wo gearbeitet wird. Die Luft steigt langsam auf, kühlt in der Raummitte ab, zirkuliert nach unten und wird erneut durch das Gerät geführt. Es entsteht ein gleichmäßiger Wärmekreislauf ohne Hitzestaus oder kalte Zonen.
wicklung setzt. Die Verbindung aus Erfindergeist, Praxisnähe und Beständigkeit war ein wesentlicher Grund für die staatliche Anerkennung – und für das Vertrauen vieler Betriebe im Alpenraum.
EMISSIONEN UND BETRIEBS VERHALTEN
Auch in Umwelt- und Betriebswerten überzeugt das System. NOx liegt bei 25–30 ppm, CO bei 2–5 ppm, die Rußzahl bei 00. Mit rund 57 dB bleibt der Betrieb vergleichsweise leise – ein Vorteil in geräuschempfindlichen Werkstätten.
EINSATZ UND INBETRIEBNAHME IM GEWERBE
Puls-air benötigt keinen Kamin, sondern lediglich ein 35-mm-Edelstahlrohr nach außen. Positionieren, 230-V-S anschließen und in Betrieb nehmen – Plug & Play. Bei Bedarf kann ein externer Heizöltank angebunden werden. Ein Gerät beheizt bis zu 1.800 m³, größere Hallen lassen sich modular abdecken.
KONTAKT Puls-air GmbH Ing. Werner Pletzer Innsbrucker Straße 10 A-6353 Going am Wilden Kaiser info@pulsair.net www.pulsair.net Tel.+ 43 5358 3600
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KONTINUITÄT UND ZUKUNFTS SICHERHEIT
Auch vier Jahrzehnte nach der Staatspreisverleihung bleibt Puls-air ein aktuelles Heizsystem: effizient, montagefreundlich und in Österreich gefertigt. Für viele Betriebe ist es eine Alternative zu gas- oder dieselbetriebenen Lufterhitzern – und eine Investition in planbare Heizkosten.
Daily Highlight: gemütliche Wärme in der Werkstatt © Puls-air
FAMILIENUNTERNEHMEN MIT PIONIERGEIST
Hinter Puls-air steht ein Tiroler Familienbetrieb aus Going am Wilden Kaiser, der seit 1984 auf regionale Fertigung und technische Weiterentmanufakt
V. l.: Luca, Georg und Werner Pletzer © Puls-air
Thermische Luftwalze der innovativen Heizung aus Nordtirol © Puls-air
IM BLICK | Produktplatzierung
ERWIN HINTEREGGER DIREKTOR VON IDM SÜDTIROL
WIESO BETRIEBE AUS DER HOLZBRANCHE VON EINER STARKEN MARKE PROFITIEREN KÖNNEN. Erwin Hinteregger © IDM Südtirol
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Holzbetriebe mit Südtirol-Marke IDM SÜDTIROL: SÜDTIROL ALS REGIONENMARKE. EINE CHANCE FÜR ALLE HOLZBETRIEBE, GESTALTER EINES LEBENSRAUMES.
Herr Hinteregger, warum sollte ein Holzbetrieb aus Südtirol die Südtirol-Marke tragen wollen? Vor allem, weil er von der Strahlkraft der Marke Südtirol profitiert. Sie steht für Qualität, Authentizität und Exzellenz – das bestätigen Marktforschungen im deutschsprachigen Raum und in Italien. Mit der Marke zeigt ein Betrieb Verbundenheit zur Region und signalisiert hohe Standards.
Südtirol ist seit vielen Jahren eine starke Marke – bekannt als Destinationsmarke im Tourismus und als Herkunfts- und Qualitätsmarke für landwirtschaftliche Produkte. Mit dem Projekt „Regionenmarke Südtirol“ hat das Land bzw. IDM Südtirol das Anwendungsspektrum erweitert: hin zu einem umfassenden Verständnis als Lebensraum-Marke, die für Qualität fürs Leben steht.
Ist die Marke ein Qualitätszeichen oder lediglich ein Hinweis auf den Standort? Die Marke Südtirol hat sich von einer Destinations- zu einer Regionenmarke entwickelt. Sie kommuniziert das Land ganzheitlich und unterstützt bei der Differenzierung am Markt. Sie spricht Kunden an, die Wert auf Herkunft, Authentizität und lokales Know-how legen. Südtirol steht heute für Qualität, Nachhaltigkeit – und zunehmend auch für Innovation. Holzbetriebe sind damit Botschafter dieser Werte.
Im Zentrum dieser Weiterentwicklung stehen die Werte Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation. Sie beschreiben nicht nur ein Ziel, sondern das, was Südtirol im Kern ausmacht – in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Ein entscheidender Schritt dieser Entwicklung ist die Öffnung der Marke für neue Sektoren.
Ist die Marke also ein Mehrwert für den Betrieb? Ja. Die Marke genießt weit über Südtirol hinaus Anerkennung. Betriebe profitieren von ihrer Bekanntheit und den positiven Assoziationen. Sie stärken ihr Image, gewinnen Vertrauen und können neue Kundengruppen erreichen. Gleichzeitig zeigen sie ihr Bekenntnis zu regionaler Identität und nachhaltigem Wirtschaften.
QUALITÄT, NACHHALTIGKEIT, INNOVATION
ÖFFNUNG DER MARKE AUF SEKTOR HOLZ
Als erste Pilotbranche wurde der Holzsektor ausgewählt. Holz ist für Südtirol weit mehr als ein Rohstoff: Er ist Teil der Kulturlandschaft, der Baukompetenz, der Designtradition und der nachhaltigen Zukunft des Landes. Wer heute mit Holz arbeitet, gestaltet aktiv den Lebensraum Südtirol – und steht damit stellvertretend für die Werte, die die Regionenmarke in sich trägt. Ein umfassender Kriterienkatalog definiert, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um die Marke Südtirol im Holzsektor zu tragen.
VORTEILE FÜR HOLZBETRIEBE DURCH DIE SÜDTIROL-MARKE > Starke Positionierung und Sichtbarkeit > Vertrauens- und Imagegewinn > Zugang zu gemeinsamen Marketingund Kommunikationsplattformen > Differenzierung im Wettbewerb > Mitgestaltung des zukünftigen Wirtschaftsprofils Südtirols Südtirol Marke: Ein Bekenntnis zu Südtirol © Adobe Stock
INFO & KONTAKTE IDM Südtirol Brand Management Evelyn Pfeifer Tel: 0471 094 251 brandmanagement@idm-suedtirol.com www.marke-suedtirol.it lvh.apa Abteilung Innovation und neue Märkte Tel. 0471 323 245 / 253 innovation@lvh.it
Produktplatzierung | IM BLICK
MEISTERTISCHLEREI GASSER
Tischlerei Gasser mit Südtirol-Marke: Wir produzieren in Südtirol, mit Anspruch und Verantwortung. © Gasser
TISCHLEREI GASSER, VORREITER DER MARKE SÜDTIROL IM HOLZSEKTOR
Die Meistertischlerei Gasser aus Sarnthein zählt zu den ersten Handwerksbetrieben im Südtiroler Holzsektor, die den Weg zur Regionenmarke Südtirol konsequent verfolgt und erfolgreich erreicht haben. Seit über 65 Jahren steht der Familienbetrieb für verlässliche Qualität und regionale Wertschöpfung. Durch die Verbindung von traditionellem Tischlerhandwerk und moderner Fertigung setzt Gasser Maßstäbe in der Herstellung individueller Inneneinrichtungen und Wohnkonzepte. Die Marke Südtirol verpflichtet zu klaren Standards: Herkunft, Handwerkskompetenz, Materialbewusstsein und Nachhaltigkeit. Gasser erfüllt diese Anforderungen durch den bewussten Einsatz regionaler Ressourcen, die sorgfältige Verarbeitung verschiedener Materialien und eine effiziente, ressourcenschonende Produktion. Der Betrieb übernimmt Verantwortung gegenüber Umwelt und Mitarbeitenden, pflegt ein stabiles Arbeitsumfeld und fördert langfristige Fachkompetenz. Botschafter dieser Haltung sind die eigenen Marken LUXLET für metallfreie Massivholzbetten und ROOMACUST für fugenlose, unsichtbare Akustikdecken. Mit dieser Haltung und der Südtirol-Marke stärkt die Tischlerei Gasser nicht nur ihre eigene Marktposition, sondern trägt zur Profilierung des Südtiroler Holzsektors als authentische, zukunftsfähige Regionalmarke bei.
ÜBER DIE BEDEUTUNG DER SÜDTIROLMARKE HABEN WIR MIT EINEM DER ERSTEN HANDWERKER GESPROCHEN, DIE SIE ERLANGT HAT. Herr Gasser, welche Bedeutung hat die Marke Südtirol speziell für Ihren Betrieb? Die Marke Südtirol hat für uns eine zentrale Bedeutung. Sie vermittelt Zuverlässigkeit und spricht Kunden an, die auf Fachwissen, Handwerk und regionale Produkte setzen. Welche Werte sehen Sie in der Marke, die Sie in Ihrem Unternehmen bereits leben? Wir setzen auf sorgfältige Verarbeitung, den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit: diese Werte verbinden uns mit der Marke und stärken unsere Position als modernes, regional verwurzeltes Unternehmen. Was erwarten Sie sich von der Nutzung der Marke? Mehr Sichtbarkeit und eine klare Marktpositionierung. Wie werden Sie in Ihrem Unternehmen die Marke Südtirol verwenden? Wir setzten sie gezielt in unserer Kommunikation und in der Kundenansprache ein – sei es auf unserer Website, in Broschüren oder bei Angeboten. Die Marke Südtirol steht für mich für.... …Qualität, Authentizität und Verantwortung.
DIE BETRIEBE AUS DER HOLZBRANCHE MIT DER SÜDTIROL-MARKE > Rubner Türen > Ligna Construc > Aster > X Timber > Damiani-Holz & Ko > Karl Pedross > Tischlerei Gruber (Gruber Türen) > Prast
manufakt
> Barth Innenausbau > Intura / Martin Spechtenhauser > SH (Südtirol Haus) > Pitschl > Lobis Böden > Tischlerei Gasser > Höller > Tischlerei Leitner Egon
> Rier Holz > Tischlerei Malfertheiner > Sarner Holz > Holzbau Lechner > Tischlerei Nagà > Tischlerei Rauchenbichler > Holzius > Tischlerei Tammerle
Gottfried Gasser © Gasser
57 11|2025
IM BLICK | Produktplatzierung
Schritt für Schritt Richtung Green Transport © Gasser
Mit Verantwortung unterwegs 58 11|2025
GASSER GMBH, SIEBENFÖRCHER GMBH: DIE SÜDTIROLER METZGEREI SIEBENFÖRCHER INVESTIERT IN EINE MODERNE, NACHHALTIGE FAHRZEUGFLOTTE AUS DEM HAUSE IVECO. VOR KURZEM FAND DIE ÜBERGABE STATT. Bei Siebenförcher in Meran, Gargazon und Brixen gehören Weitblick und Verantwortungsbewusstsein seit jeher zur DNA. Nun setzt die Familienmetzgerei auch in puncto Mobilität ein deutliches Zeichen: Der Fuhrpark wurde um moderne Fahrzeuge erweitert – darunter ein IVECO Daily 70C18, vier IVECO Daily 35S16 H3 A8 und ein Fiat Scudo Electric – sie sollen einen weiteren Schritt in Richtung ökologische Logistik markieren.
TRADITION TRIFFT MODERNE
Seit 1930 steht der Name Siebenförcher für feinste Fleisch- und Wurstspezialitäten aus Südtirol. Heute, in dritter Generation geführt, verbindet das Unternehmen handwerkliche Sorgfalt mit modernen Produktionsstandards und einer klaren Philosophie: „Ehrlich. Das schmeckt man.“ Diese Haltung prägt auch den Umgang mit Innovation und Nachhaltigkeit. Während in der Produktion in Meran-Untermais und im Logistikzentrum in Gargazon Präzision, Hygiene und Qualität oberste Priorität haben, sorgt ein durchdachtes Logistiksystem dafür, dass Gastronomie- und Handelspartner täglich frisch beliefert werden – zuverlässig, pünktlich und ressourcenschonend. „Als Lebensmittelhersteller mit Anspruch auf Qualität und Regionalität tragen wir Verantwortung – nicht nur für das, was wir produzieren, son-
dern auch dafür, wie wir es tun“, erklärt Christian Gummerer, der für Marketing, Communication und Organisation im Unternehmen zuständig ist.
EFFIZIENZ AUF ALLEN EBENEN
Mit dem neuen IVECO Daily 70C18 setzt Siebenförcher auf ein robustes, vielseitiges Fahrzeug, das für anspruchsvolle Einsätze im Verteilerverkehr konzipiert ist. Dank moderner Motorentechnologie und optimierter Getriebesteuerung überzeugt der Transporter mit einem geringen Verbrauch und niedrigen Emissionen – ein wichtiger Faktor in Zeiten steigender Umweltanforderungen und hoher Treibstoffpreise. Ergänzt wird der Fuhrpark durch vier IVECO Daily 35S16 H3 A8 – echte Allrounder, die speziell für den innerregionalen Lieferverkehr optimiert wurden. Ihre hohe Zuladung, die großzügige Ladehöhe und die komfortable Fahrerkabine machen sie zum idealen Begleiter auf den täglichen Touren zwischen Meran, Gargazon, dem neuen Delikatessengeschäft in Brixen und den Kunden im ganzen Land.
ELEKTRISCH UNTERWEGS: DER FIAT E-SCUDO
Besonderes Augenmerk gilt dem neuen Fiat E-Scudo, der die Flotte künftig im urbanen Raum ergänzt. Das vollelektrische Modell ermöglicht lokal emissionsfreies Fahren – ideal für Lieferungen in
Produktplatzierung | IM BLICK
Investition in die neue IVECO-Flotte und Einstieg in die Elektromobilität. Im Bild Thomas Siebenförcher (l.) und Roman Laner, Verkaufsberater von Gasser GmbH © Gasser
den Innenstädten. Mit einer Reichweite von bis zu 330 Kilometern und moderner Schnellladetechnologie ist der E-Scudo ein starkes Signal: Siebenförcher setzt auf nachhaltige Mobilität, wo immer es möglich ist. „Wir wollen Schritt für Schritt unsere Transportprozesse umweltfreundlicher gestalten“, betont Christian Gummerer, „der Einstieg in die Elektromobilität ist für uns ein logischer und notwendiger Schritt.“
NACHHALTIGKEIT MIT SYSTEM
Der Ausbau der Fahrzeugflotte fügt sich nahtlos in die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens ein. Bereits seit Jahren investiert Siebenförcher in energieeffiziente Produktionsprozesse, modernste Kühltechnik und eine Photovoltaikanlage auf den Dächern des Logistikzentrums in Gargazon. So wird ein Großteil des Energiebedarfs aus Sonnenkraft gedeckt – ein klares Bekenntnis zu erneuerbaren Ressourcen. „Nachhaltigkeit beginnt bei den Rohstoffen, zieht sich durch die Produktion und reicht bis zur letzten Meile beim Kunden”, so das Unternehmen.
VERLÄSSLICHE PARTNERSCHAFT MIT IVECO UND FIAT PROFESSIONAL
IVECO und FIAT PROFESSIONAL gelten seit Jahrzehnten als führende Hersteller im Bereich leichter und mittelschwerer Nutzfahrzeuge. Der Vertragshändler Gasser GmbH mit Sitz in Bozen, Bruneck und Belluno setzt auf Werte, die manufakt
Siebenförcher, Traditionsunternehmen seit über 90 Jahren, markiert einen Schritt in Richtung ökologische Logistik. © Gasser
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auch Siebenförcher teilt. Bei der Auswahl der neuen Fahrzeuge spielte daher nicht nur die technische Leistungsfähigkeit eine Rolle, sondern auch die Servicekompetenz und langfristige Verlässlichkeit des Partners. „Wir wissen, dass die Zukunft der Mobilität nicht in einem großen Schritt passiert, sondern in vielen kleinen, durchdachten Entscheidungen”, berichten die Brüder Lukas und Alex Gasser, Miteigentümer der Gasser GmbH.
REGIONAL VERWURZELT – MIT BLICK NACH VORN
Dass ein Traditionsunternehmen wie Siebenförcher bereit ist, sich immer wieder neu zu erfinden, ist kein Zufall. Es ist Ausdruck einer Haltung: Innovation im Dienst der Qualität. So wie die Metzgermeister tagtäglich hochwertige Fleisch- und Wurstspezialitäten nach überlieferten Rezepten und modernen Standards veredeln, so werden auch in der Logistik neue Wege beschritten – ein Symbol für die Verbindung von Herkunft und Zukunft. „Unser Ziel ist klar“, heißt es aus der Geschäftsleitung: „Wir wollen unseren Kunden beste Qualität bieten – vom Produkt bis zur Lieferung. Und das auf eine Weise, die auch künftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt hinterlässt.“
KONTAKTE
GASSER GmbH Fiat Professional Iveco Bozen, Tel. 0471 553 000 Bruneck, Tel. 0474 474 514 Belluno, Tel. 0437 915 100 www.gassersrl.it
Siebenförcher GmbH Gewerbezone Mitterling 20 39010 Gargazon Tel. 0473 293 700 info@siebenfoercher.it www.siebenfoercher.it
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