LUX E M B U R G S
R E I S E MAGAZ I N
I t a l i e n Mülle r t h a l
M e c k l e n b u r g e r
Azor e n Breg enze r wal d
Ale n t e j o B u r n i n g
N°07
S e e n p l a t t e
B e r l i n M a n
To g o
BOLOGNA BETWEEN HISTORICAL AND CULINARY TREASURES
3 flights per week
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Das italienische Sprichwort „Wer es langsam und locker angeht, der bleibt gesund und kommt weit“, oder auch in Kurzform „Langsam, aber sicher“, war nie treffender als jetzt, wo wir vorsichtig zu alten Gewohnheiten zurückkehren und wieder anfangen zu reisen. Der Spruch trifft aber auch auf uns zu, denn wir haben uns Zeit genommen, Luxemburgs Reisemagazin komplett zu überarbeiten. Was Sie in Händen halten, ist ein völlig neues REESEN. Wir dachten, es sei an der Zeit, unser Reisemagazin auf ein neues Level zu bringen, und haben dem Heft ein Facelift verpasst und es in vielen Punkten verbessert. Ab sofort ist das Heft nur noch einsprachig, und mit der Unterstützung von Ihnen, liebe Leser, und unserer Werbepartner wird sich ab 2023 die Erscheinungsfrequenz verdoppeln (von zwei- auf viermal pro Jahr). Eine französische und eine englische Version werden hinzukommen, genau wie bei KACHEN, um der besonderen luxemburgischen Sprachsituation Rechnung zu tragen. Wir haben Platz für größere Fotos und inspirierende Texte geschaffen, in der festen Überzeugung, dass ein Reisemagazin vor allem zum Träumen anregen soll. Sei es von nahen und fernen Zielen, die wir irgendwann einmal selbst erkunden wollen, oder von Destinationen, die unerreichbar sind, uns aber dennoch
zum Reisen im Kopf verführen. Wir haben unseren Reisejournalisten völlig freie Hand gelassen beim Geschichtenerzählen. Niemand braucht ein Reisemagazin, das Informationen und Tipps auflistet, die Sie mit einem Klick im Netz finden. Wir wollen Sie zum Träumen, zum Miterleben, zum Staunen verführen, und unsere Autoren geben ihre ganz persönlichen Erfahrungen wieder, authentisch und anschaulich. Ab sofort gibt es auch in jedem Heft eine Coverstory zu einer bestimmten Destination auf mehr als zwanzig Seiten. Vieles hat sich verändert, und die gezwungene Pause, die uns die Pandemie auferlegte, hat uns bewusst gemacht, wie privilegiert wir im kleinen Luxemburg sind, dass wir uns (außer in Lockdownzeiten) seit jeher frei bewegen können und reisen dürfen, wohin wir wollen. Die Luxemburger sind ein reisefreudiges Völkchen. Ob das nun an der zentralen Lage mitten in Europa liegt, daran, dass wir weder Berge noch Meer haben, oder einfach an einem angeborenen Entdeckerdrang, das mag jeder für sich entscheiden. Vielleicht (oder besser: hoffentlich) reisen wir nun mit einem Quäntchen mehr Bewusstsein für die Schönheit unserer Erde und deren Vergänglichkeit sowie dem Wissen, wie wichtig es ist, die Natur zu erhalten und demnach nachhaltiger zu reisen und bewusster zu genießen.
E D I TO R IAL
„Chi va piano va sano e va lontano.“
Bibi Wintersdorf Chefredakteurin & Herausgeberin
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M Ü L L E RT H A L T R AV E L T R E N D S E S C H 2022 T R A U M H OT E L M E C K L E N B U R G E R S E E N P LAT T E C OV E R STO RY I TA L I E N A ZO R E N A L E N T EJ O D I G I TA L N O M A D S BERLIN B R E G E N ZE RWA L D BURNING MAN TO G O
M Ü L L E RT HAL
Im Tal der tanzenden Felsen
Text Joscha Remus
Fotos Raymond Clement
Die Natur kann spannende Geschichten erzählen. Ganz besonders wilde und verwegene erzählt sie uns in der Region Müllterthal (Mëllerdall). Geschichten, die tiefe Einblicke in die Entstehung all der bizarren Felsengärten, Schluchten, Spalten, Plateaus und Höhlen geben, die hier, in einem der weltweit schönsten Natur- und Geoparks, zu sehen sind.
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Seit diesem Frühjahr ist der „Naturund Geopark Mëllerdall“ stolzes Mitglied im internationalen Netzwerk der UNESCO Global Geoparks. Es war Patrick Deboulle, einem offiziellem Wanderf rer des Regionalen Tourismusbüros Müllerthal vergönnt, damals in der Bewerbungsphase zwei der UNESCO-Experten zu einigen eolo is en Wundern der egion zu führen. Diese Geschichte interessierte mich. Im Mai bat ich Patrick, den lokalen Rundwanderweg B2 bei Berdorf, den er den Entscheidern der UNESCO damals gezeigt hatte, noch einmal mit mir zu erwandern. Gespannt war ich darauf, was dieser begnadete Geschichtenerzähler und Naturkenner alles zu berichten hatte – und besonders, was die UNESCO letztlich dazu bewegte, den Naturund Geopark Mëllerdall als Global Geopark anzuerkennen. 2019 war eine Bewerbung schon einmal abgelehnt worden. Kurz nach der Begrüßung er-
zählt Patrick, dass es eben nicht ausreicht, sich nur auf das geologische Erbe und die Schönheit dieser Landschaft zu verlassen. Wi ti sei au die in indun des Naturparks ins weltweite Netzwerk und die lokalen Gemeinden. at rli ann man all die Wanderwege in der Region Müllerthal auf eigene Faust erkunden. Doch wer nicht nur den Steinen und Vögeln lauschen, sondern auch spannende Geschichten hören möchte, sollte die Touren mit einem Wanderf rer oder einer Wanderf rerin buchen. Auf in die größte Galerie Luxemburgs! Bereits vor Beginn der B2-Tour erfahre ich im schönen Holzbau des Tourist Info Berdorf einiges über die Kraft eines 200 Millionen Jahre alten Ur-Meeres, das damals das ganze Pariser Becken, die Eifel und Luxemburg bedeckte. Aus der Zeit des Trias und Jura sind einige Relikte dieses Ozeans hier zu sehen.
M Ü L L E RT HAL OBEN Die Region Müllerthal ist spannend. Unter diesem Felsüberhang namens os ur emeinde effin en entdeckte man menschliche Skelettreste aus der Mittelsteinzeit. Der „erste Luxemburger“ wird denn auch nach dem Fundort Loschi genannt.
UNTEN Ein Gefühl wie im Urwald. Die im Artikel beschriebenen moos ewa senen äume findet man im Natur- und Geopark Müllerthal nicht nur auf dem B2 - Berdorf Trail, sondern auch auf dem B1 - dem Beaufort-Trail.
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Panoramasicht auf Echternach. Sehenswert in der Region ist auf jeden all au die Wolfss lu t die si gleich oberhalb des nordwestlichen Stadtrandes on terna efindet.
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las lares Wasser flie t an der al tuff uelle im Tal der Schwarzen Ernz über einen Felsvorsprung in ein e en. m esten ist dieser rt er den lo alen Wanderwe W m mit Start an der erin er illen oder er Route 3 vom Mullerthal Trail aus zu erreichen.
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M Ü L L E RT HAL Der Volksmund nennt sie Teufelskrallen. Die kleinen, schwarzen, krallenförmigen Gebilde sind versteinerte Muscheln. Die ehemaligen Meeresbewohner stammen aus einer Zeit, als das heute im Natur- und Geopark Mëllerdall zu sehende Sand- und Mergelgestein noch der Boden des Ur-Meeres war. Die schönen fossilen Grypaea arcuata, eben jene Teufelskrallen, sollte man auf eden all eim Wandern lie en lassen. Wie alles was man auf dem Boden oder den Felswänden entdeckt. „Außer Plastik“, sagt Patrick, „das darf man getrost aufheben und mitnehmen.“ er Wanderwe erdorf ist nur ilometer lan a er man findet ier auf leinstem aum alles, was das Müllerthal ausmacht. Grotten, Höhlen, Schlüfe (schmale ur än e lateaus S lu ten und einen naturbelassenen Wald. ine spe ta uläre els Landschaft, eine Erlebniswanderung mit Abenteuergarantie. Für Patrick Deboulle ist dies einer der s nsten Wanderwe e in der egion Müllerthal. Er beschreibt das Naturwunder, das wir nun betreten, auf seine unnachahmliche Art als eine geologische Kunstgalerie, die zwar keine Türen hat, aber dennoch hundert Eingänge. Ein Ort, so sagt er, an dem die beste nstlerin der Welt e en die atur i re allers nsten Wer e unter freiem Himmel ausstellt. Schon nach wenigen Schritten erreichen wir die wildromantische Felsenschlucht des Roitzbachs uets e . eim stie ins Tal wird es deutlich kühler. Irgendwie fühle ich mich durch die bizarren
Felsen und die Farne hier an Jurassic Park erinnert. Einige Buchen scheinen mit ihrem weiten Wurzelwer die elsen er lettern zu wollen. Andere moosbedeckte Bäume haben bereits die Felsen gesprengt und tragen so zur Erosion bei. Farne, Moose und Flechten lieben die hohe Luftfeuchtigkeit. Weil der u em ur er Sandstein die Fähigkeit besitzt, sehr viel Wasser aufzune men und dieses Wasser na und na an die flanzen a zu e en f rt dies hier am Roitzbach zu einer sehr üppigen, durch das feuchte Mikroklima begünstigten Vegetation. Urwald-Feeling. Die Werkzeuge der Künstlerin Natur Grün in allen Schattierungen. Moos bedeckt die herumliegenden Steinbrocken und Felsen. Auch umgefallene Bäume sind von einem Mantel aus Moos bedeckt. Zu den Wer zeu en die der nstlerin Natur hier zur Verfügung stehen, zä len der Wind die Temperatur der ru das Wasser und e en au die äume mit i ren Wurzeln. Ein Baum stützt tatsächlich einen schief stehenden Felsen, der aussieht, als sei er irgendwie ins Rutschen gekommen. Er hält den s rä en elsen mit seinem Wurzeln wie mit einem Korsett. Als wolle die belebte und unbelebte Natur hier eine Symbiose eingehen. Rutschende oder gar wandernde Felsen sind hier keine Seltenheit, sagt Patrick. Die Geologin des Natur- und Geoparks Mëllerdall Dr. Birgit Kausch hat mir das bereits einmal erklärt.
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Rutschungen entstehen überall an Hängen aus tonigen Mergelschichten. Einsickerndes Grundwasser wirkt dabei auf dem Lehm wie ein Gleitmittel. Durch den Druck und die Schwerkraft beginnen selbst riesige Felsen talwärts zu rutschen oder sich zu neigen. Patrick zeigt auf einen Solitär – einen einsamen Felsen, der sich von seiner Felsfamilie verabschiedet hat und nun erdutzt einsam auf dem Wald oden ruht. Natürlich fallen Patrick Deboulle dazu auch immer Mythen und Geschichten ein. Entstanden sind viele dieser Sagen, weil die Menschen früherer Zeit sich eben diese Wanders aft und das Tanzen der Felsen nicht erklären konnten. Wer atte s on die raft i antische Felsen zu einem Plateau aufzutürmen? Da musste einfach der Teufel seine Hand im Spiel haben. Und so heißt ein Ort auf unserer Wanderstre e tatsä li au Teufelsinsel äiwelsinsel . Plateau mit Weitblick Etwas anspruchsvoll wird es dann schließlich auch noch. Zuerst einmal erall dort auf der Wanderung, wo die Eiszeit sich als Steinmetz, als Bildhauer und Gestalter der Felslandschaft verwirklicht hat. Wasser dran ier zwis en die größten Sandsteinblöcke, sprengte sie ab oder schnitt sich beharrlich in den Sandfelsen hinein und schuf so spektakuläre Schluchten, Durchgänge und Grotten. an wo l elei ter Wanderer passt nicht durch diese engen Einschnitte, die schmalen Felsdurch-
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M Ü L L E RT HAL ie o lla o ler elsen ist ein Steinbruch. Hier haben bereits die Römer Steingut für Bauten gewonnen. Später wurden hier Mühlsteine für die Klöster und Mühlen der Region gebrochen.
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er Wanderf rer atri e oulle und da inter der utor Joscha Remus auf der Metallbrücke am Berdorf 2 - Track. Aufgenommen von Gaby Frisch, die unsere gesamte Wandertour mit der oto amera e leitet at. © Gaby Frisch
lässe, die hier auch Schlëffe genannt werden. Die spektakulärsten Schluchten sind die sogenannten Siweschlëff. Die „sieben Schluchten“ bezeichnen ein Felslabyrinth aus sieben kaum dreißig Zentimeter breiten und bis zu zwanzig Meter tiefen Einschnitten. Sicherlich wagt sich auch nicht jeder die steile Eisenleiter hoch, die einen von der Räuberhöhle hinauf in den Adlerhorst bringt. Die Plateaus, wie die Teufelsinsel und das Ruetsbechplateau, sind übrigens wunderschöne Aussichtspunkte, die einen weiten Blick bis nach Deutschland oder die Burg Beaufort gewähren und einen zur Rast einladen. Entzückte UNESCO-Vertreter Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie entzückt und verzaubert die
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beiden Vertreter der UNESCO gewesen sein müssen, als ihnen Patrick Deboulle diese märchenhafte Kulisse zeigte. Bei unserer ersten emeinsamen Wanderun auf dem Berdorf-2-Track begleitete uns im Sommer 2021 auch Claude Petit, der Direktor des Natur- und Geoparks Müllerthal. Auch er war begeistert, wie lebendig und humor oll ein uter Wanderf rer den ens en all diese Wunder nahebringen kann. Durch gutes Storytelling wird auch die Einbindung geologischer Schätze und traditionellen Wissens ins lo ale Erbe gewahrt. ur Wanderf rer wie atrick erfährt man, dass es hier viele Bäume gibt, die die Luxemburger wie die Franzosen Houx und die englischsprachigen Besucher Holly nennen. Eine intelligente Stech-
palme mit schönen roten Früchten, aus deren Holz übrigens Harry Potters Zauberstab gefertigt ist. Man lernt etwas über tanzende Felsen, geheimnisvolle Fischgrätenmuster im Stein, die wundervollen Fähigkeiten eines sehr seltenen Farns, man lernt, dass jeder Baum eine Vorder- und eine Rückseite hat und auch etwas über die geheimnisvollen Beleuchtungen eines Römerwegs, der hier entlangführt. Der hier beschriebene Rundwanderweg Berdorf 2 ist nur ein Beispiel für die Schönheit des UNESCO Global Geoparks Mëllerdall. Der Landschaftsfotograf Raymond Clement hat auch andere zauberhafte Orte dieser Gegend ins Bild gesetzt. Denn der jüngste aller luxemburgischen Naturparks kann mit einigen Kunstwerken der Natur aufwarten.
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Breviarium
DEUTSCHLAND
Berdorf Echternach Osweiler
MÜLLERTHAL
49° N 6° O
Bech
www.mullerthal.lu info@mullerthal.lu
Unbedingt Ta e or dem ew ns ten Termin eine ef rte Wanderun unter den o en aufgeführten Links, am besten aber telefonisch – buchen. Die beste Zeit ist das Frühjahr und der er st unter der Wo e. n edin t erwandern sollte man die Wanderwe e in erdorf in eaufort in terna dur die ro arti e Wolfss lu t den undwanderwe Autopedestre Müllerthal-Consdorfer Mühle-Müllerthal und die Route 2 vom Müllerthal-Trail eine Ta e Tour . ie S l sser in eaufort und aro ette sind a solut se enswert.
Bloß nicht ... schlechte Schuhe tragen. Viele sandrutschige Naturtreppen und sandige Passagen können ohne das geeignete Schuhwerk gefährlich sein. Man sollte die Landschaft so elassen wie man sie orfindet. eiden sollte man die rotten und len im Winter da sie au Winter uartiere f r seltene ledermausarten sind. ie Tiere rau en i re Winterru e um zu erle en. an sollte die mar ierten We en ni t erlassen da man a seits dieser We e seltene flanzen zertreten nnte.
Geheimtipp In Osweiler lohnt ein Abstecher zum Homburger Hof, ein solidarisch geführter auern etrie . Wer m te ann einmal in der Wo e einen or mit auf dem of hergestellten Produkten beziehen. In Bech bei Echternach und in der Consdorfer Mühle sollte man die lokale Mikrobrauerei besuchen und das sehr schmackhafte Bier genießen. Absolut sehenswert: die Glasbläserei Pascale Seil in Berdorf.
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OBEN Verschmutzte Meere bedrohen ihren Bestand: Reinigung von Meeresschildkröten in Thailand.
© Bamboo Travel
UNTEN Wiederaufforstung schafft auch Rückzugsräume für bedrohte Wildtiere: aumpflanza tion im orden T ailands.
© Bamboo Travel
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Die neue Art des Reisens
ls i on der S nfang 2020 in Luxemburg dazu eingeladen wurde, mich im Rahmen der Ausstellung World Press Foto in einem Podiumsgespräch zum Thema „Die Zukunft des Reisens“ zu äußern, konnte ich, gemeinsam mit der Autorin und erle erin Susanne aspers on vielen positiven Trends berichten. Hoffnungsvolle Trends wie Mikroa enteuer Sta ation und Slow Travel. Doch abschließend kam auch die Frage auf: Zerstören wir denn als Reisende nicht immer per se auch das, was wir suchen, indem wir es finden Mittlerweile habe ich viele wunderbare Menschen mit tollen Ideen kennengelernt. Reisen macht, wenn man Gutes dabei tut, eben doppelt so iel Spa . So ermuntert eidi lei er die sich mit ihrer Reiseagentur Bamboo Travel für nachhaltiges und
verantwortungsvolles Reisen einsetzt, ihre Reisegäste dazu, sich mit den ten und reuden der in eimis en dire t auseinanderzusetzen und ins lokale Leben einzutauchen. Vor allem liegen ihr Urlaubsprojekte in kleinen Gemeinschaften, abseits des Massentourismus am erzen. ommunit ased Tourism nennt si dieser neue, horizonterweiternde Reisetrend, bei dem durch gemeinsame tionen mit in eimischen traditionelle Kultur unmittelbar erlebbar wird. Bamboo Travel arbeitet bevorzugt mit kleineren, lokalen Agenturen zusammen, um individuelle und möglichst nachhaltige Reiseideen umzusetzen. Alle Mitarbeiter or rt werden fair eza lt und sozialverträglich behandelt. Und für jede abgeschlossene Reise wird ein äum en im orden T ailands epflanzt.
Text Joscha Remus
Eins ist klar: Wir können nicht mehr so reisen, wie wir es über Jahrzehnte gewohnt waren. Nachhaltigkeit und klimabewusstes Reisen rücken immer mehr in den Vordergrund. Mikroabenteuer, Staycation, Slow & Fair & Green Travel, Voluntourismus sowie gemeindebasiertes Reisen heißen einige der neuen Reisetrends. Wie also werden wir künftig verreisen?
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Wahrer Ökotourismus ist Hilfetourismus. Sei es in osta i a wo reiwilli e f r den S ild r tens utz an den Stränden patrouillieren, um potenzielle Wilderer abzus re en und die istplätze der S ild r ten zu do umentieren. Schnorcheln kombiniert mit Ocean Cleaning eim ean ea leanin in S dt ailand at der e emalige Weltumsegler und Ökoaktivist In o lan e samt rau a a und einem Team in den letzten a ren tonnenweise Plastikmüll aus den zeanen efis t und an den Stränden ein esammelt. u i war 2022 drei Monate in Thailand, um ei diesem se r sinn ollen ngagement mitzumachen. llein auf Spenden asis und dank vieler ehrenamtlicher Helfer segelt Ingo Blanke durch die Andamanensee und entfernt indonesis e lipflops ietnamesis e lasti flas en oder mala sis es St ropor aus den ewässern. eim se elnden ean leanin so Blanke, müsse man beim Ankern auch besonders auf Korallen achten und möglichst Mooring-Bojen verwenden. Der Reisetrend, sich ökologisch oder sozial dire t or rt e renamtlich zu engagieren, nennt sich Voluntourismus. Aus den Worten Volunteering und Tourismus zusammengesetzt, beschreibt diese Reiseform engagierte Öko-Arbeit, wobei natürlich, insbesondere bei In o lan e und seinen Se elt rns der Spa das S nor eln und Tauchen nicht zu kurz kommen.
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T R E N DS T R AV E L ea leanin im S den T ailands. rew und elfer auf dem Katamaran Mango. © Ingo Blanke
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