R D GESTIRN
I E
Follow us on:
IMPRESSUM LES PASSIONS DE L’ÂME Künstlerische Leitung Co-Geschäftsführung Notenbibliothek Kontakt E-Mail Telefon Web
Orchester für Alte Musik Bern Meret Lüthi Carmen Inniger und Meike Olbrich Thomas Tschudin Les Passions de l’Âme • Viktoriarain 12 • CH-3013 Bern info@lespassions.ch +41 (0)31 558 39 85 www.lespassions.ch
Redaktion Fotografie Gestaltung Druck
Carmen Inniger • Meret Lüthi • Meike Olbrich • Isabelle Weiss-Moret Guillaume Perret • guillaumeperret.com Maya Arber • atelierarbre.ch Printgraphic AG
Titelbild
Jonas Krebs (Violine)
Programmänderungen vorbehalten
LIEBES PUBLIKUM
Auf das heutige Konzert freue ich mich schon seit Langem, denn Beethovens 4. Symphonie ist mein persönlicher Liebling unter den 9. Sie wird leider noch immer etwas stiefmütterlich behandelt und geniesst nicht den Ruhm einer 5., 6. oder gar 9. Symphonie. Die Kraft und Lebensfreude, die in diesem Werk steckt, verdient meines Erachtens aber mehr Beachtung. Schon das Thema des 1. Satzes versprüht reine Lebenslust und Energie, im 2. Satz lässt sich richtig schwelgen, der 3. wartet mit tänzerischen Klängen und wunderbaren Bläserpassagen auf … Aber hören Sie doch selbst, ich bin sicher auch Sie werden heute beschwingt die Französische Kirche verlassen. Stolz macht mich, dass die Orchestermusiker:innen von Les Passions de l’Âme auch grossartige Solist:innen sind und wir ihnen immer wieder eine Bühne bieten können. So hören Sie heute neben Meret Lüthi an der Solovioline Alexandre Foster am Solocello, Gustav Friedrichson an der Solooboe und Gabriele Gombi am Solofagott, die in Haydns Sinfonia concertante einen musikalischen Wettstreit austragen. Wie im täglichen Leben sind sie sich mal mehr, mal weniger einig, argumentieren, überbieten sich und finden einen Konsens. Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Konzertabend! Lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie!
Carmen Inniger Co-Geschäftsführerin → P.S.: Mit dem heutigen Konzert ist bereits Halbzeit in unserem Beethoven-Zyklus. Die Konzertmitschnitte der Symphonien Nr. 1, 5 und 7 können Sie bereits auf unserem Youtube-Kanal anschauen.
DREIGESTIRN
Vom n Salo den in r t― ze Kon al sa
Sa • 01.03.2025 • 17.00 Uhr Französische Kirche, Bern
Wenn sich unser Originalklang-Orchester ans symphonische Gesamtwerk Beethovens wagt, dann sind klangliche und musikalische Überraschungen gewiss. Wir freuen uns diebisch auf Beethovens 4.! Unser aktuelles Dreigestirn betont die vergnügliche und heitere Seite des Lebens. Den Auftakt macht Mozarts festliche HändelBearbeitung.
GEORG FRIEDRICH HÄNDEL (1685 – 1759) arr. WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756 – 1791) Ouvertüre zu Alexander's Feast, KV 591 JOSEPH HAYDN (1732 – 1809) Sinfonia concertante in B-Dur, Hob. I:105 für Violine, Violoncello, Oboe, Fagott und Orchester I. Allegro II. Andante III. Allegro con spirito PAUSE
LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770 – 1827) Symphonie Nr. 4 in B-Dur, op. 60 I. Adagio – Allegro vivace II. Adagio III. Allegro molto e vivace - Trio. Un poco meno allegro IV. Allegro ma non troppo → Das Konzert wird für eine digitale Publikation auf Video aufgenommen. 4
BESETZUNG Solist:innen Violine und Leitung
Meret Lüthi Violoncello
Alexandre Foster Oboe
Gustav Friedrichson Fagott
Gabriele Gombi Les Passions de l'Âme Violine I
Meret Lüthi Patricia Do Germán Echeverri Lukas Hamberger Jonas Krebs Rachel Stroud Ayako Watanabe Violine II
Sabine Stoffer Miriam Brang Andrina Däppen Stéphanie Erös Oriana Kriszten Rahel Wittling
Violoncello
Rebecca Rosen Alexandre Foster Linda Mantcheva Verena Spies Violone
Barbara Fischer Markus Bernhard Dina Kehl Flöte
Anne Parisot Rebekka Brunner Oboe
Gustav Friedrichson Simon Böckenhoff Klarinette
Joan Calabuig Gaspar Carlos Cerrada Fagott
Gabriele Gombi Michele Fattori Horn
Christian Holenstein Denis Dafflon Trompete
Thomas Steinbrucker Viola Gerd Bachmann
Javier López Sanz Nadine Henrichs Matthias Jäggi Maria Kropotkina
Pauke
Charlie Fischer
5
BIEL
19.03.25 19:30 Kongresshaus Leitung
Tomáš Netopil Klavier
Elena Bashkirova
Beauté juvénile Kaprálová Mozart Schubert
Weitere Infor mationen und Tickets unter
www.tobs.ch
DREIGESTIRN VON DER GEGENWART DER VERGANGENHEIT
Am Montag, den 15. Dezember 1794 erhielt Ludwig van Beethoven ein kurzes Schreiben mit einer herrischen Aufforderung: «An Herrn Beethoven in der Alstergasse, No. 45 bei dem Fürsten Lichnowsky. – Wenn Sie künftigen Mittwoch nicht verhindert sind, so wünsche ich Sie um halb neun Uhr abends mit der Schlafhaube im Sack bei mir zu sehen. Geben Sie mir unverzüglich Antwort. Swieten» Eine banale Botschaft – aber der Umstand, dass wir den Brief lesen können, verweist auf seinen Stellenwert. Beethoven hat ihn bis zu seinem Lebensende aufbewahrt, als einen der wenigen aus einem wahrscheinlich enormen Konvolut von Korrespondenz. Warum wohl? Um Beethovens Geburtstag, der auf den besagten Mittwoch, den 17. fiel, kann es nicht gegangen sein. Grund war vielmehr der Absender, Baron Gottfried Freiherr van Swieten, einer der bedeutendsten Mäzene des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Baron van Swieten war jemand, dessen Geschmacksurteil Gewicht hatte. «Dieser Herr ist gleichsam als ein Patriarch in der Musik anzusehen», schrieb Johann Ferdinand Schönfeld über ihn. «Sein Geschmack ist bloss für das Grosse und Erhabene. Er hat selbst vor vielen Jahren 12 schöne Sinfonien geschrieben. Wenn er sich bei einer Akademie zugegen findet, so lassen ihn unsere Halbkenner nicht aus den Augen, um aus seinen Mienen (welche jedoch nicht jedem verständlich genug sein mögen) zu lesen, was sie etwa für ein Urteil über das Gehörte fällen sollen.» Baron Gottfried van Swieten ist das Bindeglied zwischen den Sternen unseres «Dreigestirns»: er war der Auftraggeber für Mozarts Arrangement von Händels Alexanderfest. Und er stellte Haydn für seine zweite Reise nach London im Jahr 1794 eine Kutsche zur Verfügung – dort sollte dessen Sinfonia concertante aufgeführt werden. 7
DREIGESTIRN
Sein Brief an Beethoven war vermutlich eine Einladung zu einer seiner berühmten musikalischen Soiréen. Diese waren ausschliesslich Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel gewidmet. Man spielte deren Werke, und man beugte sich über die handschriftlichen Partituren, die der Baron während seiner Berliner Zeit gesammelt hatte. Musik aus der Vergangenheit wiederzubeleben, war zu der Zeit höchst ungewöhnlich. Einer der Stammgäste schrieb an seinen Vater: «Ich gehe alle Sonntag um 12 Uhr zum Baron van Swieten, und da wird nichts gespielt als Händel und Bach.» Der Briefschreiber war Wolfgang Amadeus Mozart, auf dessen Kompositionsstil der Baron einen fundamentalen Einfluss hatte. Als guter Gastgeber gab van Swieten seiner Abendgesellschaft Gelegenheit, sich die Musik in zeitgenössischen Kammermusikbearbeitungen anzueignen. Zu diesem Zweck wurde Mozart gebeten, Bach’sche Fugen zu arrangieren, und er erwies sich als besonders geschickt darin, den Orchesterpart der Händel’schen Oratorien von der Partitur auf dem Fortepiano nachzuspielen. 1786 gründete van Swieten die Gesellschaft der associierten Cavaliers, deren Ziel es war, die Aufführung von kompletten Händel-Oratorien zu finanzieren. Die Gesellschaft erteilte Mozart den Auftrag, einige der grossen Werke Händels gemäss dem «Zeitgeschmack» zu arrangieren – neben Acis und Galatea und dem Messias auch das Alexanderfest. Mozart liess die kontrapunktische und architektonische Struktur von Händels Werk unangetastet, seine funkelnde Bearbeitung, welche die Orchestrierung durch Klarinetten, Flöten und Hörner erweitert, zeigt sein aussergewöhnliches Gespür für Klangqualitäten. Van Swieten war hochzufrieden. Er schrieb an Mozart: «Derjenige, der imstande ist, Händel mit soviel Feierlichkeit und soviel Geschmack zu kleiden, dass es ihm einerseits gelingt, auch den Sklaven der Mode zu gefallen, und er sich andererseits, trotz allem 8
immer in seiner ursprünglichen Noblesse zeigt, derjenige – sage ich – hat gespürt, welches sein Wert ist, derjenige hat ihn verstanden, er ist bis zum Ursprung dessen gelangt, was seinen Ausdruck bewirkt, und er wird daraus eine eigene Schöpfung machen können. So sehe ich das Ergebnis, das Sie erreicht haben.» Die Gesellschaft der Associierten war es auch, welche die Uraufführung von Haydns grossen Chorwerken, Die Schöpfung und Die Jahreszeiten, finanzierte. Van Swieten selbst verfasste die Libretti. Er fühlte sich Haydn so verpflichtet, dass er diesen für seine Reise nach London mit einer eleganten Kutsche ausstattete. Es war jedoch der Geiger und versierte Impresario Johann Peter Salomon, der bei der Reiseplanung Regie führte. Salomon organisierte eine Konzertreihe am Londoner Hanover Square, und es war seinem Geschäftssinn nicht entgangen, dass Ignaz Pleyel, ein Schüler Haydns, kurz vor Haydns zweiter Ankunft mit einem Werk im Stil einer Sinfonia concertante in London Erfolge gefeiert hatte. Haydn reagierte umgehend mit seiner eigenen Version, mit Violine (gespielt von Salomon), Fagott, Oboe und Cello als Soloinstrumenten. Es ist ein Werk voller Haydn’schem Witz und Charme, mit einem Finalsatz, in dem die vier virtuosen Soli einander über die Bühne zu jagen scheinen, mit erwartungsvollen Pausen und rezitativischen Einwürfen. The Oracle berichtete: «Haydn dirigierte erstmals die Aufführung einer neuen Concertante – deren letzter Satz offensichtlich dazu berechnet war, Salomons Brillanz sowie die Anmut seines Tons zur Schau zu stellen. Jeder Satz war von der vorherrschenden Manier dieses Meisters durchdrungen – er hatte alle seine Erhabenheit, und im Gegensatz dazu die Leichtigkeit schwereloser Übergänge, jähe Überraschungen und unvermittelte Pausen … Das Ensemble war ganz ausgezeichnet.»
9
DREIGESTIRN
Beethoven hatte seine 1. Symphonie dem Baron van Swieten gewidmet. Dieser konnte die Uraufführung der 4. Symphonie nicht mehr erleben – sein Brief an Beethoven zeugt jedoch von einer engen Beziehung des Komponisten zu seinem Mäzen, eine Beziehung, die auch auf die Entstehung der 4. Symphonie Einfluss hatte. Die Adressangabe seines Briefs verrät, dass Beethoven zu der Zeit beim Prinzen Lichnowsky untergekommen war. Er wohnte dort nicht lange, aber im Sommer 1806 begleitete er den Prinzen zu dessen schlesischem Landsitz. Nicht weit von dort lebte der Reichsgraf Franz von Oppersdorff, ein Musikliebhaber, der sich ein eigenes Hoforchester hielt. Lichnowsky und Beethoven reisten zu Oppersdorffs Schloss Oberglogau, wo sie mit einer Aufführung von Beethovens 2. Symphonie begrüsst wurden. Das Ergebnis der Reise war allseits befriedigend: Beethoven kehrte mit dem Auftrag für eine neue Symphonie sowie einer stattlichen Anzahlung auf sein Honorar zurück – und Oppersdorff konnte sich schmeicheln, als Widmungsträger in die Musikgeschichte einzugehen. Oppersdorffs Name steht auf dem Titelblatt der 4. Symphonie. Aber der heimliche Patron des Werks, so möchten wir vermuten, war van Swieten. Der ungewöhnliche Beginn der Symphonie erinnert an die Darstellung des Chaos am Beginn von Haydns Schöpfung – aber, mit seinen kontrapunktischen Drehungen und Wendungen, zugleich auch an eine Quelle, aus der Haydn und Beethoven sich gemeinsam bedienen: an den gelehrten Stil des 18. Jahrhunderts, für den Händel und (mehr noch) Bach stehen. Es war van Swietens Gabe, zu zeigen welche Relevanz die Schätze der musikalischen Vergangenheit haben können. Das Dreigestirn unseres heutigen Abends hat dieses Geschenk als kreative Verpflichtung verstanden.
10
Dr. Rachel Stroud ist Barockviolinistin und Musikwissenschaftlerin. Sie schloss ihre Promotion in Musik am King’s College der Universität Cambridge ab, wo sie Fragen der Notation und Aufführung in Beethovens späten Streichquartetten untersuchte. Nach ihrem erstklassigen Abschluss in Cambridge im Jahr 2010 tourte Rachel ein Jahr lang mit dem European Union Baroque Orchestra, bevor sie am Königlichen Konservatorium in Den Haag bei Walter Reiter und Kati Debretzeni historische Aufführungspraxis studierte. Heute arbeitet sie neben ihrer akademischen Tätigkeit als freischaffende Geigerin und ist in der ganzen Welt aufgetreten, von Lettland bis Argentinien. Rachel vertritt die junge Generation von Barockinterpret:innen im Rat der Academy of Ancient Music und spielt auf einer Barockgeige von Jonathan Woolston.
⟶W ir danken Hartmut Kuhlmann für die Übersetzung des Programmhefttextes. Die Originalversion des Textes auf Englisch finden Sie hier.
11
BIOGRAFIEN ALEXANDRE FOSTER
Alexandre Foster, geboren in Kanada, lebt in Basel. Er tritt als moderner Cellist sowie als Barockcellist mit führenden Künstler:innen in den renommiertesten Sälen Europas auf (Casa da Música, KKL, Herkulessaal u.a.). Ausserdem ist er Gründungsmitglied des Calvino Trios. Mit diesem gewann er den ersten Preis «Norbert Schenkel» bei der Jeunesse Musicale Competition 2015, den ersten Preis «Orpheus» bei der Swiss Chamber Music Competition 2016 und gab Konzerte in der ganzen Welt. Von 2019 bis 2023 war er Mitglied des Basler Streichquartetts. Darüber hinaus spielt Alexandre Foster regelmässig als Solocellist im Kammerorchester Basel. Seine umfangreiche Diskographie umfasst unter anderem die Ersteinspielung von Beethovens Klavierquartetten auf historischen Instrumenten (Dynamik) sowie Musik für Violoncello solo (Veress, Wyttenbach, Holliger, Moser, Ligeti, Kurtag, Demenga), erschienen unter Mitwirkung von Heinz Holliger 2023 bei Prospero. Alexandre Foster unterrichtete mehrere Jahre an der Hochschule der Künste Bern und an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Seit 2023 ist er Dozent für Violoncello an der Musik-Akademie Basel und am Konservatorium Bern. Immer wieder wird er zu Meisterkursen in ganz Europa eingeladen.
13
BIOGRAFIEN GUSTAV FRIEDRICHSON
Gustav Friedrichson stammt aus Riga (Lettland), absolvierte seine musikalische Ausbildung in Freiburg im Breisgau und Strassburg. Seine Lehrer waren Cornelius Schwehr (Komposition), Ann-Kathrin Brüggemann (Barockoboe) und der Musiker, der die wichtigste Quelle für ihn bis heute bleibt, Heinz Holliger. Als Barockoboist hat Gustav Friedrichson in Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester, Vox Luminis, Concerto Stella Matutina, La Cetra und Ensemble Mattheus in Deutschland, Österreich, Belgien, der Schweiz und Frankreich mitgewirkt. Regelmässig spielt er im Berner Orchester Les Passions de l’Âme. Seine Kompositionen wurden unter anderem von Heinz Holliger, Christophe Desjardins, Genevieve Strosser, den Swiss Chamber Soloists, dem Ensemble Contrechamps und dem Lettischen Radiochor in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Lettland aufgeführt. 2000 wurde er mit dem Förderpreis der Stiftung Pro Europa ausgezeichnet, 2008 bekam er den Grossen Musikpreis Lettlands für sein Orchesterstück Chiaroscuro.
14
BIOGRAFIEN GABRIELE GOMBI
Geboren 1984 in Italien erhielt Gabriele Gombi Fagottunterricht bei Franco Fusi und Marco Postinghel. Er studierte in Basel bei Sergio Azzolini, bei Carlo Colombo (Lausanne) und an der Schola Cantorum Basiliensis bei Donna Agrell. In verschiedenen Orchestern war er u.a. als Solofagottist tätig und spielte mit dem La Cetra Barockorchester, Il Giardino Armonico, dem Kammerorchester Basel, der Camerata Bern, dem Orchestre de Chambre Lausanne, den Solisten von La Scintilla, Spira Mirabilis und der Geneva Camerata. Gabriele Gombi hat an der English National Opera in London und am Covent Garden Royal Opera House die Stelle als Solofagottist gewonnen und war in dieser Funktion von 2008 - 2012 tätig. 2015 übernahm er eine Dozentur für Fagott am Conservatoire de Neuchâtel und ist seit 2018 Solofagottist im Ensemble Symphonique de Neuchâtel. Zudem unterrichtet er an der Musikschule MuriGümligen.
15
BIOGRAFIEN MERET LÜTHI
Die Bernerin Meret Lüthi, eine begeisternde und charismatische Violinistin, versteht es, Orchester und Publikum musikalisch und verbal in den Bann zu ziehen. Seit 2008 prägt sie mit ihrer unverwechselbaren Handschrift als Künstlerische Leiterin, Dramaturgin und Konzertmeisterin das international agierende Orchester für Alte Musik Bern, Les Passions de l’Âme. Meret Lüthi erhielt ihre Ausbildung bei den Violinistinnen Monika Urbaniak-Lisik und Eva Zurbrügg und erlangte Lehr- und Konzertdiplom mit Auszeichnung. Das Studium des Streichquartetts führte sie nach Basel zu Walter Levin, bei Anton Steck in Trossingen studierte sie Barockvioline. Als Spezialistin für Alte Musik ist Meret Lüthi bei Radio SRF 2 Kultur, Espace 2, SWR 2 und beim BR zu Gast. Sie lehrt seit 2014 das Fach Barockvioline an der Hochschule der Künste Bern. 2017 wurde sie mit dem Musikpreis des Kantons Bern, 2020 mit dem Kulturpreis der Bürgi-Willert-Stiftung und 2024 mit dem Goldenen Bogen der Stiftung Schweizer Geigenbauschule Brienz geehrt. Ihr künstlerisches Schaffen ist bei den CD-Labels Sony Switzerland, Ramée, Dynamic, Prospero und cpo dokumentiert und ausgezeichnet: Diapason d’or, OPUS KLASSIK, Premio Abbiati und CHOC de l'Année 2023. Im September 2025 erfolgt ihr Debut als Operndirigentin in Mozarts Zauberflöte am TOBS (Theater Orchester Biel Solothurn).
16
BIOGRAFIEN LES PASSIONS DE L’ÂME
Seit 2008 sorgt Les Passions de l’Âme, Berns Orchester für Alte Musik, unter der künstlerischen Leitung von Meret Lüthi für frisches Hinhören. Lebendige Interpretationen auf historischem Instrumentarium sind das Markenzeichen des internationalen Orchesters. Höhepunkte feierte Les Passions de l’Âme beim Festival van Vlaanderen, bei den Händel-Festspielen Halle, beim Valletta International Baroque Festival auf Malta, beim Stockholm Early Music Festival und zahlreichen weiteren europäischen Festivals sowie in Konzerten mit Kristian Bezuidenhout, Hana Blažíková, Simone Kermes, Nuria Rial u. a. Mit spritzigen Programmkreationen wie «Passion Attacks», «Die Sieben Todsünden» oder «PASTAcaglia» weckt das Ensemble in seiner eigenen Berner Konzertreihe «Wir punkten mit Alter Musik!» die Neugierde auf unbekanntes und bekanntes Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts. Der Name des Orchesters verweist auf einen Aufsatz von René Descartes von 1649. Darin spricht der Philosoph von der Leidenschaft, die zwischen Körper und Seele vermittelt. Radiostationen in ganz Europa übertragen regelmässig die Konzerte von Les Passions de l’Âme. Das Orchester legte acht CDs vor: «Spicy» (2013) und «Schabernack» (2017), je mit dem Diapason d’or prämiert, «Bewitched» (2014), mit dem Supersonic Award geehrt, «Variety» (2019), ausgezeichnet mit einem OPUS KLASSIK, «Divina» (2020), «Harmonia Artificioso-Ariosa» (2021), «Die Rosenkranzsonaten» (2023), mit einem CHOC de l’Année 2023 gewürdigt, sowie «Donner-Ode» (2024).
Mehr Informationen zu Les Passions de l’Âme finden Sie hier. ⟶
17
CROWDFUNDING BEETHOVEN-ZYKLUS
«BEETHOVENS SYMPHONIEN» – UNSERE ENTDECKUNGSREISE DER 9 MEILENSTEINE
Am 1. Dezember 2022 haben wir unseren Beethoven-Zyklus eröffnet: Bis zu unserem 20-Jahr-Jubiläum 2028 werden wir alle 9 Symphonien von Ludwig van Beethoven in Bern aufführen, zuerst in einer kammermusikalischen Bearbeitung aus der Zeit und ein halbes Jahr später im symphonischen Gewand. Der aufregende Moment unserer orchestralen Erstaufführung einer Symphonie wird auf Video festgehalten und kann zum Grundstein einer CD-Produktion werden. Unser Vorhaben ist einmalig! Möchten Sie als Einzelperson oder als Unternehmen unsere Entdeckungsreise der 9 Symphonien substantiell unterstützen? Für jeden Betrag finden Sie das entsprechende Dankeschön. Sie werden bis 2028 regelmässig über unsere nächsten Meilensteine sowie über die dazugehörigen Formate (Radiosendungen, Videos, CD-Produktionen) informiert. DANKESCHÖN FÜR EINZELPERSONEN • 100 CHF – der visuelle Kosmos
ein Konzertplakat im Format A1 • 400 CHF – der unterhaltsame Kosmos eine anregende Kaffeepause mit dem Team im Büro von Les Passions de l’Âme • 800 CHF – der audiovisuelle Kosmos Nennung im Abspann des Videos der unterstützten Symphonie und Besuch einer Beethoven-Probe bei Les Passions de l’Âme 18
• 1600 CHF – der persönliche Kosmos
Nennung im Abspann des Videos der unterstützten Symphonie und Besuch einer Beethoven-Probe mit ihren Freund:innen (max. 8) bei Les Passions de l’Âme, samt Umtrunk in der Probenpause • 3000 CHF – der schmackhafte Kosmos Nennung im Abspann des Videos der unterstützten Symphonie und Nachtessen mit und gekocht vom Team von Les Passions de l’Âme • … CHF – Ihr individueller Kosmos Sie haben freie Wahl und können unsere Entdeckungsreise mit Ihrem gewünschten Beitrag unterstützen. DANKESCHÖN FÜR UNTERNEHMEN • 5000 CHF – der Besuchstag in unserem Proben-Kosmos
Nennung des Unternehmens im Abspann des Videos der unterstützten Symphonie und Besuch einer moderierten Beethoven-Probe mit ihren Mitarbeiter:innen (max. 20) bei Les Passions de l’Âme, samt Umtrunk in der Probenpause • … CHF – der philanthropische Kosmos Sie haben freie Wahl wie viele Konzerttickets Sie für Ihre Mitarbeiter:innen buchen möchten. Pro Ticket bezahlen Sie einen philanthropischen Aufpreis.
19
CROWDFUNDING BEETHOVEN-ZYKLUS
VORGEHEN
1. Betrag und dazugehörendes Dankeschön auf der vorhergehenden Seite auswählen. Für alle Beträge über CHF 299 erhalten Sie von uns eine Spendenbestätigung für Ihre Steuererklärung. 2. Angabe von Betrag, Dankesgeste sowie Kontaktdaten per Mail an Carmen Inniger (management@lespassions.ch) oder per Post an: Les Passions de l’Âme, Viktoriarain 12, 3013 Bern 3. Betrag auf unser Konto überweisen 4. Wir kontaktieren Sie, um das Einlösen des Dankeschöns abzuwickeln. POSTFINANCE
Kontonummer: 60–670264–5 Clearing-Nummer: 9000 IBAN: CH65 0900 0000 6067 0264 5 BIC: POFICHBEXXX Zahlungszweck: Beethoven-Zyklus VIELEN DANK FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!
20
WIR DANKEN HERZLICH UNSEREM FREUNDESKREIS LES AMIS DES PASSIONS
LES AMIS DES PASSIONS
LES AMIS DES PASSIONS
UNSEREN GASTFAMILIEN
Amélie Bruderer • Suzanne Brunner • Paul Burkhard Silvia und Thomas Cottier • Kathrin und Ernest Droux Veronika und Paul Hagenbüchle • Sibyl Matter und Beat Liechti Bruno Müller und Franziska Moser • Dorothea Richner Jürg und Kathrin Schweizer • Sabine Stoffer Beat Wacker • Johanna und Markus Winzeler UNSEREN EHRENAMTLICHEN MITARBEITERINNEN
Marianne Gerber • Isabelle Weiss-Moret UNSEREN FÖRDERERN UND PARTNERN
ERE T I E W TE R E Z KON UNIKAT
Konzerte von Les Amateurs des Passions Sa • 22.03.2025 • 16.00 Uhr Kirche, Wohlen bei Bern So • 23.03.2025 • 15.00 Uhr Kirche, Habkern ROSENKRANZSONATEN
H. I. F. Biber Solovioline: Meret Lüthi Sa • 05.04.2025 • 16.15 Uhr Rathaus, Thun EINSTEINS MOZART
Gast: Prof. Dr. Cristina Urchueguía Do • 01.05.2025 • 19.30 Uhr Fr • 02.05.2025 • 19.30 Uhr Hallersaal, Burgerbibliothek Bern Sa • 03.05.2025 • 19.00 Uhr Museum Altes Zeughaus, Solothurn À DISCRÉTION
Werke von Telemann und seinen Pariser Freunden Sa • 28.06.2025 • 17.00 Uhr Nydeggkirche, Bern