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Holzbulletin 160/2026

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Holzbulletin 160/2026 Kleinbauten Kiosk Stadthausanlage am Bürkliplatz, Zürich ‹Pavillon des Bains›, Neuenburg Zürich Bus Station, Zürich ‹Schiebetürenpavillon›, Nuglar-St. Pantaleon Pavillon am Bahnhofsplatz, Chambésy Kunstpavillon Centre Albert Anker, Ins

Ein ruhender Pol mit Ausstrahlung: Der ‹Pavillon des Bains› am Neuenburgersee ist Teil der städtebaulichen Neugestaltung des ‹Parc des Jeunes-Rives› der Stadt Neuenburg mit verschiedenen Kleinbauten. Architektur: Frundgallina Architectes FAS SIA, Neuenburg. Foto: Olivier Di Giambattista, Genf


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1 Umbrella Pavillon im botanischen Garten der Universität Freiburg: Drei kranke Lärchen wurden vor Ort gefällt und bilden die Tragstruktur des scheinbar schwebenden Baus. Der Boden und die Bänke bestehen aus dem Holz der Baumkronen. Architektur Charly Jolliet, Freiburg Bauherrschaft Botanischer Garten der Universität Freiburg Holzbau Jordan, Cerniat Foto Prix Lignum 2024, Fotograf Joel Tettamanti

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2 Ein sechseckiger Holzbau für den Stadtpark Uster: Er knüpft typologisch an historische Parkpavillons an und ist von allen Seiten zugänglich. Die Konstruktion ist vollständig rückbaubar. Für die Fundamente wurden Betonplatten vom Flughafen Zürich wiederverwendet. Architektur Winfried Schneider Produktdesign, Zürich Holzbauingenieur Timbatec Holzbau­ingenieure, Zürich Bauherrschaft Stadt Uster Foto Winfried Schneider, Zürich 3 Viel Glas und helles Lärchenholz: Der Pa­villon des Café Leo am Leopoldplatz ist ein sozialer Dreh- und Angelpunkt mit vielfältigen Angeboten und Aktivitäten für die Quartier­ bevölkerung. Der Bau selbst fügt sich nahtlos in den Platz ein und würdigt die nahe gelegene, denkmalgeschützte Schinkel-Kirche. Architektur sophie & hans, Berlin Bauherrschaft WendePunkt gGmbH, Berlin Foto Ignacio Bandera, Berlin

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Raumprägende Kleinbauten aus Holz Im Juni 2024 hat der Verein Open Square in der Schweiz den ersten Tag des öffentlichen Raums ausgerufen. Dieser findet seither jährlich im Juni statt und macht mit verschiedenen Aktionen und Projekten auf die Bedeutung des öffentlichen Raums für unsere Gesellschaft aufmerksam. Kleinbauten, wie wir sie in die­ser Holzbulletin-Ausgabe vorstellen, sind Teil dieses öffentlichen Raums, sei es mitten in der Stadt, in der Agglomeration, an einem See­ ufer oder in der freien Landschaft. Als eine Art ‹Mobiliar› strukturieren sie den unbebauten, allen zugänglichen Raum und schaffen Möglichkeiten – zum Verweilen, als Warteraum oder als Gelegenheit, sich fürs Schwimmen umzuziehen. Der Rohstoff Holz bietet sich als Material für diese Bauaufgabe an. Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten ist breit gefächert, von ungedämmten Stadtmöbeln über temporäre, wiederverwendbare Bauten bis zu gedämmten, dauerhaften Lösungen als Kiosk oder Pavillon. Die Leichtigkeit des Materials, der hohe Vorfertigungsgrad und kurze Mon­ tagezeiten sind dabei weitere Pluspunkte, ebenso wie seine haptischen Qualitäten, auch in einem unbehandelten Zustand. Die Bandbreite möglicher Nutzungen und gestalterischer Ansätze belegen zahlreiche Beispiele. Diese reicht von möbelartigen Strukturen im öffentlichen Raum, wie es der Umbrella Pavillon im botanischen Garten der Univer­ sität Freiburg oder der Pavillon im Stadtpark Uster sind, über in bestehende Infrastrukturbauten integrierte Nutzungen wie das temporäre Café TrainTrain im Bahnhof Lausanne bis zu Einrichtungen, die einen hohen sozialen Impact haben wie beispielsweise das Café Leo auf dem Berliner Leopoldplatz. Auch für kulturelle Vermittlungsaufgaben eignen sich Kleinbauten oder Pavillons hervorragend. Der Serpentine Pavillon wird auf Einladung der Serpentine Gallery von namhaften Architekturbüros jeweils während der Sommersaison im Hyde Park London entworfen. Dort dient er als Veranstaltungsort für Lesungen, Musik-, 4 Ein quasi nach innen gestülpter Pavillon aus Holz: TrainTrain ist ein temporäres Café mit Weinhandlung in einem bisher ungenutzten Torbogen neben dem Südeingang des Bahnhofs Lausanne. Das Pilotprojekt mit formalen Be­ zügen zur Eisenbahnwelt entstand zusammen mit der SBB und bleibt so lange, bis die Bau­ arbeiten wieder aufgenommen werden. Archi­ tektur Vincent Barindelli, Aurélien Frot, Charles Jenny, Lausanne Bauherrschaft TrainTrain café + vin, Lausanne Fotos Gentian Kadrijaj, Lausanne

Theater- oder Tanzvorstellungen. Gleichzeitig bringt das niederschwellige Angebot Menschen mit Architektur aus aller Welt in Berührung. Die Vielfältigkeit der Bauaufgaben dokumentieren auch die auf den folgenden Seiten im Detail vorgestellten Objekte: ein Kiosk, ein Badehaus, eine temporäre Busstation, ein Pavillon von und für Jugendliche, die neue Nutzung eines alten Schuppens als Begegnungsort und ein freistehender Ergänzungsbau für eine bestehende kulturelle Institution. Bei allen diesen Objekten stehen neben der eigentlichen Bauaufgabe weitere Aspekte im Zentrum, sei es formal, städtebaulich, raumplanerisch oder bezüglich des Materialeinsatzes. So tritt der Kiosk der Stadthausanlage am Bürkliplatz in Zürich trotz der unterschiedlichen Materialität mit dem Maillard-Pavillon und den weiteren, historisch bedeutsamen Bauten rund um den Platz in einen Dialog auf Augenhöhe – dies dank einer Formensprache, die sich aus der konstruktiven Logik des Holzbaus ableitet, und mit den abgerundeten Fassadenstützen eine formale Verwandtschaft zum Vorgefundenen entfaltet. Ebenso der ‹Pavillon des Bains› am Ufer des Neuenburgersees: Er ist zum einen ein in sich ruhendes Einzel­ objekt mit einer einfachen formalen Gestalt und gleichzeitig grosser Ausstrahlung. Zum anderen ist er Teil der Neugestaltung des Parc des Jeunes-Rives, der seit der Expo.02 brach lag. Mehrere kleine Bauten strukturieren das Seeufer neu und machen den Park zu einem belebten Ort zwischen Altstadt und See. Der ‹Pavillon des Bains› bildet den Abschluss der ersten Projektphase. Die Busstation Zürich zeigt, wie sich mit einem einfachen, aber sorgfältig gestalteten Temporärbau eine in die Jahre gekommene öffentliche Infrastruktur aufwerten lässt. Der seit den 1980er-Jahren betriebene Carparkplatz am Sihlquai entsprach in vielerlei Hinsicht nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Heute bietet der schlichte und zweckmässige

Holzbau für die nächsten 15 Jahre einen Treffpunkt mit dem Notwendigen für die Reisenden und ist gleichzeitig die sichtbare Adresse des Ortes. Ein Gebäude auf Zeit im besten Sinne, auch dank seiner Rückbaubarkeit. Eine besondere Geschichte erzählt der ‹Schiebetürenpavillon› der Dörfer Nuglar und St. Pan­ taleon: Auf Initiative von Jugendlichen, die auf der Suche nach einem Ort waren, wo sie sich ungestört treffen konnten, entstand ein Gemeinschaftswerk von der Gemeinde, den Jugendlichen, den Architekturschaffenden und den Bauunternehmungen. Bewegliche Schiebeelemente machen das leichte Holzskelett des Pavillons zu einem geschützten Rahmen mit vielfältigen Raumkonstellationen – für die Jugendlichen und alle anderen im Dorf. Die Neugestaltung des Bahnhofplatzes von Chambésy mit dem Ziel, die Leute zum Umstieg auf den Léman Express zu bewegen, bot Gelegenheit, ein kleines Gebäude zu renovieren. Dieses bildet neu einen Begegnungs­ort auf dem Weg, der die SBB-Haltestelle mit dem historischen Ortskern verbindet. Der freistehende Ergänzungsbau für das Centre Albert Anker schliesslich bietet zum einen den kontemplativen Rahmen für die Kunst­ objekte Albert Ankers. Zum anderen ist er vorbildhaft, was den nachhaltigen Einsatz von Holz betrifft: So sind die Metallverbindungen des Massivholzbaus auf ein Minimum reduziert, und die Konstruktionen sind frei von Leimstoffen. Zum Einsatz kam zudem Seeländer Eiche und Emmentaler Tannenholz. Was den hier im Heft vorgestellten Projekten trotz der Vielfalt der Bauaufgaben gemeinsam ist: Kleinbauten bieten die Chance, neue Lösungen zu erproben – in Bezug auf Konstruktion, Einsatz des Materials, aber auch bei der Form der Zusammenarbeit. Und der Rohstoff Holz ist die ideale Basis dafür. Jutta Glanzmann Technische Kommunikation Lignum

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5 ‹A table› ist der Name des Serpentine Pa­villon von 2023: Ein runder Tisch strukturiert den offenen Baukörper aus überwiegend biobasierten und kohlenstoffarmen Materialien, dessen Form sich an den Baumkronen des Parks orientiert. Architektur Lina Ghotmeh – Architecture, Paris Bauherrschaft Serpentine South, London Fotos Iwan Baan, mit freundlicher Genehmigung von Serpentine

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Kiosk Stadthausanlage am Bürkliplatz, Zürich Mit einer Formensprache, die sich aus der konstruktiven Logik des Holzbaus ableitet, tritt der neue Kiosk in Dialog mit dem MaillardPavillon und den weiteren Bauten rund um die Stadthausanlage. Gleichzeitig bietet er einen attraktiven Ort zum Verweilen, wobei das leicht auskragende Dach, getragen von den abgerundeten Fassadenstützen, den Einzugsbereich räumlich subtil erweitert. Die axialsymmetrische Stadthausanlage liegt an prominenter Lage im Herzen von Zürich. Der geschichtsträchtige Ort wurde in mehreren Etappen transformiert, zuletzt im Jahr 2000 mit dem Ziel, die Anlage wieder als zusammenhängendes Ensemble zu stärken. Der baum­ bestandene Platz bildet heute ein wichtiges Bindeglied zwischen Stadt und See. Die Realisierung des Kiosks bot Gelegenheit, die Stadthausanlage auch landschaftsarchitektonisch neu zu gestalten: Der Baumbestand wurde verdichtet, Wachstumsbedingungen verbessert und die Anlage auf ein zusammenhängendes Baumdach ausgerichtet, das den Platz beschattet und zur lokalen Hitzeminderung beiträgt. Herzstück der Stadthausanlage ist der inven­ tarisierte Maillard-Pavillon. Diagonale Fuss­ gängerströme queren den Park und verbinden Bürkliplatz, Bahnhofstrasse und Fraumünsterstrasse. Entlang der Peripherie sind verschiedene Kleinbauten angeordnet, die bewusst ausserhalb der strengen Symmetrie platziert sind. Der neue Kiosk reiht sich wie sein Vorgänger in diese Abfolge ein. Der kompakte, eingeschossige Baukörper mit Untergeschoss liegt parallel zur Fraumünsterstrasse. Diese Setzung berücksichtigt das Bepflanzungskonzept und die diagonalen Fussgängerströme und ermöglicht eine ruhige Integration in die Gesamtanlage. Gleichzeitig entsteht ein angemessener Abstand zum Maillard-Pavillon sowie eine ausgewogene Dichteverteilung innerhalb des Parks.

Ein allseitig auskragendes Dach fasst sämtliche Nutzungen des Kiosks und bildet einen um­ laufenden Übergang zwischen Gebäude und Parkraum. Die einladende Geste heisst die Kundschaft willkommen und bietet Unterstand bei schlechter Witterung. Der Grundriss des Kiosks bietet eine hohe funktionale Dichte bei minimaler Gebäudefläche. So entsteht eine effiziente Betriebslogik, in der öffentliche und betriebliche Abläufe klar voneinander getrennt sind. Der Gastronomiebereich orientiert sich zur Stadthausanlage und zum See, wobei sich der Betrieb mit Küche und Buffet mit den Sitzplätzen im Freien nahtlos in den Aussenraum fortsetzt. Die Anlieferung erfolgt von der Fraumünsterstrasse und ist konsequent vom Gästebereich getrennt. Angrenzend an den Gastronomiebereich liegt das Büro der Marktpolizei mit direktem Aus­ senzugang. Durch die westliche Ausrichtung ist der Platz vollständig überblickbar. Die öffentlich zugänglichen WC-Anlagen sind bewusst von der Stadthausanlage abgewandt angeordnet. Im Untergeschoss sind neben Lager- und Kühlräumen auch die Personal­ garderoben sowie die Technikräume untergebracht. Ergänzend ist eine Trafostation mit zugehörigen EWZ-Verteilanlagen integriert, die die elektrische Versorgung der Stadthausanlage für temporäre Nutzungen wie Märkte oder Veranstaltungen mitträgt. Das äussere Erscheinungsbild des neuen Kiosks prägt eine facettierte, reliefartig ausgebildete Gebäudehülle, deren Gliederung direkt aus der konstruktiven und funktionalen Ordnung abgeleitet ist. Bestimmende Elemente sind die vertikal angeordneten, statisch aktiven Fassadenstützen. Sie gliedern den Baukörper in seiner Länge und fassen die unterschiedlichen Nutzungen und Öffnungen zu einer Gesamterscheinung zusammen. Ihre abgerundete Ausbildung charakterisiert die äussere Erscheinung

und stellt eine zurückhaltende formale Verwandtschaft zu den inventarisierten Bestandsbauten der Stadthausanlage her. Die Zwischenräume sind im Brüstungs- und Sturzbereich mit horizontal angeordneten Holzlamellen ausgefacht. Vor der Fensterebene sind zusätzlich vertikale Holzlamellen angeordnet, die als vertikal geführte Schiebeläden ausgebildet sind. Während der Betriebszeiten werden diese hinter die horizontale Lamellenstruktur im Sturzbereich hochgefahren, wodurch ein dekoratives, reliefiertes Holzgitter entsteht. In ihrer Farbigkeit zeigt sich die Gebäudehülle bewusst zurückhaltend. Der warme Grauton der Fassade nimmt Bezug auf die Farbstimmungen der umliegenden Bauten und unterstützt die Einbindung des Neubaus in das bestehende Ensemble der Stadthaus­anlage. Konstruktiv ist der neue Kiosk ein eingeschossiger Holzbau mit einem Untergeschoss in Ortbeton. Ein aussen umlaufender Sichtbetonsockel bildet das Auflager für die darüber­ liegende Holzkonstruktion. Der Holzbau wird in Längsrichtung durch seriell angeordnete Stützen-Binder-Konstruktionen in einem Raster von 1,15 Metern gegliedert. Die statisch aktiven Fassadenstützen sind kraftschlüssig mit den Deckenbalken verbunden und übernehmen die vertikale Lastabtragung der Dachkonstruktion. Hinter den Stützen bilden vorfabrizierte, ausgedämmte Holzrahmenelemente die thermische Gebäudehülle. Die inneren Trennwände sind als Holzrahmenkonstruktionen ausgeführt und tragen zur Aussteifung des Gebäudes bei. Die Konstruktion ist bewusst mit einem hohen Anteil an Vollholzbauteilen ausgeführt, um den Einsatz von verleimten Holzprodukten weitgehend zu reduzieren. Diese materialgerechte Bauweise ermöglicht eine einfache, nachvollziehbare Tragwerks­ logik sowie eine gute Rückbaubarkeit.

Situation

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Erdgeschoss

Untergeschoss

Längsschnitt

10 m

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Aufbau Dach: Begrünung, extensiv 100 mm Vlies Abdichtung Dämmung im Gefälle 16–22 mm Dampfbremse OSB-Platte 10 mm Holzbohlen 40 mm Holzträger in Abhangdecke 200 mm Abhanghöhe UK Bohle UK Decke 680 mm Abhangdecke 60 mm Aufbau Wand: Anstrich deckend Holzlattung profiliert, variabel Hinterlüftung, variabel Dreischichtplatte 20 mm Windpapier Weichfaserplatte 30 mm Mineralwolle 240 mm Dampfbremse Dreischichtplatte 20 mm

Detailschnitt

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Ort Fraumünsterstrasse 1, 8001 Zürich Bauherrschaft Liegenschaften Stadt Zürich, vertreten durch Amt für Hochbauten Stadt Zürich Architektur und Baumanagement Schmid Ziörjen Architektenkollektiv, Zürich Landschaftsarchitektur Uniola AG, Zürich Bauingenieur STK Bauingenieure AG, Kilchberg Holzbauingenieur und Brandschutz Makiol Wiederkehr AG, Beinwil am See Signaletik C2F Creative Studio, Luzern Holzbau Küng Holzbau AG, Alpnach Schreinerarbeiten Küng Holzbau AG, Alpnach Materialien Holz aus dem Zürcher Stadtwald am Zürichberg Baukosten BKP 2 CHF 2,666 Mio. inkl. MWST Grundstücksfläche nach SIA 416 6636 m2 Gebäudegrundfläche nach SIA 416 104 m2 Geschossfläche nach SIA 416 203 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 775 m3 Bauzeit Oktober 2024 bis Dezember 2025 Fotos Lukas Murer, Zürich

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‹Pavillon des Bains›, Neuenburg Der ‹Pavillon des Bains› liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt Neuenburg und ist der jüngste Teil der städtebaulichen Neugestaltung des Parc des Jeunes-Rives, der seit der Expo.02 brach lag. Das Projekt umfasst mehrere kleine Bauten, die das Seeufer strukturieren und das Potenzial des Parks zum Vorschein bringen. Der ‹Pavillon des Bains› bildet den Abschluss der ersten Projektphase. 2009 gewann das Architekturbüro Frundgallina mit einem Entwurf zur Aufwertung des Neuenburger Seeufers den Europan-Wettbewerb, einen Ideenwettbewerb für Architekturschaffende und Stadtplanende. Sein Projektvorschlag sah verschiedene Eingriffe auf dem weitläu­ figen, unbebauten Gelände vor, um dem Areal eine neue Identität zu verleihen. Für die Stadt und die gesamte Agglomeration sollte so ein wichtiger Ort der Begegnung und der Freizeitgestaltung entstehen. Die erste Phase der Neugestaltung ist inzwischen nahezu abgeschlossen. Der westliche und südliche Rand des Parks, der die Verbindung zum Ufer herstellt, ist bereits für die Öffentlichkeit zugänglich und kann mitsamt den neuen Einrichtungen genutzt werden. Treppen, Plattformen und Stege ermöglichen einen sicheren Zugang zum Wasser. Am hinteren Ende des Hafens wurde zudem vor Kurzem eine Anlage für Boote eröffnet, ebenso wie ein Restaurant direkt am Wasser. Bei der architektonischen Gestaltung stehen Schlichtheit und Minimalismus im Vordergrund. Jedes Bauwerk hat seinen eigenen Charakter und fügt sich gleichzeitig harmonisch in die Umgebung ein. Die Bauten und die Landschaftsgestaltung sind aufeinander abgestimmt und setzen das Seepanorama in Szene.

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Bis zum Sommer 2027 sollen sämtliche Bereiche betriebsbereit sein und alle Einrichtungen und Dienstleistungen zur Verfügung stehen, die Badegästen und anderen Seenutzerinnen und -nutzern einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen. Der Abschluss der ersten Etappe dieses umfangreichen städtebaulichen Projekts bildet die Inbetriebnahme des ‹Pavillon des Bains›. Dort befinden sich Sanitäranlagen, Duschen, Umkleidekabinen, technische Einrichtungen und Räume für den Unterhalt sowie ein Raum für den Materialverleih. Der zwischen dem Seeufer und den Fussgängerzugängen gelegene Pavillon ist kreisförmig angelegt. Die Architekturschaffenden lösten sich bewusst von einer rein funktionalen Gestaltung und verliehen dem Gebäude einen abstrakten, geheimnisvollen Charakter. Das Wechselspiel zwischen Flächen und Öffnungen zieht sich von der Gestaltung der Fassaden bis zur Aufteilung der Innenräume durch das gesamte Projekt. Dieses Prinzip prägt auch die räumlichen Übergänge vom Park bis zu den Umkleidekabinen. Die ringförmige Aussenhülle schirmt den Pavillon nach aussen ab und schafft im Inneren einen geschützten Raum, der vor Lärm und anderen Störungen aus der Umgebung geschützt ist. Die nahe­zu monolithisch wirkende Holzfassade bildet einen massiven, durchgehenden äusseren Ring, der lediglich von den drei Eingängen unterbrochen wird. Die Tiefe dieses Rings gestaltet den Übergang ins Innere und bietet zugleich Platz für die Einrichtungen und die Kabinen des Pavillons. Im Inneren sind die Räume übersichtlich angeordnet und die Wege in­tuitiv nachvollziehbar. Duschen, Umkleide­ kabinen und Sanitäranlagen befinden sich am Rand des Pavillons innerhalb des ringförmigen

Baukörpers. Das Zentrum bildet ein begrünter, nach oben offener Innenhof mit Sitzbänken, die zum kurzen Verweilen einladen. Im Lauf der Gespräche mit der Stadt Neuenburg fiel die Materialwahl schliesslich auf den Baustoff Holz, insbesondere aufgrund des öffentlichen Charakters des Projekts. Ver­ wendet wurde hauptsächlich Weisstanne aus den eigenen Wäldern der Stadt. Die massive Holzkonstruktion aus vierkantigen Elementen ist bewusst schlicht gehalten. Material und Konstruktion bleiben sichtbar, zugleich steht die Langlebigkeit im Vordergrund. Das Satteldach ist mit einer Stehfalzverkleidung aus Edelstahlblech versehen und schützt die Räume und Durchgangsbereiche vor der Witterung. Da das Gebäude für eine saisonale Nutzung vorgesehen ist, wurde auf eine Wärmedämmung verzichtet. Die naturbelas­ sene Holzoberfläche verleiht den verschie­ denen Pavillons des Projekts ein einheitliches Erscheinungsbild.


Situation

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Schnitt

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Erdgeschoss

Ort Les Jeunes-Rives, 2000 Neuenburg Bauherrschaft Stadt Neuenburg Architektur und Bauleitung Frundgallina Architectes FAS SIA, Neuenburg Landschaftsarchitektur Approches.paysage, Lausanne Bauingenieur und Holzbauingenieur GVH, Saint-Blaise Brandschutz Safe T Swiss, Lausanne Ingenieur Heizung/Lüftung/Sanitär Toedtli Energie, Marin Elektroingenieur und Energie Energys, Brent Holzbau Aiassa Neuhaus, Valangin Baukosten BKP 1–9 CHF 5,595 Mio. inkl. MWST Baukosten BKP 2 CHF 1,135 Mio. inkl. MWST Baukosten BKP 214 CHF 290 000 inkl. MWST Kubikmeterpreis CHF 1753.– Grundstücksfläche nach SIA 416 20 200 m2 Geschossfläche nach SIA 416 114 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 655 m3 Bauzeit April 2024 bis Dezember 2024 Fotos Olivier Di Giambattista, Genf

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Aufbau Dach: Dacheindeckung aus Edelstahlblech mit Stehfalzdeckung, 0,5 mm Unterdachbahn Firstbretter aus Mehrschichtplatten 24 mm Dachschalung aus Massivholzbrettern mit Nut und Kamm 27 mm Konterlattung aus Massivholz, 60 x 60 mm Pfetten aus Massivholz 100 x 100 mm Sparren aus Massivholz 100/180 mm Aufbau Wand aussen: Fassadenschalung vertikal mit Brettern aus Weisstanne, Breite 100 mm, mit Deckleisten 24 mm Holzstütze tragend aus Massivholz 180 x 100 mm Querbalken aus Massivholz, variabel x 100 mm Aufbau Wand innen: Holzlattung vertikal im oberen Bereich aus Lamellen, Weisstanne, Breite 100 mm, 24 mm Ablagebrett bei Öffnung aus Massivholz 40 mm Schalung mit Nut und Kamm im unteren Bereich, Weisstanne, Breite 120 mm, 24 mm Doppelstützen tragend, aus Massivholz, 180 x 100 mm Aufbau Boden: Stahlbetonplatte, fein abgezogen, im Gefälle, 270 mm Magerbeton 50 mm Punktfundamente im Bereich der Holzstützen; Zementrohre, vorgefertigt, Durchmesser 600 mm; Fundamenttiefe 800 mm

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Detailschnitt

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Situation

Zürich Bus Station, Zürich Der schlichte und zweckmässige Holzbau bietet das Notwendige für den Busbahnhof hinter dem Zürcher Hauptbahnhof und besticht dank seiner Überhöhe und der sorg­ fältigen Gestaltung des Einfachen als Adresse und Treffpunkt für die Reisenden. Ein Ge­ bäude auf Zeit im besten Sinne, auch dank seiner Rückbaubarkeit. Der seit 1980 betriebene Carparkplatz am Sihlquai – in unmittelbarer Nachbarschaft des Zürcher Hauptbahnhofs gelegen – war als öffentliche Infrastruktur erheblich in die Jahre gekommen. Er entsprach weder optisch noch hygienisch, sowie bezüglich Normen und Richtlinien nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Mehrere Planungsanläufe der Stadt Zürich zur Aufwertung des Ortes, der nicht nur als Verkehrsknotenpunkt dient, sondern von den Reisenden auch als Wartebereich genutzt wird, endeten Ende der 2010er Jahre. Die Instandsetzungsplanung wurde abge­ brochen, weil der Gemeinderat sie aufgrund der beschränkten Restnutzungsdauer von 15 Jahren als zu teuer betrachtete. Aufgrund des hohen Handlungsbedarfs be­auftragte das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich

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das Büro Holzhausen Zweifel Architekten im Zuge eines Architekturrahmenvertrags direkt damit, die Planung im Sinne von design-tocost nochmals neu anzugehen. Die verkehrstechnisch rationelle und normengerechte Anordnung der neuen Haltekanten und Ruheparkplätze sparte auf der südöstlichen Grundstückseite einen Platz aus, auf den die Architekten aufgrund der sehr beschränkten Platzverhältnisse ein schmales, langes Gebäude stellten. Dieses bildet zugleich den räum­lichen Abschluss und den Auftakt der neuen Zürcher Bus Station. Mit seiner bewussten Überhöhe stellt es eine wahrnehmbare Adresse und einen Orientierungspunkt auf der grossen Parkplatzfläche dar, der auch bei Vollbelegung mit Reise­cars von Weitem sichtbar bleibt. Das neue, temporäre Betriebsgebäude mit WCAnlagen, Warteräumen und Verkaufsschaltern wurde in Hinblick auf den kurzen Nutzungshorizont als einfacher, elementierter Holzbau mit Flachdach und rohen, lediglich teilweise gestrichenen Oberflächen konzipiert. Die Akustikdecke besteht aus eingefärbten Holzwolleplatten, der Boden ist die sichtbare Oberfläche der Fundamentplatte, die in den Nassbereichen mit einem zusätzlichen Kunstharzanstrich ver-

siegelt wurde. Alle Leitungen sind sichtbar und möglichst direkt geführt, wodurch sich zusätzliche Verkleidungen einsparen liessen. Die Fassade besteht aus gestrichenen Dreischichtplatten, die sich im Fall von Schäden oder Vandalismus einfach flicken und überstreichen, oder – im Worstcase – kostengünstig ersetzen lassen. Aufgrund der Standzeit von 15 Jahren ist die Demontage bereits mitgedacht: Alle Bauteile können einfach demontiert und rückgebaut werden, Verbundmaterial wurde möglichst vermieden. Entsprechend ist das Metallvordach als eigenständige Kon­ struktion lediglich auf der Holzbox aufgelegt, verschraubt und mittels Streben auf Schraubkonsolen abgestützt. Der eigentliche Verkehrsplatz ist mit Blick auf die Nutzungsdauer einfach und kostengünstig gestaltet. Für die Trottoir- und Perronbereiche setzte man im Sinne der Zürcher Schwammstadtziele höherwertigen Sickerasphalt ein, für die Perronkanten die in der Stadt Zürich für diesen Zweck vorgesehenen, normenkonformen Zürich-Bords. Der Grünraum wurde aufgewertet, ausgelichtet und mit neuen Bäumen und niedrigem Strauch- und Ruderalbewuchs ergänzt.


Gemäss Richtplanung soll die Zürich Bus Sta­tion ihren definitiven Standort frühestens ab 2035 in Zürich-Altstetten finden. Bis dahin bietet das temporäre Holzgebäude einen lebendigen An- und Abreiseort für Busreisende mitten in Zürich, was auch für das Quartier eine Aufwertung bedeutet.

Ort Sihlquai 15, 8005 Zürich Bauherrschaft Stadt Zürich, Amt für Hochbauten Architektur Holzhausen Zweifel Architekten GmbH BSA SIA, Zürich/Bern Landschaftsarchitektur Balliana Schubert Landschaftsarchitekten AG, Zürich Baumanagement Ziörjen Baumanagement GmbH, Zürich Tiefbauingenieur Caprez Ingenieure AG, Rapperswil Holzbauingenieur Timbatec AG, Zürich Brandschutz Holzhausen Zweifel Architekten GmbH BSA SIA, Zürich/Bern (QSS 1) Elektroingenieur Walter Salm, Meier & Partner AG, Zürich Ingenieur HLS RMB Engineering AG, Zürich Bauphysik Durable Planung und Beratung AG, Zürich Verkehrsplanung Kontextplan AG, Zürich Holzbau BWT Bau AG, Winterthur Schreinerarbeiten Schreinerei Romer Wagner AG, Elsau (allgemeine Schreinerarbeiten); Scherer AG, Pfäffikon (Holzfenster) Materialien Konstruktionsholz Brettschichtholz (inklusive Decke) 35 m3, Konstruktionsholz Duo 17 m3, OSB-Platten 370 m2, Dreischichtplatte 204 m2 Baukosten BKP 2 (inkl. Honorare) CHF 2,393 Mio. exkl. MWST Baukosten BKP 1–9 (inkl. Honorare) CHF 5,439 Mio. exkl. MWST Baukosten BKP 214 CHF 454 300 exkl. MWST Kubikmeterpreis BKP 2 (inkl. Honorare) CHF 2462.– exkl. MWST Grundstücksfläche nach SIA 416 7018 m2 Gebäudegrundfläche nach SIA 416 162 m2 Geschossfläche nach SIA 416 189 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 972 m3 Bauzeit September 2023 bis September 2024 Fotos Jürgen Beck, Zürich

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Erdgeschoss

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Längsschnitt

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Aufbau Dach: Begrünung extensiv Substrat und Hydroschicht 100–200 mm Drainagevlies 10 mm Bitumenabdichtung, zweifach 20 mm Steinwolle, min. 1,5 % Gefälle 160–200 mm Abdichtung bauseitig 5 mm Brettschichtholz liegend, GL24h, Stösse mit Dreischichtplatten verlascht und luftdicht abgeklebt 160 mm Holzwollplatte 1200 x 60 mm, farbig 35 mm Aufbau Wand: Dreischichtplatte, Fichte, gestrichen, sichtbar verschraubt 19 mm Vollholzlattung vertikal 40 x 60 mm, 40 mm Windpapier Holzfaserplatte diffusionsoffen und winddicht 16 mm Holzrahmenelement aus Konstruktionsvollholz, vorgefertigt, ausgedämmt mit Mineralwolle 280 mm OSB-Platte, Stösse dampfdicht abgeklebt, bis 3 m Höhe gestrichen 15 mm

Detailschnitt

Aufbau Boden: Ortbeton 250 mm Betonverbundfolie (optional) Wärmedämmung XPS 200 mm Magerbeton 50 mm Abdichtung gegen Erdreich

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Situation

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‹Schiebetürenpavillon›, Nuglar-St. Pantaleon Initiiert von Jugendlichen, ist in NuglarSt. Pantaleon ein Gemeinschaftswerk entstanden – ein Lehrstück in kollektiver Mitbestimmung und Gestaltung. Bewegliche Schiebeelemente machen das leichte Holzskelett des Pavillons zu einem geschützten Rahmen mit vielfältigen Raumkonstellationen – für die Jugendlichen und alle anderen im Dorf. Alles begann mit einem offenen Brief an den Gemeinderat, der eine kleine Erschütterung in den Dörfern Nuglar und St. Pantaleon auslöste. Jugendliche, voller Energie und Ideen, suchten nach einem geschützten Ort, an dem sie sich ungestört treffen konnten. Sie hatten zuvor bereits an anderen Standorten Treffpunkte ausgehandelt, aber es gab immer wieder Konflikte. Zu laut die einen, zu empfindlich die anderen. Wie liess sich ein Ort finden, der ihre naturgemäss lebhaften Treffen be­ herbergen konnte, ohne dass sich Nachbarn gestört fühlten? Zusammen mit den jungen Verfassern des Briefes formte die Gemeinde eine Arbeits­ gruppe, eine Gemeinschaft von Träumern und erfahrenen Machern. Sie entwickelten ein Konzept, bei dem die Einbettung in die Landschaft und die Ökologie ebenso im Vordergrund standen wie Einfachheit und Zugänglichkeit. Gemeinsam mit der Dorfbevölkerung entstand in zahlreichen Sitzungen und Workshops eine Vision eines kleinen, wettergeschützten Pavillons – einem Ort der Begegnung, eingebettet in die sanften Wiesen der Breitenrüti, nur ein wenig ausserhalb des Dorfs ge­legen.

Mit Unterstützung der Architekten nahm die Idee Form an: ein leichtes Holzskelett, knapp über der Wiese schwebend, mit Schiebe­ paneelen zum Schutz vor Wind und Wetter. Obwohl es sich nicht um einen hermetisch geschlossenen Raum handelt und es weder Dämmung noch Elektrizität gibt, ist ein schützender Ort entstanden, der sich auf verschiedenste Weise nutzen lässt. Die beweglichen Elemente erlauben vielfältige Raumkonstellationen; ob als heimeliger Salon, als Konzert­ bühne oder als halboffenes Kleintheater. Die Schiebetüren selbst sind der formende Raumabschluss, ihre durchscheinende Füllung filtert das Licht und zeichnet im Verlauf des Tages wechselnde Muster auf Boden und Wände. Das Verschieben der Elemente öffnet und schliesst Räume, es formt Möglichkeiten. Und weil die eigentlichen Initianten den Pavillon eher in den Abendzeiten nutzen, steht dieser auch allen anderen als Aufenthaltsort zur Verfügung: Hier kann man sich zurückziehen, feiern, musizieren oder ausruhen. Kreativität war auch bei der Mittelbeschaffung gefragt. Zwar war ein Budget vorhanden, aber dieses reichte bei Weitem nicht für die Um­ setzung der ursprünglichen Idee. Auch die Verkleinerung des Pavillons im Lauf des gestalte­ rischen Prozesses brachte noch keine Kostensicherheit, weshalb man sich auf die Suche nach möglichen Unterstützern machte. Die Geschichte der Initiative junger Menschen öffnete bei vielen Unternehmern und Lieferanten die Türen. Die einen schickten kostenlos eine Ladung gebrauchte Trapezbleche oder einen Vorhang, die anderen vergünstigten Steg­

platten oder Farbeimer samt Pinseln und Rollen. Die ausführenden Unternehmer leisteten einen grossen Teil ihrer Arbeit ehrenamtlich. Zudem packten die Jugendlichen selbst und auch andere Dorfbewohner tatkräftig mit an. In verschiedenen Workshops strich man gemeinsam die Holzbauteile und baute die Hocker, die ohne Kleber und Schrauben zusammengesteckt sind. Der Pavillon wurde mit einem möglichst kleinen ökologischen Fussabdruck erstellt. Das Holz kommt aus den umliegenden Wäldern, Blech und Vorhang erhielten hier ein zweites Leben, und die Schraubfundamente lassen sich bei einem allfälligen Rückbau einfach wieder herausdrehen und wiederverwenden. Auf diese Weise nimmt die Wiese keinen Schaden. Auch wenn das Versuchsfeld aufgrund der entfallenden thermischen und technischen Anforderungen ein stark vereinfachtes war, liess sich hier mit Architektur etwas erreichen, was sonst kaum umsetzbar ist: Wenn der Pavillon eines Tages zurückgebaut werden sollte, wird er ohne Überreste in der Landschaft verschwinden, obwohl er bereits jetzt wertvolle Eindrücke hinterlassen hat. Und der Pavillon ist ein lebendiges Zeichen für einen Prozess der kollektiven Mitbestimmung und des gemeinsamen Gestaltens. Er habe ihre Arbeit ebenso bereichert wie das Dorfleben in NuglarSt. Pantaleon und den noch jungen Erfahrungsschatz derer, die sich vor einigen Jahren zusammensetzten, um in einem offenen Brief ihre Bedürfnisse zu formulieren, sagen die Architekten.

Ort Breitenrüti, 4412 Nuglar-St. Pantaleon Bauherrschaft Gemeinderat Nuglar-St. Pantaleon Architektur Piertzovanis Toews, Basel Ingenieur und Holzbauarbeiten az Holz, Liestal Ausführung az Holz, Liestal, mit Jugendlichen aus Nuglar-St. Pantaleon Dachdecker Leonhardt Spenglerei, Basel Fundamente Wahl Glas- und Metallbau, Liestal Materialien circa 7 m3 Holz und Holzwerkstoffe; Herkunft verbautes Rundholz (Stämme): Liestal (Muni) Spender (materiell) Metall Pfister, Dielsdorf (Wellblech); Röhm Schweiz, Brüttisellen (Plexiglas, Paneele); Bosshard Farben, Rümlang (Farbe und Pinsel); Création Baumann, Langenthal (Vorhang); Frey Gärten, Liestal (Stein) Spender (finanziell) Frau Studer, Max Müller Fonds Baukosten BKP 2 CHF 78 500.– inkl. MWST Baukosten BKP 214 CHF 44 000.– inkl. MWST Kubikmeterpreis BKP 2 CHF 1750.– inkl. MWST Grundstücksfläche nach SIA 416 5700 m2 Geschossfläche nach SIA 416 15,5 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 44,5 m3 Bauzeit Februar 2025 bis Mai 2025 Fotos Federico Farinatti, Zürich

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Erdgeschoss

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Nutzungsschema

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Situation

Pavillon am Bahnhofsplatz, Chambésy Die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes von Chambésy soll dazu anregen, auf den Léman Express umzusteigen. Im Zuge der Neugestaltung des denkmalgeschützten Platzes wurde auch ein kleines Gebäude beim Restaurant L’Auberge renoviert. Es bildet eine besondere Station auf dem Weg, der die SBB-Haltestelle und den Chemin des Cornillons mit dem Ortskern verbindet. Die Inbetriebnahme des Léman Express im Jahr 2019 ging mit der Erneuerung der verschiedenen Bahnhöfe und Haltestellen des grenzüberschreitenden Bahnnetzes einher, das Frankreich, die Waadt und Genf miteinander verbindet. Die Gemeinde Chambésy nutzte diese Gelegenheit, um ihre öffentlichen Räume neu zu gestalten und die nachhaltige Mobi­ lität zu fördern. Die Gemeindeparzellen zwischen dem Bahnhof und dem Dorfzentrum

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lagen seit rund 15 Jahren brach und waren durch Parkplätze sowie Baustelleneinrichtungen der SBB belegt. Da die betroffenen Be­ reiche unter Denkmalschutz stehen, erfolgte die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes unter Federführung des Genfer Architekturbüros Acau und in Abstimmung mit der Denkmalpflege. Ihre Empfehlungen betrafen insbesondere die Wahl der Bodenbeläge für den neu gestalteten Raum sowie die Baumassnahmen am ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Kleingebäude. Seine Renovierung ist Teil dieser städtebaulichen Neugestaltung. Es liegt am Fussweg, der den Bahnhof mit dem historischen Dorfkern verbindet, und bildet unterhalb der Terrasse des Restaurants L’Auberge den Mittelpunkt einer Begegnungszone. Sein denkmalpflegerischer Wert und seine besondere Lage innerhalb der Siedlungsstruktur waren ausschlaggebend dafür, es zu erhalten.

Die architektonischen Arbeiten begannen mit dem sorgfältigen Abbau der bestehenden Konstruktion und einer Bestandsaufnahme der einzelnen Bauteile. Das Gebäude wurde unter teilweiser Wiederverwendung der intakten und tragfähigen Bauteile neu aufgebaut. Für die neuen Bauteile und Ergänzungen wurden die traditionellen Konstruktionsdetails bei­ behalten. Sie fügen sich nun harmonisch in die bestehende, von der Zeit geprägte Bausub­ stanz ein. Die Abmessungen der Bauteile wurden bewusst so angepasst, dass eine Kon­ struktion aus massivem Tannenholz realisiert werden konnte. Um lokale Unternehmen und kurze Lieferwege zu fördern, bezog die Gemeinde die Genfer Holzwirtschaft in das Projekt mit ein. Dank dieser Zusammenarbeit war die Versorgung mit dem benötigten Bauholz von Beginn an sichergestellt: Eichenholz für die Fassaden-


deckleisten und Sparren sowie Tannenholz für die Tragkonstruktion. Die ursprünglichen Abmessungen und der Standort des Gebäudes wurden beibehalten. Das zuvor vom Restaurant L’Auberge als Lager genutzte Kleingebäude dient heute als multifunktionaler Pavillon. Beim gewählten Kon­ struktionsprinzip standen Schlichtheit und ein sparsamer Einsatz der Mittel im Vordergrund. Die ungedämmte Gebäudehülle ist auf eine Nutzung in der warmen Jahreszeit ausgelegt. Die Fassade ist mit vorvergrauten Brettern und naturbelassenen Holzlatten gestaltet und weist grosszügige Öffnungen auf. Die eben­ erdigen Zugänge entlang des Fusswegs zum Bahnhof bilden die Vorderseite des Objekts und richten es auf den öffentlichen Raum aus. Hohe Doppeltüren schmücken dezent seine Giebel. Auch im Inneren setzt sich die von Rationalität und Schlichtheit geprägte archi-

tektonische Formensprache fort. Die tragenden Elemente bleiben sichtbar und die Oberflächen unbehandelt. Einzige Ausnahme ist ein Funktionseinbau mit weissen Wänden, der bewusst als eigenständiges Element gestaltet ist. Darin sind eine kleine Küche, ein WC und ein Abstellraum untergebracht. So können auf engem Raum Alt und Neu nebeneinander bestehen: die erhaltenen Elemente der ursprünglichen Konstruktion und die neuen Ergänzungen, die für die heutige Nutzung erforderlich sind.

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Erdgeschoss

Querschnitt

4178

Längsschnitt

5m


Ort Chemin des Cornillons 5, 1292 PregnyChambésy Bauherrschaft Gemeinde Pregny-Chambésy Architektur und Bauleitung Acau Architecture, Genf Landschaftsarchitektur VIMADE, Genf Bauingenieur MDB Ingénieurs civils associés SA, Petit-Lancy Holzbauingenieur MDB Ingénieurs civils, Petit-Lancy Holzbau Atelier Casaï SA, Vernier Schreinerarbeiten Dasta charpentes bois SA, Plan-les-Ouates; Chalet Schuwey AG, Im Fang Baukosten BKP 1–9 CHF 560 000 exkl. MWST Baukosten BKP 2 CHF 440 000 exkl. MWST Baukosten BKP 214 CHF 270 000 exkl. MWST Kubikmeterpreis CHF 2240 Grundstücksfläche 2500 m2 Gebäudegrundfläche nach SIA 416 63 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 250 m3 Bauzeit Dezember 2021 bis September 2022 Fotos Nicolas da Silva Lucas, Nivelles/BE (Seiten 4176–4178); Liliana Teixeira, Acau Architecture, Genf (Seite 4179)

1 2 9 3 4 5 6 10

7 8 11

1 First, mit Kupfer verkleidet 2 Dachziegel 3 Konterlattung und Lattung 50 x 50 mm 4 Unterdach 5 Dreischichtplatte 27 mm 6 Sparren Eiche 7 8

13 12 14 15

Dachrinne, mit Kupfer verkleidet Gefaltetes Blech, pulverbeschichtet

9 Firstpfette, 120 x 240 mm 10 Mittelpfette 11 Fusspfette 12 Bodenplatte 13 Bretter zur Stabilisierung 14 Holzlattung vertikal 10 x 10 mm 15 Leiste mit Tropfkante

Detailschnitt

4179


4180


Kunstpavillon Centre Albert Anker, Ins Ort Müntschemiergasse 7a, 3232 Ins Bauherrschaft Stiftung Albert Anker-Haus, Ins Architektur Atelier Marcel Hegg, Biel Bauleitung Akkurat Bauatelier AG, Thun Bauingenieur Weber+Brönnimann AG, Bern Holzbauingenieur und Brandschutz Indermühle Bauingenieure, Thun Bauphysik Grolimund+Partner AG, Bern Fachplanung HLKS Gruner Roschi AG, Köniz Elektroplanung Brücker Ingenieure AG, Bern Holzbau Truberholz AG, Trub Schreinerarbeiten Schreinerei Schwab System AG, Ins (Fenster); Arge Zimmerei Hirschi, Trub, und Schreinerei Roth AG, Trubschachen (Lagerschränke) Materialien Brettstapel 47,45 m3; OSB-Platten 1,68 m3; Dreischichtplatten 4,94 m3; Konstruktionsholz C24 11,8 m3; MDF-Platten 2,94 m3; Eiche 19,45 m3; Tanne 1,93 m3; Buche 3,17 m3; Truberholz 73,97 m3; Holzfaserdämmplatten 1,49 m3; Label Schweizer Holz (Gesamtobjekt) Baukosten BKP 2 CHF 2,24 Mio. inkl. MWST Baukosten BKP 1–9 CHF 2,64 Mio. inkl. MWST Baukosten BKP 214 CHF 540 000 inkl. MWST Kubikmeterpreis BKP 2 CHF 1590.– inkl. MWST Grundstücksfläche nach SIA 416 450 m2 Gebäudegrundfläche nach SIA 416 201 m2 Geschossfläche nach SIA 416 347 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 1410 m3 Bauzeit Juni 2021 bis Juni 2022 Fotos Alexander Jacquemet, Biel und Alexander Gempeler (Seite 4182), Bern

Der freistehende Ergänzungsbau für das Centre Albert Anker verbindet gekonnt die for­ male Schlichtheit und gleichzeitige Präzision der Detailgestaltung einer Holzkonstruktion. Während die unbehandelten Oberflächen aussen und dem Wetter ausgesetzt natürlich altern, entwickeln sie im Inneren einen kontemplativen Rahmen für die Kunstobjekte Albert Ankers. Für eine nachhaltige Sicherung des kulturellen Erbes des bedeutenden Schweizer Kunstmalers Albert Anker entwickelt die gleichnamige Stiftung das Albert-Anker-Haus zum Centre Albert Anker. Der neue Kunstpavillon ist dabei ein wichtiger Bestandteil zur Entlastung des historischen Künstlerhauses, der ehemaligen Wohn- und Arbeitsstätte Albert Ankers. Der Bau soll künftig das neue Aushängeschild des Centre Albert Anker sein. Das freistehende Volumen orientiert sich in seiner Ausgestaltung an traditionellen Speichern, die zur Aufbe­ wahrung wertvoller Utensilien dienten, und übersetzt diese in zeitgenössische Architektur. Wichtige Elemente des Entwurfs sind der zen­ trale, geschlossene Raumkörper in Holzbau­ weise, der sich vom Terrain abhebt, die steinerne Rampe, die zum Gebäude führt, ebenso wie das ausladende Vordach und die umlaufende Laube. Die schräglaufenden Streben der Laube fassen das Gebäude gegen aussen und vermitteln eine grazile Leichtigkeit in der Gartenumgebung. Gleichzeitig erzeugen die Streben eine starke, zeichenhafte Ausstrahlung mit Wiedererkennungswert für den Pavillon. Eine bewusst gestaltete ‹promenade architecturale› führt die Besucherinnen und Besucher durch die Empfangsräume im historischen Wohnhaus über den Nutzgarten in die leicht ansteigende, nordöstliche Ecke des Areals. Dort liegt der Neubau, umgeben von einer Blumenwiese und gleichsam über dem Boden schwebend wie eine Art Tempel. Über die

steinerne Rampe werden die Besuchenden vom Weg durch die Blumenwiese in die rundumlaufende Laube geführt. Die sichtbare Schichtung der Holzlagen und die ornamen­ talen Dübel machen dabei die Konstruktionsweise der Vollholzfassade erlebbar. Eine theatralisch wirkende, tresorartige Türe zelebriert das Eintreten in den zentralen Lager- und Ausstellungsraum. Das reduzierte Licht mit Fokus auf die Kunstobjekte erzeugt eine mystische Atmosphäre und schützt die lichtempfindlichen Werke auf Papier. Schwarze Oberflächen, ein unbehandelter Eichenboden und die aus dem gleichen lokalen Holz gefertigten Vitrinen und Schubladen prägen das fensterlose Innere. Der Raum strahlt Ruhe aus, und die Zeit scheint stehenzubleiben. Ein Innehalten für die Kunst Albert Ankers. Der Kunstpavillon ist ein Massivholzbau. Metallverbindungen sind auf ein Minimum reduziert, und die Konstruktionen sind frei von Leim­ stoffen. Durch den Einsatz der Vollholzkonstruktion, mit ihren vorteilhaften Eigenschaften der Trägheit, ist ein Bau entstanden, der nur sehr langsam auf klimatische Veränderungen reagiert. Dadurch lässt sich die Betriebsenergie reduzieren. Die regionale Verbundenheit Albert Ankers widerspiegelt der Einsatz von Seeländer Eiche und Emmentaler Tannenholz. Dabei besteht die gesamte Gebäudehülle aus Mondholz und ist zudem robust und langlebig. Sämtliche Oberflächen sind unbehandelt, ermöglichen ein natürliches Altern und zelebrieren die Schönheit der Patinierung. Der Bau erhielt 2024 eine Auszeichnung des Prix Lignum der Region Mitte.

Situation

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Querschnitt

Aufbau Dach: Begrünung extensiv 90 mm Bitumenabdichtung zweilagig 8 mm Gefällsdämmung 70–120 mm Weichfaserplatte 180 mm Aussteifungsplatte OSB 15 mm Brettstapeldecke 240 mm Decke heruntergehängt mit Akustik­ platten MDF schwarz 16 mm Aufbau Dachrand: Flachstahl schwarz, feuerverzinkt und IGP-beschichtet Aufbau Wand: Vollholzwand, aussen Weisstanne gehobelt, innen Sturmholz Fichte, 510–570 mm Holzverkleidung, Eiche unbehandelt 22 mm

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Aufbau Boden Erdgeschoss: Massivholzboden, Eiche unbehandelt 30 mm Unterlagsboden in Holz mit Bodenheizung 45 mm Holzfaserdämmung 22 mm Kalksandschüttung 30 mm Gipsfaserplatte zur Aussteifung 15 mm Brettstapeldecke, unten Sicht 200 mm Aufbau Laube: Stützen, Boden, Lamellen in Eichenholz, sägeroh Aufbau Rampe: Beton, sandgestrahlt

Detailschnitt

5m


Erdgeschoss

Untergeschoss

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Fachliteratur HOLZ Holzbau mit System – Tragkonstruktion und Schichtaufbau, Neuausgabe 2024

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Lignum Holzwirtschaft Schweiz Economie suisse du bois Economia svizzera del legno

Redaktion Jutta Glanzmann, Chefredaktion, Lignum, sowie Christine Demierre, Lignum-Cedotec

Mühlebachstrasse 8 CH-8008 Zürich Tel. 044 267 47 77 info@lignum.ch www.lignum.ch

Gestaltung naae design, Zürich

Holzbulletin, September 2026 Herausgeber Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich

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