David Alaba trägt sein Lebensmotto auf der Brust Seite 12 Nr. 55
«Up!»
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Meck Walther
Krasses Leid
Dorothée Widmer Demi Lovato
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Als eines der letzten Verdingkinder erlebte Markus Walther (46) in Heimen und auf einem Hof himmelschreiendes Unrecht. Seiten 4 –5
Kraftvolle Worte
«Up!» Hinauf! Nach oben! Aufwärts! «Downs» gibts genug im Leben. Wir heben unseren Blick – und Ihren hoffentlich mit! pdGetty Images
Peter A. Thiel
Windrad als Glücksrad
Der amerikanische Investor, Paypal-Gründer und Milliardär Peter Andreas Thiel (53) philosophiert über den Verlust von Religion für die Gesellschaft. Seite 6
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Klare Ansage
«Wenn es uns gelingt, uns mit den unterschiedlichen Aspekten des Lebens – mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen, mit unserer Arbeitssituation – zu versöhnen, finden wir Erfüllung im Dasein», schreibt Coach und Autor Stefan Gerber in seinem Buch «Glück finden – hier und jetzt.» Interview auf den Seiten 14 –15.
iSotck
Sie wurde als junges Mädchen gemobbt, war mager- und drogensüchtig: Demi Lovato (28). Die US-Sängerin über Selbstliebe und Sicherheit im Leben. Seite 12
2 Inhalt
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erscheint vierteljährlich als Ergänzung zur Internet-Plattform www.jesus.ch. Livenet ist ein überkonfessioneller und politisch unabhängiger Verein. Er wird ideell von der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) mitgetragen.
Auflage: 50'000 Abo: www.jesus.ch/print
Redaktion: Daniel Gerber (dg.) Manuela Herzog (mhe.) Florian Wüthrich (fw.) Layout: Rebekka Guedes (rg.) Andrina Mosimann (am.) Online: www.jesus.ch www.livenet.ch
Jesus persönlich kennenlernen Seiten 8 –11. Himmelwärts
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Titelthema Seite 3. «Up!»
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Impressum
Magazin Seite 12. H. Deichmann: «Ehre und Ruhm brauche ich nicht.»
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Ratgeber Seiten 16 –17. Zuversicht – 6 Impulse
Editorial 3
Alles Gute
Editorial
Im Auge des Sturms
kommt von oben!
Das Leben hat Sonnen- und Schattenseiten. Kein Mensch kann dunklen Seiten und Zeiten entfliehen. Wenn wir enttäuscht, traurig und deprimiert sind, dann brauchen wir jemanden, der an uns glaubt und der uns wieder aufrichtet. «Kopf hoch!», rufen Fussballtrainer ihren Spielern zu, wenn sie einen Match verloren haben und frustriert im Rasen stochern. «Kopf hoch!», ermutigt der Vater seinen Sohn, wenn die Matheprüfung mal wieder mies ausfiel. «Kopf hoch!», hört die Eisprinzessin, wenn sie ihre Kür vermasselt und wertvolle Punkte eingebüsst hat. «Ihr Pfeifen!», «Du Versager!», «Du Tollpatsch!», solche zerstörerischen Worte hören sie hoffentlich nicht. Es würde nur Salz in die Wunden streuen und die Stimmung weiter verdüstern. Alle sind auf ermutigende Worte angewiesen, auf Menschen, die an sie glauben. So können sie vorwärts schauen, geben nicht auf und schaffen es das nächste Mal bestimmt besser.
Grosses Wechselspiel Jeder Mensch hat seine schwachen Momente, seine «Durchhänger», in denen alles ringsherum grau und trostlos und zu misslingen scheint. Es ist nun einmal so: Die Vögel zwitschern, wann es ihnen passt. Die Sonne kann nicht jeden Tag scheinen, manchmal steckt sie hinter Wolken – und Regen ist für alles Leben lebensnotwendig. Das Ganze ist ein grosses WechBetrachten wir die Schönheiten der Schöpfung und blicken wir selspiel. Es tut gut, einmal in die zum Himmel auf, dann geraten Höhe zu fahren und den Blick «Wir fühlen uns klein und schweifen zu lassen. In der Biwir ins Staunen. Grösse und Diunscheinbar. Und doch bel, im Psalm 19, in den Versen mension dieses faszinierenden gibt es da jemanden, der 1–4 heisst es: «Der Himmel ver«Dachs» über unserem Kopf sind kündet die Herrlichkeit Gottes nicht zu erfassen – ganz besonuns sieht und liebt.» und das Firmament bezeugt ders wenn wir nachts in den Sterseine wunderbaren Werke. Ein nenhimmel eintauchen. UnendTag erzählt es dem anderen, lich scheint das Universum. Wir und eine Nacht teilt es der anderen mit. Ohne fühlen uns klein und unscheinbar. Und doch gibt es Sprache und ohne Worte, lautlos ist ihre Stim- da jemanden, der uns sieht und liebt, der uns geschafme, doch ihre Botschaft breitet sich aus über die fen hat und an uns glaubt! Auf den Seiten 8 –10 erfahganze Erde und ihre Worte über die ganze Welt.» ren Sie mehr. (mhe.)
Manuela Herzog, Livenet-Redaktorin aus Pfäffikon ZH. Er hätte allen Grund gehabt, zu resignieren oder sich gegen die Welt zu verschwören: Markus Walther, 46, ist eines der letzten Verdingkinder in der Schweiz und hat grausame Dinge erlebt. Doch «Meck» liess sich nicht unterkriegen, strebte stets nach oben und blickt seit zwei Jahren auch persönlich aufwärts – hinauf zum Himmel, zu Gott, «der mich seit Beginn bewahrt und in den schlimmen Zeiten nicht im Stich gelassen hatte…» (Seiten 4 –5).
Stille im Sturm Es steckt in uns Menschen, dieses Sehnen nach etwas, das über uns steht, dem wir uns zuordnen und zuwenden können, gerade dann, wenn uns das Leben nach unten zieht. Ich habe dies während meiner grössten Krise, meiner Scheidung, erlebt. Wenn ich nicht mehr weiterwusste, blickte ich nach oben, schloss die Augen und sprach mit Gott. Um mich herum tobte ein Orkan, doch ich befand mich im Auge des Sturms, wurde ruhig und fühlte mich sicher. Gott schenkte mir Frieden und Kraft für die nächsten Schritte. Angesichts unserer vielfältigen persönlichen Probleme und globaler Krisen wie Klima und Covid-19 könnten wir verzweifeln. Gott entgeht all dies nicht – und es kümmert ihn. Er kümmert sich um uns! Kümmern Sie sich auch um ihn? Diese Zeitung soll Sie dazu ermuntern!
Täglich neue Berichte von Menschen, die Gott erlebt haben:
4 Thema: «Up»
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seinen Vater Kinderheim, Verdingung, Drogen: Das Leben von Markus Walther war knallhart. Gott sei Dank hat der 46-jährige Familienvater heute ein geheiltes, weiches Herz – besonders für benachteiligte Menschen.
Ganz simpel «Meck» möchte Markus Walther aus Schwerzenbach ZH genannt werden. 1974 kommt er als jüngstes von drei Kindern in Luzern zur Welt. Drei Jahre später verliert Mecks Mutter ihren kurzen Kampf gegen den Krebs. Sein alkoholkranker Vater sieht sich mit der Situation überfordert, bringt alle Kinder ins Heim nach Malters LU. Meck erzählt von eiskalten Duschen und forciertem Essen bis zum Erbrechen. Einer der Heimbewohner habe sich besonders intensiv um ihn gekümmert, ihm nachts Besuche abgestattet, vorgegeben, die Pyjamahose kontrollieren zu müssen.
Gürtel und Gott 1981 wird das Heim geschlossen. Getrennt von den Geschwistern schickt der Vater den Siebenjährigen als «Verdingbueb» auf einen Hof im Luzerner Hinterland. Die Arbeit ist hart, Widerstand bedeutet Schläge mit Gürtel und Peitsche. Aus Angst nässt der Junge nachts ein. «Die Bäuerin band mir ein achteckiges Holzstück auf den Rücken, damit ich wach wurde, bevor ich ‚musste‘», erzählt Meck. «Alles war streng katholisch, sie zwangen mich zum Ministrantendienst. Dass man so brutal mit mir umgehen und zugleich Gott anbeten konnte, das brachte ich nicht auf die Reihe. An diesen Gott konnte und wollte ich nicht glauben.»
Birnen und Schädelbrüche Dass Meck heute noch lebt, ist ein
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Thema: «Up» 5
«Ich hatte nicht an Gott geglaubt, aber er die ganze Zeit über an mich!»
«Als ich 15 war, wollte mein Vater mich gar nicht mehr sehen.» Liebe, LSD und Luxus Der Teenager findet Unterschlupf bei einem Erzieherehepaar, erfährt zum ersten Mal, was es heisst, geliebt zu werden und Familie zu leben: «Ich verdanke den beiden sehr, sehr viel!» Trotz Geborgenheit konsumiert Meck Cannabis, dröhnt sich an Technopartys und bald auch mit harten Drogen voll.
Sieben Jahre ist er in dieser Szene unterwegs, schliesst dennoch die Schule und 1994 seine Lehre als Sportartikelverkäufer ab. Kontinuierlich arbeitet er sich im Detailhandel nach oben, bis in Kaderpositionen. Derweil erlebt er privat eine Berg- und Talfahrt. Mit 26 lernt er seine erste Frau kennen, heiratet 2002. «Mein Lebensmotto lautete ‚du bist, was du hast‘. Ich definierte mich über meine Karriere, sie war mein Schutzpanzer.» Geld, Erfolg und Ehre – dafür rackert er sich ab, frönt dem Luxus. Doch das Leben kommt zu kurz, auch seine Ehe und die damals 5-jährige Tochter. «Ich war dominant und meine Partnerin kreiste nur um sich selbst», bilanziert Meck.
Kollaps und Glückseligkeit 2014 heiratet er ein zweites Mal. Seine Frau Evelyn schenkt ihm drei Kinder. Aber noch immer lebt Meck für seine Arbeit – und an seiner Familie vorbei. Bis zur Erschöpfungsdepression, als er sich selbst in eine Klinik einweist. Am Tag zuvor hatte ihm der Hauswart zum zweiten Mal ein christliches Buch geschenkt. Es geschieht am 29. September 2018. Meck sitzt auf einer Bank vor der Klinik – beide Bücher des Hauswarts intus und tief in Gedanken versunken. «Plötzlich machte alles Sinn», sagt Meck und erzählt: «Ich las gerade von einem Obdachlosen, der berichtete, wie über ihm «der Himmel aufgegangen war» – als mir auf einmal dasselbe wi-
derfuhr… Eine gewaltige Welle von Glückseligkeit kam über mich. Diese Liebe war so stark, ich musste fast eine Stunde lang weinen. Zugleich war ich traurig und schäm-
«Eine gewaltige Welle von Glückseligkeit kam über mich. Diese Liebe war so stark, dass ich weinen musste.» te mich für den Mist in meinem Leben. Mir wurde klar, dass ich mich bei ganz vielen Menschen entschuldigen musste. Auch begriff ich, dass Gott mich seit Beginn bewahrt und in den schlimmen Zeiten nicht im Stich gelassen hatte. Stets stellte er mir Menschen zur Seite, die es gut mit mir meinten. Ich hatte nicht an Gott geglaubt, aber er die ganze Zeit über an mich!»
Verwandelt und weicher Wieder zu Hause ist Meck wie ausgewechselt, wundert sich, dass ihn
Buchtipp Buch, das Mecks Leben umkrempelte: «Love Your Neighbour» von David Togni und Andrea Specht, bestellen unter shop.livenet.ch, CHF 24.90.–
die Nachbarn auf einmal grüssen und die Kinder im Quartier nicht mehr davonlaufen. Evelyn freut sich sehr über die Wandlung ihres Mannes; die aufgestellte Latina pflegt schon lange eine Freundschaft mit Jesus. Meck besucht die Abendbibelschule einer Freikirche, lässt sich taufen. Auch mit seinem leiblichen Vater ist er heute versöhnt und pflegt wieder Kontakt. Mecks hartes Wesen ist einer neuen Sensibilität gewichen – speziell für benachteiligte Menschen. Wo sie kann, engagiert sich die Familie. Sie backen und verkaufen zusammen Kuchen für gute Zwecke, helfen Ausländern bei Behördengängen und unterstützen mittellose Menschen und Landsleute von Evelyn in der Dominikanischen Republik finanziell. Auch wenn Meck noch impulsive Momente kennt: Bei Walthers weht ein neuer Wind. (mhe.) zVg.
grosses Wunder: «Wir fuhren mit den Nachbarn Birnenlesen. Unterwegs rutschte ich vom Traktor und das Hinterrad rollte über meinen Kopf. Dieser war 15-fach gebrochen, die Not-OP dauerte fast 20 Stunden. Nach 30 Tagen verliess ich das Krankenzimmer, kerngesund und bis heute ohne Folgeschäden.» Drei Jahre bleibt er auf dem Hof, erzählt seinem Vater mehrfach von den Misshandlungen. Als ihm dieser Glauben schenkt und Meck nachhause holt, ist der Junge zehn. Für eine Weile scheint die Welt in Ordnung. Zwei Jahre später stehen Vater und Sohn erneut vor den Pforten eines Heims. « ‚Nur für eine kurze Zeit‘, hiess es damals, doch es sollte für immer sein. Als ich 15 war, wollte mein Vater mich gar nicht mehr sehen», sagt Meck.
6 Thema: «Up» Baioni Fotografie
Angela Zbären Lehrerin
Menschen
«
Jesus ist für mich Heimat. Egal wo ich bin, er ist da. Weil er die Liebe selbst ist und in mir lebt, kann ich in dieser Welt ein Zeugnis seiner grosszügigen und verschwenderischen Liebe sein. In einer Welt, die sich rasch verändert, gibt mir der Glaube Stabilität: Jesus ist derselbe – gestern, heute und in Ewigkeit. (Die Bibel, Hebräerbrief, Kapitel 13, Vers 8).
»
Kingdom Ministries
Sven Hoppe
erleben Jesus Uschi Glas Deutsche Schauspielerin
«
Jesus ist sehr wichtig für mich, weil er die Idee von der Nächstenliebe verkündete. Wenn wir im Christentum so leben würden, wie er es gemeint hat, dann ginge es allen Menschen besser.
»
Peter Andreas Thiel Andreas Müller, FAZ
US-Investor und Milliardär
Erich Reber Referent
«
Schaut auf Jesus, den Gekreuzigten und Auferstandenen! Inmitten dieser Krise und den noch kommenden Krisen, aber auch inmitten der Botschaften und Philosophien und falschen Lehren, die dieses Kreuz entleeren wollen: Wir schaffen es nur mit Jesus durch die kommenden Wehen und Nöte hindurch, nur mit einer lebendigen und echten Beziehung zu ihm.
»
«
Der Zusammenbruch der Transzendenz, dass wir keinen religiösen Bezugsrahmen mehr haben, ist sehr schädlich. Das erste der zehn Gebote lautet, man soll nur zu Gott aufschauen und daneben keine anderen Götter haben. Das zehnte Gebot besagt: Du sollst nicht zu deinem Nachbarn hinüberschauen und begehren, was er hat, seine Frau und seine Besitztümer. Zusammengefasst: Schaue nach oben, schaue nicht zur Seite.
»
Guilène Gerber Lebenscoach und Informatik-Ingenieurin Corona ist nicht nur eine Grippe-Pandemie, sondern vielmehr eine Pandemie der Angst und genährt von belastenden, verunsichernden (Fake) News. Gottes Wort ist real und die tragende Wahrheit – über dieses Leben hinaus. Ich habe mich entschieden, die Hoffnung zu bewahren, denn ich weiss, an wen ich glaube: Jesus Christus, der mich liebt und die ganze Welt in seinen Händen hält.
»
zvg.
«
«Ich schaue hinauf zu den Bergen – woher kann ich Hilfe erwarten? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat!»
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Die Bibel, Psalm 121, Verse 1–3
8 Glauben entdecken
Das Wunder einer Geburt, ein bestandenes Examen, die Erfüllung eines grossen Traums: Es gibt unzählige Gründe, sich im Leben zu freuen. Freude lässt sich nicht (r)unterdrücken. Sie will raus, schiesst in die Höhe wie Helium in einem Luftballon. Und wenn die Luft draussen ist, wenn wir platt und matt sind? Es gibt einen, der uns Hoffnung schenken und uns neu füllen möchte – nicht bloss mit Luft, sondern mit Liebe, die uns niemand sonst geben kann. Wussten Sie, dass jede Aufwärtsbewegung glücklich macht? Deshalb hüpfen wir vor Freude, reissen die Arme hoch, wenn ein Tor geschossen wurde, winken fröhlich und heben die Mundwinkel, wenn wir lächeln. Deshalb kommentieren wir mit «Daumen hoch», was uns gefällt – digital wie analog. Trotzdem: Wir alle kennen Zeiten, in denen uns nicht nach «up» zumute ist. Dann sind wir buchstäblich «down» – enttäuscht, traurig, mutlos. Das manifestiert sich auch körperlich; wir können es kaum verbergen. Kein Wunder, lassen wir dann oft den Kopf hängen. Ärzte einer Klinik in den USA haben sich für depressive Patienten etwas einfallen lassen. Am Anfang ihres Aufenthaltes müs-
sen diese eine Halskrause tragen – unmöglich, so den Kopf hängen zu lassen!
«Ist da jemand, der mein Herz versteht und der mit mir bis ans Ende geht? Ist da jemand, der noch an mich glaubt?» «Ist da jemand?» Ob Corona oder andere Krisen – viele Menschen blicken in schweren Momenten und Zeiten zum Himmel auf, meist als kurze Geste. Was suchen sie dort? «Ist da jemand?» – fragt auch Adel Tawil im gleichnamigen Song und rich-
tet seinen Blick nach oben. «Ist da jemand, der mein Herz versteht und der mit mir bis ans Ende geht? Ist da jemand, der noch an mich glaubt? Ist da jemand, der mir den Schatten von der Seele nimmt und mich sicher nachhause bringt?»
«Ja, da ist jemand!» Es ist Gott, unser Schöpfer, der sich für uns interessiert, der uns liebt und sich nach uns sehnt. Doch da gibt es ein Problem, fast so alt wie die Menschheit. Die ersten Beiden unserer Spezies waren eng mit Gott verbunden und hatten alles, was das Herz begehrt. Aber sie wollten ihr eigener Boss sein und kappten die Freundschaft und Verbindung mit ihrem Schöpfer. Seither leben al-
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Himmelwärts le Menschen getrennt von Gott. Ohne ihn und seine Liebe bleiben sie Gefangene ihres Egoismus. Sie haben oft nur sich selbst im Blick, versuchen das Glück einzufangen, schaffen sich Freuden, die zerplatzen wie Seifenblasen. Nichts gibt dauerhaft Boden, nichts lässt sich festhalten, nichts hat Bestand. Dieses «Nichts», diese innere Leere kann unerträglich werden. Kopf hoch! Ein scheuer Blick zum Himmel… Ist da jemand? Wer ist dieser Gott eigentlich?
Lesen Sie auf der nächsten Seite, was Gott unternommen hat, um die Menschen aus ihrer Selbstsucht zu befreien.
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Jesus persönlich Glauben kennenlernen entdecken 9
Gott im Himmel hat Sie und mich erdacht und erschaffen. In seinem Wort, der Bibel, lesen wir im 39. Psalm, Verse 14 –16, von diesem Wunder: «Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet. Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Grossartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich! Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen. Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen.»
Immer im Blick Gott sieht uns – und er blickt voller Liebe auf seine Geschöpfe her-
ab. Es entgeht ihm nicht, wenn wir in Schwierigkeiten stecken, wenn uns Angst lähmt und wir nicht mehr weiterwissen. Wir dürfen vertrauensvoll und zuversichtlich zu ihm aufblicken. Er möchte uns auf die Beine helfen und streckt uns durch seinen Sohn Jesus Christus seine grosse, starke Vaterhand entgegen.
Bezahlt – und besiegt! Weil wir Menschen Gott den Rücken zugekehrt haben, sind wir sterblich geworden und nach unserem Tod ewig von Gott getrennt. Das hält Gott im Herz nicht aus. In der Person von Jesus wurde er ein Mensch wie wir. Jesus übernahm die Rechnung für uns und zahlte mit seinem Leben, brutal an ein Kreuz genagelt. Es gä-
be kein Osterfest, hätte der Vater seinen Sohn nicht zurück ins Leben geholt. Was für ein Sieg über den Tod! Wer sich vor Gott schuldig bekennt, an die Liebes-Tat von Jesus glaubt und sie für sich in An-
«Gott sieht uns – und er blickt voller Liebe auf seine Geschöpfe herab. Es entgeht ihm nicht, wenn wir in Schwierigkeiten stecken und nicht mehr weiterwissen. Wir dürfen vertrauensvoll und zuversichtlich zu ihm aufblicken.»
spruch nimmt, der darf sich freuen. Er wird vom Vater im Himmel «sicher nachhause gebracht werden», so wie es sich auch Adel Tawil wünscht – nachhause ins himmlische Daheim. Bis wir dort ankommen, lässt Gott uns keine Sekunde allein. Er begleitet uns durch alle Ups and Downs im Leben. Er hilft uns, immer mehr zu dem Menschen zu werden, den er sich von Anfang an erdacht hat. So können wir Freiheit und Erfüllung für unser Leben finden. Möchten Sie diesen grandiosen Reiseführer und Vater kennenlernen? Sie sind nur ein Gebet von ihm entfernt. Auf der folgenden Seite finden Sie Worte, die Ihnen dabei helfen können.
10 Glauben entdecken
Gottes Geschenk Was für ein Angebot – und erst noch eines, das keine Gegenleistung verlangt! Die Hoffnung, der Friede und das ewige Leben, die Jesus bereithält, sind ein Geschenk. Sie dürfen es dankbar annehmen. Mit einem simplen, aufrichtigen Gebet können Sie dies jetzt tun.
Lieber Gott «Ich möchte nicht länger um mich selbst kreisen. Es tut mir leid, dass ich dich aus meinem Leben ausgeklammert habe. Danke, für die Freundschaft und Vergebung, die du mir durch Jesus anbietest. Ich nehme sie an und fasse deine Hand. Danke für deine Liebe, dass ich dir vertrauen kann und du mich nie allein lassen wirst. AMEN!»
Wie geht es jetzt weiter? Gratulation! Sie sind jetzt Gottes Kind. Die Freundschaft mit Gott braucht Pflege, um zu gedeihen. Wie Sie in Ihre neue Identität als Gottes Kind hineinfinden können, erfahren Sie auf der folgenden Seite sowie unter www.jesus.ch/entdecken
Glauben entdecken 11
wachsen
Mit Gott reden
Die Bibel erforschen Gott möchte Ihnen mitteilen, was er auf dem Herzen hat. Ganz besonders können Sie seine Stimme beim Lesen der Bibel vernehmen. Dadurch werden Sie immer besser verstehen, wie Gott ist und über Ihr Leben denkt. Beginnen Sie am besten mit einem der Evangelien im Neuen Testament, z. B. dem Lukas-Evangelium. Danach können Sie den Römerbrief lesen, in dem Sinn und Ziel unseres Lebens sehr anschaulich beschrieben werden. Der Heilige Geist selbst wird Sie beim Lesen von Gottes Wort leiten. Sie werden sehen, dass Sie mit der Zeit immer mehr verstehen. Wir schenken Ihnen gerne eine Bibel und Bibellesehilfe. Sie können auch mit einem Glaubenskurs starten. www.jesus.ch/bibel Unsplash
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Gott freut sich, wenn Sie jeden Tag mit ihm reden. Denn als Ihr Freund und Vater interessiert er sich für jedes Detail Ihres Lebens. Sprechen Sie mit ihm über Ihre Familie, Ihre Arbeit, Ihre Freuden, Ihre Sorgen und Ihre Wünsche. Danken Sie ihm für seine Güte und bitten Sie um Vergebung, wenn Sie versagt haben. Gott hat immer ein offenes Ohr für Sie, vergibt Ihnen und steht Ihnen in allem zur Seite. Wenn Sie beten, muss das nicht zu einer bestimmten Zeit oder an einem festen Ort geschehen, aber beides kann Ihnen helfen, vor Gott zur Ruhe zu kommen und seine Stimme zu hören. Im Gebet will Gott Sie beschenken – darum beten Sie regelmässig. www.jesus.ch/gebet
Gleichgesinnte suchen
«Untertauchen»
zVg.
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Das Wort «taufen» (griechisch «baptizi») bedeutet «ganz ein- oder untertauchen». Auch Jesus liess sich taufen, wie in der Bibel beschrieben wird. Im Moment seiner Taufe kam der Heilige Geist wie eine Taube auf ihn herab. Dieses Bild steht für die Verbindung zwischen Gott und Mensch. Wer sich taufen lässt, bekennt, dass er an den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus glaubt und der christlichen Familie angehören will. Dazu erhält er Kraft durch den Heiligen Geist, der Gewissheit, Trost und Hoffnung gibt. Wenn Sie dazu ja sagen können, dann lassen Sie sich taufen. Ihr Pastor beantwortet Ihnen gerne weitere Fragen. www.jesus.ch/taufe (mhe.) Unsplash
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Gott wünscht sich, dass wir nicht als Einzelkämpfer durch unser Leben gehen, sondern anderen Christen begegnen, liebevolle Beziehungen zueinander aufbauen, voneinander lernen, gemeinsam auf Gottes Wort hören, einander begleiten und auch gemeinsam die Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen tragen. Freunde Gottes brauchen einander. Darum: Schliessen Sie sich einer lebendigen christlichen Kirche oder Freikirche an und erleben Sie, wie gut die Gemeinschaft mit anderen auch Ihrem Glauben tut. Unter folgendem Link entdecken Sie bestimmt eine Gemeinde in Ihrer Nähe:
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Im Glauben
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12 Magazin
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«Ehre und Ruhm brauche ich nicht»
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1913 eröffnete Heinrich Deichmann seinen ersten Schuhmacherladen im Arbeiterbezirk Essen-Borbeck. Zwei Generationen und über hundert Jahre später hat sich das Unternehmen zum Marktführer in Europa entwickelt. Seit 1973 gehört auch die Schweizer Schuhkette Dosenbach dazu. Deichmann ist heute in 30 Ländern mit 4'205 Filialen und rund 43'000 Mitarbeitenden vertreten.
Helfen
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Heinrich Otto Deichmann führt das Unternehmen seit 1999 in der
Geliebt Sängerin Demi Lovato (28) stammt aus einer Baptistenfamilie und kennt dunkle Zeiten in ihrem Leben. Hier berichtet sie von ihren Erfahrungen mit Gott.
dritten Generation: «Mein Vater hat mir unser Leitbild ‚Das Unternehmen muss den Menschen dienen‘ sehr glaubwürdig vorgelebt.» 1977 gründete Dr. Heinz-Horst Deichmann das christliche Hilfswerk «wortundtat». Dabei steht «Wort» auch für die Bibel, die den Notleidenden – jährlich über 250'000 Menschen in fünf Ländern – Hoffnung über den Tag hinaus schenken soll.
Teilen Seit jeher legt der Betrieb Wert auf Wachstum aus eigener Kraft. Börsengang und Bankkredite sind kein Thema. «Geld ist für mich als Christ etwas, das mir anvertraut wurde, es gehört nicht mir allein und steht nicht mir allein zu», erklärt der dreiMobbing, Mager- und Drogensucht prägten das junge Leben von Demi Lovato. Dennoch ist sie eine erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin. Stets ging sie offen mit ihren Problemen um und ist damit vielen Fans ein Vorbild. Halt für ihr Leben findet Lovato im christlichen Glauben. «Das Gott-grosse Loch in meinem Herzen wurde gefüllt», schrieb sie nach ihrer Taufe 2019. Auch erlebe sie immer mehr, wie Gott sie verändere: «Dinge, die mich früher wochen- oder gar monatelang niedergeschlagen haben, vergehen wie tropische Stürme, weil meine Beziehung zu Gott mir unendliche Sicherheit gibt.» Er habe sie durch schwierige Zeiten hindurchbegleitet und ihr auch geholfen, sich selbst wieder zu lieben. Dazu sagt die junge Frau: «Du kannst jemand anderen nicht vollends lieben, wenn du nicht zuerst dich selbst liebst.» Darin ist Lovato wieder neu herausgefordert, muss sie doch noch das Liebes-Aus mit Schauspieler Max Ehrich verdauen, der ihr im Sommer 2020 erst noch einen Verlobungsring an den Finger gesteckt hatte. Quelle: Christian Post, Premier
fache Vater seine Verantwortung. «Anderen Menschen zu helfen und sie an meinem Wohlstand teilhaben zu lassen, ist eine unheimlich bereichernde Erfahrung. Wenn mir dies nicht gelänge, wäre der Wohlstand eine Belastung für mich.»
Auf die Frage, wie er sich als Privatmann und Unternehmer vor Momenten der Gier schütze, antwortet er: «Genug zu essen habe ich, ein Dach über dem Kopf auch. Dann könnte das Motiv bloss Ehre und Ruhm sein. Das brauche ich nicht.»
Ewigkeitswerte
«Das Geld wurde mir anvertraut, es gehört nicht mir allein.» Zufriedenheit Heinrich Otto Deichmann sagt, er müsse weder sich noch anderen beweisen, dass er noch schneller noch viel grösser werden könne.
pd.
Andreas Oertzen
Das Unternehmen Deichmann aus Essen DE ist seit der Gründung 1913 eine Erfolgsgeschichte. Doch dieser ist bisher keinem Chef in den Kopf gestiegen. Heinrich Otto Deichmann (57), Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deichmann SE, führt das Schuh-Imperium in der dritten Generation. Er gibt Einblick in die Werte, die den Betrieb und ihn persönlich prägen und leiten.
Stark In allem Rummel um seine Person und seine Zukunft hält Ex-FCBayern-Spieler David Alaba (28) an einem fest: «Meine Kraft liegt in Jesus».
Auch hier komme wieder sein Glaube ins Spiel: «Solche Erfolge haben keinen Bestand mehr, wenn ich mich mal zu meinen Ahnen legen werde. Dann werde ich nicht gefragt werden, ob ich der Grösste gewesen bin. Sondern ich werde gefragt, was ich in Gottes Reich mit meiner Zeit, meinem Vermögen und meinen Gaben getan habe.» (mhe.) Quelle: Pro Wer seine Kraft nicht aus sich selbst schöpft, der kann anderen eher mal die verletzliche Seite zeigen. So geschehen am 23. August 2020 nach dem ChampionsLeague-Finalspiel FC Bayern – Paris Saint-Germain in Lissabon, das die Bayern wie schon 2013 als Triple-Triumph feierten. Freudetaumelnd fielen sich die Spieler nach dem Schlusspfiff um den Hals; nur einer steuerte zielstrebig auf den geknickten, tränenüberströmten PSG-Spieler Neymar zu. Minutenlang umarmte und tröstete David Alaba den Brasilianer – seine Geste ging um die Welt. Auch verkündete Alaba der ganzen Fussballwelt auf seinem T-Shirt: «Meine Kraft liegt in Jesus». Ob persönlich oder über Social-Media, immer wieder spricht der Österreicher seinen Fans Mut zu, der tief in seinem Glauben und Gottvertrauen wurzelt: 2017 sagte Alaba in Anlehnung an das Bibelzitat im Matthäus-Evangelium, Kapitel 7, Vers 7 auf YouTube: «Es gibt einen, der für euch da sein wird, wenn ihr ihn ruft. Und wenn ihr an seine Tür klopft, dann wird die Tür auch geöffnet werden.» Quellen: Sport1, idea
Magazin 13
Fotos: Luca Bosin
«läbeplus»: Aufwind für Menschen ohne Arbeit
Infos: laebeplus.ch
Am 28. August 2020 feierte «läbeplus» sein 10-jähriges Bestehen. Das Sozialunternehmen engagiert sich für die berufliche und soziale Integration von stellensuchenden Menschen in St. Gallen und Region. Durch Jobs im Dienstleistungsbereich finden sie Tagesstruktur und fassen neuen Mut. Was am 1. September 2010 mit Gartenpflege, Reinigungen und einem Angestellten begann, hat sich zu einer gut vernetzten Sozialfirma mit 13 Mitarbeitenden, an die 40 Teilnehmenden und rund einer Million Jahresumsatz gemausert. Angeboten werden heute auch Umzüge, Räumungen, Hauswartung, Rückbau, Personalverleih und Jobcoaching. Mit dem Umzug in ein Industriegebäude wurde 2019 ein neues Projekt möglich: die Sozialwerkstatt «VIAS». Aus Schweizer Schafwolle werden Produkte für die Fenster- und Bauindustrie sowie den Gartenbau hergestellt. Ein weiterer Bereich ist
das Recyclen von Kunststoff, Papier und Karton (www.vias.swiss).
arbeitsberechtigte Menschen mit Migrationshintergrund sind in der Jobsuche besonders herausgefordert», weiss Josef Schmidmeister, Sozialpädagoge und «läbeplus»Geschäftsführer. «Bei uns erhalten sie eine Tagesstruktur, erleben gute Gemeinschaft und erledigen sinnstiftende Arbeiten zu einem marktüblichen Stundenlohn.
Velokutsche und Covid-19
Fördern und fordern
Zum Fuhrpark der Sozialfirma zählt auch ein E-Bike-Transporter. Mit der dreirädrigen «Velokutsche» tätigen und liefern die Fahrer Einkäufe oder holen in Privathaushalten Recyclinggut ab. Aus Solidarität werden Einkaufsdienste für Menschen, die aufgrund von Covid-19 die Öffentlichkeit meiden müssen, zurzeit gratis angeboten.
Oberstes Ziel von «läbeplus» für alle stellenlosen Taglohnmitarbeitenden ist eine Festanstellung im 1. Arbeitsmarkt. Gemäss dem Motto «läbeplus – mehr als Arbeit» sollen die Beschäftigten aber nicht nur in Jobangelegenheiten, sondern auch im Leben wieder Fuss fassen. Dazu braucht es Vertrauen – in sich selbst und in die eigene Zukunft. Durch Arbeitseinsätze, Jobcoaching und regelmässige Standortgespräche werden die Teilnehmer aktiv in ihrem Prozess unterstützt.
Struktur und Sinn «Langzeitarbeitslose, Personen mit mehr Lebenserfahrung und
Werte und Worte «Läbeplus» ist auf seine Partner – Firmen, Privatpersonen, Institutionen und Stiftungen – angewiesen. Hinter dem Sozialbetrieb steht die christlich orientierte Stiftung «Bild». Bewusst gelebte Werte wie Respekt, Freundlichkeit und Ehrlichkeit münden immer wieder in berührende Kundenfeedbacks. Der Filialleiter eines Sportgeschäfts, das Umzugsarbeiten in Auftrag gegeben hatte, schrieb: «Was mich sehr beeindruckt hat, ist die Tatsache, dass während der ganzen Zeit kein Schimpf- oder Fluchwort zu hören war. Die Umgangsformen der Mitarbeiter von «läbeplus» untereinander aber auch uns gegenüber waren mustergültig … Dass die Mitarbeiter zu später Nachtstunde auch noch fröhliche Lieder summten, zeigte mir, dass die Stimmung stimmte. Der Slogan ‘Mehr als Arbeit’ passte auch hier!» (mhe.)
Täglich ermutigende Impulse auf Instagram
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Stefan Gerber über das Glück
Schwung für unser Leben In seinem Buch «Glück finden – hier und jetzt» vergleicht Stefan Gerber das Streben und Leben von uns Menschen mit einem Windrad. Im Interview erklärt der Coach und Theologe das Bild und zeigt Perspektiven für mehr Zufriedenheit im Leben auf. Jesus.ch-Print: Worauf gründet sich unser Streben nach einem glücklichen, erfüllten Leben? Stefan Gerber: Das Thema Glück und subjektives Wohlbefinden, also wie wir Glück selbst wahrnehmen, hat die Menschheit schon immer beschäftigt. Die philosophischen Auseinandersetzungen mit dem Glück reichen weit zurück. Bereits Aristoteles (384–322 v. Chr.) schrieb vom menschlichen Glücksstreben. Man könnte meinen, das Streben nach Glück sei ein Luxus, den sich nur Menschen in einer vom Wohlstand verwöhnten Gesellschaft leisten können. Tatsächlich ist es so alt wie die Menschheit selbst. Zu jeder Zeit versuchten Men-
schen, sich zu entfalten und persönliche Ziele zu erreichen. In unserer Multioptionsgesellschaft müssen wir uns erst recht klar darüber werden, wie wir unser Leben gestalten und unsere Zufriedenheit finden wollen. Sogar die Bibel weiss, dass das Leben dem Glücklichen leichter fällt: «Für den Niedergeschlagenen ist jeder Tag eine Qual, aber für den Glücklichen ist das Leben ein Fest.» (Sprüche, Kapitel 15, Vers 15)
Wie können wir zu einem erfüllten Leben finden? Lange Zeit konnte ich nicht viel anfangen mit dem hebräischen Begriff «Shalom». Er war für mich
zu sehr verknüpft mit israelischen Volkstänzen während meiner Jugend. Inzwischen sehe ich in Shalom den Weg zu erfülltem Leben: Shalom meint ganzheitlichen Frieden und reicht viel weiter als bloss die Abwesenheit von Krieg. LebenszuFRIEDENheit finden wir demnach, wenn wir uns mit jeder Faser unseres Lebens versöhnen. Natürlich bleibt das ein Stück weit ein Ideal, das an die göttliche Vollkommenheit geknüpft ist und in unserer unvollkommenen Welt noch nicht vollständig erreicht werden kann. Doch wenn es uns gelingt, uns mit den unterschiedlichen Aspekten des Lebens – mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen, mit unserer Arbeitssituation – zu versöhnen, finden wir Erfüllung im Dasein. Für mich beginnt dieses Versöhntsein damit, dass mir der Himmel Versöhnung anbietet: Weil Gott mich mit all meinen Sonnenund Schattenseiten liebt, kann ich mich mit mir selbst versöhnen.
Was bedeutet für Sie persönlich Lebensglück? Während der Recherche für mein Buch «Glück finden – hier und
jetzt» habe ich unterschiedliche Glücksdefinitionen und -aktivitäten studiert. Da gab es einige Aha-Erlebnisse: Viele Glücksaktivitäten aus der Glücksforschung finden sich bereits in der Bibel! Das sind Werte wie Dankbarkeit, Grosszügigkeit, Vergebung oder auch Achtsamkeit. Ein weiteres Aha-Erlebnis betrifft die Tatsache, wie gesund ein glücklicher Lebensstil ist und wie sehr ein solcher Lebensstil auch von unserem Hirn gefördert wird: Es ist eine Lüge, wenn wir denken, ein egoistischer Lebensstil entspräche unserem Menschsein. Tatsächlich hat die Neurobiologie herausgefunden, dass Glück und Erfüllung findet, wer nicht nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist, sondern aktiv Nächstenliebe lebt. Meine Auseinandersetzung mit
«LebenszuFRIEDENheit finden wir demnach, wenn wir uns mit jeder Faser unseres Lebens versöhnen.»
zvg.
Magazin 15
dem Thema Glück und Lebenszufriedenheit hat mich schlussendlich zu meiner eigenen Glücksdefinition geführt: «Glück besteht aus einem dankbaren Blick zurück, einem genussvollen Leben im Hier und Jetzt sowie aus einer hoffnungsvollen Perspektive für die Zukunft. Dazu gehört ein Versöhntsein mit sich, seinen Mitmenschen und dem Leben ganz allgemein.»
Sie verwenden in Ihrem Buch das Bild des Windrads. Was steckt dahinter? Seit Jahren arbeite ich als Coach und Referent mit den fünf Lebensbereichen der Individualpsychologie. Als ich untersuchte, was glückliche Menschen auszeichnet, bin ich wieder bei diesen fünf Lebensbereichen gelandet: Glückliche Menschen zeichnet aus, dass sie ein erfülltes Liebesund Familienleben gestalten, einer sinnerfüllten Tätigkeit nachgehen, ein reiches Sozialleben pflegen, einen bewussten Umgang mit sich selbst haben und eine aktive Spiritualität leben. Mit dem «ShalomLeben-Windrad» illustriere ich das Zusammenspiel dieser Aspekte: Die
«Glück besteht aus einem dankbaren Blick zurück, einem genussvollen Leben im Hier und Jetzt sowie aus einer hoffnungsvollen Perspektive für die Zukunft.» starke Nabe steht für ein starkes Selbst, die Rotorblätter für die drei Lebensfelder Liebe/Familie, Arbeit, Sozialleben. Nicht sichtbar und doch unverzichtbar ist der Wind. Was ist ein Windrad ohne Wind? Was ist ein Leben ohne Sinn, ohne Verbundenheit mit etwas Höherem?
Was tun bei einer Flaute, bei Windstille? Ein erfülltes Leben braucht einen übergeordneten Sinn. Ohne sich als Teil von etwas Grösserem zu verstehen, ist diese höchste Form eines glücklichen Lebens nicht zu haben. Ohne diesen göttlichen Wind, der unser Windrad rotieren lässt, bleibt die Suche nach Glück ein anstrengender Kraftakt.
Nun ist das Bild vom Wind im Windrad für mich einerseits stark mit einer gelebten, aktiven Spiritualität verbunden. Anderseits steht der Wind auch für Sinn – Lebenssinn, jedoch auch Sinnhaftigkeit bei dem, was wir tun. Darum muss eine Antwort hier auch zweiteilig ausfallen: Wer sein Leben schon eine längere Zeit bewusst mit Gott gestaltet, wird die Erfahrung machen, dass es unterschiedliche Phasen gibt. Manchmal erleben wir Gott auf eindrückliche Art und Weise, manchmal scheint er über eine lange Zeit zu schweigen. Beides gehört dazu, auch in der Bibel. Dieser göttliche Wind bleibt ein unverfügbares Geschenk. Anderseits leben wir heute in einer «WHY-Generation». Die Sinnhaftigkeit bei dem, was wir tun, ist sehr zentral. Wenn wir beispielsweise im Job eine Flaute erleben, sind wir gut beraten, mit einem Freund oder Coach darüber auszutauschen, wie wir zu mehr Sinn in unserer Tätigkeit finden können. (mhe.)
Stefan Gerber ist Geschäftsführer von Willow Creek Schweiz und Leiter der Netzwerk-Kirche «gms – gospel movement seeland». Freiberuflich wirkt er als Referent, Coach und Autor. Er ist verheiratet, Vater zweier Teenager und wohnt in Studen im Berner Seeland. Infos: www.glück-finden.ch, www.motivation-training.ch
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Zuversicht 6 Impulse
Aus der Beziehung mit Gott heraus stehen wir aufrecht und sehen aufwärts. Wir kÜnnen vorwärts gehen und dem Leben und seinen Herausforderungen zuversichtlich und mutig begegnen.
Weitere Ratgeber-Tipps online:
Ratgeber 17
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Kein Blick zurück Genauso hinderlich wie den Kopf zu senken oder seine Probleme zu fixieren, ist ein ständiger Blick zurück. In der Bibel, im Brief an die Philipper, Kapitel 3, Vers 13, schreibt der Apostel Paulus: «Ich bin noch nicht alles, was ich sein sollte, aber ich setze meine ganze Kraft für dieses Ziel ein. Indem ich die Vergangenheit vergesse und auf das schaue, was vor mir liegt…» Gott trägt Ihnen nichts nach. Deshalb dürfen auch Sie die Vergangenheit ruhen lassen und sich auf das (Neue) freuen, das Gott für Sie bereit hält.
Kraftvoll vorwärts Wir können und müssen nicht alles aus eigener Kraft leisten. Im Buch Josua, Kapitel 1, Vers 9, übergibt Gott nach Moses Tod Josua die Leitung für das Volk Israel und fordert ihn auf: «Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.» Auch Sie haben Gott immer an Ihrer Seite. Egal wie schwierig der Weg auch aussehen mag, Sie können auf Gottes Gegenwart und seine Stärke zählen. Er befähigt Sie, mutige Schritte zu wagen.
Laster loswerden Täglich sind wir unzähligen Verlockungen ausgesetzt. Sie versprechen uns ein schöneres, besseres Leben. Viele davon haben Suchtpotenzial. Alkohol und Nikotin sind die Klassiker. Aber auch Sport, Essen, die digitale Welt und Konsum können uns auf ungesunde Weise binden. Wo werden solche Dinge zu Steinen in Ihrem Rucksack? Womit trösten Sie sich? Wo ist Masshalten angesagt? Schlechte Gewohnheiten lassen sich abtrainieren. Gehen Sie zunächst eine Sache bewusst an und bleiben Sie dran.
Sich selbst vergeben Wiederholt steht in der Bibel: «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.» Keine leichte Sache, vielen fällt es schwer, sich selbst zu lieben und zu vergeben. Es gibt genug, das uns glauben machen will, wir seien Versager, schlechte Mütter/Väter, Kollegen oder gar Freunde. Selbstanklage und Enttäuschungen lähmen uns. Jesus hat uns ein für allemal vergeben. Deshalb dürfen auch wir uns vergeben. Sprechen Sie sich diese Vergebung bewusst zu oder bitten Sie jemanden, dies für Sie zu tun.
Anderen vergeben Wer sich selbst annimmt und vergeben hat, der ist frei, mit anderen versöhnt zu leben. Es ist nicht möglich, mit allen Menschen gut auszukommen und es allen recht zu machen. Aber wir können jedem Menschen mit Respekt begegnen. Prüfen Sie sich; welchen Menschen gegenüber hegen Sie Groll? Wen meiden Sie? Fragen Sie Gott im Gebet, wie Sie auf die betroffene Person zugehen und ihr die Hand reichen können. Und dann wagen Sie es. Damit werfen Sie Ballast ab und können nur gewinnen.
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Seine Träume leben Gott hat Sie mit ganz besonderen Fähigkeiten und Charakterzügen ausgestattet. Machen Sie sich auf die Entdeckungsreise. Was sind Ihre Stärken, in welchen Bereichen erhalten Sie aufrichtiges Lob von anderen Menschen? Wovon träumen Sie? Bitten Sie Gott, dass er Ihre Gedanken und Vorstellungen mit seinen in Einklang bringt. Und dann erobern Sie das neue Land Seite an Seite mit ihm. Nichts Anderes wird Sie mehr erfüllen und glücklicher machen, als in Ihrer Bestimmung und Berufung zu leben. (mhe.)
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Wahrheit» Candace Cameron Bure
Die US-amerikanische Schauspielerin und Produzentin Candace Cameron Bure (44) spricht offen über ihren Glauben, den sie unverkrampft lebt und pflegt. Schon als Kind war sie ein TV-Star, wurde Ende der 80erJahre mit der Sitcom «Full House» so richtig bekannt und war zuletzt in der Netflix-Nachfolge-Serie «Fuller House» sowie in diversen Hallmark-Channel-Filmen zu sehen. Candace Cameron Bure, die Wurzeln in der Schweiz hat, ist seit 1996 ist mit dem ehemaligen Eishockeyspieler Waleri Bure verheiratet, dreifache Mutter und Christin. «In allem, was ich tue, lebe ich meinen Glauben», erklärte Cameron Bure gegenüber Fox. «So bin ich einfach…» Und weiter: «Ich kann jederzeit zu Gott kommen. In Jesus finde ich Hoffnung, Ermutigung, und Vertrauen. Dies trägt mich, selbst wenn das Leben mal nicht so läuft, wie ich es geplant habe…»
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«In Jesus finde ich Hoffnung, Ermutigung und Vertrauen.» Eric Michael Roy
Gerade während des Lockdowns habe ihr die Bibel sehr geholfen, erklärte Bure in einem Interview mit Movieguide. «Es ist wichtig, meine Sorgen, Ängste und den Frust, die ich oft verspüre, nicht an mich heranzulassen, sondern sie Gottes Wahrheit gegenüberzustellen. Deshalb lese ich täglich in meiner Bibel. Gottes Wort begleitet mich durch den Tag und hat mir schon durch so manche Schwierigkeit hindurchgeholfen. Die Bibel ist für mich die Quelle der Wahrheit.» (mhe.) Quelle: movieguide.org