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ISSN 1663-652X

art ensuite

Schweiz SFr. 4.00, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien € 6.00

November 2011 Schweizer Kunstmagazin

Körper Das Mysterium des Körpers im Kunstmuseum Bern

Maman Louise Bourgeois in der Fondation Beyeler

Lachen Humor in der Kunst im Musée cantonal des Beaux-Arts in Lausanne


20 Jahre Galerie Rigassi:

2.

Georg Baselitz / Joseph Beuys / Balthasar

Burkhard / Martin Disler / Rolf Iseli / James Licini / A. R. Penck / Arnulf

Rainer / Antoni Tàpies / Richard Serra / Arman / César / Christo / Gérard

Deschamps / François Dufrêne / Raymond Hains / Yves Klein / Martial

Raysse / Mimmo Rotella / Niki de Saint Phalle / Daniel Spoerri / Jean Tinguely

/

Jacques Villeglé

/

Hansjürg Brunner

/

James Lee Byars

Dr. George Ta’kata Ward Tjapaltjarri / Patrick Lo Giudice / Jürgen Klauke Tilmann Krieg / Marie-Jo Lafontaine / Elena Preis / Andreas Reichlin

2. Ausstellung Monika Rutishauser / Gaudenz Signorell / Bruno Vautrelle / Willy Weber Les Nouveaux Réalistes Art Brut / Pole Lehmann / Philipp Saxer

/ Louis Soutter / Michael Ball

23. –Klossner 23. Dezember 2011 AlfredNovember Jensen / Franticek / Jürg Leiser / Albert Merz / Christina Priska Oldani / Nakis Panayotidis / Irina Polin / Karl Manfred Rennertz

Arman César / Christo / Pavel Schmidt / Gérard / Leopold Schropp / Lorenz Reini Rühlin// Klaudia Schifferle Deschamps / François Dufrêne / Hartmann / Svetlana Spring / Marie-Theres Amici / Andy Denzler / Thomas Raymond HainsPedroli / Yves Klein / Kopystiansky / Gregorio / Christoph Rütimann / Anatoly Shuravlev Martial / Mimmo Rotella / Hans WitschiRaysse / Zhou Brothers / Christian Bolt / Louise Bourgeois / Francesco Niki de/ Max Saint / Daniel Spoerri Clemente Hari /Phalle Farhad Ostovani / Urs Plangg / Maria /Serebryakova Jean Tinguely/ Anselm / Jacques Beatrix Sitter-Liver Stalder Villeglé / Charles Stiven / Andreas von Weizsäcker / Rusanna Werbicki / Istvan Balogh / Daniele Buetti / Yves Dana Pascal Danz / Verena Immenhauser / Sue Irion Kaeseberg / Juan Martínez / Steve Miller Therese Weber

/

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Stehlik / Ingeborg Lüscher / … Münstergasse 62, Bern RESTA URA N T

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Titelseite und Bild rechts: Louise Bourgeois, The Blind Leading the Blind, 1947–1949, Rot und schwarz bemaltes Holz, 170,5 x 163,5 x 41,3 cm, Privatsammlung, Foto: Christopher Burke. © Louise Bourgeois Trust / 2011, ProLitteris, Zürich. Aus der Ausstellung «Louise Bourgeois» in der Fondation Beyeler (S. 14)

Augenspiel ■ Der Mythos vom Kunstfälscher hat in jüngster Vergangenheit einmal mehr Aufwind erhalten. So etwas wie ein Robin Hood der Kunstszene war er immer wieder. Er, der handwerklich erstklassig kopiert. Er, der die Experten um die Finger wickelt. Er, der den Reichen Glas – oder eher noch Plastik – für Diamanten verkauft. Weniger um des Profites Willen tut er seine Tat als der Herausforderung wegen. Schaffe ich es, die Augen der Kenner zu täuschen? Und heute mit all den modernen Untersuchungstechniken gilt es nicht nur, eine Oberfläche perfekt zu imitieren, sondern auch die Farben, Leinwand, Rahmung täuschend echt aussehen zu lassen, als stamme sie tatsächlich vom Künstler. Wolfgang Beltrachi hat erst kürzlich vor Gericht 57 Fälschungen gestanden. Ein Skandal ist sein Fall geworden. Weniger seinet- und seiner Fälschungen wegen, sondern vielmehr, weil zahlreiche namhafte Experten, Kunsthistoriker, Galeristen und Auktionshäuser seine Fälschungen weitergereicht haben – und dabei durchaus auch einigen Profit gemacht haben. Darauf schien Beltrachi vor allem stolz gewesen zu sein: Die Kunstszene über Jahre hinweg an der Nase herumgeführt zu haben. Und natürlich auch wegen der Qualität seiner Fälschungen,

die ja nicht Kopien nach Originalen waren, sondern Eigenkreationen im Stile von Campendonk, Derain, Pechstein und anderen. Da geht es in China, genauer gesagt im chinesischen Dafen ganz anders zu. Erst Ende der 1980er Jahre entstand die erste Werkstatt zum Kopieren von Kunstwerken. Inzwischen sind es wohl über 300 Werkstätten und der Markt rund um die Fälschungen floriert. Dominik Imhof Chefredaktor

ensuite dankt für die finanzielle Unterstützung:

AUSSTELLUNGEN

KUNST IM BUCH

4

20 Prothese 20 Nabelhöhe 21 Bilderverbot

7 10

14 17

Kunst braucht Dialog art ensuite.ch

18

Santu Mofokeng – Kunsthalle Bern von Nicola Schröder Mythos Leib – Kunstmuseum Bern von Nicola Schröder Incongrue – Musée cantonal des Beaux-Arts Lausanne von Dominik Imhof Louise Bourgeois – Fondation Beyeler von Monique Meyer Off-Spaces – Bericht von Gabriel Flückiger neinundaber – Interview von Jana Vanecek

Kunstkalender 22 22 24 25 26 26 26 27 27 27

Aarau Bern Biel Fribourg Luzern Neuchâtel Solothurn Thun Zug Zürich

30 Impressum

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In diesem Heft


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Aura des Abwesenden Von Nicola Schröder Bild rechts oben: Santu Mofokeng, Winter in Tembisa, um 1991, Courtesy Lunetta Bartz, MAKER, Johannesburg. © Santu Mofokeng, Essay: Township Billboards: Beauty, Sex and Cellphones

Bild rechts unten: Santu Mofokeng, Christmas Church Service, Mautse Cave – Free State, 2000, Courtesy Lunetta Bartz, MAKER, Johannesburg. © Santu Mofokeng, Essay: Chasing Shadows

■ Die aktuelle Ausstellung der Berner Kunsthalle zum fotografischen Werk des südafrikanischen Künstlers Santu Mofokeng bietet einen Einblick in die Auseinandersetzung des Künstlers mit seinem bis anhin dreissigjährigen Werk. Anhand von Saaltexten und dokumentarischen Elementen wird im Zusammenhang mit einer grossen Anzahl von Fotografien ein sehr persönliches Bild des Künstlers mit Blick auf seine Heimat gezeichnet. Die Arbeiten Mofokengs sind dabei nicht sofort mit gewohnten Seherfahrungen zu ergründen, obwohl sie formal leicht in den Kanon westlichen Kunstverständnisses einzuordnen wären. Vielmehr sind sie als Essays zu lesen, die um eine bestimmte Absicht kreisen. Wie Mofokeng selbst angibt, seien seine Aussagen nie mit nur einem einzelnen Bild zu treffen. Denn das eigene Interesse des zunächst als Strassenfotografen tätigen Mofokeng gilt bereits seit seinen frühen Auseinandersetzungen mit der Fotografie den Darstellungen der afrikanischen Lebensweise. Im dokumentarischen Teil der Ausstellung, die eine wissenschaftliche Auseinandersetzung Mofokengs mit dem Thema zeigt, wird deutlich, inwiefern gerade in der Mitte des 20. Jahrhunderts das Selbstbild der Afrikaner von westlichen Wert-, und aber auch kontrastierenden Klischeevorstellungen geprägt war. Mofokeng ist demgegenüber sehr sensibilisiert,

Santu Mofokeng. Chasing Shadows. Thirty Years of Photographic Essays Sven Augustijnen. Spectres Kunsthalle Bern. Helvetiaplatz 1, 3005 Bern www.kunsthallebern.ch Geöffnet Dienstag bis Freitag 11:00–18:00 h, Samstag und Sonntag 10:00–18:00 h Bis 27. November

das Afrikanische seiner Mitmenschen zu ergründen und befasst sich dafür unter anderem eingehender mit dem Begriff der Heimat. In ihr sieht er allerdings wiederum auch eine Vermischung verschiedenster Weltanschauungen. Er spricht von einem prägenden Cocktail aus Dogmen, der heidnische Rituale mit christlichen Überzeugungen vermengt. Diese Zwiespältigkeit des afrikanischen Kontinents sticht auch aus seinen Bildern hervor. Fotografien, die dokumentarisch von einer Ambivalenz sprechen, die einen ganzen Kontinent, aber auch die subjektive Wahrnehmung des Fotografen charakterisieren. Dieser empfindet seinerseits zwiespältige Gefühle gegenüber dieser Ambivalenz. Seine Fotografien zeigen Menschen in Momenten religiöser oder ritueller Andacht, zwischen Kontemplation, Performanz und Feier. Teils im Widerspruch zur Umgebung finden solche Zusammenkünfte oder Äusserungen statt. So verwandeln sich Pendlerzüge wiederkehrend in vibrierende und laut tönende Messen, Felsenhöhlen werden zu Kirchen und eigentlich durch Industrie und Rohstoffabbau verseuchte Flüsse zu Schauplätzen ritueller Waschungen. Wesentlicher Aspekt der Auseinandersetzung ist immer auch die Landschaft und in ihr impliziert die blutige Geschichte eines Landes zwischen Kolonialismus und Apartheid. Doch Mofokeng konkretisiert die Greuel von Apartheid und Völkermorden in seinen Bildern nicht, vielmehr ergründet er die Schauplätze nach den Auren ihrer Opfer. Das kollektive Gedächtnis verändere die Beziehung zu Raum und Landschaft tiefgreifend, womöglich deshalb erscheinen bestimmte Landschaften dem Unterrichteten geisterhaft anklagend. Möglicherweise sind es genau die Abwesenden, die Mofokeng hier mit seiner Kamera einfängt und ihnen damit in eindrücklicher Weise einen Weg an die Oberfläche bahnt. Er lässt Orte sprechen und das Gedächtnis arbeiten, das über das vermeintlich Abwesende in die Tiefe führt. So macht er sich mit seinem Arbeitsgerät, wie er selbst sagt, auf die Jagd nach Schatten, die von dem sprechen, was passierte. Jene Art von Schatten, die in Sotho als «seriti» bezeichnet werden und die nicht primär die Abwesenheit von Licht bedeuten, sondern erst im übertragenen Sinne und dabei von unsichtbaren Phänomenen sprechen, die gleichwohl auf die Bedingtheit von Licht und Dunkelheit in der Existenz abzielen. Diese Neigung zum Dunklen, Bizarren und Allegorischen sieht Mofokeng selbst allerdings beinahe als Defizit seines künstlerischen Schaffens. Denn wenn er andernorts seine Überzeugung erklärt, dass Schönheit für ihn ohne Wahrheit unbefriedigend sei, macht er implizit deutlich, dass seine Darstellungsweise auch aus einer ästhetischen Auffassung resultiert, die Leid nicht sichtbar machen muss, um es darzustellen. Um den emotionalen Appell seiner Bilder dabei jedoch auch nicht über zu vordergründig gesetzte Reize zu erwirken, verzichtet er oftmals auf Farbe und bedient sich der Schwarzweissfotografie. Im Untergeschoss der Ausstellungsräume wartet Kurator Philippe Pirotte als Ergänzung zum Werk Mofokengs in seiner nunmehr letzten Ausstellung für die Berner Kunsthalle mit einem eigens eingerichteten Kinosaal auf, der im Rahmen der Reihe «The Idea of Africa (re-invented)» den Film «Spectres» des belgischen Künstlers Sven Augustijnen zeigt. Ein Film, der in 90 Minuten mehrperspektivisch und performanceartig auf die historischen Gegebenheiten der Inbesitznahme des Kongo durch Frankreich und das nachfolgend pseudohafte Aufarbeitungsstreben verweist.


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ensuite.ch Galerie für Gegenwartskunst Elfi Bohrer, Im Burgwies 2, 8906 Bonstetten Telefon 044 700 32 10 100 m² Kunstfenster Dorfstrasse 13, Bonstetten

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Präsenz des Schmerzes Von Nicola Schröder erscheinende Verzicht auf Köpfe soll dabei das starke Kommunikationspotenzial hervorheben, über das bereits der Leib verfügt. De Bruyckere knüpft mit ihrer Darstellungsweise sowohl an christliche Vorstellungen wie an zeitgenössische Weltfragen an und bietet hier gleichzeitig einen unendlichen Interpretationsraum. Ihre Annäherung ist nicht zuletzt auch eine religiöse und so ist ihr die in Bern ermöglichte Gegenüberstellung des Christus von Lucas Cranach in dessen «Schmerzensmann» auch ein persönlicher Herzenswunsch gewesen. Das spätestens 1535 entstandene Gemälde dieses «Malers der Reformation» bietet zentral gehängt

Berlinde De Bruyckere, Into One-Another III. To P.P.P., 2011, Wachs, Epoxidharz, Eisen, Vitrine, 193 × 183 × 86 cm. Courtesy Hauser & Wirth, Fotografie: Mirjam Devriendt

Mysterium Leib Berlinde De Bruyckere im Dialog mit Cranach und Pasolini Kunstmuseum Bern, Hodlerstrasse 8-12, 3000 Bern 7 www.kunstmuseumbern.ch Geöffnet Dienstag 10:00–21:00 h, Mittwoch bis Sonntag 10:00–17:00 h Bis 12. Februar

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■ Es war das deutsche Wort des «Schmerzensmannes», das der belgischen Künstlerin Berlinde de Bruyckere vor nunmehr fünfzehn Jahren in besonders nachhaltiger Weise die ihm inhaltlich zugedachte Bedeutung vermittelte. Wie in keiner anderen Sprache lasse es ihrem Empfinden nach ein Bild vom Leid des Bezeichneten aufscheinen. Denn es ist die Frage nach der Existenz und deren Äusserung im Körper, denen sich De Bruyckere in ihrem Werk widmet. Ihre plastischen Arbeiten aus Materialien wie Epoxidharz, Wachs, Holz und Eisen führen dabei in drastischer Weise die Vergänglichkeit des Fleisches vor Augen. Ihre Skulptur «Schmerzensmann V» stellt beispielsweise Formen eines menschlichen Körpers vor, der des Kopfes beraubt und aufgeschlitzt nurmehr als eine häutene Hülle erscheint. Beinahe wie übergestülpt hängt diese Gestalt, einem tierischen Kadaver gleich, in blossgelegter Weise von einer mehrere Meter hohen Säule herab, die zugleich schützende Entrückung wie auch die verletzliche Exponiertheit des Leibes bezeichnet. Die Grenzen zwischen Menschlichem und Tierischem verschwimmen dabei ebenso wie diejenigen zwischen einzelnen Individuen. In die Auseinandersetzung mit dem Fleischlichen bezieht die Künstlerin vorrangig auch das Leiden ein und dies betrifft die verschiedenen Lebensformen gleichermassen. Ihre künstlerische Sprache ist dabei eine schockierend direkte und wirkt auf den sensiblen Betrachter hinsichtlich der im Kopf entstehenden Bilder leicht verstörend. Denn die gesichtslosen Figuren der Künstlerin muten dem Betrachter, ob hingeworfen oder sich in der Vereinigung aufbäumend, in ihrer weiss-blauen, rötlich gefleckten Textur den Anblick vergehenden Fleisches zu. Der naheliegende Begriff der Fleischeslust kann in diesem Zusammenhang auf Bedürfnisse jedweder Art bezogen werden und steht gleichzeitig auch für das ihm eigene Zerstörungspotential. Der besonders martialisch


art ensuite Schweizer Kunstmagazin November 2011 | 8 Bild oben: Pier Paolo Pasolini, Filmstill aus: Il Vangelo secondo Matteo, 1964, schwarzweiss, 142 Min., Produktion: Alfredo Bini-Arco Film (Rom)/Lux C.ie Cinematographique de France (Paris)

Bild rechts: Lucas Cranach d.Ä., Schmerzensmann, um 1515 oder 1535, Rotbuchenholz, 56,9 x 39,6 cm, Evangelische Kirchengemeinde Wörlitz. © KSDW, Bildarchiv, Heinz Fräßdorf, 1999

einen fulminanten Ausgangspunkt für den intendierten Dialog über die Auseinandersetzung und das SichEinlassen auf den Leidensaspekt der Existenz. War das Leid in Cranachs Zeit im Rahmen der Heilsgeschichte noch funktional eingebunden, wie es auch die weiteren gezeigten Holzschnitte von seiner Hand demonstrieren, so scheint das körperliche Leid heute an den Rand der fortschrittlichen Gesellschaft verbannt, die Frage nach seinem Sinn zunehmend unergründlicher. Cranachs Darstellung zeigt Christus in einer zuvor nicht dagewesenen Menschlichkeit und vermittelt in einer für De Bruyckere inspirierenden Weise gerade über den zunehmenden Realismus eine spürbare Geistigkeit des Körperlichen. Diese Menschlichkeit des Gottessohnes war es, die auch den Filmemacher Pier Paolo Pasolini bei seiner Ergründung der menschlichen Natur besonders umtrieb. Fortdauernd und leidenschaftlich setzte er sich mit Fragen der Existenz auseinander und damit, wie Menschen an-

gesichts des allgegenwärtigen Leids überhaupt überleben können. Seine dies betreffenden Filme «Il Vangelo secondo Matteo» von 1964 und «Teorema / Geometrie der Liebe» von 1968 waren und sind als beissende Kritik der modernen, konsumorientierten Gesellschaft zu verstehen. In ebenfalls meist deutlichen, brutalen und körperlich orientierten Bildern versuchte Pasolini darin dem Mysterium der Wirklichkeit auf die Spur zu kommen. Die nun in Bern zu sehende Ausstellung demonstriert eine referentielle und hommageartige Anlehnung der belgischen Künstlerin an diese beiden nur auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinenden Künstler und schärft den Blick für die tief- und zugleich weit zurückgreifenden Ansätze ihres Werkes. Ihre eindrückliche Vermischung von religiösen, mythologischen und aktualitätsbezogenen Elementen erhält nicht zuletzt einen anschaulichen Charakter in ihrem Zyklus «Romeu, ‹my deer›». Diese Darstellungen um

die Gestalt eines Hirsches, der lange als Symbol für Christus galt und ebenso in mythologischen Zusammenhängen eine wichtige Funktion hatte, bekommt darin den Charakter von Schlachtvieh verliehen. Sein Geweih, das als Ausdruck von Leben interpretiert wurde, da es Stärke und Sexualität demonstriert, wendet sich nun gegen ihn selbst und steht damit für die eigene Zerstörung. In einer klar strukturierten und reduzierten Ausstellungssituation präsentiert das Kunstmuseum derzeit die bisher grösste Schau der Werke De Bruyckeres. Mit einer Auswahl von sechs Skulpturen aus den Jahren 2006 bis 2010 und insgesamt 32 Arbeiten auf Papier wird den schwer daherkommenden Arbeiten Raum gegeben, ihre Aura und den intendierten Dialog mit Teilen der Passionsgeschichte und büssenden Heiligen Cranachs sowie Pasolinis Filmen sinngebunden zu entfalten.


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Verführerisches Lächeln Von Dominik Imhof Vik Muniz, Clown Skull, 1989–1990, Plastique moulé, 21 x 13 x 19,5 cm, Daros Latinamerica Collection, Zurich, Foto: Peter Schälchli, Zurich

■ Bei Umberto Ecos «Il nome della rosa» ist das nicht überlieferte aristotelische Buch über die Komödie Ausgang eines mittelalterlichen Krimis. Ein Abt versieht das Buch mit Gift, um zu verhindern, dass es gelesen wird, denn er glaubt, Lachen beraube den Menschen um die Furcht vor Tod und Teufel. Diese Furcht haben die Macher der Ausstellung «Incongrue. Quand l’art fait rire» im Lausanner Musée cantonal des Beaux-Arts ganz sicher nicht, denn sie breiten eine Vielzahl an Kunstwerken vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart in ihren Ausstellungsräumen aus, die gerade das Lachen, den Humor und den Witz thematisieren. Unpassend, wie der Titel besagt, ist da manches – und soll es auch. Die überraschende Kombination, das Unpassende, ist ja schliesslich der Auslöser für Lachen und Humor. Über Jahrhunderte war das Lachen zwar menschlich, vielleicht auch lebensnotwendig, aber auch weit ausserhalb jeglichen Decorums. Gerade in der bildenden Kunst hatte

Incongru. Quand l'art fait rire Musée cantonal des Beaux-Arts, Palais de Rumine, Place de la Riponne 6, 1014 Lausanne www.musees.vd.ch/fr/musee-des-beaux-arts Geöffnet Dienstag bis Mittwoch 11:00–18:00 h, Donnerstag 11:00–20:00 h, Freitag bis Sonntag 11:00–17:00 h Bis 15. Januar 2012. Mit Katalog

das Lachen, genauso wie Humor und Komik überhaupt, keinen Platz. Die durch Lachen deformierten Visagen galten als wenig darstellungswürdig, im Gegenteil, man sah in ihnen wohl eher das Antlitz des Teufels, das Antlitz, vor dem sich Ecos Abt so fürchtet. Nur die Groteske und schliesslich die Karikatur durften es sich erlauben, mit Humor die Alltäglichkeiten zu umspielen. Und trotzdem war die Faszination für das Lachen auf Seiten der Kunstschaffenden doch immer da und zeigt sich im Rückblick in all seiner Vielfalt: vom Schmunzeln zum Schenkelkopfer, vom zärtlichen Anlächeln bis zum teuflisch-verführerischen Lachen, vom Sprachwitz bis zur Pointe, vom schwarzen Humor zur Ironie, dem Sarkasmus und dem Spott. Fast das ganze Panoptikum des Lachens breiten die Ausstellungsmacher in einer Galerie des Lachens aus. Hier finden sich Porträts lachender Personen, etwa George Achille-Foulds «Madame Satan: séduction» aus dem beginnden 20. Jahrhundert mit ihrem verführerischen Lachen. Mit Schmuck, Blumen, ihren körperlichen Reizen und nicht zuletzt ihrem Lachen will sie von der Schlange, die in ihrem Dekolleté verschwindet, und ihren Flügeln ablenken. Felix Vallottons «Jean-Adolphe Schmidt» von 1907 zeigt sich dagegen in einem einfühlsam-zurückhaltenden Lächeln, wie es bis anhin üblich war. Es ist das Lächeln, wie es das Zeitalter der Fotografie – des Passfotos – allgegenwärtig machte. Yue Min Jun bringt es auf den Punkt mit seinen 25 Selbstporträts als lebensgrosse Figuren: 25 Mal dasselbe Grinsen, dasselbe verzerrte Gesicht. Die Karikatur darf hier nicht fehlen. Honoré Daumier – natürlich – oder Glen Baxter mit seinen Cowboy-Szenen im Kunstmilieu, wo beim Anblick eines Monet schon mal ein Pferd mit Reiter scheuen kann. Die vermeintliche Giacometti-Skulptur im selben Raum lässt dagegen den Betrachter scheuen: da stimmt was nicht. Die gertenschlanke Bronzefigur in Lebensgrösse schwingt gekonnt einen Golfschläger! Das Vertraute trifft auf das Unpassende. So wird Lachen erzeugt, was den Kunstschaffenden kein Geheimnis ist. Sie machen die Gesten und Mechanismen deutlich, etwa wenn Bas Jan Ader per Velo in die Amsterdamer Grachten stürzt, als wäre er einem Slapstickfilm entsprungen. Wir treffen bei Cecilia Edefalk auf Laurel und Hardy und Anna und (der erst kürzlich verstorbene) Bernhard Blume winden sich in artistischen Verrenkungen zwischen konstruktivistischen Formen. Olaf Breuning lässt auf einer Fotografie die Skulpturen der Osterinsel zu grinsenden Mickey Mäusen werden: «Easter Bunnies» von 2005. Das Lachen, das Peter Land in «Joie de vivre» von 1998 auf Ewig schüttelt,


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art ensuite Schweizer Kunstmagazin November 2011 | 12 Bild oben: Glen Baxter, Sans titre (Monet produisait toujours un profond effet sur nous deux), 2003, Crayons de couleurs et encre, 26 x 38 cm, Collection Frac HauteNormandie, Foto: Marc Domage

Bild rechts: Valentin Carron, L’homme qui swing II, 2007, Holz, Metal, Harz, Acrylfarbe, 225 x 140 x 51,5 cm, Collection Ringier, Zurich

bleibt uns bei «Clown Torture» von Bruce Nauman – wie der Titel schon vermuten lässt – im Halse stecken. Dem armen Clown wird nichts erspart, und wenn er schon traditioneller Weise einiges einstecken muss, dann bei Nauman noch ein Vielfaches mehr. Man ist dann fast erleichtert, dass einiges an Lachen gleich in Dosen abgefüllt wurde, wie bei Yoshua Okons «Canned Laughter». Von Nedko Solakov erfahren wir die Wahrheit: «The Earth is Plane, The World is Flat» heisst seine Installation, die anhand von Film, Zeichnungen, Zeitungsartikeln, Dokumenten und vielem mehr die Mechanismen der Propaganda als Satire deutlich macht. Die eigentliche Klammer der Ausstellung bildet aber nicht die Darstellung des physischen Lachens, vielmehr ist es der Humor in Wort und Schrift. So empfängt uns Omar

Alessandros Aufschrift von 2007 auf einer grauen Blache: «L’artiste se repose.» Der Künstler muss sich eben mal ausruhen, dabei hat er noch gar nichts geschaffen. Daneben hängen Werke von Bethan Huws, Thomas Huber oder John Baldessari, die jeweils eine eigene Variante der Humorerzeugung präsentieren, mithilfe von Wort, Titel, Erzählung und anderem. Und entlassen werden wir von der Installation «Time Specific» des rumänischen Künstlers Dan Perjovschi mit seinen hunderten von direkt auf die Wand gezeichneten Texten, Textfragmenten und comicartigen Illustrationen. Alltägliches, aus News und Medien, aus Politik und Weltgeschehen bis zum Privaten wird hier skizzenhaft als grosse Satire auf die Wand gebracht. Die Angst vor Tod und Teufel im Angesicht des Lachens ist vielleicht doch nicht so unbegründet. Die britische Komikertruppe Monty Python präsentierte in ihrer BBC-Fernsehserie «Monty Python’s Flying Circus» einen Sketch, der während des Zweiten Weltkriegs spielt. Ein britischer Witzmacher erfindet den lustigsten Witz und lacht sich dabei tot. Weitere Personen sterben beim Lesen des Witzes. So wird er kurzerhand ins Deutsch übersetzt und als Waffe gegen die Nazis verwendet. Und zuletzt heisst es: «In 1945 peace broke out.»


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Im Gewebe der Erinnerungen Von Monique Meyer Louise Bourgeois, The Waiting Hours (Detail), 2007, 12 Bilder, Stoff, jedes Blatt ca. 38,4 x 31,1 cm, Privatsammlung, courtesy Cheim & Read und Hauser & Wirth, Foto: Christopher Burke. © Louise Bourgeois Trust / 2011, ProLitteris, Zürich

■ Die monumentale Bronzespinne von Louise Bourgeois kennen nun wohl viele Menschen in der Schweiz, hat doch die bedeutende Skulptur, bevor sie in den Park der Fondation Beyeler zu stehen kam, die Städte Bern, Zürich und Genf mit ihrer Anwesenheit auf prominenten Plätzen beehrt. «Maman» – so der Titel der Skulptur – war Werbeträger und Auftakt zugleich für die Ausstellung in der Fondation Beyeler, die zum 100. Geburtstag von Louise Bourgeois (1911–2010) eingerichtet wurde. Zwar sind bisher keine Werke Bourgeois’ in der Beyeler-Sammlung vertreten, jedoch wurden sie mehrfach ausgestellt und nicht zuletzt könnte man ihre Werke als Bindeglied zu den hauseigenen Sammlungsbeständen ansehen. In dieser Weise werden die Werke der französisch-amerikanischen Künstlerin jedenfalls nun präsentiert: Rund zwanzig Exponate aus fast allen Lebensphasen werden Gemälden und Skulpturen der Sammlung gegenübergestellt – Werken, die für Bourgeois prägend waren oder zu deren Künstlern sie eine besondere Beziehung hatte, u. a. Paul Cézanne, Fernand Léger, Francis Bacon, Pablo Picasso oder Alberto Giacometti. Einerseits wünschte man sich manchmal, Bourgeois’ Werke stünden alleine im Raum, oft verstellen die gewünschten Dialoge den Blick auf das Wesentliche in ihren feinen, oft rätselhaften Arbeiten. Andererseits wird in diesen Begegnungen ersichtlich, dass Bourgeois’ Œuvre eine vermittelnde Rolle zwischen der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst einnimmt. Es sind die grossen Fragen des Le-

Louise Bourgeois. A l ' infini Fondation Beyeler, Baselstrasse 101, 4125 Riehen / Basel www.fondationbeyeler.ch Täglich 10:00–18:00 h, mittwochs 10:00–20:00 h Bis 8. Januar 2012. Mit Katalog

bens – Sehnsucht, Erinnerung, Liebe, Sexualität, Tod –, denen sich Bourgeois zeitlebens widmete und denen sie in verschiedenen Techniken eine Form, eine ganz persönliche Perspektive gab. Zu Beginn der Ausstellung treffen wir auf Werke, die in ihrer Komposition abstrakt und auf wenige Formen reduziert sind. «Red Fragmented Figure» (1953), eine Stelenfigur aus der Werkgruppe der «Personages», zeigt die formale Verwandtschaft zu Fernand Léger, der Bourgeois’ Lehrer war und ihr das räumliche Denken und sodann den Weg zur Bildhauerei bereitete. Mit «The Blind Leading the Blind» (1947–1949), einer aus schwarz und rot bemalten Holzkeilen zusammengesetzten Skulptur, schaffte Bourgeois ein wichtiges Werk des abstrakten Expressionismus. Hier wird es Barnett Newmans Gemälde «Uriel» (1955) beigestellt. Wo es bei Newman um die Reduzierung auf Fläche und Farbe ging, beschränkte sich Bourgeois auf das räumliche Zusammenspiel von trigonometrischen Formen. In einer anderen Stelenfigur aus dem Jahr 2000, die auf den ersten Blick ebenfalls abstrakt wirkt, stapelte die Künstlerin kleine Kissen aus verschiedenen Stoffen übereinander und stellte damit eine Reminiszenz an die TapisserieGalerie ihrer Eltern her. Bourgeois erinnerte sich auch in den späten «Fabric Works» ihrer Herkunft, wo sie wie in «The Waiting Hours» (2007) aus Stoffen ihrer getragenen Kleider eine Art textile Tagebücher erarbeitete. Die vierzehn grossformatigen bemalten Radierungen, «A l’infini» (2008), die erstmals öffentlich präsentiert werden, sind ein zentrales Werk in der Ausstellung. Zwei jeweils sich begegnende Linien beruhen auf dem Prinzip des Lebens, das durch verschiedene Begegnungskonstellationen bestimmt ist. Das Leben

erscheint als ein Gewebe bestehend aus Erinnerungsfäden. Das Fadenspinnen ist ein starkes und wichtiges Symbol in Bourgeois’ Schaffen und tritt in verschiedenen Arbeiten auf, nicht zuletzt in der oben bereits erwähnten Bronzeplastik «Maman» (1999). Diese ist nicht nur eine Hommage an ihre Mutter, die, wie die Spinnen, immer wieder Gewebe, oder eben Tapisserien, erneuerte, sondern auch ein übergeordnetes Gleichnis des Lebens, das sich immer wieder erneuern und weiterbestehen muss. Louise Bourgeois drückte dies so aus: «Ich kam aus einer Familie von Reparateuren. Die Spinne ist ein Reparateur. Wenn man in das Spinnennetz ein Loch schlägt, wird sie nicht irr. Sie webt und repariert es.» Die Spinne als Mutter beschützt ihre Kinder und gibt ihnen Leben. In diesem Kontext ist auch die 220-teilige Folge der «Insomnia Drawings» (1994/95) anzusiedeln. Die während der Nacht – Louise Bourgeois litt an Schlaflosigkeit – entstandenen Zeichnungen und Notizen kreisen um die Fragen ihres Lebens, ihrer Geschichte, ihrer Erinnerungen sowie ihrer inneren Konflikte. Den Schluss der Ausstellung macht die grösste ihrer berühmten «Cells», die «Passage dangereux» (1997), eine Art Käfig, in den man aber nicht eintreten, sondern nur von aussen Einblick auf verschiedene Gegenstände erhaschen kann. Der aus Drahtzaun gefertigte Käfig mit einem langen Gang und kleineren Seitenabteilen beinhaltet persönliche, zum Teil bizarre Gegenstände, die eng mit ihrer Kindheit und Pubertät in Zusammenhang stehen. Der Betrachter blickt voyeuristisch in eine unheimliche Rumpelkammer mit beinahe sakraler Ausstrahlung und nimmt teil an Bourgeois’ rätselhaftem, beängstigendem, aber auch humorvollem Universum.


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Peter Weibel MEDIAPOET


Von Eigenständigkeiten und Experimenten ■ Unabhängige Kunsträume unter einen gemeinsamen Nenner zu bringen, fällt nicht leicht. Schon die Bezeichnungen sind äusserst vielgestaltig und reichen von im deutschen Sprachgebiet gebräuchlichen «Off-Space» über den «nichtkommerziellen Ausstellungsraum» bis hin zu den englischen «alternative site» oder «artist-run space». Auch sind in diesen Begriffen jeweils unterschiedliche Örtlichkeiten subsumiert: von Schaufenstern über Privatwohnungen bis hin zur Industriehalle oder dem klassischen White Cube fällt fast alles darunter, was nicht kommerzielle Galerie oder etablierte Ausstellungsinstitution (Kunstmuseen, -häuser, -hallen etc.) ist. Im Folgenden eine punktuelle, unfertige Auflistung möglicher Charakteristika unabhängiger Räume. Unabhängige Schweizer Kunsträume sind vor allem aus einer Notwendigkeit der Kunstschaffenden selbst entstanden. Künstler stellten Künstler aus. Off-Spaces boten pragmatische Möglichkeit zur Produktion und zum Ausstellen von Kunst – in Eigenverwaltung und ohne Legitimationsdruck. Mittlerweile sind viele OffSpaces mit Kuratorium ausgestattet und werden auch von Kunsthistorikern betreut, doch agieren sie in den meisten Fällen immer noch unabhängig von Aufsichtskommissionen oder sonstigen übergeordneten Instanzen. Um diese Eigenständigkeit zu garantieren, wird ein Grossteil der organisatorischen und administrativen Arbeit als ehrenamtliche Eigenleistung erbracht. Denn ein Off-Space ist grundsätzlich nichtkommerziell ausgerichtet und neben ganz seltenen Verkaufsprovisionen stellen kantonale sowie städtische Subventionen oder Gönnerbeiträge die einzigen Finanzierungsquellen dar. Die öffentliche Finanzierung ist dabei im Vergleich zu etablierten

grossen Institutionen aber gering und vor allem stellt deren Beantragung für unabhängige Räume ein aufwendiges Verfahren dar. Deshalb fordert beispielsweise Daniel Suter vom Marks Blond Project R.f.z.K. in Bern und offizieller Vertreter der Organisation unabhängiger Kunsträume «OFFOFF», dass alternative Räume projektungebunden und pauschal mit einem jährlichen Beitrag unterstützt werden sollten. Nur so können die Strukturen der Selbstorganisation aufrechterhalten werden. Off-Spaces zeichnen sich häufig durch eine vergleichsweise niedrige, fast schon demokratische Einstiegsschwelle aus. Zwar sind teilweise längerfristige Ausstellungsplanungen seitens der Leitungen vorhanden, doch können Kunstschaffende grundsätzlich vielerorts einfach vorstellig werden und mittels Ehrgeiz und Überzeugungskraft sich eine Ausstellungsmöglichkeit verschaffen. Off-Spaces bieten so vor allem jungen Künstlerinnen und Künstlern, welche keine Galerievertretungen haben, die Chance, ihre Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen. Doch nutzen auch ältere Kunstschaffende unabhängige Räume für Ausstellungen, da sie – nach Absprache mit der Leitung des Raumes – nicht selten eine Carte Blanche bezüglich der konkreten Realisation erhalten. Dies kann im Vergleich zu einer engen Zusammenarbeit mit Kuratoren innerhalb grösserer Ausstellungsinstitutionen gewünschte Freiheiten ermöglichen. Die Niederschwelligkeit rührt auch daher, dass Ausstellungen von eher kürzerer Dauer sind (teilweise nicht länger als ein paar Tage) und in hoher Folgefrequenz abgehalten werden. Das Fehlermachen sowie das Ausprobieren bekommen dadurch anderen Stellenwert. Nicht jede Ausstellung muss das gleiche

Qualitätsniveau erfüllen, sondern es wird auch Raum für das Misslingen gelassen. Viele Raum-Projekte haben selber temporären Charakter, sind kurzzeitige Zwischennutzungen und nur auf beschränkte Zeit hin ausgelegt. Aber auch bei Räumen mit bereits jahrelanger Beständigkeit, wie dem Kunstraum Aarau (seit 1990), dem Circuit aus Lausanne (seit 1998), Les Complices in Zürich (seit 2002) oder dem Berner Marks Blond Project (seit 2004), treten immer wieder grössere personelle, logistische oder ideelle Änderungen auf, was die Projekte jeweils lebendig hält. Thematische oder kunsttheoretische Ausrichtungen der einzelnen Off-Spaces sind je nach Ort sehr unterschiedlich. Beispielsweise versucht sich Marks Blond R.f.z.K. mit seinen künstlerischen Projekten an der Schnittstelle von Politik, Gesellschaft und Sozialem zu positionieren, der Kunstraum Aarau hingegen interessiert sich explizit für offene Kunstwerke, welche transdisziplinäre Forschungsprozesse beinhalten und immer eigens für die Ausstellung erstellt worden sind. Gemeinsam ist den Arbeiten, welche in unabhängigen Räumen entstehen, wohl, dass sie häufig andere Eigenschaften haben als jene in Galerien und etablierten Museen. Das experimentelle Ausprobieren, das Prozesshafte und der direkte Bezug zur öffentlichen Umgebung stehen oftmals im Vordergrund. Letzteres ist vor allem bei Projekten zu betonen, die sich als Störfaktoren verstehen. Denn Off-Spaces dienen auch als Bühne für Provokationen. Oder wie es der Kunstraum Aarau zusammenfassend ausdrückt: «Der unabhängige Kunstraum ist Laboratorium für Grenzüberschreitungen und Ausweitungen des Kunstbegriffs».

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Von Gabriel Flückiger


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Kunst, Kacke und andere Kontroversen Von Jana Vanecek ■ Anhand von zehn Fragen stellt artensuite in einer mehrteiligen Folge aktuelle Ausstellungsprojekte der anderen Art vor. In diesem Monat neinundaber in St. Gallen. Jana Vanecek sprach für artensuite mit der Mitinitiantin Brigita Zuberi. Seit wann gibt es neinundaber? neinundaber – raum für kunst und kontroversen gibt es seit November 2010. Am 19. November 2011 feiern wir unser einjähriges Jubiläum. Wer betreibt neinundaber? Das sind mein Partner Adrian Hanselmann und ich. Ich arbeite im Kunstmuseum St. Gallen als Leiterin der Kommunikation und studie-

neinundaber – raum für kunst und kontroversen Lämmlisbrunnenstrasse 4½, 9000 St. Gallen www.neinundaber.ch Ars Vitalis: Buch- und Filmpräsentation: Fr 11.11. ab 20:00 h neinundaber wird eins: Sa 19.11. ab 20:00 h kunst oder kacke und kekse – Improvisationstheater mit Kaschke und Meyer und Kekse: Sa 3.12. ab 20:00 h

re Theorie zu Kunst-, Design- und Medienpraxis. Adrian ist Werbeberater. Was bedeutet der Name? neinundaber ist aus der Diskussion heraus entstanden. Mein Partner und ich diskutieren oft über Kunst, sei es an Ausstellungen oder sonstigen kulturellen Veranstaltungen, dabei kommt meistens irgendwann ein Nein, dicht gefolgt von einem Aber. Daraus entstehen oft neue Gedankengänge und Ansätze. Ich denke dieses Nein und Aber ist auch im Kunstdiskurs zu Hause und passt daher gut zu unserem Raum. Es impliziert auch eine Möglichkeit der Diversität. In der Kunst ist und soll alles möglich sein. Es gibt so viele Positionen und Meinungen, was die ganze Sache extrem spannend macht. Der Name des Raums ist aus der Diskussion entstanden und die gezeigten Projekte sollen auch wieder dazu anregen und dahin führen. Weshalb gibt es neinundaber?

Welche Ziele verfolgt ihr? Wie bereits gesagt, sind dies sicherlich die Diskussionen, aber ich muss dies hier noch genauer erörtern. In erster Linie wollten wir einen Raum schaffen, der einerseits eine Plattform ist für Kunst- und Kulturschaffende aus verschiedenen Sparten, und andererseits auch ein Begegnungsort, wo ein Austausch stattfinden kann, und das nicht nur verbal. Wir haben uns nicht auf einen Ausstellungsraum beschränken wollen, es soll nicht nur die bildende Kunst im Vordergrund stehen. Bei uns ist die Palette an Projekten sehr breit gefächert. Das Spartenübergreifende und der daraus entstehende Diskurs ist das, was uns interessiert. Was ist anders an neinundaber? Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Was wir sicher bieten, ist eine gewisse Intimität, weil dies die Räumlichkeiten auch zulassen. Es ist ein Raum, der einen direkteren Kontakt mit den Kulturschaffenden


natürlich immer schwierig ist. Am Anfang war das Ganze ein Versuchsprojekt. Wir wollten erstmal sehen, wie und wohin sich neinundaber entwickelt. Doch durch das immer wieder positive Echo und die grosse Wertschätzung seitens der Besucher und Kunstschaffenden merken wir, wie wichtig dieser Raum für St. Gallen geworden ist. Anhand dieses Echos möchten wir weitere, noch attraktivere und auch zahlreichere Veranstaltungen realisieren, was finanziell eine grössere Herausforderung ist. Welche Bedeutung hat neinundaber für die Gesellschaft? Wir befinden uns im Linsenbühlquartier in St. Gallen, dies war bis jetzt kein übliches Quartier für solche Räume oder Galerien. Unsere Besucher sind nicht nur Personen, die eine Affinität zu Kunst haben, sondern auch begeisterte Nachbarn. So ermöglichen wir auch diesen Menschen einen unkonventionellen Zugang zu Kunst und Kultur und tragen einen wichtigen Teil zur kulturellen Vielfalt in der Stadt bei. Was bedeutet Erfolg für euch?

Wenn wir Projekte mit Leidenschaft realisieren und dies so an die Menschen weitergeben können und ein reger Austausch stattfindet. Mit welchen Schwierigkeiten kämpft ihr? Eigentlich nur mit finanziellen, aber da sind wir wohl nicht die einzigen. Allerdings wird man bei finanziellen Engpässen wiederum sehr kreativ und einfallsreich. Was zeigt ihr als Nächstes? Da wäre einmal am 11. November die Film- und Buchpräsentation von Ars Vitalis. Im Jahr ihres 30-jährigen Bestehens hat sich Ars Vitalis selbst filmisch porträtiert. In gespielten Szenen, anhand von historischem Material, Interviews und Mitschnitten von Konzerten wird Einblick gegeben in die vielfältige Arbeitsweise des Trios von 1980 bis 2010. Weiter geht es mit unserem Jubiläum am 19. November, welches wir gebührend feiern wollen. Am 3. Dezember folgt die sehr beliebte und vierte Ausgabe von «kunst oder kacke» – einem Improvisationstheater.

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ermöglicht. Man könnte sagen, wir holen die Kunst vom Sockel und die Schauspieler von der Bühne. Versteh mich jetzt nicht falsch mit dieser Phrase, wir wissen, dass dies so betrachtet nichts Neues ist im theoretischen Diskurs, aber in der Praxis wird dies immer noch viel zu wenig gelebt. Zur Veranschaulichung möchte ich die Theater- und Musikaufführungen und Performances erwähnen. Wir haben beispielsweise Schauspieler vom Theater St. Gallen und Musiker vom Sinfonieorchester St. Gallen bei uns, die normalerweise auf der Bühne spielen und somit eine grosse Distanz zum Publikum haben. Bei uns sind sie auf Augenhöhe und maximal einen Meter entfernt von den Besuchern. Diese Nähe bricht mögliche Hemmschwellen und ermöglicht in der Pause oder auch nach der Aufführung den persönlichen Austausch mit den Künstlern. Welche Rolle spielen ökonomische Fragen? Wie finanziert sich neinundaber? Wir tragen uns selber und versuchen, möglichst unser finanzielles Konzept beizubehalten, wobei das


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Kunst im Buch

Markus Schinwald, Katalog zu den Ausstellungen im Kunstverein Hannover und Lentos Kunstmuseum Linz, 2011, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 144 Seiten, Deutsch/Englisch, ca. Fr. 38.50.

Prothese ■ «Wo einem der Boden unter den Füssen weggezogen wurde, muss man versuchen schweben zu lernen.» Bei Markus Schinwald sollte man schnellstmöglich das Schweben erlernen. Denn der österreichische Künstler ist andauernd dabei, Betrachterinnen und Betrachter aus dem Lot und der Bahn zu werfen: So hangelt sich etwa in einer Videoarbeit von Schinwald eine Frau ohne die geringste Spur von Anstrengung an einem senkrechten Seil hoch. Ein Mann in Anzug versucht genauso verzweifelt wie angestrengt, sein Bein aus einer Spalte in der Wand zu ziehen. Wände im Ausstellungsraum bieten nicht Platz für Kunstwerke, nein, sie stehen nicht einmal auf dem Boden, sondern hängen von der Decke bis auf Nabelhöhe herunter – selbst dem Raum wird der Boden unter den Füssen weggezogen. Körper, Raum und Zeit sind denn auch die Grundlagen für das Schaffen von Schinwald. Die Körper der Figuren auf Porträtgemälden aus dem 19. Jahrhundert. Der gebrochene und von hängenden Wänden durchbrochene Ausstellungsraum. Die Zeit des Durchschreitens und der Filmlänge. Irritation im Sinne einer surrealistischen Verbindung des NichtZusammengehörenden – des Disparaten – zeichnet seine Werke, und ihre Verbindung untereinander, seit längerem aus. Er fühlt sich in Installation, Objektkunst, Video und Malerei wohl gleich zu Hause und alles verbindet und verschachtelt er ineinander, so dass jede Ausstellung zu einem Gesamtkunstwerk wird – ein Vergnügungspark der verstörenden Art. In den letzten Jahren war Schinwald, 1973 in Salzburg geboren, in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsent. Er lebt und arbeitet in Wien und Los Angeles. 2011 ist er nicht nur an der Biennale in Venedig im österreichischen Pavillon vertreten (siehe S. 23), sondern auch im Kunstverein Hannover und dem Kunstmuseum Lentos in Linz. Zu den beiden letzteren Ausstellungen ist im Verlag für moderne Kunst in München eine ansprechend gestaltete und mit sehr guten Texten versehene Publikation erschienen. Drei Essays enthält der Band. Roland Meyer erzählt

Nabelhöhe von Körper und Prothese bei Schinwald. Dieser hatte sich selbst einmal als «eine Art Prothesenbauer für unbestimmte Fälle» bezeichnet. Wobei sich Begriffe wie «Prothese» und «unbestimmter Fall» eigentlich widersprechen, jede Prothese ist schliesslich für einen bestimmten Fall konstruiert. Körper verbinden sich bei Schinwald immer wieder mit Prothesen, künstlichen Fortführungen, Ergänzungen und Veränderungen, vor allem in seinen übermalten Gemälden, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Der Körper – um diesen kommt man bei Schinwald einfach nicht herum – steht auch im Zentrum von Wolfgang Ullrichs Text, der von der Verschiebung der Moden und Stile von den Kleidern zum Körper selber handelt. Demnach sind in unserer Gegenwart weniger die Kleider von Moden abhängig, als der menschliche Körper selbst. Der Körper «wird durchlässig, ja korrumpierbar». Medizinische und technische Errungenschaften werden von unseren Körpern sogleich vereinnahmt. Schliesslich spricht Ute Stuffer von Schinwalds Inszenierungen im Medium Video, die weit mehr von Geste, Bewegung und isoliertem Körper handeln denn von Erzählung. (di)

■ Der österreichische Pavillon in den Giardini der Biennale in Venedig entstand 1934 nach Plänen von Josef Hoffmann (1870–1956) als symmetrischer, klarer White Cube mit exakt 222 Quadratmetern Fläche. Zur diesjährigen Biennale durfte Markus Schinwald den Pavillon bespielen und er veränderte den Bau und dessen Innenraum mit kräftigen Gesten. Das enorme Eingangstor, es ist beinahe gleich hoch wie der ganze Bau, verengte Schinwald mit einer gespaltenen Wand. Innen hängen labyrinthisch Wände und Kuben bis auf Nabelhöhe der Besucher herunter. Die Beine der Besucher bleiben sichtbar. Schinwald macht den Raum zur Bühne für seine Inszenierung und seine Werke als Requisiten. Die räumliche Inszenierung bezeichnete der Künstler selbst als Solözismus, ein Begriff aus der Linguistik, mit dem ein Fehler in der Syntax benannt wird. Die Wände auf Nabelhöhe sind ein derartiger Fehler. Und genauso wichtig war Schinwald der Körperbezug, das Massnehmen am menschlichen Körper. Diese Architektur nutzt Schinwald als Bühne für Porträts aus dem 19. Jahrhundert, die er aus Auktionshäusern gekauft hat und meist aufwendig restaurieren liess. «Das Material aus dem 19. Jahrhundert ist für mich insofern interessant, weil es eine Zeit ist, die zwar wichtige gesellschaftliche Spuren hinterlassen hat, wie die Nationalstaaten, das Bürgertum, die


Markus Schinwald, Katalog zur Biennale di Venezia, 2011, Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 104 Seiten, Deutsch / Englisch, ca. Fr. 37.10.

Timm Rautert. No Photographing, mit einem Text von Timm Rautert, 2011, Steidl, 180 Seiten, ca. Fr. 69.90.

Industrialisierung usw., die aus unserem kollektiven Gedächtnis aber völlig verschwunden ist.» Nach der Restaurierung übermalte er die Bilder, indem er den Figuren Prothesen beifügte. Seine Retuschen scheinen immer schon in den Bildern gewesen zu sein. Sie waren nur einfach bisher übermalt. Dazu gesellen sich unzählige Beinpaare. Schinwald kaufte alte Tische und sägte deren Beine ab und führte sie mithilfe von Holzdübeln wieder zusammen. Nun hängen sie von den Wänden herunter, ihrer Funktion vollkommen entledigt, und führen einen eigenartigen Tanz auf. Sie tummeln sich zusammen, sie spreizen ihre Beine, als würden sie jeden Moment durch den Raum schweben. Als letztes Element zeigt Schinwald in zwei Nebenpavillons den Film «Orient» in zwei Fassungen mit kleinen Differenzen. Aus den Lautsprechern tönt eine Stimme, die scheinbar klärend den Film kommentiert. Der Film erzählt nicht, vielmehr zeigt er Gesten und Bewegungen, dies in perfekter Komposition. Die Publikation zu dieser Ausstellung ist im Verlag für moderne Kunst Nürnberg erschienen und beinhaltet ein Gespräch von Philipp Kaiser mit dem Künstler sowie ein Text von Mirjam Schaub und Annäherungen von Thomas Macho. (di)

■ «No photographing» – «Nicht fotografieren» steht da auf einem an einen Baum genagelten Brett in eigenartiger Handschrift. Was genau hier nicht fotografiert werden darf, ist nicht klar ersichtlich, denn wir sehen einen Laubbaum, der vor einem zweistöckigen Holzhaus steht, etwas Wäsche hängt auf der Veranda, eine Hausnummer neben der Tür – nichts besonderes. Die Schwarzweissfotografie, die dieses Szenario abbildet, stammt von Timm Rautert (1941 in Westpreussen geboren). Als junger Mann beschäftigte sich Rautert mit Reportagefotografien und reiste 1974 in die USA, um die Amischen in Pennsylvania zu fotografieren. Zwischen 1993 und 2008 war Rautert Professor für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Eben diejenigen, die sich nicht fotografieren lassen, die Amischen, wollte Rautert vor die Linse bekommen. Die Amischen sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft. 1693 spalteten sie sich von den Mennoniten ab. Der Name und die Regeln der Gemeinschaft leiten sich vom Schweizer Prediger Jakob Ammann ab. Aufgrund ihrer Strenggläubigkeit litten die Amischen bereits im 18. Jahrhundert unter Feindseligkeiten und Verfolgungen, weswegen eine grosse Zahl nach Amerika auswanderte. Die Amischen liessen sich vorwiegend in Pennsylvania nieder. Heute sind

noch rund 250’000 Amische in den USA beheimatet. Sie sind stets äusserst schlicht und bescheiden gekleidet, meist in Schwarz, die Männer mit Filz- oder Strohhut und die verheirateten Männer tragen einen Vollbart. Als Transportmittel benutzen sie immer noch die Pferdekutsche – «Dachwägele» genannt. Elektrizität wird verwendet, aber nur in reduziertem Mass. Sie glauben an die Taufe und verweigern Eide oder den Militärdienst. Das biblische Bilderverbot nehmen die Amischen sehr ernst. Sie erlauben es nicht einmal, für ihren Reisepass oder den Führerschein fotografiert zu werden. 1978 berichteten Rauterts, jetzt in Farbe gehaltene Fotografien von den Hutterern in den USA. Auch sie eine täuferische Gemeinschaft, benannt nach Jakob Hutter. Bereits um 1528 gründeten Hutterer in den USA und Kanada Gemeinden. Ihre Gesellschaft zeichnet sich unter anderem durch eine Gütergemeinschaft aus und folgt ebenfalls einer strengen Auslegung der Bibel. Wie die Amischen glauben sie an ein Bilderverbot. Rauterts Fotografien, besonders diejenigen der Amischen, sind so schlicht wie die Umgebung, in der sie gemacht wurden. Die karge Einrichtung und Kleidung spiegeln sich in den sachlichen Darstellungen des Fotografen. Wir sehen sie in ihrem Alltagsleben, bei der Arbeit in der Landwirtschaft. Die Farbfotos der Hutterer sind malerischer, etwa in dem magischen Licht, dass immer wieder in die dunklen Innenräume eindringt. Oder es stehen drei Mädchen mit dem Rücken zu uns auf einer Wiese und alle drei tragen ein schwarzes Kopftuch mit weissen Punkten – als wären sie exotische Vögel. Rauterts Text zu seinen Erfahrungen bei der Entstehung dieser Fotografien erzählt von einer langsamen Annäherung und grossen Scheu, als Fotograf mehrere Monate zwischen Menschen zu leben, die mit einem Bilderverbot leben. Glücklicherweise haben sie Rautert weder erlaubt noch verboten, Fotos von ihnen zu machen. (di)

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Bilderverbot


Kunstkalender: Das Galerien- und Museenverzeichnis ist kostenpflichtig. Es werden nur Einträge von Institutionen publiziert, welche die jährliche Publikationsgebühr bezahlt haben. Für den Inhalt der Einträge sind die Galerien und Museen selber verantwortlich, artensuite gibt den Informationsraster vor. Wer hier einen Eintrag für seine Kunstausstellung machen möchte, melde sich beim Verlag: Telefon 031 318 60 50 oder info@ensuite.ch. Wort, Forum Schlossplatz

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Aarau Aargauer Kunsthaus Aargauerplatz, 5001 Aarau Telefon 062 835 23 30 www.aargauerkunsthaus.ch Di–Fr 10:00–17:00 h / Do 10:00–20:00 h Dieter Roth – Selbste Marianne Engel – Manor Kunstpreis 2011 CARAVAN 2/2011: Mohéna Kühni bis 6.11. Auswahl 11 3.12. – 8.1.12 Winterwelten 3.12. – 22.4.12

Forum Schlossplatz Laurenzenvorstadt 3, 5000 Aarau Telefon 062 822 65 11 www.forumschlossplatz.ch Mi–So 12:00–17:00 h Wort – Kabinettstücke einer sprachlichen Einheit 4.11. – 29.1.12

Visarte Ausstellungsraum Goldenes Kalb Aarau Buchhandlung/Galerie Goldenes Kalb, Ziegelrain 4, 5000 Aarau Telefon 062 822 27 43 www.goldeneskalb.ch / www.visarte-aargau.ch Mi–Fr 11:30–18:30 h / Sa 10:00–16:00 h Paul Takács – Wenn die Nacht kommt – Abspann bis 5.11. Caprichos. Lob de Schattens. Eine BildRauminstallation von Brigitta Würsch 12.11. – 24.12.

Bern

Historisches Museum Bern / Einstein Museum Helvetiaplatz 5, 3005 Bern Telefon 031 350 77 11 www.bhm.ch Di–So 10:00–17:00 h Mord und Totschlag. Eine Ausstellung über das Leben bis 1.7.12 Dauerausstellungen

Käfigturm Polit-Forum des Bundes Marktgasse 67, 3003 Bern Telefon 031 322 75 00 www.kaefigturm.ch Mo–Fr 8:00–18:00 h / Sa 10:00–16:00 h Swiss Press Photo 11 9.11. – 17.12.

Kornhausforum Kornhausplatz 18, 3011 Bern Telefon 031 312 91 10 www.kornhausforum.ch Di&Mi&Fr 10:00–19:00 h / Do 10:00–20:00 h / Sa 10:00–16:00 h Liebesgrüsse aus Moskau 3.11. – 17.12. Prix Photo – 2011 18.11. – 11.12.

Kunsthalle Bern Helvetiaplatz 1, 3005 Bern Telefon 031 350 00 40 www.kunsthalle-bern.ch Di–Fr 11:00–18:00 h / Sa&So 10:00–18:00 h Santu Mofokeng – Chasing Shadows Sven Augustijnen – Spectres (The Idea of Africa Re-Invented #3) bis 27.11.

Einstein-Haus

Kunstmuseum Bern

Kramgasse 49, 3008 Bern Telefon 031 312 00 91 www.einstein-bern.ch Mo–Sa 10:00–17:00 h / So geschlossen Dauerausstellung

Hodlerstrasse 8–12, 3011 Bern Telefon 031 328 09 44 www.kunstmuseumbern.ch Di 10:00–21:00 h / Mi–So 10:00–17:00 h Mysterium Leib. Berlinde De Bruyckere im Dialog mit Lucas Cranach und Pier Paolo Pasolini bis 12.2.

Mysterium Leib, Berlinde de Bruyckere, Kunstmuseum Bern

Ernest Biéler. Geträumte Wirklichkeit bis 13.11. Rectangle and Square – Von Picasso bis Judd Erwerbungen der Rupf-Stiftung bis 8.1.12 Anna Blume und ich. Zeichnungen von Kurt Schwitters bis 8.1.12 Amiet. Freude meines Lebens – Sammlung Eduard Gerber bis 15.1.12 Yves Netzhammer – Die Subjektivierung der Wiederholung. Projekt B bis 31.12.14

Psychiatrie-Museum Bern Bolligenstrasse 111, 3060 Bern Telefon 031 930 97 56 www.puk.unibe.ch/cu/culture.html Mi–Sa 14:00–17:00 h Einblicke bis 28.4.12 Dauerausstellung

Robert Walser-Zentrum Marktgasse 45, 3011 Bern Telefon 031 310 17 70 www.robertwalser.ch Mi–Fr 13:00–17:00 h und nach Vereinbarung Markus Zürcher – Neue Arbeiten auf Papier bis 30.11.

Schweizerisches Alpines Museum Helvetiaplatz 4, 3005 Bern Telefon 031 350 04 40 www.alpinesmuseum.ch

Zentrum Paul Klee Monument im Fruchtland 3, 3001 Bern Telefon 031 359 01 01 www.zpk.org Di–So 10:00–17:00 h Paul Klee. übermütig bis 29.2.12 Eiapopeia. Das Kind im Klee bis 11.3.12


Mord und Totschlag, Bernisches Historisches Museum

Amedeo Baumgartner, Galerie Christine Brügger

Kindermuseum Creaviva www.creaviva-zpk.org Interaktive Ausstellung: über Glück. bis 4.3.12

10 Jahre Galerie Bernhard Bischoff & Partner: X YEARS bis 19.11. Raffaela Chiara – Transformer Kit 24.11. – 7.1.12

Kurt Lanz, Serge Vollin, Paul Duhem, Josef Wittlich, Antifrost (Im Rahmen von ArtContemporain/ NeuveInvention) 18.11. – 24.12.

Galerie Tom Blaess

Eletto GmbH – Kunsthandel und Galerie

Uferweg 10b, 3013 Bern Telefon 079 222 46 61 www.tomblaess.ch

Rathausgasse 55, 3011 Bern Telefon 079 670 12 04 www.eletto.ch Virginia Zanetti – To cure the Curator – Die Aquarelle aus «Una breve storia della curatela» bis 26.11.

Galerie 67 Belpstrasse 67, 3007 Bern Telefon 031 371 95 71 www.galerie67.ch Mo 9:00–12:30 & 13:30–18:00 h / Di&Mi 9:00– 18:00 h / Do&Fr 9:00–13:00 & 14:30–18:00 h / Sa nach Vereinbarung Digitale Drucke auf Leinwand bis Dezember

annex14 Junkerngasse 14, 3011 Bern Telefon 031 311 97 04 www.annex14.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h und nach Vereinbarung unter uns – Michel Sauer, Vaclav Pozarek 18.11. – 15.1.12

Art Place88 Dorfstrasse 73, 3073 Gümligen Telefon 031 951 88 89 www.artplace88.com Fr–Sa 13:00–17:00 h / Do 13:00–20:00 h / So 6.11. 14:00–17:00 h Kelly Fischer 3.11. – 19.11.

Art + Vision Junkerngasse 34, 3011 Bern Telefon 031 311 31 91 www.martinthoenen.ch Di–Fr 14:00–19:00 h / Sa 11:00–17:00 h Alice Gafner – Holzschnitte bis 12.11.

Galerie Bernhard Bischoff & Partner PROGR_Zentrum für Kulturproduktion, Waisenhausplatz 30, 3011 Bern Telefon 031 312 06 66 www.bernhardbischoff.ch Mi&Fr 14:00–18:00 h / Do 10:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung

Galerie Christine Brügger Kramgasse 31, 3011 Bern Telefon 031 311 90 21 www.christinebruegger.ch Mi–Fr 14:00–18:30 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Christoph Rihs – Installation, Bilder und Skulpturen Amedeo Baumgartner – Malerei 4.11. – 26.11.

Galerie Beatrice Brunner Nydeggstalden 26, 3011 Bern Telefon 031 312 40 12 www.beatricebrunner.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Diana Dodson bis 11.11.

CabaneB Mühledorfstr. 18, 3018 Bern www.cabaneb.ch Di–Fr 17:00–20:00 h / Sa&So 14:00–18:00 h Bettina Wohlfender – Faits d’hiver et divers 1.11. – 6.11. Mi–So 17:00–19:00 h Peter Aerni – Spuren des Körpers im Raum 9.11. – 13.11.

Galerie Duflon & Racz Gerechtigkeitsgasse 40, 3011 Bern Telefon 031 311 42 62 www.duflon-racz.ch Di–Fr 14:00–18:00 h / Sa 13:00–17:00 h und nach Vereinbarung Irina Polin – Fragile (Im Rahmen von ArtContemporain/BisHeute) bis 5.11.

Edgar Frei Private Gallery Weststrasse 16, 3005 Bern Telefon 031 352 91 58 www.gallery-edgarfrei.com Fr&Sa 15:00–19:00 h und nach Vereinbarung Urban Marginality (Projekt MADONNA) – Thomas Hauri, Gian Paolo Minelli, Niklaus Wenger bis 3.11.

gepard14 Schützenstrasse 14, 3097 Liebefeld www.gepard14.ch 25.11. ab 18:00 h / 26.&27.11. 13:00–18:00 h Martin Möll – streetcorner angles 25.11. – 27.11

Galerie im Graben Waldeckstrasse 12, 3052 Zollikofen Telefon 031 911 96 06 www.galerieimgraben.ch Fr 17:00–19:00 h / Sa 15:00–18:00 h / So 13:00–16:00 h Hanspeter Fiechter – stillBruch 12.11. – 11.12.

Galerie Margit Haldemann Bellevuestrasse 139, 3095 Spiegel bei Bern Telefon 031 311 56 56 www.galeriehaldemann.ch

Galerie Henze & Ketterer Kirchstrasse 26, 3114 Wichtrach Telefon 031 781 06 01 www.henze-ketterer.ch Di–Fr 10:00–12:00 h & 14:00–18:00 h /

art ensuite Kunstkalender November 2011 | 23

Sven Augustijnen, Kunsthalle Bern


art ensuite Kunstkalender November 2011 | 24

Urban Marginality, Projekt MADONNA bei Private Gallery Edgar Frei

Gertude Elvira Lantenhammer, Galerie Kunstreich

Sa 10:00–16:00 h Peter Weibel – Mediapoet Vollrad Kutscher – ESCAPE. Porträtinstallation Peter Weibel bis 3.12. (Kunst-Depot) Expressionisten III – Heckel, Kirchner, Mueller, Nolde, Pechstein, Schmidt-Rottluff und Zeitgenossen bis 3.12. (Erdgeschoss und im Untergeschoss der Galerie)

Regina Saura Renée Magaña & Martin Möll – Faire un petit dodo bis 26.11.

Galerie Kornfeld Laupenstrasse 41, 3001 Bern Telefon 031 381 46 73 www.kornfeld.ch Mo–Fr 14:00–17:00 h / Sa 10:00–12:00 h HELVETICA – Schweizer Landschaften und Trachten um 1800 bis 10.12. Sam Francis – Ölbilder, Aquarelle und Acryl auf Papier – Lithoraphien und Radierungen 16.11. – 22.12.

Kunstreich Gerechtigkeitsgasse 76, 3011 Bern Telefon 031 311 48 49 www.kunstreich.ch Mo 14:00–18:30 h / Di–Fr 9:00–18:30 h / Sa 9:00– 16:00 h oder nach Vereinbarung Gertude Elvira Lantenhammer bis 26.11.

Galerie Lichtblick Stauffacherstrasse 6, 3014 Bern Telefon 031 312 91 41 www.lichtblick-goy.ch Do&Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Heidi Lutz – Spiegelungen Silvia Garoni – Ceramica 4.11. – 19.11.

Galerie Martin Krebs

Kunstraum Oktogon

Münstergasse 43, 3011 Bern Telefon 031 311 73 70 www.krebs.artgalleries.ch Di–Fr 14:30–18:30 h / Sa 10:00–14:00 h Jean-François Luthy – Übergänge 2.11. – 23.12.

Aarstrasse 96, 3005 Bern Telefon 031 311 13 30 www.kunstraum-oktogon.ch

Krethlow Galerie und Kabinett Gerechtigkeitsgasse 72, 3011 Bern Telefon 031 312 35 01 www.krethlow.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Künstler der Galerie – Skizzen bis 26.11.

Kultur Arena Bern Wittigkofen Jupiterstrasse 15, 3015 Bern www.kultur-arena-bern.ch

Kunstkeller Bern Gerechtigkeitsgasse 40, 3011 Bern Telefon 031 311 86 30 www.kunstkellerbern.ch Do 15:00–20:00 h / Fr 15:00–18:30 h / Sa 14:00–17:00 h

ONO Bühne Galerie Bar Kramgasse 6, 3011 Bern Telefon 031 312 73 10 www.onobern.ch Geöffnet bei allen ONO-Veranstaltungen oder nach Vereinbarung Marianne Eggimann – «Ich sehe was, was du nicht siehst.» bis 30.12.

Proiectum – Kunst bei Kuhn und Bieri AG Sägestrasse 75, 3098 Köniz Telefon 0848 10 20 40 www.proiectum.ch Mo–Fr 9:00–17:00 h Jakob Jenzer – Pflanzen-Raster-Spiegelung bis 17.11. Stefan Maurer – Auf der Suche nach dem verborgenen Land 2.12. – 29.2.12

Heidi Lutz, Galerie Lichtblick

raum Militärstrasse 60, 3014 Bern Telefon 031 332 13 46 www.kulturraum.ch Mi–Fr 16:00–19:00 h / Sa 13:00–16:00 h Saša Berounska – La valse bis 12.11. Nik Spoerri, Paco Carrascosa 18.11. – 9.12.

Galerie Rigassi Münstergasse 62, 3011 Bern Telefon 031 311 69 64 www.swissart.net/rigassi Di 15:00–18:30 h / Mi–Fr 11:00–13:00 h & 15:00– 18:30 h / Sa 10:30–14:00 h und nach Vereinbarung Rigassi-Reloaded bis 19.11. Les Nouveaux Réalistes – Arman, César, Christo, Gérard Deschamps, François Dufrêne, Raymond Hains, Yves Klein, Martial Raysse, Mimmo Rotella, Niki de Saint Phalle, Daniel Spoerri, Jean Tinguely, Jacques de la Villeglé 23.11. – 23.12.

Stadtgalerie im PROGR Waisenhausplatz 30, 3001 Bern Telefon 031 318 82 75 www.stadtgalerie.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h Transfer – Eine Blackboxx Delegation bis 26.11.

Galerie TH13 Hermès, Theaterplatz 13, 3011 Bern Telefon 031 312 05 40 Mo–Sa 10:00–18:00 h Olivier Metzger – We came along this road bis 14.1.12

Biel Centre PasquArt Seevorstadt 71–73, 2502 Biel Kunsthaus Centre d‘Art Telefon 032 322 55 86 www.pasquart.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa&So 11:00–18:00 h


Franco Müller, Galerie für Gegenwartskunst Elfie Bohrer

Wald, Galerie Zimmermannhaus

arkhaiologia – Archäologie in der zeitgenössischen Kunst bis 27.11.

Vereinbarung Alfred Wirz – ... la clef des champs 12.11. – 18.12.

Anna Lea Hucht. Aquarelle und Zeichnungen Franz Gertsch. Die vier Jahreszeiten bis 4.3.12

Museum Schwab

Bonstetten

Fribourg

Galerie für Gegenwartskunst Elfie Bohrer

Fri Art

Seevorstadt 50, 2502 Biel Telefon 032 322 76 03 www.muschwab.ch Di–Sa 14:00–18:00 h / So 11:00–18:00 h Savoir-faire bis 27.11. Dauerausstellung: Das archäologische Fenster der Region

Photoforum PasquArt Seevorstadt 71–75, 2502 Biel Telefon 032 322 44 82 www.photoforumpasquart.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa&So 11:00–18:00 h Linus Bill, Patrick Hari, Timm Ulrichs – Was nun? bis 27.11.

ART-ETAGE Seevorstadt 71, 2502 Biel Telefon 032 322 09 13 www.art-etage.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–18:00 h Jean Mauboulès 12.11. – 10.12.

Gewölbe Galerie Obergasse 4 & 6, 2502 Biel Telefon 032 323 49 58 www.gewoelbegalerie.ch Mi&Fr 14:00–18:00 h / Do 14:00–20:00 h / Sa 10:00–17:00 h Susann Baur – Malerei Gruppenausstellung im Rahmen des Russischen Kulturjahres: Victoria Popova, Alexandra Schönenberger, Alexandre Egorov, Pavel Kamernev bis 12.11.

Galerie Silvia Steiner Seevorstadt 57, 2502 Biel Telefon 032 323 46 56 www.silviasteinergalerie.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 14:00–17:00 h und nach

Im Burgwies 2, 8906 Bonstetten Telefon 044 700 32 10 www.ggbohrer.ch Di–Fr 14:00–18:00 h / Sa&So 13:00–17:00 h und nach Vereinbarung Franco Müller, Wolfgang Seierl, Katrin Zuzàkovà 5.11. – 4.12.

Brugg Galerie Zimmermannhaus Vorstadt 19, 5200 Brugg Telefon 056 441 96 01 Mi-Fr 14:30–18:00 h / Sa&So 11:00–16:00 h Andy Athanassoglou – Erinnerung an die Gegenwart bis 19.11. Wald – Maurice Ducret, Marianne Engel, Katrin Freisager, Ann Nelson, Peter Schneebeli, Andrea Wolfensberger, Robert Bitterli 26.11. – 18.12.

Burgdorf Altes Schlachthaus Metzgergasse 15, 3400 Burgdorf Telefon 034 422 97 86 www.luginbuehlstiftung.ch Der Skulpturenpark ist immer am 2. Sonntag des Monats von 11:00–17:00 h geöffnet Timmermahn bis 4.12.

museum franz gertsch Platanenstrasse 3, 3401 Burgdorf Telefon 034 421 40 20 www.museum-franzgertsch.ch Mi–Fr 10:00–18:00 h / Sa&So 10:00–17:00 h Franz Gertsch. Aus dem Frühwerk

22 Petites Rames, 1700 Fribourg Telefon 026 323 23 51 www.fri-art.ch Mi–Fr 12:00–18:00 h / Do 12:00–20:00 h / Sa&So 14:00–17:00 h Pierre Ardouvin – L'évasion 12.11. – 15.1.12

Grenchen Kunsthaus Grenchen Bahnhofstrasse 53, 2540 Grenchen Telefon 032 652 50 22 www.kunsthausgrenchen.ch Mi–Sa 14:00–17:00 h / So 11:00–17:00 h IMPRESSION – Ausstellung für Druckgrafik 20.11. – 15.1.12

Interlaken Kunsthaus Interlaken Jungfraustrasse 55, 3814 Interlaken Telefon 033 822 16 61 www.kunsthausinterlaken.ch Mi–Sa 15:00–18:00 h / So 11:00–17:00 h Käthe Kollwitz (1867–1945) Arnold Brügger (1888–1975) bis 6.11.

Kriens Museum im Bellpark Kriens Luzernerstrasse 21, 6011 Kriens Telefon 041 310 33 81 www.bellpark.ch Mi–Sa 14:00–17:00 h / So 11:00–17:00 h Andreas Feininger – New York in the Forties bis 6.11. Nicolas Faure – Alles in Ordnung 19.11. – 26.2.

art ensuite Kunstkalender November 2011 | 25

Jean Mauboules, Art-Etage


art ensuite Kunstkalender November 2011 | 26

Anna Lea Hucht, Museum Franz Gertsch

Pierre Ardouvin, Fri Art

Ittigen

Galerie Müller

ArtFactory Stufenbau Pulverstrasse 8, 3063 Ittigen Telefon 079 832 25 45 www.artfactory-stufenbau.ch

Luzern Kunsthalle Luzern Bourbaki, Löwenplatz 11, 6004 Luzern Telefon 041 412 08 09 www.kunsthalleluzern.ch Di–So 14:00–18:00 h / Do 14:00–20:00 h und nach Vereinbarung Ausstellung im Rahmen der Werkbeiträge von Stadt und Kanton Luzern 2011 18.11. – 27.11.

Kunstmuseum Luzern Europaplatz 1, 6002 Luzern Telefon 041 226 78 00 www.kunstmuseumluzern.ch Di&Mi 10:00–20:00 h / Do–So 10:00–17:00 h Jahresausstellung Zentralschweizer Kunstschaffen 2011 3.12. – 12.2.12 Matthew Day Jackson. In Search of ... ESCH. Ernst Schurtenberger bis 15.1.12 Der Moderne Bund. Arp, Helbig, Lüthy, Gimmi, Huber, Klee bis 13.11. Charlotte Hug. Insomnia bis 6.11.

AB GALLERY Arealstrasse 6, 6020 Luzern-Emmenbrücke Telefon 041 982 08 80 www.ab-gallery.com Do&Fr 14:00–19:00 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung ART & MEDIA CROSSING – Gruppenausstellung mit 7 Künstlern aus dem Iran und Middle East bis 17.12.

Haldenstrasse 7, 6006 Luzern Telefon 041 410 75 74 www.galeriemueller.ch Do&Fr 13:00–18:30 h / Sa 10:00–16:00 h Eve Lene. Malerei – Inspiration Trachten bis 19.11. Giorgio Avanti – Le cose della vita 25.11. – 14.1.12

Kunstraum Vitrine Kellerstrasse 25, 6005 Luzern Telefon 078 761 46 71 / 076 322 05 36 www.kunstraum-vitrine.ch Do 14:00–21:00 h / Fr 15:00–19:00 h / So 14:00–18:00 h Exklusivitäten, Roboter & Seifen – Heini Gut, Beat Schnyder, Eduard J. Feubli: Malerei & Objekte bis 20.11. Zwischendurch – Caterine Bodum 24.11. – 23.12.

sic! Raum für Kunst Sälistrasse 24, 6005 Luzern www.sic-raum.ch Do&Fr 15:00–19:00 h / Sa 14:00–17:00 h Thomas Galler – Lost Weekend Shooting Gallery: Lukas Hoffmann bis 5.11.

Münsingen Schloss Münsingen Schlossstrasse 13, 3110 Münsingen Telefon 031 724 52 81 www.muensingen.ch Fr 18:00–20:00 h / So 14:00–17:00 h Dauerausstellung

SLM Kunstausstellung Spar + Leihkasse Münsingen AG, Dorfplatz 5, 3110 Münsingen Telefon 031 724 11 11

Neuchâtel Centre Dürrenmatt Chemin du Pertuis-du-Sault 74, 2000 Neuchâtel

Caterine Bodum, Kunstraum Vitrine

Telefon 032 720 20 60 www.cdn.ch Mi–So 11:00–17:00 h MY-THOLOGY – Elodie Pong bis 18.12.

Perrefitte SELZ art contemporain Clos du Tacon 20 A, 2742 Perrefitte Telefon 079 779 56 27 www.selz.ch

Riggisberg Abegg-Stiftung Werner Abegg-Strasse 67, 3132 Riggisberg Telefon 031 808 12 01 www.abegg-stiftung.ch (Die Villa Abegg bleibt 2011 geschlossen) Mo–So 14:00–17:30 h Dauerausstellung bis 13.11.

Siselen Galerie 25 Regina Larsson Käsereiweg 1, 2577 Siselen Telefon 032 396 20 71 www.galerie25.ch Fr–So 14:00–19:00 h und nach Vereinbarung Aus der Sammlung Larsson und Vogt 20.11. – 25.3.

Solothurn Kunstmuseum Solothurn Werkhofstrasse 30, 4500 Solothurn Telefon 032 624 40 04 www.kunstmuseum-so.ch Di–Fr 11:00–17:00 h / Sa&So 10:00–17:00 h Gunter Frentzel – Skulpturen und Installationen 26.11. – 19.2.12 Science & Fiction – Künstlerische Praxis im Dialog mit den Wissenschaften bis 6.11. Andrei Roiter – Runaway (organisiert vom Kunstverein Solothurn)


bis 13.11. Ferdinand Hodler und Cuno Amiet – Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne bis 2.1.12

John Beech, Haus der Kunst St. Josef

Knud Jacobsen, Galerie Rosengarten

Schlossmuseum Thun

Winterthur

Galerie Christoph Abbühl

Schlossberg 1, 3600 Thun Telefon 033 223 20 01 www.schlossthun.ch Täglich 10:00–17:00 h Dauerausstellungen

Schaalgasse 9, 4500 Solothurn Telefon 079 683 03 28

Thun-Panorama

Haus der Kunst St. Josef Baselstrasse 27, 4500 Solothurn Telefon 032 621 09 80 www.hausderkunst.ch Do–So 12:00–18:00 h und nach Vereinbarung John Beech – Door to the Window bis 25.12.

Kunstforum Solothurn Schaalgasse 9, 4500 Solothurn Telefon 032 621 38 58 www.kunstforum.cc Do&Fr 15:00–19:00 h / Sa 14:00–17:00 h oder nach Vereinbarung Michael Cleff – Über Gärten bis 26.11.

Spiez Schloss Spiez Schlossstrasse 16, 3700 Spiez Telefon 033 654 15 06 www.schloss–spiez.ch Während der Wintersaison geschlossen.

Thun Kunstmuseum Thun Hofstettenstrasse 14, 3602 Thun Telefon 033 225 84 20 www.kunstmuseumthun.ch Di–So 10:00–17:00 h / Mi 10:00–19:00 h Davide Cascio und Peter Stämpfli – James Bond & Pin Ups labor 4: Jörg Köppl: NOW bis 20.11.

Schadaupark, 3602 Thun Telefon 033 223 24 62 www.dasthunpanorama.ch Während der Wintersaison geschlossen.

Galerie art-house Uttigenstrasse 27/354, 3600 Thun Telefon 033 222 93 74 www.art-house.ch Do 16:00–20:00 h / Fr 14:00–19:00 h / Sa 11:00– 16:00 h und nach Vereinbarung Ricardo Fernandez Alberti – almost human – between dog and cats bis 12.11.

Galerie Rosengarten Thun Krebser-Haus, Bälliz 64, 3600 Thun Telefon 033 223 12 42 www.galerie-rosengarten.ch Di–Fr 14:00–17:00 h / Sa 10:00–16:00 h Martin Stucki – Strukturbilder, Judith Stucki – Keramiken, Ch. Fritz Minder – Holzplastiken bis 5.11. Knud Jacobsen – Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen 12.11. – 3.12.

Vaduz Kunstraum Engländerbau Städtle 37, FL- 9490 Vaduz Telefon 00423 2333 111 www.kunstraum.li Täglich 13:00–17:00 h / Di 13:00–20:00 h artemis* – Le Quatrième Jardin. Das Einhorn als Lichtsymbol: 10 Tapisserien 2.11. – 18.12.

Galerie knoerle & baettig Jägerstrasse 50, 8006 Winterthur www.knoerle-baettig.com Do–Fr 11:00–18:30 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Michel Pérez Pollo – Jugando a comprender – Malerei bis 22.12.

kunstkasten Katharina Sulzer-Platz, 8400 Winterthur Rund um die Uhr einsehbar Erwin Schatzmann – Inseln – Eine Installation im Rahmen des Projekts «7 Seen für Winterthur» bis 4.12.

Worb Galerie Atelier Worb Enggisteinstrasse 2, beim Bahnhof RBS, 3076 Worb www.atelierworb.ch Fr 18:00–20:00 h / Sa 14:00–17:00 h / So 10:00– 12:00 h Alice Friedli, Gigi Hunter bis 6.11. Weihnachtsausstellung 2011 18.11. – 11.12.

Zug Kunsthaus Zug Dorfstrasse 27, 6301 Zug Telefon 041 725 33 44 www.kunsthauszug.ch Di–Fr 12:00–18:00 h / Sa&So 10:00–17:00 h Carlfriedrich Claus – Geschrieben in Nachtmeer bis 20.11.

Zürich Daros Museum Hubertus Exhibitions, Migros Museum für Gegenwartskunst, Albisriederstrasse 199A, 8047 Zürich Telefon 044 225 65 65 www.daros–latinamerica.net Di–Fr 12:00–18:00 h / Do 12:00–20:00 h /

art ensuite Kunstkalender November 2011 | 27

Michael Cleff, Kunstforum Solothurn


art ensuite Kunstkalender November 2011 | 28

Michel Pérez Pollo, Galerie knörle & bättig

Russland heute, Viktor Popov, Nadja Brykina Gallery

Schwarz Weiss, Gabriel Orozco, Museum für Gestaltung Zürich

Sa&So 11:00–17:00 h (Wegen Umbauarbeiten auf dem LöwenbräuAreal bleibt Daros Museum bis im Frühjahr 2012 geschlossen. In der Zwischenzeit ist das Daros Museum mit temporären Ausstellungen zu Gast beim Migros Museum im Hubertus) Wifredo Díaz Valdéz – Construir desconstruyendo bis 6.11.

Cartier Time Art bis 6.11.

www.ab-gallery.com Do&Fr 11:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Barbara Belin – New Works AB PROJECTS: Jun Azumatei bis 17.12.

Haus Konstruktiv Selnaustrasse 25, 8001 Zürich Telefon 044 217 70 80 www.hauskonstruktiv.ch Di–Fr 12:00–18:00 h / Mi 12:00–20:00 h / Sa&So 11:00–18:00 h Nelly Rudin Visionäre Sammlung Vol. 17: Harry Fränkel 24.11. – Ende Januar

Helmhaus Limmatquai 31, 8001 Zürich Telefon 044 251 61 77 www.helmhaus.org Di–So 10:00–18:00 h / Do 10:00–20:00 h Welt-Bilder 4 – Darren Almond, Edward Burtynsky, Georg Gatsas, Aglaia Konrad, Uriel Orlow, Beat Streuli, Mette Tronvoll, Ester Vonplon bis 13.11.

Museum für Gestaltung Zürich Ausstellungsstrasse 60, 8005 Zürich Telefon 043 446 67 67 www.museum-gestaltung.ch Di–So 10:00–17:00 h / Mi 10:00–20:00 h Schwarz Weiss – Design der Gegensätze 9.11. – 4.3.12 (Galerie) Gleich und Anders – Serie im Plakat 10.11. – 27.11. (Vestibül / Bibliotheksgang) Showcase III – Ausstellen & Vermitteln bis 6.11. (Vestibül) Hochhaus – Wunsch und Wirklichkeit bis 2.1.12 (Halle) Schweiz. Nationalbank Fraumünsterstrasse/Stadthausquai, Zürich Städtebummel bis 7.11.

Uhrenmuseum Beyer Bahnhofstrasse 31, 8001 Zürich Telefon 043 344 63 63 www.beyer-ch.com/museum Mo–Fr 14:00–18:00 h Dauerausstellung

Landesmuseum Zürich

Völkerkundemuseum

Museumstrasse 2, 8023 Zürich Telefon 044 218 65 49 www.nationalmuseum.ch Di–So 10:00–17:00 h / Do 10:00–19:00 h Schöne Seiten. Jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection 25.11. – 11.3.12 A.-L. Breguet. Die Uhrmacherkunst erobert die Welt bis 8.1.12 Dauerausstellungen: Geschichte Schweiz, Galerie Sammlungen, Möbel und Räume der Schweiz, Waffenturm

Pelikanstrasse 40, 8001 Zürich Telefon 044 634 90 10 www.musethno.uzh.ch Di–Fr 10:00–13:00 h & 14:00–17:00 h / Sa 14:00– 17:00 h / So 11:00–17:00 h Aufschlussreiches Borneo – Objekte, Fotografien und Dokumente des Schweizer Geologen Wolfgang Leupold in Niederländisch-Indien bis 27.11. Willkommene Kunst? Druckgrafiken aus Kanada und Äthiopien bis 26.2.12

Museum Bellerive

AB GALLERY

Höschgasse 3, 8008 Zürich Telefon 043 446 44 69 www.museum-gestaltung.ch Di–So 10:00–17:00 h / Do 10:00-20:00 h

Klausstrasse 23, 8008 Zürich Telefon 041 982 08 80

Annamarie M. Andersen Galerie Bodmerstrasse 8, 8002 Zürich Telefon 044 281 18 81 www.andersenfineart.com Mi–Fr 12:00–18:00 h und nach Vereinbarung Hommage à Zoran Music – Zoran Music, Alexandre Hollan, Lisa Pruckner, Andreas Legath bis 23.12.

Art Concept Militärstrasse 83, 8004 Zürich Telefon 079 378 10 36 www.art-concept.ch

art gallery ryf Militärstrasse 83, 8004 Zürich Telefon 079 393 09 06 www.alvart.ch

atelier 497 – kunst am see Seestrasse 497, 8038 Zürich-Wollishofen Telefon 079 293 70 21 www.atelier497.ch Mi 15:00–19:00 h / Do&Fr 15:00–18:00 / Sa 14:00–17:00 h und nach Vereinbarung Sandra Schawalder – Bilder 17.11. – 3.12.

art station isabella lanz Hochstr. 28, 8044 Zürich Telefon 043 343 99 44 www.artstation-zuerich.ch Mi–Fr 14:00–19:00 h / Sa 12:00–17:00 h und nach Vereinbarung Kunsttanken – Christine Bänninger, Bettina Beres, Robert Bosisio, Annemarie Frascoli, WilliPeter Hummel, Stanislaw Koba, Albert Mauerhofer, Judith Peters, Beata Stankiewicz, Peter Stiefel, Andy Wildi, Manu Wurch 5.11. – 3.12.


Nadja Brykina Gallery Sihlstrasse 91, 8001 Zürich Telefon 044 222 05 05 www.brykina.com Di–Fr 13:00–18:00 h / Sa 11:00–17:00 h Russland heute – Igor Baskakov, Alexander Besel, Stas Blinov, Alya Esipovich, Alexander Fried, Vadim Grigoriev-Bashun, Nadia Isaeva, Mikhail Khazin, Victor Popov, Mark Rozov, Dmitry Shagin, Irina Temushkina, Alexander Timofeyev and Vladimir Titov bis 23.12.

Jonathan Heyer, Hammer Gallery

James Turrell, Häusler Contemporary

Di–Fr 13:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h Christoph Hänsli – Hauptschalter bis 19.11.

www.katzcontemporary.com Di– Fr 11:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h Gabi Hamm, Martina von Meyenburg bis 23.12.

Christophe Guye Galerie Dufourstrasse 31, 8008 Zürich Telefon 044 252 01 11 www.christopheguye.com Mo–Fr 10:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Michael Wolf – Life in Cities bis 26.11.

Sylva Denzler

Hammer Gallery

Gemeindestr. 4, 8032 Zürich Telefon 043 268 43 83 www.galerie-sylva-denzler.ch Di–Fr 14:00–18:30 h / Sa 14:00–16:00 h und nach Vereinbarung Klaus Born – Neue Bilder bis 26.11.

Beethovenstrasse 20, 8002 Zürich Telefon 043 817 62 10 www.hammergallery.ch Mo–Fr 11:30–19:00 h / Sa 11:30–18:00 h und nach Vereinbarung Young Talents – Stéphanie Marie Couson, Jonathan Heyer, Catherine Leutenegger, Julian Salinas, Zhang Peng bis 14.12.

DIE DIELE Sihlhallenstrasse 4, 8004 Zürich Telefon 079 636 82 48 www.diediele.ch Die Diele ist ein Schaufenster, daher 24 h offen SUNNY SIDE UP bis 20.11.

Elten & Elten Wilfriedstr. 19, 8032 Zürich Telefon 044 260 53 30 / 076 390 85 33 www.mve.ch Di–Fr 13:00–18:00 h / Sa 11:00–14:00 h Olivier Raab – Urban Haze 12.11. – 17.12.

The Essential Collection Giesshübelstrasse 62 C, 8045 Zürich Telefon 043 333 08 37 www.theessentialcollection.ch Nach Vereinbarung

Galerie Bob Gysin Ausstellungsstr. 24, 8005 Zürich Telefon 044 278 40 60 www.gbg-galerie.ch

Häusler Contemporary Stampfenbachstr. 59, 8006 Zürich Telefon 043 810 04 26 www.haeusler-contemporary.com Di–Fr 12:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Curator’s Choice – Energies, unplugged and reloaded bis 5.11. James Turrell – Licht | Körper 17.11. – 25.2.12

Galerie Kashya Hildebrand Talstrasse 58, 8001 Zürich Telefon 044 210 02 02 www.kashyahildebrand.org Mo–Fr 11:00–18:30 h / Sa 12:00–16:00 h und nach Vereinbarung Nobina Gupta – Prana – The Life within bis 3.12.

Katz Contemporary Talstrasse 83, 8001 Zurich Telefon 044 212 22 00

Galerie Kornfeld Titlisstrasse 48, 8032 Zürich Telefon 044 251 03 60 www.kornfeld.ch

Galerie La Ligne Heinrichstrasse 237 (im Hof), 8005 Zürich Telefon 043 205 28 29 www.galerie-la-ligne.ch Di–Fr 11:00–18:30 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung John Carter – Between Dimensions bis 26.11.

Galerie Lange + Pult Limmatstrasse 291, 8005 Zürich Telefon 044 212 20 00 www.langepult.com Di-Fr 12:00-18:00 h / Sa 11:00-17:00 h Thierry Feuz – Sculptures & Paintings bis 23.12.

Anne Mosseri-Marlio Galerie AG Bleicherweg 33, 8002 Zürich Telefon 043 243 03 80 www.annemoma.com Di–Fr 12:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Société Réaliste – Archiscriptons bis 17.12.

Mark Müller Hafnerstrasse 44, 8005 Zürich Telefon 044 211 8155 www.markmueller.ch Di–Fr 12:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h Judy Millar – Push, Pop, Stack! bis 12.11. Sabine Baumann – Finger aus Licht 19.11. – 7.1.12

art ensuite Kunstkalender November 2011 | 29

Olivier Raab, Galerie Elten und Elten


art ensuite Kunstkalender November 2011 | 30

Sabina Baumann, Galerie Mark Müller

Thierry Feuz, Galerie Lange und Pult

Klaus Born, Galerie Sylva Denzler

Galerie Nordstrasse 152

Sam Scherrer Contemporary

Keller Galerie Heidi Suter

Nordstr. 152 (Innenhof), 8037 Zürich Telefon 044 364 62 46 www.galerie-nordstrasse.ch Fr 18:00–21:00 h / Sa&So 14:00–17:00 h und nach Vereinbarung Christine Zwicky, Katrin Riesterer-Imboden bis 5.11.

Kleinstrasse 16, 2. Stock, 8008 Zürich Telefon 044 260 44 33 www.samscherrer.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 12:00–16:00 h und nach Vereinbarung Alex Herzog bis 26.11.

Selnaustrasse 15, 8001 Zürich Telefon 044 202 09 63 / 079 329 58 56 Di–Fr 14:00–18:30 h / Sa 12:00–17:00 h und nach Vereinbarung Maria Meier-Duran 3.11. – 26.11.

Galerie Proarta

Galerie Schlégl

Bleicherweg 20, 8002 Zürich Telefon 044 202 02 02 www.proarta.ch Di–Fr 11:00–18:00 / Sa 11:00–16:00 h Björn Wessman – Wessmanland bis 15.12.

Minervastr. 119, 8032 Zürich Telefon 044 383 49 63 www.galerieschlegl.ch Di–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–13:00 h & 14:00– 16:00 h Wolfram Ullrich, Conrad Meier bis 19.11.

Kunstraum R57 Röschibachstrasse 57, 8037 Zürich Telefon 076 589 67 82 www.R57.ch Mi–Fr 17:00–20:00 h / Sa 14:00–17:00 Bildwelten_5 – Ausstellung mit ca. 35 Kunstschaffenden und 100 Werken 1.12 – 17.12.

Galerie Rosenberg Staffelstrasse 12, 8045 Zürich Telefon 044 311 79 52 www.galerie-rosenberg.ch Mi–Fr 13:00–18:30 h / Sa 11:00–16:00 h und nach Vereinbarung Kurt Caviezel (Raum3) 11.11. – 23.12. Patrik Brida (Raum 3) bis 5.11. Rolf Winnewisser – Neue Bilder bis 3.12.

Barbara Seiler Galerie Anwandstrasse 67, 8004 Zürich Telefon 043 317 42 10 www.barbaraseiler.ch Mi-Fr 14:00-18:00 h / Sa 12:00-16:00 h und nach Vereinbarung Dina Danish – A Matter of Time bis 3.12.

semina rerum – Iréne Preiswerk Cäcilienstrasse 3, 8032 Zürich Telefon 044 251 26 39 www.seminarerum.ch Do&Fr 14:00–18:00 h / Sa 13:00–17:00 h Nicole Ahland – Zwischen der Stille bis 2.12.

sihlquai55 offspace visarte zürich Sihlquai 55, 8005 Zürich www.sihlquai55.ch

Galerie Susanna Rüegg

SOON.ZH

Militärstr. 76, 5. OG, 8004 Zürich Telefon 044 211 53 00 www.susannarueegg.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–16:00 h oder nach Vereinbarung Maria Zgraggen & Otto Grimm – Papierarbeiten bis 10.12.

Militärstrasse 83, 8003 Zürich (in der art gallery ryf) www.soon-art.ch

Galerie Erich Storrer Scheuchzerstr. 25, 8006 Zürich Telefon 044 362 73 14 www.galeriestorrer.com Geöffnet nach Vereinbarung

Verein für Originalgraphik Verena Conzett-Str. 7, 8004 Zürich Telefon 044 241 53 00 www.vfo.ch Mi 15:00–20:00 h / Sa 14:00–17:00 h und nach Vereinbarung Edition August 2011 – Istvan Balogh, Zuni Halpern, Barbara Heé, Nils Nova, Cécile Wick, Annelies Strba und Bernhard Schobinger bis 2.11. Edition November 2011 – Barbara Davatz, Clare Goodwin, müller-emil, Roman Signer, Dominik Stauch 9.11. – 1.2.12

Annemarie Verna Galerie Neptunstr. 42, 8032 Zürich Telefon 044 262 38 20 www.annemarie-verna.ch Mi–Fr 14:00–18:00 h / Sa 11:00–14:00 h und nach Vereinbarung Jerry Zeniuk – Retrospektive – Paintings 1977–2011 bis 21.1.12

Fabian & Claude Walter Galerie g27, Grubenstrasse 27, 8045 Zürich Telefon 044 440 40 18 www.fabian-claude-walter.com Mi–Fr 12:00–18:00 h / Sa 10:00–14:00 h und nach Vereinbarung Abstraction & Illusion – Sean Dawson (GB) & Arnold Helbling (CH) bis 11.11.

Galerie WILD Heinrichstrasse 215, 8005 Zürich Telefon 043 960 34 84 www.galerie-wild.ch Mi–Fr 13:00–18:30 h / Sa 12:00–14:00 h und nach Vereinbarung


Michael Wolf, Barbara Seiler Galerie

Björn Wessmann, Galerie Proarta

30 Jahre Galerie WILD Zürich/Frankfurt – Künstler der Galerie bis Januar 2012

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art ensuite Kunstkalender November 2011 | 31

Nobina Gupta, Galerie Kashya Hildebrand


Ausstellung 18.11. - 10.12.2011, kornhausforum, bern Fondation British american tobacco Switzerland

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Körper Das Mysterium des Körpers im Kunstmuseum Bern Louise Bourgeois in der Fondation Beyeler Humor in der Kunst im Musée cantonal des Beau...

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