KACHEN
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So genießt Luxemburg
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ie Vögel begrüßen den Tag gerade erst mit fröhlichem Gezwitscher, das Gras ist noch nass vom Tau, doch in der Küche herrscht schon ungewöhnliche Strebsamkeit für einen Sonntagmorgen. Kleine Füße tapsen auf der Suche nach Mamas Lieblingsmarmelade zwischen Kühlschrank und Speisekammer hin und her und kleine Hände vollenden das Überraschungsfrühstück mit duftendem Tee. Nun noch die selbstgebastelte Glückwunschkarte dazulegen und der perfekte Beginn des Muttertags ist gesichert. So oder ähnlich spielt es sich in vielen Familien am 2. Sonntag im Juni in Luxemburg ab, wenn der Ehrentag der Mütter gefeiert wird (also dieses Jahr am 14.6.). Doch woher stammt dieser Feiertag eigentlich? Die Ursprünge reichen weit zurück: Bereits die Griechen der Antike ehrten die Göttin Rhea (griech.: Fluss des Lebens), die Mutter des Zeus, mit einem großen Fest. Im 13. Jhd. beging man den von König
Henry III. eingeführten „Mothering Day“, an dem die Familien im Elternhaus zusammenkamen und der Kirche als religiöse Mutter der Menschheit gedachten. Doch den Muttertag, wie wir ihn heute kennen, verdanken wir der Amerikanerin Anna Jarvis. Im Mai 1907, am Todestag ihrer Mutter, einer Frau, die sich zu Lebzeiten stets für Frieden und eine Verbesserung der hygienischen Verhältnisse eingesetzt hatte, um die Kindersterblichkeitsrate zu senken, verteilte sie bei einer Gedenkmesse weiße Tulpen an die Kirchengänger. Damit setzte sie eine Initiative in Gang, die dazu führte, dass der 2. Sonntag im Mai 1914 zum nationalen Feiertag erklärt wurde. Auch wenn sich, damals wie heute, besonders die Blumenhändler und Konditoren über den profitablen Feiertag freuen, ist doch die Botschaft der Liebe und Dankbarkeit, die Kinder ihren Müttern erweisen, am wichtigsten.
HERZMACARONS • 225 g Mandeln • 225 g Puderzucker • 100 g Eiweiß (ca. 30 g/Ei) • 25 g feiner Kristallzucker • roter Lebensmittelfarbstoff Für die Füllung: • 350 g Himbeeren • 200 g Gelierzucker • 15 ml Zitronensaft Falls ihr einen Blitzhacker zu Hause habt, könnt ihr die Mandeln und den Puderzucker darin mischen und noch feiner mahlen. Falls nicht, vermischt ihr beides in einer Schüssel. Die Eiweiße schlagt ihr dann mit dem Mixer an, sobald sie schaumig werden, fügt ihr den Kristallzucker hinzu. Dann mixt ihr so lange weiter, bis ihr eine schneeweiße, kompakte Masse habt. Mit einem Spatel hebt ihr dann die Zucker-Mandel-Mischung drunter. Zum Schluss gebt ihr den roten Farbstoff in beliebiger Menge hinzu und vermischt alles, bis ihr eine zähflüssige Masse habt. Dann füllt ihr die Masse in einen Spritzbeutel (aus Plastik oder Stoff) mit einer runden Lochtülle und dressiert die Masse in herzförmiger Form aufs Backblech mit Backpapier. Nachdem das Blech fertig dressiert ist, klopft ihr das Blech an den Tisch, damit sich die Masse glättet. Bevor ihr die Macarons nun in den Ofen schiebt, könnt ihr sie einige Zeit ruhen lassen, bis sich eine dünne Haut über ihnen gebildet hat. Die Macarons lasst ihr im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad um die 10 Minuten backen.
FOTOS LUKAM
Während die Macarons abkühlen, könnt ihr euch an die Füllung machen. Himbeeren und Zucker erhitzt ihr in einem Topf bei langsamer Wärmezufuhr. Die Himbeeren zerfallen automatisch durch das ständige Rühren. Sobald die Himbeermasse dickflüssiger wird, gebt ihr den Zitronensaft hinzu. Lasst die Masse einige Minuten köcheln und macht dann den Geliertest: Etwas Himbeermarmelade auf einen Teller geben. Wird sie sofort fest, ist die Macaronfüllung fertig. Die Füllung muss allerdings vollständig abgekühlt sein, bevor ihr die Macarons füllt. 2 / 2015 | KACHEN | 51
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OKTAV Seit 1666 pilgern jedes Jahr zwischen dem 3. und 5. Sonntag der Osterzeit mehr als 90.000 Wallfahrer zur Muttergottesoktave, um in der Kathedrale vor der Marienstatue zu beten, der Schutzpatronin Luxemburgs, die als Trösterin der Betrübten gilt. Bis zur Zerstörung der Marienkapelle auf dem Glacis 1749 wurde die Statue jedes Jahr in der Kathedrale acht Tage lang verehrt, um dann in feierlicher Schlussprozession wieder in die Kapelle zurückgebracht zu werden, die der Jesuitenpater Jacques Brocquart 1626 als Dank für seine Heilung von der Pest für die Statue errichtet hatte. Auch heute noch wird die Oktave mit einer Prozession durch die Straßen der Stadt Luxemburg feierlich beendet. Das traditionelle Oktavmäertchen auf dem Knuedler, für die leibliche Stärkung nach der Messe von Pilgern und anderen Besuchern sehr geschätzt, hat seinen Charme im Laufe der Jahrhunderte nie verloren.
SCHUEBERFOUER Mehr als 2 Millionen Besucher strömen jährlich von Ende August bis Anfang September auf den Glacis, um die einzigartige Atmosphäre der Schobermesse zu genießen, die 2015 zum 675. Mal stattfindet, seit sie Johann der Blinde, König von Böhmen und Graf von Luxemburg, 1340 ins Leben rief. 68 | KACHEN | 2 / 2015
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KIRMESKASCHT
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RESTAURANT-FRITURE JOSLET: Ein Traditonsbetrieb seit 1900. Was die Familie Legrand unter dem Namen „Friture Vénétienne“ aufbaute, führen in den folgenden Jahrzehnten die Familie Joslet, Roby Mertzig, Sylvette und Roby Schmit-Weigl und Antonia und Pol Donven fort. Seit Januar 2015 sind die Gebrüder Marcello und Michele Loguercio die neuen Besitzer der Friture Joslet und setzen mit viel Elan das fort, was seit über einem Jahrhundert so erfolgreich ist.
Treues Personal, welches „Joslet“ zum Teil seit über 14 Jahren von Kirmes zu Kirmes begleitet, serviert den Gästen meist „gebakene Fësch“ mit „Hausmaacher Fritten“, für die Joslet überall bekannt ist. Aber auch das Steak de Cheval, zum Dessert Eisekuch oder Äppelbeigneten und der selbstgemachte Limoncello aus sizilianischen Bio-Zitronen (die Flasche ist für 25 € erhältlich) ziehen viele Stammgäste immer wieder in die Friture Joslet.
Je nach Größe der Kirmes werden beim Aufbau, der innerhalb eines Tages erfolgt, mindestens 10 Einzelwagons miteinander verbunden, in denen das gemütliche Restaurant zur Kirmeszeit untergebracht ist.
Den Kiermeskascht von Joslet können Sie dieses Jahr noch auf der Péngschtkiermes in Esch/Alzette, der Garer Kiermes in der Stadt, dem Jumping-Weiswampach und auf der Schueberfouer genießen.
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REZEPTE UND FOTOS MICHELLE THALER
MILCHSHAKES
Süchtig nach Sommer
Michelle Thaler hat einen der erfolgreichsten Blogs aus dem österreichischen Vorarlberg gegründet. Auf www.sugar-stories.com nascht das Auge mit. Alltägliche Süßigkeiten gibt es bei ihr nicht, denn egal ob Milchshakes, Cupcakes oder Cookies, Michelle will neue Geschmackswelten entdecken. Aber Vorsicht: Ihre Rezepte sind nur für mutige Naschkatzen!
BLUEBERRY COCONUT SHAKE Ergibt 1 Glas • 100 g Blaubeeren • 150 ml Kokosmilch • 50 ml Mineralwasser Die Blaubeeren pürieren. Mit einem Schneebesen die Kokosmilch unterrühren. In ein Glas geben und vorsichtig mit Mineralwasser aufgießen. 90 | KACHEN | 2 / 2015
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REZEPTE n
STRAWBERRY CHEESESHAKE Ergibt 1 Glas • 1 Kugel Vanille- oder Erdbeereis • 75 g Philadelphia • 2 EL Zucker • 2 EL Joghurt • 1 Ei • 1 Prise Salz • Erdbeermarmelade • 4-6 Butterkekse Das Eis in einer großen Schüssel antauen lassen. Währenddessen Philadelphia, Zucker, Joghurt, Ei und Salz in einer mikrowellengeeigneten Schüssel mit einem Schneebesen verrühren. Mit Frischhaltefolie abdecken – aber einen kleinen Spalt offen lassen – und für 1 Minute in die Mikrowelle geben. Danach umrühren und erneut für 30 Sekunden in der Mikrowelle erwärmen. Einen Löffel in die Marmelade tauchen und mit dem Löffelrücken die innere Glaswand mit Marmelade bestreichen. Die Butterkekse fein zerbröseln. Mit der Cheesecake-Masse zum angetauten Eis geben, alles gut verrühren und in das Glas füllen.
VANILLA COKE FLOAT Ergibt 1 Glas • 2–3 Kugeln Vanilleeis • etwa 150 ml Vanilla Coke Das Vanilleeis in ein Glas geben und mit Vanilla Coke aufgießen – ganz langsam und vorsichtig (sonst wird das eine Riesensauerei!) mit einem Löffel kurz umrühren und mit einem Strohhalm genießen.
GEWINNEN & GENIEßEN Wir verlosen 4 Bücher „Sugar Stories“. Schicken Sie eine Mail mit dem Stichwort “Milchshakes” an gewinnen@kachen.lu und beantworten Sie folgende Frage: Aus welcher Region Österreichs kommt Michelle Thaler? Das Buch ist bei Michelle Thaler im Selbstverlag erschienen und kostet 30 €. Weitere Informationen unter www.sugar-stories.com. Einsendeschluss ist der 07.08.2015.
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