EVP: 1,90 EUR
MAGAZIN #3
editorial
APRIL/MAI 2020
Hundefrust und Sportlerlust
Frustrierende Erlebnisse in motivationsbasiertem Training
MCT-Öl
Ein Öl als Hoffnungsträger bei Epilepsie
SniffleDog
Ein Auslastungsmodell für Hunde
Hoch, weit & schnell Sprünge im Hundesport
JETZT
∙ ∙ ∙ Hundesport-Themen ∙ kynolog. Fachbeiträge ∙ Interviews ∙ Produktvorstellungen ∙ ∙ ∙
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Hundetraining mit Stimme und Vibration
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EDITORIAL
„Erfolg stärkt den Charakter, Misserfolg zeigt ihn.“
Frust kennt jeder – denn dieses Gefühl begleitet Situationen, in denen unsere Erwartungshaltung enttäuscht wird oder wir erkennen müssen, an einer Aufgabe zu scheitern. Und gerade in der heutigen Zeit, in der die Welt Kopf steht und Corona in unser bislang selbstbestimmtes Leben so gewaltig eingreift, nimmt „Frustration“ bedrohliche Dimen sionen an. Gut, wer gelernt hat, mit diesem Gefühl konstruktiv umzugehen!
editorial
Dave Checkett, amerik. Geschäftsmann (*1956)
Autoren dieser Ausgabe FRANSI ROTTMAIER ist seit 1997 im Schlitten-
hundesport aktiv. Die gelernte „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ stieg 2005 als Zeitsoldat auf die Arbeit mit Dienstgebrauchshunden um. Als Referentin und Beraterin über Aggressionsverhalten, Selbstschutz und Mikromuster-orientierter Verhaltensanalyse machte sie sich europaweit einen Namen.
MICHAELA FRANK hat nach ihrem Anglistik- und
Auch unsere Hunde kennen Frust. Auch unsere Hunde begegnen Alternativlosigkeit und Überforderung mit frustrierten Ausweich reaktionen und empfinden Enttäuschung, wenn sie nicht bekommen, was sie erwartet haben. Aber ebenso wie wir können und müssen Hunde als soziale Lebewesen lernen, diese emotionalen Stresszustände zu bewältigen – wenn zwei denselben Ball wollen, sollten beide in der Lage sein, mit Frust angemessen umzugehen!
Politikwissenschaftsstudium einige Jahre in den USA gelebt und dort eine Ausbildung zur Assistenztrainerin für Problemhunde absolviert. Ihr heute mittlerweile 12-jähriger Deutsch Kurzhaar begleitet sie auf Schritt und Tritt im Alltag. Sie arbeitet im Sales Team bei SPORTHUND und schreibt Beiträge für das Magazin und Social Media.
BETTINA DOGS-PRÖSSLER ist Redakteurin und
verbindet ihre Liebe zu Hunden mit ihrer Leidenschaft für den Beruf. Privat ist sie seit zehn Jahren Rettungshundeführerin bei der Freiwilligen Feuerwehr. Mit ihrer Malinoishündin Apple ist sie für den Flächen- und Trümmereinsatz qualifiziert. Ihr Deutscher Schäferhund Hans wird gerade zum Flächensuchhund ausgebildet.
Eines der letzten jährlichen Großevents, das dieses Jahr noch stattgefunden hat, war die CRUFTS in Birmingham. Zum zweiten Mal nach 2018 für Deutschland entsendet und erneut Vizesieger der International Invitation im Agility wurde Mona Grefenstein. Der Start in die neue Hundesportsaison ist nun offiziell auf unbestimmte Zeit verscho ben. Das ist traurig und sicher für viele, die in ihren Sportarten fleißig trainiert haben, auch enttäuschend. Und doch gilt es nun Frustrationstoleranz zu beweisen und Charakter zu zeigen, unseren Hunden ein Vorbild zu sein.
BJÖRN TIGGES ist einer der meistfrequentierten
Hundefrisbee-Trainer in Europa. Nach zehn Jahren pädagogischer Arbeit mit geistig behinderten Menschen, veranstaltet er heute Fortbildungen für Hundetrainer und -physiotherapeuten, entwickelt Lehr- und Lernkonzepte im Hundesport und ist als European Tournament Director der AWI hauptverantworlich für die Turnierserie.
Bleibt alle gesund und kommt gut durch die schwere Zeit!
Unser Titelbild „Apportieren“ zeigt im Gebrauchshundesport die perfekte Holzaufnahme durch Alyscha Anmireto Moravia (CZE) – zweitbeste Hündin der WUSV 2018 Chefredakteurin SPORTHUNDMAGAZIN
Foto: Jan Redder
sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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{ IM GESPRÄCH } INTERVIEW: CONSTANZE RÄHSE
Mona Grefenstein (34) macht seit 20 Jahren Agility und
Foto: Daniel Schröder
ist eine der erfolgreichsten Agilitysportler Deutschlands. Als FCI Vizeweltmeisterin bekam sie mit ihrer 6-jährigen Border Collie Hündin Qju die VDH-Fahrkarte nach Birmingham zur Crufts 2020.
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„Agility ist ein großer Teil meines Lebens, genauso wie meine Hunde.“
Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg in Birmingham! Die Crufts & Agility – wie passt das zusammen, was ist das für ein Wettbewerb? Mona Grefenstein: Die Crufts ist die größte Hundeausstellung der Welt. Es ist alles perfekt organisiert und strukturiert. Hunderte Helfer sind dort unermüdlich im Einsatz, um einen perfekten Ablauf zu gewährleisten. Neben all den Ausstellungen der ein zelnen Hunderassen, ist die Haupt arena mit ihrem Showprogramm das eigentliche Highlight der Crufts. Von Flyball, DogDance, Polizeiarbeit, Unterordnung bis hin zum Agility wird dort alles geboten, um das Thema Hund dem Publikum näherzubringen.
Mona Grefenstein: Ja. Das Programm der Hauptarena wird auch im englischen Fernsehen übertragen. Zusätzlich gibt es einen kostenlosen Livestream auf YouTube, der höchst professionell aufgebaut ist. Die volle Halle, die professionellen Kommentatoren, die tollen Film und Tonaufnahmen und der direkte ZeitlupenReview auf dem großen Cube mitten in der Arena – das alles sucht seinesgleichen, ist einfach eine Liga für sich! Somit kommt bei den Agilitystarts auch noch mal ein ganz anderes Feeling auf.
Mona Grefenstein: Die Qualifikationen für die Crufts sind in England auf ver schiedenen Turnieren zu erlaufen. Für ausländische Starter ist zum Beispiel das größte Agilityturnier der Welt, das KCI Festival, eine super Gelegenheit. Es findet immer im August statt und ist ein riesiges Turnier mit 18 Ringen. Dort kann man sich für das sogenannte British Open in den Größenklassen Small, Medium und Large qualifizieren. Das International Invitation findet da gegen nur in der Größenklasse Large statt. Hier darf jedes Land einen einzi gen Vertreter entsenden. Es gibt somit keine Nationalmannschaft, wie bei der FCI Agility WM.
Dann warst du die einzige Deutsche dort am Start? Wie wird entschieden, wer entsendet wird? Mona Grefenstein: Ja, war ich. 2018 waren im British Open ein paar Deut sche vertreten. Diesmal leider nicht. Das British Open findet immer am Donnerstag statt, das International In vitation samstags. In Deutschland kann man sich für die Entsendung bewerben. Ich weiß nicht, wie viele Bewerber sich gemeldet haben, aber für Deutschland hat die Crufts nicht so den hohen Stel lenwert. Das Turnier dort ist eher noch ein kleines Licht und so gibt es auch bei uns noch keine Qualifikationsläufe.
weiterführende Links: Qualifikationsmodi:
Ergebnisse:
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Die Crufts ist auch in den sozialen Netzwerken medial sehr präsent. Wie empfindet man das dort und ist der Hype auch regional zu spüren?
Du warst das zweite Mal dabei? Mona Grefenstein: Ja, ich war bereits im Jahr 2018 dort und habe ebenfalls am International Invitation teilgenom men. Damals konnte ich ebenfalls den Vizesieg mit nach Deutschland bringen. Foto: Yulia Titovets
Wie qualifiziert man sich dafür oder wer wird eingeladen? Und gibt es auch ein deutsches Team ähnlich wie bei EO/WM? sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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Die Sieger im International Invitation Finale der Crufts 2020: v. l.: Nuno Silva (LUX) mit Lawdy Miss Crawdy, Euan Paterson (SCT) mit Devongem Quick Time und Mona Grefenstein (DE) mit Infinity Light Come on Qju
Foto: Linda Gore
Ich denke, ich wurde vom VDH auf grund meiner Erfolge in den letzten Jahren ausgewählt.
CLEO VOM NEUNRÄNKLE (TERVUEREN) FCI Weltmeisterschaft 2004 – Platz 5 Team European Open 2004 – Platz 3 indiv. European Open 2005 und 2006 Sieger der German Classics 2007 FMBB Weltmeisterschaft 2007 VDH Deutscher Meister 2007 PAGE VAN NIKARON (TERVUEREN) FMBB Weltmeisterschaft 2010 – Platz 3 Team FMBB Weltmeisterschaft 2011 European Open 2011, 2013 Vizesieger German Classics 2014 European Open 2015 FCI Weltmeisterschaft 2015 – Platz 15 indiv. / Platz 4 Team INFINITY LIGHT COME ON QJU (BORDER COLLIE) Sieger der Border Collie Classics 2015 European Open 2017 – Platz 6 indiv. European Open 2018 – Platz 2 indiv. / Sieger Team European Open 2019 – Platz 4 indiv. FCI Weltmeisterschaft 2019 – Vizesieger Team
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MONA GREFENSTEIN
die wichtigsten Erfolge 2004-2019 6
Wie viele Läufe gibt es denn und wie wird gewertet? Mona Grefenstein: Im International Invitation gibt es zwei bis drei Läufe. Die Vorrunde besteht aus einem Jumping und einem ALauf. Die Bes ten der Kombiwertung kommen in das Finale, welches wieder als ALauf ausgetragen wird. Der Titel wird an den Besten in diesem Lauf vergeben, die Ergebnisse der Vorrunde zählen nicht mehr. Im Finale startet wieder jedes Team bei Null. Aber jeder einzelne Lauf, auch der Vorrunde, wird prämiert. Das ist im Agility sowieso üblich. Wie viele Teilnehmer sind am Start und wie lange dauert der Wettbewerb, wenn ja auch noch andere Programmelemente auf der Agenda der Hauptarena stehen?
Mona Grefenstein: Im International Invitation waren in diesem Jahr 21 Starter aus 21 Nationen am Start. Dementsprechend kurzweilig waren auch die Läufe. Mit Aufbau, Begehung, Laufen und Siegerehrung war alles in 45 Minuten durch. Das ist auch das System der Crufts: viel Abwechslung in der Hauptarena, damit es dem Publikum nicht langweilig wird. Das merkt man auch, die Stimmung ist bombastisch und alle fiebern richtig mit! Wie ist denn der Schwierigkeitsgrad der Parcours auf so einem Event? Mona Grefenstein: Die Parcours an sich waren nicht sonderlich schwer. Natür lich waren auch ein paar Schwierig keiten zu meistern, aber oft bestechen die Parcours der Crufts durch eine Schlussgerade, auf der das Publikum die Läufer lautstark bis zum Ziel hin anfeuert! Das ist ein irres Gefühl! :) Dein Hund gehört ja zu Deutschlands Besten. Wie hat er sich denn geschlagen in dieser Arena? Mona Grefenstein: Ich bin sehr zufrie den mit unseren Leistungen. Uns sind drei sehr gute, fehlerfreie Läufe ge
lungen! Qju war super drauf, ist mega gerannt und war total aufmerksam! Ich genieße einfach jeden Lauf mit ihr! Uns verbindet etwas ganz Beson deres! Wir haben schon so viele tolle Events zusammen erlebt und Länder bereist. Ich bin einfach so dankbar, das alles zusammen mit ihr erleben zu können! Die Stimmung dort hat uns beide gepusht und wir konnten sehr gute Leistungen abrufen, was mich natürlich sehr stolz macht. In den Vor läufen belegten wir sowohl im Jum ping als auch im ALauf jeweils Platz 3. Im Finale konnten wir dann sogar
Mona Grefenstein: Qju ist mein erster Border Collie. Uns verbindet wirklich ein besonderes Band! Ich trainiere in der Regel ein bis zweimal pro Woche. Hierbei ist mir BasicTraining und ein gutes Verständnis des Hundes sehr wichtig. Ich shape gewünschte Ver haltensweisen sehr gerne. Natürlich laufen wir auch mal ganze Parcours, jedoch finde ich das präzise Ausarbei ten von Sequenzen oft viel sinnvoller. Was bedeutet Agility für dich? Mona Grefenstein: Agility ist ein großer Teil meines Lebens, genauso wie meine Hunde. Mich fasziniert die Teamarbeit zwischen Mensch und Hund, der Auf bau von Verständnis und Vertrauen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn
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Der Parcours im Finale wurde vom englischen Richter Martin Cavill gestellt.
Wie oft trainiert ihr z. B. – und sind das dann eher kleine Sequenzen oder ganze Parcours?
Foto: Constanze Rähse
Quelle: www.crufts.org.uk/media
Platz 2 belegen und wurden nur vom Schotten Euan Paterson geschlagen, der wirklich ein super Turnier ablie ferte und verdient gewonnen hat! Mit seinem Border Collie hatte er auch schon den ALauf auf der letzten FCI WM in Finnland im Individual gewon nen. Schnelles Team!
man nach langer gemeinsamer Arbeit einen fehlerfreien Lauf ins Ziel bringt. Gemeinsamer Spaß und eine tolle Bin dung sind für mich die Basis für Erfolge. Aktuell leben drei Hunde bei mir: Page, mein 13jähriger Tervueren und meine beiden Border Collies Qju (6) und Sea (20 Monate). Ich selbst gebe Seminare im In und Ausland sowie Onlinekurse zum Thema Running Contacts.
Mona Grefenstein und ihre Qju wurden 2018 in Österreich Vize Europameister im Individual und holten im Team den Titel.
Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für dich und deine Hunde!■ sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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Hundefrust & Sportlerlust TEXT: FRANSI ROTTMAIER
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Der Begriff „Frust“ entstammt dem Lateini schen „frustra“ und umfasst Bedeutungen wie „im Irrtum“, „vergeblich“, „zwecklos“ – Bewertungen, die jeder von uns kennt und oft fürchtet, wird es doch mit verminderter Lebensqualität in Verbindung gebracht. Längst überholte psychologische Modelle sehen in der Frustration die Quelle destruk tiver Aggression, wohingegen der aktuelle Trend eher zu einer differenzierteren Wahr nehmung tendiert: aggressives Verhalten als Folge von frustrierter Erwartungshaltung tritt eher dann auf, wenn sich eine bewusste, von einer anderen Person zugefügten Störung der eigenen Handlung identifizieren lässt (Irle/
Heider 1969) – es verursacht also erst unter bestimmten Bedingungen „Ärger“ als emo tionale Reaktion (Depner 2019) und dadurch erst die aggressive Handlung. Jetzt beißt uns der Hund ins Bein, wenn er den Eindruck gewinnt, wir seien „schuld“ an seiner Enttäuschung – nur können wir ihn leider nicht fragen, ob diese humanpsycho logische Annahme zutrifft und er tatsächlich die „Enttäuschung“ über den Misserfolg fühlt, uns als Verursacher auserkoren hat und nicht einfach blind und unwillkürlich in das nächste Objekt hackt, weil er zu diesen kognitiven Leistungen gar nicht fähig ist. In der Kynologie nennt man dieses Verhalten gerne „umgelenkte Aggression“ und ver-
sucht korrigierend, ja „verhaltensthera peutisch“ einzugreifen, da es sich aus dieser Perspektive eher um eine zuvor erlernte „Fehlverknüpfung“ handelt, die bei Frustration einen automatischen Prozess auslöst. ABER WIRD DAS DEN KOGNITIVEN FÄHIGKEITEN EINES HUNDES TATSÄCHLICH GERECHT? Schließlich kann der Hund in an deren Situationen durchaus davon absehen, unser Bein zu malträtieren. Manche Hunde können sogar sehr genau unterscheiden, wessen Bein heil bleiben soll – oder beehren genau denjenigen, mit dem sie zuvor soziale Diskrepanzen ausgetragen haben. Ganz so „unwillkürlich“ erscheint der Um gang mit Frustration also nicht zu sein. sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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Darf man im Sport also frustrierende Er fahrungen zulassen oder fügen wir unseren vierbeinigen Sportskameraden damit Schaden zu? Schließlich klingt die Aussicht auf „frustfreies Training“ äußerst zuträglich für das allgemeine Wohlbefinden.
Der Rüde zeigt deutlich sein Missfallen über die Wegnahme „seines“ Beißkissens durch die Hundeführerin. Doch statt einer aggressiven Abwehr wandelt er den wütenden Impuls in eine kommunikative Geste – er hat gelernt, auf sozialer Ebene mit Frust und Ärger umzugehen. Foto: Constanze Rähse
W
ir nutzen den Begriff „Frustration“ oft als allgemeingültiges Ablage fach für eine Menge unangenehm behafteter Zusammenhänge und positionie ren dieses direkt neben „Misserfolg“ oder „unerwünschte Aggression“ in das Regal unserer gefühlsbedingten Bewertungen. Auf jeden Fall ist es unangenehm. Es ver ursacht Stress und steht somit der persön lichen Zufriedenheit im Wege.
Fernab von unlustbehafteten Interpreta tionen bietet das Erleben von Frustration viele Anlässe, die elementare Bedeutung für die Entwicklung einer äußerst wichtigen Lebenskompetenz besitzen: Selbstbeherrschung. In „Der gelassene Hund“ (Üncüncü, 2019) fin det sich eine perspektivreiche Betrachtung über die Zusammenhänge von Impulskontrolle und sogenannter Frustrationstoleranz. Den Ausführungen der Autorin folgend hängt diese Kernkompetenz vom frühesten Welpenalter hin bis zum erwachsenen Hund
mit einer erfolgreichen Alltagsbewälti gung in unserem oftmals hektischen und stressbelasteten Lebensumfeld zusammen – welches der Hund gezwungenermaßen mit uns teilt. Das spiegelt trotz Kontroversen interdisziplinäre wissenschaftliche Ansätze unserer Zeit. Doch nicht nur auf akademischer Ebene bietet die „Selbstbeherrschung“ Anreiz, sich einmal reflektierter mit den Zusammen hängen auseinanderzusetzen.
Foto: Constanze Rähse
Hat der Hund gelernt, trotz Aufregung und Begeisterung für sein Tun die Konzentration auf den Hundeführer zu halten und impulsive Reaktionen zurückzustellen, wird die Zusammenarbeit leichter und Fehler können vermieden werden.
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Gerade im modernen Hundesport wird diesen Einzeldisziplinen rund um Frustra tionsbewältigung integraler Stellenwert beigemessen. Viele Übungsaufbauten zielen darauf ab, sich trotz Aufregung und hoher Erwartungshaltung auf den Hundeführer zu konzentrieren, impulsive Reaktionen zugunsten von kooperativem Zusammen wirken zurückzustellen und selbstverständ lich auch Fehlschläge zu überdauern, ohne die Motivation am Sport oder das Vertrauen in den zweibeinigen Part zu verlieren. „Gut ausgebildete exekutive Funktionen gelten heute als ebenso wichtig wie Intelligenz oder fachspezifisches Wissen“, schreibt die Autorin und Verhaltensthe rapeutin Üncücü aus Hamburg. Damit bezieht sie sich auf kognitive Flexibilität, ein gut funktionierendes Arbeitsgedächtnis – und eben die vielgerühmte Selbstbeherr schung. Die Diplom-Sportwissenschaftlerin Laura Walk und die niederländische Psychologin Wiebke Evers, welche sich an der Univer sität in Ulm auf neurowissenschaftliche Forschungen über „exekutive Funktionen“ spezialisiert haben, konkretisieren dabei die „Fähigkeit zu selbstregulatorischem Ver halten“ als „Schlüsselrolle“. Vor allem auch, wenn es um die Fähigkeit zu selbstgesteuertem Lernverhalten und dem angemessenen
Selbstbeherrschung ist in den Apportierübungen des IGP-Sports ein wichtiges Thema. Vielen Hunden, wie hier Heinzelwood Iron (FIN), fällt es schwer, ruhig und tief sitzen zu bleiben und entspannt dem Flug des Holzes zu folgen bis die Freigabe zum Bringen erfolgt.
tungszustände“ handelt, wie man fachlich einen Zustand der absoluten Überforderung beschreibt, welcher bleibende Schäden hin terlässt. Doch diese extremen Stresszustände treten nicht auf, wenn ein Hundeführer mit Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen seinen Hund trainiert, um ein erfolgreiches Team zu werden!
äußerst selbstkontrolliertes Verhalten: Anstelle den provokanten, übergriffigen und dazu auch noch schwer erreichbaren Schutz diensthelfer in wüstes Konfetti zu zerfetzen, greift der gut ausgebildete Sporthund in den Hetzarm, zerrt ein wenig herum und lässt dann auch noch mitten im wildesten Kampf auf Hörzeichen ab.
Zurück zu dem frustrierten Hund und dem malträtierten „Bein des Anstoßes“: Betreiben wir Schutzdienst, „kanalisieren“ wir regelmäßig einen rassespezifischen Bund an emotionaler Erregung in ein
Das Bringholz fliegt über die Hürde – und der Sporthund wartet konzentriert auf seine Frei gabe, legt einen formschönen Sprung hin und tut dies auch mit dem ruhig liegenden Holz zwischen den Zähnen auf dem Rückweg. sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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Umgang mit Gefühlen gehe. Gülay Üncücü bringt es dabei auf den kynologischen Punkt: Entsprechendes gelte auch für Hunde, ihr Sozialverhalten und ihre Lern fähigkeit. Es handelt sich somit um einen Trugschluss, dass die Konfrontation mit Frustration generell mit verminderter Lernfähigkeit oder beeinträchtigter Aufmerksamkeit zusam menhängt, ebenso mit der Aggression als unwillkommene, aber unausweichliche Folgeerscheinung. Dabei mag es zutreffen, wenn es sich dabei um „die Anpassungsfä higkeit des Individuums übersteigende Belas
Foto: Jan Redder
Foto: Jan Redder
Nach der Auseinandersetzung mit dem Helfer ein klares Trennen zu zeigen und frustriert über den Beuteverlust in druckvolles, aggressives Bewachen zu verfallen – das ist das Bild, das im IGP-Sport als ideal gilt. Bordy Blendy (AUT) hat das immer in Perfektion gezeigt.
Ebenso achtet der Hund im Agility auf feinste koordinative Signale und ruft blitzschnell Bewegungsmuster ab, die zum jeweiligen Hindernis passen – inklusive Kontaktzonen und Tabus. Der Ringsporthund kann sich mitten im Anflug auf den Pfiff zurücknehmen, ohne die Zähne in seine Belohnung zu schlagen – und genauso anspruchsvoll ist das selbststän dige Trennen auf dem Gegenstand oder die vielgestalteten Provokationen bei der Führerverteidigung, bei der nur ein einziges Verhalten den Anbiss legitimiert: der finale Kontakt. 12
Foto: Constanze Rähse
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Eine der augenscheinlich schwersten Aufgaben ist das Warten am Start. Die Hunde brauchen eine sichere Impulskontrolle, weil das natürlich frustriend ist.
Sich auf den Signalpfiff des Hundeführers ganz kurz vor dem begehrten Anbiss zurückzuregulieren – das ist eine Belastungsprobe der Selbstbeherrschung und der Fähigkeit, einen Belohnungsaufschub zu ertragen. Wichtige Sozialkompetenzen!
All diese „Spiele“ basieren auf einer belast baren Selbstbeherrschung und benötigen gleichermaßen Motivation wie Disziplin. Trotzdem gibt es Hunde, denen die emotio nale Regulierung nicht so recht gelingen mag – es gibt genetische Dispositionen, und auch veterinärmedizinische Indikationen für diese „Dysfunktion“. Dass ein Hund, der nie lernen durfte, Frust zu bewältigen und zwischen einer „asozialen Erleichterung“ und einem „konstruktiven Überwinden“ zu wählen, dieses nicht zu leisten vermag – das steht außer Frage. ES BLEIBT ALSO EINE GROSSE VERANTWORTUNG DES HUNDESPORTLERS, WERT AUF SELBSTBEHERRSCHUNG ZU LEGEN.
Dabei benötigt es Verständnis für den Reife grad, das Wissen und Vermögen des Hundes – weder egozentrische Unterdrückung unerwünschter Lösungsstrategien, noch das gänzliche Vermeiden von Konflikten und Misserfolgen ist hierbei sonderlich hilfreich. Kooperation und Partnerschaft, welche Orientierung und stabile, zugewandte Inter aktion verspricht, ist vermutlich deshalb so wertvoll für motivationsbasierte Betätigung, da in dem entsprechenden Gehirnkomplex (mesolimbisches System) neben Dopamin auch die für positive Beziehungen zustän digen Neurotransmitter wirken (Thomashoff 2014).
Der Hund ist kein Sportgerät. Aber ein Hund und ein Mensch können sehr wohl eine Beziehung auf Basis gemeinsamen „Sports“ führen.
terung Abstand nimmt und die Energie dafür aufwendet, seine frustriert-erregten Emotionen zugunsten dieser Zielsetzung zu regulieren. Wir können dem Hund dabei helfen, indem wir ihm klare Kommunikation, soziale Spielregeln und eine motivationsbasierte Zusammenarbeit anbieten – Attribute einer konstruktiven, wohlwollenden Beziehung. Eine Beziehung ist keine Einbahnstraße: Je authentischer wir diesen Weg vorleben, desto einfacher wird es, ihn auch gegenüber dem Hund zu vertreten. DIE MÜHE LOHNT SICH. ■
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Wenn die soziale Beziehung so tief mit Moti vation und Selbstbeherrschung verwurzelt ist, liegt es nahe, im Sportgeschehen dieses feine, oft tagesformabhängige Gefüge zu respektieren:
Frustrationserleben besitzt ebenso wichtige Entwicklungspotentiale wie das erfolgreiche Überwinden von Ängsten – wer sich dessen vollständig entzieht, nimmt seinem Hund die Möglichkeit, für seine Alltagsbewälti gung nützliche Selbstbeherrschung zu ent wickeln. Wir benötigen in angemessenem Umfang Situationen, in denen das „verma ledeite Bein“ äußerst verlockend für einen ärgerlichen Frustbiss erscheint – aber der Hund anhand von sozialen Regeln, Rück sicht auf die Beziehung und auch durch die Motivation auf ein gemeinsam erreichbar scheinendes Ziel aktiv von dieser ErleichWelpen, die lernen dürfen, sich zugunsten eines Beziehungspartners in angemessenem Rahmen zurückzunehmen, werden im Erwachsenenalter von belastbarer Frustrationstoleranz profitieren.
Foto: Constanze Rähse
Für den Sporthund übernimmt der ihm gewogene Hundeführer somit eine wertvolle Rolle, wenn es um Leistungsfähigkeit geht – aber auch der Mensch hat oft emotionale Ansprüche an den „Sportskameraden“, die in Verärgerung oder Enttäuschung umschla gen können. Das obliegt der menschlichen Selbstbeherrschung, den Hund nicht für Fehlschläge verantwortlich zu machen – bildlich gesprochen, in die Tischkante statt den Hund zu beißen. Damit schulen wir gleichermaßen unsere persönlichen Kompe tenzen im Bereich Frustbewältigung.
Als Quintessenz dieser im Rahmen eines Hundesportmagazines nur oberflächlich beleuchtbaren Thematik lässt sich zusam menfassen: sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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Unsere Produktvorstellung:
Perfekt apportieren mit
Fotos: Constanze Rähse
HAVATAR Auszug aus der aktuellen FCI Prüfungsordnung für IGP (Stand Januar 2019): „ ... Beim Vorsitz und auch während des Apportierens muss das Bringholz ruhig im Fang gehalten werden bis ihm der Hundeführer nach einer Pause von ca. 3 Sekunden das Bringholz mit dem Hörzeichen für Abgeben abnimmt ...“
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Die Ausbildung des Apports ist eine der komplexesten Übungen im Hundesport. Wer das schon trainiert hat, hat es auch selbst schon erlebt: Viele Hunde neigen zum „Knaut schen“! Unruhiges Halten während des Bringens und/ oder im Vorsitz entwerten die Ausführung stark. Es lohnt sich also, dem Hund von Beginn an das Halten und Tragen richtig zu lernen. Eine der häufigsten Ursachen für das Knautschen ist das „Nach hintenWerfen“ des Holzes. Der Hund kennt nicht dessen richtige Position im Fang und bekommt Stress damit.
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das Havatar einfacher seitlich halten kann, und beide Stege können dank einer durchge henden Bohrung mit einer Kordel versehen werden. Dadurch sind sie sowohl mit als auch ohne die beiden ver stellbaren Seitenteile nutzbar. So kann das Apportierholz noch variabler im Training eingesetzt werden.
Set besteht aus: je einem runden und einem flachen Steg mit durchgehender Bohrung zwei Seitenteilen mit Inbusschraube fixierbar Kordel, Inbusschlüssel
Durch Zug an der Schnur kann bei einem fortgeschrit tenen Hund beispielsweise auch der feste Halt überprüft werden.
Hinweis: Einfach den Gutscheincode am Ende deiner Bestellung in das Gutscheinfeld eingeben und automatisch 20% Rabatt auf Havatar-Set erhalten. Nur ein Rabattcoupon pro Person einlösbar. Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar. Der Coupon ist gültig bis 30.06.2020.
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Zwei unterschiedliche Stege, die leicht gewechselt werden können, haben differenzierte Funktionen. Der flache Steg erleichtert dem Hund das Hal ten, für den Umstieg auf die PO wird am Ende des Lernpro zesses dann auf den runden gewechselt. Beide sind über lang, sodass der Hundeführer
Rabattcode: Havatar20
Fotos: Constanze Rähse
Das vom Weltmeister Knut Fuchs entwickelte Apportier holz „Havatar“ legt diese fest. Die Seitenteile des Holzes können mittels Inbusschlüssel individuell so eng auf den jeweiligen Fang des Hundes gestellt werden, dass er es nur im vorderen Bereich aufneh men kann. Bei unruhigem Halten entsteht am breiter werdenden Fang ein unange nehmer Druck, den der Hund vermeiden wird. Der resultie rende ruhige und feste Griff fühlt sich für ihn wesentlich besser an. Damit wird das korrekte Verhalten verstärkt.
Das fast unendlich wandelbare „Havatar“ ist also viel mehr als nur ein normales Apportierholz – eine richtig wertvolle Ausbildungshilfe. sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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Unsere Produktvorstellung:
Foto: Constanze Rähse
Ob Drogen, Sprengstoff, Bettwanzen oder Schimmel – sicherlich haben viele von uns schon einmal die faszinierenden Fähigkeiten eines Spürhundes bewundert. Die Ausbildung dieser hochspezialisierten Schnüffelexperten basiert auf Prinzipien, die auch für den nicht professionellen Hundeführer gut verständlich und anwendbar sind. Jeder Hund, der eine Nase hat, kann Spürhund werden. Es müssen ja keine Drogen sein – für den Hund ist die Suche immer ein Spiel, und da ist es ihm vollkommen egal, nach was er suchen soll.
Jeder Hund kann Spürhund werden! 16
TEXT: MICHAELA FRANK
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Dass Nasenarbeit eine geniale Art der Auslastung für jeden Hund ist und die Bindung zwischen Mensch und Hund ungemein fördert, bemerkte der Stuttgarter Hundetrainer Uwe Friedrich nicht erst im Zuge seiner Arbeit mit Lungen krebsSpürhunden, für die er überregional bekannt ist. Als langjähriger Diensthundeführer beim Polizeipräsidium Stuttgart hatte er intensiv mit Drogen und Sprengstoffspürhunden gearbeitet, bevor er sich als Trainer unter dem Na men „Team Canin“ selbstständig machte.
Auch Hunde, die DiabetesPatienten und Menschen mit Erdnuss allergien unterstützen, hat Uwe Friedrich schon erfolgreich ausge bildet. Eine kleine Mediensensation war der erste Kardiowarnhund, den Uwe Friedrich 2011 für einen Jungen mit einem schweren angeborenen Herzfehler ausbildete. Dieser Assistent auf vier Pfoten warnt den Jungen, wenn seine Sauerstoffversorgung auf ein gefähr liches Level sinkt, indem er eine Pfote auf sein Bein legt. Für eine von 2009 bis 2011 durchgeführte wissenschaftliche Studie in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Lungenfacharzt Dr. Rainer Ehmann und der Klinik Schillerhöhe, einem Standort des Robert BoschKrankenhauses, trainierte Friedrich dann vier Familienhunde darauf, anhand von Atemproben Lungenkrebs zu erkennen: ein Labrador, ein Australian Shepherd und zwei Deutsche Schäferhunde. Aufgabe der Hunde war es, an Glasröhrchen mit Atemproben von entweder gesunden, an Lungenkrebs oder an Chronisch Obstruk tiver Bronchitis (COPD) erkrankten Menschen zu schnuppern und
nur die Proben mit Lungenkrebs anzuzeigen. Die Hunde erreichten bei drei Tests mit mehreren Hundert Proben eine durchschnittliche Trefferquote von 72 Prozent. Diese Methode ist wesentlich weniger invasiv und belastend für den Erkrankten als die gängigen medizini schen Tests zur Diagnose von Lungenkrebs, wie Röntgenaufnahmen, Computertomographie oder Bronchoskopie. Am erfreulichsten für die Ärzte: Die Hunde haben auch Lungenkrebs im Frühstadium schon erkannt. Je früher dieser höchst aggressive Krebs erkannt wird, desto höher sind die Überlebenschancen des Patienten. Mit herkömmlichen medizinischen Tests kann nur schwer zwischen noch kleinen Krebstumoren und gutartigen Gewächsen unterschieden werden, weswegen das Lungenkarzinom meist erst diagnostiziert wird, wenn es schon zu weit fortgeschritten ist und die Heilungschancen drastisch sinken. Anfangs verursacht es nämlich keine Schmerzen und eher unspezifische Symptome. Die Frage, was „Krebsgeruch“ eigentlich ist, konnte noch nicht beantwortet werden, denn welchen Bestandteil des Geruchs die Hunde nutzen, um den Krebs zu erkennen, wird derzeit erforscht. Klar ist, dass im Atem eines Lungenkrebspatienten andere Chemi kalien auftreten als im normalen Atem. Vom Tumor ausgehende flüchtige organische Verbindungen gelangen über die Bronchien in die Atemluft des Patienten. Anfangs vermutete man, dass die Hunde sich vielleicht am allge meinen Geruch von Entzündung, die immer mit einem Tumor einhergeht, orientieren. Eine Entzündung bedeutet aber nicht auto matisch auch Krebs. Um diese Theorie zu testen, wurden Atemproben von Menschen mit Chronischer Obstruktiver Bronchitis – einer Krankheit, die ebenfalls heftige Entzündungen hervorruft – in die Studie mit eingebunden. Würden die Hunde nur den Entzündungsge ruch erkennen, hätten sie auch an diesen Proben verweisen müssen. sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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Das taten sie aber nicht, also muss der Krebs einen Eigengeruch haben – auch wenn das genaue Molekül noch nicht gefunden wurde. Fernziel der Studien ist, irgendwann eine elektronische Nase zu entwickeln, die diesen Biomarker genauso zuverlässig wie ein Hund identifizieren kann. Im Zuge der Lungenkarzinomstudien faszinierte Uwe Friedrich be sonders, wie mental ausgelastet und ausgeglichen die Hunde durch das Schnüffeln der Geruchsproben waren – was wieder einmal be stätigt, dass sich jeder Hund über eine Aufgabe freut und nicht nur Hunde aus Leistungszucht Außerordentliches vollbringen können. Dieser Gedanke ließ Friedrich nicht mehr los und so entwickelte er anschließend sein SniffleDog System, um diese Art der Beschäfti gung auch Laien ohne jegliche Trainingserfahrung zugänglich zu machen. Es basiert auf den gleichen Trainingsgrundsätzen, die auch in der professionellen Spürhundausbildung angewandt werden, ist aber so verständlich aufgebaut, dass jeder Hundebesitzer nach Friedrichs Anleitung damit arbeiten kann. Der Einstieg ins Sniffeln ist denkbar einfach: Man nehme einen Vier beiner mit Futtertrieb, einen Clicker, eine Dose und Futter. Der Hund muss vorher noch nicht auf den Clicker konditioniert worden sein. Das kann auch im Zuge des SniffleDog-Trainings geschehen.
Foto: Constanze Rähse
Dem Hund wird gezeigt, dass es sich für ihn lohnt, an der zum Beispiel mit einem Teebeutel präparierten Dose zu schnuppern und sich diesen Geruch einzuprägen, weil er dafür mit Futter bestätigt wird. Natürlich muss anfangs immer mit dem gleichen Geruch gearbeitet werden und dieser sollte sehr stark sein. Sobald der Hund den Geruch verlässlich anzeigt, kann eine zweite, leere Dose mit in die Übung eingebaut werden. Auch kann damit begonnen werden, den Geruchs stoff zu reduzieren: Am Beispiel Tee also der langsame Übergang von einem ganzen Teebeutel zu nur einem Tropfen Tee in der Dose.
Wenn der Hund das Grundprinzip verstanden hat und den ersten Geruch sicher verweist, sind der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt was die Steigerung des Schwierigkeitsgrades angeht. Es können weitere leere Dosen integriert werden oder auch Verlei tungen, also andere Gerüche. Beispielsweise kann in jeder Dose Kaffee enthalten sein und in einer Dose zusätzlich der Geruchs stoff, den es zu finden gilt.
Am Anfang steht das „Kennen lernen“ von Dose und Clicker.
Genauso geeignet ist es für Hunde in der Rekonvaleszenz, die sich nach Opera tionen oder Erkrankungen wochenlang nicht zu viel bewegen sollen. Artgerechte mentale Auslastung ermüdet den Hund oft mehr und schneller als körperliche Aktivität und ist Prävention gegen Lagerkoller. Ideal auch im Sommer, wenn es für das Training unter freiem Himmel oft zu heiß ist, oder im Winter, wenn es früh dunkel wird.
SniffleDog Classic-Set grün ist überall einsetzbar
Quellen: http://www.teamcanin.com/tc_data/presse/170503_Inter view_choices.jpg http://www.teamcanin.com/tc_data/presse/SVZeitung_Lun genkrebs_DetektiveAusgabeJanuar2012.pdf http://www.teamcanin.com/tc_data/pdf/presse/FAZ_Hunde studie_Lungenkrebs_31_08_2011.pdf http://www.teamcanin.com/tc_data/presse/presse_artikel/ dpaartikelhundekrebsstudie102010.pdf http://www.teamcanin.com/tc_data/pdf/presse/Stuttgar ter_Zeitung_20100814.pdf http://teamcanin.com/tc_data/profil/trainer_vitas.php SniffleDog Anleitung
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kynologie
Das SniffleDog System erfordert nicht viel Ausrüstung und braucht auch nicht viel Platz. Es ist einfach zu transportieren, das heißt es kann auch in den Urlaub oder ins Büro mitgenommen werden. Schon fünf bis zehn Minuten reichen besonders zu Anfang für eine Übungseinheit. Einfach mal ausprobieren und vielleicht ganz neue Seiten an Ihrem Hund kennenlernen!
produkte
SniffleDog ist für jeden Hund und jeden Hundeführer geeignet. Egal ob jung oder alt, aktiv oder eher ruhig, ängstlich, ausgeglichen oder hyperaktiv – jede HundMenschBeziehung profitiert vom gemein samen Sniffeln. Interessant ist es auch für Hundesportler, deren Sportart keine Nasenarbeit beinhaltet und die einfach mal was ganz Neues ausprobieren wollen. Da im Sitzen trainiert werden kann, ist es eine ideale Option für ältere Hundeführer, ihren Hund auszulasten ohne selbst körperliche Höchstleistungen vollbringen zu müssen.
Foto: Constanze Rähse
Natürlich kann der Hund auch lernen, mehr als einen Geruch zu identifizieren. Da sich die Trainingserfolge schnell einstellen, bleiben Hund und Mensch am Ball und stellen sich mit Spaß am Lernen immer größeren Herausforderungen.
Unsere Produktvorstellung:
WARM, TROCKEN, KUSCHELIG HUNDE LIEBEN IHREN MANTEL
Fotos: Constanze Rähse
Der Stellenwert unseres Hundes hat sich in den letzten Jahrzehnten immens verändert. Der Hund ist längst mehr als nur Wachhund oder Begleiter, er ist heute Teampartner und Familienmitglied. Daraus ist ein Markt entstanden, der von Nahrung, Kleidung, Ausbildungszubehör, bis hin zu Physio reicht. Unserem Hund soll es genauso gut gehen, wie uns selbst auch. Nun ist der geliebte Hundesport meist Outdoor sport und die verpflichtende tägliche Gassirunde macht vor schlechtem Wetter sowieso nicht halt. Jeder Hundehalter kennt das also: es ist ungemüt lich und kalt, der Vierbeiner wird nass und dreckig. Wenn der müde Vierbeiner nach dem Training, der Prüfung oder der Jagd aus verschiedenen Gründen noch im Auto warten muss, dann gibt es heute intelligente Lösungen, ihn zuverlässig vor Unterkühlungen zu schützen, die Muskulatur warm und geschmeidig zu halten. Das tut unserem Team partner gut und damit natürlich dem Hundehalter auch. Die Bademäntel von actionfactory aus Hürth sind schlicht im Design, aber hochfunktional. Sie werden ausschließlich in Europa produziert und garantieren hochwertige Qualität und Verarbei tung. Bei uns gibt es sie in zwei Varianten:
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Warmup Cape � zwei funktionale Seiten � 100% Baumwolle � innen: Frottee (trocknend) � außen: Fleece (wärmend) � Membran verhindert Nässeübergang � leicht anzuziehen � leicht zu tragen � bis 30 Grad waschbar
Rabatt auf alle Warmup Cape, das Dryup Cape und den Dryup Glove
Für die wärmere Jahreszeit, das geheizte Auto oder das Haus empfiehlt sich das Dryup Cape, das aus 100% BaumwollFrottee gefertigt ist. Die Naturfaser ist durch die Gewebeschlingen an der Oberfläche bestens geeignet, Feuchtigkeit zu speichern. Die positive Nachricht für alle Sauberkeitsfanatiker: der Liebling kann sich überall hinlegen, es wird nichts dreckig oder nass. Den Dreck einfach nach dem Trocknen aus dem Cape schütteln, fertig! Beide Capes sind leicht anzuziehen. Es gibt keine unangenehme statische Aufladung. Einfach den Kragen über den Kopf ziehen, den Bauchlatz zwischen den Vorderbeinen hindurchstecken und mit dem individuell einstellbaren Schnallenverschluss über dem Rücken verschließen. Beide Capes sind leicht und stören den Hund auch bei körperlichen Aktivitäten nicht. Natürlich sind die Bademäntel auch waschbar. Sie sollten ohne Weichspüler bei maximal 30°C gewaschen werden.
10%
Code:
Dryup10 Dryup Cape � 100% Baumwolle (Frottee) � Nässe wird vom Hundefell abgeleitet � absorbiert Schmutz � leicht anzuziehen � angenehm zu tragen � bis 30 Grad waschbar
Hinweis: Einfach den Gutscheincode am Ende deiner Bestellung in das Gutscheinfeld eingeben und automatisch 10% Rabatt auf die genannten Produkte der Marke erhalten. Nur ein Rabattcoupon pro Person einlösbar. Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar. Der Coupon ist gültig bis 30.06.2020.
Intelligente Lösungen für Alltag und Hundesport. sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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produkte
Das Warmup Cape ist aus zwei unterschiedlichen Materialien gefertigt und kann je nach Bedarf gewendet werden. Die Frotteeseite aus 100% Baumwolle saugt die Feuchtigkeit auf und leitet diese vom Hund weg. Nach ca. 30 Minuten kann das Cape gewendet werden. Die Fleeceseite, die durch eine Membrane das Durchschlagen von Nässe verhindert, wärmt zuverlässig. Erst trocknen, dann wärmen: das Cape ist also ein nützliches MustHave für den differenzierten Gebrauch und besonders für die kalte Jahreszeit perfekt geeignet. Besonders kuschelig und warm ist der lange Rollkragen.
Ein Öl als Hoffnungsträger bei Epilepsie TEXT: BETTINA DOGSPRÖSSLER
Foto: iStock / carebott
G
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erade eben war noch alles gut. Unauf fällig ging der Hund den Flur entlang, als ihn wie aus dem Nichts dieser stechende Griff aus der dunklen Wolke erwischt. Er wankt, weiß nicht, wie ihm ge schieht, verliert die Orientierung, ist ruhelos, hat seine Gliedmaßen nicht mehr unter Kontrolle. In seinem Kopf wütet ein Gewitter. Manchmal so stark, dass alles in ihm zu krampfen beginnt. Ein schreckliches Schau spiel, in dem der Hundehalter als Zuschauer zum Nichtstun verdammt ist. Ihm bleibt nur zu hoffen, dass der Spuk in wenigen Minuten wieder vorbei ist. Und bei dem Hund keine bleibenden Schäden hinterlassen hat.
Foto: iStock / koto_feja
Die Diagnose ist für Hundehalter ein Schock – denn eine genetisch bedingte Epilepsie ist nicht heilbar. Während bei der Behandlung in der Vergangenheit der Fokus vor allem auf den Medikamenten lag, prüfen Forscher seit einiger Zeit zunehmend die Rolle der Ernäh rung bei Hunden mit Epilepsie. So hat der deutsche Tierarzt und Veterinärneurologe Dr. Dr. BenjaminAndreas Berk aus Mannheim jetzt gemeinsam mit Kollegen als Erster in einer Studie an Epileptikerhunden belegt, dass unter anderem in Kokosöl enthalte ne mittelkettige Fettsäuren die Häufigkeit epileptischer Anfälle reduzieren, Anfälle ins gesamt weniger stark oder begleitende Ver haltensveränderungen weniger ausgeprägt ausfallen. Die Ergebnisse der 2016 gestarte ten Studie, bei der Hunde aus Köln, Mann heim, Hannover, London, Derby und Helsinki untersucht wurden, werden abschließend Mitte des Jahres vorgestellt. Die Studie belegt jetzt, was betroffene Hun dehalter zum Teil durchaus schon ahnten:
Die Ernährung beim epileptischen Hund nimmt eine wichtigere Position ein als bisher angenommen. Die wissenschaftliche Auswertung dieser jüngsten Studie zeigt deutlich, dass sich das Wohlbefinden des geliebten Vierbeiners ganz wesentlich verbessern lässt, wenn ge nauestens darauf geachtet wird, was in den Napf kommt. „Wir haben anhand unserer Studie signifikante Verbesserungen durch die Verwendung von MCTÖl festgestellt“, resümiert Tierneurologe Berk. MCTÖl ist ein ausschließlich aus mittel kettigen Fettsäuren – oder auf Englisch: mediumchain triglycerides (MCT) – beste hendes Öl, das in hohem Maß in Kokos oder Palmöl vorkommt. In Verbindung mit einer stark kohlenhydratreduzierten Ernährung, der sogenannten ketogenen Diät, wirken sich diese Fettsäuren positiv auf den Stoff wechsel aus und können so epileptische Anfälle deutlich reduzieren oder sogar ganz verhindern. Beim Hund jedoch spricht man dabei von der „ketotischen Fütterungsweise“, da sich sein Stoffwechsel deutlich von dem des Menschen unterscheidet.
Dass sich eine kohlenhydratarme und gleichzeitig fettreiche Ernährung positiv auf Anfallshäufigkeit und Anfallsintensität auswirken, war dabei nicht neu. Bereits vor fast 100 Jahren entdeckten amerikanische Forscher, dass eine ketogene Diät beim Menschen epileptische Anfälle reduzieren kann. „Allerdings lagen uns dazu für den Hund bislang keine gültigen Studien vor und die vorhandenen konnten nicht eins zu eins übertragen werden, doch dann wurde die Art der Fette zunehmend ins Auge gefasst“, schildert Neurologe Berk. Erst 2015 wiesen Forscher erstmals auch beim HundeEpileptiker nach, dass sich eine ketogen ausgerichtete Ernährung, bei der der Körper seine Energie nicht aus Kohlen hydraten gewinnt, sondern in Ermangelung dessen auf das angebotene Fett zurück greift, positiv auf die Krankheit auswirkt. Berk, der sich nach fast drei Jahren intensiver Beschäftigung mit dem Thema inzwischen zum Experten auf dem Gebiet der Epilepsie entwickelt hat, wollte schließlich wissen, ob auch die Art und Verabreichungsweise des Fettes beim Hund, das bei der ketoge nen Diät zugeführt wird, eine Rolle spielt. An 36 Hunden aus Deutschland, England und Finnland, die trotz Medikamente noch immer unter mindestens einem Anfall im Monat litten und als „medikamentenresis sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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gesundheit
Etwa ein Prozent aller Hunde leidet unter Epilepsie. Sie ist bei ihnen die am häufigs ten vorkommende neurologische Erkran kung, laut aktuellen Schätzungen ist jeder 111. Hund, der in einer tierärztlichen Praxis vorgestellt wird, von der auch als Fallsucht bezeichneten Krankheit betroffen.
Ein Freifahrtschein für die unkontrollierte Anwendung zu Hause ist das allerdings nicht. Stattdessen warnt Berk davor, das MCTÖl ohne tierärztliche Beratung über das Futter zu kippen. „Für jeden Hund muss individuell abgestimmt werden, wie hoch der Anteil an MCTÖl in seinem Futter
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Anders sieht es bei der Rohfütterung, dem sogenannten Barfen, aus. Auch hier berich ten verschiedene betroffene Hundehalter, dass ein Umstieg auf Rohfleischfütterung zu deutlich weniger Anfällen bei ihrem Vierbei ner geführt habe.
iStock/ fcafotodigital
tent“ galten, testete er die Folgen einer dreimonatigen Fütterung mit reinem MCTÖl als tägliche Zugabe im Vergleich zu einem durchschnittlichen KontrollÖl. Und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis. „Wir haben festgestellt, dass über 75 Prozent der Hunde auf das MCTÖl reagiert haben“, so Berk. Sie bekamen weniger Anfälle, die Anfälle fielen weniger schwer aus und die Hunde steckten die Nebenwirkungen der Medikamente besser weg. Auch im Verhalten änderten sie sich zum Positiven, waren weniger ängstlich oder geistig fitter. Und: Das alles ohne Nebenwirkungen. Damit konnte Berk wissenschaftlich untermauern, wovon er bereits überzeugt war. In seinem Praxisalltag ist MCTÖl inzwischen zum festen Bestandteil in der Therapie von Hunden mit genetisch bedingter Epilepsie geworden. „In einem Fall hat ein Hund sogar so gut auf das MCTÖl reagiert, dass wir die Medikamente nach und nach ganz absetzen konnten“, schildert der Tierneurologe.
konkret sein muss“, so Berk. Auch wenn das Netz voll ist mit positiven Erfahrungs berichten zu verschiedenen Fütterungs empfehlungen bei Epilepsie, rät Berk dazu, Nahrungsergänzungen immer erst mit dem Tierarzt abzusprechen. Denn vieles von dem, was in Internetforen propagiert wird, ist wissenschaftlich nicht belegt. Benjamin Berk kann sich an einen Fall erinnern, bei dem einem Hund, der gegen seine Anfälle bereits Kaliumbromid erhielt, zusätzlich noch Magnesiumchlorid mit ins Futter getan wurde. „Was bei dem Hund schließlich zu Serienanfällen führte, weil das Chlorid in dem Produkt, wie Salz, radikal den Kalium bromidspiegel heruntergefahren hat.“ Zu dem Magnesiumchlorid hatte zuvor eine Tierheilpraktikerin gegen die Verkrampfun gen bei den Anfällen geraten.
„Die Rohfütterung bietet generell eine gute Ausgangsbasis im Sinne des Ketogenen oder Ketotischen, weil sie fleischdominiert ist und wenig Kohlenhydrate enthält“, erläutert der Tierneurologe. Zudem habe der Besitzer auch die Kontrolle über die Rohstoffe. „Aber auch das Risiko, etwas falsch zu machen, ist viel größer. Denn es ist nicht damit getan, einfach Fleisch mit Gemüse zu füttern.“ Vitamine, Kalzium, Aminosäuren – damit der epileptische Hund auch bekommt, was sein Körper und Gehirn brauchen, müssen alle Zutaten genaues tens aufeinander abgestimmt sein. Ist das der Fall, kann auch Rohfütterung einen positiven Beitrag bei Epilepsie leisten. „Es gibt eine Studie an Hunden, die belegt, dass Barfen sich auf das Metabolom beziehungs weise das Mikrobiom auswirkt“, schildert Berk. Deshalb gehen Forscher aktuell davon aus, dass sich die Zusammensetzung der hundlichen Darmflora durch das Füttern von Rohfleisch verändert und dadurch
2018 hat Dr. Dr. Benjamin Berk eine weitere Studie durchgeführt, dieses Mal beschäf tigte er sich mit dem tierarztunabhängigen Einsatz, den Gründen und Auswirkungen einer „diätetischen Supplementierung beim Hunde-Epileptiker“ durch den Besitzer – also den Auswirkungen einer Zugabe bestimmter Nahrungsergänzun gen. „Interessanterweise waren die ganzen Öle, wie mittelkettige Fettsäuren, Lachsöl, Kokosöl und Leinsamenöl in den Top 5.“ Pflanzen wie Mariendistel, Baldrian, Kurku ma, Grüner Tee, Knoblauch und spezielle chinesische Kräutermischungen hingegen schnitten weniger gut ab. „Für diese Produkte gibt es keinen wissenschaftlich fundierten Nachweis beim Epileptiker. Als Arzt brauche ich aber diesen belegten Zusammenhang.“ Trotzdem begleitet Berk immer wieder auch Hundehalter, die sich von diesen alternativen Ergänzungsmitteln eine Besserung versprechen. „Wir versuchen dann, die Behandlung so wissenschaftlich fundiert wie möglich anzugehen und eine vergleichbare Dosis anzusetzen, die in ande ren Studien untersucht worden ist.“ Bekommt der Patient etwa CBD-Öl, unter sucht Berk den Wirkstoffspiegel des Canna binoids regelmäßig im Blut. „Als Mediziner
versuche ich immer Backups zu schaffen, damit ich so etwas verantworten und die Gesundheit meiner Patienten sicherer begleiten kann.“ Aktuell wartet Berk noch auf die Auswertung einer Studie aus Colo rado, bei der festgestellt wurde, dass die Anfälle unter CBD-Öl weniger wurden. „Ich plädiere allerdings dafür, es als letzte Karte einzusetzen, da wir noch nicht wissen, was CBD-Öl für Langzeitfolgen hat.“ Bei Hunden etwa, die auf keine Medikamente reagier ten. „Da muss ich das Risiko eingehen, aber genauestens überwacht.“ Brächten bestimmte Produkte auch kurzzeitig einen Effekt: „Ich habe Sorge, dass wir in zehn, 15 Jahren erkennen, dass sie die Leber oder was auch immer schädigen. Außerdem wurde in manchen Studien auch schon belegt, dass CBD-Öl negative Auswirkungen auf die Medikamente hat.“ Trotz allem ist der Tiermediziner vollstens überzeugt davon, dass Ernährung viel im Kampf gegen verschiedenste Krankheiten, gerade auch in der Tierneurologie als die noch stiefmütterlich behandelte Neurodi ätetik, bewirken kann. „Medikamente sind ein wichtiges Werkzeug, aber ich kann mit ihnen nicht die Wurzel des Übels anpacken. Ich glaube, dass die Fütterung in Zukunft die dauerhaftere Lösung sein kann und wird.“ So habe die MCT-Öl-Studie gezeigt, dass sich auch die Botenstoffe im Gehirn komplett
verschöben. Noch könne zwar nicht gesagt werden, dass Ernährung bei Epilepsie die Behandlungsmethode der Wahl sei. „Aber wer weiß, wo die Wissenschaft uns hintreibt. Vielleicht ist es bald so, dass wir auf Dauer dahinkommen, dass wir jeden Patienten erst medikamentös einstellen, dann ernäh rungstechnisch und dann die Medikamente wieder ausschleichen. Im Mittelpunkt aller Behandlungen sollte immer die Lebensqua lität und der Patient als Individuum stehen.“ Bis dahin müsse sich jedoch auch noch die Qualität des Futters ändern. „Es ist ein absoluter Trugschluss zu glauben, dass Alleinfuttermittel in Deutschland alles abdecken, was ein Hund braucht. Stattdessen muss man schauen, was unsere Vierbeiner und besonders Epileptiker generell gefüttert bekommen. Werden sie überhaupt bedarfs gerecht ernährt? Wir müssen uns Gedanken darüber machen, was wir unseren Hunden geben und wie es sie im Verhalten oder in der Entwicklung beeinflusst. Viele der Fut tersorten, die man draußen bekommt, sind nicht ausreichend deklariert. Man kann also gar nicht abschätzen, wie viel B-Vitamine da drin sind oder welche Aminosäuren. Die Tierernährungsmedizin kann hier und muss auch ein beständiger Teil jeder tierärzt lichen Behandlung werden.“ ■
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gesundheit
Substanzen produziert, die sich positiv aufs Gehirn auswirken und damit die Epilepsie beeinflussen könnten.
Unsere Produktvorstellung:
MAELSON: MOBILE HUNDEBOX Hundesportler verbringen viel Zeit im Auto. Die Fahrten zum Training, zu Turnieren und Seminaren sind oft lang. Hundesport ist längst nicht mehr regional beschränkt. Abhängig von Sportart und Intensität der Ausübung können zehntausende Kilometer im Jahr auf den Tacho kommen.
Fotos: Constanze Rähse
Der Hund, oft sogar die Hunde, sind immer dabei und natürlich möchte jeder Zwei beiner, dass auch der oder die Vierbeiner komfortabel und sicher verstaut sind. Bilder von Hunden auf dem Beifahrersitz gehö ren der Vergangenheit an. Der Vorteil von Hundeboxen ist längst erkannt. Und auch im Trubel von Seminaren oder Veranstaltungen bietet eine Hundebox dem Teampartner einen ruhigen Rückzugsort. Ist der Platz im Auto begrenzt oder soll dieses neben der Freizeit aktivität auch für Familienausflüge oder Großeinkäufe genutzt werden, dann kann eine große sperrige, schwere Box Nachteile haben, zudem diese auch nicht einfach aus dem Auto gehoben und ohne große Anstrengung zum Trainings oder Turnierplatz geschleppt werden kann. Die Lösung ist eine mobile Hundebox, die leicht ist und strapazierfähig. Der ideale Kompromiss also eine faltbare Textilbox. Die deutsche Firma Maelson bietet eine der am hochwertigsten verarbeiteten Textil
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Die mobile Hundebox von Maelson gibt es in sieben verschiedenen Größen.
boxen auf dem Markt an. Das Grundgerüst der Box besteht aus einem robusten, aber dennoch leichten inneren Stahlrahmen mit Pulverbeschichtung. Bezogen ist dieser mit 600 D Nylon sowie stark gewebtem Netzmaterial an allen Türen. Alle Ecken sind verstärkt. Die Box ist im Handumdrehen auf und ab gebaut. Ein spezieller Mechanismus schützt vor unbeabsichtigtem Zusammenfalten. Drei Öffnungen an der Front, oben und an der Seite geben dem Hund variable Einstiegs möglichkeiten sowie einfachen Zugriff für den Hundeführer. Durch die Rollabdeckun gen an Fenster und Seitentüren entscheidet dieser, wie viel der Hund von seiner Umge bung sehen soll, denn ein ruhiger Rück zugsort kann nervösen Hunden helfen, zur Ruhe zu kommen. Verschlussspangen stellen sicher, dass der Vierbeiner die Reißverschlüsse der Türen nicht von innen öffnen kann.
Rabatt auf die Boxen aller Größen Code:
MAELSON10
Weiterer Vorteil im Sinne nachhaltigen Konsums: Sollte an dieser robusten Box trotzdem einmal ein Defekt auftreten, können Ersatzteile nachgeliefert werden und es muss nicht sofort die komplette Box ersetzt werden.
Hinweis: Einfach den Gutscheincode am Ende deiner Bestellung in das Gutscheinfeld eingeben und automatisch 10% Rabatt auf die Boxen der Marke Maelson erhalten. Nur ein Rabattcoupon pro Person einlösbar. Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar. Der Coupon ist gültig bis 30.06.2020.
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Natürlich kann eine Textilbox jedoch kein ausbruchssicheres Gehege sein – für Houdi nins auf vier Pfoten ist sie nicht geeignet. Die große Seitentür ermöglicht es, die aufgebaute Box auch quer im Kofferraum kleinerer Fahrzeuge zu platzieren. Sie kann über die Autogurte oder im Kofferraum mit Gummi Spanngurten gesichert werden. Tragegriffe an der Oberseite sorgen für unkomplizierten Transport der aufgebauten Box. Der wasser dichte Boden verhindert, dass Feuchtigkeit eindringt. Ein herausnehmbares, waschbares Kissen aus Schaffellimitat sorgt für zusätz lichen Komfort und Wärme.
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HOCH, WEIT, SCHNELL ... ... ohne Sprünge geht nicht viel im Hundesport!
Foto: Nadine Krei
TEXT: BJÖRN TIGGES
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„Zu hoch“, „zu weit“ und „zu schnell“ sind da häufige Aussagen, denen die Sportler ausgesetzt sind. Was aber genau ist „zu hoch“, „zu weit“ oder „zu schnell“? Die Meinung einzelner Sport ler ist da recht simpel: Wenn es schief geht, war es halt „zu hoch“, „zu weit“ oder „zu schnell“ und alles was der Hund bis dahin fehlerfrei absolviert, scheint erst mal im Rahmen der Möglichkeiten zu liegen.
Der Krug geht halt immernoch so lange zum Brunnen bis er bricht. (Redensart)
▶ ▶ ▶ ▶ ▶
Anlauf, Absprung, Flugphase, Landung und Auslauf
auf den Hund einwirken, durch aus auch Folgen haben können, die sich eben nicht immer sofort zeigen, sondern sich auch in später auftretenden, degenera tiven Erkrankungen bemerkbar machen können. Diese führen nicht selten zum Sportausschluss und dürften im Laufe der Jahre wohl auch schon einige sportliche Karrie ren gekostet haben. Glücklicherweise gibt es aber mittlerweile immer mehr Untersuchungen, die sich eben mit genau diesen „gefährlichen“
Sprüngen im Hundesport auseinandersetzen und eine so breite Öffentlichkeit erhalten, dass sie dem engagierten Hun desportler, dessen Trainer und den begleitenden Therapeuten, ein paar Anhaltspunkte liefern können, worauf im Sprung training zu achten ist und wie dieses gestaltet werden kann. Wie belastbar ist der Hund im Sprung? Eine wirklich verlässliche Aus sage zu treffen, welche Leistung jeder einzelne Hund erbringen kann, ist bisher immer noch nahezu ausgeschlossen. Sicherlich könnte man mit dem entsprechenden Budget- und Zeitaufwand und unter Zuhilfe nahme moderner Techniken, genau die Kräfte messen, die auf den einzelnen untersuchten Sporthund bei den unterschied lichen Sprüngen wirken. Wo allerdings die maximale Leistungsgrenze liegt, die für diesen einen Hund zu einem nicht vertretbaren Risiko wird, hängt von so vielen Faktoren ab,
dass es nahezu unmöglich ist, diese exakt zu ermitteln. Eben dieser Punkt ist es auch, der ein individuelles und durchdachtes Sprungtraining erforderlich macht, welches flexibel an die Trainingssitua tion und individuell an jeden Hund angepasst werden kann. Jeder Hund kann springen? Wenn wir nun erst mal davon ausgehen, dass nahezu jeder körperlich und geistig gesun de Hund in einem gewissen Maße springen kann, sollte ein Sprungtraining immer dahingehend strukturiert sein, die vorhandene Fähigkeit zu unterstützen, zu schulen und zu festigen. Dadurch erhal ten wir, im Laufe der Zeit, ein souveräneres und gleichzeitig flexibleres Sprungverhalten des Hundes, welches dazu beiträgt, dass das Unfallrisiko deutlich minimiert wird und der Hund dadurch sehr wahrscheinlich länger und gesünder im Sport aktiv sein kann. Hierbei muss jedoch ganz klar festgehalten werden, dass selbst das beste sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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hundesport
S
prünge findet man in vielen Hundesportarten und seit vielen Jahren stehen die einzelnen Sportarten abwechselnd dafür in der Kritik.
Dass dieser Ansatz schon lange überholt ist, sollte aber wohl jedem klar sein. Ebenso sollte jedem Hundesportler bekannt sein, dass die Kräfte und die daraus resultierenden Belas tungen, die während einer gesamten Sprungsequenz, bestehend aus
Training niemals gänzlich vor Unfällen schützen kann. Selbst der bestmöglich trainierte Hund kann sich mal verspringen oder gar stürzen.
mitunter
Gerade im englischsprachigen Raum findet man mittlerweile eine verhältnismäßig umfang reiche Literatur zum Thema „Sprungtraining“ und diese ist mit Sicherheit ein guter theore tischer Einstieg in die Grundla gen dieser Thematik. Allerdings rate ich dringend dazu, sich nicht nur auf ein Buch oder eine Videoreihe zu konzentrie ren, sondern sich unterschied liche Methoden anzuschauen. Dies ist darin begründet, dass es auch im Sprungtraining 30
Fotos: Constanze Rähse
Ein Blick in andere Länder
Foto: Constanze Rähse
Je besser der Hund allerdings trainiert ist, desto flexibler und souveräner wird er mit einer unverhofften Situation umgehen können und die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund diese unverletzt bewältigt, steigt.
sehr unterschiedliche Ansich ten gibt, wie ein solches Trai ning auszusehen hat. Genauge nommen sind sich die diversen bekannten Trainer nicht einmal wirklich hundertprozentig darüber einig, wie ein guter Sprung aussehen sollte. Daraus resultieren natürlich auch, unter Umständen, unter schiedliche Trainingsansätze.
So finden wir beispielsweise in dem einen Buch eine sehr schöne und schlüssige Grafik, wie die Sprungkurve zu verlaufen hat und wie diese gestaltet wird. Nur um dann im nächsten erklärt zu bekommen, warum diese nicht zum erwünschten Ziel führen wird und, dass eine andere Kurve viel geeigneter für die Hunde ist. Auch unter schiedliche Sprungstile und wie
In keiner anderen Hundesportart werden Sprünge mit hoher Geschwindigkeit und kombiniert mit Richtungswechseln durchgeführt wie im Agility.
der Hund die Beine zu strecken oder anzuziehen hat, führen immer wieder zu Unstimmig keiten unter den „Experten“. Hier sollte also darauf geachtet werden, dass man sich nicht blindlings auf eine Methode verlässt, sondern sich durch aus auch mal andere Theorien anschaut und in Betracht zieht. Vielleicht sind diese für den eigenen Hund geeigneter.
Interessanterweise sind sich aber nahezu alle Methoden in mindestens einem Punkt einig: das Ziel, dem Hund ein sicheres, sauberes und damit gesünderes Springen beizubringen. Das Problem: Sehr zum Leidwe sen mancher Hundesportler beschränkt sich nahezu jede bekannte Methode des geziel ten Sprungtrainings auf einen einzigen Hundesport: Agility. Natürlich ist es durchaus plausibel, dass gerade die Agilitysportler ein gesteigertes Interesse daran haben, dass ihre Hunde sicherer und sauberer über die Hürden gehen. Was dem allerdings viel zu häufig entgegenwirkt, ist die Tatsache,
dass das eigentliche Ziel in die ser Sportart ein anderes ist und einem nachhaltigen Sprungtrai ning durchaus entgegenwirken kann. Agility ist nun mal ein Wettlauf durch einen Hindernisparcours. Da die Idee eines Wettlaufes aber darin besteht, schneller zu sein als die anderen, wird auch das Training, früher oder später, genau darauf ausgerichtet sein. Es geht beim Agility eben nicht nur darum, die Hürden sauber zu überspringen und die teilweise sehr „verdrehten“ Lan dungen sicher zu stehen. Viel zu häufig ist ein Agility spezifisches Sprungtraining und die darin enthaltenen Techniken darauf ausgelegt, dass die teilweise extrem hohe Grundgeschwin-
digkeit des Hundes, so gut es eben geht, erhalten bleibt und er nicht unnötige Zeit in der Luft vergeudet. Leider läuft genau dadurch der Trainingsansatz oft auch nur in diese Richtung und ab einem ge wissen Punkt wird es doch wieder gefährlicher. Die Geschwindigkeit, mit der ein Hund im Sprung un terwegs ist, ist nun mal eine Kraft, die sich, neben der Sprunghöhe, ebenfalls auf die Belastungen und somit auch auf die Sicherheit im Sport auswirkt. Schnell sein reicht nicht So bedeutet ein auf Höchst geschwindigkeit optimiertes Sprungtraining, dass der Hund
hundesport
Das richtige Ziel im Training
Je höher die Geschwindigkeit, desto höher ist das Risiko, dass der Hund gar nicht mehr in der Lage ist, das trainierte Sprungverhalten zu zeigen. die Hürden sauberer sprin gen wird und dadurch auch mehr Sicherheit erreicht. Die messbaren Leistungen in Form von Platzierungen dürften sich ebenfalls verbessern. Aber auf der anderen Seite steigt mit zunehmender Geschwindigkeit das Risiko für den Hund, weil die wirkenden Kräfte einfach die Fähigkeiten des Hundes übersteigen. sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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Sprung = Sprung? Neben dem Agility gibt es aller dings noch ein paar Sportarten, die ebenfalls eine durchaus hohe Anzahl von Sprüngen aufzuweisen haben, wobei deren sportliche Grundidee gleichzeitig eine komplett andere ist und nur selten etwas mit einem Wettlauf gemeinsam hat. Ganz vorne weg steht da sicherlich das Hundefrisbee. Auch wenn es nach wie vor eine hartnäckige Fehlannahme ist, dass die Frisbeehunde sehr hoch, weit und viel springen, ist die Einzeldisziplin Freestyle sehr wohl bedeutend sprunglastiger als diverse andere Sportarten.
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Foto: C. Rähse
Foto: Jan Redder
Diese kreative Freiheit und Viel seitigkeit setzen ein individuel les Sprungtraining voraus.
Doch selbst in den einzelnen Küren der unterschiedlichen Teams im Hundefrisbee wird man nur sehr selten Sprünge sehen, die exakt gleich ausse hen, das gleiche zeigen, wie die der anderen Teams. Dies entsteht auch dadurch, dass es beim Hundefrisbee, wie auch im Freestyle des DogDance, nicht
Vergleichen wir nun aber die Sprünge im Hundefrisbee mit den geforderten Sprüngen im Sprünge im IGP sind bezüglich Sprunghöhe und -richtung immer fest definiert. Auch auf der Hindernisbahn im THS stehen bezüglich Höhe und Abstand zueinander vordefinierte Hindernisse. Auch hier gibt es keine Richtungswechsel. Im Mondioring gibt es zwar eine klare Definition bezüglich der Richtung, Höhe und Weite sind aber variabel.
darum geht, definierte Sprünge zu absolvieren. Vielmehr soll eine möglichst ansprechende Kür gezeigt werden, die die Fähigkeiten des Mensch-HundTeams unter Berücksichtigung der vorgegebenen Rahmenbe dingungen in den jeweiligen Sportarten unterstreicht.
Agility oder anderen Wettlaufsportarten, wird sehr schnell deutlich, dass diese sich in einigen Punkten deutlich voneinander unterscheiden. So findet man beim Hundefrisbee beispielsweise nicht nur Sprün ge über oder durch ein Hinder nis, sondern auch Absprünge und gedrehte Sprünge, die man in dieser Form hoffentlich niemals in einem Wettlauf auf Zeit sehen wird.
Die Theorie ist gut, aber … Selbstverständlich funktionie ren viele Methoden aus dem Sprungtraining für Agilityhunde auch bei anderen Sportarten. Allerdings wird man im Hun defrisbee mit diesem Training wohl kaum in der Lage sein,
Foto: C. Rähse
Wir müssen uns bewusst sein, dass auch die Reaktionsgeschwindigkeit eines Hundes Grenzen hat. Je höher die Geschwindigkeit ist, desto höher das Risiko, dass der Hund gar nicht mehr in der Lage ist, das trainierte Sprungverhalten zu zeigen. Hier stehen ganz klar die Trainer in der Pflicht, weitere Trainingsansätze (z. B. Führ arbeit und Tempokontrolle) zu ergänzen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile immer mehr Trai ner, die sich sehr intensiv eben mit dieser Thematik beschäf tigen und auch für die Sportler gibt es immer mehr Seminare, die genau diese ergänzenden Punkte berücksichtigen.
Es bedarf ganz eigener Ansätze, wie solch ein Sprung aufgebaut wird und wie die Sprungkurve mit dem zugehörigen Absprungund Landepunkt so ausgeformt wird, dass die auftretenden Kräfte bestmöglichst vom Hund bewältigt werden können. Dies setzt jedoch ein fundiertes Grundlagenwissen und eine Menge Erfahrung voraus. Leider ist beides nicht unbedingt einfach zu erlangen und muss in der Regel selbstständig erarbei tet werden. Da es aktuell kaum Veröffentlichungen zu diesen „kreativen“ Sprüngen gibt, die wirklich brauchbare Ansätze
und Methoden für Trainer beinhalten, ist das aber nicht wirklich eine leichte Aufgabe. Es gibt zwar einzelne Trainings ansätze in Japan, den USA und in einigen anderen Ländern, die auch durchaus hervorra gende Ergebnisse erzielen, leider aber stehen diese derzeit noch verhältnismäßig weit am Anfang und viel zu oft enden diese Trainingsmethoden in einer Sackgasse, da sie nicht immer flexibel genug und auch nicht unbedingt auf jeden Hund übertragbar sind. Da sind die Agilitysportler in ihrem Sport tatsächlich bedeutend weiter und mit ihren Ansätzen bisher auch nach wie vor wegweisend.
Foto: C. Rähse
Im Hundefrisbee ist jeder Sprung bezüglich Höhe und Richtung anders. Es gibt Körperabsprünge und -übersprünge. Es gibt gerade und gedrehte Sprünge. Freestyle eben!
Trotzdem möchte ich per sönlich diese Aussage etwas einschränken. Eben durch die Spezialisierung und das sehr klare Trainingsziel sind zwar sehr weit entwickelte Trainingsansätze für das Agility vorhanden und von denen kön nen auch andere Sportarten profitieren, diese zielen jedoch weniger auf ein ganzheitliches Sprungtraining mit all seinen Facetten ab, sondern vermit teln viel mehr eine fundierte und sehr präzise strukturierte Leistungsoptimierung für einen einzigen Teilbereich in einer einzelnen Sportart. Nein, dies ist nicht tragisch oder irgendwie verwerflich und bedeutet auch ganz sicher nicht, dass die bekannten Autoren oder Trainer nicht über ein wirklich herausragendes Wissen verfügen. Es macht die Konzepte jedoch verhält nismäßig unflexibel und starr und entspricht dadurch alleine nicht meinen Anforderungen an ein ganzheitliches Sprung training.
Aus dem Grund schlage ich vor, wir vergessen für einen kurzen Moment einfach mal, was alle anderen Trainer uns erklärt haben und überlegen uns, worum es beim Sprungtraining eigentlich gehen sollte. Ein Blick auf‘s Wesentliche Reduzieren wir einen Sprung wirklich nur einmal auf seine elementarsten Bestandteile, erhalten wir
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dem Hund zu erklären, dass er im Sprung eine 180 GradDrehung machen soll, während er eine Scheibe fängt.
▶ einen Absprungpunkt, ▶ eine Flugphase und ▶ einen Landepunkt. Diese extreme Reduzierung führt dazu, dass wir, sofern wir verstanden haben wie man mit diesen Elementen arbeitet und sie modelliert, nahezu jeden Sprung aufbauen und ausar beiten können sollten. Dabei ist egal, ob das nun ein schneller gerader Sprung über eine Hürde ist oder ein Sprung, bei dem der Hund den Menschen anspringt und sich mit einer Drehbe wegung in die Gegenrichtung sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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Dieser sportartenunabhängige Ansatz beinhaltet allerdings, dass wir uns bestmöglich damit auseinandersetzen, was es mit jedem dieser einzelnen Ele mente auf sich hat. Wo finden wir diese in dem dementspre chenden Sprung wieder, welche körperlichen und geistigen Anforderungen werden an den Hund gestellt werden und wie können wir den Hund dahin gehend unterstützen, dass er diese erfüllen kann. Im Ergebnis erhalten wir die Möglichkeit, uns außerhalb einer bloßen Teildisziplin einer einzelnen Sportart zu bewegen und ein Sportarten übergreifendes Sprungtraining zu gestalten. Es dürfte zu einem besseren Ver ständnis führen, wie bestimmte Sprungfolgen wirken, welche Hürden wie positioniert werden müssen, um eine möglichst saubere Sprungkurve auszuar34
beiten oder warum eine Scheibe manchmal vor und manchmal hinter einem Hindernis platziert werden muss. Es ist egal, ob im Agility, im Hundefrisbee, im Dog Dance, im Gebrauchshundesport oder in all den anderen Hundesport arten: jeder Sprung basiert auf einfachen Grundlagen. Nahezu all diese Grundlagen sind bereits in den Teildisziplinen der ein zelnen Sportarten bekannt und teilweise hervorragend ausgear beitet. Wir müssen eigentlich nur anfangen, damit zu arbeiten und aufhören sie als bloßes Mittel zur Verbesserung einzelner Teildisziplinen in einer einzelnen Sportart zu betrachten. Hierdurch erhalten die Pioniere des Sprungtrainings dann auch hoffentlich eine breitere Aner kennung für ihre jahrelangen Mühen und werden nicht mehr nur auf die jeweilige Sportart reduziert. ■
Foto: Nadine Krei
wegdrückt. Beide Sprünge lassen sich in die genannten Bestandteile zerlegen und alles andere ergibt sich quasi wie von selbst.
Q-Box – Die Technikbox für Technikübungen: Sitz-Platz-Steh für Apportierübungen für das Training des Verbellens am Versteck
AGILITY 4.5.4.2020 3./4. QL FCI WM/EO small/medium Wülfrath (DE) 18.19.4.2020 3./4. Qualilauf FCI WM/EO large Wülfrath (DE) 1.3.5.2020 WDSF Weltmeisterschaft Trutnov (CZE) 11.17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA) 15.16.5.2020 5./6. Qualilauf FCI WM/EO Dortmund (DE) 17.5.2020 Finalläufe FCI WM/EO small, medium, large Dortmund (DE) 9.12.7.2020 JEO Europameisterschaft Vantaa (FIN) 30.7.1.8.2020 EO Europameisterschaft Oakham, Leicester (GBR) 10.13.9.2020 FCI Weltmeisterschaft Tallin (EST) 26.27.9.2020 DVG BSP Emmendingen (DE) 21.22.11.2020 VDH Deutsche Meisterschaft Rieden/Kreuth (DE)
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IGP
OBEDIENCE
DOGFRISBEE
THS
ZUGHUNDE
24.26.4.2020 DVG BSP EschweilerDürwiß (DE)
1.3.5.2020 WDSF Weltmeisterschaft Trutnov (CZE)
2.3.5.2020 disc dog challenge Germany 1 Rommerskirchen (DE)
27.28.6.2020 BLV Meisterschaft n.n. (DE)
4.5.4.2020 VulcaniCross Schotten (DE)
25.26.4.2020 7-Länderwettkampf Hungen (DE)
9.10.5.2020 1./2. Qualifikation FCI WM n.n. (DE)
24.26.7.2020 DVG BSP/BSPJ n.n. (DE)
11.17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA)
1.3.5.2020 WDSF Weltmeisterschaft Trutnov (CZE)
11.17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA)
23.24.5.2020 disc dog challenge Germany 2 Sulingen (DE) UFO Swiss Major #1 Goldach, St. Gallen (SUI)
11.17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA)
27.28.6.2020 DVG Deutsche Meisterschaft Mending (DE)
30.7.2.8.2020 VDH Deutsche Meisterschaft n.n. (DE)
4.5.7.2020 SGSV Meisterschaft n.n. (DE)
9.13.9.2020 FCI Weltmeisterschaft Apeldoorn (NED)
18.19.7.2020 VDH Deutsche Meisterschaft Gemünden (DE)
7.11.10.2020 WUSV Weltmeisterschaft Györ (HUN)
24.27.9.2020 FCI Weltmeisterschaft Madrid (ESP)
26.27.11.2020 dhv Deutsche Meisterschaft Kempten (DE)
FÄHRTE 19.23.5.2020 FCI Weltmeisterschaft Lahti (FIN)
3.4.10.2020 dhv Deutsche Meisterschaft LinkenheimHochstetten (DE) 10.13.6.2021 FCI Weltmeisterschaft Münsingen (DE)
MONDIORING
6.8.11.2020 dhv Deutsche Meisterschaft n.n. (DE)
1.3.5.2020 WDSF Weltmeisterschaft Trutnov (CZE)
21.22.11.2020 VDH Deutsche Meisterschaft n.n. (DE)
11.17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA)
6.7.6.2020 UFO Major Bremen (DE) 13.14.6.2020 NFM Cup - UFO Major Vierhouten, Gelderland (NED) 20.21.6.2020 disc dog challenge Germany 3 Eime (DE) 4.5.7.2020 Fly em high Cup - UFO Major Boelenslaan, Friesland (NED) 11.12.7.2020 disc dog challenge Germany 4 UFO Major Kerpen (DE) 18.19.7.2020 UFO Swiss Major #2 Winterthur (SUI) 26.27.9.2020 disc dog challenge Germany 5 + Finale Verden/Aller (DE)
3.5.7.2020 swhv Verbandsmeisterschaft Gersbach (DE)
DOGDANCE
5.6.9.2020 dhv Deutsche Meisterschaft Nürnberg (DE)
12.14.6.2020 VDH Deutsche Meisterschaft Dortmund (DE)
10.11.10.2020 VDH Deutsche Meisterschaft n.n. (DE)
25.28.6.2020 FCI Weltmeisterschaft Seltz (FRA)
RH 20.23.8.2020 FCI Team Weltmeisterschaft Craiova (RUM) 24.27.9.2020 IRO Weltmeisterschaft Craiova (RUM)
Mantrailing 17.19.7.2020 DVG BSP Friedrichsort (DE)
1.4.10.2020 offene Europameisterschaft St. Petersburg (RUS)
FLYBALL 22.24.5.2020 FCI Flyball Open World Cup Lommel (BEL)
RO 2.3.5.2020 DVG BSP / dhv DM Ering (DE)
TOPHUNDESPORTTERMINE
Bitte beachten: Aufgrund der aktuelle Lage fallen Termine aus. Bitte informiert euch bei den Veranstaltern.
AP-BA-BEE-BOX-CACROSS-DE-DE-DEDOG-DOG-EPI-FENFLE-FRIS-FRUS-GREHA-HUN-LAN-LEPMAN-NEL-NI-ONPOR-PUNKT-RENRIE-SACK-SCHNAUSEN-SIE-SNIF-STEINTAR-TEL-TI-TIE-TRATUN-VA-VUL-ZER
1 3 5 7 9 11
2
funktionales Hundebekleidungsstück (5.)
4
neurologische Erkrankung (3.)
6
Ausbildungshilfe entwickelt v. Knut Fuchs (5.)
8
komplexe Übung in IGP Abt. B (5.)
10
Int. inoffizielle DM CaniXBike & Scooter (4.)
12
elementarer Bestandteil eines Sprunges (2.)
13
Vizesiegerin Crufts 2020 Agility Large (3.)
Gebrauchshunderasse (4.)
Hundefunsportart (10.)
Auslastungsmodell von Uwe Friedrich (1.)
mobiler Rückzugsort für Hunde (1.)
Gefühl der Enttäuschung bei Misserfolg (1.)
MITMACHEN & GEWINNEN
gewinnspiel
Löse mit folgenden Silben die nebenstehenden Fragen und trage den in Klammern stehenden Buchstaben in das Lösungswort unten ein.
SPORTHUNDGEWINNSPIEL
Teilnahmebedingungen: Sende das Lösungswort, deinen Namen und deine vollständige Postanschrift per E-Mail an
gewinnen@sporthund.de
Gewinner werden per EMail benachrichtigt. Unter allen Einsendungen verlosen wir ein Warmup Cape im Wert von ca. 65 EUR. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Es besteht auch kein Anspruch auf Auszahlung oder Ausgabe eines Ersatzgewinns. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die vom Teilnehmer angegebenen Daten werden nach Maßgabe der DSGVO behandelt. Die Datenschutzerklärung findest du unter www.sporthund.de/ datenschutzerklaerung
Agilitygerät (5.) Einsendeschluss:
10. Mai 2020
Lösungswort
Gewinne ein WARMUP CAPE 1
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Sende dein Lösungswort an: gewinnen@sporthund.de und sichere dir die Chance auf ein Warmup Cape im Wert von ca. 65 EUR. 4
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IMPRESSUM Herausgeber: LEROI GmbH Geschäftsführer: Olaf König Am Schneckenhof 9 D74626 BretzfeldGeddelsbach Email: magazin@sporthund.de Tel +49 (0) 79 45 / 9 41 01 01 Fax +49 (0) 79 45 / 91 15 25
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GESUCHT: Dein Hund mit unserem Produkt
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Verkauf: Einzelheft: 1,90 EUR zzgl. Versand im Abo: 11,40 EUR (D) / 22,20 EUR (EU) inkl. Versand Druck: WIRmachenDRUCK GmbH Auflage: 5.000 Stück Fotoquellen:
Jan Redder, Nadine Krei, Linda Gore, Yulia Titavets, Stefanie Gebke, Daniel Schröder, Constanze Rähse, iStock
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Teilnahmebedingungen:
Schicke DEIN Foto passend zum MOTTO:
✓ Die Fotos sollen eine Auflösung von min destens 300 dpi, eine Größe von 2.600 px an der langen Seite haben und im Land scapeFormat (Querformat) aufgenommen sein.
„Welche SPORTHUND Produkte nutzt du für die Ausbildung?“
✓ Fotos, die Logos oder Schriftzüge enthal ten, werden nicht akzeptiert. Bei Veröf fentlichung wird der Name des Fotografen immer angegeben.
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Bis 10. Mai 2020 per eMail senden an: cover@sporthund.de
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Unsere nächste Ausgabe erscheint Anfang Juni 2020 Gesellschaft
SOZIALPARTNER HUND
Hundesport mit kleinen Hunden: ist das schwieriger? Wir sprechen mit Hundeführern, die kleine Hunde ausbilden, aber auch schon große geführt haben. Welche Vor- und Nachteile haben kleine Hunde und gilt das für alle Sportarten?
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Heute ist der Hund viel mehr als nur ein Haustier: Kindersatz, Sportler, Therapeut. Er wird geliebt und gehasst, ausgebeutet und verwöhnt, optimiert und kaputt gezüchtet.
Hundesport
MONDIORING
Foto: Stefanie Gebke
Alles andere als aggressive Mannarbeit ist die neuste, von der FCI anerkannte Hundesportart, in der es um Geschick von Hund und Helfer gleichermaßen geht.
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Foto: Nadine Beil
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GUT UND ANSTÄNDIG Außerdem: ∙ Vorgestellt: Sascha Grunder Richter der EO 2020 ∙ Produktvorstellungen und ∙ aktuelle Hundesportevents
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Verhalten geht durch den (Hunde-) Magen. Verhaltensstörungen haben unterschiedliche Gründe und sind u.a. auch durch Stress, Ernährung, Hormone beeinflusst. Kurzfristige Änderungen vorbehalten. Wir bitten um Verständnis.
sporthund.de ∙[Heft 2/2020]
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vorschau
DIE KLEINEN, GANZ GROSS
VORSCHAU #4
Hundesport bedeutet bewegung Und Bewegung macht glücklich.
Foto: Constanze Rähse
Eigentlich ganz einfach. Und Rasse, Größe und Sportart sind dabei völlig unerheblich!
ZUM SAMMELN sporthund.de