Hallo Verhaltensoriginelle! Verhaltensoriginell? Was ist das für ein komisches Wort! Verhaltensoriginell ist die sozialpädagogisch und politisch korrekte Wort-Evolution von verhaltensauffällig, was ja wiederum von verhaltensgestört oder schwer erziehbar kommt. Klingt ja auch viel netter so, originell… hmmm toll… Sehr seltsame Zeiten, in denen wir leben, muss doch jedes Wort exakt austariert sein, um ja keine Angriffsfläche zu bieten. Wenn ich „liebe Leser“ schreibe, steigt mir sofort die Gender-Fraktion aufs Dach, ein Negerkuss ist rassistisch und ich bin kein Student mehr, sondern Studierender. Alles muss glattgelutscht sein, bloß nicht anecken, bloß kein Profil hinterlassen. Ich finde dieses Gehabe ziemlich ähm… originell. Den Beweis, dass es auch anders und wesentlich cooler geht, bietet euch die vorliegende neueste Ausgabe des Kurvenklatsch. Trotz dürftiger Basis (zwei Heimspiele gegen Gladbach und Freiburg sowie das Debakel auf Schalke) hat sich die Redaktion wieder mal einiges einfallen lassen, um den verwöhnten Ansprüchen der Wolfsburger Leserschaft gerecht zu werden. Auf diesmal XY
rundum vollgepackten Seiten erwartet euch neben den gewohnten Spielberichten und anderem Firlefanz ein Sonderteil zum Thema Graffiti. Schon lange hatten wir vor, den bisherigen Horizont zu erweitern und euch mit 1A-Sahne-Infos zu versorgen. Deswegen haben wir diesmal gaaanz tief in die Trickkiste gegriffen, Interviews geführt, DVDs gesichtet und Texte gewälzt. Logisch dass das ganze mit viel Arbeit für uns verbunden war. Umso mehr von unserer Seite aus die Bitte, gebt euch mal nen Ruck, sprecht uns an, schreibt ne Mail oder steckt uns wenigstens eure Handynummer zu. Wir freuen uns über jede Kritik, jedes Lob und jede Anregung! Zum Schluss noch ein paar Worte zum heutigen Programm. Zu Gast die TSG aus Hoffenheim, große Worte sind dazu überflüssig. Trotz fehlendem Gästeanhang und sportlichem Offenbarungseid in Gelsenkirchen, gilt es, an den guten Support gegen Freiburg anzuknüpfen. Macht euch gerade für euern Verein. Mit stolzgeschwellter Brust, Fahne im Anschlag und pulsierender Halsschlagader für drei Punkte zu Hause! Forza Wolfsburg!
Graffiti - Mehr als bunte Bilder Wie ihr den einleitenden Worten entnehmen konntet, geht es in der heutigen
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Ausgabe – neben den Spielberichten und anderem Schnick-Schnack – um Graf-
fiti und Streetart. Ein Thema, mit dem wir Fußball-Siggis mittlerweile einige Berührungspunkte haben. Logisch, dass wir damit auch verpflichtet sind, euch die Faszination dieser Szene etwas näher zu bringen und mit einigen Vorurteilen und Unwissen aufzuräumen. Zusätzlich zu einem exklusiven Interview mit zwei Wolfsburger Writern bieten wir euch deshalb einige Bilder und Verweise auf interessante und lehrreiche Publikationen von und über die Subkultur. Ganz gleich, ob man mit den Zug, Bus oder Auto durch die Bundesrepublik unterwegs ist, egal ob man nach Hamburg, Köln oder München fährt – überall finden sich mittlerweile bunte (jaja, oder silberne ) Bilder am Schallschutzwänden und Mauern. Doch woher kommt der Reiz, nachts vermummt durch die Gegend zu ziehen, seinen Namen oder den seiner Gruppe/ seines Vereins überall hin zu malen und dabei enorme Risiken in puncto Strafen und Anzeigen einzugehen? Die Wurzeln des Graffitis reichen bis ins Amerika der 1960er Jahre. Dort schrieben oder sprühten Jugendliche und Banden ihren Namen an Wände, um sich bekannter zu machen und ihr Revier zu markieren. Über Publikationen, die Medien und Reisen kam Graffiti nach Europa. Gerade Berlin entwickelte sich zunehmend als „New York von Europa“, was auch heute noch deutlich wird: So sind viele Wände von Farbe bedeckt oder werden im regelmäßigen
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Wettkampf gegen die Stadtreinigung immer wieder neu bemalt. Ihr merkt, da gibt es einige Übereinstimmungen zum Fußball. Hier schwappte ultra in den 90ern aus Italien nach Deutschland und auch der Kampf gegen die Stadtreinigung ist für die Aufkleber-Fraktion unter uns nichts Unbekanntes. Gewisse Gemeinsamkeiten sind also vorhanden und Graffiti und Streetart sind wunderbare Stilmittel, um sich auch außerhalb des Stadions kreativ für seinen Verein und ultra auszutoben: So gibt es auch beim Fußball neben etlichen Aktivisten, die sich in Postfilialen mit Aufklebern eindecken und diese bemalen, weitere verrückte Menschen, die den Schutz der Nacht nutzen, um unseren Vereinsnamen zu verbreiten – sei es per Dose, Rolle, Poster, Kacheln, etc. Ihr merkt, die Möglichkeiten sind vielfältig! Doch wo Licht ist, ist leider oft auch Schatten. Immer öfter sieht man schlechte VfL-Schmierereien – Vereinsbrille hin und her – sorry das muss man so nennen! Schlimmer wird es noch, wenn diese Tags oder Pieces minderer Qualität in die Bilder von etablierten Graffiti-Crews gesprüht werden. Dadurch wird weder unser Ansehen gesteigert, noch wird man damit in der Szene cooler. Schließlich sind Graffiti und Straßenkunst für uns nur nette Nebenaspekte neben dem Stadionbesuch oder dem Gruppenleben. Für einen Writer hingegen ist es das wichtigste in seinem Leben. Wenn ihr also demnächst mal „den
Wichtig ist noch, wir wollen hier keinen auf Teufel komm raus zum Sprühen auffordern, schließlich ist und bleibt das „nicht vorübergehende, unbefugte Verändern einer Oberfläche“ eine Sachbeschädigung. Das kann – falls ihr euch erwischen lasst – neben dem Stress mit Bullen und Eltern echt teuer werden! Ihr könnt euch aber auch legal an ersten Bildern ausprobieren, schließlich hat die Stadt mehrere Wände freigegeben. Bitte nutzt hierbei aber nicht die Wand beim Industriegebiet, die meisten der dort gemalten Pieces sind halt Graffiti-Bundesliga, die meisten unserer Ultra-Bilder würden sich über die Regionalliga freuen… Also, lasst es gleich, malt legal oder lasst euch nicht erwischen... Julian & Marius
Pinsel“ schwingen wollt, denkt immer daran, dass Achtung und Respekt vor den Künstlern gerade bei Anfängern stets das oberste Gebot sein sollten. Sollte euer Interesse jetzt geweckt worden sein, fangt klein an! Bevor ihr euer letztes Taschengeld in Sprühdosen investiert und über Nacht zum König der Straßen werden wollt, kauft euch lieber ein Notizheft, übt mit Bleistift an euren Skizzen, bevor ihr den Schritt an die Wand geht. Falls ihr dabei merkt, dass euch das anspruchsvolle Zeichnen von Buchstaben schwer fällt, dann malt doch einfach Aufkleber, die ihr vom PC abpauscht. Dadurch entwickelt man mit der Zeit auch ein Gefühl für Formen und Farben. Als Stifte reichen hier voll und ganz die handelsüblichen Eddings aus, es muss nicht das LackmarkerSet von Molotow sein.
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Interview hatte (auch einer seiner ersten), dachte ich mir: „Das könntest du auch mal versuchen.“ Also setzte ich mich hin, fing an zu malen und der Virus war geboren. Das erste Mal malen an der Hall folgte dann ziemlich genau ein halbes Jahr später. Nächtliche Proben an der Dose gab es natürlich schon früher. Fritz: Auch von mir erstmal vielen Dank, dass wir zu der Ehre kommen, dieses Interview geben zu dürfen. Also, ich male seit gut drei Jahren, dabei waren es am Anfang eher nur „Schmierereien“ und es stand die Namensfindung im Vordergrund, aber auch damals habe ich mir schon die Nächte um die Ohren geschlagen. Wenn ich ehrlich bin, hat diese ganze Sache bei mir angefangen durch Auswärtsfahrten unseres geliebten Vereines. Wenn man im Zug sitzt und draußen die Farben an den Wänden an einem vorbeirauschen... einfach unbeschreiblich, es sah einfach nur geil aus und da hat mich die Sucht gepackt!
Exklusiv für den Kurvenklatsch hatten wir die Chance, einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der Subkultur zu werfen. Wir sprachen dazu mit zwei Jungs, die sowohl in der ultra-Szene als auch in der Graffiti-Welt zu Hause sind. Dabei herausgekommen ist ein grundehrliches und ungeschöntes Interview über eine Welt voll Chrom und Adrenalin. Ulli* und Fritz* erzählen von durchgemachten Nächten, Stress mit der Polizei und dem Kick dabei, die Welt ein kleines bisschen bunter zu machen… KK: Hallo Jungs! Schön, dass es mit dem Interview geklappt hat, kriegt ihr doch noch bisschen Fame… Steigen wir gleich ein: Seit wann schreibt ihr eure Namen an Wände und wie seid ihr dazu gekommen? Ulli: Hi. Und vielen Dank schon mal für die Möglichkeit, die Wolfsburger Graffiti-Szene und vor allem das Schaffen unserer Crew in eurem Magazin ein wenig darzustellen und den Leuten vielleicht sogar ein wenig näher bringen zu können. Ja... wie lange male ich jetzt schon? Wenn ich mich recht erinnere, hab ich mich das erste Mal mit dem Thema Graffiti in Form einer Skizze im Oktober 2010 beschäftigt. Nach einem Telefonat mit meinem besten Freund, bei dem ich erfuhr, dass er gerade einen Sketch gemalt
KK: Was motiviert euch, so viel Geld und Zeit in Graffiti zu investieren? Wen wollt ihr mit euren Werken erreichen? Geht die Zielgruppe über den elitären Kreis der Writer hinaus? Ulli: Wenn es denn mal nur Zeit und Geld wären. Ich denke, ein sehr großer Faktor – gerade beim illegalen Writing
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diesen Augenblick genießen. Für diesen Augenblick ist der ganze Aufwand vergessen! Ich denke jedem, der sich ein bisschen in Wolfsburg auskennt, ist bekannt, dass es hier nicht gerade die größte Writer-Szene gibt. Bei uns in der Stadt fällt es niemandem auf, wenn an der Hall ein neues Bild ist oder sich irgendwas in der Stadt tut. Ich denke, das liegt auch daran, dass es noch nie eine wirklich etablierte Writer-Szene gab. Ich möchte mit meinen Bildern alle Menschen erreichen, die Graffiti als Kunst sehen und nicht
– ist das hohe Risiko, was man eingeht, erwischt zu werden. Gerade mit Blick auf Gleichgesinnte, die für ihre Leidenschaft im Knast hocken. Und das nicht für besonders kurze Zeit. Zu der Frage warum, zitiere ich immer ganz gerne Skim, der es in Unlike-U meiner Meinung nach sehr gut auf den Punkt gebracht hat: „Am Ende ist es einfach die Liebe zur Farbe.“ Erreichen möchte ich damit eigentlich jeden! Jeder, der es sieht, soll sich daran erfreuen können und etwas für seinen Tag mitnehmen. Auch wenn es nur ein kleines Lächeln oder so etwas ist. Das ist der Grund, warum ich nicht zu Hause auf Leinwände male, sondern mein Schaffen der Straße überlasse. Fritz: Es ist echt krank, was man an Geld für Dosen, Zeit und Kraft für das eigentliche Malen investiert. Aber es ist einfach eine Liebe und wenn man die Dose in der Hand hat, die ersten Striche an der Wand sind, Musik in den Ohren hat (ich rede natürlich von legalen Aktionen), seine besten Freunde dabei sind und auch malen, kann man einfach abschalten und
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als blöde Schmierereien.
zum Malen, hast wird das ganze natürlich auch deutlich kunstbezogener und ausgestylter. Da ist das Gefühl zwar ein wenig anders, aber trotzdem sehr geil, wenn man am Ende des Tages wieder von dannen zieht und mit dem Werk der letzten Stunden zufrieden ist. Fritz: Das ist sehr schwer zu sagen, das sind zwei von Grund auf verschiedene Sachen und beide haben etwas besonderes und einzigartiges für sich. Bei einem legalen Bild kann man sich so viel Zeit nehmen, wie man möchte, man kann immer wieder was ändern oder verbessern – so lange bis es einem gefällt. Bei einer Nacht-Action… puh. was soll man dazu sagen: Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man nachts mit seinen Jungs unterwegs ist. Man hat das Gefühl, die einzigen Menschen zu sein, die um die Uhrzeit noch draußen sind und die Spannung steigt mit jeder Minute… und dann ist es soweit und pures Adrenalin durchfließt deinen Körper – gerade fängt übrigens mein rechter Zeigefinger dolle an zu zucken – und man hat zehn Minuten Zeit, alles raus zu holen, was geht! Einfach unbeschreiblich!
KK: Was gibt euch mehr Kick: ein ausgefeiltes, legal gemaltes Bild an die „Wall of Fame“ oder das Adrenalin bei einem schnellen Chrom-Bild in der Nacht? Ulli: Ich würde sagen, man kann das eine nicht wirklich mit dem anderen vergleichen. Bei einer Nacht und Nebel-Aktion hast du zum einen den Adrenalin-Kick. Der treibt dich auch immer weiter, immer krassere Aktionen zu reißen. Zum anderen finde ich, dass das gemeinsame Erlebnis ein sehr wichtiger Punkt ist. Das Gefühl, eine eigentlich unmöglich erscheinende Aktion mit seinen Jungs einfach durchgezogen zu haben. Das ist phänomenal! Und es schweißt zusammen. Für diese Jungs ist man mit der Zeit bereit, sein Leben zu geben. An der Hall wiederum verbringst du verdammt geile Sommertage. Mit den Jungs, einem kühlen Bier und du grillst dabei – chillig. Weil du im Zuge der Legalität mehr Zeit
KK: Neben dem klassischen Buchstaben-Graffiti sind auch Botschaften in Form von Streetart (z.B. Banksy) immer mehr auf dem Vormarsch. Interessiert
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euch das auch? Seid ihr vielleicht sogar selber abseits vom eigentlichen Graffiti unterwegs? Welche Materialien benutzt ihr, um euren Namen zu verbreiten? Ulli: Street-Art verfolge ich insofern, dass ich mich immer sehr freue, etwas in den Straßen zu entdecken, was mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert bzw. mir vielleicht sogar aus der Seele spricht. Ab und zu kann ich auch mal drauf, ein paar Fliesen oder derartiges zu machen. Aber ich bin diesbezüglich nicht besonders aktiv. Ich bin lieber mit Dose oder Marker in der Welt unterwegs, um meinen Namen zu verbreiten. Fritz: Natürlich interessiert mich es auch, ich finde es immer geil, durch die Stadt zu gehen und irgendwo Streetart bewundern zu können. Ich habe auch großen Respekt für die Jungs, die für manche Sachen stundenlang arbeiten und es dann in die Stadt bringen! Ich persönlich bin ein großer Freund von Fliesen, aber sonst eher weniger aktiv.
Ulli: Es ist natürlich sehr verlockend, das was man sowieso 24/7 denkt und lebt, zum Beruf zu machen. Aber ich denke, es sollte in einem Rahmen bleiben, bei dem Graffiti wirklich Graffiti bleibt. Also nicht in irgendwelchen noblen Galerien auf Leinwänden bezahlbar für die oberen 10.000 ausgestellt und vertrieben wird. Eher in Form von Auftragsmalereien, wobei wirklich Schriftzüge an die Wand gebracht werden wie im eigentlichen Stylewriting. Von der Kommerzialisierung von Street-Art halte ich nicht besonders viel. Alleine schon aus dem Grunde, dass es in dem Moment, wo es in einer Ausstellung steht, sich fernab der Straße befindet und somit keine Street-Art in dem Sinne mehr ist: Kunst von der Straße für die Straße. Fritz: Ich bin zwar noch nicht sehr lange in der Szene, aber in den letzten Jahren hat die Kommerzialisierung rapide zugenommen und ich denke, das ist der Anfang davon, das Graffiti immer mehr von der Straße runtergezogen und mehr in Ausstellungen verlagert wird. Das ist meiner Meinung nach sehr traurig. Aber mal Hand aufs Herz: Wer würde nicht gerne mit der Sache, die er liebt, Geld verdienen?!
KK: Graffiti und ganz besonders Streetart werden immer mehr kommerzialisiert, Banksy verkauft viel Merchandise oder Werke von sich und das Schanzenviertel in Hamburg wurde unter anderem auch erst durch massive Streetart zu dem „In-Viertel“, das es heute ist. Wie steht ihr diesem Ausverkauf gegenüber? Würdet ihr vielleicht selbst versuchen, euren Lebensunterhalt dadurch zu verdienen?
KK: Legales Graffiti wird in der Öffentlichkeit überwiegend als hohe Kunst angesehen, illegale Graffitis hingegen werden als Schmierereien verteufelt. Seht
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ihr eure Werke als Kunst an bzw. euch als Künstler? Ulli: Das Wort Künstler wäre wohl etwas zu hoch gestochen. Ich denke, in erster Linie sind wir Jungs, die ihrem Trieb nach Abenteuer nachgehen und ihre Grenzen austesten wollen. Das man dabei diesem von uns allen ach so geliebten Staat in die Suppe spuckt, indem man den Rebellen in sich rauslässt und ebenso auch noch seine oben zitierte Liebe zur Farbe ausleben kann, ist natürlich eine schöne Sache! Was der versnobte Rest der Welt davon hält, interessiert mich zumindest dabei kein bisschen. Fritz: Ja, ich sehe meine Werke als Kunst und ich bin der Meinung, dass jeder, der sich ein bisschen mit Graffiti auskennt und mit der Dose umgehen kann, ein Künstler ist. Natürlich gibt es auch viele Schmierereien auf den Straßen. Ich bin aber ehrlich, diese Schmierereien kommen nicht aus der Writer-Szene und jeder, der von der ganzen Sache keine Ahnung hat, sollte die Finger davon lassen. KK: Wie wichtig sind Publikationen wie DVDs oder Magazine für die Graffiti-Bewegung? Welche Rolle spielt das Internet für euch? Ulli: Für das ewige auf dem neuesten Stand sein ist das Internet heutzutage sehr wichtig geworden. Genauso ist es natürlich auch in der Graffiti-Welt. Gerade bei der enormen Dichte an Writern
in Deutschland wäre es meines Erachtens ziemlich unmöglich, diesen Informationsfluss ohne das Internet zu bewältigen oder überhaupt erst mitzukriegen. Schade finde ich dabei nur, dass der Style dadurch sehr stark, ich nenne es mal verallgemeinert wird. Früher konnte man anhand des Styles erkennen, aus welcher Region oder gar Stadt der jeweilige Maler kommt, da er natürlich von dort ansässigen Aktiven geprägt wurde. Heute hat man mit einem Mausklick Bilder aus der ganzen Welt über den Bildschirm flimmern. Filme und Magazine haben an sich zwar das gleiche Ziel, aber ich mag an ihnen sehr gerne das Gefühl, noch etwas in der Hand zu haben (auch wenn ich selten das Geld über habe). Fritz: Jeder Oldschooler aus der Szene würde mich umbringen, für das was ich jetzt schreibe, aber wahrscheinlich ist es so, weil ich nie ohne das Internet, Magazine oder DVDs groß geworden bin. Ich kenne es einfach nicht anders und deshalb sind sie für mich ein wichtiger Bestandteil der Szene. Ich meine, es ist einfach geil, abends im Bett zu liegen und sich einen guten Graffiti-Film anzugucken. KK: Hand aufs‘ Herz. Guckt man sich als Sprayer öfter mal Details von anderen ab, wie Ultragruppen zum Beispiel Lieder von anderen Gruppen „klauen“? Ulli: Ich denke, das ist vollkommen legitim. Natürlich denkt man beim Betrach-
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ten eines Blockes oder derartigem auch mal: „Ey das könnte man auch mal ausprobieren.“ Man baut es dann ein-zwei Mal ein und entwickelt dann seine eigene Art, es anzuwenden oder verändert noch ein bisschen, sodass man hinterher ein eigenes Style-Element hat. So kenne ich es zumindest aus eigenen Erfahrungen. Fritz: Natürlich macht man das, gerade am Anfang schaut man sich 1000 Bilder an und guckt, was einem gefällt und was man vielleicht auch mal so machen könnte. Aber nach einiger Zeit findet man seinen eigenen Style und es wird immer weniger „kopiert“, da die Sachen gar nicht mehr zum eigenen Style passen. KK: Ihr kennt euch ja ein bisschen in beiden Szenen aus, kann man das Leben in einer Graffiti-Crew mit dem einer Ultragruppe vergleichen? Ulli: Vom Lebensgefühl und dem Verhältnis miteinander ist es recht ähnlich. Der größte Unterschied ist, dass diese Verbundenheit aus verschiedenen Erfahrungen resultiert. Aber man verbringt in beiden Szenen auf jeden Fall eine Menge Zeit miteinander, erlebt Dinge oder macht Erfahrungen, welche ohne die Gruppe nicht gemacht werden können. Man fühlt sich vor allem als ein Teil des Ganzen und kann in jeder Situation darauf bauen, dass die geilsten Menschen der Welt hinter einem stehen. Fritz: Ich denke mal, der größte Unter-
schied ist die Anzahl der Leute. In einer normalen Graffiti-Crew gibt es oft nicht mehr als zehn Writer, da sind die Zahlen in einer Ultra-Gruppe ganz anders. Trotzdem denke ich, man kann man es miteinander vergleichen. Beides ist für denjenigen, der in einer dieser Gruppen ist, wie eine zweite Familie. Man steht immer in Kontakt und verbringt eigentlich die meiste Zeit des Tages mit seinen Jungs. KK: Wie seht ihr die Entwicklung von Graffiti in Wolfsburg? Könnt ihr vielleicht sogar einen kleinen Einblick in die Graffiti-Geschichte von Wolfsburg geben? Wie sieht es aktuell aus? Ulli: In Wolfsburg sind wir meines Erachtens momentan eine Malergeneration, welche mit einer recht großen Alterslücke zum Rest aufwächst (PBS, MCR (z.T. ehemals SDWA) usw.). Jedoch haben wir die Erfahrung gemacht, dass man – wenn man gewisse selbstverständliche Regeln einhält – sehr herzlich aufgenommen wird. Natürlich musste man sich auch erstmal beweisen, gerade in Hinsicht auf das Verständnis der Regeln. Aber das ist normal und auch nachvollziehbar, wenn man sich den Rest der Szene in Wolfsburg anguckt. Ich würde sagen, die Szene ist nicht klein. Aber vor allem geprägt von reinen Taggern. Zum Teil Leuten, die sich nicht groß um den Rest der Aktiven scheren. Gerade im letzten Jahr hatte man oft mit Toys zu tun, die in Pi-
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eces reintaggen etc. Fritz: Ich denke mal, Wolfsburg kommt so langsam in die Phase, wo immer mehr junge Leute Graffiti für sich entdecken und somit erst langsam alles richtig anfängt. Zurzeit geht in Wolfsburg doch sehr wenig, aber da macht einem wohl auch das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Von den Leuten, die früher in Wolfsburg gemalt haben, ist kaum noch jemand aktiv. Ich denke, das liegt auch daran, dass die Leute, die richtig Lust hatten, was zu reißen, aus Wolfsburg weggegangen sind, weil sie selber gemerkt haben, dass hier nicht viel geht. Aber trotzdem gibt es noch eine geringe Anzahl von Oldschoolern, die man ab und zu an der legalen Wand antrifft.
des VfL nämlich schon sehr früh regelmäßig im Stadion verfolgt und stand mit zarten, ich glaube 10 Jahren schon – damals noch in Block 12 mit Fahne und Trikot – im Stadion und gab mein Möglichstes. Allerdings muss man auch darauf acht geben, dass nicht jeder dahergelaufene „Ultras“ taggen darf. Zumindest meiner Meinung nach würde man sich damit eine Menge Ärger ersparen. Man bewegt sich eben in einer anderen Szene mit, wie angesprochen, eigenen Regeln. Diese gilt es auch einzuhalten. Fritz: Nun ja, ich denke mal, ihr habt bestimmt schon raus, dass ich in der Hinsicht auch selbst unterwegs bin. Es ist geil, für seinen Verein nachts rauszugehen und die Stadt in den Vereinsfarben zu verschönern. Ich bin auch der Meinung, das Ultra-Graffiti in jeder Stadt dazugehört und auch akzeptiert werden sollte. KK: Standardfrage: Habt ihr lustige Geschichten von euren Aktionen auf Lager?
KK: Wie steht ihr zu den Werken der Ultras? Ulli: Ultragraffiti stehe ich sehr offen gegenüber, gerade in Anbetracht dessen, dass wir dort auch selbst ein wenig aktiv sind und es mein Start in die Graffiti-Welt war. Ich habe die Spiele
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Oder um gleich ernster zu werden, hattet ihr schon negativen Kontakt mit den Bullenschweinen? Was droht einem Sprayer so alles, wenn er nachts loszieht? Ulli: Naja, Kontakt mit den Bullen gab es natürlich schon. Und man erlebt auch eine Menge witzige Dinge. Aber gebusted wurden wir noch nie. Jetzt allerdings witzige Geschichten zu erzählen, würde glaube ich den Rahmen um ein ganzes Stück sprengen. Es ist auch schwer, die beste auszuwählen, weil man einfach zu viele verdammt geile Sachen erlebt hat mit den Menschen, die einem mit der Zeit alles bedeuten. Sanktionen beim Erwischt werden: Natürlich steht eine Hausdurchsuchung an. Hier gibt es riesig viele Dinge zu beachten. Gerade in Sachen, was dürfen die Bullen, was nicht. Und je nach dem was gefunden wird (Blackbooks, Fotos etc.) hat die nahe Vergangenheit gezeigt, dass auch mehrjährige Haftstrafen nicht ausgeschlossen sind. Alles in allem geht man also ein sehr hohes Risiko ein, was man nur mit grenzenloser Leidenschaft erklären und eingehen kann. Fritz: Ich denke, ich kann von Glück reden, dass ich noch nie richtigen Ärger mit der Polizei hatte. Es war zwar schon oft sehr knapp, aber man muss sagen, da war das Glück auf meiner/unserer Seite! Es gibt so viele Sachen, die man schon erlebt hat mit seiner Crew: vom Zelten bei 5 Grad unter einer Brücke an der Zugstrecke bis hin zu Nächten,
wo man nicht ein Auge zubekommen hat, weil man einfach die ganze Nacht damit beschäftigt, war die Welt bunter zu machen. Ich denke für genauere Geschichte stehe ich euch immer gerne persönlich zur Verfügung, da ja nicht die gesamte Welt wissen muss, was wir so genau treiben… KK: Kommen wir zum Schluss: Möchtet ihr noch ein paar Worte loswerden oder habt ihr vielleicht Tipps für unsere Leserschaft, die jetzt das Feuer gepackt hat? Ulli: Puuh… Das ist ehrlich gesagt die schwierigste Frage von allen. Ja, wen das Feuer gepackt hat, der soll sich gerne versuchen, darf dabei aber nicht den Respekt vor jedem anderen Gleichgesinnten vergessen! Denn im Endeffekt sind wir alle Krieger der Farbe und leben, lieben und teilen die gleiche Leidenschaft. Nämlich die zu Farbe und Rebellion. Es ist wie bei der Ultraszene. Der eine kämpft für ein buntes Stadion und der andere für eine bunte Welt. Wir stehen durch unsere ebenso große Liebe zum Verein – und das zumindest bei mir von ganz klein auf – ebenso hinter der einen, wie hinter der anderen Szene. Und sind stolz, uns ein Teil beider Gruppierungen nennen zu dürfen. Fritz: Erstmal eine negative Sache, die ich los werden möchte. Und zwar geht es um folgendes: Wenn man anfängt, zu
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malen, und die ersten Male rausgeht an die legale Wand, sollte man immer Respekt haben vor denjenigen, die schon länger malen, und nicht wahllos irgendwo rein malen. Ich hoffe, ich erreiche damit die Richtigen, weil durch kleine „VfL-Schmierereien“ in aufwendige Bilder das Bild der Ultra-Szene oft sehr stark runtergezogen wird. Dadurch entsteht oftmals Hass der Graffiti-Szene auf die Ultra-Szene: Großen Respekt an alle Stadtchaoten, die sich die Nächte um die Ohren schlagen, aber genau so großen Respekt an die Jungs die für ihren Verein und ihre Gruppe alles geben! Ich bin
stolz darauf, ein Teil beider Szenen zu sein, und ein großer Dank geht an alle Leute, die uns unterstützen und unsere Sache gut heißen! Grüße an den Biermob, an alle Ultras, an die Maltras und alle VfL-Fans! KK: Wir danken euch für das Interview! *Namen von der Redaktion mehrfach geändert. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist ausdrücklich beabsichtigt und dient der Unterhaltung der Leser.
„Unlike U - Trainwriting in Berlin“ Mitten aus der Hauptstadt des europäischen Graffitis kommt ein Film, der zu seinem Erscheinungszeitpunkt alle bisherigen Erscheinungen über die Trainwriting-Kultur in den Schatten stellte. Der Film stellt einen Mix aus sachlicher Dokumentation der Szene und aus Live-Actions dar, die einen sofort fesseln und den
Drang wecken, das regionale Bahnsystem mit Farbe einzudecken . Unterstützt wird die Atmosphäre des Films mit passender Musik, die in den richtigen Situationen, Gänsehaut schafft und den Adrenalinpegel gehörig nach oben schnellen lässt. Erwähnenswert ist auch, dass alle Seiten zu Wort kommen. Von der GIB – den SKBs der
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Berliner Graffiti-Szene – über Dosenproduzenten, Writer und sogar deren Familien, dürfen wirklich alle ihren Senf dazu geben. Mehr Worte will ich eigentlich gar nicht verlieren – jeder, der sich nur minimal für Graffiti interessiert oder mal den oft zitierten „Blick über den Tellerrand“ werfen möchte, sollte sich den Film reinziehen! Ansehen könnt ihr euch den Film gratis im Internet. Der passende Link steht am Ende des Textes. Wer
dennoch ein paar Kröten über hat, kann die Macher in ihrem Gerichtskampf gegen die BVG unterstützen. Die Berliner Verkehrsbetriebe klagen nämlich gegen den Film, um eine Verbreitung zu unterbinden und damit möglichst wenig Nachahmer zu animieren. Den Film, alle aktuellen Infos und einen kleinen, aber feinen Shop findet ihr unter: www.unlike-u.com Free Unlike U! Streetart is not a crime!
„1 UP - One United Power“ Kurze Zeit nach dem Erscheinen von „Unlike U“ war die Aufregung in der Graffitiszene wieder riesig, kündigte sich doch über einen Trailer bereits das nächste Highlight an: Die Graffiti-Crew – oder wohl eher das Graffiti-Kollektiv „1UP“ – bekannt durch unzählige Bilder in vielen Städten und unglaubliche Aktionen (Malen von Zügen mitten in der Betriebszeit via Notbremsen-Stop) – bringt ihre eigene DVD raus. Der Trailer war extrem vielversprechend: viele Vermummte, die mit Dosen bewaffnet in eine U-Bahn-Station rennen; Fahrer, die ähnlich den Stadionsprecher-Durchsagen bei Pyrotechnik unter Gebrüll zum
sofortigen Stop der Aktion aufrufen; aber auch Aktionen mit Farbrolle und Teleskop-Stange in luftiger Höhe über den Dächern Berlins, es war einfach alles dabei. Die Aufnahmen schienen zudem schon im Trailer qualitativ hochwertig, was sich nach Kauf des Films nur bewahrheitete. So macht auch ein schnöder DVD-Abend mit Ben&Jerrys-Eis oder für die Alkoholtras unter uns mit Bier extrem viel Spaß! Preislich liegt der Film bei 25€ – sicherlich für ein Großteil des KurvenklatschPublikums ein stolzer Preis – geboten bekommt man dafür aber zwei randvolle DVDs. Auf der ersten Scheibe der eigentliche Film, der auf 77min die Geschichte
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von acht Jahren 1UP zeigt, auf der zweiten DVD dann feinstes Bonus-Material: Neben krassen Aktionen in Frankreich, Thailand, Spanien usw. gibt es auch entspannte Abschnitte aus Südamerika, wo die Sprayer förmlich vergöttert werden, sie unvermummt von Ecke zu Ecke ziehen, um auch dort ihren Namen zu verbreiten Schmeißt man also die DVD rein findet man sich sofort in einer anderen Welt wieder. Der Drang, sich einen mit Dosen gefüllten Beutel zu schnappen, sich die Maske überzuziehen und selber an die Wand zu gehen kommt in einem hoch. Neben den vielen Berlin Tag & Nacht-Actions (nicht RTL 2, höhö) wird der Film immer wieder mit kleinen Einspielern aufgelockert: als Beispiele sind hier kurze Fragen an Schaulustige zu nennen, die sich das Entstehen der Werke angucken, oder aber kleine Filmchen, in denen Aktionen mit Lego- oder Knet-Figuren dargestellt werden. Definitives Highlight ist die Stelle, als ein Service-Siggi der Bahn über den Auskunftsschalter nach seiner Haltung zu Graffiti gefragt wird, geieeel! Auch die lokale Obdachlosenszene kommt nicht zu kurz und darf den ein oder anderen bierge-
tränkten Kommentar abgeben. Über Geschmack lässt sich ja bekannterweise streiten und so manch ein Piece in dem Film finde ich auch nicht so geil. Jede Aktion ist aber für sich selbst gesehen besonders und höchstgefährlich. Wohl zu Recht sagt einer der Protagonisten, dass „Graffiti manchmal wie Extremsport sei“. Neben intensivster Planung muss man schwere Beutel schleppen oder aber auch mal vor den Bullen abhauen. Ihr merkt, ich schwärme für den Film, ähnlich wie ich es schon für „Unlike U“ gemacht habe. Beide Filme haben jedoch vollkommen andere Ansprüche: 1UP ist pure Action, Unlike U mehr eine Dokumentation der Szene, dennoch mit ebenso fesselnden Aufnahmen aus den Tunneln oder S-Bahn-Depots Berlins. Um nicht noch mehr vorwegzugreifen, kauft euch den Film, leiht ihn euch aus oder lasst euch mal von eurer Familie mit einer etwas anderen DVD beschenken. Besser als 99% des Hollywood-Dedöms ist es allemal. Die letzten Worte sind auch hier allen Künstlern gewidmet, die sich für ihre Leidenschaft aufopfern! Julian
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„I Love Trains“ Die dritte Vorstellung einer DVD, keine Angst, bei den dreien bleibt es dann auch für diese Ausgabe. Um den Kritikern schon von Anfang an jeden Boden zu entziehen, ja es ist nötig, dass, neben den anderen beiden Filmen auch dieser beleuchtet wird, ist schließlich dieser Film auch wieder etwas besonderes und von der Art her nicht mit den anderen beiden zu vergleichen. „I Love Trains“ kommt aus der Hooligan-Hochburg Rostock. Da auch die Rostocker Fanszene sehr aktiv in Sachen Umgebungsgestaltung ist, ergaben sich schnell Kontakte zwischen ILT und der „Action Connection“ rund um die Suptras. Qualitativ sind die Bilder der Rostocker definitiv Bundesliga, manch ein Zug nach seiner Umgestaltung sogar Champions League. Die Bandbreite der Aktionen ist hier sehr groß, vom kleinen Piece am Zug, über ein Wholecar – einen vollkommen besprühten Waggon – bis hin zu einem waschechten Wholetrain mit mehreren vollkommen umlackierten Waggons ist hier alles dabei. Geliefert werden für 21,90€ zwei DVDs. Die erste beschäftigt sich den vier größten deutschen U-BahnSystemen, Berlin, Hamburg, München und Nürnberg, hinzu
kommt noch der Nahverkehr in Rostock und Stuttgart. 90 Minuten pures Graffiti, sieht man von den Arsch-Aufnahmen und den, für Graffiti-Filme traditionellen Penner-Sequenzen ab. Ach ja, abgerundet wird die DVD noch mit Randale-Videos rund um die FCH-Szene, lohnt sich also! Auch nach mehrmaligem Genuss des Films frage ich mich immer noch, ob die Aufnahmen vom St.Pauli-Spiel von den Rostocker SKBs sind, passen die Kommentare doch perfekt ins Bullen-Schema… Vielleicht liest das hier ja ein HansaKrieger und schafft Aufklärung per Mail, interessieren würde es mich! Erstaunlich ist an diesem Film die hohe Anzahl an blau-weiß-roten Sturmhauben, scheint die Rostocker Szene wohl verstrickter zu sein als andere. Auf der zweiten DVD widmet man sich dann den europäischen Zügen und sammelt auch hierbei, ähnlich einem Groundhopper, der Stadien abklappert, viele verschiedene Zugmodelle in Ländern wie Dänemark, England, Frankreich, Italien usw. Auch ein Besuch im Mutterland des Graffiti darf natürlich nicht fehlen und so wird die New-Yorker UBahn etwas bunter.
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Das mitgelieferte Booklet liefert neben einigen klasse Bildern auch ein paar lustige Geschichten aus den jeweiligen Städten, die besucht wurden, unter anderem auch mit kleinem Text über drei Wochen Haft in Kopenhagen. Nur das Wort Negerbande“ in einem Bericht nervt, Rassismus ist und bleibt leider immer noch ein großes
Problem weltweit. Dennoch bleibt auch bei diesem Film eine dringende Kaufempfehlung, wer das Geld hat, investiert es hier definitiv besser als in zwei Kinobesuche mit Popcorn und dem ganzen Schnick-Schnack. Julian
Glossar Nichts ist peinlicher, als Fachbegriffe zu verwenden, die man selbst nicht versteht. Um zu zeigen, dass wir unheimlich schlaue Köpfe sind und gleichzeitig unseren Bildungsauftrag ernst nehmen, gibts nun folgend ein kurzes Glossar der gängigsten Begriffe in der Graffiti-Welt. Macht euch nebenbei auch zum King auf jedem Pausenhof. Blackbook: Skizzenheft für die Sketches, Name kommt von schwarzer Hülle. Chrom: Für illegale Aktionen von vielen Writern bevorzugte Farbe, spiegelt sich in der Sonne und ist dadurch sehr auffällig. Gebusted werden: Erwischt werden von Security oder den Bullen. Sollte man vermeiden… Graffiti: Überbegriff der Subkultur, in den Medien aber auch oft für ein einzelnes Piece verwendet. Piece: Ein gesprühtes Bild an der Wand, komplexer und zeitintensiver als ein einfacher Tag. Sketch: Angefertigte Skizze, von reinen Konturen bis hin zum ausgefeilten farbi-
gen Bild. Streetart: Prinzipiell alles, was man so auf der Straße machen kann und findet, vom Aufkleber, über Poster, die an die Wand gekleistert werden, bis hin zur bemalten Fliese. Medial verschmelzen hier Straftat und Kunstwerk mehr miteinander als im eigentlichen Buchstaben-Graffiti. Tag: Einfacher Schriftzug zur schnellen Verbreitung des Namens. Toys: Abfälliger Begriff für Anfänger oder schlechte Writer, die keinen eigenen Stil haben oder deren Stil dem Betrachter nicht gefällt. Wird sehr häufig auch bei Streitigkeiten unter Crews benutzt, vergleichbar mit dem Begriff „Lutscher“ in der Ultrawelt… Wall: Wand, neben Zügen eine bevorzugte Fläche zum Besprühen. Städte geben Wände oft zum legalen Besprühen frei, Qualität der Bilder dadurch höher als im illegalen Bereich. Writer: Andere Bezeichnung für den Begriff „Sprayer“, der in den Medien ja sehr verkannt ist. Julian
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20. Spieltag: Wolfsburg 0:0 Gladbach Der Bericht zu diesem Spiel wurde mit Geheimtinte geschrieben. Sie wird sichtbar, wenn ihr den Kurvenklatsch zu Hau-
se unter einen Föhn haltet oder kurz in den heißen Backofen legt.
21. Spieltag: Wolfsburg 3:2 Freiburg Selbst in Zeiten rumrandalierender Griechen, atombombenschwingender Iraner und umsichschießenden Syrer gibt es auf dem Planeten Erde auch noch welche von diesen seltenen, besonderen und einzigar-
tigen Highlights. Ich spreche von einem Event, das einem den Atem verschlägt, von einem Event, das dir die Buchstaben dieses Artikels nur so um die Ohren wetzen wird. Ich spreche von einem Heim-
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spiel gegen den SC Freiburg. Aber das ist noch nicht alles: Es handelt sich dabei um ein Heimspiel gegen den SC Freiburg auf einem Freitagabend! Wen das jetzt nicht von der Sitzschale gehauen hat, muss sich aber keineswegs um seinen Zustand sorgen. In diesem Fall ist sogar alles beim besten. Wenn wir mal ehrlich sind, ist ein Freitagsspiel für den Heimfan an sich keine schlechte Sache. Das Wochenende kommt einem länger vor und auf einen freien Samstag kann man durchaus auch mal zum Handball gehen. Allerdings ist man als Ultra ja kein Egoist und denkt nicht all zu selten an das Wohl der gesamten Ultraszene, sogar der gesamten Fankultur. Ich persönlich finde es schade, wirklich schade, dass unser Gästeblock an diesem Freitagabend quasi leer bleibt und man kein einziges Mal einen Gesang oder auch nur einen Schlachtruf aus eben jenem Bereich des Stadions hört. In Deutschland gibt es im Stadion zumeist zwei Bereiche, in denen die Fankultur lebt, in denen man stehend und emotional das Spiel verfolgt und sich nicht bibbernd auf seinem scheiß Lederstuhl, in eine Decke gemollt, ausschließlich für Champagner interessiert und um eine er-
tragreiche Geschäftsbeziehung bemüht. (Auch wenn diese Personen mitnichten diese Zeilen lesen werden: Fickt euch, Wichser!). Somit zurück zum Thema „Freitagsspiele“, bzw. Spieltagsverzerrung. Sicherlich kommen auch auf einem Samstag keine Scharen an Freiburgern, andersrum kann man da auch nicht groß rumposen. Doch wird dem Gros der Breisgauer Fans durch die Ansetzung auf einem Freitagabend schlichtweg die Chance genommen, dieses Spiel hautnah im Stadion zu verfolgen, da dieser eine Entfernung von 630 km hinter sich bringen muss. Dementsprechend fährt er um spätestens 13 Uhr los, besser noch um 12 Uhr. Wie soll man das denn schaffen, wenn man arbeitet? Wir sprechen hier ja nicht von Hansa Rostock! Lange Rede, etwas kürzerer Sinn: Die Fankultur leidet unter der Spieltagsverzerrung und das ist nun auch wahrlich keine meiner Neuentdeckungen. Schön, dass es dennoch einige Freiburger geschafft haben! Für den Wolfsburger Fan hat es sich hingegen gelohnt, das Stadion zu betreten, denn man sah eine kämpfende Mannschaft, die etwas glücklich den dritten Sieg in den letzten fünf Spielen einfuhr,
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somit auf Tabellenplatz 8 vegetiert und sich wieder Chancen auf internationalen Fußball erspielt hat. Typisch Magath wird diese Mannschaft weiter zusammen wachsen und v o n Spiel zu Spiel erfolgreicher agieren. Zur Transferpolitik sage ich lieber nichts, das hat Marius im KK#63 schon ausführlich getan. Die Tore durften heute Marcel Schäfer und Neuzugang Jiracek (sogar gleich zwei) schießen, wobei den Gästen ein Treffer weniger gelang und das Spiel beim Spielstand 3:2 abgepfiffen wurde. Da es im Gästeblock – außer ein paar Fähnchen und einer coolen „Porno Freaks“-Fahne – wie gesagt nichts zu sehen gab, konnte sich die Heimseite ausschließlich auf ihre eigenen Stärken konzentrieren. Hier muss ich eine klare Steigerung zu den letzten Monaten anmerken! Auch wenn das Liedgut noch immer keine Sanierung
über sich ergehen lassen musste, wussten die Auswahl und Länge der Lieder, so wie auch die Intensität und die Hingabe der Singenden, zu gefallen. Außerdem waren fast die ganze Zeit mindestens 40 Fahnen und Doppelhalter in der Luft, was eine herbe Steigerung bedeutet. Summa summarum konnte die Stimmung heute endlich mal wieder überzeugen. Das lag mit Sicherheit auch am eigens herbeigeführten, ziemlich autonomen Positionswechsel des GWA-Haufens, der sich ab Reihe 4 direkt hinter uns gesellte. Endlich konnte man mal geschlossener stehen und das zahlte sich meiner Meinung nach deutlich aus. Weiter so, gegen diese „Regeln“. Vor und nach dem Spiel gab es das übliche Programm: Suff, Ärger und Mäusken. Kann es voll leiden, wenn der VfL gewinnt: Robin
22. Spieltag: Schalke 4:0 Wolfsburg Ich sitz hier jetzt schon fünf Minuten aber mir fällt einfach keine Einleitung ein. Unser Infozine ist ja seit dieser Saison soooo cool und anders geworden, dass die Berichte auch dementsprechend cool
aussehen sollen und ich nicht mit Standardphrasen wie „diesen Sonntag ging es also in die Stadt der 1000 Feuer blabla“ zugemüllt werden, wie schon in 43 anderen Heften gelesen. Aber: Im Hirn
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herrscht Leerlauf, es will sich nix Kreatives finden… oder? Dadurch, dass ich jetzt meine Problematik erläutert habe, warum mir nichts einfällt, hab ich ja im Prinzip doch schon wieder die 0815Schreiberei umgangen, clever oder? Ja, clever. Diesen Sonntag ging es also in die Stadt der 1000 Feuer, hihi. Der Verein hat mal wieder einen Entlastungszug zur Verfügung gestellt, der auch von 350 Fans und Ultras genutzt wurde. Jetzt sitz ich hier schon wieder fünf Minuten und mit fällt nichts ein. Vielleicht hätte doch jemand anderes den Bericht schreiben sollen. Naja, jetzt ist zu spät. Von der Hinfahrt gibt’s jedenfalls gar nichts zu berichten. Vom HBF in Gelsenkirchen wie üblich mit Bussen und an gefühlten 100 Dönerbuden vorbeifahrend
zum Stadion bzw. Turnhalle (Dach war zu) und schon war man im Gästeblock. Ist SV bedingt mein erster Besuch seit 3 Jahren oder so, wobei es letztes Jahr auffffffen Hügel vorm Block auch richtig gut war, mit Pizza bestellen, viel Bier, Sonne
und weglaufen vor Schalker Hools. Hier im Block gibt’s das alles nicht, kein Essen und Bier, weil ich die Bezahlkarten boykottiere, keine Sonne, weil das Dach zu ist und keine Hools, weil hier nur Kutten rumplärren. Das war wohl auch der Grund, warum nur ca. 600 Wolfsburger
mitgekommen sind. Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir in dieser Saison auswärts erst vier Punkte geholt haben. Muss aber ehrlich sagen, ich hatte heute richtig Lust. Warum ? Weil ich so ein Gefühl hatte, das wir heute gewinnen, weil heute ein neues Lied Premiere feiern sollte, weil recht viele Ultras dabei waren und ebenso viel Pyro und Zaunfahnen. Jau, sogar die Weekend Brothers-Heimzaunfahne war am Start und jeder Zentimeter der Plexiglasscheibe wurde zugeballert. So muss das sein. Noch besser das Intro, bestehend aus einer grün-weißen Rauchshow, ergänzt durch Blinker und Schwenkfahnen. Negativ aufgefallen sind leider wieder einige Gruppenmitglieder, die es vorzogen, sich irgendwo an den Rand zu stellen, statt hinter die Fahnen. Zeugt nicht gerade von Zusammenhalt, Pfeifen. Die
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Stimmung bei uns in den ersten zehn Minuten sehr ansprechend, dann folgte leider Gegentreffer Nummer 1 und fünf Minuten später liegt die zweite Pflaume im Wolfsburger Tor. Paar Ultras singen noch bisschen rum, die meisten resignieren aber. Ich hätte aber auf die Knalltüten auf dem Platz geschissen und weiter gemacht. Warum auch nicht. Selbst feiern und so, den Verein und nicht die Spieler. Neues Lied hätte da auch gepasst, einfach bisschen experimentieren. Sahen die meisten leider anders. Die Bullenschweine schauten auch noch kurz vorbei, der Mob rückte aber zusammen, sodass die Kunden nur blöd glotzten und wieder abzogen. In der zweiten Hälfte konnte die Mannschaft das Niveau konstant halten und fing sich zwei weitere Buden. Ohne Benaglio hätten wir sogar noch höher verloren. Stimmung wurde dementsprechend komplett eingestellt. Zudem wurden von einem der unsrigen, aufgrund der Pyroaktion, die Personalien aufgenommen und er des Stadions verwiesen. Da es hier allerdings einen Unschuldigen getroffen hat, verließ auch der restliche Ultrahaufen
bereits 20 Minuten vor Spielende aus Solidarität das Stadion, was bei der Mannschaftsleistung auch nicht schwer fiel. Überraschend gut aufgelegt waren die Schalker, bei dem Spielverlauf zwar nicht verwunderlich, trotzdem hätte ich einen derart konstant hohen Lautstärkepegel so nicht erwartet, auch die vielen Fahnen und das ständige Hüpfen im Mittelblock von UGE machten was her. Auch der momentan in den Top 5 der Ultracharts geführte Tophit, „Kennst du den Mythos vom Schalke Markt“ durfte nicht fehlen und wurde vom halben Stadion mitgesungen, Respekt. Die Rückfahrt verlief zwar nicht ganz so zäh wie die Hinfahrt, aber war halt Sonntag. Um die Seite noch vollzubekommen, lästere ich noch etwas rum. Will jetzt nicht wieder ne Diskussion anfangen, bezüglich Alkohol oder Niveau, aber als ich durch den Zug gelaufen bin, um paar Hefte zu verkaufen, hab ich schon daran gezweifelt, ob gewisse Fans hier überhaupt schon mal ne Bildungseinrichtung von innen gesehen haben oder ne Erziehung genossen haben. Dass man
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sich mit 15 oder 16 schon den Wodka pur reinknallen muss und das an einem Sonntag oder ne halbe Stunde „auf geht’s Kal-
le zieh dich aus“ gesungen wird, war da noch das harmloseste. Und ich glaub auf anderen Fahrten geht es da sogar noch weitaus schlimmer zu, nur bekomm ich das sonst nicht so mit. Meine Heftanpreisungen hatten logischerweise meist auch nicht den gewünschten Erfolg. „nää ich les keine Bücher“, „boah nee is mir zu anstrengend“, „sind ja gar keine Bilder drin“, „kann man das trinken?“ Ciao. Fredbert
Handball-Damen: Wolfsburg 39:32 Weibern Handball-Damen, der obligatorische Winterpausen-Lückenfüller. Hört sich jetzt irgendwie negativ an, so ist es aber gar nicht gemeint. Sind ja jetzt glaub ich immerhin schon drei Jahre, seit dem wir unregelmäßig (haha) zu den HandballDamen gehen. Das „wieso, weshalb, warum“, will ich hier jetzt nicht nochmal groß erläutern, im Ganzen sicherlich ne Mischung aus der angesprochenen Winterpausen-Lethargie, Aufmunterung für die Stadionverbotler, das Austesten von neuen Liedern, billiges Bier und früher bestimmt auch, weil es im Trend war, als Ultras andere Sportarten zu besuchen. Der Trend ist größtenteils verflogen, aber wir sind noch da, nur manchmal, leider wahr, zweite Liga schon ok, scheißegal, Wolfsburg ole. Joo, zweite Liga mittlerweile. Letztes Jahr wurde nach dem Aufstieg sogar schon an der Tür zur ersten Liga geklingelt, während diese Saison ge-
gen den Abstieg aus der 2. Liga gekämpft wird. Der Trainer ist auch neu, heute erst mal zur Probe, mit dem Tabellenzweiten aus Weibern sicher keine leichte Aufgabe. Mit Bogna Dybul gibt es einen weiteren prominenten Neuzugang. Nicht aufgrund ihrer vielen Länderspiele für die polnische Nationalmannschaft, sondern aufgrund der Tatsache, dass der Neuzugang von Ruch Chorzow (Ruuuuuch Ruuuuuch HKS) mit dem Fußballbundesligaspieler Artur Sobiech von Hannover 96 zusammen ist. Pfui. Nachdem ich mir am Vormittag noch Union Berlin – Dynamo Dresden angeschaut hatte, traf ich genau rechtzeitig zum Treffpunkt am Penny-Parkplatz ein, wo sich schon diverse Ultras und Mitläufer tummelten. Am Ende waren es beachtliche 100-120 Personen, die man unserem Dunstkreis zuordnen kann. Neben vielen Schwenkfahnen, Zaunfahnen und
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Doppelhaltern, waren auch eine Trommel und ein paar Kassenrollen an Board, wovon eine aufs Feld geworfene leider für eine kurze Spielunterbrechung sorgte, da heute auch ein Spielerbeobachter vom Verband zugegen war, was wohl eine kleine Strafe nach sich ziehen wird. Stimmung bei uns sehr geil, vernünftige Lieder, alle am ausrasten, abgehen… Hat wie immer super viel Spaß gemacht und die 60 Minuten gingen im Nu vorbei. Unsere Stimmung schien auch mächtig Eindruck bei den Gästespielerinnen hinterlassen zu haben, die kein Bein vors andere bekamen. Der VfL als klarer Außenseiter hatte keine Probleme mit dem Tabellenzweiten und gewann gewann, was größtenteils auf unsere Unterstüt-
zung zurückzuführen ist. Das sahen auch die Mädels so, die nach der gemeinsamen Welle fünf Kästen Freibier spendierten. Danke! Wie immer gibt‘s aber auch was zu meckern. Die Handballspiele sind keinesfalls eine Pflichtveranstaltung und es gibt auch genug Leute, die damit nix anfangen können, was auch vollkommen ok ist. Aber dann kann man auch direkt zu Hause bleiben und nicht die ganze Zeit teilnahmslos daneben sitzen und die anderen (Aktiven) noch runterziehen, nervt. Nach diesem schönen Samstagabendbeginn verzog sich der Mob in die bekannten Wolfsburger Lokalitäten und Diskotheken. Bis zum nächsten Mal… Fredbert
Blickfang Ultra #23 Ab sofort kann man die Ausgabe Nr. 23 vom Blickfang Ultra Magazin für 3,50 € bei uns am Verkaufsstand im Nordkurvensaal erwerben. Präsentiert wird euch
auf 116 werbefreien Seiten eine diesmal sehr bunte und abwechslungsreiche Ausgabe mit folgenden Themen: Im Gespräch: Wir waren diesmal zu Gast
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in Jena und führten ein langes Interview mit der Horda Azzuro. Herausgekommen ist auf 24 Seiten nicht nur eine einzigartige, chronologische Abhandlung, sondern auch ausführliche Einblicke in die Gruppe. Aber lest selbst... Blick in die Kurve: Ultras Babelsberg berichten über ihre neue Kurve und den langen Prozess der Abspaltung vom Filmstadt Inferno Ultras über Generationen: Ein Text von Commando Cannstatt Unterwegs: Wir waren in Berlin beim Fankongress. Neben einer kurzen Aufarbeitung des Wochenendes, kommentieren wir verschiedene Vorgänge („Kommunikation“), führten ein Gespräch mit dem Norweger Arne Christian Eggen über die Situation in seinem Land und warfen natürlich auch einen Blick auf den Catwalk, sprich wir sagen euch was im Jahr 2012 modemäßig so angesagt ist Corteo-Bilder: Ein Blick in die sonst so verschlossene Schweiz. Auf mehreren Seiten bieten wir die besten Corteo-Fotos aus der Hinrunde der aktuellen Saison. Matchreports: 1.FC Nürnberg vs. SpVgg Fürth (aus beiden Sichtweisen), Borussia Dortmund vs. Schalke 04 (aus beiden
Sichtweisen), ein exotisches Spiel, nämlich das afrikanische CL-Finale zwischen Esperance Tunis und Wydad Casablanca aus neutraler Sicht) und die Ultraszene Mainz berichtet von ihrem ersten eigenen organisierten Sonderzug anlässlich des DFB-Pokalspiels in Kiel Kurzreport: Roter Stern vs. Partizan Schon gewusst?!: Bietet diesmal eine Anekdote aus der marokkanischen Stadt Casablanca, nebst Bildern vom Stadtderby vom 31.12.11 Mittelteil: Do it yourself - Bilder & Text Medienecke: Sehr ausführlich, da es uns wichtig ist und am Herzen liegt, beleuchten wir diesmal erneut verschiedene Videos („Nie mehr Oberliga“, „Gegengerade“), Bücher („Faszination Fankurve“), Fanzines („Pasion Latina“) und Alben („Vega“ & „Bosca“) Kleine Szenen vorgestellt: Augsburg 98 (Eishockey) Streetart: Ultraszene Mainz Dazu gibt es im Heft die bekannt hochwertigen Bilder, Leserbriefe, Comic Kurzum: Eine Ausgabe am Puls der Zeit und in der für jeden Geschmack etwas zu finden sein dürfte.
AK Merch informiert Hallo liebe Kaufsüchtige, es wird mal wieder Zeit, ein paar Neuigkeiten rauszuhauen, schließlich sollen leere Stände der Vergangenheit angehören! Neben den Restexemplaren der
„Too many Cops“-Shirts für einen guten weil solidarischen Zweck haben wir auch noch ein paar der „Unersetzbar“-Shirts am Stand. Hingehen, anprobieren, kaufen! Die schicken neuen Buttonmotive vom
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letzten Heimspiel sind natürlich auch wieder dabei – ob zur Pyro-Kampagne oder als Hommage an den geliebten Verein – da ist für jeden Geschmack was dabei! Wenn ihr diese Gazette lest, sind auch hoffentlich schon die neuen Aufkleber-Motive eingetrudelt, schließlich schreien die Plusgrade und der Sonnenschein nach so einem ekligen Winter förmlich nach einer ausgedehnten Klebetour, macht die Stadt ja auch gleich viel schöner, hehe! Außerdem haben wir uns, um uns und euch eine breite Merch-Auswahl bieten zu können (geplant sind neue T-Shirts
und eine Trainingsjacke im schicken Adidas-Stil), ein raffiniertes Gutschein-System ausgedacht: Für 5 Ois könnt ihr euch eine Gutscheinkarte im Wert von 7 Ois kaufen, krass oder? Spaß beiseite, wie der AK Choreo ist auch der AK Merch immer chronisch unterfinanziert, es mangelt nicht an Ideen, sondern am nötigen Kleingeld. Also, kauft euch Gutscheine, damit es bald schicke Trainingsjacken am Stand gibt, sparen tut ihr ja auch dabei... Die Anzahl ist allerdings begrenzt, bei zu hohem Andrang behalten wir uns vor, Ringkämpfe um die Gutscheine zu veranstalten. Euer AK Merch
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Konzertguide Die E-Punk Band Frittenbude sollte vielen ein Begriff sein, erspielten sie sich doch in den letzten Jahren die Sympathien vieler Fanatiker der elektronischen Musik. Als Zugehörige des Plattenlabels Audiolith, welches Ikonen wie Ira Atari, Rampue, Supershirt und Egotronic betreut, starten sie demnächst ihre Live Tour 2012 und melden sich überraschenderweise auch für Wolfsburg an. Dort werden sie im Hallenbad auftreten und verlangen zwar deutlich weniger als
8000 Mark, aber immerhin 18€, die sich doch wohl lohnen werden. Terminiert ist das musikalische Highlight auf den 16. Mai, welcher in diesem Jahr auf einen Mittwoch fällt. Ein Mittwoch, der in der Schulzeit liegt, wird dennoch keinen Hipster davon abhalten, das Konzert zu besuchen, also ab auf www.hallenbad.de und ran an die Tickets. Elektronische Grüße Euer Konzertguide
Nachgetreten... … bei Leverkusens Manuel Friedrich absolut gar nichts verloren! Da soll man und Michal Kadlec. Und wofür? Für ihr seinen Gegner nicht anhimmeln, sondern lächerliches Bravo-Teenie-ich-bin-13- in die Hölle verfrachten! weiblich-und-komme-gerade-in-die-Pu- Trotzdem noch ein kleiner Tipp für die beiden Genießer hier am Rande: Im Inbertät-Verhalten , um im CL-Spiel gegen Barcelona einen ternet soll es einen regelrechten Markt verschwitzten, müffelnden Fetzen Stoff für getragene Damenhöschen geben. eines Messi zu ergattern. Zwischen den Falls mal etwas Abwechslung sein muss Leverkusener Spielern scheint sich ein oder sich die Damenmannschaft nach regelrechter Wettstreit um das 80€ teure dem Training weigert, euch ihre Outfits Oberhemd eines gegnerischen Mittelfeld- zu „leihen“. Und am Ende blieb nur Rudi, spielers, okay sagen wir eines der derzeit der seinen Mann stand und die zwei Luwohl besten gegnerischen Mittelfeld- schen für ihr jämmerliches Teenie-Verspieler, entfacht zu haben... Szenen wie halten nach dem Spiel rund machte. Anauf einem Justin Bieber-Konzert, oder geblich wörtlich so gesagt: „Die Trikots wie hieß es in der Sportschau so schön?! werden versteigert, aber eure SchminkkAber gut, Vorlieben für schweißgebade- öfferchen dürft ihr behalten!“ Immerhin. te Kleidungsstücke anderer Männer hin Fork oder her, sowas hat auf dem Fußballplatz Impressum Weekend Brothers - Ultras Wolfsburg,, Volkswagen Arena, In den Allerwiesen 1, 38446 Wolfsburg - www.weekend-brothers.de - info@weekend-brothers.de
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