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REESEN 15 - 04/2024 - DE

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N°15 04/24

LUXEMBURGS MAGA ZIN FÜR REISEN & KULINARIK

KULINARISCHE ENTDECKUNG

NEUSEEL AND: D I E D S C H U N G E LKÜCHE DER M ĀORI

KURZTRIP

W I N T E R S TÄ D T E : ZEHN ORTE I N E U R O PA FÜR GEMÜTLICHE WINTER AUSFLÜGE

LUXEMBURG

ZWISCHEN CHROMGLANZ U N D N O S TA L G I E : DIE LUXEMBOURG C L A S S I C R A L LY E 2 0 2 4

1 0, 5 0 € LU X E M B U R G E U R O PA : 1 2 € W E LT: 1 5 ,9 0 €


S TÄ DT E T R I P

8 Unternehmungen in Rotterdam In der niederländischen Metropole wird es niemals langweilig, denn es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten und tolle Adressen zu entdecken. Sie werden sehen, Rotterdam wird Sie an jeder Straßenecke überraschen.

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2 Kubuswoningen Diese würfelförmigen Wohnhäuser aus dem Jahr 1984 sind ein Dorf in der Stadt und stehen für die wagemutige Herangehensweise der Stadt an das Thema Wohnraum.

5 Markthal Die vom Architektenbüro MVRDV entworfene Markthal vereint unter ihrem immensen, hufeisenförmigen Gewölbedach eine Markthalle sowie Wohnungen.

6 Station Bergweg Ein Food-Court in einem ehemaligen Bahnhof, in dem nur lokale Zutaten und Gerichte im Angebot sind.

kubuswoning.nl

stationbergweg.nl

3 Delfshaven Eines der wenigen Viertel der Stadt, die die Luftangriffe des Jahres 1940 überlebt haben. Die alten Häuser und malerischen Kanäle verleihen Delfshaven eine ganz besondere Atmosphäre.

4 Depot Boijmans Van Beuningen Im Gegensatz zu einem traditionellen Museum ermöglicht es das Depot, auch persönliche und betriebliche Sammlungen zu sehen und einen Blick hinter die Kulissen der Verwaltung zu werfen.

7 De Matroos en het Meisje Ein Restaurant mit einem Grünen Michelin-Stern. Auf der Speisekarte stehen Überraschungsmenüs mit drei bis sechs Gängen.

8 Kaapse Maria Eine urgemütliche Brasserie, die zur Brauerei Kaapse Brouwers gehört, einer Institution in Rotterdam.

dematroosenhetmeisje.nl

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boijmans.nl

kaapsebrouwers.nl

R OT T E R DAM

1 Rotterdam Centraal Dieser spektakuläre Bahnhof, der 2014 eingeweiht wurde, beeindruckt mit seinem schrägen, spitz zulaufenden Dach, das sich dem Himmel entgegenreckt. Definitiv ein Must-see.


KU R Z U R L AU B

Bergens spektakuläre Landschaften sind kalt, aber unvergesslich. Genauso wie Fisch, Muscheln und Kaviar. LINKS

© Endre Knudsen / Visit Norway

Mittelalterliche Gassen, kleine Kanäle und Chocolatiers von Weltrang: Brügge ist perfekt für einen Städtetrip. MITTE

© Visit Bruges

Die kälteren Monate sind eine magische Zeit für einen Besuch in Amsterdam, wenn die Nächte gemütlich sind, das Essen herzhaft ist und alles in Lichterketten funkelt. RECHTS

© Pixabay

Entdecken Sie Tallinn im Winter, wenn die Altstadt mit Weihnachtsmärkten, kunstvollen Kirchen und Museen einen zusätzlichen Hauch von Schneezauber erhält. UNTEN

© Simon Snopek / City Tourist Office & Convention Bureau

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KU R Z U R L AU B

4. Amsterdam – Niederlande Für 53 Tage, vom 28.11.2024 bis zum 19.1.2025, erhellt das Amsterdam Light Festival bereits zum 13. Mal die niederländische Hauptstadt mit Lichtinstallationen aus aller Welt. Während die Metropole in der Ferienzeit sehr gut besucht ist, sinken die Touristenzahlen mit den Temperaturen, sodass die Wintermonate ideal sind, um in Ruhe die Grachten und gemütlichen Cafés, in denen holländische Leckereien wie Oliebollen angeboten werden, zu genießen. 5. Bergen – Norwegen Wenn man auf die schneebedeckten Berggipfel blickt, die klirrend kalte Luft einatmet und die Eiszapfen an den Häusern hängen sieht, kann so viel Winterwunderland schon fast zu perfekt erscheinen. Hoch aufragende Fjorde bilden eine dramatische Kulisse, während es beim Bummel durch das historische Hanseviertel Bryggen eher hyggelig zugeht. Auf keinen Fall entgehen lassen sollten Sie sich den fangfrischen Fisch und die Meeresfrüchte wie Seeigel und Krabben, die im Winter einfach am besten schmecken. 6. Brügge – Belgien Die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Europas mit ihren Kopfsteinpflasterstraßen ist auch eine der bezauberndsten, vor allem während der Weihnachtszeit – und sie liegt nur vier Autostunden von Luxemburg entfernt. Das historische Stadtzentrum mit seinen funkelnden Lichtern bietet eine festliche Atmosphäre, die zum Erkunden der Weihnachtsmärkte einlädt. Bootsfahrten auf den ruhigen Kanälen, ein Besuch des Belfriedturms und belgische heiße Schokolade machen Brügge zu einem magischen Winterziel. 7. Tallinn – Estland Womit die estnische Hauptstadt im Winter besonders punktet? Ganz klar mit ihrer Saunakultur. Schwitzen – gemeinsam oder allein – steht hier auf der Tagesordnung. Probieren Sie doch mal eine Sauna-Bar: Die Pöhjala-Brauerei bietet

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N AT U R

Wildbienen und Schwarznasenschafe im Ruhestand: Artenvielfalt liegt Maria Schmidt besonders am Herzen.

nur bestehende Lebensräume bewahrt, sondern auch neue geschaffen, um eine möglichst hohe Artenvielfalt zu fördern. Für Wildbienen und heimische Schmetterlinge gibt es Blühwiesen, die erst spät im Jahr gemäht werden. Über 1.000 speziell für Vögel angelegte Wildhecken bieten zusätzlichen Schutz. Zudem dient der Hof als „Seniorenresidenz“ für Tiere, die zu alt oder nicht mehr wirtschaftlich nutzbar sind und hier einen entspannten Lebensabend genießen dürfen. Der Naturschutzhof Artenreich von Maria

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Schmidt verkörpert perfekt die nachhaltige Philosophie der Region Wilder Kaiser. Kulinarische Vielfalt Wer jetzt nur an Kaiserschmarrn oder Tiroler Speckknödel denkt, liegt voll daneben. Ob Käse, Fleisch oder Schnaps: „Regional“ lautet hier die Devise. Nach einer wunderschönen Wanderung kann man auf der auf 1.600 Metern gelegenen Au Hochalm ein köstliches Frühstück genießen. Hier bietet Johanna Horngacher ihren Gästen nur das Beste. Im Jägerwirt in Scheffau trifft ge-

hobene Gastronomie auf traditionelle Kost. Von Rehrücken mit Preiselbeer-Schokoladen-Rotkraut bis zu original Brixentaler „Brinzn“ Kasspatzl ist für jeden etwas dabei. Hier hat sogar Tina Turner schon gespeist. Natürlich dürfen Simones Kaiserschnecken in zahlreichen Variationen auf fast keiner Karte fehlen. Ob Gipfelstürmer oder Feinschmecker, Naturentdecker oder Genießer – die Region Wilder Kaiser bietet für jeden das passende Erlebnis. Hier verbinden sich Tradition, Genuss und Abenteuer in einzigartiger Weise.


T I R O L

Breviarium

47° N 12° O wilderkaiser.info

TSCHECHISCHE REPUBLIK

SLOWAKEI

Wien DEUTSCHLAND

Wilder Kaiser

ÖSTERREICH

Going Söll Scheffau Ellmau

UNGARN

Innsbruck TIROL TIROL

LIECHTENSTEIN

SCHWEIZ ITALIEN

SLOWENIEN

KROATIEN

Unbedingt An warmen Sommertagen lohnt sich ein Abstecher zu einem der vier Badeseen der Region. Der Hintersteiner See ist der höchstgelegene unter ihnen und fasziniert mit einem atemberaubenden Panorama sowie seinem türkisfarbenen, allerdings recht kühlen Wasser – ideal zur Erfrischung nach einer langen Wanderung. Dank des „Seebus“ ist dieses Naturjuwel bequem und ohne großen Aufwand erreichbar.

Bloß nicht Ausflüge ins Kaisergebirge sollten nicht unterschätzt werden. Anspruchsvolle Touren führen häufig über Abschnitte mit Seilversicherungen oder beinhalten leichtere Kletterpassagen. Viele Steige am Wilden Kaiser setzen nicht nur technisches Können, sondern auch alpine Erfahrung und eine hervorragende Kondition voraus. Wanderer mit wenig Bergerfahrung sollten sich gründlich informieren und leichtere Routen wählen.

Geheimtipp Ein Besuch der zahlreichen Biohöfe ist absolut empfehlenswert. Auf dem Pfitscherhof in Ellmau heißen Anett und Thomas Niedermühlbichler ihre Gäste mit frischer, unbehandelter Biomilch willkommen und erklären, warum alle Kühe hier ihre Hörner behalten dürfen. Diese erfüllen nicht nur die Funktion einer natürlichen „Klimaanlage“ für die Kühe, sondern helfen auch dabei, Giftstoffe zu bündeln, was die Qualität der Milch verbessert.

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AB E N T E U E R

Märchenhaftes Kappadokien Text Bibi Wintersdorf

Fünf Uhr morgens: Auf einem staubigen Feld in Kappadokien bricht der Tag an. Im Zwielicht erwacht geschäftiges Treiben, während Minibus um Minibus über staubige Feldwege holpert. Gemeinsam mit Hunderten anderer Touristen fiebern wir dem ultimativen Abenteuer dieser Region entgegen: eine Ballonfahrt über die bizarren Tuffsteinformationen der zentralanatolischen Landschaft.

Beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit die Helfer die Ballons von den Anhängern befördern und in Windeseile in Position bringen. Mit riesigen, kompressorbetriebenen Ventilatoren werden die Ballons aufgeblasen und anschließend beheizt. Was sich dann abspielt, ist ein visuelles Spektakel ohnegleichen! Während die aufgehende Sonne den Horizont in Blau-, Rosa- und Goldtöne taucht, hebt ein Ballon nach dem anderen ab und schwebt in den anatolischen Himmel. Nicht einer, nicht zwei, nein, Hunderte sind es und der Anblick ist atemberaubend – wie eine Filmkulisse! Tatsächlich gibt es wohl kaum eine Destination, die so „instagrammable“ ist wie Kappadokien. Istanbul im Schnelldurchgang Aber der Reihe nach: Unsere Reise beginnt in Istanbul, wo wir auf Einladung

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von ULT per Direktflug mit Turkish Airlines ankommen und die Stadt am nächsten Tag im Schnelldurchgang erleben. Das Programm ist eng gestrickt: Besuch der Süleymaniye-Moschee, Kaffee-Stopp auf der PierreLoti-Terrasse und mit der Gondel wieder Richtung City. Anschließend besichtigen wir den Obelisken, die Blaue Moschee und die Hagia Sophia (von außen), sowie die beeindruckenden Zisternen der Basilika. Eine Teatime unter der Galata-Brücke und eine Bootsfahrt auf dem Bosporus passen auch noch ins Programm. Zum Abschluss genießen wir ein köstliches Mezze-Dinner im Restaurant Aleko‘nun Yeri mit Blick auf den Bosporus. Zwischendurch nehmen wir sogar noch an einem Schnellkurs in der alttürkischen Ebru-Marmorierkunst im Atelier Zen Ceramics teil – ein Vorgeschmack auf den Rest unserer Reise, da diese Kunst vor


TÜ R KE I Über dem Bosporus erhebt sich majestätisch die Süleymaniye-Moschee, ein bedeutendes Bauwerk der osmanischen Herrschaft. Erbaut wurde sie im Auftrag von Sultan Süleyman dem Prächtigen, wobei der renommierte Hofarchitekt Mimar Sinan für den Entwurf verantwortlich zeichnete. OBEN

Mystische Stimmung in der YerebatanZisterne: Säulen spiegeln sich im dunklen Wasser dieser unterirdischen Kathedrale Istanbuls, auch bekannt als Versunkener Palast. UNTEN

© Bibi Wintersdorf

Märchenhaftes Kappadokien: Bunte Heißluftballons schweben bei Sonnenaufgang über die einzigartige Tuffsteinlandschaft mit ihren bizarren Felsformationen. NÄCHSTE SEITE

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AB E N T E U E R

Das Sklavenhaus stammt aus dem Jahr 1776 und wurde von den Holländern erbaut. LINKS

Fischerboote im Hafen von Saint Louis. RECHTS

Ausflug zum Nationalpark Delta du Saloum, geprägt von biologischer Vielfalt und wunderschönen Landschaften. UNTEN

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S E N EGAL Insel Gorée: Erinnerungskultur und Geschichte Etwas abseits der Küste gelegen, aber dennoch vom Hafen Dakar gut erreichbar, liegt die Insel Gorée, die seit 1978 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO ist. Sie ist ein symbolischer Ort für den Sklavenhandel, der 300 Jahre betrieben wurde. Während jener Zeit wurden Tausende Afrikaner der Westküste des Kontinents über Gorée in die Kolonien verschifft. Das berühmte, Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Sklavenhaus zeichnet diese dunkle Geschichte nach. Dennoch ist die in ein sanftes Licht getauchte Insel Gorée heute ein angenehmer Ort für einen Spaziergang. Da sie im Laufe der Geschichte in portugiesischem, niederländischem, englischem und französischem Besitz war, verfügt die Insel über Kolonialbauten in den unterschiedlichsten Stilen. Auch die Blütenpracht und die kleinen Strände sind bezaubernd. Die Insel ist zudem autofrei. Wir lassen Dakar hinter uns und fahren in Begleitung von Adama, unserem ortsansässigen Fahrer, in die historische Stadt Saint-Louis. Die Reise durch die ländlichen Gegenden Senegals ist faszinierend, verlangt aber Geduld: Die Straßen führen durch kleine Dörfer, in denen zahlreiche Fahrbahnschwellen die Fahrt verlangsamen. Doch das hat auch seine Vorteile: So ist es möglich, das Dorfleben ausgiebig zu beobachten. Wir sehen spielende Kinder, Frauen, die Stoffe verkaufen, und von Eseln gezogene Karren. Saint-Louis: der Charme der Kolonialzeit Bei meiner Ankunft in Saint-Louis, das ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, verfalle ich augenblicklich dem Charme der Kolonialvergangenheit dieser Stadt. Die französische Architektur erzählt von längst vergangenen Zeiten, und an jeder Straßenecke ist die vibrierende Energie der Stadt spürbar. Besonders eindrücklich wird dies bei einem Be-

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