MAGAZIN #2
editorial
FEBRUAR/MÄRZ 2020
Führungsqualität
Gespannmanagement im Zughundesport
Schilderwald
Rally Obedience: Kommunikation und Teamwork
Hundesport wird bunter und sicherer Bungee-Spielis sind DER Renner
Schnipp, Schnapp ... Kastration Interview mit Dr. Sophie Strodtbeck
∙ ∙ ∙ Hundesport-Themen ∙ kynolog. Fachbeiträge ∙ Interviews ∙ Produktvorstellungen ∙ ∙ ∙
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„Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.“ Konfuzius Jeder Hundesportler kennt das aus der Ausbildung seines Hundes: es sind unzählige kleine Schritte nötig, bis sich daraus etwas Vorzeigbares entwickelt. Und zum ganz großen Erfolg braucht es dann auch noch unzählige weitere mehr. Dass dies eigentlich gar nicht „hundesportlich“ ist, sondern „menschlich“, hat der chinesische Philosoph Konfuzius schon zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie 500 v. Chr. erkannt. Beeindruckend!
Autoren dieser Ausgabe MIKE SCHEFFNER arbeitet als Hundetrainer, Drehbuchautor und freier Journalist. Der zertifizierte Hundetrainer und Verhaltensberater (IHK) ist spezialisiert auf die Resozialisierung von ängstlichen und aggressiven Hunden. Seine Hunde bildet er im IGP-Bereich aus. Nach Hovawart und Deutschem Schäferhund führt er aktuell einen Malinois. MIRIAM FELDMANN stammt aus dem Alpenvorland
Unser Kundenmagazin #2 startet u. a. mit der Frage ins neue Jahr, welchen Typ Hund es für den eigenen Sport braucht. Die Antwort, dass es nie um besser oder schlechter geht, sondern immer um „anders“, macht Mut.
bei Rosenheim und ist mit ihrer 5-jährigen Entlebucher Sennenhündin in den Bereichen Mantrailing und Zughundesport unterwegs. Ihre Leidenschaft für die Tier- und Outdoorfotografie führt sie zu Sportveranstaltungen im Hunde- und Pferdebereich.
„Anders“ ist auch der Trend aus Polen. Was früher ein Microfaser-Chenille-Wischmopp war, ist heute ein beliebtes Hundespielzeug. Bungeeseil dran und ein Ball – fertig! Einfache, aber geniale Idee! Und bunter wird der Hundesport sowieso stetig.
INKA STONJEK lebt in Schweden und arbeitet von dort als freie Fachjournalistin, PR-Beraterin und Konzeptionerin. Inhaltlich geht es bei der Ernährungswissenschaftlerin meist um das große Themenspektrum Essen und Trinken. Mit ihrem 7-jährigen Australian Shepherd ist sie im schwedischen Brukshundklubben u. a. im Agility aktiv.
Und dann gibt es immer die Erfolgsgeschichten, die einen ganz besonderen Eindruck hinterlassen: Elke Boxoen wird zum zweiten Mal FCI Weltmeister im Dogdance. Mit demselben Hund, aber komplett anderer Kür. Anne Lenz gewinnt mit ihren beiden Hunden die Deutsche Meisterschaft in der Agility-Large-Klasse und Gregor von Gumppenberg fährt mit fünf Wurfgeschwistern in der Mitteldistanz auf Platz 3 der IFSS Weltmeisterschaft. Aber auch die drei haben mit kleinen Schritten angefangen.
KATHRIN OVERRÖDDER arbeitet hauptberuflich in der Marketingleitung einer GmbH. Sie ist seit über zehn Jahren Ausbilderin im DVG und findet immer einen Trainingsansatz für jedes Problem. Sie selbst führt im Rally Obedience eine Aussie-Hündin, mit der sie 2015 die Beginnerklasse der DVG BSP gewann und führt ihren Malinois im Obedience.
Und jetzt: Step by Step das neue Jahr erfolgreich machen!
Unser Titelbild „Führungsarbeit“ zeigt in der Hundesportart Schlittenhundesport den Deutschen Vizemeister 2019 der Klasse 8H-offen Malte Stodt Chefredakteurin SPORTHUNDMAGAZIN
Foto: Ralf Klengel
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EDITORIAL
AKTUELLES: kurz & knapp
SAISONAUFTAKT NACH MASS! TEXT UND FOTOS: CONSTANZE RÄHSE
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heltie LeGo wird in dem Jahr geboren, als in Kreuth zum ersten Mal die European Championship ausgetragen wird: 2015. Knapp fünf Jahre später steht der aus österreichischer Zucht stammende Rüde auf Platz 3 im Finale der Bavarian Agility Challenge Kreuth. Seine Hundeführerin ist die 17-jährige Conni Raschbauer, die erst seit drei Jahren diesen Sport ausübt und sich gegen 107 Starter in ihrer Klasse durchsetzt. Insgesamt starten um die 750 Hunde in den drei Größenklassen. Das Besondere der B.A.C.K., die alle zwei Jahre stattfindet, ist ganz klar die Mischung. Hier können sich Hobbysportler mit den ganz Großen ihrer Szene „duellieren“, hier laufen normale Vereinssportler gegen Welt- und Europameister. „Das Gefühl ist toll!“, sagt mir die junge Österreicherin und fügt hinzu, dass es
einzigartig ist, sich auf so einem großen Turnier mit internationalen Top-Läufern messen zu können. In das oberpfälzerische Rieden kommen viele Gäste aus dem Ausland. Auf den Parkplätzen sieht man neben den deutschen Nummern auch italienische, österreichische, belgische, tschechische, polnische, französische, niederländische, slowenische und schweizerische und ich habe sicher welche vergessen. Sie alle komplettieren die große Agilityfamilie, die längst nicht mehr nur regional ist. Der hohe Stellenwert dieses Events, das über drei Tage geht, wird mehr als deutlich. Die Organisation verlangte also einiges von den ehrenamtlichen Helfern, die rund um Angelika Just wirklich tolle Arbeit geleistet haben. Es gab sehr viel positives Feedback. Auch in den sozialen Netzwerken war man voll des Lobes.
Die Pferdesportanlage Kreuth steht für super Bodenverhältnisse, eine tolle, weitläufige Anlage, fantastische, internationale Richter, anspruchsvolle Parcours und viel Stimmung. Kreuth ist also längst bekannt in der Hundesportwelt. Neben den Agilitysportlern haben auch die CaniCrosser schon die Vorzüge der Anlage entdeckt und führen hier Events durch. StrongDog SOUTH beispielsweise findet immer um Ostern statt. Auch die Deutsche Meisterschaft im Horse und Dogtrail fand hier 2016 statt und verbindet damit die Hundeund Pferdesportszene.
In der Hauptarena, in der auch hochklassige Springreitturniere stattfinden, standen drei Ringe, in denen parallel gelaufen wurde. Nach jedem Lauf erhielten die fehlerfreien Teams eine Ehrenschleife. Am Samstagabend fanden die Finalläufe statt. Der Finallauf war für alle Größenklassen gleich und ermittelte die drei Sieger der einzelnen Klassen. Gesetzt waren alle jugendlichen Starter bis Geburtsjahr 2002, qualifizieren konnten sich alle anderen in den zwei Samstagsläufen.
Verleitungen, die eben vielen Teams zum Verhängnis wurden. Zum Beispiel scheiterten viele beim Slalomeingang. Nach zwei langen Tagen im Sand und einem Start nach 20 Uhr war es schwierig, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und die Konzentration zu finden. Dazu wurde jeder Lauf vom Hallensprecher für das Publikum mitkommentiert und ein eingespieltes Intro begleitete jedes Team zum Start. Schöne Idee, aber da hieß es auch: Nerven behalten!“
Im SMALL-Finale standen 22 Starter. Den 211 Meter langen Parcours absolvierte der Sieger fehlerfrei in 40,87 sec. LeGo brauchte 2,02 sec. länger, blieb auch fehlerfrei, was in diesem Lauf nur fünf Teams gelang. 13 Teams liefen ins DIS, darunter leider auch Maik Brands mit seiner SISSY, der klar einer der Mit-Favoriten war.
Für Conni und ihren TYCANCY LET‘S GO hätte der Saisonauftakt nicht besser sein können. Die B.A.C.K. aber gibt es dann erst im Januar 2022 wieder. Schade!
„Eigentlich war es ein sehr schöner, nicht allzu schwieriger Parcours“, fand Conni Raschauer. „Es gab einige kleine
Richter: Jorge Pires, Dirk Patermann, Rene Blank, Reetta Pirttikoski, Sigi Schwarzkopf, Martin Wenger, Jocke Tangfeld, Neil Ellis Angaben ohne Gewähr!
Kleine Impressionen:
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Die 17-jährige amtierende Junioren-Europameisterin muss sich im Finale nur dem EO-Sieger von 2015 Sandi Okanovic mit MIYA und Franziska Homburg aus Bielefeld mit YOU geschlagen geben. Für den slowenischen Sieger scheint Gut Matheshof überhaupt der perfekte Wettkampfort zu sein, denn er gewann seinen EuropameisterTitel 2015 ebenfalls hier.
Starter: Klasse: Gesamt (Large, Medium, Small) A1: 109 (64, 27, 18) A2: 159 (91, 37, 31) A3: 486 (258, 122, 106)
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F체hrungsqualit채t Jeder Hund hat St채rken und Schw채chen. Nur ein Musher, der diese bei seinen Hunden kennt und richtig managt, kann erfolgreich sein.
TEXT UND FOTOS: MIRIAM FELDMANN
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Einen, zwei, viele – wäre die Antwort auf die Frage, wie viele Hunde man vor einen Schlitten spannen kann. In der Königsklasse „Unlimited“ konnte man bei der WSA Snowland World Championship 2019 in Haidmühle zum Beispiel ein 13-Hunde-Gespann laufen sehen.
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ald beginnt sie wieder, die Schlittenhundesaison: von einem Rennen zum nächsten zieht die internationale Musher-Gemeinschaft. Es ist eine ganz eigene Welt – man kennt sich untereinander und fährt Rennen mit- und gegeneinander. Überall das gleiche Flair: ohrenbetäubendes Bellen und Jaulen im Stakeout, weiter draußen Schnee und Stille, unterbrochen vom Knirschen der Kufen auf dem Trail und den Kommandorufen der Musher. Der durchschnittliche Besitzer des durchschnittlich leinenführigen und kommandosicheren Hundes fragt sich natürlich, wie so ein Gespann aus vier, sechs, acht oder sogar zwölf Hunden wohl funktionieren kann. Antworten auf diese Frage suche ich bei Gregor von Gumppenberg: er züchtet und fährt „Hounds“.
GREGOR VON GUMPPENBERG 2001 Start in den Schlittenhundesport 2005 Deutscher Meister 2008 Weltmeister Mitteldistanz Absturz und Krise 2016 Neustart ∙ Trainerausbildung ∙ Wurf mit einer Hündin aus dem Weltmeisterteam von 2008 ∙ Crowdfunding als Grundlage 2017 Training mit den Junghunden 2017 Eröffnung Hundeschule Tutzing 2018 Erste Rennstarts mit dem Wurfgeschwister-Gespann 2019 Platz 3 IFSS WM Mitteldistanz in Bessans, Frankreich 2019 2. Platz Alpentrail 2019 Platz 2 der VDSV Deutsche Meisterschaft Mitteldistanz in Wallgau 2019 Wurf mit einer Hündin aus dem Wurf von 2016
„Hounds“, das sind die eleganten europäischen Schlittenhunde, die ihren Ursprung in Kreuzungen aus Pointern und Deutsch Kurzhaar haben, eigentlich gar nicht aussehen wie Schlittenhunde und deren Fangemeinde doch stetig wächst in der Szene. Sehr lauffreudig sind diese Hunde, aber auch bindungsstark und führig. Bekannt ist der Weltmeister von 2008 nicht nur durch seine sportlichen Erfolge, sondern auch durch seine bewegende Geschichte von Krankheit und Drogensucht – und seine besondere Beziehung zu seinen Hunden, die es geschafft haben, ihn aus der Abhängigkeit zurückzuholen. Seit der letzten Saison ist er wieder im Sport dabei: nach einem kompletten Absturz ermöglichte eine Crowdfunding-Kampagne ihm die Zucht und Aufzucht eines eigenen Wurfs und das spätere Training der jungen Hunde. sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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Selbst gezüchtet und ausgebildet: Reines WurfgeschwisterGespann wird deutscher Vizemeister in der Mitteldistanz und belegt Platz 3 der ISFF WM
nur Sportler, sondern widmet sich mittlerweile in seiner Hundeschule in Tutzing auch der besseren Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Als wichtigste Voraussetzung für erfolgreichen Schlittenhundesport nennt er die Homogenität eines Teams und dessen Harmonie bei der Größe der Hunde und ihrem Bewegungsablauf. Denn, wie er sagt:
„Ein Gespann ist immer so gut wie der schwächste Hund darin.“
Sommer 2019: die zuverlässigste Hündin seines erfolgreichen Sextetts wirft sieben Welpen ...
Mutter seiner Welpen ist Momo, eine Hündin aus seinem Weltmeistergespann von 2008. Mit diesem außergewöhnlichen Gespann aus sechs Wurfgeschwistern (drei Rüden und drei Hündinnen) wurde Gregor 2019 deutscher Vizemeister und gewann die Bronzemedaille bei der IFFS Weltmeisterschaft in der 6-Hunde-Klasse Mitteldistanz. Basis für diese Leistung ist seine langjährige Erfahrung mit Hounds in Sport und Zucht: bis zu 36 Hunde vom Welpen bis zum Rentner lebten zeitweise bei ihm. Er ist nicht
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Der Musher braucht das Gefühl dafür, wie weit er den Ehrgeiz der schnellsten Hunde einbremsen muss, damit alle zusammen die bestmögliche Geschwindigkeit auf eine lange Distanz halten können. Ansonsten kann es schnell passieren, dass ein Hund nicht mehr mithalten kann: der muss dann in den Schlittensack geladen werden und das für den Rest der Strecke. Aber das ist neben der körper lichen Überlastung und dem Ungleichgewicht, das für die anderen Hunde entsteht, auch schlecht für die Psyche aller Beteiligten. Besondere Verantwortung im Team tragen die LEADER (nicht zu verwechseln mit den Leithunden eines Rudels), die vorne im Gespann laufen. Sie müssen die Kommandos des Mushers hören, verstehen und umsetzen, die Geschwindigkeit halten, bei Tiefschneestrecken den richtigen Weg finden und bahnen – und nicht zuletzt dem Druck Stand halten, das ganze Gespann hinter sich zu haben. Potentielle Leader kann es im Team unabhängig von Alter und Geschlecht mehrere geben, denn
Die WHEELER, also die Hunde, die direkt vor dem Schlitten eingespannt werden, sind keineswegs nur „Mitläufer“. Nein, sie haben den anspruchsvollsten Job. Sie haben den Schlitten direkt hinter sich, müssen dessen Bewegungen und die Fliehkraft, die von ihm ausgeht, kompensieren und jederzeit das Tempo und die Spur halten. In dieser Position ist nicht, wie man denken könnte, die Größe des Hundes ausschlaggebend, sondern der ausgeprägte Laufwille und die Konstanz. Junge Hunde laufen zur Eingewöhnung erst einmal in der Mitte eines Gespanns mit, damit sie sich an den Schlitten gewöhnen. Parallel dazu gibt es Kommandotraining, denn der Musher hat – außer über die Bremse des Schlittens – ausschließlich verbalen Einfluss auf seine Hunde. Deshalb müssen die unbedingt lernen, sich neben dem Drang nach vorne auch nach hinten zu orientieren und auf Signale zu warten. Nicht jeder Hund passt in jedes Team – auch diese Erfahrung musste Gregor machen und hat mittlerweile eine Hündin aus seinem Wurf abgegeben. Im Gespann war sie gestresst, als „Einzelkämpferin“ in Ski- und Bikejöring hat sie nun ihre Bestimmung gefunden. Mit „nur“ sechs Hunden ohne Reserven in der Sechser klasse zu konkurrieren, ist mehr als knapp. Also hat Gregor die Sommerpause genutzt, seinem Traum vom Weltmeistertitel einen Schritt näher zukommen: Hündin Pamuk, eine der Zuverlässigsten in seinem Gespann, wurde Mitte Juli Mutter von sieben Welpen. Von Anfang an war sein Plan, drei bis vier von ihnen zu behalten und die anderen in liebevoll-sportliche Hände abzugeben. sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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... als Verstärkung für das Team auf dem konsequenten Weg zum „Traum vom Weltmeister“.
die wichtigen Voraussetzungen Kommandosicherheit, Orientierungsvermögen und Ausdauer haben meist alle vier der vordersten Hunde. Bei Mehrtagesrennen kann der Austausch der Positionen taktische Hintergründe haben. Lässt man vielleicht am ersten Tag die erfahrenen Hunde in der ersten und die jüngeren in der zweiten Reihe laufen, kennen am zweiten Tag alle den Trail, sodass man probieren kann, ob beim Tausch die jüngeren Hunde in der ersten Reihe noch angriffslustiger und schneller sind.
Das ist der Sommerwurf der Gumppenbergs. Ob aus den Kleinen mal LEADER oder WHEELER werden, wird die Zukunft zeigen.
Die Auswahl zu treffen fiel schwer, denn allein die körperliche Entwicklung der Sprößlinge sorgte immer wieder für Überraschungen. Mittlerweile sind zwei Hündinnen und ein Rüde in ihr neues Zuhause umgezogen. Die anderen vier werden ganz behutsam bald erste Bekanntschaft mit dem Zughundesport machen. Für die Erfüllung eines Traumes braucht er aber nicht nur seine Hunde, sondern auch die bedingungslose Unterstützung von Julia, seiner Lebensgefährtin und Partnerin in der Hundeschule Tutzing. Ohne sie hätte es wohl den „Traum vom Weltmeister“ nicht gegeben. 2016 hat sie unermüdlich das Crowdfunding für den Neuanfang vorangetrieben und zum Erfolg geführt. Sie kümmert sich um Kinder, Hunde, Hundeschule und nicht zuletzt die Finanzen der Familie. Zughundesport ist aufwendig und teuer: die Hunde müssen gefüttert und ausgebildet werden, das Equipment muss in Schuss bleiben, die Trainings- und Rennorte erfahren werden. Zumindest einen kleinen Teil dieser Kosten übernehmen Hunde-Paten, die sich vielleicht für einen der Hunde besonders interessieren, ganz allgemein dem Zughundesport verbunden sind oder die therapeutische Komponente für Gregor unterstützen möchten. Zughundesport verbindet eben und man hilft sich: manchmal im Kleinen, manchmal im Großen.■ 10
weiterführende Links: HIGHLIGHTS 2020 1.-2.2.2020 VDSV DM Sprint Frauenwald (DE) 6.-9.2.2020 WSA Weltmeisterschaft Zuberec (POL)
Dachverband der Deutschen Schlittenhundesportvereine (alle Rassen)
www.vdsv.de Internationaler Verband Schlittenhundesport (alle Rassen)
www.sleddogsport.net
15.-16.2.2020 VDSV DM Mitteldistanz Haidmühle (DE)
Welt-Dachverband der Schlittenhunde
20.-23.2.2020 IFSS EM On-Snow Falun (SWE)
www.wsa-sleddog.com
(nur FCI anerkannte Rassen)
BEMERKENSWERTES: kurz & knapp
Itzi Bitzi alias Berta a flotte Sach wird VDH Deutscher Meister LARGE 2019
Die Dogdance-Welt ruft laut „Proficat“ und verneigt sich vor der Belgierin Elke Boxoen, die zum zweiten Mal FCI Weltmeisterin im Freestyle wurde. Mit ihrem Border Collie LUNA TALE JESSY nahm die 33-Jährige zum zweiten Mal am höchsten Event der Szene teil und gewann nach 2017 mit einem komplett neuen Programm wieder den Titel. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass beide in dem Jahr „Pause“ sich nicht etwa auf das Einstudieren desselbigen konzentriert haben, sondern sehr erfolgreich in einer anderen Hundesportart unterwegs waren. 2018 nahm das sechsbeinige Team an der FCI Weltmeisterschaft im Obedience teil und erreichte dort in der Finalqualifikation mit 253 Punkten das Gesamtprädikat „sehr gut“ und landete auf Platz 44 von 111 Startern. Abwechslung heißt wohl die Devise der beiden, die ja unermüdlich trainieren müssen, um in zwei Sportarten derart erfolgreich zu sein. Ein Dogdance-Programm dauert ca. vier Minuten, in denen der Hund passend zur Musik mehr als 100 Tricks zeigt. Fast unvorstellbar, dass nach der E.T.-Nummer beide in Stuttgart ein komplett neues Programm „Spiegel“ zeigten. Und damit gehts 2020 zur Crufts!
Archivfoto EO 2018: Constanze Rähse
Die VDH Deutsche Meisterschaft Agility liegt schon ein paar Tage zurück. Trotzdem: es gibt manchmal Dinge, die etwas Besonderes sind und auf die man gern noch einmal aufmerksam macht. Die deutsche Agilityszene ist stark. Das beweisen die Ergebnisse auf internationaler Bühne in den letzten Jahren. Eine, die immer vorn dabei ist, ist Anne Lenz aus der Nähe von Bonn, die mit ihren beiden Border Collies ITZI BITZI und CHI schon so einiges an Titeln abgeräumt hat. Vize-Weltmeister 2018 und Weltmeister 2016 LARGE individuell: beide Hunde laufen auf höchstem Niveau und gehörten damit natürlich zu den Top-Favoriten des deutschen Jahres-Höhepunktes 2019. CHI und ITZI BITZI, die eigentlich Ayla und Berta heißen, stammen aus der Zucht „a flotte Sach“. Züchter Hans Perschl, der selbst mit Amy startete, hatte mit BELIEVE IN LEAH, CLARA und CORA insgesamt sechs Hunde im 86er im Teilnehmerfeld. Alle haben in ELA VOM CHIEMGAUER LÄNDCHEN dieselbe Mutter. Ein fantastischer Zuchterfolg also und mit Platz 1 und 2 durch ITZI BITZI und CHI ein bemerkenswerter Sporterfolg sowieso. Chapeau!
FCI WM Dogdance 2019
Zweiter Titel für Jessy oder Dreamteam 2017 wieder unschlagbar
Luna Tale Jessy und Elke Boxoen holen den WM Titel auch 2019 nach Belgien.
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Itzi Bitzi schlägt Chi oder Lenz dominiert Large
Foto: privat
VDH DM Agility 2019
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Schilderwald Kommunikation und Teamwork – darum geht es hier!
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TEXT: KATHRIN OVERRÖDDER QUELLE DER SCHILDER: DVG/VDH
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chwanzwedelnd nimmt der 7-jährige Berner Sennenhund Calle Anlauf, springt dynamisch über die Hürde und läuft weiter, bis er bei Diana angekommen ist. Gemeinsam machen sie noch einen Schritt, bevor sie sich zeitgleich einmal um die eigene Achse drehen. Was Diana Strätling und Calle da machen, nennt sich Rally Obedience und ist eine recht neue Hundesportart, die in den letzten zehn Jahren einen enormen Zuspruch in Deutschland fand.
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Einzigartige Rassevielfalt Border Collie, Sheltie, Malinois und Co.: Rassevielfalt sucht man in den bekanntesten Sportarten vergebens. Schaut man sich die letzte Starterliste der WM-Qualis im Obedience an, so findet man dort fast ausschließlich Border Collies. Im Gebrauchshundesport sind es fast nur Belgische und Deutsche Schäferhunde, im Agility dominieren Border Collies und Shelties.
Warum ist das so? Prüfungsordnungen werden immer strenger und die Hundesportler, die ihren Sport auf Spitzenniveau betreiben, werden immer ehrgeiziger. Um heutzutage mit dem eigenen Hund konkurrenzfähig zu sein, muss man sich für eine der typischen Rassen entscheiden.
DVG-Bundessieger werden auch mal Beauceron, Golden Retriever & Co.. Vom Berner Sennenhund Calle, über Chihuahua, Mops, Spitz oder Zwergpinscher – alle können diesen Sport betreiben. Auch die Großen, wie Molosser und Doggen sieht man in den Parcours.
Beim Rally Obedience sieht das Ganze schon anders aus:
Und das Wichtigste dabei: Jeder dieser oder aller anderen Rassen
Dank Rally Obedience bekommt aber jeder Hundebesitzer die Chance, Hundesport zu betreiben und vor allem auch mal Turnierluft zu schnuppern oder sogar auch vorne mitzulaufen.
Das Regelwerk kann man u. a. hier nachlesen:
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Ein Briard hat in diesem Sport die gleichen Chancen wie jeder andere Hund auch. Und in welchem anderen Sport sieht man denn diese Rasse noch?
Von Richtungsänderungen und stationären Übungen Was macht diese neue Hundesportart so reizvoll? Wie ist der Boom der letzten Jahre zu erklären? Der Ursprung des Rally Obedience liegt in Amerika bei Entwickler Charles L. „Bud“ Kramer. Aber auch in anderen Ländern, vor allem im
skandinavischen Raum wird der Sport schon lange praktiziert. Maßgeblich an der Verbreitung in Deutschland beteiligt waren Manuela Klucken und Henk Buren, der als erster Deutscher ein Rally Obedience Turnier organisierte. Erst Ende 2012 wurde das erste offizielle Regelwerk vom DVG veröffentlicht und gilt seit 2013 auch beim VDH Deutschland.
Beim Rally Obedience hat das Hund-MenschTeam einen Parcours zu bewältigen. Dieser Parcours besteht, je nach Leistungsklasse, aus 15 bis 24 verschiedenen Stationen, an denen eine Aufgabe erfüllt werden muss. Dies kann eine einfache Übung, wie Sitz oder Platz sein, eine Richtungsänderung, wie „90° rechts“ oder „270° links“ oder eine Tempoanweisung. sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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und natürlich auch jeder Mischling hat im Rally Obedience die Chance, zu gewinnen und das macht diesen Hundesport auch so attraktiv für die breite Masse. Viele Hundesport-Neulinge machen sich bei der Anschaffung eines Hundes noch gar keine Gedanken über die Vor- und Nachteile ihres „Sportgerätes“.
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Foto: Constanze Rähse
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Der Hund läuft dabei die ganze Zeit in der Fußposition. Links neben dem Hundeführer, dicht an seiner Seite.
Schaut man auf das nebenstehende Schild 2-221 aus Klasse 2 wird der Anspruch deutlich. Bei diesem Schild muss sich der Hund zunächst vor den Hundeführer stellen, sodass beide voreinander stehen. Dabei darf sich der Hund jedoch anders als beim Vorsitz aus der Unterordnung nicht setzen, sondern muss stehen bleiben. Dann gehen beide zusammen einen Schritt, für den Hundeführer rückwärts, für den Hund vorwärts und hal14
Foto: Kathrin Overrödder
Insgesamt gibt es rund 100 verschiedene Schilder, sodass es unendlich viele Möglichkeiten zur Kombination im Parcours gibt. Es wird also niemals langweilig.
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Autorin Kathrin Overrödder mit ihrer Aussie-Hündin
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ten wieder an. Auch hier darf sich der Vierbeiner nicht setzen, sondern muss weiterhin stehen bleiben. Das Ganze wird dann noch einmal mit zwei Schritten und anschließend mit drei Schritten wiederholt. Keine einfache Übung also, die vor allem für Hunde, die zuvor in anderen Sportarten geführt wurden, eine echte Herausforderung ist.
Rally Obedience erfordert vom Hundeführer höchste Konzentration, denn die Kombination mancher Schilder macht es erforderlich, dass man sich bei der Parcoursbegehung die Reihenfolge, der Übungen merkt. Mehrere Schilder eng hintereinander oder sog. Mehr-Schild-Übungen: Hund und Hundeführer müssen immer einen kühlen Kopf bewahren.
Was macht Rally Obedience so interessant? Anders als beispiels weise im Obedience oder IGP-Sport steht nicht die perfekte Ausführung der Übung im Fokus, sondern die Teamarbeit. Gibt es beim Obedience Punktabzug, wenn der Hund eine schräge Grundstellung zeigt, so darf diese beim Rally Obedience bis zu 30° schräg ausgeführt werden – ohne Punktabzug. Diejenigen, die diesen Sport selbst noch nie praktiziert haben, behaupten daher gern, dass es eine einfache Sportart ist. Aber auch nur diejenigen.
Ja. Rally Obedience ist in der Bewertung der Ausführungen des Hundes großzügiger. Aber auch strenger zu denen des Menschen. Dreht der Hundeführer beispielsweise in einer 90° Drehung nicht Fuß an Fuß oder macht einen Schritt zu viel zwischen zwei Übungen, bedeutet das Punktabzug. Echtes Teamwork ist gewünscht Mensch und Hund sollen als Team gut harmonieren. Viele Hilfen, die in anderen Sportarten verboten sind, sind hier explizit erlaubt und sogar gewünscht.
Die Leistungsrichter möchten sehen, dass dem Hund geholfen wird, wenn er beispielsweise durch die Turnieratmosphäre zu beeindruckt ist und sein sein Erlerntes nicht abrufen kann. Es darf dauerhaft mit dem Hund kommuniziert werden, um ihn zu motivieren. Handzeichen und Führhilfen sind ohne Punktabzug erlaubt. Berührungen allerdings nicht. Hunde, die bei ausbleibender Bestätigung recht schnell die Motivation verlieren, können so angespornt werden und das macht diesen Sport so interessant für jedermann.
Fotos: Constanze Rähse
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Konkurrenzdenken Fehlanzeige!
Führerhilfen sind grundsätzlich erlaubt. Berührungen werden mit Punktabzügen geahndet.
Rally Obedience öffnet jedem Hundehalter die Türen zum Hundesport. Das bedeutet, die, die sich bislang nicht getraut haben, weil ihr Hund vielleicht nicht die nötige Arbeitsbereitschaft mitbringt, finden plötzlich auch im Sport ihren Platz. Und das ist doch schön.
„Ich liebe an Rally Obedience den gewollt kameradschaftlichen lieben Umgang zwischen Mensch und Hund“, erklärt Claudia Tinnappel, Leistungsrichterin der ersten Stunde in Deutschland.
Jedem Besucher eines Rally Obedience Turniers fällt eines sofort auf: Die Gemeinschaft ist füreinander und nicht gegeneinander. Jeder Turnierteilnehmer gönnt seinen Mitstreitern den Sieg und freut sich mit den anderen Hundeführern über einen erfolg reichen Lauf. Jeder Teilnehmer weiß auch, dass in diesem Sport nicht immer nur einfach zu erziehende Hunde zu finden sind, sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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Durch die Rassevielfalt starten beim Rally Obedience viele Hunde, die durch fehlende Arbeitsmotivation in anderen Sportarten keine Chance hätten. Beim Rally Obedience ist alles möglich, wenn der Hundeführer weiß, wie er seinen Hund motiviert und bei Laune hält.
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sondern auch Quereinsteiger, körperlich beeinträchtigte Hunde und welche aus dem Tierschutz starten können. Dieses Gemeinschaftsgefühl ist wirklich einzigartig und erleichtert jedem Hundebesitzer seinen eigenen Einstieg in den Hundesport. Wer den Überblick behalten will inmitten des Schilderwaldes, braucht volle Konzentration.
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Verschiedene Leistungsklassen Für eine faire Bewertung gibt es vier Leistungsklassen. In der Beginnerklasse fängt man an.
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In einem Turnierlauf startet das Team, unabhängig welcher Klasse, immer mit 100 Punkten. Für jeden Fehler im Parcours werden dem Team Punkte abgezogen.
Die verbleibende Punktezahl entscheidet dann über den Turniersieg. Beenden zwei Starter punktgleich, siegt die schnellere Zeit der Parcoursbewältigung.
Foto: Kathrin Overrödder
Erreicht ein Team 90 Punkte ist das ein „Vorzüglich“. Das berechtigt zum Start in der nächst höheren Klasse. Den Aufstieg, der immer auch freiwillig ist, erreicht man 16
alternativ auch mit dreimal 70 Punkten. Nach der Beginnerklasse kommen die Leistungsklassen 1 bis 3. Für alle Hunde ab acht Jahren gibt es die Seniorenklasse, in der es weniger Linkswendungen und keine Sprünge gibt, weil ältere Hunde oft gesundheitliche Einschränkungen haben. So kann ein Hund im Rally Obedience lange aktiv geführt werden.
Keine Voraussetzungen notwendig Da man für den Start auf einem Rally Obedience Turnier aktuell noch keine Vereinszugehörigkeit und keine Eignungsprüfung, wie die Begleithundprüfung benötigt, können auch Privatpersonen starten. Viele Hundeschulen bieten deshalb Rally Obedience Kurse an und öffnen den
Hundebesitzern so den Einstieg in den Hunde sport. Nach ein wenig Training ist der Start in der Beginnerklasse auf jeden Fall möglich! Und so mancher Hunde führer hat sich mit dem Virus Hundesport infiziert und später auch den Umstieg in Spezialdisziplinen, wie zum Beispiel Obedience, geschafft.■
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� Warum bist du beim RO geblieben, was gefällt dir?
� Wodurch zeichnet sich diese Sportart aus?
führt ihren sieben Jahre alten Berner Sennenhund Calle seit drei Jahren im Rally Obedience. Schon nach eineinhalb Jahren als Turnierstarterin hatte sie die Berechtigung in der höchsten Klasse (3. Klasse) zu starten. 2017 waren die beiden ein Zehntel zu langsam und haben damit nur knapp den Klassensieg der Klasse 2 auf der DVG Bundessiegerprüfung verpasst.
Ich wollte mit Calle unbedingt aktiv im Hundesport sein, Turnierhundesport ist für uns natürlich aufgrund der vielen Sprünge nicht möglich gewesen... und Rally Obedience hat uns total viel Spaß gemacht! Die Kombination aus Unterordnung, Sprüngen und Kopfarbeit lag mir und meinem Hund sehr. Zudem konnte ich die Übungen gut alleine trainieren, sodass ich Hobby und Beruf gut miteinander kombinieren kann.
Es bleibt abwechslungsreich, da den Parcours-Ideen fast keine Grenzen gesetzt werden. Schön finde ich auch, dass es eine Seniorenklasse gibt, so kann der Hund auch bis ins hohe Alter aktiv bleiben.
Seit Beginn ihrer Rally Obedience-Karriere kann sie 90% ihrer Prüfungen mit „vorzüglichen“ Wertnoten beenden, läuft also Turniere konstant mit der Bestnote. Das spricht für ihre sehr gute Ausbildung und ein perfektes Teamwork zwischen ihr und Calle.
� Was ist für dich das Besondere am RO?
Relativ unromantisch... nach der Begleithundprüfung haben wir geschnuppert, was uns gefällt und aufgrund meiner Selbstständigkeit passten die Rally Obedience-Trainingszeiten meines Vereins sehr gut zu meinem Terminkalender.
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UND Rassevielfalt!
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� Diana, wie bist du zum RO gekommen?
RO bedeutet für mich... Spaß!
Jeder kann schon frühzeitig starten und erfolgreich ein Beginnerturnier laufen. Ist der Hund noch auf Hand- und Führerhilfen angewiesen, dann dürfen diese Hilfen auch eingesetzt werden. Ist der Hund mal nicht so gut drauf oder lässt sich ablenken, sind diese Hilfen jederzeit möglich. Es darf sogar im Turnier gefüttert werden, sodass sich ein Turnier für den Hund wie ein perfektes Training unter Turnierbedingungen anfühlt. Die Frustgrenze des Hundes wird somit eigentlich nicht erreicht, sofern der Hundeführer seinen Hund gut „lesen“ kann!
{I N T E R V I E W } sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
Foto: Kathrin Overrödder
Foto: Sebastian Drolshagen
DIANA STRÄTLING
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Unsere Produktvorstellung:
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undesport ist schon lange bunt, wird aber immer noch bunter:
Mopik KRABIK, Crackle FUR, Hol-EE MOP, Fox FUR HULA und Co. ... so außergewöhnlich und vielseitig wie die Namen der Spielis ist auch deren Variantenreichtum, bei dem der polnische Hersteller Dog‘s Craft neben hoher Erfahrungswerte im Umgang mit Hunden auch Fantasie und Farben ins Spiel bringt.
BUNGEE IST IN! 18
Die Entwicklung des fantastischen Spielzeugs für Hunde hält einige tolle Features bereit. Wichtigstes und namengebendes ist dabei das Bungee-Seil, als Hauptbestandteil aller Varianten. Dieses dehnt sich beim Spielen aus und zieht sich zusammen, ist also flexibel. Das regt nicht nur das Beuteverhalten des Hundes an und sorgt für mehr Spaß, sondern schont auch den Nacken des Hundes sowie die Schulter des Hundeführers. Dass das vorteilhaft gegenüber Bällen an „starrem“ Seil ist, kann sich jeder vorstellen, der mit einem beutestarken Hund einer größeren Rasse schon „gezerrt“ hat.
Und da jeder Hundeführer in diesem Spiel auch eine andere Grifftechnik bevorzugt, gibt es die meisten Spieli-Varianten mit einseitiger Handschlaufe (BASIC), beidseitiger Handschlaufe (KRABIK) oder in der ringförmigen Version (HULA). Aber nicht nur der Haltepunkt für den Hundeführer ist facettenreich, auch für die Hunde werden „persönliche“ Vorlieben bereitgestellt. Balljunkies finden die im Hundesport beliebtesten Bällen verarbeitet. Egal, ob der JW Hol-EE Gitterball, der Chuckit-, der Hoko-, oder auch der knisternde Crackle Ball bevorzugt wird, die liebste Form der Bestätigung ist bestimmt dabei. Bälle, wie beispielsweise der Chuckit Ball „Breathe“ sind zudem besonders sicher, da der Hund atmen kann, falls der Ball aus Versehen in der Kehle stecken bleiben sollte. Auch sowas ist in der Geschichte des Hundesports leider schon passiert. Die Erstickungsgefahr wird durch großzügige Löcher wesentlich verringert. Hundespielzeug wird also immer sicherer und Dog‘s Craft leistet einen Beitrag dazu.
Spielis der FURVariante mit künstlichem Fuchsfell oder regenbogenfarbenem Kunstfell sind für die Anti-Ballfraktion, also für Hunde, die mit Bällen nichts anfangen können oder wollen. Aber auch sie sollen schließlich Spaß haben, auch wenn FUR vielleicht eher die kleineren Hunde begeistert und ein Rottweiler vielleicht etwas komisch daraufschaut.
mehr Grip als beispielsweise auf Leder oder Jute. Und MOPIK ist sogar waschbar. Bunt, variantenreich, vielfältig einsetzbar und sehr robust: Wir sind begeistert von dem hochwertig verarbeiteten, doppelt vernähten Spielzeug des polnischen Herstellers, das wir ab sofort neu in unserem Sortiment führen.
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Ganz ungewöhnlich, aber richtig toll und sehr beliebt ist die Variante MOPIK. Wer den Microfaser-Chenille-Wischmopp kennt, weiß um dessen Vorzüge. MOPIK ist genau aus diesem Material. Weich und angenehm im Fang, das mögen viele Hunde. MOPIK nimmt beim Spielen ganz leicht den Speichel des Hundes auf. Vorbei sind also die Zeiten von Glibber und Sabber. Was für eine einfache und doch geniale Idee. Auch der Hund hat viel
Daniel Schröder und Caschew (EO-Champion MEDIUM 2018) sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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Wagemutig oder scheu?
Der Malinois lässt die Beißwurst keine Sekunde aus den Augen. Er wird leicht unruhig, als sie in einem Anhänger versteckt wird, der mit Dutzenden Luftballons gefüllt ist. Als er freigelassen wird, schießt der Belgische Schäferhund los und springt ohne zu zögern auf den Anhänger. Als er die Beißwurst nicht sofort findet, wird er hektisch und unruhig. Er springt vom Anhänger, umrundet ihn, schnellt wieder in die Luftballons, wirbelt sie auf, schnappt danach. Dann entdeckt er die Beißwurst, stürzt sich kompromisslos auf das Spielzeug, packt zu und trägt es stolz zu seinem Hundeführer.
Welcher Persönlichkeitstyp eignet sich für welchen Sport? TEXT: MIKE SCHEFFNER
Foto: AdobeStock
Diese und die anderen Aufgaben bei einer DMC Körung decken die Persönlichkeit der teilnehmenden Hunde in vielen Aspekten auf.
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Die Persönlichkeit jedes Hundes ist einzigartig. Das weiß jeder Hundebesitzer.
Und nichts anderes zeigen die Ergebnisse der verschiedenen DMA Tests (Dog-MentalityAssassment Tests → Tests zur Beurteilung der Hunde-Mentalität). Eine Methode zur Charakterisierung von Hunden ist die Einteilung in A- und B-Typen. A- und B-Typen Die beiden Kardiologen Friedman und Rosenman nahmen eine Unterscheidung von Typ-A und Typ-B-Persönlichkeiten vor, um eine Prognose abgeben zu können, wie hoch der Risiko faktor für eine koronare Herz erkrankung ist. Die Persönlichkeit des A-Typs ist durch Ungeduld, Ruhelosigkeit, Ehrgeiz, Neugier und Erkundungsfreude sowie Wettbewerbsstreben gekennzeichnet. Typ-A Menschen unterdrücken ihre Emotionen häufig, sind eher unsensibel und erscheinen meist stark, aber auch hart. A-Typen reagieren auf Stresssituationen adrenalingesteuert.
Hunde vom A-Typ sind neugierig, erkundungsfreudig und mit viel Tatendrang ausgestattet, wie der beschriebene Malinois am Anfang des Textes, während B-Typen eher still, zurückhaltend und abwartend sind. Die Typisierung kann dazu noch in stabil und instabil unterteilt werden.
Stabiler B-Typ: ruht in sich, bleibt bei Konflikten und Stresssituationen gelassen und verhält sich souverän. Instabiler A-Typ: ist leicht reizbar, hat so ein Hund einen Konflikt, reagiert er häufig aufbrausend und hysterisch. Er kann Übersprungshandlungen und unangemessenes Verhalten zeigen. Instabiler B-Typ: versucht Konflikte zu vermeiden, setzt eher auf Rückzug/Flucht als Problemlösungsstrategie, ist dieses bevorzugte Verhalten nicht möglich, kann er auch aggressiv reagieren und bissig werden.
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Studien an Nutztieren, Fischen und Kohlmeisen zeigten, dass auch Tiere auf belastende Situationen auf zwei unterschied liche Weisen reagieren können. Und so kam es analog zu den Reaktionstypen in der Humanpsychologie zu einer Einteilung in „wagemutig“ und „scheu“.
Stabiler A-Typ: bleibt auch in Konfliktsitua tionen und bei Stress selbst sicher und souverän.
Foto: AdobeStock
Menschen des Typs B hingegen sind meist sanft und lassen sich nicht so schnell stressen. Sie zeichnen sich durch Zufriedenheit und Gelassenheit aus. Auch messen sie sich eher nicht mit anderen, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Sie sind in der Regel empathischer als Menschen des Typs A. Ihr Verhalten unter Stress wird vom Cortisolsystem gesteuert.
Wer jetzt meint, dass die scheinbar dominanteren A-Typen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit als Sieger aus Auseinandersetzungen hervorgehen, der täuscht sich.
Innerhalb eines Wurfes können Wurfgeschwister eine ganz unterschiedliche Persönlichkeit entwickeln.
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In vielen Fällen zeigten die Studien, „dass die zurückhaltenden B-Typen im Laufe der Zeit mit ihrer Aussitzmentalität weiterkommen und viel häufiger an den oberen Plätzen einer Rangordnung enden“ (Gans loßer 2012). Wieso erinnert mich das an Helmut Kohl und Angela Merkel?
Foto: Karolina Krüger
Forschungsgrundlage: der schwedische Mentaltest
Szene aus einer Zuchttauglichkeitsprüfung des Rassezuchtvereins für Hovawart-Hunde e. V.: Der Hund soll einen für ihn neuen und u. U. belastenden Reiz positiv auflösen. Seine Neugier kann ihm dabei helfen.
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Der schwedische Forscher Dr. Kenth Svartberg hat als erster das Wagemutig-Scheu-System auf Hunde übertragen. Er nutzte zur Bewertung der Hunde den schwedischen Mentaltest des SWDA (Schwedischer Verband für Arbeitshunde). Dieser Verhaltenstest umfasste zehn Testsituationen, denen die Hunde ausgesetzt wurden, wie z. B. Begegnung mit einer fremden Person, das Verfolgen eines schnell fliehenden Objektes, ein „menschlicher Dummy“ wird ruckartig hochgezogen, Zerrspiele mit einer Beißwurst, Geister
tauchen aus dem Wald auf, der Hund wird mit metallischen Geräuschen und Schüssen aus einer 9mm Pistole konfrontiert etc. Wer sich für solche Verhaltenstests interessiert und nicht gleich nach Schweden fahren möchte, der kann sich eine Zuchttauglichkeitsprüfung des Rassezuchtvereins für HovawartHunde e. V. ansehen. Die ZTP des Hovawartvereins orientiert sich weitgehend am schwedischen Vorbild. Svartberg ließ die Hunde den Test dreimal im Abstand von 30-35 Tagen absolvieren. Er wollte sehen, ob die Ergebnisse eine Kontinuität aufweisen oder nur eine Momentaufnahme sind. Er konnte beweisen, dass die Zuordnungen auf der „Wagemutig-Scheu-Achse“ sowie in den Unterkategorien „Verspieltheit“, „Geselligkeit“ und „Verfolgungsneigung“ stabil blieben. Anders war es bei den Ergebnissen für „Neugier/Furchtlosigkeit“ und für „Aggressivität“. Sie veränderten sich. Aggression
Eine Fragebogenaktion komplettierte die Arbeit Svartbergs. Die Hundebesitzer bekamen ein Jahr nachdem sie an dem Test teilgenommen hatten, einen Fragebogen zugeschickt. Der Wissenschaftler wollte herausfinden, ob die getesteten Persönlichkeitseigenschaften auch im normalen Umfeld des Hundes auftraten. Ergebnis: Mehrere Persönlichkeitseigenschaften wiederholten sich in der Einschätzung der Hundehalter und des offiziellen Tests. Von hoher statistischer Zuverlässigkeit waren Persönlichkeitsmerkmale wie „Interesse am Spiel mit Menschen“, „Verhalten gegenüber Fremden“ sowie die „nicht soziale Furchtsamkeit“.
PIERRE WAHLSTRÖM macht seit 1989 IGP-Hundesport, ist WUSV Weltmeister, anerkannter Leistungsrichter und Kommissionsbeauftragter im FCI IGP Richterpool. Als Offizier der schwedischen Armee führt er seit vielen Jahren hauptverantwortlich Charaktertests für das Militär-Zuchtprogramm durch. Wie kam es zur Entwicklung eines Charaktertests beim schwedischen Militär und wer war dabei federführend? Der Test des schwedischen Militärs wurde von Dr. Erik Wilson und mir 2004 entwickelt. Wir haben diesen Test zur Bewertung des Zuchtprogramms und zur Auswahl von Diensthunden eingeführt. In Schweden werden Hunde bereits seit 1930 getestet. Zuerst in der „Army Dogschool“.
Später übernahmen zivile Hundeorganisationen wie der „Kennelclub“ und der „Workingdog Club“ einige Teile unseres Programms und erstellten ähnliche Tests. Bewertet wird das Niveau der Hunde, unter anderem ihr Sozialverhalten, Spieltrieb, Aggressionsverhalten und ihr Selbstbewusstsein. Wird der Test noch weiterentwickelt oder habt ihr die „perfekte Form“ gefunden? Für die Streitkräfte sind wir mit den Ergebnissen des Tests zufrieden. Natürlich sehen wir, dass die Dinge auch anders und auf andere Weise bewertet werden können, aber nach fast 2500 Hunden, die diesen Test bestanden haben, sind wir ziemlich sicher, dass die Bewertung gut funktioniert. Welche Persönlichkeits eigenschaften offenbart der Mentaltest?
Er zeigt Mängel in der Triebveranlagung auf, Mut und den primären Instinkt des Hundes, um in verschiedenen Situationen und Umgebungen angemessen zu handeln. Welchen Einfluss hat der Mentaltest auf die Zucht von Diensthunden und Sporthunden? Persönlichkeitstests (Mental-Tests) im Allgemeinen sind eine Möglichkeit, die besten Zuchthunde für Sport oder Dienst auszuwählen. Die Art und Weise, wie die Auswahl der Zuchthunde heute speziell mit den Sporthundezüchtern und Zivilzüchtern getroffen wird, ist, dass viele mit berühmten Hunden züchten, die gute Ergebnisse im Wettbewerb erzielt haben. Diese Art der Zucht kann ich gut verstehen, da die Züchter die Welpen leicht loswerden. Aber auf lange Sicht ist es schlecht für die Rassen. Wenn ein berühmter Hund in der Zucht ver-
{I N T E RVI E W } wendet wird, „züchten“ wir auch mit ihm, aber dann konzentrieren wir uns auf den Phänotyp und nicht auf den Genotyp. Natürlich haben einige Züchter das Wissen, den Unterschied bei Hunden zu sehen und nur „die Besten“ zu verwenden, aber „die Masse der Züchter“ hat dieses Wissen nicht... Ein Persönlichkeitstest in Kombination mit der Arbeit, die der Hund leistet, ist eine perfekte Kombination zur Beurteilung des Tieres. Aber noch wichtiger ist es, den gesamten Wurf zu testen. Es macht keinen Sinn, einen Hund aus einem Wurf mit zehn Welpen zu sehen. In der Charakterprüfung der schwedischen Streitkräfte testen wir 98% aller Hunde, das ist eine einzigartige Gesamtzahl und wirklich statistisch sicher.
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und Furchtreaktion nahmen bereits zwischen dem ersten und zweiten Test eindeutig ab. Das Neugierverhalten nahm hin gegen zu. Wahrscheinlich spielt Gewöhnung hier eine größere Rolle als die entsprechenden Persönlichkeitsmerkmale.
Im Persönlichkeitstest wurden die drei Komponenten als Geselligkeit, Verspieltheit und Neugier/Furchtlosigkeit bezeichnet.
Ob A- oder B-Typen besser für den Sport geeignet sind, kann man pauschal nicht sagen, denn es kommt auch darauf an, welcher Sport betrieben wird.
Foto: Constanze Rähse
Der Sheltie zählt in der Agility-Szene zu den beliebtesten Rassen. Er ist schnell und sprungfreudig, oft sensibel und unkompliziert im Umgang.
Quellen: Forschung trifft Hund – Udo Gansloßer, Kate Kitchenham, 2012 Kosmos Verlag Consistency of personality traits in dogs – Kenth Svartberg, http://www.svartbergs.se/pdf/Consistency_of_personality.pdf
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Die hohe Wiederholbarkeit deutet auch darauf hin, dass diese Merkmale eine hohe Vererblichkeit aufweisen können. Das legt nahe, den schwedischen Mentaltest für die Zucht zu nutzen. Allerdings müsste sichergestellt werden, dass die Beurteilung der Hunde auch fachgerecht durchgeführt wird. Die schwedischen Verbände betreiben dafür einen sehr großen Aufwand. Die Ausbildung sämtlicher am Test beteiligter Funktionäre ist anspruchsvoll. „Um Testassistent zu werden, müssen zwischen 24 und 38 Stunden Ausbildung absolviert werden. Es folgt eine Weiterbildung mit 64 Stunden, will man Testleiter werden. Anschließend muss man noch eine fünfstufige, 94 Stunden umfassende Weiterbildung absolvieren, bevor man Punktrichter werden kann. Alle Prüflinge müssen alle Tests bestehen. Auch die Verlässlich-
keit der Tester wird bewertet. In der Prüfung werden zehn Hunde eingesetzt und alle getesteten Variablen müssen zumindest zu 72% mit den Testergebnissen des Ausbilders übereinstimmen. Der Ausbilder wird während der Prüfung von einem Supervisor, einem Mitglied eines landesweit nur wenige Personen umfassenden Prüfungskomitees, bewertet und überwacht.“ Um so einen hohen Standard garantieren zu können, gibt es bei deutschen Zuchtverbänden noch einigen Nachholbedarf. Anders! Nicht besser oder schlechter. Ist es also der Draufgänger, der Typ A, der für den Sport besser geeignet ist? Für den Bereich IGP und Mondioring bestätigen das die Ergebnisse. Hunde mit einer hohen Punktzahl für Wagemut erzielten bessere Ergebnisse im Arbeitshundetest, der in etwa der bei uns üblichen Schutzhundeprüfung entspricht. Das ist leicht erklärt, da es in diesen Sportarten darum geht, dass der
Generell kann man also nicht sagen, dass A-Typen besser für den Sport geeignet sind, denn es geht bei der Kategorisierung nicht um besser oder schlechter, sondern um „anders“. Deshalb ist es gut zu wissen, was für einen Hund ich habe, denn mit einem eher scheuen Sheltie muss man im Agility anders arbeiten, als mit einem wagemutigen JackRussell-Terrier. Den Sheltie an den Trubel einer Agility-Veranstaltung zu gewöhnen, ist sicherlich aufwendiger. Ist einem das jedoch gelungen, zahlt der kleine Wirbelwind einem das in der Regel mit Topleistungen zurück. Auch in der Politik steht bald ein Wechsel an. Aber ob ein adrenalingesteuerter Hans-Dampf in allen Gassen einen besseren Job im Kanzleramt macht, bleibt abzuwarten. ■
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Hund sich gegen den Schutzdiensthelfer durchsetzt. Beim Fährten hingegen ist ein eher abwartender, besonnener B-TypHund sicherlich kein Nachteil.
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SCHNIPP, SCHNAPP ... Kastration: wann macht sie Sinn, wann nicht? Sophie Strodtbeck klärt auf.
Foto: AdobeStock
{ INTERVIEW }
INTERVIEW: MIKE SCHEFFNER
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Die Tierärztin und Autorin Sophie Strodtbeck ist dafür bekannt, komplizierte wissenschaftliche und medizinische Themen ebenso treffend wie humorvoll auf den Punkt zu bringen. Sie spricht frei von der Leber weg und mit jedem Wort merkt man ihr die Leidenschaft für ihre Arbeit an. Aber lies selbst...
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as ist der Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation? Sophie Strodtbeck: Viele Hundehalter denken, dass Sterilisation bei weiblichen Tieren stattfindet und Kastration bei männlichen. Das ist nicht so. Es sind zwei komplett unterschiedliche Operationsmethoden, die bei beiden Geschlechtern angewendet werden können. Die Sterilisation des Rüden – und nur da würde ich sie empfehlen – führt zu einer Unfruchtbarkeit und dient zur Fortpflanzungskontrolle. Sie
hat aber keinen Einfluss auf den Hormonhaushalt. Es bleibt also alles beim Alten, nur die Fortpflanzung funktioniert nicht mehr. Macht das Sinn? Ich würde immer sagen, man sollte sich für eine Kastration entscheiden, wenn es eine Indikation dafür gibt, seien es medizinische Gründe oder Verhaltensprobleme. Eine Sterilisation bringt da nichts. Ich würde auch bei einem sterilisierten Rüden nicht sagen, jetzt kann er Spaß haben, denn ein Verletzungs- und Infektionsrisiko besteht ja trotzdem. Deshalb glaube ich, ist die Sterilisation nur eine Option für Familien mit kleinen Kindern und einem gemischten Rudel, wo man nicht sicher sein kann, ob immer alle Türen richtig verschlossen sind.
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acht denn dann eine Sterilisation überhaupt noch Sinn? Sophie Strodtbeck: Im Ausland würde sie Sinn machen. Ich kenne aber keine Tierschutzorganisation, die das so hand-
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timmt es, dass ein kastrierter Hund von seinen Artgenossen als „geschlechtsneutral“ wahrgenommen wird? Sophie Strodtbeck: Soweit können wir uns in Hunde nicht hineinversetzen, dass wir sagen könnten, als was sie ihr Gegenüber wahrnehmen. Ich wüsste nicht, dass es dazu Studien gibt. Ich glaube nicht, dass sie als neutral wahrgenommen werden. Eher so: Irgendetwas stimmt nicht. Vor allem bei
Frühkastraten, die sich entsprechend verhalten, weil die Entwicklung nicht abgeschlossen ist, obwohl sie vom Alter erwachsene Hunde sind. Das irritiert Artgenossen durchaus.
V
iele Hundebesitzer suchen bei Verhaltensproblemen nach einer einfachen Lösung und dann kommt schnell das Thema Kastration auf den Tisch. Wann macht es Sinn, darüber nachzudenken? In welchen Fällen ist sie überflüssig oder sogar kontraproduktiv? Sophie Strodtbeck: Ich werde ja immer als pauschale Kastrationsgegnerin bezeichnet. Das bin ich nicht. Ich bin nicht pauschal gegen Kastration, ich bin nur gegen Pauschalkastration! Das ist ein großer Unterschied. Ich empfehle die Kastration durchaus auch öfter. Wenn sie nach Durchlaufen der Pubertät – bei der Hündin nach der dritten Läufigkeit und beim Rüden im entsprechenden Alter – durchgeführt wird und keine medizinischen oder Verhaltensgründe dagegen sprechen, dann
hat sie keine so gravierenden Auswirkungen mehr. Da wäre ich immer cooler, als wenn wir von Frühkastration reden.
W
ann spricht man von einer Frühkastration?
Sophie Strodtbeck: Wenn der Eingriff durchgeführt wird, bevor die ganzen „Umbauarbeiten“ im Gehirn stattgefunden haben. Ein Kunstfehler ist in meinen Augen, einen unsicheren oder ängstlichen, also Cortisol gesteuerten Hund zu kastrieren, weil die Sexualhormone ganz wichtige Gegenspieler der Stresshormone sind. Sie machen selbstbewusst und lösen Angst. Sie wirken sich positiv auf Cortisol gesteuerte Hunde aus. Da würde ich auf keinen Fall kastrieren. Anders ist es bei einer Hündin, die immer in bestimmten Zyklusphasen Stress hat. Auch der würde ich zuerst drei Läufigkeiten geben, um zu gucken, ob sich das einpendelt, was oft der Fall ist. Aber wenn sie immer Aggression im Proöstrus – in der Vorläufigkeit – zeigt oder depressiv wird in
der Scheinmutterschaft und vielleicht das Haus nicht mehr verlassen möchte, dann kann die Kastration dieser Hündin durchaus Stress nehmen.
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ch bin oft mit dem Thema Leinenaggression konfrontiert. Die Leute lassen kastrieren, weil sie meinen, dann einen umgänglichen Hund zurückzubekommen. Sophie Strodtbeck: Die Kastration wird von manchen als chirurgische Verhaltenstherapie angesehen. Was natürlich Quatsch ist. In dem Fall müsste man genau hinschauen, warum zeigt der Hund das Verhalten. Eine Leinenaggression kann sowohl defensiv als auch offensiv sein. Wenn sie defensiv ist, dann ist das Verhalten durch Cortisol gesteuert. Auch dann gilt: Bloß nicht kastrieren! Dann würde es sich verschlimmern. Wenn es eine offensive Leinenaggression ist, dann kann die Kastration unter Umständen eine Besserung bringen. Das ist aber nicht sicher, weil vieles auch erlerntes Verhalten ist. sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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habt. Man weiß, dass in vielen Ländern verwilderte Haushunde in Gruppen und festen Sozialstrukturen leben und ein Rüde, der nur sterilisiert ist, würde natürlich den Teufel tun, die Jungs aus dem Nachbarort an seine Mädels ranzulassen. Er würde selber weiterhin decken, aber keinen Nachwuchs mehr produzieren. Das wäre wesentlich sinnvoller, als zu kastrieren. Dadurch bringt man ja auch die ganze Sozialstruktur durcheinander. Man müsste andere Wege gehen. Es bringt nichts, die Tiere zu kastrieren, zu retten, zu töten.
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ürden Sie vor einer endgültigen Entscheidung empfehlen, es zuerst mit einer „chemischen Kastration per Chip“ zu versuchen? Sophie Strodtbeck: Beim Rüden würde ich sagen, niemals kastrieren, ohne vorher einen Probelauf mit einem Kastrationschip zu machen. Um die Auswirkungen abschätzen zu können. Und rein aus dem Bauch raus, ich habe dazu keine Statistik, würde ich sagen, es sind über 50%, die bei uns in der Beratung aufschlagen und sich nach dem Testlauf mit dem Chip gegen eine Kastration entscheiden. Ich liebe den Kastrationschip, weil er viele Hunde vor überflüssigen Kastrationen bewahrt hat. Und weil es die einzige Möglichkeit ist, zu schauen was für Folgen der Eingriff hätte. Wird es schlimmer oder besser? Tritt eine Besserung ein und es besteht kein gesteigertes Narkoserisiko, dann würde ich diesen Hund auch chirurgisch kastrieren. 28
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as halten Sie von dem Einsatz des „Kastrationschips“ zur Unterdrückung der Läufigkeit bei Hündinnen? Sophie Strodtbeck: Der Chip funktioniert tatsächlich genauso wie beim Rüden und es gibt auch immer wieder Hündinnen bei uns in der Beratung, die wir chippen, um zu sehen, wie sich eine Kastration auswirken würde. Die Vorhersage bei einer Hündin ist wesentlich schwieriger als bei einem Rüden. Es sind ja auch mehr Hormone am Zyklusgeschehen beteiligt. Das Problem: erstmal kommt es zu einer Anflutung der Sexualhormone – beim Rüden vom Testosteron, bei der Hündin vom Östrogen. Und dann wird bei knapp der Hälfte der Hündinnen erstmal eine Läufigkeit ausgelöst. Ich würde es nicht zur Fortpflanzungskontrolle empfehlen, aber um einen Probelauf zu machen, kann es Sinn machen. Was man aber wissen sollte... Bei Hündinnen kann es sein, dass sie durch den Chip in eine Dauerläufigkeit kommen. Das
passiert nicht oft, aber es kann passieren. Deshalb sollte man bei einer Hündin den Chip in der Nabelregion einsetzen. Dann kann man ihn – falls nötig – wieder entfernen. Am Hals hat man da keine Chance.
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ann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration?
Sophie Strodtbeck: Wie bereits gesagt, frühestens nach der dritten Läufigkeit bei Hündinnen und das entsprechende Alter beim Rüden. Jeder Halter einer intakten Hündin kann bestätigen, wie sehr die Tiere sich von Läufigkeit zu Läufigkeit entwickeln und dass es mindestens drei Läufigkeiten dauert, bis sie einigermaßen erwachsen geworden sind. Das ist natürlich ein sehr variabler Bereich, denn eine Chihuahua-Hündin wird bereits mit einem halben Jahr zum ersten Mal läufig. Mit anderthalb ist sie mit allem durch. Bei Herdenschutzhunden hingegen wundert sich niemand, wenn die Hündin mit zwei
Jahren noch nicht läufig war und fertig sind die erst mit vier. Man muss es also auch immer von der Rasse und Größe des Hundes abhängig machen.
Diese ganzen wichtigen Fähigkeiten wie Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, auch Empathie, das findet alles erst nach der Pubertät in dem Ausmaß statt, wie es ausgeprägt sein sollte. Dafür muss erst das Gehirn umgebaut werden. Dazu dient die Pubertät und erst danach kann man einen Hund als erwachsen bezeichnen. Wenn ich den vorher kastriere, unterbinde ich die ganzen Entwicklungsprozesse im Gehirn. Und dann sind Hunde auch nicht in der Lage, zum Beispiel Impulskontrolle so auszuüben, wie das ein erwachsener, ausgereifter Hund können sollte.
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as sind ja weitreichende Auswirkungen. Trotzdem wird es immer noch häufig empfohlen.
Sophie Strodtbeck: Ja, leider. Ich denke immer, wenn ich im Supermarkt bin und eine Mutter mit einem fünfjährigen Kind vor mir an der Kasse steht und das schreit den Laden zusammen, weil es das Überraschungsei nicht bekommt... Da denke ich, arme Mutter, aber das ist halt so, ein kleines Kind kann diese Impulskontrolle noch nicht leisten. Würde ich an der Kasse stehen und ein dreißigjähriger Mann... Sie wissen an der Stelle worauf ich hinaus will. Das wäre durchaus befremdlich.
Und das machen wir mit Hunden, die zu früh kastriert werden. Egal, ob Rüde oder Hündin. Die Hormone haben dieselbe Funktion. Sie haben diese wichtige angstlösende und selbstbewusst machende, auch Nerven schützende Wirkung.
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it welchen (unerwünschten) Nebenwirkungen muss man bei einer Kastration rechnen? Kann bei der OP irgendetwas schiefgehen oder ist das eher unwahrscheinlich?
Sophie Strodtbeck: Mit Wahrscheinlichkeiten ist das immer so eine Sache. Wenn es den eigenen Hund trifft, nutzt es nichts, dass nur „Null-KommaIrgendwas“ Prozent aller Hunde betroffen sind. Aber tatsächlich lese ich regelmäßig, bei der Kastration muss man sich keine Gedanken machen, denn das ist eine Routine-Operation. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass das Narkoserisiko immer besteht. Und dem ist es egal, ob RoutineOP oder nicht. Es kommt leider immer wieder vor, dass sogar junge Hunde auf dem Tisch bleiben, ohne dass der Tierarzt einen Fehler gemacht hat. Und dann möchte ich nicht in der Haut eines Halters stecken, wenn es eine eigentlich überflüssige Operation war.
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ird jeder Hund nach der Kastration verfressener?
Sophie Strodtbeck: Stichwort „verfressener“... Mein BeagleRüde musste gerade gechipt werden. Er ist seitdem ein Hungerzentrum auf vier Pfoten und macht mich wahnsinnig. Er ist im Stress, ich bin dadurch im Stress. Aber er hat Perianaltumore, es war also alternativlos. Sie nehmen zu, wenn man nicht hinterher ist. Das hat natürlich der Halter in der Hand, aber erfahrungsgemäß schaffen es viele nicht, dass der Hund obwohl er kastriert, wurde eine vernünftige Figur behält.
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er Stoffwechsel verändert sich, oder?
Sophie Strodtbeck: Ja, genau. Grob kann man sagen, dass ein Kastrat ein Drittel weniger Energiebedarf hat, weil die Sexualhormone auch an der Regulation des Stoffwechsels beteiligt sind. Und natürlich gibt es auch untergewichtige Kastraten, aber ein Großteil neigt zu Übergewicht. Dann haben wir natürlich Fellveränderungen. Ganz schlimm ist es häufig bei roten, langsporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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Die Kastration beim Rüden gilt eigentlich als Routine-Operation
{ INTERVIEW } SOPHIE STRODTBECK Jahrgang 1975, studierte Tiermedizin an der LudwigMaximilians-Universität München. Berufserfahrung sammelte sie in verschiedenen Großtier- und Gemischtpraxen im Ostallgäu und im Großraum München. Von der Maus, über den Hund bis zum Allgäuer Braunvieh – ihrem Lieblingspatienten – behandelte sie dort fast alle Tierarten. 2010 kehrte sie der Praxis den Rücken und machte ihr Hobby „Hund“ zum Mittelpunkt ihres beruflichen Lebens. Seither arbeitet sie als Autorin, Dozentin und Fotografin und berät Hundehalter in Verhaltensfragen.
Foto: Annett Mirsberger
haarigen Hunden, wie Settern oder Cocker Spaniels. Die sehen danach aus wie explodierte Sofakissen! Ich habe eine Merle-Langhaar-Chihuahua Hündin und die Züchterin, von der ich sie bekommen habe, hat auch so eine. Die musste kastriert werden und die sieht so schrecklich aus... Das wäre ein Albtraum, wenn ich meinen Chihuahua kastrieren müsste. Außerdem würde mir ohne ihre Hormone etwas fehlen. Sie sind das Salz in der Suppe des Verhaltens! 30
Man weiß auch, dass das Risiko für viele Erkrankungen bei Kastraten erhöht ist. Dazu gehört z. B. Knochenkrebs, der Milztumor, die Schilddrüsenunterfunktion, Demenz im Alter, Blasenkrebs, bösartige Prostatatumore. All das tritt häufiger bei Kastraten auf. Oder auch beim Rüden Kreuzbandrisse und Probleme mit HD. Auch da hat die Kastration Auswirkungen, weil das Testosteron muskelaufbauend, also anabol,
wirkt. Viele Kastraten bauen nach dem Eingriff massiv Muskulatur ab. Da sollte man vorsichtig sein. Ganz oft ist es so, der Hund hat eine kleine Baustelle am Bewegungsapparat, wird kastriert und dann kommen die Probleme. Dann rennt man zur Physiotherapeutin und versucht verzweifelt, die Muskulatur wieder aufzubauen. Das wird man aber nie so schaffen, als wenn das Testosteron noch da wäre. Ich gönne jeder Physiothera-
peutin ihr Auskommen, aber in vielen Fällen wäre es schlauer, sich vorher Gedanken darüber zu machen.
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irkt sich der veränderte Hormonhaushalt nach einer Kastration auf die Leistungsfähigkeit eines Sporthundes aus? Sophie Strodtbeck: Ja, das kann passieren. Oft werden die Hunde ruhiger. Das kann auch daran liegen, dass sie nach der Kastration in eine Schilddrüsenunterfunktion rutschen, weil Hormone sich gegenseitig beeinflussen. Das führt zu mangelnder Konzentrationsfähigkeit, zu weniger Energie und Leistungsbereitschaft. Es gibt auch Kastraten, die sich diesbezüglich kaum verändern. Aber bei einem Großteil wird man es merken. Ohne dazu Studien zu kennen, würde ich aus dem Bauch heraus sagen, dass eine Kastration für Sporthunde kontraproduktiv ist.
ie ist es bei Sportarten wie Mondioring oder Gebrauchshundesport? Die Hunde müssen ja auch Spaß an der Auseinandersetzung mit dem Helfer haben. Sophie Strodtbeck: Ich könnte mir vorstellen, dass Testosteron diesbezüglich einen Einfluss hat. Denn Testosteron wird in der Verhaltensbiologie als Hormon des sozialen Erfolges bezeichnet. Es wird immer dann produziert, wenn man eine Auseinandersetzung für sich entscheidet. Es gibt Untersuchungen beim Agility, die gezeigt haben, dass sowohl bei Hund und Mensch die Testosteronausschüttung bei einem Sieg ansteigt. Das hat einen selbstbelohnenden Effekt. Das heißt, es fühlt sich cool an. Das möchte man wieder haben. Das ist auch der Grund, warum eine Kastration bei älteren Rüden häufig nichts mehr bringt. Denn wenn sie mehrfach Auseinandersetzungen mit Artgenossen hatten und jedes Mal gemerkt haben, das fühlt sich richtig cool an, dann möchten sie das Ge-
fühl ebenfalls wieder haben und dann ist es egal, ob noch Testosteron da ist oder nicht. Das ist dann erlerntes Verhalten.
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in Argument für die Kastration einer Hündin, so hört man häufig, wäre die Vermeidung eines Mammatumors. Was halten Sie davon?
Sophie Strodtbeck: Schönes Thema! Das widerspricht dem deutschen Tierschutzgesetz. Das muss man ganz klar sagen. Wir haben ein Amputationsverbot. Wir dürfen nicht einfach so gesunde Organe entnehmen. Nur nach klarer Indikation, und Prophylaxe ist keine klare Indikation. Wir operieren ja auch nicht jedem alten Hund die Milz raus, weil Milztumore mit 40% die häufigsten abdominalen Tumore sind. Bei der Hündin gibt es eine einzige Studie – topaktuell, von 1969! – die besagt, dass man bei der Hündin durch eine Kastration vor der ersten Läufigkeit das Risiko für die Entstehung von Mammatumoren um 80% senken kann. Bei einer Kastration nach der ersten Läufigkeit
immer noch um 25%, danach hat es keinen Einfluss mehr. Und deswegen wurden und werden unzählige Hündinnen kastriert. Ich glaube ja, viele Halter haben keinen Bock auf Läufigkeit und der Tierarzt liefert das passende Argument und dann sind sich alle einig und glücklich. Es gibt aber tatsächlich nicht nur diese eine Studie zum Thema Mammatumorrisiko und Kastration der Hündin. Es gibt insgesamt 13 Studien. Eine davon ist eine relativ aktuelle Übersichtsarbeit von Beauvais et. al. Die haben herausgefunden, dass von diesen 13 Studien neun methodisch falsch sind. Bleiben also vier. Von diesen vieren hat genau eine einzige einen signifikanten positiven Effekt aufgezeigt. Das ist die Studie von 1969. Eine hat einen nicht signifikanten schwachen Effekt gezeigt und zwei haben gar keinen signifikanten Effekt auf das Mammatumorrisiko gezeigt. Mein kleiner Bruder würde sagen: Die Statistik ist die Hure der Wissenschaft! Und ich gebe
ihm recht! Ich habe mir mal die Mühe gemacht und geschaut, wieviele Hündinnen überhaupt im Laufe ihres Lebens einen Mammatumor bekommen. Weil 80% klingt ja erstmal bombastisch. Sagt aber eigentlich gar nichts, wenn ich nicht weiß, wie hoch das absolute Risiko ist. Das sind je nach Studie, da gibt es auch verschiedene Erhebungen, 0,2 bis 1,8% aller Hündinnen, die sind aber nicht alle testosteronabhängig. Ich würde dafür plädieren, dass man analog zur Frau einfach regelmäßig prophylaktische Untersuchungen macht und das Gesäuge der Hündin abtastet. Die Tumore spürt man normal ganz gut und wenn sie klein sind, dann muss auch nicht der gesamte Komplex raus. Dann reicht es, den Tumor zu entfernen. Ich als Halterin von zwei intakten Hündinnen mache mir über Mammatumore überhaupt keine Sorgen. Vielen Dank für das ebenso interessante, wie kurzweilige Gespräch. ■ sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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KLEINE JAGDHELFER GANZ GROSS ...
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ummys wurden ursprünglich für das Jagdgebrauchshund-Training entwickelt, werden aber mittlerweile auch im Hundesport oder für die Physiotherapie genutzt. Natürlich freut sich auch der Familienhund, wenn er mit Dummy spielerisch seinen Jagdtrieb ausleben darf. Der slowakische Hersteller Mystique® fertigt seit 2008 hochwertige Dummys aus robustem Canvas-Material mit Füllung, je nach Variante auch mit Fellbesatz, die in der Jagd- sowie der Dummyszene weit verbreitet sind. Die Marke Mystique® steht für vielfältige, qualitativ hochwertige Produkte. Längst im Bewusstsein der breiten kynologischen Öffentlichkeit angekommen, gehören Mystique®-Produkte heute zu den populärsten Ausbildungshilfsmitteln in der Jagd- und Sporthundeszene und sind im Besonderen auch als Ausrüstungsartikel auf den Prestige-Events in Europa sehr gefragt. Die grundsolide Basisvariante ist der Dummy Standard in den Farben grün oder orange. Er ist mit einer Kordel inklusive Wurfknebel ausgestattet, damit man ihn einfach aufheben und werfen kann. So bleiben auch die Hände des Hundeführers einigermaßen sauber, weil man den nach längerem Gebrauch doch gut durchspeichelten Dummykörper nicht direkt anfassen muss. Für viele Hunde noch attraktiver ist der Dummy Rabbit Full Fur, das mit Kaninchenfell überzogen ist. Das Fell
Dummy Standard
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Dummy Rabbit Fur
Dummy Rabbit Full Fur
fordert den Beutetrieb heraus und fühlt sich gut im Fang an. Mit Gewichten von 250g, 500g oder 1000g kann je nach Größe und Kraft des Hundes der passende Dummy gefunden werden.
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3-Part-Dummy
Die khakifarbene Variante wiegt 4 oder 5 kg und ist in der Mitte zusätzlich mit Fuchsfell überzogen.
Code:
Dummy10 sporthund.de
Als vielseitig einsetzbare Art der Bestätigung bietet sich der Snack Dummy Large an. Er besteht aus robustem Nylonmaterial und lässt sich dank einer abwaschbaren Innenbeschichtung und eines leicht zu öffnenden Reißverschlusses mit fast jeder Art von Futter befüllen. Mit 22 cm Länge und einem Durchmesser von ca. 6,5 cm passt auch eine ordentliche Portion hinein.
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sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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produkte
Mit 3-Part-Dummys lernt der Jagdhund herkömmlicherweise den korrekten Apport von Wild. Diese Dummys sind wesentlich größer und bestehen aus drei miteinander verbundenen, jeweils abgenähten Teilen. Dadurch wird das Herunterhängen des toten Wildes imitiert, während es vom Hund apportiert wird. Da die Gewichte der Dummys von 2 bis 5 kg reichen, werden sie mittlerweile auch in der Physiotherapie zur gezielten Stärkung der Nackenmuskulatur des Hundes genutzt – quasi Hanteltraining für die Vierbeiner. Den 3-Part-Dummy aus orange- oder khakifarbenem Canvas-Material gibt es in 2kg, 2,5kg, 3kg, 4kg und 5kg Gewicht.
TEAMWORK OHNE WORTE Foto: Constanze Rähse
Hundesport mit taubem Hund
TEXT: INKA STONJEK
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Denn die Herausforderung besteht darin, einen Weg zur Kommunikation zu finden. Akustische Signale sind nutzlos, also bringen Kommandos ebenso wenig wie der Klicker. „Da wir in unserer Hundeschule bereits viel mit Körpersprache arbeiten, war es keine allzu große Umstellung für mich. Aber ich musste ihm beibringen, permanent auf mich zu achten.“ Ein Lernprozess, der Zeit und Konsequenz erfordert. „Strolch musste lernen, wirklich niemals aus eigenem Antrieb wegzulaufen. Das könnte für ihn lebensgefährlich werden. Deshalb habe ich ihn anfangs sehr eng an der Leine geführt.“ Langsam wurde der Radius vergrößert. Heute ist Strolch sechs Jahre alt. „Schwierig wird es immer dann, wenn er auf Distanz arbeiten soll. Also zum Beispiel beim Mantrailing, wo der Hund vorgeht und die Spur
„Ausbildung nur mit Körpersprache ist eine Herausforderung!“ verfolgt.“ Das Problem: Strolch schaut zu seinem Frauchen, wenn er einen Auftrag erwartet. Also musste sie ihn dazu bringen, ohne Rückversicherung der Spur nachzugehen. „Er ist dann zeitweise auf sich alleine gestellt“, erzählt Manuela Schmidt. Außerdem sind die beiden beim Hoopers aktiv. Die Sportart hat ihren Namen von den „Hoops“, am Boden aufgesetzten Rundbögen. Durch sie muss der Hund laufen, springen ist nicht erforderlich. Ansonsten ähnelt der Geräteparcours dem Agility. Eine große Besonderheit besteht darin, dass der Mensch nicht mitläuft. „Hoopers ist Distanzarbeit. Der Hundeführer bringt seinen Hund an den Start und begibt sich dann in den festgelegten Führbereich, den er während des Laufes nicht verlassen darf. Von dort aus dirigiert er nur mit Körpersprache, Sicht- und Hörzeichen durch den Parcours“, erklärt Schmidt.
Das macht den Sport für große Hunde interessant, für ältere oder solche, die nicht springen dürfen. Auch Disc-Dogging haben die beiden ausprobiert und darin sogar Wettkämpfe bestritten. Der Vorteil: „In dieser Sportart studiert man einen Bewegungsablauf ein, der sich im Wettkampf einfach abspulen lässt“, erklärt Schmidt. Anders als bei Agility oder Hoopers werden Halter und Hund also von keinem Parcours überrascht. Zudem kommt es beim Dog-Frisbee darauf an, dass der Hund der Scheibe hinterherjagt und sie seinem Frauchen zurückbringt. „Sobald Strolch diese Aufgabe verstanden hatte, spielt seine Taubheit keine Rolle mehr.“ Und schon flitzt er über den Platz wie jeder andere Hund auch. sporthund.de ∙[Heft 1/2020]
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hundesport
anuela Schmidt muss Erfindungsreichtum beweisen, denn ihre Französische Bulldogge Strolch ist von Geburt an taub. „Er trägt einen Gendefekt, der häufig bei weißen Hunden auftritt“, erklärt sie. Für die ausgebildete Mensch-Hund-Beraterin aber kein Manko, sondern ein Pluspunkt. „Genau deshalb habe ich ihn geholt. Ich wollte selbst die Erfahrung machen, um später anderen Hundebesitzern mit tauben Hunden besser helfen zu können.“
AGILITY
IGP
OBEDIENCE
DOGFRISBEE
THS
ZUGHUNDE
24.-26.4.2020 DVG BSP Eschweiler-Dürwiß (DE)
1.-3.5.2020 WDSF Weltmeisterschaft Trutnov (CZE)
2.-3.5.2020 disc dog challenge Germany 1 Rommerskirchen (DE)
27.-28.6.2020 BLV Meisterschaft n.n. (DE)
21.-22.3.2020 DVG BSP/BSPJ Quakenbrück (DE)
25.-26.4.2020 7-Länderwettkampf Hungen (DE)
9.-10.5.2020 1./2. Qualifikation FCI WM n.n. (DE)
24.-26.7.2020 DVG BSP/BSPJ n.n. (DE)
4.-5.4.2020 VulcaniCross Schotten (DE)
1.-3.5.2020 WDSF Weltmeisterschaft Trutnov (CZE)
11.-17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA)
23.-24.5.2020 disc dog challenge Germany 2 n.n. (DE) UFO Swiss Major #1 Goldach, St. Gallen (SUI)
3.-5.7.2020 swhv Verbandsmeisterschaft Gersbach (DE)
11.-17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA)
18.-19.4.2020 3./4. Qualilauf FCI WM/EO large n.n. (DE)
11.-17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA)
18.-19.7.2020 VDH Deutsche Meisterschaft Gemünden (DE)
30.7.-2.8.2020 VDH Deutsche Meisterschaft n.n. (DE)
24.-27.9.2020 FCI Weltmeisterschaft Madrid (ESP)
1.-3.5.2020 WDSF Weltmeisterschaft Trutnov (CZE)
9.-13.9.2020 FCI Weltmeisterschaft Apeldoorn (NED)
3.-4.10.2020 dhv Deutsche Meisterschaft Linkenheim-Hochstetten (DE)
11.-17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA)
7.-11.10.2020 WUSV Weltmeisterschaft Györ (HUN)
10.-13.6.2021 FCI Weltmeisterschaft Münsingen (DE)
15.-16.5.2020 5./6. Qualilauf FCI WM/EO Dortmund (DE)
26.-27.11.2020 dhv Deutsche Meisterschaft Kempten (DE)
14.-15.3.2020 1./2. QL FCI WM/EO small/medium Mending (DE) 21.-22.3.2020 1./2. QL FCI WM/EO large Mending (DE) 4.-5.4.2020 3./4. QL FCI WM/EO small/medium n.n. (DE)
17.5.2020 Finalläufe FCI WM/EO Dortmund (DE)
FÄHRTE
RO 2.-3.5.2020 DVG BSP / dhv DM Ering (DE)
9.-12.7.2020 JEO Europameisterschaft Vantaa (FIN)
19.-23.5.2020 FCI Weltmeisterschaft Lahti (FIN)
30.7.-1.8.2020 EO Europameisterschaft Oakham, Leicester (GBR)
6.-8.11.2020 dhv Deutsche Meisterschaft n.n. (DE)
1.-3.5.2020 WDSF Weltmeisterschaft Trutnov (CZE)
21.-22.11.2020 VDH Deutsche Meisterschaft n.n. (DE)
11.-17.5.2020 FMBB Weltmeisterschaft Aubigny Sur Nere (FRA)
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MONDIORING
6.-7.6.2020 UFO Major Bremen (DE) 13.-14.6.2020 NFM Cup - UFO Major Vierhouten, Gelderland (NED) 20.-21.6.2020 disc dog challenge Germany 3 Eime (DE) 4.-5.7.2020 Fly em high Cup - UFO Major Boelenslaan, Friesland (NED) 11.-12.7.2020 disc dog challenge Germany 4 UFO Major Kerpen (DE) 18.-19.7.2020 UFO Swiss Major #2 n.n. (SUI) 26.-27.9.2020 disc dog challenge Germany 5 + Finale Verden/Aller (DE)
5.-6.9.2020 dhv Deutsche Meisterschaft n.n. (DE) 10.-11.10.2020 VDH Deutsche Meisterschaft n.n. (DE)
RH
SCHLITTEN 1.-2.2.2020 VDSV DM Sprint Frauenwald (DE) 6.-9.2.2020 WSA Weltmeisterschaft Zuberec (POL)
20.-23.8.2020 FCI Team Weltmeisterschaft Craiova (RUM)
15.-16.2.2020 VDSV DM Mitteldistanz Haidmühle (DE)
24.-27.9.2020 IRO Weltmeisterschaft Craiova (RUM)
20.-23.2.2020 IFSS EM On-Snow Falun (SWE)
FLYBALL 22.-24.5.2020 FCI Flyball Open World Cup Lommel (BEL)
DOGDANCE 12.-14.6.2020 VDH Deutsche Meisterschaft Dortmund (DE)
TOPHUNDESPORTTERMINE
SPORTHUNDGEWINNSPIEL SPORTHUND 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. Teilnahmebedingungen: Sende das Lösungswort, deinen Namen und deine vollständige Postanschrift per E-Mail an
FCI Weltmeisterin Dog Dance Freestyle 2019 Austragungsort der FCI WM Obedience 2020 Ausschaltung der Fertilität von Lebewesen Hunde, die direkt vor dem Schlitten laufen Deutscher Meister Agility 2019 LARGE (Rufname Hund) Leistungsklasse im Rally Obedience Sitz des VDH Jahreshöhepunkt der Belgischen Schäferhunde Bekannter Ausrüster im Jagdhundebereich Disziplin im Zughundesport Polnischer Spielzeughersteller Sportart im Schilderwald Persönlichkeitsmerkmal eines Typ B-Hundes Heimat von Pierre Wahlström Hilfsmittel in der Ausbildung
Einsendeschluss:
10. März 2020
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Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Unter allen Einsendungen verlosen wir einen Shop-Gutschein im Wert von 50 EUR. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Es besteht auch kein Anspruch auf Auszahlung oder Ausgabe eines Ersatzgewinns. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die vom Teilnehmer angegebenen Daten werden nach Maßgabe der DSGVO behandelt. Die Datenschutzerklärung findest du unter www.sporthund. de/datenschutzerklaerung
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IMPRESSUM
Wie soll unser nächstes Cover aussehen?
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Erscheinungsweise: 6x jährlich Gesamtkonzept: Constanze Rähse, Neuhaus an der Pegnitz Lektorat: Dipl.-Germanistin (Univ.) Cordula Scheffner, Viersen Druck: print24.de Auflage: 5.000 Stück Fotoquellen: Ralf Klengel, Miriam Feldmann, Nadine Beil, Kathrin Overrödder, Sebastian Drolshagen, Annett Mirsberger, Karolina Krüger, Alexandra Dusin, Stefanie Gebke, Constanze Rähse, AdobeStock Hinweise:
Kein Teil dieses Magazins darf ohne Genehmigung des Herausgebers vervielfältigt oder verbreitet werden. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Eine Haftung für Ratschläge unserer Experten kann nicht übernommen werden. Der Herausgeber behält sich das Recht vor, veröffentlichte Artikel, Beiträge und Fotos auch in seinen anderen Publikationen (In- und Ausland, im Web und elektronisch) ohne weitere Vergütung und Nachfrage zu veröffentlichen. Die Nutzungsrechte an eingesandten Leserfotos gehen mit Einsendung automatisch auf die Leroi GmbH über.
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COverwahl #3
Herausgeber: LEROI GmbH Geschäftsführer: Olaf König Am Schneckenhof 9 D-74626 Bretzfeld-Geddelsbach Email: magazin@sporthund.de Tel +49 (0) 79 45 / 9 41 01 01 Fax +49 (0) 79 45 / 91 15 25
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VORSCHAU #3
Unsere nächste Ausgabe erscheint Anfang April 2020 Hundesport
Foto: Nadine Krei
Außerdem: ∙ Der richtige Riecher ∙ Produktvorstellungen und ∙ aktuelle Hundesportevents
ÖLIGE HOFFNUNG Foto: AdobeStock
Sprünge sind im Hundesport nicht wegzudenken, sind in fast jeder Sportart fester Bestandteil. Eine gute Fitness und eine gute Technik helfen, Probleme zu vermeiden.
Alles andere als aggressive Mannarbeit ist die neuste, von der FCI anerkannte Hundesportart, in der es um Geschick von Hund und Helfer gleichermaßen geht.
Gesundheit & Ernährung
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung mit vielfältigem Erscheinungsbild, auch bei unseren Hunden. Kann die Tierernährungsmedizin wirklich Hoffnung geben?
Kynologie
Foto: Constanze Rähse
HOCH, WEIT, SCHNELL ...
Foto: Stefanie Gebke
MONDIORING
HUNDEFRUST & SPORTLERLUST Kooperation und Partnerschaft, welche Orientierung und stabile, zugewandte Interaktion versprechen, ist wertvoll. Kurzfristige Änderungen vorbehalten. Wir bitten um Verständnis.
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vorschau
Vorschau Heft 2
FIT & GESUND DURCH SPORT MIT DEM HUND Das ist das Motto der Turnierhundesportler, die in verschiedenen Diszilpinen auch selbst sportlich aktiv sind – neben dem Hund. Das Foto in unserem Leserwettbewerb wurde eingeschickt von: Alexandra Dusin
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